1. HERREN HUSUMER SV 2008/09
Die Mannschaft Stab Der Spielbetrieb / Die Spielberichte Abschlusstabelle (Statistiken)

zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 18.07.2017 23:17

Schleswig-Holstein-Liga

Hinten v.l.: Martin Herpel, Lukas Herrting (nicht mehr im Verein), Marcel Otto, Sebastian Saeltz, Michael Berger, Betreuer Christian Braun, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen

Mitte v.l.: Betreuer Thomas Gehm, Ex-Obmann Reinhard Grünhoff, Carsten Groth, Birger Andresen, Sascha Rettkowski, Sebastian Steglich, Michael Petersen, Gerrit Müller, Torwarttrainer Frank Hansen,

Vorne v.l.: Nassim Amroun, Nico Stoll, Melf Molinas, Konstantinos Rizos, Momme Reinhold, Sebastian Kiesbye, Tobias Berg

Es fehlen auf dem Foto: Erion Alla, Ingo Cornils, Björn Fleige, Hauke Harrsen, Dennis Schulte, David Strüning, André Teubler, Trainer Rolf Nielsen, Co-Trainer Hauke Hartmann und Günter Hoff

Das Team 2008/2009 der Husumer SV in Daten:

Position

Name

geboren am

im Verein seit

vorherige Vereine

Tor

Molinas Melf

22.06.1986

2008

SC Comet Kiel, Husumer SV, Heider SV

Reinhold, Momme

30.04.1983

2000

eigene A-Jugend, Rödemisser SV

Teubler, André

21.04.1972

1995

Husumer SV II

Abwehr

 

Andresen, Birger

22.07.1977

2007

SF Ricklingen

Cornils, Ingo

04.05.1976

2000

SV Frisia 03 Risum-Lindholm, SV Enge-Sande

Groth, Carsten

04.11.1972

2001

Heider SV

Rettkowski, Sascha

02.01.1979

1994

eigene A-Jugend

Schulte, Dennis

31.05.1983

1994

Heider SV, Husumer SV II, eigene A-Jugend

Strüning, David

01.01.1988

2005

eigene A-Jugend, Rödemisser SV

Mittelfeld

 

Alla, Erion

30.06.1981

2001

TSV Rantrum, Husumer SV

Amroun, Nassim

19.10.1990

2007

Husumer SV Jugend, TSV Oldenswort

Berger, Michael

26.01.1988

2006

eigene A-Jugend, Flensburg 08

Harrsen, Hauke

 

2009

SV Eichede Jugend, Frisia Lindholm

Kiesbye, Sebastian

22.10.1990

2007

Husumer SV Jugend, Heider SV

Petersen, Michael

25.04.1986

2004

DGF Flensburg A-Jugend

Saeltz, Sebastian

14.10.1986

2002

eigene A-Jugend, IF Tönning

Steglich, Sebastian

03.05.1986

1997

eigene A-Jugend, Tönninger SV

Stoll, Nico

01.05.1989

2005

eigene A-Jugend, Schifffahrtsh. Stralsund

Angriff

 

Berg, Tobias

21.08.1989

2006

eigene A-Jugend, Flensburg 08

Fleige, Björn

16.06.1972

1994

Rödemisser SV

Herpel, Martin

25.06.1983

2008

Rödemisser SV, Husumer SV

Müller, Gerrit

12.02.1974

1995

Rödemisser SV

Otto, Marcel

03.12.1987

2006

Germania Breklum A-Jugend

Rizos, Konstantinos

07.01.1989

2006

eigene A-Jugend, TSV Hattstedt

Trainer

Nielsen, Rolf

31.03.1962

2008

Frisia Lindholm

Co-Trainer

Hartmann, Hauke

30.08.1963

2000

Husumer SV II, BW Friedrichstadt

Torwarttrainer

Hansen, Frank

18.08.1964

2001

SZ Arlewatt

Physiotherapeut

Friedrichsen, Bernd

20.02.1964

1994

TSV Rantrum, TSV Nordstrand

Betreuer

Braun, Christian

18.01.1984

2007

Sportfreunde List

Betreuer

Gehm, Thomas

29.10.1991

2007

Rödemisser SV

 

Zugänge

 

Melf Molinas (SC Comet Kiel), Martin Herpel (Rödemisser SV), Nassim Amroun, Tobias Berg, Sebastian Kiesbye, Konstantinos Rizos, Nico Stoll (alle eigene A-Jugend)
Während der Sasion: Trainer Rolf Nielsen, Co-Trainer Hauke Hartmann und Günter Hoff, Erion Alla (TSV Rantrum), Hauke Harrsen (SV Eichede A-Jugend)

Abgänge

 

Pierre Becken (Altona 93), Simon Harrsen (beruflich nach Baden-Württemberg), Christian Herpel, Lukas Herrting, Trainer Guido Gehrke (alle FC Sylt/Haddeby)


Stab

Trainer

Co-Trainer

Liga-Betreuer

Physiotherapeut

Torwart-Trainer

Rolf Nielsen

Hauke Hartmann

Günter Hoff

Christian Braun

Bernd Friedrichsen

Frank Hansen

 

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender

Jugend-Obmann

Geschäftsführer

Vorsitzender Fanclub

Schriftführer

Rolf von Bartikowski

Jan Deckmann

Wolfgang Stöhrmann

Anton Christiansen

Lars-Oliver Reichard

Erk-Friedrich Zeugner


08.07.2008 "Deftiges Programm" für die SH-Liga sh:z-Nordfriesland Sport
Husumer SV beginnt mit der Vorbereitung / Pokalspiel in Friedrichstadt
Noch lachen sie... Die Fußballer der Husumer SV starten zur ersten Laufeinheit. Foto: Voss

Husum (ree) – Eine gründliche Vorbereitung ist für Guido Gehrke im Fußball „die halbe Miete“. Deswegen trommelte der Trainer der Husumer SV seine Schützlinge bereits am Freitag zu einer ersten Trainingseinheit zusammen. Denn schon in fünf Wochen wird es ernst in der neu geschaffenen Schleswig-Holstein-Liga.

Unter den 18 Aktiven am Freitag war auch Pierre Becken – aber nur als Gast. Der Sylter spielt zukünftig für Altona 93 und hat dort bereits seine erste Trainingseinheit absolviert. Mit dabei war aber auch Gerrit Müller, der auf das rasante Finale der vergangenen Spielzeit verzichten musste, seine Verletzung jetzt aber überwunden hat.

Ganz so weit ist Dennis Schulte noch nicht. Der sah dem Treiben seiner Kollegen aber interessiert von der Terrasse des Klubheimes zu. Zurück in Husum ist auch Melf Molinas, der eine Spielzeit bei Comet Kiel im Tor gestanden hat und bei den Nordfriesen jetzt André Teubler ablöst. „Es wird nicht einfach“, sagte Guido Gehrke nach der anderthalbstündigen Bewegungseinheit mit leichten Ballkontakten. Gern hätte der Coach noch den einen oder anderen Kicker mit Niveau neu im Team gesehen. Aber die stehen offenbar nicht an jeder Straßenecke herum. Für die, die schon da sind, hat der Trainer ein deftiges Programm aufgelegt. Da sind freie Tage rar. Als Pokaltermine sind der 15. Juli (bei Blau-Weiß Friedrichstadt), der 20. Juli (beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm) und der 2. oder 3. August (gegen den VfB Lübeck) vorgemerkt. Wobei man das letzte und attraktivste Datum nur dann wahrnehmen darf, wenn vorher nicht verloren wird. „Das wird nicht passieren“, sagt Gehrke selbstbewusst, hat damit aber zunächst einmal nur den ersten Gegner im Blick.

Am 9. August ist dann SH-Liga-Premiere an der Nordsee. Zu Gast im Friesenstadion ist der Itzehoer SV.

24.07.2008 Die Überraschung: Gehrke nicht mehr Trainer bei der Husumer SV sh:z-Nordfriesland Sport
Carsten Groth

Husum (ree) – Damit konnte keiner rechnen: Guido Gehrke ist seit Beginn dieser Woche nicht mehr Trainer bei der Husumer SV. Nur einen Tag nach dem 2:1-Triumph im Kreispokal bei Frisia Lindholm und knapp drei Wochen vor dem Punktspielstart gehen der 35-jährige Coach und der Schleswig-Holstein-Ligist getrennte Wege. „In jüngster Vergangenheit sind Erkenntnisse eingetreten, die eine weitere gute Zusammenarbeit nicht ermöglichen“, erklärte Rolf von Bartikowski, der 1. Vorsitzende des Klubs. Mehr mochte weder er noch Ligamanager Dieter Schleger zu der überraschenden Entwicklung im Traineramt sagen. Auch Guido Gehrke wollte sich zu den in viele Richtungen interpretierbaren Aussage von Bartikowski nicht weiter einlassen. „Ich lasse das einfach mal so unkommentiert stehen“, meint Gehrke. „Ich hätte meine Arbeit in Husum gerne fortgesetzt und wünsche meinen Jungs alles Gute“. Der ehemalige „Doppel-Coach“ wird sich nun voll und ganz auf seine Aufgaben beim FC Sylt-Haddeby als Trainings-Koordinator und Spieler konzentrieren. Die Ligamannschaft der Husumer SV wird ab sofort von Carsten Groth (35) gecoacht, der ihr seit 2001 als Spieler angehört.

Guido
Gehrke

Gehrke war im Winter der Saison 2005/2006 zur Husumer SV gekommen. Zunächst spielte er in der Ligamannschaft. In der Saison darauf bekam er die Verantwortung als Trainer und belegte mit seiner Mannschaft durch einen furiosen Endspurt einen sensationellen vierten Platz in der Verbandsliga. Danach wechselte Gehrke zum FC Haddeby, wurde aber nach verpatztem Start erneut als Coach installiert. Mit ihm sicherte sich Husum den Platz in der Schleswig-Holstein-Liga. „Er ist ein unbestreitbar guter Mann, was das rein Sportliche angeht“, würdigte Ligamanager Dieter Schleger Gehrkes Erfolge.

Carsten Groth kam vor sieben Jahren zur Husumer SV und war in den Oberliga-Jahren unter Trainer Hans-Peter Hansen eine Stütze der Ligamannschaft. Davor hatte der Dithmarscher, der seine ersten Schussversuche beim SC Neunkirchen machte, mit viel Erfolg beim Heider SV gespielt. Der Bankkaufmann macht seine ersten Gehversuche als Coach, geht die Sache aber optimistisch an. Groth: „Ich habe viele verschiedene Trainer gehabt; was ich da mitbekommen habe, versuche ich jetzt umzusetzen.“

Testspiel: In einem Testspiel trifft die Husumer SV am Freitagabend um 19.30 Uhr auf Blauweiß Wesselburen.

24.07.2008 Fußball: Gehrke nicht mehr Trainer der Husumer SV Schlei Bote
Guido
Gehrke
Carsten Groth

Husum/Schleswig (ree/mb) – Damit konnte keiner rechnen: Guido Gehrke ist seit Beginn dieser Woche nicht mehr Trainer bei der Husumer SV. Nur einen Tag nach dem 2:1-Triumph im Kreispokal bei Frisia Lindholm und knapp drei Wochen vor dem Punktspielstart gehen der 35-jährige Coach und der Schleswig-Holstein-Ligist getrennte Wege. „In jüngster Vergangenheit sind Erkenntnisse eingetreten, die eine weitere gute Zusammenarbeit nicht ermöglichen“, erklärte Rolf von Bartikowski, der 1.Vorsitzende des Clubs. Mehr mochte weder er noch Ligamanager Dieter Schleger zu der überraschenden Entwicklung im Traineramt sagen. Auch Guido Gehrke wollte sich zu den in viele Richtungen interpretierbaren Aussage von Bartikowski nicht weiter einlassen. „Ich lasse das einfach mal so unkommentiert stehen“, meint Gehrke. „Ich hätte meine Arbeit in Husum gerne fortgesetzt und wünsche meinen Jungs alles Gute“. Der ehemalige „Doppel-Coach“ wird sich nun voll und ganz auf seine Aufgaben beim FC Sylt-Haddeby als Trainings-Koordinator und Spieler konzentrieren. Die Ligamannschaft der Husumer SV wird ab sofort von Carsten Groth (35) gecoacht, der ihr seit 2001 als Spieler angehört.

Gehrke war im Winter der Saison 2005/2006 zur Husumer SV gekommen. Zunächst spielte er in der Ligamannschaft. In der Saison darauf bekam er die Verantwortung als Trainer und belegte mit seiner Mannschaft durch einen furiosen Endspurt einen sensationellen vierten Platz in der Verbandsliga. Danach wechselte Gehrke zum SV Haddeby, wurde aber nach verpatztem Start erneut als Coach installiert. Mit ihm sicherte sich die Husumer SV den angestrebten Platz in der Schleswig-Holstein-Liga. „Er ist ein unbestreitbar guter Mann, was das Sportliche angeht“, würdigte Ligamanager Schleger Gehrkes Erfolge.

Carsten Groth kam vor sieben Jahren zur Husumer SV und war in den Oberliga-Jahren unter Trainer Hans-Peter Hansen eine Stütze der Ligamannschaft. Der Bankkaufmann macht seine ersten Gehversuche als Coach, geht die Sache aber optimistisch an. Groth: „Ich habe viele verschiedene Trainer gehabt; was ich da mitbekommen habe, versuche ich jetzt umzusetzen.“

25.07.2008 Gehrke nicht mehr Trainer der Husumer SV Flensburger Tageblatt

Husum/Schleswig (ree/mb) – Damit konnte keiner rechnen: Guido Gehrke ist nicht mehr Trainer bei der Husumer SV. Nur einen Tag nach dem 2:1-Triumph im Kreispokal bei Frisia Lindholm und knapp drei Wochen vor dem Punktspielstart gehen der 35-jährige Coach und der Schleswig-Holstein-Ligist getrennte Wege. „In jüngster Vergangenheit sind Erkenntnisse eingetreten, die eine weitere gute Zusammenarbeit nicht ermöglichen“, erklärte Vereinsvorsitzender Rolf von Bartikowski. Mehr wollte er nicht sagen. Gehrke wollte sich zur in viele Richtungen interpretierbaren Aussage von Bartikowskis nicht weiter äußern: „Ich lasse das einfach mal so unkommentiert stehen. Ich hätte meine Arbeit in Husum gerne fortgesetzt und wünsche meinen Jungs alles Gute.“ Der ehemalige „Doppel-Coach“ wird sich nun voll und ganz auf seine Aufgaben beim FC Sylt-Haddeby als Trainings-Koordinator und Spieler konzentrieren. Die Hu8sumer Liga wird ab sofort von Carsten Groth (35) gecoacht, der ihr seit 2001 als Spieler angehört.

25.07.2008 Husum schmeißt den Trainer raus Holsteinischer Courier 

Husum (sas) – Die Husumer SV, Staffelkonkurrent des Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten VfR Neumünster, hat schon vor dem ersten Anstoß ihren Trainer Guido Gehrke beurlaubt. Die Verantwortlichen gaben an, neue Erkenntnisse gewonnen zu haben, die gegen Gehrke sprachen. Nachfolger bei der Sportvereinigung ist der langjährige Husumer Spieler Carsten Groth.

26.07.2008 Husum schmeißt Coach Gehrke raus Landeszeitung

Rendsburg (lz) – Die Husumer SV, Staffelkonkurrent der Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten FT Eider Büdelsdorf und TSV Kropp, hat schon ihren Trainer Guido Gehrke beurlaubt. Nachfolger ist der langjährige Husumer Spieler Carsten Groth.

26.07.2008 Neuer Coach und unterschiedliche Einschätzungen
Flensburger Tageblatt
Mit der überraschenden Trennung von Trainer Guido Gehrke hat die Husumer SV schon vor Beginn der Fußballsaison in der Schleswig-Holstein-Liga für Schlagzeilen gesorgt. Carsten Groth als neuer Coach steht mit einem kaum verstärkten Kader vor einer großen Bewährungsprobe.
Die Husumer SV in der Saison 2008/09: Obere Reihe von links Martin Herpel, Lukas Hertting, Marcel Otto, Sebastian Saeltz, Michael Berger, Betreuer Christian Braun, Physiotherapeut Bernd Friedrichsen; mittlere Reihe von links Betreuer Thomas Gehm, Fußball-Obmann Reinhard Grünhoff, Trainer Carsten Groth, Birger Andresen, Sascha Rettkowski, Sebastian Steglich, Michael Petersen, Gerrit Müller, Torwarttrainer Frank Hansen; untere Reihe von links Nassim Amroun, Nico Stoll, Melf Molinas, Konstantinos Rizos, Momme Reinhold, Sebastian Kiesbye, Tobias Berg. Es fehlen Ingo Cornils, Björn Fleige, Dennis Schulte und David Strüning. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – Die Vorbereitung der Husumer SV für die Schleswig-Holstein-Liga ist unverhofft ins Stolpern geraten: Drei Wochen vor dem Starttermin am 9. August trennte sich der Club von seinem Trainer Guido Gehrke. Also von dem Mann, der durch sein sportliches „Handling“ die SV aus tiefster Region in der Verbandsliga zur Qualifikation führte. Aber die Trennung war, folgt man der Diktion des Vereins, unumgänglich. Beide Seiten sind offenbar nicht daran interessiert, schmutzige Wäsche zu waschen. Ob Carsten Groth das sportliche Markenzeichen, das Gehrke hinterlassen hat, in Pflege nehmen kann, bleibt abzuwarten. Am 6. Juni 2009 (letzter Spieltag) sind alle schlauer. Husum hat jedenfalls in dem 18er-Feld den Coach mit der geringsten Erfahrung. Ob sich das zum Handicap ausweitet, wird sich zeigen.

Der Mangel an Erfahrung wird von den Verantwortlichen aber heruntergespielt. Optimismus ist angesagt. Am meisten davon hat Ligamanager Dieter Schleger, der „den Klassenerhalt“ als Minimalziel im Auge hat, sich aber auch einen „einstelligen Tabellenplatz“ vorstellen kann. Im Grunde aber träumt er von der „Hallenmeisterschaft in Kiel“, für die man schon ganz oben landen müsste. Alle Achtung!

Denn der Kader der SV ist nominell bestimmt nicht stärker geworden. Mit Pierre Becken, Erion Alla und Ingo Cornils ist vor allem im kreativen Bereich der Aderlass ziemlich groß. Diese Spieler werden nicht auf Anhieb zu ersetzen sein. Was auch Rolf von Bartikowski einräumt. „Wir haben Substanz verloren und sind nicht stärker geworden“, sagt der erste Vorsitzende. So konzentrieren sich die Blicke im Mittelfeld jetzt noch mehr auf Sebastian Saeltz, der in der Spieleröffnung immer wieder hervorsticht. In Sachen Cornils, dessen Pass sich bei der SV befindet, ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen. Auch Michael Petersen, Sebastian Steglich und David Strüning sollen Spielqualität erzeugen, deren „Standing“ in der Ligamannschaft zuletzt deutlich zugenommen hat. Und dann ist ja auch Martin Herpel zurück, der auf der Außenbahn eine gute Lösung sein kann.

„Der Kader ist gut“, verkündet Fußball-Obmann Reinhard Grünhoff. „Wir haben viele junge Leute dabei.“ Damit meint er vor allem Sebastian Kisbye und Tobias Berg, denen die Verantwortlichen einen Durchbruch in der Liga zutrauen.

Neben Martin Herpel ist Melf Molinas der prominenteste Neuzugang. Die Tradition der Husumer SV, im Tor gut aufgestellt zu sein, wird damit fortgesetzt. Molinas hat in seinem Jahr bei Comet Kiel zweifellos noch an Klasse gewonnen, was zuletzt vor zwei Monaten im Friesenstadion zu sehen war. Einige Wunschkandidaten sind dem Begehren aus der nordfriesischen Kreisstadt nicht gefolgt. So auch Marek Hansen von Frisia Lindholm, den Dieter Schleger gern zur SV gelotst hätte. „Das ist einer, der uns weiter gebracht hätte“, sagt der Liga-Obmann.

Carsten Groth ist anzumerken, dass die Trainerfrage ziemlich überraschend auf ihn zugekommen ist. Aber der Dithmarscher mit Wohnort Mildstedt scheint Vertrauen in den Satz zu haben, dass Wege dadurch entstehen, dass man sie geht. Ohne Lizenz für sein Amt, vertraut er auf das, was er seinen Trainern in der aktiven Zeit abgeschaut hat. Und da waren sowohl in Heide als auch in Husum einige gute dabei. „Mannschaft kennenlernen, guten Fußball spielen“, das sind die unverbindlichen Vokabeln, mit denen Groth seine ersten Schritte als Coach geht. Schon bald muss er „Butter bei die Fische tun“, denn in gut einer Woche läuft zum Pokalspiel der VfB Lübeck im Friesenstadion auf. Und danach wird man schon etwas genauer wissen, ob die Husumer SV für die Schleswig-Holstein-Liga hinreichend gerüstet ist.

Kader der Husumer SV

Zugänge: Melf Molinas (SC Comet Kiel), Martin Herpel (Rödemisser SV), Nassim Amroun, Tobias Berg, Sebastian Kiesbye, Konstantinos Rizos, Nico Stoll (alle eigene A-Jugend). Abgänge: Pierre Becken (Altona 93), Erion Alla (TSV Rantrum), Christian Herpel (FC Sylt-Haddeby), Simon Harrsen (beruflich nach Baden-Württemberg).

Der Kader:

Tor: Melf Molinas, Momme Reinhold, Andre Teubler

Abwehr: Birger Andresen, Ingo Cornils, Carsten Groth, Sascha Rettkowski, Dennis Schulte, David Strüning,

Mittelfeld: Assim Amroun, Michael Berger, Sebastian Kiesbye, Michael Petersen, Sebastian Saeltz, Sebastian Steglich, Nico Stoll

Angriff: Tobias Berg, Björn Fleige, Martin Herpel, Lukas Hertting, Gerrit Müller, Marcel Otto, Konstantinos Rizos.

Trainer: Carsten Groth, kurzfristiger Nachfolger von Guido Gehrke

Fußball-Obmann: Reinhard Grünhoff;

Torwarttrainer: Frank Hansen.

Betreuer: Christian Braun, Thomas Gehm.

19.11.08 Groth will nur noch Spieler sein sh:z-Nordfriesland Sport
Überraschender Rücktritt als Trainer beim SH-Ligisten Husumer SV
Carsten Groth ist nicht mehr Trainer der Husumer SV, steht aber als Spieler zur Verfügung. Foto: Voss

Husum (usc) – Die SH-Liga-Fußballer der Husumer SV kommen nicht zur Ruhe. In der Tabelle sind die Stormstädter bis auf Platz 16 abgerutscht (nur drei Siege aus 14 Spielen) und seit Montag stehen sie auch ohne Trainer da. Carsten Groth legte überraschend sein Amt nieder, will aber als Spieler helfen, den Klassenerhalt zu schaffen.

Der Vorstand reagierte nach eigenem Bekunden überrascht auf die Ankündigung. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagte HSV-Ligaobmann Dieter Schleger gestern. Nach dem Training stand gestern eine Besprechung mit der Mannschaft auf dem Programm, in der das weitere Vorgehen erörtert werden sollte.

Groth hatte am Montag um ein Gespräch gebeten, bei dem er seinen Rücktritt vom Traineramt verkündete. „Das war meine Entscheidung“, sagte der 36-Jährige, der den Posten erst Ende Juli kurz vor Saisonbeginn von Guido Gehrke übernommen hatte.

Groth muss zu der Erkenntnis gelangt sein, dass er der Mannschaft auf dem Platz besser helfen kann als auf der Bank. „’Back to the roots’ sozusagen. Ich will eine vernünftige Leistung bringen und mit der Mannschaft kämpfen“, sagte er. Erste Gelegenheit dazu besteht am Sonntag (14 Uhr, Friesenstadion) im Derby gegen den TSV Kropp. Ein Engagement als Spielertrainer wäre für den Routinier nicht in Frage gekommen. Wer ihn als Coach beerbt, ist offen. „Jetzt ist der Verein gefordert“, sagte Groth. Einen Wunschkandidaten scheint es zu geben, an die Öffentlichkeit drang bislang aber noch nichts.

An einer schnellen Nachfolgeregelung dürfte den Verantwortlichen gelegen sein. Bislang hat die Husumer SV in dieser Saison eher abseits des grünen Rasens für Schlagzeilen gesorgt. Nach der Trennung von Gehrke im Sommer musste vor einigen Wochen die zweite Mannschaft wegen akuten Spielermangels vom Spielbetrieb in der Kreisliga abgemeldet werden.


20.11.08 Trainer-Rücktritt: Groth will nur noch Spieler sein Flensburger Tageblatt

Husum (usc) – Die Fußballer der Husumer SV kommen nicht zur Ruhe. In der SH-Liga sind die Stormstädter auf Platz 16 abgerutscht (nur drei Siege aus 14 Spielen) und stehen jetzt auch ohne Trainer da. Carsten Groth legte überraschend sein Amt nieder, will aber als Spieler helfen, den Klassenerhalt zu schaffen. Der Vorstand reagierte nach eigenem Bekunden überrascht auf die Ankündigung. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagte HSV-Ligaobmann Dieter Schleger. Groth hatte am Montag um ein Gespräch gebeten, bei dem er seinen Rücktritt vom Traineramt verkündete. „Das war meine Entscheidung“, sagte der 36-Jährige, der den Posten erst Ende Juli kurz vor Saisonbeginn von Guido Gehrke übernommen hatte. Groth muss zu der Erkenntnis gelangt sein, dass er der Mannschaft auf dem Platz besser helfen kann als auf der Bank. „Ich will eine vernünftige Leistung bringen und mit der Mannschaft kämpfen“, sagte er. Einen Wunschkandidaten für das Traineramt scheint es zu geben, an die Öffentlichkeit drang bislang aber noch nichts.

20.11.08 Nachrichten: Trainer-Rücktritt: Groth will nur noch Spieler sein Schlei Bote

Husum (usc) – Die Fußballer der Husumer SV kommen nicht zur Ruhe. In der SH-Liga sind die Stormstädter auf Platz 16 abgerutscht (nur drei Siege aus 14 Spielen) und stehen jetzt auch ohne Trainer da. Carsten Groth legte überraschend sein Amt nieder, will aber als Spieler helfen, den Klassenerhalt zu schaffen.

Der Vorstand reagierte nach eigenem Bekunden überrascht auf die Ankündigung. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagte HSV-Ligaobmann Dieter Schleger. Groth hatte am Montag um ein Gespräch gebeten, bei dem er seinen Rücktritt vom Traineramt verkündete. „Das war meine Entscheidung“, sagte der 36-Jährige, der den Posten erst Ende Juli kurz vor Saisonbeginn von Guido Gehrke übernommen hatte.

Groth muss zu der Erkenntnis gelangt sein, dass er der Mannschaft auf dem Platz besser helfen kann als auf der Bank. „Ich will eine vernünftige Leistung bringen und mit der Mannschaft kämpfen“, sagte er. Erste Gelegenheit dazu besteht am Sonntag (14 Uhr, Friesenstadion) im Derby gegen den TSV Kropp. Ein Engagement als Spielertrainer wäre für den Routinier nicht in Frage gekommen. Wer ihn als Coach beerbt, ist offen. „Jetzt ist der Verein gefordert“, sagte Groth. Einen Wunschkandidaten scheint es zu geben, an die Öffentlichkeit drang bislang aber noch nichts.

24.11.08 Groth und Clasen treten zurück Eckernförder Zeitung

Husum (ez) – Auch zwei Konkurrenten des Eckernförder SV müssen sich in der Schleswig-Holsteinliga nach einem neuen Trainer umsehen – allerdings kurzfristig: Carsten Groth hat beim Tabellen-16. Husumer SV überraschend sein Amt nieder gelegt. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagte HSV-Ligaobmann Dieter Schleger. Der 36-jährige Groth hatte den Posten erst kurz vor Saisonbeginn von Guido Gehrke übernommen. Groth muss zu der Erkenntnis gelangt sein, dass er der Mannschaft auf dem Platz besser helfen kann als auf der Bank, und will daher als Spieler zur Verfügung stehen. Ein Engagement als Spielertrainer wäre für ihn nicht in Frage gekommen.

Auch der VfR Horst ist nach dem überraschenden Rücktritt von Uwe Clasen auf Trainersuche.

25.11.08 Mehrere Trainer nehmen den Hut Holsteinischer Courier

Neumünster (sas) – Ein Landstrich in Schleswig-Holstein hat sich als "Wilder Westen" entpuppt. Denn gleich drei mehr oder weniger an der Westküste gelegene Fußballclubs sind von einem Trainerwechsel betroffen. Der bislang besser als erwartet dastehende Schleswig-Holstein-Ligist VfR Horst trennte sich in beiderseitigem Einvernehmen von Uwe Clasen, der beruflich zu stark angespannt war. Als Interimscoach fungiert vorerst Vereinsvorsitzender Helge Melzer. Beim Ligarivalen Husumer SV trat Spielertrainer Carsten Groth – als Coach, jedoch nicht als Aktiver – zurück. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. Dies sieht beim Verbandsligisten TSV Lägerdorf anders aus, wo Interimslösung Werner Papist den nach vier Pleiten in Folge beurlaubten Dirk Willmann zumindest bis zur Winterpause beerben wird, ehe ein "richtiger" neuer Mann beim Ex-Oberligisten gefunden ist.

28.11.08 Perfekt: Rolf Nielsen neuer Coach sh:z-Nordfriesland Sport
Jetzt ist es amtlich: Rolf Nielsen wird neuer Trainer bei der Husumer SV. Der Lecker tritt beim Schleswig-Holstein-Ligisten die Nachfolge von Carsten Groth an, der vor eineinhalb Wochen das Handtuch geworfen hatte, um sich als Spieler ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren zu können.
Rolf Nielsen steht in Husum vor einer schweren Aufgabe. Foto: Wrege

Husum (ree/sh:z) – Die Husumer SV hat einen neuen Trainer. Was sich bereits am vergangenen Wochenende abgezeichnet hatte, ist seit Mittwochabend Realität. Der neue Mann auf der Kommdabrücke heißt Rolf Nielsen. Der Vorstand des Tabellensechzehnten der Schleswig-Holstein-Liga hat das Engagement mit dem 46-jährigen Beamten aus Leck perfekt gemacht. Nielsen ist damit Nachfolger von Carsten Groth, der in der vergangenen Woche überraschend sein Amt niedergelegt hatte.

Nach Hans-Peter Hansen, Volker Schallhorn, Guido Gehrke und Carsten Groth ist Nielsen damit schon der fünfte Übungsleiter bei den Nordfriesen in diesem Jahrtausend. Seine vorrangige Aufgabe wird es sein, die Mannschaft aus der Abstiegszone der Schleswig-Holstein-Liga zum Klassenerhalt zu führen. Dort sind die Husumer mittlerweile seit neun Spieltagen ohne Sieg. Gerade einmal elf Punkte aus 15 Spielen stehen auf der Habenseite, die Nordfriesen stehen auf einem Abstiegsplatz. Unterstützt wird Nielsen in seinem Amt vom ehemaligen Liga-Torhüter Günter Hoff.

Rolf von Bartikowski ist sicher, mit seinen Vorstandskollegen eine gute Wahl getroffen zu haben. „Beide sind anerkannte Fachleute und vom Naturell das Richtige. Ich hoffe, sie können einige Blockaden lösen und die Mannschaft zu ihrem wahren Leistungspotenzial führen“, sagt der SV-Vorsitzende. Bartikowski räumte ein, dass „der Neue“ nicht zum ersten Mal auf der Wunschliste des Vereins stand. „Den Namen Rolf Nielsen hatten wir schon längere Zeit im Kopf.“

Dieter Schleger, Liga-Betreuer bei der Husumer SV, ist ganz begeistert von dem Mann an Nielsens Seite. „Ich freue mich, dass Günter Hoff helfen will, die Karre aus dem Dreck zu holen“, sagt er über den Mann, der vor zehn Jahren schon einmal als Retter in großer Not bei der Sportvereinigung tätig war.

Rolf Nielsen hat als Fußballer und Trainer eine bewegte Karriere hinter sich. Bei Rotweiß Niebüll hat sie angefangen und führte über Blau-Weiß Friedrichstadt und den TSB Flensburg schließlich zum SV Enge-Sande. Danach war der C-Lizenz-Inhaber vier Jahre Spielertrainer beim MTV Leck und fünf Jahre Coach beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Aktuell fungiert er als Stützpunkttrainer des Kreises Nordfriesland.

Mit Günter Hoff verbindet Rolf Nielsen eine lange Freundschaft. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Aufgabe und gehen mit großem Elan daran“, sagt Nielsen. Dass die Husumer die Klasse halten, ist ihm eine Herzensangelegenheit. „Da bin ich Nordfriese“, sagt er. „Wir brauchen dieses Aushängeschild in der Schleswig-Holstein-Liga. Die Talente in unserem Kreis brauchen ein Ziel.“

Gestern Abend leiten Rolf Nielsen und Günter Hoff erstmals das Training der Husumer SV. Beide werden am Sonnabend (14 Uhr) im Nordderby gegen Flensburg 08 auf der Bank Platz nehmen.

28.11.08 Rolf Nielsen neuer Husum-Coach Schlei-Bote
Rolf Nielsen.Foto: Wrege

Neumünster (ree/sh:z) – Die Husumer SV hat einen neuen Trainer. Was sich bereits am vergangenen Wochenende abgezeichnet hatte, ist seit Mittwochabend Realität. Der neue Mann auf der Kommdabrücke heißt Rolf Nielsen. Der Vorstand des Tabellensechzehnten der Schleswig-Holstein-Liga hat das Engagement mit dem 46-jährigen Beamten aus Leck perfekt gemacht. Nielsen ist damit Nachfolger von Carsten Groth, der in der vergangenen Woche überraschend sein Amt niedergelegt hatte.

Nach Hans-Peter Hansen, Volker Schallhorn, Guido Gehrke und Carsten Groth ist Nielsen damit schon der fünfte Übungsleiter bei den Nordfriesen in diesem Jahrtausend. Seine vorrangige Aufgabe wird es sein, die Mannschaft aus der Abstiegszone der Schleswig-Holstein-Liga zum Klassenerhalt zu führen. Dort sind die Husumer mittlerweile seit neun Spieltagen ohne Sieg. Gerade einmal elf Punkte aus 15 Spielen stehen auf der Habenseite, die Nordfriesen stehen auf einem Abstiegsplatz. Unterstützt wird Nielsen in seinem Amt vom ehemaligen Liga-Torhüter Günter Hoff.

Rolf von Bartikowski ist sicher, mit seinen Vorstandskollegen eine gute Wahl getroffen zu haben. „Beide sind anerkannte Fachleute und vom Naturell das Richtige. Ich hoffe, sie können einige Blockaden lösen und die Mannschaft zu ihrem wahren Leistungspotenzial führen“, sagt der SV-Vorsitzende. Bartikowski räumte ein, dass „der Neue“ nicht zum ersten Mal auf der Wunschliste des Vereins stand. „Den Namen Rolf Nielsen hatten wir schon längere Zeit im Kopf.“

Dieter Schleger, Liga-Betreuer bei der Husumer SV, ist ganz begeistert von dem Mann an Nielsens Seite. „Ich freue mich, dass Günter Hoff helfen will, die Karre aus dem Dreck zu holen“, sagt er über den Mann, der vor zehn Jahren schon einmal als Retter in großer Not bei der Sportvereinigung tätig war.

Rolf Nielsen hat als Fußballer und Trainer eine bewegte Karriere hinter sich. Bei Rotweiß Niebüll hat sie angefangen und führte über Blau-Weiß Friedrichstadt und den TSB Flensburg schließlich zum SV Enge-Sande. Danach war der C-Lizenz-Inhaber vier Jahre Spielertrainer beim MTV Leck und fünf Jahre Coach beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Aktuell fungiert er als Stützpunkttrainer des Kreises Nordfriesland.

Mit Günter Hoff verbindet Rolf Nielsen eine lange Freundschaft. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Aufgabe und gehen mit großem Elan daran“, sagt Nielsen. Dass die Husumer die Klasse halten, ist ihm eine Herzensangelegenheit. „Da bin ich Nordfriese“, sagt er. „Wir brauchen dieses Aushängeschild in der Schleswig-Holstein-Liga. Die Talente in unserem Kreis brauchen ein Ziel.“ Gestern Abend leiten Rolf Nielsen und Günter Hoff das Training und werden am Sonnabend (14 Uhr) im Derby gegen Flensburg 08 erstmals auf der Bank Platz nehmen.

04.12.08 Nielsen heuert bei Husumer SV an
Holsteinischer Courier

Husum (sas) –Beim abstiegsbedrohten Fußball-Schleswig-Holstein-Ligisten Husumer SV, Staffelkonkurrent des VfR Neumünster, ist der vakante Trainerposten wieder besetzt worden. Rolf Nielsen, aktuell auch Stützpunktcoach des Kreises Nordfriesland, beerbt Carsten Groth, der als Spielertrainer zurückgetreten war, bei der Sportvereinigung aber als Aktiver weitermachen wird.

31.12.08 Nordfrieslands Sportjahr in Bildern sh:z-Nordfriesland Sport

Berg- und Talfahrt: Die Husumer SV erlebt das wohl turbulenteste Jahr seit der Gründung. Im Winter steht die Ligamannschaft auf einem Abstiegsplatz, schafft mit Trainer Guido Gehrke (links) aber mit einem wahren Kraftakt noch die Qualifikation für die neue Schleswig-Holstein-Liga. Kurz vor Saisonbeginn trennt sich der Verein überraschend von Gehrke, Carsten Groth (mittleres Bild) übernimmt – aber nur bis Mitte November. Dann tritt der 36-Jährige zurück, will fortan wieder Spieler sein. Nachfolger werden Rolf Nielsen (rechtes Bild/links) und Günter Hoff. Sie treten ein schweres Amt an: Die Stomstädter überwintern in der SH-Liga auf einem Abstiegsplatz. Die zweite Mannschaft (Kreisliga) wird zurückgezogen – zu wenig Spieler..

05.01.09 Fußball: Husumer SV: Zwei Neue für den Abstiegskampf Flensburger Tageblatt

Husum (usc) –Tabellenplatz 16 (von 18 Teams in der SH-Liga), sieben Punkte Rückstand zum rettenden Ufer – es sieht nicht gut aus für die Husumer SV. Um den Klassenerhalt in der höchsten Liga des Landes doch noch zu schaffen, haben die Stormstädter „nachgebessert“ und für die Rückrunde zwei Mittelfeldspieler verpflichtet.

Erion Alla (27) ist in Husum kein Unbekannter – der Techniker aus Albanien spielte bereits von 2001 bis Sommer 2008 für die HSV. Sein halbjähriges Intermezzo beim Verbandsligisten TSV Rantrum ist nun beendet, Alla soll das Spiel der Nordfriesen künftig wieder lenken. Dabei soll ihn der 18-jährige Hauke Harrsen unterstützen. Harrsen kommt vom SV Eichede, wo er zuletzt im Regionalliga-Team der A-Junioren kickte. Zuvor war der Neffe von Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen für die B-Junioren des TSV Hattstedt und die A-Junioren des SV Frisia 03 Risum-Lindholm aktiv.

Auch im Umfeld des SH-Ligisten hat es umfangreiche Veränderungen gegeben. Reinhard („Bernie“) Grünhoff ist nicht mehr Fußball-Obmann, Dieter Schleger nicht mehr Liga-Obmann und dritter Vorsitzender des Vereins. Schleger hat zwar nun kein offizielles Amt mehr, wird die Mannschaft aber auf jeden Fall bis zum Saisonende tatkräftig unterstützen. Das sagte der erste Vorsitzende Rolf von Bartikowski gegenüber unserer Zeitung.

24.01.09 Fleige ist wieder da! sh:z-Nordfriesland Sport

Husumer Stürmer hilft in der Rückrunde aus

Husum (usc) – Björn Fleige ist wieder da – aber war er eigentlich jemals weg? Rolf Nielsen, Trainer der SH-Liga-Fußballer der Husumer SV, freut sich über eine weitere Verstärkung seines Teams. Neben Erion Alla (Rückkehrer vom TSV Rantrum) und Hauke Harrsen (vom SV Eichede) gehört auch Fleige wieder zum Kader der abstiegsbedrohten Ligamannschaft. „Es muss einfach eine nordfriesische Mannschaft in der SH-Liga spielen“, sagt der 36-Jährige zu den Beweggründen für sein Comeback.

Das Wort Comeback mag er eigentlich gar nicht so gerne hören: „Ich helfe aus und dann bin ich wieder weg“, so Fleige. Beim Trainingsauftakt am Montag war der Torjäger dabei. „Ich bin noch fit, aber man merkt, dass man was tun muss“, sagt der dreifache Vater, der auch eine D-Junioren-Mannschaft trainiert und zudem für die Kreisauswahl der E-Junioren verantwortlich ist.

07.02.09 Nachrichten Keine Sperre für Saeltz und Steglich sh:z-Nordfriesland Sport

Husum (usc) - Gute Nachricht für die Fußballer der Husumer SV: Sebastian Saeltz und Sebastian Steglich werden für ihren Einsatz für das Team „Sylt and Friends“ beim Hallenturnier Anfang Januar in Flensburg (wir berichteten) nicht gesperrt, sondern kommen mit einem Verweis davon. Beide könnten damit heute (14 Uhr) im Testspiel gegen den Schleswiger Kreisligisten VfB Schuby auflaufen. Steglich ist nach seiner roten Karte aus dem Punktspiel gegen Heide Ende Dezember noch für zwei Pflichtspiele gesperrt.

[] Ausführlicher Bericht folgt.

09.02.09 Husumer Spieler kommen mit Verweisen davon Flensburger Tageblatt

Sportgericht urteilt über Einsatz bei Hallenturnier

Guido Gehrke trifft laut Sportgericht die Hauptverantwortung.

Husum (usc) – Aufatmen bei der Husumer SV: Der abstiegsbedrohte SH-Ligist kann ab sofort wieder auf seinen Mittelfeldspieler Sebastian Saeltz zurückgreifen, Mannschaftskollege Sebastian Steglich muss noch eine Sperre von zwei Pflichtspielen absitzen (er hatte beim Punktspiel gegen den Heider SV Ende Dezember die rote Karte gesehen).

Das Sportgericht des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) belegte die Husumer für ihren Einsatz im Team „SG Sylt/Haddeby und Freunde“ beim Hallenturnier um den Tecis-Cup in Flensburg (wir berichteten) lediglich mit einem Verweis, zudem müssen Saeltz und Steglich die Kosten des Verfahrens (jeweils 55 Euro) tragen. Beim VfB Schuby, dessen Torwart Dirk Michalek ebenfalls mitspielte, war bis gestern noch keine Post vom SHFV eingegangen.

Zur Erinnerung: Guido Gehrke von der SG Sylt/Haddeby hatte die drei Spieler kurz vor dem Turnier angerufen, und gefragt, ob sie nicht aushelfen könnten. Zahlreiche Spieler der SG hatten abgesagt, sodass der Verbandsliga-Tabellenführer keine Mannschaft zusammen bekommen hätte. Die für einen Einsatz erforderliche Gastspiel-Erlaubnis lag in keinem Fall vor. Guido Gehrke, so das Gericht, habe den Spielern aber versichert, dass dies kein Problem sei – die SG Sylt/Haddeby würde als Hobby-Mannschaft „Sylt and Friends“ antreten. Sebastian Steglich habe keinen Grund gesehen, an den Aussagen Gehrkes, früher Trainer in Husum, zu zweifeln. Auch Saeltz sagte aus, Guido Gehrke habe seine Bedenken zerstreut.

Manfred Block, Ligaobmann der SG Sylt/Haddeby, versah den Spielberichtsbogen am Tag des Turniers mit dem Zusatz „und Freunde“ – das Sportgericht findet dafür äußerst deutliche Worte und bezeichnet das als „untauglichen Täuschungsversuch und untauglichen Versuch, die eindeutigen Satzungsbestimmungen zu umgehen“. Weiter heißt es im Urteil: „Das Sportgericht verkennt auch nicht, dass die Hauptverantwortung hier den Trainer der SG Sylt/Haddeby, Herrn Guido Gehrke, trifft.“ Ob gegen beide nun ermittelt wird, war nicht in Erfahrung zu bringen.

„Unsportliches Verhalten“ sowie „rechtswidriges und vorsätzliches Verhalten“ attestiert das Sportgericht den betroffenen Spielern, die sich durch einen Blick in die Satzung oder eine Rückfrage bei ihrem Verein davon hätten überzeugen können, dass eben nicht alles in Ordnung war. Die Strafe bezeichnet das Gericht als „gerade noch tat- und schuldangemessen“.

„Die Spieler sind getäuscht worden“, kommentierte Rolf von Bartikowski, Vorsitzender der Husumer SV das Urteil, welches er mit Erleichterung aufgenommen hatte: „Ich hatte darauf gehofft.“ Von Bartikowski war, ebenso wie Trainer Rolf Nielsen, als Zuschauer in der Halle und hatte nicht schlecht gestaunt, als er die beiden Husumer im fremden Trikot spielen sah.

09.02.09 Mission Klassenerhalt Flensburger Tageblatt

 

Eine turbulente (und wenig erfolgreiche) Hinserie hat die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga hinter sich. Mit Trainer Rolf Nielsen und einigen Verstärkungen wollen die Nordfriesen zur Aufholjagd ansetzen und den Klassenerhalt noch schaffen. „Wir glauben dran“, versichert Nielsen.

Mittelfeld-Stratege Erion Alla soll dem Husumer Spiel wieder kreative Impulse geben. Foto: Voss

Husum (Ulrich Schröder) – Mit Aufholjagden haben die Fußballer der Husumer SV gute Erfahrungen gemacht. Nach der Hinrunde 2007/08 standen die Nordfriesen als Tabellen-16. mit nur elf Punkten da, die angestrebte Qualifikation für die Schleswig-Holstein-Liga war in weite Ferne gerückt. Doch mit einer furiosen Rückrunde (35 Punkte) wurde das Team um Trainer Guido Gehrke am Ende noch Zehnter – die Freude an der Nordsee war groß.

Ein ähnlich starker Auftritt ist nötig, will der Ex-Oberligist sich nicht in der Verbandsliga Nord-West wiederfinden. Wieder Tabellen-16., diesmal mit zwölf Punkten – Abstiegskampf ist angesagt nach einer turbulenten Hinserie. Zunächst trennte sich der Verein kurz vor Saisonbeginn von Trainer Guido Gehrke, sein Nachfolger wurde Spieler Carsten Groth. Der warf Mitte November das Handtuch. Mit Rolf Nielsen und Günter Hoff soll nun die Wende geschafft werden.

Chefcoach Nielsen ist fest davon überzeugt, dass sein Team es noch schafft – 15 Spiele (acht auswärts, sieben im Friesenstadion) stehen noch aus. Ansetzen muss der „Neue“ vor allem in der Offensive: 25 Tore in 19 Spielen sind einfach zu wenig. Deshalb hat der Verein in der Winterpause nachgelegt: Stürmer Björn Fleige (36) steht in der Rückrunde wieder zur Verfügung, vom Verbandsligisten TSV Rantrum kam Mittelfeld-Stratege Erion Alla nach einem halben Jahr zurück. Ebenfalls fürs Mittelfeld ist Hauke Harrsen vorgesehen, der vom A-Jugend-Regionalligisten SV Eichede in seine nordfriesische Heimat zurückkehrte.

Hoffnungsträger: Co-Trainer Günter Hoff (links) und Trainer Rolf Nielsen wollen mit der Husumer SV die Wende schaffen. Foto: Wrege

Rolf Nielsen und sein Vorgänger Carsten Groth sind sich einig: „Mit Schönspielerei werden wir nichts erreichen. Wir müssen von der ersten bis zur 90. Minute kämpfen.“ Sich allein darauf zu verlassen, dass man spielerische Qualitäten hat, reicht nicht für den Abstiegskampf.

Vor Saisonbeginn gingen Christian Herpel, Simon Harrsen, Pierre Becken, Erion Alla und Lukas Hertting. „Diese Abgänge waren schwer zu kompensieren, der Kader war zu klein“, so kommentiert Carsten Groth die Hinrunde. Der 36-Jährige wollte eigentlich nur Trainer sein, gehörte aber öfter zum Kader, als ihm lieb war. Es begann gut (mit einem 5:3 gegen den Itzehoer SV), doch es folgten in 18 Spielen nur noch zwei weitere Siege (am vierten und siebten Spieltag).

„Zu viele individuelle Fehler“, hat Groth – neben der Personalknappheit – als Grund für die Misere ausgemacht. Die Mission Klassenerhalt bezeichnet Rolf Nielsen als „riesige Aufgabe“, doch man glaubt in Verein und Umfeld daran, dass es zu schaffen ist. „Mindestens eine nordfriesische Mannschaft muss in der höchsten Klasse spielen“, fordert der Coach. Da ist er sich einig mit Björn Fleige, der nicht zuletzt aus diesem Grund zusagte, wieder auszuhelfen. „Die Mannschaft lechzt nach Erfolgserlebnissen“, hat Nielsen in den ersten Trainingseinheiten und Testspielen beobachtet. Er ist sich sicher: Wenn sein Team mal in Führung geht, wird der Knoten platzen, das Potenzial ist nach Meinung des Trainers auf jeden Fall vorhanden.


Spielplan 2008/09 - Schleswig-Holstein-Liga & Sonstiges
FS 18.07.08 Husumer SV SV Husum  

Namen und Notizen

Husum (jv) – Etwas mehr Resonanz hätte sich der Geschäftsführer der Husumer Spielvereinigung (HSV), Anton Christiansen, für das Freundschaftsspiel Husumer SV gegen SV Husum (aus dem niedersächsischen Nienburg) schon gewünscht. Aber immerhin: Bürgermeister Rainer Maaß und Bürgervorsteherin Birgitt Encke waren der Einladung gefolgt und wollten das erste sportliche Kräftemessen der beiden Husumer Mannschaften im Friesenstadion auf keinen Fall versäumen. Maaß brachte dann auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass es nicht die letzte Partie beider Teams gewesen sein möge, und sorgte für den sachgerechten Anstoß. Nach dem Spiel wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Gäste. Dazu gehörte eine Halligfahrt und ein Besuch der Hafentage.

28. Juli 2008 · Husumer Nachrichten

SV Husum zu Gast bei der Husumer SV

Husum (ree) – Husum ist nicht einzigartig in Deutschland. In der Nähe von Nienburg an der Weser gibt es einen Ort gleichen Namens. Der dortige Sportverein ist am Wochenende mit einer Fußballmannschaft an der Nordsee zu Gast. Er revanchiert sich damit für einen Besuch der Husumer SV im vergangenen Jahr. Dass die Niedersachsen gerade dieses Wochenende gewählt haben, ist nicht ganz zufällig. Sie haben von den Hafentagen gehört und wollen sich kräftig amüsieren. Auch für das sonntägliche Tauziehen sind sie angemeldet. Zum Auftakt des Besuchs findet am Freitag Abend im Friesenstadion ein Fußballspiel der beiden ersten Husumer Herrenmannschaften statt. Den symbolischen Anstoß wird der hiesige Bürgermeister Rainer Maaß vornehmen. Die Partie beginnt um 18.30 Uhr und kostet 2 Euro Eintritt. Da die Gäste aus Niedersachsen in der Kreisliga spielen, dürfte das einheimische Team leicht favorisiert sein. Am Sonnabend unternimmt Anton Christiansen einen Ausflug mit der 25-köpfigen Gäste-Delegation. "Es geht nach Hooge", berichtet der SV-Geschäftsführer, "von Nordstrand mit dem Schiff und dort dann mit Pferd und Wagen."

17. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

SPORT IN KÜRZE

Fußball: Das für Donnerstag vorgesehene Testspiel der Husumer SV (SH-Liga) beim VfR Schleswig findet nicht statt. Am Freitag (19 Uhr) spielt eine Husumer Mannschaft mit Spielern der ersten und zweiten Mannschaft gegen den SV Husum (Niedersachsen). Das Testspiel des SV Frisia 03 gegen Flensburg 08 (Donnerstag, 19.30 Uhr) findet im Risumer Helmut-Hennig-Stadion statt.

16. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 27.07.08 Husumer SV BW Wesselburen 8:1

Nachrichten

8:1 – toller Einstand für Trainer Groth

Husum (ree) - – Einen schöneren Einstand als Trainer bei der Husumer SV hätte Carsten Groth sich nicht wünschen können. Mit 8:1 (3:1) fertigten die Stormstädter in einem Test BW Wesselburen ab. Keine selbstverständliche Angelegenheit, denn die Gäste spielen immerhin in der zukünftigen Verbandsliga. „Star“ der ersten Halbzeit war Gerrit Müller. Der Goalgetter vom Dienst erzielte die ersten drei Husumer Tore (2., 23., 45.). Zum zwischenzeitlichen 1:1 traf Kim Rathje. Nur in den ersten 30 Minuten waren die Dithmarscher ein halbwegs ebenbürtiger Gegner. Nach dem Wechsel gingen den Toren zum Teil sehenswerte Kombinationen voraus. An dem Torreigen waren viele beteiligt: zum 4:1 Sascha Rettkowski (50.), zum 5:1 Martin Herpel (60.), zum 6:1 Sebastian Kisbye (80.), zum 7:1 „Costa“ Rizos (81.) und zum 8:1 Lukas Hertting (85.). Groth war natürlich hochzufrieden: „Es ist wichtig, dass wir Selbstbewusstsein getankt und unsere Tore über die Flügel vorbereitet haben.„

Husumer SV: Molinas – Strüning, Rettkowski, Berger – Saeltz, Herpel, Otto, Steglich, Petersen – Hertting, Müller. Eingewechselt in der 2.Halbzeit: Kisbye, Rizus, Berg.
29. Juli 2008 · Flensburger Tageblatt
KP 03.08.08 Freilos in Runde 1    

Nachmeldung im Kreispokal

Husum / sh:z – Die Fußballer des TSV Amrum haben sich nachträglich zum Kreispokal 2009 angemeldet. Der Gegner wurde von den Vereinen, die bisher ein Freilos erhalten haben, ausgelost. Somit spielt der TSV Amrum gegen den TSV Goldebek. Erste Runde, Sonntag, 3. August, 15 Uhr: Tönninger SV – MTV Leck; TSV Klixbüll – SV Schobüll; SV Löwenstedt – Bredstedter TSV; TSV Viöl – TSV Stedesand; FSV Wyk – SG Langenhorn-Enge; SG Wiedingharde-Emmelsbüll – TSV Drelsdorf; Germania Breklum – TSV Rantrum; IF Tönning – Team-Sylt; SG Oldenswort-Witzwort – RW Niebüll.

2. Runde am Mittwoch, 27. August, 19 Uhr. Auslosung der Begegnungen am 4. August.

26. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Neun Spiele in Runde eins

Husum ( usc) – Der alte Fußball-Kreispokal ist noch nicht beendet, da sind die Partien für den neuen Wettbewerb der Spielzeit 2008/09 schon ausgelost. Am ersten August-Wochenende (angesetzt sind die Spiele für Sonntag, 3. August, um 15 Uhr) stehen neun Partien auf dem Programm. Sieben Teams – FC Blau-Weiß Friedrichstadt, SZ Arlewatt, TSV Süderlügum, TSV Goldebek, Gardinger TSV, Husumer SV und SV Frisia 03 Risum-Lindholm – haben in der ersten Runde ein Freilos gezogen.

Es spielen: Tönninger SV – MTV Leck, TSV Klixbüll – SV Schobüll, BW Löwenstedt – Bredstedter TSV, FSV Wyk – SG Langenhorn-Enge, SG Wiedingharde-Emmelsbüll – TSV Drelsdorf/A/B, Germania Breklum – TSV Rantrum, IF Tönning – Team Sylt/Norddörfer und SG Oldenswort-Witzwort – TSV Rot-Weiß Niebüll.

Die zweite Runde soll bereits am Montag, 4. August, bei der Arbeitstagung der Vereine in der Gaststätte "Herrengabe" (An der B 5) in Breklum ausgelost werden (Beginn 19.30 Uhr). Angesetzt sind die Spiele für Mittwoch, den 27. August, Anstoß soll dann um 19 Uhr sein.

19. Juli 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 1 10.08.08 Husumer SV Itzehoer SV 5:3

ISV bleibt Lieblingsgegner!

Der Spiel-Film:
Minute Aktion
1. Erste Chance für Lukas Hertting. Aus spitzem Winkel drischt er den Ball ans Außennetz
7. Nach einer Ecke von Gerrit Müller trifft Lukas Hertting aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig
14. ISV Akteur Thorben Reibe kann gerade noch abgeblockt werden und trifft nur das Außennetz
17. Die verdiente Husumer Führung nach guter Anfangsphase. Nach einem Freistoß durch Sebastian Steglich kommt das Leder über Hertting zu Gerrit Müller, der sicher zum 1:0 einschießt.
21. Itzehoes Angreifer Mario Awiszus kommt aus elf Metern zum Kopfball, der nur um Zentimeter am Pfosten vorbei zischt
28. Der inzwischen verdiente Ausgleich der Gäste: Einen Konter schließt Awiszus erfolgreich zum 1:1 ab
39. Wieder eine Unachtsamkeit der Husumer Abwehr, die Nikolai Justus zur 1:2-Pausenführung des ISV nutzen kann
Halbzeit
52. Husum geht jetzt engagierter zur Sache und prompt fällt der Ausgleich. Nach einer herrlichen Flanke von Lukas Hertting von der rechten Seite köpft Gerrit Müller vehement zum 2:2 ein
55. Nach einer schönen Kombination kommt das Leder von Gerrit Müller zu Marcel Otto, der keine Mühe hat und das 3:2 für die Hausherren erzielt
63. Sebastian Barth läuft alleine auf Torhüter Melf Molinas zu, der großartig retten kann.
72. Das 4:2 für die Nordfriesen. Sebastian Saeltz schickt Lukas Hertting, der sich nicht mehr aufhalten lässt und die Führung ausbaut.
74. Postwendend der Anschlusstreffer zum 4:3: Ein Kopfball von Matthias Barth lässt Torhüter Molinas keine Chance. Vorausgegangen war ein Freistoß durch Torge Threde
76. Der agile Husumer Angreifer Lukas Hertting zielt aus 16 Metern nur um Zentimeter neben den Pfosten
81. auch Martin Herpel verpasst das Itzehoer Tor aus 14 Metern nur knapp
83. gelb/rote Karte für Lennart Dora (ISV) wegen wiederholtem Foulspiel
90. + 4 Den Schlusspunkt setzt Konstantinos Rizos mit einem herrlichen Heber über ISV-Keeper Ander in den Winkel zum 5:- Endstand
Nach 94 spannenden Minuten ist der erste Sieg der Saison eingefahren! 
Trainer Carsten Groth  Nach guten zwanzig Minuten ließ die Konzentration nach. Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen, haben Moral und Charakter gezeigt und letztlich auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Wir wollten offensiv spielen und Tore schießen, das ist gelungen. Der Sieg war wichtig für unser Selbstvertrauen!

1:0 Müller (17.), 1:1 Awiszus (28.), 1:2 Justus (39.), 2:2 Müller (52.), 3:2 Otto (55.), 4:2 Hertting (72.), 4:3 M. Barth (74.), 5:3 Rizos (90.+4)

Ecken: Husum: 2   - ISV: 7
Chancen: Husum: 12   -   ISV: 6
Zuschauer: 256
Schiedsrichter: Alexander Hahn (Kellenhusen)
gelbe Karten: Husum: Otto (68.), Hertting (73.), Petersen (78.), Rizos (89.)

HSV: Molinas - Herpel, Andresen, Rettkowski, Petersen - Otto, Saeltz, Steglich, Kiesbye (46. Strüning, 59. Rizos), Hertting, Müller.

10. August 2008 · HI

Husumer 5:3-Sieg: ISV-Schreck Gerrit Müller schlug wieder zwei Mal zu

Gerangel um den Ball: Der Husumer Michael Petersen im Duell mit dem Itzehoer Lennart Dora (re.). Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Acht Tore in Kropp, acht Tore in Husum – der erste Spieltag in der neuen SH-Liga macht Appetit auf mehr. Es ging schon gut los bei der Saisoneröffnung am Freitagabend. Der TSV Kropp besiegte Schleswig 06 mit 5:3, wobei der Aufsteiger keinesfalls enttäuschte. Einen gelungenen Auftakt feierte auch die Husumer SV mit einem 5:3 im Westküsten-Derby gegen den Itzehoer SV. Etwas Pech hatte Flensburg 08 in Kiel. Erst drei Minuten vor Schluss schaffte Kilia per Elfmeter noch den 1:1-Ausgleich. Titelanwärter VfR Neumünster kam beim VfB Lübeck II nicht über ein 1:1 hinaus.

Husum (ree) – Mit dem erhofften Sieg startete die Husumer SV in der neuen Schleswig-Holstein-Liga. Beim 5:3 (1:2) über den Itzehoer SV sahen die Fußballer aus der Stormstadt aber nicht immer wie die sicheren Sieger aus. Gerrit Müller erzielte gegen die Steinburger Treffer Nummer sieben und acht in Serie und wurde seinem Ruf als ISV-Schreck gerecht.

Aber auch Lukas Hertting, der zweite Husumer Stürmer, erwischte einen ausgezeichneten Tag. Mit seinem fintenreichen Bewegungen foppte er die Gäste reihenweise, fand nur oft nicht den erfolgreichen Abschluss. Aber immerhin: Das erlösende Tor zum 4:2 (71.) geht auf das Konto des Angreifers. Vor dem 3:2 (53.) sprang er so geschickt über das Leder, dass Marcel Otto die Flanke von Müller fulminant verwerten konnte.

Ruhiger wäre der Nachmittag freilich für die Husumer Fans verlaufen, wenn Hertting schon zu Spielbeginn zielbewusster agiert hätte. Aber da missrieten ihm seine Aktionen fast im Minutentakt. Es war die beste Phase der Gastgeber, die Müller nach einem Freistoß von Sebastian Steglich und der Verlängerung von Hertting zum 1:0 nutzte (17.).

Zu dieser Zeit sah es so aus, dass die Itzehoer, die schon an der Mittellinie eklantante Fehlpässe fabrizierten, an der Nordsee gehörig unter die Räder geraten könnten. Aber sie fühlten sich durch den Gegentreffer geweckt. Ganz besonders Mario Awiszus, der mit seiner Spielfreude allerdings nah an einem Platzverweise war. Glück für ihn, dass der Unparteiische das gestreckte Bein des Itzehoers gegen Melf Molinas (25.) mit Nachsicht begleitete, sonst wäre er duschen gegangen. So wurde er zwei Minuten später (27.) zum Schützen des 1:1, nachdem Björn Zaboijnik ihn glänzend in Szene gesetzt hatte. Der ISV spürte die Nervosität der Nordfriesen und setzte nach: In der 39. Minute markierte Nikolai Justus die 2:1-Führung für den Schwung aufnehmenden Gast. Wie schon in einigen Szenen zuvor, packte die Husumer Abwehr hier nicht entschlossen genug zu.

Aber der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte dann wieder ganz den Stormstädtern. Dabei ganz sehenswert das 2:2 von Müller (50.), der die scharfe Flanke von Hertting förmlich unter den gegnerischen Torbalken katapultierte. Bevor die Husumer dann ihren Vorsprung herausschossen, musste Molinas noch gegen Sebastian Barth retten (61.). Gegen den Kopfball von dessen Bruder Matthias zum 4:3 (73.) war er dann jedoch machtlos. Es wurde also noch einmal spannend im Friesenstadion. Und der ISV, der Dora durch eine gelb-rote Karte verlor (82.), warf auch noch einmal alles nach vorn. Das letzte Tor freilich fiel auf der anderen Seite. Der eingewechselte Konstantinos Rizos war es, der seine Farben mit einem raffinierten Heber zum 5:3 erlöste (90+4).

Insgesamt fünf Minuten hatte der Unparteiische nachspielen lassen, weil der Husumer David Strüning sich in der 54. Minute eine schwere Knieverletzung zuzog, die ihn zum Ausscheiden zwang.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit Mut und Moral gezeigt“, freute sich Husums Trainer Carsten Groth über sein gelungenes Punktspiel-Debüt. Gerrit Müller („Heute durfte ich ja nur zwei schießen“) genoss derweil seinen Ruf als ISV-Schreck.

Husumer SV: Molinas – Herpel, Rettkowski, Andresen, Petersen – Saeltz, Otto, Steglich, Kiesbye (46. Strüning, 57. Rizos) – Hertting, Müller. 
Itzehoer SV: Ander – Threde, Leskien, M. Barth – Reibe, Zaboijnik, Dora, Schümann (46. Wulf, 83. Beckmann) Justus – Awiszus, S. Barth.
Schiedsrichter: Alexander Hahn (SC Kellenhusen).
Zuschauer: 260.

11. August 2008 · Flensburger Tageblatt

Fehlstart: Itzehoer SV schlägt sich in Husum selbst

Unnötige 3:5-Niederlage nach 2:1-Pausenführung
Gerangel um den Ball: Der Husumer Michael Petersen im Duell mit dem Itzehoer Lennart Dora (re.), der später gelb-rot sah Foto: Voss

Husum (rst) – Fehlstart für den Itzehoer SV. Katastrophale Fehler ermöglichten der keinesfalls starken Husumer SV einen leichten 5:3-Erfolg zum Auftakt in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga. Die Lehmwohldelf hatte zur Pause trotz schwachem Beginn sogar 2:1 geführt. Ein Doppelschlag nach dem Wechsel brachte die Gastgeber jedoch auf die Siegerstraße. Obwohl der ISV noch genug Chancen besaß, mussten die Steinburger am Ende die Segel streichen

„Das war eine Katastrophe“, schimpfte ISV-Coach Frank Pagenkopf nach der Partie „Wir haben mit unseren Fehlern den Gegner aufgebaut und es fehlte der absolute Wille, das Spiel zu gewinnen. Drei Tore auswärts müssen eigentlich zum Sieg reichen, aber so war alles sehr enttäuschend.“

Während beim ISV die Köpfe hingen, war die Freude bei der Husumer SV über den erhofften Sieg groß, da die Nordfriesen lange zittern musten. Aber die HSV hat ja einen Gerrit Müller, der dem ISV wieder zwei Treffer einschenkte und es in drei Spielen mittlerweile auf acht Tore gebracht hat. Doch auch Husums zweite Spitze Lukas Hertting legte ISV-Torhüter David Ander, den bei den Gegentoren keine Schuld traf, zwei „Eier“ ins Nest, was nicht gerade für eine souveräne Abwehrleistung spricht.

Die Lehmwohldelf begann schwach, hatte aber Glück, dass den Gastgebern im Angriff zunächst nicht viel gelang. In der besten Phase der Husumer war lediglich ISV-Schreck Gerrit Müller erfolgreich, der nach einem Freistoß von Sebastian Steglich und der Verlängerung von Hertting zum 1:0 traf (17.).

Alles sah danach aus, dass die Itzehoer, die schon an der Mittellinie eklantante Fehlpässe fabrizierten, an der Nordsee gehörig unter die Räder geraten könnten. Müllers Tor erwies sich jedoch als Wecker. Neuzugang Mario Awiszus zeigte auch diesmal Torjägerqualitäten und traf zum Ausgleich (27.) Als Nikolai Justus sogar das 2:1 gelungen war (39.), sah es zur Halbzeit sehr gut aus für die Itzehoer.

Aber der Beginn der zweiten Hälfte gehörte dann wieder ganz den Stormstädtern. Die verletzungsbedingte Auswechselung von Neuzugang Christian Schümann wirkte sich fatal aus, denn auf der linken Seite hatte Carsten Wulf große Mühe den quirrligen Lukas Herrting zu halten. Sehenswert das 2:2 von Müller (50.), der die scharfe Flanke von Hertting förmlich unter den gegnerischen Torbalken katapultierte. Hertting selbst schoss die Gastgeber wieder in Front (53.) und baute die Führung später auf 4:2 aus (71.) Zwischendurch musste Torhüter Molinas noch gegen Sebastian Barth retten (61.). Gegen den Kopfball von dessen Bruder Matthias zum 4:3 (73.) war er dann jedoch machtlos.

Es wurde noch einmal spannend im Friesenstadion. Der ISV, der Lennart Dora durch eine gelb-rote Karte verlor (82.), warf noch einmal alles nach vorn. Das letzte Tor fiel aber auf der anderen Seite. Der eingewechselte Konstantinos Rizos konterte in der Nachspielzeit zum 5:3 (90+4).

Insgesamt fünf Minuten hatte Schiedsrichter Hahn nachspielen lassen, weil Husums David Strüning sich in der 54. Minute eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte.

Statistik
Husumer SV: Molinas – Herpel, Rettkowski, Andresen, Petersen – Saeltz, Otto, Steglich, Kiesbye (46. Strüning, 57. Rizos) – Hertting, Müller. 
Itzehoer SV: Ander – Threde, Leskien, M. Barth – Reibe, Zaboijnik, Dora, Schümann (46. Wulf, 83. Beckmann) Justus – Awiszus, S. Barth.
Schiedsrichter: Hahn (Kellenhusen).
Zuschauer: 260. 
Tore: 1:0 Müller (17.), 1:1 Awiszus (27.), 1:2 Justus (39.), 2:2 Müller (50.), 3:2 Hertting (53.), 4:2 Hertting (71.), 4:3 M. Barth (73.), 5:3 Rizos (90./+4). 
Gelb-Rote Karte
: Dora (82.)
11. August 2008 · Norddeutsche Rundschau

Husum mit breiter Brust und dem "ISV-Killer"

Ihre Pflichtspiel-Premiere haben Carsten Groth und die Husumer SV schon hinter sich. Zwar ging das Pokalspiel gegen den Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck mit 0:3 verloren, doch es war eine Niederlage, die dem HSV-Trainer und seinem Team Mut macht. Jetzt soll im ersten Punktspiel der SH-Liga gegen den Itzehoer SV am Sonntag (15 Uhr) in Husum der erste Sieg folgen.
"ISV-Killer": Husums Stürmer Gerrit Müller (vorn) erzielte in der vergangenen Saison bei den beiden 3:1-Erfolgen gegen Itzehoe alle sechs Tore. Foto: Voss

Husum (joh) – Das Testprogramm der Husumer SV war nicht so, wie es sich der neue Trainer Carsten Groth gewünscht hätte. Nur drei Pokalspiele (3:0 gegen BW Friedrichstadt, 2:1 gegen SV 03 Frisia Risum-Lindholm und 0:3 gegen VfB Lübeck) sowie ein Freundschaftsspiel (8:1 gegen BW Wesselburen) haben die Husumer in den knapp sechs Wochen Vorbereitungszeit zur ersten Spielzeit in der Schleswig-Holstein-Liga ausgetragen. „Viel zu wenig“, sagt Groth, „ich hätte mir mehr Spiele gewünscht.“

Doch die Husumer Situation war geprägt von einem überraschenden Trainerwechsel. Erst vor zwei Wochen hatte Carsten Groth das Amt von Guido Gehrke übernommen. „Da habe ich versucht, noch Gegner zu bekommen, aber in der kurzen Zeit keine mehr bekommen.“ Während andere Mannschaften zum Teil vier Tests in einer Woche durchzogen, mussten die Husumer trainieren.

Trotzdem: Gegen den übermächtigen VfB Lübeck war nichts von fehlender Spielpraxis zu sehen. „Da haben wir gut gegengehalten“, sagt Carsten Groth, der der Saison positiv entgegen sieht. „Sonst hätte ich das nicht gemacht.“ Nach dem Lübeck-Spiel haben die Husumer wieder Kräfte gesammelt und sich intensiv auf den Itzehoer SV vorbereitet. Jetzt erwartet der Coach, dass seine Mannschaft „über den Kampf zum Spiel findet und sich dann Chancen erarbeitet“. Er ist sicher: „Wenn wir mit der gleichen Einstellung und Laufbereitschaft wie gegen Lübeck ins Spiel gehen, werden wir das packen und gegen Itzehoe gewinnen.“

Mit einem schlechten Start wie in der Vorsaison beschäftigt sich Groth nicht. Er stieß als Spieler erst in der Rückrunde zur Husumer SV – als die Stormstädter ihre Aufholjagd starteten und die Qualifikation für die SH-Liga im letzten Augenblick doch noch schafften.

Jetzt geht es wieder bei Null los. Für alle Teams ist die Auftaktpartie eine Standortbestimmung. Die neue ISV-Mannschaft von Trainer Frank Pagenkopf hat in der Vorbereitung alle Spiele gewonnen, allerdings gegen unterklassige Gegner. Das ist also wenig aussagekräftig. Zudem müssen die Itzehoer auf den gesperrten Angreifer William Gueridonn verzichten. „Für uns ist Willis Ausfall ein großer Verlust, denn er ist sehr gut in Form“, sagt Pagenkopf.

Mit Lukas Hertting, Marcel Otto und Gerrit Müller hat Groth auch drei angeschlagene Spieler. Aber er geht davon aus, dass sie auflaufen können. Vor allem der Müllers Einsatz scheint wichtig. Der Husumer Goalgetter entwickelte sich in der Vorsaison bei den zwei 3:1-Siegen mit sechs Treffern zu so etwas wie einem „ISV-Killer“. Trotzdem will Pagenkopf keinen Sonderbewacher für den Husumer Stürmer abstellen. Das liegt am neuen Spielsystem der Itzehoer: Bei der ISV-Viererkette ist Raumdeckung angesagt. Ob das gut geht?

9. August 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Itzehoer SV am Sonntag in Husum auf dem Prüfstand

Was hat das Team von Trainer Frank Pagenkopf in dieser Saison drauf?

Itzehoe (rst) – Der Itzehoer SV muss in Husum Farbe bekennen. In der Vorbereitung hat das Team von Trainer Frank Pagenkopf zwar alles gewonnen, allerdings gegen unterklassige Gegner. Was der neue ISV wirklich drauf hat, wird sich erst am Sonntag zeigen. Anpfiff zum Auftakt in der Schleswig-Holstein-Liga bei der Husumer SV ist um 15 Uhr.

Auch wenn seine Personaldecke nicht besonders üppig ist, geht Trainer Frank Pagenkopf die neue Saison optimistisch an. „Wir hoffen auf einen guten Start und wollen in Husum erfolgreich sein.“ Sorgenfrei ist der ISV-Coach allerdings nicht. Vor allem die rote Karte für William Gueridonn in Blankenese bereitet Pagenkopf Kopfzerbrechen. „Das ist jetzt schon zwei Wochen her und es gibt immer noch kein Urteil. Da bin ich aus dem Hamburger Verband anderes gewohnt. Für uns ist Willis Ausfall ein großer Verlust, denn er ist sehr gut in Form“, so Pagenkopf. Gueridonn war im Angriff gesetzt, nun werden die Karten zwischen Mario Awiszus, Sebastian Barth und Björn Zabojnik neu gemischt.

Während die Besetzung der neuen Abwehr-Viererkette mit Matthias Barth, Wiegand Leskien, Christian Schümann und Torge Thede feststehen dürfte (Alternativen wären der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrte Adnan Sacipi und Carsten Wulf) ist die Torwartfrage noch längst nicht geklärt. Die Entscheidung dürfte zwischen David Ander und Christian Männle fallen, wenngleich auch Torhüter-Dino Jörg Baufeldt immer noch zur Verfügung steht. „Irgendwann muss ich der Jugend ja einmal eine Chance geben“, sagt Pagenkopf, der sich aber noch längst nicht sicher ist, wer seine neue „Nr. 1“ ist.

Für das Mittelfeld sind Thorben Reibe, Lennart Dora und Nikolai Justus gesetzt. Allerdings ist Thorben Reibe angeschlagen, so dass hinter seinem Einsatz ein Fragezeichen steht. „Es wäre natürlich bitter, wenn neben Gueridonn auch noch Reibe ausfällt. Aber ich denke er wird die Zähne zusammenbeißen“, hofft Frank Pagenkopf, dass sein Neuzugang von Eider Büdelsdorf in Husum spielen kann. Jörn Beckmann dürfte der vierte Mann in der „Mitte“ sein, da Kadir Özcan angeschlagen aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und Berat Sacipi noch in den Ferien weilt.

In Husum gab es bereits vor dem Saisonstart Unruhe. Trainer Guido Gehrke, der die HSV mit einer imponierenden Rückserie vor dem Abstieg gerettet hat, wurde vor zwei Wochen entlassen. Über die Gründe schweigt sich der Husumer Vorstand aus. Gehrkes Job hat Carsten Groth übernommen, der nun als Spielertrainer die Fäden ziehen soll. Mit Pierre Becken und Erion Alla haben die Husumer zwei wichtige Kreativ-Spieler ziehen lassen müssen. In Nordfriesland setzt man jetzt auf talentierte Nachwuchsleute. Dem ISV klingeln allerdings die Namen von zwei Routiniers immer wieder in den Ohren. Die Angreifer Björn Fleige und Gerrit Müller trafen in den vergangenen Jahren ausgerechnet gegen die Itzehoer besonders gern. Müller entwickelte sich in der vergangenen Saison mit sechs Treffern sogar zu so etwas wie einem „ISV-Killer“. Dass es dennoch keine Sonderbewachung für den Goalgetter gibt, liegt am neuen Spielsystem der Pagenkopf-Elf: Bei Viererkette ist Raumdeckung angesagt. Ob das gut geht?

Für Fans besteht im übrigen Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus, der um 12.15 Uhr vom Lehmwohld abfährt.

9. August 2008 · Norddeutsche Rundschau
ST 2 16.08.08 SV Henstedt-Rhen Husumer SV 4:1

Tabellenführer siegte verdient - aber zu hoch!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
 2.
Nach der ersten Ecke erzielt Lukas Hertting ein Tor, doch der Schütze stand im Abseits.
 3.
Mit dem ersten Angriff der Rhener fällt bereits das 1:0. Ein Kopfball ins lange Eck durch Sebastian Mahnke bringt die Hausherren in Front.
 13.
Ein 20-Meter-Schuss von Timo Mäkelmann nach einer herrlichen Kombination zischt nur um Zentimeter am Husumer Pfosten vorbei.
 24.
Der verdiente Ausgleich für die Husumer, die jetzt richtig gut mitspielen: Gerrit Müller wird im Strafraum festgehalten. Den fälligen Elfmeter verwandelt Sebastian Saeltz unhaltbar zum 1:1.
 29.
Timo Mäkelmann köpft das Leder gegen die Laufrichtung des Husumer Schlussmannes Melf Molinas an die Latte. Glück für die Husumer.
 34.
Die erneute Führung zum 2:1 für die Gastgeber wieder durch Sebastian Mahnke, den die Nordfriesen nicht in den Griff bekommen. Torhüter Molinas hechtet vergeblich, der Ball schlägt im langen Eck ein.
 38.
Nach einem Fehler in der Husumer Abwehr rettet Molinas in höchster Not gegen den durchgebrochenen Sascha Petersen.
Halbzeit - ein interessantes Spiel in dem die Nordfriesen sich nicht verstecken und nach anfänglichen Schwierigkeiten gut mithalten. 
 46.
Mit dem ersten guten Angriff der Nordfriesen verpasst Lukas Hertting eine scharfe Hereingabe von Sebastian Saeltz nur um Zentimeter.
 47.
Der anschließende Konter erwischt die Husumer Abwehr auf dem falschen Fuß und Timo Mäkelmann hat keine Mühe aus zwei Metern zur Vorentscheidung einzuschießen. Es steht 3:1.
 48.
Hennstedt erhöht den Druck. Eine Ecke von Mäkelmann fliegt wie an der Schnur gezogen an den Querbalken den Husumer Tores.
 53.
Husums Youngster Sebastian Kiesbye zieht den Ball auf das Tor, doch im letzten Moment wird dieser noch von der Linie geschlagen.
 60.
Lukas Hertting hat erneut Pech, sein Geschoss aus der Drehung verfehlt aus 12 Metern  das Gehäuse nur um Zentimeter.
 74.
Ein Weitschuss von Arne Westphal aus 25 Metern fliegt nur knapp über den Querbalken.
 83.
Die endgültige Entscheidung gegen nie aufsteckende Husumer: Das 4:1 köpft Alexander Glandt nach einem Eckball vehement unter die Latte.
 90.
Marc Christ versucht es aus 16 Metern, zielt jedoch einen Meter neben den Pfosten.
 Besondere Vorkommnisse
Hennstedts Trainer Martens bringt während des gesamten Spiels unnötige Hektik in die Partie, mäkelt ständig am Unparteiischen herum. Völlig unnötig Herr Martens! Ein schlestes Vorbild für die anwesenden Jugendmannschaften. 
Fazit
Ein insgesamt verdienter Sieg der Gastgeber, der aber um ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Rhen stellte die reifere und abgeklärtere Mannschaft. Die junge Husumer Elf zog sich aber gut aus der Affäre, auch wenn die Feinabstimmung (besonders in der Abwehr) noch fehlt.
Trainer Carsten Groth 
»Ich bin mit der Leistung meiner Elf durchaus zufrieden. Der Sieg der Rhener geht in Ordnung, aber wir haben gut dagegengehalten. Ich bin mir sicher, das wir mit Leistungen wie heute die nötigen Punkte holen werden, um unser Saisonziel zu erreichen.«

1:0 Mahnke (3.), 1:1 Saeltz (24./FE), 2:1 Mahnke (34.), 3:1 Mäkelmann (47.), 4:1 Glandt (83.)

Ecken: Husum: 8  -  H/R: 9
Chancen: Husum: 5  - H/R: 9
Zuschauer: 140
Schiedsrichter: Markus Meier (Schuby)
gelbe Karten: Husum: Berger (74.), Andresen (86.)

HSV: Molinas - Otto, Andresen, Rettkowski, Berger - Kiesbye (74. Rizos), Saeltz, Cornils (85. Stoll), Petersen - Hertting, Müller.

16. August 2008 · HI

Henstedt-Rhen effektiver als Husumer "Not-Elf"

SH-Liga: Nordfriesen 1:4 beim Ex-Oberligisten

SH-Liga: Die Übersicht
Henstedt-Rhen (4:1 gegen Husum), Holstein Kiel II (3:0 gegen Comet Kiel), Eider Büdelsdorf (4:1 gegen den VfB Lübeck II) – die Favoriten der neuen Klasse agierten auch am zweiten Spieltag souverän. Etwas aus dem Tritt scheint der VfR Neumünster, das 2:2 beim Heider SV war bereits die zweite Punkteteilung in Folge. Die Aufsteiger tun sich noch schwer. Schleswig 06 und Eckernförde trennten sich 1:1, der VfR Horst verlor 1:3 bei Flensburg 08. Strand 08 erreichte gegen den TSV Kropp ein 2:2, wobei die Rot-Schwarzen erst in vorletzter Minute ausglichen. Als Vierte sind sie dennoch bestes Teams aus dem Nord-Quartett.

Henstedt-Ulzburg (ree) – Mit einer Notelf konnte die Husumer SV den SV Henstedt-Rhen in der Schleswig-Holstein-Liga nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Die Nordfriesen unterlagen beim Oberliga-Absteiger mit 1:4 (1:2). „Um ein Tor zu hoch“, wie SV-Coach Carsten Groth anmerkte.

Aber es war eindeutig, dass die Mannschaft von Trainer Jens Martens effektiver mit ihren Torchancen umging. Das tat sie jeweils zu Beginn der beiden Spielhälften. Gleich mit dem ersten Angriff war es Sebastian Mahnke, dessen Kopfball unhaltbar zum 1:0 im Eck einschlug (3.). Pech für die SV: Unmittelbar davor war ein Tor von Lukas Hertting nicht anerkannt worden.

Nach dem 1:1 (25.) schöpften die Nordfriesen wieder Hoffnung. Sebastian Saeltz hatte es per Foulelfmeter erzielt, nachdem Gerrit Müller im Strafraum geklammert worden war. Aber schon zehn Minuten später stellte Mahnke nach einem Konter den alten Abstand wieder her (35.). Es waren immer wieder die Außenbahnen, über die die Husumer relativ leicht zu knacken waren.

Gleich nach dem Wechsel war es wiederum Hertting, der eine gute Torchance vergab. Nach Pass von Saeltz segelte sein Schuss nur knapp vorbei (46.). Und wieder zeigten die Gastgeber prompt, wie´s besser geht: Diesmal war es Timo Mäkelmann, der die Leichtfertigkeit in der Husumer Abwehr bestrafte: 3:1 (47. Minute).

Die Stormstädter hielten weiter mit, um im Ergebnis aber noch einmal heranzukommen, hätten die Chancen von Sebastian Kiesbye (53.) und Hertting (60.) nicht nur Chancen bleiben dürfen. In der 82. Minute erzielten die Hausherren durch einen Kopfball von Alexander Glandt jenes Tor zum 4:1, das die Husumer im Ergebnis schlecht wegkommen ließ. Wobei allerdings nicht unerwähnt bleiben soll, dass der Tabellenführer durch Mahnke (30.) und Mäkelmann (79.) zwei Mal die Husumer Torumrandung traf.

SV Henstedt-Rhen: Roggow – Homp, Yavuz (46. Meyer), Mandel, Glandt – Westphal, Petersen, Bahr, Maaß – Mahnke (77. Bessert), Mäkelmann (84. Christ).
Husumer SV: Molinas – Otto, Andresen, Rettkowski, Berger – Saeltz, Kiesbye (77. Rizos), Petersen, Cornils (85. Stoll) – Hertting, Müller.
Schiedsrichter: Markus Meyer (Schuby).
Zuschauer: 150.

