1. HERREN HUSUMER SV 2005/06
Die Mannschaft Stab Der Spielbetrieb / Die Spielberichte Abschlusstabelle (Statistiken)

zuletzt aktualisiert am: Freitag, 30.06.2017 21:43

Verbandsliga Schleswig-Holstein

Hinten von links: Sebastian Saeltz, Sebastian Steglich, Christian Herpel, Dennis Schulte, Martin Herpel, David Lies, Gunnar Clausen, Betreuer Martin Dohrn, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen
Mitte von links: Marcell Voß, Frank Gudat, André Schyma, Sascha Rettkowski, Mario Albertsen, René Marohn, Gerrit Müller, Trainer Volker Schallhorn, Vorsitzender Rolf von Bartikowski
Vorne von links: Erion Alla, Torwarttrainer Frank Hansen, Momme Reinhold, Thomas Widder, André Teubler, Ingo Cornils, Michael Petersen
Es fehlen auf dem Photo: Ilhan Alim, Alexander Dau, Björn Fleige, Guido Gehrke, Lars Hermann, Ligaobmann Reinhard Grünhoff

 

Husumer SV ein Aufstiegskandidat?

Nur wegen des schlechteren Torverhältnisses verpasste die Husumer SV in der abgelaufenen Saison die Rückkehr indie neue Oberliga Nord und mußte schließlich dem TSV Kropp den Vortritt lassen. Doch das ist kein Grund für die Nordfriesen, den Kopf in den Sand zu stecken und einen neuen Anlauf in Richtung höhere Spielklasse zu nehmen. Dass dies jedoch kein leichtes Unterfangen wird, weiß man auch in der Stormstadt. »Wir sind kein Favorit«, meint Husums 1. Vorsitzender Rolf von Bartikowski. »Aber unser Ziel ist es, möglichst weit oben zu stehen. Wenn sich dann sportlich die Chance bieten sollte aufzusteigen, werden wir diese auf jeden Fall nutzen.« Als Favoriten hat v. Bartikowski den SV Henstedt-Rhen im Visier, der ja den Aufstieg mit aller Macht anstrebt. Aber auch Moisling, Eichede und Itzehoe werden oben mitspielen.

Dass die Husumer Mannschaft in einem gewissen Umbruch steckt, erleichtert die Aufgabe des neuen Trainers Volker Schallhorn nicht gerade. Vom Tönninger SV gekommen, übernimmt er die Aufgabe von Hans-Peter Hansen. Nach sechs sehr erfolgreichen Jahren legt Hansen eine Pause ein. Der neue Übungsleiter, zuletzt als Spielertrainer tätig, ist von seiner Mannschaft sehr angetan. »Ich habe einen sehr positiven Eindruck von der Elf gewonnen, wir wollen und können eine gute Rolle in der Liga spielen.« Vom bekannten Husumer Konterfußball möchte Schallhorn abrücken, mehr Wert soll das spielerische Element bekommen.

Mit Björn Fleige (Spielertrainer II.) und Carsten Groth (schwere Verletzung) stehen wichtige Leistungsträger der vergangenen Jahre nicht mehr zur Verfügung. Zudem verließen mit Lars Jensen (Irland), Ingo Carstensen (beruflich nach Hamburg) und Jakob Strehlow (Studium in Köln) hoffnungsvolle Nachwuchskräfte den Verein. Neuzugänge wurden überwiegend aus dem Jugendbereich verpflichtet. Mit Dau (Lindholm), Riemer (Glückstadt), Lies, Steglich und Saeltz (HSV A-Jugend) sollen junge Talente herangeführt werden. Zwei Rückkehrer komplettieren den Kader: Dennis Schulte (Heider SV) und Frank Gudat (Bredstedter TSV).

Sollte es den Nordfriesen gelingen, die aufgerissenen Lücken schnellstmöglich zu schließen und eine geschlossene Einheit zu werden, ist der Elf auch in der neuen Spielzeit einiges zuzutrauen.

          Bernd Hulin 

Das Team 2005/2006 der Husumer SV in Daten:
Position Name geboren am im Verein seit vorherige Vereine
Tor Reinhold, Momme 30.04.1983 2000 eigene A-Jugend, Rödemisser SV
Teubler, André 21.04.1972 1995 Husumer SV II
Widder, Thomas 03.08.1984 2002 eigene A-Jugend
Abwehr Cornils, Ingo 04.05.1976 2000 SV Frisia 03 Risum-Lindholm, Sv Enge-Sande
Herpel, Christian 25.06.1983 2000 eigene A-Jugend, Rödemisser SV
Marohn, René 05.03.1982 2003 Heider SV, Hamburger SV A-Jugend
Rettkowski, Sascha 02.01.1979 1994 eigene A-Jugend
Schulte, Dennis 31.05.1983 1994 eigene A-Jugend
Schyma, André 03.04.1974 2002 TSB Flensburg, SV Frisia 03 Risum-Lindholm
Voß, Marcell 22.02.1982 2003 Heider SV
Mittelfeld Albertsen, Mario 13.05.1978 2003 BW Löwenstedt
Alla, Erion 30.06.1981 2001 Heider SV, Husumer SV Jugend
Clausen, Gunnar 18.12.1979 2003 Bredstedter TSV
Gehrke, Guido 12.02.1972 2006 TSV Kropp, Holstein Kiel
Herpel, Martin 25.06.1983 2004 Rödemisser SV, Husumer
Lies, David 21.05.1986 2003 eigene A-Jugend, TSV Hattstedt
Saeltz, Sebastian 14.10.1986 2002 eigene A-Jugend, IF Tönning
Steglich, Sebastian 03.05.1986 1997 eigene A-Jugend, Tönninger SV
Angriff Alim, Ilhan 02.03.1975 2001 FC St. Pauli (A); TuS Nortorf
  Dau, Alexander 02.10.1986 2005 SV Frisia 03 Risum-Lindholm, RW Niebüll
  Fleige, Björn 16.06.1972 1994 Rödemisser SV
  Gudat, Frank 29.10.1975 2005 Bredstetder TSV
  Hermann, Lars 09.12.1979 2003 Bredstedter TSV
  Müller, Gerrit 12.02.1974 1995 Rödemisser SV
  Petersen, Michael 25.04.1986 2004 DGF Flensburg A-Jugend
Trainer Schallhorn, Volker 28.12.1964 2005 Spielertrainer Tönninger SV
 
Zugänge Alexander Dau (SV Frisia 03 Risum-Lindholm); Frank Gudat (Bredstedter TSV); David Lies, Sebastian Saeltz (beide eigene A-Jugend); Dennis Schulte (Heider SV); Sebastian Steglich (eigene A-Jugend); Trainer Volker Schallhorn (Tönninger SV)
Seit 1.1.2006: Guido Gehrke (TSV Kropp); Lars Hermann (TSV Süderlügum)
Abgänge Ingo Carstensen (SV Curslack-Neuengamme); Carsten Groth (langzeitverletzt); Lars Jensen (Irland); Trainer Hans-Peter Hansen (Pause)
Seit 1.1.2006: Sören Jensen (Studium)
 

 

Stab

Trainer

Fußball-Obmann

Liga-Betreuer

Physio-Therapeut

Torwart-Trainer

Liga-Obmann

Volker Schallhorn

Reinhard Grünhoff

Martin Dohrn

Bernd Friedrichsen

Frank Hansen

Dieter Schleger

 

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender

3. Vorsitzender

Geschäfts-Führer

Vorsitzender Fanclub

Schrift-Führer

Rolf von Bartikowski Jan Deckmann Dieter Schleger Anton Christiansen

Lars-Oliver Reichard

Sven Weißhaar

14.07.2005 Spätstart der Husumer SV: In drei Wochen wird's ernst sh:z-Nordfriesland Sport
Es geht wieder los: Am Dienstag startete Fußball- Verbandsligist Husumer SV in die Vorbereitung auf die am 4. August beginnende Saison.
Zum Trainingsauftakt "genossen" die Fußballer der Husumer SV eine "scharfe" Laufeinheit. Foto: Voss

Husum (hol) - Bei den Fußballern der Husumer SV fließt in den kommenden Tagen und Wochen wieder der Schweiß in Strömen. Die Zeit der Vorbereitung ist angebrochen, Kondition bolzen heißt das Motto. Am Dienstagabend bat der neue Trainer Volker Schallhorn zum ersten Training - und 18 Feldspieler und drei Torhüter kamen. Sie genossen sogleich ein „scharfes“ Lauftraining.

Denn: Viel Zeit bleibt dem neuen Coach nicht, um seine Schützlinge in den Status „gefechtsbereit“ zu bringen. In drei Wochen, am 4. August, steht bereits das erste Punktspiel in der Verbandsliga auf dem Programm der Stormstädter. Dann ist Aufsteiger TSB Flensburg im Friesenstadion zu Gast. Zuvor stehen noch einige Testspiel im Terminkalender. Den Auftakt machte gestern ein Kick in Hemmingstedt, am Freitag (19 Uhr) gastieren die Husumer dann beim Tönninger SV. Und am Sonntag geht es zum Kreispokal-Halbfinale nach Amrum.

Trainer Volker Schallhorn.
Die Neuzugänge: (v.l.) Frank Gudat, Sebastian Saeltz, Sebastian Steglich, Alexander Dau und Hans Riemer.

Genügend Gelegenheiten also für die Spieler, sich beim neuen Trainer aufzudrängen. Das gilt auch für die fünf Neuzugänge, die weniger in die Kategorie „spektakulär“ als vielmehr in die Abteilung „Jugend forscht“ einzuordnen sind. Aus der eigenen A-Jugend kommen Sebastian Saeltz (18 Jahre) und Sebastian Steglich (19), dazu gesellen sich Hans Riemer (Fortuna Glückstadt/18) und Alexander Dau (A-Jugend vom SV Frisia 03/18). Fünfter im Bunde ist Rückkehrer Frank Gudat (29) vom Bredstedter TSV. Dieses Quartett soll dem Rest des Kaders dabei unterstützen, den schwer wiegenden Verlust der beiden ausgeschiedenen Leistungsträger Björn Fleige und Carsten Groth abzufedern.

14.07.2005 Verbandsliga spielt mit nur 17 Teams sh:z-Nordfriesland Sport
Fußball: VfR Neumünster II gibt Verzicht bekannt

Neumünster (sas) - Nun ist es amtlich: Der VfR Neumünster wird sein Startrecht für die Fußball-Verbandsliga nicht wahrnehmen und steht somit mit seiner - nicht existenten - zweiten Mannschaft als erster Absteiger der Spielserie 2005/2006 fest. Eine weitere Konsequenz daraus ist, dass die höchste Klasse des Landes, in der u.a. auch die Husumer SV spielt, mit nur 17 Teams ihren Spielbetrieb aufnehmen wird. Denn satzungsgemäß darf zum jetzigen Zeitpunkt kein Verein mehr nachrücken und den Platz des VfR einnehmen.

Für die Lila-Weißen hat der unpopuläre, aber unausweichliche Schritt ebenfalls unangenehme Nachwehen. Denn die Statuten besagen, dass die „Zweite“ des VfR in der darauf folgenden Saison 2006/2007 in der Kreisliga spielen muss.

„Der VfR hat nach dem Rückzug kein Anrecht auf einen Platz in der Bezirksoberliga 206/2007, sondern muss mit seiner Reserve an die Stelle der nächsttieferen Mannschaft zurück“, verdeutlicht Jörn Felchner, Geschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV), die verzwickte Lage. Für den VfR werde auch keine Extrawurst gebraten, betonte er. Ganz im Gegenteil: SHFV-Spielausschussobmann Hans-Rainer Hansen erwägt sogar, die „Veilchen“ wegen unsportlichen Verhaltens beim Sportgericht des SHFV anzuzeigen. „Denn bei der zweiten Mannschaft gärt es doch schon seit Monaten. Das Aus war abzusehen“, erhält Hansen Unterstützung von Felchner.


03.08.2005 Neue Philosophie und alte Träume Schlei Bote
Verbandsliga: Husums Trainer Volker Schallhorn will das Mittelfeldspiel stärker betonen
Die Hususmer SV 2005/2006: Vorn von links Erion Alla, Torwart-Trainer Frank Hansen, Momme Reinhold, Thomas Widder, André Teubler, Ingo Cornils, Michael Petersen. Mittlere Reihe von links: Marcell Voss, Frank Gudat, André Schyma, Sascha Rettkowski, Mario Albertsen, René Marohn, Gerrit Müller, Trainer Volker Schallhorn, Präsident Rolf von Bartikowski. Hinten von links: Sebastian Saeltz, Sebastian Steglich, Christian Herpel, Dennis Schulte, Martin Herpel, Davis Lies, Gunnar Clausen, Betreuer Martin Dohrn, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) - Die Spieler träumen erneut von der Fußball-Oberliga, die Vereinsführung nimmt das Wort Aufstieg jedoch nicht in den Mund. Mit neuem Trainer und anderer Philosphie geht die Husumer SV ins Jahr eins nach Hans-Peter Hansen. Schon morgen rollt in Husum wieder der Verbandsliga-Fußball. Zum ersten Punktspiel der neuen Saison empfängt die Spielvereinigung am Donnerstag (19.15 Uhr) den Wiederaufsteiger TSB Flensburg. Gleichzeitig starten die Nordfriesen auch in eine neue Ära, denn ein paar der Namen, die das Gütesiegel „SV“ in den vergangenen Jahren geprägt haben, sind nicht mehr dabei.

Für Hans-Peter Hansen leitet jetzt Volker Schallhorn das Training, statt Dieter Schleger sitzt Rolf von Bartikowski auf dem Präsidentenstuhl, und mit Björn Fleige und Carsten Groth sind zwei verlässliche Fußballer nicht mehr dabei. Verdammt groß sind die Schuhe, die die Scheidenden hinterlassen haben. Ob die Nachkömmlinge dort hineinpassen, wird sich demnächst zeigen.

Zweimal hat die Husumer SV den Sprung in die eingleisige Oberliga knapp verpasst. Da aller guten Dinge drei sind, sitzt das Ziel natürlich weiter in den Köpfen. Am meisten wohl bei den Spielern. Als das Mannschaftsfoto geschossen wurde, führten viele Akteure das Wort „Meisterschaft“ auf den Lippen. Die Erwartungen der Verantwortlichen fallen bescheidener aus. „Wir haben uns nicht so verstärkt, dass wir die Meisterschaft eindeutig favorisieren können“, sagt Rolf von Bartikowski.

Aber der Präsident weiß auch, dass er mit der Vorzeigemannschaft seines Vereins nicht im Niemandsland verschwinden darf. „Wir haben ein erfolgsorientiertes Publikum, das wir auch entsprechend bedienen wollen“, so von Bartikowski. Was das Thema Aufstieg angeht, steuert die Husumer SV in diesem Jahr von Anfang an den „erweiterten Kurs“. Der Präsident eindeutig: „Wenn wir die Möglichkeit zum Aufstieg erhalten, werden wir sie nutzen.“

Nur drei Wochen Zeit hatte Volker Schallhorn, die Mannschaft auf seine Vorstellungen einzustimmen. „Positiv“ nennt der Hansen-Nachfolger im Traineramt den Eindruck, den er von der Mannschaft gewonnen hat. Und positiv waren auch die Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen - bis auf den 0:2-Fauxpas im Kreispokal-Finale beim MTV Leck.

Mit den erwarteten zwei Spielen im Oddset-Bezirkspokal fehlten den Husumern auch die beiden echten Prüfsteine vor Meisterschaftsbeginn. Das könnte sich als Handicap erweisen, was auch Schallhorn so sieht. Sein Kommentar zur Endphase der Vorbereitung: „Uns fehlt ein Gegner auf vergleichbarem Leistungsniveau. Wir wissen nicht, wie die Spieler unter Druckphasen reagieren.“

Aber das ändert nichts an seiner guten Grundstimmung und der Hoffnung, dass die Mannschaft seine Fußball-Philosophie annimmt. Und die lautet: Eng am Gegenspieler sein, schnell in Ballbesitz kommen! Vom Stil des solistischen Überfall-Fußballs mit langen Pässen, über Jahre von Fußballgrößen wie Zehe und Köster, Fleige und Müller glänzend geprägt, wird man sich in Husum also verabschieden. Einkehr halten soll dafür ein „getragener“ Fußball, der das Mittelfeldspiel stärker betont. Der neue Coach ist zuversichtlich, dass es klappt. „Wir haben die Leute, die das spielen können“, sagt Schallhorn, der in diesem Zusammenhang auch die Rolle von Ingo Cornils aufwerten will. „Er soll selbst entscheiden, wann er vor und wann er hinter der Abwehr operiert.“

Kader für die neue Saison

Abgänge: Björn Fleige (Trainer 2. Mannschaft), Carsten Groth (pausiert wegen Verletzung), Lars Jensen (Irland), Ingo Carstensen (Hamburg).

Zugänge: Frank Gudat (Bredstedter TSV), Dennis Schulte (Heider SV), Sebastian Saeltz, Sebastian Steglich, David Lies (alle eigene A-Jugend), Alexander Dau (A-Jugend SV Frisia 03 Risum-Lindholm), Hans Riemer (Fortuna Glückstadt).

Spielerkader:

Tor: André Teubler, Momme Reinhold, Thomas Widder.

Abwehr: Ingo Cornils, Christian Herpel, René Marohn, Sascha Rettkowski, Dennis Schulte, André Schyma, Marcell Voss.

Mittelfeld: Mario Albertsen, Erion Alla, Gunnar Clausen, Martin Herpel, Sören Jensen, David Lies, Sebastian Saeltz, Sebastian Steglich.

Angriff: Ilhan Alim, Alexander Dau, Frank Gudat, Gerrit Müller.

Trainer: Volker Schallhorn (im ersten Jahr).

Fußball-Obmann: Reinhard Grünhoff.

Physiotherapeut: Bernd Friedrichsen.

Betreuer: Martin Dohrn.

 

Spielplan 2005/06 - Verbandsliga Schleswig-Holstein
Test 13.07.05 SV Hemmingstedt Husumer SV 0:6
Husum (hol) – Die Fußballer der Husumer SV sind mit einem klaren Erfolg in die Testspielserie gestartet. Beim SV Hemmingstedt, Bezirksoberligist im Westen, feierte der Verbandsligist ein 6:0 (3:0). Die Husumer Tore erzielten Müller (2), Albertsen (2), Gudat und Alim.
16. Juli 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 15.07.05 Tönninger SV Husumer SV 0:1

Kropp, 08 und Husum gewinnen Testspiele und neue Erkenntnisse

Auch im Fußball-Bezirk Nord proben die Mannschaften den Ernstfall. Dabei kamen die regionalen "Aushängeschilder " zu mehr oder weniger überzeugenden Testspielsiegen. Der TSV Kropp gewann in Altenholz mit 7:6, Husum war in Tönning mit 1:0, Flensburg 08 beim FC Sydvest mit 2:0 erfolgreich.
Der Tönninger Kai Tolk (vorn) kreuzt den Weg des Husumers Ilhan Alim. Foto: Voss
Husum (noh) – Auch die Husumer SV ist momentan fleißig am Testen. Nach dem lockeren 6:0 (3:0)-Sieg zum Auftakt der Vorbereitungsspiele beim SV Hemmingstedt - Torschützen: Gerrit Müller (2), Mario Albertsen (2), Ilhan Alim und Frank Gudat - tat sich der knapp am Oberliga-Aufstieg gescheiterte Verbandsligist beim klassentieferen Tönninger SV erheblich schwerer. Am Ende siegten die favorisierten Gäste mit 1:0 (0:0). "Ich bin natürlich noch nicht mit allem zufrieden", gab Husums neuer Trainer Volker Schallhorn zu Protokoll. Er nahm seine Jungs jedoch in Schutz: "Wir haben zuletzt jeden Tag hart trainiert und waren zum Teil ziemlich müde." Der Torschütze des einzigen Treffers war Mario Albertsen, der einen Strafstoß im Nachschuss (46.) im Tönninger Tor versenkte. Der Bezirksoberligist aus Eiderstedt bewies bei seinem ersten Testlauf unter dem neuen Coach Gerd Wolter, dass er auch gegen starke Gegner mithalten kann und "verdiente" sich redlich diese knappe Niederlage gegen den klassenhöheren Gegner. Für die Husumer stehen in dieser Woche noch zwei weitere Vorbereitungsspiel auf dem Programm. Am Mittwoch (19 Uhr) gastiert man beim MTV Tellingstedt, am Freitag (19 Uhr) beim Bezirksoberligisten SV Enge-Sande.
18. Juli 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 20.07.05 MTV Tellingstedt Husumer SV 1:3
es liegt kein Spielbericht vor
Test 29.07.05 SV Frisia 03 Risum-Lindholm Husumer SV 0:3
es liegt kein Spielbericht vor
KP 03.08.05 TSV Hattstedt Husumer SV 0:6

1. ST 04.08.05 Husumer SV TSB Flensburg 3:3

Husumer SV verspielt dreimalige Führung!

04.08.2005

Husumer SV - TSB Flensburg

3 : 3 (1:0)


Dreimal geführt, doch ein Sieg sprang für die Husumer SV im Saisonauftakt gegen einen unbekümmert aufspielenden Aufsteiger TSB Flensburg nicht heraus. 488 Zuschauer im Friesenstadion erlebten eine abwechslungsreiche Partie, in der die Gastgeber nur in den ersten 45 Minuten ihren eigenen Ansprüchen gerecht wurden. Die Nordfriesen verpassten jedoch eine höhere Führung, zeigten zudem im zweiten Durchgang ungewohnte Abwehrschwächen. Flensburg kam jetzt immer besser ins Spiel und verdiente sich diesen wohl nicht erwarteten Punkt mit einer engagierten Leistung. Mit überfallartigen Angriffen stellten sie die Husumer Abwehr immer wieder vor große Probleme, nichts mehr zu sehen war von den Folgen der 1:9-Pokalpleite gegen den TSV Kropp.

Voll des Lobes war auch TSB-Trainer Raitzig: »Das Unentschieden geht völlig in Ordnung, zwar hatten wir in der ersten Halbzeit Glück, aber im zweiten Durchgang haben wir uns den Punkt verdient - und Moral bewiesen.« Husums Trainer Schallhorn zeigte für die Spielweise seiner Elf kein Verständnis: »Ich bin sehr enttäuscht, aber durch individuelle Fehler haben wir uns um den Lohn gebracht. Wer dreimal führt, muss das Ergebnis über die Zeit bringen.«

Bereits in der ersten Minute hatte David Voigt die Führung für die Fördestädter auf dem Fuß, scheiterte jedoch kläglich - es sollte die einzige Möglichkeit in der ersten Halbzeit bleiben. Die SV übernahm nach einer Anlaufzeit eindeutig das Kommando, zeigte auch spielerisch gute Ansätze. Hochkarätige Torchancen blieben nicht aus. Immer wieder war es Christian Herpel, der die Flensburger Abwehr alt aussehen ließ. Nachdem er in der 3. Minute um einen Meter verzogen hatte, glänzte Herpel in der 17. Minute als Vorbereiter. Sebastian Saeltz vergab jedoch aus kurzer Distanz. In der gleichen Minute prüfte Christian Herpel die Festigkeit des Torpfostens, Cornils hatte ihn herrlich freigespielt. Weitere Möglichkeiten durch Müller (23./Kopfball) und C. Herpel (28.) wurden leichtfertig vergeben. Die überfällige Führung der Gastgeber besorgte Gerrit Müller, der eine herrliche Flanke von Christian Herpel nur noch einzuköpfen brauchte (29.).

Mit mehr Initiative und Engagement kamen die Flensburger in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel, zeigten die Anfälligkeit der Husumer Abwehr auf. Lasse Sohrweide hatte keine Mühe nach einem Freistoß den Ball ins Tor zu bringen (54.). Übermotiviert ging Martin Donner gegen Gerrit Müller zu Werke und foulte den Husumer Angreifer völlig unnötig im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Mario Albertsen sicher (57.). Diesmal dauerte es acht Minuten, bis der TSB ausgleichen konnte - Dennis Jäger schoss einen von Schulte an Hajji verursachten Foulelfmeter sicher ein. Der TSB drängte weiter, Hajji verpasste einen Meter vor dem Tor stehend die Führung. Die gelang jedoch wieder den Platzherren: Michael Petersen schnappte sich das Leder im Mittelfeld und tankte sich bis in den Strafraum durch. Aus fünf Metern ließ er Koblun keine Abwehrmöglichkeit (79.). Doch Flensburg ließ sich nicht entmutigen, fünf Minuten vor dem Ende war es wieder Hajji, der die Husumer Abwehr alt aussehen ließ und zum verdienten 3:3 einnetzte.

Fazit: Ein unerwarteter Punktgewinn für den Aufsteiger, der jedoch völlig in Ordnung geht. TSB scheint für die Verbandsliga gerüstet - die HSV muss noch erheblich zulegen, will man um die vorderen Plätze ein Wort mitsprechen.
Tore: 1:0 Müller (29.), 1:1 Sohrweide (54.), 2:1 Albertsen (57./FE.), 2:2 Jäger (65./FE), 3:2 Petersen (79.), 3:3 Hajji (85.)
Beste Spieler: C. Herpel, Saeltz  / Jäger, Donner
Ecken: 6 : 2
Chancen: 10 : 6
Zuschauer: 488
Schiedsrichter: Hauke Schröder (SSV Hennstedt)
Karten: M. Herpel (49.) / Feddersen (22.), Donner (35.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma (46. Schulte), Rettkowski - Saeltz, M. Herpel (73. Alla), Albertsen, C. Herpel, Petersen - Alim (73. Gudat), Müller.

Koblun - Jäger - Donner, Scholz - Bartelsen, Feddersen (81. Duratovic), Andresen (63. Stark), Voigt (63. Ellmann), Drobny - Hajji, L. Sohrweide.

Hi 05.08.2005

Raitzig glücklich: "Tolle Moral gezeigt"

Verbandsliga: Einstand nach Maß für Sohrweide Junior / Jäger nervenstark
Foul: Michael Petersen wird vom Flensburger David Voigt unsanft von den Beinen geholt. Foto: Staudt
Fehlstart für den SV Henstedt-Rhen: 0:0 in Meldorf
Flensburg (hwk) - Sie hatten sich schon in der Winterpause enorm verstärkt und zum Saisonende auch noch den erfahrenen Kay Reining vom PSV Union Neumünster geholt. Doch große Namen machen noch keine Mannschaft. Das musste der SV Henstedt-Rhen zum Saisonstart der Fußball-Verbandsliga erkennen. Bei TuRa Meldorf kamen die als Meisterschaftsanwärter gehandelten Henstedter nicht über ein 0:0 hinaus. Noch schlechter erging es Rot-Weiß Moisling, das sich ebenfalls hohe Saisonziele gesteckt hat. Gegen den VfB Lübeck II gab es auf eigenem Platz ein 1:3, und damit teilen sich die Moislinger die "Rote Laterne" mit Aufsteiger SV Todesfelde, Heider SV und TSV Plön, die allesamt mit dem gleichen Resultat gegen Eichede, Kilia Kiel und Strand 08 unterlagen. Am anderen Ende der Tabelle - also ganz oben - liegt überraschend Flensburg 08. Das Team von Spielertrainer und Ex-Profi Bodo Schmidt feierte gegen Neuling Comet Kiel einen 4:2-Auftakterfolg - allerdings mit "Verspätung", da die Stadt vergessen hatte den Platz zu kreiden. Mit vereinten Kräften wurde das nachgeholt, und so konnte Schiedsrichter Christoph Zamek (Ahrensburg) die Partie doch noch anpfeifen. Den ersten "Dreier" verbuchte auch der Oldenburger SV mit dem 1:0 beim TSV Bargteheide. Bereits am Donnerstag hatten die Husumer SV und der TSB Flensburg die Saison mit einem 3:3 eröffnet. Damit sahen die Zuschauer in den ersten acht Saisonspielen immerhin 29 Tore.
Husum (Gert Reese) – Die Tore beim 3:3 (1:0) zwischen der Husumer SV und dem TSB Flensburg waren am Donnerstag absolut gerecht verteilt. Die Freude über den gewonnenen Punkt zum Verbandsliga-Start lag aber ausschließlich beim Aufsteiger. Der Grund: Den Stormstädtern, die drei Mal in Führung gelegen und in der ersten Halbzeit 20 furiose Minuten hingelegt hatten, reichte das Remis in der Schlussbetrachtung nicht. Schon gar nicht Volker Schallhorn. Der Kommentar des neuen Husumer Trainers: "Ich bin maßlos enttäuscht. Drei individuelle Fehler bei den Gegentoren - das darf nicht sein!" In die gleiche Kerbe schlug Gerrit Müller, dem in der 30. Minute per Kopf das erste Verbandsligator dieser Saison gelungen war: "Wenn man zu Hause drei Mal führt und trotzdem nicht gewinnt, stimmt was nicht." Aber der Torschütze vom Dienst dämpfte auch die Enttäuschung: "Die Erwartungen bei uns liegen zu hoch. Für mehr Erfolg haben wir die Leute nicht."
Dass seine Mannschaft nach den ersten 45 Minuten durchaus höher hätte zurückliegen können, gestand Thorsten Raitzig ein. Aber unter dem Strich hielt der TSB-Trainer das Remis doch für "in Ordnung". Seine Erklärung für die drei Mal erfolgreich absolvierte Aufholjagd: "Wir haben einfach eine tolle Moral gezeigt."
Es war tatsächlich beeindruckend, wie der Aufsteiger sich immer wieder zurückmeldete, wenn die Gastgeber gerade davonzuziehen drohten. Aber die Fördestädter profitierten auch von dem immensen Kräfteverschleiß der Einheimischen in ihrer zu wenig effektiven Sturm-und-Drangphase. Die hier vertane Energie fehlte den Husumern im zweiten Durchgang, den die Flensburger mit dem gefälligeren Fußball über weite Phasen für sich verbuchten.
Nur ein Husumer machte ein zufriedenes Gesicht: SV-Geschäftsführer Anton Christiansen. Zu Beginn der Partie freute er sich darüber, dass die Fans wie zu besten Oberligazeiten ins Stadion strömten. Gezählte 488 waren es schließlich, womit zumindest die Vereinskasse einen guten Start hatte.
In Euphorie befand sich Holger Sohrweide - zumindest in der 52. Minute dieses unterhaltsamen Derbys. Da nämlich hatte Lasse, der Sohn des ehemaligen TSB-Managers, durch Freund und Feind hindurch das 1:1 erzielt und neuen Lebensmut bei seinen Mitspielern geweckt. "Der will sich behaupten", freute sich Sohrweide Senior über den Einstand von Sohrweide Junior II.
Absolut starke Nerven bewies der TSBer Dennis Jäger. Just in dem Moment, als er sich in der 65. Minute den Ball zum Strafstoß zurecht legte, wurden per Mikrofon überdeutlich die Glücksnummern für zwei gewonnene Aale verkündet. Jäger beging nicht den Fehler, in der Gesäßtasche nach einer Eintrittskarte zu suchen, sondern vollstreckte ganz cool zum 2:2. Aber es soll Zuschauer gegeben haben, die diesen Treffer nicht sahen!
06. August 2005 · Flensburger Tageblatt

Schallhorn sauer: "Das darf nicht sein"

Individuelle Fehler in der Defensive haben der Husumer SV beim 3:3 gegen den TSB den Start in die Fußball-Verbandsliga verhagelt. "Das darf nicht sein", kritisierte Trainer Volker Schallhorn.
Foul: Michael Petersen wird vom Flensburger David Voigt unsanft von den Beinen geholt. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Die Tore beim 3:3 (1:0) zwischen der Husumer SV und dem TSB Flensburg waren am Donnerstag absolut gerecht verteilt. Die Freude über den gewonnenen Punkt zum Verbandsliga-Start lag aber ausschließlich beim Aufsteiger. Der Grund: Den Stormstädtern, die drei Mal in Führung gelegen und in der ersten Halbzeit 20 furiose Minuten hingelegt hatten, reichte das Remis in der Schlussbetrachtung nicht. Schon gar nicht Volker Schallhorn, der seine Kritik erfrischend offen abfasste. Der Kommentar des neuen Husumer Trainers: "Ich bin maßlos enttäuscht. Drei individuelle Fehler bei den Gegentoren - das darf nicht sein!" In die gleiche Kerbe schlug Gerrit Müller, dem in der 30. Minute per Kopf das erste Verbandsligator dieser Saison gelungen war: "Wenn man zu Hause drei Mal führt und trotzdem nicht gewinnt, stimmt was nicht." Aber der Torschütze vom Dienst dämpfte die Enttäuschung: "Die Erwartungen bei uns liegen zu hoch. Für mehr Erfolg haben wir die Leute nicht."
Dass seine Mannschaft nach den ersten 45 Minuten durchaus höher hätte zurückliegen können, gestand Thorsten Raitzig ein. Aber unter dem Strich hielt der TSB-Trainer das Remis doch für "in Ordnung". Seine Erklärung für die drei Mal erfolgreich absolvierte Aufholjagd: "Wir haben einfach eine tolle Moral gezeigt."
1:0 - da war Trainer Volker Schallhorn noch zufrieden.
Es war tatsächlich beeindruckend, wie der Aufsteiger sich immer wieder zurückmeldete, wenn die Gastgeber gerade davonzuziehen drohten. Aber die Fördestädter profitierten insgesamt auch von dem immensen Kräfteverschleiß der Einheimischen in ihrer zu wenig effektiven Sturm-und-Drangphase. Die hier vertane Energie fehlte den Husumern im zweiten Durchgang, den die Flensburger mit dem gefälligeren Fußball über weite Phasen für sich verbuchten.
Zudem agierten die eingewechselten Andy Stark, Tim Ellmann und später Narcis Duratovic wesentlich effektiver als auf der anderen Seite Dennis Schulte, Erion Alla und Frank Gudat. Namentlich Schulte hatte arge Probleme in der Manndecker-Rolle und verschuldete in der 65. Minute jenen unnötigen Strafstoß, der zum 2:2 durch Dennis Jäger führte. "Ein Fehler von mir", übte sich nachher SV-Coach Schallhorn zum Wechsel Schyma gegen Schulte in Selbstkritik.
Nur ein Husumer machte an diesem Abend ein zufriedenes Gesicht: SV-Geschäftsführer Anton Christiansen. Zu Beginn der Partie freute er sich darüber, dass die Fans wie zu besten Oberligazeiten ins Stadion strömten. Gezählte 488 waren es schließlich, womit zumindest die Vereinskasse einen guten Start hatte. Aber auch hinterher war Christiansen ein glücklicher Mensch. Der Grund diesmal: Sebastian Saeltz, sein Ex-Schützling aus der A-Jugend, hatte bei seinem ersten 90-Minuten-Einsatz in der Verbandsliga eine vortreffliche Leistung gezeigt. Dass ein 18-Jähriger so unbekümmert bei den Gestandenen mitspielt und dabei fast ein Tor schießt (18. Minute), kommt nicht alle Tage vor. Neben Christian Herpel und Mario Albertsen zählte Saeltz in der ersten Halbzeit zu den besten Husumern. "Hauptsache, er hebt nicht ab", versuchte Christiansen die Euphorie um das Talent zu dämpfen.
In Euphorie befand sich auch Holger Sohrweide - zumindest in der 52. Minute dieses unterhaltsamen Derbys. Da nämlich hatte Lasse, der Sohn des ehemaligen TSB-Managers, durch Freund und Feind hindurch das 1:1 erzielt und neuen Lebensmut bei seinen Mitspielern geweckt. "Der will sich behaupten", freute sich Sohrweide Senior über den gelungenen Einstand von Sohrweide Junior II.
Absolut starke Nerven bewies der TSBer Dennis Jäger. Just in dem Moment, als er sich in der 65. Minute den Ball zum Strafstoß zurecht legte, wurden per Mikrofon überdeutlich die Glücksnummern für zwei gewonnene Aale verkündet. Jäger beging nicht den Fehler, in der Gesäßtasche nach einer Eintrittskarte zu suchen, sondern vollstreckte ganz cool zum 2:2. Aber es soll Zuschauer gegeben haben, die diesen Treffer nicht sahen!
06. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Husumer SV führt drei Mal und gewinnt nicht

Nordderby gegen den TSB endet 3:3 / Verdienter Punkt für den Aufstieger nach couragierter Leistung
Kopfball-Duell: Der Flensburger Lasse Sohrweide gegen die Husumer Christian Herpel (Mitte) und Andre Schyma. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Lange Gesichter bei der Husumer SV, Jubel beim TSB Flensburg - das Nordderby zum Saisonauftakt in der Fußball-Verbandsliga endete 3:3 (1:0). Für die Nordfriesen, die drei Mal in Führung gelegen hatten, zu wenig - für den Aufsteiger ein nicht unbedingt erwarteter Punkt bei einem Gegner, der wieder vorn mitmischen möchte.
Diesem Anspruch wurden die Husumer jedoch nur in den ersten 45 Minuten gerecht, obwohl die Flensburger bereits in der ersten Minute durch Daniel Voigt die Chance zur Führung hatten. Es blieb die einzige vor der Pause. Danach dominierte Husum und hatte eine Reihe von guten Möglichkeiten. Doch nur Gerrit Müller war in der 30. Minute erfolgreich. Nach der Pause waren die Flensburger gleichwertig, hielten couragiert dagegen. Lasse Sohrweide (52.) erzielte den Ausgleich. Zwar brachten Mario Albertsen (54., Foulelfmeter ) und Michael Petersen (79.) die Husumer SV zwei weitere Male in Führung. Doch Dennis Jäger (65., Foulelfmeter) und Mohamed Haji (85.) schafften noch den verdienten Ausgleich.
05. August 2005 · Flensburger Tageblatt

Verbandsliga: Henstedt-Rhen ist der Favorit

Kiel (mu) - Mit dem Spiel Husumer SV gegen TSB Flensburg (3:3) begann gestern Abend die Saison 2005/2006 in der Fußball-Verbandsliga. In der höchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins kommt es zu einem Novum, der Liga gehören nur 17 statt wie üblich 18 Teams an. Weil der VfR Neumünster seine zweite Mannschaft erst nach dem Stichtag vom Spielbetrieb zurückzog, blieb dem Verband keine andere Möglichkeit, als mit nur 17 Vereinen in die Saison zu gehen. So bleibt an jedem Spieltag ein Club spielfrei, an diesem ersten Wochenende pausiert der Itzehoer SV.
Nach dem Oberliga-Aufstieg des TSV Kropp wird der SV Henstedt-Rhen als Meisterschaftsfavorit gehandelt. Das Team aus dem Hamburger Randgebiet wurde erheblich verstärkt, Henstedt-Rhen hat offiziell den Oberliga-Aufstieg als Ziel angegeben. Sowohl der Itzehoer SV, Strand 08 und die Überraschungsmannschaft der letzten Saison, der SV Ei-chede, haben namhafte Spielerabgänge zu verzeichnen. Titelchancen werden noch der Husumer SV, Rot-Weiß Moisling und dem FC Kilia Kiel eingeräumt.
Aufsteiger sind der SV Todesfelde, Comet Kiel, TSB Flensburg und TuRa Meldorf. Aus der Oberliga Nord kehrt Absteiger VfB Lübeck II in die Verbandsliga zurück.
Erster Spieltag: Husumer SV - TSB Flensburg; SV Todesfelde - SV Eichede; TSV Plön - Strand 08; Flensburg 08 - Comet Kiel; Kilia Kiel - Heider SV; TSV Bargteheide - Oldenburger SV, RW Moisling - VfB Lübeck II; TuRa Meldorf - SV Henstedt-Rhen.
05. August 2005 · Holsteinischer Courier

Der Trainer hat nur eine Sorge

Endlich! Bei der Husumer SV ist die Zeit der Vorbereitung heute endgültig vorbei. Zum Auftakt der Saison empfängt die Elf von Trainer Volker Schallhorn um 19.15 Uhr den TSB Flensburg.
Ab heute wieder gefordert: Mittelfeldspieler Mario Albertsen (re.) und die Husumer SV empfangen heute TSB. Foto: Voss
Husum (Gert Reese) – Für die Husumer Fans ist das Duell gegen den Aufsteiger aus Flensburg das erste sportliche Ereignis des Spieljahres, denn ihre Testspiele absolvierten die Stormstädter ausschließlich auswärts. Entsprechend gespannt dürfte man in Husum auf Gesicht und Form des Teams sein, das der neue Coach in den letzten Wochen auf Fitness und Spielkultur getrimmt hat. Und die größte Frage, die sich die Fans vor dem Start des 17er-Feldes in der Verbandsliga stellen, lautet: Kann die Husumer SV ein drittes Mal in Folge an der Tür zur eingleisiggen Oberliga rütteln?
Im vergangenen Jahr hatten die Husumer mit einem 2:0 beim Heider SV einen überzeugenden Auftakt. Und Trainer Schallhorn ist fest davon überzeugt, dass der auch diesmal gelingt. Ein Problem sieht er allerdings: Die 1:9-Klatsche, die der TSB zuletzt im Oddset-Pokal gegen den TSV Kropp erlitt. "Dieses Ergebnis wird aus den Köpfen der Spieler schwer rauszukriegen sein", befürchtet Schallhorn. Deshalb will er seinen Leuten vor dem Anpfiff noch einmal deutlich machen, "dass jedes Spiel über den Lauf und den Zweikampf angenommen werden muss".
Letzte brauchbare Aufschlüsse über sein neues Team hat der Trainer beim 3:0-Testspielsieg über Frisia Lindholm erhalten. "Da waren wir über die Außenpositionen deutlich besser", sagt Schallhorn und hebt das taktische Verhalten von Mario Alberten und Martin Herpel hervor. Gegen einen vermutlich defensiv eingestellten TSB Flensburg wird die SV auf jeden Fall gut daran tun, das Spiel "breit" anzulegen.
Für die Frage, wer neben Gerrit Müller im Sturm spielt, gibt es auch zu Beginn dieses Spieljahres keine bündige Antwort. "Einen, der für zehn Treffer in der Saison gut ist, kann ich noch nicht erkennen", sagt Schallhorn.
Der Husumer Trainer hat für die Partie gegen den TSB natürlich einen Plan, aber den will er erst unmittelbar vor Spielbeginn bekannt geben. Frank Gudat, Michael Petersen oder Ilhan Alim - einer von den Dreien wird es wohl sein.
"Wir sind gut vorbereitet", verkündet TSB-Trainer Thorsten Raitzig vor der Partie im Friesenstadion. Dass seine Mannschaft gegen den TSV Kropp eine so derbe Abfuhr erhalten hat ,,beschäftigt ihn nicht weiter. "Man kann auch wieder aufstehen", meint er und hofft natürlich, dass das schon im ersten Punktspiel passiert. "Hurra-Fußball nach vorn" hat der Coach für heute nicht auf die Tagesordnung geschrieben. Um Gegentore zu verhindern, wird dem Trainer sein Libero Dennis Jäger fehlen, der Probleme mit dem Fuß hat. Andy Stark ist beruflich eingebunden und wird ebenfalls bei der Saisonpremiere nicht dabei sein.
04. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Husum - TSB schon am 4. August

Schleswig (sh:z) - Zwei Teams aus dem Norden starten bereits am 4. August in die Saison der Fußball-Verbandsliga. Die Husumer SV hat ihre Partie gegen Aufsteiger TSB auf diesen Termin vorgezogen. Darum wird das Pokalspiel des TSB gegen den NF-Vertreter auf den 17. August verlegt. Am Dienstag gewannen die Flensburger ein Testspiel beim Bezirksoberligisten FC Langenhorn mit 3:2 (2:0).
21. Juli 2005 · Flensburger Tageblatt
2. ST 13.08.05 Oldenburger SV Husumer SV 1:1

Husum verpasst Entscheidung in der 1. Halbzeit!

13.08.2005

Oldenburger SV - Husumer SV

1 : 1 (0:1)


Zwei grundverschiedene Halbzeiten erlebten 100 Zuschauer in Oldenburg und rieben sich in der zweiten Hälfte verwundert die Augen, denn der OSV beherrschte das Spiel. Der Favorit aus Husum stand am Rand einer Niederlage, außerdem hatte man noch Glück, dass in der Schlussminute nicht noch ein - berechtigter - Elfmeter gepfiffen wurde. Nichts mehr zu sehen vom variablen Spielaufbau der Nordfriesen, die mit ihrem Gegner zeitweise Katz und Maus spielten. Es fehlten aber die Tore, um die Begegnung vorzeitig entscheiden zu können. Nach dem frühen Ausgleichstreffer der Oldenburger im zweiten Durchgang beherrschten die Spieler von Trainer Rathje eindeutig das Spielgeschehen, hatten die Führung mehrfach auf dem Fuß. Zweikampfstärke war der Trumpf der Ostholsteiner, immer eng am Mann erzwangen sie förmlich die Fehler ihrer Gegenspieler. Die Husumer Abwehr geriet mächtig ins Wanken, doch der entscheidende Treffer sollte den Gastgebern nicht gelingen.

»Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden, es fehlten nur die Tore. Nach dem frühen Ausgleichstreffer haben wir in der zweiten Halbzeit völlig den Faden verloren und das Heft vollständig aus der Hand gegeben«, resümierte Husums Trainer Schallhorn. »Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein.« OSV-Ligaobmann Fisler konnte mit der Punkteteilung gut leben: »Aufgrund der zweiten Halbzeit war das Unentschieden hochverdient, wir haben einfach mehr Zweikämpfe gewonnen und waren immer schneller am Ball.«

Bereits in der 5. Minute prüfte Gerrit Müller nach herrlicher Vorarbeit von Mario Albertsen Torhüter Heisler, der Schuss aus 18 Metern wurde aber eine sichere Beute des Keepers. Durch Pressing eroberten sich die Nordfriesen immer wieder Bälle bereits im Mittelfeld. Mit schönen Ballpassagen wurde das Leder nach vorne getragen, die Oldenburger gerieten mächtig unter Druck - was fehlte, waren nur die Tore. Auch Erion Alla konnte Heisler nicht überwinden, mit einem schönen Schuss aus der Drehung versuchte er sein Glück (12.). Eine Minute später setzte sich Christian Herpel vehement durch und hämmerte den Ball aus 20 Metern auf das Tor, nur äußerst knapp scheiterte er. Nur einmal Torgefahr durch die Platzherren: Mit einem Freistoß prüfte Björn Wölk Torhüter Teubler, der aber gut reagierte (17.). Nach einem Flankenlauf von David Lies verfehlte Gerrit Müller den Ball nur äußerst knapp (28.). Die verdiente Husumer Führung in der 29. Spielminute: Nach einem gewonnenen Kopfballduell von Erion Alla schoss Gerrit Müller den Ball unhaltbar ins untere rechte Eck ein.

Der Ausgleich fiel bereits vier Minuten nach dem Pausentee und sollte die Initialzündung für das Oldenburger Feuerwerk der zweiten Halbzeit gewesen sein. Patrick Gütschow setzte nach einem Marohn-Fehler den Ball in die Maschen. Teubler war zwar noch dran, doch retten konnte er nicht mehr (49.). Besonderen Auftrieb durch diesen Treffer schien der OSV-Angreifer bekommen zu haben, denn er erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten. In der 55. Minute zielte er nach Flanke von Wölk nur um Zentimeter am Pfosten vorbei, drei Minuten später versuchte es der Torjäger mit einem strammen 20-Meter-Schuss. Teubler blieb jedoch genauso Sieger wie in der 70. Minute, Gütschow setzte sich gegen vier Abwehrspieler durch. Den entscheidenden Treffer verpasste Felix Wenn, nach einer Ecke köpfte er das Leder an den Pfosten (78.). Die einzige Möglichkeit für die Stormstädter vergab Christian Herpel, mit einem sehenswerten Freistoß aus 20 Metern zwang er Torhüter Heisler in der 89. Minute zu einer Glanzparade.

Fazit: Verdienter Punktgewinn für die Oldenburger, die sich mit viel Herz ins Spiel zurückkämpften. Die Husumer SV war nur eine Halbzeit präsent - viel zu wenig für einen Spitzenplatz.
Tore: 0:1 Müller (29.), 1:1 Gütschow (49.)
Beste Spieler: Gütschow   / Alla  
Ecken: 10 : 4
Chancen: 6 : 6
Zuschauer: 100

Schiedsrichter:

Woltmann (Kiel)
Karten: Rönnpage (51.), Rosenthal (73.), Schwartz (78.) / Müller (71.) - alle gelb
Aufstellung:

Heisler - Behrens - Emmrich, Schwartz - O. Bahr, Rönnpage (84. David), Wölk, Rosenthal (76. Schelling), Wulf (73. Wenn) - Gütschow, Kortz.

Teubler - Marohn, Cornils, Rettkowski - Saeltz, Lies (62. Clausen), Albertsen, Petersen, C. Herpel, Alla (73. Alim) - Müller.  

Hi 13.08.2005

Schneller Ausgleich bringt Husum aus dem Konzept

Schallhorn-Team 1:1 beim Oldenburger SV
Verbandsliga-Übersicht
Oberliga-Absteiger VfB Lübeck II ist eine Klasse tiefer das Maß aller Dinge. Die Grün-Weißen besiegten den TSV Bargteheide 8:0 und führen die Tabelle an, gefolgt von drei Teams mit ebenfalls sechs Punkten. Darunter auch Flensburg 08 (Dritter), das 3:1 beim SV Henstedt-Rhen gewann. Am Sonntag kommt Lübeck II zum Spitzenspiel. Die Husumer SV findet sich nach dem zweiten Unentschieden (1:1 in Oldenburg) im Mittelfeld wieder, der TSB Flensburg setzte seine Heimpremiere in den Sand - 0:3 trotz guter Leistung gegen den Tabellenzweiten Kilia Kiel.
Oldenburg (Gert Reese) – Der Husumer SV fehlt in der Fußball-Verbandsliga offenbar noch das "Standing". Denn auch beim 1:1 (0:1) in Oldenburg brachten die Stormstädter es nicht fertig, einen Pausenvorsprung zu halten. Die Partie hatte manch Parallele zum 3:3-Auftakt gegen den TSB. Auch diesmal legten die Husumer eine vorzügliche erste Halbzeit hin. Und es bewährte sich, mit Gerrit Müller nur eine erkennbare Spitze ins Rennen zu schicken. Hinter ihm stand ein offensiv ausgerichtetes Mittelfeld, das die Szenerie beherrschte.
Oldenburgs Libero Sascha Behrens und sein Keeper Heisler standen ständig im Brennpunkt des Geschehens. Müller (5. Minute), Alla (12.) und Herpel (13.) hatten die Chance zur Führung. Dem 0:1 von Gerrit Müller in der 29. Minute ging eine kuriose Situation voraus. Der schmächtige Erion Alla behauptete sich im Kopfballduell gegen zwei Oldenburger "Riesen", lenkte den Ball zu Müller, und der schoss ein.
Im zweiten Durchgang erlebten die Husumer Anhänger dann wieder das, was sie schon aus dem TSB-Spiel kannten: "Riss im Film", wobei auch diesmal ein schnelles Tor nach der Pause den Gegner beflügelte. Das galt besonders für Patrick Gütschow, der nach einem Fehler von René Marohn das 1:1 machte (49.). Danach war der Tatendrang des Oldenburger Stürmers kaum noch zu bremsen. In der 55. Minute verpasste er nur um Zentimeter, dann rettete Teubler zwei Mal, und Wenn köpfte an den Pfosten. Eine Minute vor Schluss dann fast noch der Sieg für die Nordfriesen, doch der 20-Meter-Freistoß von Christian Herpel landete in den Armen von OSV-Tormann Heisler.
Kommentar von SV-Coach Volker Schallhorn: "Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Das frühe Tor nach der Pause hat meine Mannschaft verunsichert."
15. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Das Team braucht noch Zeit.

Ein Punkt zum Auftakt - das reichte den Verbandsliga-Fußballern der Husumer SV nicht. Den ersten "Dreier" will das Team von Trainer Volker Schallhorn nun am Sonnabend (15 Uhr) beim Oldenburger SV einfahren.
Wieder fit: Der Ex-Heider René Marohn (li.) könnte auf der linken Seite Druck machen.
Husum (Gert Reese) – RNur ein Zähler auf eigenem Platz gegen einen Aufsteiger - es ist eindeutig zu wenig, was die Husumer SV vor gut einer Woche zum Saisonstart in der Fußball-Verbandsliga "gerissen" hat. Ein Sieg am Sonnabend (15 Uhr) beim Oldenburger SV wäre daher das Beste, was den Stormstädtern zur Heilung der zum Auftakt geschlagenen Wunden passieren könnte. Husums Coach Volker Schallhorn ist auch ganz zuversichtlich, dass es in Ostholstein zu einem Erfolg reicht. "Wir müssen nur die individuellen Fehler abstellen und in der Abwehr kompakt stehen", so der Trainer.
Im Übrigen ist Schallhorn der Meinung, dass seine Mannschaft noch eine gewisse Zeit braucht, um das von ihm gewollte Spiel zu entwickeln. Eine halbe Stunde lang hat man im Spiel gegen den Neuling von der Förde aber schon verfolgen können, wie es dann etwa "laufen" könnte bei den Nordfriesen.
Nachdem der Versuch mit Ilhan Alim sich absolut nicht als Treffer erwiesen hat, tut sich bei der Husumer SV auch vor dem Oldenburg-Spiel die Frage nach der zweiten Spitze auf. "Vielleicht probiere ich es mal mit einem Stürmer", spekuliert der Trainer. Die Tatsache, dass mit Albertsen, den Gebrüdern Herpel sowie Petersen und Alla gute offensive Mittelfeldspieler im Kader stehen, geben diesem Experiment eine günstige Prognose.
Wobei der Einsatz von Mario Albertsen am Wochenende allerdings mit einem Fragezeichen versehen ist. Der Löwenstedter hat sich am Dienstag im Trainingsspiel gegen die eigene "Zweite" eine Prellung zugezogen und klagt über Schmerzen. Dafür ist aber einer wieder "startklar", der lange nicht zur Verfügung stand: René Marohn. Der Heider könnte auf der linken Seite für zusätzliches "Feuer" beim Versuch der Stormstädter sorgen, den ersten Saisonsieg einzufahren.
1:0-Sieg zum Start in Bargteheide - beim Gegner Oldenburger SV ist die Stimmung vor der Heimpremiere gegen die Husumer SV hervorragend. "Das war ein sensationeller Start", schwärmt OSV-Ligaobmann Frank Fisler. Und er würde gern schnell weitere Punkte auf die Habenseite schaufeln. "Dann", so Fisler, "ist das diesmal früher klar mit dem Nichtabstieg als in der vergangenen Saison." Mehr als der Klassenerhalt ist nämlich nicht im Erwartungshorizont der Oldenburger, bei denen sich im Mannschaftsgefüge wenig getan hat.
Benjamin Speer hat den Verein in Richtung TSV Neustadt verlassen, dafür ist Hannes Voss (20) vom Kreisligisten SC Kaköhl gekommen. Der junge Mann hat eine ausgezeichnete Technik, muss sich aber körperlich erst in der Verbandsliga akklimatisieren. Mit Sascha Behrens (34) ist nach zweijähriger schöpferischer Pause ein "Oldie" bei den Ostholsteinern wieder in Aktion getreten.
Bei null Gegentreffern in Bargteheide hat er schon mal gezeigt, dass er als Libero durchaus noch seinen Mann steht. Und mit Philipp Emmrich versucht ein weiterer Ü 30-"Aktivist" dem ansonsten mit viel Jugend durchsetzten OSV-Team Halt im Defensivbereich zu geben. Im vergangenen Jahr siegten die Stormstädter dank eines furiosen Endspurts in Oldenburg mit 4:2.
* Der Bus zur Tour nach Ostholstein am Sonnabend startet um 11 Uhr vom Friesenstadion aus.
12. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP 17.08.05 SV Blau-Weiß Löwenstedt Husumer SV 0:3

Sascha Hagen entscheidet das Insel-Duell

2. Runde im Kreispokal: Leck und Enge erst nach Verlängerung weiter
Niebüll/Husum (pu/noh) – Sensationen blieben zwar aus in der 2. Runde des Fußball-Kreispokals, dennoch hatten es die Favoriten nicht immer leicht. Der SC Norddörfer gewann das Insel-Derby 1;0 gegen das klassenhöhere Team Sylt, der MTV Leck (5:4 beim TSV Oldenswort) und der SV Enge-Sande (6:3 beim TSV Achtrup) mussten in die Verlängerung.
Die Partie Bredstedter TSV- TSV Rantrum findet wegen des Rantrumer Punktspiels am Mittwoch in Tarp erst am 24. August statt, der TSV Rotweiß Niebüll hatte für das Viertelfinale ein Freilos gezogen.
SC Norddörfer - Team Sylt 1:0 (0:0). Die favorisierten Gastgeber taten sich sehr schwer gegen das kämpferisch alles gebende Team Sylt. Mit Einsatz machte der Bezirksligist die technische Überlegenheit der SC-Spieler wett. Die vergaben reihenweise Möglichkeiten, auf der Gegenseite rettete Torhüter Maik Wilde gegen Niels Dassler (20.). Am Ende siegte dann doch die Routine über Kampf und Einsatz: Sascha Hagen (60.) schoss Norddörfer mit dem 1:0 in dienächste Runde.
TSV Achtrup - SV Enge-Sande 3:6 (0:0, 1:1) nach Verlängerung. Achtrup verlangte dem Bezirksoberligisten alles ab. Enge-Sande begann mit sehr viel Druck, aber die Gastgeber hielten dagegen und gingen direkt nach Wiederanpfiff in Führung. Enge-Sande musste zittern, denn Achtrup machte in den letzten 20 Minuten, obwohl in Unterzahl, viel Druck - zwei Mal rettete die Latte für den Favoriten. Ein Strafstoß rettete Enge-Sande in die Verlängerung. Hier legte der TSV erneut vor, war danach aber mit den Kräften am Ende. Enge zog auf 2:4 davon, ließ sich vom Anschlusstreffer nicht beeindrucke, und legte noch zwei Tore nach.
Tore: 1:0 (46.) Jörg-Uwe Thomsen, 1:1 (85./Elfmeter) Arne Jessen, 2:1 (92./Elfmeter) Björn Reschke, 2:2 (98.) Ingmar Brydda, 2:3 (102.) Arne Jessen, 2:4 (110.) Brydda, 3:4 (114.) Dennis Grimmert, 3:5 (115.) Peter Petersen, 3:6 (119.) Brydda.
TSV Goldebek - Tönninger SV 1:5 (0:1). Goldebek verkaufte sich trotz der Niederlage gut und hielt in der ersten Halbzeit mit. Nach dem 0:1 boten sich auch Chancen zum Ausgleich. Im zweiten Abschnitt warf Tönning seine ganze Routine in die Waagschale, erhöhte auf 4:0, und gewann ungefährdet.
Tor für Goldebek: Jan Nicolaisen; für Tönning: Ademi (4), Sönke Jacobs.
TSV Oldenswort - MTV Leck 4:5 nach Verlängerung (0:2, 3:3). Pokal-Krimi in Oldenswort! Die Gäste gewannen am Ende hochverdient, mussten dafür aber einiges tun. Nach der vermeintlich beruhigenden 2:0-Führung zur Pause und dem zwischenzeitlichen 3:1, glich Oldenswort in der Schlussphase der regulären Spielzeit nach Treffern von Frank Burmeister und Torjäger Andre Samow aus, so dass beide Teams in die Verlängerung mussten. Hier trumpfte Leck auf. Am Ende setzte sich der Bezirksligist auch auf Grund der guten körperlichen Fitness durch.
Tore: 0:1 (23.), 0:2 (35.), 1:2 Katryniak (60.), 1:3 (65.), 2:3 Burmeister (75.), 3:3 FE Samow (80.), 3:4 (95.), 3:5 (100.), 4:5 Katryniak (118.).
Blau-Weiß Löwenstedt - Husumer SV 0:3 (0:1). Die Löwen konnten in den ersten 45 Minuten sehr gut gegen Nordfrieslands stärkster Mannschaft mithalten, hatten sogar selbst Chancen zur Führung. Ein Doppelschlag direkt vor und nach dem Pausenpfiff entschied jedoch die Partie. In der zweiten Hälfte drückte Husum zwar, spielte aber zumeist zu einfallslos, um die Abwehr der Gastgeber zu überwinden. Lediglich der ehemalige Löwenstedter Mario Albertsen traf noch zum 0:3-Endstand.
Tore: 0:1 Cornils (45.), 0:2 Marohn (46.), 0:3 Albertsen (60.).
Gardinger TSV - SV Germania Breklum 0:1(0:1). In der ersten Hälfte standen die Gastgeber sehr diszipliniert in der eigenen Hälfte und ließen nur eine Chance zu. Die jedoch nutzte Björn Barkmann zum 0:1 (33.). In der zweiten Halbzeit war Garding überlegen, der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen.
Tor: 0:1 Barkmann (33.).
19. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fünf Mal Kreispokal

Husum (usc) – Nicht um Punkte, sondern ums Weiterkommen (und auch ums Prestige) geht es in den Zweitrunden-Partien des Kreispokals. Fast schon ein "Klassiker" ist das Spiel TSV Oldenswort - MTV Leck, beide Teams standen sich bereits in der vergangenen Pokalrunde gegenüber. "Hohen Besuch" hat Kreisligist BW Löwenstedt – Verbandsligist Husumer SV kommt. Um nicht weniger als die "Insel-Vorherrschaft" geht es im Spiel SC Norddörfer - Team Sylt. Außerdem spielen (heute, 19 Uhr): TSV Goldebek - Tönninger SV, TSV Garding - Germ. Breklum, TSV Achtrup - SV Enge-Sande.
17. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
4. ST 28.08.05 Itzehoer SV Husumer SV 0:3

Erster Saisonsieg für die Husumer SV!

28.08.2005

Itzehoer SV - Husumer SV

0 : 3 (0:2)


Mit einem verdienten und überzeugenden Sieg kehrte die Husumer SV vom Spiel beim letztmaligen Landesmeister Itzehoer SV zurück und zeigte dabei eine spielerisch ansprechende Leistung. Mit etwas mehr Glück und Geschick in der Chancenauswertung wäre sogar ein noch höherer Sieg möglich gewesen. Itzehoe enttäuschte, von spielerischer Klasse nichts zu sehen. Erst im zweiten Durchgang kamen die Gastgeber besser ins Spiel, Torgefahr war aber fast nicht vorhanden. Husums Trainer Volker Schallhorn war nach der Leistungssteigerung seiner Elf sehr zufrieden: »Wir haben uns hier sehr ordentlich präsentiert und eine konzentrierte Leistung geboten. Auch als der ISV in der zweiten Hälfte aufkam, haben wir gut dagegengehalten und verdient gewonnen.«

Bereits nach drei Minuten hatte »Rückkehrer« Björn Fleige die Führung auf dem Fuß, doch nach herrlicher Vorarbeit von Marohn und Müller zog er knapp vorbei.

Fünf Minuten später musste Torhüter Loose zweimal sein ganzes Können gegen Fleige und Müller aufbieten, doch die Führung der Husumer konnte auch Loose nicht verhindern. Björn Fleige versenkte einen Freistoß unhaltbar, der Ball wurde noch leicht abgefälscht (12.). Und weiter ging es in Richtung ISV-Tor: Gerrit Müller mit herrlichem Kopfball (18.), Mario Albertsen (25./Kopfball) und Björn Fleige (32.) verfehlten den Kasten nur knapp. Die Husumer Führung hatte Christian Herpel in der 21. Spielminute ausgebaut, Fleige hatte ihn mustergültig freigespielt. Nur einmal vermochten die Itzehoer so etwas wie Gefahr vor das Husumer Tor zu bringen, doch Gueridonn vergab kläglich (37.).

Nach dem Pausentee versuchten die Gastgeber das Zepter zu übernehmen, mit viel Elan und Engagement drängten sie die Nordfriesen in die eigene Hälfte zurück. Doch vor dem Strafraum war Schluss, Torhüter Teubler verbrachte einen ruhigen Nachmittag. Spätestens mit dem dritten Husumer Treffer in der 76. Minute war der Drops gelutscht, die Itzehoer Gegenwehr endgültig gebrochen. Wieder war es Björn Fleige, der nach einer schönen Vorarbeit von Michael Petersen das Leder unhaltbar aus 16 Metern im Gehäuse unterbrachte (76.). Die Stormstädter vergaßen allerdings genau wie im ersten Durchgang das Tore schießen, Torhüter Loose verhinderte aber eine höhere Niederlage. Gegen Michael Petersen parierte er genau so großartig (55.) wie zweimal gegen Björn Fleige (70./78. jeweils Kopfball). Der »ehemalige« Husumer Torjäger war gar nicht mehr zu bremsen, denn in der 80. Minute setzte er einen Freistoß aus 16 Metern an den Pfosten - Loose wäre machtlos gewesen. Doch gegen Ilhan Alim war der ISV-Keeper wieder auf dem Posten und wehrte aus kurzer Distanz ab.

Fazit: Ein völlig verdienter Auswärtssieg der Husumer, die die Gastgeber zeitweise in Grund und Boden spielten. Der ISV bäumte sich viel zu spät auf, entwickelte keinerlei Torgefahr.
Tore: 0:1 Fleige (12.), 0:2 C. Herpel (21.), 0:3 Fleige (76.)
Beste Spieler: Loose, Andres / M. Herpel, C. Herpel, Fleige  
Ecken: 3 : 5
Chancen: 1 : 14
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Kaack (Barkelsbyer SV)
Karten: Andres (22.), Bigler (63.), Matthiessen (66.), Tuechsen (67.) / C. Herpel (51.), Voß (56.), Albertsen (60.), Fleige (76.) - alle gelb
Aufstellung:

Loose - Fründt - Hecht (31. Justus), Andres - Leskien, Bigler, Gueridonn, Matthiessen, Krause - Tüchsen (86. Krawuttke), Kaminsky (71. Bischoff).

Teubler - Marohn - Voß, Rettkowski - C. Herpel, Alla (46. Saeltz), Albertsen, Petersen (82. Schyma), M. Herpel - Fleige (82. Alim), Müller

Hi 28.08.2005

Björn Fleiges "Ausflug" in die Liga endet mit zwei Treffern

Husumer SV feiert den ersten Saisonsieg: 3:0 bei Meister Itzehoe hoch verdient / Trainer Schallhorn schwärmt
Itzehoe (ree) – Mit einer grandiosen Leistung und einem 3:0 (2:0) beim Itzehoer SV feierte die Husumer SV den ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga. Der Meister aus Steinburg bekam gegen die in allen Mannschaftsteilen besser besetzten Gäste in diesem Spiel nie ein Bein an Deck.
Die Partie im Stadion am Lehmwohld gestaltete sich als Fleige-Festival. Der eigentlich nicht mehr für die Liga vorgesehene Husumer Stürmer zeigte Spielfreude wie zu seiner besten Zeit und krönte seine Leistung mit zwei Toren. In der 12. Minute landete ein abgefälschter Freistoß zum 0:1 im Itzehoer Netz. Und in der 74. Minute bezwang er den etwas behäbig reagierenden Loose im ISV-Tor zum 0:3. Den dritten Treffer des Husumers verhinderte der Pfosten (80.).
Beeindruckend die Ballpassagen der Husumer im ersten Durchgang. Da war es oft Erion Alla, der die Bälle geschickt in alle Richtungen verteilte. Der Husumer stahl dem Itzehoer William Gueridonn, der von Christian Herpel zugedeckt wurde, die Schau. Christian Herpel besorgte das 2:0 für seine Elf, als er einen Konter über Mario Albertsen kaltschnäuzig vollendete (20.). Kopfbälle von Gerrit Müller (20.) und Albertsen (25.) verfehlten ihr Ziel nur knapp. Und auch Fleige schlug den Ball nach Doppelpass mit Alla freistehend um Zentimeter am Tor vorbei.
Diesmal erlebten die Husumer Fans nach der Pause keinen Einbruch ihrer Elf. Die Schallhorn-Schützlinge behielten die Initiative und machten weiter Druck, wobei sie zunehmend davon profitierten, dass der ISV konditionell abbaute. Lediglich die Torausbeute war nicht ganz zufrieden stellend für die Nordfriesen. Der raffinierte Schuss des eingewechselten Sebastian Saeltz landete auf dem Tornetz (46.). Die gut gedachten Kopfbälle von Fleige angelte sich der Keeper (70. und 76.) und dem Treffer von Michael Petersen verweigerte der Schiedsrichter die Anerkennung. Aber auch mit drei Toren haben die Husumer ihrem erst Saisonsieg hinreichend Glanz verliehen. "Fleige war unser belebendes Element. Ich bin erleichtert über den ersten Saisonsieg", schwärmte SV-Coach Volker Schallhorn.
29. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

ISV gegen Husum chancenlos

Ohne Chance war der ersatzgeschwächte Itzehoer SV gestern in seinem ersten Heimspiel der Fußball- Verbandsliga gegen die Husumer SV. Mit 0:3 (0:2) musste die Lehmwohldelf am Ende die Segel streichen und war damit noch gut bedient.
Nur selten musste Husums Torhüter Andre Teubler so energisch eingreifen wie hier gegen den Itzehoer Sven Tüchsen. Foto: gs
Verbandsliga-Übersicht
Nach zwei Siegen und einem Unentschieden hat es jetzt auch Flensburg 08 erwischt, und zwar deutlich: 0:4 beim Oldenburger SV, weil die Umstände nicht normal waren. Ortsnachbar TSB Flensburg sammelte immerhin einen Zähler beim 1:1 gegen den SV Todesfelde. Dominierendes Team der Klasse ist der SV Eichede (4:0 gegen Plön). Vier Spiele, vier Siege und 15:3 Tore - tolle Bilanz. Insgesamt gab es fünf Auswärtssiege, der höchste gelang RW Moisling mit 7:0 beim Heider SV. Der Erfreulichste, das 3:0 der Husumer SV beim Itzehoer SV - es war der erste Saisonsieg.

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Wahlkampf nun auch schon im Fußballstadion. Die CDU entdeckt vor der Bundestagswahl den Ball. Um den im Kreis Steinburg noch wenig bekannten Bundestagskandidaten Dr. Rolf Koschorrek aus Bad Bramstedt einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, sponserten die Christdemokraten das erste Heimspiel des amtierenden Verbandsligameisters Itzehoer SV gegen die Husumer SV. Weil Koschorrek im Vereinsheim des ISV über das Thema "Zukunft für den Mittelstand" referieren durfte, genossen gestern alle Besucher der Partie freien Eintritt. Wesentlich mehr als die etwa 300 bis 400 Anhänger, die in der vergangenen Saison im Durchschnitt zu den ISV-Spielen gekommen waren, ließen sich allerdings nicht von der Aussicht ins Itzehoer Lehmwohld-Stadion locken, vier (Stehplatz) oder fünf Euro (Tribüne) zu sparen. Diese Aktion war eine Idee des Kreisvorsitzenden des CDU-Mittelstandes, Dr. Volker Rehder, der selbst ISV-Mitglied ist und als Jugendobmann Verantwortung im Verein übernommen hat. ISV-Vorsitzender Hauke Ohlsen will seinen Verein aber nicht als CDU-Club sehen: "Wir freuen uns über jede Hilfe, bleiben aber natürlich überparteilich."

