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zuletzt aktualisiert am: Montag, 05.12.2022 0:30

Spielplan 2022/23 - Oberliga Schleswig-Holstein
Staffelleiter: Dirk Schröder · 0172 4375 530 · d.schroeder(at)shfv-kiel.de

Test 03.07.2022 VfR Neumünster (LL) Husumer SV 0:4
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Fußball-Landesliga

Trotz 0:4 im Test gegen die Husumer SV: Das fordern die Fans des VfR Neumünster

Die VfR-Anhänger Bernd Gloe und Kurt Baltruschat haben genug von der Landesliga.
FOTO: Jörg Lühn

Rasensport will zurück auf die große Bühne des Amateursports und hat für die neue Saison neun Neue verpflichtet. Doch derzeit wird über einen weiteren Zugang spekuliert. Steigt ein Bürgermeister bei den Veilchen ein?

"Wir wollen gerne wieder an Zeiten anknüpfen, in denen wir hier sehr erfolgreich Fußball gespielt und viele Menschen in Neumünster begeistert haben."
Gerd Grümmer
Vorsitzender des VfR Neumünster

Der VfR Neumünster meldet sich aus der Sommerpause zurück. Die Anhänger fordern sogleich den Aufstieg des Fußball-Landesligisten am Ende der Saison 2022/23. Das erste Testspiel ging mit 0:4 (0:4) gegen den Oberligaaufsteiger Husumer SV kräftig in die Binsen. Dafür darf über einen Einstieg des Bürgermeisters von Stolpe, Holger Bajorat, bei den Veilchen spekuliert werden.

Strahlender Sonnenschein und beste Bedingungen lockten 73 Zuschauer in die Grümmi-Arena. "Wir haben alle eingeladen", frohlockte der 2. Vorsitzende Jan Carstensen. Derweil schaute Vereinsboss Gerd Grümmer dem Treiben auf dem Rasen zu.

An seiner Seite Bajorat. Hier wurde deutlich, das ist mehr als nur ein Kaffeeplausch. „Wir wollen gerne wieder an Zeiten anknüpfen, in denen wir hier sehr erfolgreich Fußball gespielt und viele Menschen in Neumünster begeistert haben“, kommentierte Grümmer, während Bajorat schmunzelte: „Ich schaue mir das hier mal an.“

Ziel ist Nummer 1 der Stadt

Der 66-Jährige, der sich seit seiner Jugend auf Verbands- und Vereinsebene engagiert, könnte hybridisierend wirken. Obwohl Grümmer ein Engagement weder dementierte noch bestätigte, machte er um eines keinen Hehl: „Wir wollen wieder die Nummer 1 der Stadt werden.“

"Landesliga reicht langsam, wir fordern den Aufstieg."
Bernd Glow
VfR-Fan

Das wäre nach dem Geschmack der VfR-Anhänger Bernd Gloe und Kurt Baltruschat, die beide seit mehr als 30 Jahren als Zuschauer zum VfR pilgern. „Landesliga reicht langsam, wir fordern den Aufstieg“, meinte Gloe. Sie schauen sich nicht nur die Heimspiele an, sondern sind auch auswärts so oft es geht mit von der Partie.

Knobel mit schmerzhafter Armverletzung

Der Weg, so heißt es gern, wird kein leichter sein. Neun neue Spieler wollen erst einmal in das Gefüge integriert werden. Mit Arian Jashari und Erdogan Cumur (beide Inter Türkspor Kiel) sowie Eigengewächs Tino Knobel standen drei in der Startelf. Knobel schied jedoch kurz vor dem 0:1 mit einer Armverletzung aus.

Für Spektakel an der Seitenlinie sorgte der stimmgewaltige Co-Trainer Jörg Steinbach. „Kopf hoch, Brust raus, vorwärts VfR“, forderte er mit der Stimmenähnlichkeit des Schlagerbarden Henry Valentino („Im Wagen vor mir“). Noch allerdings muss der VfR dazu einige PS mehr aus den Rasen bringen.

Nächster Testspielgegner: Heider SV

In einigen hochkarätigen Testspielen besteht dazu Gelegenheit. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) spielt der Regionalligaabsteiger Heider SV in der Grümmi-Arena. Dort ist das Ex-Veilchen Markus Wichmann Trainer und der ehemalige VfR-Trainer Thomas Möller vor Kurzem als sportlicher Leiter eingestiegen.

Tore: 0:1 Christiansen (26.), 0:2 Krause (28.), 0:3 Matthiesen (29.), 0:4 Krause (34.)

Auswechslung mit Armschmerzen: U19-Spieler Tino Knobel. FOTO: JÖRG LÜHN
Jörg Lühn · 03.07.2022 · www.shz.de/sport/lokalsport-schleswig-holstein-mitte
Test 06.07.2022 SC Weiche Flensbg 08 II (OL) Husumer SV 4:2
SHP AF 10.07.2022 Eichholzer SV Husumer SV 1:3
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Fußball-Landespokal

3:1 beim Eichholzer SV: Husumer SV steht im Viertelfinale

Daouda Soumah (re.) im Duell mit dem Lübecker Gabib Aliev. FOTO: 54° / John Garve

Oberliga-Aufsteiger Husumer SV hat sich im Landespokal beim Eichholzer SV durchgesetzt und hofft in der nächsten Runde auf ein Duell mit dem Heider SV.

„Das war nicht gut für meinen Blutdruck. “
Sebastian Kiesbye
Trainer der Husumer SV über die zweite Hälfte

Erfolgreiches erstes Pflichtspiel für den neuen Trainer Sebastian Kiesbye: In der ersten Runde des SHFV-Pokals gewann die Husumer SV, Aufsteiger in die Fußball-Oberliga, 3:1 (2:1) beim Lübecker Landesligisten Eichholzer SV und trifft nun im Viertelfinale auswärts auf den Sieger der Partie Heider SV – SV Eichede, die am Sonnabend ausgetragen wird.

Kleiner und enger Kunstrasen

Mit der ersten Hälfte war Kiesbye, abgesehen von der ersten Viertelstunde, zufrieden, mit der zweiten nicht. Die Nordfriesen brauchten einige Zeit, um sich auf den kleinen und engen Kunstrasenplatz einzustellen. Tom Meier brachte die Gastgeber nach 14 Minuten in Führung, doch Husum blieb ruhig und schlug vor der Pause doppelt zurück.

Soumah und Matthiesen treffen

Zunächst gelang Daouda Soumah der Ausgleich (41.), Marvin Matthiesen legte in der Nachspielzeit nach. Gleich nach Wiederbeginn ließ das Kiesbye-Team die Chance zum 1:3 ungenutzt. „Danach haben wir aufgehört, Fußball zu spielen“, sagte der Coach, der mit ansehen musste, wie reihenweise Ecken und Freistöße in den Strafraum flogen.

Koch macht den Deckel drauf

Immerhin: „Die ganzen Standards haben wir gut wegverteidigt“, lobte der Coach. Und in der Schlussphase agierte Husum auch wieder spielerisch und nicht nur mit langen Bällen. Als Neuzugang Pascal Koch das 1:3 (83.) erzielte, hatten alle drei Angreifer getroffen und das Weiterkommen war besiegelt.

Wunschgegner im Viertelfinale ist der Heider SV. Das Derby lockt – und natürlich auch die wesentlich kürzere Anreise.

Aufstellung Husumer SV

Thomsen – Giesen, Momo, Wetzel, Marcel Lorenzen – Christiansen, Kati, Henning Lorenzen (72. Guth) – Koch (87. Knoll), Matthiesen (90.+1), Soumah.

Ulrich Schröder · 10.07.2022 · www.shz.de/sport/lokalsport-schleswig-holstein-nord
Test 12.07.2022 IF Stjernen Flensborg (LL) Husumer SV 4:0
KP AF 16.07.2022 TSV Klixbüll Husumer SV 0:13
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Klixbüll wehrt sich tapfer gegen Husum

Achtelfinale im Fußball-Kreispokal: Trotz der 0:13-Niederlage hat der Außenseiter Spaß gegen den Oberligisten

Erfolgreicher Abschluss: Der Husumer Stürmer Daouda Soumah (li.) auf dem Weg zum 0:9, das Klixbülls starker Torhüter Patric Malchau nicht verhindern kann. Wolfgang Pustal

NORDFRIESLAND (Wolfgang Pustal) - Das Achtelfinale des Fußball-Kreispokals war kein guter Tag für die Inselmannschaften. Das Team Sylt kam im Heimspiel gegen die SG Mitte NF deutlich unter die Räder und verlor mit 1:9. Ähnlich ging es dem TSV Amrum, der beim 0:7 gegen den Oberligisten SV Frisia 03 Risum-Lindholm auf verlorenem Posten stand. Nun spielt die SG gegen den SV Frisia 03.

Knapper zu ging es bei der 0:1-Niederlage des FSV Wyk-Föhr bei der SG Oldenswort-Witzwort. Ohne Probleme gewann Oberligist Husumer SV beim TSV Klixbüll mit 13:0 und muss jetzt beim TSV Rantrum antreten, der sich 4:2 nach Verlängerung bei der SG Drelsdorf/Goldebek durchsetzte. Im Nachbarschaftduell der SG Langenhorn-Enge gegen den SV Dörpum behielt Dörpum mit 2.1 die Oberhand und spielt nun bei der SG Oldenswort-Witzwort. Knapp gewann die SG Leck-Achtrup-Ladelund mit 3:2 bei der SG Eiderstedt und trifft nun auf den Rödemisser SV (3:0 beim TSV Viöl).

TSV Klixbüll – Husumer SV 0:13 (0:6). Der Favorit tat sich zunächst sehr schwer gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Underdog. Die erste Chance bot sich sogar den Platzherren, Lukas Jessen testete Husums Torhüter Christopher Thomsen.
Pascal Gettu Ayene traf zum 0:1 (9.), weitere beste Möglichkeiten wurden vergeben oder Husum scheiterte am überragenden Klixbüller Torhüter Patric Malchau vergeben. Von einem Fünf-Klassen-Unterschied war nichts zu sehen, die Gastgeber versuchten mitzuspielen. Erst nach mehr als einer halben Stunde wurden die Gäste zielstrebiger und vor allem genauer im Abschluss.
„Wir haben uns für den Fünf-Klassen-Unterschied toll geschlagen. Das Ergebnis war für uns zweitrangig, wir wollten das Spiel gegen einen Oberligisten genießen und Spaß haben. So etwas erlebt man nur im Pokal“, lobte Klixbülls Trainer Jörn Moritzen. Sebastian Kiesbye hingegen sah bei seiner Mannschaft neben Licht auch noch viel Schatten: „Phasenweise war ich zufrieden, aber es gab auch immer wieder Pausen und Unkonzentriertheiten. Ich hätte gern gesehen, dass wir unser Tempo über 90 Minuten gehalten hätten“, so der Husumer Coach.
Tore: 0:1 (9.) Pascal Gettu Ayene, 0:2 (36.) Pascal Koch, 0:3 (39.) Ayene, 0:4 (41.) Valentin Sinzel, 0:5 (41.) Ayene, 0:6 (45.) Daouda Soumah, 0:7 (47.) Ayene, 0:8 (49.) Ayene, 0:9 (53.) Soumah, 0:10 (56.) Ayene, 0:11 (76.) Soumah, 0:12 (81.) Sinzel, 0:13 (85.) Ayene.

Team Sylt – SG Mitte NF 1:9 (0:3). Tore: 0:1 (29.) Dennis Löwen, 0:2 (31.) Kevin Jensen, 0:3 (40.) Löwen, 0:4 (50.) Marvin Endlich, 0:5 (60.) Pay Thore Bischoff, 0:6 (73.) Jensen, 0:7 (74.) Paul Jannis Otto, 0:8 (75.) Jensen, 1:8 (78.) Fabio Schering, 1:9 (84.) Löwen.

SG Oldenswort-Witzwort – FSV Wyk-Föhr 1:0 (0:0). Tor: 1:0 (68.) Jannek Frahm.

TSV Amrum - SV Frisia 03 Risum-Lindholm 0:7 (0:4). Tore: 0:1 Yago Heider (10.), 0:2 Leon Poschkamp (39.) , 0:3 Heider (40.) , 0:4 Heider (42.) , 0:5 Lasse Böckenholt (64.), 0:6 Karli Melfsen (85.), 0:7 Heider (89.).

SG Eiderstedt – SG Leck-Achtrup-Ladelund 2:3 (1:0). Tore: 1:0 (4.) Babucarr Kugabi, 1:1 (56.) Lewe Knauf, 2:1 (60.) Louis Petersen, 2:2 (61.) Steffen Petersen, 2:3 (86.) Knauf.

SG Langenhorn/Enge-Sande – SV Dörpum 1:2 (1:1). Die SG schnupperte an der Überraschung in diesem packenden und kämpferischen Derby. Erst in der Schlussminute sorgte Lars Peretzke mit seinem Schuss in den Winkel zum 1:2 für die Entscheidung.
Tore: 0:1 (2.) Malte Johannsen, 1:1 (41.) Jonas Jensen, 1:2 (90.) Lars Peretzke.

SG Drelsdorf/Goldebek – TSV Rantrum n.V. 2:4 (1:1). Tore: 1:0 (40. Dominik Kraft), 1:1 (42.) Brian Kliese, 2:1 (67.) Kevin Kelting, 2:2 (77.) Jannik Holsteiner, 2:3 (112., Eigentor) Dennis Christiansen, 2:4 (118.) Danny Jessen.

TSV Viöl – Rödemisser SV 0:3.

So geht es weiter: SG Oldenswort-Witzwort – SV Dörpum, SG Mitte NF – SV Frisia 03 Risum-Lindholm, TSV Rantrum – Husumer SV, SG Leck-Achtrup-Ladelund – Rödemisser SV.

18.07.2022 - shz-Nordfriesland Sport

 

Test 19.07.2022 Husumer SV SC Weiche Flensburg (RL) 0:5
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Fünf Tore beim fröhlichen Wiedersehen

Fünf Tore, gutes Wetter, zufriedene Gesichter überall – nur ein paar mehr Zuschauer im Friesenstadion hätten es gerne sein dürfen.

Tor für Flensburg: Jonah Gieseler (Mitte) köpft eine Flanke von Nico Empen zum 3:0 ein, Husums Keeper Christopher Thomsen ist ohne Abwehrchance. Brigitte Petersen

HUSUM (Ulrich Schröder) - Hätte klappen können. „Willst Du nicht bei mir im Sturm spielen?“, fragte Sebastian Kiesbye seinen Vorgänger augenzwinkernd. Immerhin liegt der Spielerpass von Mamadou Sabaly, neuer Co-Trainer des Fußball-Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08, noch in Husum.

Launiger Fußball-Abend

Um es vorwegzunehmen: Kiesbye, neuer Coach des Oberliga-Aufsteigers Husumer SV, musste ohne Sabalys Dienste auskommen. Der Genugtuung über einen launigen Fußball-Abend tat das keinen Abbruch. Der Regionalligist gewann 5:0 (2:0) im Husumer Friesenstadion.

Viele alte Bekannte

Sabaly (Spitzname „Bernd“) schüttelte an diesem Abend viele Hände. „Ich habe immer noch sehr guten Kontakt“, sagte der 49-Jährige. Das galt auch für andere Protagonisten. Kiesbye spielte einst bei Flensburg 08 und dem SC Weiche 08, die Flensburger Angreifer Marcel Cornils und Nico Empen waren einst im Friesenstadion aktiv.

Besonders für Empen, der lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte, war es eine schöne Rückkehr. Der 26-Jährige bereitete zwei Tore vor und zählte zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz. Die Freude nach dem einstündigen Auftritt war dem Flensburger Publikumsliebling förmlich anzusehen.

Man kennt sich: Angeregtes Gespräch zwischen Mamadou Sabaly (li.) und Sebastian Kiesbye. Foto: Brigitte Petersen

Doppelpack von Tobias Ryborg

SC-Trainer Thomas Seeliger ließ zunächst die Spieler ran, die beim 2:1-Erfolg im Landespokal bei Kilia Kiel gar nicht oder nur kurz gespielt hatten. Die ersten 20 Minuten standen ganz im Zeichen des jungen Dänen Tobias Ryborg. Nach zwei verpassten Chancen (6. und 10. Minute) erzielte er zwei schnelle Tore (13., 16.) und hätte fast noch das 0:3 nachgelegt (17.).

„Die ersten 25 Minuten waren richtig gut“, lobte Seeliger, „danach gab es einen kleinen Bruch im Spiel, obwohl wir noch genügend Chancen hatten.“ Husum kam besser in die Partie, Pascal Gettu Ayene (41.) und Finn Christiansen (45.) prüften SC-Keeper Phillip Österbaek.

Neun Wechsel bei Weiche 08

Österbaek war der einzige Weiche-Akteur, der durchspielte – nach 60 Minuten nahm Seeliger neun Wechsel vor. Jonah Gieseler (55.) per Kopf nach starker Empen-Flanke, Rene Guder per Foulelfmeter (verursacht von Momo an Schulz/69.) und Niclas Nadj (Vorarbeit Schleemann/86.) besorgten den Endstand.

Husums Trainer zufrieden

Ein Tor war den unverdrossenen Husumern nicht vergönnt. Fast wäre Flensburg ein Eigentor unterlaufen (78.), Daouda Soumah (58., 81.) schnupperte zumindest am Ehrentor. „Wir haben uns defensiv gut verhalten und hatten offensiv keine Angst. Es hat richtig viel Spaß gemacht, zuzusehen“, so Kiesbye.

Zwiegespräch der Trainer: „Ihr habt uns gut unter Druck gesetzt“, bemerkte der HSV-Coach in Richtung Seeliger. Der konterte: „Ihr habt ein paar gute Jungs drin.“ Gegen ein Wiedersehen hätten beide Teams nichts einzuwenden – und das ist auch nicht ausgeschlossen.

Wiedersehen im Landespokal?

Husum spielt am Sonnabend (14 Uhr) im Landespokal beim Heider SV, Weiche 08 tritt am Sonntag (14 Uhr) beim SV Todesfelde an. Gewinnen beide Teams, könnte es ein Duell im Halbfinale geben. „Oder im Endspiel“, sagte Seeliger lächelnd.

Einziger Wermutstropfen: Lediglich 186 Zuschauer zahlten Eintritt, insgesamt waren knapp 250 Besucher auf der Anlage. Mögliche Gründe: das warme Wetter und der nicht optimale Dienstag-Termin, traditioneller Trainingstag bei Fußballern aus anderen Vereinen.

Husumer SV: Thomsen - Giesen, Momo, Lorenzen, Wetzel - Christiansen - Koch, Ayene, Guth - Soumah. Eingewechselt: Kati, Matthiesen, Podbruschenko.

SC Weiche Flensburg 08: Österbaek - Kurzbach, Marten, Thomsen, Ilidio - Jungjohann, M. Petersen, F. Meyer - Gieseler, Ryborg, Empen. Eingewechselt: Schleemann, Herrmann, Schulz, Cornils, Guder, Njie, Fölster, Rehfeldt, Hartmann.

Zuschauer: 186 zahlende.