18. August 2008 · Flensburger Tageblatt

Henstedt-Rhen bleibt weiter Spitzenreiter

Henstedt-Ulzburg (cje) - Der Tabellenführer der Schleswig-Holstein-Liga heißt auch nach dem zweiten Spieltag SV Henstedt-Rhen. Der Oberliga-Absteiger nutzte den Vorteil von zwei Heimspielen in Folge optimal und landete nach dem 6:0 gegen Strand einen 4:1-Erfolg gegen die Husumer SV. Ebenfalls noch mit weißer Weste stehen die FT Eider Büdelsdorf (4:1 gegen Lübeck II) und Holstein Kiel II (3:0 über den SC Comet, ebenfalls mit zwei Heimspielen in Folge) und der Heikendorfer SV da. Vizemeister VfR Neumünster hat zwar erst zwei Zähler auf dem Konto, darf die angesichts schwerer Auswärtshürden (in Lübeck und Heide) jedoch als gewonnene Zähler verbuchen. Das turbulente 2:2 des VfR beim Heider SV war so etwas wie das „Spiel der Woche“.

Von den am Vorwochenende komplett sieglosen Aufsteigern ist nur noch der VfR Horst ohne Punkt. Während Strand 08 ein überraschendes 2:2 gegen Kropp holte, trennten sich Schleswig und Eckernförde im direkten Duell ebenfalls remis. 
18. August 2008 · Eckernförder Zeitung

Die Husumer SV hielt gut mit!

Husumer SV unterlag beim Oberliga-Absteiger Henstedt-Rhen mit 1:4 (1:2)

HENSTEDT. Die erste Saison-Niederlage in der Schleswig-Holstein-Liga war für die Husumer SV verdient, doch das 1:4 (1:2) beim Oberliga-Absteiger SV Henstedt-Rhen fiel zu deutlich aus. Henstedt-Rhen stellte die reifere und abgeklärtere Mannschaft. Die junge Husumer Elf zog sich aber gut aus der Affäre, auch wenn die Feinabstimmung besonders in der Abwehr noch fehlt. HSV-Coach Trainer Carsten Groth: »Ich bin mit der Leistung meiner Elf durchaus zufrieden. Der Sieg der Henstedter geht in Ordnung, aber wir haben gut dagegengehalten. Ich bin mir sicher, das wir mit Leistungen wie heute die nötigen Punkte im holen werden, um unser Saisonziel zu erreichen.«

Bereits in der zweiten Minute erzielte Lukas Herting nach der ersten Ecke ein Tor, doch der Husumer stand im Abseits. Im Gegenzug fiel das 1:0 für die Gastgeber, ein Kopfball ins lange Eck von Sebastian Mahnke traf ins Ziel. Husum ließ sich jedoch nicht irritieren und markierte den verdienten Ausgleich. Nachdem HSV-Stürmer Gerrit Müller im Strafraum festgehalten wurde, verwandelte Sebastian Saeltz den fälligen Elfer unhaltbar zum 1:1. Henstedts Antwort folgte allerdings auf dem Fuße. Wieder war es Sebastian Mahnke, den die Nordfriesen nicht in den Griff bekamen, der Husum-Keeper Molinas keine Chance ließ.

Mit dem ersten guten Angriff der Nordfriesen nach der Pause verpasste Lukas Hertting eine scharfe Hereingabe von Sebastian Saeltz nur um Zentimeter und wiederum folgte die Strafe umgehend. Im direkten Gegenzug erwischten die Gastgeber die Husumer Abwehr auf dem falschen Fuß und Timo Mäkelmann hat keine Mühe aus zwei Metern das 3:1 (47.) einzuschießen. Die endgültige Entscheidung gegen nie aufsteckende Husumer fiel in der 83. Minute, als Alexander Glandt nach einem Eckball das 4:1 vehement unter die Latte köpft.

18. August 2008 · Flensborg Avis

So macht der SVR wieder Spaß

Der Schleswig-Holstein-Ligist feiert dank der Treffer von Sebastian Mahnke, Timo Mäkelmann und Alexander Glandt den zweiten deutlichen Heimsieg hintereinander.

HENSTEDT. Vier Tore in zwei Spielen: Sebastian Mahnke ist das, was man im Fußball einen klassischen Mittelstürmer nennt. Der 26-Jährige ist 1,80 Meter groß, körperlich robust und eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Der Neuzugang des Schleswig-Holstein-Ligisten SV Henstedt-Rhen kam vor dieser Saison von Eintracht Norderstedt und hat mit vier Treffern in den ersten beiden Punktspielen glänzend eingeschlagen. »Sebastian ist abgebrüht und verfügt über eine sehr gute Schusstechnik. Es freut mich, dass er so gut trifft«, sagte SVR-Trainer Jens Martens.

Eine Woche nach dem 6:0-Kantersieg gegen Strand 08 hatte auch die Husumer SV beim SVR klar das Nachsehen und verlor völlig verdient mit 1:4 (1:2). Für Mahnke selbst, der bereits 2006 zusammen mit dem neuen Rhener Kapitän Alexander Glandt beim Torgelower SV kickte, ist die mannschaftliche Geschlossenheit das Erfolgsrezept des SV Henstedt-Rhen: »Wir sind eine Einheit, unsere Truppe ist vom Feinsten. Wir lassen wenige Chancen des Gegners zu. Und zehn Tore in den ersten beiden Spielen sind natürlich überragend.«

Dennoch sei noch längst nicht alles perfekt. Mahnke: »Wir müssen unsere Laufwege verbessern.« Gegen Husum übernahm der SVR vor 140 begeisterten Fans von Beginn an das Kommando und ging durch einen Kopfballtreffer von Sebastian Mahnke schon in der 3. Minute mit 1:0 in Führung. Neben Mahnke überragten dessen Sturmkollege Timo Mäkelmann mit einem Treffer und einer Torvorlage sowie Spielmacher Arne Westphal, den Husum besonders im zweiten Durchgang nicht in den Griff bekam.

Lediglich in der 25. Minute gab es einen kleinen Dämpfer, als der schwache Schiedsrichter Markus Meyer auf Foulelfmeter zugunsten der Gäste entschied. SVR-Innenverteidiger Dennis Mandel soll den Husumer Gerrit Müller im Rhener Strafraum gehalten haben. Sebastian Sältz verwandelte sicher. »Der Strafstoß war ein Witz, die Schiedsrichterleistung insgesamt katastrophal«, sagte Jens Martens. SVR-Torwart Marcell Roggow bekam ansonsten nichts zu tun. Martens: »Unser Flügelspiel klappt derzeit super. Wir agieren ja auch fast mit drei Spitzen.«

18. August 2008 · Hamburger Abendblatt

Ohne vier Stammspieler zum Oberliga-Absteiger

Das erste Spitzenspiel in der noch jungen Saison der Schleswig-Holstein-Liga: Die Husumer SV, Tabellenzweiter, gastiert am Sonnabend (15 Uhr) beim SV Henstedt-Rhen, der die Liga anführt.
Trifft er wieder? Husums Stürmer Gerrit Müller (vorn) war beim 5:3 gegen Itzehoe zwei Mal erfolgreich und machte auch beim letzten Husumer Sieg in Henstedt-Ulzburg 2005 sein Tor. Foto: Voss

Husum (ree) – Gerade mal ein paar Wochen ist Carsten Groth im Amt, da muss er schon kräftig improvisieren. Dem Trainer der Husumer SV fehlen am Sonnabend vier Stammkräfte. Und das ausgerechnet beim SV Henstedt-Rhen (Anstoß: 15 Uhr), der mit einem grandiosen 6:0 über den NTSV Strand 08 gleich an die Spitze der Schleswig-Holstein-Liga gestürmt ist.

„Das ist eine harte Nuss“, sagt der Husumer Coach, der David Strüning (verletzt), Sebastian Steglich (private Gründe), Martin Herpel (berufliche Gründe) und Tobias Berg ersetzen muss. Da wird der Notnagel, der Groth selber nur sein wollte, vielleicht eher zum Zuge kommen als geplant. Aber der Trainer lässt sich nicht verdrießen und will auch am Schäferkampsweg in Henstedt-Ulzburg seiner Philosophie gerecht werden. Und die sieht Fußball vor, der in Richtung gegnerisches Tor gespielt wird.

Groth: „Ein 5:3 ist mir lieber als ein 1:0.“ Den Fans ist es recht so. Beim Sieg über den Itzehoer SV wurden sie jedenfalls gut unterhalten. „Keinen Respekt zeigen“, das ist darüber hinaus die Devise des Husumer Trainers für den ersten Auswärtsakt der Saison. Angesichts des Gegners und des Spielortes ein mutiges Unterfangen. Aber Groth mag den 6:0-Erfolg des Oberliga-Absteigers Henstedt-Rhen in Timmendorf nicht überbewerten. Und schlägt damit in die gleiche Kerbe wie Jens Martens. „Strand war nicht doll“, sagt der Trainer des Gastgebers. Der freilich froh ist, mit seiner völlig neu formierten Mannschaft gleich so trefflich gestartet zu sein. „Das gibt Selbstvertrauen.“

Das hat besonders in der letzten Oberliga-Saison meistens gefehlt. „Wir waren erstmals kein Team“, moniert Martens, der die Segeberger jetzt im sechsten Jahr betreut, die abgelaufene Spielzeit.

Gewissenhaft, wie der Studienrat ist, hat er sich am vergangenen Sonnabend die Husumer gegen den ISV angesehen. Sein Fazit: „Wenn die Husumer ins Rollen kommen, können sie begeisternden Fußball spielen.“ Aber auch die andere Seite der Medaille ist dem Coach nicht verborgen geblieben: „Nach hinten gab es zeitweise reichlich Probleme.“

Die werden die Stormstädter sich am Sonnabend nicht erlauben können. Denn auch wenn „Größen“ wie Sven Günther und Kai Reining nicht mehr in ihren Reihen stehen – die sechs Auftakttore des SV Henstedt-Rhen lassen ahnen, dass da gute Angreifer am Werke sind. Sebastian Mahnke und Sascha Petersen führen gemeinsam mit Kropps Tobias Timm und Gerrit Müller mit je zwei Treffern die Torjägerliste an.

Gutes Omen? In der Saison 2004/05 siegte die Husumer SV bei der Martens-Elf mit 2:1. Torschützen: Björn Fleige und – natürlich – Gerrit Müller.

* Hinweis für die Fans der Nordfriesen: Der Bus zum ersten Auswärtsspiel der Saison startet am Sonnabend um 11.30 Uhr am Friesenstadion.

15. August 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP-AF 27.08.08 SG Oldenswort/Witzwort Husumer SV 0:6

Stedesand wirft Blau-Weiß raus

Husum (sh:z) – Der TSV Stedesand hat im Achtelfinale des Fußball-Kreispokals für eine Überraschung gesorgt. Das Team aus der Kreisklasse A besiegte den Kreisligisten FC Blau-Weiß Friedrichstadt mit 3:0 (1:0). Björn Bossen, Sven Jacobs per Elfmeter (Foul an Bossen) und wieder Bossen erzielten die Tore. BW-Keeper Florian Strehl sah die rote Karte. Die Gäste waren mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen überhaupt nicht zufrieden.

Tags zuvor hatte bereits die SG Langenhorn/Enge den klassenhöheren MTV Leck 2:1 besiegt. SH-Ligist Husumer SV setzte sich mit 6:0 bei der SG Oldenswort-Witzwort durch. Tore: Sebastian Steglich (2), Marcel Otto (2) sowie Gerrit Müller und Michael Petersen. Verbandsligist SV Frisia 03 Risum-Lindholm schoss sich für das Spitzenspiel beim FC Angeln 02 warm und gewann beim Gardinger TSV 9:0, der TSV Rantrum hielt sich etwas mehr zurück (2:0 in Klixbüll). Das Viertelfinale wird vermutlich erst 2009 ausgetragen, möglicher Termin: Ostern.

29. August 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fairplay gewürdigt und 2. Pokalrunde gelost

Breklum (sh:z) – Auf der Arbeitstagung des Kreisfußballverbandes Nordfriesland in Breklum wurden die Fairplay-Pokalsieger der Spielzeit 2007/08 geehrt. In der Kreisliga siegte der Bredstedter TSV II mit 64 Punkten. In der Kreisklasse A gewann der SV Enge-Sande II die Fairness-Wertung mit 47 Zählern.

Außerdem wurde die zweite Runde im Kreispokal ausgelost. Am 27. August um 19 Uhr kommt es zu folgenden Partien (vorbehaltlich möglicher Verlegungen): TSV Goldebek – TSV Süderlügum, TSV Stedesand – BW Friedrichstadt, TSV Klixbüll – TSV Rantrum, TSV Garding – SV Frisia 03 Risum-Lindholm, IF Tönning – SZ Arlewatt, SG Langenhorn-Enge – MTV Leck, SG Wiedingharde-Emmelsbüll – BW Löwenstedt, SG Oldenswort-Witzwort – Husumer SV.

7. August 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

 

ST 4 31.08.08 NTSV Strand 08 Husumer SV 1:5

Husum kontert Strand 08 aus

 

SH-Liga: Die Übersicht
Starke Aufsteiger: Schleswig 06 feierte mit einem 2:1 über den SV Henstedt-Rhen den ersten Sieg in der SH-Liga. Auch der Eckernförder SV überraschte mit einem 1:1 beim VfR Neumünster. Der TSV Kropp stürzte Spitzenreiter Eider Büdelsdorf mit einem 2:1-Auswärtssieg und ist jetzt Vierter. Platz eins übernahm Holstein Kiel II mit einem 3:0 gegen den Itzehoer SV. Überraschend klar mit 5:1 gewann die Husumer SV beim NTSV Strand 08 und liegt mit zwei Siegen nach drei Spielen voll im Soll. Dagegen enttäuschte Flensburg 08 auch im zweiten Heimspiel der Saison und kam gegen Comet Kiel nicht über ein 1:1 hinaus.

Timmendorf (ree) – Der Offensivfußball der Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga bringt wieder Erfolg. Dank eines furiosen Endspurts siegten die Stormstädter beim NTSV Strand 08 mit 5:1 (1:1). Es dauerte ein wenig, ehe die Nordfriesen auf Touren kamen, denn der Aufsteiger wollte im dritten Spiel endlich den ersten Saisonsieg landen. Diese Hoffnung wurde genährt durch das Tor von Eugen Materi (12.), der nach einer Standardaktion erfolgreich war. „Da haben wir geschlafen“, kritisierte Husums Coach Carsten Groth.

Aber seine Mannschaft fing sich. In der 33. Minute schaffte sie das 1:1 durch Lukas Hertting, dem Marcel Otto den Ball in den Lauf gelegt hatte. Otto selbst hatte vor der Pause die Führung auf dem Fuß, verfehlte aber mit seinem Heber knapp das Gehäuse. Glück und Pech für die Husumer dann nach gut einer Stunde. Zunächst verwandelte Sebastian Saeltz einen Foulelfmeter, den Lars Schulz an Hertting verursacht hatte, zum 1:2 (62.). Eine Minute später erhielt Birger Andresen die zweite gelbe Karte und musste das Spielfeld vorzeitig verlassen (63.). Was die Schlagkraft der verbliebenen Zehn jedoch keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Sie hatten konditionell mehr drauf und wirkten vor dem Tor einfallsreicher. „Diese Phase haben wir wirklich gut überstanden“, freute sich Coach Groth. Am Ende öffnete der Aufsteiger die Abwehr so stark, dass die Husumer leichtes Spiel hatten. Otto machte in der 84. Minute den Anfang und markierte das 1:3. Es folgte ein Sololauf von Sebastian Steglich, den er nach feiner Körpertäuschung mit dem 1:4 abschloss (87.). Und dann war mit einem ähnlich langen Lauf auch noch Sebastian Kiesbye dran, der zum 1:5 traf (90.). „In der Höhe war es etwas glücklich, aber meine Mannschaft hat verdient gewonnen“, freute sich Carsten Groth über den zweiten Fünf-Tore-Coup seiner Schützlinge im dritten Spiel.

Husumer SV: Molinas – Herpel, Andresen, Rettkowski, Berger – Saeltz, Otto, Steglich, Petersen (46. Cornils) – Hertting (85. Stoll), Müller (70. Kiesbye). Zuschauer: 120.

1. September 2008 · Flensburger Tageblatt

Gute Erinnerung an Aufsteiger Strand 08

Husumer SV spielt am Sonntag in Timmendorf
Strand-Star: Ex-Profi Elard Ostermann ist Trainer beim Aufsteiger aus Timmendorf.

Husum (ree) – Es sind die Auf- und Absteiger, mit denen sich die Husumer SV zu Beginn der Spielzeit in der Schleswig-Holstein-Liga duellieren muss – ausnahmslos Mannschaften, zu denen es in der letzten Saison keinen Kontakt gab. Am Sonntag (15 Uhr) treten die Stormstädter beim NTSV Strand 08 an. Die letzte Partie gegen den einstigen Spitzenklub gab es vor mehr als zwei Jahren.

Damals hatten die Timmendorfer sich vier Spieltage vor Saisonschluss schon aufgegeben in der Verbandsliga. Die Husumer hatten jedenfalls keine Mühe, an der Ostsee 6:2 zu gewinnen. Zum Einsatz kam damals auch Carsten Groth nach mehr als einjähriger Zwangspause, per Strafstoß gelang ihm sogar ein Tor.

Sechs Treffer haben die Husumer auch im Pokalspiel in Oldenswort erzielt. Groth ist froh, dass sich niemand verletzt hat. „So kann ich am Sonntag auf meinen kompletten Kader zurückgreifen“, sagt der Coach. Die Frage, wer das Feld als Sieger verlassen wird, beantwortet Groth so: „Wer mehr arbeitet und mehr tut.“

Während andernorts gern die Mannschaft als Star gehandelt wird, ist der Star beim NTSV eindeutig der Trainer. Mitten in der Saison wurde Elard Ostermann vom Lüneburger SK verpflichtet, um die Strander auf Kurs Schleswig-Holstein-Liga zu bringen. Und das schaffte der ehemalige Profi (36 Bundesliga-Spiele für HSV und Bochum). In 13 Spielen unter seiner Regie gingen seine Jungs elf Mal als Sieger vom Platz.

Die Husumer SV kennt Ostermann aus seiner Zeit bei Vorwärts/Wacker Hamburg. Mit ihm als Spielertrainer gab es im Jahre 2003 ein 0:3. „Das möchte ich am Sonntag nicht erleben“, sagt der 39-Jährige, den private Gründe an die Ostsee gebracht haben. Ostermann ist zuversichtlich, dass sich Strand 08 in seinem Jubiläumsjahr in der neuen Spielklasse behaupten kann. „Aber unser Können muss bald auch punktemäßig erkennbar sein“, so der Trainer. Am liebsten natürlich schon gegen Husum.

Im Sommer verlor den Ostsee-Klub seinen guten Keeper Sven Schmidtke an den Sereetzer SV. Aber man handelte schnell und holte Thomas Hartz zurück. Der ist zwar schon 39, will es aber noch einmal wissen. Die Husumer SV hat auch er in nicht so guter Erinnerung. Denn beim 2:6 damals stand er im Kasten. Sechs Tore fing sich Hartz auch im ersten Spiel dieser Saison ein. Aber nach dem 0:6 beim SV Henstedt-Rhen erreichte der Aufsteiger gegen den TSV Kropp ein 2:2.

30. August 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 5 06.09.08 Husumer SV VfB Lübeck II 1:4

Individuelle Fehler brachen Husum das Genick!

Der Spiel-Film:
Minute Aktion
10. Nach einem Fehler der Husumer Abwehr verzieht Gerrit Lange aus kurzer Distanz nur knapp
15. Ein herrlicher 35-Meter-Pass und plötzlich steht Jan Vierig frei vor dem Husumer Tor, doch Torhüter Molinas kann retten
 20.  Nach einem herrlichen Doppelpass hat Sebastian Saeltz nur noch Torhüter Kevin Pour vor sich, der sich das Leder im letzten Moment noch schnappen kann
30. Die überraschende Führung in einem bis dahin ausgeglichenen Spiel. Ein krasser Abwehrfehler bringt VfB-Angreifer Beytullah Bilgen in Position, der keine Mühe hat und zum 0:1 einschießt
37. Nach Vorarbeit von Michael Berger setzt sich Michael Petersen auf der linken Seite super durch und läßt sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen
41. Und wieder wird ein Ball unnötig in der eigenen Hälfte vertändelt. Bilgen nutzt das eiskalt zur 1:2 Pausenführung aus
  Halbzeit - Eine halbe Stunde ein ausgeglichenes Spiel, dann nutzten die Gäste die Fehler der Husumer konsequent aus
55. Torhüter Molinas rettet großartig gegen Gerrit Lange, der aus acht Metern abzieht
59. Wieder wirbelt Lange die Abwehr durcheinander, setzt den Ball nur um Zentimeter neben den Pfosten
64. Torjubel der Husumer Fans, doch Marcel Otto setzt das Leder aus der Drehung nur gegen das Außennetz
71. Ingo Cornils verpasst den Ausgleich zwei Meter vor dem Tor stehend
74. Die Vorentscheidung durch Gerrit Lange: die Husumer Abwehr kann den dynamischen Lübecker nicht halten - dann steht es 1:3, Molinas hat keine Chance
84. Wieder setzt sich Lange durch. Sein 16-Meter-Schuss verfehlt nur knapp das lange Eck des Husumer Tores
86. Ein Alleingang von Carlos Gomes über das halbe Spielfeld führt zum 1:4 Endstand
Fazit Ein verdienter Sieg der Gäste, die die vielen Fehler der Nordfriesen ausnutzten, immer einen Tick schneller am Ball waren und mit schnellen Kombinationen immer Gefahr entwickelten
Trainer Carsten Groth  »Wir hatten uns viel vorgenommen und auch 30 Minuten gut gespielt, aber in dieser Phase unsere Chancen nicht genutzt. Lübeck hat unsere Fehler ausgenutzt, war im Spielaufbau einfach schneller und konsequent vor dem Tor.«

0:1 Bilgen (30.), 1:1 Petersen (37.), 1:2 Bilgen (41.), 1:3 Lange (74.), 1:4 Gomes (86.)

Ecken: Husum:3   - VfB: 3
Chancen: Husum: 5   - VfB: 9
Zuschauer: 241
Schiedsrichter: Sönke Glindemann (Hemmingstedt)
gelbe Karten: Husum: Saeltz (25.), Steglich (39.)

HSV: Molinas - Herpel, Andresen, Rettkowski, Berger - Saeltz, Cornils (79. Rizos), Steglich, Otto, Petersen (71. Kiesbye) - Müllle

7. September 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Husum unterlag dem Favoriten - 1:4

Heimniederlage gegen die »Zweite« des VfB Lübeck

Im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison in der Schleswig-Holstein-Liga unterlag die Husumer SV mit 1:4 (1:2) gegen den VfB Lübeck II. Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste: Nach einem Fehler der Husumer Abwehr verzog Gerrit Lange (10.) aus kurzer Distanz jedoch knapp. Fünf Minuten später tauchte plötzlich Jan Vierig frei vor dem Husumer Tor auf, doch HSV-Torhüter Melf Molinas konnte retten. Weitere fünf Spielminuten später die erste nennenswerte Torchance der Hausherren. Sebastian Saeltz scheiterte jedoch an Gäste-Keeper Kevin Pour. Nach einer halben Stunde fiel die etwas überraschende Führung, denn bis hierhin war es ein ausgeglichenes Spiel. VfB-Angreifer Beytullah Bilgen war der Torschütze. Kurze Zeit später setzte sich Michael Petersen (37.) auf der linken Seite durch und erzielte den Ausgleich. Ballverlust - In der 41. Spielminute ein unnötiger Ballverlust in der eigenen Hälfte und die erneute Gäste-Führung. Im zweiten Spielabschnitt stand zunächst erneut Molinas im Mittelpunkt. Gegen Gerrit Lange verhinderte der HSV-Torwart den 1:3 Rückstand. Kurz darauf scheiterte der beste Lübecker, Lange, am Pfosten. Die nächsten Chancen gehörten den Nordfriesen, doch weder Marcel Otto (64.), noch Ingo Cornils (71.) konnten das Leder im Gehäuse unterbringen. Auf der anderen Seite sorgte Lange (74.) mit VfB-Tor Nummer drei für die Vorentscheidung. Carlos Gomes (86.) traf kurz vor Schluss zum 4:1. Trainer-Fazit: »Wir hatten uns viel vorgenommen und auch 30 Minuten gut gespielt, aber in dieser Phase unsere Chancen nicht genutzt. Lübeck hat unsere Fehler ausgenutzt, war im Spielaufbau einfach schneller und konsequent vor dem Tor«, sagte Husums Trainer Carsten Groth nach dem Spiel.

8. September 2008 · Flensborg Avis

Lübecks Youngster zu schnell

Husumer SV unterliegt der Regionalliga-Reserve 1:4 / Drei individuelle Fehler
Sebastian Saeltz (Mitte) wird vom Lübecker Patrick Zienkiewicz (li.) bedrängt. Rechts der zweifache Torschütze Beytullah Bilgen. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Platz sechs, zehn, elf und zwölf: Mit der Spitzengruppe der SH-Liga haben die Teams aus dem Norden derzeit nichts zu tun. Der TSV Kropp (0:0 im Derby gegen Flensburg 08) hat aber nur einen Punkt weniger als der Tabellenzweite VfB Lübeck II, der in Husum 4:1 gewann. Immer besser in Schwung kommt Aufsteiger Schleswig 06, der mit dem 1:1 beim Itzehoer SV eine erfolgreiche Woche krönte: fünf Punkte aus drei Spielen, davon zwei auswärts. Maß aller Dinge ist Holstein Kiel II (3:0 bei Schlusslicht Strand 08). Am Tabellenende sorgte der bislang sieglose Neuling VfR Horst mit dem 5:2 bei Kilia Kiel für eine Überraschung.

Husum (ree) – 0:3 vor fünf Wochen gegen die Liga, 1:4 (1:2) jetzt gegen die zweite Garnitur – vom VfB Lübeck bekommt die Husumer SV in diesem Jahr ihre Grenzen aufgezeigt. In der Höhe war die Niederlage jedoch nicht nötig. In drei Fällen war sie das Produkt individueller Fehler. Beim 0:1 (30.) war es Birger Andresen, der unverzüglich die Hand zum Eingeständnis seiner Schuld gen Himmel streckte. Da hatte er sich von Beytullah Bilgen allzu bereitwillig den Ball wegschnappen lassen. Gut zehn Minuten später durfte sich der Lübecker gleich bei mehreren Husumern für die Handlungsfreiheit bedanken, die sie ihm beim 1:2 gewährten. Da war niemand, der ihn bedrängte, als er knapp jenseits der Strafraumlinie zum Torschuss ansetzte (41.). Leichte Tore also für die Lübecker.

Besser ausgesehen über weite Strecken der ersten Halbzeit hatten die Husumer. Mit ihrem „Tannenbaum-System“ – eine Spitze, üppiges Mittelfeld – hielten sie die jungen Geschwindigkeitsfußballer des VfB gut in Schach. Die Taktik hatte nur einen Nachteil: Gerrit Müller allein im Sturm war zu wenig. So kamen die Nordfriesen auf gerade mal zwei Torchancen. Die zweite führte in der 37. Minute zum 1:1 durch Michael Petersen. Ein schönes Tor, das Cornils mit einem Freistoß einleitete und Michael Berger sowie Gerrit Müller vorbereitet hatten.

Die Gäste waren immer dann gefährlich, wenn die Husumer ihnen Platz gaben. Daraus hätten sie noch zwei Mal mehr Kapital schlagen können. Nach der Pause machte zunächst der eingewechselte Liridon Imeri den Gastgebern zu schaffen. Offensiver ausgerichtet, hatten jetzt aber auch die Platzbesitzer deutlichere Möglichkeiten. Die beste von Marcel Otto (63.), dessen Schuss nicht nur seine Mutter in Torjubel ausbrechen ließ. Vergebens – das Leder hatte das Netz nur von außen getroffen.

Mit ihrer nicht zu bändigenden Schnelligkeit entschied das Lübecker Fohlen-Ensemble (Durchschnittsalter: 19 Jahre) die Partie für sich. Beim 1:3 (74.) setzte Liridon Imeri sich im Sprint locker gegen Sascha Rettkowski und Birger Andresen durch, beim 1:4 (86.) war es Carlos Gomes, der das halbe Feld überqueren konnte, ehe er die Aktion erfolgreich abschloss. Bei so viel Bein- und Handlungsgeschwindigkeit kamen die Stormstädter irgendwie nicht mehr hinterher.

„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht genügend Chancen herausgearbeitet“, sagte Husums Coach Carsten Groth und beklagte die Nachlässigkeiten in seiner Defensivabteilung.

Husumer SV: Molinas – Herpel, Rettkowski, Andresen, Berger – Saeltz, Cornils (78. Rizos), Steglich – Otto, Petersen (66. Kiesbye) – Müller.
VfB Lübeck II: Pour – Becker, Hinckelmann, Zienkiewicz, Gomes – Testa (66. Osmani), Lange, Senger (33. Imeri), Seemann (51. Nodop) – Vierig, Bilgen.
Schiedsrichter: Sönke Glindemann (Hemmingstedt).
Zuschauer: 240.

8. September 2008 · Flensburger Tageblatt

Carsten Groths Suche nach einem zweiten Stürmer

Husumer SV erwartet morgen VfB Lübeck II / HSV-Coach fordert von Beginn an volle Konzentration
Marcel Otto: Spielt er neben Gerrit Müller im Angriff? Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – 0:3 hat die Husumer SV kürzlich gegen die Ligamannschaft des VfB Lübeck verloren. Gegen die Zweitvertretung der Hanseaten dürfte mehr drin sein. Am Sonnabend (15 Uhr) ist das U-21-Team von Trainer Torsten Flocken zu Gast in der Stormstadt.

Einer wird nicht mehr dabei sein, der gerade begann, sein Renommee bei der Husumer SV zu stärken: Lukas Hertting. Der 20-jährige Stürmer kickt bekanntlich ab sofort für die SG Sylt-Haddeby. „Das ist schade“, sagt auch Carsten Groth, der Husumer Trainer. „Er hat in letzter Zeit einen Sprung nach vorn gemacht.“ Groth sinnt jetzt darüber nach, wer aus seinem Kader in die vakante Position schlüpfen könnte. Ob er da schon konkrete Pläne hat, verrät er nicht. Aber vielleicht ist das auch eine Sache des Probierens. Groth: „Es besteht für jeden die Chance, sich in diese Rolle zu begeben.“ Der Trainer will auf jeden Fall an seiner Offensiv-Ausrichtung festhalten.

Groth erwartet morgen ein ganz anderes Spiel als in Timmendorf. „Die Lübecker Mannschaft wird spielerisch stark sein“, vermutet der Trainer. „Und die jungen Spieler werden beweisen wollen, dass sie in die Liga gehören.“ Davon kann man ausgehen. Nicht einmal 20 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der VfB-Zweitgarnitur, die durch eine ganze Reihe A-Jugendlicher gegenüber dem Vorjahr ein völlig anderes Gesicht bekommen hat. Das vom Verein ausgegebene Saisonziel, der „obere Bereich“, scheint sie nicht zu überfordern. Nach zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage rangiert der ehemalige Oberligist auf Platz fünf.

Bei aller Wertschätzung für das 5:1 in Timmendorf, Carsten Groth war nicht in jedem Punkt mit seiner Elf einverstanden. So möchte er, dass sie sich am Sonnabend von der ersten Minute an konzentriert. „Gegen Lübeck können wir uns eine solche Anfangsphase nicht leisten, dann liegen wir schnell mit ein oder zwei Toren hinten.“ Das war zwar auch beim NTSV Strand 08 der Fall, aber nicht immer trifft man auf eine Abwehr, die sich am Ende so einladend verhält. Gemessen an dem Ergebnis, das die VfB-Liga vor fünf Wochen in Husum erzielte, rechnet Torsten Flocken mit einem knappen Spielausgang. „Wir wollen gewinnen oder wenigstens einen Punkt mitnehmen“, sagt der Lübecker Trainer. Eine halbe Stunde des Spiels der Husumer hat er sich am vergangenen Sonntag noch angesehen. Und da es die torreichste war, wird er seine Abwehr-Akteure entsprechend einstellen. Erzählen wird Flocken seinen Schützlingen aber sicherlich auch von jener Partie vor zwei Jahren, als seine Mannschaft zu Saisonbeginn in Husum souverän mit 5:1 siegte.

Verzichten muss der VfB Lübeck II in Nordfriesland auf seinen linken Abwehrspieler Jan Prüßmann, der sich beim 4:1 in Horst einen Pferdekuss einhandelte. Aus privaten Gründen wird Kapitän Christoph Bergmann fehlen.

Die Husumer SV hat ihren kompletten Kader zur Verfügung – in dem jetzt fieberhaft nach einem zweiten Stürmer gefahndet wird.

5. September 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 6 14.09.08 Holstein Kiel II Husumer SV 5:0

Holsten-Transrapid überrollt »NOB«!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
6.
Gerrit Müller taucht vor dem gegnerischen Tor auf, doch Torhüter Belyaer kommt noch rechtzeitig an den Ball
26.
Der überragende Hendrik Großöhmichen kommt nach einer Unachtsamkeit der Husumer an den Ball. Trotz freier Schussbahn geht das Leder einen Meter neben das Tor
38.
Wieder bringt Gerrit Müller Gefahr vor das Kieler Tor, kann sich gegen drei Kieler durchsetzen. Torhüter Belyaer geht im letzten Moment dazwischen
  Halbzeit - Holstein ist die überlegene Mannschaft, doch ein Rezept gegen die vielbeinige Husumer Abwehr findet die Elf nicht. Die Husumer Abwehr steht gut gestaffelt und gewinnt die entscheidenden Zweikämpfe
 
Holstein erhöht den Druck nach dem Wechsel. Mit hohem Tempo und schnellen Kombinationen wird Husum in die eigene Hälfte gedrückt
59.
Durch einen umstrittenen Freistoß aus 20 Metern gehen die Störche in Führung. Hendrik Großöhmichen zirkelt das Leder von der linken Seite direkt in den Winkel
62.
Holstein lässt nicht locker – nach einem schönen Pass aus dem Mittelfeld lässt Björn Kastner Torhüter Teubler keine Chance und erzielt das 2:0
67.
Holsteins Florian Meyer hämmert das Leder nach einem Eckball knapp neben das Eck
67.
Auch Björn Kastner zielt nach einem schnellen Angriff aus 16 Metern nur knapp daneben
73.
Ein Kopfballtorpedo von Meshekrani aus kurzer Distanz überwindet Torhüter Teubler zum 3:0
78.
Eine Geschoss vom ehemaligen Heider Andy Rinaldi findet in Teubler seinen Meister
80.
Mit einem klugen Heber aus 14 Metern ins lange Eck überwindet Florian Meyer den Husumer Torhüter zum 4:0
82.
Andy Rinaldi kann seine Chance nicht nutzen und zielt um Zentimeter über den Husumer Kasten
87.
Das 5:0 nach einer tollem Kombination wieder durch Großöhmichen. Eine tolle Kombination schließt er mit einem tollen Schuss ab
 
90.
Glück für die Nordfriesen: Mit der Pike schießt Heiko Petersen das Leder an den Pfosten des Husumer Tores
Fazit:
Der »Holstein Transrapid« nahm im zweiten Durchgang ordentlich Fahrt auf und ließ der »NOB« nicht den Hauch einer Chance. Auch in dieser Höhe ein verdientes Endergebnis.
Trainer Carsten Groth  »Bis zum 1:0 haben wir gut mitgehalten. Den Kielern fiel nicht viel ein, dieser Treffer hat und das Genick gebrochen. 60 Minuten haben wir nicht viel zugelassen, dann setzte sich die sehr gut besetzte Elf doch noch klar durch.«
1:0 Großöhmichen (59.), 2:0 Kastner (62.), 3:0 Meshekrani (73.), 4:0 Meyer (80.), 5:0 Großöhmichen (87.)

Ecken: Husum: 0 -  HK: 8
Chancen: Husum: 1  - HK: 11
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Mirko Sobeck (TS Schenefeld)
gelbe Karten: Husum: Otto (14.)

HSV:Teubler – Schröder (73. Kiesbye), Andresen, Rettkowski, Herpel – Otto, Saeltz, Cornils, Steglich, Petersen - Müller.

14. September 2008 · HI

0:5 - nach einer Stunde erlahmt Husums Widerstand

SH-Liga: Die Übersicht
Die "Zweiten" geben den Ton an: Holstein Kiel II (5:0 gegen Husum) und der VfB Lübeck II (5:0 gegen Kilia Kiel) liegen vorn, mit dem VfR Neumünster (3:0 gegen Kropp), Henstedt-Rhen (2:0 in Büdelsdorf) und Heikendorf (2:1 gegen Itzehoe) folgt ein punktgleiches Trio. Schleswig 06 hat mit dem 2:0 gegen Strand 08 den TSV Kropp überholt und ist als Achter zweitbestes Nord-Team hinter Flensburg 08 (6./3:0 gegen Altenholz).

Kiel (ree) – „Was zäh begann, hat sich nett entwickelt“, befand der Stadionsprecher und hatte damit das 5:0 (0:0) zwischen Holstein Kiel II und der Husumer SV aus einheimischer Sicht treffend beschrieben. Die Husumer wurden für eine engagierte Leistung allzu hart bestraft. Fast eine Stunde lang hatten sie dem Tabellenführer der SH-Liga ein Remis abgetrotzt. Erst dann kapitulierten sie vor der unbändigen Angriffslust des jungen „Storchen“-Geschwaders, das personell aus der ersten Mannschaft ergänzt worden war.

Zunächst fuhren Rettkowski, Andresen & Co. den Kielern immer wieder in die Parade. Und auch die Husumer Abseitsfalle ließ die Kieler Angriffslust immer wieder platzen. Bis weit nach der Halbzeitpause bekamen die Landeshauptstädter nichts Zählbares „auf den Zettel“. Was freilich auch für die Nordfriesen galt, die ihre einzige Chance durch Sebastian Steglich hatten, dessen Freistoß Belyaev hielt (19.).

Das 1:0 (58.) brach dann den Widerstand. Erzielt wurde es von Hendrik Großöhmichen, der einen zweiFreistoß aus 22 Metern in den Husumer Torwinkel dirigierte. Auch am 2:0 (62.) war der lange Kieler beteiligt, Björn Kastner schoss ein. Das schönste Tor gelang Shpend Meshekrani. Nach Zusammenspiel von Kastner und Rinaldi köpfte er zum 3:0 (73.) ein. Da blieb den zunehmend um Atem ringenden Stormstädtern nicht mehr als die Zuschauerrolle. Das 4:0 (79.) – ein Heber von Florian Meyer – wäre vielleicht vermeidbar gewesen, das 5:0 (85.) wiederum nicht. Knallhart zog Großöhmichen ab, nachdem sein Doppelpass mit Nico Schrum geklappt hatte. Keeper André Teubler entschärfte Schüsse von Rinaldi (76.), Zmijak (81.) und Meshekrani (84.), bei Heiko Petersens Schuss (90.). hatte er Glück – der Ball prallte an den Pfosten. „Das war Fußball aus einer anderen Liga“, so Husums Trainer Carsten Groth. „Die Mannschaften, gegen die wir Punkte holen müssen, kommen jetzt.“

Holstein Kiel II: Belyaev – Rinaldi (83. Rook), Petersen, Schulz, Meyer – Ziehmer (85. Camps), Großöhmichen, Meshekrani, Zmijak – Schrum, Kastner (79. Balcer).
Husumer SV: Teubler – Schröder (73. Kiesbye), Rettkowski, Andresen, Herpel – Saeltz, Cornils, Steglich, Petersen – Otto, Müller.
Schiedsrichter
: Sobek (TS Schenefeld).
Zuschauer: 150.

15. September 2008 · Flensburger Tageblatt

Teubler gegen den Tabellenführer wieder im Tor

SH-Liga: Husumer SV spielt am Sonntag bei Holstein II / Trainer Groth: "Bei vielen steckt mehr drin"

Husum (ree) –– Zwölf Tore geschossen, zwölf Tore kassiert – wenn die Husumer SV spielt, wird beiderseits reichlich gejubelt. Nur bei den Partien des VfR Horst geht es in der Schleswig-Holstein-Liga genauso torreich zu. Am Sonntag (14 Uhr) dürfte die ausgeglichene Bilanz für die SV nur schwer zu halten sein. Zu Gast sind die Nordfriesen bei der zweiten Mannschaft von Holstein Kiel, und die kassierte in fünf Partien erst einen Gegentreffer.

Klar, dass der Verbandsliga-Meister damit wieder auf Rang eins der Tabelle steht. Schon in der vergangenen Saison hatten die Husumer wenig Torglück gegen die „Jungstörche“. Die Partie in Kiel ging mit 0:3, die in Husum mit 0:2 verloren. Das konnte auch André Teubler nicht verhindern, der damals im Husumer Tor stand. Das wird er auch morgen, denn Melf Molinas, der etatmäßige Keeper, ist in Amerika. Und da ist es für Teubler, der eigentlich „langsam runter kommen will vom aktiven Sport“, keine Frage gewesen, sich noch einmal fit zu machen für die Liga.

Carsten Groth, mit dem er viele Jahre zusammen gespielt hat, vertraut ihm. „André hat sich im Training reingehängt und gezeigt, dass es ihm Spaß macht“, sagt der Trainer. Neben Molinas muss Groth beim Tabellenführer auch auf Michael Berger verzichten, der beruflich verhindert ist.

Von seiner Mannschaft erwartet der Coach noch mehr Konzentration, als das zuletzt gegen die junge Lübecker Mannschaft der Fall war. „Ich erwarte, dass die Spieler an ihre Leistungsgrenze gehen. Bei vielen steckt mehr drin“, so Groth.

Martin Balsam ist mit dem bisherigen Abschneiden seines Teams zufrieden. „Zumindest von den Ergebnissen“, sagt der Teammanager von Holstein Kiel II und verweist darauf, dass die bisherigen Gegner am Saisonende nicht unbedingt oben zu finden sein werden. Paradestück des Spitzenreiters ist augenblicklich Nico Schrum. Wegen seiner Ausbildung kommt der 21-Jährige in der Regionalliga- Elf nicht zum Zuge und steht daher dem Verbandsliga-Team zur Verfügung. Und hier sorgt er für die Tore. Vier sind es insgesamt, drei waren es am vergangenen Wochenende beim 3:0 über Strand 08. Einer der Erfahrensten bei Holstein ist der gebürtige Flensburger Heiko Petersen, der vor drei Jahren von der TSG Hoffenheim an die Kieler Förde wechselte.

13. September 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 7 20.09.08 Husumer SV FC Kilia Kiel 3:0

Klare Sache!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
8.
Nach einem Abwehrfehler prüft Dannie Schindler Husums Torhüter Teubler, der aber sicher abwehrt
12.
Auch die zweite Situation gehört Kilia: Mit einem Flachschuss scheitert Marc Zeller am guten Husumer Torhüter, der sich aber ordentlich strecken muss
 
Das war´s mir der Kieler Herrlichkeit, Husum übernahm jetzt das Kommando, immer einen Tick schneller am Ball und frecher in den Zweikämpfen
19.
Husums Kapitän Sascha Rettkowski köpft zur 1:0 Führung ein. Nach einem Freistoß durch Ingo Cornils springt der Husumer Abwehrspieler höher als der Torhüter
20.
Martin Herpel stürmt nach vorne, scheitert aber am Kieler Torhüter Sven Scharnitzki
23.
Plötzlich steht Michael Petersen frei vor dem Tor. Sein Schuss trifft jedoch den Kieler Keeper
32.
Eine scharfe Flanke von Ingo Cornils findet seinen Abnehmer in Gestalt von Gerrit Müller. Aus fünf Metern zielt Husums Goalgetter Zentimeter über das Tor
37.
Nach einer herrlichen Flanke von Martin Herpel von der rechten Seite spielt Ingo Cornils mit einem Hackentrick Gerrit Müller frei, der keine Mühe hat und aus kurzer Distanz zur 2:0 Pausenführung einschießen kann
 
Halbzeit - Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben die Hausherren die Gäste eindeutig im Griff, die Führung ist absolut verdient
49.
Nach den Seitenwechsel versucht Kilia noch einmal Druck zu machen. Dannie Schindler prüft die Reaktionsschnelligkeit von Torhüter Teubler, der sich jedoch keine Blöße gibt
56.
Der agile Michael Petersen startet durch und steht vor Torhüter Scharnitzki, der aber Sieger bleibt
62.
Ein abgefälschter Schuss von Timm Asphal ist die letzte Gefahr bringende Aktion der Gäste nach der Pause. Die Husumer haben nach einer Viertelstunde wieder alles im Griff und drängen auf die endgültige Entscheidung
67.
Marcel Otto kann seine Chance nach einer guten Kombination nicht nutzen und verzieht aus 14 Metern
68.
Eine Minute später macht der junge Husumer den Sieg perfekt. Eine Kopfballverlängerung von Gerrit Müller schließt Marcel Otto sicher zum 3:0 ab
71.
Nach einem klasse Zuspiel von Martin Herpel schießt erneut Marcel Otto Zentimeter neben den Pfosten
72.
Gerrit Müller setzt sich vehement über die rechte Seite durch. Sein Geschoss trifft aber nur das Außennetz
73.
Aus 14 Metern scheitert Michael Berger am gut reagierenden Kieler Torhüter
Fazit
Ein völlig verdienter Husumer Sieg, der bei Ausnutzung der vielen Tormöglichkeiten noch höher hätte ausfallen können. Bis auf wenige Szenen beherrschten die Gastgeber Spiel und Gegner eindeutig
Trainer Carsten Groth  »Wir haben heute keinen Ball verloren gegeben und sind dafür belohnt worden. Auch spielerisch hat meine Mannschaft einiges gezeigt, ist sehr geschlossen aufgetreten. Wir wollten ja eine kleine Serie starten, der Anfang ist jetzt gemacht!«
1:0 Rettkowski (19.), 2:0 Müller (37.), 3:0 Otto (68.)

Ecken: Husum: 3   - Kilia: 2
Chancen: Husum: 11   -   Kilia: 4
Zuschauer: 196
Schiedsrichter: Marco Hogrefe (Horst)
gelbe Karten: Husum: Strüning (69.), Saeltz (90.)

HSV: Teubler - Strüning ( 73. Kiesbye), Rettkowski (45. Schröder), Andresen, Berger - Herpel, Cornils, Saeltz, Petersen - Otto, Müller.

21. September 2008 · HI

Husumer SV meldet sich zurück

Die Husumer SV besiegt FC Kilia Kiel glatt mit 3:0 und meldet sich in der SH-Liga zurück.
Husums Stürmer Gerrit Müller (li.) wird vom Kieler Sven Dollnick verfolgt. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Überraschende Ergebnisse in der SH-Liga: Aufsteiger Schleswig 06 musste beim 0:8 gegen Spitzenreiter Holstein Kiel II ordentlich Lehrgeld zahlen. Auch der TSV Kropp ist aus dem Tritt gekommen. Nach dem 0:3 im Heimspiel gegen den Heider SV rutschte das Team in die untere Tabellenhälfte ab. Besser machte es die Husumer SV, die Kilia Kiel mit 3:0 bezwang und sich an Kropp und 06 vorbei auf Rang neun schob. Flensburg 08 (8.) blieb zum vierten Mal in Folge ungeschlagen. Diesmal gab es ein 1:1 beim Dritten SV Henstedt-Rhen.

Husum (ree) – Mit einem glatten 3:0 (2:0)-Sieg über Kilia Kiel hat die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga wieder Fuß gefasst. Überaus uneins waren die Trainer der beiden Kontrahenten am Ende allerdings darüber, ob die Partie den richtigen Gewinner gefunden hatte. „Wir hätten auch vier, fünf oder sechs Tore machen können“, bilanzierte SV-Coach Carsten Groth. Stefan Mackeprang stellte dagegen: „Wenn wir die ersten Chancen nutzen, läuft die Partie anders.“

Besser lag der Husumer, denn der hielt sich an das, was wirklich passiert war. Die Überlegenheit seiner Mannschaft war ebenso offensichtlich wie ein solides Plus an Torchancen. Dazu hatte sie in André Teubler den klar besseren Torsteher. Die Hypothese des Kieler Trainers machte sich an jenen beiden Chancen fest, die seine Elf zu Spielbeginn besaß. Da nämlich brachten Dannie Schindler (8.) und Marc Zeller (13.) das Leder nicht im Husumer Tor unter. Teubler wusste es bravourös zu verhindern. Ihm wie all seinen Vorderleuten war anzumerken, dass sie an diesem Tag endlich ihren Septembersieg wollten. Und gleich beim ersten Anlauf stellten sie dafür die Weichen. Nach einem Freistoß von Ingo Cornils war Sascha Rettkowski mit dem Kopf eher am Ball als Sven Scharnitzki mit der Faust und es hieß 1:0 (18.). „Ein Torwartfehler“, klagte Mackeprang später. Wohl wahr.

So richtig „rund“ lief es bei den Gastgebern ab der 20.Minute, als sie die Kieler regelmäßig schon an der Mittellinie abfingen. Großartig dabei das Flügelspiel der Stormstädter, bei denen Martin Herpel und Michael Berger hochtourig agierten. Berger drang mit seiner enormen Schnelligkeit immer wieder direkt ins Herz der gegnerischen Abwehr.

Anhaltenden Beifall erhielten die Einheimischen für ihr Tor zum 2:0. Herpel leitete es mit einem feinen Solo ein, Cornils baute mit kunstvoller Hackeneinlage die Brücke und Gerrit Müller schloss mit dem Kopf ab (37.). Die Abseitsproteste der Kieler waren in diesem Fall nicht gerechtfertigt.

Ohne Rettkowski (Hüftverletzung) bestritten die Nordfriesen die 2.Halbzeit. Die erste Gelegenheit hatten auch in diesem Abschnitt die Gäste. Und wieder scheiterten sie an Teubler, der das Leder perfekt zur Ecke hechtete. Dann war „Otto-Time“: Nachdem er gerade noch zwei gute Chancen „vergeigt“ hatte, war er in der 67.Minute endlich gewillt, es seinen Kritikern zu zeigen. Mit ganzer Willenskraft tankte er sich durch die Kieler Abwehr und schloss zielsicher ab. Drei Minuten später hätte er nach Herpel-Pass sogar nachlegen können. Wie auch Müller, der in der 73.Minute das Außennetz traf. Dazwischen (69.) musste David Strüning am eigenen Strafraum noch einmal Risiko gehen gegen Schindler – eine Aktion, die Schiri Hogrefe auch als Notbremse hätte deuten können. Am Rande von „Rot“ war zuvor aber auch Frank Kerling gewesen, als er Müller einen deftigen Schubser verpasste (52.).

Husumer SV: Teubler – Strüning (74.Kiesbye), Rettkowski (45.Schröder), Andresen, Berger – Saeltz, Herpel, Petersen, Cornils – Otto, Müller.
FC Kilia Kiel: Scharnitzki – Kerlin – Dollnick, Gau (58.Witt), Dehner (12.Dosen/58.Ahmed) – Zeller, Asphal, Szodruch, Dreier – Nehren, Schindler.
Schiedsrichter: Marco Hogrefe ( VfR Horst).
Zuschauer: 200.

22. September 2008 · Flensburger Tageblatt

Husum wieder im Spiel

3:0 Heimsieg gegen Kilia Kiel - Groth zufrieden mit seinem Team.

HUSUM. Die Husumer SV konnte mit dem 3:0 (2:0)-Erfolg über den FC Kilia Kiel drei ganz wichtige Punkte verbuchen, um sich von den Abstiegsrängen der Schleswig-Holstein-Liga zu entfernen. Nach zwei deutlichen Niederlagen (0:5 gegen Holstein und 1:4 gegen Lübeck) ist die HSV jetzt wieder auf dem besten Weg, sich im gesicherten Mittelfeld der Liga zu etablieren. Dabei stotterte der HSV-Motor zu Beginn der Partie gegen Kilia gewaltig. Gleich zweimal rettete der gut aufgelegte Husum-Keeper Andre Teubler gegen Dannie Schindler (8.) und Marc Zeller (12.), die beide nach Husumer Nachlässigkeiten in der Defensive frei zum Schuss kamen. Aber das war es auch schon mit der Kieler Herrlichkeit. Husum übernahm das Kommando und erspielte sich zahlreiche Tormöglichkeiten. Zunächst traf der Husumer Kapitän, Sascha Rettkowski, der eine Freistoß-Hereingabe von Ingo Cornils zur 1:0-Führung für Husum verwertete, bevor Martin Herpel (20.) und Michael Petersen (23,) weitere gute Möglichkeiten ausließen. Noch vor der Halbzeit wurde Goalgetter Gerrit Müller von Ingo Cornils per Hackentrick freigespielt und erhöhte auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel versuchte Kilia wieder Druck zu machen, doch erneut konnte sich HSV-Keeper Teubler auszeichnen und trieb die Gäste schier zur Verzweiflung. In der 68. Spielminute dann die Entscheidung. Marcel Otto erzielte die erlösende 3:0-Führung, die die Husumer SV bis zum Schlusspfiff sogar noch hätten ausbauen können. Doch Gerrit Müller (72.) scheiterte am Außennetz und Michael Berger (73.) am gut reagierenden Kieler Torhüter. Husums Trainer Carsten Groth, stellte fest: »Wir haben heute keinen Ball verloren gegeben und sind dafür belohnt worden. Auch spielerisch hat meine Mannschaft einiges gezeigt, ist sehr geschlossen aufgetreten. Wir wollten ja eine kleine Serie starten, der Anfang ist jetzt gemacht.«

22. September 2008 · Flensborg Avis

Nachwuchs an die Hand genommen

Auflaufen mit den Vorbildern: Der Nachwuchs aus Husum und St. Peter-Ording marschiert mit auf das Spielfeld. Foto: Voss

Husum (ree) - Nette Geste zu Beginn der Begegnung Husumer SV gegen Kilia Kiel (3:0): Die beiden Fußball-Teams der Schleswig-Holstein-Liga wurden von den E-Jugendlichen der Husumer SV und der Utholm-Schule St. Peter-Ording aufs Feld geführt. In einem Freundschaftsspiel hatte der Nachwuchs zuvor Werbung für die DFB-Aktion "Fair geht vor" betrieben. Hier gab es keine Diskussion um den Spielausgang – die Partie endete 2:2.

25. September 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Husumer SV bläst gegen Kilia zur Punktejagd

Die schweren Gegner hat die Husumer SV vorerst hinter sich. Jetzt wollen die Nordfriesen in der Schleswig-Holstein-Liga auf Punktejagd gehen. Morgen (15 Uhr) soll Kilia Kiel in der Stormstadt drei Punkte lassen.
Martin Herpel (re.) spielt nach einem kurzen Abstecher nach Rödemis wieder in Husum. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) –„Jetzt kommen die Mannschaften, gegen die wir punkten müssen“, sagte Carsten Groth nach der 0:5-Niederlage seiner Mannschaft bei Holstein Kiel II. Und damit meinte der Trainer der Husumer SV Vereine wie Kilia Kiel, Schleswig 06, den Eckernförder SV, den VfR Horst und den Itzehoer SV – allesamt nicht so hoch eingeschätzte Mannschaften in der Schleswig-Holstein-Liga. Losgehen mit dem Punktesammeln soll es morgen heute gegen Kilia Kiel, ein Verein, der seine Form noch nicht gefunden hat.

Kilia Kiel – dieser Name war über viele Jahre mit Frank Drews verbunden. Aber der ist inzwischen nicht mehr Trainer bei den Fördestädtern. Das Ruder hat mit Beginn dieser Saison Stefan Mackeprang übernommen. Und der hat noch nicht die gewünschten Erfolge. Carsten Groth hat den Gegner vor drei Wochen beim 1:1 in Heide beobachtet. „Eine körperlich starke Mannschaft“, sagt der Coach. Vermutlich wird sein Team in puncto Tempo da nicht ganz so heftig gefordert, wie das zuletzt gegen den VfB Lübeck II und Holstein Kiel II der Fall war.

Auch Martin Herpel ist froh darüber, dass aktuell Gegner im Programm sind, die nicht so viel „Power“ entwickeln können. „Wir müssen unserem Publikum jetzt was bieten“, sagt der Mann, der zu Beginn der Saison vom Rödemisser SV zur Husumer SV zurückkehrte. Herpel, zuletzt in der Viererkette etabliert, entfaltet seine Stärken erst richtig, wenn er zum Marsch nach vorn bläst. Dann heizt er dem Gegner gern mit seiner Schnelligkeit, seinem Durchsetzungswillen und seiner fulminanten Schusskraft ein. Es sind Aktionen, die oft zu Toren führen. Markenzeichen des 25-Jährigen sind Distanzschüsse. Verfehlen die Bälle das Tor, muss man sie meistens lange suchen.

Den erneuten Vereinswechsel hat Herpel, der in einem Husumer Modehaus Sportartikel verkauft, nicht. „Absolut super“ findet er die Atmosphäre in der Mannschaft, und auch mit seinem Trainer liegt er ganz auf einer Linie. „Der gibt sich echt Mühe“, sagt er in Richtung Carsten Groth, mit dem er schon manches Oberligaduell zusammen bestritten hat. Ob Groth ihn auf der linken oder auf der rechten Seite einsetzt, das ist dem beidfüßigen Herpel ziemlich egal. „Ich spiele da, wo der Trainer mich hinstellt“, sagt er.

Der Husumer Coach will sein Team gegen die vermeintlich schwächeren Gegner nicht unter Druck setzen, erwartet aber, „dass jetzt ein Ruck durch die Mannschaft geht und wir eine Serie in Angriff nehmen“. Dafür will Groth in den anstehenden Spielen auf jeden Fall auch wieder zwei Angreifer nominieren. Vertreter für Melf Molinas im Husumer Tor wird auch an diesem Wochenende André Teubler sein, der seine Sache in Kiel gut gemacht hat. Nicht zur Verfügung stehen wird Nico Stoll, der am Sonnabend einen privaten Termin hat. Dafür hofft die Husumer SV aber, dass David Strüning nach seiner Knieverletzung im Spiel gegen den VfB Lübeck II wieder einsatzfähig ist.

„Nicht so wirklich rosig“ sieht der Kilia-Trainer die Situation bei seinem neuen Verein. Mackeprang: „Die beiden letzten Niederlagen mit fünf Gegentoren haben bei uns erheblich für Verunsicherung gesorgt.“ Er erwartet eine Partie, die taktisch geprägt und in der die bessere Tagesform entscheidend sein wird. Er muss auf die Gebrüder Sümnik verzichten, die beide verletzt sind.

19. September 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 8 28.09.08 Schleswig 06 Husumer SV 4:1

40-jähriger Schmitz schießt Husum ab!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
1.
Maik Gabriel prüft mit einem Kopfball Husums reaktionsschnellen Torhüter Teubler
5.
Husum übernimmt das Kommando, ist spielerisch reifer. Gute Torchancen werden herausgespielt. Gerrit Müller scheitert nach einer Flanke von Saeltz knapp an Torhüter Schurbohm
11. 
Wieder köpft Gerrit Müller nach einer Ecke auf  das Tor und wieder rettet der Keeper
29.
Die überraschende und unverdiente Führung der Hausherren. Ein Abpraller findet den Weg zu Maik Gabriel, der zum 1:0 ins leere Tor trifft.
29.
Die prompte Antwort der Nordfriesen schon im Gegenzug: Mit einem Tor des Monats bringt Marcel Otto nach Vorarbeit von Michael Berger das Leder volley aus 16 Metern zum 1:1 unter
31.
Die unsichere Husumer Abwehr träumt noch, als Julian Thomsen den Ball nach einem Freistoß zum 2:1 im langen Eck einschießt
35.
Martin Herpel hat den Ausgleich auf dem Schlappen, doch Torhüter Schurbohm ist im letzten Augenblick mit dem Fuß dazwischen
40.
Maik Gabriel köpft nach einer Ecke nur Zentimeter über den Balken - und wieder schläft die Husumer Abwehr nach einer Standartsituation!
 
Halbzeit - eine glückliche Führung der Gastgeber, denn Husum ist zumindest ebenbürtig, hat spielerische Vorteile
 
Mit Beginn der zweiten Halbzeit rechtfertigen die Schleswiger aber die Führung, sind zielstrebiger und wollen den Sieg erzwingen. Husum ist einfach zu pomadig, die Abwehr völlig ungeordnet, der Angriff findet praktisch nicht statt
58.
Maik Gabriel prüft Torhüter Teubler aus 14 Metern, doch der Keeper reagiert super
67.
Die einzig nennenswerte Aktion der Husumer im zweiten Durchgang: Nach einem Freistoß verzieht Sebastian Saeltz nur im Zentimeter
68.
Das 3:1 ist die Vorentscheidung: Mit einen Querpass bringt Michael Berger David Strüning in Verlegenheit, der seinen Gegenspieler Musielak nur mit einem Foul (allerdings vor dem Strafraum!) bremsen kann. Den fälligen Elfmeter schießt der 40 jährige Stefan Schmitz sicher ein
74.
Die Entscheidung bringt der Treffer zum 4:1 Endstand. Nach Abwehrfehlern kann Torhüter Teubler zweimal abwehren, dann steht wieder Stefan Schmitz frei und vollendet.
86.
Julian Thomsen zieht aus 14 Metern ab, Teubler reagiert gut und rettet erneut
Fazit
Letztlich ein verdienter Sieg der Schleswiger, die die Nordfriesen im zweiten Durchgang beherrschten
Trainer Carsten Groth  »Wir haben eine halbe Stunde gut gespielt, dann aber nach der 3:1 Führung der Schleswiger nicht mehr ins Spiel gefunden. 06 war dann agiler und kampfbetonter, wollte den Sieg. Meine Mannschaft war einfach nicht konsequent genug.«
1:0 Gabriel (29.), 1:1 Otto (29.), 2:1 Thomsen (31.), 3:1 Schmitz (FE/68.), 4:1 Schmitz (71.)

Ecken: Husum: 11   - 06: 4
Chancen: Husum: 7   - 06: 6
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Glischinski (SC Eilbek)
gelbe Karten: Husum: Schröder (26.), Berger (30.), Strüning (76.)

HSV: Teubler - Strüning, Schröder, Cornils, Berger - Herpel, Steglich, Saeltz, Otto - Rizos (50. Kiesbye), Müller.

27. September 2008 · Schlei Bote

06 schlägt Husum: Der wichtigste Dreier

Schleswig 06 hat die richtige Antwort auf die 0:8-Niederlage bei Holstein Kiel II gegeben. In einem guten SH-Liga-Spiel bezwang die Mannschaft von Trainer Detlev Hinrichs die Husumer SV am Ende verdient mit 4:1 und steht nun nach dem dritten Saisonsieg auf einem guten achten Tabellenplatz.
Das Schleswiger Geburtstags-"Kind" Stefan Schmitz (40) trifft per Foulelfmeter zum 3:1. Foto: Saemann

SH-Liga: Die Übersicht
Die Mannschaft der Stunde in der höchsten Landesklasse ist Schleswig 06. Der Aufsteiger gewann das Derby gegen die Husumer SV mit 4:1, kletterte vorbei an den Nordfriesen (12. Platz) auf den achten Tabellenrang und ist damit bester Nord-Verein. Die Konkurrenten Flensburg 08 (9.) und TSV Kropp (13.) ließen überraschend Punkte. Währen die Fördestädter im Heimspiel gegen den Itzehoer SV mit 2:3 patzten, kassierten die Kropper mit dem 0:2 beim VfR Horst die dritte Niederlage in Folge und sind seit vier Spielen ohne Torerfolg. An der Tabellenspitze zieht Holstein Kiel II (4:1 in Heikendorf) einsam seine Kreise.

Schleswig (sle) – „Ich war mir nicht so sicher, ob diese hohe Niederlage vom letzten Wochenende so schnell aufzuarbeiten war, aber anscheinend ist es uns gut gelungen“, sagte ein erfreuter und erleichterter Hinrichs.

Die Gäste gingen von Beginn an ein hohes Tempo und versuchten die Schleswiger früh unter Druck zu setzen. „Ich hatte zu Beginn schon ein wenig Befürchtungen Angst, so wie Husum losgelegt hat“, meinte der 06-Coach. Trotzdem hatten die 06-er die erste Torchance. Maik Gabriel prüfte Andre Teubler im Husumer Tor mit einem Kopfball (2.). In der 6. Spielminute zeichnete sich der Torhüter des Gastgebers aus. Axel Schurbohm hielt einen gut getretenen Freistoß von Marcel Otto.

Innerhalb von drei Minuten fielen dann die ersten drei Tore des Spiels. Nach mehreren Schussversuchen von Marcel Musielak und Gabriel, die zunächst noch von Teubler entschärft wurden, traf Gabriel im Nachschuss zum 1:0 ins Netz (29.). Direkt nach dem Anstoß spielte Husum den Ball sofort nach vorne und glich durch Otto zum 1:1 aus (30.). „Den schnellen Ausgleichstreffer haben wir sehr gut weggesteckt. Nachdem wir ziemlich schnell die erneute Führung erzielen haben, kam endlich Sicherheit ins Spiel“, so Hinrichs. Julian Thomsen hatte nach schönem Solo zum 2:1 getroffen (32.).

Mit breiter Brust kam der Gastgeber aus der Kabine und traf auf einen Gegner, bei dem mit zunehmender Spieldauer die Kräfte schwanden und dessen Spiel nicht unbedingt von viel Selbstvertrauen zeugte. Schleswig spielte routiniert, Husum gelang wenig. Nach schöner Einzelleistung von Musielak konnte David Strüning den Angreifer nur noch per Foulspiel im Strafraum stoppen. Schiedsrichter Markus von Glischinski zeigte sofort auf den Punkt. Den Foulelfmeter verwandelte der etatmäßige Schütze Stefan Schmitz sicher zum 3:1 (69.). Genau wie in Halbzeit Eins ließ der nächste Treffer nicht lange auf sich warten. Nach Flanke von Fabian Schelper war es wiederum Schmitz, der zum 4:1 traf (72.). Die Husumer Gegenwehr war nun gänzlich gebrochen, 06 spielte die Partie routiniert zu Ende. „Die Leistung heute war in Ordnung und wir haben letztendlich auch verdient gewonnen. In den ersten 15 Minuten hat Husum sehr viel Druck gemacht, aber einfach zu wenig Zwingendes herausspielen können. Das war sicherlich ein ganz wichtiger Dreier heute“, so Hinrichs. Wie hoch der Druck vor dem Spiel bei den 06-ern war, hörte man noch lange nach dem Schlusspfiff. Mit lauten Freudengesängen aus der Duschkabine wurde der Gegner auf den Heimweg begleitet.

Nächster Gegner ist am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel der Tabellennachbar vom Heikendorfer SV.

Schleswig 06: Schurbohm – Stankovsky, Walter (82. Merz), Schmitz – Thomsen, Pieper, Bänsch, Woting, Hansen – Musielak (89. Lauer), Gabriel (61. Schelper).
Husumer SV: Teubler – Schröder, Steglich, Cornils – Berger, Saeltz, Müller, Herpel, Rizos (58.Kiesbye) – Strüning, Otto. – Schiedsrichter: Markus von Glischinsky (SC Eilbek). – Zuschauer: 200. – Beste Spieler: Schurbohm, Hansen, Musielak, Walter/Teubler, Müller.

29. September 2008 · Flensburger Tageblatt

06 verdienter Sieger im Nordderby - Die Domstädter waren in allen Belangen den Nordfriesen überlegen.

SCHLESWIG. Das Nordderby zwischen Schleswig 06 und der Husumer SV wurde zu einer überraschend einseitigen Sache. Am Ende unterhaltsamer 90 Minuten in der Schleswig-Holstein-Liga bezwangen die Fußballer um Coach Detlev Hinrichs ihren Rivalen glatt mit 4:1 (2:1). »Das war die richtige Reaktion auf die Packung der Vorwoche in Kiel«, atmete Hinrichs nach dem Abpfiff durch. »Die Mannschaft hat sich in dieser Partie regelrecht frei geschwommen. Anfangs waren wir nervös, haben dann aber über Kampf zusehends besser ins Spiel gefunden.« Eben diese Einsatzbereitschaft vermisste sein Gegenüber, HSV-Trainer Carsten Groth, von seinem Team: »Wir haben recht ansehnlich begonnen, aber uns im weiteren Verlauf regelrecht den Schneid abkaufen lassen. Der Schleswiger Sieg geht daher vollauf in Ordnung.«

Gleich in den ersten zehn Spielminuten bekamen die knapp 300 Zuschauer drei gute Torchancen zu sehen: Maik Gabriel verpasste die Führung für die Gastgeber (2.), der ansonsten blass gebliebene HSV-Torjäger Gerrit Müller für die Gäste von der Nordsee (6., 10.). Richtig Fahrt nahm das Derby mit dem zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führungstreffer der Schleswiger auf: In »Ping-Pong-Manier« traf Maik Gabriel im dritten Anlauf (27.), nachdem Husum zuvor zwei Mal klären konnte.

Im direkten Gegenzug kamen die Gäste jedoch bereits wieder zum Ausgleich: Einen zu kurz abgewehrten Ball von 06-Keeper Axel Schurbohm vollendete Marcel Otto mit einem herrlichen Volleyschuss in den Winkel (28.). Wieder eine Minute später lag »Nullsechs« wieder in Front: Ein Walter-Freistoß trudelte durch den HSV-Strafraum, so dass Julian Thomsen völlig freistehend zum 2:1 einschießen konnte (29.).

In dieser turbulenten Phase wäre Husums Martin Herpel fast der erneute Ausgleich geglückt, sein Kopfball aus Nahdistanz wurde jedoch von Schurbohm glänzend entschärft (32.). Unmittelbar vor der Pause hatte Maik Gabriel noch die Möglichkeit auf 3:1 zu erhöhen, sein Schuss wurde jedoch Beute von Andre Teubler.

Der zweite Durchgang verlief dann zusehends einseitiger: Husum konnte sich gegen die kampfstarken Schleswiger immer seltener in Szene setzen und beschwor nur noch gelegentlich ernste Gefahr herauf. Die einzige Chance zum Ausgleich vergab Sebastian Saeltz, der per Kopf knapp das 06-Gehäuse verfehlte (69.). Im Gegenzug sollte dann die Entscheidung fallen: David Strüning foulte den durchgebrochenen Marcel Musielak, den fälligen Elfmeter verwandelte Stefan Schmitz sicher zum 3:1 (70.). Der Schleswiger Routinier, am Sonnabend 40 Jahre alt geworden, erzielte auch noch den 4:1 Endstand: Nach herrlichem Flankenlauf von Fabian Schelper und Kopfballvorlage von Musielak brauchte Schmitz nur noch den Fuß hinzuhalten.

29. September 2008 · Flensborg Avis

Gegen Husum soll morgen alles besser werden

Nach dem 0:8 beim Spitzenreiter Holstein Kiel II bekommt es Schleswig 06 morgen um 15 Uhr (Dr.-Alslev-Platz) mit der Husumer SV zu tun. Gegen die Nordfriesen bietet sich für die Mannschaft von Trainer Detlev Hinrichs die erste Möglichkeit zur Rehabilitation für den desolaten Auftritt in Kiel.
Axel Schurbohm , hier freudig erleichtert nach dem überraschenden Sieg gegen Henstedt-Rhen. Gegen Husum hofft der 06-Torhüter auf ein ähnliches Erlebnis. Foto: Saemann

Schleswig (sle) – Die Husumer Sportvereinigung kommt mit Rückenwind nach Schleswig. Der Tabellenneunte war am vergangenen Wochenende gegen Kilia Kiel mit 3:0 erfolgreich – ein Hinweis, dass sicherlich keine leichte Aufgabe auf die angeschlagenen Gastgeber wartet. Dennoch nimmt 06-Trainer Detlev Hinrichs seine Truppe nach dem 0:8 in Kiel in die Pflicht. „Das war schon eine derbe Klatsche am letzten Wochenende. Selbst gegen so eine starke Mannschaft dürfen wir uns nicht so verhauen lassen. Allein deshalb müssen wir schon für unsere mitgereisten Fans Wiedergutmachung gegen Husum betreiben“, sagt Hinrichs.

Auch Torhüter Axel Schurbohm weiß, worum es in diesem Match geht. „Das letzte Spiel gegen Holstein II war schon deprimierend. Und dabei hat noch jeder Ball für die Kieler super gut gepasst. Da war nichts zu machen. Das muss und wird gegen Husum anders aussehen“, sagt Schurbohm.

Der neue Keeper der 06-er, der drei Wochen vor Saisonbeginn zu den Schleswigern gestoßen ist, hat eine längere Verletzungspause (Knie) hinter sich. „Nach dreieinhalb Jahren kam das Angebot der 06-er genau richtig, um wieder anzugreifen“, erzählt der 25 Jahre alte Kieler. Vor seiner Verletzung konnte der Werder Bremen-Fan schon bei so einigen Vereinen Erfahrung sammeln. Bisher schnürte Schurbohm die Fußballschuhe für Fortuna Wellsee, TSV Klausdorf, VfB Lübeck, TuS Gaarden und Kilia Kiel.

Auch der Trainer weiß, was er an seinem Torwart hat. „Wir sind froh ihn zu haben. Wir haben ihn ja mitten in der Vorbereitung eigentlich direkt vom Sofa geholt und sind froh, dass alles so schnell geklappt hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die nach der Verletzung zu erwarten waren, wird er immer besser und sicherer. Er passt sehr gut ins Team und ist auch menschlich ein super Typ“, so Hinrichs.

Als Saisonziel gibt „Aggi“ Schurbohm den Klassenerhalt aus, wobei er persönlich fit bleiben möchte und natürlich so viel wie möglich im Tor stehen will. Viel Zeit bleibt für den Immobilienkaufmann nicht neben dem Fußball. Diese verbringt er gerne mit seinen Freunden. In den letzten Jahren hat sich Schurbohm aufgrund seiner Verletzung kaum mit dem Fußball in der Verbandsliga beschäftigt und kann deshalb zum nächsten Gegner und zu deren aktueller Situation nicht sehr viel sagen. „Als ich noch bei Kilia gespielt habe, war Husum immer sehr gut. Dieses Jahr wird es schwierig für sie oben mitzuspielen, da die oberen Mannschaften schon sehr stark sind. Sie spielen allerdings einen guten Ball.“

Schurbohm ist trotzdem optimistisch, dass sein Team die kommende Aufgabe positiv gestalten kann und tippt deshalb auf einen 2:0-Sieg seiner Mannschaft.

27. September 2008 · Schlei Bote

Nach acht Jahren wieder ein Derby bei Schleswig 06

SH-Liga: Husumer SV mit Personalproblemen / Zwei Kandidaten für den Platz zwischen den Pfosten
Carsten Groth muss erneut improvisieren. Foto: Voss

Husum (Gert Reese) – Sie liegen nur gut 30 Kilometer auseinander, aber ein Fußball-Punktspiel zwischen den ersten Herrenmannschaften der Husumer SV und Schleswig 06 hat es in diesem Jahrtausend erst ein Mal gegeben– in der Verbandsliga-Saison 99/00 gewannen die Nordfriesen 3:0 bei 06 und 3:2 auf eigenem Platz. Am Sonntag (15 Uhr) ist es wieder so weit: Die beiden Kontrahenten treffen in der Schleistadt aufeinander.

Auf Husumer Seite dürften sich Gerrit Müller (erzielte in beiden Spielen je ein Tor), André Teubler, Sascha Rettkowski und Birger Andresen noch an die letzten Derbys erinnern; sie waren damals schon dabei. Gerade bei diesen Akteuren aber ist der Einsatz fraglich. Rettkowski plagt sich aus der Kilia-Partie mit Hüftproblemen und konnte nicht trainieren. Trainer Carsten Groth ist skeptisch, dass sein zentraler Abwehrmann fit und belastbar ist. Ebenfalls angeschlagen sind David Strüning und Gerrit Müller (Pferdekuss). Ganz sicher fehlen wird Birger Andresen, der aus privaten Gründen außer Landes ist. Und damit nicht genug: Auch Nico Stoll und Sebastian Kiesbye mussten aus Krankheitsgründen das Training ausfallen lassen. „Schade“, sagt der Trainer zu diesen Hiobsbotschaften, „so muss ich leider wieder improvisieren.“ Dabei hätte er liebend gern wieder jene Akteure aufs Feld gelassen, die Kilia Kiel so sicher besiegt haben.

In der Zwickmühle steckt der Trainer auch bezüglich der Torwartfrage. Aber das ist eher ein Luxus-Problem. Melf Molinas ist seit Donnerstag wieder zurück aus den USA. Sein Vertreter André Teubler hat aber so überzeugend gehalten, dass sein weiterer Einsatz durchaus nicht abwegig erscheint. „Eine schwierige Entscheidung“, sagt Groth, „André hat trainiert und zuletzt eine gute Leistung geboten.“

Klar ist dagegen, was der Coach an der Schlei will: gewinnen! „Wir dürfen jetzt nicht den Faden verlieren und müssen nachlegen“, fordert Groth. Dabei passt ihm absolut nicht, dass 06 gerade mit 0:8 bei Holstein Kiel II verloren hat. „Die werden sich rehabilitieren wollen“, so Groth.

Detlev Hinrichs, der Schleswiger Coach, wird noch eine weitere Runde auf Maik Gabriel und Tim Bänsch verzichten, die verletzt waren. Sie sollen sich in der zweiten Mannschaft wieder an den Spielbetrieb gewöhnen. „Die Niederlage müssen wir ablegen“, sagt der Coach zum 0:8 bei Holstein II und bestätigt die Ansicht vieler, dass die Kieler „eine andere Nummer sind.“ Und er bestätigt auch die Vermutung von Carsten Groth, dass sein Team Wiedergutmachung will. Zu Hause ist es in dieser Saison noch unbezwungen.

27. September 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 9 04.10.08 Husumer SV Eckernförder SV 1:1

Husum kommt mit blauem Auge davon!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
3.
Jan Dahl prüft mit einem fulminanten Schuss aus 16 Metern Husums Torhüter Molinas, der jedoch retten kann
4.
Auch die zweite Chance für die Gäste und großes Glück für die Nordfriesen: Tom Gerberding verpasst nur um Zentimeter eine scharfe Hereingabe vor dem leeren Husumer Tor
8.
Endlich auch Husum einmal gefährlich. Gerrit Müller segelt nur äußerst knapp an einer Flanke von Marcel Otto vorbei - das gegnerische Tor war leer!
17.
Auch der zweite Versuch vom Husumer Torjäger Gerrit Müller blieb erfolglos. Eine herrliche Flanke wieder von Marcel Otto, zieht Müller kurz vor dem Tor stehend knapp über den Querbalken
32.
Plötzlich steht Marcel Pommerening alleine vor Husums Torhüter Molinas, doch das Leder geht einen Meter neben den Pfosten
36.
Die verdiente Führung für Eckernförde hatte sich bereits angedeutet. Nach einem krassen Husumer Abwehrfehler hatte Jan Dahl keine Mühe und schiebt das Leder aus spitzem Winkel ins lange Eck - 0:1
 
Halbzeit - Die Führung der Gäste ging völlig in Ordnung. Husum viel zu unkonzentriert im Abwehrverhalten und nachlässig in der Vorwärtsbewegung. Eine schlechte Vorstellung der Platzherren! Die Gäste wirkten viel engagierter und zielstrebiger, brachten die Husumer mit klugen Ballpassagen völlig aus dem Konzept. Nur die Chancenverwertung blieb das Manko des ESV - zum Glück für die Stormstädter!
64.
Husum im zweiten Durchgang etwas gefälliger und couragierter. Wieder hat Gerrit Müller Pech: Kurz vor dem Tor bekommt ein Abwehrspieler im letzten Moment noch einen Fuß an den Ball, sonst wäre der Ausgleich fällig gewesen
68.
Marc Medler kann sich vor dem Husumer Tor durchsetzen, sein Geschoss geht knapp am langen Eck vorbei
89.
In den Schlussminuten erhöhen die Husumer noch einmal den Druck. Gerrit Müller hämmert das Leder aus acht Metern aber direkt auf den Torwart
90.
Das Spiel wird härter. Allein 10 gelbe und gelb/rote Karten sind  Beleg dafür. Marcel Reinecke vom ESV wird wegen wiederholtem Foulspiel mit gelb/rot vom Platz gestellt
90.
Der letzte Angriff der Hausherren bringt doch noch den glücklichen Ausgleich. Marcel Otto bedrängt einen gegnerischen Abwehrspieler, der sich nicht anders zu helfen weiß und den Ball mit der Hand spielt. Sebastian Saeltz ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:1 Endstand 
Fazit
Ein glücklicher Punktgewinn für die Nordfriesen, die an diesem Nachmittag über weite Strecken "wie am Stock" gingen/liefen. Man hatte nicht das Gefühl, das der Ausgleich noch fallen würde. Viel zu pomadig und durchsichtig agierten die Husumer. Erst im zweiten Durchgang wurde es etwas besser. Eckernförde muß sich den Vorwurf gefallen lassen, das man den Sack nicht zumachen, einfach die Torchancen nicht verwerten konnte. Sonst spielte die Elf einen schnellen Ball und brachte die Nordfriesen immer wieder in Verlegenheit.
Trainer-Meinung
Sascha Rettkowski, verletzter Abwehrspieler, der Trainer Groth vertrat: »Ich bin der Meinung, das wir zwar glücklich aber letztlich einen verdienten Punkt erzielt haben. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir uns das Ergebnis verdient, haben nie aufgesteckt und waren immer bemüht, noch den Ausgleich zu erzielen.«
0:1 Dahl (36.), 1:1 Saeltz (Elfmeter/90.)
 

Ecken: Husum: 4   - ESV: 5
Chancen: Husum: 6   - ESV: 6
Zuschauer: 183
Schiedsrichter: Christoph Zamek (SSC Hagen-Ahrensburg)
gelbe Karten: Husum: Berger (6.), Saeltz (33.), Schröder (66.), Petersen (69.)

HSV: Molinas - Strüning (69. Amroun), Schröder, Andresen, Berger - Steglich, Saeltz, Cornils (46. Kiesbye), Petersen - Otto, Müller.

4. Oktober 2008 · HI

Zweifelhafter Strafstoß rettet Husum das 1:1

SH-Liga: Sebastian Saeltz trifft zwei Minuten vor Schluss vom Punkt / Gäste-Protest: "Kein Elfmeter"
Nichts zu machen: Eckernfördes Abwehrspieler Jörn Radke (vorn) schirmt den Ball geschickt ab, Husums Marcel Otto kann in dieser Szene nichts ausrichten. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Serien gingen an diesem Spieltag zu Ende. Der TSV Kropp legte nach drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor den Hebel um und besiegte den VfB Lübeck II mit 2:0. Schleswig 06 kassierte beim 1:4 gegen den Heikendorfer SV die erste Heimniederlage der Spielzeit. Flensburg 08 entledigte sich der Pflichtausgabe Strand 08 beim 4:0 souverän und ist als Tabellenachter jetzt wieder bestes Team aus dem Norden. Die Husumer SV tritt nach dem mageren 1:1 gegen Neuling Eckernförder SV auf der Stelle. Gewinner in der Spitzengruppe ist der VfR Neumünster (2:1 in Itzehoe), Holstein Kiel II spielte nur 1:1 gegen Eider Büdelsdorf.

Husum (ree) – Sebastian Saeltz hat die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga vor einer weiteren Blamage bewahrt. Zwei Minuten vor dem Abpfiff verwandelte der Mittelfeldspieler einen fragwürdigen Handelfmeter gegen den Eckernförder SV zum 1:1 (0:1).

Den schlechten Eindruck freilich, den die Groth-Schützlinge in den 90 Minuten bei ihren Fans hinterlassen hatten, fegte dieser Treffer nicht mehr vom Platz. „Katastrophal“, befand da ein Zuschauer Mitte der zweiten Halbzeit – eine Beschreibung, die für vieles auf dem Platz durchaus zutreffend war. Sicher, der gute Wille war da bei den Nordfriesen. Was sie aber mit ihrem Talent anfingen, das hatte mit den Ansprüchen dieser Liga nicht viel zu tun.

Die Mannschaft präsentierte sich verunsichert, erneut instabil in der Abwehr und ohne nötiges Selbstvertrauen. Was auch jene nicht aufwiesen, die bei der SV gemeinhin als Leitfiguren wirken. Zum Beispiel Gerrit Müller. Der Husumer Sturmführer versiebte in dieser Partie zwei Chancen, die er an normalen Tagen mit verbundenen Augen verwertet hätte. In der 17. Minute katapultierte er ein Otto-Zuspiel aus sechs Metern über den Balken, drei Minuten vor dem Abpfiff knallte er aus gleicher Position dem Torwart das Spielgerät direkt in die Arme.

Walter Peters. Foto: jv

Ballgeflüster
Herzlichen Glückwunsch! Aus den drei Punkten zum Geburtstag wurde nichts, dennoch stand Walter Peters beim Heimspiel der Husumer SV gegen Eckernförde im Mittelpunkt. Vereinsmitglied Peters, der am 29. September seinen 95. Geburtstag feierte, zählt zu den treuen Zuschauern und ist bei jedem Heimspiel im Stadion anzutreffen. Am Sonnabend gratulierten ihm Vorstand und zahlreiche Besucher. (jv)

7. Oktober 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fast wären die Stormstädter an diesem Tag sogar „kalt“ erwischt worden. Denn die Eckernförder (erst neun Saisontore) begannen unverhofft offensivlustig. Die Folge: zwei Riesenchancen von Jan-Ullrich Dahl (Molinas hielt/3.) und Tom Gerberding, der knapp verpasste (4.). Auffälligster Akteur bei den Gastgebern in der ersten Halbzeit war Sebastian Steglich. Mit Übersicht und klugen Pässen versuchte er Bindung in seiner Elf zu erzeugen – mit unterschiedlichem Erfolg.

Beim Aufsteiger fiel das Duo Gronwald – Pommerening auf. Während der Techniker Dominik Gronwald viel unterwegs war, sprintete Marcel Pommerening gern in die Lücken, die sich im Husumer „Hinterhof“ ergaben. Das Ergebnis: zwei gute Chancen für den Eckernförder. Bei der ersten verzog er knapp (32.), bei der zweiten gab er an Dahl weiter, und der besorgte nach 36 Minuten das 0:1.