29. August 2006 · Holsteinischer Courier

Itzehoe (Reiner Stöter) – Dieses Wochenende sollte man beim Itzehoer SV schnell abhaken. Ohne die verletzten Barth-Zwillinge, den gesperrten Henning Groth und die Urlauber Lars Lühmann, Adnan und Berat Sacipi war gegen die Husumer Spielvereinigung absolut nichts zu gewinnen. Die Gäste stellten die in allen Belangen überlegene Mannschaft. Offenbar hatte sich die Lehmwohldelf nach den vielen Ausfällen schon vorher abgeschrieben.
Husums Matchwinner war ein Mann, der eigentlich gar nicht mehr zum Verbandsligateam gehört. Björn Fleige, Trainer der zweiten Mannschaft, kam aber in Itzehoe zum Einsatz, weil sein Team schon am Mittwoch gespielt hatte und David Lies nach dem Warmlaufen passen musste. HSV-Coach Volker Schallhorn, der mit den Angriffsleistungen seines Teams unzufrieden war, hatte mit dieser Personalie ein goldenes Händchen. Fleige war an allen drei Husumer Treffern beteiligt. Beim 0:1 (12.) fälschte er einen Freistoß von Albertsen unhaltbar ab, das 0:2 (23.) legte er für Herpel vor und setzte schließlich mit einem satten 16-Meter-Hammer zum 0:3 (75.) den Schlusspunkt.
Beim ISV war von Anfang an der Wurm drin. Erst verlor Kapitän Mario Andres die Seitenwahl, dann hatte der Schiri-Assistent Torhüter Loose bei einem Abstoß außerhalb des Strafraumes gesehen. Tapfer hielt er sein Fähnlein mindestens eine halbe Minute hoch, ehe Schiedsrichter Maik Kaack etwas bemerkte. Als der daraus resultierende Freistoß zum 0:1 im ISV-Netz zappelte, war die Partie praktisch schon entschieden. Das schnelle Führungstor der Gäste warf die defensiv ausgerichtete Taktik von Trainer Detlef Fink völlig über den Haufen und alle Bemühungen danach etwas mehr für die Offensive zu tun, verliefen im Sand. Abgesehen von zwei halben Torchancen von Gueridonn (40.) und Bigler (44.) brachte der ISV die starke Husumer Abwehr nicht in Verlegenheit. Dazu häuften sich immer mehr die Fehler im Mittelfeld, die Husum zu gefährlichen Angriffen über die beiden starken Spitzen Fleige und Müller nutzte. Dabei hatte die Lehmwohldelf noch Glück, dass die Gäste nicht besonders gut zielten und mehrfach an Torhüter Loose scheiterten.
Das sah auch Trainer Detlef Fink nicht anders: "Der Husumer Sieg war natürlich völlig verdient. Immerhin sind wenigstens die jungen Spieler positiv aufgefallen. Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken und müssen nach vorn schauen."
Routinier Frank Krause, der nach fünf Jahren Pause wieder ins Punktspielgeschehen eingriff, hätte sich sicher einen besseren Einstand gewünscht. Als Libero hatte er nach den vielen Fehlern seiner Vorderleute jedoch große Mühe gegen die schnellen Husumer Angreifer. Kapitän Mario Andres beklagte allerdings zu Recht die mangelnde Entlastung im Angriff. "Das war wie Tipp-Kick. Wir spielen den Ball nach vorn, doch der kommt sofort wieder zurück."
Auf der Ersatzbank saßen neben den beiden Torhütern Jahn und Schnackenberg nur noch drei A-Jugendliche. Das spricht Bände über die derzeitige Personalsituation beim ISV. Die Nachwuchsspieler Nikolai Justus, Björn Bischoff und Patrick Krawutschke kamen alle zum Einsatz und gingen engagiert zur Sache. An ihnen lag es jedenfalls nicht, dass die Lehmwohldelf sang- und klanglos einging.
29. August 2006 · Norddeutsche Rundschau

ISV mit Personal-Engpass gegen Husum

Für ISV-Trainer Detlef Fink nimmt die Personalsituation langsam dramatische Züge an. Ausgerechnet zum ersten Heimspiel am Sonntag gegen die Husumer Spielvereinigung sind auf jeden Fall sechs Akteure aus verschiedensten Gründen nicht einsatzbereit. Hinter zwei weiteren steht ein Fragezeichen. Da das Spiel von der CDU gesponsert wird, ist der Eintritt frei. Anpfiff: 15 Uhr
Neuzugang Alexander Bigler hinterließ bisher beim Itzehoer SV einen guten Eindruck. Dies will der ehemalige Schenefelder nun am Sonntag im ersten Heimspiel gegen Husum bestätigen. Foto: Stöter
Itzehoe (rst) – Jetzt kommt es ganz dick. Nachdem sich der Itzehoer SV in den beiden bisherigen Auswärtspartien beim Heider SV (2:1) und bei Kilia Kiel (1:1) sehr gut geschlagen hat, ist die Personaldecke vor dem ersten Heimspiel gegen die Husumer SV so dünn wie noch nie. Neben dem "Dauerverletzten" Sebastian Barth und dem rot-gesperrten Henning Groth fallen nun auch noch Lars Lühmann und die Sacipi Brüder Adnan und Berat aus, die alle in den Urlaub gefahren sind. Außerdem fehlt Michael Pries aus privaten Gründen.
Dies wäre sogar noch zu kompensieren, da von diesen sechs in Kiel nur Adnan Sacipi zur Anfangsformation gehörte. Doch nun konnte auch noch Kapitän Matthias Barth mit Knieproblemen nicht trainieren, so dass sein Einsatz stark gefährdet ist. "Das wäre ein schwerer Schlag. Ich hoffe nur dass er doch spielen kann", ist Trainer Detlef Fink in Sorge, dass er seine in Kiel gut funktionierende Defensiv-Abteilung komplett umbauen muss.
Möglicherweise ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem Routinier Frank Krause erstmals aushelfen muss. Doch auch bei Krause ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht klar, ob er überhaupt schon wieder voll belastbar ist. Deshalb ist Detlef Fink auf die Mithilfe der A-Jugend angewiesen. Björn Bischoff machte in der vergangenen Woche in Kiel bereits einen guten Eindruck und auch Nicolai Justus und Patrick Krawutschke haben in der Vorbereitung gezeigt, dass sie durchaus schon für den Ernstfall in der Verbandsliga bereit sind. Allerdings müssen die Nachwuchstalente behutsam aufgebaut werden, deshalb darf man von ihnen keine Wunderdinge erwarten, wenn sie nun ins kalte Wasser geworfen werden sollten.
"Wir wollen das beste aus dieser Situation machen. Hauptsache ist erst einmal, dass wir hinten sicher stehen, denn nach vorne haben wir kaum noch Möglichkeiten. Die ständige Umstellerei ist natürlich nicht gut für den Spielfluss. Ich werde jetzt erst einmal abwarten . Noch gibt es zu viele Unbekannte in unserem Personalbereich, da kann man nur kurzfristig entscheiden. Husum die Punkte schenken werden wir jedenfalls nicht", gibt sich Detlef Fink kämpferisch.
Besonders gut aus den Startlöchern gekommen ist die Husumer SV nicht. Zwei Unentschieden stehen für das Team von Trainer Volker Schallhorn bisher zu Buche. Das ist angesichts der hohen Erwartungen nicht viel. Dass auch die Gegner nur mit Wasser kochen, hat der ISV bereits am vergangenen Wochenende bei Kilia Kiel gemerkt. Warum soll da trotz der schwierigen Ausgangslage nicht auch etwas gegen Husum drin sein?
27. August 2005 · Norddeutsche Rundschau

Husumer SV muss für Itzehoe umbauen

Fußball-Verbandsliga: Cornils fehlt / Marohn Libero / Voss wieder dabei
Husum (Gert Reese) – 0:0 und 0:1 - so lauteten die Ergebnisse der Husumer SV im vergangenen Spieljahr gegen den Itzehoer SV. Ein Tor gegen den späteren Meister der Fußball-Verbandsliga ist den Stormstädtern also zuletzt nicht gelungen. Am Sonntag (15 Uhr) haben sie im Stadion am Lehmwold Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen.
Einmal mehr muss Trainer Volker Schallhorn sein Team umbauen. Ingo Cornils befindet sich im Urlaub und muss als Libero ersetzt werden, vermutlich durch René Marohn, der diese Rolle schon beim 1:1 in Oldenburg eine Halbzeit lang passabel erledigte. Dass ihm das auch in Itzehoe gelingt, davon ist sein Trainer fest überzeugt. "René hat fußballerisch gute Möglichkeiten", meinte Schallhorn.
Froh ist der Trainer darüber, dass nach sechswöchiger Unterbrechung Marcell Voss in Itzehoe wieder zur Verfügung steht. Der Sprinter mit Defensivqualitäten hat seinen Muskelfaserriss überwunden und beim 0:2 der Reserve gegen den SV Dörpum am Mittwoch einen erfolgreichen Probelauf absolviert. "Es geht wieder", sagte Voss nach dem einstündigen Abendprogramm, "aber die Angst, dass so etwas wieder passiert, ist schon im Hinterkopf." Bekanntlich ist Voss ja ein Mann, der immer 100 Prozent gibt - seine Befürchtungen erscheinen daher nicht ganz unbegründet. "Es gibt Leute, die hören auf ihren Körper. Und es gibt Leute, die ignorieren seine Signale - und zu denen gehöre ich", meinte der Heider zu seiner Draufgänger-Mentalität.
Henning Groth, seinen Mitspieler aus Heider Zeiten, wird Voss am Sonntag nicht treffen - jedenfalls nicht auf dem Rasen. Denn der Itzehoer hat beim 2:1 vor 14 Tagen in Heide die rote Karte erhalten und ist gegen Husum gesperrt. Aber es gibt im neuen Team der Störstädter immer noch genügend Akteure, auf die die Husumer achten müssen. Allen voran der kleine Filigrantechniker William Gueridon, der im Offensivspiel mit allen Freiheiten ausgestattet ist - und im Strafraum gerne mal fällt.
Nachdem seine Elf zuletzt mit zwei jeweils völlig verschiedenen Halbzeiten aufwartete, hat Schallhorn für das Spiel in Itzehoe zuallererst einen Wunsch: "Zwei vernünftige Halbzeiten."
27. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Freier Eintritt im Lehmwohld-Stadion

CDU sponsert erstes Heimspiel des Itzehoer SV
Sportfreunde (v. l.): Dr. Volker Rehder, Hauke Ohlsen, Heinz Köhnke, Dr. Rolf Koschorrek, ISV-Schatzmeister Bernd Krohn und Hans-Jörn Arp. Foto: Stöter
Itzehoe (rst) – Wahlkampf im Stadion - die CDU lässt sich vor der geplanten Bundestagswahl einiges einfallen. Um den im Kreis Steinburg noch wenig bekannten Bundestagskandidaten Dr. Rolf Koschorrek aus Bad Bramstedt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, sponsern die Christdemokraten das erste Heimspiel des amtierenden Verbandsligameisters Itzehoer SV gegen die Husumer SV am 28. August. Nachdem Koschorrek im Vereinsheim des ISV über das Thema "Zukunft für den Mittelstand" referiert hat, gibt es für alle Besucher des Fußball-Spiels freien Eintritt.
Kreisvorsitzender Hans-Jörn Arp sagt dazu: "Wir wollen Leistung fördern. Im Fußball ist der ISV in Steinburg die Nummer eins, deshalb engagieren wir uns hier." Itzehoes Ortsvorsitzender Heinz Köhnke fügte hinzu: "Wir wollen mit dieser Aktion dafür sorgen, dass der ISV wieder ein Publikumsmagnet wird."
Kandidat Koschorrek selbst freut sich als bekennender Fußballfan besonders auf diesen Termin. "Das ist ein Einstieg, Politik und Sport in der Region näher zusammen zu bringen. Wir wollen mit dieser Aktion auch Vorbild für andere sein, die nach neuen Wegen suchen, Vereine zu unterstützen." Die Idee, die Politik ins Stadion zu holen, hatte der Kreisvorsitzende des CDU-Mittelstandes Dr. Volker Rehder, der selbst ISV-Mitglied ist und als Jugendobmann Verantwortung im Verein übernommen hat. Er hofft, dass das Spiel bei freiem Eintritt zu einem Fußballfest wird, von dem alle gleichermaßen profitieren.
ISV-Vorsitzender Hauke Ohlsen will seinen Verein aber nicht als CDU-Club sehen: "Wir freuen uns über jede Hilfe, bleiben aber natürlich überparteilich."
09. August 2005 · Norddeutsche Rundschau
5. ST 04.09.05 Husumer SV SpVg Rot Weiß Moisling 0:1

Moisling siegte in letzter Minute!

04.09.2005

Husumer SV - RW Moisling

0 : 1 (0:0)


Drei glückliche Punkte nahm RW Moisling aus Nordfriesland mit auf die Heimreise, wurde letztlich für die geduldige Spielweise gegen dezimierte Husumer in der Schlussminute noch belohnt. Michael Kreutzfeldt war der Schütze des goldenen Tores vor 335 Zuschauern im Husumer Friesenstadion. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren aber beide Teams gegenüber den guten Leistungen der Vorwoche nicht wiederzuerkennen. Nur selten lief der Ball flüssig durch die Reihen beider Mannschaften, die Nordfriesen erarbeiteten sich während des gesamten Spiels ein deutliches Plus an Chancen. Dass es dennoch nicht zum Sieg langte, lag an der mangelnden Cleverness vor dem gegnerischen Tor und am Platzverweis für Macell Voß (57.). Der in vielen Szenen mit wenig Fingerspitzengefühl ausgestattete Schiedsrichter Adler (Flensburg) verwies Voß nach einem harmlosen Foul des Feldes.

»Wir hätten trotz des Platzverweises das Spiel für uns entscheiden müssen«, meinte Husums Trainer Schallhorn nach dem Spiel. »Auch in Unterzahl hatte ich nie Bedenken, dass wir das Spiel verlieren können, aber kein Vorwurf an die Mannschaft.« Moislings Spielertrainer Behrens war glücklich, dass erstmalig drei Punkte gegen Husum heraussprangen: »Endlich haben wir mal gegen die Nordfriesen gewonnen, es war allerdings ein sehr offenes Spiel, das wir mit Geduld gewonnen haben.«

Nach 15 Minuten der erste Glanzpunkt für die Hausherren: Erion Alla spielte Gerrit Müller herrlich frei, doch aus 16 Metern verzog dieser knapp. Zwei Minuten später war wieder Müller der Schütze, das Leder strich Zentimeter am Pfosten vorbei. Husum weiter gefährlich, aber auch Björn Fleige (33.), Christian Herpel mit einem fulminanten Schuss (34.) und Gerrit Müller kurz vor der Pause nutzten ihre Möglichkeiten nicht. Die Gäste deuteten nur einmal Gefährlichkeit an: Kreutzfeldt tankte sich durch, verzog aber (22.).

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, Husum mit den größeren Chancen - die Gäste weiter in Wartestellung. Doch die Stormstädter konnten ihr Chancenplus einfach nicht nutzen. Nach einer tollen Kombination stand Michael Petersen plötzlich frei vor dem Tor (47.) - der Youngster konnte diese Chance ebenso wenig nutzen wie Erion Alla, der in der 62. Minute allein auf Pekrun zulief. Nach dem Platzverweis für Voß bäumten sich die Gastgeber nochmals auf, kamen auch durch Gerrit Müller (66./78.) zu zwei hundertprozentigen Tormöglichkeiten. Moisling nutzte aber jetzt geschickt den vorhandenen Raum und hatte das nötige Glück auf seiner Seite, denn Kreutzfeldt netzte nach einer Unachtsamkeit in der letzten Spielminute zum 0:1 ein.

Fazit: Ein glücklicher Sieg der Lübecker, die SV hatte Tormöglichkeiten genug mindestens einen Punkt in Husum behalten zu können.
Tore: 0:1 Kreutzfeldt (90.)
Beste Spieler: Teubler / Kreutzfeldt
Ecken: 6 : 3
Chancen: 9 : 3
Zuschauer: 335
Schiedsrichter: Adler (Flensburg)
Karten: Voß (39.), Rettkowski (59.), Müller (68.) / Malla (40.) - alle gelb; gelb/rot: Voß (57.) wegen Foulspiel (2. Foul!)
Aufstellung:

Teubler - Marohn - Voß, Rettkowski - C. Herpel, Alla (73. Cornils), Albertsen, Petersen, Saeltz - Fleige (64. M. Herpel), Müller.

Pekrun - Haberland - Knorr, Malla (68. Azzez) - Hahne, Baetge, Retelsdorf, Kreutzfeld, Bornemann - Behrens, Lübcke- Kienast.

Hi 04.09.2005

Chancen nicht genutzt und ein spätes Tor kassiert

Die Husumer SV muss weiter auf den ersten Heimsieg in der Fußball-Verbandsliga warten. In der 89. Minute besiegelte Kreutzfeldt den glücklichen 1:0-Erfolg von Rot-Weiß Moisling in der Stormstadt.
Chance vergeben: Der Husumer Michael Petersen (re.) scheitert an Moislings Torhüter Jan Pekrun. Foto: Voss
Verbandsliga-Übersicht
Der SV Eichede ist nicht zu stoppen: Das 3:1 beim VfB Lübeck II war der fünfte Sieg im fünften Spiel. Einziger Nord-Klub in der erweiterten Spitzengruppe ist Flensburg 08, das beim schwächelnden Meister Itzehoer SV 2:1 gewann. Die Husumer SV konnte den Schwung vom Sieg der Vorwoche in Itzehoe nicht nutzen und verlor 0:1 gegen Rot-Weiß Moisling. Derbe erwischte es Aufsteiger TSB Flensburg gegen den SV Henstedt-Rhen: 3:7 nach 2:1-Pausenführung. Nach dem 4:0 über Strand 08 hat jetzt auch der TSV Bargteheide die ersten Punkte eingefahren.
Husum (ree) – Unglückliches Ende für die Husumer SV im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga gegen Rot Weiß Moisling. Obwohl die Mannschaft die Partie in der zweiten Halbzeit mit nur zehn Mann absolut offen hielt, wurde sie am Ende bestraft. In der 89. Minute schoss der Moislinger Michael Kreutzfeldt das 0:1.
Die Gäste wirkten oft routinierter im Spielaufbau, innerhalb der 16-Meter-Zone kamen die Stormstädter allerdings zunächst nie in Gefahr. Hasko Behrens, in Heide noch dreifacher Torschütze, bekam gegen Sascha Rettkowski keinen Stich. Die Stormstädter hatten im Mittelfeld zunächst Mühe, aber die besseren Möglichkeiten. Zwei Mal (16. und 18.) war es Gerrit Müller, der die Möglichkeit zur Führung vergab. Beide Male flogen seine Schüsse knapp am Tor vorbei. In der 25. Minute hatte Erion Alla Christian Herpel freigespielt, aber auch dessen Ball flog ins Aus.
Nach der Pause war es Schiedsrichter Björn Adler, der den Unmut des Husumer Publikums auf sich zog. Der Hauptgrund: die Hinausstellung von Marcell Voss nach seiner zweiten Gelben Karte (55.). Aber mit der Benachteilgung war auch die Giftigkeit bei den Stormstädtern zurück. Elf Gäste waren nicht stärker als zehn Husumer. Und es waren zunächst die Gastgeber, die wieder die deutlich besseren Torchancen hatten. Aber alle Versuche blieben erfolglos, so blieb bei Michael Petersen (47.), Rettkowski (50.) und Müller (66.) nur der Frust.
Endlich zeigten auch die Lübecker jene Torgefahr, die ihnen in Heide sieben Treffer beschert hatte. Aber Keeper André Teubler entschärfte die Schüsse von Florian Haberland (70.) und Dominik Hahne (82.). Zwischen diesen beiden Chancen lag die beste Husumer Möglichkeit in dieser Halbzeit. Doch weder Müller noch René Marohn brachten den Ball nach dem Vorstoß von Christian Herpel im Tor unter (78.).
Den letzten Beweis dafür, dass es im Fußball oft ungerecht zugeht, mussten die Nordfriesen in der Schlussminute einstecken. Kreutzfeldt reagierte am Fünf-Meter-Raum am schnellsten und sicherte seiner Elf den schmeichelhaften Sieg. "Wir haben aus Husum erstmals drei Punkte entführt", freute sich Moislings Spieler-Trainer Hasko Behrens. HSV-Coach Volker Schallhorn trauerte den vergebenen Chancen nach. "Die hätten eigentlich reichen müssen, um drei Punkte zu behalten", meinte er.
05. September 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Routine und Torgefahr

Alter schützt vor Toren nicht: Björn Fleige und Hasko Behrens - am Sonntag (15 Uhr) treffen im Verbandsliga-Spiel der Husumer SV gegen Rot-Weiß Moisling zwei echte "Knipser" aufeinander.
Wieder dabei: Björn Fleige wird auch am Sonntag gegen Moisling im Team der Husumer SV stehen. Foto: Staudt
Husum (ree) – Der Itzehoer SV vom vergangenen Sonntag war nicht mehr der SV, den man bis dahin kannte. Trotzdem hat die Selbstverständlichkeit überzeugt, mit der die Husumer SV den Meister 3:0 niederrang. Wenig gefordert war in Steinburg die Abwehr der Stormstädter. Das wird am Sonntag sicherlich anders sein - Gegner im Friesenstadion (Anstoß 15 Uhr) ist Rotweiß Moisling, jenes Team, das zuletzt mit dem 7:0 beim Heider SV für Schlagzeilen sorgte.
"Wir hätten sogar noch drei oder vier Dinger mehr schießen können", meint Michael Kreutzfeld, der als zentraler Mittelfeldmann und Co-Trainer an dem Spektakel beteiligt war. Auch wenn Heide am Ende nur noch sieben Feldspieler hatte, für Kreutzfeld war in punkto Laufbereitschaft ein deutliches Plus seiner Elf zu verzeichnen.
Von Experten wird Rotweiß Moisling mit in der Führungsetage der Verbandsliga erwartet. "Aber das wird nicht so einfach", sagt Kreutzfeld. "Die anderen haben uns einfach mehr auf dem Zettel." Mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden war den Lübeckern auch das Auftaktprogramm leicht missglückt. "Gegen Eichede und VfB II haben wir uns durch individuelle Fehler in erster Linie selbst geschlagen", sagt Kreutzfeld.
So wie die Husumer mit Björn Fleige haben auch die Moislinger einen Trainer in ihren Reihen, der jenseits der 30 immer wieder gern Tore schießt. Hasko Behrens heißt der Mann und als Coach der Rotweißen war er in Heide drei Mal erfolgreich. Sascha Rettkowski und Marcell Voss, die Husumer Abwehrspezialisten, werden es mit Aufmerksamkeit gelesen haben.
"Er muss spielen", das ist der Satz, der nach seiner Klasse-Partie in Itzehoe am häufigsten über Björn Fleige zu hören war. Wäre ja auch schade, wenn so viel Angriffslust nicht genutzt würde. Fleige hat sich Anfang der Woche zu dem Thema geäußert ("Wir werden uns zusammensetzen").
Die Gespräche zwischen ihm und dem Vorstand wird man also abwarten müssen. Trainer Volker Schallhorn verbirgt nicht, dass er den Erfolgsstürmer, der die zweite Mannschaft der Sportvereinigung coacht, gern in seinem Kader hätte. Gegen Moisling werden die Fans Fleige auf jeden Fall wieder im Ligaangriff erleben. "Ich hab' ihn für Sonntag überredet", sagt Schallhorn stolz zu dem erneuten Management des Stürmers. Der Trainer ist davon überzeugt, dass es ein interessantes Spiel wird - und auch davon, dass seine Mannschaft den ersten Heimsieg der Saison einfahren wird. Unterstützen kann ihn auch wieder Ingo Cornils, der aus dem Urlaub zurück ist.
03. September 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
6. ST 11.09.05 TSV Bargteheide Husumer SV 0:6

Fleige-Gala in Bargteheide!

11.09.2005

TSV Bargteheide - Husumer SV

0 : 6 (0:5)


Mit einem klaren 6:0 siegte die Husumer SV beim TSV Bargteheide, dabei schoss der zurückgekehrte Torjäger Björn Fleige allein fünf Tore und lieferte ein überragendes Spiel ab. Zwar war die SV nicht unbedingt sechs Tore besser als der Gegner, aber wie die Mannschaft es verstand, sich immer wieder in aussichtsreiche Schussposition zu bringen, war schon beeindruckend. Schnell wurde das Mittelfeld überbrückt, die gegnerische Abwehr einfach stehen gelassen. Selbst ließen die Stormstädter nur zwei Chancen des Gegners während des gesamten Spiels zu, die Abwehr stand sehr sicher.

»Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich aber noch nicht zufrieden, da muss noch mehr kommen«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach der Begegnung. »Natürlich spricht das Endergebnis für sich, im zweiten Durchgang lief es aber nicht mehr so gut. Wir waren nicht konsequent genug, aber die Spannung fehlte natürlich bei meinen Spielern.« TSV-Trainer Lindtner konnte mit der Leistung seiner Spieler natürlich nicht zufrieden sein: »Wir sind eindeutig an unserem mangelhaften Zweikampfverhalten gescheitert, das Ergebnis war ja eindeutig.«

Bereits in der ersten Minute hatte Michael Petersen die Husumer Führung auf dem Fuß, aus elf Metern konnte Torhüter Löhrmann zur Ecke abwehren. Doch zwei Minuten später war es dann soweit: Nach exzellenter Vorarbeit von Christian Herpel kam Björn Fleige ungehindert zum Schuss, Löhrmann hatte keine Chance. Eine Glanzparade musste der TSV-Torhüter in der 12. Minute hinlegen, Michael Petersen zog aus 14 Metern ab. Jetzt befreiten sich die Gastgeber etwas, hatten nach einer herrlichen Kombination auf der rechten Seite durch Pophal die einzige Chance der ersten Halbzeit (25.). Doch die Nordfriesen zogen das Tempo an und nahmen die Zügel wieder fest in die Hand. Nach 36 Minuten war erneut Björn Fleige zur Stelle und erzielte seinen zweiten Treffer. Nach herrlicher Vorarbeit von Petersen, Albertsen und Müller war der Torjäger zur Stelle. Es dauerte nur zwei Minuten, da konnte der Husumer Anhang wieder jubeln: Mario Albertsen spielte Björn Fleige herrlich frei, der das Leder über den herausstürzenden Keeper in den Kasten hob. In der 41. Minute war Erion Alla der Schütze, der von Marcell Voß freigespielt wurde. Das 0:5-Halbzeitergebnis stellte Björn Fleige her (43.), der keine Mühe hatte, den Ball im Gehäuse unterzubringen - die Vorarbeit hatte René Marohn geleistet.

Nach dem Pausentee verflachte die Partie etwas, die Gastgeber gingen jetzt mit mehr Engagement zu Werke, versuchten, das Ergebnis in normalen Grenzen zu halten. Auch die gelb-rote Karte für Krezo (59.) nach Foul an Voß steckten sie erstaunlich gut weg. Aber nach vorne ging gar nichts, selbst eine hundertprozentige Chance durch Acar (51.) aus kurzer Distanz konnten sie nicht nutzen. Die Stormstädter ließen es locker angehen, was aber bei dem Spielstand nur all zu verständlich war. Dennoch schossen sie noch das sechste Tor, wiederum durch Björn Fleige. Nach einem herrlichen Flankenlauf von Marcell Voß und einer mustergültigen Flanke verstand es Fleige, in Bedrängnis und seitlich abgedrängt sein fünftes Tor per Kopfball zu erzielen. .

Fazit: Mit einem überragenden Björn Fleige, der nicht nur fünf Tore erzielte, sondern vor Spielwitz nur so sprühte, siegte die SV auch in dieser Höhe völlig verdient.
Tore: 0:1 Fleige (3.), 0:2 Fleige (36.), 0:3 Fleige (38.), 0:4 Alla (41.), 0:5 Fleige (43.), 0:6 Fleige (88.)
Beste Spieler: Umoru / Cornils, Rettkowski, Fleige 
Ecken: 7 : 5
Chancen: 2 : 9
Zuschauer: 128
Schiedsrichter: Müller (Altenkrempe)
Karten: Himborn (15.), Krezo (21.), Acar (64.) / Marohn (48.) - alle gelb; gelb-rot: Krezo (64.) weg. wiederholtem Foulspiel
Aufstellung:

Löhrmann - Kreutzer - Krezo, Sellke - Himborn, Huber (46. Esch), Umoru, Kranik, Pophal (70. Hofmann) - Acar (82. Kakistani), Piworus.

Teubler - Cornils - Voß, Rettkowski - Marohn (61.Alim), Petersen, Albertsen, C. Herpel (46. Saeltz), Alla - Fleige, Müller (76. M. Herpel).

Hi 04.09.2005

Husum bestrafte alle TSV-Fehler

Herber Rückschlag für die Verbandsliga- Kicker des TSV Bargteheide, die der Husumer SV mit 0:6 unterlegen waren.
Eingehakt: Kevin Kranik vom TSV Bargteheide (l.) behauptet sich gegen Sascha Rettkowski. Foto: Hoyer
Verbandsliga-Übersicht
Der SV Eichede büßt erste Punkte ein. Überraschend kam der Spitzenreiter beim NTSV Strand nur zu einem 1:1. Nach Punkten gleichgezogen hat der FC Kilia Kiel nach dem 4:3-Erfolg bei RW Moisling. Gleich ein halbes Dutzend Tore schenkte die Husumer SV dem Tabellenletzten TSV Bargteheide ein, fünf Mal traf Björn Fleige. Das vierte Remis erreichte der TSB Flensburg beim 3:3 beim TSV Plön. Die Flensburger bleiben auswärts zwar ungeschlagen, vergaben aber eine 2:0-Führung. Mit dem 2:2 gegen den Itzehoer SV gab der SV Todesfelde die Rote Laterne an Bargteheide ab.

Bargteheide (Robert Hoyer) - Die aktuelle Saison in der Fußball-Verbandsliga ist gerade mal fünf Wochen alt. Trotzdem hat der TSV Bargteheide gegen die Husumer Spielvereinigung bereits das zweite Debakel erlebt. Nach dem 0:8 beim VfB Lübeck II am zweiten Spieltag setzte es dieses Mal vor heimischen Publikum eine 0:6 (0:5)-Pleite.

Besonders bitter: Sieben überragende Minuten zum Ende der ersten Halbzeit langten den Gäste zum klaren Erfolg. Björn Fleige (37./44.), der nach drei Minuten bereits das 1:0 erzielt hatte, Marcel Voß (39.) und Christian Herpel (42.) machten zwischen der 37. und 44. Minute aus jedem Angriff einen Treffer. „In der Phase hat sich das Team absolut hängen lassen. Husum hat das Tempo verschärft und wir haben zugeguckt“, schimpfte TSV-Coach Reinhard Lindtner. Davor und danach sahen die Stormarner - auch wenn Fleige in der 88. Minute noch das 0:6 besorgte - nicht viel schlechter aus.

Allerdings lag das mehr an der Husumer Zurückhaltung, wie auch Lindtner unumwunden einräumte. „Die brauchten ja nur geduldig auf unsere Fehler warten.“ Und davon machte der TSV einmal mehr viele. Trotz der anhaltenden Experimente in der Abwehr - Dennis Kreutzer war bereits der vierte Libero - nahm Lindtner aber die gesamte Mannschaft in die Pflicht. „Wenn vorne in der Spitze nicht gearbeitet und im Mittelfeld nicht in die Zweikämpfe gegangen wird, kann auch die Abwehr nicht mehr viel ausrichten.“ Der nötige Einsatz- und Kampfeswille fehlte erneut.

Ohne die richtige Einstellung werden die Weinroten, die zudem Bastian Krezo mit Gelb/Rot (59.) verloren, allerdings in der Verbandsliga nicht viel zu bestellen haben. Auf den letzten Tabellenplatz sind sie bereits jetzt wieder zurückgefallen. „Wir haben einfach keine Alternativen und spielen gegen den Abstieg“, ist Lindtner mit seinem Latein am Ende.

TSV Bargteheide: Löhrmann - Kreutzer - Sellke, Huber (ab 46. Minute Esch) - Himborn, Krezo, Kranik, Pophal (ab 70. Minute Hofmann), Piworus, Umoru - Acar (ab 80. Minute Kahistani).

12. September 2005 · Stormarner Tageblatt

Fleige, immer wieder Fleige! Fünf Tore bei Husums 6:0

Verbandsliga: TSV Bargteheide erlebt ein Debakel
Bargteheide (Robert Hoyer) - Es war Verbandsliga-Fußball mit Klassenunterschied, den die Zuschauer gestern streckenweise in Bargteheide sahen: Zumindest in der ersten Halbzeit wirkte der einheimische TSV überfordert gegen die anrennende Husumer SV und war am Ende mit dem 0:6 (0:5) noch gut bedient.

„Wenn es nach vorne läuft, können wir was bewegen“, hatte Bargteheides Coach Reinhard Lindtner zuvor gesagt. Im Spiel selbst lief dann absolut wenig für den TSV und in Bewegung waren hauptsächlich die Stormstädter. Namentlich Björn Fleige lockerte in der ersten Halbzeit alle Bremsen, degradierte seine jungen Gegenspieler zu Statisten und markierte fünf der sechs Husumer Treffer. Besonders schön davon der erste (3.), als der Husumer nach Pass von Christian Herpel lange auf den optimalen Moment zum Einschuss wartete.

Die Zeit danach war die Zeit vor dem großen Husumer Ansturm, der den Einheimischen vier Gegentreffer in sieben Minuten bescherte. Und immer wieder war es Björn Fleige, der nach glänzenden Kombinationen seiner Mitspieler am Ende freistand und das Leder ins gegnerische Tor schickte. Florian Löhrmann, der Keeper des TSV, war nicht zu beneiden. Das 0:2 erzielte Fleige auf Flanke von Gerrit Müller (36.), das 0:3 auf Pass von Mario Albertsen (38.), und das 0:5 auf Vorarbeit von René Marohn (43.). Nach dem Hattrick von Fleige hatte Erion Alla sich in die Torschützenliste geschlichen und auf Zuspiel von Marcell Voss das 0:4 geschossen (41.).

Es war der Halbzeitpfiff, der den Tordrang der Husumer unterbrach, und der kam auch nicht zurück. Die Bargteheider hatten in der Kabine wohl doch ein paar Hinweise bekommen, wie ein größeres Debakel zu vermeiden wäre. Jedenfalls boten sie den Gästen jetzt mehr Widerstand. Gegen zehn Bargteheider gelang Björn Fleige dennoch sein fünfter Tagestreffer. Nach scharfer Voss-Flanke köpfte er das Leder gekonnt zum 0:6 ins entfernte Toreck (88.).

Husumer SV: Teubler - Cornils - Voss, Rettkowski - C. Herpel (46. Saeltz), Marohn (61. Alim), Alla, Albertsen, Petersen - Fleige, Müller (76. M. Herpel).
Schiedsrichter: Müller (Altenkrempe).
Zuschauer: 130.

12. September 2005 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV schon wieder unter Zugzwang

Auswärts lief es bisher gut beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV - vier der fünf Punkte wurden auf des Gegners Platz geholt. Am Sonntag (15 Uhr) steht das Gastspiel beim Tabellen-14. TSV Bargteheide an
Ingo Cornils wird morgen wieder auf dem Libero-Posten agieren. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Heimspiele gewinnen, damit die Gegner Respekt kriegen - so hatte Volker Schallhorn, Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV, seinen Jungs vor der Saison eingeimpft. Umgesetzt haben sie es bisher noch nicht. Und nun müssen die Husumer, die den Anspruch haben, ganz oben mitzuspielen, wieder auswärts das nachholen, was zu Hause verpasst wurde. "Wir haben uns wieder selbst unter Zugzwang gesetzt", sagt Schallhorn vor der Partie am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Bargteheide.
TSV Bargteheide - bis zum vergangenen Wochenende hätte man diese Mannschaft noch als Leichtgewicht ansehen können. Denn mit null Punkten und null Toren lag sie nach drei Spielen am Schluss der Tabelle. Doch dann gewann der TSV zu Hause 4:0 gegen Strand 08. Ein Heimsieg - genau das, worauf die Nordfriesen noch warten. Die Trendumkehr erklärt Trainer Reinhard Lindtner: "Hinten habe ich umgestellt und vorne haben wir endlich unsere Aggressivität ausgespielt. Und wenn es nach vorn läuft, können wir was bewegen."
Das hatten die Stormarner auch schon in der Vorbereitung bewiesen, als sie gegen den Meiendorfer SV ein 3:3 erreichten. Zu denen, die in Bargteheide was bewegen sollen, gehört Philip Radbruch (22), der vom VfB Lübeck gekommen ist. Er soll Jan Klötzner ersetzen, der in der vergangenen Saison 13 Tore schoss, zusammen mit Torhüter Nils Bahr aber im Sommer zum TSV Breitenfelde wechselte.
Zusammen mit diesen beiden haben die Bargteheider neun Aktive aus ihrem Kader verloren, die allesamt durch junge Leute ersetzt wurden. Maik Kohrs (33), einer der Letzten der alten Garde und in der vergangenen Saison ebenfalls mit 13 Treffern erfolgreich, wird am Sonntag nicht dabei sein. Er ist im Urlaub.
Bei den Stormstädtern wird Ingo Cornils diesmal von Beginn an als Libero im Team stehen. "Hier ist er am wertvollsten und kann am besten den Takt angeben", sagt Trainer Schallhorn. Auf welcher Position René Marohn, der zwischenzeitlich einen guten letzten Mann gab, sich wiederfinden wird, darüber will der Coach noch nachdenken.
Klar ist dagegen, dass Björn Fleige wieder neben Gerrit Müller im Sturm stehen wird. Der Trainer hat den Stürmer offenbar endgültig davon überzeugt, dass die Sportvereinigung in der Liga nicht auf ihn verzichten kann. "Für die zweite Mannschaft hoffe ich, dass der Verein bald eine befriedigende Lösung findet", sagt Schallhorn.
Vom Aufwärtstrend des Gegners ist der Coach nicht so begeistert. "Mir wäre lieber gewesen, wenn sie nicht gewonnen hätten", meint er. Aber so haben die Husumer wenigstens allen Grund, den Gegner, den sie in der letzten Saison zwei Mal geschlagen haben, wirklich ernst zu nehmen. Das hat schließlich vor 14 Tagen auch beim Itzehoer SV geholfen.
10. September 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Lindtner hat großen Respekt vor Husum

Die ersten Punkte hat der TSV Bargteheide in der Verbandsliga eingesackt, die nächsten hängen wieder sehr hoch.
Soll gegen Husum die Außenbahn dicht machen: TSVer Kai-Sören Himborn (r.).
Bargteheide (Robert Hoyer) – Vor zwei Wochen hat Reinhard Lindtner die Husumer Sportvereinigung, den derzeitigen Tabellenachten der Fußball-Verbandsliga, beobachtet. Und was der Trainer des TSV Bargteheide beim 3:0-Sieg in Itzehoe gesehen hat, beunruhigt ihn vor dem morgigen Heimspiel (Anpfiff 15 Uhr) gegen eben jene HSV doch sehr. "Da waren die bärenstark. In der Form gehört das Team zu den Besten der Verbandsliga."
Die Erinnerungen an die vergangenen Saison geben zudem auch keinen Anlass für eine verbesserte Gemütslage bei Lindtner. Im Heimspiel verlor der TSV (noch unter Ewald Reil) mit 0:2, in Husum mussten sich die Stormarner mit 0:1 geschlagen geben. "In der Schlussminute hat uns Sascha Rettkowski abgeschossen", weiß der TSV-Trainer noch genau. Der treffsichere Abwehrspieler steht auch morgen wieder im gegnerischen Aufgebot.
Deutlich mehr Sorgen macht sich Lindtner aber über die beiden schnellen Stürmer Björn Fleige und Gerrit Müller. "Die dürfen wir gar nicht erst in Spiel kommen lassen." Überhaupt ist er der Meinung, dass der TSV nur eine Chance hat, wenn er einen besonders guten und Husum einen schlechten Tag erwischt. "Sonst erleben wir unser Waterloo." Und das möchte Lindtner, der die gleiche Elf wie vergangenes Wochenende ins Rennen schickt, nach dem 0:8 beim VfB Lübeck II am zweiten Spieltag doch möglichst vermeiden. Er fordert daher von seiner Mannschaft eine unheimlich kompakte und defensivstarke Leistung, um die "harte Nuss doch irgendwie zu knacken".
Von der Papierform her deutlich leichter ist die Aufgabe des Spitzenreiters SV Eichede. Die Steinburger treten heute um 15 Uhr beim NTSV Strand an. Die Ostsee-Truppe präsentierte sich am vergangenen Spieltag völlig desolat und bescherte beim 0:4 den Bargteheidern die ersten Punkte.
Genau deswegen ist SVE-Coach André Laß aber gewarnt. "Solche Niederlagen haben oft einen reinigenden Charakter. Strand wird sich gegen uns zerreißen." Der selbstständige Tischler erwartet gegen den NTSV aber genauso einen Sieg, wie in der Folgewoche gegen Comet Kiel. Denn danach geht es zum Titelaspiranten SV Henstedt-Rhen "Wir haben die riesige Möglichkeit, Rhen mit einer optimalen Punktausbeute unheimlich unter Druck zu setzen."
Unterdessen ist Jan-Ole Rienhoff nach seiner Lungenentzündung wieder ins Training eingestiegen und auch Torwart Markus Venz hat die ersten Laufeinheiten absolviert. Sein Einsatz wird aber noch ein paar Wochen auf sich warten lassen. Ersatzmann Jan Schröder springt so lange weiterhin ein.
10. September 2005 · Stormarner Tageblatt
7. ST 17.09.05 Husumer SV NTSV Strand 08 4:1

Husumer Arbeitssieg!

17.09.2005

Husumer SV - NTSV Strand 08

4 : 1 (1:0)


Mit einer soliden Leistung besiegte die Husumer SV den Gast aus Timmendorf deutlich mit 4:1, ohne dabei die große Souveränität auszustrahlen, die das Ergebnis vermuten lässt. Denn zwischen Abwehr und Angriff klaffte diesmal ein zu großes Loch, um Spielkultur zelebrieren zu können. Besonders in der Rückwärtsbewegung zeigten sich große Schwächen im Mittelfeld, doch die Gäste vermochten diese nicht zu nutzen. Die Husumer Abwehr stand sicher und ließ nur ganz wenige Aktionen der Strander zu. Die Elf von Spielertrainer Callsen verkaufte sich teuer, mit viel Elan und einer kämpferisch guten Vorstellung machte man es den Hausherren nicht leicht. Mit schnellen Angriffen wurde das Leder nach vorne getrieben, doch vor dem Tor war dann meist Schluss.

Husums Trainer Volker Schallhorn war natürlich zufrieden, endlich den ersten Heimsieg der Saison eingefahren zu haben: »Wir müssen spielerisch noch zulegen. Die Zusammenarbeit der einzelnen Mannschaftsteile klappte heute nicht, wir haben zu viele Fehler gemacht.« NTSV-Spielertrainer Callsen war mit der Vorstellung seiner Elf einverstanden: »Wir haben eine gute kämpferische Leistung gebracht, aber der Husumer Sieg geht absolut in Ordnung.«

Den ersten Warnschuss der Platzherren durch Mario Albertsen parierte Torhüter Thomas Hartz gekonnt, aus 20 Metern zog der Schütze ab (15.). Eine Minute später musste der Keeper das Leder aber aus dem eigenen Netz holen, Gerrit Müller köpfte nach einer Kombination über Albertsen und Fleige aus zwei Metern ungehindert zur Führung ein. Erion Alla hätte das Ergebnis ausbauen können, doch sein Heber über den Torhüter verpasste das Ziel nur knapp (20.). Die Nordfriesen hätten sich über den Ausgleich kurz vor der Pause nicht beschweren können, Leif Johannsen prüfte in der 42. Minute Teubler im Husumer Tor mit einem Drehschuss aus 16 Metern.

Nach dem Wechsel wurde die Begegnung etwas lebendiger, beide Mannschaften machten jetzt mehr Dampf. Nach einer Unachtsamkeit stand Marcel Gradert plötzlich frei vor Torhüter Teubler, der jedoch großartig reagierte (55.). Im Gegenzug prüfte Sebastian Saeltz Torhüter Hartz aus 14 Metern mit einem fulminanten Schuss. Das erlösende zweite Tor der Einheimischen gelang Gerrit Müller, der nach einem mustergültigen Zuspiel von Michael Petersen alleine auf das Tor zulief und vollendete (63.). Fünf Minuten später war Michael Petersen wieder der Vorbereiter zum 3:0, diesmal war es Björn Fleige, der das Leder im Gehäuse unterbrachte. Mit einem Foulelfmeter verkürzten die Gäste, Marcel Gradert ließ sich die Chance in der 71. Minute nicht entgehen. Den alten Abstand stellte jedoch Björn Fleige wieder her, nach einem schnellen Konter über die rechte Seite nutzte er ein Zuspiel von Gerrit Müller (85.). Weitere hochkarätige Chancen von Petersen aus 16 Metern (80.), Müller mit einem Heber (83.) und Fleige mit einem strammen Schuss aus 14 Metern (88.) wehrte Torhüter Hartz großartig ab. Die letzte Tormöglichkeit gehörte Ilhan Alim, sein Freistoss aus 25 Metern landete an der Querlatte (91.).

Fazit: Ein verdienter Husumer Sieg, die sich gegen tapfer wehrende Gäste die weit aus größeren Tormöglichkeiten herausspielten.
Tore: 1:0 Müller (16.), 2:0 Müller (63.), 3:0 Fleige (68.), 3:1 Gradert (FE, 71.), 4:1 Fleige (85.)
Beste Spieler: Fleige, Müller / Hartz, Callsen
Ecken: 10 : 5
Chancen: 14 : 5
Zuschauer: 318
Schiedsrichter: Kohlmann (Kiel)
Karten: Cornils (52.), Marohn (76.), Voß (84.) / Peter (65.), Meier (90.) - alle gelb; gelb/rot: Marohn (90.) wegen unsportlichem Verhalten
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Voß, Rettkowski - Saeltz, Petersen, Albertsen (74. Schyma), C. Herpel (56. Marohn), Alla (77. Alim) - Fleige, Müller.

Hartz - Callsen, Meier, Hein - Schulz (46. Boldt), L. Johannsen, Gohrke, Wiktor, Wegner - Gradert, Peter.

Hi 18.09.2005

Durchschnitt reicht gegen schwache Timmendorfer

Husumer SV bezwingt den NTSV Strand 08 4:1 / Zwei Tore von Björn Fleige, zwei von Gerrit Müller
Doppel-Torschütze: Björn Fleige (Mitte) erzielte gegen Strand 08 seine Saisontreffer acht und neun. Foto: Voss
Verbandsliga
Vier Spiele - vier Heimsiege und eine Menge Tore: Allein sieben der 18 Treffer fielen im Aufsteiger-Duell TSB Flensburg gegen TuRa Meldorf. Die Flensburger gewannen 5:2 und feierten den ersten Heimsieg. Die Meldorfer verschossen noch einen Elfmeter und wurden unter Wert geschlagen. Einen Sprung auf Platz fünf machte die Husumer SV durch den 4:1-Sieg gegen den NTSV Strand 08. Für die Nordfriesen war es ebenfalls der erste Sieg auf eigenem Platz. Spitzenreiter Kilia Kiel gewann 3:0 gegen TSV Bargteheide, und der Oldenburger SV besiegte Plön mit 2:1.
Husum (usc) – – Am Sonnabend klappt's: Nach einem Unentschieden am Donnerstag und einer Niederlage am Sonntag feierte die Husumer SV gestern den ersten Heimsieg in der Fußball-Verbandsliga - 4:1 (1:0) gegen einen harmlosen NTSV Strand 08.
Begeistert war Trainer Volker Schallhorn nicht von der Darbietung. "Wir waren schwach in der Rückwärtsbewegung und haben zu viele Chancen zugelassen", bemängelte er. Das wirkte sich allerdings nicht aus - Strand war überwiegend auf Schadensbegrenzung aus. Und die Husumer haben ihre Stürmer Björn Fleige und Gerrit Müller, die gestern je zwei Mal erfolgreich waren.
Nachdem Torwart-Oldie Thomas Hartz einen Albertsen-Freistoß noch entschärft hatte (15. Minute), war er 60 Sekunden später machtlos. Albertsen-Flanke, Fleige-Ablage per Kopf, Kopfball Müller - so einfach geht das.
Nach zwei Chancen von Erion Alla (18.), der den Ball zwar über den Torwart, aber auch übers Tor hob, und Sebastian Saeltz, konnten die 318 Zuschauer im Friesenstadion getrost die Herbstsonne genießen: Auf dem Feld passierte nämlich bis zum Seitenwechsel kaum noch was. Erst danach nahm das Spiel wieder Fahrt auf. Björn Fleige (47., 54.) scheiterte zwei Mal, auf der Gegenseite parierte André Teubler prächtig gegen Marcel Gradert.
Jetzt tat sich was: Zwischen der 62. und 70. Minute fielen drei Tore. Zunächst nutzte Gerrit Müller einen präzisen Alla-Pass zum 2:0, sechs Minuten später war der Bann gebrochen und Björn Fleige hatte sein erstes Heim-Tor erzielt. Den Scorer-Punkt teilten sich Michael Petersen und Strands Rainer Boldt, der die Aktion mit einem Ballverlust eingeleitet hatte.
Das 1:3 per Foulelfmeter von Marcel Gradert (70., Rettkowski an Boldt) wurde eher gelassen hingenommen, zumal Fleige fünf Minuten vor Schluss den alten Abstand wieder herstellte. René Marohn sah noch Gelb-Rot (90.), Ilhan Alim hatte Pech mit einem Freistoß an die Latte.
18. September 2005 · Flensburger Tageblatt

Ballgeflüster

Die Gockel-Show im Friesenstadion

Der Hahn mit Korb: Peter Wendt im Kreise seiner Mitspieler aus der „Fünften“. Foto: Voss

+++ RANDNOTIZEN +++ RANDNOTIZEN +++ RANDNOTIZEN

* Ein ehemaliger Liga-Kicker stahl den 22 Akteuren beim Verbandsliga-Spiel Husumer SV gegen Strand 08 (4:1) mühelos die Schau. Peter Wendt (48) war buchstäblich Hahn im Korb. In ein knallgelbes Hahnen-Kostüm gehüllt, zog Wendt um den Platz und verkaufte allerhand Nützliches (und Nutzloses). Grund: Der Husumer feierte mit seinen Mitspielern aus der fünften Herrenmannschaft seinen Junggesellen-Abschied.

19. September 2005 · Holsteinischer Courier

Nicht immer war das Verbandsliga-Spiel zwischen dem Husumer SV und dem NTSV Strand 08 am Sonnabend so spannend, dass man unbedingt auf den Rasen blicken musste. Da traf es sich ganz gut, dass nebenher ein Rahmenprogramm ablief, dessen Hauptdarsteller in einer knallgelben Hahnenrobe um den Platz watschelte. Unter dem Kostüm steckte, Schweiß triefend wie nach einem 90-Minuten-Kampf, Peter Wendt (48).
Noch ist der langjährige Ligaspieler Junggeselle - aber damit ist es in zwei Wochen vorbei. Anfang Oktober heiratet Wendt seine Lebensgefährtin Grit Christiansen aus Hattstedt. Und dieses "Gockel-Programm" hatten sich Wendts Kameraden aus der fünften Mannschaft jetzt zum Junggesellen-Abschied ausgedacht. Ausgestattet mit gut sortiertem Bauchladen und Bierkarre musste Wendt eine Halbzeit lang für Umsatz sorgen. Und alles zu dem einen Zweck, dem "armen Mann" den Kauf der Brautschuhe zu ermöglichen. Die Zuschauer machten gerne mit bei diesem Spiel und Wendt zeigte, dass er im Losschlagen von Ess- und Trinkbarem gut aufgestellt ist. Der Verkauf lief hervorragend und dem Ehe stiftenden Ereignis in 14 Tagen dürfte somit nichts mehr im Wege stehen.
Etwas Pech hatte der zukünftige Ehemann beim halbzeitlichen Elfmeterschießen. Aber das mag auch an den übergroßen "Quaddeln" gelegen haben, die der Junggeselle auf Abruf an den Füßen trug.
20. September 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Angehender Papa mit vielen Stärken

Das erste Heimspiel am Sonnabend - auch der erste Heimsieg? Heute (15 Uhr) trifft die Husumer SV, zuletzt glanzvoller 6:0-Sieger in Bargteheide, auf den NTSV Strand 08.
Stark beim Kopfball: Mario Albertsen von der Husumer SV (re.).
Husum (Gert Reese) – Einen Spieler, der außer Gerrit Müller zehn Tore in der Saison schießen könne, sehe er nicht. So sagte Husums Trainer Volker Schallhorn vor fünf Wochen mal. Jetzt hat er ihn: Björn Fleige. Der reaktivierte Stürmer (schon sieben Saisontore) trifft derzeit, wie er will, wartet aber immer noch auf sein erstes Heimtor. Vielleicht klappt es heute (15 Uhr) gegen den NTSV Strand 08.
Ein Stormstädter, der ebenfalls zehn Saisontreffer im Visier hat, ist Mario Albertsen. "Das habe ich schon in der letzten Saison geschafft und das traue ich mir auch diesmal zu", sagt der 27-jährige Bankkaufmann. Albertsen, zuvor 20 Jahre bei Blauweiß Löwenstedt in Sachen Fußball unterwegs, spielt jetzt im dritten Jahr bei den Stormstädtern. Und hier ist er mittlerweile nicht mehr aus der Stammbesetzung wegzudenken.
Gestartet ist Albertsen bei der SV mal auf der linken Außenbahn, aber jetzt tummelt er sich ausschließlich im defensiven Mittelfeld. Und das bekommt ihm ausgesprochen gut. "Hier kann ich meine Kopfbälle einbringen und hier kann ich meine Pässe schlagen", sagt der Viöler, der auch eine gute Spielübersicht für sich reklamieren kann. Seine Gegenspieler müssen überdies immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass der Bankkaufmann auch ganz gut "hinlangen" kann. Rüde geht er dabei allerdings nicht vor. Und wenn es wirklich mal zu grob war, ist Albertsen schnell mit einem Shakehands zur Stelle.
Und noch eine Spezialität hat der Linksfuß: Freistöße und Elfmeter. Wobei er auf Elfmetertore in Zukunft vielleicht nicht mehr unbedingt zählen darf, denn die "kann" ja auch Björn Fleige. Sollte es also heute einen Strafstoß geben - man darf schon gespannt sein, wer zum Kick anläuft.
Über Strand 08, den Gegner, sagt Albertsen: "Wir müssen vorsichtig sein, denn die Mannschaft hat ein achtbares 1:1 gegen den SV Eichede erreicht. Aber drei Punkte müssen drin sein." Dazu hat es in der vergangenen Saison nicht gelangt. An der Ostsee spielte man 0:0, zu Hause mussten die Stormstädter ein 0:2 einstecken. Doch Elfmeter hin, Freistöße her - Fußball war nicht das beherrschende Thema bei Mario Albertsen in dieser Woche. Seine Frau Melanie, bei fast jedem Spiel ihres Mannes dabei, erwartet nämlich ein Baby. Und das ist natürlich das Ereignis, bei dem die Prioritäten im Leben neu geordnet werden.
Burkhard Jürß, Ligaobmann bei Strand 08, ist skeptisch. "Es sieht schwer aus, wir sind im Umbruch und uns fehlt die Erfahrung", sagt er vor der Partie in Husum.
Nach der Freude über das 1:1 gegen Tabellenführer SV Eichede ist auch schnell wieder Ernüchterung eingekehrt in Timmendorf. Im Kreispokal verlor man beim Bezirks-Oberligisten TSV Neustadt mit 1:4.
17. September 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
8. ST 24.09.05 Husumer SV FC Kilia Kiel 0:4

Kilia siegt auch in Husum!

24.09.2005

Husumer SV - FC Kilia Kiel

0 : 4 (0:1)


Mit einem klaren 4:0 siegte Kilia Kiel in Husum und mischt weiter um die Spitzenposition in der Verbandsliga mit. Das Ergebnis fiel vielleicht um ein Tor zu hoch aus, denn die Gäste waren keineswegs um vier Tore besser. Es wurde jedoch für die 311 Zuschauer sichtbar, warum der FC in der Tabelle so gut dasteht: Eine gute Raumaufteilung mit erstklassigem Zweikampfverhalten und dazu noch Geduld bei der Chancenverwertung zeichnete die Elf von Trainer Frank Drews an diesem Tag aus. Doch die Nordfriesen machten es den Gästen auch sehr einfach. Krasse individuelle Fehler erleichterten den Kielern den Spielaufbau und führten letztlich zu den Gegentoren. Besonders vermissten die Husumer Fans die Leidenschaft, gewinnen zu wollen. Wenig Bewegung - besonders auf den Flügeln - und mangelndes Zweikampfverhalten, das Husumer Spiel plätscherte über weite Strecken dahin. Doch gegen ein Spitzenteam - und das ist Kilia - kommt man mit einer unentschlossenen und pomadigen Spielweise nicht weit.

Husums Trainer Volker Schallhorn war nach Spielende maßlos enttäuscht: »Wir haben keinen Druck über die Flügel entwickelt, und bei den vielen Fehlern darf man sich über die Gegentore nicht beschweren.« Gäste-Trainer Frank Drews war natürlich bestens gelaunt: »Wir haben nur wenige Chancen zugelassen und die entscheidenden Duelle im Mittelfeld gewonnen - der Sieg ist verdient.«

Mit einem Paukenschlag begann die Partie, denn bereits nach dreißig Sekunden zeigte Schiedsrichter Zamek auf den Elfmeterpunkt. Gerrit Müller wurde beim ersten Eindringen in den Strafraum von Michael Sonders zu Fall gebracht. Doch Björn Fleige zielte diesmal leider neben das Tor und vergab damit die Führungsmöglichkeit für seine Farben. In der Folge bekam Kilia das Spiel zunehmend immer besser in den Griff, auch begünstigt durch die Husumer Unzulänglichkeiten. Es dauerte aber bis zur 23. Minute, ehe Timon Dehner gefährlich vor dem Husumer Tor auftauchte. Aus zwölf Metern scheiterte er am gut reagierenden Torhüter Teubler. Die Hausherren wurden fünf Minuten später gefährlich: Nach Vorarbeit von Christian Herpel musste Torhüter Schurbohm gegen Gerrit Müller retten. Im Gegenzug bereits wieder die Kieler am Drücker, Christoph Schultz scheiterte aus fünf Metern an Teubler. Nach einem unnötigen Foul von Sascha Rettkowski an Christoph Hipp im Strafraum vollendete Dennis Jäger den fälligen Elfmeter zur 0:1-Pausenführung. Fast wäre kurz vor dem Wechsel sogar das zweite Tor für die Gäste gefallen, doch einen Heber von Junge holte Teubler noch aus dem Winkel.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Stormstädter das Ruder herumzureißen, Kilia ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, nahm den Husumern schnell wieder den Wind aus den Segeln. Das 0:2 war die Folge aus einem überlegen geführten Mittelfeldspiel - und die Vorentscheidung. Michael Sonders beförderte das Leder ungehindert aus zehn Metern über die Linie (70.). Das dritte Kieler Tor besorgte Pascal Junge, der nach herrlicher Flanke von Hipp unbedrängt einschieben konnte (82.). In der Nachspielzeit das 0:4 durch Oliver Axt, der die Unachtsamkeiten in der Husumer Abwehr ausnutzte und nach mehreren Versuchen einschoss (92.).

Fazit: Die Nordfriesen enttäuschten auf der ganzen Linie, Kilia spielte souverän auf und gewann verdient.
Tore: 0:1 Jäger (FE 35.), 0:2 Sonders (70.), 0:3 Junge (82.), 0:4 Axt (92.)
Beste Spieler: - / Ziesecke, Schmitz, Schultz
Ecken: 2 : 10
Chancen: 3 : 8
Zuschauer: 311
Schiedsrichter: Zamek (Ahrensburg)
Karten: Rettkowski (34.), M. Herpel (44.), Voß (85.), Teubler (92.) / Sonders (6.), Ziesecke (6.), Luebke (76.), Axt (90.), Jäger (91.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Voß, Rettkowski - Saeltz, M. Herpel, Petersen (57. Albertsen ), Alla, C. Herpel - Fleige, Müller.

Schurbohm - Schmitz - Dehner, Ziesecke - Jaeger, Meier, Sonders, Luebke, Hipp (83. Axt) - Junge, Schultz.

Hi 24.09.2005

Flehentlicher Fan-Ruf: "Wir wollen ein Tor und keinen Aal!"

Husumer SV pflegt ihren Kilia Kiel-Komplex / Björn Fleige verschießt bei der 0:4-Niederlage einen Elfmeter
Fußball kurios: Der Husumer Christian Herpel (li.) und sein Kieler Gegenspieler suchen Halt. Foto: Voss
Verbandsliga
Der SV Eichede hat seinen „Platz an der Sonne“ eingebüßt. Die Stormarner fielen nach der 1:5-Niederlage beim SV Henstedt-Rhen sogar auf Platz drei hinter Kilia Kiel (4:0 in Husum) und die Henstedter, die allmählich ihrer Mit-Favoritenrolle gerecht werden, zurück. In respektvollem Abstand folgt das Mittelfeld, in dem auch Flensburg 08 als Fünfter (14 Punkte), die Husumer SV als Siebter (11) und Aufsteiger TSB Flensburg als Zehnter (8) auftauchen. Das Derby an der Förde fand keinen Sieger - 08 und der TSB trennten sich 1:1.
Husum (ree) – Die Husumer SV bleibt der Lieblingsgegner von Kilia Kiel in der Fußball-Verbandsliga. Auch im dritten Anlauf gelang es den Nordfriesen nicht, gegen die Landeshauptstädter einen Punkt oder ein Tor zu erzielen. "Wer so Fußball spielt, muss auch verlieren", sagte SV-Trainer Volker Schallhorn nach dem 0:4 (0:1).
Dabei wurde den Husumern die Chance, diesmal was zu "reißen", geradezu auf dem silbernen Tablett serviert. Denn schon in der Anfangsminute griff der Kieler Sonders im Strafraum nach Gerrit Müller und der Unparteiische sofort zur Flöte. Aber Björn Fleige nutzte die Möglichkeit zur Führung nicht und "semmelte" den Elfmeter links neben den Pfosten.
Statt Paukenschlag also Aufbauhilfe für den Gast. Und der wusste ganz gut damit umzugehen. "Peu à peu", wie ihr Trainer Frank Drews später sagte, tastete sich der Tabellenzweite in das Spiel und erreichte schon bis zur Halbzeit einen Eckenstand von 7:0. Verantwortlich dafür war Kilias gute Arbeit im Mittelfeld, wo mit Dennis Jäger, Manuel Meier und später Michael Sonders die konstruktiveren Kräfte standen.
Das Husumer Aufbauspiel blieb dagegen schleppend und ohne Flügelspiel. Einzig die Gebrüder Herpel agierten so, wie man es von Siegeswilligen erwartet.
Da die Kieler ganz vorn vorerst noch in Schach zu halten waren, hätte auch Müller selbst noch für die Husumer Führung sorgen können. Aber er brachte das Leder, das Christian Herpel bravourös erkämpft hatte, nicht an dem tadellosen Kieler Keeper Axel Schurbohm vorbei (28.). Ansonsten hatte Müller ("Ich schieße gegen den Burschen einfach kein Tor") gegen den Kieler Verteidiger Michael Ziesicke seine Mühe. "Klarer Punktsieger Ziesicke", lobte Drews den guten Fight seines Manndeckers.
Das 0:1 ging auf die Kappe von Ingo Cornils, der im eigenen Strafraum den Ball vertändelte. Sascha Rettkowski konnte Christoph Hipp nur noch per Foul vom Ball trennen und Jäger verwandelte den Strafstoß zur Kieler Führung (35.). Wenn André Teubler kurz darauf den Schuss von Pascal Junge nicht so prächtig zur Ecke gelenkt hätte, wären Husums Chancen schon zur Pause "im Keller" gewesen. Dorthin gerieten sie dann aber nach dem Wechsel. Kiel blieb das frischere Team, die SV wirkte wie von der Sonne geblendet.
Keine Trotzreaktion! Die verlangte aber der Husumer Fanblock. "Wir woll'n ein Tor und keinen Aal", sangen die Treuesten der Treuen, als nach einer Stunde die obligatorische Räucherdelikatesse zur Verlosung stand. Aber der Ruf blieb unerhört.
Bei den Landeshauptstädtern trumpfte jetzt Christoph Hipp auf. Zwei Mal flankte der Kieler fast von der linken Eckfahne, zwei Mal fand sich jemand, der den Service annahm: Sonders traf zum 0:2 (70.), Junge zum 0:3 (81.).
Zwischendurch hatte Müller per Kopf auch seine zweite Chance vertan, gegen Kilia endlich mal wieder das Tor zu treffen (73.). Der Kieler Oliver Axt benötigte für diesen Akt nur acht Minuten. Gerade eingewechselt, nutzte er einen Riesenpatzer von Mario Albertsen und schoss in der Schlussminute das 0:4.
"Husum wird wiederkommen", sagte Frank Drews noch, bevor er mit Brötchen und Bier im Bus entschwand. Wann das sein wird, ließ er offen.
26. September 2005 · Flensburger Tageblatt

Spitzenspiel im Friesenstadion

Der Tabellenzweite kommt: Heute um 15 Uhr gastiert der FC Kilia Kiel bei der Husumer SV. Tabellen-Sechster (elf Punkte) gegen Zweiter (19), das verspricht eine Menge Spannung.
Im Vorwärtsgang: So dynamisch will sich Michael Petersen auch heute präsentieren. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Es war vor fast genau einem Jahr: Die Husumer SV spielte bei Kilia Kiel und verlor klar mit 0:3. Anschließend wurden die Landeshauptstädter von ihren Fans lautstark gefeiert, denn sie waren jetzt Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga. Genau diese Szenerie könnte sich am Sonnabend (15 Uhr) im Friesenstadion wiederholen.
Kilia (19 Punkte) kommt als ungeschlagener Tabellenzweiter an die Nordsee und ist hochmotiviert. Denn ein Straucheln von Spitzenreiter SV Eichede (ebenfalls 19 Punkte) beim SV Henstedt/Rhen und ein Sieg der Fördestädter in Husum würde bedeuten, dass Kilia wieder oben ist.
"Wir reisen mit breiter Brust nach Nordfriesland", lässt Kilia-Trainer Frank Drews denn auch deutlich verlauten. Dieses Selbstbewusstsein dürfen die Gäste nach dem bisherigen Saisonverlauf auch haben. Den verletzungsbedingten Ausfall von Florian Tinnemann, der in der vergangenen Spielzeit mit 25 Treffern ganz oben lag, haben die Fördestädter locker verkraftet.
Michael Sonders und Manuel Meier (beide je fünf Treffer) heißen jetzt die Akteure, die die Offensiv-Vorstellungen des Trainers zielgenau ins Ergebnis schießen. Und Drews betont, dass das kein Zufall ist. "Wer mich kennt, weiß, dass ich Spieler mit Qualität nach vorn in die Mannschaft hole", sagt er. Wobei ihn die Abschluss-Klasse des aus der A-Jugend gekommenen Meier besonders freut.
Aber es waren nun nicht gerade "Knaller", gegen die die Kieler ihre bisherigen Erfolge eingefahren haben - bis auf Rotweiß Moisling alles Mannschaften aus dem Tabellenkeller. Und deshalb sind sie auch weit davon entfernt, heute die Favoritenrolle für sich zu reklamieren. Drews: Wir sind zwar gut drauf, haben aber auch Respekt vor den Husumern, die den besseren Angriff haben."
Angriffe über rechts - das war früher die große Stärke der Husumer SV. Neuerdings kommt sie genauso oft über links. Ein Grund dafür ist Michael Petersen, der auf diesem Terrain inzwischen so etwas wie einen Stammplatz gefunden hat. Der 19-Jährige aus der Hattstedtermarsch, der seine fußballerischen Anfänge als Stürmer machte, wurde in seiner B- und A-Jugendzeit bei DGF Flensburg zum Mittelfeldspieler "umgepolt". Hier überzeugt er inzwischen durch Schnelligkeit, Fintenreichtum sowie der Lust an aggressiver Balleroberung und gescheiter Kombination. "Die Position macht mir Spaß", sagt Petersen, dem es nicht mehr ganz so wichtig ist, selbst als Torschütze ins Rampenlicht zu rücken.
Fest ist der angehende Industriekaufmann davon überzeugt, dass es mit ihm und dem Tabellen-Sechsten in dieser Saison noch weiter nach oben geht. "Wir haben bisher erst Bruchstücke von dem gezeigt, was wir drauf haben", sagt Petersen.
In diesem Zusammenhang verweist er auf die große Bedeutung der anstehenden Partien: heute gegen Kilia und eine Woche später bei Spitzenreiter SV Eichede. "Diese beiden Spiele werden die Richtung angeben, wo es hingeht mit uns", sagt der U 21-Landesauswahlspieler.
24. September 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
9. ST 02.10.05 SV Eichede Husumer SV 1:3

Nichts für schwache Nerven - hektisches Spiel in der Schlussphase!

02.10.2005

SV Eichede - Husumer SV

1 : 3 (1:0)


Die Husumer SV gewann in Eichede letztlich verdient mit 3:1, da die Elf von Trainer Schallhorn in der mehr als hektischen Schlussphase die Nerven behielt und deutlich abgeklärter agierte. Gegenüber dem Vorwochenende deutlich verbessert, gewannen die Husumer im Laufe der zweiten Halbzeit immer mehr Zweikämpfe und waren vor dem Tor einfach gefährlicher. Entscheidend für den Gewinn der drei Punkte war die sicher stehende Defensive, Eichedes Torjäger Phillipp Baasch bekam gegen Sascha Rettkowski überhaupt keinen Stich, Libero Ingo Cornils agierte sehr umsichtig. War das Spiel in der ersten Halbzeit noch ausgeglichen, so gewannen die Nordfriesen die Oberhand spätestens durch einen - umstrittenen - Foulelfmeter in der 74. Minute. Jetzt kam unnötige Hektik ins Spiel, die auch von außen hereingetragen wurde.

Eichedes Trainer Lass konnte sich auch nach Spielschluss nicht beruhigen: »Der Elfmeter hat uns das Genick gebrochen. Bei den Husumer Kontern in der zweiten Halbzeit sahen wir aber auch nicht gut aus.« Husums Trainer Volker Schallhorn freute sich über die drei Punkte: »Meine Elf hat sich deutlich gegenüber dem letzten Wochenende gesteigert. Mit viel Engagement haben wir verdient die Oberhand behalten.«

In einer ausgeglichenen Halbzeit kamen die Husumer zur ersten Möglichkeit, Björn Fleige stand frei vor Torhüter Schröder, wurde aber noch gefoult - der fällige Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Weitgehend spielte sich die Partie jetzt im Mittelfeld ab, rassige Zweikämpfe waren an der Tagesordnung. Doch entscheidend konnte sich keine Mannschaft Vorteile verschaffen. Eichedes René Wasken verzog in der 29. Minute freistehend, Christian Herpel musste sechs Minuten später nach einem Eckball noch auf der Linie klären. Aber auch die HSV hatte Möglichkeiten: Ein langer Pass von Ingo Cornils in den Lauf von Erion Alla gespielt brachte Gefahr, doch Alla verzog nur nur Zentimeter (39.). In der 44. Minute rettete Torhüter Schröder vor Christian Herpel, Allas Nachschuss aus zehn Metern verfehlte nur knapp das Ziel. Etwas überraschend die Führung für die Gastgeber vor der Pause: Naim Osmani vollendete eine herrliche Flanke aus kurzer Distanz (45.).

Nach dem Pausentee bekamen die Zuschauer dann eine spannende und sehr emotionsgeladene Partie geboten. Die Gäste kamen zum schnellen Ausgleich durch Gerrit Müller in der 50. Minute. Ein Konter über Mario Albertsen gelangte zu Müller, der völlig frei einschieben konnte. Acht Minuten später verpasste Müller die Führung, aus 16 Metern zielte er daneben. Torhüter Schröder musste gegen Mario Albertsen in höchster Not retten (61.). Die 74. Minute erhitzte dann die Gemüter: Michael Petersen drang in den Strafraum ein und kam zu Fall, Schiedsrichter Luck zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine umstrittene Entscheidung, doch die Gastgeber hatten vorher dreimal Glück, dass der Referee nicht auf den Punkt zeigte. Mario Albertsen verwandelte sicher zum 1:2. Jetzt kam unnötigerweise Hektik in die Begegnung, Torhüter Schröder stand nach einer Tätlichkeit vor dem Platzverweis. Doch unverständlicherweise bekam er nur den gelben Karton. Die rote Karte sah in der 85. Minute Husums Marcell Voß für ein grobes Foulspiel, doch das hatte keine Auswirkungen mehr. Auch mit zehn Mann schossen die Nordfriesen noch das entscheidende dritte Tor. Gerrit Müller startete in der Nachspielzeit ein Solo über dreißig Meter und vollendete zum Endstand. Weitere Gelegenheiten durch Albertsen (80./Freistoss) und Christian Herpel (93.) wurden knapp vergeben. Nur einmal konnte sich Eichedes Torjäger Baasch von seinem Bewacher lösen, war aber zu überrascht und vergab (90.).

Fazit: Eine Partie nichts für schwache Nerven, Husums Spieler bewahrten Ruhe und setzten entscheidend nach. Dem Eicheder Team merkte man ihre Jugend und Unerfahrenheit in der Endphase an.
Tore: 1:0 Osmani (45.), 1:1 Müller (50.), 1:2 Albertsen (FE/74.), 1:3 Müller (94.)
Beste Spieler: Schacht, Nagel / Rettkowski, Cornils, Voß, Schyma   
Ecken: 6 : 2
Chancen: 5 : 10
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Mario Luck (Oldenburg)
Karten: Maltzahn (19.), Wehlitz (43.), Wasken (68.), Osmani (68.), Schröder (76.) - alle gelb; gelb-rot: Osmani (91.) wiederholtes Foulspiel / Voß (33.), Petersen (56.), Saeltz (78.) - alle gelb; rot: Voß (85.) grobes Foulspiel an Gahleitner
Aufstellung:

Schröder - Wehlitz - Schacht, Gahleitner (87. Bischoph) - Eckhardt (78. Jobmann), Nagel, Maltzahn, Wasken, Sudbrak (66. Bruhn) - Osmani, Baasch.

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voß, M. Herpel (46. Petersen), Albertsen, Alla (77. Marohn), C. Herpel - Fleige (70. Saeltz), Müller.

Hi 02.10.2005

Turbulentes Spitzenspiel

Auswärts läuft's: Eine Woche nach dem 0:4 gegen Kilia Kiel auf eigenem Platz siegte Fußball-Verbandsligist Husumer SV in einer hektischen Partie 3:1 beim Tabellendritten SV Eichede.
Dynamisch: Michael Petersen im Vorwärtsgang. Foto: Voss
Verbandsliga
Das war ein Spieltag so ganz nach dem Geschmack von Kilia Kiel. Der Tabellenführer gewann 1:0 beim VfB Lübeck II und baute seinen Vorsprung auf sechs Punkte aus, weil die Verfolger patzten. Der SV Henstedt-Rhen verlor 2:3 gegen Rot-Weiß Moisling, der SV Eichede 1:3 gegen die Husumer SV. Bestes Nord-Team ist nach dem Auswärtssieg wieder Husum als Tabellenfünfter, gefolgt vom punktgleichen Team von Flensburg 08, das 0:2 bei TuRa Meldorf verlor. Ohne gespielt zu haben, rutschte der TSB Flensburg auf Rang zwölf ab.
Eichede (Gert Reese) – Zu Hause pfui, auswärts hui - die Husumer SV bleibt ihrer Linie in der Fußball-Verbandsliga treu. Beim 3:1 (0:1) am Sonntag in Eichede ging es besonders nach dem Wechsel hoch her. Insgesamt neun Aktive sahen die gelbe Karte, zwei erlebten den Schlusspfiff nicht auf dem Spielfeld.
Es waren die Gastgeber, die dieser Partie den nickligen Aspekt gaben. Nur schlecht konnten sie damit umgehen, dass Gerrit Müller (nach prima Pass von Mario Albertsen) in der 50. Minute das 1:1 markiert hatte und die Stormstädter fortan immer besser ins Spiel fanden.
Tumultartig ging es Mitte der zweiten Halbzeit zu, als der Husumer Michael Petersen einmal im und wenig später am Strafraum zu Fall kam. Bei der ersten Aktion erkannte der Schiedsrichter auf Strafstoß, den Albertsen sicher zur Husumer Führung verwandelte (74.). Das zweite Foul sah der Unparteiische knapp außerhalb des Strafraums und erkannte nur auf Freistoß.
Eichedes Torhüter Jan Schröder hatte überhaupt kein Foul gesehen und wurde laut. Glück für ihn, dass er dafür nur Gelb sah. Den anschließenden Freistoß von Albertsen drehte er geschmeidig um den Pfosten. Es war dies der Zeitpunkt, wo auch außerhalb des Spielfeldes in beiden Lagern die Emotionen hochkochten.
Die Husumer SV, zuvor schon mit glasklaren Chancen für Müller (58.) und Albertsen (61.) gesegnet, erwies sich in dieser Phase als das reifere Team mit der besseren Zweikampfbilanz. Nachdem Christian Herpel gerade noch am Eichedeer Keeper gescheitert war, setzte Müller mit dem 1:3 in der vierten Minute der Nachspielzeit den sportlichen Höhepunkt dieser hektischen Schlussphase.
Marcell Voss (HSV) und Namib Osmani (SVE) waren die beiden, die nach Foulspiel noch den roten Karton sahen.
Garant dieses Husumer Erfolgs war die hervorragende Abwehr, zu deren Stabilität der neu ins Team gerückte André Schyma maßgeblich beitrug. Sascha Rettkowski deckte den als gefährlich eingeschätzten Philip Baasch fast völlig zu. Der Ex-Oldesloer mit den zehn Saisontreffern kam in der 92. Minute zum ersten Torschuss, zielte aber knapp vorbei.
In der ersten Halbzeit hatten die 200 Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit verteilten Torchancen gesehen. Die Husumer Voss und Müller haderten mit dem Unparteiischen, weil er nicht zum Elfmeterpfiff bereit war. Nahezu mit dem Pausenpfiff war Osmani unbedrängt das 1:0 geglückt.
Am kommenden Wochenende ist die Husumer SV erneut spielfrei. Die vorgesehene Partie gegen den VfB Lübeck II ist auf den 18. Dezember verlegt worden.
4. Oktober 2005 · Flensburger Tageblatt

Am Ende regierte der blanke Hass

Der SV Eichede hat mit 1:3 gegen die Husumer SV seine zweite Niederlage in Folge erlitten, ist in der Verbandsliga aber weiter auf Rang drei.Die Partie in Eichede nahm ein unrühmliches Ende.
Weggeköpft: SVE-Kapitän Andreas Gahleitner (rechts) klärt die Situation vor dem zweifachen Husumer Torschützen Gerrit Müller. Foto: Hoyer
Eichede (Robert Hoyer) – Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff eskalierte das Verbandsliga-Spiel des SV Eichede gegen die Husumer SV endgültig. Nach einem Foul von Marcell Voß am Steinburger Andreas Gahleitner, für das der Husumer die rote Karte bekam, war SVE-Coach André Laß kaum mehr zu halten. Schreiend lief er auf sein HSV-Pendant Volker Schallhorn zu.
Dieser hat genau wie seine Spieler über 90 Minuten jede Situation kommentiert, damit den Schiedsrichter Mario Luck (Oldenburger SV) zusehends verunsichert und Laß in Rage gebracht. Zu Handgreiflichkeiten und damit zu einem Abbruch fehlte in dem Moment vor 150 Zuschauern im Ernst-Wagener-Stadion nicht viel. "So einen unfairen Trainer habe ich noch nicht gesehen", ereiferte sich Laß nach dem Abpfiff, der die 1:3 (1:0)-Niederlage für sein Team besiegelte.
Zwei weitere Situationen hatten die Emotionen in Eichede bereits vor dem Platzverweis überkochen lassen. Los ging es in der 73. Minute mit einem Elfmeterpfiff von Schiri Luck. Durch das ständige Gemecker war er beim Stande von 1:1 auf die dritte Schwalbe der Gäste hereingefallen. "Der Elfmeter war ein Witz und hat die Partie entschieden. Der Husumer rennt doch gegen Libero Alexander Eckhardt. Da waren die Elfmeter in Kopenhagen ja klarere Angelegenheiten", zog Laß sarkastisch einen Vergleich zum UEFA-Pokalspiel des Hamburger SV beim FC Kopenhagen in der vergangenen Woche. Wild gestikulierend und laut brüllend "geigte" Laß in der Situation auch dem Unparteiischen die Meinung.
Als sich SVE-Keeper Jan Schröder dann drei Minuten später im Frust zu einem dummen Foul hinreißen ließ und danach auch noch den Ball demonstrativ neben den auf dem Boden liegenden Mario Albertsen warf, brodelte das Ernst-Wagener-Stadion. Beide Mannschaft versammelten sich wütend im Eicheder Strafraum, dazu gab es lautstarke Pöbeleien auf den Zuschauerrängen. Während der Schiedsrichter und der herbeigeeilte Assistent mühsam die Rudel-Bildung auf dem Rasen auflösten, goss Steinburgs Co-Trainer Dirk Kammer mit dumpfen Beleidigungen in Richtung HSV-Anhänger zusätzliches Öl ins Feuer. Während Schröder äußerst glimpflich mit Gelb davonkam, musste Naim Osmani später mit Gelb/Rot (92.) vom Platz.
Mächtig aufgewühlt vom Spielverlauf präsentierte Laß nach dem Schlusspfiff eine etwas ungewöhnliche Meinung zum Spiel. "Wir haben die Partie im ersten Durchgang klar beherrscht." Diese Ansicht werden nicht viele Zuschauer im Stadion geteilt haben. Beide Teams präsentierten ihnen in der Begegnung wenig Ansehnliches, das 1:0 durch Naim Osmani (45.) war hochgradig glücklich. Verdient hingegen der Ausgleich durch Gerrit Müller in der 51. Minute, da Husum nach dem Seitenwechsel deutlich agiler war. Nach dem unberechtigten Elfmeter, den Albertsen sicher verwandelte, ging Eichede volles Risiko und kassierte aber durch Müller (95.) noch das 1:3.
4. Oktober 2005 · Stormarner Tageblatt

Das Treffen der "Gestrauchelten"

Husum (ree) - Die Husumer SV beim SV Eichede - eigentlich sollte es ein Spitzenspiel der Fußball-Verbndsliga werden. Aber nun gibt es am Sonntag (15 Uhr) eher ein Treffen der Gestrauchelten. Einen Tag nach dem 0:4 der Stormstädter gegen Kilia Kiel setzte auch Eichede seine Begegnung in den Sand - 1:5 beim SV Henstedt-Rhen. Aber mit nur drei Punkten Abstand sind die Schützlinge von Trainer André Laß immer noch blendend im Geschäft.
"Ich habe mit allen Spielern intensive Gespräche geführt", sagt Husums Coach Volker Schallhorn und hofft, dass das was gebracht hat. Einig bei der Analyse war man sich darüber, dass das "Führungspersonal" nicht besonders gut disponiert gewesen war. In Eichede soll natürlich vieles besser werden. Optimistisch stimmt den Husumer Trainer, dass seine Mannschaft sich nach Rückschlägen bisher stets gestärkt gezeigt hat. Außerdem hofft er, dass der Husumer Boom auf fremden Plätzen anhält. "Auswärts hat es ja bisher ganz gut geklappt", meint der Coach. Zudem kündigt er an: "Mario Albertsen wird in die Mannschaft zurückkehren."
Nachdem es beim letzten Mal nicht ganz geklappt hat, will man beim SV Eichede den Oberliga-Aufstieg erneut in Angriff nehmen. Die jüngste Niederlage hat nicht unbedingt zu Frustrationen geführt. "Unserer jungen Mannschaft sind mal die Grenzen aufgezeigt worden", stellt Vereins-Präsident Olaf Gehrken fest.
Gegen Husum soll unbedingt ein Sieg her, denn damit hat es in der letzten Spielzeit nicht geklappt. 1:1 und 0:2 lauteten die Resultate aus Sicht des morgigen Gastgebers. Neuer "Star" in Eichede ist Philip Baasch. Der 19-Jährige ist vom VfL Oldesloe gekommen und hat schon zehn Saisontore erzielt.
1. Oktober 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

André Laß ist stinksauer auf sein Team

Nach der Niederlage bei SV Henstedt-Rhen wartet mit dem Husumer SV ein weiteres Spitzenteam auf Fußball-Verbandsligist SV Eichede. Der TSV Bargteheide ist schon heute Gast des SC Comet Kiel.
Auf Grund seiner Oberliga-Erfahrung ein wichtiger Bestandteil des Teams: Jan Nagel vom SV Eichede (l.). Foto: Hoyer
Eichede (Robert Hoyer) – Mit der deutlichen Niederlage des SV Eichede beim SV Henstedt-Rhen am vergangenen Wochenende hatte Trainer André Laß einigermaßen leben können. Absolut nicht einverstanden war der Steinburger Coach aber mit der Reaktion seines Teams im Training. Ihm fehlte bei seinen Verbandsliga-Kickern in der Vorbereitung auf die nicht minder leichte Aufgabe gegen die Husumer SV (Sonntag, 15 Uhr) der nötige Biss. "Ich bin stinksauer. Einige sind offensichtlich zufrieden. Aber es reicht nicht aus, einfach anwesend zu sein. Nur wenn alle auch im Training an ihre Grenzen gehen, können wir gegen jedes Team bestehen."
Gerade nach Pleiten versucht Laß seine Elf mit engagierter Aufarbeitung der Fehler und Schwachstellen auf die nächste Stufe zu bringen. Und der Weg kann nach Mittelfeldplätzen in den vergangenen Jahren und dem aktuellen Vorstoß in die erweiterte Spitze als nächstes nur nach ganz oben führen. "Wir werden uns weiter verbessern. Wenn Rhen in der Rückrunde zu uns kommt, wollen wir ebenbürtig sein", erwartet Laß weitere Fortschritte bei seiner jungen Truppe.
Denn zum Teil gnadenlos deckten die Segeberger die Eicheder Schwächen beim Spieltempo und beim Umschalten zwischen Defensive und Offensive auf. Einzig und allein Jan Nagel habe dabei mithalten können, hatte Laß nach der Partie erklärt.
Dem 27-Jährigen kommt offensichtlich seine höherklassige Erfahrung entgegen. Immerhin gut 30 Oberliga-Einsätze für den TuS Hoisdorf und Raspo Elmshorn hat der selbstständige Küchenmonteur seinen Mitspielern voraus. "Vielleicht bin ich dadurch im Kopf etwas weiter", so Nagel. Der Rest des Teams wäre ob der Schnellkigkeit doch etwas überrascht gewesen. "Aber keiner hat aufgesteckt und die Segel gestrichen."
Er traut seinem Team durchaus zu, schon bald auf diesem Niveau mithalten zu können. "Ich habe noch nie in einer technisch so beschlagenen Truppe gespielt. Wenn alle zusammenbleiben, werden wir die nötige Erfahrung noch sammeln." Gegen Husum erwartet er einen offenen Schlagabtausch. "Die stehen unter Zugzwang und wollen den Rückstand aufholen." Die Spielvereinigung hat auf Platz sieben acht Zähler weniger als der SVE.
01. Oktober 2005 · Stormarner Tageblatt
11. ST 16.10.05 Heider SV Husumer SV 1:3

Emotionsloses Westküstenderby!

