1. HERREN HUSUMER SV 2007/08
Die Mannschaft Stab Der Spielbetrieb / Die Spielberichte Abschlusstabelle (Statistiken)

zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 21.06.2018 14:08

Verbandsliga Schleswig-Holstein

hinten v.l.: Ligaobmann Dieter Schleger, Marcel Otto, Christian Herpel, Ingo Cornils, Sascha Rettkowski, Pierre Becken, Birger Andresen, Dennis Schulte, David Lies, Gerrit Müller, Trainer Hans-Peter Hansen (bis Oktober 2007), Torwarttrainer Frank Hansen, Betreuer Christian Braun

Vorne v.l.: Lukas Hertting, Erion Alla, Jann Iven Jensen, Sebastian Steglich, André Teubler, David Strüning, Momme Petersen, Michael Berger, Michael Wolter, Jan Johannsen

Es fehlen auf dem Foto: Stephan Alex, Björn Carstensen, Michael Petersen, Sebastian Saeltz, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen, Fußballobmann Reinhard Grünhoff, Trainer Guido Gehrke (ab Oktober 2007).

Das Team 2007/2008 der Husumer SV in Daten:
Position Name geboren am im Verein seit vorherige Vereine
Tor Carstensen, Björn 17.01.1988 1994 eigene A-Jugend
Reinhold, Momme 30.04.1983 2000 eigene A-Jugend, Rödemisser SV
Teubler, André 21.04.1972 1995 Husumer SV II
Abwehr Andresen, Birger 22.07.1977 2007 SF Ricklingen
Cornils, Ingo 04.05.1976 2000 SV Frisia 03 Risum-Lindholm, Sv Enge-Sande
Herpel, Christian 25.06.1983 2004 SC Norddörfer, Husumer SV, Rödemisser SV
Rettkowski, Sascha 02.01.1979 1994 eigene A-Jugend
Schulte, Dennis 31.05.1983 1994 Heider SV, Husumer SV II, eigene A-Jugend
Mittelfeld Alex, Stephan 16.02.1981 2007 Rödemisser SV
Alla, Erion 30.06.1981 2001 Heider SV, Husumer SV Jugend
Becken, Pierre 28.09.1987 2006 Flensburg 08 A-Jugend
Berger, Michael 26.01.1988 2006 eigene A-Jugend, Flensburg 08
Jensen, Jann Iven 18.02.1978 2007 TSV Rantrum, Heider SV
Johannsen, Jan 08.11.1983 2007 Blau-Weiß Friedrichstadt
Lies, David 21.05.1986 2003 eigene A-Jugend, TSV Hattstedt
Otto, Marcel 03.12.1987 2006 Germania Breklum A-Jugend
Saeltz, Sebastian 14.10.1986 2002 eigene A-Jugend, IF Tönning
Steglich, Sebastian 03.05.1986 1997 eigene A-Jugend, Tönninger SV
Wolter, Michael 13.07.1988 2006 eigene A-Jugend
Angriff Hertting, Lukas 09.03.1988 2007 Flensburg 08 A-Jugend
Müller, Gerrit 12.02.1974 1995 Rödemisser SV
Petersen, Michael 25.04.1986 2004 DGF Flensburg A-Jugend
Strüning, David 01.01.1988 2005 eigene A-Jugend, Rödemisser SV
Trainer Gehrke, Guido 12.02.1972 2007 FC Haddeby 04, Husumer SV, TSV Kropp, Holstein Kiel
Torwarttrainer Hansen, Frank 18.08.1964    
Physiotherapeut Friedrichsen, Bernd 20.02.1964 1994 TSV Rantrum, TSV Nordstrand
Betreuer Braun, Christian 18.01.1984    
 
Zugänge Stephan Alex (Rödemisser SV), Birger Andresen (SF Ricklingen), Michael Berger (eigen A-Jugend), Björn Carstensen (eigene A-Jugend), Christian Herpel (SC Norddörfer), Lukas Hertting (Flensburg 08 A-Jugend), Jan Johannsen (Blau-Weiß Friedrichstadt), Jann Iven Jensen (TSV Rantrum), Michael Wolter (eigene A-Jugend)
Trainer Hans-Peter Hansen (bis Oktober 2007), Trainer Guido Gehrke (ab Oktober 2007)
Abgänge Björn Fleige (Karriereende), Lars Hermann (Ziel unbekannt), Martin Herpel (Rödemisser SV), Nils Langwadt (FC Haddeby), Melf Molinas (SC Comet Kiel), Marcel Voß (Heider SV)

 

Stab

Trainer

Fußball-Obmann

Liga-Betreuer

Physiotherapeut

Torwart-Trainer

Liga-Obmann

Hans-Peter Hansen
Guido Gehrke

Reinhard Grünhoff

Christian Braun

Bernd Friedrichsen

Frank Hansen

Dieter Schleger

 

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender

3. Vorsitzender

Geschäftsführer

Vorsitzender Fanclub

Schriftführer

Rolf von Bartikowski Jan Deckmann Dieter Schleger Anton Christiansen

Lars-Oliver Reichard

Erk-Friedrich Zeugner

23.06.2007 Husumer SV beginnt am 6. Juli mit dem Training sh:z-Nordfriesland Sport

Husum (usc) – Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt für die Spieler des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV am Freitag, 6. Juli. Dann versammelt der neue alte Trainer Hans-Peter Hansen seine Schützlinge um 18.30 Uhr im Friesenstadion um sich. Auch die ersten Testspiele sind bereits abgemacht worden: Am Sonnabend, 14. Juli, geht's gegen den TSV Wankendorf, tags darauf gegen die zweite Mannschaft von Holstein Kiel. Am Sonnabend, 21. Juli, nimmt das Team am Blitzturnier des TSV Seeth-Drage teil, ein Wochenende später steht ein Gastspiel in Husum an – Husum im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen. Die Namnensvettern spielen in der Kreisliga und absolvierten u.a. schon Freundschaftsspiele gegen Eintracht Braunschweig und Hannover 96.Klubvorsitzende Rolf von Bartikowski. Acht bis zehn Spieler – das war zu wenig. Die „Dritte“ ist damit erster Absteiger.

05.07.2007 Start in die Vorbereitung sh:z-Nordfriesland Sport

Husum (noh) – Noch gut fünf Wochen bis zum Saisonstart in der Fußball-Bezirksoberliga: Die Klubs machen sich fit für eine Spielzeit, in der die Weichen gestellt werden – geht es hoch auf die Verbands- oder runter auf die Kreisebene?
Bei der Husumer SV werden erste (Verbandsliga) und zweite Mannschaft in den ersten Wochen gemeinsam trainieren. Am Freitag (18.30 Uhr) bittet Liga-Coach Hans-Peter Hansen zum Aufgalopp ins Friesenstadion. Für Hauke Hartmann, den Trainer der Reserve, bedeutet das, dass er noch nicht genau weiß, wer in der kommenden Serie zu seinem Kader gehören wird. Timo Hansen, Niels Peters (beide TSV Oldenswort), Stefan Alex (Rödemisser SV) und Björn Hübner (SZ Arlewatt) sind Kandidaten, wenn sie sich nicht im Kader der Liga durchsetzen.

07.07.2007 16 Neue beim Auftakt sh:z-Nordfriesland Sport

Husum (usc) –– Eine kurze Ansprache des Vorsitzenden Rolf von Bartikowski, die Vorstellung der neuen Spieler, eine Laufeinheit und zum Schluss ein Spielchen – so verlief der Trainingsauftakt beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV gestern Abend. In den ersten zwei Wochen trainieren erste und zweite Mannschaft (Bezirksoberliga) gemeinsam, danach entscheiden die Trainer Hans-Peter Hansen und Hauke Hartmann, wie der Kader aufgeteilt wird. Es herrschte ziemliches Gedränge im Friesenstadion – kein Wunder bei 16 Zugängen für erste und zweite Mannschaft.

Im einzelnen sind das: Christian Braun (neuer Betreuer), Lukas Hertting (A-Junioren Flensburg 08), Jan Johannsen (BW Friedrichstadt), Michael Hoffnauer, Stefan Alex (beide Rödemisser SV), Christian Herpel (zurück vom SC Norddörfer), Björn Hübner (SZ Arlewatt), Timo Hansen, Niels Peters (beide SZ Arlewatt), Jan Iven Jensen (TSV Rantrum), Birger Andresen (Hannover) sowie Niklas Süphke, Simon Harrsen, Erik Schröder, Michael Berger und Björn Carstensen (alle eigene A-Junioren).

Die „Zweite“ bestreitet ihr erstes Testspiel am Mittwoch (19.30 Uh) beim Bezirksligisten Bredstedter TSV, die Liga spielt am kommenden Wochenende gegen Wankendorf und Holstein Kiel II.

09.07.2007 Drei "alte Bekannte" in Husum Flensburger Tageblatt
Trainingsauftakt beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV: Coach Hans-Peter Hansen hat nach zwei Jahren Pause wieder das Sagen.
Jede Menge Personal: Trainer Hans-Peter Hansen (obere Reihe, ganz rechts) mit den Neuzugängen der Husumer SV für die erste und zweite Mannschaft. Foto: Voss

Husum (usc) – Was war nicht alles spekuliert worden, als Guido Gehrke seinen Abschied als Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV angekündigt hatte. Pessimisten hatten geunkt, dass die Mannschaft, die in der vergangenen Saison mit erfrischendem Offensivfußball Platz vier belegt hatte, auseinander fallen würde. Doch beim Trainingsauftakt der Stormstädter bei strömendem Regen sah man viele bekannte Gesichter. Den Verein verlassen haben neben Trainer Gehrke Stürmer Björn Fleige (Karriereende), Torwart Melf Molinas (Comet Kiel), Lars Hermann, Nils Langwadt (beide Ziel unbekannt), Martin Herpel (Rödemis), Björn Klang (SV Frisia 03) und Marcell Voß (Heider SV).

Mit Pierre Becken, einem der Aufsteiger der vergangenen Saison, war schon früh alles klar. Bei Ingo Cornils (war beim SC Norddörfer im Gespräch) und Sebastian Saeltz (Holstein Kiel war interessiert) dauerte es etwas länger, doch dann sagten auch die beiden Mittelfeldspieler für ein weiteres Jahr an der Nordsee zu.

Christian Herpel (SC Norddörfer) und Jan-Iven Jensen (TSV Rantrum) trugern bereits das Husumer Trikot und kehren jetzt zurück. Lukas Hertting kommt aus der A-Jugend von Flensburg 08. Insgesamt 16 Zugänge begrüßte Trainer Hans-Peter Hansen – auch er ein Rückkehrer, der nach zwei Jahren Pause wieder auf der Bank Platz nimmt – zum Trainingsauftakt. Auf dem Programm standen eine kurze Ansprache des Vorsitzenden Rolf von Bartikowski, die Vorstellung der neuen Spieler, anschließnd eine Laufeinheit und anschließend ein Spielchen.

Heute und morgen wird weiter trainiert, am Wochenende stehen dann die ersten Testspiele gegen den TSV Wankendorf (Sonnabend) und Holstein Kiel II (Sonntag) an.

Weitere Husumer Neuzugänge:

Christian Braun (Betreuer), Jan Johannsen (BW Friedrichstadt), Michael Hornauer, Stefan Alex (beide Rödemisser SV), Björn Hübner (SZ Arlewatt), Timo Hansen, Niels Peters (beide TSV Oldenswort), Birger Andresen (Hannover), Niklas Süphke, Simon Harrsen, Erik Schröder, Michael Berger, Björn Carstensen (alle eigene A-Junioren).

24.07.2007 Husumer SV gibt sich bodenständig Flensburger Tageblatt
Vier Wochen noch, dann rollt bei der Husumer SV in der Verbandsliga wieder der Fußball. Gast im Friesenstadion ist am 11.August der Heider SV. Am Mittwoch darauf geht´s zu Flensburg 08. Zwei Gegner also zum Auftakt, die die Stormstädter traditionsgemäß ganz besonders motivieren.
Die Husumer SV in der Saison 2007/2008: (Hinten v.li.:) Ligaobmann Dieter Schleger, Marcel Otto, Christian Herpel, Ingo Cornils, Sascha Rettkowski, Pierre Becken, Birger Andresen, Dennis Schulte, David Lies, Gerrit Müller, Trainer Hans-Peter Hansen, Torwarttrainer Frank Hansen, Betreuer Christian Braun. Vorne (v.li.:) Lukas Hertting, Erion Alla, Jann Iven Jensen, Sebastian Steglich, Andre Teubler, David Strüning, Momme Reinhold, Michael Berger, Michael Wolter, Jan Johannsen. Es fehlen: Stephan Alex, Björn Carstensen, Michael Petersen, Sebastian Saeltz, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen, Fußball-Obmann Reinhard Grünhoff. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – „Wir haben eine schwere Zeit hinter uns“, sagt SV-Ligamanager Dieter Schleger zur Eröffnung des Pressegesprächs für die anstehende Spielzeit. Was er meint, ist die Endphase der vergangenen Saison, als „die Gerüchteküche Koppelt“ (Originalton Schleger) seiner Hochzeit entgegenkochte und die SV mit Pierre Becken, Sebastian Saeltz und Ingo Cornils gleich drei ihrer Besten zu verlieren drohte. Heute ist klar: Alle drei bleiben. Aber Dieter Schleger, der seinen Anteil daran haben dürfte, lässt sich seine Genugtuung darüber nicht anmerken.

Ansonsten wird man in Husum zukünftig „überschaubare Brötchen“ backen. Vorbei die Zeiten, da man mit einem Auge (oder auch mit beiden) in Richtung Oberliga schielte. Die Schleswig-Holstein-Liga im nächsten Jahr ist das erklärte Ziel. „In der höchsten Liga des Landes zu spielen, ist auch was“, sagt Schleger. Darüber hinaus möchte er sein Team aber auch wieder beim Hallenturnier in Kiel sehen. Was ja lange nicht der Fall war. In der Spitzengruppe mitmischen, das ist also auch diesmal der Anspruch, dem sich Team und Trainer stellen müssen.

Dieter Schleger ist auch derjenige, der sich maßgeblich für die Rückkehr von Hans-Peter Hansen als Coach der Ligamannschaft engagiert hat. Und er macht kein Hehl daraus, wie sehr ihm an jenem Mann liegt, mit dem er drei Jahre Oberliga genossen hat. „Wir sind froh und glücklich, dass wir Hans-Peter Hansen zurück gewinnen konnten.“ Bei der Gelegenheit räumt der Fischhändler im Ruhestand auch gleich mit einer Mär auf, von der keiner weiß, wer sie mal geboren hat: „Dass der Trainer nicht mit jungen Leuten kann, stimmt nicht. Er hat nur junge Leute.“ Da ist was dran: Das Durchschnittsalter des Kaders (24,2 Jahre) ist gegenüber dem Vorjahr noch einmal nach unten gerutscht.

Hans-Peter Hansen, der so Gelobte und Geforderte, geht nach zweijähriger Abstinenz mit der ihm eigenen Gelassenheit an die vertraute Aufgabe heran. Froh ist er darüber, „dass Team und Spieler zusammengeblieben sind“. Und was die Wünsche seines Förderers nach einem vorderen Tabellenplatz angeht, zeigt der Coach keine Zögerlichkeiten: „Ich hoffe, dass das gelingen kann.“

Gelingen muss ihm freilich auch die Etablierung eines zweiten Stürmers neben Gerrit Müller. Denn im Jahre eins nach Björn Fleige ist diese Position vakant. Und noch weiß keiner, wer sie zielsicher ausfüllen kann. Ein paar Hoffnungen ruhen da auf Lukas Hertting, dem Neuen aus Flensburg. Aber ob der sie mit seinen 19 Jahren schon erfüllen kann, soll sich erst zeigen. Hansen weiß jedenfalls: „Ein gutes Spiel nützt nichts, wenn man es in der Spitze nicht fortsetzen kann.“ Man darf gespannt sein, wer sich da aufdrängt.

Ob Andre´ Teubler wieder die absolute Nummer eins im Tor sein wird, lässt Hansen offen. „Es sind ja mehrere da“, sagt er und gibt damit zu erkennen, dass auch Momme Reinhold seine Chance hat. Offen ist auch, ob vor dem Keeper eine Dreier- oder Viererformation agieren wird. Beobachtet hat der Coach jedenfalls, „dass die Mannschaft sich mit zwei defensiven Mittelfeldspielern sicherer fühlt.“ Wie auch immer, die zentrale Rolle in der hintersten Reihe übernimmt Ingo Cornils, dessen Bedeutung für das Team Hansen ausdrücklich betont: „Die Mannschaft braucht solche Spieler.“ Von Cornils und den anderen Spielern mit Erfahrung erwartet der Trainer, „dass sie ihre Stärken in den Dienst der Mannschaft stellen.“

Die Frage nach den Favoriten beantwortet Rolf von Bartikowski, der Vorsitzende der Husumer SV: „Wer konstant spielt, wird oben dabei sein.“ In der Endphase der vergangenen Spielzeit (acht Siege in Folge) waren die Stormstädter überaus konstant. Vielleicht können sie einen Teil dieses „Laufs“ in die neue Saison hinüberretten. 

Kader der Husumer SV

Zugänge: Stephan Alex (Rödemisser SV), Birger Andresen (SF Ricklingen), Michael Berger (A-Jugend), Björn Carstensen (A-Jugend), Christian Herpel (SC Norddörfer), Lukas Hertting (Flensburg 08 A-Jugend), Jan Johannsen (BW Friedrichstadt), Jann Iven Jensen (TSV Rantrum), Michael Wolter (A-Jugend). Trainer Hans-Peter Hansen, zurück nach zweijähriger Pause.

Abgänge: Björn Fleige (Karriereende), Lars Hermann (Ziel unbekannt), Martin Herpel (Rödemisser SV), Nils Langwadt (FC Haddeby), Melf Molinas (Komet Kiel), Marcell Voß (Heider SV), Trainer Guido Gehrke (FC Haddeby).

Spielerkader: Tor: Björn Carstensen (19), Momme Reinhold (24), Andre Teubler (35)

Abwehr: Birger Andresen (30), Ingo Cornils (31), Christian Herpel (24), Sascha Rettkowski (28), Dennis Schulte (24).

Mittelfeld: Stephan Alexander (26), Erion Alla (26), Pierre Becken (20), Michael Berger (19), Jann Iven Jensen (29), Jan Johannsen (24), David Lies (31), Marcel Otto (20), Sebastian Saeltz (21), Sebastian Steglich (21), Michael Wolter (19).

Angriff: Lukas Hertting (19), Gerrit Müller (33), Michael Petersen ( 21), David Strüning (19).

Trainer: Hans-Peter Hansen (56).

Betreuer: Christian Braun

Obmann: Dieter Schleger

28.09.2007 Nachfolger gesucht Schlei Bote
Hans-Peter Hansen warf bei Husum das Handtuch
Hört auf: Hans-Peter Hansen.

Husum (usc) – Die Husumer SV ist auf der Suche nach einem Trainer, nachdem der erst zu Saisonbeginn reaktivierte Hans-Peter Hansen das Handtuch warf. „Man hat gesehen, dass es nicht so gut funktioniert hat“, sagte Hans-Peter Hansen, bis zum Mittwoch noch Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. In einem Gespräch mit Ligaobmann Dieter Schleger gab der 56-jährige Pädagoge seinen Rücktritt bekannt – nach der sportlichen Talfahrt mit nur zwei Punkten aus acht Spielen und dem letzten Tabellenplatz ein nicht ganz unerwarteter Schritt. Das Ziel, die Qualifikation für die SH-Liga, drohte zunehmend in Gefahr zu geraten. Die Vereinsführung nahm die Entscheidung mit Betroffenheit zur Kenntnis. „Es tat mir in der Seele weh“, so Liga-Manager Dieter Schleger. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, angestrebt wird auf jeden Fall eine externe Lösung.

28.09.2007 "Es hat nicht so gut funktioniert" sh:z-Nordfriesland Sport, Flensburger Tageblatt
Husumer SV auf der Suche nach einem Nachfolger für Hans-Peter Hansen
Hans-Peter Hansen ist nicht mehr Trainer bei der Husumer SV. Foto: Voss

Husum (Ulrich Schröder) – Er wirkte sehr gelassen am „Tag danach“. „Man hat gesehen, dass es nicht so gut funktioniert hat“, sagte Hans-Peter Hansen, bis zum Mittwoch noch Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. In einem Gespräch mit Ligaobmann Dieter Schleger gab der 56-jährige Pädagoge seinen Rücktritt bekannt – nach der sportlichen Talfahrt mit nur zwei Punkten aus acht Spielen und dem letzten Tabellenplatz ein nicht ganz unerwarteter Schritt. Das Ziel, die Qualifikation für die SH-Liga, drohte zunehmend in Gefahr zu geraten.

Die Vereinsführung nahm die Entscheidung mit Betroffenheit zur Kenntnis. „Es tat mir in der Seele weh“, so Liga-Manager Dieter Schleger, dritter Vorsitzender der Husumer SV. Schleger hatte Hans-Peter Hansen, den er auch schon mal als „meinen Lieblingstrainer“ bezeichnete, zum Comeback auf der Trainerbank bewogen, nachdem Guido Gehrke in der vergangenen Saison seinen Abschied angekündigt hatte.

Sowohl Schleger als auch der erste Vorsitzende Rolf von Bartikowski versicherten, dass es auf keinen Fall eine Trainerentlassung gegeben hätte. Jetzt beginnt die schwierige Suche nach einem Nachfolger. „Das wird nicht leicht. Wir wollen ja keine Verlegenheitslösung, sondern jemanden, der uns wirklich weiter hilft“, sagte von Bartikowski. Bis zum Spiel am Mittwoch beim SV Eichede – am Wochenende hat die HSV spielfrei – rechnet er nicht mit einer Entscheidung. Angestrebt wird auf jeden Fall eine externe Lösung.

Kapitän Sascha Rettkowski leitete gestern Abend das Training der Husumer Verbandsliga-Fußballer. Foto: Staudt

Es fehle an Harmonie, hatte Hans-Peter Hansen nach dem 0:1 am vergangenen Sonnabend beim ETSV Weiche konstatiert. An vielen Stellen passe es nicht. Diese Ansicht wurde auch von den Akteuren geteilt. Besonders die jungen Spieler im Team sollen dem Vernehmen nach ihre Probleme mit Hansen gehabt haben. Bei einer Sitzung am Dienstag wurden Themen wie Trainingsinhalte, Ansprache und Spielsystem angesprochen. Eine Abstimmung im Team endete zwar mit einem für Hansen positiven Ergebnis, doch auch ältere Spieler sollen Veränderungen gefordert haben.

Zuvor hatten Hansen, Schleger, von Bartikowski und Fußball-Obmann Reinhard („Bernie“) Grünhoff die Lage analysiert, anschließend ließ sich der Vorsitzende von der Mannschaftssitzung berichten. Vorgestern traf man sich noch einmal, Hansen teilte seinen Entschluss mit. „Ein Ausstieg erschien mir sinnvoll“, so Hansen knapp. Er habe sich redlich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden. Es habe aber nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt habe.

Unter den Fans wird heiß diskutiert. Im Gästebeuch auf der Homepage des Fanclubs (www.die-macht-von-der-au.de/) hat sich die Stimmung gedreht: Waren in den vergangenen Tagen kritische Äußerungen zu Trainer und Spielsystem zu lesen, bekommen nach Hansens Rücktritt jetzt eher die Spieler „ihr Fett weg“. „Der Unwille einiger Akteure reicht also aus, einen erfahrenen Mann wie H-P H zum Rücktritt zu bewegen“, schreibt „Trauriger Anhänger“. Und „husumer“ befindet: „Egoisten-Truppe“.

01.10.2007 Hansen schmeißt die Brocken hin Holsteinischer Courier

Husum (sas) – Erster Trainerwechsel in der Fußball-Verbandsliga: Hans-Peter Hansen hat beim Tabellenletzten Husumer SV das Handtuch geworfen. Hansens Nachfolger ist sein Vorgänger: Guido Gehrke, der bislang beim finanzstarken Kreisligisten FC Haddeby 04 tätig war.


01.10.2007 Verbandsliga: Die Übersicht Flensburger Tageblatt

Die Reserve von Holstein Kiel hat die 1:4-Pleite in Kropp gut verdaut. Mit einem auch in der Höhe verdienten 4:0 bei Flensburg 08 setzte sich das Team wieder an die Tabellenspitze der Verbandsliga, weil die Partie des TSV Kropp bei Comet Kiel ausfiel. Der ETSV Weiche fiel mit einem 0:3 bei Kilia Kiel wieder auf den drittletzten Platz zurück. Die Husumer SV nutzte das spielfreie Wochenende, um einen neuen Trainer zu finden. Guido Gehrke, im Vorjahr bereits Coach der Stormstädter, tritt in dieser Woche die Nachfolge des zurückgetretenen Hans-Peter Hansen an.


01.10.2007 Der Coup: Guido Gehrke soll die Husumer SV aus der Krise führen sh:z-Nordfriesland Sport
Rückkehrer: Guido Gehrke ist wieder Husums Trainer. (Staudt)

Husum (Ulrich Schröder) - Er ist wieder da: Trainer Guido Gehrke, der nach einem Jahr erfolgreicher Arbeit beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV im Sommer ausschied und sich dem Schleswiger Kreisligisten FC Haddeby 04 anschloss, wird Nachfolger von Hans-Peter Hansen in Husum. „Ich bin froh, dass wir so schnell einen neuen Trainer gefunden haben“, sagte HSV-Liga-Manager Dieter Schleger, dem die Erleichterung geradezu anzuhören war.

Am Mittwoch hatte Hans-Peter Hansen (56) nach der sportlichen Talfahrt mit nur zwei Punkten aus acht Spielen und Tabellenplatz 19 seinen Rücktritt erklärt. Bereits am Donnerstag griff Schleger zum Telefonhörer und stellte den Kontakt zu Gehrke her. „Ich habe die Mannschaft nie aus den Augen verloren“, so der 35-Jährige gestern gegenüber unserer Zeitung. Am Freitag traf man sich in Schleswig auf einen Kaffee, eine Zusage gab’s (noch) nicht. „Ich stehe beim FC Haddeby in der Verantwortung“, erklärte Gehrke – dort kümmert er sich um die erste Herrenmannschaft sowie Nachwuchs-Teams. Am Sonnabend suchte der alte und neue Trainer das Gespräch mit Haddebys Macher und Finanzier Volker Koppelt und Fußball-Obmann Peter Reimer. „Wir haben durchkalkuliert, wie das klappen kann“, so Gehrke, der bereits heute das erste Training in Husum leiten wird. „Wir hatten sehr gute Gespräche und danken Volker Koppelt und Peter Reimer für ihr Entgegenkommen“, sagte Dieter Schleger, der Gehrke freundschaftlich als „vom Fußball besessen“, bezeichnete.

Gehrkes Engagement an der Nordsee ist zunächst bis zum Saisonende befristet. Am Mittwoch im Verbandsliga-Spiel beim SV Eichede wird er noch nicht auf der Bank sitzen, sein erster Einsatz ist am Sonntag in der Auswärtspartie bei Aufsteiger Itzehoer SV.

Gehrke hatte Ende 2005 zunächst als Spieler in Husum angeheuert, 2006 übernahm er das Traineramt von Volker Schallhorn. Das anfängliche Misstrauen gegen den 35-Jährigen zerstreute sich schnell, als Gehrke sich auf den Trainerjob beschränkte. Er hatte ein gutes Standing im Team, die Mannschaft setzte seine Vorstellung von offensivem Fußball um und belegte nach acht Siegen in Folge am Saisonende den vierten Platz.


08.12.2007
11.12.2007
13.12.2007
Wenn jetzt im Fußball Saisonschluss wäre

Momentaufnahme: Die Auf- und Absteiger
Flensburger Tageblatt
Schlei Bote
sh:z-Nordfriesland Sport
Nach dieser Fußball-Saison wird alles anders. Die Spielklassenreform zur Spielzeit 2008/09 führt zu großen Veränderungen. Schon jetzt wird gerechnet: Welcher Platz reicht? Durch die Einführung der eingleisigen dritten Profiliga sowie die Abschaffung der Oberliga Nord und der Bezirksligen sind die Auf- und Abstiegsmodalitäten komplizierter als sonst. Wir zeigen, welcher Verein in welcher Liga spielen würde, wenn die Saison jetzt zur Halbzeit zu Ende wäre.
Bald Verbandsligist? Der TSV Rantrum mit Thomas Grabowski.
Gute Chancen haben auch Salam Halawani und der MTV Leck.
Kann der ETSV Weiche am Ende dieser Saison wieder groß feiern? Foto: Dewanger
Kann Schleswig 06 auch am Ende der Saison jubeln? Sascha Möller, Oliver Hinrichs, Marco Pieper und Anthon Merz (von links) üben schon mal. Foto: Staudt

Flensburg (Jochen Hebbeln) – Die Auf- und Absteiger in den höheren Klassen tangieren den Fußball in Schleswig-Holstein nur am Rande. Läuft alles nach Plan, werden der VfB Lübeck (auch als Regionalliga-Letzter) und Holstein Kiel (Voraussetzung Platz 1 bis 5 in der Oberliga) die einzigen Vereine sein, die überregional kicken. Beide Clubs gehören dann der neuen Regionalliga an, die unterhalb der 3. Profiliga nur noch viertklassig ist.

Am Ende dieser Spielzeit erhält auch noch der Landesmeister die Chance, mit den Titelträgern aus Hamburg, Bremen und Niedersachsen sowie dem Oberliga-Sechsten eine Relegation zur Regionalliga zu spielen. Es ist jedoch zweifelhaft, ob überhaupt eine Mannschaft antritt. Die Spitzenteams TSV Kropp und FT Eider Büdelsdorf haben schon im Vorjahr für die Oberliga abgewinkt, der VfR Neumünster steht kurz vor der Insolvenz. Und Holstein II darf nicht teilnehmen, weil die Kieler Erste bereits den Platz blockiert. Wollen oder können die nächstplatzierten Vereine? Auf Rang fünf bis sieben folgen in der Verbandsliga der Itzehoer SV, Heider SV und Flensburg 08. Erstens wird es sportlich nicht reichen, zweitens wartet eine knallharte DFB-Lizenz, die mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden ist. Mäzen Volker Koppelt wäre wohl der einzige in Schleswig-Holstein, der diese Summe aufbringen könnte. Doch sein FC Haddeby spielt nur in der Kreisliga und kann höchstens in die neue Verbandsliga Nord aufsteigen.

Zurück zur neuen Schleswig-Holstein-Liga, die ab der Saison 2008/09 mit 18 Mannschaften an den Start geht. Absteiger aus dem Auslaufmodell Oberliga Nord sind aller Voraussicht nach der VfB Lübeck II und SV Henstedt-Rhen, die momentan auf den Rängen 15 und 17 liegen. Selbst Rang fünf würde der VfB-Reserve nicht reichen, bleibt die Lübecker Liga so erfolglos wie zurzeit. Der 17. der Regionalliga müsste am Ende mindestens auf Platz zehn klettern, um doch noch den Sprung in die dritte Profi-Liga zu schaffen. Neben den beiden Oberliga-Absteigern füllen die vier Bezirksoberliga-Meister die Klasse auf. Nach heutiger Lage wären das: Schleswig 06 (Nord), TSV Bordesholm (Ost), GW Siebenbäumen (Süd) und VfR Horst (West). Das bedeutet für die jetzige Verbandsliga, die in der nächsten Serie Schleswig-Holstein-Liga heißt: Alle Mannschaften auf den Plätzen eins bis zwölf sind dabei.

Andersherum: Die Ränge 13 bis 19 sind Abstiegsplätze. Aus dem Nord-Bezirk gehören momentan die Husumer SV (16.) und ETSV Weiche (17.) dazu. Bleibt es so, würden beide Vereine in die neue Verbandsliga Nord absteigen – die Nachfolgeklasse der Bezirksoberliga Nord, zu der künftig auch die Mannschaften aus Dithmarschen zählen.

Die Verbandsliga Nord hat ab der kommenden Saison mit 18 Mannschaften ihre Premiere. Fünf Plätze gehen an Dithmarschen, 13 an den Bezirk Nord. Zieht man Husum und Weiche ab, bleiben elf Plätze. Neun davon sind für die besten Bezirksoberligisten (Rang zwei bis zehn) reserviert. Einer der beiden restlichen freien Plätze geht an den Bezirksliga-Meister (TSV Friedrichsberg führt mit komfortablem Vorsprung).

Da auch die Kreisligisten in dieser Saison einen Anreiz haben sollen, treten die Titelträger aus Flensburg (Polizei SV Flensburg führt), Schleswig (FC Haddeby führt) und Nordfriesland (IF Tönning führt) in einer Relegation gegeneinander an. Der Sieger dieser Dreier-Runde spielt dann gegen den Tabellenelften der BOL (zurzeit VfR Schleswig) den 18. Teilnehmer aus.
Alle anderen Mannschaften finden sich in der kommenden Serie in der Kreisliga wieder. Dazu gehören fünf Bezirksoberligisten (Plätze 12 bis 16) und 15 Teams aus der Bezirksliga (Plätze 2 bis 16). Die Aufteilung auf die drei Kreise würde nach dem jetzigen Stand wie folgt aussehen: In die Flensburger Kreisliga steigen sieben Teams ab, in Nordfriesland sind es sogar zehn, in den Schleswiger Kreis müssen drei Mannschaften zurück.

Nicht berücksichtigt in dieser Rechnung ist der Elfte der Bezirksoberliga Nord, der die Relegation bestreitet. Zudem gibt es noch einige offene Fragen: Wo spielen der VfB Lübeck oder VfR Neumünster, wenn die Clubs in die Insolvenz gehen? Oder: Was wird aus dem TSV Kropp, wenn der Förderverein aussteigt? Warten wir es ab. Spätestens im Sommer sind alle Unklarheiten beseitigt.

03.01.2008 Jahresrückblick sh:z-Nordfriesland Sport
Hans-Peter Hansen warf nach drei Monaten das Handtuch.
Guido Gehrke sitzt in Husum wieder auf der Trainerbank.

Trainerwechsel: Nach nur drei Monaten wirft Hans-Peter Hansen, der im Sommer Guido Gehrke abgelöst hat, bei der Husumer SV das Handtuch. Neuer Coach des einzigen Fußball-Verbandsligisten aus Nordfriesland wird – Hansens Vorgänger. Nach nur zwei Punkten aus acht Spielen und dem letzten Platz zieht Hansen die Konsequenzen. „Man hat gesehen, dass es nicht so gut funktioniert hat“, gesteht der 56-jährige Pädagoge. Gehrke übernimmt ein schweres Amt, denn die Schleswig-Holstein-Liga ist auch zur Winterpause für die Nordfriesen noch in weiter Ferne. Doch der Coach bleibt Optimist: „Wir können es schaffen.“

19.01.2008 Husumer SV: Der einzige Neue ist ein "Alter" sh:z-Nordfriesland Sport

Husumer SV bestreitet am Sonntag das erste Vorbereitungsspiel in Schleswig

Noch ist Winterpause, aber die Kicker sind im Training schon wieder fleißig. Verbandsligist Husumer SV will noch die Qualifikation zur neuen Schleswig-Holstein-Liga schaffen und hat sich aus diesem Grunde verstärkt: Der 35-jährige Carsten Groth kehrt ins Team zurück.

Carsten Groth steht für die restlichen 17 Saisonspiele voll zur Verfügung.. Foto: Voss

Husum (usc) – Vorbereitung: Ein Wort, das Fußballern nur selten freudige Reaktionen entlockt. Seit dem 7. Januar sind die Fußballer der Husumer SV wieder im Training, um die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga noch zu schaffen.

"Wir sind gut davor", stellt Trainer Guido Gehrke nach den ersten Einheiten zufrieden fest. Fünf bis sechs Mal pro Woche versammelt er seine Schützlinge um sich. Dabei trifft der 35-Jährige, der Ende September in die Stormstadt zurückkehrte, ausnahmslos auf bekannte Gesichter: Zugänge in der Winterpause hat es nicht gegeben.

Die Husumer wollten die aus Hattstedt stammenden Brüder Lewe und Bahne Hingst von Holstein Kiel holen und Martin Herpel zu einem Comeback bewegen – Herpel hatte vor der Saison aus beruflichen Gründen seinen Abschied erklärt und sich dem Bezirksligisten Rödemisser SV angeschlossen. Es klappte nicht – und so ist der einzige "Neue" im Team ein "Alter".
Carsten Groth, mittlerweile 35 Jahre jung, steht dem Team in den verbleibenden 17 Spielen voll zur Verfügung. "Er ist einer, der die Mannschaft nach vorne pusht", freut sich Gehrke über den Routinier, dem ein Platz im defensiven Mittelfeld zugedacht ist. Groth kam 2001 aus Heide nach Husum, war lange Kapitän des Teams, ehe er sich im Mai 2005 schwer verletzte (Achillessehnen-Anriss). Sein Pass blieb in Husum, gelegentlich half er als Coach und Spieler aus. Jetzt soll er Führungsaufgaben übernehmen – angesichts von neun Punkten Rückstand auf Platz zwölf ist das auch nötig, um das Team nach mehr oder minder verkorkster Hinrunde wieder in die Spur zu bringen.

Der erste Test steht am Sonntag (14 Uhr) bei Bezirksliga-Spitzenreiter TSV Friedrichsberg in Schleswig auf dem Programm. Bereits um 11.30 Uhr hat Gehrke sein Team zu einer Trainingseinheit nach Schleswig gebeten – es ist eben Vorbereitung...

Weitere Freundschaftsspiele sind am Sonnabend, 26. Januar, um 14 Uhr in Husum gegen den Bezirksoberligisten VfR Schleswig (Elfter der Bezirksoberliga Nord), sowie den TSV Nordhastedt (Zweiter der Bezirksoberliga West) und eventuell einen Tag vor dem Punktspiel-Start gegen die Kaltenkirchener Turnerschaft (Vierter der Bezirksoberliga Süd) geplant. Am 10. Februar soll – wenn denn das Wetter mitspielt – das Punktspiel beim Tabellenletzten Moisling nachgeholt werden, eine Woche später geht es zum starken Aufsteiger Heikendorfer SV.

29.01.2008 Ballgeflüster: Ein Husumer für Weiche sh:z-Nordfriesland Sport

Husum (noh) - Zugang aus Husum: Fußball-Verbandsligist ETSV Weiche lässt nichts unversucht, um doch noch die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga zu schaffen. Mit dem 21-jährigen David Lies von der Husumer SV, der eigentlich zu Stern Flensburg wechseln wollte, schloss sich in der Winterpause bereits der neunte Spieler dem ETSV an. „Wir haben am Wochenende alles klar gemacht“, bestätigte ETSV-Ligamanager Harald Uhr nach Gesprächen mit seinem Husumer Amtskollegen Dieter Schleger.

22.04.2008 Auf den Spuren von Jogi und Morten Holsteinischer Courier
Friesinnen, Süd- und Nordschleswiger wollen Fußball-Europameister der Minderheiten werden
Standpauke: In der Halbzeitpause wurde Nordschleswiger-Trainer Stefan Böhme (r.) etwas lauter.
Die Europeada 2008
Die Fußball-Europameisterschaft der Sprachminderheiten findet vom 31. Mai bis 7. Juni im schweizerischen Graubünden statt. Neben Friesen, Dänen in Deutschland und Deutschen in Dänemark treten folgende Teams an: Waliser (Großbritannien), Katalanen (Spanien), Deutsche (Polen), Deutsche (Ungarn), Kroaten (Serbien), Kroaten (Rumänien), Roma (Ungarn), Slowenen (Italien), Rätoromanen (Schweiz) Okzitanier (Frankreich), Lemken (Polen), Sorben (Deutschland), Aromunen (Rumänien), Aromunen (Mazedonien), Karatschi (Russland), Südtiroler (Italien) und Zimbrer (Italien). Gespielt wird in fünf Gruppen mit je vier Mannschaften, die Gruppensieger und vier beste Zweite kommen weiter.

Tingleff (Helge Buttkereit) – Stefan Böhme hat die gleichen Probleme wie Jogi Löw. Und eine ähnliche Position. Böhme ist Fußball-„Nationalträner" der Deutschen in Dänemark, und beim ersten Spiel seiner vor kurzem gebildeten Auswahl fehlen erst einmal ein paar Akteure. Seine Formation hat so noch nie zusammengespielt, wie bei den „Großen" halt. Seinem Gegenüber Holger Bruhn geht es nicht viel anders. Dem „Morten Olsen“ der Südschleswiger Dänen fehlten ebenfalls ein paar Akteure. Dennoch: Die Südschleswiger siegen im improvisierten „Länderspiel" im dänischen Tingleff mit 3:0 (2:0). Ein weiterer Schritt hin zur EM, denn die Südschleswiger wollen Europameister werden – Europameister der Minderheiten.

So weit denken die Nordschleswiger nicht. Sie müssen sich erst einmal finden, bis sie bei der Europeada 2008 antreten können, der Fußball-Europameisterschaft der Sprachminderheiten in der Schweiz. Bis zum Turnier Anfang Juni im schweizerischen Kanton Graubünden, wo noch in vielen Bergdörfern Rätoromanisch gesprochen wird, sollte das aber klappen. Da muss dann Trainer und Libero Böhme, der einst mit Flensburg 08 und TSB Flensburg in der Oberliga kickte, nicht immer von hinten rufen: „Da müsst ihr sein.“ Seine Spieler waren selten da, wo der Ball war. Die Kugel ging ständig verloren. Die Nordschleswiger Elf glich eher einem aufgescheuchten Hühnerhaufen. An ein geordnetes Spiel war selten zu denken. Aber was Wunder: Fünf Minuten vor Anpfiff lernten einige erst die Namen der Mitspieler kennen. Eine gute Vorbereitung sieht anders aus.

Vielleicht so wie bei den Südschleswigern. Sie sind ehrgeizig, haben Spieler aus der Kreis- bis zur Bezirksoberliga (DGF Flensburg, IF Stern Flensburg) im Kader und sogar einen Verbandsliga-Stürmer. Aber Gerrit Müller (Husumer SV) war an diesem Mittwoch nicht mit dabei. Nachholspiel. Und dann wäre da ja auch noch Kolja Afriyie (FC Midjytland). Der dänische Erstligaprofi spielte schon in der deutschen U21, stammt aus der Jugend von DGF Flensburg und spielte bei den HSV-Amateuren. Sein Einsatz in der Schweiz ist fraglich. Versicherungsfragen sind offen. Die Nordschleswiger haben dafür einen dänischen Zweitligaspieler fest eingeplant. Stürmer Sören Fuglsang steht mit seinem Verein SönderjyskE derzeit auf einem Aufstiegsplatz in die Superliga. Allerdings war von ihm im „Länderspiel“ wenig zu sehen. Seine Kollegen aus den hinteren Reihen bekamen einfach den Ball nicht nach vorne. Und als sich einmal doch eine Chance bot, schoss der freistehende Kjeld Thomsen kläglich den Südschleswiger Torwart an. Der ehemalige Oberligaspieler von Flensburg 08 wollte sich danach auswechseln lassen, musste jedoch drin bleiben. „Strafe muss sein“, flachsten die Kollegen auf der Bank.

Die Südschleswiger Dänen sind wegen einiger Trainingseinheiten schon besser drauf. Per Kaere Gilberg (Stjernen IF), Arne Johannsen (Vesterland UIF) und Kristian Arentsen (DGF Flensburg) trafen ins Tor. Sie hatten noch mehr Möglichkeiten, waren aber zufrieden. „Wir haben in der zweiten Halbzeit den Rhythmus verloren, weil wir natürlich viel gewechselt haben“, sagte hinterher Trainer Holger Bruhn, sonst Co-Trainer bei DGF Flensburg. Ein wenig hörte sich das an wie bei „Kollege“ Olsen. Nordschleswigs „Jogi“ Stefan Böhme, der in der deutschen Schule im dänischen Lögumkloster unterrichtet, war auch erfreut. Es habe keine keine Packung gegeben, so Böhme. Das sei ein Erfolg, wenn man noch nie zusammen gespielt hat.

Für zumindest einen Nordschleswiger Sieg bei der Europeada sollte es dennoch reichen. Die Friesen aus Nordfriesland fanden einfach zu wenige Fußballer, die Friesisch sprechen. Und so fahren nun Friesinnen nach Graubünden. „Im Reglement steht nicht, dass nur Männer mitspielen dürfen", sagt Gary Funck vom Friisk Foriining. So ganz ernst nehmen es die Friesen auch nicht. Die Europeada ist ohnehin ein Turnier mit kleinem Augenzwinkern.

05.05.2008 Zehn Vereine zittern um Ligaverbleib
Holsteinischer Courier

Alte Liga mit neuem Namen: Die Schleswig-Holstein-Liga löst ab der kommenden Saison die bisherige Verbandsliga ab. Zehn Vereine bangen noch um ihre Qualifikation, darunter so namhafte Clubs wie Husumer SV, Itzehoer SV oder Kilia Kiel. Gelingt es nicht, verschwinden diese Vereine in der Sechstklassigkeit.

17.05.2008 Fußball: Relegation zur Verbandsliga: Werden die Spiele verlegt ?
Schlei Bote, Flensburger Tageblatt

Flensburg (joh) - So wie es aussieht, kann die Relegation zur neuen Fußball-Verbandsliga nicht vom 31. Mai bis 7. Juni ausgetragen werden. „Ich hänge noch in der Luft, will aber bis zum letzten Moment ausharren“, sagt Bezirksspielausschussobmann Uwe Jacobsen. Die Runde zwischen den drei Kreisliga-Meistern und dem besten nicht qualifizierten Bezirksoberligisten sollte direkt im Anschluss an die Meisterrunde ausgetragen werden. Doch die jetzige Verbandsliga spielt bis zum 7. Juni, und noch ist nicht entschieden, ob der ETSV Weiche und/oder die Husumer SV absteigen. Darum variiert der BOL-Relegationsplatz von Rang 11 bis 13. „Das hatte damals, als wir die Spiele angesetzt haben, niemand bedacht“, sagt Jacobsen. Er hatte überlegt, ob er den Elften der Bezirksoberliga einfach antreten lässt. „Wäre es hinterher der Zwölfte gewesen, hätte der die Ergebnisse des Elften übernehmen müssen – das ist laut Satzung möglich.“ Aber der Ansetzer weiß: „Dann wäre Ärger programmiert gewesen.“ Darum wird Jacobsen die Spiele wohl für den 11., 14. und 18. Juni neu ansetzen.

17.05.2008 Verbandsliga: Teams müssen warten sh:z-Nordfriesland Sport

Flensburg (joh) - Verschiebung? Vermutlich können die Relegationsspiele zur Fußball-Verbandsliga Nordwest nicht vom 31. Mai bis 7. Juni ausgetragen werden. "Ich hänge noch in der Luft, will aber bis zum letzten Moment ausharren", sagt Bezirks-Spielausschussobmann Uwe Jacobsen. Die Runde zwischen den drei Kreisliga-Meistern und dem besten nicht qualifizierten Bezirksoberligisten sollte im Anschluss an die Meisterrunde ausgetragen werden. Doch die jetzige Verbandsliga spielt bis zum 7. Juni, und noch ist nicht entschieden, ob der ETSV Weiche und/oder die Husumer SV absteigen. Darum variiert der BOL-Relegationsplatz von Rang 11 bis 13. "Das hatte, als wir die Spiele angesetzt haben, niemand bedacht", sagt Jacobsen. Darum wird Jacobsen die Partien wohl für den 11., 14. und 18. Juni neu ansetzen.

23.05.2008 Ballgeflüster: Ab Montag Karten für St. Pauli sh:z-Nordfriesland Sport

Kiez-Klub kommt: Nordfrieslands Fußball-Fans freuen sich auf den FC St. Pauli. Der Zweitligist spielt am Sonnabend, 12. Juli, um 15 Uhr im Bredstedter Stadion gegen ein verstärktes Team des Bredstedter TSV. Für den BTSV werden unter anderem Björn Petersen (SV Frisia 03), Mario Albertsen (SV BW Löwenstedt) und André Teubler (Husumer SV) auflaufen.

Von Montag (26. Mai) an gibt es Karten für das Freundschaftsspiel. Sie werden verkauft bei CJ Schmidt in Husum, der Bücherstube Leu in Niebüll sowie der Provinzial-Versicherung in Langenhorn und Bredstedt. Ein Sitzplatz auf der Tribüne kostet 19 Euro, Stehplätze kosten zehn (Erwachsene) bzw. fünf Euro für Kinder und Jugendliche. Das Rahmenprogramm beginnt um 13 Uhr.

Die Organisatoren Jens Iwersen und Ingo Nommensen haben schon im Vorfeld zahlreiche Anfragen erhalten – nicht nur aus Nordfriesland – und rechnen mit einem ausverkauften Stadion.

30.05.2008 Relegation kann starten Schlei Bote

Schleswig (joh) – Es kann wie geplant losgehen: Nachdem am Mittwoch Abend am drittletzten Spieltag der Fußball-Verbandsliga die Entscheidungen der Nord-Vertreter über Abstieg (ETSV Weiche) und Qualifikation zur SH-Liga (Husumer SV) gefallen sind, ist die Relegationsrunde zur neuen Verbandsliga Nord-West komplett. Neben den drei Kreismeistern Polizei SV Flensburg, FC Haddeby und IF Tönning nimmt der FC Tarp-Oeversee als Tabellenzwölfter der Bezirksoberliga teil. Erleichtert gab gestern Bezirks-Spielausschussobmann Uwe Jacobsen sein „Go“ für die einfache Punktrunde, die am Sonnabend (16 Uhr) mit den Partien Tarp-Oeversee – PSV und Tönning – Haddeby startet. Der zweite Spieltag wird am Dienstag (Tarp-Oeversee – Tönning) und Mittwoch (Haddeby – PSV) auf neutralen Plätzen bei Schleswig 06 und in Löwenstedt ausgetragen (Anstoß 19 Uhr), ehe am folgenden Sonnabend nach den Begegnungen PSV – Tönning, Haddeby – Tarp-Oeversee (beide 16 Uhr) der Aufsteiger feststeht.

30.05.2008 Relegation startet Flensburger Tageblatt
Tarp-Oeversee empfängt am Sonnabend Polizei SV

Flensburg (joh) – Es kann wie geplant losgehen: Nachdem am Mittwochabend am drittletzten Spieltag der Fußball-Verbandsliga die Entscheidungen der Nord-Vertreter über Abstieg (ETSV Weiche) und Qualifikation zur SH-Liga (Husumer SV) gefallen sind, ist die Relegationsrunde zur neuen Verbandsliga Nord-West komplett. Neben den drei Kreismeistern Polizei SV Flensburg, FC Haddeby und IF Tönning nimmt der FC Tarp-Oeversee als Tabellenzwölfter der Bezirksoberliga teil.

Erleichtert gab gestern Bezirksspielausschussobmann Uwe Jacobsen sein „Go“ für die einfache Punktrunde, die am Sonnabend (16 Uhr) mit den Partien Tarp-Oeversee – PSV und Tönning – Haddeby startet. Wäre in der Verbandsliga bis zum Schluss alles offen gewesen, hätte die Relegation um eine oder sogar zwei Wochen nach hinten verschoben werden müssen. „Daran hatte niemand gedacht, als damals die Termine vom 31. Mai bis 7. Juni angesetzt worden waren“, sagt Jacobsen, der sogar überlegt hatte, den BOL-Elften VfR Schleswig spielen zu lassen. In diesem Fall hätte Tarp-Oeversee die Ergebnisse der Schleswiger übernehmen müssen.

So weit kommt es jetzt nicht mehr. Froh darüber, dass es losgeht, sind auch die Kreismeister. Beim PSV Flensburg zum Beispiel hätte eine Woche später nicht mehr das bestes Aufgebot auflaufen können, weil einige Spieler schon lange ihren Urlaub gebucht haben.

Der 2. Spieltag wird am kommenden Dienstag (Tarp-Oeversee – Tönning) und Mittwoch (Haddeby – PSV) auf neutralen Plätzen bei Schleswig 06 und in Löwenstedt ausgetragen (19 Uhr), ehe am folgenden Sonnabend (16 Uhr) in den Partien PSV – Tönning und Haddeby – Tarp-Oeversee der Aufsteiger ermittelt wird.

09.06.2008 FC St. Pauli kommt: Bredstedt freut sich auf den Kultklub vom Millerntor Flensburger Tageblatt

Bredstedt (sh:z) –– Großer Fußball in Nordfriesland: Der zukünftige Kreisligist Bredstedter TSV freut sich auf attraktiven Besuch aus der 2. Bundesliga. Am, Sonnabend, 12. Juli, gastiert Kult-Klub FC St. Pauli im Bredstedter Stadion, Anpfiff ist um 15 Uhr. St. Pauli ist dann bereits zwei Wochen im Training und bringt seine Neuzugänge – Matthias Hain (Bielefeld), Stürmer Marius Ebbers (Aachen) und Mittelfeldspieler Marc Gouiffe à Goufan (Paderborn) mit. Gastgeber BTSV verstärkt sich mit Keeper André Teubler (Husumer SV), Björn Petersen (SV Frisia 03 Risum-Lindholm) und Mario Albertsen (SV Blau-Weiß Löwenstedt). Bei den Organisatoren Jens Iversen und Ingo Nommensen sind bereits unzählige Anfragen eingegangen, so dass beide mit einem ausverkauften Stadion rechnen und raten, sich Tickets im Vorverkauf zu sichern.

Ein Sitzplatz auf der Tribüne kostet 19, ein Stehplatz für Erwachsene zehn Euro. Kinder und Jugendliche sind mit fünf Euro dabei. An der Tageskasse kosten alle Tickets zwei Eurpo mehr. Tickets sind erhältlich bei CJ Schmidt in Husum, in der Bücherstube Leu in Niebüll sowie bei der Provinzial-Versicherung in Langenhorn und Bredstedt und bei Ingo Nommensen in Schafflund (Telefon 0 46 39/78 15 61; Fax 0 46 39/78 17 35; E-Mail ingo.nommensen@t-online.de

Karten werden nach Rücksprache und Geldeingang verschickt.

10.06.2008 Fußball-Reform: So geht es weiter Flensburger Tageblatt
Die letzte Fußballsaison vor der Spielklassen-Reform ist beendet. In allen Klassen wurde bis zuletzt gekämpft und gezittert, gejubelt und getrauert – jetzt steht fest, welche Vereine nach der Sommerpause in welcher Klasse antreten. Durch die Einführung der dritten Profiliga sowie die Abschaffung der Oberliga Nord und der Bezirke gibt es einige Veränderungen, die sich in den unteren Ligen noch verstärken.

Flensburg (joh) – Für die Fußballer aus dem nördlichsten Bundesland ist die Schleswig-Holstein-Liga, die die Verbandsliga ablöst, das Maß aller Dinge. Nur Holstein Kiel und der VfB Lübeck, der in letzter Sekunde die Lizenz erhielt, spielen als Regionalligisten viertklassig und damit höher. Die SH-Liga geht in der Saison 2008/09 mit sechs neuen Mannschaften an den Start. Neu dabei sind die Oberliga-Absteiger VfB Lübeck II und SV Henstedt-Rhen sowie die vier Bezirksoberliga-Meister. Mit Schleswig 06 (Nord), Eckernförder SV (Ost), NTSV Strand 08 (Süd) kehren drei alte Bekannte in die höchste Landesklasse zurück, während der VfR Horst aus Steinburg (West) ein absoluter Neuling ist.

Zu den Etablierten in der SH-Liga gehören der TSV Kropp und Flensburg 08. Als Tabellendritter bzw. -sechster erfüllten beide Teams die Erwartungen. Zu den Gewinnern zählte die Husumer SV, die sich als Zehnter mit einem tollen Endspurt einen Platz in der SH-Liga erspielte. Einer der sieben Verlierer und Absteiger ist der ETSV Weiche. Obwohl Manager Harald Uhr in der Winterpause und danach fast eine komplett neue Mannschaft verpflichtete, fehlten am Ende drei Punkte zum rettenden zwölften Tabellenplatz. „Wir haben zu spät angefangen, auszusortieren und die Neuen zu holen“, lautete sein Fazit.

In der kommenden Serie will der ETSV Weiche in der Verbandsliga Nord-West wieder angreifen. Allerdings ist die Konkurrenz stark. Vor allem der Schleswiger Kreisliga-Meister FC Haddeby, der die Relegation gegen den FC Tarp-Oeversee, IF Tönning und PSV Flensburg gewann, wird schon jetzt als Titelanwärter Nummer eins gehandelt. Die mit Ex-Profis gespickte Mannschaft vom Sylter Mäzen Volker Koppelt plant den Durchmarsch in die Schleswig-Holstein-Liga.

In der Verbandsliga Nord-West sind noch zehn Team aus der Bezirksoberliga Nord dabei. Aus dem aufgelösten Bezirk Nord spielen zudem der ETSV Weiche, Bezirksliga-Meister TSV Friedrichsberg und der FC Haddeby in der Klasse. Die restlichen fünf Mannschaften der 18er-Liga stellt der Kreis Dithmarschen. TSV Nordhastedt, TuRa Meldorf, MTV Tellingstedt und BW Wesselburen belegten die Ränge zwei, drei, vier und sechs in der BOL West. Als Siebtplatzierter behauptete sich zudem der Marner TV in der Relegation mit Dithmarschens Kreisliga-Meister TSV Buchholz (2:4, 5:0).

Noch mehr neue Mannschaften werden künftig in der Kreisliga Flensburg spielen. Lediglich die Plätze eins bis sieben reichten zum Klassenerhalt. Zu den neuen Vereinen gehören FC Tarp-Oeversee, TSV Nord Harrislee, Nordmark Satrup aus der BOL sowie TSB Flensburg II, TV Grundhof, FSG im Amt Schafflund und FSG Gelting-Kieholm aus der Bezirksliga. Pech hatte der TSV Nord II, der als Meister der Kreisklasse A nicht aufsteigen darf, weil die Erste abgestiegen ist und nur noch ein Team pro Club in der Kreisliga antreten darf. Davon profitierte der TSV Glücksburg 09, der neben Vizemeister Eintracht Eggebek in die Kreisliga aufrückt.

10.06.2008 Gehrke bleibt – die Spieler auch sh:z-Nordfriesland Sport
Nach der Qualifikation für die Schleswig- Holstein-Liga läuft die Personalplanung bei den Fußballern der Husumer SV auf Hochtouren. Der Kader nimmt allmählich Gestalt an.
Guido Gehrke bleibt in Husum: Am Wochenende sagte der 36-Jährige für eine weitere Spielzeit zu. Foto: Voss

Husum (Ulrich Schröder) – Pessimisten befürchteten schon einen Aderlass, doch seit dem Wochenende sieht die Welt beim künftigen SH-Ligisten Husumer SV richtig freundlich aus. "Guido Gehrke bleibt unser Trainer", bestätigte Ligaobmann Dieter Schleger unserer Zeitung. Die schon als Zugänge beim Heider SV gemeldeten Sebastian Steglich und David Strüning bleiben.

Dieter Schleger. Foto: usc

Als Zugänge stehen bislang zwei Akteure fest, die man in Husum gut kennt. Torwart Melf Molinas kehrt von Comet Kiel zurück, Martin Herpel vom Nachbarn Rödemisser SV. "Mit weiteren Spielern sind wir noch im Gespräch", sagte Schleger, ohne Namen preiszugeben.
Den Verein verlassen werden Keeper André Teubler (hört auf), Simon Harrsen (aus beruflichen Gründen nach Baden-Württemberg), Pierre Becken (zum Regionalligisten Altona 93), Christian Herpel (zurück zu Verbandsliga-Aufsteiger FC Haddeby 04) und Erion Alla (TSV Rantrum/Verbandsliga). Auch hier gaben berufliche Gründe den Ausschlag.

Rückkehrer (I): Nach einem Jahr beim Rödemisser SV spielt Martin Herpel wieder für die Husumer SV. Foto: Staudt

Sascha Rettkowski, Michael Petersen, Dennis Schulte, Marcel Otto, Gerrit Müller, Momme Reinhold, Sebastian Saeltz und Carsten Groth haben ihre Zusage gegeben. Gespräche gibt's noch über die Zukunft von Lukas Hertting und Birger Andresen.

Rückkehrer (II): Melf Molinas kommt von Comet Kiel.

Die Saisonplanung bei den Husumern begann spät, weil der Klassenerhalt beziehungsweise die Qualifikation für die SH-Liga erst vor knapp zwei Wochen perfekt war. "Wir haben viel Zeit verloren, sind mit der Planung jetzt aber wieder im Soll. Bis zum 30. Juni werden wir einen Kader zusammen haben, der in der SH-Liga bestehen kann", so Schleger voll Überzeugung.

Dass Guido Gehrke sich entschieden hat, Trainer zu bleiben, dürfte besonders die jungen Spieler zum Bleiben bewogen haben. Gehrke hatte die Mannschaft im Herbst 2007 als Tabellenletzter übernommen und schaffte das fast Unmögliche, die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga. Vor knapp zwei Wochen nach dem 2:0 gegen Comet Kiel waren die Husumer so gut wie durch, den letzten fehlenden Punkt gab es vier Tage später beim 2:2 gegen Neumünster. "Mission erfüllt", vermeldete Gehrke stolz. Nach dem Schlusspfiff umarmten sich Trainer und Ligaobmann innig.

"Mannschaft und Trainer waren eine echte Einheit", lobt Schleger, der nach dem Klassenerhalt "überglücklich" ist. Da ist eine Menge Herzblut im Spiel, wenn der 64-Jährige über "seine" Husumer SV spricht. "Gut, dass ich keinen Computer zu Hause habe, da bekomme ich von den ganzen Gerüchten nichts mit", sagt Schleger lächelnd. Gerüchte – davon gab es reichlich in den vergangenen Wochen. Hätte auch nur die Hälfte davon gestimmt, dürften die Husumer jetzt keine Mannschaft mehr haben.

"Wenn wir Spieler anderer Vereine ansprechen, ist das doch nichts Negatives", sagt Schleger, der Husum zu einem Anlaufpunkt für Talente machen will. Er wünscht sich noch mehr Engagement der lokalen Wirtschaft, beeilt sich aber, zu versichern, dass man mit den bisherigen Förderern sehr zufrieden sei.

* Neues von der Husumer "Zweiten": Hauke Hartmann wird den Bezirksoberliga-Absteiger auch in der neuen Spielzeit betreuen. Man plant mit 15 bis 16 Spielern, alleine acht Akteure rücken aus der A-Jugend nach.

28.06.2008 Nachrichten: Vorbereitung auf das "Spiel des Jahres" sh:z-Nordfriesland Sport

Bredstedt (sh:z) – Am Montag beginnen die Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli mit Laktat- und Kraft-Test ihre Vorbereitung auf die Saison. Was die Kreisliga-Kicker des Bredstedter TSV bei ihrer ersten Trainingseinheit machen, ist nicht überliefert – aber am Dienstag, 1. Juli, beginnt jedenfalls die Vorbereitung auf das "Spiel des Jahres" gegen die Kiez-Kicker am Sonnabend, 12. Juli, um 15 Uhr im Bredstedter Stadion. Die Vorfreude bei den BTSV-Fußballern und den Gastspielern André Teubler (Husumer SV), Björn Petersen (SV Frisia 03) und Mario Albertsen (BW Löwenstedt) ist groß. Für die Partie hat sich der komplette Vorstand des FC St. Pauli angesagt.

05.07.2008 20 Mann wollen gegen Pauli spielen sh:z-Nordfriesland Sport
Eine Woche noch, dann sind die Profis des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli zu Gast in Bredstedt. Beide Mannschaften bereiten sich intensiv auf das große Spiel im Bredstedter Stadion am Sonnabend, 12. Juli, um 15 Uhr vor.
Husums Keeper André Teubler bestreitet in Bredstedt sein "Abschiedsspiel".

Bredstedt (usc) – Einen Ball bekommen die Fußballer des FC St. Pauli derzeit kaum zu sehen – im Lauf-Trainingslager in Lüchow wird im Moment Kondition gebolzt. Am Sonntag gastieren die Kiez-Kicker bei SH-Liga-Aufsteiger VfR Horst, am Sonnabend, 12. Juli, steht dann um 15 Uhr das mit Spannung erwartete Gastspiel beim Bredstedter TSV an.

Auch der Gastgeber ist nicht untätig, Trainer Hannes Matthiesen bat bereits am Dienstag zur ersten Trainingseinheit im Stadion an der Süderstraße. Bis auf Kapitän Sven "Häzel" Petersen (der spielte mit einer Kreisauswahl vor einigen Jahren schon einmal gegen den VfB Stuttgart) ist es für die Bredstedter Spieler der erste Vergleich mit einer Profimannschaft. Um so engagierter wurden die Lauf- und Koordinationsübungen absolviert – ohne jedes Murren.

Gut vorbereitet: Hauke Mohr, Mario Lorenzen, Timo Landmesser (oben von links), Dirk Hansen und Jan Anton (unten von links) freuen sich auf das große Spiel.

Für das "Spiel der Spiele" stehen dem BTSV 20 Akteure zur Verfügung. Das Ligateam wird von André Teubler (Husumer SV), Björn Petersen (SV Frisia 03 Risum-Lindholm) sowie Mario Albertsen (BW Löwenstedt) ergänzt. Als Anerkennung für eine erfolgreiche Saison (Meistertitel) der Bredstedter A-Jugend steht auch deren Kapitän Jens Beckmann im Aufgebot.

Ligaspieler Gunnar Görrissen laboriert zur Zeit noch an einem Bänderriss, hofft aber durch gezieltes Einzeltraining und die tatkräftige Unterstützung des Physiotherapeuten Jan Willy Döhring zumindest auf einen Kurzeinsatz.
Die Organisatoren Ingo Nommensen und Jens Iwersen sind mit dem Vorverkauf zufrieden – etwa 1000 Karten sind bislang an den Fan gebracht worden. Wer sichergehen will, sollte den Vorverkauf nutzen.

Um dem erwarteten Ansturm begegnen zu können, wird das Organisationsteam zwei Extra-Parkplätze einrichten und mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr den Verkehr leiten. Ortsansässigen Fußballfans wird empfohlen mit dem Fahrrad, zu Fuß oder in Fahrgemeinschaften anzureisen. Auf das Team und seine 70 Helfern aus dem Umfeld der Fußballsparte sowie der Feuerwehr wartet noch viel Arbeit – aber alle fiebern dem Moment entgegen, wenn die Profis von St. Pauli ins Bredstedter Stadion einmarschieren

09.07.2008 Ballgeflüster: Michael Frech zu Holstein Kiel sh:z-Nordfriesland Sport

Kiel (sh:z) – Er ist seiner alten Heimat wieder ein Stück näher gekommen: Fußball-Torhüter Michael Frech spielt in der neuen Saison für Regionalliga-Aufsteiger Holstein Kiel. Der 32-Jährige unterschrieb bei den „Störchen“ einen Ein-Jahres-Vertrag. Frech, der zu Beginn seiner sportlichen Laufbahn für das Sportzentrum Arlewatt, die Husumer SV und den Heider SV aktiv war, absolvierte von Juli 2002 bis heute 144 Regionalliga-Einsätze für den Hamburger SV II, den VfB Lübeck und zuletzt für die Sportfreunde Siegen.

09.07.2008
Michael Frech unterschreibt bei Holstein
Eckernförder Zeitung
Wechselt aus Siegen zu Holstein Kiel: Torhüter Michael Frech.

Kiel (ez) – Fußball-Regionalligist Holstein Kiel meldet mit Torhüter Michael Frech den vierten Neuzugang für die neue Saison 2008/09. Der 32-jährige unterschrieb bei den Kieler Störchen einen Ein-Jahres-Vertrag. Frech, der zu Beginn seiner sportlichen Laufbahn für das Sportzentrum Arlewatt, die Husumer SV und den Heider SV aktiv war, absolvierte in seiner Laufbahn 144 Regionalliga-Einsätze für den Hamburger SV II, den VfB Lübeck und die Sportfreunde Siegen.

11.07.2008
Süderstraße statt Millerntor: FC St. Pauli in Bredstedt
Schlei Bote
Begehrt waren die Autogramme von St. Paulis neuem Stürmer Marius Ebbers beim Gastspiel in Horst. Foto: Michael Lemm

Bredstedt (Ulrich Schröder) – Bei Spielern und Veranstaltern steigen Vorfreude und Aufregung: Bredstedt ist gespannt auf das Gastspiel der Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli am Sonnabend (15 Uhr) im Stadion. Auf etwa 1200 schätzt Jens Iwersen, stellvertretender Fußball-Obmann des Bredstedter TSV und Mitorganisator des Freundschaftsspiels, die Zahl der im Vorverkauf abgesetzten Tickets. Da ist Träumen erlaubt – beim Gastspiel des Zweitligisten am vergangenen Sonntag in Horst wurden lediglich 650 Karten vorab an den Fan gebracht, letztlich waren aber weit mehr als 2000 Zuschauer da. Und am Mittwoch verfolgten 1700 Besucher das 8:0 der Paulianer beim TSV Nordhastedt, der gerade in die Verbandsliga-Nord-West aufgestiegen ist.

Gegen einen ähnlich großen Andrang hätten die Bredstedter Fußballer und die "Macher" sicherlich nichts einzuwenden. Landrat Dieter Harrsen hat sich ebenso angekündigt wie ein Team des NDR, Studenten der FH Flensburg machen Filmaufnahmen, damit die BTSV-Fußballer eine Erinnerung an ihren "großen Tag" haben. Seit dem 1. Juli bereitet sich das Team von Johannes Matthiesen auf das Duell mit den Kiez-Kickern vor – und die Trainingsbeteiligung lässt beim Coach keine Wünsche offen: "Man muss keine Angst haben, dass einer wegen Geburtstag oder Besuch bei Oma absagt", sagt Matthiesen lächelnd.

Alle Spieler sind dabei, für den angeschlagenen Gunnar Görrissen ist laut Matthiesen zumindest ein Kurzeinsatz drin. Gestern Abend trainierten die drei Gastspieler André Teubler (Husumer SV), Björn Petersen (SV Frisia 03) und Mario Albertsen (BW Löwenstedt) erstmals mit. Die Nordfriesen hoffen, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfällt. Mit einem eigenen Tor rechnet der Trainer eher nicht – einen Treffer vom Gegner geschenkt bekommen wollen die Bredstedter auf keinen Fall.

Gegen 13.30 Uhr ist die Ankunft der Gäste vorgesehen, vor dem sportlichen Kräftemessen stärken sich die Kiecker mit Kaffee und Kuchen im Klubheim. Um 13.30 Uhr beginnt auch das Vorspiel, in dem sich die ersten und zweiten E-Junioren des BTSV gegenüber stehen.

St. Pauli wird trotz aller personellen Probleme (siehe nebenstehenden Text) wohl zur Halbzeit komplett durchwechseln, so war es zumindest beim Gastspiel in Horst. "Die waren sehr freundlich, überhaupt keine Star-Allüren", sagt Iwersen, bei dem nach eigenem Bekunden die Aufregung stündlich steigt.
* Die Feuerwehr übernimmt am Bredstedter Kreisverkehr die Verkehrslenkung, weist auswärtigen Fans den Weg zu den Parkplätzen. Einheimische sollten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Stadion kommen.

11.07.2008 Süderstraße wird zum Millerntor sh:z-Nordfriesland Sport
Bei Spielern und Veranstaltern steigen Vorfreude und Aufregung: Bredstedt ist gespannt auf das Gastspiel der Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli am Sonnabend (15 Uhr) im Stadion.
U 21-Nationalspieler Rouwen Hennings kam aus Osnabrück.

Bredstedt (Ulrich Schröder) – Auf etwa 1200 schätzt Jens Iwersen, stellvertretender Fußball-Obmann des Bredstedter TSV und Mitorganisator des Freundschaftsspiels gegen den FC St. Pauli am Sonnabend (15 Uhr), die Zahl der im Vorverkauf abgesetzten Tickets. Da ist Träumen erlaubt – beim Gastspiel des Zweitligisten am vergangenen Sonntag in Horst wurden lediglich 650 Karten vorab an den Fan gebracht, letztlich waren aber weit mehr als 2000 Zuschauer da. Und am Mittwoch sahen 1700 Besucher das 8:0 der Hanseaten beim Verbandsliga-Aufsteiger TSV Nordhastedt.

Gegen einen ähnlich großen Andrang hätten die Bredstedter Fußballer und die "Macher" sicherlich nichts einzuwenden. Landrat Dieter Harrsen hat sich ebenso angekündigt wie ein Team des NDR, Studenten der FH Flensburg machen Filmaufnahmen, damit die BTSV-Fußballer eine Erinnerung an ihren "großen Tag" haben. Seit dem 1. Juli bereitet sich das Team von Johannes Matthiesen auf das Duell mit den Kiez-Kickern vor – und die Trainingsbeteiligung lässt beim Coach keine Wünsche offen: "Man muss keine Angst haben, dass einer wegen Geburtstag oder Besuch bei Oma absagt", sagt Matthiesen lächelnd.

Alle Spieler sind dabei, für den angeschlagenen Gunnar Görrissen ist laut Matthiesen zumindest ein Kurzeinsatz drin. Gestern Abend trainierten die drei Gastspieler André Teubler (Husumer SV), Björn Petersen (SV Frisia 03) und Mario Albertsen (BW Löwenstedt) erstmals mit. Die Nordfriesen hoffen, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfällt. Mit einem eigenen Tor rechnet der Trainer eher nicht – einen Treffer vom Gegner geschenkt bekommen wollen die Bredstedter auf keinen Fall.

Gegen 13.30 Uhr ist die Ankunft der Gäste vorgesehen, vor dem sportlichen Kräftemessen gibt es Kaffee und Kuchen im Klubheim. Um 13.30 Uhr beginnt auch das Vorspiel, in dem sich die ersten und zweiten E-Junioren des BTSV gegenüber stehen.
St. Pauli wird trotz aller personellen Probleme (siehe nebenstehenden Text) wohl zur Halbzeit komplett durchwechseln, so war es zumindest beim Gastspiel in Horst. "Die waren sehr freundlich, überhaupt keine Star-Allüren", sagt Iwersen, bei dem nach eigenem Bekunden die Aufregung stündlich steigt.

* Die Feuerwehr übernimmt am Bredstedter Kreisverkehr die Verkehrslenkung, weist auswärtigen Fans den Weg zu den Parkplätzen. Einheimische sollten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Stadion kommen.

12.07.2008
Holstein Kiel rüstet weiter auf
Landeszeitung
Wechselt zu Holstein Kiel: Torhüter Michael Frech.

Kiel (lz) –Fußball-Regionalligist Holstein Kiel rüstet weiter auf: Der Aufsteiger meldet mit Torhüter Michael Frech den vierten Neuzugang für die neue Saison 2008/09. Der 32-Jährige unterschrieb bei den Kieler „Störchen“ einen Ein-Jahres-Vertrag. Frech, der zu Beginn seiner sportlichen Laufbahn für das SZ Arlewatt, die Husumer SV und den Heider SV aktiv war, absolvierte bisher 144 Regionalliga-Einsätze für den Hamburger SV II, den VfB Lübeck und die Sportfreunde Siegen. „Wir wollten Konkurrenz zu Simon Henzler, die haben wir bekommen“, sagte Holstein-Trainer Peter Vollmann.

14.07.2008
Stine Stöber
Husumer Nachrichten

Mein Mann ist ja schon wieder ganz heiß auf Fußball. Den Anpfiff in der Bundesliga kann er kaum erwarten. Da kam ihm der Auftritt der Profis von St. Pauli am Sonnabend in Bredstedt gerade recht. "Stine, da müssen wir unbedingt hin", lag er mir seit Tagen in den Ohren. Der Ausflug hat sich gelohnt: Der Zweitligist gewann 14:1 und die Nordfriesen haben wacker gekämpft, wurden sogar in der buchstäblich letzten Sekunde mit einem Tor belohnt. Mein fußballverrückter Göttergatte hatte seinen Spaß. Mir hat die Atmosphäre auch gefallen. Nur das mit den zwei Dixi-Klos, das war mir dann doch zu unhygienisch. Ich hab's mir am Ende verkniffen und gedacht: Fußball ist eben doch eher Männersache.

Spielplan 2007/08 - Verbandsliga Schleswig-Holstein
FS 07.07.07 1993er Auswahl VSK Osterholz-Scharmbek  

"Das war ein toller Fußball-Nachmittag"

"Fußball-Prominenz" zu Gast in Bredstedt: Der von Ex-Profi und Nationalspieler Günter Hermann trainierte Männer-Oberligist VSK Osterholz-Scharmbeck und die C-Junioren des SV Werder Bremen beeindruckten die Fans.
Fußballer beim Fachgespräch: Björn Petersen, Dennis Votava (Sohn des ehemaligen Werder-Profis Mirko Votava), Ingo Cornils und Andreas Weiß, der Coach der Regionalliga-Aufsteiger von 1993. Foto: Voss

Bredstedt (sh:z) – Osterholz-Scharmbeck bekam es zunächst im Testspiel mit dem Bezirksligisten SVDörpum zu tun. Der Bezirksoberliga-Absteiger war ohne Chance und bekam die Klasse der Gäste zu spüren, die ungemein laufstark agierten und ein druckvolles Pressing spielten. Nach 20 Minuten stand es bereits 0:3, zur Pause lag das Team des neuen Trainers Martin Albertsen mit 0:4 hinten. Weitere neun Gegentore kamen im zweiten Durchgang hinzu, wobei den Gästen das Kunststück gelang, in zehn Minuten sechs Mal zu treffen – 0:13 (0:4) aus Dörpumer Sicht.

„Es hat Spaß gemacht, denen zuzuschauen“, lobte Martin Albertsen die Niedersachsen. Mit dem bisherigen Trainingseinsatz seiner Elf ist er ebenfalls sehr zufrieden. Interessante Personalie: Bernd Anklam, der die Mannschaft in den vergangenen drei Jahren trainierte, hängt noch ein Jahr als Spieler dran.

Packender Zweikampf im Dauerregen: Peter Ingwersen vom TSV Hattstedt grätscht Jelle Röben vom SV Werder Bremen den Ball weg. Foto: Voss

Dann war der Nachwuchs an der Reihe: Die Stützpunkt-Auswahl des Jahrgangs 1993 trat gegen den 94-er Jahrgang des SV Werder Bremen mit Co-Trainer und „Fußball-Denkmal“ Horst-Dieter Höttges an. Lars Hansen brachte die Nordfriesen im ersten Abschnitt Führung, doch am Ende setzten sich die technisch starken Bremer, gerade zum dritten al in Folge norddeutscher Meister geworden, 3:1 durch. Beeindruckend für die gut 200 bis 300 Zuschauer war schon das professionelle Aufwärmen der Gäste, so Organisator Jens Iwersen, der über seine guten Kontakte zu Bremens Jugendkoordinator Frank Ordenewitz an dieses besondere Spiel kam.

Die sportlichen Festivitäten zum 100. „Geburtstag“ der Bredstedter Fußballsparte wurden mit einem Blitzturnier abgeschlossen. Mit von der Partie waren neben Osterholz-Scharmbeck die Liga des BTSV und eine Bredstedter Ehemaligen-Auswahl, die 1993 mit Trainer Andreas Weiß den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hatte.

Beim Blitzturnier setzte sich im ersten Spiel die Auswahl der Ehemaligen um Björn Petersen (Frisia Lindholm), Ingo Cornils (Husumer SV), Ulf Schmarje (TSV Rantrum) und Marco Paulsen (SV Dörpum) 3:2 gegen den BTSV durch. Die zweite Begegnung gewann Osterholz-Scharmbek 4:0 gegen Bredstedt, die letzte Partie endete 3:1 für die Niedersachsen gegen die Auswahl.

„Das war ein toller Fußball-Nachmittag“, resümierte Iwersen, der besonders die sympathisch auftretenden Gäste lobte, die trotz eines harten Trainingswochenendes prima Fußball geboten hatten.

* Für die Bredstedter Liga-Fußballer beginnt heute wieder der „Ernst des Lebens“: Der Bezirksligist tritt um 19 Uhr im Vorbereitungsspiel gegen die zweite Mannschaft der Husumer SV (Bezirksoberliga) an. Ebenfalls heute (19.30) testet Bezirksoberligist TSVRantrum. Das Team von Volker Schallhorn gastiert um 19.30 Uhr beim TSV Büsum.

11. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

"Werder-Wochenende": Bremens C-Junioren und Günter Hermann zu Gast

Bredstedt/Dörpum (usc/noh) – Vor zwei Wochen war die Nord-Ostsee-Auswahl zu Gast, am Wochenende folgt Teil zwei der sportlichen Feierlichkeiten zum Thema "100 Jahre Fußball in Bredstedt". Grün und weiß werden die beherrschenden Farben sein: Zunächst geben die C-Junioren des SV Werder Bremen, zum dritten Mal in Folge Meister der Regionalliga Nord, ihre Visitenkarte ab und spielen gegen eine Auswahl des DFB-Stützpunkts Bredstedt. Und dann ist da noch jemand, der mit seinem Team schon oft in Nordfriesland Trainingslager absolviert hat: Günter Hermann, der Weltmeister von 1990. Für Werder und Wattenscheid 09 bestritt der heute 46-Jährige 262 Bundesliga-Spiele, seit 2001 ist er Trainer beim VSK Osterholz-Scharmbeck. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Mannschaft von der Bezirks- in die Oberliga auf, in der vergangen Spielzeit schaffte der VSK als Tabellen-14. den Klassenerhalt.

Bereits am Freitag (19.15 Uhr, BGS-Platz in Bredstedt) treffen die Niedersachsen, die in der Vergangenheit schon gegen den FC Langenhorn und den FC Sörup-Sterup spielten, auf Bezirksoberliga-Absteiger SV Dörpum. Für Dörpums neuen Trainer Martin Albertsen wird diese Partie ein erster interessanter Test für seine Mannschaft.

Am Sonnabend (16 Uhr) nimmt der VSK in Bredstedt an einem Blitzturnier (Spielzeit pro Partie 45 Minuten) teil und trifft dort auf den Bezirksligisten Bredstedter TSV sowie auf die Mannschaft, die 1993 in die A-Jugend-Regionalliga aufstieg – mit Spielern wie Ingo Cornils, Björn Petersen und Torben Carstensen.

Bereits von 14 Uhr an gibt es in Bredstedt hochklassigen Jugendfußball zu sehen. Die Stützpunkt-Auswahl der Jahrgänge 1992/93 tritt gegen die C-Junioren von Werder Bremen an. Werder, frisch gebackener Regionalliga-Meister, kommt nur für dieses eine Spiel nach Bredstedt. Vermittelt hat das Highlight für die Nachwuchs-Kicker Ex-Nationalspieler Frank ("Otze") Ordenewitz, bei Werder für die Talentsichtung zuständig.

Der Kader der Stützpunkt-Auswahl: Lars Albertsen, Patrick Carstensen, Peter Ingwersen, Arne Ingwersen, Marco Nagel, Lasse Paulsen, Nico Schulze (alle TSV Hattstedt), Carsten Andresen, Lars Hansen, Marc Hatton, Lars Rosenberg-Nielsen (alle MTV Leck), Lucas Hanisch, Marco Lietzau, Tobias Wetzel (alle SG Rödemis/Husum), Fabian Marten, Julian Tietze (beide Team Sylt), Florian Ingwersen (Schleswig 06).

5. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 14.07.07 Husumer SV TSV Wankendorf 7:0

Schützenfest und Unwetter-Unterbrechung in Husum (I)

Husum (ree) – Eine Woche nach ihrem Trainingsauftakt absolvierte die Verbandsliga-Mannschaft der Husumer SV ihre ersten Testspiele. Zu Gast in der Stormstadt war am Sonnabend der TSVWankendorf (Bezirksoberliga Ost), am Sonntag die zweite Mannschaft von Holstein Kiel (Verbandsliga).

In der Partie gegen Wankendorf hatten die Schützlinge von Trainer Hans-Peter Hansen klare Vorteile und siegten auch in der Höhe verdient mit 7:0 (2:0). Nur in der Anfangsphase zeigten sich die Gäste als gleichwertiger Gegner. Obwohl erst in der zweiten Halbzeit dabei, erzielte Gerrit Müller zwei Treffer für die Husumer (81. und 88. Minute). Ebenfalls zu Torehren kamen die beiden Neuzugänge Lukas Hertting (zum 2:0/43.) und Jan Johannsen (zum 4:0/52.). Darüber hinaus trafen Sebastian Steglich zum 1:0 (34.), David Strüning zum 3:0 (48.) sowie Pierre Becken zum 5:0 (54.).

...

16. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

30 Tore in vier Spielen – Fußballer kommen auf Touren

Die Bezirksoberligisten aus dem Kreis Neumünster testeten ihre Form – Klare Siege für PSV, Gadeland und Nortorf – Wankendorf in Husum ohne Chance

Neumünster (mcn) – Pünktlich zum ersten kompletten Testspielwochenende der Bezirksoberligisten aus dem Kreisfußballverband Neumünster hatte auch der „Wettergott“ ein Einsehen und bescherte endlich Hochsommer pur, der die Kicker bei Temperaturen um die 30 Grad aber auch gleich auf eine echte Bewährungsprobe stellte.

Insgesamt bekamen die Zuschauer in den vier Begegnungen 30 Tore zu sehen. Bis auf den TSV Wankendorf (0:7 in Husum) konnten alle Vereine ihr Selbstbewusstsein aufpolieren. Allen voran Polizei-SV Union Neumünster (11:2 gegen SG Padenstedt) gefolgt vom TSV Gadeland (5:1 gegen Post-Telekom Kiel) und dem TuS Nortorf (4:0 gegen SpVg Eidertal Molfsee II).

Husumer SV – TSV Wankendorf 7:0
Während der TSV Wankendorf im ersten Durchgang noch einigermaßen mithalten konnte, mussten die Männer von Trainer Stefan Fischer in Hälfte zwei bei ihrer 0:7-Niederlage gegen den Verbandsligisten von der Nordsee den hohen Temperaturen Tribut zollen. „Bis zur Halbzeit waren wir fast gleichwertig“, analysierte Wankendorfs Betreuerin Claudia Hopp die ersten 45 Minuten. Lediglich zwei Tore musste der Gast bis dahin einstecken. Nach der Pause zeigte sich dann aber doch der Klassenunterschied, was zudem dadurch begünstigt wurde, dass die Wankendorfer ohne Auswechselspieler bei den hochsommerlichen Temperaturen angereist waren. „Man merkte in der zweiten Hälfte, dass wir letzte Woche jeden Tag trainiert haben und die Kräfte bei den Spielern deutlich nachließen“, resümierte Hopp nach der 0:7-Pleite.
Wankendorf: Hamann – Koeppke, Andresen, Usbek, Weick – Krutzki, Ehmcke, Gerndt, Stielow – Heinrich, Ubben
16. Juli 2007 · Holsteinischer Courier
Test 15.07.07 Husumer SV Holstein Kiel II 1:3

Schützenfest und Unwetter-Unterbrechung in Husum (II)

Husums Michael Berger (rechts) im Laufduell mit dem Kieler Philipp Kröpelin. Die Gäste gewannen das Verbandsliga-Duell 3:1. Foto: Voss

... Wesentlich mehr wurde den Husumern, die noch ohne den im Urlaub befindlichen Ingo Cornils auskommen mussten, einen Tag später abverlangt. Die zum Zwangsabstieg in die Verbandsliga verurteilte Zweitvertretung von Holstein Kiel erwies sich als versiertes und cleveres Team, das am Ende mit 3:1 (2:1) verdient siegte. Auffälligster Akteur der Gäste war Nico Schrumm, der Zögerlichkeiten in der Husumer Abwehr zwei Mal konsequent bestrafte. Er schoss die Tore zum 1:0 (12.) und zum 2:1 (38.) für die Kieler.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte Sebastian Saeltz, der in der 34. Minute mit einem Kopfball erfolgreich war. Weitere gute Chancen vergaben Hertting und Becken, deren Distanzschüsse vom Kieler Keeper abgewehrt wurden.

Wegen eines Unwetters unterbrach Schiedsrichter Hans-Hermann Huß die Partie im ersten Durchgang für 20 Minuten. Nach der Pause traf Hakim Alioula (53.) zum 1:3.

Husumer SV: Teubler – Herpel, Rettkowski, Petersen – Steglich, Saeltz, Otto, Becken, Berger – Herttig, Müller. Eingewechselt: Schulte, Jensen, Alla, Reinhold, Johannsen, Strüning.Die nächste Testmöglichkeit bietet sich Husums Coach Hans-Peter Hansen am Sonnabend. Beim Blitzturnier des TSV Seeth-Drage geht es dann von 13 Uhr an gegen den Gastgeber und den SV Frisia 03.

16. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 21.07.07 Vorbereitunsgeturnier in Seeth 1. Platz

Husumer SV musste erst warm werden

Sieg des Fußball-Verbandsligisten beim Blitzturnier in Seeth-Drage vor Frisia 03
Kreisliga gegen Verbandsliga: Seeth-Drage hielt gut mit. Patrick Willke (M.) kämpft hier mit Husums Christian Herpel um den Ball. (Voss)
Seeth-Drage (noh) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV hat das Blitzturnier beim TSV Seeth-Drage gewonnen. Dabei besiegten die Stormstädter den gastgebenden Kreisligisten mit 1:0 und den SV Frisia 03 Risum-Lindholm aus der Bezirksoberliga mit 2:0. Die Partie Seeth-Drage – Lindholm endete mit 0:7.

Bei der Husumer SV hatte Trainer Hans-Peter Hansen 17 Spieler mit nach Seeth genommen, es fehlten lediglich Gerrit Müller, Sebastian Saeltz und Erion Alla. Der neue Frisia-Trainer Bodo Schmidt hatte 14 Aktive zur Verfügung, nur der angeschlagene Torjäger Björn Petersen fehlte.

In der ersten Begegnung leistete der TSV Seeth-Drage den überlegenen Husumer lange Widerstand – nicht zuletzt dank des gut aufgelegten Schlussmanns Torben Hems. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe Herttig das 1:0 für die drei Klassen höher spielenden Gäste gelang. Seeths Obmann Jürgen Mewes war mit der Leistung seines Teams hochzufrieden und lobte besonders die beiden Neuzugänge Daniel Frahm (Heider SV) und Andre Samow (Tönninger SV), die im Sturm für Wirbel sorgten.