Nach dem Wechsel erreichte die ohnehin mäßige Partie neue Tiefpunkte. Der Kampf um den Ball endete immer wieder in den Knochen des Gegners, was den Unparteiischen zu insgesamt acht gelben und einer Gelb-Roten Karte (für Marcel Reinecke/90.) veranlasste. Und in der Vorwärtsbewegung gelang den Mannen von der Ostsee wesentlich mehr als den Husumern, bei denen Müller einen Flankenball von Michael Petersen nur knapp verpasste (63.). Dagegen standen gute Möglichkeiten für Gronwald (66.), Marc Medler (67.und 83.), die nur knapp das Tor verpassten.

Dass sie am Ende dann doch noch um zwei Punkte gebracht wurden, schmerzte die Eckernförder sehr. „Das war definitiv kein Elfmeter“, sagte ESV-Coach Niels Bünning zu jener Aktion, bei der Dahl den Ball mit der Hand berührt haben soll. Das Fazit von Sascha Rettkowski, der den verhinderten Carsten Groth auf der Husumer Bank vertrat: „Ein verdienter, aber glücklicher Punkt, weil wir nie aufgesteckt haben.“

Husumer SV: Molinas – Strüning (68. Amroun), Schröder, Andresen, Berger – Cornils (46. Kiesbye), Saeltz, Steglich, Petersen – Otto, Müller.
Eckernförder SV: Schmidt – Ströh – Radke (66. Buss), Reinecke – Dahl, Meggers, Gronwald, Gerberding, Medler – Pommerening, Kober (58. Dierck).
Schiedsrichter: Christoph Zamek (SSC Hagen-Ahrensburg). Zuschauer: 200.

6. Oktober 2008 · Flensburger Tageblatt

Umstrittener Handelfmeter kostet ESV den Sieg

Mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden sind die Fußballer des Eckernförder SV von ihrem Gastspiel bei der Husumer SV zurückgekehrt. Im Mittelpunkt dieser Schleswig-Holsteinliga-Partie stand ein Mann, der seit mehreren Jahren gar nicht mehr zum Ligakader des ESV gehört: Ulli Dahl.
In letzter Sekunde: Marc Medler (re.) lenkt diese Flanke vor dem lauernden Husumer Gerrit Müller zur Ecke. Links: ESV-Torhüter Torben Schmidt.

Husum (ot) – Er kam, sah und fast hätte er auch noch gesiegt: Der Eckernförder Ulli Dahl war so etwas wie der tragische Held beim 1:1 (1:0)-Unentschieden des ESV bei der Husumer SV. Zunächst hatte der 27-Jährige die Gäste aus dem Ostseebad in dieser Partie der Schleswig-Holsteinliga mit 1:0 in Führung geschossen (36.). Und als der Sieg für den Aufsteiger bereits zum Greifen nahe war, verschuldete Dahl einen sehr umstritttenen Handelfmeter, den Sebastian Sältz in letzter Minute zum 1:1-Enstand nutzen sollte.

Zu spät: Eckernfördes Marcel Pommerening (re.) kann diesen Schuss des Husumers Michael Petersen nicht mehr verhindern. Foto: Thode

„Wenn ich Schiedsrichter wäre, hätte ich den Elfmeter nicht gegeben“, schilderte Dahl nach Spielende die entscheidende Szene, die dem ESV zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gekostet hatte. Nach einer Konfusion im ESV-Strafraum und einer vergebenen Riesenchance von HSV-Goalgetter Gerrit Müller (89.) war der Ball bei Sebastian Kiesbye gelandet, der mit seinem Nachschuss an der dichten ESV-Deckung hängengeblieben war. „Eigentlich war die Gefahr damit vorbei“, schildert Dahl, der mit der abgeprallten Kugel aus dem Strafraum laufen wollte. Dabei sprang der Ball dem Eckernförder jedoch unglücklich gegen die Hand, was Schiedsrichter Christoph Zamek zum Pfeifen veranlasste. Eine Entscheidung, die Niels Bünning die Zornesröte ins Gesicht trieb: „Husum musste auf so eine Schiedsrichter-Entscheidung warten, um zu einem Tor zu kommen“, kritisierte der ESV-Coach, den eine weitere Entscheidung des Unparteiischen nur wenige Sekunden vor dem Ausgleichstor ebenfalls wütend gemacht hatte. Husums Sebastian Steglich war gegen Dirk Wallochny einen Schritt zu spät gekommen und hatte den durchgebrochenen Eckernförder ganz offensichtlich und sogar hörbar am Fuß getroffen und so zu Fall gebracht. Doch statt einer Roten Karte für Steglich und einem Freistoß für den ESV hatte Zamek weiterspielen lassen (88.).

Vor dieser turbulenten Schlussphase hatten die rund 200 Zuschauer eine souverän aufspielende ESV-Notelf gesehen. Der aus den verschiedensten Gründen personell arg gebeutelte ESV musste kurzfristig auch noch ohne Matthias Daniel auskommen, der sich beim Training eine Zerrung zugezogen hatte und beim Warmmachen passen musste. Für ihn lief der ebenfalls angeschlagenen Henning Ströh als Abwehrchef auf. Zur Startformation gehörte auch Ulli Dahl, der eigentlich in der dritten ESV-Mannschaft kickt, obwohl er vom Potenzial in die „Erste“ gehört. Doch seine Arbeit bei der Bundeswehr lässt das nicht zu. Der 27-Jährige deutete sein Können in diesem Spiel wieder einmal an und brachte den ESV nach vergebenen ESV-Chancen von Dahl selbst (Molinas hielt, 3.), Tom Gerberding (4.) und Marcel Pommerening (32.) sowie einer Chance für Husum (Michael Petersen, 17.) mit 1:0 in Führung (36.). Pommerening hatte abgezogen und Dahl war am langen Pfosten in den Schuss gerutscht. Danach bissen sich die Platzherren bis zur letzten Spielminute die Zähne an der guten ESV-Defensive aus und es schien so, als ob der konternde ESV (weitere Chancen ergaben sich für Gronwald (66.) und Marc Medler (67., 83.) die drei Punkte entführen könnte. Doch dann traten Dahl und Schiri Zamek auf den Plan …

„Ein verdienter, aber glücklicher Punkt. Wir haben nie aufgesteckt“, bilanzierte Husums verletzter Abwehrspieler Sascha Rettkowski, der den verhinderten Trainer Carsten Groth auf der Bank vertreten hatte.

Husumer SV: Molinas – Strüning (68. Amroun), Andresen, Schröder, Berger – Cornils (46. Kiesbye), Sältz, Steglich, Petersen – Müller, Otto
Eckernförder SV: Schmidt – Ströh, J. Radke (66. Wallochny), Reinecke – Medler, Gerberding, Dahl, Meggers, Gronwald – Pommerening, Kober (59. Buss)
Tore: 0:1 Dahl (36.), 1:1 Sältz (89.)
Gelb-Rote Karte: Reinecke (ESV, 90., wiederholtes Foulspiel)
SR: Zamek (SSC Hagen Ahrensburg
Zuschauer: 183 zahlende.

6. Oktober 2008 · Eckernförder Zeitung

Ausgleich mit dem Schlusspfiff

Die Husumer SV kommt beim 1:1 Unentschieden gegen Eckernförde mit einem blauen Auge davon.

HUSUM. Die Husumer SV konnte in allerletzter Spielminute die fünfte Saison-Niederlage in der Schleswig-Holstein-Liga abwenden. Im Heimspiel gegen den Eckernförder SV markierte Sebastian Saeltz mit einem verwandelten Elfemeter in der Schlussminute den 1:1 Endstand und rettete damit seinem Team einen Punkt. Dazu Sascha Rettkowski, der Trainer Carsten Groth vertrat: »Ich bin der Meinung, das wir zwar glücklich aber letztlich einen verdienten Punkt erzielt haben. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir uns das Ergebnis verdient, haben nie aufgesteckt und waren immer bemüht noch den Ausgleich zu erzielen.«

Es war ein glücklicher Punktgewinn für die Nordfriesen, die an diesem Nachmittag das höhere Mächte bemühen mussten, denn man hatte nicht das Gefühl, dass der Ausgleich noch fallen würde. Viel zu pomadig und durchsichtig agierten die Husumer. Erst im zweiten Durchgang wurde es etwas besser. Eckernförde muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass man den Sack nicht zumachen konnte, einfach die Torchancen nicht verwerten konnte. Sonst spielte die Elf einen schnellen Ball und brachte die Nordfriesen immer wieder in Verlegenheit.

Bereits in der dritten Spielminute bewahrte Husum-Keeper Melf Molinas mit einer Glanzparade sein Team vor dem Rückstand, als Jan Dahl mit einem fulminanten Schuss aus 16 Metern den ersten Höhepunkt setzte. Und nur wenige Sekunden später verpasste der ESVer Tom Gerberding nur um Zentimeter eine scharfe Hereingabe vor dem leeren Husumer Tor. Zur furiosen Auftaktphase gehörte auf der Gegenseite eine große Chance für Gerrit Müller (8.), der an einer Flanke von Marcel Otto nur knapp vor dem leeren Gäste-Tor vorbeisegelte. Auch die zweite Gelegenheit konnte Müller nicht verwerten, sondern schoß nach erneuter Vorarbeit von Otto den Ball knapp über den Querbalken (17.). Nach rund einer halben Stunde deutete sich die Gäste-Führung immer stärker an. Hatte ESV-Stümer Marcel Pommerening (32.) alleine vor Molinas das Leder einen Meter neben den Pfosten gesetzt, machte es Dahl wenig später besser. Nach einem krassen Husumer Abwehrfehler hatte Dahl keine Mühe den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck zur fälligen 1:0 Führung einzuschieben. Zur Pause musste Husum bilanzieren, viel zu unkonzentriert im Abwehrverhalten und nachlässig in der Vorwärtsbewegung gespielt zu haben. Die Gäste wirkten viel engagierter und zielstrebiger, brachten die Husumer mit klugen Ballpassagen völlig aus dem Konzept. Nur die Chancenverwertung blieb das Manko des ESV - zum Glück für die Stormstädter.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich Husum etwas couragierter. Und wieder hatte Gerrit Müller Pech: Kurz vor dem Tor bekam ein ESV-Abwehrspieler im letzten Moment noch einen Fuß an den Ball, sonst wäre der Ausgleich fällig gewesen. In den Schlussminuten erhöhten die Husumer noch einmal den Druck und Müller hämmerte den Ball aus acht Metern direkt auf den Torwart. Die Partie hatte deutlich an Härte zugenommen, was zehn gelbe und eine gelb/rote Karten belegen, wobei der ESVer Marcel Reinecke wegen wiederholten Foulspiels vom Platz gestellt wurde. Der letzte Angriff der Hausherren brachte doch noch den glücklichen Ausgleich. Marcel Otto bedrängte einen gegnerischen Abwehrspieler, der sich nicht anders zu helfen wusste und den Ball mit der Hand spielte. Sebastian Saeltz ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:1 Endstand.

6. Oktober 2008 · Flensborg Avis

ESV-Manndecker fallen aus

Der Eckernförder SV tritt heute (15 Uhr) beim punktgleichen Tabellen-Nachbarn Husumer SV an, der in der Schleswig-Holstein- liga jedoch das wesentlich schlechtere Torverhältnis aufweist.
Steht zum dritten Mal in Folge im ESV-Tor: Torben Schmidt. Foto: ot

Eckernförde (ot) – Der Eckernförder SV muss bei der Husumer SV heute ohne seine komplette Abwehr-Stammreihe auskommen. Nachdem Henning Ströh auf Grund einer Verletzung bereits die beiden zurückliegenden Spiele passen musste, fallen diesmal auch noch die beiden Manndecker Frank Mettig (verletzt) und Christoph Thede (privat verhindert) aus. Und als ob das noch nicht genug wäre, haben sich auch Henning Schröder (ebenfalls privat verhindert) und Alen Ajdarpasic (krank) heute abgemeldet.

Für Ströh wird auch diesmal Matthias Daniel die Abwehr organisieren. Vor ihm werden Jörn Radke und Marcel Reinecke die Posten von Mettig und Thede übernehmen, während Torben Schmidt den verletzten Stammtorhüter Allan Tischmann zum dritten Mal in Folge vertreten wird. Für Ajdarpasic wird wohl Marc Medler in die Anfangself rücken. „Das wird heute verdammt schwierig“, sagt Eckernfördes Co-Trainer Jörg Meyer mit Blick auf die personelle Situation, die ähnlich angespannt ist, wie am letzten August-Wochenende beim VfR Neumünster. Und dort holte der ESV völlig überraschend ein 1:1. Meyer hat sich zusammen mit Trainer Niels Bünning die Husumer zuletzt beim 1:4 in Schleswig angesehen und dabei festgestellt, dass die HSV nach starkem Beginn stark abbaute. „Die Fitness könnte für uns sprechen“, hofft Meyer, der zunächst einmal mit einem Punkt zufrieden wäre.

Eckernförder SV: Tischmann, Schmidt – Ströh (angeschlagen), J. Radke, Medler, Gerberding, Diercks, Gronwald, Meggers, Pommerening, Kober, Wallochny, Rettich, Daniel, Reinecke, Dahl, Buss Nicht dabei: Thede, Schröder, H. Radke (alle privat), Ajdarpasic (krank), Mettig (verletzt), Gogolok (Aufbautraining), Vosgerau (verletzt).
Anstoß: Sonnabend, 15 Uhr.
EZ-Tipp: 1:2.
4. Oktober 2008 · Eckernförder Zeitung

Ohne Coach gegen den Aufsteiger

Bloß nicht weiter abrutschen – so lautet die Devise für die Husumer SV (Zwölfter der SH-Liga) und für den Neuling Eckernförder SV (Platz elf). Anstoß im Friesenstadion ist heute um 15 Uhr.
Sebastian Steglich. Foto: sh:z

Husum (Gert Reese) –1:4 bei Schleswig 06 – das war nicht gerade im Sinne der Husumer SV und ihres Trainers Carsten Groth. Denn die Serie, die die Nordfriesen zu Zeiten der Herbststürme in der SH-Liga starten wollten, hat damit gleich Gegenwind bekommen. Und der Abstand zum ersten Abstiegsplatz (ein Punkt) ist auch kleiner geworden. So stehen die Stormstädter heute (15 Uhr) gegen den Eckernförder SV mehr unter Zugzwang, als ihnen lieb sein kann.

Der Gegner von der Ostsee, fünf Jahre in die „Niederungen“ der Bezirksoberliga abgetaucht, macht sich bislang ganz gut. Wobei ins Auge fällt, dass die Mannschaft von Trainer Niels Bünning auswärts noch ungeschlagen ist. Ihre Stärke liegt dabei im Abwehrverhalten (nur elf Gegentore), in der Offensive muss sie noch zulegen (nur neun Treffer).

Sebastian Steglich ist die Ruhe selbst vor der Partie gegen den Tabellen-Konkurrenten. „Ich sehe unsere Situation nicht kritisch, wir können ja alle Fußball spielen“, sagt der 22-jährige Mittelfeldmann. Steglich bedauert, dass die SV ihre guten spielerischen Momente noch zu wenig im Ergebnis ausdrückt. Was die vielen Gegentore angeht (drei pro Spiel) ist er selbstkritisch. „Abwehr fängt vorne an“, betont er, „und in der Rückwärtsbewegung sind wir auch im Mittelfeld noch verbesserungsfähig.“ Wobei er die Partie bei Schleswig 06 aus der Wertung nimmt. Steglich: „Ohne Sascha Rettkowski und Birger Andresen hatten wir da keine große Auswahl.“

Die wird auch gegen Eckernförde nicht vorhanden sein. Andresen ist zwar wieder dabei, aber Rettkowskis Verletzung hält sich so hartnäckig, dass auch in dieser Woche nicht an Training zu denken war. Aber der Kapitän wird heute auf der Bank sitzen. Im Verbund mit Gerrit Müller und Ingo Cornils soll er von dort aus das Coaching der Mannschaft unterstützen.

Denn auch der Trainer selbst wird in der Partie gegen Eckernförde nicht dabei sein. „Ein lange feststehender privater Termin“, so Groth. Und schließlich kann auch Martin Herpel aus Krankheitsgründen an dieser wichtigen Begegnung nicht teilnehmen. Aber der Trainer hofft, dass die, die dabei sind, „wissen, worum es geht“. Groth: „Wir müssen jetzt strampeln ohne Ende.“

Der Gegner wittert, dass die Husumer nicht ganz beisammen sind. „Wir müssen die ersten 20 Minuten überstehen, dann kommt unsere Chance“, sagt Co-Trainer Jörg Meyer. Zusammen mit seinem „Chef“ Nils Bünning hat er die Nordfriesen am vergangenen Sonntag in Schleswig beobachtet und zunächst viel Licht und dann jede Menge Schatten gesehen. „Da war kein Aufbäumen“, so Meyer, in dessen Mannschaft auch nicht alle Akteure fit sind. Auswärts ungeschlagen möchte der Neuling aber auch nach der Partie in Husum sein.

4. Oktober 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 10 11.10.08 Husumer SV VfR Horst 0:1

Wieder ein Aufsteiger als Stolperstein! 

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
5.
Martin Herpel hat die erste Chance des Spiels. Nach einen Freistoß setzt er das Leder aus acht Metern nur Zentimeter über die Querlatte
6.
Mit einem fulminanten 20-Meter-Geschoss prüft Patrick Ziller Husums sicheren Rückhalt, Torhüter Molinas
9.
Die Nordfiesen reißen das Spiel an sich, haben große Feldvorteile. Horst versucht mit Kontern zum Erfolg zu kommen, die jedoch kaum nennenswerte Gefahr bringen. Sebastian Saeltz versucht sein Glück mit einem Fernschuss, doch auch VfR-Torhüter Brandt ist auf dem Posten
16.
Torjubel der Husumer Fans. Nach einer herrlichen Kombination steht Gerrit Müller plötzlich frei vor dem Tor und erzielt aus zehn Metern ein Tor. Leider stand der Schütze im Abseits
22.
Husum spielt weiter nach vorne: Martin Herpel tankt sich durch und zieht ab, Torhüter Brandt kann im letzten Moment retten
23.
Wieder eine Glanztat vom Gäste-Keeper: Nach einer herrlichen Flanke von Martin Herpel erwischt Marcel Otto das Leder optimal um köpft auf das Tor - eine super Parade verhindert die Husumer Führung
26.
Nach einem Gäste-Konter dringt Ole Wischmann in den Husumer Strafraum ein, wird abgedrängt. Doch David Strüning geht unnötigerweise dazwischen und foult den Angreifer. Konsequenz: Schiedsrichter Schmäl pfeift Elfmeter, den sich Timm Jeske nicht entgehen läßt und zum 0:1 einschießt
38.
Michael Berger flankt von der linken Seite, Marcel Otto verzieht aus zehn Metern knapp
 
Halbzeit - Husum war spielbestimmend, vergab aber die zahlreichen Chancen zu überhastet. Und immer wieder bringen individuelle Fehler die Husumer in arge Schwierigkeiten
 
Die Hausherren drängen im zweiten Durchgang weiter auf den Ausgleich, halten den VfR weitgehend in dessen Hälfte. Doch große Tormöglichkeiten bleiben Mangelware, zu inkonsequent agiert die Groth-Elf vor dem gegnerischen Tor. Der Aufsteiger nutzt die Freiräume und kontert - aber auch die Gäste können sich nicht durchsetzen
51.
Die größte Gelegenheit der zweiten Hälfte hat Michael Petersen, der sich gut durchsetzt. Doch aus acht Metern zieht der Husumer Mittelfeldspieler den Ball direkt auf den Torwart
62.
Ein Saeltz-Kopfball verfehlt sein Ziel um einen Meter
76.
Husums David Strüning wird mit gelb/rot vom Platz geschickt, da er sich mit dem Schiedsrichter anlegte. Er erwies damit seiner Elf einen Bärendienst, die Aufholljagd musste mit zehn Mann bestritten werden. 
Fazit
Husum überlegen aber nicht effektiv vor dem Tor. Es wurde schön kombiniert und gefällig nach vorne gespielt, aber letztlich steht man mit leeren Händen dar. So reicht das auf keinen Fall den Klassenverbleib zu sichern! Und wenn dann noch Undiszipliniertheiten dazu kommen, dann hat man ganz schlechte Karten. Der Aufsteiger spielte gut mit und brachte die Husumer mit Kontern in Verlegenheit. Mit einfachen Mitteln hielten die Gäste das Tor sauber - das reichte an diesem Nachmittag!
Gäste-Trainer
Uwe Clasen strahlte: »Gute zehn Minuten von uns, dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Doch Husum hatte in der zweiten Halbzeit fast keine Chancen mehr. Der Erfolg ist zwar glücklich, aber letztlich nicht unverdient.«
Trainer Carsten Groth  »Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, haben gut kombiniert und tolle Ballpassagen gezeigt. Doch in der zweiten Halbzeit haben wir zu drucklos agiert, konnten uns nicht entscheidend durchsetzen.«
0:1 Jeske (26./FE)

Ecken: Husum: 3   - Horst: 3
Chancen: Husum: 7   - Horst: 3
Zuschauer: 244
Schiedsrichter: Oliver Schmäl (Heikendorfer SV)
gelbe Karten: Husum: Andresen (45.), Strüning (76.)  -  gelb/rot: Strüning (76.) weg. unsportlichem Verhalten

HSV: Molinas - Strüning, Andresen, Rettkowski, Berger - Herpel (79. Rizos), Saeltz, Steglich, Petersen (83. Kiesbye) - Otto, Müller.

11. Oktober 2008 · H

Husumer SV steckt tief in der Krise  

Die Husumer SV geht in der Schleswig-Holstein-Liga ganz schweren Zeiten entgegen. Gegen Aufsteiger VfR Horst gab es eine vermeidbare 0:1 (0:1)-Niederlage. Husum liegt nur noch einen Rang vor einem Regelabstiegsplatz
Der Husumer Martin Herpel (re.) kommt vor seinem Horster Gegenspieler Marko Strauer an den Ball. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Während der TSV Kropp mit einem souveränen 3:0 gegen den Heikendorfer SV wieder aufsteigende Tendenz zeigt, geht die Talfahrt der Husumer SV ungebremst weiter. Auch gegen den VfR Horst setzte es eine Niederlage. Flensburg 08 erspielte sich beim 2:2 beim Eckernförder SV einen Punkt. Gleich drei Zähler nahm Schleswig 06 aus Altenholz mit. Der Siegtreffer in der Nachspielzeit machte die anschließende Mannschaftsfeier noch ausgelassener. Die Partien von Spitzenreiter Holstein Kiel II und Verfolger VfR Neumünster wurden verlegt.

Husum (ree) – Die Husumer SV konnte ihre bevorzugte Fahrtroute in der Schleswig-Holstein-Liga nicht korrigieren: Es geht weiter abwärts. Beim 0:1 (0:1) gegen den VfR Horst spielten die Nordfriesen zwar ganz passabel, erreichten in den finalen Szenen aber erneut keine Effektivität.

„Ab jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel“, gab SV-Coach Carsten Groth nach Spielschluss zu Protokoll und sprach damit das an, was alle fühlen: Die Husumer SV steckt in einer Krise. Wer sie da rausholen kann, ist unklar. Klar hingegen ist die Diagnose: Die Mannschaft hat Ladehemmung.

Ihren Vorsatz, jedenfalls diesem Aufsteiger drei Punkte abzutrotzen, setzten die Husumerhinreichend gut um – besonders im ersten Durchgang. Auffälligster Akteur des Beginns war Sebastian Saeltz, der Aktionen wie in besten Zeiten hatte. Aber auch für ihn galt: Kein Glück im Abschluss. Gleich drei Mal scheiterte Saeltz am guten Horster Keeper Thomas Brandt (7., 8., 17.). Danach wartete Martin Herpel mit großartigen Szenen auf – denen freilich ebenfalls der krönende Abschluss versagt blieb. Schon in der 5.Minute unglücklich mit einer Otto-Flanke, fand er in der 21.Minute gleich zwei Mal hintereinander nicht den Weg in das anvisierte Rechteck – und das aus zentraler Position und kurzer Entfernung. Im Blickpunkt auch hier Horsts Keeper Brandt.

Der VfR, bis dahin nur ein Mal gefährlich durch Patrick Ziller (Molinas hält bravourös/6.), kam in der 26.Minute zu seinem Tor. Es war ein Geschenk des Husumers David Strüning, der den langen Horster Ole Wischmann im Strafraum arg ungeschickt zu Fall brachte. Den Strafstoß verwandelte Tim Jeske sicher zur Horster Führung. SV-Coach Groth hätte besser daran getan, Strüning anschließend auszuwechseln – spätestens zur Pause. Denn der Mann aus der Viererkette ließ sich nach seinem Fehler erst in Diskussionen mit Zuschauern und nach dem Seitenwechsel auch mit dem Unparteiischen ein. Als er später dann restlos „ausflippte“, zeigte der Referee ihm die gelbrote Karte (75.). Eine Schwächung, die man leicht hätte verhindern können.

Es waren nur zwei Chancen, die sich der SV nach dem 0:1 noch zum Ausgleich boten. Nicht viel gegen eine Mannschaft, die nur noch hinten drin stand. In der 38.Minute schoss Marcel Otto etwa vom Elfmeterpunkt knapp überweg, in der 51.Minute scheiterte auch Michael Petersen am VfR-Schlussmann.

Der Aufsteiger brachte nur noch zwei Konter zu Stande, aber die hatten es in sich. SV-Keeper Molinas verhielt sich gegen Jan Behrendt (50.) und Patrick Ziller aber genauso clever wie sein Pendant auf Horster Seite.

Husumer SV: Molinas – Strüning, Rettkowski, Andresen, Berger – Saeltz, Herpel (78.Rizos), Steglich, Petersen (83.Kiesbye) – Otto, Müller.
VfR Horst: Brandt – Strauer – Zimmat, Hansen (81.Rammer) – Sottorf, P.Ziller, Behrendt (58.Krawutschke), A.Ziller, Graf – Wischmann (72.Suter), Jeske.
Schiedsrichter: Oliver Schmäl (Heikendorfer SV) – Zuschauer: 250 – Beste Spieler: P .Ziller, Zimmat/Molinas, Saeltz.

13. Oktober 2008 · Flensburger Tageblatt

Horst gewinnt in Husum durch Jeske-Elfer

Husum (schö) – Der VfR Horst kommt in der Schleswig-Holstein-Liga immer besser in Fahrt. Vor 245 zahlenden Zuschauern in der Stormstadt Husum sicherten sich die Süd-Steinburger bei der Husumer SV verdientermaßen mit 1:0 (1:0) den vierten Saisonsieg.

Im Vergleich zur Vorwoche begannen die Clasen-Schützlinge von Beginn an sehr konzentriert und verzeichneten gleich in den ersten fünf Minuten zwei Schussmöglichkeiten durch Patrick Ziller. In der Folgezeit entwickelte sich eine wechselhafte Begegnung, in der es hin und her ging, ehe in der 26. Spielminute Patrick Ziller auf Ole Wischmann quer legte, dieser in den Husumer Strafraum eindrang und von Strüning von den Beinen geholt wurde –Elfmeter für den VfR. „Eine klare Sache“, so der Horster Sprecher Manfred Atzmüller. Tim Jeske verwandelte den Strafstoss ganz sicher, verlud Husums Keeper Molinas – 0:1.

„Von diesem Schock nach knapp einer halben Stunde erholte sich der Gastgeber bis zur Halbzeit dann nicht mehr“, schilderte Atzmüller die Restspielzeit bis zur Pause.

Nach dem Wechsel verstärkten die Nordfriesen den Druck, doch der sichere VfR-Keeper Thomas Brandt ließ nichts mehr anbrennen, hielt das Zu Null fest. Bei den Gegenangriffen der Horster verzeichneten insbesondere Tim Jeske und Patrick Ziller Möglichkeiten, um den Sack vorzeitig zuzumachen. „Mit zunehmender Spieldauer fehlte den Jungs die Kraft, um die Konter erfolgreich zu Ende zu spielen“, meinte Atzmüller, der dem gesamten Team für die gezeigte geschlossene Mannschaftsleistung aber ein dickes Lob zollte.

Kompliment an die Truppe auch von Trainer Uwe Clasen: „Wir sind glücklich, in Husum gewonnen zu haben und ich denke auch verdient als Sieger vom Platz gegangen. Ich erinnere mich in der zweiten Halbzeit an keine Szene, wo wir noch ernsthaft in Gefahr gerieten. Wir haben das clever ausgespielt und uns jetzt im unteren Mittelfeld festgesetzt, was nach dem Saisonstart so nicht zu erwarten war.“

Die Hausherren schwächten sich in der Spielendphase übrigens noch selbst, als Strüning in der 75. Minute nach der gelben Verwarnungskarte auf Anraten von Schiedsrichter Oliver Schmäl aus Heikendorf, sich auswechseln zu lassen, mit einem Wutausbruch reagierte und folgegemäß die gelb-rote Karte sah.

Statistik
Husumer SV: Molinas - Strüning, Andresen, Rettkowski, Berger, Saeltz, Müller, Steglich, Otto, Herpel (80. Rizos), Petersen (84. Kiesbye). 
VfR Horst: Brandt – Hansen (80. Rammer), Strauer, Zimmat, Sottorf, P. Ziller, Graf, A. Ziller, Jeske, Wischmann (70. Suta), Behrendt (57. Krawutschke). 
SR: Oliver Schmäl (Heikendorf)
Zuschauer: 245
Tor: 0:1 (26./FE) Jeske.
Gelb-Rot: Strüning (75./Husum/Unsportlichkeit).
13. Oktober 2008 · Norddeutsche Rundschau

Husumer SV verschenkte drei Punkte

Mangelhafte Chancenauswertung führte zur 0:1 Niederlage gegen Horst

HUSUM. Die Husumer SV musste sich in der Schleswig-Holstein dem Aufsteiger vom VfR Horst mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Obwohl die Mannschaft von Trainer Carsten Groth deutlich mehr vom Spiel hatte, reichte dem Aufsteiger ein einziger Treffer, um drei Punkte von der Westküste zu entführen. »Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, haben gut kombiniert und tolle Ballpassagen gezeigt. Doch in der zweiten Halbzeit haben wir zu drucklos agiert, konnten uns nicht entscheidend durchsetzen«, fasste HSV-Trainer Carsten Groth das Spiel seiner Mannschaft zusammen und spielte damit indirekt auf die mangelhafte Chancenauswertung der HSV an. Denn die Möglichkeit, einen »Dreier« zu landen war durchaus vorhanden.

Bereits in der fünften Spielminute vergab Martin Herpel eine sehr gute Gelegenheit. Er verfehlte das Gäste-Tor per Kopf nur um Zentimeter. Und auch der Treffer von Torjäger Gerrit Müller (16.) wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Besser machten es die Gäste vom VfR Horst, die eine ihrer wenigen Tormöglichkeiten sofort ausnutzten. Ole Wischmann drang in den Husumer Strafraum ein und konnte nur noch mit einem Foul von David Strüning gestoppt werden. Timm Jeske (26.) ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:0.

Dass die geplante Aufholjagd der Gastgeber in Durchgang zwei wirkungslos blieb, lag unter anderem daran, dass die HSV ab der 76. Spielminute in Unterzahl agieren musste. David Strüning erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst, indem er sich die Gelb-Rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens abholte. Das treffende Fazit des strahlenden Gäste-Trainers, Uwe Clasen, lautete: »Der Erfolg ist zwar glücklich, aber letztlich nicht unverdient.«

13. Oktober 2008 · Flensborg Avis

VfR Horst in Husum nicht ohne Chancen

Horst (ml) – Den nächsten Schritt zum „„Auswärtstripple“ machen heute die Fußballer des VfR Horst. Nach dem 1:1 beim TSV Altenholz gastiert der SH-Liga-Aufsteiger ab 15 Uhr bei der Husumer SV, ehe es am kommenden Sonnabend zum Heider SV geht.

Vier Punkte möchte VfR-Coach Uwe Clasen gern aus diesen drei Partien auf fremden Plätzen mitnehmen. Ein realisierbares Ziel, dafür sollten die Steinburger aber bei den Nordfriesen unbedingt punkten. „Wir sind dort sicher nicht chancenlos“, ist sich Clasen sicher. „Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen sollten wir dranbleiben – die Partie in Husum ist völlig offen. Die Tagesform dürfte entscheiden.“

Trotz des erfolgreichen Zwischenspurts, der das Horster Team auf einen Nicht-Abstiegsplatz brachte, ist man beim VfR noch nicht wunschlos glücklich. Spielerisch hat das Team durchaus noch Luft nach oben und auch mit dem Zweikampfverhalten war Clasen speziell in Altenholz gar nicht zufrieden. „Dort kamen wir überhaupt nicht richtig in die Zweikämpfe, sondern haben lediglich Begleitschutz gegeben“, kritisiert Clasen. „Da haben wir unter der Woche im Training angesetzt.“

Auch das schnelle Spiel in die Spitze müsse deutlich verbessert werden, schließlich habe man vorne ja extrem schnelle und schussstarke Offensivleute. „Diesbezüglich haben wir in Altenholz zuviel Geplänkel abgeliefert.“

Auch wenn der Horster Coach also durchaus Ansätze zur Kritik beim eigenen Team sieht, scheint der VfR vor allem in der Defensive (zwei Gegentore in den letzten drei Spielen) derzeit doch eine etwas größere Stabilität aufzuweisen als die Husumer.

Die Stormstädter wollten sich eigentlich durch Siege in drei aufeinander folgenden Spielen gegen Aufsteigerteams punktemäßig weit nach vorn bringen, aber nach dem 1:4 in Schleswig und dem sehr schmeichelhaften 1:1 gegen Eckernförde wächst der Druck für das Team von Neu-Trainer Carsten Groth vor der Partie gegen die Horster. „Es ist Zeit für einen Dreier“, sagt Husums Coach unmissverständlich. Groth muss dabei wohl auf seinen Routinier Ingo Cornils verzichten, kann aber wieder auf die zuletzt angeschlagenen Sascha Rettkowski und Martin Herpel zurückgreifen.

VfR-Trainer Uwe Clasen will personell wenig an seiner Mannschaft ändern. Nicht dabei sein kann aus beruflichen Gründen Dennis Friedrich sowie die langzeitverletzten Holger Lange und Yves Schumann. Ansonsten sind alle Mann an Bord, so dass Patrick Mackiewicz an die Horster Zweite abgegeben werden kann. Als zweiter Torhüter hinter Thomas Brandt wird Torsten Bubat die Reise an die Nordsee antreten.

11. Oktober 2008 · Norddeutsche Rundschau

Groths Appell: "Es ist Zeit für einen Dreier"

1:4 in Schleswig, 1:1 gegen Eckernförde – gegen die zwei Neulinge hat sich die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Am Sonnabend (15 Uhr) kommt mit dem VfR Horst ein weiterer Aufsteiger ins Friesenstadion.
Birger Andresen will mit der Husumer SV gegen Horst durchstarten. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – Drei Spiele hintereinander gegen ehemalige Bezirksoberligisten (Schleswig, Eckernförde, Horst) – die Optimisten im Lager der Husumer SV hatten da ganz sicher neun Punkte im Visier. Einer ist es bisher geworden, vier könnten es am Sonnabend noch werden. Wenn, ja wenn die Stormstädter wenigstens gegen den VfR Horst einen Sieg rausschlagen. Um 15 Uhr sind die Steinburger mit Trainer Uwe Clasen zu Gast im Friesenstadion.

„Es ist Zeit für einen Dreier“, verkündet denn auch Trainer Carsten Groth, der das 1:1 gegen den Eckernförder SV nicht miterlebt hat. Zuversichtlich stimmt ihn, dass mit Martin Herpel und Sascha Rettkowski zwei Stammakteure wieder mit von der Partie sind. Dafür wird allerdings Ingo Cornils fehlen – und das wahrscheinlich für längere Zeit.

Es ist die Ferse, die dem 32-Jährigen wieder zu schaffen macht. Sicherlich eine Schwächung des Teams, denn Cornils mit seiner Erfahrung und seiner Umsicht wäre in dieser Phase eine große Hilfe für die Mannschaft. Fraglich ist noch der Einsatz von Marcel Otto, der wegen seiner Blessuren aus dem Eckernförde-Spiel zu Wochenbeginn nicht trainiert hat.

„Jetzt müssen wir zeigen, dass wir in die Schleswig-Holstein-Liga gehören“, sagt Carsten Groth und baut damit vor dem Heimspiel den notwendigen Druck bei seiner Mannschaft auf. Ganz genau hat der Trainer registriert, dass der VfR Horst sich nach Anfangsschwierigkeiten an den rauen Wind in der höchsten Landesklasse gewöhnt hat. Seit drei Spieltagen ist die Mannschaft, die im Sommer souverän Meister der Bezirksoberliga West wurde, ungeschlagen.

Wobei auch bei diesem Aufsteiger auffällt: Auswärts spielt er erfolgreicher als zu Hause. „Dort setzen wir uns zu sehr unter Druck“, weiß Uwe Clasen, der alle Mann an Bord hat und frohen Mutes verkündet: „Wir nehmen aus Husum gerne drei Punkte mit.“ Das gelang seinem Team schon bei Comet (3:1) und Kilia Kiel (5:2).

Wie die der Husumer SV ließ allerdings auch die Abwehr des VfR Horst in der zurückliegenden Spielzeit schon 22 Gegentore zu. Da stellt sich automatisch die Frage nach dem Abwehrkonzept. Groth will die Viererkette nicht antasten. Und wird darin unterstützt von Birger Andresen, einem seiner zentralen Figuren in diesem Verband. „Das mit der Viererkette ist schon okay“, sagt der 31-jährige Berufsschullehrer, der auch bedauert, dass sein Klub nicht da steht, wo er stehen könnte.

„Die Husumer SV hat sicherlich andere Ansprüche“, sagt er und weist auf das wesentliche Manko hin: „Es fehlt uns an Qualität und an Quantität.“ Andresen, der sich in jungen Jahren beim TSV Garding erstmals an organisierten Fußballspielen beteiligte, ist aber zuversichtlich, dass wieder bessere Tage kommen. „Wir müssen jetzt Gas geben“, sagt er und man spürt förmlich, dass er dem Spiel entgegen fiebert.

10. Oktober 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Carsten Groth tippt

Husum (ot) – Fußballtrainer Carsten Groth (35) von der Husumer SV tippt für die Eckernförder Zeitung den kommenden Spieltag in der Schleswig-Holsteinliga. Groth wurde in Pinneberg geboren, wuchs aber in Tiebensee/Dithmarschen auf. Der 35-jährige Bankkaufmann wurde in der Jugendabteilung des Heider SV groß und spielte sich Anfang der 1990ger Jahre nach kurzer Zeit in der zweiten Mannschaft schnell in den Ligakader der Ersten, die damals in der Verbandsliga beheimatet war. Doch es ging schnell aufwärts mit dem kleinen HSV, der den Sprung in die Oberliga schaffte. Mittendrin Carsten Groth, der vor allem von seiner Schnelligkeit lebte. Es folgte 2001 der Wechsel zur Husumer SV, mit der er in der Verbandsliga spielte. 2005 dann der Schock: Carsten Groth riss die Achillessehne, das vorzeitige Karriere-Ende drohte. Doch Groth kam noch einmal zurück und hatte als spielender Co-Trainer maßgeblichen Anteil daran, dass Husum den Sprung in die Schleswig-Holsteinliga schaffte. Mit dem Ende der vergangenen Serie wechselte Groth dann ganz die Seiten und wurde Trainer bei der Husumer SV.

 Sonnabend, 11. Oktober, 14 Uhr
TSV Kropp – Heikendorfer SV 1:1

Sonnabend, 11. Oktober, 15 Uhr
Husumer SV – VfR Horst 2:0
FC Kilia Kiel – VfR Neumünster 0:3
TSV Altenholz – SC Schlewig 06 1:1

Sonntag, 12. Oktober, 15 Uhr
Eckernförder SV – Flensburg 08 2:2
VfBLübeck II – Heider SV 1:1
Itzehoer SV – NTSV Strand 08 3:1
SV Henstedt-Rhen – Holstein Kiel 1:4
6. Oktober 2008 · Eckernförder Zeitung
ST 11 20.10.08 Itzehoer SV Husumer SV 2:1

Erste Halbzeit verschlafen!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
 
Der ISV nimmt sofort das Heft in die Hand, gewinnt fast alle Zweikämpfe, ist schneller am Ball und engagiert bei der Sache. Husum reagiert nur, entwickelt überhaupt keine Dynamik. Das Spiel in die Spitze findet nicht statt. 
17.
William Gueridonn wird mit einem schnellen Ball geschickt und tankt sich durch. Nur ein gut aufgelegter Husumer Torhüter Molinas kann ihn stoppen und rettet
18. 
Sebastian Barth zieht aus der Drehung ab. Wieder kann Torhüter Molinas aus kurzer Distanz retten
19.
Nach einer Ecke köpft Matthias Barth knapp am Husumer Tor vorbei
29.
Die verdiente Führung der Hausheeren zeigt die Husumer Unzulänglichkeiten auf. Eine schneller Angriff bringt Sebastian Barth in Position, der noch mehrere Spieler aussteigen läßt und zum 1:0 einschießt. Keeper Molinas hatte keine Abwehrmöglichkeit
33.
Die einzige nennenswerte Husumer Szene: Michael Petersen spielt mehrere Abwehrspieler aus und scheitert nur knapp aus acht Metern an Torhüter Ander
38.
Der zweite Treffer des ISV: Thorben Reibe hat nach einem Freitoß aus zehn Metern keine Mühe und schieß unbehindert ein
 
Halbzeit - Ein Armutszeugnis der Nordfriesen in der ersten Halbzeit. Kein Kampf, kein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage. Husum hatte noch Glück, das der ISV mit seinem flüssigen, schnellen Angriffsspiel nicht mehr Treffer erzielte
 
Nach dem Pausendonnerwetter des Husumer Trainers geht es engagierter und aggressiver in den zweiten Durchgang. Itzehoe wird nun unter Druck gesetzt und Tormöglichkeiten erzielt.
46.
Ein indirekter Freistop auf der linken Seite aus fünf Metern Torentfernung des ISV vergibt Gueridonn
56.
Martin Herpel fasst sich ein Herz und zieht ab. Aus 25 Metern trifft er aber nur den Querbalken 
57.
Der verdiente Anschlusstreffer durch Sebastian Steglich. Nach einem Foul an Gerrit Müller zirkelt er das Leder direkt in den Winkel des Toren zum 2:1
76.
Noch einmal Sebastian Barth in Aktion. Mit einem Alleingang über die linke Seite schießt er den Ball auf das Husumer Tor, Sebastian Steglich rettet auf der Linie
 
Husum nur noch im Vorwärtsgang, Itzehoe zieht sich komplett in den eigenen Strafraum zurück, will den Sieg über die Zeit retten. Den Nordfriesen gelingen zwar einige gelungene Aktionen in der Offensive, doch zwingende Ausgleichschancen ergeben sich nicht mehr.
Trainer Carsten Groth  »Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, das war einfach desolat. Wir haben nicht dagegen gehalten, einfach alles über uns ergehen lassen. Die zweite Halbzeit war o. k., aber leider haben wir zu wenig Chancen herausgearbeitet.«
1:0 S. Barth (29.), 2:0 Reibe (38.), 2:1 Steglich (57.)

Ecken: Husum:4   - ISV: 8
Chancen: Husum: 3   - ISV: 7
Zuschauer: 200
Schiedsrichter:Marten Lühr (FC Krogaspe)
gelbe Karten: Husum: Steglich (35.), Rettkowski (51.), Müller (65.), Andresen (74.), Herpel (82.)

HSV: Molinas - Schröder (46. Kiesbye), Andresen, Rettkowski, Berger - Herpel, Saeltz, Steglich, Petersen - Otto (79. Rizos), Müller.

19. Oktober 2008 · Norddeutsche Rundschau

Desolate erste Halbzeit

ITZEHOE. Es bleibt dabei - die Husumer SV kommt in der Schleswig-Holstein-Liga nicht über die Rolle eines Abstiegskandidaten hinaus. Den erneuten Beweis dafür lieferten die Nordfriesen im Auswärtsspiel beim Itzehoe SV, an dessen Ende eine verdiente 1:2 Niederlage stand. »Die erste Halbzeit war desolat und entscheidend für die Niederlage«, ärgerte sich Husums Trainer Carsten Groth und richtete den Blick auf das schwere Heimspiel gegen Neumünster am kommenden Wochenende.

In den ersten 45 Minuten waren die Gastgeber in allen Belangen präsenter und setzten sich gegen eine enttäuschende Husumer Mannschaft nach Treffern von Sebastian Barth (29.) und Thorben Reibe (38.) mit 2:0 in Front. Erst nach Wiederanpfiff zeigten die Nordfriesen ihr wahres Gesicht und starteten die Aufholjagd. Deutlich aggressiver im Auftreten bekam die Groth-Auswahl das Spiel in den Griff und drängten die Platzherren in dessen eigene Spielhälfte. Martin Herpel hatte zunächst mit seinem Schuss Pech, der Ball landete am Querbalken. Wenig später fiel dann doch der Anschluss zum 1:2 (57.).

Sebastian Steglich hatte mit einem schönen Freistoß-Treffer aus rund 18 Meter Torentfernung den Anschluss erzielt. Husum blieb auch in der Folgezeit am Drücker, zwingende Torchancen blieben allerdings aus.

20. Oktober 2008 · Flensborg Avis

ISV macht es beim 2:1 gnädig mit Husum

Der Itzehoer SV schlug gestern die Husumer SV mit 2:1. Trotz des knappen Spielausganges hatte die Lehmwohldelf das Spiel fest im Griff. Die Torausbeute hätte allerdings höher sein können.
Verwirrung im Husumer Strafraum: Lennart Dora verfehlt das Leder aber genauso wie die Husumer Michael Berger, Birger Andresen und Torhüter Melf Molinas. Foto: gs

Itzehoe (rst) – Mit dem zweiten Sieg im dritten Heimspiel hintereinander hat der Itzehoer SV den Kontakt zum oberen Mittelfeld der Schleswig-Holstein-Liga hergestellt. Beim 2:1 über die Husumer SV hätte die Lehmwohldelf allerdings etwas mehr fürs Torverhältnis tun können, doch zahlreiche Torchancen blieben ungenutzt. „Ich weiß nicht, warum wir es immer so spannend machen müssen“, klagte ISV-Coach Frank Pagenkopf nach der Partie. „Die Einstellung war diesmal bei allen über 90 Minuten gut und wir hatten ein deutliches Chancenplus“, ließ ISV-Trainer aber keinen Zweifel daran, dass der Sieg seines Teams hochverdient war. Die Lehmwohldelf hatte die Husumer fast über die gesamte Spielzeit beherrscht. Die Nordfriesen enttäuschten dagegen vor allem in der ersten Halbzeit, fanden aber auch in der zweiten Hälfte kein Mittel, um den diesmal in der Defensive fast fehlerlos spielenden ISV zu gefährden.

Die Gastgeber benötigten gut eine Viertelstunde Anlaufzeit, um die ersten gefährlichen Situationen im Husumer Strafraum herauszuarbeiten. Nachdem William Gueridonn völlig freistehend Husums Torhüter Melf Molinas in die Arme geschossen hatte (16.), scheiterten wenig später Sebastian Barth mit einem Schuss aus der Drehung (18.) und Zwillingsbruder Matthias (20.) mit einem Kopfball aus Nahdistanz. Als Mittelfeldakteur Lennart Dora sich das Leder vor dem eigenen Strafraum energisch erkämpft und Sebastian Barth mit einem Steilpass bedient hatte, war die Itzehoer Führung jedoch fällig: Allein vor Molinas schob Barth das Spielgerät überlegt ins rechte untere Toreck (29.).

Von den Gästen war bis dahin kaum etwas zu sehen. Viele Fehlpässe kennzeichnete das Spiel der Husumer. Dennoch hatte Michael Petersen eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, der nicht energisch genug angegriffen plötzlich allein vor ISV-Torhüter David Ander stand, diesen aber nicht überwinden konnte (32.).

Ansonsten hatten die Itzehoer das Spiel fest im Griff und legten schließlich nach einem Freistoß von Gueridonn durch Thorben Reibe zum 2:0 (39.) nach. Gueridonn vergab vor dem Wechsel eine weitere Großchance, so dass die Gäste zur Pause mit zwei Treffern noch gut bedient waren.

HSV-Trainer Carsten Groth versuchte im zweiten Durchgang mit der Einwechselung von Giesbye für Abwehrspieler Schröder mehr Schwung in die Offensive seiner Elf zu bringen, was zunächst jedoch keine Wirkung zeigte. Im Gegenteil: William Gueridonn (46. und 50.) hatte zwei weitere Möglichkeiten für den ISV. Als Martin Herpel aber einfach einmal aus 30 Metern abgezogen und die Querlatte getroffen hatte (55.), kam Husum besser ins Spiel und schaffte nach einem unnötigen Leskien-Foul per Freistoß den Anschlusstreffer – Sebastian Steglich hatte das Leder über die Itzehoer Mauer ins linke Toreck gezirkelt (57).

Mehr Chancen ließen die diesmal in der Defensive sehr aufmerksam spielenden Itzehoer aber nicht zu. Den Gästen fehlte im Angriff einfach die Zielstrebigkeit, um für Gefahr vor dem Tor von David Ander zu sorgen. Wesentlich gefährlicher waren die Konter des ISV. Torhüter Melf Molinas musste mehrfach klären und hatte darüber hinaus noch das Glück des Tüchtigen als Steglich für ihn gegen Sebastian Barth auf der Torlinie rettete (75.).

Husum ist nun endgültig auf den Abstiegsrängen angekommen. „Für uns ist jede Partie ein Endspiel“, sagte Trainer Carsten Groth. „Doch so wie in der ersten Halbzeit, darf man sich nicht präsentieren. Nach dem Anschlusstreffer keimte zwar etwas Hoffnung auf, aber im Spiel nach vorn waren wir nicht effektiv genug. Die zweite Hälfte war in Ordnung, das Spiel haben wir allerdings schon vor der Pause verloren.“

Der Itzehoer SV hatte vor allem im Mittelfeld deutliche Vorteile. Die zweikampfstarken Jörn Beckmann, Lennart Dora Björn Zabojnik und Thorben Reibe angelten sich immer wieder das Leder und inszenierten gefährliche Vorstöße. Auch der später eingewechselte A-Jugendliche Julien Thoms fügte sich nahtlos ein und feierte einen gelungenen Einstand im Ligateam.

Statistik
Itzehoer SV: Ander – Thede, Leskien, M. Barth, Schümann (87. Wulf) – Beckmann, Dora, Reibe, Zabojnik – Gueridonn (61. Thoms), S. Barth (90. Kohn)
Husumer SV: Molinas – Schröder (46. Kiesbye), Rettkowski, Andresen – Herpel, Sältz, Steglich, Berger, Petersen – Müller, Otto (79. Rizos)
Schiedsrichter: Lühr (Krogaspe)
Zuschauer: 200
Tore: 1:0 S. Barth (29.), 2:0 Reibe (39.), 2:1 Steglich (57.
20. Oktober 2008 · Norddeutsche Rundschau

Eine Halbzeit lang völlig von der Rolle

Husumer SV verliert 1:2 beim Itzehoer SV
Zu spät: Martin Herpel (links) und Sascha Rettkowski müssen den Itzehoer Thorben Reibe (rechts) ziehen lassen. Foto: Lemm

SH-Liga: Die Übersicht
Au weia, Strand 08! Der Aufsteiger bekam vom Ex-Oberligisten Henstedt-Rhen beim 0:10 richtig das Fell über die Ohren gezogen. Bestes Team aus dem Norden ist als Fünfter Aufsteiger Schleswig 06, das den TSV Kropp (Elfter)mit 3:0 besiegte. Einen Punkt und einen Platz hinter den Schwarz-Weißen liegt Flensburg 08 nach dem 3:1 gegen Kilia Kiel. Ganz düster sieht's für die Husumer SV nach dem 1:2 in Itzehoe aus. Die Nordfriesen belegen erstmals Abstiegs-Rang 15 und am Sonnabend kommt der VfR Neumünster...

Itzehoe (rst) – Er war sauer. „So wie in der ersten Halbzeit darf man sich nicht präsentieren. Nach dem Anschlusstreffer keimte zwar etwas Hoffnung auf, aber im Spiel nach vorn waren wir nicht effektiv genug. Die zweite Hälfte war in Ordnung, das Spiel haben wir allerdings schon vor der Pause verloren.“ So kommentierte Carsten Groth, Trainer des SH-Ligisten Husumer SV, das 1:2 (0:2) beim Itzehoer SV, das die Nordfriesen auf einen Abstiegsplatz abrutschen lässt.

Nach einigen guten Itzehoer Chancen „klingelte“ es erstmals nach 29 Minuten: Sebastian Barth tauchte allein vor Molinas auf und schob den Ball ins rechte untere Toreck. Von den Gästen war bis dahin kaum etwas zu sehen gewesen. Viele Fehlpässe kennzeichnete das Spiel der Husumer. Dennoch hatte Michael Petersen eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, der nicht energisch genug angegriffen plötzlich allein vor ISV-Torhüter David Ander stand, diesen aber nicht überwinden konnte (32.).

Ansonsten hatte die Lehmwohldelf das Spiel fest im Griff und legte schließlich nach einem Freistoß von Gueridonn durch Thorben Reibe zum 2:0 (39.) nach.

Carsten Groth versuchte im zweiten Durchgang mit der Einwechselung von Sebastian Kiesbye für Abwehrspieler Erik Schröder mehr Schwung in die Offensive seiner Elf zu bringen. Das blieb zunächst ohne Wirkung. Als Martin Herpel aber einfach einmal aus 30 Metern abgezogen und die Querlatte getroffen hatte (55.), kam Husum besser ins Spiel und schaffte per Freistoß den Anschlusstreffer – Sebastian Steglich hatte das Leder über die Itzehoer Mauer ins linke Toreck gezirkelt (57.).

Mehr Chancen ließen die diesmal in der Defensive sehr aufmerksam spielenden Itzehoer aber nicht zu.

Husumer SV: Molinas – Schröder (46. Kiesbye), Rettkowski, Andresen – Herpel, Saeltz, Steglich, Berger, Petersen – Müller, Otto (79. Rizos). Schiedsrichter: Lühr (Krogaspe). Zuschauer: 200.

20. Oktober 2008 · Flensburger Tageblatt

Husum kommt mit ISV-Schreck Müller

Im dritten Heimspiel hintereinander erwartet der Itzehoer SV am Sonntag die Husumer SV im Driver & Bengsch-Stadion. Anpfiff ist um 15 Uhr.
Trifft gegen den ISV besonders gern: Husums Gerrit Müller (li.), hier gegen Adnan Sacipi, der morgen fehlt.

Itzehoer (rst) – Mitten in der Hinrunde gibt es in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga bereits die erste Rückrunden-Partie. Weil die Spielplangestalter auch in dieser Saison „gefuscht“ haben, bestreiten einige Vereine jetzt – wie der ISV – drei Heimspiele hintereinander, oder müssen – wie der VfR Horst – dreimal auswärts antreten. ISV-Trainer Frank Pagenkopf lässt diese Konstellation kalt. Für ihn ist viel wichtiger, dass seine Mannschaft die Fehler im Defensivbereich abstellt, die unter anderem auch im ersten Saisonspiel in Husum dem Gegner das Siegen leicht gemacht hatten. „Wir sind im Angriff immer für einen Treffer gut. Aber leider gilt das auch für unsere Hintermannschaft, die die anderen Teams immer wieder zum Toreschießen einlädt. Ich hoffe, dass sich das ändert und wir endlich einmal zu Null spielen“, sagt Frank Pagenkopf.

In Husum hatte der ISV immerhin drei Treffer erzielt, allerdings auch fünf kassiert. Das Husumer-Angriffsduo Müller/Hertting war nicht in den Griff zu bekommen. Das soll sich diesmal ändern, zumal „ISV-Schreck“ Gerrit Müller (schoss in der vergangenen Saison sechs Tore gegen die Lehmwohldelf) zuletzt Ladehemmung hatte und Lukas Hertting seinen Platz seit geraumer Zeit an Marcel Otto verloren hat.

„Wir haben gegen Husum einiges gutzumachen. Nachdem wir zuletzt dreimal gegen die Nordfriesen verloren haben, ist nun eigentlich einmal wieder ein Sieg fällig“, hofft Frank Pagenkopf, der weiterhin auf Nicolaj Justus verzichten muss, der sich im Training erneut verletzt hat. Ebenfalls fehlen werden aus beruflichen Gründen Adnan Sacipi und Mario Awiszus. Außerdem sind Berat Sacipi und Kadir Özcan Rot-gesperrt, so dass dem ISV-Coach langsam das Personal ausgeht. Immerhin kann der ISV-Coach gegenüber dem letzten Spiel gegen Strand unverändert auflaufen. Im U21-Spiel unter der Woche gab es allerdings mit Christoph Kohn aus der zweiten Mannschaft und Constantin Gerulat aus der A-Jugend zwei Akteure die sich wärmstens für einen Einsatz in der SH-Liga empfohlen haben.

Die Husumer Spielvereinigung musste zuletzt mit dem 0:1 gegen den VfR Horst eine ganz bittere Pille schlucken und steht mittlerweile auf Rang 14 mit dem Rücken zur Wand. In Itzehoe will das Team von Trainer Carsten Groth das Ruder wieder herumreißen und könnte mit einem Sieg punktemäßig zu den Gastgebern aufschließen. Dies gilt es für den ISV zu verhindern, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf eine beruhigende Distanz zu halten.

18. Oktober 2008 · Norddeutsche Rundschau

Husum zu Gast in Itzehoe: Macht es in den Spieler-Köpfen endlich klick?

Husum (ree) – Vierter Spieltag der Saison 2005/06 in der Fußball-Verbandsliga: Die Husumer SV war schlecht gestartet und fuhr zum Auswärtsspiel nach Itzehoe. Mit im Bus und später auf dem Platz Björn Fleige, der sich eigentlich aus der Liga verabschiedet hatte. Mit zwei Toren trug er maßgeblich zum 3:0 der Nordfriesen bei. Der Knoten bei den Nordfriesen war geplatzt.

Ist ein solches Szenario auch am Sonntag (Anstoß in Itzehoe um 15 Uhr) denkbar? „Nein, das steht aktuell nicht an“, sagt Carsten Groth, der seine Mannschaft nicht in der Krise sieht. Aber der Husumer Trainer räumt ein, dass er mit Fleige seit langem wegen eines eventuellen Mitwirkens im Gespräch ist. Groth hat eine andere Empfehlung für sein Team. „Wir müssen jetzt Charakter zeigen. Und die Ladehemmung muss aufhören.“ Aber wie beseitigt man Ladehemmung? Das Toreschießen war gerade gegen die Steinburger in der Vergangenheit kein Problem. Auch im Hinspiel dieser Saison nicht. 5:3 wurde der ISV im August bezwungen. Und wieder war Gerrit Müller, der in der Saison davor alle sechs Treffer gegen den ISV erzielt hatte, mit zwei Toren beteiligt. „Wir müssen uns darauf besinnen, dass wir damals gegen Itzehoe sogar einen Rückstand aufgeholt haben“, sagt Groth und appelliert an den Kampfgeist seiner Schützlinge. Der Trainer weiß aber auch, dass es nicht reicht, wenn die Füße funktionieren. „Im Kopf muss es klick machen“, so Groth.

Bei den Husumern fehlt aus privaten Gründen David Strüning, der gegen den VfR Horst die gelbrote Karte erhielt. „Darüber muss ich mit ihm noch reden“, sagt Groth. Ingo Cornils will sich trotz seiner Probleme am Fuß auf der Ersatzbank bereithalten.

In Bestbesetzung kann der ISV die Revanche gegen die Nordfriesen in Angriff nehmen. Wobei Trainer Frank Pagenkopf immer noch der Meinung ist, dass seine Mannschaft das Hinspiel nicht abgeben durfte. „Wir waren völlig undiszipliniert“, sagt er in der Rückschau. Diesmal hat er auch William Gueridonn dabei, sein Enfant terrible. Der macht den Unparteiischen und seinem Verein in letzter Zeit erstaunlich wenig Kummer und konzentriert sich ganz auf das, was er vortrefflich kann: Fußball spielen. Zuletzt beim 4:2 gegen Strand 08 hat er sogar doppelt getroffen. Husum sollten auf ihn achten.


• Der Fan- und Mannschaftsbus startet um 12.15 Uhr am Vereinsheim.

17. Oktober 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 12 26.10.08 Husumer SV VfR Neumünster 2:2

Es war mehr drin!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
8.
Die Anfangsphase gehört den Gästen, die prompt zwei Torchancen herausspielen. Zunächst scheitert Marinko Ruzic aus kurzer Distanz. Nach einen Fehlpass der Hausherren in Position gebracht, trifft er den Ball aber nicht richtig
18.
Franko Milbradt köpft nach einem Eckball das Leder nur um Zentimeter am Pfosten vorbei
19.
Die Nordfriesen kommen immer besser ins Spiel, kämpfen um jeden Ball. Nach herrlicher Vorarbeit von Marcel Otto, der sich über die rechte Seite durchtankt, kommt der Ball zu Gerrit Müller. Husums Stürmer schießt nicht selbst, sondern schiebt auf den besser postierten Sebastian Kiesbye, der zum 1:0 einnetzt
25.
Husum jetzt die bessere Mannschaft, immer wieder gefährlich vor dem Tor. Wieder ist Gerrit Müller durch, sein Zuspiel auf den frei stehenden Kiesbye ist aber zu ungenau
26.
Die Nordfriesen wie aus einem Guß: Ein 14-Meter-Knaller von Michael Petersen kann von Torhüter Özdemir nur mit Mühe pariert werden
29.
Gerrit Müller scheitert vor dem schon leeren Tor an seinen Nerven. Özdemir kommt nicht an den Ball
34.
Das verdiente 2:0: Nach einem Flankenlauf durch Marcel Otto kommt das Leder auf Sebastian Saeltz, der aus zehn Metern einschießt
44.
Kurz vor der Pause Aufregung im Husumer Strafraum. Franko Milbradt kommt nach einer Unaufmerksamkeit der Hausherren zum Kopfball. Zum Glück für die Husumer klatscht das Leder nur an den Querbalken
 
Halbzeit - Bei typisch Husumer Wetter (Regen - starker Wind) zeigen die Husumer endlich, was in Ihnen steckt. Mit viel Einsatz und Kampf wollen die Spieler die vergangenen Wochen vergessen machen und haben Erfolg. Die verdiente Pausenführung ist mehr als verdient und hätte noch höher ausfallen können
 
Neumünster nimmt in der zweiten Halbzeit dem Kampf an und drängt auf den Anschlusstreffer. Doch die Nordfriesen halten super dagegen, egalisieren die technischen Vorteile der Gäste mit viel Einsatz.
58. 
Michael Petersen wird von Gerrit Müller in Szene gesetzt. Petersen´s Schuss aus zwölf Metern kann Torhüter Özdemir mit Mühe parieren
75.
Gerrit Müller alleine vor dem Keeper, hätte alles klar machen können. Zu überhastet drischt der Husumer das Leder ans Außennetz. Bei einem möglichen 3:0 wäre der Drops vermutlich gelutscht gewesen!
76.
Überraschend der Anschlusstreffer der Gäste. Nach einem Fehler der Husumer Abwehr markiert Ruzic das 2:1
80.
Nach einem Foul von Martin Herpel an Bock im Strafraum (und anschließender gelb/roter Karte) kommt Neumünster zum 2:2 Ausgleich. Marinko Ruzic verwandelt den fälligen Elfmeter sicher
85.
Der in der zweiten Halbzeit überragende Ruzic verfehlt das Tor mit einem Heber aus 14 Metern nur knapp
86.
Nach Zuspiel von Müller kommt Sebastian Steglich zum Schuss, verfehlt nur um Zentimeter das Tor
91.
Den Schlusspunkt in einem abwechslungsreichen Spiel setzt Artur Schefer. Sein Freistoß aus 20 Metern trifft die Hintertorstange
Fazit
Ein gutes Spiel der Husumer Mannschaft, die nicht wie ein Abstiegskandidat aussah. Gegen den Favoriten aus Neumünster hielt die Truppe von Carsten Groth dagegen und zeigte endlich eine Reaktion. Mit unbändigem Kampfgeist wurde zumindest ein Punkt gerettet. Es war sogar mehr drin, aber letztlich kann man mit dem Ergebnis leben. Es bleibt zu hoffen, das jetzt der Knoten geplatzt ist. Die Einstellung heute gibt Anlass zur Hoffnung.
Trainer Carsten Groth 
»Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Die Einstellung und die Moral stimmten, wir haben uns gut präsentiert. Im ersten Durchgang waren wir klar besser, in der zweiten Halbzeit schwanden etwas die Kräfte. Doch mit der Punkteteilung kann ich leben.«
1:0 Kiesbye (19.), 2:0 Steglich (34.), 2:1 Ruzic (76.), 2:2 Ruzic (FE/81.)

Ecken: Husum: 2   - NMS: 6
Chancen: Husum: 9   - NMS: 7
Zuschauer: 152
Schiedsrichter: Timo Röntsch (TuS Fleestedt)
gelbe Karten: Husum: Herpel (51.), Petersen (61.), Otto (70.)  -  gelb/rot: Herpel - weg. Foulspiel

HSV: Molinas - Herpel, Andresen, Rettkowski, Berger - Otto (90. Amroun), Saeltz, Steglich, Petersen (76. Rizos) - Kiesbye (80. Schröder), Müller

26. Oktober 2008 · HI

HSV verschenkte zwei Punkte

HUSUM. Vor dem Spiel gegen den VfR Neumünster wäre Husums Trainer Carsten Groth sicherlich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Nach dem 2:2 (2:0) im Fußball-Spiel der Schleswig-Holstein-Liga dürfte er mit Sicherheit den verpassten Chancen nachtrauern, die seine Mannschaft gegen den Favoriten vergeben hatte.

»Wir hatten den VfR am Boden, haben allerdings versäumt, das dritte und vierte Tore nachzulegen. Dann wäre das Thema durch gewesen«, so Groth. Sebastian Kiesbye (19.) und Sebastian Steglich hatten die Nordfriesen vor rund 160 Zuschauern in Front gebracht. Gerrit Müller und auch Michael Petersen vergaben im Anschluss gute Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung. Nach dem Seitenwechsel nutzte Marinko Ruzic einen Fehler in der Husumer Hintermannschaft und erzielte den Anschlusstreffer (76.). Nur vier Minuten später war der VfR-Kapitän wieder zur Stelle, als er einen Elfmeter zum 2:2 Endstand verwandelte. »

Auch wenn mehr drin war, muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, denn sie hat eine kämpferisch starke Leistung gezeigt und diesen einen Punkt verdient«, so Groth nach dem Spiel.

27. Oktober 2008 · Flensborg Avis

2:2 – VfR schrammt an erster Pleite vorbei

Zwei späte Tore von Marinko Ruzic sorgten dafür, dass der VfR auch nach seinem zehnten Saisonspiel in der Schleswig-Holstein-Liga ungeschlagen ist. Nach einem 0:2-Rückstand reichte es gestern bei der Husumer SV wenigstens noch zu einem 2:2.
Kopfball tut weh – VfR-Angreifer Franko Milbradt und Husums Michael Berger (rechts) kneifen lieber die Augen zu. Foto: Schmuck

Husum (Arne Schmuck) – Dass Spiele bei der Husumer Sportvereinigung nicht in die Rubrik „Zuckerschlecken“ fallen, musste Neumünsters Fußball-Schleswig-Holstein-Ligist auch gestern wieder erfahren. Beim Tabellenfünfzehnten schaffte Rasensport nur ein 2:2 und fiel prompt auf Platz 4 zurück. Allerdings hatte Lila-Weiß zur Pause schon mit 0:2 zurückgelegen.

Vor einer für Husumer Verhältnisse ungewohnt spärlichen Kulisse – nur 152 zahlende Zuschauer trotzten dem nordfriesischen Dauerregen – brachten Sebastian Kiesbye (19.) und Sebastian Steglich (34.) die Einheimischen mit 2:0 in Führung, ehe Marinko Ruzic mit seinen Saisontreffern Nummer 10 und 11 noch für den Ausgleich sorgte.

 

Im Würgegriff: VfR-Joker Faruk Celik (li.) herzt Marinko Ruzic nach dessen 2:2-Ausgleichstreffer. Auch Marco Möller freut sich. Foto: Schmuck

In der 76. Minute verwertete der 31-Jährige ein Zuspiel von Marco Möller, nur fünf Minuten später verwandelte der Kroate einen von Martin Herpel an André Bock verursachten Strafstoß zum 2:2. Der bereits verwarnte Herpel musste wegen seines Trittes mit Gelb-Rot vom Platz, sodass Rasensport sogar noch zehn Minuten in Überzahl agieren durfte, durch Faruk Celik (90.) und Artur Schefer per Freistoß an die Hintertorstange (90./+1) aber die daraus resultierenden Gelegenheiten versiebte.

Wohin man nach dem Abpfiff auch schaute, in den Reihen des VfR herrschte Ratlosigkeit, ob man nun lachen der weinen sollte. Schließlich hatte es beim Viertletzten nur zu einem Remis gereicht. „Auf Grund der zweiten Halbzeit, in der wir ein Spiel auf ein Tor zelebriert haben, müssen wir uns ärgern“, entschied sich Gästecoach Ervin Lamce für die Leidensvariante.

Trug gestern die Kapitänsbinde: der zweifache VfR-Torschütze Marinko Ruzic. Foto: Schmuck

"Erste Halbzeit eine Katastrophe"

Husum (sas) – Einmal mehr hatte es der VfR Neumünster Marinko Ruzic (31) zu verdanken, dass eine verloren geglaubte Partie zumindest noch in einen Teilerfolg verwandelt wurde. Der Courier unterhielt sich nach dem Abpfiff in Husum mit dem Doppeltorschützen.

Platt gefragt: Wo stünde der VfR ohne Ihre Treffer?

Es zählt auch bei uns immer nur die Mannschaft. Einer muss die Tore ja machen, wobei es mir egal ist, ob am Saisonende fünf oder 20 Treffer auf meinem Konto stehen.

Sie haben beim Viertletzten nur remis gespielt, aber 0:2 zurückgelegen. Sind Sie eher zufrieden oder enttäuscht?

Wir können glücklich sein, noch einen Punkt geholt zu haben.

Wie bewerten Sie den Spielverlauf?

Die erste Halbzeit von uns war eine Katastrophe, wir haben überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden. In der zweiten Hälfte lief es dann erheblich besser.

Lag es an der neu formierten Dreierkette, dass Sie zunächst keine Linie gefunden haben?

Nein, es wäre zu einfach, der Abwehr den schwarzen Peter zuzuschieben. Außerdem hat der junge Burhan Gülbay da hinten einen richtig guten Job gemacht.

Angesichts der Tatsache, dass Husums sonst so cleverer Angreifer Gerrit Müller gleich drei XXL-Möglichkeiten ausließ (29., 32., 74.), hätte die Partie für die „Veilchen“ auch richtig ins (weinende) Auge gehen können. „Aber wir hatten ebenfalls unsere Chancen. Nur haben wir die Dinger, zumindest in der ersten Halbzeit, nicht reingemacht“, sah Lamce seine vor der Pause auf tiefem, ja morastigem Boden („Hier konnte man alles, nur nicht Fußball spielen.“ – O-Ton Lamce) kaum überzeugende Elf ein ums andere Mal scheitern. So verstolperte erst Ruzic (9.), ehe Hakim Alioua in aussichtsreicher Position zu lange zögerte und Möller nach dem folgenden Alioua-Eckstoß hauchdünn danebenköpfte (jeweils 18.).

Krönung der VfR-Offensivmisere war ein Lattentreffer von Franko Milbradt nach einer Hereingabe von Christopher Kramer (44.). Doch nicht nur vorne ließ Rasensport zunächst Reife vermissen, auch hinten ging es oftmals drunter und drüber. In der auf Grund der Ausfälle von Patrick Amponsah (Rotsperre), Carsten Pukaß (Bänderdehnung) und Jörg Zenker (Zerrung) völlig neu formierten Dreierkette mit dem jungen Burhan Gülbay als zentralem Verteidiger herrschte mehrfach Großalarm. Doch es lag nicht an Gülbay und seinen Nebenleuten, dass Husum vor der Pause mehrfach gefährlich wurde. Vielmehr war es das komplette Rückzugsverhalten der Gäste, das zu wünschen übrig ließ. Erst nach dem 2:0 riss sich der VfR am Riemen und das Heft an sich. Nach dem Wechsel erarbeitete sich Lila-Weiß deutliche Vorteile, verzweifelte jedoch mehrfach an Referee Timo Röntsch, der zwischen der 62. und 65. Minute drei ganz enge Abseitsentscheidungen zu Ungunsten der Gäste auslegte – jedes Mal wäre ein VfR-Akteur alleine auf Husums Torwart Melf Molinas zugesteuert. „Aber auch für den Schiedsrichter ist es bei solch widrigen Verhältnissen wie heute nicht einfach“, nahm Lamce den Unparteiischen in Schutz.

Geschichtchen am Rande: Der vor drei Wochen zurückgetretene VfR-Fußballobmann Manfred Pankonin ist wieder im Amt („Aber alles werde ich nicht mehr machen.“), zudem war das mit Rasensport zusammenarbeitende Reiseunternehmen am Wochenende gleich zwei Mal bei Lila-Weiß vor Ort. Der VfR hatte es versäumt, den für den ursprünglichen Spieltermin am Sonnabend gecharterten Bus abzubestellen. Und so wartete der Fahrer und wartete und wartete ...

Husumer SV - VfR 2:2
Husumer SV: Molinas – Herpel, Rettkowski, Andresen, Berger – Otto (90./+1 Amroun), Steglich, Saeltz, Petersen (77. Rizos) – Müller, Kiesbye (81. Schröder).
VfR: Özdemir – Siedschlag, Gülbay, Schefer – Christophersen – Möller, Ruzic, H. Alioua (38. Kramer), Bock – Milbradt (67. Celik), Sudbrak.
Beste Spieler: Otto, Rettkowski – Ruzic, Milbradt.
Tore: 1:0 Kiesbye (19.), 2:0 Steglich (34.), 2:1 Ruzic (76.), 2:2 Ruzic (81., Foulelfmeter).
SR: Röntsch (Fleestedt).
Gelbe Karten: Herpel (51., Foulspiel), Petersen (60., Foulspiel), Rettkowski (70., Foulspiel) – H. Alioua (31., Foulspiel), Kramer (54., Foulspiel), Ruzic (59., Foulspiel).
Gelb-Rote Karte: Herpel (Husum/80., wiederholtes Foulspiel).
Spielwertung: befriedigend.
Zuschauer: 152 zahlende.
27. Oktober 2008 ·Holsteinischer Courier

2:2 – Husum schnuppert an einer Überraschung

Bis zur Überraschung war es nicht mehr weit. Neun Minuten vor dem Abpfiff führte die Husumer SV gegen den VfR Neumünster noch mit 2:1. Doch dann nutzte Marinko Ruzic einen Foulelfmeter zum 2:2 und bewahrte den Tabellenzweiten der Schleswig-Holstein-Liga vor der ersten Saisonniederlage.
Voller Einsatz: Kopfballduell zwischen Franko Milbradt (Neumünster, li.) und Michael Berger. Foto: sas

SH-Liga: Die Übersicht
Meine Güte, Schleswig 06! Nach dem 2:0 bei Kilia Kiel ist der Aufsteiger jetzt schon Tabellendritter – und das mit negativem Torverhältnis. Die anderen Nord-Teams teilten sich die Punkte mit ihren Gegnern. Das 2:2 der Husumer SV gegen den VfR Neumünster ist als Erfolg zu werten, das Kropper 0:0 gegen den Itzehoer SV weniger. Flensburg 08 erkämpfte in der Nachspielzeit ein 2:2 in Heide. Die Teams aus der Abstiegszone kassierten klare Niederlagen: Strand 08 0:5 bei Comet Kiel, Altenholz 0:4 gegen Henstedt-Rhen.

Husum (ree) – „Das war eine Topleistung meiner Mannschaft und gibt Hoffnung für die nächsten Spiele“, sagte Husums Trainer Carsten Groth. Aber er verbarg auch nicht seine Enttäuschung darüber, dass von den möglichen drei Zählern am Ende nur einer geblieben war.

Es war vor allem die erste Halbzeit, in der die Husumer sich gegenüber ihren letzten Auftritten stark verbessert zeigten. Der Ball lief bei ihnen deutlich besser als bei den favorisierten Holsteinern, die Probleme mit der seifigen Spielfläche offenbarten. Dafür hatten die Stormstädter mit Sebastian Steglich und Sebastian Saeltz die konstruktiveren Akteure im Spielaufbau. Und in Sascha Rettkowski einen Verteidiger, der den VfR um jene wenigen Chancen brachte, zu denen er sich im ersten Spielabschnitt durchrang. Der Husumer rettete gegen Franko Milbradt (8.) und Hakim Alioua (12.) das 0:0.

Viel Wirkung erzielten die Gastgeber über ihre rechte Seite, wo auch das 1:0 entstand. Marcel Otto und Gerrit Müller hießen die Stationen, über die der Ball zu Sebastian Kiesbye gelangte. Der dirigierte das Leder sicher ins Tor (19.). Das hätten alle neun Minuten später auch Müller zugetraut, aber der Husumer hob den Ball aus kurzer Distanz am Torwinkel vorbei. Ein solches Zuspiel (es kam von Steglich) hätte er früher noch während eines Handy-Telefonats verwertet. Diesmal raufte er sich die Haare.

Doch unverzagt erzeugten die Nordfriesen weiter Druck. Was sich auszahlte: In der 33. Minute brachte Steglich ein Otto-Zuspiel zum 2:0 im VfR-Tor unter. Dass es dabei bis zur Pause blieb, verdankte die SV ihrem Keeper Melf Molinas (rettete bravourös gegen Artur Schefer/36.) und der eigenen Querlatte. Dort landete der fulminante Fünf-Meter-Schuss von Franko Milbradt, den kein Keeper der Welt gehalten hätte.

In der zweiten Halbzeit fügte der VfR seinem spielerischen Konzept auch kämpferische Elemente hinzu. Das brachte ihn voran – zunächst aber nur optisch. Der größte Knüller in Sachen Torchancen bot sich auch jetzt den Husumern. Müller schoss das Leder unbedrängt aus halbrechter Position ans Außennetz. Und am Elfmeterpunkt fluchten die, die er besser angespielt hätte (73.).

Die Strafe folgte prompt: Zunächst war es Ruzic, der Molinas mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:1 bezwang (76.). Wenige Minuten später war es Martin Herpel, der sich im Strafraum hart gegen Andre Bock einsetzte. Das Ergebnis: Herpel (gelbrote Karte) flog vom Platz, der Strafstoß unhaltbar zum 2:2 ins Tor (81.). Und auch in diesem Fall trug Ruzic die Verantwortung für den Treffer.

Husumer SV: Molinas – Herpel, Rettkowski, Andresen, Berger – Saeltz, Otto (89. Amroun), Steglich, Petersen (67. Rizos) – Müller, Kiesbye (80. Schröder)
VfR Neumünster: Özdemir – Möller, Siedschlag, Gülbay, Schefer – Christophersen, Alioua (37. Kramer), Ruzic, Bock – Sudbrak, Milbradt (67. Celik).
Schiedsrichter: Timo Roentsch (TuS Fleestedt).
Zuschauer: 150.
Beste Spieler: Steglich, Rettkowski – Bock, Ruzic.

27. Oktober 2008 · Flensburger Tageblatt

VfR: Es wird gebastelt

Nach zwei spielfreien Wochenenden in Folge will der VfR in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga wieder angreifen. Rasensport schlüpft morgen als Tabellenzweiter beim Viertletzten Husumer SV in die Favoritenrolle. Der Anpfiff im Friesenstadion Am Hasselberg ertönt um 14 Uhr.
Spielt er von Beginn an? VfR-Youngster Burhan Gülbay (weißes Trikot), hier im Duell mit Hakan Demirci (SV Henstedt-Rhen), hat zuletzt gut trainiert und klopft ans Tor zur Startelf. Foto: Schmuck

Neumünster (Arne Schmuck) – Sind auch in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga aller guten Dinge drei? Nach zwei spielfreien Wochenenden unternimmt der VfR Neumünster morgen einen weiteren Anlauf, eine Partie über die Bühne zu bringen. Auf dem Programm steht das Auswärtsduell beim Tabellenfünfzehnten Husumer SV (10 Spiele/10 Punkte/18:25 Tore). Von der Papierform her tritt der Tabellenzweite Rasensport (9/19/24:7) als Favorit an.

„Doch in Husum war es für uns nie leicht. Das ist seit jeher ein unbequemes Team, auch wenn es zurzeit auf einem Abstiegsplatz steht“, will VfR-Trainer Ervin Lamce von einem Selbstgänger nichts wissen. Schließlich hat sich die Personallage in der Defensive gegenüber der Vorwoche kaum entspannt. Einzig Kapitän Carsten Pukaß könnte wieder in den Kader rücken, dürfte sich aber nur für einen Notfall bereithalten. Und so muss Lamce wieder basteln, wobei er mit dem Gedanken spielt, einen Youngster in die Startelf zu stellen. „Burhan Gülbay und Adam Raniewicz haben gut trainiert“, verrät der 36-Jährige. Alternativ wären auch die in der Vorwoche angedachten Verschiebungen innerhalb des Teams denkbar. So könnten Patrick Christophersen und André Bock Rollen in der verwaisten Dreierkette übernehmen, Marco Möller einen der beiden „Sechser“ spielen und Hakim Alioua sowie Christopher Kramer die Außenbahnen besetzen.

„Die Duelle mit Neumünster wurden von beiden Seiten immer sehr emotional geführt, waren aber auch stets interessant“, erinnert sich Husums Spielertrainer Carsten Groth, der als Aktiver häufig gegen Rasensport mit von der Partie war. Nach sechs Punkten aus den ersten drei Begegnungen holte sein Team zuletzt nur vier Zähler aus sieben Spielen. „Unsere jungen Leute brauchen noch Zeit. Außerdem haben wir vor der Saison fünf Stammkräfte verloren. Der enorme Umbruch bei uns hinterlässt seine Spuren“, erklärt Groth, der morgen alle Mann an Deck hat. Einen Spielausfall soll es übrigens nicht geben. Groth wörtlich: „Unser Platz kann viel Regen vertragen, und wir wollen ran.“

VfR Neumünster: Özdemir - Siedschlag, Christophersen, Bock - Möller, Schefer - H. Alioua, Ruzic, Kramer - Sudbrak, Milbradt.
Reserve: Holstein - Pukaß (?/Bänderdehnung) Amoako, Gülbay, Raniewicz, Lututala, Celik, I. Alioua.
Es fehlen: Amponsah (für drei Spiele rotgesperrt), Buhrmester (Leistenprobleme), Klüver, da Silva Mendes, Zöchling (alle langzeitverletzt), Ulmer (Muskelverhärtung im Oberschenkel), Zenker (Zerrung).
SR: Röntsch (Fleestedt).
Letzte Duelle: In Neumünster 2:0 für den VfR, in Husum 2:2.
Wettquoten: digibet.com zahlt für einen VfR-Sieg 15,30 für zehn, für ein Remis 38,50 für zehn und für einen Husumer Erfolg 47,50 für zehn.
Courier-Tipp: VfR gewinnt 3:1.
Außerdem spielen (in Klammern Courier-Tipps): heute, 14 Uhr: TSV Kropp - Itzehoer SV (3:2); heute, 15 Uhr: Comet Kiel - Strand 08 (3:1), FC Kilia - Schleswig 06 (1:1), Heider SV - Flensburg 08 (2:1), TSV Altenholz - SV Henstedt-Rhen (2:3), VfR Horst - Eid. Büdelsdorf (1:3); morgen, 14 Uhr: Eckernförder SV - Holst. Kiel II (0:4), VfB Lübeck II - Heikendorfer SV (2:1).
25. Oktober 2008 · Holsteinischer Courier

Wieder sind drei Punkte Pflicht

Tabellenplatz 15, drei der letzten vier Spiele verloren – es lief schon mal besser für die Fußballer der Husumer SV in der SH-Liga. Am Sonntag (14 Uhr) ist der Tabellen-Zweite VfR Neumünster zu Gast im Friesenstadion.
Sascha Rettkowski ist gegen die starke Offensive des VfR Neumünster gefordert. Foto: Staudt

Husum (Ulrich Schröder) – Es herrscht Ruhe. Dort, wo sonst die engagierten Fans der Husumer SV leidenschaftlich über die Spiele diskutieren, tut sich nicht viel. Ein User spottet auf der Homepage des Fanclubs (www.die-macht-von-der-au.de) über „die Husumer Stolper-Vereinigung“, ein anderer beklagt fehlenden Einsatz: „Es genügt nicht, wenn sich nur drei bis vier Spieler den A... aufreißen.“ Das letzte Erfolgserlebnis der Schützlinge von Trainer Carsten Groth liegt schon etwas länger zurück: Am 20. September gab es den 3:0-Heimerfolg gegen Kilia Kiel, es folgten drei Niederlagen und ein Unentschieden.

Aus den Partien gegen die Aufsteiger Schleswig, Eckernförde und Horst holten die Stormstädter nur einen mageren Zähler. Zehn Punkte aus zehn Spielen bedeuten (Abstiegs)-Platz 15 – ein Zwischenergebnis, mit dem man nicht zufrieden sein kann. „Wir haben gewusst, dass es schwer wird“, sagt Trainer Carsten Groth. Immerhin verlor das Team mit Erion Alla, Pierre Becken, Lukas Hertting, Christian Herpel, Simon Harrsen und André Teubler wichtige Akteure, Ingo Cornils ist verletzt und darf derzeit überhaupt keinen Sport treiben.