16.10.2005

Heider SV - Husumer SV

1 : 3 (0:1)


Lange Zeit schwer tat sich die Husumer SV im Westküstenderby beim Heider SV. Zwar erarbeitete sich die Elf von Trainer Volker Schallhorn die weit aus größeren Torchancen, aber spielerisch lief über weite Strecken nicht viel zusammen. Schließlich passten sich die Nordfriesen in der zweiten Hälfte dem Niveau der Hausherren an. Großer Rückhalt der Heider war an diesem Tag Torhüter Dau, der seine Mannschaft mehrfach vor Gegentoren bewahrte.

Bereits in der 9. Minute musste Dau vor Erion Alla retten, der sein Glück aus acht Metern mit einem Heber versuchte. Bei einem Solo von Gerrit Müller hatte der Keeper Glück (16.), doch sieben Minuten später war Dau wieder mit einer Glanzparade zur Stelle. Einen Kopfball von Björn Fleige aus kurzer Distanz holte er noch aus dem Winkel. Auch bei zwei weiteren Chancen von Gerrit Müller (27./34.) glänzte der Torhüter. Kurz vor der Pause doch noch die verdiente Führung für die Stormstädter: Nach einem Eckball von Mario Albertsen wuchtete René Marohn per Kopf den Ball aus fünf Metern über die Linie. Heide nur sporadisch vor dem Tor, doch ernsthaft von Chancen zu sprechen, wäre vermessen.

Auch in der zweiten Hälfte taten die Akteure wenig, um die 350 Zuschauer zu erfreuen. Die Gäste versuchten, zumindest das Ergebnis auszubauen - aber von den Dithmarschern kam einfach zu wenig, will man sich aus der prekären Tabellensituation befreien. Das zweite Husumer Tor gelang Sebastian Saeltz, der nach einem herrlichen Konter über Björn Fleige seelenruhig an Torhüter Dau einnetzte (69.). Die endgültige Entscheidung besorgte dann Gerrit Müller, der eine mustergültige Flanke von Herpel in der 87. Minute einköpfte. Den Ehrentreffer der Heider erzielte Jarchow in der Nachspielzeit - im Nachschuss vollendete er einen Foulelfmeter (91.). Weitere Möglichkeiten durch Herpel und Müller wurden großzügig vergeben. Die größte Chance aus Heider Sicht vergab Sörensen mit einem sehenswerten Kopfball an die Latte.

Fazit: »Wir haben uns die größeren Torchancen erarbeitet und verdient gewonnen«, resümierte Husums Trainer Schallhorn. »Gegen einen harmlosen Gegner konnten wir heute aber keine Dominanz entwickeln.«
Tore: 0:1 Marohn (44.), 0:2 Saeltz (69.), 0:3 Müller (87.), 1:3 Jarchow (91. Elfmeter).
Beste Spieler: Dau, Jarchow / Teubler, Cornils, Schyma  
Ecken: 7 : 11
Chancen: 3 : 13
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Mustafa Yayla (Türkischer SV Lübeck)
Karten: Sörensen (61.), Quade (82.) / Herpel (16.), Albertsen (63.), Cornils (91.) - alle gelb
Aufstellung:

Dau - Jarchow - Holst, Quade - Schwalm, Sörensen, Ostermann (66. Lemcke), Ehlers (59. Rinaldi), Jensen - Thiel, Parlak (46. Maurer).

Teubler - Cornils - Schyma, C. Herpel - Marohn (78. Lies), Saeltz, Albertsen, Alla, Alim - Fleige (82. Schulte), Müller.

Hi 16.10.2005

Durchschnitts-Leistung reicht der Husumer SV

Ungefährdeter 3:1-Erfolg im Westküsten-Derby
Verbandsliga-Übersicht
Den einzigen Sieg des Trios aus dem Norden verbuchte die Husumer SV, die beim Tabellen-Vorletzten Heider SV 3:1 gewann und als Fünfter beste Nord-Mannschaft ist. Flensburg 08 verlor 0:2 beim SV Eichede und ist Achter, für den TSB (13.) wird es nach der 1:2-Heimniederlage gegen den TSV Bargteheide allmählich ungemütlich. An der Spitze hat das spielfreie Team von Kilia Kiel sechs Punkte Vorsprung auf den SV Henstedt-Rhen (4:0 gegen Plön) und Eichede. Am Tabellenende punkteten Comet Kiel (1:1 gegen Meldorf) und Strand 08 (2:2 gegen Itzehoe).
Heide (usc) – Punkte mitgenommen, Schwamm drüber. So lässt sich das Westküsten-Derby in der Fußball-Verbandsliga aus Sicht der Husumer SV ganz kurz zusammenfassen. Dem Team von Trainer Volker Schallhorn reichte gestern eine durchwachsene Leistung beim Heider SV, um die Punkte mitzunehmen. 3:1 (1:0) gewannen die Nordfriesen vor 350 Zuschauern - zufrieden war der Coach allerdings nicht. "Wir haben es nicht geschafft, über die Außen den nötigen Druck zu machen. Gegen einen stärkeren Gegner wäre es sicherlich schwer geworden."
Doch Heide war harmlos, brachte besonders in der Offensive kaum was zu Stande. Keeper Dau hielt die Gastgeber zunächst im Spiel. Nach zehn Minuten fischte er einen Heber von Erion Alla weg, einen Kopfball von Björn Fleige (24.) aus vier Metern boxte der Torhüter noch über die Querlatte.
Beim 0:1 (44.) war Dau machtlos, allerdings hatten ihn seine Vorderleute auch schmählich im Stich gelassen. Die hatten sich offensichtlich schon auf die Halbzeitpause eingestellt und ließen René Marohn bei seinem Kopfball gewähren.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Husum kontrollierte die Begegnung, ohne zu glänzen. "Dann fallen die Tore zwangsläufig", sagte HSV-Coach Schallhorn, der in den zweiten 45 Minuten noch zwei Mal Grund zur Freude hatte. Zunächst traf Sebastian Saeltz (69.), drei Minuten vor dem Abpfiff von Schiedsrichter Mustafa Yayla (Türkischer SV Lübeck) besserte dann Stürmer Gerrit Müller sein Torkonto auf. Das 1:3 durch einen Foulelfmeter von Jarchow (Ingo Cornils hatte Maurer zu Fall gebracht) interessierte nur noch Statistiker und hartgesottene Heider Fans.
"Gegen so einen Gegner muss man eigentlich höher gewinnen", so Schallhorn, der kurzfristig auf den verletzten Manndecker Sascha Rettkowski verzichten musste. Zudem fehlte den Nordfriesen der gesperrte Marcell Voß.
17. Oktober 2005 · Flensburger Tageblatt

Heide contra Husum: Das ewig junge Westküsten-Derby

Fußball-Verbandsliga: Schallhorn-Team am Sonntag ohne Marcel Voß
Zunge raus: der Husumer Christian Herpel. Foto: Staudt
Husum (noh/hol) – Findet die Mannschaft nach der 14-tägigen Spielpause wieder schnell in den Tritt? Hat sie die gute Form vom Auftritt in Eichede konservieren können? Macht sie weiter Boden gut in Richtung Tabellenspitze? Alles Fragen, die das Lager des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV vor dem Gastspiel beim Heider SV (So. 15 Uhr) beschäftigen.
Es ist das neunte Punktspiel dieser Saison für die Stormstädter. Aber bei weitem ist es nicht irgendeines von vielen. Es ist "Derby-Time" an der Westküste - und stets etwas Besonderes, wenn Dithmarschens und Nordfrieslands Vorzeigeclubs aufeinander treffen. Der Kampf um Punkte und Prestige kann beginnen.
In dieser Serie stehen die Vorzeichen für die Gäste aus Husum eindeutig besser. Beim Heider SV lief in den bisherigen neun Partien nicht allzuviel zusammen. Gerade einmal einen Sieg konnte man bisher einfahren, in der Spalte Heimsieg steht sogar noch eine Null. Das bedeutet Tabellenplatz 15. Die junge Mannschaft läuft und kämpft, muss aber immer wieder Lehrgeld zahlen. Da läuft es bei Husum schon besser. Nicht zuletzt der 3:1-Auswärtssieg beim SV Eichede hat gezeigt, dass die Mannschaft von Volker Schallhorn auf dem richtigen Weg ist.
Gerade für den neuen Husumer Trainer hat dieses Derby eine besondere Note. Feierte er doch als Aktiver in Heide zu Oberligazeiten seine größten sportlichen Erfolge. Am Sonntag wird er jedoch sein ganzes Augenmerk darauf richten, mit seinem Team drei Punkte aus Heide zu entführen. Dann könnte man in der Tabelle einen großen Sprung machen. Bis auf Spitzenreiter Kilia Kiel sind alle vorderen Mannschaften noch relativ dicht beisammen.
Fehlen wird den Gästen definitiv Marcel Voß, der sich in Eichede eine berechtigte Rote Karte abholte und gesperrt ist. "Das ist ärgerlich", sagt Schallhorn, zumal Voß sich sicherlich wie auch Rene Marohn gegen seine alten Kollegen besonders ins Zeug gelegt hätte. Ansonsten sind alle Akteure an Bord.
Die Husumer Hoffnungen ruhen - wen wundert's - auf dem Sturmduo Fleige/Müller, das wieder für Wirbel sorgen soll. Die beiden gefährlichen "Knipser" haben zusammen drei Viertel aller Tore erzielt. "Wir dürfen und werden den Heider SV nicht unterschätzen", so Schallhorn. Spielerisch, läuferisch und technisch seien die jungen Dithmarscher durchaus beschlagen. Es fehle ihnen bislang, glaubt der Husumer Coach, nur der Dreh, daraus auch Kapital zu schlagen.
14. Oktober 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
12. ST 23.10.05 SV Todesfelde Husumer SV 0:4

Husum zu clever für Todesfelde!

23.10.2005

SV Todesfelde - Husumer SV

0 : 4 (0:2)


Zu einen souveränen Auswärtssieg kam die Husumer SV in Todesfelde und demonstrierte dem Gastgeber, wie einfach man ein Spiel aufziehen kann. Die Hausherren gingen von der ersten Minute an sehr engagiert zu Werke, probierten wirklich alles und holten dabei zehn Ecken heraus - doch von Effizienz keine Spur. Die Nordfriesen standen in der Abwehr sehr sicher und trieben den Ball kontrolliert durchs Mittelfeld - und im Angriff nutzten die Husumer ihre Chancen konsequent. Dabei hatten die Gastgeber noch Glück, nach zwei gelb-roten Karten in der Schlussphase nicht noch mehr Treffer eingeschenkt zu bekommen. Das war das einzige Manko im Husumer Spiel an diesem Nachmittag.

Zufrieden war auch Husums Trainer Volker Schallhorn: »Ein verdienter Sieg gegen einen engagierten Gegner. Wir haben unsere Chancen konsequent genutzt. In der Schlussphase hätten aber mehr Treffer fallen müssen.« Todesfeldes Trainer Weber war natürlich nicht zufrieden mit seiner Elf: »Husum hat seine Qualitäten gezeigt, wir haben lange gut mitgehalten - aber die Tore fehlten.«

Sofort versuchten die Gastgeber, das Spiel in den Griff zu bekommen, aber die Husumer ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Allein ein Freistoß von Lembke brachte Gefahr vor das Husumer Tor (12.). Die Stormstädter kamen drei Minuten später zur ersten Möglichkeit, doch René Marohn wurde von Torhüter Friedrichs im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mario Albertsen sicher. In der 24. Minute das zweite Tor für die SV: Erion Alla setzte sich auf der rechten Seite gekonnt durch, seine mustergültige Flanke vollendete Gerrit Müller. In der gleichen Minute verstolperte Björn Fleige freistehend, aber auch Gerrit Müller hatte Pech. Nach einem Solo über das halbe Spielfeld scheiterte er am gut reagierenden Keeper Friedrichs (40.). Die größte Gelegenheit der Gastgeber entschärfte André Teubler, einen scharf geschossenen Ball von Mtimet rettete er großartig (27.).

Im zweiten Durchgang das gleiche Bild: Todesfelde rannte blind an, die Nordfriesen kontrollieren Ball und Gegner. Nur einmal musste sich Teubler im Husumer Tor richtig strecken. In der 48. Minute war es Ex-Profi Oelbek mit einem 25-Meter-Schuss, doch Teubler reagierte großartig. Nach einer herrlichen Kombination über die linke Seite erzielte Christian Herpel mit einem fulminanten Schuss aus zwanzig Metern das 0:3, sein Bruder Martin hatte die Vorarbeit geleistet (70.). Mit dem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Hecht in der 72. Minute gingen den Gastgebern die Nerven endgültig durch. Gerrit Müller wurde eindeutig im Strafraum gefoult, die anhaltenden Proteste quittierte der Referee mit zwei gelb-roten Karten für Seeliger und Schröter. Björn Fleige scheiterte beim Elfmeter jedoch an Torhüter Friedrichs, erst der Nachschuss von René Marohn aus spitzem Winkel landete in den Maschen. Gegen acht Feldspieler kam nichts Zählbares aus Husumer Sicht mehr heraus, klarste Möglichkeiten von Christian Herpel (80.) und zweimal Albertsen (80./88.) konnten nicht genutzt werden .

Fazit: Mit kluger und effektiver Spielweise siegte die Husumer SV verdient gegen einen engagiert aufspielenden Gegner.
Tore: 0:1 Albertsen (FE/15.), 0:2 Müller (24.), 0:3 C. Herpel (70.), 0:4 Marohn (FE/73.)
Beste Spieler: Oelbeck, Heinrich / Saeltz, Marohn  
Ecken: 10 : -
Chancen: 3 : 10
Zuschauer: 310
Schiedsrichter: Mario Hecht (Bargteheide)
Karten: Sari (38.), Grimm (55.), Schröter (65.), Seeliger (72.) Lembke (88.) / Müller (36.) - alle gelb; gelb/rot: Seeliger (72.), Schröter (72.)
Aufstellung:

Friedrichs - Seeliger - Lembke, Grimm, Schröter, Oelbeck, Heinrich, Sari, Mtimet (64. Aichaoui), Etemaj - Tunoglu (60. Freitag).

Teubler - Cornils - Schyma, Saeltz - Marohn, Alim (54. Petersen), Albertsen, Alla (58. C. Herpel), M. Herpel (73. Schulte) - Fleige, Müller.

  Hi 23.10.2005

Husum schafft "Auswärts-Hattrick"

Albertsen, Müller, Christian Herpel und Marohn treffen in Todesfelde
Verbandsliga-Übersicht
Mit Siegen haben sich Flensburg 08 und die Husumer SV auf das Nordderby am Sonnabend eingestimmt. Während das 4:0 der Husumer beim SV Todesfelde nicht überraschend kam, sorgte 08 für eine kleine Sensation: Die Flensburger schlugen Tabellenführer Kilia Kiel 2:1, es war die erste Niederlage der Kieler. Der TSB Flensburg verlor das Aufsteiger-Duell beim SC Comet Kiel 2:3 und steht als 15. auf einem Abstiegsplatz, da neben Conet auch der Heider SV gewann: Das 1:0 der Dithmarscher beim SV Henstedt-Rhen war die zweite dicke Überraschung des 12. Spieltages. Eichede (4:0 gegen Oldenburg) und Meldorf (5:3 gegen den Itzehoer SV) rückten wieder nähe an die Tabellenspitze heran. Kilia hat nur noch drei Punkte Vorsprung.
Todesfelde (ree) - Bitter für Schlusslicht SV Todesfelde: Statt des ersten Heimsiegs in der Fußball-Verbandsliga gab es gegen die Husumer SV beim 0:4 (0:2) die bisher höchste Niederlage. Die Nordfriesen, bei denen der junge Sebastian Saeltz wieder eine Klasseleistung bot, freuten sich über den dritten Auswärtssieg in Serie.
Dass die Todesfelder endlich den ersten Saisonsieg wollten, war von Beginn an zu spüren. Furios trieben sie das Leder immer wieder vor das Husumer Tor. Dort aber funktionierte der Abwehrverband tadellos. Nur Dominik Lembke hatte per Freistoß eine gute Möglichkeit (12.).
Die Tore fielen auf der anderen Seite, wo die Stormstädter bei ihren Konterzügen mehr Platz hatten. Das 0:1 in der 14. Minute ging gleich doppelt auf das Konto von Mario Albertsen. Zunächst katapultierte er einen 30 Meter-Freistoß so scharf auf das gegnerische Tor, dass Keeper Andre Friedrichs nicht festhalten konnte und die heranstürmenden Müller und Marohn foulte. Den folgenden Strafstoß versenkte Albertsen dann wieder selbst.
Ausgangspunkt beim 0:2 (23.) war Husums Libero Ingo Cornils. Sein Pass über das halbe Spielfeld erreichte Erion Alla, der Gerrit Müller mit flachem Zuspiel das Tor ermöglichte. Nach der Pause taten die Nordfriesen zunächst zu wenig, um den Vorsprung zu sichern. Die Folge: in kurzer Folge drei Torchancen für den Tabellenletzten. Die beste davon vereitelte Husums Keeper Andre Teubler. Mit spektakulärer Faustparade drückte er den Scharfschuss von Jürgen Oelbeck über die Latte, aber dann waren es doch wieder nur die Gäste, die Zählbares für sich verbuchten und dem Gastgeber klar seine Grenzen aufzeigten.
Christian Herpel traf gleich nach seiner Einwechslung zum 0:3 (70.). Das 0:4 sollte eigentlich Björn Fleige schießen, aber seinen Strafstoß (Müller war gefoult worden) konnte Friedrichs abwehren. Erst im Nachschuss setzte Marohn das Leder unter die Latte (74.).
Pech in dieser Szene für den Todesfelder Ex-Profi Thomas Seeliger. Nach fortgesetzter Pöbelei zeigte ihm der couragierte Schiedsrichter Marco Hecht erst die Gelbe und dann die Rote Karte. Christian Herpel (80.) und Dennis Schulte (87.) hätten das Ergebnis noch höher schrauben können.
24. Oktober 2005 · Flensburger Tageblatt

Motto: Vernünftig spielen im "verrückten Fußballdorf"

Ein besonderes Erlebnis steht der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga bevor. Am Sonntag (15 Uhr) ist sie zu Gast in Todesfelde, wo man sich zurzeit für das "verrückteste Fußballdorf Deutschlands" hält.
Momentan gut drauf: Husums Defensivmann Andre Schyma.
Husum (Gert Reese) - Fast das halbe Dorf macht sich auf die Socken, wenn der SV Todesfelde Fußball spielt. In der 933-Seelen-Gemeinde in der Nachbarschaft von Bad Segeberg ist seit einiger Zeit sportlich "der Bär los". Völlig überrraschend schaffte nämlich der Sportverein am Ende der Saison 2004/05 den Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes. Und das, obwohl er in der Saison davor fast noch in die Bezirksliga abgestiegen wäre.
Mit Markus Weber, dem 38-jährigen Trainer, ging es dann aber unaufhaltsam bergauf in Todesfelde. "Und wir haben ein gutes Team rundum", schwärmt Fußballobmann Wilfried Möller. In der neuen Saison ist der Aufwärtstrend der Mannen um Ex-Profi Thomas Seeliger (86 Bundesliga-spiele für SC Freiburg, Fortuna Düsseldorf und 1860 München) und den Ex-Regionalligatorhüterer André Friedrichs (VfR Neumünster) allerdings ein wenig ins Stocken geraten. Mit vier Punkten und ohne Sieg liegt der SV Todesfelde am Tabellenende. "Der Aufstieg kam wohl zwei bis drei Jahre zu früh", meint Möller.
Aber wie die 300 bis 500 Fans, die ihrer Mannschaft regelmäßig bei Heimspielen das Gefühl von Geborgenheit geben, bleibt auch der Obmann guter Hoffnung. Immerhin haben die Todesfelder ihre Spiele zumeist nur knapp verloren. Am meisten hapert es im Angriff, der in neun Spielen erst sieben Mal zuschlug. Hier fehlt dem Aufsteiger ganz eindeutig Goalgetter Timo Münster, der sich mit 30 Toren in der Bezirksoberliga im Sommer empfahl. Der Stürmer verletzte sich gleich zu Saisonbeginn und wird auch am Sonntag nicht dabei sein.
Für Husums Trainer Volker Schallhorn ist jene Schonfrist von 100 Tagen abgelaufen, die man einem neuen Amtsinhaber üblicherweise einräumt. Die Sportvereinigung scheint eine gute Wahl mit ihm getroffen zu haben. Der Mann aus Lohe erntet durchweg positive Kritiken und seine bisherige Bilanz kann sich sehen lassen.
"Aus fünf Spielen müssen gern drei Siege her, dann bist du oben dabei", mit dieser Vorgabe sucht Schallhorn seine Schützlinge auf Ehrgeiz zu trimmen. Ein Sieg in Todesfelde und das Zwischenziel wäre schon mal erreicht.
Aber der dritte Auswärtssieg in Folge ist noch nicht verbucht. "Wir müssen schon vernünftig Fußball spielen", sagt der Husumer Trainer. Auch er weiß, dass sich Tore gegen Todesfelde (erst 15 Gegentreffer) nicht von selbst schießen. "Über außen müssen wir noch mehr Druck machen", fordert Volker Schallhorn. Auch in Todesfelde wird er da Experimente starten, denn mit Marcell Voss (gesperrt) fehlt ihm momentan der entscheidende Mann. Michael Petersen kann zwar wieder dabei sein, ist aber gerade erst aus dem Urlaub zurück.
Ein weiteres Mal aussetzen müssen wird Sascha Rettkowski, der sich im Urlaub eine Bänderdehnung zuzog. Aber mit André Schyma (Schallhorn: "Der ist wirklich gut dabei"), Christian Herpel und Sebastian Saeltz hat der Husumer Trainer für die Innenverteidigung ja genügend Alternativen.
22. Oktober 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
13. ST 29.10.05 Husumer SV Flensburg 08 2:0

Husumer SV siegt verdient!

29.10.2005

Husumer SV - Flensburg 08

2 : 0 (1:0)


Verdient mit 2:0 setzte sich die Husumer SV vor 475 Zuschauern im Nordderby gegen Flensburg 08 durch und bleibt damit weiter auf Tuchfühlung zur Spitze. Entscheidend an diesem Nachmittag war die hervorragende Abwehrarbeit der Nordfriesen, die fehlerfrei aufspielten und die Flensburger Angreifer fast völlig abmeldeten. Respekt legten die Fördestädter aber keineswegs an den Tag, konnten das Spiel über weite Strecken offen gestalten. Doch in den entscheidenden Phasen zeigten die Hausherren das variablere Angriffsspiel und setzten sich immer wieder im Strafraum fest. Torhüter Martensen musste mehrmals in höchster Not retten, bei den Gegentoren war er aber machtlos.

»Ein hochverdienter Sieg und eine überzeugende Heimleistung«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach dem Spiel. »Wir haben uns viele Chancen herausgespielt und hinten sehr gut gestanden.« Auch Flensburg Spielertrainer Bodo Schmidt erkannte den Husumer Sieg neidlos an: »Der Sieg geht absolut in Ordnung, Husum war im Abwehrbereich sehr gut organisiert, wir konnten uns nicht durchsetzen. Doch aufgegeben haben wir nie.«

In einem ansehnlichen Verbandsligaspiel erspielten sich die Gastgeber die größeren Möglichkeiten gegen aufopferungsvoll kämpfende Flensburger. Bereits nach dreizehn Minuten hätte Gerrit Müller die Führung für seine Farben herausschießen können, nachdem er die gesamte Abwehr genarrt hatte, doch Martensen im Flensburger Tor rettete großartig. Der Treffer gelang dann Sascha Rettkowski, der einen Freistoß von Mario Albertsen per Kopf in die Maschen beförderte (27.). Das gab der SV die nötige Sicherheit im Spielaufbau, es folgte die stärkste Phase der Husumer. Schnell wurde der Ball in den Angriff gebracht, die Tormöglichkeiten häuften sich. Nach einem herrlichen Flankenlauf von Sebastian Saeltz bekam Christian Herpel den Ball aus kurzer Distanz jedoch nicht im Kasten unter - in der 30. Minute rettete der Flensburger Keeper großartig. In der gleichen Minute musste Philipp Jacobsen auf der Torlinie retten, Mario Albertsen hatte das Tor anvisiert. Fünf Minuten später stand 08-Torhüter Martensen wieder im Mittelpunkt: Gerrit Müller lief alleine auf das Tor zu, den Schuss aus zwölf Metern parierte er sehr sicher. Nur einmal kam 08 gefährlich vor das Husumer Tor, nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr ließ sich Torben Carstensen die Chance entgehen und verzog aus 16 Metern (34.).

Nach dem Wechsel versuchte Flensburg, das Ruder herumzureißen, mit viel Engagement drängte die Elf auf den Ausgleichstreffer. Doch an der Strafraumgrenze war Schluss, Ingo Cornils und seine Vorderleute ließen nichts anbrennen. Zwar steckten die Gäste nie auf, doch Tormöglichkeiten konnten nur die Hausherren verbuchen. Zweimal setzte sich Björn Fleige in Szene, doch die Kopfbälle strichen Zentimeter an Pfosten und Latte vorbei (61./63.), Mario Albertsen hatte jeweils die Vorarbeit geleistet. Die Entscheidung fiel dann acht Minuten vor dem Ende, Martin Herpel schnappte sich das Leder, nachdem Michael Petersen gefoult worden war, und vollendete zum 2:0-Endstand.

Fazit: Ein verdienter Sieg für die Husumer SV die die reifere Mannschaft stellten - Flensburg enttäuschende aber keinesfalls.
Tore: 1:0 Rettkowski (27.), 2:0 M. Herpel (82.)
Beste Spieler: Cornils, M. Herpel   / Martensen, Seebauer
Ecken: 6 : 5
Chancen: 11 : 1
Zuschauer: 475
Schiedsrichter: Sönke Müller (Altenkrempe)
Karten: C. Herpel (40.), Schyma (42.), Albertsen (70.), M. Herpel (75.) / Canal (14.), Grossmann (27.), Schulke (60.), Schmidt (80.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Saeltz, M. Herpel (83. Alim),  Albertsen, Alla (78. Marohn), C. Herpel - Fleige (68. Petersen), Müller.

Martensen - Schmidt - Schulke, Schukat - Grossmann (75. N. Petersen), Canal, Jacobsen (54. Ben-Djebbi), Seebauer, T. Petersen - Carstensen, Jürgensen.

  Hi 29.10.2005

Husum beherrscht 08: Derby ohne Reizpunkte

Klare Sache im Nordderby: Die Husumer SV schlug Flensburg 08 verdient 2:0 (1:0) und festigte den Platz im Vorderfeld der Fußball-Verbandsliga. Sascha Rettkowski und Martin Herpel trafen vor 475 Zuschauern.
Diesmal ohne Torerfolg: Gerrit Müller (li.), der hier vom Flensburger Jan-Paul Schulke gestoppt wird. Foto: Voss
Verbandsliga
Aufsteiger TSB Flensburg ist nach der 0:5-Pleite gegen den SV Eichede auf den letzten Platz abgerutscht. Sowohl der SV Todesfelde (3:0 in Bargteheide) als auch Strand 08 (3:2 in Moisling) zogen mit ihren Auswärtserfolgen an den Fördestädtern vorbei. An der Spitze zeigte sich Kilia Kiel gut erholt von der ersten Saisonniederlage und besiegte Tura Meldorf 5:2. Eichede liegt drei Punkte zurück, mit weiteren fünf Zählern Abstand folgen der spielfreie SV Henstedt-Rhen und die Husumer SV, die sich mit dem 2:0 im Derby gegen Flensburg 08 auf den vierten Rang verbesserte.
Husum (Ulrich Schröder) – Ein Derby: Damit assoziiert man Kampf, Leidenschaft und Stimmung. Doch von all dem war beim Spiel der Husumer SV gegen Flensburg 08 wenig zu spüren. Zu überlegen waren die Gastgeber, auch das Duell der Fan-Gruppen endete mit klaren Lautstärke-Vorteilen für die Nordfriesen. So ging das Husumer 2:0 (1:0) auch völlig in Ordnung, das Team von Trainer Volker Schallhorn hätte vor 475 Zuschauern noch höher gewinnen können.
"Das war unsere erste überzeugende Heimleistung, ich bin hoch zufrieden", freute sich Schallhorn. Seine Mannschaft stand sicher in der Defensive, ließ nur wenige Chancen der Flensburger zu. "Wir haben nicht so nach vorne gespielt, wie wir uns das vorgestellt hatten", musste 08-Spielertrainer Bodo Schmidt eingestehen. Wenig war zu spüren von dem Schwung, mit dem die Gelb-Blauen in der Vorwoche Tabellenführer Kilia Kiel die erste Saisonniederlage beigebracht hatten.
Das Spiel kam bei spätsommerlichen Temperaturen nur langsam auf Touren. Ein paar gute Spielzüge, ein paar Situationen, die man mit viel gutem Willen als Torgelegenheit hätte ansehen können - so ging's bis zur Mitte der ersten Hälfte. Eine Standardsituation leitete dann die Husumer Führung ein: Kapitän Mario Albertsen trat einen Freistoß von der rechten Seite in den 08-Strafraum, der wieder genesene Manndecker Sascha Rettkowski schraubte sich hoch, ließ den Ball über den Hinterkopf rutschen – 1:0, Flensburgs Keeper Tim Martensen hatte in der 28. Minute keine Abwehrchance.
Jetzt wurde es unterhaltsam. Christian Herpel hatte nach prima Vorarbeit des starken Sebastian Saeltz und von Bruder Martin das 2:0 auf dem Fuß (31.), scheiterte aber ebenso freistehend an Martensen wie Gerrit Müller fünf Minuten später. Torben Carstensen hätte zwischen den beiden Husumer Angriffen durchaus das 1:1 erzielen können, schoss aber unbedrängt weit über das Tor.
Nach dem Seitenwechsel drängten die Nordfriesen auf die Vorentscheidung. Keeper Martensen stoppte ein feines Solo von Gerrit Müller (46.), Müllers Sturmkollege Björn Fleige setzte zwei Kopfbälle (61. und 64. Minute) knapp am Kasten der Gäste vorbei. "Wir mussten relativ lange zittern, dass das 1:1 fällt", sagte HSV-Coach Schallhorn. "Wir haben an den Ausgleich geglaubt und sind die ganze Zeit drangeblieben", entgegnete sein Kollege Bodo Schmidt. Richtige Chancen hatten die Gäste nicht, dazu haperte es zu sehr im Spielaufbau.
Die Partie wurde zunehmend zerfahrener, dazu trug auch Schiedsrichter Müller (Altenkrempe) seinen Teil bei. Er pfiff äußerst kleinlich, acht Gelbe Karten waren dem fairen Spiel in keiner Weise angemessen. Bodo Schmidt kommentierte es so: "Der Unparteiische hat sich der Gesamtleistung unserer Mannschaft angepasst." Komplimente hören sich anders an...
Acht Minuten vor dem Abpfiff hatte das Zittern auf der Husumer Bank ein Ende. Martin Herpel traf zum 2:0 und tütete den "Dreier" endgültig ein. Anschließend gab's jede Menge Nettigkeiten. Bodo Schmidt lobte die Husumer über den grünen Klee und gab schon mal Tipps für den Auswärts-Auftritt der Nordfriesen am kommenden Sonntag in Meldorf. Volker Schallhorn freute sich, dass seine Spieler die Vorgaben umgesetzt hatten, und dachte schon eine Woche weiter: "Ich wünsche mir, dass wir unsere nächsten Heimauftritte ähnlich gestalten." Es war erst der zweite Husumer Heimsieg im fünften Spiel.
31. Oktober 2005 · Flensburger Tageblatt

Sebastian Saeltz: "Es wird hammerschwer"

Nach zuletzt drei Auswärtssiegen trifft die Husumer SV morgen (15 Uhr) im Nordderby der Fußball-Verbandsliga auf Flensburg 08.
Abwehrspieler mit Offensivdrang: Husums Nachwuchsmann Sebastian Saeltz. Foto: Staudt
Vorteil „Nullacht“
Immer noch drückt die Husumer SV eine negative Heimbilanz. Erst ein „Dreier“ vor eigenem Publikum (4:1 gegen Strand) steht zu Buche. Der - zugegeben gewagte - Kreuzvergleich sieht Flensburg 08 im Derby klar im Vorteil: Husum verlor zu Hause gegen Kilia Kiel 0:4, „Nullacht“ brachte dem Spitzenreiter gerade die erste Schlappe bei (2:1 in Flensburg am vergangenen Sonnabend). Auch auswärts war das von Ex-Profi Bodo Schmidt trainierte Gästeteam mit drei Siegen bislang sehr erfolgreich. In der Vorsaison hatte freilich Husum die Nase vorn: 2:1 zu Hause und sogar 5:1 in Flensburg.

Fußball-Fahrplan - Verbandsliga:

Es geht um die Vormachtstellung im Nordbezirk. Die Husumer SV empfängt Flensburg 08 (Sbd., 15 Uhr). Beide Teams ließen in der Vorwoche aufhorchen und gehen mit viel Selbstvertrauen ins Spiel: Die Nordfriesen siegten 4:0 in Todesfelde, 08 brachte Spitzenreiter Kilia Kiel die erste Niederlage bei.

Husum (Gert Reese) - Einen besseren Termin für das Aufeinandertreffen der Nachbarn hätte es gar nicht geben können. Denn die Husumer SV und Flensburg 08 sind momentan ziemlich gut drauf. Als erstes Verbandsligateam haben die Flensburger den Tabellenführer Kilia Kiel in die Knie gezwungen. Und die Stormstädter waren im Oktober auswärts gleich drei Mal hintereinander erfolgreich. Im Übrigen gilt für beide Mannschaften morgen: Verlieren ist weder für den Tabellenfünften Husum (20 Punkte) noch für den Siebten Flensburg (18) erlaubt, wenn die Bindung zur Spitze erhalten bleiben soll.
Husums Coach Volker Schallhorn ist überzeugt, dass es mit dem zweiten Heimsieg klappt. "Die Jungs haben im Training einen tollen Eindruck hinterlassen", begründet er seinen Optimismus. Bei den Übungseinheiten konnte er auch Sascha Rettkowski begrüßen, dem er allerdings nach seiner Fußverletzung nur ein paar Stadionrunden erlaubte. Gegen 08 wird der Abwehrrecke ("Zwei Wochen ohne Fußball sind schrecklich") aber wohl wieder zum Kader gehören.
Husums Trainer ist auch schon ganz neugierig auf die anstehende Partie. Schallhorn: "Ich kenne das Derbyfieber ja noch nicht, denn ich habe noch keins miterlebt." Aber erzählt hat man ihm schon viel von dem, was in der Vergangenheit so abgelaufen ist zwischen den Kickern von Nord- und Ostsee.
Auch Sebastian Saeltz kennt das Derby-Feeling noch nicht. Der 19-Jährige ist gerade erst der Jugendsparte entwachsen. Aber die Art und Weise, wie er sich bisher in der ersten Herrenriege der Husumer SV präsentiert hat, ringt allen Respekt ab. Ob in der Innenverteidigung oder im defensiven Mittelfeld, Saeltz hat seinen Mann gestanden wie ein Alter. Imponierend vor allem seine Sicherheit am Ball und die Selbstverständlichkeit, mit der er auch den Weg in die gegnerische Spielhälfte sucht. In Heide, beim 3:1-Erfolg vor 14 Tagen, war er sogar als Torschütze erfolgreich. "Es bringt Spaß", sagt Saeltz, "aber die Vorbereitung war schon hart." Ob der Oldensworter, der eine Ausbildung zum Verwaltungs-Fachangestellten beim Kreis Nordfriesland absolviert, gegen 08 wieder dabei ist, weiß er natürlich nicht. Aber eins weiß er: "Es wird hammerschwer gegen 08."
"Gegen starke Mannschaften haben wir in dieser Saison ganz gut ausgesehen." Auch dieser Satz von Stefan Langeloh signalisiert Selbstvertrauen. Und der 08-Co-Trainer fügt vielsagend hinzu: "Wir haben zuletzt gegen Husum zwar nicht besonders gut ausgesehen, aber das wollen wir gerne ändern."
28. Oktober 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
14. ST 06.11.05 TuRa Meldorf Husumer SV 1:0

Husum verzweifelt an TuRa-Abwehrbollwerk!

06.11.2005

TuRa Meldorf - Husumer SV

1 : 0 (0:0)


Nach vier Siegen in Folge musste unsere Elf am vergangenen Wochenende beim Aufsteiger TuRa Meldorf eine 0:1 (0:0)-Niederlage hinnehmen und rutschte auf Rang fünf in der Tabelle ab. Doppelt ärgerlich, denn erstens punkteten alle Konkurrenten auf den vorderen Plätzen ausnahmslos dreifach, und zweitens war die Niederlage durchaus vermeidbar.

Entsprechend bedient äußerte sich Trainer Volker Schallhorn nach der Partie: »Vor der Pause waren wir einfach schlecht, nach dem Rückstand Anfang der zweiten Halbzeit haben wir zwar läuferisch zugelegt und Druck aufgebaut, aber im Abschluss versagt.« Die Statistik bestätigt den Coach: 11 (!) Torchancen konnte unser Team gegen die mit Mann und Maus verteidigenden Gastgeber in Durchgang zwei nicht nutzen.

Fahrlässig fingen die Nordfriesen bereits in der ersten Halbzeit mit ihren Chancen um, drei Freistöße aus annehmbarer Entfernung brachten aber überhaupt keine Gefahr. Die Gastgeber erkämpften sich die größeren Möglichkeiten: Ingo Cornils konnte im letzten Moment gegen Olaf Diekmann retten (10.), zudem traf der Ex-Heider Dennis Garloff den Pfosten (14.). Nach einem Fehler von René Marohn hätte Lausen fast den Führungstreffer markiert (30.). Die SV einfach zu harmlos und lethargisch, die Hausherren mit mehr Engagement und entschlossener.

Die verdiente Führung für den Aufsteiger gelang aber erst nach dem Pausentee: Karstens tankte sich alleine durch die Husumer Abwehr und vollendete sicher mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0 für seine Farben (49.). Durch das Gegentor aufgeschreckt nahm Husum endlich Fahrt auf und riss das Ruder an sich. Die SV jetzt nur noch im Vorwärtsgang - auch durch die Einwechselungen von Sebastian Saeltz und Michael Petersen kam deutlich mehr Schwung in die Aktionen. Aber der Aufsteiger verteidigte seinen Vorsprung tapfer und hatte in Torhüter Pycha den überragenden Akteur in seinen Reihen, mit super Reaktionen rettete er mehrfach. Auch in der entscheidenden Szene des Spiels sollte der Keeper die Oberhand behalten: Gerrit Müller kam aus kurzer Distanz zum Torschuss (52.) - scheiterte jedoch. »Eine Schlüsselszene«, meinte TuRas Trainer Sascha Thießen nach Spielende. Aber auch gegen Sebastian Saeltz (54.) und Sascha Rettkowski (65.) reagierte Pycha hervorragend. Bei einem fulminanten Schuss von Christian Herpel (82.) war Karstens noch zur Stelle. Aber TuRa hatte selbst noch Möglichkeiten, die Führung auszubauen, doch André Teubler (78.) sowie Ingo Cornils (90.) vereitelten die Chancen von Saulic (77.) und Karstens (90.).

Fazit: Eine vermeidbare Niederlage bei einem engagiert aufspielenden Aufsteiger. Doch wer seine Chancen nicht nutzt, hat die Punkte nicht verdient.
Tore: 1:0 Karstens (49.)
Beste Spieler: Pycha, Lemburg / C. Herpel, Albertsen  
Ecken: 4 : 12
Chancen: 5 : 16
Zuschauer: 450
Schiedsrichter: Mathias Neumann (SV Henstedt-Rhen)
Karten: Thede (34.), Reichardt (35.) / M. Herpel (25.), Müller (41.) - alle gelb
Aufstellung:

Pycha - Reichardt (46. Strowig) - Möller, Lemburg, Bornhoeft, Thede - Karstens, Garloff, Schnepel - Diekmann (71. Saulic), Laursen (88. Reimers).

Teubler - Cornils - Schyma (83. Alim), Rettkowski - Marohn (46. Saeltz), M. Herpel (56. Petersen), Albertsen, Alla, C. Herpel - Fleige, Müller.

  SW/Hi 09.11.2005

Keeper Pycha lässt Husum verzweifeln

Fußball-Verbandsliga: Kampfstarker Aufsteiger TuRa Meldorf gewinnt 1:0
Verbandsliga-Übersicht
Aufsteiger TuRa Meldorf ist die Mannschaft der Stunde. Die Dithmarscher besiegten die Husumer SV 1:0 und verdrängten die Nordfriesen vom vierten Platz. An der Spitze gaben sich Kilia Kiel (1:0 in Plön), der SV Eichede (3:0 gegen Heide) und der SV Henstedt-Rhen (2:1 gegen Itzehoe) keine Blöße. Flensburg 08 feierte beim 4:1 gegen den TSV Bargteheide den einzigen Sieg der Teams aus dem Norden. Der TSB Flensburg bleibt nach der 0:2-Niederlage beim VfB Lübeck II Tabllenletzter. Der SV Todesfelde schaffte beim 2:1 gegen Moisling den zweiten Sieg in Folge.
Meldorf (ree) – Die Siegesserie der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga ist beendet. Ausgebremst wurden die Stormstädter mit der 0:1 (0:0)-Niederlage bei Aufsteiger TuRa Meldorf, der dem Gast in der zweiten Halbzeit eine faszinierende Abwehrschlacht lieferte. Erst der Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit machte der Husumer SV bewusst, dass dieser Gegner alleine mit spielerischer Reife nicht zu bezwingen war.
Aber auch wenn es in der letzten halben Stunde nur in Richtung Meldorfer Strafraum ging, das Tor blieb den Husumern verschlossen. "Wir waren erbärmlich schlecht im Abschluss", grantelte SV-Coach Volker Schallhorn. Die Turaner feierten derweil ihren Keeper Markus Pycha, der sich als wahrer Turm in der Schlacht gezeigt hatte.
Auffällig schon in der ersten Halbzeit, wie lässig die Stormstädter mit ihren Freistößen umgingen. Drei davon aus brauchbarer Distanz brachten keine Gefahr. Meldorf hatte die besseren Möglichkeiten. Da musste Ingo Cornils im letzten Moment gegen den bulligen Olaf Diekmann retten (9.), da traf Dennis Garloff aus halbrechter Position den Pfosten (15.) und wäre Rene Marohn fast dafür bestraft worden, dass er Peter Lausen unbewacht ließ (30.).
Alles Szenen, die die Bereitschaft der Gäste zum Fighten rechtzeitig hätten wecken können. Die zeigte sich erst, nachdem die Husumer in der 49. Minute das 0:1 kassiert hatten. Unberührt wand sich da der Meldorfer Chris Karstens durch die Gästeabwehr und schloss mit einem plazierten Schuss erfolgreich ab.
Was dann folgte, war ein einziger Sturmlauf der Husumer auf das Meldorfer Tor mit zwei neuen Akteuren (Saeltz und Petersen), die zeigten, dass sie gut auch von Anfang an hätten dabei sein können. Aber mit Mann und Maus und dem großartigen Pycha verteidigte der Aufsteiger den Vorsprung. Phantastisch die Reaktion des Keepers, als er Gerrit Müllers Schuss aus Kurzdistanz hielt (52.). "Eine Schlüsselszene", meinte Turas Trainer Sascha Thießen.
Aber auch gegen Saeltz (53.) und Rettkowski (65.) reagierte er hervorragend. Bei dem Gewaltschuss von Christian Herpel (82.) war Karstens rechtzeitig zur Stelle. Auf der anderen Seite verhinderten Andre Teubler (77.) und Cornils (90.) das mögliche 2:0, das Milenco Saulic (77.) und Chris Karstens (90.) auf dem Fuß hatten.
07. November 2005 · Flensburger Tageblatt

Voss gegen seine "Landsleute"

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV gastiert bei Aufsteiger TuRa Meldorf
Husum (ree) - Oft spielt die Husumer SV auswärts vor einhundert und ein paar Zuschauern. Am Sonntag (14 Uhr) wird das anders sein. Denn zu Gast sind die Stormstädter bei TuRa Meldorf, der Überraschungself in der Fußball-Verbandsliga.
Über Jahrzehnte haben die Kicker aus der Stadt mit dem Dom ein Schattendasein zwischen dem BSC Brunsbüttel und dem Heider SV geführt. Jetzt sind sie an beiden vorbei und tummeln sich seit vier Spieltagen unter den ersten Fünf der Liga. Und die Leistung der Fußballer wird auch von den Fans honoriert. 1 400 Zuschauer pilgerten am 11. September zum Spiel gegen den Heider SV, das mit 2:1 gewonnen wurde.
"Es ist schon eine beeindruckende Situation, die sich hier entwickelt hat", sagt Sascha Thießen (36), der den Turn- und Rasensportverein trainiert. Der ehemalige Torhüter des Itzehoer SV hat den Aufsteiger erst zu Beginn dieser Saison übernommen und neben seiner Erfahrung in der Verbandsliga offenbar das richtige Feeling für diese Mannschaft mitgebracht. Anfangs hatten die Meldorfer noch Probleme mit der neuen Spielklasse; aber dann brach es aus ihnen heraus. Thießen: "Die Wende kam nach dem überraschenden 3:1-Erfolg in Lübeck, das war ein entscheidender Sieg." Lehrgeld bezahlt der Emporkömmling allerdings auch schon - und das zumeist gleich kräftig. Bereits drei mal kassierte der Aufsteiger in dieser Saison Niederlagen im Fünferpack. So war es auch zuletzt bei Kilia Kiel (2:5). Man hat also Grund, die Kirche im Dorf zu lassen in der Domstadt.
Volker Schallhorn kennt die Meldorfer bestens - aus seiner Trainerzeit in Tönning. "In der Vorbereitung haben wir mit dem TSV gegen TuRa gespielt und wir haben fast immer gewonnen", sagt der Husumer Coach schmunzelnd. Nach einem Monat voller Siege kommt es für ihn und sein Team jetzt darauf an, das nächste Etappenziel anzupeilen: die Hallenmeisterschaft am 14. Januar 2006 in Kiel. Abgerechnet dafür wird in drei Wochen, wenn die Husumer ihre Partie beim SV Henstedt-Rhen gespielt haben. Und genau diesen Klub (23 Punkte)muss die SV (23) bis dahin überrunden.
"Die richtige Einstellung zum Gegner finden", das ist für Volker Schallhorn das A und O für das Spiel bei den Meldorfern, die nach seiner Kenntnis "wie die Wahnsinnigen rennen." Aber das kennen die Stormstädter ja schon aus Todesfelde: ein Aufsteiger, der rennt und rennt - und am Ende doch mit leeren Händen dasteht.
Gut zudem für Husum: Die Rotsperre von Marcell Voss ist abgelaufen. Der Trainer ("Marci' ist gesetzt") will ihm gleich wieder das Vertrauen schenken. Der Dithmarscher im Trikot der SV wird also auflaufen in Meldorf. Auf die Unterstützung seiner Landsleute wird er allerdings kaum zählen können bei diesem Spitzenfight.
5. November 2005 ·sh:z-Nordfriesland Sport
15. ST 12.11.05 Husumer SV TSV Plön 7:1
Husumer Blitzstart zeigte Wirkung!

12.11.2005

Husumer SV - TSV Plön

7 : 1 (4:1)


Ein Schützenfest feierte die Husumer SV vor 301 Zuschauern gegen den TSV Plön. Bereits nach 18 Sekunden stand es 1:0 für die Hausherren, danach ging es nur noch in Richtung Plöner Tor. Den Nordfriesen merkte man deutlich das Bemühen an, einen klaren Sieg nach der unglücklichen Niederlage der Vorwoche zu landen. Mit viel Engagement und entschlossener Spielweise riss die Elf sofort das Zepter an sich, bei konsequenter Chancenauswertung hätte das Ergebnis durchaus zweistellig enden können. Der TSV hielt mit Mühe das Ergebnis in annehmbaren Grenzen, nichts mehr zu sehen von der glanzvollen Vorstellung gegen Spitzenreiter Kilia Kiel.

Dementsprechend deprimiert reagierte nach Spielende TSV-Spielertrainer Nac: »Das war ein Schlag ins Gesicht, mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Meine Elf hat den Kampf nicht angenommen, keinen Charakter gezeigt.« Husums Trainer Volker Schallhorn konnte mit der Torausbeute zufrieden sein: »Das Ergebnis geht absolut in Ordnung, ich bin zufrieden, dass meine Elf diese super Reaktion nach der Niederlage vom vergangenen Wochenende gezeigt hat.«

Einen optimalen Start gelang den Husumern, denn bereits nach 18 Sekunden vollendete Gerrit Müller eine Hereingabe von Michael Petersen zur schnellen Führung. Und weiter ging es in Richtung Plöner Tor, Keeper Bohrmann verhinderte mehrmals großartige Gelegenheiten der Gastgeber (9./11./13.). Beim zweiten Husumer Treffer war er aber machtlos: Erion Alla hatte geschossen, den Abpraller nutzte Ilhan Alim zum 2:0 (16.). Sechs Minuten später war Alim abermals erfolgreich, eine herrliche Flanke von Michael Petersen wuchtete er in die Maschen. Auch das vierte Husumer Tor noch vor der Pause, diesmal war Michael Petersen an der Reihe. Eine mustergültige Flanke von Mario Albertsen schoss er sicher ein (33.). Die einzige Unaufmerksamkeit der Husumer Abwehr brachte Routinier Ismet Nac in Position (40.), per Kopfball sprang der Anschlusstreffer heraus. Husums Torjäger Müller hatte mit dem Pausenpfiff einen weiteren Treffer auf dem Schlappen, nach herrlichem Doppelpass mit Alim im Strafraum verzog er nur äußerst knapp.

Nur ein kurzes Aufbäumen zeigten die Plöner im zweiten Durchgang, die Chancen von Gast und Nac mit herrlichem Freistoß führten zu keinem Erfolg. Nach zehn Minuten das alte Bild, Husum marschierte nach vorne und erarbeitete sich eine Chance nach der anderen. Der Erfolg stellte sich schnell ein, Mario Albertsen stellte das 5:1 per Kopfball sicher (64.). Eine Minute später war er Vorbereiter, Gerrit Müller vollendete zum sechsten Tor der Nordfriesen. In der 74. Minute konnte sich noch René Marohn in die Torschützenliste eintragen, nach Vorarbeit von Björn Fleige traf er aus 16 Metern ins Tor. Weitere Husumer Möglichkeiten blieben ungenutzt, allein Björn Fleige scheiterte noch dreimal knapp am großartig reagierenden Torhüter Bohrmann (69./76./85.).

Fazit: Eine geschlossene Mannschaftsleistung der Husumer SV sicherte einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg.
Tore: 1:0 Müller (1.), 2:0 Alim (16.), 3:0 Alim (22.), 4:0 Petersen (33.), 4:1 Nac (40.), 5:1 Albertsen (64.), 6:1 Müller (65.), 7:1 Marohn (74.)
Beste Spieler: gute Mannschaftsleistung - Müller, Alim / Bohrmann, Nac
Ecken: 6 : 7
Chancen: 15 : 5
Zuschauer: 301
Schiedsrichter: Marco Hatesaul (TuS Collegia Jübek)
Karten: Saeltz (56.) / Helms (12.), Hubert (50.), Schröder (63.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Saeltz, Albertsen, Lies, Petersen (63. Fleige), Alla (70. Marohn)  - Alim, Müller.

Bohrmann - Sievers - Heine, Schäfer - Gast (84. Barbije), Pfennig, Hubert (58. Schröder), Göben (74. Aslan), Helms - Nac, Gabriel.

  Hi 12.11.2005

Husumer Torfestival gegen ausgepowerte Plöner

Verbandsliga: Hochstimmung nach dem 7:1-Erfolg / Nur Fleige trifft nicht mehr / Herpel nicht dabei
Die Husumer Andre Schyma, Mario Albertsen und Michael Petersen (v.l.) haben alles im Griff. Die Plöner Stefan Schäfer und Malte Hubert können nur hinterher schauen. Foto: Voss
Verbandsliga
Zwei Teams aus dem Norden waren an den torreichsten Partien des 15. Spieltags beteiligt: Die Husumer SV fertigte den TSV Plön 7:1 ab, Flensburg 08 erreichte ein 4:4 bei Rot-Weiß Moisling. Der TSB Flensburg schlug den Oldenburger SV 3:1, bleibt aber Tabellenletzter. Neben Husum und dem TSB schaffte nur noch der Heider SV (3:1 gegen den VfB Lübeck II) einen Heimsieg. An der Spitze wird's wieder spannend: Tabellenführer Kilia Kiel (34 Punkte) leistete sich eine 1:3-Heimniederlage gegen den SV Henstedt-Rhen (29), der jetzt ebenso wie der spielfreie SV Eichede (31) wieder im Geschäft ist.
Fussball-Splitter
Blitz-Tor: Gerade erst 18 Sekunden waren gespielt, da gelang Gerrit Müller das wohl schnellste Tor der Verbandsliga-Saison. Der Stürmer der Husumer SV traf zum 1:0 gegen den TSV Plön (Endstand 7:1). Trotz des klaren Sieges war ein Husumer nicht ganz zufrieden - Stürmerkollege Björn Fleige (schon sieben Spiele ohne Torerfolg) ging leer aus.
Husum (ree) - Bei der Husumer SV drohte am Sonnabend die Anzeigentafel zu streiken. Denn im Verbandsliga-Spiel gegen den TSV Plön wäre auch ein zweistelliges Ergebnis drin gewesen. Aber auch das 7:1 (4:1) versetzte Fußball-Fans und Mannschaft in Hochstimmung. Nur einer hatte an diesem Tag nicht so richtig Freude: Husums Christian Herpel. Unter der Woche hatte er Wechselgelüste öffentlich gemacht und den Trainer kritisiert. Konsequenz: Der gute Mittelfeldmann fand sich nicht im Aufgebot wieder.
Seine Teamkameraden zeigten derweil keine Irritationen - und schossen das schnellste Punktspiel-Tor, an das man sich im Stadion erinnern konnte. Genau 18 Sekunden waren vorbei, als Gerrit Müller das Leder zum 1:0 ins Plöner Gehäuse schickte. Und weil ihm das so gut gefiel, wollte er gleich darauf (9./10.) nachlegen. Aber da reagierte Keeper Thomas Behrmann, Plöns einziger Rückhalt mit Format, reaktionsschnell.
Neben Müller auffälligster Husumer in dieser Phase war Ilhan Alim, der überraschend für Björn Fleige in die Anfangsbesetzung gerückt war. Absolut stark sein "Timing" bei den Toren zum 2:0 und 3:0. Das eine erzielte er mit dem Fuß (16.), das nächste mit dem Kopf (22.).
Der TSV Plön, zuletzt noch so bravourös gegen Tabellenführer Kilia Kiel, wirkte ausgepowert. Daran vermochte auch das Geschimpfe ("Ihr bewegt euch nicht!") des spielenden Trainers "Isi" Nac nichts zu ändern.
Besonders im Kampf eins gegen eins sahen die Plöner immer wieder "alt" aus. So auch beim 4:0 (33.), als hintereinander gleich drei Husumer mit Körpertäuschungen erfolgreich waren. Michael Petersen schloss diese sehenswerte Aktion schließlich erfolgreich ab. Danach ließen die Hausherren für Momente die Zügel schleifen - was die Gäste prompt nutzten: Nac verkürzte mit seinem sechsten Saisontor auf 1:4 (39.).
In der zweiten Halbzeit, als endlich auch der Husumer Fanclub aus sich heraus kam, interessierte vornehmlich eine Frage: Wird Björn Fleige seine Torflaute beenden können? Der mühte sich redlich, aber er schaffte es nicht. Seine beste Gelegenheit vergab Fleige in der 77. Minute, als er selbstlos von Sebastian Saeltz angespielt worden war. Mehr Glück mit ihrem "Futter" hatten andere. Mario Albertsen verlängerte einen Alim-Freistoß mit per Haarscheitel zum 5:1 (64.), Müller feierte beim 6:1 seinen zehnten Saisontreffer (65.) und René Marohn traf keine vier Minuten nach seiner Einwechslung zum 7:1 (74.). Trost für Fleige: Zu diesem Tor hatte er gute Vorarbeit geleistet.
Während Plöns Coach "Isi" Nac ("Das war ein Schlag ins Gesicht.") sich nach Spielschluss bitter enttäuscht zeigte, durfte Volker Schallhorn aus der Gewissheit urteilen, an diesem Tag alles richtig gemacht zu haben. "Nach dem verkorksten Meldorf-Spiel stellt mich diese Reaktion der Mannschaft sehr zufrieden", sagte der Husumer Coach.
Zu den Querelen um Christian Herpel äußerte sich SV-Vorsitzender Rolf von Bartikowski. "Ich finde es sehr schade, dass das in der Öffentlichkeit ausgetragen wird", meinte er und kündigte für die nächsten Tage ein Gespräch mit dem Spieler an. Herpel selbst spielte am Sonntag in der Zweiten.
14. November 2005 · Flensbruger Tageblatt

Christian Herpel ist unzufrieden

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Christian Herpel von der Husumer SV unzufrieden. Eventuell schließt sich der Mittelfeldspieler im Winter dem Bezirksoberligisten TSV Rantrum an.
Christian Herpel von der Husumer SV. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Wenn die Husumer SV im Januar wieder zum Hallen-Meeting nach Kiel möchte, muss sie in der Fußball-Verbandsliga zulegen. Durch die 0:1-Niederlage in Meldorf sind die Aussichten des Tabellenfünften (23 Punkte) wieder geschrumpft. Bringen müssen es die nächsten zwei Heimpartien gegen den TSV Plön und Comet Kiel sowie das danach folgende Auswärtsspiel beim SV Henstedt-Rhen (26).
Auch Christian Herpel möchte unbedingt nach Kiel: "5 000 Zuschauer in der Ostseehalle - das ist ein schönes Erlebnis", sagt der Husumer Mittelfeldrenner mit dem harten Schuss. Vor drei Jahren, als er seine ersten "Gehversuche" in der Liga machte, war er auch dabei. Und da wurden die Nordfriesen sogar überraschend Dritte.
Um auch in der Meisterschaft noch Dritter zu werden, muss nach Herpels Meinung am Sonnabend (14 Uhr) gegen den TSV Plön "auf jeden Fall gewonnen werden". Mit dem bisherigen Verlauf der Serie ist der angehende Steuer-Fachangestellte absolut nicht zufrieden. Auch beim Training ("Immer dasselbe") bringt es ihm nicht mehr so richtig Spaß und er kokettiert mit einem Wechsel zum Bezirks-Oberligisten TSV Rantrum - schon im Winter. Aber noch ist er ja da.
Und wenn der Trainer ihn lässt, wird er mit seinen läuferischen Qualitäten auch die Abwehrreihe des TSV Plön unter Druck setzen. Vielleicht auch wieder mit einem Torerfolg - wie schon zwei Mal in dieser Saison. "Es wird mal wieder Zeit", sagt Herpel, "im letzten Jahr waren es schon mehr." Und sein Tipp für Sonnabend? "4:1 für Husum."
Ismet "Isi" Nac, der Plöner Coach, ist auf alles gefasst, wenn er mit seinem Team an die Nordsee kommt. "Wir messen uns nicht an Husum", sagt der 33-Jährige, was durchaus mit Tiefstapelei zu tun haben kann. Denn natürlich würden die Plöner gern das wiederholen, was ihnen vor 14 Tagen erstmals in dieser Saison gelang: ein Sieg auf fremdem Rasen. Damals gewann der Tabellenzehnte 4:2 beim Itzehoer SV.
Der Trainer ist übrigens gleichzeitig der beste Torschütze seiner Elf. Fünf Mal hat er in dieser Spielzeit bereits getroffen - bei 630 Minuten Einsatz eine respektable Quote. "Ich kann ja nichts dafür, wenn mir die Bälle immer wieder auf die Füße fallen", sagt Nac. Auch mit dem, was er sonst in Plön geschafft hat, ist der Trainer überaus zufrieden. Nac: "Acht gestandene Spieler mussten wir durch unerfahrene Akteure ersetzen. Der Umbruch ist gelungen, wir haben unsere Stammformation gefunden."
Was die Husumer Formation angeht, da dürfte Coach Volker Schallhorn nach der Meldorf-Niederlage wieder ins Grübeln geraten sein. Vor allem das Fehlen von Sebastian Saeltz in der Startformation konnten viele Fans nicht verstehen. Schallhorn dazu: "Ich möchte nicht, dass er nach seinen guten Leistungen in ein Loch fällt. Am Sonnabend ist Sebastian aber wieder dabei." Und er sagt auch dies: "Björn Fleige sollte mal wieder ein Tor schießen." Tatsächlich - Husums Goalgetter Nummer eins ist schon seit sechs Spieltagen ohne Treffer.
11. November 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
16. ST 19.11.05 Husumer SV SC Comet Kiel 3:0

Husumer Sieg mit langem Anlauf!

19.11.2005

Husumer SV - Comet Kiel

3 : 0 (1:0)


Deutlich mit 3:0 schlug die Husumer SV den Aufsteiger aus Kiel und hielt damit Anschluss zur Spitze. Vor 304 Zuschauern fiel das Ergebnis allerdings zu hoch aus, denn Comet zeigte eine hervorragende Leistung an der Westküste. Zweikampfstark und mit viel Engagement stellte man sich dem vermeintlichen Favoriten entgegen und bestimmte über weite Strecken die Begegnung. Das Spiel verloren die Gäste im Sturm, der jegliche Durchschlagskraft vermissen ließ. An der Strafraumgrenze war meist Schluss, die Husumer Abwehr mit dem umsichtigen Libero Ingo Cornils stand sehr sicher und ließ fast keine Möglichkeiten zu. Die Hausherren überließen den Kielern phasenweise das Mittelfeld fast vollständig, durch viele Stockfehler konnte die Elf den Ball nie länger in den eigenen Reihen halten. Auch läuferisch hatte man immer wieder das Nachsehen, doch auf die Husumer Abwehr war wie gesagt Verlaß.

»Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach der Partie. »Comet hat sich hier sehr gut verkauft, meine Elf hat zu viele Fehler gemacht.« Comets Trainer Wolfhart Ziesecke war von der Vorstellung seiner Mannschaft angetan: »Wir haben es Husum sehr schwer gemacht, spielerisch eine ansprechende Leistung geboten. Das Spiel haben wir im Sturm verloren.«

Turbulent startete die Begegnung, bereits nach vier Minuten prüfte Christian Herpel Torhüter Ewers. Mit einem Hackentrick hatte Mario Albertsen zuvor den Keeper zu einer Glanzreaktion gezwungen. Oliver Blazevic hatte im Gegenzug die Führung für seine Farben auf dem Fuß, das Leder tänzelte auf der Linie - doch die Nordfriesen bereinigten die Situation. Die Husumer Führung besorgte dann Sebastian Saeltz, der sich in der 10. Spielminute beherzt über die rechte Seite durchtankte, mehrere Gegenspieler ausspielte und aus fünf Metern unbedrängt einschießen konnte. Vier Minuten später prüfte Christian Herpel Torhüter Ewers mit einem gekonnten Schuss aus der Drehung. Dann kam es zum Bruch im Husumer Spiel, Comet übernahm das Kommando. Gekonnt gewannen die Kieler die Zweikämpfe, zeigten den Husumern auf wie man bei herbstlichen Bodenverhältnissen den Ball laufen läßt. Doch der Abschluss fehlte, auch bedingt durch die gute Husumer Abwehrarbeit. Nur die Gastgeber verzeichneten vor der Pause noch einige Torchancen: Zunächst scheiterte Christian Herpel nach einer Ecke aus 12 Metern nur knapp (38.), dann setzte Ilhan Alim den Ball aus sieben Metern an den Pfosten (40.). Mit dem Pausenpfiff konnte sich Torhüter Ewers erneut auszeichnen, einen Ball von Mario Albertsen lenkte er sicher zur Ecke.

Nach dem Pausentee das gleiche Bild: Husum mit Schwierigkeiten im Mittelfeld, aber mit Torchancen - Comet die agilere Mannschaft, aber mit Sturmflaute. Die Entscheidung fiel erst in den Schlussminuten, allerdings sehr eindrucksvoll. Mit einem Tor des Monats besorgte René Marohn das 2:0 in der 85. Minute. Eine lange und sehr präzise 25-Meter-Flanke von Björn Fleige aus halbrechter Position wuchtete der Schütze volley aus 16 Metern in den Winkel. Und schließlich war es Björn Fleige, der den Endstand herstellte. Christian Herpel hatte sich rechts energisch durchgesetzt und mustergültig geflankt. Weitere Möglichkeiten durch Marohn (61.), Petersen (63) und Alim (68./69.) wurden großzügig vergeben. Erwähnenswert noch die einzige Kieler Möglichkeit in der Nachspielzeit durch Mario Witt, doch der Pfosten verhinderte die Resultatsverbesserung.

Fazit: Ein in der Höhe glücklicher Husumer Erfolg - nach dem hohen Sieg der Vorwoche fehlte eindeutig Entschlossenheit und Konzentration.
Tore: 1:0 Saeltz (10.), 2:0 Marohn (85.), 3:0 Fleige (86.)
Beste Spieler: Cornils, Rettkowski / Ewers, Dehner
Ecken: 12 : 4
Chancen: 13 : 3
Zuschauer: 304
Schiedsrichter: Stefan Pohlmann (Oelixdorf)
Karten: Müller (56.) / - gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Saeltz, Petersen,  Albertsen, Alla (46. Marohn), C. Herpel - Alim, Müller (66. Fleige).

Ewers - Hungerecker - Rodewald, Eggers - Dehner, M. Suemnik, M. Rook, Gesper, A. Suemnik (77. Kraetz) - Witt, Blazevic (67. Lohmann).

