1. HERREN HUSUMER SV 2006/07
Die Mannschaft Stab Der Spielbetrieb / Die Spielberichte Abschlusstabelle (Statistiken)

zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 28.06.2017 16:30

Verbandsliga Schleswig-Holstein

hinten v.l.: Betreuer Martin Dohrn, Michael Berger, Marcel Otto, André Schyma, David Lies, Björn Fleige, Timo Wolski, Gerrit Müller, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen

Mitte v.l.: Ligaobmann Dieter Schleger, Erion Alla, Nils Langwadt, Sascha Rettkowski, Marcell Voß, Pierre Becken, Sebastian Saeltz, Torwarttrainer Frank Hansen, Trainer Guido Gehrke

Vorne v.l.: Ingo Cornils, Alexander Dau, Martin Herpel, Momme Reinhold, Michael Wolter, André Teubler, David Strüning, Lars Hermann, Michael Petersen

Es fehlen auf dem Foto; Fußballobmann Reinhard Grünhoff, Björn Klang, Melf Molinas, Dennis Schulte, Sebastian Steglich, Matthias Wolter.

Das Team 2006/2007 der Husumer SV in Daten:
Position Name geboren am im Verein seit vorherige Vereine
Tor Molinas, Melf 22.06.1986 2005 Heider SV
Reinhold, Momme 30.04.1983 2000 eigene A-Jugend, Rödemisser SV
Teubler, André 21.04.1972 1995 Husumer SV II
Abwehr Cornils, Ingo 04.05.1976 2000 SV Frisia 03 Risum-Lindholm, Sv Enge-Sande
Dau, Alexander 02.10.1986 2005 SV Frisia 03 Risum-Lindholm, RW Niebüll
Langwadt, Nils 12.08.1973 2006 Schleswig 06, FT Eider Büdelsdorf
Rettkowski, Sascha 02.01.1979 1994 eigene A-Jugend
Schulte, Dennis 31.05.1983 1994 eigene A-Jugend
Voß, Marcell 22.02.1982 2003 Heider SV
Mittelfeld Alla, Erion 30.06.1981 2001 Heider SV, Husumer SV Jugend
Becken, Pierre 28.09.1987 2006 Flensburg 08 A-Jugend
Berger, Michael 26.01.1988 2006 eigene A-Jugend, Flensburg 08
Gehrke, Guido 12.02.1972 2006 TSV Kropp, Holstein Kiel
Hermann, Lars 09.12.1979 2003 Bredstedter TSV
Herpel, Martin 25.06.1983 2004 Rödemisser SV, Husumer
Klang, Björn 14.09.1987 2007 FC Langenhorn, SV Frisia 03 Risum-Lindholm A-Jugend
Lies, David 21.05.1986 2003 eigene A-Jugend, TSV Hattstedt
Otto, Marcel 03.12.1987 2006 Germania Breklum A-Jugend
Saeltz, Sebastian 14.10.1986 2002 eigene A-Jugend, IF Tönning
Steglich, Sebastian 03.05.1986 1997 eigene A-Jugend, Tönninger SV
Wolter, Matthias 29.11.1986 2007 Heider SV, Tönninger SV
Angriff Fleige, Björn 16.06.1972 1994 Rödemisser SV
Müller, Gerrit 12.02.1974 1995 Rödemisser SV
Petersen, Michael 25.04.1986 2004 DGF Flensburg A-Jugend
Strüning, David 01.01.1988 2005 eigene A-Jugend, Rödemisser SV
Trainer Gehrke, Guido 12.02.1972 2006 TSV Kropp, Holstein Kiel
 
Zugänge Pierre Becken (Flensburg 08 A-Jugend), Michael Berger (eigene A-Jugend), Nils Langwadt (Schleswig 06), Marcel Otto (Germania Breklum A-Jugend), David Strüning (eigene A-Jugend), Michael Wolter (eigene A-Jugend)
Seit 1.1.2007: Björn Klang (FC Langenhorn), Matthias Wolter (Heider SV)
Abgänge Mario Albertsen (Blau-Weiß Löwenstedt), Ilhan Alim (TSV Rantrum), Christian Herpel (SC Norddörfer), René Marohn (Sportinvalide)
Während der Saison: André Schyma (SC Norddörfer)

 

Stab

Trainer

Fußball-Obmann

Liga-Betreuer

Physiotherapeut

Torwart-Trainer

Liga-Obmann

Guido Gehrke

Reinhard Grünhoff

Martin Dohrn

Bernd Friedrichsen

Frank Hansen

Dieter Schleger

 

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender

3. Vorsitzender

Geschäftsführer

Vorsitzender Fanclub

Schriftführer

Rolf von Bartikowski Jan Deckmann Dieter Schleger Anton Christiansen

Lars-Oliver Reichard

Sven Weißhaar

 

10.07.2006 Verbandsliga: Start mit Derby Husum – 08

Husum (sh:z) – Die Spielzeit 2006/07 in der Fußball-Verbandsliga beginnt mit einem echten "Kracher": Am ersten Spieltag (Freitag, 11. August) stehen sich die Husumer SV und Flensburg 08 im Nordderby gegenüber. Oberliga-Absteiger TSV Kropp trifft am Sonnabend auf Neuling TSV Heiligenstedten, und in Sörup stehen sich die beiden Aufsteiger FC Sörup-Sterup und TSV Altenholz gegenüber.
Das nächste Derby steht bereits am 3. Spieltag (26./27. August) an, dann empfängt Sörup-Sterup Flensburg 08. Die Fördestädter sind auch am dritten Nord-Duell beteiligt – sie treten am 9./10. September (5. Spieltag) beim TSV Kropp an. Wiederum zwei Wochen später (23./24. September) heißt es Angeln gegen Nordfriesland bei der Partie FC Sörup-Sterup gegen die Husumer SV.
Kropp und Husum stehen sich am 9. Spieltag (7./8. Oktober) gegenüber. Auf das letzte von insgesamt sechs Derbys in der Hinrunde müssen die Fans im Norden dann noch etwas warten: Der TSV Kropp und der FC Sörup-Sterup treffen am 16. Spieltag (25./26. November) in Kropp aufeinander.

Flensburger Tageblatt
11.07.2006 Ballgeflüster: Becken wechselt nach Husum

Noch ein Abgang: Ein Name fehlt seit kurzem auf der Namensliste des Fußball-Verbandsligisten Flensburg 08. Der aus der eigenen Regionalliga-A-Jugend kommende Pierre Becken hat sich kurzfristig "umorientiert" und wird für den Liga-Konkurrenten Husumer SV an den Start gehen. Ob Beckens Weggang sportlich ein Verlust ist, kann Bodo Schmidt nicht sagen. "Dafür hat er zu wenig bei uns gespielt", meint der 08-Trainer, der den Wechsel nicht überbewerten will. "Jetzt muss Pierre Becken in Husum beweisen, dass er in der Verbandsliga mithalten kann." Ironie des Schicksals: Das erste Punktspiel beschert gleich dieses Nordderby (11. August in Husum) und dem talentierten Mittelfeldspieler damit bereits ein erstes Wiedersehen mit dem alten Verein. (joh/and)

sh:z-Nordfriesland Sport
11.07.2006 Lockerer Waldlauf durch die Mauseberge
Trainingsauftakt bei der Husumer SV / Verbandsliga startet mit "Knaller" gegen Flensburg 08
Die Neuen im Mannschaftskader der Husumer SV (v.li.): Michael Berger (A-Jugend), Pierre Becken (A-Jugend Flensburg 08), David Strüning (A-Jugend), Trauiner Guido Gehrke, Marcell Otto (Germania Breklum), Nils Langwadt (Schleswig 06). Foto: Voss

Husum (ree) – Am Sonntagmorgen war Trainingauftakt für die Fußballer der Husumer SV. Pünktlich um 10 Uhr konnten Guido Gehrke, Hauke Hartmann und Frank Hansen, die Trainer der ersten und zweiten Herrenmannschaft, 27 Akteure zum ersten Aufgalopp begrüßen. Nach einstimmenden Worten des SV-Vorsitzenden Rolf von Bartikowsky stand ein Waldlauf durch die Mauseberge auf dem Programm. Übungen zur Koordination rundeten, ganz im Trend der Zeit, den Vormittag ab. Das Husumer Stürmerduo Gerrit Müller/Björn Fleige war bei diesem ersten „Meeting“ noch nicht dabei. Und es fehlte auch Christian Herpel, der sich in der Sommerpause überraschend dem SC Norddörfer angeschlossen hat. Dafür gibt es auch noch einen kurzfristigen Zugang. Die Husumer holten Pierre Becken vom Liga-Konkurrenten Flensburg 08. Der talentierte Mittelfeldspieler hatte in der vergangenen Saison noch in der A-Jugend-Regionalliga für „Nullacht“ gespielt.

Fünf Wochen Zeit haben Gehrke und Hartmann, um ihre Teams für den Saisonstart fit zu machen. Auf Gehrke und sein Team wartet in der Verbandsliga gleich ein „Knaller“: Am Freitag (11.08.) kommt Flensburg 08 ins Friesenstadion. Bis dahin hat der neue Coach seinen Akteuren ein handfestes Trainingsprogramm verordnet, in dem freie Tage eher selten sind.

Ein erstes Testspiel gibt es am kommenden Sonntag. Um 15 Uhr empfangen die Stormstädter den Oberligisten Altona 93.

sh:z-Nordfriesland Sport
21.07.2006 Großes Programm für HSV-Kicker

Husum (ree) – Über mangelnde Intensität und Vielfalt in der Saisonvorbereitung können die Fußballer der Husumer SV nicht klagen. Trainer Guido Gehrke verlangt viel von denen, die es in seinen Verbandsliga-Kader schaffen wollen. Am Wochende geht es ins Trainigslager nach Borgwedel an der Schlei. "Förderung der Kameradschaft", so Gehrke, steht im Vordergrund dieses Aufenthalts von heute bis Sonntag. Die Trainingseinheiten werden auf dem Sportplatz des TSV Fahrdorf absolviert. Direkt aus dem Traingslager geht es am Sonntag zu einem Blitzturnier des TSV Seeth-Drage. Dort treffen die Stormstädter auf die Mannschaft des Veranstalters sowie auf den Ligakonkurrenten Flensburg 08. Die drei Partien werden über je 45 Minuten gespielt.

sh:z-Nordfriesland Sport
28.07.2006 Husumer Motto: "Guido macht mobil"
Die Husumer SV geht unter Trainer Guido Gehrke mit viel Elan und großem Trainingseifer in die neue Saison der Fußball-Verbandsliga.
Die Husumer SV: Hintere Reihe (v.li.:) Manfred Dohrn (Betreuer), Michael Berger, Marcel Otto, André Schyma, David Lies, Björn Fleige, Timo Wolski, Gerrit Müller, Bernd Friedrichsen (Physiotherapeut). Mittlere Reihe (v.il:) Dieter Schleger (Ligaobmann), Erion Alla, Nils Langwadt, Sascha Rettkowski, Marcell Voß, Pierre Becken, Sebastian Saeltz, Frank Hansen (Torwarttrainer), Guido Gehrke (Trainer). Untere Reihe (v.li.:) Ingo Cornils, Alexander Dau, Martin Herpel, Momme Reinhold, Michael Wolter, André Teubler, David Strüning, Lars Hermann, Michael Petersen. Es fehlen: Dennis Schulte, Sebastian Steglich, Melf Molinas. Foto: Voss
Der Kader der Husumer SV

Zugänge: Pierre Becken (Flensburg 08 A-Jugend), Michael Berger (eigene A-Jugend), Nils Langwadt (Schleswig 06), Marcell Otto (Germania Breklum A-Jugend), David Strüning, Michael Wolter (beide eigene A-Jugend).

Abgänge: Mario Albertsen (Blauweiß Löwenstedt), Ilhan Alim (TSV Rantrum), Christian Herpel (SC Norddörfer), René Marohn (Sportinvalide).

Tor: Melf Molinas (20), Momme Reinhold (23), André Teubler (34)

Abwehr: Ingo Cornils (30), Alexander Dau (19), Nils Langwadt (32), Sascha Rettkowski (27), Dennis Schulte (23), André Schyma (32), Marcell Voß (24).

Mittelfeld: Erion Alla (25), Pierre Becken (18), Michael Berger (18), Lars Hermann (26), David Lies (20), Martin Herpel (23), Marcel Otto (18), Sebastian Saeltz (19), Sebastian Steglich (20), Michael Wolter (18).

Angriff: Björn Fleige (34), Gerrit Müller (32), Michael Petersen (20), David Strüning (18), Timo Wolski (29).

Trainer: Guido Gehrke

Torwart-Trainer: Frank Hansen

Physiotherapeut: Bernd Friedrichsen

Betreuer: Manfred Dohrn

Liga-Manager: Dieter Schleger.

Husum (ree) – Für Gerrit Müller, den nicht unbedingt übungseifrigen Torjäger der Husumer SV, ist Alfred Hussner stets der härteste aller denkbaren Trainer gewesen. Im Trainingslager vor einer Woche an der Schlei soll er seine Auffassung korrigiert haben. Damit ist kurz und trefflich beschrieben, was sich derzeit an der Nordsee tut. Unter Neu-Trainer Guido Gehrke gönnt der Fußball-Verbandsligist sich einen Saisonvorlauf, der aus dem Lehrbuch für Profis stammen könnte.

„Guido macht mobil“ heißt also das neue Motto am Friesenstadion. Und erstaunlich ist, dass alle mitmachen – so als hätten sie sich das Programm selbst verordnet. „Ich verlange das Maximum“, sagt der Mann, der seit einigen Wochen bei der SV die sportlichen Reize setzt und von sich selber behauptet, dass er „vom Fußball besessen“ ist. Offenbar hat er es geschafft, mit diesem Virus auch andere zu infizieren. Bei der Husumer SV jedenfalls sind seine Ideen und Methoden hervorragend angekommen. Alt und Jung strebt unter Gehrkes Leitung zu größtmöglicher Fitness – und nehmen dafür selbst härteste Bedingungen in Kauf. Soviel Vorbereitung war nie! „Wir wollen ja alle den Erfolg“, beschreibt Nils Langwadt, einer der Neuen, den Sinn dieser Übung. Und alle wissen: den will auch der Trainer.

Mit Gehrke werden sich bei der Husumer SV auch Spielsystem und Spielidee verändern. Im hinteren Bereich ist jetzt Vierer-Kette angesagt. „Damit haben wir einen Mann mehr im Mittelfeld und können besser Pressing spielen“, erläutert der Coach, der ein Freund offensiven Fußballs ist.

Die Innenverteidigung hat er in den Vorbereitungsspielen mit Sascha Rettkowski und Nils Langwadt besetzt. „Die beiden harmonieren, als hätten sie schon immer zusammen gespielt“, so Gehrke. Für die Position des „Abräumers“ im hinteren Mittelfeld scheint Sebastian Saeltz favorisiert, der diese Rolle gegen Altona 93 und auch zuletzt in Leck glänzend interpretiert hat. „Der Junge ist vor allem konsequent“, lobt auch der Trainer den designierten „Nordfriesen-Frings“, der sich rasant entwickelt. Auch in der Spieleröffnung ist er eine Augenweide.

Im Übrigen lässt sich Gehrke personell aber wenig festlegen. „Gesetzte Spieler gibt es nicht, jeder muss flexibel sein“, lautet seine Devise. Was natürlich auch für Ingo Cornils gilt, für den die ideale Position offenbar noch nicht gefunden ist. Man darf gespannt sein, in welcher Rolle der filigrane Ex-Libero sich letztlich wiederfindet.

„Ballbesitz erhöhen und damit Konzentration und Sicherheit schaffen“, das wird darüber hinaus Gehrkes Leitmotiv. Davon war schon eine Menge zu sehen. Sehr gut haben das auch schon die jungen Spieler verinnerlicht. Gehrke: „Die wollen den Ball haben und gehen in die Verantwortung.“ Von Pierre Becken erhofft sich der Coach Impulse im kreativen Bereich, Michael Berger und Marcel Otto attestiert er ein großes Potenzial. „Die Neuen passen“, so Gehrke.

Und mit ihnen will man bei der Husumer SV auch den schwachen Vorstellungen den Garaus machen, die in der Vergangenheit gelegentlich dem eigene Publikum zugemutet wurden. „Ich möchte, dass die Jungs sich zu Hause zerreißen. Jedes Heimspiel muss ein Event werden“, fordert der neue Trainer. Ähnlich klingt es aus dem Munde von Rolf von Bartikowski, dem ersten Vorsitzenden des Vereins: „Ich hoffe, dass wir attraktiven Fußball zelebrieren.“

Beide, Gehrke wie von Bartikowski, geben sich zurückhaltend bezüglich des Saisonziels. „Wir sind im Umbruch“, formuliert der Vorsitzende, „deshalb ist eine klassische Vorgabe nicht möglich.“ Und auch Gehrke gibt sich bescheidener als sein Vorbereitungs-Marathon erwarten lässt. „Ich will die Mannschaft voranbringen, Spielfreude entwickeln und im Winter bei der Hallenmeisterschaft in Kiel dabei sein.“ Alles klar also: Er will oben mitspielen.

Flensburger Tageblatt
10.08.2006 Vorbereitung fast wie bei den Profis
Guido Gehrke, neuer Trainer der Husumer SV, verlangt "das Maximum"
Das Team der Husumer SV für die Verbandsliga-Saison 2006/2007. Foto: Voss
Der Kader der Husumer SV

Zugänge: Pierre Becken (Flensburg 08 A-Jugend), Michael Berger (eigene A-Jugend), Nils Langwadt (Schleswig 06), Marcell Otto (Germania Breklum A-Jugend), David Strüning, Michael Wolter (beide eigene A-Jugend).

Abgänge: Mario Albertsen (Blauweiß Löwenstedt), Ilhan Alim (TSV Rantrum), Christian Herpel (SC Norddörfer), René Marohn (Sportinvalide).

Tor: Melf Molinas (20), Momme Reinhold (23), André Teubler (34)

Abwehr: Ingo Cornils (30), Alexander Dau (19), Nils Langwadt (32), Sascha Rettkowski (27), Dennis Schulte (23), André Schyma (32), Marcell Voß (24).

Mittelfeld: Erion Alla (25), Pierre Becken (18), Michael Berger (18), Lars Hermann (26), David Lies (20), Martin Herpel (23), Marcel Otto (18), Sebastian Saeltz (19), Sebastian Steglich (20), Michael Wolter (18).

Angriff: Björn Fleige (34), Gerrit Müller (32), Michael Petersen (20), David Strüning (18), Timo Wolski (29).

Trainer: Guido Gehrke

Torwart-Trainer: Frank Hansen

Physiotherapeut: Bernd Friedrichsen

Betreuer: Manfred Dohrn

Liga-Manager: Dieter Schleger.

Husum (ree) – Für Gerrit Müller, den nicht unbedingt übungseifrigen Torjäger der Husumer SV, ist Alfred Hussner stets der härteste aller denkbaren Trainer gewesen. Im Trainingslager an der Schlei soll er seine Auffassung korrigiert haben. Unter Neu-Trainer Guido Gehrke gönnt der Fußball-Verbandsligist sich einen Saisonvorlauf, der aus dem Lehrbuch für Profis stammen könnte.
Erstaunlich ist, dass alle mitmachen – so, als hätten sie sich das Programm selbst verordnet. "Ich verlange das Maximum", sagt der Mann, der von sich selber behauptet, dass er "vom Fußball besessen" ist. Offenbar hat er es geschafft, mit diesem Virus auch andere zu infizieren. So viel Vorbereitung war nie! "Wir wollen ja alle den Erfolg", beschreibt Nils Langwadt, einer der Neuen, den Sinn dieser Übung. Man weiß: Den will auch der Trainer.
Mit Gehrke werden sich bei der Husumer SV auch Spielsystem und Spielidee verändern. Im hinteren Bereich ist jetzt Vierer-Kette angesagt. "Damit haben wir einen Mann mehr im Mittelfeld und können besser Pressing spielen", erläutert der Coach, der ein Freund offensiven Fußballs ist.
Die Innenverteidigung hat er in den Vorbereitungsspielen mit Sascha Rettkowski und Nils Langwadt besetzt. Für die Position des "Abräumers" im hinteren Mittelfeld scheint Sebastian Saeltz favorisiert. "Der Junge ist vor allem konsequent", lobt der Trainer den designierten "Nordfriesen-Frings", der sich rasant entwickelt. Im Übrigen lässt sich Gehrke personell aber wenig festlegen. "Gesetzte Spieler gibt es nicht, jeder muss flexibel sein", lautet seine Devise. Von Pierre Becken erhofft sich der Coach Impulse im kreativen Bereich, Michael Berger und Marcel Otto attestiert er ein großes Potenzial. "Die Neuen passen", so Gehrke.
"Wir sind im Umbruch", formuliert der Vorsitzende Rolf von Bartikowski, "deshalb ist eine klassische Vorgabe nicht möglich." Und auch Gehrke gibt sich bescheiden: "Ich will die Mannschaft voranbringen, Spielfreude entwickeln und bei der Hallenmeisterschaft in Kiel dabei sein."

Schlei Bote
01.09.2006 Schyma zum SC Norddörfer
Die Husumer SV hat einen Mann weniger im Kader. André Schyma hat seinen Verein um die Freigabe gebeten und sich dem Bezirksligisten SC Norddörfer angeschlossen. "Ich hoffe, dass ich dort schon am Wochenende spielberechtigt bin", sagt der Mann aus Leck. "Als Vertragsamateur geht das." Schyma war vor vier Jahren zur Husumer SV gekommen, wo er aber stets Probleme hatte, sich in der Stammbesetzung zu etablieren. Auch unter Trainer Guido Gehrke hätte er wohl eher auf der Ergänzungsbank gesessen als auf dem Spielfeld gestanden. Daraus hat Schyma, der stets ein Ausbund an Trainingsfleiß und Zuverlässigkeit war, jetzt die Konsequenzen gezogen. Der 32-Jährige führt aber auch berufliche Gründe für diesen Schritt an.
sh:z-Nordfriesland Sport
24.10.2006 Ballgeflüster: Trainer als Spieler
Trainer als Spieler: Zurück zu seinen fußballerischen Wurzeln kehrt Guido Gehrke. Der 34-jährige Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV spielt von der Winterpause an für den Schleswiger Kreisligisten TuS Collegia Jübek. "Aufbauhilfe", so beschreibt der gebürtige Jübeker sein Engagement, das von der Husumer Vereinsführung abgesegnet ist. Verbandsligist Husum spielt meist am Sonnabend, die Jübeker am Sonntag. Wenn sich die Termine überschneiden, hat natürlich der Trainer-Job in Nordfriesland Vorrang. An ein Engagement als Spielertrainer – wie Gerüchte besagten, denkt Gehrke nicht. Jübeks Fußballobmann sieht die Sache aber noch nicht in trockenen Tüchern. "Gehrke kann natürlich kommen", sagt Roman Rahkob, "aber das hängt noch von mehreren Faktoren ab. Es muss noch einiges geklärt werden."
Flensburger Tageblatt
04.11.2006 Nachrichten: Gehrke wohl doch nicht nach Jübek
Jübek (mb) Das Engagement von Guido Gehrke als Spieler beim Schleswiger Fußball-Kreisligisten TuS Collegia Jübek (wir berichteten) kommt wohl doch nicht zu Stande. Der Trainer des Verbandsligisten Husumer SV hatte geplant, vom Winter an bei seinem Stammverein als "Aufbauhelfer" zu kicken. Eine Gruppe um ehemalige Obleute und alt gediente Fußballer wollte mit einem neuen Konzept dem Fußball in Jübek eine Perspektive geben. Neuer Obmann sollte Fritz Dressler werden. Auf einer außerordentlichen Spartenversammlung setzte sich jedoch etwas überraschend Amtsinhaber Roman Rahkob durch. Mit dem Wahlergebnis haben sich wohl auch Gehrkes Pläne erledigt. "Mit Sicherheit nicht", so Gehrke gegenüber unserer Zeitung auf die Frage, ob er denn trotzdem für Jübek spielen wollte.
sh:z-Nordfriesland Sport
14.11.2006 Ballgeflüster: Koppelt's Dementi
Dementi: „Es stimmt nicht, dass wir mit Husumer Spielern, Björn Petersen oder auch Torben Carstensen gesprochen haben sollen. Wir hatten bisher nur Kontakt mit Petersen – und das war im Sommer vor Saisonbeginn“, verwies Volker Koppelt vom Bezirksliga-Spitzenreiter SC Norddörfer angebliche Gespräche mit Spielern aus Husum, Lindholm und von Flensburg 08 für die kommende Saison ins Reich der Spekulation. „Das würde zu diesem Zeitpunkt doch nur Unruhe in die Mannschaft bringen, und wäre außerdem zu früh“, stellte Koppelt nach dem 2:0 der Insulaner gegen Haddeby klar.
Flensburger Tageblatt
29.12.2006 Guido Gehrke: "Für ganz oben reicht es noch nicht"
Umbruch, neues Spielsystem und neuer Trainer – keine ganz leichte Spielzeit für die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga. Die Nordfriesen gehören zum oberen Drittel, haben aber mit der Meisterschaft in dieser Spielzeit nichts zu tun.
Pierre Becken erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz im Team des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. Foto: Staudt
Husum (Ulrich Schröder) – Platz sechs nach der Hinrunde in der Fußball-Verbandsliga – etwas mehr hätte es für die Husumer SV schon sein dürfen. „Uns fehlen acht Punkte, wir haben 15 Tore zu wenig erzielt und zehn zu viel bekommen“, fasst Trainer Guido Gehrke kurz und bündig zusammen. „Für ganz oben reicht es noch nicht“, so der Coach, der im Sommer in der Stormstadt begann.

Aber der 34-Jährige blickt nicht nur auf die Tabelle. Er verordnete dem Team zu Saisonbeginn einen Systemwechsel, lässt mit Viererkette in der Abwehr und mit der Raute im Mittelfeld spielen. Das Team ist deutlich verjüngt worden. Spieler wie Pierre Becken, der aus Flensburg kam, sind aus dem Team nicht mehr wegzudenken.

Der eingeschlagene Weg ist richtig, davon ist Gehrke überzeugt: „Es steckt Potenzial in der Mannschaft. Wir spielen ansehnlichen Fußball, die Spieler haben sich zu großen Teilen weiter entwickelt. Wir müssen noch lernen, in entscheidenden Situationen zielorientiert und nicht so verspielt zu sein.“

Ein Saisonziel haben die Nordfriesen buchstäblich auf den letzten Drücker verpasst. Hätten sie Anfang Dezember den TSV Bargteheide besiegt, wäre die Qualifikation für das Hallen-Masters in der Kieler Ostseehalle (13. Januar) perfekt gewesen. Doch es gab nur ein (allerdings höchst umstrittenes) 1:1, und Nord-Rivale Flensburg 08 zog noch an den Husumern vorbei.

Nach einigen Hallen-Auftritten beginnt die Vorbereitung am 11. Januar. Mit von der Partie ist dann Björn Klang, der vom Bezirksoberligisten FC Langenhorn kam. Bereits Anfang Februar (wenn denn das Wetter mitspielt) stehen die ersten beiden Spiele auf dem Programm: Am 3. und 11. Februar sollen die in der Hinrunde ausgefallenen Partien bei Kilia Kiel und bei Comet Kiel nachgeholt werden. Das erste Heimspiel (Sonnabend, 17. Februar) ist gleich ein „Kracher“: Der Tabellendritte Eider Büdelsdorf stellt sich im Friesenstadion vor.

Seit dem Sommer Trainer in Husum: Guido Gehrke.

Für unsere Zeitung blickt Trainer Guido Gehrke auf die bisherigen 17 Partien zurück.

1. Spieltag (3:1 gegen Flensburg 08): „Ein gelungener Auftakt nach einer recht guten Vorbereitung. Gerrit Müller hat drei Mal getroffen und Marcell Voß ein kurioses Eigentor erzielt.“

2. Spieltag (2:5 bei Eider Büdelsdorf): „Dieses Spiel kam für uns zu früh. Zudem war unser Torwart an diesem Tag indisponiert.“

3. Spieltag (1:5 gegen VfB Lübeck II): „Die mit Abstand stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben. Lübeck hat uns die Grenzen aufgezeigt.“

4. Spieltag (2:0 gegen Comet Kiel): „Konzentrierte Darbietung und eine gute Reaktion der Mannschaft nach zwei Rückschlägen.“

5. Spieltag (5:0 beim SV Eichede): „Eines unserer besten Auswärtsspiele. Über 90 Minuten lang gab es keinen Schwachpunkt in unserer Mannschaft.“

6. Spieltag (1:0 gegen den Heider SV): „Ein völlig verdienter Sieg im Derby und unser drittes Zu-Null-Spiel hintereinander.“

7. Spieltag (3:1 beim FC Sörup-Sterup): „Pflichtsieg. Unser vierter Erfolg in Serie.“

8. Spieltag (1:0 gegen RW Moisling): „Ein Klasse-Spiel über 90 Minuten mit Happy End.“

9. Spieltag (1:2 beim TSV Kropp): „Starkes Spiel mit falschem Ergebnis. Unsere beste Auswärtsleistung, ein unberechtigter Elfmeter hat uns das Genick gebrochen.“

10. Spieltag (0:2 beim SV Todesfelde): „Wir haben gut begonnen und hätten klar führen müssen. Danach war’s ganz schwach, wir haben nicht die richtigen Mittel gefunden.“

11. Spieltag (1:1 gegen FC Dornbreite): „Wir haben unsere Vorteile nicht genutzt und trotz Überlegenheit nur ein Tor erzielt.“

12. Spieltag (2:1 bei TuRa Meldorf): „Super erste Halbzeit mit 20:0 Ecken, am Ende ein verdienter Sieg bei einem schwachen Gegner.“

13. Spieltag (3:1 gegen Heiligenstedten): „Da reicht ein einziges Wort: Pflichtsieg.“

14. Spieltag (4:2 in Oldenburg): „Vier Auswärtstore, das hat man nicht oft, allerdings haben wir auch zwei Gegentore nach Einwürfen kassiert. Anschließend hatten wir eine Super-Rückfahrt mit dem Fanclub, der Karneval gefeiert hat.“

15. Spieltag (3:0 gegen Altenholz): „Souveräne und konsequente Vorstellung, ähnlich wie gegen Moisling. Altenholz hat nicht einmal aufs Tor geschossen.“

17. Spieltag (1:1 gegen Bargteheide): „Der einzige Tiefpunkt in dieser Saison, weil wir die Qualifikation für das Hallen-Masters verpasst haben. Wir hätten klar führen müssen, das 2:0 wurde uns aberkannt. Nach dem Hand-Tor zum 1:1 in letzter Minute konnten wir nicht mehr reagieren.“

19. Spieltag (2:3 beim FC Dornbreite): „Starke 20 Minuten haben nicht gereicht. Wir müssen klar führen, haben aber nach zwei individuellen Fehlern nicht mehr die Kurve gekriegt. Fünf Punkte haben wir gegen diesen schwachen Gegner liegen gelassen.“


sh:z-Nordfriesland Sport
16.01.2007 Husums Trainer Guido Gehrke spielt für den FC Haddeby 04
Schleswig (Michael Bock) – Beim FC Haddeby 04 ist Bewegung. Mit Willy Kuhr stand bereits bei den Schleswiger Stadtmeisterschaften der neue, alte Trainer hinter der Bande der SdU-Halle. Die Wege von Haddeby und Trainer Ralf Christiansen hatten sich getrennt. Was die Offiziellen des Bezirksligisten zwei Tage zuvor noch möglichst ganz dicht unter Verschluss halten wollten, kreiste dann als "handfestes" Gerücht durch die Zuschauerreihen und ließ sich am Ende nicht mehr dementieren. Guido Gehrke wird den FC Haddeby 04 in der Rückrunde verstärken. In seiner Freizeit, denn der Job als Trainer beim Verbandsligisten Husumer SV hat natürlich Vorrang. Eine ähnliche "Hilfs"-Aktion von Gehrke war ursprünglich beim Schleswiger Kreisligisten TuS Collegia Jübek geplant. Gehrke hatte seine Unterstützung als Spieler angeboten, seine Zusage nach den Querelen in der Jübeker Fußballabteilung (wir berichteten) aber zurückgezogen. Auch Gehrke hielt sich zunächst noch bedeckt, was das Engagement in Fahrdorf angeht. "Vielleicht geht es auch in Richtung Bordesholm", meinte der Fußball-"Wanderer" vor wenigen Tagen. Mittlerweile ist sein Spielerpass in Haddeby, was Fußball-Obmann Peter Reimer Kopf nickend am Rande des Turnieres bestätigte. Und auch Trainer Willy Kuhr freute sich, dass Gehrke bereit ist, "uns in seiner Freizeit zu helfen." Für ihn sei das aber alles erst offiziell, wenn der "Stempel im Pass" ist. Die Ankündigung, dass der 34-jährige Mittelfeldallrounder den FC Haddeby unterstützen wird, ist laut Kuhr von der Mannschaft positiv aufgenommen worden. "Es kann aber nicht angehen, dass gesagt wird, jetzt kommt der große Altstar und alles geht seinen Weg. Die Mannschaft ist nach den Änderungen gefordert," sagte Kuhr. Der Haddebyer Trainer und Gehrke kennen sich noch aus "alten Fußball-Zeiten". Gehrkes Wohnort Stexwig ist wenige hundert Meter vom Stadion am Lundbarg in Fahrdorf entfernt.

Ballgeflüster

Überraschender Zugang: Beim FC Haddeby 04 ist Bewegung. Mit Willy Kuhr stand bereits bei den Schleswiger Stadtmeisterschaften der neue, alte Trainer hinter der Bande in der SdU-Halle. Die Wege des FC und Trainer Ralf Christiansen hatten sich getrennt. Was die Offiziellen des abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten zwei Tage zuvor noch möglichst ganz dicht unter Verschluss halten wollten, kreiste dann als "handfestes" Gerücht durch die Zuschauerreihen und ließ sich am Ende nicht mehr dementieren. Guido Gehrke wird den FC Haddeby 04 in der Rückrunde verstärken. In seiner Freizeit, denn der Job als Trainer beim Verbandsligisten Husumer SV hat natürlich Vorrang. Eine ähnliche "Hilfs"-Aktion von Gehrke war ursprünglich beim Kreisligisten TuS Collegia Jübek geplant. Gehrke hatte seine Unterstützung als Spieler angeboten, seine Zusage nach den Querelen in der Jübeker Fußballabteilung aber zurückgezogen. Auch Gehrke hielt sich zunächst noch bedeckt, was das Engagement in Fahrdorf angeht. "Vielleicht geht es auch in Richtung Bordesholm", meinte der Fußball-"Wanderer" vor wenigen Tagen. Mittlerweile ist sein Spielerpass in Haddeby, was FC-Fußball-Obmann Peter Reimer am Rande des Turnieres bestätigte. Und auch Trainer Willy Kuhr freute sich, dass Gehrke bereit ist, "uns in seiner Freizeit zu helfen." Für ihn sei das allerdings alles erst offiziell, wenn der "Stempel im Pass" ist. Die Ankündigung, dass der 34-jährige Mittelfeldallrounder den FC Haddeby unterstützen wird, ist laut Kuhr von der Mannschaft positiv aufgenommen worden. 16. Januar 2007 · Flensburger Tageblatt

Ballgeflüster

"Guido-Faktor": Fußball-Bezirksligist FC Haddeby 04 trägt seine Heimspiele auf dem Fahrdorfer Lundbarg in der Rückrunde am Sonntag (bisher Sonnabend) aus. Das teilte Spielausschuss-Obmann Uwe Jacobsen auf der Internet-Seite des Bezirks II (www.shfv-bezirk2.de) mit. Der Grund heißt Guido Gehrke. Der 34-Jährige kickt in der Rückrunde für den FC (wir berichteten), Vorrang hat aber Gehrkes Trainer-Job beim Verbandsligisten Husumer SV. Husum trägt zwölf seiner 17 restlichen Partien am Sonnabend aus, fünf Mal wird am Sonntag gekickt. In den Auswärtspartien bei der FSG Gelting-Kieholm (18. März) und beim TV Grundhof (15. April) muss Haddeby sicher auf seinen prominenten Zugang verzichten.

 


Flensburger Tageblatt / Schlei Bote / sh:z-Nordfriesland Sport
30.01.2007 Husums Trainer Guido Gehrke spielt für den FC Haddeby 04
In der kommenden Woche wird sich entscheiden, wer in der kommenden Saison die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV trainiert. Gespräche zwischen Guido Gehrke und dem Verein laufen.

Husum (Ulrich Schröder) – Auf die Frage nach seiner Zukunft als Trainer beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV wird Guido Gehrke einsilbig. "Dazu möchte ich mich nicht äußern. Eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen." Im Internet sind Spekulationen aufgetaucht, dass Gehrke im Sommer Spielertrainer beim Noch-Bezirksligisten SC Norddörfer werden soll. Auch die mit Gehrke befreundeten Sven Beck (Eider Büdelsdorf) und Christian Heider (TSV Kropp) sollen demnach auf die Insel geholt werden.

Ballgeflüster

Neue Gehrke-Gerüchte: Auf die Frage nach seiner Zukunft als Trainer beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV wird Guido Gehrke einsilbig. "Dazu möchte ich mich nicht äußern. Eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen fallen." Im Internet sind Spekulationen aufgetaucht, dass Gehrke im Sommer Spielertrainer beim Noch-Bezirksligisten SC Norddörfer werden soll. Auch die mit Gehrke befreundeten Sven Beck (Eider Büdelsdorf) und Christian Heider (TSV Kropp) sollen demnach auf die Insel geholt werden. "Wir sind im Gespräch. Ich denke, dass wir in der kommenden Woche Klarheit haben werden", sagt Rolf von Bartikowski, Vorsitzender der Husumer SV. Gehrke wird in der Halbserie den Bezirksligisten FC Haddeby als Spieler unterstützen. (usc) 30. Januar 2007 · Schlei Bote

"Wir sind im Gespräch. Ich denke, dass wir in der kommenden Woche Klarheit haben werden", sagt Rolf von Bartikowski, Vorsitzender der Husumer SV.

Seit dem 11. Januar trainieren die Stormstädter wieder, um sich auf die am Sonnabend mit dem Nachholspiel bei Kilia Kiel beginnende Rückserie vorzubereiten. Im ersten Test am Sonntag gab es ein beachtliches 0:0 beim Oberligisten Holstein Kiel II. "Die Mannschaft hat sehr gut gespielt. Kompakt gestanden, engagiert aufgetreten, klare Chancen gehabt – ein positiver Trend", lobte der Coach, der 18 Spieler einsetzte. In der zweiten Halbzeit stand (nach den Auswechslungen von Björn Fleige und Gerrit Müller) eine sehr junge Husumer Mannschaft auf dem sehr gut zu bespielenden Kunstrasenplatz. In Kiel fehlten lediglich Ingo Cornils und Dennis Schulte. "Gut, wenn man so einen starken Gegner bekommen kann", so Gehrke, der seine guten Kontakte zu Holsteins Co-Trainer Martin Balsam spielen ließ.

In dieser Woche stehen zwei weitere Testspiele auf dem Programm. Heute (19 Uhr) gastiert der Verbandsligist beim Bezirksoberligisten TSB Flensburg, am Donnerstag (19 Uhr) dann beim VfR Schleswig (ebenfalls Bezirksoberliga). Dazu kommen noch zwei Trainingseinheiten – dann hofft Gehrke, dass sein Team für das schwere Spiel am Sonnabend (15 Uhr) bei Kilia Kiel gerüstet ist.

Der Tabellen-Fünfte hat in der Winterpause kräftig nachgelegt. Das Team von Trainer Frank Drews will trotz 15 Punkten Rückstand auf den VfB Lübeck II noch Meister werden und hat dafür Marc Sümnik (Comet Kiel), Philipp Reinhold (Holstein Kiel II), Christian Kappler (Concordia Hamburg) und Tufan Ergün (VfR Neumünster) verpflichtet.

sh:z-Nordfriesland Sport
07.02.2007 Hansen kehrt zur HSV zurück
Fußball-Verbandsligist Husumer SV und Trainer Guido Gehrke werden ihre Zusammenarbeit nach Abschluss der laufenden Saison beenden. Im Sommer kommt Hans-Peter Hansen zurück.
Guido Gehrke wird die Husumer SV zum Saisonende verlassen. Foto: Staudt

Husum (Ulrich Schröder) – Trainer-Rückkehr wie in der Bundesliga – und doch ist es anders als beim FC Bayern München: Ottmar Hitzfeld hat Felix Magath beim deutschen Fußball-Meister direkt beerbt, beim Verbandsligisten Husumer SV war zwischen Hans-Peter Hansen und Guido Gehrke noch Volker Schallhorn in der Stormstadt beschäftigt.

Die Fakten: Guido Gehrke und der Verein werden ihre im Sommer 2006 begonnene Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus nicht fortsetzen. Darauf einigten sich Gehrke, der Klubvorsitzende Rolf von Bartikowski und Liga-Manager Dieter Schleger.
Hauptgrund ist der hohe zeitliche Aufwand, den der Trainer betreibt. "Ich fahre 2500 Kilometer im Monat nur für die Husumer SV", sagt Gehrke, dessen Wohnort Stexwig an der Schlei 44 Kilometer von Husum entfernt liegt. Zudem steht beim 34-Jährigen, der am 1. Januar 2006 zunächst als Spieler in Husum begann, im Sommer eine berufliche Veränderung an.

Gehrke: "Als Trainer muss man sich 100 Prozent für die Mannschaft einsetzen. Das kann ich vom Sommer an nicht mehr gewährleisten. Und 70, 80 Prozent reichen nicht."

Hans-Peter Hansen übernimmt im Sommer.

Beide Seiten betonen, dass die Entscheidung im gegenseitigen Einvernehmen und ohne Groll erfolgt ist. "Er hat die Mannschaft verjüngt und die jungen Leute gut integriert. Er kommt gut an bei den jungen Leuten", zollt Dieter Schleger Gehrkes Arbeit Anerkennung. "Ich habe Strukturen verändert. Diesen Weg muss der Verein weiter gehen", wünscht sich Gehrke.

Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich nicht schwierig. Der Vorstand lotete zunächst aus, ob Hans-Peter Hansen Inteteresse an einem Comeback auf der Trainerbank hätte – als ein positives Signal kam, stieg man in die Gespräche ein. "Ein erfahrener Trainer, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben", so der Klubvorsitzende Rolf von Bartikowski über den "alten Neuen." Hans-Peter Hansen befindet sich derzeit auf Klassenfahrt und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Hansen (55) hatte die HSV 1999 übernommen und 2001 zur Verbandsliga-Meisterschaft geführt. Es folgten drei Jahre in der Oberliga, vor gut zwei Jahren (im Januar 2005) beendete man die Zusammenarbeit.

"Er wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen und weiter mit jungen Leuten arbeiten", ist sich Manager Dieter Schleger sicher. In dieser Saison soll der derzeitige sechste Tabellenplatz noch etwas verbessert, in der Spielzeit 2007/08 dann die neue Schleswig-Holstein-Liga im Zuge der Strukturreform in Angriff genommen werden. Ein einstelliger Tabellenplatz in der Qualifikations-Saison müsste es auf jeden Fall sein.

Was Guido Gehrke nach dem 30. Juni im Fußball macht (und ob überhaupt), steht noch in den Sternen. "Ich weiß es nicht", so der 34-Jährige. Vor der Mannschaft, so von Bartikowski, habe Gehrke erklärt, dass es sich beim möglichen Engagement als Spielertrainer beim SC Norddörfer nur um ein Gerücht handele.

sh:z-Nordfriesland Sport
10.02.2007 Hans-Peter Hansen kehrt zur Husumer SV zurück
Zusammenarbeit mit Guido Gehrke endet im Sommer / Entscheidung im gegenseitigen Einvernehmen
Hans-Peter Hansen kommt im Sommer zurück.

Husum (Ulrich Schröder) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV und Trainer Guido Gehrke werden ihre Zusammenarbeit nach Abschluss der laufenden Saison beenden. Im Sommer kommt Hans-Peter Hansen zurück.Trainer-Rückkehr wie in der Bundesliga – und doch ist es anders als beim FC Bayern München: Ottmar Hitzfeld hat Felix Magath beim deutschen Fußball-Meister direkt beerbt, beim Verbandsligisten Husumer SV war zwischen Hans-Peter Hansen und Guido Gehrke noch Volker Schallhorn in der Stormstadt beschäftigt.

Die Fakten: Guido Gehrke und der Verein werden ihre im Sommer 2006 begonnene Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus nicht fortsetzen. Darauf einigten sich Gehrke, der Klubvorsitzende Rolf von Bartikowski und Liga-Manager Dieter Schleger.

Hauptgrund ist der hohe zeitliche Aufwand, den der Trainer betreibt. "Ich fahre 2500 Kilometer im Monat nur für die Husumer SV", sagt Gehrke, dessen Wohnort Stexwig an der Schlei 44 Kilometer von Husum entfernt liegt. Zudem steht beim 34-Jährigen, der am 1. Januar 2006 zunächst als Spieler in Husum begann, im Sommer eine berufliche Veränderung an. Gehrke: "Als Trainer muss man sich 100 Prozent für die Mannschaft einsetzen. Das kann ich vom Sommer an nicht mehr gewährleisten. Und 70, 80 Prozent reichen nicht."

Beide Seiten betonen, dass die Entscheidung im gegenseitigen Einvernehmen und ohne Groll erfolgt ist. "Er hat die Mannschaft verjüngt und die jungen Leute gut integriert. Er kommt gut an bei den jungen Leuten", zollt Dieter Schleger Gehrkes Arbeit Anerkennung. "Ich habe Strukturen verändert. Diesen Weg muss der Verein weiter gehen", wünscht sich Gehrke.

Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich nicht schwierig. Der Vorstand lotete zunächst aus, ob Hans-Peter Hansen Inteteresse an einem Comeback auf der Trainerbank hätte – als ein positives Signal kam, stieg man in die Gespräche ein. "Ein erfahrener Trainer, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben", so der Klubvorsitzende Rolf von Bartikowski über den "alten Neuen." Hans-Peter Hansen befindet sich derzeit auf Klassenfahrt und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Hansen (55) hatte die HSV 1999 übernommen und 2001 zur Verbandsliga-Meisterschaft geführt. Es folgten drei Jahre in der Oberliga, vor gut zwei Jahren (im Januar 2005) beendete man die Zusammenarbeit.

"Er wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen und weiter mit jungen Leuten arbeiten", ist sich Manager Dieter Schleger sicher. In dieser Saison soll der derzeitige sechste Tabellenplatz noch etwas verbessert, in der Spielzeit 2007/08 dann die neue Schleswig-Holstein-Liga im Zuge der Strukturreform in Angriff genommen werden. Ein einstelliger Tabellenplatz in der Qualifikations-Saison müsste es auf jeden Fall sein.

Was Guido Gehrke nach dem 30. Juni im Fußball macht (und ob überhaupt), steht noch in den Sternen. "Ich weiß es nicht", so der 34-Jährige. Vor der Mannschaft, so von Bartikowski, habe Gehrke erklärt, dass es sich beim möglichen Engagement als Spielertrainer beim SC Norddörfer nur um ein Gerücht handele.

Schlei Bote / Flensburger Tageblatt
26.03.2007 Spieler-Einkäufer

Hinter den Kulissen der Vereine kommt es häufig zu interessanteren Abläufen als auf dem Spielfeld. So macht der designierte Aufsteiger in die Bezirksoberliga Nord, SC Norddörfer, Schlagzeilen. Der zukünftige Trainer-Assistent Guido Gehrke befindet sich auf Spieler-Einkaufstour im Lande. Norddörfer-Chef Volker Koppelt geht bereits auf Distanz zu Gehrke.

Holsteinischer Courier 
Saisonende Gehrke zieht Fazit

Guido Gehrke beendet seine Trainertätigkeit bei der Husumer SV mit Ablauf dieser Saison.
Exklusiv für unsere Homepage zieht er ein Saisonfazit rund um die Husumer SV

Saison: Ich denke, es ist an der Zeit, die doch für mich sehr bewegende Saison mit ein paar Zeilen zu vollenden.

Da es vor der Saison zu einer späten Verpflichtung meinerseits kam, war es doch recht schwer, noch die eine oder andere Verstärkung zu verpflichten. Nichtsdestotrotz haben wir es geschafft, eine schlag- und entwicklungsfähige Mannschaft zusammen zustellen.

So ging es in die Vorbereitung, und mir wurde schnell klar, dass ich eine sehr leistungswillige Mannschaft vor mir hatte. Wir haben in dieser Zeit eine Menge neuer Dinge (Systemwechsel etc.) eingeführt, und die Truppe hat immer versucht, ihr Bestes zu geben!

Natürlich lief noch lange nicht alles so, wie ich mir es gewünscht hatte, aber wir haben uns stetig entwickelt (mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger). Es gab auch wirklich eine ganze Menge Nachholbedarf, denn wenn ich ehrlich bin, lag hier doch einiges im Argen. Das waren Dinge wie Taktik, Spielverhalten und technische Belange, um nur einiges zu benennen. Hätte ich die Truppe schon ein Jahr vorher gehabt, wäre ich auf den Ausgang dieser Spielzeit sehr gespannt! Denn die Mannschaft hat ein enormes Potential in sich.

Zusammen haben wir in dieser Saison mehrere Systeme gespielt, und ich bin wirklich erstaunt über die teilweise hervorragende Umsetzung der Mannschaft. Dies geschah ohne großes Murren und Motzen, denn die Mannschaft (und auch ich) hat daran geglaubt, was vorgegeben wurde. Ein ganz wichtiger Faktor, um erfolgreich zusammen zuarbeiten. Die Mannschaft hat auch in dieser Hinsicht wahren Charakter gezeigt, und dafür möchte ich mich bedanken.

Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, ist es heutzutage aber weiß Gott nicht mehr! Ordnung auf dem Spielfeld, die nötige Disziplin auf und neben dem Platz müssen auch weiterhin gefördert werden. Diese Komponenten sind für diese junge Truppe unabdingbar! Ansonsten würde die Mannschaft (teilweise) wieder in ihren alten Trott verfallen - und das wäre sehr schade...

Alles in Allem war es für mich eine sehr schöne Saison, die mir als Trainer sehr gefallen hat.

Verein: Es war eine schöne Geschichte, für die HSV zu arbeiten. Vielleicht ein wenig zu kurz, aber man(n) sieht sich ja immer zweimal im Leben ;-)

Die HSV steht vielleicht geographisch ein wenig Abseits, dies aber völlig zu Unrecht. Gerade darin besteht eine große Chance, denn die hiesigen Talente gehen nicht so schnell zu anderen Vereinen.

Mit ein wenig mehr Zug im Scouting würden wesentlich mehr Möglichkeiten bestehen. Der Zusammenschluss in der Jugendarbeit war schon mal ein großer (und sehr guter) Schritt in die richtige Richtung! Weiter so...

Der Verein steht auf gesunden Füßen und wird auch sehr gewissenhaft geführt. Natürlich ist hier auch noch lange nicht alles ausgereizt. Neue Strukturen in allen Bereichen wären nicht das schlechteste (siehe den Platz, Flutlicht, Vereinsheim etc).

Man darf nicht vergessen, dass alles nur ehrenamtlich betrieben wird und somit auch eingeschränkt zu betrachten ist. Nur zu meckern bringt nichts, hier sind alle gefordert, sich auch mal zu zeigen!

Aus Gesprächen mit Rolf von Bartikowski bin ich sicher, dass der Verein auch hier neue Maßstäbe setzen wird. Alles step by step.

Homepage: Generell ist die Homepage eine der besten, die ich kenne (Sven und Bernd, weiter so!). Sehr informativ, immer auf dem neuesten Stand und deckt nahezu alle Bereiche ab.

Es ist natürlich sehr schade, dass das Gästebuch und das Forum vorübergehend geschlossen wurden. Dies hängt natürlich auch mit meiner Person zusammen. Was sich da einige (»Vollamateure«) geleistet haben, ist einfach nur unglaublich! Es macht eigentlich keinen Sinn, darauf zu antworten, deshalb habe ich mich zu dem ganzen Bullshit auch nicht geäußert. Fundierte sportliche Meinungen waren leider Mangelware. Diese Plattform für persönliche Unmutsäußerungen zu nutzen, halte ich für einfach nur schwach. Der persönliche Weg von Auge zu Auge wäre da mannhafter gewesen. Früher wurde das auf dem Platz ausgetragen ;-)

Zu den ewig Nörglern kann ich nur sagen: »Macht doch mal was SELBER!« Ewig den Lauten machen ist einfach, nur selber mal anpacken, tun halt die Wenigsten!

Es betreiben alle Aktiven einen sehr hohen Aufwand für eine wirklich geringe Entlohnung (das gilt auch für mich). Wer den Trainingsaufwand nur ein bisschen kennt und meine Einstellung zum Fußball, der weiß, was an Zeit, Kilometern, Nerven, Anspannung, Leidenschaft etc. drauf geht...

Also, erstmal was machen und dann erzählen...ansonsten, wie mein Freund Dieter Nuhr so schön sagt: »Einfach mal die Fresse halten!«

Es wäre einfach nur schade, wenn das Gästebuch geschlossen bleiben würde.

Kommen wir jetzt zur Mannschaft:

Melf Molinas: Kam nach der Winterpause zu seinen Einsätzen. Wir haben mit Ihm eine sehr gute Ausbeute geholt. Gibt der Mannschaft die nötige Sicherheit und kann in den vorgebenden Systemen hervorragend mitspielen. Melf gehört zweifelsohne die Zukunft im HSV-Tor.

Momme Reinhold: Ein ganz zuverlässiger Partner für jeden Trainer. Er ist immer da und klagt nie! Momme sollte ein wenig mehr aus sich herauskommen, denn er hat das Zeug zu mehr!

André Teubler: Auch André ist ein zuverlässiger Torhüter. Nur fehlten Ihm in dieser Saison die spielerischen Fähigkeiten, die ein »moderner« Keeper heute benötigt. Trotzdem vielen Dank für den großen Einsatz von André.

Ingo Cornils: Auch Ingo kam etwas schleppend in die Saison, aber mit zunehmendem Verlauf der Saison hat Ingo der Truppe seinen Stempel aufgedrückt. Er ist sehr variabel und hat unserem Spiel die nötigen Impulse gegeben. Ich denke, der Systemwechsel hat ihm neue Freude am Fußball vermittelt.

Sascha Rettkowski: Mein Kapitän, ist immer präsent und zuverlässig in allem, was er tut. Rettko hat sich mit dem Verlauf der Saison erheblich gesteigert. Stellt sich der Situation und ist im Abwehrbereich nicht wegzudenken! Vorbildlich, wie es sich gehört für einen Kapitän.

Marcell Voß: Der Junge weiß gar nicht, wozu er im Stande ist. Marcell zeigt immer vollen Einsatz, im Training und im Spiel. Er sollte sich mehr auf sein eigenes Spiel konzentrieren, dann kann er in der »Kette« alles spielen. Die VL ist für Ihn eigentlich zu wenig...

Lars Hermann: Ein guter VL-Kicker mit ner Menge Luft nach oben. Sollte Lars mal eine Saison komplett durchspielen können, wird er sich erheblich steigern können. Stellte sich für den Rest (wie viele andere) in den Dienst des Vereins und spielte in der »Zweiten«.

Dennis Schulte: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Dennis fast die komplette Serie spielt. Er hat seine Chance genutzt und spielt eine sehr stabile Serie. Sein »kleines« Phlegma hat er schon fast abgelegt. In dieser Verfassung in fast jeder VL-Mannschaft gesetzt.

Erion Alla: Aufgrund von Trainingsrückständen und Verletzungen kam Erion in der Hinrunde nur selten zum Einsatz. Was für ein großartiger Techniker er ist, weiß wohl jeder. Nur im Leistungsbereich werden auch andere Dinge verlangt. Erion spielt eine akzeptable Rückrunde.

Pierre Becken: Für seine 1. Herrensaison ein absoluter Volltreffer. Er spielt eine zentrale Rolle in unserem System, ist trainingsfleißig und hat eine sehr gute Einstellung zum Fußball. Pierre sollte schnellstmöglich all seine Möglichkeiten ausschöpfen, denn er hat das Zeug zu mehr! Becker, aber auch der Kopf gehört zum Fußball...

Martin Herpel: Vielleicht der kompletteste Spieler in Husum (nur weiß er es selber nicht ;-)). Aufgrund seiner beruflichen Situation nur bedingt einsetzbar. Ein Weggang in eine tiefere Liga wäre eine Sünde!!!

David Lies: Ein Junge mit hoher Spielintelligenz. Was ihm fehlt, ist ein Schuss Power (MV lässt grüßen)! Sollte auf jeden Fall am »Ball« bleiben, denn da geht noch was...die Einstellung zum Sport stimmt zu 100 Prozent!

Marcel Otto: Ihn hatte ich vor der Saison überhaupt nicht auf dem Zettel. Eine durchaus positive Überraschung, auch wenn er in der Rückrunde etwas abgefallen ist. Marcel besitzt Potential, muss aber in Sachen Taktik und Spielverhalten eine Menge lernen.

Sebastian Saeltz: Die Stütze in unserem Mittelfeld. Mit seinen jungen Jahren spielt er eine sehr konstante Saison. Immer pünktlich, zuverlässig und trainingsfleißig. Das sind wichtige Kriterien, wenn man weiter nach oben will! Er hat das Zeug zu mehr...

Sebastian Steglich: Konnte die Sommervorbereitung aus beruflichen Gründen nicht bestreiten. Ich wusste aber immer: »Das ist einer!« Sebastian hat sich dann auch zusammen gerissen und sich zu einem guten Spieler etabliert. Das Potential ist vorhanden, es liegt nur an ihm...

Michael Petersen: So einen brauchst Du in jeder Mannschaft, er passt auch in jede. Ein Naturbursche halt. Es fehlt Micha noch ein wenig an Konstanz. Sollte er dies abstellen und seinen Kopf für die wichtigen Dinge (Fußball) freibekommen, dann wird auch seine Torausbeute in die Höhe schnellen.

David Strüning: Unser Youngster. Ich bin froh, dass er immer weitergemacht hat und nicht die Flinte ins Korn geschmissen hat. Den Lohn hat er sich in den letzten Spielen selber abgeholt. Wie wichtig er schon jetzt ist, sieht man an den letzten Spielen. David gehört die Zukunft im HSV-Sturm. Er bringt für einen Vollblutstürmer alles mit! Weiter so...

Gerrit Müller:  Mister Husum...auch in dieser Serie ein Torgarant (es hätten aber auch mehr sein müssen!). Arbeitet viel für die Mannschaft auf dem Spielfeld, was oft vergessen wird. Ich hätte Gerrit gerne schon früher gehabt, denn wäre er ein »richtig« Guter geworden ;-)

Björn Fleige: Einer der wenigen »Alten« in unserer Mannschaft, aber immer noch voll auf der Höhe! Vorbildlich in seiner Einstellung und das seit Jahren. Björn gibt für den Verein alles. Hut ab!

Michael Wolter: Kam zu zwei Einsätzen. Michael hat die gesamte Vorbereitung mitgemacht und war dann auf einmal verschollen... Hierzu empfehle ich, sich an Becken, Saeltz, Strüning oder Steglich zu orientieren, dann kann es noch was werden.

Christian Klein: Stand uns für ein Spiel zur Verfügung. Auch ein guter Junge, wie fast alle Husumer-Jungs.

Björn Klang: Björn kam zur Winterpause. Er ist engagiert und zuverlässig. In puncto Taktik und Spielverhalten gibt es noch einiges aufzuholen. Denke, dass er bereit ist, weiter zu lernen.

Max Hundsdörfer: Ein lustiger Vogel...kann ich meine Sachen mitnehmen und mal bei Euch mitfahren? Schrieb er mir per SMS. Max hat es gemacht und sich vernünftig integriert. Kam so zu seinen Kurzeinsätzen.

Andre Schyma: Kam zu zwei Einsätzen und ist dann zum SC N gewechselt.

Lars Jensen: Stand uns für drei Spiele zur Verfügung. Charakterlich ein einwandfreier Bursche...

Patrick Genge: Kam aufgrund der angespannten Personalsituation zu zwei Einsätzen. In diesen Einsätzen hat er seine Aufgabe voll erfüllt.

Nils Langwadt: Nils verletzte sich in der Vorbereitung leider sehr schwer, deshalb stand er uns leider nicht zur Verfügung.

Umfeld: An erster Stelle stehen hier natürlich Malle, Frank und Backsi, die uns die gesamte Saison unterstützt haben.

Was Malle für die Mannschaft leistet, ist einfach sensationell!!! Er würde jede Woche in der Elf des Tages stehen. In seiner Funktion ist er für diese Mannschaft und auch den Trainer unersetzlich. Nie ein böses Wort und immer gute Laune, dazu absolut zuverlässig. Mehr geht nicht...dafür einen riesen Dank Malle!

Kommen wir jetzt zu unserem Physio Backsi, auch er war fast die gesamte Saison immer an Bord und hat die Spieler fachgerecht versorgt. Auch privat können die Jungs immer zu Ihm kommen. Sein Herz schlägt für die Mannschaft was auch einige wichtige Prozentpunkte für Sieg oder Niederlage ausmacht!
Backsi, auch Dir ein riesen Dank für die gute Arbeit.

Einen Torwarttrainer zu haben, ist eine schöne Sache, einen wirklich guten zu haben ist noch viel besser! Frank, für Deine professionelle Leistung auf dem Trainingsplatz ziehe ich den Hut. Ich hätte Dich gerne im Trainerstab gehabt...

Auch an Gustav ein großes Dankeschön, denn er hat wichtige Fahrdienste geleistet. Man könnte auch sagen, dass er Malle`s Chauffeur ist ;-)

Hoffe ich habe hier keinen vergessen...

Vereinsführung: Dass die Husumer SV von einer guten Führung geleitet wird, hatte ich bereits erwähnt. Hier ist in erster Linie Rolf von Bartikowski zu erwähnen. Ich habe noch nie einen 1. Vorsitzenden mit solch einer Präsens erlebt. R v.B. ist fast jeden Tag im Stadion und erledigt die administrativen Geschicke des Vereins vorzüglich. Was er an Zeit investiert, ist der reine Wahnsinn. Der 1. Vorsitzende ist zu jeder Zeit loyal, sachlich und hat immer ein offenes Ohr für jedermann.

Es gibt natürlich noch eine Person, die entscheidend ist für die HSV: Dieter Schleger. »Schorsch« ist die gute Seele des Vereins und sitzt stets zwischen allen Stühlen. Sein Engagement ist vorbildlich, und der Verein ist für Ihn eine reine Herzensangelegenheit! Auch Dieter ist für jeden da.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch der »Meggerpott« Bernie. Auch er hat mehrere Funktionen inne (Fußballobmann, Wirt, Maler und und...). Die Arbeit, die diese drei Männer zusammen leisten, habe ich in dieser Form noch nicht vorgefunden. 
Hierfür meinen Respekt!!!

Fans: Für jeden Verein schön, wenn man überhaupt welche hat. Das ist bei der Husumer SV gegeben und für die Spieler natürlich eine zusätzliche Motivation.

Hier ist in erster Linie LO zu nennen, der versucht, alle bei der Stange zu halten. Er bringt immer gute Stimmung und hat auch immer wieder neue Ideen. Der Fanclub um Peter-Leipzig und de Martens hat uns in dieser Saison fast immer angefeuert und für das ein oder andere Highlight gesorgt  (denke da an die Auswärtsfahrt nach Oldenburg!!! ).

Auch an den Fanclub ein ganz besonderer Dank! 

Weiter so und lasst die Jungs niemals hängen...

Fazit: Es war für mich alles in allem ein tolles Jahr als Fußballtrainer bei der Husumer SV, das ich nicht missen möchte.

Ich habe viele sehr nette Menschen kennen und schätzen gelernt. Vielleicht haben auch einige Guido Gehrke von einer ganz anderen Seite kennengelernt, das würde mich persönlich sehr freuen!

Natürlich gibt es auch einige Dinge, die es gilt zu verbessern und die nicht so gut gelaufen sind.
Für einen Trainer ist es von Vorteil, mit dem kompletten Kader die gesamte Saison zu arbeiten. Da die Anzahl der Spieler für beide Herrenmannschaften nicht gerade üppig war, kam es nach der Winterpause natürlich vermehrt zu Engpässen. Diese Defizite sollten schnellstens beigelegt werden, denn die letzten Jahre wurde es immer eng! Darunter leidet natürlich die Qualität des einzelnen Spielers und fördert nicht seine Weiterentwicklung. Ein Wechselspiel von 2-3 Spielern im Verlauf  einer Saison ist durchaus normal. Nur hier sind es 6-8 Spieler, und das ist eindeutig zu viel!

Hier gilt es den Hebel anzusetzen, da beide Mannschaften auf einem hohen Niveau spielen.
Ferner würde ich mir für die Mannschaft ein paar weitere »Annehmlichkeiten« wünschen, die die gesamte Trainingsarbeit vereinfachen. Bessere Trainingsbedingungen (Flutlicht etc.), bessere Rahmenbedingungen (waschen der Trainingsklamotten, für die Busreisen Lunchpakete usw.) sind hier nur ein paar Anregungen.

Weiter auslassen möchte ich mich nicht weiter, denn das steht mir nicht zu. Außerdem würde es dem positiven Gesamteindruck nicht entsprechen.

Selbstverständlich habe ich auch bestimmt nicht alles richtig gemacht -  auch ich habe wieder eine Menge dazu gelernt.

Also, ich hoffe, dass alle auch weiterhin so prächtig mitziehen und sich für die HSV einsetzen!

 



Spielplan 2006/07 - Verbandsliga Schleswig-Holstein

Test 16.07.06 Husumer SV Altona 93 0:4

Eine Hälfte lang ein gleichwertiger Gegner

Husumer SV unterliegt Altona 93 0:4 / Heute Abend (19.30 Uhr) Test gegen Blauweiß Löwenstedt
Zweikampf um den Ball: Der Hamburger Davide Busso-Pedroso (li.) und Husums Lars Hermann. Foto: Voss
Husum (ree) – Gegen Altona 93 hatte die Husumer SV schon zu Oberligazeiten ihre Probleme. Im ersten Testspiel am Sonntag war es gegen die Hamburger nicht anders. Aber das 0:4 (0:0) von gestern täuscht ein wenig: Die Nordfriesen waren zumindest in der ersten Halbzeit ein völlig gleichwertiger Gegner. Guido Gehrke, Husums neuer Coach, war nach den 90 Minuten in brütender Hitze total zufrieden. "Super gespielt", meinte er, "das war der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Und wir wissen, wo wir uns noch verbessern müssen."
Bereits hervorragend klappte im ersten Durchgang die Sache mit dem neuen System: Viererkette mit vorgeschalteter "Raute". Sascha Rettkowski und Niels Langwadt, der Neue aus Schleswig, gaben in der Innenverteidigung ein prima Paar ab. Und noch besser kam Sebastian Saeltz zur Geltung. Die Rolle im hinteren Teil der Raute scheint ihm wie auf den Leib geschnitten. Viele Spieleröffnungen nahmen bei ihm ihren Anfang. Saeltz sorgte jedenfalls maßgeblich mit dafür, dass die Husumer Spielanteile in der ersten Halbzeit größer waren als die der Gäste.
Im zweiten Durchgang, in deren Verlauf Gehrke sieben neuen Akteuren eine Chance gab, zeigte auch Neuzugang Pierre Becken, dass er für die SV eine Verstärkung bedeuten kann. Der ehemalige Flensburger bewies viel Spielübersicht und gute Technik.
Im Angriff strahlten die Stormstädter noch nicht jene Gefährlichkeit aus, die man sich von ihnen erhofft. Es gab aber in der starken ersten Halbzeit prima Chancen, um in Führung zu gehen. So wurde ein Kopfball von Gerrit Müller von 93-Keeper Oliver Hinz spektakulär zur Ecke gelenkt (14.). Und der wuchtige 35-m-Schuss vom starken Marcell Voss war auch auf dem richtigen Weg, wurde aber ebenfalls eine Beute des Keepers (30.).
Altonas auffälligster Akteur war Patrick Westphal der in der 35. Minute nach einem Solo erst von SV-Keeper André Teubler gestoppt werden konnte. In der 11. Minute hatte Sascha Rettkowski einen Schnitzer des Husumer Keepers bereinigt und gegen Fatih Gurel im letzten Moment das 0:1 verhindert.
Nach dem Seitenwechsel sprach das Chancenverhältnis allerdings eindeutig für die Gäste. Und die Hamburger nutzten ihre Gelegenheiten gegen die nachlassende Husumer Abwehr clever und unnachsichtig. Davide Petroso-Busso (48.) sorgte für das 0:1, später ließen Berkan Algan (72.), sowie Jürgen Tunjic (76. und 87.) die Tore zum 0:4-Endstand folgen. Zwischenzeitlich hätte Lars Hermann, der sowohl als linker Außenveretidiger als auch im linken Mittelfeld gute Szenen hatte, durchaus noch einmal ausgleichen können. In der 64.Minute verpasste er das mögliche 1:1, als er sich durch blitzschnellen Einsatz den Ball erkämpft hatte, diesen dann aber nicht am gegnerischen Torwart vorbei bekam. Dies war die einzige Torchance der Husumer in dieser Halbzeit – aber eine hochkarätige.
Husumer SV: Teubler – Voss, Langwadt, Rettkowski, Hermann – Saeltz, Herpel, Berger, Becken – Müller, Petersen. In der 2.Halbzeit: Reinhold, Schyma, Otto, Strüning, Lies, Wolski, Schulte.
Altona 93: Hinz – Sachs, Leinroth, Oduro-Opuni – Moheit, Westphal, Brück, Rakocevic, Gurel – Nikolov, Petroso-Busso. In der 2.Halbzeit: Lipke, Stilz, Algan, Browarczyk, Tunjic
Schiedsrichter: Dennis Lübker (Jübek)
Zuschauer: 150.
17 Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

Fußball-Testspiel: Husumer SV empfängt Altona 93

Husum (ree) – Gleich einen Hochkaräter gönnt sich die Husumer SV zum Auftakt ihrer Testspielreihe für die Saison 2006/2007. Am Sonntag (15 Uhr) kommt Altona 93 ins Friesenstadion. Dieter Schleger, die Nummer drei in der Husumer Vorstandsriege, hat auf dem Wochenmarkt schon eine Flagge des Hamburger Traditionsclubs erworben. Die wird er am Sonntag, ganz im Trend dieses Sommers, an exponierter Stelle aushängen. "Vielleicht kann ich unseren Gästen mit dieser Geste eine Freude machen", sagt Schleger zu seiner Idee. Wenig Freude hatten die Husumer in ihrer Oberligazeit mit den Altonaern. Nach einem 1:0-Erfolg in der ersten Begegnung (Torschütze Müller) setzte es drei Niederlagen – die beiden in der Hansestadt jeweils mit 0:5. "Am Sonntag ist das Ergebnis aber ziemlich egal", sagt Husums Trainer Guido Gehrke. Er will, wie zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung nicht unüblich, möglichst viele seiner Akteure zum Einsatz bringen. Klar ist, dass der neue Coach ihnen ein neues System vermitteln wird. Und das wird den Spielern, wie aus dem Munde Gehrkes immer wieder zu hören ist, "viel Variabilität" abverlangen. Vielleicht wird man am Sonntag zumindest in Ansätzen schon erkennen können, wie das aussieht. Aber gemach: Nach sieben Trainingseinheiten in dieser Woche werden die Akteure "platt" sein. Altona 93 hat die letzte Oberligasaison als Tabellensiebter abgeschlossen. Die Mannschaft von Trainer Andreas Prohn hat damit die beste Platzierung aller Hamburger Teams in dieser Spielklasse erreicht. Der Traditionsclub will sich als "dritte Kraft" in der Hansestadt fest etablieren und peilt den Sprung in die Regionalliga an.
15 Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 17.07.06 Husumer SV SV Blau Weiß Löwenstedt 2:1

Nachrichten

Husum schlägt Löwenstedt 2:1

Husum (ree) – Ein Trainigsspiel zwischen der Husumer SV und Blauweiß Löwenstedt endete am Montagabend mit einem 2:1 (1:1)-Sieg der Stormstädter. SV-Trainer Guido Gehrke setzte bei diesem Treffen zwei komplette Teams ein. Während die eine Hälfte spielte, trainierte die andere. Die Führung des Kreisligisten in der 18.Minute durch Carstensen glich Michael Berger in der 30.Minute aus. Gerrit Müller gelang eine Viertelstunde vor Schluss das 2:1 für den SV-Kader. Bei ihnen hatte Björn Fleige zuvor einen Strafstoß verschossen (55.).
19 Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
In Kürze
Fußball: Ein Trainigsspiel zwischen der Husumer SV und Blauweiß Löwenstedt endete am Montagabend mit einem 2:1 (1:1)-Sieg der Stormstädter. SV-Trainer Guido Gehrke setzte bei diesem Treffen zwei komplette Teams ein.
19 Juli 2006 · Schlei Bote
Test 23.07.06 Blitzturnier in Seeth    

Husumer SV kommt gut voran

Guido Gehrke war mit dem Trainingslager zufrieden.

Husum (ree) - Die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV konnten am Wochenende über einen Mangel an Aktivitäten nicht klagen. Direkt aus dem Trainigslager in Borgwedel ging es am Sonntag zum Blitzturnier des TSV Seeth-Drage. Etwas „unrund“ gingen sie, nachdem sie ihren Autos entstiegen waren. Und auch dem leicht gequälten Gesichtsausdruck des einen und anderen Akteurs sah man an, dass hart gearbeitet worden war. Dennoch äußerten sich alle zufrieden über das Programmpunkt an der Schlei. Begeisterung auch beim Trainer. „Das war echt gelungen, „sagte Guido Gehrke, „wir haben sehr viel getan und sind noch enger zusammengewachsen.“ Besonders angetan war der Coach von der Bereitschaft seines Kaders, vor Ort mehr zu tun als der Plan vorsah. Bei der Husumer SV hat offenbar alle der Ehrgeiz gepackt.

Pech in Borgwedel hatte allerdings Marcell Voss. Der Heider verletzte sich am Sonnabend. „Eine Zerrung, nichts Weltbewegendes“, sagte Voss. Für das Kreispokal-Finale beim MTV Leck am Mittwoch (19 Uhr) fällt der rechte Außenverteidiger auf jeden Fall aus. Gehrke lässt sich davon nicht irritieren: „Wir können jede Position adäquat ersetzen.“

Trotz geschlauchter Körper war in Seeth – je 45 Minuten gegen Flensburg 08 (0:1) und gegen Seeth-Drage (4:0) – schon eine Menge zu sehen von der Spielphilosophie, die der neue Trainer mit an die Nordsee bringt. „Ball laufen lassen“ und „Mitmachen“ waren die häufig zu hörenden Verbalanstöße auf dem Platz. Das erfordert ständige Orientierung sowie reichlich Denk- und Positionsarbeit. Alle in Seeth eingesetzten Akteure haben gezeigt, dass sie sich in den Dienst dieser Philosophie stellen können und wollen. Der Ball lief manchmal „wie am Schnürchen“ – und das nicht selten über mehr als zehn Stationen.

Am Mittwoch geht es erstmals wieder um was für dieHusumer SV. Nach dem 0:2-Fauxpas im Kreispokal-Finale 2005 gegen Leck ist Guido Gehrke für die Neuauflage gewarnt: „Überraschen lassen wir uns nicht. Ich setze voraus, dass wir gewinnen“, verkündet er. Und verspricht: „Wir werden Feuer geben.“

25. Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Blitzturnier: Alles eine Stunde früher

Seeth (sh:z) - Terminänderung beim Blitzturnier des Fußball-Kreisligisten TSV Seeth/Drage (wir berichteten): Die Veranstaltung am Sonntag, 23. Juli, beginnt bereits eine Stunde früher. An den teilnehmenden Mannschaften – neben Gastgeber TSV die Verbandsligisten Husumer SV und Flensburg 08 – hat sich nichts geändert. Das Turnier beginnt bereits um 13 Uhr mit einem Jugend-Vorspiel, um 14 Uhr wird die erste Partie angepfiffen. Gespielt werden jeweils 45 Minuten. Gegen 17 Uhr wird die Veranstaltung beendet sein, der Nachmitag klingt mit einem gemütlichen Beisammensein am Grill aus.
8. Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Fußball

Blitzturnier mit zwei Verbandsligisten

Seeth (sh:z) - Zwei Wochen nach dem WM-Endspiel dreht sich in Seeth wieder alles um den Fußball. Kreisligist TSV Seeth/Drage hat für das Blitzturnier am Sonnabend, 23. Juli, prominente Gäste gewinnen können: Die Verbandsligisten Husumer SV und Flensburg 08 haben ihr Kommen zugesagt. Gespielt wird jeweils 45 Minuten lang im Modus jeder gegen jeden. Bei der ersten Auflage 2004 hatte sich 08 durchgesetzt. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einem Junioren-Vorspiel, um 15 Uhr startet das Blitzturnier. Es gibt ein Rahmenprogramm, außerdem Kaffee, Kuchen und Leckeres vom Grill.

28. Juni 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP 26.07.06 MTV Leck Husumer SV 4:6nE
siehe Saison 2005/06
Test 29.07.06 VfR Schleswig Husumer SV 3:5

Nach Führung: VfR Schleswig verliert Test gegen Husumer SV

Nübel (mb) – Das Testspiel zwischen dem VfR Schleswig und der Husumer SV endete am Sonnabend auf dem Sportplatz in Nübel mit einem 5:3 (1:3)-Erfolg der Nordfriesen. Der Schleswiger Bezirksoberligist zeigte gegen den Verbandsligisten zumindest eine Stunde lang eine der besseren Leistungen in der Saisonvorbereitung. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten – Schleswigs Co-Trainer Jörg Lorenzen nannte es einen holprigen Beginn – hatte die Husumer SV keine Mühe, mit 1:0 in Führung zu gehen. Der Treffer fiel in der 10. Minute aus dem Gewühl heraus. Allerdings fingen sich die Gastgeber nach dem Rückstand und hatten danach "die beste Phase während der gesamten Vorbereitung." Harald Fuhr zum 1:1, Stephen Lorenzen (Neuzugang aus der A-Jugend des Büdelsdorfer TSV) nach schöner Kombination mit Sturmpartner Andreas Henke und Wilken Jöns mit einem Volleyschuss aus gut 20 Metern sorgten für eine nicht für möglich gehaltene Führung der Gastgeber. "Auch spielerisch war das endlich überzeugend. Es scheint, das wir auf dem richtigen Weg sind ", meinte der Co-Trainer. Der Weg führte allerdings nicht zum erhofften Ziel gegen den Verbandsligisten. Nach drei Auswechslungen und dem Anschlusstreffer der Husumer in der 65. Minute war die Luft raus bei den Schleswigern. Weitere Auswechslungen und ein konditioneller Einbruch verhalf den Gästen aus Nordfriesland zum am Ende deutlichen Sieg. Husum hatte nach gut einer Stunde mächtig Druck gemacht und die junge neuformierte Mannschaft des VfR war eingebrochen. Nicht außergewöhnliches in der Vorbereitung, aber sieben Gegentreffer sind ein dicker Brocken. "Unseren Spielern steckte noch das schwere Training vom Vortag in den Knochen. So ist das in der Vorbereitung", meinte Lorenzen, der insgesamt mit der Leistung der Mannschaft zufrieden war. "Wenn man die letzten zwanzig Minuten weglässt."
31 Juli 2006 · Flensburger Tageblatt
KP 30.07.06 Husumer SV Freilos  

Kreisfußball-Verband: Auslosung zum Kreispokal

Husum (sh:z) – Der Kreisfußballverband hat die Partie für den Kreispokal 2007 ausgelost. Um in der ersten Runde möglichst kurze Wege zu ermöglichen, wurden die Mannschaften zunächst in die Bereiche Nord, Mitte und Süd eingeteilt. Die klassenniedere Mannschaft hat Platzvorteil, ein Verzicht ist jedoch möglich. Der MTV Leck und der Husumer SV haben ein Freilos erhalten, da beide Mannschaften am 26. Juli (19 Uhr) das Finale für den Kreispokal 2006 austragen. Der Sieger tritt im Bezirkspokal (2., 5. und 8. August) an.
Kreispokal 2007, 1. Runde (30. Juli, 15 Uhr): Spiel 1: Fahretoft – Frisia 03 Lindholm, Spiel 2: Amrum – Norddörfer, Spiel 3: Niebüll – Enge-Sande, Spiel 4: Süderlügum – Wiedingh.-Emmelsbüll, Spiel 5: Ladelund – Team-Sylt, Spiel 6: Hattstedt – Breklum, Spiel 7: Rödemis – Rantrum, Spiel 8: Nordstrand – Goldebek, Spiel 9: Schobüll – Löwenstedt, Spiel 10: Drelsdorf – Bredstedt, Spiel 11: IF Tönning – TSV Tönning, Spiel 12: St.Peter O. – Garding, Spiel 13: Stapelholm – Oldenswort, Spiel 14: Freilos Husumer SV, Spiel 15 Freilos Leck, Spiel 16: Freilos Arlewatt.
2. Runde (23. August, 19 Uhr): Spiel 17: Sieger 15 – Sieger 10, Spiel 18: Sieger 12 – Sieger 14, Spiel 19: Sieger 4 – Sieger 9, Spiel 20: Sieger 2 – Sieger 11, Spiel 21: Sieger 16 – Sieger 5, Spiel 22: Sieger 3 – Sieger 1, Spiel 23: Sieger 13 – Sieger 6, Spiel 24: Sieger 7 – Sieger 8.
3. Runde (3. Oktober, 15 Uhr): Spiel 25: Sieger 24 – Sieger 18, Spiel 26: Sieger 21 – Sieger 19, Spiel 27: Sieger 22 – Sieger 17, Spiel 28: Sieger 20 – Sieger 23.
15. Juli 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 04.08.06 Husumer SV Preetzer TSV 0:3

Vier Spiele in fünf Tagen: Für Husums Fußballer wird es hart

Keeper André Teubler fällt mit Fingerbruch einige Zeit aus.

Husum (usc) – Jetzt wird's ernst für die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV. Eine Woche vor dem Saisonstart (Freitag, 11. August, gegen Flensburg 08) zieht Trainer Guido Gehrke die Zügel kräftig an. Bis zum Dienstag stehen nicht weniger als vier (!) Spiele auf dem Programm. Heute (19 Uhr) wird auf eigenem Platz gegen den Bezirksligisten Preetzer TSV getestet. Am Sonnabend (16 Uhr) empfangen die Stormstädter den Bezirksoberligisten TSB Flensburg zum Spiel um den Bezirkspokal, anschließend (18.15 Uhr) spielen die Akteure, die gegen den TSB nicht zum Einsatz gekommen, gegen Schleswig 06 (ebenfalls Bezirksoberliga). Und am Dienstag (19 Uhr) steht dann das vermutlich entscheidende Spiel um den Bezirkspokal beim Liga-Rivalen TSV Kropp an.

Vor dem heutigen zwei Mal 30 Minuten langen Spiel gegen Preetz wird trainiert. Der Gegner ist gerade erst in die Bezirksliga aufgestiegen, wird aber nach Ansicht von Guido Gehrke einen "Durchmarsch" hinlegen. Schließlich gehören so bekannte Größen wie Keeper Sebastian Preuß, Martin Lüthje, Timo Hempel und Jan Wohlert zum Kader.

Gegen den TSB, der sein erstes Pokalspiel 1:3 gegen Kropp verlor (wir berichteten), ist der HSV favorisiert, allerdings fehlen gleich vier Stammkräfte: Keeper André Teubler hat sich den Finger gebrochen und fällt vermutlich drei bis vier Wochen aus, Martin Herpel und Lars Herrmann sind angeschlagen. Und Gerrit Müller weilt mit der dänischen Cricket-Nationalmannschaft in Schottland.

"Wir sind bei 75 Prozent", schätzt Trainer Gehrke den Zustand seiner Schützlinge kurz vor Saisonbeginn ein. Kondition ist da, jetzt geht es an die Schnellkraft sowie an Standardsituationen und taktische Varianten.

4. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
BZP 05.08.06 Husumer SV TSB Flensburg 3:0

Klare Sache in Husum!

Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 3:0 siegte die Husumer SV gegen den Verbandsligaabsteiger aus Flensburg, ein Klassenunterschied wurde sichtbar. Spielerisch klar im Vorteil, verstanden es die Hausherren jedoch nicht, den Ball in der ersten Halbzeit im Gehäuse der Gäste unterzubringen. Das Spiel in die Spitze klappte nach dem Seitenwechsel deutlich besser, endlich fielen auch Tore. Der TSB bemühte sich, Linie in sein Spiel zu bringen, doch entscheidende Akzente vermochte die Elf nicht zu setzen. Auch vor dem Tor versagten den Akteuren die Nerven, selbst die wenigen guten Möglichkeiten wurden überhastet vertan.

»Mit einer tollen Teamleistung haben wir einen verdienten Sieg eingefahren«, bilanzierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Dabei haben wir noch viele Chancen vergeben, hätten höher gewinnen können.« TSB-Trainer Gerald Fust konnte nur zustimmen: »Der Husumer Sieg geht absolut in Ordnung. Im zweiten Durchgang waren zudem viele offene Räume durch das gute Husumer Passspiel vorhanden.«

Der Ball lief flüssig durch die Reihen der Nordfriesen. Mit feinen Kombinationen wurde das Mittelfeld schnell überbrückt, die vorhandenen Tormöglichkeiten jedoch leichtfertig vergeben. Nach drei Minuten konnte Torhüter Sohrweide gegen Pierre Becken großartig retten. Marcel Otto (31.) Zentimeter am langen Pfosten vorbei und Björn Fleige mit einem Abseitstor (32.) hatten auch die Führung auf dem Fuß. TSB-Stürmer Lasse Sohrweide machte in der 40. Spielminute mit einem Schuss an den Außenpfosten auf sich aufmerksam, die einzige Möglichkeit der Gäste in der ersten Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel die schnelle Führung für die Gastgeber: Björn Fleige drang in den Strafraum ein, legte herrlich auf David Strüning zurück. Der Youngster ließ sich diese Chance nicht entgehen und vollendete aus 14 Metern (49.). Der Torschütze verpasste sechs Minuten später nur äußerst knapp mit dem Kopf. Die Ergebniserhöhung gelang David Lies nach einem Alleingang, Keeper Sohrweide hatte keine Abwehrmöglichkeit (63.). Nachdem Voß, Strüning und Lies jeweils am hervorragend reagierenden Torhüter scheiterten, war es Timo Wolski vorbehalten, das Endergebnis herzustellen. In der 86. Minute ließ er nach Pass von Marcell Voß Sohrweide keine Chance. Den Fördestädtern blieb selbst der Ehrentreffer versagt, Duratovic (72./Außenpfosten) und Hajji (74./frei vor dem Tor) vergaben unkonzentriert.

Auch ohne den ersten Anzug waren die Husumer in diesem Spiel deutlich überlegen und schufen sich eine gute Ausgangsposition für das Spiel beim TSV Kropp.

Tore: 1:0 Strüning (49.), 2:0 Lies (63.), 3:0 Wolski (86.)
Beste Spieler: Voß, Saeltz / Sohrweide, Donner
Zuschauer: 137
Schiedsrichter: Mewes (FC Haddeby) - mit einer ausgezeichneten Leistung!
Aufstellung:

Reinhold - Voß, Rettkowski (60. Dau), Schyma, Langwadt - Saeltz, Otto, Becken (80. Wolski), Lies - Fleige (71. Alla), Strüning.

T. Sohrweide - Raitzig - Ortmann (22. Duratovic), Donner - Hartmann, Bartelsen, Pese, Drobny (76. Boehme), Hajji - Tramm, L. Sohrweide.

  Hl 05.08.2006

Husum reicht ein Remis

Husum (lz) – Die Husumer SV hat ihr Ziel im Fußball-Bezirkspokalspiel gegen den TSB Flensburg erreicht. Mit dem 3:0 (0:0) hat sie am Dienstag (19 Uhr) im "Endspiel" beim TSV Kropp die bessere Ausgangsbasis.