Der Kader ist klein – das Fehlen verletzter oder gesperrter Spieler ist schwer zu kompensieren. „Bis zur Winterpause müssen wir da durch“, sagt Groth, der zumindest für das Heimspiel gegen den VfR Neumünster am Sonntag (14 Uhr) gegen den VfR Neumünster keine personellen Sorgen hat. Nicht ganz ausgeschlossen, dass in der punktspielfreien Zeit im Winter noch mal „nachgelegt“ wird – wenn denn Verstärkungen auf dem Markt sind.

Der Tabellenplatz des morgigen Kontrahenten VfR Neumünster ist Groth herlich egal. „Wir spielen zu Hause und wollen gewinnen“, so Groth, der die Lila-Weißen als „offensiv- und spielstark“ einschätzt. Eine spezielle taktische Marschroute gibt’s nicht. „Wir müssen 90 Minuten kämpfen und dann werden wir feststellen, ob’s gereicht hat oder nicht.“ Mit dem Einsatz war der Coach bei der 1:2-Niederlage in Itzehoe am vergangenen Wochenende gar nicht zufrieden, zumindest in den ersten 45 Minuten nicht. „Das ist mir ein Rätsel, wie man so auftreten kann“, so Groth kopfschütelnd, der nach eigenem Bekunden in der Pause lauter wurde. Danach lief es zwar besser, reichte aber nur noch zum Anschlusstreffer.

Woche für Woche gibt es unerwartete Ergebnisse in der SH-Liga. „Eckernförde gewinnt in Büdelsdorf, Altenholz holt einen Punkt gegen Holstein II“, zählt Groth auf und wünscht sich, dass auch seine Mannschaft mal für eine positive Überraschung sorgt. Gelegenheit dazu besteht bis zum 21. Dezember noch reichlich – nach dem Neumünster-Spiel sind noch acht Partien zu absolvieren, darunter die Duelle mit Kropp, Flensburg 08 und dem Heider SV, die allesamt im Friesenstadion stattfinden. Ansporn genug für Spieler und Fans – damit es auf dem Platz und im Internet bald wieder lebhafter zugeht.

25. Oktober 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 13 02.11.08 Heikendorfer SV Husumer SV 3:1

Verdiente Niederlage - Nichts dazu gelernt!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
12.
Sebastian Steglich zieht aus 20 Metern ab. Das Leder wird abgefälscht und geht einen Meter über die Querlatte
14.
Die umjubelte Führung der Husumer. Nach einer scharfen Flanke von der linken Seite durch Michael Berger trifft Gerrit Müller volley aus acht Metern zur Führung
15.
Erste dicke Chance durch Manuel Schwenn, der den Ball allerdings am langen Eck vorbei zieht
16.
Sebastian Kiesbye steht nach herrlicher Vorarbeit von Gerrit Müller frei vor Torhüter Bohrmann, der den Schuss mit Mühe noch abwehren kann
17.
Noch einmal Sebastian Kiesbye vor dem Tor, doch sein Ball geht knapp am langen Eck vorbei
19.
Nach einer Unsicherheit der Husumer Abwehr prüft Domenic Kahl Husums Torhüter Molinas, der jedoch sicher pariert
36.
Auch Gerrit Müller kann keine Vorentscheidung einleiten: Sein Heber über den Keeper schlägt Paul Schramm noch von der Linie
37.
Der unnötige Ausgleich der Hausherren. Ein leichter Ballverlust auf der rechten Seite nutzt der frei stehende Patrick Wemmer zum 1:1
42.
Die Führung der Heikendorfer noch vor der Pause: Mit einem direkten Freistoß erzielt Henrik Giese aus 18 Metern ein herrliches Tor - direkt in den Winkel. Vorausgegangen war ein unnötiger Ballverlust der Nordfriesen und ein unnötiges Foulspiel vor dem Strafraum
43.
Manuel Schwenn tankt sich durch die Husumer Abwehr, doch Husums Keeper Molinas bleibt Sieger
 
Halbzeit - Ein unnötiger Rückstand der Husumer, denn die größeren Möglichkeiten hatten die Nordfriesen. Wieder waren leichte Fehler für den Rückstand ausschlaggebend
55.
Patrick Wemmer nutzt eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft und zieht das Leder auch noch an Torhüter Molinas vorbei, trifft völlig unbedrängt zur endgültigen Entscheidung - 3:1
61.
Einen Heber kann David Strüning noch von der Linie schlagen
71.
Einen Kopfball von Domenic Kahl aus kurzer Distanz kann Melf Molinas großartig abwehren
78.
Höchststrafe für David Strüning. In der 46. Minute gekommen, wird er nach einem Disput mit Trainer Groth vom Platz genommen. Er hat anscheinend keine Lehren aus der Vergangenheit gezogen. 
83.
Die einzige Chance der Husumer in der zweiten Halbzeit: Sebastian Steglich zieht aus zehn Metern ab, doch der Ball geht daneben
90.
Stephan v. Malottki stürmt alleine auf das Husumer Tor, doch Torhüter Molinas kann mit vollem Köpereinsatz noch retten
Fazit
Kommentar
Eine gruselige zweite Halbzeit bricht der Husumer Mannschaft endgültig das Genick. Mit einfachsten Mitteln entscheidet der Gegner das Spiel (wie schon vorher Eckernförde, Horst, Itzehoe, Schleswig - das langt anscheinend z. Zt. gegen Husum), denn bei den Gastgebern stimmte die Einstellung. Fußball mit Herz, Einsatz und Kampfbereitschaft oder gar die noch in der Vorsaison vorhandene Zweikampfstärke, das sucht man in Husum derzeit vergebens. Einige Spieler haben es anscheinend immer noch nicht kapiert, das man wieder im Abstiegs k a m p f  steckt. Mit Hacke, Spitze 1-2- 3 kommt man nicht weiter. Leidenschaft und Kampf bis zur letzten Sekunde - das ist jetzt gefragt! Nach der letzten guten Partie gegen Neumünster hatte man endlich wieder ein gutes Gefühl, aber nach der heutigen Begegnung ist auch der letzte Fan desillusioniert. Wenn das so weiter geht, führt kein Weg am Abstieg vorbei. Spieler bitte endlich aufwachen! Auch wenn heute einige Spieler angeschlagen aufliefen oder gar fehlten, muß zumindest der Wille erkennbar sein. Da ist kein Sand im Getriebe - das sind Felsbrocken!
Jetzt ist auch Selbstkritik der Spieler gefragt (z. B. siehe 78. Minute) - ich bin mal gespannt!
Bernd Hulin
Trainer Carsten Groth 
»Ich bin sehr enttäuscht, mit unseren Fehlern haben wir die Partie entschieden.«
0:1 Müller (14.), 1:1 Wemmer (37.), 2:1 Giese (42.), 3:1 Wemmer (55.)

Ecken: Husum: 7  -  Heikendorf: 7
Chancen: Husum: 6   - Heikendorf: 9
Zuschauer: 193
Schiedsrichter:Andreas Raschka (SSV Großensee)
gelbe Karten: Husum: Steglich (67.)

HSV:  Molinas  - Herpel (46. Strüning, 78. Amroun), Schröder, Andresen, Berger, Otto, Saeltz, Steglich, Petersen (56. Rizos) – Kiesbye, Müller

2. November 2008 · HI

Gute halbe Stunde reicht Husum nicht

1:3-Niederlage beim Heikendorfer SV / Schwache zweite Halbzeit

SH-Liga: Die Übersicht
Es bleibt eng im Mittelfeld der SH-Liga – der Tabellenvierte Schleswig 06 (1:1 bei Eider Büdelsdorf) hat gerade mal fünf Punkte mehr als Mitaufsteiger Eckernförder SV auf Platz zwölf. Hinter Eckernförde beginnt die Abstiegszone, der die Husumer SV (15.) nach dem 1:3 in Heikendorf weiter angehört. Der TSV Kropp gewann 3:2 bei Kilia Kiel und zog in der Tabelle an Flensburg 08 vorbei. Die Gelb-Blauen unterlagen Spitzenreiter Holstein Kiel II 0:1. Holstein II führt vor Henstedt-Rhen (3:0 in Horst) und Neumünster (2:0 gegen Strand).

Heikendorf (ree) – Es „müllert“ zwar wieder bei der Husumer SV, aber das allein bringt es auch nicht. Verdient verloren die Stormstädter in der Schleswig-Holstein-Liga beim Heikendorfer SV mit 1:3 (1:2).

Nur zu Beginn der Partie lagen die Vorteile bei den Nordfriesen – und durch Müller schafften sie sogar die Führung. In der 14. Minute nutzte der Torjäger eine Hereingabe von Michael Berger zum 0:1. Das hätte zuvor auch Sebastian Steglich schießen können, der mit seinem 20 m-Schuss knapp scheiterte (12.). Aber auch die Chancen von Sebastian Kiesbye (16., 17.) bewiesen, dass die Gäste nicht ohne Ambitionen waren.

Müller hatte sogar noch das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Paul Schramm, der seinen Heber von der Linie schlug (36.). Dann fanden sich aber auch die Gastgeber und in der Husumer Abwehr wurde Sascha Rettkowski (krank) schmerzhaft vermisst. Hier und da wurde geschlampt und fortan kam Heikendorf zu Chancen. Die nutzte der Gastgeber ohne Umschweife. Patrick Wemmer (37.) glich aus, fünf Minuten später zirkelte Henrik Giese einen 18 m-Freistoß unhaltbar zum 2:1 in den Winkel. Kurz vor der Pause verhinderte Melf Molinas mit einer spektakulären Parade gerade noch das 3:1.

Das gelang ihm dann zehn Minuten nach Wiederbeginn aber nicht mehr. Wemmer war schneller am Ball und schob zum 3:1 ein (55.). Die Husumer hatten keine Mittel mehr, sich der Niederlage zu erwehren, die Gastgeber durchaus Möglichkeiten, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. So musste David Strüning auf der Linie klären (61.) und auch Molinas noch zwei Großchancen zunichte machen. Die beste Husumer Chance hatte Steglich, dessen Direktschuss jedoch am Heikendorfer Gehäuse vorbei pfiff.

„Wir haben bei den Gegentoren entscheidende Fehler gemacht“, kritisierte Trainer Carsten Groth.

Husumer SV: Molinas – Herpel (46. Strüning/78. Amroun), Schröder, Andresen, Berger – Saeltz, Otto, Steglich, Petersen (56. Rizos). – Kiesbye, Müller. 
Schiedsrichter: Andreas Raschka (SSV Großensee). – Zuschauer: 200.

3. November 2008 · Flensburger Tageblatt

Schwere Zeiten sind jetzt angebrochen

Husumer SV kam mit 1:3 in Heikendorf unter die Räder.

HUSUM. Die Zeiten, in denen man sich ernsthafte Sorgen um die Klassenzugehörigkeit der Husumer SV machen muss, sind spätestens seit gestern Nachmittag angebrochen. Nach einer noch ansprechenden ersten Halbzeit ließen die Nordfriesen nach dem 1:3 Rückstand (55.) die Flügel hängen und ergaben sich ihrem Schicksal. »Heikendorf hat in dieser kampfbetonten Partie mit einfachen Mitteln gewonnen«, musste HSV-Coach Carsten Groth erkennen. Wer weiß, was passiert wäre, hätten Sebastian Steglich (12.) und Sebastian Kiesbye nach dem Führungstreffer von Gerrit Müller (14.) auf 2:0 erhöht.

Stattdessen aber glich Heikendorf durch Patrick Wemmer (37.) nicht nur aus, sondern ging durch Henrik Giese noch vor der Pause in Führung. Heikendorf zeigte sich nach Wiederanpfiff wesentlich entschlossener und stellte durch den zweiten Wemmer-Treffer (55.) den 3:1 Endstand her.

3. November 2008 · Flensborg Avis

In Heikendorf soll es mal wieder "müllern"

Husumer SV am Sonntag beim Tabellenzehnten

Husum (ree) – Ein einträglicher Oktober war es nicht für die Husumer SV in der Fußball-SH-Liga. Von zwölf möglichen gab es für das Team von Trainer Carsten Groth nur zwei magere Zähler. Nun muss der November mit seinen fünf Spieltagen für Entschädigung sorgen. Los geht es am Sonntag (14 Uhr) beim Heikendorfer SV, gegen den die Husumer in der vergangenen Saison zwei Mal leer ausgingen.

Heikendorf geht es wie so vielen Klubs in der SH-Liga: Zu Hause läuft es nicht so gut wie auswärts. Was für die bisherige Bilanz der Heikendorfer bedeutet: in der Fremde ausgeglichen, auf eigenem Platz negativ. Miki Mladenovic, der den Tabellenzehnten schon in der neunten Saison trainiert, hat dafür keine Erklärung. Er hofft aber, dass seine Mannschaft am Sonntag an die exzellente Leistung vom Vorwochenende (1:1 beim VfB Lübeck II) anknüpfen kann. „Uns fehlt es noch an Konstanz, weil wir ein paar verletzte Stammspieler haben“, so der Trainer über seine Mannschaft.

Über einen fehlenden „Knipser“ kann sich Mladenovic inzwischen nicht mehr beklagen. Dominic Kahl, in der letzten Saison mehr Vorbereiter aus dem Mittelfeld, ist in diese Rolle geschlüpft. Mit sechs (von 18 Heikendorfer) Treffern ist er sogar in der Torjägerliste der Liga zu finden. Mladenovic: „Ich bin froh, dass Dominic auch wieder selber Tore schießt.“

Einen ähnlichen Satz würde Husums Coach Carsten Groth sicher gern über Gerrit Müller sprechen. Denn der Erfolg der Husumer SV ist eng mit der Treffsicherheit seines Ausnahmestürmers verbunden. Tatsache ist: Müller lässt beste Chancen aus. Groth macht daraus kein Drama und fasst sich in Geduld: „Irgendwann wird Gerrit wieder treffen.“ Im Übrigen ist es dem Trainer in der augenblicklichen Situation egal, wer die Tore schießt. Groth: „Hauptsache, sie fallen. Punkte sind zurzeit wichtiger als Torschützen.“

Der Coach war in der Vorsaison beim 1:3 der Stormstädter in Heikendorf dabei, kam allerdings nicht zum Einsatz. Sein Fazit über den SV: „Eine körperlich robuste Mannschaft, die gehen zur Sache.“ Personell hat die Husumer SV für diese Auswärtspartie keine Ausfälle.

* Der Bus mit Mannschaft und Fans startet am Sonntag um 11 Uhr vom Vereinsheim.

31. Oktober 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 14 09.11.08 Husumer SV SC Comet Kiel 1:2

Einfach zu wenig!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
8.
Gerrit Müller prüft  Torhüter Jakusch aus der Drehung. Herrlich von Michael Berger eingeleitet, kann Husums Angriffsführer die große Chance nicht nutzen. Der Nachschuss von Sebastian Steglich geht knapp am Tor vorbei
9. 
Das überraschende 0:1 durch Meysam Shahhosseini. Das Leder hätte längst aus der Gefahrenzone befördert werden müssen, doch die Cometen waren einfach schneller!
12.
Wieder war es Shahhosseini, der sich durchsetzt und aus spitzem Winkel das Außennetz trifft
21.
Oliver Blazevic zieht aus 12 Metern ab, doch Husums Torhüter Molinas ist auf dem Posten
22.
Eine Einzelaktion durch Sebastian Saeltz bringt Gefahr vor das gegnerische Tor, doch im letzten Moment wird der Husumer noch abgeblockt
36.
Wieder scheitert Gerrit Müller am Kieler Torhüter. Aus acht Metern kann Jakusch den herrlichen Kopfball mit einer Glanzparade noch von der Linie holen
 
Halbzeit - das war einfach zu wenig von Husumer Seite. Comet reichten einfache Mittel zur Führung
 
Endlich mehr Dynamik im Husumer Spiel, die nächsten zwanzig Minuten gehören den Husumern
50.
Ein wuchtiger Kopfball von Gerrit Müller geht nur um Zentimeter über die Latte. Die Flanke hatte Sebastian Kiesbye geschlagen
54.
Der mittlerweile verdiente Ausgleich für die Nordfriesen: Sebastian Saeltz setzt sich über die rechte Seite durch, Gerrit Müller netzt zum 1:1 ein
64.
Marcel Otto zieht aus 12 Metern ab, Torhüter Jakusch kann noch abwehren
72.
Sebastian Steglich zielt nach einem herrlichen Doppelpass einen Meter neben den Pfosten
75.
Schock für die aufgerückten Husumer, denn durch einen Konter liegt man wieder hinten - 1:2 -das Endergebnis erzielte der eingewechselte Malkowski
91.
Torge Hansen verfehlt mit einem Flugkopfball das Husumer Tor nur knapp
Fazit
Zwanzig "gute" Minuten - das reicht im Abstiegskampf einfach nicht! Das muss einfach mehr kommen. Und spielerisch, wie es die Elf über weite Strecken versuchte, klappt das schon gar nicht (siehe auch die letzten Spiele!). Der absolute Wille war wieder nicht zu erkennen.
Gäste-Trainer Arne Witt
»Mit Glück und Geschick haben wir drei wertvolle Punkte in diesem wichtigen Abstiegsduell geholt.«
Trainer Carsten Groth 
»Ich bin natürlich sehr enttäuscht über das Endergebnis. Wir hatten ja unsere Chancen und stehen nun mit leeren Händen da.«
0:1 Shahosseini (9.), 1:1 Müller (54.), 1:2 Malkowski (75.)

Ecken: Husum: 6   - Comet: 3
Chancen: Husum: 7   Comet: 5
Zuschauer: 162
Schiedsrichter: Arne Jochimsen (TSV Wewelsfleth)
gelbe Karten: Husum: Saeltz (44.)

HSV: Molinas - Schröder, Retkowski (81. Burghardt), Andresen  - Otto, Saeltz, Steglich, Petersen (65. Rizos), Berger - Kiesbye, Müller.

9. November 2008 · HI

Zu wenig: Husum nur 20 Minuten lang bissig

1:2 gegen Comet Kiel / Müllers Treffer reicht nicht
Torjäger als Vorbereiter: Husums Stürmer Gerrit Müller (li.) flankt, Comets Richard Lüders kommt zu spät. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Der Nord-Gipfel fiel ins Wasser, die Partie von Schleswig 06 gegen Flensburg 08 konnte nicht angepfiffen werden. Sieglos blieben die beiden anderen Nord-Vertreter. Der TSV Kropp kam nicht über ein 2:2 gegen Aufsteiger Eckernförder SV hinaus und dümpelt im Tabellen-Mittelfeld, die Husumer SV unterlag Comet Kiel 1:2 und steckt immer tiefer im Abstiegs-Schlamassel. Nach dem 1:1 im Spitzenspiel zwischen Holstein Kiel II und dem VfR Neumünster bleibt es an der Spitze spannend – der SV Henstedt-Rhen (6:2 gegen den VfB Lübeck II) bleibt an den "Störchen" dran, Anschluss halten Eider Büdelsdorf (3:1 in Heikendorf), der Itzehoer SV (3:1 gegen den VfR Horst) und der Heider SV (zwei Spiele weniger) nach dem 3:1 bei Schlusslicht Strand 08.

Husum (ree) – Die Husumer SV richtet sich allmählich ein im Tabellenkeller der SH-Liga. Auch gegen Comet Kiel blieb die Elf aus Nordfriesland unter ihren Möglichkeiten und verlor. 1:2 (1:1) hieß es am Ende einer Partie, in der die Stormstädter nur 20 Minuten lang mit dem Biss zur Sache gingen, der in Abstiegsnot hilft. Das reichte auch bei diesem Gegner nicht.

„Nach dem 1:1 konnten wir leider nicht nachlegen“, bedauerte auch Carsten Groth, dass seine Mannschaft aus den 20 passablen Minuten in der zweiten Halbzeit nicht 30 oder gar 45 gemacht hatte. Denn dies war die Phase, in der das Spiel zu kippen schien. Und in der Akteure wie Marcel Otto, Sebastian Saeltz und Sebastian Steglich aufdrehten. Der Lohn war das 1:1 von Gerrit Müller, der eine Flanke von Saeltz gekonnt einköpfte (54.).

Dies hätte schon Müllers zweiter Treffer in diesem Abschnitt sein können; denn kurz zuvor hatte er in einer ähnlichen Situation den Winkel noch knapp verfehlt. Aber dann war´s auch schon wieder vorbei mit der Husumer Herrlichkeit. Die Kieler sahen ein, dass sie mit Ergebnis-Verwaltung nicht durchkommen würden, und legten wieder zu. Dabei hatte SV-Keeper Melf Molinas in der 60. Minute seine stärkste Szene, als er einen Schuss von Oliver Blazevic spektakulär abwehrte.

Schon dies hätte das 2:1 für die konterstarken Kieler sein können. Das erzielte dann in der 74. Minute Maciel Malkowski, der von Nedeljko Veselinovic bedient worden war. Die Husumer Abwehrakteure zeigten sich dabei, wie so oft in diesem Spiel, ausgesprochen gastfreundlich und ließen den Gegner „machen“.

Die Hausherren mussten sich ihre Chancen härter erarbeiten. Zwei hintereinander gab es in der 71. Minute. Da hätte es nach Foul von Richard Lüders an Saeltz gut Elfmeter geben können. Dann spielten Müller und Steglich Doppelpass, letzterer schoss jedoch knapp vorbei. Ebenso erging es Sebastian Kiesbye mit seinem 16 m-Schuss (84.) und auf der anderen Seite Torge Hansen, dessen Hechtkopfball nicht das Ziel fand (90.).

Die erste Halbzeit bot aus Husumer Sicht enttäuschenden Fußball. Weder in der Körpersprache noch in der Laufbereitschaft und Ausführung ihrer Aktionen signalisierte die SV Wehrhaftigkeit. Die Gäste stießen über die rechte Seite immer wieder ins Herz der Husumer Abwehr vor. So entstand auch das 0:1: Der Distanzschuss von Michael Ziesecke gelangte nach Freund- und Feindberührung zu Meysam Shahhosseini – und der beste Kieler kickte den Ball ohne Umschweife ins Tor (10.).

Husumer SV: Molinas – Schröder, Rettkowski (81. Burkhardt), Andresen – Otto, Steglich, Saeltz, Petersen (65. Rizos), Berger – Müller, Kiesbye.
SC Comet Kiel: Jakusch – Ziesecke, Dommasch, Lüders, Sel (28. Malkowski) – Mierse, Hungerecker (46. Karstens), Frank, Veselinovic – Blazevic (81. Hansen), Shahhosseini.
Schiedsrichter: Arne Jochimsen (TSV Wewelsfleth). Zuschauer: 160.
Beste Spieler: Steglich, Saeltz – Shahhosseini, Frank.

10. November 2008 · Flensburger Tageblatt

Klassenerhalt mit aller Gewalt

Drei Wochen verharrt die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga jetzt schon auf einem Abstiegsplatz. Die Leistungen in jüngster Vergangenheit gaben selten Hoffnung auf eine Trendwende. Vorstand, Trainer und Spieler spekulieren darauf, dass wenigstens am Sonntag (14 Uhr) gegen den SC Comet Kiel mal wieder ein Dreier ins Tabellenbild kommt.

Melf Molinas hofft auf einen „Dreier“ gegen Comet. Foto: pn

Husum (ree) – „Wir wollen mit aller Gewalt versuchen, die Klasse zu halten“, sagt Rolf von Bartikowski. Der SV-Vorsitzende hält die SH-Liga insbesondere deshalb für notwendig, weil die Jugend im Verein den Leistungsanreiz braucht. Aber von Bartikowski weiß auch, „dass es ein sehr schwieriges Jahr wird.“ Wie andere sieht auch er in der engen Personallage den wesentlichen Grund für das Leistungstief. Eigentlich müssten wohl Ergänzungen her. Der SV-Vorsitzende verhehlt nicht, dass man darüber nachdenkt. Aber konkret ist nichts. Von Bartikowski: „Es ist noch ungeklärt, ob wir uns in der Winterpause verstärken können.“ Zunächst einmal wünscht er, dass die Mannschaft ihr Fehlerkonto herunterschraubt. „Sie ist nämlich wesentlich besser, als es der Tabellenplatz besagt“, so der SV-Chef.

Für Melf Molinas, den Husumer Torsteher, ist die Partie gegen Comet eine besondere: In der vorigen Saison hat er noch bei dem Klub am Kieler Ostufer gespielt. Gesehen hat er sie zuletzt beim 4:0 gegen den NTSV Strand. „Aber der Gegner ist nicht aussagekräftig“, sagt der Keeper. Und über das Leistungsvermögen seines bisherigen Vereins urteilt er so: „Die sind nicht stärker als wir.“ Spielerische Feinheiten hält Molinas in dieser Lage nicht für wichtig. „Wichtig sind nur die Punkte“, so der 22-jährige Student.

„An Horst und Comet müssen wir dranbleiben“, sagt Carsten Groth und blickt auf die Mannschaften, die in erreichbarer Nähe sind. Am Sonntag will er Punkte sehen. Sein Rezept: „Wir müssen an das anknüpfen, was wir gegen Neumünster gezeigt haben.“

Was das Aufgebot angeht, muss der Trainer den Spieltag abwarten. Denn Sascha Rettkowski, konnte wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainieren. Und Martin Herpel quält sich mit Leistenproblemen. „Hinter ihm steht ein ganz dickes Fragezeichen“, so Groth.

Ähnlich wie in Husum ist man auch bei Comet Kiel nicht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Saison. Aber die Mannschaft von Trainer Arne Witt hat drei Zähler mehr auf dem Konto als die Stormstädter und rangiert auf Rang 13. „Die Umstellung auf Viererkette ist meinen Jungs schwer gefallen“, sagt der Coach. Inzwischen, so meint er, hätten sie es „ganz gut drauf“.

Die wenigen Gegentore in den letzten Spielen geben ihm Recht. Zur Partie am Sonntag an der Nordsee meint der 37-Jährige: „Da schlagen zwei Mannschaften auf, die wohl nicht gedacht hätten, dass sie mal da unten stehen würden. Es wird ein kampfbetontes Spiel, das keiner verlieren will.“ Gewinnen die Nordfriesen die Partie mit mindestens drei Toren Unterschied, ziehen sie an den Kielern vorbei.

7. November 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 15 15.11.08 FT Eider Büdelsdorf Husumer SV 4:2

Amroun schießt Tor des Monats!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
 2.
Kai Lass aus der Distanz, Husums Torhüter Melf Molinas hält sicher
 18.
Michael Petersen aus der Distanz, Torhüter Henrik Preuß hat Mühe und rettet im Nachfassen
 20.
Eider mit Freistoß durch Joerg Ahrends, knapp vorbei
 21.
Timo Bruns auf Torge Treptow, Melf Molinas hält wieder sicher
 23.
Sebastian Kiesbye scheitert nach Steilpass an Henrik Preuß nur knapp
 27.
Marcel Otto sprintet allein auf Torhüter Preuß zu, wird von diesem von den Beinen geholt. Elfmeter: Gerrit Müller verlädt den Keeper und verwandelt eiskalt zum 0:1
 30.
Till Furthmann nach Steilpass ans Husumer Außennetz
36
Torhüter Molinas lenkt Flachschuss von Malte Sawkulycz zur Ecke
38.
Nach einer Ecke von links segelt der Ball quer durch den Strafraum, Till Furthmann hämmert den Ball unhaltbar zum Ausgleich ins Netz (1:1)
 
Halbzeit - Husum hält gut dagegen, der Einsatz stimmt
 54.
Joerg Ahrends trifft flach ins untere linke Eck zur 2:1 Führung für die Büdelsdorfer
 58.
Till Furthmann flach am Husumer Gehäuse vorbei
 65.
Nach Vorarbeit von Jann-Iven Jensen fackelt Nassim Amroun nicht und zieht aus 22 Metern von halbrechts per Vollspann ab. Ein Schuss wie ein Strich, schlägt links unten unhaltbar ein - ein sensationelles Tor zum 2:2
 78.
Koproduktion der Eingewechselten: Torsten Petersen setzt sich links durch, flankt von der Grundlinie nach innen, Florian Tinneman staubt ab (3:2)
 85.
Malte Sawkulycz flach in die Mitte, Torge Treptow drischt das Leder über den Kasten
 88.
Freistoß von der Strafraumgrenze, Malte Sawkulycz trifft  zum 4:2 Endstand
 Fazit
Husum hielt gut mit, mit mehr Konsequenz im Angriff wäre eine Ergebnisverbesserung drin gewesen – aber letztlich geht der Eider-Sieg in Ordnung. Die größere individuelle Klasse entschied das Spiel.
Trainer Carsten Groth  »Eigentlich bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. Wir haben gut dagegen gehalten. Zum Schluss schwanden etwas die Kräfte. Mit dem Ergebnis kann ich leben.«
0:1 Müller (27./FE), 1:1 Furthmann (38.), 2:1 Ahrends (54.), 2:2 Amroun (65.), 3:2 Tinnemann (78.), 4:2 Sawkulycz (88.)

Ecken: Husum: 2   - Eider: 5
Chancen: Husum: 4   - Eider: 12
Zuschauer: 70
Schiedsrichter: Sönke Müller (BCG Altenkrempe)
gelbe Karten: Husum: Jensen (19.), Amroun (23.), Andresen (87.), Molinas (88.), Müller (90.) - gelb-rot: Amroun (66.) weg. wiederh. Foulspiel

16. November 2008 · HI/SW

Eine Leistung, die Mut macht

SH-Liga: Husumer SV überzeugt trotz der 2:4-Niederlage in Büdelsdorf
Wo ist der Ball? Husums Sascha Rettkowski (links) im Kopfballduell mit dem Büdelsdorfer Jörg Ahrends. Foto: Hobke

SH-Liga: Die Übersicht
Ganze drei Punkte fehlen dem Überraschungs-Team aus dem Norden zur Tabellenspitze. Die Rede ist nicht etwa vom TSV Kropp, Flensburg 08 oder der Husumer SV – Schleswig 06 setzt seinen Lauf fort und ist nach dem 3:2-Erfolg beim VfR Neumünster Tabellen-Vierter. Die Partie des TSV Kropp bei Kilia Kiel fiel (ebenso wie drei andere Spiele aus), Flensburg 08 tritt nach dem 1:1 gegen Heikendorf auf der Stelle. Die Husumer SV (2:4 in Büdelsdorf) büßte einen Platz ein und schwebt als 16. weiter in Abstiegsgefahr.

Büdelsdorf (ree) – Prima Leistung der Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga. Zwar verloren die Nordfriesen bei der FT Eider Büdelsdorf 2:4 (1:1), hielten in Unterzahl aber bis weit in die zweite Halbzeit ein beachtliches 2:2. Bei den Stormstädtern wirkten zwei alte Bekannte mit: Jan-Iven-Jensen und Dennis Schulte.

Uneingeweihte am Heisterort vermochten im ersten Durchgang nicht erkennen, wer Vierter und wer Viertletzter der Tabelle war. Die Nordfriesen kickten keck mit. Gerrit Müller als einzige Spitze, dahinter ein waches Mittelfeld – das Konzept von SV-Coach Carsten Groth machte den Gastgebern Kummer. Schon in der 2. Minute drohten sie in Rückstand zu geraten, als Sascha Rettkowski einen Jensen-Freistoß gut mit dem Kopf erwischte. Aber ebenso gut reagierte Henrik Preuß.

Der FT-Keeper stand in der 23. Minute erneut im Blickpunkt. Da holte er im Strafraum Marcel Otto von den Beinen. Glück für ihn, dass er dafür nur Gelb kassierte. Den Strafstoß verwandelte Müller sicher zum 0:1 (24.). Das kratzte an der Ehre der Gastgeber und in der Folge war auch Melf Molinas gefordert. Kurz hintereinander musste der SV-Torwart Schüsse von Till Furthmann (37., 38) sowie Malte Sawkulycz (38.) entschärfen. Gegen den strammen Spannschuss von Furthmann zum 1:1 war er dann jedoch machtlos (40.).

„Spielt mal wieder Fußball!“ Diese Aufforderung von FT-Trainer Olaf Lehmann Mitte der zweiten Halbzeit zeigte, dass Büdelsdorf es weiterhin schwer hatte. Denn die Husumer ließen sich auch durch das 2:1 von Jörg Ahrends (53.) und die Riesenchance von Furthmann (56.) nicht aus dem Rhythmus bringen. Mit einem fulminanten Schuss aus halbrechter Position sorgte Nassim Amroun für den erneuten Gleichstand (64.).

60 Sekunden später allerdings Pech für den Torschützen: Nach der zweiten Gelben Karte war die Partie für ihn beendet. In Unterzahl hatten die Nordfriesen dann keine Chance. Und mit dem wendigen Florian Tinnemann kam frischer Wind in das Spiel der Büdelsdorfer. Der frühere Stürmer von Kilia Kiel war erstmals nach feinem Spielzug über Kai Lass und Torsten Petersen zur Stelle und drückte zum 3:2 ein (76.). Zwei Minuten vor dem Abpfiff war es Sawkulycz, der einen Freistoß vehement zum 4:2 ins Netz setzte.

„Ein schöner Sieg für uns, weil wir immer wieder zurückgekommen sind“, freute sich Olaf Lehmann. Der Kommentar des SV-Vorsitzenden Rolf von Bartikowski: „Wir haben phasenweise gut dagegen gehalten, mehr ist zur Zeit nicht drin. Unsere Punkte müssen wir gegen andere holen.“

FT Eider Büdelsdorf: Preuß – Treptow, Köpke (68. Petersen), H. Ostermann, Lass – Stanojevic (71. Tinnemann), Bruns, Alexander (46. J. Ostermann), Sawkulycz – Furthmann, Ahrends.
Husumer SV: Molinas – Amroun, Andresen, Rettkowski, Berger – Otto, Saeltz, Jensen (77. Schulte), Petersen (85. Rizos), Kiesbye – Müller.
Schiedsrichter: Sönke Müller (Altenkrempe). Zuschauer: 100.
Beste Spieler: Furthmann, Bruns/Molinas, Kiesbye.

17. November 2008 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV und den Heimfluch besiegt

In der SH-Liga kam die FT Eider Büdelsdorf zu einem 4:2-Heimsieg gegen die Husumer SV.
Abgegrätscht: Der Husumer Michael Berger (am Boden) trennt Eiders Torge Treptow fair vom Ball. Foto: Hobke

Büdelsdorf (Joachim Hobke) - Man hätte den nasskalten Sonnabend Nachmittag auch gemütlicher verbringen können, doch 70 unentwegte Fußball-Interessierte pilgerten zum Büdelsdorfer Heisterort, um sich die Partie in der Schleswig-Holstein-Liga zwischen Gastgeber FT Eider Büdelsdorf und der Husumer SV anzuschauen. Sie erlebten nicht nur 90 kurzweilige Minuten, sondern auch mal wieder einen Heimsieg der FT Eider. Mit 4:2 (1:1) gewann die Elf von Trainer Olaf Lehmann. „Damit haben wir unseren Heimfluch wohl besiegt“, sagte Eider-Mannschaftskapitän Torge Treptow mit Blick auf die zuletzt dürftigen Leistungen der FT Eider vor eigenem Publikum. Denn von den sieben Heimpartien zuvor konnte sein Team nur ganze zwei gewinnen.

Knapp vorbei: Eiders Jannik Ostermann (li.) gewinnt zwar das Kopfballduell gegen Marcel Otto, verfehlt aber das Husumer Tor nur um Haaresbreite. Foto: Hobke

Zunächst sah es aber so aus, als sollten sich die Büdelsdorfer wieder einmal als guter Gastgeber erweisen. Denn trotz gefühlter 80 Prozent Ballbesitz der Heimelf ging die Husumer SV nach 26 Minuten mit 1:0 in Führung. Nach einem Fehler von Henrik Ostermann konnte Eider-Keeper Henrik Preuß den durchbrechenden Marcel Otto nur durch ein Foul im eigenen Strafraum stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gerrit Müller sicher. Doch noch vor der Pause gelang den Büdelsdorfern der, so Trainer Lehmann, „eminent wichtige Ausgleich“ durch Till Furthmann (38.). „Mit einem Rückstand hätten wir uns in der zweiten Hälfte wohl schwerer getan.“

So aber kamen die Hausherren voller Elan aus der Kabine und gingen durch Jörg Ahrends nach 52 Minuten mit 2:1 in Front. Fünf Minuten später hatte Furthmann die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch frei vor HSV-Keeper Melf Molinas vergab der Eider-Stürmer einen „Riesen“. Das hätte sich fast gerächt, denn wie aus dem Nichts glichen die Nordfriesen in der 65. Minute aus. Mit einem unhaltbaren Schuss ins linke untere Toreck traf Nassim Amroun aus 20 Metern zum 2:2. Mit einer unbedachten Aktion verhalf Amroun nur eine Minute später dann der FT aber wieder auf die Siegerstraße. Der bereits verwarnte Husumer Verteidiger senste Timo Bruns in Höhe der Mittellinie um und sah die Gelb-Rote Karte. Lehmann reagierte und brachte mit Torsten Petersen und Florian Tinnemann zwei frische Kräfte – ein gelungener Schachzug. Denn in Koproduktion mit Petersen sorgte Tinnemann für die erneute Führung (3:2/76.). Lehmann: „Da sieht man mal, was eine komplette Auswechselbank ausmacht.“ Auch Husums Trainer Carsten Groth wechselte daraufhin noch einmal zwei Spieler, hatte aber keinen Erfolg. Im Gegenteil: Drei Minuten vor dem Abpfiff traf Malte Sawkulycz mit einem abgefälschten Freistoß zum 4:2-Endstand.

FT Eider Büdelsdorf: Preuß - Treptow, H. Ostermann, Köpke (68. T. Petersen), Lass, Stanojevic (70. Tinnemann), Bruns, Alexander (46. J. Ostermann), Sawkulycz, Ahrends, Furthmann.
Husumer SV: Molinas - Amroun, Rettkowski, Andresen, Berger, Jensen (77. Schulte), Saeltz, M. Petersen (86. Rizos), Kiesbye, Otto, Müller.
SR: Müller (Altenkrempe).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 (27.) Müller (FE), 1:1 (38.) Furthmann, 2:1 (53.) Ahrends, 2:2 (65.) Amroun, 3:2 (76.) Tinnemann, 4:2 (88.) Sawkulycz.
Gelb-Rote Karte: Amroun (Husum/66.) wiederholtes Foulspiel.

17. November 2008 · Landeszeitung

Am Ende reichte es nicht für die Husumer SV, um bei Eider zu punkten

In der Schleswig-Holstein-Liga unterlag die Husumer SV bei der FT Eider Büdelsdorf mit 2:4 (1:1). Am Ende war es die größere individuelle Klasse der Hausherren, die ausschlaggebend für den Sieg war. Husum konnte zwar lange gut mithalten, es fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Angriff und letztendlich war der Eider-Sieg verdient. HSV-Coach Carsten Groth sagte anschließend: »Eigentlich bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. Wir haben gut dagegen gehalten. Zum Schluss schwanden etwas die Kräfte. Mit dem Ergebnis kann ich leben.« Per Foulelfmeter hatte Gerrit Müller (27.) die Gäste in Front gebracht. FT-Keeper Henrik Preuß hatte Marcel Otto von den Beinen geholt. In der 38. Spielminute gelang Till Furthmann mit einem wuchtigen Schuss der Ausgleich.Dies war gleichzeitig der Pausenstand.

Im zweiten Durchgang war es Jörg Ahrends (54.), der Eider erstmals in Front brachte. Nassim Amroun (65.) gelang das 2:2 und zu diesem Zeitpunkt war die Partie weiterhin offen. Die Schlussphase ging jedoch an die Heimmannschaft, die durch Florian Tinnemann (78.) und Malte Sawkulycz (88.) am Ende zu einem 4:2 Erfolg kamen.-Endstand

17. November 2008 · Flensborg Avis

Herpel und Steglich fehlen gegen Eider

Husumer SV am Sonnabend zu Gast in Büdelsdorf

Husum (ree) – Zwei Punkte aus den letzten acht Begegnungen – die Husumer SV droht in der Schleswig-Holstein-Liga immer mehr ins Abseits zu geraten. Dabei lief es gegen die vermeintlich Schwachen (wie VfR Horst oder Comet Kiel) sogar noch schlechter als gegen einen vermeintlich Starken wie den VfR Neumünster. „Anscheinend ist da unsere Motivation größer“, sagt SV-Trainer Carsten Groth und hofft aus diesem Grunde auch am Sonnabend (14 Uhr) bei der FT Eider Büdelsdorf auf ein Erfolgserlebnis.

Allerdings ist man beim Gegner fest auf einen Sieg gegen die Stormstädter programmiert. „Wer den nicht will, muss aufhören Fußball zu spielen“, sagt Trainer Olaf Lehmann vom Tabellenvierten. Unbedingt möchte er mit seiner Mannschaft ganz oben dabei bleiben, damit die FT das Hallenturnier in Kiel nicht verpasst. Lehmann: „Die Ostseehalle ist unser primäres Ziel.“

Mit ihren fünf Auswärtssiegen haben die Kanalstädter dafür auch das Fundament gelegt; auf eigenem Platz haben sie sich allerdings gelegentlich blamiert. „Da waren für uns ungewohnte Niederlagen dabei“, sagt der Trainer und spricht vor allem vom 1:3 gegen den Eckernförder SV vor vier Wochen. Auch in der Heimpartie danach (1:1 gegen den VfR Horst) hat sie sich nicht mit Ruhm bekleckert. „Da waren ganz krasse individuelle Fehler dabei“, bemängelt Lehmann.

Der Eider-Coach ist froh darüber, dass Florian Tinnemann wieder mitmachen darf. Der Stürmer war zuletzt wegen einer Rotsperre zum Zuschauen verdammt.

„Der Gerrit trifft wieder“, könnte man bei der Husumer SV frohlocken. Aber die Treffer ihres sichersten Schützen in Heikendorf und gegen Comet habe die Lage der Stormstädter nicht verbessert. Gerrit Müller allein kann es also auch nicht richten. Und in Büdelsdorf werden wieder Spieler fehlen, die im Grunde nicht zu ersetzen sind. Martin Herpel fällt wegen seiner Leistenbeschwerden bis auf weiters, vielleicht sogar bis zur Winterpause aus. Sebastian Steglich muss aus Studiengründen auf die Partie verzichten.

Da wird Trainer Carsten Groth vielleicht auf den einen oder anderen Akteur zurückgreifen müssen, der durch die Abmeldung der zweiten Mannschaft bei der Husumer SV nunmehr „beschäftigungslos“ geworden ist. „Wir müssen aus der Not eben eine Tugend machen“, sagt Groth. Dessen engster Gefährte im sportlichen Existenzkampf bleibt auch vor diesem Spiel die Hoffnung. Groth: „Die gebe ich nicht auf. Wir müssen eben den Kopf hoch nehmen und von der ersten Minute an konzentriert sein.“.

14. November 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport

Heimbilanz soll aufpoliert werden

In der Schleswig-Holstein-Liga will sich die FT Eider Büdelsdorf mit einem Heimsieg über die Husumer SV am Sonnabend um 14 Uhr auf dem Heisterort im oberen Tabellendrittel festbeißen
Spielt er von Beginn an? VfR-Youngster Burhan Gülbay (weißes Trikot), hier im Duell mit Hakan Demirci (SV Henstedt-Rhen), hat zuletzt gut trainiert und klopft ans Tor zur Startelf. Foto: Schmuck

Büdelsdorf (dan) – Nach ihrem jüngsten Auswärtserfolg beim Heikendorfer SV bietet sich der FT Eider Büdelsdorf am Sonnabend um 14 Uhr im Heimspiel gegen die Husumer SV die Chance, sich mit einem Sieg im oberen Tabellendrittel der Schleswig-Holstein-Liga festzusetzen. Allein schon im Hinblick auf das Hallenmasters wäre ein „Dreier“ eminent wichtig. Doch das ist leichter gesagt als getan, schließlich ist da noch die magere Heimbilanz mit erst zwei Siegen in sieben Spielen.

Doch davon will Olaf Lehmann sich nicht verunsichern lassen. „Mal muss mit der Heimmisere Schluss sein.“ Und der Eider-Coach ist davon überzeugt, dass es an diesem Wochenende der Fall sein wird. „Die Mannschaft hat durch ihre Auswärtserfolge mittlerweile so viel Selbstvertrauen getankt, dass wir auch auf dem Heisterort bestehen werden.“ Dabei richtet sich Olaf Lehmann auf einen Gegner ein, der zunächst einmal mit einem Punkt zufrieden sein dürfte. „Ich erwarte eine defensiv eingestellte Husumer SV, die sich ganz auf Konter beschränken wird.“ Wobei das Hauptaugenmerk der FT Eider im Husumer Angriff dem routinierten Gerrit Müller gilt.

Kopfzerbrechen bereitet dem Eider-Coach noch die Mannschaftsaufstellung. Hinter dem Einsatz von Rene Stanojevic, der in Heikendorf einen Schlag auf die Wade bekommen hat, steht noch ein Fragezeichen. Andre Drewes trainiert zwar wieder, aber sein Mitwirken steht ebenso wenig fest wie das von Jannick Ostermann und Torsten Petersen. Über die endgültige Aufstellung wird Olaf Lehmann erst am Spieltag entscheiden können. Florian Tinnemann hat seine Rotsperre verbüßt und kann wieder mitwirken.

Wieder erste Wahl sein wird das Stürmer-Duo Jörg Ahrends und Till Furthmann, das seine Sache in Heikendorf gut gemacht hat. Die beiden sollen auch gegen Husum für die nötigen Treffer sorgen. Ansonsten will Olaf Lehmann nicht auf den Gegner schauen. „Wir müssen selbst unsere Hausaufgaben machen.“

14. November 2008 · Landeszeitung
ST 16 23.11.08 Husumer SV TSV Kropp 0:3

Keine Chance im Nachbarschaftsderby!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
 
Husum hält in der Anfangsphase gut mit, der Einsatz stimmt. Die ersten Chancen hat die Heimmannnschaft
2.
Gerrit Müller schießt aus kurzer Distanz knapp am Kropper Tor vorbei
5.
Die größte Möglichkeit der Nordfriesen im gesamten Spiel: Jann-Iven Jensen setzt sich gut auf der rechten Seite durch. Seine präzise Flanke kommt zum völlig frei stehenden Gerrit Müller, der fünf Meter vor dem leeren Tor stehend das Kunststück fertig bringt und das Leder vorbei schießt
14.
Kropp übernimmt jetzt das Kommando, ist technisch und taktisch einfach besser. Yannick Sievers hat die Führungschance, zieht aber aus fünf Metern über den Querbalken
23.
Nach einer Unachtsamkeit der Husumer Abwehr gelingt Yannick Sievers das 0:1
32.
Kropps Torhüter Wulff rettet gegen den anstürmenden Husumer Sebastian Kiesbye
37.
Nach einem Angriff über die linke Seite wirkt die Husumer Abwehr zu unentschlossen. Yannick Sievers profitiert erneut vom durcheinander und trifft zum 0:2. Torhüter Molinas hat wieder keine Chance
40.
Ein 25-Meter-Schuss von Sebastian Steglich stellt Torhüter Wulff vor keine ernsten Probleme
40.
Praktisch im Gegenzug die endgültige Entscheidung. Ein Volley-Schuss vom eingewechselten Robin Ziesecke aus zehn Metern läßt Melf Molinas verzweifeln - wieder keine Chance für den Keeper.
 
Halbzeit - Nur die Anfangsphase war aus Husumer Sicht befriedigend. Dann fiel die Elf wieder ins alte Phlegma - schön spielen, zu wenig Kampf und Einsatz, zaghaftes Zweikampfverhalten. Kropp führt auch in der Höhe völlig verdient.
 
Die zweite Hälfte erfüllt die Erwartungen der Zuschauer überhaupt nicht. Kropp verwaltet das Ergebnis, anstatt es auszubauen. Husum viel zu harmlos im Angriff, zu verhalten im Aufbauspiel. Von Abstiegs - k a m p f  der Husumer keine Spur: Nur eine gelbe Karte (und das noch für ein Allerwelts-Foul) spricht Bände und läßt kein gutes Licht auf die Gastgeber fallen....
59.
Nur eine nennenswerte Aktion für die Gäste: Robin Ziesecke zielt nach einem Konter knapp am langen Eck des Husumer Tores vorbei
Fazit
Einfach zu wenig, was von den Husumern geboten wird. Mit solchen Leistungen wird es nicht zum Klassenerhalt langen!
Gäste Trainer Asmussen 
»Ich bin zufrieden, wir haben da Spiel über weite Strecken beherrscht und verdient gewonnen. Auf schwerem Boden haben wir den Gegner früh gestört und unsere Chancen konzentriert genutzt!«
Interims-Trainer Hauke Hartmann
»In der ersten Halbzeit hatte Kropp leichtes Spiel, wir haben viele Fehler gemacht. Im zweiten Durchgang konnten wir uns keine Chancen herausspielen. Das Ergebnis geht absolut in Ordnung.«
0:1 Y. Sievers (23.), 0:2 Y Sievers (37.), 0:3 Ziesecke (40.)

Ecken: Husum: 7   - Kropp: 2
Chancen: Husum: 3   - Kropp: 6
Zuschauer: 226
Schiedsrichter: Timo Petersen (Nordmark Satrup)
gelbe Karten: Husum: Steglich (82.)

HSV: Molinas - Groth,  Rettkowski, Saeltz, Amroun  - Otto, Steglich, Jensen (64. Schulte), Petersen - Kiesbye (67. Strüning), Müller (85. Rizos).

23. November 2008 · HI
Emotionsloses Derby mit Kropp als klarem Sieger
TSV Kropp gewann gegen die Husumer SV 3:0.

HUSUM. Im Nord-Derby der Schleswig-Holstein-Liga konnte der TSV Kropp mit einem 3:0 (3:0)-Auswärtserfolg bei der Husumer SV mühelos drei Punkte entführen. Dabei begannen die Gastgeber viel versprechend und hätten bereits in der 5. Spielminute in Führung gehen müssen. Gerrit Müller zielte allerdings aus fünf Metern am Tor vorbei. Das war sicherlich der Knackpunkt im Spiel der Husumer SV, die mit Hauke Hartmann zunächst eine »Übergangslösung« auf der Trainerbank präsentierten.

Wer in der kommenden Woche den Platz des Ex-Trainers, Carsten Groth, einnehmen wird ist noch nicht klar. Fest steht allerdings, dass die Husumer SV auch mit einem jetzt als Spieler fungierenden Carsten Groth dem zunehmenden Kropper Druck nicht standhalten konnte. Yannik Sievers (23. + 33.) mit einem Doppelschlag und Robin Ziesecke (40.) per Volleyschuss waren die Garanten des ungefährdeten Derby-Sieges des TSV Kropp. »Wir haben das Spiel beherrscht und verdient gewonnen«, sagte Kropp-Coach Dirk Asmussen nach dem Spiel und wurde in dieser Einschätzung von HSV-Interims-Coach Hauke Hartmann unterstützt: »Das Ergebnis geht in Ordnung.«

24. November 2008 · Flensborg Avis

3:0 – Kropp gibt in Husum den Ton an

Wer immer neuer Trainer bei der Husumer SV wird – auf ihn wartet Arbeit. Denn auch im neunten Spiel hintereinander blieben die Stormstädter in der SH-Liga sieglos. Gegen den TSV Kropp zeigten sie gestern erneut keinen Biss und verloren ziemlich widerstandslos mit 0:3 (0:3).
Dennis Usadel (Kropp, re.) versucht, die Flanke des Husumers Marcel Otto zu verhindern. Rechts im Hintergrund Rolf Nielsen.
Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Oh weh, Husumer SV! Nach dem 0:3 im Derby gegen den TSV Kropp stecken die Nordfriesen tiefer denn je im Abstiegs-Sumpf. Ob's der neue Trainer noch richten kann? Kropp, jetzt Tabellenachter, war das einzige Team aus dem Norden, das Tore bejubeln durfte. Schleswig 06 ging beim 0:0 gegen den Heider SV ebenso leer aus wie Flensburg 08, das bei Eider Büdelsdorf 0:1 verlor – mit dem Thema Hallen-Masters dürften die Fördestädter jetzt endgültig nichts mehr zu tun haben. An der Spitze festigten Holstein Kiel II (7:0 gegen Horst) und der SV Henstedt-Rhen (3:0 gegen Eckernförde), der Itzehoer SV schloss mit dem 5:1 gegen Kilia Kiel als Vierter zu den Spitzenmannschaften auf.

Husum (ree) –– Dem TSV reichten 25 forcierte Minuten in der ersten Halbzeit, um den Erfolg an der Nordsee in trockene Tücher zu bringen. Zweifacher Torschütze beim Sieger war Yannick Sievers.

Wer Mitte der zweiten Halbzeit zufällig Zeuge dieses Spiels geworden wäre, hätte nicht den Eindruck gewonnen, dass hier ein Derby auf dem Programm stand, das in der Vergangenheit oft mitreißenden Fußball geboten hatte. Eher sah es so aus, als hätten sich hier zwei Teams auf ein 0:0 geeinigt. Es war aber die Zeit, als die Husumer (auch konditionell) nicht mehr konnten – und die Kropper nicht mehr mussten. Denn ihnen war klar, dass die drei Tore aus der ersten Halbzeit allemal für die drei Zähler reichen würden. Es war auch die Zeit als SV-Fußballobmann „Bernie“ Grünhoff ein erstes Fazit der Partie zog: „Die Kropper sind gedanklich immer schneller.“ Womit er absolut richtig lag. Und auch dieser SV-Anhänger lag ziemlich richtig, der sich empörte. „Wir haben zwar elf Mann auf dem Platz, aber keine Stürmer.“

Für eine Mannschaft, die im Abstiegskampf steht, haben die Stormstädter in der „Abteilung Attacke“ tatsächlich wenig zu Stande bekommen. Eine richtige und drei „halbe“ Torchancen – das ist zu wenig für 90 Minuten. Viel mehr besaßen die Gäste zwar auch nicht, aber wo das gegnerische Tor stand, das wussten sie haargenau. Optimale Torausbeute nennt man das.

Wieder einmal erwischten die Nordfriesen einen ansehnlichen Start – und wieder einmal war es Gerrit Müller, der die Frucht dieser Mühe einfach liegen ließ. In der 5. Minute schob er einen Ball, den Jann-Iven Jensen ihm maßgerecht vorgelegt hatte, aus acht Metern Entfernung am offenen Kropper Tor vorbei. Eine ähnliche Gelegenheit verpatzte zwar zehn Minuten später auch Yannick Sievers. Aber der machte seinen Fauxpas prompt wieder gut: Innerhalb von 15 Minuten brachte er seine Mannschaft mit zwei Treffern nach vorn. Beim 0:1 hatte Oliver Held ihn per Kopf in Szene gesetzt (23.). Beim 0:2 war er prima von Robin Ziesecke bedient worden (37.). SV-Torsteher Melf Molinas war bei diesen platzierten Schüssen ebenso machtlos wie beim 0:3, das Ziesicke mit einem Schuss ins lange Eck selbst besorgte (40.). Mit diesem Rückstand lagen die Chancen der Husumer schon zur Halbzeit am Nullpunkt. Bei Schüssen von Sebastian Kiesbye (31.) und Sebastian Steglich (39.) zeigte TSV-Keeper Andreas Wulff tadellosen Arbeitseinsatz. Aus der zweiten Halbzeit ist nur eine einzige Chance verbucht – die hatte wieder Ziesecke. Sein Schuss strich vorbei (58.).

Husums Interims-Coach Hauke Hartmann resümierte: „Wir haben zu viele Fehler im Spielaufbau und auch vor unserem eigenen Gehäuse gemacht. Das hat der Gegner eiskalt genutzt.“ Kropps Trainer Dirk Asmussen bemerkte: „Wir haben Husum 70 Minuten klar beherrscht. Unser Konzept, den Gegner früh zu stören, ist super aufgegangen.“

Unter den Zuschauern wurde – in Begleitung von Torwart-Legende Günter Hoff - auch der Lecker Rolf Nielsen gesichtet. Fans munkelten, dass er neuer Coach werden könnte.

Husumer SV: Molinas – Groth, Rettkowski, Saeltz, Amroun – Otto, Steglich, Jensen (63. Schulte), Kiesbye (67. Strüning) – Müller (85. Rizos), Petersen.
TSV Kropp: Wulff – Sämann, Pinkert, Werner, Matthes – Duggen (57. Müller), J. Sievers, Y. Sievers, Usadel – Timm (12. Ziesecke), Held (51. Griesbach).
Schiedsrichter: Timo Petersen (Satrup).
Zuschauer: 220. Beste Spieler: Groth, Amroun – Y. Sievers, Usadel.

24. November 2008 · Flensburger Tageblatt

Starke erste Halbzeit genügt den Kroppern

Glatter 3:0-Erfolg im Derby bei der Husumer SV
Packender Zweikampf: Der Kropper Dennis Usadel (rechts) versucht Marcel Otto an einer Flanke zu hindern. Foto: Voss

Husum (dan) –– Der TSV Kropp hat sich mit einem 3:0 (3:0)-Erfolg in einem Nordderby der Schleswig-Holstein-Liga bei der Husumer SV gestern die beim 2:2 zu Hause gegen den Eckernförder SV verlorenen Punkte wiedergeholt. Die Rot-Schwarzen dürfen sich damit noch geringe Chancen auf die Teilnahme am Hallenmasters am 17. Januar in der Kieler Ostseehalle ausrechnen.

„Wir haben konzentriert gespielt, die Zweikämpfe gewonnen und in der Abwehr kaum etwas anbrennen lassen“, zeigte sich Dirk Asmussen diesmal mit der Vorstellung seiner Mannen zufrieden. „Unser Sieg war ungefährdet“, so der Kropper Coach.

Eine starke erste Halbzeit genügte den Gästen, um bei den trainerlosen und vom Abstieg bedrohten Platzherren alles klar zu machen. All das, was in den letzten 20 Minuten in der Partie gegen den ESV fehlte, beherzigte der TSV Kropp in Husum. „Wir haben druckvoll nach vorn gespielt und sind keine unnötigen Dribblings eingegangen“, sagte TSV-Ligaobmann Eberhard Henning. Die fast logische Konsequenz waren drei schön herausgespielte Treffer noch vor der Pause. Die ersten beiden besorgte Yannick Sievers jeweils nach Vorarbeit von Robin Ziesecke. Beim 1:0 (23.) verlängerte er eine Rechtsflanke per Kopf auf Sievers, beim 2:0 (37.) hatte Ziesecke sich im Strafraum durchgewühlt und passte auf Sievers, der dann beide Male aus zehn Metern abzog. Das 3:0 (41.) besorgte Robin Ziesecke auf Zuspiel von Oliver Held selbst.

Die Husumer besaßen vor der Pause nur eine klare Chance durch Gerrit Müller, doch beim Stande von 0:0 verfehlte dessen Schuss das Kropper Tor nur knapp.

Nach dem Seitenwechsel gab es kurzzeitig einen Bruch im Kropper Spiel, als Oliver Held nach einem Zweikampf mit dem Husumer Torhüter Melf Molinas (51.) verletzt ausgewechselt werden musste. Die Platzherren kamen danach zwar etwas stärker auf, doch fehlte im Husumer Angriff die Durchschlagskraft, um die Kropper Abwehr ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Die 226 Zuschauer warteten vergebens auf einen Husumer Treffer. Der hätte auf der anderen Seite zum 4:0 fallen können, doch Robin Ziesecke vergab in der 65. Minute die Riesenmöglichkeit. In der Folgezeit hatten die Rot-Schwarzen in der fairen Partie, mit der Schiedsrichter Timo Petersen (Satrup) keine Probleme hatte, keine Mühe den Vorsprung sicher über die verbleibende Spielzeit zu bringen.

TSV Kropp: Wulff; Held (51. S. Griesbach), Duggen (57. Müller), Sämann, Werner, Timm (12. Ziesecke), Matthes, Pinkert, J. Sievers, Y. Sievers, Usadel.
Schiedsrichter: Petersen (Satrup).
Zuschauer: 226

24. Oktober 2008 · Landeszeitung

Der TSV Kropp braucht Siege für das Hallenmasters

Kropp (dan) – In der Schleswig-Holstein-Liga steckt der TSV Kropp in einer misslichen Lage. Die Mannschaft muss punkten, wenn die Teilnahme am Hallenmasters im Januar in der Kieler Ostseehalle noch geschafft werden soll. Andererseits drohen auch am kommenden Wochenende witterungsbedingt wieder Spielausfälle. So auch bei der Husumer SV, bei der die Rot-Schwarzen am Sonntag (14 Uhr) antreten sollen. Der Verein von der Nordseeküste steht ohne Trainer da. Carsten Groth, der erst zu Saisonbeginn das Amt von Guido Gehrke übernommen hatte, will in Zukunft nur noch als Spieler zur Verfügung stehen und versuchen, die Mannschaft aus dem Abstiegsstrudel, in dem sie auf Rang 16 zurzeit steckt, herauszuziehen. Ein neuer Mann auf der Kommandobrücke wird dringend gesucht. „Die stecken in einer schwierigen Situation. Ich könnte mir vorstellen, dass den Husumern ein Spielausfall nicht ungelegen käme“, sagt Dirk Asmussen. Dabei hat der Kropper Coach selbst genug Sorgen. Stefan Wintschel und Hannes Röh fallen verletzungsbedingt aus, Ole Werner und Patrick Griesbach sind erkrankt. Zum Glück macht die Genesung von Dennis Usadel weiter Fortschritte, er wird in Husum auf jedem Fall zum Aufgebot gehören. Dabei sein wird auch wieder Oliver Held, der in den vergangenen Wochen wieder mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt in der Mannschaft geworden ist. Für Kropp ist die Marschroute in Husum klar. „Wir müssen auf Sieg spielen, wenn wir unsere kleine Chance auf die Teilnahme am Hallenmasters wahren wollen. Außerdem wollen wir die beiden beim 2:2 gegen den Eckernförder SV verlorenen Punkte wiederholen“, sagt Asmussen, dem ein Ausfall höchst ungelegen käme.

21. November 2008 · Schlei Bote

Kropp braucht Siege für das Hallenmasters

Am Sonntag um 14 Uhr Derby bei der Husumer SV

Kropp (dan) – In der Schleswig-Holstein-Liga steckt der TSV Kropp in einer misslichen Lage. Die Mannschaft muss punkten, wenn die Teilnahme am Hallenmasters im Januar in der Kieler Ostseehalle noch geschafft werden soll. Andererseits drohen auch am kommenden Wochenende witterungsbedingt wieder Spielausfälle. So auch bei der Husumer SV, bei der die Rot-Schwarzen am Sonntag (14 Uhr) antreten sollen.

Der Verein von der Nordseeküste steht ohne Trainer da. Carsten Groth, der erst zu Saisonbeginn das Amt von Guido Gehrke übernommen hatte, will in Zukunft nur noch als Spieler zur Verfügung stehen und versuchen, die Mannschaft aus dem Abstiegsstrudel, in dem sie auf Rang 16 zurzeit steckt, herauszuziehen. Ein neuer Mann auf der Kommandobrücke wird dringend gesucht.

„Die stecken in einer schwierigen Situation. Ich könnte mir vorstellen, dass den Husumern ein Spielausfall nicht ungelegen käme“, sagt Dirk Asmussen. Dabei hat der Kropper Coach selbst genug Sorgen. Stefan Wintschel und Hannes Röh fallen verletzungsbedingt aus, Ole Werner und Patrick Griesbach sind erkrankt. Zum Glück macht die Genesung von Dennis Usadel weiter Fortschritte, er wird in Husum auf jedem Fall zum Aufgebot gehören. Dabei sein wird auch wieder Oliver Held, der in den vergangenen Wochen wieder mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt in der Kropper Mannschaft geworden ist.

Für den TSV Kropp ist die Marschroute in Husum klar. „Wir müssen auf Sieg spielen, wenn wir unsere kleine Chance auf die Teilnahme am Hallenmasters wahren wollen. Außerdem wollen wir die beiden beim 2:2 gegen den Eckernförder SV verlorenen Punkte wiederholen“, sagt Dirk Asmussen, dem ein Spielausfall höchst ungelegen käme.

21. November 2008 · Landeszeitung

Vor dem Derby: Husum auf Trainersuche

Beneidenswert ist die Situation nicht für die Husumer SV: Vor dem Heimspiel in der SH-Liga am Sonntag (14 Uhr, Friesenstadion) gegen den TSV Kropp steht sie ohne Trainer da.
Gute Erinnerungen hat Michael Petersen (re., hier im Duell mit Kropps Martin Sämann) an den Gegner: Im Mai gewann Husum 2:0 und der Mittelfeldspieler erzielte das Tor zum Endstand. Foto: Voss

Husum (ree) – Gefordert an erster Stelle ist jetzt Rolf von Bartikowski. Als Vereinsvorsitzender ist er maßgeblich damit betraut, einen Nachfolger für Carsten Groth ausfindig zu machen. Und das bei einem „Trainer-Markt“, der nicht gerade als üppig zu bezeichnen ist. „Wir müssen uns ja auf Leute beschränken, die verfügbar sind“, erklärt der oberste SV-Verantwortliche. Einen „Wunschkandidaten“ gibt es für ihn nicht; aber er lässt durchklingen, dass erste Gespräche geführt wurden. Von Bartikowski: „Wir sind dran und ich hoffe, dass wir am Sonntag definitiv mehr wissen. Wir bemühen uns jedenfalls um eine rasche Lösung.“

Das Training am Donnerstag hat Hauke Hartmann (bislang Coach der Zweiten) geleitet. Und der wird gegen den TSV Kropp auch auf der Bank sitzen. Aber er hat die Verantwortung nicht allein. „Über den Kader und die Aufstellung werden wir vorher im kleinen Kreis beraten“, verrät von Bartikowski. Und da hat die Husumer SV jetzt eine Option mehr. Denn Carsten Groth will sich ja als Aktiver in den Dienst der Mannschaft stellen. „Vielleicht kann er der Mannschaft jetzt als Vorbild dienen“, hofft Reinhard Grünhoff. Weiter meint der Fußball-Obmann: „Der Wille der Mannschaft ist da, aber mit Schönspielerei allein erreicht man nichts.“

Klare Aufforderung also an das Team, die Ärmel hochzukrempeln. Was ja auch die ständige Ansage des bisherigen Trainers war. „Aber die Mannschaft hat ihn offenbar nicht verstanden“, so Grünhoff. Vielleicht geht es besser, wenn Groth es ihnen vormacht. Möglicherweise sogar schon gegen den TSV Kropp.

Dort nimmt man die sportlichen Führungs-Turbulenzen beim westlichen Nachbarn ganz gelassen. „Was sich beim Gegner tut, spielt in unserer Vorbereitung nur sekundär eine Rolle“, verrät Dirk Asmussen. Aber dem Trainer waren die Nordfriesen am vergangenen Wochenende doch einen Ausflug nach Büdelsdorf wert, wo er das 2:4 der SV bei der FT Eider verfolgte.

Und auch er kam zu jener Einschätzung, die vor ihm schon manch anderer Trainer verkündet hat: „Die Husumer SV hat mehr drauf, als sie momentan zeigt.“ Aber natürlich möchte auch er nicht, dass dieses Potenzial ausgerechnet gegen den TSV Kropp zum Tragen kommt. Obwohl momentan nur Tabellenzehnter, äußert Asmussen sich zufrieden über seine Mannschaft. „Die Jungs sind super dabei“, sagt er und verweist auf den Umstand, „dass sieben Spieler in der Mannschaft stehen, die vor einem Jahr noch gar nicht im Verein waren.“

Mit Ex-Profi Oliver Held (36) und Dennis Usadel (29) sind neuerdings aber auch wieder zwei Akteure dabei, die Erfahrung mitbringen. Beide waren lange Zeit verletzt. Fraglich ist noch, ob Ole Werner und Stefan Wintschel am Sonntag dabei sein können.

Bei den Stormstädtern ist die Personallage – unterhalb der Trainerebene – relativ entspannt: Martin Herpel hat wieder trainiert und Dennis Schulte in Büdelsdorf die ersten Ballkontakte aufgenommen. Außerdem ist Sebastian Steglich wieder verfügbar. Nur Birger Andresen, der fehlt am Sonntag aus privaten Gründen.

[] Die Wettervorhersage für das Wochenende ist alles andere als gut – Ausfälle drohen. Der TSV Kropp will unbedingt spielen, um die Qualifikation für das Hallenmasters im Januar in der Kieler Ostseehalle doch noch zu schaffen. „Die stecken in einer schwierigen Situation. Ich könnte mir vorstellen, dass den Husumern ein Spielausfall nicht ungelegen käme“, sagte Kropps Coach Dirk Asmussen der Rendsburger „Landeszeitung“.

21. November 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 17 29.11.08 Husumer SV Flensburg 08 1:1

Ausgleich kurz vor dem Ende!!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
1.
gleich eine gefährliche Situation vor dem Husumer Tor: Flanke flach von rechts quer durch den Husumer Strafraum, Benjamin Seebauer verwandelt aus 5 Metern zum 0:1
8.
Sebastian Saeltz nach Vorarbeit von David Strüning vom 16er vorbei
15.
Freistoß Sebastian Saeltz, Marcel Otto aus 10 Metern vobei
23.
Nach toller Husumer Kombination flankt Carsten Groth von rechts, Gerrit Müller scheitert an Torwart Finn Hübner
37.
Einen Flachschuss von Marcel Otto kann Torhüter Finn Hübner nicht festhalten, doch kein Husumer Spieler ist in der Mitte um abzustauben
 
Halbzeit
47.
Knallharter Freistoß aus 18 Metern von Benjamin Seebauer, Husums Keeper Melf Molinas lenkt per Faustabwehr zur Ecke
60.
Benjamin Seebauer zieht von halbrechts ab, Melf Molinas hält
65.
Flensburger Direktabnahme an die Latte, Husums Abwehr rettet danach mit vereinten Kräften auf der Linie vor Sascha Schwarzwald
68.
Freistoß Jann-Iven Jensen, klasse Kopfball von Sascha Rettkowski zischt knapp vorbei
76.
Freistoß Jann-Iven Jensen, Kopfball Gerrit Müller vorbei
79.
Flensburgs bester Spieler, Benjamin Seebauer, volley nach Ecke vorbei
82.
Gerrit Müller legt quer auf Michael Petersen, der dringt in den den Strafraum ein und wird gefoult. Schiedsrichter Tim Becker zeigt sofort auf den Punkt.  Müller verwandelt den Elfmeter zum 1:1 Ausgleich.
Fazit
langes Anrennen und dann glücklicher Ausgleich der Nordfriesen in der 82. Minute. Aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige
Trainer Arno Nielsen 
»Ich bin zufrieden, wir haben viel Einsatz gezeigt und verdient einen Punkt gewonnen!«
0:1 Seebauer (1.), 1:1 Müller (82./FE)

Ecken: Husum: 7   - FL08: 6
Chancen: Husum: 7   - FL08: 5
Zuschauer: 183
Schiedsrichter: Tim Becker (FC Borussia Segeberg 07)
gelbe Karten: Husum: -

HSV: Molinas - Amroun, Groth, Rettkowski, Andresen – Otto, Saeltz, Petersen, Strüning (46. Jensen) – Kiesbye (74. Berger), Müller

30. November 2008 · HI/SW

Keine Trendwenden

Keine Trendwenden Remis im Nordderby - Husumer SV und Flensburg 08 trennten sich 1:1-Unentschieden..

HUSUM. Das mit viel Spannung erwartete Duell der beiden nördlichsten Schleswig-Holstein-Ligisten endete mit einem leistungsgerechten Remis. Jedoch hilft das 1:1 (0:1)-Unentschieden weder der Husumer SV noch Flensburg 08 aus der Krise. Das Wort »Krise« muss in diesem Zusammenhang als ein dehnbarer Begriff angesehen werden, denn während die Husumer SV nach vier Niederlagen in Serie auf einem Abstiegsplatz rangiert und sogar mit einem Trainerwechsel auf die anhaltende Erfolglosigkeit reagieren musste, ist die Situation bei Flensburg 08 nicht ganz so angespannt.

Trendwenden-Spiel

Die Fördestädter belegen einen Platz im gesicherten Mittelfeld, jedoch blieb auch die Mannschaft von Trainer Stefan Langeloh vor allem in den letzten Wochen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das prestigeträchtige Aufeinandertreffer der beiden Nord-Clubs wurde demzufolge von beiden Seiten als »Trendwende« propagiert. Nach einer positiven Trendwende sah es für die Husumer SV zunächst nicht aus, denn noch bevor Rolf Nielsen bei seinem Debüt als Coach der HSV zum ersten Mal auf der Trainerbank Platz nehmen sollte, lag sein Team bereits mit 0:1 zurück.

Wachgerüttelt

Wachgerüttelt von diesem Gegentreffer nahm nun allerdings der Gastgeber das Zepter in die Hand. Husum war bis zum Halbzeitpfiff das deutlich stärkere Team und erspielte sich zahlreiche Torchancen. Doch weder Gerrit Müller (23.) noch Marcel Otto (36.) konnten den sicheren Flensburger Rückhalt, Finn Hübner, überwinden. In der zweiten Spielhälfte sahen die knapp 200 Zuschauer im Schneegestöber des Friesenstadions ein ganz anderes Spiel. Plötzlich bestimmte 08 das Tempo und hätte die knappe Führung ausbauen müssen. »Leider haben wir es versäumt nachzulegen«, trauerte 08-Coach Langeloh den vergebenen Chancen vom eingewechselten »Malle« Djebbi (47.), Benjamin Seebauer (60), der nur die Latte traf und Kapitän Sascha Schwarzwald (70.) hinterher. Mit einem weiteren Treffer in dieser Phase hätten die Gelb-Blauen den Titel als »Remis-Könige der Liga« vorzeitig ablegen können, doch in der 83. Spielminute wurde 08 für die teilweise fahrlässige Chancenverwertung bitter bestraft.

Punkt gerettet

Nach einem Foul an Michael Petersen verwandelte Gerrit Müller (83.) den fälligen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich und rettete seinem neuen Trainer somit den Einstand. Für Nielsen war das 1:1 ein »gerechtes Ergebnis«, mit dem er »leben« könne. Jedoch wurde auch deutlich, dass noch eine Menge Arbeit auf ihn zukommt, um die HSV in der Klasse zu halten. Denn ohne die großzügigen Geschenke, die Flensburg 08 verteilt hat, wäre die vorweihnachtliche Stimmung in Husum deutlich getrübt gewesen.

1. Dezember 2008 · Flensborg Avis

Nachgefragt: Wie war das erste Spiel, Rolf Nielsen?

Bank-Premiere feierten Rolf Nielsen (links) und Co-Trainer Günter Hoff am Sonnabend beim 1:1 im Derby gegen Flensburg 08. Foto: Voss

Husum (sh:z) – Er hatte noch gar nicht richtig Platz genommen, da lag seine neue Mannschaft schon 0:1 zurück. „Günter und ich haben uns sparsam angesehen und gedacht: Was wird das denn?“, erinnert sich Rolf Nielsen an sein erstes Gegentor als Trainer der SH-Liga-Fußballer der Husumer SV am Sonnabend.

Am Ende blickten Nielsen und Co-Trainer Günter Hoff aber wieder freundlicher drein. 1:1 im Derby gegen Flensburg 08 – immerhin ein Teilerfolg im Abstiegskampf für die Nordfriesen. „Die Mannschaft hat Moral bewiesen, hat nicht die Köpfe hängen lassen, und nach vorne gespielt“, lobte der Coach, für den alles noch ziemlich neu war – er hatte gerade einmal mit dem Team trainieren können. „Wir hatten in der ersten Halbzeit die besseren Chancen, 08 in der zweiten – das war schon in Ordnung so“, befand Nielsen.

Das Derby ist abgehakt, der Blick geht nach vorn. „Wenn man Talente nach Husum holen will, geht das besser, wenn man in der SH-Liga spielt“, weiß Nielsen. Am Sonnabend steht das Gastspiel beim TSV Altenholz auf dem Programm, der am Sonnabend überraschend 3:2 beim TSV Kropp gewann. „Gegen einen direkten Konkurrenten, das wird ganz wichtig“, sagt der Trainer. Schon jetzt beträgt der Abstand zu den Altenholzern, die den ersten Abstiegsplatz belegen, vier Punkte. Bis zur Winterpause stehen noch das Spiel beim VfB Lübeck II und die Nachholpartie gegen den Heider SV auf dem Programm.

„Die Mannschaft hat mein volles Vertrauen“, unterstreicht Nielsen und legt nach: „Da sind schon gute Kicker dabei.“ Was aber nicht heißt, dass sich die Nordfriesen in der Winterpause nicht nach Verstärkungen umsehen. „Mehr miteinander reden“, sollten seine Schützlinge auf dem Feld, fordert Nielsen, dem es beim 0:3 in der Vorwoche gegen Kropp zu ruhig war.

Da hat sich gegen 08 schon was geändert. „Mir hat gefallen, wie die Jungs sich gegenseitig angefeuert haben“, lobt der 46-Jährige. Die Zuschauer hätten laut Nielsen jedenfalls gemerkt, dass da eine Mannschaft am Werk gewesen sei, die wollte – Kampf- und Einsatzwillen waren den Nordfriesen nicht abzusprechen.

2. Dezember 2008 · Flensburger Tageblatt

Müllers Elfer rettet Trainer Nielsen den Einstand

Keinen Sieger gab es diesmal zwischen der Husumer SV und Flensburg 08. Im Nordderby der Schleswig-Holstein-Liga trennten sich die Kontrahenten am Sonnabend 1:1 (0:1). Ein Ergebnis, das bei den Fördestädtern mehr Unzufriedenheit hinterließ. Denn erst sieben Minuten vor dem Abpfiff hatte Gerrit Müller ihnen mit einem verwandelten Foulelfmeter die schon sicher geglaubten Punkte geraubt.
Kampf war Trumpf im Nordderby: Flensburgs Morten Herre (links) im Duell mit Sebastian Saeltz von der Husumer SV. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Glückwunsch an Schleswig 06! Der Neuling schaffte mit dem 1:1 im Aufsteigerduell beim VfR Horst endgültig die Qualifikation für das Hallen-Masters im Januar in Kiel. Der TSV Kropp verspielte seine minimale Chance mit der 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Altenholz. Im Nord-Derby trennten sich die Husumer SV und Flensburg 08 1:1 – zumindest ein Teilerfolg für das neue Husumer Trainer-Duo Nielsen/Hoff. Das Keller-Duell gewann Kilia Kiel 5:2 gegen Strand 08, im Spitzenspiel trennten sich der VfR Neumünster und Eider Büdelsdorf 2:2. Tabellenführer ist der SV Henstedt-Rhen.

Husum (ree) – Husums neuer Trainer Rolf Nielsen feierte einen halbwegs gelungenen Einstand. Seine Mannschaft verbleibt freilich vorerst auf einem Abstiegsplatz.

„Den Anfang nicht verschlafen“, das gab 08-Trainer Stefan Langeloh vor Spielbeginn als Adventswunsch aus. Seine Schützlinge hatten verstanden. Noch ehe der Anpfiff gänzlich verhallt war, machten sie schon das 1:0. Schnelle Ballpassage von der rechten Seite über Deniz Türkoglu und Timo Andresen, harte Flanke durch den Strafraum und Benjamin Seebauer katapultierte den Ball mit letztem Einsatz ins Husumer Tor (1.). Was für ein Auftakt! Und welch Ernüchterung für Rolf Nielsen, der als Trainer gerade erstmals Platz auf der Husumer Bank genommen hatte.

Aber die Stormstädter brachte die Blitzführung der Gäste nicht durcheinander. In der Folge erwirtschafteten sie sich eine leichte Feldüberlegenheit. Nur richtig „dicke“ Tormöglichkeiten, die sprangen vorerst nicht dabei heraus. Die Distanzschüsse von David Strüning (2.), Sebastian Saeltz (3. und 8.) sowie Michael Petersen (9.) strichen um etliche Zentimeter am 08-Tor vorbei. Solche Versuche gab es bei den Flensburgern auch – und zwar mit mehr Präzision. Aber sowohl Nils Wulf (10.) als auch später Sascha Schwarzwald (27.) scheiterten an Melf Molinas, dem aufmerksamen SV-Keeper.

In der 19.Minute vergaben die Husumer ihre beste Möglichkeit zum Pausen-Ausgleich. Energisch hatte sich Carsten Groth auf der rechten Seite durchgesetzt und mit seinem Zuspiel Gerrit Müller gefunden. Aber mit einem tollen Reflex versagte 08-Keeper Finn Hübner dem Husumer den Torjubel. Genauso souverän parierte er später auch den platzierten Schuss von Marcel Otto (38.).

„Wenn man vorn die Tore nicht macht, wird man hinten irgendwann bestraft.“ Dieser Satz von Stefan Langeloh kennzeichnet treffend, was nach dem Wechsel im Friesenstadion los war. 08 gab den Ton an, versäumte aber den zweiten Treffer. Treibende Kräfte dabei waren Sascha Schwarzwald und Benjamin Seebauer. Möglichkeiten, Husum den Knockout zu verpassen, ergaben sich in schöner Regelmäßigkeit. Mahmoud Ben-Djebbi scheiterte mit einem fulminanten Freistoß (46.) jedoch ebenso an Molinas wie Seebauer (58.), der außerdem noch die Latte traf (62.). Dann mussten für die SV nacheinander Nassim Amroun (65.) und Birger Andresen (69.) gegen Sascha Schwarzwald auf der Linie klären. Dazwischen lag ein verheißungsvoller Kopfball von Sascha Rettkowski (67.).

Keine Frage: In dieser Phase hätten die Flensburger den Sack unbedingt zubinden müssen. Stattdessen auf der Gegenseite dies: Müller setzt sich links gegen Morten Herre durch, legt zurück auf Michael Petersen und der rasselt in voller Fahrt mit Nils Wulf zusammen. Strafstoß! „Den kann man geben“, sagen nach Spielschluss beide Trainer. „Den muss ich machen“, sagte sich Gerrit Müller und beförderte den Strafstoß zum 1:1 ins Flensburger Tor (83.). „Es geht aufwärts“, frohlockte der Goalgetter, nachdem er geduscht hatte. „Auch bei Gerrit Müller.“ Seine Fans werden es gerne hören. Rolf Nielsen war mit seinem ersten Trainer-Erlebnis bei der Husumer SV einigermaßen zufrieden. Sein Statement: „Das war nicht einfach. Aber vom Einsatz her haben meine Spieler das ganz gut gemacht.“

Stefan Langeloh war mit dem achten Remis im laufenden Wettbewerb nicht zufrieden. „Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt“, sagte er. „Die Verunsicherung bei den Husumern hätten wir besser ausnutzen müssen.“

Husumer SV: Molinas – Amroun, Groth, Rettkowski, Andresen – Otto, Saeltz, Petersen, Strüning (46. Jensen) – Müller, Kiesbye (72. Berger).
Flensburg 08: Hübner – Zegar, Rachner, Herre – Andresen (85. Papenberg), Voigt (46. Ben Djebbi), Wulf, Seebauer, Hassanoglou (72. Hansen) – Schwarzwald, Türkoglu.
Schiedsrichter: Tim Becker (FC Borussia Segeberg 07).
Zuschauer: 180.
Beste Spieler: Molinas, Andresen – Seebauer, Schwarzwald.

1. Dezember 2008 · Flensburger Tageblatt

Derby-Premiere für das neue Trainerduo

Husumer SV trifft heute um 14 Uhr in der SH-Liga auf Flensburg 08 / Nielsen will Defensive stärken
Vom Zuschauerplatz auf die Bank: Rolf Nielsen (hinten rechts) mit seinem Co-Trainer Günter Hoff (neben ihm). Foto: Voss

Husum (ree) –– Zwei Mal war für die Husumer SV schon „Derby-Time“ in dieser SH-Liga-Saison – gerissen hat sie dabei nichts. Die Niederlagen gegen Schleswig 06 (1:4) und zuletzt gegen den TSV Kropp (0:3) fielen sogar deftig aus. Gegen Flensburg 08 können die Stormstädter heute (14 Uhr) gegensteuern. Ob Rolf Nielsen und Günter Hoff, die beiden Neuen im Traineramt, dabei schon als Glücksbringer fungieren können?

„Natürlich wäre es ein Traum, mit einem Sieg zu starten“, sagt Rolf Nielsen, der am Donnerstag erstmals das Training leitete. Aber der 46-Jährige weiß, dass über Sieg und Niederlage auf dem Platz entschieden wird. „Die Mannschaft ist gefordert“, betont er. Am Sonntag beim 0:3 gegen den TSV Kropp hat er sie vorsorglich schon einmal in Augenschein genommen. Und ist zu der Erkenntnis gelangt: „Da ist Energie drin.“ Mit anderen Worten: Zum Abstiegskandidaten taugt das Team nicht.

Als erstes will der neue Coach die Defensivarbeit verbessern. Nielsen: „Die Mannschaft hat zu viele Gegentreffer kassiert. Und die Tore gegen Kropp waren `leichte´ Tore.“ Angetan ist Nielsen von der Tatsache, dass Carsten Groth sich weiterhin in den Dienst der Mannschaft stellt. „Das ist eine tolle Sache“, sagt der Trainer über den Mann, der den Husumer am vergangenen Sonntag 30 Minuten lang Impulse verlieh.

Wie in Husum, so ist man auch bei Flensburg 08 nicht zufrieden mit dem, was die Saison bisher gebracht hat. Aber zu den Abstiegsrängen haben die Fördestädter (Platz elf) noch ein Polster von sechs Zählern. „Ich vertraue meiner Mannschaft und darauf, dass wir nicht in diese Gefilde kommen“, sagt 08-Coach Stefan Langeloh. „Remis-Könige“ nennt er seine Schützlinge, weil fast die Hälfte ihrer Spiele ohne Sieger endeten.