  Hl 19.11.2005

Turbulente Schlussphase entschädigt die Fans

Husumer SV schlägt Comet Kiel 3:0 / Björn Fleige beendet seine neun Wochen lange Tor-Flaute
Husums Kapitän Mario Albertsen (re.) zieht ab, der Kieler Marc Hungerecker kann nur noch zuschauen. Foto: Voss
Fußball-Splitter
Ungeliebte Oberliga Nord: Wie schon in dieser Saison, will auch nach Abschluss der Spielserie 2005/2006 keiner der zurzeit in der Spitzengruppe der Hamburger Verbandsliga vertretenen Clubs für die Oberliga Nord melden. Dagegen zeigen die schleswig-holsteinischen Verbandsliga-Vereine SV Henstedt-Rhen, SV Eichede und die Husumer SV Interesse an der "Pleite-Liga".
Ball-Geflüster
Geglättet haben sich die Wogen zwischen der Husumer SV und Christian Herpel. Der Mittelfeldmann stand am Sonnabend wieder in der Startelf des Verbandsligisten und machte beim 3:0 ein gutes Spiel. "Wir haben uns ausgesprochen, die Sache ist vom Tisch", gab Trainer Volker Schallhorn nach der Partie zu Protokoll.
Die Lage in der Fußball-Verbandsliga
Nach dem 2:5 gegen den VfB Lübeck II (6./26) hat der Itzehoer SV (16./11) nur noch den TSB Flensburg (17./11) in der Tabelle hinter sich. Der TSB unterlag beim Heider SV (10./16) mit 0:2, der sich mit diesem Sieg erst einmal etwas Luft verschaffte. Tura Meldorf (5./28) konnte den beiden anderen Westteams beim 1:1 in Todesfelde (15./12) nur bedingt Schützenhilfe leisten. Während mit Strand 08 (14./13), TSV Plön (13./13) und Comet Kiel (12./15) drei weitere Teams aus der Gefahrenzone klare Niederlagen bei Flensburg 08 (7./25), RW Moisling (8./24) und Husumer SV (3./29) einstecken mussten, überraschte der TSV Bargteheide (11./15) mit einem 1:0-Erfolg über Titelanwärter Henstedt-Rhen (4./29).Henstedt konnte damit die Chance nicht nutzen, bis auf einen Punkt an das Führungsduo Kilia Kiel (2./34) / SV Eichede (1./34) heranzurücken. Eichede hatte mit einem Sieg im Gipfeltreffen Kilia an der Spitze abgelöst.
Verbandsliga-Übersicht
Nach einem 2:0-Erfolg im Spitzenspiel bei Kilia Kiel übernahm der SV Eichede die Tabellenführung - ausschlaggebend die bessere Tordifferenz. Gleich von Rang fünf auf Platz drei kletterte die Husumer SV nach dem 3:0 gegen Comet Kiel. Am kommenden Wochenende kommt es für die Husumer zur Partie beim punktgleichen Tabellenvierten SV Henstedt-Rhen. Während sich Flensburg 08 ein 3:1 gegen Strand 08 erarbeitete, musste Schlusslicht TSB Flensburg trotz leichter Vorteile eine 0:2-Niederlage beim Heider SV hinnehmen.
Husum (ree) – Wer beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV alles mitkriegen will, sollte nicht zu spät kommen und nicht zu früh gehen. Beim 3:0 (1:0) gegen Comet Kiel waren es die letzten Minuten, die die Anhänger von den Stühlen rissen. Und sie für eine ansonsten ziemlich verkorkste spielerische Leistung entschädigten. Im Friesenstadion lief die 84. Minute, als Björn Fleige auf der rechten Seite flankte, der mitgelaufene René Marohn hämmerte die Lederkugel mit vollem Risiko, großer Wucht und volley zum 2:0 ins Tor.
Nur eine Minute später: gleicher Ort, ähnliche Szene. Diesmal war Christian Herpel der Flankengeber und Fleige der Empfänger. Der nahm sich Zeit, aus elf Metern das 3:0 zu schießen. Die Freude beim Schützen war groß: Immerhin hatte er neun Wochen auf sein zehntes Saisontor gewartet.
Aber so berauschend wie am Ende war die Partie für die SV insgesamt nicht abgelaufen. "Hier wäre heute mehr drin gewesen", haderte Kiels Coach Wolfhart Ziesicke mit dem für ihn unglücklichen Ausgang. Und Volker Schallhorn, sein Husumer Kollege, gab zu: "Das 3:0 ist deutlich zu hoch."
"Ihr müsst die Zweikämpfe annehmen", hatte Schallhorn seinen Mannen schon Mitte der ersten Halbzeit ins Gedächtnis gebrüllt. Im Kampf Mann gegen Mann erwarb der Aufsteiger nämlich mit seiner jung-forschen Mittelfeldreihe zusehend Vorteile. Nur im Angriff, da fehlte den Kielern ein Mann, der zum Vollstrecker getaugt hätte.
Bei den Husumern war es umgekehrt: Ihre Torchancen waren besser als ihr Spiel. Gleich die zweite nutzte der gute Sebastian Saeltz, indem er sein Solo in der 10. Minute mit dem 1:0 abschloss. Michael Petersen und Gerrit Müller (13.), Herpel (37.) und wiederum Saeltz (40.) scheiterten hingegen später am guten Bernd Ewers im Comet-Tor. Ilhan Alim traf zum ersten Mal den Torpfosten (41.).
Mit der Hereinnahme von René Marohn nach der Pause bekam das Mittelfeldspiel der Stormstädter endlich mehr Format. Besonders passabel lief es dabei über rechts. Wiederum reichlich Pech hatte der gute Ilhan Alim, der in der 67. Minute zwei Mal kurz vor dem Torerfolg stand und in der 82. Minute ein weiteres Mal den Pfosten traf. Den erwischte in der Schlussminute auch noch der Kieler Mario Witt. Aber da befanden sich Spieler und Anhänger der Husumer SV schon im René-Marohn-Rausch.
21 November 2005 · Flensburger Tageblatt

Ziel Kiel: Husum will nachlegen

Die Husumer SV freut sich erneut über ein Heimspiel: Am Sonnabend um 14 Uhr empfängt das Team von Volker Schallhorn den starken Aufsteiger SC Comet Kiel.
Stark im Kopfballspiel: Husums Manndecker André Schyma. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Es wird eng für die Husumer SV (26 Punkte, 13 Spiele) im Kampf um die Teilnahme an der schleswig-holsteinischen Hallenmeisterschaft. Denn durch den 3:1-Sieg bei Kilia Kiel hat der SV Henstedt-Rhen (29 Punkte, 14 Spiele) seinen dritten Tabellenplatz überraschend souverän verteidigt. Zum großen Show-Down könnte es in 14 Tagen kommen, wenn die Husumer zum Gastspiel in Henstedt-Rhen antreten.
Danach wird abgerechnet. Und zwar auf die Weise, dass die Zahl der Punkte durch die Zahl der Spiele geteilt wird. Gut im Rennen liegt natürlich auch noch Tura Meldorf - mit 24 Zählern derzeit auf Rang vier.
Damit sich das Bilanzieren in zwei Wochen überhaupt noch lohnt, muss die Husumer SV auch ihr Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen Comet Kiel gewinnen. Zu unterschätzen ist der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt nicht. Denn in seinen letzten vier Pflichtspielen verbuchte er keine einzige Niederlage. In Itzehoe gelang am vergangenen Wochenende sogar der zweite Auswärtssieg der Saison.
Eindeutig verbessert haben die Landeshauptstädter ihr Abwehrverhalten. Kassierten sie anfangs noch mehr als drei Gegentore pro Partie, so war es zuletzt nur noch eins. "Daran haben wir gearbeitet", sagt Wolfhart Ziesicke, der Trainer des Aufsteigers. Mussten sie wohl auch, denn, so der Coach, "eigentlich sind wir eine Mannschaft, die offensiv spielt".
Geholfen haben auch ein paar Positionsverschiebungen in der Mannschaft. Im Kieler Angriff sorgt André Stelmaszewski für den größte Wirbel, was ihm bisher sechs Saisontreffer einbrachte. Beim 3:2 in Itzehoe allerdings, da ging er leer aus.
Es könnte André Schyma sein, dem am Sonnabend die Aufgabe zufällt, sich mit Stelmaszewski zu beschäftigen. Der Lecker, seit drei Jahren bei den Kreisstädtern, ist inzwischen eine "feste Einrichtung" im Husumer Abwehrverband. Seine Chance kam, als Marcell Voss nach einer Roten Karte gesperrt war. Und er hat sie genutzt. "Mit direktem Gegenspieler, das gefällt mir am besten", sagt Schyma, der auch schon gute Erfahrungen im defensiven Mittelfeld gemacht hat.
Auch technisch hat der Einzelhandelskaufmann, dessen absolute Stärke das Kopfballspiel ist, in letzter Zeit zugelegt. Seine Fehlerquote ist jedenfalls deutlich nach unten gegangen.
Dass er es auch ein drittes Mal zur Hallenmeisterschaft in die Kieler Ostseehalle schafft, davon ist der 31-Jährige fest überzeugt. Sein Rezept dafür: "Zwei Siege in den nächsten beiden Spielen." Optimismus hat er also auch, der Mann, der in Sachen Scherz und Frotzelei bei der Husumer SV seinesgleichen sucht.
Volker Schallhorn hat die Kieler bei ihrem 0:0 in Heide gesehen und war angetan von ihrem Defensivverhalten. Trotzdem konstatiert Husums Coach, "dass wir besser besetzt sind und einen Sieg einfahren werden". Martin Herpel wird ihm auch in diesem Heimspiel nicht zur Verfügung stehen, denn er hat sich verletzt. Angeschlagen ist auch Björn Fleige, aber für ihn gibt es bis zum Wochenende noch Hoffnung.
18. November 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
Team 25.11.05 Guido Gehrke    

Besiegelt: Guido Gehrke spielt für die Husumer SV

Husum (usc/ree) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV vermeldet einen prominenten Neuzugang: Vom 1. Januar 2006 an wird Guido Gehrke das Trikot der Stormstädter tragen. Der Spielerpass ist bereits in Husum. "Die Sache ist besiegelt", bestätigte Rolf von Bartikowski, Vorsitzender des Vereins, gestern unserer Zeitung. Die Mannschaft wurde ebenfalls gestern Abend informiert.
Der 33-Jährige war zuletzt als Spielertrainer beim Oberligisten TSV Kropp unter Vertrag, Ende Spetember wurde er dort entlassen. Vorher war der Mittelfeldmann unter anderem bei Holstein Kiel und beim TuS Felde aktiv gewesen.
"Die Reaktion der Mannschaft auf die Verpflichtung war positiv, alle können davon profitieren. Guido ist einer, der das Spiel in die Hand nehmen kann", so von Bartikowski.
Einen ausführlichen Bericht finden Sie in unserer morgigen Ausgabe.und 0:11 Tore zu Buche.
25. November 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Gehrke spielt für Husumer SV

Husum (usc) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV vermeldet einen prominenten Neuzugang: Vom 1. Januar 2006 an wird Guido Gehrke das Trikot der Stormstädter tragen. Der Spielerpass ist bereits in Husum. "Die Sache ist besiegelt", bestätigte Rolf von Bartikowski, Vorsitzender des Vereins. Der 33-Jährige war zuletzt als Spielertrainer beim Oberligisten TSV Kropp unter Vertrag, Ende September wurde er dort entlassen. Vorher war der Mittelfeldmann unter anderem bei Holstein Kiel und beim TuS Felde aktiv gewesen. "Die Reaktion der Mannschaft war positiv, alle können davon profitieren. Guido ist einer, der das Spiel in die Hand nehmen kann", so von Bartikowski.
26. November 2005 · Schlei Bote

"Reizfigur? Das stört mich nicht"

Dynamisch und einsatzfreudig: Guido Gehrke, hier noch im Trikot des TSV Kropp.
Husum (usc) – Bislang war es nicht mehr als ein Gerücht, seit Donnerstag Abend steht es fest: Guido Gehrke (33) spielt vom 1. Januar 2006 an für den Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. Im Interview mit Ulrich Schröder und Gert Reese erzählt der Mittelfeldspieler, wie der Wechsel zu Stande kam, und welche Ziele er in der Stormstadt hat.
Wie kam es zum Wechsel nach Husum?
Guido Gehrke: Es gab eine Anfrage, es gab ein Treffen, der erste Vorsitzende war bei mir zu Hause. Wir haben uns beschnuppert, dann ich habe ich mir ein paar Tage Bedenkzeit erbeten. Es gab noch andere Angebote.
Von wem?
Gehrke: Zwei Bezirksoberligisten und ein Kreisligist wollten mich als Spielertrainer, dazu gab's eine Anfrage aus dem Hamburger Raum, von Kilia Kiel und auch vom SC Norddörfer.
Was hat den Ausschlag gegeben?
Gehrke: Husum ist eine Mannschaft mit Tradition, hier gibt's ein gutes Umfeld und eine gute Kulisse. Man kann sich mit dem Verein identifizieren.
Befürchten Sie nicht, dass Sie für einige Husumer Fans eine Reizfigur sein könnten?
Gehrke: Nein, so was stört mich überhaupt nicht. Ich bin nun mal ein Typ mit Ecken und Kanten, ich brauche Emotion für mein Spiel. Sprüche oder andere Reaktionen gibt's an jedem Wochenende. Letztlich wird die Leistung auf dem Platz entscheiden.
Sie waren bisher Spielertrainer, jetzt "nur" Spieler. Kann es da Probleme geben?
Gehrke: Nein, ich bin Bestandteil einer Mannschaft und werde mich eingliedern. Natürlich werde ich das tun, was der Trainer sagt. Wenn man in eine neue Mannschaft kommt, kann man seinen Horizont erweitern.
Was ist Ihr Ziel?
Gehrke: Persönlich: Gas geben, alles rausholen, was geht. Was dann mit der Mannschaft für eine Platzierung dabei heraus springt, kann man jetzt nicht sagen.
Ist Husum ein Hafen oder eine Durchgangsstation?
Gehrke: Ich wollte noch mal richtig Fußball spielen, ich war mir zu schade, um über die Dörfer zu tingeln. Ich habe einen Vertrag bis zum Saisonende, dann wird man weiter sehen.
Sie kennen die Oberliga aus Kropp. Ist diese Liga auch ein Thema für Husum?
Gehrke: Ich kann nicht sagen, wie das Umfeld dazu steht. Man müsste Leute holen, die die Klasse kennen, sonst ist man ohne Chance.
26. November 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport

Einwurf: Welcome, Guido!

Gelegentlich erlebt auch die Sportprovinz ihre kleinen Sensationen. Dass der Fußballer Guido Gehrke zukünftig das Trikot der Husumer SV trägt, ist so eine. Was, so fragen Skeptiker, mag die Verantwortlichen bewogen haben, dieses Enfant terrible an die Nordsee zu lotsen? Der ehemalige Spieler und Trainer des TSV Kropp gilt nicht gerade als einer, der "Good Vibrations" verbreitet. Auch die Aktiven der SV haben so ihre Erfahrungen mit dem gebürtigen Jübeker gemacht.
Nun, dem Vernehmen nach wurde die Personalie mit Mannschaft und Trainer abgesprochen. Das war gut so.
Gehrke mag auf dem Sportplatz als kantig und bisweilen unangenehm gelten. Wer ihn genauer kennt, weiß aber, dass seine Seele durchaus intakt ist. Der hat halt seinen Ehrgeiz in Sachen Fußball. Wie Malte Köster, der auch nicht für die Feinwäsche taugte, bevor er in die Stormstadt kam. Und es gibt andere "junge Wilde", die im Umfeld des Friesenstadions sportlich und menschlich gereift sind. Am fußballerischen Können Gehrkes gibt es ohnehin keinen Zweifel. Mit seinem strategischen Potenzial passt er genau dorthin, wo bei den Husumern noch ein Defizit besteht.
Die eigentliche Botschaft dieser Personalie ist folgende: Bei der Husumer SV will man es offenbar tatsächlich wissen mit der Großraum-Oberliga. Die Sache soll zusätzliche Wucht bekommen. Und das ist doch eine gute Botschaft für die Fans in Nordfriesland. Die Spielklasse mit den weiten Reisen gen Süden mag als ungeliebtes Konstrukt gelten, die nächste Station für sportlichen Mehrwert ist sie trotzdem.
Natürlich enthält das Engagement Guido Gehrkes ein Risiko. Aber das Risiko ist ja bekanntlich die Bugwelle des Erfolgs. Und den will auch der Neue. In diesem Sinne: Welcome in Husum, Guido Gehrke!
GERT REESE
3. Dezember 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
  26.11.05 Hallen-Masters    
Hallen-Masters
Kiel (usc) – Sieben der acht Teilnehmer am 8. Hallen-Masters in der Kieler Ostseehalle (14. Januar 2006) stehen fest: Holstein Kiel, VfB Lübeck (beide Regionalliga), Eider Büdelsdorf, VfR Neumünster, TSV Kropp (alle Oberliga) sowie der SV Eichede und Kilia Kiel aus der Verbandsliga. Am 1. Dezember werden die Gruppen ausgelost. Um den letzten freien Startplatz kämpfen die Husumer SV, die SV Henstedt-Rhen (beide 29 Punkte) und TuRa Meldorf (28). Die Ausgangslage ist einfach: Wenn Husum unentschieden spielt oder verliert, ist die Reise nach Kiel sicher, auch wenn Meldorf gegen Moisling gewinnt. Grund: Husum hat erst 14, Meldorf aber schon 15 Spiele ausgetragen. Es zählt der Quotient (Anzahl der Punkte durch Anzahl der Spiele) - und da läge Husum auch im Falle einer Punkteteilung vor Meldorf (2,142 gegenüber 2,067).
25. November 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
17. ST 27.11.05 SV Henstedt-Rhen Husumer SV 3:1

Bittere Husumer Niederlage!

27.11.2005

SV Henstedt-Rhen - Husumer SV

3 : 1 (0:1)


Eine etwas unglückliche Niederlage bezog die Husumer SV im Verfolgerduell beim SV Henstedt-Rhen, denn über weite Strecken war die Elf gleichwertig. Die erste halbe Stunde gehörte den Nordfriesen völlig, die mit den Bodenverhältnissen eindeutig besser zurecht kamen. Auf schneebedecktem Boden versäumte es die HSV jedoch, den Sack zu zumachen und nach der Führung Tore nachzulegen. Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit nahmen die Hauherren das Zepter in die Hand und kamen in der Schlussphase zum Erfolg. Jetzt war mehr Engagement und Durchsetzungsvermögen bei den Rhenern zu erkennen, und das nötige Glück war auch auf ihrer Seite. »Die Gastgeber sind in der zweiten Halbzeit mit mehr Leidenschaft zu Werke gegangen, mit einfachen Mitteln sind sie dann zum Erfolg gekommen. Nach dem ersten Durchgang hätte ich das Ergebnis nicht für möglich gehalten«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach dem Spiel.

Einen optimalen Start hatten die Stormstädter, denn nach einem Warnschuss von Erion Alla (3.), der nur Zentimeter am Pfoten vorbei ging, stand es nach zehn Minuten 0:1. Sebastian Saeltz hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und mustergültig geflankt. Björn Fleige drückte das Leder aus zwei Metern über die Linie. Jetzt hatte man die Gastgeber im Griff, mit geradlinigem Spiel wurde das Mittelfeld überbrückt. Der Schneeboden schien den Nordfriesen zu liegen, zu keiner Zeit hatte man das Gefühl, dass die Hauherren gefährlich werden konnten.

Fast nur Chancen für die Husumer: Christian Herpel mit einem Freistoß (23.) und Michael Petersen (33.) mit einem Schuss aus 16 Metern verfehlten das Gehäuse nur knapp. Die einzig nennenswerte Möglichkeit der Gastgeber hatte Torjäger Kay Reining, der in der 40. Minute völlig frei stand. Doch im letzten Moment wurde er von Ingo Cornils abgeblockt.

Der zu frühe Ausgleich überraschte die Husumer unmittelbar nach dem Wechsel, aus dem Gewühl heraus war Benjamin Bach erfolgreich. Aus zwölf Metern ließ er Torhüter Teubler keine Chance (52.). Jetzt spürten die Rhener Morgenluft, den Husumern entglitten mit zunehmender Spielzeit die Zügel. Die Hausherren setzten jetzt alles auf eine Karte, mit viel Kampf und Leidenschaft wurde den Gästen der Schneid abgekauft. Der eingewechselte Arne Westphal brachte Schwung in die Aktionen, in der 77. Spielminute war er dann auch als Torschütze erfolgreich. Nach einem Ball von Kay Reining, den Teubler noch abwehren konnte, war Westphal im Nachschuss erfolgreich. Husumer Chancen konnten nicht genutzt werden, Christian Herpel mit einem Freistoß aus 16 Metern (78.) und Michael Petersen aus zwei Metern (84.) hätten durchaus ausgleichen können. Der letzte Treffer fiel in der Nachspielzeit, Torhüter Teubler war bei einem Eckball mit in den Angriff gegangen. So hatte Benjamin Bach leichtes Spiel, den Ball im leeren Husumer Tor unterzubringen (92.).

Fazit: Eine unglückliche Niederlage für die Nordfriesen, doch aufgrund der zweiten Halbzeit, in der die Gastgeber mehr Dampf machten, darf man sich auf Husumer Seite nicht beschweren.
Tore: 0:1 Fleige (10.), 1:1 Bach (52.), 2:1 Westphal (77.), 3:1 Bach (92.)
Beste Spieler: Reining, Bach / Alla, Cornils   
Ecken: 7 : 6
Chancen: 6 : 7
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Mario Luck (Oldenburg)
Karten: Hasenkamp (35.), Yavuz (61.) / Fleige (42.), Alla (54.) - alle gelb
Aufstellung:

Jeschke - Hermberg, Danylow, Czech - Hasenkamp (46. Westphal), Angsten, Yavuz (85. Ebeling), Bach, Nadler - Reining, Günther.

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Saeltz, Marohn (85. Alim), Petersen, Alla, C. Herpel - Fleige (75. Albertsen), Müller.

  Hl 27.11.2005

Eine starke erste Hälfte reicht Husum nicht

1:3 in Henstedt / Hallenmasters verpasst
Hallen-Masters
Kiel (sh:z) – Der SV Henstedt-Rhen hat es geschafft: Der Fußball-Verbandsligist gewann gestern das "Endspiel" gegen die Husumer SV mit 3:1 und qualifizierte sich als achte und letzte Mannschaft für das 8. SHFV-Hallen-Masters in der Kieler Ostseehalle am 14. Januar. Zuvor standen bereits die beiden Regionalligisten Holstein Kiel und VfB Lübeck, die drei Oberligisten FT Eider Büdelsdorf, VfR Neumünster und TSV Kropp sowie die beiden Verbandsligisten SV Eichede und Kilia Kiel als Teilnehmer dieses attraktiven Hallenturniers fest. An diesem Donnerstag, 1. Dezember, werden abends in Kiel die Gruppen ausgelost. Zudem erfolgt die Auslosung des Halbfinals im SHFV-Oddset-Pokal mit VfB Lübeck, FT Eider Büdelsdorf, TSV Kropp und Fortuna Glückstadt.
Fußball-Splitter
Gehrke zur Husumer SV: Der beim Oberligisten TSV Kropp gefeuerte Spielertrainer Guido Gehrke hat beim Verbandsligisten Husumer SV angeheuert. Gehrke ist in der Rückrunde spielberechtigt. Der 33-jährige wird in Husum ausschließlich als Spieler fungieren.
Die Lage in der Fußball-Verbandsliga
Nichts zu ernten gab es am vergangenen Wochenende für die "Westvereine". Die größten Sorgen hat weiterhin der Itzehoer SV (16./11), der nach dem 0:4 bei Spitzenreiter SV Eichede (1./37) weiter auf dem vorletzten Platz verharrt. Schlusslicht bleibt der TSB Flensburg (17./11), der im Kellerduell bei Strand 08 (12./16) mit 0:2 unterlag. ISV und TSB müssen langsam aufpassen, dass die übrige Konkurrenz nicht entwischt, denn der Abstand auf den Drittletzten TSV Bargteheide (15./15) beträgt bereits vier Punkte. Bargteheide verlor in einem weiteren Kellerduell beim TSV Plön (11./16) mit 2:3. Im dritten Spiel zweier abstiegsgefährdeter Teams unterlag der Heider SV (10./16) mit 1:2 beim Oldenburger SV (9./19), der sich damit zunächst einmal aus dem Kreis der Abstiegskandidaten verabschiedet hat. SV Todesfelde (13./15) überraschte mit einem 3:1 bei Flensburg 08 (8./25). Mit Tura Meldorf (5./28) ging auch der dritte Westclub leer aus. Das Team von Trainer Sascha Thießen unterlag Rot-Weiß Moisling (6./27) mit 1:2. Im Verfolgerduell setzte sich der SV Henstedt-Rhen (3./32) mit 3:1 über die Husumer SV (4./29) durch. Das Kieler Derby zwischen Comet (14./15) und Kilia (2./34) fiel den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer.
Verbandsliga-Übersicht
Der letzte Spieltag der Hinrunde verlief für die Teams aus dem Norden durchweg nicht erfolgreich: Die Husumer SV (Vierter) verlor 1:3 bei der SV Henstedt-Rhen und verpasste die Teilnahme am Hallen-Masters in Kiel. Flensburg 08 verspielte mit dem 1:3 gegen Todesfelde die Möglichkeit, ein paar Plätze gutzumachen. Und der TSB Flensburg hält nach dem 0:2 bei Strand 08 weiterhin die "Rote Laterne". Der SV Eichede (4:0 gegen Itzehoe) baute seinen Vorsprung auf drei Punkte aus, da das Kieler Derby Comet gegen Kilia ausfiel. Eng geht's zu am Tabellenende, den Oldenburger SV auf Platz neun und Schlusslicht TSB trennen nur acht Punkte. Der Itzehoer SV, Meister der Vorsaison, ist lediglich Vorletzter.
Henstedt (ree) – Die Husumer SV hat die Hallenmasters in Kiel verpasst. Bei der 1:3 (1:0)-Niederlage beim SV Henstedt-Rhen haben die Stormstädter im zweiten Durchgang zu wenig getan und mussten den letzten Startplatz in der Ostseehalle dem Gastgeber überlassen.
Fünf Zentimeter Schnee in Henstedt, aber auch die konnten die Husumer SV zunächst nicht beeindrucken. Sie legte los, als hätte sie schon seit Wochen auf diesem Parkett geprobt. Und gleich die erste Gelegenheit der Stormstädter führte zum Erfolg. In der 9. Minute zog Sebastian Sailtz durch, Henstedts Keeper Daniel Jeschke hielt das Leder nicht fest und Björn Fleige vollendete. Erst nach 20 Minuten fand der Gastgeber sich besser zurecht. Aber das Spiel in die Spitzen funktionierte nicht wie gewohnt. Andre Teubler und seine Vorderleute waren zuverlässig, insbesondere Ingo Cornils, der Kay Reining im letzten Moment die Kugel wegschnappte (41.). Dies war die beste Gelegenheit des Gastgebers in diesem Durchgang. Gute Szenen hatte der Husumer Erion Alla, der seine körperlichen Vorteile auf dem Schnee voll ausspielte. In der 33. Minute landete der Ball nach seinem Einsatz bei Michael Petersen, dessen Schuss strich über die Latte.
In der 2. Halbzeit, als der Glühwein am Kiosk schon ausgegangen war, erwärmten endlich auch die Hausherren ihre Fans. Mit Arne Westphal im Mittelfeld erzeugten sie mehr Druck. Die schnelle Folge war das 1:1 durch Benjamin Bach (51.). Zehn Minuten später war der Torschütze wieder erfolgreich, aber der Assistent an der Linie hatte ihn im Abseits gesehen. Doch dann die Vorentscheidung (76.) durch Westphal. Mit viel Übersicht versenkte er einen vielbeinig abgeblockten Ball. Christian Herpel per Freistoß (78.) und Michael Petersen hatten Ausgleich noch auf dem Fuß, aber es sollte nicht sein. Endgültig belohnt für ihren verstärkten Einsatz wurden die Henstedter in der Nachspielzeit, als Husums Keeper Teubler sich schon zur Aufholjagd im gegnerischen Strafraum befand. Benjamin Bach kickte den Ball zum 3:1 ins leere Husumer Tor.

"Endspiel" mit nur einer Spitze?

Verfolgerduell in der Fußball-Verbandsliga: Die Husumer SV (Tabellendritter) spielt am Sonntag (14 Uhr) beim viertplatzierten SV Henstedt-Rhen.
Hallen-Masters
Sieben der acht Teilnehmer am 8. Hallen-Masters in der Kieler Ostseehalle (14. Januar 2006) stehen fest: Holstein Kiel, VfB Lübeck (beide Regionalliga), Eider Büdelsdorf, VfR Neumünster, TSV Kropp (alle Oberliga) sowie der SV Eichede und Kilia Kiel aus der Verbandsliga. Am 1. Dezember werden die Gruppen ausgelost. Um den letzten freien Startplatz kämpfen die Husumer SV, die SV Henstedt-Rhen (beide 29 Punkte) und TuRa Meldorf (28). Die Ausgangslage ist einfach: Wenn Husum unentschieden spielt oder verliert, ist die Reise nach Kiel sicher, auch wenn Meldorf gegen Moisling gewinnt. Grund: Husum hat erst 14, Meldorf aber schon 15 Spiele ausgetragen. Es zählt der Quotient (Anzahl der Punkte durch Anzahl der Spiele) - und da läge Husum auch im Falle einer Punkteteilung vor Meldorf (2,142 gegenüber 2,067). (usc)
Husum (Gert Reese) – Jetzt wird's spannend. Um den letzten freien Platz für das Hallen-Masters in der Kieler Ostseehalle streiten am Sonntag (14 Uhr) der SV Henstedt-Rhen und die Husumer SV. Die bessere Ausgangslage in diesem Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga besitzen die Husumer: Denn ihnen reicht ein Unentschieden. Außerdem haben sie zurzeit einen prächtigen "Lauf". Der Tabellenvierte hingegen, zehn Spieltage lang fest im Spitzenterzett etabliert, zeigt neuerdings Nerven, wenn es gegen die Schwachen geht.
"Das ist unser Problem", sagt Trainer Jens Martens. Die 0:1-Niederlagen gegen den Heider SV und den TSV Bargteheide tun ihm gehörig weh. "So sind wir eben noch nicht reif für die Spitze", schlussfolgert der Coach sogar. Aber da ist ja auch noch das 3:1, das die Henstedter vor 14 Tagen bei Kilia Kiel erreichten. Und das lässt Martens hoffen, dass es mit der Hallenshow in der Ostseehalle am Ende doch noch was wird.
Ein Handicap für den SV Henstedt-Rhen ist, dass er bis zur Winterpause auf seinen Leitwolf Tobias Homp verzichten muss. Der ehemalige Profi hat sich im Spiel bei Kilia Kiel einen Innenbandriss zugezogen. "Und einen zweiten ‚Kopf' haben wir leider nicht", stellt Martens fest.
Dafür hat er aber einen großartigen Torjäger. Er heißt Kai Reining. Den kannte Martens noch aus seiner Bad Bramstedter Zeit und zu Saisonbeginn hat er ihn vom PSV Neumünster nach Henstedt geholt. Dort schießt er jetzt Tore wie am Fließband. 17 sind es insgesamt - womit Reining Tor-Scorer der Verbandsliga ist.
"Wir wollen natürlich mit aller Macht verhindern, dass der Gegner nach Kiel fährt", bekennt Husums Trainer Volker Schallhorn und denkt darüber nach, wie seine Startformation aussehen könnte. Ausgemacht hat er, dass Henstedt-Rhen sich gegen defensiv eingestellte Teams schwer tut. Und so beschäftigt den Coach auch die Idee, beim Tabellenvierten zunächst nur eine Spitze aufzubieten.
Im Hinterkopf haben viele Husumer noch die Vorjahrespartie in Henstedt, als man 2:1 gewann. Damals konnte die Martens-Elf ihre Feldvorteile absolut nicht ins Ergebnis bringen. Aber damals hatte sie eben auch noch keinen Kai Reining.
Zum Aufgebot der Husumer gehört am Sonntag auch wieder der junge David Lies.
26. November 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
18. ST 03.12.05 Husumer SV SV Eichede 1:1

Gerechter Spielausgang!

03.12.2005

Husumer SV - SV Eichede

1 : 1 (1:0)


Im Spitzenspiel der Verbandsliga trennten sich die Husumer SV und der SV Eichede nach einer unterhaltsamen und jederzeit spannenden Begegnung 1:1 unentschieden. Beide Mannschaften schenkten sich vor 236 Zuschauern nichts, kämpferisch hatte das Spiel Spitzenformat. Auf schwerem Geläuf blieben spielerisch Wünsche offen, doch bei diesem Untergrund war dies nicht weiter verwunderlich. Auch Torraumszenen hatten auf beiden Seiten diesmal Seltenheitswert, über weite Strecken spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Kein Meter Boden wurde freiwillig aufgegeben, rassige Zweikämpfe waren an der Tagesordnung - zudem spielten beide Abwehrreihen fast fehlerfrei.

»Das Unentschieden geht insgesamt in Ordnung«, meinte Husums Trainer Volker Schallhorn nach dem Spiel. »Leider standen wir in den letzten zwanzig Minuten zu tief, doch Eichede drängte gewaltig.« Mit dem Remis konnte auch ESV-Trainer André Laß gut leben: »Das war das erwartet schwere Spiel, das auch sehr intensiv von beiden Mannschaften geführt wurde - ein gerechtes Unentschieden.«

Mit sehr viel kämpferischem Engagement und hoher Laufbereitschaft auf beiden Seiten startete die Partie, weitgehend neutralisierten sich die Mannschaften im ersten Durchgang - folglich waren nur wenige Tormöglichkeiten vorhanden. Die Führung gelang dabei den Nordfriesen in der 18. Spielminute: Mario Albertsen eroberte sich gekonnt das Leder im Mittelfeld und schickte Gerrit Müller auf die Reise. Im Laufduell mit Johann Schacht behielt der Husumer die Oberhand, der anschließende Schuss aus 14 Metern landete in den Maschen. Die beste Gelegenheit des Tabellenführers konnte kurz vor dem Seitenwechsel Naim Osmani nicht nutzten, aus 16 Metern schlenzte er die Kugel Zentimeter am Pfosten vorbei.

Nach dem Pausentee wurde die Partie noch ansehnlicher, Eichede drängte auf den Ausgleich - Husum gelangen einige schöne Konterangriffe. Die Hausherren hatten mehrmals die Entscheidung auf dem Fuß: Michael Petersen scheiterte aus 16 Metern nach einer herrlichen Kombination (50.), Gerrit Müller prüfte die Klasse von Torhüter Markus Venz aus zehn Metern (60.). Nach der anschließenden Ecke verzog René Marohn nur äußerst knapp. Jetzt ließen sich die Stormstädter weit zurückdrängen, die Elf stand viel zu tief vor dem eigenen Strafraum. Eichede riss das Zepter an sich, folgerichtig glückte der Ausgleich in der 66. Minute durch Jan-Ole Rienhoff. Der Schütze visierte mit einem strammen Schuss aus 14 Metern das lange Eck an, Torhüter Teubler hatte das Nachsehen. Beide Teams hatten noch Möglichkeiten zum Siegtreffer, Michael Petersen zwang Keeper Venz zu einer Glanzparade (81.), Björn Fleige traf das Leder aus zwei Metern nicht richtig (86.). Die Gäste vergaben durch Philipp Baasch eine Riesenmöglichkeit, der in der Schlussminute nicht genau genug zielte. Sein Geschoss von der rechten Seite zischte nur knapp am Pfosten vorbei.

Fazit: Mit diesem Punktgewinn festigte Eichede seine Spitzenposition, Husum konnte den Abstand zum Tabellenführer trotz intensiver Bemühungen nicht verkürzen.
Tore: 1:0 Müller (18.), 1:1 Rienhoff (66.)
Beste Spieler: Cornils, Marohn   / Eckhardt, Osmani
Ecken: 2 : 2
Chancen: 7 : 6
Zuschauer: 236
Schiedsrichter: Hogrefe (VfR Horst)
Karten: Müller (43.), Herpel (44.), Schyma (82.)  - alle gelb; gelb-rot: Schyma (82.) weg. Meckern / Eckhardt (75.) - gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Albertsen (68. Saeltz), Marohn (75. Fleige), Petersen, Lies, C. Herpel - Alim (46. Alla), Müller.

Venz - Wehlitz - Schacht, Gahleitner - Eckhardt, Nagel, Bruhn (27. Fürstenberg), Maltzahn (16. Baasch), Rienhoff - Sudbrack (80. Bischkopf), Osmani.

  Hi 03.12.2005

Streicheleinheiten vom Gäste-Coach

Temperaturen um den Gefrierpunkt, dazu verkaufsoffener Sonnabend - Argumente, die gegen den Besuch eines Fußballspiels sprechen. Schade eigentlich. Das Duell des Tabellenvierten Husumer SV gegen Spitzenreiter SV Eichede (1:1) hätte mehr als nur 236 Besucher (Minusrekord) verdient gehabt.
Knapp verpasst: Eichedes Keeper Markus Venz ist vor dem Husumer Gerrit Müller am Ball. Foto: Voss
Fußball-Splitter
Kein Geburtstagsgeschenk: Sechs Spiele in Folge gewonnen, dabei fast sensationelle 20:0 Tore erzielt - der SV Eichede sorgt in der Fußball-Verbandsliga für Furore. Zum 38. Geburtstag am Sonnabend wünschte sich der Klubvorsitzende Olaf Gehrken (natürlich) einen Sieg, doch das Geschenk der Mannschaft blieb aus. Das Gastspiel bei der Husumer SV endete 1:1. Die Stormarner bleiben trotzdem Tabellenführer.
Die Lage in der Fußball-Verbandsliga
Der Itzehoer SV (16. Platz/12 Punkte) bleibt nach dem 0:0 gegen Oldenburg (9./20) Vorletzter in der Tabelle und muss sich auf einen harten Abstiegskampf einstellen. Die Aufsteiger Todesfelde (11./18) und Comet Kiel (12./18) verschafften sich mit Siegen über Plön (14./16) bzw. in Bargteheide (15./15) ein wenig Luft. Aber auch der Heider SV (10./19) hat durch das 3:0 über Strand 08 (13./16) einen wichtigen Erfolg eingefahren, so dass die Hauptkonkurrenten des ISV jetzt in Bargteheide, Plön, Strand und dem spielfreiem Schlusslicht TSB Flensburg zu sehen sind. An der Spitze reichte dem SV Eichede (1./38) ein 1:1 beim Husumer SV (4./30) um die Führung vor Kilia Kiel (2./37) und Henstedt-Rhen (3./35) zu verteidigen. Tura Meldorf (5./29) landete mit dem 2:2 bei Flensburg 08 (8./26) einen weiteren Achtungserfolg.
Husum (Ulrich Schröder) – In einer "von der Intensität hochklassigen" (Gäste-Trainer André Laß) Partie gab es am Ende eine gerechte Punkteteilung. Im kalten Friesenstadion hielten sich die Kontrahenten nicht lange mit Geplänkel auf. Eichede hatte mehr Ballbesitz und Spielanteile, Husum agierte abwartend - ganz so, wie Trainer Volker Schallhorn es vorgesehen hatte. "Wir wollten das Mittelfeld preisgeben und auf Konter setzen", sagte er.
Das klappte nach 18 Minuten zum ersten Mal richtig gut. Die Gäste waren weit aufgerückt, Mario Albertsen brachte Gerrit Müller mit einem Pass in Stellung, und der traf zum 1:0. Keeper Markus Venz war zunächst herausgelaufen, dann stehen geblieben - das Tor war frei, Müller hatte keine Mühe bei seinem elften Saisontreffer.
"Wenn Husum intensiver nachgesetzt hätte, wären wir gar nicht mehr ins Spiel gekommen", befand Gästetrainer Laß. Der Tabellenführer spielte schön anzuschauenden Fußball, der aber wenig effektiv war. Bis auf eine Chance von Osmani (39.) kam nichts dabei heraus. Zudem musste Laß bis zur 27. Minute schon zwei Mal wegen Verletzungen wechseln.
Aber auch Husum hatte nicht viel vorzuweisen - unter anderem, weil Gerrit Müller sich mit dem schwachen Schiri Hogrefe auf Verbalduelle einließ, Gelb sah (43.), und sich damit laut Schallhorn "selbst aus dem Spiel nahm".
Nach der Halbzeit-Aufwärm-Pause starteten die Nordfriesen furios. Albertsen (47.), Michael Petersen (49.) sowie Müller und René Marohn (56.) standen dicht vor dem 2:0, das wohl die Vorentscheidung bedeutet hätte. So aber neigte sich die Waagschale zu Gunsten der Gäste. Husum zog sich viel zu weit zurück.
Auf den Rängen stieg die Unruhe. "Die betteln ja förmlich um ein Gegentor", unkte ein Zuschauer. Der Mann verfügt offensichtlich über prophetische Gaben, in der 66. Minute war es so weit. Die halbe Husumer SV konnte Osmani nicht vom Ball trennen, gegen den folgenden Schuss von Rienhoff hatte Teubler keine Abwehrchance.
Die Verwaltung des 1:0 war also fehlgeschlagen, selbst um den einen Punkt musste jetzt noch kräftig gezittert werden. "Nach dem 1:1 waren wir die bessere Mannschaft", sagte Lass und erntete keinen Widerspruch. Sein Team hatte noch einige Gelegenheiten, Torjäger Philipp Baasch vergab die beste in der Nachspielzeit.
Volker Schallhorn brachte Fleige und Saeltz für Marohn und Albertsen - zumindest die Auswechslung von Marohn stieß auf den Rängen nicht nur auf Zustimmung. "Vielleicht hätte ich Fleige früher bringen sollen", sagte Husums Coach hinterher.
Gerrit Müller hatte nach Petersen-Schuss (82.) noch eine Chance, André Schyma sah zwei Minuten später sehr zum Unwillen des Husumer Anhangs Gelb-Rot - das war es dann. Beide Trainer trauerten dem verpassten möglichen Sieg nach, konnten am Ende aber mit dem Unentschieden ganz gut leben. "Heute haben die beiden derzeit besten Teams der Verbandsliga gegeneinander gespielt", befand Eichede-Trainer Lass. Auch da erntete er keinen Widerspruch.
5. Dezember 2005 · Flensburger Tageblatt

Revanche ist dem SVE nur halb geglückt

Beim 1:1 in Husum zu viel Respekt gezeigt
Husum (hoy) – Die sensationelle Serie von Markus Venz, dem Schlussmann des SV Eichede, in der Fußball-Verbandsliga ist zu Ende. Im Spitzenspiel bei der Husumer SV musste der Keeper nach 559 Minuten ohne Gegentor zum ersten Mal in der aktuellen Saison hinter sich greifen. Da die Steinburger zudem die Revanche für das 1:3 im Hinspiel verpassten und nicht über ein 1:1 (0:1)-Unentschieden hinauskamen, endete gleich auch noch die zweite Super-Serie der Stormarner: Nach zuletzt sechs Siegen konnte der SVE erstmals nicht die volle Punktzahl auf der Habenseite verbuchen.
HSV-Stürmer Gerrit Müller war der Spielverderber. Der torgefährliche Angreifer - sein 3:1 im Hinspiel gegen Jan Schröder war bis dato das letzte Eichede Gegentor - gewann nach 20 Minuten ein Laufduell gegen Manndecker Johann Schacht und schoss den Ball über Venz hinweg zum 1:0 in die Maschen. Sowohl davor, als auch danach sah es lange Zeit nach einer Niederlage für die Gäste aus. Viel zu offen agierte der Tabellenführer, die frühen verletzungsbedingten Auswechslungen von Torge Maltzahn und Benjamin Bruhn verstärkten dies.
"Eine Hälfte der Mannschaftsbesprechung habe ich nur davor gewarnt", ärgerte sich SVE-Trainer André Laß, dass seine Elf die Vorgaben nicht umsetzte. Einzig der Zaghaftigkeit der HSV war es zuzuschreiben, dass die große Anzeigentafel im Friesenstadion keinen höheren Rückstand vermeldete.
Laß hatte großen Respekt für seine Elf als Grund für die Zurückhaltung ausgemacht. "Die Husumer hatten richtig Angst und das hat die Mannschaft zu spät begriffen. Meine Jungs wissen gar nicht, wie gut sie sind." Erst mit dem Ausgleich rissen die Eicheder das Ruder vor gut 250 Zuschauern immer mehr an sich. Naim Osmani, dessen Einsatz durch einen Todesfall in der Familie lange fraglich gewesen war, hatte in der 66. Minute im HSV-Strafraum den Ball erkämpft und Jan-Ole Rienhoff das 1:1 aus 16 Metern vorgelegt.
Nach Abpfiff ärgerte sich Laß zwar über die entgangenen Punkte, weil Philipp Baasch in der 88. und 90. Minute zwei glasklare Möglichkeiten verschludert hatte. Auf der anderen Seiten wertete er das Remis aber als Erfolg. "Nach einem 0:1 muss man in Husum erstmal zurückkommen." Außerdem hielt der SVE somit den Acht-Punkte-Abstand zum Aufstiegsaspiranten Husum und führt die Tabelle weiterhin vor Kilia Kiel an.
5. Dezember 2005 · Stormarner Tageblatt

Ein Sieg ist erste Verfolger-Pflicht

Die Husumer SV ist in der Fußball-Verbandsliga auf Rang vier zurückgefallen. Eine Niederlage gegen Tabellenführer SV Eichede am Sonnabend (14 Uhr) wäre wohl das Ende aller Träume von Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg.
Torgefährlich wie eh und je: Gerrit Müller hat in dieser Spielzeit schon zehn Mal für die Husumer SV getroffen. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Zwei Sechs-Punkt-Spiele hatte die Husumer SV noch vor der Winterpause in der Fußball-Verbandsliga. Das erste, beim SV Henstedt-Rhen, hat sie am vergangenen Sonntag 1:3 verloren - und damit auch ihr Etappenziel verpasst, sich fürs Hallen-Masters Anfang Januar in Kiel zu qualifizieren.
Nun müssen die Stormstädter aufpassen, dass sie nicht auch die Tabellenspitze aus den Augen verlieren. Ein Sieg der Sportvereinigung (29 Punkte) am Sonnabend (14 Uhr) gegen Klassenprimus SV Eichede (37) ist da sozusagen Verfolgerpflicht.
So denkt auch Gerrit Müller, wenn er die morgige Partie als "Neun-Punkte-Spiel" einstuft. "Wenn wir verlieren, ist Eichede elf Punkte weg, dann wird es sehr schwer", sagt der Erfolgsstürmer aus der Stormstadt. Im Hinspiel, als die Husumer 3:1 gewannen, war Müller zwei Mal erfolgreich. Deswegen werden sie diesmal vermutlich besonders auf ihn aufpassen. Aber auch der Goalgetter hat Respekt vor den "Dörflern" aus dem Kreis Stormarn: "Junge Mannschaft, tolle Laufbereitschaft, guter Trainer", so seine bündige Feststellung.
Aber Müller wäre nicht Müller, wenn er nicht auch einen Plan hätte, das Erfolgsteam in die Schranken zu weisen. Und der sieht so aus: "Die jungen Leute machen Fehler. Dann werden sie ungeduldig und wir müssen sie auskontern."
Auf zehn Tore hat es Müller, der auch gerne und erfolgreich Cricket spielt, in dieser Halbserie schon gebracht. Das legt die Frage nahe, wie viele es am Saisonende sein werden. Die Antwort kommt blitzschnell: "20 - wie jedes Jahr."
Klar, er kann es immer noch, der 31-Jährige. Mit dieser Treffsicherheit und mit seiner Verantwortung als zweiter Mannschaftsführer will Müller seinen Beitrag leisten zu einem hohen Saisonziel, das für ihn Meisterschaft und Aufstieg in die Oberliga heißt. "Wer Sportler ist, will immer das Beste erreichen", verkündet der Goalgetter.
"Guter Dinge" vor der Reise nach Nordfriesland ist André Laß. Und ihn schreckt auch nicht, dass seine Mannschaft gegen die Stormstädter bisher noch nicht gewonnen hat. "Angstgegner gibt es für uns nicht mehr", sagt der sportliche Chef des SV Eichede. Beweise hat er einige: "Vorher haben wir gegen Flensburg 08, Kilia Kiel und andere nicht gewonnen, jetzt haben wir sie geschlagen."
Laß' Team, im vergangenen Spieljahr Achter, besticht diesmal durch große Konstanz und hat sich vor 14 Tagen durch einen Sieg bei Kilia Kiel wieder die Tabellenführung geschnappt. Dass seine Jungs (Durchschnittsalter 21) demnächst sogar in der Ostseehalle auftreten, hat sie noch selbstbewusster gemacht. "Wir haben zurzeit unheimlich Freude und unsere Ausgangsposition in Husum ist gut", konstatiert Eichedes Coach.
Sein Husumer Kollege Volker Schallhorn mag eine mögliche Niederlage im Spitzenspiel nicht ins Auge fassen. "Das darf auf keinen Fall passieren", sagt er mit Blick auf die Punktelage und die Stimmung bei der Weihnachtsfeier, die nach der Partie stattfinden soll. "Mehr Laufbereitschaft zeigen als zuletzt und - wie im Hinspiel - die gegnerischen Spitzen sicher kontrollieren", fordert der Coach.
Marcell Voss kann er dabei erneut nicht aufbieten. Der angeschlagene Heider musste erste Spielversuche beim Dienstags-Training abbrechen.
2. Dezember 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
19. ST 10.12.05 SC Comet Kiel Husumer SV 0:3

Husum mit klarem Auswärtssieg!

10.12.2005

Comet Kiel - Husumer SV

0 : 3 (0:0)


Mit einem klaren und insgesamt verdienten Auswärtssieg kehrte die Husumer SV vom letzten Auswärtsspiel des Jahres aus Kiel zurück. Den Erfolg stellte die Elf von Trainer Volker Schallhorn erst in der zweiten Halbzeit sicher, jetzt ging man zielstrebiger zu Werke als der Gastgeber und kam verdientermaßen zu drei Toren. Comet verkaufte sich wie im Hinspiel teuer, machte dem Favoriten das Leben schwer - doch im zweiten Durchgang zeigten die Nordfriesen auch spielerische Klasse und nutzten ihre Chancen.

Comets Trainer Ziesecke sprach nach Spielende von einem verdienten Sieger: »Aufgrund der zweiten Halbzeit hat Husum das Spiel verdient für sich entschieden, war vorne einfach durchschlagskräftiger.« Volker Schallhorn von der Husumer SV sah eine gute Mannschaftsleistung seiner Elf: »Es war kein leichtes Spiel für uns, aber wir haben verdient gewonnen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auch unsere Chancen optimal genutzt.«

Mit einem fulminanten Schuss eröffnete Mark Suemnik das Spiel, aus 16 Metern hämmerte er das Leder auf das Husumer Tor. Torhüter Teubler pflückte den Ball aber gewohnt sicher herunter. Comet versteckte sich nicht, zeigte viel Engagement und Willen. Doch es zeigte sich schnell die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. Wieder stand die Husumer Abwehr sehr sicher, es kamen nur wenige Aktionen der Gastgeber im Strafraumnähe zustande. Ein weiterer Fernschuss von Mark Suemnick (10.), den Teubler sicher parierte, war die einzige Ausbeute der Kieler. Nach einer Viertelstunde bekamen die Husumer das Spiel besser in den Griff, gute Gelegenheiten waren die Folge. Das Mittelfeld wurde jetzt schnell überbrückt, das Tor von Torhüter Ewers in Bedrängnis gebracht. Mit Fußabwehr rettete Ewers in der 16. Minute vor Erion Alla, aus zehn Metern zog der wuselige Mittelfeldspieler ab. Christian Herpel tankte sich vier Minuten später auf der rechten Seite gekonnt durch, sein Geschoss aus 18 Metern wurde wieder vom Torhüter entschärft. Auch in der 27. Minute sollte Ewers Sieger bleiben, diesmal war Gerrit Müller der Leidtragende.

Im zweiten Durchgang spielten die Nordfriesen sehr zielstrebig nach vorne, durch die Einwechselung von Björn Fleige kam sofort mehr Zug ins Husumer Angriffsspiel. In der 51. Minute setzte der Husumer Oldie Michael Petersen gekonnt in Szene, doch aus 14 Metern scheiterte der Schütze am Kieler Keeper. Sechs Minuten später erkämpfte sich Fleige das Leder im Mittelfeld und spielte einen genialen Pass auf die rechte Seite zu Christian Herpel, der mit einem strammen Schuss die fällige Husumer Führung erzielte. Als Herpel wenig später den Ball mustergültig in den Strafraum flankte, verpasste Fleige nur um Zentimeter den Kasten (63.), doch in der 77. Minute war er dann wieder am Torerfolg beteiligt. David Lies hatte das Leder in den Strafraum geflankt, Fleige traf nur das Lattenkreuz. Das Tor erzielte Erion Alla aus kurzer Distanz, im Liegen brachte er den Ball über die Torlinie. Den Schlusspunkt setzte Björn Fleige selbst: Nach herrlicher Vorarbeit von Ingo Cornils, der sich in den Angriff einschaltete, drückte Husums Torjäger den Ball zum 0:3 über die Linie (87.).

Fazit: Nach heftiger Gegenwehr kam die Husumer SV durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zu einem verdienten Auswärtssieg und bleibt auf Tuchfühlung zur Spitzengruppe.
Tore: 0:1 C. Herpel (57.), 0:2 Alla (77.), 0:3 Fleige (87.)
Beste Spieler: Ewers, Witt / Cornils, Alla, Fleige  
Ecken: 8 : 5
Chancen: 3 : 10
Zuschauer: 117
Schiedsrichter: Yayla (Türkischer SV)
Karten: Blazevic (43.), Dehner (82.), Ewers (87.) / - gelb
Aufstellung:

Ewers - Hungerecker - Rodewald, Eggers (16. Dommasch) - Dehner, M. Sümnik (74. Schulz), Gesper, A. Sümnik (70. Rook), Lohmann - Witt, Blazevic.

Teubler - Cornils - Saeltz, Rettkowski - Marohn, Albertsen (46. Fleige), Lies (78. Alim), Alla, C. Herpel - Petersen (67. Schyma), Müller.

  Hl 10.12.2005

Mit Fleige kommt Schwung im Angriff

Husumer SV gewinnt 3:0 bei Comet Kiel / Trainer dankt seinem Torjäger
Fußball-Splitter
Joker stach: Eine Halbzeit lang saß Björn Fleige, Stürmer des Verbandsligisten Husumer SV, auf der Bank, dann legte er los - und wie. Die Tore von Christian Herpel und Erion Alla bereitete er vor, das Tor zum 3:0-Endstand bei Comet Kiel besorgte der Meister selbst. Zwölf Mal hat der Husumer Routinier jetzt schon getroffen, ein Mal mehr als sein Sturmkollege Gerrit Müller.
Verbandsliga-Übersicht
Am letzten kompletten Spieltag vor der Winterpause gab es keine großen Bewegungen in der Tabelle. Der SV Eichede gewann das Spitzenspiel 3:1 gegen Kilia Kiel und hat drei Punkte Vorsprung vor dem SV Henstedt-Rhen (8:0 gegen Bargteheide). Die Husumer SV bleibt nach dem 3:0 bei Comet Kiel Vierter. Flensburg 08 überwintert nach dem 1:3 bei Strand 08 als Tabellen-Achter mit genügend Sicherheitsabstand nach unten. Das Debüt des neuen Trainers Holger Sohrweide steigt erst 2006, die Partie des TSB Flensburg gegen Heide fiel aus.
Kiel (ree) – 3:0 (0:0) gewann Fußball-Verbandsligist Husumer SV bei Comet Kiel - das gleiche Ergebnis wie schon vor drei Wochen im Hinspiel. Und auch diesmal brauchten die Nordfriesen lange, bis der Erfolg gesichert war. "Ich muss mich bei Björn Fleige bedanken, er war an allen drei Toraktionen beteiligt", sagte Husums Trainer Volker Schallhorn. Er hatte seinen Goalgetter erst in der zweiten Halbzeit gebracht.
Und der verpasste der SV dann jenen Angriffsschliff, der vor der Pause noch gefehlt hatte. Großartig, wie Fleige in der 57. Minute aus bedrängter Lage genau in den Lauf von Christian Herpel passte, so dass der zum 0:1 vollenden konnte. Beim 0:2 (77.) war es David Lies, der präzise auf Fleige passte. Der lenkte das Leder an die Latte, den Abpraller verwertete Erion Alla. Drei Minuten vor Schluss traf "der Meister" dann persönlich zum 0:3. Das Dankeschön für eine genaue Flanke bekam diesmal der gute Ingo Cornils.
Vor der Pause war der Tabellenvierte noch fahrlässig mit seinen Gelegenheiten umgegangen. Er traf allerdings auch auf einen großartigen Bernd Ewers im Comet-Tor. Der lenkte Allas Schuss aus Kurzdistanz genauso spektakulär zur Ecke (15.) wie später die guten Versuche von Herpel (20.) und Gerrit Müller (26.). Müller wurde zudem zwei Mal heftig im Strafraum attackiert (3. und 21.), hoffte aber vergebens auf den Elfmeterpfiff. Initiator der Husumer Aktionen war immer wieder René Marohn.
Husums Erfolg war in der zweiten Halbzeit noch einmal in Gefahr. Aber Mario Witt konnte den Ball aus bester Position nicht im Gehäuse unterbringen (62.). Die zweite hochkarätige Möglichkeit der Kieler vereitelte Teubler, als er mit einem tollen Reflex gegen Michael Schulz klärte (80.). Aber zu diesem Zeitpunkt führten die Stormstädter ja schon 2:0. Auch der eingewechselte Ilhan Alim zeigte noch, dass er nicht vergebens mitgereist war. Seinen abgefälschten Freistoß erwischte Ewers erst im letzten Moment (84.).
12. Dezember 2005 · Flensburger Tageblatt

Selbst siegen und auf Kilia hoffen

Zwei Spiele hat die Husumer SV noch in diesem Jahr - bei Comet Kiel soll am Sonnabend (14 Uhr) der Rückstand zur Spitzengruppe in der Fußball-Verbandsliga verringert werden.
Verletzt: Martin Herpel (am Boden) fehlt im Team. Foto: Voss
Husum (Gert Reese) – Mit den "Big Points" in der Fußball-Verbandsliga hat die Husumer SV sich bisher schwer getan. Nur ein Sieg in fünf Spielen gelang gegen jene Klubs, die jetzt das Spitzenquintett bilden. Entsprechend groß ist eingangs der Winterpause der Abstand der Stormstädter zur Tabellenspitze. Um so wichtiger, dass die Schallhorn-Schützlinge sich gegen die "Kleinen" jetzt zu Erfolgen verpflichten. Die erste Gelegenheit dazu besteht am Sonnabend (14 Uhr) bei Comet Kiel.
Gegen den Aufsteiger haben die Husumer vor drei Wochen einen 3:0-Sieg errungen. Aber der kam in dieser Deutlichkeit erst in der Schlussphase zu Stande. Den Nordfriesen steht die Favoritenrolle in dieser Partie daher auch nur bedingt zu. Und auch diesmal gilt: Achtung, der Aufsteiger hat gerade erst gewonnen - am vergangenen Wochenende 2:0 in Bargteheide.
"Das wird keine leichte Aufgabe", sagt Husums Coach Volker Schallhorn, "aber für uns zählen nur drei Punkte." Mit einem Auge schielt der Trainer zur Spitzenbegegnung zwischen dem SV Eichede und Kilia Kiel. Ein Remis oder ein Sieg für Kilia würde ihm am besten in den Kram passen. Denn dadurch hätten die Husumer die Chance, ein kleines Stück näher an die Spitze heranzurücken.
Dass Husum den Landeshauptstädtern im Hinspiel spielerisch über weite Strecken unterlegen war, gibt Schallhorn besonders zu denken. "Im Mittelfeld müssen wir mehr Zweikampf- und mehr Leistungsstärke zeigen", mahnt der Trainer deshalb vor der vorletzten Partie in diesem Jahr.
Beschäftigen wird den Trainer noch bis zum Spieltag, wie er sein Mittelfeld besetzt. Gern würde Schallhorn auch Martin Herpel dabei haben. Aber der hat seit einigen Wochen erhebliche Knöchelprobleme und wird heute bei Dr. Bernd Brexendorf in Kiel behandelt. "Ich könnte ihn gut gebrauchen", sagt Schallhorn.
"Wir müssen endlich mal einen Großen schlagen!", sagt Comets Trainer Wolfhart Ziesicke vor dem Spiel auf dem Kieler Ostufer. Aber er hat Grund zum Optimismus. "Denn im Hinspiel", so der Coach, "waren wir spielerisch wirklich besser als die Husumer. Aber wir haben dumme Fehler gemacht." Darüber hinaus hat die Husumer Mannschaft dem Kieler imponiert. Ziesicke: "Das Herzstück ist die Abwehr mit den großen und kopfballstarken Spielern. Die Angriffsreihe mit Fleige und Müller ist die Beste der Liga." Dank der Effektivität in diesen Mannschaftsteilen haben die Stormstädter im Hinspiel triumphiert. Übrigens: Der letzte Auswärtssieg der Stormstädter liegt schon fast zwei Monate zurück.
9. Dezember 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
FS 26.12.05 Töff-Hallenturnier in Leck   1. Platz

TSV Kropp scheitert im Halbfinale

Hallenfußball: Oberligist belegt in Leck 3. Platz
Ballgeflüster
Unsportliche "Freizeitkicker" nach Hause geschickt
* Im Juni gewann das Team "Macchiavellis" den Töff-Freizeitcup in Leck. Mit dem Turniersieg auf dem 7er-Feld qualifizierten sich die Flensburger für den Töff-Christmas-Cup am 2.Weihnachtstag in der Halle. Hier traten die "Macchiavellis" um Hamoudi El-Sayed, David Kroll (beide ETSV Weiche) und Marcel Hansen (DGF Flensburg) im Spiel gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm äußerst unsportlich auf. Einzig Finn Johannsen (TSB II) distanzierte sich von den Unsportlichkeiten seiner Mitspieler. Höhepunkt war ein brutales Foul gegen Lindholms Marek Hansen, der daraufhin nicht mehr weiter spielen konnte. Nachdem die Aggressivität auch durch einige ausgesprochene Zeitstrafen nicht zu unterbinden war, betrat Veranstalter Tom Maaß das Spielfeld und schickte die "Macchiavellis" kurzer Hand nach Hause. Das wurde von den Zuschauer und den anderen Mannschaften mit einem lautstarken Applaus unterstützt. Im Anschluss wurde das Turnier ruhig und fair weitergespielt. Abends bei der Siegerehrung im "Colle's Pub" hatten sich die Wogen dann wieder geglättet, und die "Macchiavellis" applaudierten den Siegern.
Leck (ez) – Beim Hallenturnier um den 3. Töff-Christmas-Cup in Leck erlebten die rund 300 Zuschauer spannende Fußballspiele. Die Husumer SV, die im Halbfinale den TSV Kropp knapp mit 2:1 bezwungen hatte, holte sich nach Neunmeterschießen gegen Flensburg 08 den Turniersieg.
Kropp gewann das Spiel um Platz drei mit 6:5 nach Neunmeterschießen gegen den SV Enge-Sande.
Als Niels Petersen ausgerechnet seinen letzten Schuss beim Hallen-Fußballturnier am 2. Weihnachtstag in Leck neben das Tor setzte, war der 3. Töff-Christmas-Cup entschieden. Flensburg 08 unterlag im Endspiel der Husumer SV im Neunmeterschießen mit 5:6 (1:1). Petersen durfte sich anschließend zwar mit dem Titel "Bester Spieler des Turniers" und einer Extraprämie von 50 Euro trösten, doch der Turniersieg gegen den Verbandsliga-Konkurrenten wäre dem 08-Stürmer sicherlich lieber gewesen.
Husum sicherte sich mit diesem knappen Erfolg den Turniersieg und eine Prämie von 500 Euro für die Mannschaftskasse. Flensburg 08 durfte sich über 250 Euro freuen. Platz drei und 100 Euro sicherte sich Turnierfavorit TSV Kropp mit einem 4:3-Erfolg im "Shootout" gegen den SV Enge-Sande. "Hut ab vor dem Oberligisten. Kropp hat gezeigt, wie man sportlich fair auch Niederlagen hinnehmen kann", zollte Tom Maaß den Kropper Spielern großes Lob. Zuvor hatte der Turnierveranstalter die mit einer "Wildcard" gestarteten Flensburger Freizeitkicker "Macchiavellis" nach überhartem Spiel ausgeschlossen.
Gut 300 Zuschauer erlebten bei der 3. Auflage ein zwar oft hartes, aber letztlich doch faires Turnier. Die beiden Unparteiischen Erik Chillcot und Alexander Merker hatten in den meist sehr verbissen geführten Spielen alle Hände voll zu tun, lösten ihre Aufgabe aber gut. Wenn es gar zu hart zuging, waren sie schnell mit Zeitstrafen bei der Hand und schickten die Hitzköpfe zum abkühlen auf die Bank.
In der Gruppe A überraschte der SV Enge-Sande. Der Bezirksoberligist startete mit einem 2:1-Sieg gegen den Titelverteidiger Nordostsee-Auswahl und schlug danach den SV Dörpum mit 3:0. Gegen die beiden Verbandsligisten Husumer SV (1:1) und TSB Flensburg (0:0) erkämpften sich die Nordfriesen zwei Remis. Erst mit einem Tor in letzter Minute von Stephan Christiansen zum 3:2-Sieg über die Töff-Allstars sicherte sich Enge-Sande als Gruppensieger den Einzug ins Halbfinale. Denn sowohl Husum (1:2 gegen TSB) wie auch TSB (1:3 gegen die NO-Auswahl) leisteten sich eine Niederlage. Am Ende hatte Husum gegenüber TSB das bessere Torverhältnis und schaffte ebenfalls den Sprung ins Halbfinale.
In der Gruppe B unterstrichen die Favoriten TSV Kropp und Flensburg 08 ihre Ambitionen. Einzig im direkten Duell zwischen dem Oberligisten und dem Verbandsligisten ließen beide Mannschaften beim 1:1 Punkte. Kropp sicherte sich mit dem besseren Torverhältnis den Gruppensieg vor 08. Abgeschlagen landeten SV Frisia 03 Risum-Lindholm (7), FC Langenhorn (6) und MTV Leck (4) auf den Plätzen.
Im ersten Halbfinale begann Husum mit viel Druck gegen den Favoriten. Sebastian Saeltz (2.) sorgte für das frühe 1:0. Dann jedoch kam der TSV Kropp besser ins Spiel, rannte sich jedoch immer wieder fest. Ausgerechnet in Unterzahl - Sven Zeidler saß zwei Minuten auf der Bank - schaffte Christian Heider (7.) den 1:1-Ausgleich. Aber Husum behielt die Nerven, spielte die Überzahl aus und Christian Herpel (7.) sorgte mit dem 2:1 für die Entscheidung.
Im zweiten Halbfinale sorgte Christian Jürgensen (4.) mit einem fulminanten Distanzschuss für den 1:0-Sieg von Flensburg 08. Enge-Sande stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage, aber der gute 08-Torhüter Tim Martensen war nicht zu bezwingen.
Im Endspiel schenkten sich die beiden Verbandsligisten nichts. André Schyma (2.) brachte Husum mit 1:0 in Front, aber schon im Gegenzug sorgte Nils Petersen (3.) für den Ausgleich. Da auch die Verlängerung keine Entscheidung brachte, musste das Neunmeterschießen über den Turniersieg entscheiden. Sowohl Tim Martensen (08) wie auch Melf Molina (HSV) parierten jeweils einmal. David Lies traf für Husum zum 6:5. Das Ende ist bekannt, denn ausgerechnet beim wichtigsten Schuss zeigte der ansonsten sichere Niels Petersen Nerven und schoss vorbei.
Als bester Torhüter des Turniers wurde Pay Nielsen (SV Enge-Sande) mit 50 Euro belohnt, und zum Torschützenkönig avancierte Sven Zeidler vom TSV Kropp mit sieben Treffern, der allein beim 6:0 gegen den SV Frisia 03 vier Mal erfolgreich war. Beste Mannschaft des ehemaligen Kreises Südtondern und damit Sieger der Sonderprämie über 150 Euro der VR Bank wurde der SV Enge-Sande. Auf dem Turnier wurden zudem 160 Euro für die Mukoviszidose-Stifung gesammelt. Tom Maaß stockte die Summe auf 300 Euro auf.
30. Dezember 2005 · Eckernförder Zeitung

Der beste Spieler zeigte im "Shootout" Nerven

Beim Hallenturnier um den 3. Töff-Christmas-Cup in Leck erlebten die rund 300 Zuschauer spannende Fußballspiele. Die Husumer SV holte sich nach Neunmeterschießen gegen Flensburg 08 den Turniersieg.
Großer Auftritt für die Kleinen: Lecker Jugendfußballer liefen mit den Spielern zum Finale auf. Foto: Wrege
Leck (Wolfgang Pustal) – Als Niels Petersen ausgerechnet seinen letzten Schuss beim Hallen-Fußballturnier am 2. Weihnachtstag in Leck neben das Tor setzte, war der 3. Töff-Christmas-Cup entschieden. Flensburg 08 unterlag im Endspiel der Husumer SV im Neunmeterschießen mit 5:6 (1:1). Petersen durfte sich anschließend zwar mit dem Titel "Bester Spieler des Turniers" und einer Extraprämie von 50 Euro trösten, aber der Turniersieg gegen den Verbandsliga-Konkurrenten wäre dem 08-Stürmer lieber gewesen.
Verbandsliga-Duell: Husum (weiße Trikots) setze sich gegen Flensburg 08 durch.
Husum sicherte sich mit diesem knappen Erfolg den Turniersieg und eine Prämie von 500 Euro für die Mannschaftskasse. Flensburg 08 durfte sich über 250 Euro freuen. Platz drei und 100 Euro sicherte sich Turnierfavorit TSV Kropp mit einem 4:3-Erfolg im "Shootout" gegen den SV Enge-Sande. "Hut ab vor dem Oberligisten. Kropp hat gezeigt, wie man sportlich fair auch Niederlagen hinnehmen kann", zollte Tom Maaß den Kropper Spielern großes Lob. Zuvor hatte der Turnierveranstalter die mit einer "Wildcard" gestarteten Flensburger Freizeitkicker "Macchiavellis" nach überhartem Spiel ausgeschlossen.
Gut 300 Zuschauer erlebten bei der 3. Auflage ein zwar oft hartes, aber letztlich doch faires Turnier. Die beiden Unparteiischen Erik Chillcot und Alexander Merker hatten in den meist sehr verbissen geführten Spielen alle Hände voll zu tun, lösten ihre Aufgabe aber gut. Wenn es gar zu hart zuging, waren sie schnell mit Zeitstrafen bei der Hand und schickten die Hitzköpfe zum abkühlen auf die Bank.
In der Gruppe A überraschte der SV Enge-Sande. Der Bezirksoberligist startete mit einem 2:1-Sieg gegen den Titelverteidiger Nordostsee-Auswahl und schlug danach den SV Dörpum mit 3:0. Gegen die beiden Verbandsligisten Husumer SV (1:1) und TSB Flensburg (0:0) erkämpften sich die Nordfriesen zwei Remis. Erst mit einem Tor in letzter Minute von Stephan Christiansen zum 3:2-Sieg über die Töff-Allstars sicherte sich Enge-Sande als Gruppensieger den Einzug ins Halbfinale. Denn sowohl Husum (1:2 gegen TSB) wie auch TSB (1:3 gegen die NO-Auswahl) leisteten sich eine Niederlage.
Am Ende hatte Husum gegenüber TSB das bessere Torverhältnis und schaffte ebenfalls den Sprung ins Halbfinale.
In der Gruppe B unterstrichen die Favoriten TSV Kropp und Flensburg 08 ihre Ambitionen. Einzig im direkten Duell zwischen dem Oberligisten und dem Verbandsligisten ließen beide Mannschaften beim 1:1 Punkte. Kropp sicherte sich mit dem besseren Torverhältnis den Gruppensieg vor 08. Abgeschlagen landeten SV Frisia 03 Risum-Lindholm (7), FC Langenhorn (6) und MTV Leck (4) auf den Plätzen.
Im ersten Halbfinale begann Husum mit viel Druck gegen den Favoriten. Sebastian Saeltz (2.) sorgte für das frühe 1:0. Dann jedoch kam der TSV Kropp besser ins Spiel, rannte sich jedoch immer wieder fest. Ausgerechnet in Unterzahl - Sven Zeidler saß zwei Minuten auf der Bank - schaffte Christian Heider (7.) den 1:1-Ausgleich. Aber Husum behielt die Nerven, spielte die Überzahl aus und Christian Herpel (7.) sorgte mit dem 2:1 für die Entscheidung.
Im zweiten Halbfinale sorgte Christian Jürgensen (4.) mit einem fulminanten Distanzschuss für den 1:0-Sieg von Flensburg 08. Enge-Sande stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage, aber der gute 08-Torhüter Tim Martensen war nicht zu bezwingen.
Im Endspiel schenkten sich die beiden Verbandsligisten nichts. André Schyma (2.) brachte Husum mit 1:0 in Front, aber schon im Gegenzug sorgte Nils Petersen (3.) für den Ausgleich. Da auch die Verlängerung keine Entscheidung brachte, musste das Neunmeterschießen über den Turniersieg entscheiden. Sowohl Tim Martensen (08) wie auch Melf Molina (HSV) parierten jeweils einmal. David Lies traf für Husum zum 6:5. Das Ende ist bekannt, denn ausgerechnet beim wichtigsten Schuss zeigte der ansonsten sichere Niels Petersen Nerven und schoss vorbei.
Als bester Torhüter des Turniers wurde Pay Nielsen (SV Enge-Sande) mit 50 Euro belohnt, und zum Torschützenkönig avancierte Sven Zeidler vom TSV Kropp mit sieben Treffern, der allein beim 6:0 gegen den SV Frisia 03 vier Mal erfolgreich war. Beste Mannschaft des ehemaligen Kreises Südtondern und damit Sieger der Sonderprämie über 150 Euro der VR Bank wurde der SV Enge-Sande. Auf dem Turnier wurden zudem 160 Euro für die Mukoviszidose-Stifung gesammelt. Tom Maaß stockte die Summe auf 300 Euro auf.
28. Dezember 2005 · Flensburger Tageblatt

TSV Kropp spielt bei stark besetztem Turnier in Leck

Töff-Christmas-Cup am 2. Weihnachtsfeiertag
Leck (pu) - Die Besetzung ist "vom Feinsten". Für das Fußball-Hallenturnier um den 3. Töff-Christmas-Cup am 2. Weihnachtstag in der Lecker Nordfrieslandhalle haben zwölf hochkarätige Mannschaften ihre Teilnahme zugesagt.
Von 14 Uhr an spielen folgende Mannschaften um Tore, Punkte und ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro für die Mannschaftskasse: TSV Kropp (Oberliga), Husumer SV, Flensburg 08, TSB Flensburg (alle Verbandsliga), FC Langenhorn, SV Dörpum, SV Enge-Sande, SV Frisia 03 Risum-Lindholm (alle Bezirksoberliga) und der MTV Leck (Bezirksliga). Damit nicht genug: Mit von der Partie ist auch das Veranstalter-Team der Töff-Allstars, der Freizeitcupsieger 2005 "Makevellis" sowie der Titelverteidiger von der Nord-Ostsee-Prominentenauswahl um Uwe Bracht. Spannender Hallenfußball ist damit - wie im Vorjahr auch - wieder garantiert.
Einen Sonderpreis stiftet die VR-Bank: Das beste Team aus dem ehemaligen Kreis Südtondern erhält eine "finanzielle Spritze" von 150 Euro für die Mannschaftskasse. Prämiert werden außerdem der beste Spieler, der beste Torwart sowie der Torschützenkönig.
Im Rahmenprogramm des Turniers ist für musikalische Unterhaltung und Moderation gesorgt und vor den Halbfinalpartien findet ein kurzes Einlagespiel der jüngsten MTV-Fußballer statt. Die offizielle Siegerehrung und die Players-Night beginnen gegen 21 Uhr in "Colles Pub".
24. Dezember 2005 · Landeszeitung

Töff-Christmas-Cup: Top-Besetzung in Leck

Szene aus dem Vorjahres-Finale: Der Lindholmer Martensen (re.) kann sich von einem Gegner lösen, wird aber wenig später vom Graef (Nr. 6) gestoppt. Die Nord-Ostsee-Auswahl) siegte 6:4. Foto: Wrege
Leck (pu) - Die Besetzung ist "vom Feinsten". Für das Fußball-Hallenturnier um den 3. Töff-Christmas-Cup am 2. Weihnachtstag in der Lecker Nordfrieslandhalle haben zwölf Teams zugesagt. Von 14 Uhr an spielen folgende Mannschaften um Tore, Punkte und 1000 Euro Preisgeld:
TSV Kropp (Oberliga), Husumer SV, Flensburg 08, TSB Flensburg (alle Verbandsliga), FC Langenhorn, SV Dörpum, SV Enge-Sande, SV Frisia 03 Risum-Lindholm (alle Bezirksoberliga) und der MTV Leck (Bezirksliga). Damit nicht genug: Mit von der Partie ist auch das Veranstalterteam der Töff-Allstars, der Freizeitcupsieger 2005 "Makevellis" sowie der Titelverteidiger von der Nord-Ostsee-Prominentenauswahl um Uwe Bracht. Spannender Hallenfußball ist damit - wie im Vorjahr auch - wieder garantiert.
Einen Sonderpreis stiftet die VR-Bank: Das beste Team aus dem ehemaligen Kreis Südtondern erhält eine "finanzielle Spritze" von 150 Euro für die Mannschaftskasse. Prämiert werden außerdem der beste Spieler, der beste Torwart sowie der Torschützenkönig.
Im Rahmenprogramm des Fußball-Hallenturniers ist für musikalische Unterhaltung und Moderation gesorgt und vor den Halbfinal-Begegnungen findet ein kurzes Einlagespiel der jüngsten MTV-Fußballer statt.
Die offizielle Siegerehrung und die Players-Night beginnen gegen 21 Uhr in "Colles Pub".
23. Dezember 2005 · Flensburger Tageblatt

Top-Besetzung in Leck

Töff-Christmas-Cup am 2. Weihnachtsfeiertag
Volles Haus, motivierte Spieler - das wünschen sich die Organisatoren des 3. Töff-Christmas-Cup in der Nordfrieslandhalle. Foto: Staudt
Leck (pu) - Die Besetzung ist "vom Feinsten". Für das Fußball-Hallenturnier um den 3. Töff-Christmas-Cup am 2. Weihnachtstag in der Lecker Nordfrieslandhalle haben zwölf Teams zugesagt. Von 14 Uhr an spielen folgende Mannschaften um Tore, Punkte und 1000 Euro Preisgeld:
TSV Kropp (Oberliga), Husumer SV, Flensburg 08, TSB Flensburg (alle Verbandsliga), FC Langenhorn, SV Dörpum, SV Enge-Sande, SV Frisia 03 Risum-Lindholm (alle Bezirksoberliga) und der MTV Leck (Bezirksliga). Damit nicht genug: Mit von der Partie ist auch das Veranstalterteam der Töff-Allstars, der Freizeitcupsieger 2005 "Makevellis" sowie der Titelverteidiger von der Nord-Ostsee-Prominentenauswahl um Uwe Bracht. Spannender Hallenfußball ist damit - wie im Vorjahr auch - wieder garantiert.
Einen Sonderpreis stiftet die VR-Bank: Das beste Team aus dem ehemaligen Kreis Südtondern erhält eine "finanzielle Spritze" von 150 Euro für die Mannschaftskasse. Prämiert werden außerdem der beste Spieler, der beste Torwart sowie der Torschützenkönig.
Im Rahmenprogramm des Turniers ist für musikalische Unterhaltung und Moderation gesorgt und vor den Halbfinalpartien findet ein kurzes Einlagespiel der jüngsten MTV-Fußballer statt.
Die offizielle Siegerehrung und die Players-Night beginnen gegen 21 Uhr in "Colles Pub".
22. Dezember 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
FS 08.01.06 tecis Cup in Flensburg   Vorrunde

Spannendes Finale: 08 verliert gegen Holstein Kiel

Vor der großartigen Kulisse von 800 Zuschauern war das größte Fußballturnier der Region in der Fördehalle wieder ein großer Erfolg. Der vom Polizei SV Flensburg zum siebten Mal veranstaltete Tecis-Cup wurde in einem dramatischen Finale entschieden. Lokalmatador Flensburg 08 führte bereits mit 2:0, musste sich am Ende jedoch 2:3 dem Oberligisten von KSV Holstein Kiel II geschlagen geben.
Szene aus der Partie Husumer SV gegen die Flensburg Auswahl: Tim Sohrweide klärt gegen den Husumer Michael Petersen. Foto: Dewanger
Flensburg (Wilfried Simon) – Den dritten Platz sicherte sich der TSV Kropp im Neun-Meter-Schießen mit 3:2 gegen die überraschend starke Flensburg Auswahl.
Bereits in den Vorrundenspielen wurde ausgezeichneter Hallenfußball geboten. Viele Spiele hatten sehr knappe Resultate und waren teilweise hart umkämpft. Die Grenzen der Fairness wurden aber kaum überschritten. Die Schiedsrichter hatten keine nennenswerten Probleme mit der Leitung der Spiele. "Die Spieler hatten wenig zu beanstanden", sagte Schiedsrichter Bernd Bleitzhofer (ETSV Weiche).
In der Gruppe A waren die Verhältnisse relativ schnell geklärt. Oberligist TSV Kropp setzte sich als Gruppenerster bei Punktgleichheit (zehn Punkte) nur auf Grund des besseren Torverhältnisses (10:3) gegenüber dem Überraschungsteam, der Flensburg Auswahl (10:5 Tore), durch. Die großen Enttäuschungen in dieser Gruppe waren der Husumer SV und die hochgehandelten dänischen Hallenspezialisten von SUB Sonderborg. Im Rahmen seiner Möglichkeiten präsentierte sich die Spieler des Veranstalters PSV Flensburg.
In der Gruppe B ging es wesentlich enger zu. Flensburg 08 qualifizierte sich problemlos für das Halbfinale. Während sich die punktgleichen Mannschaften von Holstein Kiel II, FC Sydvest 05 und TSB Flensburg um den zweiten Semifinalplatz stritten. Das besseren Torverhältnis sprach letztlich für die Landeshauptstädter. Trotz des vorzeitigen Ausscheidens war TSB-Coach Holger Sohrweide mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Bis auf das indiskutable 0:5 gegen Flensburg 08, haben wir in den anderen drei Spielen recht guten Fußball geboten. Leider hat es fürs Weiterkommen nicht gereicht."
Im ersten Halbfinale brachte sich Oberligist Holstein Kiel II gegen den Ligakonkurrenten TSV Kropp sehr schnell mit 2:0 auf die Siegerstraße. Die Kropper wurden zwar gegen Ende Partie stärker, konnten die Niederlage jedoch nicht verhindern. Im zweiten Halbfinale zwischen Flensburg 08 und der Flensburg Auswahl hieß es nach der regulären Spielzeit 2:2. Beim Neun-Meter-Schießen hatten die Blau-Gelben den längeren Atem. Sie gewannen mit 3:2 und standen somit als zweiter Finalist fest.
Das Spiel um den dritten Platz entschied der TSV Kropp mit 3:2 nach Neun-Meter-Schießen gegen die Flensburg-Auswahl für sich. Auswahl-Trainer Holger "Longo" Baasch war stolz auf seine Truppe: "Die Leistung des Teams war großartig. Das Erreichen des Halbfinales war das Optimum. Es brachte richtig Spaß, diese Jungs zu coachen."
Verdientermaßen standen mit Holstein Kiel II und Flensburg 08 die beiden besten Mannschaften im Finale. Nullacht hatte den besseren Start und führte durch die Treffer von Nils Petersen und Enrico Canal schnell mit 2:0. Aber der anfangs recht pomadig agierende Favorit aus Kiel wurden mit zunehmender Spielzeit stärker. Marius Zmijak, Timo Bruns und Florian Meyer drehten mit ihren Treffern noch Partie und sicherten den Störchen somit den Turniersieg.
Neben dem Siegerscheck von 400 Euro entführten sie auch den Wanderpokal in die Landeshauptstadt. Zudem wurde Holstein-Spieler Hadel Guemari nicht nur als bester Torschütze (sechs Treffer), sondern auch als bester Spieler geehrt. Tim Sohrweide von der Flensburg Auswahl war bester Torhüter.
Nach diesem erneut gelungenen Fußball-Spektakel zog auch Chef-Organisator Dirk Grünberg ein positives Fazit: "Dieses beste Hallenfußball-Turnier der Region hat meine Erwartung wieder voll erfüllt. Alles hat sehr gut geklappt. Die Mühen haben sich gelohnt. Ein großes Lob gilt meinem Team, was mich großartig unterstützt hat. Wir freuen uns auf 2006."
09. Januar 2006 · Flensburger Tageblatt

TSV Kropp will Turniersieg verteidigen

Flensburg (lz) – Am Sonntag veranstaltet der Polizei SV Flensburg zum siebten Mal das attraktivste Fußballturnier in der Region. Mit dabei ist auch Oberligist TSV Kropp. Ab 11 Uhr kicken in der Flensburger Fördehalle zehn Mannschaften beim Tecis-Cup um Prämien von insgesamt 1 000 Euro. Der Eintritt ist frei. Aus der Oberliga wollen der derzeitige Tabellenachte Holstein Kiel II und Titelverteidiger TSV Kropp für sehenswerte Kabinettstückchen sorgen. Weiter dabei: Husumer SV, Flensburg 08, TSB Flensburg, SUB Sonderborg, FC Sydvest 05, Schleswig 06, eine Flensburg-Auswahl und ein Team des Veranstalters.Aus der Oberliga wollen der derzeitige Tabellenachte Holstein Kiel II und Titelverteidiger TSV Kropp für sehenswerte Kabinettstückchen sorgen. Mit der Husumer SV, Flensburg 08 und TSB Flensburg geben die drei Nordvertreter der Verbandsliga ihre Visitenkarte in der Fördehalle ab. Internationales Flair mit sicherlich hohem technischen Anspruch sollen die beiden dänischen Mannschaften SUB Sonderborg und der letztjährige Finalist FC Sydvest 05 dem Turnier verleihen. Komplettiert wird das Feld durch den Bezirksoberligisten Schleswig 06, eine Flensburg-Auswahl und ein Team des Veranstalters.
07. Januar 2006 · Landeszeitung

Zum Nulltarif: Fußball-Spektakel in der Fördehalle

Auf in die Halle! Am Sonntag veranstaltet der Polizei SV Flensburg zum siebten Mal das attraktivste Fußballturnier in der Region. Ab 11 Uhr kicken in der Flensburger Fördehalle zehn Mannschaften beim Tecis-Cup um Prämien von insgesamt 1000 Euro. Der Eintritt ist frei.
Szene aus dem Vorjahr zwischen Flensburg 08 (Ove Bosholm/re.) und der Flensburg-Auswahl (Rolf Nielsen). Nullacht siegte zwar mit 3:0, nach der Vorrunde war aber für beide Teams aus der Fördestadt Endstation. Foto: Staudt
Flensburg (Wilfried Simon) – Ab 11 Uhr kicken in der Flensburger Fördehalle zehn Mannschaften beim Tecis-Cup um Prämien von insgesamt von 1000 Euro. Der Eintritt ist frei. Chef-Organisator Dirk Grünberg hofft beim PSV-Cup wieder auf eine so gute Resonanz wie in den vergangenen Jahren: "Wir haben erneut einen illustren Kreis von Mannschaften zusammengestellt, der sicherlich begeisternden Hallenfußball bieten wird."
Aus der Oberliga wollen der derzeitige Tabellenachte Holstein Kiel II und Titelverteidiger TSV Kropp für sehenswerte Kabinettstückchen sorgen. Mit der Husumer SV, Flensburg 08 und TSB Flensburg geben die drei Nordvertreter der Verbandsliga ihre Visitenkarte in der Fördehalle ab. Internationales Flair mit sicherlich hohem technischen Anspruch sollen die beiden dänischen Mannschaften SUB Sonderborg und der letztjährige Finalist FC Sydvest 05 dem Turnier verleihen. Komplettiert wird das Feld durch den Bezirksoberligisten Schleswig 06, eine Flensburg-Auswahl und ein Team des Veranstalters.
06-Trainer Detlev Hinrichs, der dem Hallenfußball wegen der Verletzungsgefahr kritisch gegenübersteht, sieht sein Team in diesem illustren Kreis als krassen Außenseiter. Der Coach will aber mit gutem Fußball überraschen. "Wir wollen die großen Mannschaften ein wenig ärgern", sagt Hinrichs.
In zwei Gruppen mit jeweils fünf Mannschaften werden die Halbfinalisten ermittelt. Danach wird der Turniersieger im K.o.-System ausgespielt. Die Spieldauer beträgt in der Vorrunde 12 Minuten, ab den Semifinals sind es jeweils 15 Minuten. Neben dem Wanderpokal winken den besten Teams wieder Geldpreise. Der Siegerscheck beträgt 400 Euro, der Zweite erhält 250 Euro, und der Drittplatzierte gewinnt 150 Euro. Auch die nachfolgend platzierten Mannschaften bekommen noch Geldprämien oder Sachpreise. Zudem werden der beste Spieler, der beste Torhüter und der Torschützenkönig geehrt.
Damit dieses große Turnier auch den nötigen Rahmen findet, haben alle Zuschauer wiederum freien Eintritt. "Weitere Aktionen neben dem Spielfeld sollen den Fans zusätzlichen Anreiz bieten, um am Sonntag den Weg in die Fördehalle zu finden", sagt Grünberg. Neben dem Torwandschießen der Jugendabteilung des PSV wird es wieder eine riesige Tombola mit zahlreichen attraktiven Preisen geben. Für das leibliche Wohl wird mit kleinen Snacks und Getränken gesorgt. Für die Unterhaltung sorgt als Hallensprecher DJ Jens Walter.
06. Januar 2006 · Flensburger Tageblatt

PSV-Cup: Das Beste aus dem Norden

Holstein Kiel II

Die Landeshauptstädter treten mit der U-23-Auswahl des aktuellen Regionalliga-Spitzenreiters an. Zum Kader von Holstein-Coach "Mecki" Brunner gehören auch zwei Flensburger. Die Ex-08er Sascha Schwarzwald und Heiko Petersen werden sicherlich schon mit großer Freude der Vorrundenpartie gegen ihre ehemaligen Mannschaftskameraden entgegen fiebern. PSV-Organisator Dirk Grünberg hatte zwar gehofft, die Liga-Mannschaft von Frank Neubarth verpflichten zu können, aber das klappte aus terminlichen Gründen nicht. "Vielleicht haben wir nächstes Jahr mehr Glück, wenn Holstein dann als Zweitligist bei uns antritt."