In der zweiten Partie ging dem TSV Seeth-Drage die Luft aus. Gegen Frisia Lindholm unterlag der Kreisligist in 45 Minuten Spielzeit mit 0:7. „Wir haben natürlich experimentiert und viele jüngere Spieler eingesetzt“, relativierte Mewes die deutliche Niederlage. Aber die Mannschaft von Bodo Schmidt präsentierte sich auch ohne ihren Kapitän Björn Petersen bereits in einer guten Verfassung. Für die Tore sorgten Marek Hansen (2), Björn Klang (2), Finn Martensen, Manuel Hoffmann und Daniel Johannsen. „Die haben mir wirklich gut gefallen. Frisia hat viele gute junge Spieler im Team“, lobte Mewes. Neben den erfahrenen Kräften haben Spieler wie Alexander Otto, Malte Christiansen oder Tim Ingwersen, die bisher noch nicht so häufig bei Lindholm in Erscheinung getreten sind, dem Spiel des Bezirksoberligisten ihren Stempel aufgedrückt.

Die dritte Begegnung zwischen Husum und Lindholm bestimmte der Verbandsligaclub. „Hier spielten die Husumer einfach cleverer“, machte Mewes einen Klassenunterschied aus, der sich letztlich im 2:0-Sieg der Stormstädter niederschlug. Beide Treffer erzielte Neuzugang Jann-Iven Jensen (TSV Rantrum) ind der 20. und 30. Minute. Zwischen den beiden Toren hat Frisia zwar Druck gemacht, wurde dann aber von den ruhiger und abgeklärter wirkenden Stormstädtern ausgekontert. Bei den Husumern stand Andre Teubler zwischen den Pfosten und Ingo Cornils dirigierte als Libero die Defensive, während Hans-Peter Hansen im Mittelfeld noch viel experimentierte.

Die Seether waren sich mit Bodo Schmidt und Hans-Peter Hansen einig, dass es ein guter Test für alle Mannschaften war. Während Husum und Lindholm sich auf den Saisonstart in Verbandsliga und Bezirksoberliga vorbereiten, freut man sich in Seeth auf eine spannende Kreisligasaison, die am Ende zumindest die Qualifikation für die neue Kreisoberliga bringen soll.

24. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

Testspiele: Fußballer auf Formsuche

Flensburg (joh/noh) – Am Wochenende waren die Fußballer wieder im Großeinsatz. Rechtzeitig zum Auftakt der Punktspiele in Form zu sein, lautet die Vorgabe, für die die Spieler ordentlich schwitzen mussten.

Kreisligist TSV Seeth-Drage hatte zu einem Blitzturnier die Husumer SV (Verbandsliga) und Frisia Lindholm (Bezirksoberliga) eingeladen. In der ersten Begegnung hielt der Gastgeber gegen Husum sehr gut mit und verlor nur mit 0:1. In der zweiten Partie ging dem TSV Seeth-Drage dann ein wenig die Luft aus. Gegen Frisia Lindholm unterlag der Kreisligist in 45 Minuten Spielzeit deutlich mit 0:7. Im "Finale" spielte Husum cleverer und siegte mit 2:0.

24. Juli 2007 · Flensburger Tageblatt

Nachrichten

Stark besetztes Blitzturnier in Seeth

Seeth (sh:z) – Schon zum dritten Mal veranstaltet der TSV Seeth/Drage im Rahmen der Vorbereitung ein Blitzturnier mit hochkarätiger Besetzung. Neben dem Fußball-Kreislisten ist wieder der Verbandsligist Husumer SV sowie erstmalig der Bezirksoberligist Frisia Lindholm dabei. Beide Gastmannschaften reisen mit ihren neuen Trainern an. Husum mit Ex-Coach Hans-Peter Hansen und Frisia mit Bodo Schmidt, der von Flensburg 08 zu den Nordfriesen wechselte. Das Turnier findet am Sonnabend auf dem Sportplatz in Seeth statt. Die Spiele dauern jeweils 45 Minuten. Auch in diesem Jahr wird mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem für das leibliche wohl während und nach dem Turnier gesorgt. Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr mit einem Vorspiel einer Jugendmannschaft. Im Anschluss ab 14 Uhr startet der Gastgeber mit dem ersten Spiel gegen den Husumer SV. Nach kurzer Pause folgt um 15 Uhr das zweite Spiel gegen Frisia Lindholm, und zum Abschluss (16 Uhr) spielt der Husumer SV gegen Frisia Lindholm. Nach den Spielen folgt eine kleine Siegerehrung, und die Verantwortlichen der Vereine werden sich wieder in einer kleinen Talkrunde zum Turnier, zur Vorbereitung und den Saisonzielen äußern.
18. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
FS 28.07.07 SV Husum (Niedersachsen) Husumer SV 3:5

Nachrichten

Keine Husumer Gastgeschenke

Husum (ree) - Zu einem Gastspiel der besonderen Art weilte die (allerdings stark ersatzgeschwächte) Verbandsliga-Mannschaft der Husumer SV am Wochenende in Niedersachsen. Eingeladen war das Team vom SV Husum (Samtgemeinde Landleben), der sein 50-Jähriges Vereinsjubiläum feierte. Beim sportlichen Teil der Veranstaltung machten die Stormstädter noch keine Gastgeschenke. Sie schlugen den Kreisligisten nach einer überlegen geführten Partie mit 5:3 (2:1). „Aber“, so Rolf von Bartikowski, der Erste Vorsitzende der Nordfriesen, „nach vielen, vielen Tormöglichkeiten hätte es auch zweistellig für uns ausgehen können.“ Die Tore für den Verbandsligisten erzielten Michael Petersen und Sebastian Steglich vor der Pause sowie Lukas Hertting, Marcel Otto und Max Hundsdörfer nach dem Wechsel. Im Anschluss an das Spiel gab es im Vereinsheim des SV Husum einen Empfang für die Gäste aus dem hohen Norden, bei dem Reden gehalten und Erinnerungsgeschenke ausgetauscht wurden. Und natürlich wurden die Husumer von den Husumern auch köstlich bewirtet. „Wir sind sehr nett aufgenommen worden“, so das Fazit von SV-Ligamanager Dieter Schleger. Nach einem üppigen Frühstück am Sonntagmorgen brachen die Stormstädter wieder in Richtung Heimat auf.
31. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten:

Testspiel: SV Husum gegen Husumer SV

Husum (ree) – Es klingt seltsam, ist aber so: Die Husumer SV reist am Wochenende zu einem Freundschaftsspiel zum SV Husum (Sbd., 17 Uhr). Zustande gekommen ist der Kontakt zu diesem Namensvetter in Niedersachsen (Samtgemeinde Landleben) vor über 20 Jahren. Damals waren die Fußballer aus der Nähe Nienburgs bei Frisia Husum zu Gast. Jetzt feiert der Sportverein sein 50-jähriges Jubiläum und Fußballobmann René Geisler hat bei den Stormstädtern angefragt, ob ein Rückspiel möglich sei. "Wir haben natürlich spontan zugesagt", verrät Rolf von Bartikowski, der erste Vorsitzende des Nordsee-Clubs. So wird am Sonnabendmorgen eine Crew der Husumer SV in Richtung Süden starten. Neben von Bartikowski werden Ligaobmann Dieter Schleger, Fußballobmann Reinhard Grünhoff sowie Geschäftsführer Anton Christiansen die Delegation leiten. Die Mannschaft wird aus Spielern der ersten und zweiten Garnitur zusammengestellt. Nicht dabei sein wird Trainer Hans-Peter Hansen, der sich in Urlaub befindet.
27. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 31.07.07 MTV Leck Husumer SV 0:6

Nachrichten

MTV Leck verliert mit 0:6 gegen Husum

Leck (pu) – Die Fußballer des MTV Leck mussten im letzten Testspiel vor der Saison in der Bezirksoberliga mit 0:6 (0:4) gegen die Husumer SV eine herbe Niederlage einstecken. "Wir hatten nie den Hauch einer Chance. Die Husumer haben gezeigt, dass sie spielerisch und körperlich viel weiter sind als wir", sagte MTV-Trainer Malte Köster. Zufrieden war Husums Ligaobmann Dieter Schlegel: "Die Spieler haben sich an die Vorgaben ihres Trainers gehalten. Wir sind gut vorbereitet für das erste Spiel gegen den Heider SV." Trainer Hans-Peter Hansen ist noch in Urlaub, aber auch ohne ihn spielte Husum diszipliniert und wie aus einem Guß. Leck hingegen wirkte nach dem 0:1 durch Marcel Otto (8.) verunsichert und kam während der gesamten 90 Minuten zu keiner echten Torchance. Lecks Verteidiger hatten große Probleme mit ihren laufstarken Gegenspielern. Per Doppelschlag erhöhte Gerrit Müller (19./21.) zum 0:3, Sebastian Steglich (30.) traf mit einem trockenen Schuss aus 18 Metern zum 0:4. Bitter für Leck: Nach einem Foul von Christian Herpel schied Matthias Grünberg verletzt aus und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus nach Niebüll gefahren. Müller (61.) und Marcel Otto (86.) schraubten das Ergebnis auf 0:6, MTV-Torhüter Thomas Widder verhinderte mit vielen Paraden eine höhere Niederlage.
2. August 2007 ·sh:z-Nordfriesland Sport
Test 04.08.07 Husumer SV TSB Flensburg 2.2

TSB mit besserem Start

Bezirksoberligist 2:2 im Test bei der Husumer SV
Doppel-Deckung: Martin Donner (links) und Marco Bartelsen bedrängen den Husumer Marcel l Otto. Foto: Voss

Husum (ree) – Das 2:2 (0:2) im Test zwischen der Husumer SV und dem TSB Flensburg konnte die Gäste am Ende mehr befriedigen als die Hausherren. Besonders in der ersten Halbzeit wirkten die Fördestädter wesentlich spritziger und nach den frühen Toren von Daniel Tramm (3. und 16.) schien es, als sollten die Husumer eine Lektion erhalten. Aber dazu kam es nicht. Die Nordfriesen besannen sich in der Folgezeit auf ihre spielerischen Qualitäten, gewannen aber erst in der letzten halben Stunde an Übergewicht.

Aus dieser Zeit resultierten auch die beiden Husumer Tore. Das 1:2 (63.) gelang Marcell Otto nach dem besten Husumer Angriffszug des Spiels, für das 2:2 (85.) zeichnete Ingo Cornils verantwortlich, der einen Foulelfmeter sicher verwandelte.

Holger Sohrweide war mit dem Nachmittag überaus zufrieden. „Wichtig ist, dass wir einen guten Test hatten“, sagte der Ligamanager des TSB. Dieter Schleger, sein Husumer Kollege, ließ auch kritische Töne hören. „Wir sind zu lasch ins Spiel gegangen“, sagte der Mann, der Hans-Peter Hansen auf der Trainerbank vertrat.

Auf störend hohem Rasen verbuchten die Fördestädter die erste Hälfte klar für sich. Die Viererkette funktionierte hervorragend und im Mittelfeld wurden die Husumer Spielräume wirksam eingeengt. Die Gastgeber verzeichneten in diesem Abschnitt nur eine Torchance, die Lukas Hartting (20.) vergab. Der TSB hätte seinen Vorsprung durch Tramm (35.) und Mike Guth (38.) noch ausbauen können.

Nach der Pause, als die Partie phasenweise ihren freundschaftlichen Charakter einbüßte, setzten die Husumer ihr spielerisches Format besser in Szene. Und durch Otto (50.) Dennis Schulte (57.) und Max Hundsdörfer (68.) hatten sie jetzt auch ein Plus an Möglichkeiten. Der TSB kreuzte nur noch ein Mal aussichtsreich vor dem Husumer Tor auf. Und da reagierte SV-Keeper André Teubler mit Bravour auf den Schuss von Andy Stark (65.).

Husumer SV: Teubler – Herpel, Cornils, Schulte – Jensen, Saeltz, Steglich, Lies, Petersen – Hartting, Otto. Eingewechselt: Becken, Harsen, Strüning, Hundsdörfer.
TSB Flensburg: Sohrweide – Bartelsen, Donner, Ortmann, Andresen – Schmeling, Jacobsen, Guth, Stark – Duratovic, Tramm. Eingewechselt: Dogs, Raitzig, Drobny, Lauer, Sindt.
Schiedsrichter: Alfred Lorenzen (Husum).

6. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Husumer SV geht gut gerüstet in den letzten Test

TSB Flensburg kommt mit der Empfehlung eines 2:1-Sieges beim ETSV Weiche / Rettkowski fehlt noch

Husum (ree) – Eine Woche noch, dann geht es für die Husumer SV (gegen den Heider SV) wieder um Punkte in der Fußball-Verbandsliga. Zu einem letzten Test hat der Verein für Sonnabend (16 Uhr) den TSB Flensburg engagiert.

„Auf das Spiel freuen wir uns“, sagt Holger Sohrweide, der beim Fördeclub wieder das Amt des Ligamanagers bekleidet. Die Flensburger schafften in der Bezirksoberliga zuletzt den vierten Platz und wollen in der kommenden Saison ähnlich gut abschneiden. Dabei haben sie die Qualifikation für die Verbandsliga fest im Visier. Ein hinreichend ausgestatteter Kader steht Trainer Kai Hinrichs dafür zur Verfügung. Nur Lasse Sohrweide, der es zuletzt auf 25 Saisontore brachte, hat den Verein in Richtung Flensburg 08 verlassen. Dem stehen aber sieben Neulinge gegenüber, unter denen drei ehemalige A-Jugendliche sind. „Alles entwicklungsfähige Leute“, so Holger Sohrweide. In einem Testspiel gegen den Lokalrivalen ETSV Weiche verbuchte der TSB am vergangenen Dienstag einen 2:1-Sieg. Sohrweide: „Insofern fahren wir also gut gerüstet nach Husum.“

Gut gerüstet ist allerdings auch der Verbandsligist. Denn ein 6:0 beim MTV Leck schafft man nicht eben mal im Vorbeigehen. „Das war wirklich überragend“, schwärmt auch Fußball-Obmann Reinhard Grünhoff, der die Mannschaft derzeit zusammen mit Ligamanager Dieter Schleger betreut (Trainer Hans-Peter Hansen ist noch in Urlaub). „Nun wollen wir die gute Vorbereitung mit einer guten Leistung abschließen“, unterstreicht Grünhoff den Stellenwert der Partie gegen den TSB. Einzig Sascha Rettkowski, der noch an einer Knöchelverletzung laboriert, wird aus der Reihe der „gesetzten“ Spieler nicht dabei sein. Grünhoff: „Ansonsten hoffen wir, dass sich allmählich die Stammformation herauskristallisiert.“

Am Sonntag (15 Uhr) ist die Husumer SV zu einem Pokalspiel auf Kreisebene Gast von IF Tönning.

3. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP 05.08.07 IF Tönning Husumer SV 1:3

Fußball in Zahlen

Kreispokal, 1. Runde:

TSV Süderlügum – TSV Ladelund 2:0
Gardinger TSV – TSV Rantrum 0:3
FC Langenhorn – MTV Leck 2:1
Germ. Breklum – Bredstedter TSV 1:2
TSV Amrum – TSV Klixbüll 5:3
Fahretoft-Waygaard – Stedesand 1:8
TSV Achtrup – Team Sylt/Norddörfer 0:3
TSV Nordstrand – SZ Arlewatt 1:4
TSV Goldebek – TSV Drelsdorf/A/B 2:1
TSV DE Viöl – FSV Wyk 0:18
IF Tönning – Husumer SV 1:3
Pellworm – Tönninger SV kpfl. Tönning
SV Schobüll – Rödemisser SV 1:9
Oldenswort – Friedrichstadt heute 19 Uhr
RW Niebüll – Wiedingh.-E. heute 19 Uhr
SV Enge-Sande – SV Frisia 03 14.8., 19 Uhr
Fett gedruckte Mannschaften haben die 2. Runde erreicht. Voraussichtlicher Spieltermin ist Mittwoch, 22. August.
7.. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Erste Runde im Kreispokal ausgelost

Husum (sh:z) – Für den Fußball-Kreispokal 2008 haben 32 Mannschaften gemeldet. Für die 1. Runde wurde folgende Begegnungen ausgelost: FC Langenhorn – MTV Leck, TSV Amrum – TSV Klixbüll, RW Niebüll – SG Wiedingh.-Emmelsbüll, SV Enge-Sande – Frisia 03 Lindholm, TSV Süderlügum – TSV Ladelund, TSV Fahretoft-Way. – TSV Stedesand, TSV Achtrup – Team Sylt/Norddörfer, TSV Nordstrand – SZ Arlewatt, Germania Breklum – Bredstedter TSV, TSV Goldebek – TSV Drelsdorf, TSV Viöl – FSV Wyk-Föhr, IF Tönning – Husumer SV, TSV Pellworm – Tönninger SV, SV Schobüll – Rödemisser SV, TSV Oldenswort – BW Friedrichstadt, Gardinger TSV – TSV Rantrum. Die Spiele werden am kommenden Sonntag, 15 Uhr, ausgetragen. Folgende Pokalspiele wurden jedoch verlegt: Süderlügum – Ladelund auf Freitag, 19.30 Uhr, Oldenswort – Friedrichstadt auf den Dienstag, 7. August, Breklum – Bredstedt auf Sonnabend, 16 Uhr, BGS-Gelände Bredstedt.

Weitere Termine: 2. Runde am Mittwoch, 22. August, 19 Uhr; 3. Runde am Mittwoch, 3. Oktober, 15 Uhr; Halbfinale und Finale werden 2008 gespielt.

31. Juli 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP 08.08.07 TSV Goldebek Husumer SV 1:5

Kreispokal: Volker Schallhorn und Manfred Usadel gegen ihre Ex-Vereine

Husum (usc) – Die Husumer SV hat's schon geschafft (5:1 beim TSV Goldebek), am Mittwoch (19 Uhr) wollen fünf weitere Teams in die dritte Runde des Fußball-Kreispokals einziehen. Die Partien TSV Amrum – TSV Stedesand und TSV Süderlügum – FSV Wyk werden zu einem späteren Zeitpunkt (vermutlich am 3. Oktober) ausgetragen.

Die Partien im Überblick:
FC BW Friedrichstadt – FC Langenhorn. Der Saisonstart in die Bezirksliga verlief für beide Teams eher holprig. Ob's im Pokal wohl besser läuft?
Tönninger SV – TSV Rantrum. Rantrums Coach Volker Schallhorn kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Sein Team kann nach dem Derbysieg in Husum erst einmal aufatmen.

SZ Arlewatt – Rödemisser SV. Zwei Spiele, zwei Siege – das lässt sich gut an für das Sportzentrum in der Kreisliga. Anders erging es dem RSV im Bezirksliga-Spiel in Schuby. Von einem "kollektiven Blackout" und einer "verunsichert scheinenden Mannschaft" ist auf der Homepage zu lesen. Immerhin: Neuzugang Ilhan Alim soll gut gespielt haben.

TSV Rot-Weiß Niebüll – Bredstedter TSV. Tabellenführer (Kreisliga) gegen Tabellenführer (Bezirksliga) – das verspricht Spannung. Rot-Weiß-Coach Manfred Usadel war neun Jahre lang Trainer in Bredstedt.

SV Frisia 03 – Team Sylt/Norddörfer. 6:0 hieß es im Punktspiel zum Saisonstart – schlagen "Bodos Ballermänner" am Mittwoch erneut zu?

21. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball

Kreispokal: Husum spielt schon heute beim TSV Goldebek

Joldelund (sh:z) - Bereits heute (Anpfiff 19 Uhr) bestreiten der TSV Goldebek und die Husumer SV ihre (vorverlegte) Zweitrunden-Partie um den Fußball-Kreispokal. Darüber informierte uns gestern Frank Thomsen, der Coach der Goldebeker. In Runde eins hatte sich der Klub aus der Kreisklasse A am Sonntag 2:1 gegen den TSV Drelsdorf/A/B (Kreisliga) durchgesetzt, Verbandsligist Husum hatte ebenfalls am Sonntag beim Kreisligisten IF Tönning 3:1 gewonnen.
8. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
1. ST 11.08.07 Husumer SV Heider SV 0:1

Husumer Fehlstart!

11.08.2007

Husumer SV - Heider SV

0 : 1 (0:0)


Eine böse Überraschung erlebte die Husumer SV zum Saisonauftakt im Westküstenderby gegen den Heider SV. Vor 333 Zuschauern kassierte die Elf von Hans-Peter Hansen völlig verdient eine 0:1-Niederlage. Es passte noch nicht viel zusammen im Husumer Spielaufbau, pomadig wirkte er über weite Strecken. Mit ungenauen Zuspielen und vielen langen Bällen stellte man die gegnerische Abwehrreihe vor keine allzu großen Probleme. Nichts zu sehen war an diesem Nachmittag von den spielerischen Fortschritten der letzten Saison, dazu war auch einfach zu wenig Bewegung im Spiel. Erst Mitte der zweiten Halbzeit rauften sich die Nordfriesen zusammen und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Doch die Gäste ließen nichts mehr anbrennen, konnten sich weiter auf ihre sicher stehende Defensive verlassen. Marcell Voß, in dieser Saison zu den Dithmarschern gewechselt, spielte eine überzeugende Partie und war mit der neu formierten Abwehrformation Garant für den Heider Sieg. Auch mit seiner Vorhersage über den Spielausgang lag Voß völlig richtig: »Wir gewinnen 1:0«, hatte er vollmundig angekündigt - und sollte recht behalten! Husums Trainer Hans-Peter Hansen hatte an der Auftaktniederlage mächtig zu knabbern: »Der Sieg der Heider geht in Ordnung, sie wirkten einfach robuster und cleverer. Uns fehlte einfach die Spritzigkeit und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.« Heides Trainer Alfred Hußner, der nach acht Niederlagen in Folge gegen Husum mit seiner Elf wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnte, hatte natürlich gut lachen. »Husum wirkte in der zweiten Halbzeit zwar optisch überlegen, aber wir haben unsere Konterchancen optimal genutzt.«

Schon nach drei Minuten verpasste Gerrit Müller nach einem Weitschuss von Pierre Becken knapp, doch dann plätscherte die Partie vor sich hin. Husum konnte nicht, Heide wollte nicht. Denn zunächst versuchten die Dithmarscher, in der Defensive die nötige Sicherheit zu bekommen. Die gelegentlichen Konter der Gäste waren eher harmlos - aber da standen ihnen die Husumer in nichts nach. Erwähnenswert nur ein Seitfallzieher von Gerrit Müller (34.), dem ein gelungener Angriff über die sonst verwaiste rechte Seite voraus ging. Munterer wurde es erst nach der Pause, jetzt kam Derbystimmung auf. Die Zweikämpfe wurden verbissener geführt, es ging engagierter zur Sache. »Wir haben erst in der zweiten Halbzeit viel mehr ins Spiel investiert, couragierter gespielt«, gab Husums Trainer Hans-Peter Hansen zu Protokoll. Da hatte er sicherlich Recht, doch die Dithmarscher waren in den entscheidenden Situationen einen Tick beweglicher und schneller, setzten - wenn auch wenige - vielversprechende Konter.

Das führte zwangsläufig zur Heider Führung: In der 52. Spielminute schaltete Costa Freise einfach schneller und düpierte die gesamte Husumer Abwehr. Sein Schuss ins lange Eck war für Torhüter André Teubler unhaltbar. Eine Minute zuvor hatte Husums Torjäger Gerrit Müller mit einer spektakulären Aktion die Führung der Hausherren verpasst. Nach einem tollen Flankenlauf über die linke Seite von Pierre Becken verfehlte der Flugkopfball von Müller das Tor nur um Zentimeter. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit, doch die Nordfriesen standen sich sprichwörtlich selbst im Weg. Zu überhastet und unkonzentriert wurden die Möglichkeiten vergeben. Jann Iven Jensen zielte nach einer Ecke genau so knapp vorbei (56.) wie Pierre Becken (69.), der herrlich von Gerrit Müller im Strafraum freigespielt wurde. Die endgültige Entscheidung für die Heider vergab schließlich Tim Ostermann in der 72. Minute, aus elf Metern zielte er freistehend neben das Husumer Tor.

 
Tore: 0:1 Freise (52.)
beste Spieler: Fehlanzeige / Voß, Mannschaftsleistung
Ecken: 3 : 2
Chancen: 5 : 2
Zuschauer: 333
Schiedsrichter: Kohlmann (Kiel)
gelbe Karten: Otto (27.), Herpel (47.), Müller (53.), Schulte (85.) / Voß (76.), Freise (80:)
Aufstellung:

Teubler - Schulte, Cornils, Herpel - Steglich (76. Strüning), Saeltz, Becken, Alla (62. Hertting), Jensen (78. Berger) - Otto, Müller.

Dau - Holst, Quade, Voß, Jarchow - Ladendorf, Ostermann (74. Becker), Schulze (67. Stinzing), Freise (83. Lemburg) - Börensen, Hardock.

  HI 12.08.2007

0:1-Schlappe im Westküsten-Derby

Freise besiegelt mit seinem Tor Husums Fehlstart
Ungewohntes Bild: Husums Mittelfeldspieler Erion Alla (zweiter v.li.) beim Kopfball. Foto: Voss

Verbandsliga: Die Übersicht

Auftakt nach Maß für die Titelanwärter: Der VfR Neumünster setzte sich mit dem 6:0 bei Kilia Kiel an die Spitze, auch Meister TSV Kropp (4:2 in Breitenfelde), Holstein Kiel II (3:1 in Todesfelde) und Eider Büdelsdorf (2:0 gegen Eichede) gewannen. Neben Breitenfelde patzte auch Mitaufsteiger ETSV Weiche auf eigenem Platz (2:3 gegen Bargteheide). Neuling Itzehoe schlug den TSV Altenholz mit 1:0. In ungewohnt niedrigen Tabellenregionen findet sich die Husumer SV nach dem 0:1 gegen den Heider SV wieder. Flensburg 08 verlor 1:3 beim Heikendorfer SV. Am Dienstag und Mittwoch steht bereits der zweite Spieltag auf dem Programm, unter anderem mit dem "Kracher" Flensburg 08 gegen Husumer SV.

Husum (ree) – Glückliche Heider! Nach zehn vergeblichen Bemühungen haben sie in der Fußball-Verbandsliga mal wieder gegen die Husumer SV gewonnen. Und der 1:0 (0:0)-Sieg in der Stormstadt war auf Grund eines kompakten Auftretens wohl verdient.
Einer konnte schon vor Tagen sagen, wie dieses Derby ausgeht: Marcell Voss. "Es wird eine verdammt enge Kiste und wir gewinnen 1:0", prophezeite der Ex-Husumer, der jetzt wieder bei den Dithmarschern spielt.
Und dass er Recht behielt, dafür konnten Voss und seine Mannschaftskameraden sich bei Costa Freise bedanken. Der Lenker im Heider Mittelfeld kam in der 51. Minute ziemlich frei im Husumer Strafraum an den Ball, fabrizierte eine für sein Alter (37) sehr schnelle Drehung und brachte das Leder an André Teubler vorbei ins lange Husumer Toreck. Groß der Jubel bei den Gästen, wachsende Skepsis bei den Husumer Fans.
Unmittelbar zuvor freilich hätte die Partie auch die andere Richtung nehmen können. Denn da gab der Husumer Pierre Becken seinem Widersacher Tim Ostermann in einem fulminanten Dribbling das Nachsehen und flankte von der Grundlinie präzise zur Mitte. Gerrit Müller flog ebenso präzise heran, traf mit seinem Kopfball aber nicht das anvisierte Ziel.
In der ersten Halbzeit hatten die Zuschauer einen eher faden Saisonauftakt erlebt, bei dem die Akteure die gegnerischen Strafräume wie Tabuzonen behandelten. Mit der Folge, dass die Gäste keine, die Hausherren ein paar "halbe" Torchancen verzeichneten. Wobei die von Gerrit Müller (33.) wenigstens etwas fürs Auge bot. Mit einem Seitfallzieher verfehlte er den Torwinkel nur knapp. Ingo Cornils (25.) und Jann Iven Jensen (39.) versuchten es mit Distanzschüssen.
Bei der eklatanten Offensivschwäche beider Teams drängte sich schon zur Halbzeit der Gedanke auf: Wer hier das erste Tor schießt, gewinnt.
Wobei die Husumer sich nach dem Gegentreffer von Freise wohl an der Ehre gepackt fühlten und die Schlagzahl erhöhten. Der Heider SV geriet unter Druck, blieb allerdings immer in der Lage, den einen oder anderen Konter zu fahren. Am heftigsten bedrohte Becken das Tor der Gäste. Aber weder mit seinem Kopfball (55.) noch mit seinen Schüssen (63. und 69.) hatte der jetzt auffälligste Husumer Glück. Auf der Gegenseite hätte Ostermann seinem Team endgültig Ruhe verschaffen können. Aus unbedrängter Position und kurzer Distanz setzte er den Ball jedoch neben das Husumer Tor. Teubler hätte keine Chance gehabt.
Das glaubte man auf der Gegenseite auch vom Heider Torsteher, aber der schnappte sich den Kopfball von Müller und rettete den Dithmarschern damit den ersten Sieg nach sechseinhalb Jahren. "Ganz unverdient war der Sieg nicht", befand Heides Coach Alfred Hußner nach Spielschluss und monierte an seinem Team nur, "dass wir uns zum Schluss zu stark haben unter Druck setzen lassen." Husums Trainer Hans-Peter Hansen sagte: "Anfangs war unser Spiel nach vorn träge. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr investiert. Der Ausgleich wäre verdient gewesen."
Husumer SV: Teubler – Schulte, Cornils, Herpel – Saeltz, Becken, Steglich (76. Strüning), Alla (61. Hertting), Jensen (77. Berger) – Otto, Müller. Heider SV: Dau – Jarchow, Voss, Holst – Ostermann (75. Becker), Ladendorf, Freise (83. Lemburg), Quade, Schulze (62. Stintzing) - Börensen, Hardock. Schiedsrichter: Jan Kohlmann (Kiel). Zuschauer: 333.
13. August 2007 · Flensburger Tageblatt

Husum gegen Heide: Geht's auch ohne Voss?

Es geht nicht nur um Punkte, sondern auch um die "Vorherrschaft" an der Westküste: Am ersten Spieltag der Fußball-Verbandsliga empfängt die Husumer SV am Sonnabend den Heider SV.
Einst Kollegen, jetzt Rivalen: Marcell Voss (rechts) und Sascha Rettkowski, dessen Einsatz im Westküsten-Duell fraglich ist. Foto: Staudt

Ballgeflüster

Saisonstart und Marcell Voss? Da war doch was? Am ersten Spieltag der Saison 06/07 gegen Flensburg 08 erzielte der Abwehrspieler ein kurioses Eigentor. Von der Mittellinie aus überwand er den fassungslosen André Teubler zum 2:1-Zwischenstand. Endesultat: 3:1 für Husum. (usc)

Husum (Gert Reese) – Wenn ein Sportler heutzutage gut drauf ist, ist er „heiß wie Frittenfett“. Heiß wie Frittenfett ist auch Marcell Voss. Mit dem Heider SV tritt er am Sonnabend (15 Uhr) zur Ouvertüre der Fußball-Verbandsliga bei der Husumer SV an. Dort hat er vier Jahre gespielt.

Voss´ Spielposition bei den Dithmarschern ist eine andere. Im Raum orientierten Abwehrverband nimmt er eine zentrale Position ein. „Und das macht er sehr gut“, sagt sein Trainer Alfred Hußner. Dass Voss mit der neuen Verantwortung gut umgehen kann, hat er in der Vorbereitung schon gezeigt. Mit einem 1:0 über den Itzehoer SV haben die Heider das Endspiel im Bezirkspokal (gegen Alemannia Wilster) erreicht und mit einem 5:0 über den SVGeest 05 auch die Generalprobe gut überstanden.

„Ich bin sehr zufreiden“, sagt Hussner und freut sich, dass Verletzungen in diesem Jahr ausgeblieben sind. Neben Voss ist Costa Freise der Mann, der das Spiel der Dithmarscher in dieser Saison mit „tragen“ soll. Der Ex-Itzehoer hat die 30 allerdings längst überschritten, ein halbes Jahr nicht gespielt und muss sich erst an seine neue Aufgabe im zentralen Mittelfeld gewöhnen. Das braucht Zeit. „Aber auch im vorderen Bereich entwickelt es sich“, gibt sich Hußner zuversichtlich.

Marcell Voss hingegen ist nicht nur zuversichtlich, sondern geradezu euphorisch, was die Aussichten seiner Mannschaft in der Stormstadt angeht. „Die können sich warm anziehen“, empfiehlt er seinen Ex-Kollegen in der ihm eigenen Angriffslust. Und verspricht sich von der Partie eine „ganz enge Kiste“.

Im Übrigen ist der Abwehrspezialist überzeugt davon, dass er, der mit den Husumern ausschließlich gegen Heide gewonnen hat, das Sieger-Gen mit nach Dithmarschern genommen hat und dort zur Wirkung bringen kann. Man wird sehen.

In der vergangenen Saison schafften die Stormstädter zwei mühsame 1:0-Siege gegen den kleinen HSV. „Jetzt gewinnen wir 1:0“, sagt Voss.

Es war der Heider SV, gegen den Hans-Peter Hansen vor zwei Jahren und zwei Monaten seinen „Trainer-Ausstand“ bei der Husumer SV feierte. 5:0 lautete damals der Endstand und die Dithmarscher waren chancenlos. „Inzwischen hat sich die Mannschaft aber erheblich stabilisiert“, weiß Hansen um die Schwere der morgigen Aufgabe. Der letzte Test vor dem Ernstfall ist mit dem 5:1 (2:0) im Kreispokal beim A-Klassen-Verein TSV Goldebek jedenfalls – ähnlich wie bei den Heidern – recht ordentlich über die Bühne gegangen. Mit Lukas Hertting und Jann Iven Jensen trafen zwei Neuzugänge, die weiteren Treffer steuerten Sebastian Saeltz, Pierre Becken und David Strüning bei.

Bedenklich stimmt Hansen nur, dass er mit Sascha Rettkowski und Michael Petersen zwei Verletzte zu beklagen hat. „Das ist erheblicher Qualitätsverlust“, sagt Hansen, der nun vor allem auf der linken Seite zu Experimenten gezwungen ist.

10. August 2007 ·sh:z-Nordfriesland Sport
2. ST 15.08.07 Flensburg 08 Husumer SV 3:1

Schlappe im Nachbarschaftsderby!

15.08.2007

Flensburg 08 - Husumer SV

3 : 1 (0:0)


Binnen vier Tagen verlor die Husumer SV auch das zweite Nachbarschaftsderby – diesmal mit 1:3 bei Flensburg 08. Nach sieben Siegen in Folge gegen die Fördestädter hatten die Nordfriesen diesmal zu Recht das Nachsehen, denn in der entscheidenden zweiten Halbzeit kam 08 gefährlicher vor das Husumer Tor und schlug in der Schlussphase eiskalt zu. Obwohl der erste Durchgang überwiegend von Taktik geprägt war, erarbeiteten sich die Husumer hier ein Chancenplus, konnten dies aber nicht ausnutzen. In der 17. Spielminute hatte Christian Herpel die Husumer Führung auf dem Fuß, aus 20 Metern strich das Leder nur um Haaresbreite über die Latte, Torhüter Hübner hätte keine Chance gehabt. Sechs Minuten später zog Jann Iven Jensen ab, sein Distanzschuss verfehlte knapp das Tor. Auch in der 37. Minute war Jensen wieder Ausgangspunkt für einen gefährlichen Husumer Angriff, seinen scharfen Freistoß verpasste Gerrit Müller um Zentimeter. Die letzte große Möglichkeit vereitelte Flensburgs Abwehr (45.). Nachdem Marcel Otto abgezogen hatte, konnte das Leder im letzten Moment vor dem einschussbereiten Müller weggeschlagen werden. Auf der Gegenseite klärte Torhüter Teubler sicher gegen Hill (3.) und Andresen (26.).

War der erste Durchgang weitgehend von taktiischen Zwängen geprägt, wurde nach dem Pausentee richtig gut Fußball gespielt. Die leider nur 200 Zuschauer sahen jetzt ein interessantes Nordderby. Husums Keeper stand jetzt öfter im Brennpunkt des Geschehens, als ihm lieb war. Nachdem er in der 54. Minute noch einen Flachschuss von Ben-Djebbi bravourös entschärfen konnte, hatte er vier Minuten gegen den gleichen Spieler das Nachsehen. Marcel Otto war ausgerutscht, der Torschütze konnte sich die Ecke aussuchen und versenkte das Leder unhaltbar ins Eck. Doch die Nordfriesen schlugen zurück: Der auffälligste Husumer Akteur, Christian Herpel, startete in der 69. Minute einen Alleingang über die linke Seite und flankte mustergültig zu Jann Iven Jensen, der aus spitzem Winkel zum Ausgleich traf.

Doch die Gastgeber wirkten keineswegs geschockt, es ging jetzt ein Ruck durch die Mannschaft. Zegar (72. aus dem Gewühl) und Seebauer (82.) zielten daneben, Torhüter Teubler verhinderte mit einem klasse Reflex gegen Schwarzwald die Führung der Fördestädter (83.). Doch in der gleichen Minute versenkte Rachner den Ball nach einem Eckball von Ben-Djebbi unhaltbar zur 2:1-Führung für die Hausherren. Die endgültige Entscheidung in der 86. Minute: Nach einem Alleingang von Hill, netzte Andresen die scharfe Hereingabe ein. Damit war das Nordderby entschieden, Flensburg war in den entscheidenden Szenen effektiver und zielstrebiger.

Die Nordfriesen sind jetzt gegen den Heikendorfer SV gefordert – bevor »die Luft dünner wird«. Eine Steigerung zum letzten Spiel gegen Heide war zwar erkennbar, doch es gibt noch einige Baustellen. 

Tore: 1:0 Ben-Djebbi (58.), 1:1 Jensen (69.), 2:1 Rachner (83.), 3:1 Andresen (86.)
beste Spieler: Ben-Djebbi, Hill / Herpel
Ecken: 4 : 3
Chancen: 10 : 6
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Dennis Lübker (TuS Collegia Jübek)
gelbe Karten:

Wulff (37.), Andresen (67.) / Otto (36.), Herpel (74.), Becken (90.)

Aufstellung:

Huebner - Schukat, Meyer-Joergensen (38. Zegar), Rachner, Wulff - Andresen (87. Grossmann), Ben-Djebbi, Schwarzwald, Hill - Sohrweide (46. Seebauer), Carstensen.

Teubler - Schulte (46. Alla), Cornils, Herpel, Otto (87. Berger) - Jensen (87. Will), Becken, Steglich, Saeltz - Hertting, Müller.

  HI/SW 16.08.2007

Zweite Niederlage: Fehlstart ist perfekt

"Heimfluch" besiegt: 08 schlägt Husum

Husumer SV unterliegt bei Flensburg 08 mit 1:3 Djebbi, Rachner und Andresen treffen zum 3:1
Eine der wenigen Szenen vor dem Husumer Strafraum: Der Flensburger Marcel Hill (re.) flankt, Jann Iven Jensen kommt zu spät . Foto: Dewanger

Flensburg (usc) – Flensburg 08 kann gegen die Husumer SV doch noch gewinnen. Nach drei Heimniederlagen in Folge seit 2005 bezwang das Team von Stefan Langeloh die Nordfriesen gestern Abend von 200 Zuschauern mit 3:1 (0:0) und feierte damit den ersten Sieg in der neuen Saison der Fußball-Verbandsliga.

Der Sieg der Gastgeber ging auf Grund der zweiten Hälfte vollauf in Ordnung, nachdem die erste Halbzeit überwiegend von der Taktik bestimmt worden war. Nachdem beide Teams ihre Auftaktbegegnungen verloren hatten, wollten sie anfangs nicht zu viel riskieren. Das sah auch 08-Coach Stefan Langeloh so: "Man hat beiden Teams angemerkt, dass ihre Saisonpremieren daneben gegangen waren."

Dafür wurden die Zuschauer von beiden Teams mit einem flotten zweiten Durchgang entschädigt, in dem sie ein richtig gutes Fußballspiel sahen. Die Flensburger Führung erzielte "Manne" Djebbi in der 58. Minute, als er aus 16 Metern unhaltbar für André Teubler ins Husumer Tor traf. Danach tat Husum etwas mehr für die Offensive und wurde belohnt. In der 67. Minute erzielte Jann Iven Jensen den Ausgleich. Danach lieferten sich beide Teams ein offenes Spiel mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Carsten Rachner traf in der 83. Minute nach einem Eckstoß von Djebbi zum 2:1, und drei Minuten später leistete der beste Flensburger, Marcel Hill, die Vorarbeit zum 3:1. Timo Andresen musste das Leder nur noch einschieben.

16. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport, Flensburger Tageblatt

08 wendet den Fehlstart ab

Fehlstart abgewendet: Bei Flensburg 08 mischten sich nach dem 3:1 im Verbandsliga-Derby gegen die Husumer SV ausgelassene Freude und stille Genugtuung. Am Sonnabend (15 Uhr) kommt nun der TSV Altenholz ins Stadion.
Gebannt sehen 08-Stürmer Torben Carstensen (li.) und Husums Christian Herpel dem Ball hinterher. Foto: Dewanger

Flensburg (usc) – "Das muss noch zu D-Mark-Zeiten gewesen sein." So antwortete Stefan Langeloh, Trainer der Verbandsliga-Fußballer von Flensburg 08, auf die Freage, ob er sich an den letzten Sieg gegen die Husumer SV erinnern könne. Ganz so lange ist es nicht her (September 2003) – egal, dem Coach war die Freude über das Ende der "schwarzen Serie" gegen Husum deutlich anzusehen.

3:1 (0:0) gegen den Nordrivalen, da sieht die Fußball-Welt schon wieder ein ganzes Stück freundlicher aus. "Ich freue mich sehr. Die Mannschaft hat ihr besseres Gesicht gezeigt", lobte Langeloh. Besonders angetan war er von der Reaktion seiner Spieler auf das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 nach 69 Minuten. Bei der Niederlage in Heikendorf hatte der erste Gegentreffer das junge Team spürbar verunsichert, diesmal ließen sie sich nicht beirren – und wurden belohnt, nachdem die Partie laut Langeloh "lange auf der Kippe gestanden" hatte. Den Ausschlag gaben eine Standardsituation und eine Klasse-Einzelaktion.
Zwei Ecken von "Malle" Djebbi hatten schon zuvor für heillose Aufregung in der wackligen 08-Abwehr gesorgt. Beim dritten Mal klingelte es dann – Abwehrchef Carsten Rachner war zur Stelle und drückte den Ball zum 2:1 über die Linie (83. Minute). Und vier Minuten später leitete der ganz starke Marcel Hill die Entscheidung ein. Bei seinem unwiderstehlichen Solo über die linke Seite ließ er die Husumer stehen wie Slalomstangen und bediente Timo Andresen, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte.

Ausgelassen tanzten die jungen Flensburger auf dem Rasen und feierten ihren ersten Saisonsieg. Auch ihr Coach war zufrieden, seine Gedanken waren aber schon beim Heimspiel gegen den TSV Altenholz am Sonnabend (15 Uhr). "Wie kriege ich die jungen Burschen wieder von Wolke sieben runter?", fragte sich Langeloh. Altenholz ist ein vermeintlich nicht so starker Gegner, aber darin könnte die Gefahr bei einem Team liegen, dessen Durchschnittsalter "21 und 'n Keks" (Langeloh) beträgt.

Dass noch nicht alles Gold ist, was glänzte, zeigte sich am Mittwoch zwischen der 58. und 69. Minute. Nach dem Führungstreffer von Djebbi, einem unhaltbaren Flachschuss aus 16 Metern, begann 08 zu wackeln und fing sich prompt den Ausgleich ein: Dem 1:1 von Jann Iven Jensen war ein Ballverlust von Djebbi vorausgegangen. 08 hatte gut begonnen, die zweite Hälfte der ersten Halbzeit gehörte aber den Gästen.

Langeloh hatte mit Carstensen und Sohrweide im Angriff begonnen und Sascha Schwarzwald ins Mittelfeld gestellt. Nach dem Wechsel rückte der Kapitän wieder in den Sturm, Seebauer kam für Sohrweide – fortan lief es besser bei den Flensburgern, bei denen der Einsatz des am Fuß verletzten Mads Meyer-Jörgensen gegen Altenholz fraglich ist.

17. August 2007 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV heute bei "Lieblings-Gegner" 08

Eine Serie ist gerissen (die gegen Heide), eine andere soll halten: Die Husumer SV hat zuletzt drei Mal bei Flensburg 08 gewonnen. Heute (19 Uhr) steht das reizvolle Duell wieder auf dem Spielplan.

Husum (ree) – Damit hatten die beiden Nordklubs in der Fußball-Verbandsliga vermutlich nicht gerechnet: Ihr Aufeinandertreffen an der Förde ist unversehens zum "Duell der Loser" geworden. Aber Flensburg 08 und die Husumer SV wollen heute Abend (19 Uhr) versuchen, die Scharte vom ersten Spieltag ganz schnell wieder auszuwetzen.

Die Statistik sieht die Stormstädter klar in der Favoritenrolle. Stets hatten sie in den vergangenen Jahren die Nase vorn, meist sogar recht eindeutig. Die drei letzten Gastspiele am Volkspark endeten 3:0 (zwei Mal) und 5:1 für Husum. Das wurmt insbesondere Stefan Langeloh, den neuen Coach an der Förde. "Wir sind heiß, wollen gewinnen und diese Serie beenden", gibt er zu Protokoll. Wobei ihn die Tatsache, dass das auch dem Heider SV gelungen ist, besonders zuversichtlich stimmen kann. Aber Langeloh weiß auch, dass seine Mannschaft sich gegenüber der Niederlage in Heikendorf (1:3) erheblich steigern muss – vor allem im Spiel nach vorn. "Da haben wir nichts entwickelt, da hat Ideenreichtum gefehlt", so der Trainer. Kann sein, dass er seinem Team, das drei Mal in derselben Besetzung aufgelaufen ist, an der einen oder anderen Stelle ein neues Gesicht verpasst.
Auch Husums Coach Hans-Peter Hansen hat aus dem Auftaktspiel die Botschaft erhalten, dass das Spiel in die Spitze der Verbesserung bedarf. "Dazu müssen die Spieler zu ihrer Form finden", so seine Feststellung. In der Tat: Saeltz, Becken & Co können mehr, als sie gegen den Heider SV gezeigt haben. Vor allem auch Erion Alla. "Und wir müssen uns über die Außenbahnen stärker präsentieren", fordert der Husumer Trainer.

Das ist der Spielbereich, wo früher Lars Hermann (links), Martin Herpel und manchmal auch Marcell Voss (rechts) für "Action" gesorgt haben. Aber alle drei sind nicht mehr da. Und da sich jetzt auch noch Michael Petersen verletzt hat, fehlt es spürbar an "Zangenbewegung". Ansonsten empfiehlt Hansen seinen Schützlingen genau die Marschroute, mit der die Husumer SV in den vergangenen drei Jahren stets deutliche Erfolge an der Förde hatte: "Nicht ängstlich agieren und forsch nach vorn spielen."

Fehlen auf Husumer Seite wird weiterhin Kapitän Sascha Rettkowski, der erst vorsichtig ins Lauftraining eingestiegen ist. Bei den Flensburgern hat Rückkehrer Sascha Schwarzwald Probleme mit dem Fußgelenk, kann aber vermutlich spielen.

15. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Reißt heute die Serie gegen den "Angstgegner" Husum?

Duell der "Fehlstarter" in der Verbandsliga: Nach dem 1:3 in Heikendorf wollen die Fußballer von Flensburg 08 heute (19 Uhr, Stadion) gegen den Nordrivalen Husumer SV die Wende schaffen und die Negativserie gegen die Nordfriesen beenden.
Antreiber auf der Außenbahn: Marcel Hill und seine Mitspieler sind "heiß" auf das Derby gegen Husum. Foto: Staudt

Flensburg (usc) – Eine Tabelle hat nach dem ersten Spieltag noch keine Aussagekraft. Man kann ihr nur entnehmen, dass sowohl Flensburg 08 (16.) als auch die Husumer SV (13.) den Saisonstart in der Fußball-Verbandsliga vermasselt haben. 08 unterlag 1:3 bei Aufsteiger Heikendorf, Husum musste sich dem Heider SV 0:1 geschlagen geben.
Zuvor hatte Heide neun Mal in Folge nicht gegen Husum gewonnen. Geht es nach 08-Trainer Stefan Langeloh, dann reißt heute (19 Uhr, Stadion) eine weitere Serie. Der letzte Flensburger Sieg gegen den Rivalen von der Nordsee liegt schon einige Zeit zurück, die beiden letzten Heimauftritte endeten jeweils 3:0 für die Husumer.

"Diese Serie wollen wir heute beenden", sagt Langeloh. Der Coach weiter: "Husum hat eine starke Mannschaft. Wir gehen mit Respekt an die Aufgabe heran, verfügen aber über genug Selbstbewusstsein." Um zu gewinnen, muss sich das junge 08-Team Chancen erarbeiten – daran haperte es zuletzt sowohl beim 0:2 im Bezirkspokal gegen Frisia 03 Risum-Lindholm als auch beim 1:3 im Punktspiel in Heikendorf. "Wir haben wenig Gelegenheiten herausgespielt und läuferisch zu wenig investiert. Die Bindung zwischen Mittelfeld und Sturm fehlte", zählt Langeloh einige der Ursachen auf, wirbt aber um Verständnis: "Die Mannschaft ist sehr jung und muss sich entwickeln. Es liegt nicht an der Einstellung, die Jungs haben alles probiert."

Abgeklärter müssten seine Schützlinge werden, Rückschläge (wie ein Gegentor) besser wegstecken, fordert der neue Coach. Stürmer Sascha Schwarzwald ist angeschlagen, wird aber heute spielen können. Die "schwarze Serie" endlich zu beenden, sollte Ansporn genug für das Langeloh-Team sein.

15. August 2007 · Flensburger Tageblatt
3. ST 18.08.07 Husumer SV Heikendorfer SV 0:1

Tristesse im Husumer Friesenstadion!

18.08.2007

Husumer SV - Heikendorfer SV

0 : 1 (0:1)


Auch im dritten Saisonspiel hatte die Husumer SV das Nachsehen und verlor gegen den Aufsteiger vom Heikendorfer SV mit 0:1. Zwar kam der Sieg der Gäste recht glücklich zustande, doch letztlich konnte man vor den aufopferungsvoll kämpfenden Kieler Vorstädtern nur den Hut ziehen. Ihnen langten zwei Torchancen im gesamten Spielverlauf, um das entscheidende Tor zu erzielen - da kann man wahrlich von effektiver Chancenauswertung sprechen. Basierend auf einer sicheren Abwehr versuchten die Gäste, mit Kontern zum Erfolg zu kommen, rannten sich aber immer wieder fest. Die Nordfriesen hatten ein deutliches Übergewicht, brauchten aber wieder zu lange, um richtig in Schwung zu kommen.

Erst in der zweiten Halbzeit waren ansehnliche Spielzüge zu sehen, doch man hatte den Eindruck, dass der Ball ins Tor getragen werden sollte. Und dann kam auch noch Pech hinzu, zweimal trafen die Hausherren das Aluminium - aber selbst am leeren Tor zielten die Spieler vorbei. Insgesamt war das zu wenig, um die Punkte noch einzufahren. Auch gegen einen dezimierten Gegner fand man nicht das passende Rezept. »Wir waren einfach nicht präsent genug und zu kopflos im Abschluss«, bilanzierte Husums Trainer Hans-Peter Hansen nach der Partie. »Erst im zweiten Durchgang haben wir Druck aufgebaut und waren überlegen.« Heikendorfs Co-Trainer Rainer Horst, der Cheftrainer Mladenovic vertrat, sprach von einem glücklichen Sieg: »Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, Husum war uns zwar spielerisch überlegen, aber unsere Abwehr stand.«

In einer aus Sicht der Nordfriesen enttäuschenden ersten Halbzeit, gingen die Heikendorfer in der 30. Spielminute durch Samet Aydemir in Führung. Mit einer tollen Einzelaktion narrte er zweimal die gesamte Husumer Abwehr und ließ Torhüter Teubler keine Abwehrchance. Finn Jaensch hatte vier Minuten später den zweiten Treffer auf dem Fuß. Herrlich von Aydemir freigespielt, konnte Teubler retten. Husum rumpelte sich durchs Mittelfeld, der Motor wollte bei einigen Kreativspielern einfach nicht anspringen, Torchancen waren Mangelware. Die größte verpasste David Strüning (30.), der am leeren Tor vorbei schoss. Kurz vor dem Wechsel hämmerte Jann Iven Jensen das Leder auf das Tor, aus 18 Metern konnte Torhüter Bohrmann noch abwehren.

Nach dem Pausentee bauten die Stormstädter endlich mehr Druck auf, jetzt wurde es eine einseitige Partie. Die Heikendorfer waren in der Defensive gebunden, gefährliche Konter gab es nicht mehr. Doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige.

Zum Pechvogel in dieser Begegnung avancierte eindeutig Gerrit Müller: In der 54. Minute köpfte er den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten, in der Nachspielzeit landete das Leder das zweite Mal am Aluminium - wieder mit dem Kopf. Auch der Nachschuss verfehlte das Ziel (91.) - wenn auch knapp. Mit einem Freistoß von Christian Herpel (67.), den Torhüter Bohrmann abwehren konnte, und einem Seitfallzieher aus 14 Metern von Jann Iven Jensen (70.), der knapp am Tor vorbeizischte, hatten die Nordfriesen ihr Pulver verschossen.

Es fehlt zurzeit an allen Ecken und Enden bei den Husumern, vom tollen Kombinationsfußball der letzten Saison ist nicht mehr viel zu sehen. Dazu kommt noch die angespannte personelle Situation, und jetzt geht es zu Eider Büdelsdorf!

Tore: 0:1 Aydemir (30.)
beste Spieler: - / Kahl
Ecken: 7 : 2
Chancen: 9 : 2
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Mustafa Yayla (Türkischer SV)
gelbe Karten: Hertting (58.), Saeltz (68.) / Jaensch (37.), Schnoor (50.), Schramm (57.), Wemmer (65.)
gelb/rot: Jaensch (66.), Wemmer (86.) beide weg. wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Teubler - Schulte, Herpel, Jensen - Steglich (46. Lies), Saeltz, Becken, Otto, Berger (65. Andresen) - Strüning (46. Hertting), Müller.

Bohrmann - Schnoor, Petersen, Schramm - Jaensch, Müller, Kahl, Giese (62. Stagneth), Woelk (92. Charlet) - Wemmer, Aydemir (79. Kristandt).

  HI 18.08.2007

Husum nutzt beste Chancen nicht

0:1 gegen Aufsteiger Heikendorfer SV / Trainer Hansen: "Erste Halbzeit war desolat"
Kein Durchkommen: Volker Petersen klärt vor Husums Gerrit Müller (li.). Foto: jv

Verbandsliga-Übersicht

Der VfR Neumünster (3:0 gegen das hoch eingeschätzte Team von Eider Büdelsdorf) und Holstein Kiel II (7:0 gegen Aufsteiger Breitenfelde) dominieren nach drei Spieltagen die Klasse. Noch ohne Niederlage sind auch der TSV Kropp nach dem 4:0 im Derby gegen den ETSV Weiche, der Heider SV (2:2 gegen Kilia Kiel) und Comet Kiel (0:0 gegen den SV Todesfelde). Wieder in der Spur ist auch Flensburg 08 nach dem 6:1 gegen den TSV Altenholz – Stürmer Torben Carstensen machte vier Tore, darunter ein Hattrick in der ersten Halbzeit. Am Tabellenende kleben vier Teams ohne Punkt. Kurios: Weiche sowie Breitenfelde und auch Rot-Weiß Moisling (1:4 in Eichede) weisen allesamt 2:13 Tore auf. Erst ein Tor geschossen, aber schon fünf kassiert hat der Vierte im Bunde, die Husumer SV – das 0:1 gegen Neuling Heikendorf war bereits die zweite Heimniederlage in Folge. Vielleicht ein kleiner Trost: Der nächste Gegner (am Freitag) Eider Büdelsdorf ist mit drei Punkten auch schlecht in die Saison gestartet.

Husum (ree) - Die Husumer SV kommt in der Fußball-Verbandsliga nicht von der Stelle. Mit dem 0:1 (0:1) gegen den Heikendorfer SV ging auch das dritte Spiel der Saison verloren. Die Hansen-Schützlinge, bei denen in der Abwehr neben Sascha Rettkowski auch Ingo Cornils verletzungsbedingt fehlte, wiederholten ihre Fehler: kein Fluss in den Kombinationen und kein Pfiff im Strafraum. Da nützte es den Nordfriesen gar nichts, dass Gäste-Co-Trainer Rainer Horst einräumte, einen „überglücklichen Sieg“ davongetragen zu haben.

Der Aufsteiger „lebte“ in erster Linie davon, dass die Husumer selbst hundertprozentige Chancen nicht zu Toren nutzten. Pechvogel Nummer eins war einmal mehr Gerrit Müller, der zwei Mal mit dem Pfosten vorlieb nehmen musste. Dorthin köpfte er in der 54.Minute einen Saeltz-Freistoß und dorthin bugsierte er auch unmittelbar vor dem Schlusspfiff eine gut getimte Rechtsflanke. Im zweiten Fall flog dem Goalgetter sogar noch der Abpraller auf den Schädel, aber da war Müller so überrascht, dass er das Leder nur noch ins Aus drücken konnte.

Viel „Dusel“ für den Aufsteiger und verständlich, dass Husums Coach Hans-Peter Hansen stöhnte: „Wir sind einfach nicht im Stande, den Ball über die Linie zu kriegen.“ Dabei hatte er aber noch mehr David Strüning im Sinn, der die größte Chance ausließ. Freie Bahn und das leere Tor hatte der Husumer Stürmer vor sich, als Kiels Keeper Thomas Bohrmann an der Strafraumgrenze mit einem seiner Vorderleute uneins gewesen war. Aber auch dieser Versuch (31. Minute) landete neben dem Gehäuse.

Die Heikendorfer brauchten nur zwei Szenen, um die Überraschung perfekt zu machen. Und gleich die erste brachte ihnen die Führung: Samet Aydemir umkurvte drei HusumerAbwehrspieler, schoss das Leder zunächst an den Pfosten und brachte den Abpraller im Tor unter. Da hätte man schon etwas energischer eingreifen müssen! Zwei Minuten später kombinierte der Torschütze prächtig mit Finn Jaensch, aber diesmal brachte André Teubler seine Hand rechtzeitig an den Ball.

Viel zu lange benötigten die Stormstädter, um dem Aufsteiger ihr Spiel auch nur annähernd aufzuzwingen. Wobei Trainer Hansen den ersten Durchgang sogar als „desolat“ bezeichnete. „Da waren kämpferische Momente nicht zu sehen“, sagte er. Das wurde erst

besser, als die Gäste (gelb-rot für Jaensch) nur noch mit zehn Mann auf dem Feld standen (65.). Es folgte die Phase, in der neben Müller auch Christian Herpel (65.), Jann Iven Jensen (70.) und Lukas Hertting (85.) gute Möglichkeiten zum Torerfolg hatten. Am Ende verteidigte Heikendorf die Führung mit neun Mann, weil auch Patrick Wemmer wegen Spielverzögerung das vorzeitig ging (86.).

Husumer SV: Teubler – Jensen, Herpel, Schulte – Saeltz, Becken, Otto, Steglich (46. Lies), Berger (63. Andresen) – Strüning (46. Hertting), Müller.
Heikendorfer SV: Bohrmann – Schnoor, Schramm, Petersen – Jaensch, Müller, Wemmer, Giese (63. Stagneth), Wölk (90. Charlet) – Aydemir (78. Kristandt), Kahl.
Schiedsrichter: Mustafa Yayla (Lübeck).
Zuschauer: 200.

20. August 2007 · Flensburger Tageblatt

Warten auf das Erfolgserlebnis

Null Punkte, 1:4 Tore – den Start in die neue Verbandsliga-Saison hatten sich die Fußballer der Husumer SV sicher anders vorgestellt. Nach der Niederlage bei Flensburg 08 kommt nun am Sonnabend (15 Uhr) der Heikendorfer SV.
Gebannt sehen 08-Stürmer Torben Carstensen (li.) und Husums Christian Herpel dem Ball hinterher. Foto: Dewanger

Flensburg (usc) – Der Stoßseufzer war verständlich. "Ich hoffe, dass wir auch bald ein Erfolgserlebnis haben", sagte Hans-Peter Hansen, Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV, während er die ausgelassen feiernden Spieler von Flensburg 08 betrachtete. 0:1 gegen Heide, 1:3 bei Flensburg 08 – eine Bilanz, die keinen Anlass zur Freude bietet.
Am Sonnabend (15 Uhr) kommt Aufsteiger Heikendorfer SV ins Friesenstadion. Der Neuling hat einen Sieg (3:1 gegen 08) und eine Niederlage (1:4 gegen Kilia Kiel) auf dem Konto. "Ein unangenehmer Gegner, aber die könnt Ihr schlagen", munterte 08-Coach Stefan Langeloh seinen Trainerkollegen auf.

Leicht wird's nicht. Zu den verletzten Sascha Rettkowski und Michael Petersen gesellten sich am Mittwoch Abend auch noch Dennis Schulte und Ingo Cornils, zudem steht Stürmer Gerrit Müller nicht zur Verfügung. "Ich hoffe, dass alle gegen Heikendorf wieder Lust auf Fußball haben", so Hansen.

Zwei späte Tore brachen den Nordfriesen vor 200 Zuschauern im Flensburger Stadion das Genick. Mahmoud Ben-Djebbi, klarer Sieger im Duell mit Marcel Otto, hatte seine Gefährlichkeit bei Standards schon zuvor mehrfach angedeutet. Und sein dritter Eckball – zuvor hatte André Teubler einen Kopfball von Sascha Schwarzwald prächtig pariert – führte zum 1:2. Bei Djebbis Ecke war die HSV-Abwehr nicht im Bilde, Carsten Rachner hatte in der 83. Minute wenig Mühe.

Nur drei Minuten später startete Marcel Hill, der mit Abstand beste Flensburger, ein unwiderstehliches Solo über die linke Seite. Seine präzise Flanke von der Grundlinie fand in Timo Andresen einen dankbaren Abnehmer. "Wir haben eine junge Mannschaft, man merkt, wenn ein erfahrener Mann wie Rettkowski fehlt", suchte Hans-Peter Hansen nach Ursachen.

Auch dem 0:1 von Djebbi (58.) war ein Fehler vorangegangen – Marcel Otto war beim Pass von Michael Zegar ausgerutscht.

Die Niederlage ging in Ordnung, obwohl das Spiel "lange Zeit auf der Kippe stand" (Langeloh). 08 hatte den besseren Start, doch die zweite Hälfte der ersten Halbzeit gehörte Husum. "Da hatten wir spielerische Momente und Torszenen", sagte Hansen. Die Fernschüsse von Christian Herpel (17.), Jann Iven Jensen (27.) und das "Pfund" von Marcel Otto (45.) verfehlten jedoch ihr Ziel.

Das 0:1 schockte die Nordfriesen nicht. Sie drängten auf den Ausgleich und wurden nach 69 Minuten belohnt: Jann Iven Jensen traf per "Kunstschuss" aus spitzem Winkel, nachdem der beste Husumer, Christian Herpel, energisch nachgesetzt und geflankt hatte. Mit einem Punkt hätten die Nordfriesen wohl gut leben können, doch dazu muss die Abwehr stehen und im Angriff mehr passieren als am Mittwoch. Gerrit Müller rackerte unermüdlich, bei Sturmpartner Lukas Hertting blieben dagegen fast alle Wünsche offen.

Es fehlen Stammspieler, es fehlen noch Sicherheit und Selbstbewusstsein – die HSV braucht ein Erfolgserlebnis. Am besten gleich gegen Heikendorf.

17. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
4. ST 24.08.07 FT Eider Büdelsdorf Husumer SV 2:1

Individuelle Fehler lassen Husum verzweifeln!

24.08.2007

Eider Büdelsdorf - Husumer SV

2 : 1 (1:0)


Mit einer unglücklichen 1:2-Niederlage im Gepäck kehrte die Husumer SV vom Auswärtsspiel aus Büdelsdorf zurück. Die Nordfriesen stellten sich wieder einmal selbst ein Bein, denn über weite Strecken war man gleichwertig und lieferte eine ansprechende Partie ab. Doch individuelle Fehler und eine mangelnde Chancenverwertung kosteten den verdienten Lohn. »Wir haben uns heute hier ordentlich präsentiert«, unterstrich Husums Trainer Hans-Peter Hansen die gute Leistung seiner Mannschaft. »Doch der Ball will einfach nicht ins Tor.«

Die Stormstädter begannen mit viel Engagement, der Ball lief schnell und sicher durch die eigenen Reihen - ein deutlicher Fortschritt gegenüber den vergangenen Partien war erkennbar. Durch das Mitwirken von Sascha Rettkowski gewann die Abwehr an Stabilität. Nur in der Sturmspitze hatte man immer wieder das Nachsehen. Zwar waren Gerrit Müller und Lukas Hertting sehr bemüht, die starke Abwehrreihe der Büdelsdorfer ließ sich aber nicht überrumpeln. Nur einmal konnte Gerrit Müller zum Kopfball ansetzen, doch er bekam keinen Druck hinter den Ball (12.). Da wirkten die Hausherren einfach cleverer, denn mit der ersten wirklich gefährlichen Situation ging Eider in Führung. In der 43. Spielminute war Sebastian Grzegorczyn schneller als Torhüter Teubler und köpfte das Leder nach einem Freistoß von der rechten Seite unhaltbar in die Maschen. Husums Torhüter machte dabei eine unglückliche Figur. Grzegorczyn war es auch, der praktisch mit dem Pausenpfiff aus 16 Metern abzog, diesmal zielte er aber knapp daneben.

Kurz nach dem Wechsel schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Drei Minuten nach Wiederbeginn ließ sich Sebastian Steglich das Leder abjagen, Johannes Brakhage konnte zum 2:0 einschieben und ließ Torhüter Teubler keine Chance. Die Nordfriesen waren geschockt, der Motor begann zu stottern. Eider kam jetzt zu einigen guten Tormöglichkeiten. Thorsten Petersen, der Lenker im Büdelsdorfer Mittelfeld, zog aus 12 Metern ab (62.) - nur um Zentimeter strich das Leder am langen Pfosten vorbei. Zwei Minuten später sorgte ein Volleyschuss von Timo Bruns für Aufsehen, doch auch hier verfehlte der Schütze das Ziel. Ein Freistoß aus 30 Metern von Kai Lass (66.) und ein Alleingang von Erkan Yildirim (72.) sorgten noch für Gefahr vor dem Husumer Tor, dann hatten die Gastgeber ihr Pulver verschossen. Auf der Gegenseite hatte Christian Herpel mit einem Fernschuss Pech, aus 30 Metern hämmerte er das Leder nur hauchdünn am Pfosten vorbei (74.). In der Schlussphase endlich der Anschlusstreffer für die Nordfriesen: Der aufgerückte Dennis Schulte köpfte nach einem Eckball unhaltbar ein (87.). Bezeichnenderweise fiel dieser Treffer durch einen Abwehrspieler. Die SV warf alles nach vorne, es langte jedoch nicht mehr.

Die vierte Niederlage in Folge konnte nicht mehr abgewendet werden. Ein völlig verpatzter Saisonstart ist damit perfekt. Ernüchternd, wie sich die Mannschaft durch eigenes Verschulden immer wieder selbst im Weg steht und wichtige Punkte verschenkt. Denn unschlagbar war auch Eider nicht - wie alle vorherigen Gegner! Jetzt gilt es im nächsten Heimspiel gegen Moisling endlich die ersten Zähler einzufahren, um nicht weiter zurückzufallen.

Tore: 1:0 Grzegorczyn (43.), 2:0 Brakhage (48.), 2:1 Schulte (87.)
beste Spieler: Lass, Hartung / Schulte
Ecken: 6 : 7
Chancen: 9 : 5
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Adler (Flensburg)
gelbe Karten: Lass (81.) / Müller (29.), Becken (93.)
Aufstellung:

Sörensen - Treptow, Lass, Hartung, Bruns - Drewes, Gregorczyn, Korkmaz, Petersen (76. Furthmann) - Brakhage (83. Witt), Yildirim.

Teubler - Herpel, Rettkowski (74. Andresen), Schulte, Steglich (61. Strüning) - Jensen (66. Berger), Saeltz, Becken, Otto - Hertting, Müller.

  Hl 24.08.2007

„Aussetzer“ kurz vor und nach der Pause

Verbandsliga: Die Übersicht

Nach vier Spieltagen steht nur noch der VfR Neumünster (4:2 in Breitenfelde) mit weißer Weste da. Holstein Kiels Zweite büßte beim 1:1 in Itzehoe den ersten Punkt ein. Itzehoe zählt ebenso wie Mitaufsteiger Heikendorfer SV (4:2 beim Tabellenletzten Moisling) zu den positiven Überraschungen der Saison. Stark auch der Heider SV, der 2:0 in Todesfelde gewann und Dritter ist. Von den Teams aus dem Norden ist Meister TSV Kropp (2:1 in Altenholz) vorn mit dabei, die Rot-Schwarzen haben ein Spiel weniger ausgetragen. Flensburg 08 kassierte bei Kilia Kiel die zweite Auswärtsniederlage der Saison (2:4) und steht im Mittelfeld. Den ersten Punkt holte Neuling Weiche beim 1:1 gegen Eichede, die Husumer SV verlor auch ihr viertes Spiel – 1:2 bei Eider Büdelsdorf und Platz 17 unter 19 Teams.

Büdelsdorf (ree) – Gut gespielt, aber doch wieder verloren – so lautet das Fazit für die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV nach dem 1:2 (0:1) bei der FT Eider Büdelsdorf. Damit warten die Stormstädter auch nach vier Spieltagen noch auf den ersten Punktgewinn.
Lange Zeit durften sich die Husumer Hoffnungen auf Zählbares machen. Denn sie versteckten sich beim Vizemeister nicht und hatten im ersten Durchgang über weite Strecken sogar mehr vom Spiel. Zudem wies die Abwehr mit Sascha Rettkowski im Zentrum wieder mehr Stabilität auf.

Pech dann für die Gäste, dass sie unmittelbar vor der Pause den ersten Gegentreffer kassierten. Keeper André Teubler flog nach einem Freistoß von Kai Lass ins Leere und Sebastian Gregorczyn köpfte ins leere Tor (43.). Und gleich nach dem Seitenwechsel passierte den Nordfriesen der nächste Fauxpas: Diesmal machte sich Johannes Brakhage die Unentschlossenheit von Sebastian Steglich zu Nutze und vollstreckte zum 2:0 (47.). "Es ist hart, durch solche Szenen nicht zum Erfolg zu kommen", sagte Husums Coach Hans-Peter Hansen.

Taktisch und spielerisch gab es hingegen wenig auszusetzen. Es fiel nur auf, dass die Mannschaft nicht mehr so zielgenau und konsequent zum Abschluss kommt wie früher. Hansen: "Da fehlte die Präzision." Auch mit dem Kopfball von Gerrit Müller (12.) hatte FT-Keeper Timm Sörensen keine Probleme (12.). Selbst nach dem 0:2 ließen die Gäste in ihren Bemühungen nicht nach, hatten vorerst aber keinen Erfolg. Lukas Hertting zielte knapp vorbei (50.) und Christian Herpel scheiterte zwei Mal mit fulminanten Weitschüssen (71. und 75.). Dem standen aber auch eine Reihe guter Eider-Chancen gegenüber.
Der nie aufsteckende Dennis Schulte köpfte nach Ecke von Marcel Otto das Anschlusstor (86.). Dann kam Müller im Laufduell mit Torben Hartung kurz vor dem Strafraum zu Fall, forderte aber vergebens einen Freistoß ein.

FT Eider Büdelsdorf: Sörensen – Treptow, Hartung, Bruns, Lass – Drewes, Gregorczyn, Petersen (75. Furthmann), Korkmaz – Brakhage (83. Witt), Yildirim. Husumer SV: Teubler – Steglich (60. Strüning), Rettkowski (73. Andresen), Schulte, Herpel – Saeltz, Otto, Jensen (65. Berger), Becken – Hertting, Müller. Schiedsrichter: Björn Adler (Flensburg). Zuschauer: 150.

27. August 2007 · Flensburger Tageblatt

Verbandsliga: Husumer SV heute bei Eider Büdelsdorf

Husum (ree) – Zwei Mannschaften in der Fußball-Verbandsliga können mit ihrem Saisonstart so gar nicht zufrieden sein: Die Husumer SV und die FT Eider Büdelsdorf. Beide stehen sich heute Abend (18.30 Uhr) am Kanal im direkten Duell gegenüber. Während die Stormstädter immer noch auf den ersten Punktgewinn warten, hat es für die FT immerhin schon einen Sieg gegeben. Nach dem 2:0 gegen Eichede folgten aber Niederlagen in Heide (0:2) und in Neumünster (0:3). Für den Tabellenzweiten des Vorjahres eine durchaus gewöhnungsbedürftige Erfahrung. Aber FT-Trainer Olaf Lehmann sieht die Sache noch sehr gelassen. „Heide war schwer zu spielen, und gegen Neumünster werden auch noch andere verlieren“, blickt der FT-Trainer auf die Startereignisse zurück. Mehr Sorgen vor dem Husum-Spiel bereitet ihm ein anderes Thema. „Wir sind personell arg dünn besetzt“, sagt er und verweist auf die Tatsache, dass er nun auch Malte Sawkulycz ersetzen muss. Der Mittelfeldmann hat sich einen Jochbeinbruch zugezogen. Der Abgang von Sven Beck ist laut Lehmann nicht Schuld am dürftigen Startergebnis. Mit Florian Tinnemann und Michel Witt haben die Büdelsdorfer ja auch interessanten Ersatz für den 39-fachen Torschützen der Vorsaison geholt. Aber wo der sein Zielwasser gekauft hat, das hat man den beiden Ex-Kieler offenbar noch nicht erzählt. Bei ihrem Gastspiel vor fast genau einem Jahr in Büdelsdorf hatten die Husumer wenig Glück. Die Partie ging gegen prächtig aufgelegte Gastgeber unter Flutlicht mit 2:5 verloren. Auch diesmal rechnet Hans-Peter Hansen damit, „dass uns einiges erwarten wird.“ Aber der Husumer Coach hat auch registriert, dass den Kanalstädtern in der jungen Saison schon einige gelb-rote Karten unterlaufen sind. Möglicherweise ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft den dürftigen Start nicht so gelassen nimmt wie ihr Coach. Mit drei Verletzten (Cornils, Rettkowski, Petersen) weist auch die Personaldecke der Husumer SV Löcher auf. „Es müssen sich also die organisieren, die es bisher nicht so hinbekommen haben“, betont Hans-Peter Hansen. Einzig bei Ingo Cornils besteht die „leise“ Hoffnung, dass er am Heisterort in Büdelsdorf aufläuft.
24. August 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

FT Eider gegen Husum: Verlieren ist nicht erlaubt

Wenn sich in der Verbandsliga heute Abend um 18.30 Uhr die FT Eider und die Husumer SV auf dem Heisterort gegenüberstehen, können sich beide Teams eine Niederlage nicht erlauben.
Malte Sawkulycz (rechts) fällt mit einem dreifachen Jochbeinbruch für Wochen aus. Foto: Peters

Büdelsdorf (dan) – Auf ein spannendes Verbandsliga-Spiel dürfen sich die Zuschauer heute Abend (Anstoß 18.30 Uhr) auf dem Heisterort bei der Partie zwischen der FT Eider Büdelsdorf und der Husumer SV freuen. Beide Mannschaften sind schlecht aus den Startlöchern gekommen und brauchen dringend einen Dreier, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren.

Olaf Lehmann relativiert die nur drei Punkte aus den ersten drei Spielen. "Mit dem Heider SV und VfR Neumünster hatten wir auswärts zwei dicke Brocken. Aber dennoch – die Mannschaft braucht jetzt ein Erfolgserlebnis." Doch der Eider-Coach weiß genau, dass ein Erfolg über die noch punktlosen Gäste kein Selbstgänger ist. "Die müssen auch gewinnen, deshalb werden sie sich nicht hinten reinstellen, sondern nach vorne spielen. Wir stellen uns auf einen offenen Schlagabtausch ein."

Zuversichtlich stimmt Olaf Lehmann die gute Leistung, die seine Mannschaft beim VfR Neumünster eine Stunde lang geboten hat. "Das mit den Gelb-Roten Karten darf uns aber nicht wieder passieren", geht die Warnung an seine Mannschaft.
Sorgen bereitet dem Eider-Coach die personelle Situation. Neben den Langzeitverletzten Thorben Reibe, Kristian Köpke und Björn Sörensen fallen heute zwei weitere

Leistungsträger aus. Stürmer Florian Tinnemann steht heute aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Ganz arg hat es Malte Sawkulycz erwischt. Er zog sich im Spiel beim VfR einen dreifachen Jochbeinbruch zu und wird für Wochen ausfallen. So stehen dem Eider-Coach heute Abend nur zwölf gesunde Feldspieler zur Verfügung.

Ähnlich wie die FT Eider mit Sven Beck muss die Husumer SV mit Björn Fleige (Laufbahnende) auf einen Torjäger verzichten. Nach wie vor dabei ist im Angriff allerdings Gerrit Müller, und mit dem Flensburger Lukas Hertting verfügen die Gäste vorn über einen talentierten Nachwuchsspieler. "Eine spielstarke junge Mannschaft, die besonders im Mittelfeld stark besetzt ist", lobt Olaf Lehmann den heutigen Gegner – und warnt: "Wir müssen 90 Minuten lang voll zur Sache gehen."

24. August 2007 · Landeszeitung

Eider morgen gegen Husum

Büdelsdorf (tp) – In der Fußball-Verbandsliga steht für die FT Eider Büdelsdorf (13./3 Punkte) bereits morgen wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Um 18.30 Uhr versucht die Mannschaft von Trainer Olaf Lehmann gegen die Husumer SV (16./0) auf dem Heisterort wieder den Anschluss nach oben herzustellen.
• Ausführl. Vorbericht folgt morgen.
23. August 2007 · Landeszeitung
5. ST 01.09.07 Husumer SV SpVg Rot Weiß Moisling 1:2

31 Spiele Abstiegskampf!

01.09.2007

Husumer SV - Rot-Weiß Moisling

1 : 2 (1:1)


5. Spieltag

 Holstein Kiel II
TSV Altenholz 
3:0
TSV Kropp 
FCD Lübeck 
6:1
Flensburg 08 
TSV Bargteheide 
3:0
FC Kilia Kiel 
Eider Büdelsdorf 
1:4
Husumer SV
RW Moisling 
1:2
Heider SV 
SV Breitenfelde 
1:1
Comet Kiel 
Itzehoer SV 
1:3
VfR Neumünster 
ETSV Weiche 
7:0
Heikendorfer SV 
SV Todesfelde 
0:1
spielfrei:
 SV Eichede
 

Auch ihr fünftes Saisonspiel verlor die Husumer SV und ist als Tabellenschlusslicht auf dem Tiefpunkt angelangt. Wie in den Partien zuvor waren es die gleichen Ursachen, die zur Niederlage gegen die bis dahin ebenfalls noch punktlosen Moislinger führten: Vorne wurden reihenweise Chancen vergeben, hinten führten individuelle Aussetzer zu den Gegentreffern. Nach dem schlechtesten Saisonstart in der Vereinshistorie geht es jetzt nur noch darum, in den verbleibenden 31 Begegnungen irgendwie die Zähler zu sammeln, die in der Endabrechnung für Rang 12 reichen - Mindestvoraussetzung für eine Qualifikation zur Schleswig-Holstein-Liga 2008/2009.

Dabei sah es anfangs durchaus danach aus, als könnten die Nordfriesen endlich zum ersehnten Dreier kommen. Bereits in der 9. Minute gelang die Führung durch Sebastian Saeltz, der einen Elfmeter nach Foul an Gerrit Müller sicher verwandelte. Diverse weitere Chancen von Lukas Hertting (11. Minute / 16. / 16. / 28.), Sebastian Steglich (12. / 30. / 44.) , Christian Herpel (16. / 24. / 42.) und Marcel Otto (35.) wurden vom exzellenten Gästekeeper Ruhr entschärft oder unkonzentriert vergeben.

Doch auch die Lübecker hatten Gelegenheiten, Spielertrainer Behrens traf nach einem Schnitzer von Dennis Schulte den Pfosten (21.), und der agile Sindi blieb zunächst erfolglos (31., 34.). Unmittelbar vor der Halbzeitpause dann die kalte Dusche für die Gastgeber: Eine Ecke der Rot-Weißen von rechts segelte ungehindert durch den Strafraum, und Behrens musste am zweiten Pfosten nur noch den Fuß zum Ausgleich hinhalten (45.).

Nach dem Wechsel gleich der zweite Rückschlag für die Husumer: Der überragende Behrens kann von Torhüter André Teubler zwar im letzten Moment durch ein Foul vor der Strafraumgrenze gestoppt werden, doch den fälligen Freistoß versenkt Sindi direkt zur Gästeführung (47.). Von diesem Schock erholten sich die Gastgeber nicht mehr, wären in der 50. Minute fast noch weiter ins Hintertreffen geraten (Lange in aussichtsreicher Position knapp drüber). Die Schlussoffensive der Husumer mit Chancen von Gerrit Müller (63.), Carsten Groth (71.) und Dennis Schulte (86.) brachte nichts Zählbares.

Tore: 1:0 Saeltz (9./FE), 1:1 Behrens (45.), 1:2 Sindi (47.)
beste Spieler: Herpel / Ruhr, Behrens, Sindi
Ecken: 12 : 3
Chancen: 14 : 7
Zuschauer: 183
Schiedsrichter: Jörg Kohn (TSV Lütjenwestedt)
gelbe Karten: Schulte (32.), Müller (44.), Teubler (47.), Strüning (76.), Herpel (76.) / Lamb (48.), Sindi (73.)
Aufstellung:

Teubler - Lies, Rettkowski (56. Groth), Schulte, Andresen - Otto, Steglich (71. Alla), Saeltz, Herpel - Hertting (51. Strüning), Müller.

Ruhr - Borja, Ries, Bornemann, Malla - Hagelstein (46.Bankiewicz), Lange (82. Kohlmann), Lamb (62. Gramckau), Sindi - Behrens, Jasim.

  SW 03.09.2007

Husum hofft auf Ende der "Null-Diät"

Fußball-Verbandsligist Husumer SV will morgen (15 Uhr) im Heimspiel gegen Rotweiß Moisling endlich den ersten Saisonsieg landen.
Dirigiert Husums Trainer Hans-Peter Hansen seine Mannschaft im Heimspiel gegen RW Moisling endlich zum ersten Sieg der Saison? Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – Drei Mannschaften sind in der Fußball-Verbandsliga noch ohne jeden Punkt – darunter mit der Husumer SV und Rotweiß Moisling zwei Teams, die im letzten Jahr durchaus zu den Arrivierten der Spielklasse zu zählen waren. Am Sonnabend (15 Uhr) treffen die beiden im Husumer Friesenstadion aufeinander – zum Kellerduell. Der Wunsch, die Punkt-Diät zu beenden, dürfte hüben wie drüben die Sinne beschäftigen.
Hasko Behrens, der 35-jährige Spielertrainer der Gäste, klingt allerdings ganz so, als könnte er auch eine Niederlage an der Nordsee akzeptieren. "Es wäre immer noch kein Beinbruch, sollten wir auch in Husum verlieren", sagt er und lässt erkennen, dass er unendlich viel Geduld mit seiner Mannschaft hat. Was ja auch notwendig ist, denn das Durchschnittsalter seines runderneuerten Teams liegt gerade mal bei 21 Jahren. "Die Mannschaft muss sich erst finden", kommentiert Behrens.

Einen leichten Aufwärtstrend konnte Moislings Coach schon in dieser Woche erkennen. Sein Team unterlag am Dienstag in einem Testspiel dem VfB Lübeck II nur mit 3:5 Toren. "Und wir haben in der zweiten Halbzeit das Spiel bestimmt", zeigt sich Behrens überaus angetan von der Leistung gegen den Oberligisten.

Man muss lange zurückblättern, um einen Saisonstart der Husumer Sportvereinigung auszumachen, der ähnlich schlecht verlief wie der aktuelle. In der Oberliga-Saison 2001/02 war´s, als die Stormstädter bis zum fünften Spieltag auf die ersten Punkte warten mussten. In den Spielzeiten danach klappte es immer gleich beim ersten Mal.

Gegen die Lübecker haben die Husumer in den letzten drei Jahren erstaunlich gut ausgesehen. Mit vier Siegen und einem Remis sieht die Bilanz positiv aus. Die einzige Niederlage gab es vor fast genau zwei Jahren beim 0:1 auf eigenem Platz. Damals übrigens auch am fünften Spieltag.

Erstmals war Sascha Rettkowski beim 1:2 in Büdelsdorf wieder mit von der Partie bei den Husumern. Auch der Abwehrspezialist kann nicht begründen, warum sein Team in diesem Jahr so schwer zur erwünschten Leistung findet. "Das hat wohl viele Gründe", meint der Mannschaftskapitän. Und fügt hinzu: "Da sind viele, die ihrer Form hinterherlaufen. Aber ich hoffe, das ändert sich, wenn wir das erste Spiel gewonnen haben." Im Übrigen ist Rettkowski aber der Meinung, dass es gegen die Hansestädter "kein einfaches Spiel wird."
Die Husumer werden in diesem Spiel ein weiteres Mal auf Ingo Cornils (Urlaub) verzichten müssen. Bei den Gästen wird Christopher Strunck nicht dabei sein, der sich eine Bänderdehnung zugezogen hat.

31. Augut 2007 ·sh:z-Nordfriesland Sport
6. ST 09.09.07 SV Todesfelde Husumer SV 2:2

Mannschaft zeigte Moral!

09.09.2007

SV Todesfelde - Husumer SV

2 : 2 (0:0)


Endlich gelang der Husumer SV der erste Teilerfolg im Auswärtsspiel beim SV Todesfelde. Auch nach zweimaligem Rückstand fand die Elf von Hans-Peter Hansen jeweils ins Spiel zurück und gab unverzüglich mit den Ausgleichstoren die passende Antwort. Mehr noch, die Nordfriesen hätten sich den vorhandenen Frust von der Seele schießen können, denn Torchancen waren reichlich vorhanden. Über weite Strecken beherrschten die Husumer den Gastgeber, das Leder lief schnell durch die eigenen Reihen – stets brannte es vor dem Tor von Keeper Martens. Die Hausherren enttäuschten auf ganzer Linie, konnten den agilen Husumern nur wenig entgegensetzen. Nur die effektive Torausbeute konnte Trainer Markus Weber an diesem Nachmittag zufrieden stellen. Aus drei Torchancen machten die Hausherren zwei Tore. »Husum hätte eigentlich gewinnen müssen«, meinte ein angefressener Todesfelder Trainer Weber nach Spielende. »Das war eine enttäuschende Leistung meiner Elf, mit dem Punkt bin ich hochzufrieden.« Husums Trainer Hans-Peter Hansen war nur teilweise zufrieden: »Unser erstes Erfolgserlebnis, aber wir hätten gewinnen müssen. Wir haben sehr viel Druck entwickelt und den Ball gut laufen lassen. Nur vorne waren wir leider noch zu hektisch.«

Es fing gut an für die Stormstädter, die sich schon in der ersten Halbzeit die größeren Möglichkeiten erspielten. Bereits in der 13. Minute nahm Michael Petersen einen Ball von Marcel Otto auf und schoss aus spitzem Winkel - das Leder lief parallel zur Torlinie entlang, fand aber leider nicht den Weg ins Gehäuse. Weiter ging es in Richtung Todesfelder Tor, Sebastian Saeltz (18.) hämmerte den Ball auf das Tor, doch Torhüter Martens parierte. In höchster Not musste Retelsdorf vor Marcel Otto retten, zwei Meter vor dem Tor schlug er den Ball über die Latte (31.). Husums Otto hatte die Führung auch sieben Minuten später auf dem Fuß, doch sein Heber über Torhüter Martens war nicht präzise genug. Kurz vor dem Seitenwechsel setzte sich David Lies auf der rechten Seite durch, anstatt zu schießen, flankte er nach innen, wo Marcel Otto verpasste. Nur einmal konnte der Gastgeber Gefahr entwickeln, Retelsdorf erlief eine Rückgabe von Ingo Cornils zu Torhüter Teubler, der jedoch retten konnte.

Der Schock für die Nordfriesen folgte in der 51. Spielminute, Thomas Seeliger stand plötzlich 14 Meter vor dem Tor allein und hämmerte den Ball unhaltbar zur Führung für die Hausherren in die Maschen. Doch Husum zeigte Moral, ließ sich durch den Rückstand nicht beirren, spielte weiter zielstrebig nach vorne. Der Lohn war der Ausgleich durch David Strüning (62.), der ein Zuspiel von Marcel Otto aus spitzem Winkel einnetzte. Der Führungstreffer der Husumer lag praktisch in der Luft, spielerisch stark verbessert, lief ein Angriff nach dem anderen auf das Todesfelder Tor. Sebastian Saeltz (66./strammer 30-Meter-Schuss), Michael Petersen (73./Alleingang) und Christian Herpel mit einem Heber Zentimeter über den Balken hinweg (75.) hatten die Möglichkeit. Doch das Tor fiel erneut auf der anderen Seite: Ronny Tetzlaff nahm einen langen Ball auf und drosch das Leder aus 14 Metern in die Maschen (81.). Die Nordfriesen kamen aber drei Minuten später wieder zurück, Christian Herpel schlenzte den Ball nach einer Ablage von Lukas Hertting zum 2:2 ins lange Eck. Den verdienten Siegtreffer hatte Marcel Otto auf dem Schlappen, in der 85. Minute schoss er das Leder aus vollem Lauf jedoch an die Latte.

Auf diese Leistung kann die Mannschaft stolz sein - darauf lässt sich aufbauen. Der Punkt war mehr als verdient, es war sogar ein gefühlter Sieg aufgrund der vielen gut herausgespielten Chancen und der guten Gesamtleistung.