Langeloh ist über das Defizit in seiner Mannschaft gut im Bilde. „Wir waren zu oft nicht 90 Minuten lang konzentriert und haben in den Schlussminuten noch den Vorsprung verspielt“, so seine Analyse. Aber man arbeitet dran – trotzdem liegt der letzte Sieg ein wenig zurück. Vor sechs Wochen hieß es 3:1 gegen Kilia Kiel. Und auswärts, da haben die Flensburger in dieser Saison erst ein Mal so richtig jubeln dürfen: am 4.Oktober beim 4:0 über Strand 08.

In der vergangenen Spielzeit behielten die Fördestädter zwei Mal die Oberhand über ihren Rivalen von der Nordsee (1:0 in Husum und 3:1). Aber weder dieser Umstand noch die Tatsache, dass die Husumer „unten drin stehen“, macht die Gäste leichtsinnig. Langeloh: „Wir sind nicht so gut, als dass wir uns erlauben könnten, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.“

Flensburg 08 muss berufsbedingt schon vier Wochen auf Verteidiger Christian Staackmann verzichten. Bei der Husumer SV steht heute Sebastian Steglich nicht zur Verfügung.

29. November 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 18 06.12.08 TSV Altenholz Husumer SV 3:0

Direkter Konkurrent gibt Husum das Nachsehen!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
 6.
Nadeem Hussain führt einen Freistoß schnell aus, Lasse Jensen bedient Raphael Klatt, dieser setzte den Kopfball aber daneben
 14.
Klatt taucht erneut vor dem Tor der Husumer auf, doch Melf Molinas rettet, kann den Ball jedoch nicht festhalten. Das Leder springt daraufhin Lasse Jensen vor die Füße, der zielt aber zu genau - sein Schuss landet an der Querlatte
 17.
Der 1:0-Führungstreffer für den TSV: Nach einem langen Ball aus der Gefahrenzone verlängert HSV-Kapitän Sascha Rettkowski den Ball unglücklich - Klatt spritzt dazwischen und hebt den Ball über den herausgekommenen Molinas hinweg ins Netz.
 23.
Sebastian Sältz mit einem tollen Solo von links  - er scheitert aber im Strafraum an Torwart Jess
 28.
Marcel Otto setzt sich auf rechts sehr gut durch, tunnelt seinen Gegenspieler, das Zuspiel auf Gerrit Müller wird im letzten Moment von der Altenholzer Abwehr geklärt
 32.
Sascha Rettkowski kommt bis in den Strafraum, will abziehen  - der Ball wird aber von Ceynowa abgeblockt
 33.
Gerrit Müller taucht wie aus dem Nichts kommend vor TSV-Torwart Jess auf, aber Jess reagiert glänzend
39.
Thore Ceynowas´ Schuss rettet der Husumer Michael Berger auf der Linie
43.
Klatts schöner Fallrückzieher kann Torhüter Molinas noch entschärfen
 
Halbzeit - wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft!
 59.
Gerrit Müller, der weitestgehend in der Luft hängt, hat eine weitere Husumer Chance. Wie schon in der ersten Halbzeit läuft er, von Marcel Otto freigespielt, alleine auf Jess zu - der Torsteher bleibt aber erneut Sieger
 65.
En Geschoss von Helge Stahl faustet Keeper Molinas zur Ecke
 67.
Ein Schuss von Klatt wird von Melf Molinas pariert
 76.
Ein Foulelfmeter bringt die Vorentscheidung: Nachdem Philipp Kessler von Sebastian Sältz unsanft von den Beinen geholt wurde, verwandelt Lasse Jensen den fälligen Strafstoß sicher zum 2:0
 79.
Michael Berger rettet zur Ecke bevor Klatt einschießen kann
 82.
Die endgültige Entscheidung: 3:0 für den TSV Altenholz, für das sich Philipp Kessler nach trockenem Schuss von der Strafraumgrenze verantwortlich zeigt
 90.
Schuss von Lasse Jensen -Torhüter Molinias rettert per Faustabwehr zur Ecke
 Fazit
Letztlich eine klare Angelegenhiet für die Hausherren. Husum nutzt die vorhqandenen Chancen einfach nicht - und wird wie schon so oft eiskalt bestraft
Trainer Rolf Nielsen
»Mitte der ersten Halbzeit hätte das Spiel zu unseren Gunsten kippen können, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt.«
1:0 Klatt (17.), 2:0 Jensen (76./FE), 3:0 Kessler (82.)

Ecken: Husum: 7   -  TSV: 7
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: Marco Hatesaul, Jübeck

gelbe Karten: Husum: Saeltz (76.)

HSV: Molinas - Amroun, Groth (38. Jensen), Rettkowski, Berger (88. Strüning) - Saeltz, Petersen (83. Schulte), Otto, Steglich - Müller, Kiesbye.

10. Dezember 2008 · HI/BP

Jess sei Dank: Altenholz verlässt Abstiegsplätze

Die Fußballer des TSV Altenholz kommen in der Schleswig-Holstein-Liga immer besser in Fahrt. Durch den 3:0-Erfolg gegen die Husumer SV blieb das Team von Trainer Harry Witt zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. Die Belohnung folgte auf dem Fuße: Altenholz verließ zum ersten Mal seit dem 6. Spieltag (14. September) einen Abstiegsplatz.
Hielt seinen Kasten gegen Husum sauber: TSV-Torwart Patrick Jess. Foto: Thode

Altenholz (Claudio Hluscik) - Dieser Sieg war Gold wert: Im Kampf gegen den Abstieg aus der Schleswig-Holsteinliga haben die Fußballer des TSV Altenholz die Husumer SV mit 3:0 besiegt und sich damit ein wenig Luft im Keller verschafft.

Im Mittelpunkt hatte erneut Patrick Jess gestanden. Der erst 19-jährige Schlussmann der Platzherren, der vor drei Wochen beim 3:3 in Eckernförde durch die Verletzung von Stammkeeper Björn Manthey in die Mannschaft gekommen war, hatte auf dem Kunstrasen mehrere Großchancen der Gäste vereitelt. Dennoch war der Sieg letztendlich verdient, da die Altenholzer in der Addition aller Torchancen vorn gelegen hatten.

Immer dann, wenn die Gastgeber das Spiel schnell gemacht hatten, war es für Husum gefährlich geworden. Bereits nach sechs Minuten hatte Nadeem Hussain die erste nennenswerte Möglichkeit durch einen schnell ausgeführten Freistoß eingeleitet. Doch die anschließende Flanke von Lasse Jensen köpfte Raphael Klatt neben das Tor der Gäste. Nur wenige Minuten später tauchte erneut Klatt vor dem gegnerischen Tor auf. Diesmal parierte HSV-Torhüter Melf Molinas, der beim Nachschuss von Lasse Jensen Glück hatte, dass dieser nur die Querlatte traf (14.). Weitere fünf Minuten darauf klappte es dann besser. Nach einem langen Ball aus der eigenen Gefahrenzone hatte HSV-Kapitän Sascha Rettkowski den Ball unglücklich auf Klatt verlängert, der den Ball gekonnt über den herauseilenden Molinas hinweg zur Führung ins Netz hob (19.).

Der Gegentreffer hatte die Gäste aufgeweckt, Husum drängte auf den Ausgleich, doch sowohl Sebastian Sältz (24.) als auch Gerrit Müller (33.) scheiterten freistehend am glänzend postierten Jess im TSV-Tor. Aber auch die Altenholzer blieben weiter torgefährlich: Einen Schuss von Thore Ceynowas rettete Husums Michael Berger auf der Linie (40.) und Klatts sehenswerten Fallrückzieher konnte Molinas kurz vor der Pause entschärfen (44.).

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Spiel zunächst, Chancen blieben Mangelware. Erst in der 58. Minute besaß Husums Müller, der sonst zumeist in der Luft hing, eine weitere Großchance: Nach einem Zuspiel von Marcel Otto war der HSV-Routinier alleine auf Jess zugelaufen, der wie ein erfahrener Keeper lange stehen blieb und auch diesmal Sieger im direkten Duell mit Müller blieb.

Die Husumer schienen jetzt den Glauben an sich zu verlieren, während die Platzherren das Spiel immer besser in den Griff bekamen und sich Chancen durch Klatt (63., 67.) und Helge Stahl (66.) erarbeiteten, die jedoch alle ungenutzt blieben. So musste schließlich ein verwandelter Foulelfmeter von Lasse Jensen herhalten, um die Vorentscheidung zu erzwingen (76.). Philipp Kessler war von Husums Sältz regelwidrig im Strafraum von den Beinen geholt worden.

Mit diesem Treffer war die Partie entschieden, denn den Husumern fehlten sowohl die spielerischen Mittel als auch der nötige Biss, um diesem Spiel nochmal eine entscheidende Wende geben zu können. Stattdessen fiel durch Philipp Kesslers trockenen Schuss von der Strafraumgrenze sogar noch das 3:0 für den TSV Altenholz (80.). „Der Sieg geht sicherlich in Ordnung. Auch wenn Husum zwei, drei dicke Torchancen hatte, haben wir insgesamt mehr investiert“, sagte Sieger-Trainer Harry Witt sichtlich zufrieden, während Husums neuer Coach Rolf Nielsen einigen vergebenen Torchancen nachtrauerte, die nicht zuletzt dank Jess nicht zum zwischenzeitlichen Ausgleich geführt hatten.

TSV Altenholz: Jess – Schwind (46. Plüschke), Ceynowa, Lüthje – Stahl, Hussain (46. Wendt), Kessler, Peters (86. Korn), Lasse Jensen – Gütschow, Klatt. Husumer SV: Molinas – Amroun, Groth (39. Jensen), Rettkowski, Berger (86. Ströning) – Sältz, Petersen (82. Schulte), Otto, Steglich – Müller, Kiesbye. SR: Hatesaul (Jübek). Zuschauer: 50. Tore: 1:0 Klatt (19.), 2:0 Lasse Jensen (76., Foulelfmeter), 3:0 Kessler (80.).
8. Dezember 2008 · Eckernförder Zeitung

Husumer SV lange Zeit gleichwertig

0:3-Niederlage beim TSV Altenholz / Gastgeber mit mehr Zug zum Tor

SH-Liga: Die Übersicht
Glückwunsch an Schleswig 06! Der Neuling schaffte mit dem 1:1 im Aufsteigerduell beim VfR Horst endgültig die Qualifikation für das Hallen-Masters im Januar in Kiel. Der TSV Kropp verspielte seine minimale Chance mit der 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Altenholz. Im Nord-Derby trennten sich die Husumer SV und Flensburg 08 1:1 – zumindest ein Teilerfolg für das neue Husumer Trainer-Duo Nielsen/Hoff. Das Keller-Duell gewann Kilia Kiel 5:2 gegen Strand 08, im Spitzenspiel trennten sich der VfR Neumünster und Eider Büdelsdorf 2:2. Tabellenführer ist der SV Henstedt-Rhen.

Altenholz (ree) –Der vierte Sieg der Saison bleibt bei der Husumer SV ein Fall für den Wunschzettel. Beim TSV Altenholz verlor sie 0:3 (0:1). Die Nordfriesen sind damit in der SH-Liga zehn Begegnungen hintereinander ohne Erfolg. Verdient hatte der Gastgeber die drei Punkte, aber drei Tore besser war er nicht. Denn bis zum 2:0 (75.) waren die Stormstädter gleichwertig. Was fehlte, war der letzte Zug zum Tor. In dieser Hinsicht verzeichnete der TSV mit Raphael Klatt und Philipp Kessler ein klares Plus.

Es dauerte ein paar Minuten, ehe die Stormstädter sich mit dem Kunstrasen vertraut gemacht hatten. Diese Zeit nutzten die Altenholzer zur Führung. In der 17. Minute lupfte Klatt den Ball gefühlvoll über Melf Molinas. Mit Geschick (Molinas bravourös gegen Klatt) und Geschick (Gütschow im Nachschuss an die Latte) hatte die SV den Rückstand zuvor noch verhindern können (13.).

Aber damit waren die Husumer im Spiel. In der 23. Minute bekam Sebastian Saeltz das Leder nicht an TSV-Keeper Patrick Jess vorbei. Dann wurde Sascha Rettkowski von Thore Ceynowa abgeblockt (32.). Und in derselben Minute scheiterte auch Müller nach Vorarbeit von Marcel Otto an Jess. „In dieser Phase hätte das Spiel kippen können“, sagte SV-Coach Rolf Nielsen. Korrekt – auch wenn der TSV durch Ceynowa (Berger klärte auf der Linie/39.) und Klatt (Molinas hielt/43.) weiter gefährlich war. Nach dem Wechsel zog Müller gegen Jess den Kürzeren (57.). Der Rest gehörte dem TSV. Das 2:0 machte Lasse Jensen per Foulelfmeter, nachdem Saeltz Kessler zu Fall gebracht hatte (75.). Der Gefoulte stand noch einmal im Blickpunkt, als er das 3:0 markierte (80.).

TSV Altenholz: Jess – Schwind (46. Plüschke), Lüthje, Ceynowa, Stahl – Kessler, Hussain (46. Wendt), Jensen, Peters – Gütschow, Klatt.
Husumer SV: Molinas – Amroun, Groth (38. Jensen), Rettkowski, Berger (86. Strüning) – Saeltz, Otto, Petersen (81. Schulte), Steglich – Müller, Kiesbye.
Schiedsrichter: Marco Hatesaul (Collegia Jübek). Zuschauer: 100. Beste Spieler: Jess, Lüthje, Kessler – Molinas, Saeltz.

2. Dezember 2008 · Flensburger Tageblatt

Kampfstarke Husumer kommen

Fußball-Schleswig-Holsteinliga: TSV Altenholz empfängt heute die HSV

Altenholz (fee) –Vor dem 18. Spieltag der Schleswig-Holsteinliga befinden sich die Fußballer des TSV Altenholz (15.) mit 16 Punkten noch auf einem Abstiegsrang. Mit einem Sieg gegen den Tabellen-16. Husumer SV (Anpfiff: heute, 14 Uhr) wäre ein Sprung um zwei Tabellenplätze möglich, vorausgesetzt der TSV Kropp (14.) unterliegt bei Spitzenreiter SV Henstedt-Rhen und Comet Kiel (13.) gewinnt nicht beim Itzehoer SV (4.).

Die Husumer warten seit zehn Spielen auf einen Sieg. Auswärts hagelte es sogar fünf Niederlagen in Folge. So wundert es nicht, dass Carsten Groth als HSV-Trainer zurücktrat. „Da Groth selber spielt, wollte er ein Zeichen setzten und sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellen“, berichtet Husums Vorsitzender Rolf von Bartikowski. Rolf Nielsen, Stützpunkttrainer der DFB-Jugendförderung, nahm die neue Aufgabe an.

„Neue Besen kehren gut“, kommentiert TSV-Trainer Harry Witt den Trainerwechsel bei der HSV. Witt kann auf seinen kompletten Kader zählen und bezeichnet die Husumer SV sogar als „kampfstärkste Mannschaft des Landes“.

6. Dezember 2008 · Eckernförder Zeitung

Altenholz – Husum heute auf Kunstrasen?

Wenn die Husumer SV (12 Punkte) sich noch vor der Winterpause aus der Abstiegszone der SH-Liga verabschieden will, muss sie noch zwei Teams überflügeln. Am nächsten liegt der TSV Altenholz. Und bei dem ist sie heute (14 Uhr) zu Gast.
Im Vorwärtsgang: Sebastian Saeltz (rechts) und seine Mitspieler wollen heute beim Tabellen-Nachbarn TSV Altenholz den Hebel umlegen und punkten. Foto: Hobke

Husum (ree) – Anfang November, da lagen die Altenholzer noch drei Punkte hinter den Husumern. Aber dann starteten sie eine Serie von vier Spielen, in denen sie nicht geschlagen wurden und acht Punkte holten. Ergebnis: Inzwischen rangieren sie vier Zähler vor den Husumern.

„Das wird eine völlig offene Partie, in der wir uns notfalls auch mit einem Unentschieden zufrieden geben können“, sagt Harry Witt. Er hat Respekt vor Husum, einem Team, das seiner Meinung nach „sehr unbequem zu spielen ist“. Der TSV-Coach ist mit seiner Mannschaft insgesamt noch ein gutes Stück vom neunten Tabellenplatz entfernt, der Anfang der Saison als Ziel ausgegeben wurde. Die Erklärung des Trainers dafür: „Einige Mechanismen greifen bei uns noch nicht.“ Aber es ist unverkennbar, dass die Mannschaft inzwischen einen besseren Weg gefunden hat. Überraschend dabei der 3:2-Sieg, mit dem die Witt-Schützlinge am vergangenen Wochenende beim TSV Kropp überraschten.

Glücksbringer der Altenholzer scheint Patrick Jess zu sein. Vor vier Wochen, beim 3:3 in Eckernförde, bekam der gerade mal 19 Jahre alte Keeper bekam überraschend seine Chance, als sich Stammkeeper Björn Manthey in der ersten Halbzeit schwer verletzte. Seitdem haben die Witt-Schützlinge kein Spiel mehr abgegeben.

Rolf Nielsen mag den Altenholzer Sieg am Wochenende nicht überbewerten. „Kropp hatte fünf Ersatzleute dabei“, sagt der Husumer Trainer. Hoffnung gibt ihm, dass die Mannschaft gegen Flensburg 08 nach dem frühen Rückstand „Reaktion gezeigt hat.“ Die wünscht er sich jetzt auch beim unmittelbaren Konkurrenten.

Nielsen: „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden, der Abstand zum TSV darf nicht größer werden.“ Allerdings wird er am Sonnabend erneut auf Birger Andresen verzichten müssen, der gegen 08 gute Form zeigte. Angeschlagen sind Sascha Rettkowski und Gerrit Müller. Dafür ist Sebastian Steglich aber wieder dabei. Die Stormstädter sollten reichlich Schuhwerk für die Partie einpacken. Der Grund: Wahrscheinlich wird auf einem Kunstrasen-Platz gespielt. Das jedenfalls kündigte TSV-Coach Witt an. Die Reaktion von Rolf Nielsen: „Das wäre eine große Umstellung für uns und ein Vorteil für Altenholz.“

6. Dezember 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 19 13.12.08 VfB Lübeck II Husumer SV 1:0

Unglückliche Niederlage bei der VfB-Reserve!

Der Spiel-Film:
Minute
Aktion
2.
1. Angriff der Lübecker und Eckball von links durch Lange flach an den 5-Meter-Raum hereingeschlagen, beim Versuch zu klären fälscht Gerrit Müller den Ball ins eigene Tor zum 1:0 ab
14.
Becker aus der Distanz über das Husumer Tor
23.
Seemann per Direktabnahme über den Querbalken
 
Halbzeit
55.
Sehenswerter Spielzug über links, Michael Berger flankt mustergültig auf Gerrit Müller, der wird im letzten Moment von Torwart Pour und einem Abwehrspieler abgeblockt
61.
Einen schnellen Konter schließt Imeri ab, Melf Molinas lenkt den Ball über das Tor
75.
Michael Berger flankt von links auf Sebastian Steglich, dessen Schuss kann Torhüter Pour gerade noch abwehren
90.
Husums Hintermannschaft weit aufgerückt, Vierig kommt frei zum Schuss, doch Melf Molinas wehrt mit toller Parade ab. Der Nachschuss geht neben das Tor
Fazit
Trotz nur weniger Torraumszenen und eisiger Temperaturen ein absolut sehenswertes Fußballspiel. Die ersten zwanzig Minuten gehörten klar den Gastgebern, danach kam Husum immer besser in die Partie, überzeugte durch Kampfgeist und zeigte sehenswerte Kombinationen. Ganz stark Sebastian Saeltz und Michael Berger im Vorwärts- wie im Rückwärtsgang sowie Torhüter Melf Molinas. Ein Unentschieden wäre durchaus verdient gewesen, leider fehlte erneut die Durchschlagskraft im Angriff.
TrainerRolf Nielsen
»Schade für meine Mannschaft, wir haben gut mitgespielt und alles gegeben. Bitter, das wir durch ein Eigentor verloren haben.«
1:0  Lange (2.)

Ecken: Husum: 2  -  VfB:4
Chancen: Husum: 2  - VfB: 5
Zuschauer: 50
Schiedsrichter: René Back (Friedrichsort)
gelbe Karten: Husum: Amroun, Berger

HSV: Molinas – Amroun, Saeltz, Rettkowski, Berger – Kiesbye, Steglich, Otto, Jensen (82. Schulte) – Müller, Strüning (82. Kleissel)

14. Dezember 2008 · HI/SW

Knappe 0:1 Niederlage bei der VfB-Reserve

Lübeck. Mit einer knappen 0:1 Niederlage im Gepäck kehrte die Husumer SV vom schweren Auswärtsspiel in Lübeck zurück, spielte über weite Strecken gut mit, steht aber wieder mit leeren Händen da.

Die Vorzeichen für dieses Spiel standen alles andere als gut, warteten die Nordfriesen doch schon sehr lange auf ein Erfolgserlebnis . Die Lübecker gewannen nicht nur das Hinspiel in Husum klar mit 4:1, sondern setzten am letzten Wochenende mit einem 5:0 Kantersieg beim Aufsteiger in Schleswig ein Ausrufungszeichen. »Schade für meine Mannschaft, wir haben gut mitgespielt und alles gegeben«, meinte ein enttäuschter Husumer Trainer Rolf Nielsen. »Bitter, das wir durch ein Eigentor verloren haben.« Lübecks Trainer Thorsten Flocken analysierte nach Spielende: »Wir waren nicht deutlich besser als die Gäste, die gut gestaffelt agiert haben. Das Spiel war sehr eng, zum Ende hatten wir aber noch Möglichkeiten.« Schnell gerieten die Husumer wieder einmal in Rückstand, die Begegnung nahm somit den erwarteten Verlauf. Mit der ersten Ecke der Gastgeber durch Gerrit Lange lenkte Gerrit Müller das scharf getretene Leder unglücklich ins eigene Netz (2.). Doch die Lübecker, versäumten es, den Vorsprung auszubauen. Nur Kevin Becker (14.) und ein Versuch von Marc Seemann (24.) brachten etwas Gefahr vor den Kasten von Torhüter Molinas. Auf schwerem Boden konnten die Stormstädter die Begegnung gleichwertig gestalten, kamen aber nicht zu zwingenden Torgelegenheiten.

Die zweite Hälfte glich ein wenig der ersten: Die Nordfriesen bemühten sich, das Spiel offen zu halten. Doch die Möglichkeiten blieben Mangelware. Nur Gerrit Müller (nach Pass von Berger/55.), der im letzten Moment abgeblockt wurde, sowie Sebastian Steglich (75.) hatten die Ausgleichsmöglichkeit. Auch der favorisierte Gastgeber blieb vieles schuldig. Immerhin gelang Imeri (54.) ein sehenswerter Kopfball sowie Lange ein Versuch aus 14 Metern (61.).

15. Dezember 2008 · Flensborg Avis

Husum 0:1 – Müller trifft ins eigene Tor

SH-Liga: Die Übersicht
Rechtzeitig vor dem Derby bei Schleswig 06 am kommenden Sonnabend (14 Uhr) meldet sich Flensburg 08 wieder im Lager der Erfolgreichen zurück. Nach sechs Spielen ohne Sieg gab es ein 2:0 gegen einen allerdings ersatzgeschwächten TSV Kropp. Bei der Husumer SV geht vieles schief. Trotz großer Gegenwehr verlor das Team beim VfB Lübeck II – durch ein Eigentor von Goalgetter Gerrit Müller. Schleswig 06 und der Itzehoer SV trennten sich wie im Hinspiel 1:1 – leistungsgerecht. Das Führungstrio um Spitzenreiter SV Henstedt-Rhen (4:0 in Heikendorf) gab sich keine Blöße.

Lübeck (ree) – Der Winterfrust bei der Husumer SV in der SH-Liga ließ sich auch beim VfB Lübeck II nicht beheben. Trotz beachtlicher Gegenwehr verloren die Nordfriesen bei den Hanseaten mit 0:1 (0:1). Schütze des entscheidenden Tores war Gerrit Müller, dem ein Eigentor unterlief. Man schrieb erst die zweite Spielminute nahe der „Lohmühle“, als es geschah: Der Lübecker Gerrit Lange schlug einen Eckball hart und flach vor das Husumer Tor, wo Müller zu retten versuchte. Ein Versuch, der unglücklich im eigenen Tor endete. „Dumm gelaufen“, meinte Müller hinterher. „Ich kann mich gar nicht erinnern, wann mir das zuletzt passiert ist.“

Wieder in Rückstand – die Husumer brauchten ein wenig, den Schock zu verdauen. Danach entwickelte sich aber ein Spiel, das aus Sicht der Gäste als eines der besseren zu bezeichnen ist. Der VfB kam nicht zu dem Spiel, das er sich vorgenommen hatte. „Wir waren nicht deutlich besser“, gab auch VfB-Coach Torsten Flocken zu. Vor allem im Mittelfeld boten die Stormstädter seiner Elf erfolgreich Widerstand. Was sie nicht verhindern konnten: Die Hansestädter hatten immer mal wieder eine Torchance, die zum 2:0 taugte. Aber der Distanzschuss von Kevin Becker (14.) flog ebenso knapp über das Husumer Tor wie die Direktabnahme von Mark Seemann (23.).

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dann die beste Husumer Möglichkeit, aber Müller und Michael Berger wurden nach ihrem guten Zusammenspiel im letzten Moment um das finale Erlebnis gebracht. Dass die Nordfriesen bis zum Schluss ihre Chance wahrten, war auch Melf Molinas zu verdanken. Der Husumer Keeper boxte in der 61. Minute einen vehementen Schuss von Florin Osmani gekonnt über die Latte. Aber auch sein Gegenüber tat den Husumern nicht den Gefallen einer Unaufmerksamkeit: Sebastian Steglich scheiterte an Kevin Pour, nachdem er von Berger gut in Szene gesetzt worden war (75.). In der Schlussminute scheiterte der Lübecker Jan Vierig aussichtsreich.

Coach Rolf Nielsen bemerkte: „Es ist bitter, durch ein Eigentor auf der Lohmühle zu verlieren. Aber wir haben uns nicht versteckt und die Mannschaft hat alles gegeben.“

VfB Lübeck II: Pour – Becker, Müller, Schröder, Gomez – Testa, Lange – Osmani (55. Bilgen), Vierig, Imeri – Seemann (60. Prüßmann).
Husumer SV: Molinas – Amroun, Saeltz, Rettkowski, Berger – Kiesbye, Steglich, Otto, Jensen (82. Schulte) – Müller, Strüning (82. Kleissl).
Schiedsrichter: René Back (Friedrichsort).
Zuschauer: 50. Beste Spieler: Imeri, Lange/Saeltz, Berger.

15. Dezember 2008 · Flensburger Tageblatt

Trainer bastelt an der Trendwende

SH-Liga: Rolf Nielsen sieht sein Team beim VfB Lübeck II nicht chancenlos
Husums Marcel Otto (Mitte) muss, wie gegen Büdelsdorf, auch beim VfB Lübeck II mit großer Gegenwehr rechnen. Foto: Hobke

Husum (ree) – Der Abstand zum rettenden Ufer in der Schleswig-Holstein-Liga ist für die Fußballer der Husumer SV auf mittlerweile sechs Zähler angewachsen. Aber Trainer Rolf Nielsen hat weiterhin „volles Vertrauen“ zu seiner Mannschaft und bastelt unverzagt an der Trendwende. Ob die aber ausgerechnet am Sonnabend (14 Uhr) beim VfB Lübeck II gelingt, erscheint fraglich. Nielsen jedoch geht auch in dieses Spiel voller Optimismus: „Wir fahren nicht chancenlos dahin und haken die Sache nicht ab.“

Wobei sich die Lübecker, die zwischenzeitlich etwas „abgetaucht“ waren, mit einem 5:0 bei Schleswig 06 gerade wieder auf sich aufmerksam gemacht haben. „Wir sind im Soll“, verkündet denn auch Torsten Flocken. Der VfB-Trainer hält es für ein „sehr gutes Resultat“, wenn seine Mannschaft im oberen Drittel zu finden ist. Was rein optisch momentan nur deshalb nicht der Fall ist, weil sie erst 13 Spiele absolviert hat.

Ansonsten sieht der Coach seine Aufgabe darin, der Ligamannschaft des Vereins den einen oder anderen Kandidaten zuzuführen. Flocken dazu: „Das ist uns mit Christoph Bergmann und Romano Lindner in zwei Fällen gelungen.“ Im Übrigen sieht er einen pädagogischen Nutzen darin, wenn seine jungen Spieler hin und wieder auch mal Niederlagen erleben. „Dadurch lernen sie am meisten“, so Flocken.

Dass dies auch gegen den Tabellensechzehnten geschehen könnte, davor hat der Coach allerdings im Grunde keine Befürchtung. Obwohl er einschränkend bemerkt: „In Husum hat ein Trainerwechsel stattgefunden, und das schafft gelegentlich Effekte, die man ernst nehmen muss.“

Rolf Nielsen wartet noch auf „diese Effekte“ – vor allem im Ergebnis. Wobei der Coach ziemlich sicher ist, dass die Leistung seiner Schützlinge darunter leidet, dass sie regelmäßig in Rückstand gerät. „Ich möchte diese Mannschaft mal sehen, wenn sie führt“, so Nielsen. Womit er die eine „Baustelle“ anspricht, die die Husumer SV zu verzeichnen hat: den Torabschluss. 25 Treffer zur Hälfte der Saison sind kein Ruhmesblatt. „Wir müssen mehr Zug zum Tor entwickeln“, fordert deshalb der Trainer und meint damit nicht nur die nominellen Stürmer. Leichter täte er sich, wenn er auch im Angriff selbst mehr Alternativen hätte. Anscheinend ist man in Husum bemüht, den Kader in der Winterpause zu ergänzen. Ansonsten bliebe noch der Griff zu einem alten Hausmittel. Und das hieße Björn Fleige.

Erneut fehlen beim HSV wird Birger Andresen. Carsten Groth und Gerrit Müller sind angeschlagen und haben nur reduziert trainiert. Über ihren Einsatz wird erst morgen entschieden. Der Bus nach Lübeck startet Sonnabend um 10.30 Uhr vom Vereinsheim.

12. Dezember 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 3 21.12.08 Husumer SV Heider SV 0:2

Heide einfach cleverer

Auch das letzte Spiel des Jahres endete für die Husumer SV wieder enttäuschend. Gut gespielt, den Gegner unter Druck gesetzt, aber vor dem Tor war man mit dem Latein wieder einmal am Ende. Und so endete auch dieses Spiel, wie die meisten in dieser Saison. Der Gegner kommt durch zwei Konter zu Toren und die Nordfriesen stehen mit leeren Händen da. »Ein sehr bitteres Ergebnis für meine Mannschaft«, bilanzierte Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende. »Das haben wir nicht verdient, aber wir haben das Tor einfach nicht gemacht.« Heides Trainer Alfred Hußner hatte gut lachen: »Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel, keine Mannschaft konnte sich entscheidend durchsetzen. Husum war schon gehörig unter Druck, das haben wir letztlich ausnutzen können.«

Das Spiel plätscherte in der ersten Halbzeit dahin, die Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig. Nur die Hausherren hatten eine Möglichkeit: Gerrit Müller köpfte nach einer präzisen Flanke von Michael Berger aus kurzer Distanz auf das Tor. Torhüter Tobias Dau reagierte aber großartig und wehrte ab (8.)

Erst nach dem Pausentee besserte sich dieses Westküstenderby. Jetzt gingen beide Mannschaften zur Sache, endlich bekamen die Torhüter Gelegenheit sich auszuzeichnen. Ein Freistoß von Sebastian Steglich aus 18 Metern konnte Heides Keeper Dau aber nicht überwinden (51.). Dann tankte sich Heides Björn Sörensen durch, Torhüter Molinas blieb aber Sieger (55.). In der 66. Minute hatten die Husumer Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Nach einer schnellen Kombination schlenzte Marcel Otto das Leder jedoch um Zentimeter am langen Eck vorbei. Der nächste vielversprechende Versuch durch Carsten Groth mit einem 18-Meter-Schuss strich auch nur knapp über die Querlatte (78.).

Dann versanken die Husumer im Tal der Tränen: Fünf Meter im Abseits stehend erhielt Philipp Adria das Leder und lief alleine auf das Husumer Tor zu, das 0:1 war die Folge (80.). Das Schiedsrichtergespann ließ sich jedoch nicht mehr umstimmen, in Folge der Diskussionen wurde auch noch Sebastian Steglich mit der roten Karte vom Feld geschickt. Sogar für Gästetrainer Hußner war es ein klares Abseitstor. »Fünf Meter mindestens«, gab er zu Protokoll. Husum entblößte jetzt die Abwehr, Michael Berger hatte mit einem Aufsetzer aus 18 Metern die letzte Husumer Chance (88.). Ein Konter der Dithmarscher brachte die endgültige Entscheidung, Tobias Hass hatte keine Mühe, zum 0:2 einzuschieben (90.).

Ein unglücklicher und unnötiger Spielausgang für die Husumer, aber auch immer wieder das gleiche Bild. Ganz gut gespielt aber die Punkte behält der Gegner! So werden die Nordfriesen den Weg aus der Abstiegsregion nicht schaffen.

0:1 Adria (80.), 0:2 (Hass (90.)

Ecken: Husum: 8   -  Heide: 3
Chancen: Husum: 5   -  Heide: 5
Zuschauer: 245
Schiedsrichter: Vinzent Schuhmann (Segeberg)
gelbe Karten: Husum: Groth (43.), Rettkowski (67.)   -   rot: Steglich weg. Schiedsrichterbeleidigung

HSV: Molinas – Groth, Saeltz, Rettkowski, Andresen – Otto, Kiesbye (82. Amroun), Steglich, Berger – Strüning (46. Petersen), Müller.

Heide: Dau – Jarchow, Ladendorf, V. Hardock, Quade – Sörensen; Holst, Adria, Ostermann (46. Wittek) -  Borwieck (69. Hass), A. Hardock (79. Mittelbach)

21. Dezember 2008 · HI

Schöner Schluss: Späte Konter von Adria und Hass zum 2:0 in Husum – Quade mit Zuckerpass

Das war ein Ausklang so ganz nach dem Geschmack von Trainer, Mannschaft und Fußball-Fans. Der Heider SV legte sich im letzten Punktspiel des Jahres in der Schleswig-Holstein-Liga mit dem verdienten 2:0 (0:0) beim Husumer SV drei Punkte unter den Weihnachtsbaum. Der Gabentisch des HSV zu Heiligabend ist mit 26 Punkten üppig gefüllt. Dieses Polster stärkt vor allem Alfred Hußner den Rücken. »Wir können jetzt beruhigt in die Pause gehen«, freut sich der Trainer auf besinnliche Tage.

Für den siebten Saisonsieg sorgten Spieler, die zuletzt fast in der Versenkung zu verschwinden schienen. Philip Adria (81.) und Tobias Hass (90.) sorgten zum guten Ende mit zwei formvollendeten Kontern für eine fröhliche vorweihnachtliche Bescherung. Allerdings war es ein teuer erkaufter Sieg: Sowohl Tim Ostermann als auch Marx Borwieck humpelten nämlich angeschlagen vom Grün. Beide gerieten ausgerechnet mit einem ehemaligen Heider aneinander, der gewöhnlich keiner Fliege etwas zuleide tun kann. Zunächst schickte Carsten Groth Mittelfeldmann Ostermann zu Boden. »Das war schon ein Frustfoul«, fand Hußner die Attacke des 36-Jährigen nicht so witzig. Für Ostermann kam Karsten Wittek, der seine Aufgabe im rechten Mittelfeldbereich gewissenhaft erledigte. Später erwischte es Marx Borwieck, der nach einem Laufduell mit Groth niedersank. »Das ist bitter. Marx machte ein starkes Spiel, war wirklich gut drauf und dann diese Verletzung«, stöhnte Heides Coach. Borwieck bezahlte den Sprint mit einem dicken Knie.

Indes: Alfred Hußner wechselte richtig ein, brachte in Tobias Hass einen Joker, der diese Bezeichnung verdiente. Dessen 20-minütige Mitwirkung lohnte sich. Als Husum zum Schluss alles auf eine Karte setzte, landete ein weiter Abschlag bei Hass, der Torhüter Melf Molinas rauslockte und kaltblütig verwandelte. Nur acht Minuten zuvor hatte Philip Adria der abstiegsbedrohten nordfriesischen Truppe den ersten Stoß versetzt. David Quade jagte seinen Mittelfeldmann steil in die gegnerische Hälfte. Aus zwölf Metern ließ Adria dem Husumer Keeper nicht den Hauch einer Chance. Es stimmte endlich alles beim Heider SV. Hußners zuletzt ins Kreuzfeuer geratene Viererkette geriet am Ende zwar tüchtig unter Druck, stand aber. Quade krönte seine konsequente Abwehrleistung mit dem Zuckerpass zur 1:0-Führung. Ebenfalls ein Guter: Tobias Dau, der in der Eröffnungsphase Kopfbälle von Sascha Rettkowski (7.) und Gerrit Müller (9.) meisterte. Später drehte Dau einen Freistoß von Sebastian Steglich um den Pfosten (52.). Alex Hardock hielt trotz Grippe 80 Minuten durch. Er gab dem routinierten Groth einige Rätsel auf. In der Defensive räumten Oliver Holst und Björn Sörensen ab.

22. Dezember 2008 · Dithmarscher Landeszeitung

Klares Abseitstor bricht Husum das Genick

In Bedrängnis behauptet Michael Berger den Ball. Foto: Voss

Husum (ree) –Dabei verloren die Stormstädter nicht nur das Spiel, sondern in der 81. Minute auch Sebastian Steglich durch Feldverweis. Es war eine Minute vorher gewesen, als der Heider David Quade einen Pass auf Philipp Adria spielte. Der befand sich so eindeutig im Abseits, dass die Husumer nur noch auf den Pfiff des Unparteiischen warteten. Aber Vincent Schuhmann (26) reagierte nicht. Adria spielte die Aktion zu Ende und schob zum 0:1 ein.

Aller Protest und alle Empörung nützten nichts. Die Fahne des Assistenten war unten geblieben. Sebastian Steglich konnte es nicht lassen, mit dem Unparteiischen über diese Fehlentscheidung zu diskutieren – und sah dafür die Rote Karte. Heides Trainer Alfred Hußner, der von der Bank beste Sicht gehabt hatte, gab freimütig zu: „Ja, es war Abseits.“ Aber das nützte den Husumern auch nichts mehr. Verloren hatten sie erneut ein Spiel, in dem sie mehr Anteile und von den wenigen Torchancen auch wieder die besseren gehabt hatten. Aber den „Knipser“, den hatten sie auch diesmal nicht dabei. „Sie wollten offenbar das Tor nicht schießen“, klagte der enttäuschte Coach Rolf Nielsen.

Vier Ecken nach acht Minuten – zu Beginn hatte man den Eindruck, diesmal könnte es klappen. Aber dann entpuppte sich die Anfangseuphorie doch wieder als Strohfeuer. Ein Kopfball von Sascha Rettkowski (6.), zwei von Gerrit Müller (8.), das war´s. Heides Keeper Tobias Dau meisterte diese Proben mit verhaltener Anstrengung. Ernsthafte Versuche der Dithmarscher, das Husumer Tor zu bedrohen, gab es nicht. Dann spürten die Heider, dass durchaus mehr drin war. Da konnte Melf Molinas einen 14 Meter-Schuss von Björn Sörensen gerade noch zur Ecke hechten (56.) und einen ähnlichen Versuch von Victor Hardock mit Mühe entschärfen (72.). Die Husumer zogen, wie ihr Coach es gefordert hatte, drei Mal aus der Distanz ab – vergebens. Den Freistoß von Steglich hielt Dau (51.), die Schüsse von Marcel Otto (66.) und Carsten Groth (78.) verfehlten das Tor.

Nach dem Feldverweis gab es noch zwei Szenen von Brisanz: Michael Berger verpasste mit einem 16 Meter-Schuss nur knapp den Ausgleich. Und in der Schlussminute, als kaum noch ein Husumer sich um Torsicherung kümmerte, erzielte Tobias Hass das 0:2. „Eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, sagte Alfred Hußner. „Jeder wollte was unter dem Baum haben.“ Dass es nun gleich drei Zähler sind, die da für ihn liegen, wird ihn nicht enttäuschen.

Husumer SV: Molinas – Groth, Saeltz, Rettkowski, Andresen – Otto, Steglich, Strüning (46. Petersen), Berger – Kiesbye (83. Amroun), Müller.
Heider SV: Dau – Jarchow, Quade, Ladendorf, V. Hardock – Ostermann (46. Wittek), Sörensen, Holst, A. Hardock (79. Mittelbach) – Borwieck (68. Hass), Adria.
Schiedsrichter: Vincent Schuhmann (Bad Segeberg). Zuschauer: 250.
Beste Spieler: Steglich, Berger/Ladendorf, Adria.

22. Dezember 2008 · Flensburger Tageblatt

Husum ohne Kapitän ins Westküsten-Derby

Duelle zwischen der Husumer SV und dem Heider SV haben immer ihren ganz besonderen Reiz. Am Sonnabend (15 Uhr) treffen die Rivalen von der Westküste erstmals in der SH-Liga aufeinander.
Marcel Otto: Spielt er am Sonnabend neben Gerrit Müller im Angriff? Foto: Staudt

Husum (ree) – Tore waren in den vergangenen beiden Spielzeiten Mangelware, wenn die Husumer SV und der Heider SV die Klingen kreuzten: Eines gab es pro Spiel. Ein bisschen mehr davon versprechen sich die Fans morgen beim erneuten Aufeinandertreffen der alten Rivalen. Um 15 Uhr ist Anstoß im Friesenstadion zum ersten Westküsten-Derby in der Schleswig-Holstein-Liga.

Vor elf Wochen trafen die beiden Kontrahenten das letzte Mal aufeinander. Damals im Juni siegten die Stormstädter in Dithmarschen durch einen Treffer von Björn Fleige mit 1:0 – und das in Unterzahl. Es war auch die Partie, in der Marcell Voss, der Heider Abwehr-Boss, sein Sieger-Gen verlor. Zuvor hatte er wunschgemäß immer mit dem Verein gewonnen, bei dem er spielte. Und das war vier Jahre lang die Husumer SV gewesen.

Als Carsten Groth vor sieben Jahren die Farben wechselte und vom Heider SV zur Husumer SV kam, hatte er auch kein Sieger-Gen dabei. 1:2 hieß es im Dezember 2001 im Stadion an der Meldorfer Straße. Danach durfte Groth aber noch manchen Erfolg mit den Nordfriesen gegen die alten Kameraden feiern. So soll es auch morgen sein. „Wir haben keine Angst vor Heide“, sagt der Husumer Coach. Er will die Heimspiele gewinnen und möglichst schnell Punkte sammeln.

Die 1:4-Niederlage beim SV Henstedt-Rhen ist für Groth „abgehakt“. Und er weist noch einmal darauf hin, dass sein Team dort am vergangenen Wochenende „gut dagegen gehalten“ und sich auch Torchancen erarbeitet habe. „Das Ergebnis macht uns jedenfalls nicht mutlos“, sagt der Trainer.

Groth muss allerdings auch an diesem Wochenende zwei Spieler ersetzen, die er lieber dabei hätte. So wird Lukas Hertting, der zuletzt ansteigende Form signalisierte, aus privaten Gründen fehlen. Und fehlen wird auch einer, der, wenn nicht gerade verletzt, eigentlich immer dabei ist: Sascha Rettkowski. Der Abwehrchef fehlt aus beruflichen Gründen. Wer für Hertting im Angriff spielen wird, das mochte Groth allerdings noch nicht offenbaren. Aber ein solches Derby eignet sich ja auch hervorragend, so lange mit der Mannschaftsaufstellung zu warten, bis der Schiri den Bogen will.

Ganz gut den Bogen gekriegt hat bisher der Heider SV. Dem Sieg in Horst folgte das Remis gegen Neumünster. „Mit dem Punkt sind wir glücklich“, resümiert Alfred Hußner nach dem 2:2 vor einer Woche. Und der Heider Trainer beklagt, dass seine Elf „viel zu passiv“ gewesen sei. Was die Husumer SV angeht, ist Hußner bescheiden. „Wenn wir uns die Punkte teilen, ist alles in Ordnung“, sagt er und meint die Summe der beiden Spiele. Auch er muss Fachkräfte ersetzen. Henning Jarchow fehlt schon seit Saisonbeginn, mit anderen Akteuren gibt es berufliche Probleme bei Sonnabend-Spielen. Zur Erweiterung des Spielerkreises setzt man daher auch in Dithmarschen auf die Jugend. Immerhin fünf Spieler im Kader führen das Geburtsjahr 1989 im Pass.

22. August 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
FS 28.12.08 Honda Cup    

Favoritenstürze am laufenden Band beim Honda-Cup

Hallenfußballturnier in Bornhöved: A-Klassist SG Ascheberg/Kalübbe Sensationssieger - Zwei Rote Karten für Wankendorf - Husberg fairste Mannschaft
Auf und davon: Tungendorfs Torben Czekay (rotes Trikot) lässt den Husumer David Strüning rechts liegen. Foto: Sell
Eng am Mann: Der Husumer Marcel Otto (links) bedrängt PSV-Angreifer Christoph Maliszewski. Hinten: Torben Krauel (PSV). Foto: Sell

Bornhöved (sas) – Einen völlig unerwarteten Ausgang nahm gestern Abend das dreitägige Hallenfußballturnier des TSV Quellenhaupt Bornhöved um den Honda-Cup. Weder eines der hoch gehandelten Teams, wie etwa die von Peter Kempcke zusammengestellten und mit vielen Ex-Neumünsteranern gespickten Allstars oder der prominent besetzte Verbandsliga-Spitzenreiter FC Sylt-Haddeby, noch einer der acht Neumünsteraner Clubs schaffte den Sprung nach ganz oben. Im Gegenteil: Geradezu sensationell landete A-Klassist SG Ascheberg/Kalübbe auf Platz 1 und staubte 640 Euro Siegprämie ab. Nicht minder überraschend belegte Kreisligaclub TuS Hartenholm Rang 2 und ergatterte somit 390 Euro. Bronze und 150 Euro gingen an den Schleswig-Holstein-Ligisten Husumer SV, der das Spiel um Platz 3 gegen Gastgeber SG Bornhöved/Trappenkamp (Verbandsliga) mit 5:2 für sich entschied.

Für die Vertreter der Schwalestadt war spätestens in der Zwischenrunde Endstation. Erfolgreichste Clubs aus dem Kreisfußballverband (KFV) Neumünster waren dort die beiden Kreisligisten TSV Aukrug und SV Tungendorf, die jeweils als Gruppendritter am Halbfinale vorbeischrammten. Titelverteidiger TSV Wankendorf wurde hinter dem SVT lediglich Staffelvierter und musste zudem zwei Rote Karten schlucken: Christian Nordheim wurde wegen einer Mischung aus Tätlichkeit und grobem Foulspiel vom Platz gestellt, Olaf Weick flog wegen absichtlichen Handspiels auf der Torlinie. Neben dem Verbandsligisten vom Jahnplatz setzte auch dessen als Mitfavorit angereister Ligarivale Polizei-SV Union keinen echten Farbtupfer. Ganz im Gegenteil: Die „Ordnungshüter“ mussten in ihrer Vorrundengruppe neben der Husumer SV mit Tungendorf und Neumünster Türkspor sogar zwei klassentiefere Ortsrivalen an sich vorbeiziehen lassen.

„Das war das bislang beste Turnier, das wir je veranstaltet haben“, resümierte Organisator Helmut Steffen, dessen Schachzug, das traditionelle Event in Bornhöved von vier auf drei Tage zu verkürzen, der richtige war. Eine durchweg volle Hütte – Zuschauerzahlen wurden von Steffen nicht genannt – sorgte für den richtigen Rahmen, zudem war das sportliche Niveau hoch. „Man muss sich wirklich wundern, wie viele auf Kreisebene spielende Teams sich hier in Szene gesetzt haben“, staunte Steffen ob der starken Underdogs nicht schlecht.

Torschützenkönig in Bornhöved wurde Michael Petersen von der Husumer SV mit elf Treffern, zum besten Torwart wurde Christian Clausen vom strahlenden Sieger SG Ascheberg/Kalübbe gekürt. Wenigstens ein Preis ging noch an die Schwale. Denn mit dem SV Husberg kam das fairste Team aus dem Bereich des KFV Neumünster.

29. Dezember 2008 · Holsteinischer Courier

Honda-Cup öffnet Pforten

Der Fußball gönnt sich keine Pause. Am zweiten Weihnachtstag beginnt das traditionelle Hallenturnier in Bornhöved um den Honda-Cup.
Einer von den Allstars in Bornhöved: Thorsten Wieben. Foto: Schmuck

Bornhöved (Arne Schmuck) – Vorhang auf für den Budenzauber: Mit dem dreitägigen Honda-Cup des TSV Quellenhaupt wird in Bornhöved am 26. Dezember eines der traditionellen Events in den hiesigen Breitengraden seine Tore öffnen. Am Start sind insgesamt 24 Teams, darunter acht aus dem Kreisfußballverband (KFV) Neumünster. Der Titelverteidiger kommt ebenfalls von der Schwale: Verbandsligist TSV Wankendorf.

Am zweiten Weihnachtstag um 18 Uhr fängt der Spaß in der Bornhöveder Sporthalle an. In der ersten Gruppe misst sich Kreisligist SG Padenstedt mit der Konkurrenz, von der nur Gastgeber SG Bornhöved/Trappenkamp (Verbandsliga) höherklassig ist. Die Padenstedter haben das Luxusproblem, nahezu parallel beim Gummi Grassau-Cup in der Holstenhalle antreten zu dürfen. „Die SGP hat mir signalisiert, dass sie trotzdem eine schlagkräftige Truppe zu uns entsendet“, verriet Honda-Cup-Mitorganisator Helmut Steffen. Interessant wird es aus Neumünsteraner Sicht an den beiden Folgetagen, an denen der Rest vom Schützenfest inklusive Verbandsliga-Spitzenreiter Polizei-SV Union eingreifen wird (siehe Statistikanhang).

Eigentlich stellt die Schwalestadt noch ein neuntes Team, sind doch die von Peter Kempcke zusammengestellten Allstars mit zahlreichen (Ex-)Neumünsteranern gespickt. In diesem Jahr sind die ehemaligen VfR-Größen Ralf Hartmann, Stefan Meseberg, Dirk Omnitz und Thorsten Wieben mit dabei, und im Tor steht mit Benjamin Gommert einer aus dem Drittligakader von Wacker Burghausen. Nicht minder interessant dürfte das Verbandsliga-Starensemble des FC Sylt-Haddeby sein. Mit Sven Beck, Marcel Rath, Maik Wilde und Co. müssen sich unter anderem Wankendorf und Kreisligaclub SV Bokhorst auseinander setzen.

Ausgelobt sind Geldpreise im Gesamtwert von 1280 Euro. Der Sieger bekommt alleine die Hälfte davon, dahinter lautet die Staffelung 390 Euro, 150 Euro und 100 Euro. Zusätzlich werden der beste Torwart, der erfolgreichste Torjäger sowie das fairste Team ausgezeichnet.

Honda-CupGruppe 1 (Freitag, 18 Uhr): SG Bornhöved/Trappenkamp, SG Ascheberg/Kalübbe, SV Wittenborn, ASV Dersau, Borussia Rendsburg, SG Padenstedt. Gruppe 2 (Sonnabend, 15 Uhr): SG Bornhöved/Trappenkamp II, TuS Hartenholm, TSV Wankendorf, FC Sylt-Haddeby, SV Bokhorst, FC Kilia Kiel. Gruppe 3 (Sonnabend, 18 Uhr): Peter Kempcke Allstars, SV Este 06/70, TuS Fahrenkrug, SV Schackendorf, TSV Aukrug, SV Husberg. Gruppe 4 (Sonntag, 10 Uhr): Polizei-SV Union Neumünster, TSV Bornhöved Ehemaligen-Auswahl, Neumünster Türkspor, SV Wahlstedt, Husumer SV, SV Tungendorf. Zwischenrunde (Sonntag, 13 Uhr, und Sonntag, 15 Uhr): zwei Vierergruppen mit den beiden jeweils Erstplatzierten jeder Vorrundenstaffel. Endrunde (Sonntag, 18 Uhr): Halbfinals und Finals.

  23. Dezember 2008 · Holsteinischer Courie
FS 10.01.09 Volkmar Petersen Gedächtnis Cup  

TSV Kropp verpasst die Titelverteidigung

Finalpleite beim Hallenfußball-Turnier in Lindholm

Risum-Lindholm (lz) – Die Fußballer des TSV Kropp haben die Titelverteidigung beim 9. Volkmar Petersen-Gedächtnis-Turnier des SV Frisia 03 Risum-Lindholm verpasst. Der Schleswig-Holstein-Ligist unterlag im Finale dem Ligakonkurrenten Husumer SV mit 1:2. Die Stormstädter hatten zuvor im Halbfinale den SH-Ligisten Flensburg 08 nach einem 1:1 erst im Neun-Meter-Schießen mit 4:3 besiegt, während Kropp den Gastgeber SV Frisia 03 mit 2:1 schlug.

„Schade, dass wir das Finale verloren haben. Dennoch bin ich mit der Vorstellung der Mannschaft zufrieden. Wir sind hier mit einer blutjungen Truppe angetreten und haben immerhin den zweiten Platz geholt“, lautete das Fazit von Kropps Trainer Dirk Asmussen.

15. Januar 2009 · Landeszeitung

Rolf Nielsens Team tankt Selbstvertrauen

Ein hochkarätiges Feld, 350 Zuschauer, und fast immer faire Spiele – so macht Hallenfußball Spaß. Kein Wunder, dass die Veranstalter des Turniers um den Volkmar Petersen-Gedächtnis-Pokal am Ende sehr zufrieden waren.
Bester Turnierspieler war Sascha Schwarzwald von Flensburg 08 (re.), der sich hier im Spiel gegen die Husumer SV um Sebastian Steglich herum windet. Foto: Wrege
Turniersieger Husumer SV mit Trainer Rolf Nielsen (obere Reihe rechts).
Mächtig Stimmung unterm Dach machte der Frisia-Fanclub „Schwarz-Gelbe Invasion“.

Risum-Lindholm (Wolfgang Pustal) – Die Husumer SV sicherte sich mit einem 2:1-Sieg im Finale gegen den TSV Kropp vor 350 Zuschauern in der Friesenhalle den Pokal beim 9. Volkmar Petersen-Gedächtnis-Turnier des SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Die Stormstädter hatten zuvor im Halbfinale den Liga-Konkurrenten Flensburg 08 nach einem 1:1 erst im Neun-Meter-Schießen mit 4:3 besiegt, während Titelverteidiger TSV Kropp in der Neuauflage des letztjährigen Finales den SV Frisia 03 – wie schon vor einem Jahr – 2:1 schlug. Die Gastgeber sicherten sich im Neun-Meter-Schießen mit 2:1 gegen Flensburg 08 den dritten Platz.

„Als Trainer möchte man immer nur ohne Verletzungen aus der Halle kommen und in die Vorbereitung gehen können, aber als Spieler habe ich selbst immer gern in der Halle gespielt und kann es daher meinen Spielern nachfühlen“, sagte Frisia-Coach Bodo Schmidt.

„Es war bislang das beste Teilnehmerfeld, und wir haben tollen Fußball gesehen. Trotz vieler hart umkämpfter Spiele ist alles fair abgelaufen“, freuten sich die Organisatoren Hartmut Wiebe und Andreas Martensen. Ihr Dank galt den Schiedsrichtern Michael Hirth (Rödemis) und Gunnar Wallmeier (Hattstedt), die für weitgehend reibungslose Spiele sorgten, auch wenn’s hier und da die Spieler anders sahen. „Wenn die Jungs an die Holzbanden krachen, hört es sich schon manchmal sehr hart an“, so Wiebe. Ernsthafte Verletzungen gab es nicht.

Für die Überraschung den Turniers sorgte einmal mehr der Vorjahresdritte TSV Süderlügum. Der Kreisligist musste in der Gruppe A trotz dreier Siege gegen Flensburg 08 (3:2), den MTV Leck (3:1) und den TSV Rantrum (2:1) und nur einer Niederlage gegen den SV Frisia 03 (0:3) nur auf Grund des Torverhältnisses den Gastgebern den Vortritt lassen. Am Ende fehlte Süderlügum ein einziges Tor. „Es ist schon bitter, mit drei Siegen auszuscheiden – und das in dieser Hammergruppe“, ärgerte sich Trainer Hans-Lorenz Bahnsen.

In der Gruppe B marschierte die Husumer Sportvereinigung nach dem Auftaktsieg gegen den TSV Kropp (1:0) zielstrebig mit Erfolgen gegen die SG Langenhorn-Enge (4:1) und den TSV RW Niebüll (1:0) in Richtung Endrunde. Im letzten Spiel gegen den TSB Flensburg hatten die Stormstädter beim Stand von 2:2 den Gruppensieg vor Augen, verloren aber noch mit 2:3. „Es ist schon zu sehen, dass wir in unserer Gruppe zwei Mannschaften haben, die zwei Klassen höher spielen. Aber wir haben trotzdem Spaß“, nahm es Dirk Enseleit, Trainer der SG Langenhorn/Enge, gelassen.

Im Halbfinale ging Frisia durch Pascal Petersen (6.) in Führung. Die Fans tobten, aber Kropp machte Druck. Joscha Sievers (7.) glich aus, und zwei Minuten vor dem Abpfiff traf Ole Röh zum 2:1 für Kropp. Im zweiten Halbfinale zwischen Husum und Flensburg 08 ging es etwas weniger rasant zur Sache. Nach dem 1:0 von Sebastian Steglich (4.) schienen die Stormstädter die Führung nur noch zu verwalten. Torhüter Melf Molinas war dann gegen den Schuss von Sascha Schwarzwald (8.) zum 1:1 machtlos. Da auch die fünfminütige Verlängerung torlos blieb, musste das Neun-Meter-Schießen die Entscheidung bringen. Nachdem Sebastian Kiesbye für Husum zum 4:3 getroffen hatte, scheiterte 08-Spieler Deniz Türkoglu an der Latte.

Flensburg 08 musste gleich wieder im Neun-Meter-Schießen um Platz drei gegen Frisia antreten und verlor, weil Tanju Hasanoglu vergab. Flensburg 08 blieben 50, Frisia 100 Euro.

Das Finale schien nach dem 1:0 der Stormstädter von Sebastian Saetz nach nur 42 Sekunden eine klare Sache für Husum zu sein, zumal Steglich (7.) mit einem satten Schuss aus zwölf Metern auf 2:0 erhöhte. Doch fast im Gegenzug kam Kropp durch Stefan Wintschel (8.) auf 2:1 heran, machte bis zum Abpfiff mächtig Druck, aber Melf Molinas hielt mit guten Paraden seinen Kasten sauber. Husum durfte sich über den Wanderpokal der Allianz-Versicherung Dirk Friedrichsen und eine Siegprämie von 200 Euro freuen. Kropp musste sich mit 150 Euro trösten.

„Ich glaube, ich habe den Pokal schon sechs Mal gewonnen, aber bisher immer nur mit Frisia. Jetzt mit Husum freut es mich bei dieser Konkurrenz ganz besonders“, konnte Trainer Rolf Nielsen das Erfolgsgefühl besonders genießen.

13. Januar 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Kropp will Titel in Lindholm verteidigen

Kropp (lz) - Als Titelverteidiger startet der TSV Kropp heute beim Hallenfußballturnier des SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Die Mannschaft von Trainer Dirk Asmussen trifft dabei in der Gruppe B auf den Schleswig-Holstein-Ligisten Husumer SV, den Verbandsligisten TSB Flensburg, den Kreisligisten SG Langenhorn-Enge und den A-Klassen-Vertreter RW Niebüll. Los geht es in der Friesenhalle in Lindholm um 14 Uhr. Im vergangenen Jahr bezwang der TSV Kropp im Finale Gastgeber SV Frisia 03 mit 2:1.
10. Januar 2009 · Landezeitung

Top-Teams beim Frisia-Turnier

Drei Teams aus der Schleswig-Holstein-Liga, vier aus der Verbandsliga Nord-West – das Hallen-Fußballturnier des SV Frisia 03 Risum- Lindholm zum Gedenken an Volkmar Petersen wartet mit einem starken Feld auf. Los geht's am Sonnabend (14 Uhr) in der Friesenhalle.

Benjamin Seebauer (Flensburg 08) hat abgezogen, die Frisianer Dennis Hansen (links) und Manuel Hoffmann können nicht mehr eingreifen. Eine Szene aus dem vergangenen Jahr – Frisia gewann die Halbfinal-Partie 2:0, scheiterte aber im Finale am TSV Kropp. Foto: Wrege

Risum-Lindholm (Wolfgang Pustal) – Das traditionelle Fußball-Hallenturnier des SV Frisia 03 Risum-Lindholm - das Volkmar Petersen-Gedächtnisturnier - findet am Sonnabend von 14 Uhr an in der Friesenhalle in Lindholm statt.

Das Turnier wird in der bewährten Form mit zehn Mannschaften in zwei Gruppen gespielt, aber mit einer noch stärkeren Besetzung als schon in den letzten Jahren. Großer Favorit und vielfacher Titelverteidiger ist die Mannschaft des Gastgebers SV Frisia 03, die im vergangenen Jahr dem TSV Kropp erst im Finale mit 1:2 unterlag. Kropp ist als Titelverteidiger aber Turnierfavorit Nummer eins neben den beiden weiteren Schleswig-Holstein-Ligisten Flensburg 08 und Husumer SV. Husum kommt mit dem ehemaligen Frisia-Coach Rolf Nielsen als Trainer in die Friesenhalle.

So war's 2008: Das Siegerteam des TSV Kropp mit dem (noch intakten) Pokal. Foto: Pustal

„Wir sind sehr froh, dass der TSV Kropp, Flensburg 08 und die Husumer SV zugesagt haben. So verspricht das Turnier wieder tolle Spiele und große Spannung“, freut sich Chef-Organisator Hartmut Wiebe auf die starke Konkurrenz, die der Frisia den Turniersieg streitig machen will.

In der Gruppe A treffen neben dem SV Frisia 03 Flensburg 08 (Schleswig-Holstein-Liga), der MTV Leck und der TSV Rantrum (beide Verbandsliga) und der TSV Süderlügum (Kreisliga) aufeinander. In der Gruppe B streiten der Titelverteidiger TSV Kropp und die Husumer SV (beide Schleswig-Holstein-Liga), der TSB Flensburg (Verbandsliga) und der FC Langenhorn-Enge und der TSV RW Niebüll (beide Kreisliga) um die beiden Plätze für die Endrunde.

Die beginnt um 18.30 Uhr mit den beiden Halbfinals der jeweils beiden Gruppenbesten über Kreuz. Das Endspiel findet gegen 19 Uhr statt. Es wird um Preisgeld für die ersten vier Mannschaften gespielt und um den von der Allianz Versicherung Dirk Johannsen gestifteten Wanderpokal. Weiter werden der beste Torschütze der Vorrunde und der beste Spieler des Turniers ausgezeichnet. Nach der Siegerehrung findet eine Players-Night für alle Aktiven und Zuschauer in der Sportlerklause der Friesenhalle statt.

Die Gruppen

Gruppe A Gruppe B
SV Frisia 03 (Verbandsliga) Husumer SV (SH-Liga)
Flensburg 08 (SH-Liga) TSV Kropp (SH-Liga)
TSV Rantrum (Verbandsliga) TSB Flensburg (VL)
MTV Leck (Verbandsliga) SG Langenhorn-Enge (KL)
TSV Süderlügum (KL) RW Niebüll (Kreisklasse A)

Für die Gastgeber ist es das dritte Turnier in der Winterpause. Ende 2008 machte das Team von Trainer Bodo Schmidt beim Soccer-Cup des Büdelsdorfer TSV mit und wurde in einem starken Feld mit zahlreichen SH-Ligisten Dritter. Am vergangenen Wochenende gewann Frisia den Baltic-Cup in Langenhorn.

Kropp und 08 rissen beim tecis-Cup in der Flensburger Fördehalle keine Bäume aus und scheiterten frühzeitig. Gespannt darf man sein, in welchem Zustand der Wanderpokal ist: Bei der Siegerehrung 2008 fiel der Deckel vom Pokal, die darauf angebrachte Fußballer-Figur brach ab.

9. Januar 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
IC 24.01.09 Integrations-Cup Herbstmeisterschaft  

Integrations-Cup mit "Kinderkrankheiten"

Der ETSV Weiche, der TSV Kropp und die Husumer SV sind "Herbstmeister" – nicht auf dem Fußballplatz, sondern im Wettbewerb um den "Sparda-Bank Integrations-Cup", den das Geldinstitut gemeinsam mit dem Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) ins Leben gerufen hat.
Trikot-Übergabe: Der Weicher Spieler Adnan Begovic (Zweiter von links) mit Marion Hilgenstöhler (Sparda-Bank), SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer und Sparda-Bank-Vertriebsleiter Wolfgang Hanus (von links). Foto: Staudt

Flensburg (Ulrich Schröder) – Ein „Wettbewerb zur Förderung der Integration von ausländischen Mitbürgern in die schleswig-holsteinische Fußballfamilie“ soll der „Sparda-Bank Integrations-Cup“ sein. Die Hamburger Bank stellt dafür 40 000 Euro zur Verfügung. Am Dienstag wurden in Flensburg die „Herbstmeister“ der Fußballkreise Flensburg, Schleswig und Nordfriesland mit einem Trikotsatz und weiteren Präsenten ausgezeichnet.

Integration – ein wichtiges Thema. Der ETSV Weiche hat mehrere ausländische Spieler im Team, von denen mit Adnan Begovic auch einer zur Preisverleihung erschienen war. Der TSV Kropp und die Husumer SV hatten in der Hinrunde der SH-Liga jedoch keinen einzigen ausländischen Spieler im Kader. SHFV-Geschäftsführer Jörn Felchner räumte ein, dass es noch „Kinderkrankheiten“ gebe. „Der Wettbewerb hat ja gerade erst begonnen“, mahnte Dr. Tim Cassel, Projektleiter „SH kickt fair“.

Die Vereine müssen lediglich den neuen Spielbericht mit „Sparda-Bank“-Aufdruck ausfüllen. Der enthält die zusätzliche Rubrik Nationalität. Ebenso wird honoriert, wenn der Schiedsrichter in der „Fair ist mehr“-Rubrik etwas Positives vermerkt. Cassel: „Wir haben in unserem System auch die Fair-Play-Punkte eingebunden, damit wir überhaupt eine nutzbare Grundlage haben.“

Der neue Spielbericht ist in höheren Klassen (SH- und Verbandsligen) verbreiteter als auf Kreisebene. Dort soll er von Sommer an eingeführt werden, die höherklassigen Vereine benutzen den Bogen bereits vom 1. Januar an. Dieses Verfahren wurde gewählt, um die Kreise mit höherem Ausländeranteil nicht zu bevorzugen bzw. die Flächenkreise nicht zu benachteiligen. „Das funktioniert nur flächendeckend. Da kann man die Kreise Nordfriesland und Schleswig nicht ausschließen“, sagte Cassel. In der Anschubphase des Integrationscups sei es wichtig, Vereine überhaupt für die Thematik zu sensibilisieren. „Wenn sich Schleswig, Kropp oder Husum hinter die Thematik stellen, ist auch schon eine Menge erreicht“, so Cassel.

SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer und Geschäftsführer Jörn Felchner unterstrichen die Wichtigkeit der Aktion, für die Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Schirmherrschaft übernommen hat. „Gesicht“ der Kampagne ist HSV-Profi Eric Maxim Choupo-Moting (19), Fußballer mit doppelter Staatsbürgerschaft (Deutschland und Kamerun).

Husum hat bereits 800 Euro für die Teilnahme am Landesfinale im Juni in Flensburg sicher. Den Flensburger Teilnehmer ermitteln Weiche und Flensburg 08 am 7. Februar, Schleswig 06 und der TSV Kropp spielen am 4. März um die Qualifikation. Der Verlierer bekommt noch 400 Euro.

Beim Finale werden die Teams dann auch vermutlich in ihren am Dienstag überreichten Trikots spielen – das wird in der regulären Saison selten geschehen, wollen die Klubs keinen Ärger mit ihren Werbepartnern riskieren.

Infos zum Integrations-Cup: Rachel Paisley (Tel. 0431/6486-168, r.pashley@shfv-kiel.de, Internet: www.shfv-kiel.dewww.Spare-Cent.de/SHFV

29. Januar 2009 · Flensburger Tageblatt

Integrations-Cup: Auszeichnung der "Herbstmeister"

Flensburg (jl/mb) – Halbzeit beim Integrations-Cup: Beim Wettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) und der Sparda-Bank holten sich aus den drei Nordkreisen der ETSV Weiche, der TSV Kropp und die Husumer SV die sogenannte „Herbstmeisterschaft“ und werden heute in der Alten Post (19 Uhr) in Flensburg ausgezeichnet.

Die Mannschaften führen in den Fußball-Kreisen Flensburg, Schleswig und Nordfriesland die Liste im Integrationscup an. Das Prozedere: Bei ihren Ligaspielen müssen die Mannschaften den neuen Sparda-Bank Spielberichtsbogen verwenden. Dieser enthält im Gegensatz zu den alten Spielberichtsbögen die zusätzliche Rubrik Nationalität, die für jeden Spieler auf dem Bogen auszufüllen ist. Pro eingetragene, unterschiedliche Nationalität gibt es im Rahmen des Wettbewerbs zwei Punkte. Der Quotient aus Anzahl der Spiele und Einsatz von Ausländern bestimmt den Listenplatz.

Zusätzliche Punkte kann eine Mannschaft über die Fair-Play-Wertung bekommen. Anders ist eine Teilnahme von Schleswig 06 nicht zu erklären, schließlich spielen im Team von Detlev Hinrichs keine Ausländer. „So kommt man über die Fair-Play-Wertung auch zu Ehren“, meinte Liga-Obmann Heiko Clausen, der von der Endspielteilnahme gegen den TSV Kropp genauso überrascht war, wie Trainer Detlev Hinrichs. Ursprünglich war Schleswig 06 sogar zur heutigen Auszeichnung eingeladen, aber der Vergleich entschied in der zweiten Stelle hinter dem Komma für den TSV Kropp. Und plötzlich war Schleswig 06 wieder draußen.

Für die „Herbstmeisterschaft“ gibt es heute in Flensburg je einen Satz Trikots, überreicht von Sparda-Bank-Chef Wolfgang Hanus, Filialleiterin Marion Hilgenstöhler und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer. Und so geht es weiter mit dem Integrationscup: In jedem Kreis spielen der „Herbstmeister“ und der Zweitplatzierte ein Finale aus. Das Finale im Fußballkreis Schleswig bestreiten eben jener TSV Kropp und Schleswig 06. Die Begegnung der beiden SH-Ligisten findet am Mittwoch (4. März) auf dem Dr. Alsev-Platz statt. Die Spieldauer beträgt 90 Minuten, bei einem Unentschieden erfolgt sofort ein Elfmeterschießen.

Alle 14 Kreissieger nehmen am Landesfinale teil, wobei es um beträchtliche Geldpreise geht. Der Sieger bekommt immerhin satte 3000 Euro, selbst für Platz neun bis 14 werden pro Team 800 Euro ausgeschüttet – quasi eine Antrittsprämie für die Kreisfinalisten. Der Verlierer des Kreisfinales bekommt noch 400 Euro.

Das Landesfinale steigt am 13. Juni auf allen Plätzen im Flensburger Stadion. Dort treten die 14 Kreismeister der Männer und der Frauen gegeneinander an. Die Organisatoren sind Flensburg 08, der SHFV und KFV Flensburg. „Wir erwarten 2000 Zuschauer“, sagt KFV-Vorsitzender Bernd Bleitzhofer, der mit seinem Organisationsteam begonnen hat, ein großes Programm auf die Beine zu stellen.

Im KFV Flensburg sind der Verbandsligist ETSV Weiche und SH-Ligist Flensburg 08 im Kreisfinale. Beide Mannschaften treffen im Rahmen der Vorbereitung auf die Rückrunde am 7. Februar im Manfred-Werner-Stadion in Weiche aufeinander.

Kurios: In Nordfriesland gibt es mit der Husumer SV nur einen Vertreter. Die HSV ist somit für das Landesfinale qualifiziert und kann sich jetzt schon über 800 Euro freuen.

27. Januar 2009 · Schlei Bote

Integrations-Cup: Auszeichnung der "Herbstmeister"

Flensburg (jl) – Halbzeit beim Integrations-Cup: Beim Wettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) und der Sparda-Bank holten sich aus den drei Nordkreisen ETSV Weiche, TSV Kropp und Husumer SV die „Herbstmeisterschaft“ und werden am Dienstag, 19 Uhr, in der Alten Post in Flensburg ausgezeichnet. Die Mannschaften hatten in den Fußball-Kreisen Flensburg, Schleswig und Nordfriesland die meisten Ausländer eingesetzt. Zur Belohnung gibt es je einen Satz Trikots, überreicht von Sparda-Bank-Chef Wolfgang Hanus, Filialleiterin Marion Hilgenstöhler und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer.

Und so geht es weiter mit dem Integrations-Cup, der die Fußballvereine zum Eingliedern von ausländischen Mitbürgern motivieren soll: In jedem Kreis spielen der „Herbstmeister“ und der Zweitplatzierte ein Finale aus. Im KFV Flensburg sind dies Verbandsligist ETSV Weiche und SH-Ligist Flensburg 08. Beide Teams treffen im Rahmen der Vorbereitung auf die Rückrunde am 7. Februar im Manfred-Werner-Stadion in Weiche aufeinander. Der Gewinner ist beim großen Landesfinale dabei. Das steigt am 13. Juni auf allen Stadion-Plätzen in Flensburg . Dort treten die je 14 Kreismeister der Männer und Frauen gegeneinander an. Die Organisatoren sind Flensburg 08, SHFV und KFV Flensburg. „Wir erwarten 2000 Zuschauer“, sagt KFV-Vorsitzender Bernd Bleitzhofer, der mit seinem Team begonnen hat, ein großes Programm auf die Beine zu stellen.

24. Januar 2009 · Flensburger Tageblatt
Test 04.02.09 VfR Schleswig Husumer SV 2:3

 Husum gewinnt Test in Schleswig

Schleswig (sh:z) – "Gut bewegt, mal was anderes im Training gemacht als nur gelaufen" – so fasste Rolf Nielsen, Trainer der Husumer SV, das 3:2 (2:0) im Testspiel beim VfR Schleswig (Verbandsliga) zusammen. Der SH-Ligist lag zur Pause nach Toren von Gerrit Müller und Michael Petersen 2:0 vorn, im zweiten Durchgang, als Nielsen fleißig wechselte, gelang den Gastgebern zwischenzeitlich der Ausgleich. Den Siegtreffer für die Stormstädter besorgte Carsten Groth.

* Am Sonnabend (14 Uhr) empfängt die HSV den Schleswiger Kreisligisten VfB Schuby zu einem weiteren Testspiel.

5. Februar 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
Test 07.02.09 Husumer SV VfB Schuby 6:0

Sechs Tore für das Husumer Selbstbewustsein

Husum (ree) – Einen standesgemäßen 6:0 (2:0)-Sieg landete die Husumer SV in ihrem Testspiel gegen den VfB Schuby. Zwei Wochen vor dem nächsten Pflichtspiel beim Heider SV taten die Stormstädter gegen den Tabellenzweiten der Fußball-Kreisliga Schleswig damit etwas für ihr Selbstbewusstsein und für ein positives Torgefühl. Beides werden sie gebrauchen können, wenn die Aufholjagd in der Schleswig-Holstein-Liga noch gelingen soll.

Es dauerte am vergangenen Sonnabend gut 20 Minuten, ehe die Komibinationen bei den Nordfriesen Rhythmus bekamen. Immer wieder liefen die Aktionen über „Neu“-Zugang Erion Alla, der im Mittelfeld mit Sebastian Saeltz und Sebastian Steglich die Fäden knüpfte. Die Torausbeute fiel im ersten Abschnitt allerdings noch mager aus. Erfolgreich waren Saeltz zum 1:0 (18.) und Alla zum 2:0 (26.). Aber auch der Kreisligist aus Schuby, der mit zahlreichen Ersatzspielern antreten musste, war in diesem Abschnitt nicht chancenlos. Mit der besten Möglichkeit scheiterte Jens Hildebrandt kurz vor dem Pausenpfiff. Seinen Kopfball boxte Melf Molinas nach toller Parade zur Ecke.

Nach dem Wechsel schwanden den Gästen die Kräfte und die SV konnte aufdrehen. In der 62. Minute gelang Alla auf Flanke von Sebastian Kiesbye das 3:0 und zehn Minuten später hatte auch Gerrit Müller sein Erfolgserlebnis. Auf Zuspiel von Petersen erhöhte er auf 4:0. Großartige Aktionen auf Seiten der Kreisstädter hatte Carsten Groth, der an den beiden letzten Toren beteiligt war. Das 5:0 von Michael Petersen (78.) bereitete er vor, das 6:0 (80.) schoss er selbst. Alles in allem eine gelungene Übungseinheit für die Husumer SV, bei der Björn Fleige noch nicht mit dabei war.

Husumer SV: Molinas – Amroun, Rettkowski, Schulte, Strüning – Groth, Saeltz, Alla, Steglich – Petersen, Müller. (Eingewechselt: Kiesbye, Harrsen, Rizos, Berg).
Schuby: Schweinert – Thierfelder – Weigand, Jepsen – Hildebrandt, Holst, Henke, A.Pohlmann, S.Pohlmann – Claasen, Greve. (Eingewechselt: Meyer, Bohr).
Schiedsrichter: Alfred Lorenzen (Husumer SV). – Zuschauer: 80.

9. Februar 2009 · Flensburger Tageblatt
Test 15.02.09 Husumer SV SG Langenhorn/Enge 5:5

es liegt kein Spielbericht vor

ST 21 28.02.09 Husumer SV Holstein Kiel II 1:4

Holstein souverän!

Mit einem deutlichen 1:4 gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Holstein Kiel II startete die Husumer SV in die Rückserie der Schleswig-Holstein-Liga. Doch phasenweise spielten die Hausherren sehr gut mit und zeigten dem Publikum, das sie sich im Abstiegskampf noch nicht aufgegeben haben. Am Ende waren gegen die nachlässigen Kieler sogar noch einige Tore mehr drin, die Niederlage geht aber absolut in Ordnung. Das sah auch Husums Trainer Rolf Nielsen so: »Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben aber ganz gut dagegen gehalten und das Spiel ordentlich zu Ende gebracht.« Kiels Trainer Michael Bauer meinte: »Der Sieg ist verdient, aber nach den 4:0 ist bei uns die Ordnung verloren gegangen. Wir haben aber immer im richtigen Moment die Tore geschossen.«

Zuversicht in den Husumer Reihen in den ersten 25 Spielminuten, denn die Nordfriesen stemmten sich erfolgreich gegen den vor allem technisch überlegenen Gegner. Sogar die Führung war möglich, als der reaktivierte Björn Fleige nur knapp am lagen Eck vorbei zielte (13.). Drei Minuten später scheiterte Gerrit Müller am gut reagierenden Torhüter Beyer, auch der Nachschuss von Sebastian Kiesbye ging daneben. Beim Direktschuss von Michael Petersen (17.) reagierte Beyer wieder großartig. Nach dem ersten gefährlichen Angriff der Störche wurden die Husumer desillusioniert. Mit einem schnellen Angriff über die linke Seite brachte Meshekrani seine Farben in Führung, die Husumer Abwehr wurde dabei gehörig durcheinander gewirbelt (27). In der 32. Minute erhöhte Michael Schmitt zum 0:2, wieder nach einem schnellen Angriff über die linke Außenbahn. Meshekrani hätte eine Minute später noch erhöhen können, doch sein Geschoss ging Zentimeter am Pfosten vorbei.

Auch im zweiten Durchgang hielten die Kieler das Tempo hoch. Und wieder gelang ihnen ein Doppelschlag zur endgültigen Entscheidung. Dominic Balcer (53.) und Mariusz Zimijak mit einem Elfmeter (55.) erhöhten auf 0:4. Im Gefühl des sicheren Sieges wurden die Kieler nachlässig, Husum hatte mehrere hochkarätige Chancen. Gerrit Müller lief in der 70. Minute alleine auf den Torhüter zu, schoss aber weit daneben. Im nächsten Angriff erzielte Husums Torjäger nach einer Flanke von Marcel Otto (71.) den Ehrentreffer. Zehn Minuten später hatte Björn Fleige seine Möglichkeit, das Leder verfehlte aber um Zentimeter das Tor.

Trotz der Niederlage macht dieser Husumer Auftritt Mut. Die Elf stemmte sich vehement gegen die Niederlage, zeigte schon verloren geglaubte kämpferische Qualitäten. Am nächsten Wochenende folgt die Reifeprüfung, es geht zum direkten Konkurrenten Kilia Kiel.

Tore: 0:1 Meshekrani (27.), 0:2 Schmitt (32.), 0:3 Balcer (53.), 0:4 Zimijak (FE/55.), 1:4 Müller (71.) Ecken: 7 : 4 Chancen: 7 : 10 Zuschauer: 140 Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Dannau) Aufstellung: Molinas – Groth (77. Jensen), Rettkowski, Saeltz, Andresen – Otto, Alla, Petersen, Kiesbye (60. Strüning) – Fleige, Müller. Beyer – Petersen, Schmitt, Rinaldi – Ziehmer (62. Schrum), Hummel, Meshekrani – Balcer (69. Kastner), Camps, Zmijak – Famewo (83. Rook).

1. März 2009 · HI

Holstein II gedanklich schneller: Ungefährdetes 4:1 in Husum

Ball-Akrobatik: Erion Alla (Dritter von li.), umringt von den Kielern Hummel, Meshekrani und Balcer. (jv)

SH-Liga: Die Übersicht
Holstein Kiel II ist zurück an der Spitze. Die Kieler gewannen 4:1 in Husum und profitiertem vom 1:1 des SV Henstedt-Rhen gegen Eider Büdelsdorf. Den einzigen Sieg der Teams aus dem Norden landete Flensburg 08, das 3:1 beim TSV Altenholz gewann. Schleswig 06 kam beim Tabellenletzten Strand 08 nicht über ein enttäuschendes 1:1 heraus. Der TSV Kropp unterlag dem VfR Neumünster 0:2. Die Teams am Tabellenende gingen allesamt leer aus. Es war ein schlechter Tag für die Gastgeber: Lediglich Itzehoe (3:0 gegen Heikendorf) feierte einen Heimsieg, sechs Mal gewannen die Gäste.

Husum (ree) – Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – und ein Fleige noch keinen Sieger. Diese Erfahrung machte die Husumer SV beim 1:4 (0:2) gegen Holstein Kiel II. Der reaktivierte Björn Fleige im Angriffszentrum konnte seiner Mannschaft noch nicht die Impulse geben, die für den Verbleib in der Schleswig-Holstein-Liga nötig sind.

Wie im Hinspiel schafften die Husumer auch diesmal einen optischen Gleichstand, aber nur eine knappe halbe Stunde lang. Dann schafften die Kieler ihr erstes Tor und gewannen die Spielsicherheit, die sie schon eine ganze Saison lang auszeichnet. Die Gastgeber erlahmten vor allem im Mittelfeld, wo Erion Alla den gesperrten Sebastian Steglich nicht ersetzen konnte. Außerdem fehlte die Schaffenskraft eines Sebastian Saeltz, der in der Abwehr aufgestellt wurde. „Mit ihm wollten wir die Defensive stärken“, begründete Coach Rolf Nielsen.

Was auch im ersten Spieldrittel ganz gut klappte. Es war die Phase, als Torchancen weit häufiger vor dem Kieler Tor zu verzeichnen waren. Michael Petersen (10., 18.), Fleige (14.) sowie Gerrit Müller (17.) versuchten, ihre Elf in Führung zu schießen. Es blieb ein Wunsch. Auf der Gegenseite lenkte Melf Molinas einen 30 m-Freistoß von Mariusz Zmijak gekonnt zur Ecke (20.). Sieben Minuten später das 0:1 – Molinas’ Vorderleute waren zu langsam in ihren Reaktionen, die Lederkugel gelangte zum freien Shpend Meshekrani, und der fand das leere Tor zum 0:1. Husum bekam den grandios aufdrehenden Zmijak nicht in den Griff. Der Kieler, meist auf der linken Seite wirbelnd, bereitete in der 32. Minute auch das 0:2 vor. Nach feinem Solo passte er zu Michael Schmitt und der vollendete. Auch Meshekrani (34.), Ziehmer (43./Außennetz) und Famewo (45.) hätten vor der Pause noch gut von Zmijaks Ballkünsten profitieren können.

In trockene Tücher brachte der Tabellenzweite den Sieg gleich nach Wiederbeginn. Zunächst war es Dominic Balcer, der nach Solo und Rückpass von Andy Rinaldi zum 0:3 vollendete (52.). Dann verwandelte Zmijak einen umstrittenen Foulelfmeter zum 0:4 (54.). „Danach haben wir leider unsere defensive Ordnung aufgegeben“, sagte Holstein-Coach Michael Bauer zum anschließenden Übermut seines Teams. Und meinte auch Paul Camps, der mit einem Rückpass Müller in Schussposition brachte. Aber der Husumer katapultierte den Ball ins neblige Niemandsland (69.). Zwei Minuten später stellte der Husumer seine Reputation dann wieder her, als ihm nach Vorarbeit von Marcel Otto das Ehrentor gelang.

Das war’s dann aber auch schon, was die Stormstädter zu bieten hatten. Die Kieler hingegen hatten noch Luft und Lust. Nico Schrum (80.) und Meshekrani (90.) scheiterten jedoch an Molinas, Stefan Hansen (88.) am Torpfosten. „Die Kieler waren mit ihrer gedanklichen Schnelligkeit einfach besser“, kommentierte SV-Coach Rolf Nielsen.