TSV Kropp

Der Titelverteidiger hat eine nicht sonderlich glückliche Vorrunde in der Oberliga hinter sich. Aber vielleicht bringen die kommenden Hallenturniere dem Aufsteiger einen zusätzlichen Motivationsschub, um das angestrebte Saisonziel Klassenerhalt noch zu erreichen. Hallen-Spezialisten sind die Schützlinge von Trainer Helmut Schimmer auf jeden Fall. Den PSV-Cup wollen sie nutzen, um bestens vorbereitet eine Woche später in der Ostseehalle beim SHFV-Masters den Regionalliga-Spitzenteams Holstein Kiel und VfB Lübeck Paroli zu bieten. Im vergangenen Jahr wurde Kropp immerhin Vizemeister.

Husumer SV

Die Nordfriesen haben zwar schon häufig an dem Turnier teilgenommen, konnten aber noch nie den Cup aus der Fördehalle entführen. Eine besondere Brisanz bietet sicherlich das Aufeinandertreffen des Husumer Neuzuganges Guido Gehrke mit seinem ehemaligen Team von TSV Kropp bereits in der Vorrunde. Gehrke war als Kropper Spielertrainer in der Hinrunde nach zahlreichen Irritationen ausgeschieden und hatte sich dann der Husumer SV angeschlossen.

Flensburg 08

Der Verbandsligist hat mit seinem jungen Team in der Hinrunde einen tollen Fußball gespielt und überwintert nicht zu unrecht als Tabellenachter. Dass die Nullachter auch begeisternden Hallenfußball spielen können, ist hinlänglich bekannt. Auch den PSV-Cup gewann das Team von Bodo Schmidt in den Jahren 2000 und 2004 bereits zwei Mal. Jetzt soll der Pott zum dritten Mal an das Ostufer geholt werden.

TSB Flensburg

Beim TSB haben sich vor der Winterpause nach zuletzt erfolglosen Spielen hinsichtlich der sportlichen Leitung personelle Veränderungen gegeben. Der neue Coach Holger Sohrweide wird sicherlich ein schlagkräftiges Team aufbieten, um die Farben des TSB anständig zu vertreten und möglicherweise den Cup-Sieg von 2003 zu wiederholen. Aber das Hauptaugenmerk dürfte beim Verbandsliga-Schlusslicht auf den 4. Februar gerichtet sein. Dann erwarten die TSBer im Nachholspiel den Heider SV auf dem Eckenerplatz.

Schleswig 06

Die Schleistädter nehmen zu ersten Mal am PSV-Cup teil. Trainer Detlev Hinrichs will sich mit seinem Team möglichst gut verkaufen. Über gute technische Fertigkeiten verfügen seine Spieler ja, so dass sie den einen oder anderen vermeintlich Großen ärgern können.

SUB Sonderborg

Die dänischen Hallenspezialisten laufen nach einjähriger Abstinenz wieder in der Fördehalle auf, um ihren Triumph von 2001 zu wiederholen. Das Team von Manager Kent Lorentzen ist nach einer erfolgreichen Saison nicht nur wieder aus der Serie 1 aufgestiegen, sondern hat sich für die dänische Hallen-Meisterschaft qualifiziert.

FC Sydvest 05

Altbekannte Gesichter prägen das Bild von Sydvest 05. Mit Sören Gram, Jörgen Kristensen und Yannik Clausen haben sie Spieler in ihren Reihen, die noch vor nicht allzu langer Zeit für den Verbandsligisten Flensburg 08 die Stiefel schnürten. Im vergangenen Jahr unterlagen die Dänen nur knapp durch ein Last-Minute-Tor im Finale gegen den TSV Kropp mit 3:4.

Flensburg-Auswahl

Für besonderen Glanz in der Fördehalle soll wieder die Flensburg-Auswahl sorgen. Sie wird erneut von "Longo" Baasch gecoacht. Er wird sicherlich wieder aus bekannten Größen des Flensburger Fußballs eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen. Diesmal wirken Marc Peetz, Bernd Jensen, Dennis Peper, Marc Drobny sowie möglicherweise einige Spieler aus der Nord-Ostsee-Auswahl mit.

Polizei SV Flensburg

Das Feld wird komplettiert durch das Kreisliga-Team des Veranstalters. PSV-Coach Tom Viebrock wird nichts unversucht lassen, als krasser Außenseiter für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. (wsi)

06. Januar 2006 · Flensburger Tageblatt

Nachrichten: Husumer SV spielt beim TSV Kropp

Jahresrückblick
Zugang: Im Frühjahr schaffte Guido Gehrke als Spielertrainer mit dem TSV Kropp den Aufstieg in die Fußball-Oberliga. Mit der Husumer SV will der Ende September in Kropp entlassene Gehrke nun einen neuen Anlauf unternehmen - der 33-Jährige spielt vom 1. Januar an für den Tabellenvierten der Verbandsliga
Husum/sh:z - Den ersten (erfolgreichen) Hallen-Auftritt haben die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV beim "Töff-Christmas-Cup" hinter sich gebracht. Anfang Januar bittet Trainer Volker Schallhorn seine Akteure wieder zum Training, dann wird auch Neuzugang Guido Gehrke (vom TSV Kropp) mit von der Partie sein. Am Sonntag, 8. Januar, spielen die Nordfriesen beim hochkarätig besetzten PSV-Cup in der Flensburger Fördehalle. Mit von der Partie sind unter anderem Holstein Kiel II, TSV Kropp (beide Oberliga), Flensburg 08, TSB Flensburg (beide Verbandsliga) sowie je zwei Teams aus Dänemark und Flensburg. Am Mittwoch, 11. Januar, steht das Freiluft-Gastspiel beim Oberligisten TSV Kropp auf dem Programm, am Sonnabend, 21. Januar, gastieren die Husumer beim Hallenturnier in Meldorf.
Um Verbandsliga-Punkte geht es erst wieder im Februar. Am Sonnabend, 4. Februar, soll nun endlich das schon einmal verlegte und dann ausgefallene Spiel gegen den VfB Lübeck ausgetragen werden, eine Woche später kommt der Heider SV ins Friesenstadion.
29./31. Dezember 2005 ·Nordfriesland Sport
  11.01.06 Zwischenbilanz    

Inhalt 28

Husum verliert sein Ziel nicht aus den Augen

"Gas geben", fordert Volker Schallhorn, Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. In der Rückrunde wollen die Nordfriesen die Aufholjagd Richtung Oberliga starten.
Husum – Am Montagabend ist die Husumer SV wieder ins Training eingestiegen. Alle "Cracks" des Fußball-Verbandsligisten waren noch nicht dabei, aber 15 Aktive waren es doch, die Coach Volker Schallhorn zum frostigen Auftakt begrüßte. Darunter Guido Gehrke, der sich beim Hallenturnier in Flensburg schon mit den neuen Kameraden bekannt gemacht hatte
"Ich bin gut aufgenommen worden, die Jungs sind okay", sagte der Ex-Kropper, von dem man sich in der Stormstadt einen Schub in Sachen Spielkultur und Durchsetzungskraft verspricht. In welcher Position, darüber macht der Trainer noch keine konkreten Angaben. "Wir werden sehen, wo er uns am besten hilft", so Schallhorn.
Die Konditionsrunden am Montag absolvierten auch Marcell Voss, der nach längerer Verletzungspause wieder im Team Fuß fassen will, und Lars Hermann, der von einem Abstecher zum TSV Süderlügum zurückgekehrt ist.
Die eingleisige Oberliga bleibt das große Ziel der Husumer. "Wir werden alles daransetzen, um es diesmal zu schaffen", betont Rolf von Bartikowsy, der erste Vorsitzende des Tabellenvierten. Dass der Abstand zum Spitzenreiter SV Eichede acht Punkte beträgt, schreckt ihn nicht: "Diese Konstellation zur Halbserie hatten wir ja ähnlich schon mal." In der Tat: Die Husumer SV ist in der zweiten Halbserie gelegentlich schon zu großer Form aufgelaufen. Volker Schallhorn sieht gute Chancen, den Tabellenführer noch zu packen: "Wir müssen eben Gas geben, auch im Training."
Über das Auftaktprogramm nach der Winterpause können die Stormstädter nicht meckern. Zwei Heimspielen gegen VfB Lübeck II (4. Februar) und Heider SV (11. Februar) folgt das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten TSB Flensburg. Am 25. Februar gastiert mit dem SV Henstedt/Rhen ein direkter Aufstiegskonkurrent. Fünf Punkte und zwei Tabellenplätze liegen die "Rand-Hamburger" vor den Husumern. Auch da muss also noch Distanz vermindert werden.
Schallhorn hat einige Testspiele vereinbart. Am Sonntag (14 Uhr, Fanbus 11.30 Uhr ab Clubheim) geht es zum VfR Neumünster, der ja (noch) in eben der Klasse spielt, in der sich Husum so gern versuchen würde. Am 28. Januar gibt es ein Heimspiel gegen den Marner TV, am 31. Januar ein Gastspiel beim FC Langenhorn.
11. Januar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 15.01.06 VfR Neumünster Husumer SV 0:2

Auftaktsieg auf rutschigem Boden

Husumer SV gewinnt 2:0 in Neumünster / Kropp-Spiel erneut abgesagt
In Bedrängnis: Gerrit Müller (rechts) im Zweikampf mit Neumünsters Jörg Zenker. Foto: Schmuck
Neumünster (sas) – Gelungener Jahresauftakt für die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV: Das erste Testspiel unter freiem Himmel gewannen die Schützlinge von Trainer Volker Schallhorn beim Oberligisten VfR Neumünster 2:0 (1:0). Schallhorn kommentierte: "Wir haben uns auf den Boden besser eingestellt und verdient gewonnen. Wir haben gut Fußball gespielt. Neue Erkenntnisse gab es allerdings nicht, deshalb sollte man den Sieg nicht überbewerten."
Zwei Abstauber-Tore sorgten für den HSV-Erfolg. Nachdem VfR-Keeper Lennart Rotetzki gegen André Schyma noch gut abgewehrt hatte, schob der mitgelaufene Gerrit Müller zum 0:1 ein (28.). In der 65. Minute glänzte dann Müller als unfreiwilliger Vorbereiter. Er marschierte alleine auf Rotetzki zu, visierte aber nur den Pfosten an. Erion Alla reagierte blitzschnell und drückte die Kugel mühelos zum 0:2 in die Maschen.
VfR Neumünster: Rotetzki - Zenker, Niedermeyer, Ergün (46. Jahnsen) - Siedschlag, Ruzic, Bagemiel, Amponsah (46. Yücel) - Gashi, Laubinger (71. Brunotte), Celik (46. M. Möller).
Husumer SV: Teubler - Herpel - Schyma, Rettkowski, Albertsen - Voß (66. Steglich), Gehrke (71. Dau), Alla, Alim - Fleige (62. Hermann), Müller (80. Saeltz).
Beste Spieler: Fehlanzeige - Alla, Müller, Herpel, Albertsen.
Schiedsrichter: Lorenz (Aukrug).
Zuschauer: 110.
* Unter keinem guten Stern scheint das Testspiel beim TSV Kropp zu stehen. Die für heute geplante Partie wurde von den Gastgebern erneut abgesagt, einen neuen Termin gab es nicht. Bereits in der vergangenen Woche konnte in Kropp nicht gespielt werden.
17. Januar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

VfR mit Rasenschach

Lila-Weiß verliert gegen Husumer SV mit 0:2
Lila-weiße Klinge: VfR-Verteidiger Nils Niedermeyer lässt das Bein stehen, sodass Husums Gerrit Müller (li.) ins Stolpern gerät. Foto: sas
Neumünster (sas) – Keine 24 Stunden nach dem blutleeren Auftritt bei der Hallen-Landesmeisterschaft in Kiel bescherte Fußball-Oberligist VfR Neumünster seinen Anhängern gestern Nachmittag einen weiteren Rückschlag: Das Testspiel gegen den Verbandsliga-Vierten Husumer SV ging mit 0:2 (0:1) verloren.
Es war weniger das Ergebnis, sondern vielmehr die Leistung, die an die vielen schwachen Vorstellungen in der Hinrunde erinnerte. "Wir sind das Spiel völlig falsch angegangen. Anstatt die Bälle bei diesen schwierigen Bodenverhältnissen lang nach vorne zu schlagen und dort auf den lieben Gott zu hoffen, haben wir Rasenschach gespielt und dann noch nicht einmal während der 90 Minuten gemerkt, dass das verkehrt war. Ich bin absolut nicht zufrieden", bilanzierte Rasensport-Coach Thomas Möller. Sein Pendant aufseiten Husums, Volker Schallhorn, traf den Nagel exakt auf den Kopf, als er analysierte: "Wir haben uns auf den Boden besser eingestellt und verdient gewonnen."
Zwei Abstaubertreffer sorgten für den Gästeerfolg. Nachdem VfR-Keeper Lennart Rotetzki noch super gegen André Schyma abgewehrt hatte, schob der mitgelaufene Gerrit Müller zum 0:1 ein (28.). In der 65. Minute glänzte dann Müller als unfreiwilliger Vorbereiter. Er marschierte alleine auf Rotetzki zu, visierte aber nur den Pfosten an. Erion Alla reagierte blitzschnell und drückte die Kugel mühelos zum 0:2 in die Maschen. Und die Hausherren? Deren klägliche Versuche auf knüppelhart gefrorenem, holprigem Boden ähnelten eher einstigen Eiskunstlauf-Darbietungen von Norbert Schramm. Durch Marco Möller (86. nach Doppelpass mit Denis Brunotte) besaß der VfR, abgesehen von einem Ruzic-Distanzschuss (45.), nur eine zwingende Aktion. Daran änderten auch die Gastspieler Drilon Gashi (VfL Osnabrück II) und Ismail Yücel (TuS Hamburg) nichts. "Gashi war bemüht, kann aber mehr. Yücel hat solide agiert", urteilte Thomas Möller mit viel Wohlwollen.
In dieser Woche wird an der Geerdtsstraße mit dem zurzeit vereinslosen Carsten Pukaß (zuletzt Holstein Kiel) sowie zwei weiteren Gastspielern gerechnet. Mit René Krahl hingegen plant Thomas Möller nicht mehr. Erkan Kilicaslan fehlte gestern wegen Kniebeschwerden, Marinko Ruzic schied wegen einer leichten Zerrung zehn Minuten vor Schluss aus.
VfR - Husumer SV 0:2
VfR Neumünster: Rotetzki - Zenker, Niedermeyer, Ergün (46. Jahnsen) - Siedschlag, Ruzic, Bagemiel, Amponsah (46. Yücel) - Gashi, Laubinger (71. Brunotte), Celik (46. M. Möller).
Husumer SV: Teubler - Herpel - Schyma, Rettkowski, Albertsen - Voß (66. Steglich), Gehrke (71. Dau), Alla, Alim - Fleige (62. Hermann), Müller (80. Sältz).
Beste Spieler: Fehlanzeige - Alla, Müller, Herpel, Albertsen.
Tore: 0:1 Müller (28.), 0:2 Alla (65.).
Schiedsrichter: Lorenz (Aukrug).
Gelbe Karten: keine.
Spielwertung: mangelhaft.
Zuschauer: 110.
16. Januar 2006 · Holsteinischer Courier
FS 22.01.06 Hallenturnier TuRa Meldorf   1. Platz

Hallen-Auftritt bei TuRa Meldorf

Husum – Nach dem gelungenen Freiluftauftakt beim VfR Neumünster geht es für die Husumer SV am Wochenende noch einmal in die Halle. Der Fußball-Verbandsligist ist am Sonntag beim Klassenkonkurrenten TuRa Meldorf zu Gast. Der schickt in der Großsporthalle am Schwimmbad ein Zehner-Feld ins Rennen. Neben dem Gastgeber und den Stormstädtern gehören die Verbandsligateams vom Heider SV und vom TSB Flensburg zum Favoritenkreis. Außenseiterchancen rechnen sich der MTSV Hohenwestedt, der Marner TV, der SV Hemmingstedt, der BSC Brunsbüttel, der TSV Büsum und Alemannia Wilster aus. Gespielt wird von 11 Uhr an in zwei Fünfer-Gruppen. Die beiden jeweils Bestplatzierten bestreiten im Überkreuz-Verfahren das Halbfinale. Der Turniersieger darf sich über 200 Euro Preisgeld freuen.
21. Januar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Mario Albertsen trifft und wird geehrt

Ein Tor des Kapitäns beschert der Husumer SV den Turniersieg in Meldorf
Meldorf (ree) - Der "Sonntagsausflug" der Husumer SV nach Dithmarschen hat sich gelohnt. Beim Hallenturnier von TuRa Meldorf wurde der Fußball-Verbandsligist Erster. Im Finale setzten die Stormstädter sich gegen den Heider SV mit 1:0 durch und kassierten die Siegprämie von 200 Euro.
Das entscheidende Tor im Endspiel erzielte Mario Albertsen, der anschließend auch zum besten Spieler und erfolgreichsten Torschützen (sechs Treffer) des Turniers gekürt wurde. Unter dem Beifall der knapp 250 Zuschauer erhielt der Husumer Kapitän dafür vom Veranstalter zwei Präsentkörbe.
"Wir sind etwas schleppend gestartet, haben uns dann aber gesteigert", sagte Volker Schallhorn nach Turnierschluss. Husums Trainer hatte es sich nicht nehmen lassen, selbst mit ins Geschehen einzusteigen, er steuerte sogar einen Treffer bei. In der Tat präsentierten die Stormstädter sich in der Vorrunde nicht gerade souverän. Nach knappen Siegen gegen den SV Hemmingstedt (3:2), den BSC Brunsbüttel (4:2) und den MTSV Hohenwestedt (4:2) wurden sie vom Heider SV mit 4:1 von der Platte gefegt. Dennoch reichte es für die Husumer zum zweiten Platz in ihrer Gruppe.
In der Vorschlussrunde gegen den Marner TV legten die Schallhorn-Schützlinge dann wieder zu und sicherten sich mit einem 3:0-Erfolg den Finaleinzug. Das Spiel um Platz drei entschied der Marner TV nach Neun-Meter-Schießen gegen den Verbandsliga-Tabellenletzten TSB Flensburg mit 3:2 für sich.
24. Januar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
TR 31.01.06 Vorbereitung    
Ballgeflüster
Husum (Ulrich Schröder) – Laufen müssen auch die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV - Arbeit mit dem Ball ist für die Mannschaft um Trainer Volker Schallhorn derzeit auf vereisten Plätzen kaum oder gar nicht möglich. Und so haben sich die Husumer eine etwa sieben Kilometer lange Strecke ausgesucht, die zwei Mal pro Woche absolviert wird. "Ich bin überrascht von dem Tempo", lobt Schallhorn, der sich Gedanken um einen abwechslungsreichen Trainingsplan macht. "Vielleicht gehen wir noch mal in die Halle oder legen einen Sauna- und Fitness-Tag ein", sagt Schallhorn. Am Sonnabend sollen die Stormstädter ihr Nachholspiel gegen den VfB Lübeck II bestreiten - ob's was wird? Wenn nicht, hätten wir da einen Tipp: Am Sonntag gibt's wieder die Winter-Straßenlaufserie in Drelsdorf.
31. Januar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 31.01.06 FC Langenhorn Husumer SV 0:4

Generalprobe geglückt

Husumer SV gewinnt in Langenhorn mit 4:0
Langenhorn (zbg) – Dem Tauwetter sei Dank: Es wurde Fußball gespielt. Am Dienstag siegte Verbandsligist Husumer SV souverän 4:0 (2:0) beim Bezirksoberligisten FC Langenhorn. Die Tore erzielten Marcell Voss aus kurzer Distanz und Ingo Cornils von der Strafraumgrenze zur 2:0-Pausenführung. Danach erhöhten Guido Gehrke nach einer Ecke und der eingewechselte Ilhan Alim auf 4:0. Die Husumer SV, bei der Ingo Cornils und Lars Herrmann mit starken Leistungen überzeugten, ist also gut gerüstet für das Spiel am Sonnabend gegen den VfB Lübeck II. Für Langenhorn war es das erste Testspiel nach der Winterpause. "Dafür war es schon ganz okay", sagte FCL-Trainer Dirk Enseleit.
Husumer SV: Reinhold - C.Herpel - Schyma, Saeltz - Gehrke, Cornils, Voss, Albertsen, Herrmann - Petersen, Fleige. Eingewechselt: Teubler, Müller, Alim.
FC Langenhorn: Hinrichsen - Rahn, Lingke, Ziegenberg, Nahnsen - Düring, Corinth, Niemeyer, Nissen, Möller - Carstensen. EIngewechselt: Schlee.
2. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 04.02.06 FT Eider Büdelsdorf Husumer SV 1:1

Husumer SV 1:1 gegen Büdelsdorf

Hennstedt (ree) – Beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV schaltete man schnell: Nachdem am Freitag das Punktspiel gegen den VfB Lübeck II abgesagt worden war, kümmerten sich die Nordfriesen um ein Testspiel. Fündig wurden sie beim Oberligisten FT Eider Büdelsdorf sowie beim SSV Hennstedt in Dithmarschen. Ersterer suchte ebenfalls nach einem geeigneten Testgegner, letzterer war bereit, seine bespielbare Anlage zur Verfügung zu stellen. 1:1 (1:1) endete die Partie, in der beide Teams nach Belieben auswechseln durften. Die Husumer - ohne Fleige, Müller und Hermann angereist - hatten Startschwierigkeiten und sahen sich zunächst in der Defensive. Die Büdelsdorfer 1:0-Führung war folgerichtig. Dann aber steigerten sich die Nordfriesen und waren bis zum Schlusspfiff ein gleichwertiger Partner. Erion Alla gelang nach feiner Kombination und guter Vorarbeit von Guido Gehrke noch vor der Pause das 1:1. Kräftige Wirkung erzielte nach dem Wechsel Alexander Dau. Der Nachwuchsmann im Mittelfeld hätte sogar noch den Siegtreffer landen können. Kurz vor Spielende schied Sascha Rettkwoski verletzt aus. Trotzdem war Volker Schallhorn mit dem Test insgesamt zufrieden. "Eine gute Leistung von uns", sagte Husums Trainer, "nach der Halbzeit haben wir das Spiel offen gestaltet."
Husumer SV: Teubler, C.Herpel, Rettkowski, Schyma, Gehrke, Cornils, Albertsen, Saeltz, Petersen, Alla, Alim, Dau.
Am Dienstag (19.30 Uhr) treten die Husumer beim Bezirksoberligisten VfR Schleswig an.
6. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 07.02.06 SSV Hennstedt Husumer SV 1:12

Fußball in Kürze

Frust-Bewältigung (das Punktspiel gegen den Heider SV fällt aus) betrieb Verbandsligist Husumer SV im Testspiel beim SSV Hennstedt (Bezirksliga West). Die Stormstädter gewannen in Dithmarschen 12:1 (4:0). Drei Tore steuerte Gerrit Müller bei, je zwei Mal trafen Björn Fleige, Michael Petersen und Sebastian Steglich. Christian Herpel, Ilhan Alim und Lars Hermann waren je ein Mal für das Team von Volker Schallhorn erfolgreich.
10. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Team 11.02.06 Zur Lage, Volker Schallhorn    

Interview mit Trainer Volker Schallhorn am 11.02.2006

In der Rückrunde der Verbandsliga wollen es die Nordfriesen noch einmal wissen. Genau wie im Vorjahr haben es sich die Kicker von der Nordseeküste zum Ziel gesetzt, den Titelkampf spannend zu gestalten und um den Aufstieg ein Wort mitzusprechen. Im Intervie äußerte sich Volker Schallhorn, der am Saisonbeginn das Traineramt von Hans-Peter Hansen übernahm.

Frage: Es sind acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Eichede. Rechnen Sie sich noch Chancen auf den Titel aus und was haben wir von der Husumer SV in der Rückrunde noch zu erwarten?
Schallhorn: Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden. Mit unseren Neuzugängen haben wir uns deutlich verstärkt, es sind mehr Alternativen vorhanden. Wir wollen noch einmal angreifen, gehen gut gerüstet in die Spiele. Eichede hat eine sensationelle Hinrunde gespielt, wenn sie diese Konstanz beibehalten, kann sie keine andere Mannschaft mehr stoppen. Aber auch Kilia und Henstedt werden sich nicht geschlagen geben.

Frage: auch der Vorstand der HSV ist optimistisch, dass man im Kampf um den Titel noch eingreifen kann. Wäre es eine große Enttäuschung für Sie, wenn es nicht klappen sollte?
Schallhorn: Natürlich wären wir enttäuscht. Gerade zu Beginn haben wir viele unnötige Punkte verschenkt. Doch wenn meine Elf eine gute Rückserie spielt, kann man sicherlich nicht unzufrieden sein. Wenn eine Mannschaft am Ende besser ist als wir, hat sie es auch verdient.

Frage: Die bisherigen Testspiele - auch gegen höherklassige Mannschaften - verliefen vielversprechend. Sind Sie mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden?
Schallhorn: Mit den bisher gezeigten Leistungen in den Testspielen war ich sehr zufrieden. Das Problem ist, bei diesen Wetterbedingungen ein geordnetes Training durchzuführen und die Mannschaft bei Laune zu halten. Permanente Laufeinheiten heben die Stimmung nicht unbedingt, doch das betrifft alle Mannschaften.

Frage: Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf?
Schallhorn: Unser Start war nicht optimal. Mannschaft und Trainer mussten sich erst finden. Es wurden unnötig Punkte verschenkt. Jetzt haben wir unsere Leistung stabilisiert und uns deutlich verbessert. Auch unsere vielen jungen Leute haben sich gut entwickelt.

Frage: Worin sehen Sie die besonderen Stärken Ihres Teams und welche Schwächen müssen noch abgestellt werden?
Schallhorn: Unser Team ist in der Rückwärtsbewegung hervorragend organisiert, in der Defensive wird von allen gut gearbeitet. Das ist die Grundlage, um ein Spiel zu gewinnen. Manchmal fehlt uns - besonders gegen destruktive Mannschaften - noch ein wenig die Ruhe, einfach abzuwarten, bis der Gegner Fehler macht.

Frage: Mit Guido Gehrke ist ein bekannter Spieler zur Husumer SV gewechselt. Welche Erwartungen sind mit dem Zugang verknüpft und auf welcher Position wird er künftig spielen?
Schallhorn: Mit seiner Erfahrung kann er der Mannschaft weiterhelfen und zu einer Leistungssteigerung beitragen. Er nimmt das Heft in die Hand und gibt die Richtung vor. Je nach Gegner kann er die zentralen Positionen besetzen, erhöht unsere Variationsmöglichkeiten.

Frage: Husum spielte in der Vergangenheit Konterfußfall. Sie wollten das spielerische Element mehr in den Vordergrund stellen. Ist die Umstellung schon gelungen?
Schallhorn: Es sind deutliche Fortschritte erkennbar, der Ball läuft gut durch unsere Reihen. Über die Außenpositionen muss aber noch mehr kommen. Als Mannschaft haben wir bisher überzeugt.

Frage: Sie haben als aktiver Spieler erfolgreich in unterschiedlichen Mannschaften gespielt, seit dieser Sasion sind Sie Trainer. War es schwierig, gleich eine Spitzenmannschaft der Verbandsliga mit entsprechender Erwartungshaltung des Umfeldes zu übernehmen?
Schallhorn: Ich bin hier sehr positiv aufgenommen, vom Umfeld immer unterstützt worden. Auch nach unserem holprigen Start gab es keine Probleme, die Rückendeckung war da. Ich freue mich, hier als Trainer zu arbeiten, habe unheimlichen Spaß an der Aufgabe.

Das Gespräch mit Volker Schallhorn führte Bernd Hulin, Mit-Webmaster der Homepage www.husumersv.de, für die Zeitschrift NordSport.
Test 12.02.06 Holstein Kiel II Husumer SV 4:0

Kieler Lehrstunde auf dem Kunstrasen

Husum 0:4 bei Holstein II / Heute Test gegen VfR
Kiel (ree) – Wenig zu holen war für die Husumer SV im Testspiel bei Holstein Kiel II. Der von "Mecki" Brunner trainierte Fußball-Oberligist präsentierte sich auf seinem Kunstrasenplatz topfit und gewann auch in der Höhe verdient 4:0 (2:0). "Die haben ein 1 a-Kurzpassspiel vorgeführt", sagte Husums Trainer Volker Schallhorn voller Respekt.
Nur in den ersten 20 Spielminuten konnte seine Mannschaft einigermaßen mithalten. In dieser Phase hatte der Verbandsligist durch Lars Hermann seine beste Tormöglichkeit. In der zweiten Halbzeit, die die Kieler wegen einer Gelb-Roten Karte mit nur zehn Mann bestreiten mussten, kamen die Stormstädter kaum noch zu torreifen Gelegenheiten - der Klassenunterschied wurde deutlich.
Volker Schallhorn wies zur Erklärung der Niederlage aber auch auf die ungleichen Startbedingungen hin. "Man hat gemerkt, dass der Gegner lange und intensiv auf diesem Kunstrasenplatz trainieren konnte", stellte er fest.
Husumer SV: Teubler - C.Herpel - Rettkowski, Schyma - Saeltz, Cornils, Petersen, Gehrke, Hermann - Fleige, Müller. In der zweiten Halbzeit wurden Alim, Alla, Steglich und Dau eingewechselt.
Heute Abend (19.30 Uhr) wird ein erneuter Anlauf genommen, das Testspiel der Husumer SV beim VfR Schleswig auszutragen.
14. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 14.02.06 VfR Schleswig Husumer SV 2:4

Husum standfest: 4:2 beim VfR

Kopfballduell gewonnen: Lars Hermann von der Husumer SV (li..) steigt höher als der Schleswiger Jörg Kalbus. Foto: Matzen
Schleswig (usc) – Das halbe Dutzend ist voll. Die Husumer SV feierte im sechsten Testspiel unter freiem Himmel den vierten Sieg - der Fußball-Verbandsligist gewann beim ersatzgeschwächten Bezirksoberligisten VfR Schleswig auf knüppelhart gefrorenem Untergrund 4:2 (0:0). In der ersten Hälfte ließen die Nordfriesen einige Chance aus. Die Führung der Schleistädter von Dirk Vollmer glich Guido Gehrke aus, ehe Björn Fleige, Ilhan Alim und Gerrit Müller einen komfortablen 4:1-Vorsprung für das Team von Trainer Volker Schallhorn herausschossen. Der zweite Schleswiger Treffer von Christian Beyer störte nicht mehr. "Ich bin froh, dass wir spielen konnten", sagte Schallhorn, der trotz der schwierigen Bedingungen zufrieden war.
Nun hoffen die Husumer, dass sie am Sonnabend beim TSB Flensburg endlich ihr erstes Punktspiel bestreiten können.
16. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

VfR unterlag Husum 2:4

Sprung in die Dunkelheit: VfR-Spieler Jörg Kalbus (re.) und Lars Hermann von der Husumer SV. Foto: Matzen
Schleswig (mb) – "An den letzten zehn Minuten arbeiten wir noch", meinte der neue VfR-Trainer Lars Schomaker nach der 2:4 (0:0)-Niederlage im Testspiel gegen Verbandsligisten Husumer SV. Ansonsten war der Coach des Tabellenführers der Bezirskoberliga mit der Leistung seiner ohne fünf Stammspieler angetretenen Mannschaft durchaus zufrieden. "Bis zur 80. Minute haben wir sehr diszipliniert gespielt". Dirk Vollmer hatte den VfR in 62. Minute mit einem Drehschuss in Führung gebracht, die Guido Gehrke mit einem direkten Freistoß (76.) ausgeglichen hatte. Der VfR lockerte danach den Deckungsverband, drückte auf den zweiten Treffer und wurde dreimal (80./83./87.) von den Nordfriesen klassisch ausgekontert. Christian Beyer gelang in der 88. Minute der zweite VfR-Treffer. Das war's - und wie der Trainer schon sagte, an den letzten zehn Minuten wird noch gearbeitet.
Nächster Härtetest: Montag, 19.30 Uhr gegen den Oberligisten TSV Kropp.
16. Februar 2006 · Schlei Bote
Team 20.02.06 Vertragsverlängerung    
Randnotizen: Vertrags-Verlängerung:
Volker Schallhorn trainiert den Fußball-Verbandsligisten Husumer SV auch in der kommenden Saison. Der 41-Jährige einigte sich mit dem 1. Vorsitzenden Rolf von Bartikowski und dem 3. Vorsitzenden Dieter Schleger auf eine Verlängerung seines Vertrages. Schallhorn ist seit Sommer 2005 Coach der Stormstädter. "Wir haben noch gute Möglichkeiten, den Oberliga-Aufstieg zu schaffen", sagt Schallhorn. Husum belegt derzeit den vierten Platz, acht Punkte hinter Spitzenreiter SV Eichede.
20. Februar 2006 ·Flensburger Tageblatt
22. ST 25.02.06 Husumer SV SV Henstedt-Rhen 0:1

Entscheidung erst in der Schlussphase!

25.02.2006

Husumer SV - SV Henstedt-Rhen

0 : 1 (0:0)


Eine späte Entscheidung gab es im Spitzenspiel der Verbandsliga, denn erst in der 86. Spielminute erzielte Kay Reining das goldene Tor für seine Mannschaft. Lange Zeit konnte die Begegnung die Erwartungen der Zuschauer nicht erfüllen, vor den Toren passierte nicht all zu viel. Die Taktik stand einem offenen Schlagabtausch und spielerischen Höhepunkten lange Zeit im Weg. Ein übriges tat der schwer bespielbare Boden, der für manchen Fehlpass verantwortlich war und damit den Unmut der Fans hervorrief. In der zweiten Halbzeit kamen dann aber auch die Zuschauer auf ihre Kosten, die taktischen Fesseln wurden abgestreift. Beide Mannschaften wollten die Entscheidung, endlich ging es auf und ab - vor den Toren gab es rassige Szenen und letztlich die nicht unverdiente Entscheidung zugunsten der Gäste. Der Ball lief insgesamt flüssiger durch deren Reihen, die Mannschaft spielte präziser und wirkte etwas reifer. Doch auch die Nordfriesen standen mehrmals vor der Führung, mit etwas Glück und Geschick hätte dieses Spiel auch anders ausgehen können.

»Heute haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden«, resümierte Husums Trainer Schallhorn nach der Partie. »Aber wenn wir nicht in der Lage sind, ein Tor zu erzielen, dann verlieren wir auch zu Recht.« Ein glücklicher Gäste-Trainer Martens ergänzte: »Beide Mannschaften haben gezeigt, dass sie in die Spitzengruppe der Verbandsliga gehören. Wir haben unsere Ambitionen untermauert, unsere Chance genutzt und nicht unverdient gewonnen.«

In einem sehr intensiv geführten und von der Taktik geprägten Spiel, konnte sich in der ersten Halbzeit keine Mannschaft entscheidende Vorteile verschaffen. Gäste-Stürmer Reining hatte in der 23. Minute die Gelegenheit zum Schuss, aus 16 Metern blieb jedoch Torhüter Teubler der Sieger.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurde die Partie immer ansehnlicher, endlich gab es hüben wie drüben Torraumszenen, die man in der ersten Halbzeit vermisst hatte. Der eingewechselte Michael Petersen brachte Schwung in den Husumer Angriff, hatte in der 46. Minute gleich die Führungschance. Seinen 16-Meter-Schuss entschärfte Torhüter Jeschke jedoch souverän. Auch die nächste Husumer Möglichkeit durch Petersen: Herrlich von Hermann freigespielt traf er aus kurzer Entfernung nur das Außennetz (66.). In der gleichen Minute musste Torhüter Jeschke Kopf und Kragen riskieren, Christian Herpel stürmte halbrechts auf den Keeper zu. Mit einer Glanzparade wehrte er Herpels Schuss aus sechs Metern noch ab. Die Gäste wirkten keineswegs geschockt, spielten ruhig weiter. Mit zielgenauen Pässen und gelungenen Kombinationen zeigten sie ihre Klasse - vor dem Tor versagten jedoch die Nerven. Sven Günther hatte mehrmals die Führung auf dem Stiefel, wollte es zu genau machen. Nach einem Missverständnis in der Husumer Abwehr brachte er das Leder nicht im leeren Tor unter, sondern traf nur den Außenpfosten (64.). Zweimal rettete Husums Torhüter Teubler vor dem Gäste-Stürmer (65./70.), dann die entscheidende Szene des Spiels. Nach einer herrlichen Kombination stand plötzlich Kay Reining frei und hatte keine Mühe, die Führung zu erzielen (86.). Die Hausherren nur noch einmal gefährlich, Guido Gehrke traf den Ball aus sechs Metern nicht richtig.

Fazit: Henstedt-Rhen ist mit diesem Sieg weiter auf dem Vormarsch, die Husumer Aufstiegshoffnungen haben mit dem heutigen Ergebnis einen herben Dämpfer erhalten.
Tore: 0:1 Reining (86.)
Beste Spieler: Cornils  / Angsten, Reining
Ecken: 3 : 7
Chancen: 4 : 6
Zuschauer: 232
Schiedsrichter: Kaack (Barkelsbyer SV)
Karten: Gehrke (79.), C. Herpel (90.) / Reining (60.), Danylow (61.), Homp (90.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voß (63. Albertsen), C. Herpel, Saeltz (68. Alim), Hermann, Alla (46. Petersen) - Gehrke, Müller.

Jeschke - Westphal - Czech, Danylow - Angsten, Homp, Bach (88. Ebeling), Schau, Nadler - Reining, Günther.

  Hl 25.02.2006

Husum kann nicht klagen

Nun ist also für die Husumer SV doch das eingetreten, was unbedingt vermieden werden sollte: eine Niederlage gegen den SV Henstedt-Rhen. Über das 0:1 (0:0) im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga dürfen sich die Stormstädter nicht beklagen. Der Tabellenzweite vom Hamburger Stadtrand hat sich als echte Spitzenmannschaft präsentiert.
In der Zange: Guido Gehrke, attackiert von den Henstedter Verteidigern Björn Czech und Denis Danylow. Foto: Voss
Verbandsliga-Übersicht
Nur das Kieler Derby Kilia gegen Comet Kiel fiel aus, doch der erste (fast) komplette Spieltag des Jahres verlief so gar nicht nach dem Geschmack des Trios aus dem Norden. Die Husumer SV unterlag dem SV Henstedt-Rhen (nur noch einen Punkt hinter Tabellenführer SV Eichede) 0:1 und rutschte auf Rang fünf ab. Neuer Vierter ist RW Moisling (4:1 gegen Meldorf). Flensburg 08 kassierte im Mittelfeld-Duell beim SV Todesfelde eine 0:3-Niederlage. Lokalrivale TSB verlor gegen Strand 08 2:3 und bleibt Tabellenletzter.
Die Lage in der Fußball-Verbandsliga
Für den Itzehoer SV (16. Platz/13 Punkte) bleibt die Lage am Tabellenende weiter bedrohlich. Das 2:2 gegen Spitzenreiter SV Eichede (1./42), dessen Vorsprung auf Verfolger SV Henstedt-Rhen (2./41) auf einen Punkt geschmolzen ist, war zu wenig, um näher an das rettende Ufer heranzukommen. Der Rückstand beträgt weiterhin fünf Punkte. Der TSV Bargteheide (14./18) tauschte nach dem 3:0 über den TSV Plön (15./17) mit den Plönern die Plätze und hat sich damit auf einen Nichtabstiegsplatz vorgearbeitet. Schlusslicht bleibt TSB Flensburg (17./11), der das wichtige Duell gegen Strand 08 (11./22) mit 2:3 verlor. Wichtige Erfolge verbuchten neben Strand auch der Heider SV (10./22) mit 2:0 gegen Oldenburg (12./20) und Aufsteiger SV Todesfelde (9./22) mit 3:0 gegen Flensburg 08 (8./26). Für Tura Meldorf (6./30) ging der Start nach der Winterpause völlig daneben: Das Team von Trainer Sascha Thießen unterlag in Moisling (4./34) mit 1:4. Die Husumer SV (5./33) unterlag im Spitzenspiel Henstedt-Rhen mit 0:1, und kann seine Titelambitionen vorerst abschreiben. Das Kieler Ortsderby zwischen FC Kilia (3./37) und Comet (13./18) fiel aus.
Husum (Gert Reese) - "Das Ergebnis war knapp, aber gerecht", resümierte auch der restlos zufriedene Gästecoach Jens Martens. Er war zu Spielbeginn ebenso überrascht wie die meisten der 230 Zuschauer. Für den am Zeh verletzten Björn Fleige tauchte Guido Gehrke im Husumer Sturmzentrum auf. Ein Schachzug von SV-Trainer Volker Schallhorn, der sich nicht auszahlte. Gehrke erzielte nach dem Wechsel ins Mittelfeld, wo Erion Alla zuvor ziemlich untergegangen war, deutlich mehr Wirkung.
"Taktische Fesseln" (Martens) bestimmten den ersten Durchgang. Und die ließen zwar ein intensives, aber wenig unterhaltsames Fußballspiel zu. Torchancen waren rar. In der 23.Minute musste Husums Keeper André Teubler außerhalb des Strafraums per Fußabwehr gegen Kay Reining klären, in der 40.Minute strich ein Distanzschuss von Benjamin Bach nur knapp an seinem Gehäuse vorbei. Auf der Gegenseite waren Gefahrenmomente nicht zu verzeichnen. Die aufmerksame Henstedter Abwehr ließ erst in der 34. Minute den ersten Eckball zu. Durch ein paar unpräzise Flanken von der rechten Seite, wo Christian Herpel und Marcell Voss sich ungestüm bemühten, schufen die Husumer keine Gefahr.
Nach dem Wechsel wurde alles anders - die Partie bekam Spannung. Und es waren zunächst die Gastgeber, die den Konkurrenten machtvoll unter Druck setzten. Nur richtige Strafraumgefahr, die konnten die Nordfriesen auch jetzt nicht heraufbeschwören. Aber immerhin: Der gute Lars Hermann prüfte den gegnerischen Keeper (46.), Michael Petersen traf nach famoser Kombination das Außennetz (64.) und Christian Herpel stand mit seinem Schuss aus Kurzdistanz dicht vor dem Torerfolg. Insgesamt gilt auch für diesen Spielabschnitt: der SV Henstedt-Rhen mit seinen Goalgettern Reining (19 Saisontore) und Günther (12) machte im Husumer Strafraum mehr "Feuer" - in der 62. Minute auch unter kräftiger Husumer Mithilfe. Da waren sich Teubler und Cornils nicht einig, wer den Ball klären sollte. Von der Irritation profitierte Sven Günther, der jedoch das leere Tor verfehlte. "Bei aller Liebe, der muss sitzen", meinte später Trainer Martens. In der 63. und 70. Minute war Teubler bei Schüssen von Günther wieder hundertprozentig präsent.
Es war die Souveränität in den Ballpassagen, die an diesem Nachmittag den Unterschied zwischen dem Zweiten und dem Vierten der Tabelle ausmachten. Mit einer solchen Abgeklärtheit sorgten die Gäste dann in der 82.Minute für die Entscheidung. Kay Reining gelang nach feiner Vorarbeit von Homp und Angsten mit seinem 20. Saisontor der krönende Abschluss einer gekonnten Gesamtvorstellung seines Teams. 0:1 – die Husumer SV wird es jetzt schwer haben, noch einmal in die oberste Etage vorzudringen.
27. Februar 2006 · Flensburger Tageblatt

Da ist noch eine Rechnung offen

Im ersten Spiel des Jahres bekommt es die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga am Sonnabend (15 Uhr) gleich mit einem "Hochkaräter" - dem SV Henstedt-Rhen - zu tun.
Einschwören: Die Spieler der Husumer SV haben in den noch ausstehenden 15 Spielen große Ziele. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Wer die Spieler der Husumer SV in dieser Woche beim Training erlebte, dem ist klar: Nun muss es endlich losgehen in der Fußball-Verbandsliga. Die Akteure sind "heiß". Man hätte sich gewünscht, dass es zum Jahresauftakt nicht gleich gegen einen Mitfavoriten geht. Aber man nimmt die Gegner, wie sie kommen. Am Sonnabend (15 Uhr) kommt der SV Henstedt/Rhen, mit 38 Zählern Tabellenzweiter und ambitioniert, demnächst eine Klasse höher zu spielen.
Bei der Frage, wer das Rennen in der Verbandsliga machen würde, gönnt sich SV-Trainer Jens Martens keine Bedenkpause. "Henstedt/Rhen natürlich!" kommt es wie aus der Pistole geschossen. "Wir wollen hoch." Wobei der ehrgeizige Coach anschließend gerne einräumt, dass dies auch ein bisschen flapsig gemeint sei. Denn natürlich hat man am Hamburger Stadtrand auch die Konkurrenz noch auf dem Zettel.
Mit besonderer Genugtuung denkt Martens an das Hinspiel gegen Husum im November zurück, das seine Elf mit 3:1 gewann. "In der Partie haben wir uns für das Hallenturnier in Kiel qualifiziert und dort haben wir mit Platz drei einen sensationellen Erfolg gelandet", schwärmt der Coach. Klar, dass dieser Erfolg vor 10 000 Zuschauern die Leistungsbereitschaft seines Teams weiter gepusht hat.
Martens und seinen Mannen ist nicht verborgen geblieben, dass die Konkurrenz hier und da personelle Aufrüstung betrieben hat "Kilia Kiel hat sich erheblich verstärkt und auch Husum wird von den spielerischen Qualitäten eines Guido Gehrke profitieren", so die Einschätzung von Martens.
Dass ihn in Husum eine deftige Auseinandersetzung erwartet, darüber ist sich der Trainer des SV Henstedt/Rhen im Klaren. Martens: "Sie sind mal in der Oberliga gewesen, und es ist verständlich, dass sie da auch wieder hin wollen." Zum Aufgebot der Gäste gehört auch wieder Tobias Homp. Im Hinspiel konnte der Ex-Profi nicht mitwirken, da er verletzt war.
So könnte es diesmal Sebastian Saeltz ergehen. Der Husumer Nachwuchsmann laboriert an einer Knieverletzung. "Es sieht nicht gut aus", sagt Volker Schallhorn. Der Trainer ist daher besonders froh, dass Marcell Voss beim Training wieder gegen den Ball getreten hat. Mit halber Kraft zwar nur, aber der Heider scheint wohl gewillt, im Ernstfall auch wieder Volldampf zu bieten.
Auch bei Volker Schallhorn ist das Hinspiel noch präsent. "Das mit dem 1:3 war recht deprimierend", sagt er. "Wir müssen da was wieder gut machen." Fünf Zähler liegen die Stormstädter hinter den Gästen. Wäre doch spannend für die Verbandsliga, wenn die Nordfriesen den Rückstand verkürzen könnten. "Wir müssen schon gern gewinnen", verlangt daher auch Volker Schallhorn.
24. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
  17.03.06 Vorschau    

Volles Programm bis zur WM

Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten - an diesen Tagen sollten sich die Fußballer der Region nach der neuerlichen Komplett-Absage von Verband bis Kreis besser nichts vornehmen.
Husum (usc/joh/mb/and) – Fußball ist ein Mannschaftsspiel, bei dem 22 Spieler versuchen, den Lederball in ein 7,32 Meter langes, 2,44 Meter breites, durch zwei Pfosten und eine Latte begrenztes Tor zu befördern. Dabei dürfen Hände und Arme nicht benutzt werden, es sei denn, man ist Torwart. Das nur zur Erinnerung, falls Sie die Regeln vergessen haben sollten.
Wäre verständlich. Nicht wenige Fußballspieler beschäftigen sich derzeit mit der selbstquälerischen Frage, ob man in früher Jugend bei der Wahl der Sportart wirklich richtig gelegen hat. Nein, im Ernst. Eine so lange Zwangspause ohne erkennbares Ende gab es seit vielen Jahren nicht mehr. Dem Matsch folgte der Schnee und nun das Eis. Und gemäß den Naturgesetzen dürfte der Matsch noch einmal zurückkehren.
Es ist übrigens März - und am Montag ist Frühlingsbeginn. Schlechter Witz. 14 Spiele muss die Husumer SV in der Verbandsliga noch austragen, dafür haben die Schützlinge von Trainer Volker Schallhorn noch gut zwei Monate Zeit. Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat entschieden: Die Spielserie wird verlängert, das Pfingstwochenende (3./4. Juni) wird mit in die Meisterrunde eingebunden. Mannschaften, die bereits ihre Abschlussfahrt fest gebucht haben, müssen vor Antritt der Reise fertig sein.
"Es hat einfach keinen Zweck", sagt Uwe Jacobsen. Auch nach der dritten Komplett-Absage in Folge kommt beim Spielausschuss-Obmann im Bezirk II keine Unruhe auf. "Das ist noch kein Problem", sagt Jacobsen, der die Nachholspiele bis einschließlich des vergangenen Wochenendes bereits neu angesetzt hat. Terminwünsche für die jetzt dazu kommenden Partien können noch bis zum Sonnabend beim Obmann angemeldet werden. Und einen Tipp hat Jacobsen für "seine Vereine" auch noch parat. "Vielleicht sollte man sich mit dem Gedanken befassen, eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen und dafür den Platz vom Schnee zu befreien, damit es möglichst schnell weitergehen kann, wenn die Wetterlage kippt."
Dirk Bölter, Jacobsens Kollege im KFV Nordfriesland, bastelt ebenfalls fleißig am Nachholspielplan. Bei der Kreisliga (17 Mannschaften) geht's ohnehin schon bis zum 10. Juni (einen Tag nach WM-Beginn), die Kreisklassen werden wohl eine Woche vorher fertig. Vermutlich werden die für Sonntag, 30. April, angesetzten Partien, um einen Tag vorgezogen - dann stünde der 1. Mai als Spieltag zur Verfügung.
Bölter schickte eine E-Mail an alle Vereine, um nachzufragen, ob nicht eventuell doch vereinzelt gespielt werden könnte - nix zu machen. Etwas Positives hatte niemand zu vermelden. "Wenn nächste Woche wieder alles ausfällt, dann wird's allmählich haarig", sagt der Obmann.
17. März 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
26. ST 25.03.06 Husumer SV SV Todesfelde 0:0

Lange Pause machte sich bemerkbar!

25.03.2006

Husumer SV - SV Todesfelde

0 : 0


»Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie in diesem Jahr noch nicht viele Gelegenheiten hatten, Fußball zu spielen«, zog Gästetrainer Markus Weber nach dem Abpfiff ein treffendes Fazit. Bei schweren Bodenverhältnissen und Dauerregen war den Akteuren das Bemühen sicherlich nicht abzusprechen, doch vieles blieb Stückwerk. Immer wieder Fehlpässe und zahlreiche Stockfehler prägten eine über weite Strecken zerfahrene Partie. Spielerische Höhepunkte gab es kaum - kämpferisch aber stimmte die Einstellung bei den Kontrahenten. Weber war nach der deutlichen Hinspielpleite die Erleichterung anzumerken: »Ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin. Insgesamt hatten wir vielleicht sogar ein leichtes Chancenplus.« Husums Trainer Volker Schallhorn zeigte sich hingegen enttäuscht: »Unsere Stürmer hingen in der Luft und konnten keine Gefahr entwickeln. Auch in der Rückwärtsbewegung war die Fehlerquote zu hoch. Hätte André Teubler nicht so gut gehalten, wäre auch eine Niederlage möglich gewesen.«

Beide Mannschaften fanden in der ersten Halbzeit schwer ins Spiel, nur wenige Höhepunkte konnten die 211 Zuschauer erwärmen. Todesfeldes Torben Puls hatte in der ersten Minute eine gute Gelegenheit, setzte sich links durch. Aus kurzer Distanz scheiterte der Schütze am Husumer Torhüter. Das sollte für lange Zeit der einzige Akzent gewesen sein, erst in der 36. Spielminute kamen die Gastgeber ihrerseits zu einer Tormöglichkeit: Nach einen Steilpass von Christian Herpel konnte Marcell Voß SVT-Keeper Friedrichs nicht überwinden.

Im zweiten Durchgang wurde die Partie ansprechender. Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft, endlich gab es rassige Torraumszenen. Sascha Gimm hatte in der 48. Minute die Führung für seine Farben auf dem Fuß. Nach einem Sprint über das halbe Feld stand er frei vor Teubler, der jedoch sensationell retten konnte. Auch den Nachschuss parierte der Husumer Keeper. Die Nordfriesen versuchten es aus der Distanz, Christian Herpel scheiterte an Friedrichs (49.). Danach musste wiederum Husums Torhüter Teubler sein ganzes Können aufbieten: Gegen Tunoglu (57.) und den heranstürmenden Sari (62.) blieb er der Sieger. In der 75. Spielminute war der Keeper geschlagen, doch André Schyma spitzelte in letzter Sekunde Timo Münster das Leder noch vom Fuß. Jetzt waren die Hausherren an der Reihe: Gerrit Müller prüfte Friedrichs (76.), dann segelte ein Kopfball von Lars Hermann aus kurzer Distanz (81.) knapp vorbei. Den Schlusspunkt setzte schließlich Sebastian Saeltz, der den Gästetorwart aus der Distanz zum Nachfassen zwang (86.).

Beste Spieler: Teubler   / Oelbeck, Heinrich
Ecken: 13 : 7
Chancen: 5 : 6
Zuschauer: 211
Schiedsrichter: Kohlmann (Kiel)
Karten: Voss (40.), Gehrke (72.) / Mtimet (42.) - alle gelb; gelb/rot: Mtimet (80.) wegen unsportlichem Verhalten.
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voss, Gehrke (77. Saeltz), Petersen, C. Herpel, Hermann - Fleige (70. Albertsen), Müller.

Friedrichs - Gimm, Puls (61. Reis) - Oelbeck, Mtimet, Münster (85. Schröter), Lembke, Heinrich, Seeliger - Tunoglu (58. Sari), Timmermann.

  Hi 25.03.2006

Viel Stückwerk und ein starker Schlussmann

Die Husumer SV hat das Toreschießen offenbar verlernt: Gegen Aufsteiger SV Todesfelde reichte es in der Fußball-Verbandsliga nur zu einem enttäuschenden 0:0. Dabei hatte der Aufsteiger sogar die besseren Gelegenheiten.
Kein Durchkommen für Husums Lars Hermann - Todesfeldes Kapitän Sascha Gimm schirmt den Ball geschickt ab. Foto: Voss
Verbandsliga
Fünf Spiele, vier Unentschieden, drei Ausfälle - so der Spieltag in der Kurz-Zusammenfassung. Den einzigen „Dreier“ schaffte der Itzehoer SV, der sich mit dem 4:0 gegen Meldorf Luft im Abstiegskampf verschaffte. In dem steckt der TSB Flensburg nach dem 1:1 gegen Comet Kiel tiefer denn je. Die Ambitionen der Husumer SV erhielten mit dem 0:0 gegen den SV Todesfelde einen Dämpfer. Tabellenführer SV Eichede kehrte vom Gastspiel beim Oldenburger SV mit einem 1:1 zurück, 0:0 trennten sich der VfB Lübeck II und Strand 08.
Husum (Gert Reese) - Fußballspiele, die torlos enden, müssen nicht unbedingt schlecht gewesen sein. Die Partie der Husumer SV gegen den SV Todesfelde war es aber. Sie genügte in keiner Phase auch nur bescheidenen Verbandsliga-Ansprüchen. Besonders bitter für die favorisierte Husumer SV: Schon im zweiten Spiel hintereinander blieb sie zu Hause ohne Torerfolg. Und gerade das wollte Trainer Volker Schallhorn unbedingt verhindern.
Todesfeldes Coach Markus Weber zeigte sich nach der Partie "zufrieden", obwohl auch er zugab, überwiegend "Stückwerk" gesehen zu haben. Stückwerk ist das richtige Wort für ein Spiel, in dem der Ball kaum einmal Freund der Akteure war. Kombinationsfußball geriet zur Seltenheit.
Dichter dran am Erfolg war der Aufsteiger, der in diesem an Torszenen armen Spiel die besseren Möglichkeiten besaß. Schon das unverhoffte Solo von Torben Puls nach 20 Sekunden hätte das 0:1 bringen können. Aber der Mittelfeldmann fand nicht den beherzten Abschluss. Da war aber auch jene Szene in der 47. Minute, als Sascha Gimm und Thomas Seeliger nacheinander an Husums gutem Keeper André Teubler verzweifelten. Noch besser war die Möglichkeit, die Timo Muenster in der 75.Minute ausließ. Denn er hatte Teubler schon umspielt, ließ sich aber im letzten Moment von André Schyma irritieren.
In diesen Momenten hätten die Husumer, bei denen Guido Gehrke im Mittelfeld nicht die erhofften Strukturen schaffte, leicht in Rückstand geraten können. Ähnliche Chancen hatten die Nordfriesen nicht vorzuweisen. Vor der Pause gab es für sie nur eine Möglichkeit, die Marcell Voss nach endlich einmal gelungenem Zusammenspiel vergab (37.). Gerrit Müller war zwar viel auf Achse, wurde von Dominik Lembke aber engagiert bekämpft.
Nach dem Wechsel konnten die Stormstädter ihren Anhang zumindest kämpferisch zufrieden stellen. Mehr als ein Eckenstand von 10:1 sprang aber auch diesmal nicht heraus. Das Manko blieb: schwacher Aufbau, ungenügender Abschluss. Weder von Müller noch von Gehrke und Fleige (beide wurden ausgewechselt) ging Gefährlichkeit aus. Die besten Husumer Offensivszenen gingen noch von Lars Hermann aus, der seine Vorstöße auf der linken Seite aber regelmäßig mit ungenauem Zuspiel beendete.
Was die Husumer sonst noch auf das Todesfelder Tor brachten, war eine leichte Beute von Torsteher André Friedrichs. Wie die Schüsse von Christian Herpel (48.), Müller (76.) und Sebastian Saeltz (86.) sowie der Flugkopfball von Hermann (80.). Dagegen standen auf der anderen Seite Einschussmöglichkeiten für Erkal Tonuglu (nach glänzender Vorarbeit von Thomas Seeliger/51.), den gerade eingewechselten Metin Sari (62.) und Dominik Lembke (70.). Alle scheiterten an dem wachen Teubler. Den lobte denn auch der enttäuschte Volker Schallhorn. "Wenn André Teubler nicht so gut hält, verlieren wir", bekannte Husums Trainer. Zu mehr Lob gab es für ihn keinen Anlass.
27 März 2006 · Flensburger Tageblatt

Starker Aufsteiger kommt ins Friesenstadion

Fans und Spieler können es kaum erwarten. Die Husumer SV ist guten Mutes, dass das Spiel in der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Todesfelde am Sonnabend (15 Uhr) angepfiffen werden kann.
Husum (Gert Reese) – Aus dem Lager der Husumer SV klang es schon zu Wochenbeginn recht optimistisch. "Am Sonnabend wird gespielt", verkündete da Fußball-Obmann Reinhard Grünhoff. Und aus dem Munde von Trainer Volker Schallhorn klang ähnliche Zuversicht: "Ich glaube, es geht los." Tatsächlich präsentierte sich die Spielfläche im Friesenstadion, komplett vom Schnee geräumt, in einem bespielbaren Zustand. Und wenn auch noch die "Abraumhalden" von der östlichen Seitenlinie verschwinden, könnte es gut sein, dass am Sonnabend (15 Uhr) gegen den SV Todesfelde gespielt wird. Wobei man sich das Grün des Rasens natürlich noch vorstellen muss.
Stefan Komm, Co-Trainer beim SV Todesfelde, freut sich über die optimistischen Prognosen. "Unsere Spieler brennen darauf, wieder aktiv zu werden", meint er. Das ist verständlich. Denn vor vier Wochen, als der Winter dem Fußball mal kurz einen Durchbruch gestattete, da schlug der Aufsteiger Flensburg 08 glatt mit 3:0. Weniger gut sind die Erinnerungen in Todesfelde an das Hinspiel gegen die Husumer SV. "Da waren wir überhaupt nicht gut drauf und in der Verbandsliga noch gar nicht richtig angekommen", erinnert sich Komm an das 0:4. Nach diesem Debakel am 12.Spieltag aber ging es stetig bergauf mit dem Neuling. Aus den folgenden acht Spielen holte er 17 Punkte und verbesserte sich vom letzten Tabellenplatz auf Rang neun.
"Fehler werden in der Verbandsliga viel schneller bestraft", erklärt Komm. "Das mussten wir erst lernen." Aber der Klub aus dem Kreis Segeberg hat sich auch taktisch umgestellt. Ex-Profi Thomas Seliger, im Hinspiel noch Libero (und wegen Disziplinlosigkeit mit der roten Karte bedacht), spielt inzwischen im Mittelfeld hinter den Spitzen. "Das hat sich bewährt", so Komm.
Zudem hat man in der Winterpause für personelle Ergänzung gesorgt. Vom Bezirksoberligisten VfL Oldesloe sind Mark Müller und Torben Pauls zum Aufsteiger gewechselt.
Husums Coach Volker Schallhorn wird den Gegner nicht unterschätzen. "Schon im Hinspiel haben sie mir ganz gut gefallen", sagt er. "Nur in der Spitze waren sie nicht durchschlagskräftig genug." Das scheint inzwischen anders geworden zu sein. Ansonsten will der Husumer Coach jetzt erst mal "von Spiel zu Spiel denken" und nicht auf die Situation an der Tabellenspitze schauen. Schallhorn: "In drei, vier Wochen sehen wir, wo wir stehen und was noch möglich ist."
Nicht alle Husumer Akteure konnten Anfang der Woche trainieren. Michael Petersen (Seminar), Guido Gehrke (Lehrgang) sowie Sascha Rettkowski und Martin Herpel (krank) mussten passen. Es ist aber davon auszugehen, dass alle vier zur Verfügung stehen. Mit im Training war wieder Björn Fleige, der dazu beitragen könnte, dass die Offensivwünsche des Trainers erfüllt werden. Schallhorn: "Ich möchte nicht, dass wir zwei Spiele hintereinander kein Tor schießen." Das hat es in der Tat in dieser Saison noch nicht gegeben.
25. März 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
27. ST 01.04.06 Husumer SV Oldenburger SV 0:0

Husum wieder ohne Torerfolg - Oldenburg überraschend stark!

01.04.2006

Husumer SV - Oldenburger SV

0 : 0


Auch gegen Oldenburg langte es für die Husumer SV wieder nicht zu einem Dreier, die Nordfriesen trafen auch im dritten Spiel des Jahres das gegnerische Tor nicht. Bedanken konnten sich die Einheimischen zudem bei Torhüter André Teubler, der in der Schlussphase mehrmals wenigstens den einen Punkt festhielt. Mehrere Großchancen der Nordfriesen blieben in der ersten Halbzeit ungenutzt, die Überlegenheit zahlte sich nicht aus. Im zweiten Durchgang glückten den Husumern nur noch wenige gelungene Aktionen, der OSV kam immer besser ins Spiel - präsentierte sich wie in der Vorwoche gegen Spitzenreiter Eichede überraschend stark. Die Elf stand sehr kompakt und bei etwas mehr Konzentration im Abschluss wäre durchaus mehr als ein Punkt möglich gewesen.

»Wir haben in der ersten Halbzeit vergessen Tore zu schießen, unsere Chancen einfach nicht genutzt«, bilanzierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach Spielende. »Das Endergebnis ist gerecht, denn Oldenburg hatte in der zweiten Halbzeit große Möglichkeiten.« OSV-Trainer Peter Rathje war von der Leistung seiner Elf sehr angetan: »Wieder ein Zähler gegen ein Spitzenteam, ich bin sehr zufrieden. Meine Mannschaft hat super gekämpft und verdient einen Punkt entführt.«

Beide Mannschaften boten bei schwierigen Platzverhältnissen und Dauerregen eine kämpferisch ansprechende Leistung. In Halbzeit eins drängten die Hausherren Oldenburg weitgehend in die eigene Hälfte. Die vielbeinige Abwehr stand mächtig unter Druck, nur gelegentlich kam der OSV zu Konterangriffen. Bereits in den ersten zwei Minuten hätte die SV führen können. Zunächst scheiterte Marcell Voß an Torhüter Heisler, dann musste Christian Reise vor dem einschussbereiten Rettkowski retten. Es ging munter weiter auf das Oldenburger Tor: Ein Fleige-Kopfball aus acht Metern verfehlte das Gehäuse nur knapp (8.), zwei Minuten später setzte sich Ilhan Alim auf der rechten Seite durch. Seine mustergültige Flanke fand Voß als dankbaren Abnehmer, der mit einem fulminanten Schuss aus elf Metern am glänzend reagierenden Heisler scheiterte. Nachdem Alim verpasste (38.), hatte Björn Fleige die Führung auf dem Kopf. Nach herrlicher Vorarbeit von Sebastian Saeltz scheiterte Fleige aus kurzer Distanz an OSV-Keeper Heisler (45.). Die einzig nennenswerte Torchance der Gäste vergab Patrick Gütschow in der 42. Minute, aus 14 Metern verzog er knapp.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Oldenburger immer zielstrebiger, brachten das Gehäuse der Stormstädter immer wieder in Gefahr. Den Hausherren gelang im Spielaufbau nur noch wenig, konnten sich aber auf ihren starken Torhüter Teubler verlassen. In der 64. Minute drängte er den durchgebrochenen Bastian Hasler glänzend ab, neun Minuten später scheiterte Wöhlk mit einem 15-Meter-Schuss am Keeper. Auch Sascha Rönnpage (86.) und zweimal Wöhlk (87./88.) konnten sich von der guten Form des Husumer Torhüters überzeugen. Unglücklich für die Husumer dann die letzte Aktion des Spiels: Michael Petersen tankte sich durch, stand alleine vor dem Tor. Doch Schiedsrichter Holst nahm den Nordfriesen den Vorteil, pfiff Freistoß - übrigens der einzige Fehler des souveränen Referees.

Fazit: Eine letztlich gerechte Punkteteilung im Friesenstadion - beide Mannschaften dominierten je eine Halbzeit, schenkten sich nichts. Auch wenn die Tore fehlten, die Partie war gerade wegen der schwierigen Verhältnisse sehenswert.
Beste Spieler: Teubler, Petersen / Heisler, Wulf
Ecken: 7 : 6
Chancen: 7 : 7
Zuschauer: 157
Schiedsrichter: Holst (TuS Holtenau)
Karten: Rettkowski (62.), Gehrke (83.) / Wulf (37.), O. Bahr (62.), Buck (86.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - C. Herpel - Schyma, Rettkowski - Voß, Saeltz, Gehrke, Alim (78. Strüning), Petersen - Fleige, Hermann (65. Berger).

Heisler - Schelling - Wulf, Schwartz - C. Reise, Rönnpage, Wölk, David (56. Hasler), B. Bahr - Gütschow (70. Buck), O. Bahr (88. J. Reise).

  Hi 01.04.2006

Das lange Warten auf ein Tor

Und wieder stand die Null: Husumer SV trifft auch gegen Oldenburg nicht
Mit vereinten Kräften bereinigt die Oldenburger Abwehr die Gefahr. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Die Teams an der Tabellenspitze treten auf der Stelle. Der SV Eichede (1:1 in Moisling), der SV Henstedt-Rhen (2:2 bei Flensburg 08) und die Husumer SV (0:0 gegen Oldenburg) mussten sich mit Punkteteilungen begnügen. Kilia Kiel konnte erneut nicht spielen, die Partie gegen den TSB Flensburg wird am 17. Mai um 19.15 nachgeholt. Bewegung herrscht auch bei den Abstiegskandidaten - Oldenburg punktete in Husum, der TSV Plön (4:3 in Meldorf) und der Itzehoer SV (3:0 gegen Heide) verbuchten wichtige „Dreier“. Comet Kiel (0:1 in Todesfelde) und der TSV Bargteheide (0:1) gegen den VfB Lübeck II leisten dem TSB Flensburg weiter Gesellschaft.