Man merkte beiden Teams an, dass sie in der Endphase der Vorbereitung stecken. Die Akteure hatten hin und wieder Mühe, dem Tempo des Balles zu folgen. "Eine souveräne Teamleistung", freute sich Husums aktueller und Kropps Ex-Coach Guido Gehrke über den Erfolg seines "zweiten Anzugs". Und auch TSB-Trainer Gerald Fust, dem nur zwölf Feldspieler zur Verfügung standen, hatte kein Problem mit dem Ausgang der Partie. "Das Ergebnis tut nicht wirklich weh", sagte er, "der Klassenunterschied war zu merken."
Die spielerische Überlegenheit des Verbandsligisten verstärkte sich im zweiten Durchgang. Sebastian Saeltz trieb unermüdlich das Spiel seiner Mannschaft nach vorne.

Tore: 1:0 Strüning (49.), 2:0 Lies (62.), 3:0 Wolski (85.).

7. August 2006 · Landeszeitung

Husum reicht ein Unentschieden zum Pokalsieg

Fußball-Bezirkspokal: 3:1 des Verbandsligisten gegen den TSB Flensburg / "Finale" am Dienstag in Kropp
Im Anflug: Pierre Becken (Husum) versucht, den Ball zu kontrollieren. Die TSB-Abwehr mit Moritz Hartmann (Nr. 3) hat in dieser Szene etwas die Orientierung verloren. Foto: Voss

Husum (ree) Die Husumer SV hat ihr Ziel im Bezirkspokalspiel gegen den TSB Flensburg erreicht. Mit dem 3:0 (0:0) hat sie am Dienstag (19 Uhr) im "Endspiel" beim TSV Kropp die bessere Ausgangsbasis.

Man merkte beiden Mannschaften an, dass sie in der Endphase der Vorbereitung stecken. Die Akteure hatten hin und wieder Mühe, dem Tempo des Balles zu folgen. Und da es auf beiden Seiten Verletzte und Verhinderte gab, war von einem Pokalfight nur selten etwas zu spüren. Aber verdient war der Sieg für die Stormstädter. "Souveräne Teamleistung", freute sich Husums Coach Guido Gehrke über den Erfolg seines "zweiten Anzugs". Und auch TSB-Trainer Gerald Fust, dem nur zwölf Feldspieler zur Verfügung standen, hatte kein Problem mit dem Ausgang der Partie. "Das Ergebnis tut nicht wirklich weh", sagte er, "der Klassenunterschied war zu merken."

Ein bisschen trauerte der Flensburger zwei Chancen in der ersten Halbzeit nach. Lasse Sohrweide hatte nach einem Konter den Pfosten getroffen (39.) und Marco Bartelsen eine Minute später in SV-Keeper Momme Reinhold seinen Meister gefunden. Zuvor hatten Pierre Becken (3.), Marcel Otto (31.; 33.) sowie Björn Fleige (32.) für Husum vergeben.
Die spielerische Überlegenheit des Verbandsligisten verstärkte sich im zweiten Durchgang. Sebastian Saeltz trieb unermüdlich das Spiel seiner Mannschaft nach vorne. Husums auffälligster Fußballer war auch Ausgangspunkt des 1:0, das David Strüning auf Zuspiel von Fleige erzielte (49.). Lasse Sohrweide hatte den wuchtig geschossenen Ball zwar noch an den Fingerspitzen, konnte ihn aber nicht mehr aufhalten. Beim zweiten Treffer marschierte David Lies nach Saeltz-Zuspiel allein auf ihn zu und vollstreckte zum 2:0 (62.). Danach hatte Sohrweide gegen Marcell Voß und Strüning (66.) sowie gegen Lies (68.) drei große Szenen.

Die beiden besten Flensburger Chancen vergaben Hajji (scheiterte an Reinhold/57.), sowie Duratovic, der mit einem Volley-Schuss nur den Pfosten traf (71.). Dass die Stormstädter noch zum Wunschergebnis kamen, dafür sorgte Timo Wolski (85.). Abwurf Reinhold, 40 Meter-Pass Marcell Voß, Tor Wolski, so lautete die "Täterfolge" beim 3:0, das auf die Flensburger wie ein Überfall wirkte.

Husumer SV: Reinhold – Voß, Rettkowski (59.Dau), Langwadt, Schyma – Saeltz, Lies, Becken (80. Wolski), Otto – Fleige (71.Alla), Strüning.

TSB Flensburg: T .Sohrweide – Raitzig – Donner, Hartmann – Ortmann (22. Duratovic), Bartelsen, Pose, Drobny (75. Böhme), Hajji, - Tramm, L. Sohrweide.

Schiedsrichter: Hartmut Mewes (FC Haddeby).

Zuschauer: 140.

7. August 2006 · Flensburger Tageblatt

Pokal-Auftakt: TSB will den Favoriten ärgern

Verbandsliga-Absteiger gegen Ex-Oberligist: Die Fußballer des TSB Flensburg empfangen heute (Anpfiff 19 Uhr, Eckenerplatz) den TSV Kropp zum Bezirks-Pokalspiel.
Ist er heute dabei?Torsten Raitzig (li.) hat nach seinem Urlaub noch Trainingsrückstand. Foto: Staudt
Flensburg (Wilfried Simon) – Den Sieger im Fußball-Bezirkspokal ermitteln in diesem Jahr der TSB Flensburg, TSV Kropp und die Husumer SV. Im ersten Spiel empfängt heute um 19 Uhr Fußball-Bezirksoberligist TSB den TSV Kropp auf dem Eckenerplatz. Die Gäste gehen als klarer Favorit in diese Begegnung, da der Oberliga-Absteiger über eine spielstarke, ambitionierte Mannschaft verfügt.
Das sieht auch der neue TSB-Coach Gerald Fust so: "Ich kenne die Kropper nicht sehr gut. Dennoch weiß ich natürlich, dass die Mannschaft bestens aufgestellt ist. Deshalb sind wir der klare Außenseiter." Er schätzt den TSV noch stärker ein als Flensburg 08: "Die sind noch ein anderes Kaliber, mit solchen Mannschaften können wir uns derzeit sicherlich noch nicht messen." Gleichwohl wird er sein Team heiß machen, um den großen Favoriten etwas zu ärgern: "Meine Spieler freuen sich auf die Herausforderung, jedoch passt ein so schweres Spiel eigentlich gar nicht in mein Konzept der Vorbereitung." Zudem muss der TSB-Trainer auf einige Akteure verzichten. Narcis Duratovic und Tim Fries fehlen urlaubsbedingt.
Torsten Raitzig hat nach seinem Urlaub zwar das Training zwischenzeitlich aufgenommen, aber ihm fehlen noch etliche Übungseinheiten. Für einen längeren Zeitraum wird wohl noch Spielmacher Tim Ellmann ausfallen, der sich mit einer Adduktorenverletzung herumplagt. Aber Fust baut auf die Spieler, die gut trainiert und in den bisherigen Partien überzeugt haben. "Ich denke, wir werden es den Kroppern so schwer wie möglich machen. Dennoch steht für mich etwas anderes im Fokus – der Saisonstart in der Bezirksoberliga."
01. August 2006 · Flensburger Tageblatt

Finale im Bezirkspokal

Schleswig (sh:z) – Die Teilnehmer am Bezirkspokal sind ermittelt. Neben dem seit längerer Zeit feststehen TSV Kropp aus dem Kreisfußballverband Schleswig treten noch die Husumer SV und der TSB Flensburg in einer einfachen Punktrunde gegeneinander an. Der Vertreter des Flensburger Verbandes hatte sich am Donnerstag im Kreispokal-Finale gegen den SV Harrislee Türkgücü mit 5:0 durchgesetzt. Im Halbfinale hatte der TSB das Team von Flensburg 08 nach Elfmeterschießen ausgeschaltet. Die Husumer SV setzte sich gegen den MTV Leck ebenfalls erst im Elfmeterschießen durch.
Die Spiele:
TSB Flensburg – TSV Kropp, Di. 01.08. 19 Uhr.
Husumer SV – TSB Flensburg, Sbd., 05.08. 16 Uhr.
TSV Kropp – Husumer SV, Di., 08.08. 19 Uhr.
29. Juli 2006 · Schlei Bote
BZP 08.08.06 TSV Kropp Husumer SV 4:1

TSV Kropp gewinnt den Bezirkspokal!

Zwei unterschiedliche Halbzeiten erlebten 337 Zuschauer beim »Endspiel« um den Bezirkspokal am Dienstagabend. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr, ließen den Gast überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Angetrieben durch einen überragenden Oliver Held wurden die Nordfriesen völlig in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Mit hohem Tempospiel und ungeheurer Zweikampfstärke wurden die Husumer förmlich zu Fehlern gezwungen, die Tore fielen dann zwangsläufig. Erst im zweiten Durchgang drehten die Nordfriesen das Spiel, ließen den Ball geschickt laufen. Jetzt stand Kropp mit dem Rücken zur Wand. Doch die junge Husumer Mannschaft konnte den Vorteil nicht nutzen, erzielte nur einen Treffer.

»Wir haben in der ersten Halbzeit Lehrgeld gezahlt, das 3:0 zur Pause ging in Ordnung«, meinte ein enttäuschter Trainer Guido Gehrke nach der Partie. »Uns sind viele individuelle Fehler unterlaufen, erst mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden.«

Mit viel Schwung starteten die Hausherren in diese Begegnung, der TSV Kropp musste ja das Spiel gewinnen, um den Pokal für sich zu entscheiden. Die Spieler von Trainer Gerulat rissen sofort das Zepter an sich, gewannen alle Zweikämpfe und bedrängten das Tor der Husumer. Björn Duggen scheiterte nach vier Minuten aussichtsreich aus 14 Metern an Torhüter Teubler. Christian Heider hatte zwei Minuten später die nächste Chance, aus 12 Metern lenkte Teubler das Leder noch an den Pfosten. Auch Oliver Held vergab zweimal nur knapp: Nach einem Freistoß lenkte er den Ball an die Latte (9.), dann verzog er wenig später nur um Zentimeter. Für die Führung benötigte der TSV aber einen Elfmeter. Nils Langwadt brachte Christoph Hinrichs im Strafraum zu Fall, Axel Ehrlich ließ sich die Chance nicht entgehen (18.). Das zweite Tor besorgte Christian Heider aus elf Metern in der 25. Minute, Langwadt versuchte vergebens, den Schützen abzublocken. Das 3:0 besorgte Bastian Henning noch vor der Pause, in der 41. Minute schaltete er schneller als die gesamte Husumer Abwehr und schoss unhaltbar ein.

Nach dem Pausentee war es mit der Kopper Herrlichkeit vorbei, jetzt drängten die Nordfriesen die Gastgeber in die eigene Hälfte und bestimmten das Spiel. Der Anschlusstreffer musste her, doch Björn Fleige zielte zunächst daneben. Schön von David Strüning freigespielt, verzog der Torjäger aus 12 Metern (50.). Die 64. Spielminute brachte den ersehnten Treffer für die SV: Einen Kopfball von Fleige konnte Torhüter Andreas Wulff noch abwehren, Pierre Becken war zu Stelle und versenkte das Leder per Kopf im Gehäuse. Das gab den Stormstädtern weiter Aufschwung, doch zwingende Chancen wurden nicht herausgespielt. Auch nach dem Platzverweis von Bewarder wegen Tätlichkeit an Voß (72.) kam nichts Zählbares zu stande. In der Schlussminute durfte der TSV noch einmal jubeln, Bastin Henning erzielte nach einem Konter den Enstand - alle Husumer waren aufgerückt.

Letztlich siegte Kropp verdient, über die gesamte Spielzeit wirkte die Elf einfach reifer. Husum zeigte zumindest in der zweiten Halbzeit, dass die Elf trotz der vielen Ausfälle auf einem guten Weg ist.

Tore: 1:0 Ehrlich (FE/18.), 2:0 Heider (25.), 3:0 Henning (41.), 3:1 Becken (64.), 4:1 Henning (90.)
Beste Spieler: Held, Henning / Voß, Schulte   
Zuschauer: 337
Schiedsrichter: Olaf Sulimma (TSV Kappeln)
Aufstellung:

Wulff - Ehrlich - Sämann, Bewarder - Duggen, Heider, Matthes, Hinrichs (64. S. Griesbach), Held - Henning, Usadel (77. F. Grabavac).

Teubler - Voß, Rettkowski, Langwadt (27. Schulte), Schyma - Saeltz, Lies, Otto (82. Wolski), Becken - Fleige, Strüning (65. Alla).

  Hl 08.08.2006

Kropp holt den Pokal: 4:1 gegen die Husumer SV

Zwei Treffer von Henning / Rot für Bewarder
Mit energischem Körpereinsatz klärt Husums Pierre Becken (li.) hier vor dem Kropper Spielführer Christian Heider. Foto: Peters

Kropp (ree) – Das hatte sich Guido Gehrke sicherlich anders vorgestellt. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV kassierte gestern Abend an alter Wirkungsstätte beim TSV Kropp im entscheidenden Spiel um den Bezirkspokal eine 1:4 (0:3)-Niederlage. Kropp wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg.

Der Oberliga-Absteiger legte los, dass den Nordfriesen förmlich Hören und Segen verging. Andre Teubler parierte einen Schuss von Björn Duggen (3. Minute), Sascha Rettkowski klärte gegen Bastian Henning (4.). Christian Heider (6.) traf den Pfosten, Oliver Held (10.) die Latte. Nach 19 Minuten war es so weit: Axel Ehrlich verwandelte einen von Nils Langwadt verursachten Foulelfmeter zur Führung. Sieben Minuten später legte Christian Heider zum 2:0 nach. Kropp schaltete nun einen Gang zurück und gewährte den jungen Husumern einige Spielanteile. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhte Bastian Henning gar auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel beschränkte sich Kropp auf das Verwalten des Vorsprungs. Pierre Becken (64.) schaffte den Anschlusstreffer, nach Rot für Timo Bewarder (72./Foul an Marcell Voss) kam Husum auf. Das letzte Tor erzielte jedoch wieder Kropp: Bastian Henning (90.) nutzte einen Pass von Sascha Griesbach zum 4:1.
Heute (19 Uhr) tritt der TSV im Kreispokal beim VfR Schleswig an.

09. August 2006 · Schlei Bote

Starke Kropper holen den Bezirkspokal

Erster Erfolg für Kropps neuen Trainer Bernd Gerulat. Nach einer sehr starken Vorstellung besiegte sein TSV im Finale des Bezirkspokals die Husumer SV mit 4:1.
Knapp am 1:0 vorbei: Kropps Routinier Oliver Held (Mitte) scheitert in dieser Szene zwar noch an Husums Torhüter Andre Teubler, doch schon bald darauf musste dieser einige Male hinter sich greifen. Foto: Peters

Kropp – Das hatte sich Guido Gehrke sicherlich anders vorgestellt. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV kassierte gestern Abend an alter Wirkungsstätte beim TSV Kropp im entscheidenden Spiel um den Bezirkspokal eine 1:4 (0:3)-Niederlage. Kropp wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg.
Der Oberliga-Absteiger legte los, dass den Nordfriesen förmlich Hören und Segen verging. Andre Teubler parierte einen Schuss von Björn Duggen (3. Minute), Sascha Rettkowski klärte gegen Bastian Henning (4.). Christian Heider (6.) traf den Pfosten, Oliver Held (10.) die Latte. Wenig später kam der Ex-Profi vor dem leeren Tor einen Tick zu spät. Die ersatzgeschwächten Gäste hatten dem Kropper Angriffswirbel kaum etwas entgegen zu setzen.

Nach 19 Minuten war es so weit: Axel Ehrlich verwandelte einen von Nils Langwadt verursachten Foulelfmeter zur Führung. Sieben Minuten später legte Christian Heider zum 2:0 nach. Kropp schaltete nun einen Gang zurück und gewährte den jungen Husumern einige Spielanteile, mehr als zwei halbe Chancen von Marcel Otto (39. und 45.) sprangen dabei jedoch nicht heraus. Drei Minuten vor der Pause erhöhte Bastian Henning gar auf 3:0 – die Vorentscheidung. Nach dem Seitenwechsel beschränkte sich Kropp auf das Verwalten des Vorsprungs. Pierre Becken (64.) schaffte nach Fleige-Lattenkopfball den Anschlusstreffer, nach Rot für Timo Bewarder (72./Foul an Marcell Voss) kam Husum auf. Das letzte Tor der Partie erzielte jedoch wieder Kropp: Bastian Henning (90.) nutzte einen schönen Pass von Sascha Griesbach zum 4:1-Endstand. Zeit zum Ausspannen bleibt dem Gerulat-Team nicht. Heute Abend geht es um 19 Uhr weiter mit dem Kreispokalspiel beim VfR Schleswig.

09. August 2006 · Landeszeitung

Husum ohne Chance beim TSV Kropp

Bezirkspokal: Guido Gehrkes Team verliert 1:4 beim Verbandsliga-Rivalen
Im letzten Moment kann Husums Torhüter Andre Teubler gegen Kropps Oliver Held klären. Foto: Peters

Kropp (ree) – Das hatte sich Guido Gehrke sicherlich anders vorgestellt. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV kassierte gestern Abend an alter Wirkungsstätte beim TSV Kropp im entscheidenden Spiel um den Bezirkspokal eine 1:4 (0:3)-Niederlage. Kropp wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg.

Der Oberliga-Absteiger legte los, dass den Nordfriesen förmlich Hören und Segen verging. Andre Teubler parierte einen Schuss von Björn Duggen (3. Minute), Sascha Rettkowski klärte gegen Bastian Henning (4.). Christian Heider (6.) traf den Pfosten, Oliver Held (10.) die Latte. Wenig später kam der Ex-Profi vor dem leeren Tor einen Tick zu spät. Die ersatzgeschwächten Gäste hatten dem Kropper Angriffswirbel kaum etwas entgegen zu setzen.

Nach 19 Minuten war es so weit: Axel Ehrlich verwandelte einen von Nils Langwadt verursachten Foulelfmeter zur Führung. Sieben Minuten später legte Christian Heider zum 2:0 nach. Kropp schaltete nun einen Gang zurück und gewährte den jungen Husumern einige Spielanteile, mehr als zwei halbe Chancen von Marcel Otto (39. und 45.) sprangen jedoch nicht dabei heraus. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhte Bastian Henning gar auf 3:0 – die Vorentscheidung war gefallen. Nach dem Seitenwechsel beschränkte sich Kropp auf das Verwalten des Vorsprungs. Pierre Becken (64.) schaffte nach Fleige-Lattenkopfball den Anschlusstreffer, nach Rot für Timo Bewarder (72./Foul an Marcell Voss) kam Husum auf. Das letzte Tor der Partie erzielte jedoch wieder Kropp: Bastian Henning (90.) nutzte einen schönen Pass von Sascha Griesbach zum 4:1-Endstand.

09. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

TSV Kropp gewinnt den Bezirkspokal

Kropp (ree) – Der TSV Kropp hat wie im Vorjahr den Fußball-Bezirkspokal gewonnen. Gestern Abend setzten sich die Schützlinge von Trainer Bernd Gerulat im Verbandsliga-Duell 4:1 (3:0) gegen die Husumer SV durch. Den Grundstein legten die Gastgeber in der ersten Halbzeit, in der fast ein Klassenunterschied zu sehen war. Axel Ehrlich (19. Minute) per Foulelfmeter, Christian Heider (26.) und Bastian Henning (42.) machten alles klar. Nach dem 1:3 durch den Ex-08er Pierre Becken (64.) und der Roten Karte für Kropps Bewarder (72.) witterte Husum Morgenluft, doch Henning (90.) machte mit seinem zweiten Tor alles klar.
09. August 2006 · Flensburger Tageblatt

Kropp gegen Husum: Gehrkes Rendezvous mit der Vergangenheit

"Finale" im Fußball-Bezirkspokal um 19 Uhr / Im Verbandsliga-Duell haben sich die Nordfriesen viel vorgenommen

Guido Gehrke

Kropp/Husum (ree) – Der Organisator des Fußball-Bezirkspokals hat ein gutes Gespür für Dramaturgie. Mit der Partie TSV Kropp gegen die Husumer SV kommt es heute Abend (19 Uhr) zu einem echten Finale. Die Stormstädter haben einen leichten Vorteil: Ihnen reicht ein Unentschieden, um sich für den Landespokal zu qualifizieren.

Ein Remis ist aber nicht das Resultat, das sich Guido Gehrke für dieses Match vorgenommen hat. "Wir wollen gewinnen und werden mit Sicherheit unser Tor schießen", sagt der Husumer Trainer einen Tag vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Berührungsängste kennt Gehrke nicht, wenn er auf das Terrain vergangener Tage trifft. "Ich habe in Kropp fünf schöne Jahre gehabt und immer noch gute Kontakte zu den Jungs", so der Trainer. "Aber jetzt ist Husum und ich habe eine neue Aufgabe."
Das Selbstbewusstsein, das der Coach verspüren lässt, zeichnet inzwischen auch sein Team aus. Zu sehen zuletzt beim 3:0 gegen den TSB Flensburg. Obwohl um ein paar "gesetzte" Akteure dezimiert, hat sich sein Kader dabei glänzend geschlagen. Das lässt die Zuversicht des Trainers nicht als bloßen Zweckoptimismus erscheinen. Sie sind schon gut davor, die jungen Husumer.

Auch in Kropp werden sich einige von ihnen in der Startbesetzung wiederfinden. Denn mit Martin Herpel, Ingo Cornils, Lars Hermann, Erion Alla, Michael Petersen (alle verletzt) sowie Gerrit Müller (mit dem Kricket-Team unterwegs) fehlt den Nordfriesen gleich eine halbe Mannschaft. Aber auch die Jungen werden diese letzte Chance nutzen, sich für den Saisonstart gegen Flensburg 08 am Freitag (19 Uhr) zu empfehlen.
Und den Ehrgeiz, die nächste Pokalrunde zu erreichen, haben sie mit Sicherheit auch. Einige von ihnen werden sich vielleicht noch an jenen Tag im April 2004 erinnern, als die Husumer SV mit Trainer Hans-Peter Hansen im Halbfinale des Landespokals stand und vor 1300 Zuschauern dem VfR Neumünster 0:1 unterlag. Christian Knappmann hieß damals der Mann, der den Husumern eine Viertelstunde vor Schluss die Hoffnung auf das Endspiel raubte.

Aber ein tolles Ereignis für die Stormstädter war es trotzdem. Und man wird heute Abend über den TSV Kropp versuchen, ein weiteres Mal in diese Etappe vorzustoßen.
Die letzten Punktspiele der beiden Kontrahenten in der Saison 2004/05, als Guido Gehrke am Ende mit seinem Team in die Oberliga aufstieg, gingen übrigens mit 4:0 und 2:0 klar an den TSV Kropp. Die Husumer SV hat heute Abend also auch ein Stück Bilanz-Kosmetik im Visier.

08. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Wiedersehen mit Ex-Coach Guido Gehrke

Heute Bezirkspokal-Finale Kropp gegen Husum

In der vergangenen Saison war Guido Gehrke noch Spielertrainer des TSV Kropp. Heute will er mit der Husumer SV im Stadion an der Norderstraße den Bezirkspokal gewinnen. Foto: Peters

Kropp (tp) – In der Vorsaison führte Guido Gehrke noch den TSV Kropp als Spielertrainer in die Oberliga. Die Mannschaft spielte häufig einen nett anzusehenden Fußball, doch der Erfolg blieb aus. Aus diesem Grunde trennten sich auch die Wege. Doch heute kommt Gehrke mit seiner neuen Mannschaft, der Husumer SV, nach Kropp zurück. Beide Teams stehen sich ab 19Uhr im Finale des Bezirkspokals gegenüber.

In den ersten Spielen konnten beide gegen den TSB Flensburg gewinnen, doch da Husum (3:0) um ein Tor höher gewann als Kropp (3:1), reicht den Gastgebern kein Unentschieden. Sie müssen gewinnen, um den Cup zu holen.

Für Gehrke selbst ist es natürlich ein ganz besonderes Spiel: "Es wäre Blödsinn, wenn ich was anderes sagen würde. Ich reise aber nicht mit Wut an, da ich mit der Mannschaft nie Probleme hatte. Natürlich ist Kropp der klare Favorit, und für mich auch Top-Kandidat auf die Verbandsliga-Meisterschaft. Aber auch ich habe in Husum eine Super-Truppe zusammen, die voll mitzieht. Wer mich kennt weiß, dass ich einen gepflegten Ball bevorzuge. Von daher kommt dieses Auswärtsspiel gelegen, da unser Platz momentan noch eine Katastrophe ist."

08. August 2006 · Landeszeitung

Pokal: TSV Kropp gegen Husum unter Zugzwang

Vor dem Bezirkspokal-Finale gegen die Husumer SV (heute, 19 Uhr) enttäuschte Fußball-Verbandsligist TSV Kropp in einem Testspiel beim Bezirksoberligisten PSV Neumünster (3:3). Durch den Husumer 3:0-Sieg im Pokal gegen den TSB Flensburg muss Kropp gegen die Husumer unbedingt gewinnen. Ein Unentschieden würde die von Guido Gehrke trainierten Nordfriesen heute Abend zum Pokalsieger machen.

Einen Tick schneller am Ball ist Kropps Patrick Griesbach (links) vor Carsten Böttiger (Polizei-SV Neumünster). Foto: Klimek

Kropp (Torsten Peters) – "Das Ergebnis ist nicht das Resultat eines offenen Schlagabtauschs, sondern von einer sehr schwachen Leistung meiner Mannschaft", ärgerte sich Bernd Gerulat. Der neue Trainer des Oberliga-Absteigers konnte nicht nachvollziehen, warum sein Team nach den Toren der Neuzugänge Patrick Griesbach und Sascha Möller (2) eine Zwei-Tore-Führung binnen von nur zwei Minuten noch aus der Hand gab. "Dabei hätten wir beinahe sogar noch eine Niederlage kassiert. Gerade gegen einen – wenn auch ambitionierten – unterklassigen Gegner muss man in einer solchen Situation ganz anders spielen", sagte der Coach. "Da fehlt uns noch die Cleverness."

Vor allem mit der Abwehr ging er hart ins Gericht. "Das war eine einzige Katastrophe! Aber auch im Spiel nach vorne waren wir saft- und kraftlos, hatten keine Ideen." Bei aller Kritik an seinen Spielern ließ er aber auch sich selbst nicht ungeschoren davonkommen. "Ich habe in der zweiten Halbzeit fünf Mal gewechselt. Den Bruch in unserem Spiel muss ich auch auf meine Kappe nehmen".

Bange machen hinsichtlich des Bezirkspokalspiels gegen die Husumer SV gilt jedoch angesichts der schwachen Leistung gegen den PSV nicht. "Der Pokal hat seine eigenen Gesetze – und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir uns noch einmal so schlecht präsentieren werden wie in Neumünster."

Die Husumer SV ist Bernd Gerulat dabei noch aus seiner Zeit als Oberliga-Trainer beim VfR Neumünster bekannt: "Die Mannschaft hat sich seitdem ja nicht großartig verändert. Sie suchen ihre Chancen vor allem durch das starke Konterspiel. Und mit Björn Fleige haben sie vorne einen sehr guten Torjäger." Trotz der Gefahr, in einen Konter zu laufen, wollen die Kropper das Spiel machen. "Wir können auch gar nicht auf Ergebnis spielen", sagt Gerulat. Während der verletzte Cipolla und Böhnke (Urlaub) ausfallen, werden die in Neumünster fehlenden Axel Ehrlich und Christoph Hinrichs zurückkehren. Durch das Husumer 3:0 gegen den TSB Flensburg zählt für die Kropper nur ein Sieg. Sie selbst hatten gegen den TSB "nur" 3:1 gewonnen.

08. August 2006 · Schlei Bote

TSV Kropp gegen Husumer SV jetzt unter Zugzwang

Zwei Tage vor dem Bezirkspokal-Finale gegen die Husumer SV (Di., 19 Uhr) enttäuschte Fußball-Verbandsligist TSV Kropp in einem Testspiel beim Bezirksoberligisten PSV Neumünster (3:3). Durch den Husumer 3:0-Sieg gegen Flensburg, muss Kropp gegen die HSV unbedingt gewinnen.

Einen Tick schneller am Ball ist Kropps Patrick Griesbach (links) vor Carsten Böttiger (Polizei-SV Neumünster). Foto: Klimek

Neumünster (Torsten Peters) – "Das Ergebnis ist nicht das Resultat eines offenen Schlagabtauschs, sondern von einer sehr schwachen Leistung meiner Mannschaft", ärgerte sich Bernd Gerulat. Der neue Trainer des Oberliga-Absteigers konnte nicht nachvollziehen, warum sein Team nach den Toren der Neuzugänge Patrick Griesbach und zweimal Sascha Möller eine Zwei-Tore-Führung binnen von nur zwei Minuten noch aus der Hand gab. "Dabei hätten wir beinahe sogar noch eine Niederlage kassiert. Gerade gegen einen – wenn auch ambitionierten – unterklassigen Gegner muss man in einer solchen Situation ganz anders spielen", ärgerte sich Gerulat. "Da fehlt uns noch die Cleverness."

Heiko Arpe (Polizei SV Neumünster; rechts) bedrängt Kropps Mannschaftsführer Christian Heider.

Vor allem mit der Abwehr ging er hart ins Gericht. "Das war eine einzige Katastrophe! Aber auch im Spiel nach vorne waren wir saft- und kraftlos, hatten keine Ideen." Bei aller Kritik an seinen Spielern, ließ er aber auch sich selbst nicht ungeschoren davonkommen. "Ich habe in der zweiten Halbzeit fünfmal gewechselt. Den Bruch in unserem Spiel muss ich auch auf meine Kappe nehmen". Bange machen hinsichtlich des morgigen Bezirkspokalspiels gegen die Husumer SV gilt jedoch angesichts der schwachen Leistung gegen den PSV nicht. "Der Pokal hat seine eigenen Gesetze – und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir uns noch einmal so schlecht präsentieren werden wie in Neumünster."

Die Husumer SV ist Bernd Gerulat dabei noch aus seiner Zeit als Oberliga-Trainer beim VfR Neumünster bekannt: "Die Mannschaft hat sich seitdem ja nicht großartig verändert. Sie suchen ihre Chancen vor allem durch das starke Konterspiel. Und mit Björn Fleige haben sie vorne einen sehr guten Torjäger."

Trotz der Gefahr, in einen Konter zu laufen, wollen die Kropper das Spiel machen. "Wir können auch gar nicht auf Ergebnis spielen", sagt Gerulat. Während der verletzte Cipolla und Böhnke (Urlaub) ausfallen, werden die in Neumünster fehlenden Axel Ehrlich und Christoph Hinrichs in den Kader zurückkehren. Durch das Husumer 3:0 gegen den TSB Flensburg (vgl. Artikel li.), zählt für die Kropper nur ein Sieg. Sie selbst hatten gegen den TSB "nur" 3:1 gewonnen.

07. August 2006 · Landeszeitung
1. ST 11.08.06 Husumer SV Flensburg 08 3:1

Gerrit Müller entscheidet Nordderby!

11.08.2006

Husumer SV - Flensburg 08

3 : 1 (2:1)


Einen verdienten Sieger im Nordderby gab es zur Saisonpremiere im Husumer Friesenstadion. Torjäger Gerrit Müller gelangen auf Anhieb drei Treffer, und er entschied somit die Partie. Ein wahres Feuerwerk brannten die Nordfriesen gleich mit Beginn der Partie ab, ließen den Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Mit herrlichen Ballpassagen wurde das Leder durch die eigenen Reihen getrieben, dass den Flensburgern angst und bange wurde. Die Abwehr stand sehr sicher, und im Sturm wirbelten Gerrit Müller und Björn Fleige die Fördestädter förmlich durcheinander. Das entsprach der neuen Husumer Philosophie - es wurde Fussball gespielt. Doch durch ein unglückliches Eigentor brachte die SV den Gast wieder in die Begegnung zurück, der Zauberfußball hatte nach dreißig Minuten ein jähes Ende gefunden. Verunsicherung ging um in den Husumer Reihen, 08 verstand es aber nicht, dies entscheidend auszunutzen. Das Spiel hätte in dieser Phase kippen können, doch die Nordfriesen fingen sich nach der Pause und siegten verdient.

»Dreißig Minuten haben wir super gespielt - so wie ich mir das vorstelle«, resümierte Husums zufriedener Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Nach dem Eigentor haben wir uns in der zweiten Halbzeit wieder gefangen und verdient gewonnen.« Auch Flensburgs Trainer Bodo Schmidt stimmte zu: »Unsere Ordnung hat überhaupt nicht gestimmt, Husum war einfach schneller im Spiel drin. Mit mehr Konsequenz wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen.«

Mit schnörkellosen und schnellen Angriffen über die Außenpositionen brachten die Husumer sofort Gefahr vor das Flensburger Tor, bereits nach fünf Minuten verpasste Gerrit Müller nur knapp eine wunderbare Flanke von Marcell Voss. Doch zwei Minuten später traf Müller im Nachschuss zum 1:0, Björn Fleige war zunächst an Torhüter Behrensen gescheitert. 08 wurde jetzt förmlich eingeschnürt, hatte Glück, nicht mehr Treffer eingeschenkt zu bekommen. Pierre Becken verzog nach elf Minuten nur äußerst knapp, dann wurde ein Treffer von Gerrit Müller wegen Abseits nicht gegeben (12.). Zwei Minuten später hatte Björn Fleige Pech, sein Schuss wurde von der vielbeinigen Abwehr entschärft. Den zweiten Treffer besorgte wieder Gerrit Müller, nach einem Eckball stand er goldrichtig und schob ein (16.). David Ließ traf nach Zuspiel von Müller den Außenpfosten (24.), ehe die Flensburger das erste Mal gefährlich wurden. Doch Jan-Christian Kiehl schlenzte das Leder am Dreieck vorbei (29.). Durch ein kurioses Eigentor in der 31. Spielminute kam ein Bruch ins Husumer Spiel: Marcell Voss war der Unglücksrabe, der das Leder nach einem Fehler von Torhüter Teubler fulminant ins eigene Tor drosch. Jetzt war 08 plötzlich am Drücker, Husum wirkte völlig neben der Spur. Aber nur Kiehl und Carstensen (33./36.) brachten ein wenig Gefahr vor das Tor - zu wenig, um das Spiel zu drehen.

Nach dem Seitenwechsel machten die Stormstädter wieder Druck, ohne jedoch die Überlegenheit der ersten dreißig Minuten zu erreichen. Die größeren Möglichkeiten erspielten sich nach wie vor nur die Hausherren. Entschieden wurde das Derby in der 57. Minute, wieder war Gerrit Müller zur Stelle und traf nach Vorarbeit von Björn Fleige aus 14 Metern zum 3:1. 08 gab nie auf, einige gute Ballpassagen führten aber nicht zum Erfolg, die Husumer Abwehr ließ fast nichts mehr zu. Nur einmal tankte sich Nils Grossmann geschickt durch, schoss aber zwei Meter über das Gehäuse (72.). Auf Seiten der Husumer zielten David Lies (58.) aus kurzer Distanz, Björn Fleige (84./Freistoß) und Martin Herpel (92./Freistoß) nur um Zentimeter neben das Tor.

Fazit: Ein kurzweiliges Nordderby fand einen verdienten Sieger. Husum erspielte sich einfach die größeren Möglichkeiten und war über die gesamte Spielzeit gesehen spielerisch reifer.
Tore: 1:0 Müller (7.), 2:0 Müller (16.) , 2:1 Voß (31./Eigentor), 3:1 Müller (57.)
Beste Spieler: tolle Mannschaftsleistung - Saeltz, Müller / Ben-Djebbi
Ecken: 7 : 4
Chancen: 12 : 4
Zuschauer: 324
Schiedsrichter: Dr. Mond (Lübeck)
gelbe Karten: Becken (78.) / Hill (45.), Ben-Djebbi (83.), Schmidt (85.)
Aufstellung:

Teubler - Voß, Schulte, Rettkowski, Schyma (57. Hermann) - Saeltz, Lies (69. M. Herpel), Cornils (80. Otto), Becken, - Fleige, Müller.

Behrensen - Schmidt - Schukat, Meyer-Jürgensen - Wulf, Rachner (64. Grossmann), Ben-Djebbi, Seebauer, Hill - Carstensen, Kiehl.

  Hi 11.08.2006

Müllers Gala, Voß' Missgeschick

Beim 3:1 der Husumer SV gegen Flensburg 08 erzielen die Gastgeber alle Tore
Aufmerksamer Beobachter: Husums Coach Guido Gehrke (2. v. li.) konnte mit seinem Team zufrieden sein. Foto: Voss
Verbandsliga-Übersicht
Nur Flensburg 08 tanzte aus der Reihe – ansonsten verlief der erste Spieltag so ganz nach dem Geschmack der Teams aus dem Norden. Der TSV Kropp setzte sich mit dem 6:0 gegen den allerdings schwachen TSV Heiligenstedten gleich an die Tabellenspitze, Stürmer Sven Zeidler erzielte dabei drei Tore. Das gelang auch Gerrit Müller von der Husumer SV, der alle Treffer für sein Team beim 3:1 im Derby gegen 08 markierte. Der FC Sörup-Sterup bezwang den TSV Altenholz im Duell der Neulinge 3:2. Neben Heiligenstedten und Altenholz musste auch Aufsteiger FC Dornbreite erkennen, dass in der neuen Liga ein rauerer Wind weht – die Lübecker unterlagen im Stadtduell der zweiten Mannschaft des VfB mit 0:2.
Für eine große Überraschung sorgte der Heider SV beim 3:2 gegen das hoch eingeschätzte Team von Kilia Kiel. Anlauf-Probleme scheint auch Vizemeister SV Eichede zu haben: Das Stormarn-Derby gegen den TSV Bargteheide wurde 0:1 verloren. Comet Kiel schlug Meldorf 2:1, Moisling kam gegen Oldenburg zu einem 4:2-Erfolg. Oberliga-Absteiger Eider Büdelsdorf setzte sich beim SV Todesfelde 2:0 durch.
Fußball-Splitter
Vielseitiger Müller: Mit dem dänischen Cricket-Nationalteam wurde er bei der EM in Schottland Vierter, zwei Tage später stand Gerrit Müller (32) für den Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga auf dem Platz. Der Trip nach Glasgow scheint dem Stürmer gut getan zu haben: Beim 3:1 (2:1)-Erfolg gegen Flensburg 08 erzielte der von den Husumer Fans liebevoll "Schatzi" gerufene Angreifer alle drei Tore. Auch sein Teamkollege Marcell Voß (24) traf – allerdings ins eigene Tor. "Ich habe einen Pressschlag versucht, aber mein Gegenspieler hat zurückgezogen", erklärte der Abwehrspieler sein Missgeschick. Der Spott seiner Teamkameraden war dem Ex-Heider anschließend sicher.

Husum (usc) – Gäbe es einen Preis für das kurioseste Tor in der Fußball-Verbandsliga 2006/07 – Marcell Voß hätte wohl schon nach dem ersten Spieltag gute Chancen auf den Gewinn. So ein "Traum-Eigentor" (Eintrag auf der Homepage der Husumer SV) hatten die 324 Besucher wohl noch nie gesehen. Der Spott seiner Mitspieler war dem 22-Jährigen gewiss, mehr hatte er nicht zu befürchten: Trotz seines Missgeschicks reichte es zum 3:1 (2:1) gegen Flensburg 08.

Es passierte nach einer halben Stunde. 08-Stürmer Jan-Christian Kiehl setzte einem langen Ball nach, hatte aber keine Chance, ihn zu erlaufen. HSV-Keeper Andre Teubler war aus dem Tor gekommen, zögerte etwas mit dem Abspiel, und passte dann auf Voß. Auch der zögerte, Kiehl bedrängte ihn – und plötzlich drehte sich Voß um und schoss den Ball ins leere Tor. Die Zuschauer blickten sich verdutzt an, Unglücksrabe Voß sank auf den Rasen und schlug die Hände vors Gesicht. "Ich wollte einen Pressschlag versuchen, aber mein Gegenspieler hat zurückgezogen", lautete nach Spielschluss die Erklärung.
Das Selbsttor zum 1:2 beendete die bis dahin andauernde Überlegenheit der Gastgeber. "Wir haben Fußball gespielt, so wie ich mir das vorstelle", lobte Husums Coach Guido Gehrke. Schöne Kombinationen, konsequentes Spiel über außen – und ein Gerrit Müller, der einen ganz großen Auftritt hatte. Alle drei Tore gingen auf das Konto des dänischen Cricket-Nationalspielers.

Nach sieben Minuten staubte er ab, nachdem Sturmkollege Björn Fleige zuvor an 08-Keeper Nils Behrensen gescheitert war. Zehn Minuten später verwertete Müller einen Eckball von Ingo Cornils. In der 23. Minute betätigte sich der Goalgetter zur Abwechslung mal als Vorbereiter, doch David Lies traf den Pfosten.

Dann sorgte Voß unfreiwilig dafür, dass 08 ins Spiel kam. "Mit etwas mehr Konsequenz hätten wir das 2:2 machen können", sagte 08-Coach Bodo Schmidt, der sich nach zwei Ausfällen im Team (Tommy Petersen, Nils Petersen) selbst aufgetstellt hatte.
08 startete gut in die zweite Hälfte, doch die Husumer haben ja ihren Gerrit Müller. 57. Minute: Abstoß, zweimalige Kopfball-Verlängerung, eine feine Einzelleistung des Angreifers – Tor, 3:1, Spiel entschieden. Danach tat sich nicht mehr viel. "Wir haben wenig zugelassen", so Gehrke. Sein Kollege Schmidt lobte die gute Moral des Teams und fasste die 90 Minuten zusammen: "Bei Fleige und Müller ist immer ein Tor drin." Oder gleich drei – wie am Freitag Abend.

Husumer SV: Teubler - Voß, Schulte, Rettkowski, Schyma (57. Hermann) - Lies (69. Herpel), Saeltz, Becken, Cornils (80. Otto) - Müller, Fleige.
Flensburg 08: Behrensen - Schmidt - Schukat, Meyer-Jürgensen - Wulf, Rachner (65. Grossmann), Ben-Djebbi, Seebauer, Hill - Carstensen, Kiehl.
Schiedsrichter: Mond (Lübeck). Zuschauer: 324. Beste Spieler: Müller, Saeltz - Ben-Djebbi, Kiehl.

14. August 2006 · Flensburger Tageblatt

Drei Müller-Tore beim HSV-Sieg

Husum (usc) – Der Ball rollt wieder, nicht nur in der Fußball-Bundesliga. Zum Auftakt der Verbandsliga Schleswig-Holstein stand gleich das Nordderby auf dem Programm: Mit 3:1 (2:1) gewann die Husumer SV gegen Flensburg 08 und feierte einen tollen Einstand in die Saison. Ohne Kenntnis der anderen Ergebnisse feierte die Fans unter den 324 Zuschauern ihre Mannschaft lautstark als "Spitzenreiter". Das Derby lieferte auch gleich ein kurioses Eigentor des Husumers Marcell Voß. Eine Flanke von Jan-Christian Kiehl klärte Husums Torhüter Andrè Teubler etwas ungenau zur Seitenlinie. Voß nahm den Ball auf, drehte sich und schob zum 1:2 (30.) ins leere Husumer Tor. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Nordfriesen wesentlich mehr vom Spiel und lagen durch zwei Treffer von Gerrit Müller (7./17.) verdient in Führung. Nach dem Wechsel verflachte die Partie zunehmend lediglich Gerrit Müller sorgte mit einer klasse Einzelleistung in der 57. Minute für Fan-Jubel und das 3:1.
12. August 2006 · Flensburger Tageblatt

Gehrke glaubt an seine "Jungs"

Heute gilt's: Die Husumer SV startet gleich mit einem "Kracher" in die Fußball-Verbandsliga. Um 19 Uhr trifft das Team von Trainer Guido Gehrke im Derby auf Flensburg 08.
David Strüning zählt zu den "jungen Wilden" im Team der Husumer SV – der Angreifer ist gerade mal 18 Jahre alt. Foto: Voss
Husum (Ulrich Schröder) – Stimmt der Spruch von de gelungenen Premiere, die auf eine verpatzte Generalprobe folgt, dann hat die Husumer SV heute (19 Uhr) zum Verbandsliga-Start gegen Flensburg 08 wenig zu befürchten. Die letzten 90 Minuten vor dem Punktspiel-Auftakt gingen für die Nordfriesen ziemlich daneben: 1:4 beim TSV Kropp, besonders in der ersten Halbzeit ging so gut wie nichts. "Die jungen Leute müssen Erfahrungen sammeln, das geht nur, wenn sie Spielpraxis haben", sagt Trainer Guido Gehrke.
Junge Leute waren am Dienstag reichtlich im Einsatz – das Mittelfeld mit Sebastian Saeltz, David Lies, Pierre Becken und Marcel Otto brachte es gerade mal auf ein Durchschnittsalter von knapp 19 Jahren. "In der ersten Hälfte hätten wir uns mehr wehren müssen, aber nach der Pause sind wir ins Spiel reingekommen", gewinnt Gehrke der Pleite auch positive Seiten ab. Die Erfahrung hat eben gefehlt, aber am "Jugendstil" will der Husumer Coach festhalten: "Ich glaube an die Jungs." Und er schiebt hinterher: "Ich wünsche mir, dass viele Zuschauer kommen und die Fans besonders die Jungen anfeuern", sagt Gehrke. Ganz ohne Routine geht es aber auch nicht, und so freut sich der Trainer, dass Ingo Cornils, Lars Hermann, Martin Herpel und Gerrit Müller heute im Derby gegen 08 wieder zur Verfügung stehen. "Müller wird spielen", legt sich Gehrke fest. Ansonsten hält er sich bedeckt, was Personalien anbelangt. Wer nun fest zum Kader der "Ersten" gehört, hängt von den letzten Trainings- und ersten Spieleindrücken ab.
Auch Gegner Flensburg 08, der in der Vorsaison beide Partien gegen die Stormstädter verlor (0:2, 0:3) fährt einen konsequenten Jugend-Kurs. Für Christian Jürgensen (Holstein Kiel II) und Enrico Canal (Studium in den USA) rückten Talente aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend (Regionalliga-Absteiger) nach. Ende Juli kreuzten beide Teams beim Vorbereitungsturnier in Seeth schon einmal die Klingen, 08 gewann nach 45 Minuten 1:0 ."Ein junges Team, das müsste uns entgegen kommen", hofft Gehrke.
Schonung war auch in der Woche vor dem ersten Punktspiel nicht angesagt, nach dem 1:4 in Kropp wurde zwei Mal "volle Pulle trainiert" (Gehrke). Das Team ist fit, das wird sich nach Überzeugung des Trainers im Saisonverlauf auszahlen. Vorbereitung, das war gestern. Von heute an geht es um Punkte in der Verbandsliga, die nach Meinung vieler Experten so stark ist wie lange nicht mehr.
11. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
2. ST 18.08.06 FT Eider-Büdelsdorf Husumer SV 5:2

Deutliche Niederlage beim Meisterschaftsfavoriten!

18.08.2006

Eider Büdelsdorf - Husumer SV 

5 : 2 (1:0)


Gleich mit 2:5 kam die Husumer SV in Büdelsdorf unter die Räder, die Hausherren untermauerten damit eindrucksvoll ihre Meisterschaftsambitionen. Die Nordfriesen fanden kein Gegenmittel, nur in der ersten Halbzeit hielten die Schützlinge von Guido Gehrke das Spiel offen. Bei Dauerregen und schwierigen Bodenverhältnissen kam dennoch ein ansehnliches Verbandsligaspiel zustande. Husum hielt gut mit, spielerische Fortschritte waren unverkennbar.

Martin Herpel hatte sogar die Führung auf dem Schlappen, sein 25-Meter-Freistoß verfehlte das Gehäuse nur um Zentimeter (23.). Für die Gastgeber deutete Torben Reibe mit einem geschickten Schlenzer seine Gefährlichkeit an (26.). Ein krasser Torwartfehler von André Teubler brachte die Nordfriesen dann auf die Verliererstraße. Eine Rückgabe spielte er unbedrängt Sven Beck in die Beine, der sich diese Chance natürlich nicht entgehen ließ (34.).

Die SV wirkte jetzt verunsichert, Eider spielte zunehmend seine individuelle Klasse aus - wirkte einfach abgeklärter und reifer. Zufrieden kommentierte Eider-Trainer Olaf Lehman das Spiel: »Ich bin wirklich zufrieden, wir haben etwas zu hoch gewonnen. Die Tore fielen immer zum richtigen Zeitpunkt.« HSV-Trainer Guido Gehrke zog ein einfaches, aber treffendes Fazit: »Wir sind durch individuelle Fehler auf die Verliererstraße gekommen, die müssen wir abstellen.«

Aber erst nach dem Wechsel gelang den Hausherren eine Ergebnisverbesserung. Der groß aufspielende Torben Reibe zielte - abseitsverdächig - aus 14 Metern völlig unbedrängt ins untere linke Eck (52.). Das 3:0 bereits zwei Minuten später, Matthias Bodtke ließ auch hier Teubler nicht gut aussehen. Doch auch die Husumer beteiligten sich am Tore schießen: Nach einem herrlichen Angriff über die linke Seite konnte Gerrit Müller nur noch durch ein Foul im Strafraum von Björn Sörensen am Schuss gehindert werden. Björn Fleige verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:1 (56.). Als Fleige in der nächsten Szene Torhüter Sörensen in ernste Schwierigkeiten brachte, hatten die Husumer Fans wieder Hoffnung gewonnen. Doch ein Doppelschlag von Sven Beck (64.) mit einem herrlichen Heber über den Torwart und Kai Lass (67.) aus elf Metern stellten die klaren Verhältnisse schnell wieder her. Nachdem Husums Martin Herpel aus 18 Metern noch gescheitert war, setzte sich Sebastian Saeltz gekonnt durch und bezwang Torhüter Timm Sörensen aus 16 Metern zum 5:2-Endstand (72.). Durch zwei berechtigte gelb-rote Karten für Schulte (79.) und Voß (85.) dezimierten sich die Husumer noch selbst, hatten Glück, nicht noch mehr Treffer eingeschenkt zu bekommen.

Tore: 1:0 Beck (34.), 2:0 Reibe (52.), 3:0 Bodtke (54.), 3:1 Fleige (FE/56.), 4:1 Beck (64.), 5:1 Lass (67.), 5:2 Saeltz (72.) 
Beste Spieler: Hartung, Reibe, Beck / Becken
Ecken: 4 : 2
Chancen: 10 : 5
Zuschauer: 280
Schiedsrichter: Marco Hecht (Bargteheide)
gelbe Karten: Lass (47.), B. Sörensen (56.) / Herpel (13.), Voß (18.), Schulte (36.)
gelb-rote Karten: Schulte (79./Foul), Voß (85./Foul)
Aufstellung:

T. Sörensen - Reibe, Köpke, Hacker, Hartung  - , B. Sörensen, Bodtke, Sawkulycz, Drewes (76. Lorenzen), Beck, Petersen (46. Lass).

Teubler -  Voß, Rettkowski (49. Otto), Schulte, Hermann - Saeltz, Cornils, M. Herpel (78. Lies), Becken - Fleige (81. Schyma), Müller.

  Hi 18.08.2006

Die FT Eider hat den Spaß am Fußball wieder entdeckt

Bestechende Leistung von Torben Reibe / Leichtsinnsfehler in der Abwehr
Eider-Coach Olaf Lehmannn. Foto: Hobke

Büdelsdorf (dan) – Die Spieler der FT Eider Büdelsdorf haben den Spaß am Fußball wieder entdeckt. Beim 5:2 (1:0)-Erfolg gegen die Husumer SV, einem Mitfavoriten im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga, sprühten die Schützlinge von Coach Olaf Lehmann am Freitagabend vor Spiellaune. "Ich bin wirklich zufrieden", sagte der Eider-Coach nach dem Schlusspfiff. "Wir haben vielleicht etwas zu hoch gewonnen, aber die Tore fielen auch genau zum richtigen Zeitpunkt."

Das Selbstvertrauen der Mannschaft ist enorm gestiegen. "Spieler, die noch in der vergangenen Saison den Ball möglichst schnell wieder loswerden wollten, nehmen jetzt den Zweikampf an und spielen ein, zwei Gegner aus", stellte Olaf Lehmann fest. Torjäger Sven Beck fühlte sich in der Spitze pudelwohl und steuerte erneut zwei Tore zum Erfolg bei. Das 1:0 (34.) besorgte er gerade zu dem Zeitpunkt, als die FT Eider die Oberhand gewann. Bester Spieler war jedoch Torben Reibe. Hätte er der Mannschaft in der vergangenen Saison zur Verfügung gestanden, die FT Eider wäre wohl kaum aus der Oberliga abgestiegen. Aus der Abwehr heraus schaltete er sich immer wieder in den Angriff ein und krönte seine hervorragende Leistung mit dem vorentscheidenden 2:0 (51.), als er zwei Gegenspieler stehen ließ. Die weiteren Treffer durch Bodtke (54.), Beck (63.) und Lass (67.) fielen fast zwangsläufig, die Gegentore durch Fleige (57./FE) und Saeltz (72.) konnten der FT Eider nichts anhaben.
Trotz der starken Vorstellung war Olaf Lehmann nicht restlos zufrieden. "Bei allem Selbstvertrauen, manchmal müssen wir ein bisschen einfacher spielen, den Ball bei Gefahr auch mal ins Seitenaus dreschen." Der Eider-Coach erinnerte sich da an einige Szenen, als seine Abwehrspieler auf dem glitschigen Boden den Ball leichtfertig verloren und Gefahr vor dem eigenen Gehäuse heraufbeschworen.

Festhalten wird Olaf Lehmann auf jeden Fall an der Viererkette. "Dadurch wird unser Aufbauspiel optisch ansehnlicher und es bieten sich mehr Anspielstationen. Die Gefahr besteht, dass ein Ball mal durchrutscht, aber das nehmen wir in Kauf. Schließlich können wir das auch noch üben, denn in der Verbandsliga ist nicht jede Mannschaft so stark wie die Husumer SV."

21. August 2006 · Landeszeitung

Viel Nachholbedarf in der Deckung

Individuelle Fehler führen zur 2:5-Niederlage der Husumer SV in Büdelsdorf
Husums Keeper André Teubler pflückt dem Büdelsdorfer Björn Sörensen den Ball vom Kopf. Foto: Deike
Verbandsliga-Übersicht
Drei-Klassen-Gesellschaft: Fünf Teams weisen nach zwei Spieltagen sechs Punkte auf, darunter der TSV Kropp als Tabellenführer nach dem 3:1 beim Oldenburger SV. Das Mittelfeld reicht von Rang sechs bis 13, alle Teams haben drei Punkte. Mit dabei sind die Husumer SV (2:5 in Büdelsdorf) als Zehnter, Flensburg 08 (2:1 gegen Comet Kiel) als Elfter, und Aufsteiger FC Sörup-Sterup auf Rang 13 (0:5 bei Kilia Kiel).
Von Platz 14 bis 18 reicht die Liste der bislang noch erfolglosen Mannschaften, darunter mit Altenholz, Dornbreite Lübeck und Heiligenstedten drei der vier Neulinge. Kilia Kiel und der Tabellenzweite VfB Lübeck II (6:1 gegen Heiligenstedten) landeten die höchsten Erfolge des zweiten Spieltages.

Büdelsdorf (ree) – 1:4 beim TSV Kropp, 2:5 bei der FT Eider Büdelsdorf – innerhalb von zehn Tagen hat die Husumer SV die Grenzen des Wachstums erfahren. Die Einsicht lautet: An das Können der beiden Oberliga-Absteiger reicht die SV noch nicht heran.
Drei Tore schlechter waren die Husumer am Freitag Abend in Büdelsdorf allerdings nicht. "Wir sind durch individuelle Fehler ins Hintertreffen geraten", monierte Coach Guido Gehrke. Und damit meinte er vor allem jene Szene, die das bis dahin ausgeglichene Geschehen zu Gunsten der Gastgeber wandte. In der 34. Minute schickte der Husumer Sascha Rettkowski eine simple Rückgabe an seinen Torhüter André Teubler. Der war unbedrängt und hatte viele Möglichkeiten, das Spiel sicher fortzusetzen. Aber er wählte eine fahrlässige. So landete das Leder an der Strafraumgrenze bei Sven Beck, der zum 1:0 vollstreckte. Ein Geschenk!

Der Fauxpas raubte dem Husumer Schlussmann, der zuvor drei Mal bravourös gegen Thorben Reibe (18., 26.) sowie Sven Beck (30.) gehalten hatte, wie auch seinen Teamgefährten viel von jenem Selbstbewusstsein, mit dem sie bis dahin im Eiderstadion aufgetreten waren. Denn auch bei den Toren, die der clevere Gastgeber in der zweiten Halbzeit schoss, halfen die Husumer mit. Reibe (52.) beim 2:0 und Matthias Bottke (54.) beim 3:0 erhielten den Service bei ihren Toren jeweils aus der Hintermannschaft. Keine Frage: In Sachen Viererkette ist noch Übungsbedarf bei der Husumer SV.
Es spricht aber für die Moral der Nordfriesen, dass sie immer wieder den Weg nach vorn suchten. Der Lohn war das Strafstoßtor von Björn Fleige zum 3:1 (57.). Ob Gerrit Müller aber zuvor von Malte Sawkulycz tatsächlich gefoult worden war, wurde nicht nur auf dem Rasen eifrig diskutiert.

Dann gab's wieder Defizite in der Abwehr. Ganz eklatant beim 5:1 von Kai Lass (67.), dessen Freistoß aus 35 Metern ohne jegliche Feindberührung ins Tor gelangte. Den Treffer zum 4:1 hatte wiederum Beck erzielt (63.), das 5:2 schoss Sebastian Saeltz (72.). Drei Husumer Abwehrspieler sahen in der ersten Halbzeit die gelbe Karte, alle drei überstanden den zweiten Durchgang nicht. Rettkowski, weil er mit Wadenverletzung ausschied, Schulte (78.) und Voß (85.), weil sie sich auch das zweite Gelb einhandelten. Husum stand zum Schluss nur noch mit neun Mann auf dem vom Regen durchtränkten Platz. Gut, dass André Teubler in dieser Phase seine Normalform wiederfand.

Husumer SV: Teubler – Voß, Schulte, Rettkowski (49. Otto), Hermann – Saeltz, Cornils, Herpel (78. Lies), Becken – Müller, Fleige (80. Schyma).

21. August 2006 · Flensburger Tageblatt

5:2 - Die FT Eider mit glänzender Vorstellung

Im Spiel zweier Verbandsliga-Titelaspiranten setzte sich gestern Abend vor 280 Zuschauern die FT Eider Büdelsdorf unerwartet deutlich mit 5:2 (1:0) gegen die Husumer SV durch.
Malte Sawkulycz setzt sich gegen den Husumer Ingo Cornils (am Boden) durch. Foto: Deike

Büdelsdorf (dan) – Mit einem eindrucksvollen 5:2 (1:0)-Erfolg über die Husumer SV untermauerte die FT Eider Büdelsdorf gestern Abend im Eiderstadion ihre Titelambitionen in der Fußball-Verbandsliga nachhaltig. Trotz des strömenden Regens boten beide Mannschaften auf dem glitschigen Rasen ein technisch sehr anspruchsvolles Spiel, wobei die Platzherren allerdings wesentlich mehr Durchschlagskraft bewiesen.

Die Eider-Abwehr stand sehr aufmerksam und ließ den gefährlichen Husumer Spitzen Geritt Müller und Björn Fleige nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten, ganz an die Kette zu legen waren die beiden allerdings nie. Ein Schuss von Torben Reibe (25.), der sich immer wieder über rechts in den Angriff einschaltete, war der Auftakt zu einem Sturmlauf der FT Eider, der in der 34. Minute durch einen Heber des zweifachen Torschützen Sven Beck zum 1:0 erstmals von Erfolg gekrönt war.

Nach der Pause waren die Gastgeber klar tonangebend. Sie kombinierten sehr sicher und ließen Ball und Gegner laufen. Das 3:1 (57.) von Fleige per Foulelfmeter erzielt (Müller war gelegt worden) brachte sie ebenso wenig vom Erfolgskurs ab wie das 5:2 (72.) durch Saeltz. Die weiteren Treffer für die FT Eider erzielten Torben Reibe (51.), Matthias Bodtke (54.), Sven Beck (63.) und Kai Lass (67.).

FT Eider: T. Sörensen - Reibe, Köpke, Hacker, Hartung – B. Sörensen, Bodtke, Drewes (77. Lorenzen), Sawkulycz – Petersen (46. Lass), Beck.
Husumer SV: Teubler – Voß, Schulte, Rettkowski (49. Otto), Hermann – Saeltz, Cornils, Hertel (78. Lies), Becken – Müller, Fleige (80. Schyma).
Schiedsrichter: Hecht (Bargteheide).
Tore: 1:0 (34.) Beck, 2:0 (51.) Reibe, 3:0 (54.) Bodtke, 3:1 (57./FE) Fleige, 4:1 (63.) Beck, 5:1 (67.) Lass, 5:2 (72.) Saeltz.
Gelb-Rot: Schulte (79.), Voss (85./beide wiederholtes Foulspiel).

19. August 2006 · Landeszeitung

Husumer SV kommt unter die Räder

Fußball-Verbandsliga: 2:5 (0:1)-Niederlage bei der FT Eider Büdelsdorf

Büdelsdorf (dan) – Im Spiel zweier Titelaspiranten hat die Husumer SV gestern Abend vor 280 Zuschauern unerwartet deutlich mit 2:5 (0:1) bei der FT Eider Büdelsdorf verloren. Die Büdelsdorfer untermauerten damit während der Partie im Eiderstadion eindrucksvoll ihre Aufstiegs-Ambitionen in der Fußball-Verbandsliga. Trotz des strömenden Regens boten beide Mannschaften auf dem glitschigen Rasen ein technisch anspruchsvolles Spiel, wobei die Platzherren wesentlich mehr Durchschlagskraft bewiesen.

Die Eider-Abwehr stand sehr aufmerksam und ließ den gefährlichen Husumer Angreifern Geritt Müller und Björn Fleige nur wenig Entfaltungsmöglichkeiten, ganz an die Kette zu legen waren die beiden Torjäger allerdings nie. Ein Schuss von Torben Reibe (25.), der sich immer wieder über rechts in den Angriff einschaltete, war der Auftakt zu einem Sturmlauf der FT Eider, der in der 34. Minute durch einen Heber des zweifachen Torschützen Sven Beck zum 1:0 erstmals von Erfolg gekrönt war.

Nach der Pause waren die Gastgeber klar tonangebend, Husum ließ sich immer mehr in die Defensive drängen. Büdelsdorf kombinierte sehr sicher und ließ Ball und Gegner laufen. Der Husumer Anschlusstreffer zum 1:3 (57.) – von Fleige per Foulelfmeter erzielt (Müller war gelegt worden) – brachte die Gastgeber ebenso wenig vom Erfolgskurs ab wie das 2:5 (72.) durch Saeltz. Die weiteren Treffer für die FT Eider erzielten Reibe (51.), Matthias Bodtke (54.), Beck (63.) und Kai Lass (67.).

FT Eider: T. Sörensen - Reibe, Köpke, Hacker, Hartung – B. Sörensen, Bodtke, Drewes (77. Lorenzen), Sawkulycz – Petersen (46. Lass), Beck.
Husumer SV: Teubler – Voß, Schulte, Rettkowski (49. Otto), Hermann – Saeltz, Cornils, Hertel (78. Lies), Becken – Müller, Fleige (80. Schyma).
Schiedsrichter: Hecht (Bargteheide).
Tore: 1:0 (34.) Beck, 2:0 (51.) Reibe, 3:0 (54.) Bodtke, 3:1 (57./FE) Fleige, 4:1 (63.) Beck, 5:1 (67.) Lass, 5:2 (72.) Saeltz.
Gelb-Rot: Schulte (79.), Voss (85./beide wiederholtes Foulspiel).

19. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nils Langwadt fällt mit Kreuzbandriss lange aus

Heute kommt es zum Duell der "Knipser": Die Husumer SV mit Gerrit Müller (drei Tore) tritt in der Fußball-Verbandsliga bei Eider Büdelsdorf mit Sven Beck (zwei Treffer) an. Anpfiff: 19 Uhr.
Achtung, Torjäger! Auf Sven Beck muss die Husumer Abwehr heute besonders aufpassen. Foto: hob

Husum (Gert Reese) – Einen Sieg zum Saisonauftakt, das hat es bei der Husumer SV in diesem Jahrtausend noch nicht gegeben. Aber die Mannschaft von Trainer Guido Gehrke kann sich auf dem 3:1-Erfolg gegen Flensburg 08 nicht ausruhen. Denn schon heute kommt es eine Stufe härter: Um 19 Uhr gastieren die Stormstädter bei der FT Eider Büdelsdorf, einem der Top-Favoriten in der Fußball-Verbandsliga.

Die Kanalstädter wollen unbedingt zurück in die Fußball-Oberliga, aus der sie nach einer fatalen Rückrunde vor zwei Monaten absteigen mussten. Mit Sven Beck haben die Büdelsdorfer einen überragenden Könner im Angriff, der seine Torgefährlichkeit auch gleich am ersten Spieltag wieder unter Beweis stellte. Beim 2:0 der FT in Todesfelde erzielte er beide Tore.

Der Husumer Verteidiger Sascha Rettkowski kennt den groß gewachsenen Stürmer besonders gut. Oft hat er gegen ihn gespielt und war auch an jenem Sonnabend vor fünf Jahren dabei, als die Husumer SV ihr erstes Spiel in der Fußball-Oberliga gegen den VfR Neumünster mit 2:3 verlor. Beck war damals für alle drei Gegentore verantwortlich.
Husums Trainer Guido Gehrke gibt sich optimistisch und will sein personelles Konzept nicht an der Person Beck festmachen. Mit anderen Worten: Manndeckung gibt es nicht, es bleibt bei der Raum orientierten Abwehrarbeit. "Bei Standards haben wir natürlich unsere spezielle Zuordnung", betont Gehrke und weist auf jene speziellen Spielsituationen hin, in denen Beck seine Schlagkraft besonders gern unter Beweis stellt.

Und dann ist da auch noch Torben Reibe – jener Akteur, der in der zweiten Reihe die Fäden zieht und ebenfalls gern den Abschluss sucht. "Beck, Petersen und Reibe", so Gehrke, "prägen das Büdelsdorfer Spiel."

Ansonsten hält Gehrke noch längst nicht alles für Gold, was derzeit bei der SV glänzt. "Wir müssen noch mehr investieren", lautet seine Forderung. Er meint damit, "dass wir lernen müssen, die 90 Minuten zu Ende zu spielen. Wir dürfen nicht nach einer halben Stunde aufhören." Und er erwartet auch, dass sich seine Mannschaft nicht zu lange mit Rückschlägen beschäftigt. Gehrke: "In solchen Situationen müssen wir cooler reagieren."
Schlechte Nachricht: Die Verletzung, die sich Nils Langwadt in der Pokalpartie beim TSV Kropp zuzog, hat sich als Kreuzbandriss herausgestellt. Mit einem halben Jahr Pause für den Innenverteidiger rechnet der Husumer Trainer. Dennis Schulte ist gegen 08 ins Abwehrzentrum gerückt und hat seine Sache gut gemacht. Er könnte heute in der Startbesetzung stehen.

Nicht dabei sein in Büdelsdorf werden Michael Petersen und Erion Alla. Beide haben noch Trainingsrückstand.

18. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Treffen der Top-Torjäger im Eiderstadion

Fußball-Verbandsligist FT Eider Büdelsdorf steht in der noch jungen Saison vor seiner ersten Standortbestimmung. Nach dem ungefährdeten 2:0-Auftakterfolg beim harmlosen SV Todesfelde gastiert mit der Husumer SV heute Abend um 19 Uhr eine Mannschaft im Büdelsdorfer Eiderstadion, die neben der FT Eider mit zu den Meisterschaftsfavoriten gezählt wird.
Sieggaranten am ersten Spieltag: Während sich Husums Gerrit Müller (li.) gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen konnte, brachte es Sven Beck von der FT Eider auf zwei Treffer. Fotos: Staudt/Hobke
 

Büdelsdorf/Husum (Joachim Hobke) – 15 Jahre kennen sich Sven Beck und Guido Gehrke mittlerweile. Aus einer anfänglichen Bekanntschaft ist eine dicke Freundschaft erwachsen. Am Mittwochabend feierten beide mit weiteren Gästen in geselliger Runde Becks 33. Geburtstag. Und natürlich kam man an diesem Abend auch auf das heutige Spiel in der Fußball-Verbandsliga zwischen der FT Eider Büdelsdorf und der Husumer SV (19 Uhr, Büdelsdorfer Eiderstadion) zu sprechen. Denn Sven Beck ist Stürmer bei der FT Eider, Guido Gehrke bekleidet das Traineramt bei den Nordfriesen. "Wir haben uns ganz schön hoch geschaukelt", berichtet Gehrke. Dem verbalen Scharmützel wollen beide Parteien heute Abend Taten folgen lassen.

"Es wäre schön, wenn ich Guido ein bisschen ärgern könnte", sagt Beck, aber wichtiger als das persönliche Erfolgserlebnis wäre dem Büdelsdorfer ein Sieg der eigenen Mannschaft. "Wer dann letztlich die Tore schießt, ist egal – Hauptsache wir haben am Ende drei Punkte." Am vergangenen Sonntag hatte Beck allerdings nicht unerheblichen Anteil am 2:0-Auftakterfolg der FT Eider beim SV Todesfelde. Der 33-Jährige schoss beide Tore.

"Sven ist vor dem Tor eiskalt. Der nutzt jede Chance", charakterisiert Guido Gehrke seinen Freund. "Man muss von vornherein verhindern, dass er zum Schuss oder Kopfball kommt." Die Husumer Taktik für das morgige Spiel will er aber nicht an der Person Beck festmachen. "Manndeckung gibt es nicht."

Auch die Nordfriesen verfügen über einen Stürmer der Extraklasse. Beim 3:1-Erfolg der Husumer gegen Flensburg 08 am vergangenen Freitag traf Gerrit Müller gleich dreimal ins Schwarze. "Ein ganz anderer Typ als Sven – aber nicht minder gefährlich", sagt Gehrke über seinen Top-Torjäger.

Auch Eider-Coach Olaf Lehmann, Augenzeuge des Husumer Sieges, war von der Vorstellung des HSV-Goalgetters angetan. "Mit Müller und Björn Fleige verfügen die Husumer über ein starkes Duo vorne." Überhaupt habe ihn der Auftritt der Gehrke-Elf beeindruckt. "In den ersten 30 Minuten haben die einen sehr guten Fußball gespielt. Das wird eine ganz andere Nummer als noch gegen Todesfelde." Dort sei sein Team "kaum gefordert" worden, deshalb habe das 2:0 auch wenig Aussagekraft. "Husum wird die erste richtige Standortbestimmung für uns." Verzichten muss der Eider-Coach dabei aber weiter auf Kristian Hamm (Mittelfußbruch) und Öczan Atasoy (Bänderanriss im Sprunggelenk). Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von André Drewes. Dagegen ist Torben Reibe nach seiner Blessur aus dem Todesfelde-Spiel wieder einsatzfähig. Und auch Sven Beck wird heute auflaufen, trotz einer gereizten Patellasehne. "Ich habe das Knie etwas geschont und die Woche über kaum trainiert", berichtet Beck. "Aber das Spiel gegen meinen alten Freund Guido Gehrke lasse ich mir doch nicht entgehen."

18. August 2006 · Landeszeitung
KP-AF 23.08.06 St. Peter-Ording Husumer SV 0:15
Zweite Runde im Kreispokal

Husum (sh:z) – Am Mittwoch (Anstoß 19 Uhr) steht die zweite Runde im Fußball-Kreispokal auf dem Programm. Allerdings werden nur fünf von acht Partien ausgetragen, da der SV Enge-Sande, der SV Frisia 03 Risum-Lindholm, der MTV Leck und der Tönninger SV an diesem Tag Punktspiele bestreiten müssen. Frisia empfängt in der Bezirksoberliga Enge-Sande zum Derby – sechs Tage später (29. August, 18.30 Uhr) kommt es in Enge zum „Rückspiel“, dann aber im Pokal. Noch nicht neu angesetzt sind die Partien TSV Drelsdorf – MTV Leck und SC Norddörfer – Tönninger SV. Die Mittwochs-Partien im Überblick:

TSV St. Peter-Ording (Kreisklasse B Süd) – Husumer SV (Verbandsliga), TSV Süderlügum – BW Löwenstedt (beide Kreisliga), SZ Arlewatt (Kreisliga) – TSV Ladelund (Kreisklasse A), TSV Oldenswort – TSV Hattstedt (beide Kreisliga), TSV Goldebek (Kreisklasse A) – TSV Rantrum (Bezirksoberliga).

22. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
3. ST 26.08.06 Husumer SV VfB Lübeck 2 1:5

Herbe Husumer Schlappe vor eigenem Publikum!

26.08.2006

Husumer SV - VfB Lübeck II 

1 : 5 (1:2)


Eine herbe Niederlage bezog die Husumer SV gegen die zweite Mannschaft des VfB Lübeck, der Sieg der Gäste ging selbst in dieser Höhe völlig in Ordnung. Den Nordfriesen verging vor eigenem Publikum zeitweise Hören und Sehen, so überlegen agierten die Lübecker. Stets anspielbereit mit ansprechendem Spielaufbau lief das Leder blitzschnell durch die eigenen Reihen. Immer einen Tick schneller am Ball ließen sie die Hausherren fast überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Auf Husumer Seite wurden viele eklatante Fehler offensichtlich, über Ansätze kam die Gehrke-Truppe nie hinaus.

»Das ist bitter für uns, der Sieg der starken Lübecker geht absolut in Ordnung«, attestierte Husums Trainer Guido Gehrke dem Gegner nach der Partie eine gute Leistung. »Bei uns ging die Ordnung im Spiel durch individuelle Fehler schnell verloren.« VfB-Trainer Torsten Flocken sah seine Elf auch als verdienten Sieger: »Entscheidend war die erste halbe Stunde, da haben wir super gespielt. Das 3:1 war dann die endgültige Entscheidung.«

Nach dem ersten Abtasten hatten die Hausherren die Führung auf dem Fuß, nach herrlichem Zuspiel von Björn Fleige über das halbe Feld scheiterte Martin Herpel jedoch aus kurzer Distanz (3.). Doch die quirligen Lübecker übernahmen zunehmend das Spiel, Husum wirkte jetzt auch gedanklich abwesend. Nachdem André Kalbau noch freistehend verpasste (9.), markierte Alexey Kozlov in der 22. Minute mit einem schönen Kopfball die Führung für die Lübecker. Die gesamte Husumer Abwehr schien sich noch im Halbschlaf zu befinden. Auch beim zweiten Treffer der Gäste halfen die Nordfriesen kräftig mit: Ein direkter Freistoß aus 20 Metern schlug im Tor ein (31.), Torhüter Momme Reinhold sah hier nicht gut aus - ein vermeidbarer Treffer. Jetzt spürten die Fans endlich ein Aufbäumen der eigenen Mannschaft, die auch mit dem Anschlusstreffer belohnt wurde. Björn Fleige hämmerte in der 40. Minute das Leder unhaltbar aus 18 Metern in die Maschen, Gerrit Müller hätte sogar noch den Ausgleich erzielen können. Doch sein Kopfball verpasste nur knapp das Gehäuse (42.).

Nach dem Wechsel erstickte der VfB sofort die Husumer Bemühungen, bestimmte eindeutig das Geschehen. Das Spiel in die Spitze klappe hervorragend, die wendigen Angreifer wirbelten die pomadige Husumer Abwehr immer wieder durcheinander. Es dauerte aber bis zur 67. Minute, bis die Vorentscheidung fiel: Peter Tobleck tankte sich durch und netzte mit einem Heber über Torhüter Reinhold hinweg gekonnt ein. Der eingewechselte Ronny Tetzlaff brachte auf Lübecker Seite zusätzlichen Schwung in die Angriffsbemühungen. In der 78. Minute stand er goldrichtig und schob das Leder nach einem Lattenknaller von Michael Hopp seelenruhig ins Husumer Tor. Fünf Minuten später machte Tetzlaff die Husumer Demontage mit seinem zweiten Treffer dann endgültig perfekt. Von Alexey Kozlov herrlich freigespielt, hob er den Ball über Torhüter Reinhold hinweg in die Maschen (83.). Den Hattrick verpasste Tetzlaff kurz vor dem Abpfiff, aus drei Metern verpasste er den Ball freistehend. Eine starke Leistung der Lübecker, die sich in Husum als Spitzenmannschaft der Verbandsliga präsentierten. Husum enttäuschte auf ganzer Linie, zeigte viel zu wenig und wirkte überhaupt nicht präsent..

Tore: 0:1 Kozlov (22.), 0:2 Kalbau (31.), 1:2 Fleige (40.), 1:3 Tobleck (67.), 1:4 Tetzlaff (78.), 1:5 Tetzlaff (83.)
Beste Spieler: Fehlanzeige / Kozlov, Hopp, Tetzlaff
Ecken: 2 : 4
Chancen: 3 : 10
Zuschauer: 230
Schiedsrichter: Kohlmann (Kiel)
gelbe Karten: Voß (47.), Müller (53.), Gehrke (54.) / Hopp (23.), Thomas (59.), Tobleck (70.)
Aufstellung:

Reinhold - Voß, Cornils, Rettkowski - Hermann, Saeltz, Gehrke, M. Herpel (75. Lies), Becken - Fleige, Müller.

Witt - Skordos, Niemeyer, Wehrendt - Schefer, Gradert, Kozlov, Martens (46. Thomas), Hopp - Tobleck (75. Tetzlaff), Kalbau (83. Aluc).

  Hi 26.08.2006

Hier kocht der Chef: Gehrke spielt, Schleger ist sauer

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV beim 1:5 gegen den VfB Lübeck II wieder mit großen Problemen
Auf dem Feld statt auf der Bank: Das Mitwirken von Trainer Guido Gehrke stieß auf Kritik.

Verbandsliga-Übersicht

Der TSV Kropp feierte den dritten Sieg im dritten Spiel (2:0 gegen den TSV Bargteheide), musste aber dem VfB Lübeck II (5:1 in Husum) die Tabellenführung überlassen. Nach der zweiten Niederlage mit fünf Gegentoren finden sich die Nordfriesen auf dem ungewohnten 13. Platz wieder – nur Aufsteiger und Schlusslicht TSV Heiligenstedten hat mehr Treffer kassiert. Mit dem 3:1 im Derby beim Aufsteig FC Sörup-Sterup festigte Flensburg 08 als Neunter die Position als zweitbester Nordklub. Neben Lübeck II und Kropp hat auch Rotweiß Moisling bislang alle drei Spiele gewonnen.

Husum (ree) – Die Husumer SV kriegt in der Fußball-Verbandsliga momentan kräftig zwischen die Hörner. Auch beim 1:5 (1:2) gegen den VfB Lübeck II brachte schwaches Abwehrverhalten die Stormstädter auf die Verliererstraße. Zudem gab es Personal-Zoff bei den Nordfriesen. Dass Trainer Guido Gehrke selber spielte, sorgte an vielen Stellen für Irritationen. Auch bei Dieter Schleger. "Das ist anders abgesprochen und das werde ich nicht dulden", sagte der Liga-Manager nach Spielschluss ungehalten.
Momme Reinhold im Tor und Ingo Cornils in der Innenverteidigung – das waren die weiteren Maßnahmen, die Gehrke gegen die Anfälligkeit seiner Hintermannschaft getroffen hatte. Aber die erhofften Effekte blieben aus. Reinhold hatte neben starken auch ganz schwache Szenen, Cornils konnte dem Abwehrverband nicht die erhoffte Stabilität verpassen. So hatte die Forderung des Husumer Trainers ("der Rasen muss brennen") wenig Chance auf Verwirklichung.

Allzu oft brannte es nur in der Husumer Spielhälfte. Verloren haben die Stormstädter allerdings gegen eine Lübecker Mannschaft, die nicht zufällig nach drei Spieltagen ganz oben in der Tabelle zu finden ist. Jung, dynamisch und taktisch gut aufgestellt, so traten die Hansestädter im Friesenstadion auf. Und mit Michael Hopp hatten sie einen echten Könner im offensiven Mittelfeld. Fantastisch, wie der Ex-Uerdinger in der 67.Minute mit einer Körpertäuschung die Husumer Abwehr foppte und damit Peter Tobleck die Chance zum 1:3 eröffnete. "Das war die Erlösung", schnalzte auch VfB-Coach Torsten Flocken nach Spielschluss mit der Zunge.

Erlösung ist insofern richtig, als die Gastgeber davor durchaus die Chance hatten, die Partie noch einmal in die Ausgangslage zu bringen. Denn nach dem 1:2, das Björn Fleige mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze erzielt hatte (40.), gerieten die Gäste für einen kurzen Moment ins Trudeln. Aber es blieb bei dem kurzen Moment – und der wirklich guten Kopfballchance, mit der Fleige zwei Minuten nach seinem Tor auch das 2:2 hätte machen können.

Standpunkt
Husum braucht nur einen Trainer
Die Saison in der Fußball-Verbandsliga ist gerade drei Spieltage alt, schon hängt bei der Husumer SV der Haussegen schief. Der Grund: Guido Gehrke, seit Juli Trainer der Stormstädter, stellte sich am Sonnabend gegen den VfB Lübeck II selbst auf. Das sorgte an verschiedenen Stellen für Unverständnis – bei den Fans, bei manchen Akteuren und vor allem bei Dieter Schleger, dem Liga-Manager. "Das ist gegen die Abmachung, das kann ich nicht dulden", schimpfte dieser. Worte, die auf mehr als eine atmosphärische Störung schließen lassen.
Trainer, die auch auf dem Platz tätig werden, sind im Fußball nichts Unübliches. Sie nennen sich Spielertrainer. Ob auch Guido Gehrke ein solcher sein soll, hat man offenbar zu klären vergessen. Hätte man das definitiv getan, wäre beiden Seiten das aktuelle Dilemma erspart geblieben.
Aber auch so ist die Position des Vereins die stärkere. Erstens versichert Schleger glaubhaft, eine Absprache erst kürzlich mit dem Trainer getroffen zu haben. Zweitens muss der Manager in dieser Frage die Interessen der Aktiven vertreten. Und die wollen in ihrer Mehrheit offenbar einzig und allein einen Trainer auf der Bank.
Gehrkes Argument, er brauche einen Akteur, der das Spiel "lesen" könne, sticht wenig. Erstens gibt es da neben ihm schon noch andere. Und zweitens: Wenn er, wie oft bekundet, die Husumer Mannschaft entwickeln will, muss er auch jungen Akteuren die Chance geben, in diese Rolle hineinzuwachsen.
Guido Gehrke ist ein junger Mann mit erstaunlicher Trainer-Begabung. Er hat bei der Husumer SV in wenigen Wochen viel Gutes auf den Weg gebracht. Jetzt könnte aber passieren, dass er mit den Füßen zertritt, was er mit dem Kopf errichtet hat. Das sollte er verhindern – und akzeptieren, was Wille seines "Arbeitgebers" ist. Auf der Bank ist er auch am wenigsten angreifbar. Gert Reese

Von ganz bitterem Geschmack waren die "Tor-Pillen" gewesen, mit denen die SV vor der Pause in Rückstand geriet. Sie hat sie sich mehr oder weniger selbst verabreicht. Beim 0:1 (22.) ließ der versammelte Husumer Abwehrverband zu, dass der weite Freistoß von André Kalbau am langen Pfosten den Kopf von Alexey Kozlov erreichte. Und auch beim 0:2 fehlte die entschlossene Faust von SV-Keeper Reinhold. Diesmal landete das Leder nach dem Freistoß von Kalbau gleich im Winkel (31.). Keine Frage: Souveränität bei gegnerischen Standards sieht anders aus! Souveränität hatte auch Martin Herpel in der 3. Minute gefehlt, als er nach Fleige-Zuspiel eine gute Torgelegenheit ausließ.

Die letzten Highlights in dieser am Ende einseitigen Begegnung setzte einer, der nur 15 Minuten spielen durfte. Aber die reichten dem Lübecker Ronny Tetzlaff, um nach einem Lattentreffer von Hopp abzustauben (78.) und später eine feine Einzelaktion von Kozlov zum Abschluss zu bringen(83.). Das gegnerische Lattenkreuz hatte zuvor auch Gehrke getroffen (77.). Der verteidigte sein Mitwirken. "Mir fehlt einer, der das Spiel lesen kann", so seine Begründung.

Husumer SV: Reinhold – Voß, Rettkowski, Cornils, Hermann – Herpel (75. Lies), Saeltz, Gehrke, Becken – Fleige, Müller.
VfB Lübeck II: Witt – Schefer, Wehrendt, Niemeyer, Skordos – Martens (46. Thomas), Hopp, Gradert – Kozlov, Tobleck (75. Tetzlaff), Kalbau (86. Aluc).
Schiedsrichter: Jan Kohlmann (Kiel).
Zuschauer: 230.

28. August 2006 · Flensburger Tageblatt

Guido Gehrke rief, Pierre Becken kam

Husums Neuzugang tippt auf einen "Dreier" gegen den VfB Lübeck II
Pierre Becken will am Sonnabend mit der Husumer SV den zweiten Heimsieg der neuen Saison bejubeln. Foto: Voss

Husum (ree) – Knapp endeten in der vergangenen Saison die Spiele der Fußball-Verbandsliga zwischen der Husumer SV und dem VfB Lübeck II. Zu Hause unterlagen die Stormstädter 2:3, in Lübeck erreichten sie ein 2:2. Am Sonnabend (15 Uhr) ist Gelegenheit für die Nordfriesen, den ersten Sieg zu landen.

Pierré Becken, Neuzugang bei der Husumer SV, ist sicher, dass das gelingt. "Die haben zwar junge, spritzige Leute, aber wir gewinnen"", verkündet der 18-Jährige frech. Team Sylt, Frisia Lindholm sowie Flensburg 08 waren seine sportlichen Stationen vor seinem Engagement in Husum. Eigentlich hatte er 08 schon eine Zusage für die Senioren gegeben – in der Fördestadt hatte er in der A-Jugend gespielt. Aber Becken entschied sich im letzten Moment doch anders. Der Grund: Guido Gehrke. "Die Sache mit dem Trainer war mir wichtig", so Becken, "ich fand gut, was er vorhat."

Der Coach vertraut dem Neu-Husumer und setzt ihn im Mittelfeld immer wieder in der Position hinter den Spitzen ein. Hier kann Becken sein kreatives Potenzial ausspielen, von dem er eine Menge besitzt. Davon weiß man auch an anderer Stelle im schleswig-holsteinischen Fußball. Becken gehört zum erweiterten Kader der U 21-Landesauswahl und wird am Mittwoch in Büdelsdorf an einem Testspiel teilnehmen.

"Noch schneller" fand Becken die Regionalliga-Spiele, die er in der A-Jugend bei 08 absolviert hat. Dafür spürt er jetzt bei den Senioren, dass "mehr Körper und viel mehr Erfahrung" mit im Spiel ist.

Das, was der Fachgymnasiast bisher bei der Husumer SV erlebt hat, hat ihn "positiv überrascht." Nach einer Zeit der Eingewöhnung möchte er noch mehr Wirkung für seinen neuen Verein erzielen. "Vor allem die Bindung zu den beiden Spitzen Fleige und Müller kann noch besser werden", betont Becken.

Die junge Mannschaft des VfB Lübeck II ist gut aus den Startlöchern gekommen. Mit den beiden Aufsteigern FC Dornbreite (2:0) und TSV Heiligenstedten (6:1) hatte der Vorjahres-Siebte keine Probleme. Bester Mann war am vergangenen Wochenende Michael Hopp, der nach überstandener Krankheit wieder Dreh- und Angelpunkt wird. Für die Tore bei den Lübeckern zeichnet das 3-K-Trio (Kalbau, Kozlov, Karadas) verantwortlich – alles junge Leute, die zusammen gerade mal 60 Jahre alt sind.