Husumer SV: Molinas – Groth (77. Jensen), Rettkowski, Saeltz, Andresen – Otto, Alla, Petersen, Kiesbye (60. Strüning) – Fleige, Müller.
Holstein Kiel II: Beyer – Petersen, Schmitt, Rinaldi – Ziehmer (62. Schrum), Hummel, Meshekrani – Balcer (69. Kastner), Camps, Zmijak – Famewo (83. Rook).
Schiedsrichter: Göttsch (TSV Dannau).
Zuschauer: 140. Beste Spieler: Otto, Petersen – Zmijak, Famewo.

2. März 2009 · Flensburger Tageblatt

Husum brennt aufs Duell mit "Primus" Holstein II

Beim Heider SV am vergangenen Wochenende hat es wegen des Wetters nicht geklappt. Nun hoffen Fußballer und Fans der Husumer SV, dass es am Sonnabend endlich weitergeht in der Schleswig-Holstein-Liga. Gast um 15 Uhr im Friesenstadion ist der Tabellenzweite Holstein Kiel II.
Spielt er? Husums Sturm-Routinier Björn Fleige. Foto: Staudt

Husum (Gert Reese) – „Das ist der Primus, der absolute Top-Favorit, die können und wollen aufsteigen“, sagt Rolf Nielsen zu diesem Gegner mit Gütesiegel. Bezüglich der Möglichkeiten seines Teams am Sonnabend macht er sich keine Illusionen. Aber „abschenken“ will er das Spiel nicht. Als Devise hat der Trainer ausgegeben: „Die Partie möglichst lange offen halten, wenn’s geht, bis zum Schlusspfiff.“

Im Hinspiel haben die Stormstädter Ähnliches versucht – und hatten eine Stunde lang Erfolg damit. Aber dann setzte sich Holsteins Power-Fußball durch und die SV verlor noch 0:5. „Nur die wenigsten Mannschaften halten unserem Druck auf Dauer stand“, sagt Martin Balsam, der Liga-Manager der Jung-Störche. Die Statistik bestätigt dies. Holstein II hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren und in 15 Spielen erst sieben Gegentore kassiert.

Allerdings: Die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Spielrunde verlief nicht problemlos. Niederlagen gegen den SV Eichede und Eintracht Norderstedt kamen dabei heraus. „Man fokussiert sich auf die erste Mannschaft“, umreißt Balsam die Situation nach der Verpflichtung von Trainer Falko Götz. Ob die Husumer einen Vorteil daraus ziehen können, dass das Regionalliga-Team gleichzeitig in Cottbus spielt, bleibt abzuwarten. Balsam: „Unser Kader ist groß.“ Mit anderen Worten: Egal, wer bei Holstein II aufläuft, Qualität ist immer dabei.

Auch der Husumer Kader ist größer geworden. Mit Erion Alla, Björn Fleige und Hauke Harrsen haben alte Bekannte ihn aufgefüllt. Und die wollen mithelfen, das Abstiegsgespenst aus der nordfriesischen Kreisstadt zu vertreiben. Björn Fleige mit seinen 36 Jahren kennt „das Geschäft“ am längsten. Am 7. Juni 2008 war er für die Liga das letzte Mal in einem Pflichtspiel am Ball. Beim 1:0 in Heide schoss er das Tor. „Björn ist mehr als eine Alternative“, sagt Coach Nielsen und lässt dabei offen, ob er den Mann mit dem Torriecher von Anfang an bringen will.

So lässt der Coach aber insgesamt offen, wie seine Besetzung aussehen will. Klar ist für ihn nur, „dass alle Spieler darauf brennen, endlich wieder spielen zu können.“ Auch Michael Petersen, der in der vergangenen Woche Leistenprobleme hatte, ist dabei. Hinter dem Einsatz von Gerrit Müller (Muskelprobleme) steht ein Fragezeichen. Michael Berger und Martin Herpel sind noch nicht wieder belastbar. Zugucken muss auch Sebastian Steglich, der an diesem und am nächsten Wochenende (bei Kilia Kiel) seine Rot-Sperre absitzt.

27. Februar 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 22 07.03.09 FC Kilia Kiel Husumer SV 1:4

Hoffnungsschimmer am Abstiegshimmel!

Mit einem deutlichen 4:1 Auswärtssieg im Abstiegskrimi bei Kilia Kiel setzten die Nordfriesen endlich ein Zeichen und kamen zu überlebenswichtigen Punkten. Mit einer geschlossenen und überzeugenden Mannschaftsleistung ließen sie den Gastgebern nur wenig Luft zum atmen, beherrschten das Spiel eindeutig. Das Alter nicht vor Toren schützt bewies Husums reaktivierter Torjäger Björn Fleige, der an allen Husumer Toren beteiligt war und drei Tore selbst erzielte. »Ich habe eine gute Leistung meiner Elf gesehen«, gab Husums Coach Rolf Nielsen später zu Protokoll. »Wir haben sehr viel Druck erzeugt und die drei Punkte, die wir unbedingt wollten.«

Die Nordfriesen legten sich mächtig ins Zeug, wiesen die Kieler sofort in die Schranken, ließen nur wenige Aktionen der Hausherren zu. Auch in der Offensive war die Zielstrebigkeit der Husumer sofort zu erkennen. Nach fünf Minuten hatten Fleige und Otto schon ihre Gefährlichkeit angedeutet. Gerrit Müller setze sich nach 12 Minuten herrlich gegen mehrere Abwehrspieler durch, doch es war kein Mitspieler mitgelaufen. Die verdiente Führung gelang Björn Fleige (20.), der im Nachsetzen seine Chance eiskalt nutzte. Es dauerte zehn Minuten, da vollendete Fleige auch die nächste Möglichkeit. Nach einer Flanke von David Strüning erzielte er das 0:2 (30.). Der einzige Warnschuss der Kilianer duch Böker verfehlte in der 38. Minute nur knapp den Husumer Kasten. Doch die Stormstädter ließen sich dadurch nicht beirren, spielten weiter nach vorne und wurden noch vor der Pause belohnt: Gerrit Müller war nach Vorarbeit von Fleige aus kurzer Diatanz erfolgreich (40.).

Nach dem Wechsel bäumten sich die Kieler noch einmal auf, doch spätestens mit dem 0:4 wieder durch Björn Fleige in der 58. Minute war der Drops gelutscht. Weitere hochkarätige Chancen durch Gerrit Müller (65.) mit einem herrlichen Kopfball und Sebastian Kiesbye dessen fulminanter Schuss am langen Eck vorbeizischte (68.) wurden nicht genutzt. Der Ehrentreffer gelang den Hausherren in der 82. Minute. Oliver Dreier profitierte von Abstimmungsproblemen in der Hintermannschaft und ließ Torhüter Molinas keine Abwehrmöglichkeit.

»Ich hoffe mit diesem klaren Sieg hat sich die Blockade bei den Spielern gelöst. Aber es war heute noch nicht alles Gold, was glänzte«, analysierte Trainer Nielsen später. Das stimmt zwar, aber dieses Spiel war hoffentlich der erste Schritt in die richtige Richtung. Entscheidende Wochen stehen der Husumer SV bevor. Jetzt gilt es am nächsten Wochenende gegen Schleswig 06 nachzulegen.

Tore: 0:1 Fleige (20.), 0:2 Fleige (30.), 0:3 Müller (40.), 0:4 Fleige (58.), 1:4 Dreier (82.) Ecken: 4 : 8 Chancen: 3 : 12 Zuschauer: 100 Schiedsrichter: Mirko Sobek (TS Schenefeld) gelbe Karten Husum: Petersen (84.) Aufstellung: Paulat – Gau (52. Nagel), Bewarder, Dreier, Schindler (61. Zeller)– M. Sümnik, Böker, Ashal, Dosen (23. Jäger), A. Sümnik – Nehren. Molinas – Strüning, Groth, Rettkowski (62. Schulte), Andresen – Saeltz, Alla, Otto (46. Jensen), Petersen – Fleige (67. Kiesbye), Müller.

8. März 2009 · HI

Drei Treffer: Fleige bringt die Hoffnung zurück

SH-Liga: Husumer SV siegt 4:1 beim FC Kilia Kiel

Kiel (ree) – Björn Fleige gibt der Husumer SV wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Schleswig-Holstein-Liga. Mit drei Treffern schaffte der 36-jährige Stürmer den 4:1 (3:0)-Erfolg seiner Elf bei Kilia Kiel fast im Alleingang. Besondere Genugtuung war bei Rolf Nielsen zu verspüren. „Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht“, freute sich der SV-Coach, für den es das erste Erfolgserlebnis bei seinem neuen Club war.

Björn Fleige wurde in der ersten Halbzeit zum Alptraum für die Kieler. Wann immer der Husumer am Ball war, drohte ihnen Ungemach. Fleige zirkelte und zielte wie in alten Tagen. Beim 0:1 (20.) drehte er sich schneller, als seine Aufpasser gucken konnten. Beim 0:2 (30.) schlich er sich in den Rücken seiner Gegner und spitzelte die Flanke von David Strüning über die Linie. Aber auch als Vorbereiter zeigte er Qualitäten –in der 40. Minute leitete er ein Alla-Zuspiel zu Gerrit Müller, der das 0:3 markierte.

Neben Fleige, der auch in der 3. und 27. Minute gute Möglichkeiten besaß, hätten auch Marcel Otto (5.) und David Strüning (16.) die Führung ausbauen können. Auf der anderen Seite zeigte die Husumer Abwehr bei Chancen von Marco Dosen (17.) und Torsten Böker (38.) leichte Unsicherheiten.

Schwung und Niveau ließen im zweiten Durchgang erheblich nach, Fleige hatte allerdings noch nicht genug. In der 53. Minute scheiterte er an Kiels Keeper Tobias Paulat, fünf Minuten später katapultierte er das Leder nach Vorarbeit von Jan-Iven Jensen zum 0:4 in die Maschen. Müller (63.) und Sebastian Kiesbye (67.) erwiesen sich bei ihren Möglichkeiten weniger treffsicher.

Schließlich mobilisierte aber auch Kilia Reserven. Husums Keeper Melf Molinas wehrte einen Distanzschuss von Tobias Nehren und den folgenden Kopfball von Timm Asphal ab (77.). Gegen das 1:4, das Oliver Dreier erzielte, war der Keeper machtlos (82.).

FC Kilia Kiel: Paulat – Gau (52. Nagel), Bewarder, Dreier, Schindler (61. Zeller)– M. Sümnik, Böker, Ashal, Dosen (23. Jäger), A. Sümnik – Nehren.
Husumer SV: Molinas – Strüning, Groth, Rettkowski (62. Schulte), Andresen – Saeltz, Alla, Otto (46. Jensen), Petersen – Fleige (67. Kiesbye), Müller.
Schiedsrichter: Mirko Sobek (TS Schenefeld). Beste Spieler: keiner - Groth, Fleige.

9. März 2009 · Flensburger Tageblatt

Sieg ist Pflicht: Husumer SV beim FC Kilia Kiel

SH-Liga: Gelingt Nielsen am Sonnabend der erste Sieg? / "Enormer Druck auf der Mannschaft"

Husum (ree) – Zwei Teams gibt es in der Schleswig-Holstein-Liga, die stehen in der Tabelle schlechter da als die Husumer SV: Strand 08 und Kilia Kiel. Bei Kilia treten die Stormstädter am Sonnabend (15 Uhr) an. Klar, was da auf dem Programm steht: Sieg um jeden Preis.

„Es liegt ein enormer Druck auf der Mannschaft, aber dem muss sie sich stellen“, sagt Rolf Nielsen. Der Husumer Trainer wartet noch immer auf das erste Erfolgserlebnis mit dem Team, das er im November des vergangenen Jahres übernahm. Beim 1:4 vor einer Woche gegen Holstein II sind nach seinem Geschmack wieder viele „einfache“ Gegentore gefallen. „Deshalb werden wir umstellen“, sagt Nielsen; wobei er noch nicht verraten will, wie das aussehen könnte. Der Coach will sich noch mit Günter Hoff abstimmen. Kann sein, dass das Trainergespann dabei auch die Viererkette auf Eis legt.

Schließlich haben die Husumer mit einer 3-2-3-2-Formation früher auch Erfolge gehabt. Und das wäre eine Variante, mit der sich das Offensiv-Potenzial von Sebastian Saeltz nutzen ließe. Der, wie Nielsen meint, seine Sache in der Viererkette gegen Holstein ganz gut gemacht habe.

Zuversicht schöpft Nielsen auch daraus, dass seine Mannschaft zu keiner Zeit die Flinte ins Korn geworfen hat. „Sie haben nie aufgesteckt“, sagt der Coach und hofft, dass sie diese Mentalität auch in Kiel zeigt. Dafür werden ihm die Akteure zur Verfügung stehen, die auch am vergangenen Sonnabend zum Kader gehörten. Wobei Gerrit Müller noch angeschlagen und Sebastian Steglich ein letztes Mal gesperrt ist.

Für Kilia Kiel ist der Wiederbeginn arg daneben gegangen. Gegen den VfB Lübeck II verlor die Mannschaft 2:6. damit blieb es bei dem einen Sieg, den die Fördestädter auf eigenem Platz in dieser Saison erreicht haben: dem 5:2 gegen den NTSV Strand 08.

Husum (12) und Kilia (9) trennen drei Punkte. Und die Stormstädter täten gut daran, diesen Abstand schon am Sonnabend zu vergrößern; denn die Kieler haben drei Spiele weniger absolviert.

* Der Bus für Aktive und Fans startet am Sonnabend um 12 Uhr vom Friesenstadion.

6. März 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 23 14.03.09 Husumer SV Schleswig 06 1:2
Herber Rückschlag für Husum!

Das hatten sich die Nordfriesen sicherlich ganz anders vorgestellt, denn die erhoffte Aufholjagd nahm im Nachbarschaftsderby gegen Schleswig 06 ein jähes Ende. Nichts zu sehen von der erfrischenden Vorstellung des letzten Wochenendes bei Kilia Kiel. Statt dessen sahen die immerhin 240 erwartungsfrohen Fans eine ideenlose Vorstellung der Hausherren. Das Bemühen kann man der Mannschaft von Trainer Rolf Nielsen sicher nicht absprechen, aber in dieser prekären Situation in der sich die Husumer befinden, muss einfach mehr kommen. Die Schleistädter nahmen die fade Vorstellung der Gastgeber dankbar an, starteten aus einer sicheren Abwehr immer wieder schnelle Angriffe auf das Husumer Tor und gewannen verdient.

»Die Enttäuschung ist riegengroß, wir hatten uns viel vorgenommen«, meinte Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende. »Meine Mannschaft war einfach nicht zielstrebig genug, wir konnten uns keine Tormöglichkeiten erspielen.« Schleswigs Trainer Detlef Hinrichs wirkte erleichtert: »Wir wussten nicht so recht, wo wir stehen. Der Sieg ist verdient, wir haben nicht viele Husumer Chancen zugelassen.«

Auf schwerem Geläuf entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, Schleswig hatte besonders in der ersten Halbzeit Vorteile. Überfallartige Angriffe aus einer kompakt stehenden Abwehr bescherten den Husumern immer wieder Probleme. Vor das Tor kamen die Gastgeber erst gar nicht, denn 06 stellte die Außenbahnen geschickt zu und erstickte die Husumer Angriffsbemühungen. Nur einmal setzte sich Marcel Otto durch, aber Gerrit Müller verpasste die Flanke äußerst knapp (4.). Nach 19 Minuten schossen die Husumer wieder auf das Tor, diesmal prüften sie jedoch den eigenen Schlussmann. Nach einer Ecke durch Stefan Schmitz traf Sebastian Steglich das Leder unglücklich. Die Führung der Gäste hatte Fabian Schelper in der 31. Minute auf dem Schlappen, doch er drosch den Ball am leeren Tor vorbei. Kurz vor dem Wechsel der verdiente Führungstreffer der Schleswiger: Nach einem Freistoß von Stefan Schmitz nahm sich Jan Lauer ein Herz und zog aus 16 Metern ab. Torhüter Molinas rutschte der Ball unglücklich zum 0:1 ins Tor (40.).

Auch nach dem Pausentee erkämpften sich die Gäste die besseren Tormöglichkeiten. Bereits in der 49. Minute wieder ein gefährlicher Konter, aber Julian Thomsen scheiterte am gut reagierenden Torhüter Melf Molinas. Durch einen Foulelfmeter bauten die Schleswiger ihren Vorsprung aus. Torhüter Molinas hatte Marcel Musielak gelegt, Stefan Schmitz ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher (63.). Erst in den letzten zehn Minuten nahmen die Nordfriesen das Herz in die Hand und entwickelten Torgefahr. Michael Petersen zog nach einer feinen Kombination noch knapp am langen Eck vorbei (82.). In der 88. Minute schaffte dann Sebastian Steglich nach Vorarbeit von Marcel Otto das 1:2. Plötzlich wieder Hoffnung im Husumer Lager. Und tatsächlich hätten die Hausherren zumindest noch den Ausgleichstreffer erzielen können. Marcel Otto setzte sich in der Schlussminute durch und flankte zu Björn Fleige, dessen herrlicher Kopfball äußerst knapp das Tor verfehlte.

Tore: 0:1 J. Lauer (40.), 0:2 Schmitz (63./FE), 1:2 Steglich (88.) Ecken: 3 : 7 Chancen: 4 : 5 Zuschauer: 240 Schiedsrichter: Balsam (Altenholz) gelbe Karten Husum: Groth (51.), Molinas (63.), Rettkowski (82.) Aufstellung: Molinas - Saeltz (30. Strüning), Rettkowski,Groth, Andresen - Otto, Steglich, Petersen, Alla (69. Kiesbye) - Fleige, Müller. Schurbohm – Simonsen, Thomsen, Stankovsky – Pieper, Schmitz, Prato – Jan Lauer (90.+2 Walter), Schelper (66. Gabriel), Christopher Lauer (87. Zeh) – Musielak.

15. März 2009 · HI

"Riesengroße Enttäuschung" nach Derby-Niederlage

War's das? Nach dem 1:2 (0:1) im Nordderby gegen Schleswig 06 sind die Chancen der Husumer SV auf den Klassenerhalt in der Schleswig-Holstein- Liga erheblich gesunken. 240 Zuschauer sahen eine über weite Strecken mäßige Fußball-Partie, die die Gäste verdient für sich entschieden.
Zu spät kommt Husums Michael Petersen (re.) in dieser Szene – 06-Keeper Axel Schurbohm hat den Ball gesichert. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Perfekter Spieltag für Holstein Kiel II: Der Spitzenreiter besiegte Heikendorf 2:1 und profitierte vom 3:3 im Duell der Verfolger Henstedt-Rhen und Neumünster. Zweiter ist jetzt Eider Büdelsdorf nach dem 1:0 bei Strand 08. Für die Husumer SV drohen die Lichter allmählich auszugehen: Nach dem 1:2 im Derby gegen Schleswig 06 beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz zehn Punkte. Der Aufsteiger von der Schlei ist als Siebter jetzt wieder bester Nordverein, da sowohl Flensburg 08 (Achter/1:1 in Itzehoe) als auch der TSV Kropp (Zwölfter/2:2) Punkte ließen.

Husum (Ulrich Schröder ) – Es sollte eine Initialzündung werden, doch nach 90 Minuten war alles verpufft. „Die Enttäuschung ist riesengroß“, gestand Rolf Nielsen, Trainer des SH-Ligisten Husumer SV, nach dem 1:2 (0:1) gegen Schleswig 06 ein. Sein Trainerkollege Detlev Hinrichs war glücklich über den Dreier, das erste Erfolgserlebnis im neuen Jahr: „Das war wichtig fürs Selbstvertrauen. Wir wussten vorher nicht, wo wir stehen.“

Husum hatte sich nach dem 4:1 bei Kilia Kiel viel vorgenommen, doch die Bemühungen der Nordfriesen sorgten schnell für Ernüchterung auf der Bank und bei den Zuschauern. „Die erste Halbzeit haben wir leichtfertig abgeschenkt“, klagte Nielsen. In den ersten 45 Minuten waren mit gutem Willen zwei Torgelegenheiten zu registrieren, auf jeder Seite eine: Einen Schuss des Schleswigers Stefan Schmitz hätte Sebastian Steglich fast ins eigene Tor abgefälscht (19. Minute), sechs Minuten später erreichte Björn Fleige einen Steglich-Pass nicht.

Schwächung für die Platzherren: Sebastian Saeltz musste nach einer halben Stunde runter (Zerrung), der für ihn eingewechselte David Strüning agierte mehr als unglücklich.

Das 0:1 fünf Minuten vor der Pause resultierte aus einer ganzen Serie von Husumer Fehlern: Zuerst ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, dann gewährten vier Husumer Abwehrspieler Schleswigs Jan Lauer Geleitschutz und schließlich ließ Keeper Melf Molinas Lauers weder harten, noch platzierten Schuss unter dem Körper durchrutschen.

„Wir sind ja gar nicht vors Tor gekommen“, bemängelte Rolf Nielsen. Bei einigen Aktionen regierte Hilflosigkeit. Beispiel: Carsten Groth spielte unbedrängt einen Fehlpass, Birger Andresen drosch aus dem Hintergrund meterweit übers Tor.

Kurz nach Wiederbeginn hätte Julian Thomsen, der Husums Mittelfeldstrategen Erion Alla komplett aus dem Spiel nahm, fast den Deckel drauf gemacht. David Strüning war ausgerutscht, Thomsen hatte freie Bahn, scheiterte aber an Molinas (48.). Bei der nächsten nennenswerten Aktion stand erneut Husums Keeper im Mittelpunkt – nachdem 06-Angreifer Marcel Musielak zu Fall kam, entschied Schiri Balsam auf Elfmeter und Gelb für den Keeper. Molinas beteuerte, seinen Gegener nicht getroffen zu haben, doch der Unparteiische ließ sich nicht umstimmen: Stefan Schmitz trat an und verwandelte sicher zum 0:2 (63.).

Musielak verpasste die Vorentscheidung (68.) und bescherte Trainer und Mitspielern damit eine unruhige Schlussphase. In den letzten zehn Minuten zeigte Husum nämlich das, was sich die Anhänger der Nordfriesen schon zuvor gewünscht hätten: Kampfgeist und den Willen, das Spiel noch umzubiegen.

Michael Petersen (83.) zielte noch knapp daneben, fünf Minuten später gab es die Belohnung für die späten Bemühungen der Gastgeber. Steglich beförderte eine Flanke von Marcel Otto hinter die Linie – und Husum spielte jetzt „Wildwest“ (Nielsen). Der eingewechselte Alexander Zeh vergab geradezu fahrlässig das 1:3 (90.), als er unbedrängt Molinas in die Arme schoss.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit hätten die Gastgeber die Partie tatsächlich fast noch gedreht: Björn Fleige, zuvor wikungslos, hechtete in eine Flanke von Otto, der Flugkopfball zischte aber knapp am Pfosten vorbei. „Ein 2:2 hätte ich als Niederlage empfunden“, sagte Detlev Hinrichs, der Einstellung und Disziplin seines Teams lobte.

Rolf Nielsen rätselte unterdessen nach den Ursachen für die lange Zeit uninspirierte Leistung seiner Mannschaft: „So eine Niederlage schmerzt. Vielleicht ist der Druck zu groß.“

Husumer SV: Molinas – Groth, Saeltz (30. Strüning), Rettkowski, Andresen – Otto, Steglich, Petersen, Alla (69. Kiesbye) – Fleige, Müller.
Schleswig 06: Schurbohm – Simonsen, Thomsen, Stankovsky – Pieper, Schmitz, Prato – Jan Lauer (90.+2 Walter), Schelper (66. Gabriel), Christopher Lauer (87. Zeh) – Musielak.
Beste Spieler: Otto - Thomsen, Schelper, Christopher Lauer.
Schiedsrichter: Balsam (Altenholz).
Zuschauer: 240.

16. März 2009 · Flensburger Tageblatt

"Die Fans lechzen nach einem Dreier zu Hause"

Zeit für eine Revanche: Ende September 2008 verlor die Husumer SV in der SH-Liga 1:4 bei Aufsteiger Schleswig 06. Am Sonnabend (15 Uhr) steigt das Rückspiel im Friesenstadion.
Wieder mit von der Partie: Sebastian Steglich (li., hier in einem Spiel gegen Heikendorf) hat seine Sperre abgesessen und kann im Nordderby gegen 06 auflaufen. Rechts Sebastian Saeltz. Foto: Nawe

Fußballfahrplan

SH-Liga: Derby im Friesenstadion: Die Husumer SV empfängt heute (15 Uhr) Schleswig 06. Husums Trainer Rolf Nielsen ist nach dem 4:1-Sieg bei Kilia Kiel optimistisch. „Wir haben einen Schritt nach vorn getan und müssen jetzt den nächsten machen“, verkündet Nielsen, „die Fans lechzen nach einem Dreier zu Hause.“ Gegen 06 ist Sebastian Steglich wieder mit von der Partie, der seine Rote Karte verbüßt hat. „Er brennt auf seinen Einsatz“, sagt der Coach zu seinem „Strippenzieher“ im Mittelfeld. 06 ist nach der Winterpause noch nicht erfolgreich gewesen. Aber Verschleißerscheinungen hat Trainer Detlev Hinrichs bei seinem Team nicht ausgemacht. „Es kann nicht immer bergauf gehen“, sagt der Coach. Vom jüngsten Erfolg der Husumer und dem wieder erwachten Torriecher des Björn Fleige hat Hinrichs natürlich auch gehört. Aber besondere Maßnahmen will er deshalb nicht ergreifen. „Wir müssen unseren Stil durchsetzen, aber es wird keine leichte Angelegenheit“, so der 06-Trainer. Immerhin: Bei der 0:2-Niederlage gegen Holstein Kiel II hat er „Kampf, Leidenschaft und Disziplin ausgemacht“. Mit diesen Eigenschaften und mit mehr offensiven Aktionen wollen der Coach und sein Team an der Westküste bestehen. Das Hinspiel endete 4:1 für Schleswig 06. Husum sinnt auf Revanche.

14. März 2009 · Schlei Bote

Husum (Gert Reese) – Was ein Sieg wert ist, erweist sich oft erst im Spiel danach. Das gilt insbesondere für die Husumer SV, denn durch das 4:1 bei Kilia Kiel ist sie im Tabellenkeller der Schleswig-Holstein-Liga nicht wesentlich vorangekommen. Mit dem Schwung dieses Erfolgs muss sich morgen eine weitere Leistungssteigerung ergeben. Zu Gast im Friesenstadion ist um 15 Uhr Aufsteiger Schleswig 06.

Rolf Nielsen hatte am Montag ein lange nicht gekanntes Trainer-Gefühl. Erstmals tat er seinen Job mit einem Sieg im Rücken. Und er ist optimistisch, dass es keine Eintagsfliege war. „Wir haben einen Schritt nach vorn getan und müssen jetzt den nächsten machen“, verkündet er, „die Fans lechzen nach einem Dreier zu Hause.“

Gegen 06 ist Sebastian Steglich wieder mit von der Partie, der seine Rote Karte verbüßt hat. „Er brennt auf seinen Einsatz“, sagt der Coach zu seinem „Strippenzieher“ im Mittelfeld.

Und natürlich wird Björn Fleige wieder auflaufen, der am Hasseldieksdammer Weg zum Matchwinner avancierte. Noch mehr hofft ganz Fußball-Husum, dass mit ihm die aktuelle Tabellenmisere überwunden werden kann. „Es wird ganz, ganz schwer“, sagt der Mann mit dem Torinstinkt. Seine Empfehlung: „Jetzt muss eine Serie kommen.“ Könnte klappen: Denn die Gegner, mit denen es die SV nach dem Schleswig-Spiel zu tun hat, rangieren alle in der unteren Tabellenhälfte.

06 ist nach der Winterpause noch nicht erfolgreich gewesen. Aber Verschleißerscheinungen hat Detlev Hinrichs bei seinem Team noch nicht ausgemacht. „Es kann nicht immer bergauf gehen“, sagt der Coach, der beim Schleswiger Traditionsclub in den letzten Jahren so viel Erfolg gehabt hat. Vom jüngsten Erfolg der Husumer und dem wieder erwachten Torriecher des Björn Fleige hat Hinrichs natürlich auch gehört. Aber besondere Maßnahmen will er deshalb nicht ergreifen. „Wir müssen unseren Stil durchsetzen, aber es wird keine leichte Angelegenheit“, so der 06-Trainer. Marco Woting wird fehlen. Ansonsten sind aber alle Akteure der Schleistädter einsatzbereit..

13. März 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 24 24.03.09 Eckernförder SV Husumer SV 0:1

Gerrit Müller trifft - Husumer SV gewinnt 1:0 beim Eckernförder SV!

Tore: 0:1 Müller (58.) Zuschauer: 250 Schiedsrichter: Marco Hatesaul (TuS Collegia Jübek) Aufstellung: Tischmann – Ströh, Mettig, Thede – Degenhardt, Gerberding (46. Meggers), J. Radke, Daniel, Gronwald – Pommerening (79. Ajdarpasic), Rettich (79. Kober). Molinas – Groth, Amroun, Rettkowski, Petersen – Otto, Steglich, Kiesbye, Alla (79. Hansen) – Fleige, Müller.

23. März 2009 · HI

Gerrit Müller trifft

Husumer SV gewinnt 1:0 beim Eckernförder SV
Geklärt hat der Husumer Nassim Amroun, Eckernfördes Nils Degenhardt hat nicht nur in dieser Szene das Nachsehen. Foto: Peters

SH-Liga: Die Übersicht
Seltenes Bild an der Spitze: Die ersten fünf Teams in der Tabelle blieben allesamt ohne "Dreier", im Top-Spiel trennten sich Eider Büdelsdorf und Holstein Kiel II 1:1. Wieder in der Spur ist Schleswig 06. Der Aufsteiger gewann 1:0 in Heikendorf (zweiter Auswärtssieg in Folge), Flensburg 08 blamierte sich beim 0:0 gegen den Tabellenletzten Strand 08 nach Kräften. Die Husumer SV (1:0 in Eckernförde) schöpfte Hoffnung im Abstiegskampf, der TSV Kropp steckt nach dem 0:3 beim VfB Lübeck II mitten drin – nur noch vier Punkte vor einem Abstiegsplatz.

Eckernförde (ree/tp) – Vor 14 Tagen war es Björn Fleige, der durch seine Treffsicherheit der Husumer SV wieder einen Silberstreif am Horizont bescherte. Gestern war es Gerrit Müller, der zum Matchwinner für die Nordfriesen avancierte. Sein Tor in der 62. Minute bescherte den Stormstädtern den 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim Eckernförder SV. Die Aussicht, in der Schleswig-Holstein-Liga doch noch dem Abstieg zu entgehen, ist damit wieder zurückgekehrt an die Nordsee.

„Diese drei Punkte sind für uns natürlich Gold wert“, sagte HSV-Trainer Rolf Nielsen. „Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Hätten wir hier heute verloren, wären wir so gut wie abgestiegen gewesen. Jetzt mischen wir aber wieder mit.“

Eckernfördes Coach Niels Bünning war dagegen sauer. Besonders haderte er mit seiner Abwehr, die im Spielaufbau nach gut einer Stunde gepatzt hatte und damit das Husumer Tor begünstigte. Gerrit Müller nutzte diese Halbherzigkeit, eilte allein mit dem Ball in Richtung Gastgeber-Tor und vollstreckte zum 0:1 für seine Farben (62.).

Eckernförde hatte an diesem Tag nicht das Format, den Rückstand zu egalisieren. Im Gegenteil: Die Husumer SV hätte mindestens noch ein weiteres Tor erzielen können. Björn Fleige und Sebastian Kiesbye ließen die größte Möglichkeit dazu ungenutzt (66.). Und auch Marcel Otto raufte sich die Haare über seine ausgelassene Chance (73.).

Husum hatte den ESV in den ersten 15 Minuten nahezu in der eigenen Spielhälfte eingeschnürt, sich aber keine nennenswerten Gelegenheiten erspielt. Die Begegnung, die von vielen Fehlpässen und Missverständnissen geprägt war, spielte sich vorwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab.

Eckernförder SV: Tischmann – Ströh, Mettig, Thede – Degenhardt, Gerberding (46. Meggers), J. Radke, Daniel, Gronwald – Pommerening (79. Ajdarpasic), Rettich (79. Kober).
Husumer SV: Molinas – Groth, Amran, Rettkowski, Petersen – Otto, Steglich, Kiesbye, Alla (79. Harrsen) – Fleige, Müller.
Schiedsrichter: Hatesaul (Jübek).
Zuschauer: 250.
Beste Spieler: keiner/Otto, Steglich.

23. März 2009 · Flensburger Tageblatt

Bünning enttäuscht: "Das war gar nichts"

Mit einem Sieg gegen die Husumer SV hätten sich die Fußballer des Eckernförder SV aus der Abstiegszone der Schleswig-Holsteinliga ein wenig befreien können. Doch die Mannschaft von Trainer Niels Bünning unterlag nach einer ganz schwachen Vorstellung den Gästen mit 0:1.
Bild mit Symbolcharakter: Eckernfördes Nils Degenhardt (links) kommt gegen den Husumer Nassim Around zu spät. Foto: Peters

Eckernförde (Torsten Peters) – Die Husumer SV hat ihre vielleicht letzte Chance genutzt und sich im Kampf um die Nichtabstiegsplätze in der Schleswig-Holstein-Liga mit dem 1:0 beim Eckernförder SV zurückgemeldet. „Diese drei Punkte sind für uns natürlich Gold wert“, sagt HSV-Trainer Rolf Nielsen. „Wir brauchen uns nichts vormachen: Hätten wir hier heute verloren, wären wir so gut wie abgestiegen gewesen. Jetzt mischen wir aber wieder mit.“

Die Gäste gingen auch gleich mit großem Kampfgeist in die Partie und schnürten den Eckernförder SV in den ersten 15 Minuten nahezu in der eigenen Spielhälfte fest. Nennenswerte Torchancen konnten sich die Nordfriesen dabei allerdings nicht erspielen.

Nach der anfänglichen Drangphase der Husumer konnten sich die Eckernförder in der Folge immer mehr befreien und gestalteten die Partie nun offener. Gefährlich kamen aber auch sie nicht vor das Gästetor. Die Begegnung, die von vielen Fehlpässen und Missverständnissen geprägt war, spielte sich vorwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab. Die beiden einzigen nennenswerten Torchancen ereigneten sich dann auch innerhalb der 37. Spielminute: Zunächst traute sich ESV-Angreifer Sebastian Rettich, aus 18 Metern einmal abzuziehen. Seinen Flachschuss fischte aber Husums Torhüter Melf Molinas mit einer Glanzparade aus dem rechten unteren Eck und lenkte den Ball so ins Toraus. Und im direkten Gegenzug fast eine Kopie auf der Gegenseite: Hier war es Erion Alla, der etwa von der Strafraumgrenze aus abzog, aber das Tor der Platzherren nur um wenige Zentimeter verfehlte. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Eckernfördes Dominik Gronwald noch Glück: Nachdem er Alla mit der Hand ins Gesicht wischte, zückte Schiedsrichter Marco Hatesaul (TuS Collegia Jübek) nur die Gelbe Karte. Über Rot hätte sich der Youngster hier nicht beschweren dürfen.

Fassungslos am Spielfeldrand: ESV-Trainer Niels Bünning. Foto: tp

Auch nach dem Seitenwechsel konnte die Partie die rund 250 Zuschauer im Stadion am Bystedtredder nicht erwärmen. Es plätscherte weiter zäh, zerfahren und ohne Höhepunkte dahin. Vier Minuten nachdem Rettich eine Großchance für die Gastgeber ausgelassen hatte (54.), erzielte Gerrit Müller, der nach einem Missverständnis in der Eckernförder Hintermannschaft völlig frei vor ESV-Torhüter Alan Tischmann aufgetaucht war, das Tor des Tages.

Wer nun mit wütenden, auf den Ausgleich drängenden Platzherren gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Zwar hatten die Eckernförder bis zum Abpfiff nun mehr vom Spiel, doch (zu) vieles blieb Stückwert, so dass der Sieg der Gäste insgesamt in Ordnung geht.

„Das war gar nichts – von der Nummer eins bis zur Nummer 14“, bilanziert ein enttäuschter ESV-Trainer Niels Bünning. „So schlecht wie heute haben wir schon lange nicht mehr gespielt. Kein Spieler hat an die Leistung der Vorwochen anknüpfen können.“ Somit müssen die Eckernförder im Kampf gegen den Abstieg weiter zittern.

Unterdessen hat der Landesverband auch die Neuansetzungen der ausgefallenen Spiele bekanntgegeben: Der Eckernförder SV muss dabei über Ostern zweimal auswärts ran. Am 11. April reist er zum Heikendorfer SV und zwei Tage später zum NTSV Strand 08. Beide Spiele werden um 15 Uhr angepfiffen.

Eckernförder SV: Tischmann – Ströh, Mettig, Thede – Degenhardt, Gerberding (46. Meggers), J. Radke, Daniel, Gronwald – Pommerening (79. Ajdarpasic), Rettich (79. Kober).
Husumer SV: Molinas – Groth, Amroun, Rettkowski, Petersen – Otto, Steglich, Kiesbye, Alla (79. Hansen) – Fleige, Müller.
Tore: 0:1 Müller (58.)
SR: Marco Hatesaul (TuS Collegia Jübek) – Zuschauer: 250.
23. März 2009 · Eckernförder Zeitung

Sieg für die Husumer SV

ECKERNFÖRDE. In der Schleswig-Holstein-Liga konnte sich die akut abstiegsbedrohte Husumer SV mit 1:0 (0:0) beim Eckernförder SV durchsetzen. Schaut man auf die Tabelle, so kann man den Erfolg als »überlebensnotwendig« bezeichnen, denn die HSV belegt mit sieben Punkten Rückstand zum rettenden Ufer einen Abstiegsplatz. Durch einen hart umkämpften 1:0-Erfolg beim Eckernförder SV darf in Husum aber wieder auf den Klassenerhalt in der höchsten Liga des Landes gehofft werden. Besonders Großen Anteil an dem wie HSV-Coach Rolf Nielsen sagte »ganz wichtigen Sieg« hatte Gerrit Müller.

Seinen Treffer zum 1:0 verteidigten die Husumer bis zum Schlusspfiff. Nielsen fiel nach dem Abpfiff ein »großer Stein vom Herzen«, denn bereits vor der Partie hatte er proklamiert, dass »nur ein Sieg« zähle. »Allerdings haben wir trotz des Sieges noch nichts erreicht. Wir müssen unbedingt im nächsten Heimspiel nachlegen«, so Nielsen. Ob beim Duell gegen den Heikendorfer SV in der kommenden Woche wieder ein »Dreier« herausspringt bleibt abzuwarten, aber Nielsen sieht dem Spiel hoffnungsvoll entgegen, denn er spürt, »wie momentan ein Ruck durch die Mannschaft geht.«

23. März 2009 · Flensborg Avis

Bünning hat die Qual der Wahl

Alle Mann sind fit. Vor dem Heimspiel der Schleswig-Holsteinligafußballer des Eckernförder SV morgen ab 15 Uhr gegen die Husumer SV kann Trainer Niels Bünning aus dem Vollen schöpfen. Mit einem Sieg würden die Gastgeber einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt setzen.
Momentan in Jubelstimmung: Die Fußballer des Eckernförder SV wollen gegen die Husumer SV den dritten Sieg in Serie. Foto: Peters

Eckernförde (Torsten Peters) – Gelingt den Fußballern des Eckernförder SV morgen im Heimspiel gegen die Husumer SV ihr dritter Sieg in Folge? Falls ja, hätte die Mannschaft von Trainer Niels Bünning eine weitere Hürde auf dem steinigen Weg zum Klassenerhalt in der Schleswig-Holsteinliga übersprungen.

„Ähnlich wie zuletzt gegen Kilia Kiel, wird uns mit Husum auch eine Mannschaft auf Augenhöhe erwarten“, ist sich Bünning sicher. Er lässt sich auch nicht davon täuschen, dass die Nordlichter im bisherigen Saisonverlauf nur bei den beiden Kellerkindern Kilia Kiel und Strand 08 punkten konnten. „Ich habe Husum im Spiel gegen Kilia gesehen. Da kommt eine Mannschaft mit einem sehr großen Offensivpotenzial auf uns zu. Mit Fleige/Müller haben sie ein Sturmduo, das jederzeit für einen Treffer gut ist. Da müssen wir sehr konzentriert agieren und nach Möglichkeit bereits den Pass aus dem Mittelfeld verhindern.“ Personell hat Bünning die Qual der Wahl. Vor dem Abschlusstraining gestern Abend standen ihm alle Spieler für das Husum-Spiel, das im Hinspiel mit einem 1:1-Remis endete, zur Verfügung.

Für die Husumer zählt nur ein Sieg, da der Abstand zum rettenden Ufer auf zehn Zähler angewachsen ist. Trainer Rolf Nielsen stellt klar: „Wir dürfen keine Minute mehr abschenken!“ Allerdings müssen die Gäste auf Sebastian Saeltz (Muskelfaserriss) verzichten. „Mit ihm ist auch unsere Ordnung aus dem Spiel zuletzt gegen Schleswig 06 gegangen“, unterstreicht Nielsen, wie schmerzhaft dieser Verlust für ihn und seine Mannschaft ist.

ESV: Tischmann, Schmidt – Ströh, Thede, Medler, Gerberding, Dierck (? – muskuläre Probleme), Mettig, Gronwald, Meggers, Pommerening, Kober, Ajdarpasic, Daniel, H. Radke, Rettich, J. Radke, Schröder Nicht dabei: Gogolok (Knie), Wallochny (BW-Einsatz)
Anstoß: So., 15 Uhr - EZ-Tipp: 2:0
21. März 2009 · Eckernförder zeitung

Husums Coach Rolf Nielsen: "Wir dürfen keine Minute mehr abschenken!"

Husum (ree) – Es wird immer enger für die Fußballer der Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga. Statt zu schmelzen, ist der Abstand zum rettenden Ufer nach der 1:2-Niederlage gegen Schleswig 06 auf zehn Zähler angewachsen. Trotzdem wird das Team am Sonntag (15 Uhr) beim Eckernförder SV wieder versuchen, die unheilvolle Entwicklung zu stoppen.

Das jedenfalls kann man den Worten entnehmen, die Rolf Nielsen vor der Partie beim Aufsteiger formuliert. „Wenn wir es zu Hause nicht schaffen, müssen wir eben auswärts siegen. Wir dürfen die Flinte nicht ins Korn werfen“, sagt der Coach des Tabellen-16. Wobei ihm klar ist, dass in den ausstehenden zwölf Spielen noch eine Menge Siege hermüssen, wenn die Klasse gehalten werden soll. Nielsen: „Wir dürfen keine Minute mehr abschenken!“

Das wird um so schwerer, als Sebastian Saeltz mit einem Muskelfaserriss zunächst einmal ausfällt. „Mit ihm ist auch die Ordnung bei uns aus dem Spiel gegangen“, hält Nielsen noch einmal Rückschau auf die Partie vom vergangenen Sonnabend. Im Übrigen wird deutlich, dass das Husumer Trainergespann auf die Erfahrenen im Kader setzt. „Die Etablierten müssen die Kohlen jetzt aus dem Feuer holen, die Jungen müssen Geduld haben“, sagt Nielsen.

Der Eckernförder SV war nach der Winterpause mal kurz in Depressionen verfallen. „Nach dem 0:7 beim Heider SV sind deutliche Worte gefallen. Da musste ich mal so richtig dazwischen fahren“, sagt Niels Bünning, der Trainer des Aufsteigers. Die „Ansage“ hat gefruchtet. Zuletzt gelangen dem Tabellen-Elften zwei Siege. „Die Klasse halten“, mehr hat der Verein nach Meinung von Bünning nicht vor. Auf die Partie am Sonntag hat sich der Trainer gründlich vorbereitet und die Husumer bei Kilia Kiel beobachtet. Seine Erkenntnis nach dem 4:1-Erfolg der Stormstädter: „Wir müssen Respekt haben.“ Den sollten aber auch die Stormstädter mit an die Ostsee nehmen. Denn der Eckernförder SV schaffte gegen Kilia dasselbe Resultat.

Das Hinspiel zwischen den Nordfriesen und dem Aufsteiger endete 1:1.

21. März 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
 
ST 25 28.03.09 Husumer SV Heikendorfer SV 0:2

Die Gunst der Stunde nicht genutzt!

Nachlegen – das wollte die Mannschaft der Husumer SV an diesem Wochenende und endlich eine kleine Serie starten, um doch noch dem drohenden Abstieg  aus der SH-Liga zu entgehen. Doch daraus wurde nichts, 0:2 verlor das Team von Trainer Rolf Nielsen gegen den Heikendorfer SV und stand am Ende wieder mit leeren Händen da. Dabei waren die Nordfriesen lange Zeit das bessere Team, erspielten sich klare Tormöglichkeiten und hätten bereits nach der ersten Halbzeit deutlich führen müssen. Doch am Ende siegten die cleveren Gäste auch dank der Tatsache, das die Hausherren die Begegnung in Unterzahl beenden mussten.

“In der ersten Halbzeit habe ich mein Team klar besser gesehen. Wir hatten klarste Torchancen, nutzen diese aber einfach nicht,“ bilanzierte Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende. “Erst nach dem Platzverweis haben wir unseren Faden verloren.“

Heikendorfs Trainer Mikica Mladenovic hatte gut lachen:“ Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, aber aufgrund der zweiten Halbzeit meine ich geht das Ergebnis in Ordnung.“

Auf schwerem Boden entwickelte sich ein erstaunlich gutes Fußballspiel, Husum wirkte engagierter und riss das Spiel sofort an sich. Doch immer wieder das alte Lied: Bis zum Strafraum des Gegners ansehnlich, vor dem Tor einfach unkonzentriert und glücklos. Bereits in der zweiten Minute vergab Gerrit Müller die Führungsmöglichkeit der Gastgeber. Nach einem herrlichen Freistoß von Sebastian Steglich setzte Müller das Leder aus kurzer Distanz per Kopfball an die Latte. Und weiter ging es in Richtung gegnerisches Tor. Nach einem Fehlpass lief Gerrit Müller alleine auf  Torhüter Bohrmann zu, doch der Keeper bekam noch die Schuhspitze an den Ball (6.). Auch Erion Alla traf freistehend nicht das Gehäuse (8.). Und dann das Unfassbare – einmal kommt der Gegner gefährlich in den Strafraum und schon klingelt es im Husumer Tor. In der 14. Minute tankte sich Manuel Schwenn durch das Husumer Mittelfeld und netzte seelenruhig zum 0:1 ein. Das Tor stellte den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Die Stormstädter ließen sich aber nicht beirren, drängten auf den Ausgleich. Doch weder Marcel Otto (33.), noch Gerrit Müller (33./34.) konnten ihre guten Möglichkeiten nutzen. Nur einmal musste Husums Keeper Melf Molinas eingreifen, Jan Wieland blieb in der 45. Minute nur zweiter Sieger.

Auch nach dem Wechsel hatten die Nordfriesen weiter Vorteile, mit dem Tore schießen wollte es aber einfach nicht klappen. Ein strammer Schuss aus 16 Metern durch Gerrit Müller (53.) konnte Torhüter Bohrmann ebenso entschärfen wie die gute Möglichkeit von Erion Alla in der 54. Minute. Dann erwies Michael Petersen seiner Mannschaft einen Bärendienst, wurde in der 55. Minute wegen Meckerns vom Platz gestellt. Husum steckte zwar nicht auf, auf dem tiefen Geläuf ging den Hausherren in Unterzahl dann die Kraft aus. Heikendorf bekam Oberwasser, konnte in der 72. Minute wieder durch Manuel Schwenn das entscheidende 0:2 erzielen. Da passte es wunderbar ins Bild, das die Husumer durch einen fulminanten Fernschuss
(Kiesbye/65.) und Müller (69./Kopfball an den Außenpfosten) ihre Chancen nicht nutzen konnten.

“Wir werfen aber die Flinte noch nicht ins Korn,“ versicherte Rolf Nielsen später. “Die Mannschaft muss einfach zu viel Aufwand betreiben um ein Tor zu erzielen.“ Dieses Dilemma zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Heikendorf hat es den Nordfriesen an diesem Wochenende vorgemacht, wie einfach und dazu noch erfolgreich Fußball sein kann. Für die Husumer kommt diese Weisheit vielleicht schon zu spät.

Tore: 0:1 Schwenn (14.), 0:2 Schwenn (72.) Ecken: 7 : 4 Chancen: 9 : 4 Zuschauer: 177 Schiedsrichter: Marten Lühr (FC Krogaspe) gelbe Karten: Petersen (55.), Groth (59.), Amroun (63.), Rettkowski (78.) / Schwenn (25.), Todic (38.), Paesler (73.) gelb/rot: Petersen (55.) weg. Meckern Aufstellung: Molinas – Groth, Rettkowski, Amroun – Otto, Steglich, Alla, Petersen, Kiesbye – Fleige (17. Harrsen), Müller (75. Jensen). Naucke, Schramm, Petersen – Woelk, Todic, Jaensch (43. Paesler), Wieland, Helms – Kahl (62. Giese), Schwenn (72. Braasch).

29. März 2009 · HI

Husumer SV hat die Chancen – Heikendorf trifft

Nielsens Team lässt bei der 0:2-Niederlage zahlreiche "Hochkaräter" aus / 35 Minuten in Unterzahl
Laufduell: Der früh eingewechselte Husumer Hauke Harrsen (rechts) verfolgt den Heikendorfer Jens Helms. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Alle Achtung, Flensburg 08! Die Fördestädter erkämpften bei Klassenprimus Holstein Kiel II ein 1:1. Bestes Team aus dem Norden bleibt Schleswig 06 trotz der 1:3-Niederlage gegen Eider Büdelsdorf. Beide Mannschaften sind sicher in der oberen Tabellenhälfte, was man vom Rest des Nord-Quartetts nicht behaupten kann: Der TSV Kropp kam gegen den Vorletzten Kilia Kiel nicht über ein 0:0 hinaus und liegt weiter drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Die Husumer SV verlor bereits das dritte Heimspiel in diesem Jahr (0:2 gegen Heikendorf).

Husum (bhu) – Nachlegen wollte die Husumer SV und eine Serie starten, um doch noch dem drohenden Abstieg aus der SH-Liga zu entgehen. Doch daraus wurde nichts, 0:2 (0:1) verlor das Team von Trainer Rolf Nielsen gegen den Heikendorfer SV. Dabei waren die Nordfriesen lange Zeit besser, erspielten sich klare Tormöglichkeiten und hätten nach der ersten Halbzeit deutlich führen müssen.

„In der ersten Halbzeit habe ich mein Team klar besser gesehen. Wir hatten klarste Torchancen, nutzen diese aber einfach nicht“, bilanzierte Husums Trainer Rolf Nielsen. „Nach dem Platzverweis haben wir den Faden verloren.“

Auf schwerem Boden entwickelte sich ein erstaunlich gutes Fußballspiel. Husum riss das Spiel sofort an sich. Bereits in der 2. Minute vergab Gerrit Müller die Führungsmöglichkeit. Nach herrlichem Freistoß von Sebastian Steglich köpfte er aus kurzer Distanz an die Latte.

Und weiter ging es in Richtung gegnerisches Tor: Nach einem Fehlpass lief Müller alleine auf Torhüter Bohrmann zu, doch der Keeper bekam noch die Schuhspitze an den Ball (6.). Auch Erion Alla traf freistehend nicht das Gehäuse (8.).

Einmal kam der Gegner gefährlich in den Strafraum und schon „klingelte“ es im Husumer Tor. In der 14. Minute traf Manuel Schwenn zum 0:1, der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Die Stormstädter drängten auf den Ausgleich, doch weder Marcel Otto (33.), noch Gerrit Müller (33./34.) nutzten ihre Möglichkeiten.

Auch nach dem Wechsel hatten die Nordfriesen Vorteile, mit dem Tore schießen wollte es aber einfach nicht klappen. Einen strammen 16 Meter-Schuss von Gerrit Müller (53.) parierte Bohrmann, eine Minute später rettete er gegen Erion Alla.

Dann erwies Michael Petersen seiner Mannschaft einen Bärendienst, wurde in der 55. Minute wegen Meckerns vom Platz gestellt. In Unterzahl ging die Kraft aus. Schwenn machte in der 72. Minute das entscheidende 0:2. Zuvor hatten Kiesbye/65.) und Müller (69./Kopfball an den Außenpfosten) Pech gehabt.

Husumer SV: Molinas - Groth, Rettkowski, Amroun - Otto, Steglich, Alla, Petersen, Kiesbye - Fleige (17. Harrsen), Müller (75. Jensen).
Heikendorfer SV: Bohrmann - Naucke, Schramm, Petersen - Woelk, Todic, Jaensch (43. Paesler), Wieland, Helms - Kahl (62. Giese), Schwenn (72. Braasch).
Schiedsrichter: Marten Lühr (FC Krogaspe).
Zuschauer: 177. Gelb-Rot: Petersen (55., Meckern). Beste Spieler: Steglich, Alla, Kiesbye/Bohrmann, Schwenn.

30. März 2009 · Flensburger Tageblatt

Husumer Parole gegen Heikendorf: Nachlegen!

Husum (ree) – Einem Sieg einen zweiten folgen zu lassen – das bleibt das Nahziel der Fußballer der Husumer SV in der SH-Liga. Am Sonnabend (15 Uhr) gegen den Heikendorfer SV unternehmen sie dafür einen neuen Versuch. „Wir sind einfach zu wenig konstant“, sagt Sascha Rettkowski vor der Partie gegen den Tabellenzwölften. Aber woran es liegt, dass die SV sich so unterschiedlich präsentiert, kann sich auch der Husumer Spielführer nicht erklären. Er räumt aber ein, dass die Mannschaft im Friesenstadion oft „gehemmt“ sei.

Das lässt sich nachvollziehen: Die Fans in Husum reagieren oft schnell kritisch auf das Geschehen zwischen den Toren. „Der Unmut überträgt sich dann auf die Mannschaft und die jungen Spieler“, so Rettkowski. Aber auch der Kapitän gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Sache mit dem Klassenerhalt noch klappt. „Vielleicht müssen wir noch pragmatischer spielen“, sagt er und empfiehlt damit den Verzicht auf jeden Schnörkel im Spiel.

Mit 27 Punkten gehören die Heikendorfer zu jenen Clubs im Feld, die die Husumer (18) bei ihrer Aufholjagd ins Visier nehmen müssen. Der Zeitpunkt dafür scheint günstig, denn der Gegner ist außer Tritt geraten. Drei Niederlagen gab es schon nach der Winterpause. Und Micha Witt, den man im Januar zur Verstärkung des Angriffs geholt hat, konnte seine Möglichkeiten noch nicht einbringen. Der Ex-Kilianer laboriert an einer Leistenverletzung.

„Wir sind noch nicht im ruhigen Fahrwasser und müssen gegen jeden Gegner punkten“, sagt Gäste-Coach „Miki“ Mladenovic. Dabei gibt es für ihn kein Pokern um die zu vergebenden Zähler. „Ich spiele immer um drei Punkte“, behauptet er. Wobei er den Wunsch hat, dass sein Team jene Leistung wiederholt, die es vor 14 Tagen bei der 1:2-Niederlage gegen Spitzenreiter Holstein Kiel II gezeigt hat.

Für sein Gegenüber Rolf Nielsen heißt „Nachlegen“ ein weiteres Mal die Parole. Wie vor 14 Tagen vor dem Spiel gegen Schleswig 06 bemüht der Husumer Trainer die Hoffnung, dass seine Mannschaft zum ersten Mal im laufenden Wettbewerb den zweiten Sieg in Folge schafft. „Erst dann werde ich auch wieder auf die Tabelle sehen“, sagt der Coach. Verzichten wird er ein weiteres Mal auf Sebastian Saeltz, dessen Verletzung aus dem 06-Spiel nicht so schnell abklingt. Dafür kann er aber wieder mit Jan-Iven Jensen und Birger Andresen rechnen.

27. März 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
HSV-Trainer Rolf Nielsen

Eckernförde (tp) – Husums Trainer Rolf Nielsen (46) tippt für die Eckernförder Zeitung den kommenden Spieltag in der Fußball-Schleswig-Holsteinliga.

Nach einer turbulenten Hinrunde hatte Nielsen das Traineramt im November von Spielertrainer Carsten Groth übernommen, der wiederum erst zu Saisonbeginn Guido Gehrke abgelöst hatte. Nielsen: „Mit Schönspielerei werden wir nichts erreichen. Wir müssen von der ersten bis zur 90. Minute kämpfen. Mindestens eine nordfriesische Mannschaft muss schließlich in der höchsten Klasse spielen“ Nielsen hat als Fußballer und Trainer eine bewegte Karriere hinter sich. Beim MTV Leck fing sie an und führte über RW Niebüll, BW Friedrichstadt und den TSB Flensburg zum SV Enge-Sande. Danach war der C-Lizenz-Inhaber vier Jahre Spielertrainer beim MTV Leck und fünf Jahre Coach beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm.

Sonnabend, 28. März, 14 Uhr
TSV Kropp – FC Kilia Kiel 1:1Sonnabend, 28. März, 15 Uhr
Husumer SV – Heikendorfer SV 2:1SC Comet Kiel – Eckernförder SV 1:1TSV Altenholz – VfB Lübeck II 0:2Strand 08 – VfR Neumünster 0:3Sonntag, 29. März, 14 Uhr
Holstein Kiel II – Flensburg 08 2:0Sonntag, 29. März, 15 Uhr
Schleswig 06 – Eider Büdelsdorf 1:2SV Henstedt-Rhen – VfR Horst 2:1Itzehoer SV – Heider SV 2:1
23. März 2009 · Eckernförder Zeitung
ST 26 04.04.09 VfR Horst Husumer SV 1:0

Glücklos!

Engagiert aber erneut glücklos, so könnte man das Husumer Gastspiel beim Aufsteiger VfR Horst beschreiben. Vor 180 Zuschauern hatten die Nordfriesen sogar spielerische Vorteile, doch im Abstiegskampf zählt halt nur, was am Ende dabei heraus kommt. Aufwand und Ertrag stehen aber bei den Husumern seit Monaten in keinem Verhältnis. Es genügt, wie an diesem Wochenende, eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr und das Spiel ist gelaufen - denn wieder wurden die herausgearbeiteten Chancen nicht genutzt.

“Ich habe meine Mannschaft im Vorteil gesehen,“ gab Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende zu Protokoll. “Es ist schon ärgerlich, das wir Woche für Woche unsere Chancen nicht nutzen.“

Das Tor des Tages fiel bereits nach vier Spielminuten. Nach einer Ecke köpfte Tim Jeske völlig unbedrängt zum 1:0 für die Hausherren ein. Die Husumer Abwehr schien völlig unbeteiligt, eine Zuordnung war nicht erkennbar. Doch die Nordfriesen steckten die Köpfe nicht in den Sand, erarbeiteten sich gegen die statisch wirkenden Gastgeber Vorteile. Zumindest der Ausgleich hätte Lohn der Bemühungen sein müssen. In der 20. Minute prüfte Marcel Otto Torhüter Thomas Brandt mit einem strammen Schuss, kurz vor der Pause wirbelte wieder Otto die Abwehr des VfR durcheinander. Die scharfe Hereingabe verpasste Gerrit Müller kurz vor dem Tor stehend nur um eine Schuhspitze. Vom Aufsteiger nicht viel zu sehen, bezeichnenderweise war es ein Husumer, der Torhüter Molinas zu einer Glanzparade zwang. Sascha Rettkowski erwischte das Leder unglücklich, Molinas reagierte großartig, holte den Ball noch aus dem Winkel (12.).

Nach dem Pausentee steigerten sich die Gastgeber, besonders der pfeilschnelle Tomiwa Ogunsola brachte die Husumer Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Doch vor dem Tor war auch der VfR mit dem Latein am Ende oder scheiterte am guten Melf Molinas im Husumer Tor. Jan Behrendt tankte sich in der 77. Minute durch, Husums Torhüter blieb genau so Sieger wie fünf Minuten später. Ogunsola stand frei vor dem Kasten, scheiterte jedoch am Keeper. Den Nachschuss vergab Patrick Ziller. Das den Stormstädtern das Pech zur Zeit an den Stiefeln klebt, zeigte sich in der Schlussminute: Gerrit Müller schickte Marcel Otto auf die Reise, der im richtigen Moment abzog. VfR-Torhüter Brandt fälschte das Leder noch an die Latte. Glück sieht anders aus! Doch auch ein Punkt wäre in der prekären Lager in der sich die Husumer befinden einfach zu wenig.

“Für die Moral zumindest wäre dieser Punktgewinn wichtig gewesen,“ haderte Rolf Nielsen mit dem Schicksal.

Tore: 1:0 Jeske (4.) Ecken: 5 : 6 Zuschauer: 180 Schiedsrichter: Tim Sönder (SV Ellerbek) leitete umsichtig und konsequent gelbe Karten Husum: Otto (37.), Steglich (52.), Saeltz (54.) Aufstellung: Brandt – Sottorf, Graf, Zimmat, Suta – Rammer (88. Griehl), Eyler – P. Ziller, Ogunsola – Behrendt (83. Schumann), Jeske Molinas – Groth, Rettkowski, Strüning – Otto, Steglich, Sältz, Petersen – Alla (74. Amroun) – Kiesbys (63. Rizos), Müller

5. April 2009 · HI

Jeskes Blitztor entscheidet für den VfR Horst

Mit einem 1:0 (1:0)-Arbeitssieg machte der VfR Horst einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib. Für die Husumer wird dagegen im Abstiegskampf die Luft immer dünner.
Sebastian Steglich im Vorwärtsgang: Die Horster Jorrid Eyler und Florian Rammer (rechts) haben Mühe, den Husumer zu stoppen. Foto: gs

Horst (Michael Lemm) – Den Steinburgern gelang ein optimaler Start in diese Partie, denn bereits bei der ersten ernsthaften Strafraum-Situation fiel schon das Tor des Tages. Offenbar waren die Husumer Abwehrspieler in der vierten Minute noch dabei, sich zu sortieren, als Jorrid Eyler eine Sottorf-Ecke weiterleitete und Tim Jeske die Kopfball-Stafette mit seinem 14. Saisontreffer zum 1:0 abschloss.

Doch damit hatten die Gastgeber im ersten Durchgang ihr Pulver fast schon verschossen. Lediglich als Husums Kapitän Sascha Rettkowski ein Rettungsversuch misslang (13.), brannte es nochmal im HSV-Strafraum, doch Torhüter Melf Molinas entschärfte den gefährlichen Querschläger.

In der Folge erarbeiteten sich die Husumer optische Vorteile, vor allem weil sie im Mittelfeld die Mehrzahl der Zweikämpfe gewannen. Die Horster dagegen taten sich mit einem geordneten Angriffsspiel immer schwerer, je länger die Partie dauerte. Das Fehlen des verletzten Julian Hansen auf der Sechser-Position machte sich hier zunächst deutlich negativ bemerkbar.Erstmals gefordert wurde VfR-Keeper Thomas Brandt, als sich bei einem abgefälschten Schuss von Marcel Otto (20.) ganz lang machen musste. Zehn Minuten später hatte Husums Routinier Gerrit Müller Pech, als er eine weite Hereingabe knapp verpasste. Nicht besser erging es seinen Teamkollegen Sebastian Steglich und Marcel Otto. Steglichs Kopfball (44.) wurde gerade noch abgeblockt und eine Minute später verzog Otto aus aussichtsreicher Position, so dass es bei der schmeichelhaften Horster Halbzeitführung blieb.

Zu Recht hatte der VfR-Coach Daniel Jurgeleit in der Pause sein Team auf ein bevorstehendes Husumer Anrennen eingestellt. Die Nordfriesen erhöhten nach dem Wiederbeginn den Druck, aber Horst hielt nun auch im zentralen Mittelfeld besser dagegen. So entwickelte sich ein verbissenes, aber nie unfaires Kampfspiel. Dabei behielten die Husumer optische Vorteile, während sich Horst auf eigenem Platz auf Konter verlegte. Diese wurden im Laufe der Partie immer gefährlicher, weil die Schützlinge von HSV-Trainer Rolf Nielsen zwangsläufig offener werden mussten. So verpassten Patrick Ziller (59.), Tomiwa Ogunsola (62.) und Tim Jeske (67.) das Horster 2:0, ehe Gerrit Müller (67.) auf der anderen Seite frei vor dem Tor verzog.

Dann war der VfR wieder an der Reihe: Jan Behrendt scheiterte an Husums Keeper Molinas an (71. nach toller Vorarbeit von Ogunsola) und nicht anders erging es bei einer Doppelchance Ogunsola und Jorrid Eyler zehn Minuten später.

In der Schlussphase hatten dann die Gastgeber noch einige bange Momente zu überstehen, als zunächst der eingewechselte Konstantinos Rizos haarscharf verzog (85.). Kurz vor dem Abpfiff des umsichtig und konsequent leitenden Unparteiischen Tim Sönder verhinderte VfR-Keeper Thomas Brandt den nicht unverdienten Ausgleich, als er einen Heber von Marcel Otto noch mit den Fingerspitzen auf die Latte lenkte. Der folgende Eckstoß brachte den Husumern dann nichts mehr ein.

Horsts Trainer Daniel Jurgeleit freute sich am Ende nicht nur über die drei Punkte. „Ich war auch zufrieden, wie die Mannschaft die Ausfälle von Friedrich, Hansen und Krawutschke weggesteckt und sich gegen sehr engagierte Husumer präsentiert hat. Wir hätten es uns einfacher machen können, wenn wir einen der vielen Konter der zweiten Halbzeit genutzt hätten.“

Dagegen machte SV-Coach Rolf Nielsen aus seinem Frust keinen Hehl. „Wir haben überlegen gespielt, aber unter dem Strich kommt einfach nichts dabei heraus. Hier verlieren wir durch eine frühe Standard-Situation. So geht das schon seit Wochen: Wir nutzen unsere Möglichkeiten nicht.“ Da fehlte möglicherweise auch der Torriecher von Björn Fleige, der wegen einer Adduktorenverletzung passen musste.

Statistik
VfR Horst: Brandt – Sottorf, Graf, Zimmat, Suta – Rammer (88. Griehl), Eyler – P. Ziller, Ogunsola – Behrendt (83. Schumann), Jeske
Husumer SV: Molinas – Groth, Rettkowski, Strüning – Otto, Steglich, Sältz, Petersen – Alla (74. Amroun) – Kiesbys (63. Rizos), Müller
Beste Spieler: Sottorf, Graf, Ogunsola – Rettkowski, Otto, Sältz
Tor: 1:0 (4.) Jeske
SR: Sönder (Ellerbek) leitete umsichtig und konsequent
Zuschauer: 180
6. April 2009 · Norddeutsche Rundschau

Eine Unaufmerksamkeit entscheidet das Spiel

Husumer SV unterliegt 0:1 beim VfR Horst
Sebastian Saeltz (re.) klärt gegen Patrick Ziller. Foto: Hulin

SH-Liga: Die Übersicht
Jetzt hat's auch Holstein Kiel II erwischt: Der Tabellenführer verlor das Spitzenspiel gegen Henstedt-Rhen 2:4 und kassierte im 22. Spiel die erste Niederlage der Saison. Die Kieler bleiben aber Erster, gefolgt von Eider Büdelsdorf (1:1 bei Comet Kiel) und dem VfR Neumünster (4:1 gegen Kilia Kiel). Den einzigen Sieg für die Teams aus dem Norden landete Schleswig 06 (2:0 gegen Altenholz). Die Husumer SV (0:1 in Horst) bleibt auf einem Abstiegsplatz, der TSV Kropp steht nach dem 1:2 in Heikendorf gefährlich nahe davor. Flensburg 08 wurde seinem Ruf als "Unentschieden-König" der Liga beim 1:1 gegen den Eckernförder SV wieder einmal gerecht.

Husum (bhu) – Engagiert, aber erneut glücklos – so die Kurz-Zusammenfassung des Gastspiels der Husumer SV in der SH-Liga beim VfR Horst beschreiben. Vor 180 Zuschauern hatten die Nordfriesen sogar spielerische Vorteile, doch am Ende stand ein bitteres 0:1 (0:1) – Aufwand und Ertrag stehen aber bei den Husumern seit Monaten in keinem Verhältnis. Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr und das Spiel ist gelaufen. „Ich habe meine Mannschaft im Vorteil gesehen,“ gab Husums Trainer Rolf Nielsen zu Protokoll. „Es ist schon ärgerlich, das wir Woche für Woche unsere Chancen nicht nutzen.“

Das Tor des Tages fiel bereits nach vier Minuten. Nach einer Ecke köpfte Tim Jeske völlig unbedrängt zum 1:0 für die Hausherren ein. Die Husumer Abwehr schien völlig unbeteiligt, eine Zuordnung war nicht erkennbar. Doch die Nordfriesen steckten die Köpfe nicht in den Sand, erarbeiteten sich gegen die statisch wirkenden Gastgeber Vorteile. Zumindest der Ausgleich hätte Lohn der Bemühungen sein müssen. In der 20. Minute prüfte Marcel Otto Torhüter Thomas Brandt mit einem strammen Schuss, kurz vor der Pause wirbelte wieder Otto die Abwehr des VfR durcheinander. Die scharfe Hereingabe verpasste Gerrit Müller kurz vor dem Tor stehend nur um eine Schuhspitze.

Vom Aufsteiger war nicht viel zu sehen, bezeichnenderweise war es ein Husumer, der Torhüter Molinas zu einer Glanzparade zwang. Sascha Rettkowski erwischte das Leder unglücklich, Molinas reagierte großartig, holte den Ball noch aus dem Winkel (12.).

Nach dem Pausentee steigerten sich die Gastgeber, besonders der pfeilschnelle Tomiwa Ogunsola brachte die Husumer Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Doch vor dem Tor war auch der VfR mit dem Latein am Ende oder scheiterte am guten Melf Molinas.

Dass den Stormstädtern das Pech zur Zeit an den Stiefeln klebt, zeigte sich in der Schlussminute: Gerrit Müller schickte Marcel Otto auf die Reise, der im richtigen Moment abzog. VfR-Torhüter Brandt lenkte das Leder noch an die Latte. Doch auch ein Punkt wäre in der prekären Lage, in der sich die Husumer befinden, zu wenig gewesen.

„Für die Moral zumindest wäre dieser Punktgewinn wichtig gewesen“, haderte Rolf Nielsen mit dem Schicksal.

Husumer SV: Molinas – Groth, Rettkowski, Strüning – Otto, Saeltz, Steglich, Alla (75. Amroun), Petersen – Kiesbye (63. Jensen), Müller. Zuschauer: 180. Schiedsrichter: Tim Sönder (SV Ellerbek).Beste Spieler: Rettkowski, Otto, Saeltz..

6. April 2009 · Flensburger Tageblatt

Schwere Partie des VfR Horst gegen Husum

Horst (ml) – Wieder eines dieser Spiele gegen ein Team aus dem Tabellenkeller der Schleswig-Holstein-Liga: Aufsteiger VfR Horst kann heute (Anpfiff 15 Uhr) mit einem Erfolg gegen die Husumer SV eine weitere Etappe auf dem Weg zum Klassenverbleib zurücklegen.

In der Rückrunde haben es die Schützlinge von Trainer Daniel Jurgeleit mehrfach mit unmittelbarer Konkurrenz aus den unteren Regionen zu tun gehabt und dabei abgesehen von der 1:2-Heimpleite gegen Comet Kiel gut ausgesehen. So sammelte man in Eckernförde (4:3), in Kropp (2:2) und gegen Altenholz (3:1) sieben Punkte – hinzu kam noch das nicht unbedingt erwartete 2:2 beim Spitzenteam Henstedt-Rhen am vergangenen Sonntag. Somit hat der VfR zum ersten Abstiegsplatz nach wie vor ein Sechs-Punkte-Polster.

Dennoch wird die Partie gegen die Husumer mit Sicherheit kein Selbstgänger: Von den letzten fünf Spielen gewannen die Schützlinge des seit der Winterpause amtierenden Trainers Rolf Nielsen zwei Spiele – und zwar jeweils auf des Gegners Platz (4:1 bei Kilia Kiel, 1:0 in Eckernförde). „Der Druck liegt sicherlich eher bei uns als bei den Husumern“, sagt VfR-Vorsitzender Helge Melzer. „Die Partie wird schwerer als in Henstedt, mal sehen, wie die Mannschaft damit umgehen kann. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch.“

Dabei müssen die Horster auf Stürmer Dennis Friedrich verzichten. Der 31-jährige Routinier wartete zuletzt mit einer guten Torquote auf und war auch zentrale Anspielstation in der Offensive. Er hatte sich aus der Partie in Henstedt einen Bänderriss zugezogen, kann aber möglicherweise in zwei Wochen schon wieder ins Geschehen einsteigen.

Dagegen hofft man beim VfR Horst, dass die ebenfalls in Henstedt verletzt ausgeschiedenen Florian Hansen und Patrick Krawutschke wieder einsatzfähig sind. Die gleich nach dem Schlusspfiff im Krankenhaus veranlasste Röntgenuntersuchung ergab zum Glück jeweils „nur“ eine schwere Prellung. Wieder mit von der Partie in der Horster Offensivabteilung ist dagegen Patrick Ziller. Ansonsten hat VfR-Trainer Daniel Jurgeleit alle Mann an Bord.

Ganz aufgegeben haben sich die Husumer allerdings noch nicht. „Abgerechnet wird erst, wenn das letzte Spiel abgepfiffen ist“, sagt Co-Trainer Günther Hoff. Die intakte Moral ist für Hoff ein Grund, die Flinte nicht ins Korn zu werfen. Auch bei der Heimniederlage gegen Heikendorf hat er beobachtet, dass „alle bis zur letzten Minute gekämpft haben und gerannt sind.“ Aber auch bei der Husumer SV gibt es Hiobs-Botschaften: Björn Fleige wird mit einer Adduktoren-Verletzung in Steinburg ausfallen. Dafür sind Sebastian Saeltz und Birger Andresen wieder dabei.

Bei allem Respekt vor den Nordfriesen will man sich nicht an den Husumern orientieren. Helge Melzer: „Wir müssen unser eigenes Spiel durchbringen, aber auch den Kampf annehmen und den Gegner sehr ernst nehmen.“ Unabhängig vom Ergebnis gibt es am Rande etwas zu feiern. Am 1. April beging der VfR-Vorsitzende seinen 40. Geburtstag. Deshalb spendiert Melzer ab 14.45 Uhr am Horster Sportplatz 200 Liter Freibier sowie Anti-Alkoholisches.

4. April 2009 · Norddeutsche Rundschau

Moral intakt: Hoff verbreitet Hoffnung

Husumer SV am Sonnabend beim VfR Horst
Günter Hoff. Foto: dew

Husum (ree) – In einem Sprichwort heißt es, dass mit der Not auch das Rettende wachse. Groß genug ist die Not ja für die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga. Auf rettende Resultate freilich wartet die Mannschaft Woche für Woche vergebens. Beim VfR Horst gibt es am Sonnabend (15 Uhr) einen neuen Versuch, den Punktestand aufzupeppen.

Wer Günter Hoff, dem Co-Trainer der Husumer SV, zuhört, erfährt puren Optimismus. Und den versucht er auch seinen Schützlingen einzuimpfen. Sein Credo: „Abgerechnet wird erst, wenn das letzte Spiel abgepfiffen ist.“ Und Hoff sieht immer noch die Möglichkeit, dass die SV dann an der 40-Punkte-Marke liegt. Seiner Meinung nach muss die Mannschaft vor allem in der Defensivarbeit besser werden: „Da ist mir das Team zu sorglos.“

Die intakte Moral ist für Hoff ein weiterer Grund, die Flinte nicht ins Korn zu werfen. Auch bei der Heimniederlage gegen Heikendorf hat er beobachtet, dass „alle bis zur letzten Minute gekämpft haben und gerannt sind.“

Zu kämpfen und zu rennen, das hat auch der VfR Horst gelernt. Im Oktober 2008 kam Daniel Jurgeleit als Trainer zu den Steinburgern, und mit dem einstigen Profi (u.a. FC Homburg) kam der Aufsteiger in Schwung. Zwei Zähler betrug mal der Abstand zwischen dem VfR und der Husumer SV, inzwischen sind es elf. Garant für Tore in Horst ist immer wieder Timm Jeske (20), der insgesamt schon 13 Mal ins Schwarze traf. Im defensiven Bereich war es Julian Hansen (20), der vor der Abwehr den überzeugenden „Saubermann“ spielte.

VfR-Liga-Obmann Manfred Atzmüller sieht in der Partie am Sonnabend ein „typisches Sechs-Punkte-Spiel“, in dem er die Gäste enorm unter Druck wähnt. „Für Husum dürfte das die letzte Chance sein“, so seine Mutmaßung.

Und er will sein Team möglichst ähnlich stark erleben wie beim 2:2 in Henstedt-Rhen vor einer Woche. Atzmüller: „Da war sogar noch mehr drin.“ Weniger gut sieht es im Kader des Aufsteigers aus. Drei Spieler kehrten verletzt zurück, darunter der erfolgreiche Hansen. Aber auch bei der Husumer SV gibt’s Hiobs-Botschaften: Björn Fleige wird mit einer Adduktoren-Verletzung in Steinburg ausfallen. Dafür sind Sebastian Saeltz und Birger Andresen aber wieder dabei.

3. April 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 20 11.04.09 Heider SV Husumer SV 3:1

Immer das gleiche Lied!

Mit einer klaren 1:3 Niederlage im Gepäck kehrte die Husumer SV vom Westküstenderby aus Heide zurück. Auch am Osterwochenende wurden wieder drei Punkte unnötig aus der Hand gegeben. Vor 260 Zuschauern sahen die Nordfriesen lange Zeit wie der Sieger aus. Mit der Führung im Rücken und nach einer guten ersten Halbzeit versäumten es die Spieler von Trainer Rolf Nielsen aber den Heidern mehr Eier ins Nest zu legen. Die Hoffnung sich doch noch aus dem Abstiegsstrudel zu befreien schwindet, denn die Mannschaft kann Woche für Woche die vorhandenen Tormöglichkeiten einfach nicht nutzen.

"Besonders in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut kombiniert, das Spiel an uns gerissen, doch immer das gleiche Bild - wir schießen einfach keine Tore, " bilanzierte Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende.

Sehr engagiert starteten die Stormstädter in diese Partie, kauften den Heidern den Schneid ab. Die Belohnung erfolgte bereits nach zwölf Spielminuten. Ein Freistoß getreten durch Sebastian Steglich verwandelte Gerrit Müller per Kopf. Vier Minuten später war wieder Müller durch, verpasste aber seine gute Chance. Husum machte aber zu wenig aus seinem überlegen geführten Spiel. Klare Tormöglichkeiten hatte die Elf nicht. Wie aus dem Nichts kassierten die Nordfriesen auch noch den Ausgleich in der 31. Minute. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr nutzte Viktor Hardock mit einem fulminanten Schuss aus zwanzig Metern zum 1:1 Pausenstand. Das schockte die Gäste aber nicht, doch nur einmal konnte sich Erion Alla entscheidend durchsetzen. Sein Schuss aus der Drehung meisterte Torhüter Sören Wiechert mit Bravour (39.).

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Husum im Vorwärtsgang, aber weiter unglücklich vor dem Tor. In der 50. Minute setzte sich Gerrit Müller herrlich auf der rechten Angriffsseite durch. Das Leder landete bei Sebastian Steglich, der aber in aussichtsreicher Position stehend vergab. Gerrit Müller hätte seine Farben wieder in Führung bringen können, doch sein Kopfball verfehlte aus kurzer Distanz das Ziel (52.). Ein unnötiger Abwehrfehler der Husumer zwang die Hausherren zu ihrem Glück und damit zum 2:1 in der 57. Spielminute: David Strüning vertändelte das Leder, das Tobias Hass dankbar aufnahm und zur Führung vollendete. Heide steigerte sich, drängte auf die endgültige Entscheidung. Tobias Hass (61.), der an Torhüter Molinas scheiterte und Oliver Holst mit einem Gewaltschuss knapp über den Balken (74.) vergaben. Aber in der 76. Spielminute war es dann soweit: Andre Ladendorf hatte gegen die entblößte Husumer Abwehr keine Mühe und vollendete zum 3:1 Endstand. Gute Husumer Möglichkeiten blieben wie gewohnt weiter ungenutzt. Gerrit Müller mit Kopfbällen aus kurzer Distanz (68./78.) und Sascha Rettkowski (85.) hätten dem Spiel durchaus noch eine Wendung geben können.

Nichts neues also beim Westküstenderby, das die Husumer hätten für sich entscheiden können - die Torchancen werden einfach nicht genutzt. "Wir waren nicht schlechter als Heide, stehen aber wieder mit leeren Händen da," haderte Rolf Nielsen mit dem Spielverlauf.

0:1 Müller (12.), 1:1 V. Hardock (31.), 2:1 Hass (57.), 3:1 Ladendorf (76.)

Ecken: Husum: 6   - Heide: 3
Chancen: Husum: 8   - Heide: 6
Zuschauer: 260
Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübek)
gelbe Karten: Husum: Otto (31.), Steglich (74.)

HSV: Molinas - Groth, Rettkowski, Strüning - Otto, Saeltz, Steglich (79. Schulte), Alla, Jensen (13. Harrsen) - Kiesbye, Müller.

Hl 11.04.2009

Immer das gleiche Spiel: Husum nutzt Chancen nicht

Vermeidbare 1:3-Niederlage beim Heider SV / Nach der Führung viele Möglichkeiten zur Vorentscheidung
Der Husumer Gerrit Müller (li.) erzielte das 1:0, ließ jedoch viele Chancen ungenutzt. Foto: Hulin

SH-Liga: Die Übersicht
Fröhliche Feiertage erlebte Schleswig 06. Mit zwei Siegen fuhr der Aufsteiger sechs Punkte bei 6:0 Toren ein. Die Klasse ist endgültig gesichert – das war sie vorher aber auch schon. Schlimm ergeht es weiter Kropp und Husum. Die Nordfriesen treten nach dem 1:3 beim Heider SV weiter auf der Stelle. Der TSV Kropp haderte bei der wohl eingeplanten Niederlage bei Holstein Kiel II mit dem Schiri und bleibt nur auf Grund des Torhältnisses vor dem ersten Abstiegsrang. Der TSV Altenholz ist nach dem Sieg bei Strand 08 jetzt punktgleich mit Kropp. Mühsam sammelt 08 seine Zähler. Nach der Abfuhr bei 06 reichte es gegen den VfB Lübeck II nur zum 1:1 – das 13. Remis.

Heide (bhu) – Mit einer klaren 1:3-Niederlage kehrte die Husumer SV vom Westküstenderby aus Heide zurück. Auch am Osterwochenende wurden wieder drei Punkte unnötig aus der Hand gegeben. Vor 260 Zuschauern sahen die Nordfriesen lange Zeit wie der Sieger aus. Mit der Führung im Rücken und in einer guten ersten Halbzeit versäumten es die Spieler von Trainer Rolf Nielsen, den Sieg sicher zu stellen. Die Hoffnung sich doch noch aus dem Abstiegsstrudel zu befreien schwindet, denn die Mannschaft kann Woche für Woche die vorhandenen Tormöglichkeiten einfach nicht nutzen.

„Besonders in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut kombiniert, das Spiel an uns gerissen. Doch es immer das gleiche – wir schießen einfach keine Tore,“ bilanzierte Nielsen. Die Stormstädter starteten sehr engagiert in diese Partie.

Die Belohnung erfolgte bereits nach zwölf Spielminuten. Ein Freistoß getreten durch Sebastian Steglich verwandelte Gerrit Müller per Kopf. Vier Minuten später war wieder Müller durch, verpasste aber seine gute Chance. Wie aus dem Nichts kassierten die Nordfriesen den Ausgleich (31.). Eine Unachtsamkeit in der Abwehr nutzte Viktor Hardock.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Husum im Vorwärtsgang, aber unglücklich vor dem Tor. In der 50. Minute setzte sich Müller auf der rechten Angriffsseite durch. Das Leder landete bei Sebastian Steglich, der aber in aussichtsreicher Position vergab. Dann die Spielentscheidung: In der 57. Minute vertändelte David Strüning das Leder, Tobias Hass traf zum 2:1. In der 76. Minute vollendete Andre Ladendorf gegen die entblößte Husumer Abwehr zum 3:1 Endstand. Gute Husumer Möglichkeiten blieben wie gewohnt weiter ungenutzt. Gerrit Müller mit Kopfbällen aus kurzer Distanz (68./78.) und Sascha Rettkowski (85.) hätten dem Spiel durchaus noch eine Wendung geben können.

Husumer SV: Molinas - Groth, Rettkowski, Strüning - Otto, Saeltz, Steglich (79. Schulte), Alla, Jensen (13. Harrsen) - Kiesbye, Müller. – Zuschauer: 260 – Schiedsrichter: Dennis Lübker (Collegia Jübek) – Gelbe Karten: Husum: Otto (31.), Steglich (74.).

14. April 2009 · Flensburger Tageblatt

"Alle ziehen mit"

Husumer SV heute im Derby beim Heider SV

Husum (usc) – „Für Husum ist es die letzte Chance. Die brauchen den Dreier unbedingt.“ Alfred Hußner, Trainer der SH-Liga-Fußballer des Heider SV, weiß um die Bedeutung des Derbys gegen die Husumer SV am Sonnabend (15 Uhr). Sein Team befindet sich als Tabellen-Achter in ruhigem Fahrwasser, Husum hat 18 Punkte weniger als die Dithmarscher und kämpft als 16. ums Überleben in der höchsten Spielklasse des Landes. „Leider“, sagt Hußner spontan – man schätzt sich trotz aller Rivalität, möchte auf die Duelle gegeneinander ungern verzichten.