Husum (usc) – Den zweiten Platz in der Zuschauer-Tabelle der Fußball-Verbandsliga wird die Husumer SV wohl nicht mehr lange inne haben. Nur 157 Fans wollten das Heimspiel gegen den Oldenburger SV sehen - und die Partie war auch nicht dazu angetan, Werbung für einen Stadionbesuch zu machen. Nach 90 Minuten hieß es 0:0, die dritte Partie ohne Tor der Nordfriesen, die ohne Cornils (krank), Albertsen (privat verhindert) und Müller (zweite Mannschaft) antraten.
Während die Gäste sich über den Punktgewinn freuten, verdüsterten sich die Mienen bei den Husumer SV. "Zur Halbzeit hätten wir klar führen müssen", haderte Trainer Volker Schallhorn mit der ungenügenden Chancenverwertung. Sein Team bestimmte bei Dauerregen die ersten 45 Minuten, doch das lang ersehnte Tor fiel nicht.
Björn Fleige hätte den Bann brechen können, drei Mal kam er zum Kopfball. Den ersten kratzte Oldenburgs Christian Reise von der Linie (2. Minute), der zweite war zu schwach (7.) und den dritten parierte Marcel Heisler großartig (45.). Sebastian Saeltz hatte die Flanke geschlagen.
Auch die schönste Kombination im ganzen Spiel endete nicht erfolgreich - Sascha Rettkowski hatte Ilhan Alim geschickt, der legte quer auf Marcell Voß, doch der Schuss ging über das Tor (10.).
Auf dem tiefen Boden war vieles dem Zufall überlassen. Gut gemeinte Pässe blieben im Matsch stecken, lange Bälle waren von den Angreifern kaum zu erlaufen. Das Bemühen war den Husumern nicht abzusprechen, doch mit zunehmender Spielzeit wurden ihre Aktionen einfallsloser und die Gäste stärker.
"Heisler hat uns in der ersten Halbzeit am Leben gehalten, nach der Pause hätten wir mit etwas mehr Glück und Präzision auch gewinnen können", fasste Gäste-Coach Peter Rathje zusammen. Recht hatte er. In dem Maße, in dem das Wetter besser wurde, steigerte sich auch Oldenburg.
Die letzten 20 Minuten entwickelten sich fast zum Privat-Duell zwischen Björn Wölki und dem erneut starken André Teubler im HSV-Tor. In der 72., 86. und 87. Minute parierte der Schlussmann drei Mal sehr gut und hielt zumindest einen Punkt fest.
Bei den Gastgebern gaben die beiden A-Jugendlichen Michael Berger und David Strüning ihr Liga-Debüt, sie zählten noch zu den Lichtblicken. Gestandene Akteure wie Guido Gehrke und Ilhan Alim blieben dagegen weit unter ihren Möglichkeiten. "Ich hatte gedacht, dass es reichen würde und dass andere Spieler versuchen, ihre Chance zu nutzen", sagte Trainer Volker Schallhorn und wirkte etwas ratlos.
03. April 2006 · Flensburger Tageblatt

Wieder gegen einen "SV": Reißt Husums Null-Serie?

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV am Sonnabend gegen Oldenburg / Stümer sind besonders gefordert
Trifft er wieder? Gerrit Müller und Co. wollen endlich den ersten Husumer Treffer 2006 feiern.Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Mannschaften mit "SV" im Vereinslogo liegen der Husumer SV derzeit nicht. Die letzten vier Spiele gegen diese Vertreter brachten keinen Erfolg. Nun kommt am Sonnabend (15 Uhr) aus Oldenburg ein weiterer Sportverein an die Nordsee. Grund zur Sorge? Eigentlich nicht, denn bisher haben die Stormstädter gegen die Ostholsteiner ganz gut ausgesehen.
In der laufenden Saison gab es in Oldenburg ein 1:1, in der vergangenen Spielzeit zwei Siege. Aber da ist dieses überraschende Ergebnis, das der OSV am vergangenen Wochenende erreichte. Auf eigenem Platz trotzte er dem SV Eichede ein 1:1 ab – ein Ergebnis, mit dem wohl nur wenige gerechnet hatten. Frank Fisler, der Ligaobmann der Oldenburger, schon. "Wir wissen, dass wir eine spielstarke Mannschaft haben. In der ersten Halbzeit hat der Tabellenführer bei uns gar nichts zu Stande gebracht. Fisler hofft, "dass wir ein bisschen was aus dieser Partie nach Husum rüberretten."
Weniger behagt es den Gästen, dass die Husumer SV zu Hause gerade zwei Mal nicht zum Erfolg gekommen ist. "Da sind wir wahrscheinlich gerade der richtige Aufbaugegner", befürchtet Fisler. Aber obwohl er mit seinem Team von 30 möglichen erst sechs Auswärtspunkte geholt hat, signalisiert er auch Ambitionen: "Wir werden in Husum mitspielen. Es wird eng."
Einer den die Husumer Zuschauer gern gesehen hätten, wird bei den Oldenburgern wohl nicht dabei sein: Sascha Behrens. Der Mann, der in jüngeren Jahren bei den Stormstädtern für Furore gesorgt hat, konnte berufsbedingt nicht trainieren und wird nicht zum Kader gehören.
Husums Coach Volker Schallhorn beschäftigt sich derweil mit dem Thema "Sturmflaute". Wenn Könner wie Fleige, Müller und Gehrke (wie gegen Todesfelde) in 90 Minuten nicht einmal das gegnerische Tor bedrohen, ist das wohl so. "Uns fehlt die Spielpraxis", erklärt der Coach. Aber das allein kann es ja nicht sein. Denn die fehlt allen.
Hoffnung gibt dem Trainer die Leistung von Lars Hermann, der auf der linken Seite guten Fußball bietet. Schade, dass seine furiosen Flankenläufe regelmäßig nicht beim eigenen Mann enden. "Er muss sich im entscheidenden Moment besser konzentrieren", so die Forderung von Schallhorn. "In der Rückwärtsbewegung macht er seine Sache sehr gut."
Ansonsten glaubt der Coach, dass der Gegner vom Sonnabend "verschiedene Gesichter" hat. Vor fünf Wochen bei ihrer 0:2-Niederlage in Heide hat er sie "sehr schwach" erlebt, beim 1:1 seiner eigenen Elf im Hinspiel wesentlich besser. Mag sein, dass die junge Oldenburger Mannschaft einen Auswärtskomplex hat, aber darauf allein sollte man sich beim den Stormstädtern wohl nicht verlassen.
Fehlen wird der Husumer SV Kapitän Mario Albertsen, der aus privaten Gründen verhindert ist. Auch Erion Alla wird noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Er hat nach wie vor Probleme mit seinem Knie und lässt sich derzeit von Dr. Bernd Brexendorf behandeln. Martin Herpel ist nach seinem Einsatz am Wochenende in der "Zweiten" angeschlagen und hat nicht trainiert.
31. März 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Team 05.04.06 Abschied Mario Albertsen    
Ballgeflüster
Löwenstedt/Husum (sh:z/noh) – Die Zeichen bei den "Löwen" stehen nach einigen weniger erfolgreichen Jahren wieder auf Aufbruch. Es ist wohl mehr als ein Gerücht, dass Mario Albertsen die Husumer SV verlässt und zur kommenden Saison zu seinem Heimatverein zurückkehrt. Spätestens dann wird man in Löwenstedt den Blick wieder in Richtung Bezirksliga werfen.
05. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
28. ST 09.04.06 VfB Lübeck 2 Husumer SV 2:2

Mit couragierter Leistung zum verdienten Punktgewinn!

09.04.2006

VfB Lübeck II - Husumer SV

2 : 2 (1:1)


Zwei unterschiedliche Halbzeiten erlebten leider nur 50 Zuschauer zwischen dem Gastgeber VfB Lübeck II und der Husumer SV. Im ersten Durchgang musste man auf Husumer Seite Befürchtungen haben, denn die Lübecker waren mit sechsfacher Unterstützung der Liga angetreten. Mit herrlichen Ballpassagen wurden die Nordfriesen in die eigene Hälfte gedrängt. Ein Übriges tat der böige Wind, der den Hausherren entscheidend entgegenkam. Doch die Stormstädter verteidigten mit viel Engagement ihr Tor, hatten allerdings Glück, nicht noch mehr als die zwei Treffer eingeschenkt zu bekommen. Das Bild änderte sich in der zweiten Halbzeit, nun hatten die Husumer den Rückenwind auf ihrer Seite. Mit viel Elan rissen die Gäste das Zepter an sich und hätten durchaus noch drei Punkte entführen können.

»Ich bin froh, dass wir endlich das Tor wieder getroffen haben«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach Spielende. »Mit viel Herzblut und Engagement haben wir uns den Punkt redlich verdient.« VfB-Trainer Flocken konnte mit der Punkteteilung gut leben: »Wir haben entscheidende Torchancen vergeben, doch nach der zweiten Halbzeit muss ich zufrieden sein. Der Spielausgang ist gerecht.«

Der VfB drängte die Husumer sofort in die eigene Hälfte zurück, wollte eine schnelle Führung. Doch es dauerte bis zur 22. Spielminute, bis die verdiente Führung zustande kam. Nach einem Eckball konnte Torhüter Teubler einen Schuss von Mbidzo noch abwehren, der Nachschuss aus fünf Metern war dann unhaltbar. Husum kämpfte verbissen, konnte aber weitere Tormöglichkeiten der Lübecker nicht verhindern: Ibrahim Türkmen setzte sich auf der linken Seiten vehement durch, Teubler blieb aus 16 Metern jedoch Sieger (28.). Drei Minuten später entschärfte Husums Torhüter einen Ball von Artur Zimmermann, mit den Fingerspitzen lenkte er das Leder zur Ecke. Tobleck konnte Husums Keeper nicht bezwingen (32.). Doch beim zweiten Treffer der Hausherren war Teubler machtlos, Dimitri Gribkow setzte zum Flugkopfball an - aus acht Metern landete der Ball unhaltbar in den Maschen (33.). Einen Freistoß aus 25 Metern setzte der Torschütze nach vierzig Minuten knapp neben das Tor. Mit dem einzig gefährlichen Angriff konnten die Nordfriesen das Spiel dann spannend halten: Einen langen Pass von Ingo Cornils nahm Ilhan Alim auf und setzte sich gegen zwei Abwehrspieler durch. Aus zwölf Metern tunnelte er Torhüter Wehlmann und verkürzte zum 2:1 (42.).

Im zweiten Durchgang drehte sich das Spiel vollkommen, mit dem Wind im Rücken verlagerte sich das Geschehen in die Hälfte der Lübecker. Der VfB kam zu keiner großen Möglichkeit mehr, dagegen brannte es im Lübecker Strafraum lichterloh. Michael Petersen setzte sich in der 50. Minute rechts gekonnt durch, mit einem strammen Schuss prüfte er Torhüter Wehlmann. Der Ausgleich glückte wiederum Ilhan Alim, in der 58. Spielminute vollendete er eine mustergültige Hereingabe von Christian Herpel aus drei Metern. Die Führung hatte Mario Albertsen auf dem Stiefel, sein Freistoß aus 25 Metern traf aber nur die Latte des Lübecker Tores (63.).

Fazit: Die Punkteteilung war nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten letztendlich ein gerechter Spielausgang, der jedoch keiner der beiden Mannschaften entscheidend weiterhilft.
Tore: 1:0 Mbidzo (22.), 2:0 Gribkow (33.), 2:1 Alim (42.), 2:2 Alim (58.).
Beste Spieler: Türkmen, Gribkow / Cornils, Petersen   
Ecken: 10 : 4
Chancen: 6 : 5
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: Richter (Pansdorf)
Karten: Bruhn (78.) / - gelb
Aufstellung:

VfB II: Wehlmann - Laaser, Aischmann, Florczak - Manthey, Türkmen, Gribkow, Mbidzo, Schefer (71. Hopp) - Zimmermann (79. Klüver), Tobleck (54. Bruhn).

HSV: Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voss, Saeltz, Gehrke, Albertsen, C. Herpel, - Fleige (23. Alim), Petersen.

  Hi 09.04.2006

Ilhan Alim beendet die Husumer Tor-Flaute

2:2 beim VfB Lübeck II: Angreifer trifft doppelt
Verbandsliga-Übersicht
Was ist los mit den Spitzenteams? Der SV Eichede kam nicht über ein 1:1 gegen Bargteheide hinaus und musste die Tabellenführung an den punktgleichen SV Henstedt-Rhen (2:0 gegen Todesfelde) abgeben. Völlig von der Rolle scheint der FC Kilia Kiel zu sein, der beim Oldenburger SV eine komfortable Führung verspielte und noch 3:4 verlor. Den einzigen Sieg der Teams aus dem Norden feierte Flensburg 08 (1:0 in Plön), Unentschieden spielten Husum (2:2 beim VfB Lübeck II) und der TSB Flensburg (1:1 gegen Itzehoe.)
Lübeck (ree) – Eine Negativserie hatten die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV beim 2:2 (2:1) beim VfB Lübeck II schon vor der Pause beendet: Nach vergeblichen Anläufen in drei Partien erzielten sie ihr erstes Punktspieltor im laufenden Jahr. Ilhan Alim war es, der in der 42. Minute ein Zuspiel von Ingo Cornils verwertete und Lübecks Keeper Wehlmann aus 16 Metern bezwang.
Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste allerdings schon mit zwei Treffern hinten. Die Hansestädter, gut bestückt mit Akteuren, die tags zuvor nicht in der Regionalliga zum Zuge gekommen waren, bestimmten klar das Geschehen. So stand Husums Defensive unter Dauerdruck, hielt sich aber bis zur 22. Minute schadlos. Da war es Mbidzo, der nach einem von Teubler unglücklich abgewehrten Eckball im Nachschuss das 1:0 markierte. Das 2:0 erzielte Gribkow unbedrängt mit einem Flugkopfball (33.).
In dieser Phase hätten die Lübecker sich auch einen größeren Vorsprung verschaffen können, sie scheiterten aber zwei Mal an Teublers gutem Reaktionsvermögen. Ein 25 Meter-Freistoß von Gribkow segelte knapp am Tor vorbei. Großes Pech: Nach Zusammenprall mit VfB-Keeper Wehlmann musste Björn Fleige (23.) mit einer Knieverletzung ausscheiden.
Die Voraussetzung, vielleicht sogar alle drei Punkte mitzunehmen, schuf erneut Ilhan Alim. Nach einer Energieleistung von Christian Herpel mit präziser Flanke markierte der Husumer aus kurzer Entfernung das 2:2 (58). Zuvor (50.) war Michael Petersen an Wehlmann gescheitert, Mario Albertsen hatte mit einem Freistoß aus 25 Metern die Latte getroffen.
Beide Trainer waren's zufrieden. "Wir haben heute mit Herz gespielt und verdient einen Punkt geholt", meinte Husums Coach Volker Schallhorn.
10. April 2006 · Flensburger Tageblatt

Rückspiel vor Hinspiel: Husumer SV spielt am Sonntag beim VfB Lübeck II

Husum (usc) – Die vielen Spielausfälle in der Fußball-Vebandsliga sorgen für ein Kurisosum: Die Husumer SV und der VfB Lübeck II haben das Hinspiel noch nicht ausgetragen (Termin 26. April), da steht schon das Rückspiel an - am Sonntag (15 Uhr) gastiert das Team von Trainer Volker Schallhorn bei der "U 23" des Regionalligisten. Nach drei Spielen ohne Tor und nur zwei mageren Pünktchen ist die Devise klar: "Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir besser Fußball spielen und uns steigern", sagt der Coach der Husumer. Die Nordfriesen verfügen zwar über die beste Abwehr der Klasse (19 Gegentore in 20 Spielen), aber im Sturm steckt der Wurm - zumindest im Jahr 2006. Beim Gastspiel in der Hansestadt muss Schallhorn vermutlich auf Lars Hermann (Knöchelverletzung) verzichten, dafür sind die am vergangenen Wochenende fehlenden Mario Albertsen und Ingo Cornils wieder im Kader. Die A-Junioren Michael Berger und David Strüning, die beim 0:0 gegen Oldenburg in der Liga debütierten, fahren mit nach Lübeck, spielen aber beim Nachwuchs mit - der trifft ebenfalls am Sonntag (13 Uhr) auf die "Zweite" des VfB. Und noch eine Personalie: Gerrit Müller half zuletzt in der zweiten Herrenmannschaft aus, ob er ins Ligateam zurück kehrt, ist noch nicht entschieden. Schallhorn: "Wir sehen, was am besten für die Mannschaft ist." Lübecks Coach Torsten Flocken hat die Husumer in dieser Spielzeit noch nicht gesehen, weiß wenig über den Gegner. Nur so viel: "Die haben sich sicherlich mehr ausgerechnet." Sein Team ist Sechster, zwei Plätze und zwei Tore hinter Husum. Die Lübecker "Zweite" dient als Auffangbecken für die A-Jugend, der Altersschnitt zu Saisonbeginn lag unter 20 Jahre. "Alles richtet sich nach der Liga", sagt Flocken - das Schicksal einer zweiten Mannschaft eben. Gelegentlich gibt er Spieler ab, gelegentlich bekommt er welche. Die Stärken seiner Schützlinge sieht Flocken im Athletik-Bereich. "Für die Verbandsliga betreiben wir hohen Trainingsaufwand", sagt er. Schwächen gibt's beim finalen Pass und beim Torabschluss. Flocken: "Da zeigen die Jungs Nerven." Der Husumer SV wäre es sicher recht, wenn sich bis zum Sonntag daran nichts ändern würde...
7. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
20. ST 15.04.06 Husumer SV Heider SV 2:0
Husumer Arbeitssieg!

15.04.2006

Husumer SV - Heider SV

2 : 0 (0:0)


Völlig verdient siegte die Husumer SV im Westküstenduell gegen den Heider SV, der Erfolg wurde allerdings erst in der zweiten Halbzeit unter Dach und Fach gebracht. In einem eher mäßigen und emotionslosen Nachbarschaftsderby taten die Nordfriesen mehr für das Spiel und stellten die agilere und druckvollere Mannschaft. Die Gäste ließen sich bereitwillig in die eigene Hälfte zurückdrängen und hofften im Sturm auf den Zufall oder ein Husumer Missgeschick. Die Nordfriesen taten ihnen jedoch nicht den Gefallen, standen in der Abwehr wieder einmal bombensicher. Auch ohne den etatmäßigen Sturm langte es schließlich zu zwei Toren, die Hausherren wirkten insgesamt reifer.

»In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan«, bilanzierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach Spielende. »Wir waren jedoch kreativer, der Sieg geht absolut in Ordnung.« Alfred Hußner vom Heider SV sah Husum auch als verdienten Sieger: »Wir hatten im zweiten Durchgang einen Blackout, Husum hat mehr für das Spiel getan und verdient gewonnen.« Beide Abwehrreihen dominierten die erste Halbzeit, nur wenige Torraumszenen konnten die 336 Zuschauer begeistern. Marcell Voß hatte auf Husumer Seite die erste Gelegenheit, nach einem Fehler von Torhüter Dau scheiterte er jedoch aus 16 Metern (23.). Nur um Zentimeter verpasste Guido Gehrke kurz vor dem Seitenwechsel die Führung. Nach einem Freistoß von Lars Hermann köpfte er aus acht Metern knapp daneben (40.). Aber auch die Gäste aus Heide scheiterten einmal nur knapp, Daniel Thiel konnte aus elf Metern seine Chance in der 38. Minute nicht nutzen.

Nach dem Wechsel wurde die Partie zumindest aus Husumer Sicht abwechslungsreicher, mit der Hereinnahme von Erion Alla wirkte das Husumer Angriffsspiel flexibler und druckvoller. Guido Gehrke ging mit in die Spitze und sorgte für mehr Unruhe vor dem Heider Tor. Zehn Minuten nach Wiederbeginn stand Hermann völlig frei vor dem Gehäuse, vertändelte jedoch überhastet. In der 56. Minute war er aber maßgeblich an der Husumer Führung beteiligt: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite kam das Leder von Alla zu Hermann, der aus zehn Metern den Ball nicht richtig traf. Heides Christian Ehlers war überrascht und traf unglücklicherweise ins eigene Netz. Das Endergebnis stellte Marcell Voß in der 72. Minute her, einen herrlichen Freistoß von Mario Albertsen köpfte er unhaltbar zum 2:0 in die Maschen. Kurz zuvor hatte Erion Alla aus 16 Metern die Festigkeit des Torpfostens erkundet. In der 80. Minute verpasste Guido Gehrke das dritte Tor, allein vor Torhüter Dau konnte er das Leder nicht unterbringen.

Fazit: Ein glanzloser, aber völlig verdienter Husumer Erfolg. Heide fand in der Offensive nicht statt, sich nur auf die Defensive zu verlassen ist einfach zu wenig.
Tore: 1:0 Ehlers (Eigentor/56.), 2:0 Voß (72.)
Beste Spieler: Cornils, Voß, Alla    / Jarchow
Ecken: 5 : 2
Chancen: 9 : 2
Zuschauer: 336
Schiedsrichter: Yilmaz (SV Ellerbeck)
Karten: Hermann (66.) / Sörensen (24.), Jarchow (37.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voß, Saeltz (74. Marohn), Gehrke, Albertsen, Hermann - Alim (46. Alla), Petersen (77. Strüning).

Dau - Jarchow - Schwalm, Lemcke - Holst, Sörensen, Ostermann, Jensen, Ehlers - Thiel (60. Maurer), Rinaldi (60. Parlak).

  Hi 15.04.2006

Heide löst Husums Abschlussprobleme

Fußball-Verbandsliga: Eigentor der Gäste leitet 2:0-Sieg für Stormstädter ein
Husums Guido Gehrke (re.) kann flanken, Heides Eigentor-Schütze Christian Ehlers greift nur halbherzig ein. Foto: Voss
Verbandsliga
Super-Wochenende für Flensburg 08 und die Husumer SV, der TSB Flensburg kann dagegen endgültig für die Bezirksoberliga planen. Husum gewann beide Spiele (2:0 gegen Heide und 3:2 beim TSB) und ist Tabellenvierter, 08 (jetzt Sechster) ließ dem 3:2 gegen den SV Eichede gestern ein 1:0 bei Comet Kiel folgen. Überraschung abseits des Platzes: Husums Trainer Volker Schallhorn, der erst vor wenigen Wochen seinen Vertrag verlängert hatte, erklärte zum Saisonende seinen Rücktritt. Möglicher Nachfolger ist Guido Gehrke, seit Jahresbeginn als Spieler bei den Stormstädtern aktiv. Der TSB Flensburg hat nach der Heimniederlage im Derby und dem bitteren 1:5 beim TSV Bargteheide nun schon acht Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzen Itzehoer SV - da geht wohl nichts mehr.

Husum (Gert Reese) – Der Rahmen stimmte: Das Wetter war fantastisch, der Rasen wieder grün und die Kulisse stattlich. Aber ein Westküsten-Derby alter Prägung sahen die 340 Zuschauer am Ostersonnabend in Husum nicht. Dafür kam der Heider SV in dieser Fußball-Verbandsligapartie zu bieder daher. Die Gastgeber taten nicht mehr als nötig, hatten aber deutlich die Optik für sich. So sackte die Husumer SV mit 2:0 (0:0) verdient den ersten Dreier des Jahres ein.

Sebastian Saeltz war der auffälligste Akteur im ersten Durchgang. Der Husumer gab aus seiner defensiven Mittelfeldrolle viele Impulse nach vorn. In Tornähe ging jedoch wenig. Guido Gehrke hatte zweimal die Möglichkeit, sein erstes Punktspieltor für die Nordfriesen zu erzielen. Einmal lenkte Heides guter Keeper Tobias Dau das Leder zur Ecke (10.), später flog Gehrkes Kopfball (41.) nach Hermann-Freistoß knapp am Pfosten vorbei.

Die Dithmarscher kamen nur zu Entlastungsangriffen, meist von Christian Ehlers initiiert. Einmal blitzte auch das spielerische Können der Heider auf. Aber der Schuss von Daniel Thiel wurde im letzten Moment abgeblockt (39.). Ilhan Alim (21.) und der motivierte Marcell Voss (22.) verfehlten das Heider Tor knapp.

Guten Einfluss auf das Husumer Spiel nach der Pause hatte der eingewechselte Erion Alla. Sörensen, sein Heider Widerpart, ließ ihm zu viel Spielraum. Nach knapp einer Stunde spitzte sich das Geschehen zu. Zunächst vergab Heides Thiel eine Riesenchance (55.), dann fiel das 1:0 für Husum (57.) - angeregt durch Lars Hermann, vollendet von Ehlers, der das Leder ins eigene Tor lenkte. Kurz zuvor hatte Gehrke – allein vor Dau – das Leder nicht am Keeper vorbei bekommen.

In der 73.Minute dann die Entscheidung. Voss, der Dithmarscher im Trikot der Nordfriesen, freute sich diebisch über seinen Treffer zum 2:0. Mario Albertsen, hatte ihm den Ball per Freistoß maßgerecht auf den Kopf gelegt.

Für die letzte Aufregung der Partie sorgte Heides Trainer Alfred Hussner, der wegen Schiedsrichter-Beleidigung (80.) die Rote Karte sah. Keine Probleme hatte Hussner mit der Niederlage seiner Elf: „Husum hat mehr gemacht. Wir waren nach der Halbzeit im Mittelfeld zu unsortiert.“ Husums Trainer Volker Schallhorn freute sich, dass der erste Sieg des Jahres endlich unter Dach und Fach war. „Vor der Pause haben wir uns aber schwer getan“, sagte er.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Cornils, Schyma – Voss, Saeltz (75.Marohn), Gehrke, Albertsen, Hermann – Alim (46.Alla), Petersen (77.Strüning). Heider SV: Dau – Jarchow – Schwalm, Lemcke – Sörensen, Holst, Ehlers, Jensen, Rinaldi (60.Maurer) – Thiel (60.Parlak), Ostermann. Schiedsrichter: Yilmaz Yarus (SV Ellerbek) Zuschauer: 340. Tore: 1:0 Ehlers (57., Eigentor), 2:0 Voss (73.). Beste Spieler: Saeltz, Voss – Jarchow.

18. April 2006 · Flensburger Tageblatt

Schallhorn hat genug von Unentschieden.

Zweimal ist die Husumer SV am Osterwochenende in der Fußball-Verbandsliga im Einsatz. Heute kommt der Heider SV ins Friesenstadion, am Montag tritt das Team von Trainer Volker Schallhorn beim TSB Flensburg an.
Torinstinkt wieder entdeckt: Der Husumer Stürmer Ilhan Alim hofft auch gegen den Heider und den TSB Flensburg auf Treffer. Foto: Staudt
Husum (Gert Reese) – Rein äußerlich betrachtet, sieht das Feiertagsprogramm der Husumer SV wie ein Osterspaziergang aus. Die Gegner sind Mannschaften aus dem "Tiefland" der Tabelle: heute (15 Uhr) zu Hause der Heider SV, am Montag (15 Uhr) in Flensburg der TSB. Aber ganz allein auf die Papierform sollte man sich im Lager der Nordfriesen nicht verlassen. Beide Kontrahenden "buhlen" noch um den Verbleib in der Verbandsliga und signalisieren Ehrgeiz. "Wir werden es schaffen und kämpfen uns unten raus", verkündet da ganz selbstbewusst Alfred Hussner. Der Coach des Heider SV rangiert mit seinem Team auf Platz 13 und würde sich gern noch etwas "Luft verschaffen."
Von allen Mannschaften der Verbandsliga waren die Heider mit am meisten gebeutelt von den Spielausfällen der vergangenen Wochen. "Man weiß echt nicht, wo man steht", klagt auch Hussner, der in diesem Jahr mit seinen Jungs erst zweimal aktiv war. Dabei gab es auf eigenem Platz immerhin ein 2:0 gegen den neuerdings so starken Oldenburger SV. Beim Itzehoer SV hingegen musste man eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Immer wieder sind es A-Jugendliche, mit denen Hussner seinen Kader ergänzt. Aber auch die konnten bisher nicht dazu beitragen, die Offensivschwäche der Dithmarscher zu beheben. Von ihrem erfahrenen Coach sind sie wohl auch eher darauf getrimmt, das eigene "Nest" in Ordnung zu halten.
Bei nur 30 Gegentreffern kann sich die Abwehr der Heider durchaus im oberen Tabellendrittel sehen lassen. "Aber ich verbiete meinen Leuten das Toreschießen nicht", meint Hussner zu diesem Thema. Einer, der es kann, ist Mehmet Parlak. Er traf gegen Oldenburg gleich zweimal.
Weniger hoffnungsfroh als in Heide ist die Situation beim TSB Flensburg, der eine gewaltige Serie hinlegen müsste, zum die Rote Laterne loszuwerden. "Rein rechnerisch ist noch alles möglich", sagt Trainer Holger Sohrweide, "aber wir sind auch Realisten und wissen, dass es unheimlich schwer wird." Viel Freude hat der Coach zur Zeit an Moritz Hartmann. Der Student ist neu in der Fördestadt und hat sich beim Tabellenletzten als Manndecker schnell Akzeptanz erworben. "Ohne besondere Härte und Schnörkel macht er seine Sache ganz cool", schwärmt Sohrweide, der hofft, dass seine Mannschaft nach vorn alte Durchschlagskraft zurückgewinnt. "Dafür müssen wir alle wieder mehr tun", so Sohrweide.
"Die Remisserie beenden", will Husums Trainer Volker Schallhorn. Er ist nicht nur überzeugt davon, dass das über Ostern gelingt. "Am Wochenende kommen sechs Punkte!" Was ihn so optimistisch stimmt, ist der Punktgewinn beim stark besetzten VfB Lübeck II. "Das war eine tolle Leistung von uns", so der Trainer, "wenn wir die nur annähernd wiederholen, müsste was laufen."
Lars Hermann soll der Offensive der Stormstädter weiteren Schub verleihen. Der pfeilschnelle Linksfuß, der zuletzt aussetzen musste, steht für die beiden Osterpartien wieder zur Verfügung und wäre vielleicht sogar eine Alternative für die vorderste Linie, wo bei den Husumern Personalbedarf besteht. Björn Fleige fällt mit einer schweren Prellung mit Sicherheit aus und Gerrit Müller soll als Rettungsanker wieder die zweite Mannschaft aufpeppen. Da trifft es sich gut, dass Ilhan Alim seinen lange vermissten Torinstinkt in Lübeck wieder entdeckt hat. Dort beendete er mit seinen beiden Treffern die fast schon unheimliche Torflaute der Husumer zu Jahresbeginn. Der Angreifer zu diesem Thema ganz selbstlos: "Ist egal, wer die Tore schießt – Hauptsache, wir gewinnen."
15. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
21. ST 17.04.06 TSB Flensburg Husumer SV 2:3

Am Ende wurde es für Husum noch eng!

17.04.2006

TSB Flensburg - Husumer SV

2 : 3 (0:2)


Ein Wechselbad der Gefühle erlebte die Husumer SV beim Tabellenletzten TSB Flensburg. Die Elf von Volker Schallhorn führte schon mit 3:0, hatte die Partie sicher im Griff - doch in den letzten Minuten wurde es noch einmal eng. Gut, dass wenigstens der Schiedsrichter den Überblick behielt und die Schwalbenversuche des TSB von Hadjji entsprechend ahndete. Siebzig Minuten beherrschten die Nordfriesen den Gegner, mit sehenswerten Kombinationen zeigten die Husumer auch spielerisch eine ansprechende Leistung. Dem TSB kann man ruhigen Gewissens eine gute kämpferische Einstellung bescheinigen, das Spiel wurde zu keiner Zeit aufgegeben - bis zum Umfallen kämpften die Flensburger. Insofern erfüllte das Nordderby die Erwartungen beider Lager.

Den Husumern gehörte die erste Halbzeit, schon nach zwei Minuten hätte Guido Gehrke die Führung erzielen können. Mit einem Lupfer überwand er aus kurzer Distanz Torhüter Koblun, doch das Leder sprang nur an den Innenpfosten. Die einzig nennenswerte Gelegenheit der Gastgeber in der 4. Minute: Lasse Sohrweide setzte sich rechts gekonnt durch, sein Schuss aus 16 Metern verfehlte jedoch das Gehäuse. Bereits zwei Minuten später versuchte Erion Alla aus 12 Metern sein Glück, sein Flachschuss wurde eine sichere Beute von Koblun. Doch eine Minute später erzielte Alla die verdiente Husumer Führung. Nach einer herrlichen Kombination über André Schyma kam der Ball zu Lars Hermann, der von der Grundlinie auf Alla zurückspielte. Der Mittelfeldspieler ließ Koblun nicht den Hauch einer Chance und erzielte das 0:1 (7.). Die Stormstädter jetzt immer einen Tick schneller als die Gegenspieler, kombinierten sicher und erspielten sich weitere Torchancen. Nach 22 Minuten ein herrlicher Ball von Gehrke auf Albertsen, der nur knapp verzog. Erst kurz vor dem Pausenpfiff gelang wieder Erion Alla das 0:2, von der Strafraumgrenze zog er ab - Torhüter Koblun rechnete wohl nicht mit einem Schuss (43.).

Auch nach dem Wechsel hatte man auf Husumer Seite nicht den Eindruck, dass noch etwas anbrennen konnte. Souverän blockte Ingo Cornils Hadjji noch ab (52.), wenig später das dritte Tor für die Nordfriesen. Wieder war Erion Alla beteiligt, diesmal legte er Ilhan Alim den Ball auf. Aus 14 Metern schoss dieser trocken ins Eck (63.). Nach der klaren Führung schalteten die Gäste einen Gang zurück, die SV wollte das Ergebnis nach Hause schaukeln. Lasse Sohrweide gelang jedoch nach einer Unachtsamkeit der Husumer Abwehr der Anschlusstreffer (73.), vier Minuten später entschärfte Teubler einen Freistoß des Torschützen. Husums Youngster hätten dann alles klar machen können, Saeltz (79.) und Strüning (88.) waren wohl zu überrascht und vergaben. Die Flensburger jetzt mit einem optischen Übergewicht, Husum verlor zwischenzeitlich den Faden. Erst in der Nachspielzeit konnte Tim Ellmann das zweite Tor für den TSB erzielen, aus 16 Metern überwand er Teubler im Husumer Tor.

Fazit: Der Ausgleich gelang den Flensburgern nicht mehr, das wäre auch zu viel des Guten gewesen. Husum siegte verdient, hatte in den Schlussminuten das Glück des Tüchtigen.
Tore: 0:1 Alla (7.), 0:2 Alla (43.), 0:3 Alim (63.), 1:3 Sohrweide (73.), 2:3 Ellmann (90.+2)
Beste Spieler: Ellmann, Sohrweide   /Alla, Gehrke   
Ecken: 4 : 4
Chancen: 5 : 8
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Marco Hecht (Bargteheide)
Karten: Donner (25.), Stark (83.), Hadjji (86.) / Hermann (14.) - alle gelb; gelb-rot: Hadjji (89.) wegen 2. Schwalbe
Aufstellung:

Koblun - Jäger - Hartmann, Donner, Scholz (71. Stark) - Ellmann, L. Sohrweide, Feddersen (46. Bartelsen), Andresen (46. Ortmann) - Raitzig, Hadjji.

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voß, Saeltz, Albertsen (65. Marohn), Hermann (46. Alim), Alla (71. Strüning) - Gehrke, Petersen.

  Hi 17.04.2006

Zu spät bringt TSB die Husumer in Verlegenheit

Unbeeindruckt vom überraschend angekündigten Rücktritt von Trainer Volker Schallhorn zum Saisonende setzte sich die Husumer SV gestern in der Fußball-Verbandsliga beim TSB Flensburg mit 3:2 (2:0) durch.
Der Husumer Ingo Cornils wird vom TSBer Björn Andresen (am Boden) gestoppt. Foto: Dewanger
Verbandsliga
Super-Wochenende für Flensburg 08 und die Husumer SV, der TSB Flensburg kann dagegen endgültig für die Bezirksoberliga planen. Husum gewann beide Spiele (2:0 gegen Heide und 3:2 beim TSB) und ist Tabellenvierter, 08 (jetzt Sechster) ließ dem 3:2 gegen den SV Eichede gestern ein 1:0 bei Comet Kiel folgen. Überraschung abseits des Platzes: Husums Trainer Volker Schallhorn, der erst vor wenigen Wochen seinen Vertrag verlängert hatte, erklärte zum Saisonende seinen Rücktritt. Möglicher Nachfolger ist Guido Gehrke, seit Jahresbeginn als Spieler bei den Stormstädtern aktiv. Der TSB Flensburg hat nach der Heimniederlage im Derby und dem bitteren 1:5 beim TSV Bargteheide nun schon acht Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzen Itzehoer SV - da geht wohl nichts mehr.
Flensburg (Andreas Haumann) – Nach dem 1:5 in Bargteheide am Ostersonnabend musste sich der TSB Flensburg gestern auch im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga gegen die Husumer SV mit 2:3 (0:2) geschlagen geben. Das knappe Ergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg, zeigt aber auch, dass der TSB nie aufgab.
Besonders in der zweiten Hälfte bewiesen die Gastgeber gute Moral. Mit der Leistung vor der Pause war TSB-Trainer Holger Sohrweide indes nicht zufrieden. "Da waren wir nicht auf dem Platz. Es fehlte das Engagement, uns unterliefen zu viele Abspielfehler und wir standen zu weit von unseren Gegenspielern." Sohrweides "deutliche Worte in der Pause" fruchteten, denn trotz eines zwischenzeitlichen 0:3-Rückstandes kämpfte sein Team verbissen um ein besseres Ergebnis. Dieser Einsatz fand auch die Anerkennung von Volker Schallhorn. "TSB hat nie aufgegeben. Darauf waren wir schlecht eingestellt. Hätten wir mehr Laufbereitschaft gezeigt, wäre uns am Schluss einiges ersparen geblieben", sagte der HSV-Trainer, der überraschend angekündigt hatte, dass sein Engagement nach dieser Saison enden wird.
Das Spiel startete mit einer Schrecksekunde für den TSB, als bereits in der 2. Minute ein Heber von Guido Gehrke über TSB-Schlussmann Björn Koblun vom Pfosten zurückprallte. Der Schuss von Lasse Sohrweide (4.), der nur knapp das Tor verfehlte, machte schon früh Appetit auf mehr. Doch zu einem fußballerischen Leckerbissen wollte diese Partie nicht reifen.
Schallhorn
Die favorisierten Husumer verbreiteten wenig Glanz, zeigten sich aber kaltschnäuzig vor dem Tor. Schon in der 8. Minute hieß es 0:1 nach dem ersten gut vorgetragenen Angriff. Hermann enteilte auf der linken Seite seinem Gegenspieler und passte von der Grundlinie zurück in den Lauf von Erion Alla, der Koblun keine Chance ließ. Auch das 0:2 nach einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern (43.) ging auf das Konto von Alla.
Die Chance zum Anschlusstreffer verhinderte nach Wiederanpfiff HSV-Torhüter Andre Teubler, der gegen Mohammed Hajji (53.) nach Vorlage von Torsten Raitzig klärte. Kurz danach wurde im Husumer Lager erneut gejubelt. Das 0:3 (64.) durch Ilhan Alim war die Entscheidung - so glaubten die Zuschauer und wohl auch ein Großteil der Husumer Mannschaft.
Für die Gastgeber war das Spiel nicht gelaufen. Für die Wende war es zwar zu spät, doch der große Einsatz des TSB wurde immerhin noch durch zwei Treffer belohnt. Das 1:3 (73.) erzielte Sohrweide auf Zuspiel von Andy Stark. Das 2:3 in der Nachspielzeit (93.) gelang Tim Ellmann mit einem schönen Treffer aus 20 Metern.
18. April 2006 · Flensburger Tageblatt

Von Aufgeben keine Spur

"Alle haben uns abgeschrieben, nur wir selbst noch nicht", meint Holger Sohrweide. Der Trainer des TSB Flensburg gibt sich immer noch kämpferisch. Dennoch sagt er nicht, aus dem Osterprogramm - beim TSV Bargteheide (heute, 15 Uhr) und zu Hause gegen Husumer SV am Montag (15 Uhr) - müssen sechs Punkte her. Sondern er betont: "Wir wollen möglichst aus jedem Spiel das Optimale rausholen."
Noch haben Simon Scholz (li.) und der TSB nicht aufgegeben. Foto: Dewanger
Flensburg (Jochen Hebbeln) – Das Programm, das noch auf das Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga wartet, ist erdrückend. 13 Punktspiele stehen für den TSB in sechs Wochen bis zum 27. Mai an. Vom vergangenen Sonnabend bis zum Ostermontag sind es allein vier Partien, rechnet man den 2:0-Pokalsieg beim VfB Nordmark dazu. "Da müssen wir durch", meint Holger Sohrweide. Aber er weiß, dass der Endspurt viel Kraft kosten wird. So fehlten schon im Pokalspiel sieben Spieler. Zwar waren auch einige dabei, die beruflich verhindert waren, aber mit Martin Donner, Tim Ellmann, Narcis Duratovic und Moritz Hartmann sind vier TSBer angeschlagen. "Alles Spieler, auf die ich eigentlich nicht verzichten kann", sagt der Coach. Ob sie aber heute in Bargteheide spielen können, ist fraglich.
Rechnungen, wie der Klassenerhalt noch zu schaffen ist, macht Sohrweide nicht mehr auf. "Das bringt uns nicht weiter." Wichtiger ist für den TSB-Trainer, dass nach dem Abpfiff "alle erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Unter dem Strich werden wir dann sehen, was rauskommt."
Am vergangenen Wochenende sprang zu wenig heraus: 1:1 im Heimspiel gegen den Itzehoer SV. Trotzdem war Sohrweide nicht enttäuscht. Nur: "Wir hätten gewinnen müssen." Nach der 1:0-Führung ließen die Flensburger zwei 100-prozentige Chancen aus. "Das wurde am Ende bestraft."
Doch das Spiel ist abgehakt. "Gegen Bargteheide wird es leichter", glaubt der Trainer. Der Tabellenvorletzte stürzte zwar auswärts am vergangenen Wochenende mit einem überraschenden 1:1 Spitzenreiter SV Eichede, doch "dieses Spiel hatte Derby-Charakter". Gegen den TSB steht der Vorletzte mächtig unter Druck. "Da erwartet jeder einen Pflichtsieg. Wir können dagegen locker aufspielen - mal sehen, eigentlich wären wir dran zu gewinnen".
Erst nach den 90 Minuten in Bargteheide wird sich Holger Sohrweide intensiv mit dem Nordduell gegen die Husumer SV beschäftigen. Dann weiß er auch erst, welche Elf auf dem Eckener auflaufen wird. Zumindest kann sich der Coach auf die Routiniers aus der Reserve verlassen. Spielertrainer Torben Johannsen, "Oldie" Marc Peetz und Finn Johannsen spielten schon im Pokalspiel beim VfB Nordmark mit. "Ich bin froh, dass die Zusammenarbeit so gut klappt und wir im Notfall auf die Zweite zurückgreifen können", sagt Sohrweide.
Nachdenklich stimmt den Trainer, dass der Paradesturm plötzlich nicht mehr trifft. Die Stärken und Schwächen haben sich gewendet. Die früher anfällige Abwehr hat sich inzwischen stabilisiert. Doch ohne Tore kann man keine Spiele gewinnen.
15. April 2006 · Flensburger Tageblatt

TSB hat nichts zu verlieren

Im dritten Anlauf will die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga endlich wieder um Punkte spielen. Am Sonnabend (15 Uhr) geht's zum Nord-Derby beim Tabellenletzten TSB Flensburg.
lhan Alim (li.), hier im Hinspiel in Husum (3:3), überzeugte in der Vorbereitung auf der rechten Mittelfeldseite. Foto: Staudt

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Frust: Auch im dritten Anlauf wurde es nichts - das Spiel der Husumer SV beim TSB Flensburg fiel aus. Bei den engagierten und reiselustigen Fans der Nordfriesen macht sich allmählich Verzweiflung breit. Eintrag im Gästebuch auf der Husumer Homepage: „Moin, wir gehen heut um 15.30 Uhr in die Blockhütte, um gemeinsam beim Bundesliga sehen unseren Frust zu therapieren."

Husum (Gert Reese) – Nach den zwei ausgefallenen Punktspielen auf eigenem Platz ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Husumer SV am Sonnabend (15 Uhr) beim TSB Flensburg endlich aktiv werden kann, nicht sehr groß. Der Platz an der Eckener Straße, wo der Tabellenletzte seine Heimspiele austrägt, präsentiert sich derzeit so wie viele andere Plätze im Lande: wenig einladend für Aktivitäten in Stollenschuhen. "Es sieht nicht gut aus", sagt auch Holger Sohrweide, der TSB-Trainer bis zum Saisonende.
Er möchte allerdings gern, dass angepfiffen wird. "Gegen Husum haben wir doch nichts zu verlieren", so seine Begründung. Mit der endgültigen Entscheidung über die Bespielbarkeit des Platzes werden die TSB-Verantwortlichen bis zum Sonnabend warten.
"Wir dürfen uns nicht hängen lassen und müssen eine konzentrierte Leistung bringen." Mit diesen Worten signalisiert Volker Schallhorn, dass er davon ausgeht, dass der Start erfolgt. Im Testspiel beim VfR Schleswig (4:2) konnte der Husumer Trainer sich davon überzeugen, dass sein Team intakt ist. Ilhan Alim, der sich an der Schlei auf der rechten Seite versuchen durfte, hat es dem Trainer besonders angetan. "Der hat seine Sache gut gemacht, da haben wir jetzt eine Alternative mehr", freut sich Schallhorn.
Mit Zuversicht erfüllt den Coach auch, dass zwei Rekonvaleszenten wieder fußballerische Gehversuche unternehmen. Sowohl Marcell Voss als auch Martin Herpel haben von ihren Ärzten die Genehmigung erhalten, sich ganz vorsichtig wieder mit dem runden Leder zu beschäftigen. Herpel wird freilich noch bis Mitte März warten müssen, ehe er wieder für den Ernstfall in Frage kommt.
Verletzungssorgen hat Holger Sohrweide derzeit nicht. "Mein Problem ist mehr der kleine Kader", sagt der Coach des TSB. "Bei uns darf sich keiner verletzen." Auch Sohrweide fühlt sich von den vielen Spielausfällen allmählich genervt. "Man muss sich schon was einfallen lassen, um die Spannung zu erhalten", bekennt er. In diesem Sinne hat er versucht, dem Tabellenletzten, der seit seinem Aufstieg erst zwei Mal gewann, wieder Siegesgefühl zu vermitteln. Das hat geklappt. Gegen die FSG im Amt Schafflund (6:1), beim FC Tarp-Oeversee (4:2) und beim TSV Lindewitt (6:0) wurde relativ souverän gewonnen. "Aber das waren natürlich keine Maßstäbe", schränkt der Coach den Wert dieser Ergebnisse ein. "Husum ist natürlich ein anderes Kaliber."
Den erneuten Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga möchte man beim Klub von der Förde unbedingt noch verhindern. Sohrweide: "Es gibt in dieser Spielklasse fünf, sechs Mannschaften, die sind nicht besser als wir." Husum zählt er natürlich nicht dazu.
17. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Der richtige Zeitpunkt für das Spiel gegen Husum

Auf Grund der schlechten Witterungsbedingungen ist die Heimpremiere des Fußball-Verbandsligisten TSB Flensburg nach der Winterpause gegen die Husumer SV am Sonnabend (15 Uhr) mehr als fraglich. "Wir müssen halt abwarten, ob sich die Platzverhältnisse noch verbessern", gibt sich der neue TSB-Coach Holger Sohrweide skeptisch.
Die Mauer gegen Husum: Auf die TSBer um Feddersen, Ortmann, Duratovic, Ellmann und Kapitän Bartelsen (v. li.) wartet viel Defensivarbeit. Foto: Staudt
Flensburg (wsi) – Seit sechs Wochen ist Holger Sohrweide mit seiner Truppe wieder im Training. "Aber uns ging es wie allen anderen Mannschaften auch. Ein ordentliches Training war nicht möglich. Und das ständige Improvisieren ist auch nervtötend." Deshalb ist der TSB-Coach auch froh, dass er in den vergangenen Wochen zumindest einige Testspiele mit seinem Team absolvieren konnte. Dabei waren die Flensburger gegen FSG im Amt Schafflund (6:1), FC Tarp-Oeversee (4:2) und TSV Lindewitt (6:0) drei Mal siegreich. "Durch derartige Spiele kann man wenigstens ein wenig die Spannung halten", meint Sohrweide.
Mit der ambitionierten Husumer SV erwarten die Flensburger eine spielstarke Mannschaft, die auch an der Förde ihrem erklärten Saisonziel - dem Aufstieg in die Oberliga - ein Stück näher kommen will. Einen Sieg fordert darum auch Husums Trainer Volker Schallhorn von seiner Elf: "Wir dürfen uns nicht hängen lassen und müssen eine konzentrierte Leistung bringen."
Für den TSB-Coach sind die Nordfriesen ohne Frage der klare Favorit: "Wir haben nichts zu verlieren. Es ist vielleicht gut, dass wir so kurz nach der langen Zwangspause gegen die Husumer antreten müssen, da es ihnen auch an der nötigen Spielpraxis fehlt."
Personell hat Sohrweide allerdings erhebliche Probleme. Verletzungsbedingt fallen Björn Lemm (Leistenbeschwerden) und Stephan Böhme (wird Anfang März am Sprunggelenk operiert) aus. Marc Drobny ist wegen einer Erkrankung vorübergehend ein Sportverbot erteilt worden. Auch der Einsatz von David Voigt ist nach seiner Weisheitszahn-OP zumindest fraglich. Nils Ortmann hat hingegen nach überstandener Mandeloperation wieder das Training aufgenommen.
Für den Fall, dass die Partie ausfallen sollte, hat Holger Sohrweide für seine Truppe ein Alternativprogramm parat. Dann wird der TSB am Sonnabend in Schleswig bei Kreisligist IF Schleswig zusammen mit Schleswig 06 (Bezirksoberliga) an einem Blitzturnier teilnehmen.
17. Februar 2006 · Flensburger Tageblatt
Team 19.04.06 Trainerwechsel im Sommer    

Gehrke wird wieder Coach

Ex-Kropper löst im Sommer Volker Schallhorn ab
Husum (usc) – Guido Gehrke wird in der Saison 2006/07 Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. Das gaben die Nordfriesen unmittelbar nach der 2:3-Niederlage im Nachholspiel gegen den VfB Lübeck II am Mittwoch bekannt. Volker Schallhorn hatte vor kurzem seinen Rückzug zum Saisonende erklärt, obwohl er gerade erst seinen Vertrag verlängert hatte. "Es lief auf ihn hinaus. Guido hat in Kropp bewiesen, dass er auch mit jungen Leuten umgehen kann", sagte Husums Vorsitzender Rolf von Bartikowski.
Gehrke hatte sich nach seiner Entlassung als Coach beim Oberligisten TSV Kropp Ende vergangenen Jahres als Spieler den Nordfriesen angeschlossen.
28. April 2006 · Flensburger Tageblatt

Schallhorns Überraschung

Die Husumer SV braucht einen neuen Trainer. Volker Schallhorn hört zum Saisonende beim Fußball-Verbandsligisten überraschend auf.
Nachdenklich: Volker Schallhorn fühlte sich zuletzt nicht mehr wohl in Husum. Foto: Dewanger
Husum (Ulrich Schröder) – Das Verbandsliga-Spiel gegen den Heider SV (2:0) war gerade beendet, da bat Volker Schallhorn zu einer Sitzung. Was der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV den Spielern mitteilte, sorgte für Erstaunen. "Ich höre zum Saisonende auf", ließ der 41-Jährige, der gerade erst seinen Vertrag verlängert hatte, die Anwesenden wissen. "Das kam für mich und alle anderen völlig überraschend. Wir haben alle nicht schlecht geguckt", sagte Guido Gehrke.
"Ich bin nicht damit einverstanden, wie die Personalplanung gelaufen ist", sagte Schallhorn gestern gegenüber unserer Zeitung. Spieler hätten sich Bedenkzeit für ein weiteres Engagement erbeten, einige hätten ihre Entscheidung wohl auch von seiner Person abhängig gemacht. "Ich bin von einigen Spielern nicht so behandelt worden, wie ich mir das vorstelle", so der Trainer.
So gestalteten sich die Planungen schwierig - der von Schallhorn für nötig erachtete Kader mit 15 bis 20 Kickern sei "im Moment noch nicht in Sicht." Das ließ Schallhorn von seinem ursprünglich getroffenen Entschluss zur Verlängerung abrücken und schließlich am Sonnabend seinen überraschenden Rücktritt zum Saisonende verkünden.
Die Verantwortlichen der Husumer SV müssen sich jetzt auf die Suche nach einem neuen Coach machen. Als Guido Gehrke in der Winterpause in der Stormstadt anheuerte, wurde viel spekuliert, dass Gehrke - zuvor Spielertrainer beim Oberligisten TSV Kropp - auch Coach in Husum werden könnte. "Ich habe eine Abmachung, dass ich bis zum 30. Juni als Spieler in Husum bin. Über eine Trainertätigkeit haben wir nie gesprochen", stellte Gehrke gestern klar. Schallhorn und er hätten nie Probleme miteinander gehabt. Das bestätigt auch Volker Schallhorn. "Guido hat sich mir gegenüber immer einwandfrei verhalten und sich gut in die Gruppe integriert."
"Eigentlich gar nicht so viel dazu sagen", will Kapitän Mario Albertsen, der die HSV zum Saisonende in Richtung seines Stammvereins Blau-Weiß Löwenstedt verlässt. Auch ihn überraschte der Schritt Schallhorns. Seiner Auffassung nach stehe die Mannschaft zum Trainer. Über die Gründe Schallhorns kann er nur rätseln. "Vielleicht passte es im Moment nicht so. Die Erwartungen im Verein waren zu Saisonbeginn hoch, man hat sich ein bisschen mehr ausgerechnet. Aber ich kann die Beweggründe nicht aus Volker heraus lesen."
Erion Alla zum Beispiel ist ein Spieler, dem es leid tut, dass der Trainer zum Saisonende geht. Schallhorn: "Er hat mich angerufen und gesagt, dass die Mannschaft jetzt alle Spiele gewinnt - dann steigen sie auf und dann muss ich bleiben."
Eine positive Reaktion, die Schallhorn freute, doch die Nachteile überwogen seiner Meinung nach. "Ich stand immer irgendwie dazwischen, zwischen Mannschaft und Vorstand, und fühlte mich nicht mehr wohl. Da mache ich in der neuen Saison lieber was anderes, was Spaß macht."
Die Spielzeit wird er auf jeden Fall als Trainer beenden, daran herrscht auch im Kreis der Mannschaft kein Zweifel. "Volker wird die Saison auf jeden Fall anständig zu Ende bringen. Einfach hinschmeißen - diesen Charakterzug gibt's bei ihm nicht", ist Guido Gehrke überzeugt.
Der Ex-Kropper hat ebenfalls noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. "Ich habe auch Anfragen von anderen Vereinen", sagt der Mittelfeldakteur, der kein Hehl daraus macht, "gerne wieder als Trainer arbeiten zu wollen." Ob das nun in Husum ist, ist nach derzeitigem Stand der Dinge völlig offen.
q Am Wochenende hat die Husumer SV spielfrei, dann kommt's jedoch knüppeldick: Innerhalb von nur sechs Tagen stehen drei Heimspiele auf dem Programm. Am Mittwoch, 26. April, geht's gegen den VfB Lübeck II, es folgen der Itzehoer SV (30. April) und TuRa Meldorf (1. Mai).
19. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

„Auch Gehrke ist eine Möglichkeit“

Husum (usc) - Gestern Abend saß man im Vereinsheim zusammen. „Wir haben noch keinen neuen Trainer. Wir hoffen, dass wir in dieser Woche oder spätestens nächste Woche einen Coach präsentieren können“, sagte der Vorsitzende Rolf von Bartikowski unserer Zeitung. Sein Vorstandskollege Dieter Schleger (3. Vorsitzender) führe Gespräche. „Sicherlich ist auch Guido Gehrke eine Möglichkeit, aber wie gesagt - noch ist nichts fest“, so der HSV-Chef. Volker Schallhorns Vorgänger Hans-Peter Hansen steht nicht auf der Liste. „Nicht, weil wir nicht wollten, sondern weil Hans-Peter schulisch stark eingebunden ist“, so von Bartkowski.

In den kommenden 14 Tagen soll auch Klarheit herrschen, mit welchen Spielern die Husumer SV die Saison 2006/07 angeht. „Wir haben mit zehn, elf Spielern feste Absprachen, mit drei bis fünf Leuten gibt es noch Gespräche. Aber ich gehe davon aus, dass auch sie bei uns bleiben“, sagt der Vorsitzende. Zu letztgenannten zählt laut von Bartikowski auch Christian Herpel, der schon als Neuzugang beim Bezirksoberligisten TSV Rantrum gehandelt wurde.

Als Abgänge stehen bislang Mario Albertsen und Gunnar Clausen (beide zu Blau-Weiß Löwenstedt) fest. Im Internet kursierende Spekulationen, wonach Sebastian Saeltz zum Hamburger SV oder zu Holstein Kiel wechseln würde, sind nach Aussage des Vorsitzenden „völlig aus der Luft gegriffen.“ Einige Spieler hätten sich noch nicht erklärt und um Bedenkzeit gebeten. 

19. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
10. ST 26.04.06 Husumer SV VfB Lübeck 2 2:3

Husum mit ungewohnten Abwehrschwächen!

26.04.2006

Husumer SV - VfB Lübeck II

2 : 3 (2:2)


Furios begann das Spiel der Husumer SV gegen die Zweitvertretung des VfB Lübeck, denn nach zehn Minuten hatten die rund 200 Zuschauer bereits vier Tore gesehen. Wer verspätet ins Friesenstadion kam, der traute seinen Augen nicht. Konzentriert gingen beide Abwehrreihen in der Anfangsphase noch nicht zu Werke - individuelle Fehler begünstigten das Tore schießen. Die Gäste aus Lübeck waren am Ende die Glücklicheren, eine Punkteteilung wäre aufgrund der größeren Husumer Chancen nicht unverdient gewesen.

»Ich bin enttäuscht, wir hatten uns viel vorgenommen«, bilanzierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach Spielende. «Wir waren einfach nicht konzentriert genug, teilweise gar nicht auf dem Platz.« VfB-Trainer Flocken zeigte sich mit seiner jungen Truppe sehr zufrieden: »Endlich haben wir unsere Durststrecke beendet, das stimmt mich zuversichtlich.«

Nach nur 44 Sekunden schlug das Leder bereits im Husumer Tor ein, ein Fehler von André Schyma nutzte Daniel Strunck aus acht Metern zur schnellen Lübecker Führung. Doch lange konnten sich die Gäste nicht freuen, bereits in der 3. Spielminute war Gerrit Müller zur Stelle und traf zum Ausgleich. Nach einem herrlichen Flankenlauf von Sebastian Saeltz kam der Ball zum Torschützen, der sich aus zwei Metern die Chance nicht entgehen ließ. Husum setzte nach und konnte in der 9. Minute den Führungstreffer erzielen, Gerrit Müller war nach einer Ecke von Albertsen mit dem Kopf erfolgreich. Ein erneuter Patzer von Schyma, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, leitete den Ausgleich ein. Michael Hopp ließ sich die Chance aus elf Metern nicht entgehen und schob unhaltbar für Teubler ein (10.). Weiter ging es auf und ab, mit hohem Tempo wurden auf beiden Seiten Angriffe vorgetragen. Doch an der Strafraumgrenze war meist Schluss, klare Möglichkeiten blieben Mangelware.

Die Nordfriesen wirkten nach der Pause entschlossener, die Einwechselung von Martin Herpel wirkte sich positiv aus. Die größeren Chancen eindeutig auf Husumer Seite, doch die Gäste beeindruckten durch gute Raumaufteilung und ein technisch anspruchsvolles Spiel. Erion Alla versuchte es mit einem Heber aus 14 Metern (51.), der nur knapp über den Querbalken strich. Aus kurzer Distanz verstolperte Marcell Voß (67.), zwei Minuten später setzte sich Martin Herpel gekonnt auf der linken Seite durch. Seine mustergültige Flanke köpfte Gerrit Müller an das Lattenkreuz. Drei Husumer Angreifer behinderten sich im Nachschuss gegenseitig - die Führung wollte einfach nicht fallen. Eiskalt nutzten die Gäste dann noch ihre Chance: Nach einem herrlichen Angriff über die rechte Seite köpfte Artur Schefer den Ball unhaltbar zum 2:3-Endergebnis in die Machen (83.).

Tore: 0:1 Strunck (1.), 1:1 Müller (3.), 2:1 Müller (9.), 2:2 Hopp (10.), 2:3 Schefer (83.)
Beste Spieler: Albertsen, M. Herpel / Hopp, Schefer
Ecken: 5 : 2
Chancen: 6 : 3
Zuschauer: 205
Schiedsrichter: Meingast (Todenbüttel)
Karten: Hermann (36.), M. Herpel (87.), Voß (90.) / Schwarz (18.), Niemeyer (79.) - alle gelb; gelb/rot: Niemeyer (90.) wiederholtes Foulspiel
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski - Voß, Saeltz (64. Marohn), Petersen, Albertsen, Hermann (46. M. Herpel) - Alla (82. Strüning), Müller.

Brinkmann - Manthey, Bruhn, Florczak - Schwarz, Gradert, Gribkow (60. Niemeyer), Müller, Hopp - Schefer (88. Tobleck), Strunck (93. Sindi).

  Hl 26.04.2006

Müller-Tore reichen nicht

Die Husumer SV ist mit einer Niederlage in die Heimspiel-Serie der Fußball-Verbandsliga gestartet. Gestern Abend unterlagen die Stormstädter dem VfB Lübeck II 2:3 (2:2).
Husum (ree) – – Wer zu spät ins Friesenstadion kam, verpasste viel: Es ging turbulent zu in den ersten zehn Minuten der Verbandsliga-Partie der Husumer SV gegen den VfB Lübeck II. Vier Tore fielen in diesem Zeitraum. Nach gerade einmal 120 Sekunden nutzte Strunck einen Fehler von André Schyma und traf zum 0:1. Dann "müllerte" es: Stürmer Gerrit Müller, der zuletzt in der zweiten Mannschaft ausgeholfen hatte, verwertete zunächst ein Zuspiel von Sebastian Saeltz zum Ausgleich (4.), fünf Minuten später war er mit einem Kopfball-Aufsetzer nach Eckball von Mario Albertsen erfolgreich.
Doch das Team von Trainer Volker Schallhorn durfte sich nicht lange an der Führung erfreuen. Wieder sah Verteidiger Schyma nicht gut aus, Schefer bediente Hopp, und der erzielte das 2:2 (10. Minute).
Nach diesem torreichen Beginn wurde es zunächst ruhiger. Die Gastgeber waren leicht feldüberlegen, hatten aber bis auf einen Distanzschuss von Müller (40.) keine großen Tormöglichkeiten mehr. Die junge Lübecker Mannschaft spielt schnell und variabel, offenbarte aber - ebenso wie die Husumer - erhebliche Schwächen in der Abwehr. Husums Keeper André Teubler musste einige Male für seine Vorderleute klären.
Nach dem Wechsel überzeugte der zur Pause eingewechselte Martin Herpel. Er bereitete auch die größte Husumer Chance der zweiten 45 Minuten vor. Seine Flanke köpfte Gerrit Müller an die Latte, den Abpraller setzte Erion Alla knapp über das Tor (58.).
Die Partie war weiterhin ausgeglichen, doch Husum spielte im Mittelfeld nicht mehr so gefällig wie vor dem Seitenwechsel. Eine feine Einzelleistung von Strunck führte dann zum Lübecker Siegtreffer - der Gästestürmer spielte zunächst Herpel aus und flankte dann präzise auf Schefer, der einköpfte (83.). Die letzte Husumer Gelegenheit vereitelte Lübecks Keeper Brinkmann, der einen Albertsen-Schuss über die Latte lenkte.
27. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Keine Punkte, aber ein neuer Coach

Es war keine große Überraschung mehr, die der Vorsitzende Rolf von Bartikowski am Mittwoch nach der 2:3-Heimniederlage gegen den VfB Lübeck II verkündete. Guido Gehrke löst am Saisonende Volker Schallhorn als Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV ab. Am Sonnabend (15 Uhr) empfangen die Stormstädter den Itzehoer SV, am Montag (15 Uhr) kommt TuRa Meldorf.
Gerrit Müller (re., im Duell mit Tobias Schwarz) erzielte beide Treffer für die Husumer SV. Foto: Voss
Husum (Gert Reese) – Es war unterhaltsam im Friesenstadion bei der 2:3 (2:2)-Niederlage der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga gegen den VfB Lübeck II am Mittwoch. Vier Tore in den zehn Anfangsminuten, das gibt es nicht alle Tage. Danach stabilisierten sich zwar die Abwehrreihen auf beiden Seiten, aber die Partie stand bis zum Schluss auf des Messers Schneide.
Dabei waren die Lübecker erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn eingetroffen. Der Grund: Ihr Busfahrer hatte in Schuby die Abfahrt verpasst. Aber das hinderte das Team mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren nicht, sich an einem sehenswerten Fußballspiel zu beteiligen. "Die jungen Leute sind nicht so anfällig, aber mit Älteren hätte das schon ins Auge gehen können", sagte VfB-Trainer Torsten Flocken zu der kurzen Aufwärmphase seiner Schützlinge.
Guido Gehrke wird im Sommer Trainer der Husumer SV.
Mit dem Endresultat war der Gästecoach natürlich überaus zufrieden. Denn Erfolge der Zweitvertretung waren in letzter Zeit rar geworden an der Lohmühle. Flocken: "Das gibt den jungen Leuten Mut. Husum war ‚ne Reise wert."
Wenig erbaulich fand Trainerkollege Volker Schallhorn den Ausgang der Partie, die von ihm als Start in eine Neun-Punkte-Serie gedacht war. "Die Mannschaft war schon in der Kabine mehr mit anderen Dingen beschäftigt als mit dem Spiel und die Abwehr in den ersten zehn Minuten ein Hühnerhaufen", schimpfte der Trainer nach dem Abpfiff. In der Tat: So unsortiert hatte man die Abwehr der Nordfriesen bis dahin noch nicht erlebt.
Und es dauerte an diesem Abend geraume Zeit, bis die Stormstädter sich in der Abwehr auf die geistig und körperlich beweglichen Gästeangreifer gewöhnt hatten. Aber es war alles in allem auch von Husumer Seite eine ansprechende Leistung, die freilich nicht dazu ausreichte, den vom Trainer erhofften Punktesegen ins Rollen zu bringen.
Als besonders gelungen durfte Martin Herpel seinen Auftritt betrachten. Nach langer Verletzungspause war der Husumer erstmals wieder eine Halbzeit in der Liga dabei und hatte prima Szenen. Murren dagegen bei Ilhan Alim. Der Mann, der beim 2:2 in Lübeck noch für beide Tore gesorgt hatte, stand diesmal nur am Spielfeldrand. "Der Trainer sagt, er kommt mit meinem Temperament nicht zurecht", murrte er. "Ganz so war es nicht", stellte Schallhorn diese Passage später richtig.
Eine halbe Stunde nach dem Abpfiff lüfte die Husumer SV schließlich auch noch das Geheimnis um den neuen Trainer. Mit Guido Gehrke, seit Ende 2005 in Husum, fiel die Entscheidung auf den Mann, der auch bei den Fans als Favorit gehandelt wurde. "Es lief ja auf ihn hinaus", sagte SV-Vorsitzender Rolf von Bartikowski zu der Personalie. "Und Guido hat ja in Kropp bewiesen, dass er auch mit jungen Leuten umgehen kann."
"Gezeitenwechsel" also im Ligabereich der Husumer SV zur neuen Saison - mit einem jungen Mann in sportlicher Leitung.
Schon am Sonnabend (15 Uhr) gegen den Itzehoer SV und am Montag (15 Uhr) gegen TuRa Meldorf geht es im Friesenstadion weiter im Punktspielbetrieb. Die Situation beim Itzehoer SV ist schon seit dem 16. Spieltag äußerst bedrohlich. Und wenn dem Traditionsklub aus Steinburg nicht noch ein Kraftakt gelingt, droht ihm der Abstieg in die Bezirksoberliga. Im Husumer Lager besinnt man sich gern an das Hinspiel an der Stör, als man 3:0 gewann. Es war der große Tag des Björn Fleige, der mit zwei Toren seinen unerwarteten Wiedereinstieg im Ligakader der Husumer feierte.
TuRa Meldorf weckt ganz andere Erinnerungen. Nämlich die an eine 0:1-Niederlage, die höchst überflüssig war. Von ihrem damaligen Können sind die Dithmarscher aber inzwischen ein Stück weit entfernt. Und gelegentlich präsentieren sie sich schon mal als "Schießbude der Liga". In vier Spielen seit der Winterpause kassierten sie insgesamt 20 Gegentore, wobei das 0:8 beim SV Henstedt-Rhen den Höhepunkt desolater Abwehrvorstellungen bildete. Das sollte den Stormstädtern eigentlich Motivation genug sein, das Westküsten-Derby diesmal ganz einfach für sich zu entscheiden.
28. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Hart: Drei Heimspiele in sechs Tagen

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV empfängt heute den VfB Lübeck II
Husum (ree) – Am vergangenen Wochenende hatte Fußball-Verbandsligist Husumer SV spielfrei, jetzt kommt es um so heftiger für das Team von Trainer Volker Schallhorn: drei Heimspiele in sechs Tagen. Heute (18.45 Uhr) geht´s los mit dem Marathon gegen den VfB Lübeck II, am Sonnabend (15 Uhr) folgt der Itzehoer SV, am Montag (15 Uhr) TuRa Meldorf. Gelegenheit also, den Neun-Punkte-Abstand zu Spitzenreiter SV Eichede zu verkürzen.
SV-Trainer Volker Schallhorn wird nicht müde, auf eine Spitzenposition in der Tabelle zu schielen. "Wenn wir zu Hause die neun möglichen Punkte holen, dann sind wir wieder mit dabei", sagte er am Montag nach dem Training. Und er weist darauf hin, dass "die anderen an merkwürdigen Stellen Punkte lassen." Wer hatte schon damit gerechnet, dass der SV Eichede zu Hause nur 1:1 gegen den TSV Bargteheide spielt oder der SV Henstedt/Rhen auswärts zwei Mal nur ein Remis erreicht?
Vor zwei Wochen, beim Auswärtsspiel in Lübeck, haben sich die Husumer erstaunlich stark präsentiert. "Wir waren in allen Bereichen gut", so Schallhorn. Auch der Umstand, dass die Travestädter reichlich Personal aus ihrem Regionalliga-Ensemble dabei hatten, brachte sie nicht aus dem Konzept. "Aber das werden die Lübecker nicht noch mal machen", meint Schallhorn und rechnet diesmal mit der Lübecker Zweitvertretung im Original.
Beim Training am Montag waren - außer Christian Herpel - alle Husumer Cracks dabei. Neben Herpel wird der Trainer gegen Lübeck aber vermutlich auch auf Björn Fleige und sogar Guido Gehrke verzichten. Alle drei sollen am Donnerstag (18.45 Uhr) im Spiel gegen Schleswig 06 helfen, die zweite Mannschaft der SV in der Bezirksoberliga vor dem Abstieg zu bewahren. Fraglich ist auch, ob Marcell Voss dabei sein kann. Den Dithmarscher plagten am Montag Muskelprobleme und er brach das Training frühzeitig ab. Wieder in den Kader rücken werden aber Gerrit Müller und Martin Herpel.
Beim Gegner ist zurzeit etwas Sand im Getriebe. In den letzten fünf Partien gelang der Mannschaft nur ein Erfolg - beim 1:0 Anfang des Monats in Bargteheide. Drei Mal blieben die Hansestädter in dieser Phase sogar ohne eigenen Treffer. Eine Bilanz, aus der die Husumer SV Hoffnung, aber keine Sicherheit schöpfen kann.
26. April 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Spielt Husum? Entscheidung fällt am Sonnabend

Trainer Volker Schallhorn hofft, dass die Partie gegen Lübeck im dritten Anlauf endlich angepfiffen werden kann.Foto: Staudt
Husum (ree) – Dass die Husumer SV ihr Nachholspiel in der Fußball-Verbandsliga am Sonnabend (15 Uhr) gegen den VfB Lübeck II austragen kann, ist keineswegs sicher. "Der Platz ist oberflächlich getaut, aber darunter liegt das Eis", sagt Fußball-Obmann Reinhard Grünhoff. Endgültig entschieden über die Austragung der Partie wird am Sonnabendmorgen.
Gewappnet wären die Stormstädter für den Fight gegen die Hansestädter. Denn am Dienstag boten sie beim 4:0 in Langenhorn eine ansehnliche Leistung. So hat sich Lars Hermann (zurück aus Süderlügum) gut auf der linken Außenbahn gemacht. "Da haben wir jetzt eine Alternative mehr", frohlockt Trainer Volker Schallhorn. Und auch mit Ingo Cornils hat es der Coach im Mittelfeld mal probiert. Guido Gehrke und Ingo Cornils als Mittelfeld-Tandem - das könnte ein Modell für die Zukunft sein. Beide schossen in Langenhorn je ein Tor.
Für die Libero-Position gibt es eine solide Alternative: Christian Herpel. Der hat auf dieser Position schon in Neumünster überzeugt und auch in Langenhorn nichts anbrennen lassen. Marcell Voss verletzte sich am Oberschenkel. "Und er war so gut dabei", ärgert sich Schallhorn. "Das ist schon frustrierend für ihn." Voss wird wohl ebenso fehlen wie René Marohn (am Meniskus operiert) und Martin Herpel, der noch einige Wochen an einer Knöchelverletzung laborieren wird.
"Wir müssen schon eine gute Partie abliefern", sagt Volker Schallhorn für den Fall, dass es am Sonnabend tatsächlich losgeht. Er geht davon aus, dass die Lübecker "ganz gut im Saft stehen", weil die durchweg jungen Akteure in der Hansestadt ganz andere Trainingsbedingungen haben. In Husum waren zuletzt auch mal "Überlandläufe" angesagt. "Nicht optimal", meint der Trainer. "Aber die Spielfreude hat uns das offenbar nicht genommen."
Husum-Spiel gegen Lübeck abgesagt

Husum/sh:z - Die Entscheidung fiel schon einen Tag früher. Bereits gestern wurde das Verbandsliga-Nachholspiel der Fußballer der Husumer SV gegen den VfB Lübeck II abgesagt. Grund: Die Stadt sperrte alle Plätze. Ob kurzfristig ein Testspiel abgemacht werden konnte, stand gestern bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Mario Albertsen möchte auf jeden Fall, dass es endlich wieder losgeht. "Die Lübecker werden topfit sein", vermutet der Husumer Kapitän von den Gästen, die mit nur vier Zählern Abstand zu den Nordfriesen auf Rang sechs liegen. Für den Fall, dass das Spiel erneut abgesagt werden muss, hofft Albertsen auf ein kurzfristiges Testspiel bei einem benachbarten Klub.
* Fans können am Sonnabend unter Tel. 04841/7 34 80 im Vereinsheim den letzten Stand erfahren.
3./4. Februar 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Zuverlässig und kompromisslos

Ingo Cornils ist der "Chef" in der Abwehr des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. Am Sonntag (14 Uhr) geht's im Friesenstadion im Nachholspiel gegen den VfB Lübeck II.
Immer da, wo's brennt: Ingo Cornils (li.), hier im Duell mit dem Flensburger Torben Carstensen.
Husum (Gert Reese) – Das Programm der Husumer SV für die Zeit nach Silvester ist schon geschrieben: Siegen, siegen, siegen. Und dabei auf Patzer der besser Platzierten hoffen. Auch im letzten Spiel des Jahres dürfen sich die Stormstädter keinen Ausrutscher erlauben. Am Sonntag (14 Uhr) empfängt der Verbandsligist im Friesenstadion die zweite Mannschaft des VfB Lübeck.
Ingo Cornils, der Libero der Kreisstädter, glaubt fest daran, dass es mit Platz eins noch was wird. "Wir haben schon mal langen Atem gezeigt", sagt er und erinnert an die vergangene Saison, als sein Team im Winter nicht so gut "im Geschäft" war, am Ende aber doch am Tor zur Oberliga rüttelte.
Cornils selbst tut alles für den sportlichen Erfolg, nimmt regelmäßig die Fahrten zwischen Schafflund (seinem privaten Domizil) und Husum auf sich und gehört konstant zu den Besten seiner Mannschaft. Gäbe es die Wahl zum "Mister Zuverlässig" bei der Husumer SV, sie könnte nur auf Ingo Cornils fallen. "Auf ihn ist Verlass. Er ist unser Garant dafür, dass wir in der Deckung so gut stehen", schwärmt auch Rolf von Bartikowski. Nach dem Spiel bei Comet Kiel sprach der SV-Präsident dem Abwehrchef spontan ein Sonderlob aus.
Beeindruckend die Sicherheit, mit der Cornils auch schwierige Situationen erkennt und löst. Er gehört zu denen, die ein Fußballspiel "lesen" können. Und er liest es flüssig. Bälle, die einmal bei ihm sind, finden anschließend fast immer einen guten Weg. Er liebt es kompromisslos, aber gleichzeitig fair und filigran. Gegner, die neben ihm zu Boden gehen, brauchen selten einen Sanitäter.
"Eigentlich fühle ich mich ja mehr als Mittelfeldspieler", erwähnt der 29-jährige Steuerfachangestellte nebenbei. "Aber wir spielen ja auf einer Linie und da kann ich auch nach vorn wirken." In Kiel, bei der Vorarbeit zum dritten Tor, hat er bewiesen, wie das für den Gegner ausgehen kann.
Und der Aufwand, die weiten Reisen in der angestrebten Oberliga? "Der Reiz ist trotzdem da", sagt Hobby-Skifahrer Cornils, "aber wir müssten uns verstärken." An drei, vier gute Leute denkt er da.
Am Sonntag wird Cornils wieder das Trikot mit der Nummer Fünf tragen, Gefahren wahrnehmen und Gegenzüge planen. Einen Sieg gegen die Regionalliga-Reserve des VfB Lübeck hat er dabei fest eingeplant. "So richtig konstant sind die nicht, zu Hause müssen wir gewinnen", sagt der Libero.
Es kann aber sein, dass die Hansestädter den einen oder anderen Hochkaräter mit an die Nordsee bringen. Ihr Regionalliga-Team befindet sich schon in der Winterpause. "Die könnten theoretisch mit der ersten Mannschaft aufkreuzen", weiß Rolf von Bartikowski aus den Statuten.
Coach Volker Schallhorn hat da jedoch keine Befürchtungen. "Die sind alle im Winterurlaub", schätzt er. Trotzdem plädiert der Trainer dafür, gegen die Hansestädter "hundertprozentig zu Werke zu gehen und an die gute zweite Halbzeit von Kiel anzuknüpfen".
16. Dezember 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
30. ST 29.04.06 Husumer SV Itzehoer SV 1:0

Knapper, aber verdienter Heimerfolg!