"Der Rasen muss glühen", so lautet die Parole, die SV-Coach Guido Gehrke ausgegeben hat. In der Abwehr ist er eventuell zu Umbau-Maßnahmen gezwungen. Sascha Rettkowski laboriert noch an seiner Verletzung aus dem Spiel in Büdelsdorf, Dennis Schulte und Marcell Voß waren Mitte der Woche von Grippe geplagt. Außerdem hat sich Michael Petersen im Pokalspiel beim TSV St. Peter Ording verletzt. Die Partie endete 15:0, die Tore erzielten Fleige (4), Hermann, Strüning, Wolski (alle 2), Cornils, Herpel, Lies, Petersen und Teubler.

25. August 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
4. ST 01.09.06 Husumer SV SC Comet Kiel 2:0

Klare Sache - Husum deutlich formverbessert!

01.09.2006

Husumer SV - SC Comet Kiel  

2 : 0 (0:0)


»Vernünftig präsentiert, zu Null gespielt, drei Punkte, Ende!«, lautete das kurze und nüchterne Fazit von Husums Trainer Guido Gehrke auf der Pressekonferenz nach der Begegnung. Dabei hätte der Coach durchaus Grund für etwas mehr Emotionen gehabt, denn was die Gastgeber speziell in Durchgang zwei zeigten, war durchaus sehenswert. Das empfanden viele der 227 Zuschauer offensichtlich ähnlich, denn sie spendeten dem Team mehrfach Beifall auf offener Szene. Gästetrainer Wolfhart Ziesecke hatte sich mit der Niederlage schnell abgefunden: »Das Ergebnis geht in Ordnung, wir haben nach vorne keine Durchschlagskraft entwickeln können.«

Husum zeigte von Beginn an, dass man die beiden derben Pleiten gegen Eider Büdelsdorf und VfB Lübeck II unbedingt vergessen machen wollte. Äußerst konzentriert und zweikampfstark wurde den Cometen von Anfang an kein Meter Raum geschenkt. Bereits nach zwölf Spielminuten die erste dicke Chance der Hausherren: Einen gut getimten Kopfball von Gerrit Müller konnte Timo Dommasch gerade noch auf der Linie retten. Spielfreude pur drei Minuten später, nach einer Kombination über Hermann und Becken schoss Sebastian Saeltz das Leder über das Gehäuse. Husum weiter in Vorwärtsgang, doch Martin Herpel scheiterte an Torhüter Tischmann (22.). Weitere Möglichkeiten durch Alla und Müller (29.) sowie Becken mit Kopfball (44.) verfehlten ihr Ziel nur knapp. Die Kieler fanden eher selten vor das Husumer Tor - Torhüter Teubler musste nur einmal eingreifen. Bereits in der Anfangsphase klärte der Keeper einen Freistoß zur Ecke (6.). Jaeger vergab kurz vor dem Wechsel vom Fünf-Meter-Raum.

Nach dem Pausentee ging nochmals ein Ruck durch die Husumer Mannschaft. Es wurde herrlich kombiniert, die Gäste fast völlig in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Die Nordfriesen erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten, bereits nach 47 Minuten schoss Martin Herpel nach Flankenlauf von Marcel Otto ans Außennetz. Nach Vorarbeit von Björn Fleige traf Gerrit Müller nur die Latte (51.). In der 61. Minute konnte dann endlich die Husumer Führung perfekt gemacht werden: Lars Hermann setzte sich auf der linken Seite gegen drei Gegenspieler durch, passte flach in die Mitte - Björn Fleige stand goldrichtig und erzielte die umjubelte Führung. Das Endergebnis schoss Gerrit Müller in der 90. Spielminute heraus, eine gelungene Vorarbeit von David Strüning verwertete der Husumer Torjäger sicher. Die Gastgeber hätten durchaus noch höher gewinnen können, weitere Chancen insbesondere durch Fleige (59./62./81.) und Strüning (85.) waren vorhanden. Comet fand im Angriff überhaupt nicht statt, Torhüter Teubler war nahezu beschäftigungslos.

Späte Tore im Friesenstadion, aber am verdienten Sieg gab es keinen Zweifel.

Tore: 1:0 Fleige (61.), 2:0 Müller (90.)
Beste Spieler: Voß, Fleige, Hermann / Dommasch
Ecken: 10 : 2
Chancen: 17 : 3
Zuschauer: 227
Schiedsrichter: Massalme (FC St. Michaelisdonn)
gelbe Karten: Becken (72.), Strüning (84.) / M. Sümnik (58.), Jaeger (60.), Gesper (68.), Frank (69.);
gelb-rot: Jaeger (78.)
Aufstellung:

Teubler - Voß, Rettkowski, Lies, Hermann - M. Herpel (82. Strüning), Saeltz, Alla (39. Otto), Becken -  Fleige, Müller.

Tischmann - Krätz, Dommasch, Hungerecker - Schwenn (67. Ma. Shahhosseini), Frank, Jaeger, Gesper (73. Bertizliouglu), Rook - M. Sümnik (85. A. Sümnik), Veselinovic.

  Hl/SW 02.09.2006

Husumer SV gewinnt drei Punkte und die Fans zurück

Aufatmen nach dem 2:0 gegen Comet Kiel / Erstmals ohne Gegentreffer
Husums Pierre Becken (rechts) schirmt den Ball ab, Marco Rook von Comet Kiel kann nicht eingreifen. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Da waren es nur noch zwei: Lediglich der TSV Kropp (4:0 bei TuRa Meldorf) und die FT Eider Büdelsdorf (3:0 gegen den FC Sörup-Sterup) weisen die optimale Punktzahl auf. Kropp ist jetzt alleiniger Tabellenführer, da die Reserve des VfB Lübeck nicht über ein 0:0 gegen Altenholz hinauskam. Flensburg 08 (1:0 gegen Rot-Weiß Moisling) und die Husumer SV (2:0 gegen Comet Kiel) machten Boden gut. Kilia Kiel, einer der Top-Favoriten, tut sich weiter schwer – nach dem 1:1 gegen Oldenburg belegt man lediglich Rang acht. Offensichtlich überfordert in der neuen Klasse ist der TSV Heiligenstedten: Nach dem 0:6 in Bargteheide weist der Neuling 2:20 Tore und keinen einzigen Punkt auf.

Husum (ree) – Die Husumer SV hat auf die jüngsten Niederlagen eine Antwort gefunden. Mit 90 Fußball-Minuten voller Energie und Tempo gewann sie am Freitag Abend ihre Fans zurück und die Partie gegen den SC Comet Kiel hoch verdient mit 2:0 (0:0). Der Beifall für diese Demonstration war herzlich und anhaltend.
Es war aber auch die Dramaturgie dieses Spiels, die die Besucher in ihren Bann zog. Denn der Gast, obwohl nach der Pause ständig zur Abwehrhaltung gezwungen, durfte bis zuletzt auf ein Remis hoffen. Erst in der Schlussszene machte Gerrit Müller mit seinem Treffer zum 2:0 alles klar.

Erleichterung über den zweiten Saisonsieg bei Guido Gehrke, dem Husumer Trainer. "Zu Null gespielt, drei Punkte, wir haben gemerkt, dass es geht", so seine Zusammenfassung dieser Partie. Ein Sonderlob von ihm erhielt Marcell Voß, der eine konzentrierte Leistung in der Innenverteidigung bot. Aber er hob auch Björn Fleige heraus. Gehrke: "Es ist unglaublich, was der nach hinten arbeitet."

Im ersten Durchgang der Begegnung zog noch ein Husumer Bälle und Aufmerksamkeit immer wieder auf sich: Martin Herpel. Seine energischen Vorstöße auf der rechten Seite waren Symbole der Entschlossenheit, mit der die Nordfriesen an diesem Tag Erfolg haben wollten. Der ihnen freilich in dieser Phase noch versagt blieb. Denn Erion Alla vergab zwei Mal die Möglichkeit zur Führung (3. und 29.) und auch der 20 Meter-Schuss des wieder starken Sebastian Saeltz wurde zur Ecke abgefälscht (16.). Kurz zuvor (13.) hatte Kiels Verteidiger Timo Dommasch die größte Husumer Chance zunichte gemacht, als er einen Kopfball von Müller mit seinem eigenen Haupt gerade noch über die Latte bugsierte.
Husum also schon in diesem Abschnitt mit Vorteilen, die Mannen vom Kieler Ostufer aber keineswegs nur in Deckung. Ihr gefälliges Spiel im Mittelfeld, vor allem durch René Gesper und Dennis Jaeger durchaus mit Kraft versehen, bestätigte die guten Kritiken der letzten Wochen. Nur ganz vorn, da nahm die diesmal absolut sicher stehende Husumer Abwehr den Cometen alle Wucht. Aber mit dem verletzten Oliver Blazewic fehlte ihnen im Angriff auch einer der Besten.

Dann folgten die 45 Minuten, die die Fans so freudig quittierten. Herpel ans Außennetz (47.), Müller mit dem rechten Fuß an die Latte (51.) und Saeltz auf die Fäuste von SC-Keeper Allan Tischmann und Fleige per Kopf knapp über die Latte (57.) – das waren die Vorboten einer Husumer Offensive, gegen die Comet oft nur Antworten wusste, die im Fair-Play-Katalog nicht vorgesehen sind. Die Folge: vier gelbe Karten für die Kieler in wenigen Minuten und schließlich die Hinausstellung von Steve Frank nach einem derben Foul an Herpel (77.). Husum war nicht mehr zu halten.

Das 1:0 von Fleige ermöglichte der starke Lars Hermann mit seinem Solo (61.), dem 2:0 durch Müller ging ein gelungener Einzelauftritt von David Strüning voraus. Dieser hätte auch selbst noch als Torschütze firmieren können, vergab aber in der 84. Minute die Chance, die Pierré Becken und Fleige ihm ermöglicht hatten.

Husumer SV: Teubler – Herpel (82. Strüning), Voss, Rettkowski, Hermann – Lies, Saeltz, Alla (40. Otto), Becken – Fleige, Müller.
SC Comet Kiel: Tischmann – Hungerecker – Krätz, Dommasch - Rook, Frank, Veselinovic, Gesper (74. Bertizlioglu), Jaeger – Schwenn (65. Matin Shahhosseini), M.Sümnik (85. A.Sümnik).
Schiedsrichter: Max Massalme (St.Michaelisdonn).
Zuschauer: 230.

4. September 2006 · Flensburger Tageblatt

2:0 – Husumer SV nach der Pause klar überlegen

Husum (sas/ree) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV präsentierte sich gestern Abend stark formverbessert und bezwang den SC Comet Kiel völlig verdient mit 2:0 (0:0).
Trotz einer ersten Husumer Großchance – Kiels Verteidiger Timo Dommasch rettete nach einem Kopfstoß von Gerrit Müller gerade noch auf der Torlinie (13.) – bekamen die 230 Zuschauer zunächst eine ausgeglichene Partie geboten, in der beide Teams aggressiv zu Werke gingen. Nach dem Wiederbeginn nahmen die Platzherren das Zepter fest in die Hand und kontrollierten das Geschehen eindeutig. Durch Müller, der nur das Quergestänge traf (51.), sowie Sebastian Saeltz (56.) wurden die ersten guten Gelegenheiten noch vergeben, ehe Björn Fleige nach Vorarbeit von Lars Hermann das 1:0 gelang (61.). Comet wusste sich nun nur noch durch Fouls zu helfen und verlor fast folgerichtig Steve Frank mit der Gelb-Roten Karte (77.). Bis zur Erlösung mussten die Husumer Fans jedoch lange warten: Erst in der Schlussminute gelang Müller auf Zuspiel von David Strüning das überfällige 2:0.
Wir berichten am Montag ausführlich.

2. September 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Gehrke: "Mit dem Rücken zur Wand"

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV schon heute gegen Comet Kiel
Antrittsstark: Lars Hermann.

Husum (Gert Reese) – Makellos war die Bilanz der Husumer SV in der Vorsaison der Fußball-Verbandsliga gegen Comet Kiel. Sie gewann zweimal mit 3:0. Heute (18.15 Uhr) trifft sie wieder auf das Team aus der Landeshauptstadt – vielleicht der richtige Gegner, um die Blessuren der Stormstädter aus zwei Spielen mit null Punkten und zehn Gegentoren zu heilen.

"Die Klatschen haben wir zu Recht gekriegt", sagt Lars Hermann, "aber wir sind gewillt, das zu ändern." Der Mann hinten links in der Viererkette hat zwei Jahre lang mit muskulären Problemen zu tun gehabt und war kurz davor, den Fußball aufzugeben. "Aber das ist zum Glück ausgestanden", sagt der Kaufmann.

Wegen seiner Schnelligkeit ist Lars Hermann in jüngeren Jahren Stürmer gewesen. Trainer Guido Gehrke hat ihn jetzt links in die Kette gestellt. "Eine gute Position für mich", meint Hermann, "von da aus kann ich mit Power Flankenläufe starten." Kostproben dieser Art hat er schon reichlich gegeben, aber Schnelligkeit (Hermann: "Von der lebe ich.") ist nicht alles in seiner aktuellen Position. Es kommt eben auch auf Zweikampfstärke an. Und der 26-Jährige weiß, dass er daran noch arbeiten muss. "Das 0:1 gegen Lübeck am letzten Wochenende, das war zum Teil auch mein Ding", räumt Hermann ein, der bei besagtem Tor nicht richtig zum Kopfball hoch kam. Trotz des holperigen Starts glaubt er aber, dass ein Platz unter den ersten Fünf für Husum drin ist. "Das Potenzial ist da", sagt der Abwehrmann.

SV-Coach Guido Gehrke benennt die Dinge vor dem Comet-Spiel, wie sie sind: "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand." Eine weitere Niederlage in dieser Situation wäre fatal. Aber Gehrke ist überzeugt, dass die Mannschaft am vergangenen Wochenende keine bleibenden Schäden davongetragen hat: "Die Mannschaft hat im Training gute Reaktion gezeigt und gut mitgezogen. Es ist wichtig, die Ruhe zu behalten."

Die Ruhe weg hat Gehrke auch in dem Punkt, der am vergangenen Sonnabend bei Liga-Manager Dieter Schleger für Aufregung gesorgt hatte. Gehrke: "Ob ich selber spiele, ist meine Entscheidung." Klarer Standpunkt. Ob auch ein akzeptierter, wird sich zeigen. Rolf von Bartikowski, Erster Vorsitzender bei der SV, zum selben Thema: "Ich denke, wir haben alle Missverständnisse ausgeräumt." Heute Abend jedenfalls wird Gehrke, der aus Krankheitsgründen nicht trainieren konnte, nur in der Coachingzone zu finden sein.
Comet Kiel ist hervorragend aus den Startlöchern gekommen. Zwei Heimsiegen steht eine 1:2-Niederlage bei Flensburg 08 gegenüber. Bei kaum einem Verbandsligist hat es so viele Veränderungen gegeben wie beim Vorjahresaufsteiger: Acht Zugängen stehen sieben Abgänge gegenüber. Scheint so, als wenn der SC Comet das ganz gut verkraftet hat.

1. September 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
5. ST 10.09.06 SV Eichede Husumer SV 0:5

Husumer Schützenfest in Eichede!

10.09.2006

SV Eichede - Husumer SV

0 : 5 (0:1)


Mit einem klaren 5:0 kehrte die Husumer SV vom letztjährigen Vizemeister aus Eichede zurück. Die Gastgeber waren mit dem Endergebnis gut bedient, bei mehr Konzentration hätten durchaus noch weitere Husumer Tore fallen können. Durch eigene Dummheit mussten die Eicheder ab der 17. Spielminute mit zehn Spielern auskommen, Torge Maltzahn wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen. Aber auch ohne diesen Vorteil hatten sich die Husumer die höheren Spielanteile erarbeitet.

»Ein auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg meiner Mannschaft«, resümierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Mit einer super Mannschaftsleistung haben wir spielerisch dominiert.« Auch Eichedes Trainer Lass sprach von einem verdienten Husumer Sieg: »Das Endergebnis ist zwar bitter, aber zumindest haben wir Moral bewiesen und uns immer gegen die Niederlage gestemmt.«

Ein herrlicher Angriff der Stormstädter brachte gleich Gefahr vor das Eicheder Tor, in der fünften Minute verzog Björn Fleige nach einer feinen Kombination über Herpel und Müller. Die Gastgeber vor dem Tor zu harmlos, konnten aber zumindest bis zur 38. Minute einen Rückstand verhindern. Ein sehenswerter Treffer von Martin Herpel brachte die Nordfriesen auf die Siegerstraße. Von Marcell Voß freigespielt, schlenzte der Torschütze das Leder aus spitzem Winkel über den herausstürzenden Torwart hinweg ins Gehäuse. Lars Hermann hätte noch vor dem Wechsel erhöhen können, sein Geschoss aus 25 Metern strich jedoch Zentimeter am Pfosten vorbei (44.). Die einzige gute Gelegenheit der Gastgeber vergab Dennis Schönfeldt, sein Schuss verfehlte nur knapp das Ziel (40.).

Im zweiten Durchgang fielen dann die Tore wie reife Früchte von den Bäumen. Die Hausherren begannen gut, doch nach kurzer Zeit wurden ihnen ihre Grenzen aufgeführt. Husum nutzte jetzt die vorhandenen Räume besser aus, war jederzeit präsent und torgefährlich. Ingo Cornils versuchte es nach 52 Minuten, zielte noch knapp daneben. Acht Minuten später konnte er dann jubeln, mit einem Heber über Torwart Behrend hinweg erzielte er den zweiten Husumer Treffer. Doch Cornils´ Torhunger war damit noch nicht gestillt: In der 64. Spielminute traf er zum 0:3 auf Vorlage von Gerrit Müller. Beim vierten Husumer Tor war Björn Fleige an der Reihe, aus acht Metern hämmerte er den Ball durch die »Hosenträger« (Beine) des Torhüters in die Maschen (75.). Den Schlusspunkt setzte Gerrit Müller eine Minute vor Spielende: Wieder wurde Keeper Behrend mit einem Heber bezwungen, Ingo Cornils hatte den Torschützen freigespielt. Weitere gute Gelegenheiten konnten auf Husumer Seite nicht genutzt werden. Sebastian Saeltz (65.) knapp neben den Pfosten und Björn Fleige (68./Fallrückzieher/78./86., zweimal rettete der Keeper) vergaben.

Eichede gab zwar nie auf, aber gegen den Husumer Angriffswirbel war die Elf letztlich chancenlos. Mit einer spielerisch ansprechenden Leistung überzeugte die Mannschaft die mitgereisten Fans und sorgte auswärts für einen Paukenschlag.

Tore: 0:1 Herpel (38.), 0:2 Cornils (60.), 0:3 Cornils (64.), 0:4 Fleige (75.), 0:5 Müller (89.)
Beste Spieler: Wasken / gute Mannschaftsleistung - Voß, Hermann
Ecken: 5 : 6
Chancen: 3 : 14
Zuschauer: 180
Schiedsrichter: Sulimma (TSV Kappeln)
gelbe Karten: Maltzahn (17.), Wasken (30.) /Voß (41.), Cornils (53.), Otto (59.), Müller (72.), Rettkowski (80.)
gelb/rot: Maltzahn  (17./Schiedsrichterbeleidigung).
Aufstellung:

Behrend - Schacht (26. Rienhoff), Siemering, Wehlitz, Wasken - Bruhn, Nagel, Eckhardt, Maltzahn, - Schönfeldt, T. Bischkopf (63. Osmani).

Teubler - M. Herpel (73. Strüning), Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Otto(61. Becken), Lies (83. Schulte) - Fleige, Müller.

  Hl 10.09.2006

Husumer Sensation: 5:0 bei Vizemeister Eichede

Zwei Cornils-Tore beim souveränen Auswärtssieg

Verbandsliga-Übersicht

Spieltag der Überraschungen: Aufsteiger TSV Heiligenstedten verbuchte beim 3:2 gegen Meldorf den ersten "Dreier" der Saison. Die Husumer SV triumphierte beim SV Eichede, dem Vizemeister der Vorsaison, gleich mit 5:0. Und Flensburg 08 gewann beim TSV Kropp 2:1, brachte den Rot-Schwarzen die erste Saisonniederlage bei, und hat als Vierter nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer VfB Lübeck II (3:1 bei Comet Kiel). Kropp bleibt Zweiter, punktgleich mit Eider Büdelsdorf (4:2 in Moisling).

Eichede (ree) – Der Sportplatz des SV Eichede bot auch diesmal gutes Terrain für erfolgreichen Husumer Fußball. In einer ansprechenden Partie siegten die Stormstädter beim Verbandsliga-Vizemeister sensationell hoch mit 5:0 (1:0).
Der Gastgeber schwächte sich allerdings selbst. In der 17. Minute verlor Torge Maltzahn die Beherrschung und beleidigte den Unparteiischen. Dafür sah der 19-Jährige die rote Karte. Den Antrieb bei den Stormstädtern besorgten vor allem Martin Herpel und Marcell Voß. Beide waren prächtig aufgelegt und schafften gemeinsam in der 38. Minute die Führung. Herpel kämpfte sich mit einem Pass seines Mitspielers bis zum Strafraum durch und riskierte aus spitzem Winkel einen Schlenzer. Vom Pfosten sprang das Leder zum 0:1 über die Linie.

In der 44. Minute hätte Lars Hermann die Pausenführung sogar auf zwei Treffer ausdehnen können. Aber auch sein Schuss verfehlte den Torrahmen um Zentimeter. Zehn Minuten im zweiten Durchgang hielten die Stormarner noch mit, dann brach es unerbittlich über sie herein. Die Husumer SV spielte mit ihnen Katz und Maus. Immer dabei: Ingo Cornils. Nach einer Stunde zeigte er, dass er weiß, wo der gegnerische Kasten steht. Das 0:2 erzielte er mit einem Heber von weit außerhalb des Strafraums (60.), das 0:3 aus Kurzdistanz nach Kopfballzuspiel von Müller (64.).

Dann war Björn Fleige an der Reihe. Zunächst (68./73.) klappte es nicht, dann nutzte er einen Pass von Pierre Becken und bugsierte SV-Keeper Jan Behrend das Leder durch die Beine (75.). Den Schlussakkord in dieser voller Dynamik gestalteten zweiten Halbzeit setzte Müller. In der 89.Minute hob er den Ball zum 0:5 in die gegnerischen Maschen.
"Das hätten wir auch gepackt, wenn der Gegner vollzählig geblieben wäre", sagte Husums Coach Guido Gehrke. Ein besonderes Lob zollte er seinem Innenverteidiger Marcell Voß.

Husumer SV: Teubler – Herpel (73.Strüning), Voß, Rettkowski, Hermann – Saeltz, Cornils, Otto (61.Becken), Lies (83.Schulte) – Fleige, Müller. Schiedsrichter: Sulimma (Kappeln). Zuschauer: 150.

11. September 2006 · Flensburger Tageblatt

Husum schenkte dem SVE tüchtig ein

Der Aufschwung des SV Eichede in der Fußball- Verbandsliga wurde mit einer 0:5-Schlappe gegen den Husumer SV jäh gestoppt.
Jan Nagel vom SV Eichede (l.) rackerte unermüdlich im Mittelfeld und ließ sich auch von Husums Kapitän Sascha Rettkowski nicht am Torschuss hindern. Das 0:5-Debakel konnte aber auch er nicht verhindern. Foto: Hoyer

Eichede (Robert Hoyer) – Dass der SV Eichede gegen die Husumer SV nicht gewinnen kann, ist nichts Neues. Seit dem Aufstieg in die Verbandsliga vor drei Jahren warten die Steinburger auf einen "Dreier" gegen die Friesen. Dennoch stellt die herbe 0:5 (0:1)-Niederlage vor 120 Zuschauern im Ernst-Wagener-Stadion einen besonderen Rekord dar. Es war die höchste Heimpleite seit dem Wiederaufstieg in Schleswig-Holsteins höchste Spielklasse. Auswärts war die Laß-Elf am 25. Oktober 2003 das letzte Mal ähnlich heftig unter die Räder gekommen. Damals gab es ein 0:6 beim PSV Neumünster.

Wer auf Grund der vielen Gegentore jetzt allerdings mit einem schwer enttäuschten und böse auf seine Mannschaft schimpfenden SVE-Trainer rechnet, irrt gewaltig. "Ich werde nicht die Mannschaft oder einzelne Spieler an die Wand nageln. Krasse individuelle Fehler haben zu den Gegentoren geführt", gab André Laß nach Abpfiff zu Protokoll. In Folge der frühen gelb/roten Karte wegen Meckerns für Torge Maltzahn (18.) zog er viel mehr den Hut ob der Moral seiner Mannschaft. "Wir haben mit zehn Mann das Spiel beherrscht."

Während Laß bei Maltzahn in Anbetracht des dummen Platzverweises auf einen Lerneffekt hofft – "Er muss den Ball auch mal flach halten und den Schiedsrichter als entscheidende Instanz auf dem Platz akzeptieren." – wollte er an Keeper Jan Behrend keine Kritik üben. "Fehler machen wir alle mal und Jan hat einfach keine Spielpraxis", sagte Laß.
Ersatzmann Behrens war kurzerhand für den am Arm verletzten Markus Venz ins Team gerutscht und offenbarte sowohl beim 0:1 durch Martin Herpel (38.), als auch beim 0:2 durch Ingo Cornils (60.) erhebliche Defizite beim Herauslaufen. Beide Schützen überwanden den Schlussmann mit einem Lupfer. Deutlich mehr als die Fehler brachten Laß auf die Palme, dass sein zweiter Torhüter nicht in der zweiten Mannschaft regelmäßig Matchpraxis sammeln darf. "Die haben wohl bessere Spieler", so sein sarkastischer Kommentar.
Der Trainer reagierte zwar nach dem 0:2, brachte mit Naim Osmani Belebung für die Offensive. Da Husum an diesem Tage aber alle sich bietenden Fehler gnadenlos ausnutzte, war dieser Schritt vergebens. Erneut Cornils erhöhte bereits in der 62. Minute auf 3:0. Die Partie war damit entschieden, Björn Fleige (75.) und Geritt Müller (88.) schoben noch zwei weitere Treffer nach.

In der Tabelle fiel der SVE auf den achten Rang, der Rückstand auf die eigentlich angepeilte Spitze hält sich mit vier Punkten vor dem Auswärtsspiel bei Comet Kiel aber noch in Grenzen.

SV Eichede: Behrend – Siemering, Wasken, Wehlitz, Schacht (ab 26. Minute Rienhoff) – Bruhn, Nagel, Eckhardt, Bischkopf (ab 63. Minute Osmani) – Maltzahn, Schönfeldt.

11. September 2006 · Stormarner Tageblatt

Gelingt ein Coup wie im Vorjahr? Husum will in Eichede eine Serie starten

Husum (ree) – "Wir müssen an die Leistung vom letzten Freitag anknüpfen und mal eine Serie starten." So lautet die Vorgabe von Trainer Guido Gehrke für das Auswärtsspiel des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV am Sonntag (15 Uhr) beim SV Eichede. Der Coach will nicht im grauen Mittelfeld versinken, sondern sein Team weiter nach oben führen. Dorthin, wo auch der SV Eichede sich wieder etablieren möchte. Der hatte am Ende der Vorsaison das Pech, in der allerletzten Runde noch den Aufstieg in die Oberliga zu verspielen. Die entscheidende Partie gegen den SV Henstedt-Rhen ging mit 1:2 verloren. "Das hat die jungen Leute schon enttäuscht", weiß Ligasprecher Manfred Zeis.

Mit einem 0:1 gegen den TSV Bargteheide startete der SV in die Saison, aber die Mannschaft von Trainer André Lass hat anschließend drei Siege errungen und gezeigt, dass auch in dieser Spielzeit mit ihr zu rechnen ist. "Zu Hause tun wir uns zur Zeit ein wenig schwer", sagt Zeis. Was sich in der jüngeren Vergangenheit allerdings auch schon gegen die Husumer SV gezeigt hat. Im letzten Jahr gewannen die Stormstädter beim Titelaspiranten gar mit 3:1, ein Kunststück, das dann nur noch dem SV Henstedt-Rhen glückte.

Mit Philipp Baasch (zu Halstenbek-Rellingen) haben die Eicheder zwar ihren 22-fachen Torschützen der Vorsaison verloren, mit Dennis Schönfeldt und Rückkehrer Philpp Oldenburg aber vielversprechenden Ersatz bekommen.

Mehr als ihm lieb sein kann, hat Guido Gehrke mit Verletzungsproblemen seiner Akteure zu tun. Nach Nils Langwadt und Michael Petersen fällt nun auch Erion Alla mit einer Innenbanddehnung aus – vermutlich nicht nur für das Spiel beim Vizemeister. Auch der Einsatz von Lars Hermann ist fraglich, da ihn ein Grippevirus erwischt hat. Dafür ist aber Ingo Cornils nach Urlaub wieder dabei. Die Rolle von Erion Alla soll Marcel Otto einnehmen, dessen 50-Minuten-Einsatz am vergangenen Freitag seinem Trainer gut gefallen hat. Gehrke: "Er hat gegen Comet wieder einen Schritt nach vorn gemacht."

9. September 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Systemumstellung war Kochs Glück

Wenn seine Fußverletzung ausheilt, dann ist bei Christian Koch morgen bei der Partie von Fußball-Verbandsligist SV Eichede gegen den Husumer SV mit von der Partie. Er ist Nutznießer einer Systemumstellung von Trainer André Laß.
Geduld zahlt sich aus: Nach einer Systemumstellung ist Christian Koch Stammspieler beim SVE. Foto: hoy

Eichede (Robert Hoyer) – Zwei Jahre lang pendelte Christian Koch beim SV Eichede zwischen Startelf und Reservebank. An Rene Wasken und Alexander Eckhardt kam der 21-Jährige im Mittelfeld des Stormarner Fußball-Verbandsligisten einfach nicht vorbei.

Ein- und Auswechslungen waren für den Industriekaufmann an der Tagesordnung, volle 90 Minuten durfte er nur selten ran. Für jeden Fußballer ein höchst unbefriedigender Zustand, der nicht selten zum Vereinswechsel führt. Trotz einiger Angebote anderer Vereine blieb Koch den Steinburgern, für die er bereits ein Jahr in der A-Jugend spielte, aber immer treu. "Ich habe an mich und meinen Durchbruch geglaubt", sagt der Hammoorer.

Dieses Vertrauen hat sich ausgezahlt: Jetzt ist Koch der große Gewinner der Systemumstellung beim SVE. Seit Coach Andre Laß als Folge der Auftaktpleite im Kreisderby gegen den TSV Bargteheide am zweiten Spieltag vom bisherigen Konzept mit einem Libero abrückte und fortan auf die Viererkette setzte, zählt der 21-Jährige zur Stammformation der Steinburger.
Wenn sich die Sehnenreizung unter dem Fuß, die er sich zuletzt zuzog, als nicht zu schwerwiegend erweisen sollte, wird er auch morgen gegen die Husumer SV wieder als linker Außenverteidiger die Defensive unterstützen.

An den Gegner, der um 15 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion antritt, haben Zuschauer und Mannschaft in Eichede übrigens keine guten Erinnerungen. Gegen den Tabellenzehnten setzte es in der vergangenen Saison eine der insgesamt nur fünf Pleiten. Mit 1:3 verlor die Laß-Elf damals vor heimischem Publikum.

"Das ist ein Gegner von anderem Kaliber. Wir werden uns nochmals steigern müssen, wenn der vierte Sieg in Folge gelingen soll", sagt Koch daher trotz der zuletzt drei siegreichen Auftritte in Folge. Er sieht aber auch noch einige Verbesserungsmöglichkeiten in seiner Mannschaft auch und gerade in seinem Mannschaftsteil: "Das Spiel mit der Viererkette klappt schon ganz gut und wird mit jeder Partie besser. Das Verschieben können wir aber noch optimieren."

Kein Zweifel, Christian Koch freut sich, endlich fest im Team angekommen zu sein. Aber ausgerechnet jetzt wird der 21-Jährige ab Ende September in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) ein Betriebswirschafts-Studium aufnehmen. "Ich werde aber weiter für Eichede spielen", kündigt er eine "Fernbeziehung" an. Unter der Woche will er vor Ort bei einem Club trainieren und jedes Wochenende nach Stormarn pendeln. In jedem Fall ein schwieriges Unterfangen. Hoffentlich ist Kochs Aufrücken in die Stammelf daher nicht nur ein kurzes Intermezzo.

Drei Plätze besser als der SV Eichede auf dem sechsten Rang liegt momentan der TSV Bargteheide. Die Weinroten überraschen zurzeit kräftig als ärgster Verfolger von Oberliga-Absteiger TSV Kropp und dem VfB Lübeck II. Ihr Gegner im morgigen Auswärtsspiel (15 Uhr), der Oldenburger SV, hingegen befindet sich immer noch in der Region, die der TSV aus der vergangenen Saison noch gut kennt – im Tabellenkeller. Daher scheint derzeit ein Sieg der Stormarner Pflicht zu sein. Schließlich hat der OSV bisher nur ein mageres Unentschieden vorzuweisen. Allerdings taten sich die Lindtner-Elf in der Vergangenheit gegen Oldenburg oft schwer. So war das 0:1 am ersten Spieltag der vergangenen Saison der Auftakt zu einer langen Leidenszeit, die erst gegen Ende der Saison in ein Happyend mündete.

09. September 2006 · Stormarner Tageblatt
6. ST 16.09.06 Husumer SV Heider SV 1:0

Husumer Arbeitssieg im Westküstenderby!

16.09.2006

Husumer SV - Heider SV

1 : 0 (1:0)


Mit einem knappen, aber nicht unverdienten 1:0 setzte sich die Husumer SV gegen den Westküstenrivalen aus Heide durch. Bei herrlichen spätsommerlichen Bedingungen kamen die Zuschauer allerdings nicht ganz auf ihre Kosten, vieles blieb bei beiden Mannschaften Stückwerk. Rassige Zweikämpfe gab es genug, hochkarätige Torraumszenen nur wenige. Die Gastgeber erarbeiteten sich hier ein Plus, konnten sich aber nur einmal entscheidend durchsetzen. »Ich freue mich über die drei Punkte«, meinte ein gut gelaunter Husumer Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Unsere Viererkette stand sicher - leider konnten wir uns im zweiten Durchgang nicht mehr über die Außen durchsetzen, haben uns den Schneid abkaufen lassen.« Alfred Hussner vom Heider SV sprach von einer sehr intensiven Begegnung: »Wir haben uns gut präsentiert, ich bin durchaus zufrieden.«

Sommerfußball prägte die Anfangsphase der Begegnung, das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab. Dann fasste sich Husums Marcel Otto ein Herz und zog aus zwölf Metern ab, Heides Keeper Dannenberg hatte aber keine Mühe (24.). Doch drei Minuten später schoss Husums Youngster sein erstes Verbandsligator: Nach herrlicher Vorarbeit von Ingo Cornils stand Otto völlig frei vor dem Tor. Aus zehn Metern ließ er Dannenberg keine Chance und erzielte das Tor des Tages (27.). Die Hausherren drängten auf die vorzeitige Entscheidung, gegen die vielbeinige Abwehr gab es nur noch eine Tormöglichkeit. Nach einem zentimetergenauen Zuspiel von Marcell Otto lief Björn Fleige alleine auf das Heider Tor zu, Husums Sturmführer scheiterte jedoch am Torhüter.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte den Gästen, die durch die Hereinnahme von Tim Ostermann endlich Schwung in ihre Angriffsbemühungen brachten. Ostermann sorgte auch gleich für einen Paukenschlag: In der 48. Minute zirkelte er das Leder aus zwölf Metern an die Latte des Husumer Tores, Fernandez hatte die Vorarbeit geleistet. Der gleiche Spieler zwang Torhüter Teubler mit einem Schuss in den Winkel zu einer Glanzparade (68.), mehr sprang für die Dithmarscher nicht heraus. Die Gastgeber wirkten im Spielaufbau abgeklärter, auch wenn der große Spielfluss - bedingt durch die Heider Spielweise - nicht aufkam. Nach einem Flankenlauf von Pierre Becken hatte David Lies den zweiten Husumer Treffer auf dem Schlappen, von der linken Strafraumseite zielte er knapp daneben (59.). Für Aufregung sorgte schließlich Schiedsrichter Sönder in der 69. Spielminute: Gerrit Müller war der gesamten Heider Abwehr enteilt, spielte das Leder auch an Torwart Dannenberg vorbei - hätte nur noch einzuschieben brauchen. Doch der Keeper holte Müller von den Beinen, vereitelte eine klare Torchance. Der rote Karton wäre angebracht gewesen, Sönder beließ es unverständlicherweise bei einer gelben Karte. Den anschließenden Freistoß von der Strafraumgrenze setzte Björn Fleige Zentimeter neben den Torpfosten. Sebastian Saeltz konnte die letzte Husumer Tormöglichkeit nicht nutzen, aus 18 Metern scheiterte er am Torwart (76.).

Ein glanzloser Husumer Sieg, der aufgrund der besseren Torchancen aber hochverdient ist. .

Tore: 1:0 Otto (27.)
Beste Spieler: Voß, Rettkowski / Ostermann
Ecken: 9 : 4
Chancen: 8 : 2
Zuschauer: 352
Schiedsrichter: Tim Sönder (Kiel)
gelbe Karten: Hermann (44.), Rettkowski (45.) / Fernandez (29.), Dannenberg (69.), Holst (80.)
Aufstellung:

Teubler - M. Herpel (76. Schulte), Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Otto (54. Becken), Lies (81. Strüning) - Fleige, Müller.

Dannenberg - Jarchow - Quade, Schwalm - Holst, Schulze, Nehmer (71. Rinaldi), Adria (46. Hass), Ehlers - Fernandez, Hardock (46. Ostermann).

  Hl 16.09.2006

Marcel Otto bestraft die "Fußball-Verhinderer"

Wieder gewonnen, wieder kein Gegentor kassiert: Die Husumer SV ist in der Fußball-Verbandsliga auf dem Vormarsch. Das 1:0 (1:0) gegen den Heider SV im Westküsten-Derby war jedoch alles andere als eine Offenbarung für die 352 Zuschauer im Husumer Friesenstadion.
Mit vereinten Kräften klären die Heider Knut Dannenberg (am Boden) und Tim Nehmer (re.) gegen Marcel Otto. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Donnerwetter, Flensburg 08! Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel (3:1 beim TSV Heiligenstedten) verbesserten sich die Fördestädter auf Rang zwei, punktgleich mit Eider Büdelsdorf, das allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat. Die Büdelsdorfer gewannen das Duell der Oberliga-Absteiger 2:0 gegen den TSV Kropp. Gut davor ist auf Rang sechs auch die Husumer SV, die beim 1:0 gegen Heide den dritten Sieg in Folge ohne Gegentor feierte. "Sorgenkind" der Nord-Klubs ist allein Aufsteiger FC Sörup-Sterup, der beim SV Todesfelde (0:2) die fünfte Niederlage in Folge kassierte.

Ballgeflüster
Beckens Pech und Weides Glück
Wer zu spät kommt... Eigentlich hätte Pierre Becken von Beginn an für den Fußball-Verbandsligisten Husumer SV gegen den Heider SV spielen sollen. Doch er war nicht rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt und wurde von Trainer Guido Gehrke zunächst auf die Bank verbannt. Für Becken spielte Marcel Otto – und der erzielte nach 27 Minuten das Tor des Tages zum 1:0

Husum (Ulrich Schröder) – Ein schöner Spätsommertag, 352 Zuschauer – eigentlich gute Voraussetzungen für ein spannendes Fußballspiel. Weit gefehlt. Was die Husumer SV und besonders der Heider SV boten, veranlasste viele Besucher zu einem Kopfschütteln und zu Kommentaren wie "Not gegen Elend".

Immerhin: Die Punkte blieben nach dem verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg bei den Gastgebern, die damit die letzten drei Spiele in der Fußball-Verbandsliga erfolgreich gestaltet haben und dabei ohne Gegentor blieben. "Ich bin heilfroh, dass wir gewonnen haben", sagte Husums Coach Guido Gehrke spürbar erleichtert. Seine Zusammenfassung der 90 Minuten: "Eine Mannschaft wollte Fußball spielen, die andere wollte Fußball verhindern."

Heide hat in drei Auswärtsspielen noch kein Tor erzielt – und wenn die Dithmarscher so weiter machen, werden sie auf den ersten Treffer auch noch eine ganze Zeit warten müssen. Erstaunlich die Einschätzung von Heides Coach Alfred Hußner: "Das war eines der besseren Spiele. Wir haben versucht, nach vorne zu spielen." Zumindest in den ersten 45 Minuten blieb es beim Versuch.

Eine knappe halbe Stunde lang passierte im Friesenstadion rein gar nichts. Die erste Chance der Gastgeber führte gleich zum Tor des Tages: Ingo Cornils flankte von links, zwei Heider ließen den Ball durchrutschen und Marcel Otto hatte keine Mühe zu vollenden. Jetzt war zumindest etwas Leben im Spiel – hätte Björn Fleige (36.) den langen Pass von Otto verwertet, wären die zweiten 45 Minuten für Husum wohl etwas entspannter verlaufen.
So mussten die Gastgeber bis zum Abpfiff um den kostbaren Sieg bangen. Der eingewechselte Tim Ostermann war dafür verantwortlich, dass Heide zumindest etwas für das Offensivspiel tat. Drei Minuten nach Wiederbeginn knallte sein Schuss an die Latte, bei Ostermanns zweitem Versuch aus der Distanz war Husums Keeper André Teubler auf dem Posten (68.). Viel mehr hatten die Gäste allerdings nicht zu bieten.

Das Spiel nahm sich weiterhin seine Pausen, doch nun passierte etwas mehr. Und es gab sogar noch einen richtigen Aufreger: Gerrit Müller hatte freie Bahn zum Tor, als ihn Heides Keeper Knut Dannenberg vor dem Strafraum über den Haufen rannte (69.). Rote Karte! Das dachten wohl alle Beteiligten, doch Schiedsrichter Tim Sönder (Ellerbek) entschied auf Freistoß und Gelb für den Torwart. Eine "sönder-bare" Entscheidung.

Am verdienten Husumer Erfolg änderte das aber nichts mehr. Spieler und Verantwortliche freute es – und alle anderen hatten immerhin einen sonnigen Nachmittag genossen.
Husumer SV: Teubler - Herpel (76. Schulte), Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Lies (80. Strüning), Cornils, Otto (54. Becken) - Müller, Fleige.

Heider SV: Dannenberg - Jarchow - Schwalm, Quade - Holst, Schulze, Adria (46. Hass), Ehlers, Nehmer (69. Rinaldi) - Fernandez, Hardock (46. Ostermann).
Schiedsrichter: Sönder (Ellerbek).
Zuschauer: 352.
Beste Spieler: Voß, Rettkowski - Ostermann.

18. September 2006 · Flensburger Tageblatt

Der Klassiker: HSV gegen HSV

5:0 in Eichede, schon das zweite Spiel ohne Gegentor – die Husumer SV ist für das heutige Verbandsliga-Duell mit dem Heider SV gerüstet.
Zuverlässige Kraft im Husumer Mittelfeld: David Lies (links), hier im Spiel gegen Comet Kiel. Foto: Voss

Husum (Ulrich Schröder) – Die Mannschaft des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV hat zuletzt einige Gründe geliefert, die heute (15 Uhr) für einen Besuch im Friesenstadion sprechen. Nach 7:0 Toren und sechs Punkten aus den letzten beiden Spielen ist das Team von Trainer Guido Gehrke wieder auf Kurs. Besonders das 5:0 beim Vizemeister SV Eichede beeindruckte.

"Nach und nach kommt das, was wir in der Vorbereitung gemacht haben, zum Tragen", urteilt der Coach. Bei den Pleiten in Büdelsdorf und gegen den VfB Lübeck II war das Team laut Gehrke "nicht gut drauf", doch man hat sich gefangen und den drohenden Abwärts-Trend gestoppt. Jetzt heißt es nachlegen und die gerade gestartete Serie ausbauen.

Das scheint im Westküsten-Derby gegen den Heider SV heute um 15 Uhr nicht unmöglich. Die Mannschaft des in Husum gut bekannten Trainers Alfred Hußner hat ihre beiden Auswärtsspiele (Bargteheide, Dornbreite) verloren und dabei kein Tor erzielt – das reichte nur zu Platz zwölf. "Wir müssen uns auch in diesen Spielen beweisen", mahnt Gehrke und verweist darauf, "dass es nur mit Laufbereitschaft und Kampf geht."

Dabei kann der Coach auf einen seiner "jungen Wilden" zählen. David Lies, 20 Jahre jung, kam bislang in allen fünf Spielen zum Einsatz, absolvierte 269 von 450 möglichen Minuten. In der Mittelfeld-Raute ist er sowohl links als auch rechts einsetzbar. "Er ist zuverlässig, hat eine hohe Spielintelligenz", lobt Gehrke den Multi-Sportler, der auch Tennis (für den Rödemisser SV) spielt. Manchmal vermisst er bei Lies noch "Dynamik und Feuer".

Chef im Husumer Mittelfeld ist Routinier Ingo Cornils, der die Jungen (zwei 19- und ein 20-Jähriger) führt. "Das macht er hervorragend", würdigt Gehrke die Verdienste des Ex-Liberos, der seine neue Rolle gut angenommen hat. Beim 5:0 in Eichede trat Cornils sogar als doppelter Torschütze in Erscheinung. Die Fans können's noch gar nicht fassen. "Dass der mal ein Stürmer wird..." lautet ein fast ungläubiger Eintrag im Gästebuch auf der Homepage www.husumersv.de.

In der vergangenen Spielzeit entschieden die Nordfriesen beide Derbys für sich: Mitte Oktober 2005 gewann Husum 3:1 in Heide (Tore: Marohn, Saeltz, Müller), das Rückspiel im April 2006 endete nach einem Treffer von Marcell Voss und einem Eigentor 2:0.
Bei Heide hat sich personell einiges getan. Die Dithmarscher haben sogar einen Argentinier in ihren Reihen: Gustavo José Fernandez kam allerdings nicht vom Rio de la Plata nach Heide, sondern – ganz unspektakulär – vom FC St. Michaelisdonn. Der Mittelfeldmann erzielte am ersten Spieltag beim 3:2 gegen Kilia Kiel gleich ein Tor, blieb aber als Stürmer beim 2:1 gegen Todesfelde am vergangenen Wochenende blass.

16. September 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
7. ST 23.09.06 FC Sörup-Sterup Husumer SV 1:3

Sieg ohne großen Glanz!

23.09.2006

FC Sörup-Sterup - Husumer SV

1 : 3 (0:2)


Durch einen insgesamt verdienten 3:1-Auswärtserfolg beim Aufsteiger FC Sörup-Sterup bleibt die Husumer SV in der Tabelle weiterhin auf Tuchfühlung nach oben. Dabei überzeugte die Gehrke-Elf in Durchgang eins mit vielen gelungenen Aktionen, ging aber erneut allzu leichtfertig mit den herausgearbeiteten Chancen um. Nach dem Wechsel verloren die Stormstädter zusehens den Faden und kamen über Stückwerk nicht mehr hinaus. »Die erste Halbzeit war okay, da haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Danach fehlte das Feuer, und die Ordnung ging verloren«, resümierte Gästetrainer Guido Gehrke nach der Partie. FC-Coach Schuischel: »Bei den ersten beiden Gegentreffern haben wir individuelle Fehler gemacht, wenn wir jedoch in der zweiten Halbzeit unsere Gelegenheiten besser nutzen, wäre mit etwas Glück trotzdem ein Punkt möglich gewesen.«

Husum begann stark, drängte die Gastgeber komplett in die eigene Hälfte zurück. Gerrit Müller, jeweils nach Ablage von Björn Fleige, scheiterte zweimal an Torhüter Hentschel (8., 29.), Lars Hermann zielte nach sehenswerter Vorarbeit von Marcel Otto vorbei (17.). In der 31. Minute dann die Führung für die Gäste: Einen genau gezirkelten Freistoß von Ingo Cornils köpfte der nach vorne geeilte Sascha Rettkowski in die Maschen des Söruper Gehäuses. Weitere Husumer Großchancen folgten, doch Fleige (32., im letzten Moment abgeblockt) und Müller (33., per Kopf um Zentimeter vorbei) scheiterten. Unmittelbar vor der Pause wurde der Offensivdrang der Nordfriesen aber noch ein weiteres Mal belohnt: Eine sehenswerte Kombination über Marcel Otto, Martin Herpel und Marcell Voß vollendete Gerrit Müller (45.). Die Gastgeber hatten bis dahin nach vorne kaum etwas Konstruktives zustande gebracht, Schüsse von Clausen (30.) und Wunderlich (35.) entschärfte Husums Torhüter André Teubler sicher.

In Durchgang zwei konnten Gäste dann allerdings nicht mehr an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen. Sörup-Sterup gestaltete die Partie jetzt offen, doch Zählbares sprang für Lenhart (47., 52., 66.) und Clausen (53.) zunächst genau so wenig heraus wie auf der Gegenseite für Björn Fleige (50.), Ingo Cornils (59., 67.), Pierre Becken (69.) und Marcel Otto (71.). Das sollte sich kurz darauf jedoch ändern: Martin Herpel flankte von rechts, Ingo Cornils leitete per Kopf weiter und Gerrit Müller nickte ein (73.). Fast im Gegenzug kamen dann die Gastgeber auch noch zu einem Treffer: Goos drosch den Ball aus 35 Metern einfach mal volley Richtung des Husumer Gehäuses, von Latte, Pfosten und Rücken des überraschten Keepers André Teubler fand der Ball den Weg ins Tor (74.). Danach neutralisierten sich beide Teams, erwähnenswerte Aktionen gab es bis zum Schusspfiff nicht mehr.

Ein leistungsgerechter Husumer Sieg ohne großen Glanz, doch letztlich zählen die Punkte.

Tore: 0:1 Rettkowski (31.), 0:2 Müller (45.), 0:3 Müller (73.), 1:3 Goos (74.)
Beste Spieler: Hannig / Saeltz, Otto
Ecken: 2 : 9
Chancen: 7 : 13
Zuschauer: 275
Schiedsrichter: Dr. Strohbach (TSV Westfehmarn)
gelbe Karten: Eichler (54.)  / Becken (86.)
Aufstellung:

Hentschel - Henningsen (90. Binak) - Eichler, Petersen (67. Andersen), Woelffel - Hannig, Clausen, Suder, Wunderlich - Lenhart, Goos.

Teubler - M. Herpel, Voß (61. Schulte), Rettkowski, Hermann (61. Lies) - Becken, Saeltz, Otto, Cornils (78. Petersen) - Fleige, Müller.

  SW 23.09.2006

Husum nutzt die Fehler des Gegners

Der FC Sörup-Sterup muss weiter auf den zweiten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga warten. Im Heimspiel gegen die Husumer SV erlitt der Aufsteiger beim 1:3 (0:2) die sechste Niederlage in Folge.
Nur Augen für den Ball haben Sebastian Clausen vom FC Sörup-Sterup (links) und der Husumer Sebastian Saeltz. Dieses Duell hatte keinen klaren Sieger – das Spiel schon. Foto: Staudt

Verbandsliga-Übersicht

Es läuft prächtig für drei der Fußball-Verbandsligisten aus dem Norden. Flensburg 08, TSV Kropp und Husumer SV nisten sich nach Erfolgen am Wochenende im oberen Tabellendrittel ein. Schwer hat es dagegen weiter der FC Sörup-Sterup: Auch das Nordderby gegen Husum ging 1:3 verloren, zum sechsten Mal in Folge ging der Wiederaufsteiger leer aus. Was geht noch bei Flensburg 08? Der Tabellenzweite gewinnt auch schwächere Spiele kurz vor Abpfiff, was auf beachtliche Substanz hindeutet. Ganz vorn zieht Eider Büdelsdorf souverän seine Kreise. Aber Oberliga-Absteiger TSV Kropp zeigte erneut, was möglich ist, wenn Ex-Profi Oliver Held fit und in Spiellaune ist.

Sörup (Udo Mehrens) – FC-Coach Günter Schuischel nannte seine Gründe für den erneuten Misserfolg: "Dass Husum spielerisch besser ist, wussten wir vorher. Doch nach einer ordentlichen Leistung in der ersten halben Stunde gerieten wir durch überflüssige Abwehrschnitzer wieder entscheidend in Rückstand. Der Knackpunkt dabei war sicherlich das 0:2 Sekunden vor dem Pausenpfiff. Wäre uns nach dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer gelungen, hätte die Partie vielleicht noch einen ganz anderen Verlauf genommen."
Hätte, wenn und aber – am Sieg der Nordfriesen gab es nichts zu deuteln.Nachdem die Anfangsphase kaum spielerische Höhepunkte zu bieten hatte, übernahmen die Gäste nach und nach das Kommando im Mittelfeld und hatten nach einer halben Stunde die erste richtig klare Möglichkeit durch Gerrit Müller, der aber am glänzend reagierenden FC-Keeper Jonas Hentschel scheiterte. Dieser sah dann nur 120 Sekunden später gar nicht gut aus, als er nach einem Freistoß von Ingo Cornils mit dem Herauslaufen zögerte und HSV-Abwehrspieler Sascha Rettkowski ungehindert zum 0:1 einköpfen konnte.

Dieser Gegentreffer schüttelte die Gastgeber ordentlich durch. Minutenlang bekamen sie "nichts auf die Reihe", und die HSV hätte in dieser Phase den Vorsprung durch Björn Fleige und Gerrit Müller ausbauen können. Als alle auf den Pausenpfiff warteten, fiel dann doch noch das zweite Tor für Husum. Nach einem Freistoß für den FC konterten die Gäste blitzschnell über die rechte Seite, auf der Markus Petersen das Laufduell mit Marcell Voß verlor. Die anschließende Hereingabe verwertete Gerrit Müller fast mühelos zum 0:2-Halbzeitstand.

"Die erste Halbzeit haben wir abgezockt runtergespielt. Dann haben wir die Ordnung verloren und nicht nachgelegt", sagte Husums Coach Guido Gehrke. Mit Beginn des zweiten Durchgangs bekamen die Platzherren Oberwasser. Gleich drei Mal hatte der talentierte, aber eigensinnige Vitali Lenhart (47., 52., 65.) die Möglichkeit zum 1:2, doch jedes Mal versagten ihm beim Abschluss die Nerven. Auch Sebastian Clausen zielte (54.) bei seinem Schussversuch genau in die Arme von HSV-Schlussmann Andre Teubler.
Das 0:3 in der 72. Minute beendete alle Diskussionen. Wiederum gab es in der Hintermannschaft des FC gleich mehrere Fehler, die Müller mit einem Kopfball aus kurzer Distanz bestrafte. Martin Herpel hatte einen Eckball hereingebracht, Ingo Cornils mit dem Hinterkopf verlängert. Nur eine Minute später gelang Danny Goos mit einem spektakulären Treffer aus fast 40 Metern, bei dem HSV-Keeper Teubler durch die tief stehende Sonne irritiert wurde, das 1:3. "Einfach mal versuchen", hatte sich der Schütze gedacht, der einen Befreiungsschlag direkt genommen hatte. "Es nervt, dass wir immer solche Tore kriegen", ärgerte sich Gehrke. Seine Mannschaft war in der Schluss-Viertelstunde jedoch routiniert genug, den Vorsprung problemlos zu halten.

FC Sörup-Sterup: Hentschel - Henningsen (90. Rama) - Wölffel, Eichler - Hannig, Clausen, Suder, Wunderlich, M. Petersen (66. Andersen) - Goos, Lenhart.
Husumer SV: Teubler - Herpel, Voß (61. Schulte), Rettkowski, Hermann (61. Lies) - Saeltz, Cornils (78. M. Petersen), Otto, Becken - Müller, Fleige.
Schiedsrichter: Strohbach (Fehmarn).
Zuschauer: 275.
Tore: 0:1 Rettkowski (32.), 0:2 Müller (45.), 0:3 Müller (72.), 1:3 Goos (73.).
Beste Spieler: Hannig, Wölffel - Rettkowski, Otto.

25. September 2006 · Flensburger Tageblatt

Trainer Gehrke warnt Husumer vor Zufriedenheit

Fußball-Verbandsliga: Stormstädter morgen als Favorit beim Aufsteiger FC Sörup-Sterup
Offensivdrang: Michael Petersen steht für die Partie beim FC Sörup-Sterup wieder zur Verfügung.

Husum (Gert Reese) – Drei Siege in Folge und kein Gegentor – es läuft momentan ganz gut bei der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga. Für Trainer Guido Gehrke nicht gut genug. "Wir müssen noch zulegen", fordert der Coach vor dem Auswärtsspiel morgen um 15 Uhr beim FC Sörup-Sterup. Ein wenig treibt ihn die Sorge um, dass sich in seiner Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen Zufriedenheit einschleicht. Mit dem Hinweis auf die noch lange Saison stellt der Trainer klar: "Erreicht haben wir noch gar nichts."
Mit dem Gegner vom Wochenende ist natürlich auch die Gefahr verbunden, dass er auf die leichte Schulter genommen wird. Gehrke, der die Mannschaft beim 0:4 gegen Mitaufsteiger FC Dornbreite beobachtet hat, warnt davor. "Wir müssen in Sörup schon was tun und uns ordentlich präsentieren", sagt er.

Etwas mehr Spielraum haben die Stormstädter wieder im personellen Bereich. Denn sowohl Erion Alla als auch Michael Petersen sind wieder ins Training eingestiegen. Beide haben ihre Stärken im Offensivbereich und bieten somit Alternativen für den gegen den Heider SV nicht sonderlich erfolgreichen Angriffsfußball.

Aus beruflichen Gründen wird dafür aber Martin Herpel in Angeln fehlen, der zuletzt zuverlässig Druck von der rechten Seite gemacht hat. Die Mannschaft wird also auch an diesem Wochenende ein leicht verändertes Gesicht erhalten.

Beim FC Sörup-Sterup ist nach fünf Niederlagen in Folge eine Menge von der Aufstiegseuphorie verflogen. Und bei Skeptikern macht sich die Befürchtung breit, das Team von Trainer Günter Schuischel könnte – wie vor zwei Jahren – wieder zur Schießbude der Liga degenerieren. Damals kassierte man 132 Gegentore und kam bis zum letzten Spieltag nur auf zehn Punkte. Liga-Manager Lutz Hamann ist allerdings keiner dieser Skeptiker. "Wir haben momentan nur eine Pechsträhne", sagt er und findet, dass die Mannschaft beim 0:3 in Todesfelde dem Gegner nahezu ebenbürtig gewesen sei.
Für mehr Angriffschwung (erst ein reines Stürmertor) soll am Wochenende Danny Goos sorgen. Der 20-jährige Neuzugang vom FC Angeln 04 musste einige Wochen pausieren, steht dem Trainer aber jetzt wieder zur Verfügung. Dafür fehlen dem Aufsteiger aber die verletzten Routiniers Nils Metauge (27) und Martin Andersen (36).

Was Lutz Hamann freilich nicht um seinen Optimismus bringt. "Husum ist nicht unschlagbar", sagt er. Wohl wahr!

22. September 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Platzt endlich der Knoten?

Nur ein Sieg aus sechs Spielen – der FC Sörup-Sterup steht in der Fußball-Verbandsliga auf einem Abstiegsplatz. Der Druck wächst, und jetzt kommt mit der Husumer SV (Sbd. 15 Uhr) ausgerechnet ein Gegner, der aus den letzten drei Spielen neun Punkte holte und Tuchfühlung zur Spitze aufgenommen hat.
Will endlich das erste Saisontor: Vitalti Lenhart. Foto: Dewanger

Sörup (Udo Mehrens) – Etliche Personalsorgen plagen den Aufsteiger FC Sörup-Sterup vor dem Heimspiel in der Fußball-Verbandsliga gegen die Husumer SV (Sbd. 15 Uhr). Die erste Veränderung muss Trainer Günter Schuischel im Tor vornehmen. Bei der letzten Aktion im Spiel beim SV Todesfelde, einem Strafstoß für die Gastgeber, riss bei FC-Keeper Mike Simonsen die Achillessehne. Er wurde inzwischen operiert. Für ihn steht Jonas Hentschel zwischen den Pfosten.

Eine weitere Schwächung für die Defensiv-Abteilung ist das Fehlen von Matthias Opitz und Nils Metauge, die beide mit ihren alten Vereinskameraden vom SV Kieholm (jetzt FC Rabel 06) nach München zum Oktoberfest fahren. Für Opitz, der sich mittlerweile als glänzender Libero etabliert hat, springt mit Sven Henningsen der Abwehrchef der vergangenen Jahre in die Bresche.
Henningsen, der sich wegen des Baus seines Eigenheimes für die erste Halbserie vom Spielbetrieb zurückgezogen hat, hilft in dieser besonderen Lage gerne aus. Schuischel sieht in seinem Einsatz auch kein Risiko: "Sven hat ein paar Mal mittrainiert. Er weiß, wie die Mannschaft tickt und wird den Laden hinten schon richten." Ebenfalls auf der Verletztenliste steht Nachwuchsspieler Levin Exner, der sich in den vergangenen Wochen gut in den Kader integriert hat.

Ein FC-Akteur, der topfit ist, aber persönlich von den ersten sechs Punktspielen mehr erwartet hat, ist Angreifer Vitali Lenhart. Der 21-Jährige, im russischen Kirgisien geboren, aber seit frühester Kindheit in Deutschland aufgewachsen, wartet sehnsüchtig auf seinen ersten Saisontreffer: "Es wird allerhöchste Zeit, dass ich endlich ins gegnerische Netz treffe. Ich hoffe, dass es schon gegen Husum klappt." Lenhart will mit dem FC den Klassenerhalt schaffen, aber er weiß, dass man immer auf der Hut sein muss: "Der Unterschied zwischen Bezirksoberliga und Verbandsliga ist schon gewaltig. In dieser Klasse wird jeder noch so kleine Fehler postwendend bestraft."

Nach seiner Bundeswehrzeit, die ihn in die Nähe von Berlin führte und wo er sich mit der damaligen Freundin eigentlich etwas länger aufhalten wollte, ist Vitali Lenhart seit Anfang des Sommers wieder fest in Angeln "stationiert". Am 1. August hat er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann begonnen. Von der E-Jugend an spielte er nur für den MTV Gelting 08. Nach dem Aufstieg mit dem MTV in der Saison 2004/05 in die Bezirksliga wechselte er zum FC, der für ihn die "geilste Truppe" ist, bei der er bislang gespielt hat. "Das war auch ein Grund, warum ich ziemlich schnell aus Berlin zurück gekehrt bin."

Neben dem Fußball spielt Vitali zusammen mit seinem Vereinskameraden Sebastian Clausen auch noch gern Handball. "Das ist als Hobbysport ein guter Ausgleich." Sein Lieblingsverein in der Bundesliga ist Borussia Dortmund. Als sein sportliches Vorbild bezeichnet er den holländischen Ex-Nationalspieler Edgar Davids.

In die Begegnung mit der Husumer SV gibt es für Vitali Lenhart nur eine Richtung: "Nach fünf Niederlagen in Folge müssen wir unbedingt gewinnen und werden deshalb voll auf Sieg spielen."

Der Gegner machte nach einem mäßigen Start mit einem Sieg und zwei Niederlagen in den letzten drei Partien mächtig Boden gut und hat sich mit neun Punkten in Folge im Verfolgerfeld von FT Eider Büdelsdorf und Flensburg 08 festgesetzt. Besonders eindrucksvoll war dabei der klare 5:0-Auswärtserfolg vor zwei Wochen beim SV Eichede. Am letzten Spieltag lief es für das Team von Trainer Guido Gehrke allerdings nicht ganz so rund. Es reichte im Westküsten-Duell gegen den Heider SV am Ende aber doch zu einem knappen 1:0.

22. September 2006 · Flensburger Tageblatt
8. ST 30.09.06 Husumer SV SpVg Rot Weiß Moisling 1:0

Goldenes Tor in der Schlussphase!

30.09.2006

Husumer SV - RW Moisling

1 : 0 (0:0)


Die Entscheidung fiel spät im Husumer Friesenstadion, erst in der 88. Spielminute erzielten die Nordfriesen das entscheidende Tor im Verfolgerduell gegen Moisling. Bei herrlichen äußeren Bedingungen wurden die Fans auf eine Geduldsprobe gestellt, doch der Sieg war hochverdient. Die Heimelf agierte läuferisch und spielerisch überlegen, war immer einen Tick schneller am Ball. Zeitweise ließ die Gehrke-Elf den Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen, Torchancen der Gäste waren Mangelware. Nur Zielwasser hatten die Stormstädter an diesem Nachmittag nicht getrunken, das Ergebnis hätte bei mehr Konzentration höher ausfallen müssen. Doch wichtiger war, dass die drei Punkte in Husum blieben.

Das sah Husums Trainer Guido Gehrke genau so: »Ich bin hochzufrieden, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Ab der 20. Minute haben wir das Zepter übernommen, waren gut organisiert und sehr präsent.« Gästetrainer Hasko Behrens erkannte die Überlegenheit der Gastgeber neidlos an: »Der Sieg geht in Ordnung, Husum war spielerisch überlegen. Wir konnten keine Durchschlagskraft im Angriff entwickeln.«

Nach trägem Spielbeginn rissen die Hausherren das Ruder nach zwanzig Minuten an sich. Immer wieder wurde das Mittelfeld mit klugen Kombinationen überbrückt, Gefahr in den gegnerischen Strafraum gebracht. Las Hermann zirkelte den Ball in der 20. Minute knapp am Pfosten vorbei, die erste gefährliche Aktion der SV. Sieben Minuten später konnte sich Gästekeeper Jan Pekrun auszeichnen, Gerrit Müller blieb aus zwölf Metern nur zweiter Sieger. Auch Martin Herpel (30.) und Björn Fleige (34.) scheiterten aus kurzer Distanz am Lübecker Torwart. Nur einmal düpierten die Lübecker in Gestalt von Hasko Behrens die Husumer Abwehr, doch sein fulminanter Schuss strich knapp am Pfosten vorbei (38.). Ein Kopfball von Marcel Otto beendete den ersten Durchgang, Zentimeter fehlten dem Husumer Youngster zum Erfolg (45.).

Auch nach dem Pausentee marschierten die Stormstädter weiter, mit viel Power und geschicktem Zweikampfverhalten berannten sie das Tor. Sofort brannte es vor dem Lübecker Tor, Pierre Becken hatte Gerrit Müller geschickt angespielt. Doch aus zwölf Metern zielte der Torjäger knapp daneben (47.). Eine kuriose Entscheidung von Schiedsrichter Hogrefe sorgte nach 64 Spielminuten für Aufregung: Sascha Rettkowski hatte einen Gegenspieler kurz vor dem Tor angeschossen, Torhüter Teubler nahm den Ball auf. Doch der Schiedsrichter entschied zur Überraschung aller auf Rückgabe, gab Freistoß. Sebastian Tamm scheiterte dann aus fünf Metern am gut reagierenden Teubler - die einzige Möglichkeit der Gäste in der zweiten Hälfte. Wütende Angriffe der Husumer waren die Folge, allein Gerrit Müller scheiterte dreimal in aussichtsreicher Position (67./72./74.). Schließlich musste Sebastian Tamm für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie retten, Björn Fleige war der Schütze (77.). Für die späte Entscheidung sorgte in der 88. Spielminute Ingo Cornils nach herrlicher Vorarbeit von Björn Fleige (88.), aus 14 Metern ließ er Pekrun keine Abwehrmöglichkeit.

Mit diesem Ergebnis war Moisling noch gut bedient, ein Chancenverhältnis von 12:2 spricht für sich.

Tore: 1:0 Cornils (88.)
Beste Spieler: Voß, Rettkowski, Hermann, Cornils / Pekrun
Ecken: 4 : 1
Chancen: 12 : 2
Zuschauer: 281
Schiedsrichter: Hogrefe (VfR Horst)
gelbe Karten: Voß (52.), Hermann (82.), Becken (89.) / Mabouta-Luwau (45.), Baetge (66.), Lübcke (88.)
Aufstellung:

Teubler - M. Herpel, Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Otto (84. Petersen), Becken  - Fleige (90. Schulte), Müller.

Pekrun - Haberland - Bornemann, Tamm - Baetge (80. Montevirgen), Lamb, Vierig, Kreutzfeld, Lübcke - Behrens, Mabouta-Luwau (84. Kohlmann).

  Hl 30.09.2006

Ingo Cornils setzt Erfolgsserie der Husumer SV fort

1:0 im Verfolgerduell gegen Rotweiß Moisling / Lob vom Trainer / Erlösendes Tor drei Minuten vor Schluss
Kein Tor: Husums Stürmer Gerrit Müller scheitert in dieser Szene an Moislings aufmerksamem Keeper Jan Pekrun. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Eider Büdelsdorf (4:2 gegen Oldenburg) und der VfB Lübeck II (3:1 gegen Bargteheide) lassen nicht nach, doch ein Trio aus dem Norden sitzt ihnen im Nacken. Flensburg 08 (Dritter) gab beim 1:1 gegen Altenholz mal wieder Punkte ab, einen Zähler zurück liegen der TSV Kropp (1:0 in Todesfelde) und die Husumer SV (1:0 gegen Moisling). Der FC Sörup-Sterup verlor 0:4 bei Comet Kiel, es war die siebte Niederlage in Folge. Den höchsten Sieg landete Kilia Kiel, das 5:0 beim punktlosen Tabellenletzten in Meldorf gewann.

Husum (ree) – Der Aufstieg der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga geht weiter. Am Sonnabend schlossen die Stormstädter auch ihr fünftes Spiel im Monat September siegreich ab. Beim 1:0 (0:0) gegen Rotweiß Moisling mussten Fans und Spieler allerdings bis zur 87.Minute warten, ehe sie nach dem Tor von Ingo Cornils jubeln durften. "Von der Präsentation und Organisation das beste Spiel meiner Mannschaft in dieser Saison", befand Trainer Guido Gehrke.
Glücklichster Mann im Friesenstadion aber war Ingo Cornils. In für ihn typischer "Undercover-Manier" hatte er das 1:0 geschossen. "Einfach reinmachen", so erklärte der Torschütze hernach allen, die gratulierten, sein Erfolgsrezept.

Die Gäste aus Lübeck führten keine Klage über die Niederlage. "Der Ball lief bei den Husumern einfach schneller, bei uns gab es zu wenig Entlastung", skizzierte Moislings Spielertrainer Hasko Behrens das Geschehen. Aber es war auch ein bisschen das Risiko, das die Gäste gescheut hatten. Allzu sehr schienen sie darauf zu vertrauen, lange das Remis zu halten und dann ein spätes Tor machen zu können. So hatte es nämlich beim letzten Mal für sie in Husum geklappt.

Es lief in den 90 Minuten fast ausschließlich in Richtung Moislinger Gehäuse, wo allerdings mit Torhüter Jan Pekrun ein echter Könner seines Faches stand, gegen den sich die furios aufspielenden Nordfriesen zunächst vergeblich mühten. Pekrun und sein Libero Florian Haberland blockten in der ersten Halbzeit noch alles ab, was ihnen gefährlich wurde.
Nach der Pause hatten die Husumer mehr Platz bei ihren Offensiv-Aktionen. Und entsprechend deutlich waren die Möglichkeiten, die sie jetzt hatten – aber zunächst weiter versiebten. Müller hatte seinen achten Saisontreffer gleich zwei Mal auf dem Fuß, Sturmkollege Fleige scheiterte an Pekrun (48. und 76.).

Morgen (15 Uhr) ist die Husumer SV schon wieder im Einsatz. In der dritten Runde des Kreispokals treten die Gehrke-Schützlinge beim TSV Rantrum an.

Husumer SV: Teubler – Herpel, Voss, Rettkowski, Hermann – Saeltz, Cornils, Becken, Otto (84. Petersen) - Fleige (90.+ 2 Schulte), Müller.
RW Moisling: Pekrun – Haberland – Bornemann, Tamm – Vierig, Mabouta-Luwau (84.Kohlmann), Kreutzfeldt, Baetge (80.Montevirgen), Lamb – Behrens, Lübcke.
Beste Spieler: Voss, Cornils – Pekrun, Haberland.
Schiedsrichter: Marco Hogrefe (Horst).
Zuschauer: 280.

2. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt

"Draufgänger" Otto hat seinen Platz im Team

Wer bleibt dran in der Fußball-Verbandsliga? Die Husumer SV (Sechster) und Rot-Weiß Moisling (Fünfter) haben jeweils 15 Punkte und wollen den Kontakt zur Spitze nicht abreißen lassen. Am Sonnabend (15 Uhr) kommt es im Friesenstadion zum Duell der Verfolger von Eider Büdelsdorf.
Marcel Otto zeichnet sich durch Schnelligkeit und Laufbereitschaft aus. Auch als Torschütze trat er schon in Erscheinung. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – "Es würde mich nicht stören, wenn es wieder so ausgeht." Hasko Behrens, Trainer bei Rot-Weiß Moisling, ist noch heute ganz begeistert, wenn er an den 1:0-Erfolg im letzten Spieljahr in Husum denkt. Erst kurz vor Spielende war der Sieg damals zu Stande gekommen – und am Sonnabend (Anstoß im Friesenstadion um 15 Uhr) wollen die Rotweißen es ähnlich richten.

Mit 15 Punkten haben die Lübecker – genau wie die Husumer – noch guten Kontakt zur Spitze. Und dort wollen sie auch hin. Behrens: "Ich habe keine Lust, immer nur um die goldene Ananas zu spielen. Wir wollen ganz nach oben." Der Coach tut selber viel dafür, dass die Sache ins Rollen kommt. Mit offiziell fünf Treffern (er selber sagt, es seien sieben) steht er mit vorne bei den Torjägern der Liga. Und das haben gewiss auch Marcell Voß und Sascha Rettkowski registriert, die im Husumer Abwehrzentrum am Sonnabend mit dem 34-Jährigen Kontakt bekommen werden.

Marcel Otto, der Husumer Neuzugang von Germania Breklum, hat gerade sein erstes Tor für seinen neuen Klub geschossen. Vor vierzehn Tagen beim 1:0 gegen den Heider SV war es, und der Treffer hat dem Youngster zusätzliches Selbstvertrauen verschafft. Otto fühlt sich wohl in der Stormstadt. "Trainingsbedingungen, Kameradschaft, alles okay", sagt der 18-Jährige. Mit den härteren "Lebensbedingungen" bei den Senioren hat er sich relativ schnell abgefunden. Die Nachteile in punkto Routine und Körperkraft kompensiert er durch Schnelligkeit und Laufbereitschaft.
Aber Otto zeigt auch immer wieder, dass er austeilen kann. Seine draufgängerische Art, seine Unerschrockenheit ist sein Markenzeichen, aber er hat auch schon viel Sinn für taktische Ansprüche. Trainer Guido Gehrke hält jedenfalls viel von der Dynamik des angehenden Verwaltungs-Fachangestellten und bringt ihn immer öfter in der Startbesetzung.

Obwohl Otto sich am Montag beim Training eine leichte Prellung zuzog, hofft er, auch gegen Moisling von Beginn an dabei zu sein. Was den Spielausgang angeht, da hat der Breklumer keine Befürchtungen: "Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen und hoffe, dass wir kein Gegentor kriegen."

Gegentore, die will auch Guido Gehrke möglichst nicht sehen. Aber der Husumer Coach weiß, dass das gegen "die erfahrene Mannschaft" aus der Hansestadt kein leichtes Unterfangen wird. Da die Rot-Weißen seiner Meinung nach mit Pekrun, Haberland, Kreutzfeldt und Behrens ihre Stärken in der Mittelachse haben, will er seiner Mannschaft das Spiel über außen empfehlen.

29. September 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP-VF 03.10.06 TSV Rantrum Husumer SV 2:3

Fußball-Pokal: Ingo Cornils besorgt die Entscheidung

Rantrum (noh) – Mit einem 3:2 (0:0) beim Bezirksoberligisten TSV Rantrum hat Verbandsligist Husumer SV das Halbfinale im Fußball-Kreispokal erreicht. Vor etwa 300 Zuschauern verkauften sich die Gastgeber sehr gut. Der Ex-Husumer Ilhan Alim glich nach einer Stunde die Husumer Führung von Trainer Guido Gehrke (50.) aus, per Elfmeter sorgte André Iwohn (80.) für den neuerlichen Gleichstand. Pierre Becken hatte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff das 1:2 erzielt. Fünf Minuten vor dem Ende versetzte Ingo Cornils den Gastgebern dann mit seinem Tor zum 3:2 doch noch den Knockout.
Tore: 0:1 Gehrke (50.), 1:1 Alim (60.), 1:2 Becken (75.), 2:2 Iwohn (80. Handelfmeter), 2:3 Cornils (85.).
04. Oktober 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
9. ST 07.10.06 TSV Kropp Husumer SV 2:1

Fehlentscheidung bringt Husum um verdienten Lohn!

07.10.2006

TSV Kropp - Husumer SV

2 : 1 (1:0)


Einen glücklichen 2:1-Sieg landete der TSV Kropp im Nachbarschaftsduell gegen die Husumer SV. Ein mehr als zweifelhafter Elfmeter musste nach einem harmlosen Zweikampf von Marcell Voß an Christoph Hinrichs in der letzten Spielminute herhalten, um die Hausherren doch noch auf die Siegerstaße zu bringen. War die Führung des TSV in der ersten Halbzeit nach überlegenem Spiel noch verdient, wendete sich das Blatt im zweiten Durchgang eindeutig zugunsten der Nordfriesen. Husum jetzt näher am Führungstreffer, Kropp nur noch im Rückwärtsgang mit gelegentlichen Kontern.

»Bei uns hat in der ersten Halbzeit die Zuordnung gefehlt«, resümierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Nach dem Wechsel waren wir die bessere Mannschaft, doch diese unglückliche Niederlage wirft uns nicht um.« Kropps Trainer Bernd Gerulat war mit dem Spiel seiner Elf nicht zufrieden: »Nach der Führung haben wir es versäumt nachzulegen. Im zweiten Durchgang hat uns Husum mit einfachen Mitteln in Bedrängnis gebracht.«

Die Stormstädter starteten furios in die Partie, Michael Petersen tankte sich in der zweiten Minute durch die Abwehr, setzte das Leder aber nur an den Pfosten des Kropper Tores. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Hausherren immer besser zum Zuge, mit variablen Spielzügen wurden die beweglichen Sturmspitzen in Szene gesetzt. Husum zog sich weit zurück, überließ dem TSV fast völlig das Mittelfeld. Nach einer Eckballserie konnte Bastian Henning die verdiente Führung für seine Farben erzielen, einen Kopfball setzte er in der 21. Minute über Torhüter Teubler hinweg in die Maschen. Und weiter ging es in Richtung Husumer Tor: Bastian Henning versuchte es mit einem Heber (26.), dann scheiterte er kurz vor dem Wechsel aus zehn Metern. Husum konnte nur einmal Gefahr erzeugen, Björn Fleige wuchtete den Ball nach geschickter Vorlage von Gerrit Müller nur um Zentimeter neben das Gestänge (34.).

Mit viel Druck starteten die Nordfriesen in den zweiten Durchgang, dominierten das Mittelfeld. Mit verbessertem Zweikampfverhalten bedrängte die SV das gegnerische Tor, und jetzt wurde die Kropper Schwäche deutlich: Gerät die Mannschaft unter Druck, beginnt die Abwehr zu schwimmen. Nur gelegentlich konnten sich die Hausherren befreien, Christoph Hinrichs machte mit einem 20-Meter-Schuss auf sich aufmerksam (54.), um einen Meter strich der Ball über die Latte. Auf Husumer Seite hatte Pierre Becken in der 61. Minute den Ausgleich auf dem Schlappen, das Leder ging knapp daneben. Drei Minuten später zappelte der Ball verdientermaßen im Kropper Netz: Marcell Voß schickte Martin Herpel auf die Reise, der den herausstürzenden Torhüter Wullf ausspielte und aus spitzem Winkel vollenden konnte. Jetzt hatten die Nordfriesen den TSV völlig im Griff, die Führung schien nur eine Frage der Zeit. Torhüter Wullf mußte sich bei einem Freistoß von Björn Fleige mächtig strecken (77.), Sebastian Saeltz zielte nur knapp daneben (81.). Auch ein Geschoss von Gerrit Müller wurde in der 87. Minute noch abgefälscht. Die mangelnde Husumer Chancenverwertung wurde in der 90. Spielminute noch bestraft. Christoph Hinrichs drang in den Strafraum ein und wurde von Marcell Voß gestoppt, zur Überraschung aller gab Schiedsrichter Adler Elfmeter, eine glatte Fehlentscheidung - hier hatten die »Adleraugen« anscheinend Sehstörungen! Dieses Geschenk ließen sich die Gastgeber natürlich nicht mehr entgehen, Axel Ehrlich verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1-Endergebnis. Fast wäre der SV doch noch der Ausgleich gelungen, in der Nachspielzeit zog Gerrit Müller in aussichtsreicher Position ab. Aus acht Metern strich sein Schuss knapp daneben. Doch Müller wurde bei dieser Aktion noch festgehalten, es hätte Strafstoß für Husum geben müssen. Auch hier entschied der Schiedsrichter leider falsch und stellte zudem Björn Fleige, der sich zu Recht beschwerte, vom Platz.

In einem guten Verbandsligaspiel ging der TSV Kropp als glücklicher Sieger hervor, die Husumer hätten einen Punkt verdient gehabt.

Tore: 1:0 Henning (21.), 1:1 Herpel (64.), 2:1 Ehrlich (FE/90.)
Beste Spieler: Hinrichs, Held, Henning / Voß, Rettkowski, Fleige
Ecken: 8 : 5
Chancen: 8 : 8
Zuschauer: 370
Schiedsrichter: Adler (Flensburg) mit einer äußerst schwachen Leistung - denn die spielentscheidenden Szenen entgingen ihm!
gelbe Karten: Bewarder (19.), Heider (80.), Usadel (87.)  /Fleige (20.), Becken (47.), Petersen (79.), Voß (89.)
gelb/rot: Fleige (91.) weg. Meckern
Aufstellung:

Wullf - Ehrlich - Bewarder, Sämann - Matthes, Henning, Heider (83. F. Grbavac), Usadel, Böhnke - Held, Hinrichs.

Teubler - M. Herpel (81. Schulte), Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Becken, Petersen - Fleige, Müller.

  HI 07.10.2006

Elfmeter-Geschenk entscheidet das Verfolgerduell

Ein mehr als zweifelhafter Strafstoß hat dem TSV Kropp den 2:1 (1:0)-Erfolg im Nordderby der Fußball-Verbandsliga gegen die Husumer SV beschert. Axel Ehrlich verwertete das "Geschenk".
Obenauf ist in dieser Szene Husums Angreifer Gerrit Müller im Duell mit Kropps Manndecker Timo Bewarder. Foto: Deike

Verbandsliga-Übersicht

Eider Büdelsdorf bleibt die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Verbandsliga. Das 3:1 beim starken Aufsteiger TSV Altenholz war der achte Sieg im achten Spiel. Dran bleibt der TSV Kropp, der sich durch ein glückliches 2:1 gegen die Husumer SV auf Platz zwei vorschob. Überraschend einen Punkt ließ der VfB Lübeck II beim 1:1 gegen den Heider SV. Am neunten Spieltag gingen zwei lange Serien zu Ende. Flensburg 08 rutschte nach sieben Spielen ohne Niederlage durch das 1:2 bei Kilia Kiel auf Platz fünf zurück, und der FC Sörup-Sterup holte beim 2:2 gegen Vizemeister SV Eichede im achten Anlauf wieder einen Punkt.

Ballgeflüster

Unter "falschem" Namen: Nummer eins Andre Teubler, Nummer zwei Martin Herpel, Marcell Voß, Sascha Rettkowski – bis dahin nichts Ungewöhnliches in der Mannschaftsaufstellung der Husumer SV beim Verbandsliga-Auswärtsspiel in Kropp (1:2). Doch bei der Nummer fünf stutzten die Husumer Fans unter den 370 Zuschauern. "Hermann Lars" verkündete der Stadionsprecher. Kein Neuzugang, einfach ein Namens-Dreher – Lars Herrmann nahm's gelassen und lieferte ein gutes Spiel ab.

Kropp (Ulrich Schröder) – Man war sich einig nach dem Schlusspfiff. Ein Unentschieden, ja, das wäre das passende Ergebnis gewesen. Doch es gab einen Sieger im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga. Der TSV Kropp besiegte die Husumer SV 2:1 (1:0), das Siegtor resultierte aus einem Elfmeter in der 89. Minute, der für Kopfschütteln sorgte.
Was war passiert? Kurz vor Schluss hatte sich Christoph Hinrichs den Ball geschnappt und war Richtung Husumer Tor gestartet. Je näher er dem Gehäuse kam, desto mehr war zu merken, wie ihm die Kräfte schwanden. Im Strafraum stellte sich ihm Marcell Voß entgegen, benutzte beim Angriff auch die Hände – aber nicht so, dass es einen Pfiff gerechtfertigt hätte.

Der kam auch nicht – zunächst. Schiedsrichter Adler bedeutete "Weiterspielen", doch sein Assistent winkte heftig. Er hatte ein Foul gesehen, Adler hörte auf ihn und zeigte auf den Punkt. Entsetzen bei den Gästen, zunächst ungläubiges Staunen bei den Gastgebern, die den Pfiff anschließend feierten, als hätten sie schon gewonnen.

Geschenke soll man annehmen, dachte sich Libero Axel Ehrlich, der unhaltbar zum 2:1 verwandelte. Im Gegenzug reklamierte Gerrit Müller vergeblich einen Strafstoß, deutete gestenreich an, dass er am Trikot gezogen worden sei. Er kam trotzdem zum Schuss, doch der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Stürmerkollege Björn Fleige tat lautstark seinen Unwillen kund und sah die gelb-rote Karte.

Dann war Schluss, ein Nordderby voller Spannung und Emotionen beendet. Der Trainer des Verlierers lobte anschließend sein Team, der Coach des Siegers zählte das auf, was ihm nicht gefallen hatte. "Eine Niederlage, die uns nicht umwirft", konstatierte Husums Guido Gehrke. "Die Jungs wissen selbst, dass sie nicht gut gespielt haben", sagte Kropps Bernd Gerulat. Die Gastgeber hatten bei Sturm und heftigem Regen in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel, nach dem Wechsel drehten die Nordfriesen auf.

Drei Minuten waren gespielt, da stockte den Kropper Fans unter den 370 Zuschauern der Atem: Michael Petersen traf nach schönem Solo von Sebastian Saeltz den Pfosten. In der Folgezeit stand die Husumer Abwehr im Mittelpunkt, die bei hohen Bällen ungeahnte Schwächen offenbarte. "Da hat die Zuordnung überhaupt nicht gestimmt", kritisierte Gehrke.
Auch in der 21. Minute stimmte sie nicht. Eckball Dennis Usadel, Kopfball Bastian Henning, der Ball prallte an die Unterkante der Latte, von dort an den Rücken von Keeper Andre Teubler und von dort ins Tor. In der Folgezeit schwamm die Husumer Abwehr gehörig, die Gäste hatten Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. "Wir hätten nachlegen müssen", trauerte Bernd Gerulat den verpassten Chancen nach. Ein herrlicher Drehschuss (31.) von Oliver Held landete im Tor – nach Kropper Meinung ein regulärer Treffer, doch der Schiri-Assistent hatte eine Abseitsstellung gesehen. Held erzielte gleich nach Wiederbeginn ein weiteres (Abseits-) Tor, bei seinem dritten Versuch war alles in Ordnung, doch der Stürmer schoss freistehend vorbei (60.). In dieser Phase hatten sich die Husumer berappelt und waren über weite Strecken besser. "Wir haben viele Fehler gemacht und das Spiel nicht mehr kontrolliert", stellte Gerulat fest.

Der starke Martin Herpel bewies dann, dass sich Nachsetzen lohnen kann. Der lange Ball war für ihn nicht zu erlaufen, doch er probierte es trotzdem und nach einem schweren Patzer von Keeper Andreas Wulff lag der Ball im Tor – 1:1 nach 63 Minuten.

Husum hätte in der Schlussphase sogar noch gewinnen können, stand aber am Ende mit leeren Händen da. Ehrlichs Elfmeter war keiner. Ehrlich.