Tore: 1:0 Seeliger (51.), 1:1 Strüning (62.), 2:1 Tetzlaff (81.), 2:2 Herpel (84.)
beste Spieler: Martens / Herpel, Saeltz, Otto
Ecken: 5 : 6
Chancen: 3 : 11
Zuschauer: 308
Schiedsrichter: Sven Wiese (Gut Heil Wrist)
gelbe Karten: Seeliger (65.), Khomkhonsu (80.) / Petersen (57.), Steglich (81.), Cornils (89.)
Aufstellung:

Martens – Puls, Lembke, Molt, Möller – Troester (46. Himborn), Seeliger (78. Khomkhonsu), Sari, Haldau – Retelsdorf, Habich (64. Tetzlaff).

Teubler - Schulte, Rettkowski, Cornils, Lies – Saeltz, Steglich, Herpel, Petersen - Strüning (78. Hertting), Otto (90. Johannsen).

  Hl 09.09.2007

2:2 in Todesfelde: Husumer SV ganz nah dran am Erfolg

Marcel Otto und Christian Herpel erzielen die Tore für den Tabellenletzten / Trainer Hansen: "Vorne sind wir noch zu hektisch"

Verbandsliga: Die Übersicht

Holstein Kiel II (5:1 beim FC Dornbreite) führt, aber der VfR Neumünster (spielfrei) und der TSV Kropp (3:1 in Bargteheide) stehen mit nur einem Punkt Rückstand relativ besser da – sie haben jeweils ein Spiel weniger absolviert. Flensburg 08 verlor auch das dritte Auswärtsspiel in Folge (0:4 in Büdelsdorf) und dümpelt im Mittelfeld, die beiden anderen Nord-Vertreter sind ganz unten zu finden. Die Husumer SV holte beim 2:2 in Todesfelde den ersten Punkt, bleibt aber Letzter. Weiche (Vorletzter) trennte sich 1:1 von Heide.

Todesfelde (ree) – Erster Punktgewinn für die Husumer SV in der laufenden Saison der Fußball-Verbandsliga. Aber auch beim 2:2 (0:0) beim SV Todesfelde wurden längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Gäste mussten auf Gerrit Müller verzichten, der wegen eines Cricket-Spiels unabkömmlich war. Trotzdem gaben sie eine gute Figur ab und nahmen das Heft des Handelns nach etwa einer halben Stunde in die Hand.

Aber vor dem Tor des Gegners spielte der Tabellenletzte das seit fünf Partien hinreichend bekannte Lied: Keinem gelang der Torschuss mit zählbarem Erfolg. Es lag in dieser ersten Halbzeit auch an Marco Martens, dass die Stormstädter ohne Torerfolg blieben. In der 18. Minute parierte der Todesfelder Keeper einen Schuss von Sebastian Saeltz und in der 38. Minute bekam er noch gerade die Fingerspitzen an einen Schuss von Marcel Otto, der allein auf ihn zugestürmt war. In der 31. Minute wäre Todesfeldes Abwehrspieler Hauke Molt um ein Haar ein Eigentor unterlaufen.

"Ball paradox" nach dem Wechsel: Husum machte weiter das Spiel, lief aber zwei Mal einem Gegentreffer hinterher. In der 62. Minute war es Otto auf Vorarbeit von David Strüning, der den Führungstreffer von Thomas Seeliger (51.) egalisierte. Und in der 84. Minute schaffte Christian Herpel nach Vorarbeit von Lukas Hertting das 2:2. Zuvor hatte Ronny Tetzlaff zum 2:1 getroffen (81.).

"Vorne sind wir noch zu hektisch", kommentierte Husums Trainer Hans-Peter Hansen. Als Beleg mögen drei Großchancen stehen, die die Stormstädter im zweiten Abschnitt vergaben. Beim Stande von 1:1 rettete Martens gegen Michael Petersen (73.). Dann hob Herpel den Ball über Martens, aber auch knapp über jene Querlatte hinweg (75.), an der fünf Minuten vor Schluss der fulminante 14 Meter-Schuss von Otto landete. Keine Frage: Husum war dichter dran am Erfolg als der Gastgeber.

SV Todesfelde: Martens – Puls, Lembke, Molt, Möller – Tröster (46. Himborn), Seeliger (78. Khomkhonsu), Haldau, Sari – Retelsdorf, Habich (64. Tetzlaff). Husumer SV: Teubler – Lies, Rettkowski, Cornils, Schulte – Saeltz, Steglich, Herpel, Petersen, – Strüning (78. Hertting), Otto (90. Johannsen). Schiedsrichter: Sven Wiese (Wrist). Zuschauer: 300.

10. September 2007 · Flensburger Tageblatt

Schlegers Zuversicht: "Bin überzeugt, dass die Mannschaft noch Zwölfter wird"

Husum (ree) – Spätestens seit dem vergangenen Wochenende ist klar: Die Husumer SV muss ihre Ziele für die Saison in der Fußball-Verbandsliga korrigieren. Zum ersten Mal seit seiner Gründung ist der Klub von der Nordsee Schlusslicht der Tabelle. Am Sonntag (15 Uhr) wird das Team von Trainer Hans-Peter Hansen beim SV Todesfelde versuchen, einen Teil des verlorenen Bodens wettzumachen.

Dieter Schleger, der das 1:2 gegen Rotweiß Moisling nicht miterlebte, sieht die Dinge recht gelassen. „Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft am Ende noch Zwölfter wird“, sagt der Liga-Obmann. Was gegenüber dem anvisierten Platz in der Spitzengruppe allerdings auch schon eine erhebliche Korrektur ist. Es ist die Tatsache, dass alle bisherigen Spiele nur knapp verloren gingen, die Schleger nach wie vor gut schlafen lässt.

Krankheit und Verletzung erschweren die Lage. So ist fraglich, ob Sascha Rettkowski auflaufen kann. Gerade von seiner Knieverletzung kuriert, musste der Kapitän gegen Moisling mit einer Kopfverletzung ausscheiden. Beim Training am Dienstag ist er umgeknickt. Rettkowskis Kommentar: „Momentan habe ich wirklich kein Glück.“ Fehlen wird auch Pierre Becken, dessen Herzbeschwerden gründlich untersucht werden. „Wann ich wieder spielen kann, weiß ich nicht“, sagt der 19-Jährige, dessen Rasanz im Mittelfeld schmerzlich vermisst wird. Dort, wo er sonst seine Kreise zieht, hat Carsten Groth gegen Moisling ein beachtliches Comeback gefeiert. Gut möglich, dass der Bankkaufmann auch mit nach Todesfelde fährt.

Aber an der Sturmmisere der Husumer SV (erst drei Treffer, Fehlanzeige bisher bei Gerrit Müller) wird auch er nichts ändern können. Vielleicht sollte man sich um Björn Fleige bemühen, von dem zu hören ist, dass er in der dritten Mannschaft eifrig Tore schießt.

Obwohl üppig verstärkt, läuft es in Todesfelde ebenfalls noch nicht rund. „Da können wir uns mit Husum die Flossen reichen“, sagt Trainer Markus Weber, der mit seinem Team schon vier Punkte auf dem Konto hat. Am Sonntag muss Weber auf Jürgen Oelbeck verzichten, der beruflich im Einsatz ist. Dafür hofft er auf das Mitwirken von Thomas Seeliger und Neuzugang Mark Retelsdorf. „Husum ist unser Lieblingsgegner“, sagt Markus Weber, „aber wir werden uns von dem aktuellen Tabellenplatz nicht blenden lassen.“

8. September 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
7. ST 15.09.07 Husumer SV Breitenfelder SV 1:1

Husum gibt Spiel aus der Hand!

15.09.2007

Husumer SV - SV Breitenfelde

1 : 1 (1:0)


Ein mäßiges Verbandsligaspiel sahen gerade einmal 192 Zuschauer zwischen der Husumer SV und dem Aufsteiger aus Breitenfelde, das schiedlich friedlich 1:1 unentschieden endete und keines der beiden Teams wirklich weiterbringt. Dabei hätten beide Mannschaft durchaus die Möglichkeit gehabt, die drei Punkte mitzunehmen. Die Husumer versäumten es, nach einer gelungenen Anfangsphase und einer frühren Führung durch einen Kopfball von Sascha Rettkowski (4.) aus kurzer Distanz die Führung auszubauen. Statt weiter nach vorne zu spielen, verwalteten die Husumer das Ergebnis und bekamen dafür in der zweiten Halbzeit die verdiente Quittung.

Zwei Platzverweise für Dennis Schulte (52.) und Lukas Hertting (77.) waren Indiz dafür, dass der Frust und die Nervosität steigen. Mit acht Feldspielern zogen sich die Hausherren jetzt zurück und erkämpften sich zumindest noch einen Punkt. Breitenfelde verstand es nicht, die dezimierten Gastgeber noch ernsthaft in Gefahr zu bringen - mit dieser Leistung zementierten beide Mannschaft ihren Platz im Tabellenkeller. »Wir haben gut angefangen und im Mittelfeld gut kombiniert, doch die Undiszipliniertheiten haben uns das Genick gebrochen«, kommentierte Husums Trainer Hans-Peter Hansen das Geschehen nach Spielende. Breitenfeldes Trainer Carsten Holst bemängelte die fehlende Cleverness seiner Spieler: »Ich bin nicht zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft, doch zumindest sind wir noch mit dem Ausgleich belohnt worden.«

Nach gutem Beginn gelang den Husumern trotz bester Chancen kein Ausbau der Führung. Weder Marcel Otto nach Kopfballvorlage von Björn Fleige (7.), noch Christian Herpel mit einem Alleingang Zentimeter am Pfosten vorbei (45.), nutzten die Gelegenheiten. Das sollte sich im zweiten Durchgang noch bitter rächen. Der Aufsteiger kam mit neuem Schwung aus der Kabine und erzielte mit dem ersten gefährlichen Angriff im ganzen Spiel den Ausgleich. Andreas Kempf war der Torschütze, der allerdings aus abseitsverdächtiger Position in der 52. Minute den Endstand erzielte.

Die folgende verbale Entgleisung von Dennis Schulte überhörte der Schiedsrichter nicht und schickte den Spieler vorzeitig zum Duschen. Negativer Höhepunkt der Partie war sicherlich die 77. Spielminute: Der eingewechselte Lukas Hertting streckte Torhüter Berndt völlig unmotiviert mit einem Kopfstoß nieder und erwies seiner Elf ebenfalls einen Bärendienst. Den Husumern blieb nur noch der Rückzug, mit Mann und Maus verteidigten sie den einen Punkt. Breitenfelde der Ratlosigkeit nahe, verstand es nicht, den erhofften Siegtreffer zu erzielen. Mit der einzigen Chance von Torjäger Jan Klötzner (73./Heber) und einem Schuss von Dennis Krogmann (87./knapp vorbei) endete eine in jeder Hinsicht unbefriedigende Partie.

Tore: 1:0 Rettkowski (4.), 1:1 Kempf (52.)
beste Spieler: Herpel / Kempf
Ecken: 4 : 7
Chancen: 5 : 2
Zuschauer: 192
Schiedsrichter: Schuhmann (Segeberg)
gelbe Karten: Steglich (61.) / Becker (55.), Strube (61.)
rot: Schulte (52.) weg. Schiedsrichterbeleidigung - Hertting (77.) Tätlichkeit an Torhüter Berndt
Aufstellung:

Teubler - Schulte, Rettkowski, Cornils, Lies (65. Hertting) - Saeltz, Steglich (88. Andresen), Herpel, Petersen - Fleige, Otto.

Berndt - Tybossek - Tank, Hofmann, Schiersch - Strube, Ringels, Siemers, Kempf - Klötzner, Henning.

  HI 15.09.2007

Zwei rote Karten: Husumer Nerven liegen blank

Enttäuschendes 1:1 gegen Aufsteiger Breitenfelder SV / Trainer Hansen: "Das war nicht zu ertragen"
Tief durchatmen: Husums Michael Petersen in Aktion. Foto: Voss

Verbandsliga: Die Übersicht

Bewegung in der Spitzengruppe: Holstein Kiel II fertigte den TSV Bargteheide 10:0 ab und bleibt vorn, der TSV Kropp gewann 4:0 bei Flensburg 08 und verdrängte den VfR Neumünster (3:3 gegen Aufsteiger Itzehoer SV) von Platz zwei. Am Sonnabend kommen die Kieler zum Spitzenspiel nach Kropp. 08 rutscht nach der Heimniederlage auf Platz zehn ab, noch düsterer sieht es bei den anderen beidenNordklubs aus: Husum enttäuschte beim 1:1 gegen Breitenfelde, Weiche verlor 1:3 in Heikendorf. Am Sonnbend gibt's das Keller-Duell in Flensburg.

Husum (ree) – Die Erfolglosigkeit der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga erzeugt offensichtlich Frust. Beim enttäuschenden 1:1 (1:0) gegen den Breitenfelder SV verloren die Stormstädter nicht nur den Faden, sondern auch Dennis Schulte und Lukas Hertting durch Platzverweis.

Die rote Karte für den einen war so dumm wie die für den anderen. Schulte ärgerte sich (allerdings zu Recht) darüber, dass vor dem 1:1 der Gäste (51.) der Abseitspfiff ausblieb. Aber auf die unflätige Bemerkung gegenüber dem Schiedsrichter hätte er gut verzichten können. Hertting ließ sich gegenüber dem Breitenfelder Keeper Fynn Berndt zu einer Tätlichkeit hinreißen (71.) und gab damit Antwort auf die Frage, wie es aktuell um das Nervenkostüm beim nordfriesischen Klub bestellt ist.

Entsprechend gefrustet war auch Hans-Peter Hansen. "Nicht zu ertragen" fand der SV-Coach teilweise das, was seine Schützlinge da zum Besten gegeben hatten. Nicht zu ertragen auch für viele Fans, die sich zeitweise mit Grausen vom Geschehen abwandten.
Und dabei hatte alles wieder mal vielversprechend begonnen. Schon nach vier Minuten führten die Gastgeber durch einen Kopfballtreffer von Sascha Rettkowski nach Freistoß von Christian Herpel. Angestiftet meist von Sebastian Saeltz, Marcel Otto und Herpel, ging es mit viel Power weiter. Was diesmal allerdings fehlte, waren Torgelegenheiten. Otto hatte noch eine, als ihm der Ball am Fünfmeterraum vor die Füße fiel (6.). Aber dann war bis zur 44. Minute "Schicht im Schacht". Da verfehlte ein 16 Meter-Schuss des guten Herpel sein Ziel.

Nicht viel zu sehen war von Jan Klötzner, dem Schützen aller bisherigen (sieben) Saisontore des Aufsteigers. In der 30. Minute blitzte seine Gefährlichkeit einmal kurz auf, aber dann rannte er sich an Rettkowski und Cornils fest. In der 73. Minute hätte der Angreifer das 1:2 machen müssen, als er allein auf Teubler zusteuerte. Husumer Glück: Der Ball flog am Winkel vorbei.

Den Treffer des Aufsteigers erzielte Andreas Kempf. Wobei die Unparteiischen in der 51. Minute wahrscheinlich übersahen, dass den Schützen der Pass von Oliver Strube in klarer Abseitsstellung erreicht hatte. Aber verdient war dieser Treffer, denn die Gäste legten im zweiten Durchgang den Respekt vor den Stormstädtern ab. An der Tatsache, dass dies ein unansehnlicher Verbandsliga-Kick war, änderten sie freilich auch nichts.
Husumer SV: Teubler – Schulte, Rettkowski, Cornils – Saeltz, Herpel – Lies (65. Hertting), Steglich (88. Andresen), Petersen – Fleige, Otto. Breitenfelder SV: Berndt – Tybussek (74. Krogmann) – Tank, Hofmann (46. Becker) – Schiersch (46. Holst), Ringels, Siemers, Henning, Strube – Kempf, Klötzner. Schiedsrichter: Vincent Schuhmann (Segeberg). Zuschauer: 192.

17. September 2007 · Flensburger Tageblatt

Aufsteiger mit Ein-Mann-Sturm

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Im sechsten Anlauf hat die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga am vergangenen Wochenende den ersten Punkt eingefahren. Am Sonnabend (15 Uhr) will sie nachlegen. Zu Gast im Friesenstadion ist der Breitenfelder SV.
Ausnahme-Stürmer: Jan Klötzner (rechts), hier im Spiel gegen Neumünster, traf schon sieben Mal. (sas)

Husum (ree) – Dem Aufsteiger aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg ist es ähnlich ergangen wie den Stormstädtern: Sie kamen nicht zu Punkten und etablierten sich am Tabellenende. Dann überraschte die Mannschaft von Trainer Carsten Holst aber mit einem 1:1 beim Heider SV. Und vor einer Woche schaffte sie mit dem 2:0 über den Heikendorfer SV sogar den ersten Dreier.

Auffälligster Akteur der Breitenfelder ist Jan Klötzner. Der 30-jährige Stürmer kam 2006 vom TSV Bargteheide zum Aufsteiger und hat es in dieser Saison bereits auf sieben Tore gebracht. Das sind genau 100 Prozent aller SV-Treffer! Darunter befinden sich zwar auch ein paar Strafstöße, die Zahl macht aber trotzdem Eindruck.

Hans-Peter Hansen kennt Klötzner noch aus dessen Zeit beim TSV Bargteheide, wo er in 87 Verbandsliga-Spielen 47 Tore erzielte.

Husums Trainer wird sich bestimmt was einfallen lassen, um die Wirksamkeit des Ausnahme-Akteurs einzuschränken. Dem freilich ist egal, wer ihm in die Quere kommt. "Ich werde versuchen, ihm ein Schnippchen zu schlagen", kündigt Klötzner an. Die Gesamtanalyse des Goalgetters: "Bei mir läuft es gut, in der Mannschaft noch nicht."
Auf ihren eigenen Ausnahmestürmer müssen die Husumer verzichten. Gerrit Müller hat ein weiteres Mal Verpflichtungen in Sachen Cricket. "Schade", bedauert Hansen das erneute Fehlen seines erfahrenen Angreifers. Aber immerhin haben die anderen in Todesfelde gezeigt, dass sie es auch können und wissen, wo das gegnerische Tor steht.

"Wir waren agiler als der Gegner und hatten diesmal vielleicht auch das nötige Glück", hält Hansen noch einmal positiv Rückschau. Diese "Präsenz" wünscht er sich jetzt auch auf heimischem Boden. Nicht ganz einverstanden war der Coach mit seiner Hintermannschaft. Hansen: "Da sind Fehler passiert, die nicht nötig waren."

Wobei man diesem Mannschaftsteil zugestehen muss, dass da mit Sascha Rettkowski und Ingo Cornils zwei Akteure standen, die noch um ihre volle Fitness ringen. Ansonsten ist Hansen davon überzeugt, dass der Gegner versuchen wird, seinen Positivtrend in Husum fortzusetzen. "Ein solcher Aufsteiger ist immer ambitioniert", weiß der Coach.

14. September 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

8. ST 22.09.07 ETSV Weiche Flensburg Husumer SV 1:0

Peinliche Husumer Vorstellung!

22.09.2007

ETSV Weiche - Husumer SV

1 : 0 (1:0)


Eine Lektion in puncto Abstiegskampf erteilte der ETSV Weiche den Gästen aus Husum und siegte völlig verdient mit 1:0. Man merkte den Hausherren von der ersten bis zur letzten Minute an, dass sie hochmotiviert waren und unbedingt diese drei Punkte gewinnen wollten. Mit unbändigem Kampfgeist erzwangen sie förmlich den Sieg und gaben damit die rote Laterne an die Nordfriesen ab. Den unbedingten Kampfeswillen suchte man bei den Husumern vergeblich. Hier haben es die Spieler anscheinend immer noch nicht begriffen, dass sie im Abstiegskampf stehen. Hacke, Pike trallala und noch eine Pirouette - sieht zwar schön aus, aber Punkte gewinnt man so nicht! Die bescheidenen Mittel der Weicher reichten aus, um die Nordfriesen in die Schranken zu weisen, einfach eine peinliche und erschreckende Vorstellung. Ein echtes Bewerbungsspiel der Husumer für die Verbandsliga - allerdings die neue Nord-West ab der nächsten Saison. Die Mannschaft sollte sich fragen, ob das alles ist, was man zu geben imstande ist. Gut Fußball zu spielen und zu kämpfen, ist ihr schließlich nicht verboten worden.

Zwei magere Punkte aus acht Begegnungen - da muss auch die Frage erlaubt sein, wie es angehen kann, dass der Elf innerhalb von nur drei Monaten Spielverständnis, Einsatzwillen, Cleverness und Taktik völlig abhanden gekommen ist. Dabei stehen die Partien gegen die Top-Teams der Liga erst noch bevor. Wenn sich nicht bald etwas ändert, droht der Husumer SV der Super-GAU! Die Hausherren kamen in der 23. Spielminute zum entscheidenden Treffer. Nils Petersen nutzte einen Fehler der Husumer Abwehr eiskalt aus. Birger Andresen vertändelte völlig unnötig einen Ball an der Strafraumgrenze, Sandro Holland schoss sofort. Husums Torhüter Teubler konnte nur abklatschen und der Schütze hatte leichtes Spiel. Weiche pflügte den Rasen förmlich um, kämpfte unbändig. Fünf gelbe und eine gelb-rote Karte für Kim Petersen (89.) sind Beleg dafür. Die Führung hätte Hendrik Stahr ausbauen können (50.), doch Ingo Cornils schlug das Leder noch von der Linie. Der beste Spieler auf dem Platz, Nils Petersen, scheiterte in der 67. Minute aus kurzer Distanz an Husums Torhüter Teubler äußerst knapp. Weiche siegte verdient gegen schwache und auf ganzer Linie enttäuschende Husumer, ein Abstiegskrimi sieht anders aus.

Tore: 1:0 N. Petersen
beste Spieler: Ober, N. Petersen / -
Ecken: 8 : 8
Chancen: 6 : 3
Zuschauer: 214
Schiedsrichter: Pohlmann (Oelixdorfer Schützen)
gelbe Karten: Holland (31.), Dalke (49.), K. Petersen (67.), Zeh (84.), Pohlmann (85.) / Petersen (71.), Cornils (83.)
gelb/rot: K. Petersen (89.) Foul
Aufstellung:

Neujahr - Aderhold, Dalke, Ober - Stahr (61. Zeh)  Holland, K. Petersen, Dierkes, Kroll - N. Petersen (82. Tas), Sekowski (79. Pohlmann).

Teubler - Andresen, Rettkowski, Cornils - Herpel, Saeltz, Steglich (63. Jensen), Strüning (55. Otto), Petersen (80. M. Rüsch) - Fleige, Müller.

  Hl 22.09.2007

ETSV Weiche schießt Husum noch tiefer in die Krise

Aufsteiger feiert beim 1:0 im "Kellerderby" den ersten Saisonsieg / Niels Petersen erzielt das Tor des Tages
Kampfstark präsentierte sich der ETSV Weiche gegen Husum. Hier attackiert der Flensburger Jan Hendrik Stahr (rechts) Husums Mittelfeldspieler Sebastian Saeltz. Foto: Staudt

Verbandsliga: Die Übersicht

Sieben Spiele, 21 Punkte – der TSV Kropp gibt den Ton an. Der Meister fertigte Holstein Kiel II im Spitzenspiel 4:1 ab, Kiel II und Neumünster (2:1 in Altenholz) folgen mit zwei Zählern Rückstand. Flensburg 08 feierte den ersten Auswärtssieg (4:0 bei RW Moisling) und ist Tabellenneunter. Aufsteiger ETSV Weiche gelang beim 1:0 im Nordderby gegen die Husumer SV der erste Saisonsieg und machte gleich vier Plätze gut. Für den Tabellenletzten Husum brechen jetzt ganz schwere Zeiten an.

Flensburg (usc) – Dieter Schleger stapfte wütend über den Platz. "Eine Katastrophe, wo sind wir bloß abgeblieben? Kein Einsatz, kein Biss, kein Wille, kein System. Das war sch...", befand der Ligamanager der Husumer SV nach dem 0:1 (0:1) im "Kellerduell" der Fußball-Verbandsliga. Noch lange nach Spielschluss diskutierte Schleger mit Trainer Hans-Peter Hansen.

Spielern und Betreuern des ETSV Weiche war's herzlich egal – sie feierten ausgelassen den heiß ersehnten ersten Saisonsieg. Dass der völlig verdient war und auch noch höher hätte ausfallen können, daran gab es keinen Zweifel. "Wenn man Husum unter Druck setzt, dann machen sie Fehler", sagte ETSV-Coach Henning Natusch, der sich freute, dass sein Konzept aufgegangen war. Entscheidend für den Sieg: Weiche investierte viel mehr, Husum dagegen bot eine desolate Leistung, die auch nicht mit dem Ausfall verletzter bzw. gesperrter Stammspieler zu erklären war.

Nach ausgeglichenem und eher verhaltenem Beginn fiel bereits nach 23 Minuten das Tor des Tages. Die Gäste halfen dabei kräftig mit, indem sie im Mittelfeld den Ball leichtfertig vertändelten. Sandro Holland konnte unbedrängt durchlaufen und aufs Tor schießen. Keeper André Teubler klatschte ab, Niels Petersen hatte wenig Mühe, den Abpraller zu verwerten.
60 Sekunden später hätte Jörg Dierkes fast das 2:0 nachgelegt, doch er zögerte so lange, dass Sascha Rettkowski klären konnte.

Erwähnenswert in Husums Offensive waren lediglich Schüsse von Michael Petersen (12., Ober klärte auf der Linie) und Sebastian Saeltz aus 25 Metern (29.).

Eine Viertelstunde herrschte Leerlauf, doch gleich nach Wiederbeginn nahm das Spiel Fahrt auf. Weiches Keeper Jan Neujahr parierte mit tollem Reflex einen Rettkowski-Schuss (47.), im Gegenzug klärte Ingo Cornils nach einem Schuss von Jan Hendrik Stahr auf der Torlinie.

Weiche kämpfte und war bissig, das fehlte den Husumern am Sonnabend komplett. Eigene Angriffe liefen fast immer nach Schema F – sprich lange Bälle nach vorn – ab. Die Flensburger Abwehr um den souveränen Patrick Ober hatte damit überhaupt keine Probleme.

Der Aufsteiger hätte noch höher gewinnen können. Ein Pass des eingewechselten Alexander Zeh hebelte die Abwehr der Nordfriesen aus, doch Daniel Sekowski verhedderte sich beim Abschluss (64.). Beim Seitfallzieher von Niels Petersen zwei Minuten später war André Teubler auf dem Posten.

In den letzten 20 Minuten tat sich, abgesehen von einer Vielzahl gelber Karten, nicht mehr viel. Kim-Dennis Petersen sah drei Minuten vor Schluss die Ampelkarte. Fast hätte Husum in der Schlussminute noch unverdient ausgeglichen, doch der Kopfball des eingewechselten Marcus Rüsch nach Ecke von Jan Iven Jensen strich über das Tor.

"An vielen Stellen passt es nicht zusammen", konstatierte Husums ratloser Coach Hans-Peter Hansen. Der Tabellenvierte der Vorsaison steckt tief in der Krise. "Nach dem Rückstand war die Verunsicherung noch größer", erkannte Trainerkollege Henning Natusch, der besonders die Defensiv-Arbeit seiner Schützlinge lobte.

ETSV Weiche: Neujahr - Ober, Aderhold, Dalke - Stahr (61. Zeh), Holland, K.-D. Petersen, Dierkes, Kroll - N. Petersen (82. Tas), Sekowski (78. Pohlmann). Husumer SV: Teubler - Andresen, Rettkowski, Cornils, Herpel - Saeltz, Steglich (62. Jensen), Strüning (54. Otto), M. Petersen (79. M. Rüsch) - Fleige, Müller. Schiedsrichter: Pohlmann (Oelixdorf), aufmerksam. Gelb-Rote Karte: Kim-Dennis Petersen (Weiche/87.). Zuschauer: 214. Beste Spieler: Ober, Dalke, N. Petersen - keiner.

24. September 2007 · Flensburger Tageblatt

Natusch: "Wir sind dicht dran am ersten Sieg"

Die Enttäuschung über den miesen Saisonauftakt ist bei den Fußball-Verbandsligisten ETSV Weiche (19.) und Husumer SV (18.) riesengroß. Am Sonnabend um 15 Uhr im Manfred-Werner-Stadion treffen die beiden noch sieglosen Mannschaften nun im Kellerduell aufeinander.
Bloß keine erneute Bruchlandung: Dawid Kroll will gegen die Husumer SV endlich den ersten Sieg einfahren. Foto: Staudt

Flensburg (Wilfried Simon) – Trotz der 1:3-Niederlage beim Heikendorfer SV lässt ETSV-Coach Henning Natusch den Kopf nicht hängen: "Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und haben keine Chancen der Kieler zugelassen." In der Tat war der erste Sieg greifbar nahe für den Aufsteiger in die Fußball-Verbandsliga, aber Torhüter Stephan Kloppenburg leistete sich zwei grobe Schnitzer. Trotz des verlorenen Spieles zieht Weiches Coach positive Erkenntnisse aus der Partie: "Wir haben gesehen, dass wir mit Mannschaften wie Heikendorf auf Augenhöhe sind. Deshalb haben wir vor vergleichbaren Teams auch keine Angst."

Das trifft auf die Husumer SV zu. Zumal die Nordfriesen sich nach dem siebten Spieltag sich in einer Tabellenregion befinden, auf die sie in den Vorjahren nur lächelnd herabgeschaut haben. Auch bei den Nordfriesen läuft längst nicht alles rund: Zwei Punkte wie Weiche, noch kein Sieg. Was den ETSV-Trainer zu der Aussage verleitet: "Wir sind dicht dran am ersten Sieg. Meine Mannschaft ist heiß auf Husum."

Allerdings plagen die Weicher einige Verletzungssorgen. Definitiv ausfallen werden André Dalke (mit neun Stichen genähte Platzwunde am Kopf) und Nils Schulz (Bänderdehnung). Hinter dem Einsatz von Niels Petersen (Magen- und Darmvirus), Stefan Holm (Zahnoperation) Kim-Dennis Petersen und Patrick Ober (beide Grippe) stehen Fragezeichen. Daniel Sekowski fällt möglicherweise berufsbedingt aus. Dennoch klagt Natusch nicht. "Wir haben einen großen Kader. Jetzt haben die Ergänzungsspieler die Chance, sich zu bewähren."

Eine feste Größe im Mannschaftsgefüge ist für den Coach Dawid Kroll. Der 1,70 Meter große Allrounder wird von Natusch als "der klassische Straßenfußballer" bezeichnet. "Für mich hat Dawid in den letzten drei Jahren von den vielen jungen Spielern den größten Sprung gemacht. Er war maßgeblich an unserem Aufstieg beteiligt." Die Attribute, die den in der Ausbildung zum Maler und Lackierer befindlichen Bayern-Anhänger und Franck Ribery-Fan nach Ansicht seines Trainers kennzeichnen, sind Einsatzfreude, Zuverlässigkeit, Cleverness, gute Technk und bissiges Zweikampfverhalten".

Für Kroll zählt in der Partie gegen die Stormstädter nur ein Sieg: "Ich denke, wir werden den ersten Dreier einfahren." Allerdings unterschätzt der 21-jährige, dribbelstarke Kämpfer, der in seiner Freizeit die 3. E-Jugend des ETSV Weiche trainiert, die Husumer nicht: "Sie sind sicherlich besser, als es ihr gegenwärtiger Tabellenplatz aussagt, aber sie sind nicht mehr so stark wie in der vergangenen Saison. Deshalb tippe ich auf einen 3:1-Sieg für uns." Der wäre immens wichtig, "damit wir einen Schritt in Richtung Klassenerhalt kommen, an den ich fest glaube!"

21. September 2007 · Flensburger Tageblatt

 

10. ST 03.10.07 SV Eichede Husumer SV 1:3

Husumer Feiertag am Tag der Deutschen Einheit!

03.10.2007

SV Eichede - Husumer SV

1 : 3 (0:2)


Jubel bei den zahlreich mitgereisten Husumer Fans, denn endlich ist der erste »Dreier« der laufenden Saison perfekt. Mit 3:1 siegten die Nordfriesen beim SV Eichede: Ein wahrer Feiertag am Tag der Deutschen Einheit - und das mit einer kämpferisch und spielerisch überzeugenden Mannschaftsleistung. »Ein verdienter Husumer Sieg, der noch höher hätte ausfallen können«, resümierte Ligamanager Dieter Schleger nach dem Schlusspfiff.

Man konnte ihm nur beipflichten, denn die Elf spielte wie aus einem Guss, ließ den Hausherren nicht den Hauch einer Chance. Nur nach dem Anschlusstreffer der Eicheder gab es ein wenig Unruhe in den Husumer Reihen, doch die Gastgeber entwickelten wenig Gefahr, konnten sich gegen die kompakt stehende Husumer Abwehr einfach nicht durchsetzen. Viel zu statisch und und ohne Biss wollte man den gut funktionierenden Abwehrriegel, in dem Christian Herpel noch herausragte, überwinden. Das war an diesem Nachmittag zum Scheitern verurteilt, die HSV machte ihr bestes Saisonspiel.

Nach einem Warnschuss durch Eichedes Philipp Oldenburg (25.), den Torhüter Teubler nur mit ein wenig Mühe entschärfen konnte, setzte sich der Husumer Express rasant in Bewegung. Marcel Otto versenkte eine Minute später das Leder mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern zur Führung. Das gab den Stormstädtern die nötige Sicherheit, die Gastgeber wurden zeitweise regelrecht eingeschnürt. Weitere Husumer Chancen waren die Folge: Sebastian Saeltz (27.), Gerrit Müller (35.) und Sebastian Steglich (38.) vergaben. Nach 39 Spielminuten hatten die Fans wieder Grund zum Jubel: Nach einer tollen Kombination durch das Mittelfeld war es schließlich Gerrit Müller mit seinem ersten Saisontor, der Torhüter Schröder keine Chance ließ. Kurz vor dem Wechsel bewahrte Birger Andresen seine Elf vor dem Anschlusstreffer, nach einer Unachtsamkeit schlug er das Leder von der Linie.

Nach dem Wechsel versuchten die Gastgeber, das Blatt zu wenden, doch es langte nur zu einem Treffer durch Torge Matzahn, der einen Fehler von Otto ausnutzte und aus 16 Metern ins lange Eck schoss (68.). Doch Husum wollte die Entscheidung, ließ in seinen Bemühungen nicht nach. Der emsige Michael Petersen scheiterte aus 20 Metern genau so knapp (72.) wie Gerrit Müller mit einem Pfostenknaller (74.) und einem gefährlichen Kopfball (83.). Die Entscheidung sahen die 150 Zuschauer in der 87. Spielminute: Nach einem Zuspiel von Sebastian Saeltz schlenzte Gerrit Müller den Ball zum 1:3 ins lange Eck. Ein (erfreulicher) Aufwärtstrend der Husumer Mannschaft war unverkennbar, jetzt gilt es auch im nächsten Spiel beim Itzehoer SV nachzulegen.

Tore: 0:1 Otto (26.), 0:2 Müller (39.), 1:2 Maltzahn (68.), 1:3 Müller (87.)
beste Spieler: Schröder / Mannschaftsleistung - Herpel, Rettkowski, Saeltz, Petersen
Ecken: 3 : 8
Chancen: 3 : 11
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Tim Sönder (Ellerbek)
gelbe Karten: Koch (36.) / Jensen (27.), Herpel (55.)
Aufstellung:

Schröder - Koch, Ballhausen (58. Bruhn), Siemering (46. Heinrichs), Schönfeldt - Nagel, Fahrenkrog, Maltzahn, Barsuhn - Oldenburg, Rienhoff (46. Weidner).

Teubler - Rettkowski, Herpel, Andresen - Otto (89. Berger), Jensen, Saeltz, Steglich, Petersen - Strüning (61. Fleige), Müller (88. Lies).

  Hl 03.10.2007

3:1 – der Knoten ist endlich geplatzt

Husumer SV gewinnt in Eichede / Gerrit Müller (2) und Marcel Otto treffen

Eichede (ree) – Das quälend lange Warten der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga ist beendet. Im neunten Anlauf schaffte das Team von der Nordsee endlich den ersten Saisonsieg. Beim 3:1 (2:0)-Erfolg in Eichede waren sogar über weite Strecken wieder Tugenden früherer Tage zu sehen.

Noch ohne Neu-Coach Guido Gehrke und mit vielfachem Ersatz, lief es aber nicht auf Anhieb "rund" für die Husumer. Und die erste große Gelegenheit hatte dann auch der Gastgeber: In der 25. Minute meisterte Keeper André Teubler in Klassemanier einen Kopfball von Philipp Oldenburg. Dann aber "fetzte" es so richtig bei der Husumer SV, besonders über die linke Seite, wo Michael Petersen alle Bremsen löste.

Aus diesem Schwung entstanden Chancen. Gleich die erste verwertete Marcel Otto zum 0:1 (27.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Beteiligt an diesem Tor: Gerrit Müller, der sich ebenfalls stark verbessert präsentierte. Und auch Müller beendete an diesem Tag seine Minusserie. Nach Vorarbeit von Otto erzielte er in der 39.Minute sein erstes Saisontor und brachte seine Elf mit 2:0 in Front. Zuvor (27.und 35.) war der 33-Jährige noch knapp gescheitert.

Auch Sebastian Steglich hätte vor der Pause treffen können, fand jedoch nach guter Kombination mit Jann Iven Jensen in Eichedes Torsteher Jan-Hendrik Schröder seinen Meister.

Nach dem Wechsel hätten die Nordfriesen leicht das halbe Dutzend voll machen können. Es waren der gute Sebastian Saeltz (60.), Petersen (72.), Müller (74./Pfostenschuss, 83. und 88.), die Chancen von großer Qualität nicht nutzten. Zwischenzeitlich mussten die Stormstädter auch noch den Anschlusstreffer der Hausherren zum 1:2 verkraften, den Torge Maltzahn nach einer Leichtsinnigkeit von Otto markiert hatte (68.).

Aber die selbstbewusste Angriffslust des Tabellenletzten konnte dieses Tor nicht stören. Müller war es schließlich, der mit seinem zweiten Torerfolg alle Zweifel am Triumph seiner Mannschaft aus dem Weg räumte. In der 87. Minute ließ er sich von Petersen bedienen und versenkte das Leder im langen Eck.

"Gut gekämpft", sagte nach dem Schlusspfiff Liga-Obmann Dieter Schleger, der an diesem Tag das Sagen auf der Husumer Bank gehabt und hier erstaunliches Talent gezeigt hat.
Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Herpel, Andresen – Otto, Jensen, Saeltz, Steglich, Petersen – Müller, Strüning. Schiedsrichter: Tim Sönder (Ellerbek). Zuschauer: 150. Beste Spieler: Schröder - Petersen, Saeltz, Herpel.

4. Oktober 2007 ·sh:z-Nordfriesland Sport

1:3-Niederlage – SV Eichede rutscht weiter in die Krise

Stormarner Fußball-Verbandsligist verliert gegen Husumer SV und muss zunächst einmal den Blick nach unten richten
Wirkungslos: Jascha Fahrenkrog.

Eichede (kab) – Der SV Eichede rutscht immer tiefer in die Krise. Nach der bitteren 2:4-Niederlage am vergangenen Wochenende im Stormarnderby gegen den TSV Bargteheide kassierte der Fußball-Verbandsligist beim 1:3 (0:2) gegen den Husumer SV die zweite Heimniederlage innerhalb von drei Tagen.

Wie schon gegen den TSV Bargteheide erwischte die Elf von Trainer André Laß gegen die Gäste aus Dithmarschen den besseren Start, ohne sich allerdings klare Torgelegenheiten zu erspielen. Der Husumer SV dagegen präsentierte sich sehr ökonomisch. "Die haben gleich ihre erste Chance genutzt", sagte SVE-Sprecher Manfred Zeis. Nach knapp einer halben Stunde war es Marcel Otto, der den HSV mit 1:0 (25.) in Führung schoss. In der 40. Minute ließ Gerrit Müller seine Farben zum zweiten Mal jubeln. Kurz vor der Halbzeitpause vergab Sebastian Barsuhn die große Chance zum Anschlusstreffer für die Steinburger (42.).
Nach dem Seitenwechsel tat sich Eichede weiter schwer, den Rückstand wettzumachen. "Unser Spiel war einfach zu langsam", bemängelte Zeis. In der 68. Minute keimte dann aber doch noch einmal kurzzeitig Hoffnung auf bei der Laß-Truppe, als Torge Maltzahn auf 1:2 (68.) verkürzte. Beinahe hätte der Eichedeer Torschütze auch noch für den Ausgleich gesorgt. Doch sein Distanzschuss zehn Minuten vor Spielende strich knapp am Husumer Gehäuse vorbei. Stattdessen bedeutete Müllers zweiter Treffer zum 1:3 (86.) die endgültige Entscheidung. "Uns hat im zentralen Mittelfeld ein Ballverteiler wie Dennis Sudbrak gefehlt", nannte Zeis nach dem Schlusspfiff einen Grund für die erneute Niederlage. Nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg steht die Laß-Elf weiterhin im Tabellenkeller auf Rang 14 (8 Punkte/15:22 Tore). Das erklärte Saisonziel, die Qualifikation zur neuen Schleswig-Holstein-Liga, ist damit zunächst in weite Ferne gerückt. Vorerst muss der SVE den Blick nach unten richten und sich dem Abstiegskampf stellen.

SV Eichede: Schröder – Koch – P. Schönfeldt, Siemering (46. Weidner) – Ballhausen (57. Bruhn), Nagel, Barsuhn, Rienhoff (46. Heinrich) – Maltzahn – Oldenburg, Fahrenkrog. Tore: 0:1 Marcel Otto (25.), 0:2 Gerrit Müller (40.), 1:2 Torge Maltzahn (68.), 1:3 Gerrit Müller (86.).

4. Oktober 2007 · Stormarner Tageblatt

Ohne Angst zum Lieblingsgegner

Wird jetzt alles gut? Noch ohne den neuen und alten Trainer Guido Gehrke startet die Husumer SV am Mittwoch (15 Uhr) beim SV Eichede ihre Aufholjagd in der Fußball-Verbandsliga.

Husum (ree) – In Eichede sind die Husumer zumindest laut Statistik Favorit: In den vergangenen Jahren gab es gegen die Stormarner ausschließlich (Teil-)Erfolge. "Ich kann mich an kein gutes Ergebnis gegen Husum erinnern", sagt denn auch Eichedes Vorsitzender Olaf Gehrken und erwartet daher "keinen Dreier gegen den Tabellenletzten."
Den hatten die Stormarner am Sonntag gegen den TSV Bargteheide im Visier. Vergebens. Das Derby ging mit 2:4 verloren. Und so steht der Vizemeister der Saison 2005/06 aktuell nicht da, wo er gern stehen würde – Tabellenplatz 14. Und nun kommt die Mannschaft, die dem SV in der vergangenen Saison im eigenen Stadion eine 0:5-Niederlage beibrachte. Die Abwehr ist auch in dieser Saison die Achillesferse der Eicheder. 19 Gegentore stehen da schon zu Buche – das sind sogar sechs mehr, als die Husumer aufzuweisen haben. "Hinten muss gegen Husum mal wieder die Null stehen", fordert deshalb Gehrken. Das aber hat Eichede in dieser Saison noch in keiner Partie geschafft.

Personell hätte sich Guido Gehrke für seinen Wiedereinsteig bei der Husumer SV sicherlich ein breiteres Polster gewünscht. Aber die Bedingungen sind wie sie sind: Ingo Cornils wird aus beruflichen Gründen fehlen, Pierre Becken steht immer noch nicht im Training. Für die zuletzt vom Platz gestellten Dennis Schulte und Lukas Hertting stehen inzwischen die Strafmaße fest: Schulte ist für drei, Hertting für vier Partien gesperrt. Husums Vorsitzender Rolf von Bartikowsk sagt: "Mit Angst brauchen wir nicht nach Eichede zu fahren." Bleibt die Frage, ob Guido Gehrke zwei Trainingseinheiten reichen, um der Mannschaft genau dies auch zu vermitteln.

2. Oktober 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

11. ST 07.10.07 Itzehoer SV Husumer SV 1:3

Super - Der nächste »Dreier« ist perfekt!

07.10.2007

Itzehoer SV - Husumer SV

1 : 3 (1:1)


Innerhalb von nur fünf Tagen schafften die Nordfriesen den zweiten Sieg, diesmal mit 3:1 beim starken Aufsteiger Itzehoer SV. Die Husumer wirkten einfach frischer und waren im Zweikampfverhalten einfach cleverer. Mit einer kontrollierten Offensive aus der sicheren Abwehr heraus wurde den ISV schließlich die Grenzen aufgezeigt. War die erste Halbzeit noch weitgehend ausgeglichen, hatten die Stormstädter den zweiten Durchgang fest im Griff. »Ein völlig verdienter Sieg meiner Elf«, bilanzierte Husums neuer »alter« Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Wir sind sehr couragiert aufgetreten, haben die richtige Antwort auf den Ausgleich gefunden.«

Den besseren Start hatten eindeutig die Stormstädter, die sofort die Initiative ergriffen. Spektakulär umspielte Sebastian Steglich vier Gegenspieler in der gegnerischen Hälfte, sein Zuspiel fand in Marcel Otto einen dankbaren Abnehmer, der aus vier Metern keine Mühe mehr hatte und einschoss (6.). Und weiter ging es in Richtung ISV-Tor: Jann Iven Jensen hämmerte das Leder aus 20 Metern auf das Tor, Torhüter Baufeldt hatte Mühe, den Nachschuss von Jensen parierte Baufeldt erneut (7.). Doch die Hausherren befreiten sich allmählich von der Husumer Umklammerung, William Gueridonn scheiterte zweimal an glänzend disponierten Torhüter Teubler (10./16.). Dem gleichen Spieler gelang mit dem Pausenpfiff der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich. Glänzend hatte er sich über die linke Seite durchgesetzt, den Ball von der Strafraumgrenze ins lange Eck geschoben (45.).

Nach dem Wechsel hatten die Nordfriesen aber sofort die richtige Antwort parat: Michael Petersen setzte sich über die linke Seite durch, seine mustergültige Flanke verwertete Gerrit Müller aus zwölf Metern sicher in den Winkel (49.). Der ISV schien geschockt, Husum wirkte jetzt einfach spritziger und im Zweikampfverhalten geschickter. Immer wieder wurde das Leder frühzeitig abgefangen, eigene Angriffe gestartet. Das führte zwangsläufig zum Erfolg. Ingo Cornils, der nach seiner Einwechselung Sicherheit ins Husumer Spiel brachte, fing in der 64. Minute einen Ball vor dem Strafraum ab. Sein herrliches Zuspiel in den Lauf von Gerrit Müller brachte die Entscheidung am Lehmwohld. Müller ließ Torhüter Baufeldt aus 16 Metern keine Abwehrmöglichkeit. Die Schlussminute hätte ein weiteres Tor für die Husumer bringen können. Björn Fleige, herrlich freigespielt, wurde vom Torhüter im Strafraum gelegt - den fälligen Elfmeter konnte Ingo Cornils allerdings nicht verwerten. Baufeldt ahnte die richtige Ecke.

Die HSV hatte den Gastgeber über weite Strecken im fest Griff und siegte auch in der Höhe völlig verdient. Ein deutlicher Aufwärtstrend ist genau wie in Eichede unverkennbar.

Tore: 0:1 Otto (6.), 1:1 Gueridonn (45.), 1:2 Müller (49.), 1:3 Müller (64.)
beste Spieler: Gueridonn / Teubler, Herpel, Petesen
Ecken: 2 : 8
Chancen: 3 : 9
Zuschauer: 211
Schiedsrichter: Frederik Listner (Eidertal-Molfsee)
gelbe Karten: Leskien (48.), M. Barth (58.), Gueridonn (59.), Baufeldt (90.) / Rettkowski (53.), Saeltz (71.), Otto (76.)
Aufstellung:

Baufeldt – Reichardt – Thede (52. Krahl), M. Barth, Justus (63.Zabojnikl), S. Griesbach, Leskien, Fernandez, A. Sacipi – Gueridonn, S. Barth.

Teubler – Rettkowski, Herpel, Andresen – Jensen, Saeltz, Otto, Steglich (88. Berger), Petersen – Strüning (32. Cornils), Müller (89. Fleige)..

  Hl 07.10.2007

3:1 in Itzehoe: Husum schießt sich aus der Krise

Gerrit Müller erneut doppelter Torschütze

Verbandsliga-Übersicht

Das war bitter: Aufsteiger ETSV Weiche war Eider Büdelsdorf ebenbürtig, verlor aber 1:2 und ist jetzt wieder Tabellenletzter. Mit Riesenschritten aus der Abstiegszone stürmt die Husumer SV. Zwei Auswärtssiege in einer Woche (gestern 3:1 in Itzehoe) sorgten für den Sprung auf Rang 14. Flensburg 08 ist nach dem 1:1 in Todesfelde Neunter und der TSV Kropp hat weiter eine blütenweiße Weste: Das 2:0 gegen den SV Eichede war der neunte Sieg im neunten Spiel für den amtierenden Meister.

Itzehoe (ree) – Die Husumer SV hat wieder Erfolgserlebnisse. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen siegte sie auswärts mit 3:1 (1:1) – diesmal beim Aufsteiger Itzehoer SV. Und auch Gerrit Müller traf wieder zwei Mal.

Schon zur Halbzeit hätten die Husumer gern geführt. Dagegen hatte aber William Gueridonn etwas, in diesem Abschnitt bester Mann auf dem Platz. In der 45.Minute drang er in den Strafraum ein und ließ André Teubler mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance. Die Itzehoer holten sich damit den Lohn für ihre Bemühungen, mit denen sie die frühe Husumer Führung wettzumachen suchten.

Schon der erste ernsthafte Versuch der Stormstädter hatte in der 4. Minute zum 0:1 geführt. Da hatte Sebastian Steglich auf der linken Seite vier Gegner aussteigen lassen und Marcel Otto bedient. Der vollendete aus kurzer Distanz. Danach war es immer wieder Gueridonn, der die Gäste in Alarmbereitschaft versetzte. In der 20. Minute zwang er Teubler zu einer Flugparade, Jann Iven Jensen klärte seinen Schuss zur Ecke.

Im zweiten Durchgang lief dann alles zu Gunsten der Nordfriesen. Und der Garant für Tore hieß Müller. Zunächst drosch er eine Flanke von Michael Petersen (49.) in Luca Toni-Manier ins Netz, 15 Minuten später war Ingo Cornils der Passgeber für Müller, der das 1:3 machte. In der Nachspielzeit verschoss Ingo Cornils einen Elfmeter, Baufeldt hatte Fleige gefoult.
"Wir haben eine couragierte Leistung geboten und in der zweiten Halbzeit die richtige Antwort auf den Itzehoer Ausgleich gegeben", sagte Trainer Guido Gehrke.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Herpel, Andresen – Otto, Jensen, Saeltz, Steglich (88. Berger), Petersen – Müller (89. Fleige), Strüning (32. Cornils). Schiedsrichter: Listner (Molfsee). Zuschauer: 210.

Schwere Fehler beim 1:3 des ISV gegen Husum

Seine Aufholjagd in der Fußball-Verbandsliga setzte die Husumer SV gestern vor 220 Zuschauern mit einem kaum erwarteten und zugleich völlig verdienten 3:1 (1:1) beim gastgebenden Itzehoer SV fort.
William Gueridonn erzielt den Ausgleich zum 1:1 für den Itzehoer SV. Husums Torhüter André Teubler ist machtlos. Foto: rst

Itzehoe (jü) – Der kurzfristige Trainerwechsel (Gehrke für Hansen) bei der Husumer SV scheint sich unmittelbar bezahlt zu machen. Engagiert wie eh und je gab Guido Gehrke gestern in Itzehoe für die Gäste auf der Trainerbank seinen offziellen Einstand. So dürften sich die Husumer aus dem Schlamassel bald selbst befreit haben.

Bei den enttäuschenden Itzehoern bestätigten sich nach dem völlig unnötigen 2:3 der Vorwoche in Heikendorf vor allem die Unsicherheiten im Abwehrverband, die den Stormstädtern kräftig in die Karten spielten. Das beim ISV zweifellos bestehende Torwart-Problem löste der 47-jährige (!) Jörg Baufeldt mit Routine und verhinderte mit diversen Paraden bei Husumer Kontern sogar noch Schlimmeres. Seine beste Tat war die Entschärfung eines allerdings von ihm selbst an dem unmittelbar zuvor eingewechselten Björn Fleige (90.+2) verwirkten Foulelfmeters. Für die Notbremse hätte es "Rot" für Baufeldt geben müssen, aber der unauffällig leitende Schiri Frederik Leistner aus Molfsee ließ Gnade vor Recht ergehen und zückte nur gelb.

Ansonsten taten sich die Gastgeber mit einer kompakt stehenden Deckung der überhaupt äußerst diszipliniert und zweikampfstark agierenden Husumer sehr schwer und fanden bis zuletzt keine spielerischen Mittel, um die entsprechenden Torgelegenheiten zu erzwingen. Das Chancenplus lag jedenfalls auf Seiten der mit Erfolg stets auf Itzehoer Fehler lauernden Husumer, für die bei besserer Nutzung zwangsläufig vorhandener Kontersituationen noch mehr Zählbares möglich gewesen wäre.

Der taktischen Marschroute der Gäste kam das frühe 0:1 (5.) durch Marcel Otto nach einer Hereingabe von Sebastian Steglich, bei der die rechte Itzehoer Abwehrseite "pennte", natürlich entgegen. Diesem Treffer rannte der ISV exakt eine Halbzeit lang mit klaren optischen Vorteilen hinterher, biss sich an der vielbeinigen Husumer Abwehr jedoch zunächst die Zähne aus, ehe William Gueridonn per Flachschuss nach herrlichem Pass von Gustavo Fernandez praktisch mit dem Halbzeitpfiff das 1:1 (45.) gelang. Anfangs war es speziell Gueridonn, von dem bei Itzehoe Torgefahr ausging. Er scheiterte zweimal aussichtsreich (10., 16.) an Husums starkem Keeper Teubler. Auf der Gegenseite rettete ISV-Schlussmann Baufeldt (21.) in höchster Not vor Gerrit Müller, erneut nach einem krassen Abwehrfehler.

Nach der Pause wusste Itzehoe aus dem günstigen Zeitpunkt des Ausgleichs keinen Nutzen zu ziehen und ließ sich nun das Spiel der stärker werdenden Gäste förmlich aufzwingen. Als ISV-Verteidiger Torge Thede dann ein fataler Abspielfehler unterlief, war Michael Petersen auf und davon und bediente den abgebrühten Gerrit Müller zum 1:2 (49.). Der ISV investierte fortan auch kämpferisch zu wenig, um den Gästen noch einmal beizukommen. Statt dessen war es Matthias Barth, der wiederum Gerrit Müller mit einem Katastrophen-Fehler das 1:3 (64.) ermöglichte. Den unzulänglichen Itzehoer Bemühungen entsprang danach nur noch eine Großchance für Sebastian Barth (85.), während Husum diverse Konterchancen ausließ. Gestandene Akteure wie Gueridonn (verzettelte sich einmal mehr in unnötigen Zweikämpfen), Fernandez (ging völlig unter), Krahl (angeschlagen) oder die Barth-Zwillinge (mit zu wenig Biss) setzten überraschend wenig Akzente.

ISV-Coach Walter Berger vom ISV resümierte: "Es unterlaufen uns einfach derzeit zu viele individuelle Fehler, die in der Verbandsliga sofort bestraft werden. Husum hat hier ja keinen überragenden Konterfußball geboten, sondern in erster Linie von unseren Fehlern profitiert. Nur mit spielerischen Mitteln kann man außerdem einen Rückstand nicht aufholen, so wie wir das versucht haben. Husum war der erwartet starke Gegner."

ISV: Baufeldt - Thede (52. Krahl), Reichardt, Sacipi, Leskien - S. Griesbach, M. Barth, Justus (63. Zabojnik), Fernandez - Gueridonn, S. Barth. Husum: Teubler - Rettkowski, Andresen, Herpel, Jensen - Saeltz, Otto, Steglich (88. Berger), Petersen, Stroening (33. Cornils) - Müller (90. Fleige). SR: Leistner (Molfsee). Zuschauer: 220. Tore: 0:1 Otto (5.), 1:1 Gueridonn (45.), 1:2 Müller (49.), 1:3 Müller (64.)

08. Oktober 2007 · Norddeutsche Rundschau

ISV trifft auf motivierte Husumer

Nach dem Dämpfer in Heikendorf will der Itzehoer SV schnell wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Allerdings ist mit der Husumer SV ein äußerst unbequemer Gegner am Sonntag (Anpfiff: 15 Uhr) auf dem Lehmwohld zu Gast.
Möglicherweise spielt auch morgen Jörg Baufeldt (re.) im ISV-Gehäuse wie schon am Mittwoch beim Pokalspiel in Glückstadt. Foto:  oj

Itzehoe (rst) – Nach dem Rücktritt von Trainer Hans-Peter Hansen haben die Nordfriesen am Mittwoch ohne Coach in Eichede den ersten Saisonsieg eingefahren und die rote Laterne abgegeben. In Itzehoe wird nun erstmals Guido Gehrke auf der Trainerbank sitzen, der vom Kreisligisten Haddeby zur Spielvereinigung zurück gekehrt ist. Mit Gehrke waren die Husumer in der vergangenen Spielzeit Tabellenvierter der Fußball-Verbandsliga geworden. Und auch in dieser Saison wollte die junge Mannschaft wieder oben mitmischen. Doch unter dem neuen Trainer Hans-Peter Hansen bekam Husum kein Bein auf die Erde. Die Folge war vor einer Woche Hansens Rücktritt. Ohne ihn lief es gleich besser. Nun soll es mit Gehrke wieder nach oben gehen. Nach dem Sieg in Eichede ist der zweite Coup in Itzehoe geplant.

Dies will der ISV natürlich vermeiden. „Wir wollen gegen Husum nicht verlieren, aber wir wissen, dass es sehr schwer wird. Es wird sich i eine Husumer Mannschaft präsentieren, wie wir sie in dieser Saison noch nicht gesehen haben. Da bin ich mir ganz sicher“, sagt ISV-Coach Walter Berger. „Der erste Sieg und der Trainerwechsel haben einen Motivationsschub ausgelöst. Husum gehörte in der vergangenen Saison zu den spielstärksten Mannschaften. Sie hatten kaum nennenswerte Abgänge. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort alle das Fußballspielen verlernt haben. Wir müssen uns auf einen starken Gegner einstellen“, so Berger weiter, der von seiner Mannschaft eine konzentrierte Leistung verlangt.

Vor allem die Abwehr soll wieder mehr an Stabilität gewinnen. Um das zu erreichen, wird es am Sonntag einen Torhüterwechsel geben. Sven Scharnitzki soll sich in der zweiten Manschaft die nötige Sicherheit beim Herauslaufen holen. „Ich will ihm den Druck nehmen. Er soll in der Zweiten neues Selbstvertrauen aufbauen“, erklärt Walter Berger. Wer zwischen den Pfosten steht, ist allerdings noch nicht klar. Dennis Siegmund wird es jedenfalls nicht sein, da er sich auf Dienstreise befindet. Die Wahl wird zwischen David Ander und Jörg Baufeldt fallen. „Torhüter-Dino“ Baufeldt stand übrigens schon in der Glückstädter Pokalbegegnung im Tor. Man darf gespannt sein, ob der 48-Jährige nun sein Verbandsliga-Debüt im ISV-Dress gibt.

Die Verletztenliste der Lehmwohldakteure hat sich ein wenig gelichtet: René Krahl, Nicolai Justus und Björn Zabojnik sind wieder fit. Allerdings steht hinter dem Einsatz von William Gueridonn und „Youngster“ Lennart Dora ein Fragezeichen. Einen Rückschlag hat zudem Patrick Griesbach erlitten, der erneut wegen eines Geschwulstes operiert wurde und deshalb pausieren muss. Dennoch hat Walter Berger mehr Variationsmöglichkeiten als zuletzt, was vielleicht von entscheidender Bedeutung sein kann. Wenn der ISV weiter in der oberen Tabellenhälfte mitmischen will, darf sich sein Team aber keinen weiteren Ausrutscher erlauben.

06. Oktober 2007 · Norddeutsche Rundschau

Husum in Itzehoe – Neu-Trainer Gehrke mahnt: "Es läuft nicht von allein"

Husum (ree) – "Nachlegen" heißt es für die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV, die am Mittwoch den ersten Sieg der Saison schafften. Beim Itzehoer SV trifft sie am Sonntag (15 Uhr) auf den aktuell besten Aufsteiger der Spielklasse.

Erst zwei Mal haben die Steinburger bisher verloren. "Damit sind wir so gut gestartet, wie es viele nicht vermutet haben", sagt ISV-Trainer Walter Berger, der seit drei Monaten das Sagen am Lehmwohld hat. Besonders freut es ihn, dass sein Team gegen so renommierte Mannschaften wie VfR Neumünster (3:3) und Holstein Kiel II (1:1) jeweils unentschieden gespielt hat. "Aber manchmal", sagt der Coach, "haben meine jungen Spieler noch zu viel Respekt." Mit von der Partie bei den Itzehoern ist auch wieder William Gueridonn, der in der vergangenen Saison mit einer langen Spielsperre belegt worden war. Da er nicht ganz fit ist, hat der Mittelfeldakteur aber nicht alle Spiele absolviert. Ob er gegen Husum auflaufen wird, ist noch nicht raus. "Denn", so sein Coach, "er hilft uns nur, wenn er fit ist."

"Das war eine Grundlage, mehr nicht." Guido Gehrke, der in Eichede noch nicht dabei war, bleibt nach dem 3:1 seiner Mannschaft auf dem Teppich. Der neue Alte weiß also, dass sich durch Handauflegen allein im Fußball kein Erfolgskonzept realisieren lässt. Aber froh ist er, der "insgeheim mit einem Punkt gerechnet" hatte, schon über den Dreier.

Seinen Akteuren aber schreibt er ins Stammbuch: "Es läuft nicht von allein und der Weg wird ein dorniger sein." Ein Weg, bei dem Gehrke am Sonntag erstmals nach vier Monaten wieder auf der Husumer Trainerbank sitzen wird.

Eine besondere Erinnerung wird die Reise nach Steinburg bei Björn Fleige hervor rufen. Vor zwei Jahren wurde der Husumer Stürmer auch erst nach Saisonbeginn wieder für die Lig aktiviert – mit durchschlagendem Erfolg: Bei seinem Debüt steuerte Fleige zwei Treffer zum 3:0 bei. Gerrit Müller hat seine ersten Saisontreffer in Eichede erzielt, Fleige könnte am Sonntag nachziehen.

Zum Kader gehört auch wieder Ingo Cornils.

6. Oktober 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

12. ST 13.10.07 Husumer SV FC Kilia Kiel 1:2

Husum auf dem Boden der Tatsachen!

13.10.2007

Husumer SV - FC Kilia Kiel

1 : 2 (0:1)


Im ersten Heimspiel nach dem Trainerwechsel verlor die Elf von Trainer Guido Gehrke vor 265 Zuschauern sang und klanglos mit 1:2 gegen den FC Kilia Kiel. Vieles misslang den Nordfriesen an diesem Nachmittag. Besonders in der ersten Halbzeit agierten die Spieler außerdem viel zu passiv, man verschlief diese regelrecht. Zu weit standen die Hausherren von ihren Gegenspielern weg. Auffällig auch die vielen individuellen Fehler, immer wieder brachte man die Gäste völlig unnötig in aussichtsreiche Positionen. Das besserte sich erst mit Beginn der zweiten Halbzeit, mit mehr Engagement wurde jetzt nach vorne gespielt. Doch Kilia war an diesem Nachmittag einfach cleverer, die Spieler machten die Räume eng, investierten mehr in das Spiel, wirkten spritziger und abgeklärter.

»Wir waren über weite Strecken viel zu passiv«, resümierte ein enttäuschter Husumer Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Wie ich schon gesagt habe, es ist noch ein weiter Weg für uns.« Kilias Trainer Frank Drews sah seine Elf als verdienten Sieger: »Wir waren einfach engagierter und spritziger, deshalb ist es ein verdienter Sieg. Unsere anfänglichen Bedenken nach Husums zuletzt guten Ergebnissen haben wir schnell beiseite gelegt.«

Erst mit einer halbstündigen Verspätung konnte die Partie beginnen, da die Kieler nach einer Bus-Panne verspätet in Husum ankamen. Doch diese Aufregung schienen die Gäste viel besser verkraftet zu haben als die Nordfriesen. Nichts mehr zu sehen von den couragierten und kreativen Auftritten in Eichede und Itzehoe, kein Direktspiel und dazu noch ein Fehlpassfestival, das die Spieler von Frank Drews ausnutzten: In der 25. Minute verkalkulierte sich Ingo Cornils, das Leder kam zu Mario Witt, der Torhüter Teubler aus 16 Metern keine Chance ließ. Eine Minute später wieder Verwirrung vor dem Husumer Tor. Zweimal musste der Keeper in höchster Not retten, zuletzt gegen den agilen Andre Stelmaszewski. Die Kieler diktierten die erste Halbzeit, nur einmal hatte die SV in Person von Gerrit Müller die Chance auf ein Erfolgserlebnis. Alleine war Husums Torjäger auf Torhüter Christian Wulf zugelaufen, der jedoch großartig reagierte und abwehren konnte. Den Nachschuss setzte Müller Zentimeter neben den Pfosten (12.).

Mit der Hereinnahme von Erion Alla zu Beginn der zweiten Hälfte kam etwas mehr Kreativität und Druck ins Husumer Spiel, doch entscheidend durchsetzen konnten sich die Stormstädter nicht. Und wieder war es ein individueller Fehler, der die Vorentscheidung einleitete. Ein Fehlpass von Dennis Schulte war Ausgangspunkt für das 0:2 durch Andre Sümnik in der 74. Minute. Mit einem Heber ließ er Torhüter Teubler keine Abwehrmöglichkeit. Andre Stelmaszewski (78.) mit einem Freistoß und Marc Sümnik mit einem Schuss aus 12 Metern verfehlten das Tor nur knapp. Den Anschlusstreffer erzielten die Stormstädter erst kurz vor Ende der Partie. Erion Alla drang in den Strafraum ein, wurde aber von Frank Kerlin völlig unnötig von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gerrit Müller sicher (86.). Doch zum Ausgleichstreffer fehlten den Hausherren an diesem Nachmittag einfach die Mittel. Wenn man bedenkt dass die Kilianer 30 Minuten mit zehn Mann auskommen mussten - Timon Dehner sah gelb/rot (60.) - doch einen Vorteil konnten die Nordfriesen daraus nicht erzielen.

Ein Denkzettel zur rechten Zeit für die Elf von Guido Gehrke, denn man sieht, das die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Viel zu pomadig und unkonzentriert wirkte die Mannschaft an diesem herrlichen Herbsttag. Jetzt gilt es, Flagge zu zeigen und gezielt weiter zu arbeiten, denn es steht das wichtige Nordderby gegen Flensburg 08 am nächsten Wochenende auf dem Programm.

Tore: 0:1 Mario Witt (25.), 0:2 A. Sümnik (74.), 1:2 Müller (86./Elfmeter)
beste Spieler: -- / A. Sümnik, M. Dehner, Stelmaszewski
Ecken: 5 : 1
Chancen: 3 : 8
Zuschauer: 265
Schiedsrichter: David Bornhöft (Garbek)
gelbe Karten: Schulte (33.), Rettkowski (47.), Andresen (68.)/ T. Dehner (33.), M. Sümnik (40.), M. Dehner (43.)
gelb/rot:
T. Dehner (60.) weg. wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Teubler - Rettkowsi, Herpel, Andresen (78. Strüning), Jensen (46. Alla), Cornils (32. Schulte), Saeltz, Steglich, Petersen - OItto, Müller.

Wulf - Dreier, M. Dehner, Stelmaszewski, T. Dehner - M. Sümnik, A. Sümnik, Kerlin, M. Witt - Jurchen (64. Gast), Akkus (58. Schuster).

  HI 13.10.2007

Dämpfer für Husum gegen Kilia Kiel

1:2 nach zuletzt zwei Auswärtssiegen / Gehrke: "Wir waren viel zu passiv"
Duell mit Haken und Ösen: Kiels Timon Dehner (am Boden) behauptet den Ball gegen den Husumer Stürmer Gerrit Müller. Foto: Voss

Verbandsliga-Übersicht

Kleines Programm: Auf Grund des Länderpokals fanden nur fünf Spiele statt. Überraschungen? Fehlanzeige. Allerdings setzte es für die Kellerkinder Husumer SV (1:2 gegen Kilia Kiel) und TSV Bargteheide (2:3 gegen Altenholz) empfindliche Heimniederlagen. Auf der Stelle tritt auch Flensburg 08. Das 1:1 gegen Dornbreite (das dritte Remis in Folge) reichte nicht zum einstelligen Tabellenplatz. Mühe hatte der Tabellendritte VfR Neumünster beim 1:0 über Todesfelde.

Husum (bhu) – Das hatten sich die 265 Zuschauer nach zuletzt zwei Auswärtssiegen sicher anders vorgestellt: Im ersten Heimspiel nach dem Trainerwechsel verlor Fußball-Verbandsligist Husumer SV sang und klanglos 1:2 (0:1) gegen den FC Kilia Kiel. Kilia war cleverer. Die Spieler machten die Räume eng, investierten mehr in das Spiel, wirkten spritziger und abgeklärter. "Wir waren über weite Strecken viel zu passiv", resümierte Husums enttäuschter Trainer Guido Gehrke. "Wie ich schon gesagt habe, es ist noch ein weiter Weg für uns." Kilias Trainer Frank Drews sah seine Elf als verdienten Sieger: "Unsere anfänglichen Bedenken nach Husums zuletzt guten Ergebnissen haben wir schnell abgelegt."

Die Partie begann mit halbstündiger Verspätung, da die Kieler nach einer Bus-Panne verspätet in Husum ankamen. Doch das störte die Gäste nicht – nichts mehr zu sehen von den couragierten und kreativen Auftritten in Eichede und Itzehoe, kein Direktspiel und dazu noch ein Fehlpassfestival, das die Spieler von Frank Drews ausnutzten: In der 25. Minute verkalkulierte sich Ingo Cornils, das Leder kam zu Mario Witt, der Torhüter Teubler aus 16 Metern keine Chance ließ.

Eine Minute später wieder Verwirrung vor dem Husumer Tor. Zwei Mal musste der Keeper in höchster Not retten. Die Kieler diktierten die erste Halbzeit, nur einmal hatte Gerrit Müller die Chance auf ein Erfolgserlebnis. Alleine war Husums Torjäger auf Torhüter Christian Wulf zugelaufen, der jedoch großartig reagierte. Den Nachschuss setzte Müller Zentimeter neben den Pfosten (12.).

Mit der Hereinnahme von Erion Alla zu Beginn der zweiten Hälfte kam etwas mehr Kreativität und Druck ins Husumer Spiel, doch entscheidend durchsetzen konnten sich die Stormstädter nicht. Und wieder war es ein individueller Fehler, der die Vorentscheidung einleitete. Ein Fehlpass von Dennis Schulte war Ausgangspunkt für das 0:2 von Andre Sümnik in der 74. Minute. Mit einem Heber ließ er Torhüter Teubler keine Abwehrmöglichkeit. Den Anschlusstreffer erzielten die Stormstädter erst kurz vor Ende der Partie. Erion Alla drang in den Strafraum ein und wurde von Frank Kerlin von den Beinen geholt. Den Elfmeter verwandelte Gerrit Müller sicher (86.). Doch zum Ausgleich fehlten den Hausherren die Mittel. Nicht einmal aus der halbstündigen Überzahl (gelb-rot für Timo Dehner) konnten sie Kapital schlagen.

Husumer SV: Teubler - Rettkowsi, Herpel, Andresen (78. Strüning), Jensen (46. Alla), Cornils (32. Schulte), Saeltz, Steglich, Petersen - Otto, Müller. FC Kilia Kiel: Wulf - Dreier, M. Dehner, Stelmaszewski, T. Dehner - M. Sümnik, A. Sümnik, Kerlin, M. Witt - Jurchen (64. Gast), Akkus (58. Schuster). Schiedsrichter: Bornhöft (Garbek). Zuschauer: 265. Beste Spieler: Husum: - / A. Sümnik, M. Dehner, Stelmaszewski.

15. Oktober 2007 · Flensburger Tageblatt

Gehrke gibt Gas: Vier Mal Training in der Woche

Nach zwei Auswärtssiegen ist beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV wieder Zuversicht eingekehrt. Jetzt will die Mannschaft um Trainer Guido Gehrke auch den eigenen Fans den Aufwärtstrend vorführen. Gegen Kilia Kiel am Sonnabend (15 Uhr) soll der erste Heimsieg her.
Motivator: Husums Coach Guido Gehrke im Gespräch mit den Spielern. Foto: Stöter

Husum (ree) – HSV-Coach Guido Gehrke heizt die Stimmung an und fordert: "In unserer Situation müssen wir jedes Heimspiel gewinnen. Wir haben noch Nachholbedarf." Gehrke zieht die Zügel an – und die Mannschaft zieht mit. In dieser Woche wurde gleich vier Mal trainiert. Dies ist aber auch ein Zeichen für den Respekt, den Gehrke dem Gegner und seinem Trainer Frank Drews zollt.

Der musste sich im Sommer immerhin mit einem völlig neuen Kader arrangieren. Gehrke dazu: "Es ist erstaunlich, dass sie schon so viele Punkte gewonnen haben." 14 sind es genau und damit rangieren die Landeshauptstädter auf Rang zehn. Das ist zwar nicht die Tabellenregion, die sie aus vergangenen Spielzeiten gewohnt sind, aber im Zuge der Neuformierung ist nicht mehr drin.

Die neueste Entwicklung in Husum überrascht den Kieler Trainer nicht. "Mir war immer klar, dass die Fußball spielen können", gibt er zu Protokoll, "jetzt scheint die Kopfblockade gelöst." Den "Vorwärtstrend" der Stormstädter will er morgen mit seiner Mannschaft allerdings auf jeden Fall "blockieren". Und er deutet an, dass er dabei nicht unbedingt im Hurra-Stil vorgehen wird. "Wir müssen ja das Spiel nicht übernehmen", so Drews.
Die Fördestädter werden ohne ihren Stammtorwart Philipp Reinhold anreisen, der in der Landesauswahl gebraucht wird. Für ihn wird Christian Wulff das Tor hüten. "Ich glaube nicht, dass wir dadurch schlechter sind", sagt Drews, der auf eine Spielverlegung wegen Reinholds Abstellung verzichtet hat.

Für die Husumer sieht es an diesem Wochenende personell ein Stück günstiger aus. Erion Alla und Dennis Schulte dürfen nach ihren Rot-Sperren wieder eingesetzt werden. Ingo Cornils wird nach Auskunft von Gehrke diesmal von Beginn an dabei sein und soll die Fäden im Mittelfeld knüpfen. "Seine Ruhe und seine Umsicht helfen der Mannschaft", sagt der Coach.

12. Oktober 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

13. ST 20.10.07 Husumer SV Flensburg 08 0:1

Nordderby mit glücklichem Sieger!

20.10.2007

Husumer SV - Flensburg 08

0 : 1 (0:0)


Die glücklichere Mannschaft verließ im Friesenstadion das Spielfeld als Sieger, nicht unbedingt die bessere. Denn die Flensburger besaßen im Spiel nur drei halbwegs gute Tormöglichkeiten, doch mit Unterstützung der Husumer Hintermannschaft gelang ihnen in der 55. Minute der entscheidende Treffer. Ein Handicap steckten die Fördestädter sehr gut weg, denn 30 Minuten musste die Elf mit zehn Spielern auskommen. Mahmoud Ben-Djebbi wurde in der 60. Minute vom Platz gestellt, doch die Hauherren konnten keinerlei Kapital daraus schlagen. Aufopferungsvoll kämpften die Flensburger, machten die Räume eng und gaben keinen Meter Raum verloren. Die Nordfriesen versäumten es, schon in der ersten Halbzeit den Sack zu zumachen. Hätte das Team von Trainer Guido Gehkre nur einige der vorhandenen Chancen genutzt, wäre ein Erfolg möglich gewesen.

Doch auch der Fußball findet nicht im Konjunktiv statt. Teilweise überhastet, teilweise unkonzentriert, teilweise auch mit Pech - doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Die Bemühungen der Husumer verpufften, und so steht man weiterhin ohne Heimsieg da. Husums Trainer Guido Gehrke war mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden: »Das Resultat stimmt aus unserer Sicht natürlich nicht, aber positiv sehe ich die Reaktion der Mannschaft nach dem verkorksten Kilia-Spiel. Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen.« Ein zufriedener 08-Trainer Stefan Langeloh lobte seine Elf: »Nach dem Platzverweis haben wir tapfer dagegengehalten. In der ersten Halbzeit hatte Husum mehr vom Spiel, das haben wir mit etwas Glück überstanden und noch den Siegtreffer erzielt. Über diese Punkte bin ich sehr froh.«

Vor 217 Zuschauern entwickelte sich ein in kämpferischer Hinsicht ansprechendes Spiel, doch die Zeiten der großen Nordderbys voller Emotionen und hitziger Zweikämpfe, auf die sich die Zuschauer schon lange vorher freuten, scheinen vorbei zu sein. Viele Stockfehler und Fehlpässe waren an diesem Nachmittag an der Tagesordnung - spannende Torraumszenen eher selten zu beobachten. Die Gastgeber standen aber bereits nach zwei Spielminuten vor dem Torerfolg. Sebastian Saeltz hatte sich durch das Mittelfeld getankt, stand in aussichtsreicher Position, doch aus zwölf Metern zischte der Ball am Pfosten vorbei. Zehn Minuten später beförderte Gerrit Müller das Leder nach einer Flanke von Ingo Cornils aus zwölf Metern über den Balken. In dieser Phase des Spiels konnte sich Flensburgs Torhüter Finn Hübner auszeichnen. In der 24. Minute entschärfte er einen Kopfball von Gerrit Müller und den anschließenden Nachschuss durch Sebastian Steglich glänzend. Und auch kurz vor dem Seitenwechsel schnappte er sich das Leder, als Gerrit Müller einen Heber aus acht Metern über den Keeper versuchte (43.). Weitere Husumer Gelegenheiten durch Gerrit Müller, Marcel Otto und Christian Herpel (alle 41.) blieben ungenutzt.

Das sollte sich für die Husumer bitter rächen, denn nach dem Wechsel gaben die Fördestädter mehr Gas, taten endlich etwas für das verwaiste Offensivspiel. Und sofort wurde es gefährlich. Eine Flanke von Sascha Schwarzwald nahm Torjäger Torben Carstensen aus kurzer Distanz volley, verzog jedoch (49.). Die Entscheidung in diesem Nordderby folgte in der 55. Spielminute, jedoch mit freundlicher Unterstützung der Hausherren. Torhüter Teubler warf den Ball unkonzentriert ab, Sebastian Saeltz konnte nicht mehr eingreifen und verlor diesen an Nils Grossmann. Von der Strafraumgrenze schlenzte Grossmann das Leder über den verdutzten Teubler ins lange obere Eck des Husumer Tores. Fünf Minuten später der Schock für 08: Ben-Djebbi musste das Spielfeld wegen wiederholtem Foulspiel verlassen. Die Flensburger haderten jedoch nicht mit Schiedsrichter Pohlmann, sondern steigerten sich noch einmal und erzwangen mit unbändigem Kampfgeist den Sieg. Für die Husumer wird die Luft hingegen immer dünner, doch Trainer Gehrke bewahrt weiter Ruhe und strahlt Zuversicht aus: »Alle Spieler ziehen gut mit, aber wir müssen weiter hart arbeiten - doch ich bin zuversichtlich.«

Tore: 0:1 Grossmann (55.)
beste Spieler: Herpel / Hübner
Ecken: 3 : 2
Chancen: 7 : 3
Zuschauer: 217
Schiedsrichter: Pohlmann (Oelixdorfer Schützen)
gelbe Karten:

Petersen (64.) / Ben-Djebbi (27.), Hansen (44.), Rachner (67.)
gelb/rot:
Ben-Djebbi (60.) weg. wiederh. Foulspiel

Aufstellung:

Teubler - Herpel, Rettkowski, Schulte - Steglich (71. Lies), Saeltz, Cornils, Alla (61. Strüning), Petersen - Otto, Müller (67. Andresen).

Hübner - Schukat, Meyer-Jörgensen, Rachner - Andresen, Ben-Djebbi, Seebauer, Grossmann, Hansen (46. Sohrweide) - Carstensen (84. Herre), Schwarzwald (74.Hassanoglu).

  HI 20.10.2007

Flensburg 08 glücklicher 1:0-Sieger im Nordderby

Beim 0:1(0:0) im Verbandsliga-Nordderby zwischen der Husumer SV und Flensburg 08 verließ die glücklichere Mannschaft das Friesenstadion als Sieger – nicht unbedingt die bessere. Doch mit Unterstützung der Husumer Hintermannschaft gelang den Gästen in der 55. Minute der entscheidende Treffer.
08-Stürmer Sascha Schwazwald (Mitte) wird von Husums Dennis Schulte angegriffen. Sebastian Steglich (li.) beobachtet die Szene. (Voss)

Verbandsliga-Übersicht

Ein Spieltag ohne Überraschungen: Der Flensburger Aufsteiger ETSV Weiche verliert auch die zweite Partie gegen Spitzenreiter Holstein Kiel II (0:4), der 1:0-Sieg von Flensburg 08 in Husum war zwar glücklich, ist aber nicht unbedingt eine Sensation. Ihre Auswärtsaufgaben erfüllten auch die Teams des VfR Neumünster (2:0 bei der Spvg RW Moisling) und der Heikendorfer SV (2:1 bei Kilia Kiel). Tabellendritter ist der TSV Kropp, der nach zwei spielfreien Wochenende in Folge bereits drei Spiel Rückstand auf die Konkurrenz hat.

Husum (Bernd Hulin) – Ein Handicap steckten die Fördestädter sehr gut weg, denn 30 Minuten musste die Elf mit zehn Spielern auskommen. Mahmoud Ben-Djebbi wurde in der 60. Minute vom Platz gestellt, doch die Hauherren konnten keinerlei Kapital daraus schlagen. Aufopferungsvoll kämpften die Flensburger, machten die Räume eng und gaben keinen Meter Raum verloren. Die Nordfriesen versäumten es, schon in der ersten Halbzeit den Sack zu zumachen. Teilweise überhastet, teilweise unkonzentriert, teilweise auch mit Pech – das Runde wollte einfach nicht ins Eckige.

Husums Trainer Guido Gehrke war mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden: "Das Resultat stimmt aus unserer Sicht natürlich nicht, aber positiv sehe ich die Reaktion der Mannschaft nach dem verkorksten Kilia-Spiel. Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen."

Ein zufriedener 08-Trainer Stefan Langeloh lobte seine Elf: "Nach dem Platzverweis haben wir tapfer dagegengehalten. In der ersten Halbzeit hatte Husum mehr vom Spiel. Über diese Punkte bin ich sehr froh."

Vor 217 Zuschauern entwickelte sich ein in kämpferischer Hinsicht ansprechendes Spiel, doch die Zeiten der großen Nordderbys voller Emotionen und hitziger Zweikämpfe auf die sich die Zuschauer schon lange vorher freuten, scheinen vorbei zu sein. Viele Stockfehler und Fehlpässe waren an diesem Nachmittag an der Tagesordnung.

Die Gastgeber standen aber bereits nach zwei Spielminuten vor dem Torerfolg. Sebastian Saeltz hatte sich durch das Mittelfeld getankt, stand in aussichtsreicher Position, doch aus zwölf Metern zischte der Ball am Pfosten vorbei. Zehn Minuten später beförderte Gerrit Müller das Leder aus zwölf Metern über den Balken. In dieser Phase des Spiels konnte sich Flensburgs Torhüter Finn Hübner auszeichnen. In der 24. Minute entschärfte er einen Kopfball von Müller und den anschließenden Nachschuss durch Sebastian Steglich glänzend. Und auch kurz vor dem Seitenwechsel schnappte er sich das Leder, als Müller einen Heber aus acht Metern über den Keeper versuchte (43.). Weitere Husumer Gelegenheiten blieben ungenutzt.

Das sollte sich für die Husumer bitter rächen, denn nach dem Wechsel gaben die Fördestädter mehr Gas, taten endlich etwas für das Offensivspiel. Und sofort wurde es gefährlich. Die Entscheidung folgte in der 55. Spielminute, jedoch mit freundlicher Unterstützung der Hausherren. Torhüter Teubler warf unkonzentriert ab, Sebastian Saeltz konnte nicht mehr eingreifen und verlor den Ball an Nils Grossmann. Von der Strafraumgrenze schlenzte Grossmann das Leder über den verdutzten Teubler ins lange obere Eck des Husumer Tores. Für die Husumer wird die Luft immer dünner, doch Trainer Gehrke bewahrt weiter Ruhe: "Alle Spieler ziehen gut mit, aber wir müssen weiter hart arbeiten - doch ich bin zuversichtlich."

Husumer SV: Teubler - Herpel, Rettkowski, Schulte - Steglich (71. Lies), Saeltz, Cornils, Alla (61. Strüning), Petersen - Otto, Müller (67. Andresen). Flensburg 08: Hübner - Schukat, Meyer-Jörgensen, Rachner - Andresen, Ben-Djebbi, Seebauer, Grossmann, Hansen (46. Sohrweide) - Carstensen (84. Herre), Schwarzwald (74.Hassanoglu). Schiedsrichter: Pohlmann (Oelixdorfer Schützen) – Gelb-rote Karte: Ben-Djebbi (60.) wiederholtes Foulspiel. – Beste Spieler: Herpel/Hübner – Zuschauer: 217.

22. Oktober 2007 · Flensburger Tageblatt

Gehrke erwartet offenen Schlagabtausch

Husumer SV erwartet heute Flensburg 08 zum Nordderby / "Der Gegner soll sich nach uns richten."
Husums Mittelfeldspieler Sebastian Saeltz ist in dieser Saison noch nicht richtig in Tritt gekommen. "Ein ganz zuverlässiger, aufstrebender Spieler", sagt sein Trainer. (Staudt)

Husum (Michael Bock) – Nach zwei Auswärtssiegen in Folge hat es die Husumer SV mit dem 1:2 gegen Kilia Kiel wieder erwischt. Heute steht das Nordderby der Fußball-Verbandsliga gegen Flensburg 08 (Anpfiff 15 Uhr) auf dem Programm. Trainer Guido Gehrke sagt klipp und klar: "In unserer Situation dürfen wir keine Punkte liegen lassen."
Mit den beiden 3:1-Auswärtssiegen hatte Trainer Guido Gehrke die Husumer SV wieder auf die Erfolgspur der Fußball-Verbandsliga gebracht, dann kam sein erstes Heimspiel mit seiner alten und neuen Mannschaft und die erste Ernüchterung mit dem 1:2 gegen Kilia Kiel. Die Husumer SV war auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen. Zu passiv, zu weit weg vom Gegner, zu wenig Biss – Gehrke war vom ersten Heimauftritt unter seiner Regie doch etwas enttäuscht.

Egal, abhaken und weiterarbeiten, für einen möglicherweise besseren Auftritt heute gegen Flensburg 08. Gehrke ist zuversichtlich. "Meine Jungs gehen im Training gut mit. Wir arbeiten hart an taktischen Vorgaben und am Zweikampfverhalten", beschreibt Gehrke das Arbeitspensum an den drei Trainingstagen in der Woche. Nebenbei gibt es viele Einzelgespräche, in denen der Coach eine generell positive Einstellung zum Fußball vermitteln will.

Über den kommenden Gegner hat sich der Trainer nicht groß den Kopf zerbrochen. Mehr, als dass Flensburg 08 in den drei jüngsten Partien jeweils nur ein 1:1-Unentschieden erreichte, weiß der Coach auch nicht über die Mannschaft seines Kollegen Stefan Langeloh. 08 eben – Tabellenzehnter mit 15 Punkten. Besondere Stärken und Schwächen – uninteressant. Gehrke ist der typische Vertreter der "Man-soll-sich-nach-uns-richten"-Philosophie. "Wir wollen das Spiel machen und nicht reagieren müssen", sagt der Coach, der gestern Abend vor der Partie gegen Flensburg noch als Spieletrainer für den FC Haddeby bei SV Olympia Rheide in der Schleswiger Kreisliga auf dem Spielfeld stand. Generell heißt die Marschroute im Verbandsliga-Kick gegen 08: "Gutes Zweikampfverhalten und eine feste Zuordnung bei den Standardsituationen."

Stefan Langeloh jedenfalls hat Respekt vor der Husumer SV. "Die Mannschaft ist im Kommen und hat sich noch lange nicht abgeschrieben", sagt der Trainer von Flensburg 08. Am 2. Spieltag standen sich die Nordrivalen im Flensburger Stadion gegenüber. Da siegte Nullacht hochverdient mit 3:1.

Personell hatte der Husumer Trainer vor dem Abschlusstraining bis auf Pierre Becken (Herzmuskel-Rhythmusstörungen) alle Spieler zur Verfügung. Auch Jann Iven Jensen und Birger Andresen dürften ihre Grippe auskuriert haben. Der Einsatz von Becken wird sich laut Gehrke wohl noch drei bis vier Wochen hinziehen. Bedauerlich für beide, denn der Coach hätte gerne so einen Spieler wie Becken auf dem Platz. "Das ist einer, der die Jungs mal wachrüttelt, wenn es nicht so läuft." Schließlich erwartet Gehrke mit den Flensburgern keinen zurückhaltenden Gegner: "Ich denke, das wird ein offener Schlagabtausch. Den Zuschauern wird bestimmt etwas geboten."