Trainerkollege Rolf Nielsen musste sich beim 0:1 in der Vorwoche in Horst einmal mehr davon überzeugen, dass das Glück momentan wirklich nicht mit seinen Schützlingen ist. Überlegenes Spiel und Torchancen in Fülle, doch am Ende kommt nichts dabei heraus. „Ein Punkt hätte uns auch nicht weiter gebracht, wäre aber gut für die Moral gewesen“, sagt Nielsen. Ähnlich hatte er sich übrigens auch nach dem 0:2 gegen Heide kurz vor Weihnachten geäußert, als ein klares Abseitstor der Gäste seinem Team den entscheidenden Genickschlag versetzte.

„Aufwand und Ertrag stehen nicht im Verhältnis“, hat der Coach festgestellt, der trotz aller Rückschläge vom Einsatzwillen seiner Schützlinge schwärmt. „Es gibt keine Auflösungserscheinungen. Alle ziehen mit und hauen sich richtig rein“, freut sich Nielsen, der heute eventuell auf den angeschlagenen Björn Fleige verzichten muss.

Bei Heide, das am Donnerstag zum Integrations-Cup-Finale Dithmarschens beim Kreisligisten TSV Buchholz antreten musste und am Ostermontag zum VfB Lübeck II reist, sind Ladendorf (verletzt) und Holst (Magen-Darm-Grippe) fraglich. Eine Prognose für das heutige Derby ist Hußner nicht zu entlocken. „Natürlich wollen wir gewinnen, wissen aber auch, dass bei Spielen gegen Husum alles möglich ist“, hält er sich bedeckt.

Rolf Nielsen wünscht sich einen „Befreiungsschlag“ und verweist darauf, dass noch nichts entschieden ist. Immerhin stehen noch neun Partien aus. Etwas Zählbares in Heide, dann ein Heimsieg gegen Strand 08 – und die Welt sähe wieder freundlicher aus.

11. April 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Sebastian Kiesbye ist "heiß" auf seinen Ex-Verein

Und wieder ein Derby im Friesenstadion: Nach der Niederlage gegen den TSV Kropp und dem Unentschieden gegen Flensburg 08 wäre jetzt eigentlich ein Sieg dran für die SH-Liga-Fußballer der Husumer SV. Am Sonntag (14 Uhr) empfängt der Tabellen-16. den Heider SV zum Nachholspiel.

Husum (ree) – Es war der Regen, der Ende August die Partie in der SH-Liga zwischen der Husumer SV und dem Heider SV verhinderte. Jetzt stimmen die Wetter- und Platzverhältnisse und das Westküstenderby kann steigen. Anpfiff im Friesenstadion ist am Sonntag um 14 Uhr.

Husums Co-Trainer Günter Hoff wird dabei einen alten Bekannten wiedertreffen: Alfred Hußner. Der Heider Coach war Ende der 90-er Jahre Trainer der Stormstädter und hat damals dafür gesorgt, dass Hoff als 37-Jähriger wieder zwischen die Pfosten kam. Es war eine gute Zeit für die beiden. Und Hoff war sich nicht zu schade, anschließend mit Peter Wendt zusammen Hußner als Trainer zu ersetzen, als der überraschend in Richtung Heide verschwand.

„Unsere Situation damals war genau wie heute“, sagt Hoff. Und der Bauunternehmer ist überzeugt, dass die prekäre Lage auch diesmal bewältigt werden kann. Vor allem glaubt er an die Qualitäten seiner Mannschaft, die sie auch am vergangenen Wochenende in Lübeck unter Beweis gestellt habe. „Die Spieler haben da eindrucksvoll bewiesen, dass sie es können“, so Hoff.

Auch Sebastian Kiesbye hat den Co-Trainer überzeugt. „Was er spielt, ist enorm“, sagt Hoff. „Besser kann man es als A-Jugendlicher nicht machen.“ Wobei der Coach auch die Gefahr sieht, dass ein so junger Spieler „verheizt“ werden könnte. „Aber wir haben ja kaum Alternativen“, bedauert Hoff.

Kiesbye kennt den Heider SV ziemlich gut. Sein erstes Jahr in der A-Jugend verbrachte er bei den Dithmarschern. Meistens trat der 18-Jährige in dieser Saison neben Gerrit Müller in der Spitze an. Das Trainergespann Nielsen/Hoff empfindet er auf einem guten Weg. „Wir werden den Abstieg verhindern“, sagt der Fachgymnasiast, dessen größter Trumpf seine Schnelligkeit ist.

Auch gegen den Heider SV wird er versuchen, die Forderung seiner Trainer zu erfüllen. Und die lautet: unbedingt den Abschluss suchen. Zwei Mal hat es bei Kiesbye in dieser Saison schon geklappt. Gegen den Heider SV hofft er auf neuen Erfolg. „Ich glaube, da geht was“, so Kiesbye. Als er noch nicht dabei war, hat es fast immer geklappt mit Siegen gegen den „kleinen HSV“. Einzige Ausnahme: In der letzten Saison verloren die Nordfriesen am ersten Spieltag mit 0:1.

Beim Heider SV läuft es inzwischen längst nicht mehr so rund wie zu Beginn der Saison. Den vorläufigen Tiefpunkt erwischte das Team von Trainer Alfred Hußner vor drei Wochen, als es zu Hause 0:4 gegen den Heikendorfer SV verlor. Es folgte ein 0:3 bei Eider Büdelsdorf. Sein letztes Tor hat der einstige Tabellenvierte vor fünf Wochen gegen Schlusslicht Strand 08 geschossen. Inzwischen befinden sich die Heider auf Rang zehn.

Um weiteres Ungemach zu verhindern, ist ihnen ein Sieg vor der Winterpause genauso wichtig wie den Husumern. Die Dithmarscher haben nur ein Auswärtsspiel verloren, vier Mal verließen sie den gegnerischen Platz als Sieger – Vorsicht ist geboten.

Die Gastgeber können am Sonntag wieder mit Birger Andresen und Michael Petersen planen. Fraglich ist, ob Carsten Groth gegen seinen alten Klub schon wieder mitmachen kann.

19. Dezember 2008 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 27 18.04.09 Husumer SV NTSV Strand 08 5:2
 

1:0 Alla (4.), 2:0 Kiesbye (22.), 3:0 Müller (27.), 4:0 Müller (48.), 5:0 Müller (56.), 5:1 Gohrke (82.), 5:2 Rehberg (90./FE)

Ecken: Husum: 7  -  Strand: 7
Chancen: Husum: 14  - Strand: 3
Zuschauer: 190
Schiedsrichter: Jan Kohlmann (Rot-Schwarz Kiel)
gelbe Karten: Husum: Andresen  -  gelb-rot: Andresen (90., Meckern)

HSV: Molinas - Groth, Rettkowski, Strüning (72. Andresen) - Kiesbye (61. Petersen), Alla, Steglich, Saeltz, Otto - Fleige, Müller (77. Schulte).

18. April 2009 · HI

»Perfektes Spiel« für die Husumer SV

Kantersieg gegen Strand 08 und neuer Hoffnungs-Funken für die HSV

Der Anschluss zum rettenden Ufer ist noch nicht geschafft, doch nach einem 5:2 (3:0)-Kantersieg über das Tabellenschlusslicht der Schleswig-Holstein-Liga, NTSV Strand 08, darf bei der Husumer SV wieder auf den Klasserhalt gehofft werden. »Es war ein perfektes Spiel für uns«, kommentierte Rolf Nielsen, Trainer der abstiegsbedrohten HSV. Und ein Ergebnis, mit dem der NTSV Strand noch gut bedient war, denn die Gastgeber ließen zahlreiche »Hochkaräter« ungenutzt. Doch darüber wollte sich Nielsen nicht beschweren, denn als es nach 56 Spielminuten schon 5:0 für die HSV stand, war die Messe bereits gelesen.

Erion Alla (4.) eröffnete den Torreigen mit einem Zaubertor, bevor Sebastian Kiesbye (22.) auf 2:0 erhöhte. Die nächste halbe Stunde des Spiels stand im Zeichen von Gerrit Müller. Der Husumer »Goalgetter« sorgte mit einem Hattrick (27./48./56.) fast im Alleingang für den K.o. vom NTSV Strand, der in den Schlussminuten allerdings doch noch ein kleines Lebenszeichen von sich gab. Sebastian Gohrke (82.) und Kevin Rehberg (90./FE) trafen zum 5:2-Endstand. Nach so einem Erfolgserlebnis sind Hoffnungen auf den Klassenverbleib berechtigt. Rolf Nielsen will mit seinen Mannen unbedingt »das Unmögliche möglich machen«.

20. April 2009 · Flensburger Tageblatt

Drei Mal Müller: Husumer SV fertigt Strand 08 gleich mit 5:2 ab

Schleswig-Holstein-Liga: Nordfriesen dürfen weiter auf den Klassenerhalt hoffen / Schon zur Pause war die einseitige Partie entschieden
Der Husumer Gerrit Müller (li.) erzielte das 1:0, ließ jedoch viele Chancen ungenutzt. Foto: Hulin

SH-Liga: Die Übersicht
Fröhliche Feiertage erlebte Schleswig 06. Mit zwei Siegen fuhr der Aufsteiger sechs Punkte bei 6:0 Toren ein. Die Klasse ist endgültig gesichert – das war sie vorher aber auch schon. Schlimm ergeht es weiter Kropp und Husum. Die Nordfriesen treten nach dem 1:3 beim Heider SV weiter auf der Stelle. Der TSV Kropp haderte bei der wohl eingeplanten Niederlage bei Holstein Kiel II mit dem Schiri und bleibt nur auf Grund des Torhältnisses vor dem ersten Abstiegsrang. Der TSV Altenholz ist nach dem Sieg bei Strand 08 jetzt punktgleich mit Kropp. Mühsam sammelt 08 seine Zähler. Nach der Abfuhr bei 06 reichte es gegen den VfB Lübeck II nur zum 1:1 – das 13. Remis.

Husum (noh) – Es geht ja doch noch! Die Husumer SV nutzte mit dem 5:2 (3:0) gegen den NTSV Strand 08 ihre wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Schleswig-Holstein-Liga. Eine Stunde lang boten die Schützlinge von Trainer Rolf Nielsen dabei richtig guten Fußball.

Dass Spiele gegen den Tabellenletzten erst gespielt werden müssen, dass diese Partien oft die schwersten sind und jeder Einzelne 100 Prozent geben muss, um solche Begegnungen zu gewinnen, das weiß jeder Fußballer. Scheinbar hatten die Husumer Spieler diese Warnungen im Kopf, als angepfiffen wurde, denn früh wurde deutlich, dass die drei Punkte in der Stormstadt bleiben sollten.

Gleich den ersten konstruktiven Angriff schloss Erion Alla nach Vorarbeit von Marcel Otto zum 1:0 ab (5.). Die frühe Führung brachte Sicherheit, und es folgten weitere gute Gelegenheiten. Erst verfehlte Björn Fleige nach einer Ecke mit dem Kopf knapp das Ziel (9.), dann hatte Gerrit Müller den Gästekeeper schon umkurvt, schob den Ball aber aus 16 Metern am leeren Tor vorbei (13.).

Mitte der ersten Hälfte war die Husumer Überlegenheit dann immer deutlicher, die Gastgeber hielten den Ball sicher in den eigenen Reihen. So führte eine fast schon gemächlich durch das Mittelfeld vorgetragene Ballstafette dazu, dass plötzlich Sebastian Kiesbye frei stand und zum 2:0 traf (23.).

Nach diesem Gegentreffer war die Gegenwehr der Gäste dahin und die Husumer Spielvereinigung hätte bis zur Pause wenigstens noch zwei oder drei Treffer nachlegen können, doch Fleige (25., 33.), Saeltz (27.), Alla (32.) und Steglich (36., 45.) scheiterten. Das 3:0 fiel trotzdem noch vor der Pause. Gerrit Müller traf aus 16 Metern mit dem Außenrist ins obere Eck (28.).

In der zweiten Halbzeit zog Gerrit Müller den Gästen mit dem schnellen 4:0 endgültig den Zahn (48.). Von halbrechter Position drosch er den Ball sehenswert ins lange Eck. Die Gäste nahmen in dieser Phase am Spiel kaum teil und mussten auch zusehen, als Gerrit Müller mit dem 5:0 zum dritten Mal zuschlug (57.). Marcel Otto hatte sich gegen drei Gegenspieler durchgesetzt, den Ball an Björn Fleige übergeben, der mit einen genauen Flanke das Kopfballtor von Müller vorbereitete.

In der letzten halben Stunde war bei der Husumer SV dann die Luft raus. Strand kam wieder besser ins Spiel und hatte durch Rockel eine erste Chance (65.). Die Stormstädter leisteten sich nun zu viele Fehler im Aufbau, arbeiteten im Mittelfeld nicht mehr so konzentriert nach hinten und mussten in der Schlussphase sogar noch zwei unnötige Gegentore hinnehmen. Erst traf Sebastian Gohrke zum 5:1 (83.), dann nutzte Kevin Rehberg einen Strafstoß zum 5:2 (89.).

Der Foulelfmeter war zumindest strittig, denn Birger Andresen hatte seinen Gegenspieler bei einem Eckball nur leicht am Ärmel gezupft und damit nicht einmal eine Chance der Gäste vereitelt. In der Schlussminute musste Andresen dann sogar noch mit der Ampelkarte vom Feld, weil er seinen Unmut über eine Entscheidung des Unparteiischen zu laut äußerte.

Husumer SV: Molinas – Strüning (73. Andresen), Rettkowski, Groth – Kiesbye (62. Petersen), Steglich, Saeltz, Otto – Alla – Fleige, Müller (77. Schulte).
NTSV Strand 08: Hartz – Brennecke (73., Schulz), Schlichting, Rehberg, Wendt – Gohrke, Ramm, R. Gradert (62. Agadschanjan), M. Gradert (34. Sabaly), Hopp – Rockel.
Zuschauer: 186 zahlende.
Schiedsrichter: Kohlmann (Kiel).
Tore: 1:0 Alla (5.), 2:0 Kiesbye (23.), 3:0, 4:0 und 5:0 Müller (28., 48., 57.), 5:1 Gohrke (83.), 5:2 Rehberg (90. Foulelfmeter).
Gelb-Rote Karte: Andresen (90.+1) wegen Meckerns. Beste Spieler: Müller, Saeltz – keiner.

20. April 2009 · Flensburger Tageblatt

Letzte Chance für Husum gegen Strand 08

Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Husumer SV ist am Sonnabend (15 Uhr) im Abstiegskampf der SH-Liga zum Sieg gegen Schlusslicht NTSV Strand 08 verdammt. Andernfalls gehen in der Stormstadt bei acht Punkten Rückstand zum rettenden Ufer wohl endgültig die Lichter aus.
Rückkehrer und Hoffnungsträger: Björn Fleige ist nach langer Verletzung gegen Strand 08 wieder für Husum im Einsatz. Foto: Wrege

Husum (hwk) – Wer unten steht, dem fehlt oftmals das nötige Quäntchen Glück. Dieses alte Fußballer-Sprichwort trifft in den vergangenen Wochen auf keinen Verein besser zu als auf die Husumer SV. In den beiden letzten Spielen der Schleswig-Holstein-Liga haben die Nordfriesen spielerisch locker mitgehalten, aber am Ende wieder mit leeren Händen da gestanden: 0:1 beim VfR Horst und 1:3 beim Heider SV. Doch Trainer Rolf Nielsen kann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Die Spieler laufen, sie kämpfen, aber sie machen keine Tore.“ Der derzeitige Unterschied zu den anderen Clubs: Die Husumer Gegner erzielen immer wieder einfache Tore, während die Nordfriesen viel arbeiten müssen, um erfolgreich zu sein. Zum Glück ist über Ostern der Rückstand zum rettenden Ufer nicht weiter angewachsen. Nach wie vor ist die Husumer SV acht Punkte vom TSV Kropp entfernt. Acht Spiele stehen noch auf dem Spielplan, deshalb müssen Punkte her, wenn der Klassenerhalt noch geschafft werden soll – egal wie. Da kommt das Schlusslicht NTSV Strand 08 den Husumern doch eigentlich gerade recht. Doch der Trainer warnt: „Dass wir gegen den Tabellenletzten spielen, heißt nicht, dass wir auch gewinnen. Wir müssen schon an die Leistung vom Heide-Spiel herankommen“, fordert Rolf Nielsen.

Die Kicker vom Timmendorfer Strand stehen schon länger als Absteiger Nummer eins fest. Dennoch hat Nielsen Respekt vor dem Gegner – besonders nach dessen 2:0 gegen den VfB Lübeck II und dem 4:3 gegen den Eckernförder SV. „Die haben die Saison noch nicht abgehakt und schenken die Spiele einfach ab. Die kämpfen weiter.“ Das imponiert Nielsen.

Die gleiche Einstellung erwartet er von seinen Mannen. „Bei noch acht ausstehenden Spielen ist die Saison für uns noch lange nicht zu Ende“, unterstreicht Rolf Nielsen. Punkte liegen zu lassen, das könne sich Husum in der angespannten Situation einfach nicht mehr erlauben. „Ein Sieg gegen Strand ist für uns Pflicht, sonst wird es ganz, ganz schwer.“

Die Husumer bauen gegen Strand 08 vor allem auf die Erfahrung von Björn Fleige. Nach überstandener Verletzung hat der Stürmer das Training wieder aufgenommen und wird gegen das Schlusslicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Beginn an dabei sein. Dafür fällt mit Jan-Iven Jensen (Knöchelverletzung) ein Spieler aus, der sich in den vergangenen Wochen sehr positiv entwickelt hat. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Sebastian Steglich. Auch der Mittelfeldmann ist in Heide umgeknickt, doch Rolf Nielsen hofft, dass er im Schlüsselspiel gegen Strand dabei sein wird.

17. April 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 28 25.04.09 SC Comet Kiel Husumer SV 2:0

Unnötig!

Gut gespielt - und das eine Halbzeit nur mit zehn Mann, aber wieder einmal den kürzeren gezogen. So lautet das Fazit des Husumer Gastspiels bei Comet Kiel. Nach der deprimierenden 0:2 Niederlage sind auch die letzten Husumer Optimisten auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der Abstieg aus der höchsten Liga des Landes dürfte besiegelt sein, denn es folgen fast nur noch Spiele gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel. »Wir waren wieder über weite Strecken die bessere Mannschaft, selbst in Unterzahl. Der Platzverweis war wohl die entscheidende Szene«, bilanzierte Husums enttäuschter Trainer Rolf Nielsen nach Spielende.

Damit sprach der Trainer die 45. Minute an. David Strüning erwies seiner Elf -nicht das erste mal - einen Bärendienst und wurde des Feldes verwiesen, als er sich nach einem Pfiff der Schiedsrichterin Kathrin Meingast nicht beruhigen konnte und schließlich seinen eigenen Mitspieler Carsten Groth heftigst wegstieß. Das wurde zu Recht als Tätlichkeit ausgelegt. Das Spiel hatten die Nordfriesen nach einer Viertelstunde im Griff, nur vor dem Tor war wieder einmal Sendepause. Die Versuche von Sebastian Saeltz (17.) mit einem fulminanten Schuss aus zwanzig Metern und Michael Petersen (18.) von der Strafraumgrenze verfehlten ihr Ziel nur knapp. In der 37. Minute tankte sich Michael Petersen auf der linken Seite super durch und zog aus zwölf Metern ab, Torhüter Jakusch verhinderte die Husumer Führung, brachte noch die Finger an das Leder.

Gleich nach dem Wechsel folgte die kalte Dusche für die Nordfriesen. Chris Karstens brachte den Ball über die Linie, nachdem Ali Yankin den Posten getroffen hatte (49.). Die endgültige Entscheidung nach 70 Spielminuten. Meysam Shahosseini war eigentlich schon abgedrängt, brachte aber den Ball mit der Pike im langen Eck unter. Husums Versuche durch Björn Fleige mit einem sehenswerten Kopfball (56.) und einem Drehschuss aus 14 Metern (88.) waren einfach zu wenig. Nach Spielende feierten die Comet-Spieler den Sieg, die Husumer machten lange Gesichter und hatten – wieder einmal - eine unnötige Niederlage kassiert. »Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison«, stellte Rolf Nielsen fest.

Tore: 1:0 Karstens (49.), 2:0 Shahosseini (70.) Ecken: 3 : 5 Zuschauer: 120 Schiedsrichter: Kathrin Meingast (Grünweiß Todenbüttel) gelbe Karten Husum: Strüning (45.), Steglich (63.)  gelb/rot: Strüning (45.) weg. Tätlichkeit Aufstellung: Jakusch – Frank – Dommasch, Jäger – Schultz, Hungerecker, Yankin, Ziesicke (63.Mierse), Blaseviz – Shahhosseini, Karstens. Molinas – Groth, Rettkowski, Strüning – Steglich (71.Andresen), Saeltz, Petersen, Alla, Otto – Kiesbye (63.Schulte), Fleige.

26. April 2009 · HI

Husum verliert Linie in Unterzahl

0:2-Niederlage beim SC Comet Kiel / David Strüning ließ sich nicht beruhigen

SH-Liga: Die Übersicht
Ein unbeherrschter Stürmer brachte Husum die Unterzahl und ein 0:2 bei Comet Kiel. Die Lage der Nordfriesen ist mehr als prekär – Abstand zum rettenden Ufer: acht Punkte. Mehr schlecht als recht hält sich der TSV Kropp vom ersten Abstiegsplatz entfernt. Das 2:2 beim Eckernförder SV hilft nur bedingt. Das Spitzenspiel gewann Verfolger VfR Neumünster gegen Spitzenreiter Holstein Kiel II mit 1:0 und verkürzte den Abstand auf vier Punkte. Der Vorletzte Kilia Kiel kann sich für den Coup am Mittwoch (2:0 gegen Neumünster) nichts kaufen und verliert gegen Altenholz 1:4.

Kiel (ree) – Die Lage für die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga bleibt prekär. Beim SC Comet Kiel hatten die Fußballer aus der Stormstadt eine Halbzeit lang Vorteile, verloren dann aber zunächst David Strüning durch Platzverweis, danach ihre gute Linie und schließlich auch das Spiel mit 0:2 (0:0). Damit liegen die Nordfriesen nun schon acht Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz zurück. „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben“, kommentierte der frustrierte Husumer Trainer Rolf Nielsen nach dem Schlusspfiff.

Das zielte natürlich auf David Strüning, der kurz vor der Pause den Anfang vom Ende der Stormstädter am Kieler Ostufer in Szene setzte – mit zwei gelben Karten in 60 Sekunden. Die erste, die ihn zum Derwisch werden ließ, bekam er für das Foul an einem Kieler Angreifer; die zweite handelte er sich für die Handgreiflichkeit gegen seinen Kollegen (!) Carsten Groth ein, der ihn zu beruhigen versucht hatte.

Die Folge: Fortan standen die Husumer mit nur zehn Mann auf dem Rasen; und in dieser Konstellation war das gute Spiel, das sie bis dahin gezeigt hatten, nicht fortzusetzen.

Der Gastgeber bekam Auftrieb. Mit einem Abstauber brachte Chris Karstens den SC Comet Kiel gleich nach dem Seitenwechsel in Führung (48.), und der immer stärker werdende Meysam Shahhosseini zerstörte in der 70. Minute die letzten Husumer Hoffnungen auf eine Punktgewinn in Unterzahl.

Viel Ballbesitz und starke Passagen im Mittelfeld, das waren die Merkmale des Husumer Spiels bis zur Entgleisung ihres Verteidigers. Und gute Torchancen waren auch dabei. Am besten war die von Michael Petersen, dessen Schuss ins kurze Eck Kiels Keeper Niklas Jakusch stark zur Ecke abwehrte (37.). Ähnlich gut parierte Melf Molinas fünf Minuten später einen Freistoß von Mark Hungerecker. Die beste Husumer Möglichkeit nach der Kieler Führung hatte Björn Fleige, dessen Kopfball in der 55. Minute jedoch knapp über das Kieler Tor flog.

SC Comet Kiel: Jakusch – Frank – Dommasch, Jäger – Schultz, Hungerecker, Yankin, Ziesicke (63.Mierse), Blaseviz – Shahhosseini, Karstens.
Husumer SV: Molinas – Groth, Rettkowski, Strüning – Steglich (71.Andresen), Saeltz, Petersen, Alla, Otto – Kiesbye (63.Schulte), Fleige.
Schiedsrichter: Kathrin Meingast (Grünweiß Todenbüttel).
Zuschauer: 130.
Beste Spieler: Hungerecker, Shahhosseini – Saeltz, Alla.

27. April 2009 · Flensburger Tageblatt

Schmerzlich: Gerrit Müller fehlt nach Leisten-OP

Torjäger Gerrit Müller (li.; hier eine Szene aus dem 1:2 verlorenen Hinspiel wird der Husumer SV erst einmal fehlen. Foto: Voss

Husum (ree) – Der Strohhalm, an den sich die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga klammert, ist am vergangenen Wochenende wieder etwas dicker geworden. „Wir schaffen das noch, davon bin ich felsenfest überzeugt“, sagt jedenfalls Dieter Schleger nach dem überzeugenden 5:2 gegen Strand 08.

Ein Amt hat der Mann, der vorgestern 65 Jahre alt wurde, zwar nicht mehr im Verein, mit dem Herzen ist er aber nach wie vor dabei. Auch die Partie heute (15 Uhr) bei Comet Kiel wird sich der ehemalige Liga-Manager nicht entgehen lassen. Und wie meist, wird er im Zweisitzer anreisen – auf dem Nebensitz die Hoffnung, dass „sein“ Team drei Punkte holen möge. „Entscheidend ist“, so Schleger, „dass wir von Verletzungen verschont bleiben.“

Und da sieht es nicht gut aus bei den Nordfriesen. Gerrit Müller, der seinen Torriecher gerade wieder neu entdeckt hat, kann beim Tabellenelften nicht dabei sein. Der Grund: Er wurde vorgestern in Kiel an der Leiste operiert. „Das habe ich lange aufgeschoben“, sagt der 35-Jährige, der in den letzten Wochen stets unter Schmerzen gespielt hat. Aber „wenn alles glatt läuft“, hofft er am Ende der Saison wieder dabei zu sein. Heute möchte er seinen Mitspielern vom Spielfeldrand aus zumindest moralische Unterstützung leisten.

Sorgen wie die Husumer SV hat der SC Comet Kiel in diesem Jahr nicht. Der neue Trainer Arne Witt hat das Team in sichere Tabellengefilde gesteuert. Nur eins hat die Mannschaft unter ihm bisher nicht gezeigt: Heimstärke. Gerade mal 13 von 39 möglichen Zählern holten die Landeshauptstädter vor eigenem Publikum – ein eklatantes Missverhältnis. Comet-Trainer Arne Witt hat dafür keine Erklärung, wünscht sich aber gleichwohl gegen die Nordfriesen eine Trendwende. Über die Schwere der Aufgabe ist er sich durchaus bewusst. „Husum wird sicherlich um jeden Meter Rasen kämpfen“, so der SC-Coach.

Sein Gegenüber Rolf Nielsen lässt noch offen, wen er neben Routinier Björn Fleige in der Spitze aufbieten wird. „Ich habe ja mehrere Alternativen“, sagt der SV-Trainer und verweist auf Marcel Otto, Michael Petersen und Sebastian Kiesbye. Ersetzen muss er auch Jan-Iven Jensen, der verletzungsbedingt ausfällt. Ansonsten sieht Nielsen in dem 5:2 gegen den NTSV Strand einen klaren Beweis dafür, dass die Formkurve nach oben zeigt. „Wir werden uns mit den Kielern sicherlich auf Augenhöhe begegnen“, so der Husumer Trainer.

25. April 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 29 02.05.09 Husumer SV FT Eider Büdelsdorf 3:0

Überzeugende Vorstellung!

Eine überzeugende Vorstellung lieferte die Husumer SV beim 3:0-Erfolg gegen Eider Büdelsdorf ab. Leider nur 170 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, denn endlich klappte es auch mit dem Tore schießen. Auch die Husumer Abwehr stand sehr sicher, ließ den Büdelsdorfer Angreifern keinen Meter Raum. Und wenn doch ein Ball auf das Husumer Tor flog, reagierte Torhüter Molinas großartig. Der Tabellenvierte aus Büdelsdorf enttäuschte vor allem in der ersten Halbzeit, konnte sich gegen die gut gestaffelte Husumer Mannschaft überhaupt nicht durchsetzen. »Ein hochverdientes Ergebnis«, stellte Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende fest. »Und endlich haben wir mal zu null gespielt, ich bin sehr zufrieden.« Büdeldorfs Trainer Olaf Lehmann wirkte angefressen: »Das war teilweise sehr dilettantisch von unserer Seite, der Sieg der Husumer geht absolut in Ordnung.«

Die Hausherren übernahmen sofort das Kommando, zeigten sich sehr engagiert und zielstrebig. Bereits in der Anfangsphase klingelte es im Kasten der Büdelsdorfer. Nach einem Zuspiel von Michael Petersen zog Björn Fleige aus 14 Metern direkt ab, Torhüter Preuß hatte nicht den Hauch einer Chance (12.). Die Nordfriesen drängten weiter, Michael Petersen verzog nach 19 Minuten nur knapp. Aber drei Minuten später vollendete Sebastian Kiesbye nach Pass von Björn Fleige zum verdienten 2:0. Kurz vor dem Wechsel tauchte erneut Kiesbye vor Torhüter Preuß auf, doch diesmal rettete der Torhüter, den Nachschuss setzte Marcel Otto über das Tor (38.).

Nach dem Wechsel wirkte Eider engagierter, die Kabinenpredigt von Trainer Lehmann wirkte offenbar. Doch die Husumer hielten dagegen, ließen sich den verdienten Lohn nicht mehr nehmen. Die Elf spielte weiter nach vorne, wirkte auch spielerisch besser. Nachdem Sebastian Kiesbye das Leder zweimal nur um Zentimeter neben den Kasten setzte (49./60.), kam Eider erstmals gefährlich vor das Husumer Tor. Andre Drewes fand jedoch nach einem Freistoß seinen Meister in Torhüter Molinas, der herrlich reagierte (64.). Dann folgte schon das 3:0 wieder durch Björn Fleige. Mit einem Kopfball überwand er Torhüter Preuß (69.), nachdem Sebastian Kiesbye noch am Keeper gescheitert war. Eider gelang eine Ergebnisverbesserung nicht mehr, denn Torhüter Molinas reagierte zweimal großartig, Kristian Köpke (74.) und Florian Tinnemann (87.) scheiterten. »Die Einstellung hat einfach gestimmt, das war heute eine klare Sache für uns«, strahlte Rolf Nielsen nach dem Schlusspfiff. Nun geht es zum Nachbarschaftsderby nach Kropp. Geht da doch noch was im Abstiegskampf? Auch für den TSV Kropp ein enorm wichtiges Spiel – für Spannung ist also gesorgt.

Tore: 1:0 Fleige (12.), 2:0 Kiesbye (22.), 3:0 Fleige (69.) Ecken: 2 : 7 Zuschauer: 170 Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Dannau) gelbe Karten: Petersen (37.), Steglich (78.) / - Aufstellung: Molinas - Schulte, Rettkowski, Strüning (70. Amroun) - Otto, Saeltz, Steglich, Alla (82. Harrsen), Petersen - Fleige (88. Rizos), Kiesbye. Preuß - Treptow, H. Ostermann, Y. Ostermann - Alexander (57. Ahrends), Bruns, Drewes (79. Solagean), Köpke, Laß - Petersen, Tinnemann.

3. Mai 2009 · HI

Eider Büdelsdorf ist völlig aus dem Tritt geraten

SH-Liga: Das 0:3 bei der Husumer SV war bereits die dritte Niederlage in Serie / Am Mittwoch um 19 Uhr Pokalspiel beim BTSV
Torge Treptow (li.) kann Björn Fleige nicht am Abspiel hindern. (jv)

Heide (dan) – Bei der FT Eider Büdelsdorf ist der Wurm drin. Seit fünf Spieltagen ist die Mannschaft sieglos, am Sonnabend gab es mit dem 0:3 (0:2) bei der vom Abstieg bedrohten Husumer SV bereits die dritte Niederlage in Serie. „Bei uns läuft im Augenblick wenig zusammen“, gestand Olaf Lehmann ein. „Wir haben besonders in der Abwehr dilettantisch gespielt, die Außenverteidiger haben bei den Husumer Toren nur zugeschaut“, regte sich der Eider-Coach nach Spielschluss auf.

Die FT Eider fand nur schwer ihren Rhythmus und lag nach gut 20 Minuten bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Björn Fleige (13.) mit einem Volleyschuss genau in den Winkel und Sebastian Kiesbye (21.) nach einem Spaziergang durch die Eider-Abwehr brachten die Platzherren, die im Kampf um den Klassenerhalt plötzlich Morgenluft wittern, früh in Führung. Die Gäste besaßen zwar spielerisch leichte Vorteile und hatten durch Torsten Petersen (20.) eine Riesenchance zum Ausgleich, doch die Abschlussschwäche der FT Eider war erneut eklatant. Die Gäste hatten sogar noch Glück, dass Kiesbye (40.) nicht noch das 3:0 vor der Pause erzielte.

Beim Pausentee muss Olaf Lehmann wohl deutliche Worte gefunden haben, denn in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit spielten die Büdelsdorfer drückend überlegen und drängten mit Macht auf den Anschlusstreffer. Der wollte jedoch nicht fallen, auch die Einwechslung von Jörg Ahrends für Micha Alexander (57.) brachte nicht die Wende. Im Gegenteil, einen der wenigen Konter der Platzherren schloss Fleige per Kopfball zum 3:0 (69.) ab. Damit war die Partie entschieden, auch wenn Torsten Petersen (80.) und Florian Tinnemann (88.) in der Schlussphase noch zwei klare Chancen besaßen.

„Alles, was wir angepackt haben, war nicht zwingend genug“, stellte Olaf Lehmann nach Spielschluss fest. „Es hat auf allen Positionen gehapert.“

Die Vizemeisterschaft in der Schleswig-Holstein-Liga kann die FT Eider abhaken. Es geht jetzt darum, möglichst schnell Selbstvertrauen für das SHFV-Pokalspiel am 20. Mai beim VfR Neumünster zu tanken. Die erste Chance dazu bietet sich am kommenden Mittwoch, wenn es im Halbfinale des Kreispokals zum Stadtderby gegen den Büdelsdorfer TSV kommt (19 Uhr, Eiderstadion).

FT Eider: Preuß, Treptow, Alexander (57. Ahrends), H. Ostermann, J. Ostermann, Bruns, Drewes (78. Salagean), Köpke, Tinnemann, Petersen, Lass.

4. Mai 2009 · Landeszeitung

Zwei Fleige-Tore und eine starke Defensive

Da geht offenbar doch noch was für die Fußballer der Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga! Beim ungefährdeten 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen Eider Büdelsdorf demonstrierten die Nordfriesen ungewöhnliche Vitalität. Zwei Tore beim Sieger erzielte Routinier Björn Fleige, der damit maßgeblich daran beteiligt war, seinem Trainer "das beste Erlebnis in Diensten der Husumer SV" verschafft zu haben.
Freie Bahn für den Doppel-Torschützen: Björn Fleige hat den Büdelsdorfer Hendrik Ostermann abgeschüttelt und trifft schon nach 13 Minuten zum 1:0. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Die Verfolger machten Boden gut. Während das Spiel von Spitzenreiter Holstein Kiel II verlegt wurde, siegten VfR Neumünster (2:0 in Schleswig) und SV Henstedt-Rhen (10:0 gegen Kilia Kiel). Flensburg 08 steht nach dem 1:1 in Heikendorf weiter im sicheren Mittelfeld. Für eine große Überraschung sorgte die Husumer SV, die nach dem 3:0 über Büdelsdorf neue Hoffnung schöpft. Dagegen rutscht der TSV Kropp weiter ab. Nach dem 0:1 gegen Comet Kiel trennen die Kropper nur noch ein Punkt und ein Rang vom Abstiegsplatz.

Husum (ree) – Rolf Nielsen zeigte sich aber auch beeindruckt von dem, was seine Mannschaft in der Defensive zu leisten verstand. „Endlich mal zu null gespielt“, schwärmte er von seinem Abwehrverband, in dem Dennis Schulte erstmals seit vielen Monaten wieder von Anfang an dabei war. Und der 25-Jährige praktizierte hier jenen konsequenten Arbeitsstil, den die Fans in der SV-Abwehr oft schmerzlich vermisst hatten.

Aber auch an Melf Molinas verzweifelten die Gäste, der mit bravourösen Paraden alle Büdelsdorfer Versuche abtötete, im Friesenstadion wenigstens einen Treffer zu erzielen. So drehte er die fulminanten Schüsse von Andre Drewes, Torsten Petersen (beide 63.), Kristian Köpke (73.) Jörg Ahrends und Florian Tinnemann (90.) jeweils spektakulär um sein Torgestänge.

Effektivität in Sachen Torabschluss, die demonstrierten an diesem Tag einzig die Husumer. Und damit fingen sie früh an. In der 13. Minute spielte Michael Petersen den Ball in den Lauf von Fleige und der überwand FT-Keeper Henrik Preuß mit seiner in so vielen Betriebsjahren erworbenen Abschlussroutine zum 1:0. Sebastian Kiesbye, sein Mitstreiter in vorderster Linie, hatte offenbar genau hingesehen. Denn ähnlich „cool“ markierte er wenig später das 2:0 (22.). Es war Fleige selbst gewesen, der ihm den Ball per Kopf maßgerecht serviert hatte. „Geiles Ding“, entfuhr es Gerrit Müller auf der Tribüne, der nach seiner Leistenoperation noch pausieren musste. Es waren immer wieder die diagonalen Pässe von Sebastian Steglich und anderen, die die Büdelsdorfer Abwehr vor große Probleme stellte.

„Geiles Ding“, hätten auch die Büdelsdorfer gern gesagt, als Torsten Petersen in der 22. Minute eine Prachtkombination ungenau abschloss. „Wäre der rein gegangen, hätten wir die Wende schaffen können“, mutmaßte Eider-Coach Olaf Lehmann später.

Für die Gastgeber vergab Marcell Otto die exzellente Möglichkeit, noch vor der Halbzeit das 3:0 anzubringen (38.). Sein Schuss auf das verlassene Büdelsdorfer Tor ging ebenso vorbei wie nach dem Wechsel der Ball von Kiesbye (59.). Und wieder zeigte „der Oldie“ den Jungen, wie es geht. Per Kopf schickte Fleige das Leder in die unbewachten Büdelsdorfer Maschen, nachdem Preuß Sekunden zuvor bravourös gegen Kiesbye geklärt hatte (69.). Den Rest der „Show“ reklamierte dann der großartige Molinas für sich.

Husumer SV: Molinas – Saeltz, Rettkowski, Schulte, Strüning (75. Amroun) – Petersen, Alla (82. Harrsen), Steglich, Otto – Fleige (88. Rizos), Kiesbye.
FT Eider Büdelsdorf: Preuß – Treptow, J. Ostermann, H. Ostermann, Laß – Drewes (79. Salagean), Bruns, Köpke, Alexander (57. Ahrends) – Petersen, Tinnemann.
Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Dannau).
Zuschauer: 170.
Beste Spieler: Molinas, Schulte, Kiesbye/Bruns, Petersen.

4. Mai 2009 · Flensburger Tageblatt

Letzte Chance gegen angeschlagenen Gegner?

Sechs Spiele haben die Fußballer der Husumer SV noch Zeit, den Abstieg aus der SH-Liga zu verhindern. Heute (15 Uhr) kommt der zuletzt enttäuschende Tabellenvierte Eider Büdelsdorf.
Gas geben will Michael Petersen (zweiter von links) heute mit der Husumer SV - Tore des verletzten Gerrit Müller (zweiter von rechts) wird es gegen Eider aber nicht geben. Foto: Voss

Husum (ree) – Die Stimmung beim Training der SH-Liga-Fußballer der Husumer SV am Dienstag war gut. Und die Tore, die fielen, wurden leidenschaftlich bejubelt. Freilich wäre es besser, wenn die Treffer in den Punktspielen fielen. Sollte das nicht bald passiert, können die Stormstädter sich für die kommende Saison auf Duelle in Leck und Rantrum einstellen.

Am Sonnabend gibt es im Friesenstadion aber erstmal eine weitere Möglichkeit, dies zu verhindern. Der Gegner besitzt Renommé und heißt FT Eider Büdelsdorf. Anstoß ist um 15 Uhr. Die Gäste haben allerdings momentan ein Problem: Bei ihnen läuft es nicht so. Von den letzten vier Partien wurde keine gewonnen, es gab nur zwei Zähler. Negativer „Höhepunkt“ dabei war wohl das 1:1 vor drei Wochen gegen Kilia Kiel.

„Unsere Leute gehen auf dem Zahnfleisch“, sagt dazu FT-Trainer Olaf Lehmann und meint seinen extrem kleinen Kader, der keine Verletzten verträgt. Wobei der vierte Tabellenplatz, den sein Team immerhin verteidigt hat, für ihn „unter dem Strich in Ordnung“ geht. Nur die Augenhöhe, die sie in der ersten Saisonhälfte immer mit den führenden Clubs hatten, die haben sie verloren in Büdelsdorf.

Dass der Gegner angeschlagen ist, kann den Husumern nur recht sein. „Wir wollen ihn nicht wieder aufbauen“, sagt Rolf Nielsen. Was für die ungebrochene Zuversicht des Husumer Trainers spricht. Den wurmt immer noch, „dass wir in Kiel so leichtfertig und durch eigene Dummheit verloren haben.“ Zur Gesamtlage sagt Nielsen: „Es ist ja nicht so, dass wir vorgeführt werden, deswegen werden wir weiterhin alles versuchen.“

Etwas anders denkt Michael Petersen über die Möglichkeiten der SV. „Man muss Realist sein, wir haben nur noch minimale Chancen“, sagt der Mittelfeldakteur, der am Tag der Niederlage bei Comet Kiel 23 Jahre alt wurde. Seiner Meinung nach fehlt die Siegesserie, die die Mannschaft aus ihrem Dilemma befreien könnte. Aber auch er wird sich bis zum Schluss reinhängen – allein schon der Zuschauer wegen, „denen wir ein gutes Spiel zeigen wollen.“ Gegen Büdelsdorf rechnet er mit einem Punkt.

Die Personallage bei der Husumer SV hat sich wieder etwas verschärft. Kann sein, dass Sebastian Steglich, der in Kiel mit einem dicken Knöchel ausscheiden musste, auch am Sonnabend passen muss. Trainieren konnte er in dieser Woche nicht. Das gilt auch für Gerrit Müller und Jan-Iven Jensen, die ebenfalls für einen Einsatz nicht zur Verfügung stehen.

2. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Im Mai soll alles wieder besser werden

In der SH-Liga muss die FT Eider Büdelsdorf am Sonnabend bei der Husumer SV antreten. Die Generalprobe für das Punktspiel gelang nur bedingt. Im Viertelfinale des Kreispokals schlug die FT Eider den Ligakonkurrenten Eckernförder SV erst im Elfmeterschießen mit 3:1.
Kein Tor: André Drewes (rot/gegen Nils Degenhardt) zieht ab, sein Schuss wird aber von ESV-Keeper Torben Schmidt gehalten. Foto: Hobke

Büdelsdorf (hob) – Ende März herrschte im Lager der FT Eider Büdelsdorf eitel Sonnenschein. Die Saisonbilanz las sich bis dahin prächtig. In der Tabelle der Schleswig-Holstein-Liga lag das Team von Trainer Olaf Lehmann auf Rang zwei, hinzu kam der Erfolg beim Hallenmasters des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes Anfang Januar mit Platz zwei sowie der Einzug in das Halbfinale im SHFV-Pokal nach einem Sieg über den Regionalligisten Holstein Kiel.

Vier Wochen später ist die Gemütslage bei Olaf Lehmann arg getrübt. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns unsere gute Bilanz nicht kaputt machen“, sagt der Eider-Coach angesichts der jüngsten Ergebnisse in der Liga. Denn viermal in Folge blieb seine Elf ohne dreifachen Punktgewinn, zuletzt setzte es sogar zwei Niederlagen (1:2 in Kropp und 0:2 gegen Heikendorf) hintereinander. Von der Vizemeisterschaft spricht im FT-Lager derzeit niemand – vielmehr müssen die Büdelsdorfer aufpassen, nicht von Teams wie Heider SV, Schleswig 06 oder VFB Lübeck II überholt zu werden. „Keine Frage, jetzt brauchen wir mal wieder einen Sieg“, sagt Lehmann vor dem Spiel am Sonnabend (15 Uhr) bei der Husumer SV.

Dass man bei einem Gegner antreten muss, der seine letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt nutzen muss – die Nordfriesen haben acht Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz –, kümmert den Eider-Coach wenig. „In unserer derzeitigen Situation ist der Gegner egal. Wir gucken nur auf uns.“ Vor allem mit Blick auf das Halbfinale im SHFV-Pokal am 20. Mai gegen den Ligakonkurrenten VfR Neumünster hofft Lehmann, dass sein Team „endlich wieder in die Spur findet. Der April war nicht unser Monat. Nur zwei Punkte aus vier Spielen war nicht das, was wir alle erwartet hatten. Ich hoffe, im Mai wird alles wieder besser.“

Immerhin gab es gestern Abend noch einen versöhnlichen Abschluss vom „Grusel-Monat“. Im Viertelfinale des Kreispokals setzte sich die FT Eider gegen den Ligakonkurrenten Eckernförder SV durch. Allerdings gelang den Gastgebern auf dem Heisterort in der regulären Spielzeit kein Sieg. Nach 90 Minuten hieß es 0:0. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit verzichteten beide Teams auf eine Verlängerung und einigten sich sofort auf ein Elfmeterschießen. Vom „Punkt“ zeigten sich die Büdelsdorfer nervenstärker und gewannen mit 3:1.

30. April 2009 · Landeszeitung
KP-VF 06.05.09 SV Blau-Weiß Löwenstedt Husumer SV 1:3

TSV Süderlügum steht im Pokalfinale

3:1 gegen Langenhorn-Enge / Husumer SV siegt 3:1 bei BW Löwenstedt

Süderlügum (pu/noh) – Die Fußballer des TSV Süderlügum haben als erste Mannschaft das Endspiel um den Kreispokal erreicht. Mit 3:1 besiegte der Kreisligist nach 0:1-Rückstand und spannender zweiten Halbzeit den Liga-Rivalen SG Langenhorn-Enge.

SH-Ligist Husumer SV setzte sich im Viertelfinalspiel bei Verbandsliga-Aufsteiger SV Blau-Weiß Löwenstedt 3:1 (2:0) durch und muss im Halbfinale beim Sieger der Partie TSV Rantrum gegen SV Frisia 03 Risum-Lindholm (beide Verbandsliga) antreten. Diese Partie findet am Donnerstag, 14. Mai, um 19 Uhr in Rantrum statt.

TSV Süderlügum – SG Langenhorn-Enge 3:1 (0:1). "Ich bin zufrieden. Die Einstellung hat gestimmt, und wir haben mit einem Doppelschlag das Spiel noch gekippt. Das wird ein schöner Saisonabschluss für uns", freute sich TSV-Coach Hans-Lorenz Bahnsen schon auf das Finale. Trainer-Kollege Dirk Enseleit hingegen war enttäuscht von der Vorstellung seiner SG. "Wir haben nach der Führung zu wenig gemacht und nach den beiden überraschenden Gegentoren zu einfallslos gespielt. Das war einfach nur unclever", sagte der SG-Trainer. Nachdem Normen Adamik sich über links durchgesetzt hatte, konnte Torhüter Rainer Petersen den Schuss noch parieren, aber im Nachsetzen stocherte Ingmar Brydda den Ball zum 0:1 (43.) ins Netz. Nach dem Wechsel waren die Gäste weiter spielbestimmend, leisteten sich dann aber zwei krasse Abwehrfehler. Die wurden eiskalt bestraft. Olaf Heinsen traf zum 1:1 (52.), drei Minuten später nutzte Torben Wagner einen Patzer von SG-Torhüter Torsten Hinrichsen. Danach berannte die SG das Tor der Gastgeber, kam aber kaum zu einer wirklichen Chance. In der Nachspielzeit machte Dennis Tuschke mit dem 3:1 (90.+7) alles klar. Tore: 0:1 Ingmar Brydda (43.), 1:1 Olaf Heinsen (52.), 2:1 Torben Wagner (55.), 3:1 Dennis Tuschke (90.+7).

Tor für Husum: Stürmer Björn Fleige (rechts) überwindet Marco Bremer per Flugkopfball. Foto: Andresen

SV Blau-Weiß Löwenstedt – Husumer SV 1:3 (0:2). Zu einer Überraschung reichte es nicht für den frisch gebackenen Kreisliga-Meister. In der ersten Hälfte agierten die Schützlinge von Trainer Bernd Hansen mit viel Respekt und lagen nach Treffern von Michael Petersen zum (6.) und Björn Fleige per Flugkopfball (25.) mit 0:2 hinten. In der zweiten Hälfte machten die Löwen das Spiel, der eingewechselte A-Jugendliche Sven Nielsen traf auch zum 1:2 (61.). Der Ausgleich lag in der Folgezeit in der Luft, wollte aber nicht fallen, sodass am Ende die Gäste mit einem Kontertor von Routinier Björn Fleige zum 1:3 für die Entscheidung sorgten (81.). Tore: 0:1 Petersen (6.), 0:2 Fleige (25.), 1:2 Nielsen (61.), 1:3 Fleige (81.).

8. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Kreispokal 

Süderlügum und Langenhorn-Enge im Halbfinale

Enge (pu) - Unter keinem guten Stern steht offensichtlich das Kreispokal-Viertelfinale zwischen den Verbandsligisten TSV Rantrum und SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Die Partie wurde zu Beginn der Verlängerung (Stand nach 90 Minuten 1:1) wegen eines starken Gewitters abgebrochen.

TSV Stedesand – TSV Süderlügum 0:3 (0:2). Im Tor der Gäste spielte mit Erk Wenzlawski ein Feldspieler, der seine Sache gut machte. Nach einer Ecke von Mahmout El-Ammar stieg Nahne Petersen am höchsten und köpfte zum 0:1 (44.) ein. Nur eine Minute später traf El-Ammar aus gut zehn Metern zum 0:2. Danach versäumten die Gäste trotz bester Chancen die Entscheidung. Erst nach dem 0:3 (74.) durch ein Eigentor von Dennis Freimuth gab sich Stedesand geschlagen. Tore: 0:1 Nahne Petersen (43.), 0:2 Mahmout El-Ammar (44.), 0:3 Dennis Freimuth (Eigentor, 74.).

SG Langenhorn-Enge – IF Tönning 1:0 (0:0). In der verhaltenen ersten Halbzeit hatte die SG durch Daniel Niemeyer (6./7.) Chancen, die IF-Torhüter Florian Cornils meisterte. Nach der Pause übernahmen die Platzherren klar das Spiel. Der eingewechselte Jens Paulsen traf nach Zuspiel von Niemeyer zum 1:0 (62.). Glück hatte die SG, als ein Freistoß des starken Maurice Reiners (81.) vom Innenpfosten ins Feld sprang. Sascha Clasen (89.) scheiterte an Torsten Hinrichsen im SG-Tor. Tor: 1:0 Jens Paulsen (62.).

Im ersten Halbfinale stehen sich am Mittwoch, 13. Mai, um 18.30 Uhr in Süderlügum der TSV und Langenhorn-Enge gegenüber. Der Sieger aus BW Löwenstedt – Husumer SV (Mittwoch, 6. Mai, 18.30 Uhr) trifft auf den Gewinner der Partie Rantrum gegen Frisia 03.

2. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Kreispokal 

Am Mittwoch findet kein Spiel statt!

Husum (usc) - Drei Spiele waren angesetzt, doch am Mittwoch findet keine einzige Viertelfinal-Partie um den Fußball-Kreispokal statt. Das Spiel der SG Langenhorn-Enge gegen IF Tönning wurde auf Donnerstag, 30. April, 18.30 Uhr in Enge verlegt. Die Partie des SV Blau-Weiß Löwenstedt gegen die Husumer SV (SH-Liga) wurde um zwei Wochen verlegt und findet jetzt am Mittwoch, 6. Mai, um 19 Uhr statt. Das Verbandsliga-Duell zwischen dem TSV Rantrum und dem SV Frisia 03 Risum-Lindholm wurde in Absprache mit beiden Vereinen abgesetzt. Das Spiel TSV Stedesand gegen TSV Süderlügum ist für Mittwoch, 29. April, um 19 Uhr angesetzt.
21. April 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Pokal-Knaller: Löwenstedt gegen die Husumer SV

Husum (sh:z) – Das wird spannend. Im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals kommt es zur reizvollen Auseinandersetzung zwischen Kreisliga-Tabellenführer SV Blau-Weiß Löwenstedt und dem SH-Ligisten Husumer SV. "Ein echtes Highlight für uns", freute sich "Löwen"-Coach Bernd Hansen. Titelverteidiger Husum hätte die Partie gerne vorgezogen, der Kreisligist wollte jedoch vor großer Kulisse und nicht gern bei winterlichen Verhältnissen spielen. Doch auch die anderen Partien haben es in sich: Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm, Sieger von 2007 und Finalist 2008, empfängt den TSV Rantrum zum Verbandsliga-Duell. Zwei ambitionierte Kreisligisten stehen sich beim Spiel SG Langenhorn/Enge I – IF Tönning gegenüber. Der TSV Stedesand (Kreisklasse A) trifft auf den Kreisligisten TSV Süderlügum. Spieltermine stehen noch nicht fest – sollten nicht allzu viele Nachholpartien anstehen, könnte laut Spielausschussobmann Dirk Bölter über Ostern gespielt werden.
13. Februar 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 30 09.05.09 TSV Kropp Husumer SV 0:0

Spannender Abstiegskrimi!

In einem jederzeit spannenden und von beiden Seiten aufopferungsvoll geführten Spiel trennten sich der TSV Kropp und die Husumer SV 0:0 Unentscheiden. 150 Zuschauer sahen ein kampfbetontes Derby, das der Bedeutung jederzeit gerecht wurde. Entscheidend durchsetzen konnte sich keine Mannschaft, zu dominant agierten beide Abwehrreihen. Eine überragende Leistung zeigten beide Torhüter, die an diesem Nachmittag überhaupt nichts anbrennen ließen. »Ein gerechtes Ergebnis in einem umkämpften Derby«, gab Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende zu Protokoll. »Wer weiß, wozu dieser Punkt noch gut ist, wir haben alles versucht.« Auch Kropps Trainer Dirk Asmussen fand die Punkteteilung gerecht: »Ein durchaus gerechtes Ergebnis. Dem Spiel hat man angesehen, um was es hier heute ging.«

Es ging sofort zur Sache, viele Zweikämpfe, die durchaus hitzig ausgefochten wurden, waren an der Tagesordnung. Doch keine Mannschaft konnte sich entscheidende Vorteile verschaffen. Es ging rauf und runter, die Torhüter hatten Schwerstarbeit zu leisten. In der 12. Minute verfehlte Sebastian Steglich das Tor nur knapp, Zentimeter strich das Leder über die Latte. Im Gegenzug die Antwort der Gastgeber, Yannik Sievers verfehlte in aussichtsreicher Position. Husums Youngster Sebastian Kiesbye lief nach herrlichem Zuspiel von Dennis Schulte auf Torhüter Wulff zu (20.), wurde im letzten Moment aber noch abgedrängt. Dann stand Torhüter Molinas im Mittelpunkt: Zweimal rettete er großartig gegen Dennis Usadel und Oliver Held (26.). Kropps Keeper Andreas Wulff stand dem in nichts nach, holte einen 25-Meter-Schuß von Michael Petersen noch spektakulär aus dem Winkel (36.). Die größte Tormöglichkeit hatten aber die Nordfriesen kurz vor dem Wechsel: Marcel Otto hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern an die Unterkante der Latte, das Leder sprang aber noch vor der Linie auf (44.).

Die Partie blieb auch nach der Pause heiß umkämpft, aber das Tor des Tages wollte nicht fallen. Robin Ziesecke stand plötzlich vor Husums Torhüter Molinas, der retten konnte (46.). Im Gegenzug zog Marcel Otto aus elf Metern ab, Torhüter Wulff reagierte großartig. Pech hatte Sascha Griesbach in der 80. Minute. Nachdem er die Husumer Abwehr genarrt hatte, touchierte das Leder aus spitzem Winkel noch die Latte des Husumer Tores. In der Schlussminute war wieder Husums Marcel Otto durch, doch er fand wieder seinen Meister in Torhüter Andreas Wulff, der reaktionsschnell abwehren konnte. Es wollte einfach kein Tor fallen, obwohl beide Teams nichts unversucht ließen. Doch dieses letztlich gerechte Ergebnis hilft keiner Mannschaft richtig weiter.

Ecken: 7 : 6 Zuschauer: 150 Schiedsrichter: Henning Deeg (FC Borussia Segeberg 07). gelbe Karten: Janssen (40.), Held (41.) / Petersen (83.), Fleige (89.)  Aufstellung: Wulff – Pinkert – Sämann, Müller – S. Griesbach, Janssen, Soranno (78. Timm), Sievers (70. Wintschel), Usadel – Held, Ziesecke (70. P. Griesbach). Molinas – Saeltz (39. Andresen), Rettkowski, Schulte, Strüning (28. Groth) – Steglich, Petersen, Otto, Alla – Fleige, Kiesbye (64. Müller).

9. Mai 2009 · HI

Weder Wulff noch Molinas zu bezwingen

Beim 0:0 im Spiel der SH-Liga zwischen dem TSV Kropp und der Husumer SV setzten die Torhüter Andreas Wulff (Kropp) und Melf Molinas (Husum) die Glanzlichter.
Und wieder kein Tor: Kropps Yannick Sievers (rot-schwarz) zieht ab, Husums Sascha Rettkowski geht in Sicherheit. Doch der Schuss geht neben das Gäste-Gehäuse. Foto: Matzen

Kropp (Gert Reese) – Fußballspiele, die torlos enden, müssen nicht unbedingt fade sein. Das jedenfalls bewiesen am Sonnabend der TSV Kropp und die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga. Trotz des 0:0 unterhielten sich die Zuschauer bis in die Nachspielzeit prächtig. Fasziniert waren sie vor allem von den Keepern auf beiden Seiten. Andreas Wulff (TSV) und Melf Molinas (SV) gaben Beispiele der ganz hohen Torwartschule und hielten den Punkt für ihre Farben fest.

Ein Punkt, der für Rolf Nielsens „Mission Klassenerhalt“ zweifellos zu wenig war. Aber der Husumer Trainer beklagte sich nicht über den Ausgang der Partie. „Ein gerechtes Ergebnis“, gestand er nach Spielschluss: „Das jedoch keinem so richtig weiter hilft.“ Am wenigsten eben ihm, der nun immer noch sechs Punkte aufzuholen hat. Mehr Gelassenheit war da schon bei Dirk Asmussen zu erkennen. Der aber doch in den 94 Minuten Vorteile bei seiner Mannschaft ausgemacht hatte. „In der Art und Weise, wie wir hier aufgetreten sind, hätten wir schon einen Dreier verdient gehabt“, so der Kropper Trainer. „Ganze Kerle“ hatte er im Vorfeld dieses Derbys gefordert. Sie waren ihm begegnet.

Insgesamt lebte die Partie von dem Willen beider Teams, den Gegner unbedingt zu schlagen. Und sie lebte von zwei Torwächtern, die all diese Versuche mit zum Teil spektakulären Paraden zunichte machten.

Den Reigen der Torchancen eröffneten Sebastian Steglich (Husum, 12.) und Robin Ziesecke (Kropp, 13.), die beide nur knapp den Torrahmen verfehlten. Dann stand SV-Keeper Molinas erstmals im Blickpunkt, als er erst einen weiteren Versuch von Ziesecke (16.) vereitelte und dann den fulminanten Freistoß von Yannick Sievers zur Ecke lenkte (17.). In der 26. Minute rettete der Husumer Keeper in Könnermanier nacheinander gegen Sievers und Oliver Held. Zwischendurch vergab Sebastian Kiesbye die Riesenmöglichkeit zur Gästeführung (26.): Nach tollem Anspiel stand der Husumer frei vor Wulff, hatte aber nicht „die Traute“ zum Abschluss. Die Situation verpuffte in einem Eckball. Den erreichte auch Michael Petersen nur, dessen 20-Meter-Schuss Wulff gerade noch am Winkel erwischte (37.). Den 25-Meter-Freistoß von Marcel Otto erwischte er freilich nicht mehr, aber da half ihm der Querbalken, von dessen Unterkante der Ball wieder ins Spielfeld sprang.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Molinas das Husumer Hindernis, das die Gastgeber zur Verzweiflung trieb. Insbesondere den eifrig bemühten Ziesecke, der zwei Mal nicht an der Husumer Nummer eins vorbei kam (46./57.). Wo immer das von ihm abgedrückte Leder auch einzuschlagen drohte, die Hände des Keepers waren schon da.

Die Aussicht auf einen Sieg für die Nordfriesen erhielt ihren letzten Dämpfer in der Nachspielzeit (90.+2), als Wulff fantastisch auf den 14-Meter-Schuss von Otto reagierte. Der TSV Kropp kann sich bei seinem Torsteher bedanken, dass der Tabellenkeller auf Distanz bleibt. 

TSV Kropp: Wulff – Pinkert – Sämann, Müller – S.Griesbach, Janssen, Soranno (78.Timm), Sievers (70. Wintschel), Usadel – Held, Ziesecke (70. P. Griesbach). Schiedsrichter: Deeg (Segeberg). Zuschauer: 150. Tore: Fehlanzeige.

11. Mai 2009 · Landeszeitung

Beispiele der hohen Torwartschule

Fußballspiele, die torlos enden, müssen nicht unbedingt fade sein. Das bewiesen der TSV Kropp und die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga. Trotz des 0:0 unterhielten sich die Zuschauer bis in die Nachspielzeit prächtig. Fasziniert waren sie vor allem von den Keepern. Andreas Wulff (TSV) und Melf Molinas (SV) gaben Beispiele der hohen Torwartschule und hielten den Punkt für ihre Farben fest.
Schöne Schusshaltung: Kropps Yannick Sievers zieht ab, Husums Kapitän Sascha Rettkowski wirft sich in den Schuss. Foto: Matzen

SH-Liga: Die Übersicht
Kein besonders guter Spieltag für das Quartett aus dem Norden. Das 0:0 im Nordderby half weder dem TSV Kropp noch der Husumer SV so richtig weiter – der Rückstand der Nordfriesen auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt weiter sechs Punkte. Flensburg 08 ließ sich von der ebenso ersatzgeschwächten FT Eider Büdelsdorf beim 1:4 das Fell richtig über die Ohren ziehen. Das 0:2 von Schleswig 06 beim Heider SV fiel nicht weiter ins Gewicht. Ziemliche Überraschung am Tabellenende: Kilia Kiel, zuletzt arg gebeutelt, besiegte den Itzehoer SV mit 2:1.

Die Lage im Abstiegskampf
Die Niederlage warf die Horster (12. Platz/32 Punkte) nicht zurück, da auch Hauptkonkurrent TSV Altenholz (15./29) bei Comet Kiel 1:2 unterlag. Das 0:0 gegen die Husumer SV (16./25) war für den TSV Kropp (13./31) zu wenig, um am VfR vorbeizukommen und auch der Eckernförder SV (14./31) muss nach dem 0:5 gegen Henstedt-Rhen weiter bangen.

11. Mai 2009 · Norddeutsche Rundschau

Kropp (Gert Reese) – Ein Punkt, der für Rolf Nielsens „Mission Klassenerhalt“ zweifellos zu wenig war. Aber der Husumer Trainer beklagte sich nicht über den Ausgang: „Ein gerechtes Ergebnis, das jedoch keinem so richtig weiter hilft.“ Am wenigsten eben ihm, der noch sechs Punkte aufzuholen hat.

Mehr Gelassenheit war da schon bei Dirk Asmussen zu erkennen. Der aber doch in den 94 Minuten Vorteile bei seiner Mannschaft ausgemacht hatte. „In der Art und Weise, wie wir hier aufgetreten sind, hätten wir schon einen Dreier verdient gehabt“, so der Kropper Trainer. „Ganze Kerle“ hatte er im Vorfeld gefordert. Sie waren ihm begegnet.

Die Husumer können für sich das Handicap reklamieren, schon früh um ihre taktischen Alternativen gebracht worden zu sein. David Strüning (28.) und Sebastian Saeltz (39.) schieden verletzt aus. Insgesamt lebte die Partie von dem Willen beider Teams, den Gegner unbedingt zu schlagen. Und sie lebte von zwei Torwächtern, die all diese Versuche mit zum Teil spektakulären Paraden zunichte machten.

Den Reigen der Torchancen eröffneten Sebastian Steglich (12.) und Robin Ziesecke (13.), die beide nur knapp den Torrahmen verfehlten. Dann stand SV-Keeper Molinas erstmals im Blickpunkt, als er erst einen weiteren Versuch von Ziesecke (16.) vereitelte und dann den fulminanten Freistoß von Yannick Sievers zur Ecke lenkte (17.). In der 26. Minute rettete der Husumer Keeper in Könnermanier nacheinander gegen Sievers und Oliver Held. Zwischendurch vergab Sebastian Kiesbye die Riesenmöglichkeit zur Gästeführung (26.): Nach tollem Anspiel stand der Husumer frei vor Wulff, hatte aber nicht „die Traute“ zum Abschluss. Die Situation verpuffte in einem Eckball.

Michael Petersens 20 m-Schuss erwischte Wulff gerade noch am Winkel (37.). Beim 25 m-Freistoß von Marcel Otto half dem TSV-Keeper der Querbalken, von dessen Unterkante der Ball wieder ins Spielfeld sprang. Und nicht hinter die Torlinie, wie es die Husumer Anhänger gern gesehen hätten.

Auch nach dem Wechsel blieb Molinas das Husumer Hindernis, das die Gastgeber zur Verzweiflung trieb. Insbesondere den bemühten Ziesecke, der zwei Mal nicht an der Husumer Nummer eins vorbei kam (46./57.). Wo immer das von ihm abgedrückte Leder auch einzuschlagen drohte, die Hände des Keepers waren schon da.

Nielsen schickte noch Gerrit Müller ins Gefecht, der erst vor drei Wochen an der Leiste operiert worden ist. Aber der Husumer Goalgetter kam nicht mehr entscheidend zum Zug. Nach einem Lattenstreifer von Sascha Griesbach (80.) machten sich die Kropper Fans wieder Hoffnung auf drei Zähler. Die Husumer Siegesaussicht erhielt ihren letzten Dämpfer in der Nachspielzeit (90.+2), als Wulff phantastisch auf den 14 m-Schuss von Otto reagierte.

TSV Kropp: Wulff – Pinkert – Sämann, Müller – S. Griesbach, Janssen, Soranno (78. Timm), Sievers (70. Wintschel), Usadel – Held, Ziesecke (70. P. Griesbach).
Husumer SV: Molinas – Saeltz (39. Andresen), Rettkowski, Schulte, Strüning (28. Groth) – Steglich, Petersen, Otto, Alla – Fleige, Kiesbye (64. Müller).
Schiedsrichter: Henning Deeg (FC Borussia Segeberg 07). Zuschauer: 150. Beste Spieler: Wulff, Sämann – Molinas, Rettkowski.

11. Mai 2009 · Flensburger Tageblatt

Kropps Coach Asmussen fordert jetzt "echte Kerle"

Im Kampf um den Klassenerhalt in der SH-Liga benötigt der TSV Kropp am Sonnabend (14 Uhr) im heimischen Stadion gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Husumer SV drei Punkte.
Gegen Husum muss Kropps Routinier Martin Sämann (hinten) seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Foto: Matzen

Kropp (hob) - Auch fünf Tage nach der schmerzlichen 0:1-Heimniederlage gegen den SC Comet Kiel ist der Ärger bei Dirk Asmussen noch nicht verflogen. „Wir haben viel zu ängstlich gespielt. Mit so einer Leistung steht man am Saisonende auf einem Abstiegsplatz“, sagt der Coach des TSV Kropp, dessen Team gegen den SC Comet drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Schleswig-Holstein-Liga liegen ließ. „Wenn ich das Gefühl habe, dass alle alles geben, dann ist eine Niederlage noch erträglich, aber meine Spieler haben leider nicht alles gegeben. Alles darf passieren – aber nicht, dass man absteigt, weil man Angst hat.“ Und deshalb fordert Asmussen im Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen den Tabellen-16. Husumer SV „echte Kerle. Ich will sehen, dass sich die Spieler für einen möglichen Erfolg den Hintern aufreißen.“

Dass dabei ein Gegner ins Kropper Stadion kommt, der am vergangenen Sonnabend überraschend mit 3:0 gegen die FT Eider Büdelsdorf gewann und sich dadurch selbst wieder Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen darf – die Nordfriesen haben sechs Zähler Rückstand aufs rettende Ufer –, interessiert Asmussen wenig. „Jetzt bricht eine Phase in der Saison an, wo viele überraschende Ergebnisse kommen, weil es für einige Teams um nichts mehr geht. Das können wir nicht beeinflussen. Wir schauen deshalb nur auf uns. Wir müssen sehen, dass wir in den verbleibenden fünf Spielen noch möglichst viele Punkte sammeln. Lange haben wir – mich eingeschlossen – die Situation wohl ein bisschen verkannt. 450 Minuten müssen wir noch einmal Vollgas geben. Ab jetzt zählt jede Minute.“

Der Kropper Coach hofft, dass seine Mannen ob der Drucksituation nicht verkrampfen. „In den vergangenen Spielen, mit Ausnahme des Sieges gegen die FT Eider, fehlte etwas die Leichtigkeit. Jetzt sind vor allem die erfahrenen Spieler gefragt.“ Wie beispielsweise Martin Sämann oder Ex-Profi Oliver Held. „Sie müssen den jungen Spielern zeigen, wo es auf dem Platz lang geht“, sagt Asmussen.

2. Mai 2009 · Landeszeitung

Kropp – Husum: Ein Klassiker im Zeichen des Abstiegskampfes

Husum (ree) – So sehr man sich bei der Husumer SV auch freut über das jüngste 3:0 gegen die FT Eider Büdelsdorf – tabellarisch ist noch nicht sonderlich viel passiert. Noch immer ist der rettende 14. Tabellenplatz sechs Zähler entfernt. Auf diesen Rang ist in den letzten Monaten der TSV Kropp abgestürzt. Und genau der ist morgen (14 Uhr) Gastgeber und Gegner für die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga.

Dass die beiden Rivalen sich zu diesem Duell als Abstiegskandidaten begegnen würden, das hatte wohl zu Jahresbeginn weder hüben noch drüben jemand erwartet. Insbesondere Trainer Dirk Asmussen nicht, der mit seiner Mannschaft im Januar auf Platz zehn rangierte.

Danach geriet sein Team aber erheblich ins Trudeln. Gerade mal sechs Zähler holte man aus den folgenden zehn Begegnungen – ein Wert, den in dieser Phase sogar der NTSV Strand 08 übertraf und Schlusslicht Kilia Kiel erreichte.

„Wir haben Probleme“, gibt Asmussen zu, „und die sind vielschichtig und intern zu regeln.“ Dann erläutert er: „Der TSV Kropp dieser Saison ist personell nicht mit dem TSV Kropp der vergangenen Jahre zu vergleichen. Das vergessen viele.“ Aber auch der Trainer räumt ein: „Da, wo wir jetzt stehen, wollten wir natürlich nicht hin.“ Asmussen hofft, dass seine Mannschaft an dieser Situation wachsen und die Saison zu einem guten Ende bringen wird. „Aber bis zum Schluss wird das eine ganz heiße Kiste“, so Asmussen. Was so viel bedeutet wie: Auch für den TSV Kropp wird erst am 6. Juni abgerechnet, dem Tag des letzten Spiels.

Sein Kollege Rolf Nielsen erlebt mit seiner Mannschaft gerade eine gegenläufige Entwicklung. Auch bei Blauweiß Löwenstedt hat die Husumer SV Siegermentalität demonstriert und 3:1 gewonnen. Es war zwar „nur“ ein Pokalspiel, aber eines im Zeichen besonderer Rivalität. Auch da kriegt das Selbstbewusstsein einen Schub, wenn es gut läuft. Und es ist gut gelaufen für die Stormstädter.

Rolf Nielsen weiß, dass ein Punkt in Kropp nicht reicht. Deswegen steckt er das Ziel auch so ab, wie es die Tabellenlage erfordert: „Wir fahren da hin, um zu gewinnen.“ Klare Ansage. Und von der kann ihn auch die Tatsache nicht abhalten, dass Sebastian Steglich wahrscheinlich in dieser wichtigen Partie nicht dabei sein kann – aus Studiengründen. Dafür wird Gerrit Müller aber nach erfolgreicher Leistenoperation erstmals wieder im Kader stehen. Beim Gastgeber fehlt aus Verletzungsgründen ein weiteres Mal Finn Matthes.

* Der rührige Fanclub „Die Macht von der Au“ hat das „Unternehmen Angriff auf Kropp“ ausgerufen und fordert auf seiner Homepage in Großbuchstaben auf: „Alle nach Kropp und Husum unterstützen!

2. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 31 17.05.09 Flensburg 08 Husumer SV 3:0

Abstieg - endgültig!

Tore: 1:0 Hill (17.), 2:0 Türkoglu (91.), 3:0 Sohrweide (92.) Ecken: 12 : 5 bes. Vork.: Molinas hält Foulelfmeter von Wulf (16.) Zuschauer: 220 Schiedsrichter: Dr. Mond (TSV Siems) gelbe Karten Husum: Otto (39.), Molinas (61.), Petersen (63.)  gelb/rot: Petersen (70) - weg. Foulspiel Aufstellung: Scharroba – Ben-Djebbi, Staackmann, Wulf, Herre – Andresen, Hill (64. Groth), Voigt, Sohrweide – Hansen, Türkoglu. Molinas – Rettkowski (79. Harrsen) – Andresen, Amroun, Schulte – Petersen, Steglich, Alla (73. Groth), Otto – Fleige (46. Herpel), Kiesbye

17. Mai 2009 · HI

FLENSBURG. Das Nordderby in der Schleswig-Holstein-Liga zwischen den Fußball-Teams von Flensburg 08 und der Husumer SV hatte am Ende mit den Gastgebern einen verdienten Sieger. Das 3:0 (1:0) dürfte auch das Schicksal der Husumer besiegelt haben. Ihnen hätte im Abstiegskampf nur ein Sieg geholfen. Der Schlusspfiff hinterließ Spuren der Enttäuschung in den Gesichtern der Husumer. Der Versuch, durch einen Sieg die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren, ging ziemlich daneben. Trainer Rolf Nielsen wollte nichts beschönigen. »Das war"s wohl.« Den Gästen fehlten über 90 Minuten die personellen und spielerischen Möglichkeiten, um 08 zu gefährden. »Der Sieg ist sicherlich verdient«, urteilte 08-Trainer »Jockel« Press. Er sah sein Team gegenüber der 1:4-Schlappe gegen Büdelsdorf formverbessert. »Uns kam aber auch zugute, dass Husum unbedingt punkten musste.« Der Anfang gehörte noch den Gästen. Chancen von Otto (3./9.) und ein Kopfball von Fleige (12.) hätten durchaus die HSV-Führung bedeuten können. 08 wirkte anfänglich noch recht unsortiert. Der erste gute 08-Angriff führte dann zu einem umstrittenen Elfmeter. Deniz Türkoglu wurde kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Nils Wulf scheiterte aber mit seinem unplatzierten Schuss am guten Molinas (15.).

Diese ausgleichende Gerechtigkeit wusste Husum nicht zu nutzen. Im Gegenteil. Nicht 08 war geschockt. Vielmehr ging nun den Husumern die Konzentration verloren. Husums Andresen klärte den Ball nicht rechtzeitig und passte zum ebenfalls bedrängten Molinas. Der Torhüter klärte ins Seitenaus. Der anschließende weite Einwurf von Malle Ben-Djebbi (18.) landete bei Marcel Hill, der per Seitfallzieher die 1:0-Führung für 08 besorgte. Nun wurde 08 stärker. Ben-Djebbi (30.) und Marcel Hansen (31.) scheiterten an Molinas. Bei Kiesbyes Freistoß zeigte sich dann 08-Keeper Philipp Scharoba auf dem Posten (33.). Es blieb die einzige echte Prüfung für den Flensburger Schlussmann. Denn nach dem Wechsel rückte immer mehr Molinas in den Mittelpunkt. Nach einander scheiterten Hansen (48.), Türkoglu (52.) und Andresen (53.) an Husums Besten. Die Gäste agierten zwar offensiver, kamen aber nur noch einmal (Kiesbye, 55.) gefährlich vors Tor. Deutlich mehr hätte 08 aus den zahlreichen Kontersituationen machen müssen. "Leider haben wir etliche Angriffe nicht konsequent durchgespielt" (Press). Die Gelb-Rote Karte für Petersen (70.) machte dann alle Husumer Hoffnungen zunichte. Und so kam 08 noch zu zwei späten Treffern durch Türkoglu (90.) nach Vorarbeit von Lennart Groth und Lasse Sohrweide, der einen Freistoß-Lupfer von David Voigt per Kopf über Molinas hinweg zum 3:0-Endstand (90.+1) nutzte.

18. Mai 2009 · Flensborg Avis

0:3 im Derby: Husum gibt die Hoffnung auf

Das Nordderby der Schleswig-Holstein-Liga hatte nur einen Gewinner: Flensburg 08. Nach dem 0:3 (0:1) sind Husums Chancen auf den Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur. Und an Wunder glauben die Nordfriesen nicht mehr.
Husums Michael Petersen (re.) wird vom Flensburger "Malle" Djebbi verfolgt. Foto: Hulin

SH-Liga: Die Übersicht
0:3 bei Flensburg 08 – der Husumer SV hilft wohl nur noch ein Fußball-Wunder. Drei Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand der Stormstädter auf einen Nichtabstiegsplatz sieben Punkte – und an den beiden letzten Spieltagen bekommt es Husum noch mit dem VfR Neumünster (Tabellenzweiter) und dem SV Henstedt-Rhen (Dritter) zu tun. Immer bedrohlicher wird die Lage auch für den TSV Kropp. Nach dem 1:2 in Altenholz belegen die Rot-Schwarzen Abstiegsplatz 15, am Wochenende kommt Henstedt-Rhen. Schleswig 06 festigte Rang sieben mit dem 2:0 gegen den VfR Horst, 08 verbesserte sich mit dem Erfolg im Nordderby auf Rang zehn. Spitzenreiter Holstein Kiel II spielt erst am Mittwoch gegen Heide, Verfolger VfR Neumünster hielt sich mit einem 4:1 bei Eider Büdelsdorf schadlos. Henstedt-Rhen kam nicht über ein 1:1 gegen Comet Kiel hinaus.

Flensburg (anh) – „Das war es dann wohl“, sagte HSV-Coach Rolf Nielsen unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Doch lange ärgern brauchte er sich nicht über die Niederlage, denn 08 stellte die bessere Mannschaft. Und Husum hatte den Klassenerhalt sicherlich nicht allein in Flensburg verspielt. „Es ist einfach zu wenig, wenn nur Fleige und Müller die Tore machen können“, sagte Nielsen. Der angeschlagene Björn Fleige spielte allerdings nur eine Halbzeit und Gerrit Müller war beruflich verhindert. So waren die Gäste beinahe ihrer kompletten Offensive beraubt und hatten so 08 zu wenig entgegenzusetzen. „Ich glaube, wir waren heute die bessere Mannschaft und haben auch verdient gewonnen“, sagte 08-Trainer „Jockel“ Press. Dass sein Team deutlich besser aussah, als noch vor einem Woche gegen Büdelsdorf, schrieb er auch der Spielweise Husums zu. „Die mussten heute unbedingt punkten und haben offensiv gespielt. Das kam uns natürlich entgegen.“

Die Gäste versäumten es, in der Anfangsphase dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Doch im Abschluss scheiterten sowohl Otto (3./9.) wie auch Fleige (12.) per Kopf. Eine Führung hätte den Husumern in die Karten gespielt. Es kam aber anders. Nach zögerlichem Beginn der Gastgeber sorgte der erste gut vorgetragene Angriff zu einem Elfmeterpfiff des gut leitenden Schiedsrichters. Der Ort des Geschehens beim Foul an Deniz Türkoglu schien etwas außerhalb des Strafraums gewesen zu sein. Doch da Nils Wulf vom Punkt an Husums Keeper Molinas scheiterte (15.), gab es über diesen Pfiff auch keinen weiteren Diskussionsbedarf. 08 legte aber nach und nutzte eine Unsicherheit in der Husumer Defensive wenig später zur Führung. Per sehenswertem Seitfallzieher erzielte Malle Ben-Djebbi die 1:0-Führung (18.). 08 blieb tonangebend. Ben-Djebbi (30.) und Marcel Hansen (31.) scheiterten an Molinas.

Nach der Pause änderte sich nichts. Molinas blieb weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens. Hansen (48.), Türkoglu (52.), Timo Andresen (53.) und Christian Staackmann (63.) scheiterten aber am guten Gäste-Keeper. Husum spielte zwar auch mutig nach vorne, aber spätestens in Strafraumnähe gab es kein Durchkommen mehr gegen die sattelfeste Defensive der Flensburger. Als Husums Petersen Gelb-Rot kassierte (70.), war das Spiel mehr oder weniger gelaufen. Zwei schön heraus gespielte Treffer in der 90. und 91. Minute sorgten für den Endstand. Zunächst erzielte Türkoglu nach Kopfball-Vorlage von Lennart Groth das 2:0, ehe Lasse Sohrweide einen Freistoß von David Voigt per Kopf zum 3:0 nutzte.

Flensburg 08: Scharroba – Ben-Djebbi, Staackmann, Wulf, Herre – Andresen, Hill (64. Groth), Voigt, Sohrweide – Hansen, Türkoglu.
Husumer SV: Molinas – Rettkowski (79. Harrsen) – Andresen, Amroun, Schulte – Petersen, Steglich, Alla (73. Groth), Otto – Fleige (46. Herpel), Kiesbye. – Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (Siems). Zuschauer: 220. – Beste Spieler: Türkoglu, Voigt, Staackmann, Wulf – Molinas..

18. Mai 2009 · Flensburger Tageblatt

Derby-Zeit in Flensburg: Ein Husumer Sieg bei 08 ist Pflicht

Rolf Nielsen muss am Sonntag auf Sebastian Saeltz und vermutlich Gerrit Müller verzichten / Gastgeber wollen sich für das 1:4 gegen Büdelsdorf revanchieren
Auf Sebastian Saeltz (rechts, hier im Hinspiel gegen den Flensburger Michael Zegar) muss die Husumer SV am Sonntag im Derby verzichten. Foto: Voss

Husum (ree) – Zwölf Punkte kann die Husumer SV noch an Land ziehen in der Schleswig-Holstein-Liga. Sechs müssen es nach jetzigem Stand noch sein, wenn die Mannschaft in dieser Spielklasse überleben will. Ein fast unmöglicher Kraftakt also. Auf Nachbarschaftshilfe am Sonntag (15 Uhr) bei Flensburg 08 können die Stormstädter nicht bauen. Denn nach der schlechten Leistung am Vorwochenende stehen die Hausherren in der Pflicht zur Wiedergutmachung.

„An diesem Sonntag wird es auf jeden Fall anders“, verspricht Joachim Press, der den Fördeclub Anfang des Jahres als Übungsleiter für den erkrankten Stefan Langeloh übernahm. Er glaubt, dass den Akteuren auf jeden Fall daran gelegen ist, sich für das peinliche 1:4 gegen Eider Büdelsdorf zu rehabilitieren. „Die ärgern sich selbst doch am meisten“, sagt er. Und baut jetzt auf eine Rehabilitationsmaßnahme.

Personell sind ihm allerdings die Hände gebunden. Langzeitverletzte (unter anderem Angreifer Sascha Schwarzwald) und zu Seminaren verpflichtete Studenten zwingen ihn, sich seinen Kader hier (Zweite) und da (A-Jugend) zusammen zu suchen. „Personell gehen wir am Stock“, so Press. Vielleicht werden es am Sonntag sogar mehr als zwei A-Jugendliche sein, die im Aufgebot von 08 stehen.

Im Übrigen baut der Flensburger Coach darauf, dass es mit der Einstellung seiner Mannen diesmal hinhaut. „Die gehört beim Fußball nun einmal dazu“, sagt Press, der weiß, dass die Knochen am Ende der Saison besonders dann schleppend funktionieren, wenn es um nichts mehr geht.

Um die Einstellung seines Teams braucht sich Rolf Nielsen jedenfalls keine Gedanken zu machen. Der Husumer Trainer weiß eine „Meute“ um sich, die das Wunder vom Klassenerhalt unbedingt noch möglich machen will. Und dabei darf sie sich von Flensburg 08 im Grunde nicht aufhalten lassen. Das hat Rolf Nielsen auch nicht vor und legt die Losung fest, für die es keinen Ersatz gibt: „Wir wollen gewinnen.“

Dass die Fördestädter gegen Büdelsdorf einen kleinen Einbruch gehabt haben, sieht der Husumer Trainer mit gemischten Gefühlen. „Leichter wird unsere Aufgabe dadurch nicht“, so Nielsen. Helfen könnte den Stormstädtern aber ein Blick in die Statistik. Denn da tauchen Auswärts-Ergebnisse bei 08 auf, mit denen man eine Kabinentür gut zur Motivation dekorieren könnte. 5:1, 3:0, und 3:0, so lauteten die Resultate ab der Saison 2004/05 – alle zu Gunsten der Nordfriesen. Nur im vergangenen Jahr, da dominierten mit 3:1 die Platzbesitzer.