TSV Kropp: Wulff - Ehrlich - Sämann, Bewarder - Böhnke, Matthes, Hinrichs, Usadel, Henning, Heider (81. Grbavac) - Held.
Husumer SV: Teubler - Herpel (80. Schulte), Voß, Rettkowski, Herrmann - Becken, Saeltz, Cornils, Petersen - Müller, Fleige.
Schiedsrichter: Adler (Flensburg).
Zuschauer: 370.
Beste Spieler: Sämann, Bewarder - Herpel, Voß, Herrmann.

9. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt

Kropp gewinnt Verfolgerduell

Die FT Eider Büdelsdorf bleibt in der Fußball-Verbandsliga das Maß aller Dinge. Der Oberliga-Absteiger feierte einen ungefährdeten 3:1-Erfolg in Altenholz und steht weiterhin ohne Verlustpunkt da. An der Spitze dran bleibt der TSV Kropp nach dem 2:1 (1:0) gegen die Husumer SV, die sich nach einem umstrittenen Strafstoß in der 89. Minute um den Lohn der Mühe betrogen sah.
Der Husumer Torwart Andre Teubler bleibt gegen Christian Heider Sieger. Foto: Deike

Kropp (usc) – Ein Unentschieden, ja, das wäre das passende Ergebnis gewesen. Doch es gab einen Sieger im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga. Der TSV Kropp besiegte die Husumer SV 2:1 (1:0), das Siegtor (89.) resultierte aus einem Elfmeter, der fast überall für Kopfschütteln sorgte.

Kurz vor Schluss hatte sich Christoph Hinrichs den Ball geschnappt und war Richtung Husumer Tor gestartet. Je näher er dem Gehäuse kam, desto mehr war zu merken, wie ihm die Kräfte schwanden. Im Strafraum stellte sich ihm Marcell Voß entgegen, benutzte beim Angriff auch die Hände – aber nicht so, dass es einen Pfiff gerechtfertigt hätte. Der kam auch nicht – zunächst. Schiedsrichter Adler bedeutete "Weiterspielen", doch sein Assistent winkte heftig. Er hatte ein Foul gesehen, Adler hörte auf ihn und zeigte auf den Punkt. Entsetzen bei den Gästen, ungläubiges Staunen bei den Gastgebern, die den Pfiff anschließend feierten, als hätten sie schon gewonnen. Axel Ehrlich verwandelte zum 2:1. Im Gegenzug reklamierte Gerrit Müller vergeblich einen Strafstoß, deutete an, dass er am Trikot gezogen worden sei. Er kam trotzdem zum Schuss, doch der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Stürmerkollege Björn Fleige tat lautstark seinen Unwillen kund und sah die gelb-rote Karte.

Dann war Schluss, ein Nordderby voller Spannung und Emotionen beendet. Der Trainer des Verlierers lobte sein Team, der Coach des Siegers zählte auf, was ihm nicht gefallen hatte. "Eine Niederlage, die uns nicht umwirft", konstatierte Husums Guido Gehrke. "Die Jungs wissen selbst, dass sie nicht gut gespielt haben", so Kropps Bernd Gerulat.

TSV Kropp: Wulff - Ehrlich - Sämann, Bewarder - Böhnke, Matthes, Hinrichs, Usadel, Henning, Heider (81. Grbavac) - Held.
Husumer SV: Teubler - Herpel (80. Schulte), Voß, Rettkowski, Herrmann - Becken, Saeltz, Cornils, Petersen - Müller, Fleige.
Schiedsrichter: Adler (Flensburg).
Tore: 1:0 Bastian Henning (21.), 1:1 Martin Herpel (63.), 2:1 Axel Ehrlich (89.),
Zuschauer: 370.
Beste Spieler: Sämann, Bewarder - Herpel, Voß, Herrmann.

09. Oktober 2006 · Eckernförder, Landes- Zeitung

Selbstbewusst zum Derby nach Kropp

Husumer SV will sich bei Guido Gehrkes Ex-Klub nicht verstecken
Husums Pierre Becken (li.) attackiert Christian Heider vom TSV Kropp – eine Szene aus dem Pokalspiel im August, das Husum 1:4 verlor.

Husum (ree) – TSV Kropp gegen die Husumer SV – zum zweiten Mal in dieser Saison kommt es am Sonnabend (15 Uhr) zum Nordduell der Fußball-Verbandsliga. Ein Favorit ist schwer auszumachen, denn beide Teams haben 18 Punkte und gehören zu den Verfolgern des führenden FT Eider Büdelsdorf.
Zuletzt standen sich der TSV und die SV Anfang August im Bezirkspokal gegenüber. An jenem Abend herrschten klare Verhältnisse, der TSV siegte 4:1 gegen ersatzgeschwächte Nordfriesen. Kropps Trainer Bernd Gerulat glaubt allerdings nicht, dass sein Team es wieder so einfach bekommt wie im Sommer: "Das wird schwer. Husum hat sich gefestigt und zudem die besten Konterstürmer der Liga." Mit dem, was seine Mannschaft bisher geleistet hat, ist Gerulat noch nicht zufrieden.

Es ist ausgerechnet das Offensivspiel seiner Elf, das ihm ("Ich bin ein Freund des Pressing") noch nicht gefällt. Das ist paradox, als der TSV mit 24 Treffern absolut Spitze in der Verbandsliga ist. Aber Gerulat gesteht erstens, dass man als Trainer nie zufrieden sein dürfe. Und räumt zweitens ein, dass die Ansprüche bei ihm vielleicht ein wenig hoch angesiedelt seien.

Trainer Guido Gehrke ist auf das Duell mit seinem Ex-Klub Kropp gespannt. Foto: Staudt

Wäre verständlich, der Mann hat immerhin vor gar nicht langer Zeit eine Regionalliga-Mannschaft betreut. Hinzu kommt: Es waren nicht gerade hochkarätige Gegner, mit denen die Kropper es in den bisherigen acht Runden zu tun hatten. Und gegen die beiden "Großen", die sie bisher hatten, sind sie leer ausgegangen: 1:2 gegen Flensburg 08, 0:2 bei Tabellenführer FT Eider. Ihre Punkte haben die Kropper ausschließlich gegen Mannschaften ab Tabellenplatz 13 errungen. Insofern hat die Skepsis des Trainers also ihre Berechtigung und es muss sich am Sonnabend zeigen, was er wirklich drauf hat, der TSV Kropp.

Pech und Unvermögen gegen Mannschaften von oben, die Zeiten sind bei der Husumer SV offenbar vorbei. Insofern können die Gehrke-Schützlinge ganz beruhigt gen Osten fahren. Der Trainer ist auch ganz zuversichtlich. "Wir haben eine gute Serie hingelegt und wollen in Kropp zeigen, dass wir Fortschritte gemacht haben", sagt er und hofft, dass die Mannschaft diesmal mehr Widerstand bietet als in jenem Pokalspiel im August. Gehrke: "Wir sind gut dabei und zur Zeit sehr selbstbewusst – alles ist möglich." Dieses Selbstbewusstsein demonstriert der Caoch selbst auch – und zwar in Sachen Taktik: "Wir werden an unserem System festhalten." Das klingt nicht nach Sondermaßnahmen gegen den derzeit besten Angriff der Liga.

6. Oktober 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Reizvolles Duell der Torjäger

Ein spannendes, offensiv geführtes Spiel dürfen die Zuschauer am Sonnabend um 15 Uhr im Verbandsliga-Derby zwischen dem TSV Kropp und der Husumer SV erwarten.
Oliver Held scheitert an Husums Keeper Andre Teubler. Im entscheidenden Spiel um den Bezirkspokal hatten die Schützlinge von Bernd Gerulat deutliche Vorteile und siegten 4:1. Foto: Peters

Kropp (dan) – Eine ebenso schwere wie reizvolle Aufgabe wartet am Sonnabend auf den Fußball-Verbandsligisten TSV Kropp. Um 15 Uhr gibt der Tabellennachbar Husumer SV seine Visitenkarte im Kropper Stadion ab. An den morgigen Gegner verknüpfen die Rot-Schwarzen die besten Erinnerungen, gewann man doch im Bezirkspokal zu Saisonbeginn mit 4:1 gegen die Schützlinge des Kropper Ex-Trainers Guido Gehrke.

Doch Bernd Gerulat kann nur warnen, dieses Ergebnis als Maßstab für die morgige Partie zu nehmen. "Damals hatten wir die Husumer kalt erwischt, führten schnell mit 3:0. Diesmal wird es ungleich schwerer", befürchtet der Kropper Coach.

Besonderen Respekt haben die Kropper vor den gefährlichen Husumer Angreifern Gerrit Müller und Björn Fleige. "Die besten Konterstürmer in der Verbandsliga", lobt Bernd Gerulat die beiden. Die Rot-Schwarzen stellen sich auf einen zunächst defensiv agierenden Gast ein. "Die werden aus dem 1:4 im Pokal ihren Lehren gezogen haben", vermutet der Kropper Coach. Dennoch wollen die Platzherren auf Angriff spielen, ohne den konterstarken Gästen ins offene Messer zu laufen. "Unsere Heimspiele wollen und müssen wir gewinnen, entsprechend beherzt werden wir zur Sache gehen", verspricht Bernd Gerulat, der weitgehend auf die Mannschaft zurückgreifen wird, die vor zwei Wochen den FC Dornbreite mit 7:1 überrollt hat. Fehlen wird lediglich Björn Duggen, der mit der U 21-Landesauswahl zum Länderpokalturnier nach Duisburg gereist ist. Alle anderen Spieler stehen zur Verfügung.

In Bestbesetzung kann auch Guido Gehrke spielen lassen. "Das 1:4 im Pokal ist abgehakt. Wir haben uns weiterentwickelt und in den letzten fünf Spielen nur ein Gegentor kassiert. Wir werden uns in Kropp nicht verstecken", sagt der Husumer Coach.
Gespannt sein darf man auf das Duell der beiden Torjäger Gerrit Müller (7) und Oliver Held (6), der gegen Dornbreite drei Treffer beigesteuert hatte. Die Rot-Schwarzen haben in den vergangenen Spielen wiederholt gezeigt, "dass sie zwar vieles wollen, aber nicht alles geht", so Bernd Gerulat.

Damit kann der Coach leben, doch eines verlangt er von seinen Mannen. "Die Einstellung muss stimmen, in einem solchen Derby muss gekämpft werden. Wer das nicht beherzigt, ist fehl am Platze."

6. Oktober 2006 · Schlei Bote

Kropp und Husum wollen sich nicht verstecken

Ein spannendes, offensiv geführtes Spiel dürfen die Zuschauer am Sonnabend um 15 Uhr im Verbandsliga-Derby zwischen dem TSV Kropp und der Husumer SV erwarten.
Mit energischem Körpereinsatz klärt Husums Pierre Becken (li.) hier im Pokalspiel vor dem Kropper Christian Heider. Foto: Peters

Kropp (dan) – Eine ebenso schwere wie reizvolle Aufgabe wartet am Sonnabend auf den Fußball-Verbandsligisten TSV Kropp. Um 15 Uhr gibt der Tabellennachbar Husumer SV seine Visitenkarte im Kropper Stadion ab. An den morgigen Gegner verknüpfen die Rot-Schwarzen die besten Erinnerungen, gewann man doch im Bezirkspokal zu Saisonbeginn mit 4:1 gegen die Schützlinge des Kropper Ex-Trainers Guido Gehrke.
Doch Bernd Gerulat kann nur warnen, dieses Ergebnis als Maßstab für die morgige Partie zu nehmen. "Damals hatten wir die Husumer kalt erwischt, führten schnell mit 3:0. Diesmal wird es ungleich schwerer", befürchtet der Kropper Coach.

Besonderen Respekt haben die Kropper vor den gefährlichen Husumer Angreifern Gerrit Müller und Björn Fleige. "Die besten Konterstürmer in der Verbandsliga", lobt Bernd Gerulat die beiden. Die Rot-Schwarzen stellen sich auf einen zunächst defensiv agierenden Gast ein. "Die werden aus dem 1:4 im Pokal ihren Lehren gezogen haben", vermutet der Kropper Coach. Dennoch wollen die Platzherren auf Angriff spielen, ohne den konterstarken Gästen ins offene Messer zu laufen. "Unsere Heimspiele wollen und müssen wir gewinnen, entsprechend beherzt werden wir zur Sache gehen", verspricht Bernd Gerulat, der weitgehend auf die Mannschaft zurückgreifen wird, die vor zwei Wochen den FC Dornbreite mit 7:1 überrollt hat. Fehlen wird lediglich Björn Duggen, der mit der U 21-Landesauswahl zum Länderpokalturnier nach Duisburg gereist ist. Alle anderen Spieler stehen zur Verfügung.

In Bestbesetzung kann auch Guido Gehrke spielen lassen. "Das 1:4 im Pokal ist abgehakt. Wir haben uns weiterentwickelt und in den letzten fünf Spielen nur ein Gegentor kassiert. Wir werden uns in Kropp nicht verstecken", sagt der Husumer Coach.
Gespannt sein darf man auf das Duell der beiden Torjäger Gerrit Müller (7) und Oliver Held (6), der gegen Dornbreite drei Treffer beigesteuert hatte. Die Rot-Schwarzen haben in den vergangenen Spielen wiederholt gezeigt, "dass sie zwar vieles wollen, aber nicht alles geht", so Bernd Gerulat. Damit kann der Coach leben, doch eines verlangt er von seinen Mannen. "Die Einstellung muss stimmen, in einem solchen Derby muss gekämpft werden. Wer das nicht beherzigt, ist fehl am Platze."

6 Oktober 2006 · Landeszeitung
10. ST 15.10.06 SV Todesfelde Husumer SV 2:0

Husum im Angriff zu harmlos!

15.10.2006

SV Todesfelde - Husumer SV

2 : 0 (1:0)


Letztlich verdient gewann der SV Todesfelde mit 2:0 gegen die Husumer SV. Die Nordfriesen durften sich am Ende nicht beschweren, denn auch bei aller Überlegenheit schafften es die Husumer nicht, die zahlreich vorhandenen Torchancen auszunutzen. Björn Fleige und Gerrit Müller waren bei Nico Timmermann und Kai Himborn in sehr guten Händen. Die Verteidiger nahmen die Husumer Angreifer fast völlig aus dem Spiel. Die Hausherren machten die Räume sehr eng, spielten Pressing und starteten wenige, aber vielversprechende Konter.

»Diese Niederlage tut richtig weh, denn wir wollten hier gewinnen«, meinte Husums frustrierter Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Aber im Angriff waren wir einfach zu harmlos.« Todesfeldes Coach Markus Weber hatte gut lachen: »Ein verdienter Sieg meiner Elf, wir haben die Husumer Stürmer Fleige und Müller aus dem Spiel genommen. Mit viel Engagement haben wir die Räume eng gemacht und die nötigen Tore geschossen.«

Bereits nach 14 Sekunden hätten die Husumer Gäste die Führung erzielen können: Michael Petersen tankte sich durch die Abwehr, spielte Gerrit Müller geschickt an. Doch der Husumer Angreifer schoss freistehend einen Metern über das Tor. Die Stormstädter wirkten optisch überlegen, doch zahlreiche Torchancen wurden leichtfertig vergeben. Beispiele gab es genug: Lars Hermann zielte nach neun Minuten aus zwanzig Metern per Freistoß nur Zentimeter neben den Pfosten (9.). Auch Ingo Cornils, herrlich von Pierre Becken freigespielt, hatte kein Zielwasser getrunken (30.). Aus 14 Metern zog er ab, Torhüter Friedrichs zeigte eine Glanzparade. Mit einem tollen Hackentrick setzte Björn Fleige Lars Hermann in Szene, aus kurzer Distanz konnte Keeper Friedrichs noch retten (45.). Zwischenzeitlich erzielten die Hausherren in der 20. Minute die überraschende Führung. Eine Flanke von Hauke Molt köpfte Thomas Seeliger aus einem Meter in die Maschen des Husumer Tores. Metin Sari vergab kurz vor der Pause eine dicke Torchance, aus 12 Metern verzog er in der 42. Spielminute freistehend.

Auch in der zweiten Halbzeit wirkten die Husumer im Angriff einfach zu harmlos. Wieder wurden viele Torchancen nicht genutzt. Die Gastgeber engagiert und zweikampfstark. Mit zunehmender Spielzeit verdienten sich die Todesfelder die Führung und bauten diese auch noch aus. Das 2:0 fiel zu einem sehr günstigen Zeitpunkt für die Hausherren, Husum drängte auf den Ausgleich. In der 69. Minute nutzte Metin Sari einen Fehler von Lars Hermann aus, umspielte noch Michael Petersen und netzte unhaltbar für Torhüter Teubler ein. Die Stormstädter spielten weiter nach vorne, doch das Runde wollte nicht ins Eckige. Sascha Rettkowski zirkelte das Leder aus 16 Metern einen Meter am Winkel vorbei (68.). Auch Ingo Cornils verfehlte den Kasten mit einem Kopfball aus fünf Metern knapp (79.). Eine Konterchance der Hausherren wurde vom eingewechselten Arton Etemaj vergeben, den angesetzten Heber konnte André Teubler herunterpflücken. Nur ein Abseitstor gelang den Nordfriesen noch, Gerrit Müller startete leider zu früh.

Eine insgesamt bescheidene Leistung der HSV führte letzten Endes zur verdienten Niederlage. Wer die zahlreichen Torchancen nicht nutzt, verliert zu Recht.

Tore: 1:0 Seeliger (20.), 2:0 Sari (69.)
Beste Spieler: Himborn, Timmemann / Voß, Becken
Ecken: 4 : 8
Chancen: 4 : 9
Zuschauer: 295
Schiedsrichter: Yilmaz (SV Ellerbek)
gelbe Karten: Himborn (32.)  / Fleige (42.), Herpel (42.), Hermann (51.), Rettkowski (63.), Gehrke (90.)
gelb/rot: Gehrke (90.) weg. Meckern, Fleige (90+4) weg. Meckern
Aufstellung:

Friedrichs - Mtimet - Himborn, Timmermann - Gimm, Molt, Oelbeck, Lembke (77. Etemaj), Karadas - Seeliger, Sari (89. Müller).

Teubler - M. Herpel, Voß, Rettkowski, Hermann (70. Lies) - Saeltz (56. Gehrke), Cornils, Becken, Petersen (86. Schulte) - Fleige, Müller.

  HI 15.10.2006

Trainer Gehrke: "Eine Niederlage, die weh tut"

Husumer SV verliert 0:2 beim SV Todesfelde

Verbandsliga-Übersicht

Eider Büdelsdorf (4:0 gegen Eichede) ist weiterhin das Maß aller Dinge, doch zwei Nordklubs halten Schritt: Der TSV Kropp ist nach dem 2:1 im Spitzenspiel bei Kilia Kiel Zweiter, Flensburg 08 verbesserte sich mit dem 2:1 gegen Heide auf Rang vier. Vorerst aus der Spitzengruppe verabschiedet sich die Husumer SV mit der zweiten Niederlage in Folge (0:2 in Todesfelde). Der FC Sörup-Sterup unterlag in Meldorf 1:2, es waren die ersten Punkte der Saison für die Dithmarscher.

Todesfelde (sh:z) – Eine neue Serie wollte Guido Gehrke, Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV, nach der Niederlage in Kropp beim SV Todesfelde starten. Daraus wurde nichts: Die Nordfriesen verloren nach einer recht uninspirierten Vorstellung 0:2 (0:1). Das Gehrke-Team hatte zwar die besseren Torchancen, doch Todesfelde machte geschickt die Räume eng und nutzte vor allem seine Kontergelegenheiten.
Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn Gerrit Müller nach 14 Sekunden getroffen hätte. Michael Petersen hatte ihn freigespielt, doch der Stürmer zielte einen halben Meter drüber. Auch Lars Herrmann (9., Freistoß) und Ingo Cornils (30., Kopfball) verfehlten. Anders die Gastgeber: Ex-Profi Thomas Seeliger nutzte nach 26 Minuten einen Stellungsfehler in der Husumer Abwehr und köpfte aus zwei Metern das 1:0 für Todesfelde. Den möglichen Ausgleich verpasste Lars Herrmann, der nach Hackentrick von Björn Fleige aus einem Meter den heraus stürzenden Todesfelder Keeper André Friedrichs anschoss (45.).
"Wir konnten uns vor dem Tor einfach nicht richtig durchsetzen", sagte Giodo Gehrke, der sich nach 56 Minuten selbst einwechselte, weil ihm das "Feuer" im Spiel fehlte. Doch es wurde nicht viel besser. Die Stürmer Fleige und Müller waren bei ihren Bewachern Timmermann und Himborn fast komplett abgemeldet und Todesfelde spielte einfach effektiver: Metin Sari machte mit dem 2:0 (69.) den Sack zu.
Sascha Rettkowski (68.) und Ingo Cornils (69.) hatten kurz zuvor erneut den Kasten von Friedrichs verfehlt. Während die Gastgeber sich freuten, beklagte Gehrke "eine Niederlage, die richtig weh tut." Der spielende Trainer (90.) und Fleige (90.+4) sahen noch jeweils die gelb-rote Karte wegen Meckerns.
Husumer SV: Teubler - Herpel, Voss, Rettkowski, Herrmann (70. Lies) - Saeltz (56. Gehrke), Cornils, Becken, Petersen (86. Schulte) - Fleige, Müller.

16. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt

Husums Trainer will beim Gastspiel in Todesfelde "eine neue Serie starten"

Todesfelde (ree) – "Eine neue Serie starten" – das fordert Guido Gehrke, Trainer der Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV, nach der unglücklichen Niederlage beim TSV Kropp. Die Aussichten dafür sind nicht schlecht. Denn weit bis in den November hinein haben die Stormstädter es ausschließlich mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu tun. Los geht es am Sonntag (15 Uhr) beim SV Todesfelde, dem Aufsteiger des Vorjahres.

In Todesfelde ist man mit dem Auftakt in dieser Saison genauso wenig zufrieden wie im letzten Jahr. "Wir müssen zu viel Aufwand betreiben, um zum Torerfolg zu kommen", spricht Trainer Markus Weber das Hauptübel an. Dem vom SV Henstedt-Rhen geholten Jochen Hentschel droht die Sportivalidität. "Praktisch spielen wir ohne Sturm", so der Coach. Und noch eins hebt Weber hervor: "In der zentralen Mittelfeldposition musste ich aus Verletzungsgründen schon acht verschiedene Leute einsetzen." So wird das Team aus dem Kreis Segeberg Probleme kriegen, sein Ziel zu erreichen. Und das ist ein sicherer Platz im Mittelfeld. Spiele gegen halbwegs renommierte Gegner haben die Todesfelder bisher ausschließlich verloren. Die neun Zähler auf der Habenseite verbuchten sie gegen aktuelle Aufsteiger.

Noch Tage danach ist Marcell Voß sauer über jenen Pfiff des Schiedsrichters, der in der Schlussphase von Kropp zum Elfmeter und damit zur 1:2-Niederlage führte. "Der Punkt wurde uns geklaut", schimpft der Husumer Innenverteidiger, der den entscheidenden Zweikampf geführt hatte. Aber Voß ist ein Kämpfer. "Es muss weitergehen", beteuert der Heider und unterstützt damit die Forderung seines Trainers nach einer neuen Erfolgsserie. Der Coach selber ist vor allem begeistert von der "Leidenschaft", mit der seine Mannschaft in Kropp aufgetreten ist. Gehrke: "Wir müssen den Gegner beschäftigen und unser Spiel machen. Dann sollten wir eigentlich gewinnen."

Der Einsatz von Björn Fleige (Rückenprobleme) und Marcel Otto ist fraglich. In der Vorsaison gewann Husum 4:0 beim damaligen Aufsteiger. Drei der damaligen Torschützen (Albertsen, Christian Herpel, Marohn) spielen allerdings inzwischen nicht mehr in Husum.

13. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt
11. ST 21.10.06 Husumer SV FC Dornbreite Lübeck 1:1

Gerechte Punkteteilung!

21.10.2006

Husumer SV - FCD Lübeck

1 : 1 (1:1)


Einen verdienten Punkt nahm Aufsteiger Dornbreite mit in die Hansestadt. In einem insgesamt mäßigen Verbandsligaspiel brachten die Husumer nach einem Blitzstart den Gast wieder ins Spiel zurück. Vieles blieb Stückwerk an diesem Nachmittag im Husumer Spielaufbau, und - wie in den vergangenen Begegnungen - konnte die Elf auch klarste Chancen nicht nutzen. Der Wille war da, doch es fehlte einfach die Konzentration und der Elan, den Gegner entscheidend in die Schranken zu weisen. So war es kein Wunder, dass noch in der ersten Hälfte der Ausgleichtreffer fiel, die Gastgeber »bettelten« förmlich darum. Doch auch bei den Lübeckern klappte nicht viel, zu selten kam die Elf gefährlich vor das Husumer Tor. Meist war an der Strafraumgrenze Schluss.

»Nach dem schnellen Tor fehlte es einfach an der Konzentration«, zeigte sich Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende enttäuscht. »Da haben wir einfach nicht entschieden genug nachgesetzt. Die Chancen waren da, aber wir machen sie im Moment einfach nicht rein.« Lübecks Trainer Holger Willmer ging mit beiden Teams hart ins Gericht: »Eigentlich hatte heute keiner einen Punkt verdient. Es war kein schönes Spiel.«

Früher Jubel im Husumer Friesenstadion, denn bereits nach vier Spielminuten brachte Pierre Becken das Leder aus kurzer Distanz im Lübecker Tor unter. Gerrit Müller hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und bediente den Torschützen mustergültig. Doch anstatt schwungvoll nachzusetzen und damit die Vorentscheidung zu erzwingen, verschleppten die Gastgeber das Tempo. Dornbreite startete einzelne Konter, die vielen Fehlpässe der Hausherren kamen ihnen natürlich entgegen. Benjamin Mecker stand plötzlich frei vor Torhüter Teubler, der jedoch abwehrte (9.). Auf der Gegenseite konnte sich Miroslaw Kaminski auszeichnen: Zunächst parierte er einen 18-Meter-Freistoß von Michael Petersen (12.), dann entschärfte er einen Weitschuss von Marcel Otto gekonnt (24.). Drei Minuten später der Ausgleichstreffer, Stephan Müller stieg am höchsten und wuchtete die Flanke von Daniel Safadi in die Maschen - zu sorglos agierte die Husumer Elf in dieser Szene. Doch auch im Angriff zeigten sich die Akteure nicht konzentriert genug - oder scheiterten am großartig reagierenden Torhüter Kaminski. Einen Heber von Ingo Cornils (28.) wehrte er ebenso gekonnt ab, wie einen Schuss des anstürmenden Gerrit Müller (28.). Die Führung der Gäste verpasste kurz vor dem Wechsel Thorsten Asmussen, nur Zentimeter fehlten dem Schützen am Torerfolg.

Nach dem Pausentee war eine Leistungssteigerung der Stormstädter unverkennbar, es ging fast nur in eine Richtung. Doch immer wieder stand man sich selbst im Weg, der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Beispiele gab es in Hülle und Fülle: Ingo Cornils verfehlte das Gehäuse aus 14 Metern nur um Zentimeter (46.), dann rettete wieder Kaminski aus acht Metern, Gerrit Müller hatte abgezogen (52.). Pierre Becken machte auch mit dem starken Torhüter Bekanntschaft, in der 60. MInute reagierte Kaminski großartig. Der zweite Versuch von Becken verfehlte das Tor nur äußerst knapp (61.). Auch Gerrit Müller konnte das Leder nicht an Kaminski vorbeibringen, einen Heber pflückte dieser sicher herunter (75.). Schließlich zielte Sebastian Saeltz nicht genau genug, aus 15 Metern zischte der Ball am Pfosten vorbei (77.).

Ein gerechter Spielausgang, denn die Hausherren verstanden es einfach nicht, das Zepter entscheidend an sich zu reißen und zahlreiche Möglichkeiten zu nutzen.

Tore: 1:0 Becken (4.), 1:1 Müller (27.)
Beste Spieler: Voß, Herpel / Kaminski
Ecken: 10 : 2
Chancen: 13 : 3
Zuschauer: 216
Schiedsrichter: Göttsch ((TSV Dannau)
gelbe Karten: Voß (32.), Schulte (75.) /Strehlau (13.), Asmussen (73.), Safadi (80.), Manthey (83.), Müller (90.)
gelb/rot: Voß (82.) wiederholtes Foulspiel
Aufstellung:

Teubler - M. Herpel, Voß, Rettkowski, Petersen (30. Schulte) - Saeltz, Cornils, Otto (46. Lies), Becken  - Fleige (90. Gehrke), Müller.

Kaminski - Ahrens - Azzez, Müller - Safadi, Manthey, Strehlau, Beuck, Asmussen - Gribkow, Mecker (80. Morina).

  Hl 21.10.2006

Ein Spiel mit hohem Schmerz-Faktor

Husumer SV enttäuscht beim mageren 1:1 gegen Aufsteiger FC Dornbreite
Weg damit: Dornbreites Abwehrspieler Stephan Müller (li.) klärt vor Ingo Cornils. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Nur die Husumer SV tanzte an diesem Wochenende aus der Reihe. Die Nordfriesen mussten sich in einer ganz schwachen Partie mit einem 1:1 gegen den FC Dornbreite Lübeck begnügen. Der TSV Kropp festigte mit dem 2:1 gegen den TSV Altenholz den zweiten Platz, Flensburg 08 siegte 1:0 beim heimschwachen SV Eichede und ist Vierter. Und "Sorgenkind" FC Sörup-Sterup beendete die Negativ-Serie (neun sieglose Spiele) und schlug den TSV Bargteheide 3:0. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Heide am Mittwoch kann Eider Büdelsdorf (2:1 bei Comet Kiel) seinen Vorsprung auf sechs Punkte ausbauen.

Husum (usc) – Der Mann verlor nicht viele Worte. "Ich habe selten so ein schlechtes Spiel gesehen, das hatte mit Verbandsliga nichts zu tun. Keine der beiden Mannschaften hatte einen Punkt verdient", befand Holger Willmer, Trainer der Verbandsliga-Fußballer des FC Dornbreite Lübeck, nach dem 1:1 (1:1) bei der Husumer SV.
In der Tat war es unansehnlich, was beide Teams den 216 Zuschauern boten. Dabei schien der Wunsch von Husums Coach Guido Gehrke in Erfüllung zu gehen:"Wenn wir ein schnelles Tor machen, kann das ein schönes Spiel werden", hatte er vor dem Anpfiff gesagt. Das mit dem frühen Tor klappte – das mit dem schönen Spiel nicht.
Vier Minuten waren gespielt, da feierten die Husumer die Führung. Gerrit Müller hatte auf der rechten Seite viel Platz und Zeit. Seine flache Hereingabe nahm Pierre Becken auf und drosch den Ball aus kurzer Entfernung unter die Latte. "Danach hat meine Mannschaft gedacht, es ginge von allein", kritisierte Gehrke.
Ging es aber nicht. Besonders auf der linken Husumer Abwehrseite taten sich immer wieder Löcher auf, zudem hatte das Mittelfeld der Gastgeber einen gebrauchten Tag erwischt. "Die betteln ja förmlich um ein Gegentor", unkten einige Zuschauer. Und nach 28 Minuten war es so weit. Daniel Safadi durfte ungehindert von rechts flanken, Stephan Müller ebenso ungehindert einköpfen. Gehrke reagierte, brachte Dennis Schulte für den indisponierten Michael Petersen.

Es wurde nicht besser, trotzdem hätten die Nordfriesen weitere Tore erzielen können. Ingo Cornils (29.), Björn Fleige (33.) und besonders Gerrit Müller (35.) hatten die Führung auf dem Fuß bzw. Kopf. Müller stand ganz frei vor Dornbreites Keeper Miroslaw Kaminski, schoss den Torhüter aber an.

"Die erste Halbzeit hat unseren Ansprüchen nicht genügt", musste Gehrke feststellen. In den zweiten 45 Minuten war seinen Akteuren das Bemühen nicht abzusprechen, doch es war unübersehbar, dass besonders die jungen Husumer Spieler ziemlich neben sich standen. Aus dem Mittelfeld kam kaum etwas. Und vorne wurden die Chancen nicht genutzt. Müller (52.) völlig freistehend und Becken (60.) fanden ihren Meister in Keeper Kaminski. Die Gäste taten nichts fürs Spiel, sie waren mit dem einen Punkt zufrieden.
Und so stimmte Gehrke seinem Trainerkollegen Willmer am Ende zu: "Es tat weh, sich das 90 Minuten lang ansehen zu müssen."

Husumer SV: Teubler - Herpel, Voß, Rettkowski, Petersen (30. Schulte) - Saeltz, Cornils, Becken, Otto (46. Lies) - Fleige (90. Gehrke), Müller.
FC Dornbreite: Kaminski - Ahrens - Azzez, Müller - Safadi, Manthey, Strehlau, Asmussen, Beuck - Gribkow, Mecker (80. Molina).
Schiedsrichter: Göttsche (Dannau).
Zuschauer: 216.
Gelb-Rote Karte: Voß (82.).
Beste Spieler: Voß, Herpel - Kaminski.

23. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt

Husums Gegner mit Torgarantie

Alles andere als ein klarer Heimsieg gegen Aufsteiger FC Dornbreite Lübeck (Sonnabend, 15 Uhr) wäre für die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV eine Enttäuschung.
Ex-Profi Holger Willmer trainiert den FC Dornbreite Lübeck.

Husum (Ulrich Schröder) – Zwei Niederlagen in Folge haben die Husumer SV vorerst aus der erweiterten Spitzengruppe der Fußball-Verbandsliga befördert. Platz sieben, 18 Punkte – das ist nicht das, was man sich rund ums Friesenstadion wünscht. Es heißt, den Anschluss wieder herzustellen, und da kommt mit dem Tabellen-14. FC Dornbreite Lübeck am Sonnabend (15 Uhr) vermeintlich genau der richtige Gegner in die Stormstadt.
Der Star der Hansestädter ist ohne Zweifel der Trainer. Holger Willmer bestritt zwischen 1977 und 1989 261 Spiele in der Bundesliga für den 1. FC Köln, Bayern München und Hannover 96. Heute ist der Ex-Abwehrmann 48 Jahre alt und arbeitet als selbstständiger Finanzberater. Als Murat El Mensi ging, sprang Willmer nach einigen Spieltagen ein.
"Husum ist ganz klarer Favorit", sagt Willmer, der genau das über die Nordfriesen weiß, was eigentlich alle wissen: "Die haben mit Müller und Fleige zwei erfahrene und gefährliche Stürmer, da müssen wir aufpassen." Sein Team hat im Verlauf der Spielzeit noch keine Bäume ausgerissen, leistete sich am vergangenen Wochenende eine 0:3-Heimniederlage gegen Comet Kiel. "Das war natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben", so Willmer. Derzeit belegt der FCD den ersten Nichtabstiegsplatz.
"Klare Vorgabe: Klarer Sieg", sagt Husums Coach Guido Gehrke. Der ist trotz der beiden jüngsten Niederlagen mit seinem Team zufrieden, bemängelt nur die mangelnde Chancenverwertung. Auch beim 0:2 in Todesfelde hatte Husum ein deutliches Plus an Gelegenheiten, traf aber nicht. Die Gastgeber hingegen agierten äußerst effektiv, machten aus drei Chancen zwei Tore. "Wir waren nicht so präsent, haben uns den Schneid abkaufen lassen", so Gehrke.
Wohl verzichten müssen die Husumer auf Abwehrspieler Marcell Voß. "Die Chancen, dass er spielen kann, stehen 20:80", sagt Gehrke und fügt bedauernd hinzu: "Schade, er war zuletzt unser konstantester Spieler." Für Voß würde Dennis Schulte in die Vierer-Kette rücken.
Gutes Omen? Wenn Dornbreite spielt, fallen meist viele Tore. Beim Oldenburger SV holten die Lübecker ein 5:5 und auch in Kropp "klingelte" es reichlich – am Ende hatte der Aufsteiger 1:7 verloren.

20. Oktober 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
12. ST 29.10.06 TuRa Meldorf Husumer SV 1:2

Meldorf im Glück - Husum mit hochverdientem Sieg!

29.10.2006

TuRa Meldorf - Husumer SV

1 : 2 (0:0)


Hochverdient siegte die Husumer SV beim Westküstenrivalen aus Meldorf, die letztlich mit dem für sie glimpflichen Spielausgang zufrieden sein konnten. Zahlreiche hundertprozentige Chancen vergaben die Mannen von Guido Gehrke überhastet. 20:0 Ecken verbuchte die Elf und spielte zeitweise wie aus einem Guss. Mit herrlichen Kombinationen und feinem Flügelspiel wurden die Hausherren schnell in die Schranken verwiesen, technisch deutlich überlegen rollten die Angriffe auf das von Markus Pycha hervorragend gehütete Tor. Beim Schlussmann konnte sich TuRa auch bedanken, dass nur zwei Husumer Tore fielen - wie schon im letzten Jahr blieb er in vielen Situationen Sieger. Wenn man überhaupt etwas im Husumer Spiel zu bemängeln hatte, war es die wieder zu geringe Torausbeute. All zu sorglos werden viele Chancen vertan - doch es gibt wohl nur wenige Mannschaften in der Verbandsliga, die sich so viele Möglichkeiten erspielen wie eben unsere Elf. TuRa kam zeitweise nicht aus der eigenen Hälfte heraus, eine Einzelaktion brachte den unverdienten Ausgleich. »Nach 45 Minuten hätten wir schon 5:0 führen müssen«, bemängelte Guido Gehrke nach der Partie. »Doch der Sieg war am Ende ein gerechter Lohn und wichtig für unser Selbstbewusstsein. Wir haben hier Fußball 'gespielt' und verdient gewonnen.«

Sofort zeigten die Nordfriesen dem Gastgeber die Grenzen auf, TuRa wurde sofort zurückgedrängt und minutenlang eingeschnürt. Über die Außenpositionen kam gleich Gefahr vor das Meldorfer Tor. Nach zwei Minuten hätte Björn Fleige aus drei Metern die Führung erzielen können, sein Kopfball verfehlte das Gehäuse aber um Zentimeter. Pech hatte Sascha Rettkowski eine Minute später, sein Kopfball wurde noch von Stephan Lemburg von der Linie geschlagen. Und weiter ging es in der einseitigen Partie in Richtung Meldorfer Tor: Pierre Becken scheiterte aus zehn Metern an Torhüter Pycha (6.), dann musste sich Martin Herpel dem Torhüter beugen (10.). Nach einem Flankenlauf von Herpel setzte Gerrit Müller zu einem Flugkopfball an, doch wieder fehlten die berühmten Zentimeter (12.). Da auch Björn Fleige (18./35.) und Ingo Cornils (21.) in aussichtsreicher Position scheiterten, blieb es zur Pause torlos. Der Gastgeber hatte keine einzige gefährliche Szene aufzuweisen, musste froh sein, nicht schon aussichtslos in Rückstand geraten zu sein.

Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, Husum zog gekonnt sein Spiel auf - die Hausherren schlugen planlos das Leder aus der Gefahrenzone. Ein Klassenunterschied, doch Tore entscheiden ein Spiel - und da versäumten es die Stormstädter auch in der zweiten Hälfte lange Zeit, die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen. Der eingewechselte Marcel Otto hatte in der 58. Spielminute Pech, sein Kopfball aus acht Metern klatschte an die Unterkante der Latte. Nachdem Gerrit Müller nach 67 Minuten noch gescheitert war, durfte er zwei Minuten später jubeln. Blitzschnell drehte er sich um einen Abwehrspieler herum und netzte zur Führung für seine Farben ein (69.). Der Jubel war noch gar nicht verklungen, da nutzten die Meldorfer die einzige Tormöglichkeit des Spiel eiskalt aus. Nach einem Befreiungsschlag gelang es Milenco Saulic, zwei Husumer Abwehrspieler aussteigen zu lassen, und brachte das Leder auch noch an André Teubler vorbei (71.). Für Belustigung sorgte nach dieser Szene der Stadionsprecher, der von einem verdienten Ausgleich sprach! Bei allem Verständnis, aber das Tor stellte den Spielverlauf völlig auf den Kopf. Nur gut, dass die Nordfriesen weiter nach vorne spielten, um noch drei Punkte einzufahren. Nach einer Ecke zirkelte Pierre Becken den Ball an Keeper Pycha vorbei - doch wieder war es Stephan Lemburg vorbehalten, auf der Linie zu klären (80.). In der 89. Spielminute gelang der SV dann doch noch der verdiente Sieg: Sebastian Saeltz schnappte sich das Leder und zog aus 25 Metern ab. Mit seinem zweiten Saisontor ließ er Pycha keine Chance.

Ein wichtiger und völlig verdienter Erfolg für die Husumer Mannschaft, Meldorf kämpfte aufopferungsvoll und hielt mit viel Glück die Niederlage in Grenzen!

Tore: 0:1 Müller (69.), 1:1 Saulic (71.), 1:2 Saeltz (89.)
Beste Spieler: Pycha / Mannschaftsleistung - Herpel, Becken
Ecken: 0 : 20
Chancen: 1 : 15
Zuschauer: 220
Schiedsrichter: Sulimma (TSV Kappeln)
gelbe Karten: Laursen (11.), Möller (37.), Lemburg (90.)  / Voß (14.), Otto (66.)
gelb/rot: Laursen (50.) wiederholtes Foulspiel /
Voß (63.) wiederholtes Foulspiel
Aufstellung:

Pycha - Lemburg - Bornhoeft, Steen - Neumann (81. Offermann), Garloff, Falk (70. Saulic), Thede, Möller - Diekmann (56. Matzat), Laursen.

Teubler - M. Herpel, Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Becken (90. Strüning), Petersen (46. Otto)- Fleige (46. Gehrke), Müller.

  HI 29.10.2006

2:1 in Meldorf – Sebastian Saeltz belohnt Husumer SV

Meldorf (sh:z) – Eine Minute vor Schluss hatte das Zittern endlich ein Ende. Sebastian Saeltz hatte den Ball erobert, aus 25 Metern abgezogen – und genau ins linke untere Eck getroffen. Es war der Treffer zum 2:1 für die Husumer SV, der den Nordfriesen nach drei sieglosen Partien wieder einen "Dreier" bescherte.

Das 2:1 (0:0) des Fußball-Verbandsligisten bei TuRa Meldorf war mehr als verdient. "Wir haben Fußbll gespielt. Das ist der gerechte Lohn", freute sich Trainer Guido Gehrke, der in den zweiten 45 Minuten für Stürmer Björn Fleige auflief. Begründung: "Ich wollte was ändern." Husum machte von Beginn an Druck und verzeichnete Torchancen fast im Minutentakt. "Wir hätten zur Halbzeit 5:0 führen müssen", bemerkte Gehrke und erntete angesichts von 16:0 (!) Ecken im ersten Durchgang keinen Widerspruch. Bei Gelegneheiten von Fleige, Sascha Rettkowski, zwei Mal Pierre Becken und Ingo Cornils standen Latte oder Pfosten im Weg, zwei Mal rettete Meldorfs Lemberg auf der Linie, und Keeper Pycha hatte zudem einen guten Tag erwischt.

Bis zum Fünfmeterraum machen die Gäste alles richtig, doch ihr Anrennen wurde erst in der 69. Minute belohnt. Gerrit Müller erzielte mit einem Schuss aus der Drehung sein achtes Saisontor. Kurz zuvor (63.) hatte Marcell Voß wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte gesehen, Meldorfs Laurssen hatte bereits nach 50 Minuten mit gelb-rot vorzeitig den Platz verlassen.

Den einzigen verheißungsvollen Angriff schloss Saulic (71.) mit dem völlig unverdienten Ausgleich ab. Drei Abwehrspieler hatten ihn zu zögerlich attackiert. Dann kam die vorletzte Minute – und die Erlösung durch Sebastian Saeltz.

Husumer SV: Teubler- Herpel, Voß, Rettkowski, Herpel - Saeltz, Cornils, Becken (90.+1 Strüning), Petersen (46. Otto) - Fleige (46. Gehrke), Müller. Schiedsrichter: Sulimma (Kappeln). Zuschauer: 220. Beste Spieler: Pycha - Herpel, Becken.

30. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt

Gehrke bleibt Optimist: In Meldorf klappt es

Drei Spiele in Folge nicht gewonnen und nur Platz sieben in der Tabelle – dennoch bleibt Trainer Guido Gehrke von der Husumer SV Optimist: "Ich bin weiter zuversichtlich, dass wir noch eine vernünftige Saison spielen werden." Am Sonntag (15 Uhr) im Westküstenderby beim Tabellenvorletzten TuRa Meldorf will der "HSV" in die Erfolgsspur zurückkehren.
In Meldorf wieder dabei? Trainer Guido Gehkre hofft auf den Einsatz von Lars Hermann (M.). Foto: Voss

Husum (H.-W. Klünner) – Acht Punkte Rückstand zum Tabellenzweiten TSV Kropp – beim Blick auf die Tabelle in der Fußball-Verbandsliga sieht es derzeit nicht allzu gut aus für die Husumer SV, was die selbst gesteckten Saisonziele anbetrifft. Guido Gehrke bleibt dennoch gelassen. "Wir haben in den beiden letzten Spielen gegen Todesfelde und Dornbreite fünf Punkte liegen gelassen. Die fehlen uns natürlich", weiß der Trainer. Grund zur Panik besteht für ihn keinesfalls. "Ich bin weiter zuversichtlich, dass wir noch eine vernünftige Saison spielen werden. Wir haben zuletzt ja ganz gut gespielt, unser Manko ist, dass wir nicht treffen."

In Todesfelde überlegen, gegen Dornbreite viele Chancen heraus gespielt – doch im Abschluss hapert es derzeit bei den Nordfriesen. "So etwas passiert", sagt Gehrke. Und deshalb wird im Training versucht, diese Defizite aufzuarbeiten. In dieser Woche bat der Coach gleich vier Mal zur Übungseinheit. "Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut, und alle ziehen voll mit", berichtet Gehrke. Und ein neues Ziel hat der Coach bis zur Winterpause ebenfalls ausgegeben. "Wir wollen in den sechs verbleibenden Spielen noch die Qualifikation für die Hallen-Landesmeisterschaft in der Kieler Ostseehalle schaffen."

Dazu würde Platz vier reichen. Den belegt zurzeit Flensburg 08 – mit fünf Zählern Vorsprung vor Husum.

Was die Nordfriesen jetzt brauchen, sind also Erfolgserlebnisse. Da kommt TuRa Meldorf eigentlich gerade recht. Die Dithmarscher stehen mit mageren drei Zählern an vorletzter Stelle. Den bisher einzigen Sieg gab es vor zwei Wochen zu feiern – mit einem 2:1 im Duell der Kellerkinder gegen den FC Sörup-Sterup. Gehrke warnt seine Mannschaft jedoch davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen: "Man sollte keinen Gegner unterschätzen, Meldorf wird in diesem Derby versuchen, uns alles abzuverlangen."

Personell kann Gehrke in Meldorf aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den Langzeitverletzten Nils Langwadt, der sich in der "Reha", befindet, stehen alle Akteure zur Verfügung – auch die zuletzt angeschlagenen Marcell Voß und Lars Hermann. Gehrke, der Hermann zuletzt schonte, hofft den Defensivmann am Sonntag wieder einsetzen zu können. "Denn Lars hat bislang eine gute Saison gespielt. Er gibt der Abwehr Sicherheit."

27. Oktober 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
13. ST 04.11.06 Husumer SV TSV Heiligenstedten 3:1

Husumer Arbeitssieg!

04.11.2006

Husumer SV - TSV Heiligenstedten

3 : 1 (3:0)


»Wir haben wieder an die Leistungen der letzten Spiele angeknüpft und verdient gewonnen«, brachte es Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende auf den Punkt. Das stimmte besonders für die ersten Halbzeit, in der die Husumer Ball und Gegner laufen ließen und wieder Fußball »spielten«. Doch im zweiten Durchgang kam ein wenig Sand ins Getriebe, der Aufsteiger hielt besonders nach dem aus Husumer Sicht unglücklich zustande gekommenen Anschlusstreffer das Spielgeschehen offen. »Nach dem Wechsel waren wir zwanzig Minuten nicht konzentriert genug, haben den Gegner wieder ins Spiel gebracht«, fügte der Husumer Trainer hinzu. Doch da machte Gehrke insbesondere den jungen Spielern überhaupt keine Vorwürfe. »Wir sind in einer Lernphase, das gehört dazu!« Kurt Hesse vom TSV Heiligenstedten hatte mit dem Endergebnis auch überhaupt keine Probleme: »Der Sieg ist verdient, die klaren Chancen waren auf Husumer Seite. Mit dem Gegentor haben wir den Gastgeber aber verunsichern können.«

Furios startete Husum in die Partie, drängte den Aufsteiger sofort in die eigene Hälfte zurück. Die schnelle Führung gelang Marcel Otto bereits nach acht Spielminuten, die Vorarbeit hatte der agile Michael Petersen geleistet. Immer mehr geriet Heiligenstedtens Torhüter Eicke in den Mittelpunkt. Zunächst wehrte er einen 25-Meter-Schuss von Pierre Becken ab (13.). Doch nach einem weiteren Weitschuss, diesmal von Sebastian Saeltz, bugsierte er das Leder direkt vor die Füße von Marcel Otto. Otto ließ sich die Chance natürlich nicht entgehen und erzielte sein zweites Tor aus kurzer Distanz (27.). Die Stormarner wurden jetzt förmlich eingeschnürt, weitere Chancen für die Husumer waren die Folge: Aus spitzem Winkel verfehlte Björn Fleige den Kasten nur um Zentimeter (30.), dann wurde das Leder noch von der Torlinie geschlagen - wieder hatte Fleige geschossen (38.). Eine Glanzparade von Henning Eicke verhinderte das dritte Husumer Tor, ein Geschoss von Sebastian Saeltz holte der Keeper noch aus dem Winkel. Doch in der 45. Minute ließ Michael Petersen die Husumer Fans jubeln, versetzte die gesamte Abwehr und schoss trocken ins Eck.

Im zweiten Durchgang schien keine Änderung in Sicht, die Stormstädter versuchten, ihr Torkonto auszubauen. Doch mit dem Anschlusstreffer des TSV kam das Spiel der Gastgeber ins Stocken. Der ansonsten souverän aufspielende Sascha Rettkowski war der Husumer Unglücksrabe. Einen Querpass vor dem eigenen Strafraum zum freistehenden Sascha Niss ließ dieser sich natürlich nicht entgehen und schob zum 3:1-Endstand ein (69.). Der TSV war jedoch insgesamt zur harmlos, um Husum noch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die Nordfriesen versäumten es aber, in dieser für sie schwierigen Phase, die endgültige Entscheidung zu erzielen. Chancen durch Michael Petersen, der frei vor dem Torhüter auftauchte (73.), oder durch Martin Herpel (89./Freistoß) waren vorhanden.

Am verdienten Sieg der Gastgeber gab es letztlich keinen Zweifel, die SV versäumte es jedoch etwas für das Torkonto zu tun.

Tore: 1:0 Otto (8.), 2:0 Otto (27.), 3:0 Petersen (45.), 3:1 Niss (69.)
Beste Spieler: Otto - Mannschaftsleistung / Eicke
Ecken: 9 : 6
Chancen: 13 : 1
Zuschauer: 223
Schiedsrichter: Lühr (Krogaspe)
gelbe Karten: Gehrke (79.), Herpel (86.) / Nagel (15.), Schmidt (39.), Freise (63.), Haupthoff (76.)
Aufstellung:

Teubler - M. Herpel, Voß, Rettkowski, Hermann (46. Alla) - Saeltz, Cornils, Becken - Fleige (73. Gehrke), Otto, Petersen.

Eicke - Ekici, Scheel, Schmidt - Twymann, T. Hamann (64. Klotzbücher), Freise, Haupthoff (76. Westphal), Kruse - Nagel (64. Niss), Schulz.

  Hl 04.11.2006

Husum legt nach drei Toren Schongang ein

Glanzloser Erfolg für Gehrke-Team gegen Heiligenstedten / Fleige müht sich weiter vergebens
Hier geht's nicht weiter: Zwei Heiligenstedter bedrängen den ballführenden Husumer Erion Alla (re.). Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Die 13 hat der FT Eider Büdelsdorf kein Glück gebracht. Am 13. Spieltag kassierte der Tabellenführer die erste Niederlage (0:1 gegen Kilia Kiel). Der TSV Kropp (4:0 bei Comet Kiel) verbesserte sich auf Rang drei (vier Punkte Rückstand auf Eider), da Flensburg 08 sich mit einem 1:1 gegen den TSV Bargteheide begnügen musste. Einen Platz gut machte auch die Husumer SV (Sechster) mit dem 3:1 gegen den Tabellenletzten TSV Heiligenstedten. "Sorgenkind" des Quartetts aus dem Norden bleibt der FC Sörup-Sterup, der nach dem unglücklichen 2:3 beim Heider SV im Tabellenkeller bleibt (16.). Tore satt gab es in Todesfelde beim 5:5 (!) des SV gegen den Oldenburger SV, Lübeck II schlug Meldorf 6:1.

Husum (ree) – Die Husumer SV hat so ihre Mühe mit den Underdogs der Fußball-Verbandsliga. Auch gegen den TSV Heiligenstedten setzte sie ihr spielerisches Potenzial nicht entsprechend in Tore um. Heraus kam am Ende ein glanzloser 3:1 (3:0)-Sieg, an dem das beste die drei Punkte waren. Der Gegner vom Tabellenende konnte gut mit dieser Niederlage leben. "Eine Halbzeit haben wir gewonnen", freute sich sogar TSV-Coach Kurt Hesse. Niemandem im Friesenstadion war aber verborgen geblieben: Mehr als mittleres Bezirksoberliga-Format hatten die Steinburger nicht an diesem Tag. Und in der letzten halben Stunde hoben sich die Stormstädter nur noch wenig davon ab!

"Volle Pulle", das hatte SV-Coach Guido Gehrke für die Auseinandersetzung mit dem Tabellenletzten gefordert. Es waren vor allem drei Stormstädter, die dieser Vorgabe im ersten Durchgang vollauf gerecht wurden: Sebastian Saeltz, Michael Petersen und Marcel Otto. Saeltz kurbelte das Spiel effektiv von hinten an, Petersen, zuletzt oft kritisiert, setzte jedem Ball nach und hatte prima Solo-Szenen. Und Marcel Otto schließlich ersetzte den im Cricket-Einsatz befindlichen Gerrit Müller im Angriff ausgesprochen erfolgreich. Zwei Tore gingen auf sein Konto – das erste schon in der 8. Minute. Petersen hatte sich das Leder forsch erobert, TSV-Keeper Henning Eicke hielt den folgenden Schuss nicht fest und Otto drückte zum 1:0 ein.

Mit einigen rüden Attacken versuchten die Gäste in der Folgezeit, den Druck der Husumer zu entschärfen. Und es dauerte lange, ehe Schiedsrichter Marten Lühr für TSV-Kapitän Florian Scheel endlich die gelbe Karte zückte (19.). Auch beim 2:0 fand Otto wieder genau die Stelle, an die kein Abwehrbein der Gäste mehr hinreichte. Aus 14 Metern flitzte sein Schuss flach in die Maschen (27.).

Weniger Glück bei seinen Versuchen entwickelte Björn Fleige, der seine wochenlange Torflaute so gern beendet hätte. In den Minuten 31 (nach Doppelpass mit Petersen an den Pfosten), 38 (Ekici rettet auf der Linie) und 40 (Eicke hält den Kopfball) war der Husumer Stürmer aber ganz dicht dran. Wie auch Saeltz, dessen Freistoß in den Händen des TSV-Keepers landete (40.). Das 3:0 von Petersen kurz vor der Pause brachte den Leistungsunterschied beider Teams ins rechte Verhältnis.

Zwei Riesenmöglichkeiten noch für Fleige (53.) und ein Distanzschuss von Martin Herpel (60.), dann war es nach dem Wechsel vorbei mit der SV-Souveränität. Und es war ein Husumer, der den TSV sogar noch einmal in Aufbruchstimmung versetzte. Sascha Rettkowski brachte Sascha Niss mit einem eklatanten Fehlpass ins Geschäft und der vollstreckte zum 3:1 (67.). Die letzten Minuten dieser Partie waren dann nicht mehr besonders ansehnlich.

"Nach dem dritten müssen wir auch das vierte und fünfte Tor machen", bemängelte SV-Trainer Guido Gehrke nach Spielschluss. Er war ansonsten aber ganz zufrieden mit seinem Team.

Husumer SV: Teubler – Herpel, Voss, Rettkowski, Hermann (46. Alla) – Cornils, Saeltz, Becken – Otto, Fleige (73. Gehrke), Petersen. – TSV Heiligenstedten: Eicke – Schmidt – Ekici, Scheel – Freise, Twymann, Kruse, Haupthoff (75. Westphal), Nagel (63. Klotzbücher) – Hamann (63. Niss), Schulz. – Schiedsrichter: Marten Lühr (Krogaspe). – Zuschauer: 230.

6. November 2006 · Flensburger Tageblatt

Der Tabellenletzte haut mächtig auf die Pauke

Nicht schlecht gespielt, aber zu wenig getroffen – das war zuletzt das Manko der Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV. Das soll sich nun am Sonnabend (14 Uhr) gegen den TSV Heiligenstedten ändern.
Björn Fleige will seine Tor-Flaute am Sonnabend beenden.

Husum (Gert Reese) – Heiko Beck, Pressesprecher beim TSV Heiligenstedten, ist ein ganz Verwegener. "Husum muss aufpassen", verkündet er vor dem Gastspiel seiner Mannschaft am Sonnabend (14 Uhr) im Friesenstadion. Allein der Blick in die Tabelle lässt einen ob solcher Worte staunen. Denn dort trägt der Aufsteiger mit gerade mal drei Zählern die rote Laterne. Und auswärts kassierte der TSV im Schnitt fünf Gegentore. Aber es ist wohl auch in der kleinen Gemeinde an der Stör so, dass die Hoffnung zuletzt stirbt.
Um wenigstens einen Hauch von Konkurrenzfähigkeit in die Truppe zu bekommen, hat man beim TSV zu einem alten Hausmittel gegriffen: Eyk Hamann, ein Oldie mit immer noch faszinierender Treffsicherheit, wurde wieder für die Liga aktiviert. Mit ihm gelang dann auch der bisher einzige Sieg in der neuen Spielklasse. Das war beim 3:2 gegen TuRa Meldorf vor eigenem Publikum.

Hamann schoss in dieser Partie zwei Tore. Auf drei hat er es bisher insgesamt gebracht – für einen Mann, der immer nur mal für eine Halbzeit aufläuft, sicher keine schlechte Bilanz. Die größeren Schwachstellen sieht der 35-Jährige auch im Abwehrverhalten des Aufsteigers. Hamann: "Da passieren Fehler, die in der Verbandsliga sofort bestraft werden." Das schlägt dann insbesondere auswärts zu Buche, wo der TSV schon drei Mal ein halbes Dutzend Gegentreffer kassierte.

Sturm-Routinier: Eyk Hamann (li.). Ob er in Husum aufläuft, ist noch fraglich.

Hamann hat zudem eine generelle Erklärung für das schlechte Abschneiden seines Klubs, der sich vor vier Jahren schon einmal aussichtslos in dieser Spielklasse mühte. "Der Bezirk West ist gegenüber den anderen Regionen einfach zu schwach", meint er. Aber das, wie gesagt, ficht einen Optimisten wie Heiko Beck nicht an. Seine Rede lautet: "Wir kommen nicht nach Husum, um die Punkte abzugeben." Was wohl auch niemand voraussetzt.
Auch nicht HSV-Coach Guido Gehrke. Der erwartet, dass seine Mannschaft "von Anfang an volle Pulle" spielt. Für das vergleichsweise magere Abschneiden seiner Mannen im Oktober (nur ein Sieg) hat auch der Trainer keine rechte Erklärung. Sauer mag er auch nicht darüber sein. "Denn", so Gehrke, "wir machen fast immer das Spiel und kommen auch in jeder Partie zu vier oder fünf hundertprozentigen Torchancen. Nur in der Endverwertung haben wir ein Vakuum."

Eine Feststellung, mit der sich auch das Husumer Stürmerduo Fleige-Müller beschäftigen muss. So richtig "zugelangt" haben beide zuletzt nicht mehr. Gerrit Müller brachte es in fünf Partien gerade mal auf einen Treffer, Björn Fleige hat seit dem 5:0 in Eichede nicht mehr getroffen. Und das ist schon acht Wochen her.

Vielleicht ist der TSV Heiligenstedten ja ein Gegner, der die beiden Husumer Torkanonen mal wieder in Abschlusswallung versetzt. Mit der Besetzung seiner Elf hat Trainer Gehrke auch diesmal wenig Probleme. Nur hinter den Namen Lars Hermann (angeschlagen) und Martin Herpel (beruflich gefordert) steht noch ein Fragezeichen.

3. November 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
14. ST 11.11.06 Oldenburger SV Husumer SV 2:4

Spielerische Überlegenheit führt zum Husumer Sieg!

11.11.2006

Oldenburger SV - Husumer SV

2 : 4 (1:1)


Zu einem ungefährdeten und verdienten 4:2-Erfolg kam die Husumer SV in Oldenburg. Spielerisch über weite Strecken eine Augenweide, dominierten die Nordfriesen das Spielgeschehen eindeutig. Allerdings machten die Gäste den Sack erst in der zweiten Halbzeit zu, schossen endlich die nötigen Tore. Dem OSV muss man eine kämpferisch gute Leistung bescheinigen, aufopferungsvoll stemmte sich die Elf gegen die drohende Niederlage und verlangte den Husumern einiges ab. Doch gegen die spielerischen Möglichkeiten der Gäste war letztlich kein Kraut gewachsen.

»Gegen Husum müssen wir nicht unbedingt die Punkte machen«, meinte Oldenburgs Trainer Rainer Gosch nach Spielende. »Husum hat verdient gewonnen, Knackpunkt war die rote Karte für Gerkens - danach lief nicht mehr viel zusammen.« Husums Trainer Guido Gehrke lobte seine Mannschaft: »Wir haben verdient gewonnen, die Tore zu Recht gemacht und immer weiter Druck ausgeübt. Spielerisch war das eine sehr ansprechende Leistung.«

Sofort war in Oldenburg klar, in welche Richtung das Spiel laufen wird. Husum machte gleich Druck, der Gastgeber wurde sofort in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Chancen erarbeiteten sich die Nordfriesen fast im Minutentakt. Der überragende Björn Fleige kämpfte wie ein Löwe, setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene. Doch ein Tor blieb Fleige trotz mehrerer guter Chancen verwehrt. Optimal für die Gäste die schnelle Führung, nach zehn Minuten schickte Sebastian Saeltz Michael Petersen auf die Reise. Aus der Drehung vollendete Petersen gekonnt aus 14 Metern. Weiter Einbahnstraßenfußball in Oldenburg, Torhüter Marcel Heisler konnte sich über Mangel an Beschäftigung nicht beklagen. Einen Kopfball von Pierre Becken aus zehn Metern parierte er sensationell (27.). Auch sieben Minuten später bewahrte der Keeper seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand, nach einem Freistoß von Lars Hermann rettete Heisler einen Ball von Björn Fleige. Glücklich kam der Ausgleich des OSV zu stande: Eine lange Flanke verlängerte Ingo Cornils an Freund und Feind vorbei ins eigene Netz (36.). Martin Herpel hatte die letzte große Chance der Nordfriesen, aus 20 Metern hämmerte er das Leder auf das Tor - Heisler hatte Mühe (44.).

Nach dem Pausentee mühten sich die Gastgeber redlich, konnten das Spiel anfänglich ausgeglichen gestalten. Doch nach der roten Karte für Lars Gerkens in der 67. Minute - Notbremse an Fleige - machten die Husumer den Sieg klar. Zunächst rettete Torhüter Heisler noch gegen Lars Hermann (68.), doch drei Minuten später brachte Ingo Cornils die Stormstädter in Führung. Eine Flanke von Marcell Voss vollendete er aus zehn Metern. Pierre Becken profitierte in der 74. Minute von einer herrlichen Ablage durch Björn Fleige. Becken ließ Heisler keine Chance und netzte ein. Das vierte Husumer Tor erzielte wieder Michael Petersen, herrlich von Sebastian Saeltz eingesetzt, vollendete er sicher (81.). Zu einem ungültigen Treffer kam der OSV in der Schlussminute, ein Einwurf von Christian Reise landete im Netz - ohne Berührung eines Spielers.

Am Sieg der Husumer gab es nach Spielende keinen Zweifel. Oldenburg versuchte alles, aber die Überlegenheit der Gäste war zu groß.

Tore: 0:1 Petersen (10.), 1:1 Cornils (36./Eigentor), 1:2 Cornils (71.), 1:3 Becken (74.), 1:4 Petersen (81.), 2:4 Reise (90.)
Beste Spieler: Heisler, Reise / gute Mannschaftsleistung - Herpel, Petersen, Fleige
Ecken: 2 : 11
Chancen: 3 : 14
Zuschauer: 60
Schiedsrichter: Yayla (Lüneburg)
gelbe Karten: Wulf (33.), Wölk (69.), Reise (70.) / Rettkowski (60.), Becken (69.), Hermann (85.)
rot: Gerkens (Notbremse an Fleige)
Aufstellung:

Heisler - Emmrich (84. Löbbecke), Gerkens, Wulf, Kortz - Schlüter (46. Nielsen), Schelling, Wölk, Reise - Markmann, David (69. Rönnpage).

Teubler - Herpel, Voß, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Becken (80. Steglich), Otto (60. Gehrke/82. Strüning) - Petersen, Fleige.

  Hl 11.11.2006

Björn Fleige glänzt als Antreiber und Vorbereiter

Ungefährdetes Husumer 4:2 beim Oldenburger SV

Verbandsliga-Übersicht

Vier Spielausfälle – und ein neuer Tabellenführer. Der VfB Lübeck II gewann 3:0 beim FC Sörup-Sterup und profitierte vom Ausfall der Partie Bargteheide gegen Eider Büdelsdorf. Die Verfolger rückten näher: Der Tabellendritte TSV Kropp besiegte den SV Eichede 4:1 und festigte Rang drei, einen Punkt dahinter lauert Flensburg 08, das bei TuRa Meldorf 6:0 gewann. Die Husumer SV setzte sich beim Oldenburger SV 4:2 durch und verbesserte sich auf Rang fünf – dieser Tabellenstand würde bedeuten, dass sich Kropp, 08 und Husum fürs Hallen-Masters im Januar in der Kieler Ostseehalle qualifiziert hätten.

Oldenburg (ree) – Die Reise nach Oldenburg verlief auch diesmal positiv für den Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. Nachdem die Stormstädter eine Halbzeit lang sehr gut gespielt hatten, kamen sie im zweiten Durchgang auch zu den verdienten Toren. Am Ende stand ein 4:2 (1:1)-Sieg.

Vater des Husumer Erfolges war Björn Fleige. Der Torjäger schoss zwar selbst erneut kein Tor, arbeitete aber für zwei und tat alles für seine Nebenleute. "Er war bester Mann auf dem Platz", schwärmte SV-Coach Guido Gehrke.

Für gute Laune bei den Nordfriesen sorgte auch Michael Petersen, vor allem durch seine beiden Tore. In der 10. Minute traf er zum 0:1, in der 81. zum 1:4. Beide Male hatte Sebastian Saeltz ihm den Weg geebnet. Hätte OSV-Keeper Marcel Heisler nicht so bravourös gehalten, die Ostholsteiner wären schon vor der Pause deutlich ins Hintertreffen geraten. Denn die Husumer SV spielte in diesem Abschnitt furios auf und bedrängte das Oldenburger Tor pausenlos. Aber Heisler ließ Pierre Becken (27.), Lars Hermann (34.) und Martin Herpel (44.) jeweils leer ausgehen. Den Treffer von Fleige (4.) konnte er nicht verhindern, aber der Husumer Stürmer hatte bei seinem Kopfball im Abseits gestanden.

Heikel im Husumer Strafraum wurde es immer dann, wenn der Oldenburger Christian Reise zum Einwurf antrat. Zwei Mal schleuderte er das Leder weit vor das Husumer Tor, zwei Mal hatte er damit Erfolg, der zu Toren führte. Beim 1:1 (36.) unterstützte ihn Ingo Cornils, der den Ball unglücklich ins eigene Tor abfälschte. Beim 2:4 (90.) war es André Teubler, der alt aussah. Cornils konnte sein Missgeschick in der 71.Minute wieder ausmerzen, als er nach Vorarbeit von Marcell Voss das 1:2 schoss. Teubler blieb dafür keine Zeit mehr.

Mit verstärktem Einsatz versuchte der Oldenburger SV den Stormstädtern in der 2. Halbzeit Paroli zu bieten. Aber viel Konstruktives kam nicht dabei heraus. Spätestens nach dem 1:3 von Pierre Becken (74.) gab es keinen Zweifel mehr darüber, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Die Kopfballvorlage zu diesem Tor hatte der alles überragende Björn Fleige gegeben. Der Oldenburger Lars Gerkens sah nach einer Notbremse gegen den Husumer Stürmer in der 67. Minute Rot.

Husumer SV: Teubler – Herpel, Voss, Rettkowski, Hermann – Saeltz, Cornils, Becken (80.Steglich), Otto (60. Gehrke, 82.Strüning) – Fleige, Petersen. Schiedsrichter: Yayla (Lübeck). Zuschauer: 60.

13. November 2006 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV heute zu Gast in der "Torfabrik" der Fußball-Verbandsliga

Husum (ree) – Auch in der Provinz gibt es hier und da Leute, die komplett vom Sport leben. Rainer Gosch ist so einer, der erst 28 Jahre alter Trainer des Verbandsligisten Oldenburger SV. Er betreibt eine Fußballschule und ist darüber hinaus fest eingebunden in die Fußballabteilung des Vereins. Gegen die Husumer SV will er am Sonnabend (14 Uhr) mit seiner Mannschaft unbedingt den ersten Heimsieg in die Statistik bringen.
Wenn der Oldenburger SV spielt, hagelt es hinten oder vorne Tore. Fünf waren es bisher im Durchschnitt, das ist Spitze. Und zwei Mal erzielten die Ostholsteiner in dieser Saison schon das exotische Ergebnis von 5:5, zuletzt am vergangenen Wochenende in Todesfelde. Der SV-Coach macht das neue Spielsystem für die Torflut verantwortlich. Er lässt 4:4:2 spielen.

Die Stormstädter haben gegen den Oldenburger SV in den vergangenen beiden Jahren relativ gut ausgesehen. Es gab zwei Siege und zwei Unentschieden. Trainer Guido Gehrke erwartet einen Gegner, "der versuchen wird, uns über den Zweikampf ein Bein zu stellen." Mit der Heimschwäche des Gegners kalkuliert er nicht und fordert erneut dazu auf, "von Anfang an Druck" aufzubauen. Im Hinterkopf hat Gehrke mit seiner Mannschaft natürlich weiterhin den vierten Tabellenplatz, der die Teilnahme am Hallenturnier in Kiel ermöglichen würde. Mindestens vier Punkte müssen die Stormstädter zu diesem Zweck noch wettmachen – an vier Spieltagen. Eine Niederlage in Oldenburg könnte diesen Plan erheblich ins Wanken bringen.

Gehrke kann heute wieder auf Gerrit Müller zurückgreifen. Der Stürmer ist allerdings leicht angeschlagen – genau wie Lars Hermann, Sascha Rettkowski und Michael Petersen. "Aber ich hoffe, dass alle dabei sind", so der Coach.

Gelassen reagiert man bei der Husumer SV übrigens auf die Meldung, drei Akteure würden den Verein am Saisonende Richtung Sylt (SC Norddörfer) verlassen. "Gerüchte", sagt Vereinschef Rolf von Bartikowski, "wir haben dafür keine konkreten Anhaltspunkte."

11. November 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
15. ST 18.11.06 Husumer SV TSV Altenholz 3:0

Klasse: Björn Fleiges Doppelpack ebnet den Weg!
Super: Nach 1.120 Tagen trifft Sascha Rettkowski wieder mit dem Fuß!!

18.11.2006

Husumer SV - TSV Altenholz

3 : 0 (1:0)


Mit einer erneut spielerisch und kämpferisch ansprechenden Mannschaftsleistung besiegte die Husumer SV den Aufsteiger aus Altenholz klar mit 3:0. Die Gäste kamen mit dem Endergebnis noch gut weg, hätten aufgrund der vorhandenen Torchancen höher verlieren können. Der TSV fand im Angriff praktisch nicht statt, ein Grund dafür war die Husumer Abwehr um den erneut überragenden Sascha Rettkowski, der diesmal sogar als Torschütze in Erscheinung trat. Mit dem Fuß ließ der Abwehrspieler in der 70. Spielminute Torhüter Michael Möller aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit - die Fans rieben sich die Augen. Denn zuletzt hatte Rettkowski, der seine Tore vornehmlich mit dem Kopf zu erzielen pflegt, am 25.10.2003 - noch in der Oberliga gegen VW Billstedt - mit dem Fuß getroffen. Auch der in den letzten Spielen vor dem Tor glücklose Björn Fleige wurde an diesem Spieltag endlich mit Toren belohnt. Zweimal trug sich Fleige in die Torschützenliste ein, zeigte auch als Antreiber, warum er für die Husumer Elf so wertvoll ist.

Husums Trainer Guido Gehrke stellte seiner Elf nach Spielende ein gutes Zeugnis aus: »Ich bin sehr zufrieden, wir waren vom Kopf her die präsentere Mannschaft und haben das umgesetzt, was wir die Woche über trainiert haben.« Harry Witt, Trainer des TSV Altenholz, sprach von einem hochverdienten Husumer Sieg: »Wir sind heute überhaupt nicht ins Spiel gekommen, eine engagierte Husumer Leistung. Der Sieg geht absolut in Ordnung.«

Sofort nach Beginn übernahmen die Nordfriesen das Zepter, ließen den Aufsteiger überhaupt nicht zur Geltung kommen. Das Bemühen war den Kielern sicherlich nicht abzusprechen, aber sie konnten nur reagieren - der Gastgeber agierte. Mit gekonnten Spielzügen und hoher Laufbereitschaft wurden die Gäste in Bedrängnis gebracht. Lars Jensen hatte die Führung nach fünfzehn Minuten auf dem Fuß, herrlich von Guido Gehrke und Marcel Otto freigespielt, konnte Torhüter Möller retten. Die Führung für die Nordfriesen besorgte Björn Fleige in der 20. Minute, nach einem Flankenlauf von Sebastian Saeltz und Kopfballablage Pierre Becken netzte der Husumer Stürmer unhaltbar ein. Weiter ging es nur in eine Richtung, nämlich auf das Kieler Tor: Zunächst scheiterte der emsige Michael Petersen mit einem Kopfball (24.), eine Minute später zappelte der Ball erneut im Netz. Ingo Cornils war der Schütze zum vermeintlichen 2:0, doch das Tor wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Eine zumindest fragwürdige Entscheidung von Schiedsrichter Müller, der nicht nur mit dem Spiel, sondern auch mit seinen Assistenten so seine liebe Mühe hatte. Kurz vor der Pause versuchte es Cornils erneut, elegant von Marcel Otto freigespielt zog er aus zehn Metern ab - Torhüter Michael Möller hatte Mühe (45.).

Auch im zweiten Durchgang stand der Kieler Torhüter weiter im Mittelpunkt, einen Ball von Sascha Rettkowski parierte er nach 56 Minuten großartig. Doch beim zweiten Husumer Treffer konnte der Keeper nur hinterher sehen. Björn Fleige war erneut zur Stelle und schoss einen an Michael Petersen verursachten Foulelfmeter unhaltbar ein (57.). Den 3:0-Endstand erzielte wie gesagt der aufgerückte Sascha Rettkowski nach einer Ecke (70.).

Mit einer erneut überzeugenden Leistung sammelten die Husumer weiter Punkte, um sich noch für die Hallen-Landesmeisterschaft zu qualifizieren. Richtungsweisend ist sicherlich das Spiel am nächsten Wochenende beim FC Kilia Kiel, einem direkten Konkurrenten.

Tore: 1:0 Fleige (20.), 2:0 Fleige (57./FE), 3:0 Rettkowski (70.)
Beste Spieler: Rettkowski, Becken, Fleige - gute Mannschaftsleistung / Stahl
Ecken: 11 : 3
Chancen: 9 : 0
Zuschauer: 225
Schiedsrichter: Sönke Müller (Altenkrempe)
gelbe Karten: Otto (18.), Petersen (30.), Gehrke (50.), Fleige (59.), Becken (66.) / Hansen (56.), Stahl (77.)
Aufstellung:

Teubler - Jensen, Gehrke, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Otto (74. Strüning), Becken (83. Lies) - Petersen, Fleige.

Möller - Stahl, Lüthje, Jensen (66. Kaiser), Schwind - Bünning, Lammers, Stubbla (46. Hansen), Klatt (79. Aurin) - Kramer, Hussain.

  Hl 18.11.2006

Zwei Treffer: Björn Fleige beendet seine Tor-Flaute

Björn trifft wieder – das ist die wichtigste Botschaft für die Husumer SV aus ihrem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Erfolg über den TSV Altenholz. Nach zehn Wochen hatte die Ladehemmung des Goalgetters endlich ein Ende. Zwei Tore steuerte Fleige zum Sieg seiner Mannschaft bei – eines per Elfmeter.
Nicht zu bremsen: Björn Fleige (3. von links) lässt sich auch von zwei Altenholzer Gegenspielern nicht am Kopfball hindern. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Die Serie von Flensburg 08 ist gerissen. Nach fünf Spielen ohne Niederlage erwischte es das Team von Bodo Schmidt beim Tabellenführer VfB Lübeck II – 0:1. Ansonsten hatten die Teams aus dem Norden der Tabelle wenig Mühe. Eider Büdelsdorf schlug TuRA Meldorf 4:0, der TSV Kropp siegte in Heide 3:1, die Husumer SV fertigte Altenholz 3:0 ab, und Kilia Kiel nahm aus Todesfelde drei Punkte mit (4:0). Am kommenden Wochenende stehen die Spitzenpartien 08 – Büdelsdorf und Kilia – Husum im Mittelpunkt des Interesses.

Husum (Gert Reese) – Den Treffer zum 3:0 markierte Sascha Rettkowski, einer der besten Akteure beim Fußball-Verbandsligisten. Auch SV-Coach Guido Gehrke würdigte die Leistung seines Innenverteidigers: "Ich habe neben ihm gespielt, viel zu machen brauchte ich da nicht."
Ansonsten taten die Stormstädter aber recht viel in dieser Partie, die über 90 Minuten einseitig in eine Richtung verlief. Das lag daran, dass die Altenholzer ihrem Ruf als Minimalisten auch an der Nordsee voll gerecht wurden. Nur mit dem Unterschied, dass sie hinten nicht so gefestigt waren wie bislang (erst 17 Gegentore). TSV-Trainer Harry Witt: "Heute ist mir fast die gesamte Abwehrkette ausgefallen." Husum hatte in dem Bereich auch zwei "Neue" dabei. Was bei den Gästen über die gesamte Spieldauer überhaupt nicht funktionierte, war das Spiel in die Spitze. Bitter, aber wahr: Der TSV Altenholz hatte keine richtige Torchance.

"Was die Mannschaft im Training zeigt, das zeigt sie auch auf dem Platz", konstatierte Gehrke nach Spielschluss. Aber es war wohl auch die Freude über den bei Björn Fleige geplatzten Knoten, die den Tabellenfünften so "heiß" machte. Das 1:0 (20.) resultierte aus einer schönen Kombination, an der auch Sebastian Saeltz und Pierre Becken beteiligt waren. Fleige stand genau an der richtigen Stelle und beendete die Kombination sowie seinen Torfrust.

Kurz vor dieser Aktion hatte schon der forsche Lars Jensen den ersten ernsthaften Warnschuss abgegeben (14.). Einen weiteren Treffer für die Nordfriesen erzielte Ingo Cornils (25.). Viele, die auf Ballhöhe standen, schworen später, dass er dabei nicht abseits gewesen war. Aber Schiedsrichter Sönke Müller und sein Assistent sahen es anders. Es war nicht die einzige Szene, in der die beiden jungen Referees daneben lagen. Von vielen Fans wurde ihnen die Anschaffung handelsüblicher Sehhilfen empfohlen.

Fleige brauchte bei seinem Strafstoß (Petersen war gefoult worden) keine Brille. Er nahm knapp zwei Meter Anlauf und katapultierte das Leder zum 2:0 ins Netz (57.). "Der endgültige Knackpunkt", wie Harry Witt später feststellte. Wohl etwas übertrieben – seine Mannschaft machte auch jetzt nicht den Eindruck, als könnte sie jemals das gegnerische Tor treffen. Das tat dann Rettkowski. Nachdem Gehrke das Leder erst an die Unterkante der Latte geknallt hatte, war er zur Stelle und schob zum 3:0 ein (70.). Zuvor hatte Petersen knapp verpasst.

Husumer SV: Teubler – Jensen, Gehrke, Rettkowski, Hermann – Saeltz, Cornils, Becken (84. Lies), Petersen – Otto (75. Strüning), Fleige. – TSV Altenholz: Möller – Schwind, Lüthje, Jensen (68. Kaiser), Stahl – Stublla (46. Hansen), Hussain, Büning, Lammers – Klatt (80. Aurin), Kramer. – Schiedsrichter: Sönke Müller (Altenkrempe). Zuschauer: 225.

20. November 2006 · Flensburger Tageblatt

Die "Minimalisten" kommen

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV gegen den starken Neuling TSV Altenholz
In Siegerpose: Routinier Ingo Cornils will mit der Husumer SV im Januar zum Hallen-Masters nach Kiel.

Husum (ree) – Stetig arbeitet sich Fußball-Verbandsligist Husumer SV an jenen Tabellenplatz heran, der den Nordfriesen einen Platz bei der Fußball-Hallenmeisterschaft am 13. Januar 2007 in Kiel bescheren würde. Auf Rang fünf stehen die Stormstädter (28 Punkte) in unmittelbarer Konkurrenz mit Kilia Kiel (26) und Flensburg 08 (32).
Der Abstand zu den Fördestädtern könnte sich am Wochenende verringern. Denn 08 hat beim Tabellenführer VfB Lübeck II eine extrem harte Nuss zu knacken. Die Aufgabe der Nordfriesen im eigenen Stadion gegen den TSV Altenholz (Anstoß am Sonnabend, 14 Uhr) erscheint dagegen lösbarer.
Wobei der Aufsteiger wahrlich nicht zu unterschätzen ist. Von allen Klassen-Neulingen hat er das beste Zwischenergebnis zu vermelden – Rang acht. Tordrang ist es freilich nicht, der den TSV so weit gebracht hat, denn für seine 19 Punkte brauchte er nur 18 Treffer. So was schafft ansonsten nur der Heider SV. Aber die Abwehr des Neulings steht exzellent. Nur 17 Mal wurde sie in dieser Saison überwunden. "Wir sind eben echte Minimalisten", sagt dazu Innenverteidiger Sebastian Lüthje. Was aber offenbar keiner taktischen Vorgabe entspricht. Lüthje: "Unser Trainer Harry Witt ist nämlich eher einer, der offensiv spielen lässt.
Es war zu Oberligazeiten vor genau fünf Jahren, als sich die Husumer 2:1 in Altenholz durchsetzten. Das bedeutete damals die Qualifikation für das Turnier in der Ostseehalle. Ingo Cornils, damals Torschütze zum 2:0 für die SV, zu der morgigen Partie: "Ich denke, dass es ein schwieriges Spiel wird. Der Aufsteiger hat eine gute Abwehr und sich gegen Spitzenmannschaften hervorragend behauptet." Der Husumer Mittelfeldmann möchte aber mit seiner Mannschaft gern einen Schritt in Richtung Ostseehalle tun. Denn er ist bisher nur einmal, im Januar 2001, dabei gewesen. "Und", so erinnert sich Cornils gerne, "da bin ich gleich Torschützenkönig geworden."
"Trend nach oben und nach vorn", das ist die Bilanz, die SV-Coach Guido Gehrke aus den letzten Partien zieht. Und er hat seinen Spielern noch einmal klar gemacht, dass es lohnend ist, sich für das Hallenmasters ins Zeug zu legen. "Vor 10 000 Zuschauern zu spielen, das vergisst man nicht", hat der Coach seinen Leuten eingeimpft.
Von den jungen Husumer Akteuren wie Sebastian Saeltz, Marcel Otto, Michael Petersen und Pierre Becken wünscht er sich noch mehr Konstanz in den Leistungen. Gehrke: "Es reicht nicht, hin und wieder ein gutes Spiel zu machen oder ein Tor zu schießen."
Der Trainer möchte gegen den TSV Altenholz die Besetzung vom vergangenen Wochenende ins Rennen schicken. Abwehrmann Sascha Rettkowski und Stürmer Gerrit Müller sind immer noch angeschlagen.

17. November 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
17. ST 02.12.06 Husumer SV TSV Bargteheide 1:1

Hand-Tor verhindert Husumer Start in der Ostseehalle!

02.12.2006

Husumer SV - TSV Bargteheide

1 : 1 (1:0)


Ein unschönes Ende für die Husumer SV nahm das Verbandsligaspiel gegen den TSV Bargteheide, denn mit dem unnötigen und dazu noch irregulären Ausgleichstreffer per Handspiel in der letzten Spielminute verpassten die Husumer die Qualifikation für die SHFV-Hallenmeisterschaft in der Kieler Ostseehalle im Januar. Die Nordfriesen haderten nicht zu Unrecht mit dem kleinlich pfeifenden Schiedsrichter Dr. Strohbach, denn der Unparteiische verweigerte ihnen in der 86. Spielminute auch noch einen regulären Treffer zum 2:0. Doch letztlich haben es sich die Hauherren selbst zuzuschreiben, der berühmte Sack konnte einfach nicht zugemacht werden. Mehrfach versiebten die Husumer hundertprozentige Tormöglichkeiten. Bei schwierigen Platzverhältnissen zeigten die Stormstädter eine spielerisch ansprechende Partie, beherrschten die Begegnung bis zur 70. Spielminute eindeutig. Dann kam unerklärlicherweise ein Bruch ins Spiel der Hausherren, Bargteheide bekam langsam Oberwasser. Die Elf trug mit dazu bei, dass 170 Zuschauer bei strömenden Regen eine ansprechende Verbandsligapartie zu sehen bekamen. Der TSV gab nie auf, zeigte warum man diese Saison mit dem Abstiegskampf wohl nichts zu tun bekommt.

Ein enttäuschter Husumer Spielertrainer Guido Gehrke trauerte den vergebenen Chancen nach Spielende hinterher: »Wir haben die Partie über weite Strecken dominiert, hätten klar führen müssen und wären dann nicht mehr in Gefahr gekommen. Der Ausgleichstreffer war ein klares Handspiel.« Gäste-Trainer Reinhard Lindtner war mit dem gewonnenen Punkt sichtlich zufrieden: »Ein glückliches Unentschieden, wir hatten einfach zu viel Respekt. Doch meine Elf hat bis zur letzten Minute gekämpft und nie aufgegeben.«

Die Nordfriesen gaben sofort nach Spielbeginn den Takt vor, Spielfreude pur trotz seifigem Untergrund. Die Gäste standen zu weit vom Mann, ließen sich in die Abwehr zurückfallen. Björn Fleige hatte nach gelungenem Doppelpass mit Lars Hermann den Führungstreffer in der 16. Minute auf dem Schlappen, vergab jedoch. Drei Minuten später war es wieder Fleige, der völlig frei das Leder nicht richtig traf. Marcel Otto verzog nach herrlicher Kombination aus spitzem Winkel nur äußerst knapp (20.). Mit gelegentlichen Kontern versuchte der TSV zum Erfolg zu kommen, Michael Strusch (28.) und Kevin Kranik (34.) vergaben überhastet. Husum weiter im Vorwärtsgang: Lars Hermann setzte einen 20-Meter-Freistoß an die Latte (42.), dann scheiterte Michael Petersen an Torhüter Stefan Johann (40.). Den Führungstreffer der Gastgeber erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff Marcel Otto, eine Flanke von Michael Petersen versenkte er unhaltbar aus fünf Metern (44.).