20. Oktober 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
Fußball-Fahrplan
Verbandsliga: Stefan Langeloh hat Respekt vor der Husumer SV. „Die Mannschaft ist im Kommen und hat sich noch lange nicht abgeschrieben“, sagt der Trainer von Flensburg 08. Die Partie in Husum (Sbd., 15 Uhr) ist bereits das Rückspiel. Am 2. Spieltag standen sich die Nordrivalen im Flensburger Stadion gegenüber. Da siegte Nullacht hochverdient mit 3:1. Doch nach dem Trainerwechsel (Guido Gehrke löste Hans-Peter Hansen ab) sind die Nordfriesen, die bis auf den letzten Platz zurückgefallen waren, im Aufwind. Die zwei 3:1-Erfolge in Eichede und Itzehoe lassen aufhorchen. Zwar gab es in der Vorwoche mit 1:2 gegen Kilia Kiel wieder einen kleinen Dämpfer, doch 08 sollte gewarnt sein. Nach drei Unentschieden in Folge ist ein weiteres Remis für die Flensburger eigentlich zu wenig, schließlich wollen Langeloh und Co. die Verfolger im Kampf um einen der begehrten Plätze in der Schleswig-Holstein-Liga auf Distanz halten.
19. Oktober 2007 · Flensburger Tageblatt

 

14. ST 28.10.07 VfR Neumünster Husumer SV 2:0

Gute Husumer Leistung nicht belohnt!

28.10.2007

VfR Neumünster - Husumer SV

2 : 0 (0:0)


In einem abwechslungsreichen und ansprechenden Verbandsligaspiel verlor die Husumer SV vor 402 Zuschauern mit 0:2 beim Tabellenzweiten VfR Neumünster. Zwar wirkten die Gastgeber spielerisch reifer und abgeklärter, doch die Husumer hielten gut dagegen, versteckten sich nicht und hatten viele gute Aktionen. Zu einem Punktgewinn langte es dennoch nicht, dafür ist die Gehrke-Elf im Angriff zurzeit einfach nicht durchschlagskräftig genug.

Die ersten zehn Minuten gehörten aber dem VfR, Celik testete Torhüter Teubler, der zur Ecke abwehren konnte. Den anschließenden Eckball setzte Marco Möller aus zehn Metern an den Pfosten des Husumer Tores (6.). Doch die Nordfriesen befreiten sich vom Druck, zeigten eine couragierte Leistung. Nur die vorhandenen Torchancen wurden nicht genutzt. Einen herrlicher Konter über den agilen Marcel Otto konnte Gerrit Müller nicht verwerten, Torhüter Özdemir wehrte ab (9.). Sechs Minuten später zischte ein Geschoss von Michael Petersen aus zehn Metern über die Latte. In der 32. Spielminute zielte der VfR in Person von Dennis Buhrmester knapp neben das Husumer Tor.

Der gleiche Spieler hatte nach dem Pausentee die Führung für seine Farben auf dem Fuß, in der 52. Minute lief er auf das Husumer Tor zu, doch aus zwölf Metern verfehlte er knapp. Die Stormstädter gerieten zwischenzeitlich unter Druck: Nach 62 Minuten konnte Oliver Jurkic die Führung für die Schwalestädter erzielen, nach einem Freistoß war er mit dem Kopf zur Stelle. Die Entscheidung in der 75. Spielminute, Buhrmester - stark abseitsverdächtig - schob zum 2:0-Endstand ein. Ein Kopfball von Pierre Becken, der knapp sein Ziel verfehlte, war die einzige Husumer Ausbeute im zweiten Durchgang.

»Das Ergebnis ist natürlich unbefriedigend«, resümierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Doch wir haben ein gutes Spiel gemacht und ordentlich Gas gegeben. Unsere vielen guten Aktionen wurden leider nicht belohnt.« Jetzt gilt es im nächsten Heimspiel gegen den TSV Altenholz, drei Punkte einzufahren, um den Anschluss an das Mittelfeld wieder herzustellen.

Tore: 1:0 Jurkic (62.), 2:0 Buhrmester (75.)
beste Spieler: Buhrmester, Celik / Herpel, Otto, Saeltz 
Ecken: 5 : 4
Chancen: 6 : 3
Zuschauer: 402
Schiedsrichter: Andreas Esch (TSV Bargteheide)
gelbe Karten: Niedermeyer (89.) / Strüning (85.)
Aufstellung:

Özdemir – Somodi, Amponsah, Pukaß – Siedschlag, Niedermeyer, Buhrmester (90. Gaenger), Jurkic, Milbradt – Möller, Celik.

Teubler - Cornils, Rettkowski (53. Becken), Schulte – Lies (73. Strüning), Saeltz, Herpel, Alla (81. Jensen), Petersen - Otto, Müller.

  Hl 28.10.2007

"Wir sind nicht belohnt worden"

Husumer SV unterliegt beim VfR Neumünster mit 0:2 / Becken eingewechselt

Verbandsliga-Übersicht

Das Spitzentrio bleibt auf Erfolgskurs. Holstein Kiel II (4:1 gegen Moisling), VfR Neumünster (2:0 gegen Husumer SV) und TSV Kropp (4:1 über Todesfelde) feierten die erwarteten Heimsiege. Für die Riesenüberraschung des Spieltages sorgte der ETSV Weiche. Der Aufsteiger aus Flensburg siegte 2:0 beim FC Dornbreite und gab die Rote Laterne an Moisling ab. Katzenjammer dagegen beim Ortsrivalen Flensburg 08. Nach der 2:3-Heimniederlage gegen Itzehoe rutschte 08 wieder auf Platz zehn ab.

Neumünster (ree) – Nur eine Halbzeit lang wurde die Husumer SV von der Hoffnung begleitet, die dritte Niederlage in Folge abwenden zu können. Nach respektabler Gegenwehr unterlag sie dann aber beim VfR Neumünster mit 0:2 (0:0).

Begegnungen zwischen dem VfR Neumünster und der Husumer SV hatten in den letzten Jahren stets Format. So war es auch diesmal. Wobei der erste Aufreger sich nach sechs Minuten im Husumer Strafraum ereignete. Da konnte André Teubler zunächst einen 18m-Schuss von Faruk Celik mit guter Reaktion zur Ecke lenken. Der folgende Standard gelangte aber zu Marco Möller, der das Leder spektakulär an den Pfosten setzte. Die Stormstädter antworteten mit einem Konter, der aber bei VfR-Keeper Hüsnü Özdemir endete (9.). Aussichtsreicher Schütze in diesem Fall war Gerrit Müller gewesen, den Marcel Otto formvoll bedient hatte. Auch Michael Petersen war nahe an einem Husumer Torerfolg, sein Schuss flog aber um Zentimeter über die Querlatte (15.).

In der zweiten Halbzeit forcierte der Tabellendritte seine Aktionen und wurde nach gut einer Stunde belohnt: Nach einem Freistoß landete der Kopfball von Oliver Jurkic zum 1:0 im Husumer Tor (62.). Und dann krönte Buhrmester, der in der 52. Minute noch mit einer gelungenen Solo-Aktion gescheitert war, seine auffällige Angriffsleistung. Allein stand er vor Teubler und vollendete den VfR-Konter routiniert zum 2:0 (75.). Die Husumer Abseits-Hinweise ignorierte der Unparteiische. Damit war die Partie gelaufen. Denn die Husumer Angriffskünste gaben auch an diesem Nachmittag zu großen Hoffnungen keinen Anlass. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass bei den Stormstädtern Pierre Becken zum ersten Mal nach seiner langen Verletzungspause wieder auf dem Platz stand. Mit seinem Kopfball (knapp vorbei/81.) bewies er auch schon wieder Tordrang. "Das Ergebnis ist nicht korrekt. Wir haben hier ordentlich Gas gegeben und sind nicht belohnt worden", kommentierte Husums Coach Guido Gehrke.

Husumer SV: Teubler – Schulte, Cornils, Rettkowski (53.Becken) – Lies (73.Strüning), Saeltz, Alla (81.Jensen), Herpel, Petersen – Otto, Müller. Schiedsrichter: Andreas Esch (Bargteheide). – Zuschauer: 400.

29. Oktober 2007 · Flensburger Tageblatt

VfR: Topspiel kann kommen

Es war das erwartet harte Stück Arbeit: Fußball-Verbandsligist VfR Neumünster musste gestern eine gewaltige Portion Kampf in die Waagschale legen, um den Tabellensiebzehnten Husumer SV mit 2:0 (0:0) zu bezwingen.
Tanz an der Geerdtsstraße: VfR-Torjäger Faruk Celik und Husums Ingo Cornils (re.). Beobachter ist Dennis Schulte. Foto: Schmuck

Neumünster (Arne Schmuck) – "Ich muss meiner Mannschaft wieder ein großes Lob zollen, hat sie doch erneut die vielen Ausfälle weggesteckt. Wir sind über den Kampf ins Spiel gekommen und haben letztlich verdient gewonnen", bilanzierte Rasensport-Coach Ervin Lamce.

Mit dem Mute der personellen Verzweiflung rannte das letzte Aufgebot der "Veilchen" gleich zu Beginn an. Doch nachdem Faruk Celik an Gästekeeper André Teubler gescheitert war (6.) und Marco Möller nach einem Jurkic-Eckstoß nur den Husumer Pfosten getroffen hatte (7.), war es mit der lila-weißen Herrlichkeit zunächst vorbei. Die Nordfriesen wurden ihrem Ruf als ebenso zweikampfstarker wie unbequemer Gegner gerecht und suchten über die zumindest anfangs sehr flinken Erion Alla und Marcel Otto immer wieder die Vorwärtsbewegung. Durch Gerrit Müller, der am aufmerksamen VfR-Schlussmann Hüsnü Özdemir scheiterte (10.), und Michael Petersen, der knapp über den Kasten zielte (15.), besaßen die Gäste sogar zwei gute Gelegenheiten. Spätestens jetzt war auch dem Letzten klar, dass es die Einheimischen zwar mit dem Tabellensiebzehnten, aber keinesfalls mit einem klassischen Abstiegskandidaten zu tun hatten. In der Folge ging es mit offenem Visier weiter, doch echte Höhepunkte blieben aus. Einzige Ausnahme: Kai Siedschlag nahm eine sensationelle Flanke von Celik volley und drosch die Kugel nur um Zentimeter am langen Husumer Pfosten vorbei (32.).

Maßarbeit: VfR-Akteur Nils Niedermeyer spitzelt dem Husumer Erion Alla (blaues Trikot) den Ball weg. Foto: Schmuck

"Nach der Pause haben wir den Kampf dann endlich angenommen", sah Lamce eine verbesserte Heimelf, die nach gut einer Stunde auf die Siegerstraße geriet. Nach einem Freistoß von Celik köpfte Oliver Jurkic wie aus dem Lehrbuch zum 1:0 ein (62.). Gästecoach Guido Gehrke vermisste zu diesem Zeitpunkt seinen Kapitän Sascha Rettkowski schmerzlich: "Er musste mit einer Oberschenkelzerrung raus. Daraufhin ist bei uns kurzzeitig die Ordnung verloren gegangen. Allerdings hätte der ansonsten gute Schiedsrichter Andreas Esch unmittelbar vor dem Freistoß zwei Mal für uns pfeifen müssen."

Auch nach dem ersten Tor des Tages blieb der Kampf an der Geerdtsstraße Trumpf – passend dazu die Entstehung des entscheidenden zweiten Treffers, als Patrick Amponsah in einem Getümmel an der Mittellinie die Übersicht behielt und Franko Milbradt auf die Reise schickte. Husums Abseitsfalle schnappte nicht zu, sodass der Blondschopf alleine auf Schlussmann Teubler zusteuerte, den Ball dann aber uneigennützig auf seinen alten Einfelder Kumpel Dennis Buhrmester querlegte und Letzterer das Leder ins leere Tor beförderte – der vierte Zu-null-Sieg des VfR in Folge war perfekt (75.).

"Mit diesem Erfolg haben wir uns eine gute Ausgangsposition für das Spitzenspiel am Sonntag daheim gegen den TSV Kropp erarbeitet", freute sich VfR-Verteidiger Norbert Somodi, der den Grund für den Sieg schnell gefunden hatte: "Gegen diesen bissigen Gegner haben wir es verstanden, auf unser gewohntes Hacke, Spitze, eins, zwei, drei zu verzichten."

VfR-Vorsitzender Herbert Sander, der gestern in puncto Zuschauerzahl eine Wette gegen seine Frau Elke verlor – er hatte auf 500 Fans getippt, sie auf 400 –, blickte voraus: "Nun erwarten wir gegen Kropp 800 Besucher." Zum Topspiel gegen den bislang ausnahmslos siegreichen Tabellendritten wird Rasensport übrigens seine Pforten öffnen: Alle Besucher bis einschließlich 17 Jahre werden am kommenden Sonntag freien Eintritt genießen.
VfR - Husumer SV 2:0

VfR Neumünster: Özdemir - Somodi, Pukaß, Amponsah - Niedermeyer - Siedschlag, Milbradt, Jurkic, Möller - Buhrmester (90./+2 Gänger), Celik. Husumer SV: Teubler - Rettkowski (53. Becken), Cornils, Schulte - Lies (73. Strüning), Herpel, Alla (82. Jensen), Saeltz, Petersen - Otto, Müller. Beste Spieler: Jurkic, Celik, Amponsah - Saeltz, Cornils, Herpel. Tore: 1:0 Jurkic (62.), 2:0 Buhrmester (75.). Schiedsrichter: Esch (Bargteheide). Gelbe Karten: Niedermeyer (88., Foulspiel an Strüning) – Strüning (85., Foulspiel an Somodi). Spielwertung: befriedigend. Zuschauer: 402 zahlende.

29. Oktober 2007 · Holsteinischer Courier

Die nächste Reaktion: Husumer SV spielt beim VfR Neumünster

Husums Trainer Guido Gehrke will es dem VfR Neumünster mit seinem Team schwer machen.

Husum (mb) – "Das Resultat stimmt aus unserer Sicht natürlich nicht, aber positiv sehe ich die Reaktion der Mannschaft nach dem verkorksten Kilia-Spiel. Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen." Das sagte Trainer Guido Gehrke nach der unglücklichen 0:1-Niederlage der Husumer SV im Derby in der Fußball-Verbandsliga gegen Flensburg 08. Jetzt ist wieder eine Reaktion gefragt. Und was für eine, immerhin muss die Mannschaft beim Tabellenzweiten VfR Neumünster (So. 14 Uhr) antreten.

Ein Sieg ist keinesfalls Pflicht, vielleicht eher Schadensbegrenzung. Die beiden letzten Mannschaften der Tabelle waren bereits in Neumünster. RW Moisling 0:7) und der ETSV Weiche (7:0) bekamen beim heimstarken VfR (41:9 Tore) gleich 14 Tore eingeschenkt – die Husumer SV ist Drittletzter, vor Nachahmung wird gewarnt. "Das wird uns mit Sicherheit nicht passieren", platzt es aus Gehrke heraus. Er weiß um die Stärke seiner Mannschaft. "Wir sind auf dem besten Weg. Es nur eine Frage der Zeit, wann der Knoten platzen wird."
Ob das ausgerechnet beim Tabellenzweiten geschieht, muss man abwarten. Schließlich hat die Mannschaft von Trainer Ervin Lamce mit Faruc Celik und Marinco Ruzic gleich zwei Akteure in den Top Ten der Torjägerliste. Celik führt mit zwölf Treffern die Liste an – da kommt was auf die Manndecker zu. "Kommt nicht", widerspricht Gehrke, "da kommt was auf die gesamte Mannschaft zu. Die Zeiten, wo ein Spieler seinem Gegner 90 Minuten an den Hacken klebt, die sind vorbei. So ein Spiel ist nicht meine Philosophie." Möglicherweise kann die Husumer SV aus der Personalmisere des VfR Kapital schlagen. Ruzic musste beim 2:0-Erfolg in Moisling mit einer Zerrung ausgewechselt werden. Der Einsatz des Spielmachers soll fraglich sein. Fehlt Ruzic, fehlt dem VfR die Seele des Spiels.

Aber auf solche Konstellationen kann man als Trainer des Gegners nicht setzen. Die eigene Leistung zählt. "Meine Truppe holt nach und nach auf. Wir werden auf jeden Fall Neumünster das Leben sehr schwer machen", sagt Gehrke und tippt auf ein 1:1-Unentschieden. Die Auswärtsbilanz der Husumer SV ist dabei nicht einmal die schlechteste, besonders wenn man die letzten beiden Partien betrachtet. Zwei 3:1-Siege stehen zu Buche – vielleicht stimmt an diesem Wochenende das Resultat aus Sicht der Husumer.

27. Oktober 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

VfR-Personalsituation spitzt sich zu

Mit dem Tabellensiebzehnten Husumer SV stellt sich morgen um 14 Uhr die bislang größte Negativüberraschung der Fußball-Verbandsliga beim VfR Neumünster vor. Die gastgebenden Rasensportler haben jedoch überhaupt keinen Grund, auch nur eine Sekunde lang über einen Selbstgänger nachzudenken.
Einer, der für Sorgenfalten auf des Trainers Stirn sorgt: VfR-Kapitän Carsten Pukaß, dem eine schmerzhafte Schulterprellung zu schaffen macht. Foto: Schmuck

Neumünster (Arne Schmuck) – Zwei schlagende Argumente sprechen dafür, dass sich der Tabellenzweite VfR (28 Punkte/41:9 Tore) und der Drittletzte Husum (8/13:18) nahezu auf Augenhöhe begegnen. Zum einen hat sich die Personalsituation bei den Lila-Weißen zugespitzt, während die Gäste nur um den grippegeschwächten Christian Herpel bangen, und zum anderen fielen gleich sieben der acht Husumer Saisonniederlagen mit nur einem Tor Unterschied aus.

"Wir gehören mit unserem Potenzial eigentlich unter die ersten acht", behauptet Guido Gehrke, Trainer der Husumer Sportvereinigung. Seit rund vier Wochen schwingt er das Zepter in Nordfriesland, nachdem sein Vorgänger Hans-Peter Hansen das Handtuch geschmissen hatte – so lautet die offizielle Variante, hinter vorgehaltener Hand wird ein klassischer Rausschmiss kolportiert.

Steht kurz vor seinem Comeback im VfR-Ligateam: der 48-jährige Torsten Peetz. Foto: Schmuck

Doch bei allem Optimismus ist Gehrke Realist genug, zu wissen, dass sein Team vor einem steinigen Weg steht. "Es wird noch lange dauern, bis wir den schlechten Saisonstart kompensiert haben – wahrscheinlich sogar bis zum Ende der Serie", rechnet der ehemalige Oberligaspieler von Holstein Kiel vor. Bis Weihnachten wolle er noch 20 Punkte holen, doch die morgige Partie ist für Gehrke nur ein Zubrot: "Das Spiel in Neumünster ist für uns eines der dankbaren Sorte. Bei einem der Topfavoriten haben wir nichts zu verlieren."

Ob der VfR morgen tatsächlich als Topfavorit antritt, sei dahingestellt. "Denn wir bekommen nur mit Ach und Krach ein konkurrenzfähiges Team zusammen", weiß Rasensport-Coach Ervin Lamce, dessen Stirn sich längst in tiefe Falten gelegt hat. Am vergangenen Sonntag in Moisling (2:0) schieden Marinko Ruzic und Jörg Zenker mit Zerrungen aus, Kapitän Carsten Pukaß hielt bis zum Schluss mit geprellter Schulter durch. Während Letzterer am Donnerstag das Training wieder aufgenommen hat und wohl auch einsatzbereit sein dürfte, wird Zenker definitiv fehlen. "Und bei Ruzic liegt die Wahrscheinlichkeit, dass er auflaufen kann, auch nur bei zehn Prozent", stöhnt Lamce und erklärt im Hinblick auf die am 4. und 10. November folgenden Kracher gegen die Spitzenteams TSV Kropp und Holstein Kiel II: "Wir wollen bei Ruzic kein Risiko eingehen. Er spielt gegen Husum nur, wenn er quasi über Nacht wieder fit werden würde."

Ersatzkeeper Tim Ulmer ausgenommen, nehmen neben Konditionstrainer Stephan Langhein morgen auf der VfR-Bank wohl nur Akteure Platz, die eigentlich zum Kader der Reserve zählen – darunter auch wieder der 48-jährige Torsten Peetz, dessen Comeback in der "Ersten" immer näher rückt. Wenigstens schaut Rasensport bereits über den Tellerrand hinaus und begrüßte nach Sita Lututala (wir berichteten) nun auch die beiden Talente Patrick Christophersen und Peter Dzierzawa vom Bezirksligisten SV Tungendorf beim Training. "Und beide haben einen guten Eindruck hinterlassen", verrät Lamce, der die morgige Marschroute übrigens mit einem Anflug von Galgenhumor festlegt: "Wir wollen einfach nur die 90 Minuten hinter uns bringen – ohne Verletzte und ohne Rote Karten!"
VfR-Vorsitzender Herbert Sander sorgt derweil dafür, dass sich der Platz morgen in einem anständigen Zustand befindet: "Ich kann das Gejammer der Mannschaft nicht mehr hören. Nun habe ich die Tungendorfer Baumschulen dafür gewonnen, den Rasen für unser technisch versiertes Team zu präparieren."

VfR Neumünster: Özdemir - Somodi, Pukaß (?/Peetz), Amponsah - Niedermeyer - Siedschlag, Jurkic, Möller - Celik, Buhrmester, Milbradt. Auf der Bank: Ulmer - Langhein, Ruzic (?), Wehde, Gänger. Es fehlen: Amoako (nach Leisten-OP im Lauftraining), Bock (noch für ein Spiel gesperrt), Ceylan (vor dem Rauswurf), Klüver (langzeitverletzt), Laubinger (noch für ein Spiel rotgesperrt), Raniewicz (im Aufbautraining), Zenker (Zerrung).
Schiedsrichter: Esch (Bargteheide).

Letzte Duelle: Zwei Mal 1:0 – in Neumünster gewann Husum, in Nordfriesland der VfR. Courier-Tipp: 2:1 für VfR.

Außerdem spielen (in Klammern Courier-Tipps): heute, 14 Uhr: Holstein Kiel II - Rot-Weiß Moisling (6:0), TSV Kropp - SV Todesfelde (3:1); heute, 15 Uhr: Flensburg 08 - Itzehoer SV (2:2), SC Comet Kiel - FT Eider Büdelsdorf (1:2), FC Dornbreite Lübeck - ETSV Weiche Flensburg (4:1), Heider SV - Heikendorfer SV (1:0), TSV Bargteheide - Breitenfelder SV (1:1); morgen, 14 Uhr: SV Eichede - FC Kilia Kiel (2:3).

27. Oktober 2007 · Holsteinischer Courier

 

Test 01.11.07 VfR Schleswig Husumer SV 2:3

Husumer SV gewinnt Test in Schleswig

Schleswig (sh:z) – "Wie ein Testspiel eben halt so ist", meinte Lars Schomaker zu der Partie gegen die Husumer SV, die der Fußball-Bezirksoberligist VfR Schleswig unter der Woche mit 2:3 (1:0) gegen den Verbandsligisten verlor. Ein Spiel, das durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten, doch "sehr unruhig verlief". Die Husumer SV glich die VfR-Führung durch Hinriksen (35.) durch Strüning (60.) aus, ehe Becken (67.) die Nordfriesen in Führung brachte. Winter (82.) schaffte wieder den Ausgleich. Aus dem Gewühl heraus erzielte Hagen in der 89. Minute den Siegtreffer für die Gäste. "Das Ergebnis ist unwichtig , auf die Leistung im kommenden Punktspiel kommt es an", meinte der Schleswiger Coach Schomaker.
3. November 2017 · sh:z-Nordfriesland Sport

VfR Schleswig unterliegt im Testspiel der Husumer SV mit 2:3

Schleswig (mb) – „Wie ein Testspiel eben halt so ist“, meinte Lars Schomaker zu der Partie gegen die Husumer SV, die der VfR Schleswig unter der Woche mit 2:3 (1:0) gegen den Verbandsligisten verlor. Ein Spiel, das durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten doch „sehr unruhig verlief“. Die Husumer SV glich die VfR-Führung durch Hinriksen (35.) durch Strüning (60.) aus, ehe Becken (67.) die Nordfriesen in Führung brachte. Winter (82.) schaffte wieder den Ausgleich. Aus dem Gewühl heraus erzielte Hagen in der 89. Minute den Siegtreffer für die Gäste. „Das Ergebnis ist unwichtig , auf die Leistung im kommenden Punktspiel kommt es an“, meinte Schomaker vor der interessanten Partie beim TSB Flensburg (heute, 14 Uhr). Der VfR-Coach hat wieder arge Personalprobleme, möglicherweise fällt die komplette Innenverteidigung aus.
3. November 2017 · Schlei Bote
Fußball

Heute Testspiel: VfR gegen Husumer SV

Schleswig (sh:z) – Testen statt Training: Ein interessanter Vergleich findet heute Abend um 19.30 Uhr auf dem Altfeld in Schleswig statt. Der VfR Schleswig spielt gegen die Husumer SV – Bezirksoberliga gegen Verbandsliga. Beide Vereine hatten kurzfristig das Freundschaftsspiel abgemacht. „Wir sind ja noch in der Findungsphase und da will ich noch Einiges ausprobieren“, begründet Husums Trainer Guido Gehrke das Spiel unter der Woche. Außerdem: Nach drei Niederlagen in Folge könnte ein gelungener Test der Mannschaft ein Erfolgserlebnis bescheren. Lange ausgebliebene Erfolgserlebnisse hat sich die Mannschaft von Trainer Lars Schomaker in jüngster Zeit in der Liga geholt. Trotzdem kommt dem Coach so ein Test gut gelegen, denn einige verletzte Spieler sind wieder einsatzfähig und sollen auf diese Weise Spielpraxis sammeln.
1. November 2017 · Schlei Bote

Husum testet heute in Schleswig

Schleswig (sh:z) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV tritt heute (19.30 Uhr) zum Testspiel beim Bezirksoberligisten VfR Schleswig an. „Wir sind in der Findungsphase. Ich möchte einiges ausprobieren“, sagt Trainer Guido Gehrke, dessen Team nach zuletzt drei Niederlagen in Folge nicht vom Tabellenende wegkommt. Am Sonnabend (14 Uhr) kommt der Tabellen-14. TSV Altenholz zum Punktspiel ins Friesenstadion – dann soll endlich der erste Heimsieg gefeiert werden.
1. November 2017 · sh:z-Nordfriesland Sport
15. ST 03.11.07 Husumer SV TSV Altenholz 0:2

Patient Husum auf der Intensivstation!

03.11.2007

Husumer SV - TSV Altenholz

0 : 2 (0:1)


Mit einer indiskutablen Mannschaftsleistung unterlag die Husumer SV glatt und völlig verdient mit 0:2 gegen den TSV Altenholz, der die Nordfriesen mit einfachsten Mitteln in die Schranken verwies. Husum steht damit wieder im tiefsten Tabellenkeller, ist auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Keine Leidenschaft, keine Laufbereitschaft und überhaupt keine Willensstärke, die im Abstiegskampf aber besonders gefordert ist, waren an diesem Nachmittag erkennbar. Dem Patienten Husum geht es sehr schlecht, er wurde mit dem heutigen Spiel auf die Intensivstation gebracht. Ob ihm geholfen werden kann, steht förmlich in den Sternen. Es fehlt dem Team nicht nur ein Knipser, der die Chancen verwerten kann, sondern auch ein Leader, der auf dem Platz wortgewaltig das Kommando übernimmt.

Immer wieder liefen sich die Husumer an der gut gestaffelten Altenholzer Abwehr fest, deren funktionierende Abseitsfalle die Hausherren zur Verzweiflung brachte. »Wir schießen einfach keine Tore, können auch die guten Trainingsleistungen einfach nicht umsetzen«, gab ein enttäuschter Husumer Trainer Guido Gehrke zu Protokoll. »Der Patient liegt seit heute auf der Intensivstation, mal sehen wie wir da wieder rauskommen.« TSV-Trainer Harry Witt war die Erleichterung förmlich anzumerken: »Vor dem Spiel hatte ich Bedenken, nach dem guten Husumer Spiel in Neumünster. Doch wir haben dagegengehalten und verdient gewonnen.«

Mit schnellen Kontern setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche in die löchrige Husumer Abwehr. Bereits in der 20. Minute konnte Timo Kramer nach einem herrlichen Konter über die rechte Seite zur verdienten Gästeführung einschieben. Raphael Klatt hatte kurz vor dem Wechsel den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch er verzog aus kurzer Distanz (45.). Bei den Nordfriesen wollte einfach nichts klappen, schon gar nicht beim Tore schießen. Der eingewechselte David Strüning tankte sich in der 39. Spielminute herrlich im Strafraum durch, setzte das Leder aus acht Metern aber nur an den Pfosten.

Auch nach dem Wechsel kein Aufbäumen der Stormstädter, das Spiel wirkte pomadig und unentschlossen. Altenholz weiter konzentriert und konterstark. In der 47. Minute scheiterte Klatt aus drei Metern nur knapp, doch die Entscheidung lag in der Luft. Wieder war Raphael Klatt in den Husumer Strafraum eingedrungen, konnte von Ingo Cornils nur durch ein Foul gestoppt werden. Timo Kramer verwandelte, wenn auch erst im Nachschuss, zum 0:2-Endstand (66.). Die Bemühungen der Husumer endeten auch in der 2. Halbzeit am Aluminium: Nach einem gelungenen Zuspiel von Pierre Becken hämmerte Michael Petersen den Ball aus 14 Metern an die Querlatte (70.). Enttäuschung im Husumer Lager, Freudengesänge auf Seiten der Gäste, die die drei Punkte gebührend feierten. »In der Truppe ist überhaupt kein Leben«, bemerkte Ligaobmann Bernie Grünhoff nach der enttäuschenden Leistung der Husumer Elf und traf damit den berühmten Nagel auf den Kopf.

Tore: 0:1 Kramer (20.), 0:2 Kramer (66./Elfmeter)
beste Spieler: Fehlanzeige / Kramer, Klatt
Ecken: 11 : 2
Chancen: 3 : 6
Zuschauer: 210
Schiedsrichter: Dr. Mond (TSV Siems)
gelbe Karten:

Cornils (66.), Herpel (67.) / Stahl (31.), Rohleder (55.), Jensen (72.) 
gelb/rot: Stahl (90. / wiederholtes Foulspiel)

Aufstellung:

Teubler - Herpel, Cornils, Schulte, Becken, Jensen, Lies (32. Harrsen), Steglich (32. Strüning), Petersen - Otto, Müller.

Rohleder - Jensen, Lühtje, Stahl, Brandenburg - Hansen (87. Haase), Kaiser (84. Plüschke), Jensen, Zöchling - T. Kramer (79. C. Kramer), Klatt.

  HI 03.11.2007

Timo Kramer schießt schwache Husumer ab

Fußball-Verbandsliga: TSV Altenholz gewinnt Auswärtsspiel mit 2:0 / HSV trifft zweimal Alu
Husums Pierre Becken (hier im Duell mit Lasse Hansen) kehrte nach Verletzungspause zurück, überzeugte aber noch nicht. Foto: Hulin

Husum (ez) – Der TSV Altenholz hat seine derzeit gute Verfassung in der Fußball-Verbandsliga durch einen verdienten 2:0 (2:0)-Sieg bei der Husumer SV bestätigt. "Vor dem Spiel hatte ich Bedenken, nach dem guten Husumer Spiel in Neumünster. Doch wir haben dagegengehalten und verdient gewonnen", sagte TSV-Trainer Harry Witt erleichtert, während HSV-Coach Guido Gehrke ratlos und enttäuscht war: "Wir schießen einfach keine Tore, können auch die guten Trainingsleistungen nicht umsetzen. Der Patient liegt seit heute auf der Intensivstation, mal sehen wie wir da wieder rauskommen."
Mit schnellen Kontern waren die Gäste immer wieder gefährlich gewesen. Bereits in der 20. Minute schob Timo Kramer nach einem Konter zur verdienten Führung ein. Raphael Klatt hatte kurz vor dem Wechsel den zweiten Treffer auf dem Fuß, verzog aus kurzer Distanz (45.). Glück hatten die Altenholzer nur, als der eingewechselte David Strüning das Leder aus acht Metern an den Pfosten setzte (39.).

Auch nach dem Wechsel agierte Altenholz konterstark. In der 47. Minute scheiterte Klatt knapp, doch die Entscheidung lag dennoch in der Luft. Und wieder sollte Klatt beteiligt sein. Der Altenholzer drang in den Husumer Strafraum ein und wurde von Ingo Cornils durch ein Foul gestoppt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Timo Kramer, wenn auch erst im Nachschuss, zum 0:2 (66.). Den Husumern dagegen blieb weiterhin das Pech treu, denn auch Michael Petersen traf nur die Querlatte (70.).

Altenholz: Rohleder – Jensen, Lühtje, Stahl, Brandenburg – Hansen (87. Haase), Kaiser (84. Plüschke), Jensen, Zöchling – T. Kramer (79. C. Kramer), Klatt. Schiedsrichter: Dr. Mond (Siems). Zuschauer: 210. Tore: 0:1 T. Kramer (20.), 0:2 T. Kramer (66.). Gelb-Rot: Stahl (90., wiederholtes Foul).

6. November 2007 · Eckernförder Zeitung

Ratlosigkeit bei der Husumer SV

Die Verliererstrecke bleibt der bevorzugte Weg der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga. Beim 0:2 (0:1) gegen den TSV Altenholz kassierten die Stormstädter ihre zehnte Saisonniederlage. Die Kommentare, die nach der Partie zu hören waren, fielen diesmal eine Spur heftiger aus. "Der Patient hängt am Tropf", urteilte SV-Coach Guido Gehrke. Noch einen Schritt weiter ging "Bernie" Grünhoff. "In der Mannschaft ist kein Leben mehr", diagnostizierte der Fußball-Obmann.
Kein Schussglück hatte Husums Angreifer Gerrit Müller (re.) auch gegen Altemholz. Foto: Voss

Verbandsliga: Die Übersicht

Der VfR Neumünster und der TSV Kropp trennen sich 1:1 im Spitzenspiel – darüber freut sich Holstein Kiel II, das nach dem 3:0 in Eichede mit fünf Punkten Vorsprung vor Neumünster führt. Flensburg 08 stoppte die Erfolgsserie von Comet Kiel beim 4:1 jäh. Schlechter erging es den beiden anderen Nord-Vertretern. Die Husumer SV wartet nach dem 0:2 gegen Altenholz immer noch auf den ersten Heimsieg und ist Vorletzter, Aufsteiger ETSV Weiche nach dem 1:2 beim bisherigen Schlusslicht Moisling wieder Letzter.

Husum (ree) – Laufbereitschaft, Leidenschaft, Teamfähigkeit, Einigkeit, Willensstärke – all diese Grundtugenden einer funktionierenden Fußballmannschaft hatte Gehrke seinen Jungs vor Spielbeginn noch einmal an die Tafel geschrieben. Aber es ist offenbar ein weiter Weg von der Tafel in die Köpfe – und ein noch weiterer von dort in die Beine. Von dem, was der Trainer da in die Agenda geschrieben hatte, haben seine Schützlinge jedenfalls in diesem Heimspiel kaum etwas umgesetzt.

Dabei musste man an diesem Nachmittag vor dem TSV Altenholz wahrlich keine Angst haben. Das Team von Trainer Harry Witt bot nichts Spektakuläres, wartete nur mit solidem Spiel auf seine Chance – und auf Blößen des nervösen Gastgebers. Das funktionierte. Und es funktionierte vor allem, weil die Kieler Vorstädter in Timo Kramer und Raphael Klatt zwei Sturmspitzen aufboten, die umso lebendiger wurden, je näher sie dem Husumer Tor kamen. Beide Tore gingen auf die Kappe von Timo Kramer. Beim 0:1 (20.) ersprintete Lasse Hansen sich einen weiten Diagonalball, der fast unerreichbar schien. Die folgende Flanke drückte Kramer mit der Sohle ins Husumer Tor. Beim 0:2 (66.) brauchte Kramer Glück. Seinen Strafstoß (Foul von Cornils an Klatt) hatte SV-Keeper André Teubler nämlich zunächst bravourös abgewehrt. Erst im Nachschuss blieb der Altenholzer Sieger.

Wo den Gästen notfalls das Glück zur Seite stand, hatten die Husumer das Pech zum Paten. Wie in der 41.Minute, als David Strüning nach großartigem Solo das Leder an den linken Innenpfosten schoss. Ein bitterer Moment für die Husumer SV. Den zuvor (32.) auch schon Gerrit Müller erlebt hatte, als er sich in seiner besten Aktion gegen zwei Altenholzer durchsetzte, mit dem Abschluss aber an Torwart Dennis Rohleder scheiterte. Später, als die Altenholzer schon 2:0 führten, war es noch einmal Michael Petersen, der sich vom Glück verlassen fühlte. Sein 18m-Schuss segelte nämlich an die Latte (70.).

In einer mutlos vorgehenden Husumer Mannschaft erreichte kein Spieler Qualität. Mit dem Fehlen von Sascha Rettkowski und Sebastain Saeltz (beide verletzt) ist die sechste Heimniederlage nicht zu erklären. Jetzt kommt die Frage auf, ob Trainer Gehrke noch ein Rezept weiß. Aber auch der gab sich nach Spielschluss ziemlich ratlos. „Ich muss jetzt erst mal in mich gehen“, sagte er.

Husumer SV: Teubler – Herpel, Cornils, Schulte – Lies (33.Harrsen), Jensen, Steglich (33.Strüning), Becken, Petersen – Otto, Müller. TSV Altenholz: Rohleder – Brandenburg, Leif Jensen, Lüthje, Stahl – Hansen (86.Haase), Kaiser (82.Plüschke), Zöchling, Lasse Jensen – T. Kramer (78.C.Kramer), Klatt.
Schiedsrichter: Dr.Michael Mond (Lübeck). – Zuschauer: 210.
Beste Spieler: Cornils, Schulte – T. Kramer, Klatt. 

5. November 2007 · Flensburger Tageblatt

Heimschwäche gegen Auswärtsstärke

Am 14. Spieltag der Fußball-Verbandsliga will die Husumer SV endlich den ersten Heimsieg feiern. Doch der TSV Altenholz, am Sonnabend (14 Uhr) Gast im Friesenstadion, hat elf seiner zwölf Punkte auf fremdem Platz geholt.
Pierre Becken steht am Sonnabend gegen Altenholz wieder in der Startelf. Foto: Staudt

Husum (ree) – Nach prächtigem Beginn hat der Oktober sich ziemlich „mau“ entwickelt für die HusumerSV: Zwei Siegen folgten drei Niederlagen. „Auf jeden Fall muss was passieren“, sagt Trainer Guido Gehrke vor der morgigen Begegnung gegen den TSV Altenholz (Anstoß bereits um 14 Uhr).

Was die Besetzung betrifft, befindet sich Gehrke nach eigenen Angaben „in einer Findungsphase.“ Die ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass Pierre Becken wieder zur Verfügung steht und in die Startbesetzung rücken wird. Der 37-Minuten-Aufgalopp in Neumünster verlief positiv. Um weitere Aufschlüsse über eine optimale Besetzung zu erhalten, ließ Gehrke gestern beim VfR Schleswig testen (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Darüber hinaus verlangt Gehrke in kämpferischer Hinsicht eine Steigerung: „Wir müssen einen Sieg auch mal erzwingen.“

„Wenn wir Glück haben, halten wir die Klasse“, sagt Harry Witt, in der sechsten Saison Trainer beim TSV Altenholz. Das klingt nach reichlich Bescheidenheit. Der Witt-Kader hat Perspektive. Denn es sind eine ganze Reihe von A-Jugendlichen, die zu Saisonbeginn in die Liga gekommen sind. Nun heißt es abwarten. „Den Erfolg so einer Maßnahme kann man erst ein bis zwei Jahre später ernten“, weiß Witt.

Kurios beim Tabellen-14.: Auswärts ist er wesentlich stärker als zu Hause. Elf seiner zwölf Punkte hat er auf fremden Plätzen errungen! Um seine Mannschaft optimal einstellen zu können, hat der Coach die Stormstädter am vergangenen Sonntag in Neumünster studiert. Dass für die Husumer mehr drin gewesen wäre, das hat Witt genauso gesehen wie Guido Gehrke.

Bei den Stormstädtern wird vermutlich der verletzte Sascha Rettkowski ausfallen. Ebenfalls nicht dabei sein wird Birger Andresen.

2. November 2017 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

16. ST 10.11.07 FC Dornbreite Lübeck Husumer SV 5:3

Husums Defensive desolat!

10.11.2007

FC Dornbreite Lübeck - Husumer SV

5 : 3 (2:1)


Frust pur ist derzeit angesagt bei der Husumer SV: Nach der 3:5-Niederlage beim FC Dornbreite haben sich die Stormstädter die rote Laterne der Fußball-Verbandsliga »zurückerobert«. »Bei solchen Abwehrfehlern kannst du kein Spiel gewinnen. Beide Mannschaften spielten mit offenen Scheunentoren, unser war am weitesten geöffnet. So fahrlässig darf man mit Fußballspielen nicht umgehen«, klagte Husums Trainer Guido Gehrke verständlicherweise nach der Partie in Lübeck.

Verständlich, denn diesmal hatten seine Schützlinge die Punkte regelrecht verschenkt. Vorn traf die SV das gegnerische Tor selbst dann nicht, wenn dieses gar nicht mehr bewacht war. Deutliche Überlegenheit in der ersten halben Stunde und ein frühes Elfmetertor von Gerrit Müller (4.) gaben den Husumern die Hoffnung, dass diesmal alles gut werden würde. Aber weit gefehlt. Zwei Mal tauchten die Gastgeber vor der Pause noch vor dem Husumer Tor auf. Und dort hatten sie leichtes Spiel: 1:1 von Jan Vierig (23.) und 2:1 von Thorsten Asmussen (41.), als sich Momme Reinhold und Michael Petersen bei der Ballabwehr behinderten.

Die Chance, schnell wieder auszugleichen, verpassten die Stormstädter gleich nach dem Seitenwechsel. Diesmal landete der Foulelfmeter von Müller (Marcell Otto war gelegt worden) in den Armen von FC-Torhüter Jan Pekrun (50.). Stattdessen in der 62.Minute das 3:1 für Dornbreite – wiederum durch Vierig, den die Gäste nicht in den Griff bekamen. Aber die Husumer gaben sich nicht auf und schafften durch Erion Alla (64.) und Lukas Hertting (71.) innerhalb von sieben Minuten wieder den Gleichstand. Beide Male hatte Müller die Vorarbeit geleistet. Vierig und Asmussen (Lattentreffer) ließen zwischendurch Gelegenheiten für die Lübecker aus. Husums beste Führungschance nach der Pause versiebte Hertting, als er eine Flanke von Christian Herpel nicht im Tor unterbrachte. Turbulent dann die Schlussphase: Nach dem dritten Tor von Vierig lagen die Lübecker wieder vorn (77.), dann traf der glänzende Herpel nur den Pfosten (85.), und in der Nachspielzeit besorgte Sascha Hagen schließlich den 5:3-Endstand für die Hansestädter (91.).

Die Husumer SV war einmal mehr weit besser gewesen, als es ihr Tabellenplatz besagt. Aber in dieser Bilanz liegt auf Dauer kein Trost.

Tore: 0:1 Müller (4./FE), 1:1 Vierig (23.), 2:1 Asmussen (41.), 3:1 Vierig (62.), 3:2 Alla (64.), 3:3 Hertting (71.), 4:3 Vierig (77.), 5:3 Hagen (90.+1)
beste Spieler:   Vierig / Herpel
Ecken: 9 : 4
Chancen: 6 : 7
Zuschauer: 60
Schiedsrichter: Christoph Zamek (SSC Hagen-Ahrensburg)
gelbe Karten: Ahrens (29.), Azzez (50.), Schütt (78.) / Strüning (29.)
Aufstellung:

Pekrun – Azzez, Sembritzki (57. Schütt), Lüthje, Ahrens – Mecker (78. Jakubiak), Strehlau, Schlichte, Asmussen – Vierig, Hagen.

Reinhold – Herpel, Rettkowski, Schulte, Andresen – Otto, Alla, Cornils, Petersen – Strüning (59. Hertting), Müller (84. Harrsen).

  HI 18.11.2007

3:5 in Lübeck: Husumer SV fahrlässig

Verbandsliga-Übersicht


Der Meister war der große Gewinner des unvollständigen 16. Spieltags. Der TSV Kropp fertigte Heide 5:0 ab, profitierte vom 1:1 im Spitzenspiel zwischen Holstein Kiel II und dem VfR Neumünster, und ist wieder Tabellenzweiter. Kropp hat drei Spiele weniger ausgetragen als die Konkurrenz. Der ETSV Weiche befreite sich mit dem 2:0 gegen Todesfelde aus der bedrohten Zone, in der die Husumer SV (Tabellenletzter) nach dem 3:5 bei Dornbreite tiefer denn je steckt. Die Partie von Flensburg 08 in Breitenfelde fiel aus.

Lübeck (ree) – Was immer die Husumer SV derzeit auch anpackt – es endet im Frust. Nach der 3:5 (1:2)-Niederlage beim FC Dornbreite sind die Stormstädter sogar wieder Tabellenletzter der Fußball-Verbandsliga. "So fahrlässig darf man mit Fußballspielen nicht umgehen", klagte Coach Guido Gehrke nach der Partie in Lübeck. Verständlich, denn diesmal hatten seine Schützlinge die Punkte regelrecht verschenkt. Vorn traf die SV das gegnerische Tor selbst dann nicht, wenn dieses gar nicht mehr bewacht war. Deutliche Überlegenheit in der ersten halben Stunde und ein frühes Elfmetertor von Gerrit Müller (4.) gaben den Husumern die Hoffnung, dass diesmal alles gut werden würde. Aber wieder gefehlt. Zwei Mal tauchten die Gastgeber vor der Pause noch vor dem Husumer Tor auf. Und dort hatten sie leichtes Spiel: 1:1 von Jan Vierig (23.) und 2:1 von Thorsten Asmussen (43.), als sich Momme Reinhold und Michael Petersen bei der Ballabwehr behinderten. Die Chance, schnell wieder auszugleichen, verpassten die Stormstädter gleich nach dem Seitenwechsel. Diesmal landete der Foulelfmeter von Müller (Marcell Otto war gelegt worden) in den Armen von FC-Torhüter Jan Pekrun (50.). Stattdessen in der 62.Minute das 3:1 für den FC Dornbreite – wiederum durch Vierig, den die Gäste nicht in den Griff bekamen. Aber die Husumer gaben sich nicht auf und schafften durch Erion Alla (64.) und Lukas Hertting (71.) innerhalb von sieben Minuten wieder den Gleichstand. Beide Male hatte Müller die Vorarbeit geleistet. Vierig und Asmussen (Lattentreffer) ließen zwischendurch Gelegenheiten für die Lübecker aus. Husums beste Führungschance nach der Pause versiebte Hertting, als eine Flanke von Christian Herpel nicht im Tor unterbrachte.

Sarkastische Anmerkung dazu von Coach Gehrke: "Den hätte ich sogar in Jeans gemacht." Turbulent dann die Schlussphase: Nach dem dritten Tor von Vierig lagen die Lübecker wieder vorn (77.), dann traf der glänzende Herpel nur den Pfosten (85.) und in der Nachspielzeit besorgte Sascha Hagen schließlich den 5:3-Endstand für die Hansestädter (91.). Die Husumer SV war einmal mehr weit besser gewesen, als es ihr Tabellenplatz besagt. Aber in dieser Bilanz liegt auf Dauer kein Trost.

Husumer SV: Reinhold – Rettkowski, Cornils, Schulte – Andresen, Herpel, Alla, Strüning (60. Hertting), Petersen – Otto, Müller (83. Harrsen). Schiedsrichter: Christoph Zamek (Ahrensburg). Zuschauer: 80.

12. November 2007 · Flensburger Tageblatt

Kriselnde Husumer SV reist ohne Saeltz und Becken zum FC Dornbreite

Husum (ree) – Die Husumer SV und der FC Dornbreite haben eines gemeinsam: Sie wechselten in der laufenden Saison der Fußball-Verbandsliga den Trainer. Am Sonnabend (14 Uhr) treffen sie in Lübeck aufeinander. Aleksander Tomic heißt der Neue in Dornbreite, zuvor war er Co-Trainer beim FC. Seinen "Einstand" gab er vor einer Woche – und der fiel mit einem 1:1 beim Heikendorfer SV ganz beachtlich aus. "Kämpferisch und spielerisch eine sehr gute Leistung", freut sich Tomic und hofft gegen die Stormstädter auf eine Steigerung. Der Coach: "Wir wollen drei Punkte."

Wie bei vielen Clubs in der Verbandsliga ist es aber auch beim FC nicht weit her mit der Heimstärke. Gerade zwei Mal verließ er den eigenen Platz als Sieger. Bei insgesamt sieben Spielen keine rühmliche Bilanz und für Trainer Roland Giering mit ein Grund, das Handtuch zu schmeißen. Insgesamt ist die Situation beim FC aber um Einiges komfortabler als bei der Husumer SV: Die Mannschaft ist mit 16 Punkten Zwölfter und belegt damit einen der Plätze, der für die neue Liga reichen würde. Außerdem sind alle Akteure fit.

Das ist bei der Husumer SV nicht der Fall. Pierre Becken war beim Herzspezialisten und muss erneut pausieren. Auch Sebastian Saeltz wird nicht dabei sein. Nur bei Sascha Rettkowski besteht die Hoffnung, dass er in Lübeck eingesetzt werden kann. "Egal", sagt Trainer Guido Gehrke, "wer am Sonnabend spielt, muss Gas geben." Anders kommen die Stormstädter aus ihrer derzeitigen Misere nicht hinaus. "Taubstummenfußball" habe seine Mannschaft geboten, beklagte Gehrke nach dem 0:2 gegen den Altenholz. Womit er meint, dass seinem Team "Stimmen" fehlen, Spieler also, die das Heft verbal in die Hand nehmen und die Meute wach halten. Was einst Malte Köster hervorragend konnte und auch Marcell Voss bisweilen praktizierte, das fehlt momentan bei der Husumer SV. Ein Manko von Gewicht. "Da werde ich wohl selber von außen stärker auf die Mannschaft einwirken müssen", sagt Gehrke. "Aber eigentlich ist das nicht Sinn der Sache." Etwas anderes hält der Coach für wesentlich sinnvoller: "Dass wir so schnell wie möglich die Kurve kriegen, Tore schießen und gewinnen."

9. November 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

17. ST 17.11.07 Husumer SV TSV Bargteheide 5:1

Husum meldet sich zurück!

17.11.2007

Husumer SV - TSV Bargteheide

5 : 1 (2:1)


»Endlich haben wir unsere Trainingsleistungen bestätigen und einen Sieg für unser Selbstbewusstsein landen können«, resümierte ein gut gelaunter Husumer Trainer Guido Gehrke nach der Partie. »Jeder hat heute 'Extra'-Meter für den anderen gemacht, das Ergebnis spricht für sich. Aber wir haben noch schwere Wochen und Monate vor uns.« Für die zuletzt ans Tabellenende abgerutschten Nordfriesen war es der erste Saisonerfolg vor eigenem Publikum. An diesem Wochenende stimmte einfach alles. Bezeichnend war die 63. Minute: Ingo Cornils erkämpfte sich mit Leidenschaft im TSV-Strafraum den schon verlorenen Ball zurück, passte zu Marcel Otto – und es hieß 3:1. Solch einen Einsatz hatte man in den letzten Spielen vermisst.

Beendet der Zweifel, ob auch diese Partie wieder schief gehen könnte. Denn nach dem 2:1-Anschluss von Heinz (44.) hatten die Gäste noch einmal Mut gefasst. Und den Husumern, die nach der gelb-roten Karte von Michael Petersen (21.) nur noch mit zehn Mann auf dem Feld standen, schien alles wieder seinen gewohnten Gang zu gehen. Aber das war nur eine Momentaufnahme, in der Christian Repky nur knapp den Ausgleich verpasste (58.). Das Team von Trainer Guido Gehrke bestach an diesem Tag durch eine couragierte Spielweise, und es mangelte nicht an Kreativität. Schön herausgespielte Tore erzielten sie auch noch: Ganz vorne weg das 1:0 von Erion Alla (10.), der den Ball von der Strafraumgrenze in den entfernten oberen Winkel beförderte.

Auch gelungen das 2:0 von Gerrit Müller (30.), dem ein tolles Zusammenspiel von Marcel Otto und dem erstarkten Ingo Cornils vorausging. Viele Husumer Aktionen liefen über rechts, wo Sebastian Steglich zu großer Form auflief, einfach einen super Tag erwischte. Guido Gehrke blieb das natürlich nicht verborgen: »Überragend der Mann!« Erwähnung verdient auch die Leistung von Gerrit Müller, der sich oft in der Defensive engagierte – eine Hilfsmaßnahme mit deutlicher Wirkung.

In der 66.Minute feierte Ingo Cornils sein persönliches Erfolgserlebnis. Nach Freistoß von Erion Alla und Verlängerung von Marcel Otto drückte er den Ball fulminant zum 4:1 in den Kasten. Nicht ganz so heftig, dafür aber überaus elegant machte es dann beim 5:1 der eingewechselte Lukas Hertting, dessen Schuss den Weg ins lange Eck fand (86.). Zwei Mal gab es aber auch was zum Haare raufen. In der 76. Minute wollte es Alla ganz genial machen und TSV-Keeper André Philipp mit dem »Sohlentrick« düpieren. Die Rechnung ging nicht auf. Und dann war da noch der 16-Meter-Schuss von Müller, der knapp über das Gebälk flog (87.). Von der 78. Minute an herrschte auf dem Feld auch wieder personeller Gleichstand.

Da kassierte auch der Bargteheider Erol Siegert nach überhartem Einsteigen die gelb-rote Karte. Noch ein weiter Weg für die Husumer SV zum rettenden Ufer, doch dieser deutliche Sieg gibt zumindest Hoffnung. Die nächsten beiden Spiele sind dagegen dankbare Aufgaben, gegen den noch unbesiegten TSV Kropp und die Reserve von Holstein Kiel sind die Erwartungen natürlich gedämpft. Doch wer weiß, als Außenseiter gelingt vielleicht mal eine Überraschung.

Tore: 1:0 Alla (10.), 2:0 Müller (30.), 2:1 Heinz (44.), 3:1 Otto (63.), 4:1 Cornils (66.), 5:1 Hertting (86.)
beste Spieler: Steglich, Otto, Cornils / Mankumbani
Ecken: 1 : 3
Chancen: 9 : 3
Zuschauer: 155
Schiedsrichter: Olaf Sulimma (SG Kappeln/Kopperby)
gelbe Karten:

Herpel (12.), Petersen (21.), Cornils (60.) / Westphal (3.), Siegert (16.), Strusch (75.), Mankumbani (77.)
gelb/rot: Petersen (21./Grund unbekannt) / Siegert (78./wiederholtes Foulspiel)

Aufstellung:

Teubler – Herpel, Rettkowski, Schulte, Andresen (73. Becken) – Steglich, Alla (80. Hertting), Cornils (83. Harrsen), Petersen – Otto, Müller.

Philipp – Mankumbani (80. Eggers), Metzner, Buchholz, Westphal (73. Burow) – Koch, Strusch, Penke, Siegert – Bischkopf (46. Repky), Heinz.

  HI 19.11.2007

5:1 – ein deutliches Husumer Lebenszeichen

Erster Heimsieg des Fußball-Verbandsligisten / Sebastian Steglich bietet überragende Partie im Mittelfeld
Gleich mit drei Gegnern nimmtes Gerrit Müller (re.) in dieser Szene auf – hier blieb er allerdings hängen. Foto: Voss
Verbandsliga: Die Übersicht
Spitzenreiter Holstein Kiel II kam über ein 2:2 in Heide nicht hinaus. Damit verkürzten die Verfolger TSV Kropp (3:2 in Heikendorf) und VfR Neumünster (2:0 gegen Comet Kiel) den Rückstand auf zwei bzw. drei Punkte. Ein deutliches Lebenszeichen gab es von der Husumer SV, die Bargteheide im Kellerduell mit 5:1 besiegte und auf Platz 15 kletterte. Flensburg 08 festigte mit einem hart erkämpften 2:1 gegen Eichede Tabellenrang acht, während Lokalrivale ETSV Weiche nach dem 2:3 in Breitenfelde wieder auf Platz 17 zurückfiel.

Husum (ree) – Die Husumer SV lebt! Mit einem 5:1 (2:1) gegen den TSV Bargteheide lieferte der Fußball-Verbandsligist den eindrucksvollen Beweis. Für die zuletzt ans Tabellenende abgerutschten Nordfriesen war es der erste Saisonerfolg vor eigenem Publikum.

Bezeichnend für die ganze Vitalität, die noch in der SV steckt, war die 62. Minute. Ingo Cornils erkämpfte sich mit Leidenschaft im TSV-Strafraum den schon verlorenen Ball zurück, passte zu Marcell Otto – und es hieß 3:1. Da beulte sich nicht nur das Netz, da triumphierten auch alle Husumer Spielerfäuste: Aus der Graus!

Beendet der Zweifel, ob auch in dieser Partie wieder schief gehen könnte. Denn nach dem 2:1-Anschluss von Heinz (44.) hatten die Gäste noch einmal Mut gefasst. Und den Husumern, die nach der gelb-roten Karte von Michael Petersen (21./Foulspiel plus Meckern) nur noch mit zehn Mann auf dem Feld standen, schienen die Kräfte zu schwinden. Aber das war nur eine Momentaufnahme, in der Christian Repky nur knapp den Ausgleich verpasste (58.).

Das Team von Trainer Guido Gehrke war an diesem Tag strebsam und effektiv. Und schön waren die Tore, die sie ihren zuletzt arg strapazierten Fans servierten. Ganz vorne weg das 1:0 von Erion Alla (10.), der den Ball von der Strafraumgrenze in den entfernten oberen Winkel dirigierte. Auch gelungen das 2:0 von Gerrit Müller (31.), dem ein feines Zusammenspiel von Otto und Cornils vorausging. Viele Husumer Aktionen liefen über rechts, wo Sebastian Steglich zu großer Form auflief. Guido Gehrke nach Spielschluss euphorisch: „Überragend der Mann!“ Erwähnung verdient auch die Leistung von Gerrit Müller, der sich oft in der Defensive engagierte – eine Hilfsmaßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlte.

In der 65.Minute hatte der glänzend aufgelegte Cornils sein persönliches „Faust-Erlebnis“. Nach Freistoß von Alla und dezenter Kopf-Verlängerung von Otto drückte er den Ball mit Vehemenz zum 4:1 zwischen die Torpfosten. Nicht ganz so heftig, dafür aber überaus elegant machte es dann beim 5:1 der eingewechselte Lukas Hertting, dessen Schuss den Weg ins lange Eck fand (85.). Zwei Mal gab´s aber auch was zum Haare raufen. In der 76. Minute wollte es Alla ganz genial machen und TSV-Keeper André Philipp mit dem „Sohlentrick“ düpieren. Die Rechnung ging nicht auf. Und dann war da noch der 16 Meter-Schuss von Müller, der knapp über das Gebälk flog (87.).

Von der 78. Minute an herrschte auf dem Feld auch wieder personeller Gleichstand. Da kassierte auch der Bargteheider Erol Siegert nach überhartem Einsteigen die gelb-rote Karte.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Schulte, Herpel, Andresen (73. Becken) – Steglich, Cornils (83. Harrsen), Alla (79. Hertting), Petersen – Otto, Müller.
TSV Bargteheide: Philipp – Penke – Metzner, Strusch – Koch, Buchholz, Mankumbani (79. Eggers), Westphal (73. Burow), Siegert – Bischkopf (46. Repky), Heinz.
Beste Spieler: Steglich, Cornils – Koch. Schiedsrichter: Sulimma (Kappeln).
Zuschauer: 155.

19. November 2007 · Flensburger Tageblatt

Achterbahnfahrt des TSV Bargteheide geht weiter

Fußball-Verbandsliga: Die auswärtsstarke Truppe von Trainer Reinhard Lindtner verliert 1:5 (1:2) beim Tabellen-15. Husumer SV

Bargteheide (kab) – Das Auf und Ab des TSV Bargteheide in der Fußball-Verbandsliga geht weiter. Überraschenden Erfolgen wie zuletzt in Itzehoe (1:0) oder Heide (0:0) folgen ebenso überraschende Niederlagen gegen Mannschaften, mit denen sich die Stormarner eigentlich auf Augenhöhe wähnen. So kassierte die ansonsten sehr auswärtsstarke Elf von Trainer Reinhard Lindtner am Wochenende eine bittere 1:5 (1:2)-Niederlage beim Tabellen-15. Husumer SV und steckt damit weiterhin tief im Abstiegskampf (18./11 Punkte). Dabei spiegelt allerdings das Ergebnis den tatsächlichen Spielverlauf nur unzureichend wider. "Husum hat fünf Mal auf unser Tor geschossen, und fünf Mal war der Ball drin", sagte Lindtner. Während TSV-Keeper André Philipp seiner Truppe vor zwei Wochen in Heide mit einer Reihe von Klasse-Paraden einen Punkt gerettet hatte, war er diesmal chancenlos bei den Treffern der Nordfriesen durch Erion Alla (10.), Gerrit Müller (30.), Marcel Otto (63.), Ingo Cornils (66.) und Lukas Hertting (86.).

Bis zum 3:1 habe man eigentlich ganz gut mitgespielt, sagte Lindtner. Durch das Kopfballtor von Christoph Heinz unmittelbar vor der Halbzeitpause waren die Stormarner noch einmal zurück in die Partie gekommen. Nach dem Seitenwechsel hatte der eingewechselte Christian Repky dann sogar die große Chance zum Ausgleich. Sein Schuss strich allerdings ganz knapp am Pfosten des Husumer Gehäuses vorbei (62.). Fast im Gegenzug fiel dann aber das 3:1 für die Gastgeber. "Anschließend hatten einige meiner Spieler Angst, dass wir noch mehr Gegentore kassieren und haben aufgesteckt", so der enttäuschte TSV-Trainer Lindtner. Zudem musste Erol Siegert in der 78. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot den Platz vorzeitig verlassen.

Zwar brächten ihn die Formschwankungen seiner Mannschaft manchmal zur Verzweiflung – doch Lindtner kennt zumindest die Gründe. In seinem jungen Team fehlt es an gestandenen Spielern. Außer Malte Buchholz und Niklas Koch stehen ihm kaum Verbandsliga-erfahrene Akteure zur Verfügung. Bei Husum dagegen sei das ganz anders. "Die haben clever auf ihre Chancen gewartet, während wir munter drauflos gespielt haben", berichtete Lindtner. Jetzt gelte es, sich irgendwie in die Winterpause zu retten und dann im kommenden Jahr neu anzugreifen.

Bargteheide: Philipp – Mankumbani (80. Eggers), Metzner, Buchholz, Westphal (73. Burow) – Koch, Strusch, Penke, Siegert – Bischkopf (46. Repky), Heinz. SR: Olaf Sulimma (Kopperby). Z.: 155. Tore: 1:0 Alla (10.), 2:0 Müller (30.), 2:1 Heinz (44.), 3:1 Otto (63.), 4:1 Cornils (66.), 5:1 Hertting (86.). Gelb-Rote Karte: Siegert (78./wiederholtes Foulspiel).

19. November 2007 · Stormarner Tageblatt

Zum Siegen verpflichtet

Irgendwann muss es doch mal klappen: Die Husumer SV, Tabellen-19. der Fußball-Verbandsliga, trifft heute (14 Uhr) auf den TSV Bargteheide (Rang 17) – Abstiegskampf pur.
Die engagierten Fans der Husumer SV würden zu gerne endlich einen Heimsieg des Tabellenletzten bejubeln. Foto: Voss

Husum (ree) – Was hilft noch, wenn alles nichts geholfen hat? Das ist die Frage, vor der die Husumer SV jetzt in der Fußball-Verbandsliga steht. Die Zahl der Niederlagen des Tabellenletzten ist auf elf angewachsen. Und am Sonnabend (14 Uhr) stellt sich der TSV Bargteheide im Friesenstadion vor – eine Mannschaft, die ihre elf Zähler ausschließlich auf fremden Plätzen geholt hat. Da werden (ungute) Erinnerungen an den TSV Altenholz wach, bei dem es sich ähnlich verhielt.

Reinhard Lindtner, Coach der Bargteheider , steigt mit seiner jungen Mannschaft besonders gern in den Bus und reist durch die schleswig-holsteinischen Lande. In der Regel ist auswärts was drin. Warum das so ist und zu Hause überhaupt nichts geht (null Punkte), das weiß Lindtner auch nicht. "Vielleicht ist auf eigenem Platz der Druck größer, weil die jungen Leute die kritischen Zwischentöne aus dem Publikum hören", vermutet er.
Bisweilen hat er auch das Gefühl, dass seine Mannen sich auswärts deshalb besonders wohl fühlen, weil dort die Spielflächen kleiner sind. Aber der Trainer findet auch kritische Töne für sein Personal. Dem fehle es seiner Meinung nach gelegentlich an Bodenhaftung. "Die denken, die Bäume wachsen in den Himmel und sie selbst gleich mit", sagt Lindtner.
Dabei geht es in Bargteheide gar nicht um den Himmel. Zwölfter möchte der TSV werden und daher lautet die aktuelle Losung des Übungsleiters: "Den Abstand zu diesem Rang müssen wir bis zum Winter halten." Sein Hintergedanke: Dann wird der Sponsor noch die eine oder andere Personalergänzung realisieren und der TSV kann nach der Spielpause neu angreifen.

Ob bei der Husumer SV solche Gedanken auch eine Rolle spielen, ist noch nicht überliefert. Auf jeden Fall wird es allmählich eng im aktiven Personalbereich des Nordseeklubs. Auch deshalb, weil Liga-Coach Guido Gehrke konsequent auf solche Spieler verzichten will, die nicht richtig mitziehen. "Verschiedene Spieler helfen uns in dieser Situation nicht weiter", so die Erkenntnis des Trainers, der im Übrigen an der Überzeugung festhält, dass das Defizit an Punkten bis zum Saisonende aufzuholen ist.

Beflügeln muss die Stormstädter heute , dass es sich um ein so genanntes Sechs-Punkte-Spiel handelt. Denn es sind nur zwei Plätze und drei Zähler, die der TSV vor der SV liegt. Ein Sieg, und die Stormstädter können den Gästen die Rote Laterne eventuell mit in den Bus geben.

"Es ist ein Spiel, das man gewinnen muss", sagt Gehrke. Aber das waren auch die Gedanken, die man vor anderen Heimspielen dieser Saison schon hatte. Und gewonnen wurde bekanntlich keines.

Auf ihre Mittelfeldakteure Pierre Becken und Sebastian Saeltz muss die Husumer SV auch in dieser Partie wieder verzichten.

17. November 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Auswärts aus der Krise

Mit bislang jeweils nur elf Punkten stecken beide Stormarner Fußball-Verbandsligisten tief im Abstiegskampf. Mit einem Sieg wollen heute sowohl der SV Eichede (bei Flensburg 08) als auch der TSV Bargteheide (bei der Husumer SV) einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machen.
Dennis Sudbrak und der SV Eichede wollen den Sturzflug in der Fußball-Verbandsliga mit drei Punkten bei Flensburg 08 stoppen. Foto: kab

Kreis Stormarn (K. Behrmann) – Nachdem die Partien der beiden Stormarner Vereine in der Fußball-Verbandsliga am vergangenen Wochenende abgesagt worden waren, greifen der SV Eichede und der TSV Bargteheide heute (jeweils 14 Uhr) wieder ins Geschehen ein. Die Steinburger gastieren bei Flensburg 08, Bargteheide trifft auswärts auf die Husumer Sportvereinigung.

Husumer SV – TSV Bargteheide
Nach bislang nur mageren elf Punkten aus 14 Partien (Platz 16) zählt für die Mannschaft von Trainer Reinhard Lindtner heute im Kellerduell beim Tabellenschlusslicht Husumer SV nur ein Sieg. Mut machen sollte den Bargteheidern dabei ihre gute Auswärtsbilanz: Ihr Punktekonto haben die Stormarnern nämlich bislang ausschließlich auf des Gegners Platz gefüllt.

17. November 2007 · Stormarner Tageblatt

 

18. ST 24.11.07 TSV Kropp Husumer SV 3:2

Kropp siegt mit dem Schlusspfiff!

24.11.2007

TSV Kropp - Husumer SV

3 : 2 (0:2)


Die Rollen schienen klar verteilt vor dem Nordderby zwischen dem TSV Kropp und der Husumer SV in der Verbandsliga Schleswig-Holstein. Kropp Vorjahresmeister und seit über einem Jahr ungeschlagen, ging als haushoher Favorit gegen die Nordfriesen ins Spiel, die mit nur elf Punkten im unteren Tabellendrittel stehen. Am Ende gab es zwar einen Sieg des Favoriten, doch die 90 Minuten spiegelten keinesfalls das wieder, was das derzeitige Tabellenbild hergibt.

Die Stormstädter lieferten eine sehr gute Partie ab, hatten Kropp am Rande der Niederlage - doch es sollte nicht reichen. Bastian Henning machte praktisch mit dem Schlusspfiff noch den - unverdienten - Sieg der Hausherren klar. »Wir haben fünf Minuten lang nicht aufgepasst, und unser gesamter Aufwand ist dahin«, sagte ein frustrierter HSV-Trainer Guido Gehrke nach Spielende und fügte hinzu: »Ich kann der Mannschaft jedoch keinen Vorwurf machen, es tut mir leid für die Jungs.«

Der ehemalige TSV-Coach hatte seine Elf glänzend eingestellt, und diese dankte es ihm mit einer bravourösen taktischen und spielerisch guten Leistung. Immer wieder puschte Gehrke sein Team von der Seitenlinie aus nach vorne, und Gerrit Müller (32.) sowie Erion Alla (38.) sorgten für die überraschende, aber völlig verdiente Pausenführung. Vor allem der Treffer von Alla war sehenswert und sein Abschluss, nach einem »Tänzchen« mit der gesamten Kropper Abwehr, verdient das Prädikat Traumtor.

Der TSV kam jedoch zurück und drehte die Partie binnen der von Gehrke angesprochenen fünf Minuten. Ganz genau benötigte der TSV nur 120 Sekunden, um den Ausgleich zu markieren. Dennis Usadel (61.) und Tobias Timm waren per Doppelschlag zur Stelle. Timms Seitfallzieher übertraf in puncto sehenswert noch mal den Treffer von Alla. Bitter wurde es für die Husumer in der Schlussminute. Nach einer Ecke für Kropp wurde der Ball abgewehrt und landete bei TSV-Kepper Andreas Wulff. Dieser überrumpelte mit einem langen Schlag die gesamte Husumer Abwehr. Der Ball erreichte Bastian Henning, und der Kropper Torjäger bescherte seinem Team den »Last-Minute-Sieg«.

»Husum spielt fast mit der gleichen Mannschaft wie im Vorjahr, und dass sie das Fußball spielen nicht verlernt haben, war heute zu sehen. Sie sind viel besser, als es die Tabelle aussagt«, so Kropps Trainer Dirk Asmussen nach Spielende. Der TSV-Coach wäre nach dem Platzverweis (Pinkert/74. gelb-rot) mit einem Punkt »zufrieden« gewesen, über den Sieg in letzter Sekunde freute er sich daher umso mehr.

Tore: 0:1 Müller (32.), 0:2 Alla (38.), 1:2 Usadel (61.), 2:2 Timm (63.), 3:2 Henning (90.)
beste Spieler:   Wulff, Usadel / Alla, Müller
Ecken: 9 : 3
Chancen: 9 : 11
Zuschauer: 160
Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen)
gelbe Karten: Matthes (66.), Gieseler (81.), Pinkert /Petersen (40.), Rettkowski (63.), Otto (63.), Steglich (66.)
gelb-rot: Pinkert (74.)
Aufstellung:

Wulff - Duggen, Sämann, Timm, Hinrichs (82. Janssen), Matthes, Pinkert, Grbavac, Henning, Gieseler, Usadel..

Teubler - Herpel, Rettkowski, Schulte - Steglich, Alla (89. Hertting), Saeltz, Cornils, Petersen - Otto, Müller..

  HI 26.11.2007

Henning reißt Husum aus allen Träumen

Glücklicher Kropper 3:2-Erfolg in letzter Minute
Finn Matthes hat abgezogen, der Husumer Erion Alla (links) kommt einen Schritt zu spät. Foto: Matzen
Verbandsliga: Die Übersicht
Mit einem mehr als glücklichen 3:2-Erfolg gegen die Husumer SV hat der TSV Kropp zu Tabellenführer Holstein Kiel II aufgeschlossen – Holstein kam nicht über ein 0:0 gegen den starken Aufsteiger Heikendorf hinaus. Kropp hat drei Spiele weniger absolviert. Die Frage nach der Nummer eins in Flensburg wurde deutlich beantwortet: 08 fertigte Weiche mit 5:0 ab. Noch heftiger als den Neuling erwischte es den TSV Bargteheide, der gegen Kilia Kiel mit 0:6 unter die Räder kam. Torreich ging’s auch beim 3:3 zwischen Comet Kiel und dem Heider SV zu, Büdelsdorf siegte 3:0 bei Dornbreite Lübeck. Die Partie SV Eichede gegen den VfR Neumünster fiel aus.

Kropp (dan) – Im Derby der Fußball-Verbandsliga besiegte der TSV Kropp in einem spannenden und abwechslungsreichen Spiel vor 160 Zuschauern die Husumer SV äußerst glücklich mit 3:2 (0:2). Das Siegtor erzielte Bastian Henning in der 90. Minute.
Die einen verstanden die Welt nicht mehr, die anderen konnten ihr Glück kaum fassen. Während die Husumer mit dem Schicksal haderten, bildeten Spieler und Betreuer der Platzherren eine einzige Jubeltraube. Mit seinem Tor in der 90. Minute hatte Bastian Henning dem TSV Kropp noch den Sieg gesichert, der eigentlich den Gästen zugestanden hätte.

"Meine Mannschaft tut mir Leid. Die bessere Elf hat heute verloren. Wir hatten den TSV Kropp am Rande einer Niederlage und stehen jetzt mit leeren Händen da", sagte der fassungslose frühere Kropper und jetzige Husumer Coach Guido Gehrke. Sein Pendant auf Kropper Seite sah es ähnlich. "Man hat uns heute einen gebrauchten Tag angedreht. Wir haben nur mit viel, viel Glück gewonnen. Wir waren unsicher am Ball und leisteten uns viele Fehlpässe. Es passte nicht viel zusammen", so der Kommentar von Dirk Asmussen.

Von Beginn an entwickelte sich ein tempo- und chancenreiches Nachbarschaftsderby. Dabei ist in dieser Saison in Kropp wohl noch keine Mannschaft so frech aufgetreten wie die Husumer, die sich lauf- und ballstark präsentierten und damit die Platzherren verblüfften, die ungewohnt viele Fehler produzierten. Tobias Timm (1.), Finn Matthes (13.) und erneute Timm (20.) auf Kropper, sowie Gerrit Müller (7.), Dennis Schulte (10.) und Erion Alla (25.) auf Husumer Seite vergaben glasklare Torchancen. Mehr und mehr bekamen die Gäste die Partie in den Griff. Und dann war es so weit. In der 32. Minute brachte Gerrit Müller auf Flanke von Michael Petersen die Husumer SV mit 1:0 in Führung, nur sieben Minuten später nagelte Erion Alla nach einem Solo das Leder zum 2:0 unter die Latte.

Dirk Asmussen musste in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn nach der Pause machten die Kropper Druck. Einen Kopfball von Franjo Grbavac (53.) sowie einen Schuss von Bastian Henning (57.) parierte André Teubler noch, doch dann war der Husumer Schlussmann geschlagen. Mit einem Flachschuss ins lange Ecke besorgte Dennis Usadel (61.) den Anschlusstreffer, nur 120 Sekunden später schaffte Tobias Timm das 2:2. Als der Kropper Marcel Pinkert (73.) mit der Gelb-Roten Karte (wiederholtes Foulspiel) vom Platz musste, witterten die Gäste Morgenluft. Kropps Torhüter Andreas Wulff stand urplötzlich im Mittelpunkt, er klärte gegen Müller (77.), Petersen (79.) und Alla (87.) großartig. Und dann kam die 90. Minute: Bastian Henning drang noch einmal in den Husumer Strafraum ein und erzielte das 3:2 für die Platzherren, die ihr Glück kaum fassen konnten.

Kropp: Wulff – Gieseler, Pinkert, Sämann – Hinrichs (81. Janssen), Duggen, Usadel, Matthes, Grbavac – Timm, Henning. Husumer SV: Teubler – Steglich, Schulte, Rettkowski, Herpel – Sältz, Alla (88. Hertting), Otto, Cornils – Müller, Petersen. Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen). Zuschauer: 160. Gelb-Rote Karte: Pinkert (73./wiederholtes Foulspiel). Beste Spieler: Wulff, Usadel - Alla, Müller.

26. November 2007 · Flensburger Tageblatt

Bastian Henning reißt Husum aus allen Träumen

Im Nachbarschaftsderby der Fußball-Verbandsliga besiegte der TSV Kropp in einem spannenden und abwechslungsreichen Spiel vor 160 Zuschauern die Husumer SV äußerst glücklich mit 3:2 (0:2). Das Siegtor erzielte Bastian Henning in der 90. Minute.
Finn Matthes hat abgezogen, der Husumer Erion Alla (links) kommt einen Schritt zu spät. Foto: Matzen

Kropp (Dieter Danker) – Die einen verstanden die Welt nicht mehr, die anderen konnten ihr Glück kaum fassen. Während die Husumer mit dem Schicksal haderten, bildeten Spieler und Betreuer der Platzherren eine einzige Jubeltraube. Mit seinem Tor in der 90. Minute hatte Bastian Henning dem TSV Kropp noch den Sieg gesichert, der eigentlich den Gästen zugestanden hätte.

"Meine Mannschaft tut mir Leid. Die bessere Elf hat heute verloren. Wir hatten den TSV Kropp am Rande einer Niederlage und stehen jetzt doch mit leeren Händen da", sagte der fassungslose frühere Kropper und jetzige Husumer Coach Guido Gehrke nach Spielschluss. Sein Pendant auf Kropper Seite sah es ähnlich. "Man hat uns heute einen gebrauchten Tag angedreht. Wir haben nur mit viel, viel Glück gewonnen. Wir waren unsicher am Ball und leisteten uns viele Fehlpässe. Es passte nicht viel zusammen", so der Kommentar von Dirk Asmussen.

Von Beginn an entwickelte sich ein tempo- und chancenreiches Nachbarschaftsderby. Dabei ist in dieser Saison in Kropp wohl noch keine Mannschaft so frech aufgetreten wie die Husumer, die sich lauf- und ballstark präsentierten und damit die Platzherren verblüfften, die sich bemühten dagegenzuhalten und den Gästen einen offenen Schlagabtausch lieferten, dabei jedoch ungewohnt viele Fehler produzierten. Tobias Timm (1.), Finn Matthes (13.) und erneute Timm (20.) auf Kropper, sowie Gerrit Müller (7.), Dennis Schulte (10.) und Erion Alla (25.) auf Husumer Seite vergaben glasklare Torchancen. Mehr und mehr bekamen die Gäste, bei denen Gerrit Müller und Erion Alla eine überragende Vorstellung boten, die Partie in den Griff. Und dann war es so weit. In der 32. Minute brachte Gerrit Müller auf Flanke von Michael Petersen die Husumer SV mit 1:0 in Führung, nur sieben Minuten später nagelte Erion Alla nach einem Solo das Leder zum 2:0 unter die Latte.

Dirk Asmussen musste in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn nach der Pause machten die Kropper Druck. Einen Kopfball von Franjo Grbavac (53.) sowie einen Schuss von Bastian Henning (57.) parierte André Teubler noch, doch dann war der Husumer Schlussmann geschlagen. Mit einem Flachschuss ins lange Eck besorgte Dennis Usadel (61.) den Anschlusstreffer, nur 120 Sekunden später schaffte Tobias Timm das 2:2. Guido Gehrke konnte es nicht fassen: "In zwei Minuten bringen wir uns um den Sieg. " Doch so weit war es noch nicht. Als der Kropper Marcel Pinkert (73.) mit der Gelb-Roten Karte (wiederholtes Foulspiel) vom Platz musste, witterten die Gäste Morgenluft. Kropps Torhüter Andreas Wulff stand urplötzlich im Mittelpunkt des Geschehens, er klärte gegen Müller (77.), Petersen (79.) und Alla (87.) großartig.

Und dann kam die 90. Minute, in der das Spiel auf den Kopf gestellt wurde. Bastian Henning drang noch einmal in den Husumer Strafraum ein und erzielte das 3:2 für die Platzherren, die ihr Glück kaum fassen konnten.

TSV Kropp: Wulff – Gieseler, Pinkert, Sämann – Hinrichs (81. Janssen), Duggen, Usadel, Matthes, Grbavac – Timm, Henning. Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen). Zuschauer: 160. Tore: 0:1 Müller (32.), 0:2 Alla (39.), 1:2 Usadel (61.), 2:2 Timm (63.), 3:2 Henning (90.). Gelb-Rote Karte: Pinkert (73./wiederholtes Foulspiel).

26. November 2007 · Landeszeitung

Schwere Aufgabe: Husumer SV will auch beim alten Rivalen Kropp punkten

Husum (ree) – Es ist einige Jahre her, seit die Husumer SV und der TSV Kropp auf Augenhöhe gegeneinander spielten. Zuletzt hatten die Rot-Schwarzen regelmäßig die Nase vorn. Und auch am Sonnabend (14 Uhr) scheint es ziemlich unwahrscheinlich, dass die Stormstädter dem TSV die erste Saisonniederlage in der Fußball-Verbandsliga beibringen.
Wobei sich die Husumer gern an die Partie im Vorjahr erinnern, als sie knapp und unglücklich mit 1:2 scheiterten. Klar, dass SV-Coach Guido Gehrke die Partie auch diesmal nicht "abschenken" will. "Wir müssen jetzt in jedem Spiel was Zählbares holen, sonst schaffen wir es nicht", hat der Trainer seiner Mannschaft eingeimpft. Und das soll auch für die Partie beim Tabellenzweiten gelten, dem bislang in 13 Saisonspielen nur der VfR Neumünster ein Remis (1:1) abringen konnte.

In dieser Partie und zuletzt beim 3:2-Sieg in Heikendorf hat Gehrke seinen Ex-Club beobachtet. Und er ist angetan. "Ein eingespieltes Team, da kann sich jeder auf jeden verlassen", meint der Coach. Wachsam sein, wenn der TSV sein schnelles Spiel in die Spitze praktiziert, das ist nach Gehrkes Ansicht erste Teampflicht. Das war vor einem Jahr nicht so – die SV musste vor einem Jahr in der Anfangsphase Kropper "Trommelfeuer" über sich ergehen lassen. Bastian Henning, damals Torschütze, ist auch in dieser Saison gut drauf: Zwölf Tore stehen zu Buche.

In personeller Hinsicht sieht es nicht so gut aus bei den Husumern. Birger Andresen fehlt wegen seines anstehenden Staatsexamens und auch Sebastian Steglich ist durch sein Studium gebunden. Pierre Becken ist erneut erkrankt. Sebastian Saeltz, der gegen Bargteheide wieder im Kader war, könnte hingegen wieder von Beginn an dabei sein.
"Wir bleiben auf dem Boden und drehen nicht ab." Kropps Trainer Dirk Asmussen legt Wert darauf, dass sein Team konzentriert in das Spiel gegen den alten Rivalen geht. Denn am Ende der Saison möchten die Kropper gern ganz oben stehen. "Die Mittel dazu haben wir", sagt Asmussen. "Bisher läuft alles wie geplant."

Auch Asmussen muss auf einige seiner Besten verzichten. Oliver Held (Sehnenentzündung) fehlt bereits seit drei Wochen, Martin Schablowsky fällt mit einem Bänderriss bis Weihnachten aus. Topfit präsentiert sich Neuzugang Tobias Timm. Der Ex-Satruper hat schon acht Treffer auf dem Saisonkonto.

23. November 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Dirk Asmussen warnt: "Wir müssen aufpassen"

Alles andere als einen Selbstgänger erwartet der Kropper Coach Dirk Asmussen vor dem Verbandsliga-Nachbarschaftsderby gegen die Husumer SV am Sonnabend um 14 Uhr im Kropper Stadion. Die Gäste reisen mit der Empfehlung eines 5:1-Erfolges über den TSV Bargteheide an.
Björn Duggen muss nach einem Autounfall um seinen Einsatz am Sonnabend bangen. Foto: Peters

Kropp (dan) – Derby-Stimmung wird am Sonnabend im Kropper Stadion herrschen, wenn die Husumer SV um 14 Uhr zum Punktspiel beim Verbandsliga-Zweiten aufläuft. Sicher wäre dem früheren Kropper und jetzigen Husumer Coach Guido Gehrke nichts lieber, als den Rot-Schwarzen ein Bein zu stellen. Zumindest werden die Gäste nach dem jüngsten 5:1-Erfolg über den TSV Bargteheide mit gestärktem Selbstvertrauen in Kropp auflaufen.
Dirk Asmussen, der die Husumer gegen Bargteheide beobachtet hat, flößt das 5:1 keine Angst ein. "Bargteheide war schwach, und schließlich haben die Husumer davor auch fünf Spiele in Serie verloren", so der Kropper Coach. Was nicht heißt, dass die Rot-Schwarzen den Gegner unterschätzen werden. "Wir wollen unser Spiel durchziehen. Und hinten reinstellen werden sich die Gäste sicher nicht. Wenn die aus dem Tabellenkeller raus wollen, reicht es nicht, hier und da mal einen Punkt zu holen. Die müssen siegen", so Asmussen.

Dabei verfügen die Husumer mit Gerrit Müller im Angriff, sowie Sebastian Steglich und Ingo Cornils über exzellente Spieler. "Die darf man nicht zur Entfaltung kommen lassen", warnt Dirk Asmussen, der trotz des 3:2-Erfolges in Heikendorf nicht restlos zufrieden war. "Wir haben nach der 2:0-Führung zu schnell einen Gang zurückgeschaltet. Gegen Husum müssen wir vollen Einsatz bringen, dann läuft es auch spielerisch."

In personeller Hinsicht sieht es im Kropper Lager nicht allzu rosig aus. Oliver Held (Sehnenentzündung in der Wade), Martin Schablowsky (Bänderriss im Knöchel) und Marc Böhnke (beruflich verhindert) werden definitiv fehlen. Hinter dem Einsatz von Björn Duggen, in Heikendorf zweifacher Torschütze, steht noch ein Fragezeichen. Bei einem Autounfall erlitt er Prellungen. Asmussen trägt die Ausfälle mit Fassung: "Bei einem gemeinsamen Essen hatte ich einmal alle 16 Spieler beisammen, aber für ein Spiel noch nicht."
Trotz der Favoritenrolle seiner Mannschaft rechnet der Kropper Coach mit einem ganz heißen Spiel. "Das wird alles andere als eine klare Sache. Wir müssen höllisch aufpassen."

23. November 2007 · Schlei Bote, Landeszeitung

 

19. ST 01.12.07 Husumer SV KSV Holstein Kiel II 0:3

Es war mehr drin!

01.12.2007

Husumer SV - Holstein Kiel II

0 : 3 (0:1)


Eine deprimierende 0:3-Niederlage bezog die Husumer SV an diesem Wochenende gegen die Reserve von Holstein Kiel. Doch die Hausherren haben es sich selbst zuzuschreiben, denn die wenigen Tormöglichkeiten wurden leichtfertig vertan. Der Erfolg der Gäste geht insgesamt jedoch in Ordnung, der Ball lief wesentlich sicherer und flüssiger durch die Reihen der Gutzeit-Truppe. Auch technisch wirkten die Landeshauptstädter bei tiefem Geläuf äußerst versiert.

»Der Sieg der Kieler geht in Ordnung, doch wir haben mindestens einen Punkt verschenkt«, gab Husums enttäuschter Trainer Guido Gehrke nach Spielende zu Protokoll. »Insgesamt haben wir in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler produziert, unsere Chancen nicht genutzt.« Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit sah seine Elf auch als verdienten Sieger: »Es war kein schönes Spiel, der Sieg aber nicht unverdient. Mit Beginn der zweiten Hälfte hätten die Husumer auch ausgleichen können. Man sieht, dass bei unserer jungen Mannschaft die Kräfte jetzt schwinden.«

Optisch überlegen wirkten die Gäste in Durchgang eins, auch dadurch bedingt, dass die Nordfriesen viel zu tief standen. Doch in Tore ummünzen konnten die Kieler die Überlegenheit zunächst nicht, denn die Husumer Abwehr agierte bis auf wenige Ausnahmen sicher. Die Spieleröffnung war an diesen Nachmittag das große Manko der Husumer, der Ball wurde schnell wieder verloren, und prompt ereilte sie die nächste Gefahr bringende Situation vor dem Tor von Torhüter Teubler. Zunächst scheiterte Kiels Sören Eismann mit einem Freistoß aus 20 Metern, der knapp das Gehäuse verfehlte (10.), dann brachte der beste Kieler, Torven Ziehmer, die Husumer Abwehr zweimal in arge Bedrängnis (23./30.). Marc Nielsen besorgte noch kurz vor dem Halbzeitpfiff die nicht unverdiente Führung für seine Farben, freistehend hatte er keine Probleme einzuschieben (44.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Hausherren engagierter zur Sache, kämpften sich in diese Partie zurück. Endlich wurden die Gäste unter Druck gesetzt und gefährliche Konter gefahren. Nachdem Tim Wulff die Vorentscheidung für Holstein vergab (62.), hätten die Nordfriesen die Partie in wenigen Minuten drehen können: Zunächst vergab Michael Petersen aus acht Metern, das Leder zischte nur Zentimeter am Pfosten vorbei (68.), wenige Minuten später konnte Ingo Cornils den Ball nicht im leeren Tor unterbringen (75.). Doch die Kieler schlugen zurück. Gegen die jetzt aufgerückten Husumer trafen sie noch zweimal ins Schwarze. Tim Wulff (82.) und Liridon Imeri mit einem Schlenzer ins lange Eck (92.) besorgten den Endstand.