Schiedsrichter: Bäthge (Hennstedt).

Tore: 0:1, 0:2 Ryborg (13., 16.), 0:3 Gieseler (55.), 0:4 Guder (69., Foulelfmeter), 0:5 Nadj (86.).

21.07.2022 - shz-Nordfriesland Sport

SHP VF 23.07.2022 Heider SV Husumer SV 1:2
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Husumer SV schafft den Pokal-Coup in Heide

Oberliga-Fußballer aus der Stormstadt erreichen mit dem 2:1 in Heide das Halbfinale

Der Abschluss von Husums Mannschaftsführer Henning Lorenzen findet nicht den Weg durch die Heider Abwehr. FOTO: Ulrich Seehausen
„Wahnsinn, was die Jungs heute geleistet haben. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich habe der Mannschaft vorhergesagt, dass wir uns heute selbst belohnen können, wenn wir alles reinhauen. Und das hat funktioniert.“
Sebastian Kiesbye
Trainer der Husumer SV

HEIDE (Björn Gutt) -In der fünften Minute der Nachspielzeit flehten die völlig ausgepumpten Husumer Spieler sowie der Trainerstab Schiedsrichter Jan-Ole Ehlers förmlich an, das Fußball-Landespokal-Viertelfinale zwischen dem Heider SV und dem Husumer SV von 1875 endlich zu beenden. Als die letzte von gefühlt unzähligen Flanken, die in der Schlussphase in den Strafraum der Stormstädter segelten, geklärt wurde, hatte Ehlers endlich ein Einsehen und besiegelte mit seinem Schlusspfiff den Husumer 2:1 (0:0)-Sieg.

Gäste stark in den Zweikämpfen

Dass die Stormstädter sich einiges vorgenommen hatten, war vom Start weg sichtbar. Bereits in der 3. Minute tauchte der überragende Pascal Gettu Ayene, einer von sechs ehemaligen Spielern des Heider SV in der Startelf, frei vor dem gegnerischen Tor auf, scheiterte aber am gut reagierenden Tom Pachulski im Kasten. Die Gäste kauften den Hausherren vor allem im Mittelfeld den Schneid ab und waren insbesondere in punkto Intensität und Zweikampführung ihrem Gegner überlegen.

Heider SV mit vielen Fehlern

Zudem war das Heider Aufbauspiel extrem fehleranfällig, was den Husumer immer wieder Ballgewinne und schnelle Umschaltmomente bescherte. Bei einer hochkarätigen Doppelchance scheiterten aber sowohl Valentin Sinzel als auch Daouda Soumah am starken Pachulski (13.), und Ayene zielte mit einem Heber von der Mittellinie knapp neben den Kasten des weit aufgerückten Heider Schlussmanns (18.). Der Gastgeber erwachte erst nach einer guten Viertelstunde. Fortan gestaltete Heide die Partie ausgeglichener, ohne jedoch in der Offensive nennenswert in Erscheinung zu treten.

Die hundertprozentigen Chancen gab es auf der anderen Seite, als Soumah nach einem weiteren Heider Fehlpass in der folgenden Überzahlsituation Matthiesen im Zentrum bediente, dieser jedoch wiederum aus kurzer Distanz an Pachulski, mit Abstand bester Heider, scheiterte (32.).

Husumer Führung durch Marvin Matthiesen

In der 51. Minute belohnten sich die Stormstädter zum ersten Mal, als Marvin Matthiesen einen Ayene-Freistoß einnickte. Der Gegentreffer beendete endgültig die Heider Lethargie. Jesper Tiedemann glich aus (62.), und die Dithmarscher hatten Gelegenheiten zur Führung.

Husum wankte, fiel aber nicht. Über Knoll und Ayene kam der Ball zu Sinzel, der Pachulski düpierte und das goldene Tor erzielte (81.). In der Nachspielzeit parierte HSV-Keeper Christopher Thomsen einen Schuss von Tiedemann stark.

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Giesen, Momo, Wetzel, Manuel Lorenzen (68. Knoll) – Guth, Henning Lorenzen – Sinzel (90.+2 Raghib Kati), Ayene, Soumah - Matthiesen.
Schiedsrichter: Jan-Ole Ehlers (SG Geest 05).
Zuschauer: 665.
Tore: 0:1 Marvin Matthiesen (51.), 1:1 Jesper Tiedermann (62.), 1:2 Valentin Sinzel (81.).

25.07.2022 - shz Sport

Husumer SV freut sich auf Pokal-Derby in Heide

Am Dienstag kommt der SC Weiche 08 zum Testspiel ins Friesenstadion

HUSUM (usc) - Der Wunsch von Sebastian Kiesbye, Trainer der Oberliga-Fußballer der Husumer SV, ist in Erfüllung gegangen. Kiesbye hatte sich nach dem 3:1-Erfolg seines Teams im Landespokal beim Eichholzer SV den Heider SV als nächsten Gegner gewünscht, um nicht die lange Fahrt zum SV Eichede in den Kreis Stormarn antreten zu müssen. Heide gewann das Oberliga-Duell am Sonnabend nach Verlängerung mit 3:2 und empfängt nun die Stormstädter zum Derby im Viertelfinale.

Vor diesem Spiel steht noch ein interessanter Test für den Oberliga-Rückkehrer auf dem Programm. Am Dienstag (19 Uhr) kommt Regionalligist SC Weiche Flensburg 08 ins Friesenstadion. am Dienstag, den 19.07.2022, dürfen wir gegen die Regionaliga-Mannschaft des SC Weiche Flensburg 08 spielen. „Für uns ein absolutes Highlight“, heißt es auf der Husumer Facebookseite. Die Vorfreude ist spürbar. „Dass so eine starke Mannschaft nach Husum kommt, um gegen uns zu spielen, ist für den Verein und die Stadt eine tolle Sache. Wir werden unser Bestes geben“, versprechen die Gastgeber.

18.07.2022 - shz-Nordfriesland Sport

MdM 1 27.07.2022 SV Wöhrden Husumer SV 0:4
OL 1 30.07.2022 Husumer SV TSB Flensburg 2:1
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Fußball-Oberliga

Husumer SV feiert das 2:1 gegen den TSB Flensburg

Cleverness schlägt Ballbesitz: Das Nordderby der Fußball-Oberliga nahm einen überraschenden Ausgang. Aufsteiger Husumer SV besiegte den favorisierten TSB Flensburg nicht unverdient mit 2:1 (1:0).

Husums Torschütze Daouda Soumah (li.) im Duell mit dem Flensburger Cosmo Nitsch.
FOTO: Brigitte Petersen
"Wir wollten von Anfang an unseren Stiefel durchziehen und Nadelstiche setzen."
Christoph Dammenn
Trainer Husumer SV

HUSUM (Ulrich Schröder) - Anfangs wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht, hatten gegen tief stehende Stormstädter deutlich mehr Ballbesitz. Besonders auf der rechten Seite, wo Neuzugang Thomas Erichsen wirbelte, herrschte viel Betrieb.

Soumah trifft den Pfosten

Nennenswerte Chancen hatte der TSB aber zunächst nicht, für den ersten Knalleffekt sorgten die Hausherren. Mit einem starken Lupfer bediente Pascal Gettu Ayene Daouda Soumah, der den Pfosten traf (20. Minute).

TSB lässt zahlreiche Chancen aus

Nun wurden die Husumer etwas mutiger, ohne jedoch weitere Möglichkeiten zu erarbeiten. Die hatten die Gäste nun reichlich. Maximilian Stephan schlug nach Erichsen-Zuspiel über den Ball (30.). Timo Carstensen scheiterte an HSV-Keeper Christopher Thomsen (36.), Mats Möller drosch freistehend weit übers Tor (41.).

Sinzel gelingt die Führung

Praktisch im Gegenzug stellte Valentin Sinzel mit dem 1:0, einem strammen 18-Meter-Flachschuss, den Spielverlauf auf den Kopf (42.). Husums Coach Christoph Dammann (der allein an der Linie stand, weil sein Kollege Sebastian Kiesbye im Urlaub ist), fühlte sich in seiner taktischen Marschroute bestätigt.

Paulsen gleicht aus

An der spielerischen Überlegenheit der Fördestädter änderte sich nach Wiederbeginn nichts. Lennart Steiner scheiterte an Thomsen (51.), Nahne Paulsen glich nach zu kurz abgewehrter Ecke aus 20 Metern aus (57.). Möller hatte Thomsen schon umkurvt, kam aber nicht mehr zum Abschluss (67.). Zwei Minuten später scheiterte der eingewechselte Nicholas Holtze.

Kritik von Kurtaj

"In den letzten 20 Minuten haben wir unsere Linie verloren."
Nahne Paulsen und Lennart Steiner
Fußballer des TSB Flensburg

Diesen Chancenwucher kritisierte auch TSB-Trainer Gramoz Kurtaj: „Meine Jungs haben diszipliniert und konzentriert umgesetzt, was ich von ihnen erwartet habe. Aber die Chancenverwertung war nicht gut.“

Das mit der Disziplin hatte sich in der Schlussphase auch erledigt. Nahne Paulsen und Lennart Steiner betonten: „Wir hatten zu viele Ballverluste und zu häufig lange Bälle gespielt.“

So war es denn nicht verwunderlich, dass der Außenseiter noch einen letzten und entscheidenden Nadelstich setzte. Nach einem Ballverlust der Gäste im Mittelfeld erzielte der eingewechselte Damian Krause in der ersten Minute der Nachspielzeit den viel umjubelten Husumer Siegtreffer.

Christoph Dammann freute sich, gestand aber ein: „Ich war noch nie so nervös vor einem Spiel wie heute.“ Gramoz Kurtaj erging sich in Allgemeinplätzen: „In dieser frühen Phase der Saison hat jede Mannschaft noch ihre Probleme, schließlich gibt es im Fußball nichts Hundertprozentiges. Dennoch habe ich trotz der Niederlage sehr viel Positives gesehen.“

Am Mittwoch geht‘s weiter

Am Mittwoch (19 Uhr) empfängt der TSB Regionalliga-Absteiger Heider SV. Der Husumer SV gastiert um 19.30 Uhr beim SC Weiche Flensburg 08 II.

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Giesen, Wetzel, Momo, Sinzel (79. Krause) – Henning Lorenzen (63. Manuel Lorenzen), Christiansen – Soumah, Ayene, Guth – Matthiesen (90.+2 Koch).

TSB Flensburg: Hagge – Bracht, Paulsen, Nitsch – Erichsen, Wolff, Möller, Amesse (65. Can), Steiner (81. Ali Khan) – Carstensen, Stephan (56. Holtze).

SR: Lisiak (Friedrichsort).

Zuschauer: 354.

Tore: 1:0 Sinzel (42.), 1:1 Paulsen (57.), 2:1 Krause (90.+1).

31.07.2022 - shz Sport

Fußball-Oberliga

Der Husumer SV muss sich in neuer Rolle zurechtfinden

Vereinsfusion und Aufstieg in die Fußball-Oberliga: Beim Husumer SV seit 1875 ist viel in Bewegung. Jetzt wollen sich die Kreisstädter in der höchsten Landesklasse etablieren.

Der Kameruner Momo Franck (r.) ist einer der Neuzugänge, mit denen sich der Husumer SV für den Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga verstärkt hat. FOTO: Brigitte Petersen
"Wenn alle da und fit sind, haben wir nahezu jede Position adäquat doppelt besetzt"
Sebastian Kiesbye
Chefrainer des Husumer SV

HUSUM (Björn Gutt) - Vom Überflieger zum Underdog: Der Husumer SV schlüpft in eine neue Rolle. Nachdem die Kreisstädter die Fußball-Landesliga nach Belieben dominiert hatten, warten in der Oberliga deutlich anspruchsvollere Aufgaben. "Es wäre schön, wenn wir nicht gleich wieder absteigen würden. Das Potential für den Klassenerhalt haben wir auf jeden Fall", nennt Kapitän Henning Lorenzen das Saisonziel.

Größter Sportverein Nordfrieslands

Der 30-jährige ist bereits zum dritten Mal mit den Husumern in die höchste Landesklasse aufgestiegen. Die ersten beiden Gastspiele waren schnell wieder vorbei. Nun geht es neben dem Nicht-Abstieg vor allem um die Weiterentwicklung des Vereins, der mit der Fusion von TSV Husum 1875, Husumer SV und LAV Husum zum größten Sportverein Nordfrieslands geworden ist. Der neue "Husumer SV seit 1875" verspricht sich davon Zukunftsfähigkeit und Schlagkraft für den Leistungs- und Breitensport.

"In Husum wurde sich in den letzten 30 Jahren auf politischer Ebene zu wenig um den Sport gekümmert. Als größter Sportverein Nordfrieslands, der ein umfassendes Sportprogramm für die ganze Familie bietet, hoffen wir auch auf kommunalpolitischer Ebene mehr erreichen zu können", sagt Fabio De Nicolo, stellvertretender HSV-Vorsitzender. Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Sanierung des altehrwürdigen Friesenstadions. "Die Kommunikation mit der Stadt und dem Kommunalen Servicebetrieb Husum (KSH), die für die Pflege unserer Anlagen zuständig sind, ist schon viel besser geworden. Trotzdem gilt es in allen Bereichen, Dinge sukzessive zu verbessern. Das ein Prozess, der lange dauern wird", weiß De Nicolo.

Sportlich sieht er seinen Verein gut aufgestellt, von der Entwicklung der Mannschaft ist er begeistert. Daher erhofft sich De Nicolo, dass sich die Wirtschaft der Kreisstadt künftig noch mehr für den Sport und den Fußball engagieren wird.

Neues junges Trainer-Duo

An die Stelle des Auftstiegstrainers Mamadou Sabaly, der zum SC Weiche Flensburg 08 wechselte, ist der 31 Jahre alte Sebastian Kiesbye getreten. Als langjähriger früherer Spieler und bisheriger Co-Trainer kennt er Mannschaft und Verein bestens. Ihm zur Seite steht Christoph Dammann (vorher Co-Trainer beim SC Weiche 08 II). "Christoph und ich kennen uns schon sehr lange, haben in Flensburg zusammengespielt, zusammen studiert und arbeiten voll auf Augenhöhe", sagt Kiesbye.

Der Kader wurde qualitativ und quantitativ verstärkt. Der Kameruner Franck Momo (früher Heider SV), bringt als Abwehrkraft die Erfahrung aus mehr als 150 Oberliga-Spielen mit. Manuel Lorenzen kehrt berufsbedingt aus Nordrhein-Westfalen in die alte Heimat zurück. Auch Pascal Koch zieht es aus beruflichen Gründen aus Hessen, wo er beim FC 03 Gelnhausen auf Landesliga-Niveau gekickt hat, nach Nordfriesland zurück. Flemming Westensee (Heider SV) ist ein weiterer Heimkehrer. Keeper Niels Rainer (vorher SG Leck-Ladelund-Achtrup) soll den Abgang von Dennis Emken (Weiche 08 II) kompensieren.

Zudem rücken Rahim Jallow, Paul Pipke, Stefan Podbruschenko, Jan-Marten Schmude und Raghib Kati aus dem eigenen Nachwuchs in den Liga-Kader auf. Insbesondere Kati deutete sein großes Talent schon in einigen Kurzeinsätzen in der Liga-Mannschaft an.

Zwei Angreifer sind noch verletzt

Allerdings muss er noch auf die verletzten Mats Kosuck und auf Jaspar-Leon Peters verzichten, weshalb es im Sturmzentrum es zunächst an Alternativen zu Marvin Matthiesen mangelt. Top-Torjäger Daouda Soumah kommt im System von Kiesbye eher über außen.

Insgesamt zeigt sich das junge Trainer-Team nach der Vorbereitung und der gelungenen Generalprobe beim 2:1-Pokalerfolg beim Regionalliga-Absteiger Heider SV für die Oberliga-Saison gewappnet. „Mich beeindruckt, wie das Team mitarbeitet und mit einer schnellen Auffassungsgabe unsere Anforderungen umsetzt. Die Lernbereitschaft und Begeisterung, neue Herausforderungen anzunehmen, kann zu einer großen Stärke von uns werden“, orakelt Kiesbye. Kapitän Henning Lorenzen gibt die Komplimente zurück: „Kiesi und Christoph geben eine klare Philosophie vor und haben eine Vision, wie wir Fußball spielen wollen.“

Dass die Saison mit einem Heimspiel startet, sieht Sebastian Kiesbye als Vorteil. Die Partie am Sonnabend (14 Uhr) gegen den TSB Flensburg ist auch ein Prestigeduell, dessen Ausgang gleich zeigen wird, wo die Stormstädter stehen.

Der neue Husumer Trainer Sebastian Kiesbye (r.) und Vorhänger Mamadou Sabaly im Gespräch. Foto: Brigitte Petersen
29.07.2022 - shz Sport

OL 2 03.08.2022 SC Weiche Flensburg 08 II Husumer SV 2:2
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Fußball-Oberliga 2022/23

SC Weiche Flensburg 08 II verspielt Sieg gegen die Husumer SV

Die Oberliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 II mussten sich nach einer 2:0-Führung noch mit einem 2:2 gegen Aufsteiger Husumer SV begnügen.

Husums Torschütze Marvin Matthiesen grätscht gegen Noel Kurzbach. FOTO: Michael Staudt

FLENSBURG (Ulrich Schröder) - Es war ein Unentschieden, das sich für den Fußball-Oberligisten SC Weiche Flensburg 08 II wie eine Niederlage anfühlte – und für den Husumer SV wie ein Sieg. Die Partie endete 2:2 (2:0) nach zwei grundverschiedenen Halbzeiten.

Flensburger Blitzstart

Weiche 08 II, verstärkt mit fünf Spielern aus dem Regionalliga-Kader, legte los wie die Feuerwehr. Die Gäste dagegen schienen noch irgendwo auf der B 200 zwischen Haselund und Wanderup gewesen zu sein.

Ogara mit der Führung

Nach zwei Minuten überwand Calvin Ogara Husums Keeper Christopher Thomsen zum ersten Mal. Die Nordfriesen kamen mit dem frühen Anlaufen der Gastgeber überhaupt nicht klar, leisteten sich teils haaarsträubende Fehlpässe.

Nico Empen erhöht

Ein solcher führte auch zum 2:0 nach einer Viertelstunde. Mads Momme Sowada behielt die Übersicht und legte quer auf Nico Empen, der nur noch einschieben musste. Empen zielte daneben (21. Minute), erst zwei Minuten später verbuchte der Aufsteiger so etwas wie eine Torannäherung – SC-Kapitän Finn Lorenzen klärte vor Daouda Soumah.

Malte Petersen (28.) und Finn Kabus (30.) hätten erhöhen können, für die Gäste, die sich nun etwas von der Anfangsphase erholt hatten, traf Marvin Matthiesen nur das Außennetz (32.).

Husum nach der Pause mutiger

Nach Wiederbeginn tat sich lange nicht viel. Husum agierte etwas mutiger, Weiche 08 II machte zu wenig aus seiner Überlegenheit und agierte nicht effektiv genug. Die Folge: Der eingewechselte Damian Krause (60.) erzielte den Anschlusstreffer und fortan lief bei den Flensburgern nichts mehr.