Auch die Husumer SV ist in dieser Partie nicht frei von personellen Sorgen. Vermutlich muss sie auf zwei „Cracks“ verzichten. Auf jeden Fall nicht dabei sein wird Sebastian Saeltz, der sich beim torlosen Unentschieden in Kropp am vergangenen Wochenende einen Muskelfaserriss zuzog. „Das wird in dieser Saison nichts mehr“, sagt der Mann, der gerade wieder auf dem Weg zu alter Form war. Und schließlich geht es um Gerrit Müller, der beruflich am Wochenende in Dänemark engagiert ist. Trainer Nielsen argwöhnt: „Das wird wohl nichts mit ihm.“

16. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Trotzreaktion: Beim Training war wieder Feuer drin

Das hat niemandem gefallen! Völlig desolat präsentierten sich die Fußballer von Flensburg am vergangenen Wochenende und unterlagen 1:4 gegen Büdelsdorf. "Das darf nicht passieren, aber keiner ist dagegen gefeit", sagt Defensivspieler Nils Wulf. Aber er verspricht im Nordderby gegen Husumer SV (Sonntag, 15 Uhr, Stadion) Wiedergutmachung.
Leistungsträger Nils Wulf (Mitte) hat die meisten Saison-Einsätze für Flensburg 08 und schon sechs Tore erzielt. Foto: Staudt

Flensburg (joh) – Mit dem Auftritt gegen Büdelsdorf sind die Spieler von Flensburg 08 noch nicht durch. Vorstand, Trainer und Fans waren maßlos enttäuscht. Coach „Jockel“ Press wird auf der Abschlussbesprechung vor dem Husum-Spiel noch einmal darauf eingehen. Und Vorsitzender Egon Hansen hat angekündigt, den Spielern noch die Leviten lesen zu wollen. „Der Trainer hat recht“, sagt Nils Wulf, „man darf sich eigentlich nicht so hängen lassen.“

Der 25-jährige gebürtige Lübecker steht aber nicht im Mittelpunkt der Kritik. „Nils Wulf zählt zu den Leistungsträgern im Team“, sagt sein Trainer. Der Sport- und Sonderpädagogik-Student hat in dieser Saison die meisten Einsätze im Team gehabt. Nur einmal hat er in den 31 Spielen krankheitsbedingt gefehlt. Wulf selbst ist mit seiner Saisonleistung sehr zufrieden. „Es läuft gut.“ Und der Abwehrspieler hat auch schon sechs Tore erzielt. Eines aus dem Spiel heraus, fünf per Elfmeter. „Das reicht, um hinter Benjamin Seebauer der zweitbeste Schütze zu sein“, sagt Wulf und ergänzt: „Bitter!“

Der Student hat schon für die kommende Saison zugesagt. Aber unter Vorbehalt. Zurzeit büffelt er für die Abschlussprüfung im Sommer. Wie es weiter geht, hängt davon ab, wo und ob er einen Referendariatsplatz bekommt. „Wenn ich in der Nähe von Flensburg bleibe, mache ich weiter, sonst hat das keinen Sinn.“ Aber eins weiß Wulf genau:. Ohne Fußball geht es nicht. „Als ich mit dem Studium angefangen habe, habe ich mal drei Wochen pausiert. Das war nichts.“ Im Flensburger Team mit sechs Sportstudenten fühlt sich der 25-Jährige sehr wohl. „Wir haben super Spaß in der Mannschaft und machen auch privat viel zusammen.“

Zurück zum kommenden Gegner. Für die Husumer SV geht es um alles oder nichts. „Ein Sieg bei uns ist wohl ihre letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt“, sagt „Jockel“ Press, der einen kampfstarken Nord-Rivalen erwartet. „Die wissen, worum es geht, und müssen alles geben.“ Die Gäste werden auch wohl wieder Gerrit Müller aufbieten. Erst vor drei Wochen an der Leiste operiert, wurde der HSV-Torjäger in der Vorwoche bereits beim 0:0 in Kropp eingewechselt.

Angst hat Press nicht um die Einstellung seines Teams. „Die Spieler haben sich doch am meisten über die Leistung gegen Büdelsdorf geärgert“, meint er. Dass sie etwas wiedergutmachen wollen, hat der Trainer schon beim Training ausgemacht. „Da war gutes Tempo drin und Feuer.“ Und Nils Wulf ist überzeugt: „Wir gewinnen.“

Sorgen bereitet dem Trainer viel mehr die lange Verletztenliste. Zwar hat Nils Großmann nach seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr wieder mittrainiert, „aber für einen Einsatz ist es zu früh“. Auch Marcel Hill fällt mit einer Knieprellung aus. Timo Andresen plagt eine Kapselverletzung, Benjamin Seebauer ist auch noch nicht wieder fit und Kapitän Carsten Rachner angeschlagen. Press: „Wir werden die Mannschaft wohl wieder aus der A-Jugend und der Zweiten auffüllen.“ Vor allem vom Spiel des Youngsters Lennart Groth (er kam gegen Büdelsdorf schon nach sieben Minuten) war der Trainer angetan („Ein toller Junge“). Mit Morten Stamer und Mike Jessen trainieren noch zwei andere A-Jugendliche bei der Liga mit, „die einen guten Eindruck machen“.

Egal, wer aufläuft, „Jockel“ Press erwartet einen Sieg gegen Husum und fordert eine geschlossene Mannschaftsleistung. „Das ist unsere Stärke.“

Hinweis: Zum vorletzten Heimspiel gegen Husum bietet 08-Stadionsprecher Niels Surburg wieder einen Liveticker an. Nähere Infos dazu auf www.flensburg08.de

15. Mai 2009 · Flensburger Tageblatt
ST 32 23.05.09 Husumer SV TSV Altenholz 0:2

Husum ohne Durchschlagskraft!!

Die beiden Tore fielen beim 0:2 der Husumer SV gegen den TSV Altenholz wie aus heiterem Himmel. Den Gästen merkte man die Bedeutung des Spiels an, denn erst spät kam so etwas wie Spielfluss zustande. Die Nordfriesen hätten schon in der ersten Halbzeit den Sack zu machen können, doch wieder einmal waren sie vor dem Tor mit ihrem Latein am Ende. »Wir haben uns in der ersten Halbzeit gut präsentiert«, haderte Husums Trainer Rolf Nielsen nach Spielende mit dem Schicksal. »Es ist bitter, wenn man Woche für Woche die Chancen nicht nutzt.«

Bereits nach zehn Minuten die Führungsmöglichkeit der Husumer. Sebastian Steglich zog aus 16 Metern ab, Torhüter Dennis Rohleder fischte das Leder noch aus dem Winkel. Den anschließenden Eckball erwischte Erion Alla mit dem Kopf, auch dieser Ball wurde vom Torhüter noch im letzten Moment entschärft. Vier Minuten später zielte Michael Petersen aus 14 Metern nur Zentimeter neben den Pfosten. Glücklos auch Gerrit Müller, denn kurz vor dem Wechsel strich sein Kopfball nur knapp über den Balken. Husums Torhüter Molinas musste nur einmal eingreifen. In der 33. Minute tauchte Raphael Klatt gefährlich vor dem Husumer Tor auf, doch Molinas reagierte großartig.

Im zweiten Durchgang resignierten die Gastgeber, Altenholz wirkte entschlossener. Folgerichtig fielen jetzt auch Tore. Einen Konter über die rechte Seite schloss Raphael Klatt in der 52. Minute zum 0:1 ab. Nach einem Husumer Abwehrfehler vollendete Lasse Hansen aus 16 Metern zur Entscheidung (64.). Eine Ergebniserhöhung verhinderte Husums Keeper Molinas in der 72. Minute. Einen Strafstoß von Lasse Jensen parierte er großartig.

Tore: 0:1 Klatt (52.), 0:2 Hansen (64.) Ecken: 4 : 8 Zuschauer: 135 Schiedsrichter: Alexander Hahn (SC Kellenhusen) besonderes Vork.: Molinas hält Elfmeter von Jensen (72.) gelbe Karten Husum: Müller (38.), Amroun (41.), Strüning (71.), Rettkowski (81.)  gelb/rot: Amroun (72.) weg. Foulspiel Aufstellung: Molinas – Amroun, Schulte, Rettkowski, Strüning – Steglich, Harrsen (64. Herpel), Petersen, Alla (69. Berger) – Kiesbye, Müller. Rohleder – Schwind, Lüthje, Habermann, Ceynowa – Hansen (87. Hamm), Peters, Stahl, Hussain (67. Jensen) – Kaiser, Klatt (54. Gütschow).

23. Mai 2009 · HI

TSV Altenholz darf weiter hoffen

Fußball-Schleswig-Holsteinliga: 2:0 gegen Husum
Auch dieser Versuch des Husumers Michael Petersen (li.) verfehlt sein Ziel. Altenholz-Keeper Dennis Rohleder blieb ohne Gegentor. Foto: Voss

Husum (ez) – Die Fußballer der Husumer SV müssen die Schleswig-Holstein-Liga zum Ende der Saison verlassen. Auch im vorletzten Heimspiel gegen den TSV Altenholz konnten die Stormstädter ihre Klassentauglichkeit nicht nachweisen. Sie verloren 0:2 (0:0) und blieben damit zum elften Mal ohne eigenes Tor.

Entschieden besser als die Husumer waren die Gäste allerdings auch nicht. Diese waren aber vor dem Tor entschlossener. Dies allein war entscheidend für TSV-Coach Harry Witt, der resümiert: „Für mich zählen nur die Punkte.“ Rolf Nielsen spricht von „Gegentoren, die aus heiterem Himmel gefallen sind.“

So ganz aus dem Himmel fielen die Tore der Altenholzer im Übrigen nicht. Dem 0:1 von Raphael Klatt (51.) ging ein langer Sprint des Altenholzer Stürmers voraus, der von Oliver Schwind geschickt worden war. Sascha Rettkowski konnte nicht mehr rechtzeitig stören. Beim 0:2 zwölf Minuten später vertat sich Dennis Schulte, der am eigenen Strafraum unglücklich den Ball verfehlte. Lasse Hansen schaltete schnell und drückte den Ball unter die Latte des HSV-Tores.

Treffer Nummer drei für die Gäste verhinderte allein der starke Melf Molinas. Der Husumer Keeper hielt den Strafstoß von Lasse Jensen, hechtete sich erfolgreich in den Nachschuss von Lasse Hansen (72.) und parierte wenig später auch den harten Schuss von Michael Kaiser (73.). Pech in dieser Phase für Nassim Amroun, der nach dem Elfmeterfoul an Bastian Lüthje die zweite gelbe Karte sah und den Platz verlassen musste.

In der 76. Minute glaubten die Husumer ein Tor erzielt zu haben. Die Unparteiischen waren jedoch anderer Meinung. Den Kopfball von Gerrit Müller nach Flanke von Martin Herpel sahen sie nicht hinter der Linie.

Klasse hatte der Heber von Sebastian Steglich, der den zu weit vor seinem Tor stehenden TSV-Keeper überraschte. Aber das Leder flog knapp vorbei (10.) – wie auch der fulminante Schuss von Michael Petersen drei Minuten später. Und selbst die schönste Husumer Kombination an diesem Tag führte nicht zum Erfolg. Nach filigraner Ballverarbeitung von Steglich und Petersen köpfte Müller knapp über den Altenholzer Balken (36.). „Dass wir die Tore nicht machen, ist ein Graus“, findet Rolf Nielsen.

Husum: Molinas – Amroun, Schulte, Rettkowski, Strüning – Steglich, Harrsen (64. Herpel), Petersen, Alla (69. Berger) – Kiesbye, Müller. Altenholz: Rohleder – Schwind, Lüthje, Habermann, Ceynowa – Hansen (87. Hamm), Peters, Stahl, Hussain (67. Lasse Jensen) – Kaiser, Klatt (54. Gütschow). SR: Hahn (Kellenhusen). Zuschauer: 135.
Tore: 0:1 Klatt (51.), 0:2 Hansen (63.).
Gelb-Rote Karte: Amroun (72., wiederholtes Foulspiel).
Bes. Vork.: Molinas hält Foulelfmeter von Lasse Jensen (72.).
25. Mai 2009 · Eckernförder Zeitung

Husumer Abstieg ist besiegelt

0:2-Heimniederlage gegen Altenholz / Chancen wieder nicht genutzt
Zu spät kommt in dieser Szene der Altenholzer Helge Stahl – er kann die Flanke von Husums Stürmer Gerrit Müller nicht verhindern. Foto: jv

SH-Liga: Die Übersicht
Die Husumer SV ist nach dem 0:2 gegen den TSV Altenholz endgültig abgestiegen. Der TSV Kropp bezwang den Tabellendritten SV Henstedt-Rhen 3:2, bliebt aber auf einem Abstiegsplatz, da die Konkurrenten TSV Altenholz, Eckernförder SV (2:1 gegen Strand 08) und VfR Horst (2:0 gegen Heikendorf) gewannen. Mit dem 4:0 gegen Flensburg 08 sprang der VfR Neumünster an die Tabellenspitze (ein Spiel mehr als Holstein II), Schleswig 06 siegte 3:2 beim VfB Lübeck II.

SH-Liga: Die Lage im Abstiegskampf
Zwar konnte sich der VfR Horst (14./35/-24) im Abstiegskampf nicht von seinen Konkurrenten absetzen, weil auch diese ohne Ausnahme dreifach punkteten. Doch der VfR hat weiter alles in eigener Hand, den Klassenverbleib in den letzten beiden Spielen in Büdelsdorf (1. Juni) und gegen Flensburg 08 (6. Juni) sicherzustellen. Konnte man mit dem 2:0 des TSV Altenholz (13./35/-19) bei der Husumer SV (16./25), die damit endgültig abgestiegen ist, und dem 2:1 des Eckernförder SV (12./37/-26) gegen Schlusslicht Strand 08 noch rechnen, kommt das 3:2 des TSV Kropp (15./34/-15) gegen Henstedt-Rhen schon recht unerwartet.

25. Mai 2009 · Norddeutsche Rundschau

Husum (ree) – Nun geht selbst für spitze Rechner nichts mehr: Die Husumer SV muss die Schleswig-Holstein-Liga zum Ende der Saison verlassen. Auch im vorletzten Heimspiel gegen TSV Altenholz konnten die Fußballer aus der Stormstadt ihre Klassentauglichkeit nicht nachweisen. Sie verloren 0:2 (0:0) und blieben damit zum elften Mal ohne eigenen Treffer.

Entschieden besser als die Husumer waren die Altenholzer allerdings nicht; aber mit ihren Chancen gingen sie in einigen Situationen entschlossener um. Und das allein war entscheidend für TSV-Coach Harry Witt, der resümierte: „Für mich zählen nur die Punkte.“ Verständlich, denn sein Team ist zur Sicherung der Klasse auf jeden Zähler angewiesen. Rolf Nielsen sprach von „Gegentoren, die aus heiterem Himmel gefallen sind“, räumte aber ein: „Wer die Tore macht, gewinnt das Spiel.“ So sieht es aus.

So ganz aus dem Himmel fielen die Tore der Gäste im Übrigen nicht. Dem 0:1 (51.) von Raphael Klatt ging ein langer Sprint des Altenholzer Stürmers voraus, der von Oliver Schwind auf Konterreise geschickt worden war. Sascha Rettkowski konnte nicht mehr rechtzeitig stören. Beim 0:2 (63.) vertat sich Dennis Schulte, der am eigenen Strafraum unglücklich den Ball verfehlte. Lasse Hansen schaltete schnell und drückte den Ball unter die Latte des SV-Tores. Treffer Nummer drei für die Gäste verhinderte Melf Molinas, der einmal mehr seine Klasse unter Beweise stellte. Der SV-Keeper hielt den Strafstoß von Lasse Jensen und hechtete sich erfolgreich in den Nachschuss von Lasse Hansen (72.). Pech in dieser Phase für Nassim Amroun, der nach dem Elfmeterfoul an Bastian Lüthje die zweite gelbe Karte sah und den Platz verlassen musste.

In der 76. Minute glaubten die Husumer ein Tor erzielt zu haben. Die Unparteiischen waren jedoch anderer Meinung. Den Kopfball von Gerrit Müller nach Flanke von Martin Herpel sahen sie nicht hinter der Linie.

Für die Husumer Tore freilich, die in der ersten Halbzeit nicht gefallen waren, trugen die Schiedsrichter keine Verantwortung. Klasse hatte der Heber von Sebastian Steglich, der den zu weit aufgerückten TSV-Keeper überraschte. Aber das Leder flog knapp vorbei (10.). Wie auch der fulminante Schuss von Michael Petersen (13.). Und selbst die schönste Husumer Kombination über Steglich und Petersen führte nicht zum Erfolg. Müller köpfte knapp übers Tor (36.).

Husumer SV: Molinas – Amroun, Schulte, Rettkowski, Strüning – Steglich, Harrsen (64. Herpel), Petersen, Alla (69. Berger) – Kiesbye, Müller.
TSV Altenholz: Rohleder – Schwind, Lüthje, Habermann, Ceynowa – Hansen (87. Hamm), Peters, Stahl, Hussain (67. Jensen) – Kaiser, Klatt (54. Gütschow).
Schiedsrichter: Alexander Hahn (SC Kellenhusen). – Zuschauer: 135.
Beste Spieler: Molinas, Rettkowski/Lüthje, Stahl.

25. Mai 2009 · Flensburger Tageblatt

Altenholz kämpft weiter

Altenholz (fee) – Mit dem jüngsten 2:1-Sieg gegen den TSV Kropp konnten sich die Fußballer des TSV Altenholz erst einmal von den Abstiegsplätzen der Schleswig-Holstein-Liga befreien. Als Tabellen-13. (32 Punkte) liegt die Mannschaft von Trainer Harry Witt allerdings nur einen Zähler vor dem TSV Kropp (15.) auf dem ersten Abstiegsrang. Deshalb zählt heute ab 15 Uhr nur ein Sieg bei der Husumer SV (16.; 25). Für die Gastgeber geht es allerdings auch um die letzte kleine Chance: Nur bei einem Sieg können sie eventuell noch auf den Klassenerhalt hoffen. Das Hinspiel gewann der TSV klar mit 3:0. „Ich erwarte ein Spiel, in dem es auf viele Zweikämpfe ankommen wird. Wir müssen gewinnen, wenn wir die Chance auf den Klassenerhalt nutzen wollen. Die anderen Mannschaften im Abstiegskampf haben ein leichteres Restprogramm als wir“, sagt Altenholz’ Co-Trainer Stefan Büning. Bis auf Timo Kramer (Knie) stehen dem TSV alle Spieler zur Verfügung.

Im Halbfinale des Kreispokals Kiel unterlag der TSV Altenholz gegen FC Kilia Kiel mit 1:4. Der TSV war mit einer Kombination aus A-Jugendlichen und Spielern der zweiten Mannschaft angetreten, da der Fokus klar auf den Saisonendspurt in der Schleswig-Holsteinliga gerichtet ist.

23 Mai 2009 · Eckernförder Zeitung

Planungen für die Verbandsliga

Das war es wohl für die Husumer SV in der SH-Liga. Elf Jahre nach dem Aufstieg in die damalige Verbandsliga und acht Jahre nach dem Aufstieg in die Oberliga geht es für die Stormstädter jetzt "vor der Haustür" weiter. Meppen war einst als Ziel anvisiert, demnächst geht es nach Marne.
Bleiben in Husum: Co-Trainer Günter Hoff (links) und Trainer Rolf Nielsen. Foto: Wrege

Husum (ree) – Das Heimspiel morgen (15 Uhr) gegen den TSV Altenholz war vor Wochen noch als wichtige Etappe auf dem Weg zum Klassenerhalt gedacht. Nötig gewesen wären dafür jeweils drei Punkte beim TSV Kropp und bei Flensburg 08. Einer ist es geworden und so sind den Nordfriesen alle Felle davon geschwommen. Bei sieben Punkten Abstand zu Platz 14 ist jedes Fünkchen Hoffnung bei der SV erloschen.

Auch bei Dieter Schleger, der die guten Zeiten der SV wie kein zweiter unterstützt, begleitet und genossen hat. „Jetzt muss man sehen, dass man eine Mannschaft für die Verbandsliga Nord/West bastelt“, sagte er gleich nach dem 0:3 gegen Flensburg 08 am vergangenen Sonntag. Ob der Husumer SV dieses Unterfangen gelingt, wird sich zeigen. Den Spielern – zumal den guten – wird man nicht verdenken können, wenn sie weiter Schleswig-Holstein-Liga spielen wollen und sich an den nahe liegenden Vereinen orientieren.

Wie Marcel Otto. Der Mann, der am Wirtschafts-Gymnasium gerade sein Abitur baut, wird sich Schleswig 06 anschließen. „Ich will weiter in dieser Klasse spielen“, so sein verständlicher Kommentar. Ähnliche Ambitionen hat im Grunde Sebastian Saeltz. „Aber die Personalie ist noch offen“, sagt Rolf von Bartikowski, der erste Vorsitzende der Husumer SV.

Der HSV auf jeden Fall erhalten bleibt Rolf Nielsen, der sich mit dem Verein auf ein weiteres Engagement geeinigt hat. Zusammen mit Günter Hoff will er das Team durch die „seichteren Gewässer“ der neuen Verbandsliga lotsen. Und Nielsen denkt, dass das Personal zur Stange hält. „Es gibt jedenfalls keine Auflösungserscheinungen“, so der Coach. Eine Aussage, die genau so auch von Bartikowski macht.

Für die Partie gegen den TSV Altenholz und die beiden noch folgenden ist Nielsen wichtig, dass die Mannschaft sich „gut präsentiert“. Und er ist überzeugt davon, dass die Mannschaft ein „gutes Spiel abliefern wird.“ Wobei dieser drittletzte Saisonakt für den TSV Altenholz durchaus noch ernste Qualität hat. Mit 32 Zählern ist die Mannschaft nur einen Punkt vom ersten Abstiegsrang entfernt. Doch auf Schützenhilfe kann der TSV nicht hoffen. „Weggeschenkt wird nichts“, so Rolf von Bartikowski.

Wieder mitmachen bei den Stormstädtern kann Gerrit Müller. Fehlen wird Björn Fleige, der mit der E-Jugend in Sachen Landesmeisterschaft unterwegs ist. Und ein Fragezeichen steht hinter Sascha Rettkowski, den sein Trainer immer wieder lobend erwähnt. Nielsen: „Er hat zuletzt hervorragend gespielt.“

22. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 33 29.05.09 VfR Neumünster Husumer SV 2:2

Je oller, je doller! Müller und Fleige sichern Punkgewinn!!

Mit einer guten Leistung brachte die Husumer SV den VfR Neumünster an den Rand einer Niederlage. Zwar hatten die Gastgeber, die sich noch Chancen im Meisterschaftskampf ausrechneten, spielerische Vorteile. Aber der VfR kam nur durch einen umstrittenen Strafstoß zum einem glücklichen Punktgewinn. Das in dieser Partie ein Absteiger gegen einen Meisterschaftsanwärter spielte, konnte der neutrale Beobachter nicht erkennen. »Eine super Vorstellung meiner Mannschaft, die sich diesen Punkt redlich verdient hat«, meinte Husums zufriedener Trainer Rolf Nielsen nach Spielende.

Die Husumer versteckten sich nicht und gingen bereits nach zehn Spielminuten durch einen Heber von Gerrit Müller über Torhüter Özdemir in Führung. Durch eine Unachtsamkeit in der Husumer Abwehr glich der VfR in der 30. Minute durch Ruzic aus. Die Nordfriesen waren keineswegs geschockt, denn acht Minuten später gelang Björn Fleige nach herrlichem Pass von Sebastian Saeltz der erneute Führungstreffer. Jetzt hatte auch der zweite Oldie im Husumer Angriff getroffen! Weitere Möglichkeiten durch Michael Petersen aus 14 Metern (42.) und Gerrit Müller mit der Hacke (42.) blieben ungenutzt.

Ein umstrittener Strafstoß brachte Neumünster noch den glücklichen Ausgleich durch Ruzic in der 56. Minute. Dem VfR fiel nichts Entscheidendes mehr ein. Husum verteidigte geschickt, auch die gelb/rote Karte für Michael Petersen in der 76. Minute glichen die Nordfriesen durch Kampfgeist aus. Gerrit Müller hätte in der Schlussminute sogar noch den Siegtreffer erzielen können, doch Torhüter Özdemir hielt seinen Kasten sauber.

Eine gelungene Vorstellung der Husumer Mannschaft. Im letzten Spiel in der SH-Liga erwarten die Nordfriesen den SV Henst.-Rhen und hoffen auf ein gutes Saisonfinale.

Tore: 0:1 Müller (10.), 1:1 Ruzic (30.), 1:2 Fleige (38.), 2:2 Ruzic (FE/56.) Ecken: 8 : 2 Zuschauer: 238 Schiedsrichter: Andre Neumann (Elmshorn) gelbe Karten: Möller (33., Unsportlichkeit), Ruzic (52., Unsportlichkeit), Kramer (72., Foulspiel) / Petersen (64., Foulspiel), Schulte (82., Foulspiel). gelb/rot: Petersen (76.) weg. Foulspiel Aufstellung: Özdemir - Zenker (57. Sudbrak), Christophersen, Gülbay (80. H. Alioua) - Schefer (72. Amponsah), Zöchling - Möller, Ruzic, Bock - Kramer, Milbradt. Molinas - Saeltz, Rettkowski, Schulte, Strüning - Herpel - Kiesbye (71. Harrsen), Alla, Petersen - Fleige, Müller.

29. Mai 2009 · HI

VfR verspielt den Titel

Der VfR Neumünster hat die große Chance verpasst, in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga auf Platz 1 zurückzukehren. Gegen die als Absteiger bereits feststehende Husumer Sportvereinigung reichte es am vorletzten Spieltag nur zu einem 2:2 (1:2), sodass die Träume vom Meistertitel nun ad acta gelegt werden können.
Flugschau an der Geerdtsstraße: Der zweifache VfR-Torschütze Marinko Ruzic (li.) setzt sich gegen den Husumer Dennis Schulte durch. Dahinter lauert der Rasensportler Christopher Kramer. Foto: Schmuck

Neumünster (Arne Schmuck) – Der VfR Neumünster darf das Thema „Titelgewinn“ in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga abhaken. Gegen den als Absteiger bereits feststehenden Drittletzten Husumer SV reichte es gestern Abend vor 238 zahlenden Zuschauern nur zu einem 2:2 (1:2). Bei einer weniger ausgetragenen Partie weist Spitzenreiter Holstein Kiel II einen Punkt Vorsprung und das um zehn Treffer bessere Torverhältnis auf. Die „Störche“ erwarten am Montag den Eckernförder SV und müssen am letzten Spieltag bei Comet Kiel ran. Der VfR hingegen kann maximal nur noch drei Zähler holen, da er lediglich noch die (unbequeme) Schlussaufgabe gegen den Heider SV zu bestreiten hat (6. Juni, 15 Uhr).

„Dieser eine Punkt ist zu wenig, um Holstein II zu gefährden“, bilanzierte dann auch VfR-Coach Ervin Lamce, der seinem Team eine „schlechte erste Halbzeit“ attestierte und in den zweiten 45 Minuten „viel zu wenige Torchancen“ sah – womit er den Nagel voll auf den Kopf getroffen hatte. Denn die Hausherren agierten vor der Pause in der Defensive erschreckend unsicher. Zwei Mal wurde das bestraft: So servierte Niklas Zöchling Husums Gerrit Müller das 0:1 (10.), ehe Jörg Zenker beim 1:2 durch Björn Fleige (39.) alles andere als glücklich aussah. Nur gut aus Sicht der Lila-Weißen, dass auf Marinko Ruzic wieder Verlass war. Der 31-Jährige staubte erst zum 1:1 ab – vorausgegangen war ein Christophersen-Kopfstoß an den Pfosten nach einem Eckball von Christopher Kramer (30.) –, ehe Ruzic einen von Sascha Rettkowski an Kramer verursachten Strafstoß zum 2:2 verwertete (56./Saisontor Nummer 35). Nachdem Husums Michael Petersen wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte gesehen hatte (76.), hätten die nach dem Wechsel optisch klar überlegenen, aber dennoch harmlosen Platzherren in Überzahl fast noch gewonnen. Doch der dritte Treffer von Ruzic zerschellte am Querbalken, nachdem Hakim Alioua einen Freistoß von der Rechtsaußenposition vor das Husumer Tor geschlagen hatte (82.). Beinahe wäre der Schuss nach hinten losgehen, aber VfR-Keeper Hüsnü Özdemir parierte gegen den durchgebrochenen Müller in Klassemanier (90./+1).

VfR - Husumer SV 2:2
VfR Neumünster: Özdemir - Zenker (57. Sudbrak), Christophersen, Gülbay (80. H. Alioua) - Schefer (72. Amponsah), Zöchling - Möller, Ruzic, Bock - Kramer, Milbradt.
Husumer SV: Molinas - Saeltz, Rettkowski, Schulte, Strüning - Herpel - Kiesbye (71. Harrsen), Alla, Petersen - Fleige, Müller.
Beste Spieler: Ruzic, Kramer – Müller, Schulte, Saeltz.
Tore: 0:1 Müller (10.), 1:1 Ruzic (30.), 1:2 Fleige (39.), 2:2 Ruzic (56., FE).
SR: Neumann (Elmshorn).
Gelbe Karten: Möller (33., Unsportlichkeit), Ruzic (52., Unsportlichkeit), Kramer (72., Foulspiel) – Petersen (64., Foulspiel), Schulte (82., Foulspiel).
Gelb-Rote Karte: Petersen (Husum/76., Foulspiel).
Spielwertung: ausreichend.
Zuschauer: 238 zahlende.
30. Mai 2009 · Holsteinischer Courier

2:2 – Husumer SV punktet beim VfR Neumünster

Energischer Einsatz: Husums Abwehrspieler Dennis Schulte attackiert den doppelten Torschützen Marinko Ruzic. Foto: Schmuck

Neumünster (sas) – Verdienter Punktgewinn: Die Husumer SV erreichte gestern in der Fußball-SH-Liga beim VfR Neumünster ein 2:2 (2:1). „Den Punkt haben wir uns redlich verdient“, freute sich Trainer Rolf Nielsen.

In den ersten 45 Minuten war beim besten Willen nicht zu erkennen, dass da ein Titelkandidat gegen einen Absteiger spielte. Zwar hatte Neumünster in der Anfangsphase drei gute Gelegenheiten (Milbradt/1. Minute, Christophersen/3., Bock/5.), doch dann war Husum am Zug: Martin Herpel traf das Außennetz (7.), drei Minuten später klappe es besser: Gerrit Müller erlief einen von Zöchling unfreiwillig verlängerten Pass und drosch den Ball rechts oben in den Winkel.

Husum setzte nach. Müller (16.) und Fleige (23.) scheiterten jeweils an Keeper Hüsnü Özdemir. Glück hatten die Gäste bei Chancen von Bock (29.) und Milbradt (30.), der Ausgleich fiel dennoch wie aus heiterem Himmel. Ecke Kramer, Kopfball Christophersen, ein Husumer lenkte den Ball an den Pfosten – Torjäger Ruzic war zur Stelle und staubte ab (30.). Doch die Schützlinge von Trainer Rolf Nielsen waren nicht geschockt. 39. Minute: Herrlicher Diagonalpass von Sebastian Saeltz, Björn Fleige nahm den Ball mit der Brust an und sorgte mit einem trockenen Schuss für die abermalige HSV-Führung, die Müller (43.) und Fleige (45., Außennetz) sogar noch hätten ausbauen können.

In der zweiten Hälfte gab es wesentlich weniger Torraumszenen, Neumünster stand jetzt etwas besser in der Abwehr. Ein umstrittener Foulelfmeter brachte Neumünster den Ausgleich – unklar, ob Sascha Rettkowski Kramer wirklich im Strafraum gefoult hatte. Ruzic verwandelte zum 2:2 (56.). 20 Minuten später sah Michael Petersen wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. In der Schlussphase hatten Ruzic (82., Latte) und Gerrit Müller (90.+1, scheiterte an Özdemir) noch den Siegtreffer für ihr Team auf dem Fuß.

Husumer SV: Molinas - Saeltz, Rettkowski, Schulte, Strüning - Herpel, Kiesbye (71. Harrsen), Alla, Petersen - Fleige, Müller. Schiedsrichter: Neumann (Elmshorn). Zuschauer: 238 zahlende.

30. Mai 2009 · Flensburger Tageblatt

VfR heute wieder Erster?

Die Fußballer des VfR Neumünster können das lange Pfingstwochenende in aller Ruhe genießen. Denn während 16 von 18 Teams erst am Montag ran müssen, findet das vorletzte Meisterschaftsspiel der Rasensportler in der Schleswig-Holstein-Liga bereits heute statt, wenn um 19 Uhr die als Absteiger feststehende Husumer SV ihre Visitenkarte an der Geerdtsstraße abgibt.
Zog sich beim Schulsport eine Zerrung zu: VfR-Mittelfeldstratege Adam Raniewicz. Foto: Schmuck

Neumünster (Arne Schmuck) – Mit einem 2:1 beim FC Kilia hat Holstein Kiel II (73 Punkte/88:23 Tore) am Mittwochabend die Tabellenspitze in der Fußball-Schleswig-Holstein-Liga zurückerobert. Doch schon heute kann der VfR Neumünster die „Störche“ wieder von Platz 1 schubsen. Denn in der einzigen vorgezogenen Partie des 33. Spieltags erwartet der Tabellenzweite Rasensport (71/84:29) den bereits als Absteiger feststehenden Drittletzten Husumer SV (25/41:68). Der Anstoß an der Geerdtsstraße erfolgt um 19 Uhr.

„Husum wird sich vernünftig verabschieden wollen. Und wie stark Mannschaften dagegenhalten können, obwohl es für sie prinzipiell um nichts mehr geht, haben wir ja am vergangenen Sonntag erlebt, als uns Flensburg 08 lange Zeit alles abverlangt hat“, glaubt VfR-Trainer Ervin Lamce nicht an einen Selbstgänger. Der 36-Jährige hat das Problem, mit Adam Raniewicz (er verletzte sich beim Schulsport) und möglicherweise Niklas Zöchling (hat wegen seiner Bundeswehrdienste in dieser Woche nicht trainiert) vielleicht gleich zwei potenzielle „Sechser“ ersetzen zu müssen. Dass Lila-Weiß jedoch Ausfälle kompensieren kann, haben die „Veilchen“ in der bislang so starken Rückrunde mehr als einmal bewiesen.

Husums Coach Rolf Nielsen sieht sein Team als „krassen Außenseiter“ und hat eine Träne im Knopfloch: „Unser Abstieg tut weh. Denn an unserem Verein hängen Traditionen dran.“ Der Trainer der Sportvereinigung hat als Hauptübel die schlechte Chancenvewertung seines Teams ausgemacht: „Wir haben viel zu wenig Tore geschossen.“ Nielsen bekräftigt aber Lamces These und verspricht einen offenen Kampf: „Wir wollen uns so teuer wie möglich vekaufen und werden garantiert nichts abschenken.“

VfR Neumünster: Özdemir - Gülbay, Christophersen, Amponsah (?/leichte Erkältung) - Zenker, Schefer - Kramer, Ruzic, Bock - Sudbrak, Milbradt.
Auf der Bank: Ulmer - Pukaß, Möller, Zöchling(?/eventuell Bundeswehrdienst), Lututala, H. Alioua, I. Alioua.
Es fehlen: Amoako, Klüver, da Silva Mendes (alle langzeitverletzt), Buhrmester (nicht im Kader), Celik (Nasen-OP), Holstein (Bänderriss), Raniewicz (Zerrung), Siedschlag (im Lauftraining).
SR: Neumann (Elmshorn).
Hinspiel: 2:2 (Tore: Ruzic/2 – Kiesbye, Steglich).
Wettquoten: lagen nicht vor.
Courier-Tipp: VfR gewinnt 4:1.
Außerdem spielen (in Klammern Hinrunde): Montag, 15 Uhr: Itzehoer SV - TSV Kropp (0:0), NTSV Strand 08 - SC Comet Kiel (5:0), Holstein Kiel II - Eckernförder SV (4:0), Schleswig 06 - FC Kilia Kiel (2:0), Heikendorfer SV - VfB Lübeck II (1:1), Eider Büdelsdorf - VfR Horst (2:0), Flensburg 08 - Heider SV (2:2), SV Henstedt-Rhen - TSV Altenholz (4:0).
29 Mai 2009 · Holsteinischer Courier

Husum will sich vom VfR nicht abschließen lassen

Otto und Fleige heute in Neumünster wieder dabei
Husums Marcel Otto (re.) attackiert Dennis Sudbrak. Eine Szene aus dem Hinspiel (2:2).

Husum (ree) – Zu retten ist nichts mehr für die Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga. Jetzt geht es nur noch darum, einen anständigen Abgang vom „höherwertigen Fußball“ zu finden. Heute Abend (19 Uhr) beim VfR Neumünster wird das gar nicht so einfach. Denn der aktuelle Tabellenzweite (71 Punkte) möchte vor Holstein Kiel II (73) Meister werden und darf sich keine Laxheit leisten.

In erster Linie ist es Marinko Rudzic, der den VfR in auf Rang zwei geschossen hat. Der Angreifer liegt mit 33 Toren einsam an der Spitze im landesweiten Goelgetter-Verzeichnis. Die Husumer tun gut daran, diesem Ausnahmestürmer einen aufmerksamen Bewacher zu widmen.

Für Rolf Nielsen jedenfalls lautet das erste Ziel für die Begegnung: „Wir dürfen uns nicht abschießen lassen.“ Und da der Husumer Coach um die Torjäger-Qualitäten von Rudzic weiß, wird er ihn wohl in Sicherheitsverwahrung geben. Im Übrigen baut Nielsen auf den Außenseiter-Bonus und sagt: „Wir freuen uns, gegen einen so spielstarken Gegner antreten zu können. Aber es spricht alles gegen uns.“ Vielleicht nicht ganz alles! Die Statistik fördert zu Tage, dass der VfR, wie viele Teams in dieser Spielklasse, auf eigenem Platz ein wenig anfälliger ist als auswärts. Zwei der drei Niederlagen, die der VfR einstecken musste, kassierte er zu Hause. „Wir müssen die Konzentration hoch halten und dürfen keinen Gegner unterschätzen“, lautet die Losung, mit der VfR-Coach Erwin Lamce seine Meisterschaftschance wahren will. Das wär´s denn aber auch. Denn die Lilaweißen haben nicht gemeldet für die Regionalliga. „Dafür fehlen uns die finanziellen Mittel“, so Lamce. „Wir wollen aber trotzdem Erster werden“, verkündet der Trainer mit ungebrochenem sportlichen Ehrgeiz.

Bei den Nordfriesen sind Marcel Otto und Björn Fleige wieder dabei. Fleige, Gerrit Müller und Sascha Rettkowski übrigens sind die letzten drei Verbliebenen im Kader der Husumer SV, die schon zum Oberligastart in der Saison 2001/02 dabei waren. Damals verloren die Stormstädter zu Hause 2:3 (Torschützen: Fleige und Müller) gegen die Lilaweißen und erreichten später in Neumünster ein 0:1.

29. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
KP-HF 04.06.09 SV Frisia 03 Risum-Lindholm Husumer SV 2:1

SV Frisia steht im Kreis-Pokalfinale

Risum-Lindholmer beim 2:1 über Husumer SV effizienter im Abschluss
Marek Hansen (r., gegen Sebastian Sältz) war nach auskurierter Kopfverletzung überraschend dabei und traf zum 1:1 für Frisia. Foto: Wrege

Risum-Lindholm (pu) – Der TSV Süderlügum darf sich im Finale des Kreisfußballpokals auf seinen Wunschgegner freuen. Der SV Frisia 03 besiegte im Halbfinale am Donnerstagabend die Husumer SV mit 2:1 (1:1). „Die erste Halbzeit war in Ordnung, danach aber war es nicht mehr überragend. Wir hätten gerne gewonnen, aber Frisia hatte heute das Quentchen Glück mehr“, hielt sich die Enttäuschung bei HSV-Trainer Rolf Nielsen in Grenzen. Bei Bodo Schmidt erklärte: „Was mir nicht geschmeckt hat, war das schnelle 0:1. Aber die Mannschaft hat gut reagiert, schnell ausgeglichen und ist nicht unverdient in Führung gegangen. Von Husum kam dann Spiel zu wenig.“

Nach einem Freistoß von Marcel Otto gegen den Pfosten hatte Björn Fleige zum 0:1 (5.) für die Gäste abgestaubt. Der überraschend einsatzbereite Marek Hansen glich nach schönem Zuspiel von Björn Petersen zum 1:1 (9.) aus. Danach entwickelte sich ein flottes Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten und leichten Vorteilen für die Husumer.

Nach der Pause war Frisia zunächst aktiver. Nachdem Björn Petersen im Strafraum von Gerrit Müller umgerissen worden war, verwandelte Kim Grzybeck den Strafstoß zum 21 (53.). Kurz darauf verhinderte Torhüter Lars Christiansen bei einem Kopfball von Müller (57.) den Ausgleich. Husum drängte vehement, zeigte aber im Abschluss Schwächen. Frisia sorgte mit gelegentlichen Kontern für Entlastung und brachte die Führung sicher über die Zeit.

SV Frisia Risum-Lindholm: Lars Christiansen II – Käning – Grzybeck, Lars Christiansen I, Hannemann – Stephan Christiansen, Daniel Johannsen, Björn Petersen, Martensen (60. 84. Leve Johannsen) – Dorhn (90. Hennig), Marek Hansen (55. Pascal Petersen).
Husumer SV: Molinas – Strüning (50. Harrsen), Rettkowski, Schulte, Sältz (30. Amroun) – Petersen, Alla, Otto, Kiesbye – Fleige, Müller.
Schiedsrichter: Hansen (Löwenstedt).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Björn Fleige (5.), 1:1 Marek Hansen (9.), 2:1 Kim Grzybeck (Elfmeter, 53.).
Beste Spieler: Björn Petersen. – Gerrit Müller.

6. Juni 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Pokal: Husums Coach freut sich aufs "Heimspiel" in Lindholm

Risum-Lindholm (pu) – Wer ist der Gegner des Kreisligisten TSV Süderlügum im Endspiel um den Fußball-Kreispokal? Heute (19 Uhr, Niko-Nissen-Stadion) empfängt Verbandsligist SV Frisia 03 Risum-Lindholm den SH-Liga-Absteiger Husumer SV. "Natürlich wollen wir ins Finale. Dafür werden wir alles versuchen, obwohl wir personell etwas mau besetzt sind. Für Husum ist das die letzte Chance, nach dem Abstieg noch etwas Positives aus der Saison mitzunehmen", erwartet Bodo Schmidt einen hoch motivierten Gegner. Zumal es für HSV-Trainer Rolf Nielsen so etwas wie ein Heimspiel ist – schließlich trainierte er fünf Jahre lang den SV Frisia 03. "Husum spielt noch eine Liga über uns, da sind sie natürlich der Favorit in diesem Halbfinale. Wir wollen ihnen einen harten Kampf liefern", so Schmidt. Für seinen Trainerkollegen Rolf Nielsen ist es ein Heimspiel. Er wohnt in Leck, kennt Frisia in- und auswendig und freut sich auf die Partie: "Ich habe mich sehr wohl gefühlt bei Frisia und viele Freunde hier gefunden." Doch die freundschaftlichen Gefühle gilt es heute für 90 oder mehr Minuten zu unterdrücken. "Natürlich wollen wir weiterkommen und uns gut präsentieren", sagt Nielsen, der aller Voraussicht nach auf Martin Herpel verzichten muss.

4. Juni 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Kreispokal

Frisia im Halbfinale gegen Husumer SV

Rantrum (noh) - Den noch freien Platz im Halbfinale des Fußball-Kreispokals sicherte sich im Duell der Verbandsligisten der SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit einem 2:1 (1:1) beim TSV Rantrum. Die Hausherren begannen stark und Arne Hansen traf zum verdienten 1:0 (25.). Kurz vor der Pause verletzte sich Rantrums Kim Lorenzen schwer (Diagnose: Bänderriss) und in Unterzahl kassierten die Platzherren das 1:1, wobei Thomas Grabowski den Ball ins eigene Netz beförderte (43.). Den Siegtreffer erzielte Kim Grzybeck per Foulelfmeter (60.), wobei Rantrums Trainer Volker Schallhorn den Strafstoß als „fragwürdig“ bezeichnete. „Ärgerlich“, kommentierte Schallhorn den Spielausgang – die Verletzung von Kim Lorenzen traf ihn jedoch noch mehr.

Tore: 1:0 A. Hansen (25.), 1:1 Grabowski (43., Eigentor), 1:2 Grzybeck (60., Foulelfmeter).

16. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Fußball-Kreispokal 

Der dritte Anlauf zur Partie Rantrum - Frisia

Rantrum (sh:z) – Heute (19 Uhr) soll es endlich klappen. Fußball-Verbandsligist TSV Rantrum empfängt im Viertelfinale des Kreispokals den Liga-Rivalen SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Beim ersten Anlauf gab es Irritationen über den Austragungsort, die Partie wurde abgesetzt. Im zweiten Versuch machte das Wetter den Kickern einen Strich durch die Rechnung: Schiedsrichter Björn Hinrichs (SV Rödemis) musste die Begegnung beim Stand von 1:1 nach 90 Minuten wegen eines heftigen Gewitters abbrechen.

Der Sieger der heutigen Partie in Rantrum hat in der Vorschlussrunde Heimrecht gegen die Husumer SV (SH-Liga), die sich in der vergangenen Woche mit 3:1 in Löwenstedt durchgesetzt hat. Als erster Finalist steht bereits der Kreisligist TSV Süderlügum fest. Der Grenzort wird auch Schauplatz des Endspiels sein.

Legt man den Vergleich in der Punktrunde zu Grunde, geht die Mannschaft von Trainer Bodo Schmidt heute als leichter Favorit ins Rennen: In Rantrum gewann Risum-Lindholm 1:0, auf eigenem Platz war Frisia mit 2:0 erfolgreich. Doch die Mannschaft vom Lagedeich wird sicherlich sehr motiviert sein, schließlich lockt im Halbfinale das Nachbarschaftsduell mit der Husumer SV.

14. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
ST 34 06.06.09 Husumer SV SV Henstedt-Rhen 1:6

Herbe Packung zum Saisonfinale!

Das letzte Spiel der Husumer SV in der Schleswig-Holstein-Liga endete vor 104 Zuschauern mit einer herben 1:6-Packung. Die Geschichte des Spiel ist schnell erzählt. Nur eine halbe Stunde konnten die Nordfriesen mithalten, dann ging die Elf von Trainer Rolf Nielsen im Angriffswirbel der spielstarken Gäste unter und hatte nichts mehr entgegenzusetzen. »Es war einfach nicht mehr drin«, meinte Husums Trainer Rolf Nielsen. »Nur mit der ersten Halbzeit konnte ich einigermaßen zufrieden sein.«

Das die Gäste auch im letzten Saisonspiel nichts verschenken wollten, zeigte sich von Beginn an. Druckvoll wurde nach vorne gespielt, nach elf Minuten musste Husums Torhüter Molinas schon zweimal gegen Hoffmann und Kuate sein ganzes Können aufbieten. Dann klingelte es schon das erste mal im Kasten der Husumer: Alexander Glandt war mit einem Kopfball erfolgreich (16.). Doch die Stormstädter hielten dagegen, kamen zwei Minuten später durch ein sehenswertes Tor von Björn Fleige zum Ausgleich. Nach einer halben Stunde hatten die Hausherren aber ihr Pulver verschossen, die Gäste waren jetzt eindeutig besser und bauten noch vor der Halbzeit die Führung aus. Sebastian Mahnke ließ sich seine Chancen in der 29. und 44. Minute nicht entgehen.

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild. Hennstedt diktierte das Geschehen, Husum hatte nicht viel entgegenzusetzen, zog sich weit zurück. Nur einmal so etwas wie Torgefahr, Björn Fleige bugsierte das Leder ans Außennetz (50.). Die weiteren Treffer durch Alexander Glandt (62.), Benjamin Hermberg (68.) mit Foulelfmeter und Sebastian Mahnke (80.) waren dabei nur noch Formsache. Die Husumer hatten bereits abgeschlossen, ließen die Gäste gewähren. Für die Husumer endete eine enttäuschende Saison auch noch mit einer herben Pleite. Aber von einer Mannschaft, die in dieser Saison nie als Einheit auftrat, war wohl nicht mehr zu erwarten. Ob jetzt nach dem Abstieg eine Besserung eintritt bleibt nur zu hoffen. Eine Blutauffrischung ist dringend erforderlich. Man darf gespannt sein!

Tore: 0:1 Glandt (16.), 1:1 Fleige (18.), 1:2 Mahnke (39.), 1:3 Mahnke (44.), 1:4 Glandt (62.), 1:5 Hermberg (68./FE), 1:6 Mahnke (80.) Ecken: 3 : 7 Zuschauer: 104 Schiedsrichter: Ehlert (Großflottbeck) gelbe Karten Husum: Fleige (13.) Aufstellung: Molinas - Amroun, Rettkowski, Schulte, Andresen - Kiesbye, Otto (46. Harrsen), Alla, Petersen - Fleige (75. Groth), Müller. Zick - Hoffmann, Herrnberg, Meyer - Kuate Nzuakue, Homp, Glandt, Westphal (64. Maass), Bessert (23. Neu/80. Steen) - Mahnke, Mäkelmann.

7. Juni 2009 · HI

Glandt führt SV Henstedt-Rhen zum 6:1

0:2-Heimniederlage gegen Altenholz / Chancen wieder nicht genutzt

Husum (tih) – Die Fußballer des SV Henstedt-Rhen haben die Saison in der Schleswig-Holstein-Liga mit einem überzeugenden 6:1 (3:1)-Auswärtserfolg bei der Husumer SV beendet. Die Mannschaft von Trainer Jens Martens war über 90 Minuten das dominierende Team. Lediglich Mitte der ersten Hälfte sorgte das zwischenzeitliche 1:1 für etwas Spannung. »In den ersten 30 Minuten haben wir viele Chancen vergeben. Insgesamt war es ein ungefährdeter und souveräner Sieg unserer Mannschaft«, sagte SVR-Ligaobmann Erik Rohlfing.

Alexander Glandt traf in Husum zweimal, Stürmer Sebastian Mahnke war dreimal erfolgreich. Damit setzte sich der Angreifer im Duell mit dem Mannschaftskapitän um die teaminterne Torjägerkrone mit 24:23 Treffern knapp durch.Überragender Spieler in der Partie gegen Absteiger Husum war indes Rhens Spielmacher Arne Westphal, der insgesamt vier Tore vorbereitete. Der 28 Jahre alte Führungsspieler wird den SVR nach der Saison aus beruflichen Gründen mit bislang unbekanntem Ziel verlassen. Dem Mittelfeldkicker liegen Angebote mehrerer unterklassiger Teams vor. Grund zur Freude hatte Benjamin Hermberg. Nachdem der Rhener Abwehrspieler Benoit Kuate in der 66. Minute im Husumer Strafraum gefoult worden war, verwandelte der Innenverteidiger den Elfmeter sicher zum 1:5 - der erste Saisontreffer des 30-Jährigen. Damit hat jeder SVR-Feldspieler in der Schleswig-Holstein-Liga-Serie 2008/2009 mindestens ein Tor geschossen. Ersatzkeeper Volker Steen wurde in Husum in der 79. Minute für den angeschlagenen Mittelfeldmann Dennis Neu eingewechselt. Martens bedankte sich damit für die Treue des Stand-by-Schlussmanns. Der 6:1-Erfolg in Husum war der elfte Auswärtssieg des SV Henstedt-Rhen. Nach Abschluss der 34 Spieltage belegt der SVR den dritten Platz und stellt mit 109 erzielten Toren zudem den besten Angriff der Liga..

Nach ihrem überzeugenden Erfolg feierte die Mannschaft zunächst bei Erik Rohlfing; gestern ist die Truppe zu einem viertägigen Trip nach Mallorca aufgebrochen.

8. Juni 2009 · Hamburger Abendblatt

6:1 – Henstedt-Rhen hat leichtes Spiel bei Absteiger Husumer SV

Endstation: Rene Hoffmann (Henstedt-Rhen, links) fährt dem Husumer Erion Alla energisch in die Parade. Foto: Voss

SH-Liga: Die Übersicht
Nachdem Holstein Kiel II schon vor dem 2:2 gegen Comet Kiel als Meister feststand, sind am letzten Spieltag auch die letzten Abstiegsentscheidungen gefallen. Nach Husum (1:6 zum Abschied gegen Henstedt-Rhen), Kilia Kiel und Strand 08 erwischte es den VfR Horst (0:6 gegen Flensburg 08). Die Fördestädter blieben trotz des klaren Sieges Tabellenzehnter. Knapp den Klassenerhalt geschafft hat der TSV Kropp, dem ein 1:1 gegen Strand reichte. Bestes Team aus dem Norden ist Schleswig 06, das nach dem 0:3 in Eckernförde auf Platz neun landete.

Husum (usc) - Man kennt sich seit langem und man schätzt sich sehr. Jens Martens, Trainer des SV Henstedt-Rhen, ging nach Spielschluss auf seinen Kollegen Rolf Nielsen zu, umarmte ihn, und wünschte voll Überzeugung alles Gute für die Zukunft. „Ich hoffe, dass Husum nach einer ’Flurbereinigung’ wieder hoch kommt“, so Martens.

In der Verfassung von Sonnabend wird das vermutlich noch eine ganze Weile dauern. Zumindest in der ersten halben Stunde waren die Nordfriesen noch gewillt, zum Spiel beizutragen. Die Führung von Alexander Glandt per Kopfball (16.) egalisierte Stürmer-Legende Björn Fleige nur zwei Minuten später: Der Torjäger wurde von Sebastian Kiesbye gut freigespielt, nahm Maß, traf und versüßte sich sein endgültiges Abschiedsspiel mit einem Treffer.

Henstedt-Rhens Sebastian Mahnke erzielte im Friesenstadion seine Saisontore 22 bis 24 – es hätten noch mehr sein können. Mahnke und Sturmpartner Timo Mäkelmann machten mit der Husumer Abwehr, was sie wollten. In der 30. und 38. Minute vergab Mahnke noch freistehend, in der 39. und 44. Minute traf er und entschied die einseitige Partie schon zur Pause.

Absteiger Husum zeigte in den zweiten 45 Minuten noch einige gefällige Kombinationen, ein Tor lag jedoch nur bei Fleiges Schuss ans Außennetz in der Luft (51.). Ansonsten demonstrierten die Gäste ihre spielerische Klasse, ließen Ball und Gegner laufen und kamen folgerichtig zu leichten Toren. Glandt traf nach 62 Minuten zum 1:4, Benjamin Hermberg verwandelte einen Foulelfmeter (68./Petersen an Kuate Nzuakue), und Mahnke setzte nach 80 Minuten den Schlusspunkt – wieder hatte Sturmpartner Mäkelmann vorbereitet.

„Wir sind Friesen und Ihr nicht“, skandierte der Husumer Fanclub ungehalten angesichts der matten Vorstellung der Gastgeber. Nur noch 104 Zuschauer wollten die SH-Liga-Abschiedsvorstellung sehen. „Wenn Henstedt ins Laufen kommt, können wir die mit unserem Aufgebot nicht stoppen“, befand HSV-Coach Rolf Nielsen nüchtern. Jens Martens freute sich über eine „Riesensaison“ seiner nach dem Oberliga-Abstieg neu formierten Mannschaft (14 Neuzugänge): „Wir haben 109 Tore geschossen und eine ganz tolle Spielzeit mit einem hohen Sieg gekrönt.“

Husumer SV: Molinas - Amroun, Rettkowski, Schulte, Andresen - Kiesbye, Otto (46. Harrsen), Alla, Petersen - Fleige (75. Groth), Müller.
SV Henstedt-Rhen: Zick - Hoffmann, Herrnberg, Meyer - Kuate Nzuakue, Homp, Glandt, Westphal (64. Maass), Bessert (23. Neu/80. Steen) - Mahnke, Mäkelmann. Schiedsrichter: Ehlert (Hamburg). Zuschauer: 104.
Beste Spieler: - / Glandt, Mahnke, Mäkelmann.

8. Juni 2009 · Flensburger Tageblatt

Noch einmal SH-Liga: Henstedt-Rhen kommt

Saison-Kehraus und Abschied von der SH-Liga – das ist das Programm für die Husumer SV. Zu diesem Anlass kommt heute(15 Uhr) der SV Henstedt-Rhen ins Friesenstadion.

Husum (ree) – Henstedt-Rhen – eine Spitzenmannschaft, mit der die Stormstädter in der Vergangenheit sehenswerte Duelle hatten. Diesmal freilich geht es für beide Teams nicht einmal mehr um die „Goldene Ananas“. Die SV ist abgestiegen, der Gast Tabellendritter.

Der Husumer Trainer Rolf Nielsen hat einen speziellen Wunsch für dieses „Endspiel“: „Dass meine Mannschaft noch einmal ein so tolles Spiel zeigt wie am vergangenen Wochenende.“ Mit dem 2:2 beim VfR Neumünster setzten die Nordfriesen noch einmal eine „Duftmarke“ in jenem Kreis, dem sie bald nicht mehr angehören. Nielsen: „Die Mannschaft hat sich mal wieder gezeigt.“ Und das will sie auch gegen Henstedt-Rhen tun.

Dessen Trainer Jens Martens will seinen Kader nach der Partie noch ins Husumer Hafenambiente führen. „Vorher wollen wir uns aber die drei Punkte holen“, stellt er unmissverständlich klar. 103 Mal hat sein Team, das zu Beginn der Saison mit 14 neuen Akteuren bestückt wurde, den Ball schon ins gegnerische Netz befördert – das ist einsame Spitze. Kilia Kiel und der NTSV Strand 08 wurden jeweils mit 10:0 Toren ins Reich der Chancenlosigkeit verwiesen – auch das ist unerreicht in dieser Spielklasse.

„Wir werden nach vorn spielen“, verspricht Martens, der sich gleich auf drei exzellente Goalgetter stützen kann: Sebastian Mahnke (22 Tore), Alexander Glandt (21) und Timo Mäkelmann (19). Aber auch für die Henstedter gilt: Beim Thema Aufstieg müssen sie passen. Martens: „Wie sollen wir das machen?“ Auch hier fehlt das nötige Geld.

Eine Verabschiedung von Spielern wird es vor der Partie nicht geben. Rolf von Bartikowski hat einen anderen Plan. „Wir werden nach dem Spiel gemeinsam grillen, ein Bierchen trinken und dabei die Spieler verabschieden, die uns verlassen“, sagt der Vereinsobere. Dabei hat er eine Menge zu tun. Carsten Groth, Björn Fleige und Birger Andresen beenden ihre Laufbahn, Marcel Otto wechselt zu Schleswig 06, Hauke Harrsen zum Heider SV. Nassim Amroun geht zur Ausbildung nach Berlin, Melf Molinas und Martin Herpel werden sich anders orientieren.

Eingeladen ist auch Ingo Cornils, der die glorreichen Jahre der Husumer SV so maßgeblich mit geprägt hat. Und der wegen einer Achillessehnen-Verletzung nicht helfen konnte, den Abstieg zu verhindern.

6. Juni 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
IC 13.06.09 Integrations-Cup Finalspiele    

Die Frühaufsteher hatten richtig Lust auf Fußball

Der erste Sieger des Sparda-Bank Integrations-Cups heißt VfB Lübeck II. Nach einem langen Fußballtag gewann der Schleswig-Holstein-Ligist im Flensburger Stadion das Finale gegen den ETSV Weiche glücklich mit 1:0. Insgesamt 22 000 Euro Preisgelder wurden beim Landesfinale an die 18 Teilnehmer (14 Männer- und vier Frauen-Mannschaften) verteilt.
Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: Der VfB Lübeck II jubelt über den Turniersieg. Foto: Staudt

Flensburg (Jochen Hebbeln) – Sehr zufrieden schaute Hans-Ludwig Meyer drein. Der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes sah „niveauvolle und faire Spiele, obwohl die Unterschiede von der Kreisklasse B über Kreisliga bis zur SH-Liga groß waren, und eine von Flensburg 08 hervorragend organisierte Veranstaltung“. Und er freute sich über die starke Leistung des Finalteilnehmers ETSV Weiche. „Das Team ist eine Bereicherung für die SH-Liga.“

Einzig das Zuschauer-Interesse ließ etwas zu wünschen übrig. Doch die teilnehmenden Teams und ihr Anhang sorgten für eine volle Tribüne.

Dänisches Schiri-Gespann beim Integrations-Cup: Allan Jensen, Einer Olesen und Sune Feddersen vom Sonderjylland Schiedsrichterverein pfiffen das Finale. "Gutes Niveau, sehr intensiv, kein Meckern", meinte Einer Olesen nach dem Turnier. Foto: Staudt

Die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen zwischen Fans vom VfB Lübeck und von Holstein Kiel blieben aus. „Die VfB-Fans waren nicht mitgekommen, weil sie in Lübeck ein eigenes Fußballturnier hatten“, erzählte Bernd Bleitzhofer, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes Flensburg, der zudem anregte: „Veranstalter und Gastgeber Flensburg 08 hätte hier mitspielen müssen.“

Nicht das Niveau der Männer erreichte das Frauen-Turnier. Von zwölf Spielen endeten zehn mit 0:0. Den Turniersieg holte sich die SG Müssen/Gudow durch einen 2:0-Erfolg gegen den Rendsburger TSV.

Voller Einsatz im Finale: Der Lübecker Carlos Gomez (li.) und Sandro Holland vom ETSV Weiche im Kopfball-Duell. Foto: Staudt

Die Überraschung des Turniers war Lokalmatador ETSV Weiche. „Wir und der VfB Lübeck standen verdient im Finale, weil wir den gepflegtesten Fußball gespielt haben“, meinte ETSV-Ligamanager Harald Uhr. Trotzdem ärgerten er und Trainer Henning Natusch („Wir haben den Flensburger Fußball sehr gut vertreten“) sich über die verpassten Chancen im Finale.

Elmedin Kasumovic und Sven Zeidler scheiterten an VfB-Torhüter Kevin Pour, und Frank Kerlin verzog knapp. Jan Vierig nutzte die einzige Lübecker Chance zum 1:0 (6.). „Wenn man um 5.30 Uhr aufsteht, will man auch etwas reißen“, meinte VfB-Coach Torsten Flocken. „Meine Spieler hatten heute richtig Lust zu gewinnen.“

„In 15 Minuten ist viel Glück dabei“, fand Natusch. Allerdings hatte Weiche zuvor auch Dusel. Im letzten Gruppenspiel stand der TSV Kropp gegen den Itzehoer SV (1:1) ganz knapp vor dem Finaleinzug. Nicola Soranno, der in der Begegnung schon getroffen hatte, trat in der 15. Minute zum Strafstoß an.

Doch er scheiterte, und damit mussten die Kropper Weiche den Vortritt lassen. Im kleinen Finale gegen Verbandsligist GW Siebenbäumen verlor Kropp nach Elfmeterschießen mit 2:4.

Groß gegen klein : Der Kropper Martin Sämann (li.) im Duell mit Erkan Ales (Siebenbäumen). (Staudt)

Ganz stark hielt bei Siebenbäumen Feldspieler Sammy Singh, der den verletzten Torhüter vertrat und zwei Elfmeter entschärfte. Kropps Trainer Dirk Asmussen, der fünf A-Junioren mit hatte, war trotzdem zufrieden. „Wir haben uns gut präsentiert. Es war das erste Mal seit zwei Monaten, dass die Spieler nach dem stressigen Kampf um den Klassenerhalt ein Lächeln auf dem Platz zeigten.“

Nicht alle Mannschaften hatten ihre stärkten Spieler zum Saisonabschluss dabei. Holstein Kiel II spielte mit einer Mischung aus A-Junioren und der dritten Mannschaft, weil die Zweite am Sonntag das Regionalliga-Aufstiegsspiel gegen den FC St. Pauli II bestreiten musste. „Holstein ist entschuldigt, das ging nicht anders“, meinte Hans-Ludwig Meyer.

Nicht in Bestbesetzung kam auch die Husumer SV, die Platz elf belegte. Und der Trainer fehlte im ersten Spiel gegen den Ruthenberger SV auf der Bank. Aufgrund einiger verletzungsbedingter Absagen hatte Rolf Nielsen das Trikot angezogen und bewies, dass er nichts verlernt hat. Schon nach vier Minuten erzielte der 47-jährige Ex-Torjäger das 1:0 beim 2:0-Erfolg. „Aber Spielertrainer werde ich auf keinen Fall“, sagte Nielsen mit einem Lächeln.

Auch die Weicher Spieler fanden nach der Final-Niederlage schnell das Lächeln wieder und freuten sich über die 2500 Euro Prämie. Die werden jetzt bei der Abschlussfahrt nach Oslo auf den Kopf gehauen.

Stimmen zum Integrations-Cup

"Der Fußball vereint"

Lothar Hay (Innenminister): Vom Fußballspielen ist es ein kurzer Weg, anderen näher zu kommen, Deutsch zu lernen, persönliche Freundschaften zu schließen und sich zu integrieren.

Wolfgang Hanus (Vertriebsdirektor der Sparda-Bank-Filialen): Fußball hat eine sehr große integrative Bedeutung. Wir freuen uns, Partner des Integrations-Cups zu sein. Unsere Geschäftsführung hat bereits entschieden, dass sie den Cup weiter unterstützen will.

Hans-Ludwig Meyer (SHFV-Präsident): Viele Kulturen – eine Leidenschaft. Der Fußball vereint auf dem Platz. Über die kurze Spielzeit von 15 Minuten wurde viel diskutiert. Ich sehe viel Positives darin. Man kann sich nicht verstecken, man muss in die Offensive gehen. Die vielen Tore haben gezeigt, dass es funktioniert.

Jörn Felchner (SHFV-Geschätfsführer): Die Gesamtheit aller Teilnehmer ist ein schöner Mischmach an Nationalitäten. Wir haben zwar Mannschaften ohne Ausländer hier, aber es gab ja auch für deutsche Spieler Punkte. In der nächsten Saison werden die Spielberichtsbögen auch in den unteren Klassen verteilt, so dass auch andere Teams die Chance erhalten, mitzumachen.

Harald Uhr (Ligamanager ETSV Weiche): Eine super Sache. Im Fußball sind Hautfarbe und Religion egal. Da zählt nur der Sport. Das lebe ich auch meinen Spielern und Kindern vor.

Lars Jensen (Kapitän des ETSV Weiche): Wir haben acht Nationalitäten im Team. Das Turnier hat ein tolles Zeichen gesetzt. Ich wünsche mir, dass alle auf dem Platz diese Integration weiter vorleben. (joh)

 

 

15. Juni 2009 · Flensburger Tageblatt

Integrations-Cup: Sieben Stunden Fußball nonstop

Fußball, Fußball, Fußball: Sieben Stunden lang wird am Sonnabend im Flensburger Stadion beim Landesfinale im Sparda-Bank Integrations-Cup gespielt. 14 zum Teil hochkarätige Männer-Teams und vier Frauenmannschaften aus Schleswig-Holstein kämpfen auf drei Feldern gleichzeitig um attraktive Siegprämien und Pokale.
Aufstieg geschafft – jetzt kommt die Zugabe: Der ETSV Weiche will beim Integrations-Cup für Überraschungen sorgen. Foto: Born

Flensburg (joh) – Es ist der letzte Höhepunkt in dieser Fußball-Saison. Am Sonnabend um 10 Uhr eröffnet der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Lothar Hay, zusammen mit dem Vertriebsdirektor der Sparda-Bank-Filialen, Wolfgang Hanus, und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer das erste Landesfinale um den Integrations-Cup im Flensburger Stadion. Ab 10.15 Uhr spielen dann die Kreissieger der Männer und Frauen auf insgesamt drei Großfeldern ihre Landessieger aus. „Wir freuen uns auf dieses Event mit sozialem Anliegen und hoffen auf zahlreiche Zuschauer“, erklärt Hans-Ludwig Meyer.

Begleitet wird die vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband, dem Fußball-Kreis Flensburg und von Flensburg 08 gemeinsam organisierte Veranstaltung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. So wird zum Beispiel HSV-Profi Maxim Choupo-Moting, der als Pate dieses Wettbewerbs fungiert, vor Ort sein und für Fragen und Autogrammwünsche zur Verfügung stehen. Nach der Siegerehrung gibt es eine „Aftershow-Party“ für alle Aktiven und Zuschauer mit Live-Musik.

Zum sportlichen Teil des Turniers sagt SHFV-Vorstandsmitglied Eddy Münch: „Ein besonderer Reiz dieses Wettbewerbs ist, dass Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen in Schleswig-Holstein aufeinander treffen. Und da die Spielzeiten einem Blitzturnier angemessen sehr kurz sind, ist mit Sicherheit auch die ein oder andere Überraschung möglich.“

Der Spielplan wurde in dieser Woche noch einmal umgebaut. „Aus Angst vor Ausschreitungen zwischen den Fans von Holstein Kiel und VfB Lübeck“, sagt Bernd Bleitzhofer, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes (KFV) Flensburg. Zunächst hätten beide Reserve-Teams nacheinander spielen sollen. Doch dann hätten die Anhänger aufeinander treffen können. Jetzt spielen Holstein und VfB auf verschiedenen Plätzen zeitgleich, um die eigenen Fans an ihre Mannschaften zu binden. „Dadurch hoffen wir, Ruhe zu haben“, sagt Bleitzhofer, der sich auf ein „unheimlich attraktives Teilnehmerfeld“ freut. „Unser Ziel ist es, 2000 Zuschauer – über den Tag verteilt – ins Stadion zu locken.“ Der Eintritt ist frei.

Auch für Anreiz bei den teilnehmenden Teams ist gesorgt. 22 100 Euro (15 100 Euro Männer, 7000 Euro Frauen) werden an Prämien ausgespielt. Während bei den Frauen die vier Siegermannschaften aller Fußball-Kreise im Modus „Jeder gegen Jeden“ antreten, spielen die Herren in zwei Siebener-Gruppen. Die Vertreter der SH-Liga waren bei der Auslosung gesetzt. Die Gruppenzweiten treten zum kleinen Finale (16.30 Uhr) an, die Gruppensieger spielen anschließend das Endspiel aus.

Am Start sind mehrere hochklassige SH-Ligisten. Wobei Holstein II nicht mit seiner Meistermannschaft aufläuft. Die Kieler tragen am Sonntag das Rückspiel um den Regionalliga-Aufstieg gegen den FC St. Pauli II aus. „Aber Holstein kommt mit einer schlagkräftigen Truppe – einer Mischung aus Profis und dem Rest“, erklärt Bleitzhofer.

Lokalrivale ETSV Weiche nimmt den Saisonabschluss sehr ernst. Und im Stadion des Stadtkonkurrenten 08 ist der SH-Liga-Aufsteiger besonders motiviert und bringt viele Fans mit. „ Wir haben in dieser Woche noch voll trainiert“, sagt Trainer Henning Natusch und ergänzt: „Die Euphorie nach dem Aufstieg ist riesengroß.“ Zudem will Weiche in den Spielen der Gruppe B gegen TSV Kropp, Holstein Kiel II und Itzehoer SV seine Konkurrenzfähigkeit erproben. „Mal sehen, wie gut wir mithalten können.“ Auch wenn für Natusch aufgrund der kurzen Spielzeit viel Glück mitspielt, „wollen wir uns so gut wie möglich verkaufen“. Zudem geht die Prämie voll in die Mannschaftskasse – für die Abschlussfahrt. „Da können sich die Spieler selbst belohnen.“

Krasser Außenseiter in der Gruppe B ist die FT Preetz. Trotzdem ist der Plöner Kreisligist, der sich nur knapp vor dem Abstieg retten konnte, heiß. Vielleicht gelingt der Mannschaft ja eine Sensation. Weitere Teams der Gruppe B sind SH-Liga-Absteiger Strand 08 und Verbandsligist SV Todesfelde.

In der Gruppe A sind die SH-Ligisten Heider SV und VfB Lübeck II die Favoriten. Husumer SV kann mit einer erfolgreichen Teilnahme beim Finale des Integrations-Cups und der damit verbundenen Prämie ein wenig Wiedergutmachung für den Abstieg aus der höchsten Landesklasse betreiben.

Nach sieben Stunden Fußball nonstop folgt gegen 17.15 Uhr die Siegerehrung vor der Haupttribüne mit Lothar Hay und Hans-Ludwig Meyer. Wobei sich alle Teams als Sieger fühlen können. Denn alle erhalten eine stattliche Prämie für die Mannschaftskasse.

12. Juni 2009 · Flensburger Tageblatt

Husumer SV will sich "gut präsentieren"

Finale um den Integrations-Cup in Flensburg

Flensburg (joh/usc) - Es ist der letzte Höhepunkt der Fußball-Saison. Am Sonnabend um 10 Uhr eröffnen Innenminister Lothar Hay und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer das erste Landesfinale um den Integrations-Cup im Flensburger Stadion. Von 10.15 Uhr an spielen die Kreissieger der Männer und Frauen auf drei Großfeldern ihre Landessieger aus. „Wir freuen uns auf dieses Event mit sozialem Anliegen und hoffen auf zahlreiche Zuschauer“, erklärt Hans-Ludwig Meyer.

HSV-Profi Maxim Choupo-Moting, der als Pate dieses Wettbewerbs fungiert, wird für Fragen und Autogrammwünsche zur Verfügung stehen. Nach der Siegerehrung gibt es eine „Aftershow-Party“ für alle Aktiven und Zuschauer mit Live-Musik.

Zum sportlichen Teil des Turniers sagt SHFV-Vorstandsmitglied Eddy Münch: „Ein besonderer Reiz ist, dass Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen aufeinander treffen. Und da die Spielzeiten einem Blitzturnier angemessen kurz sind, ist mit Sicherheit auch die ein oder andere Überraschung möglich.“

SH-Liga-Absteiger Husumer SV trifft in Gruppe B auf den Ruthenberger SV (Meister Kreisklasse B Neumünster), VfB Lübeck II, Heider SV (beide SH-Liga), GW Siebenbäumen, Büdelsdorfer TSV (beide Verbandsliga) und VfL Oldesloe II (Kreisklasse A). Ein Spiel dauert 15 Minuten. „Eine gute Sache. Wir wollen uns dort als Husumer SV gut präsentieren“, sagt Trainer Rolf Nielsen, der trotz einiger Verletzter mit einem schlagkräftigen Team nach Flensburg fahren will. Für Anreiz ist gesorgt. 22 100 Euro (15 100 Euro Männer, 7000 Euro Frauen) werden an Prämien ausgespielt. Nach sieben Stunden Fußball nonstop folgt gegen 17.15 Uhr die Siegerehrung.

Spielplan der Husumer SV:
11.09 Uhr: HSV – Ruthenberger SV; 12.03 Uhr: Husumer SV – VfB Lübeck II; 13.05 Uhr: Heider SV – HSV; 13.59 Uhr: HSV – GW Siebenbäumen; 14.53 Uhr: VfL Oldesloe II – Husumer SV; 15.47 Uhr: Husumer SV – Büdelsdorfer TSV. 16.30 Uhr Spiel um Platz 3, 16.50 Uhr Endspiel.
Preisgeld: 1. Platz 3000 Euro, 2. Platz: 2500 Euro, 3. Platz 2000 Euro, 4. Platz 1600 Euro, Plätze 5 bis 8 je 1200 Euro, Plätze 9 bis 14 je 800 Euro.

12. Juni 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport

Integrations-Cup: Husum – Heide

Flensburg (sh:z) – Eine Woche nach Saisonschluss müssen die Fußballer der Husumer SV auf jeden Fall noch einmal ran: Als Kreissieger im sparda-Integrationscup des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) treten die Stormstädter am Sonnabend, 13. Juni, im Flensburger Stadion beim Endturnier an. In der vergangenen Woche loste der SHFV die beiden Gruppen aus. Die Husumer SV spielt in Gruppe A gegen die SH-Ligarivalen VfB Lübeck II und Heider SV, außerdem bekommen es die Schützlinge von Trainer Rolf Nielsen in Flensburg mit Grün-Weiß Siebenbäumen (Verbandsliga Südost), dem Ruthenberger SV, dem VfL Oldesloe II und dem Büdelsdorfer TSV zu tun. Der Sieger im landesweiten Wettbewerb streicht immerhin eine Prämie von 3000 Euro ein. In Gruppe B spielen: TSV Kropp, FT Preetz, Holstein Kiel II, ETSV Weiche, NTSV Strand 08, SV Todesfelde und der noch nicht ermittelteSieger aus dem Fußballkreis Steinburg.
16. Mai 2009 · sh:z-Nordfriesland Sport
   

 

Abschlusstabelle Herren Verbandsliga Schleswig-Holstein-Liga 2007/08

Platz Mannschaft Spiele gewonnen unentschieden verloren Torverhältnis Tordifferenz Punkte Trend
1 KSV Holstein Kiel II 34 23 8 3 92 : 26 66 77
2 VfR Neumünste 34 22 9 3 89 : 31 58 75
3 SV Henstedt-Rhen 34 20 9 5 109 : 38 71 69
4 Heider SV 34 16 8 10 61 : 42 19 56
5 FT Eider-Büdelsdorf 34 15 9 10 64 : 49 15 54
6 SC Comet Kiel 34 15 8 11 51 : 50 1 53
7 Heikendorfer SV 34 16 4 14 61 : 55 6 52
8 VfB Lübeck II 34 15 6 13 67 : 55 12 51
9 SV Schleswig 06 34 14 9 11 51 : 61 -10 51
10 Flensburg 08 34 12 14 8 56 : 39 17 50
11 Itzehoer SV 34 12 6 16 55 : 59 -4 42
12 Eckernförder SV 34 10 10 14 47 : 71 -24 40
13 TSV Kropp 34 9 11 14 43 : 56 -13 38
14 TSV Altenholz 34 11 5 18 50 : 71 -21 38
15 VfR Horst 34 11 5 18 49 : 77 -28 38
16 Husumer SV 34 7 5 22 44 : 76 -32 26
17 FC Kilia Kiel 34 6 6 22 41 : 106 -65 24
18 NTSV Strand 08 34 4 4 26 37 : 105 -68 16

Fairnesstabelle Herren Schleswig-Holstein-Liga 2008/09

Platz Mannschaft Spiele



§ Punkte Quote
1 SV Schleswig 06 34 52 0 0 0 0 52 1.52
2 Holstein Kiel II 34 48 2 2 0 1 74 2.17
3 VfB Lübeck II 34 69 0 3 0 0 84 2.47
4 SV Henstedt-Rhen 34 69 2 1 0 1 90 2.64
5 VfR Neumünster 34 57 3 3 0 1 91 2.67
6 Heikendorfer SV 34 67 2 0 0 2 93 2.73
7 Flensburg 08 34 74 4 2 0 0 96 2.82
8 Heider SV 34 92 2 1 0 0 103 3.02
9 TSV Altenholz 34 74 4 2 0 1 106 3.11
10 FT Eider Büdelsdorf 34 89 5 2 0 0 114 3.35
11 NTSV Strand 08 34 92 6 1 0 0 115 3.38
12 VfR Horst 34 74 7 5 0 0 120 3.52
13 SC Comet Kiel 34 93 4 4 0 0 125 3.67
14 TSV Kropp 34 87 6 3 0 1 130 3.82
15 Husumer SV 34 89 10 1 0 1 134 3.94
16 Eckernförder SV 34 103 9 1 0 1 145 4.26
17 FC Kilia Kiel 34 99 5 7 0 0 149 4.38
18 Itzehoer SV 34 104 14 4 0 0 166 4.88

Allgemeine Statistik

Anzahl der ausgetragenen Spiele: 306
davon Heimsiege 127
davon Unentschieden 68
davon Auswärtssiege 111
Tore:  1.067
davon Heimteams 570
davon Auswärtsteams 497
Schnitt pro Spiel  3,49
Schnitt pro Heimteam 1,86
Schnitt pro Auswärtsteam 1,62
Die meisten Tore pro Spiel:
SV Henstedt-Rhen - FC Kilia Kiel 10:0
NTSV Strand 08 - SV Henstedt-Rhen 0:10
Die höchsten Heimsiege
SV Henstedt-Rhen - FC Kilia Kiel 10:0
Die höchsten Auswärtssiege
NTSV Strand 08 - SV Henstedt-Rhen 0:10

Schleswig-Holstein-Liga

Bilanz 2008/09   34  -  7 - 5 - 22      44:76 Tore     
Erfolgsquote   27,94 %
Anteil Siege  20,59 %
Anteil Remis 14,71 %
Anteil Niederlagen  64,71 %
Heimbilanz 17 — 4 — 3 — 10 25:37 (Quote: 32,53)
Auswärtsbilanz 17 — 3 — 2 — 12 23:53 (Quote: 23,53)
Tore  pro Spiel  3,53
- erzielt  1,29
- erhalten 2,24
Höchster Heimsieg (Differenz)  
· Husumer SV - FT Eider Büdelsdorf 3:0
· Husumer SV - FC Kilia Kiel 3:0
· Husumer SV - NTSV Strand 08 5:2
Höchster Auswärtssieg (Differenz)  
· NTSV Strand 08  - Husumer SV 1:5
Höchste Heimniederlage (Differenz)  
· Husumer SV - SV Henstedt-Rhen 1:6
Höchste Auswärtsniederlage (Differenz)  
· Holstein Kiel II - Husumer SV 5:0
Die meisten Tore  
· Husumer SV - Itzehoer SV                  5:3
· Husumer SV - NTSV Strand 08               5:2
· NTSV Strand 08 - Husumer SV                   1:5
Die wenigsten Tore  
· Holstein Kiel II - Husumer SV                   5:0
· Husumer SV - Heider SV                    0:2 
· SC Comet Kiel - Husumer SV  2:0
· Husumer SV - Heikendorfer SV 0:2
· VfB Lübeck II - Husumer SV 1:0
· Flensburg 08 - Husumer SV 3:0
· Husumer SV - TSV Kropp 0:3
· TSV Kropp - Husumer SV  0:0
· Husumer SV - TSV Altenholz 0:2
· TSV Altenholz - Husumer SV 3:0
· Husumer SV - VfR Horst 0:1
· VfR Horst - Husumer SV 1:0
Die meisten Tore der Gegner    
· Husumer SV - SV Henstedt-Rhen 1:6
Die wenigsten Tore der Gegner  
· Husumer SV - FT Eider Büdelsdorf 3:0
· Eckernförder SV - Husumer SV 0:1 
· TSV Kropp - Husumer SV 0:0 
· Husumer SV - FC Kilia Kiel 3:0 
Die meisten Tore im Spiel  
· Husumer SV - Itzehoer SV 5:3
Zuschauer Zu 17 Heimspielen kamen
insgesamt 3.234 Zuschauer /
Schnitt: 190.
Position Name »Arbeitsnachweis« aller Spieler
Stand: 07.06.2009 (Saisonende)
Spielanteile Scorer-Quote Karten
Einsätze durch-gespielt ein-gewechselt aus-gewechselt raus-gestellt Spiel-minuten Tore Vor-lagen Torbe-teiligung gelb gelb/rot rot
TOR Molinas, Melf 31 31       2.790       3    
Teubler, André

3

3       270            
ABWEHR Andresen, Birger 23 19 3   2 1.863

 

1 1,2% 6 2  
Burghardt, Christian 1   1     10

 

         
Cornils, Ingo 7 3 1 3  

522

  2 2,4 %      
Groth, Carsten 16 11 3 2   1.200       4    
Rettkowski, Sascha 31 27   4   2.692 1   1,2 % 7    
Schröder, Erik 8 4 2 2   534       2    
Schulte, Dennis 15 6 9     681       2    
Strüning, David 22 6 6 10 2 1.301   1 1,2 % 5 2  
MITTELFELD Alla, Erion 15 9   6   1.253 1   1,2 %      
Amroun, Nassim 16 8 6   2 938 1   1,2 % 4 2  
Berger, Michael 17 14 2 1   1.386   3 3,5 % 4    
Harrsen, Hauke 8   7 1   313            
Jensen, Jan-Iven 10   6 4   433

 

2 2,4 % 1    
Kiesbye, Sebastian 34 12 10 12   2.136 4 2 7,1 %      
Kleissl, Finn 1   1     9            
Petersen, Michael 31 19 2 8 3 2.487 1 3 4,7 % 10 3  
Saeltz, Sebastian 29 27   2   2.497 3 3 7,1 % 6    
Steglich, Sebastian 26 23   2 1 2.296 4 1 5,9 % 9   1
Stoll, Nico 2   2     12            
ANGRIFF Fleige, Björn 12 6   6   917 7 5 14,1 % 2    
Herpel, Martin 13 8 2 2 1 995   1 1,2 % 2 1  
Hertting, Lukas 3 2   1   264 2 5 8,2 % 1    
Müller. Gerrit 31 26 1 4   2.669 15 5 23,5 % 3    
Otto, Marcel 32 28   4   2.777 4 7 12,9 % 6    
Rizos, Konstantinos 12   11 1   224 1   1,2 % 1    
T O T A L 449 292 75 75 11 33.469 44 41 100,0 % 78 10 1
Jeder Spieler erhält für jedes Tor und jede Vorlage einen Punkt!
Außerdem der gefoulte Spieler im Strafraum.
Platz
Spieler
Tore
Vorlage
Gesamt
1
Gerrit Müller
15
5
20
2
Björn Fleige
7
5
12
3
Marcel Otto
4
7
11
4
Lukas Herttng
2
5
7
5
Sebastian Kiesbye
4
2
6
6
Sebastian Saeltz
3
3
6
7
Sebastian Steglich
4
1
5
8
Michael Petersen
1
3
4
9
Michael Berger
-
3
3
10
Ingo Cornils
-
2
2
10
Jann-Iven Jensen
-
2
2
12
Erion Alla
1
-
1
12
Nassim Amroun
1
-
1
12
Sascha Rettkowski
1
-
1
12
Konstantinos Rizos
1
-
1
16
Birger Andresen
-
1
1
16
Martin Herpel
-
1
1
16
David Strüning
-
1
1

 


seit 1. Mai 2014
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