29.04.2006

Husumer SV - Itzehoer SV

1 : 0 (1:0)


Völlig verdient siegte die Husumer SV im Westküstenduell gegen den Itzehoer SV und besserte die karge Heimbilanz auf. Das Endergebnis drückt in keiner Weise die Überlegenheit der Hausherren während des gesamten Spiels aus. Aus einer wieder sehr sicheren Defensive beherrschten die Husumer den Gegner fast während des gesamten Spiels eindeutig. Mit gelungenen und schnellen Ballpassagen erspielte man sich mehrere hundertprozentige Tormöglichkeiten. Das Leder lief flüssig durch die eigenen Reihen - das einzige Manko an diesem Nachmittag blieb die mangelnde Chancenverwertung. Insgesamt kann der Elf von Trainer Volker Schallhorn eine gelungene Vorstellung attestiert werden. Ob es dagegen für Itzehoe zum Klassenerhalt langt, ist nach dieser Vorstellung fraglich. Zwar war das Bemühen zumindest in der zweiten Halbzeit erkennbar, doch richtig durchsetzen konnte sich die Elf nicht. In Strafraumnähe waren die Gäste dann mit dem Latein völlig am Ende, eine Torchance während des gesamten Spiels, das ist einfach zu wenig.

»Wir haben die vorhandenen Tormöglichkeiten nicht genutzt, aber besser Fußball gespielt als zuletzt und verdient gewonnen«, bescheinigte Husums Trainer Volker Schallhorn seiner Elf eine gute Leistung. ISV-Trainer Fink sah auch einen verdienten Sieger: »Husum hat verdient gewonnen, die Elf hat den Ball gut laufen lassen. Wir haben das Einzelspiel übertrieben, fast keine Torchance gehabt.«

Schnell wurden die Gäste in die Defensive gedrängt, die erste Halbzeit war praktisch ein Spiel auf ein Tor. Mit exzellentem Zweikampfverhalten jagten die Nordfriesen dem Gegner fast jeden Ball schnell wieder ab und kamen immer wieder gefährlich vor das Itzehoer Tor. Bereits in der 9. Minute legte Erion Alla geschickt auf Guido Gehrke ab, der noch im letzten Moment gestört werden konnte. Das spätere Endergebnis wurde bereits in der 15. Spielminute sichergestellt: Nach einer Kopfballabgabe von Gerrit Müller fasste sich Michael Petersen ein Herz und versenkte das Leder von der linken Angriffsseite im Winkel des Tores. Asmus im Gästetor hatte nicht den Hauch einer Chance. Und weiter ging es in Richtung ISV-Tor, Guido Gehrke konnte aus fünf Metern den Ball nicht mehr richtig drücken (18.), hatte das zweite Tor auf dem Kopf. Zwei Minuten später scheiterte Gerrit Müller an den eigenen Nerven, schoss unbedrängt aus kurzer Distanz Keeper Asmus an. Dann war Martin Hertel an der Reihe, nachdem er die gesamte Abwehr schwindelig gespielt hatte, verzog er aus acht Metern knapp (21.). Weitere Chancen durch Müller (31. im Liegen) und Albertsen (32. Freistoß) blieben ungenutzt. Erst kurz vor der Pause musste Husums Torhüter Teubler erstmals eingreifen: Ein Kopfball von René Krahl entschärfte der Keeper souverän.

Mit der Einwechselung von Justus und Barth nach dem Wechsel wurde das Spiel der Stormarner besser, doch nur die Nordfriesen konnten sich Möglichkeiten herausspielen. Mit schnellen Ballpassagen wurde das Mittelfeld überbrückt, die Abwehr immer wieder in Verlegenheit gebracht. Torhüter Asmus hatte alle Hände voll zu tun, einen herrlichen Freistoß von Mario Albertsen (52.) parierte er genauso gekonnt wie den fulminanten 16-Meter-Schuss von Ingo Cornils vier Minuten später. Auch in der letzten Spielminute blieb Asmus der Sieger, Martin Herpel hatte aus 14 Metern abgezogen. Die größte Möglichkeit der zweiten Halbzeit vergab jedoch Gerrit Müller: Gekonnt hatte er sich das Leder erobert, doch anstatt zu zwei freistehenden Mitspielern zu passen, schoss er selbst - daneben (82.).

Fazit: Mit diesem verdienten Erfolg schossen die Stormstädter den ISV weiter in den Keller. Itzehoe muss sich gewaltig steigern, um im Abstiegskampf zu bestehen.
Tore: 1:0 Petersen (15.)
Beste Spieler: Rettkowski, Saeltz / Leskien
Ecken: 6 : 3
Chancen: 11 : 1
Zuschauer: 205
Schiedsrichter: Hattesaul (Collegia Jübeck)
Karten: Petersen (22.), Gehrke (25.) / Leskien (2.), Gueridonn (89.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Voß (78. Marohn), Rettkowski -  M. Herpel, Saeltz, Albertsen, Alla (84. Schyma), Petersen - Gehrke (64. Alim), Müller.

Asmus - Eymers - Andres, Leskien - Matthiessen (46. Justus), Krahl, Bigler, Lühmann (75. Kieckhöber), Gueridonn - Groth, B. Sacipi (46. S. Barth).

  Hi 29.04.2006

Sehr gut gespielt, aber viel zu selten getroffen

Husumer SV ohne Mühe 1:0 gegen den Itzehoer SV
Knapp vorbei: Der starke Martin Herpel hat ISV-Keeper Andre Asmus überwunden, verfehlt aber das Tor. Gerrit Müller sieht zu. Foto: Voss
Verbandsliga-Übersicht
Während sich der SV Eichede (60) durch zwei Siege an der Tabellenspitze abgesetzt hat, weil die Verfolger Henstedt-Rhen (2./52) und Kilia Kiel (3./52) schwächelten, gibt es am Tabellenende dichtes Gedränge. Die Gefahrenzone reicht bis Platz 12, den der TSV Bargteheide trotz einer Niederlage gegen Flensburg 08 (6./43) halten konnte. Weder dem Heider SV (13./25) oder dem TSV Plön (14./25) noch Strand 08 (15./25) gelangen Siege, so dass auch der Itzehoer SV (16./22) als Vorletzter keinen weiteren Boden verloren hat, obwohl es nur zu einem Punktgewinn gegen Henstedt-Rhen reichte. Da es aufgrund der Situation in der Oberliga zu vermehrtem Abstieg kommen wird, besteht erst auf Rang zwölf absolute Garantie auf den Klassenerhalt. Ein äußerst spannendes Saisonfinale im Abstiegskampf ist also vorprogrammiert. Selbst Comet Kiel (11./30) und Oldenburger SV (10./32) sind noch nicht ganz aus dem Schneider. Die beiden Aufsteiger Tura Meldorf (9./34) und SV Todesfelde (8./34) dürften dagegen dem Rest der Serie bereits gelassen entgegensehen. Jenseits von Gut und Böse stehen auf jeden Fall VfB Lübeck II (7./41), Flensburg 08 (6./43), Rot-Weiß Moisling (5./43) und Husumer SV (4./48).
Husum (usc) – Der Mann darf wiederkommen. Bürgermeister Rainer Maaß machte den Verbandsliga-Fußballern der Husumer SV seine Aufwartung - und die Nordfriesen boten laut Trainer Volker Schallhorn beim 1:0 (1:0) gegen den Itzehoer SV "die beste Leistung im Jahr 2006". Einziger Vorwurf an die sehr gefällig spielenden und flott kombinierenden Husumer: Sie hätten mehr Tore erzielen müssen.
"Wir müssen uns bedanken, dass Husum uns so lange im Spiel gelassen hat", befand Itzehoes Coach Detlef Fink. Die vom Abstieg bedrohten Gäste traten nie auf wie ein Team, das um den Klassenerhalt kämpft - allerdings ließen die Gastgeber sie auch kaum einmal ins Spiel kommen. "Wir hatten eigentlich gar keine Torchance", grummelte Fink.
Das Team von Volker Schallhorn dagegen hatte Gelegenheit en masse. Bei der ersten klärte Mario Andres noch vor dem einschussbereiten Guido Gehrke (8. Minute), die zweite führte zum Tor des Tages: Präzise Flanke von Martin Herpel, Kopfball-Verlängerung von Gerrit Müller, Volleyschuss Michael Petersen - 1:0 nach 16 Minuten. Fußball kann so einfach sein!
In der Folgezeit sahen die Gäste interessiert zu, wie Husum kombinierte. Allein zwischen der 20. und 32. Minute hatte der Tabellenvierte fünf (!) beste Torchancen, doch besonders die Angreifer Alla und Müller entwickelten reichlich Schusspech. In der 34. Minute war der erste Itzehoer Torschuss zu verzeichnen, Sekunden vor dem Pausenpfiff gar die erste Situation, die ein Tor hätte bringen können: Andre Teubler riss beim Kopfball von Krahl jedoch reaktionsschnell die Fäuste hoch.
Nach dem Wechsel dominierte Husum nicht mehr ganz so klar, Itzehoe tat zumindest etwas mehr. Richtig gefährlich war das jedoch nicht, die besseren Möglichkeiten hatten weiter die Nordfriesen. Besonders Gerrit Müller hätte das Ergebnis ausbauen können, doch es war nicht sein Tag. Die Fans mussten sich dennoch keine Sorgen um den Heimsieg machen - nach 70 Minuten hatten sie das Spiel abgehakt und feierten André Schyma in Sprechchören. Der saß zwar nur auf der Bank, durfte aber (wegen der Fans?) die letzten acht Minuten ran.
02. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt

Lehmwohldelf in Husum chancenlos

Husum (Reiner Stöter) – ISV-Coach Detlef Fink traf den Nagel auf den Kopf: "Wir können uns bei Husum bedanken, dass das Spiel auch in der zweiten Halbzeit noch offen war. Eigentlich hätten wir zur Pause schon 0:3 zurückliegen müssen. Eine echte Torchance habe ich von uns das ganze Spiel nicht gesehen. Husum hat uns vorgemacht, wie schnell nach vorn gespielt wird. Hoffentlich hat der eine oder andere einmal hingeschaut." Die knappe 0:1 (0:1)-Niederlage schmeichelte den Steinburger Gästen, die eigentlich bei der Husumer Spielvereinigung chancenlos waren – ein weiterer Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga.
So richtig auf dem Platz waren eigentlich nur die Gastgeber, die vor der Pause bereits alles hätten klarmachen können. Nachdem Michael Petersen nach zu kurzer Kopfballabwehr das Leder volley zum 1:0 ins Itzehoer Tor "geknallt" hatte (10.), hätten Alla (21.), Herpel (22.), Müller (31.) und Albertsen (32.) das Ergebnis locker ausbauen müssen. Doch immer wieder stand mit ISV-Schlussmann Andre Asmus der beste Itzehoer im Weg.
Bei den Gästen lief praktisch überhaupt nichts zusammen. Die einzige Möglichkeit hatte Rene Krahl kurz vor der Pause nach einem Eckball von William Gueridonn. Doch sein Kopfball aus kürzester Distanz war zu schwach, so dass HSV-Keeper Teubler mit einem Reflex retten konnte (44.). Der Ausfall von Matthias Barth und Adnan Sacipi und die damit verbundene erneute Umstellung der Mannschaft, wirkte sich negativ aus.
Impulse aus dem Mittelfeld fehlten fast vollständig. Immer wieder wühlte man sich im Mittelfeld fest, während die Gastgeber schnell über die Außenbahnen spielten. Dies fehlte beim ISV völlig, denn Ole Matthiessen und Berat Sacipi hatten einen schwachen Tag erwischt. Völlig zu Recht mussten beide deshalb in der zweiten Halbzeit in der Kabine bleiben.
Nicolai Justus und der grippegeschwächte Sebastian Barth kamen für sie ins Spiel und mit ihnen gestaltete sich die Partie im zweiten Durchgang offener. Vor allem "Youngster" Justus war eine Belebung. Das allein reichte aber nicht, weil vor allem William Gueridonn, der nun hinter den Spitzen spielte, sich immer wieder in unnützen Zweikämpfen verzettelte. Allerdings "erfreuten" sich die ISV Angreifer Sebastian Barth und Henning Groth auch bester Bewachung durch Sältz und Voß, so dass es kaum nennenswerte Möglichkeiten für die Gäste gab. Auch als später Thorsten Kieckhöber für Lars Lühmann ins Spiel kam, änderte sich daran nichts. Im Gegenteil: Auf der Gegenseite musste Andre Asmus bei diversen Konterchancen sein ganzes Können aufbieten. Albertsen (51.), Cornils (56.), Müller (68. und 79.) und Herpel (89.)hatten reichlich Gelegenheit, das Ergebnis höher zu schrauben. Neben Asmus und Justus gefiel auf Itzehoer Seite lediglich Wiegand Leskien, der ein starkes Spiel gegen Geritt Müller machte. Das war zu wenig gegen einen hochmotivierten Gegner, der vor allem in der Defensive keine Schwächen hatte. "Es war unser bestes Spiel in diesem Jahr", sagte Husums Trainer Volker Schallhorn. "Allerdings hätten wir höher gewinnen müssen." Dem konnte ein enttäuschter Detlef Fink nur beipflichten: "Der Sieg für Husum war hochverdient."
2. Mai 2006 · Norddeutsche Rundschau

ISV in Husum und gegen Henstedt-Rhen.

Der Itzehoer SV wartet auf einen Befreiungsschlag. Um im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga nicht weiter an Boden zu verlieren, muss an diesem Wochenende gepunktet werden.
ISV-Kapitän Mario Andres ist nach seiner Rot-Sperre“ gegen Husum und Henstedt-Rhen wieder dabei. Foto: Stöter
Itzehoe (rst) – Gleich sechs Zähler könnte der ISV am zweiten Doppelspieltag dieser Saison "einfahren", denn im Gegensatz zu Ostern muss auch die Lehmwohldelf diesmal zweimal ran. Allerdings sind die Gegner von schwerem Kaliber, so dass die Itzehoer sowohl heute bei der Husumer SV und am Montag gegen Henstedt-Rhen im Lehmwohldstadion nur Außenseiter sind. Anpfiff ist jeweils um 15 Uhr.
Der Itzehoer SV bekommt es heute und Montag mit Spitzenteams der Verbandsliga zu tun. Während die Husumer SV nach der 2:3-Niederlage gegen den VfB Lübeck II aber endgültig aus dem Titelkampf ausgeschieden ist, gehört Henstedt-Rhen neben Eichede und Kilia zu den drei heißen Meisterschaftskandidaten. Doch auch die Rhener mussten in der vergangenen Woche einen Rückschlag einstecken, als sie bei Strand 08 nicht über ein 2:2 hinauskamen. Deshalb werden sowohl Husum als auch Henstedt mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch in die Partie gegen den ISV gehen.
Husums Trainer Volker Schallhorn war nicht der einzige Stormstädter, der nach dem 2:3 gegen Lübeck angefressen war. "Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, neun Punkte aus den drei Spielen gegen Lübeck, Itzehoe und Meldorf zu holen. Daraus wird nun zwar nichts mehr, aber jetzt sind wir gegen den ISV besonders motiviert. Verschenken werden wir jedenfalls nichts", sagt Schallhorn, der allerdings mit Herpel und Fleige zwei starke Spieler an die zweite Mannschaft abgeben wird, die um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga kämpft. Dort war zuletzt auch Guido Gehrke im Einsatz, doch der soll heute wieder im Ligateam auflaufen. Gehrke, der in der Winterpause nach Querelen mit seinem alten Verein TSV Kropp in Husum angeheuert hatte, wurde im übrigen am Mittwoch als Schallhorns Nachfolger für die kommende Saison vorgestellt. Dass Björn Fleige heute fehlen wird, dürfte im Itzehoer Lager niemand bedauern, war Fleige im Hinspiel doch maßgeblich mit zwei Treffern und einer Vorlage an der 0:3-Niederlage der Lehmwohldelf beteiligt.
Einen noch dickeren Brocken bekommt der ISV am Montag mit dem SV Henstedt-Rhen vorgesetzt. Trainer Jens Martens hat nach dem mageren 2:2 bei Strand 08 in dieser Woche "Tacheles" mit seiner Truppe geredet. "Wir haben gegen Plön und Strand vier Punkte verschenkt, obwohl wir dort genauso überlegen waren, wie beim 8:0 über Meldorf. Das könnte uns vielleicht den Titel gekostet haben. Um weiter im Geschäft zu bleiben, müssen wir nun zuerst gegen Comet Kiel und dann beim ISV gewinnen", gibt Martens die Richtung vor.
Vier Punkte hat auch die Lehmwohldelf beim TSB Flensburg und gegen Strand verschenkt. Dazu kommt das unglückliche 1:2 vor Wochenfrist gegen Kilia Kiel, so dass das Team von Trainer Detlef Fink immer mehr in Zugzwang gerät. "Es ist schwer in dieser Situation einen klaren Kopf zu bewahren und nicht zu verkrampfen. Jeder weiß, dass wir auf die Punkte angewiesen sind. Die gute Leistung gegen Kilia sollte uns trotz der Niederlage Mut machen", sagt Fink.
Allerdings muss der ISV-Coach zwangsläufig sein Team wieder umbauen. Matthias Barth wird verletzungsbedingt fehlen und Adnan Sacipi muss wahrscheinlich aus beruflichen Gründen passen. Außerdem lag Sebastian Barth fast die gesamte Woche mit Grippe im Bett und dürfte zumindest für die heutige Partie nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein. Immerhin ist Kapitän Mario Andres nach seiner "Rot-Sperre" wieder dabei und auch Ole Matthiessen kehrt zurück ins Team. Erfreulich ist auch, dass Henning Groth wieder trainiert hat. Ob Detlef Fink aber das Risiko eingeht, den Angreifer nach seiner schweren Bänderdehnung gleich wieder zu bringen bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird Groth in Husum wieder im Aufgebot stehen. "Es sind zwar nicht die besten Voraussetzungen, aber wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen. Jeder der auf dem Platz steht, wird sich zerreißen. Wir brauchen Punkte, egal wie", gibt sich Detlef Fink kämpferisch.
29. April 2006 · Norddeutsche Rundschau
24. ST 01.05.06 Husumer SV TuRa Meldorf 6:0

Schützenfest in Husum!

01.05.2006

Husumer SV - TuRa Meldorf

6 : 0 (2:0)


In einem überlegen geführten Verbandsligaspiel kam die Husumer SV zu einem auch in dieser Höhe verdienten 6:0-Erfolg. Die Hausherren beherrschten den Aufsteiger fast nach Belieben und boten spielerisch eine ansprechende Leistung. Mit herrlichen Ballpassagen wurden die Meldorfer über weite Strecken in die eigene Hälfte gedrängt. Nur selten kam TuRa vor das Husumer Tor, ein kontrolliertes Aufbauspiel war nicht vorhanden. Man hatte den Eindruck, dass die Gäste mit ihren Kräften völlig am Ende waren.

»Wir haben den Ball gut laufen lassen und verdient gewonnen, der Gegner hat uns heute aber auch nicht viel abverlangt«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach dem Spiel. Auch TuRa-Trainer Sascha Thießen erkannte die Überlegenheit der Gastgeber neidlos an: »Husum war uns in allen Belangen überlegen, hat völlig verdient gewonnen.«

Meldorfs Torhüter Pycha konnte sich gleich zu Beginn nicht über Beschäftigungsmangel beklagen, bereits nach acht Minuten hatte er zwei brenzlige Situationen zu überstehen: Martin Herpel (6.) und Michael Petersen (8.) scheiterten knapp. In der neunten Minute musste Tim Reichardt einen Ball von Sascha Rettkowski von der Linie schlagen, bereits im Gegenzug rettete der Husumer selbst auf der Linie. Übrigens die einzige gefährliche Situation der Gäste. Die überfällige Husumer Führung besorgte Torjäger Gerrit Müller, der einen scharfen Schuss von Martin Herpel über die Linie drückte (18.). Das beruhigende 2:0 steuerte Guido Gehrke bei, aus der Drehung drosch er das Leder in die Maschen (34.). Torhüter Pycha konnte in der Schlussminute der ersten Halbzeit noch einmal glänzen, einen Ball von Mario Albertsen lenkte er noch an die Latte.

Auch im zweiten Durchgang lief das Spiel auf ein Tor, Husum spielerisch und kämpferisch überlegen - TurRa ging immer mehr die Puste aus. Michael Petersen wurde zum bestimmenden Spieler, zunächst scheiterte er noch an Pycha (52.), eine Minute später war er Vorbereiter zum 3:0 durch Gerrit Müller. Das vierte Husumer Tor markierte Ilhan Alim, nach einer Einzelleistung ließ er dem Keeper keine Chance (56.). Michael Petersen tankte sich nach 74 Minuten durch die löchrige Abwehr, fasste sich ein Herz und tunnelte noch den Torhüter. Den Schlusspunkt setzte wieder Ilhan Alim, der nach herrlicher Vorarbeit von Michael Berger in die Maschen traf (79.). Das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können, Alla (60./69.), Albertsen (77.) und Berger (84.) scheiterten nur äußerst knapp.

Fazit: Ein völlig verdienter Husumer Sieg, 329 Zuschauer sahen eine konzentriert und engagiert aufspielende Mannschaft.
Tore: 1:0 Müller (18.), 2:0 Gehrke (34.), 3:0 Müller (53.), 4:0 Alim (56.), 5:0 Petersen (74.), 6:0 Alim (79.)
Beste Spieler: Petersen, Albertsen / Pycha
Ecken: 14 : 3
Chancen: 17 : 2
Zuschauer: 329
Schiedsrichter: Kohn (Lütjenwestedt)
Karten: - / T. Reichardt (59.) - alle gelb
Aufstellung:

Teubler - Cornils - Schyma, Rettkowski -  M. Herpel (66. Berger), Saeltz, Albertsen, Alla, Petersen - Gehrke (46. Alim), Müller (75. Marohn).

Pycha - Möller - Bornhoeft, Thede - K. Reichardt (61. Hahn), T. Reichardt, Saulic (46. Strowig), Schnepel, Manshardt - Garloff, Laursen (66. Seebrandt).

  Hl 01.05.2006

Einseitige Angelegenheit

Husumer SV fertigt TuRa Meldorf mit 6:0 ab
Verbandsliga
War das schon die Vorentscheidung? Der SV Eichede feierte am Doppel-Spieltag zwei Siege und hat jetzt acht Punkte Vorsprung auf den SV Henstedt-Rhen und Kilia Kiel, die jeweils Federn ließen. Großer Gewinner war neben Eichede auch die Husumer SV, die zwei Mal ohne Gegentor gewann (1:0 gegen Itzehoe, 6:0 gegen Meldorf). Die Serie von Flensburg 08 riss beim 0:1 gegen den Oldenburger SV (auch der gewann zwei Mal), gestern revanchierten sich die Fördestädter jedoch beim 2:0 in Bargteheide. Zwei Niederlagen kassierte der Tabellenletzte TSB: 1:2 in Todesfelde und 0:2 gegen den VfB Lübeck II.
Husum (ree) – Gegen TuRa Meldorf zu gewinnen, scheint derzeit keine Kunst. Auch die Husumer SV hatte gestern keine Mühe, den schwach besetzten Aufsteiger auf Distanz zu halten. Beim 6:0 (2:0) waren Gerrit Müller und Ilhan Alim je zwei Mal für die Stormstädter am Torreigen beteiligt.
Selten verlief ein Spiel im Friesenstadion über 90 Minuten so einseitig. Und schnell wurde deutlich, warum die Meldorfer augenblicklich als "Schießbude" der Fußball-Verbandsliga fungieren: Kein Mumm im Spiel, keine Aggressivität in der Abwehr. "Wir gehen momentan auf dem Zahnfleisch", räumte TuRa-Trainer Sascha Thiessen ein.
Am meisten profitierte Martin Herpel in der ersten Halbzeit von der schleppenden Gangart der Gäste. Der beste Husumer in diesem Abschnitt hatte aber kein Glück mit seinen Distanzschüssen. Den in der 18.Minute konnte TuRa-Keeper Markus Pycha aber nicht festhalten und Gerrit Müller vollstreckte zum 1:0. Das 2:0 (35.) entsprang einem Glanzauftritt von Guido Gehrke. Das Tor und seinen Verteidiger im Rücken, dirigierte er das Leder von der Strafraumgrenze in die Maschen. Einweg-Fußball auch nach der Pause - jetzt aber mit doppelter Ausbeute für die Gastgeber. In der 53.Minute profitierte Müller von einem Saeltz-Schuss, den Pycha vor dem 3:0 nur abklatschen konnte.
Das 4:0 (56.) gelang Ilhan Alim nach einem Solo, bei dem die Meldorfer sich ziemlich sicher waren, dass auch die Hand im Spiel gewesen war. Aber der Treffer zählte. Und noch einmal durfte Alim jubelnd zur Mitte abbiegen - nachdem es ihm gelungen war, den Ball zum 6:0 ins Meldorfer Tor zu spitzeln (79.). Michael Berger, der dazu die Vorarbeit geleistet hatte, gefiel den Fans nicht nur in dieser Szene. Das 5:0 (74.) besorgte der Mann, der immer besser wird bei der Husumer SV: Michael Petersen. Sein Schuss von der Strafraumgrenze war für Keeper Pycha nicht zu halten.
02. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt
31. ST 07.05.06 SpVg Rot Weiß Moisling Husumer SV 1:1

Ausgleich in der Nachspielzeit!

07.05.2006

Rot-Weiß Moisling - Husumer SV

1 : 1 (0:0)


Von der Tatsache, dass ein Spiel nicht zwangsläufig 90 Minuten, sondern so lange dauert, bis der Unparteiische abpfeift, konnten sich die Besucher dieser Partie eindrucksvoll überzeugen. Es waren bereits 95 Minuten absolviert, als den Gästen der späte, aber insgesamt mehr als verdiente Ausgleich gelang. Die lange Nachspieldauer hatten sich die Lübecker übrigens selbst eingebrockt, zu offensichtlich ihre Versuche, bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach dem Führungstreffer Zeit zu schinden. Bei Schiri Christian Rüsch waren sie mit dieser Taktik jedoch an den falschen Mann geraten.

Die klareren Gelegenheiten in Durchgang eins konnten die Husumer verzeichnen. Lars Hermann zwang Torhüter Pekrun nach einer feinen Einzelleistung zu einer Glanzparade (17.), ein wuchtiger Kopfball von Marcell Voß nach Flanke von Hermann landete am Pfosten (27.), und bei Erion Alla's Schuss aus der Drehung (28.) blieb der Moislinger Keeper genauso Sieger wie zwei Minuten später gegen Gerrit Müller, der nach Flanke von Sebastian Saeltz frei vor dem Tor stand. Dagegen zu setzen hatten die Gastgeber lediglich einen Flachschuss von Retelsdorf, der links vorbei ging (13.), und ein Gewühl im Husumer Strafraum, das von der vielbeinigen Abwehr der Gäste mit vereinten Kräften bereinigt wurde (20.).

In der zweiten Halbzeit waren gerade fünf Minuten gespielt, als Moislings Schroeder mit einen direkt verwandelten Freistoß von der Strafraumgrenze die überraschende Führung gelang. Die Nordfriesen drängten umgehend auf Ergebniskorrektur, ein vehement geforderter Elfmeter wegen Handspiels (54.) fand allerdings nicht die Zustimmung des Unparteiischen. Auch ein zu hoch angesetzter Distanzschuss von Lars Hermann (55.) und ein Kopfball durch Gerrit Müller, der von der Querlatte zurücksprang (58.), brachten nicht den Ausgleich. Danach verteilte Chancen, Husums Torhüter André Teubler lenkt einen Strunck-Knaller glänzend zur Ecke (65.), Gerrit Müller (80.) verfehlte per Kopf nach Freistoß von Ingo Cornils den Kasten genau so wie wie auf der Gegenseite erneut Strunck (90.+2). Husum gab jedoch immer noch nicht auf und wurde belohnt: In der letzten Aktion der Begegnung stocherte Ilhan Alim nach Ecke von Martin Herpel den Ball zum Ausgleich über die Linie (90.+5).

»Wir haben besonders in der ersten Halbzeit gut gespielt und Chancen gehabt. Wenn der Kopfball von Marcell Voß nicht am Pfosten, sondern im Tor landet, hätten wir das Spiel auch gewinnen können. Insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden«, lautete das Fazit von Gästetrainer Volker Schallhorn.

Fazit: Mit dieser Punkteteilung konnten die Stormstädter in der Tabelle zwar keinen Boden nach oben gutmachen, aber immerhin einen unmittelbaren Konkurrenten um den Platz hinter dem Führungstrio auf Distanz halten.
Tore: 1:0 Schroeder (50.), 1:1 Alim (90.+5)
Beste Spieler: Pekrun, Baetge / Hermann, Rettkowski  
Ecken: 5 : 5
Chancen: 5 : 8
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Rüsch (Bergedorf 85)
Karten: Bornemann (26.), Schroeder (90.+3) / Voß (73.), Alim (90.) - alle gelb
Aufstellung:

Pekrun - Strunck - Azzez, Haberland, Bornemann (36. Greinert) - Hahne (16. Knorr), Retelsdorf, Baetge, Schroeder - Vierig (82. Mabouta), Luebcke.

Teubler - Cornils - Schyma (46. Alim), Rettkowski - Voß, Saeltz, Alla, M. Herpel, Hermann (71. Strüning) - Petersen, Müller

  SW 12.05.2006

Alim rettet überlegenen Husumern einen Zähler

Fußball-Verbandsliga: 1:1 bei Rot-Weiß Moisling /Ausgleichstreffer erst in der Nachspielzeit
Verbandsliga
Alles dabei für die Teams aus dem Norden: Flensburg 08 gewann 2:1 und beförderte den Itzehoer SV damit wohl endgültig in die Bezirksoberliga. Die Husumer SV festigte den vierten Rang mit dem 1:1 bei RW Moisling. Nichts zu bestellen hatte der Tabellenletzte TSB Flensburg, der beim SV Henstedt-Rhen 0:4 unterlag. Die Henstedter haben nach der 0:1-Niederlage des SV Eichede gegen den VfB Lübeck II wieder leise Hoffnungen auf den Titel, allerdings beträgt der Rückstand immer noch fünf Punkte. Aus dem Rennen ist Kilia Kiel nach dem 1:3 beim SV Todesfelde. Am Tabellenende verloren NTSV Strand 08 (1:3 gegen Bargteheide) und der TSV Plön (0:1 gegen den Heider SV) vielleicht schon vorentscheidende "Keller-Duelle".
Moisling (ree) – Erst in der Nachspielzeit rettete Ilhan Alim dem Fußball-Verbandsligisten Husumer SV mit seinem Tor einen Punkt bei Rotweiß Moisling. Auf Grund der Torchancen war das 1:1 (0:0) aber eher schmeichelhaft für die Gastgeber. Die Partie des Tabellenvierten beim Fünften bot in der ersten Halbzeit keiner Seite deutliche Vorteile. Die Husumer zeigten jedoch, wie so oft in dieser Saison bei starken Auswärtsgegnern, eine ansprechende Partie.
Sie unterstrichen, dass sie Revanche wollten für das unglückliche 0:1 im Hinspiel. Rotweiß bevorzugte auch diesmal einen schnörkellosen Fußball, bei dem es schnell in die Spitze ging. Die Platzbesitzer hatten die ersten Chancen dieser Partie - beide Male durch Retelsdorf. In der 5. Minute konnte Martin Herpel ihn im letzten Moment bremsen, in der 15. Minute verfehlte der Lübecker Stürmer das Husumer Tor nur um Zentimeter. Die Husumer antworteten mit zwei Distanzschüssen von Lars Hermann (20.), die das Tor von Keeper Pekrun aber nicht ernsthaft bedrohten.
In der 30.Minute dann die Aktion, die das 0:0 zur Pause für Moisling schmeichelhaft erscheinen ließ. Nach einer feinen Flanke von Hermann war Marcell Voss mit dem Kopf zur Stelle, drückte das Leder aber an den Pfosten. Der Drehschuss von Erion Alla eine Minute später hatte zu wenig Druck. In der 36. Minute schlug der kleine Husumer aber einen genialen Pass auf Gerrit Müller. Doch dieser verstolperte die zweite große Möglichkeit der Stormstädter, mit einer knappen Führung in die Pause zu gehen.
Noch chancenreicher verlief die zweite Hälfte, in der sich die Husumer in der 55. Minute das 1:0 der Gastgeber gefallen lassen mussten. Schröder hatte die Husumer Abwehrmauer mit einem 20 m-Freistoß düpiert. Den Stormstädtern hatten in der Folgezeit jedoch zunächst weder Glück beim Schiedsrichter (übersah Handspiel von Knorr im Strafraum/55.) noch mit ihren Kopfballaktionen. Müller zielte erst an die Latte (58.), später (80.) ein paar Zentimeter drüber. Und auch Sascha Rettkowski konnte den Ball nach Eckstoß nicht dorthin dirigieren, wo das Tor stand (87.). Das schaffte dann in der üppigen Nachspielzeit Ilhan Alim aus dem Gewühl heraus (95.).
08. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt

Husum will den Aufwind nutzen

Fußball-Verbandsliga: In Moisling wartet ein ambitionierter Gegner
Husum (ree) – Gegen Ende der Saison kommt die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga noch einmal richtig in Fahrt. Die beiden gewonnen Spiele gegen den Itzehoer SV und TuRa Meldorf und selbst die knappe Niederlage gegen den VfB Lübeck II waren spielerisch eine angenehme Steigerung gegenüber dem, was davor oft zu sehen gewesen war.
Am Tor zur Oberliga werden die Stormstädter aber wohl nicht mehr rütteln. Zwölf Punkte Abstand zu Spitzenreiter Eichede - das wird nicht mehr zu schaffen sein. Aber Platz zwei ist noch drin für die Schallhorn-Schützlinge. Nur vier Punkte müssen gegenüber Kilia Kiel und dem SV Henstedt/Rhen noch wettgemacht werden. Auf dem Weg dorthin ist morgen (15 Uhr) die Hürde Rotweiß Moisling zu nehmen - ein hartes Stück Arbeit. Denn die Lübecker, nur fünf Zähler hinter den Nordfriesen liegend, haben die erklärte Absicht, diese noch zu überrunden. Trainer Hasko Behrens: "Es ist unser Ziel, Vierter zu werden und damit das Ergebnis vom letzten Jahr zu verteidigen."
Der spielende Coach selbst trägt dazu bei, die Absicht mit Leben zu füllen. Denn er schießt kräftig Tore. Momentan teilt sich Behrens mit Gerrit Müller Rang fünf in der Scorerliste (15 Tore). Insgesamt läuft es bei den Rotweißen aber nicht immer optimal. Weder gegen die Aufsteiger TSB Flensburg (3:4) und SV Todesfelde (2:2) noch gegen den Heider SV (0:0) reichte es zuletzt zu Erfolgen. "Diese Teams liegen uns nicht so", erklärt Behrens, " gegen Mannschaften, die spielerisch mehr zu bieten haben, sind wir besser." Dazu zählt er auch die Husumer SV, die er schlichtweg für "reifer" hält als das eigene Team.
Ohne Kapitän Mario Albertsen werden die Husumer in Moisling antreten. Der Kapitän heiratet und hat somit einen akzeptablen Grund, die Reise nach Lübeck nicht mitzumachen. Dafür ist Lars Hermann , der zuletzt mit Adduktorenproblemen zu tun hatte, wieder dabei - jedoch eher nicht in der Startbesetzung . Denn auf der linken Seite hat Michael Petersen zuletzt überzeugt. Husums rechte Seite dürfte in Moisling wieder mit Martin Herpel besetzt sein, der nach überwundener Verletzung wieder groß aufspielt. Auch der Trainer weiß Herpels Form zu schätzen. "Er probiert mal was und spielt einen guten langen Ball", sagt Volker Schallhorn.
6. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
32. ST 13.05.06 Husumer SV TSV Bargteheide 1:0

Nur der Schiri brachte Farbe ins Spiel

13.05.2006

Husumer SV - TSV Bargteheide

1 : 0 (1:0)


Einen äußerst niveauarmes Spiel sahen die 202 Zuschauer im Friesenstadion. Zwar siegten die Gastgeber insgesamt verdient, doch was den Besuchern über weite Strecken geboten wurde, ist mit der Bezeichnung »Magerkost« noch positiv umschrieben. Farbe in den grauen Kick brachte lediglich Schiedsrichter André Woltmann, der in Schlussphase Bargteheides Schier rot (Notbremse gegen Gerrit Müller) und Husums Marcell Voß gelb-rot (Foul plus anschließendem Ballwegschlagen) zeigte. Mit beiden Entscheidungen lag der Unparteiische übrigens völlig richtig.

Husums Interimscoach Carsten Groth (vertrat den privat verhinderten Volker Schallhorn) beschönigte nichts: »Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, mit Fußball hatte das Ganze wenig zu tun. Bis zum Führungstreffer lief es bei uns zwar ganz ordentlich, doch danach fehlte der unbedingte Wille nachzulegen. Hauptsache drei Punkte.« Bargteheides Trainer Lindtner wies auf die angespannte Personalsituation des Teams hin, ging aber gleichwohl mit seinen Akteuren ins Gericht: »Bei einigen meiner Spieler habe ich nicht gesehen, dass sie sich der Situation, in der wir uns befinden, bewusst sind. Phasenweise hatte die Partie ja Freundschaftsspielcharakter.«

Husum startete ordentlich und mit gefälligen Kombinationen. Nachdem Ilhan Alim aus der Distanz zunächst verzog (7.), riskierte er in der 12. Minute einen weiteren Versuch, den Bargteheides Keeper Johann nicht festhalten konnte - Erion Alla war zur Stelle und schob zum 1:0 ein. Eigentlich ein Auftakt nach Maß für die Gastgeber, die danach jedoch unverständlicherweise in Lethargie verfielen. Lediglich Gerrit Müller mit einem Schlenzer sorgte in Durchgang eins noch für Gefahr (26.), auf der Gegenseite fehlte nach Solo von Kretschmann über links der Abnehmer in der Mitte (40.).

Nach dem Wechsel das gleiche Bild, viel Stückwerk und wenig Produktives. Mario Albertsens Schuss aus 16 Metern konnte Johann sicher entschärfen (55.), Gerrit Müllers Kopfball nach Flanke von Marcell Voß ging daneben (64.), Mario Albertsen kam nach Hereingabe von Gerrit Müller einen Schritt zu spät (72.), und der eingewechselte David Strüning zielte zu hoch (90.). Die Gäste sorgten nur einmal für wirkliche Gefahr, nach einer Kombination von Huber und Radbruch klärte Sebastian Saeltz rechtzeitig zu Ecke (75.). Ein Fernschuss von Esch (76.) verfehlte das Husumer Gehäuse deutlich.

Fazit: Trotz dürftiger Vorstellung hat die Husumer SV vorerst Tabellenplatz drei eingenommen. In den verbleibenden vier Begegnungen (allesamt auswärts) ist aber eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten, um diesen Rang zu halten.
Tore: 1:0 Alla (12.)
Beste Spieler: Voß, Petersen  / Kranik  
Ecken: 5 : 3
Chancen: 8 : 3
Zuschauer: 202
Schiedsrichter: Woltmann (TuS Mettenhof)
Karten: Müller (36.), Albertsen (50.), Strüning (82.), Voß (86.), Petersen (87.) / - - alle gelb; gelb-rot:Voß (86.) wegen Foulspiel plus Ballwegschlagen; rot: Schier (80.) wegen Notbremse
Aufstellung:

Teubler - Cornils (51. Marohn) - Schyma, Rettkowski - Voß, Saeltz, Alla (78. Strüning), Albertsen, Petersen - Alim (64. Hermann), Müller.

Johann - Schier - Esch, Rehberg, Sellke - Himborn, Buchholz, Jobmann (76. Lehmann), Kranik - Radbruch, Kretschmann (64. Huber).

 

SW 15.05.2006

"Das hatte mit Fußball nicht viel zu tun"

Husumer SV besiegt den TSV Bargteheide mit 1:0 / Erion Alla traf in der 13. Minute zum Tor des Tages
Der Husumer Gerret Möller (li.) und der Bargteheider Gerret Sellke im Kampf um den Ball. Foto: Voss
Verbandsliga
Der SV Eichede und der SV Henstedt-Rhen marschieren im Gleichschritt an der Spitze. Der Abstand untereinander: Weiterhin fünf Punkte, bei einem Spiel weniger von Henstedt-Rhen (1:0-Sieg beim Oldenburger SV). Spitzenreiter Eichede besiegte den NTSV Strand 08 mit 3:1. Dahinter tauschten auf Platz drei und vier die Husumer SV (1:0 gegen Bargteheide) und Kilia Kiel die Plätze. Die Landeshauptstädter verloren auf eigenem Platz mit 0:2 gegen Rot Weiß Moisling. Das Kellerduell gewann der TSB Flensburg mit 1:0 gegen den TSV Plön und hat gegen die Mitkonkurrenten Boden gut gemacht.
Husum (ree) – Frühe Tore tun einem Fußballspiel nicht immer gut. Beim 1:0 (1:0) der Husumer SV sahen die Zuschauer die meiste Zeit einen faden Kick. Etwas anders hatten die Fans sich das Saisonfinale im eigenen Stadion schon vorgestellt.
Und offenbar auch Carsten Groth, der den verhinderten Volker Schallhorn auf der Husumer Trainerbank vertrat. "Das hatte mit Fußball nicht viel zu tun", sagte er nach der Partie und bemängelte, dass das Team keine seiner Vorgaben umgesetzt habe. In der Tat: "Druck von außen, Pressing, den Gegner zu Fehlern zwingen" – von all dem war in den 90 Minuten wenig zu sehen gewesen. In der Schlussminute ballerten erst Kevin Kranik (TSV) und dann David Strüning (SV) den Ball unbedrängt meilenweit über den Kasten. Zwei Situationen mit Symbolcharakter.
Doch es gab auch Lichtblicke. In Sachen Motivation machte Marcell Voss den Stormstädtern vor, wie es hätte gehen können. Unermüdlich fuhr er seinen Gegenspielern in die Parade und versuchte, auf der rechten Seite Druck zu machen. Leider ging er mit seiner Gesundheit und der seiner Kontrahenten nicht immer verantwortlich um. Die Folge: Vier Minuten vor dem Abpfiff sah er die Ampelkarte. Auch Erion Alla lieferte immer wieder mal Beispiele seiner hohen Fuß- und Spielkunst. Ihm blieb es auch vorbehalten, dieser Partie das Endergebnis zu verpassen. In der 13.Minute drückte er den Ball, den TSV-Keeper Steffen Johann ihm vor die Füße geklatscht hatte, über die Linie.
Auch der TSV Bargteheide hatte einen, der höheren Ansprüchen gerecht wurde: Kevin Kranik. Erst als Libero, dann im Mittelfeld, versuchte der Stormarner in seiner Elf Widerstand zu erzeugen – vergebens. Nur einmal in der 1.Halbzeit musste SV-Torsteher sich bei einem Kopfball von Kevin Rehberg anstrengen (36.). In der 75.Minute war es Sebastian Saeltz, der im letzten Moment vor dem einschussbereiten Philip Radbruch klärte.
Husum hingegen hätte leicht noch das eine oder andere Tor schießen können. Dicht dran war Gerrit Müller, der in der 27.Minute knapp am langen Pfosten vorbeizielte und eine Voss-Flanke (64.) nur knapp vorbei köpfte. Und gern hätte man auch gesehen, wie Müller in der 80.Minute allein gen TSV-Tor gezogen wäre. Aber Marco Schier griff dem Enteilenden ins Oberteil und unterbrach damit den aussichtsreichen Akt. Dafür musste er vorzeitig duschen.
15. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt

0:1 in Husum - Für den TSV Bargteheide wird es immer enger

Husum (hoy) – Die Situation in der zwölften Minute im Friesenstadion war symptomatisch für den Saisonverlauf des TSV Bargteheide in der Fußball-Verbandsliga. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld liefen die Weinroten in den Konter der Husumer SV. Keeper Steffen Johann wehrte den ersten Schussversuch von Ilhan Alim zwar noch ab, den Abpraller versenkte der absolut freistehende Erion Alla aber mühelos aus elf Metern im Tor, weil die Stormarner die Szene gedanklich schon abgehakt hatten. Schon häufig führten derartige Verkettungen zu Gegentoren, schon zum vierten Mal war es wie in Husum der entscheidende Gegentreffer zur 0:1 (0:1)-Niederlage.
Da gleichzeitig zwei direkte Konkurrenten im Rennen um den Klassenverbleib, der Itzehoer SV und der Heider SV, Siege einfuhren konnten, wird die Luft für den TSV im Abstiegskampf auf dem 13. Tabellenplatz immer dünner. "Noch stehen wir nicht auf einem Abstiegsplatz", beschwichtigte Trainer Reinhard Lindtner.
Bei der Analyse der gerade zu Ende gegangenen Partie war der Oldesloer nicht so nachsichtig. "Wenn man im Keller steht, erwarte ich eine andere Einstellung, dann muss ich um jeden Punkt fighten. Wenn ich sehe, dass wir bis zur Pause nicht eine gelbe Karte bekommen haben, kann das nicht der Fall gewesen sein", griff er sein Team scharf an. Die ersten 45 Minuten fehlten Kampf und Wille wieder vollends.
Dabei hatte Lindtner extra auf die vielen Ausfälle reagiert und mit Co-Trainer Marco Schier einen routinierten Spieler mit auf das Feld geschickt, der das Team führen sollte. Zwar machte Schier seine Sache erst im Mittelfeld, später als Libero gut, die Niederlage konnte er aber nicht verhindern. Zudem kassierte er in der 80. Minute für einen Trikotzupfer die rote Karte und fällt damit als Option für die nächsten Partien aus. Deutlicher aggressiver, aber im Abschluss einmal mehr an Harmlosigkeit kaum zu überbieten, präsentierten sich die Stormarner nach Wiederanpfiff. Kai-Sören Himborn, Kevin Kranik und Kevin Rehberg scheiterten mit besten Gelegenheiten. "Uns fehlt ein Knipser", klagte Lindtner.
15. Mai 2006 · Stormarner Tageblatt

Husumer SV schielt noch auf den zweiten Platz

Heute letztes Saison-Heimspiel gegen TSV Bargetheide / Trifft Sasacha Rettkowski endlich wieder?
Sascha Rettkowski (li.) und seine Kollegen wollen sich heute mit einem Heimsieg von den Fans verabschieden. Foto: Voss
Husum (ree) – Fünf Spiele hat die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga noch zu absolvieren. Zum letzten Mal treten die Stormstädter heute (15 Uhr) dabei vor heimischem Publikum auf. Gast im Friesenstadion ist der TSV Bargteheide.
Die Gäste dürfen den Klassenerhalt noch nicht als sicher betrachten. Vor allem nach dem 0:1 im Nachholspiel gegen Moisling schrillen bei den Mannen aus dem Kreis Stormarn wieder die Alarmglocken. Trainer Reinhard Lindtner war sauer. "Keine Einstellung im Abstiegskampf" warf der Coach seinen Spielern vor. Das will er an der Nordsee wieder anders sehen.
Zu Saisonbeginn stand es schon einmal ganz übel um den TSV. Tiefpunkt war der 6. Spieltag, als die Mannschaft auf eigenem Platz gegen die Husumer SV 0:6 unterlag und auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. Björn Fleige war damals Held des Tages bei den Nordfriesen. Der gerade für die Liga reaktivierte Husumer traf an diesem Tag allein fünf Mal.
Auswärts mussten die Bargteheider später noch zwei Mal Niederlagen in ähnlicher Dimension hinnehmen - mit jeweils acht Gegentoren beim SV Henstedt-Rhen und beim VfB Lübeck II. In drei Spielen kassierte der TSV also mehr als ein Drittel seiner jetzt 60 Gegentore.
Erst nach der Winterpause zeigte die Mannschaft sich wieder stabil in der Hintermannschaft. Der Grund: Mit Steffen Johann hat das Team inzwischen einen neuen Torsteher. Verzichten müssen die Gäste heute allerdings auf ihren Libero Dennis Kreuzer, der am Blinddarm operiert wurde. "Aber wir wollen trotzdem versuchen, etwas mitzunehmen", sagt Bargteheides Trainer.
Husums Verteidigungsstratege Sascha Rettkowski sieht auch bei vier noch ausstehenden Auswärtsspielen noch gute Chancen, die gegenwärtige Tabellenposition zu verbessern. "Zweiter können wir noch werden", sagt der Mann aus Wester-Ohrstedt. Und fügt schmunzelnd hinzu: "Auswärts sind wir ja fast stärker als zu Hause."
Das stimmt statistisch ebenfalls. Und den Grund dafür kennt der Manndecker auch. "Wir sind immer noch nicht die Mannschaft, die ein Spiel bestimmen kann", meint er. Insgesamt hält der Erzieher den vierten Platz aber "unter den gegebenen Umständen für angemessen". Rettkowski: "Um ganz oben zu stehen, hätte man auf zwei oder drei Positionen vielleicht noch gestandene Leute gebraucht."
Es gab eine Phase in der vergangenen Saison, da machte Rettkowski nahezu Spiel für Spiel ein Kopfballtor. Das klappte in diesem Jahr erst einmal, beim 2:0 gegen Flensburg 08. Geklappt hat es aber auch vor fast genau einem Jahr: beim 1:0 gegen den TSV Bargteheide.
13. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Der Aufstiegs-Countdown läuft

Die Spannung in der Fußball-Verbandsliga steigt: Der Kampf um den Titel tritt in die entscheidende Phase.
Bargteheide (Robert Hoyer) – Mit 0:6 bekleckerte sich auch der TSV Bargteheide im Hinspiel gegen die Husumer SV nicht mit Ruhm. In der derzeitigen Verfassung ist bei den Weinroten heute um 15 Uhr auswärts im Friesenstadion allerdings nicht auf Besserung zu hoffen. Weiterhelfen würde im Abstiegskampf aber nur ein Sieg bei dem Tabellenvierten.
13. Mai 2006 · Stormarner Tageblatt
33. ST 20.05.06 NTSV Strand 08 Husumer SV 2:6

Torreicher Auswärtssieg!

20.05.2006

NTSV Strand 08 - Husumer SV

2 : 6 (0:1)


Zu einem auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg kam die Husumer SV beim abstiegsbedrohten NTSV Strand 08. Vor einer trostlosen Kulisse und bei strömenden Regen machten die Nordfriesen den Sieg erst in der zweiten Halbzeit klar. Die Gegenwehr der Gastgeber war spätestens nach fünfzig Minuten gebrochen, Husum war nach dem zweiten Tor eindeutig auf der Siegerstraße. Jetzt ließ man den Ball laufen und reihenweise wurden Torchancen herausgespielt - mit ein bisschen mehr Konzentration hätten mehr als die sechs Tore erzielt werden können. »Mit dem Spielausgang bin ich zufrieden«, resümierte Husums Trainer Volker Schallhorn nach der Partie. »Doch wir hätten mehr Tore erzielen, die Gegentore verhindern müssen.«

Ohne sechs Stammkräfte taten sich die Stormstädter in der ersten Halbzeit lange Zeit schwer, Strand hielt dagegen. Die Hausherren hatten auch die ersten Torgelegenheiten, Torhüter Teubler musste zweimal sein ganzes Können aufbieten. Die Husumer Führung besorgte Mario Albertsen (25.), nachdem Keeper Hartz einen Kopfball von Marcell Voß noch sensationell an die Latte lenken konnte.

Erst nach dem Seitenwechsel dominierten die Husumer das Spielgeschehen, mit herrlichen Ballpassagen wurde jetzt immer wieder Gefahr vor das Timmendorfer Tor gebracht. Den zweiten Husumer Treffer in der 53. Minute erzielte David Strüning, Erion Alla hatte den Youngster herrlich bedient. Eine spielerische Demonstration ging dem 0:3 voraus: Nachdem sich Marcell Voß herrlich im Mittelfeld durchgesetzt hatte, kam das Leder zu Ilhan Alim. Seine mustergültige Flanke von der rechten Seite vollendete Gerrit Müller sicher (61.). Carsten Groth per Handelfmeter besorgte das vierte Husumer Tor (78.), Michael Petersen gelang nach feinem Pass von Mario Albertsen das zwischenzeitliche 1:5 (84.). Erion Alla erzielte das letzte Husumer Tor im Nachschuss (89.), Michael Petersen war noch am Torhüter gescheitert. Durch Unachtsamkeiten in der Abwehr kamen die Timmendorfer noch zu zwei Treffern, Peter Kienle zum 1:4 (80.) und Jan Peter in der Schlussminute gestaltenden das Ergebnis für Strand etwas erträglicher. Weitere hochkarätige Möglichkeiten der Husumer blieben ungenutzt.

Tore: 0:1 Albertsen (25.), 0:2 Strüning (53.), 0:3 Müller (61.), 0:4 Groth (78./Handelfmeter), 1:4 Kienle (80.), 1:5 Petersen (84.), 1:6 Alla (89.), 2:6 Peter (90.)
Beste Spieler: - / Mannschaftsleistung  
Ecken: 6 : 11
Chancen: 2 : 15
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: Yayla (Türkischer SV)
Karten: Gohrke (66.) / Alim (85.) - alle gelb; gelb/rot:Gohrke (77.) Handspiel im Strafraum
Aufstellung:

Hartz (65. Schramke) - Meier - Kamke, Hein - Schulz, Jaensch (63. Radler), Gohrke, Kienle, Bremer - Gardert, Peter.

Teubler - Schyma, Rettkowski (71. Groth) - Voß, Saeltz (59. Marohn), Alim, Albertsen, Petersen, Alla - Strüning, Müller

  Hi 20.05.2006

Strand 08 enttäuschte auf der ganzen Linie

Verbandsliga: 2:6-Schlappe gegen den Husumer SV vergrößert die Abstiegsgefahr
Der Timmendorfer Finn Jaensch drängt in Richtung Husumer Strafraum und versucht den Ball abzuschirmen, wird von seinem Gegenspieler aber umsanft von den Beinen geholt. Fotos: Dieter Hartmann
Timmendorfer Strand (Dieter Hartmann) – Strand 08 scheint sich im Abstiegskampf aufgegeben zu haben. Im vorletzten Heimspiel zeigten die Timmendorfer bei der 2:6 (0:1)-Niederlage gegen die Husumer SV eine desolate Vorstellung. "Husum hat hier Bezirksliga-Niveau gespielt. Das sagt wohl alles über unsere Leistung", meinte der frustrierte Spielertrainer Lars Schulz.
Bei Dauerregen präsentierten sich beide Mannschaften lustlos. Während die Husumer, wie erwartet, spielerisch überlegen waren und den Ball in den eigenen Reihen laufen ließen, ließen die Gastgeber den Kampfgeist vermissen. Da auch Husum wenig Zug zum Tor zeigte, plätscherte die Partie meist im Mittelfeld vor sich hin. Hier hatten die Gäste eine Übergewicht, da Strand 08 selbst im Kurzpassspiel zu unkonzentriert war.
Die Timmendorfer Angreifer, hier Philipp Kahmke, kamen nur selten gefährlich vor das Gäste-Tor.
Dennoch hatten die Gastgeber die erste gute Chance des Spiels. Jan Peter kam nach einer Ecke frei zum Schuss, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Husumer Torwart André Teubler. Die Gäste machten es in der 25. Minute besser. Einen Kopfball von Mario Albertsen fischte 08-Keeper Thomas Hartz akrobatisch aus dem Winkel. Doch statt zu klären, schaute die Timmendorfer Defensive nur staunend zu, als Albertsen unbedrängt zum 0:1 ins leere Tor köpfte. Die beste Ausgleichschance hatte Finn Jaensch nach einem Pass von Peter Kienle. Doch auch er fand seinen Meister im Gäste-Keeper.
Wer dachte, dass sich die Timmendorfer in der zweiten Halbzeit aufbäumen würden, wurde bitter enttäuscht. Strand 08 ließ jegliche Verbandsligatauglichkeit vermissen und die Husumer ohne große Gegenwehr gewähren. Das drückte sich auch im Ergebnis aus. Husum erhöhte durch Treffer in der 51., 58. und 76. Minute auf 4:0. Der vierte Treffer resultierte aus einem Handelfmeter, den Sebastian Gohrke verursacht hatte. Er sah dafür die gelb-rote Karte Zwei Minuten später verkürzte Peter Kienle zwar auf 1:4, doch Husum antwortete mit zwei Toren (82., 88.) zum 1:6. Den Schlusspunkte in der torreichen Partie setzte Jan Peter, der in der Schlussminute zum 2:6-Endstand traf.
"Wir sind selbst schuld, haben Husum richtig aufgebaut. Dabei schienen die nicht einmal wirklich Lust zu haben. Bei uns fehlte die Einstellung, wir haben fast ohne Mittelfeld gespielt", sagte Lars Schulz, der lediglich Thomas Hartz und dem eingewechselten Ersatztorwart Patrick Schramke eine ordentliche Leistung bescheinigte.
In ihrem letzten Punktspiel vor eigenem Publikum treffen die Timmendorfer am Mittwoch, den 24. Mai, um 19.30 Uhr auf den SV Todesfelde.
22. Mai 2006 · Ostholsteiner Anzeiger

6:2 – Husumer SV trifft auf wenig Widerstand

Groth feiert nach einem Jahr Comeback in der Liga
Die Lage in der Verbandsliga
Die erste Entscheidung ist gefallen: Der TSB Flensburg (17./20) steht nach der 0:3-Niederlage bei Tura Meldorf (9./37) als erster Absteiger fest. Tura hat sich mit diesem Sieg endgültig aller Sorgen entledigt. Das Wasser bis zum Hals steht dem NTSV Strand 08 (16./25). Strand unterlag gegen den Husumer SV (4./55) mit 2:6 und dürfte sich in seinen beiden noch ausstehenden Spielen kaum noch retten können. Schlecht sieht es auch für den Itzehoer SV (15./25) nach der 0:5-Schlappe bei RW Moisling (5./53) aus. Im Gegensatz zu Strand hat der ISV aber noch drei Spiele, zwei davon gegen die direkten Konkurrenten TSV Plön (14./28) und TSV Bargteheide (13./29). Plön gewann gegen Oldendurg mit 3:1 und zog dadurch wieder am ISV vorbei. Auf dem rettenden 13. Rang verbleibt der TSV Bargteheide, der allerdings gegen Kilia Kiel (3./55) mit 2:3 unterlag und damit weiterhin in akuter Gefahr schwebt. Der Heider SV (12./34) dürfte sich dagegen durch den 1:0-Erfolg bei Flensburg 08 (6./46) gerettet haben. An der Tabellenspitze ließ das Führungsduo nichts anbrennen: SV Eichede (1./69) gewann bei Comet Kiel (10./36) mit 4:2 und Henstedt-Rhen (2./64) schlug den VfB Lübeck II mit 4:0. Während Henstedt-Rhen am Mittwoch gegen den Tabellendritten Kilia antreten muss, wartet Eichede nur noch auf den Show-down am kommenden Sonnabend gegen die Rhener.
Verbandsliga-Übersicht
Kein Punkt, kein Tor - das war nicht das Wochenende der Flensburger Teams. 08 unterlag dem Heider SV 0:1, der TSB kehrte mit einer 0:3-Niederlage aus Meldorf zurück. Die Husumer SV festigte Rang vier mit einem 6:2 beim NTSV Strand 08. An der Tabellenspitze hat der SV Eichede (4:2 bei Comet Kiel) weiter fünf Punkte Vorsprung und steuert der Meisterschaft entgegen. In dieser Woche müssen fast alle Mannschaften zwei Mal ran - nach dem Spieltag am Mittwoch und Donnerstag wird auch am Sonnabend komplett gespielt.
Timmendorfer Strand (ree) – Souveräner Auftritt der Husumer SV in Timmendorf: Beim 6:2 (1:0)-Erfolg über den NTSV Strand 08 erfuhr der Fußball-Verbandsligist nur im ersten Durchgang mäßigen Widerstand und hatte am Ende Chancen für ein zweistelliges Ergebnis. Keeper André Teubler schimpfte allerdings, als er zehn Minuten vor dem Abpfiff durch Peter Kienle das 1:4 kassierte. Zu gern hätte der Husumer Keeper auch diese Partie "zu Null" überstanden.
Es waren schöne Tore, mit denen die Husumer sich die drei Punkte sicherten. Viel Feingefühl brachte der junge David Strüning auf, als er das Leder in der 53.Minute elegant an 08-Keeper Hartz vorbei ins lange Ecke schlenzte. Gut getimt auch die scharfe Hereingabe von Ilhan Alim, die Gerrit Müller nach einer Stunde zum 0:3 nutzte. In der 77. Minute hatte Carsten Groth, der nach einem Jahr Pause erstmals wieder in der Liga dabei war, seinen Auftritt. Routiniert versenkte er einen Foulelfmeter, der dem Strander Sebastian Gohrke die gelb-rote Karte eingebracht hatte, zum 0:4 (77.). In der Endphase, als sich den Husumern Torchancen im Zwei-Minuten-Takt eröffneten, erhöhten Michael Petersen (84.) und Erion Alla (88.) zum 6:1 für die Stormstädter.
Pech für Marcell Voss: Sein Distanzknaller landete an der Latte (86.). Das war ihm schon in der 25. Minute passiert, aber da hatte Kapitän Mario Albertsen schnell reagiert und den Ball zur Eröffnung des Torreigens über die Linie gedrückt. (25.). Albertsens Schüsse (42., 73.) parierten die Torhüter der Gastgeber. Weitere Großchancen hatte Husum durch Müller (61., 65. und 76.), Alim (67.) und Petersen (72.).
Der NTSV Strand 08 gab nie das Bild einer wehrhaften Einheit ab und kam erst in der Schlussminute durch Jan Peter zu seinem zweiten Treffer.
22. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt

Von der Nord- an die Ostsee: Husum beim angeschlagenen NTSV Strand 08

Husum (ree) – Reisezeit ist angesagt für die Husumer SV. In der Fußball-Verbandsliga geht es noch vier Mal auf fremde Plätze. Am Sonnabend ist Timmendorfer Strand das Ziel der Stormstädter. Dort treffen sie um 15 Uhr auf den Abstiegskandidaten NTSV Strand 08.
"Wilde Zeiten" haben die Ostseestädter hinter sich. Gestartet als Zweiter, ging es anschließend rasend schnell in den Tabellenkeller. Vor vier Wochen, nach dem 2:2 gegen den SV Henstedt-Rhen, warf Spielertrainer Lars Callsen das Handtuch. "Da war eine Menge Misstrauen aus der Verantwortlichen-Riege mit im Spiel", sagt der 33-Jährige. Seitdem gab es in fünf Begegnungen nicht einen einzigen Punkt - ein fatales Ergebnis im Kampf gegen den Abstieg.
Lars Schulz (33), der Nachfolger von Callsen, versucht das Beste aus den Gegebenheiten zu machen. "Ich habe nichts dagegen, wenn wir den Klassenerhalt noch schaffen", sagt er. "Aber mit der Mannschaft ist das fast unmöglich." Es sind wohl nur die Beine, mit denen man bei Strand 08 noch in der Verbandsliga spielt; mit den Köpfen scheint man längst eine Etage tiefer zu sein. Trotz alledem hofft man, gegen Husum nicht weiter unter die Räder zu kommen. Wobei der Coach mehr auf eine laxe Einstellung des Gegners als auf die eigene Stärke baut. "Wir hoffen, dass die Husumer das hier etwas locker angehen", sagt Schulz.
Da hofft er wohl vergebens. Husums Coach Volker Schallhorn will aus dieser und der Partie beim TSV Plön sechs Punkte mitnehmen "und dann bei Kilia Kiel mal sehen, was möglich ist." Gegen die Landeshauptstädter den dritten Platz behaupten - das ist das, was der Coach zum Ende seines Trainerjahres in Husum erreichen will.
Auch am Wochenende werden einige Ligaspieler die Zweite unterstützen, die gegen den TSV Rantrum Punkte für den Klassenerhalt sammeln will. Fehlen aus familiären Gründen wird den Husumern Lars Hermann. Und ob Ingo Cornils, der sich gegen Bargteheide verletzte, wieder einsatzfähig ist, entscheidet sich erst am Spieltag.
19. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
23. ST 24.05.06 TSV Plön Husumer SV 2:3

Husumer Sieg nach 0:2 Rückstand!

24.05.2006

TSV Plön - Husumer SV

2 : 3 (2:2)


Nach sechzehn Minuten lag die Husumer SV beim abstiegsbedrohten TSV Plön bereits mit 0:2 Toren in Rückstand, fand erst nach einer Anlaufzeit ins Spiel. Gegen sehr engagiert spielende Gastgeber machte sich in der Anfangsphase das Fehlen einiger Stammkräfte bemerkbar, doch die Nordfriesen hielten dagegen und siegten schließlich völlig verdient. In der zweiten Halbzeit hatte man den Gegner im Griff, zahlreiche Torchancen blieben aber ungenutzt. Plön enttäuschte keinesfalls, verlangte den Stormstädtern Einiges ab, doch gegen die spielerische Überlegenheit der Husumer musste die Elf von Spielertrainer Ismet Nac schließlich kapitulieren. »Ein völlig verdienter Sieg meiner Mannschaft«, stellte Husums Trainer Volker Schallhorn nach Spielende fest. »In der Anfangsphase waren wir gar nicht auf dem Platz, hätten danach aber noch einige Tore mehr schießen müssen.«

Mit viel Druck starteten die Hausherren in die Partie, bereits nach einer Viertelstunde konnte Mirco Heine das 1:0 per Kopf für den TSV erzielen. Nur eine Minute später war es Spielertrainer Nac der die gesamte Husumer Abwehr alt aussehen ließ und zum 2:0 einschießen konnte. Bei beiden Toren der Plöner stimmte die Zuordnung in der Gäste-Abwehr überhaupt nicht, doch mit zunehmender Spielzeit bekam man die Probleme in den Griff. Die SV schlug schnell zurück, denn der Anschlusstreffer fiel bereits nach 21 Minuten. Dennis Schulte hatte sich gekonnt durchgesetzt und bediente Gerrit Müller, der dem Plöner Keeper aus 16 Metern keine Chance ließ. Timo Wolski stand eine Minute später frei vor Torhüter Behrendt, der jedoch gut reagierte und dem Husumer den Ball noch abnahm. Vor dem Seitenwechsel gelang den Nordfriesen noch der Ausgleich: Nach einer herrlichen Kombination gab Wolski uneigennützig das Leder noch zum besser postierten Gerrit Müller weiter, der sicher vollendete (40.)

Nach dem Pausentee erspielte sich die Husumer Mannschaft zahlreiche gute Tormöglichkeiten. Die Gastgeber verkrampften, fanden kein probates Mittel, um die Nordfriesen noch in Verlegenheit zu bringen. Erion Alla (46./68.) und Gerrit Müller (63./68.) verfehlten das Gehäuse nur äußerst knapp. Auch Martin Herpel zielte mit einem herrlichen Freistoß aus 16 Metern in der 53. Minute nur um Zentimeter daneben. Doch Herpel sollte zum Matchwinner werden: In der 84. Minute tankte er sich durch das Mittelfeld und hämmerte das Leder aus 25 Metern auf das Plöner Tor. Von der Unterkante der Latte sprang der Ball hinter die Linie - ein Sonntagsschuss zum 2:3-Endergebnis. Jetzt haderten die Gastgeber mit dem Schicksal und Schiedsrichter Schröder, in einer hektischen Schlussphase mussten noch Bull (TSV/89.) und Voß (HSV/90.) das Feld verlassen. Am verdienten Sieg der Husumer änderte das jedoch nichts mehr.

Tore: 1:0 Heine (15.), 2:0 Nac (16.), 2:1 Müller (21.), 2:2 Müller (40.), 2:3 M. Herpel (84.)
Beste Spieler: Heine / Schulte, M. Herpel   
Ecken: 3 : 6
Chancen: 3 : 11
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Schröder (SSV Hennstedt)
Karten: Nac (31.), Schäfer (44.), Wilfert (66.), Heine (84.) / Voß (14.), Albertsen (88.) - alle gelb; gelb/rot: Voß (90.) weg. Foulspiel; rot: Bull (89.) wegen Beleidigung
Aufstellung:

Behrendt - Wilfert - Heine, Sievers - Gast (75.Bull), Hubert, Schnalke (46. Graf), Schäfer, Helms - Nac, Gabriel.

Widder -  Schulte, Rettkowski - Voß, M. Herpel, Alim (75. Marohn), Alla, Albertsen, Petersen (46. Saeltz) - Wolski (59. Gehrke), Müller.

  Hl 24.05.2006

Aufregung nach Herpels Wembley-Tor

Husumer 3:2-Erfolg beim TSV Plön / Gerrit Müller zwei Mal erfolgreich
Plön (ree) – Was für eine Aufregung am Mittwoch beim 2:3 (2:2) zwischen dem TSV Plön und der Husumer SV! Sechs Minuten waren noch zu spielen, als der Husumer Martin Herpel mit einem fulminanten 20m-Schuss die Entscheidung anpeilte. Von der Latte sprang der Ball auf den Boden und hinterließ im Plöner Schiffsthal die Frage, ob er hinter der Linie gewesen war. Der Schiri-Assistent meinte ja – und so wies der Unparteiische zur Mitte. Sehr zum Zorn der Einheimischen, die vor allem eins witterten: Verrat!
Aber er war nicht unverdient, dieser Sieg der Husumer. Denn vor allem nach dem Wechsel hatten sie das Heft fest in der Hand und hätten schon vor ihrem "Wembley-Tor" alles klar machen können. Aber Gerrit Müller (63.und 70.), Ilhan Alim und Erion Alla (beide 67.) sowie Guido Gehrke (68.) versiebten die Chancen in Husums bester Spielphase.
Sorge um die SV musste man sich lediglich zu Beginn der Partie machen. Denn da legte der vom Abstieg bedrohte TSV fuliminant los und erzielte – wie schon gegen den Oldenburger SV – zwei schnelle Tore durch Mirco Heine (15.) und Ismet Nac (17.). Es war die Zeit, als die völlig neu besetzte Husumer Hintermannschaft noch auf der Suche nach sich selbst war. Was ihr danach durchaus gelang.
Günstig für die Stormstädter, dass Gerrit Müller, der ja noch die 20-Tore-Marke im Visier hat, an diesem Abend so zielfreudig war. In der 21.Minute markierte er nach präzisem Pass von Dennis Schulte das 2:1. Ebenso abgebrüht sein Tor zum 2:2 (41.), dem eine tolle Kombination zwischen Mario Albertsen und Timo Wolski vorausgegangen war. Nach dem Wechsel waren es Härten und verbale Scharmützel, durch die die Partie zerfaserte. Aber das Referee-Gespann machte es Spielern wie Zuschauern auch regelmäßig schwer, die Abseitsentscheidungen als "gut gesichtet" zu akzeptieren. Marcell Voss, der in Plön mit harten Bandagen focht, sah in der 88.Minute aber zurecht die gelb-rote Karte.
26. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt

"Wembley-Tor" im Schiffsthalstadion

Nach der 2:3 (2:2)-Niederlage gegen die Husumer SV war das Trainergespann des TSV Plön, Ismet Nac und Bruno Brillert, auf den Unparteiischen Hauke Schröder aus Henstedt gar nicht gut zu sprechen.
Vor dem gegnerischen Tor ist Ismet Nac nach wie vor kaum zu halten. Hier zieht er kraftvoll ab – und trifft zur Plöner 2:0-Führung gegen den Husumer SV. Fotos: Uwe Wallbrecht
Plön (Uwe Wallbrecht) – "Der Husumer Treffer zum 2:2 fiel aus Abseitsposition. Das 2:3 war ein ‚Wembley-Tor'. Nur dass der Ball viel eindeutiger vor der Linie aufsprang. Die Husumer haben nicht einmal gejubelt, sondern sich umgedreht, um das Spiel fortzusetzen. Da zeigt der Linienrichter ein Tor an", sagte Bruno Brillert nach dem Abpfiff total aufgebracht. Am Ende sah er sein abstiegsbedrohtes Team um einen verdienten Punkt gebracht.
Der Plöner Stürmer Maik Gabriel (rechts) bedrängt den Husumer Abwehrspieler Sascha Rettkowski.
Der TSV Plön zeigte trotz des Fehlens von Pascal Junge, Sören Pfennig und Thomas Bohrmann insbesondere in den ersten 30 Minuten eine starke Leistung. Die Gastgeber störten mit aggressivem Pressing den Husumer Spielaufbau. Bereits nach vier Minuten scheiterte Ismet Nac von der Strafraumgrenze an Thomas Widder im HSV-Tor. Nachdem Plöns Spielertrainer auf der rechten Angriffsseite zu Fall kam, zirkelte er den fälligen Freistoß auf den Kopf von Mirco Heine. Der seit Wochen konstant gut spielende Plöner Manndecker nickte zum 1:0 ein (16.).
Zwei Minuten später tanzte Ismet Nac drei Husumer Abwehrspieler aus und erzielte das 2:0.
Die Gäste schalteten jetzt auf Offensive und übernahmen die Hoheit im Mittelfeld. In der 25. Minute bekam die Plöner Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Gerrit Müller nutzte die Chance zum 1:2-Anschlusstreffer.
Die Gäste erhöhten das Tempo und profitierten davon, dass die Heimelf nicht mehr eng genug bei den Gegenspielern stand. Das 2:2 durch den zehn Meter der vom Plöner Gehäuse freistehenden Gerrit Müller war die logische Folge (39.).
Nach dem Seitenwechsel sahen die 100 Zuschauer eine Gastmannschaft, die weiter Druck entwickelte. Plön vergab Konterchancen durch Ismet Nac, dessen Schuss knapp am Tor vorbei strich, und den eingewechselten Carsten Bull per Kopfball.
Neun Minuten vor dem Abpfiff zog Husums Martin Herpel aus 25 Metern ab. Sein Schuss prallte gegen die Lattenunterkante des von Julian Behrend gehüteten Plöner Tores. Den zurückspringenden Ball nahm der Keeper auf, als der Schiedsrichter zur Mitte zeigte und auf Tor entschied.
Zu allem Überfluss sah Thomas Graf in der 85. Minute wegen Meckerns die rote Karte.
Eine bittere Niederlage für den TSV Plön. Die Leistung lässt trotzdem für die zwei noch ausstehenden Partien in der Verbandsliga hoffen.
26. Mai 2006 · Ostholsteiner Anzeiger

Husumer Personalsorgen: Schulte muss beim TSV Plön "ran"

Husum (ree) – Nicht zu beneiden ist Husums Trainer Volker Schallhorn vor dem Nachholspiel beim TSV Plön (heute 19.30 Uhr). Er hat einige Mühe, deine komplette Mannschaft auf die Beine zu stellen. Mit Ingo Cornils, Lars Hermann, Sascha Rettkowski und Gerrit Müller ist allein die Liste der verletzten und angeschlagenen Spieler so lang wie selten in dieser Saison. André Schyma, Martin Herpel und Carsten Groth stehen aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Hinzu kommt, dass die A-Jugend gleichzeitig ein Spiel zu bestreiten hat und somit als "Nachwuchsspender" diesmal auch ausfällt.
So wird der eine oder andere Akteur aus der Zweiten eine Einladung für die drittletzte Partie der laufenden Saison in der Fußball-Verbandsliga bekommen. Einer davon wird Dennis Schulte sein. "Er ist mal dran", sagt Schallhorn. "Er hat den ganzen Winter über gut trainiert." Und Verbandsliga-Erfahrung hat der Ex-Heider ja auch.
Beim TSV Plön hat man das Thema Verbandsliga so gut wie abgehakt. Mit einem kräftigen "Ja" antwortet Trainer Ismet Nac auf die Frage, ob seine Elf absteigen wird. Und das, obwohl die Plöner gerade einen 3:1-Erfolg gegen den Oldenburger SV erreicht haben. "Meine Mannschaft ist zu jung und unerfahren, um in dieser Klasse zu spielen", meint Nac. Aber es wird mit ihm als Trainer in Plön weiter gehen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Mannschaft weitgehend beisammen bleibt. "Nur einen dritten Neuaufbau in fünf Jahren, den hätte ich mir nicht angetan", sagt der Trainer und korrigiert damit jene Rückzugsgedanken, die zuletzt über ihn zu lesen waren.
Für die Husumer SV (55 Punkte) kommt es in dieser Partie darauf an, im Kampf um Platz drei "am Ball" zu bleiben. Kilia Kiel (58) liegt zwar noch mit drei Zählern vorn, steht aber heute beim SV Henstedt/Rhen vor einer schweren Aufgabe. "Wir wollen uns die Cahnce, an Kilia heran zu kommen, erhalten", sagt Schallhorn mit Blickrichtung auf das direkte Duell, das dann am Sonnabend in der Landeshauptstadt folgt.
Die Partie in Plön wird um 19.30 Uhr angepfiffen, um 17 Uhr startet ein Fanbus. Auf der Rückfahrt spendiert die Mannschaft ihren Fans "ein paar Bierchen", wie Kapitän Mario Albertsen bekannt gab.
24. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Schallhorns Zuversicht: "Können es noch schaffen"

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV am Sonnabend beim TSV Plön / Fleige fehlt weiterhin verletzt
Husum (ree) – Die Enttäuschung bei den Anhängern der Husumer SV war hörbar, als ihre Mannschaft gegen den SV Henstedt-Rhen mit 0:1 verloren hatte. Trainer Volker Schallhorn sieht die Niederlage nicht so dramatisch. "Gegenüber Eichede haben wir uns nur um einen Zähler verschlechtert. Wir können es immer noch schaffen", so seine Einschätzung. Ein löblicher Optmismus - ob angebracht, werden die nächsten drei Monate zeigen.
Am Sonnabend (15 Uhr) soll, wenn die Verhältnisse es zulassen, der TSV Plön Gastgeber für die Husumer SV sein. Die Mannschaft wurde nach der 0:3-Niederlage in Bargteheide auf den drittletzten Platz zurückgeworfen. Was Trainer Ismet ("Isi") Nac nicht gerade umwirft. "Unsere Mittel sind eingeschränkt", sagt er. "Wir wollen den Abstieg zwar verhindern, aber wenn es nicht klappt, geht die Welt nicht unter."
Die Punktspiel lose Zeit hat man nach Aussage des Trainers "mit ein bisschen Hallenfußball, ein bisschen Skat- und Dartspiel verbracht und wir haben auch mal fünfe gerade sein lassen." Gegen Husum rechnet sich der Coach null Chancen aus. Nac: "Meine junge Mannschaft ist noch nicht in der Lage, einer Spitzenelf wie Husum etwas abzuverlangen." Das Hinspiel gewann Husum 7:1.
"Das Ergebnis dürfen wir nicht überbewerten", warnt Husums Coach Volker Schallhorn. "Bei uns lief damals alles." Trotzdem setzt er auf Sieg - anders ist der Abstand zu den führenden Klubs ja auch nicht zu verringern. Auf Björn Fleige (Verletzung am Zehennagel) muss der Trainer erneut verzichten. Aber auf Guido Gehrke als Notnagel im Sturm wird er nicht zurückgreifen. "Ich werde was anderes versuchen", so Schallhorn. Für seine Pläne hat der Coach alle Mann an Bord - auch Marcell Voss. Der wurde gegen Henstedt-Rhen ausgewechselt. Grund dafür war eine vorsorgliche Erwägung. Schallhorn: "Ich fand, er wurde in der zweiten Halbzeit ein bisschen müde und wollte verhindern, dass er sich noch eine Verletzung zuzieht."
3. März 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
34. ST 27.05.06 FC Kilia Kiel Husumer SV 2:0

Kilia nutzte Chancen konsequent aus!