Matthiesen schafft den Ausgleich

Soumah (72.) scheiterte an Keeper Jonas Wolz, der beim 2:2 von Marvin Matthiesen (81.) nicht gut aussah. Der SC hätte sich nicht beschweren können, wäre die Partie noch komplett gekippt. Jetzt machte Weiche 08 II die Fehler, die in der ersten Halbzeit die Nordfriesen gemacht hatten.

Zur gedämpften Stimmung beim SC Weiche 08 passte die Gelb-Rote Karte für Jonas Kabus (90.+1).

03.08.2022 - shz Sport

OL 3 07.08.2022 SV Todesfelde Husumer SV 8:0
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Fußball-Oberliga 2022/23

Lehrstunde für Husumer SV beim 0:8 in Todesfelde

Der ersatzgeschwächte Aufsteiger Husumer SV geriet in der Fußball-Oberliga beim Favoriten SV Todesfelde mit 0:8 unter die Räder.

Pascal Gettu Ayene (l.) gegen (21) Cosmo Lennart Nitsch Pascal Gettu Ayene (l.) gehört noch zu den besten Husumern beim Debakel in Todesfelde. FOTO: Brigitte Petersen/Archiv

TODESFELDE (Björn Gutt) - Als der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Claudius Böhnke in der Fußball-Oberliga-Partie zwischen dem SV Todesfelde und dem Husumer SV seit 1875 ertönte, mussten sich die Akteure der Stormstädter wie bei einem Erwachen aus einem Albtraum gefühlt haben. Denn die vorherigen 45 Minuten glichen einer Vorführung der ersatzgeschwächten Husumer, die auf viele Stammspieler verzichten mussten und mit dem 0:6 zur Pause sogar noch gut bedient schienen. Am Ende stand es 0:8

Böse Erinnerungen an 2012

Erinnerungen an den 20. Mai 2012 wurden wach, als die Nordfriesen damals am vorletzten Spieltag der Saison 2011/2012 mit 0:11 beim SVT unter die Räder gerieten, wobei damals schon der Abstieg aus der Schleswig-Holstein-Liga bereits feststand. Angst und Bange konnte einem aber werden, da die Kreisstädter damals zur Halbzeit „nur“ mit 0:4 zurücklagen.

Eine klare Leistungssteigerung und sichtbar aufkeimende Kampfbereitschaft im zweiten Durchgang verhinderte am Ende eine zweistellige Niederlage und sorgte dafür, dass man den Husumern zumindest in Punkto Moral nach der Pause nichts vorwerfen konnte. 

Trainer bleibt gefasst

" Wir haben heute zu keinem Zeitpunkt zu unserem Spiel gefunden. Wir wollten sicher stehen und die Abstände zwischen den Ketten klein halten. Leider haben wir keinen Zugriff bekommen und die frühen Gegentore haben zusätzlich dazu beigetragen, dass wir keine Sicherheit bekommen haben."
Christoph Dammenn
Trainer des Husumer SV

HSV-Coach Christoph Dammann, der den noch im Urlaub weilenden Sebastian Kiesbye wiederum an der Außenlinie in Alleinverantwortung vertrat, wusste die Niederlage einzuordnen und wollte den Spielverlauf sowie das Ergebnis am Ende auch nicht überbewerten.

Todesfelde in jeder Hinsicht überlegen

Und so stand es nach 37 Minuten bereits 6:0 für den körperlich und spielerisch hochüberlegene Meisterschaftsfavoriten, der sich nach der Niederlage vor einer Woche beim SV Eichede (0:1), einiges vorgenommen zu haben schien und dem HSV keinerlei Chance ließ. Es war zwar nicht so, dass den Stormstädtern gar nichts gelang, jedoch zeigte sich der Gastgeber, mit seiner enormen individuellen Klasse, meist einen Schritt schneller.

Für die Nordfriesen gilt es nunmehr die Niederlage schnell aus den Kleidern zu schütteln, auch weil der Saisonstart mit vier Punkten aus drei Spielen keinesfalls als verpatzt angesehen werden muss. „In der Niederlage zeigt sich die Größe und wir werden uns an den gelungenen Aktionen vor allem im zweiten Durchgang hochziehen sowie schnellstmöglich den Fokus auf den Heider SV am kommenden Sonnabend legen.“, blickte Dammann schlussendlich trotzig und kämpferisch voraus.

Statistik

SV Todesfelde: Landvoigt - Sabas, Stehnck, Thiel (56. Holm), Chaumont (61. Fazlija) - Weidemann, Bento – Wolf (56. Möller), Sirmais, Krause (56. Holst) - Pajonk.

Husumer SV: Thomsen – Giesen, Momo, Wetzel, Guth – Koch (46. Knoll), Raghib Kati (70. Podbruschenko) – Soumah, Ayene, Jensen (46. Sinzel) - Matthiesen.

Schiedsrichter: Böhnke (Eichede). – Zuschauer: 252. – Tore: Bento (5.), Pajonk (9., 23., 60./11m, 73.), Weidemann (21., 32.), Chaumont (37.).

07.08.2022 - shz Sport

OL 5 13.08.2022 Husumer SV Heider SV 2:3
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Fußball-Oberliga 2022/23

Heider SV gelingt mit 3:2 die Revanche für Pokalschlappe gegen den Husumer SV

Vor drei Wochen brachte der Husumer SV dem Heider SV im Landespokal eine überraschende Heimniederlage bei. Im Friesenstadion drehte der Regionalliga-Absteiger den Spieß jetzt um und siegte in der Oberliga mit 3:2.

Die Husumer Henning Lorenzen (r.) und Hannes Guth versuchen, den besten Akteur des Heider SV, Marvin Ehlert, mit vereinten Kräften zu stoppen. Das gelang nicht immer.
FOTO: Brigitte Petersen

HUSUM (Björn Gutt) - Der Heider SV hat sich für die 1:2-Niederlage im Fußball-Landespokal gegen den Husumer SV revanchiert. Die Dithmarscher gewannen das Oberliga-Duell im Friesenstadion nach einem Last-Minute-Treffer des überragenden Marvin Ehlert (90.+3) mit 3:2 (2:2).

Heider SV führt früh mit 2:0

"Im weiteren Verlauf haben wir ein Derby, das wir bis dahin komplett im Griff gehabt haben, unverständlicherweise wieder aus der Hand gegeben."
Markus Wichmann
Trainer des Heider SV

Schon nach 20 Minuten führte der Heider mit 2:0. Ein 22-Meter-Hammer des Ex-Husumers Fabian Arndt, der HSV-Keeper Christopher Thomsen auf dem falschen Fuß erwischte, sorgte für die frühe Gäste-Führung (6.). Als dann Jesper Tiedemann den zweiten Treffer (19.) aus stark abseitsverdächtiger Position auf Vorarbeit von Melf Siemund nachlegte, schienen die Heider die Weichen bereits auf Sieg gestellt zu haben. Aber dann wendete sich zunächst das Blatt.

Der Gastgeber legte seine Anfangs-Lethargie ab. Der nicht unbedingt als Torjäger bekannte Henning Lorenzen nutzte den kollektiven Tiefschlaf der Heider Abwehr nach einem kurz ausgeführten Eckball des erneut starken Pascal Ayene und traf auf Pass von Valentin Sinzel zum Anschlusstreffer (23.).

Erster Saisontreffer von Daouda Soumah bringt den Ausgleich

Nun waren die Kreisstädter endgültig in der Partie angekommen. HSV-Knipser Daouda Soumah gelang mit seinem ersten Saisontreffer (44.) der Ausgleich. Der fleißige Marvin Matthiesen hatte die Vorarbeit geleistet und bediente kurz darauf auch noch Sinzel (45.+3), der die Führung für Husum aber verpasste.

In der zweiten Hälfte vergaben Soumah (50.) und Ayene (52.) weitere gute Gelegenheiten. Danach wurden die Gäste wideer aktiver. Marvin Ehlert, der von der Husumer nie ganz in den Griff zu kriegen war, brachte den Ball aber ebenso wenig im Husumer Kasten unter (55., 62.) wie Tiedemann, der an Husums Torhüter Thomsen scheiterte (65.).

Ayene verpasst möglichen Siegtreffer

"Wenn er das Ding macht, gehen wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz. Aber kein Vorwurf an ihn."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV über den letzten Torschuss von Pascal Ayene

„In der Trinkpause habe ich die Jungs darauf aufmerksam gemacht, dass heute Kleinigkeiten entscheiden werden“, berichtete Husums Trainer Sebastian Kiesbye. Er sollte Recht behalten. Eine herrliche Direktabnahme von Lothar Giesen aus 30 Metern verfehlte nur knapp das Ziel (77.). Und schließlich zielte Ayene (80.), der sich im Strafraume eine freie Schussposition erspielt hatte, über das Tor.

Kiesbye war auch insgesamt mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Ein Unentschieden hätten wir auch jeden Fall verdient gehabt.“

Dazu kam es jedoch nicht, weil der unermüdliche Fabian Arndt in der Nachspielzeit noch einen genialen Moment hatte, Marvon Ehlert mustergültig aus dem Fußgelenk bediente und dieser gegen Kevin Knoll und Thomsen die Nerven behielt (90.+3).

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Guth, Wetzel, Momo, Giesen – Finn Christiansen, Henning Lorenzen (63. Knoll) – Soumah (83. Koch), Ayene, Sinzel – Marvin Matthiesen (90.+2 Raghib Kati).
Heider SV: Schultz – Quade, Storb (60. Ben-Joshua Matthiesen), Hinrich Schröder – Calvin Ehlert, Reimers – Marvin Ehlert (90.+6 Hansen), Arndt, Tiedemann – Kieselbach (90.+5 Kirata), Siemund (79. Wiegand).
Schiedsrichter: Dajinder Pabla (TuS Jevenstedt). – Zuschauer: 350. – Tore: 0:1 Fabian Arndt (6.), 0:2 Jesper Tiedemann (19.), 1:2 Henning Lorenzen (23.), 2:2 Daouda Soumah (44.), 2:3 Marvin Ehlert (90.+3).

07.08.2022 - shz Sport

OL 6 20.08.2022 TSV Bordesholm Husumer SV 4:0
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Fußball-Oberliga 2022/23

Aufsteiger Husumer SV kassiert in Bordesholm dritte Niederlage in Folge

Dem Husumer SV weht in der Fußball-Oberliga weiter ein rauer Wind entgegen. Mit dem 0:4 beim TSV Bordesholm kassierte der Aufsteiger die dritte Niederlage in Folge.

Daouda Soumah Husum - TSB Husums Angreifer Daoudah Soumah (l.) war in Bordesholm agil, aber glücklos. FOTO: Brigitte Petersen/Archiv

BORDESHOLM (Björn Gutt) - Wenn ein Fußballspiel mit 0:4 verloren geht, kann man meistens nicht von Pech trotz guter Leistung reden. Was der Husumer SV in der Oberligapartie beim TSV Bordesholm über weite Strecken angeboten hat, war jedoch durchaus ansprechend. „Angesichts der Tabellenkonstellation war es ein superwichtiges Spiel für uns. Daher sind wir über das Ergebnis sehr enttäuscht. Wir haben wie schon am vergangenen Sonnabend gegen Heide über weite Strecken guten Fußball gespielt. Am Ende haben wir aber mal wieder Lehrgeld gezahlt, das ein Aufsteiger einfach zahlen muss“, analysierte HSV-Coach Sebastian Kiesbye die dritte Niederlage in Folge.

Ungeschickt beim ersten Gegentor

Ähnlich wie in der Vorwoche bei der Last-Minute-Heimniederlage gegen den Heider SV verschliefen die Nordfriesen die Anfangsphase nahezu komplett und mussten wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen. Dabei begünstigten haarsträubende individuelle Fehler die Gegentore. Vor dem 0:1 (6.) ging Lothar Giesen gegen seinen Gegenspieler, der mit dem Rücken zum Tor stand und von dem keine direkte Gefahr ausging, so ungeschickt zu Werke, dass Schiedsrichter Steffen Brandt keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Bordesholms Torjäger Malte Lucht verwandelte den Elfmeter sicher zur frühen Führung.

"Es ist zum Kotzen, dass derzeit jeder kleine Fehler von uns bestraft wird. Positiv war dann aber, dass wir uns wie schon letzte Woche nicht aufgegeben und ins Spiel zurückgefunden haben."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

Das 0:2 ließ auch nicht lange auf sich warten. Dieses Mal erwies sich der ansonsten umsichtige Abwehrchef Franck Momo als unfreiwilliger Vorlagengeber, als sein Rückpass auf Torwart Christopher Thomsen zu kurz geriet, TSV-Angreifer Sebastian Klimmek dazwischen spritzte und den Ball im leeren Tor unterbrachte (12.).

Lattentreffer von Pascal Ayene

In der Folge hatte Husum einige Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Ein Freistoß von Pascal Ayene landete jedoch leider nur an der Latte. Bei einer weiteren Gelegenheit zielte der emsige Finn Christiansen mit der Fußspitze knapp am Tor vorbei. Aber auch die Hausherren blieben gefährlich und verzeichneten ebenfalls einen Lattenkracher.

Schnelles Gegentor nach der Pause

Nach der Pause mussten die Husumer wiederum einen frühen Gegentreffer hinnehmen. Kevin Knoll verursachte einen weiteren Foulelfmeter, den Lucht gewohnt sicher verwandelte (53.). „Danach merkte man schon, dass die Köpfe bei den Jungs etwas nach unten gingen“, beobachtete Kiesbye.

Nur noch einmal, als Ayene den Torwart bereits ausgespielt hatte, jedoch an einem Bordesholmer auf der Linie scheiterte, tauchten die Gäste gefährlich vor dem Tor auf. Mit fortlaufender Spieldauer verließen die ersatzgeschwächten Kreisstädter, die neben den Langzeitverletzten auf erfahrene Stützen wie Tobias Wetzel, Henning Lorenzen und Nils Schröder verzichten mussten, mehr und mehr die Kräfte, so dass nach einer kurz ausgeführten Ecke Joker Tilman Stegner freistehend den Schlusspunkt zum 4:0 (74.) setzte. 

Trainer Kiesbye sieht noch keine Husumer Krise

Auch wenn die Stormstädter durch die Niederlage auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind, sieht Kiesbye sein Team nicht in einer sportlichen Krise: „Trotz der zuletzt nicht zufriedenstellenden Ergebnisse sehen wir eine positiven Entwicklung bei den Jungs, die größtenteils noch über wenig bis keine Oberliga-Erfahrung verfügen. Daher werden wir nicht den Fehler machen, ungeduldig zu werden und an uns und unserer Spielweise zweifeln.“

Am kommenden Sonnabend kommt es im Friesenstadion zum Duell mit dem Oldenburger SV, einem weiteren Aufsteiger, der mit sieben Punkten im Tabellenmittelfeld dasteht, wo der HSV gerne hinmöchte. Dann bedarf es neben einer guten Leistung aber auch eines entsprechenden Ergebnisses, um das Wort „Krise“ weiterhin nicht in den Mund nehmen zu müssen.

Statistik

TSV Bordesholm: Losereit – Musci, Bräunling (71. Stegner), Alexander Meyerfeldt, Groth – Jannick Ostermann – Bandholt (78. Gerst), Aaron Meyerfeldt (80. Weltrowski), Spohn – Klimmek (87. Ramadani), Lucht (78. Özkan).
Husumer SV: Thomsen – Giesen, Momo, Matthiesen (82. Jensen), Knoll – Guth, Finn Christiansen – Koch (70. Krause), Ayene, Sinzel (70. Raghib Kati) - Soumah.
Schiedsrichter: Steffen Brandt (SV Wasbek).- Zuschauer: 100. - Tore: 1:0 Malte Lucht (6., Foulelfmeter), 2:0 Sebastian Klimmek (12.), 3:0 Malte Lucht (53., Foulelfmeter), 4:0 Tilman Stegner (74.).
Beste Spieler: Malte Lucht, Sebastian Klimmek, Jannick Ostermann – Marvin Matthiesen, Finn Christiansen, Daouda Soumah

21.08.2022 - shz Sport

OL 7 27.08.2022 Husumer SV Oldenburger SV 3:3
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Fußball-Oberliga 2022/23

Ein Punkt für die Moral des Husumer SV

Die Stormstädter holen gegen Oldenburg einen 0:3-Rückstand auf und spielen noch 3:3.

Flemming Westensee (li.), Torschütze zum 3:3, läuft dem Oldenburger Marek Papendorf davon. Foto: Brigitte Petersen

HUSUM (Björn Gutt) - Ein Tor für die Heimmannschaft in der 22. Minute ist normalerweise ein Grund zur Freude. Nicht so in der Partie der Fußball-Oberliga zwischen dem Husumer SV und dem Oldenburger SV. Der Treffer von Daouda Soumah wurde eher beiläufig zur Kenntnis genommen – es war das Tor zum 1:3.

Husum zu Beginn überfordert

"Von den ersten 20 Minuten bin ich schon sehr enttäuscht, aber auf die darauf folgenden 75 Minuten unfassbar stolz."
Sebastian Kiesbye
HSV-Coach

Die Nordfriesen haben in der noch jungen Saison bereits elf Gegentore in den ersten 20 Minuten hinnehmen müssen. Jan Frederik Kaps (9.), Finn Philipp Severin (14.) und Daniel Junge (17.) hatten die Ostholsteiner in Führung geschossen. Damit waren die überforderten Stormstädter sogar noch gut bedient und konnten von Glück reden, dass ihr Keeper Christopher Thomsen einen herausragenden Tag erwischte. Soumahs Tor war der Wendepunkt in der Partie, die 3:3 endete.

„Bis zur Halbzeit haben wir völlig den Faden verloren“, ärgerte sich Gästetrainer Kevin Wölk. Fortan legte der Gastgeber alles das an den Tag, was er in den ersten 20 Minuten vermissen ließ. Endgültig Morgenluft witterte der HSV nach dem 2:3 von Finn Christiansen, der eine Ayene-Ecke am zweiten Pfosten einnickte (41.).

Der zur Pause eingewechselte Flemming Westensee traf mit einem fulminanten Schuss zum Ausgleich (58.). In der Folge kämpften beide Kontrahenten in einer immer hitziger werdenden Partie, in der Schiedsrichter Lukas Koch alle Hände voll zu tun hatte, insbesondere die aufgebrachten Gäste im Zaum zu halten, mit offenem Visier.

Beide Mannschaften hatten Gelegenheiten zum „Lucky Punch“. Matthiesen und Thomsen klärten auf der einen Seite in höchster Not ebenso gegen Kaps (65.) wie der Husumer Teufelskerl zwischen den Pfosten überragend gegen Junge wenig später (67.). Auf der anderen Seite war der Winkel für Ayene zu spitz (68.).

Aufregende Schlussphase

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse förmlich. Obwohl Giesen aus kurzer Distanz drüber zielte (89.), waren die Gäste dem Sieg wieder näher. Jesper Goertz setzte sich über außen gegen Giesen und Christiansen viel zu einfach durch und bediente Kaps im Rückraum, dessen Schuss mit der letzten Aktion Millimeter am Gehäuse vorbeizischte (90.+5).