»Es fehlt uns einfach an Konstanz, wir können eigentlich viel mehr. Die Spieler zeigen es mir ja immer wieder im Training«, haderte Guido Gehrke mit dem Schicksal. »Daran müssen wir arbeiten.«

Tore: 0:1 Nielsen (44.), 0:2 Wulff (82.), 0:3 Imeri (90+2.)
beste Spieler:  Saeltz  / Ziehmer
Ecken: 3 : 4
Chancen: 4 : 8
Zuschauer: 153
Schiedsrichter: Lübker (Collegia Jübeck)
gelbe Karten: Herpel (54.) / Nielsen (49.)
Aufstellung:

Teubler - Herpel, Rettkowski, Schulte - Steglich, Saeltz, Cornils, Alla, Petersen - Otto (64. Strüning, 79. Hertting), Müller.

Beyer - Kevin Schulz, Nielsen, Schindler - Eismann, Werner (88. Kecke Schulz), Meshekrani (67. Alioua), Hansen, Ziehmer - Wulff (85. Imeri), Schrum.

  HI 01.12.2007

Gute Abwehr – aber zu harmlos in der Offensive

Nichts zu holen: Fußball-Verbandsligist Husumer SV verlor 0:3 gegen Tabellenführer Holstein Kiel II. Dank kompakter Abwehr hielten die Stormstädter die Partie bis in die Endphase offen. In der Offensiv erzielten sie aber zu wenig Wirkung, um den Gästen zumindest einen Punkt abzutrotzen.
Doppel-Deckung: Sebastian Saeltz (Husum, links) und Teamgefährte Ingo Cornils können den Kieler Stefan Hansen nicht aufhalten. Foto: Voss

Spielausfälle im Nordbezirk

Der Regen der vergangenen Woche hat die Fußballplätze aufgeweicht und den Vereinen und den Spielplangestaltern in allen Klassen die ersten zahlreichen Absagen beschert. In der Verbandsliga spielte aus dem Nordbezirk die Husumer SV und verlor 0:3 gegen den Spitzenreiter Holstein Kiel II. In den Jugendverbandsklassen trat nur Flensburg 08 bei den A-Junioren (2:4 bei Holstein Kiel II) an. Alle anderen Nachwuchskicker konnten die Fußballstiefel in der Sporttasche lassen. Das galt auch für die Spieler in der Bezirksoberliga. Kein Schleswiger Derby, kein Fernduell mit dem FC Angeln um die Tabellenspitze. Nur DGF Flensburg spielte, und zwar 3:3 gegen die Husumer SV II. In der Bezirksliga fielen vier von sieben angesetzten Partien aus. Für den Bezirk hat Spielausschussobmann Uwe Jacobsen bereits die neuen Termine angesetzt: Spieltag ist der 15./16. Dezember.

Husum – "Es war kein schönes Spiel, tut aber gut, nach Wochen mal wieder zu gewinnen", fasste Holstein-Coach Thorsten Gutzeit das 3:0 (1:0) gegen die Husumer SV aus seiner Sicht zusammen. Sein Kollege Guido Gehrke hingegen betonte, dass der Gewinn eines Punktes durchaus möglich gewesen sei.

Gemeint war insbesondere jene Szene in der 75. Minute, als Michael Petersen sich auf der linken Seite durchgesetzt hatte, dann aber nicht rechtzeitig auf den freien Gerrit Müller spielte. Stattdessen passte er von der Grundlinie weit zurück auf Ingo Cornils, dessen Schuss über den Querbalken segelte. Es war die beste Phase der Hausherren und "zehn Minuten Chaos" (Originalton Gutzeit) bei den Kielern.

Die Stormstädter waren noch zwei Mal dicht dran am 1:1, aber auch da fehlte es jeweils an Präzision. Zunächst bei dem sehenswerten 20 Meter-Schuss von Petersen, der links am Tor vorbeizischte (68.). Dann bei Müllers Versuch, den Freistoß von Cornils ins gegnerische Gehäuse zu lenken. Kommentar des Trainers: "Solche Chancen muss man riechen - und zubeißen."

"Zubeißen", das fiel auch den "Jungstörchen" in Husum nicht so leicht. Hatte zuvor schon Tim Wulff kläglich versemmelt (61.), so durfte Torven Ziehmer nach dem Missverständnis zwischen Dennis Schulte und Sascha Rettkowski ganz sicher nicht mehr am leeren Husumer Tor vorbeischießen. Aber er tat es (76.). Vorarbeit zu dieser Szene hatte der herausragende Nico Schrum geleistet, der anschließend noch zwei Mal im Fokus stand: in der 82. Minute, als er mit seinem Zuspiel Tim Wulff das 0:2 ermöglichte. Und in der 89. Minute, als André Teublers Fingerspitzen seinen Schuss noch gerade an den Pfosten lenkten.

Kurz vor dem Schlusspfiff war es dann der eingewechselte Liridon Imeri, der den Kieler Sieg mit seinem Tor zum 0:3 in trockene Tücher wickelte.

In den ersten 45 Minuten dieser Partie hatte Holstein eine fast fehlerlose Demonstration seines Könnens abgeliefert. Immer wieder lief der Ball trotz widriger äußerer Verhältnisse abgestimmt durch die Reihen. Wobei es der Husumer Hintermannschaft meist gelang, größere Aufregungen vom eigenen Tor fernzuhalten. Einzige Ausnahme: Auf seiner linken Seite hatte der wendige Torven Ziehmer eindeutig zu viel Aktionsfreiheit. Die nutzte er lustvoll. Einmal in Form eines rasanten Solos, welches er nur etwas glücklos abschloss (24.). Dann im Zusammenspiel mit Marc Nielsen und Tim Wulf, der beim Abschluss nicht genügend Glück hatte (29.).

Erst zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff bekam die vorzügliche Kieler Leistung auch ihren äußeren Ausdruck. Da vollendete Marc Nielsen nach Doppelpass mit Schrum zum 0:1.

Husumer SV: Teubler – Schulte, Rettkowski, Herpel – Steglich, Cornils, Saeltz – Otto (64. Strüning/78. Hertting), Alla, Petersen – Müller. Holstein Kiel II: Beyer – Kevin Schulz, Schindler, Nielsen – Meshekrani (60. Alioua), Werner (88. Keke Schulz), Hansen, Eismann, Ziehmer – Schrum, Wulff (84. Imeri). Beste Spieler: Cornils, Saeltz – Ziehmer, Schrum. Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübek). Zuschauer: 153.

3. Dezember 2007 · Flensburger Tageblatt

Erneut gegen ein Spitzenteam

Das 2:3 in Kropp war ein bitteres Erlebnis für die Husumer SV. Aber es ist keine Zeit, um Trübsal zu blasen. Schon heute (14 Uhr) wartet der nächste Spitzengegner auf die Stormstädter. Zu Gast im Friesenstadion ist Tabellenführer Holstein Kiel II.
Dennis Schulte (re.) wird heute gegen Holstein Kiel II – wie hier gegen Flensburg 08 – einiges zu tun bekommen. (Voss)

Husum (ree) – Erst Kropp, jetzt die "Jungstörche" von Holstein Kiel. Für die Husumer SV kommt es kurz vor Weihnachten in der Fußball-Verbandsliga ganz dick. Tabellenführer ist Holsteins U-23 aber eigentlich nicht. Nur weil sie drei Spiele mehr auf dem Buckel haben, halten sie mit 40 Punkten die Stellung noch vor dem TSV Kropp (ebenfalls 40). Aber das ist Martin Balsam ohnehin egal. "Wir wollen in die Schleswig-Holstein-Liga, und das haben wir so gut wie geschafft", sagt der Team-Manager der Kieler.

Ihre Motivation beziehen die Jungkicker der Zweiten vorwiegend aus der Möglichkeit, irgendwann mal eine Chance in der Ersten zu bekommen. Aber das passiert nicht so oft. Denn in der Oberliga-Mannschaft läuft es gut. Das war in der Zweiten zuletzt nicht immer der Fall. Gegen Heikendorf (0:0), Heide (2:2) und Neumünster (1:1) reichte es jeweils nur zu einem Remis. Balsam dazu: "Unsere Konsequenz vor dem gegnerischen Tor ist oft ungenügend."

Oft ungenügend – das trifft auch für die Konzentration in der Husumer Abwehr zu. "Und da ist jeder mal beteiligt", sagt Dennis Schulte und nimmt sich selbst nicht aus. Der Husumer Innenverteidiger weiß aber auch, wo es noch hapert: "Bei Standarsituationen, da haben wir ein Manko." Stimmt, viele Gegentore kassieren die Nordfriesen nach Eck- und Freistößen. Insgesamt kann Schulte aber mit seiner Leistung zufrieden sein. Denn mit seinen Fighter-Qualitäten gibt er immer wieder ein gutes Beispiel. Und mit seiner Lust zu stürmen.

Ob er heute dazu kommen wird, ist allerdings zu bezweifeln. Denn mit Nico Schrumm und Tim Wulf ist Holstein im Angriff klasse besetzt. "Das sind überragende Stürmer, zwei richtig Gute", schwärmt auch SV-Coach Guido Gehrke – und hat natürlich schon eine Idee, wie diese Qualität zu bekämpfen ist. Dennis Schulte wird dabei auch seinen Part bekommen. "Gegen die Kropper Timm und Henning ist uns das auch gelungen", sagt Gehrke. Freilich nicht bis zum Schlusspfiff, muss man hinzufügen.

Ansonsten merkt man dem Husumer Coach an, dass er mit seiner Mannschaft unbedingt den finalen Frust von Kropp tilgen will. "Wir können gegen Holstein was holen", sagt der Trainer, "müssen uns aber bis zur 90sten Minute konzentrieren." Auch Dennis Schulte glaubt an ein gutes Ende gegen die "Jung-Störche". Seine Empfehlung: "Wir haben nichts zu verlieren und müssen die Flucht nach vorn suchen."

Hauptsache, der Abwehrrecke ist bis dahin wieder auf dem Damm, in der Woche plagte ihn noch eine Erkältung. Angeschlagen mit Bauchmuskel-Schmerzen ist auch Gerrit Müller. Definitiv ausfallen wird erneut Pierre Becken. Auch bei Holstein wird ein wichtiger Akteur fehlen: Bastain Hasler. Der Innenverteidiger leidet an einer Kapselverletzung. In den Augen von Martin Balsam "eine herbe Schwächung" seines Teams.

1. Dezember 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

21. ST 15.12.07 SC Comet Kiel Husumer SV 2:3

Sieg für die Moral!

15.12.2007

Comet Kiel - Husumer SV

2 : 3 (1:0)


Mit einem leistungsgerechten 3:2-Sieg im Gepäck machte sich die Husumer SV selbst das beste Weihnachtsgeschenk und landete damit ihren dritten Auswärtssieg. Auf schwerem Boden begeisterte die Elf von Guido Gehrke besonders in der zweiten Halbzeit die mitgereisten Fans und erzielte in Person von Erion Alla praktisch mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer. Endlich wurde die engagierte Leistung der Nordfriesen einmal belohnt. Spielerisch dem Gastgeber um einiges voraus, zeigten die Husumer kluge Ballpassagen und bewiesen Geduld vor dem Tor der Cometen. »Wir haben hier wirklich Fußball gespielt, gute Ballstafetten gezeigt und haben endlich einmal das bessere Ende für uns gehabt«, gab ein gelöster Husumer Trainer Guido Gehrke zu Protokoll. »Das war ein psychologisch wichtiger Sieg für meine Mannschaft.«

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Gastgeber trotz guter Husumer Chancen das bessere Ende für sich. Die Führung der Kieler besorgte Chris Karstens mit einem Kopfball über den unglücklich aussehenden Torhüter Teubler hinweg in der 19. Spielminute. Dass nicht zumindest der Ausgleichstreffer für die Stormstädter fiel, lag an eigenen Unzulänglichkeiten - es war aber auch eine gehörige Portion Pech im Spiel. Zu sehen in der 29. Spielminute, als ein Kopfball von Gerrit Müller noch von der Torlinie befördert wurde. Aber auch Erion Alla mit einem Kopfball (10.) und Ingo Cornils mit einem Geschoss aus zwölf Metern, der nur um Zentimeter über die Querlatte flog (42.), besaßen gute Einschussmöglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel ging ein Ruck durch die Husumer Mannschaft, jetzt wurde Comet mit klugen Angriffen in die eigene Hälfte gedrängt. Der Erfolg schien nur eine Frage der Zeit.

War Erion Alla mit einem 10-Meter-Schuss noch knapp gescheitert (55.), blieb es Gerrit Müller vorbehalten, den Ausgleich zu markieren. Nach Vorarbeit von Michael Petersen konnte Husums Torjäger aus dem Gewühl heraus einschieben (73.). Fünf Minuten später verfehlte Müller eine scharfe Hereingabe von Pierre Becken nur äußerst knapp. Ein grober Schnitzer von Sebastian Saeltz schien die Husumer Hoffnungen auf einen Punktgewinn zu begraben, Patrick Mierse nutzte seine Möglichkeit zur erneuten Führung der Kieler (78.). Doch die Nordfriesen hatten an diesem Nachmittag die richtige Antwort parat. Eine Minute später gelang Sebastian Steglich mit einem Sonntagsschuss der erneute Ausgleich (79.). Gerrit Müller war zuvor im Strafraum gelegt worden, doch der Pfiff der ansonsten guten Schiedsrichterin Kathrin Meingast blieb aus. Husum drängte weiter, doch ein fulminanter Schuss von Christian Herpel zischte knapp am Tor vorbei (90.). Den umjubelten Siegtreffer konnte der emsige Erion Alla in der Nachspielzeit erzielen, herrlich setzte er das Leder aus vierzehn Metern in obere Eck (90+1).

Mit diesem wichtigen Sieg im Rücken geht es in die Winterpause. Husums Trainer Guido Gehrke ist sich sicher, das es noch ein Happy End geben wird. »Ich bin überzeugt, das wir in der Rückrunde noch zulegen können.« Das wünschen sich natürlich auch die Husumer Fans.

Tore: 1:0 Karstens (19.), 1:1 Müller (73.), 2:1 Mierse (78.), 2:2 Steglich (79.), 2:3 Alla (90+1)
beste Spieler:  Hungerecker  / Mannschaftsleistung - Steglich, Alla, Müller
Ecken: 5 : 5
Chancen: 4 : 10
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Meingast (Todenbüttel)
gelbe Karten: Karstens (4.), Rook (35.), Malkowski (39.), Frank (73.) / Becken (51.), Alla (61.)
gelb-rot: Rook (81.) wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Molinas (61. Paasch) - Hungerecker - Dommasch, Ziesecke, Rook - Frank, Schultz, Karstens, Jaeger - Malkowski (66. Mierse), Blazevic (83. Hansen).

Teubler - Steglich, Rettkowski, Herpel, Schulte - Becken, Saeltz (88. Harrsen), Cornils, Alla - Hertting (66. Petersen), Müller.

  HI 15.12.2007

Allas Treffer sorgt für Zuversicht

Schleswig-Holstein-Liga – das große Ziel beim Fußball-Verbandsligisten Husumer SV. Das Team muss in den noch ausstehenden 17 Spielen neun Punkte Rückstand aufholen.
Husums Coach Guido Gehrke hat sich für die Rückrunde viel vorgenommen. Foto: rst

Husum (Ulrich Schröder) – Sonnabend, 15. Dezember, kurz vor 16 Uhr. Ein Schuss aus 18

Metern schlägt im Torwinkel ein und löst bei Spielern, Trainer, Fans und Umfeld kollektive Erleichterung aus. Der Siegtreffer von Erion Alla am vergangenen Wochenende zum 3:2 bei Comet Kiel hat dafür gesorgt, dass bei den Verbandsliga-Fußballern der Husumer SV Optimismus vorherrscht.

"Das war wichtig", sagt Trainer Guido Gehrke. Dem 35-Jährigen ist die Erleichterung über das Erfolgserlebnis vor der Winterpause noch Tage nach dem Spiel anzumerken. Tabellenplatz 16 – das ist noch lange nicht das, was sich die Nordfriesen vorgestellt haben, aber ein Anfang ist zumindest gemacht. Neun Punkte beträgt der Rückstand auf Rang zwölf, der zur Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga reicht. Schwer – aber machbar.
"Wir haben einiges vor in der Rückrunde", sagt Gehrke, der nach dem Rücktritt von Hans-Peter Hansen Ende September nach Husum zurückkehrte. Wer den Coach kennt, weiß, dass damit sehr intensives Training gemeint ist. Bereits am 8. Januar beginnt die Vorbereitung auf die 17 "Endspiele" der Stormstädter. Am 10. Februar geht's zum Nachholspiel zum Tabellenletzten Moisling, sechs Tage später zum starken Aufsteiger Heikendorfer SV. Das erste Heimspiel ist für den 23. Februar angesetzt, Gegner ist der SV Todesfelde.

Zehn ihrer 14 Punkte haben die Husumer auswärts geholt, im Friesenstadion gelang nur ein Sieg (5:1 gegen Bargteheide). Diese Bilanz muss besser werden, zumal die Gehrke-Schützlinge noch neun Mal Heimrecht haben.

Zwei Monate hat der Coach nach eigenen Angaben gebraucht, "um die Mannschaft wieder in Tritt zu kriegen." Als er das völlig verunsicherte Team übernahm, war der Tabellen-Vierte der Vorsaison Letzter, mit gerade mal zwei Punkten auf dem Konto. "Die Mannschaft war auseinander gerisssen", so beschreibt Gehrke die Ausgangslage. Nun trauen sich die Spieler wieder was zu – der 18 Meter-Knaller von Alla in Kiel ist Beleg dafür.

Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Erreichen der neuen SH-Liga. Mit welcher Mannschaft, das ist noch offen. "Wir sind an einigen Spielern dran", sagt Gehrke, ohne sich Namen entlocken zu lassen. Akteure vom Schleswiger Kreisligisten FC Haddeby 04 werden es jedenfalls nicht sein. An der Gerüchte-Börse wurden zuletzt die Namen Christian Heider und Sven Beck gehandelt. "Da ist überhaupt nichts dran", so der Coach. Auch ein Engagement von Haddeby-Macher Volker Koppelt in der Stormstadt war – und ist – nicht geplant.

Nach Weihnachten (29, und 30. Dezember) spielen die Husumer beim Hallenturnier um den "Honda-Cup" in Bornhöved mit. Im neuen Jahr folgt der Auftritt beim Tecis-Cup des PSV Flensburg, bei dem die Nordfriesen am Sonntag, 6. Januar, in der Vorrunde auf Gastgeber PSV (Kreisliga), die Bezirksoberligisten TSB Flensburg und Schleswig 06 sowie auf Titelverteidiger und Verbandsliga-Spitzenreiter Holstein Kiel II treffen.

Unter freiem Himmel soll es Testspiele gegen die Bezirksoberligisten VfR Schleswig, Kaltenkirchener TS und TSV Nordhastedt geben. Für das Wochenende 19./20. Januar wird noch ein Gegner gesucht.

21. Dezember 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

Erion Alla belohnt Husumer Engagement bei Comet

Fußball-Verbandsliga: 17 Meter-Schuss in der Nachspielzeit sichert den 3:2-Erfolg der Nordfriesen
Verbandsliga: Die Übersicht
Bitterer Jahresabschluss für den TSV Kropp. Der amtierende Meister verlor das zweite Saisonspiel in Folge – und ausgerechnet gegen den Nachbarschaftsrivalen FT Eider Büdelsdorf mit 2:6. Da Spitzenreiter Holstein Kiel II das Stadtduell gegen Kilia mit 4:1 gewann, beträgt der Rückstand der Kropper nun schon neun Punkte. Allerdings haben sie vier Spiele weniger ausgetragen. Ansonsten war es ein Spieltag der Kellerkinder – Eichede (3:0 gegen Heikendorf), Husum (3:2 bei Comet Kiel) und Bargteheide (4:1 gegen RW Moisling) siegten. Der große Verlierer war der ETSV Weiche. Der Aufsteiger aus Flensburg unterlag beim Itzehoer SV mit 2:4 und fiel auf den vorletzten Platz zurück.

Kiel (ree) – Der Weihnachtsmann bei der Husumer SV heißt in diesem Jahr Erion Alla. Mit einem wunderschönen Tor zum 3:2 (0:1) in der zweiten Minute der Nachspielzeit bescherte er seiner Mannschaft den Last-Minute-Sieg bei Comet Kiel. Riesengroß war die Freude, als der 17 Meter-Schuss des kleinen Husumers im Kasten einschlug. Guido Gehrke reagierte mit Genugtuung. "Irgendwann mussten wir für unsere Anstrengungen mal belohnt werden", so der SV-Trainer.

Vier Treffer in siebzehn Minuten – die Zuschauer auf dem Kieler Ostufer hatten in der Schlussphase reichlich Unterhaltung. Und sie sahen eine Husumer Mannschaft, die den 0:1-Rückstand als Ungerechtigkeit empfand. Denn sie hatte bis dahin kultivierter Fußball gespielt. Das 1:1 von Gerrit Müller (73.) nach Flanke von Michael Petersen schien die SV auf den richtigen Weg zu bringen. Aber fünf Minuten später war die Euphorie schon wieder gebremst. Die Abwehr hatte Patrick Mierse nicht auf der Rechnung und der knallte die Flanke Michael Ziesicke zum 2:1 in die Maschen (78.). Aber auch jetzt ließ bei den Nordfriesen keiner den Kopf hängen. Sie spielten weiter und kassierten den ersten Lohn in der 80.Minute. Nach Vorarbeit von Sascha Rettkowski schoss Sebastian Steglich zum 2:2 ein. Die Kieler witterten weiteres Unheil. Nur mit (Frust-) Fouls wussten sie sich zu helfen. Opfer dieser Spielweise wurde Marco Rook, der die gelb-rote Karte sah. Als dann SC-Keeper Tim Paasch einen Schuss von Christian Herpel spektakulär um den Pfosten gefingert hatte, wähnten die Husumer sich ein weiteres Mal vom Glück verlassen. Aber Erion Alla holte es zurück.

Das 1:0 hatte Chris Karstens erzielt (19.), der mit einem harmlosen Kopfball SV-Keeper André Teubler auf dem falschen Fuß erwischte. Melf Molinas, Ex-Torwart der Husumer und jetzt in Diensten von Comet, wollte ohne Gegentreffer bleiben – das schaffte er. Alle Tore kassierte Tim Paasch, nachdem Molinas verletzt ausgeschieden war (62.).

SC Comet Kiel: Molinas (62. Paasch) – Hungerecker – Dommasch, Ziesicke – Rook, Frank, Malkowski, Karstens, Jäger – Schultz, Blazevic (84. Hansen). Husumer SV: Teubler – Herpel, Rettkowski, Schulte – Steglich, Saeltz (88. Harrsen), Cornils – Becken, Alla, Müller – Hertting (67. Petersen). Schiedsrichterin: Kathrin Meingast (Todenbüttel). Zuschauer: 110.

17. Dezember 2007 · Flensburger Tageblatt

Ein Wiedersehen mit Ex-Keeper Melf Molinas

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV heute bei Comet
Melf Molinas (li.) will heute auf jeden Fall Tore der Husumer SV verhindern. Foto: kab

Husum (ree) – Letzte Chance für den Fußball-Verbandsligisten Husumer SV, sich mit einem Positiv-Erlebnis aus dem Jahr zu verabschieden. Heute (14 Uhr) steht das Auswärtsspiel bei Comet Kiel auf dem Programm. Kein leichter Gegner zum Siegen.
Die Kieler, derzeit Zehnte, gehören im Grunde weiter nach oben in der Tabelle. Aber die Mannschaft vom Ostufer der Förde hat erst 14 Spiele absolviert – die wenigsten von allen. "Eigentlich sind wir gefühlter Dritter", sagt Wolfhart Ziesecke. Der Comet-Trainer freut sich, dass seine Mannschaft in diesem Jahr so sicher auf dem Parkett steht.

Mit ein Grund dafür ist einer, der neu ist bei Comet und seine Wurzeln in Nordfriesland hat: Melf Molinas. Zu Saisonbeginn hat der Keeper sich den Kielern angeschlossen und gehört hier seit dem fünften Spieltag zur Stammformation. "Er ist unsere Nummer eins und sowohl menschlich wie spielerisch eine Bereicherung", sagt sein Coach.

Molinas hat den Schritt, an seinen Studienort zu wechseln, nicht bereut. "Es war im Endeffekt richtig", sagt der 21-Jährige. Für die Auseinandersetzung mit den alten Kameraden aus der Stormstadt hat er sich ein klares Ziel gesteckt. Molinas: "Wir haben länger nicht zu Null gespielt, das muss mal wieder passieren." Sein Trainer hält Husum trotz enttäuschender Ergebnisse für eine "starke Mannschaft" und erwartet für Comet "ein schweres Spiel". Er wäre kein guter Trainer, wenn er etwas anderes verkünden würde.
Dass die Partie für sein Team als Nullnummer enden könnte, damit rechnet Husums Trainer Guido Gehrke überhaupt nicht. "Auswärts haben wir immer unser Tor gemacht", sagt er und liegt damit halbwegs richtig. Nur in Flensburg-Weiche und in Neumünster hat es nicht geklappt mit einem Treffer. Im Übrigen hofft der Trainer auf "ein vernünftiges Spiel."
Wobei als vernünftig alles gilt, was nicht zu einer Niederlage führt. Gehrke: "Wir sind gut vorbereitet und fahren in unserer stärksten Besetzung nach Kiel." Und in dem Wissen, dass man gegen diese Mannschaft aus der Landeshauptstadt in den letzten beiden Jahren stets gewann.

15. Dezember 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

FS 29.12.07 Honda-Cup in Bornhöved   Halbfinale

Wankendorf: Siegeszug hält an

Nur vier Tage nach dem Triumph beim Gummi Grassau-Cup in der Holstenhalle hat Fußball-Bezirksoberligist TSV Wankendorf auch das Turnier in Bornhöved um den Honda-Cup gewonnen und seinen Titel dort erfolgreich verteidigt. Im Finale gab es ein 3:1 über die mit mehreren Größen gespickten, von Peter Kempcke betreuten Allstars.
Fußball-Bezirksoberligst TSV Wankendorf bejubelt nach dem Triumph in der Holstenhalle nun auch den ersten Platz beim Bornhöveder Honda-Cup. Zum erfolgreichen Team zählen Henning Theen, Knuth Ehmcke, Ligaobmann Ingo Schnoor, Sascha Krutzki, Mathias Gerndt, Christian Nordheim, Tim Andresen, Interims-Co-Trainer René Barg, Interimstrainer Brian Barg (oben von links), Christoph Hübner, Dietmar Sperle, Florian Hamann, Alexander Usbek, Bastian Heinrich, Olaf Weick und Marc Stielow (unten von links). Foto: Schmuck

Bornhöved (Arne Schmuck) - Die Fußballer des TSV Wankendorf entwickeln sich mehr und mehr zu wahren Hallenartisten. Der frisch gebackene Stadt- und Kreismeister gewann gestern auch das Turnier des Süd-Bezirksligisten TSV Quellenhaupt Bornhöved um den Honda-Cup. Die Jahnplatz-Kicker verteidigten ihren Titel aus der Vorsaison, in der sie ebenfalls in Bornhöved triumphiert hatten. 640 Euro Siegprämie waren der verdiente Lohn.

Nach einer brauchbaren Vorrunde mit sieben Punkten aus vier Spielen setzte der Bezirksoberliga-Tabellenzwölfte in der Zwischenrunde zum Höhenflug an. Die Schützlinge von Interimscoach Brian Barg gewannen alle vier Partien und anschließend auch noch das Halbfinale gegen den Verbandsligisten Husumer SV (4:3). Im Endspiel warteten die vom früheren VfR-Trainer Peter Kempcke betreuten Allstars um den einstigen VfR-Torjäger Sven Beck, Patryk Babiak (PSV) und Dirk Omnitz (Bornhöved). Wankendorf ging durch Alexander Usbek in Führung und beantwortete den fast postwendenden Ausgleich durch den in Neumünster bestens bekannten Spielertrainer des ASV Dersau, Stefan Meseberg, durch Treffer von Christian Nordheim sowie Dietmar Sperle zum 3:1-Endstand.

Patryk Babiak (re.), hier im Duell mit Dirk Hahn (SG Ascheberg/Kalübbe), holte mit den Allstars Platz 2. Foto: Klimek Für den PSV und Gökhan Aktas (li.), der sich hier gegen Melf Mannshardt (SG Bornhöved/Trappenkamp III) durchsetzt, kam in der Zwischenrunde das Aus. Foto: Klimek

„Im Moment läuft es bei uns wirklich gut“, konstatierte Brian Barg, der auch das Erfolgsgeheimnis der Wankendorfer verriet: „In der Mannschaft steckt Potenzial. Sie spielt befreit auf und zeigt, dass sie ein echtes Team ist. Wir profitieren dabei von der Mischung aus alten Hasen sowie jungen, schnellen Leuten. Vielleicht ernten wir jetzt die Früchte der Arbeit unseres Ex-Trainers Stefan Fischer.“ Apropos: Ein Nachfolger für den Ende November beurlaubten Coach ist nach wie vor noch nicht gefunden. Angesichts der jüngsten Erfolge stellt sich die Frage, ob die Gelb-Blauen überhaupt noch einen richtigen Trainer brauchen. „Doch, doch. Den brauchen wir“, lachte Brian Barg.

Der "Käpt'n" und der Pott: Wankendorfs Marc Stielow mit dem Honda-Cup. Foto: Schmuck

Aus Sicht des Kreisfußballverbandes Neumünster war der 12. Honda-Cup nicht nur wegen des Wankendorfer Triumphes und des zweiten Platzes der mit vielen ehemaligen Rasensportlern gespickten Allstars ein erfolgreiches Turnier. Von fünf gestarteten Vertretern erreichten vier die Zwischenrunde. So kam es in der dortigen Gruppe A zum Aufeinandertreffen des „Bermuda-Dreiecks“ Wankendorf/SV Bokhorst/SV Husberg. Einzig Bezirksligist TS Einfeld scheiterte in der Vorrunde – und das als Gruppendritter auch nur ganz knapp. Zudem wurde der vom Schwalestädter Thomas Arndt trainierte Süd-Bezirksligist SV Wahlstedt Dritter. Bezirksoberligist Polizei-SV Union wurde als fairste Mannschaft ausgezeichnet. Auf zwei anderen Gebieten gingen die Trophäen allerdings nicht nach Neumünster: Bester Torschütze war Michael Petersen (Husumer SV/acht Treffer), zum besten Torwart wählte die Turnierleitung den für die Allstars spielenden Benjamin Gommert vom Süd-Regionalligisten (!) Wacker Burghausen.

„Das war wieder einmal ein super Turnier“, bilanzierte Allstars-Coach Kempcke, Stammgast in Bornhöved und aktuell auch Trainer des gastgebenden TSV Quellenhaupt, nach dem letzten Abpfiff eines Events, zu dem an vier Tagen insgesamt deutlich über 1000 Zuschauer gepilgert waren. „Wankendorf hat verdient gewonnen, dabei von seinem großen Kader profitiert. Ich hatte für die Zwischen- und Finalrunde leider nur sieben Spieler zur Verfügung. Das hat sich am Ende negativ bemerkbar gemacht“, resümierte Kempcke.

31. Dezember 2007 · Holsteinischer Courier

Echter Fußball-Marathon

Bornhöved: Verteidigt Wankendorf seinen Titel?

Bornhöved (sas) – Fußball satt wird den Fans ab kommenden Donnerstag vier Tage lang in Bornhöved geboten, wenn Süd-Bezirksligist TSV Quellenhaupt wieder sein Turnier um den Honda-Cup veranstaltet. Bei der mittlerweile zwölften Auflage starten auch fünf Teams aus dem Kreisfußballverband Neumünster, darunter Titelverteidiger TSV Wankendorf (Bezirksoberliga). Ausgelobt sind stattliche Geldpreise im Gesamtwert von 1280 Euro. Der Turniersieger bekommt alleine die Hälfte davon.

Gruppe A (27. Dezember, 19 Uhr): Polizei-SV Union, SG Bornhöved/Trappenkamp, SV Weede, ASV Dersau, SV Wahlstedt; Gruppe B (28. Dezember, 19 Uhr): TS Einfeld, TSV Wankendorf, Peter Kempcke Allstars, ATSV Stockelsdorf, SG Bornhöved/Trapenkamp II; Gruppe C (29. Dezember, 16 Uhr): SV Bokhorst, SV Wittenborn, Husumer SV, Borussia 93 Rendsburg, Rot-Weiß Saxonia A-Jugend; Gruppe D (29. Dezember, 19 Uhr): SV Husberg, MTV Henstedt, SG Bornhöved/Trappenkamp III, SG Rickling/Negernbötel, SG Ascheberg/Kalübbe; Finalrunde (30. Dezember): Zwischenrunde mit den jeweils ersten beiden jeder Vorrundenstaffel: 11 Uhr Gruppe 1, 13.30 Uhr Gruppe 2; anschließend Halbfinals und Endspiele.

24. Dezember 2007 · Holsteinischer Courier
FS 06.01.08 TECIS Cup   Vorrunde

Flensburger Youngster düpieren die Etablierten

Riesenüberraschung beim Tecis-Cup: In einem hochdramatischen Endspiel gewann die Flensburger U21-Auswahl mit 6:3 (2:2; 4:1) nach Neunmeter-Schießen gegen den Topfavoriten und Titelverteidiger Holstein Kiel II das Fußball- Hallenturnier des Polizei SV Flensburg. Das "kleine Finale", im Neunmeter-Schießen ausgetragen, gewann Schleswig 06 gegen den ETSV Weiche mit 3:0. Die vom PSV sehr gut organisierte Veranstaltung wurde durch einige "Holstein-Fans" massiv gestört. Durch das beherzte Eingreifen der Polizei war die Situation jedoch stets unter Kontrolle.
In der Partie ETSV Weiche gegen Flensburg 08 kommt es zum Kopfballduell zwischen dem 08-er Lasse Sohrweide (gelbes Trikot) und Torsten Andreasen. Foto: Dewanger

Flensburg (Wilfried Simon) – Es war das Beste, das Flensburg im Hallenfußball zu bieten hat. Kampf, Spielwitz und technische Kabinettstückchen prägten die Szenerie in der Fördehalle. Schon in der Vorrunde ging es hoch her, ohne, dass die Regeln der Fairness häufig überschritten wurden. Allerdings fehlte in der Gruppe A ein wenig die Spannung, da sich mit dem hochgehandelten KSV Holstein Kiel II (12 Punkte) und Schleswig 06 (9) zwei Mannschaften klar durchsetzten. Auf den Plätzen folgten Husumer SV (3) vor TSB Flensburg (3) und Polizei SV Flensburg (3). Zu dem enttäuschenden Abschneiden des TSB meinte Liga-Manager Holger Sohrweide: "Ich habe spielerisch mehr von unserer Mannschaft erwartet."

Im Spiel PSV gegen Schleswig 06 versucht sich der Flensburger Volker Polland (li.) gegen den 06-er Anton Merz durchzusetzen.

In der Gruppe B blieb es bis zum letzten Vorrundenspiel spannend. Am Ende sicherte sich die Flensburger U21-Auswahl (8 Punkte) den Gruppensieg vor dem ETSV Weiche, der punktgleich (7) mit dem dänischen Vertreter AC Horsens war, aber letztlich ein um ein Tor besseres Torverhältnis hatte. Total schwach präsentierten sich die Verbandsligisten TSV Kropp (4) und Flensburg 08 (1). Der 08-Vorsitzende Hans-Werner Petersen meinte: "Dieses Turnier hat eine gute Resonanz und vor allem spannende Spiele. Leider hat unsere Mannschaft heute nicht überzeugt."

Das erste Halbfinale gewann Holstein Kiel II gegen den Ligakonkurrenten ETSV Weiche deutlich mit 5:1. Allerdings waren die Flensburger keineswegs vier Tore schlechter. Im Abschluss waren sie einfach zu glücklos. Das zweite Halbfinale zwischen der Flensburg-Auswahl und Schleswig 06 war wesentlich spannender. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1. Im Neunmeter-Schießen setzten sich dann die Fördestädter mit 6:5 durch. Somit mussten die Schleswiger gegen ETSV Weiche den Sieger um den Platz drei ermitteln. Die Nullsechser siegten deutlich mit 3:0 und sicherten sich eine Prämie von 150 Euro.
Die Konstellation des Finales hätte nicht gegensätzlicher sein können. Auf der einen Seite der Topfavorit und Titelverteidiger Holstein Kiel II. Und auf der anderen die "Underdogs" und Youngster aus der zusammengewürfelten Flensburger Auswahl. Anfangs lief alles planmäßig. Holstein führte 2:0. Aber die Schützlinge von Max Jacobsen kämpften aufopferungsvoll und glichen noch zum 2:2 aus. Das Neunmeter-Schießen musste die Entscheidung bringen. Christoffer Lauer war es letztlich, der mit seinem Treffer zum 4:1 die Partie zu Gunsten der Auswahl entschied. Damit sicherte sie sich den Wanderpokal und Siegerscheck von 400 Euro. Coach Jacobsen war sichtlich stolz auf sein Team: "Meine Mannschaft hat toll gespielt und wir freuen uns darüber, dass wir überraschend gewonnen haben. Unsere Siegprämie möchten wir jedoch nicht behalten, sondern der Flensburger Kinder-Krebshilfe spenden." Die platzierten Teams erhielten Geld- bzw. Sachprämien. Als bester Torhüter wurde Tim Sohrweide (TSB Flensburg) gekürt. Bester Spieler und erfolgreichster Torschütze (6 Treffer) war der Ex-DGFer Marc Nielsen (Holstein Kiel II). Chef-Organisator Dirk Grünberg war insgesamt sehr zufrieden: "Abgesehen von dem unschönen Verhalten einiger Holstein-Fan war es wieder eine tolle Veranstaltung mit rassigem Hallen-Fußball. Und vor allem einer tollen Resonanz mit rund 900 Zuschauern."

1000 Euro Preisgeld locken: Das beste Turnier der Region

Fünfter Tecis-Cup in Flensburg: Gelingt Holstein Kiel II der Hattrick?
Heiß umkämpft: David Kroll (im Vordergrund ) vom Verbandsliga-Aufsteiger ETSV Weiche stoppt in diser Szene aus dem Vorjahr den Angriff des Schleswigers Sascha Möller. Foto: Dewanger

Flensburg (Wilfried Simon) – Zum fünften Mal wird am Sonntag (Anpfiff 11 Uhr) in der Flensburger Fördehalle um den Tecis-Cup gespielt. Dieses größte Hallen-Fußballturnier der Region wird wieder vom Polizei SV Flensburg veranstaltet. Namhafte Mannschaften haben ihre Zusage gegeben. Dabei wird Titelverteidiger Holstein Kiel II alles daran setzen, zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.

Das Preisgeld lockt: Insgesamt 1000 Euro gibt es beim 5. Tecis-Cup zu gewinnen. So geht nicht nur Titelverteidiger Holstein Kiel II, derzeit Klassenprimus in der Verbandsliga, mit hohen Ambitionen in dieses Turnier. Ligakonkurrent Husumer SV, die beiden Bezirksoberliga-Spitzenteams Schleswig 06 und TSB Flensburg sowie der Gastgeber PSV Flensburg wollen den Kielern einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe A streitig machen, um ins Halbfinales einzuziehen.

In der Gruppe B treffen mit Flensburg 08, TSV Kropp und ETSV Weiche drei Verbandsligisten aufeinander. Komplettiert wird diese Gruppe durch die Mannschaft von AC Horsens (U 23) und eine Flensburger U 21-Auswahl. Gespannt darf man auf die ballgewandten Youngster des dänischen Superligisten Horsens sein. Sie spielen ansonsten in der 4. Liga und haben als derzeitiger Tabellenzweiter gute Chancen, aufzusteigen. Aber auch die junge Flensburger Auswahl, die von "Max" Jacobsen betreut wird, kann und will für manche Überraschung sorgen.

Die jeweiligen beiden Gruppenersten spielen in den Semifinals überkreuz gegeneinander und ermitteln die Teilnehmer für das Endspiel. Der Turniersieger erhält neben dem Wanderpokal ein Preisgeld von 400 Euro. Die Platzierten erhalten Geld- bzw. Sachprämien. Außerdem werden geehrt: Der beste Spieler – der beste Torhüter – und der Torschützenkönig.

Der Eintritt ist für Frauen und Kinder frei, während Männer zwei Euro zahlen. Neben den eigentlichen Fußballspielen finden am Rande auch noch andere Aktivitäten statt. Die Jugendabteilung des PSV veranstaltet ein Torwandschießen. Ferner wird es nach altbewährtem Muster erneut eine riesige Tombola geben, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gibt. Auch für das leibliche Wohl der Zuschauer wird gesorgt. Als Hallensprecher soll DJ Jens Walter für die nötige Stimmung sorgen.Aus der Verbandsliga werden Flensburg 08, die Husumer SV und TSV Kropp versuchen, die entscheidenden Akzente zu setzen, um sich letztlich mit der Turnierkrone zu schmücken. Für einen technisch anspruchsvollen Fußball soll auch wieder der FC Sydvest 05 sorgen. Der dänische Vertreter, der dieser Veranstaltung die internationale Komponente verleiht, ist dafür bekannt, mit gepflegten Kabinettstückchen für so manches Highlight zu sorgen.

Auch die Bezirksoberliga ist mit drei Mannschaften vertreten. Angeführt von Spitzenreiter ETSV Weiche sowie den Verfolgern Schleswig 06 (3.) und dem TSB Flensburg (4.), der im Übrigen bereits das Turnier beim MTV Leck gewann, stehen drei ambitionierte Mannschaften in den Startlöchern. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch Bezirksligist DGF Flensburg und die starke Kreisliga-Truppe des Veranstalters.

Die Rahmenbedingungen sind unverändert. In zwei Fünfergruppen werden die vier Halbfinalisten ausgespielt. Die jeweiligen Gewinner der Semifinals bestreiten das Endspiel, während die Verlierer um Platz drei spielen.

Die Erwartungshaltung von Organisator Grünberg ist groß: "Wie schon in den vergangenen Jahren hoffen wir wieder auf einen regen Zuschauerzuspruch. Unser Turnier ist in Flensburg zu einer festen Institution geworden, darauf sind wir auch ein wenig stolz." Allerdings wird der Besuch der Veranstaltung in diesem Jahr nicht ganz kostenlos sein. "Da wir erstmals eine Hallenmiete an die Stadt Flensburg zahlen müssen, werden die Männer zwei Euro Eintritt zahlen müssen. Frauen und Kinder haben weiterhin freien Eintritt", erklärt Grünberg, der mit seinem Team auch wieder für einige Attraktionen neben dem Spielfeld gesort hat. So gibt es erneut eine riesige Tombola und das Torwandschießen.

5. Januar 2008 · Flensburger Tageblatt

1000 Euro Preisgeld locken: Das beste Turnier der Region

Fünfter Tecis-Cup in Flensburg: Gelingt Holstein Kiel II der Hattrick?
Heiß umkämpft: David Kroll (im Vordergrund ) vom Verbandsliga-Aufsteiger ETSV Weiche stoppt in diser Szene aus dem Vorjahr den Angriff des Schleswigers Sascha Möller. Foto: Dewanger

Flensburg (Wilfried Simon) – Zum fünften Mal wird am Sonntag (Anpfiff 11 Uhr) in der Flensburger Fördehalle um den Tecis-Cup gespielt. Dieses größte Hallen-Fußballturnier der Region wird wieder vom Polizei SV Flensburg veranstaltet. Namhafte Mannschaften haben ihre Zusage gegeben. Dabei wird Titelverteidiger Holstein Kiel II alles daran setzen, zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.

Das Preisgeld lockt: Insgesamt 1000 Euro gibt es beim 5. Tecis-Cup zu gewinnen. So geht nicht nur Titelverteidiger Holstein Kiel II, derzeit Klassenprimus in der Verbandsliga, mit hohen Ambitionen in dieses Turnier. Ligakonkurrent Husumer SV, die beiden Bezirksoberliga-Spitzenteams Schleswig 06 und TSB Flensburg sowie der Gastgeber PSV Flensburg wollen den Kielern einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe A streitig machen, um ins Halbfinales einzuziehen.

In der Gruppe B treffen mit Flensburg 08, TSV Kropp und ETSV Weiche drei Verbandsligisten aufeinander. Komplettiert wird diese Gruppe durch die Mannschaft von AC Horsens (U 23) und eine Flensburger U 21-Auswahl. Gespannt darf man auf die ballgewandten Youngster des dänischen Superligisten Horsens sein. Sie spielen ansonsten in der 4. Liga und haben als derzeitiger Tabellenzweiter gute Chancen, aufzusteigen. Aber auch die junge Flensburger Auswahl, die von „Max“ Jacobsen betreut wird, kann und will für manche Überraschung sorgen.

Die jeweiligen beiden Gruppenersten spielen in den Semifinals überkreuz gegeneinander und ermitteln die Teilnehmer für das Endspiel. Der Turniersieger erhält neben dem Wanderpokal ein Preisgeld von 400 Euro. Die Platzierten erhalten Geld- bzw. Sachprämien. Außerdem werden geehrt: Der beste Spieler – der beste Torhüter – und der Torschützenkönig.

Der Eintritt ist für Frauen und Kinder frei, während Männer zwei Euro zahlen. Neben den eigentlichen Fußballspielen finden am Rande auch noch andere Aktivitäten statt. Die Jugendabteilung des PSV veranstaltet ein Torwandschießen. Ferner wird es nach altbewährtem Muster erneut eine riesige Tombola geben, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gibt. Auch für das leibliche Wohl der Zuschauer wird gesorgt. Als Hallensprecher soll DJ Jens Walter für die nötige Stimmung sorgen.

5. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Tecis-Cup: Bestes Turnier der Region

Auch 06 und Kropp kämpfen um Preis und Punkte

Flensburg (wsi) – Zum fünften Mal wird am Sonntag (Anpfiff 11 Uhr) in der Flensburger Fördehalle um den Tecis-Cup gespielt. Dieses größte Hallen-Fußballturnier der Region wird wieder vom Polizei SV Flensburg veranstaltet. Namhafte Mannschaften haben ihre Zusage gegeben. Dabei wird Titelverteidiger Holstein Kiel II alles daran setzen, zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.

Das Preisgeld lockt: Insgesamt 1000 Euro gibt es beim 5. Tecis-Cup zu gewinnen. So geht nicht nur Titelverteidiger Holstein Kiel II, derzeit Klassenprimus in der Verbandsliga, mit hohen Ambitionen in dieses Turnier. Ligakonkurrent Husumer SV, die beiden Bezirksoberliga-Spitzenteams Schleswig 06 und TSB Flensburg sowie der Gastgeber PSV Flensburg wollen den Kielern einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe A streitig machen, um ins Halbfinales einzuziehen.

In der Gruppe B treffen mit Flensburg 08, TSV Kropp und ETSV Weiche drei Verbandsligisten aufeinander. Komplettiert wird diese Gruppe durch die Mannschaft von AC Horsens (U 23) und eine Flensburger U 21-Auswahl.

Die jeweiligen beiden Gruppenersten spielen in den Semifinals überkreuz gegeneinander und ermitteln die Teilnehmer für das Endspiel. Der Turniersieger erhält neben dem Wanderpokal ein Preisgeld von 400 Euro. Der Eintritt ist für Frauen und Kinder frei, Männer zwei Euro zahlen. Neben den Fußballspielen finden am Rande auch noch andere Aktivitäten statt. Zum Beispiel wird es eine riesige Tombola geben, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gibt.

05. Januar 2008 · Schlei Bote

Die zehn Teilnehmer: Ein klarer Favorit und eine große Unbekannte

Holstein Kiel II (TV)
Der gegenwärtige Tabellenführer der Verbandsliga will seinen Titel nicht nur verteidigen, sondern den Tecis-Cup zum dritten Mal in Folge gewinnen. Die Holstein-Reserve ist das U 23-Team, das mit vielen technisch sehr talentierten Spielern gespickt ist. Ehrgeiz, Spielstärke und ausgeprägtes spielerisches Verständnis prägen das überdurchschnittliche Leistungsvermögen der "Jungstörche". Zudem bildet dieses große Reservoir junger Kicker die Basis für die Ligamannschaft, die souverän die Tabelle der Oberliga anführt. Holstein II ist demnach der absolute Topfavorit beim Tecis-Cup.
Husumer SV
Für die Stormstädter verlief die bisherige Saison alles andere als zufrieden stellend. Als derzeitiger Tabellen-16. sind die Husumer weit davon entfernt, die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga in der Spielzeit 2008/2009 zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, ob Trainer Guido Gehrke, der Ende September die Verantwortung von Hans-Peter Hansen übernommen hat, seine Elf wieder in die Erfolgsspur zurückbringen kann. Vielleicht wird die HSV in der Winterpause noch auf dem Spielermarkt tätig. Beim Tecis-Cup können sich die Nordfriesen mit einer guten Leistung zumindest neues Selbstvertrauen holen. Allerdings verliefen die bisherigen Teilnahmen nie sonderlich erfolgreich.
Schleswig 06
Ungeschlagen überwintert Schleswig 06 an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den härtesten Verfolger SV Frisia 03 Risum-Lindholm nur noch zwei Punkte. Gleichwohl haben die Schützlinge von Detlev Hinrichs im bisherigen Saisonverlauf gezeigt, dass sie der erste Anwärter auf die Meisterschaft und den damit verbundenen unmittelbaren Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga sind. Dass der Tecis-Cup für die Schleistädter ein gutes Pflaster ist, hat sich im vergangenen Jahr gezeigt. Da besiegten sie den TSB Flensburg im "kleinen Finale" im Neun-Meter-Schießen und sicherten sich Platz drei.
TSB Flensburg
Als Titelfavorit der Bezirksoberliga startete der TSB Flensburg in die Saison. Aber die ersten Partien verliefen wenig verheißungsvoll, so dass die Truppe von Kai Hinrichs sich plötzlich im Mittelfeld der Tabelle wieder fand. Aber je länger die Saison lief, desto besser kamen die TSBer in Schwung. Bei Hallenturnieren im Allgemeinen (Sieg beim Töff-Christmas-Cup in Leck) und dem Tecis-Cup im Besonderen haben die Flensburger jedenfalls immer gut ausgesehen und vielfach Turniersiege eingefahren. Somit gehören sie sicherlich wieder zum erweiterten Favoritenkreis.
Polizei SV Flensburg
Der gastgebende Polizei SV Flensburg ist der Souverän der Kreisliga. Mit einem Vorsprung von 15 Punkten vor dem ETSV Weiche II gingen die Mannen von Gerd Wicknig bei 15 Siegen in 15 Spielen in die Winterpause. Keine Mannschaft konnte den Siegeszug des PSV bisher stoppen. Zwar sind die Gastgeber das klassenniedrigste Team, aber sie werden sicherlich für die eine oder andere Überraschung gut sein. Die Favoriten sind zumindest gut beraten, die "Underdogs" nicht zu unterschätzen.
TSV Kropp
Die vereinsinternen Querelen sind nicht spurlos an dem Verbandsligisten vorübergegangen. Nach zunächst recht gutem Saisonbeginn musste der TSV Kropp in den beiden letzten Spielen gegen Dornbreite Lübeck (2:3) und FT Eider Büdelsdorf (2:6) zwei empfindliche Niederlagen hinnehmen. Dennoch ist der letztjährige Meister immer noch auf Platz zwei. Ob sich die Kropper allerdings in der Spitzengruppe halten können, ist nach den möglichen Abgängen (Dennis Usadel, Finn Matthes, Bastian Henning, Tobias Timm) in der Winterpause zum FT Eider Büdelsdorf zumindest fraglich. Nicht sonderlich berauschend waren die bisherigen Auftritte der Kropper beim Tecis-Cup. Es bleibt abzuwarten, ob sie in diesem Jahr mit mehr Fortune auftreten werden.
Flensburg 08
Immer wieder eine Augenweide ist es, Flensburg 08 beim Hallenfußball brillieren zu sehen. Noch gut in Erinnerung ist die äußerst unglückliche 0:1-Niederlage im letztjährigen Finale des Tecis-Cup gegen Holstein Kiel II. Aber für die Blau-Gelben, die erneut zu den heißesten Turnierfavoriten zählen, bietet sich eine neue Chance. Sollten sie dabei an die durchaus überzeugenden Leistungen der Hinserie in der Verbandsliga (8.) anknüpfen können, ist zumindest eine Semifinal-Teilnahme möglich. 08-Coach Stefan Langeloh wird sicherlich aus seinem spielstarken Kader wieder ein schlagkräftiges Team formieren.
ETSV Weiche
Weit hinter den eigenen Erwartungen zurück blieben bisher die Leistungen des Verbandsliga-Aufsteigers. Auf dem vorletzten Tabellenplatz liegend, gingen die Schützlinge von Henning Natusch in die Winterpause. Auch das letzte Punktspiel 2007 brachte den mit vier neuen Dänen und "Rückkehrer" Sascha Görres angetretenen Flensburgern gegen den Itzehoer SV (2:4) nicht erhoffte Wende. Vielleicht läuft das neu konzipierte "Uhr-Werk" beim Tecis-Cup besser. Es ist zumindest eine gute Möglichkeit, etwas für das Selbstbewusstsein zu tun. Dieses ist um so wichtiger, da am 9. Februar für den ETSV in der Nachholbegegnung bei Comet Kiel bereits wieder der Ernst beginnt.
AC Horsens (U 23)
Als große Unbekannte wird das U 23-Team vom dänischen Superligisten AC Horsens erstmals am Tecis-Cup teilnehmen. Das vom 13-fachen dänischen Ex-Nationalspieler Henrik Larsen, dessen Profistationen u. a. Pisa SC, Aston Villa, Waldhof Mannheim, VfB Lübeck, FC Kopenhagen waren, betreut wird, kann sicherlich zur großen Überraschung und Attraktion des Turniers avancieren. Bekanntermaßen verfügen die dänischen Fußballer über ausgeprägte technische Fertigkeiten, die hoffentlich auch in der Fördehalle das Parkett zum Beben bringen. Sollte dieses den dänischen Ballartisten gelingen, werden sie bei der Titelvergabe sicherlich ein gehöriges Wörtchen mitsprechen.
Flensburg-Auswahl (U 21)
Die mit Flensburger Talenten gespickte Auswahl wird von Max Jacobsen betreut. Dabei vertraut er insbesondere auf Spieler von Flensburg 08 II (Christoffer Papenberg, René Wölffel) und TSB Flensburg II (Daniel Kahlhoff, Sandi Duratovic, Tim Fries). Komplettiert wird das Team durch Sandro Holland (ETSV Weiche), Jan Lauer (TSB), Christoffer Lauer (ehemals Kilia Kiel) und Daniel Sekowski, der vom ETSV Weiche zu Flensburg 08 II zurückgewechselt ist. Jacobsen ist davon überzeugt: dass er "eine schlagkräftige Truppe zusammen hat. Wir sind zwar nur Außenseiter, möchten aber positiv überraschen. Das Halbfinale zu erreichen, wäre eine tolle Sache."
05. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport, Flensburger Tageblatt

Zehn Teams kämpfen um 1000 Euro Preisgeld

Ein namhaftes Teilnehmerfeld ist beim Hallenfußball-Turnier des PSV Flensburg um den 5. Tecis-Cup am Start. Zehn Teams kämpfen am Sonntag, 6. Januar, in der Fördehalle um insgesamt 1000 Euro Preisgeld.
Kann Holstein Kiel II mit Viktor Hardock (li.) den Titel verteidigen? Foto: Dewanger

Flensburg (Ulrich Schröder) – Fünf Verbandsligisten, zwei Bezirksoberligisten, dazu zwei junge Teams aus Flensburg und Dänemark – das kann sich sehen lassen. Der 5. Tecis-Cup des PSV Flensburg kommt bei Teams und Zuschauern offensichtlich an. 1000 Euro Preisgeld, von denen der Sieger allein 400 kassiert, sind am Sonntag, 6. Januar, in der Fördehalle zu verteilen.

Gespannt sein darf man auf zwei "Neulinge": Hans-Jürgen ("Max") Jacobsen von Flensburg 08 stellt eine U 21-Auswahl aus Spielern Flensburger Vereine zusammen, der dänische Superligist AC Horsens schickt seinen "Talentschuppen", die U 23. Hallenfußball "made in Dänemark" – das verspricht Einiges.

Doch natürlich wollen auch die "Etablierten" ein Wörtchen mitsprechen. Holstein Kiel II holte sich Anfang des Jahres souverän den Titel und zählt auch diesmal wieder zu den heißen Anwärtern auf einen der vorderen Plätze.

Gruppe A

PSV Flensburg

TSB Flensburg

Schleswig 06

Husumer SV

Holstein Kiel II

Gruppe B

Flensburg 08

TSV Kropp

ETSV Weiche

U 21-Auswahl Flensburg

U 23 AC Horsens (DK)

Klassenunterschiede zählen in der Halle längst nicht so viel wie auf dem Feld – so rechnen sich auch die starken Bezirksoberligisten TSB Flensburg und Schleswig 06 etwas aus gegen das Verbandsliga-Quintett – neben Holstein II noch der TSV Kropp, Flensburg 08, der ETSV Weiche und die Husumer SV. Auch Gastgeber PSV Flensburg ("draußen" souveräner Tabellenführer der Kreisliga) will kräftig mitmischen.

Die zehn Teams absolvieren zunächst die Vorrunde in zwei Gruppen (Einteilung siehe Info-Kasten), eine Partie dauert zwölf Minuten. Vom Halbfinale an steigt die Spielzeit dann auf 15 Minuten. Kinder und Frauen haben am ersten Sonntag des neuen Jahres freien Eintritt, Männer sind mit zwei Euro dabei. Für Abwechslung abseits der Spielfläche ist mit einer Tombola und Torwandschießen gesorgt.

Ausgezeichnet werden der beste Spieler, der beste Torwart und der erfolgreichste Torschütze.

Die Fans kommen nicht nur, um attraktiven Hallenfußball zu sehen und "ihr" Team anzufeuern – mindestens genau so wichtig ist das "Ballgeflüster" am Rande. Neuigkeiten und Gerüchte können ausgetauscht, letzte Infos über Zu- und Abgänge in der Winterpause eingeholt werden. Gesprächsstoff wird's reichlich geben – schließlich hat beispielsweise der ETSV Weiche ein halbes Dutzend neue Spieler geholt, die man vielleicht in Augenschein nehmen kann.

27. Dezember 2007 · Flensburger Tageblatt
Test 21.01.08 TSV Friedrichsberg Husumer SV 0:5

Ballgeflüster

Klare Testspiel-Niederlage

Eine Hand voll: Eine Testspiel-Niederlage gab es für den Schleswiger Bezirksliga-Spitzenreiter. Der TSV Friedrichsberg unterlag der Husumer SV mit 0:5 (0:3). „Man merkte schon, dass Husum gut im Training ist. Ein Klassenunterschied war schon zu sehen“, meinte Liga-Obmann Horst Burmeister zu der Partie auf dem schwer zu bespielenden Platz auf der Anlage am Öhr. Für Husums Trainer Guido Gehrke war das „ein gelungener Test“. Die Husumer Truppe hatte am Vormittag noch eine Laufeinheit im Forst hinter dem Waldschlösschen absolviert. 
23. Januar 2008 · Schlei Bote

Ballgeflüster

Erst laufen, dann treffen: Husum 5:0 im ersten Test

Erst Training, dann Tore: Zuerst gab es eine stramme Ausdauer-Einheit mit Steigerungsläufen, dann durften die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV endlich wieder auf den Platz. Im ersten Test bei Bezirksoberliga-Spitzenreiter TSV Friedrichsberg gab es einen 5:0-Erfolg nach Toren von Lukas Hertting (3), Pierre Becken und Michael Petersen. „Wir haben gut gestanden und gut kombiniert“, befand Trainer Guido Gehrke, der mit einem 18 Mann-Kader für das „Unternehmen SH-Liga“ plant. Am Sonnabend (14 Uhr) kommt Bezirksoberligist VfR Schleswig zum nächsten Test nach Husum.
22. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 26.01.08 Husumer SV VfR Schleswig 4:1

Husum 4:1 – Knoten platzt erst nach einer Stunde

Zweikampf gewonnen: Sebastian Steglich (Husum, rechts) zieht am Schleswiger Stephen Lorenzen vorbei. Foto: Voss

Husum (ree) – Am Ende schaffte Fußball-Verbandsligist Husumer SV gegen den VfR Schleswig (Bezirksoberliga) mit dem 4:1 (0:1)noch ein standesgemäßes Ergebnis. Aber der Weg dahin war beschwerlich. Kurz vor der Pause erzielten die Schleistädter sogar die Führung, als Thomas Vogt den ersten gelungenen Angriff erfolgreich abschloss (43.). Und nach einer Stunde hätten sie den Vorsprung durch Florian Henningsen sogar ausbauen können.

Das hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die Stormstädter hatten technische und optische Vorteile, nur im Ausnutzen ihrer Chancen gaben sie sich mehr als eine Stunde lang wenig abgebrüht. Erst im letzten Spieldrittel legten sie den Hebel um.
Es war Carsten Groth, der die Abschlussmisere beendete. In der 64. Minute hatte Marcel Otto den richtigen Blick für den Reaktivierten und der Bann war gebrochen. Es folgten Tore von David Strüning (65.), Erion Alla (67.) und Otto (89.) zum 4:1-Endstand. Drei Husumer Treffern gingen Kombinationen voraus, nur das 3:1 entsprang einer Einzelaktion: Erion Alla hatte Erfolg mit einem 20 Meter-Schuss, den Gerd Kling nicht halten konnte. In der Schlussminute wehrte der VfR-Keeper aber bravourös einen Schuss von Gerrit Müller ab. Schon zuvor hatte der Husumer Stürmer mit zwei Aktionen aus kurzer Distanz (72./83.) das Tor verfehlt. Die besten Husumer Chancen vor dem Pausenpfiff hatten Pierre Becken und Lukas Hertting vergeben. Becken scheiterte in der 37. Minute an Kling, Hertting donnerte den Abpraller über das Gebälk.

Trainer Guido Gehrke war nicht unzufrieden mit dem, was er gesehen hatte. "Wir wollten bei den widrigen Witterungsverhältnissen kontrolliert Fußball spielen. Das ist uns ganz gut gelungen", sagte er.Das Gegentor, dem individuelle Fehler voraus gingen, passte ihm natürlich nicht in den Kram. "Das will ich in der Rückrunde nicht mehr sehen", so der Coach.
Husumer SV: Teubler – Schulte, Cornils, Rettkowski – Groth, Saeltz, Petersen – Steglich, Alla, Becken – Herting. Eingewechselt: Andresen, Otto, Harrsen, Strüning, Müller. VfR Schleswig: Kling – Henningsen – Richter, Hussein, Yildirim – Vogt, Lorenzen, Skibitzki, John – Beyer, Kalbus. Eingewechselt: Friedrich, Henke, Rennhack. Schiedsrichter: Alfred Lorenzen (Husum). Zuschauer: 50.

29. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Ballgeflüster

Standesgemäß

Der Husumer Sebastian Steglich (re.) zieht dem Schleswiger Stephen Lorenzen davon. Die HSV gewann das Testspiel gegen den VfR 4:1. Foto: Voss
Husum (mb) - Am Ende schaffte die Husumer SV gegen den VfR Schleswig mit dem 4:1 (0:1) noch ein standesgemäßes Ergebnis. Aber der Weg dahin war beschwerlich. Kurz vor der Pause erzielten die Schleistädter sogar die Führung, als Thomas Vogt ihren ersten gelungenen Angriff erfolgreich zum 0:1 abschloss (43.). Und nach einer Stunde hätten sie den Vorsprung durch Florian Henningsen sogar ausbauen können. Aber das hätte den Spielverlauf denn doch allzu sehr auf den Kopf gestellt. VfR-Trainer Lars Schomaker wäre allerdings mit seinem Team gern noch etwas länger in Führung geblieben. „Wir hätten unbedingt das 2:0 machen müssen. Durch die Auswechslungen haben wir in der zweiten Halbzeit etwas die Ordnung verloren“, resümierte er. Der Husumer Carsten Groth leitete in der 64. Minute die Wende ein. Es folgten Tore von David Strüning (65.), Erion Alla (67.) und Marcel Otto (89.) zum 4:1. Drei Husumer Treffer gingen schöne Kombinationen voraus. Nur das 3:1 entsprang einer Einzelaktion von Erion Alla. SV-Trainer Guido Gehrke war nicht unzufrieden. „Wir wollten bei den widrigen Witterungsverhältnissen kontrolliert Fußball spielen. Das ist uns ganz gut gelungen“, sagte Gehrke. 
29. Januar 2008 · Schlei Bote

Husum spielt im Friesenstadion

Husum (sh:z) – Das heutige Testspiel des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV gegen den VfR Schleswig (Bezirksoberliga) wird um 14 Uhr im Friesenstadion angepfiffen. "Wir wissen nur noch nicht, auf welchem Platz", sagte Trainer Guido Gehrke gestern. Ebenfalls um 14 Uhr erwartet Bezirksligist Tönninger SV im Stadion am Rieper Weg das Verbandsliga-Team des Heider SV zum Freundschaftsspiel.
26. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Fahrplan

Testspiele: Verbandsligist Husumer SV trifft am Sonnabend (14 Uhr) erneut auf einen Gegner aus Schleswig: Das Team von Trainer Guido Gehrke bekommt es mit dem Bezirksoberligisten VfR zu tun. Gespielt werden soll laut Gehrke auf jeden Fall – der Austragungsort ist allerdings noch offen
25. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 31.01.08 FC Angeln Husumer SV 0:3

Nachrichten

Drei Treffer bei Wind und Wetter

Mohrkirch (sh:z) – "Es war wichtig, dass wir überhaupt gespielt haben. Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt und gezeigt, dass sie auch bei widrigen Bedingungen das Beste geben will", sagte Trainer Guido Gehrke. Fußball-Verbandsligist Husumer SV gewann ein Testspiel beim Bezirksoberligisten FC Angeln 02 mit 3:0. Das Wetter war mies, deshalb entschlossen sich beide Teams, die Partie bereits nach 75 Minuten zu beenden. Die Treffer erzielten Gerrit Müller, Ingo Cornils und Carsten Groth. "Wir hätten noch zwei, drei Tore mehr machen können", sagte der Coach, dessen Stamm-Elf für die Rückrunde fast feststeht – lediglich zwei Positionen sind laut Gehrke noch vakant.
* Trotz der Witterungsbedingungen soll das Testspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den TSV Nordhastedt stattfinden.
2. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

Husumer SV heute beim FC Angeln 02?

Husum (sh:z) – Die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV bestreiten ein weiteres Testspiel: Heute (19 Uhr) soll das Team von Trainer Guido Gehrke in Mohrkirch beim Bezirksoberliga-Spitzenteam FC Angeln 02 antreten. Laut Angeln-Obmann Henning Stüber ist allerdings nicht sicher, ob tatsächlich gespielt werden kann – eineEntscheidung wird wohl erst heute fallen.
31. Januar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

FC Angeln 02 heute gegen Husum?

Mohrkirch (sh:z) -  Fußball-Bezirksoberligist FC Angeln 02 will heute (19 Uhr, Mohrkirch) im Test gegen den Verbandsligisten Husumer SV antreten – wenn die Platzverhältnisse es denn zulassen. Gestern war FC-Obmann Henning Stüber eher skeptisch. Kurzfristige Informationen ob das Spiel nun stattfindet oder wegen der unbeständigen Witterung ausfällt, gibt’s auf der Homepage www.fc-angeln-02.de unter „Forum“.
31. Januar 2008 · Schlei Bote
Test 03.02.08 Husumer SV TSV Nordhastedt 7:0

Fußball

7:0 im Testspiel: Husumer SV fit für die Aufholjagd

Husum (ree) – Die Husumer SV ist fit für den zweiten Teil ihres Programms in der Fußball-Verbandsliga. Eine Woche vor dem Nachholspiel bei Rotweiß Moisling schlugen die Schützlinge von Trainer Guido Gehrke den TSV Nordhastedt, Tabellenzweiter der Bezirksoberliga West, 7:0 (3:0). Dabei zeigten sie sich in guter körperlicher Verfassung, demonstrierten Kombinationssicherheit und gingen entschlossener als zuletzt gegen den VfR Schleswig mit ihren Torchancen um. Gerrit Müller besorgte nach starkem Einsatz von Sascha Rettkowski das 1:0, fünf Minuten vor der Pause nach Vorarbeit von Erion Alla das 3:0. Alla selbst präsentierte sich einmal mehr in Spiellaune, verteilte die Bälle, und traf auch selbst: In der 32. Minute vollstreckte er nach Einzelleistung zum 2:0. Die Gäste hatten Mühe, mitzuhalten. Entsprechend ruhig verlief der Nachmittag für die beiden Husumer Torsteher. Die Nordfriesen hatten ihr Pulver noch längst nicht verschossen. Die Folge: Tore von Alla (57.), Lukas Hertting (66.) per Foulelfmeter, Marcel Otto (70.) und wiederum Hertting (77.). Dem Treffer zum 4:0 war ein Foulelfmeter von Carsten Groth vorausgegangen, den Gästekeeper Torben Thedens hielt. Zudem gab's noch zwei Aluminiumtreffer. "Der Ball lief gut", freute sich Guido Gehrke und machte keinen Hehl daraus, dass es nun losgehen kann mit der Aufholjagd in der Fußball-Verbandsliga.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Herpel, Becken – Steglich, Saeltz, Petersen – Groth, Alla, Otto, Müller. – 2. Halbzeit: Reinhold, Harrsen, Strüning, Hertting, Cornils. Schiedsrichter: Lorenzen (Husum). Zuschauer: 50.

5. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
20. ST 10.02.08 SpVg Rot Weiß Moisling Husumer SV 0:3

Alter schützt vor Toren nicht!

10.02.2008

RW Moisling - Husumer SV

0 : 3 (0:1)


Eine geschlossene und disziplinierte Mannschaftsleistung war die Grundlage für den 3:0-Auswärtssieg der Husumer SV beim Tabellenletzten RW Moisling. Die Nordfriesen hätten deutlich höher gewinnen können, beherrschten das Spiel über die gesamte Spieldauer und ließen nicht eine einzige Chance der Gastgeber zu. Seinen (Wieder-) Einstand im Ligabetrieb gab der 35-jährige Carsten Groth, der nicht nur zwei Tore zum Sieg beisteuerte, sondern sich gut in die Elf einfügte. »Hochverdient«, gab Husums Trainer Guido Gehrke treffend nach Spielende zu Protokoll. »Wir haben neunzig Minuten couragiert gespielt, drei wichtige Punkte gewonnen und zudem zu null gespielt.«

Sofort nach Spielbeginn übernahmen die Stormstädter das Kommando. Michael Petersen prüfte nach 17 Minuten Torhüter Rohr, der aber einen guten Tag erwischt hatte. Einen Kopfball vom quirligen Erion Alla aus vier Metern sahen die Husumer Fans bereits im Netz, doch Alla konnte das Leder nicht mehr drücken (26.) - der Ball ging über die Torlatte. Noch in der gleichen Minute sorgte Gerrit Müller für Aufregung: Sein Kopfball nach einem Freistoß strich nur Zentimeter über die Querlatte. Zwei Minuten später das gleiche Bild. Müller setzte einen Kopfball nach einem Eckball knapp über den Balken. In der 39. Minute endlich der ersehnte Führungstreffer für die Nordfriesen. Aus spitzem Winkel drosch Carsten Groth den Ball trocken ins lange Eck.

Kurz nach dem Wechsel bauten die Husumer die Führung aus. Wieder war es Carsten Groth, der einen herrlichen Angriff über die rechte Seite vollendete (54.). Erion Alla hatte den Torschützen mustergültig bedient. Alla war auch beim 3:0 der Husumer beteiligt, wieder über die rechte Seite kommend, flankte er diesmal auf Marcel Otto (86.). Einen weiteren Treffer hatte Lukas Hertting auf dem Schlappen, doch aus 14 Metern rettete Torhüter Ruhr reaktionsschnell (70.). »So muss es weitergehen«, blickte Guido Gehrke auf die nächste schwere Aufgabe beim Aufsteiger Heikendorfer SV voraus. Die heutige gute und kompakte Mannschaftsleistung lässt hoffen. Doch ein echter Prüfstein waren die Lübecker an diesem Wochenende wahrlich nicht!

Tore:   0:1 Groth (39.), 0:2 Groth (54.), 0:3 Otto (86.)
beste Spieler: - / gute Mannschaftsleistung, Saeltz 
Ecken: 2 : 9
Chancen: - : 10
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Kathrin Meingast (Todenbüttel)
gelbe Karten: Malla (44.), Ries (83.) / Becken (19.)
gelb-rot: Malla (75.) wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Ruhr – Ries – Piesker (80. Bankiewicz), Gramckau, Malla – Montevirgen (75. Kohlmann), Bornemann, Lange, Borja – Behrens, Jasim.

Reinhold – Becken, Rettkowski, Herpel – Groth, Saeltz, Steglich (73. Cornils), Alla, Otto, Petersen (82. Harrsen) – Müller (67. Hertting).

  Hl 10.02.2008

Groth trifft doppelt beim Husumer 3:0

Verbandsliga: Die Übersicht
Der TSV Kropp (4:1 gegen den Itzehoer SV) und die Husumer SV (3:0 bei Rot-Weiß Moisling) sind gut aus den Startlöchern gekommen. Kropp festigte Rang zwei, Husum tat den ersten Schritt zur Qualifikation für die neue SH-Liga. Der ETSV Weiche verließ nach dem 0:0 bei Comet Kiel den letzten Tabellenplatz, neues Schlusslicht ist Moisling. Die einzige Niederlage des Nord-Quartetts kassierte Flensburg 08 beim 0:4 in Neumünster. Am Wochenende kommt es zum Derby ETSV Weiche gegen den TSV Kropp.

Lübeck (ree) – Die erste Etappe ihrer Aufholjagd in der Fußball-Verbandsliga hat die Husumer SV mit Bravour hinter sich gebracht. Mühelos gelang ihr bei Rotweiß Moisling ein 3:0 (1:0)-Erfolg. Zwei Tore beim Sieger schoss Newcomer Carsten Groth. Beiden Mannschaften hatten zunächst Mühe, nach der langen Pause einen Spielrhythmus zu finden. Den Husumern gelang das nach einer Viertelstunde. Und danach beherrschten sie den Gegner auch so sicher, dass der im ganzen Spiel keine richtige Torchance bekam. Die Stormstädter hingegen hatten davon eine ganze Reihe. So scheiterte Michael Petersen in der 17. Minute mit einem 14 Meter-Schuss an Moislings Torsteher Gabor Ruhr. Erion Alla kam bei seinem Kopfball aus kurzer Entfernung nicht richtig hinter den Ball (26.). Und auch Gerrit Müller köpfte jeweils nach Standardsituationen über den Querbalken (26., 28.).. Längst fällige Erlösung für die Nordfriesen brachte dann die 39. Minute. Da setzte sich Sebastian Steglich trotz gegnerischer Bedrängnis hervorragend im Strafraum durch, passte zu Carsten Groth und der schoss aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung seiner Farben ein. Ein schöner Einstand für den, der sich nach langer Spielpause noch einmal in den Liga-Dienst der Husumer SV stellt.

Und Groth stand noch einmal goldrichtig an diesem Nachmittag: Zehn Minuten nach Wiederbeginn vollstreckte er nach einer Flanke von Alla zum 0:2. Husum war weiterhin überlegen, Rotweiß Moisling brachte nichts zu Stande, was nach Bedrohung roch. Schon in der 70. Minute hätten die Gehrke-Schützlinge den Lübeckern den endgültigen K.o. versetzen können. Doch Lucas Herttings 14 Meter-Schuss wurde von Ruhr spektakulär aus dem Winkel gefischt. Die elegante Vorarbeit in diesem Fall hatte Alla geleistet, dessen technisches Können auch das 0:3 auf den Weg brachte. Marcel Otto war es, der die Flanke seines Mitspielers in der 86.Minute zum Endstand nutzte.

"Das waren drei wichtige Punkte", sagte Husums Coach Guido Gehrke. "Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen."

Husumer SV: Reinhold – Becken, Rettkowski, Herpel – Groth, Saeltz, Steglich (73. Cornils) – Otto, Alla, Petersen (82. Harrsen)– Müller (67. Hertting). Schiedsrichterin: Kathrin Meingast (Grünweiß Todenbüttel). Zuschauer: 80.

11. Februar 2008 · Flensburger Tageblatt

Das erste Endspiel: Husumer SV beim Tabellenvorletztenaufgehen

André Teubler: Sein Einsatz ist noch fraglich. Foto: tp

Husum (ree) – Jetzt geht's los! Der Schlachtruf auf vielen Fußballplätzen wird in den nächsten Wochen und Monaten zum Leitmotiv für die Husumer SV. Denn der Verbandsligist von der Nordsee möchte sich unbedingt für die Schleswig-Holstein-Liga qualifizieren. Und dafür muss ihm in 17 Spielen eine Aufholjagd gelingen. Am Sonntag geht´s los – um 14 Uhr beim Tabellenvorletzten Rotweiß Moisling.
Neun Punkte sind es, die die Stormstädter vom anvisierten Tabellenplatz zwölf trennen. Guido Gehrke ist davon überzeugt, dass diese Differenz bis zur Endabrechnung wettgemacht ist.

Mit seinen Schützlingen hat der Trainer in den vergangenen Wochen ein hartes Fitnessprogramm durchgezogen. "Alle haben hervorragend mitgemacht, wir sind in einem guten Zustand", sagt Gehrke, der nicht dafür bekannt ist, sich grundlos zufrieden zu geben. Und dass es bei den Kreisstädtern hinreichend "rund" läuft, haben die letzten Testspiele offenbart. Da war "Musik" und Selbstbewusstsein im Spiel, vor allem beim 7:0 gegen den TSV Nordhastedt. Aber der Coach sagt auch dies: "Testspiele sind kein Maßstab."
Im Training am Mittwoch ist André Teubler unglücklich umgeknickt. Gehrke hofft, dass es sich nur um eine Bänderdehnung handelt und der Keeper in Moisling einsatzfähig ist. Mit auf die Reise gehen wird auch Carsten Groth, die einzige "Erneuerung" in der Winterpause. Der Trainer scheint zufrieden mit dem Newcomer zu sein. Gehrke: "Carsten wird in Lübeck spielen."

Der Gastgeber vom Sonntag war früher mal ein gern gehabter Gegner der Nordfriesen. Seit dem 1.September des vergangenen Jahres ist das ein wenig anders. Da nämlich kassierten sie gegen die Lübecker Vorstädter beim 1:2 schon die dritte nicht eingeplante Heimniederlage. Moisling wurde damals 16., ein Tabellenplatz über den sie bis heute nicht mehr hinaus kamen. Aktuell sind sie Tabellenvorletzter (elf Punkte) – für die Husumer kein Anlass zur Überheblichkeit, aber doch eine zusätzliche Verpflichtung, am Sonntag alle drei Punkte einzuplanen.

"Mehr Siege, mehr Punkte und Platz zwölf nicht aus dem Auge verlieren", das ist für Moislings Hasko Behrens das Gebot der Stunde. Der Trainer des Tabellenvorletzten hat also den Mut nicht verloren.

8. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

"Kellerduell": Husumer SV morgen in Bestbesetzung bei Rotweiß Moisling

Husum (ree) – Zwei Möglichkeiten hat die Husumer SV noch vor der Winterpause, ihr mageres Punktekonto in der Fußball-Verbandsliga auf Vordermann zu bringen: am Sonntag (14 Uhr) bei Rotweiß Moisling und sechs Tage später bei Comet Kiel. Wobei die erste Partie der Papierform nach die leichtere ist. Denn die Lübecker haben genau wie die Stormstädter elf Zähler. Ein echtes Kellerduell also. Und für HSV-Coach Guido Gehrke „ein Spiel, in dem wir alles abrufen müssen.“

Erstmals seit vielen Wochen können die Husumer personell aus dem Vollen schöpfen. Pierre Becken und Birger Andresen sind wieder fit. Damit tun sich dem Trainer besonders im Mittelfeld weitere Alternativen auf. Und die sind auch notwendig. Denn aus diesem Mannschaftsteil muss deutlich mehr Torgefährlichkeit erwachsen. 23 Treffer bei Saisonhalbzeit – das sagt alles über das Hauptdefizit der Husumer SV in der laufenden Spielzeit.

Spielausfälle im Nordbezirk

Und wieder ging (fast) nichts. In der Verbandsliga mussten Flensburg 08, der ETSV Weiche und die Husumer SV passen. Auch dem TSV Kropp wäre ein Spielausfall wohl lieber gewesen – der Meister kassierte beim FC Dornbreite Lübeck die erste Niederlage der Saison (2:3). In der Bezirksoberliga wurde zwei Mal gekickt: Der TSV Rantrum bezwang den VfR Schleswig 3:0, der FC Sörup-Sterup unterlag dem FC Tarp-Oeversee etwas überraschend 0:1. In der Bezirksliga kam der FC Langenhorn zu einem 2:0-Erfolg gegen die FSG Gelting-Kieholm. In den Kreisligen fanden ganze sechs Spiele statt: eines in Schleswig, zwei in Flensburg und gar drei im Kreis Nordfriesland. Am kommenden Wochenende sind in einigen Klassen noch Nachholspiele angesetzt.
10. Dezember 2007 · Flensburger Tageblatt

Das Schicksal von Rotweiß Moisling gleicht dem der Husumer. Auch die Lübecker tummelten sich in den letzten Jahren eher im oberen Drittel der Tabelle. Nun sind sie Vorletzter. Aber in Moisling herrscht die gleiche Zuversicht wie in Husum. „Meine junge Mannschaft lernt ständig dazu, ich vertraue auf die zweite Halbserie“, sagt Rotweiß-Trainer Hasko Behrens. Besonders die letzten Spiele fördern seinen Optimismus. Gegen Dornbreite (1:1) und in Altenholz (1:1) wurde zumindest nicht verloren. Die Motivation bei den Hansestädtern, die zu Saisonbeginn einige erfahrene Akteure verloren haben, ist ungebrochen. Behrens: „Wir werden demnächst auch in der Lage sein, wieder Spiele zu gewinnen.“

Klar, dass sich diese Hoffnung schon gegen den Keller-Konkurrenten von der Nordsee erfüllen soll. Voraussetzung: wenn es der Moislinger Sportplatz denn zulässt. Denn der befindet sich nach Aussage des Trainers in einem „schlechten Zustand“. Gut möglich also, dass das Gelände bei weiteren Regenfällen gesperrt wird. Behrens: „Die Stadt ist in solchen Fällen schnell dabei.“

8. Dezember 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

Test 14.02.08 FC Haddeby Husumer SV 2:4

Husumer SV gewinnt 4:2 gegen den eigenen Coach

Am Sonntag (15 Uhr) geht's zum Heikendorfer SV

Husum (ree/usc) – Gehrke gegen Gehrke 2:4 (1:3). Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV spielte im Test beim Schleswiger Kreisligisten FC Haddeby 04 mit, erzielte sogar ein Tor – gegen Husum. Außerdem traf der Ex-Büdelsdorfer Sven Beck für den Koppelt-Klub. Für die Stormstädter waren Carsten Groth, Lukas Hertting, Michael Petersen und Gerrit Müller erfolgreich. "Es haben viele gespielt, die am Wochenende nicht im Einsatz waren", sagte Gehrke.

Am Sonntag um 15 Uhr sind die Gehrke-Schützlinge beim Heikendorfer SV zu Gast. Die Kieler haben sich als Aufsteiger prima in der Verbandsliga behauptet, über Wochen lagen sie sogar auf dem fünften Tabellenplatz. Inzwischen sind sie zwar auf Rang acht abgerutscht, der Erfolgswille ist aber ungebrochen. Beleg dafür ist das jüngste 1:1 gegen Eider Büdelsdorf, aus dem in der 89. Minute fast noch ein Sieg geworden wäre. Aber der Elfmeter von Philipp Woelk klatschte an die Latte.

Die sportliche Leitung bei den Heikendorfern hat seit mehr als sieben Jahren "Miki" Mladenovic, der vor zehn Jahren auch für den TSV Nord Harrislee aktiv war. "Wir sind gut angekommen in der Verbandsliga", sagt der Trainer. Und er hat keinen Zweifel, dass sein Team am Ende der Saison in der Schleswig-Holstein-Liga landen wird. Mladenovic: "Unsere Stärke ist die Geschlossenheit. Und die werden wir auch gegen Husum einsetzen."
Guido Gehrke hat den zweiten Gegner des Jahres ein Mal inspiziert. Sein Urteil: "Die Mannschaft lebt vom Kampf, präsentiert sich sehr kompakt und gibt nie auf." Daraus leitet er folgende Taktik ab: "Wir müssen dagegen halten, spielerische Mittel stehen erst an zweiter Stelle." Die Stormstädter werden also darauf programmiert, beim Aufsteiger Revanche zu nehmen für die im Hinspiel erlittene 0:1-Niederlage. Gehrke: "Wir haben Respekt, wollen aber etwas Positives erreichen."

Keeper André Teubler laboriert immer noch an seiner Bänderverletzung, Alternative wäre Momme Reinhold.Ingo Cornils befindet sich im Urlaub. Beim Gastgeber fehlen Daniel Müller, Dominic Kahl und Finn Jensch.

* Der Bus startet am Sonntag um 11.45 Uhr vom Friesenstadion.

16. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

Doppelter Gehrke: Husum testet heute beim FC Haddeby

Fahrdorf (sh:z) – Für wen schlägt sein Herz? Guido Gehrke ist sowohl beim Schleswiger Kreisligisten FC Haddeby 04 als auch beim Verbandsligisten Husumer SV aktiv. Heute (19.15 Uhr am Lundbarg in Fahrdorf) treffen beide Teams im Testspiel aufeinander. Beim FC Haddeby hat der Sylter Volker Koppelt das Sagen, der nach dem Aus beim SC Norddörfer mit zahlreichen Spielern an die Schlei ging..
14. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
22. ST 17.02.08 Heikendorfer SV Husumer SV 3:1

Gastgeschenke verteilt - wichtige Punkte verschenkt!

17.02.2008

Heikendorfer SV - Husumer SV

3 : 1 (1:0)


Mit einer 1:3-Niederlage im Gepäck erlebte die Husumer SV einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei genügte den Hausherren das kleine Fußball -1 x 1 um die Nordfriesen in die Schranken zu verweisen. Robust in den Zweikämpfen und klare, direkte Anspiele – das einfache Rezept der Kieler Vorstädter, um drei Tore zu erzielen und die Punkte einzufahren. Dankend nahmen die Heikendorfer auch noch - bei allen drei Toren - die Gastgeschenke der an diesem Nachmittag nicht sattelfesten Husumer Abwehr entgegen und erzielten clever die entscheidenden Treffer. »Wir waren heute nicht in der Lage, unser Spiel fehlerfrei über die Bühne zu bringen«, meinte ein sichtlich enttäuschter Husumer Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »Meine Mannschaft war einfach zu hektisch in den Aktionen, hatte keine klare Linie.«

Es fing gut an für die Husumer, die sich sofort gute Tormöglichkeiten herausspielen konnten. Zunächst hatte Gerrit Müller die Führung auf dem Schlappen, sein Heber über den aus dem Tor stürzenden Torhüter Bohrmann ging jedoch Zentimeter am Pfosten vorbei (11.). Acht Minuten später war es Pierre Becken, der in aussichtsreicher Position noch im letzten Moment am Torschuss gehindert wurde. Als dann auch noch Sebastian Saeltz in der 23. Minute am reaktionsschnellen Torhüter scheiterte, bekamen die Hausherren Oberwasser. Prompt folgte der Führungstreffer für die Heikendorfer, allerdings unter kräftiger Mithilfe der Nordfriesen. Ein Querschläger von Christian Herpel im Mittelfeld brachte Patrick Wemmer in Position, der allein auf das Husumer Tor zulief und sich diese Chance aus spitzem Winkel nicht entgehen ließ (26.).

Mit mehr Schwung kamen die Husumer aus der Kabine, doch es sprang nichts Zählbaren dabei heraus. Die Gastgeber wirkten einfach entschlossener, hatten im Zweikampfverhalten klare Vorteile gegen viel zu zaghafte Husumer. Und wieder verhalf ein kapitaler Abwehrfehler den Hausherren zum zweiten Tor. Christian Herpel vertändelte den Ball an der Außenlinie. Das Leder wurde auf den völlig freistehenden Jens Helms gespielt, der keine Mühe hatte und aus 16 Metern einschießen konnte (61.). Ein schnell ausgeführter Freistoß brachte die Nordfriesen wieder ins Spiel zurück. Gerrit Müller schaltete schneller, brachte den Ball auf Erion Alla, der aus spitzem Winkel einnetzen konnte (70.). Doch die Hoffnung währte nur vier Minuten. Wieder war die Husumer Abwehr ungeordnet und irrte bei einem Freistoß im Strafraum umher. Rene Chalet hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz einzuschieben. Die letzte Möglichkeit besaß wieder Gerrit Müller, sein gefährlicher Kopfball strich in der 84. Minute Zentimeter über die Querlatte. Doch das war einfach zu wenig, um das Spiel noch herumzureißen.

Individuelle Fehler brachten die Husumer an diesem Nachmittag um ihren Lohn. Dazu kam fehlende Cleverness vor dem Tor, denn der Ball lief bis zur Strafraumgrenze meistens gut durch die eigenen Reihen. Das Eckenverhältnis (8:1 für Husum) spricht da Bände.

»Ein vergebenes Spiel«, stellte Guido Gehrke zum Schluss unmissverständlich klar. Nun gilt es, gegen den SV Todesfelde verlorenen Boden gut zumachen - kein leichtes Unterfangen!

Tore: 1:0 Wemmer (26.), 2:0 Helms (61.), 2:1 Alla (70.), 3:1 Chalet (74.)
beste Spieler: Kristandt / Alla
Ecken: 1 : 8
Chancen: 5 : 7
Zuschauer: 205
Schiedsrichter: Sobek (Schenefeld)
gelbe Karten: Sliwinsky (37.), Bohrmann (88.) / -
Aufstellung:

Bohrmann - Sliwinsky, Petersen, Charlet, Schramm - Helms, Wemmer, Giese (76. Todic), Schwenn (71. M. Shahosseini) - Kristandt (83.Witt), Woelk.