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild: Husum im Vorwärtsgang - Bargteheide zwar bemüht, aber in der Defensive gebunden. Die Nordfriesen versäumten es jedoch, die verdiente Führung weiter auszubauen. Nach einem Freistoß durch Ingo Cornils verzog Guido Gehrke mit einem Flugkopfball knapp (53.). Auch Pierre Becken (55.) und Björn Fleige (60.) scheiterten am gut reagierenden Torhüter Johann. Es schien jetzt, als hätten die Husumer ihr Pulver verschossen, es kam langsam Sand ins Getriebe. Doch die Abwehr der Hausherren ließ sich nicht düpieren, Kevin Kranik und Erol Siegert (61./72.) nutzen ihre Chancen nicht. In der Schlussphase wurde es dann hektisch im Husumer Friesenstadion, in der Schiedsrichter Dr. Stohbach eine unglückliche Figur abgab. Sascha Rettkowski erzielte mit einem Bogen-Kopfball die vermeintliche Entscheidung zugunsten der SV (86.), doch der Referee sah ein Foulspiel von Guido Gehrke. »Ich habe nur dem Ball hinterher geschaut und bin ausgewichen, denn das Leder landete im Netz«, konnte Gehrke keine Regelwidrigkeit erkennen. Und so nahm das Unglück aus Husumer Sicht seinen Lauf, denn die »Hand Gottes« (wie einst bei Maradonna) brachte den unverdienten Ausgleich für Bargteheide: Nach einem Freistoß durch Erol Siegert bugsierte Luigi Amaru den Ball mit der Hand in die Maschen (90.), heftige Proteste der Gastgeber nutzen nichts mehr - der Schiedsrichter gab den Treffer.

Unglücklicher hätte es für die Nordfriesen an diesem Nachmittag nicht laufen können, doch wer seine Chancen nicht nutzt, der darf sich am Ende nicht beschweren.

Tore: 1:0 Otto (44.), 1:1 Amaru (90.)
Beste Spieler: Gehrke, Saeltz, Becken / Esch
Ecken: 10 : 5
Chancen: 12 : 4
Zuschauer: 170
Schiedsrichter: Dr. Strohbach (SV Fehmarn)
gelbe Karten: Hermann (59.), Teubler (71.), Saeltz (75.), Becken (81.), Gehrke (86.), Cornils (86.) / TSV: Esch (38.), Anarien (83.)
gelb-rot: Cornils (86. weg. Ball wegschlagen)
Aufstellung:

Teubler - Jensen, Gehrke, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Cornils, Otto (83. Schulte), Becken - Fleige, Petersen (66. Müller).

Johann - Esch, Schönfeldt, Schwartz (69. Lehmann) - Sellke, Späte (71. Anarien), Kranik, Ballhausen, Zijlstra - Siegert, Strusch (62. Amaru).

  Hl 02.12.2006

Maradona zu Gast im Friesenstadion

Husumer SV reklamiert beim 1:1 gegen Bargteheide ein Tor mit der Hand
Sebastian Saeltz (re.) nimmt es in dieser Szene gleich mit zwei Bargteheider Akteuren auf. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Jetzt steht es fest: Der TSV Kropp, Eider Büdelsdorf, Flensburg 08 und Kilia Kiel vertreten die Fußball-Verbandsliga beim Hallen-Masters des SHFV am 13. Januar in der Kieler Ostseehalle. Ebenfalls mit von der Partie sind die Regionalliga-Teams VfB Lübeck und Holstein Kiel sowie die Oberligisten VfR Neumünster und SV Henstedt-Rhen.
08 sicherte sich das Ticket mit einem 4:1 beim FC Dornbreite Lübeck, Kilia setzte sich ebenfalls 4:1 bei Comet Kiel durch. Kropp gewann 3:0 bei Rotweiß Moisling und festigte Rang zwei hinter dem VfB Lübeck II, der das Spitzenspiel 1:0 in Büdelsdorf gewann. Husum verspielte die Qualifikation mit dem allerdings umstrittenen 1:1 gegen den TSV Bargteheide. Neues vom Tabellenende: Der FC Sörup-Sterup feierte beim 2:1 gegen den TSV Heilgenstedten den dritten Saisonsieg.

Husum (ree) – Die Husumer SV fährt im Januar nicht zur Hallenfußball-Gala nach Kiel. Das Ticket dazu ließ sie sich beim 1:1 (1:0) gegen den TSV Bargteheide entreißen – in letzter Minute. Doch um den Ausgleichstreffer für die Gäste gab es heftigen Wirbel. Hand oder nicht Hand – das war die Frage, als der Ball in der 90.Minute zum 1:1 im Husumer Tor lag. Der TSV-er Armen Azarian hatte ihn nach einem Freistoß dorthin befördert – aus Sicht von Schiedsrichter Dr. Strohbach korrekt mit dem Kopf.

Aber alle Husumer, die dem Schützen nahe standen, hatten den "Maradona-Reflex" gesehen. Und waren nicht zu beruhigen. Heftig bestürmten sie erst den Unparteiischen und dann seinen Assistenten an der Linie. Aber beide blieben dabei: Der Treffer zählte.
Sascha Rettkowski: "Klares Handspiel. Die Bargteheider sagen es selber." Als halber Beleg dafür mag die Auskunft von TSV-Coach Reinhard Lindtner gelten. Sein Kommentar: "Könnte sein, dass da was war."

Aber die SV hat auch allen Grund, sich an die eigene Nase zu fassen. Denn dieses Fußballspiel lief eine Stunde lang so klar zu ihren Gunsten, dass früh alles hätte entschieden sein können. Aber die Gäste vereitelten die Husumer Chancen vielbeinig oder durften sich auf die Querlatte verlassen. Wie beim Freistoß von Lars Hermann (38.). Die Führung markierte Marcel Otto (44.), als er eine Flanke von Michael Petersen verwertete.
Mit Möglichkeiten für Gehrke (Flugkopfball/54.), den immer besser werdenden Pierré Becken (54.) sowie Björn Fleige (60.) reichte der Husumer Wirbel auch noch in die zweite Halbzeit hinein. Aber dann war es plötzlich vorbei, der TSV Bargteheide verschaffte sich Luft. Da musste Teubler bei seiner Rettungstat gegen Siegert eine gelbe Karte in Kauf nehmen (71.) und eine Minute später einen Freistoß desselben Akteurs aus dem Winkel fingern. Und da musste sogar Gerrit Müller auf der eigenen Torlinie retten (74.).

"Ich kann mir diesen Bruch nicht erklären. Ich hätte wohl nicht auswechseln sollen", so Husums Trainer Guido Gehrke. Ein nicht gegebenes Kopfballtor von Rettkowski (86.) und die Gelb-Rote Karte für Ingo Cornils (92.) – das waren die Randereignisse jenes Treffers, der die Husumer SV aus ihrem Traum riss.

Kann sein, dass die Partie noch ein Nachspiel hat. Denn der Assistent von Schiedsrichter Dr. Strohbach wurde von einem aufgebrachten Husumer Zuschauer bespuckt.

Husumer SV: Teubler – Jensen, Gehrke, Rettkowski, Hermann – Saeltz, Cornils, Petersen (65. Müller), Becken – Otto (83. Schulte), Fleige. – TSV Bargteheide: Johann – Schönfeldt – Ballhausen, Zijlstra – Esch, Schwartz (69. Lehmann), Späte (81. Azarian), Sellke, Kranik – Strusch (62. Amaru), Siegert. Schiedsrichter: Dr. Uwe-Martin Strohbach (Fehmarn). Zuschauer: 170.

4. Dezember 2006 · Flensburger Tageblatt

Azarians Ausgleichstor sorgte für große Aufregung

Husum (hoy) – Hässliche Jagdszenen im Husumer Friesenstadion: Schiedsrichter Ebubekir Aksay (Lübeck) hatte das 1:1 (0:1)-Unentschieden des Fußball-Verbandsligisten TSV Bargteheide bei der Husumer SV kaum mit dem Abpfiff besiegelt, als TSV-Stürmer Armen Azarian auf dem Weg in die Kabine von den Platzherren massiv bedrängt wurde. Auslöser für die Unruhen war der Ausgleich des in der 80. Minute eingewechselten Angreifers eine Minute vor Schluss. Die Husumer wollten bei dem Treffer ein Handspiel erkannt haben.

"Wir mussten Armen regelrecht schützen, sonst wäre es vielleicht sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen", berichtet Trainer Reinhard Lindtner entsetzt. Die Sportvereinigung reagierte derart heftig, da es für sie um die Qualifikation für das prestigeträchtige SHFV-Hallenmasters im Januar ging. Bei einem Sieg wäre der Auftritt in der wahrscheinlich mit fast 10000 Zuschauern ausverkauften Kieler Ostseehalle perfekt gewesen. Eine Entschuldigung für diese übertriebene Reaktion ist dies allerdings nicht.
Ob beim 1:1-Ausgleich in der 89. Minute nach einem Freistoß von Erol Siegert wirklich die Hand im Spiel war, wird aber wohl für immer das Geheimnis von Azarian bleiben. Lindtner konnte die strittige Szene jedenfalls nicht auflösen. "Keine Ahnung, ob das die Hand mit im Spiel war. Ich weiß nur, dass der Ball drin war." Der Torschütze selbst gab keinen Kommentar ab.

Der Coach und die restliche Elf nahm den Punktgewinn bei dem klaren Favoriten natürlich gerne mit. Zwar fanden die Weinroten anfangs überhaupt nicht in die Partie, so dass Lindtner bereits mit einem Debakel rechnete. Nach 20 Minuten wendete sich das Blatt aber. Die Stormarner dominierten nun das Geschehen und hatten durch Michael Strusch (28.) und Kevin Kranik (35.) beste Möglichkeiten. Das 0:1 durch Marcel Otto in der 44. Minute war sehr unglücklich.

Nach zehn weiteren wenig überzeugenden Minuten stellten die Gäste auch nach dem Wiederanpfiff das bessere Team. Allerdings wurden bis zum späten 1:1 wieder alle Chancen kläglich vergeben. Azarian erlöste aber die Weinroten und durfte gleich doppelt jubeln. Der 19-Jährige wurde ganz überraschend wieder in das U19-Nationalteam seines Heimatlandes Armenien berufen, was ihm offensichtlich Auftrieb gegeben hat. Die Stormarner, die mit dem Remis nach zuletzt mäßigen Vorstellungen einen Achtungserfolg landeten, feierten den Punktgewinn auf ihre Weise. Nach der Rückreise stand im Sportzentrum eine Kabinen-Party an. Bei Salaten, Bockwurst und dem einen oder anderen alkoholischem Getränk gab der neue Torwarttrainer Peter Metzner seinen Einstand.

TSV Bargteheide: Johann – Schönfeldt – Schwartz (ab 65. Minute Lehmann), Ballhausen – Zijlstra, Esch, Kranik, Späte (ab 80. Minute Azarian) – Siegert, Strusch (ab 60. Minute Amaru), Sellke.

4. Dezember 2006 · Stormarner Tageblatt

Drei Punkte – und der Trip nach Kiel ist sicher

Wollen die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV im Januar beim Hallen-Masters in der Kieler Ostseehalle starten, müssen sie am Sonnabend (14 Uhr) den TSV Bargteheide schlagen.
André Teubler will zum dritten Mal nach Kiel. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – Drei Mannschaften streiten in der Fußball-Verbandsliga noch um zwei freie Plätze für das SHFV-Hallenmasters am 13. Januar 2007 in Kiel. Und an diesem Wochenende wird abgerechnet. Für die Husumer SV sieht es gut aus: Gewinnt sie ihr Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen den TSV Bargteheide, ist sie dabei.
Ebenfalls aus eigener Kraft schaffen kann es Kilia Kiel (spielt beim Stadtrivalen Comet). Flensburg 08 hingegen muss auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Durch das Remis vor einer Woche gegen Eider Büdelsdorf haben die Fördestädter ihre gute Perspektive eingebüßt.
Für den TSV Bargteheide, Gegner der Husumer am Sonnabend, sind die Hallenmeisterschaften kein Thema. Beim Beinahe-Absteiger des Vorjahres ist man froh, dass die Mannschaft sich im Mittelfeld der Tabelle behauptet. "Allmählich geht uns aber die Puste aus", sagt Trainer Reinhard Lindtner, der den letzten Sieg mit seinem Team Mitte September feiern konnte. Seine Mannschaft ist jung (Durchschnittsalter 21) und im Mittelfeld fehlen ihm seit Wochen mit Nils Grundt und Malte Buchholz zwei Leistungsträger. "Seitdem haben wir in diesem Mannschaftsbereich keine Ruhe mehr", klagt Lindtner.
Zufrieden sein kann der TSV hingegen mit seiner bisherigen Auswärtsbilanz. Es gab zwar erst einen Sieg (1:0 beim SV Eichede), aber vor Einbrüchen wie in der Vorsaison (zwei 0:8-Klatschen) ist die Mannschaft bisher verschont geblieben. Für Husum befindet sich Lindtners Zielsetzung auf einem bescheidenen Level. "Mit einem Punkt bin ich zufrieden", so der Trainer. In den letzten beiden Spielzeiten ist er an diesem Ziel jeweils nur knapp gescheitert. Beide Partien endeten 1:0 für die Nordfriesen.

Vielleicht sollten die Stormarner sich aber auch erst einmal darauf konzentrieren, ein Tor gegen die HSV zu schießen. Denn auch das ist ihnen zwei Jahre lang nicht gelungen. Vier Mal zu Null gegen Bargteheide – und André Teubler ist sich ganz sicher, dass es auch beim fünften Mal klappt. "Die Hintermannschaft steht doch in letzter Zeit recht kompakt", lobt der Husumer Torsteher seine Vorderleute. Und dass er mit seinen Kameraden im Januar nach Kiel reist, auch das ist für ihn keine Frage. "Denn selbstverständlich werden wir gegen Bargteheide gewinnen", so Teublers Vorhersage. Es wäre die dritte Hallenturnier-Teilnahme des Keepers.

Husums Coach Guido Gehrke muss eventuell auf Martin Herpel und Gerrit Müller (erkrankt) verzichten. In diesem Fall könnte er sich vorstellen, "dass die Mannschaft aufläuft, die auch gegen den TSV Altenholz begonnen hat." Beim TSV Bargteheide sieht man für Nils Grundt gute Chancen, dass er erstmals wieder in den Kader rückt.

1. Dezember 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
19. ST 16.12.06 FC Dornbreite Lübeck Husumer SV 3:2

Vermeidbare Auswärtspleite - Husum läßt Punkte leichtfertig liegen!

16.12.2006

FCD Lübeck - Husumer SV

3 : 2 (2:1)


Eine unnötige Auswärtsniederlage kassierte die Husumer SV beim FC Dornbreite. Die erste halbe Stunde dominierten die Nordfriesen das Spielgeschehen eindeutig, hatten Tormöglichkeiten für zwei Spiele. Doch auch eine große spielerische Überlegenheit nutzte den Husumern nichts, denn durch viele individuelle Fehler brachten die Stormstädter die Lübecker wieder ins Spiel zurück. Bei schwierigen Platzverhältnissen nutzten die Hausherren die Gunst der Stunde und konterten die Husumer einfach aus.»Ich bin maßlos enttäuscht«, gab ein frustrierter Husumer Trainer Guido Gehrke nach Spielende zu Protokoll. »Uns fehlt einfach im entscheidenden Moment die Konzentration, ein Spiel über die Bühne zu bringen. Leider passieren zu viele individuelle Fehler - auch heute wieder.«

Die Nordfriesen legten los wie die Feuerwehr - gleich in der ersten Minute brannte es lichterloh im Lübecker Strafraum. Lars Hermann hämmerte das Leder nach einem schnellen Konter aus acht Metern auf das Tor, Keeper Miroslaw Kaminski rettete bravourös zur Ecke. Eine scharfe Flanke wieder von Hermann verpassten gleich zwei Husumer freistehend (2.). Mit spielerischen Mitteln drängten die Husumer den FC in die eigene Hälfte zurück. Pierre Becken und Björn Fleige scheiterten am überragenden Torhüter Kaminski. Dann gelang der SV der verdiente Führungstreffer. In der 20. Spielminute wurde Lars Hermann im Strafraum von den Beinen geholt, den fälligen Elfmeter verwandelte Björn Fleige sicher. Das zweite Husumer Tor hatte wieder Björn Fleige auf dem Kopf, doch in der 28. Minute wurde sein Kopfball von Azzez noch kurz vor der Linie abgewehrt. Völlig überraschend kamen die Gastgeber zum 1:1-Ausgleich: Einen kollektiven Blackout der Husumer Hintermannschaft nutzte Guido Beuck in der 32. Minute eiskalt aus. Mehrfach hatten die Nordfriesen die Chance, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, doch jeder verließ sich auf den anderen. Jetzt gab es einen Bruch im Husumer Spiel, die Abwehr geriet plötzlich unter Druck. Und wieder verteilten die Nordfriesen kräftig Gastgeschenke: Völlig unnötig wurde den Lübeckern das Leder in Strafraumnähe in die Beine gespielt, diesmal war Marcell Voß der Unglücksrabe. Mit dem Pausenpfiff gelang Dornbreite die Führung, Benjamin Mecker ließ sich die Chance nicht entgehen.

Die Vorentscheidung mit dem dritten Lübecker Treffer fiel bereits nach 56 Spielminuten. Einen Konter über die rechte Seite vollendete Thorsten Asmussen aus Nahdistanz zum 3:1. Die Lübecker wirkten jetzt spritziger, spielten weiter nach vorne. Die SV setzte auf Konter, doch vielversprechende Möglichkeiten durch Gerrit Müller (58.), Sebastian Saeltz (75.) und wieder Gerrit Müller (77.) verfehlten den Kasten nur um Zentimeter. Den Anschlusstreffer markierte Gerrit Müller nach Vorarbeit durch Michael Petersen aus zwei Metern (79.). Marcel Otto verfehlte den Ausgleich nur knapp, aber der Winkel war zu spitz (86.).

Diese Niederlage hat sich die Husumer Mannschaft selbst zu zuschreiben, denn trotz einer sehr guten Anfangsphase waren die vielen individuellen Fehler spielentscheidend.

Tore: 0:1 Fleige (20./FE), 1:1 Beuck (32.), 2:1 Mecker (45.), 3:1 Asmussen (56.), 3:2 Müller (79.)
Beste Spieler: Kaminski / Becken
Ecken: 7 : 8
Chancen: 5 : 10
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: Hogrefe (VfR Horst)
gelbe Karten: Ahrens (17.), Kaminski (20.), Strehlau (61.), Manthey (67.), Asmussen (69.), Mecker (71.), Morina (76.) / Fleige (47.), Becken (87.)
Aufstellung:

Kaminski - Ahrens - Azzez, Ewert, Manthey – Morina, Strehlau, Beuck, Asmussen – Senol (70. Eker), Mecker.

Teubler – Schulte (46. Jensen), Voß (46. Gehrke), Rettkowski, Hermann (57. Müller) - Saeltz, Cornils, Otto, Becken  - Fleige, Petersen.

  Hl 16.12.2006

Fehler ärgern den Trainer maßlos

Der Versuch, sich vor der Winterpause noch ein Positiverlebnis zu verschaffen, ist der Husumer SV misslungen. "Dank" individueller Fehler in der Abwehr und ungenutzter Torchancen verlor sie beim FC Dornbreite Lübeck mit 2:3 (1:2). Guido Gehrke war nach der Partie richtig "angefressen". "Ich bin maßlos enttäuscht. Uns fehlt im entscheidenden Moment die Konzentration", so der Husumer Coach.

Lübeck (ree) – In der ersten halben Stunde bekamen die Lübecker kaum ein Bein auf den schmierig-tiefen Boden. Husum dominierte – und vergab durch Lars Hermann (1.), Pierre Becken (5.) und Björn Fleige (18.) drei klare Torchancen. Held dieser Szenen war Dornbreites Keeper Miroslaw Kaminski, der den Schuss von Hermann aus dem oberen Winkel boxte. Kaminski war schon im Hinspiel (1:1) bester FCD-Akteur gewesen.
Gegen den Foulelfmeter von Fleige in der 20.Minute war dann allerdings auch der starke Lübecker Keeper machtlos. Zuvor war Hermann im Strafraum von den Beinen geholt worden. Acht Minuten nach ihrer verdienten Führung hätten die Husumer ihren Vorsprung ausbauen können, doch Houssem Azzez kickte den Kopfball von Fleige gerade noch von der Torlinie.

Wie man Torchancen effektiv nutzt, zeigte dann auf der Gegenseite der Aufsteiger – wobei sich beide Möglichkeiten ohne Husumer Unterstützung kaum ergeben hätten. Beim 1:1 (32.) von Guido Beuck schlug kein Husumer den Ball, den André Teubler nicht festhielt, aus der Gefahrenzone. Und beim 2:1 (45.) half Marcell Voss mit, den Dornbreiter Benjamin Mecker in Ballbesitz zu bringen. Der ließ sich nicht zwei Mal bitten. Es waren vor allem diese Aktionen, die den Husumer Trainer später so bitter stimmten.

Trotz Husumer Aufholbemühungen fiel gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff die Vorentscheidung. Dem Aufsteiger gelang ein Konter, den Thorsten Asmussen aus Kurzdistanz erfolgreich abschloss (56.). Aus der Tatsache, dass guter Rat nun teuer war, machten die Husumer das Beste: Sie brachten Gerrit Müller. Aber weder ihm (58. und 77.) noch Sebastian Saeltz (75.) gelang der Durchbruch. Alle drei Schüsse strichen knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei. Müller traf dann zwar doch noch zum 3:2 elf Minuten vor Schluss, aber zum Remis reichte es nicht mehr. Den letzten Versuch dazu unternahm Marcel Otto mit einem Schuss aus spitzem Winkel (86.).

Husumer SV: Teubler – Schulte (46. Jensen), Voss (46. Gehrke), Rettkowski, Hermann (57. Müller) – Saeltz, Cornils, Otto, Becken – Fleige, Petersen. – Schiedsrichter: Marco Hogrefe (Horst). – Zuschauer: 40.

18. Dezember 2006 · Flensburger Tageblatt

Weihnachtswunsch der Husumer Fans

Fußball-Verbandsliga: Gehrkes Team gastiert beim FC Dornbreite Lübeck

Husum (ree) – Eine Chance hat die Husumer SV noch, den von Trainer Guido Gehrke gewünschten "positiven Jahresabschluss" zu finden. Am Sonnabend (14 Uhr) sind die Husumer Verbandsliga-Fußballer beim FC Dornbreite Lübeck zu Gast. Dessen Trainer Holger Willmer signalisiert gute Aussichten für das Zustandekommen der Partie. "Wir haben keine Probleme mit den Platzverhältnissen", so der Ex-Profi.

Auch Willmer geht es um ein gutes Ergebnis. Zuletzt hatte der Aufsteiger, ohnehin nicht sehr konstant in der Leistung, wieder eine kleine Schwächeperiode. Dem 1:4 gegen Flensburg 08 folgte ein 0:2 beim Heider SV. "Deshalb sind wir gegen Husum auch in der Pflicht", sagt Willmer. Vor allem hofft der Lübecker Trainer, dass es nicht wieder "so ein trostloses Kick and rush" gibt wie im Hinspiel. Das damalige 1:1 zwischen den beiden Kontrahenten belegte der Dornbreiter Coach mit vernichtenden Kommentaren. Jetzt hofft er gegen die Husumer SV auf drei Punkte. Anschließend will er sich mit seiner Mannschaft "ein wenig ausruhen", um dann im Februar mit ein paar frischen Akteuren neu anzugreifen.
"Insgesamt zufrieden" mit dem, was die Husumer SV bislang unter Trainer Guido Gehrke erreicht hat, ist Rolf von Bartikowski. Der Vereinschef in seinem Resümee vor der Winterpause: "Ich denke, unsere Spielweise ist attraktiv und wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Die Umstellung des Spielsystems braucht Zeit." Das verpasste Hallen-Masters in Kiel sieht der erste Vorsitzende nicht als Beinbruch an. "Nur ein leichter Wermutstropfen" so von Bartikowski, " vor allem für die jungen Leute."

Am Sonnabend nach der Rückkehr aus Lübeck veranstalte die Ligamannschaft der Husumer SV ihre Weihnachtsfeier. Für Coach Guido Gehrke "ein positiver Anlass, um aus dem Hinspiel was gutzumachen." Er ist schon der Meinung, dass seine Mannschaft damals zwei Zähler im eigenen Stadion liegen ließ. Bis auf Martin Herpel hat er für die lange Fahrt in die Hansestadt alle Mann an Bord. Abfahrt ist bereits um 10.30 Uhr.

* Einen Weihnachts-Wunsch der besonderen Art haben die Mitglieder des Fanclubs "Die Macht von der Au": Am Saisonende soll ihr Team in der Tabelle vor Flensburg 08 stehen. Derzeit beträgt der Rückstand sieben Punkte.

15. Dezember 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
FS 26.12.06 Weihnachtsturnier des FC Sörup-Sterup    
FS 26.12.06 Töff-Cup in Leck    

Husums "junge Wilde" scheitern an ihrem Trainer

Hallenfußball-Turnier in Sörup: Gastgeber verpasst Vorrunden-Sieg mit Niederlage gegen Angeln 02
Mario Albertsen von den "All-Stars" enteilt seinem Satruper Gegenspieler Florian Dechow. Foto: dwa

Sörup (usc) – 30 Sekunden vor Schluss machte Husums Trainer alle Hoffnungen auf einen Husumer Sieg beim Hallenfußball-Turnier des FC Sörup-Sterup zunichte. Beim Stand von 3:3 traf Guido Gehrke ins Tor der Nordfriesen und sicherte somit den "All-Stars" den Turniersieg. Die "All-Stars" setzten auf Routine (neben Gehrke waren Gerrit Müller, die Ex-Husumer Mario Albertsen und Christian Herpel sowie Keeper Dirk Michalek und die Ex-Felder Lutz Lehmann und Felix Harms am Start), die Husumer waren mit einem jungen Team am Start.

"Ich hab' es meinen Jungs gesagt, aber die wollten mir nicht glauben", sagte Gehrke grinsend. Platz drei ging an Gastgeber FC Sörup-Sterup, der den FC Angeln 02 im Neunmeterschießen 3:2 bezwang. Nach Ablauf der regulären 14 Minuten hatte es 2:2 gestanden, im Shootout vergab Angelns Jan Kögeböhn.

130 Zuschauer zahlten am 2. Weihnachtsfeiertag Eintritt, die Tribüne war voll besetzt. Die Fans brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen – sie sahen 14 spannende und gute Spiele, die stets im Rahmen blieben. Die fünf Teams (fünfte Mannschaft im Bunde war der TSV Nordmark Satrup, der mit einem "Mix" aus erster und zweiter Mannschaft antrat) absolvierten zunächst eine Vorrunde im Modus jeder gegen jeden, dann wurde ein Halbfinale ausgespielt. Die "All-Stars" schlugen Satrup und Angeln und trennten sich von Husum und Sörup-Sterup unentschieden. Das waren acht Punkte und Platz eins. Auf Platz zwei folgte die Husumer SV mit sieben Zählern – der Verbandsligist hatte gegen Sörup-Sterup 2:4 verloren. Der Gastgeber stand dicht vorm Vorrundensieg, doch im letzten Spiel gegen Angeln kassierte der FC seine einzige Niederlage und fiel auf Rang drei zurück.
Husum revanchierte sich im Halbfinale und besiegte Sörup-Sterup, die "All-Stars" warfen Husum aus dem Rennen – das Finale Husums Trainer gegen Husums Mannschaft war perfekt.

Nach Guido Gehrkes Tor zum 4:3 hatten die "jungen Wilden" aus Husum nach einem Eckball noch die Chance zum Ausgleich, doch der Ball wurde auf der Linie geklärt. Die Routiniers liefen nicht viel, überzeugten aber mit guter Spielaufteilung und platzierten Schüssen.

28. Dezember 2007 · Flensburger Tageblatt

TSB Flensburg gewinnt Hallenturnier in Leck

"All-Stars" in Sörup erfolgreich / Gastgeber Dritte
Trikot-Bremse: Vitali Lenhart vom FC Sörup-Sterup zupft dem Husumer Michael Petersen am Hemd. Foto: Dewanger

Sörup/Leck (usc/pu) – Die "All-Stars" haben das Hallenfußball-Turnier des FC Sörup-Sterup gewonnen. Das Team um Guido Gehrke setzte sich im Finale 4:3 gegen die Verbandsliga-Mannschaft der Husumer SV durch. Die "All-Stars" hatten die Vorrunde ungeschlagen mit 14 Punkten vor der HSV (10) abgeschlossen.

Platz drei vor knapp 150 zahlenden Zuschauern ging an Gastgeber FC Sörup-Sterup, der das Neunmeterschießen gegen den FC Angeln 02 5:4 gewann.

Gerangel: Szene aus dem Derby TSB (weiße Trikots) gegen Weiche. Foto: Wrege

Dass beim Hallenfußball die Klassenzugehörigkeit nur eine untergeordnete Rolle spielt, wurde gestern beim 4. "Töff-Christmas-Cup" in der Lecker Nordfrieslandhalle deutlich. Die beiden Verbandsligisten TSV Kropp und Flensburg 08 spielten keine Rolle und schieden bereits in der Vorrunde aus. Die Teams aus der Bezirksoberliga drückten vor rund 250 Zuschauern dem Turnier ihren Stempel auf. Sieger und Gewinner von 500 Euro Preisgeld wurde der TSB Flensburg, der das Finale gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm 2:0 gewann. Zum besten Feldspieler wurde Lasse Sohrweide, zum besten Keeper Björn Koblun gewählt.

Ausführliche Turnierberichte, Ergebnisse und weitere Bilder finden Sie in unserer morgigen Ausgabe.

27. Dezember 2006 · Flensburger Tageblatt

Doppelsieg für Guido Gehrkes Teams in Sörup

Hallenfußball-Turnier: "All-Stars" besiegen im Finale die Husumer SV mit 4:3
Trikot-Bremse: Vitali Lenhart vom FC Sörup-Sterup zupft dem Husumer Michael Petersen am Hemd, Lenharts Mitspieler Pascal Hintz (re.) macht sich bereit zum Eingreifen. Foto: Dewanger

Sörup (usc) – Die "All-Stars" haben das Hallenfußball-Turnier des FC Sörup-Sterup gewonnen. Das Team um Guido Gehrke (unter anderem mit den Ex-Husumern Christian Herpel und Mario Albertsen) setzte sich im Finale 4:3 gegen die Verbandsliga-Mannschaft der Husumer SV durch. Die "All-Stars" hatten die Vorrunde ungeschlagen mit 14 Punkten vor der HSV (10) abgeschlossen.


Platz drei vor knapp 150 zahlenden Zuschauern ging an Gastgeber FC Sörup-Sterup, der das Neunmeterschießen gegen den FC Angeln 02 5:4 gewann.


Einen ausführlichen Bericht finden Sie in unserer morgigen Ausgabe.

27. Dezember 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

TSB und "All Stars" Hallenturnier-Sieger

Sörup/Leck (usc) – Die "All Stars" – ein Team, betreut vom ehemaligen Kropper und jetzigen Husumer Trainer Guido Gehrke – haben das Hallenfußball-Turnier des FC Sörup-Sterup gewonnen. Im Finale setzten sich die "All Stars" 4:3 gegen den Verbandsligisten Husumer SV durch. Platz drei belegte Gastgeber FC Sörup-Sterup, der nach Neunmeterschießen 5:4 gegen den FC Angeln 02 triumphierte. Knapp 150 zahlende Zuschauer sahen spannende und faire Spiele.

Beim 4. "Töff-Cup" in der Lecker Nordfrieslandhalle schieden die Verbandsligisten TSV Kropp und Flensburg 08 bereits in der Vorrunde aus. Sieger wurde der TSB Flensburg, der den SV Frisia 03 Risum-Lindholm im Finale 2:0 bezwang.

27. Dezember 2006 · Schlei Bote

Keine Spur von Weihnachtsruhe

Feiertage ohne Fußball? Das muss nicht sein. Am Dienstag, 26. Dezember, steigt in Leck der 4. Töff-Christmas-Cup. Die Husumer SV tritt beim Hallenturnier in Sörup an.
Geht „fremd“: Gerrit Müller (li.) tritt beim Turnier in Sörup nicht für die Husumer SV, sondern für ein „Allstar-Team“ an. Foto: Voss/Archiv

Leck/Sörup (pu/um) – Am Dienstag, 26. Dezember (2. Weihnachtstag), findet von 14 Uhr an in der Lecker Nordfrieslandhalle der mittlerweile 4. Töff-Christmas-Cup statt. Bei diesem stark besetzten Fußball-Hallenturnier mit zwei Verbandsligisten, sieben Bezirksoberligisten und den Töff-Allstars geht es um ein Preisgeld von 1000 Euro. Titelverteidiger Husumer SV ist diesmal nicht am Start.

In der Gruppe A spielen der TSV Kropp (Verbandsliga) und die Bezirksoberligisten ETSV Weiche, TSB Flensburg, MTV Leck und der FC Langenhorn um die beiden Plätze in der Endrunde. In der Gruppe B treffen Flensburg 08 (Verbandsliga), die drei Bezirksoberligisten SV Frisia 03 Risum-Lindholm, SV Enge-Sande und SV Dörpum sowie die Töff-Allstars aufeinander.

Die Gruppenspiele beginnen um 14 Uhr, die Halbfinals gegen 18 Uhr. Das Endspiel findet um 19 Uhr statt. Der Sieger erhält 500 Euro für die Mannschaftskasse. Prämiert werden außerdem der beste Spieler, der beste Torwart sowie der Torschützenkönig. Für musikalische Unterhaltung und Moderation ist gesorgt. So bietet sich eine gute Gelegenheit zu einem weihnachtlichen Plausch der aktiven und passiven Fußballer in der Lecker NF-Halle.

Männer zahlen vier Euro Eintritt, Frauen, Schüler und Rentner zwei Euro. Die offizielle Siegerehrung und die Players-Night steigen um 20 Uhr in "Colles Pub".
Zum vierten Mal veranstaltet Fußball-Verbandsligist FC Sörup-Sterup ein Weihnachts-Hallenturnier. Beginn ist am Dienstag um 14 Uhr in der Halle des Söruper Sportzentrums. Neben dem Gastgeber ist Verbandsliga-Konkurrent Husumer SV dabei. Aus der Bezirksoberliga kommen der TSV Nordmark Satrup und FC Angeln 02.

Als fünfte Mannschaft ist ein vom Husumer Trainer Guido Gehrke zusammengestelltes "Allstar-Team" dabei. Es werden auflaufen: Felix Harms (ehemals TuS Felde und FC Kilia Kiel, jetzt Coach beim Preetzer TSV), Mario Albertsen (Blau-Weiß Löwenstedt), Christian Herpel (SC Norddörfer), Christoph Hinrichs und Franjo Grbavac (beide TSV Kropp), sowie Gerrit Müller und Guido Gehrke (beide Husumer SV).

In der Vorrunde treten die fünf Teams bei einer Spieldauer von 14 Minuten je einmal gegeneinander an. Der Letzte scheidet aus. Weiter geht es im Halbfinale Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter. Es folgen das Spiel um Platz drei und das Finale. Für alle Teilnehmer winken je nach Platzierung Geldpreise. Die Auslosung des Vorrunden-Spielplans findet kurz vor Turnierbeginn statt.

* Den Auftakt im neuen Jahr macht der FC Langenhorn am Sonnabend, 6. Januar, um 14 Uhr mit dem mittlerweile 9. Baltic-Cup. Am Start: SV Frisia 03, Bredstedter TSV, SV Dörpum, SV Enge-Sande, MTV Leck, FSV Wyk und Gastgeber FC Langenhorn.

23. Dezember 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Hallen -Turnier in Sörup am 2. Weihnachtstag

Sörup (um) – Bereits zum vierten Mal veranstaltet der FC Sörup-Sterup ein Weihnachts-Hallenturnier. Beginn ist am 2. Weihnachtstag um 14 Uhr in der Halle des Söruper Sportzentrums.

Dem FC-Management unter der Leitung von Angela und Lutz Hamann gelang es auch diesmal wieder, ein interessantes Teilnehmerfeld zu präsentieren. Neben Gastgeber FC Sörup-Sterup ist Verbandsliga-Konkurrent Husumer SV dabei. Aus der Bezirksoberliga Nord kommen Nordmark Satrup und der FC Angeln 02. Als fünfte Mannschaft ist ein vom Husumer Trainer Guido Gehrke zusammengestelltes "Allstar-Team" dabei. Es werden auflaufen: Felix Harms (Coach beim TSV Preetz), Mario Albertsen (BW Löwenstedt), Christian Herpel (SC Norddörfer), Christoph Hinrichs und Franja Grbavac (beide TSV Kropp) sowie Gerrit Müller und Guido Gehrke (beide Husumer SV).

In der Vorrunde (Spielzeit 14 Minuten) treten die fünf Teams je einmal gegeneinander an. Der Letzte scheidet vorzeitig aus. Weiter geht es im Halbfinale Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter. Es folgen das Spiel um Platz drei und das Finale. Für alle Teilnehmer winken je nach Platzierung gestaffelt Geldpreise. Die Auslosung des Vorrunden-Spielplans findet kurz vor Turnierbeginn statt.

 

Weihnachtsturnier beim FC Sörup-Sterup

Sörup (um) – Bereits zum vierten Mal veranstaltet der FC Sörup-Sterup ein Weihnachts-Hallenturnier. Beginn ist am 2. Weihnachtstag um 14 Uhr in der Halle des Söruper Sportzentrums.

Dem FC-Management unter der Leitung von Angela und Lutz Hamann gelang es auch diesmal wieder, ein interessantes Teilnehmerfeld zu präsentieren. Neben Gastgeber FC Sörup-Sterup ist Verbandsliga-Konkurrent Husumer SV dabei. Aus der Bezirksoberliga Nord kommen Nordmark Satrup und der FC Angeln 02. Als fünfte Mannschaft ist ein vom Husumer Trainer Guido Gehrke zusammengestelltes "Allstar-Team" dabei. Es werden auflaufen: Felix Harms (Coach beim TSV Preetz), Mario Albertsen (BW Löwenstedt), Christian Herpel (SC Norddörfer), Christoph Hinrichs und Franja Grbavac (beide TSV Kropp) sowie Gerrit Müller und Guido Gehrke (beide Husumer SV).

In der Vorrunde (Spielzeit 14 Minuten) treten die fünf Teams je einmal gegeneinander an. Der Letzte scheidet vorzeitig aus. Weiter geht es im Halbfinale Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter. Es folgen das Spiel um Platz drei und das Finale. Für alle Teilnehmer winken je nach Platzierung gestaffelt Geldpreise. Die Auslosung des Vorrunden-Spielplans findet kurz vor Turnierbeginn statt.

21. Dezember 2006 · Schlei Bote / 22. Dezember 2006 · Flensburger Tageblatt
FS 29.12.06 Honda-Cup in Bornhöved    

Fette Beute für den TSV Wankendorf

Bezirksoberligist gewinnt 640 Euro in Bornhöved
Gentleman: Andreas Fendel, der hier Stefan Diephaus (hinten) von der SG Bornhöved/Trappenkamp blau nicht an den Ball kommen lässt, erhielt mit seinem SV Boostedt die Auszeichnung als fairste Mannschaft.

Bornhöved (ras) – Bezirksoberligist TSV Wankendorf ist der Gewinner der elften Auflage des Honda-Cups, dem Hallenfußballturnier des TSV Quellenhaupt Bornhöved. Zum Jahresausklang sicherten sich die Blau-Gelben als bestes der 23 gestarteten Teams die satte Siegprämie in Höhe von 640 Euro.
Die Konkurrenz hätte gewarnt sein müssen. Bereits in der Vorrunde war die Mannschaft von Trainer Stefan Fischer überaus souverän aufgetreten und hatte sich den Gruppensieg geholt, und auch am Finaltag waren die Kicker vom Jahnstadion letztlich nicht zu bezwingen. In der Finalrunde A setzte sich Wankendorf mit starken 13 Punkten und 15:1 Toren ebenfalls als Sieger durch und traf damit im Halbfinale auf den Titelverteidiger, die Allstars. Diese hatten zwar ihrem Namen alle Ehre gemacht – es tummelten sich einige bekannte Akteure wie der frühere VfR-Angreifer Sven Beck auf dem Parkett –, doch cleverer waren die Wankendorfer. Geduldig warteten sie auf ihre Chance, und diese kam nach einer Zwei-Minuten-Strafe für die Allstars: Jannik Gast erzielte in Überzahl das goldene Tor. Ins andere Halbfinale hatten sich Verbandsligist Husumer SV und Bezirksoberliga-Schlusslicht ASV Dersau geschossen. Beide waren, ebenso wie Wankendorf und die Allstars, auch die Gewinner ihrer Vorrundengruppe gewesen, und Husum warf den ASV ebenfalls mit einem 1:0 aus dem Turnier.

Gut gemacht: Tim Andresen schirmte nicht nur Dersaus Mirdi Shala (li.) ab, sondern holte mit Wankendorf auch noch den Cup. Foto: jas

Die anderen Neumünsteraner Mannschaften hatten zuvor in den beiden Finalrunden letztlich nichts zu melden. Der TS Einfeld und der SV Boostedt, der immerhin zur fairsten Mannschaft des Turniers gekürt wurde, hatten sich zwar in der letzten Vorrundengruppe hinter Husum noch qualifiziert, fielen dann aber ebenso in die Rubrik "Unter ferner liefen" wie der SV Husberg.

Nachdem sich die Allstars mit einem 3:1 im Spiel um Platz 3 gegen Dersau rehabilitiert hatten, krönten die Wankendorfer ihren Auftritt im Finale gegen Husum. Blau-Gelb blieb seiner Linie treu, stand hinten kompakt und wartete geduldig auf die Lücke. "Außerdem hat Florian Hamann bombastisch gehalten", lobte Coach Fischer seinen Schlussmann nach dem Turnier. Zum besten Torhüter aber reichte es nicht, dies wurde der Dersauer Julian Marxen. Doch das störte im Wankendorfer Lager niemanden. Knuth Ehmcke brachte den TSV Wankendorf gegen Husum in Führung, und Christian Nordheim schoss nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Sebastian Saeltz den Siegtreffer, der stolze 640 Euro wert war. Husum blieben als Zweiter immerhin 390 Euro. Die Torschützenkrone ging übrigens mit sechs Treffern an Patryk Babiak von den Allstars, sonst in Diensten des Polizei-SV Union Neumünster. "Das war ein sehr souveräner Auftritt von uns", freute sich Fischer über den Titel in Bornhöved, der übrigens erstmals an eine Mannschaft aus dem Kreisfußballverband Neumünster ging.

02. Januar 2007 · Holsteinischer Courier

Honda-Cup: Fünftägiges Spektakel in Bornhöved

Sechs Neumünsteraner Teams beim TSV Quellenhaupt am Start – Allstars mit vielen bekannten Gesichtern – Jahnsen verlässt TSE

Bornhöved (sas) – Damit bei den Freunden des runden Leders erst gar keine Langeweile aufkommt, veranstaltet der TSV Quellenhaupt Bornhöved auch in diesem Jahr wieder sein Hallenturnier um den Honda-Cup – und das an gleich fünf Tagen.

Der Startschuss fällt am zweiten Weihnachtstag um 19 Uhr, dann ist allerdings noch keiner der insgesamt sechs Neumünsteraner Vertreter im Rennen. Diese steigen peu à peu an den Folgetagen in das Turnier ein (siehe Statistikanhang). Titelverteidiger sind die vom früheren VfR-Coach Peter Kempcke betreuten Allstars mit diversen bekannen Gesichtern. Zum Kader zählen auch Patryk Babiak, Sven Beck, Helge Wendt, Thorsten Wieben und Holger Jahnsen. Letzterer wechselt übrigens in der Winterpause gemeinsam mit seinem Einfelder Teamkollegen Björn Gerken zur SG Bornhöved/Trappenkamp.

Die drei Erstplatzierten jeder Staffel qualifizieren sich für die Zwischenrunde am Sonnabend, 30. Dezember (ab 16 Uhr). Im Anschluss daran finden die Halbfinals und Endspiele statt.

Der Turniersieger staubt 640 Euro Prämie ab, der Zweite 390 Euro. Platz 3 ist mit 150 Euro dotiert, der vierte Rang mit 100 Euro. Ausgezeichnet werden ferner der beste Torwart und Torschütze sowie das fairste Team.

Gruppe A, 26. Dezember, 19 Uhr: SG Bornhöved/Trappenkamp rot, ASV Dersau, SV Wittenborn, RW Saxonia A-Jugend, SV Schmalensee.

Gruppe B, 27. Dezember, 19 Uhr: SG Bornhöved/Trappenkamp, SV Westerrade, TuS Garbek, Allstars, SV Husberg, SG Ascheberg/Kalübbe.

Gruppe C, 28. Dezember, 19 Uhr: TSV Wankendorf, Suchsdorfer SV, Rendsburger TSV, SV Bokhorst, SV Wahlstedt, TSV Gadeland.

Gruppe D, 29. Dezember, 19 Uhr: Husumer SV, ATSV Stockelsdorf, SG Bornhöved/Trappenkamp II, TuS Hartenholm, TS Einfeld, SV Boostedt.

23. Dezember 2006 · Holsteinischer Courier
FS 07.01.07 TECIS-Cup    

Tecis-Cup: Holstein spielt in einer anderen Liga

Die Überraschung beim vom Polizei SV Flensburg veranstalteten Tecis-Cup blieb aus. Fußball-Oberligist KSV Holstein Kiel II wurde seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte im Endspiel Flensburg 08 glücklich mit 1:0. Das Neunmeter-Schießen um Platz drei gewann Bezirksoberligist Schleswig 06 gegen den Ligakonkurrenten TSB Flensburg mit 2:1.
David Kroll (im Vordergrund) vom ETSV Weiche stoppt den Angriff des Schleswigers Sascha Möller. Foto: Dewanger

Flensburg (wsi) – Schon in den 20 Vorrundenspielen, die in zwei Gruppen ausgetragen wurden, boten die Teams zum Teil sehr ansprechenden Hallenfußball. Sehenswerte Kombinationen, schnelles Passspiel, aber auch gelungene technische Kabinettstückchen und großer kämpferischer Einsatz, der selten die Grenzen der Fairness überschritt, bescherten den zahlreichen Zuschauern kurzweilige Unterhaltung. Das Fazit von Organisator Dirk Grünberg war demnach treffend: "Es war kurz gesagt einfach ein saugeiles Turnier."

Der Kieler Viktor Hardock gewinnt das Duell an der Bande gegen DGFer Marco Jannsen.

In der Gruppe A spielte Holstein Kiel II mit vier Siegen in vier Spielen und einem Torverhältnis von 16:1 praktisch in einer anderen Liga. Den zweiten Platz sicherte sich Schleswig 06 mit sechs Punkten aufgrund des besseren Torverhältnisses (8:5) vor ETSV Weiche (7:10) und Husumer SV (7:11). Der letzte Platz blieb dem enttäuschenden Team von DGF Flensburg.

Die Gruppe B war bis zum letzten Vorrundenspiel spannend. TSB und FC Sydvest 05 hatten nach dem sensationellen 2:0-Erfolg von Kreisligist PSV Flensburg über den TSV Kropp noch die Chance, sich fürs Semifinale zu qualifizieren. Maßgeblichen Anteil an dem PSV-Sieg hatte Keeper Andreas Anders, der sensationell hielt. Aufgrund seiner bravourösen Leistung über das gesamte Turnier wurde Anders letztlich auch zum besten Torhüter gekürt. Den Showdown zwischen Sydvest und TSB entschieden die Fördestädter mit 3:1 für sich und folgten Flensburg 08 ins Halbfinale. Sydvest, dem total enttäuschenden TSV Kropp und PSV Flensburg schieden aus.

Das erste Semifinale zwischen 08 und 06 war hart umkämpft. Aber letztlich setzte sich der Verbandsligist knapp, aber nicht unverdient mit 2:1 durch. Das zweite Halbfinale schien Holstein gegen TSB frühzeitig für sich entschieden zu haben. Die technisch brillanten "Jungstörche", die mit vier A-Junioren angetreten waren, führten nach drei Minuten bereits mit 2:0. Aber der TSB zeigte eine gute Moral und glich noch in der regulären Spielzeit aus. Im Neunmeter-Schießen hatten die Landeshauptstädter hatten mit 2:1 das bessere Ende für sich. Allerdings blieb die Frage offen, warum nur vier Neunmeter geschossen wurden und nicht wie sonst üblich fünf. Auf Nachfrage von TSB-Ligaobmann Holger Sohrweide wurde ihm durch die Schiedsrichter erklärt: "Dass nur die vier Spieler schießen, die zuletzt auf dem Feld waren." Die Torhüter blieben draußen vor. Sohrweides Protest verpuffte erfolglos.
Das Neunmeter-Schießen um Platz drei entschied Schleswig 06 gegen TSB mit 2:1 für sich. Im Finale lieferten sich die beiden besten Mannschaften des Turniers einen aufopferungsvollen Kampf, den die Kieler gegen 08 letztlich knapp mit 1:0 gewannen und den Titel somit erfolgreich verteidigten. Der Wanderpokal und der Siegerscheck in Höhe von 400 Euro waren der verdiente Lohn. 08-Coach Bodo Schmidt war mit seinem Team hochzufrieden: "Wir haben nach einem holprigen Start gut ins Turnier gefunden. Platz zwei ist sehr gut. Zudem war das heute eine gute Generalprobe für das Hallenmasters am nächsten Wochenende in Kiel." Bei der Siegerehrung wurden von Organisator Grünberg nicht nur die Teams ausgezeichnet, sondern auch der beste Spieler. Tim Wulff von Holstein Kiel wurde nicht nur diese Ehre zu teil. Er sicherte sich auch mit acht Treffern die Torjägerkrone. Das Schlusswort von Grünberg war auch gleich wieder ein Ausblick: "Die guten Abläufe, der rege Zuschauer-Zuspruch und vor allem der schöne Fußball lässt uns schon wieder nach vorne blicken. Wir freuen uns, auf den Tecis-Cup im Jahre 2008. In Flensburg ist ein Bedarf für so ein großes Turnier."

8. Januar 2007 · Flensburger Tageblatt

Polizei SV lädt zur Fußball-Gala in die Fördehalle

Zum dritten Mal streiten zehn Mannschaften bei dem attraktivsten Fußballturnier der Region um den "Tecis-Cup". Am Sonntag ab 11 Uhr lädt der Polizei SV Flensburg wieder zur Hallen-Gala in die Fördehalle. Geldprämien von insgesamt 1000 Euro, Sachpreise sowie der begehrte Wanderpokal stehen im Blickpunkt der Kicker.
Szene aus dem Vorjahr: TSB-Torhüter Tim Sohrweide (re.) klärt gegen den Husumer Michael Petersen. Foto: Dewanger

Flensburg (Wilfried Simon) – "Wir haben wieder einen spielstarken Kreis von Mannschaften eingeladen, der ein unterhaltsames Turnier verspricht", gibt sich Chef-Organisator Dirk Grünberg zuversichtlich. Der illustere Kreis der teilnehmenden Teams wird angeführt vom Titelverteidiger KSV Holstein Kiel. Das U23-Oberliga-Team von "Mecki" Brunner ist auch in diesem Jahr der hohe Turnierfavorit. Das Gastspiel wird für einige "Jungstörche" zu keinem Auswärtsauftritt, da mit den Flensburgern Christian Jürgensen, Sascha Schwarzwald und Heiko Petersen gleich drei ehemaliger Nullachter für den Oberligisten die Stiefel schnüren werden.

Aus der Verbandsliga werden Flensburg 08, die Husumer SV und TSV Kropp versuchen, die entscheidenden Akzente zu setzen, um sich letztlich mit der Turnierkrone zu schmücken. Für einen technisch anspruchsvollen Fußball soll auch wieder der FC Sydvest 05 sorgen. Der dänische Vertreter, der dieser Veranstaltung die internationale Komponente verleiht, ist dafür bekannt, mit gepflegten Kabinettstückchen für so manches Highlight zu sorgen.
Auch die Bezirksoberliga ist mit drei Mannschaften vertreten. Angeführt von Spitzenreiter ETSV Weiche sowie den Verfolgern Schleswig 06 (3.) und dem TSB Flensburg (4.), der im Übrigen bereits das Turnier beim MTV Leck gewann, stehen drei ambitionierte Mannschaften in den Startlöchern. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch Bezirksligist DGF Flensburg und die starke Kreisliga-Truppe des Veranstalters.

Die Rahmenbedingungen sind unverändert. In zwei Fünfergruppen werden die vier Halbfinalisten ausgespielt. Die jeweiligen Gewinner der Semifinals bestreiten das Endspiel, während die Verlierer um Platz drei spielen.

Die Erwartungshaltung von Organisator Grünberg ist groß: "Wie schon in den vergangenen Jahren hoffen wir wieder auf einen regen Zuschauerzuspruch. Unser Turnier ist in Flensburg zu einer festen Institution geworden, darauf sind wir auch ein wenig stolz." Allerdings wird der Besuch der Veranstaltung in diesem Jahr nicht ganz kostenlos sein. "Da wir erstmals eine Hallenmiete an die Stadt Flensburg zahlen müssen, werden die Männer zwei Euro Eintritt zahlen müssen. Frauen und Kinder haben weiterhin freien Eintritt", erklärt Grünberg, der mit seinem Team auch wieder für einige Attraktionen neben dem Spielfeld gesort hat. So gibt es erneut eine riesige Tombola und das Torwandschießen.

6. Januar 2007 · Flensburger Tageblatt

"Tecis-Cup": Fußball vom Feinsten in Flensburg

Die Teilnehmer:
Holstein Kiel II
Mit des Bürde des Titelverteidigers und somit auch des Topfavoriten auf den erneuten Turniersieg treten die Landeshauptstädter in der Fördehalle an. Allerdings dürfte diese Last den gegenwärtigen Tabellenzwölften der Oberliga nicht sonderlich beeindrucken. Holstein-Coach "Mecki" Brunner wird schon eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Das U23-Team verfügt über spielstarke Talente, die sich für die Regionalligamannschaft empfehlen wollen.
TSV Kropp
Nach dem Abstieg aus der Oberliga im letzten Jahr strebt die Truppe von Bernd Gerulat den unmittelbaren Wiederaufstieg an. Als Tabellenzweiter der Verbandsliga sind die Kropper der härteste Verfolger von Spitzenreiter VfB Lübeck II. Dass das Team jedoch nicht nur auf dem Feld brillieren kann, sondern auch über Hallenspezialisten verfügt, hat es bei den bisherigen Teilnahmen in Flensburg schon vielfach unter Beweis gestellt. Der Turniersieg im Jahr 2005 ist ein Indiz dafür.
Husumer SV
Immer wieder gern gesehen ist die Husumer SV. Allerdings hat der gegenwärtige Tabellensechste der Verbandsliga nie sonderlich gut bei dem Turnier abgeschnitten. Bleibt also abzuwarten, ob HSV-Coach Guido Gehrke diesmal die treffende Ansprache findet und den richtigen Kader bestimmt, der sich aus dem bisher gezeigten Mittelmaß heraushebt. Die Nordfriesen verfügen ja über torgefährliche Angreifer, wie z. B. Björn Fleige und Gerrit Müller, die schon so manchem Torhüter das Fürchten lehrten.
Flensburg 08
Die Blau-Gelben sind das Überraschungsteam der Verbandsliga. Mit erfrischendem Angriffsfußball haben sich die Mannen von Bodo Schmidt als derzeitiger Vierter einen Platz an der Tabellenspitze der Liga gesichert. Diese Begeisterung können die jungen Spieler unter der Führung ihres Leitwolfes Tommy Petersen sicherlich auch in die Halle übertragen. Bereits zwei Mal (2000, 2004) gewannen die Nullachter die begehrte Siegestrophäe. 08 ist mehr als ein Geheimfavorit!
FC Sydvest 05
Mit welcher Truppe der dänische Vertreter auflaufen wird, konnte Organisator Dirk Grünberg nicht sagen: "Ich habe mit Trainer Jörgen Kristensen gesprochen. Er konnte allerdings noch nicht genau sagen, ob die ehemaligen 08-Spieler Yannik Clausen und Sören Gram in der Fördehalle auflaufen werden." Kristensen jedenfalls ist verhindert. Dennoch ist sich Grünberg sicher, dass Sydvest mit einer schlagkräftigen Mannschaft einreisen wird.
ETSV Weiche
Der ETSV Weiche setzte bislang in der Bezirksoberliga die Zeichen, nach denen sich die anderen Mannschaften zu richten hatten. Das Trainer-Duo Sven Christiansen und Henning Natusch hat ganze Arbeit geleistet. Ihre Truppe präsentierte sich in der gesamten Vorrunde als kompaktes, spielstarkes Team, dass beste Möglichkeiten besitzt, den Sprung in die Verbandsliga zu schaffen. Auch beim "Tecis-Cup" sind die Weicher durchaus in der Lage, für eine Überraschung zu sorgen.
Schleswig 06
Als einer der härtesten Verfolger des ETSV Weiche strebt auch die Elf von Schleswig 06 nach den Sternen. Trainer Detlev Hinrichs liegt mit seinem Team in Lauerstellung (3.) und reflektiert selbstverständlich auch auf den Aufstieg. Ein durchaus machbares Ziel. Nach der Winterpause wird sicherlich zur Attacke geblasen. Dass die Schleistädter auch den Hallenfußball zelebrieren können, haben sie schon mehrfach bewiesen. Also sollten auch Vorrundengegner wie Holstein Kiel II und die Husumer SV auf der Hut sein.
TSB Flensburg
Nach einigen Querelen haben sich die Wogen beim Verbandsliga-Absteiger gegen Ende der Vorrunde etwas geglättet. Der neue Coach Kai Hinrichs will alles versuchen, noch möglichst dicht an die Tabellenspitze heranzurücken. Beim "Tecis-Cup" haben die TSBer durchweg gut ausgesehen. Ob allerdings bei der starken Konkurrenz der Cup-Sieg von 2003 wiederholt werden kann, bleibt abzuwarten.
DGF Flensburg
Auch beim Bezirksligisten standen die Zeichen in der Hinrunde auf Turbulenz. Trainer Thomas Nittka musste gehen, Daniel Rathmann trat die Nachfolge an. Dennoch hat das Team diese Dissonanzen recht gut weggesteckt und es als derzeitiger Tabellenfünfte noch selbst in der Hand, den Aufstieg zu schaffen. Die Chancen beim "Tecis-Cup" sind jedoch ehe gering.
Polizei SV Flensburg
In der laufenden Saison hat der PSV gezeigt, dass er in der Kreisliga ein ernstes Wörtchen um die Titelvergabe mitsprechen will. Bei ihrem eigenen Turnier wird der Kreisliga-Zweite als Underdog sicherlich alles versuchen, sich möglichst teuer zu verkaufen.
6. Januar 2007 · Flensburger Tageblatt

Hallenfußball

Fußball-Gala in der Fördehalle

Flensburg (sh:z) – Zum dritten Mal in Folge streiten zehn Mannschaften bei dem attraktivsten Fußballturnier der Region um den "Tecis-Cup". Morgen ab 11 Uhr lädt der Polizei SV Flensburg wieder zur Hallen-Fußball-Gala in die Fördehalle. Geldprämien von insgesamt 1000 Euro, Sachpreise sowie der begehrte Wanderpokal stehen im Fokus der Kicker. Aus Schleswig ist die Mannschaft von Schleswig 06 am Start. "Wir haben wieder einen spielstarken Kreis von Mannschaften eingeladen, der ein unterhaltsames Turnier verspricht", sagt Chef-Organisator Dirk Grünberg. Der illustre Kreis der Teams wird angeführt vom Titelverteidiger KSV Holstein Kiel. Aus der Verbandsliga werden Flensburg 08, die Husumer SV und TSV Kropp versuchen, Akzente zu setzen. Für einen technisch anspruchsvollen Fußball soll der FC Sydvest 05 sorgen. Die Bezirksoberliga ist mit drei Mannschaften vertreten. Angeführt von Spitzenreiter ETSV Weiche sowie den Verfolgern Schleswig 06 (3.) und dem TSB Flensburg (4.) stehen drei ambitionierte Mannschaften in den Startlöchern. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch Bezirksligist DGF Flensburg und der starken Kreisliga-Truppe des Veranstalters.
6. Januar 2007 · Schlei Bote

Hallenfußball

TSV Kropp spielt mit um "Tecis-Cup"

Flensburg (lz) – Noch wenige Tage, dann wird erneut das größte Hallen-Fußballturnier in der Region angepfiffen. Ausrichter Polizei SV Flensburg hat auch für die neunte Auflage ein attraktives Teilnehmerfeld zusammen gestellt. Zum dritten Mal in Folge wird dabei am Sonntag, 7. Januar, ab 11 Uhr in der Fördehalle um den "Tecis-Cup" gespielt. Mit Flensburg 08 wird ein Titelträger des SHFV-Hallenmasters in der Fördehalle auflaufen. Die Gelb-Blauen gewannen 2004 das Masters. Zehn Mannschaften kämpfen um Geldpreise im Gesamtwert von 1000 Euro und den begehrten Wanderpokal. Mit von der Partie ist selbstverständlich auch der Titelverteidiger. Im Vorjahr gewann mit Holstein Kiel II die U 23 des Regionalligisten aus der Landeshauptstadt den "Tecis-Cup".

Neben den Kielern spielen in der Gruppe A die Husumer SV (Verbandsliga), ETSV Weiche, Schleswig 06 (beide Bezirksoberliga) und DGF Flensburg (Bezirksliga) um den Einzug ins Halbfinale. In der Gruppe B spielen die beiden Verbandsligisten Flensburg 08 und TSV Kropp, der TSB Flensburg (Bezirksoberliga), der FC Sydvest 05 aus Dänemark und Gastgeber PSV Flensburg (Kreisliga). Die beiden Erstplatzierten beider Gruppen erreichen das Halbfinale. Der Turniersieger erhält ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro.

2. Januar 2007 · Landeszeitung
Hallenfußball

"Tecis-Cup" erlebt dritte Auflage

Flensburg (sh:z) – Noch wenige Tage, dann wird erneut das größte Hallen-Fußballturnier in der Region angepfiffen. Ausrichter Polizei SV Flensburg hat auch für die neunte Auflage ein attraktives Teilnehmerfeld zusammen gestellt. Zum dritten Mal in Folge wird dabei am Sonntag, 7. Januar, ab 11 Uhr in der Fördehalle um den "Tecis-Cup" gespielt. Die Veranstaltung wird von einigen Mannschaft erneut als Generalprobe für die Hallenfußball-Landesmeisterschaften am 13. Januar in der Kieler Ostseehalle genutzt. Mit Flensburg 08 wird ein Titelträger des SHFV-Hallenmasters in der Fördehalle auflaufen. Die Gelb-Blauen gewannen 2004 das Masters. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen um Geldpreise im Gesamtwert von 1000 Euro und den begehrten Wanderpokal. Mit von der Partie ist selbstverständlich auch der Titelverteidiger. Im Vorjahr gewann mit Holstein Kiel II die U 23 des Regionalligisten aus der Landeshauptstadt den "Tecis-Cup".

Neben den Kielern kämpfen in der Gruppe A die Husumer SV (Verbandsliga), ETSV Weiche, Schleswig 06 (beide Bezirksoberliga) und DGF Flensburg (Bezirksliga) um den Einzug ins Halbfinale. In der Gruppe B spielen die beiden Verbandsligisten Flensburg 08 und TSV Kropp, der TSB Flensburg (Bezirksoberliga), der FC Sydvest 05 aus Dänemark und Gastgeber PSV Flensburg (Kreisliga). Die beiden Erstplatzierten beider Gruppen erreichen das Halbfinale. Die Spieldauer beträgt 12 Minuten in der Vorrunde und 15 Minuten ab dem Halbfinale.

Der Turniersieger erhält neben dem Wanderpokal ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. Der Zweite kann 250 und der Drittplazierte 150 Euro mit nach Hause nehmen. Aber auch die übrigen Teilnehmer erhalten Preisgelder oder Sachpreise. Außerdem werden geehrt: Der beste Spieler, der beste Torwart und der Torschützenkönig.

30. Dezember 2006 · Schlei Bote

"Tecis-Cup" erlebte dritte Auflage

Größtes Hallen-Fußballturnier der Region mit attraktivem Teilnehmerfeld
Beim Tecis-Cup wird in der Halle um jeden Zentimeter gekämpft.

Flensburg (sh:z) – Noch neun Tage, dann wird erneut das größte Hallen-Fußballturnier in der Region angepfiffen. Ausrichter Polizei SV Flensburg hat auch für die neunte Auflage ein attraktives Teilnehmerfeld zusammen gestellt. Zum dritten Mal in Folge wird dabei am Sonntag, 7. Januar, ab 11 Uhr in der Fördehalle um den "Tecis-Cup" gespielt. Die Veranstaltung wird von einigen Mannschaft erneut als Generalprobe für die Hallenfußball-Landesmeisterschaften am 13. Januar in der Kieler Ostseehalle genutzt. Mit Flensburg 08 wird ein Titelträger des SHFV-Hallenmasters in der Fördehalle auflaufen. Die Gelb-Blauen gewannen 2004 das Masters. Insgesamt zehn Mannschaften kämpfen um Geldpreise im Gesamtwert von 1000 Euro und den begehrten Wanderpokal.
Mit von der Partie ist selbstverständlich auch der Titelverteidiger. Im Vorjahr gewann mit Holstein Kiel II die U 23 des Regionalligisten aus der Landeshauptstadt den "Tecis-Cup". Das Team von Coach "Mecki" Brunner reist mit drei ehemaligen Flensburgern an. Mit Christian Jürgensen, Sascha Schwarzwald und Heiko Petersen spielen drei ehemalige 08er beim Oberligisten. Heiko Petersen hat mittlerweile sogar den Sprung in den Regionalligakader geschafft. Die "Jung-Störche" überwintern auf Tabellenplatz zwölf und möchten in der Fördehalle erneut eine tolle Leistung bieten. Denn Derbys zwischen Kiel und Flensburg sind nicht nur im Handball interessant.

Neben den Kielern kämpfen in der Gruppe A die Husumer SV (Verbandsliga), ETSV Weiche, Schleswig 06 (beide Bezirksoberliga) und DGF Flensburg (Bezirksliga) um den Einzug ins Halbfinale. In der Gruppe B spielen die beiden Verbandsligisten Flensburg 08 und TSV Kropp, der TSB Flensburg (Bezirksoberliga), der FC Sydvest 05 aus Dänemark und Gastgeber PSV Flensburg (Kreisliga). Die beiden Erstplatzierten beider Gruppen erreichen das Halbfinale. Die Spieldauer beträgt 12 Minuten in der Vorrunde und 15 Minuten ab Halbfinale.

Der Turniersieger erhält neben dem Wanderpokal ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. Der Zweite kann 250 und der Drittplazierte 150 Euro mit nach Hause nehmen. Aber auch die übrigen Teilnehmer erhalten Preisgelder oder Sachpreise. Außerdem werden geehrt: Der beste Spieler, der beste Torwart und der Torschützenkönig.

Um das Hallenturnier auch neben dem Hallenboden attraktiv zu gestalten, sind weitere Aktionen geplant. Die Jugendabteilung des PSV Flensburg veranstaltet ein Torwandschießen. Darüber hinaus wird es eine Tombola geben mit vielen Preisen. Als Hallensprecher wird DJ Jens Walter versuchen, eine "Hölle Nord" Atmosphäre zu erzeugen. Und natürlich ist für kleine "Häppchen" und Getränke gesorgt.

29. Dezember 2006 · Flensburger Tageblatt
Test 30.01.07 TSB Flensburg Husumer SV 2:2

Husumer SV 2:2 beim TSB Flensburg

Flensburg (usc) – Beide Trainer (Kai Hinrichs und Guido Gehrke) waren sich nach 90 tempo- und abwechslungsreichen Minuten einig: "Das war ein guter und gelungener Test." Fußball-Bezirksoberligist TSB Flensburg und Verbandsligist Husumer SV trennten sich 2:2 (1:2). Husum begann mit hohem Tempo, Gerrit Müller erzielte die verdiente Führung. Lasse Sohrweide glich per Foulelfmeter aus. Sascha Rettkowski sorgte für das 2:1 der Nordfriesen, Narcis Duratovic besorgte nach dem Wechsel den alles in allem verdienten Ausgleich. Beide Teams hatten noch gute Chancen, der TSB hatte Pech bei Pfostenschüssen von Sohrweide und Duratovic.

* Heute (19 Uhr) spielen die Husumer beim Bezirksoberligisten VfR Schleswig. Sollte das für Sonnabend angesetzte Verbandsliga-Nachholspiel bei Kilia Kiel ausfallen, testet das Gehrke-Team am Sonntag (12 Uhr) bei Schleswig 06.

1. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 01.02.07 VfR Schleswig Husumer SV 3:5

Husumer SV gewinnt Testspiel beim VfR Schleswig

Schleswig (usc) – Reichlich Tore, viel Bewegung und phasenweise flotte Kombinationen – die Trainer Lars Schomaker und Guido Gehrke waren's zufrieden. Fußball-Verbandsligist Husumer SV gewann ein Testspiel beim Bezirksoberligisten VfR Schleswig 5:3 (3:1). Pierre Becken (5. Minute) und zwei Mal Björn Fleige (12., 35.) brachten die in der ersten halben Stunde klar überlegenen Gäste 3:0 in Führung, ehe Andreas Henke per Elfmeter (38.; nach Foul von Keeper André Teubler an Henke) verkürzte. Henke erzielte auch den Anschlusstreffer (63.). Michael Petersen (65.) und Erion Alla (70.) sorgten für das Husumer 5:2, ehe Jörg Lorenzen (79.) das Endresultat herstellte. "Dafür, dass wir bisher noch nicht auf Rasen trainieren konnten und es unser erstes Spiel war, bin ich zufrieden", kommentierte Schomaker. Sein Trainerkollege Guido Gehrke gewann Erkenntnisse darüber, wen er im heutigen Verbandsliga-Nachholspiel bei Kilia Kiel (15 Uhr) aufstellt. Sollte das Spiel ausfallen, testet die Husumer SV am Sonntag (12 Uhr) bei Schleswig 06. Der VfR Schleswig spielt heute (14 Uhr), wenn die Platzverhältnisse es zulassen, gegen den TSV Friedrichsberg.

3. Februar 2007 · Schlei Bote

Husum gewinnt 5:3 beim VfR Schleswig

Schleswig (usc) – Tore, viel Bewegung und flotte Kombinationen – die Trainer Lars Schomaker und Guido Gehrke waren's zufrieden. Fußball-Verbandsligist Husumer SV gewann ein Testspiel beim Bezirksoberligisten VfR Schleswig 5:3 (3:1). Pierre Becken (5. Minute) und zwei Mal Björn Fleige (12., 35.) brachten die in der ersten halben Stunde klar überlegenen Gäste 3:0 in Führung, ehe Andreas Henke per Elfmeter (38.) verkürzte. Henke erzielte auch den Anschlusstreffer (63.). Michael Petersen (65.) und Erion Alla (70.) sorgten für das Husumer 5:2, ehe Jörg Lorenzen (79.) das Endresultat herstellte. Guido Gehrke gewann Erkenntnisse darüber, wen er im heutigen Verbandsliga-Nachholspiel bei Kilia Kiel (15 Uhr) aufstellt. Das Spiel findet statt – so der Stand gestern bei Redaktionsschluss.

3. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
16. ST 03.02.07 FC Kilia Kiel Husumer SV 3:2

Rassiges Spiel – Falscher Sieger!

03.02.2007

FC Kilia Kiel - Husumer SV

3 : 2 (1:0)


Eines der besten Auswärtsspiele lieferte die Husumer SV am vergangenen Wochenende beim FC Kilia Kiel ab, nur mit dem Endergebnis konnten die Nordfriesen nicht zufrieden sein. Die Elf von Guido Gehrke bestimmte 75 Minuten das Spielgeschehen. Durch individuelle Fehler verschenkte das Team aber den möglichen Sieg. Den Hausherren gehörte die erste Viertelstunde, die Drews-Schützlinge hätten durchaus mehr Tore vorlegen können. Auch bedingt durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Voß und Hermann wirkte die Husumer Abwehrreihe in der Anfangsphase verunsichert. Die Kieler nutzen die Umstellungsprobleme eiskalt aus, doch danach spielte nur noch die Husumer SV – und das auf dem tiefem und schmierigen Boden. Leider fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die Möglichkeiten zum Sieg waren vorhanden. Kilia wurde im zweiten Durchgang von den Nordfriesen zeitweise vorgeführt, doch im entscheidenden Moment versagten den Akteuren die Nerven. »Wir haben super Fußball gespielt«, bilanzierte Husums Trainer Guido Gehrke nach der Partie. »Nur in der erste Viertelstunde sahen wir nicht gut aus, sonst war das eine erstklassige Vorstellung. Leider haben wir nicht den verdienten Lohn bekommen.«

Bereits nach sechs Spielminuten gingen die Hausherren durch einen Treffer von Michel Witt aus kurzer Distanz in Führung. Die Husumer Abwehr wirkte in der Anfangsphase desorientiert, auch bedingt durch die verletzungsbedingten Wechsel in der Abwehr. Kilia drängte mächtig, die Husumer konnten nur reagieren. Torhüter André Teubler rettete nach 13 Minuten bravourös, aus fünf Metern wuchtete Micha Dehner das Leder auf das Tor. Nach der Kieler Drangperiode übernahmen die Stormstädter das Kommando in der Landeshauptstadt. Auf tiefem Geläuf gefiel die Elf nicht nur kämpferisch, sondern vor allem spielerisch. Doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig: Björn Fleige verzog nach Vorarbeit von Sebastian Steglich nur um Zentimeter (21.), und auch zehn Minuten später scheiterte Fleige mit einem Foulelfmeter am gut reagierenden Kieler Schlussmann (31.). Kurz vor dem Seitenwechsel traf Gerrit Müller den Ball aus acht Metern nicht richtig, auch diese Ausgleichschance wurde vergeben.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Nordfriesen dominieren das Spiel, trafen aber das Tor nicht. Nach herrlicher Vorarbeit von Sebastain Saeltz, der auf der rechten Seite drei Gegenspielern das Nachsehen gab, konnte Gerrit Müller das Leder nicht im Tor unterbringen (53.). Als dann in der 57. Minute auch noch der zweite Kieler Treffer durch Martin Schablowski per Foulelfmeter fiel, schien das Spiel gelaufen. Marcel Otto hatte zuvor Michel Witt zu ungestüm zu Fall gebracht. Die Husumer gaben aber nicht auf, die Kieler wirkten jetzt körperlich ausgelaugt. Nach Vorarbeit von Björn Fleige erzielte Pierre Becken den Anschlusstrefer in der 67. Minute. Torhüter Philipp Reinhold entschärfte einen Kopfball von Ingo Cornils (70.) und einen Schuss von Michael Petersen aus 16 Metern sicher (72.). Dann fiel der umjubelte Husumer Ausgleich: Nach einer schönen Kombination hämmerte Gerrit Müller den Ball aus 15 Metern unhaltbar in die Maschen des Kieler Tores (81.). Mit einem Gewaltschuss besorgte Stefan Schmitz die erneute Führung für seine Farben, einen Freistoß von der Strafraumgrenze netzte er unhaltbar ein (85.). Auch die letzte Möglichkeit der Husumer konnte Björn Fleige nicht verwerten, aus zehn Metern scheiterte an Torhüter Reinhold.

Trotz einer erstklassigen Leistung auf des Gegners Platz, noch dazu bei einem selbsternannten Aufstiegsaspiranten, langte es wegen mangelnder Chancenverwertung nicht zu einem Husumer Punktgewinn.

Tore: 1:0 Michel Witt (6.), 2:0 Schablowski (FE/57.), 2:1 Becken (67.), 2:2 Müller (81.), 3:2 Schmitz (85.)
Beste Spieler: Meier / Saeltz, Steglich, Becken
Ecken: 5 : 6
Chancen: 5 : 11
Zuschauer: 110
Schiedsrichter: Sobeck (Schenefeld)
gelbe Karten: Reinhold (33.), Dehner (38.), Michel Witt (42.), Mario Witt (72.) / Becken (26.), Fleige (82.)
Aufstellung:

Reinhold - Meier - Schmitz, Schulz (74. Ergün), Schablowski - Kappler (38. T. Dehner), M. Dehner, Hipp (46. Sümnick), Mario Witt - Ziesecke, Michel Witt.

Teubler -  Voß (14. Steglich), Saeltz, Rettkowski, Hermann (7. Otto) - Cornils, Becken, Alla, Petersen - Fleige, Müller.

  Hl 03.02.2007

Falsche Ecke beim Elfmeter

Mit 2:3 (0:1) hat die Husumer SV ihr Verbandsliga-Nachholspiel beim FC Kilia Kiel verloren. Aber das gefühlte Ergebnis am Sonnabend war ein anderes. Die Stormstädter waren bis auf die Anfangsphase das eindeutig bessere Team und zelebrierten auf weichem Boden großartigen Fußball.
Zwei Treffer von Gerrit Müller reichten der Husumer SV nicht zum Sieg bei Kilia Kiel.Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – Angstgegner nennt man im Sport solche Teams, gegen die es meistens schief geht. Für die Husumer SV ist das in der Fußball-Verbandsliga Kilia Kiel. Am Sonnabend (14 Uhr) werden die Stormstädter in der Fördestadt erneut versuchen, das Gesetz der Serie zu durchbrechen.
0:2 und 0:3 in Kiel, 0:4 und 0:3 auf eigenem Platz – so lautet die Bilanz der SV gegen Kilia aus den vergangenen beiden Jahren. Ernüchternd! Aber für Guido Gehrke kein Grund, in Panik zu verfallen. Im Gegenteil. "Das ist der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt", sagt der Husumer Coach und erteilt jeglichem Kleinmut eine Absage. Der Trainer ist überzeugt vom Können seiner Mannschaft und obendrein sicher, dass sie das auch gegen einen Mitkonkurrenten zeigen wird. "An solchen Aufgaben wächst die Mannschaft", so Gehrke.

Auch der Umstand, dass mit Marcell Voss (Muskelfaserriss) ein wichtiger "Baustein" im Team vorübergehend ausfallen wird, macht ihm keinen Kummer. Immer wieder beweisen andere, dass sie gleichwertig sind. Wie am vergangenen Wochenende Lars Jensen, der hinten rechts in der Abwehrkette eine vortreffliche Partie spielte. Aber auch er muss diesmal wegen einer Grippe passen. Dafür steht Martin Herpel wieder zur Verfügung. Ob Gerrit Müller schon wieder auflaufen kann, ist nicht sicher. Sicher ist sich aber der Trainer, "dass wir wieder eine richtig gute Truppe aufs Parkett bringen werden."

Dass es am Hasseldieksdammer Weg morgen "interessant und eng" werden wird, davon ist Frank Drews überzeugt. Wobei der Kilia-Coach sich nicht blenden lässt von den guten Ergebnissen, die sein Team zuletzt gegen die Nordfriesen einfuhr. "Jedes Spiel ist neu", so der Coach. Drews kann zurzeit richtig stolz sein auf seine Mannschaft, und das hört man auch heraus.

"In Todesfelde, Büdelsdorf und Lübeck gewonnen und Flensburg 08 geschlagen", zählt Drews süffisant auf, "da können wir natürlich auch die Husumer SV schlagen." Vor allem der 1:0-Sieg in Büdelsdorf vor drei Wochen hat den Kilianern viel Respekt eingetragen im Lande. Und schlagen wollen die Kieler die Nordfriesen auch deshalb, um ganz sicher zu gehen, dass es mit der Ostseehalle auch wirklich klappt.

Zurzeit liegen die Fördestädter (29 Punkte) zwar zwei Zähler hinter den Husumern (31), sie haben aber ein Spiel weniger und daher den besseren Quotienten. Und der entscheidet in einer Woche bei der Abrechnung. Noch ein Grund für die Husumer, sich in Kiel besonders anzustrengen: Flensburg 08 (32 Punkte) spielt gegen Eider Büdelsdorf und könnte überrundet werden.

2. Oktober 2006 · Flensburger Tageblatt

Husum und Gehrke freuen sich auf Wiederbeginn

Fußball-Verbandsliga: Zweiter Anlauf zur Partie bei Kilia Kiel / 18 Akteure an Bord
Guido Gehrke hofft, dass in Kiel gespielt werden kann.
Husum (Gert Reese) – Nach sieben Woche Fußballpause soll es für die Husumer SV in der Verbandsliga morgen wieder losgehen mit der Punktejagd. Auf dem Programm steht um 14 Uhr die Begegnung bei Kilia Kiel, die vor über drei Monaten den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer fiel.
Für die Husumer war es sehr ärgerlich, dass die Partie beim Tabellenfünften Ende November nicht zustande kam. Denn durch einen Sieg über den direkten Konkurrenten hätten die Husumer sich noch für die Hallenmeisterschaft in der Ostseehalle qualifizieren können. Die Wahrscheinlichkeit, dass diesmal gespielt wird, ist auch nicht sehr groß. Denn der Platz am Hasseldieksdammer Weg, wo Kilia zu Hause ist, büßt seine Tauglichkeit in der feuchten Jahreszeit schneller ein als jeder andere. Seit Ende Oktober hat auf ihm kein Verbandsliga-Punktspiel mehr stattgefunden.
Husums Trainer Guido Gehrke hat sein Team natürlich so vorbereitet, als wenn es losgeht. Im Test am Dienstag beim TSB Flensburg (2:2, Tore Müller und Rettkowski) und in einer weiteren Partie, die für gestern Abend beim VfR Schleswig geplant war, wollte sich der Coach eine Übersicht über die Form seiner Schützlinge verschaffen. 18 Akteure stehen derzeit zur Verfügung. "Die Jungs haben sich gut bewegt, keiner hat sich verletzt und ich habe hier und da noch einen Fingerzeig bekommen", so das Resümee des Trainers nach der Flensburg-Partie. Gehrke ist sicher, dass sich einige seiner Schützlinge im Laufe der zweiten Halbserie noch weiterentwickeln werden.
Dem Umstand, dass er selbst wegen seines Engagements beim SV Haddeby der Husumer Mannschaft nicht mehr als Akteur zu Verfügung stehen wird, gewinnt Gehrke etwas Positives ab. "Da müssen andere eben mehr Verantwortung übernehmen", sagt der Coach.
Und er freut sich auf den Gegner von Sonnabend. "Es ist schön, so ein Spiel vor der Brust zu haben", meint Gehrke und glaubt, die Gedanken seines Gegenübers Frank Drews zu kennen: "Die denken doch, jetzt kommen die Husumer und lassen alles liegen." Was ja in der Vergangenheit (vier Niederlagen, kein Tor) auch regelmäßig der Fall war.
Für den Fall, dass die Partie erneut ausfällt, hat die Husumer SV einen "Notplan". Sie spielt dann am Sonntag gegen Schleswig 06. Wo, wird erst kurzfristig entschieden.
2. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

"Kieler Wochen" für die Husumer SV

Husum (sh:z) – Früh wieder ran muss Fußball-Verbandsligist Husumer SV: Für Anfang Februar sind zwei Nachholspiele angesetzt worden. Am Sonnabend, 3. Februar, wird die Partie bei Kilia Kiel nachgeholt (14 Uhr), am Sonntag, 11. Februar (ebenfalls 14 Uhr) das Spiel bei Comet Kiel. Trainingsbeginn ist am Donnerstag, 11. Januar.
23. Dezember 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport

Keine Angst vor dem Angstgegner

Spitzenspiel in der Fußball-Verbandsliga: Am Sonnabend (14 Uhr) tritt der Tabellenfünfte Husumer SV beim FC Kilia Kiel (Rang sechs, ein Spiel weniger ausgetragen) an.

Husum (Gert Reese) – Angstgegner nennt man im Sport solche Teams, gegen die es meistens schief geht. Für die Husumer SV ist das in der Fußball-Verbandsliga Kilia Kiel. Am Sonnabend (14 Uhr) werden die Stormstädter in der Fördestadt erneut versuchen, das Gesetz der Serie zu durchbrechen.

0:2 und 0:3 in Kiel, 0:4 und 0:3 auf eigenem Platz – so lautet die Bilanz der SV gegen Kilia aus den vergangenen beiden Jahren. Ernüchternd! Aber für Guido Gehrke kein Grund, in Panik zu verfallen. Im Gegenteil. "Das ist der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt", sagt der Husumer Coach und erteilt jeglichem Kleinmut eine Absage. Der Trainer ist überzeugt vom Können seiner Mannschaft und obendrein sicher, dass sie das auch gegen einen Mitkonkurrenten zeigen wird. "An solchen Aufgaben wächst die Mannschaft", so Gehrke.
Auch der Umstand, dass mit Marcell Voss (Muskelfaserriss) ein wichtiger "Baustein" im Team vorübergehend ausfallen wird, macht ihm keinen Kummer. Immer wieder beweisen andere, dass sie gleichwertig sind. Wie am vergangenen Wochenende Lars Jensen, der hinten rechts in der Abwehrkette eine vortreffliche Partie spielte. Aber auch er muss diesmal wegen einer Grippe passen. Dafür steht Martin Herpel wieder zur Verfügung. Ob Gerrit Müller schon wieder auflaufen kann, ist nicht sicher. Sicher ist sich aber der Trainer, "dass wir wieder eine richtig gute Truppe aufs Parkett bringen werden."

Dass es am Hasseldieksdammer Weg morgen "interessant und eng" werden wird, davon ist Frank Drews überzeugt. Wobei der Kilia-Coach sich nicht blenden lässt von den guten Ergebnissen, die sein Team zuletzt gegen die Nordfriesen einfuhr. "Jedes Spiel ist neu", so der Coach. Drews kann zurzeit richtig stolz sein auf seine Mannschaft, und das hört man auch heraus.

"In Todesfelde, Büdelsdorf und Lübeck gewonnen und Flensburg 08 geschlagen", zählt Drews süffisant auf, "da können wir natürlich auch die Husumer SV schlagen." Vor allem der 1:0-Sieg in Büdelsdorf vor drei Wochen hat den Kilianern viel Respekt eingetragen im Lande. Und schlagen wollen die Kieler die Nordfriesen auch deshalb, um ganz sicher zu gehen, dass es mit der Ostseehalle auch wirklich klappt.
Zurzeit liegen die Fördestädter (29 Punkte) zwar zwei Zähler hinter den Husumern (31), sie haben aber ein Spiel weniger und daher den besseren Quotienten. Und der entscheidet in einer Woche bei der Abrechnung. Noch ein Grund für die Husumer, sich in Kiel besonders anzustrengen: Flensburg 08 (32 Punkte) spielt gegen Eider Büdelsdorf und könnte überrundet werden.

24. November 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
20. ST 17.02.07 Husumer SV FT Eider Büdelsdorf 1:1

Husum mit den größeren Chancen!