Im Pokal gegen Rantrum

Danach war Schluss – Husum freute sich, Oldenburg ließ die Köpfe hängen. Die Husumer können den Schub für die kommende englische Woche gut gebrauchen. Schon am Dienstag (19.30 Uhr) steht das Derby im Kreispokal-Viertelfinale beim TSV Rantrum auf dem Programm, bevor am Sonnabend (14 Uhr) das schwere Auswärtsspiel beim PSV Neumünster wartet.

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Giesen, Momo, Wetzel, Knoll (46. Westensee) – Finn Christiansen, Raghib Kati – Koch (62. Krause), Ayene, Soumah (76. Sinzel) - Matthiesen.

SR: Koch (TSV Süderbrarup).

Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Jan Frederik Kaps (9.), 0:2 Finn Philipp Severin (14.), 0:3 Daniel Junge (17.), 1:3 Daouda Soumah (22.), 2:3 Finn Christiansen (41.), 3:3 Flemming Westensee (58.).

Gelb-Rot: Raghib Kati (Husum/89., wiederholtes Foulspiel).

28.08.2022 - shz Sport

KP VF 30.08.2022 TSV Rantrum Husumer SV 0:1
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Fußball-Kreispokal

Christiansens später Geniestreich lässt Husumer SV jubeln

Im Viertelfinale des Fußball-Kreispokal musste sich der Landesligist TSV Rantrum dem Husumer SV erst in der Nachspielzeit geschlagen geben. Vor 393 Zuschauern am Lagedeich traf Finn Christianen per Fernschuss zum 0:1.

Chance für den Husumer Valentin Sinzel (r.), aber Rantrums Torhüter Gonne Hars passt auf. In der Mitte Jannik Holsteiner. Foto: Brigitte Petersen

RANTRUM (Björn Gutt) - Es erinnerte ein wenig an den legendären Gang von DFB-Teamchef Franz Beckenbauer über den Rasen des Olympiastadions in Rom nach dem WM-Finale 1990. Andreas Paltian, Trainer des TSV Rantrum, ging nach dem Abpfiff des Derbys im Fußball-Kreispokal noch minutenlang über den Platz am Lagedeich. Jedoch nicht, um zu genießen wie Kaiser Franz, sondern sehr nachdenklich. Die just erlittene 0:1-Niederlage gegen den Husumer SV musste er ganz für sich allein verarbeiten.

Rantrum wartet seit 13 Jahren auf Sieg gegen Husum

Ein Geniestreich von Finn Christiansen hatte für Jubel auf der einen und Frust auf der anderen Seite gesorgt. Der sehenswerte Schuss von Husums Mittelfeldmotor von der Strafraumgrenze unter die Latte entschied das Derby zugunsten des Oberligisten und verlängerte das nun schon 13 Jahre währende Warten auf einen Sieg der Rantrumer gegen die Stormstädter. Im Vorjahr hatte sich das Team von Paltian den Husumern in einem engen Pokalfight sogar erst nach Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben müssen. 2020 gab es eine 0:2-Niederlage für Rantrum gegen den Nachbarn.

Chancen auf beiden Seiten

 

Auch diesmal war es ein Duell nahezu auf Augenhöhe. Husum zeigte die reifere Spielanlage, Rantrum überzeugte kämpferisch. Chancen gab es auf beiden Seiten, auch der Landesligist hätte in seiner stärksten Phase unmittelbar nach der Pause in Führung gehen können.

"Wir haben insgesamt mehr fürs Spiel getan und waren am Ende einfach cleverer. "
Henning Lorenzen
Kapitän des Husumer SV

Husums Kapitän Henning Lorenzen, der verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte und dafür als „Interimscoach“ das beruflich verhinderte Trainerteam um Sebastian Kiesbye und Christoph Dammann vertrat, hatte einen glücklichen, aber verdienten Sieg gesehen:

Andreas Paltian gratulierte Husum zum Weiterkommen, ärgerte sich aber darüber, dass seine Spieler sich nicht für ihre Leistung belohnten: „Wir haben sicher gestanden und ich hatte gehofft, dass wir wenigstens einmal noch entscheidend durchkommen. Wir waren im Abschluss nicht konsequent genug. Am Ende ist unser Ausscheiden extrem bitter.“ 

Statistik

TSV Rantrum: Hars – Oke Flatterich, Harring, Clausen, Holsteiner (35. Kniese) – Kliese, Jeßen – Gahrens (46. Marvin Christiansen), Bruhn, Paulsen - Theede.
Husumer SV: Thomsen – Guth, Momo, Wetzel, Giesen – Finn Christiansen, Raghib Kati – Westensee (58. Krause), Ayene, Sinzel (90.+3 Koch) - Soumah.
Tore: 0:1 Finn Christiansen (90.+1)
Schiedsrichter: Jannek Hansen (TSV Drelsdorf)
Zuschauer: 393
Beste Spieler: Arne Harring, Brian Kliese – Franck Momo, Tobias Wetzel, Finn Christiansen

31.08.2022 - shz Sport

 

OL 8 03.09.2022 PSV Neumünster Husumer SV 5:1
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Fußball-Oberliga 2022/23

PSV Neumünster bestraft die zahlreichen Fehler des Husumer SV

Auswärts hängen die Trauben für Aufsteiger Husumer SV in der Fußball-Oberliga weiterhin sehr hoch. Beim PSV Neumünster verloren die Stormstädter 1:5 (0:3).

Hoch die Beine: Damian Krause (li.) im Duell mit dem Neumünsteraner Timo Barendt.
FOTO: JÖRG LÜHN

NEUMÜNSTER (Björn Gutt) - Zum wiederholten Male war bereits vor der Pause alles klar. Trotz des klaren Ergebnisses war Husums Trainer Sebastian Kiesbye mit der Leistung seines Teams in weiten Teilen einverstanden, monierte aber fehlende Cleverness und haarsträubende Schnitzer in der Defensive, die zu den Gegentoren führten.

Umgebaute Abwehr

Nach den Ausfällen von Marvin Matthiesen (Infekt) und Tobias Wetzel (privat verhindert) lief der etatmäßige Mittelfeldspieler Finn Christiansen auf ungewohnter Position in der Innenverteidigung an der Seite von Franck Momo auf.

Beim 0:1 von Tom Zarpe (15. Minute) verteidigten die Gäste einen Einwurf trotz Überzahlsituation schlampig. „Da verhalten wir uns taktisch katastrophal und geraten völlig unnötig in Rückstand“, ärgerte sich Kiesbye.

Zwei Doppelschläge

Ein Doppelschlag von Timo Barendt (36.) und Tim Möller (38.), der einen zu kurzen Rückpass verwertete, sorgte für die Vorentscheidung. Die vorübergehende Schläfrigkeit legten die HSV-Akteure auch in der Halbzeitpause nicht ab und mussten zwei weitere Gegentreffer von Til Küfner (50.) und Youri von der Mehden (52.) hinnehmen.

Ehrentor von Soumah

Der Neuling ergab sich aber nicht in sein Schicksal. So hätten nach guten Angriffen bereits Valentin Sinzel (59.) und Pascal Ayene (66.) für Ergebniskosmetik sorgen können. Es war Daouda Soumah vorbehalten, den verdienten Ehrentreffer zu besorgen (71.).

Jetzt gegen Pansdorf und Frisia

  „Wir befinden uns weiterhin in einem Entwicklungsprozess, in dem allerdings auch Rückschläge passieren, die wir verarbeiten müssen“, sagte Kiesbye, dessen Team am Sonnabend (14 Uhr) den TSV Pansdorf erwartet. Am Sonntag, 18. September, geht es dann zum Nordfriesland-Derby beim SV Frisia 03 Risum Lindholm.

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Giesen, Momo, Finn Christiansen, Knoll (46. Sinzel) – Koch, Guth – Krause (61. Jensen), Ayene, Westensee (61. Pipke) - Soumah.

SR: Albrecht (Böklund).

Zuschauer: 138.

Tore: 1:0 Zarpe (15.), 2:0 Barendt (36.), 3:0 Möller (38.), 4:0 Küffner (50.), 5:0 von der Mehden (52.), 5:1 Soumah (71.).

04.09.2022 - shz Nord Sport

Fußball-Oberliga SH

5:1 gegen Husum – PSV Neumünster immer besser

Mit dem vierten Sieg in Folge nisten sich die "Polizisten" endgültig oben ein. Fünf verschiedene Torschützen dokumentieren die aktuelle Stärke der Frauenstein-Elf.

Youri von der Mehden (PSV, grünes Trikot) zieht ab, ohne dass Gästeverteidiger Kevin Knoll (links) dagegen etwas ausrichten kann. Husums Torwart Christopher Thomsen lenkt diesen Schuss an die Latte. FOTO: JÖRG LÜHN

NEUMÜNSTER (Jörg Lühn) - Ein Fest kommt selten allein. Während auf dem Kantplatz die Geburtsstunde der Böcklersiedlung von 1950 gefeiert wurde, fielen an der Stettiner Straße die Tore. Der PSV Neumünster besiegte in der Fußball-Oberliga die Husumer SV mit 5:1 (3:0). Das wichtigste Fest des Tages stieg nach dem Abpfiff, als die Mannschaft die neuen Spieler zünftig in die Runde aufnahm.

Apropos Spieler: Am kommenden Sonnabend darf sich der PSV auf eine echte Spitzenpartie beim Regionalligaabsteiger Heider SV freuen. Der Anstoß an der Meldorfer Straße erfolgt um 14 Uhr.

Da traf es sich gut, dass Neuling Tom Zarpe den Torreigen eröffnete und mit Youri von der Mehden ein weiterer Neuerwerb den Deckel auf den Sieg schraubte. „Wir sind total zufrieden. Wir haben ein Oberligaspiel mit 5:1 gewonnen“, lobte PSV-Trainer Marco Frauenstein die Leistung. Es sei vielleicht nicht brillant gewesen, „aber wir hatten die totale Kontrolle in der ersten Halbzeit und haben keine Torchance zugelassen“, fügte der 40-Jährige an.

Geruhsame erste Halbzeit für Torwart Heuer

Vier Tage nach dem 5:1-Erfolg im Kreispokal-Viertelfinale beim SV Wasbek rotierte Frauenstein vier neue Spieler ins Team. Mit Ausnahme von Innenverteidiger Paul Sachse trugen sich die Rückkehrer Möller, Barendt und Küffner in die Torschützenliste ein. Die Männer von der grauen Stadt am Meer erlebten ein grünes Wunder. Der PSV stresste die Gäste durch zielorientiertes Angreifen bei Ballbesitz und provozierte damit viele Fehler im Spielaufbau. PSV-Schlussmann Nico Heuer brachte sehr ruhige erste 45 Minuten und musste nicht einmal ernsthaft eingreifen. Selbst die fünf Wechsel des PSV im zweiten Abschnitt führten nicht zu einem Totalausfall der Spielidee. „Wir haben ein bisschen mehr angeboten. Husum ist etwas besser ins Spiel gekommen“, stellte Frauenstein fest. Das erste Gegentor nach 308 Minuten gehörte deshalb in die Rubrik „Schönheitsfehler“.

Unglücklicher Auftritt der Assistenten

Für die Hausherren selbst wären noch mehr Tore möglich gewesen, aber die Assistenten an der Seitenlinie hatten arge Probleme bei der Umsetzung der Abseitsregel und hoben mehrfach falsch die Fahne und verhinderten so Alleingänge der PSV-Angreifer. Schiedsrichterbeobachter Thorsten Balsam hatte viel zu notieren.

Claasen als verlängerter Arm

In der Böcklersiedlung half vor über 70 Jahren der sogenannte Marschall-Plan bei der Entstehung des Stadtteils von Neumünster. Beim PSV ist mit dem Plan von Trainer Frauenstein nach der halben Hinrunde eine solide Basis für eine ruhige Saison gelegt. Die Laufwege sind gut abgestimmt. Als verlängerter Arm des Trainers agierte Fyn Claasen vor der Abwehr und coachte mit. Bisweilen zeigten sich die Akteure zudem uneigennützig. Die neue Mannschaft wächst allmählich zusammen.

Da mochte das Trainerteam nach dem Mannschaftsessen am Abend nicht länger stören und zog sich vor der obligatorischen Einstandstaufe der Neulinge zurück. Frauenstein vermutete, dass es wohl nach Hamburg gehen sollte. Der Coach machte zeitnah den Abflug.

Tim Möller wie einst Paulchen Panther

„Sail away“ hieß es außerdem für Tim Möller, der bis Ende Januar kommenden Jahres in Italien ein Auslandssemester wahrnimmt. „Die Chance auf ein Semester bekomme ich nur einmal, Fußball spiele ich ja noch länger“, stimmte Möller dem Paulchen-Panther-Motto zu: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage.“

PSV Neumünster – Husumer SV 5:1 (3:0)

PSV: Heuer – Huber, Petersen (61. Mohr), Sachse, Zarpe – Claasen – Möller (66. Lüth), Jöhnck, von der Mehden (71. Falk), Küffner (66. Netzel) – Barendt (61. Barck).
Husumer SV: Thomsen – Knoll (46. Sintzel), Franck, Christiansen, Giesen – Guth – Westensee (61. Ripke), Koch, Krause (61. Jensen) – Soumah, Ayene.
SR: Albrecht (TSV Böklund). – Zuschauer: 138. – Tore: 1:0 Zarpe (14.), 2:0 Barendt (35.), 3:0 Möller (38.), 4:0 Küffner (49.), 5:0 von der Mehden (52.), 5:1 Soumah (70.). – Beste Spieler: Möller, Barendt, von der Mehden – Fehlanzeige. – Nächster PSV-Gegner: Heider SV (A/Sonnabend, 10. September, 14 Uhr).

PSV-Youngster Tom Zarpe feiert seinen Treffer zum 1:0. FOTO: JÖRG LÜHN
04.09.2022 - shz Sport

OL 9 10.09.2022 Husumer SV TSV Pansdorf 0:4
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Fußball-Oberliga

Siebtes Spiel ohne Sieg: Husumer SV im freien Fall

Auswärts hängen die Trauben für Aufsteiger Husumer SV in der Fußball-Oberliga weiterhin sehr hoch. Beim PSV Neumünster verloren die Stormstädter 1:5 (0:3).

Pascal Gettu Ayene (l., verfolgt vom Pansdorfer Holger Mess) gehörte wieder zu den besten Husumern, konnte die erneute Niederlage aber nicht verhindern. Foto: Brigitte Petersen

HUSUM (Björn Gutt) - Bei der 0:4-Heimniederlage in der Fußball-Oberliga gegen den TSV Pansdorf zeigen sich die bekannten Schwächen des Aufsteigers Husumer SV.

"Ich hatte auch nach dem Rückstand und dem Platzverweis ein gutes Gefühl, das Spiel noch drehen zu können. Leider belohnen wir uns wieder nicht, weil wir unsere Chancen nicht nutzen. "
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

Die erhoffte Wende nach sechs sieglosen Spielen in der Fußball-Oberliga blieb aus: Der Husumer SV verlor nun auch noch das Heimspiel gegen den TSV Pansdorf mit 0:4 (0:1). Wieder waren individuelle Fehler und Chancenwucher ausschlaggebend für den Misserfolg.

Erschwerend kam hinzu, dass Abwehrchef Franck Momo in der 42. Minute Gelb-Rot sah, zumindest diskutabel aus Sicht von Kiesbye, der bei dieser Entscheidung das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters vermisste.

Die Husumer waren vor der Pause die aktiviere Mannschaft, jedoch vergab Mittelstürmer Daouda Soumah zwei gute Gelegenheit zur Führung jeweils nach Vorarbeit von Pascal Ayene. Pansdorf beschränkte sich meist auf robuste Defensivarbeit und suchte offensiv das Glück meist mit langen Bällen auf ihre agilen Angreifer Felix Krüger und Kai Hahn. Beim 0:1 nutzte Krüger einen Abstimmungsfehler in der HSV-Abwehr aus (24.), kurz darauf traf er die Latte (27.).

Zweites Gegentor trifft Husum ins Mark

Nach der Pause verpasste Finn Christiansen den möglichen Ausgleich, stattdessen waren die Gäste durch Kai Hahn zum 0:2 (70.) erfolgreich. „Das zweite Gegentor traf uns schon richtig ins Mark. Danach gingen bei uns die Köpfe runter und die Wege nach hinten wurden nicht mehr kollektiv gemacht“, analysierte Kiesbye.

Der HSV ergab sich in sein Schicksal und ermöglichte Hahn den Hattrick mit zwei weiteren Treffern (78., 84.). Nur Torhüter Keeper Christopher Thomsen bewahrte die Husumer vor Schlimmeren. Die rote Karte für Felix Krüger (87.) für ein Nachtreten gegen Husums Besten, Marvin Matthiesen, hatte keine Bedeutung mehr für den Ausgang dieser Partie.

Schicksalhaftes NF-Derby beim SV Frisia 03 am kommenden Sonntag

Der bisher einzige Husumer Sieg gelang am ersten Spieltag gegen den TSB Flensburg. Bei der folgenden schwarzen Serie zeigte sich die Anfälligkeit der Husumer Abwehr, die schon 30 Gegentore kassiert hat. Damit kündigt sich ein schicksalhaftes Nordfriesland-Derby am kommenden Sonntag (14 Uhr) beim ebenfalls krisengeschüttelten SV Frisia 03 Risum-Lindholm an.

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Guth (72. Giesen), Momo, Matthiesen, Wetzel – Christiansen, Raghib Kati (62. Hawas Kati) – Sinzel, Ayene, Krause (51. Westensee) – Soumah.

TSV Pansdorf: Raube – Mess (59. Basse), Venzke, Sommer, Wossidlo (46. Villbrandt) – Denker, Meins (66. Krampe), Hahn, Manthe – Kunert (46. Böbs), Krüger.

Schiedsrichter: Falk Schmidt (TSV Gadeland). – Gelb-Rote Karte: Franck Momo (42., wiederholtes Foulspiel), Rote Karte: Felix Krüger (87., Nachtreten). – Tore: 0:1 Felix Krüger (24.), 0:2, 0:3, 0:4 Kai Hahn (70., 78., 84.). – Zuschauer: 140.

11.09.2022 - shz Nord Sport

Termine

Das Sport-Geschehen in Nordfriesland am Wochenende

Husum (Jan Wrege) - Gelingt Nordfrieslands zumeist schwach in die Saison gestarteten Fußballern endlich die Wende? Wie schlagen sich Bredstedts Handballerinnen im Duell mit Drittliga-Absteiger HG OKT? Wer hat die beste Taktik und die größte Ausdauer auf den Teufelsrunden im Langenberger Forst? Diese und weitere spannende Fragen warten am Wochenende auf Klärung.