27.05.2006

FC Kilia Kiel - Husumer SV

2 : 0 (1:0)


Im direkten Duell um den dritten Tabellenplatz zwischen Kilia Kiel und der Husumer SV siegte am Ende die glücklichere Mannschaft, denn über weite Strecken machten die Nordfriesen das Spiel - vergaben aber zahlreiche hundertprozentige Tormöglichkeiten. In der Schlussphase haderten die Gäste zudem mit Schiedsrichter Hogrefe, der zwei Tore wegen Abseitsstellung nicht gab.

»Wir haben ein rassiges Fussballspiel gesehen und glücklich gewonnen«, bilanzierte Kilias Trainer Drews nach Spielende. Husums Trainer Schallhorn bescheinigte seiner Elf eine sehr gute Leistung: »Wir haben klasse gespielt, aber die Chancen nicht konsequent genutzt. Dennoch bin ich mit der Leistung sehr zufrieden.«

Zwar hatten die Nordfriesen die ersten Möglichkeit in Führung zu gehen (Albertsen/2.), doch die Anfangsphase gehörte den Kielern. Husums Erion Alla rettete nach sechs Minuten einen Ball von Ilski auf der Linie, die Führung markierte schließlich Oliver Axt in der 16. Spielminute. Aus spitzem Winkel ließ er Torhüter Teubler keine Chance. Nach dem Tor wachte die SV auf und drängte vehement auf den Ausgleich, doch eine Abschlussschwäche war unverkennbar. Guido Gehrke nach herrlicher Kombination (18.) und zweimal Erion Alla (20./26.) verfehlten nur äußerst knapp. Dennis Jaeger bewahrte seine Farben in der 22. Minute vor dem Ausgleich, einen wuchtigen Kopfball von Sascha Rettkowski entschärfte er auf der Linie.

Auch im zweiten Durchgang zeigten die Akteure ein attraktives Verbandsligaspiel, wieder gehörten Kilia die ersten Minuten. Dennis Jaeger scheiterte aber aus kurzer Distanz an Teubler (52.). Husum fing sich schnell und startete erfolgversprechende Angriffe, immer wieder wurde das Kieler Tor in Bedrängnis gebracht. Der ersten Husumer Torjubel nach 75 Minuten, Gerrit Müller hatte das Leder im Tor untergebracht - der Treffer konnte wegen Abseitsstellung aber nicht anerkannt werden. Doch zwei Minuten später lag das Schiedsrichtergespann daneben, René Marohn erzielte mit einem sehenswerten Fallrückzieher den vermeintlichen Ausgleich. Gegenspieler Stefan Schmitz stand noch hinter dem Schützen - ein regulärer Treffer also. Schiedsrichter Hogrefe versagte den Nordfriesen diesen Torerfolg und zog sich den Unmut der Husumer Fans zu. In der Nachspielzeit versenkte Carsten Wulf den Ball im leeren Tor, Torhüter Teubler war weit in die Hälfte der Kieler aufgerückt (93.).

Fazit: Ein ausgezeichnetes und aufregendes Spiel, beide Mannschaften zeigten, warum sie in der Spitzengruppe der Liga zu finden sind.
Tore: 1:0 Axt (16.), 2:0 Wulf (90.+3)
Beste Spieler: Schmitz, Axt / M. Herpel, Gehrke   
Ecken: 6 : 11
Chancen: 4 : 8
Zuschauer: 110
Schiedsrichter: Hogrefe (VfR Horst)
Karten: Jaeger (42.), Wulf (81.) / Voß (22.) - alle gelb; gelb/rot: Voß (83. weg. Foulspiel)
Aufstellung:

Schurbohm - Schmitz - Jaeger (68. Wulf), Jensen - Huebner, Meier, Ilski, Luebke, Dehner - Hipp (72. Walser), Axt.

Teubler - Schulte, Rettkowski (31. Müller) - Voß, Saeltz, M. Herpel, Wolski (64. Marohn), Albertsen, Alla  - Alim, Gehrke.

  Hi 27.05.2006

Husumer Tore nicht anerkannt

Unglückliche 0:2-Niederlage nach starker Partie bei Kilia Kiel
Verbandsliga-Übersicht
Die Meisterschaft in der Verbandsliga ist entschieden. Im Gipfeltreffen siegte der SV Henstedt-Rhen beim SV Eichede mit 2:1 und fing den Gegner noch ab. Am Ende hatten die Henstedter mit 70 Punkten einen mehr als Eichede auf ihrem Konto. Im Kampf um Platz drei kam Kilia Kiel zu einem glücklichen 2:0 gegen die Husumer SV. Im Flensburger Derby gab es wie im Hinspiel keinen Sieger. Beim 1:1 gegen 08 verabschiedete sich der TSB mit einer starken Leistung. Die weiteren Absteiger sind Itzehoer SV, TSV Plön und NTSV Strand 08.
Kiel (ree) – Im Kampf um Platz drei in der Fußball-Verbandsliga hat jetzt Kilia Kiel die Nase vorn. Beim 2:0 (1:0) im Verfolgerduell gegen die Husumer SV hatten die Landeshauptstädter allerdings reichlich Dusel. In der Schlussphase versagte das Schiri-Gespann zwei Gästetreffern die Anerkennung.
74.Minute im Kilia-Stadion: Rene´ Marohn flankt für die wütend drängende SV und Gerrit Müller köpft das Leder über die Linie. 1:1 - dachten die Husumer Spieler und Fans. Aber der Linienassistent hatte die Fahne oben und Schiri Marco Hogrefe folgte ihm: Abseits!
Zwei Minuten später: Flanke von Ilhan Alim. René Marohn legt sich akrobatisch in die Luft und katapultiert den Ball in den Winkel. Wieder ist der Jubel zu früh, wieder entschied das Schiri-Gespann auf Abseits.
"Beim ersten Tor war die Entscheidung richtig, beim zweiten für mich nicht", sagte SV-Vorsitzender Rolf von Bartikowsky, der sich auf Ballhöhe befand. Pech für die Nordfriesen, deren fantastische Tagesleistung auch dem Gegner Respekt abnötigte. Kilia-Coach Frank Drews: "Wir waren heute die glücklichere Mannschaft."
Nach den beiden "Aufregern" gab es nur noch zwei Szenen von Belang: Die obligatorische gelb-rote Karte für Marcell Voss (83.) und das 2:0 von Carsten Wulf (90.).Richtig "Dampf" hatten die Kieler nur in der Anfangsphase gemacht. Da erzielte Oliver Axt, begünstigt durch Sascha Rettkowski, das 1:0 (16.). Danach dominierten die Stormstädter. Und was hatten die für Möglichkeiten. Aber der starke Guido Gehrke (18.), Sascha Rettkowski (22.), Erion Alla (27.) und Mario Albertsen (40.) – sie alle hatten Künstlerpech. "Sieger hätten heute nur wir sein können", meinte Coach Volker Schallhorn.
29. Mai 2006 · Flensburger Tageblatt

Endet die "schwarze Serie" gegen Kilia Kiel?

Einsatz von Gerrit Müller bei Husumer SV unklar
Husum (ree) – Nur zwei Mal in dieser Saison hat es die Husumer SV geschafft, in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga vor Kilia Kiel zu rangieren. Heute (15 Uhr) fällt in der Landeshauptstadt die Vorentscheidung darüber, ob das am Ende der Saison auch so sein wird. Beide Teams haben 58 Punkte, wobei die Husumer die klar bessere Tordifferenz aufweisen.
"Mir ist es egal, ob wir Dritter oder Vierter werden", sagt Kilias Trainer Frank Drews. Weil er mit seinem Team acht Spieltage lange ganz oben stand, endet die Saison für ihn natürlich mit einer Enttäuschung. Aber das 0:3 zuletzt beim SV Hennstedt/Rhen hat auch ihm noch einmal vor Augen geführt, dass es in diesem Jahr bessere gibt in der Verbandsliga. Drews´ Resümee: "Der Umbruch, den wir zur Winterpause vollzogen haben, hat unter dem Strich nicht die erhoffte Wirkung gezeigt." Und inzwischen ist die Personalnot beim Tabellenvierten wieder so groß, dass der Polizist mit seinen 44 Lenzen wieder selbst das Trikot überstreifen muss. Der Kieler Coach ist im Übrigen fest davon überzeugt, dass der SV Hennstedt/Rhen sich gegen den SV Eichede am Wochenende die Meisterschaft holen wird. "Wenn die eine Chance haben, machen sie den Ball rein", so seine jüngste Erfahrung.
Der Husumer Gerrit Müller wird Platz drei wohl nicht mehr erreichen – jedenfalls nicht in der Torjägerliste. Mit 17 Treffern ist er zurzeit Vierter, gleichauf mit seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Torben Carstensen von Flensburg 08. Den zumindest könnte er noch überholen – und dann natürlich jene 20-Tore-Marke erreichen, die er zu Beginn der Saison mal als persönliches Ziel ausgegeben hat. Aber Müller ist leicht angeschlagen und sein Einsatz heute gar nicht einmal sicher.
Und dann ist der FC Kilia auch noch so etwas wie ein Angstgegner für die Stormstädter geworden. Null Zähler, 0:10 Tore – so lautet das dürftige Ergebnis aus den letzten drei Spielen. Das letzte Tor gegen Kilia, das hat Björn Fleige erzielt – per Strafstoß am 9.März 2002.
Husums Coach Volker Schallhorn hat neben Rang drei noch ein weiteres Ziel mit seinem Team im Auge: die Saison mit der besten Abwehr der Liga beenden. Noch müssen die Nordfriesen sich dieses Prädikat mit den führenden Teams aus Eichede und Hennstedt/Rhen (alle 31 Gegentore) teilen. Zu diesem Zweck will der Trainer in Kiel auch wieder von Anfang an einen Libero nominieren. Wer das sein wird, ist allerdings noch nicht klar. Ingo Cornils kommt als Lösung nicht in Frage, weil er, wie auch Lars Hermann, verletzt ist.
27. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP 31.05.06 SC Norddörfer Husumer SV ausgf.

Kreis-Pokalspiel fällt aus: SC Norddörfer verliert kampflos gegen Husumer SV

Husum (jw) – Im Fußball-Kreispokal wird es nicht zum Vergleich zwischen dem Kreisligameister SC Norddörfer und dem Verbandsligisten Husumer SV kommen. Die Partie der 3. Runde, die ursprünglich einmal am 3. Oktober 2005 stattfinden sollte und am Ostersonnabend erneut ausfiel, fällt endgültig ins Wasser, weil es ein Kommunikationsproblem gegeben hat. "Der SC Norddörfer ist raus", sagte gestern Kreis-Spielausschussobmann Dirk Bölter (Breklum), der vor einer Woche das Spiel für heute Abend angesetzt hatte, nachdem er von den Clubs nichts gehört hatte.
Der SC Norddörfer, dessen Spieler zum Teil weit entfernt wohnen, sieht sich jedoch außerstande, heute anzutreten. "Ich bin davon ausgegangen, dass wir im Juli spielen. Daher muss ich mir keine Gedanken machen, ob ich eine Mannschaft zusammenbekomme. Ich sehe es auch noch nicht so, dass wir jetzt ausgeschieden sind", sagte gestern Spielertrainer Ronald Ahrens.
Nach Bölters Darstellung habe Norddörfers Obmann Dirk Ferchen eine E-mail-Information über die Ansetzung nicht beachtet, weil der SCN-Präsident Volker Koppelt mit der Husumer SV eine andere Abmachung getroffen haben soll. Davon ist den HSV-Verantwortlichen und Bölter jedoch nichts bekannt. "Wenn die Vereine selbst einen Termin finden und mir diesen mitteilen, ist ja alles okay. Doch das ist in diesem Fall nicht geschehen", sagt Bölter. Da Husum bereit war, heute zum offiziell angesetzten Termin zu spielen und Norddörfer nicht, fällt die Entscheidung zu Lasten der Insulaner.
Damit lautet das für den kommenden Mittwoch (7. Juni, 19 Uhr) vorgesehene Halbfinale aller Vorraussicht nach Tönninger SV - Husumer SV.
31. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Verwirrung um Norddörfer – Husum

Fußball-Kreispokal: Auf der Insel weiß man nichts vom angesetzten Termin
Husum (usc) – Die Fußball-Saison geht zu Ende, aber da ist ja noch der Kreispokal. Vier Partien (ein Drittrundenspiel, zwei Halbfinals und das Endspiel) stehen noch aus. Zwei Spiele sollten am Mittwoch (19 Uhr stattfinden - doch ob die Partie des Bezirksliga-Aufsteigers SC Norddörfer gegen den Verbandsligisten Husumer SV tatsächlich angepfiffen wird, ist noch unklar.
Dirk Bölter, Spielausschuss-Obmann im Kreisfußballverband Nordfriesland, schickte eine E-Mail mit den Ansetzungen und Terminen an die Redaktion. Im Verteiler tauchen auch die Namen der Vereine Bredstedter TSV, Husumer SV, MTV Leck, SC Norddörfer und Tönninger SV auf. Nur scheint diese Information zumindest auf der Insel nicht angekommen zu sein. Sowohl Dirk Ferchen als auch Spielertrainer Ronald Ahrens reagierten gestern auf Nachfrage äußerst überrascht. "Davon wissen wir nichts", hieß es übereinstimmend. Beide berichteten von einer Absprache mit Husum, nach der die Partie erst im Juli stattfinden soll.
Davon nun weiß man aber in Husum nichts. "Mit mir hat niemand gesprochen", sagte gestern der Klubvorsitzende Rolf von Bartikowski auf Nachfrage. Er geht - ebenso wie Trainer Volker Schallhorn - davon aus, dass die Husumer Delegation sich am Mittwoch nach Sylt auf den Weg macht. Da besteht wohl noch Klärungsbedarf.
Keine Probleme gibt's beim MTV Leck, der im ersten Halbfinale den Bredstedter TSV empfängt. "Wir würden schon gerne wieder ins Finale kommen", sagt Malte Köster, der Spielertrainer des Titelverteidigers. Im Falle eines Sieges freut er sich auf ein zusätzliches Spiel in der Vorbereitung.
30. Mai 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Bredstedter TSV mit neuem Mut

Titelverteidiger MTV Leck (Bezirksliga) sowie die Bezirksoberligisten Bredstedter TSV und Tönninger SV stehen im Halbfinale des Fußball-Pokalwettbewerbs auf Kreisebene.
Husum (zbg/pu) - Drei der vier Teilnehmer am Halbfinale im Fußball-Kreispokal stehen fest, der vierte wird vermutlich erst im Frühjahr 2006 ermittelt - dann stehen sich Kreisliga-Tabellenführer SC Norddörfer Sylt und Verbandsligist Husumer SV gegenüber. In den anderen drei Partien setzten sich die Favoriten durch.
SV Germania Breklum - MTV Leck 1:4 (1:3). Der Favorit aus Leck sorgte gleich zu Beginn des Spiels für klare Verhältnisse. Nach einer guten Viertelstunde war die Begegnung bereits zu Gunsten des Bezirksliga-Spitzenreiters entschieden. Zwei Kopfballtore von Leif Lammertz (6./16.) und ein Treffer von Jan Modrzinski (13.) sorgten für die frühe 3:0-Führung. Danach schaltete der MTV ein paar Gänge zurück und Germania Breklum kam etwas besser ins Spiel. Einen Schuss von Hauke Christiansen ließ der MTV-Schlussmann abprallen, Björn Barkmann verkürzte auf 1:3 (36.). In der zweiten Halbzeit passierte außer dem 1:4 (65.) von Levsen nicht mehr viel.
Bredstedter TSV - SV Enge-Sande 3:2 (2:1). In einem guten und heiß umkämpften Spiel wiederholte der BTSV seinen Erfolg aus der Bezirksoberliga - vor gut zwei Wochen hatten die Bredstedter durch ein Tor von Hauke Mohr 1:0 gewonnen. Mit einem Kopfballtor brachte Marc Brandt die Gastgeber 1:0 (25.) in Führung. Tom Maaß glückte zehn Minuten später der Ausgleich. Aber Ingo Petersen brachte sein Team noch vor der Pause erneut in Front - 2:1 (39.).
Nach dem Seitenwechsel sorgte der eingewechselte Stefan Martensen für neuen Schwung und erzielte das 2:2 (75.). Dafür, dass es keine Verlängerung gab, war Ingo Petersen mit seinem zweiten Treffer verantwortlich. Per "Abstauber" gelang ihm der 3:2-Siegtreffer (81.). "Endlich mal ein Erfolgserlebnis", freute sich Ligaobmann "Pedi" Lorenzen, der hofft, dass dieser Sieg Kräfte für die kommenden zwei Heimspiele in der Bezirksoberliga freisetzt.
TSV RW Niebüll - Tönninger SV 0:3 (0:1). Niebüll war dem Bezirksoberligisten spielerisch durchaus gleichwertig, versagte aber in den entscheidenden Momenten vor dem Tor der Gäste. Allein Stefan Bettin scheiterte drei Mal allein vor dem Kasten. Tönning hingegen nutzte seine Chancen. Ziegert (35.) brachte die Gäste in Führung. Niebüll drängte danach auf den Ausgleich, den Björn Fischer auf dem Fuß hatte. Aber ihm versagten bei einem Strafstoß die Nerven. Nur fünf Minuten später sorgte Hokamp (65.) mit dem 0:2 für die Entscheidung zu Gunsten des Tönninger SV. Niebüll hatte zwar noch einige gute Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Mit dem 0:3 (71.) machte Niels Tolk alles klar.
5. Oktober 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
Fußball

Knüller im Pokal: Norddörfer - Husum

Im Viertelfinale des Kreispokal kommt es zu einem echten Schlagerspiel. Die Auslosung führte den Verbandsligisten Husumer SV und den mit Ex-Profis sowie Ober- und Verbandsligaspielern aufgerüsteten Kreisligisten SC Norddörfer zusammen. „Husum ist klarer Favorit. Aber die Hierarchie muss ja im Pokal nicht immer gültig sein“, meinte SCN-Spielertrainer Ronald Ahrens, der sich über den Zufall wundert, dass die Insulaner wie in den beiden Vorjahren so früh auf Nordfrieslands Spitzenteam treffen: „Schon merkwürdig. Aber wir haben damit gerechnet“, meinte Ahrens, der sich im Heimspiel (voraussichtlich 3. Oktober) aber „eine kleine Chance“ ausrechnet.

27. August 2005 · sh:z-Nordfriesland Sport
25. ST 03.06.06 Flensburg 08 Husumer SV 0:3

Nur wenig Gegenwehr im Nordderby! Husumer SV bestes Auswärtsteam der Verbandsliga!

03.06.2006

Flensburg 08 - Husumer SV

0 : 3 (0:3)


Eine klare Sache wurde das Nachholspiel für die Husumer SV beim alten Nordrivalen aus Flensburg. Beiden Teams fehlten einige Stammkräfte, die Gäste aus Nordfriesland kamen mit diesem Umstand besser zurecht und legten los wie die Feuerwehr. Durch den Blitzstart wurde sofort jeglicher Widerstand der Fördestädter im Keim erstickt, nach sieben Minuten stand es bereits 0:2. Die Stormstädter spielten abgeklärter und kamen durch einfache Ballpassagen immer wieder locker durch die Flensburger Abwehrreihe. Auch ohne den etatmäßigen Sturm wirkten die Schützlinge vom scheidenden Trainer Schallhorn viel effektiver als die Gastgeber, denen in Strafraumnähe einfach nichts einfiel.

»Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg meiner Mannschaft«, meinte ein zufriedener SV-Trainer Volker Schallhorn nach der Begegnung. »Trotz der vielen Ausfälle haben wir eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt, die Spieler aus der Zweiten haben sich gut eingefügt.«

Bereits der erste Angriff der Gäste war von Erfolg gekrönt, Mario Albertsen zirkelte einen Freistoß mustergültig auf den Kopf von Udo Matthiesen. Aus acht Metern ließ dieser Torhüter Niels Behrendsen nicht den Hauch einer Chance. Und weiter ging es munter auf das Tor der Hausherren, bereits nach sieben Minuten überwand Sebastian Saeltz Keeper Behrendsen zum 0:2. Vorausgegangen war ein erneuter Freistoß von Mario Albertsen. Immer wieder gelang es den Husumern, sich gekonnt in Szene zu setzen, Flensburg fand in der ersten Halbzeit praktisch nicht statt. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste die endgültige Entscheidung noch vor dem Pausenpfiff vom umsichtigen Schiedsrichter Yilmaz erzwangen. Sebastian Saeltz drang in der 41. Spielminute vehement in den 08-Strafraum ein, wurde aber von Jan-Paul Schulke unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mario Albertsen sehr sicher. Die einzig nennenswerte Aktion der Flensburger vereitelte Torhüter Teubler (16.), einen 16-Meter-Schuss von Benjamin Seebauer parierte er problemlos.

Nach dem Wechsel kam 08 - auch bedingt durch die Auswechselungen - besser ins Spiel. Doch die Husumer ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, waren beweglicher und im Angriff stets gefährlich. Man hatte nie das Gefühl, dass die Flensburger noch ein Tor erzielen könnten. Nur in der 85. Minute köpfte Tommy Petersen das Leder nach einer Ecke an die Latte des Husumer Tores, einfach zu wenig, um das Spiel noch zu drehen. Wenn man bedenkt, dass die HSV ab der 70. Spielminute nur noch mit 10 Spielern auf dem Feld war - Erion Alla schied verletzt aus - spricht das schon Bände! Die Nordfriesen hatten ihrerseits noch einige große Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen, aber Christian Herpel mit einem 25-Meter-Schuss (75.), René Marohn frei vor dem Tor (77.) und Michael Petersen aus 14 Metern (82.) vergaben äußerst knapp.

Fazit: Ein völlig verdienter Spielausgang in einem emotionslosen Nodderby - zu eindeutig waren die Kräfte diesmal verteilt. Mit diesem Sieg wurden die Husumer beste Auswärtsmannschaft der Saison 2005/06, immerhin ein Achtungserfolg. Eine tolle Partie lieferte in seinem letzten Ligaspiel Kapitän Mario Albertsen ab, der an allen drei Toren beteiligt war!
Tore: 0:1 Matthiesen (2.), 0:2 Saeltz (7.), 0:3 Albertsen (FE/41.)
Beste Spieler: -  / Schulte, Albertsen  
Ecken: 10 : 3
Chancen: 2 : 9
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Yilmaz (Ellerbek)
Karten: Becken (27.), Canal (38.), Seebauer (40.), Schulke (41.) / Marohn (84.) - alle gelb
Aufstellung:

Behrendsen - Schulke (46. Schukat), Becken - Meyer-Jörgensen, Wulf, Canal, Ben-Djebbi (46. Andresen), Seebauer (46. Kiehl), Grossmann, T. Petersen - N. Petersen.

Teubler - Schyma, Schulte - Voß, Saeltz, Alim (46. Hermann), Albertsen (67. Marohn), Alla, Petersen - Wolski (46. C. Herpel), Matthiesen.

  Hi 03.06.2006

Klare Sache im Derby: Husum siegt 3:0 bei 08

Die Spielvereinigung aus Husum bleibt der Angstgegner von Fußball-Verbandsligist Flensburg 08. Das letzte Saisonspiel endete wie die drei Punktspiele zuvor mit einer Niederlage gegen die Stormstädter. Vor 150 Zuschauern im Stadion gewannen die Nordfriesen 3:0 (3:0).
Ausgetrickst: Michael Petersen (re.) gewinnt den Zweikampf gegen den Flensburger "Malle" Djebbi.
Es ist vollbracht! Die Spielzeit 2005/06 in der Fußball-Verbandsliga ist Geschichte. Die Klasse verlassen die SV Henstedt-Rhen (Oberliga-Aufsteiger) sowie die Absteiger Itzehoer SV, TSV Plön, NTSV Strand 08 und TSB Flensburg. Der VfR Neumünster II hatte schon vor Saisonbeginn zurückgezogen. Neu dabei sind die Oberliga-Absteiger FT Eider Büdelsdorf und TSV Kropp sowie die vier Bezirksoberliga-Meister FC Sörup-Sterup (Nord), FC Dornbreite Lübeck (Süd), TSV Altenholz (Ost) und TSV Heiligenstedten (West). Bester Klub aus dem Nordbezirk ist die Husumer SV auf Tabellenplatz vier, Flensburg 08 nimmt den sechsten Rang ein. Der TSB Flensburg muss nach einer Spielzeit als Letzter zurück in die Bezirksoberliga.
Flensburg (Andreas Haumann) – Beiden Teams fehlten wichtige Akteure. Damit kamen aber die Husumer deutlich besser klar. Sie gewannen völlig verdient und beenden die Spielzeit 2005/06 auf dem vierten Tabellenplatz.
Die Gastgeber präsentierten sich phasenweise in einer spielerisch desolaten Verfassung. Auch 08-Trainer Bodo Schmidt war mit dem Spiel seiner Elf nicht glücklich. "Die erste Halbzeit war ganz bitter", konstatierte der Coach. "Schade, dass wir unsere guten Auswärtsleistungen zu selten in einem Heimspiel zeigen." Das Prestigeduell hatte jedenfalls einen "verdienten Sieger" (Schmidt).
Seine Kritik blieb allerdings moderat. Denn dafür hatte sein junges Team in der Endabrechnung (sechster Platz) einfach zu gut abgeschnitten. Husums scheidender Trainer Volker Schallhorn zeigte sich "zufrieden". "Wir haben uns heute als Team präsentiert." Die "konsequente Defensivarbeit" und "das Glück, die ersten Torchancen gleich zu verwerten", waren für ihn die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Udo Matthiesen (li., hier im Duell mit Tommy Perdersen) köpfte das 1:0 für Husum. Foto: Iwersen
Denn schon nach sieben Spielminuten war eine Vorentscheidung gefallen. Das frühe 1:0 (2.) für die Gäste gelang Udo Matthiesen per Kopfball nach einem Freistoß von Mario Albertsen. Matthiesen bestritt ebenso wie Timo Wolski sein erstes Verbandsliga-Spiel in dieser Saison. Ein Zuspiel von Michael Petersen in den Strafraum nutzte dann Sebastian Saeltz zur 2:0-Führung (7.). Zwei Bälle aufs Tor, zwei Treffer! 08-Keeper Niels Behrensen schaute ziemlich ratlos aus der Wäsche. Mit dem Weckruf "Mehr Willen" versuchte er seine Vorderleute gedanklich wieder auf Trab zu bringen. Denn die beiden Treffer waren durchaus vermeidbar. Die Chance zum Anschlusstreffer verpasste Benjamin Seebauer. Nach gelungenem Doppelpass mit Nils Petersen schloss er einen Konter mit einem Schuss direkt auf HSV- Torhüter Andre Teubler ab (16.).
Viel mehr ließ Husums neu formierte Abwehr aber auch nicht zu. Dennis Schulte zeigte sich als umsichtiger Ersatz für den verletzten Stammlibero Ingo Cornils und auch die übrigen Abwehrspieler hatten mit den Angriffsbemühungen von 08 keine Probleme. Nils Petersen als einzige Spitze war anfänglich auch zu sehr auf sich allein gestellt.
Das 0:3 (42.) erzielte dann Albertsen per Elfmeter, nachdem Jan-Paul Schulke Saeltz im Strafraum regelwidrig gebremst hatte. Auf der Gegenseite entschärfte Teubler einen Kopfball von Pierre Becken (45.).
Die zweite Hälfte ist dann schnell erzählt. 08 zeigte sich bemühter und spielte mit neuen Kräften offensiver, richtig zu überzeugen wussten die Gastgeber dennoch nicht. Kampf und Krampf blieben kennzeichnend für das Flensburger Spiel. Damit war Husum nicht in Verlegenheit zu bringen. Den möglichen Ehrentreffer verhinderte in der 85. Minute die Querlatte bei einem Kopfball des eingewechselten Jan Christian Kiehl. Die Gäste hätten bei Chancen von Christian Herpel (75.) und Michael Petersen (81.) den Vorsprung noch ausbauen können.
6. Juni 2006 · Flensburger Tageblatt

Der Kapitän geht von Bord: Mario Albertsen sagt morgen tschüss

Mario Albertsen wünscht sich einen Sieg zum Abschied.
Husum (ree) – Nur theoretischer Natur sind die Chancen der Husumer SV, zum Saisonfinale in der Fußball-Verbandsliga noch den dritten Platz zu erlangen. Notwendig wäre dafür am Sonnabend (15 Uhr) nicht nur ein Sieg der Stormstädter (58 Punkte) bei Flensburg 08, sondern gleichzeitig eine Niederlage von Kilia Kiel (61) bei TuRa Meldorf. Es ist aber kaum zu erwarten, dass die Drews-Schützlinge sich in Dithmarschen die Butter vom Brot nehmen lassen. Ähnlich denkt auch Mario Albertsen, der Kapitän der Husumer. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass da noch was zu unseren Gunsten passiert", sagt er. Albertsen (zurück zu BW Löwenstedt) gehört neben Ilhan Alim (Ziel unbekannt) und René Marohn (hört aus gesundheitlichen Gründen auf) zu den drei Spielern, die aus dem Liga-Kader der SV ausscheiden. Morgen streift er also zum letzten Mal in einem Pflichtspiel das Trikot der Husumer SV über. Klar, dass er sich zu diesem Anlass einen Sieg wünscht - wie im Vorjahr, als man 08 an der Förde sensationell hoch mit 5:1 bezwang und Mario Albertsen zwei Mal erfolgreich war. "Einmal per Kopf und dann per Elfmeter", erinnert sich der Schütze noch genau. Noch mehr als eigene Tore wünscht sich der Mittelfeldspieler aber "ein Fußballspiel wie zuletzt bei Kilia", das nach seiner Auffassung eines der besten dieser Saison war. Albertsens Gesamtbilanz nach drei Jahren Husum fällt positiv aus. "Ich bin froh, dass ich den Schritt damals gewagt habe",sagt er. "Es war eine tolle Zeit. Aber jetzt gibt es andere Prioritäten." Andere Prioritäten, das heißt Familie, Hausbau in Viöl und ein bisschen Fußball bei Blauweiß Löwenstedt. Um die Favoritenrolle am Sonnabend bei 08 kommen die Stormstädter wohl kaum herum. Nicht nur die augenblickliche Platzierung, auch die Bilanz der letzten Zeit spricht deutlich für die Nordfriesen. Im Herbst des Jahres 2003 war es das letzte Mal, dass 08 als Sieger vom Platz gehen konnte, damals mit 2:1 vor eigenem Publikum.
2. Juni 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Bodos "Buben" wollen Trauma beenden

Letzter Spieltag in der Fußball-Verbandsliga: Für Flensburg 08 und die Husumer SV geht es dabei am Sonnabend (15 Uhr, Stadion) lediglich noch ums Prestige. Dennoch haben sich die Gastgeber einiges vorgenommen. Die Negativserei gegen die Nordfriesen soll nach drei Niederlagen beendet werden.
Nils Großmann (links) und Flensburg 08 wollen gegen Husum endlich wieder gewinnen.
Flensburg (Amdreas Haumann) – Die wichtigen Entscheidungen in der Fußball-Verbandsliga Schleswig-Holstein sind bereits gefallen. Der Meister steht seit dem vergangenen Wochenende mit dem SV Henstedt-Rhen fest und auch die vier Absteiger, die neben der zurückgezogenen zweiten Mannschaft des VfR Neumünster den Gang in die Bezirksoberligen antreten müssen. Die Nachwirkungen des langen Winters haben aber dazu geführt, dass zum Saisonausklang an diesem Wochenende noch fünf Nachholspielpaarungen anstehen – darunter das Nordderby Flensburg 08 gegen die Husumer SV (Stadion: Sonnabend, Anpfiff 15 Uhr).
Die junge Flensburger Truppe hat sich in der abgelaufenen Saison beachtlich geschlagen. Ungeachtet des Spielausgangs ist der sechste Tabellenplatz in der Endabrechnung nicht mehr zu nehmen. Die Husumer dagegen sind nach dem knappen Scheitern im Vorjahr auch in dieser Saison trotz großer Erwartungen nicht einmal in Titelnähe gekommen. Der vierte , vielleicht noch der dritte Tabellenrang (sofern Kilia Kiel in Meldorf verliert) in der Schlusstabelle können nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Nordfriesen insgeheim mehr ausgerechnet haben.
Im letzten Saisonspiel geht es deshalb nur noch ums Prestige. Aber was heißt "nur noch"? Wer die Begegnungen der vergangenen Jahre aufmerksam verfolgt hat, weiß um die Rivalität beider Mannschaften. Und zuletzt hatten die Husumer drei Mal in Folge das bessere Ende für sich. Ein kleines Trauma der Flensburger sozusagen. Beim letzten Auftritt in Flensburg führten die Nordfriesen die 08er sogar mit 5:1 vor. Das Hinspiel in der jetzt auslaufenden Serie gewannen die Stormstädter mit 2:0. So gesehen werden die Gastgeber versuchen, diese Partie als Art Vergangenheitsbewältigung zu nutzen. Die Niederlagenserie soll gestoppt werden.
Eine Aufgabe, die allerdings von der Ersatz geschwächten Flensburger Truppe um Spielertrainer Bodo Schmidt viel abverlangen wird. Nils Großmann (22) ist einer von Bodos "Buben". Der Lehramtsstudent im vierten Semester, dessen eines Studienfach "Sport" neben dem Fußball "keine Zeit für weitere Hobbys" lässt, erinnert sich nur ungern an das Hinspiel. Zu einseitig war dieser Vergleich. "Nach vorne brachten wir fast nichts zustande und verloren am Ende völlig verdient mit 0:2", so Flensburgs Mittelfeldakteur. Vor allem die Defensivabteilung der Husumer mit Libero Cornils und den Manndeckern Schyma und Rettkowski hinterließ bei Großmann einen starken Eindruck. Und gegen diese starke Abwehrreihe müssen die Gastgeber eine Offensive ins Feld schicken, die durch die Ausfälle von Torben Carstensen und Christian Jürgensen doch arg gebeutelt ist. "Wir haben aber schon gegen Moisling gesehen, dass wir auch mit dem neuformierten Angriff bestehen können", gibt sich Großmann betont optimistisch. "Wichtig wird sein, dass wir möglichst lange keinen Gegentreffer erhalten." Das Publikum dürfte zumindest auch auf seine Kosten kommen. "Husum stellt sich nicht hinten rein. Das kommt auch unserer Spielweise entgegen" (Großmann). Man darf gespannt sein, wer bei diesem Prestige trächtigen Saisonfinale am Ende die Nase vorne behält.
2. Juni 2006 · Flensburger Tageblatt
KP 07.06.06 Tönninger SV Husumer SV 0:3
Nachrichten

Husum im Finale: 3:0 in Tönning

Tönning (noh) – In der zweiten Halbfinal-Partie um den Fußball-Kreispokal gab es den erwarteten Sieg der Husumer SV beim Tönninger SV. Der Tabellen-Vierte der abgelaufenen Verbandsligasaison setzte sich mit 3:0 (2:0) beim Bezirksoberliga-Absteiger durch. Die Stormstädter schnürten die Eiderstedter von Beginn an ein und kamen zwangsläufig zu Möglichkeiten. Der A-Jugendliche Michael Berger nutzte eine zur Führung nach einer Flanke von Herpel (17.). Die Hausherren bemühten sich nach Kräften und hatten durch Jörg Ziegert und Stefan Warnsholdt ebenfalls Möglichkeiten. Udo Matthiesen sorgte nach einer knappen halben Stunde mit dem 0:2 schon für eine Art Vorentscheidung. Im zweiten Abschnitt schlugen sich die Eiderstedter weiterhin sehr ordentlich. Lediglich Dennis Schulte traf noch zum letztlich verdienten 3:0 für die Stormstädter (70.). Alle drei Tore wurden mit dem Kopf erzielt.
9. Juni 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Nachrichten

Fußball-Kreispokal: Tönninger SV heute gegen Husumer SV

Tönning (sh:z) – Pokalfieber beim Tönninger SV: Heute (19 Uhr) kommt die Husumer SV zum Halbfinale im Kreispokal nach Eiderstedt. Von der Papierform eine klare Sache für die Gäste: Die Husumer haben am Wochenende die Saison in der Fußball-Verbandsliga mit dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen. Die Tönninger hingegen sind aus der Bezirksoberliga abgestiegen. "Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen", könnte demnach das Motto bei den Gastgebern lauten. Der Sieger der Partie trifft am 26. Juli im Finale auf den MTV Leck, der letzte Woche den Bredstedter TSV mit einem 4:2 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb warf.
7. Juni 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Team 08.06.06 Planung 2006/07    
Ballgeflüster
Planung: Morgen starten die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV zu ihrer Saison-Abschlussfahrt nach Mallorca. Der neue Coach Guido Gehrke hat den Trainingsplan für die Spielzeit 2006/07 bereits fertig: Am Sonntag, 9. Juli (der Tag des WM-Endspiels), steht die erste Trainingseinheit im Friesenstadion auf dem Programm. In der Vorbereitung gibt es unter anderem Spiele gegen Altona 93, den VfR Neumünster und den MTV Leck. Nicht mehr dabei sein werden dann Mario Albertsen (geht zu Blau-Weiß Löwenstedt) und Ilhan Alim (Ziel unbekannt). Nils Langwadt (Schleswig 06) und Marcel Otto (Germania Breklum) stoßen zu den Stormstädtern, Marek Hansen (SV Frisia 03) steht auf der Liste. "Dazu kommen drei A-Jugendliche", sagt Gehrke. Einer von ihnen ist Michael Berger. Auch einige Spieler aus der zweiten Mannschaft sollen die Vorbereitung mitmachen - nach vier Wochen will Gehrke den Kader dann von 24 auf 18 Spieler reduzieren.
8. Juni 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP 26.06.06 MTV Leck Husumer SV 4:6

Nachrichten

TSB gewinnt Finale um Kreispokal – Husum im Glück

Leck (pu) – Den Fußball-Bezirkspokalsieger ermitteln in diesem Jahr der TSB Flensburg, der TSV Kropp und die Husumer SV. Der TSB besiegte gestern Abend den Außenseiter SV Harrislee Türkgücü klar mit 5:0 und gewann somit den Kreispokal in Flensburg.
Wesentlich spannender war das Endspiel in Nordfriesland, in dem beinahe der MTV Leck sein Husarenstück des vergangenen Jahres wiederholt hätte. Bis zur 90. Minute führte der Aufsteiger zur Bezirksoberliga mit 2:1 (2:0) in Unterzahl gegen den Favoriten Husumer SV. Nur Sekunden fehlten zum erneuten Finalsieg gegen den Verbandsligisten, als Schiedsrichter Albert Ketelsen einen zweifelhaften Elfmeter für Husum verhängte. Gerrit Müller verwandelte sicher zum 2:2. Nachdem dieser fragwürdige Strafstoß Husum erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen brachte, erwies sich der zuvor bei den beiden Gegentreffern eher schwache HSV-Torhüter André Teubler als Matchwinner. Er hielt die Schüsse von Marc Modrzinski und Ove Manteufel. Spielertrainer Guido Gehrke verwandelte seinen Elfmeter sicher zum 6:4.
28. Juli 2006 · Flensburger Tageblatt

NF-Kreispokal-Finale: Sensation lag in der Luft!

26.07.06

MTV Leck - Husumer SV

2 : 2 / 4 : 6 nE


Genau wie im letzten Jahr stand Leck vor der großen Pokalsensation, denn nur Sekunden fehlten dem MTV zum neuerlichen Pokalgewinn in einem packenden und jederzeit spannenden Kreispokal-Finale. Dann rettete Gerrit Müller sein Team mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter in die Verlängerung - und letztlich siegte die Husumer SV sicher im Elfmeterschießen. Trainer Guido Gehrke, der sich selbst noch einwechselte, entschied dieses Finale mit seinem Elfmeter zum 4:6 höchstpersönlich. Damit spielen die Husumer den Bezirkspokal gegen den TSB Flensburg (5.8.) und beim TSV Kropp (8.8.) aus.

»Ich denke, wir hatten im Elfmeterschießen das Glück des Tüchtigen. Über die Leistung in der Verlängerung muss man allerdings noch reden. Respekt an die Lecker Spieler, sie haben schön Gas gegeben und uns heute alles abgefordert«, resümierte HSV-Spielertrainer Guido Gehrke. Malte Köster vom heimischen MTV war schon etwas enttäuscht: »Es tut weh, denn meine Jungs haben sich den Hintern aufgerissen und wurden dafür nicht belohnt. Aber man hat deutlich gesehen, in der Mannschaft steckt Potential.«

Die Begegnung schien fast eine Kopie des letztjährigen Finales: Die Stormstädter wirkten optisch überlegen, fanden aber keine Mittel gegen die defensiv ausgerichteten Gastgeber. Der MTV versuchte es mit Konterfußball, wirkte zunächst effektiver als der klassenhöhere Gast. Nach einem langen Pass von Alexander Heider konnte Christoph Bossen (10.) das Leder zum umjubelten 1:0 an Teubler vorbei ins Tor bringen. Beim HSV blitzte Gefährlichkeit meistens nur bei einigen Freistoßchancen auf. Björn Fleige hatte Pech, sein Schuss traf nur den Pfosten (28.). MTV-Torhüter Frank Schaarschmidt vereitelte eine weitere Möglichkeit von Michael Petersen (30.) mit den Fingerspitzen zur Ecke. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit zu sein, doch Bossen erhöhte nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus 14 Metern zum 2:0 (35.). Mit wütenden Angriffen versuchten die Husumer, noch vor der Pause den Anschlusstreffer zu erzielen, aber die Hausherren retteten sich mit viel Einsatz und etwas Glück in die Pause.

Konzentriert kam die SV aus der Kabine, Gerrit Müller gelang schon in der 49. Spielminute nach herrlichem Pass von Lars Hermann der Anschlusstreffer. Husum schnürte den Gastgeber jetzt förmlich in der eigenen Hälfte ein, Entlastungsangriffe gab es kaum noch. Nur mit viel Einsatz und vielen Fouls retteten sich die Lecker über die Zeit. Der Ausgleich lag in der Luft, doch Torhüter Schaarschmidt vereitelte einige gute Möglichkeiten der Husumer. Einen Kopfball von Björn Fleige (72.) parierte er ebenso grandios wie einen fulminanten Schuss von Gerrit Müller (82.).

Als dann noch Alexander Heider (84.) die gelb-rote Karte sah, waren die Husumer nominell im Vorteil. Mit Mann und Maus verteidigten die Hausherren den Vorsprung, doch als Marcel Otto (91.) den Weg in den Strafraum suchte und gefoult wurde, zeigte Schiedsrichter Ketelsen auf den Punkt. Gerrit Müller verwandelte sicher zum 2:2, und beide Mannschaften mussten in die Verlängerung. Leck verteidigte bravourös in Unterzahl, zwingenden Chancen waren Mangelware.

Jetzt musste also das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Nachdem Marc Modrzinski bereits beim ersten Strafstoß an André Teubler gescheitert war, verschoss auch Ove Manteufel. Das Finale entschied, wie gesagt, Guido Gehrke mit dem Treffer zum 4:6. Die Husumer SV feierte ihren Elfmeterhelden Torhüter Teubler und bekam aus den Händen von Kreisspielwart Dirk Bölter und KFV-Vorsitzenden Hans-Jürgen Fröhlich den Pokal überreicht.

Tore: 1:0 Bossen (10.), 2:0 Bossen (35.), 2:1 Müller (49.), 2:2 Müller (91./Elfmeter)
Elfmeterschießen: 2:3 Müller, 3:3 Laas, 3:4 Saeltz, 4:4 Bossen, 4:5 Langwadt, 4:6 Gehrke 
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Ketelsen (Drelsdorf)
Aufstellung:

Schaarschmidt – Alexander Heider – Alexander Blumenstein, El-Ammar, Brydda – Lamertz (65. Laas), Jan Modrzinski, Vollmer (14. Marc Modrzinski), Brodersen (70. Manteufel) – Grünberg, Bossen.

Teubler – Cornils, Rettkowski, Saeltz, Langwadt – Hermann, Berger (46. Otto), Petersen - Müller, Fleige, Strüning (67. Gehrke).

Sport zum Sonntag Betrug und Skandale

Nicht nur für die Leckerinnen und Lecker grenzte es an Betrug, was sich am Mittwoch beim nordfriesischen Pokalendspiel zwischen dem MTV und dem Favoriten Husumer SV ereignete. Der Außenseiter führte 2:0, dann spielte ein Herr Ketelsen aus dem benachbarten Drelsdorf bei den Husumern mit. Erst übersah der Schiri – ein Unparteiischer war es nicht – eine rote Karte für einen rabiaten Husumer, dann schenkte er den Gästen einen Elfmeter, schickte einen Lecker zum Duschen. Geschoben wird nicht nur in Italien. JÜRGEN MUHL
29. Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
 
Zu Sport zum Sonntag: "Betrug und Skandale", Ausgabe vom 29. Juli
Im Abseits
Diese Art Kommentar eines Sportredakteurs muss ich im Namen des Vorstandes des Bezirks II im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband energisch zurückweisen. Weder Herr Muhl noch der Bezirksvorsitzende waren beim Pokalspiel MTV Leck – Husumer SV anwesend, und weder er noch ich können über die Schiedsrichterleistung ein Urteil fällen. In Ermangelung der Sichtweise aus 120 Minuten Spielgeschehen ein so gravierendes Urteil über einen Schiedsrichter zu fällen und, unter Nennung von Namen und Wohnort, auf diese Art zu kommentieren, grenzt schon an Rufmord. Herr Muhl unterstellt dem Schiedsrichter, ohne Kenntnis der Gesamtleistung, das Spiel zu Gunsten der Husumer SV "verschoben" und den MTV Leck betrogen zu haben. Selbst unter dem Gesichtspunkt der Pressefreiheit geht so etwas zu weit und ist nicht zu entschuldigen. Herr Muhl hat sich mit diesem Kommentar ins Abseits gestellt und sollte seine Meinung über Schiedsrichterleistungen nur veröffentlichen, wenn er sie "live" erlebt hat.
VOLKER SCHLEHAHN;
Vorsitzender Bezirk II
(Anmerkung der Redaktion: Selbstverständlich hat unsere Redaktion das Spielgeschehen vor Ort verfolgt.)
Bravo!
Zum Kommentar von Jürgen Muhl möchte ich gerne meine Meinung sagen: Im Zusammenhang mit Fußballspielen machen Spieler sehr viele Fehler, Funktionäre viele und Schiedsrichter einige (obwohl diese das immer bestreiten). Nun hatte endlich einmal ein Journalist den Mut, spielentscheidende Fehler eines Spielleiters beim Namen zu nennen. Bravo Herr Muhl, denn die Fehler vom so genannten Schiri Ketelsen im Spiel MTV Leck – Husumer SV machen es einem unbeteiligten Zuschauer sehr schwer, hier an Irrtümer zu glauben, zumal ich Herrn Ketelsen mehrfach bei Spielleitungen erlebt habe.
HELMUT SCHUMANN;
Flensburg
Schiebung?
Alle Achtung, ist das ein Vergleich: Betrug im höchstbezahlten Fußball in Italien einerseits und Schieberei im nordfriesischen Pokalspiel zwischen dem MTV Leck (Bezirksoberliga) und der Husumer SV (Verbandsliga) andererseits. So jedenfalls die Meinung eines – objektiven – Sportjournalisten. Für die Husumer Mannschaft, ihre Führung und ihren Anhang ist dies schlicht beleidigend. Ihre Mannschaft hat gespielt und gekämpft bis zum Schluss. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn dann ein Sieg herauskam, war das erfreulich. Mit Schiebung hat dies überhaupt nichts zu tun. Wer etwas anderes behauptet, disqualifiziert sich selbst, verdeutlicht allenfalls eine einseitige Parteinahme und tut damit genau das, wofür er andere an den Pranger stellt.
Umso weniger sollten sich die Husumer von derart abwertenden Meinungsäußerungen beirren lassen, in ihrer Freude über den Pokalsieg schon gar nicht. In der Sache selbst wäre es mit einer sachlichen Kritik an der Schiedsrichterleistung getan gewesen.
KLAUS-H. DECKMANN;
Husum
Umsichtig
Wie Jürgen Muhl einen Schiedsrichter aus Nordfriesland mit gedopten Fahrern auf dem Rennrad und korrupten Richtern in Italien in Zusammenhang mit Betrug und Skandalen in der großen und kleinen Welt des Sports in einem Atem-(Schrift)zug nennen kann, mag sein Geheimnis bleiben. Jedenfalls kann er das Pokalendspiel in Leck nicht gesehen haben.
Das Spiel zwischen dem MTV Leck und dem Favoriten Husumer SV wurde durch den Unparteiischen Ketelsen umsichtig, mit großem Können und Erfahrung und dem notwendigen Fingerspitzengefühl geleitet. Gerade unparteiische Beobachter, zu denen ich mich auch zähle, konnten vielmehr die verbalen Attacken des Lecker Trainers gegen den Schiedsrichter (die auch nach dem Verweis vom Sportgelände unvermindert anhielten: O-Ton "Ketelsen, Du Penner") nur schwer nachvollziehen und schon gar nicht ertragen.
Es gab bei objektiver Betrachtung keine zweifelhaften Entscheidungen und schon gar nicht ein Geschiebe wie in Italien.
Ich für meinen Teil habe ein spannendes und packendes Pokalendspiel gesehen mit allem, was der Fußball zu bieten hat: Mit einem glücklichen Favoriten und einen kampfstarken Verlierer, der das Spiel bei besserem taktischen Verhalten auch für sich hätte entscheiden können. Aber dazu gehört auch ein besonnener, kluger Trainer auf die Bank und nicht laut schreiend irgendwo auf dem Sportgelände.
HANS-J. FRÖHLICH;
Breklum
3. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nur Sekunden fehlten Leck zum neuen Coup

Packendes Finale um den Fußball-Kreispokal: Erst im Elfmeterschießen hat die Husumer SV den Außenseiter MTV Leck mit 6:4 bezwungen. Nur ein umstrittener Strafstoß rettete den Verbandsligisten in die Verlängerung.
Die Miene von Gerrit Müller (M.) verrät es: Wieder eine Chancen vertan. Später rettete der Torjäger die Gäste aber in die Verlängerung. Foto: Wrege
Leck (pu) – Beinahe hätte der MTV Leck sein Husarenstück des vergangenen Jahres im Fußball-Kreispokalfinale 2006 wiederholt. Bis zur 90. Minute führte der Aufsteiger zur Bezirksoberliga mit 2:1 (2:0) in Unterzahl gegen den Favoriten Husumer SV. Nur Sekunden fehlten zum erneuten Finalsieg gegen den Verbandsligisten, als Schiedsrichter Albert Ketelsen nach einem Laufduell von Christoph Bossen und Marcel Otto auf Elfmeter entschied, nachdem sich Otto hatte fallen lassen – so jedenfalls wertete ein Großteil der Beobachter die Situation. Gerrit Müller verwandelte sicher zum 2:2.
Nachdem dieser fragwürdige Strafstoß Husum erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen brachte, erwies sich der zuvor bei den beiden Gegentreffern eher schwache HSV-Torhüter André Teubler als Matchwinner. Er hielt die Schüsse von Marc Modrzinski und Ove Manteufel. Spielertrainer Guido Gehrke verwandelte seinen Elfmeter sicher zum 6:4.
Husum feiert den Helden des Abends, Tohrüter Teubler (ganz links).
Husum sicherte sich damit wieder einmal den Kreispokal und spielt nun im Bezirkspokal gegen den TSV Kropp und den Sieger aus TSB Flensburg – SV Harrislee Türkgücü.
"Ich denke, wir hatten im Elfmeterschießen das Glück des Tüchtigen. Über die Leistung in der Verlängerung muss man allerdings noch reden. Respekt an die Lecker Spieler, sie haben schön Gas gegeben und uns heute alles abgefordert", sagte HSV-Spielertrainer Guido Gehrke. Beim Kollegen Malte Köster hingegen überwog zunächst die Enttäuschung über das knappe Scheitern. "Es tut weh, denn meine Jungs haben sich den Hintern aufgerissen und wurden dafür nicht belohnt. Ein Knackpunkt war die nur gelbe Karte nach der Notbremse", ärgerte sich der MTV-Coach über die einseitigen Schiedsrichterentscheidungen gegen sein Team. "Aber man hat deutlich gesehen, in der Mannschaft steckt Potential. Es bringt Spaß, sie zu coachen", fand Köster schnell seine Lockerheit wieder.
Kreispokalsieger 2006: Die Husumer SV nach einer geglückten Revanche.
Die Partie war zunächst fast eine Kopie des letztjährigen Finales. Husum blieb trotz spielerischer Überlegenheit über weite Strecken vieles schuldig und tat sich sehr schwer gegen die defensiv ausgerichteten Gastgeber. Leck hingegen suchte seine Konterchancen und spielte im ersten Durchgang sehr effektiv.
Nach einem langen Pass von Alexander Heider spitzelte Christoph Bossen (10.) den Ball zum 1:0 an Teubler vorbei ins Tor, obwohl er sich die Kugel eigentlich zu weit vorgelegt hatte. Husum versuchte Druck aufzubauen, und war mit einigen Freistößen gefährlich. Bei der besten Chance der Gäste traf Björn Fleige (28.) nur den Pfosten. Kurz darauf lenkte MTV-Torhüter Frank Schaarschmidt einen Schuss von Michael Petersen (30.) mit den Fingerspitzen zur Ecke. Der Ausgleich lag in der Luft, doch dann traf Bossen (34.) nach einer zu kurz abgewehrten Ecke aus 14 Metern zum 2:0.
Wenig später hätte bereits eine Vorentscheidung fallen können. Nachdem Sascha Rettkowski (36.) als letzter Mann in der Viererkette Maik Brodersen umriss, sah der Husumer trotz der Notbremse nur die gelbe Karte. Husum drängte nun immer heftiger auf den Anschlusstreffer, aber Leck rettete mit viel Einsatz und etwas Glück das 2:0 in die Pause.
Danach verlor der MTV zusehends seine Linie und die Chancen der Gäste wurden immer zwingender. Nach gutem Zuspiel von Lars Herrmann traf Gerrit Müller (49.) zum 2:1. Husum schnürte Leck jetzt förmlich ein, Entlastungsangriffe fanden kaum noch statt. Die Partie wurde härter. Nur mit viel Einsatz und vielen Fouls retteten sich die Gastgeber über die Zeit. Der Ausgleich lag in der Luft. Einen Kopfball von Fleige (71.) parierte Schaarschmidt ebenso grandios wie einen Schuss von Müller (83.). Als dann noch Alexander Heider (84.) die Gelb-rote Karte sah, war Husum klar im Vorteil.
Aber Leck verteidigte mit letztem Einsatz die knappe Führung und sah schon wie der Sieger aus, als Otto (91.) den Weg in den Strafraum suchte und sich dort spektakulär fallen ließ. Schiedsrichter Ketelsen schien nur darauf gewartet zu haben. Müller (91.) verwandelte sicher zum 2:2 und beide Mannschaften mussten in die Verlängerung.
Hier sprach nun alles für den Verbandsligisten, denn die MTV-Spieler waren völlig fertig, verteidigten aber weiter bravourös in Unterzahl. Aber auch Husum schien mit den Kräften am Ende und erspielte sich kaum zwingende Chancen. So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Nachdem Marc Modrzinski bereits beim ersten Strafstoß an André Teubler scheiterte und später auch Ove Manteufel verschoss, war das Finale entschieden. Die Husumer SV feierte ihren Matchwinner Teubler und bekam aus den Händen von Kreisspielwart Dirk Bölter und KFV-Vorsitzenden Hans-Jürgen Fröhlich den Pokal überreicht. "Es ist kein Problem für uns, so ein Spiel im Elfmeterschießen zu verlieren", überwog bei Malte Köster die Freude über die gute Vorstellung seiner Spieler.
 

Gelingt MTV Leck wieder die Überraschung?

Im Kreispokal-Finale heute gegen Husumer SV
Leck (pu) – Das Finale des Fußball-Kreispokals heute Abend (19 Uhr) auf dem B-Platz hinter dem Stadion in Leck ist die Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Der neue Bezirksligameister und Aufsteiger zur Bezirksoberliga, MTV Leck, trifft hier erneut auf die Husumer Sportvereinigung. Nach dem sensationellen 2:0-Sieg des damaligen Kreisligameisters gegen die höherklassigen Gäste aus der Verbandsliga werden sich die Stormstädter in diesem Jahr die Revanche auf ihre Fahnen geschrieben haben.
"Husum ist gewarnt und wird uns wohl nicht noch einmal unterschätzen. Für Husum sind der Sieg im Kreispokal und die anschließenden zwei Spiele im Bezirkspokal enorm wichtig", weiß Malte Köster nur zu genau, was auf seine Mannschaft zukommt. Für den MTV-Spielertrainer ist das Pokalfinale zwar wichtig, aber nicht alles. "Das ist ein Vorbereitungsspiel unter Wettkampfbedingungen. Wir haben zwar den Pokal, aber wir sind wieder nur Außenseiter", ist das Spiel für den Ex-Husumer ein schönes "Zubrot". Für ihn steht – wie schon im letzten Jahr – nach dem Aufstieg die neue Spielklasse klar im Vordergrund.
Mit seinem stark vergrößerten Kader befindet sich Köster gerade in der harten Phase der Vorbereitung. "Wir haben in den letzten zwei Wochen viel Ausdauer und Schnellkraft trainiert und kaum mit dem Ball. Aber Husum ist derzeit auch voll im Training", sieht Köster da kein Problem. Für ihn gilt es die beiden Lücken, die Leif Lammertz (Australien) und Marcus Eis (Kiel) hinterlassen, zu füllen. "Mit den sieben Neuzugängen ist mein Kader viel ausgeglichener als noch im letzten Jahr", sagt Köster und ergänzt: "Es werden aber gegen Husum nicht alle zum Einsatz kommen können. Das Erreichen des Pokalfinales ist ein Verdienst der alten Mannschaft und daher werde ich diese Spieler vorrangig einsetzen." Auch Leif Lammertz, der bald nach Australien gehen wird, werde seine Spielanteile erhalten. So werden sich die meisten der Neuzugänge (Alexander und Jannik Heider, Ove Manteufel, Alexander Hemstedt, Marc Modrzinski, Fabian Hansen und Henning Laas) noch etwas gedulden müssen. Aber so ganz auf die leichte Schulter nimmt auch Malte Köster das Finale gegen den klassenhöheren Gegner nicht. "Ich bin eben ein alter Husumer und daher ist es für mich ein Prestigeduell. Wir haben nichts zu verlieren und wollen unsere Chance nutzen", lautet seine Kampfansage an die Gäste.
26. Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

 


Abschlusstabelle Herren Verbandsliga Schleswig-Holstein-Liga 2004/05

Platz Mannschaft Spiele gewonnen unentschieden verloren Torverhältnis Tordifferenz Punkte Trend
1 SV Henstedt-Rhen 32 21 7 4 94 : 32 62 70
2 SV Eichede 32 21 6 5 85 : 33 52 69
3 FC Kilia Kiel 32 19 5 8 76 : 42 34 62
4 Husumer SV 32 18 7 7 74 : 33 41 61
5 SpVg Rot Weiß Moisling 32 15 8 9 72 : 47 25 53
6 Flensburg 08 32 14 8 10 47 : 49 -2 50
7 VfB Lübeck 2 32 14 5 13 53 : 45 8 47
8 Heider SV 32 12 7 13 33 : 42 -9 43
9 SV Todesfelde 32 10 10 12 44 : 44 0 40
10 Oldenburger SV 32 10 9 13 41 : 51 -10 39
11 SC Comet Kiel 32 11 6 15 48 : 70 -22 39
12 TSV Bargteheide 32 12 2 18 42 : 64 -22 38
13 TuRa Meldorf 32 10 8 14 46 : 75 -29 38
14 Itzehoer SV 32 7 10 15 48 : 64 -16 31
15 TSV Plön 32 7 7 18 41 : 69 -28 28
16 NTSV Strand 08 32 6 7 19 39 : 77 -38 25

Fairnesstabelle Herren Verbandsliga 2005/06

Platz Mannschaft Spiele



§ Punkte Quote
1 SV Henstedt-Rhen 32 58 3 0 0 0 67 2.09
2 Oldenburger SV 32 60 4 1 0 0 77 2.4
3 SpVg Rot-Weiß Moisling 32 62 3 2 0 0 81 2.53
4 Husumer SV 32 64 6 1 0 0 87 2.71
5 VfB Lübeck II 32 58 5 3 0 0 88 2.75
6 SV Eichede 32 75 3 1 0 0 89 2.78
7 SV Todesfelde 32 76 3 1 0 0 90 2.812
8 TuRa Meldorf 32 72 3 2 0 0 91 2.84
8 TSB Flensburg 32 69 4 2 0 0 91 2.84
10 FC Kilia Kiel 32 72 4 2 0 0 94 2.93
11 TSV Plön 32 75 4 2 0 0 97 3.03
12 SC Comet Kiel 32 75 5 2 0 0 100 3.12
13 Flensburg 08 32 83 3 2 0 0 102 3.18
14 NTSV Strand 08 32 85 6 0 0 0 103 3.21
14 TSV Bargteheide 32 92 2 1 0 0 103 3.21
16 Heider SV 32 64 6 5 0 0 107 3.34
17 Itzehoer SV 32 90 4 2 0 1 122 3.81



Allgemeine Statistik

Anzahl der ausgetragenen Spiele: 272
davon Heimsiege 111
davon Unentschieden 61
davon Auswärtssiege 100
Tore:  924
davon Heimteams 512
davon Auswärtsteams 412
Schnitt pro Spiel  3,40
Schnitt pro Heimteam 1,88
Schnitt pro Auswärtsteam 1,51
Die meisten Tore pro Spiel:
TSB Flensburg - SV Henstedt-Rhen 3:7
Die höchsten Heimsiege
SV Henstedt-Rhen - TuRa Meldorf 8:0
SV Henstedt-Rhen - TSV Bargteheide 8:0
VfB Lübeck II - TSV Bargteheide 8:0
Die höchsten Auswärtssiege
Heider SV - RW Moisling 0:7

Verbandsliga Nord Schleswig-Holstein 2005 - 2006

  Heimspiele  * Auswärtsspiele  *
Vergleich **
- SV Henstedt-Rhen 58:15 37 53% 36:17 33 47% +4
- SV Eichede  48:14 37 54% 37:19 32 46% +5
- Kilia Kiel    43:20 31 50% 33:22 31 50% 0
- Husumer SV 32:15 28 46% 42:18 33 54% -5
- Rot-Weiß Moisling 41:27 24 45% 31:20 29 55% -5
- Flensburg 08   28:24 26 52% 19:25 24 48% +2
- VfB Lübeck II 26:23 17 36% 27:22 30 64% -13
- Heider SV 17:22 21 49% 16:20 22 51% -1
- SV Todesfelde 27:20 26 65% 17:24 14 35% +12
- Oldenburger SV 30:18 26 67% 11:33 13 33% +13
- SC Comet Kiel    24:34 20 51% 24:36 19 49% +1
- TSV Bargteheide 18:29 15 39% 24:35 23 61% -8
- TuRa Meldorf    26:27 25 66% 20:48 13 34% +12
- Itzehoer SV 26:28 17 55% 22:36 14 45% +3
- TSV Plön 24:25 16 57% 17:44 12 43% +4
- NTSV Strand 08 21:37 11 44% 18:40 14 56% -3
- TSB Flensburg 23:34 17 77% 18:53 5 23% +12
*Prozentzahlen: Anteil der Punkte in Heim- bzw. Auswärtsspielen
**Spalte Vergleich: Differenz zwischen Heim- und Auswärtsbilanz.

Verbandsliga Nord Schleswig-Holstein

Bilanz 2004/05  
  32  -  18 - 7 - 7      74:33 Tore     
Erfolgsquote   67,19 %
Anteil Siege  56,25 %
Anteil Remis 21,88 %
Anteil Niederlagen  21,88 %
Heimbilanz
16 — 8 — 4 — 4 /  32:15 / Quote: 62,50
Auswärtsbilanz
16 — 10 — 3 — 3 / 42:18 / Quote: 71,88
Tore  pro Spiel  3,34
- erzielt  2,31
- erhalten 1,03
Höchster Heimsieg (Differenz)
· Husumer SV - TuRa Meldorf 6:0
· Husumer SV - TSV Plön 7:1
Höchster Auswärtssieg (Differenz)
· TSV Bargteheide  - Husumer SV 0:6
Höchste Heimniederlage (Differenz)
· Husumer SV - Kilia Kiel 0:4
Höchste Auswärtsniederlage (Differenz)
· SV Henstedt-Rhen - Husumer SV 3:1
· FC Kilia Kiel - Husumer SV 2:0
Die meisten Tore
· Husumer SV - TSV Plön 7:1
Die wenigsten Tore
· Husumer SV - SV Henstedt-Rhen 0:1
· Itzehoer SV - Husumer SV 0:0 
· Husumer SV - FC Kilia Kiel 0:4
· Fc Kilia Kiel - Husumer SV  4:0
· Husumer SV  - RW Moisling 0:1
· Husumer SV - SV Todesfelde 0:0
· Husumer SV - Oldenburger SV 0:0
· TuRa Meldorf - Husumer SV 1:0
Die meisten Tore der Gegner  
· Husumer SV - FC Kilia Kiel 0:4
Die wenigsten Tore der Gegner
· Husumer SV - Flensburg 08 2:0
· Flensburg 08 - Husumer SV 0:3 
· Husumer SV - Heider SV 2:0 
· Husumer SV - SV Todesfelde 0:0
· SV Todesfelde - Husumer SV 0:4
· Husumer SV - Oldenburger SV 0:0
· Husumer SV - SC Comet Kiel 3:0 
· SC Comet Kiel - Husumer SV 0:3 
· Husumer SV - TSV Bargteheide 1:0 
· TSV Bargteheide - Husumer SV 0:6
· Husumer SV - TuRa Meldorf 6:0
· Husumer SV - Itzehoer SV 1:0
· Itzehoer SV - Husumer SV 0:3
Die meisten Tore im Spiel
· Husumer SV - TSV Plön 7:1
· NTSV Strand 08 - Husumer SV 2:6
Zuschauer
Zu 16 Heimspielen kamen insgesamt 4,645 Zuschauer / Schnitt: 290.

Abwehrtabelle
Platzierung nach durchschnittlichen Gegentoren pro Spiel
Stand: 03.06.2006 (Saisonende)
Angriffstabelle
Platzierung nach durchschnittlich erzielten Toren pro Spiel
Stand: 04.06.2005 (Saisonende)
Platz  Mannschaft Gegentore pro Spiel
1. SV Henstedt-Rhen 1,00
2. Husumer SV 1,03
  SV Eichede 1,03
4. FC Kilia Kiel 1,31
  Heider SV 1,31
6. SV Todesfelde 1,38
7. VfB Lübeck II 1,41
8. Rot-Weiß Moisling 1,47
9. Flensburg 08 1,53
10. Oldenburger SV 1,59
11. Itzehoer SV 2,00
  TSV Bargteheide 2,00
13. TSV Plön 2,16
14. SC Comet Kiel 2,19
15. TuRa Meldorf 2,34
16. NTSV Strand 08 2,41
17. TSB Flensburg 2,72
Platz  Mannschaft erzielte Tore pro Spiel
1. SV Henstedt-Rhen 2,94
2. SV Eichede 2,66
3. FC Kilia Kiel 2,38
4. Husumer SV 2,31
5. Rot-Weiß Moisling 2,25
6. VfB Lübeck II 1,66
7. Itzehoer SV 1,50
  SC Comet Kiel 1,50
9. Flensburg 08 1,47
10. TuRa Meldorf 1,44
11. SV Todesfelde 1,38
12. TSV Bargteheide 1,31
13. Oldenburger SV 1,28
  TSV Plön 1,28
  TSB Flensburg 1,28
16. NTSV Strand 08 1,22
17. Heider SV 1,03

Husumer Sportvereinigung
»Arbeitsnachweis« aller Spieler
Stand: 04.06.2005 (Saisonende)

Position Name Spielanteile Scorer-Quote Karten
Einsätze durch-gespielt einge-wechselt ausge-wechselt raus-gestellt Spiel-minuten Tore Vorlagen Torbeteiligung gelb gelb/rot rot
TOR Teubler, André 31 31       2.790       1    
Widder, Thomas 1 1       90            
ABWEHR Cornils, Ingo 26 24 1 1   2.228

 

2 1,4 % 2    
Herpel, Christian 21 17 2 2   1.708 3 5 5,6 % 5    
Marohn, René 25 5 15 1   1.155 4 2 4,2 % 3 1  
Rettkowski, Sascha 29 27   2   2.530 1   0,7 % 3    
Schulte, Dennis 6 3 3     342   1 0,7 %      
Schyma, André 26 18 4 3 1 1.930       2 1  
Voß, Marcell 20 13   2 5 1.705 1 3 2,8 11 4 1
MITTELFELD Albertsen, Mario 30 21 4 5   2.304 6 13 13,3 % 5    
Alla, Erion 29 12 3 14   2.133 6 6 8,4 % 1    
Berger, Michael 2   2     51   1 0,7 %      
Clausen, Gunnar 1   1     29            
Gehrke, Guido 10 6 1 3   756

1

  0,7 % 4    
Groth, Carstens 1   1     20 1   0,7 %      
Herpel, Martin 15 6 3 6   1.018 2 3 3,5 % 5    
Lies, David 5 2 1 2   331            
Saeltz, Sebastian 32 21 7 4   2.389 3 3 4,2 % 2    
Strüning, David 7 1 6     179 1 1 1,4 % 1    
ANGRIFF Alim, Ilhan 27 5 14 8   1.283 8 3 7,7 % 2    
Fleige, Björn 18 6 4 8   1.180 12 8 14,0 % 2    
Gudat, Frank 1   1     18            
Hermann, Lars 9 3 2 4   566   2 1,4 % 3    
Matthiesen, Udo 1 1       90 1   0,7 %      
Müller, Gerrit 27 23 1 3   2.344 18 5 16,1 % 7    
Petersen, Michael 30 19 5 6   2.281 5 10 10,5 % 3    
Wolski, Timo 3     3   166   2 1,4 %      
T O T A L 433 265 81 81 7 31.616 73 70 100,0 % 62 6 1
Die Scorer-Liste 2005/2006
Jeder Spieler erhält für jedes Tor und jede Vorlage einen Punkt!
Außerdem der gefoulte Spieler im Strafraum.
Platz
Spieler
Tore
Vorlage
Gesamt
1
Gerrit Müller
18
5
23
2
Björn Fleige
12
8
20
3
Mario Albertsen
6
13
19
4
Michael Petersen
5
10
15
5
Erion Alla
6
6
12
6
Ilhan Alim
8
3
11
7
Christian Herpel
3
5
8
8
René Marohn
4
2
6
9
Sebastian Saeltz
3
3
6
10
Martin Herpel
2
3
5
11
Marcell Voß
1
3
4
12
David Strüning
1
1
2
13
Ingo Cornils
-
2
2
13
Lars Hermann
-
2
2
13
Timo Wolski
-
2
2
16
Guido Gehrke
1
-
1
16
Carsten Groth
1
-
1
16
Udo Matthiesen
1
-
1
16
Sascha Rettkowski
1
-
1
20
Michael Berger
-
1
1
20
Dennis Schulte
-
1
1
 
Eigentor Gegner
1
-
1

 

  Fair-Play-Tabelle 2005/2006
Platz
Verein
gelb
gelb/rot
rot
Sonst. Punkte
1
SV Henstedt-Rhen
59
3
0
0 68
2
Oldenburger SV
62
4
1
0 79
3
Rot-Weiß Moisling
64
3
2
0 83
4
VfB Lübeck II
59
5
3
0 89
5
Husumer SV
69
6
1
0 92
6
SV Eichede
79
3
1
0 93
7
TSB Flensburgl
71
4
2
0 93
8
SV Todesfelde
80
3
1
0 94
9
TuRa Meldorf
76
3
2
0 95
10
FC Kilia Kiel
76
5
2
0 101
11
Flensburg 08
83
3
2
0 102
12
TSV Plön
77
5
2
0 102
13
NTSV Strand 08
86
6
0
0 104
14
SC Comet Kiel
80
5
2
0 105
15
TSV Bargteheide
94
3
1
0 108
16
Heider SV
66
6
6
0 114
17
Itzehoer SV
94
4
2
1 126
* Wertung pro Karte: gelb - 1 Punkt; gelb/Rot - 3 Punkte; rot - 5 Punkte; Sonstiges - 10 Punkte



 

 


seit 1. Mai 2014
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