Teubler  – Rettkowski (25. Hertting), Herpel, Andresen – Becken, Saeltz, Steglich (83. Harrsen), Alla, Otto (83. Strüning), Petersen  – Müller.

  Hl 17.02.2008

Abwehr ohne Rettkowski schwach

Husumer SV patzt in der Defensive und unterliegt 1:3 beim Heikendorfer SV
Verbandsliga: Die Übersicht
Das Quartett aus dem Norden blieb ohne Sieg. Der ETSV Weiche und der TSV Kropp trennten sich 2:2 – Weiche bleibt Tabellenvorletzter, Kropp verpasste die Möglichkeit, den VfR Neumünster vom zweiten Platz zu verdrängen. Der Aufschwung der Husumer SV wurde gebremst, die Nordfriesen unterlagen beim Heikendorfer SV mit 1:3. Nicht gut ins neue Jahr gestartet ist Flensburg 08, das 2:5 in Altenholz verlor und schon die zweite Niederlage kassierte. Die Partie Breitenfelde gegen Holstein Kiel II wurde nach der Verletzung eines Breitenfelders abgebrochen.
 

Kiel (ree) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV konnte beim Heikendorfer SV nicht an die Leistung vom Vorsonntag anknüpfen. Auch ein Eckenverhältnis von 8:1 nützte gestern nichts – nach individuellen Abwehrfehler stand am Ende ein 1:3 (0:1) beim Heikendorfer SV.
Zwei Nackenschläge leiteten das Unheil ein. Da war in der 25. Minute zunächst die Kopfverletzung von Sascha Rettkowski, die den Abwehrmann zum frühzeitigen Ausscheiden zwang. Und eine Minute später der Treffer zum 0:1, den die Gastgeber sich bis dahin nicht unbedingt verdient hatten. Begünstigt wurde dieses Tor durch Christian Herpel, dem ein kapitaler Abspielfehler unterlaufen war. Patrick Wemmer nutzte das Geschenk und brachte seine Farben in Führung.

Bis dahin waren die Chancen gut verteilt gewesen. Gerrit Müller (11.) verfehlte nur knapp, Pierre Becken (19.) konnte erst im letzten Moment am Einschuss gehindert werden. Noch aussichtsreicher die Gelegenheit von Sebastian Saeltz. Der Mittelfeld-Antreiber zielte genau in den Heikendorfer Torwinkel, wo allerdings die Faust des Kieler Keepers Thomas Bohrmann auftauchte (23.). Aber auch die Platzbesitzer hatten Möglichkeiten durch Nils Kristandt (8.) und Philipp Woelk.

Auch nach dem Wechsel dominierten die Kieler mit ihrer robusten Spielweise. Nach einer Stunde hieß es 2:0 durch Jens Helms, der einen erneuten Fehler von Herpel nutzte.
Hoffnung dann noch einmal für die Stormstädter, als als Erion Alla nach einem von Müller ausgeführten Freistoß aus spitzem Winkel zum 2:1 traf (70.). Vier Minuten später galt aber schon wieder der alte Abstand. Auch vor dem 3:1 durch René Charlet zeigte die Husumer Abwehr wenig Orientierungssinn.

"Wir waren zu hektisch in der Abwehr", sagte SV-Coach Guido Gehrke.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski (25. Hertting), Herpel, Andresen – Becken, Saeltz, Petersen – Steglich (83. Strüning), Alla, Otto (83. Harrsen) – Müller. Schiedsrichter: Sobek (Schenefeld). Zuschauer: 200.

18. Februar 2008 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV gewinnt 4:2 gegen den eigenen Coach

Am Sonntag (15 Uhr) geht's zum Heikendorfer SV

Husum (ree/usc) – Gehrke gegen Gehrke 2:4 (1:3). Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten Husumer SV spielte im Test beim Schleswiger Kreisligisten FC Haddeby 04 mit, erzielte sogar ein Tor – gegen Husum. Außerdem traf der Ex-Büdelsdorfer Sven Beck für den Koppelt-Klub. Für die Stormstädter waren Carsten Groth, Lukas Hertting, Michael Petersen und Gerrit Müller erfolgreich. "Es haben viele gespielt, die am Wochenende nicht im Einsatz waren", sagte Gehrke.

Am Sonntag um 15 Uhr sind die Gehrke-Schützlinge beim Heikendorfer SV zu Gast. Die Kieler haben sich als Aufsteiger prima in der Verbandsliga behauptet, über Wochen lagen sie sogar auf dem fünften Tabellenplatz. Inzwischen sind sie zwar auf Rang acht abgerutscht, der Erfolgswille ist aber ungebrochen. Beleg dafür ist das jüngste 1:1 gegen Eider Büdelsdorf, aus dem in der 89. Minute fast noch ein Sieg geworden wäre. Aber der Elfmeter von Philipp Woelk klatschte an die Latte.

Die sportliche Leitung bei den Heikendorfern hat seit mehr als sieben Jahren "Miki" Mladenovic, der vor zehn Jahren auch für den TSV Nord Harrislee aktiv war. "Wir sind gut angekommen in der Verbandsliga", sagt der Trainer. Und er hat keinen Zweifel, dass sein Team am Ende der Saison in der Schleswig-Holstein-Liga landen wird. Mladenovic: "Unsere Stärke ist die Geschlossenheit. Und die werden wir auch gegen Husum einsetzen."
Guido Gehrke hat den zweiten Gegner des Jahres ein Mal inspiziert. Sein Urteil: "Die Mannschaft lebt vom Kampf, präsentiert sich sehr kompakt und gibt nie auf." Daraus leitet er folgende Taktik ab: "Wir müssen dagegen halten, spielerische Mittel stehen erst an zweiter Stelle." Die Stormstädter werden also darauf programmiert, beim Aufsteiger Revanche zu nehmen für die im Hinspiel erlittene 0:1-Niederlage. Gehrke: "Wir haben Respekt, wollen aber etwas Positives erreichen."

Keeper André Teubler laboriert immer noch an seiner Bänderverletzung, Alternative wäre Momme Reinhold.Ingo Cornils befindet sich im Urlaub. Beim Gastgeber fehlen Daniel Müller, Dominic Kahl und Finn Jensch.

* Der Bus startet am Sonntag um 11.45 Uhr vom Friesenstadion.

16. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

23. ST 23.02.08 Husumer SV SV Todesfelde 1:0

Auf Messers Schneide!

23.02.2008

Husumer SV - SV Todesfelde

1 : 0 (1:0)


Mit einem knappen Sieg über den SV Todesfelde bleibt die Husumer SV weiter im Rennen um einen Platz in der Schleswig-Holstein-Liga, zeigte aber zwei Gesichter. Im ersten Durchgang noch spielbestimmend, verlor die Elf von Trainer Guido Gehrke in der zweiten Halbzeit völlig den Faden und musste bis zum Schlusspfiff zittern. Durch viele Abspielfehler im Spielaufbau und Unsicherheiten in der Abwehr brachten sich die Nordfriesen immer wieder in vermeintlich heikle Situationen. Doch die Gäste machten einfach zu wenig aus der Überlegenheit im Mittelfeld. Nur eine dicke Torchance, das war einfach zu wenig, um doch noch den Sieg einzufahren.

Das sah auch Gästetrainer Markus Weber so: »Der Sieg der Husumer geht in Ordnung, denn in der ersten Halbzeit waren wir mit dem 0:1 noch gut bedient. Nach 50 Minuten kam meine Elf besser ins Spiel, doch Tormöglichkeiten waren praktisch nicht vorhanden.« Husums Trainer Guido Gehrke konnte mit dem Spiel nur teilweise zufrieden sein: »Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben Pressing gespielt und viele Zweikämpfe gewonnen. Doch dann haben wir einfach den Faden verloren, viele Fehler gemacht.«

Die Stormstädter legten los wie die Feuerwehr, mit viel Elan übernahmen sie das Spielgeschehen. Todesfeldes Torhüter Andre Friedrichs konnte sich gleich mehrfach auszeichnen. Zunächst hatte Gerrit Müller nach herrlichem Zuspiel von Erion Alla die Führung auf dem Fuß, doch aus elf Metern blieb der Keeper Sieger (11.). Fünf Minuten später glänzte Friedrichs gegen Sebastian Steglich und Gerrit Müller. Glück hatte Friedrichs als ein Geschoss aus zwanzig Metern von Karsten Groth Zentimeter am Pfosten vorbeizischte (18.). Jubel im Husumer Friesenstadion in der 22. Minute: Gerrit Müller hatte sich über die rechte Seite herrlich bis an die Strafraumgrenze durchgesetzt, brachte das Leder zu Marcel Otto, der aus fünf Metern keine Mühe hatte und einnetzte. Einen 25-Meter-Freistoß von Christian Herpel kurz vor der Pause holte Torhüter Friedrichs mit letzter Kraft aus dem Winkel (45.). Nur einmal musste Husums Torsteher André Teubler eingreifen, Torben Puls hatte sich in der 28. Minute durchgesetzt. Auch nach Wiederbeginn drängten die Husumer auf das zweite Tor, Karsten Groth brachte Andre Friedrichs mit einem 20-Meter-Schuss in arge Bedrängnis. Doch nach zehn Minuten war die Drangperiode der Hausherren plötzlich vorbei. Todesfelde übernahm das Ruder, die Hausherren zogen sich immer weiter in die eigene Hälfte zurück.

Individuelle Fehler der Nordfriesen waren symptomatisch für die Spielweise der zweiten Halbzeit. Jetzt rutschte den Husumern das Herz in die Hose, man trauerte den vielen vergebenen Chancen hinterher. Doch die Gäste machten einfach zu wenig aus ihrer Überlegenheit. Nur Ronny Tetzlaff deutete seine Gefährlichkeit an. In der 58. Minute vergab er nach einem Fehler in der Husumer Abwehr aus idealer Schussposition die Chance zum Ausgleich. Torhüter Teubler reagierte sensationell und lenkte den Ball noch über die Latte. In der 67. Minute kam Tetzlaff einen Schritt zu spät, das Leder war auf dem glatten Rasen einfach zu schnell geworden. Durch einen Konter kamen die Gastgeber noch einmal gefährlich vor das gegnerische Tor, doch  ein Ball von Erion Alla konnte von Heiko Möller noch von der Torlinie geschlagen werden (84.).

Der Husumer Sieg war zwar glücklich, aber letztlich verdient. Mit großem kämpferischen Einsatz erspielte sich die Elf ein deutliches Chancenplus. Todesfelde wachte einfach zu spät auf und konnte kaum Torgefahr entwickeln. »Dieser wichtige Sieg gibt uns weiter Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben«, war das Schlusswort des optimistischen Husumer Trainers Guido Gehrke.

Tore: 1:0 Otto (22.)
beste Spieler:  Teubler / Lembke
Ecken: 5 : 5
Chancen: 8 : 2
Zuschauer: 170
Schiedsrichter: Hogrefe (VfR Horst)
gelbe Karten: Schulte (6.), Steglich (42.), Müller (73.) / Lembke (45.), Puls (65.), Tetzlaff (86.), Möller (89.)
Aufstellung:

Teubler - Schulte (83. Andresen), Rettkowski, Herpel - Groth, Saeltz, Becken, Steglich, Alla, Otto - Müller (77. Hertting).

Friedrichs - Mtimet (81. Habich) - Puls (72. Timmermann), Lembke, Himborn - Tambelque (86. Molt), Möller, Sarlak, Seeliger - Tetzlaff, Sari.

  HI 23.02.2008

Otto trifft, Teubler hält – Husum gewinnt mit Mühe

1:0 gegen den SV Todesfelde / Gehrke-Schützlinge nach der Pause mit den Kräften am Ende
Hindernis genommen: Husums Stürmer Gerrit Müller (li.), der das Siegtor vorbereitete, überspringt den Todesfelder Dominik Lembke. Foto: Voss

Husum (ree) – Das war knapp! Nur mit Mühe und einem gut aufgelegten André Teubler im Tor rettete die Husumer SV gegen den SV Todesfelde ein 1:0 (1:0) über die Zeit. Die Verbandsliga-Partie wurde durch ein Tor von Marcel Otto in der 22. Minute entschieden.
"Jeder Sieg gibt Selbstbewusstsein", sagte nach Spielschluss Guido Gehrke. Husums Coach räumte damit ein, dass nur das Ergebnis ihn an diesem Tag zufrieden stellen konnte. "In der zweiten Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren", kritisierte Gehrke.
Vielleicht mussten die Husumer im zweiten Abschnitt für das hohe Tempo bezahlen, das sie vor der Pause gegangen waren. Denn da hatten sie den Gast aus dem Kreis Segeberg eindeutig im Griff gehabt. Sebastian Saeltz, Erion Alla und Co. stahlen den Akteuren um Ex-Profi Thomas Seeliger jedenfalls eindeutig die Show.

Folgerichtig hatten die Gastgeber auch die besseren Möglichkeiten. In der 10. Minute endete eine Kombination über Groth und Alla bei Gerrit Müller, der dann aber das Duell gegen Torwart André Friedrich verlor. Fünf Minuten später stand wieder der Todesfelder Torwart im Blickpunkt. Spektakulär parierte er den fulminanten Schuss von Sebastian Steglich. Initiator war auch diesmal Carsten Groth, der selbst in der 17. Minute nur knapp mit einem Distanzschuss scheiterte. Nicht besser war es eine Minute davor Sascha Rettkowski und Müller ergangen.

Die Husumer Führung entsprach also den Erwartungen. Für ihre Vorbereitung war Müller verantwortlich. Energisch setzte sich Husums einzige Sturmspitze gegen Dominik Lembke durch, zirkelte den Ball von der Grundlinie auf Marcel Otto und der vollendete volley in Seitenlage.

Fünf Minuten später die einzige Möglichkeit der Gäste in dieser Halbzeit. Torben Puls stand allein vor Teubler, fand in ihm aber seinen Meister. Genau wie Christian Herpel in Friedrich, der den 25 m-Freistoß des Nordfriesen aus dem Winkel fischte (45.).
Es gab noch Chancen von Steglich (48.) und Groth (49.), dann verschwand die Husumer SV im optischen Abseits. Spielhälfte und Strafraum des Gegners schienen wie von unsichtbaren Mächten zur Tabuzone erklärt.

Der Ausgleichstreffer schien nur noch eine Frage der Zeit. Zwei Mal hatte Ronny Tetzlaff, mit neun Treffern bislang bester Todesfelder Torschütze, ihn auf dem Fuß. In der 58. Minute scheiterte er spektakulär an Teubler, in der 66. Minute kam er nach scharfer Flanke einen Schritt zu spät. Die Appelle von Trainer Gehrke ("Sascha, Spannung!") blieben unerhört. Seine Schützlinge waren mit ihrer Kraft zur Gegenwehr iam Ende. Am Ende rettete sie nur die Tatsache, dass der Gegner im Angriff keine Brillanz entwickelte. Nach 25 Minuten Leerlauf hatte Alla dann schließlich noch die Möglichkeit zum 2:0, sein Schuss aufs leere Tor wurde jedoch von Heiko Moeller abgeblockt.

Husumer SV: Teubler – Rettkowski, Herpel, Schulte (83. Andresen) – Steglich, Saeltz, Becken – Groth, Alla, Otto – Müller (76. Hertting). SV Todesfelde: Friedrich – Mtimet (81. Habich) – Lembke – Tambelque (84. Molt), Puls (71. Timmermann), Himborn, Moeller, Seeliger, Sarlak – Tetzlaff, Sari. Schiedsrichter: Marco Hogrefe (Horst). Zuschauer: 170.

25. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Mit Druck und Selbstbewusstsein

Acht Punkte sind es bis zum anvisierten Platz zwölf in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga. Das bedeutet: Die Husumer SV braucht am Sonnabend einen Sieg gegen Todesfelde.
Kann er spielen? Carsten Groth (li.) glänzte beim Debüt in Moisling mit zwei Treffern. Sein Einsatz gegen Todesfelde ist wegen einer Verletzung noch fraglich. Foto: sh:z

Husum (ree) – Wo steht die Husumer SV? Die Beantwortung dieser Frage fällt seit dem vergangenen Wochenende wieder etwas schwerer. Die Mannschaft von Trainer Guido Gehrke präsentierte sich in Heikendorf zahnlos und machte dem Gegner das Toreschießen beim 3:1 leicht. So wird es nichts mit Rang zwölf in der Fußball-Verbandsliga. Im Heimspiel am Sonnabend (15 Uhr) gegen den SV Todesfelde müssen die Nordfriesen sich steigern.
Das weiß auch Gehrke. Aber der Trainer ist mit der Partie an der Kieler Förde nicht so unzufrieden, wie es das Ergebnis von 1:3 vermuten lässt. "Durch die personellen Umstellungen ist die Mannschaft stark aus dem Tritt geraten", sagt Gehrke. Aber er wird auch am Sonnabend damit leben müssen, dass mit Dennis Schulte und Ingo Cornils zwei defensive Stützen fehlen. Dafür ist aber Sascha Rettkowski wieder dabei, der in Heikendorf verletzt ausscheiden musste.

"Ich hoffe, dass wir auf eigenem Platz jetzt die richtige Reaktion zeigen", sagt Gehrke, der einen Sieg für "elementar wichtig" hält. "Selbstbewusstsein an den Tag legen und Druck auf den Gegner ausüben", das sind für den Coach die Tugenden, die einem Sieg gegen Todesfelde den Weg bahnen könnte. Ob Gehrke wieder auf Carsten Groth zählen kann, ist fraglich. Der rechte Mittelfeldmann hat bisher nur leichtes Lauftraining absolviert und ist noch nicht voll belastbar – möglich, dass sich das bis zum Wochenende ändert.
Der SV Todesfelde ist mit einem 1:0 über Comet Kiel ins Jahr gestartet. "Das hat gut geklappt. Die Mannschaft hat wirklich überzeugt und geschlossen und einsatzfreudig gespielt", freut sich Markus Weber. Einer der Besten war Ronny Tetzlaff. Der Ex-Lübecker schoss nicht nur den entscheidenden Treffer gegen Kiel, sondern liegt mit neun Toren auch in der Gesamtwertung beim SV vorn. Trainer Gehrke wird ihn bei der Aufgabenverteilung sicher nicht übergehen.

Pech haben die Todesfelder mit einem anderen Neuzugang. Mark Retelsdorf, davor für Rotweiß Moisling aktiv, fällt wegen einer Verletzung schon seit Wochen aus. Er wird auch in Husum nicht dabei sein. "Er fehlt uns vor allem im Spielaufbau", so Weber. "Und wir kriegen gelegentlich Probleme, wenn der Gegner sich defensiv verhält."

Nur drei Zähler ist der Tabellenzehnte von der Abstiegszone entfernt. Weber, der mit seinem Team unbedingt in der zukünftig höchsten Landesklasse spielen will, möchte nicht, dass sich dieser Abstand verringert.

22. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

25. ST 08.03.08 Husumer SV ETSV Weiche Flensburg 1:3

Husum wieder mit zwei Gesichtern!

08.03.2008

Husumer SV - ETSV Weiche

1 : 3 (1:0)


Eine richtungsweisende 1:3-Niederlage bezog die Husumer SV gegen den Aufsteiger ETSV Weiche im Kellerduell der Verbandsliga. Sicherlich ist es zu früh, den Kopf in den Sand zu stecken, da noch genügend Punkte zu gewinnen sind, um das anvisierte Saisonziel zu erreichen. Doch wie die Husumer Mannschaft sich den Sieg aus der Hand nehmen ließ, war schon erschreckend. Im ersten Durchgang zeigte man den Flensburgern mit spielerischen Mitteln die Grenzen auf, aber wieder vergaß die Elf von Guido Gehrke, genügend Tore vorzulegen. Und wie schon im letzten Spiel gegen Todesfelde kam es mit Beginn der zweiten Halbzeit zu einem Bruch im Husumer Spiel. Die Gäste steckten nie auf, gingen mit zwei Traumtoren sogar in Führung und hätten letztlich bei konsequenter Ausnutzung der Konterchancen sogar höher gewinnen müssen.

»Der Knackpunkt im Spiel war der frühe Ausgleich von Weiche kurz nach dem Wechsel«, haderte Husums Trainer Guido Gehrke mit dem Schicksal. »Eigentlich bin ich mit dem Spiel meiner Elf zufrieden, aber wir haben die Chancen nicht genutzt.« Weiches Trainer Henning Natusch war die Erleichterung nach Spielende anzumerken: »In der ersten Halbzeit wurde mir Angst und Bange um meine Elf, wir hätten höher zurückliegen können, aber ein Spiel dauert neunzig Minuten. Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt und nicht unverdient gewonnen.«

Ein Spiel wie aus einem Guss lieferten die Nordfriesen in der ersten Halbzeit ab und hatten die Flensburger Gäste jederzeit im »Sack«. Mit gelungenen Kombinationen kam die SV immer wieder gefährlich vor das Tor. Nach zwölf Spielminuten hatten die Fans den Torjubel bereits auf den Lippen, doch Sebastian Steglich zielte aus sechzehn Metern knapp am Winkel vorbei. Zwei Minuten später klingelte es im Kasten der Flensburger. Einen herrlich vorgetragenen Angriff über Erion Alla und Gerrit Müller vollendete Christian Herpel aus fünfzehn Metern zur 1:0-Führung. Als dann Erion Alla von Torhüter Andre Hagge in der 38. Minute zu Fall gebracht wurde, schien der Drops gelutscht. Doch zur Überraschung aller Beteiligten blieb der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Petersen aus. Alla sah gelb für eine angebliche Schwalbe, nicht die einzige inkonsequente Schiedsrichterentscheidung an diesem Nachmittag. Die größte Möglichkeit zur Ergebnisverbesserung verpasste Sebastian Steglich, der das Leder aus elf Metern nur äußerst knapp am Pfosten vorbeisetzte (45.).

Der Schock für die Nordfriesen folgte gleich nach dem Seitenwechsel in Person von Adnan Begovic, der ansonsten farblos blieb. In der 49. Minute schnappte er sich den Ball, ließ die Husumer Abwehrspieler stehen und traf von der Strafraumgrenze mit einem Sonntagsschuss zum Ausgleich für seine Farben. Die Husumer Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Sebastian Saeltz setzte sich über die linke Seite gekonnt durch, doch sein gefährlicher Flankenball wurde von Gerrit Müller verpasst. Zu allem Unglück schoss Carsten Groth das Leder aus spitzem Winkel neben das Gehäuse (52.). Die Stormstädter konnten ab diesem Zeitpunkt keine Akzente mehr setzen, das letzte Aufbäumen fehlte. Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, gingen nur eine Minute später mit einem weiteren Traumtor in Führung. Nils Schulz war es, der das Leder mustergültig traf und aus zwanzig Metern unhaltbar einschoss (53.). Die Konter der engagiert aufspielenden Gäste waren stets gefährlich, die Husumer Abwehr war zu weit weg von den Gegenspielern. Elmedin Kasumovic (64.) und Jan Aderholt (66.) scheiterten jeweils mit einem Alleingang an der eigenen Courage. Doch in der 87. Minute war der Sieg der Weicher endgültig perfekt. Wieder sah die Husumer Abwehr schlecht aus, diesmal nutzte Jan Aderholt seine Chance und vollendete zum 1:3-Endstand.

Etwas glücklich, aber nicht unverdient siegten die Weicher Gäste und bestätigten ihre Aufwärtstendenz. Den Nordfriesen wurde die fehlende Durchschlagskraft im Angriff zum Verhängnis, eine klare Führung war möglich.

Tore: 1:0 Herpel (14.), 1:1 Begovic (49.), 1:2 Schulz (53.), 1:3 Aderholt (87.)
beste Spieler:  Alla  / Hansen, Kasumovic
Ecken: 5 : 4
Chancen: 8 : 5
Zuschauer: 232
Schiedsrichter: Dirk Petersen (Breklum)
gelbe Karten: Alla (38.), Steglich (54.), Becken (78.), Otto (82.), Petersen (93./auf der Bank) / Holland (52.), Hansen (59.), Vasilenko (84.)
gelb/rot: Otto (82.) weg. Meckern
Aufstellung:

Teubler - Becken, Cornils, Andresen - Groth (64. Hertting), Saeltz (81. Strüning), Steglich (64. Schulte), Herpel, Alla, Otto - Müller.

Hagge - Jensen, Hansen, Andreasen, Lies (78. Vasilenko) - Holland, Kroll, Dierkes (39. Schulz), Kasumovic - Begovic, Fels (46. Aderholt).

  HI 08.03.2008

Zwei Traumtore bringen die Wende

Aufsteiger im Aufwind: Der ETSV Weiche gewann das Nordderby der Verbandsliga 3:1 bei der Husumer SV und ist seit fünf Spielen ungeschlagen.
Erion Alla (verdeckt) spitzelt den Ball an André Hagge und Torsten Andreasen vorbei – ein Tor wurde aber nicht daraus. Foto: Voss
Verbandsliga: Die Übersicht
Schwerer Rückschlag für die Husumer SV im Kampf um die Qualifikation für die neue SH-Liga: Nach dem 1:3 gegen den ETSV Weiche sind die Chancen wohl nur noch theoretischer Natur, Weiche und Husum sind punktgleich. Für einen Paukenschlag sorgte der zuletzt schwächelnde TSV Kropp, der bei Tabellenführer Holstein Kiel II 1:0 gewann. Es war erst die zweite Niederlage der Kieler. Klar auf Kurs SH-Liga ist Flensburg 08 als Achter nach dem 4:0 gegen den Tabellenletzten Moisling.

Husum (Ulrich Schröder) – Er wollte nicht hinsehen. Wie ein Häuflein Elend kauerte David Strüning auf dem Rasen des Friesenstadions, ließ sich dann zu Boden fallen. Wenige Meter von ihm tanzten Spieler, Trainer und Betreuer des ETSV Weiche ausgelassen im Mittelkreis. Die Flensburger machten den Nordfriesen in Sachen Effektivität was vor und gewannen das Nordderby der Fußball-Verbandsliga nicht unverdient mit 3:1 (0:1).
Wohl selten hatte die Floskel von den zwei grundverschiedenen Halbzeiten so viel Berechtigung wie am Sonnabend. Die ersten 45 Minuten gehörten klar den Gastgebern, doch mit zwei Blitztoren kurz nach dem Wechsel drehte Weiche das Spiel und legte in der Schlussphase nach.

"Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", sagte Husums Coach Guido Gehrke – diese Aussage passte allerdings nicht zu seinem Gesichtsausdruck. Drei "Knackpunkte" hatte Gehrke ausgemacht: das 1:1, eine vergebene Großchance im Gegenzug, und eine strittige Entscheidung im ersten Durchgang.
Husum führte 1:0, als Weiches Keeper Andre Hagge und Erion Alla im Strafraum aneinander gerieten (39 Minute). Strafstoß! Das reklamierten die Gastgeber, doch Schiri Petersen (Breklum) zeigte Alla Gelb wegen einer Schwalbe. "Klarer Elfmeter", ereiferte sich Gehrke und auch Weiches Coach Henning Natusch befand: "Es gibt Schiedsrichter, die das pfeifen."

Christian Herpel hatte die vor der Pause klar besseren Gastgeber nach einer Viertelstunde in Führung gebracht. Der überragende Alla und Gerrit Müller bereiteten vor, Hagge hatte gegen den Flachschuss keine Abwehrchance. Von Weiche war nichts zu sehen. "Wir hatten Glück, dass wir zur Pause nicht höher zurückgelegen haben", sagte Natusch.
Drei Minuten nach dem Wechsel war sein Team wieder im Spiel – und wie! Nach einem langen Schlag von Anders Hansen aus der Abwehr rannten sich Pierre Becken und Carsten Groth gegenseitig über den Haufen, Adnan Begovic stand frei und beförderte den Ball artistisch ins Toreck. Im Gegenzug rutschten sowohl Müller als auch Groth an einer Flanke von Marcel Otto vorbei – das hätte die neuerliche Husumer Führung sein können, ja müssen. Statt 2:1 hieß es 120 Sekunden später 1:2. Der eingewechselte Nils Schulz "holte aus bis zu den Ohren" (Natusch) und drosch die Kugel direkt in den Winkel. Ein Sonntagsschuss, ein Traumtor – und die Wende im Spiel. Fortan schien es so, als habe man bei Husum den Stecker gezogen. Kaum noch etwas gelang.

Auch Weiche vollbrachte keine Glanzleistungen, hätte aber frühzeitig den Deckel drauf machen können, doch Elmedin Kasumovic (63.) und Jan Aderhold (65.) gingen mit ihren Konterchancen allzu schlampig um. Einem Müller-Kopfball (70.) und einem Schulte-Schuss (77.) konnte man mit Wohlwollen noch das Prädikat Torchance zubilligen, ehe Aderhold (86.) aus Abseits verdächtiger Position alles klar machte. Da waren etliche Husumer Zuschauer schon abgewandert.

Husumer SV: Teubler - Becken, Cornils, Andresen - Steglich (63. Schulte), Saeltz (80. Strüning), Herpel - Groth (63. Hertting), Alla, Otto - Müller. ETSV Weiche: Hagge - Lies (78. Vasilenko), Hansen, Andreasen - Jensen, Holland, Kroll, Kasumovic, Dierkes (40. Schulz) - Begovic, Fels (46. Aderhold). Schiedsrichter: Petersen (Breklum), war kein Heimschiedsrichter. Gelb-Rote Karte: Otto (Husum/81.). Zuschauer: 232. Beste Spieler: Alla - Hansen, Kasumovic.

10. März 2008 · Flensburger Tageblatt

Heißes Derby: ETSV Weiche kommt

Ein heißes Wochenende steht den Fußball-Fans der Stormstadt bevor. In der Fußball-Verbandsliga empfängt die Husumer SV den runderneuerten ETSV Weiche. Da beide Teams noch um einen Platz in der SH-Liga ringen, dürfte es am Sonnabend (15 Uhr) im Friesenstadion einen erbitterten Schlagabtausch geben.
David Lies kehrt am Sonnabend mit dem ETSV Weiche ins Husumer Friesenstadion zurück. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – "Wir freuen uns darauf", verkündet selbstbewusst Weiches Coach Henning Natusch. Grund der gehobenen Stimmung bei ihm und seiner Mannschaft ist Husums Trainer Guido Gehrke. "Guido motiviert uns", verkündet Natusch. Die Erklärung: Irgendwann und irgendwo muss Gehrke sich mal despektierlich über die Flensburger geäußert haben. Das steckt drin bei den Gästen – und will sich am Sonnabend befreien.
Nach dem Motto "zehn raus, dreizehn rein", hat der ETSV sein Team in der Winterpause ausgetauscht. Mit ersten Erfolgen: Von den letzten vier Spielen ging keines verloren. Beim 2:1 in Heide gelang der zweite Auswärtssieg der Spielzeit. Es geht also bergan beim Aufsteiger. "Wir wollen das fast Unmögliche noch schaffen", umreißt Natusch die Gesamtsituation. "Die Mannschaft hat jetzt die Moral dafür."

Was im Klartext heißt: Die Nummer 17 der Tabelle (17 Punkte) will auch noch in den Zwölfer-Klub. Helfen dabei soll vor allem Adnan Begovic (24), den die Weicher in Dänemark "geordert" haben. "Der kann eine Kuh umschießen", sagt Natusch über den stabilen Bosnier, der im Königreich erste und zweite Liga gespielt hat. Gegen Heikendorf (1:1) schoss er sein erstes Tor für den bislang abschlussschwachen ETSV.

Die Abwehr der Gäste wird neuerdings durch die beiden Dänen Anders Hansen (20) und Thorsten Andreasen (20) verstärkt. Im Mittelfeld sorgt Elmedin Kasumovic für frischen Schwung. Und dann ist da noch David Lies, auf den die Fans sich freuen dürfen. Der Ex-Husumer hat erstaunlich schnell Fuß gefasst an der Förde und darf auch im Friesenstadion mit seinem Einsatz rechnen.

"Weiche spielt nicht mehr typisch wie Weiche", sagt Dieter Schleger, der Liga-Manager der Husumer SV. Vor drei Wochen, beim 2:2 gegen den TSV Kropp, hat er die Flensburger beobachtet und ist angetan von ihren neuen Möglichkeiten. Aber übertreiben will er es nicht mit dem Respekt vor dem Gegner, der nach Punkten gleichziehen könnte.
Schleger: "Wir brauchen uns nicht zu verstecken und sind auf Sieg eingestellt." Er baut darauf, dass das Team um Spielführer Sascha Rettkowski sich für die 0:1-Niederlage im Hinspiel Ende September 2007 revanchieren will.

Während Henning Natusch ("Ich hab' noch Überraschungen parat")bei der Auswahl seines Kaders vor der Qual der Wahl steht, ist die Situation bei den Stormstädtern leicht angespannt. Ausfallen wird Michael Petersen. Die Fitness von Pierre Becken ist noch nicht hundertprozentig gegeben. Dennis Schulte kam erst gestern aus dem Urlaub zurück und hat entsprechend Trainingsrückstand.

Man darf gespannt sein, mit welchem Team Guido Gehrke der Kampfansage aus Weiche begegnen wird. Der Trainer selbst merkt zu dem bevorstehenden Sechs-Punkte-Fight nur lakonisch an: "Wird'n schönes Spiel."

7. März 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Ballgeflüster

Eine abgelaufene Sperre

Sperre abgelaufen: Die Leidenszeit von Sven Christiansen ist vorbei. Der ehemalige Liga-Coach und jetzige Co-Trainer des Fußball-Verbandsligisten ETSV Weiche hat seine zehnmonatige Sperre wegen unsportlichen Verhaltens abgesessen. Die drakonische Strafe hatte den ehemaligen Oberliga-Spieler nicht nur daran gehindert, in der ETSV-Dritten zu kicken, er durfte als Co-Trainer auch nicht die Coachingzone während der Spiele betreten. „Das war schon eine harte Zeit. Seit Mai letzten Jahres durfte ich nicht in der der Dritten spielen. Jetzt freue ich mich darauf, am Wochenende endlich wieder auflaufen zu können“, erklärt Christiansen froh gelaunt. Zudem kann er während der Partie des ETSV bei der Husumer SV am Sonnabend wieder das Coaching-Quadrat betreten.
4. März 2008 · Flensburger Tageblatt

 

29. ST 12.04.08 Husumer SV Itzehoer SV 3:1

Gerrit Müller - drei Treffer gegen Itzehoe!

12.04.2008

Husumer SV - Itzehoer SV

3 : 1 (1:1)


Der Lieblingsgegner der Husumer SV und insbesondere der von Stürmer Gerrit Müller in dieser Saison ist der Itzehoer SV. Auch das Rückspiel in der Fußball-Verbandsliga entschieden die Stormstädter mit 3:1 (1:1) für sich. Im Herbst vergangenen Jahres hatte Gerrit Müller zwei Mal getroffen, diesmal erzielte der Stürmer gar alle drei Treffer für die abstiegsbedrohten Nordfriesen. Müller profitierte sicherlich von der taktischen Maßnahme seines Trainers, wieder zwei Stürmer zu nominieren. »Das werden wir jetzt so lassen«, sagte Trainer Guido Gehrke und freute sich darüber, dass seine Mannschaft »beharrlich und konsequent« bei ihrer Linie geblieben war. ISV-Trainer Walter Berger war nach dem Abpfiff stocksauer: »Was einige in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, ist nicht nachzuvollziehen. Das war charakterlos. Dafür sind unsere Personalprobleme keine Entschuldigung«, sagte der ISV-Coach und kündigte für die nächste Woche Konsequenzen an. Man munkelt, dass z. B. Thorsten Kieckhöber (2. Mannschaft) wieder in der Liga spielen soll, der auch den Husumern in guter Erinnerung ist.

Die dominierenden Akteure an diesem Tag trugen das HSV-Trikot. Gerrit Müller eröffnete den Torreigen bereits in der 6. Minute. Vorausgegangen war ein Querschläger des Itzehoers Adnan Sacipi, den der Goalgetter nach dem Fehlversuch von Sebastian Steglich zum 1:0 nutzte. Mit einem mustergültigen Spielzug hätten die Gastgeber dann das 2:0 machen können. Nach einem Konter über ihre drei Stärksten (Müller, Cornils und Saeltz) landete der Ball schließlich beim Husumer Youngster. Aber Saeltz verzog aus 18 Metern knapp. Fast mit dem Pausenpfiff hatten die Steinburger durch Björn Zabojnik das 1:1 erzielt – unter Mithilfe von Dennis Schulte, dessen zu kurze Rückgabe an Keeper Teubler Ausgangspunkt war.

Husum drängte nach der Pause auf den Sieg, allen voran Gerrit Müller, der innerhalb von fünf Minuten alles klar machte. Beim 2:1 profitierte er von einer gelungenen Hereingabe seines Sturmpartners Marcel Otto (58.). Vor dem 3:1 wurde er von Steglich so geschickt angespielt, dass die Steinburger vergeblich auf den Abseitspfiff warteten (62.). Dass dieses Ergebnis ausbaufähig war, zeigte die Tatsache, dass Schulte (79.), Steglich (81.) sowie Cornils (82.) noch weitere gute Möglichkeiten besaßen. Hier blieb jedoch ISV-Torhüter Siegmund der Sieger.

»Das soll unsere Woche werden«, sagte HSV-Coach Guido Gehrke nach Spielende. »Der Anfang ist gemacht.« Am Mittwoch beim Breitenfelder SV und am Sonnabend beim TSV Altenholz haben die Gehrke-Schützlinge Gelegenheit, das Punktekonto zu verbessern.

Tore: 1:0 Müller (6.), 1:1 Zabojnik (45.), 2:1 Müller (58.), 3:1 Müller (62.)
beste Spieler:  Müller, Saeltz  / Gueridonn
Ecken: 2 : 5
Chancen: 10 : 2
Zuschauer: 204
Schiedsrichter: Thorsten Balsam (TSV Altenholz)
gelbe Karten: Saeltz (34.) / Özcan (1.), B. Sacipi (60.), A. Sacipi (80.), Leskien (90.)
Aufstellung:

Teubler - Groth (72. Strüning), Rettkowski, Herpel, Schulte - Steglich, Cornils, Saeltz, Becken - Müller (65. Hertting), Otto (81. Petersen)

Siegmund – Gueridonn – A.Sacipi, Leskien – Krahl, Justus, B.Sacipi (63. Gueltekin), Beckmann, Özcan (63. Kaminsky) – Zabojnik, P. Griesbach.

  HI 14.04.2008

1:3 – Desolater Auftritt des ISV in Husum

Die Wende lässt weiter auf sich warten: In Husum kassierte der Itzehoer SV beim Vorletzten der Fußball-Verbandsliga eine 1:3 (1:1)-Niederlage. Wie schon im Hinspiel erzielte Gerrit Müller alle drei Husumer Treffer.
Der erste Streich: Gerrit Müller verwertet einen "Querschläger von Adnan Sacipi (rechts) zum 1:0 für Husum. Foto: Voss

Husum (rst) – In dieser Verfassung schafft der Itzehoer SV die Qualifikation zur Schleswig-Holstein-Liga mit Sicherheit nicht. Aufgrund einer desolaten Leistung erlebte die Lehmwohldelf bei der Husumer SV eine weitere Pleite - die Parallelen zum Hinspiel waren dabei unverkennbar. Auch diesmal glich der ISV die Husumer Führung kurz vor der Halbzeit aus und schaffte es dann nicht für die Wende zu sorgen. Außerdem scheint der ISV keine Mittel gegen Husums Angreifer Gerrit Müller zu haben, der seine Trefferquote gegen die Itzehoer auf sechs erhöhte und den Sieg erneut fast im Alleingang sicherte.

Trainer Walter Berger war nach dem Abpfiff stocksauer: "Was einige in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, ist nicht nachzuvollziehen. Das war charakterlos. Dafür sind unsere Personalprobleme keine Entschuldigung", sagte der ISV-Coach und kündigte für die nächste Woche Konsequenzen an.

Eigentlich hatte die Lehmwohldelf engagiert begonnen und durch einen Kopfball von Rene Krahl die erste Torchance (4.). Doch ein Querschläger von Adnan Sacipi auf das "Phantom" Gerit Müller brachte den ersten Rückschlag. Der ISV-Schreck nahm das Geschenk dankend an und verwandelte zum 1:0 (7.). Weitere Großchancen von Müller (18.) und Sältz (23.) ließen die Husumer danach jedoch ungenutzt und brachten den ISV in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einer zu kurzen Rückgabe von Schulte wieder ins Spiel. Der ansonsten kaum in Erscheinung getretene Björn Zabojnik schnappte sich die Kugel und erzielte den Ausgleich (45.).

Eigentlich ein Treffer zu einem günstigen Zeitpunkt: Doch anstatt mit Schwung aus der Kabine zu kommen, erlahmte das Spiel der Gäste nach dem Wechsel, wobei zwei Fehler in der Vorwärtsbewegung zu den entscheidenden Kontern führte, die Gerrit Müller mit zwei weiteren Toren zum 3:1 (58. und 62.) nutzte. Damit war der ISV geschlagen, denn nach vorn lief absolut gar nichts. Von Björn Zabojnik war bis auf seinen Treffer überhaupt nichts zu sehen, Patrick Griesbach rannte sich immer wieder fest und das Mittelfeld war ein Totalausfall. Weder Routinier Rene Krahl noch Nicolai Justus verstanden es Linie ins Spiel zu bringen, ganz zu schweigen von Kadir Özcan, Björn Beckmann, Berat Sacipi oder den später eingewechselten Selim Gültekin und Tilmann Kaminsky. Aber auch die "Manndecker" Andnan Sacipi und vor allem Wiegand Leskien zeigten Unsicherheiten, die man sonst von ihnen nicht gewohnt ist. Allein Libero William Gueridonn war um Ordnung bemüht – aber das war selbst gegen den Vorletzten zu wenig.

"Einige scheinen noch nicht begriffen zu haben, was die Stunde geschlagen hat. Eigentlich hatten wir das Spiel gedreht. Doch anstatt nach dem 1:1 auf Kontermöglichkeiten zu warten, schaffen wir durch kapitale Schnitzer Freiräume für den Gegner und verschenken die Punkte, die wir selbst so nötig brauchen. Dabei war Husum nicht einmal stark. Das ist einfach nur ärgerlich", schimpfte Walter Berger. Der ISV-Coach hofft nun auf die Rückkehr der Barth-Zwillinge und Lennart Dora. "Heute haben mir die Alternativen gefehlt. Aber das wird nächste Woche anders, und wenn ich mir Spieler aus der Zweiten hole", so Berger weiter. Vieles deutet darauf hin, das Routinier Thorsten Kieckhöber gegen Kilia in der Startformation stehen wird.

Husumer SV: Teubler – Groth (70.Strüning), Rettkowski, Schulte, Herpel – Saeltz, Steglich, Becken, Cornils – Otto (79.Petersen), Müller (65.Hertting). Itzehoer SV: Siegmund – Gueridonn – A.Sacipi, Leskien – Krahl, Justus, B.Sacipi (63. Gueltekin), Beckmann, Özcan (63. Kaminsky) – Zabojnik, P. Griesbach. SR: Balsam (Altenholz). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Müller (7.), 1:1 Zabojnik (45. + 1.), 2:1 Müller (58.), 3:1 Müller (62.)

14. April 2008 · Norddeutsche Rundscha

Gerrit Müller besiegt Itzehoe

Der Lieblingsgegner der Husumer SV in dieser Saison ist der Itzehoer SV. Auch das Rückspiel in der Fußball-Verbandsliga entschieden die Stormstädter mit 3:1 (1:1) für sich. Im Oktober hatte Gerrit Müller zwei Mal getroffen, diesmal erzielte der Stürmer gar alle drei Treffer für die Stormstädter.
Der erste Streich: Gerrit Müller hat Berat Sacipi abgeschüttelt und trifft zum 1:0 für Husum. Foto: Voss
Verbandsliga: Die Übersicht
Es bleibt spannend. Das Spitzentrio mit Holstein Kiel II (1:0 bei Comet Kiel), VfR Neumünster (1:0 gegen Bargteheide) und TSV Kropp (4:2 in Eichede) gab sich keine Blöße. Flensburg 08 landete beim 3:1 gegen Todesfelde den dritten Sieg in Folge und hat als Tabellensiebter die magische 40-Punkte-Grenze erreicht. Damit dürfte der Qualifikation zur SH-Liga nichts mehr im Wege stehen. Gezittert wird ab Platz zehn. Großer Gewinner war die Husumer SV, die Itzehoe mit 3:1 bezwang und als einiges Team der unteren Tabellenregion siegte. Einen wichtigen Zähler holte der ETSV Weiche beim 1:1 in Büdelsdorf.

Husum (ree) – Was den Husumer Goalgetter gegen den ISV so launig Fußball spielen lässt, das ist sicherlich schwer zu ergründen. Auf jeden Fall profitierte Müller von der taktischen Maßnahme seines Trainers, wieder zwei "echte" Stürmer zu nominieren. "Das werden wir jetzt so lassen", sagte Trainer Guido Gehrke und freute sich darüber, dass seine Mannschaft "beharrlich und konsequent" bei ihrer Linie geblieben war.

Auch in dem Moment, als über den angebahnten Erfolg im Friesenstadion kurz Zweifel aufkamen. Denn fast mit dem Pausenpfiff hatten die Steinburger durch Björn Zabojnik das 1:1 erzielt – unter Mithilfe von Dennis Schulte, dessen Rückgabe an Keeper Teubler unterwegs "verhungert" war. Aber die Itzehoer schlugen aus dieser psychologischen Hilfe kein Kapital.

Die dominierenden Akteure an diesem Tag trugen das HSV-Trikot. Müller eröffnete den Torreigen bereits in der 7. Minute. Vorausgegangen war ein Querschläger des Itzehoers Adnan Sacipi, den der Goalgetter nach dem Fehlversuch von Sebastian Steglich zum 1:0 nutzte. Mit dem schönsten Spielzug dieser Partie hätten die Gastgeber dann das 2:0 machen können. Nach einem Konter über ihre drei Stärksten (Müller, Cornils und Saeltz) landete der Ball schließlich beim Husumer "Abräumer". Aber Saeltz verzog aus 18 Metern knapp.

Die seit Wochen erfolglosen Gäste wirkten in ihrer Spielanlage auch in Husum allzu "hölzern". Einzig William Gueridonn, der bei ihnen den Libero "gab", ließ hin und wieder Spielwitz erkennen. Freilich ohne hinreichendes Verständnis und Können bei seinen Nebenleuten.

Hinreichend Spielwitz, den offenbarten aber weiterhin die Nordfriesen – allen voran Müller, der seinen zweiten Dreierpack gegen Itzehoe innerhalb von fünf Minuten schnürte. Beim 2:1 profitierte er von einer gelungenen Hereingabe seines Sturmpartners Marcel Otto (57.). Vor dem 3:1 wurde er von Steglich so geschickt zum Abschluss geschickt, dass die Steinburger vergeblich auf den Abseitspfiff warteten.

Schulte (79.), Steglich (81.) sowie Cornils (82.), sie alle hatten noch die Möglichkeit zur Ausweitung des Ergebnisses; scheiterten aber an der Aufmerksamkeit von ISV-Torhüter Siegmund.

"Das soll unsere Woche werden", sagte nach dem Schlusspfiff HSV-Coach Guido Gehrke. "Der Anfang ist gemacht." Am Mittwoch (18.30 Uhr) spielt die Husumer SV beim Breitenfelder SV. Der Bus startet um 15 Uhr am Vereinsheim. Am Sonnabend (15 Uhr) treten die Stormstädter beim TSV Altenholz an.

Husumer SV: Teubler – Groth (70. Strüning), Rettkowski, Schulte, Herpel – Saeltz, Steglich, Becken, Cornils – Otto (79. Petersen), Müller (65. Hertting). Itzehoer SV: Siegmund – Gueridonn – A. Sacipi, Leskien – Krahl, Justus, B. Sacipi (Gueltekin), Beckmann, Özcan (62. Kaminsky) – Zabojnik, P. Griesbach. Beste Spieler: Müller, Saeltz – Gueridonn, Siegmund. Schiedsrichter: Thorsten Balsam (TSV Altenholz). Zuschauer: 200.

14. April 2008 · Flensburger Tageblatt

Stoppt Itzehoer SV Negativserie ?

Beim Vorletzten der Fußball-Verbandsliga Husumer SV hofft der Itzehoer SV heute auf den ersten Sieg in diesem Jahr.
Nicolai Justus (links) dürfte wie im Hinspiel auch in Husum in der Startformation des ISV stehen Foto: rst

Itzehoe (rst) – Die Zeit ist reif für einen "Punktedreier". Seit acht Spielen wartet der Itzehoer SV auf den ersten Sieg in diesem Jahr. Heute muss die Lehmwohldelf nun beim Vorletzten in Husum antreten. Wenn nicht dort, wo will der ISV noch gewinnen. Anpfiff im Friesenstadion: 15 Uhr.

Auch wenn sich die Personalsituation durch den erneuten Ausfall von Lennart Dora noch verschlechtert hat, gibt es für ISV-Coach Walter Berger nur ein Ziel: "Wir müssen in Husum gewinnen, sonst gerät die Qualifikation für die Schleswig-Holstein Liga in Gefahr." Nachdem Comet Kiel am Mittwoch in Heikendorf gewonnen hat, ist der ISV schon auf Rang neun abgerutscht. Die Talfahrt muss gestoppt werden.

Das 1:1 gegen den hohen Favoriten TSV Kropp vom sollte der Lehmwohldelf neues Selbstvertrauen geben haben. Wenn es zu einem Erfolg in Husum reichen soll, muss aber gegen den Vorletzten ebenso engagiert gekämpft werden. "Es ist nicht so, dass ich die Husumer unterschätze, aber jetzt muss gegen Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe sind, gepunktet werden", fordert Berger. Dem ISV-Coach ist klar, dass die Aufgabe im Friesenstadion kein Selbstgänger wird: "Das wird schwerer als gegen Kropp. Aber wir haben gesehen, dass mit der nötigen Einstellung etwas möglich ist, obwohl wir personell gebeutelt sind."

Nur ungern denkt Berger allerdings an das Hinspiel zurück, dass die Husumer mit 3:1 gewonnen hatten. "Wir sind damals eiskalt ausgekontert worden, das darf uns diesmal nicht passieren", sagt er und hofft, dass die Gastgeber vor eigenem Publikum nicht so defensiv ausgerichtet sind, wie auf dem Lehmwohld. Möglicherweise wird diese Hoffnung erfüllt, denn Husums Trainer Guido Gehrke kündigte an, diesmal neben dem dreifachen Torschützen aus dem Hinspiel Gerrit Müller eine zweite Spitze aufbieten zu wollen. Auf bedingungslose Offensive, wird sich Gehrke aber trotz der prekären Tabellensituation nicht einlassen: "Wir wollen kein Harakiri, aber schon auf Sieg spielen", sagt der HSV-Trainer, der mit Mittelfeldspieler Erion Alla auf einen seiner Kreativ-Akteure verzichten muss. Gehrkes Respekt vor der Lehmwohdelf hält sich in Grenzen. "Wenn wir was wollen, müssen wir zu Hause gewinnen", sagt er und plant drei Punkte ein.

Aufgrund der Personalnot wird beim ISV auch in Husum wohl wieder William Gueridonn auf der Liberoposition spielen, der seine Sache gegen Kropp sehr gut gemacht hat. Matthias Barth, Torge Thede und Tim Reichhardt fallen weiterhin aus, so dass Walter Berger kaum eine andere Möglichkeit hat. Im Angriff setzt er auf Patrick Griesbach, der jedoch einen Schlag auf den Oberschenkel erhalten hat und deshalb in dieser Woche nur Lauftraining absolvieren konnte. "Er ist zur Zeit unser stärkster Angreifer mit einer vorbildlichen Einstellung. Das gleiche Engagement erwarte ich auch von anderen. Nur mit Kampf und Aggressivität können wir in Husum gewinnen." Berger will im übrigen auch diesmal Routinier Torsten Kieckhöber als Joker auf die Bank setzen.

Ein Vorteil für den ISV könnte die Spielpraxis sein. Husum hat zuletzt vor einem Monat gespielt. Gegen Weiche Flensburg wurde mit 1:3 im Friesenstadion verloren. Das sollte der Lehmwohldelf doch Mut machen . . .

12. April 2008 · Norddeutsche Rundschau

Erstes Spiel nach einem Monat gegen Itzehoe

Einen Monat ist es jetzt her, seit die Spieler der Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga gegen den Ball getreten haben. Nach mehreren Spielausfällen erwarten die Nordfriesen am Sonnabend (15 Uhr) den Itzehoer SV.
Erion Alla (rechts) wird der Husumer SV morgen im Heimspiel gegen den Itzehoer SV aus beruflichen Gründen fehlen. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – Erneuter Anlauf für die Liga-Akteure der Husumer SV, um wieder Spielrhythmus in die Fußballbeine zu bekommen. Am Sonnabend (15 Uhr) empfangen die Verbandsliga-Kicker im Friesenstadion den Itzehoer SV. Den haben sie noch gut im Erinnerung. Denn das Hinspiel in der Störstadt wurde mit 3:1 gewonnen.
ISV-Coach Walter Berger erinnert sich gut an jenen Tag im vergangenen Oktober. "Wir wurden eiskalt ausgekontert", sagt er und weiß auch noch genau, wer die Tore schoss: "Drei Mal Müller."

Aufs Kontern wollen die Stormstädter am Sonnabend nicht bauen. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheit will Trainer Guido Gehrke eine zweite Spitze nominieren. Wer das allerdings neben Gerrit Müller sein wird, darüber gibt er noch keine Auskunft. Die taktische Variante selbst begründet Gehrke so: "Die Mannschaft soll sehen, dass wir nach vorne was bewegen wollen. Vielleicht bewirkt das ja was in den Köpfen."

Gehrkes Respekt vor dem Aufsteiger, der sich immer noch am oberen Tabellendrittel behauptet, hält sich in Grenzen. "Itzehoe spielt mal hüh und mal hott", weiß der Husumer Übungsleiter. Zur Zeit mehr hott. Denn in der Rückrunde haben die Steinburger noch nicht ein einziges Spiel für sich entschieden. Für den ISV-Trainer nicht angenehm, aber erklärlich. Berger: "Wir haben jede Menge Verletzungspech und einige Spieler sind oft beruflich eingespannt."

Prominentestes Beispiel dieser Misere ist Gustavo José Fernandez, der Neuzugang vom Heider SV. Der Argentinier hat in der Hinserie beim Aufsteiger hervorragend Regie geführt, in der Rückrunde wegen eines Knorpelschadens aber noch kein Spiel absolviert. "Der fehlt uns", so der Coach.

Auch die Husumer müssen morgen auf einen verzichten, der das Spiel zu inspirieren versteht: Erion Alla. Der kleine Ballstreichler ist beruflich verhindert. Ansonsten sind aber alle Husumer Akteure einsatzfähig.

Über die Aussichten in dieser Partie haben die beiden verantwortlichen Trainer natürlich unterschiedliche Ansichten. "Wir wollen kein Harakiri, aber schon auf Sieg spielen", sagt Gehrke. "Wenn wir was wollen, müssen wir zu Hause gewinnen." Und dass sie etwas wollen, das haben die Husumer in dieser Saison ja immer wieder betont.

Itzehoes Trainer Walter Berger vermutet, "dass die Partie schwieriger wird als die gegen Kropp." Und die beendete sein Team am vergangenen Sonntag mit einem 1:1. Aber der Coach sagt auch dies: "Wir haben unseren Vorsprung aus der Hinrunde sukzessive eingebüßt. Jetzt müssen wir mal sehen, dass wir wieder die Kurve kriegen." Da spürt man: Berger hat auch ein wenig Lust auf Revanche für die Hinspielniederlage.

11. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

24. ST 16.04.08 Breitenfelder SV Husumer SV 2:4

Wichtiger Sieg nach frühem Rückstand!

16.04.2008

SV Breitenfelde - Husumer SV

2 : 4 (1:1)


Die Husumer SV hat ihre Chancen auf die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga gewahrt, denn ein weiteres Duell gegen einen direkten Mitkonkurrenten konnte in dieser Woche positiv gestaltet werden. Im Nachholspiel gewannen die Nordfriesen mit 4:2 (1:1) beim Breitenfelder SV und zogen in der Tabelle an den Lauenburgern vorbei. Es begann nicht gut für die Schützlinge von Trainer Guido Gehrke, der der Elf vertraute, die am Sonnabend 3:1 gegen den Itzehoer SV gewonnen hatte. Nach einem Foul von Keeper André Teubler entschied Schiedsrichter Lister auf Elfmeter. Den Strafstoß parierte Teubler zwar, doch gegen den Nachschuss von Sebastian Siemers war er machtlos. In dieser Szene hatten die Husumer Abwehrspieler nicht schnell genug reagiert. Breitenfelde schon auf der Siegesstraße?

Doch dazu konnte sich der Gastgeber in der Folge zu selten gut in Szene setzen. Der Gast aus Husum gewann zunehmend die Oberhand im Spiel und erzielte folgerichtig durch Sebastian Steglich den Ausgleich in der 28. Minute. Eiine präzise Flanke von Carsten Groth fand den Kopf von Steglich, der den Ausgleich erzielte.

Nach dem Wechsel lief es dann wesentlich besser für die Stormstädter. Gerrit Müller (61., Pass von Saeltz) und Marcel Otto (72.) schossen das 3:1 heraus, ehe es Siemers mit dem 2:3 (74.) noch einmal spannend machte. Pierre Becken sorgte mit dem 2:4 (86.) für die endgültige Entscheidung.

Einziger Wermutstropfen: Sebastian Steglich sah wegen einer Tätlichkeit den roten Karton (80.). Eine zumindest fragwürdige Entscheidung, wie Trainer Gehrke nach Spielende bemerkte. Jetzt geht es am kommenden Wochenende zum TSV Altenholz, eine weitere schwierige Aufgabe im Kampf um den Klassenverbleib.

Tore: 1:0 Siemers (FE/4.), 1:1 Steglich (28.), 1:2 Müller (61.), 1:3 Otto (72.), 2:3 Siemers (74.), 2:4 Becken (86.)
beste Spieler: Siemers, Kruse / Teubler, Groth, Becken
Ecken: 2 : 4
Chancen: 6 : 12
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Frederik Listner (SpVg. Eidertal-Molfsee)
gelbe Karten: Kempf (36.), Benthin (59.), Siemers (64.) / Teubler (4.) 
gelb/rot: Benthin (62.) / rot: Steglich (80., Tätlichkeit)
Aufstellung:

Berndt  - Holst, Tank, Becker - Strube, Ringels (46. Benthin), Henning, Kempf, Siemers - Blechenberg (65. Heidensohn), Kruse.

Teubler - Groth (88. Alla), Rettkowski, Schulte, Herpel - Saeltz, Steglich, Becken, Cornils (76. Andresen) - Otto, Müller (88. Harrsen).

  Hl 17.04.2008

Husum siegt in Breitenfelde

Breitenfelde (sh:z) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV hat seine Chancen auf die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga gewahrt. Im Nachholspiel gewannen die Nordfriesen gestern Abend 4:2 (1:1) beim Breitenfelder SV und zogen in der Tabelle an den Lauenburgern vorbei.

Es begann nicht gut für die Schützlinge von Trainer Guido Gehrke, der der Elf vertraute, die am Sonnabend 3:1 gegen den Itzehoer SV gewonnen hatte. Nach einem Foul von Keeper André Teubler entschied Schiedsrichter Lister auf Elfmeter. Den Strafstoß parierte Teubler zwar, doch gegen den Nachschuss von Sebastian Siemers war er machtlos. In dieser Szene hatte die Husumer Abwehr nicht schnell genug reagiert. Bis zum Strafraum agierten die Gäste gefällig, doch der finale Pass fehlte. Ausnahme: die 28. Minute. Da fand eine präzise Flanke von Carsten Groth den Kopf von Sebastian Steglich, der den Ausgleich köpfte. Nach dem Wechsel lief es dann wesentlich besser. Gerrit Müller (61., Pass von Saeltz) und Marcel Otto (72.) schossen das 3:1 heraus, ehe es Siemers mit dem 2:3 (74.) noch einmal spannend machte. Pierre Becken machte mit dem 2:4 (86.) alles klar. Wermutstropfen: Sebastian Steglich sah wegen einer Tätlichkeit Rot (80.).

Husumer SV: Teubler - Groth (88. Alla), Rettkowski, Schulte, Herpel - Saeltz, Steglich, Becken, Cornils (76. Andresen) - Otto, Müller (88. Harrsen). Schiedsrichter: Lister (Eidertal-Molfsee).

17. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball

Husumer SV zu Gast in Breitenfelde

Husum (ree) – Die Husumer SV hat in der Fußball-Verbandsliga noch sieben Heimspiele zu absolvieren, auf dem Weg nach oben wird sie aber auch auswärts punkten müssen. Eine gute Gelegenheit besteht dazu am Sonntag (15 Uhr) beim Breitenfelder SV, dem Aufsteiger aus Lauenburg. Der hat seit einem Vierteljahr kein Punktspiel mehr gewonnen und ist inzwischen auf Rang 16 angekommen. Zuletzt kam Pech dazu: Das Team muss bis zum Saisonende ohne zwei seiner Besten auskommen. Für Goalgetter Jan Klötzner (14 Treffer) ist das Sportjahr wegen einer schweren Knieverletzung ebenso gelaufen wie für Patrick Schiersch, den es jüngst in der Partie gegen Holstein Kiel II erwischte. Da auch noch Florian Tank in Heikendorf vom Platz flog, ist die Personaldecke dünn geworden. „So sind wir auf dem Boden der Realität gelandet“, sagt Trainer Carsten Holst, der in Sachen S-H-Liga noch nicht alle Felle entschwunden sieht – es gibt noch einige Nachholspiele. „Wir müssen zu Hause gewinnen, wer immer der Gegner ist“, hat er seiner Mannschaft gesagt.

Alt gegen Jung hat Guido Gehrke in dieser Trainingswoche zwei Mal spielen lassen. Dabei haben die Jungen jeweils den Kürzeren gezogen. „Mehr Ruhe und Konzentration“, meist ein Zeichen fortgeschrittener Reife, wünscht sich Husums Trainer auch im Punktspiel. Jedenfalls mehr, als in der zweiten Halbzeit gegen Todesfelde zu sehen war. In der Abwehr wird der Coach wieder umstellen müssen. Dennis Schulte (Studienfahrt) ist nicht dabei, Sascha Rettkowski konnte wegen einer Mandelentzündung nicht trainieren und wird auch zu ersetzen sein. „Wir müssen die Gegebenheiten so annehmen“, sagt Gehrke, der allerdings Ingo Cornils wieder im Kader hat.

Apropos Gegebenheiten: In Breitenfelde hat es in dieser Saison schon vier Spielausfälle gegeben. „Wir haben es hier sehr dörflich“, sagt Holst. „Und unser Platz hat keine Drainage.“ Aber diesmal ist der Trainer zuversichtlich, dass die Partie stattfinden kann. „Wir wollen auf jeden Fall ran.“

1. März 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

30. ST 19.04.08 TSV Altenholz Husumer SV 1:0

Altenholz glücklicher Sieger!

19.04.2008

TSV Altenholz - Husumer SV

1 : 0 (0:0)


Ein glücklicher, aber letztlich verdienter 1:0 (0:0)-Sieg gelang dem TSV Altenholz gegen die Husumer SV. Dabei sah es lange Zeit nach einem torlosen Remis aus, denn das Spielgeschehen fand vorwiegend im Mittelfeld statt. Not gegen Elend in der ersten Halbzeit, in der sich keine der beiden Kontrahenten entscheidende Vorteile verschaffen konnte. Die Nordfriesen hatten zwar einige Einschussmöglichkeiten, doch letztlich waren auch sie vor dem Tor zu harmlos. Überhaupt hatte man von den Husumern nach den jüngsten Erfolgen etwas mehr erwartet, doch ohne Leidenschaft im Spiel wird die Truppe von Trainer Guido Gehrke die Klasse nicht halten können. »Ein schwaches Spiel meiner Mannschaft«, bemerkte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende. »In solch einer Begegnung muss man auch mal einen Punkt mitnehmen, aber heute war die Elf einfach nicht wieder zuerkennen.« Trainer Harry Witt von TSV Altenholz sprach von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft: »Doch wer am Ende ein Tor schießt und 1:0 gewinnt, hat es dann auch verdient. Wir standen in der zweiten Halbzeit enger am Mann, waren einfach konzentrierter und haben glücklich, aber verdient gewonnen.«

In einem insgesamt schwachen Verbandsligaspiel erarbeitete sich keine Mannschaft entscheidende Vorteile. Die Nordfriesen hatten zumindest einige Tormöglichkeiten. Ein Versuch von Erion Alla volley aus kurzer Distanz verfehlte das Tor nur knapp (1.). Nach kluger Vorarbeit von Gerrit Müller hatte Ingo Cornils mit einem sehenswerten Seitfallzieher die Führung auf dem Schlappen, doch Torhüter Rohleder hielt souverän (38.). Eine Minute später wurde Marcel Otto noch kurz vor dem Schuss abgeblockt. Glück hatten die Stormstädter bereits in der 9. Spielminute, denn ein klarer Handelfmeter wurde den Altenholzern verwehrt, als Gerrit Müller in Torwartmanier mit der Hand im Strafraum klärte.

Nach dem Pausentee wurde die Begegnung etwas ansehnlicher, die Hausherren gingen engagierter zu Werke, drängten auf den Siegtreffer, ohne sich aber eine wirkliche Torchance zu erarbeiten. Und auch die Husumer waren mehr bei der Sache, wirkten optisch überlegen und hatten wieder eine gute Möglichkeit durch Gerrit Müller (61.), der alleine auf Torhüter Rohleder zulief. Bastian Brandenburg konnte die Situation aber noch entschärfen und Müller abdrängen. Völlig überraschend die Führung für die Gastgeber in der 66. Minute. Nach einem Freistoß kam Torhüter Teubler nicht an den Ball, aus dem Gewühl heraus konnte Niklas Zöchting seelenruhig zur 1:0-Führung einschieben Die Nordfriesen bäumten sich noch einmal auf, doch ein Kopfball von Gerrit Müller – das war einfach zu wenig (75.). Wieder ein herber Rückschlag für die Husumer im Kampf um den Klassenerhalt. Altenholz siegte zwar glücklich, aber letztlich nicht unverdient.  

Tore: 1:0 Zöchting (66.)
beste Spieler: - / -
Ecken: 4 : 5
Chancen: 2 : 6
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Arne Jochimsen (TSV Wewelsfleth)
gelbe Karten: Lüthje (63.) /Müller (61.), Herpel (66.), Schulte (88.) 
gelb/rot: Lüthe (80.) wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Rohleder – Schwind, Stahl, Lüthje, Brandenburg – Hussein, Zöchting, T. Kramer, Klatt (83. Bünning) – Hansen (65. C. Kramer), Jensen

Teubler – Groth, Rettkowski, Schulte, Herpel (86. Harrsen) - Saeltz, Cornils (81. Hertting), Becken, Alla (55. Petersen) - Otto, Müller.

  HI 19.04.2008

Spielkultur blieb in der Kabine

Fußball-Verbandsligist Husumer SV unterliegt 0:1 beim TSV Altenholz
Verbandsliga: Die Übersicht
Es gibt nur noch einen Zweikampf um die Meisterschaft. Der VfR Neumünster gewann das Spitzenspiel beim TSV Kropp mit 1:0 und ist damit einziger Verfolger von Tabellenführer Holstein Kiel II (2:1 gegen Eichede). Immer besser läuft es für Flensburg 08. Das 3:0 bei Comet Kiel war der vierte Sieg in Folge bei 17:3 Toren. Damit rückten die Flensburger auf Platz sechs. Die Überraschung lieferte Kilia Kiel. Gab es vor zwei Wochen bei 08 ein 2:8, siegte das Team diesmal 6:0 in Itzehoe und ist auf dem besten Weg zur Qualifikation für die SH-Liga (bis Platz 12). Ernüchterung dagegen beim ETSV Weiche. Durch das 1:3 gegen Schlusslicht Moisling verpassten die Flensburger den Sprung auf Platz 12 und wurden stattdessen auf Rang 17 durchgereicht. Ganz eng wird es auch für die Husumer SV, die 0:1 in Altenholz verlor.

Altenholz (ree) – Drei Siege binnen acht Tagen – es wäre zu schön gewesen für die Husumer SV. Aber die Nordfriesen mussten beim TSV Altenholz mit 0:1 (0:0) die Segel streichen und schafften nicht den erhofften Sprung in der Fußball-Verbandsliga.
"Die Mannschaft war nicht wiederzuerkennen", moserte SV-Coach Guido Gehrke nach der niveaufreien Partie. Einziger Pluspunkt bei den Gastgebern: Sie trafen das Tor. Niklas Zöchling staubte ab (65.), als André Teubler den Ball nicht festhielt. Kurz zuvor (60.) hatten sich die Gäste vom schwachen Unparteiischen benachteiligt gefühlt. Die Attacke von Bastian Brandenburg auf Gerrit Müller war "reif" für einen Strafstoß. Aber den hatten die Altenholzer in der 10. Minute auch vergebens gefordert, als Müller das Leder im Strafraum mit der Hand gespielt haben soll.

Die besseren Chancen besaßen die Nordfriesen, namentlich im ersten Durchgang. Da flog ein Direktschuss von Erion Alla über das Tor (1.) und da hatte TSV-Torhüter Dennis Rohleder Mühe mit einem Müller-Schuss (7.). Noch "dicker" aber die Möglichkeit für Ingo Cornils. In der 38. Minute zog er nach Pass von Müller von der Strafraumgrenze ab, der Ball landete aber knapp Meter neben dem linken Pfosten.

Auch zur zweiten Halbzeit ließen beide Teams die Spielkultur in der Kabine. Wobei es für die Gastgeber nur noch darum ging, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Sebastian Lüthje tat das mit übertriebener Härte und sah die rote Karte (80.). Zuvor hatte Müller noch die Ausgleichschance vergeben. Sein Kopfball landete knapp neben dem Pfosten.

TSV Altenholz: Rohleder – Schwind, Brandenburg, Lüthje, Stahl – Hansen (65. Kramer), Zöchling, Kramer, Hussain – Jensen, Klatt (82. Büning). Husumer SV: Teubler – Groth, Rettkowski, Schulte, Herpel (86. Harrsen) – Saeltz, Alla (54. Petersen), Becken, Cornils (80. Hertting) – Otto, Müller. Schiedsrichter: Arne Jochimsen (TSV Wewelsfleth). Zuschauer: 100.

21. April 2008 · Flensburger Tageblatt

Fußball-Verbandsliga: Niklas Zöchtings Treffer lässt TSV Altenholz jubeln

Altenholz (ez) – Lange Zeit sah es im Spiel der Verbandsliga-Fußballer des TSV Altenholz gegen die Husumer SV nach einem torosen Unentschieden aus. Doch am Ende bejubelten die Gastgeber dennoch einen 1:0 (0:0)-Sieg und sind wieder eindeutig auf Kurs Schleswig-Holstein-Liga.

Not gegen Elend war vor allem in der ersten Halbzeit die Devise. "In solch einer Begegnung muss man auch mal einen Punkt mitnehmen. Aber heute war die Elf einfach nicht wieder zuerkennen", sagt Husums Trainer Guido Gehrke. Sein Gegenüber Harry Witt sprach von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft: "Wer am Ende ein Tor mehr schießt, hat es dann auch verdient. Wir standen in der zweiten Halbzeit enger am Mann, waren einfach konzentrierter."

Glück hatten Gäste bereits in der 9. Spielminute, als Altenholz ein klarer Handelfmeter verwehrt wurde. HSV-Torjäger Gerrit Müller hatte in Torwartmanier mit der Hand im Strafraum geklärt.

Nach der Halbzeitpause wurde die Begegnung etwas ansehnlicher. Die Hausherren gingen engagierter zu Werke. Sie drängten auf den Siegtreffer, ohne sich aber eine wirkliche Torchance zu erarbeiten. Die Husumer wirkten optisch überlegen und hatten wieder eine gute Möglichkeit durch Gerrit Müller (61.), der alleine auf Torhüter Rohleder zulief. Bastian Brandenburg konnte die Situation aber noch entschärfen und Müller abdrängen. Völlig überraschend fiel dann die Führung für die Gastgeber (66.). Nach einem Freistoß kam Torhüter André Teubler nicht an den Ball, aus dem Gewühl heraus konnte Niklas Zöchting seelenruhig zur 1:0-Führung einschieben Die Nordfriesen bäumten sich noch einmal auf, doch nur ein Kopfball von Gerrit Müller (75.) brachte das Altenholzer Tor noch einmal in Gefahr – das war einfach zu wenig.

TSV Altenholz: Rohleder – Schwind, Stahl, Lüthje, Brandenburg – Hussein, Zöchling, Jensen, Klatt (83. Büning) – Hansen (65. C. Kramer), T. Kramer. Husumer SV: Teubler – Groth, Rettkowski, Schulte, Herpel (86. Harrsen) – Saeltz, Cornils (81. Hertting), Becken, Alla (55. Petersen) – Otto, Müller SR: Jochimsen (Wewelsfleth). Zuschauer: 80. Tor: 1:0 Zöchling (66.). Gelb-Rote Karte: Lüthje (80.).

21. April 2008 · Eckernförder Zeitung

Mit Alla nach Altenholz: Gelingt der dritte Streich?

Fußball-Verbandsliga: Husums "englische Woche"

Husum (ree) – Es sollte in der Fußball-Verbandsliga die Woche der Husumer SV werden. So jedenfalls wollte es ihr Trainer Guido Gehrke. Nach dem 4:2-Erfolg am Mittwoch in Breitenfelde stehen die Chancen, dass es damit klappt, ziemlich gut. Ein Sieg am Sonnabend (15 Uhr) beim TSV Altenholz, und der Plan wäre erfüllt.

Aber die Husumer müssen darauf gefasst sein, dass sie es in der dritten Partie innerhalb von acht Tagen mit einem anderen Gegner zu tun haben. Denn der TSV Altenholz hat andere Ambitionen und ist stärker als der Gegner aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Deswegen hat der Husumer Coach nach dem Erfolg auch gar nicht erst Feierstimmung aufkommen lassen, sondern die Konzentration gleich auf den nächsten Kontrahenten gelenkt.

Auf die Hinausstellung von Sebastian Steglich reagierte Gehrke gelassen. Denn am Mittwoch hat sich gezeigt, dass er sich auf seine Akteure "aus der zweiten Reihe" voll und ganz verlassen kann. Außerdem ist Erion Alla in Altenholz wieder dabei.
Folgt man der Statistik, dürfte es ein torreiches Spiel geben. Denn im Schnitt sind in dieser Saison vier Tore fällig, wenn in der Verbandsliga eine Partie mit Altenholz läuft. "Das liegt wohl auch ein bisschen an mir", sagt dessen Coach Harry Witt, der Fußball gern in die gegnerische Richtung spielen lässt. "Den Spruch, dass die Null stehen muss, habe ich jedenfalls nicht erfunden", sagt der 53-Jährige.

Witt erlebt im Übrigen mit seinem Team gerade ein kleines Tief. Nach langer Zeit wurde gegen den TSV Bargteheide mal wieder ein Heimspiel verloren (2:4), die Partie beim TSV Kropp endete gar mit einem 1:4. Aber das entmutigt den Tabellenzehnten (33 Punkte) nicht. "Noch vier Siege aus acht Spielen, dann sind wir durch", so die Rechnung von Witt bezüglich der Schleswig-Holstein-Liga.

"Der Patient hängt am Tropf", hatte Guido Gehrke nach der 0:2-Hinspielniederlage seiner Elf gegen den TSV Altenholz vor fünf Monaten gesagt. Sie scheint auf dem besten Weg, sich im Fußballleben zurück zu melden.

18. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

31. ST 26.04.08 Husumer SV FC Dornbreite Lübeck 3:1

Kartenfestival in Husum - 5 Platzverweise!

26.04.2008

Husumer SV - FCD Lübeck

3 : 1 (0:1)


Eine sehr spannende und unterhaltsame, aber nicht immer hochklassige Begegnung sahen leider nur 200 Zuschauer im Husumer Friesenstadion. Es wurde den Fans an diesem Spieltag einiges geboten: Vier Tore, dazu elf gelbe, vier gelb-rote und eine rote Karte. Für viel Platz auf dem Spielfeld sorgte Schiedsrichter Andreas Raschka, dem mit zunehmender Spielzeit die Zügel immer mehr entglitten und der beide Mannschaften aus dem Rhythmus brachte. Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, wann einige der verwarnten Spieler vom Platz mussten, hatte der Referee durch viele kleinliche (Fehl)entscheidungen unnötig gelb verteilt. Höhepunkt war die 69. Spielminute, in der sogar ein Spielabbruch zu befürchten war: Rudelbildung und Faustschläge beherrschten das Bild. Emotionen pur nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Rängen. Und wieder musste ein Spieler vom Feld. Husums Pierre Becken, der völlig unbeteiligt noch Schlimmeres zu verhindern versuchte, sah den roten Karton.

Das bessere Ende hatten schließlich verdientermaßen die Husumer für sich, drehten sie doch ein verloren geglaubtes Spiel und sicherten sich drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Viel sagen wollten die Trainer verständlicherweise nach dieser aufreibenden Partie nicht, zu aufgewühlt waren beide nach Spielende. »Wir haben super gespielt und völlig verdient gewonnen. Ein überlegen geführtes Spiel von uns«, war Husums Trainer Guido Gehrke immerhin zu entlocken. Dornbreites Übungsleiter Aleksandar Tomic war natürlich geknickt: »Wir haben uns selbst ein Bein gestellt. Mit der Führung im Rücken und in Überzahl darf man solch ein Spiel nicht mehr aus der Hand geben.«

Die Hausherren sofort im Vorwärtsgang, nach zwei Minuten eilte Marcel Otto alleine auf Torhüter Pekrun zu, doch der behielt die Ruhe und hielt. Durch eine Unkonzentriertheit ging Dornbreite bereits nach fünf Minuten in Führung: Sascha Rettkowski vertändelte leichtfertig das Leder vor dem Strafraum, Benjamin Mecker nutze die Chance zur Führung eiskalt aus. Husum fing sich schnell, riss das Geschehen an sich und kam immer wieder zu Tormöglichkeiten. Torhüter Jan Pekrun konnte sich jetzt mehrfach auszeichnen. In der 24. Minute holte er einen Ball von Pierre Becken aus dem Winkel, zehn Minuten später blieb er gegen den gleichen Spieler im direkten Duell Sieger. Dem möglichen Ausgleich von Becken (34.) verwehrte der Schiedsrichter die Anerkennung.

Auch im zweiten Durchgang marschierten die Nordfriesen nach vorne, die Lübecker nur mit gelegentlichen Kontern. Trotz zwischenzeitlicher Unterzahl (gelb-rote Karte für Rettkowski/51.) drängten die Hausherren auf das gegnerische Tor. Nachdem Ingo Cornils (47.) und Gerrit Müller (50.) nur um Zentimeter vorbeizielten, war es der eingewechselte Michael Petersen, der den verdienten Ausgleich besorgte (58.). Eine Minute später scheiterte Gerrit Müller am glänzend aufgelegten Lübecker Keeper. Nachdem auch Pierre Becken das Spielfeld verlassen musste (69.), schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Gastgeber einbrechen würden. Doch Dornbreite spielte viel zu verhalten, nutzte die Räume überhaupt nicht. Die Stormstädter kamen überraschenderweise zu weiteren Chancen. Die größte vergab Christian Herpel (86.) mit einem Freistoß aus 25 Metern. Und was keiner der Fans mehr zu hoffen gewagt hatte, passierte. Die Lübecker schwächten sich selbst mit drei gelb-roten Karten für Vierig (79.), Ahrens (83.) und Strehlau (88.). Couragiert nutzten die Nordfriesen jetzt die Fehler der Gäste aus. Der eingewechselte Lukas Hertting schaffte mit seiner ersten Ballberührung die 2:1-Führung in der 86. Minute. In der Schlussminute wurde Hertting im Strafraum von den Beinen geholt, Gerrit Müller verwandelte zum umjubelten 3:1-Endstand.

Tore: 0:1 Mecker (5.), 1:1 Petersen (58.), 2:1 Hertting (86.), 3:1 Müller (FE/90.)
beste Spieler:  Becken, Saeltz, Müller, Petersen / Pekrun
Ecken: 11 : 3
Chancen: 12 : 3
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Andreas Raschka
gelbe Karten: Becken (34.), Rettkowski (48.), 63. Herpel (63.) / Jasek (15.), Vierig (19.), Ahrens (26.), Sembritzki (41.), Strehlau (45.), Azzez (65.), Asmussen (88.), Pekrun (88.)
gelb-rot: Rettkowski (51.) / Vierig (79.), Ahrens (83.), Strehlau (88.) alle weg. Foulspiel  
rot: Becken (69.) angebliche Tätlichkeit
Aufstellung:

Teubler - Strüning (83. Alla), Rettkowski Schulte (44. Petersen), Herpel - Saeltz, Becken, Groth, Cornils - Otto (85. Hertting), Müller.

Pekrun - Sembritzki, Jasek (46. Azzez), Ahrens - Schuett (75. Sare), Strehlau, Weiß, Baetge (80. Kröger), Asmussen - Mecker, Vierig.

  HI 26.04.2008

Husum gewinnt "Skandalspiel"

Tumulte, Krankenwagen, gelbe und rote Karten in Serie, und ein Schiedsrichter, der am Ende alles verkehrt machte – die Verbandsliga-Partie zwischen der Husumer SV und dem FC Dornbreite bot alles, was ein Fußballspiel nicht braucht. Fast wäre dabei untergegangen, dass die Stormstädter nach insgesamt 97 Minuten einen 3:1 (0:1)-Sieg davongetragen hatten, den sie teuer bezahlten: Dennis Schulte liegt mit Schienbeinbruch im Krankenhaus, Pierre Becken droht nach seiner roten Karte eine längere Spielpause.
Husums David Strüning (rechts) verfolgt Roland Ahrens. Der frühere Spielertrainer des SC Norddörfer sah acht Minuten vor Schluss die "Ampelkarte". Foto: Voss
Verbandsliga: Die Übersicht
Holstein Kiel II bleibt auf Titelkurs. Der Spitzenreiter erzielte beim Verfolger VfR Neumünster ein 2:2 und liegt damit bei einem Spiel mehr weiter vier Punkte voraus. Immer spannender wird der Kampf um Platz 12, den letzten Relegationsplatz für die SH-Liga. Sieben Team liegen nur vier Zähler voneinander getrennt auf den Rängen 12 bis 18. Da auch Kilia Kiel (0:4 gegen Altenholz) und der Itzehoer SV (0:6 in Büdelsdorf) schwächeln, scheinen noch einige Verschiebungen möglich zu sein. Große Gewinner des Wochenendes waren Husumer SV (3:1 gegen Dornbreite), Breitenfelder SV (2:0 bei Flensburg 08) und SV Eichede (3:2 gegen Comet Kiel).

Husum (ree) – Ihren negativen Höhepunkt erlebte diese Partie in der 67. Minute. Da geriet Carsten Groth (SV) an der Seitenlinie mit Sascha Strehlau (FC) aneinander – eine "Kappelei", wie sie häufiger vorkommt. Am Ende schlug aber der Dornbreiter dem Husumer ins Gesicht, was eine klare Tätlichkeit war. Der Ort war im Nu bevölkert, auch von solchen, die auf dem Spielfeld nichts zu suchen hatten. Als das Rudel schließlich wieder entzerrt war, berieten sich die Unparteiischen minutenlang – mit dem Ergebnis, dass Pierre Becken (SV) des Feldes verwiesen wurde. Kapitale Fehlentscheidung! Becken, zu dieser Zeit Kapitän seiner Elf, hatte nur zu schlichten versucht. Die Nordfriesen verloren also ihren Besten und die Partie stand mit 1:1 auf der Kippe.

Doch neun Husumer erkämpften sich noch den verdienten Sieg. Ganz groß heraus kam dabei Lukas Hertting, den Trainer Guido Gehrke in der 84. Minute eingewechselt hatte. Mit seinem ersten Ballkontakt erzielte der Husumer nach herrlichem Anspiel von Gerrit Müller das 2:1 (85.). Und vier Minuten später holte er einen Foulelfmeter heraus, den Gerrit Müller souverän zum 3:1 verwandelte. Zu diesem Zeitpunkt waren freilich auch die Gäste nicht mehr komplett. Auch Jan Vierig (78.) und Ronald Ahrens (82.) hatten noch die Ampelkarte bekommen.

Schon in der ersten Halbzeit wurden die Lübecker ihrem Ruf als "Hardliner" gerecht. Die gelben Karten (insgesamt kassierten sie davon zehn an diesem Tag) fielen ihnen zu wie reife Früchte. Opfer der rüden Attacken waren immer wieder Müller und Becken, mit deren Tempo die Gäste nicht mitkamen. Das unverhoffte 0:1 von Benjamin Mecker (4.) beflügelte sie noch in ihrer Gangart. Die Husumer hingegen wurden mit jeder vergebenen Torchance nervöser. Marcel Otto (3.), Becken (24.), Ingo Cornils (34.) und wieder Becken (35. und 36.), sie alle hatten den Treffer auf dem Fuß. Bei Beckens drittem Versuch lag der Ball sogar im Netz, der Treffer wurde aber wegen angeblichen Foulspiels des Husumers nicht anerkannt.
Was die Emotionen ("Da kann man doch als Trainer nur austicken!") bei Guido Gehrke weckte, den es nicht mehr auf der Bank hielt. Die Folge: Platzverweis für den Coach. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann das bittere Ende für Dennis Schulte. Er wurde am gegnerischen Strafraum mit voller Wucht von seinem Nebenmann Christian Herpel getroffen, der das Leder frei wähnte und voll durchzog. Schultes Schienbein hielt der Einwirkung nicht stand. Im Krankenhaus wurde eein Bruch diagnostiziert.

Für den Verletzten wurde Michael Petersen eingewechselt, der mit seinem Winkelschuss zum 1:1 in der 57. Minute die sportliche Wende einleitete.

Husumer SV: Teubler – Strüning (73. Alla), Rettkowski, Schulte (45. Petersen), Herpel – Saeltz, Groth, Becken, Cornils – Otto (84. Hertting), Müller. FC Dornbreite: Pekrun – Sembritzki, Strehlau, Ahrens, Schuett (75. Sare) – Vierig, Mecker, Jasek (46. Azzez), Baetge (78. Kröger) – Asmussen, Weiß. Beste Spieler: Becken, Petersen – Pekrun, Asmussen. Schiedsrichter: Andreas Raschka (SSV Großensee). Zuschauer: 200.

28. April 2008 · Flensburger Tageblatt

Gehrke interessiert die Tabelle nicht

Sechs Punkte aus drei Spielen – bei der Husumer SV kann man einigermaßen zufrieden sein mit der Ausbeute der englischen Woche. Aber so richtig nach vorn gebracht hat das die Nordfriesen (26 Zähler) in der Fußball-Verbandsliga nicht. Deswegen muss gegen den FC Dornbreite (28 Punkte) am Sonnabend (15 Uhr) unbedingt ein Sieg her.
Hier scheitert Dennis Schulte (re.) noch – am Sonnabend trifft er. Davon ist Mitspieler Gerrit Müller überzeugt. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – Für Dieter Schleger, der am Mittwoch Geburtstag hatte, steht für sein Team wieder ein Dreier auf dem Programm. "Zwei Siege, danach eine Niederlage, das ist jetzt unsere Reihenfolge", hat der SV-Ligamanager erkannt. Und sollte das klappen und die Konkurrenz entsprechend mitmachen, könnte es in der Tabelle auch endlich den entsprechenden Schub geben.

Guido Gehrke hingegen rät vom Blick auf das Zahlenfeld ab. "Die ist erst am letzten Spieltag interessant", sagt der SV-Coach. "Bis dahin müssen wir in jedem Spiel alles geben." Und das Vertrauen, dass sie sich entsprechend "zusammenreißen" wird, gibt der Coach seiner Mannschaft. Trotz der insgesamt schwachen Leistung beim 0:1 in Altenholz, die Schleger wie Gehrke alles in allem für unglücklich halten. Gehrke vertraut im Übrigen auf den "Team-Spirit", den er in seiner Mannschaft ausgemacht haben will. "Von den letzten sieben Partien haben wir fünf gewonnen, die Tendenz zeigt eindeutig nach oben", so seine Beobachtung. Außerdem möchte er nicht, dass seine Spieler sich in irgendeiner Form auf Fremdhilfe verlassen. Gehrke: "Die Mannschaft muss sich ganz auf das konzentrieren, was wir selbst in der Hand haben." Am Sonnabend hat sie es in der Hand, sich für die 3:5-Hinspielniederlage gegen den FC Dornbreite zu rehabilitieren.

Harte Zeiten für Alexandar Tomic, den Coach der Lübecker: Seit acht Spieltagen rennt er mit seiner Mannschaft erfolglos einem Sieg hinterher. "Bei uns war viel Unruhe und viele waren undiszipliniert", erklärt der Serbe. "Aber inzwischen ist wieder alles okay." Das 1:1 am vergangenen Wochenende gegen den Heikendorfer SV will er als Anzeichen dafür gesehen haben. Dass es mit der Schleswig-Holstein-Liga schwierig wird, weiß man in Dornbreite. Denn der FC hat von allen Teams, die sich da zwischen Rang 12 und 19 tummeln, mit die meisten Spiele absolviert. Hier wird man verstärkt auf die Ergebnisse der Konkurrenz schauen müssen. Am Sonnabend aber will der Tabellen-15. sich noch einmal ganz auf sich selbst verlassen. Und dazu reist er mit komplettem Kader an. Verletzte hat auch Guido Gehrke nicht. Aber auf Sebastian Steglich muss der Trainer verzichten, denn der ist immer noch Rot-gesperrt.

Gerrit Müller macht übrigens exakte Angaben zum anstehenden Spiel. "Wir gewinnen 3:0", sagt der mit 13 Toren bislang beste Husumer Torschütze. "Es treffen Schulte und zwei Mal Müller." Und für die, die es ganz genau wissen willen: "Das Tor von Schulte per Kopf nach Eckball von Müller."

25. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

32. ST 03.05.08 TSV Bargteheide Husumer SV 1:4

Husum weiter im Rennen!