In Bedrängnis: Lewe Carstens (r.) und seine Mitspieler vom TSV Rotweiß Niebüll wollen sich in der Fußball-Verbandsliga endlich wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen. Foto: Jürgen Sieg

Fußball-Oberliga

Nach sieben Spielen belegt Aufsteiger Husumer SV mit fünf Punkten den Abstiegsplatz 14. Dem hoffnungsvollen Start mit vier Zählern gegen die beiden Flensburger Teams folgten drei Niederlagen, dann ein 3:3 gegen Oldenburg und zuletzt wieder ein herber 1:5-Rückschlag beim PSV Neumünster. Das Problem liegt angesichts von insgesamt 26 Gegentoren auf der Hand: Soll am Sonnabend (14 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenachten TSV Pansdorf etwas herausspringen, muss die Defensive stabiler werden.

Ganz finster sieht es für den SV Frisia 03 Risum-Lindholm aus. Null Siege, null Punkte, null Tore. Der Tabellenletzte verpasste zuletzt mit 0:2 im Kellerduell gegen den FC Dornbreite einen Befreiungsschlag. Nun steht das nächste direkte Duell im Abstiegskampf beim SV Grünweiß Siebenbäumen (So. 15 Uhr) an. Der Vorletzte ist auch noch sieglos, hat aber schon vier Unentschieden erkämpft. Frisia hingegen verpatzte unter der Woche auch noch einen Test und verlor gegen den Verbandsligisten BW Löwenstedt mit 1:3.

Verbandsliga

Das NF-Quartett bleibt bislang hinter eigenen hohen Erwartungen zurück. Am besten schlägt sich noch die SG Langenhorn/Enge-Sande auf Rang sieben mit drei Siegen bei zwei Niederlagen. Im Heimspiel gegen den Barkelsbyer SV (So. 14 Uhr) könnte es weiter aufwärts gehen. BW Löwenstedt (So. 14.30 Uhr gegen Großsolt-Freienwill) und RW Niebüll (Sbd. 14.30 Uhr gegen Tarp-Oeversee) hoffen in Heimspielen auf erste Schritte weg von den Abstiegsplätzen. Vor allem die Löwenstedter machen sich nach dem überraschenden Testsieg gegen den Oberligisten SV Frisia 03 durch Tore von Christian Hansen, Paul Carstensen und Lars Hansen Hoffnung auf eine Trendwende. Der stark besetzte Neuling TSV Hattstedt will seine Bilanz (2 Siege, 3 Niederlagen) bereits am Freitag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen die FSG Ostseeküste ausgleichen.

Handball

In der Oberliga hat der neue Trainer Olaf Rogge mit den Frauen des Bredstedter TSV auswärts bei der HSG FONA einen furiosen Startsieg (27:13) eingefahren. Diese Leistung gilt es nun im ersten Heimspiel (So. 15 Uhr) gegen den Drittliga-Absteiger HG OKT zu bestätigen.

In der SH-Liga geht es für die nordfriesischen Handballer an diesem Wochenende los. Die HSG Ohrstedt-Ostenfeld (SZOWW) empfängt am Sonnabend um 17 Uhr HSG Mönkeberg-Schönkirchen. Der Bredstedter TSV hat am Sonntag um 17 Uhr die Tills Löwen zu Gast. In beiden Spielen sind erste Aufschlüsse zu erwarten, wie die NF-Vertreter nach personellem Aderlass dastehen.

Ultra-Marathon

Im vergangenen Jahr fand die Premiere eines ganz besonderen Ausdauerwettbewerbs große Aufmerksamheit. Nun startet am Sonnabend um 8 Uhr am Sportplatz in Klintum bei Leck der 2. Devil‘s Loop. Insgesamt 162 Läuferinnen und Läufer wollen sich der Herausforderung stellen und so oft wie möglich die 6,66 km lange „Teufelsrunde“ im Langenberger Forst absolvieren. Entschieden ist dieser Ultra-Marathon, wenn die letzte Frau und der letzte Mann übrig sind und alle anderen aufgegeben haben. Rund um das Rennen, das zu jeder vollen Stunde erneut gestartet wird, gibt es ein Rahmenprogramm für die Besucher.

08.09.2022 - shz Nord Sport

MdM 2 13.09.2022 SV Dörpum Husumer SV 3:1
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OL 10 18.09.2022 SV Frisia 03 Risum-Lindholm Husumer SV 3:2
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Fußball-Oberliga

Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm atmet auf: 3:2 im Derby gegen den Husumer SV

Starke Vorstellung: Frisia-Stürmer Yago Heider (li.) scheiterte hier noch am Husumer Torhüter Christopher Thomsen, traf aber noch kurz vor dem Abpfiff zum Siegtreffer. Foto: Wolfgang Pustal

Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm hat im nordfriesischen Derby der Fußball-Oberliga seinen ersten Saisonsieg geschafft. Die Gastgeber schlugen den Husumer SV mit 3:2.

"Das war eine Kopfsache. Ich verstehe immer noch nicht, wie wir Frisia, die nach dem 0:2 am Boden war, wieder haben aufstehen lassen. "
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

RISUM-LINDHOLM (Wolfgang Pustal) - Bei den Oberliga-Fußballern des SV Frisia 03 Risum-Lindholm ist der Knoten geplatzt: Im spannenden und turbulenten Krisenderby gegen den Husumer SV drehten die Platzherren das Spiel, kamen nach einem 0:2 zur Pause nach einer überragenden zweiten Halbzeit noch zum verdienten 3:2-Sieg. Fans und Spieler bejubelten den ersten Saisonsieg.

Die Husumer grübelten, wie ihnen eine 2:0-Pausenführung entgleiten konnte. „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Aber ich habe in der Pause davor gewarnt, dass unsere 2:0-Führung ein trügerisches Ergebnis ist. Wenn ein Tor für Frisia fällt, dann brennt es“, sagte Trainer Sebastian Kiesbye.

Damian Krause bringt Husumer SV mit 2:0 in Führung

Nach hektischem Beginn auf dem aufgeweichten Boden erspielte sich Frisia leichte Vorteile, und bekam nach einem Foul von Manuel Lorenzen an Yago Heider (17.) einen Elfmeter. Lasse Böckenholt scheiterte aber an Christopher Thomsen im HSV-Tor, der auch den Nachschuss glänzend parierte. Das brachte die Risum-Lindholmer aus dem Tritt. Im Gegenzug traf Damian Krause nach einer Ecke zum 0:1 (22.).

Frisia drängte nun mit Macht auf den Ausgleich, kam zu Chancen, sah sich aber Husumer Kontern ausgesetzt. Dabei vergaben die Gäste mehrere Möglichkeiten, ehe Krause nach toller Vorarbeit des emsigen Daouda Soumah auf 0:2 (38.) erhöhte. Das wirkte wie die Vorentscheidung, Frisia schien endgültig am Boden.

Nach dem Treffer von Lennart Lorenz kipp das Derby

"Unsere zweite Halbzeit war überragend. Die Jungs haben genau das gemacht, was sie müssen. So präsent waren wir bislang in den Zweikämpfen noch nicht. Jetzt sind wir wieder dran. Das gibt uns Luft für die kommenden Aufgaben, auch wenn die nicht einfacher werden. "
Dennis Peper
Trainer des SV Frisia 03

Aber dann kam, was Kiesbye befürchtet hatte. Lennart Lorenz traf mit platziertem Schuss aus 14 Metern zum 1:2 (51.) und das Derby kippte. Nur zwei Minuten später scheiterte Yago Heider aus spitzem Winkel am starken Thomsen. Nur einmal musste Lars Christiansen im Frisia-Tor bei einem Soumah-Schuss (56.) noch parieren, danach spielten nur noch die Platzherren. Nach einem erneuten Foul an Heider sah Manuel Lorenzen die Gelb-rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jannik Schmalfeld zum 2:2 (73.). Eine Minute später scheiterte frei vor Thomsen, durfte dann aber doch noch jubeln: Aus 16 Metern traf der Frisia-Stürmer zum 3:2 (88.) und belohnte sich und sein Team für eine starke Vorstellung.

Bereits am Sonnabend um 14 Uhr wartet für die Risum-Lindholmer beim Heider SV die nächste Herausforderung. Der Husumer SV bestreitet am am Sonnabend um 14 Uhr ein Heimspiel gegen den SV Eichede.

Statistik:

SV Frisia 03: Christiansen - Böckenholt (90.+1 Dethlefsen), Marvin Bruhn, Lorenz, Fust - Yago Heider (90.+3 Feddersen), Gatzmaga, Melfsen, Drews - Schmalfeld, Ljaskaj.

Husumer SV: Thomsen - Wetzel, Matthiesen, Manuel Lorenzen, Guth - Krause, Kati (84. Giesen), Christiansen, Soumah - Westensee, Ayene (78. Henning Lorenzen).

Schiedsrichter: Jan-Ole Ehlers (SG Geest 05). – Zuschauer: 250. – Tore: 0:1/0:2 (22./38.) Krause, 1:2 (51.) Lorenz, 2:2 (73., Elfmeter) Schmalfeld, 3:2 (88.) Heider.

18.09.2022 · sh:z Nord Sport

Sportprogramm am Wochenende

Schicksalhaftes NF-Derby in der Fußball-Oberliga

Husum (Björn Gutt/Jan Wrege) - Krisengipfel im Derby der Fußball-Oberliga der Männer, starke Fußballerinnen und Handballerinnen in Auswärtsspielen, Kreismeisterschaft im Straßenlauf – das sind die Höhepunkte im nordfriesischen Sport am Wochenende.

Abstiegskampf pur ist im Nordfriesland-Derby zwischen dem SV Frisia 03 Risum-Lindholm und dem Husumer SV zu erwarten, mittendrin die Spielmacher Pascal Ayene (HSV, vorn) und Jannik Schmalfeld. (SVF). Foto: Brigitte Petersen

Fußball-Oberliga

Abstiegskampf und Derby-Stimmung: Am Sonntag (14 Uhr) empfängt der SV Frisia 03 Risum-Lindholm den Husumer SV zum brisanten Krisengipfel, bei dem beide zum Siegen verdammt sind. Vor allem die Gastgeber stehen mit null Punkten und erst einem Tor in sieben Spielen mit dem Rücken zur Wand. „Wir haben viele junge Leute mit viel Potenzial, die sich aber noch an die Robustheit und Körperlichkeit in der Oberliga gewöhnen müssen“, sagt Trainer Dennis Peper. „Wir werden es am Sonntag erneut probieren, noch mehr Willen zu zeigen, um den Befreiungsschlag zu schaffen. Ich denke, dass sich dann eine ganze Menge lösen wird. Zumindest steht bei Frisia wieder die geballte Erfahrung von Jannik Schmalfeld, Lennart Lorenz, Jannik Fust und Jannik Drews, die zuletzt fehlten, zur Verfügung. Ausfallen werden aber Dauerbrenner Eduard Klemmer (Urlaub) und Morten Höfer (Corona).

Der Husumer SV steht mit einem Punkt aus dem letzten sechs Spielen ebenfalls prekär da. Zudem gab es am Dienstag eine 1:3-Niederlage bei Landesligist SV Dörpum im Flens-Cup Meister der Meister. „Wir wollen uns da als Team selber rausziehen. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass unsere Idee und Art, Fußball zu spielen, stimmen. Daher werden wir nicht viel verändern“, sagt Trainer Sebastian Kiesbye. Angesichts von fast vier Gegentoren im Schnitt muss die Defensive stabiler werden. Daher kommt der Ausfall von Abwehrchef Franck Momo (Gelb-Sperre) zur Unzeit. Weiterhin fehlen Nils Schröder, Henning Lorenzen, Jaspar-Leon Peters und Mats Kosuck. Auch das formstarke Talent Raghib Kati (Klassenfahrt) ist am Sonntag nicht dabei.

Fußball-Oberliga Frauen

Erheblich erfolgreicher als die Männer sind die Frauen des SV Frisia 03. Sie sind trotz der Turbulenzen um den kurzfristigen Trainerwechsel mit zwei 4:0-Siegen gegen TSV Siems und bei der SG NieBar überraschend stark in die Oberliga-Saison gestartet. Nun kommt es aber heftig: Die Risum-Lindholmerinnen spielen am Sonntag um 14 Uhr beim Top-Favoriten Kieler MTV, der die Saison ebenfalls mit zwei Siegen und sechs Punkten begonnen hat.

Fußball-Landesliga

TSV Rantrum und SV Dörpum stehen vor kniffligen Auswärtsaufgaben. Dörpum tritt am Sonnabend (13.30 Uhr) als krasser Außenseiter beim Tabellenführer TSV Nordmark Satrup an. Etwas besser erscheinen die Chancen für den TSV Rantrum am Sonnabend (14 Uhr) beim Tabellenzehnten MTV Tellingstedt. Beide NF-Vetreter waren zuletzt erfolgreich. Dörpum mit dem 3:1 gegen Husum im Flens-Cup durch Tore von Malte Johannsen I, Thies Borchardt und Christoph Volquardsen und zuvor mit dem ersten Landesliga-Sieg gegen Stern Flensburg (2:1). Die Lagedeich-Kicker schafften zuletzt drei Spiele in Folge ohne Niederlage, darunter ein Remis gegen Satrup.

Fußball-Verbandsliga

Es läuft noch nicht für die Nordfriesen. Aufsteiger TSV Hattstedt weist als Achter von 14 Mannschaften noch die beste Platzierung auf. Am Sonnabend (14 Uhr) geht es zum Aufstiegsaspiranten FC Tarp-Oeversee. Am Tabellenende stehen BW Löwenstedt und RW Niebüll. Die Löwen wollen am Sonntag (14 Uhr) im Derby bei der SG Langenhon/Enge-Sande (9.) die Wende schaffen. Die Niebüller müssen am Sonnabend (14 Uhr) bei Schleswig 06 ran.

Handball

Alle drei höherklassigen NF-Teams spielen auswärts. Die Frauen des Bredstedter TSV wollen den guten Start in der Oberliga bei der HL Buchholz-Rosengarten II (So. 16 Uhr) bestätigen. In der SH-Liga der Männer erwarten den Bredstedter TSV (bei TuS Aumühle-Wohltorf) und die HSG SZOWW (beim TSV Weddingstedt) bereits heute jeweils um 20.30 Uhr anspruchsvolle Aufgaben.

Straßenlauf

Mit dem „Lauf durch die Osterdörfer“ runden die nordfriesischen Straßenläufer am Sonnabend in Arlewatt die Laufserie um den Waterkant-Cup ab und ermitteln dabei auch ihre Kreismeister auf dem Asphalt. Um 14 Uhr fällt am Sportlerheim des SZ Arlewatt zunächst der Startschuss zum Jedermann-Straßenlauf über 1,5 km, gefolgt vom Kleinen Straßenlauf über 5 km um 14.45 Uhr. Der 10-km-langen Hauptlauf führt ab 15.45 Uhr durch die Osterdörfer. Nachmeldungen sind noch bis eine Stunde vor dem Start möglich. Weitere Info unter www.sz-arlewatt.de

16.09.2022 - shz Nord Sport

OL 11 24.09.2022 Husumer SV SV Eichede 0:2
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Fußball-Oberliga

Zwei Rote Karten: Husumer SV verliert Spiel und Leistungsträger

Marvin Matthiesen (l.) gehört zu den agilsten Husumern, konnte die Niederlage aber nicht verhindern Foto: Brigitte Petersen

Mit einer 0:2-Niederlage gegen den SV Eichede im Friesenstadion ist der Husumer SV in der Fußball-Oberliga auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht.

HUSUM (Björn Gutt) - Besonders bitter bei der 0:2-Heinmniederlage gegen Eichede waren für den Husumer SV die Platzverweise für die Leistungsträger Franck Momo und Daouda Soumah. Abwehrchef Momo, der gerade erst eine Sperre abgesessen hatte, bekam bereits in der 8. Minute die rote Karte nach einem Foul an Eichedes Angreifer Maximilian Zoch – so sah es jedenfalls Schiedsrichter Florian Lisiak. Ganz anders Momo: „Das war ein normaler Zweikampf, wie er zigmal im Spiel vorkommt. Ich berühre ihn kaum“, schimpfte der Husumer.

Daouda Soumah verstand nach der Roten Karte die Welt nicht mehr

Auch der zweite Feldverweis gegen Daouda Soumah (89.) nach einer Attacke gegen Gerret Grage erschien diskutabel. „Es war mein erstes Foul und Vergehen im gesamten Spiel. Als ich die rote Karte sah, verstand ich die Welt nicht mehr“, sagte Soumah und auch Gäste-Trainer Paul Kujawski meinte: „Die beiden roten Karten wurden einem fairem Spiel nicht gerecht. Bei dem Foul von Soumah kann man mit ein wenig Fingerspitzengefühl auch dunkelgelb zeigen.“

Schwächung in Spielen gegen direkte Konkurrenz im Abstiegskampf

Die beiden HSV-Akteure werden nun mindestens in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten vom FC Dornbreite (3. Oktober) und beim VfB Lübeck II (8. Oktober) fehlen. Entsprechend bedient war daher auch HSV-Coach Sebastian Kiesbye: „Wir arbeiten die ganze Woche konzentriert und haben einen klaren Plan, den wir nach acht Minuten über den Haufen schmeißen müssen. Danach zeigen wir dann aber sogar eine Leistung, die sich sehen lassen kann und für die nächsten Aufgaben Mut machen sollte.“

Die Husumer ließen sich auch durch das 0:1 (48.) nicht demoralisieren und verteidigten weiter leidenschaftlich, wobei sich Torhüter Christopher Thomsen mehrfach auszeichnete. Erst in doppelter Unterzahl mussten die Gastgeber das 0:2 hinnehmen.

"Der frühe Platzverweis hat uns natürlich in die Karten gespielt. Trotzdem entwickelte sich danach leider das gewohnte Spiel und wir hatten trotz unserer Überlegenheit, Schwierigkeiten durchzukommen. Auf der anderen Seite haben wir das gesamte Spiel kontrolliert und quasi nicht zugelassen. Das macht mich glücklich."
Paul Kujawski
Trainer des SV Eichede

Für SVE-Coach Kujawski waren die Husumer trotz der klaren Favoritenrolle der erwartet schwere Gegner: "Der frühe Platzverweis hat uns natürlich in die Karten gespielt. Trotzdem entwickelte sich danach leider das gewohnte Spiel und wir hatten trotz unserer Überlegenheit, Schwierigkeiten durchzukommen. Auf der anderen Seite haben wir das gesamte Spiel kontrolliert und quasi nicht zugelassen. Das macht mich glücklich."

Durch die Ausfälle von Momo und Soumah wird die Personaldecke beim HSV nunmehr bedenklich dünn. In der Schlussphase musste bereits Co-Trainer Christoph Dammann als Innenverteidiger fungieren.