17.02.2007

Husumer SV - FT Eider Büdelsdorf

1 : 1 (0:1)


Mit einem leistungsgerechten Unentschieden trennten sich die Husumer SV und Eider Büdelsdorf vor 209 Zuschauern im Friesenstadion. Man merkte beiden Mannschaften die fehlende Spielpraxis an. Auf schwerem Geläuf blieben spielerische Höhepunkte in dieser Partie Mangelware. »Unser Konzept ist trotzdem aufgegangen, wir wurden heute zumindest mit einem Punkt belohnt«, bilanzierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Nach defensivem Beginn haben wir in der zweiten Halbzeit ordentlich Druck entwickelt, ich bin mit der Leistung meiner Elf zufrieden.« Das konnte er auch, denn seine Mannschaft kämpfte sich nach einem unglücklichen Rückstand in die Partie zurück, setzte dem Favoriten mächtig zu. Mit ein wenig Glück hätten die Gastgeber durchaus drei Punkte einheimsen können, denn die weit aus größeren Tormöglichkeiten spielten sich die Nordfriesen heraus. Auch Büdelsdorfs Trainer Olaf Lehmann konnte mit dem Endergebnis gut leben: »Spielerisch können beide Mannschaften sicher mehr, aber der Boden ließ nicht viel zu. Wir haben den Beginn der zweiten Hälfte verschlafen, das Ergebnis geht in Ordnung.«

Beide Mannschaften kamen schwer in die Partie, der tiefe Boden ließ viele Bälle einfach verspringen. Eider wirkte zunächst optisch überlegen, ohne daraus einen Vorteil erzielen zu können. Die Hausherren, defensiver als erwartet eingestellt, ließen den Favoriten kommen. Doch Büdelsdorf fiel nicht viel ein, die Husumer Hintermannschaft hatte keine Probleme. Überraschend dann die Führung der Gäste: Nach einem Eckball fiel Björn Sörensen das Leder förmlich vor die Füße, aus acht Metern hatte er freistehend keine Probleme einzuschieben (36.). Das sollte die einzige Möglichkeit der Büdelsdorfer bleiben. Zuvor hatten Björn Fleige aus elf Metern (10.) und Michael Petersen aus 16 Metern (23.) das Gehäuse von Torhüter Legrum knapp verfehlt. Mit einer Glanzparade rettete der Keeper den Vorsprung seiner Elf in die Kabine, Sascha Rettkowski hatte aus acht Metern zum Kopfball angesetzt (37.).

Mit viel Schwung starteten die Husumer in die zweite Halbzeit. Sebastian Saeltz rückte jetzt ins Mittelfeld vor und trieb das Spiel der Nordfriesen an. Das trug sofort Früchte, denn in der 49. Spielminute besorgte Saeltz den 1:1-Ausgleich aus kurzer Distanz - vorausgegangen war ein Lattentreffer von Michael Petersen. Die SV machte weiter Druck, stand mehrfach vor dem Führungstreffer. Torhüter Legrum hatte alle Hände voll zu tun, zunächst entschärfte er einen Schuss von Michael Petersen (53.) großartig. Doch zwei Minuten später war Legrum geschlagen, Petersen überwand den Keeper mit einem eleganten Heber. Den Husumer Torjubel verhinderte Torben Reibe, der den Ball noch von der Linie beförderte. Nach einem Freistoß zielte Pierre Becken nur knapp über den Querbalken (74.), Legrum war schon geschlagen. Aussichtsreich auch Sebastian Steglich, der aus 16 Metern jedoch in Rückenlage geriet (85.). Um ein Haar hätte die Begegnung noch ein ungerechtes Ende genommen, denn der eingewechselte Öczan Atasoy stand nach einer Unachtsamkeit in der Husumer Abwehr plötzlich alleine vor dem Tor. Doch sein Kopfball in der 90. Minute war nicht druckvoll genug.

Mit einer engagierten Leistung brachte die Husumer SV den Favoriten ins Wanken. Eider tat insgesamt zu wenig, um Boden im Meisterschaftskampf gut zumachen.

Tore: 0:1 Sörensen (36.), 1:1 Saeltz (49.)
Beste Spieler: Saeltz, Steglich, Petersen / Köpke, Yildirim
Ecken: 5 : 9
Chancen: 7 : 3
Zuschauer: 160
Schiedsrichter: Tim Sönder (Ellerbek)
gelbe Karten: Saeltz (32.), Fleige (56.), Cornils (78.) / Sawkulycz (41.), Sörensen (73.), Köpke (77.), Drewes (90.)
Aufstellung:

Teubler - M. Herpel, Voß (89. Schulte), Rettkowski, Saeltz - Steglich, Cornils, Alla (83. Strüning), Becken, Petersen - Fleige (66. Otto).

Legrum - Gregorczyn, Lass, Treptow, Köpke - Reibe (81. Hamm), Sörensen, Sawkulycz (76. Atasoy), Drewes - Beck, Yildirim.

  Hl 17.02.2007

Husum knöpft dem Favoriten einen Punkt ab

1:1 (0:1) gegen die FT Eider Büdelsdorf – damit konnte die Husumer SV im ersten Heimspiel nach der Winterpause gut leben. Nach dem Wechsel war der Fußball-Verbandsligist aus der Stormstadt dem Sieg sogar näher als der Oberliga-Absteiger, dessen Ambitionen einen Dämpfer erhielten.
Daneben: Der Kopfball von Sven Beck (2. von links) verfehlt sein Ziel, Husums Keeper André Teubler wendet sich ab. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Neun Spiele – und alle fanden statt! Der VfB Lübeck II (4:2 in Heiligenstedten) und der TSV Kropp (4:2 gegen Oldenburg nach 0:2-Pausenrückstand) festigten ihre Spitzenplätze, Eider Büdelsdorf (1:1 bei der Husumer SV) und Flensburg 08 (1:3 bei Comet Kiel) starteten nicht wie gewünscht ins neue Jahr. Pech hatte der FC Sörup-Sterup, der dem Tabellenvierten Kilia Kiel unglücklich 2:3 unterlag. Für die größte Überraschung des 20. Spieltags sorgte der Tabellenvorletzte TuRa eldorf, der beim SV Eichede 2:1 gewann. Der Abstand zwischen dem unteren Mittelfeld und der Abstiegszone wird immer größer – den Oldenburger SV auf Platz 15 trennen schon sieben Punkte vom 14. SV Todesfelde.

Husum (Ulrich Schröder) – Sonnenschein, angenehme Temperaturen, ein attraktiver Gegner – die Fußballfans in Husum und Umgebung ließ es dennoch kalt. Lediglich 209 Zuschauer wollten das Gastspiel des Verbandsliga-Tabellendritten FT Eider Büdelsdorf in der Stormstadt sehen. Beiden Mannschaften war die lange Spielpause anzumerken, mit dem 1:1 (0:1) waren die Gastgeber am Ende zufriedener als die ambitionierten Büdelsdorfer.
"Von unserem Ziel, Kropp zu überholen, an Lübeck dranzubleiben und die Verfolger auf Distanz zu halten, müssen wir uns zumindest kurzfristig verabschieden", resümierte Eider-Coach Olaf Lehmann. "Im großen und ganzen bin ich zufrieden. Die Jungs haben sich reingehauen und sind mit dem Unentschieden belohnt worden", fasste Trainerkollege Guido Gehrke die 90 Minuten zusammen.

Die Partie begann zerfahren – der holprige Platz ließ wenig Kombinationsfußball zu, es gab viele kleine Fouls und Freistöße. Eider war überlegen, machte aber nichts draus. Die besseren Gelegenheiten hatte Husum: Eine Flanke von Björn Fleige sorgte für Gefahr (10. Minute), ein Rechtsschuss von Michael Petersen strich knapp über das Gehäuse von Stefan Legrum (23.).

"Chancen entstanden aus dem Nichts, waren Zufallsprodukte", sagte Olaf Lehmann. Damit hatte er die Entstehungsgeschichte des 0:1 trefflich geschildert. Malte Sawkulycz trat einen Eckball in Husums Strafraum, im anschließenden Getümmel fiel der Ball nach einem Pressschlag Björn Sörensen vor die Füße, der aus kurzer Entfernung einschoss (36.). Husum reklamierte vergeblich ein Foul an Marcel Voß.

Die Nordfriesen waren nicht geschockt. Gehrke gab die defensivere Marschoute auf und beorderte Sebastian Saeltz aus der Viererkette ins Mittelfeld. Diese taktische Umstellung machte sich schon vier Minuten nach Wiederbeginn bezahlt. Der agile Michael Petersen traf mit einem kernigen Distanzschuss die Latte, Saeltz versenkte den Abpraller zum 1:1. "Die ersten zehn Minuten nach der Pause haben wir komplett verschlafen. Es hat lange gedauert, bis wir uns vom Ausgleich erholt haben", kritisierte Olaf Lehmann.

Husum drehte auf, erhöhte das Tempo. Torben Reibe beförderte einen Petersen-Schuss gerade noch von der Linie (55.), Eider hatte Glück, als ein Kopfball von Pierre Becken (73.) über das Tor ging. Stefan Legrum hatte sich bei der vorangegangenen Flanke verschätzt.
Die Gastgeber waren dem zweiten Tor näher als die Gäste und dennoch hätte Eider fast noch gewonnen. Sebastian Gregorczyn stand nach einem Abwehrfehler frei vor dem Tor, verstolperte aber. Sekunden später setzte der eingewechselte Öczan Atasoy einen Kopfball etwas zu hoch an. Ein 1:2 hätte dem Spielverlauf auch nicht entsprochen.

Husumer SV: Teubler - Herpel, Voß (88. Schulte), Rettkowski, Saeltz - Steglich, Alla (83. Strüning), Cornils, Becken - Fleige (66. Otto), Petersen. – FT Eider Büdelsdorf: Legrum - Gregorczyn, Lass, Treptow, Köpke - Reibe (81. Hamm), Sörensen, Drewes, Sawkulycz (75. Atasoy) - Beck, Yildirim. – Schiedsrichter: Sönder (Ellerbek), konsequent, manchmal kleinlich, mit guter Auslegung der Vorteilsregel. – Zuschauer: 209. – Beste Spieler: Steglich, Petersen - geschlossene Mannschaftsleistung.

19. Februar 2007 · Flensburger Tageblatt

Nach der Pause schwer in Tritt gekommen

Fußball-Verbandsliga: FT Eider Büdelsdorf mit dem 1:1 bei der Husumer SV noch gut bedient
Daneben: Der Kopfball von Sven Beck (2. von links) verfehlt sein Ziel. Foto: Voss

Husum (usc) – Sonnenschein, angenehme Temperaturen, ein attraktiver Gegner – die Fußballfans in Husum und Umgebung ließ es dennoch kalt. Lediglich 209 Zuschauer wollten das Gastspiel des Verbandsliga-Tabellendritten FT Eider Büdelsdorf in der Stormstadt sehen. Beiden Mannschaften war die lange Spielpause anzumerken, mit dem 1:1 (0:1) waren die Gastgeber am Ende zufriedener als die ambitionierten Büdelsdorfer.
"Von unserem Ziel, Kropp zu überholen, an Lübeck dranzubleiben und die Verfolger auf Distanz zu halten, müssen wir uns zumindest kurzfristig verabschieden", resümierte Eider-Coach Olaf Lehmann. "Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die Jungs haben sich reingekniet und sind mit dem Unentschieden belohnt worden", fasste Trainerkollege Guido Gehrke die 90 Minuten zusammen.

Die Partie begann zerfahren – der holprige Platz ließ wenig Kombinationsfußball zu, es gab viele kleine Fouls und Freistöße. Eider war überlegen, hatte aber keine zwingenden Torchancen. Die besseren Gelegenheiten hatte Husum: Eine Flanke von Björn Fleige sorgte für Gefahr (10. Minute), ein Rechtsschuss von Michael Petersen strich knapp über das Gehäuse von Stefan Legrum (23.).

"Chancen entstanden aus dem Nichts, waren Zufallsprodukte", sagte Olaf Lehmann. Damit hatte er die Entstehungsgeschichte des 0:1 trefflich geschildert. Malte Sawkulycz trat einen Eckball in Husums Strafraum, im anschließenden Getümmel fiel der Ball nach einem Pressschlag Björn Sörensen vor die Füße, der aus kurzer Entfernung einschoss (36.). Husum reklamierte vergeblich ein Foul an Marcel Voß.

Die Nordfriesen waren nicht geschockt. Gehrke gab die defensivere Marschoute auf und beorderte Sebastian Saeltz aus der Viererkette ins Mittelfeld. Diese taktische Umstellung machte sich schon vier Minuten nach Wiederbeginn bezahlt. Der agile Michael Petersen traf mit einem kernigen Distanzschuss die Latte, Saeltz versenkte den Abpraller zum 1:1. "Die ersten zehn Minuten nach der Pause haben wir komplett verschlafen. Es hat lange gedauert, bis wir uns vom Ausgleich erholt haben", kritisierte Olaf Lehmann.

Husum drehte auf, erhöhte das Tempo. Torben Reibe beförderte einen Petersen-Schuss gerade noch von der Linie (55.), Eider hatte Glück, als ein Kopfball von Pierre Becken (73.) über das Tor ging. Stefan Legrum hatte sich bei der vorangegangenen Flanke verschätzt.
Die Gastgeber waren dem zweiten Tor näher als die Gäste und dennoch hätte Eider fast noch gewonnen. Sebastian Grzegorczyn stand Sekunden vor dem Abpfiff nach einem Abwehrfehler frei vor dem Tor, verstolperte aber. Sekunden später setzte der eingewechselte Öczan Atasoy einen Kopfball etwas zu hoch an. Ein 1:2 hätte dem Spielverlauf auch nicht entsprochen.

Husumer SV: Teubler - Herpel, Voß (88. Schulte), Rettkowski, Saeltz - Steglich, Alla (83. Strüning), Cornils, Becken - Fleige (66. Otto), Petersen. – FT Eider Büdelsdorf: Legrum - Gregorczyn, Lass, Treptow, Köpke - Reibe (81. Hamm), Sörensen, Drewes, Sawkulycz (75. Atasoy) - Beck, Yildirim. – Schiedsrichter: Sönder (Ellerbek), konsequent, manchmal kleinlich, mit guter Auslegung der Vorteilsregel. – Zuschauer: 209. – Beste Spieler: Steglich, Petersen - geschlossene Mannschaftsleistung.

19. Februar 2007 · Landeszeitung

Gehrke: "Wir müssen nur unserer Linie treu bleiben"

Ganz planmäßig geht es am Wochenende weiter mit der Rückrunde in der Fußball-Verbandsliga. Und für die Husumer SV gibt es zum Jahresauftakt im heimischen Stadion gleich einen Kracher: Die FT Eider Büdelsdorf ist am Sonnabend (15 Uhr) an der Nordsee zu Gast.
Man kennt sich: Sascha Rettkowski (li.) im Duell mit Eiders Torjäger Sven Beck, der damals (April 2004) noch für Neumünster kickte. Foto: sas

Husum (ree) – Lange galt die FT Eider Büdelsdorf als heißester Anwärter auf den Meistertitel in der Fußball-Verbandsliga. Nach elf Spieltagen hatte sie elf Mal gewonnen und lag unangefochten an der Tabellenspitze. Doch dann zeigten sich die Schützlinge von Trainer Olaf Lehmann plötzlich verwundbar. Bis zum Jahresende folgten 0:1-Niederlagen gegen die Verfolger Kilia Kiel und VfB Lübeck II, sowie mühsame Unentschieden gegen Flensburg 08 und den FC Dornbreite.
Vorbei war's mit der frühen Herrlichkeit, plötzlich war man nur noch Dritter. Von diesem Platz aus wollen die Büdelsdorfer jetzt versuchen, die alte Führungsposition zurück zu erobern. "Wir wollen sehen, dass wir am Ende wieder ganz oben stehen", lautet jedenfalls die Parole von Olaf Lehmann. Es waren nur zwei Testspiele, mit denen der FT-Coach seine Mannen bisher auf Betriebstemperatur bringen konnte. Dabei wurde gegen den ehemaligen Hamburger Oberligisten SC Victoria immerhin 3:2 gewonnen.

Satt grüner Rasen, Flutlicht und eine stattliche Kulisse – das waren die Rahmenbedingungen im Hinspiel der Stormstädter vor einem halben Jahr in Büdelsdorf. Aber für die Husumer SV endete der Abend mit einem enttäuschenden 2:5. "Da war mehr für uns drin", erinnert sich SV-Coach Guido Gehrke an jenen Sommertag, als seine Schützlinge mit dem neuen Abwehrsystem noch ihre Probleme hatten.

Diesmal möchte der Trainer mit seinem Team am Ende besser dastehen. Und dazu gibt ihm auch die Präsentation der Mannschaft am Dienstag in Schleswig Hoffnung. Gehrke: "Wir haben zwar nur 1:0 gewonnen, aber wieder richtig guten Fußball gespielt." Das Husumer Tor in dieser Partie erzielte David Strüning in der 60. Minute. Nach dem Spielausfall gegen Comet Kiel war dem Coach dieser Test besonders wichtig.
"Wir müssen nur unserer Linie treu bleiben", sagt Gehrke, "dann stellen sich ganz von selber Ergebnisse ein, die für uns sprechen." Keine Frage: Der Mann hat Vertrauen zu seiner Arbeit und zu seinen Spielern.

Von denen können aber wieder nicht alle dabei sein. Neben Lars Hermann (Zeh gebrochen) und Marcell Voss (Verdacht auf Gelbsucht) plagt sich jetzt auch noch Martin Herpel mit Problemen an der Achillessehne. So fällt dem Trainer gegen die offensivstarke FT also nahezu die komplette Viererkette aus. Dort werden sich deshalb wohl Ingo Cornils, Sebastian Saeltz und Marcel Otto wiederfinden – Akteure, die sonst die Spielgestaltung besorgen. Dafür darf Sebastian Steglich wieder mit einem Einsatz im Husumer Mittelfeld rechnen.

16. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Kropp startet mit Heimspiel – Eider in Husum

Die fußballlose Zeit neigt sich ihrem Ende entgegen. Während der Ball in der Bundesliga längst wieder rollt, fielen die Spiele der Fußball-Verbandsliga am vergangenen Wochenende noch der schlechten Witterung zum Opfer. Doch jetzt rechnet sowohl die FT Eider Büdelsdorf bei der Husumer SV als auch der TSV Kropp beim Heimspiel gegen den Oldenburger SV mit dem Anpfiff. Beide Partien beginnen am Sonnabend um 15 Uhr.
Sebastian Grzegorczyn muss mit der FT Eider Büdelsdorf morgen bei der Husumer SV antreten. Foto: Peters

Kropp/Büdelsdorf (Torsten Peters) – Der Platz im Kropper Stadion befindet sich in einem guten Zustand. Die Fans können sich am Sonnabend also wieder auf Verbandsliga-Fußball freuen – und viele Tore.

"Keine Frage, die Spieler brennen alle darauf, dass es wieder losgeht", sagt Eider-Trainer Olaf Lehmann. Nur Training – das fülle niemanden so richtig aus. Dass es im ersten Spiel nach der Winterpause und der Absage in Bargteheide gleich zur Husumer SV geht, findet Lehmann weder gut noch schlecht: "Wir können es uns ja ohnehin nicht aussuchen, wann wir gegen wen spielen. Deshalb nehmen wir die Gegner so, wie es der Spielplan vorgibt." Im Hinspiel gab es noch einen lockeren 5:2-Erfolg der Büdelsdorfer. Doch davon lässt sich der Eider-Coach nicht blenden. "Husum wird brennen, um die Scharte aus dem Hinspiel wieder auszumerzen. Darauf müssen wir uns einstellen." Dennoch fordert Lehmann einen Sieg von seiner Mannschaft, "denn nur so können wir den Anschluss an die Tabellenspitze halten." Dass der VfB Lübeck nach wie vor große Chancen auf den Zweitliga-Aufstieg besitzt, sieht Lehmann als Vorteil im Kampf um die Verbandsliga-Meisterschaft an. "Da werden dann stets die besten Spieler für die Regionalliga-Mannschaft abgestellt." Ausfallen wird nicht nur in Husum, sondern für längere Zeit, Abwehrspieler Torben Hartung, der sich mit einer Knorpelverletzung im Knie herumplagt.

Vor dem Spiel drei Fragen an den Trainer:
Wie sind Sie mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden?
"Das ist immer schwer zu sagen. Alle haben gut mitgezogen, doch entscheidend ist, was Sonnabend in Husum dabei herausspringt."

Sind taktische Änderungen im Vergleich zur Hinrunde geplant?
"Nein, wir werden so weiterspielen wie in der Vorrunde – damit waren wir ja auch erfolgreich."

Erwarten Sie einen Dreikampf um die Meisterschaft, oder kann noch eine weitere Mannschaft oben mit angreifen?
"Da kann durchaus noch eine andere Mannschaft mit eingreifen. Kilia ist uns ja schon auf den Fersen. Und Flensburg 08 sollte man auch noch nicht abschreiben."

16. Februar 2007 · Landeszeitung
Test 20.02.07 Husumer SV SV Frisia 03 Risum-Lindholm  

Frisia testet heute Husumer SV

Risum-Lindholm (sh:z) – Willkommener letzter Test für den Fußball-Bezirksoberligisten SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Der Tabellenzweite, der am Sonntag (14 Uhr) zum Rückrunden-Auftakt gleich auf Spitzenreiter ETSV Weiche trifft, probt heute (19.30 Uhr) unter Flutlicht gegen die Husumer SV den Ernstfall. Der Verbandsligist ist schon ein Punktspiel (1:1 gegen Eider Büdelsdorf) voraus. Dennoch kann auch das Team von Trainer Guido Gehrke noch Spielpraxis gebrauchen.
20. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
21. ST 24.02.07 Husumer SV SV Eichede 2:1

Husumer Siegtor in letzter Sekunde!

24.02.2007

Husumer SV - SV Eichede

2 : 1 (1:1)


Mit dem letzten Angriff bescherte Ingo Cornils seiner Mannschaft doch noch die erhofften drei Punkte im Heimspiel gegen den SV Eichede. In der 90. Spielminute verwertete der Abwehrspieler ein Zuspiel von Björn Fleige aus acht Metern zum 2:1-Endstand. Gehofft hatten die 220 Zuschauer bis zum Schluss, doch gerechnet hatte wohl niemand mehr mit diesem Treffer. Zu viel misslang den Schützlingen von Trainer Guido Gehrke an diesem Nachmittag, sicherlich auch Folge der verletzungsbedingt notwendigen Umstellungen. Zumindest in der ersten Halbzeit fehlte den Nordfriesen die Ordnung im Spiel, gelungene Aktionen blieben die Ausnahme. Auch durch die frühe Führung kam keine Sicherheit in die Aktionen der Husumer. Erst im zweiten Durchgang rissen die Stormstädter das Ruder herum, fanden über den Kampf ins Spiel zurück. Der SV Eichede rehabilitierte sich nach der Pleite vom letzten Wochenende gegen Meldorf, lieferte trotz der Niederlage eine gelungene Vorstellung ab. Sechzig Minuten musste die Elf mit zehn Spielern auskommen, kompensierte das völlig. Die Hausherren fanden trotz Überzahl lange Zeit kein Gegenmittel gegen die zweikampfstarken und engagiert aufspielenden Gäste.

»Wir haben nur schwer ins Spiel gefunden, erst in der zweiten Halbzeit lief es besser«, bilanzierte Husums Trainer Guido Gehrke nach der Partie. »Für unser Engagement sind wir doch noch belohnt worden, auch wenn es für den Gegner natürlich bitter ist.« Eichedes Trainer André Lass war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: »Einen Punkt hätten wir verdient gehabt, doch im Abschluss waren wir einfach nicht clever genug.«

Bereits nach acht Spielminuten besorgte Dennis Schulte die Führung für die Husumer, aus zwei Metern hatte er keine Mühe, das Leder nach einem Eckball einzuschieben. Doch zur nötigen Sicherheit im Husumer Spiel trug dieser Treffer nicht bei. Die Gäste kamen mit den Bodenverhältnissen besser zurecht, mit direktem Spiel und cleverem Zweikampfverhalten hatten sie jetzt mehr vom Spiel. Dennis Schönfeldt nutzte nach 19 Spielminuten die Abstimmungsprobleme der Husumer Hintermannschaft eiskalt aus und erzielte freistehend den Ausgleichstreffer. Doch auch größte Chancen versiebten die Gäste. Allein Dennis Sudbrack hätte den Nordfriesen an diesem Nachmittag den Todesstoß geben können, dreimal versagten ihm jedoch die Nerven (26./37./40.). Die Husumer konnten sich bei Torhüter Teubler bedanken, der mehrmals in höchster Not retten konnte. Erstaunlich, mussten die Eicheder bereits nach 30 Minuten mit zehn Mann auskommen. Torhüter Venz wurde des Platzes verwiesen, hatte das Leder außerhalb des Strafraums mit der Hand gespielt.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild, mit zunehmender Spielzeit drängte Husum Eichede in die Abwehr zurück. Doch der Führungstreffer wollte einfach nicht gelingen. Michael Petersen narrte in der 60. Minute die gesamte Eicheder Abwehr, verzog aus 14 Metern äußerst knapp. Eine scharfe Hereingabe von Björn Fleige tanzte zwei Minuten später auf der Torlinie entlang. Marcel Otto kam zu spät, konnte das Leder nicht mehr eindrücken. Torge Maltzahn schlug einen Ball vom aufgerückten Dennis Schulte noch von der Torlinie (75.). Als dann auch noch ein Geschoss von Gerrit Müller kurz vor dem Ende nicht ins Tor, sondern an den Pfosten knallte, glaubte niemand mehr an den Sieg. Aber besagter Ingo Cornils stand ja goldrichtig.

Erst im zweiten Durchgang verdienten sich die Husumer den glücklich zu stande gekommenen Sieg, Eichede vergaß, den Sack frühzeitig zu zumachen.

Tore: 1.0 Schulte (8.), 1:1 Schönfeldt (19.), 2:1 Cornils (90.)
Beste Spieler: Teubler, Petersen / Schacht, Sudbrack
Ecken: 4 : 6
Chancen: 8 : 6
Zuschauer: 220
Schiedsrichter: Kaack (Barkelsbyer SV)
gelbe Karten:  Cornils (27.), Otto (79.), Voß (87.) / Sudbrack (11.), Nagel (40.)
rote Karte: Venz (30.) spielt den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand
Aufstellung:

Teubler - Schulte, Cornils, Rettkowski - Lies (68. Fleige), Saeltz, Becken (17. Otto), Steglich, Alla (58. Voß) - Petersen, Müller.

Venz  - Schacht, Bruhn, Koch, Wehlitz -  Nagel, Schönfeldt (81. S. Bischkopf), Matzahn, T. Bischkopf (30. Westphal) - Sudbrack, Rienhoff (73. Weidner).

  Hl 24.02.2007

Ingo Cornils setzt den Schlusspunkt

Ein Last-Minute-Tor von Ingo Cornils hat den Verbandsliga-Fußballern der Husumer SV den ersten Sieg des Jahres beschert. Beim 2:1 (1:1) leistete der SV Eichede in Unterzahl (Torwart Venz war nach 30 Minuten vom Platz gestellt worden) allerdings bis zum Schluss heftige Gegenwehr.
Gewurstel: Husums Sebastian Steglich (Mitte) behauptet sich gegen die Eicheder Alexander Wehlitz (li.) und Benny Bruhn. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Mit dem 4:1 gegen Comet Kiel baute der VfB Lübeck II seinen Vorsprung auf acht Punkte aus. Der TSV Kropp (45 Punkte), dessen Spiel bei Flensburg 08 ausfiel, ist jetzt punktgleich mit Eider Büdelsdorf (5:2 gegen Moisling). Beide Teams treffen am Sonnabend in Kropp aufeinander. Einen Zähler Rückstand hat Kilia Kiel, das Altenholz 2:0 besiegte. Die Husumer SV festigte mit dem 2:1 gegen Eichede ihren Platz im oberen Mittelfeld, der FC Sörup-Sterup (1:3 beim FC Dornbreite) spürt als Tabellen-16. TuRa Meldorf (1:0 gegen Heiligenstedten) im Nacken.

Husum (ree) – Auch Last-minute-Siege bringen im Fußball drei Punkte. Diese schöne Erfahrung machte die Husumer SV. Schiedsrichter Maik Kaack pfiff die Verbandsliga-Partie gar nicht erst wieder an, nachdem Ingo Cornils zum erlösenden 2:1 (1:1) der Nordfriesen gegen den SV Eichede getroffen hatte. Während der Torschütze mit gen Himmel gereckten Armen in Richtung Fanblock abdrehte, ließen die Gäste fassungslos die Köpfe hängen.
Ungerecht empfanden sie das, was da gerade passiert war. Ungerecht, weil sie der Husumer SV eine Stunde lang mit nur zehn Mann bravourösen Widerstand geleistet und die Partie absolut offen gehalten hatten. Um so erstaunlicher, wie gefasst André Lass mit diesem späten Knockout umging. "Ich bin sehr zufrieden, wir haben in Unterzahl sehr clever gespielt. Nur mit den Torchancen sind wir schlampig umgegangen", sagte der Gästetrainer. Guido Gehrke fand die Belohnung für seine Schützlinge nur gerecht. "Ein Segen, dass wir so ein Spiel auch mal gewinnen", sagte er.

Beide Mannschaften mussten früh umdisponieren. Bei den Stormstädtern fiel nach einer Viertelstunde Pierre Becken aus, der sich im Zweikampf eine Fußprellung zugezogen hatte. Bei den Stormarnern musste nach einer halben Stunde Torhüter Markus Venz das Feld räumen, weil er mit dem Ball in den Händen aus dem Strafraum geraten war. Dafür sah er Rot.

1:1 stand es zu diesem Zeitpunkt. Dennis Schulte hatte die Hausherren in der 8. Minute nach einem Eckball von Sebastian Steglich in Führung geschossen. Was die Gäste aber fortan mehr motivierte als die Platzbesitzer, die von ihrem Trainer ("Macht mal mit!") immer wieder verbales Doping empfingen. In der Husumer Dreierkette klafften Lücken, in denen wiederholt Dennis Schönfeldt herumspazierte. Eichedes einziger Stoßstürmer sorgte in der 19.Minute auch für den Ausgleich, als er einen weiten Flugball von Torge Maltzahn einköpfze.

Damit war die Husumer SV ernüchtert und tat sich in der Folgezeit schwer, den Gegner das personelle Übergewicht spüren zu lassen. Erion Alla war für Strategisches diesmal nicht zu haben und alle anderen mehr als gewollt mit Defensivaufgaben beschäftigt. Der Nordfriesen-Express kam nicht ins Rollen, die Gäste gaben sich weiterhin clever und ambitioniert.
Gerrit Müller wurde von Johann Schacht fast in Manndeckung genommen. Trotzdem stand der Husumer dicht vor einem Treffer. Zwei Mal hatte er Pech mit Kopfbällen (37. und 42.), in der 85. Minute traf er nur den Pfosten.

Aber auch für Eichede gab es Szenen, die den Satz des Trainers ("Wir hatten das 2:1 eher verdient") rechtfertigten. Dabei konnten sich die Husumer bei Keeper André Teubler bedanken, der gegen Dennis Sudbrak (40.) und Jan Nagel (56.) ebenso auf der Hut war, wie in der 86. Minute gegen Torge Maltzahn, dem er sich jenseits der 16 m-Linie entgegenwarf. Schon zuvor hatte Maltzahn Pech gehabt, als Schulte seinen Schuss auf der Linie erwischte (75.).

Ingo Cornils´ Schuss in der Schlussminute aber hielt niemand mehr auf. Kaltschnäuzig vollstreckte er aus der Nähe des Elfmeterpunktes zum 2:1.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Cornils, Schulte – Saeltz, Becken (16. Otto), Lies (67. Fleige), Alla (57. Voss), Steglich – Petersen, Müller. – SV Eichede: Venz – Bruhn, Schacht, Wehlitz, Koch – T. Bischkopf (31. Westphal), Maltzahn, Rienhoff (73. Weidner), Sudbrak, Nagel – Schönfeldt (81. S. Bischkopf). – Schiedsrichter: Maik Kaack (SV Barkelsby). – Zuschauer: 220.

26. Februar 2007 · Flensburger Tageblatt

SVE kassiert zweite Pleite

Eichede (ssi) – Ein Fußballspiel dauert eben nicht immer 90 Minuten. Hätte Schiedsrichter Maik Kaack die Verbandsliga-Partie des Husumer SV gegen den SV Eichede rechtzeitig abgepfiffen, dann hätten die Eicheder einen verdienten Punkt mit auf den Heimweg genommen. Doch es kam anders. In der Nachspielzeit riss Ingo Cornils das Ruder für den Husumer SV mit seinem Last-Minute-Tor zum 2:1-Endstand noch herum.

"Ganz bitter, das hatten wir nicht verdient", stöhnte Eichedes Co-Trainer Dirk Kammer. Sein Team hatte allerdings die schwere Last zu tragen, eine Stunde lang in Unterzahl spielen zu müssen. Denn in der 30. Minute verschätzte sich SVE-Keeper Markus Venz beim Herauslaufen und nahm einen lang geschlagenen Ball des Husumer SV außerhalb des Strafraumes mit der Hand auf. Die logische Konsequenz: Rote Karte gegen den Schlussmann, der bereits in der achten Minute nach dem 1:0 durch Dennis Schulte hinter sich greifen musste. Elf Minuten später hatte Dennis Schönfeld zwar ausgeglichen. Doch in Unterzahl wurde es in der Folge für die Eicheder schwer. "Wir haben ganz hervorragend dagegen gehalten und selbst zu zehnt noch Chancen gehabt, um in Führung zu gehen", erklärte Kammer. Doch Torge Maltzahn und Jan-Ole Rienhoff vergaben diese Möglichkeiten. So erhöhte Husum im zweiten Durchgang den Druck. Zwar stemmte sich der SVE energisch gegen eine Niederlage und besaß selbst immer wieder gute Kontermöglichkeiten.

Doch an diesem Tage schien sich alles gegen die Kicker von Coach André Laß verschworen zu haben. Dennis Sudbrak, Torge Maltzahn und Dennis Schönfeldt setzen zwar in schöner Regelmäßigkeit Entlastungsangriffe – nur Zählbares sprang dabei nicht heraus. Als Sudbrak kurz vor Ultimo mit Wadenkrämpfen raus musste und Laß nicht mehr wechseln konnte, nahm das Schicksal seinen Lauf. Den einen Punkt vor Augen, war der SVE einen Moment lang unaufmerksam und Cornils besiegelte aus dem Gewühl heraus in letzter Sekunden die zweite Eicheder Niederlage in Folge.

SV Eichede: Venz – Bruhn, Schacht, Wehlitz, Koch – Nagel, Maltzahn, T. Bischkopf (30. Westphal), Rienhoff (75. Weidner), Sudbrak – Schönfeldt (85. S. Bischkopf). – Tore: 1:0 (8.) Dennis Schulte,1:1 (19.) Dennis Schönfeldt, 2:1 (90.+2) Ingo Cornils. – Besondere Vorkommnisse: Rote Karte (30.) gegen SVE-Keeper Markus Venz. – Schiedsrichter: Maik Kaack. – Zuschauer: 220.

26. Februar 2007 · Stormarner Tageblatt

Gerrit Müller stürmt in die Startelf

Wieder ein Heimspiel für die Husumer SV: Das Team von Trainer Guido Gehrke trifft am Sonnabend um 15 Uhr auf den SV Eichede, der nach Platz zwei im Vorjahr deutlich kleinere Brötchen backen muss.
Drei Tore im Test: Gerrit Müller wird am Sonnabend gegen Eichede mit von der Partie sein. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – In der Vorrunde der laufenden Verbandsliga-Saison hatte die Husumer SV am fünften Spieltag eine richtige Sternstunde. Gastgeber war der SV Eichede und die Partie endete mit einem 5:0 für die Stormstädter. Am Sonnabend (15 Uhr) ist der Vizemeister des Vorjahres zu Gast im Friesenstadion und trifft auf eine Husumer Mannschaft, die viel Selbstbewusstsein ausstrahlt.
Allen voran Guido Gehrke. "Es ist egal, gegen wen wir spielen, alle ziehen hervorragend mit", schwärmt der Husumer Coach nach dem 6:1 (2:1)-Sieg seiner Schützlinge im Testspiel beim Bezirksoberligisten SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Dabei wird er am Sonnabend auch wieder ein paar Lücken in seinem Kader schließen müssen. Denn Lars Hermann und Marcell Voss (beide verletzt) und Martin Herpel (aus beruflichen Gründen) stehen nicht zur Verfügung.

"Wir werden deshalb wohl wieder mit einer Dreierkette spielen", gibt Gehrke Einblick in seine taktischen Überlegungen, "das hat in der zweiten Halbzeit gegen Büdelsdorf auch hervorragend geklappt." Profitiert davon hat gegen die FT Eider vor allem Sebastian Saeltz, der immer dann am effektivsten ist, wenn er neben seiner Zweikampfstärke auch seine offensiven Ambitionen ausspielen darf. Aber so reichlich ist das Husumer Personal für den hinteren Deckungsverband nicht, und deshalb kann es schon angehen, dass Saeltz sich auch diesmal mit einer Rolle in der Kette abfinden muss.

Die sechs Tore in Lindholm hatten auch was mit Gerrit Müller zu tun. Mit drei Treffern hat der Husumer Goalgetter, der gegen Büdelsdorf nicht zum Einsatz kam, am Mittwoch Abend den Erfolg seiner Mannschaft befördert. "Und er wird auch gegen Eichede dabei sein", legt sich sein Coach bereits vorher fest.

Eine Chance sollen laut Gehrke auch wieder David Lies und Dennis Schulte erhalten.
Beim SV Eichede hängt gegenwärtig der Haussegen ein wenig schief. Dazu hat vor allem die 1:2-Heimniederlage gegen TuRa Meldorf beigetragen, die man bei den Stormarnern überhaupt nicht eingeplant hatte. "Meldorf kommt drei Mal über die Mittellinie und macht zwei Tore", wettert Ligasprecher Manfred Zeis und bemängelt die Abschlussschwäche in den eigenen Reihen.

Grund dafür ist wohl auch die Personalie Naim Osmani. Der 21-jährige Angreifer hatte in der Winterpause überaus blauäugig den Versuch gestartet, beim VfB Lübeck anzuheuern. Dagegen hatte man in Eichede etwas – und nun kickt Osmani dort bis auf Weiteres in der Zweiten.

Aber damit nicht genug. Auch die Stürmer Philipp Oldenburg und Torge Maltzahn sowie die Mittelfeldakteure Jan-Ole Rienhoff und Dennis Sudbrak stehen auf der Verletztenliste. Angesichts dieser Situation wäre Zeis damit zufrieden, "wenn wir wie in der Vorsaison ein 1:1 in Husum erreichen könnten." Damals traf übrigens Gerrit Müller – das passt doch.

23. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Bargteheide will Befreiungsschlag

Fußball-Verbandsligist TSV Bargteheide hat gegen den Oldenburger SV (morgen, 15 Uhr) die Riesenchance, sich mit einem Heimsieg frühzeitig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Der SV Eichede dagegen will sich beim Husumer SV (heute, 15 Uhr) für die 1:2-Pleite gegen den Tabellenletzten TuRa Meldorf rehabilitieren.

Bargteheide (Kai Behrmann) – Auf die beiden Stormarner Verbandsligisten TSV Bargteheide und den SV Eichede warten am Wochenende reizvolle Aufgaben. Während die Bargteheider im heimischen Volkspark gegen den Oldenburger SV den Befreiungsschlag im Abstiegskampf anstreben (morgen, 15 Uhr), brennt die Elf von Eichede-Trainer André Laß beim Husumer SV (heute, 15 Uhr) auf Wiedergutmachung für die Heimpleite gegen den Tabellenletzten TuRa Meldorf am vergangenen Spieltag.


Husumer SV – SV Eichede
Heimpleite gegen das Tabellenschlusslicht: Das erste Punktspiel nach der Winterpause endete am vergangenen Sonntag für den SV Eichede (Platz acht/26 Punkte) mit einer Enttäuschung. Dass die 1:2-Niederlage gegen TuRa Meldorf Spuren bei seiner Mannschaft hinterlassen haben könnte, befürchtet SVE-Trainer André Laß allerdings nicht. "Selbstbewusstsein haben meine Spieler genug", sagt er. Einige vielleicht sogar ein bisschen zu viel. "Wir nehmen schwächere Gegner manchmal nicht ganz ernst", kritisiert Laß den Hang seiner Truppe zur Überheblichkeit .

Vielleicht kommt da der nächste Gegner gerade recht. Gegen den Tabellensechsten Husumer SV dürften die Eicheder Kicker keine Probleme mit der Einstellung haben. "Die gehören zu den Top-Teams der Liga", sagt Laß und fügt hinzu: "Zu denen zähle ich uns nach wie vor aber auch noch." Anders als gegen TuRa Meldorf ("Die haben sich nur in der eigenen Hälfte verschanzt"), erwartet Laß einen offensiveren Gegner. "Husum wird nach vorne spielen", ist er sich sicher: "Das kommt uns entgegen." Der Grund: Mit Philipp Oldenburg fehlt dem SVE zur Zeit der einzige Strafraumstürmer. Gegen Mannschaften wie Meldorf, die sehr tief stehen und die Räume eng machen, fehlt dem jungen Eicheder Team die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Kasten. Gegen einen offensiven Husumer SV erhofft sich Laß daher mehr Platz für seine Konterstürmer, damit der SVE nicht nur schön, sondern auch wieder erfolgreich spielt.

24. Februar 2007 · Stormarner Tageblatt
22. ST 03.03.07 Heider SV Husumer SV 0:1

Verdient!

03.03.2007

Heider SV - Husumer SV

0 : 1 (0:1)


Eine starke erste Halbzeit genügte der Husumer SV, um im Westküstenderby erneut die Oberhand zu behalten. 260 Zuschauer sahen bei herrlichen äußeren Bedingungen ein zumindest im zweiten Durchgang emotionsgeladenes Duell, nachdem die Nordfriesen die erste Hälfte eindeutig beherrscht hatten. Heide wurde fast völlig zurückgedrängt, kam nur sporadisch in Strafraumnähe. Die Stormstädter versäumten es trotz spielerischer Überlegenheit jedoch, das Ergebnis eindeutiger zu gestalten. Und so kam die Elf von Guido Gehrke mit Ende des Spiels unnötigerweise in Bedrängnis, hatte aber den längeren Atem und siegte letztlich verdient.

»Ich bin mit der Leistung meiner Elf sehr zufrieden«, lobte Husums Trainer Guido Gehrke seine Spieler. »Wir haben in der ersten Halbzeit super Fußball gespielt und das Spiel hier ordentlich zu Ende gebracht.« Auch Heides Trainer Alfred Hußner konnte mit dem Endergebnis leben: »Der Sieg geht in Ordnung. Husum hat ein Tor gemacht, wir nicht - so einfach ist das!«

Nach anfänglichem Abtasten übernahmen die Gäste das Kommando, mit herrlichen Kombinationen wurde das Leder vor das Tor gebracht. Einziges Manko blieb die Torausbeute, Torhüter Dannenberg wurde nur selten geprüft. Michael Petersen versuchte es in der 7. Spielminute von der linken Seite, aus acht Metern blieb Dannenberg jedoch Sieger. Kurz vor der Pause war Gerrit Müller zu überrascht, aus drei Metern verfehlte er mit einem Kopfball das Gehäuse äußerst knapp (43.). Zwei Minuten später durfte Husums Torjäger doch noch jubeln: Nach einem Freistoß von Ingo Cornils stand Müller goldrichtig und traf mit dem Kopf zur verdienten Husumer Führung (45.). Auf der Gegenseite konnte der überraschend ins Team gerückte Nachwuchs-Keeper Melf Molinas sein Können zeigen, in der 36. Minute entschärfte er die einzige Heider Chance durch Tim Ostermann mit einem tollen Reflex.

Mit zunehmender Spielzeit konnten die Gastgeber das Spielgeschehen offener gestalten, doch die größeren Tormöglichkeiten besaßen weiter die Nordfriesen. Ein scharf getretener Freistoß von Ingo Cornils brachte Torhüter Dannenberg in Bedrängnis (51.), sechs Minuten später zielte Cornils aus dem Gewühl heraus nur um Zentimeter neben das Tor. Die größte Möglichkeit vergab Gerrit Müller nach 74 Spielminuten, aus der Drehung setzte er das Leder an den Pfosten - Torhüter Dannenberg war schon geschlagen. Alex Hardock konnte kurz vor Spielende die Heider Ausgleichschance nicht nutzen, sein Kopfball strich knapp am Husumer Tor vorbei. Am Ende stand ein knapper, aber verdienter Husumer Sieg. Doch die Gäste machten sich das Lebern selber schwer, hätten den Sack früher zu machen können. Dadurch kam unnötige Hektik in die Partie, zehn gelbe bzw. gelb/rote Karten - überwiegend in der zweiten Halbzeit - sind Beleg dafür.

Tore: 0:1 Müller (45.)
Beste Spieler: Holst / geschlossenen Mannschaftsleistung
Ecken: 4 : 6
Chancen: 3 : 8
Zuschauer: 260
Schiedsrichter: Sönke Müller (Altenkrempe)
gelbe Karten: Börensen (49.), Holst (78.), Jarchow (86.) / Petersen (27.), Cornils (50.), Steglich (58.), Strüning (73.), Müller (90.), Voß (94.)
gelb/rot: Strüning (86.) Unsportlichkeit
Aufstellung:

Dannenberg - Jarchow - Quade, Schwalm (76. Stintzig), Holst - Ehlers (65. Hardock), Nehmer, Börensen, Schwarz - Ostermann, Frahm.

Molinas - Voß, Rettkowski, Schulte - Steglich, Saeltz, Cornils (80. Lies), Alla, Petersen (63. Otto)- Fleige (71. Strüning), Müller.

  Hl 03.03.2007

Husum setzt Serie fort

Verdientes 1:0 beim Heider SV / Müller trifft

Verbandsliga-Übersicht

Der TSV Kropp ist wieder dick im Geschäft um die Meisterschaft. Nach dem 1:0 im Derby gegen Büdelsdorf liegt das Team nur noch fünf Punkte hinter Tabellenführer VfB Lübeck II, ist aber noch ein Spiel im Rückstand. Das zweite Spitzenspiel der Lübecker bei Kilia Kiel fiel aus. Die Partie Flensburg 08 gegen Heiligenstedten fiel der starken Sonneneinstrahlung zum Opfer. Husum siegte 1:0 in Heide, im Kampf gegen den Abstieg verliert der FC Sörup-Sterup nach dem 0:1 gegen Todesfelde immer mehr den Anschluss.

Ballgeflüster

Gelungenes Debüt: Melf Molinas bestritt in Heide beim 1:0 im Westküsten-Derby sein erstes Verbandsligaspiel für die Husumer SV – mit Erfolg. In unaufgeregter Haltung zu seinen Vorderleuten und mit sicheren Griffen zum Ball rechtfertigte der 20-Jährige seinen Einsatz, den ihm Trainer Guido Gehrke schon vor geraumer Zeit versprochen hatte. Molinas vollbrachte seine größte Tat, als er nach 36 Minuten einen Kopfball von Timm Nehmer spektakulär parierte. (ree)

Heide (ree) – Das elfte Saisontor von Gerrit Müller bescherte den Verbandsliga-Fußballern der Husumer SV den neunten Sieg in Folge über den Heider SV. Im Vergleich zum Hinspiel sahen 260 Zuschauer diesmal ein gutklassiges Westderby, in dem die Stormstädter genau den Tick besser waren, den das 0:1 (0:1) ausdrückt.
Fast die gesamte erste Halbzeit hatte Husums Goalgetter Gerrit Müller sich vergebens mit seinem Heider Beschatter Oliver Holst abgemüht. Doch dann entwischte er dem Heider doch zwei Mal im Strafraum. In der 43. Minute zischte Müllers Kopfball noch knapp am Heider Tor vorbei. Doch der zwei Minuten später passte zum verdienten 0:1. Beide Male hatte Ingo Cornils Freistöße maßgerecht in den Strafraum geschlagen. Später,als David Quade ihn bewachte, hätte der gute Müller sein Torkonto noch ausbauen können. Aber sein Schuss in der 75. Minute knallte an den Pfosten.

Der Heider SV versuchte alles, gegen den Nachbarn diesmal nicht zu verlieren. Und mit Oliver Holst in einer offensiven Rolle schien das gleich nach dem Wechsel auch zu klappen. Jedenfalls hatten die Heider in dieser Phase ihre stärksten Szenen. Aber mehr als eine Chance für Tim Ostermann sprang nicht heraus. Aus spitzem Winkel scheiterte er an Keeper Melf Molinas (67.).

Kurz vor Schluss hatte das faire Derby auch noch seinen atmosphärischen Aufreger. Da erhielt David Strüning, erst 15 Minuten dabei, für sein zweites Foul das Gelbrot-Signal. Rot hätte aber auch Henning Jarchow bekommen müssen, der sich gegen Strüning eine klare Tätlichkeit erlaubte. Der Heider sah aber nur Gelb. Kein Problem hatten die Trainer mit dem Ausgang der Partie. "Das 1:0 ist hochverdient, wir haben in der ersten Halbzeit super gespielt", befand Husums Guido Gehrke. Der Heider Alfred Hußner sagte: "Wir kommen dichter. Im nächsten Spiel schlagen wir Husum."

Heider SV: Dannenberg – Jarchow – Schwalm (76. Stintzing), Holst – Schwarz, Nehmer, Quade, Ehlers (64. Hardock), Börensen – Ostermann, Frahm. – Husumer SV: Molinas – Rettkowski, Voss, Schulte – Cornils (80. Lies), Saeltz, Steglich, Alla, Petersen (62. Otto) – Fleige (71. Strüning), Müller. – Schiedsrichter: Sönke Müller (BSG Altenkrempe). – Zuschauer: 260.

5. März 2007 · Flensburger Tageblatt

Westküsten-Duell in Heide: Husums Coach Gehrke interessiert Statistik nicht

Husum (ree) – Blättert man in der Statistik, ist die Frage nach dem Favoriten im Westküstenderby der Fußball-Verbandsliga schnell beantwortet. Zehn Spiele in Folge hat die Husumer SV gegen den Heider SV nicht verloren. Den letzten Erfolg durften die Heider, die am Sonnabend (15 Uhr) Heimrecht gegen Husum genießen, im Dezember 2001 bejubeln. Damals gewannen sie mit 2:1. Husums Coach Guido Gehrke will von einer Favoritenrolle trotzdem nichts wissen. "Heide hat sich gut entwickelt", sagt er. Die Dithmarscher rangieren nur zwei Plätze hinter den Husumern und haben zu Hause nur zwei Partien abgegeben. Das hatte man ihnen vor der Saison nicht unbedingt zugetraut. Im Übrigen hofft der Husumer Coach, dass beide Teams diesmal "mit offenem Visier" ans Werk gehen. "Das haben die Zuschauer in einem solchen Derby verdient", so Gehrke. Im Hinspiel waren die Fans nicht auf ihre Kosten gekommen. Die Stormstädter siegten durch ein Tor von Marcel Otto mit 1:0, mehr war nicht erwähnenswert. Einziger Heider mit spürbaren Offensivdrang war damals Tim Ostermann, der momentan ganz gut trifft. Beim 3:1 in Todesfelde war der 25-Jährige gleich zwei Mal erfolgreich. "Star" in Heide ist aber Gustavo Jose Fernandez. Der Argentinier kam zur neuen Saison von SW St. Michaelisdonn und hat dem Heider Spiel neue Impulse verliehen. Auch er traf vor einer Woche. Husum kann sich also nicht darauf verlassen, dass Heides Trainer Alfred Hußner sein Team einzig mit einem "Verteidigungshaushalt" in die Partie schicken wird.

Nachdem es im Training in dieser Woche etwas ruhiger zuging, soll die Mannschaft nach dem Willen von Gehrke wieder "Gas geben". Neun Spiele möchte er noch gewinnen, bevor er den Klub im Sommer verlässt. Fehlen wird in Heide neben Lars Hermann und Martin Herpel auch Pierre Becken. Ein Handicap, denn Becken hat zuletzt viel für die Spielstruktur getan. "Wichtig ist, dass wir die Spielordnung hinbekommen", sagt Gehrke, "dazu müssen wir noch enger zusammen rücken."

Sein Kontrahent Alfred Hußner meint, dass seine Mannschaft noch besser in Schwung kommen wird. "Moisling können wir noch einholen", sagt der Trainer, "aber dann ist fertig."

2. März 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
23. ST 10.03.07 Husumer SV FC Sörup-Sterup 5:2

10.03.2007

Husumer SV - FC Sörup-Sterup

5 : 2 (2:1)


Zu einem klaren 5:2-Erfolg kam die Husumer SV im Nordderby gegen den Aufsteiger FC Sörup-Sterup, der mit dem Endergebnis noch gut bedient war. Die Nordfriesen bestimmten über die gesamte Spielzeit das Geschehen, ließen aber in der Schlussphase die letzte Konsequenz vermissen und vergaben einen klareren Sieg. Auf tiefem Boden kamen spielerische Elemente logischerweise zu kurz, Kampf war Trumpf an diesem Nachmittag im Friesenstadion. Der Aufsteiger versuchte, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen, konnte auch zweimal die Unachtsamkeiten in der Husumer Hintermannschaft nutzen. Doch eine Siegchance hatten die Gäste zu keiner Zeit, zu zaghaft wirkten ihre Aktionen in allen Mannschaftsteilen.

Trotz des klaren Sieges war Husums Trainer Guido Gehrke nicht zufrieden: »Wir haben heute nicht so agiert, wie ich mir das vorgestellt habe. Um den zwischenzeitlichen Ausgleich haben wir förmlich gebettelt, zum Spielende einfach abgeschaltet und nicht mehr konsequent nachgesetzt.« Sörup-Sterups Trainer Günther Schuischel hatte am Endergebnis nichts auszusetzen: »Der klare Sieg geht in Ordnung, nach dem dritten Gegentreffer haben wir einfach aufgehört zu spielen - der letzte Biss fehlte.«

Bereits nach vier Spielminuten stand Gerrit Müller goldrichtig, besorgte die beruhigende Führung für seine Farben. Das Spiel schien gewonnen, bevor es richtig begonnen hatte. Doch der Führungstreffer lähmte die Aktionen der Hausherren anstatt sie zu beflügeln. Der Aufsteiger setzte einige gelungene Konter, zunächst verzog Dirk Wunderlich aus 18 Metern (14.). Aber sechs Minuten später kam der FC zum Ausgleichstreffer: Sascha Zimmer stand völlig frei vor dem Tor, nutzte eine lange Flanke von Wunderlich. Das war anscheinend der Weckruf, den die Stormstädter gebraucht hatten. Der zweite Husumer Treffer gelang Björn Fleige nach einer herrlichen Kombination über Sebastian Steglich und Erion Alla, der den Torschützen mustergültig in Position brachte (23.). Eine Minute später spielte Gerrit Müller die gesamte Abwehr der Gäste schwindelig, doch im letzten Moment war noch ein Bein dazwischen. Der Ball zischte über den Querbalken. Kurz vor dem Wechsel prüfte Sebastian Saeltz Torhüter Hentschel, der den Ball mit letzter Kraft noch an den Pfosten lenken konnte. Beim Nachschuss von Müller reagierte Hentschel super (45.).

Nach dem Pausentee machten die Nordfriesen den Sack sofort zu, spielten viel engagierter und konzentrierter. Weitere Torerfolge waren die Folge. Nach einem klugen Zuspiel von Björn Fleige erzielte Gerrit Müller in der 52. Minute seinen zweiten Treffer in dieser Partie. Sascha Rettkowski verwertete drei Minuten später einen Abpraller von Strüning aus 12 Metern zum 4:1. Björn Fleige zielte knapp daneben (56.), doch in der 62. Minute bereitete er das fünfte Husumer Tor vor. Einen strammen Schuss von Fleige konnte Torhüter Hentschel nicht festhalten, David Strüning nutzte das eiskalt aus. Jetzt war ein Schützenfest möglich, Sörup-Sterup konnte sich nur selten aus der Umklammerung befreien. Doch unverständlicherweise setzten die Gastgeber nicht nach, ließen es zu locker angehen. Zählbares kam nicht mehr heraus - ganz im Gegenteil, der Aufsteiger kam noch zu einer Resultatsverbesserung. In der letzten Spielminute düpierte Martin Andersen die Husumer Hintermannschaft und schoss unbedrängt ein.

Dennoch ein klarer und völlig verdienter Husumer Sieg, der höher hätte ausfallen müssen. Die Gäste vermochten es nicht, die Nordfriesen ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen.

Tore: 1:0 Müller (4.), 1:1 Zimmer (20.), 2:1 Fleige (23.), 3:1 Müller (52.), 4:1 Rettkowski (55.), 5:1 Strüning (62.), 5:2 Andersen (90.)
Beste Spieler: Fleige, Müller / Suder
Ecken: 3 : 3
Chancen: 11 : 3
Zuschauer: 255
Schiedsrichter: Andreas Esch (TSV Bargteheide)
gelbe Karten: Schulte (84.) / Opitz (86.) l
Aufstellung:

Reinhold - Rettkowski, Voß, Schulte - Cornils, Saeltz (69. Klang), Lies, Alla (53. Strüning), Steglich (62. Otto) - Fleige, Müller.

Hentschel - Rama - Wölffel, Ziegenberg, Exner - Hintz, Metauge, Suder (65. Opitz), Wunderlich - Lenhart (56. Andersen), Zimmer (56. Goos).

  Hl 10.03.2007

Husumer Zwischenspurt entscheidet das Derby

Ein Spiel, bei dem er sich "mal zurücklehnen" könne, das wünschte sich Trainer Guido Gehrke für die Partie seiner Husumer SV gegen den FC Sörup-Sterup. Dem Manne konnte geholfen werden – allerdings nicht von Anfang an. Am Ende bestand aber kein Zweifel darüber, dass die Stormstädter in diesem Derby der Fußball-Verbandsliga eine Klasse besser gewesen waren und mit 5:2 (2:1) einen verdienten Sieg davongetragen hatten.
Abgezogen hat der Husumer Dennis Schulte, die Rettungsaktion seines Söruper Kontrahenten kommt zu spät. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Neuer Torrekord in der Verbandsliga: Mit 13:0 fertigte FT Eider Büdelsdorf das Schlusslicht SV Heiligenstädten ab. Der neue SVH-Trainer Günter Hasch ertrug das Debakel mit Fassung: "Sich aufzuregen hat keinen Zweck. Ich musste mit vier Spielern aus der Kreisliga anrücken." Endlich wieder kicken durften die Spieler von Flensburg 08, die den Oldenburger SV mit 4:1 bezwangen. Die Husumer SV sorgte in der zweiten Hälfte beim 5:2 im Bezirksderby gegen den FC Sörup-Sterup für klare Verhältnisse. Mit zwei späten Toren drehte der TSV Kropp die Partie beim FC Dornbreite und verteidigte mit einem 2:1 Platz zwei.

Husum (Gert Reese) – "Ich bin froh, dass es dabei geblieben ist", sagte FC-Coach Günter Schuischel nach dem Abpfiff und trug damit den einseitigen Verhältnissen auf dem Feld fair Rechnung. Nur an einer Stelle bat er um Verständnis für sein Team: "Leider musste ich meine Abwehr schon wieder neu formieren." Dafür hat sie sich nicht schlecht gemacht.
Sein Gegenüber Guido Gehrke war trotz des dritten Dreierpacks in Folge nicht ganz zufrieden mit den 90 Minuten. "Unsere Tendenz hätte noch was anderes hergegeben", sagte der Husumer Trainer und bezeichnete die letzte Viertelstunde sogar als "öde". Aber auch Gehrke warb um Verständnis für sein Team: "Dieser desolate Platz kommt unserem Spiel nicht zu Gute." Man hatte es gesehen!

Viel beschäftigter Akteur an diesem Tag war Ingo Cornils. Als "Herr des ruhenden Balles" bei der Husumer SV hatte er reichlich Freistöße zu treten. Gleich den zweiten zirkelte er so durch den Strafraum, dass Gerrit Müller vom langen Pfosten das 1:0 markieren konnte (4. Minute. Mit seinem Flug-Kopfball war Sascha Rettkowski nur knapp zu spät gekommen.
Es war selten, dass die Gäste kontrolliert in die Husumer Hälfte eindrangen. Und wenn, dann war oft Marc Suder dabei. Aber Unterstützung für seine Ideen fand der 29-Jährige wenig. Dabei wies die nur zu dritt agierende Husumer Abwehrkette ziemliche Lücken auf. Wie sich eklatant in der 21. Minute zeigte, als Sascha Zimmer auf Flanke von Dirk Wunderlich zum 1:1 einlenkte. Da war weit und breit kein Husumer zu sehen gewesen, der hätte stören können.

Aber mit der schönsten Szene der Partie rückten die Nordfriesen die Verhältnisse schnell wieder zurecht: Kurzpassspiel zwischen Sebastian Steglich und Erion Alla, genauer Pass auf den freien Björn Fleige – das 2:1 war perfekt (23.). Sehenswert wenig später auch das Solo von Müller, das aber ohne erfolgreichen Abschluss blieb (24.). Wie gegenüber auch der Versuch von Thomas Ziegenberg (39.). Einen Schuss von Sebastian Saeltz lenkte FC-Torsteher Jonas Hentschel gerade noch an den Pfosten (45.).

Schnell war dann nach dem Wechsel klar, dass in diesem Spiel Überraschendes nicht mehr zu erwarten war. Innerhalb von zehn Minuten schoss der Gastgeber die Tore, die ihm nach optischer Lage der Dinge auch zustanden. Müller (nach Fleige-Flanke/52.), Rettkowski (von der Strafraumgrenze/54.) und Sebastian Strüning (per Abstauber/62.) hießen die Husumer Torschützen zum zwischenzeitlichen 5:1.

Befürchtungen der Gäste, sie könnten hier noch richtig einbrechen, blieben jedoch grundlos. Wacker verteidigte der FC in der Folgezeit sein Terrain und er setzte sogar die Schlussakzente. Durch Björn Wölffel, der nach feinem Solo nur das Außennetz traf (77.) und durch Martin Andersen, der Wirrnisse in der Husumer Abwehr in der Schlussminute zum 2:5 nutzte.

Husumer SV: Reinhold – Rettkowski, Voss, Schulte – Cornils, Saeltz (68. Klang)– Lies, Alla (53. Strüning), Steglich (62. Otto) – Fleige, Müller. – FC Sörup-Sterup: Hentschel – Rama - Metauge, Exner – Wölffel, Hintz, Suder (65. Opitz), Ziegenberg, Wunderlich – Lenhart (56. Andersen), Zimmer (56. Goos). – Schiedsrichter: Andreas Esch (Bargteheide). – Zuschauer: 255.

12. März 2007 · Flensburger Tageblatt

Ein ruhiger Nachmittag?

Acht Mal möchte Trainer Guido Gehrke mit den Verbandsliga-Fußballern der Husumer SV in dieser Saison noch auf der Siegerseite stehen. Am Sonnabend (15 Uhr) sollte ihm das relativ locker gelingen. Zu Gast im Friesenstadion ist der FC Sörup-Sterup – eine Mannschaft, die auswärts erst zwei Punkte ergattert hat.
Hier jubelt der Kapitän: Sascha Rettkowski erzielte beim 3:1 im Hinspiel per Kopf den Husumer Führungstreffer. Foto: Staudt

Fußball-Fahrplan

Beim FC Sörup-Sterup macht man sich allmählich mit dem Gedanken vertraut, dass man den Klassenerhalt auch im zweiten Versuch nicht schaffen wird. Die Differenz zum rettenden Ufer beträgt schon zehn Punkte. "Eigentlich schade", sagt Trainer Günter Schuischel, "die Schleswig-Holstein-Liga aus der Bezirksoberliga zu erreichen, wird wesentlich schwerer." Aber der Coach gewinnt der laufenden Saison auch Positives ab. "Wir sind kein Kanonenfutter mehr." Und wäre das Team im Abschluss cleverer, würde man wohl auch nicht auf dem 16. Platz stehen. Schuischel: "Dieses Manko im gegnerischen Strafraum hat uns mindestens zehn Punkte gekostet." Dass bei der Husumer SV (Sbd., 15 Uhr) weitere Zähler hinzukommen, damit rechnet der Coach nur im Geheimen. "Wir würden dem Guido Gehrke schon gern einen einschenken", sagt er. (jph)

Husum (ree) – Besonders in der Schlussphase hat der FC schon so manchen Punkt liegen gelassen. "Aber das ist keine Konditionsfrage", sagt FC-Trainer Günter Schuischel, der bedauert, dass er mit seinen Mannen nur zwei Mal in der Woche trainieren kann. Bei den Angelitern macht man sich allmählich mit dem Gedanken vertraut, dass man den Klassenerhalt in der Verbandsliga auch im zweiten Versuch nicht schaffen wird. Die Differenz zum rettenden Ufer beträgt schon zehn Punkte.
"Eigentlich schade", sagt Schuischel, "die Schleswig-Holstein-Liga aus der Bezirksoberliga zu erreichen, wird wesentlich schwerer." Aber der Coach gewinnt der laufenden Saison auch Positives ab. "Wir sind kein Kanonenfutter mehr." Wohl wahr. Sechs, sieben oder gar acht Gegentore wie in der Saison 04/05 hat es in dieser Spielzeit noch nicht gegeben. Und wäre die Mannschaft im Torabschluss etwas cleverer, würde man wohl auch nicht auf dem 16. Tabellenplatz stehen.
Günter Schuischel:

"Dieses Manko im gegnerischen Strafraum hat uns mindestens zehn Punkte gekostet." Dass in Husum weitere Zähler hinzukommen, damit rechnet der Coach nur im Geheimen. "Wir würden dem Guido Gehrke schon gern einen einschenken", sagt er. Und verweist auf die Tatsache, dass seiner Elf am 16. Spieltag beinahe eine Sensation gelungen wäre. Die Partie beim TSV Kropp ging aber letztlich doch mit 4:3 an den Gastgeber.
"Sie sind stabiler geworden und wahrlich kein Fallobst mehr", urteilt auch Husum-Coach Guido Gehrke über den Gegner. Dennoch erwartet er einen klaren Sieg, wobei er nicht unbedingt an ein 7:0 im Sinn hat, wie er es vor zwei Jahren mit dem TSV Kropp erreicht hat. "Aber ich denke an ein Ergebnis, bei dem man sich auch mal beruhigt zurücklehnen kann", sagt der Coach.

Im Mittelfeld muss er ein weiteres Mal auf Pierre Becken verzichten, der vermutlich erst beim Auswärtsspiel in Moisling wieder dabei sein wird. Erneut ist also Erion Alla gefordert, bei dem Gehrke in Heide "aufsteigende Tendenz" beobachtet hat. Auch im Tor wird Gerke gezwungenermaßen umdisponieren. Denn Melf Molinas (Gehrke: "Er hätte wohl eine weitere Chance erhalten") ist verhindert, Stammkeeper André Teubler erkrankt.
So bekommt Momme Reinhold die Chance, den Husumer Kasten sauber zu halten. Was seiner Mannschaft in den drei bisherigen Verbandsliga-Spielen gegen den FC Sörup-Sterup noch nicht gelungen ist. Kleiner Ansporn also für den Neuen zwischen den Pfosten. Bei seinem bisher einzigen Einsatz in dieser Saison hatte er Pech und musste fünf Mal hinter sich greifen. Das war am dritten Spieltag gegen den aktuellen Spitzenreiter VfB Lübeck II.

9. März 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
25. ST 24.03.07 Husumer SV TSV Kropp 0:2

Husum verteilte Gastgeschenke!

24.03.2007

Husumer SV - TSV Kropp

0 : 2 (0:1)


Einen verdienten Sieger fand das Nachbarschaftsderby der Husumer SV gegen den TSV Kropp. Vor 361 Zuschauern überreichten die Nordfriesen den Gästen die drei Punkte praktisch auf dem Silbertablett. Die Führung besorgten sie per Eigentor selbst, zudem erwies Marcel Voß seiner Elf kurz vor der Halbzeit einen Bärendienst. Wegen einer Tätlichkeit musste er in der 44. Minute das Feld verlassen. Jetzt übernahmen die Kropper eindeutig das Kommando, hätten mehr als die zwei Tore schießen können. Die Ordnung ging bei den Hausherren völlig verloren. Zwar gab die Mannschaft nie auf, doch eine Siegchance bestand nicht mehr. Zu clever spielte der TSV seinen Part herunter.

»Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber der Platzverweis hat und das Genick gebrochen«, bilanzierte ein enttäuschter Husumer Trainer Guido Gehrke. »Leider fehlte uns in der ersten Halbzeit das nötige Durchsetzungsvermögen.« Kropps Trainer Bernd Gerulat war mit dem Endergebnis sichtlich zufrieden: »Wir hatten Probleme, da Husum viel Druck entwickelte, aber der Platzverweis kam uns entgegen. Im zweiten Durchgang hätten wir mehr Tore machen müssen.«

Mit einem gefährlichen Freistoß von Finn Matthes (7.), der die Querlatte touchierte, sorgten die Gäste für die erste Aufregung im Friesenstadion. Husum antwortete wie angekündigt mit Offensivfußball, blieb aber glücklos. Pierre Becken scheiterte am gut reagierenden Torhüter Wulff (18.), Sebastian Steglich zielte aus 14 Metern nur knapp daneben (21.). Überraschend der Führungstreffer des TSV in der 23. Minute, Sebastian Steglich konnte einer scharfen Flanke von Christoph Hinrichs nicht mehr ausweichen und lenkte das Leder ins eigene Netz. Die Stormstädter ließen sich jedoch nicht beirren, erarbeiteten sich weiter Möglichkeiten. Einen Freistoß von Ingo Cornils konnte Torhüter Wulff gerade noch über die Latte lenken (28.), Gerrit Müller bekam aus kurzer Distanz das Leder nicht über die Linie (31.). Die größte Gelegenheit bereitete Sebastian Steglich vor, der Gerrit Müller mustergültig bediente. Husums Torjäger traf den Ball jedoch nicht richtig, zielte Zentimeter neben den Pfosten (38.). Eine Minute später stand Sebastian Steglich alleine vor dem Kasten, im letzten Moment konnte Sascha Griesbach noch stören. Nur knapp strich das Leder über den Balken.

Nach dem Wechsel nutzten die Gäste die vorhandenen Räume konsequent aus. Husums Abwehr wackelte jetzt bedenklich, wurde immer wieder in Verlegenheit gebracht. Auch beim zweiten Gegentreffer halfen die Nordfriesen kräftig mit: Bei einem Eckball war die gesamte Husumer Mannschaft aufgerückt. Björn Duggen schnappte sich das Leder und sprintete in die Husumer Hälfte, Torhüter Molinas hatte letztlich keine Abwehrmöglichkeit mehr (65.). Weitere Torgelegenheiten der Gäste wurden leichtfertig vergeben. Christoph Hinrichs konnte von Rettkowski im letzten Moment noch abgeblockt werden (67.), auch Dennis Usadel köpfte knapp am Tor vorbei (78.). Gegen Bastian Henning rettete Husums Torhüter Molinas bravourös (79.).

Die Husumer Unzulänglichkeiten wurden vom TSV Kropp konsequent ausgenutzt, das Derby fand einen verdienten Sieger.

Tore: 0:1 Steglich (Eigentor), 0:2 Duggen (65.)
Beste Spieler: Molinas / P. u. S. Griesbach
Ecken: 8 : 2
Chancen: 6 : 8
Zuschauer: 361
Schiedsrichter: Neumann (SV Henst.-Rhen)
gelbe Karten: Fleige (29.), Schulte (45.), Becken (58.), Müller (80.) / P. Griesbach (44.), Sämann (70.)
gelb/rot: Sämann (87.) wiederholtes Foulspiel
rote Karte: Voß (44.) wegen Tätlichkeit an P. Griesbach
Aufstellung:

Molinas - Rettkowski, Voß, Schulte - Steglich (68. Alla), Saeltz (75. Herpel), Cornils, Becken, Petersen - Fleige (39. Strüning), Müller.

Wulff - Ehrlich - Heider, Duggen (77. Grbavac), Bewarder - Sämann, Hinrichs (75. Henning), S. Griesbach, Matthes - P. Griesbach (83. Jannsen), Usadel.

  Hl 24.03.2007

TSV Kropp erst glücklicher, dann cleverer

Wohl selten waren sich zwei Trainer so einig. Dass der 2:0 (1:0)-Erfolg des TSV Kropp im Nordderby der Fußball-Verbandsliga in Ordnung ging, war unstrittig zwischen Kropps Coach Bernd Gerulat und seinem Husumer Kollegen Guido Gehrke.
Geklärt: Der souveräne Christian Heider (li.) gewinnt den Zweikampf gegen Husums Marcell Voß, der später vom Platz flog. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

An der Spitze bleibt alles beim alten, die drei führenden Teams haben jeweils drei Punkte mehr auf der Habenseite. Spitzenreiter VfB Lübeck II gelang ein dürftiges 1:0 gegen den Heider SV, der TSV Kropp (0:2) zeigte im Derby bei der Husumer SV eine überzeugende Leistung. Nachbar Eider Büdelsdorf setzte beim 4:0 gegen den TSV Altenholz das größte Ausrufezeichen. Aufhorchen ließ der FC Sörup-Sterup, der sich mit dem 3:3 beim SV Eichede den ersten Punkt im neuen Jahr ergatterte. Gut für die Moral, den Absteig verhindern wird das kaum. Mit nach unten gehen TuRa Meldorf (0:1 gegen Bargteheide) und Heiligenstedten (0:5 in Todesfelde).

Husum (Ulrich Schröder) – Dass die Gäste in der ersten Halbzeit Glück hatten, nach dem Seitenwechsel aber noch mehr Tore hätten erzielen können – auch da gab's keine zwei Meinungen. Und die Leistung von Schiedsrichter Neumann (Henstedt-Rhen) bewerteten beide einhellig mit "grottenschlecht".
Bei einer der entscheidenden Szenen lag der Unparteiische allerdings richtig. Der Platzverweis für Husums Marcell Voß nach einem Ellenbogenschlag gegen Patrick Griesbach (45. Minute) ging in Ordnung. "Das hat uns in die Karten gespielt", kommentierte Gerulat. "Er hat uns einen Bärendienst erwiesen, das war unterste Schublade", schimpfte Gehrke.

Die erste Gelegenheit vor 361 Zuschauern hatten die Rot-Schwarzen. Ein Freistoß von Finn Matthes klatschte an die Latte (7.). In der nächsten Viertelstunde passierte, abgesehen von zwei Chancen von Pierre Becken (19.) und Sebastian Steglich (21.) nicht viel. Das erste Tor besorgte ein Husumer, doch die Kropper jubelten: Eine Flanke von Christoph Hinrichs beförderte Steglich mit dem Kopf ins eigene Gehäuse (23.).

Dieses Missgeschick stachelte die Nordfriesen an, die auch ohne den früh verletzten Stürmer Björn Fleige Druck machten. Gerrit Müller (38.) und Steglich (40.) hätten den Ausgleich machen können – nein, müssen. Aber Husum lag zurück und schwächte sich durch Voß' dumme Aktion.

Die zweiten 45 Minuten gerieten dann zu einer eindeutigen Angelegenheit. "Wir hatten keine Ordnung mehr im Spiel", stellte Guido Gehrke unwidersprochen fest. Kropps Abwehr mit Axel Ehrlich, Christian Heider und Timo Bewarder hatte alles im Griff. Und auch in der Offensive hatten die Gäste dank der schnellen Patrick und Sascha Griesbach ein klares Plus.

Gleich nach Wiederbeginn hätten Sascha Griesbach (50.), Björn Duggen (52., 60.) und Patrick Griesbach (53.) für die Vorentscheidung sorgen müssen. Beim 0:2 von Duggen (65.) profitierte der Tabellenzweite davon, dass Husums Abwehrspieler bei einem Eckball viel zu weit aufgerückt waren und Duggen ein Solo ohne Gegenspieler ermöglichten.
Schiedsrichter Neumann "krönte" seine Leistung nach 63 Minuten. Husums Keeper Molinas spielte den Ball für jeden sichtbar außerhalb des Strafraums mit der Hand. Es gab – nichts.

Husumer SV: Molinas - Schulte, Voß, Rettkowski - Steglich (68. Alla), Saeltz (74. Herpel), Cornils, Becken, Petersen - Fleige (40. Strüning), Müller. – TSV Kropp: Wulf - Ehrlich- Heider, Bewarder - Sämann, Duggen (75. F. Grbavac), Matthes, S. Griesbach, Usadel - P. Griesbach (83. Janssen), Hinrichs (74. Henning). – Schiedsrichter: Neumann (Henstedt-Rhen). – Zuschauer: 361. Rote Karte: Voß (Husum/45., Tätlichkeit).Gelb-Rote Karte: Sämann (Kropp/87., wiederholtes Foulspiel).

26. März 2007 · Flensburger Tageblatt

TSV Kropp erst glücklicher, dann cleverer

Fußball-Verbandsliga: 2:0 bei der Husumer SV / Tabellenzweiter vergibt höheren Erfolg im Nordderby
Geklärt: Der souveräne Christian Heider (li.) gewinnt den Zweikampf gegen Husums Marcell Voß, der später vom Platz flog. Foto: Voss

Husum (Ulrich Schröder) – Wohl selten waren sich zwei Trainer nach einem Spiel so einig. Dass der 2:0 (1:0)-Erfolg des TSV Kropp im Nordderby der Fußball-Verbandsliga in Ordnung ging, war unstrittig zwischen Kropps Coach Bernd Gerulat und seinem Husumer Kollegen Guido Gehrke. Dass die Gäste in der ersten Halbzeit Glück hatten, nach dem Seitenwechsel aber noch mehr Tore hätten erzielen können – auch da gab's keine zwei Meinungen. Und die Leistung von Schiedsrichter Neumann (Henstedt-Rhen) bewerteten beide Übungsleiter einhellig mit "grottenschlecht".

Bei einer der spielentscheidenden Szenen lag der Unparteiische allerdings richtig. Der Platzverweis für Husums Marcell Voß nach einem Ellenbogenschlag gegen Patrick Griesbach (45. Minute) ging in Ordnung. "Das hat uns in die Karten gespielt", kommentierte Gerulat. "Er hat uns einen Bärendienst erwiesen, das war unterste Schublade", schimpfte Gehrke.

Die erste Gelegenheit vor 361 Zuschauern hatten die Rot-Schwarzen. Ein Freistoß von Finn Matthes klatschte an die Latte (7.). Bis zur 23. Minute passierte, abgesehen von zwei Chancen von Pierre Becken (19.) und Sebastian Steglich (21.), nicht viel. Das erste Tor besorgte ein Husumer, doch die Kropper jubelten: Eine Flanke von Christoph Hinrichs beförderte Steglich mit dem Kopf ins eigene Gehäuse (23.).

Dieses Missgeschick stachelte die Nordfriesen an, die auch ohne den früh verletzten Stürmer Björn Fleige Druck machten. Gerrit Müller (38.) und Eigentor-Schütze Steglich (40.) hätten den Ausgleich machen können – nein, müssen. Aber Husum lag zur Pause zurück und schwächte sich durch Voß' dumme Aktion.

Die zweiten 45 Minuten gerieten dann zu einer relativ eindeutigen Angelegenheit. "Wir hatten überhaupt keine Ordnung mehr im Spiel", stellte Guido Gehrke unwidersprochen fest. Es gab kaum nennenswerte Offensivaktionen, Kropps Abwehr mit Axel Ehrlich, Christian Heider und Timo Bewarder hatte alles im Griff. Und auch in der Offensive hatten die Gäste dank der schnellen Patrick und Sascha Griesbach ein deutliches Plus.
Gleich nach Wiederbeginn hätten Sascha Griesbach (50.), Björn Duggen (52., 60.) und Patrick Griesbach (53.) für die Vorentscheidung sorgen müssen. Beim 0:2 von Duggen (65.) profitierte der Tabellenzweite davon, dass Husums Abwehrspieler bei einem Eckball viel zu weit aufgerückt waren und Duggen einen 50 Meter-Lauf ohne Gegenspieler ermöglichten.
Schiedsrichter Neumann "krönte" seine Leistung nach 63 Minuten. Husums Keeper Molinas spielte den Ball für jeden sichtbar außerhalb des Strafraums mit der Hand. Es gab – nichts.

Husumer SV: Molinas - Schulte, Voß, Rettkowski - Steglich (68. Alla), Saeltz (74. Herpel), Cornils, Becken, Petersen - Fleige (40. Strüning), Müller. – TSV Kropp: Wulf - Ehrlich- Heider, Bewarder - Sämann, Duggen (75. F. Grbavac), Matthes, S. Griesbach, Usadel - P. Griesbach (83. Janssen), Hinrichs (74. Henning). – Schiedsrichter: Neumann (Henstedt-Rhen). – Zuschauer: 361. Rote Karte: Voß (Husum/45., Tätlichkeit).Gelb-Rote Karte: Sämann (Kropp/87., wiederholtes Foulspiel).

26. März 2007 · Landeszeitung

Mit Biss und Offensivgeist ins Derby gegen Kropp

Fußball-Verbandsliga: Spannung vor der Partie gegen den Tabellenzweiten / Pierre Becken wieder fit
Michael Petersen (hier im Duell mit Kropps Marc Böhnke/rechts) hatte beim 1:2 im Hinspiel Pech mit einem Pfostenschuss. Foto: Deike

Husum (ree) – Wenn's mit den großen Zielen nicht klappt, muss man sich kleinere stecken. Das gilt auch für die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga. Da werden die Stormstädter einen Spitzenplatz in dieser Saison nicht mehr erreichen. Aber Flensburg 08 von Rang fünf verdrängen, das könnte noch eine Anstrengung wert sein. Oder den TSV Kropp bezwingen und damit Revanche nehmen für die unglückliche 1:2-Niederlage im Hinspiel. Am Sonnabend (15 Uhr) ist dazu im Friesenstadion Gelegenheit.
Wer die Husumer in dieser Woche beim Training beobachtete, spürte etwas von der Spannung im Vorfeld der Partie. Die Schützlinge von Trainer Guido Gehrke waren noch einen Tick bissiger bei der Sache als sonst. Und Gehrke "pushte" diese Haltung. "Gucken, was geht!" forderte der Coach im Abschlussspiel regelmäßig und unterbrach das Geschehen, sobald es etwas zu bereden gab. Tore fielen im Fünf-Minuten-Takt – zum doppelten Schaden für die Seite, die sie kassiert hatte. Deren Akteure waren zu zehn Liegestützen verdonnert.
Dass seine Mannschaft am Sonnabend zum Schluss nicht am Boden liegen wird, da ist sich Guido Gehrke ganz sicher. "Wir wollen unsere vorzügliche Heimbilanz ausbauen und sind guter Dinge", sagt der Übungsleiter und kündigt auch gleich an, mit welcher Taktik er in diese Prestige-Auseinandersetzung zu starten gedenkt. Gehrke: "Wir werden uns keinen Punkt ermauern, wir werden in die Offensive gehen."

Entgegen kommt ihm dabei, dass sich das kleine Lazarett allmählich auflöst. Mit Pierre Becken und Lars Hermann stehen zwei Stammkräfte wieder zur Verfügung. Dabei soll Becken nach Auskunft des Trainers auf jeden Fall spielen, Lars Hermann wird auf der Bank sitzen. Fit ist auch Martin Herpel wieder, der aber am Sonnabend beruflichen Pflichten nachkommen muss. Möglich ist, dass der Husumer Torschütze beim 1:2 im Hinspiel wenigstens nach der Halbzeit zur Verfügung steht. Für das Tor hat Trainer Guido Gehrke diesmal wieder Melf Molinas vorgesehen.

Personalnot – so lautete die Teilbegründung aus dem Lager des TSV Kropp für das magere 0:0 zuletzt gegen den SV Todesfelde. "Und gegen Husum wird es eher noch schlechter aussehen", klagt Kropps Trainer Bernd Gerulat, der beim Training auf Spieler wie Oliver Held, Bastian Henning, Marc Böhnke, Christoph Hinrichs und Dennis Usadel verzichten musste. Was Guido Gehrke nicht davon abhält, mit deren pünktlicher Genesung bis zum Anstoß zu rechnen. "Die werden gegen uns alle wieder dabei sein", glaubt jedenfalls der Husumer Coach.

Gerulat stapelt trotzdem tief. "Auf Grund der Personalsituation sind wir nicht unbedingt Favorit", so Gerulat, der immer noch auf Platz eins schielt. Was kein Ding der Unmöglichkeit ist. Denn es sind nur vier Punkte, die den TSV Kropp vom führenden VfB Lübeck II trennen. "Das wär'ne Bombe", sagt der Coach, der zum Saisonende bei den Rot-Schwarzen aufhört.

23. März 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

TSV Kropp mit dem letzten Aufgebot

In Husum fehlen auch Held und Cipolla

Kropp (dan) – Der TSV Kropp hat im Kampf um die Meisterschaft mit dem 0:0 gegen den SV Todesfelde zwei wichtige Punkte verloren. Zwar unerwartet, aber dennoch erklärlich, wenn man bedenkt, dass Coach Bernd Gerulat seit Wochen mit einer sehr dünnen Spielerdecke auskommen muss. Und nun geht's zur Husumer SV. Am Sonnabend (Anstoß 15 Uhr) stehen in der grauen Stadt am Meer drei Punkte und viel Prestige auf dem Spiel.
Doch wer soll gegen die heimstarken Husumer – erst eine Niederlage in zwölf Spielen – überhaupt auflaufen? Neben den seit Wochen ausfallenden Bastian Henning, Marc Böhnke und Franjo Grbavac hat auch Dennis Usadel noch nicht wieder trainiert. Und jetzt werden aller Voraussicht nach auch Ignazio Cipolla (Zerrung im Oberschenkel) und Oliver Held (Bänderdehnung) passen müssen. "Ich weiß noch nicht, mit wem ich die Reise nach Husum antreten werde. Möglicherweise müssen Spieler aus der Zweiten bei uns aushelfen", sagt Bernd Gerulat. Mit Torhüter stehen ihm gerade 13 Spieler zur Verfügung.

Aber der Kropper Coach will nicht jammern. "Damit muss ich mich abfinden. Vielleicht schweißen die widrigen Umstände die Mannschaft ja besonders zusammen", macht sich Bernd Gerulat Mut. Seit dem vergangenen Oktober haben die Rot-Schwarzen kein Punktspiel mehr verloren, und sie werden alles versuchen, diese Serie auch bei der Husumer SV nicht reißen zu lassen. "Wir müssen sehen, dass wir bis Ostern nicht den Anschluss an den VfB Lübeck verlieren, bis dahin sollte sich unsere Personalsituation entspannt haben.

Bernd Gerulat misst dem Derby nicht die Bedeutung bei wie die Husumer, die auf Revanche für die 1:2-Hinspielniederlage brennen. "Für mich ist es ein Derby wie jedes andere. Ich vertraue auf meine jungen Spieler. Wir wollen nicht mit leeren Händen zurückkommen." Dagegen hat Guido Gehrke etwas: "Wir wollen unsere vorzügliche Heimbilanz ausbauen und sind auf jeden Fall guter Dinge", sagt der Husumer Trainer und kündigt auch gleich an, mit welcher Taktik er in das Prestige-Duell zu starten gedenkt. "Wir werden uns am Sonnabend keinen Punkt ermauern, wir werden in die Offensive gehen."

23. März 2007 · Landeszeitung

TSV Kropp mit dem letzten Aufgebot gegen offensive Husumer

Dagegen hat Guido Gehrke etwas: "Wir wollen unsere vorzügliche Heimbilanz ausbauen und sind auf jeden Fall guter Dinge", sagt der Husumer Trainer und kündigt auch gleich an, mit welcher Taktik er in das Prestige-Duell zu starten gedenkt. "Wir werden uns am Sonnabend keinen Punkt ermauern, wir werden in die Offensive gehen."
Kropp (dan) – Der TSV Kropp hat im Kampf um die Meisterschaft am vergangenen Wochenende mit dem 0:0 gegen den SV Todesfelde zwei wichtige Punkte verloren. Zwar unerwartet, aber dennoch erklärlich, wenn man bedenkt, dass Coach Bernd Gerulat seit Wochen mit einer sehr dünnen Spielerdecke auskommen muss. Um nun geht's zur Husumer SV. Am Sonnabend (Anstoß 15 Uhr) stehen in der grauen Stadt am Meer nicht nur drei Punkte auf dem Spiel, sondern auch eine Menge Prestige. Doch wer soll gegen die heimstarken Husumer – erst eine Niederlage in zwölf Spielen – überhaupt auflaufen? Neben den seit Wochen ausfallenden Bastian Henning, Marc Böhnke und Franjo Grbavac hat auch Dennis Usadel noch nicht wieder trainiert. Und jetzt werden aller Voraussicht nach auch Ignazio Cipolla (Zerrung im Oberschenkel) und Oliver Held (Bänderdehnung) passen müssen. "Ich weiß noch nicht, mit wem ich die Reise nach Husum antreten werde. Möglicherweise müssen Spieler aus der Zweiten bei uns aushelfen", sagt Bernd Gerulat. Mit Torhüter stehen ihm gerade 13 Spieler zur Verfügung. Aber der Kropper Coach will nicht jammern. "Damit muss ich mich abfinden. Vielleicht schweißen die widrigen Umstände die Mannschaft ja besonders zusammen", macht sich Bernd Gerulat Mut. Seit dem vergangenen Oktober haben die Rot-Schwarzen kein Punktspiel mehr verloren, und die Kropper werden alles versuchen, diese Serie auch bei der Husumer SV nicht reißen zu lassen. "Wir müssen sehen, dass wir bis Ostern nicht den Anschluss an den VfB Lübeck verlieren, bis dahin sollte sich unsere Personalsituation entspannt haben. Bernd Gerulat misst dem Derby nicht die Bedeutung bei wie die Husumer, die auf Revanche für die 1:2-Hinspielniederlage brennen. "Für mich ist es ein Derby wie jedes andere. Ich vertraue auf meine jungen Spieler. Wir wollen nicht mit leeren Händen zurückkommen."
23. März 2007 · Schlei Bote
26. ST 31.03.07 Husumer SV SV Todesfelde 2:1

Husum von der Rolle!