03.05.2008

TSV Bargteheide - Husumer SV

1 : 4 (0:2)


»Ich bin zufrieden, denn die Mannschaft hat dem Druck standgehalten, hier gewinnen zu müssen«, gab ein erleichterter Husumer Trainer Guido Gehrke nach Spielende zu Protokoll. Und wie die Elf aufspielte, das war schon bemerkenswert. Spielerisch eindeutig im Vorteil, drängten die Nordfriesen die Hausherren immer wieder in die eigene Hälfte zurück und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen. Aber auch die kämpferische Einstellung stimmte an diesem Nachmittag, Bargteheide wirkte während der gesamten Spielzeit deutlich unterlegen, ja hilflos. Nur mit langen Bällen agierend, landete das Leder immer wieder sicher in den Fängen von Torhüter André Teubler. Als die Gastgeber sich keinen Rat mehr wussten, versuchten sie mit großer Härte zum Ziel zu kommen.

Als körperbetontes Spiel konnte man das wahrlich nicht mehr durchgehen lassen, doch Schiedsrichter Massalme griff nicht energisch genug durch. Leidtragender war Gerrit Müller, der nach 65 Minuten verletzungsbedingt ausscheiden musste. »Wir haben vernünftig angefangen und das Spiel konzentriert durchgespielt. Durch die zwei Tore in der ersten Halbzeit haben wir uns natürlich eine gute Ausgangsposition geschaffen«, bemerkte Guido Gehrke richtigerweise.

Die Stormstädter legten los, wie die Feuerwehr. Und schon in der 13. Spielminute klingelte es mit Kasten des TSV. Marcel Otto konnte die Vorlage von Erion Alla von der rechten Seite trotz Bedrängnis zur Führung nutzen. Husum drängte weiter, die Hausherren im Rückwärtsgang. Die Belohnung für ihr Engagement folgte für die Nordfriesen in der 39. Minute. Nach herrlicher Vorarbeit von Sebastian Saeltz, der seine Gegenspieler schwindelig spielte, vollendete Gerrit Müller zur 2:0-Pausenführung. Der Husumer Torjäger hätte kurz vor der Pause seinen zweiten Treffer erzielen können, doch in letzter Sekunde scheiterte er am gegnerischen Torhüter (43.). Nur einmal deuteten die Gastgeber ihre Gefährlichkeit an: Sebastien Mankumbani lief nach einem Freistoß auf Torhüter Teubler zu - doch Husums Keeper bewahrte die Ruhe und klärte (31.).

Durch das schnelle 3:0 nach dem Wechsel wieder durch Gerrit Müller in der 57. Spielminute war der Drops endgültig gelutscht. Gegen die Laufrichtung des Torwarts schob Müller ein. Bei einem Kopfball von Lukas Hertting und einem gekonnten Dribbling von Marcel Otto gegen sechs Gegenspieler (beide 68. Minute) war deutlich mehr drin, ein Tor sollte den Youngstern aber nicht gelingen. Das schaffte in der letzten Spielminute Michael Petersen, der nach einer Ecke aus 16 Metern ins lange Eck traf (90.). Durch den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Michael Strusch zum 1:3 (78.) ließen sich die Husumer überhaupt nicht beeindrucken, spielten engagiert und ohne Nerven zu zeigen weiter ihr Spiel. Torhüter Teubler musste nur noch einmal eingreifen: Nach einem Freistoß von Strusch lenkte er das Leder souverän zur Ecke (84.).

Diesen klaren und wichtigen Auswärtssieg - mit einer guten Mannschaftsleistung - gilt es am Mittwoch (7.4. ) im Nachholspiel gegen Eider Büdelsdorf zu bestätigen. Vielleicht gelingt der Sportvereinigung ja eine Überraschung.  

Tore: 0:1 Otto (13.), 0:2 Müller (39.), 0:3 Müller (57.), 1:3 Strusch (78.), 1:4 Petersen (90.)
beste Spieler: Buchholz / Teubler, Herpel, Saeltz
Ecken: 6 : 6
Chancen: 7 : 13
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Samir Massalme (Michaelisdonn)
gelbe Karten: Penke (65.), Mehner (67.) / Teubler (74.), Cornils (81.) 
gelb/rot: Cornils (83.) weg. Foulspiel
Aufstellung:

Johann - Koch, Mehner, Penke, Buchholz - Strusch, Wriedt, Inden, Heinz - Bodewieck, Mankumbani.

Teubler - Andresen, Herpel, Rettkowski - Strüning (60. Harrsen), Saeltz, Cornils, Alla, Petersen - Otto (76. Berger), Müller (65. Hertting).

  HI 03.05.2008

Teuer erkaufter Sieg: Gerrit Müller fällt verletzt aus

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV siegt 4:1 beim TSV Bargteheide / Am Mittwoch gegen Büdelsdorf
Husums Abwehrspieler Christian Herpel (links) behauptet den Ball gegen Bargteheides Angreifer Sebastien Mankumbani. Foto: Sievers
Verbandsliga: Die Übersicht
Was für eine Spannung: An der Spitze kämpft ein Duo um den Titel, im Mittelfeld zittern neun Teams um die Qualifikation zur SH-Liga. Da Tabellenführer Holstein Kiel beim 2:2 gegen Heide etwas schwächelte, ist der VfR Neumünster (1:0 bei Comet Kiel) wieder bis auf einen Punkt dran. Im Rennen um den ominösen zwölften Platz hat die Husumer SV wieder richtig gute Karten. Durch das 4:1 in Bargteheide kletterten die Nordfriesen auf Rang 14 – haben aber noch zwei Nachholspiele. Chancen rechnet sich auch der ETSV Weiche nach dem 1:0 gegen Breitenfelde aus.

Bargteheide (ree) – Die Husumer SV musste ihren Erfolg in der Fußball-Verbandsliga auch an diesem Wochenende teuer bezahlen. Beim 4:1 (2:0)-Sieg in Bargteheide wurde Gerrit Müller in der 62. Minute so schwer gefoult, dass er für den Rest der Saison mit einem Bänderriss ausfällt. Bitter für den Mann, der in Bargteheide wieder zwei Tore schoss und für die Husumer SV nahezu unverzichtbar ist.

Während die Stormstädter versuchen, mit spielerischen Mitteln den Sprung in die SH-Liga zu packen, werden sie von der Konkurrenz rüde ausgebremst. Auch Schiedsrichter Samir Massalme ahndete am Sonnabend die Attacken auf Müller und andere nicht hinreichend. Kommentar von SV-Coach Guido Gehrke: "Es ist eine Frechheit, was da passiert."
Bevor er ausscheiden musste, bewies Müller auch im Kreis Stormarn seine fußballerische Klasse. An dem 3:0 nach 50 Minuten war er maßgeblich beteiligt. Wobei den Gästen bis dahin zum Teil sehenswerte Ballpassagen gelungen waren. Das 0:1 erzielte Marcel Otto in der 12. Minute nach feinem Anspiel von Erion Alla. In der 40. Minute hatte Sebastian Saeltz eine von vielen starken Szenen. Nachdem er sich gegen mehrere Gegner durchgesetzt hatte, erreichte sein Pass Müller. Und der vollstreckte zum 0:2. dem er zehn Minuten später das 0:3 folgen ließ, wiederum auf Zuspiel von Saeltz. Wobei Müller, dessen Trefferzahl jetzt bei 15 liegt, noch zwei hochkarätige Möglichkeiten ausließ (35. und 43.). Auch der für ihn eingewechselte Lukas Hertting hätte das 0:4 machen können, platzierte seinen Kopfball aber zu sehr in die Tormitte.

Es war die simple Methode, mit der die Hausherren der Husumer Überlegenheit begegneten. Meist wurden die Bälle weit nach vorn befördert. Und beim 1:3 von Michael Strusch (77.) hatten sie damit sogar einmal Erfolg. Mit einem Drehschuss zum 1:4 in der Schlussminute stellte Michael Petersen aber wieder den alten Abstand her. Dies sogar in Unterzahl, den Ingo Cornils hatte inzwischen die gelbrote Karte gesehen.
"Wir müssen jetzt die Flucht nach vorn antreten", sagte Guido Gehrke, der mit seiner Mannschaft schon am Mittwoch (19 Uhr) im Friesenstadion auf die FT Eider Büdelsdorf trifft.

Husumer SV: Teubler – Strüning (55. Harrsen), Herpel, Rettkowski, Andresen – Saeltz, Alla, Cornils, Petersen – Otto (75. Berger), Müller (63. Hertting). Schiedsrichter: Samir Massalme (St. Michaelisdonn). Zuschauer: 120.

5. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

1:4 – Sportlicher Offenbarungseid

In dieser Verfassung hat der TSV Bargteheide nichts in der neuen Schleswig-Holstein-Liga zu suchen: Beim 1:4 gegen die Husumer SV leistete der von Thomas Runge trainierte Fußball-Verbandsligist einen sportlichen Offenbarungseid.
Haute sich rein, als Angreifer aber ohne Torgefahr: Bargteheides Sebastien Mankumbani. Foto: ssi

Bargteheide (ssi) – Von Konkurrenzfähigkeit kann beim TSV Bargteheide zurzeit keine Rede sein. Das wurde am Sonnabend gegen die Husumer SV (14.) deutlich. Gegen einen keineswegs überragenden Gegner, der ebenfalls mitten drin steckt im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga, mussten sich die Stormarner auch in der Höhe verdient mit 1:4 (0:2) geschlagen geben.

Schwaches Zweikampfverhalten, fehlende Ordnung in der Defensive, ein Offensivspiel, das sich darauf beschränkt, die Bälle hoch und weit in des Gegners Hälfte zu schlagen, eine Mannschaft die sich nicht als solche präsentiert – die Liste der Unzulänglichkeiten beim TSV ist lang und machte es den Husumern einfach, die drei Punkte durch Treffer von Marcel Otto (13.), Geerit Müller (38., 57.) und Erion Alla (90+1) zu verbuchen. Selbst in Überzahl – HSV-Kicker Ingo Cornils hatte in der 80. Minute die Ampelkarte gesehen – brachten die Bargteheider nichts Produktives zustande, kassierte stattdessen noch das 1:4.

Die Hoffnung, in der neuen Saison in der Schleswig-Holstein-Liga dabei zu sein, hat TSV-Trainer Thomas Runge nach der desolaten Leistung und der siebten Pleite in Folge daher aufgegeben. Als Tabellenvorletzter fehlen den Bargteheidern sechs Zähler zum rettenden zwölften Platz. Es sind zwar noch ein paar Punkte zu vergeben, "aber mit denen, die gegen Husum auf dem Platz standen, habe ich wenig Hoffnung, dass wir noch etwas holen", gestand der Coach. Runge redete nach dem 1:4 erstmals Tacheles. "Was soll ich denn noch beschönigen. Ich werde Ligaobmann Peter Metzner empfehlen, für die neue Verbandsliga zu planen – und sich schnellstens von fünf oder sechs Spielern zu trennen".
Die personelle Nachbesserung im Winter mit der Verpflichtung von Peter Staczek, Mario Pophal und Cetin Turgut haben vorübergehend die Probleme im Kader kaschiert. Doch wenn diese und weitere Stützen wie am Sonnabend ausfallen, wird deutlich, woran es hapert. "Den meisten fehlt es am technischen und taktischem Niveau, um in dieser Liga zu spielen. Bestes Beispiel ist unsere Offensive, die alles andere als Torgefahr ausstrahlt", unterstreicht Runge. Drei Tore in den vergangenen sieben Partien sprechen eine deutliche Sprache. Bezeichnend erzielte gegen Husum mit Michael Strusch ein defensiver Mittelfeldspieler den Ehrentreffer. (77.). Dass einige im Kader trotzdem Ansprüche und Forderungen an Trainer und Verein stellen, ist für den Runge unglaublich: "Jahrelang sind hier Spieler hofiert worden, wenn ich aber die Leistung auf dem Platz sehe, dann hat niemand auch nur annähernd einen Grund, irgendetwas zu fordern. Ich kann zumindest erwarten, dass man sich für den Klassenerhalt zerreißt. Aber selbst dazu sind einige nicht in der Lage".

TSV: Johann – Buchholz – Metzner, Penke – Heinz, Strusch, Koch, Wriedt – Inden, Bordewieck, Mankumbani.

5. Mai 2008 · Stormarner Tageblatt

TSV Bargteheide unter Zugzwang

Fußball-Verbandsliga: Runge-Elf muss Talfahrt gegen Husumer SV stoppen
Fällt verletzt aus: Eichedes Abwehrspieler Jan Siemering.

Kreis Stormarn (ssi) – Seit sechs Spielen wartet der abstiegsbedrohte Fußball-Verbandsligist TSV Bargteheide auf einen Sieg. Die Talfahrt sorgte dafür, dass die Elf von Trainer Thomas Runge auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist. Im Heimspiel gegen den ebenfalls gefährdeten Husumer SV (heute, 15 Uhr, Sportpark) stehen die Stormarner somit unter Zugzwang. Ein Sieg über den Tabellen-15. ist beinahe schon Pflicht, wenn die Konkurrenz im Kampf um den zwölften Tabellenplatz, der die Qualifikation zur neuen Schleswig-Holstein-Liga bedeutet, nicht in weite Ferne rücken soll. Zum rettenden Ufer sind es zwar nur fünf Zähler, aber die müssen erst einmal geholt werden.

Optimistisch kann indes der SV Eichede nach einem 1:1 am vergangenen Mittwoch gegen den VfR Neumünster (2.) in die Heimpartie gegen Flensburg 08 gehen. "Wir sind gut drauf und haben alle Möglichkeiten, Flensburg zu schlagen", meint Trainer André Laß. Der Tabellensechste hat die Qualifikation praktisch in der Tasche, kann die Saison ruhig ausklingen lassen. Das könnte ein Vorteil für die Steinburger sein, die in den verbleibenden Partien auf Jan Siemering verzichten müssen, weil dessen Kniescheibe zum wiederholten Male herausgesprungen ist. Ein Dreier gegen Flensburg 08 und die Eicheder würden den punktgleichen SV Todesfelde (13.), der an diesem Wochenende spielfrei ist, überflügeln.

3. Mai 2008 · Stormarner Tageblatt

Jetzt ist Fantasie gefragt

Arg dezimiert muss die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga morgen (15 Uhr) beim Vorletzen TSV Bargteheide antreten.
Husums Coach Guido Gehrke plagen Personalsorgen.

Husum (ree) – Den höchsten Sieg in dieser Saison schaffte die Husumer SV mit einem 5:1 vor eigenem Publikum gegen den TSV Bargteheide. Dort gastieren die Stormstädter morgen (15 Uhr) zum Rückspiel. Ein ähnlicher Coup wie im Hinspiel wird ihnen dabei kaum gelingen: In der Mannschaft von Trainer Guido Gehrke-Truppe fehlen wichtige Kräfte. Gleich drei von den Akteuren, die am vergangenen Sonnabend den Anpfiff zum "Skandalspiel" gegen den FC Dornbreite miterlebten, können nicht eingesetzt werden. Schade vor allem für Mittelfeldspieler Pierre Becken, der wieder auf dem Weg zur alten Form war und durch eine krasse Fehlentscheidung die Rote Karte bekam. Reagieren kann der Verein noch nicht, da der Fall noch nicht verhandelt wurde. Hoffnung knüpft man aber an Kurt Hinrichsen (Dagebüll), der als Schiedsrichter-Beobachter am vergangenen Sonnabend im Friesenstadion war.

Ziemlich klar hingegen ist das "Strafmaß" für Dennis Schulte. Es wird über das Ende der Saison hinaus dauern, bis sein Schienbeinbruch auskuriert ist. Am Dienstag konnte Husums Abwehrrecke aber schon mal das Krankenhaus verlassen. Den Fußballrasen wird er aber wohl erst in drei Monaten wieder betreten. "Ich lass es ruhig angehen", so der 25-jährige Lehramtsstudent.

Ausfallen in Bargteheide wird auch Carsten Groth. Ihn plagen Muskelprobleme im Hüftbereich und er wird drei bis vier Wochen pausieren müssen. Da auch Sebastian Steglich noch ein Spiel gesperrt ist, muss Guido Gehrke seine ganze Aufstellungsfantasie aktivieren.

Aber der Coach neigt auch in dieser für ihn harten Situation nicht zum Lamentieren. "Wir reisen zwar mit den letzten Mohikanern, aber ich vertraue den Jungs", so Gehrke kurz und bündig. Der Trainer hofft außerdem, dass die Leidenserfahrung aus dem Dornbreite-Spiel seinem Kader noch zusätzlichen Schwung verleiht und sie "einen weiteren Schritt in Richtung Quali tut."

Das Maß aller Dinge in dieser Beziehung ist der SV Eichede, der auf Rang zwölf rangiert und durch sein 1:1 am Mittwoch gegen den VfR Neumünster auf 33 Zähler kommt. Die Husumer SV steht vier Zähler schlechter da, hat aber zwei Spiele weniger. Für den TSV Bargteheide (29 Spiele/28 Punkte) ist der Druck besonders hoch. Guido Gehrke: "Die müssen gewinnen." Was beim Tabellenvorletzten trotz des Trainerwechsels (Carsten Runge löste Reinhard Lindtner ab) in letzter Zeit nicht mehr so gut klappt.

Der Fan- und Mannschaftsbus nach Bargteheide startet um 11.45 Uhr vom Friesenstadion.

2. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

27. ST 07.05.08 Husumer SV FT Eider Büdelsdorf 1:2

Husumer Engagement wurde nicht belohnt!

07.05.2008

Husumer SV - Eider Büdelsdorf

1 : 2 (1:1)


Mit einer stark ersatzgeschwächten Elf traf die Husumer SV im Nachholspiel des 27. Spieltags auf Eider Büdelsdorf und lieferte eine sehr gute Partie ab. Mit viel Engagement gingen die Nordfriesen zur Sache, doch die Hausherren wurden letztlich nicht für ihr couragiertes Spiel nach vorne belohnt. Der Pfosten und fehlende Durchschlagskraft im Angriff standen der SV im Weg. Dennoch Lob für das gute Spiel. Ein Klassenunterschied zwischen den Husumern, die gegen den Abstieg spielen und den Gästen aus der erweiterten Spitzengruppe der Verbandsliga, war nicht erkennbar. Büdelsdorf hatte das nötige Glück auf seiner Seite und rettete den Sieg über die Zeit.

»Eine klasse Leistung meiner Elf«, lobte Husums Trainer Guido Gehrke seine Spieler. »Wir haben sehr unglücklich verloren, hätten mehr verdient gehabt. Die Spieler haben sich reingehängt, gefightet bis zum Umfallen. Nur das Endergebnis stimmte nicht.« Trainer Olaf Lehmann von Eider Büdelsdorf erkannte die Leistung des Gegners an: »Dass es heute in Husum nicht einfach wird, war mir klar. Husum hat gut dagegen gehalten. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden.«

Die Gastgeber drängten sofort in Richtung Strafraum, engagiert ging man in die Zweikämpfe. Eider hatte Mühe sich zu befreien. Bereits in der 14. Minute klingelte es im Büdelsdorfer Kasten. Ingo Cornils hatte sich energisch durchgesetzt, spielte in den Lauf von Erion Alla, der Torhüter Philipp Weiser zur 1:0-Führung bezwingen konnte. Dann setzte sich der agile Lukas Hertting gekonnt in Szene: Ein Drehschuss von der Strafraumgrenze flog nur Zentimeter über den Querbalken (19.). Vier Minuten später entschied Schiedsrichter Esch nach einer harmlosen Attacke auf Freistoß für die Gäste. Aus 25 Metern hämmerte Kai Lass das Leder gekonnt zum Ausgleich in die Maschen. War das jetzt die Wende zugunsten von Büdelsdorf? Weit gefehlt, denn die Husumer spielten genau so engagiert weiter und kamen mit dem Pausenpfiff zu einer erneuten Gelegenheit. Christian Herpel brachte Torhüter Weiser mit einem Freistoß von der linken Seite mächtig ins Schwitzen. Doch der Keeper lenkte das Leder noch zur Ecke.

Auch im zweiten Durchgang hatten die Stormstädter die größeren Möglichkeiten, doch klebte ihnen weiter das Pech am Stiefel. Marcel Otto schloss einen gekonnten Angriff ab, setzte den Ball aus vollem Lauf gegen den Pfosten (50.). Eine Minute später brachte Erion Alla den Keeper mit einem Eckball in Schwierigkeiten. Doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Das merkte auch Lukas Hertting, der in der 53. Spielminute alleine auf Torhüter Weiser zulief. Weiser konnte abwehren. Nach 70 Spielminuten platzten dann die Träume der Nordfriesen: Sebastian Gregorczyn passte auf Till Furthmann, der in stark abseitsverdächtiger Position Torhüter Teubler tunnelte (70.). Die Husumer warfen jetzt alles nach vorne, Eider nur noch im Abwehrkampf. Michael Petersen konnte in der 78. Minute aus kurzer Distanz das Leder nicht unter Kontrolle bringen. Auch ein fulminanter Freistoß von Petersen aus 17 Metern (90.) entschärfte Torhüter Weiser. Eider rettete sich über die Zeit, hatte aber eine optimale Chancenverwertung. Zwei Tormöglichkeiten und zwei Treffer - besser geht es nicht!

Tore: 1:0 Alla (14.), 1:1 Lass (23.), 1:2 Furthmann (70.)
beste Spieler:  Mannschaftsleistung - Herpel, Hertting / Weiser
Ecken: 3 : 3
Chancen: 10 : 2
Zuschauer: 228
Schiedsrichter: Andreas Esch (Bargteheide)
gelbe Karten: Petersen (48.), Herpel (56.) / Drewes (76.)
Aufstellung: Teubler - Strüning, Andresen, Rettkowski, Herpel - Saeltz, Cornils, Alla (79. Berg), Petersen - Otto (86. Rizos), Hertting (74. Berger).
Weiser - Treptow, Sörensen, Lass, Köpke - Reibe (67. Korkmaz), Sawkylycz, Bruns, Gregorczyn (83. Stanojevic) - Furthmann, Yildirim (65. Drewes).
  HI 07.05.2008

Dämpfer für Husum: 1:2 gegen Eider Büdelsdorf
Keeper Philipp Weiser rettet Eider das 2:1

Fußball-Verbandsliga: Starker Gästekeeper Philipp Weiser avanciert zum Matchwinner bei den Gästen
Büdelsdorfs Torge Treptow (links) klärt vor dem Husumer Angreifer Lukas Hertting, der gestern Torjäger Gerrit Müller ersetzte. Foto: Voss

Husum (ree) – Fußball-Verbandsligist Husumer SV hat im Kampf um die Qualifikation für die SH-Liga einen Rückschlag erlitten. Das Nachholspiel gegen Eider Büdelsdorf verloren die Nordfriesen gestern Abend mit 1:2 (1:1). Beide Teams boten ein technisch ansprechendes Spiel, suchten die Offensive. Dabei hatten die Gäste die erste Torgelegenheit, doch Till Furthmann zielte nach der ersten Ecke für Eider knapp vorbei.
Die Husumer hielten dagegen und durften nach 14 Minuten jubeln: Ingo Cornils spielte einen präzisen Pass auf Erion Alla, der Eider-Keeper Philipp Weiser überwand. Vier Minuten später hätte Lukas Hertting, der den verletzten Torjäger Gerrit Müller vertrat, fast nachgelegt, doch sein Drehschuss aus 16 Metern strich knapp über das Tor.
Beim 1:1 von Kai Lass nach 23 Minuten spielten sowohl die tief stehende Sonne als auch Husums Keeper André Teubler kräftig mit. Beim 30 Meter-Freistoß des Büdelsdorfers war Teubler zwar geblendet, er stand aber zu weit vor seinem Gehäuse und zeigte keine Reaktion.

In den zweiten 45 Minuten avancierte Philipp Weiser zum Matchwinner der Gäste. Zwar zeigte Eider die reifere Spielanlage, doch Husum hatte die besseren Gelegenheiten. Einen 16 Meter-Schuss von Michael Petersen(49.) lenkte Keeper Weiser gerade noch an den Pfosten und eine Minute vor Schluss entschärfte er einen Freistoß von Petersen. Petersen und Alla verpassten knapp einen Berger-Freistoß (76.). Zu diesem Zeitpunkt stand es schon 1:2 – Till Furthmann hatte nach 70 Minuten einen Klasse-Pass von Sebstian Gregorczyn verwertet, nach Meinung vieler Husumer fiel das Tor allerdings aus Abseits verdächtiger Position.

Husumer SV: Teubler - Strüning, Rettkowski, Andresen, Herpel - Saeltz, Alla (78. Berg), Cornils, Petersen - Hertting (74. Berger), Otto (86. Rizos). Eider Büdelsdorf: Weiser - Treptow, Sörensen, Köpke, Lass - Reibe (67. Korkmaz), Bruns, Gregorczyn (83. Stojanovic), Sawkulycz - Furthmann, Yildirim (63. Drewes). Schiedsrichter: Esch (TSV Bargteheide). Zuschauer: 230.

8. Mai 2008 · NFSP, Landeszeitung

FT Eider mit dem letzten Aufgebot zur Husumer SV

Fußball-Verbandsliga: Coach Olaf Lehmann stehen gerade einmal zehn Feldspieler zur Verfügung / Gastgeber deutlich im Aufwind

Büdelsdorf (dan) – Olaf Lehmann ist um seine Aufgabe im Nachholspiel der Fußball-Verbandsliga heute Abend um 19 Uhr bei der Husumer SV nicht zu beneiden. "Mir stehen gerade einmal ein Torhüter und zehn Feldspieler zur Verfügung", klagt der Trainer der FT Eider Büdelsdorf. Torhüter Tim Sörensen laboriert an einer Bänderdehnung, sein Bruder Björn hat eine Grippe erwischt. Andre Drewes und Mustafa Korkmaz sind beide verletzt, Torben Hartung und Florian Tinnemann beruflich und Torsten Petersen privat verhindert. "Meine erste Elf steht, doch passieren darf nichts", so Olaf Lehmann.

Dabei dürfte gerade die Husumer SV den Büdelsdorfern heute alles abverlangen. Im vergangenen Herbst schon als sicherer Absteiger gehandelt, haben die Husumer seit dem Amtsantritt von Coach Guido Gehrke aus 20 Spielen 30 Punkte geholt. Ein Platz in der neuen Schleswig-Holstein-Liga ist greifbar nahe.

Diesen Platz hat die FT Eider bereits sicher, doch die will mehr. Platz drei sollte es zum Saisonende gerne sein, der TSV Kropp muss also noch überflügelt werden. Über Pfingsten müssen die Büdelsdorfer bei Flensburg 08 und Holstein Kiel II antreten – doch Olaf Lehmann hält die heutige Aufgabe für die schwierigste. "Husum ist klar im Aufwind, die sehen wieder Land." Für die Gäste spricht allerdings, dass die Gehrke-Schützlinge nach vorn spielen und Tore schießen müssen, ein Unentschieden reicht ihnen nicht. "Und solche Mannschaften liegen uns", sagt Olaf Lehmann.

24. August 2007 · Landeszeitung
Verbandsliga

Nur noch Endspiele: Husumer SV heute gegen Büdelsdorf

Husum (usc) – Das Restprogramm ist happig. Acht Spiele innerhalb von 31 Tagen hat die Husumer SV in der Fußball-Verbandsliga bis Anfang Juni noch zu bestreiten, bis sie endlich weiß, in welcher Liga man vom Sommer an spielt. Den Auftakt zum Marathon-Programm bildet heute (19 Uhr, Friesenstadion) die Partie gegen den Tabellen-Vierten FT Eider Büdelsdorf (Hinspiel: 1:2). "Vom Kader her hat Eider die beste Mannschaft der Klasse und ist heute Top-Favorit", sagt HSV-Coach Guido Gehrke. Mit der Meisterschaft haben die Gäste nichts mehr zu tun, die Qualifikation für die SH-Liga ist gesichert.

Husums Chancen sind nach sieben Siegen in den letzten zehn Spielen gestiegen – wäre da nicht einerseits die Qualität der noch ausstehenden Gegner (es geht noch gegen die ersten Fünf der Tabelle) und andererseits die personell angespannte Lage. Für Dennis Schulte und Carsten Groth ist die Saison beendet, bei Top-Torjäger Gerrit Müller hat der Coach immerhin noch etwas Hoffnung: "Ich gehe davon aus, dass Gerrit noch zwei Spiele machen kann." Eine Untersuchung bei Dr. Detlev Brandecker, Mannschaftsarzt des Handball-Bundesligisten THW Kiel, soll Aufschluss bringen. Sebastian Steglich ist nach seiner Sperre wieder dabei, wie lange Pierre Becken noch pausieren muss, ist unklar. "Ich habe mir was einfallen lassen", sagt Gehrke – leider verrät er nicht, was.

Beim Montags-Training waren immerhin 15 Spieler dabei. "Wir trainieren reduziert, laufen aus, spielen Fußball-Tennis und üben taktische Sachen", sagt der Coach, der nach wie vor vom Einsatzwillen seiner Schützlinge schwärmt. Ob das alleine reicht, um gegen die Top-Teams der Klasse zu bestehen?

7. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Die Rechnung muss aufgehen

Die Husumer SV hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga nicht aufgegeben. Trainer Guido Gehrke sieht sein Team gegen den Tabellenvierten FT Eider Büdelsdorf heute (15 Uhr) als Außenseiter mit Chancen.
Von Stürmer Gerrit Müller erhofft sich Trainer Gehrke endlich wieder Tore. Foto: Staudt

Husum (Michael Bock) – Das letzte Spiel der Husumer SV liegt drei Wochen zurück – 1:3 verlor das Team von Trainer Guido Gehrke gegen den ETSV Weiche. Der Aufsteiger – lange Zeit auf dem letzten Tabellenplatz und erst nach einem fast kompletten Mannschaftsaustausch seit der Winterpause wieder im Aufwind – zog mit diesem Sieg sogar an den Husumern vorbei.

Für die Flensburger sind es derzeit noch sechs Punkte zum heiß begehrten zwölften Platz, der den Verbleib in der Verbandsliga bedeutet. Den Husumern fehlen neun Zähler – keine kleine Zahl, aber noch längst kein Grund, die Saison schon abzuhaken. "Den Klassenerhalt haben wir auf keinen Fall abgeschrieben", sagt Gehrke und macht sich und seiner Mannschaft mit folgender Rechnung Mut: Bei noch 13 ausstehenden Spielen müssen 24 Punkte her. Das heißt: Acht Siege, der Rest ist uninteressant, weil nach Gehrkes Meinung 44 Punkte zum Klassenerhalt reichen werden. Sein Kollege von Flensburg 08 sieht das ähnlich: "Wir brauchen noch zehn bis 15 Punkte", sagt Stefan Langeloh, dessen Mannschaft als Tabellenneunter bisher 31 Zähler erspielt hat und am Saisonende mit 41 bis 46 Punkten im Ziel wäre. – die Trainer haben ihre Hausaufgaben offensichtlich gemeinsam gemacht.

Gegen die Büdelsdorfer sieht Gehrke seine Mannschaft als Außenseiter mit guten Chancen. "Büdelsdorf ist klarer Favorit, aber wenn wir von Beginn an Vollgas geben, können wir vielleicht etwas erreichen", sagt der Husum-Haddebyer Coach, der den Gegner auf allen Positionen sehr kompakt vertreten sieht. Mit Leuten wie Torsten Petersen, Torge Treptow, oder Kristian Köpcke hat Gehrke zu Oberligazeiten bei TuS Felde oder Holstein Kiel noch zusammengespielt. "Die können Fußball spielen."

Und die können Tore schießen – auch auf fremden Plätzen. Bei sieben Auswärtssiegen hat die Mannschaft von Trainer Olaf Lehmann ein Torverhältnis von 28:14 erzielt. Keine schlechte Bilanz, vor der Guido Gehrke aber nicht in Ehrfurcht erstarrt. "In unserer Defensive sehe ich weniger Probleme, als im Angriff", sagt der Husumer Trainer und hofft, dass seine Stürmer Alla, Otto und Müller (zusammen 16 Treffer) ihre durchaus vorhandenen Chancen konsequenter nutzen. Gehrke jedenfalls sieht auch wegen der guten Trainingsergebnisse ("Gute Beteiligung, intensive Arbeit") Chancen auf einen Punktgewinn, oder sogar mehr.

Ob die Husumer Mannschaft nun ausgerechnet gegen die FT Eider Büdelsdorf den ersten von acht Siegen einfährt, bleibt abzuwarten. Aber um aus 13 Spielen schließlich 24 Punkte zu bekommen, reichen auch sechs Siege und sechs Unentschieden – nur verlieren darf man dann nur einmal.

29. März 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

"Husum wird kein Spaziergang für uns"

Lehmann warnt vor abstiegsbedrohten Gastgebern

Büdelsdorf (dan) – Nach überzeugenden Leistungen in den vergangenen Wochen fährt der Verbandsliga-Vierte FT Eider Büdelsdorf mit breiter Brust zur Husumer SV. Die Tatsache, dass seine Mannschaft zuletzt taktisch sehr klug agierte und in der Abwehr um Björn Sörensen, Kristian Köpke und Torge Treptow kaum einmal etwas hat anbrennen lassen, stimmt Olaf Lehmann zuversichtlich. Dennoch ist der Eider-Coach überzeugt: "Husum wird kein Spaziergang für uns."

Der Mannschaft von Coach Guido Gehrke steht als Tabellen-17. das Wasser bis zum Halse. Will man sich in der nächsten Saison nicht in der neuen Verbandsliga wiederfinden, müssen Punkte her. Besonders auf eigenem Platz, den die Husumer in dieser Saison erst zweimal als Sieger verlassen haben.

Gerade das erfüllt Olaf Lehmann mit Zuversicht. "Die Husumer können sich nicht hinten reinstellen, die müssen was riskieren. Und das kommt uns nicht ungelegen. Mit offensiv ausgerichteten Mannschaften haben wir gute Erfahrungen gemacht."

Der Eider-Coach ist frei von personellen Sorgen. Aufgrund der beiden über Ostern ausgefallenen Spiele ist die Rotsperre für Sebastian Grzegorczyn allerdings noch nicht abgelaufen, zweimal muss er noch zuschauen. Fit sind hingegen wieder Thorben Reibe und Malte Sawkulycz, die Wadenprobleme hatten. Torben Hartung litt in der Woche unter einer Grippe, doch Lehmann ist sich sicher, dass er auflaufen kann.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. "Ich hoffe, dass es losgeht. Aber glauben tue ich gar nichts mehr", sagt Olaf Lehmann, der in dieser Beziehung schon reichlich schlechte Erfahrung gesammelt hat.

28. März 2008 · Landeszeitung

 

28. ST 10.05.08 FC Kilia Kiel Husumer SV 1:2

Klare Sache beim Angstgegner!

10.05.2008

FC Kilia Kiel - Husumer SV

1 : 2 (0:2)


Zu einem knappen, aber verdienten 2:1-Sieg kamen die Schützlinge von Guido Gehrke bei ihrem Angstgegner Kilia Kiel, denn in den letzten Jahren war nicht viel zu holen gegen die Kicker vom Hasseldieksdamer Weg. Diese Aufgabe lösten die Husumer aber sehr souverän, das Endergebnis drückt nicht die Überlegenheit der Nordfriesen an diesem Nachmittag aus. Die SV beherrschte das Geschehen weitgehend, mit unbändigem Kampfeswillen, aber auch filigranen technischen Kabinettstückchen ließ man den Gegner kaum zur Entfaltung kommen.

Schon in der ersten Halbzeit hatte man die Hausherren am Boden, vergaß aber, den Sack endgültig zu zumachen. Klarste Chancen wurden nicht verwertet. Nach dem Anschlusstor in der zweiten Halbzeit bekamen die Kieler kurzzeitig Oberwasser, aber die Stormstädter hatten das Spiel bald wieder im Griff. Bemerkenswert noch die Tatsache, dass der Sieg mit dem letzten Aufgebot erzielt wurde, nur noch Michael Berger und Ersatztorwart Momme Reinhold waren einsatzfähig und konnten auf der Auswechselbank Platz nehmen.»Eine tolle Energieleistung von uns«, schwärmte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende von seiner Elf. »Ein absolut verdienter Sieg, jeder hat Gas gegeben und bis zum Umfallen für den anderen gekämpft.«

Es ging gut los für die Nordfriesen, denn bereits nach sieben Spielminuten zappelte ein wuchtiger Kopfball von Ingo Cornils im Netz. Vorausgegangen war eine mustergültige Flanke durch Marcel Otto. Mit der Führung im Rücken drängten die Husumer Kilia immer weiter in die eigene Hälfte zurück. Nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Michael Petersen hämmerte das Leder aus 20 Metern auf das Kieler Tor (17.), scheiterte aber genau wie Christian Herpel mit seinem Direktschuss (22.). Energisch drang Herpel in der 27. Spielminute in den Kieler Strafraum ein und wurde von Micha Dehner unsanft von den Beinen geholt. Schiedsrichter Tim Becker zeigte unmissverständlich auf den Punkt. Diese Chance ließ sich Sebastian Saeltz nicht entgehen und erhöhte auf 2:0 für seine Farben. Kiels Torhüter Phillip Reinhold bekam jetzt öfter die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Erion Alla scheiterte mit einem sehenswerten Drehschuss (44.) am Kieler Torhüter. Der eingewechselte Michael Berger hätte bereits vor dem Wechsel alles klar machen können. Zwei Meter vor dem Tor stehend schoss er nach einer klasse Vorbereitung von Sebastian Saeltz aber Zentimeter neben das Tor. Nur einmal kamen die ansonsten harmlosen Kieler zu einer Möglichkeit. Nach einer Unachtsamkeit der Husumer Abwehr beförderte Andre Sümnick den Ball an das Außennetz.

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild, Husum mit mehr Power bestimmte das Spiel. Völlig überraschend der Anschlusstreffer durch Andre Sümnick, der plötzlich frei vor dem Tor auftauchte und Torhüter Teubler keine Chance ließ (51.). Jetzt bekam Kilia kurzfristig Oberwasser, doch nutzen konnte die Elf das nicht. Husum riss das Ruder schnell wieder herum, konnte aus den vorhandenen Möglichkeiten jedoch kein Kapital mehr schlagen. Christian Herpel (60.) und Marcel Otto (75.) waren dem dritten Husumer Treffer sehr nahe, vergaben aber in aussichtsreicher Position.

Das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen folgt bereits am Pfingstmontag. Diesmal stellt sich mit dem SV Eichede ein weiterer Mitkonkurrent in Husum vor. Ein weiterer Kraftakt steht den Nordfriesen also bevor. 

Tore: 0:1 Cornils (7.), 0:2 Saeltz (27./FE), 1:2 A. Sümnick (51.)
beste Spieler: - / tolle Mannschaftsleistung 
Ecken: 3 : 4
Chancen: 2 : 11
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Tim Becker (Groß Grönau)
gelbe Karten: Schindler (33.), Mi. Dehner (66.) / Berger (78.), Alla (88.), Saeltz (90.)
gelb/rot: Mi. Dehner weg. wiederh. Foulspiel
Aufstellung:

Reinhold - Dollrick - M. Sümnick, Ti. Dehner, Stellmasczewski - Dreier, Kerlin, Schindler (34. Schuster), Mi. Dehner (66. Gau) - A. Sümnick, Ma. Witt.

Teubler - Strüning, Andresen, Rettkowski, Herpel - Saeltz, Cornils, Alla, Petersen - Otto, Hertting (40. Berger).

  Hl 10.05.2008

Verbandsliga

Husum siegt 2:1 bei Kilia und macht Boden gut

Verbandsliga: Die Übersicht

Flensburg 08 ist der große Sieger des Nachholspieltages. Die Fördestädter besiegten Büdelsdorf 3:1 und Heide (2:1)– jetzt ist das Team von Stefan Langeloh Fünfter der Tabelle. An der Spitze baute Holstein Kiel II (2:1 gegen Büdelsdorf) seinen Vorsprung auf den VfR Neumünster (1:1 gegen Heikendorf) auf drei Punkte aus. Die Husumer SV (2:1 bei Kilia, 1:1 gegen Eichede) tat einen großen Schritt in Richtung SH-Liga (Platz zehn), der ETSV Weiche verlor 0:2 in Altenholz und muss um die "Quali" zittern.

Kiel (ree) – Der 2:1 (2:0)-Sieg der Husumer SV bei Kilia Kiel brachte am Sonnabend Bewegung ins Tabellenbild der Fußball-Verbandsliga: Die Stormstädter kletterten auf Platz zehn – das ist Bestmarke für sie im bisherigen Saisonverlauf. Unbeeindruckt vom Trainerwechsel bei Kilia (Frank Drews wurde in der Woche von Lars Dubau und Frank Liepolt abgelöst) taktierten die Gehrke-Schützlinge nicht lange herum. Sie suchten den Weg nach vorn und fanden ihn regelmäßig. Dem Gegner wurde der Schneid abgekauft, ehe er die frischen Anweisungen aus der Coaching-Abteilung richtig verstanden hatte.
0:1 hieß es schon nach sieben Minuten. Da hatte Ingo Cornils eine Flanke von Marcel Otto platziert ins Kieler Tor geköpft. Und noch einmal verstanden es die Stormstädter, ihrem reiferen Spiel die nötige Resonanz im Torergebnis zu verschaffen. Diesmal landete ein Strafstoß von Sebastian Saeltz unhaltbar im Netz der Kilianer (27.).Christian Herpel war zuvor forsch in den FC-Strafraum eingedrungen und dann von Michael Dehner regelwidrig gestoppt worden. Während die konzeptionslosen Hausherren im ersten Abschnitt eine "halbe" Torchance hatten (Sümnik traf das Außennetz/43.), hätten die Gäste schon in dieser Halbzeit alles klar machen können. Aber Michael Petersen verfehlte knapp das Tor (17.) und Herpel (22.) sowie Erion Alla (44.) fanden in Keeper Philip Reinhold ihren Meister. Auch Michael Berger hätte nach scharfer Flanke von Saeltz gut das Tor treffen können. Eine Schwächephase der Husumer Abwehr hätte Kilia beinahe noch einmal zurück ins Rennen gebracht. Dem 1:2 von André Sümnik (51.) folgte nämlich ein Kopfball von Kevin Pank (55.), den André Teubler nur mit höchster Torwartkunst parieren konnte. Danach bestimmten wieder die Stormstädter den Ton, schafften es aber nicht, den Vorsprung komfortabler zu gestalten. So kratzte Reinhold einen platzierten Herpel-Kopfball von der Linie (60.) und so scheiterte Otto (75), als er freie Lauf- und Schussbahn auf das gegnerische Tor hatte. In der Schlussphase sah der Kieler Michael Dehner die gelb-rote Karte nach wiederholtem Foulspiel. "Das war eine Riesen-Energieleistung von uns", lobte SV-Trainer Guido Gehrke. "Der Sieg ist hochverdient."

Husumer SV: Teubler – Strüning, Andresen, Rettkowski, Herpel – Saeltz, Cornils, Alla, Petersen – Hertting (40.Berger), Otto. Schiedsrichter: Tim Becker (Groß Grönau). Zuschauer: 120.

13. Mai 2008 · Flensburger Tageblatt

Husum spielt zwei Mal: Wer stürmt für Müller?

Zu Pfingsten kommt es knüppeldick für die Verbandsliga-Kicker der Husumer SV: Die Nordfriesen spielen heute bei Kilia Kiel und erwarten am Montag den SV Eichede. In beiden Begegnungen geht es um wichtige Punkte für die Qualifikation zur neuen Schleswig-Holstein-Liga.
Voller Einsatz: Für Sebastian Saeltz (M.) und die Husumer SV geht es zu Pfingsten um wichtige Punkte. jv

Husum (Gert Reese) – Drei Spiele in sechs Tagen: An der ersten Hürde ist Fußball-Verbandsligist Husumer SV am Mittwoch knapp gescheitert. Aber das 1:2 gegen die FT Eider Büdelsdorf bot, abgesehen vom Ergebnis, viel Positives. Das Ersatz geschwächte Team von Trainer Guido Gehrke präsentierte sich so überzeugend, dass für die beiden nächsten Aufgaben Hoffnung angesagt ist. Am heutigen Sonnabend gastieren die Stormstädter bei Kilia Kiel (15 Uhr) und am Montag (15 Uhr) empfangen sie den Tabellenzwölften SV Eichede. Beide Gegner sind unmittelbare Konkurrenten im Kampf um die Qualifikation für die neue Schleswig-Holstein-Liga.

Bei Kilia Kiel gab es nach der 1:4-Schlappe beim FC Dornbreite heftige Turbulenzen: Mitte der Woche wurde Coach Frank Drews entlassen. "Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft war zerrüttet", begründete Vereinsvorsitzender Klaus Burr den harten Schnitt. Er hofft, dass damit die Talfahrt gestoppt und der zehnte Platz (35 Punkte), der zur Qualifikation für die SH-Liga ausreicht, gehalten werden kann. Lars Dubau (bisher Co-Trainer) und Frank Liepolt (bisher Trainer in Schönkirchen und Raisdorf) sind die Neuen, die das zuletzt dümpelnde Kilia-Schiff wieder flott machen sollen.

Dichter dran an den Husumern ist der SV Eichede (34 Punkte), gegen den die Stormstädter immer wieder gern spielen. Der Grund: Meistens gehen die Partien positiv für sie aus. Tapfer haben sich die Eicheder in den vergangenen Wochen aus dem Tabellenkeller gewunden und den zwölften Tabellenplatz erobert. Von dort wollen sie sich nicht mehr vertreiben lassen. Ihr Vorteil am Montag: Sie kommen mit sieben Tagen Spielruhe an die Nordsee.

Ruhe ist nach wie vor auch das Thema bei einigen Husumer Leistungsträgern. Pierre Becken muss für seine kaum nachvollziehbare Rote Karte aus dem Dornbreite-Spiel drei Partien pausieren. Heute in Kiel muss er also noch zuschauen, aber am Montag gegen Eichede ist er wieder dabei. Gerrit Müller wird dagegen fehlen. Der Stürmer hat am Donnerstag per Kernspintomographie die Bestätigung erhalten: Das Außenband ist gerissen. Die Hoffnung, dass er in dieser Saison noch einmal auflaufen könnte, ist damit perdu. Müller: "Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt." Aber zum Glück muss er nicht operiert werden.

Carsten Groth will zu Pfingsten wieder mit dem Lauftraining beginnen und hofft, seiner Mannschaft dann alsbald wieder zur Verfügung zu stehen. "Ein paar Spiele will ich noch machen", erklärt der Unverwüstliche.

Trainer Guido Gehrke muss sein Team also einmal mehr umbauen. "Wir waren die dominierende Mannschaft", meinte er zum Spiel vom vergangenen Mittwoch und hofft, dass seine Mannschaft die Büdelsdorf-Power auch in den Pfingstspielen an den Tag legen wird.

10. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Happig: 13 Spiele in neun Wochen

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV am Sonnabend (14 Uhr) bei Kilia Kiel

Husum (usc) – Vier Wochen lang waren die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV zur Untätigkeit verurteilt, dafür kommt es bis zum Saisonende jetzt um so dicker: Bis Anfang Juni (neun Wochen) sind noch 13 Partien auszutragen – den Anfang macht am Sonnabend (Anpfiff ist bereits um 14 Uhr!) der Auftritt beim FC Kilia Kiel, derzeit Tabellen-Zehnter. Der Bus startet um 11.30 Uhr am Vereinsheim.

An der Rechnung von Trainer Guido Gehrke hat sich nichts geändert. "Wir brauchen acht Siege", hat er errechnet. Dann hätten die Nordfriesen 44 Punkte, das müsste nach Gehrkes Meinung reichen für die Schleswig-Holstein-Liga.

Derzeit hat die HSV magere 20 Punkte (aus 23 Spielen) – es muss sich also noch gehörig was tun, will man vom Sommer an der höchsten Spielklasse des Landes angehören. Bis zum 7. Juni stehen noch sieben Heim- und sechs Auswärtsspiele auf dem Programm. Nicht unbedingt ein Vorteil, betrachtet man die Bilanz: Im Friesenstadion haben die Stormstädter erst zwei, auf fremden Plätzen dagegen schon vier Mal gewonnen.

Gar nicht schlecht also, dass es am Sonnabend nach Kiel geht. Kilia, trainiert von Frank Drews, geht mit der "Empfehlung" einer 2:8-Klatsche bei Flensburg 08 am vergangenen Wochenende ins Rennen. "Die spielen geschlossen gut oder geschlossen schlecht", sagt Gehrke. Er weiß, wovon er spricht – in seinem Team ist es ganz ähnlich, auch dort wird die Konstanz schmerzlich vermisst.

"Hinfahren und versuchen, zu gewinnen" – so das einfache Rezept des Husumer Trainers. Was soll er angesichts der prekären Situation auch anders sagen?
Durch die lange Pause hat er alle Spieler zur Verfügung. "Die Einstellung der Mannschaft ist in Ordnung, aber es fehlt noch was", hat er beobachtet und wiederholt seinen Appell: "60 bis 70 Prozent reichen nicht. Ich erwarte, dass die Jungs Vollgas geben und alles rausholen." Rücksicht wird nicht mehr genommen, Gehrke kündigt an, "nach Charakter" aufzustellen.

Mit einem Sieg bei Kilia wären die Husumer immer noch Tabellen-17., hätten aber den Anschluss geschafft.

04. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

33. ST 12.05.08 Husumer SV SV Eichede 1:1

Auf Messers Schneide!

12.05.2008

Husumer SV - SV Eichede

1 : 1 (1:1)


Ein packendes Spiel lieferten sich die Konkurrenten um einen Platz in der Schleswig-Holstein-Liga: die Husumer SV und der SV Eichede. Den Husumern merkte man die Strapazen der letzten Tage an, der Substanzverlust war unverkennbar. Wieder mit sehr enger Personaldecke angetreten, dauerte es rund 25 Minuten, bis die Nordfriesen ins Spiel kamen. Doch dann waren sie die optisch überlegene Mannschaft, die aber ihre großen Tormöglichkeiten nicht nutzen konnte. Auch Björn Fleige, der sein Comeback feierte, verpasste seine große Möglichkeit in der Schlussphase. Der Gast aus Eichede ging zwar glücklich durch einen Patzer von Husums Keeper Teubler in Führung, beherrschte danach die Anfangsphase. Torge Maltzahn war ein ständiger Unruheherd, den die Hausherren nie in den Griff bekamen. Einen entscheidenden Vorsprung herausholen, das vermochten die Gäste aber nicht.

»Wir haben den Sack in der Anfangsphase einfach nicht zu gemacht«, meinte Eichedes Trainer André Laß. »Ich sehe das Ergebnis aber positiv, wir haben jetzt vier Spiele hintereinander nicht verloren.« Husums Trainer Guido Gehrke war angetan von der großen kämpferischen Leistung seiner Elf: »Wie die Mannschaft nach der Belastung der letzten Woche zurückgekommen ist, war sehr beeindruckend. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, die Spieler haben das Letzte aus sich herausgeholt.«

Die Husumer kamen schwer ins Spiel - Eichede, mit viel Elan, nutzte bereits nach vier Minuten einen dicken Patzer von Torhüter Teubler zur Führung aus. Torschütze Torge Maltzahn hatte bereits in der ersten Minute die Führung auf dem Schlappen, doch Teubler konnte retten. Wieder Maltzahn mit einem gefährlichen Kopfball Zentimeter über die Latte (16.), dann wachten die Nordfriesen bei sommerlichen Temperaturen so langsam auf. Marcel Otto brachte Torhüter Markus Venz in der 24. Minute richtig ins Schwitzen. In der 38. Minute drang Sebastian Saeltz vehement in den Eicheder Strafraum ein, wurde aber von Keeper Venz unsanft von den Beinen geholzt. Schiedsrichter Kohlmann zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, Ingo Cornils ließ sich die Ausgleichschance nicht entgehen. Die Husumer weiter im Vorwärtsgang: Ein mustergültiges Zuspiel durch David Strüning in den Lauf von Marcel Otto, vereitelte wieder der Gäste-Keeper (44.). Dann ging es in die Pause in einem spannenden und kurzweiligen Spiel.

Nach dem Wechsel eine ausgeglichene Begegnung, kein Zentimeter Boden wurde verloren gegeben. Aber nur die Nordfriesen hatten weitere Torchancen, Eichedes Spiel in die Spitze klappte nach Maltzahns verletzungsbedingter Auswechselung nicht mehr. Husums Marcel Otto lief in der 66. Minute alleine auf Torhüter Venz zu, aber anstatt zu schießen, passte er unnötigerweise. In der 72. Minute hätte Björn Fleige einschießen können. Herrlich von Erion Alla in Szene gesetzt, rettete Torhüter Venz. Christian Herpel aus 12 Metern (74.) und Michael Petersen aus kurzer Distanz vergaben in aussichtsreicher Position (85.) »Leider haben wir unsere vielen Chancen nicht genutzt, aber solch einen Punkt muss man auch erst mal gewinnen«, konnte Guido Gehrke dem Endergebnis doch etwas Positives abgewinnen. Im Kampf um den Klassenerhalt sieht er weiterhin große Chancen. Doch »wir müssen kämpfen bis zum letzten Spieltag!«

Tore: 0:1 Maltzahn (4.), 1:1 Cornils (38./FE)
beste Spieler: Alla, Herpel / Venz
Ecken: 3 : 4
Chancen: 9 : 3
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Jan Kohlmann (Kiel)
gelbe Karten: Herpel (69.), Rettkowski (84.) / Wasken (21.), Venz (37.), Weidner (64.), Rienhoff (70.)
Aufstellung:

Teubler - Strüning (67. Fleige), Andresen, Rettkowski, Herpel - Saeltz, Becken, Cornils, Alla - Otto, Petersen.

Venz - Schacht, P. Schönfeldt, Huber (74. Bischkopf) - Bruhn, Wasken, Fürstenberg (27. Nagel), Weidner, Rienhoff - Sudbrak, Maltzahn (46. Oldenburg).

  HI 12.05.2008

Er ist wieder da: Björn Fleige nach 66 Minuten eingewechselt

Husumer SV 1:1 gegen den SV Eichede / Ingo Cornils trifft per Elfmeter
Gute Ballbehandlung: Michael Petersen setzt sich gegen Eichedes Dennis Sudbrak (re.) durch. (Voss)
Verbandsliga: Die Übersicht

Flensburg 08 ist der große Sieger des Nachholspieltages. Die Fördestädter besiegten Büdelsdorf 3:1 und Heide (2:1)– jetzt ist das Team von Stefan Langeloh Fünfter der Tabelle. An der Spitze baute Holstein Kiel II (2:1 gegen Büdelsdorf) seinen Vorsprung auf den VfR Neumünster (1:1 gegen Heikendorf) auf drei Punkte aus. Die Husumer SV (2:1 bei Kilia, 1:1 gegen Eichede) tat einen großen Schritt in Richtung SH-Liga (Platz zehn), der ETSV Weiche verlor 0:2 in Altenholz und muss um die „Quali“ zittern.

Ballgeflüster

Talfahrt: Auch ohne zu spielen, hat der Itzehoer SV seine Talfahrt in der Fußball-Verbandsliga fortgesetzt. Die Ergebnisse der Nachholspiele über Pfingsten sorgten sogar dafür, dass der ISV auf einen „Abstiegsplatz“ abgerutscht ist. Die Husumer SV und der SVEichede sind jedenfalls an der Lehmwohldelf vorbeigezogen. Das Team um den neuen Trainer Frank Pagenkopf liegt jetzt auf Rang 13 und würde, wenn man dort verbleibt, die angestrebte Qualifikation zur Schleswig-Holstein Liga verpassen. Die zuletzt gezeigten Leistungen lassen sogar eher darauf schließen, dass es noch weiter bergab geht, denn der nächste Gegner Todesfelde lauert ebenso wie Breitenfelde schon einen Punkt hinter den Itzehoern. Immerhin haben die treuen Fans ihren ISV aber noch nicht aufgegeben und rufen am Eingang zum Driver&Bengsch-Stadion auf einem Plakat zur Unterstützung der Mannschaft in Todefelde auf. Ob das etwas nützt?

Trainerwechsel: Der Vorstand des Fußball-Verbandsligisten FC Kilia Kiel, Konkurrent des Itzehoer SV, reagierte jetzt auf die sportliche Talfahrt und beurlaubte Trainer Frank Drews. Bis zum Saisonende übernimmt Frank Liepolt das Ruder beim Kieler Traditionsverein.

14. Mai 2008 · Norddeutsche Rundschau

Husum (ree) – Stark gespielt, schwach abgeschlossen – so lautet das Fazit für die Husumer SV nach dem 1:1 (1:1) gegen den SV Eichede. Aus dem erhofften Dreier gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus dem Bewerberfeld um die SH-Liga ist damit nichts geworden. Schade fand dies auch Guido Gehrke. "Die Mannschaft hat sich nach dem frühen Rückstand sensationell in die Partie hineingearbeitet und hatte wegen der besseren Torchancen den Sieg verdient", sagte der Husumer Coach.

Einmal mehr ziemlich bitter das 0:1 gegen die Husumer (5.), das allein auf die Kappe von André Teubler geht. In alle Richtungen hätte Husums Torhüter den weiten und undramatischen Rückpass verarbeiten können – aber er ließ ihn sich von Dennis Sudbrak abnehmen. Der bediente gedankenschnell Torge Maltzahn und die Führung der Gäste war Fakt.

Entschlossen und von den Fans lautstark unterstützt, versuchten die Hausherren den Ausrutscher noch vor der Pause wettzumachen. Das klappte aber erst in der 38. Minute – nach einer wahren Energieleistung von David Strüning. Der legte mit dem Ball am Fuß einen Spurt über das halbe Feld hin, bediente im rechten Moment Sebastian Saeltz, den Gästekeeper Markus Venz per Foul von den Beinen holte. Den Strafstoß verwandelte Ingo Cornils souverän zum 1:1.

Bei den Gastgebern war es der starke Marcel Otto, der zwei gute Möglichkeiten ausließ. Beide Male scheiterte er mit seinen Versuchen an den wachen Reaktionen des Eicheder Torstehers (26./45.). Die Gäste hatten noch eine passable Möglichkeit und die vergab Maltzahn per Kopf (16.). Aufregung auch noch in der 25. Minute, als viele Eichedes Nico Huber verdächtigten, den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt zu haben. Der Unparteiische indes hatte diesen Verdacht nicht.
Nach dem Wechsel hatten die Husumer nicht mehr ganz die Frische der ersten Halbzeit, auf Grund der Belastungen in den Tagen davor verständlich. Aber es reichte immer noch, um den SV Eichede am Rand der Niederlage zu halten. Und dazu trug ein Mann bei, den eigentlich keiner "auf dem Zettel" gehabt hatte: Björn Fleige. Und der agierte, als wäre er nie im fußballerischen Ruhestand gewesen. Gerade mal fünf Minuten war der Mittelstürmer dabei, da hatte er die Führung auf dem Fuß. Aber nach präzisem Anspiel von Erion Alla scheiterte auch Fleige an Venz.

In der 86. Minute musste der Eicheder Denny Bruhn mit einer klaffenden Kopfwunde vom Platz getragen werden.

Husumer SV: Teubler – Strüning (66. Fleige), Rettkowski, Andresen, Herpel – Cornils, Saeltz, Alla, Becken – Otto, Petersen. SV Eichede: Venz – Huber (75. Bischkopf), Schönfeldt, Schacht – Bruhn, Weidner, Fürstenberg (30. Nagel), Wasken, Rienhoff - Maltzahn (46. Oldenburg), Sudbrak. Schiedsrichter: Jan Kohlmann (Rot-Schwarz Kiel). Zuschauer: 350.

13. Mai 2008 · Flensburger Tageblatt

SV Eichedes Keeper Markus Venz stellt seine Klasse unter Beweis

Fußball-Verbandsliga: Starke Paraden des Steinburger Schlussmannes und ein Treffer von Torge Maltzahn sorgen für ein 1:1 gegen Husumer SV

Sport-Nachrichten
Dominik Lindtner mit starker Leistung

Eichede (ssi) In der Fußball-Verbandsliga trennte sich der abstiegsbedrohte SV Eichede von der Husumer SV am Pfingstmontag 1:1. Großen Anteil daran hatte neben Torschütze Dennis Sudbrak Torhüter Dominik Lindtner, der für den verletzten Markus Venz in der Anfangself der Steinburger stand. Durch einen Übermittlungsfehler war im Spielbericht in der Dienstagausgabe des Tageblatts versehentlich davon die Rede, dass Venz mit starken Paraden dem SVE einen Punkt gerettet hat.
14. Mai 2008 · Stormarner Tageblatt

Husum/Eichede (ssi) – Seit vier Spielen ist Fußball-Verbandsligist SV Eichede ungeschlagen. Im Kampf um die Qualifikation zur Schleswig-Holstein-Liga hat der SVE mit einem 1:1 (1:1) gegen die Husumer SV den zwölften Tabellenplatz verteidigt.
Eichede startete mit viel Elan, nutzte bereits nach vier Minuten einen dicken Patzer von HSV-Torhüter Teubler zur Führung. Torschütze Torge Maltzahn hatte bereits in der ersten Minute die Führung auf dem Schlappen, doch Teubler konnte retten. Einen Kopfball setzte Maltzahn zudem knapp über die Latte (16.). Erst danach wachten die Nordfriesen auf. Marcel Otto brachte Torhüter Markus Venz in der 24 Minute ins Schwitzen. In der 38. Minute drang Sebastian Saeltz vehement in den Eicheder Strafraum ein, wurde aber von Keeper Venz von den Beinen geholzt. Schiedsrichter Kohlmann zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, Ingo Cornils ließ sich die Ausgleichschance nicht entgehen. Die Husumer weiter im Vorwärtsgang: Ein mustergültiges Zuspiel durch David Strüning in den Lauf von Marcel Otto, vereitelte abermals der starke Markus Venz im Eicheder Kasten (44.).
Auch nach dem Wechsel war es eine ausgeglichene Begegnung, kein Zentimeter Boden wurde verloren gegeben. Aber nur die Nordfriesen hatten weitere Torchancen, Eichedes Spiel in die Spitze funktionierte nach Maltzahns verletzungsbedingter Auswechselung nicht mehr. In der 72. Minute hätte Björn Fleige einschießen können. Herrlich von Erion Alla in Szene gesetzt, rettete erneut Torhüter Venz. Christian Herpel (74.) und Michael Petersen (85.) vergaben weitere HSV-Möglichkeiten. "Wir haben den Sack in der Anfangsphase nicht zu gemacht", meinte Eichedes Trainer André Laß. "Ich sehe das Ergebnis aber positiv, wir haben vier Spiele hintereinander nicht verloren."

SV Eichede: Venz - Schacht, P. Schönfeldt, Huber (74. Bischkopf) – Bruhn, Wasken, Fürstenberg (27. Nagel), Weidner, Rienhoff - Sudbrak, Maltzahn (46. Oldenburg).

13. Mai 2008 · Stormarner Tageblatt

Husum spielt zwei Mal: Wer stürmt für Müller?

Zu Pfingsten kommt es knüppeldick für die Verbandsliga-Kicker der Husumer SV: Die Nordfriesen spielen heute bei Kilia Kiel und erwarten am Montag den SV Eichede. In beiden Begegnungen geht es um wichtige Punkte für die Qualifikation zur neuen Schleswig-Holstein-Liga.
Voller Einsatz: Für Sebastian Saeltz (M.) und die Husumer SV geht es zu Pfingsten um wichtige Punkte. jv

Husum (Gert Reese) – Drei Spiele in sechs Tagen: An der ersten Hürde ist Fußball-Verbandsligist Husumer SV am Mittwoch knapp gescheitert. Aber das 1:2 gegen die FT Eider Büdelsdorf bot, abgesehen vom Ergebnis, viel Positives. Das Ersatz geschwächte Team von Trainer Guido Gehrke präsentierte sich so überzeugend, dass für die beiden nächsten Aufgaben Hoffnung angesagt ist. Am heutigen Sonnabend gastieren die Stormstädter bei Kilia Kiel (15 Uhr) und am Montag (15 Uhr) empfangen sie den Tabellenzwölften SV Eichede. Beide Gegner sind unmittelbare Konkurrenten im Kampf um die Qualifikation für die neue Schleswig-Holstein-Liga.

Bei Kilia Kiel gab es nach der 1:4-Schlappe beim FC Dornbreite heftige Turbulenzen: Mitte der Woche wurde Coach Frank Drews entlassen. "Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft war zerrüttet", begründete Vereinsvorsitzender Klaus Burr den harten Schnitt. Er hofft, dass damit die Talfahrt gestoppt und der zehnte Platz (35 Punkte), der zur Qualifikation für die SH-Liga ausreicht, gehalten werden kann. Lars Dubau (bisher Co-Trainer) und Frank Liepolt (bisher Trainer in Schönkirchen und Raisdorf) sind die Neuen, die das zuletzt dümpelnde Kilia-Schiff wieder flott machen sollen.

Dichter dran an den Husumern ist der SV Eichede (34 Punkte), gegen den die Stormstädter immer wieder gern spielen. Der Grund: Meistens gehen die Partien positiv für sie aus. Tapfer haben sich die Eicheder in den vergangenen Wochen aus dem Tabellenkeller gewunden und den zwölften Tabellenplatz erobert. Von dort wollen sie sich nicht mehr vertreiben lassen. Ihr Vorteil am Montag: Sie kommen mit sieben Tagen Spielruhe an die Nordsee.

Ruhe ist nach wie vor auch das Thema bei einigen Husumer Leistungsträgern. Pierre Becken muss für seine kaum nachvollziehbare Rote Karte aus dem Dornbreite-Spiel drei Partien pausieren. Heute in Kiel muss er also noch zuschauen, aber am Montag gegen Eichede ist er wieder dabei. Gerrit Müller wird dagegen fehlen. Der Stürmer hat am Donnerstag per Kernspintomographie die Bestätigung erhalten: Das Außenband ist gerissen. Die Hoffnung, dass er in dieser Saison noch einmal auflaufen könnte, ist damit perdu. Müller: "Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt." Aber zum Glück muss er nicht operiert werden.

Carsten Groth will zu Pfingsten wieder mit dem Lauftraining beginnen und hofft, seiner Mannschaft dann alsbald wieder zur Verfügung zu stehen. "Ein paar Spiele will ich noch machen", erklärt der Unverwüstliche.

Trainer Guido Gehrke muss sein Team also einmal mehr umbauen. "Wir waren die dominierende Mannschaft", meinte er zum Spiel vom vergangenen Mittwoch und hofft, dass seine Mannschaft die Büdelsdorf-Power auch in den Pfingstspielen an den Tag legen wird.

10. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Jetzt müssen drei Punkte her

Der SV Eichede kann sich mit einem Sieg in Husum Luft verschaffen.
Eichede (ssi) – Anders sieht es indes beim SV Eichede aus, der am Montag um 15 Uhr in Husum aufläuft. Die Steinburger-Kicker von Trainer André Laß sammelten in Eichhörnchenmanier Punkte und haben nur zwei der vergangenen sieben Partien verloren (gegen Kropp und Holstein Kiel II). Als Tabellenzwölfter haben es die Eicheder selbst in der Hand, das Saisonziel noch zu erreichen. Die weiteren Aufgaben gegen Neumünster, Heide, Heikendorf, Kilia und Büdelsdorf sind zwar nicht leicht, die Qualität im Kader aber groß genug, um den jetzigen Platz bis zum Saisonende zu verteidigen.
9. Mai 2008 · Stormarner Tageblatt

 

34. ST 17.05.08 Husumer SV TSV Kropp 2:0

Unbedingter Wille entschied!

17.05.2008

Husumer SV - TSV Kropp

2 : 0 (1:0)


Die Negativserie der Husumer SV gegen den TSV Kropp ging mit dem letztlich verdienten 2:0-Erfolg endlich zu Ende. Nach fünf Jahren gelang den Husumern wieder ein Sieg gegen den alten Nord-Rivalen. Wie gesagt, das Ergebnis war verdient, doch ein bisschen Glück brauchten die Männer von Trainer Guido Gehrke auch: Gut eine Stunde war gespielt, als diese Partie beim Stande von 1:0 ihren dramatischen Höhepunkt fand. Husums Keeper André Teubler und Vordermann Birger Andresen, wurden sich nicht einig, wer das Leder zu klären habe. Diese unverhoffte Chance verblüffte Kropps Youngster Tobias Timm dermaßen, das er den freien Ball am Fuß und das leere Tor vor sich zum Entsetzen seiner Mitspieler nicht traf. Der Schuss landete am Pfosten. Die 263 Fans im Stadion waren sich einig: Hätte dieser Ball den Weg ins Netz gefunden, wäre es noch einmal eng geworden für die Gastgeber.

Dramatisch ging es weiter: Kropps Pechvogel war in dieser Szene Christoph Hinrichs, der den 15-Meter-Drehschuss von Michael Petersen unerreichbar für Andreas Wulff abfälschte (70.). 2:0 also für die Husumer SV nach 70 Minuten. »Diese Punkte zählen doppelt«, schwärmte nach dem Abpfiff Guido Gehrke.

Aber der SV-Trainer ärgerte sich auch über grausame 20 Minuten, die er zu Beginn von seiner Mannschaft gesehen hatte. Bei Spielbeginn schien die Achtung vor dem Tabellendritten die Nordfriesen zu lähmen. Sie kamen nicht in die Zweikämpfe und somit nicht in die Partie. Fünf Eckbälle für den TSV in der Anfangsphase machen deutlich, wer dieses Spiel bestimmte. Aber der Husumer Abwehrverband hielt dicht und ließ nur eine Chance des TSV zu: Nach feinem Anspiel von Marcel Pinkert setzte Franjo Grbavac das Leder knapp über die Latte (20.). Absolut sehenswert aber das 1:0 für die Husumer, bei denen Ingo Cornils zwischenzeitlich durch Björn Fleige ersetzt worden war (16.). Nach einer super Einzelleistung adressierte Sebastian Saeltz einen Pass an Erion Alla und der vollstreckte ihn mustergültig zum 1:0 (35.).

Eine Chance hüben (Otto/53.) und eine Chance drüben (Timm/61.), doch dann hätten die Gastgeber noch weiter davon ziehen können: Ein 35-Meter-Freistoß von Sebastian Steglich flog an die Latte (75.), Björn Fleige prüfte Keeper Wulff mit zwei Gewaltschüssen aus zentraler Position (75.und 76.), und beinahe hätte auch Sebastian Saeltz seiner sehr guten Leistung das Sahne-Häubchen verpasst (85.). Demgegenüber nahm sich der Drehschuss von Marc Böhnke (87.) doch sehr beschieden aus. Er flog um Zentimeter am Pfosten vorbei. Husum erarbeitete sich dank eines unbändigen Siegeswillens verdientermaßen die drei Punkte und ist weiter gut im Rennen um die begehrten Plätze in der Schleswig-Holstein-Liga.

Tore: 1:0 Alla (35.), 2:0 Petersen (70.)
beste Spieler: starke Mannschaftsleistung / Wulff, Gieseler
Ecken: 4 : 9
Chancen: 7 : 5
Zuschauer: 263
Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (TSV Siems)
gelbe Karten: Saeltz (60.), Herpel (67.) / Hinrichs (75.)
Aufstellung:

Teubler - Strüning (46. Steglich), Rettkowski, Herpel, Andresen - Becken, Saeltz, Cornils (17. Fleige), Alla (83. Hertting) - Otto, Petersen.

Wulff - Sämann, Hinrichs, Pinkert, Gieseler - Jannsen (61. Duggen), Böhnke, Matthes, Usadel - Röh (61. Timm), Grbavac.

  HI/SW 17./27.05.2008

Siegeswillen triumphiert über Reife und Routine

Die Negativserie der Husumer SV gegen den TSV Kropp ist beendet: Nach fünfjähriger "Abstinenz" gelang den Stormstädtern wieder ein Sieg gegen den alten Rivalen. Das 2:0 (1:0) im Friesenstadion war verdient, aber nicht frei von Zitterphasen.
Brust raus zur Ballannahme: Husums Björn Fleige und der Kropper Marcel Pinkert. Foto: Voss
Verbandsliga: Die Übersicht

Holstein Kiel II marschiert mit großen Schritten auf den Meistertitel zu. Die Reserve der „Störche“ gewann 2:1 in Heikendorf und hat weiter drei Punkte Vorsprung auf den VfR Neumünster, der Eichede 2:0 besiegte. Mit den beiden von der Tabellenspitze bekommen es nun zwei Mannschaften aus dem Norden zu tun: Holstein II empfängt Husum, Neumünster gastiert bei 08. Mit dem 2:0 im Derby gegen Kropp verbesserte Husum (Zehnter) seine Chancen auf die Qualifikation für die SH-Liga, während der ETSV Weiche nach dem 1:2 im Derby gegen 08 wohl aus dem Rennen ist. Weiche hat am Wochenende das Pech, nicht ins Geschehen eingreifen zu können, da man spielfrei ist. Immer noch Spaß hat Schlusslicht Moisling: 3:0 gegen Altenholz.

Husum (Gert Rees) – Gut eine Stunde war gespielt, als diese Partie beim Stande von 1:0 ihren dramatischen Höhepunkt fand. Dessen erster Teil fand im Husumer Strafraum statt und hatte drei tragische Figuren. Auf der einen Seite Husums Keeper André Teubler und Vordermann Birger Andresen, die sich uneins waren, wer das Leder zu klären hatte. Auf der anderen Seite Kropps Tobias Timm, der unverhofft den freien Ball am Fuß und das leere Tor vor sich hatte – das er dann zum Entsetzen seiner Mitspieler nicht traf. Der Schuss landete am Pfosten. Alle im Stadion waren sich einig: Hätte dieser Ball den Weg ins Netz gefunden, wäre es noch einmal eng geworden für die Gastgeber.

Auf der Gegenseite dann drei Minuten später des Dramas zweiter Teil. Diesmal hieß Kropps Pechvogel Christoph Hinrichs, der den 15 Meter-Drehschuss von Michael Petersen unerreichbar für Andreas Wulff abfälschte. 2:0 also für die Husumer SV nach 70 Minuten.
"Diese Punkte zählen doppelt", schwärmte nach dem Abpfiff Guido Gehrke. Aber der SV-Trainer ärgerte sich auch über "die grausamen 20 Minuten", die er zu Beginn von seiner Mannschaft gesehen hatte.

In der Tat: Anfangs schien die Achtung vor dem Tabellendritten die Stormstädter zu lähmen. Sie kamen nicht in die Zweikämpfe und somit nicht in die Partie. Fünf Eckbälle für den TSV in 15 Minuten machen deutlich, wer dieser Etappe das Gewicht gab. Aber der Husumer Abwehrverband hielt dicht und ließ nur eine Chance des TSV zu: Nach feinem Anspiel von Marcel Pinkert setzte Franjo Grbavac das Leder knapp über die Latte (20.).
Absolut sehenswert dann das 1:0 für die Husumer, bei denen Ingo Cornils inzwischen wegen einer Aduktoren-Verletzung durch Björn Fleige ersetzt worden war (16.). Nach forscher Einzelleistung adressierte Sebastian Saeltz einen Musterpass an Erion Alla und der vollstreckte in filigranem Stil zum 1:0 (36.).

Eine Chance hüben (Otto/53.) und eine Chance drüben (Timm/61.), mehr bekamen die Fans an Torraumszenen nicht zu sehen. Was Kropps Trainer Dirk Asmussen minutenlang zum "heißesten" Animateur seiner Elf werden ließ. Aber es nutzte nichts. Husum schoss nicht nur das 2:0, sondern hätte noch "draufsatteln" können: Ein 35 Meter-Freistoß von Sebastian Steglich flog an die Latte (75.), Björn Fleige prüfte Keeper Wulff mit zwei Gewaltschüssen aus zentraler Position (75.und 76.) und beinahe hätte auch Sebastain Saeltz seiner sehr guten Leistung das i-Tüpfelchen verpasst (86.). Dem gegenüber nahm sich der Drehschuss von Marc Böhnke (87.) doch sehr beschieden aus. Er flog um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Fazit: Hätte der TSV Kropp Routine und Reife durch mehr "Pfiff" im Angriff ergänzt, wäre er auch an diesem Nachmittag nicht Verlierer gewesen. So behauptete sich zurecht der größere Siegeswille der Husumer.

Husumer SV: Teubler – Strüning (46. Steglich), Rettkowski, Andresen, Herpel – Saeltz, Cornils (16. Fleige), Becken, Alla (83. Hertting)– Otto, Petersen. TSV Kropp: Wulff – Sämann, Gieseler, Hinrichs – Usadel, Böhnke, Pinkert, Matthes, Janssen (60. Duggen)– Grbavac, Röh (60. Timm). Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (TSV Siems). Zuschauer: 260. Beste Spieler: Saeltz, Petersen – Wulff, Usadel.

19. Mai 2008 · Flensburger Tageblatt

Der TSV Kropp nutzt seine Chancen nicht

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV siegt 2:0
Zweikampf zwischen dem Husumer Björn Fleige und Martin Sämann (links) vom TSV Kropp. Foto: jv

Husum (ree) – Die Negativserie der Husumer SV gegen den TSV Kropp ist beendet: Nach fünfjähriger "Abstinenz" gelang den Stormstädtern wieder ein Sieg gegen den alten Rivalen. Das 2:0 (1:0) vor 260 Zuschauern im Friesenstadion war verdient, aber nicht frei von Zitterphasen.

Gut eine Stunde war gespielt, als diese Partie beim Stande von 1:0 ihren dramatischen Höhepunkt fand. Dessen erster Teil fand im Husumer Strafraum statt und hatte drei tragische Figuren. Auf der einen Seite Husums Keeper André Teubler und Vordermann Birger Andresen, die sich uneins waren, wer das Leder zu klären hatte. Auf der anderen Seite Kropps Tobias Timm, der unverhofft den freien Ball am Fuß und das leere Tor vor sich hatte – das er dann zum Entsetzen seiner Mitspieler nicht traf. Der Schuss landete am Pfosten. Alle im Stadion waren sich einig: Hätte dieser Ball den Weg ins Netz gefunden, wäre es noch einmal eng geworden für die Gastgeber.

Auf der Gegenseite dann drei Minuten später des Dramas zweiter Teil. Diesmal hieß Kropps Pechvogel Christoph Hinrichs, der den fantastischen 15-Meter-Drehschuss von Michael Petersen unerreichbar für Andreas Wulff zum 2:0 abfälschte (70.).

"Diese Punkte zählen doppelt", schwärmte nach dem Abpfiff Guido Gehrke. Aber der SV-Trainer ärgerte sich auch über "die grausamen 20 Minuten", die er zu Beginn der Begegnung von seiner Mannschaft gesehen hatte. In der Tat: Anfangs schien die Achtung vor dem Tabellendritten die Stormstädter zu lähmen. Sie kamen nicht in die Zweikämpfe und somit nicht in die Partie. Fünf Eckbälle für den TSV in 15 Minuten machen deutlich, wer den Ton angab. Aber der Husumer Abwehrverband hielt dicht und ließ nur eine Chance des TSV zu: Nach feinem Anspiel von Marcel Pinkert setzte Franjo Grbavac das Leder knapp über die Latte (20.).

Absolut sehenswert war dann das 1:0 für die Husumer, bei denen Ingo Cornils inzwischen wegen einer Adduktoren-Verletzung durch Björn Fleige ersetzt worden war (16.). Nach forscher Einzelleistung adressierte Sebastian Saeltz einen Musterpass an Erion Alla – und der vollstreckte zum 1:0 (36.).

Eine Chance hüben (Otto/53.) und eine Chance drüben (Timm/61.), mehr bekamen die Fans an Torraumszenen nicht zu sehen. Was Kropps Trainer Dirk Asmussen minutenlang zum "heißesten" Animateur seiner Elf werden ließ. Aber es nützte nichts. Husum schoss nicht nur das 2:0, sondern hätte noch "draufsatteln" können: Ein 35-Meter-Freistoß von Sebastian Steglich flog an die Latte (75.), Björn Fleige prüfte Keeper Wulff mit zwei Gewaltschüssen aus zentraler Position (75. und 76.) und beinahe hätte auch Sebastain Saeltz seiner fantastischen Tagesleistung das i-Tüpfelchen aufgesetzt (86.). Demgegenüber nahm sich der abschließende Drehschuss von Marc Böhnke (87.) doch sehr bescheiden aus. Er flog um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Husumer SV: Teubler – Strüning (46.Steglich), Rettkowski, Andresen, Herpel – Saeltz, Cornils (16.Fleige), Becken, Alla (83.Hertting)– Otto, Petersen. TSV Kropp: Wulff – Sämann, Gieseler, Hinrichs – Usadel, Böhnke, Pinkert, Matthes, Janssen (60. Duggen) – Grbavac, Röh (60.Timm). Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (TSV Siems). Tore: 1:0 Alla (36.), 2:0 Petersen (70.). Zuschauer: 260

19. Mai 2008 · Landeszeitung

Derby: Husum – Kropp

Kropp (ree/hob) – Die Husumer SV braucht noch jede Menge Punkte für einen Platz in der Schleswig-Holstein-Liga. Jedenfalls kann die Mannschaft von Trainer Guido Gehrke es jetzt aus eigener Kraft schaffen. Drei der fünf noch ausstehenden Gegner sind der Papierform nach „harte Brocken“ – wie der TSV Kropp, der am Sonnabend (15 Uhr) im Friesenstadion zu Gast ist. „Ihre katastrophale Hinrunde schleppen die immer noch mit sich herum“, weiß Asmussen zu berichten. „In dem Team steckt aber vielmehr Qualität, als es der Tabellenstand vermuten lässt.“ Und deshalb erwartet der Kropper Coach morgen ein Spiel „Spitz auf Knopf. Das wird ein Fight über 90 Minuten.“
17. Mai 2008 · Schlei Bote

Ohne Atempause hinein ins Derby gegen Kropp

Spannung im Friesenstadion: Die Husumer SV kann mit einem Sieg gegen "Angstgegner" TSV Kropp am Sonnabend (15 Uhr) dem großen Ziel Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga wieder ein Stück näher kommen.
Marcel Otto (re.) und seine Mitspieler wollen die "schwarze Serie" gegen Kropp beenden. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – Drei Wochen noch, dann spätestens weiß die Husumer SV, ob sie in der nächsten Saison Kreisstraßen oder hin und wieder auch die Autobahn benutzen darf, wenn sie zu ihren Auswärtsspielen fährt. Greifbarer geworden ist der Platz in der Schleswig-Holstein-Liga. Jedenfalls kann die Mannschaft von Trainer Guido Gehrke es jetzt aus eigener Kraft schaffen. Drei der fünf noch ausstehenden Gegner sind der Papierform nach "harte Brocken" – wie der TSV Kropp, der am Sonnabend (15 Uhr) im Friesenstadion zu Gast ist.

In jüngster Zeit gab es für die Stormstädter nicht viel zu holen gegen den "ewigen Rivalen". Bis in die Oberliga-Saison 2003/04 muss zurückblättern, wer einen Heimsieg der Stormstädter gegen den TSV ausfindig machen will. 1200 Zuschauer strömten damals ins Friesenstadion und Gerrit Müller versetzte dem Gast acht Minuten vor Schluss den K.o. – 1:0 für Husum. Im Mittelfeld der Kropper agierte damals ein gewisser Guido Gehrke, der aber nicht weiter auffiel. Im Rückspiel verwandelte er dann zwar einen Elfmeter gegen den Club, den er heute trainiert. Den 3:2-Sieg der Husumer konnte er damit aber nicht verhindern. Zwei Siege also für die Stormstädter in einer Saison – aber eben schon eine Weile her.

Sascha Rettkowski und André Teubler sind die beiden aus dem Siegerteam von damals, die auch morgen wieder dabei sein werden, Carsten Groth und Björn Fleige auch, aber vielleicht nicht von Anfang an. Groth will der Trainer "möglichst noch eine Woche schonen". Björn Fleige hat gegen Eichede bewiesen, dass er quasi aus dem Nichts eine vollwertige Alternative sein kann. Was an Kondition fehlt, ersetzt der bald 36-Jährige durch seine Präsenz. Und die nötigt jedem Gegner Respekt ab.

Mit einem Fragezeichen zu versehen sind die Spieler Lukas Hertting (Leistenprobleme) und Sebastian Steglich (Bänderdehnung). Ansonsten geht Gehrke voller Zuversicht in die Partie gegen seinen alten Club. "Es ist gut, dass wir keine Atempause haben", sagt er. "Die Mannschaft hat ihren Kern gefunden, sie weiß, was sie kann und zeigt es auch." So klingt ein Trainer, der von seinem Team voll und ganz überzeugt ist. Aber auch das wird Gehrke seinen Mannen noch erzählen, bevor er sie auf den Platz schickt: "Mannschaften von unten werden an diesem Wochenende auch punkten, das Tabellenbild kann sich schnell verschieben. Und das müssen wir verhindern."

"Elf Mann sind heiß", verkündet Dirk Asmussen und lässt damit keinen Zweifel am Siegeswillen seines TSV. Und die jüngsten Erfolge gegen die Husumer SV wischt der Kropper Trainer mit der Bemerkung beiseite: "Wenn der Schiedsrichter anpfeift, bringt Statistik nichts mehr." Froh ist Asmussen darüber, dass er mit Martin Sämann, Björn Duggen und Tobias Timm (waren alle drei verletzt) wieder Alternativen im Kader hat.

16. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Hält die Kropper Serie gegen Husum?

Seit 2004 keine Niederlage mehr für den TSV
Wieder fit: Kropps Stürmer Tobias Timm. Foto: Hobke

Kropp (ree/hob) – Drei Wochen noch, dann spätestens wissen die Fußballer der Husumer SV, ob sie in der nächsten Saison Kreisstraßen oder hin und wieder auch die Autobahn benutzen dürfen, wenn sie zu ihren Auswärtsspielen fahren. Greifbarer geworden ist der Platz in der Schleswig-Holstein-Liga. Jedenfalls kann die Mannschaft von Trainer Guido Gehrke es jetzt aus eigener Kraft schaffen. Drei der fünf noch ausstehenden Gegner sind der Papierform nach "harte Brocken" – wie der TSV Kropp, der am Sonnabend (15 Uhr) im Friesenstadion zu Gast ist.

In jüngster Zeit gab es für die Stormstädter nicht viel zu holen gegen den "ewigen Rivalen". Bis in die Oberliga-Saison 2003/04 muss zurückblättern, wer einen Heimsieg der Stormstädter gegen den TSV ausfindig machen will. 1200 Zuschauer strömten damals ins Friesenstadion und Gerrit Müller versetzte dem Gast acht Minuten vor Schluss den K.o. – 1:0 für Husum. Im Mittelfeld der Kropper agierte damals ein gewisser Guido Gehrke, der aber nicht weiter auffiel. Im Rückspiel verwandelte er dann zwar einen Elfmeter gegen den Club, den er heute trainiert. Den 3:2-Sieg der Husumer konnte er damit aber nicht verhindern. Zwei Siege also für die Stormstädter in einer Saison – aber eben schon eine Weile her.

Im Hinspiel der laufenden Serie hieß das Ergebnis ebenfalls 3:2 – allerdings für das Team von Trainer Dirk Asmussen. Der Sieg der Kropper kam äußerst glücklich zustande (Bastian Hening traf in der Schlussminute), doch er war bezeichnend für die Situation der Stormstädter in der Hinserie. Oftmals stellten die Husumer das bessere Team, ohne jedoch dafür mit Punkten belohnt zu werden. "Ihre katastrophale Hinrunde schleppen die immer noch mit sich herum", weiß Asmussen zu berichten. "In dem Team steckt aber vielmehr Qualität, als es der Tabellenstand vermuten lässt." Und deshalb erwartet der Kropper Coach morgen ein Spiel "Spitz auf Knopf. Das wird ein Fight über 90 Minuten." Am Siegeswillen seiner Mannschaft lässt er keinen Zweifel. "Elf Mann sind heiß." Und die jüngsten Erfolge gegen die Husumer SV wischt der Kropper Trainer mit der Bemerkung beiseite: "Wenn der Schiedsrichter anpfeift, bringt Statistik nichts mehr." Froh ist Asmussen darüber, dass er mit Martin Sämann, Björn Duggen und Tobias Timm (waren alle drei verletzt) wieder Alternativen im Kader hat.

16. Mai 2008 · Landeszeitung

 

35. ST 24.05.08 KSV Holstein Kiel II Husumer SV 2:0

Ohne acht Stammkräfte noch gut bedient!

24.05.2008

Holstein Kiel II - Husumer SV

2 : 0 (1:0)


Auch bei Niederlagen kann sich eine Mannschaft durchaus Respekt verdienen – wie das 0:2 der Husumer SV an diesem Wochenende bei Holstein Kiel II. Gleich acht Stammkräfte konnte Husums Trainer Guido Gehrke zum Gastspiel beim Tabellenführer und heißen Meisterschaftsanwärter der Fußball-Verbandsliga nicht mitnehmen. Vor diesem Hintergrund sieht das Endergebnis doch gar nicht so schlecht aus! Auf Meisterkurs bleiben, das war die Marschroute der Hausherren, die Husumer wurden nicht auf die leichte Schulter genommen.

Entsprechend trat das Team auf. Immer nach vorn orientiert, immer auf Torchancen lauernd. Viele wehrte die SV klasse ab. Natürlich stand auch das Glück Pate, aber die Nordfriesen wehrten sich tapfer. Die SV hatte sogar die Möglichkeit, in Führung zu gehen: Ein Schuss von Pierre Becken in der 2. Minute prallte leider nur an den Pfosten. Bester Akteur der Holstein-Reserve war Ruven Abel, der die Husumer Abwehr ständig beschäftigte und der in der 8. Minute auch das 1:0 volley erzielte.