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Guth, Momo, Matthiesen, Wetzel (88. Giesen) – Christiansen (88. Dammann), Hawas Kati – Westensee (75. Lorenzen), Ayene, Krause (46. Sinzel) – Soumah.
SV Eichede: Gevert – Vollrath, Reimers, Ostermann, Arndt – Wittig, Grage, Ehlers (72. Wahl), Bieche – Zoch (72. Gelzer/86. Fichtner)), Adam (80. Hasselbusch).
Schiedsrichter: Florian Lisiak (Friedrichsort). – Zuschauer: 112. – Tore: 0:1 Zoch (48.), 0:2  Tom Niklas Wittig (90.+3).
Beste Spieler: Christopher Thomsen, Marvin Matthiesen, Hawas Kati – Hendrik Ostermann, Gerret Heiko Grage, Evgenij Bieche

25.09.2022 · sh:z Nord Sport

OL 4 03.10.2022 Husumer SV FC Dornbreite Lübeck 2:1
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Fußball-Oberliga

Wie Pascal Gettu Ayene den Husumer SV wieder aufweckte

Pascal Gettu Ayene (M.) brachte nach seiner Einwechselung wieder Leben ins Spiel des Husumer SV. Foto: Brigitte Petersen

Einen ganz wichtigen 2:1-Sieg in der Fußball-Oberliga feierte der Husumer SV im Kellerduell gegen den FC Dornbreite Lübeck, den die Stormstädter damit auch in der Tabelle wieder überholten.

HUSUM (Björn Gutt) - Mann des Spiels auf Seiten der Stormstädter war zweifelsohne Mittelfeld-Motor Pascal Gettu Ayene. Der Ex-Heider wurde erst in der 52. Minute beim Stand von 0:1 eingewechselt, nachdem er unter Woche wegen eines Infekts nicht trainieren konnte. Zunächst sorgte der 22-Jährige mit einem Traumtor aus gut 30 Metern für den Ausgleich (74.). Dann bereitete er mit einer herausragenden Einzelaktion bei einem Konter das Siegtor (83.) von Finn Christiansen vor.

"Beim Ausgleich ist mir der Ball über den Schlappen gerutscht", meinte Husums "Matchwinner" nach dem Spiel augenzwinkernd, aber überglücklich, wohlwissend dass die Kugel genau da hinsollte, wo sie letztendlich landete.

Lange einfallslos in der Offensive

Bis dahin hatten nicht mehr viele der stattlichen Kulisse im Husumer Friesenstadion damit gerechnet, dass die Partie noch einmal diese Wendung nehmen würde. Zu einfallslos und mit zu wenig Durchschlagskraft agierten die Hausherren in der Offensive Mitte der zweiten Halbzeit. 

Dabei hatten die Husumer gut in die Partie gefunden, wobei erste vielversprechende Abschlusschancen von Damian Krause verpufften (7.+9.) und Flemming Westensee an der Latte scheiterte (29.). Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Gäste dann aber immer stärker. Passend zur prekären Situation der Nordfriesen fiel das 0:1 zum ungünstigsten Zeitpunkt mit dem Halbzeitpfiff, als Tobias Wetzel den Kopfball von Janek Brandt auf der Linie klären wollte, dabei aber den Arm des ansonsten wieder einmal starken Keepers Christopher Thomsen traf und der Ball von da aus ins Tor trudelte (45.+1).

Aufatmen nach neun Spielen ohne Sieg

Letztendlich war der Ayene-Hammer dann aber der Weckruf zur rechten Zeit, in einer Partie, die einzuschlafen drohte, und ließ die Kreisstädter doch noch auf die Siegerstraße einbiegen. Husums Trainer Sebastian Kiesbye konnte endlich einmal wieder strahlen nach neun Spielen ohne Sieg. „So einen Spielverlauf haben wir uns auch endlich mal verdient. Wir haben es heute letztendlich ein paar Prozent mehr gewollt als der Gegner.“

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Guth, Manuel Lorenzen, Henning Lorenzen (78. Dammann), Wetzel – Finn Chritiansen, Hawas Kati (52. Ayene) – Westensee, Raghib Kati, Krause (58. Sinzel) – Matthiesen (90.+2 Giesen)

Tore: 0:1 Janek Brandt (45.+1), 1:1 Pascal Gettu Ayene (74.), 2:1 Finn Christiansen (83.)

Schiedsrichter: Chris Olimsky (MTV Tellingstedt)

Zuschauer: 277

Beste Spieler: Christopher Thomsen, Henning Lorenzen, Raghib Kati, Pascal Gettu Ayene

03.10.2022 · sh:z Nord Sport

OL 13 08.10.2022 Husumer SV VfB Lübeck II 2:4
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Fußball-Oberliga

Husumer SV glücklos - Drama um Nick Neca vom VfB Lübeck II

Trotz der vier Gegentore einer der besseren Husumer: Torhüter Christopher Thomsen fängt den Ball vor dem Lübecker Henry Meyer. Foto: Brigitte Petersen

Für den Husumer SV geht es in der Fußball-Oberliga nach der 2:4-Niederlage gegen den VfB Lübeck II weiter bergab. Ein Drama um den Lübecker Nick Neca endete glimpflich.

HUSUM (Björn Gutt) - Ernüchterung im Lager des Husumer SV nach der 2:4-Niederlage gegen den VfB Lübeck II im Heimspiel der Fußball-Oberliga. Eigentlich hatten die Stormstädter gehofft, nach dem 2:1 gegen den FC Dornreite Lübeck gegen einen weiteren Mit-Konkurrenten im Abstiegskampf nachlegen zu können. Aber wieder verschliefen die Gastgeber große Teile der ersten Halbzeit. Insgesamt 23 Gegentore vor der Pause in zwölf Spielen sind keine oberligareifen Daten.

Lübecker Nick Neca verschluckt Zunge bei Zusammenstoß

Ein Drama um den Lübecker Nick Neca in der 6. Minute endete glimpflich. Der Verteidiger hatte bei einem Zusammenprall mit Husums Marvin Matthiesen seine Zunge verschluckt. Dank der schnellen Reaktion der Spieler und der Rettungskräfte konnte der zunächst bewusstlose Neca während einer 45-minütigen Unterbrechung stabilisiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen soll es ihm den Umständen entsprechend gutgehen, teilte VfB-Coach Nils Kjär mit.

Die Aufregung steckten die Gäste deutlich besser weg als die Husumer, die gar nicht in Gang zu kommen schienen. Auf Flanke von Keenon Erfurth blockte Henning Lorenzen den Abschluss von Esebeck direkt vor die Füße von Lasse Lahrtz, der keine Mühe hatte, das 0:1 zu erzielen (11.). Auch in der Folge kontrollierten die Gäste mit der weitaus besseren und reiferen Spielanlage das Geschehen. Daher war das 0:2, als Henning Lorenzen gegen Erfurth nicht an den Ball kam und dieser Christopher Thomsen umkurvte, auch folgerichtig (34.). Wenig später wurde die Führung durch von Esebeck sogar noch ausgebaut (37.).

Kurz vor der Pause holt Husum auf

Ein Traumtor von Krause, der nach einer Westensee-Flanke volley unter die Latte abschloss (44.), und ein mustergültiger Kopfball von Valentin Sinzel, der ebenfalls von Westensee bedient wurde, näherte noch einmal die Hoffnung des HSV (45.).

„Zur Pause war ich stinksauer, weil wir unseren Plan verloren und den Gegner ohne Not wieder aufgebaut haben. Daher habe ich die Jungs aufgefordert, sich wieder zu sammeln und fortan fokussiert zu sein“, schilderte VfB-Coach Kjär seine Halbzeitansprache. Seine Mannen schienen verstanden zu haben und agierten nun etwas abwartender aus einer sicheren Defensive heraus. Husumer Gelegenheiten blieben Zufallsproduktionen, wobei eine davon beinahe zum Ausgleich führte. Henning Lorenzen hatte Finn Christiansen mit einem langen Ball am Strafraum bedient, der auf Sinzel ablegte und dessen Direktabnahme am Lattenkreuz landete (66.). Das war es dann aber auch mit der Husumer Herrlichkeit.

Husums Trainer Sebastian Kiesbye enttäuscht

"Es ist einfach unnötig, wie wir in Rückstand geraten. Dann ist wiederum ein Riesen-Kraftakt nötig, um einen Rückstand wettzumachen, anstatt selbst mal in Führung zu gehen. Wir rennen hinterher und verlieren dann irgendwann wieder den Fokus."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

Trotz der erneuten Aufholjagd zeigte sich Husums Trainer Sebastian Kiesbye ziemlich enttäuscht:

Obwohl die Lage weiterhin prekär ist für die Nordfriesen, gibt sich Kiesbye für die kommenden Aufgaben kämpferisch. „Ich habe weiterhin Bock darauf, zusammen mit der Mannschaft weiterzuarbeiten und bin davon überzeugt, dass es irgendwann Klick macht und wir gemeinsam Erfolg haben werden, um unsere Ziele zu erreichen.“

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Guth, Manuel Lorenzen (71. Hawas Kati), Henning Lorenzen (71. Giesen), Wetzel – Finn Christiansen, Raghib Kati (71. Jensen)  – Westensee (71. Dammann), Ayene, Sinzel – Matthiesen (7. Krause)

VfB Lübeck II: Barkmann – Neca (7. Karlota), Melo (85. Schilling), Hill – Freitag, Adou (62. Rasegele) – Jetz (62. Flach), Meyer, Lahrtz (83. Hagen) – von Esebeck, Erfurth

Tore: 0:1 Lasse Lahrtz (11.), 0:2 Keenon Erfurth (34.), 0:3 Oskar von Esebeck (37.), 1:3 Damian Krause (44.), 2:3 Valentin Sinzel (45.), 2:4 Oskar von Esebeck (71.)

Schiedsrichter: Jan-Christian Meyer (SV Grün-Weiß Todenbüttel)

Zuschauer: 117

Beste Spieler: Christopher Thomsen, Flemming Westensee, Valentin Sinzel – Gustavo Melo, Oskar von Esebeck, Henry Meyer

09.10.2022 · sh:z Nord Sport

OL 14 16.10.2022 Inter Türkspor Kiel Husumer SV 5:3
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Fußball-Oberliga

Husumer SV kämpft – und verliert 3:5 bei Inter Türkspor Kiel

Joker Damian Krause sorgte mit dem 3:3 bei Husum kurz für Hoffnung
Foto: Brigitte .Petersen/Archiv

Der Husumer SV zeigt gute Moral im Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga bei Inter Türkspor Kiel, ist aber nicht clever genug und verliert mit 3:5.

KIEL (Björn Gutt) - Es war wie schon so häufig in dieser Saison. Der Husumer SV zeigte in der Fußball-Oberliga phasenweise eine gute Leistung, drehte einen Rückstand in eine Führung und holte einen weiteren Rückstand auf – aber am Ende standen die Stormstädter nach dem Auswärtsspiel bei Inter Türkspor Kiel wieder mit leeren Händen dar und verloren 3:5 (0:1).

HSV-Coach Sebastian Kiesbye vermisst Abgeklärtheit

„Die Spielverlauf passt zu unserer Situation. Wir haben in vielen Phasen eine disziplinierte und konzentrierte Leistung gezeigt und den Gegner in den 20 Minuten nach der Halbzeit komplett dominiert. Jedoch fehlt uns in den entscheidenden Situationen die nötige Abgeklärtheit“, sagte HSV-Coach Sebastian Kiesbye.

Seine Mannschaft hatte insbesondere zu Beginn des zweiten Durchgangs einen beherzten Auftritt beim favorisierten Tabellensechsten hingelegt. Nach dem 0:1-Pausenrückstand hatte Kiesbye wohl in der Kabine die richtigen Worte gefunden, so dass seine Mannschaft den Gegner in der eigenen Hälfte einschnürte. Finn Christiansen mit einem Schuss in den Winkel (60.) sowie Flemming Westensee, der eine herrliche Einzelaktion gekonnt vollendete (63.), münzten die Überlegenheit in eine zu diesem Zeitpunkt verdiente 2:1-Führung um.

Husumer Vorsprung postwendend egalisiert

"Führungen können wir anscheinend einfach nicht."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

Wie gewonnen, so zerronnen: Durch den umgehenden Ausgleich, den der just eingewechselte Badreddin Hamze postwendend nach dem Husumer Führungstreffer mit seinem ersten Ballkontakt erzielte (64.), riss allerdings der Faden der Nordfriesen wieder auf unerklärliche Weise und keine fünf Minuten später liefen die Husumer nach dem Tor von Moshood Adesanya erneut einem Rückstand hinterher (69.).

Freude über 3:3 währt nur kurz

Der HSV kam durch das 3:3 von Joker Damian Krause noch einmal zurück. Allerdings wehrte die Freude darüber nur gut 60 Sekunden, bis Okan Erkocu den Gästen den endgültigen Todesstoß versetzte (82.). Der Treffer zum 5:3-Endstand durch den zweiten Streich des überragenden Rezan Acer hatte nur noch statistische Bedeutung und besiegelte die neunte Saisonniederlage des weiterhin schwächsten Auswärtsteams der Liga.

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Guth, Henning Lorenzen, Momo, Wetzel – Christiansen, Raghib Kati – Sinzel (75. Krause), Ayene (81. Giesen), Westensee – Soumah (52. Jensen)

Schiedsrichter: Max Rosenthal (VfL Bad Schwartau). – Zuschauer: 120.

Tore: 1:0 Acer (25.), 1:1 Christiansen (60.), 1:2 Westensee (63.), 2:2 Hamze (64.), 3:2 Adesanya (69.), 3:3 Krause (81.), 4:3 Erkocu (82.), 5:3 Acer (90.+2).

16.10.2022 · sh:z Nord Sport

OL 15 22.10.2022 Husumer SV FC Kilia Kiel 0:7
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Fußball-Oberliga

Lehrstunde für den Husumer SV

Rustikal setzt sich hier Abwehrspieler Franck Momo (r.) vom Husumer SV gegen den Kieler Drilon Trepca zur Wehr. Foto: Brigitte Petersen

Der Husumer SV kam in der Fußball-Oberliga gegen Tabellenführer Kilia Kiel kräftig unter die Räder und verlor auf eigenem Platz mit 0:7.

HUSUM (Björn Gutt) - Nach der 0:7(0:3)-Niederlage gegen Kilia Kiel im Friesenstadion konnten sich die Stormstädter sogar noch bei ihrem Besten, Torhüter Christopher Thomsen, bedanken, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel. Der Mit-Aufsteiger aus der Landeshauptstadt war mit mehreren herausragenden Spielern, teilweise mit Regionalliga-Erfahrung, und einem klaren Plan in jeder Hinsicht überlegen. Bei Möglichkeiten von Drilon Trepca (6.), Jan Matti Seidel (10.) und dem Mittelfeld-Motor Tom Baller (11.) verhinderte Thomsen zunächst noch den Rückstand.

Tom Baller bringt Kilia nach 13 Minuten in Führung

Dann aber traf Baller zum längst überfälligen 1:0 (13.) für Kilia. Danach ging der Klassenprimus ein wenig vom Gas, behielt aber jederzeit die Kontrolle und bekam das 2:0 (29.) geschenkt: Nach einer harmlosen Flanke von Trepca säbelte HSV-Verteidiger Manuel Lorenzen auf holprigen Rasen unter dem Ball durch, der dadurch einen Rückwärtsdrall bekam und im eigenen Netz landete.

Die einzige nennenswerte Offensivaktion für Husum hatte Pascal Ayene mit einem Freistoß (42.), der knapp am Tor vorbeistrich. Die Vorentscheidung besorgte der überragende Benjamin Petrick, als er einen Eckball freistehend aus kurzer Distanz per Kopf im Tor unterbrachte (45.).

Husum kann Gäste nie in Verlegenheit bringen

"Wieder einmal haben individuelle Fehler uns entscheidend ins Hintertreffen gebracht. Später fehlte uns die Körperspannung, so dass wir immer einen Schritt zu spät waren. So etwas nutzt eine Mannschaft wie Kilia gnadenlos aus. Man kann so ein Spiel verlieren, aber in dieser Höhe und Art und Weise ist das bitter."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

Nachdem Jan Matti Seidel (47.) und Lars Horstinger (65) erhöhten auf 5:0 für die Gäste, die von den Hausherren trotz aller Bemühungen nie in Verlegenheit gebracht wurden. Der einzige Husumer Torschuss von Marvin Matthiesen verfehlte das Kilia-Tor (71.) deutlich.

Pascal Polonski (74.) mit einem Solo und Petrick mit einem fulminanten Schuss unter die Latte (85.) stellten den Endstand bei der fünften Husumer Heimniederlage her.

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Guth (65. Giesen), M. Lorenzen, Momo, Wetzel – F.Christiansen (72. R. Kati), H. Lorenzen – Westensee (65. Matthiesen), Ayene, Soumah – Sinzel

Kilia Kiel: Kornath – Ramo (65. Polonski), Wüllner (72. Amponsah), Harder, Ayyildiz – Baller, Warncke (55. Meshekrani) – Trepca (61. Horstinger), Alt, Petrick – Seidel (67. Jakubowski)

Schiedsrichter: Steffen Brandt (SV Wasbek). - Zuschauer: 207. – Tore: 0:1 Baller (13.), 0:2 Lorenzen (29., Eigentor), 0:3 Petrick (45.), 0:4 Seidel (47.), 0:5 Lars Horstinger (62.), 0:6 Polonski (74.), 0:7 Petrick (85.).

23.10.2022 · sh:z Nord Sport

OL 16 30.10.2022 Eckernförder SV Husumer SV 2:0
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Fußball-Oberliga

ESV-Trainer Maik Haberlag fehlt beim 2:0-Sieg über die Husumer SV nur ein Deckel

Stürmer gegen Stürmer: Malte Clausen (re.) vom Eckernförder SV und Husums Marvin Mattiesen, der im Ausawärtsspiel beim SV für seine Husumer SV jedoch in der Innenverteidigung begann, im Kampf um den Ball. Foto: Stefan Gerken

Der Eckernförder SV hat seinen achten Saisonsieg eingefahren und über weite Strecken eine sehr souveräne Leistung gegen die stark abstiegsbedrohte Husumer SV gezeigt. Mitten in eine Schwächephase hinein besorgte Ole Altendorf mit seinem Tor zum 2:0 die Vorentscheidung. Nur einen Schönheitsfehler entdeckte der kritische ESV-Coach.

ECKERNFÖRDE (Stefan Gerken) - Es nicht nicht so viele Jahre her, da kam die Husumer SV als großer Favorit zum Auswärtsspiel nach Eckernförde gereist. Mit teilweise erfahrenen und hochklassigen Spielern. Doch die Zeiten haben sich geändert. Nun, im Duell am Sonntagnachmittag, 30. Oktober, trat der ESV als mittlerweile erfahrener Oberligist an und spielte dies gegen den Aufsteiger auch gnadenlos und clever aus. Denn nach dem frühen Führungstor der Hausherren durch Leon Apitz (4.) war der Gast drauf und dran, das Spiel an sich zu reißen. „Da fehlt uns einfach die Erfahrung, die der ESV mittlerweile als etablierter Oberligist hat“, haderte HSV-Trainer Christoph Dammann.

Was Dammann meinte war, dass sein Team nach dem frühen Rückstand richtig gut ins Spiel kam, dann aber am Ende der letzte Tick fehlte, um den unter Druck stehenden ESV zu knacken. „Wir hatten zu große Abstände innerhalb der Mannschaftsteile und haben über Außen zu viele Flanken zugelassen. Diese Phase hat mir nicht gefallen“, sagte Eckernfördes Trainer Maik Haberlag, der nach dem perfekten Start frühzeitig an der Seitenlinie lautstark auf sein Team einwirken musste.