31.03.2007

Husumer SV - SV Todesfelde

1 : 2 (0:1)


Mit einer unerwarteten, aber völlig verdienten 1:2-Niederlage endete die Partie zwischen der Husumer SV und dem Gast aus Todesfelde. Zwar wirkten die Hausherren spielerisch reifer, konnten sich die weit aus größeren Möglichkeiten herausarbeiten, doch die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. An der Abwehrformation der Gäste bissen sich die Nordfriesen immer wieder die Zähne aus. Und wenn einmal Mtimet und Co. ausgespielt waren, war mit Andre Friedrichs ein erfahrener und stets sicherer Keeper Herr der Lage. Mit zunehmender Spielzeit gingen den Stormstädtern die Ideen aus, nur wenige Akteure fanden an diesem Nachmittag zu ihrer gewohnten Form. Todesfelde zeigte den Nordfriesen mit einfachsten MItteln, wie man ein Spiel gewinnt. Aus einer kompakten Abwehr wurden die schnellen Spitzen auf die Reise geschickt. Zwei gefährliche Torraumszenen genügten, zweimal zappelte das Leder im Husumer Netz - effektiver geht es nicht.

Enttäuscht zeigte sich auch Husums Trainer Guido Gehrke nach der Partie: »Es passte nicht viel zusammen an diesem Nachmittag. Wir bekommen zwei Bälle aufs Tor, und zweimal ist er drin - und selbst werden wir nicht belohnt.« Todesfeldes Trainer Markus Weber erklärte die Husumer SV prompt zum neuen Lieblingsgegner, errang seine Elf doch den dritten Sieg in Folge gegen die Hausherren. »Wir haben glücklich gewonnen, aber die Chancenverwertung lag bei einhundert Prozent. Unsere Defensivtaktik ist voll aufgegangen, unser Abwehrbollwerk stand.«

Die Rollen schienen klar verteilt, Husum drängte die Gäste sofort in die eigene Hälfte, versuchte eine schnelle Führung zu erzielen. Todesfelde gleich im Abwehrkampf, nur gelegentlich im Vorwärtsgang. Die erste Kostprobe gab Metin Sari ab, in der 7. Minute verfehlte sein Heber aus 35 Metern jedoch das Husumer Tor. Gäste-Keeper Andre Friedrichs bekam jetzt mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen, zunächst entschärfte er einen 18-Meter-Schuss von Pierre Becken (9.). Dann hatte Gerrit Müller mit einem Volleyschuss aus zwanzig Metern das Nachsehen (10.). Auch ein Kopfball vom aufgerückten Sascha Rettkowski verfehlte fünf Minuten später sein Ziel. Nach einem Flankenlauf von Lars Hermann stand Husums Torjäger Müller völlig frei, doch im letzten Moment wurde er noch gestört (33.). Im Gegenzug die überraschende Führung für die Gäste: Kai Himborn eroberte sich das Leder im Mittelfeld, ließ Torhüter Melf Molinas keine Abwehrchance. Die Husumer Abwehrfalle funktionierte nicht, der Torschütze hatte letztlich keine Mühe.

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild. Husum drängte ohne zündende Ideen - Todesfelde ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, lauerte auf eine Chance. Husums Pierre Becken versuchte es mit einem Kopfball aus zwölf Metern, scheiterte jedoch am Torhüter (49.). In der 62. Minute zappelte das Leder erneut im Husumer Tor. Sebastian Steglich verlängerte eine Flanke unglücklich zu Metin Sari, der sich dieses Geschenk nicht entgehen ließ. Nach 71 Spielminuten keimte noch einmal Hoffnung im Husumer Lager auf, Ingo Cornils verwandelte einen an Pierre Becken verwandelten Foulelfmeter sicher. Doch letztlich waren die Gastgeber nicht clever genug, immer wieder lief man sich fest. Auch die letzten Möglichkeiten von Ingo Cornils (90.) und Dennis Schulte (91.) machte Torhüter Friedrichs zunichte.

»Ich hoffe, wir bekommen nach den zwei Niederlagen jetzt wieder die Kurve«, gab Guido Gehrke seine Besorgnis nach Spielende zu Protokoll. Doch ob das Ende der Husumer Durststrecke erreicht ist, bleibt angesichts der angespannten Personalsituation fraglich.

Tore: 0:1 Himborn (33.), 0:2 Sari (62.), 1:2 Cornils (FE/71.)
Beste Spieler: Becken / Friedrichs, Mtimet, Oelbeck
Ecken: 2 : 1
Chancen: 8 : 2
Zuschauer: 203
Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübeck)
gelbe Karten: Hermann (34.), Cornils (52.), Petersen (69.) / Etemay (24.), Chelminski (58.), Himborn (70.), Gimm (78.)
Aufstellung:

Molinas - Cornils, Schulte, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Becken, Alla, Steglich, Petersen - Müller.

Friedrichs - Mtimet - Timmermann, Lembke - Molt, Oelbeck, Puls, Himborn, Etemay (46. Chelminski/91. Birguel) - Sari (90. Illinsch), Gimm.

  HI 31.03.2007

Husumer SV einfach nicht clever genug

Todesfelde nutzt zwei Chancen zum 2:1 / Gehrke: "Es passte nicht viel zusammen"
Kopfball-Duell zwischen Todesfeldes Hauke Molt und dem Husumer Pierre Becken. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Der TSV Kropp ist wohl das einzige Team, das den VfB Lübeck II (3:1 in Oldenburg) im Titelkampf noch abfangen kann. Beim verdienten 4:1 im Verfolgerduell gegen Kilia Kiel überzeugte die Mannschaft von Trainer Gerulat. Eider Büdelsdorf kam dagegen nicht über ein 2:2 in Eichede hinaus. Flensburg 08 bleibt nach dem 2:1 in Heide in der Erfolgsspur, während die Husumer SV überraschend mit 1:2 gegen Todesfelde verlor. FC Sörup-Sterup zeigte Moral und schaffte im Kellerduell gegen Meldorf nach einem 1:3 noch ein 3:3.

Husum (Bernd Hulin) – Mit einer unerwarteten, aber völlig verdienten 1:2-Niederlage endete die Partie zwischen der Husumer SV und dem Gast aus Todesfelde. Zwar wirkten die Hausherren spielerisch reifer, konnten sich die weit aus größeren Möglichkeiten herausarbeiten, doch die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. An der Abwehrformation der Gäste bissen sich die Nordfriesen immer wieder die Zähne aus. Mit zunehmender Spielzeit gingen den Stormstädtern die Ideen aus. Todesfelde agierte aus einer kompakten Abwehr wurden die schnellen Spitzen auf die Reise geschickt. Zwei gefährliche Torraumszenen genügten, zweimal zappelte das Leder im Husumer Netz – effektiver geht es nicht.

Husums Trainer Guido Gehrke war enttäuscht: "Es passte nicht viel zusammen. Wir bekommen zwei Bälle aufs Tor und zweimal ist er drin. Und selbst werden wir nicht belohnt." Todesfeldes Trainer Markus Weber erklärte die Husumer SV zum neuen Lieblingsgegner, errang seine Elf doch den dritten Sieg in Folge gegen die Hausherren. "Wir haben glücklich gewonnen, aber die Chancenverwertung lag bei einhundert Prozent. Unser Abwehrbollwerk stand."

Gäste-Keeper Andre Friedrichs bekam mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen, zunächst entschärfte er einen 18-Meter-Schuss von Pierre Becken (9.). Dann hatte Gerrit Müller mit einem Volleyschuss aus zwanzig Metern das Nachsehen (10.). Nach einem Flankenlauf von Lars Hermann stand Husums Torjäger Müller völlig frei, doch im letzten Moment wurde er noch gestört (33.). Im Gegenzug die überraschende Führung für die Gäste: Kai Himborn eroberte sich das Leder im Mittelfeld, ließ Torhüter Melf Molinas keine Abwehrchance.

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild. Husum drängte, ohne die zündenden Ideen. In der 62. Minute zappelte das Leder erneut im Husumer Tor. Sebastian Steglich verlängerte eine Flanke unglücklich zu Metin Sari, der sich dieses Geschenk nicht entgehen ließ. Nach 71 Spielminuten keimte noch einmal Hoffnung im Husumer Lager auf, Ingo Cornils verwandelte einen Foulelfmeter sicher. Doch letztlich waren die Gastgeber nicht clever genug.

Husumer SV: Molinas - Cornils, Schulte, Rettkowski, Hermann - Saeltz, Becken, Alla, Steglich, Petersen - Müller. – Todesfelde: Friedrichs - Mtimet - Timmermann, Lembke - Molt, Oelbeck, Puls, Himborn, Etemay (46. Chelminski/91. Birguel) - Sari (90. Illinsch), Gimm. – Beste Spieler: Becken - Friedrichs, Mtimet, Oelbeck – Zuschauer: 203 – Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübeck)

2. April 2007 · Flensburger Tageblatt

Gehrke schwärmt von seinen "Youngstern"

Husumer SV erwartet am Sonnabend Todesfelde
Einsatzfreudig und engagiert: Sebastian Saeltz. Foto: Staudt

Husum (Ulrich Schröder) – Sieben Spiele sind noch zu absolvieren und eigentlich geht es für die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga um nichts mehr. Platz sechs, keine Gefahr mehr nach unten, aber auch keine Chance mehr, oben anzugreifen. Gibt es da vor dem Spiel gegen den SV Todesfelde nicht Probleme mit der Motivation?
"Auf keinen Fall", sagt Husums Trainer Guido Gehrke. "Das ist doch ein Riesenvorteil für die jungen Spieler: Sie können ganz ohne Druck ins Spiel gehen." Und die Jungen haben es dem Coach, der nach Saisonende zum SC Norddörfer geht, angetan. Er schwärmt vom Einsatzwillen der Youngster: "Sie kommen nach dem Training an und fragen, ob wir nicht noch eine Extra-Einheit dranhängen können."
Wen er am Sonnabend zur Verfügung hat, ist unklar, da die zweite Mannschaft zeitgleich spielt und Gehrke wohl Akteure abstellen wird. Sicher fehlen wird Marcell Voß (Rote Karte), der im Derby verletzt ausgewechselte Björn Fleige konnte bislang noch nicht trainieren. Martin Herpel kommt berufsbedingt erst zur zweiten Halbzeit.

Mit einigen personellen Problemen hat auch Todesfeldes Coach Markus Weber zu kämpfen. Für Ex-Profi Thomas Seeliger kommt ein Einsatz nach einem Muskelfaserriss vor drei Wochen wohl noch zu früh. "Wir haben jetzt wieder etwas Luft, brauchen aber auch mal Ausbrecher nach oben", fordert Weber.

Ein solcher "Ausbrecher" war das 0:0 beim TSV Kropp vor zwei Wochen. Mit den Teams aus der oberen Tabellenhälfte hat sich Todesfelde (Rang zwölf) bislang schwer getan. Lediglich vier Punkte verbuchten die Gäste in den Spielen gegen Spitzenteams. "Das reicht nicht aus", so Weber.

Drei ihrer vier Punkte holten die Todesfelder beim Hinspiel gegen Husum (2:0). "Relativ bescheiden" habe sein Team da gespielt, erinnert sich Gehrke. Beide Trainer befassen sich nicht übermäßig viel mit dem Gegner. "Wir wollen unser Spiel durchbringen", betonen sie. Gehrke setzt eher, auf die offensive, Weber eher auf die defensive Variante – angesichts des Tabellenstands kein Wunder.

Todesfelde ist Zwölfter und noch lange nicht gesichert. "Ich gehe von sechs Absteigern aus", sagt Weber, dessen Team stabiler geworden ist – von den letzten sechs Spielen bestritt der SVT vier "zu Null".

30. März 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
18. ST 09.04.07 SC Comet Kiel Husumer SV 2:1

Husum am Kieler Ostufer versenkt!

09.04.2007

Comet Kiel – Husumer SV

2 : 1 (1:1)


Die dritte Niederlage in Folge kassierte die Husumer SV bei Comet Kiel. Über weite Strecken bestimmten die Nordfriesen das Spiel, drängten auf den Siegtreffer, doch eine Unachtsamkeit in der Abwehr kostete zumindest einen Punkt. Die Hausherren zeigten eine kämpferisch ansprechende Partie. Die Elf von Trainer Wolfhart Ziesecke stand sehr kompakt und bot den Gästen Paroli, doch die SV war die spielerisch bessere Elf, hatte die eindeutig besseren Chancen. »Eine unnötige Niederlage - wir haben im Moment nicht das nötige Glück«, gab ein enttäuschter Husumer Trainer Guido Gehrke zu Protokoll. »Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Druck entwickelt, sind aber in einen dummen Konter gelaufen.«

Gleich zu Beginn übernahmen die Stormstädter das Kommando, erzielten in der 11. Minute die frühe Führung durch Gerrit Müller. Mit einem Kopfball-Hebesenker á la Bernie Grünhoff über Torhüter Tim Paasch hinweg setzte er eine erste Duftmarke. Das zweite Husumer Tor hatte Sascha Rettkowski auf dem Schlappen, doch in der 16. Minute knallte er das Leder nur an die Latte. Dann befreiten sich die Cometen, erzielten sogar den Ausgleichstreffer durch Meysam Shahhosseini in der 21. Minute. Torhüter Melf Molinas war zu ungestüm herausgelaufen, der Torschütze spielte ihn mustergültig aus.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit waren die Nordfriesen die agilere Mannschaft, immer wieder wurde das Kieler Tor bedrängt. Comet musste sich notgedrungen auf Konter beschränken. Mit einem Aufsetzer aus 25 Metern gab Sebastian Steglich die Richtung vor (52.), auch Gerrit Müller verpasste zwei Minuten später aus fünf Metern. Dann versagte das Schiedsrichtergespann den Husumern die erneute Führung: Lars Hermann erzielte ein Tor, wurde jedoch wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen (59.). Eine glatte Fehlentscheidung, das musste selbst das Kieler Trainergespann zugeben. Husum drängte weiter, doch Gerrit Müller konnte zwei große Möglichkeiten nicht nutzen. In der 64. Minute stand er alleine vor dem Tor, Torhüter Paasch konnte retten. Dann köpfte Müller über den Kasten, nachdem der Keeper an einem Ball vorbeigesegelt war (78.). Der entscheidende Konter der Hausherren in der 82. Spielminute: Vaselinovic nutzte die sich bietende Chance eiskalt zum 2:1 Endstand aus.

Alles Anrennen der Nordfriesen nutzte nichts mehr - wieder einmal hatte man die sich bietenden Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lassen - und sich eine Niederlage der unnötigen Art eingefangen.

Tore: 0:1 Müller (11.), 1:1 Me. Shahhosseini (21.), 2:1 Vaselinovic (82.)
Beste Spieler: Vaselinovic, Me. Shahhosseini / Becken, Schulte
Ecken: 3 : 6
Chancen: 3 : 9
Zuschauer: 135
Schiedsrichter: Pohlmann (Oelixdorf)
gelbe Karten: Ma. Shahhoseini (35.), Hungerecker (71.) / Müller (32.), Schulte (61.)
gelb/rot: Schulte (88.) weg. Meckern
Aufstellung:

Paasch – Dommasch, Ziesecke, Wegner, Hungerecker – Frank, Gesper, Ma. Shahosseini (55. Sümnik), Blazevic – Vaselinovic, Me.Shahosseini (84. Schwenn).

Molinas – Schulte, Rettkowski, Cornils – Herpel, Saeltz, Steglich (75. Otto), Alla (75. Fleige), Hermann (85. Lies) – Becken, Müller.

  Hl 09.04.2007

Wieder nicht belohnt

Verbandsliga: Husum verliert 1:2 bei Comet Kiel

Verbandsliga-Übersicht

Zwei Spiele, zwei Siege – der TSV Kropp ist der große Sieger des Osterwochenendes. Mit dem 3:1 in Altenholz und dem 2:0 gegen Meldorf lösten die Rot-Schwarzen den VfB Lübeck II (2:2 in Bargteheide/ein Spiel weniger) an der Tabellenspitze ab. Ansonsten schwächelten die Nordklubs. Flensburg 08 kassierte beim 0:1 gegen Eichede die erste Heimniederlage der Saison, die Husumer SV verlor 1:2 bei Comet Kiel und rutschte auf Rang sieben ab. Schlusslicht Heiligenstedten überraschte mit dem 4:3 in Oldenburg.

Kiel – Wie sich die Bilder gleichen: Fußball-Verbandsligist Husumer SV bestimmte wie schon in der Vorwoche gegen den SV Todesfelde über weite Strecken das Geschehen, erzielte aber nur ein Tor – das war zu wenig. So verlor das Team von Trainer Guido Gehrke bei Comet Kiel 1:2 (1:1). Es war die dritte Niederlage der Nordfriesen in Folge.
"Das war unnötig. Wir haben im Moment einen schlechten Lauf", resümierte Husums Coach. Seine Mannschaft hatte von Beginn an Tempo gemacht und war bereits nach elf Minuten in Führung gegangen. Gerrit Müller beförderte einen Freistoß von Ingo Cornils in bester "Uwe Seeler-Manier" mit dem Hinterkopf ins Tor. Fünf Minuten später traf Kapitän Sascha Rettkowski die Latte.

Das 1:1 von Meysam Shahhosseini (21.) resultierte aus einem Torwartfehler. Melf Molinas verließ seinen Kasten, obwohl seine Abwehrspieler in der Nähe waren. So konnte der Kieler aus 15 Metern einschieben.

War die erste Halbzeit noch recht ausgeglichen, hatten die Nordfriesen in den zweiten 45 Minuten deutlich mehr vom Spiel. Sebastian Steglich hatte Pech mit einem Aufsetzer (52.), zwei Minuten später verfehlte Müller aus fünf Metern das Tor. Der Angreifer war auch an der größten Gelegenheit des zweiten Durchgangs beteiligt – eine Ecke von Pierre Becken überraschte sowohl die Abwehrspieler als auch Müller, der aus kurzer Entfernung übers Tor köpfte.

Husum hatte Chancen und traf nicht, Comet kam einmal gefährlich vor das Tor der Gäste und hatte Erfolg: Veselinovic schloss einen Konter in der 82. Minute erfolgreich ab.

Husumer SV: Molinas - Schulte, Rettkowski, Cornils - Herpel, Saeltz, Steglich (75. Otto), Alla (75. Fleige), Herrmann (85. Lies) - Becken, Müller. Zuschauer: 135.

10. April 2007 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV: Personell entspannt und mit Siegeswillen

Husum (mb) – So einfach will Guido Gehrke es sich und seiner Mannschaft nicht machen. Nur weil die Husumer SV als Sechster der Fußball-Verbandsliga nach oben nichts mehr ausrichten und nach unten nicht mehr tief fallen kann mit halber Kraft in die letzten zehn Saisonspiele gehen – das kann nicht angehen. "Es stimmt nicht, dass es um nichts geht. Es geht um drei Punkte und es geht um einen vernünftigen Abschluss der Saison", sagt der Husumer Trainer vor der Partie am Ostermontag (15 Uhr) beim SC Comet Kiel. Nach zwei Heimniederlagen (0:2 gegen den TSV Kropp und 1:2 gegen den SV Todesfelde) ist Gehrke nicht zufrieden und will mehr Motivation aus seinem Team herauskitzeln. "Zwar haben mir alle Spieler gesagt, dass sie gewinnen wollen, aber das Wie hat mich nicht überzeugt. Mit 80 Prozent Einsatz kann man nicht gewinnen." Vielleicht kommt in dieser Situation Comet Kiel gerade recht. Mit dem Hinspielsieg (2:0) feierte das Team nach zwei derben Niederlagen in Folge (1:5 gegen den VfB Lübeck II und 2:5 gegen FT Eider Büdelsdorf) eine Art Wiederauferstehung. Auch am Montag fahren die Husumer mit zwei Niederlagen belastet in die Landeshauptstadt. "Wenn sich da eine Parallele ergibt, wäre das ganz positiv", meinte Gehrke, der mit einer recht entspannten Personalsituation die Busfahrt antreten kann. Marcell Voß fehlt nach seiner Roten Karte wegen einer Tätlichkeit aus dem Spiel gegen den TSV Kropp und Nils Langwadt ist weiterhin verletzt. "Es sei denn, es verletzt sich noch einer meiner U-21-Spieler", bleibt für den Coach noch eine Unbekannte. Sieben von acht der jungen Spieler werden in der zweiten Mannschaft am Sonnabend in der Bezirksoberliga-Partie bei Schleswig 06 mitspielen. Aber selbst wenn noch ein weiterer Akteur ausfallen sollte, an der offensiven Marschrichtung in Kiel wird sich nichts ändern. "Wir werden wie in der zweiten Hälfte gegen Todesfelde mit drei Spitzen auflaufen", sagt Gehrke, der aber auch mitansehen musste, dass die Offensive nicht von Erfolg gekrönt war. Eine Parallele in diese Richtung wäre dem Coach gar nicht recht. Comet belegt in der Tabelle Rang 13, nur sieben Zähler besser als der Oldenburger SV (15.) auf dem ersten Abstiegsplatz. "Die sind noch nicht aus dem Schneider und werden uns einen harten Kampf liefern", ist sich Gehrke sicher. Sicher ist aber auch: "Wir wollen gewinnen."
7. April 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Zweiter Teil der Kieler Woche

Wieder nach Kiel – diesmal mit glücklicherem Ausgang für den Fußball-Verbandsligisten Husumer SV? Das Team von Guido Gehrke spielt am Sonntag (15 Uhr) beim SC Comet.
Lars Hermann wird am Sonntag fehlen. Foto: Voss/Archiv
Fußball: Es ging fast gar nichts
Flensburg (sh:z) Punktspiele im Februar – da kann man nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre von kompletten Spieltagen bestenfalls träumen. So auch am Wochenende. Die Verbandsliga-Partie des TSV Kropp gegen TuRa Meldorf wurde bereits am Freitag abgesetzt (die Gemeinde hatte den Platz gesperrt), am Sonnabend wurde auch das Gastspiel der Husumer SV beim SC Comet Kiel abgesagt. In der Bezirksoberliga fiel die Partie TSB Flensburg gegen FC Langenhorn aus, in der Bezirksliga das Spiel des TV Grundhof gegen den Rödemisser SV. Ganz düster sah es auch im Kreis Flensburg aus – dort konnten lediglich zwei von 20 angesetzten Spielen stattfinden.
12. Februar 2007 · Flensburger Tageblatt

Husum (ree) – Die Trainerfrage für die kommende Saison ist also geklärt. Da kann die Husumer SV sich gleich wieder aufs Fußballspielen konzentrieren. Ihr Gastgeber am Sonntag (15 Uhr) im zweiten Verbandsliga-Nachholspiel ist der SC Comet Kiel.
Guido Gehrke lässt keinen Zweifel daran, dass er auch im zweiten Teil seiner Trainermission in Husum "100 Prozent" geben wird. "Das zieh' ich durch, das bin ich der Mannschaft schuldig", sagt der im Sommer ausscheidende Übungsleiter. Und er hofft, dass die Mannschaft, anders als bei Kilia, auf dem Kieler Ostufer "ein Erfolgserlebnis davontragen wird."

Wobei Gehrke mit seinen Gedanken durchaus schon eine Woche weiter ist. Dann kommt nämlich der Tabellendritte FT Eider Büdelsdorf nach Husum. Und da will der Trainer seine Mannschaft gut in Schwung wissen.

Nicht zurückgreifen kann Gehrke diesmal in Kiel auf Lars Hermann und Marcell Voss, die sich beide am vergangenen Wochenende verletzten. Lars Hermann hat es besonders hart getroffen. Großzeh des linken Fußes ausgekugelt und ein Teil davon abgesplittert, so die Diagnose für den Husumer Außenverteidiger nach der Behandlung in der Kieler Lubinus-Klinik. Ein Pressschlag des Husumers mit dem Kilianer Christoph Hipp hatte dieses Unglück schon in der 7. Spielminute heraufbeschworen. "Drei bis vier Wochen werde ich den Gips wohl tragen müssen", meint Unglücksrabe Hermann.

Wolfhart Ziesecke, der Coach des SC Comet Kiel, hat seinen Schützlingen in der Winterpause nur wenig Verschnaufpausen gegönnt. "Wir haben sechs Mal die Woche trainiert", sagt er. Ein Zeichen dafür, dass man beim Tabellenzwölften nichts unversucht lassen will, das zu vermeiden, was vielen anderen Mannschaften in der Verbandsliga widerfuhr. Dass es nämlich im zweiten Jahr nach dem Aufstieg schon wieder eine Etage tiefer ging.

Den Auftritt der Stormstädter bei Kilia hat sich der Trainer natürlich angesehen. "Gute Leistung von Husum", sagt er, "aber wenn man so viel Raum hat, kann man auch gut spielen." Leise Kritik also an dem Lokalrivalen – und die Botschaft an die Nordsee, dass es auf dem Kieler Ostufer ein wenig enger zugehen könnte.
Bei der Husumer SV wird Martin Herpel wieder ins Aufgebot rücken.

10. Februar 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Vor dem Spiel bei Comet Kiel: Gehrke zieht positive Hinrunden-Bilanz

Wer bleibt dran in der Fußball-Verbandsliga? Die Husumer SV (Sechster) und Rot-Weiß Moisling (Fünfter) haben jeweils 15 Punkte und wollen den Kontakt zur Spitze nicht abreißen lassen. Am Sonnabend (15 Uhr) kommt es im Friesenstadion zum Duell der Verfolger von Eider Büdelsdorf.
Husum-Spiel bei Comet fällt aus
Husum (sh:z) – In der Stadt Kiel ist man mit Spielabsagen bei schlechtem Wetter schnell bei der Hand – bereits gestern wurde die Partie der Fußball-Verbandsliga zwischen dem SC Comet Kiel und der Husumer SV abgesagt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
9. Dezember 2006 · Nordfriesland Sport

Husum (ree) – Nur sieben Spielausfälle zum Ende der Halbserie – die Fußball-Verbandsliga ist fast im Plan. Die Partie der Husumer SV am Sonnabend (14 Uhr) bei Comet Kiel steht "auf der Kippe". "Wenn es weiter so regnet, wird die Stadt den Platz sperren", sagt SC-Trainer Wolfhart Ziesecke. Was den Landeshauptstädtern wohl gar nicht so ungelegen käme. Denn durch ihre Tätigkeit im Einzelhandel sind einige Comet-Spieler in der Vorweihnachtszeit noch stärker beansprucht als sonst. "Und wir müssen durch Verletzungen ständig Stammspieler erstzen", klagt der Coach. Insgesamt befinden sich die Mannen vom Kieler Ostufer etwa da (Platz elf), wo sie hin wollen (Platz zehn). Und Ziesecke weiß auch , wie das gehen könnte: "Husum schlagen!" Allerdings setzt dem Vorjahres-Aufsteiger auch in dieser Saison eine gewisse Heimschwäche zu. Fünf der bisher neun Partien vor eigenem Publikum gingen verloren. Eine Erklärung dafür fehlt dem Kieler Trainer – aber vielleicht handelt es sich auch nur um einen allgemeinen Trend in der Verbandsliga: Die Statistik spricht den Heimmannschaften nur zwölf Siege mehr zu als den Gastmannschaften. Gute Vorgaben also für die Husumer SV, die Erfolge gegen Comet aus dem Hinspiel (2:0) und aus dem Vorjahr (zwei Mal 3:0) zu wiederholen. Trainer Guido Gehrke möchte unbedingt, "dass wir die letzten beiden Spiele des Jahres positiv gestalten." Nach der verpatzten Hallen-Qualifikation ("Ein echter Tiefschlag") befürchtete er ein Stimmungsloch innerhalb seiner Mannschaft. "Nix davon", sagt der Coach, "am Montag beim Training war wieder 'volles Haus'." Überhaupt findet Gehrke nach Ende der Halbserie viele gute Worte für das, was er in den vergangenen Monaten erlebt hat: "Ich bin positiv überrascht, wie alles gelaufen ist", sagt er. "Wir spielen guten Fußball, die jungen Leute haben viel dazugelernt und sind bereit, neue Ziele in Angriff zu nehmen."

8. Dezember 2006 · sh:z-Nordfriesland Sport
27. ST 14.04.07 VfB Lübeck 2 Husumer SVI 0:0

Eine Nullnummer zum Zunge schnalzen!

14.04.2007

VfB Lübeck II - Husumer SV

0 : 0


Mit einer spielerischen Glanzleistung erbeutete die Husumer SV beim designierten Meister VfB Lübeck II einen mehr als verdienten Auswärtspunkt. Die Hausherren konnten sich zudem beim eigenen Torhüter und bei der Latte bedanken, dass sie nicht auf die Verliererstrasse gerieten. Grundlage für den Punktgewinn war die gut gestaffelte und super organisierte Husumer Abwehr, in der Dennis Schulte herausragte. Durch das Mittelfeld ging es mit schnellen, mustergültigen Kombinationen nach vorne, leider wurden die zahlreichen Chancen wieder einmal nicht genutzt. Nur in der letzten Viertelstunde drängten die Marzipanstädter mächtig auf das Husumer Tor, doch auch diese Drangperiode überstanden die Nordfriesen souverän. Die Punktwertung ging jedoch eindeutig an die Nordfriesen, nur das Runde wollte nicht ins Eckige, ansonsten war es eine »Nullnummer zum Zunge schnalzen«. Das sah auch Husums Trainer Guido Gehrke so: »Das hat richtig Laune gemacht, eine klasse Leistung meiner Elf, vor allem spielerisch. Der Punkt war mehr als verdient.« Lübecks Trainer Thorsten Flocken sprach von einem glücklichen Remis seiner Mannschaft: »Husum stand gut gestaffelt, hatte einige Chancen. Wir konnten uns heute nicht entscheidend durchsetzen.«

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Stormstädter das Kommando. Überraschend waren nicht die Lübecker, sondern die Husumer die spielerisch bessere Mannschaft. Gleich brannte es im Lübecker Strafraum: David Strüning stand plötzlich frei vor Torhüter Gommert, traf das Leder aber nicht richtig (11.). Fünf Minuten später hatte Dennis Schulte die Führung auf dem Schlappen. Herrlich von Strüning freigespielt klatschte die Kugel aber nur an den Querbalken des Lübecker Tores. Husum drängte die Hausherren immer wieder zurück, es brannte lichterloh im Lübecker Strafraum. Nur der entscheidende Treffer wollte nicht fallen. Kurz davor stand in der 39. Minute wieder Dennis Schulte, mit dem Hinterkopf köpfte er einen Freistoß in Uwe Seeler Manier auf das Tor – es fehlten nur die berühmten Zentimeter. Minuten vor dem Halbzeitpfiff schickte Sebastian Saeltz den emsigen Gerrit Müller auf die Reise, aus fünf Metern zog Husums Torschützenkönig ab - Torhüter Gommert konnte Schlimmeres verhindern (43.).

Wer gedacht hatte, dass sich das Bild nach dem Pausentee grundlegend ändern würde, der hatte sich geirrt. Husum trieb den Ball gekonnt durch das Mittelfeld, brachte die Lübecker Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Erion Alla versuchte es volley aus zwölf Metern, doch der Ball verfehlte sein Ziel (56.). Auch Sebastian Saeltz hatte kein Zielwasser getrunken, aus fünf Metern konnte Torhüter Gommert retten (77.). Die einzig gefährliche Situation der Gastgeber im gesamten Spiel vereitelte Husums Keeper Molinas nach 58 Minuten, der eingewechselte Marcel Skordos hatte sich durchgesetzt.

Die junge Husumer Truppe, die die zahlreichen Ausfälle nahtlos kompensierte, ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und kam zu einem ungefährdeten Punktgewinn.

Tore: -
Beste Spieler: Schäfer / Schulte, Cornils, Müller 
Ecken: 5 : 5
Chancen: 2 : 7
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Marco Hecht (Bargteheide)
gelbe Karten: Gradert (68.), Skordos (76.) / Becken (26.), Steglich (40.), Müller (50.)
Aufstellung:

Gommert – Schäfer, Müller, Kallus, Bruhn (58. Skordos) – Martens (62. Thomas), Gradert, Karadas, Neitzel (62. Kalbau), Tetzlaff, Konrad.

Molinas – Rettkowski, Cornils, Schulte – Saeltz, Becken, Steglich, Alla (72. Klein), Petersen – Strüning, Müller.

  Hl 14.04.2007

0:0 in Lübeck: Husumer SV dem Sieg ganz nahe

Ein gutes Spiel lieferte Erion Alla (li.) ab. Foto: Hulim

Verbandsliga-Übersicht

Die Null stand: Während Flensburg 08 mit dem 0:0 im Derby gegen den FC Sörup-Sterup eher unzufrieden war, konnte die Husumer SV mit dem torlosen Unentschieden beim VfB Lübeck II gut leben – die Nordfriesen hatten sogar die besseren Chancen. Da auch der TSV Kropp einen Punkt holte (2:2 beim TSV Bargteheide), änderte sich an der Tabellenspitze nichts. Büdelsdorf (4:1 in Heide) verkürzte den Rückstand auf drei Punkte. Mächtig das Fell über die Ohren gezogen bekamen zwei Teams aus dem "Keller": Der Tabellenvorletzte Meldorf unterlag Moisling auf eigenem Platz 1:7, aufgegeben hat sich offenbar der Oldenburger SV, der 1:8 beim TSV Altenholz verlor. Am Mittwoch (18.30 Uhr) kommt es zum Duell Flensburg 08 gegen TSV Kropp.

Lübeck (Bernd Hulin) – Mit einer spielerischen Glanzleistung erbeutet Fußball-Verbandsligist Husumer SV beim designierten Meister VfB Lübeck II einen mehr als verdienten Auswärtspunkt. Die Hausherren konnten sich bei ihrem Keeper und bei der Torlatte bedanken, dass sie nicht auf die Verliererstraße gerieten. Grundlage für den Punktgewinn war die gut gestaffelte und organisierte Husumer Abwehr, in der Dennis Schulte herausragte.
Durch das Mittelfeld ging es mit schnellen Kombinationen nach vorne, doch die zahlreichen Chancen wurden wieder einmal nicht genutzt. Nur in der letzten Viertelstunde drängte Lübeck mächtig, aber diese Drangperiode überstanden die Nordfriesen souverän.

"Das hat richtig Laune gemacht. Eine Klasse-Leistung meiner Elf, vor allem spielerisch. Der Punkt war mehr als verdient", freute sich Coach Guido Gehrke. Lübecks Trainer Torsten Flocken sprach von einem glücklichen Remis seiner Mannschaft: "Husum stand gut gestaffelt, hatte einige Chancen. Wir konnten uns nicht entscheidend durchsetzen."
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Stormstädter das Kommando. Überraschend waren nicht die Lübecker, sondern die Husumer spielerisch besser.e Mannschaft. Gleich brannte es im Lübecker Strafraum: David Strüning stand plötzlich frei vor Torhüter Gommert, traf aber nicht richtig (11.). Fünf Minuten später traf Dennis Schulte, von Strüning freigespielt, nur den Querbalken des Lübecker Tores. Mit dem Hinterkopf verfehlte Schulte die Führung nur knapp (39.), kurz vor dem Seitenwechel scheiterte Gerrit Müller an Torhüter Gommert (43.).

Nach der Pause änderte sich nichts. Husum brachte die Lübecker Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Erion Alla, versuchte es volley aus zwölf Metern, doch der Ball verfehlte sein Ziel (56.). Auch Sebastian Saeltz scheiterte, aus fünf Metern konnte Torhüter Gommert retten (77.). Die einzig gefährliche Situation der Gastgeber im gesamten Spiel vereitelte Husums Keeper Melf Molinas nach 58 Minuten, zuvor hatte sich der eingewechselte Marcel Skordos durchgesetzt.

VfB Lübeck II: Gommert – Schäfer, Müller, Kallus, Bruhn (58. Skordos) – Martens (62. Thomas), Gradert, Karadas - Neitzel (62. Kalbau), Tetzlaff, Konrad. – Husumer SV: Molinas – Rettkowski, Cornils, Schulte – Saeltz, Becken, Steglich, Alla (72. Klein), Petersen – Strüning, Müller. – Zuschauer: 80. – Schiedsrichter: Hecht (Bargteheide). – Beste Spieler: Schäfer / Schulte, Cornils, Müller.

16. April 2007 · Flensburger Tageblatt

Als Außenseiter auf die Lohmühle

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV mit Personalproblemen zum VfB II

Husum (usc) – Drei Spiele in Folge verloren, dazu zahlreiche verletzte und angeschlagene Akteure, Abstellungen für die zweite Mannschaft – und jetzt geht's ausgerechnet zum Tabellenzweiten. Nicht die besten Voraussetzungen für die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV, die am Sonnabend (15 Uhr) auf der Lohmühle beim VfB Lübeck II gastieren. Der Bus startet um 11.30 Uhr vom Friesenstadion.

"Vielleicht genau das richtige Spiel für uns, denn niemand erwartet einen Sieg", mutmaßt Trainer Guido Gehrke. Obwohl sein Team in der Hansestadt die Außenseiterrolle einnimmt, hät er nichts von einer defensiven Marschroute. "Wir wollen Fußball spielen und wollen uns nicht hinten rein stellen", lautet sein Credo.

Beim 1:5 im Hinspiel bekamen die Nordfriesen vom VfB die Grenzen aufgezeigt, doch das schreckt Gehrke nicht. "Wir sind weiter als damals", sagt er voller Überzeugung. Die personelle Lage ist allerdings alles andere als rosig. Björn Fleige wird am Sonnabend definitiv fehlen, auch David Lies ist verletzt, Lars Hermann und Ingo Cornils angeschlagen. Marcell Voß ist noch gesperrt. Dafür ist der bei Comet schmerzlich vermisste Michael Petersen wieder mit von der Partie.

13. April 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
28. ST 22.04.07 TSV Heiligenstedten Husumer SV 1:5

Alla's Showtime!

22.04.2007

TSV Heiligenstedten - Husumer SV

1 : 5 (0:4)


Nicht den Hauch einer Chance ließ die Husumer SV dem TSV Heiligenstedten in dieser einseitigen Partie. Speziell vor der Halbzeit kombinierten die Nordfriesen wie aus dem Lehrbuch und erzielten vier wunderschöne Treffer. Die Gastgeber ergaben sich zwar nicht kampflos, doch mehr als eine Ergebniskorrektur in Durchgang zwei war nicht drin.

Entsprechend zufrieden äußerte sich Husums Trainer Guido Gehrke: »Es hat Spaß gemacht, wir haben den Ball laufen lassen, zwei Kontakte gespielt und unsere Möglichkeiten auch in Zählbares umgewandelt. Das, was wir bereits seit der gesamten Saison trainieren, konnten wir heute zu 70 Prozent umsetzen.«

Zum Mann des Tages avancierte Husums Kleinster: Erion Alla spielte seine Gegenspieler ein ums andere Mal schwindlich, erzielte zwei Treffer selbst und bereitete zwei weitere vor. Sehenswert das 1:0 in der fünften Minute nach Ablage von Gerrit Müller, sensationell das 2:0 (19.) per Volleyschuss in den Winkel, nachdem Sebastian Saeltz zuvor abgeblockt worden war. Auch bei den nächsten Toren stand Alla Pate: In der 23. Minute setzte er David Strüning in Szene, der die Vorlage zu einem tollen Solo durch die Abwehr nutzte und zum 3:0 traf. Für die 4:0-Halbzeitführung sorgte schließlich Ingo Cornils nach Foul an Alla mit einem direkt verwandelten Freistoß von der Strafraumgrenze ins Dreieck (35.). Weitere Gelegenheiten von Sebastian Steglich (drüber, 1.) David Strüning und Gerrit Müller (verpassen Hereingabe von Michael Petersen um Haaresbreite, 7.) Michael Petersen (an den Pfosten nach klasse Steilpass von Sebastian Saeltz, 9.), David Strüning (links vorbei, 27.) und Pierre Becken (Torwart hält, 33.) blieben ohne Erfolg. Auf der Gegenseite musste Keeper Momme Reinhold lediglich zweimal eingreifen, zeigte sich bei den Freistößen von Klotzbüchler (11.) und Hamann (43.) souverän.

Nach dem Wechsel standen die Gastgeber näher am Mann und konnten die Partie so zumindest etwas offener gestalten. Dennoch dauerte es gerade 10 Minuten, bis der nächste Husumer Treffer fiel: Nachdem Michael Petersen erst noch zu hoch gezielt hatte (53.), machte er es zwei Minuten später besser und schloss, als David Strüning hängen geblieben war, einen Alleingang durch die Hintermannschaft zum 5:0 ab (55.). Weitere vielversprechende Aktionen von Dennis Schulte (62.), Björn Klang (66., 71.), Michael Petersen (68.), Erion Alla (72.) und Pierre Becken (73.) blieben ohne zählbares Resultat. Bei den Gastgebern mangelte es Hamann an der Zielgenauigkeit (59.), und Niss fand seinen Meister in Torhüter Momme Reinhold (78.), ehe Twymann nach Vorarbeit von Niss mit dem Anschlusstreffer zumindest Ergebniskorrektur betreiben konnte (88.).

Am Ende ein in der Höhe leistungsgerechter Sieg der Husumer, der deutlicher hätte ausfallen können. Dennoch muss man dem TSV Heiligenstedten Respekt zollen, denn trotz der aussichtslosen Tabellensituation präsentierte sich das Team engagiert und motiviert. Kompliment für diese Einstellung.

Tore: 0:1 Alla (5.), 0:2 Alla (19.), 0:3 Strüning (23.), 0:4 Cornils (35.), 0:5 Petersen (55.), 1:5 Twymann (88.)
Beste Spieler: Niss / Alla, geschlossene Teamleistung
Ecken: 2 : 9
Chancen: 5 : 17
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Samir Massalme (FC St. Michaelisdonn)
gelbe Karten: Twymann (41.), Klotzbüchler (44.), Schmidt (67.), Haupthoff (74.), Avakian (90.) / Strüning (39.), Rettkowski (43.)
Aufstellung:

Eicke – Schmidt – Haupthoff, Aykut, Avakian – Nagel, Hass, Klotzbüchler (46. Hecht), Twymann – Schulz (46. Niss), Hamann (75. Suhr).

Reinhold – Rettkowski, Cornils, Schulte (69. Mi. Wolter) – Saeltz, Becken, Steglich (66. Genge), Alla – Petersen, Strüning (60. Klang), Müller.

  SW 26.04.2007

Husumer Fußball-Demonstration

Verbandsliga: Erion Alla überragt beim mühelosen 5:1 in Heiligenstedten

Heiligenstedten (ree) – Mit einer Fußballdemonstration hat die Husumer SV sich in der Fußball-Verbandsliga zurück gemeldet. 5:1 (4:0) siegten die Stormstädter beim TSV Heiligenstedten. Das Tabellenschlusslicht hatte nicht den Hauch einer Chance und wurde von den phasenweise virtuos aufspielenden Gästen regelrecht düpiert. Bester aller guten Husumer war der spielfreudige Erion Alla, der auch zwei Tore schoss.
Das erste schon in der 5. Minute, als er die Ablage von Gerrit Müller dicht neben dem Pfosten in die TSV-Maschen setzte. Noch schöner das 0:2 (20.), bei dem er das Leder mit seinem schwächeren linken Fuß genau in den oberen Winkel platzierte.

Zwischenzeitlich hatte Michael Petersen noch den Pfosten getroffen (9.). Der starke David Strüning "setzte" das 0:3, als er ein Solo in hohem Tempo konsequent abschloss (23.). In der 35. Minute hatte Ingo Cornils seinen Auftritt. Aus 22 Metern schlenzte er einen Freistoß gefühlvoll zum 0:4 in den Winkel, in den zuvor schon der Kollege Alla getroffen hatte.
Die Partie behielt in der Folgezeit zwar ihren einseitigen Charakter, die Leichtigkeit beim Toreschießen ging der SV aber verloren. So klappte es im zweiten Durchgang auch nur noch ein Mal mit weiterem Torerfolg. Schütze dieses 0:5 war Petersen (55.), der zuvor auf engem Terrain mehrere TSVer ausgetrickst hatte und dann auch noch den Torwart tunnelte. Björn Klang (65. und 71.) sowie Petersen (68.) und Pierre Becken (73.) hätten danach das halbe Dutzend voll machen können.

Keeper Momme Reinhold zeigte sich in den wenigen Szenen, in denen er gefordert war, gut disponiert. Zwei Minuten vor Schluss gelang Danny Twymann immerhin noch der Ehrentreffer für die Steinburger.

"Ein Fußballspiel, bei dem Spielfreude und Spielkunst von uns richtig gut rübergekommen sind", strahlte nach Schluss der Partie der zufriedene SV-Coach Guido Gehrke.

TSV Heiligenstedten: Eicke – Schmidt – Haupthoff, Aykut – Avakyan, Nagel, Hass, Twymann, Klotzbüchler (46. Hecht) – Schulz (46. Niss), Hamann (46. Suhr). – Husumer SV: Reinhold – Rettkowski, Cornils, Schulte (49. Wolter) – Becken, Saeltz, Steglich (65. Genge), Alla, Petersen – Müller, Strüning (60. Klang). – Schiedsrichter: Samir Maximilian Massalme (Lübeck). Zuschauer: 100.

23. April 2007 · Flensburger Tageblatt

1:5 – Heiligenstedten von Husum vorgeführt

Nicht den Hauch einer Chance hatte Verbandsliga-Schlusslicht TSV Heiligenstedten beim 1:5 (0:4) gegen die Husumer SV.
Heiligenstedtens Routinier Eyk Hamann springt beim Kopfballduell höher als der Husumer Dennis Schulte.

Verbandsliga-Übersicht

Die Titelchancen des TSV Kropp sind gestiegen. Während der Spitzenreiter 3:0 gegen Comet Kiel gewann, kam Konkurrent VfB Lübeck II nicht über ein 2:2 in Meldorf hinaus. Kropp liegt jetzt mit vier Punkten vorn, Lübeck hat aber noch zwei Nachholspiele. Das dritte Remis in Folge holte Flensburg 08 mit dem letzten Aufgebot beim 1:1 in Bargteheide. Torschütze war Co-Trainer Stefan Langeloh. Die Husumer SV siegte klar 5:1 beim Schlusslicht Heiligenstedten. Der FC Sörup-Sterup verlor 0:1 gegen Heide und wartet weiter auf den ersten Erfolg in der Rückrunde.

Heiligenstedten (rst) – "Mit dem 5:1 sind wir noch gut bedient", gab Heiligenstedtens Trainer Günter Hasch nach der Partie unumwunden zu. "Das war die spielstärkste Mannschaft, die ich bisher in Heiligenstedten gesehen habe." Die Möglichkeiten der Gastgeber waren zu begrenzt, nachdem neben denbereits feststehenden Ausfällen Scheel, Kruse und Riedel, auch noch kurzfristig Westphal (verletzt) und Struwe (Dienst) absagen mussten. "Das sind ausgerechnet die Spieler, die noch einigermaßen in der Verbandsliga mithalten können. Da ist dann nicht mehr für uns drin", stellte Hasch fest.

Kein Wunder also, dass die Husumer vor allem in der ersten Halbzeit nach Belieben kombinierten und bereits zur Pause durch zwei Treffer des überragenden Erion Alla (8. - Flachschuss aus 12 m) und 19. - 20m Sontagsschuss), Strüning (23. - Alleingang) und Cornils (35. - Freistoß) mit 4:0 vorn lagen. Zwischendurch hatte Petersen noch den Pfosten getroffen (10.), so dass der Spielstand auch in dieser Höhe völlig verdient war denn die Gastgeber hatten im Angriff bis auf einen Klotzbücher-Freistoß (11.), bei dem Torhüter Reinhold Mühe hatte, nichts zu bieten.

Das änderte sich nach der Pause immerhin geringfügig, denn mit dem schnellen Niss, der aus beruflichen Gründen erst in der zweiten Halbzeit eingesetzt werden konnte, gab es nun wenigstens etwas mehr Betrieb in der Husumer Spielhälfte. Allerdings gaben die Gäste weiterhin klar den Ton an, auch wenn sie nicht mehr so flüssig kombinierten wie im ersten Durchgang. Husums Trainer Guido Gehrke forderte zwar mehr Bewegung, doch nachdem Michael Petersen nach einem weiteren "Spaziergang" durch die Heiligenstedtener Abwehr das 0:5 (56.) erzielt hatte, nahmen es seine Akteure nicht mehr ganz so genau. Den Schlusspunkt setzten schließlich die Gastgeber, die durch einem Konter nach hervorragender Vorarbeit von Sascha Niss durch Danny Twymann noch den Ehrentreffer schafften (89.).

Erstaunt war man in Heiligenstedten über die vollbesetzte Husumer Bank, hatten die Gäste doch angekündigt, nur mit zwölf Akteuren anreisen zu wollen. Die zweite Mannschaft solle verstärkt werden, hieß es vor der Partie. Die Auflösung gab Trainer Guido Gehrke nach dem Spiel: "Wir hatten mit Strüning, Genge und Wolter drei A-Jugendliche dabei."
Im Heiligenstedtener Team hatte Günter Hasch ebenfalls zwei A-Junioren aufgeboten. Daniel Haß hatte im ersten Durchgang noch Anlaufschwierigkeiten, wurde im zweiten Spielabschnitt aber mutiger und mischte munter mit. Olaf Suhr kam in der Schlussphase für den entkräfteten Routinier Eyk Hamann, der neben Sascha Niss stärkster Heiligenstedtener war.

Statistik
TSV Heiligenstedten: Eicke – Schmidt – Ekici, Haupthoff – Nagel, Twymann, Avakian, Haß, Klotzbücher (46. Hecht) – Schulz (46. Niss), Hamann (76. Suhr). – Husumer SV: Reinhold – Rettkowski, Cornils, Schulte (70. Wolter) – Petersen, Sältz, Alla, Becken, Steglich (67. Genge) – Strüning (61. Klang), Müller. – SR: Massalme (Lübeck) – Zuschauer: 80 – Tore: 0:1 Alla (6.), 0:2 Alla (19.), 0:3 Strüning (23.), 0:4 Cornils (35.), 0:5 Petersen (56.), 1:5 Twymann (89.)

23. April 2007 · Norddeutsche Rundschau

Mit zwölf Mann zum Tabellenletzten: Husumer SV will endlich wieder siegen

Husum (ree) – Wenig Tore, kein Fortschritt – das ist momentan die Situation der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga. Am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Heiligenstedten können die Nordfriesen diesem Trend ein Ende bereiten. Der Tabellenletzte hat in dieser Saison schon 91 Gegentore kassiert. Da müsste sich die Husumer Ladehemmung eigentlich beheben lassen. Mangelnde Chancenverwertung war allerdings auch schon das Manko der SV im Hinspiel gewesen – obwohl es mit 3:1 an sie ging. Damals hatten die Steinburger absolut kein Verbandsliga-Niveau auf den Platz gebracht. Und inzwischen hat sich auch herausgestellt, dass sie es nicht besitzen. Nur an neun Spieltagen war der TSV Heiligenstedten in dieser Spielzeit nicht mit der Roten Laterne dekoriert. "Dass es so schwer werden würde, haben wir nicht gedacht", beschreibt TSV-Pressesprecher Heiko Beck die Befindlichkeit im Verein. Beck zuversichtlich: "Der Kader bleibt zusammen und wir werden die Saison vernünftig zu Ende spielen." In dieser Absicht sind in den letzten Wochen sogar noch richtig "vernünftige" Ergebnisse herausgesprungen. Herausragend dabei das 4:3 beim Oldenburger SV,aber auch die 1:2-Niederlagen bei Kilia Kiel und gegen den Heider SV machen der Truppe von der Stör Mut. Die Husumer SV darf also nicht auf einen Gegner hoffen, der nicht mehr bei der Sache ist. Trotzdem wird Trainer Gehrke, im Interesse der gleichzeitig spielenden zweiten Mannschaft, auch diesmal nur einen Minikader in den Reisebus nach Steinburg stecken. Wie schon nach Lübeck, nimmt er auch diesmal nur zwölf Akteure mit. "Die zwölf haben sich beim VfB hervorragend geschlagen, das traue ich ihnen auch in Heiligenstedten zu", so der Husumer Coach.

21. April 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Günter Hasch plagt wieder große Personalnot

Der TSV Heiligenstedten, Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga, will der Husumer SV am Sonntag einen ordentlichen Kampf bieten. Dabei stellt sich die Mannschaft quasi von allein auf.
Um den Einsatz von Dennis Struwe bangt man in Heiligenstedten noch. Foto: Ruff

Heiligenstedten (rst) – Personalnot ohne Ende beim Fußball-Verbandsliga-Schlusslicht TSV Heiligenstedten. Vor dem Heimspiel gegen die Husumer SV (Sonntag: 15 Uhr) plagen TSV-Coach Günter Hasch wieder einmal große Personalsorgen. "Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich sagen soll. Wir haben die Pest an den Hacken. Nach Florian Scheel wird nun auch Niels Kruse länger ausfallen. Es hilft aber kein Jammern. Wir müssen da durch und die Saison ordentlich zu Ende bringen. Dass wir trotz dieser Misere zuletzt ganz ordentlich gespielt haben, stimmt zuversichtlich. Wir werden auch Husum alles abverlangen", so Hasch.

Bitter für ihn ist besonders der Ausfall von Niels Kruse, der sich im Training einen Bänderriss am rechten Fuß zugezogen hat. Nach der Milzoperation von Florian Scheel (wir berichteten) ist dies die zweite schwerwiegende Verletzung innerhalb einer Woche. Darüberhinaus werden am Sonntag auch Torben Hamann (Konfirmation) und Björn Riedel (privat verhindert) fehlen, so dass der TSV Kader wieder einmal ordentlich zusammengeschrumpft ist. Sollte dann auch noch Dennis Struwe ausfallen, der wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel schon am vergangenen Wochenende in Kiel ausgewechselt werden musste, stellt sich die Manschaft mal wieder von ganz alleine auf. Mit Daniel Haß wird Günter Hasch vermutlich einem A-Jugendlichen die Chance auf einen Verbandsliga-Einsatz geben. Aber auch die "Oldtimer" Andreas Sievers und Eyk Hamann könnten ein weiteres Mal als Aushilfe in der Startelf stehen. Gestern war aber noch nicht klar, ob beide überhaupt am Sonntag zur Verfügung stehen.

Natürlich hängen die Trauben gegen die spielstarken Husumer hoch, doch auch bei den Gästen ist die Personaldecke derzeit dünn. Dies liegt aber nicht daran, dass Trainer Guido Gehrke ähnliche Verletzungssorgen plagen, sondern weil die zweite Mannschaft, die noch in den BOL-Abstiegskampf verwickelt ist, stark gemacht wird. Deshalb werden die Husumer in Heiligenstedten nur mit zwölf Mann anreisen. Das heißt aber nichts, denn in der vergangenen Woche haben die Nordfriesen auf diese Weise dem VfB Lübeck II ein 0:0 abgetrotzt und waren dem Sieg sogar näher als die Gastgeber. Aber wie schon im Hinspiel gegen den TSV, dass die Husumer "nur" mit 3:1 gewonnen hatten, wurden die Torchancen nicht genutzt. Die Abschlussschwäche ist auch ein Grund, warum die Mannschaft trotz höherer Erwartungen nicht mehr als Platz sechs erreicht hat. Da nach oben kaum noch etwas geht, lassen die Husumer die Saison nun ruhig ausklingen. Aber auch wenn Trainer Guido Gehke in der nächsten Saison auf der Insel Sylt beim SC Norddörfer tätig sein wird, ist er ehrgeizig genug, wenigstens noch unter die ersten Fünf zu kommen. Deshalb ist ein Sieg in Heiligenstedten natürlich Pflicht.

21. April 2007 · Norddeutsche Rundschau
29. ST 28.04.07 Husumer SV Oldenburger SV 2:0

Spektakulärer Doppelschlag!

28.04.2007

Husumer SV - Oldenburger SV

2 : 0 (0:0)


In einer Partie mit geringem Unterhaltungswert siegte die Husumer SV zwar völlig verdient, konnte dabei aber nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Lediglich in der 54. Minute wurden die Zuschauer im Friesenstadion verwöhnt, als Gerrit Müller und Sebastian Steglich mit einem sehenswerten Doppelschlag den Erfolg in trockene Tücher brachten. »Der Husumer Sieg geht in Ordnung, wir müssen uns wohl mit dem Abstieg abfinden. Aufgrund der Personalsituation war unsere Marschroute in erster Linie darauf ausgerichtet, Tore zu verhindern«, erklärte Oldenburgs Philip Emmrich beim anschließenden Pressegespräch die wenig konstruktive Ausrichtung seiner Mannschaft. Husums Trainer Guido Gehrke: »Es war ein glasklarer Sieg, bei dem ich mir mehr Tore gewünscht hätte. Wir haben wieder versucht, Fußball zu spielen. Gegen so defensive Teams ist es allerdings manchmal schwer, den Dosenöffner zu finden.«

Trotzdem wäre bereits in Durchgang eins eine klare Führung der Gastgeber drin gewesen, doch es haperte eklatant an der Zielgenauigkeit im Abschluss. Sebastian Saeltz aus der Drehung vorbei (2.), Pierre Becken nach Ecke volley daneben (9.), Michael Petersen nach Alleingang drüber (10.) und Dennis Schulte per Kopf drüber (13.) hätten bereits in der ersten Viertelstunde für Zählbares sorgen können. Auch Gerrit Müller besaß Chancen, verpasste zunächst eine Flanke von Michael Petersen denkbar knapp (20.), um dann mit zwei Kopfbällen neben und über das Gehäuse zu treffen (40., 44.). Die einzigen Gelegenheiten der Gäste durch S. Roennpage (7.) und Wenn (12.) resultierten aus Husumer Leichtsinnsfehlern.

Kurz nach dem Wechsel die größte OSV-Chance, erneut mit Husumer Unterstützung: Einen Freistoß von S. Roennpage konnte Melf Molinas nicht festhalten und hatte Glück, dass Schelling den Abpraller an den Pfosten setzte (49.). Offensichtlich ein Wachmacher für die Heimelf, die in der 54. Minute ihre Überlegenheit endlich auch zahlenmäßig untermauerte - und das gleich zweifach: Zunächst verwandelte Gerrit Müller einen langen Pass von Ingo Cornils in den Rücken der Abwehr direkt, umgehend danach versenkte Sebastian Steglich den Ball erneut im Gästetor. Vorangegangen war eine klasse Direktkombination über sechs Stationen, an deren Ende Erion Alla dem Torschützen mustergültig auflegte. Weitere Gelegenheiten von Erion Alla (58.), David Strüning (62.), Sebastian Saeltz (69.), Michael Petersen (75., 82.), Sebastian Steglich (80.) und Björn Klang (92.) vereitelte Gästekeeper Boetel oder verfehlten ihr Ziel. Husums Torwart Melf Molinas musste nur noch einmal eingreifen, den Freistoß von C. Reise hielt er sicher (92.).

Am Ende ein gerechter Arbeitssieg ohne großen Glanz. Die Treffer waren jedoch sehenswert.

Tore: 1:0 Müller (54.), 2:0 Steglich (54.)
Beste Spieler: Cornils, Petersen / Boetel, Schelling
Ecken: 7 : 2
Chancen: 16 : 4
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (TSV Siems)
gelbe Karten: - / Wulf (77.)
Aufstellung:

Molinas – Rettkowski (63. Genge), Cornils, Schulte – Saeltz, Becken, Steglich, Alla – Petersen, Strüning (79. Mi. Wolter), Müller (79. Klang).

Boetel – Behrens – Sorge (61. J. Reise), Wulf, Schelling – C. Reise, S. Roennpage (81. Carstensen), M. Roennpage, Nielsen – Gerkens, Wenn.

  SW 30.04.2007

Gehrkes Pausen-Ansprache zeigt schnelle Wirkung

Husumer SV besiegt den Oldenburger SV 2:0 / Gerrit Müller und Sebastian Steglich erzielen die Tore

Verbandsliga-Übersicht

Die Titelchancen des TSV Kropp sind gestiegen. Während der Spitzenreiter 3:0 gegen Comet Kiel gewann, kam Konkurrent VfB Lübeck II nicht über ein 2:2 in Meldorf hinaus. Kropp liegt jetzt mit vier Punkten vorn, Lübeck hat aber noch zwei Nachholspiele. Das dritte Remis in Folge holte Flensburg 08 mit dem letzten Aufgebot beim 1:1 in Bargteheide. Torschütze war Co-Trainer Stefan Langeloh. Die Husumer SV siegte klar 5:1 beim Schlusslicht Heiligenstedten. Der FC Sörup-Sterup verlor 0:1 gegen Heide und wartet weiter auf den ersten Erfolg in der Rückrunde.

Husum (ree) – Rasenzauber wie zuletzt in Heiligenstedten gab es zwar nicht, aber auch gegen den Oldenburger SV zeigte sich Fußball-Verbandsligist Husumer SV über weite Strecken von einer guten Seite. Schade nur fanden die Fans, dass das Ergebnis mit 2:0 (0:0) reichlich "dünn" ausfiel. Denn der designierte Absteiger war nur in der Lage, dem gut strukturierten Spiel der Nordfriesen "Mauerwerk" entgegenzuhalten.
Guido Gehrke war allerdings mit dem, was seine Mannschaft in der ersten Halbzeit bot, nicht zufrieden. "Deshalb bin ich in der Kabine auch richtig laut geworden", berichtete der Trainer hinterher. Gefruchtet hat es, denn als die Stormstädter nach dem Wechsel innerhalb von einer Minute das 2:0 gemacht hatten, war plötzlich wieder der Spielwitz vom Vorsonntag da. "Ein früheres Tor, und wir gewinnen auch wieder so hoch", war sich Gehrke sicher.

Das frühe Tor, das hätte vor allem Sebastian Saeltz schießen müssen. Aber in der 3. Minute setzte er das Leder aus günstigster Position neben den Pfosten. "Der muss rein", räumte der Fehlschütze später selbstkritisch ein. Die späteren Chancen der Gastgeber durch Pierre Becken (9.), Michael Petersen (11.) und zwei Mal Gerrit Müller (41. und 45.) waren weniger spektakulär. Die Ostholsteiner traten außerhalb ihrer Spielhälfte wie Fremdlinge auf und machten dort nur einmal von sich reden. In der 8. Minute "versemmelte" Matthias Rönnpage nach einem Solo.
Auch der erste Aufreger nach der Pause gehörte den Gästen: Husums Keeper Melf Molinas konnte einen Freistoß nicht festhalten, Dennis Schelling war mit dem Kopf zur Stelle, traf aber nur den Pfosten. Nach dieser Schrecksekunde fassten die Husumer dann jedoch Fuß und mit den beiden Toren von Müller (54.) und Sebastian Steglich (55.) bekamen ihre Aktionen auch wieder Souveränität.

Zum besten Stormstädter avancierte einmal mehr Ingo Cornils, besonders wegen seiner Pässe auf Müller, die diesen immer wieder präzise erreichten. Wie auch der, den Müller zum 1:0 verwertete. Das 2:0 entsprang einer Direktkombination über mehrere Stationen. Schließlich "steckte" Erion Alla den Ball durch auf Steglich und der vollendete zielsicher. In der 58.Minute hätte Alla auch selbst treffen können, aber sein eleganter Heber über Keeper Boetel hinweg landete neben dem Pfosten. "Ich war ein bisschen irritiert, weil viele `Abseits´ riefen", bedauerte der Husumer später.

Schöne Aktionen hatte danach auch noch Michael Petersen, der seinem Gegenüber Christian Reise gern mal einen Knoten ins Bein dribbelte. Mit dem Abschluss hatte er aber zwei Mal kein Glück (75. und 82.).

Pech für Husums Kapitän Sascha Rettkowski. Er schied mit einer Dehnung des Außenbandes aus und wird seinem Team morgen (15 Uhr) bei Rotweiß Moisling auf jeden Fall fehlen.

Husumer SV: Molinas – Rettkowski (62. Genge), Cornils, Schulte – Steglich, Becken Alla, Saeltz, Petersen – Strüning (78. Wolter), Müller (78. Klang). – Oldenburger SV: Boetel – Behrens – Schelling, Wulf – Sorge (60. J. Reise), C. Reise, Nielsen, S. Rönnpage (81. Carstensen), M. Rönnpage – Gerkens, Wenn. – Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (TSV Siems). – Zuschauer: 150.

30. April 2007 · Flensburger Tageblatt

Husum wieder auf der "Koppel"

Doppelschicht: Fußball-Verbandsligist Husumer SV trifft am Sonnabend (15 Uhr) auf den wohl nicht mehr vom Abstieg zu rettenden Oldenburger SV, am Dienstag (15 Uhr) geht's nach Moisling.
David Strüning gehört wieder zum Aufgebot der Liga. Foto: Voss

Husum (ree) – 46 Punkte hat die Husumer SV bisher in der Fußball-Verbandsliga angesammelt – 61 sollen es nach Wunsch des Trainers bis Ende der Saison noch werden. Zwei Spiele innerhalb von vier Tagen können die Stormstädter diesem Ziel ein Stückchen näher bringen. Auf dem Programm steht für Sonnabend (15 Uhr) das Heimspiel gegen den Oldenburger SV, für den 1. Mai zur selben Zeit das Gastspiel bei Rotweiß Moisling.
Dass sie auf einer geeigneten Spielfläche leichter und besser Fußball spielt, das hat die Husumer SV am vergangenen Sonntag bewiesen. Nie kamen die der Mannschaft von Trainer Guido Gehrke verabreichten Qualitäten besser zur Geltung als auf dem Rasenteppich von Heiligenstedten. So sieht es auch der Coach selbst, der schon vor dem Anpfiff an der Stör von "dem besten Platz, den ich in dieser Saison gesehen habe" schwärmte.

Aber der Trainer ist ein flexibler Mann und wird sein Team für die Partie gegen den Oldenburger SV anders einstellen. Eben weil, wie Gehrke findet, die Spielfläche im Friesenstadion mehr eine "Koppel" sei. "Da können wir dann eben ein solches Direktspiel nicht aufziehen", sagt der Coach. Und findet das insgesamt schade. Denn im Grunde möchte er auch dem eigenen Anhang gern mal demonstrieren, wie flotter, aggressiver Kombinationsfußball in den Farben der SV aussehen kann.

"So macht das Spielen Spaß", schwärmte auch David Strüning von dem Ausflug an die Stör. Weniger spaßig findet er natürlich, dass sein Mitwirken in der Zweiten wahrscheinlich Punkte kosten wird (wir berichteten). "Das ist dumm gelaufen, aber es steckt keine Absicht dahinter", sagt der 19-Jährige zu den Fauxpas. Natürlich wird Strüning am Sonnabend wieder zum Aufgebot von Trainer Gehrke gehören, der seinen Youngster von jeder Schuld freispricht. "David kann nichts dafür, er verhält sich vorbildlich und hat in dieser Saison Riesenfortschritte gemacht", so Gehrke.

Gegner Oldenburger SV plagen ganz andere Sorgen. Der Tabellen-15. wird um den Abstieg in die Bezirksoberliga kaum noch herumkommen. So sieht es auch Trainer Rainer Gosch, der das Team zu Beginn der Saison übernahm. "Die Mannschaft ist zu jung, wir müssen uns konsolidieren", sagt er. Aber in sechs Spielen noch elf Punkte und damit den rettenden Platz zu schaffen, das hält Gosch für ziemlich unwahrscheinlich. Dennoch soll sein Team es den Husumern "so schwer wie möglich machen".

In der Dienstag-Partie bei Rotweiß Moisling geht es für die Husumer SV darum, den sechsten Tabellenplatz zu behaupten. Denn die Lübecker haben nach Punkten inzwischen mit den Stormstädtern gleichgezogen. Für dieses Spiel wird Guido Gehrke auch wieder Marcell Voss und Lars Hermann nominieren, die zurzeit in der Zweiten aushelfen.

27. April 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
24. ST 01.05.07 SpVg Rot Weiß Moisling Husumer SV 1:3

60 Minuten aus einem Guss!

01.05.2007

RW Moisling - Husumer SV

1 : 3 (0:2)


Im Duell der Tabellennachbarn präsentierte sich die Husumer SV vom Anpfiff an hellwach, zelebrierte eine Stunde lang Fußball der Extraklasse und erzielte drei blitzsaubere Tore. Mit der klaren Führung im Rücken nahmen die Nordfriesen dann einen Gang heraus, und die Gastgeber konnten die Partie offener gestalten. Mehr als den Anschlusstreffer kurz vor Schluss gestatteten die Gäste den Lübeckern in der von Schieri Albig und seinen Assistenten vorzüglich geleiteten Begegnung aber nicht.

»Eine klasse Kollektivleistung, wir waren aggressiv und haben mutig nach vorne gespielt«, lautete das erfreute Fazit von Husums Coach Guido Gehrke. Moislings Spielertrainer Hasko Behrens ging sogar noch einen Schritt weiter: »Wir haben heute die Grenzen aufgezeigt bekommen und hätten uns nicht beschweren können, wenn die Niederlage deutlicher ausgefallen wäre.«

Vom Anpfiff an präsentierte sich Husum hochmotiviert, zweikampfstark und lauffreudig. Es waren gerade einmal zwei Minuten absolviert, als David Strüning mit einer Doppelchance erst per Kopf an Keeper Pekrun scheiterte und dann knapp neben das Tor zielte. Mit sehenswerten Kombinationen ging es weiter in Richtung Moislinger Gehäuse, die wenigen Offensivaktionen der Gastgeber wurden frühzeitig unterbunden. Dem Spielverlauf entsprechend fiel in der 24. Minute das 1:0 durch Sebastian Saeltz, der den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar unter die Latte hämmerte. Zuvor hatte Torhüter Pekrun noch glänzend die Schüsse von Gerrit Müller, David Strüning und Michael Petersen pariert. In der 26. Minute war Moislings Torwart dann erneut machtlos, Michael Petersen setzte sich auf links durch, flankte von der Grundlinie in den Strafraum, und David Strüning versenkte den Ball aus gut und gerne 12 Metern wuchtig per Kopf zum 2:0 im Netz. Als Gerrit Müller nach Alleingang knapp über das Gehäuse geschossen hatte (36.) und Michael Petersen nach Vorarbeit von Ingo Cornils an Pekrun gescheitert war (42.), kamen die Gastgeber zu ihrem einzigen Hochkaräter in Durchgang eins: Ein Freistoß von Baetge setzte Retelsdorf in Szene, doch dessen platzierten Kopfball fischte Melf Molinas klasse aus dem Eck (43.).

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nur wenige Minuten, bis die mitgereisten Husumer Fans erneut jubeln konnten: Sebastian Steglich legte Michael Petersen den Ball mustergültig in den Rücken der Abwehr auf, und der verwandelte trocken zum 3:0 (50.). Eine weitere Gelegenheit von Michael Petersen per Kopfball nach Ecke von Sebastian Saeltz vereitelte Pekrun (56.). Mit der klaren Führung im Rücken nahm Husum nun einen Gang heraus, und die Gastgeber kamen besser ins Spiel. Doch zu mehr als Ergebniskosmetik durch Behrens (89.) reichte es nicht.

Insgesamt ein in jeder Hinsicht verdienter Husumer Auswärtssieg. Angesichts der Personalsituation und des bevorstehenden dritten Spiels innerhalb einer Woche ist es nur zu verständlich, dass am Ende etwas Dampf heraus genommen wurde.

Tore: 0:1 Saeltz (24.), 0:2 Strüning (26.), 0:3 Petersen (50.), 1:3 Behrens (89.)
Beste Spieler: Pekrun, Retelsdorf / Saeltz, Cornils, Petersen
Ecken: 5 : 2
Chancen: 4 : 9
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Eike-Robert Albig (Kiel)
gelbe Karten: Bornemann (29.), Baetge (41.) / Petersen (50.), Alla (52.), Müller (78.), Schulte (86.)
Aufstellung:

Pekrun – Hahne, Bornemann, Strunck (46. Meyer), Vierig – Borja, Lamb, Retelsdorf, Montevirgen (32. Baetge) – Luebcke, Mabouta (63. Behrens).

Molinas – Voß, Cornils, Schulte – Saeltz, Becken, Steglich, Alla (81. Rettkowski) – Petersen, Strüning (68. Klang), Müller.

  SW 02.05.2007

Michael Petersen an allen drei Treffern beteiligt

Fußball-Verbandsliga: Husum siegt 3:1 in Moisling

Moisling (ree) – Die Husumer SV ist in ihrem Siegeswillen nicht zu bremsen. Auch beim Tabellenkonkurrenten Rotweiß Moisling trumpfte sie gestern groß auf und landete einen ungefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg. "Husum hat uns ganz klar die Grenzen aufgezeigt", räumte Moislings Trainer Hasko Behrens ein. Sein persönlicher Beitrag zu diesem Spiel, das Tor zum 1:3 (89.), konnte ihm da auch nicht als Trost dienen. Begeisterung natürlich auf der anderen Seite bei Guido Gehrke, der diesmal von Beginn an Freude an seinem Team hatte. "Das war eine souveräne Vorstellung von uns. Wir haben mutig nach vorn gespielt und das wurde belohnt", sagte der Husumer Coach.

Den Anfang machte Sebastian Saeltz, der das Leder in der 24. Minute von der Strafraumgrenze zielgenau zum 0:1 unter die Latte drosch. Das Zuspiel hatte Michael Petersen geliefert. Und der leistete zwei Minuten später auch die Vorarbeit für David Strüning, dem er den Ball von der Grundlinie maßgerecht auf den Schädel servierte. 2:0 also für die Nordfriesen und der Torschütze freute sich besonders, weil er in der 5.Minute zwei gute Gelegenheiten ungenutzt gelassen hatte. Die Gastgeber nur eine Aktion von Bedeutung entgegenzusetzen. Und in der behielt SV-Keeper Melf Molinas die Oberhand, als er den Kopfball von Mark Retelsdorf mit einem Klasse-Reflex entschärfte (43.). Eine gute Möglichkeit, sein Torkonto weiter aufzubessern, ließ Gerrit Müller aus. Nach Solo strich der Schuss des Husumers knapp über die Latte (36.).

Sollten die Lübecker noch Hoffnung auf einen Punktgewinn gehabt haben, mit dem 0:3 durch Michael Petersen (50.) mussten sie diese endgültig begraben. Husums Mann von der linken Außenbahn war also an allen drei Treffern beteiligt. Im letzten Drittel verlor das Husumer Spiel ein wenig an Konzentration, den dritten Dreier in Folge behielten sie aber fest im Visier.

Husumer SV: Molinas – Voss, Cornils, Schulte – Steglich, Becken, Alla (81. Rettkowski), Saeltz, Petersen – Strüning (68. Klang), Müller. – Schiedsrichter: Eike-Robert Albig (Kiel). – Zuschauer: 100.

2. Mai 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

In kleiner Besetzung zum Verfolger

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV am Sonntag bei Rotweiß Moisling

Verbandsliga-Übersicht

Der TSV Altenholz hat erst 18, der FC Sörup-Sterup schon 24 Spiele – die Tabelle der Verbandsliga bietet nach erneut drei Spielausfällen ein schiefes Bild. Unter anderem erwischte es auch die Husumer SV, deren Spiel in Moisling nicht angepfiffen wurde. Der TSV Kropp verpasste beim 0:0 gegen den SV Todesfelde die Gelegenheit, näher an Tabellenführer VfB Lübeck II (dessen Partie in Bargteheide ebenfalls ausfiel) heranzurücken. Eider Büdelsdorf (6:1 in Oldenburg) liegt nur noch einen Zähler hinter den Kroppern. Flensburg 08 festigte mit dem 1:0 in Altenholz seinen Platz in der Verfolgergruppe. Der FC Sörup-Sterup muss sich nach dem 1:4 auf eigenem Platz gegen Comet Kiel wohl mit dem Abstieg abfinden. Den höchsten Tagessieg landete der FC Kilia Kiel, der den Tabellenvorletzten TuRa Meldorf gleich mit 7:0 auf die Heimreise schickte.
19. März 2007 · Flensburger Tageblatt

Husum (ree) – In der Tabelle sind sie Nachbarn, nach Punkten allerdings doch ziemlich weit auseinander. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es zwischen Rotweiß Moisling (34 Zähler) und der Husumer SV (42) zum Verfolgerduell in der Fußball-Verbandsliga.
Immer nur "um die goldene Ananas" zu spielen, das sei nicht sein Ding, verkündete zu Saisonbeginn Moislings Trainer Hasko Behrens und unterstrich damit die Ambitionen seines Klubs auf einen Spitzenplatz. Geworden ist daraus nichts. Von Rang sechs wollen sie aber in diesem Jahr zumindest eins noch erreichen: die Husumer SV überflügeln. Nach dem 2:0 am vergangenen Wochenende beim SV Todesfelde ist Behrens wieder zuversichtlich, dass es klappen könnte. "Endlich sind wir wieder als Mannschaft aufgetreten und hatten keinen Ausfall zu verzeichnen", sagt der Spielertrainer, der selbst mit einem Tor erfolgreich war. Das war davor bei den Lübeckern nicht immer der Fall gewesen. Zu schwer taten sie sich auf eigenem Platz (vier Niederlagen). Und zu schwer taten sie sich vor allem gegen die Teams von oben. Nur einmal, am elften Spieltag, da schafften sie ein 1:0 gegen Kilia Kiel. Zu wenig, um die Sache mit der Ananas zu vermeiden.

Nie in dieser Saison fiel die Kritik über die Husumer SV so positiv aus wie nach dem Hinspiel gegen Moisling. Zwar siegten die Stormstädter nur mit 1:0, aber das späte Tor von Ingo Cornils damals war das hoch verdiente i-Tüpfelchen zu einem sehr guten Spiel. Husums Trainer Guido Gehrke hat allerdings diesmal ein Problem. Die zweite HSV-Mannschaft spielt ebenfalls am Sonntag und die Personaldecke hat Löcher. "Deshalb werde ich nur mit dünner Besetzung nach Moisling fahren", sagt Gehrke. "Die Offiziellen wollen es so und ich werde mich dem nicht verschließen." Heißt im Klartext: Auf der Ersatzbank wird viel Platz sein. Vermutlich werden dort nur Pierre Becken und Lars Hermann sitzen. Beide befinden sich nach ihren Verletzungen wieder im Lauftraining. Kurzfristig entscheiden will Gehrke die Frage, wer das Tor hütet.

"Clever und geduldig" will der Trainer das Unternehmen beim Verfolger angehen. Gehrke: "Wir haben einen Lauf und wollen auch in Lübeck den Erfolg."

16. März 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
30. ST 05.05.07 TSV Altenholz Husumer SV 3:6

Munteres Scheibenschießen in Altenholz!

05.05.2007

TSV Altenholz - Husumer SV

3 : 6 (1:3)


Ein Torfestival mit neun Toren bekamen 100 Zuschauer bei herrlichen äußeren Bedingungen in Altenholz geboten. Auch in der Höhe verdient gewann die Husumer SV die Begegnung, hätte dieses Ergebnis bei konsequenterer Ausnutzung der vorhanden hochkarätigen Torchancen durchaus noch ausbauen können. Die Hausherren gaben zwar nie auf, kämpften sich am Ende wieder ins Spiel zurück, hatten aber gegen die spielerische Überlegenheit der Husumer letztlich nichts entgegenzusetzen. »Phasenweise haben wir eine gute spielerische Leistung geboten, mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden«, gab Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende zu Protokoll. »Wir haben die richtige Antwort auf die ruppige Spielweise der Altenholzer gegeben, es ärgern mich nur die Gegentore.«

Beide Mannschaften gingen an diesem Nachmittag offensiv zu Werke, die Abwehrreihen hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Die vielen Nickeligkeiten, die die Gastgeber ins Spiel brachten, hemmte den Spielfluss in der ersten Halbzeit immer wieder. Die Nordfriesen standen bereits in der vierten Minute vor dem Torerfolg, Ingo Cornils verfehlte mit einem Freistoß den Kasten nur um Zentimeter. In der 25. Minute tankte sich Gerrit Müller durch die gegnerische Abwehr, Torhüter Zakrocki rettete großartig. Bei den Hausherren brachte Timo Kramer immer wieder Unruhe in die gegnerische Abwehrreihe, doch die Führung erzielten verdientermaßen die Stormstädter: Sebastian Saeltz wurde in aussichtsreicher Position gelegt, den fälligen Elfmeter verwandelte Ingo Cornils sicher (37.). Die SV legte sofort nach, Pierre Becken - von David Strüning in Szene gesetzt - ließ dem Torhüter mit einem Heber keine Chance (41.). Doch im Gegenzug erzielte der gefährliche Timo Kramer nach einer Unachtsamkeit in der Husumer Abwehr das 1:2. Postwendend stellte Gerrit Müller den alten Abstand wieder her (42.). Kurz vor dem Wechsel scheiterte wieder Kramer am starken Husumer Keeper Molinas - eine turbulente Schlussphase der ersten Halbzeit ging zu Ende.

Nach dem Wechsel übernahm Husum endgültig das Kommando. Spielerisch jetzt ein Augenweide, wurden den Gastgebern die Grenzen aufgezeigt. Sebastian Saeltz (47./Zentimeter vorbei) und Gerrit Müller (48./aus der Drehung) hatten tolle Möglichkeiten. In der 51. Minute wurde Gerrit Müller von Strüning auf die Reise geschickt, Husums Torjäger vernaschte noch zwei Abwehrspieler und schob dem Torhüter den Ball durch die Beine. Ein Doppelschlag durch Sebastian Saeltz (66.) und einen Elfmeter durch Ingo Cornils (67./Foul an Klang) brachten das 6:1. Die Gegentore der nie aufsteckenden Gastgeber durch Raphael Klatt (81.) und einen Freistoß von Helge Lammers (87.) waren letztlich nur Makulatur. In der Schlussminute hätte Erion Alla sogar noch das siebte Husumer Tor erzielen können, doch er scheiterte am Torhüter.

Tore: 0:1 Cornils (37./FE), 0:2 Becken (41.), 1:2 Kramer (42.), 1:3 Müller (42.), 1:4 Müller (51.), 1:5 Saeltz (66.), 1:6 Cornils (67./FE), 2:6 KLatt (81.), 3:6 Lammes (87.)
Beste Spieler: Kramer / Molinas, Saeltz, Müller 
Ecken: 7 : 3
Chancen: 7 : 16
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Pohl (Hagen-Ahrensdorf)
gelbe Karten: Stubbla (44.), Lammers (46.), Lüthje (76.) / Becken (14.), Klang (67.), Voß (81.)
gelb/rot: Lüthje (82.) wegen wiederholtem Foulspiel.
Aufstellung:

Zakrocki – Brandenburg (62. Klatt), Sliwinsky, Lüthje – Bünning, Lammers, Stubbla (46. Hussain), Schwind, Stahl (73. Jensen) - Kramer, Kaiser.

Molinas - Voß, Cornils, Schulte - Steglich, Saeltz, Becken, Alla, Petersen (86. Hundsdörfer) - Strüning (62. Klang), Müller.

  Hl 05.05.2007

Müller und Cornils treffen doppelt

Husumer SV feiert den vierten Sieg in Folge: Souveränes 6:1 in Altenholz

Verbandsliga-Übersicht

Der Zweikampf um den Titel in der Fußball-Verbandsliga geht weiter. Spitzenreiter VfB Lübeck (glücklicher 1:0-Sieger bei Flensburg 08) und Verfolger TSV Kropp (2:1 gegen den Heider SV) gaben sich am 30. Spieltag keine Blöße. Immer mehr in Spiellaune kommt die Husumer SV. Das 6:3 beim TSV Altenholz war der vierte Sieg in Folge. Damit könnten die Nordfriesen in der Endabrechnung noch Flensburg 08 (drei Punkte voraus) von Platz fünf verdrängen. Achtbar schlug sich Absteiger FC Sörup-Sterup beim 1:2 in Moisling.

Altenholz (ree) – Der Erfolg bleibt ein zuverlässiger Begleiter der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga. Mit dem 6:3 (3:1) beim TSV Altenholz gelang den Gehrke-Schützlingen der vierte Sieg in Folge. Gerrit Müller und Ingo Cornils waren Doppel-Torschützen bei den Stormstädtern.

So gutklassig, wie es das Ergebnis suggeriert, war die Partie nicht. Sie war im ersten Durchgang von vielen Unterbrechungen begleitet, so dass die Gäste erst spät auf Touren kamen. Nach dem Wechsel brachten sie das Spiel dann aber souverän über die Runden.
Voller Dramatik war die Phase vor dem Halbzeitpfiff, als binnen fünf Minuten vier Tore fielen. Den Anfang machte Husums Ingo Cornils, der einen von Sebastian Saltz erwirkten Foulelfmeter sicher verwandelte (37.) Dann ging es im Minutentakt: 0:2 durch Pierre Becken (41.), 1:2 durch Timo Kramer (42.) und im Gegenzug das 1:3 durch Gerrit Müller, der von Michael Petersen in Schussposition gebracht worden war. Wiederum eine Minute später verhinderte Melf Molinas gegen Kramer den neuerlichen Anschluss der Hausherren.
Nach dem Wechsel bekamen die Nordfriesen dann endgültig das Heft in die Hand und zogen innerhalb einer Viertelstunde locker auf 6:1 davon. Besondere Genugtuung dabei für Gerrit Müller, der beim 4:1 TSV-Torsteher Jakub Zakrotcki das Leder durch die Beine zirkelte (51.) – wobei nicht überliefert ist, ob es Absicht war. An den beiden folgenden Husumer Toren war der gerade eingewechselte Björn Klang beteiligt. Zum 1:5 (66.) legte er für Sebastian Saeltz auf, der am Ende dieser Saison ja eventuell zu Holstein Kiel wechselt. In der nächsten Szene wurde Klang im Strafraum gelegt, sodass der Unparteiische zum zweiten Mal auf Strafstoß entschied. Cornils wählte diesmal die andere Ecke und ließ Zakrotcki auch hier keine Chance.

1:6 nach 67 Minuten und dem Aufsteiger drohte die höchste Saisonniederlage. Aber er hielt noch einmal dagegen und schaffte nach einem Konter durch Raphael Klatt (81.) und einem Freistoß von Helge Lammers (87.) die optische Aufbesserung des Ergebnisses.

Husumer SV: Molinas – Voss, Cornils, Schulte – Steglich, Saeltz, Alla, Becken, Petersen (86. Hundsdörfer)– Strüning (62. Klang), Müller. Schiedsrichter: Christian Pohl (Ahrensburg). Zuschauer: 100.

7. Mai 2007 · Flensburger Tageblatt

Zwei Teams genießen das Hochgefühl

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV am Sonnabend beim TSV Altenholz

Husum (ree) – Wenn es weiter so "rund" läuft bei der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga, wird sie am Ende noch mehr als die anvisierten 61 Punkte erreichen. "Was die Mannschaft zur Zeit zeigt, gefällt mir gut", lobte Trainer Guido Gehrke nach dem 3:1 bei Rotweiß Moisling. Und er glaubt fest daran, dass sie ihr "Hochgefühl" auch am Sonnabend (15 Uhr) beim TSV Altenholz in die Waagschale werfen kann.