Nach dem Wechsel erhöhte der Spitzenreiter den Druck. Die Großchancen mehrten sich. Bestimmender Mann auf dem Feld war wieder Ruven Abel, der einmal an SV-Keeper André Teubler scheiterte (49.) und dann knapp vorbeischoss (61.). Spannend blieb es bis zur bis zur 75. Minute, als Abel mit seinem zweiten Tor die Entscheidung zum 2:0 erzielte. Weitere heikle Situationen überstanden die Stormstädter unbeschadet, ihnen selbst glückte in der Offensive aber auch nichts Spektakuläres mehr. Lukas Hertting verpasste zwei Möglichkeiten, Erion Alla wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. »Unsere Neulinge haben sich hervorragend gemacht«, urteilte Rolf von Bartikowski, Vorsitzender der Husumer SV nach Spielende. Guido Gehrke schmeckte das Ergebnis natürlich gar nicht, aber »mehr war einfach nicht drin.«

Tore: 1:0 Abel (8.), 2:0 Abel (75.)
beste Spieler: Abel, Hansen / Harrsen
Ecken: 10 : 2
Chancen: 14 : 3
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Sönke Müller (BCG Altenkrempe)
gelbe Karten: Meyer (78.), Abel (86.) / Alla (65.), Becken (71.)
Aufstellung:

Beyer - Rinaldi (57. Nielsen), Hingst, Schmitt, Meyer - Schulz, Hansen, Werner (62. Imeri), Camps - Abel, Kastner (78. Ziehmer).

Teubler - Schröder, Rettkowski, Harrsen, Strüning - Otto (89. Groechtemeier) , Steglich, Becken, Saeltz (88. Stoll), Alla - Hertting.

  Hl/SW 24.05/27.05.2008

Achtbar ohne acht Stammkräfte

Husumer SV unterliegt bei Tabellenführer Holstein Kiel II mit 0:2
Verbandsliga: Die Übersicht

Trotz der 0:2-Niederlage beim Tabellenführer Holstein Kiel II liegt die Husumer SV als Zehnter weiter aussichtsreich im Rennen um die Qualifikation zur SH-Liga (Platz 12). Für den spielfreien ETSV Weiche hat sich nichts geändert. Das Team ist weiter acht Punkte hinter dem Soll. Der TSV Kropp festigte den dritten Rang durch ein 3:1 über Kilia Kiel. Nach sechs Spielen ohne Niederlage hat es Flensburg 08 wieder erwischt. Gegen den VfR Neumünster gab es ein 1:2.

Kiel (ree) – Auch Niederlagen verdienen gelegentlich Respekt – wie das 0:2 der Husumer SV bei Holstein Kiel II. Gleich acht Stammkräfte konnte Trainer Guido Gehrke zum Gastspiel beim Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga nicht mitnehmen. Vor diesem Hintergrund nimmt sich das Ergebnis absolut achtbar aus.

Um auf Meisterkurs zu bleiben, durfte Holstein diese Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Entsprechend trat das Team auf: immer nach vorn orientiert, immer auf Torchancen lauernd. Viele wehrte die SV, die mit Nico Stoll und Lutz Gröchtemeier zwei A-Jugendliche dabei hatte, bravourös ab. Bisweilen stand ihnen aber auch das Glück zur Seite. Insgesamt kamen die Platzbesitzer auf 11:2 Ecken – ein Indiz für den Druck, den sie auf das Husumer Tor erzeugten.

Dennoch hatte Husum die erste große Möglichkeit. Der Schuss von Pierre Becken in der 2. Minute prallte jedoch an den Pfosten. Bester "Störche"-Akteur war Ruven Abel, der die Husumer Abwehr ständig beschäftigte und in der 8. Minute auch das 1:0 per Volleyschuss erzielte.

Nach dem Wechsel erhöhte der Spitzenreiter den Druck. Die Großchancen mehrten sich. Hauptakteur war Abel, der einmal an SV-Keeper André Teubler scheiterte (49.) und dann knapp vorbeischoss (60.). Die Spannung hielt sich bis zur 75. Minute, als Abel mit seinem zweiten Tor die Vorentscheidung zum 2:0 erzielte.

Weitere heikle Situationen überstanden die Stormstädter unbeschadet, ihnen selbst glückte in der Offensive aber auch nichts mehr. Lukas Hertting verpasste zwei Möglichkeiten, Erion Alla wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. "Unsere Neulinge haben sich hervorragend gemacht", urteilte Rolf von Bartikowski, Vorsitzender der Husumer SV. Punkte werden wieder anvisiert, wenn am Mittwoch (19 Uhr) Comet Kiel im Friesenstadion zu Gast ist.

Husumer SV: Teubler – Schröder, Harrsen, Rettkowski, Strüning – Saeltz (88.Stoll), Steglich, Alla, Becken – Otto (89.Gröchtemeier), Hertting. Schiedsrichter: Sönke Müller (Altenkrempe). - Zuschauer: 200

26. Mai 2008 · Flensburger Tageblatt

"Pfeifen auf dem letzten Loch"

Auf dieses Spiel hätten die Fans sich richtig freuen können. Aber angesichts der personellen Notlage ist die Husumer SV bei Holstein Kiel II krasser Außenseiter. Fast eine komplette Mannschaft fehlt ihr am Sonnabend (14 Uhr) beim Spitzenreiter.

Husum (ree) – Man kennt die Situation: Busfahrer, Zeugwart und Präsident stehen in Gefahr, mit auf den Spielberichtsbogen zu kommen. Für die Fußball-Verbandsliga ist sie eher selten. Aber bei der Husumer SV wird es richtig eng.

Neben den schon länger verletzten Akteuren Müller, Schulte und Groth kommt es zu vier weiteren Ausfällen. Bei Birger Andresen, Björn Fleige und Christian Herpel sind es private Gründe, Michael Berger ist verletzt. "Wir pfeifen auf dem letzten Loch", sagt SV-Coach Guido Gehrke angesichts dieser Misere. Andere Trainer würden vielleicht das Lamentieren beginnen – nicht dieser.

"Wir fahren ohne Druck nach Kiel", sagt Gehrke und geht fest davon aus, dass er auch ohne Busfahrer und anderes Begleitpersonal eine Mannschaft voll bekommt. Was das Restprogramm angeht, war die Partie beim Spitzenreiter für die Stormstädter auch eher eine, die nicht unbedingt mit großen Punktaussichten in der Planung war. "Mein Schwerpunkt liegt mehr auf Mittwoch", sagt Gehrke. Womit das Heimspiel gegen Comet Kiel gemeint ist, das vier Tage später im Friesenstadion stattfindet und bei dem es personell dann wieder besser aussieht.

Schwach besetzt ist auch die Zweitvertretung von Holstein Kiel – aber nur beim Training. "Da holen wir uns schon Verstärkung aus der A-Jugend", sagt Team-Manager Martin Balsam, von dem zahlreiche Akteure in der Liga mittrainieren. Dass die Jungtruppe der Störche Wochenende für Wochenende gut funktioniert, zeigen die Ergebnisse.

Geschmeidig siegt sie sich durchs Programm und behauptet schon seit 22 Spieltagen Platz eins der Tabelle – zurzeit mit 78 Punkten. Streitig machen kann ihnen diese Position nur noch der VfR Neumünster (75 Punkte). Aber ganz sicher nicht an diesem Wochenende, denn die Landeshauptstädter haben eine exzellente Tordifferenz. Noch ein Treffer, dann ist Tor Nummer hundert erreicht. Kaum zu glauben, dass SV-Keeper Teubler und seine Vorderleute dieses Ereignis werden verhindern können.

"Wir haben Respekt, aber keine Angst", sagt Martin Balsam. Angst wäre angesichts des Husumer "Schwundkaders" nun auch wirklich nicht angebracht.

23. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

38. ST 28.05.08 Husumer SV SC Comet Kiel 2:0

Sieg mit Raffinesse!

28.05.2008

Husumer SV - Comet Kiel

2 : 0 (1:0)


34. Spieltag

 Heikendorfer SV
SV Eichede 
 2:1
Husumer SV
Comet Kiel 
 2:0
FC Kilia Kiel 
Holstein Kiel II 
 0:2
Eider Büdelsdorf 
TSV Kropp 
 1:2
RW Moisling 
TSV Bargteheide 
 2:3
SV Todesfelde 
FCD Lübeck 
 1:2
SV Breitenfelde 
TSV Altenholz 
 0:4
ETSV Weiche 
Itzehoer SV 
 1:1
Heider SV 
VfR Neumünster 
 5:1
spielfrei:
 Flensburg 08
 

Gelöst wirkte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende, denn seine Mannschaft hatte nicht nur einen wichtigen Sieg eingefahren, sondern über weite Strecken richtig guten Fußball gespielt. 354 Zuschauer (Saisonrekord) sahen am Mittwochabend eine sehr engagierte Husumer Elf, die den Gegner unermüdlich attackierte und dazu noch gute Kombinationen zustande brachte. Immer wieder tauchten die Nordfriesen vor dem Tor des Ex-Husumers Melf Molinas auf, der seine ehemaligen Kameraden aber fast zur Verzweiflung brachte und einen deutlicheren Sieg der Nordfriesen verhinderte. »Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, die über weite Strecken super gespielt hat«, freute sich Husums Trainer Guido Gehrke. »Wir haben dem Druck, heute gewinnen zu müssen, stand gehalten und mit Raffinesse den Gegner in die Schranken verwiesen.«

Dem kann man nur beipflichten, denn die Hausherren agierten nicht nur rustikal, wenn es darauf ankam, sondern spielten durchdachten, filigranen Fußball. Dafür bekamen die Spieler die Anerkennung des Publikums, mehrfach gab es Beifall auf offener Szene. Die Gäste versteckten sich keinesfalls, ließen aber die Durchschlagskraft im Angriff vermissen - auch weil die Husumer sicher im Abwehrverband standen und sich fast keine Unsicherheiten leisteten.

Eine frühe Führung durch Erion Alla wäre nach vier Minuten möglich gewesen, doch der Spieler traf das Leder nicht richtig. Schrecksekunde drei Minuten später, Robin Ziesecke verfehlte mit einem Schuss aus der Drehung das Husumer Tor. Nachdem Björn Fleige nur knapp den Ball vor dem Tor verpasste (27.), war es Marcel Otto, der zur umjubelten Husumer Führung einschießen konnte. Nach einer Ecke hatte Otto aus fünf Metern keine Probleme (27.). Und weiter ging es in Richtung Kieler Tor: Nach einer mustergültigen Flanke von Ingo Cornils scheiterte Björn Fleige an Keeper Molinas (34.), den Nachschuss setzte Marcel Otto knapp vorbei. Auch bei einem Alleingang von Pierre Becken war beim Torhüter Endstation (43.). Kurz zuvor konnte Oliver Blazevic die einzige Unaufmerksamkeit der Husumer Abwehr an diesem Abend nicht nutzen und verfehlte den Kasten.

Auch nach dem Pausentee stand der Kieler Schlussmann im Mittelpunkt, die Gästeabwehr hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Marcel Otto, der herrlich von Björn Fleige in Szene gesetzt wurde, scheiterte aus zehn Metern am Torwart (53.). Dann war Fleige selbst an der Reihe: Mit einem wuchtigen Kopfball in den Winkel vollendete er eine Hereingabe von Ingo Cornils zur 2:0-Führung (55.). Erion Alla (66./71.) und Ingo Cornils (73.) konnten sich von der guten Form von Keeper Molinas überzeugen. Husums Sebastian Saeltz drang in der 77. Minute vehement in den Strafraum ein, diesmal kam der Torhüter zu spät und foulte den Husumer. Schiedsrichter Lübker zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, doch Lukas Hertting scheiterte am reaktionsschnellen Molinas. Auch weitere große Chancen von Fleige (79./80.) und Alla (89.) fischte Molinas von der Linie. Auf der Gegenseite konnte sich André Teubler nur einmal auszeichnen. Mit einem Reflex lenkte er einem Kopfball von Torge Hansen noch über den Querbalken (68.).

»Das war heute ein großer Schritt in Richtung Schleswig-Holstein-Liga. Die Mannschaft ist sehr engagiert bei der Sache. Mehr kann man nicht erwarten«, zog Guido Gehrke noch Bilanz.

Tore: 1:0 Otto (27.), 2:0 Fleige (55.)
beste Spieler: super Mannschaftsleistung - Harrsen, Herpel, Fleige / Molinas
Ecken: 7 : 9
Chancen: 15 : 3
Zuschauer: 354
Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübeck)
gelbe Karten: Becken (42.), Fleige (55.) / Blazevic (53.), Molinas (77.) 
gelb/rot: Fleige (81.) weg. Behinderung
/ rot: Sel (85.) weg. grobem Foulspiel
Aufstellung:

Teubler - Herpel, Rettkowski (38. Groth), Andresen, Harrsen - Becken, Saeltz, Cornils (75. Berg), Alla - Fleige, Otto (67. Hertting).

Molinas - Hungerecker - Dommasch, M. Ziesecke, Mierse (60. Hansen) - Frank, Jaeger, Sel, R. Ziesecke - Blasevic (80. Shahhosseini), Laubinger.

  HI 28.05.2008

Otto und Fleige lassen die Fans feiern

Fußball-Verbandsliga: Husumer SV besiegt Comet Kiel verdient mit 2:0
Durchgeschlüpft: Ingo Cornils gegen die Kieler Gino Laubinger (links) und Robin Ziesecke. Foto: Voss

Husum (ree) – Nach dem Abpfiff machten die Fans der Husumer SV ihrer Freude mit lautstarken Gesängen Luft. Der Fußball-Verbandsligist feierte gestern Abend einen hoch verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Comet Kiel und rückte damit dem großen Ziel Qualifikation für die SH-Liga ein großes Stück näher. Husum begeisterte die 350 Zuschauer mit offensivem Power-Fußball.

Das vorletzte Heimspiel gingen die Nordfriesen flott an. Björn Fleige kam nach einem abgeblockten Schuss von Pierre Becken noch einen Schritt zu spät, doch kurz darauf, in der 28. Minute, durfte der HSV-Anhang im Friesenstadion jubeln: Marcel Otto traf zum 1:0.
Ein kurioses Tor. Ein Eckball fiel Otto förmlich auf den Kopf, die Comet-Abwehr sah höflich zu, als der Ball dem Stürmer wieder auf den Fuß fiel. Otto nutzte die fehlende Gegenwehr und ließ dem Ex-Husumer Melf Molinas der aus kurzer Distanz keine Chance.

Jetzt war das Team von Trainer Guido Gehrke am Drücker. In der 33. Minute eine Doppel-Chance für die Gastgeber, doch der Kopfball von Fleige wurde abgeblockt und der Nachschuss von Otto ging vorbei. Kurz vor der Pause steuerte Pierre Becken alleine aufs Tor zu, schoss aber, anstatt abzuspielen – Chance vertan.

Das 2:0 (55. Minute) war eine Co-Produktion zweier Routiniers. Ingo Cornils flankte, Björn Fleige hielt den Kopf hin. Da war der gute Molinas machtlos. Der Keeper klärte sowohl gegen den frei stehenden Alla (65.) als auch gegen Cornils (72.). Fünf Minuten später hätte der eingewechselte Lukas Hertting alles klar machen können, doch er verschoss einen Foulelfmeter, den Molinas ans Saeltz verschuldet hatte.

Husumer SV: Teubler - Herpel, Rettkowski (40. Groth), Harrsen, Andresen - Saeltz, Cornils (75. Berg), Becken, Alla - Fleige, Otto (66. Hertting). Comet Kiel: Molinas- Hungerecker - Dommasch, M. Ziesecke - Sel, Jaeger, Laubinger, Frank, Mierse (60. Hansen) - Blazevic (79. Shahhosseini), R. Ziesecke. Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübek). Zuschauer: 300. Rote Karte: Sel (Comet/85.). Gelb-Rot: Fleige (Husum/82.)

29. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Siegen und rechnen: Noch 270 Minuten Spannung

Die "Kieler Woche" setzt sich fort: Vier Tage nach der Niederlage bei Tabellenführer Holstein II treffen die Verbandsliga-Fußballer der Husumer SV heute (19.15 Uhr) auf den SC Comet.
Erion Alla (li.) erzielte im Hinspiel den Siegtreffer zum 3:2 für die Husumer SV. Foto: Nawe

Husum (ree) – Die Mannschaften der Fußball-Verbandsliga befinden sich im Finish – es darf schon mal gerechnet werden. Die Meisterschaft wird zwischen Holstein Kiel II (81 Punkte) und dem VfR Neumünster (78) entschieden. Kaum zu glauben, dass die Störche auf den letzten Metern noch von den Rasensportlern überholt werden.
Unten sind es streng genommen sieben Teams, die noch für die SH-Liga in Frage kommen. Es geht von der Husumer SV (Rang zehn/39 Punkte) bis zum FC Dornbreite (16/34). Nach wie vor also ganz gute Aussichten für die Stormstädter, die es im Schlussprogramm ausschließlich mit Mannschaften zu tun kriegen, die die Qualifikation bereits geschafft haben.

Wie das Team von Comet Kiel, das heute Abend (19.15 Uhr) im Friesenstadion zu Gast ist. Vier Punkte hat sich Guido Gehrke für das Restprogramm zum Ziel gesetzt – "aber als Minimalziel", wie der SV-Trainer hinzufügt. Nicht gerade unbescheiden, der Mann. Aber hin und wieder spornen Übungsleiter ihre Schützlinge ja auch dadurch an, dass sie den Erwartungsdruck herunterschrauben.

Jedenfalls kann Gehrke nach dem 0:2 bei Holstein II ("Da waren unsere Mittel wirklich begrenzt") gegen Comet wieder auf bewährte Kräfte zurückgreifen. Björn Fleige, Christian Herpel und Birger Andresen sind wieder mit von der Partie. Und auch Carsten Groth und Ingo Cornils, die am vergangenen Sonnabend zur Schonung auf der Bank saßen, werden vermutlich in die Startbesetzung rücken.

"So können wir alles tun, um die Partie für uns zu entscheiden", gibt Gehrke zu Protokoll. Der im Übrigen aber davon ausgeht, "dass man die Punkte nicht fest einplanen kann." Das wäre gerade gegen das Team vom Kieler Ostufer auch vermessen. Denn die spielt mit dem Ex-Husumer Melf Molinas im Tor eine ziemlich solide Saison. Zuletzt hat Comet drei Mal hintereinander gewonnen, was den Sprung auf Platz sieben bedeutete. Das Hinspiel allerdings verloren die Kieler mit 2:3V. Das Siegtor von Erion Alla in der Nachspielzeit ist noch in guter Erinnerung.

28. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
Ballgeflüster
Früheres Saisonende: Ursprünglich sollte die Saison in der Fußball-Verbandsliga am Freitag, 13. Juni, enden. Jetzt dürfen die Kicker schon sechs Tage vorher in die Sommerpause gehen. Ist es Aberglaube (Freitag, der 13.) oder Rücksicht auf die EM in Österreich und der Schweiz (beginnt am 7. Juni)? Wir wissen es nicht. Staffelleiter Hans-Rainer Hansen zog den 38. Spieltag auf Mittwoch, 28. Mai (19.15 Uhr) vor. Somit ist der 37. Spieltag am 7. Juni der letzte der Saison. Das hat auch Auswirkungen auf die Husumer SV. Das Team von Trainer Guido Gehrke spielt nun am 28. Mai gegen den SC Comet Kiel und drei Tage später ebenfalls auf eigenem Platz gegen den VfR Neumünster. Die Saison endet für die Stormstädter am 7. Juni mit dem Westküstenderby beim Heider SV.
1. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

36. ST 01.06.08 Husumer SV VfR Neumünster 2:2

Husum macht Schleswig-Holstein-Liga mit Punkt endgültig perfekt!

01.06.2008

Husumer SV - VfR Neumünster

2 : 2 (0:1)


Mit einem verdienten Punktgewinn gegen den VfR Neumünster machte die Husumer SV die Qualifikation zur Schleswig-Holstein-Liga endgültig perfekt und räumte auch noch die letzten theoretischen Zweifel beiseite. Die Husumer kamen schwer ins Spiel, aber nach dreißig Minuten übernahmen die Schützlinge von Trainer Guido Gehrke das Kommando und kamen mit spielerischen Mitteln immer wieder zu Torchancen. »Alle Achtung, was meine Elf bei diesen Temperaturen geleistet hat. Wir haben den Ball laufen lassen, den Gegner unter Druck gesetzt. Wir wollten nicht als Verlierer vom Platz gehen, den letzten nötigen Punkt noch holen.«

Das schafften die Nordfriesen mit einer gelungen Vorstellung im letzten Heimspiel vor 316 Zuschauern, die voll auf ihre Kosten kamen. Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Oliver Jurkic brachte den VfR nach einem Fehler von Simon Harrsen per Kopfball bereits in der 13. Minute in Führung. Mit der Führung im Rücken spielte Neumünster einen perfekten Ball, ohne weiter Torgefahr auszuüben. In der 45. Minute hatte wieder Oliver Jurkic mit einem Kopfball Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen, doch das Leder zischte zwei Meter am Tor der Husumer vorbei. Die Hausherren hatten nur einmal Gelegenheit, sich vor dem gegnerischen Tor in Szene zu setzen. Sebastian Saeltz wurde in letzter Sekunde zwei Meter vor dem Tor noch abgeblockt. Nach einer herrlichen Kombination über die linke Seite war Saeltz plötzlich frei.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit merkte man den Husumern ihre Entschlossenheit an, es wurde um jeden Ball gefightet und der Abschluss gesucht. Besonders die »Oldies« Fleige, Groth und Cornils setzten nun die Akzente. Björn Fleige war es auch, der in der 58. Minute Torhüter Özdemir zu einer Glanzparade zwang. Mit dem Fuß entschärfte der Keeper im letzten Moment sein Kopfball-Geschoss. Ingo Cornils verfehlte mit einem 25-Meter-Schuss den Kasten nur um Zentimeter (70.). Eine Minute später dann endlich der verdiente Husumer Ausgleich. Einen langen Ball von Christian Herpel köpfte Björn Fleige über den herausstürzenden Torhüter Özdemir zum 1:1 ein. Die Stormstädter gingen dann sogar in Führung: Ingo Cornils bediente Erion Alla mit einem Steilpass, der den Gäste-Keeper aus zwölf Metern keine Chance ließ (85.). Neumünster war praktisch geschlagen, doch die SV legte sich noch selbst ein Ei ins Nest. Nach einer Ecke verpasste Torhüter Teubler den Ball, Marinko Ruzic hatte keine Mühe, aus vier Metern einzuschieben (87.).

Doch im Husumer Lager herrschte Zufriedenheit, denn die Nordfriesen haben nach langem Ringen ihr Saisonziel errreicht, Trainer Guido Gehrke, der in der Saison gekommen war, seine Mission erfüllt. »Wir haben heute einen wichtigen Punkt gewonnen, keine zwei verloren. Außerdem haben wir eine super Leistung abgeliefert.«

Tore: 0:1 Jurkic (13.), 1:1 Fleige (72.), 2:1 Alla (85.), 2:2 Ruzic (87.)
beste Spieler: Mannschaftsleistung - Alla, Fleige, Groth, Cornils / Jurkic
Ecken: 4 : 5
Chancen: 6 : 3
Zuschauer: 330
Schiedsrichter: Eike Albig (Holstein Kiel)
gelbe Karten: Andresen (30.), Becken (45.) / Amoako (64.), Ruzic (79.)
Aufstellung:

Teubler - Strüning (58. Cornils), Harrsen, Andresen, Herpel, - Becken, Saeltz (58. Groth), Steglich, Alla - Fleige, Otto (46. Hertting).

Özdemir - Siedschlag (60. Amoako), Müller, Niedermeyer - Bock, Somodi, Jurkic (88. Kluever), Pukaß, Christiphersen - Ruzic, Celik (76. Buhrmester).

  HI 01.06.2008

Ruzic zerstört Husumer Hoffnungen

2:2 im letzten Heimspiel der Saison gegen VfR Neumünster / Björn Fleige und Erion Alla treffen
Husums Torschütze Björn Fleige (re.) wird von Neumünsters Carsten Pukaß gestoppt. Foto: Voss
Verbandsliga: Die Übersicht

Die Husumer SV machte mit dem 2:2 gegen den VfR Neumünster endgültig alles klar – die Nordfriesen gehören in der neuen Saison der SH-Liga an. Das 5:1 des ETSV Weiche gegen den FC Dornbreite kam zu spät, die Flensburger haben keine Chance mehr auf den zwölften Rang. Der TSV Kropp (2:3 in Todesfelde) und Flensburg 08 (1:0 in Itzehoe) lassen die Saison austrudeln. Meister ist die zweite Mannschaft von Holstein Kiel, die beim Tabellenletzten Rot-Weiß Moisling 5:2 gewann – Glückwunsch!

Husum (ree) – "Hier sind ja mehr Polizisten als Zuschauer", unkte einer vor dem Spiel. In der Tat waren reichlich Ordnungshüter zugegen, als Fußball-Verbandsligist Husumer SV den VfR Neumünster zu Gast hatte. Aber sie hatten nichts zu tun: Die Fans auf beiden Seiten verhielten sich friedlich. Sie hatten ihre Freude an einem Fußballspiel, das trotz großer Hitze hohes Niveau bot, das aber mit dem 2:2 (0:1) nur einen halbwegs gerechten Ausgang fand. Denn auf Grund ihres starken Auftritts in der zweiten Halbzeit waren es die Stormstädter, die die Punkte eher verdient gehabt hätten.

"Wir haben bewiesen, dass wir eine starke Truppe sind", resümierte ein rundum zufriedener SV-Coach Guido Gehrke, der alles richtig gemacht hatte. Auch mit den Auswechslungen. Denn es waren Ingo Cornils, Carsten Groth und Lukas Hertting, die die Schlagzahl ihres Teams auch im letzten Drittel der Partie immer wieder hoch hielten.
Die SV wollte ihr letztes Heimspiel der Saison nicht verlieren, Neumünster nach der 1:5-Pleite in Heide wieder etwas für den Ruf tun. Unter diesen Vorzeichen verlief die Partie in der ersten Halbzeit zwar technisch ansprechend, aber ohne jedes Spektakel in den Strafräumen. Und auch das 0:1 von Oliver Jurkic (13.) war nicht wirklich spektakulär. Da hatte Simon Harrsen bei seinem Abwehrversuch die "Peilung" verloren.

Großer Siegeswille der Gastgeber und reichlich Betrieb in den Strafräumen, das waren die Kennzeichen nach der Pause. Wobei VfR-Torhüter Hüsnü Özdemir häufiger im Brennpunkt stand. Beim 1:1 von Björn Fleige (72.) sah der Keeper dann allerdings "alt" aus. Denn es waren nur ein paar Haarspitzen gewesen, die der Stürmer bei der 40 m-Flanke von Christian Herpel an den Ball gebracht hatte.

Eine Minute später – Husum drehte nun mächtig auf – war es wieder Fleige, der Özdemir prüfte. Diesmal reagierte der Neumünsteraner richtig (73.).

Genuss-Fußball dann beim 2:1. Cornils fand die Lücke in der zweitbesten Verbandsliga-Abwehr, bediente Alla und Husums "Zaubermaus" traf (85.). Der Jubel darüber war noch nicht verebbt, da war´s schon wieder vorbei. Marinko Ruzic schoss das 2:2 (86.), was ihm wohl nicht gelungen wäre, wenn die Husumer Abwehr den vorausgegangenen Eckball ein wenig ernster genommen hätten. Unmittelbar vor Schluss Glück für die Platzbesitzer: Steglich klärte auf der Linie.

Husumer SV: Teubler – Strüning (57. Groth), Andresen, Harrsen, Herpel – Saeltz (57. Cornils), Steglich, Becken, Alla – Fleige, Otto (46. Hertting). VfR Neumünster: Özdemir – Siedschlag (60. Amoako), Pukaß, Müller – Niedermeyer, Somodi, Christophersen, Bock, Jurkic (86. Kluever) – Ruzic , Celik (76. Burmester). Schiedsrichter: Eike-Robert Albig (Holstein Kiel). Zuschauer: 330.

2. Juni 2008 · Flensburger Tageblatt

Kraftloser VfR entführt wenigstens ein 2:2

Der VfR Neumünster ist Vizemeister der Verbandsliga Schleswig-Holstein. Dies steht nach dem gestrigen 2:2 (1:0) bei der nun endgültig geretteten Husumer Sportvereinigung definitiv fest.
Heißes Duell in der Hitze von Nordfriesland: Husums Björn Fleige (re.) schiebt Emmanuel Amoako (VfR) rigoros beiseite. Foto: Schmuck

Husum (Arne Schmuck) – Mit einem 2:2 bei der Husumer SV hat der VfR Neumünster auch die letzten Hoffnungen und Zweifel beiseite geräumt: Weder nach unten noch nach oben wird etwas gehen, sodass Rasensport in der Fußball-Verbandsliga einen Spieltag vor Saisonende als Tabellenzweiter feststeht.

Vor 330 Zuschauern im Husumer Friesenstadion trafen für die Gäste Oliver Jurkic nach einem von Faruk Celik verlängerten Siedschlag-Pass (13.) und Marinko Ruzic, nachdem Torhüter André Teubler einen Buhrmester-Kopfstoß nur abgeklatscht hatte (86.). Zwischenzeitlich hatten die Hausherren durch Björn Fleige (73.) und Erion Alla (85.) den Spieß umgedreht.

VfR-Regisseur Marinko Ruzic gelang lange Zeit herzlich wenig, ehe er doch noch sein 23. Saisontor markierte. Hier wird er von Husums Pierre Becken (re.) gebremst. Foto: Schmuck

"Man hat gemerkt, dass die Luft bei uns nach dem 1:5 in Heide vier Tage zuvor doch raus war. Somit hatten wir dann auch ein kleines Motivationsproblem", wollte VfR-Trainer Ervin Lamce die dürftige Leistung seines Teams nicht beschönigen. Neben Patrick Amponsah (Haariss im Zeh), Marco Möller (Muskelfaserriss) und Jörg Zenker (Hochzeitsreise) fehlte mit Franko Milbradt (Bluterguss im Zeh) ein weiterer Akteur aus der Stammformation, doch daran wird es kaum gelegen haben, dass die Gäste nach einer souveränen ersten halben Stunde zusehends an Fahrt und spielerischer Linie verloren. "Es soll nicht nach einer Entschuldigung klingen, aber die brennende Sonne war für uns heute gewiss nicht von Vorteil", rang Gästeakteur Norbert Somodi um eine Erklärung für die blutleere Vorstellung, die phasenweise den Eindruck entstehen ließ, der platte VfR spiele mit zwei Mann weniger.
Völlig verdient bog Husum im Verlauf der zweiten Halbzeit die Partie um, sodass der von HSV-Keeper Teubler förmlich auf dem Silbertablett servierte Punkt als glücklich einzustufen war. Und beinahe hätte Rasensport sogar noch gewonnen, doch nach einem Klüver-Eckstoß klärte Sebastian Steglich einen Buhrmester-Kopfball für den bereits geschlagenen Teubler auf der Linie, wobei so manch mitgereister VfR-Fan ein regelwidriges Handspiel des Husumers gesehen haben wollte (90.). "Egal. Hauptsache, wir haben noch einen Punkt geholt", entschied sich VfR-Joker Dennis Buhrmester für das lachende Auge. Dies ging auch Husums Trainer Guido Gehrke so. Konfrontiert mit der Frage, ob sein Team angesichts der Feldüberlegenheit nach der Pause zwei Zähler verschenkt habe, antwortete er: "Wir haben einen Punkt gewonnen – nämlich den, den wir noch zur Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga gebraucht haben."

Husumer SV: Teubler - Strüning (58. Cornils), Harrsen, Andresen, Herpel - Steglich, Alla, Becken, Saeltz (57. Groth) - Otto (46. Hertting), Fleige. VfR Neumünster: Özdemir - Siedschlag (60. Amoako), Pukaß, Müller - Niedermeyer, Christophersen - Somodi, Ruzic, Bock - Celik (76. Buhrmester), Jurkic (88. Klüver). Beste Spieler: Alla, Saeltz, Steglich – Pukaß, Christophersen. Tore: 0:1 Jurkic (13.), 1:1 Fleige (73.), 2:1 Alla (85.), 2:2 Ruzic (86.). Schiedsrichter: Albig (Kiel). Gelbe Karten: Andresen (31., Foulspiel an Christophersen), Becken (45./+5, Foulspiel an Celik) – Amoako (63., Foulspiel an Fleige), Ruzic (79., Unsportlichkeit). Spielwertung: ausreichend. Zuschauer: 330.

02. Juni 2008 · Holsteinischer Courier

Partie der alten Rivalen

Nach der erfüllten Mission steht für die Husumer SV gegen den VfR Neumünster (So., 15 Uhr) das letzte Heimspiel in der Fußball-Verbandsliga auf dem Programm.
Rassiges Duell aus dem Hinspiel: VfR-Torjäger Faruk Celik und Husums Ingo Cornils (rechts) beim "Spitzentanz". Beobachter ist Dennis Schulte. Foto: Schmuck

Husum (ree) – Am Mittwochabend gegen halb zehn wurde im Clubheim der Husumer SV noch einmal kräftig Bier geordert. Da nämlich war durchgesickert, was sich auf den anderen Plätzen der Fußball Verbandsliga getan hatte. Und danach hatten die Stormstädter bereits mit ihrem sehenswerten 2:0 über Comet Kiel das erreicht, was sie wollten: Die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga.

Dass die Husumer dieses Ziel noch erreichen würden, darauf hatten die Fans in der Nordseestadt natürlich immer gehofft. Dass ihr dieser Coup aber schon zwei Spieltage vor Schluss glücken würde, davon zeigten sich alle beeindruckt. Und der Respekt galt hauptsächlich dem Mann, den man als Vater dieses Erfolges bezeichnen kann: Trainer Guido Gehrke. Und der gab, als ihn die Ergebnisse von den anderen Plätzen mit Genugtuung erfüllt hatten, kurz und knapp zu Protokoll: "Mission erfüllt." Was sich ein bisschen nach Abschied anhört. Womit das gesamte Fazit dieses Abends angesprochen wäre: Die Husumer SV steht zwar in der Schleswig-Holstein-Liga, aber es steht in den Sternen, mit welchem Personal.

An Gratulationen für die SV hat es am Mittwochabend nicht gefehlt. Kein Wunder, denn die Husumer Kicker haben sich 60 Minuten lang Torchancen zusammenkombiniert, die auch ein 5:0 oder 6:0 möglich gemacht hätten. Beifall auf offener Szene im 5-Minutentakt, das hat es lange nicht gegeben im Friesenstadion. Richtig böse war auch Björn Fleige am Ende nicht mehr, dem Schiedsrichter Dennis Lübker die Ampelkarte gezeigt hatte. Die erste gelbe Karte kassierte der Husumer nach seinem Treffer zum 2:0, als er Luca-Toni-ähnliche Handbewegungen machte. Lübkers Assistent an der Linie sah darin aber eine Provokation des Gegners und informierte seinen "Chef". Lübker: "Darauf musste ich reagieren."
Gegen Neumünster haben die Husumer am Sonntag nun ihren letzten Saisonauftritt vor eigenem Publikum. Ob sie dabei noch einmal so glänzen können wie gegen Comet, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall möchte Gehrke, dass seine Jungs sich "vernünftig von ihren Fans verabschieden und nicht verlieren."

Nicht verlieren, das ist vermutlich auch die Vorgabe beim VfR, der vor drei Tagen mit einem 1:5 beim Heider SV einging. Die Lilaweißen verspielten damit ihre letzte Chance, Holstein Kiel II noch um den Titel zu bringen. So geht es also um nichts mehr zwischen den beiden alten Rivalen.

Auf Husumer Seite haben Ingo Cornils, Sebastian Saeltz und Pierre Becken am Mittwoch Blessuren davongetragen, sodass ihr Einsatz fraglich ist. "Eher schlecht" stehen laut Trainer Gehrke die Chancen für Sascha Rettkowski, der gegen Comet mit Adduktoren-Problemen ausschied.

31. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Kommt der Torschützenkönig vom VfR?

Nach dem 1:5-Debakel beim Heider SV am Mittwochabend möchte Fußball-Verbandsligist VfR Neumünster im letzten Auswärtsspiel der Saison noch ein bisschen Wiedergutmachung betreiben. Rasensport ist morgen um 15 Uhr beim Tabellenzehnten Husumer SV zu Gast.
Bitterer Moment: VfR-Turbo Marco Möller, der hier Hauke Molt (li.) vom SV Todesfelde stehen lässt, hat alle bisherigen Saisonspiele absolviert. Doch morgen fällt er mit einem Muskelfaserriss aus. Foto: Schmuck

Neumünster (Arne Schmuck) – Wer sich vor wenigen Wochen den Spielplan der Fußball-Verbandsliga vornahm, der durfte davon ausgehen, dass im Rahmen der vorletzten Runde die morgige Partie zwischen der Husumer SV und dem VfR Neumünster noch einmal ein ganz heißes Duell werden würde. Aber weit gefehlt. Während Rasensport nach der 1:5-Packung in Heide am Mittwoch angesichts von nunmehr sechs Punkten und 23 Toren Rückstand auf Spitzenreiter Holstein Kiel II nicht mehr wirklich Meister werden kann, hat die monatelang auf einem Abstiegsplatz postierte Elf aus Husum mit einem wahren Kraftakt vorzeitig den Klassenerhalt eingefahren. Sechs Punkte und 13 Tore Vorsprung vor dem einzigen noch verbliebenen Konkurrenten um Platz 12, SV Todesfelde, lassen selbst die Nordfriesen ruhig schlafen. "Zu 98 Prozent haben wir die Klasse gehalten", weiß dann auch Trainer Guido Gehrke, dessen Team in den vergangenen elf Spielen 22 Punkte holte und damit eine erfolgreiche Aufholjagd hinter sich hat. "Wenn mir einer gesagt hätte, dass wir zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt eingefahren haben ... – Wahnsinn!", sinniert Gehrke.

Wird er noch Torschützenkönig? Marinko Ruzic vom VfR (bislang 22 Saisontreffer). Foto: Schmuck

Derweil zählt VfR-Trainer Ervin Lamce wieder einmal seine Schäfchen, nachdem in Heide mit Marco Möller, Patrick Christophrsen und Norbert Somodi drei Akteure verletzt raus mussten. Möller hat es besonders schlimm erwischt, er muss mit einem Muskelfaserriss definitiv passen. Für den 23-Jährigen ist das richtig bitter, war er doch auf dem besten Weg, als einziger VfR-Feldspieler alle Saisonpartien zu bestreiten. Wenigstens geht mit Carsten Pukaß nach abgelaufener Sperre wieder der Kapitän an Bord. "Die Saison hat viel Kraft gekostet. Nun wollen wir sie aber noch vernünftig zu Ende spielen", fordert Lamce Wiedergutmachung für das Heide-Debakel. Auch wenn der VfR kein Meister mehr werden kann und den zweiten Platz so gut wie sicher hat, gibt es noch ein großes Ziel: Regisseur Marinko Ruzic kann noch Verbandsliga-Torschützenkönig werden. "Wir werden unser Spiel nun aber nicht völlig auf ihn zuschneiden. Dann wären wir viel zu leicht auszurechnen", sagt Lamce.

VfR Neumünster: Özdemir - Somodi (?/Probleme mit der operierten Schulter), Pukaß, Müller - Niedermeyer, Christophersen (?/Leistenprobleme, nur Lauftraining) - Siedschlag, Ruzic, Bock - Celik, Milbradt (?/Bluterguss im Zeh). Auf der Bank: Goudarzi - Amoako, Klüver, Raniewicz, Jurkic, Buhrmester, Ulmer. Es fehlen: Amponsah (Haariss im Zeh), Kadem Said (Jochbeinbruch), Möller (Muskelfaserriss), Zenker (Hochzeitsreise). Schiedsrichter: Albig (Kiel). Hinspiel: 2:0 für VfR (Tore: Jurkic, Buhrmester). Courier-Tipp: 1:1.

Außerdem spielen (Hinrunde in Klammern): heute, 15 Uhr: FC Kilia - SV Eichede (4:1), ETSV Weiche - FC Dornbreite (2:1), E. Büdelsdorf - SC Comet (2:3); morgen, 15 Uhr: Itzehoer SV - Flensburg 08 (3:2), RW Moisling - Holstein Kiel II (1:4), SV Todesfelde - Kropp (1:4), Breitenfelder SV - TSV Bargteheide (2:1), Heikendorfer SV - Heider SV (0:4); spielfrei: TSV Altenholz.

31. Mai 2008 · Holsteinischer Courier
Ballgeflüster
Früheres Saisonende: Ursprünglich sollte die Saison in der Fußball-Verbandsliga am Freitag, 13. Juni, enden. Jetzt dürfen die Kicker schon sechs Tage vorher in die Sommerpause gehen. Ist es Aberglaube (Freitag, der 13.) oder Rücksicht auf die EM in Österreich und der Schweiz (beginnt am 7. Juni)? Wir wissen es nicht. Staffelleiter Hans-Rainer Hansen zog den 38. Spieltag auf Mittwoch, 28. Mai (19.15 Uhr) vor. Somit ist der 37. Spieltag am 7. Juni der letzte der Saison. Das hat auch Auswirkungen auf die Husumer SV. Das Team von Trainer Guido Gehrke spielt nun am 28. Mai gegen den SC Comet Kiel und drei Tage später ebenfalls auf eigenem Platz gegen den VfR Neumünster. Die Saison endet für die Stormstädter am 7. Juni mit dem Westküstenderby beim Heider SV.
1. April 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

37. ST 01.06.08 Heider SV Husumer SV 0:1

Gelungener Saisonabschluss!

01.06.2008

Heider SV - Husumer SV

0 : 1 (0:0)


Mit 1:0 (0:0) siegte die Husumer SV zum Saisonabschluss beim Westküstenrivalen Heider SV und nahm damit erfolgreich Revanche für die unglückliche Hinspielniederlage. Zwar hatten die Hausherren die größeren Tormöglichkeiten, doch die Nordfriesen wirkten einfach abgeklärter, spielten das Leder gekonnt durch die eigenen Reihen. Zudem musste die Gehrke-Elf 65 Minuten mit nur zehn Spielern auskommen, hatte doch Simon Harrsen in der 25. Spielminute wegen einer angeblichen Notbremse als letzter Mann den roten Karton gesehen. Allerdings war dies eine zu harte Entscheidung von Schiedsrichter Adler, standen doch noch zwei Mitspieler daneben.

Doch die Husumer ließen sich nicht beirren, standen gut und konterten die Dithmarscher aus. Letztlich war der Sieg verdient, Heide wirkte unentschlossen, ja unkonzentriert. Das die Husumer in Unterzahl spielten, merkte man kaum. »In der Anfangsphase haben wir richtig guten Fußball gespielt. Durch den zu harten Platzverweis mussten wir umstellen. Aber wir haben den Ball besser in den eigenen Reihen gehalten und klug gespielt«, resümierte Husums Trainer Guido Gehrke nach Spielende.

Die Anfangsphase gehörte den Nordfriesen, mit sehenswerten Ballpassagen kam Sicherheit in die Aktionen. Heides Angreifer Tim Ostermann war der einzige, der etwas Unruhe in die Husumer Abwehrkette brachte. In der 15. Minute versuchte er es aus zehn Metern, scheiterte jedoch an Husums Torhüter Teubler, der einen guten Tag erwischt hatte. Zwei Minuten später war es wieder Ostermann, der sich aus dem Mittelfeld durchtankte, sein Weitschuss flog aber zwei Meter am Husumer Kasten vorbei. Glück hatten die Gäste in der 33. Spielminute, Torhüter Teubler musste sein ganzes Können aufbieten, um gegen Tobias Hass und Costa Freise aus kurzer Distanz abzuwehren.

Nach dem Wechsel wirkten die Nordfriesen wesentlich entschlossener als die Gastgeber. Das Leder wurde klug in den eigenen Reihen gehalten und der entscheidende Konter gesetzt. In der 52. Minute köpfte Björn Fleige den Ball aus zehn Metern über Torhüter Dau hinweg in die Maschen des Heider Tores. Vorausgegangen war eine gelungene Kombination, Sebastian Saeltz hatte die Flanke gegeben. »Dieses Tor kam etwas zu früh«, meinte Guido Gehrke. »Aber Heide ist ja nichts Entscheidendes mehr eingefallen.« Das stimmte, denn nur mit langen Bällen und Distanzschüssen war die Husumer Abwehr nicht zu knacken. Erwähnenswert noch ein 35-Meter-Geschoss von Heides Andre Ladendorf, der das Tor nur um Zentimeter verfehlte.

Die Husumer Spieler und Offizielle freuten sich über diesen gelungenen Saisonabschluss. Mit einer beeidruckenden Rückserie glückte doch noch die Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga. 

Tore: 0:1 Fleige (52.)
beste Spieler: Voß / Mannschaftsleistung, Teubler, Andresen
Ecken: 5 : 3
Chancen: 6 : 3
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Björn Adler (TSB Flensburg)
gelbe Karten: Ladendorf (42.), Voß (83.) /Cornils (7.), Becken (47.), Saeltz (75.), Herpel (85.) 
rot: Harrsen (25.) weg. Notbremse
Aufstellung:

Dau - Jarchow, Schwalm, Voß, Quade - Ladendorf, Ostermann (87. Börensen), Soitzbarth (46. Hardock), Freise (60. Badaouni-Eiting) - Adria, Hass.

Teubler - Groth, Andresen, Harrsen, Herpel - Saeltz, Steglich (46. Otto), Cornils, Alla (81. Hertting) - Fleige (77. Strüning), Becken.

  HI 06.06.2008

Erfolg in Unterzahl: Teubler hält, Fleige trifft

Husumer SV gewinnt 1:0 beim Heider SV / Steglich und Strüning bleiben bei den Stormstädtern
Keeper André Teubler hielt den Sieg fest. Foto: Archiv
Verbandsliga: Der Abschluss

Das war ein Herzschlagfinale um den Klassenerhalt. Der große Sieger ist der Itzehoer SV, der sich durch das 1:1 beim TSV Altenholz den fehlenden Punkt zum Erreichen des zwölften Platzes sicherte. Die kleinen Hoffnungen des SV Todesfelde (0:5 beim Meister Holstein Kiel II) waren schnell dahin und auch der Breitenfelder TSV war am Ende mit dem 3:6 beim TSV Kropp auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Von der Verbandsliga in die neue Verbandsliga abgestiegen sind neben Todesfelde und Breitenfelde der ETSV Weiche Flensburg, Dornbreite Lübeck, der SV Eichede, der TSV Bargteheide und Rot Weiß Moisling.

Heide (ree) – Prima Saisonfinale für die Husumer SV: Mit zehn Mann siegte sie am Freitag Abend im Westküsten-Derby beim Heider SV 1:0 (0:0). Bester Akteur im Trikot der Stormstädter war Keeper André Teubler, der 90 Minuten alles festhielt, was die Dithmarscher auf sein Tor brachten. Das Tor des Abends köpfte Björn Fleige in der 53. Minute, der seine Mannschaft damit für 20 Stunden auf Rang neun der Fußball-Verbandsliga hievte. Phänomenal, wie Fleige exakt immer wieder da aufzutauchen pflegt, wo sich die Torchance ergibt. Nach Vorarbeit von Marcel Otto und Sebastian Saeltz erwischte Husums Stürmer den Ball diesmal wieder mit dem Kopf und ließ Heides Keeper Tobias Dau ins Leere fliegen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte man eher ein Tor des Gastgebers erwartet, denn der war seit der 26. Minute zahlenmäßig im Vorteil. Simon Harrsen hatte gegen Tobias Hass die Notbremse gezogen und von Schiedsrichter Björn Adler die rote Karte erhalten. Ein vertretbares Urteil des Mannes, der insgesamt mit den Husumern strenger verfuhr als mit den Einheimischen.

Erstaunlich, wie wenig der HSV aus seinem personellen Vorteil machte. Die stereotypen Rechtsflanken von Michael Schwalm pflückte mit steigender Lust Teubler vom Himmel. Und der reagierte in der 67. Minute auch blitzschnell auf den platzierten 16-m-Schuss von Tim Ostermann. Den Rest erledigte die Umständlichkeit der Hausherren. So entschloss sich Alex Hardock trotz guter Position nicht zum Torschuss (69.), so stocherten Mohammed Badaoui-Eiting und David Quade am Leder vorbei (81.) und so "semmelte" Hass das Leder übereilt in den Abendhimmel (90.).

Ostermann war es, der den Nordfriesen auf rechts schon in der ersten Halbzeit die meisten Probleme bereitet hatte. Aber schon in dieser Phase machte Teubler eine gute Figur und wehrte die Schüsse des Heiders (15./18./ 33.) ab. Neben Sebastian Saeltz, der trotz Verletzung bis zum Ende durchhielt, war Pierre Becken einer der Besten bei den Gästen. In seinem letzten Punktspiel für die SV musste er von der 27. Minute an verteidigen. Und das machte der zukünftige Altonaer hervorragend.

Kompliment auch für den Mut von Guido Gehrke, der zur Pause wieder einen zweiten Stürmer einwechselte. Damit zeigte der Trainer ("Das war ein guter Abschluss") seiner "Zehn", dass er auch diese Partie noch gewinnen wollte.

Sein Gegenüber Alfred Hußner ("Wir haben die Pflichttore nicht gemacht") hatte gleich doppelten Grund, sich zu ärgern. Nach dem 0:1 eröffneten ihm David Strüning, und Sebastian Steglich, dass sie weiterhin bei der Husumer SV Fußball spielen würden. Dabei hatte der Heider SV für die nächste Saison schon fest mit ihnen gerechnet.

Heider SV: Dau – Schwalm, Quade, Voß, Jarchow – Ladendorf, Ostermann (87. Börensen), Spitzbarth (46. Hardock), Freise (60. Badaoui-Eiting) – Adria, Hass. Husumer SV: Teubler – Groth, Harrsen, Andresen, Herpel – Saeltz, Cornils, Steglich (46. Otto), Alla (80. Hertting) – Fleige (77. Strüning), Becken. Schiedsrichter: Björn Adler (TSB Flensburg). – Zuschauer: 300.

9. Juni 2008 · Flensburger Tageblatt

Westküsten-Derby: Beide Teams lassen es ganz entspannt angehen

Heute endet eine aufregende Saison in der Verbandsliga für die Husumer SV: Um 19.30 Uhr gastiert der künftige SH-Ligist zum Derby beim Heider SV.
Abwehrchef in Heide: Marcel Voss (li.), hier im Duell mit dem Kropper Tobias Timm, hat in dieser Saison auch seine Qualitäten in der Offensive nachhaltig unter Beweis gestellt. Foto: Peters

Husum (ree) – Heider SV gegen Husumer SV – es geht um nichts mehr zwischen den beiden Westküsten-Rivalen in der Fußball-Verbandsliga. Und deswegen durften sie ihr Saisonfinale auch auf den heutigen Abend vorverlegen. Anpfiff in der Dithmarschen-Metropole ist um 19.30 Uhr.

Einer wird im Stadion an der Meldorfer Straße nur Freunde um sich haben: Marcel Voss. Vier Jahre hat der 26-Jährige mit seiner unbändigen Energie den Husumer Fußball bereichert. Zu Beginn dieser Saison ist er wieder in seine Heimat gewechselt – und dort inzwischen zum Abwehrchef aufgestiegen. "Wir haben eine fantastische Saison gespielt", schwärmt Voss, der mit zehn Toren erheblichen Anteil daran hat, dass seine Mannschaft in dieser Spielzeit so erfolgreich war.

"Disziplin" hat Voss außerdem als Erfolgsmittel in Heide ausgemacht – auch bei sich selbst. Da steht nur eine gelb-rote Karte zu Buche – das ist ein Spitzenwert für den Mann, um dessen Verbleib auf dem Feld man früher in jeder Minute bangen musste. Für Voss geht es heute auch um das "Sieger-Gen", von dem er behauptet, dass er es aus Nordfriesland mit nach Dithmarschen genommen habe. Der erste Test hat ihn bestätigt: Zum Saisonauftakt gewann der Heider SV in Husum mit 1:0.
Voss' Kameraden von einst werden natürlich versuchen, seine Theorie zu widerlegen. Allen voran Björn Fleige, von dem auch Voss erfahren hat, dass er wieder auf Torjagd geht. Gut möglich, dass die beiden heute das eine oder andere Meeting im Heider Strafraum haben werden.

Guido Gehrke hat die Entwicklung des Heider SV aufmerksam verfolgt und nimmt sie mit Respekt zur Kenntnis. "Und nun gucken wir mal, ob sie wirklich so gut sind", meint Husums Coach, was man durchaus als versteckte Kampfansage deuten kann. Natürlich möchte Gehrke, dessen Mannschaft nach eigenem Bekunden "eine sensationelle Rückrunde" gespielt hat, auch ein angemessenes "Finale" erleben. Und deshalb will er in Heide "ungern verlieren."

Sein Kontrahent Alfred Hußner hingegen sieht in dem Derby lediglich noch ein "Freundschaftsspiel". Und freut sich im Übrigen der Dinge, die sich da in den vergangenen 35 Spielen getan haben. "Wir sind happy: 60 Punkte – so viele haben wir noch nie gehabt", sagt der Heider Trainer. Und da es ganz genau sogar 61 sind, scheinen ihm die gegen Husum ziemlich egal zu sein. Aber es kann natürlich auch sein, dass er seinen Jungs in der Kabine die Sache mit dem "Freundschaftsspiel" ganz anders erzählt.

Aus persönlichen Gründen wird den Husumern auch in Heide der zuletzt so starke Michael Petersen fehlen. Fraglich ist das Mitwirken von Sascha Rettkowski. Gehrke freilich ("Kann sein, dass er spielt") hofft auf den Einsatz seines sichersten Gliedes in der Viererkette.

6. Juni 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

KP-VF 10.06.08 Bredstedter TSV Husumer SV 1:4
NF-Kreispokal-Viertelfinale!

10.06.2008

Bredstedter TSV - Husumer SV

1 : 4 (1:2)


Fußball-Kreispokal

4:1 in Bredstedt – Husumer SV steht im Halbfinale

Bredstedt (noh) – Schleswig-Holstein-Ligist Husumer SV hat das Halbfinale im Fußball-Kreispokal erreicht. Vor etwa 150 Zuschauern setzte sich das Team von Trainer Guido Gehrke beim künftigen Kreisligisten Bredstedter TSV 4:1 (2:1) durch und spielt nun im Halbfinale beim FC Blau-Weiß Friedrichstadt. Dieses Spiel wird möglicherweise um den 15. Juli herum ausgetragen, am 20. Juli könnte dann das Finale steigen. Titelverteidiger SV Frisia 03 Risum-Lindholm hat sich bereits für das Endspiel qualifiziert. Am ersten August-Wochenende hat Nordfrieslands Cupsieger Heimrecht gegen das Regionalliga-Team des VfB Lübeck.

In der gutklassigen Pokalpartie boten die Hausherren gegen den Favoriten eine couragierte Leistung. Die Gäste wiesen die bessere Spielanlage auf und waren viel in Bewegung, aber der BTSV hielt gut dagegen. Erion Alla brachte die HSV nach einer Viertelstunde per Strafstoß in Führung, nachdem Sebastian Steglich zu Fall gebracht worden war. Aber fast im Gegenzug glich Tobias Knauf nach Zuspiel von Dirk Wessel aus (17.). Die nur mit zwölf Spielern angereisten Gäste ließen sich davon jedoch nicht beirren. David Strüning gelang per Kopf mit dem 2:1 die erneute Führung (30.). Fast mit dem Pausenpfiff hatte Dirk Wessel den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Ball wurde ebenso von der Linie gekratzt wie direkt nach Wiederanpfiff ein Versuch von Tobias Knauf.

Für die Entscheidung sorgte der spielstarke Erion Alla, der nicht nur bei seinem Treffer zum 3:1 (53.) andeutete, dass sein neuer Verein TSV Rantrum mit ihm einen guten Fang gemacht hat. Den Schlusspunkt unter die faire Partie setzte Christian Herpel mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze (82.).

Bredstedter TSV: Lorenzen – Schweger, Nissen, Neumann, Hecker – Kaufeld, Schillinski (80. Jacobsen), Landmesser (75. Frauen), Knauf – Mohr, Wessel (65. Hamsian).
Husumer SV: Reinholdt – Andresen, Herpel, Cornils, Strüning – Saeltz, Steglich, Alla, Becken (75. Berger) – Hertting, Groth.
Zuschauer: 150.
Schiedsrichter: Hinrichs (Rödemis).

12. Juni 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

BTSV gegen HSV: Pokal am Dienstag

Bredstedt (usc) – Eigentlich ist die Saison für die Fußballer des Bredstedter TSV schon lange beendet, doch am Dienstag (10. Juni) muss der Bezirksligist noch einmal ran: Im Viertelfinale des Kreispokals trifft der BTSV um 19 Uhr im Stadion auf die Husumer SV. Diese Partie konnte bislang nicht terminiert werden, weil die Husumer zahlreiche englische Wochen hatten und die Qualifikation für die SH-Liga absolute Priorität hatte. Der Sieger spielt im Halbfinale gegen BW Friedrichstadt, als Finalgegner wartet Titelverteidiger SV Frisia 03.
6. Juni 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Titelverteidiger Frisia 03 steht erneut im Finale

Fußball-Kreispokal: 6:2 beim Rödemisser SV / Friedrichstadt nach 2:0 in Süderlügum in der Vorschlussrunde

Husum (pu/noh) - Überraschungen blieben aus im Pokal des Kreisfußballverbandes Nordfriesland: Titelverteidiger SV Frisia 03 Risum-Lindholm erreichte mit dem 6:2 beim Rödemisser SV erneut das Finale, der FC Blau-Weiß Friedrichstadt qualifizierte sich mit dem 2:0 beim TSV Süderlügum fürs Halbfinale und trifft dort auf den Sieger der Partie Bredstedter TSV – Husumer SV.

Nordfrieslands Pokalsieger spielt in der ersten Runde des Landespokals (1. bis 3. August) gegen den Regionalligisten VfB Lübeck.

Viertelfinale: TSV Süderlügum – FC Blau-Weiß Friedrichstadt 0:2 (0:1). Mit fast minimalem Aufwand und viel Routine setzte sich der Bezirksligist in Süderlügum durch. „Das kann ein sehr schönes Spiel für uns werden, wenn es denn gegen Husum geht. Wir haben dann absolut nichts zu verlieren. Der Sieg war verdient, denn wir hatten Spiel und Gegner gut im Griff“, freute sich BW-Trainer Ralf Christiansen. „Bei uns war die Luft schon etwas raus. Wir hatten auch unsere Chancen, aber der Friedrichstädter Torhüter hat gut gehalten. Wir hätten gerne gewonnen, aber ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Jetzt geht es nach Spanien. Das haben sich die Jungs verdient“, war TSV-Trainer Hans-Lorenz Bahnsen nicht sonderlich enttäuscht.

Dabei hatten die Gastgeber in einer meist zerfahrenen ersten Halbzeit zunächst die besseren Chancen, denn Friedrichstadt hielt sich zurück. Dennis Tuschke (12.), Torben Bartsch (27.) und erneut Tuschke (32.) verpassten das mögliche 1:0. Jetzt drehten die Gäste auf. Erst konnte Christian Block noch vor Stephan Clausen (34.) retten, war dann aber bei dem Kopfball von Jan Johannsen zum 0:1 (41.) machtlos.

Friedrichstadt nahm wieder das Tempo heraus und kontrollierte aus einer sicheren Abwehr die Partie. Süderlügum gab sich aber noch nicht auf und kam zu Chancen. Aber Strehl im BW-Tor war einfach nicht zu überwinden. Auf der Gegenseite leistete sich Block ein unnötiges Foul gegen Johannsen und sah dafür die Gelbe Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Clausen zum 0:2 (65.). Jetzt warfen die Grenzdörfler alles nach vorn, aber trotz bester Chancen wollte der Anschlusstreffer nicht fallen.

Tore: 0:1 Jan Johannsen (41.), 0:2 Stephan Clausen (Foulelfmeter, 65.).

Halbfinale: Rödemisser SV – SV Frisia 03 Risum-Lindholm 2:6 (0:3). In einem guten Pokalspiel waren die Gastgeber über weite Strecken ebenbürtig. Finn Martensen brachte die Gäste früh in Führung (11.), in der Folgezeit verpasste der RSV bei einigen sehr guten Möglichkeiten den Ausgleich. Kurz vor der Halbzeit traf Frisia gleich im Doppelpack: Erst sorgte Lars Käning für das 0:2 (42.), dann legte Lewe Johannsen nach.

Die Hausherren steckten jedoch nicht auf, sondern blieben offensiv. Die Belohnung war der Anschlusstreffer von Ilhan Alim (55.), den jedoch der Titelverteidiger fast im Gegenzug mit dem 1:4 konterte – Stefan Christiansen trug sich in die Torschützenliste ein (57.).

In der 69. Minute scheiterte Broder Hansen für die Platzherren mit einem Foulelfmeter, doch den anschließenden Eckball köpfte Alim zum 2:4 ein (69.). In der Schlussphase ließ bei Rödemis die Konzentration ein wenig nach, sodass Björn Petersen einen Fehler in der Defensive zum 2:5 nutzte (80.). Für das 2:6 sorgte Malte Christiansen per Strafstoß (88.).

Für die Hausherren Bestritten Libero Holger Jacobs (Karriereende) sowie Christoph Lauer und Broder Hansen (beide zum SH-Liga-Aufsteiger Schleswig 06) ihr letztes Spiel.

Tore: 0:1 Martensen (11.), 0:2 Käning (42.), 0:3 L. Johannnsen, 1:3 Alim (55.), 1:4 S. Christiansen (57.), 2:4 Alim (69.), 2:5 Petersen (80.), 2:6 M. Christiansen (88.).

3. Juni 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Ballgeflüster

Viertelfinale

Der TSV Süderlügum empfängt im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals am Freitag (19 Uhr) den FC Blau-Weiß Friedrichstadt. Der Sieger trifft im Halbfinale auf den Gewinner des Spiels Bredstedter TSV – Husumer SV.

27. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Ballgeflüster

Traumlos

 Nordfrieslands Fußball-Pokalsieger darf sich auf einen attraktiven Gegner in der ersten Runde des Pokals auf Landesebene freuen: Der Cupgewinner hat am Wochenende 1. bis 3. August Heimrecht gegen den VfB Lübeck, der in der neuen Saison vermutlich in der Regionalliga spielt. Titelverteidiger SV Frisia 03 und der Rödemisser SV haben sich bereits für das Halbfinale qualifiziert, die beiden anderen Teilnehmer werden in den Partien Süderlügum – Friedrichstadt und Bredstedt – Husumer SV ermittelt.

23. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Nachrichten

Rödemis folgt Frisia ins Halbfinale

Nebel (sh:z) - Fußball-Bezirksligist Rödemisser SV steht im Halbfinale des Fußball-Kreispokals. Das Team setzte sich beim nicht am Spielbetrieb teilnehmenden „Pokalschreck“ TSV Amrum (schaltete schon den TSV Stedesand und den TSV Klixbüll aus) mit 6:2 (4:0) durch und steht als zweite Mannschaft nach Titelverteidiger SV Frisia 03 Risum-Lindholm in der Vorschlussrunde. Die von zahlreichen Fans begleiteten Gäste machten schnell alles klar. Thomas Kurowski (7.), Patrick Engel (15.) und erneut zwei Mal Kurowski (21., 31.) machten schnell alles klar. Die Insulaner gaben sich jedoch nicht geschlagen und verkürzten in der 59. und 70. Minute auf 2:4. In der Schlussphase machte Martin Herpel mit seinen Toren in der 72. und 80. Minute alles klar.

* Die weiteren Halbfinal-Teilnehmer werden in den Partien TSV Süderlügum – Blau-Weiß Friedrichstadt und Bredstedter TSV – Husumer SV ermittelt. Diese Spiele sind noch ohne Termin.

3. Mai 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Kreispokal

TSV Amrum bleibt der "Pokalschreck"

Niebüll (pu) – Der Bredstedter TSV (3:0 in Niebüll) und der TSV Süderlügum (5:3 nach Verlängerung gegen Wyk) haben die dritte Runde des Fußball-Kreispokals erreicht. Das schaffte auch der TSV Amrum mit dem 4:2 gegen den TSV Stedesand.

TSV RW Niebüll – Bredstedter TSV 0:3 (0:2). Niebüll geriet in diesem sehr ausgeglichenen Spiel durch zwei Unachtsamkeiten in Rückstand. Beide Male verwandelte Ingo Petersen (28./42.) einen Strafstoß verwandelt. Zuvor hatten die Gastgeber drei gute Chancen vergeben. Zu Beginn der zweiten Hälfte musste Torhüter Gunnar Christiansen (51.) wegen wiederholtem Foulspiel mit gelb-rot vom Platz. Bredstedt nutzte geschickt die Überzahl und machte mit dem 0:3 (57.) von Chris Kaufeld alles klar.

TSV Süderlügum – FSV Wyk 5:3 n.V. (2:2, 2:1). Süderlügum hatte zu Beginn Vorteile und nutzte diese konsequent durch Dennis Tuschke (14.) und Mirko Hansen (31.) zum 2:0. Danach jedoch kam Wyk besser ins Spiel und kam noch vor der Pause durch einen Strafstoß von Nico Laffrenzen (41.) zum 2:1. Direkt nach Wiederanpfiff glich Hannes Helmke (47.) zum 2:2 aus, Wyk rettete sich gegen immer stärker werdende Gastgeber in die Verlängerung. Hier gingen die Insulaner durch Frank Berger (108.) in Führung. Danach drehte Süderlügum auf und gewann nach Treffern von Erk Wenzlawski (Elfmeter,103.), Nicolas Stoltenberg (109.) und Olaf Heinsen (115.).

TSV Amrum – TSV Stedesand 4:2 (1:1). Die Insulaner, die nicht am Spielbetrieb teilnehmen, bleiben ihrer Rolle als "Pokalschreck" treu. Nach dem TSV Klixbüll (Kreisklasse B Norsd ) in Runde eins musste nun der TSV Stedesand (Kreisklasse A) dran glauben. Michael Hoff, Tomasz Manka (2) und Matthias Clausen trafen für die Gastgeber.

* Im Viertelfinale 2008 (Termine stehen noch nicht fest) spielen: Rödemisser SV – TSV Amrum, SV Frisia 03 Risum-Lindholm – Tönninger SV, TSV Süderlügum – FC BW Friedrichstadt, Bredstedter TSV – Husumer SV.

5. Oktober 2007 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP-HF 15.07.08 Blau-Weiß Friedrichstadt Husumer SV 0:3
NF-Kreispokal-Halbfinale!

15.07.2008

Blau-Weiß Friedrichstadt - Husumer SV

0 : 3 (0:2)


Nachrichten

3:0 – Husumer SV im Pokalfinale

Friedrichstadt (noh) – Die Husumer SV hat erwartungsgemäß das Finale um den Fußball-Kreispokal erreicht. Der SH-Ligist setzte sich bei BW Friedrichstadt mit 3:0 (2:0) durch. Die Gastgeber hinterließen dennoch einen guten Eindruck und spielten von Beginn ordentlich mit. Durch Stephan Clausen hatten sie auch die erste Chance (3.). Auf der anderen Seite waren es dann aber die spielerisch reiferen Gäste, für die Gerrit Müller mit einem Strafstoß das 1:0 erzielte (9.). In der Folgezeit drückte Husum, aber die Blau-Weißen hielten dagegen. Kurz vor der dem Wechsel traf Lukas Hertting mit dem Kopf zum 2:0 (40.). Nach der Pause hätte der eingewechselte Rüdiger Barzel beinahe den Anschlusstreffer erzielt (50.), verzog aber knapp. Der zweite Durchgang verlief ansonsten ausgeglichen, einen Klassenunterschied war nur phasenweise zu erkennen. Das 3:0 gelang erneut Hertting, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position (84.).

Tore: 0:1 Müller (9., Foulelfmeter), 0:2 und 0:3 Hertting (40., 84.).

17. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Friedrichstadt empfängt Husum

Friedrichstadt (sh:z) – Die neue Saison steht vor der Tür, doch es gibt noch zwei Spiele im "alten" Fußball-Kreispokal. Heute (19 Uhr) trifft Kreisligist FC Blau-Weiß Friedrichstadt im Halbfinale auf den SH-Ligisten Husumer SV. Die Gastgeber freuen sich auf das Spiel im Großen Garten, auch der Husumer Fanclub hat sich angekündigt. Der Sieger bestreitet am Sonntag das Finale gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm.
15. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Kreispokal: Die letzten Termine stehen fest

Husum (sh:z) – Jetzt ist es amtlich. Am Dienstag, 15. Juli, um 19 Uhr bestreiten Ex-Bezirksligist FC Blau-Weiß Friedrichstadt und die Husumer SV (SH-Liga) das zweite Halbfinale im Fußball-Kreispokal.

Das Finale ist für Sonntag, 20. Juli, um 15 Uhr angesetzt – der SV Frisia 03 Risum-Lindholm (Verbandsliga) stand schon seit längerem als Endspielteilnehmer fest. Gewinnt Husum, wird in Lindholm gespielt, im Falle einer Niederlage in Friedrichstadt.

* Nordfrieslands Pokalsieger trifft am ersten August-Wochenende auf den Regionalligisten VfB Lübeck – wohl das attraktivste Los im ganzen Wettbewerb.

26. Juni 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

KP-F 20.07.08 SV Frisia 03 Risum-Lindholm Husumer SV 1:2
NF-Kreispokal-Finale!

20.07.2008

SV Frisia 03 Risum-Lindholm - Husumer SV

1 : 2 (0:0)


In einer Zitterpartie holt Husum den Kreispokal zurück

HSV-Torhüter Molinas faustet den Ball aus der Gefahrenzone. Links Frisias Daniel Johannsen, in der Mitte Sältz und Andresen (r.). Foto: dew

Risum-Lindholm (pu) – Die Husumer Sportvereinigung sicherte sich in einem interessanten und bis zum Abpfiff spannenden Endspiel beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm vor gut 300 Zuschauern mit einem 2:1 (0:0)-Sieg den Pokal und steht damit auch im Achtelfinale in zwei Wochen gegen den VfB Lübeck.

Dabei sah es ab der 64. Minute aber eher nach einer erfolgreichen Pokalverteidigung des SV Frisia 03 aus, nachdem die Gastgeber überraschend durch Stephan Christiansen mit 1:0 in Führung gegangen waren. Erst zwei späte Tore durch Marcel Otto (76.) und Sebastian Steglich (86.) sorgten dann aber doch noch für den Sieg der favorisierten Gastgeber.

"Wir haben in der ersten halben Stunde stark angefangen und hätten dort schon 2:0 führen können. Dann haben wir aber die Konzentration nicht halten können und Fehler gemacht, die Frisia dann zum 1:0 ausgenutzt hat. Aber ich bin stolz darauf, dass meine Truppe in den letzten 20 Minuten zurückgeschlagen hat. Es war am Ende vielleicht etwas glücklich, aber wichtig für uns", sagte Guido Gehrke. Jetzt dürfen der Husumer Trainer und seine Spieler sich auf ein Heimspiel gegen den Regionalligisten VfB Lübeck freuen.
"Ich bin enttäuscht, dass wir uns das Spiel nach dem 1:0 doch noch aus der Hand haben nehmen lassen. Jetzt geht die Vorbereitung für uns weiter", meinte Frisia-Coach Bodo Schmidt. Sein Konzept war eine Stunde gut aufgegangen. Husum machte bis dahin meist das Spiel, war spielerisch und läuferisch stärker, konnte aber keine der guten Chancen nutzten. Hertting (8.) traf die Latte, Sekunden später setzte sich Sebastian Steglich durch, aber Gerrit Müller schob den Querpass Zentimeter neben das Tor. Mit viel Glück und einem starken Lars Käning als Libero hielt Frisia das Finale offen und kam auch selbst zu ersten Möglichkeiten. Nach einer hohen Flanke von Christiansen zeigte HSV-Torhüter Melf Molinas Schwächen: Der Ball fiel Torben Carstensen fast auf dem Fuß. Und nach einem Schuss aus 16 Metern faustete Molinas den Ball zurück ins Feld.

Husums Trainer Guido Gehrke (hinten, 2. v. links) und seine Spieler freuten sich über den knappen Pokalsieg. Foto: Pustal

Nach dem Wiederanpfiff stieg die Spannung, die Partie wurde nickliger. Erst verfehlte Müller (54.) erneut knapp das Tor. Dann war plötzlich Frisia im Spiel. Torben Carstensen (63.), bis dahin meist von Carsten Groth gut abgedeckt, setzte sich über links durch, aber sein Schuss hoppelte am langen Pfosten vorbei ins Aus. Dann leisteten sich die Stormstädter einen kollektiven Blackout: Stephan Christiansen lief sich in der Mitte frei, wurde von Daniel Johannsen schön angespielt und traf aus 10 Metern zum 1:0 (64.) ins Tor.
Genauso überraschend wie die Frisia-Führung fiel der HSV-Ausgleich: Marcel Otto setzte sich über links durch und seine Bogenlampe landete zur Freude seiner Mitspieler zum 1:1 (76.) im Netz.

Jetzt war wieder alles offen. Beide Mannschaften schienen schon mit der Verlängerung zu liebäugeln, doch dann sorgte Sebastian Steglich (86.) mit einem sehenswerten Freistoß aus gut 20 Metern genau unter die Latte für das 1:2 und die Entscheidung.
Frisia letzte Chance durch Torben Carstensen (90.+1) vereitelte Molinas. Husum durfte jubeln. "Wir bringen den Pott wieder nach Hause", jubelten die Spieler. Anschließend überreichten Hans-Christian Fröhlich, Vorsitzender des KFV, und Karl-Heinz Christiansen, Spielausschussvorsitzender, den Pokal. "Unser Dank gilt beiden Mannschaften für dieses gute und sehr spannende Spiel", wünschte Fröhlich beiden Teams eine gute Saison.

SV Frisia 03: Carstensen – Käning – Grzybeck, Lars Christiansen, Janne Petersen – Martensen, Daniel Johannsen, Björn Petersen, Stephan Christiansen (88. Pascal Petersen) – Marek Hansen (70. Leve Johannsen), Carstensen. Husumer SV: Molinas – Groth, Rettkowski, Andresen, Herpel – Otto, Steglich, Sältz, Michael Petersen (65. Berger) – Hertting (88. Kieske), Müller. Schiedsrichter: Jebsen (TSV RW Niebüll). Zuschauer: 300. Tore: 1:0 Stephan Christiansen (64.), 1:1 Marcel Otto (76.), 1:2 Sebastian Steglich (86.).

22. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Frisia musste den Pokal doch noch abgeben

Die Husumer SV besiegt Risum-Lindholm mit 2:1
Frisias Finn Martensen wird von Husums Michael Berger von den Beinen geholt. Foto: Wrege

Risum-Lindholm (pu) – Die Husumer Sportvereinigung sicherte sich in einem interessanten und bis zum Abpfiff spannenden Endspiel beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm vor gut 300 Zuschauern mit einem 2:1 (0:0)-Sieg den Kreispokal und steht damit im Achtelfinale in zwei Wochen gegen den VfB Lübeck. Dabei sah es ab der 64. Minute eher nach einer erfolgreichen Pokalverteidigung des SV Frisia 03 aus, nachdem die Gastgeber überraschend durch Stephan Christiansen mit 1:0 in Führung gegangen waren. Erst zwei späte Tore durch Marcel Otto (76.) und Sebastian Steglich (86.) sorgten für den Sieg der favorisierten Gastgeber. "Wir haben in der ersten halben Stunde stark angefangen, dann aber Frisia das 1:0 zugelassen. Aber ich bin stolz darauf, dass meine Truppe zurückgeschlagen hat", freute sich Guido Gehrke. "Ich bin enttäuscht, dass wir uns das Spiel nach dem 1:0 doch noch aus der Hand haben nehmen lassen. Jetzt geht die Vorbereitung für uns weiter", hakte Bodo Schmidt die Niederlage schnell ab.

Dabei war das Konzept des Frisia-Trainers eine Stunde gut aufgegangen. Erst nach dem 1:0 (64.) durch Stephan Christiansen trafen auch die Stormstädter. Otto (76.) sorgte mit einer Bogenlampe für den Ausgleich, Steglich (86.) mit einem unhaltbaren Freistoß unter die Latte für das 1:2.

21. Juli 2008 · Flensburger Tageblatt

Frisia und Husum wollen den Cup – und Lübeck

Am Sonntag fällt die letzte Fußball-Entscheidung der Saison 2007/08: Im Kreispokal-Endspiel stehen sich um 15 Uhr der SV Frisia 03 Risum-Lindholm und die Husumer SV gegenüber.
Janne Petersen (li.) wirft sich dem Flensburger Kapitän Sascha Schwarzwald entgegen. Foto: Wrege

Risum-Lindholm (pu) – Der erste Härtetest: Im Endspiel des Kreispokals erwartet Fußball-Verbandsligist SV Frisia 03 Risum-Lindholm die klassenhöhere Husumer Sportvereinigung um 15 Uhr im Niko-Nissen-Stadion in Lindholm. Auf den Sieger wartet neben dem Kreispokal in zwei Wochen im Landespokal ein Heimspiel gegen den Regionalligisten VfB Lübeck.

In einem ersten Testspiel am Donnerstagabend gegen Flensburg 08 verschaffte sich Frisia-Trainer Bodo Schmidt einen Eindruck von seinen Spielern. Zwar verloren die Nordfriesen mit 2:4 (2:2) gegen den Schleswig-Holstein-Ligisten, aber dennoch war Schmidt weitgehend zufrieden. "Das war ein guter Test gegen einen starken Gegner. Wir haben gut angefangen, dann aber in der Abwehr zu viele Fehler gemacht und zu Recht verloren", so Bodo Schmidt. Bereits nach 50 Sekunden nutzte Neuzugang Torben Carstensen einen dicken Schnitzer in der 08-Abwehr und traf gegen seine Ex-Kollegen zum 1:0. Danach übernahmen die Gäste mehr die Initiative, aber erneut stand Carstensen richtig und traf zum 2:0 (25.). Im Gegenzug brachte Sascha Schwarzwald 08 heran, mit dem Pausenpfiff glich Marcel Hansen (45.) aus.

Danach wechselten sowohl Schmidt wie auch Stefan Langeloh fast komplett aus. Mit hohem Tempo erspielte sich 08 ein Übergewicht, aber Frisia konterte gefährlich. Nach einem Eckball köpfte Lasse Sohrweide zum 2:3 (65.) ein, und Deniz Türkoglu sorgte mit dem 2:4 (81.) für den Endstand.
Nun hat Bodo Schmidt bis zum Sonntag die Qual der Wahl, wen von seinen 20 Spielern er aufstellen soll. "Ich bin froh, dass wir es wieder bis ins Finale geschafft haben. Das zeigt, dass wir in Nordfriesland eine Rolle spielen. Wir sind wieder Außenseiter, auch wenn wir unseren Erfolg vom Halbfinale des Vorjahres gerne wiederholen wollen", sagt der Frisia-Coach.

"Müßig, ob das Spiel nun ins Programm passt oder nicht", so Guido Gehrke. Sein Ziel ist klar: "Wir wollen gewinnen und Anfang August gegen Lübeck spielen", sagt der Husumer Trainer, der sicher auf David Strüning und eventuell auf Lukas Hertting verzichten muss. Sein Kollege Schmidt meint: "Lübeck ist sehr reizvoll, aber für mich ist es das Wichtigste, in der Vorbereitung gut zu arbeiten. Die Saison ist wichtiger als so ein einmaliges Pokalspiel."

19. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

SHFV 02.08.08 Husumer SV VfB Lübeck 0:3
SH-Pokal-Achtelfinale - Längst kein Selbstgänger für den VfB Lübeck!

02.08.2008

Husumer SV - VfB Lübeck

0 : 3 (0:2)


Längst kein Selbstgänger für den VfB Lübeck

Es kam, wie es kommen durfte: Die Husumer SV verlor im Achtelfinale des SHFV-Pokals gegen den VfB Lübeck mit 0:3 (0:1). Eine respektable Leistung der Stormstädter sorgte aber dafür, dass die Partie für den Gast kein Selbstgänger wurde.
Entwischt: Der Husumer Michael Petersen (Mitte) hat Jacob Sachs (li.) ausgespielt. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – "Es war ein Arbeitssieg", fasste VfB-Trainer Peter Schubert nach Spielende das Geschehen zusammen und gab damit zum Ausdruck, dass seine Mannschaft an der Nordsee nicht wie gewollt zur Dominanz gekommen war.
Die sollte, laut Schubert, "mit einem schnellen Tor" hergestellt werden. Aber die Chance dazu ergriffen die Grünweißen am Sonnabend nicht. Benjamin Lipke, der von Melf Molinas an der Strafraumgrenze gefoult worden war, setzte den Strafstoß neben das Tor. Womit mal wieder der Beweis erbracht war, dass der Gefoulte nicht selber zum Elfmeter antreten soll.
Auffälligster Akteur in den 90 Minuten war Jacob Sachs. Elegant und flink tänzelte der Lübecker immer wieder durch die oft "gelöcherte" Husumer Abwehr und befeuerte deren Tor. Einmal flog das Leder knapp drüber (10.), das andere Mal reagierte Molinas bravourös (11.). Was er anfangs auch schon bei einem Kopfball von Timo Neumann getan hatte (1.). Der Husumer Keeper zeigte auch seine Klasse, als er im ersten Abschnitt gegen Fabian Koldzick (37.) und Bastian Henning (45.) zwei Mal absolut "cool" blieb und ihre Schüsse aus Kurzdistanz abwehrte. Machtlos hingegen war er beim 0:1, denn Timo Neumann fälschte den Schuss von Dennis Wehrendt unerreichbar ab (41.).

Eingefädelt: Martin Herpel (re.) im Duell mit dem Lübecker Fabian Kolodzick. (Voss)

Husumer Chancen gab es auch: Da war zum Beispiel jener 16m-Schuss von Marcel Otto, der nach toller Vorarbeit von Lukas Hertting nur um Zentimeter über das VfB-Torgebälk segelte (7.). Und da war die scharfe Flanke von Hertting in der 36. Minute, mit der er ein Beinahe-Eigentor der Hansestädter provozierte.

Täuschen jedoch dürfen diese Szenen nicht: Der VfB Lübeck blieb stets eine Klasse besser. Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht, als das Chancenverhältnis schließlich auch im Ergebnis Berücksichtigung fand. Marcel Otto freilich, der hätte die Hoffnungen der ganz optimistischen Nordfriesen ("Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!") noch einmal bedienen können. Nach Zick-Zack-Solo zog er den Ball aber erneut am gegnerischen Winkel vorbei (51.).

Fabain Kolodzick, bis dahin weitgehend außerhalb des Rampenlichts, brachte die Ereignisse dann in die endgültige Richtung. Zwei Mal stand der Lübecker Goalgetter, vor dem gewarnt worden war, dort, wo abgestaubt wird. Zunächst nach einer Flanke von Marcel Gebers zum 0:2 (73.), dann, als ihm nach toller Abwehr von Molinas der Ball vor die Füße fiel zum 0:3 (88.). Am 0:2 war Otto nicht ganz schuldlos, weil er die Schnelligkeit des Flankengebers Gebers unterschätzt hatte. Zwei Minuten später flankte der Husumer aber selber schon wieder ganz präzise auf Hertting (75.). Freilich blieben die Stormstädter auch bei dessen Kopfball ohne das Glück des Tüchtigen, das ihnen an diesem Tag auch jene unter den 450 Zuschauern gegönnt hätten, die keine ausgewiesenen SV-Fans sind.
0:3 gegen Lübeck – für Carsten Groth war es dennoch ein guter Tag. "Jeder hat sein Bestes gegeben, der Teamgeist ist intakt", resümierte er nach seinem ersten Pflichtspiel als Husumer Coach.

Husumer SV: Molinas – Herpel (82. Stoll), Rettkowski, Andresen, Berger – Saeltz, Otto (77. Kiesbye), Steglich, Petersen (73. Strüning)– Hertting, Müller. VfB Lübeck: Semghoun – Koep, Neumann, Marheineke, Wehrendt – Niemeyer, Sachs, Gebers (77. Testa), Lipke (Thomas)– Kolodzick, Henning (60. Ridder). Schiedsrichter: Olaf Sulimma (Kappeln), mit glänzendem Gefühl bei der Vorteilsauslegung (z. Bsp. beim 0:1). Zuschauer: 450

4. August 2008 · Flensburger Tageblatt

VfB Lübeck ohne Glanz eine Runde weiter

Fußball: Regionalligist von Trainer Peter Schubert bezwingt die Husumer SV im SHFV-Pokal mit 3:0

Husum (cje) – Die Überraschung blieb aus. Regionalligist VfB Lübeck setzte sich im Achtelfinale des SHFV-Pokals letztlich verdient mit 3:0 (1:0) bei der Husumer SV durch. "Ein Arbeitssieg", befand VfB-Trainer Peter Schubert. Allerdings einer, bei dem Offensivmann Jakob Sachs "nie das Gefühl hatte, dass wir dieses Spiel verlieren könnten".
Vor 454 zahlenden Zuschauern (HSV-Vorsitzender Rolf von Bartikowski: "Ich hatte mir ein paar mehr erhofft") hatten die Lübecker das Spiel zu Beginn eindeutig im Griff. Doch die Grün-Weißen ließen auch beste Einschussgelegenheiten aus. Timo Neumann scheiterte jeweils nach Eckbällen an HSV-Keeper Melf Molinas (2., 14.) und Jakob Sachs vergab nach einem schönen Solo (12., drüber) und im Anschluss an einen Lipke-Freistoß (18.). Die beste Chance ließ Benjamin Lipke aus, der im Strafraum selbst von Molinas zu Fall gebracht worden war, den berechtigten Strafstoß aber rechts am Tor vorbei setzte (11.). "Sein erster verschossener Elfmeter im Herrenbereich", erklärte Trainer Schubert. Dass die Lübecker zur Pause doch noch führten, war nur in der Entstehung glücklich. Timo Neumann lenkte einen eher ungefährlichen Schuss von Wehrendt am überraschten Molinas vorbei ins Netz (41.).

Lange Zeit blieb es beim knappen 1:0 für den VfB. Erst gegen Spielende tat sich Stürmer Fabian Kolodzick hervor. Der hatte sich lange Zeit gegen Birger Andresen kaum durchsetzen können, war in den letzten 20 Minuten jedoch präsent. In der 74. Minute vollendete er nach Hannes Niemeyers Steilpass und Gebers' Vorlage zum 0:2. Zwei Minuten vor Schluss staubte er nach einem Schuss von Sachs auch noch zum 0:3 ab.

VfB Lübeck: Semghoun – Koep, Neumann, Marheineke, Wehrendt – Sachs, Niemeyer, Gebers (79. Testa), Lipke (46. Thomas) – Kolodzick, Henning (62. Ridder). Schiedsrichter: Sulimma (Kappeln). Zuschauer: 454 zahlende. Tore: 0:1 Neumann (41.), 0:2 Kolodzick (74.), 0:3 Kolodzick (88.). Besonderes Vorkommnis: Lipke schießt Foulelfmeter (Molinas an Lipke) am Tor vorbei (11.).

04. August 2008 · Stormarner Tageblatt

Husum träumt vom Coup gegen Lübeck

Den ersten Höhepunkt der neuen Fußball-Saison erlebt der Schleswig-Holstein-Ligist Husumer SV schon heute (15 Uhr). Der VfB Lübeck kommt zum Landespokal-Achtelfinale in die Stormstadt.
In die Zange genommen: Auf ähnliche "Betreuung" darf sich Ingo Cornils (M.) auch heute einrichten. (Voss)

Husum (Gert Reese) – Der Pokalsieg vor zwei Wochen bei Frisia Lindholm hat sich gelohnt für die Husumer SV: Im Achtelfinale des schleswig-holsteinischen Landespokals hat sie den VfB Lübeck zu Gast. Eine Woche vor Beginn der Punktrunde steht den Nordfriesen damit ein Highlight ins Haus, das seine Anziehungskraft auf die Fußballfans in Nordfriesland nicht verfehlen wird.

Auch Rolf von Bartikowski erwartet reges Interesse. "Ich hoffe, dass der Name VfB lockt und es im Friesenstadion zu einem packenden Pokalspiel kommt", sagt der SV-Vorsitzende. Und fügt hinzu: "Es ist ja nicht utopisch, von einem Sieg zu träumen."
Nein, das ist es sicher nicht. Denn der einstige Vorzeigeclub von der Trave ist nach seiner Insolvenz gerade dabei, sich für die neue Regionalliga Nord neu zu sortieren. Das geschieht mit einem erheblich abgespeckten Etat und mit einer Mannschaft, in der die ganz großen Namen fehlen. Viele Akteure des aktuellen Kaders waren zuletzt noch in der Zweitvertretung des VfB aktiv und sind jetzt angetreten, den guten Namen des Vereins zu retten. Einer davon ist Fabian Kolodzick (20.) der beim 3:0 im Testspiel gegen den SV Eichede alle Treffer des VfB erzielte. Sein Nebenmann im Angriff dürfte heute Bastian Hennig sein, der vom TSV Kropp den Weg an die Trave gefunden hat und in Kropp Tore wie am Fließband schoss.

Neu bei den Hansestädtern, für die die Saison am 16. August beim SV Babelsberg beginnt, ist auch Trainer Peter Schubert (42), den die Lübecker sich aus Österreich vom Grazer AK geholt haben. Gehört hat der Coach schon mal von Husum, gewesen ist er aber noch nicht in der Stormstadt.

Mit seinem Team reist er heute direkt von einem Trainingslager an. "Ich erwarte einen harten Kampf und es ist uns sehr wichtig, im Pokal weiterzukommen", sagt Schubert. Das letzte Testspiel am Mittwochabend gewann der VfB beim SV Kröpelin mit 8:0.
Fast genau sieben Jahre liegt das letzte Gastspiel einer Liga-Mannschaft des VfB Lübeck in Husum zurück. Vor der Saison 2001/2002 war es, als die Hansestädter zu einem Testspiel im Friesenstadion antraten. Mäzen Dieter Schleger hatte der SV damals diesen Gegner "spendiert" – als Dank für die Meisterschaft in der Verbandsliga und den Aufstieg in die Oberliga. Einen fünfstelligen Geldbetrag mussten die Husumer damals berappen. Das ist diesmal nicht nötig, aber die Einnahmen, die werden bei einem Pokalspiel natürlich geteilt.

Vor sieben Jahren übrigens verlor die SV mit 1:5 ziemlich eindeutig gegen den prominenten Gast von der Trave, der damals von Dieter Hecking (heute Eintracht Frankfurt) trainiert wurde.