ESV in Halbzeit eins gnadenlos effektiv

Die Gäste spielten rund 20 Minuten sehenswert und auch spielerisch stark auf, doch die Eckernförder konnten es zumindest verhindern, dass sich die Husumer SV wirklich gefährliche Chancen erspielte. „Aber“, mahnt Haberlag, „da kann immer mal einer durchrutschen“. Jedoch rutschte nur noch ein Ball ins Tor der Gäste, als die Eckernförder einen Fehlpass im Mittelfeld nutzten und schnell umschalteten. Über Leon Apitz lief der Ball zu Malte Clausen, der links im Strafraum den noch besser postierten und sträflich freien Ole Altendorf sah und bediente. Altendorf hatte dann die Ruhe beim Abschluss und traf aus zehn Metern ins lange Ecke zum 2:0 (39.). „Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen gut genutzt“, lobte Haberlag zurecht die Effektivität seiner Schützlinge.

Nach der Pause wechselte Husums groß gewachsener Kapitän Marvin Matthiesen aus der Innenverteidigung in den Sturm, wo er eigentlich auch Zuhause ist. Aber der Effekt verpuffte, da die Eckernförder die zweite Hälfte sehr wachsam und seriös verteidigten.

"Wir haben den Deckel mit dem dritten Tor nicht draufgemacht. Fällt der Anschluss, wird es nochmal wild"
Maik Haberlag
Trainer Eckernförder SV

Auch wenn ESV-Torwart Lauritz Sievers seiner Vorderleute in der Schlussviertelstunde mehrfach lautstark animierte, die Wege zurück zu machen. Denn eines fehlte, wie auch Haberlag kritisch feststellte: „Wir haben den Deckel mit dem dritten Tor nicht draufgemacht“. Und der ESV-Coach war sich sicher: „Fällt der Anschluss, wird es nochmal wild“. Und das wollte er natürlich nicht.

Eckernförder verpassen das dritte Tor

Die Chancen auf das dritte Tor waren dabei durchaus da. Malte Clausen (47.) hätte nach einem Kontakt im Strafraum wohl auch einen Elfmeter bekommen, wenn er zu Boden gegangen wäre, doch er blieb sportlich fair auf den Beinen – die Chance verpuffte. Weitere Hochkaräter hatten zweimal Ole Altendorf per Kopf (55., 74.) und Jan-Ole Jürgensen (81.), dem nach Kopfballvorlage von Lukas Witte nur Zentimeter zum Tor fehlten.

Die Eckernförder haben nach Punkten nun mit dem PSV Neumünster auf Rang fünf gleichgezogen, haben aber noch eine Partie weniger absolviert. Auch die Saison 2022/23 läuft also wieder sehr positiv für den ESV, weshalb Haberlag auch leicht lächelnd bilanzierte: „Es macht momentan einfach richtig viel Spaß mit dieser Mannschaft. Wenn das dritte Tor nicht fällt, muss es halt auch mal Ergebnissicherung geben. Das haben die Jungs heute gut gemacht“. Einen freien Tag spendierte der Coach aber nicht. „Natürlich nicht, nächste Woche kommt Eichede...“, hatte der 36-Jährige den Blick kurz nach Schlusspfiff wieder nach vorne gerichtet.

"Es war eine Leistung, auf der wir aufbauen können. Ich denke, wir müssen hier nicht verlieren"
Christoph Dammann
Trainer Husumer SV

Die Gäste dagegen fuhren etwas unter Wert geschlagen nach Hause, zeigten aber viele Ansätze, die auch Husums Trainer positiv stimmten. „Es war eine Leistung, auf der wir aufbauen können. Ich denke, wir müssen hier nicht verlieren“. Doch gegen die Erfahrung und Cleverness der Eckernförder war sein Team an diesem Sonntag dann doch machtlos.

Statistik:

Eckernförder SV: Sievers – Bamler, Jürgensen, Zülsdorff, Lorenz – Mohr, Stöterau (65. Smit), Justen (70. Witte) – Altendorf (87. Puphal) – Apitz (57. Eggers), Clausen (52. Wölki).

Husumer SV: Rainer – Guth (86. Knoll), Franck, Matthiesen, Wetzel – Westensee (78. Jensen), H. Kati, R. Kati (86. Giesen), Sinzel – Ayene (46. Lorenzen), Krause.

SR: Jannik Schneider (VfR Laboe).

Zuschauer: 170.

Tore: 1:0 Apitz (4.), 2:0 Altendorf (39.).

Nächstes ESV-Spiel: SV Eichede (Heim, Sonntag, 6. November, 14 Uhr)

Jan-Ole Jürgensen (li.) bekam es nach der Halbzeit mit Marvin Matthiesen als Stoßstürmer der Husumer SV zu tun und zeigte an der Seite von Julian Zülsdorff erneut eine starke Leistung in der Eckernförder Innenverteidigung. Foto: Stefan Gerken
Durften sich gegenseitig jeweils zu einem Treffer beglückwünschen: Die Eckernförder Torschützen Leon Apitz (li., hier bei seiner Auswechslung) und Ole Altendorf. Foto: Stefan Gerken
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30.10.2022 · sh:z Mitte Sport

OL 17 05.11.2022 Husumer SV TSV Bordesholm 3:1
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Fußball-Oberliga

Husumer SV sendet ein Lebenszeichen und besiegt den TSV Bordesholm 3:1

Der ist drin! Valentin Sinzel (links) dreht nach seinem Tor zum 2:1 jubelnd ab, Daouda Soumah freut sich mit. Foto: Brigitte Petersen

Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga Schleswig-Holstein sendete Aufsteiger Husumer SV mit dem 3:1 (0:1)-Erfolg im heimischen Friesenstadion gegen den TSV Bordesholm. Nach zuletzt vier Niederlagen am Stück war der Sieg fast schon überlebenswichtig, um nicht den Anschluss an das rettende Ufer zu verlieren.

HUSUM (Björn Gutt) - Maßgeblich für den Sieg war insbesondere eine starke zweite Halbzeit, als die Husumer sich trotz Pausenrückstands nicht beirren ließen, sich weiter an ihren Matchplan hielten und in überzeugender Manier mit drei Treffern in 22 Minuten die Partie drehten.

Damit bestätigten die Kreisstädter ihre klare Leistungssteigerung aus der vergangenen Woche, wo der gute Auftritt beim Eckernförder SV (0:2) noch nicht mit Zählbarem belohnt worden war.

Früher Rückstand

Dabei begann die Partie eigentlich wie immer in der laufenden Spielzeit: mit einem Rückstand. Nachdem die hellwach gestarteten Gäste bereits eine Riesenchance ausgelassen hatten, profitierte der TSV von einem Fehler von Hannes Guth im Spielaufbau, den Jasper Bandholt mit dem Tor zum 0:1 bestrafte (15.).

Dass die Moral beim HSV trotz schwieriger sportlichen Situation stimmt, bewiesen die Kiesbye-Schützlinge in der Folge, weil sie trotz des Rückstandes weiter mutig agierten.

Verdiente Belohnung

Nach dem Wechsel machten die Hausherren da weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten und belohnten sich schnell für ihren Aufwand.

Spiel gedreht

Ein langer Einwurf von Pascal Gettu Ayene wurde verlängert, so dass Damian Krause am zweiten Pfosten die Kugel zum 1:1 nur noch über die Linie drücken musste (48.). Der Ausgleich beflügelte den Gastgeber. Marvin Matthiesen, der viele Bälle festmachte, bediente Valentin Sinzel, der zum 2:1 abschloss (65.).

Matthiesen stark

Matthiesen krönte seine starke Leistung mit einem eigenen Treffer, als er von Flemming Westensee per Querpass mustergültig bedient wurde und in Torjäger-Manier abschloss (70.). Da von den Gästen keinerlei Aufbäumen erkennbar war, war dieser Treffer bereits vorentscheidend.

"Das war Oberliga-Fußball, so wie ich ihn mir vorstelle."
Sebastian Kiesbye
Trainer Husumer SV

Entsprechend erleichtert war HSV-Coach Sebastian Kiesbye, der von einem hochverdienten Sieg sprach und froh war, dass seine Mannschaft sich endlich einmal für ihren Aufwand belohnen konnte. „Ich hatte trotz des Rückstands durchgängig ein gutes Gefühl, dass wir das Ding hier gewinnen und die Jungs haben insbesondere in der zweiten Halbzeit gezeigt, was in ihnen steckt. Ich bin stolz auf die Truppe und hoffe, dass wir da jetzt weitermachen.“

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Wetzel, Henning Lorenzen, Guth – Hawas Kati (85. Raghib Kati), Ayene – Krause (79. Giesen), Sinzel, Westensee – Soumah, Matthiesen (78. Jensen).

SR: Falk Schmidt (Gadeland).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Bandholt (15.), 1:1 Krause (48.), 2:1 Sinzel (65.), 3:1 Matthiesen (70.).

06.11.2022 · sh:z Nord Sport

OL 18 12.11.2022 Husumer SV SC Weiche Flensburg 08 II 1:0
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Fußball-Oberliga

Husumer SV schlägt Weiche 08 II und hat wieder Land in Sicht

Torraumszene mit Marvin Matthiesen (M.), der für Husum das Siegtor erzielte und Jonah Gieseler (verdeckt). Links Jonas Kabus (Weiche), Leven Jensen (HSV) und Hassan Hariri.
Foto: Brigitte Petersen

Nach einem 1:0-Sieg gegen die Regionalliga-Reserve des SC Weiche Flensburg 08 hat der Husumer SV im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga wieder Anschluss an das rettende Ufer gefunden.

HUSUM (Jan Wrege) - Grundlage für den zweiten Heimsieg des Husumer SV in Folge waren die stabile Defensive mit dem überragenden Torwart Christopher Thomsen und der enorme kämpferische Aufwand der Husumer, die auch 40 Minuten in Unterzahl nach dem Platzverweis für Tobias Wetzel wegen Schiedsrichterbeleidigung überstanden.

Husumer mit starker Abwehr

" Wir haben heute zu null gespielt und das ist insbesondere der Verdienst unserer Kette da hinten. Wir haben uns aber auch insgesamt als Einheit präsentiert und konnten so nach dem Platzverweis schnell wieder in unsere Ordnung finden."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

"Der Sieg war aufgrund der ersten Halbzeit verdient", meinte HSV-Fußballobmann Arne Strohscheer. Trainer Sebastian Kiesbye freute sich über die Defensivleistung:

Die Husumer profierten auch vom Unvermögen der Gäste im Abschluss. Die mit vierfacher Regionalliga-Unterstützung angetretenen Flensburger ließen etliche hochkarätige Chancen aus. Nachdem Husums Hawas Kati bei der ersten guten Torgelegenheit im Spiel am stark reagierenden SC-Keeper Andreas Petersen gescheitert war (14.), begann auf der Gegenseite die Flut von Chancen für Calvin Ogara (17./45.) und Tobias Ryborg (19.). Leven Jensen (21.) und Flemming Westensee (27.) verpassten die Führung für den HSV.

Brenzlige Situationen nach Platzverweis für Wetzel

Nach der roten Karte für Abwehr-Routinier Wetzel musste Husum brenzlige Situationen überstehen. Ryborg schoss aus kurzer Distanz über das Tor (60.), Damian Krause wehrte einen Versuch von Mert Kurt auf der Linie ab (62.) und der ansonsten starke Nico Empen vergab eine gute Kopfball-Chance (72.).

Die Nordfriesen bekamen dann die Defensive in den Griff und orientierten sich auch nach vorn. Zunächst verpasste Matthiesen eine Krause-Hereingabe um Zentimeter (75.), bevor er kurz danach eine Flanke von Westensee mit einem Kopfball zum 1:0 (77.) verwertete. Die größte Chance auf den Ausgleich für die Flensburger hatte wiederum Ryborg, dem aber Thomsen pfiffig den Ball vom Fuß nahm (87.).

Tim Wulff beklagt Chancenwucher

Weiches Coach Tim Wulff, der wie sein Amtskollege Sebastian Kiesbye in der Schlussphase selbst noch einmal die Stiefel schnürte, benannte deutlich, an welchen Stellen es seinem Team an diesem Nachmittag mangelte. „Wir müssen bereits vor dem 0:1 das Spiel für uns entscheiden. Wenn man aber mehrere hundertprozentige Chancen nicht nutzt, kann man in dieser Liga kein Spiel gewinnen. Leider haben wir alles das, was wir in der letzten Woche richtig gemacht haben, heute nicht so umsetzen können. Das tut gerade in so einem Spiel weh“, sagte Wulff mit einem wehmütigem Blick auf den 8:1-Sieg sieben Tage zuvor gegen den TSV Pansdorf.

Husum hat bis zur Winterpause noch die wichtigen Spiele beim TSB Flensburg (19.11.) sowie gegen den Tabellenletzten SV Grün-Weiß Siebenbäumen (26.11.) zu bestreiten, in denen Leitungsträger Tobias Wetzel fehlen wird.

Statistik:

Husumer SV: Thomsen – Wetzel, Manuel Lorenzen, Guth – Hawas Kati, Ayene (85. Raghib Kati) – Krause, Westensee, Soumah (70. Peters) – Jensen (61. Momo), Matthiesen (85. Kiesbye)

SC Weiche Flensburg 08 II: Petersen – Hariri (60. Beckhoff), Zymeraj, Kabus, Finn Lorenzen – Eberhardt – Ogara, Kurt (77. Wulff), Gieseler, Empen – Ryborg (84. Fritze)

Schiedsrichter: Frederik Simon (Heikendorfer SV) – Rote Karte: Tobias Wetzel (Husum/50., wg. Beleidigung) – Zuschauer: 203 – Tor: 1:0 Marvin Matthiesen (77.)

13.11.2022 · sh:z Nord Sport

OL 19 19.11.2022 TSB Flensburg Husumer SV 5:3
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Fußball-Oberliga

3:0, 3:3, 5:3 – TSB Flensburg schlägt den Husumer SV in einem wilden Spiel

Henning Lorenzen (am Boden) trennt den Ex-Husumer Hendrik Fleige vom Ball.
Foto: Jacqueline Röder

Zur Halbzeit sah alles nach einem klaren Sieg des TSB Flensburg im Nordderby der Fußball-Oberliga gegen den Husumer SV aus. Aber es wurde noch spannend.

FLENSBURG (Ulrich Schröder) - In der Pause wurde eigentlich nur noch über die Höhe des Sieges spekuliert. Der TSB Flensburg führte 3:0 gegen den chancenlosen Husumer SV und hätte es bei konsequenter Nutzung seiner Chancen auch noch deutlicher machen können.

Drei schöne Tore

Doch es blieb bei drei fein herausgespielten Toren. Thomas Erichsen köpfte einen Freistoß von Tayfun Can ein (8. Minute), der ehemalige Husumer Hendrik Fleige nickte eine Flanke von Nicholas Holtze ein (22.), und dem 3:0 von Paul Fröhlich (40.) war ein präziser Pass von Mats Möller vorausgegangen.

Chancenwucher beim TSB

Auch nach Wiederbeginn deutete zunächst gar nichts auf eine Wende hin. Der TSB versiebte aber Hochkaräter gleich reihenweise und war defensiv nicht mehr auf der Höhe. Bei Husum machte sich die Einwechslung von Marvin Matthiesen, dessen Luft nach Krankheit nur für eine Hälfte reichte, positiv bemerkbar.

Husum gleicht aus

Der Angreifer bereitete das 1:3 von Flemming Westensee vor (63.) und traf zwei Minuten später selbst zum 2:3. Das 3:3, wiederum erzielt von Westensee, quittierten die Husumer Anhänger mit fast ungläubigem Staunen – an eine solche Wendung hatten sie nicht mehr geglaubt. Daouda Soumah hatte sogar die Gelegenheit zum 3:4.

Späte Entscheidung

Doch in der Schlussphase schlug der TSB noch zweimal zu. Gian Luca Bracht nutzte einen Can-Pass in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 4:3, 60 Sekunden später stellte Timo Carstensen mit einem feinen Heber das Endresultat her.

Husums Coach Sebastian Kiesbye war frustriert und die Freude bei seinem Flensburger Kollegen Gramoz Kurtaj fiel auch eher gedämpft aus. Zu sehr hatte ihn der Chancenwucher seiner Schützlinge genervt.

19.11.2022 · sh:z Nord Sport

Fußball-Oberliga

Ein Husumer gegen Husum: Hendrik Fleige vom TSB Flensburg hat sich was vorgenommen

Geht auch dahin, wo es weh tun kann: Hendrik Fleige (li.), hier beim Kopfballduell mit Kevin Harder vom FC Kilia Kiel. Foto: Marcus Dewanger

TSB Flensburg gegen den Husumer SV in der Fußball-Oberliga – für den gebürtigen Husumer Hendrik Fleige "natürlich ein besonderes Spiel", wie er sagt. Los geht's am Sonnabend um 14 Uhr.

FLENSBURG (Wilfried Simon) - Kein normales Spiel für Angreifer Hendrik Fleige vom Fußball-Oberligisten TSB Flensburg. Am Sonnabend (14 Uhr) geht es gegen seinen alten Verein, den Husumer SV. Fleige ist gebürtiger Husumer und hat seit früher Jugend bei Husum gespielt. In dieser Partie trifft er auf viele ehemalige Mannschaftskameraden.

In den Fußstapfen des Vaters

Als Fünfjähriger hat er mit dem Kicken begonnen, wurde unter anderem von Vater Björn trainiert. Björn Fleige war in früheren Jahren ein gefürchteter Stürmer, der auch Torschützenkönig in der Oberliga wurde. Die Gene seines Vaters hat Fleige mitbekommen: "Er hat mich inspiriert und gefördert, ich bin in gewisser Weise in seine Fußstapfen getreten."