Allerdings: Der Gegner ist momentan ähnlich gut drauf wie die Stormstädter. Ende März war Altenholz nur noch einen Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt, aber dann starteten die Mannen von Trainer Harry Witt durch. In fünf Spielen holten sie zwölf Punkte und werden als Tabellenneunter mit dem Abstieg sicher nichts mehr zu tun bekommen. In den letzten sieben Spielen gelangen 26 Tore, darunter das 8:1 vor drei Wochen über den Oldenburger SV, das in der laufenden Verbandsliga-Saison "Spitze" darstellt.

Oft ist es Timo Kramer, der für Torjubel sorgt. Der 21-Jährige ist zu Beginn dieser Saison vom TSV Kronhagen zum Aufsteiger gestoßen und hat 15 Saisontore auf dem Konto. Damit teilt er sich mit dem Husumer Gerrit Müller Platz vier in der Gesamtliste. Kramer vor allem wird es also sein, um den die Stormstädter sich am Sonnabend kümmern müssen. Was Trainer Guido Gehrke freilich kaum veranlassen wird, den 21-Jährigen in Sonderbewachung zu nehmen. Der Husumer Abwehrverband funktioniert momentan so gut, dass der Coach ihm auch in dieser Situation vertrauen wird.

Zumal Sascha Rettkowski, der nach seiner Außenband-Verletzung in Moisling schon wieder einige Minuten mitgewirkt hat, vermutlich wieder dabei sein wird. Von dieser Personalie will Gehrke auch abhängig machen, ob er Marcell Voss wieder mit ins Aufgebot nimmt. Ansonsten vertraut der Coach wieder der jungen Garde um Torhüter Melf Molinas.

4. Mai 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
31. ST 12.05.07 Husumer SV FC Kilia Kiel 2:1

Perfekt - Erster Sieg gegen Kilia nach 5 Jahren!


Mit dem fünften Sieg in Folge schlug die Husumer SV verdientermaßen ihren Angstgegner Kilia Kiel, gegen den die Nordfriesen zuvor 1889 Tage nicht gewinnen konnte (der letzte Erfolg gelang mit 2:0 am 09.03.2002 – noch zu Oberligazeiten). Zwar vermisste man in dieser Begegnung zweier Mannschaften der erweiterten Spitzengruppe die große spielerische Linie, doch kämpferisch schenkten sich beide Teams nichts. Die Gäste verkauften sich teuer, mussten 88 Minuten mit zehn Spielern auskommen. Nach einer Notbremse von Martin Schablowski gegen Gerrit Müller (2.) zeigte Schiedsrichter Bornhöft zu Recht die rote Karte. Doch die Hausherren fanden lange Zeit kein Mittel gegen die defensiv- und konterstarken Kilianer. Erst in der zweiten Halbzeit wirkten die Nordfriesen engagierter und torgefährlicher - bei den Gästen ließen die Kräfte verständlicherweise nach.

»Wir waren heute spielerisch einfach nicht auf der Höhe, konnten unser Spiel nicht richtig aufziehen«, resümierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden.« Kilias Trainer Frank Drews hatte eine knappe Analyse parat: »Der Platzverweis war absolut in Ordnung, Husums Sieg geht in Ordnung.«

Nach dem Platzverweis fanden sich überraschend die Kieler schneller mit den neuen Gegebenheiten zu Recht. Aus einer verstärkten Defensive versuchte man, mit schnellen Kontern die Husumer in Verlegenheit zu bringen. Die Stormstädter taten sich schwer, wussten mit der numerischen Überlegenheit nicht viel anzufangen. Durch einen Leichtsinnsfehler konnte Kilia auch noch den Führungstreffer erzielen: Bei einem Eckball rückten die Gastgeber viel zu weit auf, der blitzschnelle Konter der Kieler musste einfach zum Torerfolg führen. Mario Witt hatte letztlich keine Mühe, in der 14. Minute einzuschieben. Pierre Becken antwortete auf Husumer Seite fünf Minuten später, verfehlte aber mit einem 25-Meter-Schuss das Ziel nur kanpp. Schließlich konnte Dennis Schulte, der nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von David Strüning im Sturm spielte, zum 1:1 in der 31. Minute ausgleichen. Ein klasse Zuspiel von Gerrit Müller netzte er aus fünf Metern unhaltbar ein.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit rissen die Husumer das Spiel immer mehr an sich, Kilia wirkte zunehmend unkonzentriert und hatte keine nennenswerten Tormöglichkeiten mehr. Torhüter Bohrmann rückte jetzt einige Male in den Brennpunkt. Gerrit Müller setzte sich in der 52. Minute auf der rechten Seite durch, seine mustergültige Flanke hämmerte Pierre Becken aus sechs Metern auf den Kasten, doch der Kieler Keeper reagierte großartig. Nachdem Müller in aussichtsreicher Position vergab (62.), versuchte es Pierre Becken erneut. Sein strammer 16-Meter-Schuss wurde von Broder Hansen mit der Hand abgewehrt. Schiedsrichter Bornhöft zeigte auf den Elfmeterpunkt, Sebastian Saeltz verwandelte eiskalt zum 2:1 Endstand (66.).

Das Spiel endete mit einem glanzlosen, aber völlig verdienten Husumer Sieg, Kilia hielt lange gut mit - doch der Kräfteverschleiß war unverkennbar.

Tore: 0:1 Mario Witt (14.), 1:1 Schulte (31.), 2:1 Saeltz (FE/66.)
Beste Spieler: Schulte, Becken / Meier
Ecken: 7 : 5
Chancen: 8 : 2
Zuschauer: 160
Schiedsrichter: Bornhöft (Bad Segeberg)
gelbe Karten: Klang (26.), Saeltz (48.), Voß (58.) / M. Sümnick (39.), Mario Witt (40.)
rot: Schablowski (2.) Notbremse gegen Müller
Aufstellung:

Molinas - Voß, Cornils, Schulte - Steglich, Saeltz, Becken, Alla, Petersen  - Strüning (18. Klang), Müller (86. Hundsdörfer)

Bohrmann - T. Dehner, Hipp, Hansen (75. Lauer) - Sümnick, Meier, Ma. Witt, Schablowski,  Mi. Witt - Schultz, Tinnemann (62. R. Ziesecke).

  Hl 12.05.2007

Husumer SV hat den Bann gebrochen

2:1-Erfolg gegen Kilia Kiel / Gehrke bemängelt spielerische Qualität / Rot für Schablowski nach drei Minuten
Der Husumer Ausgleich: Dennis Schulte (am Boden) lässt Kilia-Keeper Thomas Bohrmann (re.) keine Abwehrchance. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft geht weiter. Der VfB Lübeck führt weiter mit einem Punkt vor dem TSV Kropp. Beide Teams spielten souverän auf. Die Kropper erteilten Absteiger FC Sörup-Sterup beim 5:0 eine Lehrstunde, die VfB-Reserve siegte in Moisling 4:1. Damit hat das Spitzenduo jeweils eine Torfifferenz von plus 54. Während Eider Büdelsdorf (3:2 gegen Flensburg 08) Platz drei sicher hat, gibt es noch einen Dreikampf um Rang vier zwischen Kilia Kiel (61), Flensburg 08 (58) und Husumer SV (58). Die Nordfriesen haben mit dem 2:1-Sieg nach fünf Jahren erstmals wieder gegen Kilia gewonnen und damit aufgeschlossen.

Husum (Gert Reese) – Der Bann ist gebrochen: Nach fünf Jahren hat die Husumer SV mal wieder gegen Kilia Kiel gewonnen. Der 2:1 (1:1)-Erfolg gegen die früh gehandicapten Landeshauptstädter fiel den Nordfriesen allerdings schwer genug.
Es war die dritte Spielminute, als sich die Vorzeichen dieser Partie zu Gunsten der Hausherren wendeten. Da nämlich griff der Kieler Martin Schablowski dem enteilenden Gerrit Müller ins Trikot und erwies seiner Elf damit einen schlechten Dienst: Er sah Rot. Aber die Hoffnungen der Husumer, fortan leichteres Spiel zu haben, erfüllten sich zunächst nicht. Kilia investierte mehr und zeigte beim Spielaufbau lange Zeit sogar mehr Geschick als der Gastgeber. Der Husumer Coach Guido Gehrke jedenfalls war in Durchgang eins gar nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Akteure und äußerte das auch lauthals. Selbst nach dem Schlusspfiff und einer immerhin halbwegs gelungenen zweiten Halbzeit hielt er mit Kritik nicht zurück. "Über unsere spielerischen Qualitäten hülle ich heute den Mantel des Schweigens", sagte er. "Das war nicht das, was unseren Ansprüchen genügt."
Vor allem das Husumer Mittelfeld, in dem Erion Alla und Michael Petersen allzu lange wegtauchten, erzielte nicht die gewohnte Wirkung. Und dann schafften die oft überhart einsteigenden Kieler auch noch die Führung. Fast die gesamte Husumer Mannschaft befand sich auf Offensivzug, als Mario Witt mit dem abgefangenen Leder in Richtung SV-Tor zog. Und es hinderte ihn auch niemand mehr am Schuss zum 0:1 (14.).

Und noch ein Rückschlag für die SV: David Strüning schied verletzt aus. Gehrke machte aus der Not jedoch eine Tugend, indem er den eingewechselten Björn Klang in die Abwehr und Dennis Schulte in die Spitze beorderte. Und der sorgte in der 31. Minute für den Ausgleich. Dabei fälschte er, nur zwei Meter vor dem Tor stehend, einen Schuss von Gerrit Müller unhaltbar für Kilia-Keeper Thomas Bohrmann ab. Kurz zuvor hatte Müller eine Möglichkeit am Elfmeterpunkt verdribbelt (30.). In der 37. Minute beschäftigte sich Schulte allzu nachlässig mit einem guten Anspiel von Pierre Becken.

Für die Fans war es relativ langweilig in dieser Halbzeit. Denn alles, was Fußball interessant macht, wurde auf Sparflamme gekocht. Dann aber, nach dem Wechsel, zeigten die Nordfriesen, dass sie diesmal gegen den Fördeclub gewinnen wollten. Becken hatte nach tollem Anspiel von Müller die Führung auf dem Fuß (52.), Müller selbst zielte nur knapp am gegnerischen Torwinkel vorbei. Keine Frage, die SV war im Aufwind.

Viel Glück hatte sie dann aber beim 2:1, dem entscheidenden Treffer der Partie. Bei einem wuchtigen Schuss von Becken wusste der Kieler Broder Hansen sein Gesicht nicht anders als durch den Ellbogen zu schützen. Schiedsrichter Bornhöft zeigte dafür kein Verständnis und gab Strafstoß. Und kein Verständnis zeigte auch Sebastian Saeltz, der die Chance sicher für seine Farben nutzte (66.). Dank der Aufmerksamkeit von Marcell Voss hatten die Gäste in der Folgezeit keine Chance mehr zum Ausgleich.

Husumer SV: Molinas – Voss, Cornils, Schulte – Steglich, Becken, Alla, Saeltz, Petersen – Strüning (17.Klang), Müller (83.Hundsdörfer). – Kilia Kiel: Bohrmann – Hipp, Dehner, Schablowski - Meier, Schultz, Sumnik, Hansen (75.Lauer), Michel Witt – Tinnemann (60.Ziesecke), Mario Witt. – Schiedsrichter: David Bornhöft (Bad Segeberg). – Zuschauer: 160.

14. Mai 2007 · Flensburger Tageblatt

Jetzt nur nicht lässig werden

Im vorletzten Heimspiel der Saison empfängt Fußball-Verbandsligist Husumer SV am Sonnabend (15 Uhr, Friesenstadion) den um sechs Punkte besser dastehenden FC Kilia Kiel.
Sicherer Rückhalt: Keeper Melf Molinas (links), hier in Aktion beim 0:0 in Lübeck, ist nach nur acht Spielen in der Fußball-Verbandsliga angekommen. Foto: Hulin

Husum (ree) – Zwei Gegner von oben, zwei von unten – so stellt sich das Restprogramm für die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga dar. Dabei könnten die Stormstädter (55 Punkte/Platz sechs) gut noch den einen oder anderen Konkurrenten abfangen. Vorteil dabei: Sowohl Flensburg 08 (58/Tabellenplatz fünf) als auch Kilia Kiel (61/4.) können sie noch direkt aufs Korn nehmen. Mit Kilia ist am Sonnabend (15 Uhr) eine Mannschaft im Friesenstadion zu Gast, gegen die lange, lange keine Punkte geholt wurden.
Noch nie hat Melf Molinas, der Torhüter der Husumer SV, gegen die Landeshauptstädter gespielt. Denn so lange ist er noch nicht dabei im Ligakader der Nordfriesen. Beim 1:0-Erfolg Anfang März in Heide, da hat er seine erste Bewährungsprobe gehabt – und er hat sie gleich mit Bravour bestanden. Inzwischen hat der 20-Jährige acht Verbandsliga-Spiele auf dem Buckel und kassiert regelmäßig gute Kritiken von seinem Trainer.
"Er strahlt Ruhe und Sicherheit aus, spielt sehr gut mit und redet zur richtigen Zeit", sagt Guido Gehrke von dem Mann, der neuerdings den Vorzug vor André Teubler erhält. Molinas weiß, wem er seine gute Form hauptsächlich zu verdanken hat: Frank Hansen, dem Torwarttrainer der Husumer SV. "Er ist das Beste an Husum", sagt der talentierte Keeper.

Eine Entscheidung darüber, wo er in der nächsten Saison zwischen den Pfosten stehen wird, hat Molinas noch nicht getroffen. Ziemlich sicher ist allerdings, dass er demnächst zum BWL-Studium nach Kiel gehen und ihm seine Lebenseinstellung ("Irgendwie beiß´ ich mich durch") gut voranbringen wird.

"Das müssen wir ändern", sagt Guido Gehrke zu der Tatsache, dass die Husumer SV in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig gegen Kilia den Kürzeren zog. Zuversicht schöpft er aus der Entwicklung, die seine Mannschaft gerade in den vergangenen Wochen genommen hat. Und Mut macht ihm das 2:3 im Hinspiel, bei dem seine Jungs absolut gleichwertig waren.

Ein wenig klingt beim Coach aber auch die Sorge durch, dass der gute Trend dem einen oder anderen Akteur die Spannkraft nehmen könnte. "Einige denken wohl, es geht jetzt alles von allein", schildert Gehrke seine Eindrücke vom Dienstag-Training. Dabei sollten seine Akteure inzwischen wissen, dass dieser Coach immer aus der Haut fährt, wenn das Laster der Lässigkeit um sich greift. Vor so einer Partie wie gegen Kilia und seinen "Spezi" und Trainer-Kollegen Frank Drews gilt dies natürlich noch mehr.
"Wir müssen hundertprozentig da sein und eine wirklich gute Leistung bringen", so das Credo des Trainers auf dem Weg zu den drei Punkten.

Wer sitzt bei der Ersten auf der Bank, wer spielt in der Zweiten? Das ist auch an diesem Wochenende ein Thema bei der Zusammenstellung des Kaders. Gehrke mochte sich dazu noch nicht äußern. An der zuletzt so erfolgreichen Konstellation will er im Grunde nichts ändern. Verzichten muss er aber auf Sascha Rettkowski, dessen Verletzung noch nicht ausgeheilt ist, und eventuell auch auf David Strüning.

11. Mai 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
32. ST 20.05.07 TSV Bargteheide Husumer SV 0:1

Mit 61 Punkten Saisonziel erreicht!

20.05.2007

TSV Bargteheide – Husumer SV

0 : 1 (0:0)


Mit dem sechsten Sieg in Folge erreichte die Husumer SV ihr Saisonziel mit 61 Punkten und rückte auf den fünften Tabellenplatz vor. Es war ein knapper, aber hochverdienter Erfolg beim TSV Bargteheide. Die Gastgeber gingen engagiert zur Sache, konnten den Nordfriesen aber nur zu Beginn der jeweiligen Halbzeit Paroli bieten. Spielerisch lagen die Vorteile eindeutig bei den Gästen. Nur die Torausbeute blieb zu gering, die vielen schön herausgespielten Tormöglichkeiten konnten nicht genutzt werden. »Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Elf«, bilanzierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Das war ein hochverdienter Sieg, der aber zu niedrig ausgefallen ist.« TSV-Trainer Reinhard Lindtner zollte den Gäste Respekt: »Husum hat gut gespielt und verdient gewonnen – das war ein verdienter Sieg.«

In der ersten Spielminute machte Marcel Otto mit einem gefährlichen Kopfball auf sich aufmerksam, der jedoch sein Ziel verfehlte. Doch die Gastgeber ergaben sich nicht in ihr Schicksal, versuchten das Spiel an sich zu reißen. Nach einer Drangperiode ohne nennenswerte Ergebnisse setzte sich die größere spielerische Klasse der Nordfriesen durch. Immer wieder stand die SV vor dem Torerfolg: Wieder war es Marcel Otto, der von Björn Fleige geschickt wurde – doch Zentimeter fehlten (21.). Fleige versuchte es mit einem 25-Meter-Knaller, Torhüter Johann lenkte den Ball noch um den Pfosten (36.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff zwei dicke Husumer Chancen. Björn Fleige konnte – mit dem Rücken zum Tor stehend - nicht mehr reagieren, als ein Ball förmlich vor der Linie tänzelte (44.). Auch ein 20-Meter-Schuss von Sebastian Saeltz wurde vom Torhüter gut abgewehrt. (45.). Nur einmal geriet die Husumer Abwehr ins Wanken: Nach einem Eckball schlug Sebastian Steglich das Leder von der Linie – Patrick Schönfeldt hatte zum Kopfball angesetzt (26.).

Auch in Halbzeit zwei übernahmen die Husumer das Geschehen nach einer kurzen Drangperiode der Hausherren. Eine Torchance für Bargteheide (Kopfball Schönfeldt/51.) – dann hatten die Nordfriesen wieder alles im Griff. Björn Fleiges Geschoss konnte Sebastian Ballhausen noch von der Torlinie kratzen (54.), doch acht Minuten später fiel die Entscheidung. Bei einem Schussversuch wurde Björn Fleige von Esch im Strafraum von den Beinen geholt, den fälligen Elfmeter versenkte Ingo Cornils sicher (62.). Leider vermochte es Pierre Becken nicht, sich mit einem Freistoß (an die Latte/64.) und mit einem Alleingang (72.) in die Torschützenliste eintragen. Am verdienten Sieg der Husumer gab es keinerlei Zweifel. Die Gastgeber bemühten sich zwar, doch das war gegen clevere und spielerisch überlegene Nordfriesen zu wenig.

Tore: 0:1 Cornils (62./FE)
Beste Spieler: Schönfeldt / Mannschaftsleistung – Becken, Otto, Alla 
Ecken: 5 : 5
Chancen: 2 : 10
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Dr. Mond (TSV Siems)
gelbe Karten: Schwartz (31.), Ballhausen (54.), Kocenick (63.), Sellke (69.), Esch (84.) / Becken (72.), Hermann (89.), Otto (92.)
gelb/rot: Sellke (83.) – wiederholtes Foulspiel
Aufstellung:

Johann – Schönfeldt (58. Hohn) – Sellke, Schwartz (46. Esch), Ballhausen – Metzner, Buchholz,  Kocenick, Grundt – Siegert (83. Repky), Jobmann.

Molinas – Rettkowski (83. Klang), Cornils, Schulte, Steglich, Saeltz, Becken, Alla, Hermann – Fleige (66. Strüning), Otto

  Hl 20.05.2007

1:0 – Husumer SV in der Tabelle an 08 vorbei

Ingo Cornils trifft per Elfmeter in Bargteheide

Verbandsliga-Übersicht

Der Kampf um den Titel wird immer spannender: Der TSV Kropp fertigte RW Moisling 13:0 ab und rückte bis auf einen Punkt an den VfB Lübeck II heran, der 2:5 gegen Eider Büdelsdorf verlor. Am 2. Juni kommt es in Kropp nun zum Spitzenspiel Zweiter gegen Erster. Zweitbester Nordklub ist jetzt die Husumer SV, die 1:0 in Bargteheide gewann und Flensburg 08 (2:2 gegen Dornbreite Lübeck) überflügelte. Schöner Erfolg für den FC Sörup-Sterup: Der Absteiger gewann 6:1 beim Tabellenletzten TSV Heiligenstedten.

Bargteheide (ree) – Ein Strafstoßtor von Ingo Cornils reichte dem Fußball-Verbandsligisten Husumer SV, um beim TSV Bargteheide drei Zähler zu kassieren. Nebeneffekt des 1:0 (0:0): In der Tabelle rangieren die Nordfriesen jetzt auf Rang fünf – vor Flensburg 08.
Dem Gastgeber merkte man an, dass er als eventuell fünfter Absteiger aus der Verbandsliga nicht zur Debatte stehen wollte. Er hängte sich von Beginn an mächtig rein. Und es bedurfte einer gewissen Anlaufzeit der Nordfriesen. Die besten Husumer Chancen vereitelte Steffen Johann, der blendend aufgelegte Keeper des TSV Bargteheide. Er parierte glänzend gegen Sascha Rettkowski und Dennis Schulte (15.) sowie einen 25 Meter-Schuss von Björn Fleige (36.).

Im zweiten Durchgang spielten die Husumer wieder "Fußball filigran". Treibende Kräfte dabei: Sebastian Saeltz und Pierre Becken im Mittelfeld, Erion Alla und Marcel Otto in Nähe des TSV-Tores. Und auch wenn es ein Elfmeter war, der den Gästen in der 62. Minute die Führung bescherte – verdient war sie allemal. Der Unparteiische hatte das Foul von Björn Esch an Fleige geandet, Ingo Cornils souverän vollstreckt.
Situationen aus dem Spiel heraus gab es aber auch, die "reif" für Husumer Tore waren. So hatte Fleige Pech, dass Sebastian Ballhausen seinen Schuss noch auf der Linie erwischte (54.) und Becken traf mit seinen Versuchen erst die Latte (64.) und später aus Kurzdistanz nur die Werbebande knapp neben dem Tor (72.).
Einzige Bargteheider Chance: Keeper Melf Molinas lenkte einen Gewaltschuss von Erol Siegert an den Pfosten (51.). Coach Guido Gehrke: "Das war spielerisch wieder eine Klasseleistung von uns."

Husumer SV: Molinas – Rettkowski (83. Klang), Cornils, Schulte – Steglich, Becken, Alla, Saeltz, Hermann – Otto, Fleige (66. Strüning). Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (Lübeck). Zuschauer: 200.

21. Mai 2007 · Flensburger Tageblatt

Bargteheide tritt auf der Stelle

Statt sich nach dem 2:1 in Todesfelde am vergangenen Wochenende weiter Luft im Tabellenkeller zu verschaffen, kassierten die Verbandsliga-Fußballer des TSV Bargteheide gegen den Husumer SV eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage.
Husums Torhüter Melf Molinas ist vor René Hohn am Ball. Der Bargteheider A-Jugendspieler feierte gegen die Friesen sein Verbandsliga-Debüt.Foto: Behrmann

Bargteheide (Kai Behrmann) – Zu feiern hatte gestern Nachmittag nur die zweite Mannschaft des TSV Bargteheide etwas. Während die Verbandsliga-Fußballer von Trainer Reinhard Lindtner nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den Husumer SV mit gesenkten Köpfen vom Platz schlichen, prosteten sich die Spieler des frischgebackenen Kreisliga-Aufsteigers (2:0 gegen Tralau) auf der Tribüne im Bargteheider Sportzentrum zu.
Dabei hatte es zu Beginn der Partie so ausgesehen, als hätte der 2:1-Sieg in Todesfelde am vergangenen Wochenende dem Tabellen-13. neuen Schwung verliehen. In der Defensive standen die Platzherren relativ sicher und vorne setzten Kevin Kranik (7.) und Jan Jobmann (9.) jeweils mit Distanzschüssen erste Ausrufezeichen. Die größte Chance zur Führung hatte jedoch Libero Patrick Schönfeldt (27.). Sein Kopfball aus kurzer Distanz nach einem Eckstoß konnte ein Husumer gerade noch auf der Torlinie klären. Anschließend übernahmen die Gäste bis zum Halbzeitpfiff zusehends das Kommando. Nachdem die Versuche von Björn Fleige (36.) und Sascha Rettkowski (38.) noch ihr Ziel verfehlt hatten, musste TSV-Torhüter Steffen Johann bei einem Schuss von Rettkowski sein ganzes Können aufbieten, um den Ball mit den Fingerspitzen noch über die Querlatte zu lenken (45.).

Nach dem Seitenwechsel hätte erneut Schönfeldt für die Bargteheider Führung sorgen können. Diesmal strich sein Kopfball aber knapp über das Tor (49.). Besser machte es dagegen Husums Ingo Cornils. Nachdem der eingewechselte Björn Esch SV-Stürmer Fleige im Strafraum zu Fall gebracht hatte, ließ sich Cornils die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen (65.). Von diesem Gegentor erholte sich die Lindtner-Truppe nicht mehr.
Während Husums Torhüter Melf Molinas bis zum Spielende nicht mehr gefordert wurde, hätte Pierre Becken (63./70.) für die vorzeitige Entscheidung sorgen können. Letztlich blieb es jedoch beim knappen, aber verdienten Erfolg der Friesen.

Dass die Bargteheider Schlussoffensive gänzlich ausblieb lag auch daran, dass die Weinroten die letzten sieben Minuten in Unterzahl absolvieren mussten. Gerrit Sellke hatte nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte kassiert (83.).

Spielentscheidend war für Lindtner allerdings, "dass unsere Leistungsträger weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind." Das Bangen um den Klassenerhalt geht beim TSV also weiter. Da Verfolger SV Todesfelde nicht über ein 0:0 beim Schlusslicht TuRa Meldorf hinaus kam, bleibt Bargteheide mit 36 Punkten aufgrund des besseren Torverhältnisses jedoch weiterhin auf Rang 13.

TSV Bargteheide: Johann – Schönfeldt (56. Hohn), Kranik, Schwartz (46. Esch) – Metzner, Ballhausen, Buchholz, Grundt, Sellke – Siegert (84. Repky), Jobmann. – SR: Mond. – Z.: 100. – Tore: 0:1 Ingo Cornils (FE/65.). Gelbe Karten: Schwartz, Ballhausen, Kranik – Fleige. Gelb-Rot: Gerrit Sellke (83.).

21. Mai 2007 · Stormarner Tageblatt

Auswärtsspiel in TSV Bargteheide: Zwei fallen aus, drei kehren zurück

Husum (ree) – Zwei Spieltage früher als geplant kann Guido Gehrke, Trainer der Husumer SV, den von ihm angepeilten Punktestand von 61 erreichen. Morgen (15 Uhr) im Auswärtsspiel beim TSV Bargteheide steht diese Marke auf dem Programm.
Aber Gehrke hat einige Personalsorgen. Marcell Voss (persönliche Gründe) und Ingo Cornils (Leistenprobleme) fallen definitiv aus. David Strüning und Gerrit Müller sind angeschlagen. "Da müssen wir abwarten", sagt der Coach. Strüning testete seinen Oberschenkel im Training am Donnerstag. "Die Muskulatur schmerzt noch", sagte der 19-Jährige. "Aber es fühlt sich besser an als am letzten Wochenende." Da freilich musste er schon nach 17 Minuten die Segel streichen.

"Es war gut, dass wir zuletzt in konstanter Besetzung antreten konnten", sagt Gehrke. Aber da Jammern nicht seine Sache ist, richtet er den Blick nach vorn. Und hofft darauf, dass Sascha Rettkowski Sonntag wieder fit ist. Außerdem werden Björn Fleige, Marcel Otto und Lars Hermann nach langer Zeit wieder in der Liga dabei sein. "Die Zweite ist gerettet, ich kann sie jetzt hochziehen", freut sich Gehrke über diese Alternativen von Format.

Im Übrigen hat der Trainer wenig Lust, "ohne Zählbares" von der langen Reise in den Kreis Stormarn heimzukehren. Im Hinspiel trennte man sich 1:1, als die Nordfriesen in der Schlussminute ein fragwürdiges Kopfballtor des TSVers Armen Azarin kassierten. Der hatte damals vermutlich die Hand zur Hilfe genommen. "Damit war klar, dass wir nicht zum Hallenmasters nach Kiel fahren", erinnert sich Gehrke.

Natürlich reist auch die Hoffnung mit nach Bargteheide, Flensburg 08 oder Kilia Kiel in der Tabelle noch zu überholen – ein Unterfangen, das durch die 1:4-Niederlage Kilias gegen den VfB Lübeck II Aussichten erhalten hat. Der TSV Bargteheide (Platz 13) überraschte zuletzt durch ein 2:1 beim SV Todesfelde. Stärkster Mannschaftsteil ist die Abwehr, die bei 44 Gegentreffern durchaus mit den oberen "Chargen" mithalten kann.

19. Mai 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

"Keine leichte Aufgabe"

Nach dem 2:1 gegen den SV Todesfelde in der vergangenen Woche will sich Fußball-Verbandsligist TSV Bargteheide daheim gegen den Husumer SV (So., 15 Uhr) weiter Luft im Abstiegskampf verschaffen. Der SV Eichede tritt bereits heute (15 Uhr) in Altenholz an.

Kreis Stormarn (Kai Behrmann) – Der TSV Bargteheide will im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga nachlegen: Dem 2:1 beim SV Todesfelde soll ein weiterer Sieg auf eigenem Platz gegen den Husumer SV (So., 15 Uhr) folgen. Für den SV Eichede geht es darum, den hervorragenden Eindruck aus den vergangenen Partien beim TSV Altenholz (heute, 15 Uhr) zu bestätigen.

Bargteheide – Husum
Für ein bisschen Erleichterung dürfte der erste Sieg seit Wochen (2:1 beim SV Todesfelde) am vergangenen Sonntag schon bei TSV Bargteheide-Trainer Reinhard Lindtner gesorgt haben. Doch er weiß: "An der schwierigen Situation hat sich nicht viel geändert." Nach wie vor steckt Lindtners Team mitten im Abstiegskampf. Da noch nicht klar ist, wie viele Absteiger es in diesem Jahr geben wird, muss der Tabellendreizehnte (36 Punkte) morgen gegen den Husumer SV (6./58.) auf jeden Fall nachlegen. Zwar hat der TSV beim 1:1 im Hinspiel bewiesen, dass er den Nordfriesen Paroli bieten kann. Trotzdem. "Das wird keine leichte Aufgabe", warnt Lindtner und fügt hinzu: "Husum hat eine sehr junge, disziplinierte Mannschaft, die eine überragende Rückrunde spielt." Besonderen Respekt hat er vor Husums Stürmer Gerrit Müller: "Das ist ein Torjäger, von dem man nur träumen kann." Zumindest kann Lindtner beim Versuch, Müller zu stoppen, wieder auf Björn Esch und Toni Metzner zurückgreifen. Dafür fällt Sören Eggers mit Rückenproblemen aus.

19. Mai 2007 · Stormarner Tageblatt
KP-F 31.05.07 SV Frisia 03 Risum-Lindholm Husumer SV 2 : 1nV

NF-Kreispokal-HalbFinale:

Überraschung in Lindholm - Husum muss die Segel streichen!


31.05.07 SV Frisia 03 - Husumer SV 2:1 (0:0/0:0) n.V.

»Das war sehr ärgerlich und unnötig, denn wir hätten in der ersten Halbzeit klar führen müssen«, kommentierte Husums Trainer Guido Gehrke die Niederlage im Kreispokal in Lindholm. »Letztlich geht die Niederlage in Ordnung, denn zum Schluss war Frisia die bessere Mannschaft.« Das Kreispokal-Halbfinale hatte nach 120 Minuten Spielzeit einen überraschenden Ausgang. Husum gelang praktisch mit dem Schlusspfiff der Verlängerung durch Björn Fleige noch der Ausgleich zum 1:1 (120.), aber mit dem Elfmeterschießen wurde es dennoch nichts.Eine weitere Unachtsamkeit in der Husumer Abwehr nutzte im Gegenzug Björn Petersen mit einem Tor des Monats in den Winkel zum 2:1 und sicherte den Hausherren den Einzug ins Pokalfinale - wahrscheinlich gegen den SC Norddörfer. »Das war ein grandioser Sieg und am Ende für uns verdient. Wir haben unseren Fans noch einmal ein schönes Spiel gezeigt. Man sieht, was in der Truppe steckt«, freute sich Frisia-Trainer Rolf Nielsen über den Pokalsieg.

Dabei sah nach den ersten 45 Minuten alles nach einer klaren Sache für die Husumer SV aus. Der Verbandsligist spielte die Gastgeber mit schnellen und direkten Kombinationen förmlich an die Wand. Bereits in der 1. Minute scheiterte Marcel Otto an der Latte. Frisia hatte arge Probleme in der Abwehr und kam kaum zu Entlastungsangriffen. Die Husumer machten gewaltig Druck, aber das Runde wollte nicht ins Eckige.

Nach der Pause ließen die Husumer etwas nach, Torchancen boten sich weiterhin. Frisia spielte jetzt besser mit, aber ein Tor wollte nicht fallen.

Es ging in die Verlängerung, in der die Gastgeber immer besser wurden, während Husum mit einem Mal verunsichert wirkte. Nach toller Vorarbeit von Marek Hansen traf Björn Petersen (109.) aus der Drehung zum 1:0. Eine Überraschung lag in der Luft. Nach der Gelbroten Karte für Manuel Hoffmann (112.) drängte Husum in Überzahl auf den Ausgleich. Und tatsächlich schaffte Björn Fleige in der Schlussminute das 1:1. Als sich die 250 Zuschauer schon auf das Elfmeterschießen freuten, erzielte Björn Petersen nur Sekunden nach dem Ausgleich das 2:1. »Wer die Chancen nicht nutzt, wird halt bestraft«, ärgerte sich Husums Trainer gewaltig über diese für ihn unnötige Niederlage.

Schiedsrichter: Huß (Rantrum).
Zuschauer: 250
Aufstellung:

Carstensen – L. Johannsen – Grzybeck, Käning, Jann – D. Johannsen, Björn Petersen, Hoffmann, Lars Christiansen (98. O. Petersen) – M. Hansen, Martensen (115. A. Otto).

Molinas – Cornils, Rettkowski (46. Voß), Saeltz, Schulte – Steglich, Becken, Alla (60. Strüning), Hermann (46. Müller) – Otto, Fleige.

Björn Petersen schießt Frisia in das Pokalfinale

Überraschung im Fußball-Kreispokal: Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm zog mit einem 2:1 (0:0) nach Verlängerung gegen den Verbandsligisten Husumer SV ins Endspiel ein. Der Gegner wird in der Partie BW Löwenstedt gegen SC Norddörfer ermittelt. Das zweite Halbfinale wurde kurzfristig auf den kommenden Donnerstag, 19 Uhr, in Löwenstedt verlegt.
Gefoult: Der Husumer Erion Alla (re.) humpelt nach der Attacke von Frisia-Spieler Lars Christiansen, links Libero Leve Johannsen. Foto: Pustal

Risum-Lindholm (pu) – Das Kreispokal-Halbfinale am Donnerstag Abend hatte nach über 120 Minuten Spielzeit einen furiosen und fast unglaublichen Ausgang. Husum gelang in der Schlussminute der Verlängerung durch Björn Fleige noch der Ausgleich zum 1:1 (120.), aber mit dem erhofften Elfmeterschießen wurde es dennoch nichts für die Gäste. Im Gegenzug gelang Björn Petersen mit einem Traumschuss in den Winkel das 2:1 und sicherte Frisia den Einzug ins Pokalfinale.

"Wir hätten das Spiel in den ersten 90 Minuten für uns entscheiden müssen – Chancen dazu hatten wir genug. In der Verlängerung war Frisia einfach besser und hat verdient gewonnen. So etwas wie das Gegentor zum 2:1 nur Sekunden nach dem Ausgleich – das darf uns einfach passieren", meinte HSV-Coach Guido Gehrke.
"Das war ein grandioser Sieg und am Ende für uns verdient. Wir haben unseren Fans noch einmal ein schönes Spiel gezeigt. Man sieht, was in der Truppe steckt", freute sich Frisia-Trainer Rolf Nielsen über den Pokaleinzug. Auch wenn er jetzt noch ein weiteres Spiel auf der Bank verbringen muss. "Ich kann immer noch nicht aufhören", fügte er mit einem Grinsen hinzu.

Dabei sah nach den ersten 45 Minuten alles nach einer klaren Sache für den Husumer SV aus. Der Verbandsligist spielte die Gastgeber mit schnellen und direkten Ballstafetten förmlich an die Wand. Bereits in der 1. Minute scheiterte Marcel Otto an der Latte. Frisia hatte arge Probleme in der Abwehr und kam kaum zu Entlastungsangriffen. Die Gäste machten weiter mächtig Druck, wählten im Abschluss aber meist die risikoreichere Variante. Nach der Pause ließ der Husumer Druck allmählich nach, aber Chancen boten sich weiterhin. Frisia spielte jetzt besser mit, aber ein Tor wollte nicht fallen. So ging es in die Verlängerung, in der die Gastgeber immer besser wurden, während Husum mit einem Mal verunsichert wirkte. Nach toller Vorarbeit von Marek Hansen traf Björn Petersen (109.) aus der Drehung zum 1:0. Die Überraschung war perfekt. Nach der Gelbroten Karte für Manuel Hoffmann (112.) drängte Husum in Überzahl auf den Ausgleich. Und tatsächlich schaffte Björn Fleige in der Schlussminute das 1:1. Als sich die 220 Zuschauer schon auf das Elfmeterschießen freuten, erzielte Björn Petersen nur Sekunden nach dem Ausgleich das 2:1.

Notiz am Rande: Björn Klang, der auf der Husumer Bank saß, aber nicht zum Einsatz kam, wechselt in der nächsten Saison zu Frisia.

SV Frisia 03 Risum-Lindholm: Carstensen – Leve Johannsen – Grzybeck, Käning, Jann – Daniel Johannsen, Björn Petersen, Hoffmann, Lars Christiansen (98. Oke Petersen) – Marek Hansen, Martensen (115. Alexander Otto).
Husumer SV: Molinas – Cornils – Rettkowski (46. Voß), Saeltz, Schulte – Steglich, Becken, Alla (59. Strüning), Hermann (46. Müller) – Marcel Otto, Fleige.
Schiri: Huß (Rantrum).
Zuschauer: 220.

2. Juni 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Pokal: Frisia – Husum schon am Donnerstag

Tönning zwingt Norddörfer in die Verlängerung

Drelsdorf (noh) – Überraschungen blieben aus in den Spielen der zweiten und dritten Runde im Fußball-Kreispokal. Die Husumer SV, der SV Frisia 03 Risum-Lindholm, der SC Norddörfer und der SV Blau-Weiß Löwenstedt stehen im Halbfinale des Fußball-Kreispokals. Das Halbfinale zwischen Frisia 03 und der Husumer SV findet bereits am Donnerstag (19 Uhr) statt.

2. Runde: SC Norddörfer – Tönninger SV 3:1 n.V. Die Eiderstedter waren mit nur elf Spielern – einer bunten Mischung aus erster, zweiter und dritter Mannschaft – angereist und hatten sich nichts ausgerechnet. Um so größer die Freude, dass der hohe Favorit in die Verlängerung gezwungen wurde.
André Samow hatte Tönning per Elfmeter in Führung gebracht, Weiß ausgeglichen. Zuvor hatte Sascha Hagen einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt (69.). In der Verlängerung mussten die Gäste schließlich dem Kräfteverschleiß Tribut zollen, Norddörfer erzielte noch zwei Tore.
Tore: 0:1 Samow (42., Foulelfmeter), 1:1 Weiß (72.), 2:1 (100.), 3:1 Haji (110.).

TSV Drelsdorf/A/B – SV Frisia 03 Risum-Lindholm 1:13 (0:4). Vor gut 250 Besuchern, die freien Eintritt hatten, entwickelte sich ein munteres Spiel. Drelsdorfs Trainer "Lorne" Henningsen pfiff auf die Defensive und ließ sein Team mitspielen. Dadurch hatten die Gäste natürlich viel Platz. "Wir wollten den Zuschauern ein schönes Spiel zeigen", war Henningsen auch trotz der deutlichen Niederlage zufrieden. Bei Lindholm traf Finn Martensen vier Mal, aber auch Rolf Nielsen und Torhüter Helge Carstensen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Für Drelsdorf traf M. Carstensen zum zwischenzeitlichen 1:12.
Tore für Frisia: Finn Martensen (4), Oke Petersen (2), Björn Petersen, Rolf Nielsen, Daniel Johannsen, Helge Carstensen (je 1) und zwei Eigentore.

TSV Oldenswort – SC Norddörfer 0:11 (0:2). Der Kreisliga-Absteiger zog sich trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses achtbar aus der Affäre. Eine Stunde hielten die Gastgeber mit und lagen nur mit 0:2 zurück. Überragender Akteur der Hausherren war Torhüter Dirk Kuppe. Von der 60. Minute an mussten die Eiderstedter jedoch dem hohen Tempo Tribut zollen und brachen ein. In der letzten halben Stunde schlugen die Insulaner noch neun Mal zu. Haupttorschütze war Sascha Hagen, der fünf Mal ins Schwarze traf.

* Das Halbfinale zwischen Frisia und der Husumer SV findet bereits am Donnerstag (31. Mai) um 19 Uhr im Niko Nissen-Stadion Lindholm statt. Beim Bezirksoberligisten freut sich auf die reizvolle Aufgabe, den Verbandsligisten einmal im Pflichtspiel zu fordern. "Wir nehmen das Spiel sehr ernst und laufen in bester Besetzung auf", so Guido Gehrke, Trainer des Titelverteidigers aus Husum.

* Das zweite Halbfinale zwischen BW Löwenstedt und dem SC Norddörfer ist für Sonntag (15 Uhr) im Au-Wiesen-Stadion in Löwenstedt angesetzt.

30. Mai 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Pokal: Fußballer müssen nachsitzen

MTV Leck bekommt keine Mannschaft zusammen, Drelsdorf kampflos weiter
27 Tore in der Punktrunde: Trifft Björn Petersen auch im Kreispokal? Foto: Pustal

Risum-Lindholm (pu) – Die Punktspielrunde ist gerade beendet, die Spieler sehnen die Fußballpause herbei. Aber noch können sich die Akteure des SV Frisia 03 Risum-Lindholm und der anderen noch im Pokal aktiven Mannschaften nicht zurücklehnen. Über Pfingsten stehen die Nachholspiele der zweiten und die Partien der dritten Runde um den Kreispokal an.

Dabei muss der Kreispokalsieger 2005 und Finalist 2006, der MTV Leck, der eigentlich am Sonnabend beim Kreisligisten TSV Drelsdorf/A/B antreten sollte, passen. "Aufgrund der vielen Verletzten bekommen wir einfach keine Mannschaft zusammen. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Spiel abzusagen", erklärte Malte Köster am Donnerstag.
So steht Drelsdorf also schon im Viertelfinale und hat am Sonnabend um 16 Uhr den SV Frisia 03 Risum-Lindholm zu Gast. Für Drelsdorfs Trainer Lorenz-Peter Heningsen, früher selbst Coach bei der Frisia-Reserve, sicherlich eine sehr reizvolle Aufgabe.
Frisia, klarer Favorit in dieser Partie, will endlich auch einmal im Pokal erfolgreich sein. "Wir wollen ins Halbfinale oder noch weiter kommen. Wir haben zum Glück keinerlei Personalprobleme", freut sich Ligaobmann Hartmut Wiebe auf das Pokalspiel.
Mit einem Sieg wäre Frisia im Halbfinale. Und da würde am Mittwoch, 6. Juni, kein Geringerer als der Verbandsligist Husumer SV als Gegner im Niko-Nissen-Stadion auftauchen. "Natürlich sehr interessant für uns, gegen Husum zu spielen. Wir waren schon lange nicht mehr im Bezirkspokal", rechnet sich Hartmut Wiebe auch gegen den Verbandsligisten etwas aus – aber erst einmal gilt es, die Hürde Drelsdorf zu nehmen.
Im oberen Tableau ist Bezirksoberliga-Aufsteiger SC Norddörfer der große Favorit. Die Insulaner haben am Sonnabend um 15 Uhr den Tönninger SV zu Gast auf der Insel, da sie im Pokal noch als Bezirksligist gelten. Für den Sieger dieser Partie geht es dann am Pfingstmontag um 15 Uhr zum Kreisliga-Absteiger TSV Oldenswort.

Im Halbfinale hat Kreisliga-Meister Blau-Weiß Löwenstedt dann am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr Heimrecht gegen Norddörfer, Tönning oder Oldenswort. Das Kreispokalfinale findet in diesem Jahr am Mittwoch, 13. Juni um 19 Uhr statt. Wo, dass muss sich erst noch ergeben. Sollte Norddörfer es bis ins Finale schaffen und der zweite Finalist zwischen Frisia und Husum ermittelt werden, wird das Endspiel wohl auf Sylt stattfinden.Tore: 0:1 Gehrke (50.), 1:1 Alim (60.), 1:2 Becken (75.), 2:2 Iwohn (80. Handelfmeter), 2:3 Cornils (85.).

25. Mai 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
33. ST 02.06.07 Husumer SV TuRa Meldorf 3:1

7. Sieg in Folge - TuRa wehrte sich tapfer!

02.06.2007

Husumer SV - TuRa Meldorf

3 : 1 (0:0)


Den siebten Sieg in Folge schaffte die Husumer SV, diesmal mit 3:1 gegen den Absteiger aus Meldorf. Vor 201 Zuschauern machte die Elf von Guido Gehrke erst in der zweiten Halbzeit die nötigen Tore, gewann aber hochverdient. Die Hausherren spielten sich wieder zahlreiche hochkarätige Tormöglichkeiten heraus, machten sich dann aber das Leben unnötig schwer. Schon im ersten Durchgang hätte eine klare Führung herausspringen müssen. TuRa enttäuschte keinesfalls, mit unbändigem Kampfgeist versuchten die Dithmarscher, die drohende Niederlage in Grenzen zu halten - was auch gelang.

»Der Sieg ist in Ordnung, nur um ein paar Tore zu niedrig ausgefallen«, gab Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende zu Protokoll. »Wir haben uns ordentlich präsentiert, die spielerische Leistung war ansprechend.« Meldorfs Trainer Sascha Thießen konnte mit dem Ergebnis gut leben: »Husums Sieg ist verdient. In der ersten Halbzeit haben wir ein vernünftiges Spiel geliefert, dann ließen unsere Kräfte nach.«

Die Nordfriesen übernahmen im letzten Heimspiel der Saison sofort das Kommando, immer wieder brannte es im Strafraum der Gäste lichterloh. Husums Torjäger Gerrit Müller hätte sein Torkonto bereits in der 6. Minute ausbauen können, zielte aber nach Vorarbeit von Voß knapp daneben. In der 22. Minute war dann bei Torhüter Pycha Endstation, der sein Geschoss noch entschärfte. Zum Pechvogel avancierte Müller in der 37. Spielminute, als er einen herrlichen Flugkopfball nur an die Latte setzte. Weitere Husumer Gelegenheiten von Petersen (37.), Becken (40.) und Steglich (45.) blieben ungenutzt.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam mehr Zug in die Husumer Aktionen, und endlich klappte es auch mit dem Tore schießen. Michael Petersen brachte nach 48 Minuten Ingo Cornils in Position, der mit einem eleganten Heber über Torhüter Pycha hinweg die Führung erzielen konnte. Drei Minuten später wurde Gerrit Müller von Marco Hornig im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter setzte Björn Fleige jedoch an den Pfosten. Der zweite Treffer wollte einfach nicht fallen. Und wieder knallte das Leder ans Gebälk: Michael Petersen hatte abgezogen, scheiterte aus 19 Metern am Pfosten (56.). Überraschend der Ausgleich der Dithmarscher in der 58. Minute. Husums Torhüter Melf Molinas vertändelte einen sicher geglaubten Ball an der Strafraumgrenze und bekam prompt die Quittung. Stephan Lemburg nutzte die Gelegenheit zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch die Nordfriesen ließen sich nicht beirren, drängten auf den Siegtreffer. Mit einem Doppelschlag wurde der Erfolg sichergestellt: Marcell Voß wuchtete einen Kopfball aus kurzer Diatanz unhaltbar in die Maschen (67.), eine Minute später hatte Sebastian Steglich Grund zum Jubeln. Mit einem Heber überwand er Torhüter Pycha zum 3:1-Endstand.

Für einige Spieler war es der letzte Auftritt im Friesenstadion. Neben Marcell Voß (Heider SV) und Martin Herpel (Rödemis) verlassen auch Melf Molinas (Studium), Lars Hermann (beruflicher Umzug), Björn Klang (Lindhom) und das Husumer Urgestein Björn Fleige (Karriereende) die Husumer SV.

Tore: 1:0 Cornils (48.), 1:1 Lemburg (58.), 2:1 Voß (67.), 3:1 Steglich (68.)
Beste Spieler: Voß, Cornils, Becken, Petersen / Lemburg
Ecken: 9 : 5
Chancen: 13 : 3
Zuschauer: 201
Schiedsrichter: Zamek (Hammoor)
gelbe Karten: Saeltz (10.), Cornils (83.) / Lemburg (21.), Schnepel (36.), Hornig (51.), Bornhöft (65.), Pycha (68.), Falk (73.)
rot: Schulte (87.) weg. groben Foulspiel
Aufstellung:

Molinas - Voß, Rettkowski, Schulte, Hermann (37. Petersen) - Saeltz, Cornils, Steglich (75. Alla), Becken - Fleige (61. Otto), Müller.

Pycha - Reichardt - Bornhöft, Strowig - Karstens (69. Möller), Garloff, Schnepel, Falk, Hornig - Lemburg, Neumann (46. Loza).

  Hl 02.06.2007

3:1 – Husum macht's gnädig mit dem Absteiger

Von Absteiger TuRa Meldorf ließ sich die Husumer SV bei ihrem Siegeszug in der Fußball-Verbandsliga nicht beirren. Das 3:1 (0:0) im letzten Heimspiel der Saison war der siebte Sieg in Folge. Aber auch diesmal waren die Nordfriesen nur Mittelmaß in der Verwertung ihrer Torchancen.
Laufduell gewonnen: Husums Mittelfeldspieler Pierre Becken (rechts) hält sich den angreifenden Meldorfer Michael Falk vom Leib. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Ein Punkt muss noch her, dann ist der TSV Kropp Meister der Fußball-Verbandsliga. Nach dem 1:0 gegen den VfB Lübeck II haben die Rot-Schwarzen zwei Punkte Vorsprung, zudem das bessere Torverhältnis – und nun geht's zum Tabellenletzten Heiligenstedten. Zweitbester Nordklub ist (und bleibt) die Husumer SV, die Meldorf 3:1 schlug und von den Niederlagen von Flensburg 08 (0:1 in Todesfelde) sowie von Kilia Kiel (1:4 in Eichede) profitierte. Sörup-Sterup gelang gegen Oldenburg (3:1) der erste Heimsieg des Jahres.

Husum (Gert Reese) – Knackiger Kommentar von Husums Trainer Guido Gehrke nach der Partie: "Wir haben fünf Tore zu wenig geschossen und eins zu viel reingekriegt." Vielleicht ein wenig übertrieben – aber im Kern hat der Trainer das aktuelle Defizit der Husumer Fußballer auf den Punkt: Die Mannschaft bringt ihre Spielkunst nicht ins Ergebnis. Gegen Risum-Lindholm im Pokal ging das schief, gegen Meldorf wurde am Ende alles gut.

Auch diesmal "verzirkelten" die Nordfriesen sich in der ersten Halbzeit völlig. Das Ergebnis: Zum Pausenpfiff standen sie mit leeren Händen da. Dabei hatten sie die Meldorfer so fest im Sack gehabt, dass diesen kaum mal Luft zum Atmen blieb. Immer wieder dicht dran am Torerfolg war Gerrit Müller, der jedes Mal von rechts bedient wurde. Der Kopfball in der 5. Minute nach Voss-Flanke strich knapp am Tor vorbei, die Direktabnahme nach flachem Cornils-Freistoß erhechtete Gästekeeper Markus Pycha (23.) und der Kopfstoß nach ähnlichem Standard in der 36. Minute endete am Aluminium. Nix war´s mit dem 18. Saisontreffer des Husumer Goalgetters, der an diesem Nachmittag übrigens zum letzten Mal seinen "ewigen Partner" Björn Fleige neben sich hatte.

Das richtige Zielwasser fehlte aber auch Sebastain Saeltz (12.), Ingo Cornils (14.), Michael Petersen (36.) und Sebastian Steglich (45.). Bei der einzigen Meldorfer Chance lenkte SV-Torwart Melf Molinas den Freistoß von Michael Falk reaktionsschnell zur Ecke (19.).
Nach dem Wechsel ging es dann richtig "rund" im Friesenstadion. Es knackte in den Knochen, weil die Gäste immer wieder hart einstiegen. Und es knackte am Aluminium, weil die Husumer es strapazierten. Am Metall landete der Strafstoß von Fleige (Hornig hatte Müller gefoult/50.) und auch der Schuss des starken Michael Petersen, den dieser nach feinem Solo abgegeben hatte (55.).

Aber zu diesem Zeitpunkt hatte der gute Ingo Cornils schon das 1:0 gemacht (47.). Das Meldorfer Ausgleichstor durch Stephan Lemburg elf Minuten später wäre wohl nicht gefallen, wenn Keeper Molinas zuvor etwas entschlossener zugepackt hätte.

Aber die Nordfriesen wussten jetzt, wo das gegnerische Tor stand und sicherten mit zwei guten Szenen alle Punkte. Wobei Marcell Voss ganz begeistert war von seinem Kopfballtor zum 2:1 (67.). "Damit habe ich meine Bilanz in Husum ausgeglichen", sagte der Heider. Zum besseren Verständnis: Bei den Nordfriesen hatte er bisher ein "reguläres" und zwei Eigentore fabriziert. Das 3:1 gelang nur eine Minute später Steglich mit einem feinen Lupfer über den chancenlosen Pycha hinweg.

Absolut unfein dagegen die Aktion von Dennis Schulte, der dem Meldorfer Michael Falk brutal in die Knochen grätschte und dafür zu Recht Rot sah (87.).

Husumer SV: Molinas – Voss, Rettkowski, Schulte, Hermann (36.Petersen) – Saeltz, Cornils, Becken, Steglich (75.Alla) – Fleige (63.Otto), Müller. – TuRa Meldorf: Pycha – Reichardt – Bornhöft, Strowig – Karstens (70.Möller), Garloff, Schnepel, Falk, Hornig – Lemburg, Neumann (46.Loza). – Schiedsrichter: Christoph Zamek (Hammoor). Zuschauer: 200.

4. Juni 2007 · Flensburger Tageblatt

Der vierte Platz ist in Reichweite

Fußball-Verbandsliga: Heimspiel gegen Meldorf im Zeichen des Abschieds
Martin Herpel verlässt die Husumer SV und schließt sich dem Bezirksligisten Rödemisser SV an. Foto: Staudt

Husum – 61 Punkte hatte Fußball-Verbandsligist Husumer SV am Ende der vergangenen Saison und wurde Vierter. 61 Punkte stehen auch jetzt nach 32 Spielen zu Buche, Vierte sind die Nordfriesen allerdings noch nicht. Aber schon nach diesem Wochenende könnte es anders aussehen. Denn während die Stormstädter am Sonnabend (15 Uhr) gegen Absteiger TuRa Meldorf eine machbare Heimaufgabe vor sich haben, könnte Kilia Kiel (61) beim SV Eichede leicht ins Straucheln geraten.

Freuen würde das insbesondere Guido Gehrke. Denn der SV-Coach, der zum SC Norddörfer wechselt, hat seinen letzten Auftritt in der Stormstadt. Und da möchte er von seinem Team noch einmal "richtig guten Fußball sehen". Dass die Spieler das können, haben sie oft genug bewiesen. Und die Akteure sind immer noch lernwillig. Am Dienstag waren wieder 18 Mann beim Training – für eine Übungseinheit am Ende der Saison wahrlich keine Selbstverständlichkeit.
Ansonsten wird der letzte Saisonauftritt vor eigenem Publikum im Zeichen des Abschieds stehen. Denn neben dem Trainer werden auch einige Aktive die Husumer verlassen. Sicher ist, dass Marcell Voss zurück zum Heider SV geht und Martin Herpel zum Rödemisser SV wechselt. Lars Hermann will sich in Richtung Flensburg verändern, Melf Molinas (zum Studium) nach Kiel. Beide haben noch keine neuen Vereine.

Verabschiedet werden auch Björn Fleige, der seine Liga-Karriere endgültig beendet, sowie Björn Klang, der mit dem SV Frisia 03 Risum-Lindholm in Verbindung gebracht wird. Noch nicht endgültig erklärt haben sich Sebastian Saeltz und Ingo Cornils. An Saeltz ist Holstein Kiel interessiert, dort will man aber abwarten, was das Wochenende in Sachen Klassenerhalt bringt. Möglich ist aber auch, dass der 20–Jährige sich beruflich in Husum etabliert und der SV erhalten bleibt. Ingo Cornils wird immer wieder mit dem SC Norddörfer in Verbindung gebracht, aber auch da ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen.
Hoffnung also für Rolf von Bartikowski, den ersten Vorsitzenden, der mit der sportlichen Bilanz dieser Saison zufrieden ist. "Hut ab vor dieser Leistung", sagt er, "mit Glück können wir uns ja sogar noch verbessern." Verbessern möchte sich auch TuRa Meldorf, der morgige Gegner. Dazu Trainer Sascha Thießen: "Wir wollen nicht wieder sechs Gegentore kassieren wie im letzten Jahr."


* Vor der Begegnung kommt es zu einem Oldie-Treffen. "Charly" Gabriel hat jene A-Jugendlichen zusammengetrommelt, die vor 33 Jahren mit "Fiede" Nielsen in die Verbandsliga aufstiegen. "Wir haben alle angeschrieben und viele haben zugesagt", freut sich Gabriel.

1. Juni 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
34. ST 09.06.07 Flensburg 08 Husumer SV 0:3

Gelungenes Saisonfinale!

09.06.2007

Flensburg 08 - Husumer SV

0 : 3 (0:1)


Mit einem 3:0-Auswärtssieg im Nordderby gegen Flensburg 08 gelang der Husumer SV der achte Sieg in Folge. Mit dieser tollen Serie erreichte die Elf von Guido Gehrke noch den vierten Platz in der Abschlusstabelle und sorgte für rundum zufriedene Gesichter im Husumer Lager. Vor 225 Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen war dieser Erfolg zu keiner Zeit in Gefahr, die wenigen Flensburger Chancen wurden meist schon im Keim erstickt. Im zweiten Durchgang demonstrierten die Nordfriesen dann ihre Spielkunst, die Fördestädter wurden zeitweise schwindelig gespielt. Herrliche Kombinationen in des Gegners Hälfte stellten schließlich den verdienten Sieg sicher. Flensburg antwortete mit Härte, fünf gelbe und eine gelb-rote Karte (Zegar nach Foul an Voß/57.) sind Beleg dafür.

»Wir haben heute nochmal Gas gegeben und waren in der zweiten Hälfte die eindeutig bessere Mannschaft«, zollte Husums Trainer Guido Gehrke seiner Mannschaft Respekt. »Das hat richtig Spaß gemacht, der Sieg geht voll In Ordnung.«

Bereits nach vier Spielminuten konnten die vielen mitgereisten Husumer Fans jubeln. Eine scharfe Hereingabe von Marcell Voß verlängerte Nils Wulf über Torhüter Behrensen hinweg in die eigenen Maschen. Für kurze Zeit bäumten sich die Flensburger auf, doch nur einmal kam so etwas wie Gefahr vor dem Husumer Tor auf. Jan-Christian Kiehl verpasste eine herrliche Flanke von Torben Carstensen (14.). Die Stormstädter erarbeiteten sich zunehmend ein optisches Übergewicht, Pierre Becken (mit einem 18-Meter-Schuss/20.) und Gerrit Müller mit einem herrlichen Kopfball (40.) verfehlten das Gehäuse aber äußerst knapp.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahm die SV eindeutig das Kommando, mit herrlichen Kombinationen wurden die Hausherren in die eigene Hälfte zurückgedrängt. In der 59. Spielminute bauten die Gäste ihre Führung aus: Marcel Otto drang in den Strafraum ein und flankte auf Husums Torjäger Gerrit Müller. Mit einem Fallrückzieher aus 13 Metern überwand dieser Torhüter Behrensen zum 0:2. Eine spielerische Demonstration gaben die Nordfriesen mit dem dritten Treffer ab, über sieben Stationen lief der Ball durch die eigenen Reihen. Selbst im eigenen Strafraum hatten die Flensburger keine Möglichkeit das Leder wegzuschlagen. In die Torschützenliste konnte sich schließlich Sebastian Steglich eintragen, der herrlich von Björn Fleige in Szene gesetzt, mit einem strammen Schuss aus 14 Metern einschießen konnte (77.). Weitere hochkarätige Möglichkeiten von Martin Herpel (aus acht Metern freistehend/72.), Erion Alla (aus zehn Metern/77.) und Sascha Rettkowski (77.) verfehlten das gegnerische Tor nur knapp.

Ein klarer und verdienter Husumer Sieg, der hätte noch höher ausfallen können. Flensburg war bemüht, doch gegen die sichere Husumer Abwehr war an diesem Tag kein durchkommen.

Tore: 0:1 Wulf (4./Eigentor), 0:2 Müller (59.), 0:3 Steglich (77.) 
Beste Spieler: Carstensen / Rettkowski, Cornils, Becken
Ecken: 1 : 9
Chancen: 2 : 10
Zuschauer: 225
Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen)
gelbe Karten: Zegar (31.), Schukat (57.), Meyer-Jörgensen (65.), Wulf (69.), Seebauer (84.) / Voß (48.), Becken (62.)
gelb/rot: Zegar (57.) wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Behrensen - Rachner (46. Hill), Meyer-Jörgensen, Schukat - Zegar, Grossmann (46. Seebauer), Andresen, Wulf, Petersen - Carstensen, Kiehl (56. Ben-Djebbi).

Reinhold - Voß, Cornils, Rettkowski - Steglich, Saeltz, Alla (79. Lies), Becken, Petersen (46. Herpel) - Otto, Müller (70. Fleige).

  Hl 09.06.2007

Husums beeindruckende Serie: Acht Siege in Folge

3:0-Erfolg der Nordfriesen im Derby bei Flensburg 08 / Abschiedsspiel für die Trainer Schmidt und Gehrke
Gedränge im Mittelfeld: Der 08-er Timo Andresen behauptet den Ball, links der Husumer Jngo Cornels, im Hintergrund 08-Kapitän Tommy Petersen. Foto: Dewanger

Verbandsliga-Übersicht

Die Spielzeit 2006/07 ist Geschichte. Der TSV Kropp gewann 2:1 beim TSV Heiligenstedten und sicherte sich den Meistertitel vor der FT Eider Büdelsdorf (3:2 gegen Todesfelde) und dem VfB Lübeck II (3:4 gegen den FC Dornbreite). Die Lübecker steigen in die Oberliga auf. Zweitbester Nordklub (Platz vier) ist die Husumer SV, die zum Abschluss das Derby 3:0 bei Flensburg 08 (Rang sechs) für sich entschied. Mit einer 1:5-Niederlage beim TSV Altenholz verabschiedete sich der FC Sörup-Sterup in die Bezirksoberliga.

Flensburg (usc) – Abschiedsstimmung, Strandwetter – trotzdem kamen gut 300 Zuschauer (225 zahlende) ins Flensburger Stadion, um Zeuge des Nordderbys zwischen 08 und Husum zu sein. Besonders lohnte sich der Besuch für die zahlreichen Husumer Anhänger, die einen verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg ihrer Schützlinge feierten.
"Für das letzte Saisonspiel war das doch recht ansprechend", freute sich Husums scheidender Trainer Guido Gehrke. Die Nordfriesen gewannen ihre letzten acht Spiele, bringen es auf 67 Punkte, und beenden die Saison als Vierter. "Meine junge Mannschaft hat bis zum Ende toll mitgezogen", lobte Gehrke.

"Super zufrieden mit der Saison", war auch sein Trainerkollege Bodo Schmidt, für den es ebenfalls die Abschiedsvorstellung war. Zum Schluss ging seinem jungen Team nach glänzender Hinrunde zwar die Puste aus, aber Rang sechs mit 59 Punkten ist für die Fördestädter ein großer Erfolg.

Das Spiel war gerade vier Minuten alt, da mussten die Gastgeber schon den ersten Nackenschlag verkraften. Nils Wulf kam zwar vor Erion Alla an den Ball, beförderte die scharfe Flanke von Marcell Voß aber per Kopfball-"Bogenlampe" ins eigene Tor. "Denkbar schlechter Start", befand Bodo Schmidt, dessen Team zwar bemüht, aber wenig torgefährlich war. Lediglich nach weiten Flanken war Husums Abwehr nicht immer im Bilde, doch Jan-Christian Kiehl (14. Minute) und Karsten Rachner (39.) schlugen daraus kein Kapital. Die spielerisch überlegenen Gäste hatten Gelegenheiten durch einen Distanzschuss von Pierre Becken (20.) und Erion Alla (40.).

Für die zweiten 45 Minuten hatten sich die Flensburger noch mal was vorgenommen, starteten auch gut – doch nach einem Foul des bereits verwarnten Michael Zegar an Marcell Voss (56.) war die Aufholjagd schon wieder beendet. Zegar sah die Ampelkarte, nur 60 Sekunden später markierte Gerrit Müller per Fallrückzieher nach Otto-Flanke das 0:2 – die Entscheidung war gefallen.

"Danach war das Spiel nicht mehr wirklich zu bewerten", befand Bodo Schmidt. Husum hatte Zeit und viel Platz, ließ den Gegner laufen. Lediglich mit ihren Chancen gingen die Nordfriesen allzu verschwenderisch um. Martin Herpel (71., Vorarbeit Otto) und Erion Alla (75., Vorarbeit Saeltz) droschen jeweils weit über das Tor. "Den Platzwart grätsch' ich um", flachste Herpel, dem der Ball ans Schienbein gesprungen war, hinterher.

Auch Gerrit Müller (66.) und Björn Fleige in seinem letzten Liga-Spiel (87.) trafen nicht. Das 0:3 gelang Sebastian Steglich (77.) nach feiner Kombination über mehrere Stationen, bei der die Flensburger sich aufs staunende Zuschauen beschränkten.

Dann durfte ausgiebig das Saisonende gefeiert werden. Bodo Schmidt und die Spieler machten sich auf den Weg in die Fankurve, wo ein "Danke Bodo"-Transparent hing. Die Husumer brachen bald nach Spielschluss zu ihrer Abschlussfahrt nach Sylt auf.

Flensburg 08: Behrensen - Rachner (46. Hill), Meyer-Jürgensen, Zegar - Schukat, Grossmann (46. Seebauer), Andresen, Wulf, Petersen - Carstensen, Kiehl (55. Ben-Djebbi). – Husumer SV: Reinhold - Voss, Cornils, Rettkowski - Steglich, Saeltz, Becken, Petersen (46. Herpel), Alla (79. Lies) - Müller (70. Fleige), Otto. – Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen). – Zuschauer: 300. – Beste Spieler: keiner - Voss, Becken.

11. Juni 2007 · Flensburger Tageblatt

Abschieds-Stimmung und Neubeginn im Team

Zum Saisonabschluss gibt's für Spieler und Fans des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV noch einmal einen "Leckerbissen": Am Sonnabend (15 Uhr) geht es zum Nordderby bei Flensburg 08.
Heiß begehrt: Um die Dienste von Sebastian Saeltz buhlen Holstein Kiel, die Husumer SV und ein dritter Verein. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – Die Husumer SV ist in dieser Saison auswärts (neun Siege) fast genauso stark wie zu Hause (zehn Erfolge). Daher muss man ihr am Sonnabend (15 Uhr) auch ganz gute Karten beim Saisonfinale in Flensburg zugestehen. Einen Zähler brauchen die Nordfriesen (64 Punkte) wenigstens noch, um den vierten Platz sicher zu haben. Kilia Kiel (61) könnte ihnen den bei einem Erfolg in Eichede noch streitig machen.
Einige altbekannte Akteure werden morgen ihr letztes Spiel für den Klub von der Nordsee bestreiten (wir berichteten). Ob das auch für Sebastian Saeltz gilt, ist noch nicht raus. Denn durch den Doppelabstieg von Holstein Kiel hat dieser Verein an Zugkraft für Saeltz verloren. Aber die Landeshauptstädter "baggern" weiter um ihn.
Saeltz hingegen "baggert" um eine Anstellung beim Kreis Nordfriesland, wo er in diesen Tagen seine Ausbildung beendet. "Wenn ich übernommen werde, hat Husum gute Chancen", sagt der Mittelfeldstratege. Aber da ist auch noch ein anderer Verein im Rennen – und über den möchte Saeltz nicht sprechen.

Kommt er zurück? Christian Herpel (rechts) trug in der zu Ende gehenden Saison das Trikot des SC Norddörfer. Foto: Staudt

Was Zugänge für die kommende Saison angeht, kann Rolf von Bartikowski zwar manchen Namen nennen, aber in trockenen Tüchern ist noch nichts. "Solange die Pässe nicht bei uns sind, ist nichts sicher", sagt der Vorsitzende. Im Gespräch ist Lukas Hertting, der auf Sylt zu Hause ist und in der A-Jugend von Flensburg 08 gespielt hat.

Vom Nachbarn Rödemisser SV soll Stefan Alex zur Husumer SV kommen, vom Heider SV Daniel Frahm sowie Jan Johannsen von Blau-Weiß Friedrichstadt, Jan Hübner vom SZ Arlewatt und Nils Peters vomTSV Oldenswort. Möglich auch, dass Jann-Iven Jensen zurückkehrt, der zuletzt beim TSV Rantrum gespielt hat.

Lukas Hertting aus der A-Jugend von Flensburg 08 ist als Neuzugang im Gespräch. Foto: Staudt

Möglich sogar, dass Ingo Cornils der Stormstadt erhalten bleibt – wenn der SC Norddörfer in seinen Ambitionen gestoppt wird. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, soll die Husumer SV sehr um den 31-Jährigen bemüht sein. Ziemlich sicher hingegen ist, dass Christian Herpel nach einjährigem Gastspiel beim Inselklub zur SV zurückkehrt.

Guido Gehrke müssen diese Personalien nicht mehr kümmern. Er sitzt in Flensburg zum letzten Mal auf der Bank. Auch für ihn ist eher interessant, was aus dem SC Norddörfer wird, denn daran hängt sportlich seine unmittelbare Zukunft. Dass der Stexwiger sich eine "vernünftige Abstiegsvorstellung" wünscht, ist klar. Im Übrigen meint der Trainer: "Ein Sieg im letzten Spiel bringt Glück für die kommende Saison."

Verzichten muss der Coach in der Fördestadt auf Dennis Schulte (rotgesperrt) sowie Melf Molinas, der sich eine Fingerverletzung zugezogen hat. Für ihn wird Momme Reinhold das Tor hüten. Die erste Auflage des Nord-Duells in diesem Spieljahr gewannen die Husumer mit 3:1. Dreifacher Torschütze damals für die SV: Gerrit Müller. Und Marcell Voß steuerte eines der kuriosesten Eigentore der gesamten Saison bei.

* Wer nachlesen möchte, wie Guido Gehrke die zurückliegende Spielzeit bei der Husumer SV bewertet, kann das auf der Homepage des Vereins tun: www. husumersv.de

8. Juni 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Das Ende der Ära Bodo Schmidt

Ein Derby zum Abschluss. Am Sonnabend (15 Uhr) ist das Stadion in Flensburg wieder einmal Schauplatz eines seit Jahren interessanten Vergleichs. Fußball-Verbandsligist Flensburg 08 erwartet den Nordrivalen Husumer SV. Die Partie ist sportlich ohne Belang. Im Duell des Sechsten gegen den Vierten geht es vielmehr ums Prestige. 08 will Trainer Bodo Schmidt zudem mit einem Sieg ein schönes Abschiedsgeschenk bereiten.
Letzter Auftritt des Trainers: Bodo Schmidt (li.) verlässt 08, Stefan Langeloh wird Nachfolger. (Staudt)

Flensburg (anh) – Wenn am Sonnabend gegen 16.45 Uhr der Schlusspfiff ertönt, geht nicht nur die Saison zu Ende. Aus Flensburger Sicht endet auch die Ära Bodo Schmidt. Zunächst als Spieler, dann schon schnell als Spielertrainer und zuletzt als Trainer hat der Ex-Profi fünf Jahre lang die sportlichen Geschicke der Blau-Gelben maßgeblich beeinflusst. Ein Abschied voller Emotionen. "Es klingt zwar sehr pathetisch, aber ich verlasse den Verein mit einem weinenden und einem lachenden Auge", sagt Schmidt. Er selbst spricht von einer "schönen Zeit", in der mit den bereitgestellten Mitteln und der Aufgabenstellung eine Arbeit geleistet wurde, die ihn persönlich "zufrieden" stellt. Man merkt seinen Worten an, dass er die Bewertung seiner Tätigkeit lieber anderen überlässt. Dennoch fällt in seine Zeit als Trainer sicherlich der konsequente Umbau der Mannschaft hin zu einem Team, das mit jungen, talentierten Spielern nicht erst in dieser Saison sportlich Großartiges geleistet hat. "Ich hinterlasse eine wirklich gute Mannschaft, mit der das Arbeiten Spaß gemacht hat."

Das lachende Auge steht dagegen für die "Vorfreude auf die neue Aufgabe als Trainer des SV Frisia 03 Risum-Lindholm". Eine weitere Rolle spielt dabei sicherlich auch die Rückkehr in seine nordfriesische Heimat, den beruflichen Start in den neuerlernten Beruf des Physiotherapeuten und natürlich auch das Mehr an Zeit für Familie und Freunde.
Bei der Betrachtung dessen, was nun aus Flensburg 08 wird, kehrt das lachende Auge doch noch mal zurück. "Ich freue mich sehr, dass der Verein mit Stefan Langeloh als Trainer weitermacht." Mit seinem langjährigen Co-Trainer sieht Schmidt gute Chancen für die Mannschaft, den eingeschlagenen Weg beizubehalten – selbst wenn die persönliche Note des neuen Trainers in die zukünftige Arbeit einfließen wird. "Es ist in jedem Fall ein guter Ausgangspunkt, um die Ziele des Vereins zu erreichen."

Das Spiel gegen die Husumer, gegen die 08 mit einer 0:1-Auswärtsniederlage denkbar ungünstig in die Saison gestartet ist, hat aus seiner Sicht "leider" nicht mehr die erhoffte Bedeutung. "Wir wollten vor den Husumern am Ende in der Tabelle platziert sein. Das hat nicht geklappt." Während die Husumer sich zuletzt deutlich steigern konnten und sieben Siege in Folge erzielten, "war bei uns zuletzt doch etwas die Luft raus", meint Schmidt. Die zeitweise "extremen Unterbesetzung" infolge von Verletzungen sowie der zeitgleichen "Notwendigkeit, die zweite Mannschaft im Abstiegskampf zu unterstützen", waren die Hauptursachen. Beim letzten Krafttakt der Saison glaubt Schmidt dennoch an ein abschließendes Erfolgserlebnis und tippt – entgegen seiner Gewohnheit – zum Ende seiner 08-Zeit sogar das Ergebnis. "Wir gewinnen mit 2:1." Mal sehen, ob es mit dem Abschiedsgeschenk klappt.

8. Juni 2007 · Flensburger Tageblatt

 

 

Abschlusstabelle Herren Verbandsliga Schleswig-Holstein-Liga 2006/07

Platz Mannschaft Spiele gewonnen unentschieden verloren Torverhältnis Tordifferenz Punkte Trend
1 TSV Kropp 34 27 4 3 97 : 28 69 85
2 FT Eider Büdelsdorf 34 25 6 3 112 : 39 73 81
3 VfB Lübeck 2 34 25 5 4 86 : 34 52 80
4 Husumer SV 34 21 4 9 73 : 45 28 67
5 FC Kilia Kiel 34 19 7 8 73 : 41 32 64
6 Flensburg 08 34 17 8 9 59 : 36 23 59
7 SpVg Moisling 34 19 1 14 73 : 73 0 58
8 SV Eichede 34 16 6 12 75 : 51 24 54
9 SC Comet Kiel 34 14 4 16 57 : 52 5 46
10 FC Dornbreite Lübeck 34 12 8 14 62 : 70 -8 44
11 TSV Altenholz 34 12 7 15 60 : 67 -7 43
12 Heider SV 34 13 4 17 42 : 50 -8 43
13 SV Todesfelde 34 11 6 17 50 : 58 -8 39
14 TSV Bargteheide 34 8 12 14 39 : 49 -10 36
15 FC Sörup-Sterup 34 5 6 23 46 : 89 -43 21
16 Oldenburger SV 34 4 8 22 49 : 95 -46 20
17 TuRa Meldorf 34 4 5 25 26 : 101 -75 17
18 TSV Heilgenstedten 34 3 1 30 28 : 129 -101 10

 

 

Fairnesstabelle Herren Verbandsliga 2006/07

Platz Mannschaft Spiele



§ Punkte Quote
1 Heider SV 34 67 1 2 0 0 80 2.35
1 FT Eider Büdelsdorf 34 59 2 3 0 0 80 2.35
3 TSV Bargteheide 34 78 3 1 0 0 92 2.7
4 SpVg Rot Weiß Moisling 34 68 3 4 0 0 97 2.85
5 TSV Kropp 34 79 5 1 0 0 99 2.91
6 FC Kilia Kiel 34 91 3 2 0 0 110 3.23
7 Oldenburger SV 34 77 5 4 0 0 112 3.29
8 Flensburg 08 34 84 8 1 0 0 113 3.32
9 TuRa Meldorf 34 96 3 2 0 0 115 3.38
10 VfB Lübeck 2 34 72 8 4 0 0 116 3.41
10 TSV Altenholz 34 85 7 2 0 0 116 3.41
12 FC Sörup-Sterup 34 99 6 0 0 0 117 3.44
13 SV Eichede 34 87 6 3 0 0 120 3.52
14 SV Todesfelde 34 84 6 4 0 0 122 3.58
14 TSV Heiligenstedten 34 74 6 6 0 0 122 3.58
16 Husumer SV 34 100 10 2 0 0 140 4.11
17 FC Dornbreite Lübeck 34 93 8 5 0 0 142 4.17
18 SC Comet Kiel 34 99 9 5 0 0 151 4.44

 

Verbandsliga Nord Schleswig-Holstein

Bilanz 2006/07  
  34  -  21 - 4 - 9      73:45 Tore     
Erfolgsquote   67,65 %
Anteil Siege  61,76 %
Anteil Remis 11,76 %
Anteil Niederlagen  26,47 %
Heimbilanz  
17 — 11 — 3 — 3 /   32:19 / Quote: 73,53
Auswärtsbilanz  
17 — 10 — 1 — 6 / 41:26 / Quote: 61,76
Tore  pro Spiel  3,47
- erzielt  2,15
- erhalten 1,32
Höchster Heimsieg (Differenz)
· Husumer SV - TSV Altenholz 3:0
· Husumer SV - FC Sörup-Sterup 5:2
Höchster Auswärtssieg (Differenz)
· SV Eichede  - Husumer SV 0:5
Höchste Heimniederlage (Differenz)
· Husumer SV - VfB Lübeck II 1:5
Höchste Auswärtsniederlage (Differenz)
· Eider Büdelsdorf - Husumer SV 5:2
Die meisten Tore
· TSV Altenholz - Husumer SV 3:6
Die wenigsten Tore
· Husumer SV - TSV Kropp 0:2
· VfB Lübeck II - Husumer SV 0:0 
· SV Todesfelde - Husumer SV  2:0
Die meisten Tore der Gegner  
· Eider Büdelsdorf - Husumer SV 5:2
· Husumer SV - VfB Lübeck II 1:5
Die wenigsten Tore der Gegner
· VfB Lübeck II - Husumer SV 0:0
· Flensburg 08 - Husumer SV 0:3 
· Husumer SV - RW Moisling 1:0 
· SV Eichede - Husumer SV 0:5
· Husumer SV - SC Comet Kiel 2:0
· Husumer SV - TSV Altenholz 3:0 
· Husumer SV - Heider SV 1:0 
· Heider SV - Husumer SV 0:1 
· TSV Bargteheide - Husumer SV 0:1
· Husumer SV - Oldenburger SV 2:0
Die meisten Tore im Spiel
· TSV Altenholz - Husumer SV 3:6
Zuschauer
Zu 17 Heimspielen kamen insgesamt 4.007 Zuschauer / Schnitt: 236.

 

Allgemeine Statistik

Anzahl der ausgetragenen Spiele: 306
davon Heimsiege 134
davon Unentschieden 51
davon Auswärtssiege 121
Tore:  1.107
davon Heimteams 585
davon Auswärtsteams 522
Schnitt pro Spiel  3,62
Schnitt pro Heimteam 1,91
Schnitt pro Auswärtsteam 1,71
längste Serie: 16 Spieltage hintereinander Platz 6 16.-31 Spieltag
Die meisten Tore pro Spiel:
TSV Kropp - RW Moisling 13:0
Eider Büdelsdorf - TSV Heiligenstedten 13:0
Die höchsten Heimsiege
TSV Kropp - RW Moisling 13:0
Eider Büdelsdorf - TSV Heiligenstedten 13:0
Die höchsten Auswärtssiege
TSV Heiligenstedten - FCD Lübeck 0:7

Verbandsliga Nord Schleswig-Holstein 2006 - 2007

Heimspiele* Auswärtsspiele*
Vergleich **
- TSV Kropp  59:13 46 54% 38:15 39 46% +7
- Eider Büdelsdorf   57:14 41 51% 55:25 40 49% +1
- VfB Lübeck II 42:19  38 48% 44:15 42 52% -4
- Husumer SV 32:19  36 54% 41:26 31 46% +5
- FC Kilia Kiel     39:20  34 53% 34:21  30 47% +4
- Flensburg 08   25:16 28 47% 34:20  31 53% -3
- RW Moisling  39:32 31 53% 34:41 27 47% +4
- SV Eichede 42:29 27 50% 33:22 27 50% 0
- SC Comet Kiel   29:26 25 54% 28:26 21 46% +4
- FCD Lübeck         25:36 18 41% 37:34 26 59% -8
- TSV Altenholz      39:33 26 60% 21:34 17 40% +9
- Heider SV    26:25  26 60% 16:25 17 40% +9
- SV Todesfelde  27:29  20 51% 23:29  19 49% +1
- FC Sörup-Sterup  25:43  14 67% 21:46 7 33% +7
- Oldenburger SV 24:44 8 40% 25:51 12 60% -4
- TuRa Meldorf 13:52 10

49%

13:49 7 41% +3
- TSV Heiligenstedten 15:52 6 60% 13:77 4 40% +2
*Prozentzahlen: Anteil der Punkte in Heim- bzw. Auswärtsspielen
**Spalte Vergleich: Differenz zwischen Heim- und Auswärtsbilanz.

 

 

 

Abwehrtabelle
Platzierung nach durchschnittlichen Gegentoren pro Spiel
Stand: 09.06.2007 (Saisonende)
Angriffstabelle
Platzierung nach durchschnittlich erzielten Toren pro Spiel
Stand: 09.06.2007 (Saisonende)
Platz  Mannschaft Gegentore pro Spiel
1. TSV Kropp 0,82
2. VfB Lübeck II 1,00
3. Flensburg 08 1,06
4. FT Eider Büdelsdorf 1,15
5. FC Kilia Kiel 1,21
6. Husumer SV 1,32
7. TSV Bargteheide 1,44
8. Heider SV 1,47
9. SV Eichede 1,50
10. SC Comet Kiel 1,53
11. SV Todesfelde 1,71
12. TSV Altenholz 1,97
13. FC Dornbreite Lübeck 2,06
14. Rot-Weiß Moisling 2,15
15. FC Sörup-Sterup 2,62
16. Oldenburger SV 2,79
17. TuRa Meldorf 2,97
18. TSV Heiligenstedten 3,79
Platz  Mannschaft erzielte Tore pro Spiel
1. FT Eider Büdelsdorf 3,29
2. TSV Kropp 2,85
3. VfB Lübeck II 2,53
4. SV Eichede 2,21
5. FC Kilia Kiel 2,15
  Husumer SV 2,15
  Rot-Weiß Moisling 2,15
8. FC Dornbreite Lübeck 1,82
9. TSV Altenholz 1,76
10. Flensburg 08 1,74
11. SC Comet Kiel 1,68
12. SV Todesfelde 1,47
13. Oldenburger SV 1,44
14. FC Sörup-Sterup 1,35
15. Heider SV 1,24
16. TSV Bargteheide 1,15
17. TSV Heiligenstedten 0,82
18. TuRa Meldorf 0,76

 

 

Husumer Sportvereinigung
»Arbeitsnachweis« aller Spieler
Stand: 09.06.2007 (Saisonende)

Position Name Spielanteile Scorer-Quote Karten
Einsätze durch-gespielt einge-wechselt ausge-wechselt raus-gestellt Spiel-minuten Tore Vorlagen Torbeteiligung gelb gelb/rot rot
TOR Molinas, Melf 11 11       990            
Reinhold, Momme 4 4       360            
Teubler, André 19 19       1.710       1    
ABWEHR Cornils, Ingo 33 29   3 1 2.930

11

10 14,9 % 7 1  
Genge, Patrick 2   2     53            
Jensen, Lars 3 2 1    

225

           
Rettkowski, Sascha 32 28 1 3   2.722 3 1 2,8 % 5    
Schulte, Dennis 26 12 9 2 3 1.584 2   1,4 % 6 2 1
Schyma, André 2   1 1   66            
Voß, Marcell 26 17 1 4 4 2.039 1 5 4,3 % 12 3 1
MITTELFELD Alla, Erion 19 8 3 8   1.336 2 4 4,3 % 1    
Becken, Pierre 32 26 2 4   2.673 4 4 5,7 % 15    
Gehrke, Guido 9 3 6 1 1 435   1 0,7 % 5 1  
Hermann, Lars 21 13 1 7   1.560   3 2,1 % 7    
Herpel, Martin 18 9 3 6   1.352

2

1 2,1 % 3    
Hundsdörfer, Max 2   2     10            
Klang, Björn 7   7     198   2 1,4 % 2    
Klein, Christian 1   1     19            
Lies, David 15 2 9 4   639            
Otto, Marcel 23 5 11 7   1.341 4 1 3,5 % 5    
Saeltz, Sebastian 34 31   3   2.987 6 6 8,5 % 4    
Steglich, Sebastian 18 11 2 5   1.419 3 2 3,5 % 2    
Wolter, Michael 2   2     34            
ANGRIFF Fleige, Björn 27 12 3 10 2 1.991 8 10 12,8 % 7 2  
Müller. Gerrit 29 24 2 3   2.451 18 5 16,3 % 7    
Petersen, Michael 25 15 3 7   1.840 5 9 9,9 % 5    
Strüning, David 17 1 11 5 1 574 3 5 5,7 % 3 1  
T O T A L 457 282 83 83 12 33.538 72* 69 100,0 % 97 10 2
  * inklusive Eigentore der Gegner  

 

 

Die Scorer-Liste 2006/2007


Jeder Spieler erhält für jedes Tor und jede Vorlage einen Punkt!
Außerdem der gefoulte Spieler im Strafraum.
Platz
Spieler
Tore
Vorlage
Gesamt
1
 Gerrit Müller
18
5
23
2
Ingo Cornils
11
10
21
3
Björn Fleige
8
10
18
4
Michael Petersen
5
9
14
5
Sebastian Saeltz
6
6
12
6
Pierre Becken
4
4
8
7
David Strüning
3
5
8
8
Erion Alla
2
4
6
9
Marcell Voß
1
5
6
10
Marcel Otto
4
1
5
11
Sebastian Steglich
3
2
5
12
Sascha Rettkowski
3
1
4
13
Martin Herpel
2
1
3
14
Lars Hermann
-
3
3
15
Dennis Schulte
2
-
2
16
Björn Klang
-
2
2
17
Guido Gehrke
-
1
1
 
Eigentor Gegner
1
-
1

 




























 


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