Lob vom Ligamanager

In der Stormstadt hatte Fleige seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. Das war für TSB-Ligamanager Rainer Andresen Grund genug, den 25-Jährigen im Jahr 2020 zu verpflichten. Andresen über Fleige so: „Neben seiner Effektivität im Strafraum ist Hendrik beidfüßig, schnell und technisch sehr gut ausgebildet. Wenn er fit ist, dann ist er für die Mannschaft unverzichtbar.“

Fleige wollte den Wechsel zum TSB aus zweierlei Gründen: „Ich wollte in der Oberliga bei einer Spitzenmannschaft spielen. Außerdem hatte ich beim Finanzamt in Flensburg einen Job in der Betriebsprüfung bekommen.“

Viele ehemalige Mitspieler

Am Sonnabend trifft er zahlreiche Bekannte: „Mit Marvin Matthiesen, Manuel Lorenzen, Tobias Wetzel und Finn Christiansen habe ich zusammengespielt. Jetzt gegen sie zu spielen, ist schon was Besonderes. Im Hinspiel (der TSB verlor 1:2 – Anm. d. Red.) konnte ich wegen eines Außenbandrisses nicht mitspielen, jetzt werde ich alles versuchen, dass wir erfolgreich sind. Wir sind aber gewarnt, weil die Husumer die letzten beiden Spiele gewonnen haben.“

Zwiespältige Bilanz

Zur bisherigen Saison des TSB sagt Fleige: „Wir laufen unseren eigenen Ansprüchen hinterher. Der Saisonbeginn war noch okay. Gegen die Topteams haben wir auch sehr gut gespielt, aber gegen vermeintlich leichtere Gegner haben wir zu viele Punkte gelassen. Wir müssen wesentlich konstantere Leistungen bringen.“

Der Angreifer bilanziert: „Verletzungsbedingt war ich in neun von 17 Spielen dabei, nur in vier von Beginn an. Mit sieben Toren ist meine Ausbeute aber nicht ganz so schlecht.“

"Ich finde, die WM hat durch die sehr bedenklichen Umstände und die Tatsache dass sie im Winter stattfindet, ihren Zauber verloren."
Hendrik Fleige
Fußballer beim TSB Flensburg

Kaum WM-Vorfreude

Am Wochenende beginnt die Fußball-WM in Katar – wie geht ein aktiver Oberligaspieler damit um? Fleige, bekennender Bayern-Sympathisant, sagt dazu: „Früher hat man sich auf die WM mit Public Viewing gefreut, das ist dieses Mal anders. Ich werde sicherlich versuchen, die Spiele unserer Nationalmannschaft zu sehen. Da einige Partien aber um 14 Uhr sind (zum Beispiel Deutschland gegen Japan am 23. November – d. Red.) kann ich das mit meinem Beruf gar nicht vereinbaren.“

Bis 2020 ging Hendrik Fleige für den Husumer SV auf Torejagd. Foto: Brigitte Petersen / Archiv
17.11.2022 · sh:z Nord Sport

OL 20 26.11.2022 Husumer SV SV Grün-Weiß Siebenbäumen 1:1
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Fußball-Oberliga

Für den Husumer SV fühlt sich das 1:1 gegen Siebenbäumen wie eine Niederlage an

Valentin Sinzel (l.) trifft mit seinem Kopfball zum Ausgleich für den Husumer SV.
Foto: Brigitte Petersen

Ein Punkt ist zu wenig: In der Fußball-Oberliga kam der Husumer SV gegen Schlusslicht Grün-Weiß Siebenbäumen nicht über ein 1:1 hinaus.

HUSUM (Björn Gutt) - Katerstimmung beim Husumer SV nach dem 1:1 (0:1) im Heimspiel der Fußball-Oberliga gegen den Tabellenletzten SV Grün-Weiß Siebenbäumen: „Das war einfach zu wenig. Die Einstellung und der Wille in so einem wichtigen Spiel haben heute in weiten Teilen bei uns nicht gestimmt“, schimpfte Kapitän Henning Lorenzen.

Frustrierte Husumer, glückliche Gäste

Aus ihm sprach der Frust darüber, dass die Stormstädter es mal wieder nicht geschafft hatten, ein „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen einen direkten Rivalen zu gewinnen und auf einen Nicht-Abstiegs-Platz zu klettern. Die Gäste aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg waren mit nur zwölf einsatzfähigen Spielern angereist. Diese zeigten aber über die gesamten 90 Minuten Kampf und Leidenschaft. „Das war eine mega Teamleistung von den Jungs. Ich bin aufgrund der Personallage stolz und froh über den Punktgewinn. Mit ein bisschen Glück können wir am Ende sogar noch einen Dreier einfahren“, sagte der Co-Trainer des Aufsteigers, Marco Urban.

Für Husums Trainer Sebastian Kiesbye hingegen war es eine „gefühlte Niederlage“. Er wollte aber nicht alles schlecht reden: „Trotz der schwierigen Platzverhältnisse haben wir teilweise ansehnliche Kombinationen und sehr viel Ballkontrolle gezeigt. Der Rückstand war dann aber sehr ärgerlich. Danach hat sich Siebenbäumen nur noch hinten reingestellt.“

Husumer Abwehrpatzer vor dem 0:1

Auf dem nicht oberligatauglichen Rasen agierte Siebenbäumen aus einer tiefen Defensive heraus mit langen Bällen auf die Sturmspitzen. Beim frühen 0:1 (12.) profitierten die Gäste von einer Kette individueller Fehler in der Husumer Defensive. Nach mehreren gescheiterten Klärungsversuchen landete ein Rückpass von Manuel Lorenzen bei Mick Saupe, der den Ball ins HSV-Tor bugsierte.

Glück hatten die Gastgeber, das ein Freistoß (20.) von Julian Brückner nur den Pfosten traf. Ansonsten blieb die Partie arm an packende Szene in Tornähe. „Das ist hier Not gegen Elend“, urteilte ein Husumer Zuschauer zur Halbzeit.

Mehr als der Ausgleich war nicht drin

Für einen Hoffnungsschimmer sorgte Valentin Sinzel mit seinem Kopfballtreffer zum Ausgleich (53.) anch einem Eckball von Pascal Ayene. Danach war genug Zeit, die Partie zu drehen, zumal den Gäste die Kräfte sichtbar schwanden.

Den Husumern fiel jedoch zu wenig ein, um Siebenbäumen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Stattdessen handelte sich Damian Krause völlig unnötig mit einer unbedachten Äußerung gegenüber Schiedsrichter Chris Olimsky noch die Ampelkarte ein (90.) und der daraus resultierende Freistoß hätte beinahe zum Siegtor für die Gäste geführt: Der Ball erreichte Enssa Ceesay, dessen Versuch per Kopf nur haarscharf das Husumer Tor verfehlte.

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Manuel Lorenzen, Henning Lorenzen, Guth – Hawas Kati (69. Raghib Kati), Ayene (81. Momo) – Krause, Westensee, Soumah – Sinzel, Matthiesen

GW Siebenbäumen: Caglar – Schönwald. Ruser, Ceesay – Plähn, Keuneke – Brückner, Saupe, Gerich – Issifou, Bilgic (46. Creppy)

Schiedsrichter: Chris Olimsky (Tellingstedt). – Gelb-Rote Karte: Damian Krause (90., wg. Meckerns) – Zuschauer: 178. – Tore: 0:1 Mick Saupe (12.), 1:1 Valentin Sinzel (53.).

27.11.2022 · sh:z Nord Sport

Sportprogramm am Wochenende

Henning Lorenzen glaubt an den Klassenerhalt für den Husumer SV

Immer voller Einsatz: Husums Leitwolf Henning Lorenzen bei einer beherzten Abwehraktion im Spiel gegen den VfB Lübeck II. Foto: Brigitte Petersen

HUSUM (Björn Gutt/Jan Wrege) - Henning Lorenzen, Kapitän des Fußball-Oberligisten Husumer SV, bleibt trotz der unbefriedigenden Herbstrunde optimistisch und auch der SV Frisia 03 Risum-Lindholm hat den Klassenerhalt nicht abgeschrieben. Beide NF-Teams sind jeweils in Heimspielen gefordert. Im Pferdesport steht in Leck ein hochkarätiges Springturnier an, in Bredstedt treffen sich Top-Talente der Leichtathletik.

Fußball-Oberliga

Henning Lorenzen ist seit Jahren Kapitän, Leitwolf und Leistungsträger beim Husumer SV, der am Sonnabend (14 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Grün-Weiß Siebenbäumen unbedingt punkten muss. „Es ist eine Saison mit einigen Höhen und vielen Tiefen. Nachdem wir gut gestartet waren, wurden wir schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, meint Lorenzen zum bisherigen Abschneiden des HSV. Vier Punkten zum Auftakt gegen die beiden Flensburger Mannschaften folgten eine Misserfolgsserie und der Sturz in die Abstiegszone.

„Besonders bitter waren die 2:3-Niederlagen gegen Heide und in Lindholm“, sagt der 30-Jährige. „Die taten uns richtig weh und haben gezeigt, dass wir in großen Teilen auf diesem Niveau noch zu unerfahren waren.“,

Positiv stimmen den Routinier jedoch die Auftritte in den letzten vier Spielen. „Wir haben einige Dinge taktisch umgestellt und so mehr Kompaktheit und Tiefe in unser Spiel bekommen“, erklärt Lorenzen. Nun gibt es gegen Grün-Weiß Siebenbäumen die Chance, endlich mal wieder die Abstiegsplätze zu verlassen. „Ich bin zuversichtlich, weil wir gerade zu Hause in der letzten Zeit gezeigt haben, dass wir es können“, sagt Lorenzen. „Wir müssen unsere Hausaufgaben aber auch machen. Dann sind wir wieder voll im Rennen.“ Der Mit-Aufsteiger aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg hat sechs Zähler wegen Nicht-Erfüllung des Schiedsrichter-Solls eingebüßt. Ansonsten wären die Schützlinge von Trainer Gerd Dreller mit den Husumern punktgleich.

Henning Lorenzen wünscht sich einen Sieg, um den Schwung für die letzten beiden Spiele vor der langen Winterpause (bis Ende Februar 2023) mitzunehmen. „Die Partien gegen Todesfelde und in Heide sind für uns Bonus, auch wenn ich uns nicht als völlig chancenlos erachte.“ Husums Kapitän hält den Klassenerhalt weiterhin für machbar, auch weil in der Rückrunde Leistungsträger nach langen Verletzungen wieder zur Verfügung stehen: „Spieler wie Mats Kosuck und Nils Schröder geben uns noch mehr Optionen.“

Bei sechs Punkten Rückstand auf den Tabellen-13. ist die Lage beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm sogar noch prekärer. Nun stellt sich Angstgegner Inter Türkspor Kiel (7.) am Sonntag (14 Uhr) im Niko-Nissen-Stadion vor. In bisher sieben Oberliga-Duellen mit Türkspor gab es für Frisia nur ein Unentschieden bei sechs Niederlagen. Diese schwarze Serie will die Mannschaft von Leif Johannsen und Carsten Andresen endlich beenden.

Weitere Fußball-Termine

Oberliga Frauen: Abgesagt: SSC Hagen Ahrensburg – SV Frisia 03 Risum-Lindholm

Verbandsliga, Nachholspiel: Sbd. 14 Uhr: FC Tarp-Oeversee – SG Langenhorn/Enge-Sande.

Flens-Cup „Meister der Meister“, Achtelfinale: Sbd. 15.30 Uhr: Stern Flensburg II – SV Dörpum.

24.11.2022 · sh:z Nord Sport

OL 21 26.11.2022 Husumer SV SV Todesfelde 0:1
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Fußball-Oberliga

Kampfgeist des Husumer SV nicht belohnt: 0:1 gegen Todesfelde

Der Husumer Torhüter Christopher Thomsen stand immer wieder im Brennpunkt. Hier wehrt er einen Ball vor dem Todesfelder Torschützen Marco Pajonk (9) ab. Foto: Brigitte Petersen

Bitteres Ergebnis nach einem starken Auftritt: Der Husumer SV verlor in der Fußball-Oberliga das Heimspiel gegen den Tabellendritten und Vorjahresmeister SV Todesfelde mit 0:1 (0:0).

"Es hat ungeheuer Spaß gemacht, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und alles reinzuwerfen. Umso ärgerlicher ist es, wenn man sich trotzdem nicht mit etwas Zählbarem belohnt."
Sebastian Kiesbye
Trainer des Husumer SV

HUSUM (Björn Gutt) - Der Husumer musste zum Heimspiel gegen den Favoriten SV Todesfelde mit dem letzten Aufgebot angetreten. Wegen der Personalnot musste sogar Trainer Sebastian Kiesbye von Beginn spielen.

Husumer verteidigen engagiert

Husum war von Beginn an hellwach. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, aber große Probleme, auf dem holprigen und rutschigen Rasen ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Zudem verteidigte der Aufsteiger diszipliniert und konzentriert. Im Spiel nach vorn fehlte es dem Kiesbye-Team jedoch an Präzision und Fortune.

Kurz vor der Pause vereitelte HSV-Torhüter Christopher Thomsen die beste Todesfelder Gelegenheit durch Morten Liebert, der unfreiwillig durch einen Querschläger von Tobias Wetzel bedient wurde.

HSV-Stürmer Daouda Soumah hatte eine Riesenchance kurz nach Wiederbeginn. Sein Alleingang (52.) endete mit einem etwas unentschlossenen Versuch. „Wenn wir so ein Ding in dieser Phase reinmachen, läuft so ein Spiel an so einem Tag vielleicht auch mal für uns“, meinte Kiesbye. Im direkten Gegenzug hatten die Kreisstädter dann aber auch Glück, dass Lieberts Kopfball aus kurzer Distanz drüber ging (54.) und Thomsen kurz darauf noch einmal stark hielt.

In der 78. Minute schlägt Todesfeldes Torjäger Marco Pajonk zu

Die Gäste, die spürbar ungeduldiger wurden und ihrem Unmut auch gleich mehrfach untereinander Luft machten, gingen mit fortlaufender Spieldauer mehr und mehr ins Risiko, womit sich auch Räume für Husumer Konter eröffneten. Nach einer sehenswerten Ballstafette chipte Kiesbye den Ball über die Abwehr in die Strafraum zu Valentin Sinzel, dessen Direktabnahme jedoch nur auf der Latte landete (73.). Mit dem Tor des Tages bestrafte Todesfelde in der 78. Minute eine der wenigen Unachtsamkeiten in der Husumer Defensive. Marco Pajonk erzielte freistehend seinen 20. Saisontreffer. Im Stile einer Spitzenmannschaft brachte es der SV dann auch so über die Zeit, auch weil bei den Husumern am Ende die letzten Körner fehlten. 

"Mit Fußball hatte das auf so einem Platz verständlicherweise wenig zu tun. Trotzdem haben wir es in der zweiten Halbzeit besser gemacht, wobei meistens immer noch ein Husumer Abwehrbein dazwischen war. Daher war es in der Entstehung eher ein glücklicher Sieg. "
Sven Tramm 
Trainer des SV Todesfelde

Gäste-Trainer Sven Tramm ordnete den Erfolg realistisch ein:

Für die Husumer war es in Puncto Einstellung und defensiver Stabilität eine Woche nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Siebenbäim ein Schritt in die richtige Richtung. „Wenn wir an dieses Leistung anknüpfen können, fahre ich nächste Woche mit einem sehr guten Gefühl zum Heider SV.“, blickte Kiesbye bereits auf die Aufgabe am Sonnabend (14 Uhr) voraus.

Statistik

Husumer SV: Thomsen – Sinzel, Wetzel, Manuel Lorenzen (82. Momo), Guth, Knoll – Soumah, Finn Christiansen, Hawas Kati (86. Raghib Kati), Westensee (75. Matthiesen) – Kiesbye (81. Peters)

SV Todesfelde: Meyer – Meseberg, Thiel, Yilmaz, Chaumont (72. Sabas) – Krause (72. Holst), Stehnck, Bento (46. Benner), Weidemann – Liebert (82. Wolf), Pajonk

Schiedsrichter: Jan-Christian Meyer (Todenbüttel). – Zuschauer: 132. – Tor: 0:1 Marco Pajonk (78.).

04.12.2022 · sh:z Nord Sport

OL 22 10.12.2022 Heider SV Husumer SV 14 Uhr
OL 23 26.02.2023 SV Grün-Weiß Siebenbäumen Husumer SV 15 Uhr
OL 24 04.03.2023 FC Dornbreite Lübeck Husumer SV 14 Uhr
OL 25 12.03.2023 Oldenburger SV Husumer SV 14 Uhr
OL 26 18.03.2023 Husumer SV PSV Neumünster 14 Uhr
OL 27 25.03.2023 TSV Pansdorf Husumer SV 14 Uhr
KP HF 28.03.2023 SG Leck-Achtrup-Ladelund Husumer SV 19.30 Uhr
OL 28 01.04.2023 Husumer SV SV Frisia 03 Risum-Lindholm 14 Uhr
SHP HF 08.04.2023 Husumer SV VfB Lübeck 14 Uhr
OL 29 16.04.2023 SV Eichede Husumer SV 14 Uhr
OL 31 30.04.2023 VfB Lübeck II Husumer SV 14.30 Uhr
OL 32 06.05.2023 Husumer SV Inter Türkspor Kiel 14 Uhr
OL 33 13.05.2023 FC Kilia Kiel Husumer SV 14 Uhr
OL 34 20.05.2023 Husumer SV Eckernförder SV 14 Uhr

Die Oberliga-Mannschaft des Husumer Sportvereins 2022/23

    

Die Spieler im Einzelnen:

Pascal Gettu Ayene (21)

geb. 2000 · bei der Husumer SV seit 2021

Erk Christiansen (12)

geb. 2000 · bei der Husumer SV seit 2021

Finn Christiansen (18)

geb. 1994 · bei der Husumer SV seit 2017

Momo Franck (8)

geb. 1993 · bei der Husumer SV seit 2022

Lothar Giesen (92)

geb. 2001 · bei der Husumer SV seit 2021

Hannes Guth (19)

geb. 2001 · bei der Husumer SV seit 2021

Abdou Rahim Jallow (x)

geb. 2003 - bei der Husumer SV seit 2019

Leven Meiko Jensen

geb. 2002 · bei der Husumer SV seit 2014

Hawas Haydar Hasan Kati (6)

geb. 2003 · bei der Husumer SV seit 2012

Raghib Haydar Hasan Kati (15)

geb. 2003 - bei der Husumer SV seit 2012

Kevin Knoll (11)

geb. 2000 · bei der Husumer SV seit 2021

Pascal Koch (19)

geb. x · bei der Husumer SV seit 2022

Martin Kock (31)

geb. 1995 · bei der Husumer SV seit 2021

Mats Kosuck (14)

geb. 1998 · bei der Husumer SV seit 2021

Damian Krause (28)

geb. 1996 · bei der Husumer SV seit 2020

Henning Lorenzen (10)

geb. 1992 · bei der Husumer SV seit 2012

Manuel Lorenzen (x)

geb. x · bei der Husumer SV seit 2022

Marvin Matthiesen (5)

geb. 1996 · bei der Husumer SV seit 2017

Jaspar-Leon Peters (44)

geb. 1999 · bei der Husumer SV seit 2021

Paul Pipke (17)

geb. 2003 - bei der Husumer SV seit 2019

Stefan Podbruschenko (x)

geb. 2003 - bei der Husumer SV seit 2019

Niels Rainer (x)

geb. 1996 · bei der Husumer SV seit 2022

Jan-Marten Schmude (x)

geb. 2003 · bei der Husumer SV seit 2022

Nils Schröder (4)

geb. 1991 · bei der Husumer SV seit 2021

Valentin Sinzel (91)

geb. 1998 · bei der Husumer SV seit 2021

Daouda Soumah (20)

geb. 2000 · bei der Husumer SV seit 2018

Christopher Thomsen (25)

geb. 1997 · bei der Husumer SV seit 2020

Flemming Westensee (x)

geb. 2001 · bei der Husumer SV seit 2022

Tobias Wetzel (27)

geb. 1992 · bei der Husumer SV seit 2012

 
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zuletzt aktualisiert am: Montag, 05.12.2022 0:30

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