Das geschah in den 1920er Jahren

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zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 30.01.2019 16:14

1920er

Husum 18

aus den VereinsNachrichten vom 1. Mai 1955

Husumer Fußballjugend mit Kreissäge und Bügelfalte

Dies ist ein Bild aus "alten Tagen" von der Jugendmannschaft des Husumer Fußballvereins von 1918, die einige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gute Spiele lieferte und nicht leicht zu schlagen war. Die Aufnahme wurde vor dem Husumer Hauptbahnhof kurz vor Antritt der Fußballreise gemacht. Ja, das waren Zeiten! - Auf dem Bilder vordere Reihe von links nach rechts: Luigi (Jiddi) Manarin, Karl Mirrau, Unbekannt, Hansen, Bubi Timon, Mauschi Mißfeldt, Bahnsen (Gaswerk), Ernst Thiam, Willy Orth, Rudi Nickelsen. - Hintere Reihe von links nach rechts: Hermann Weidt, Hermann Lorenzen, Thomas Christiansen ("Höhnersupp"), Johannes "Hanni" Lühmann ("Siebzig"), Karl Schladetzky.

Der Vorstand
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1920/22

Husum 18 / Fußball

Aus den Vereinsnachrichten vom
1. November 1959

Was sagen mir meine Vereinsnadeln?

Wenn ich alslsonntäglich oder jetzt auch sehr oft am Sonnabend meine Schritte nach dem Fußballplatz lenke, dann begegnen mir auf den Plätzen der Oberliga-Vereine all die Steppkes und größeren Schüler mit ihren Autogrammsammelheften. Sie passen scharf auf, wenn wieder ein Oberligist zum Umkleidelokal geht. Schnell flitzen sie hin und bitten um seine Unterschrift. Die Photos der Spieler haben sie schon vorher aus Sportzeitungen ausgeschnitten und fein säuberlich eingeklebt, und als Krönung für jedes Photo die Original-Unterschrift. Freudestrahlend, wenn wieder ein weiterer Spieler unterzeichnete, kommen sie zu ihren Kameraden zurück.

Am 19. September hörte ich auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn in Bahrenfeld anläßlich des Punktspiels Altona 93 - HSV (1:1): "Bernd, ich habe eben die Unterschrift von Uwe Seeler, von Horst Schnorr und Jochen Meinke (HSV) und von Werner Erb und Heiko Kurth (Altona) erhalten." Dann zeigen sie untereinander ihre Hefte, und die Seelen sind überglücklich. Sie haben ihre Stars zu Buch. Und wenn sie nun nach 50 Jahren diese Hefte noch einmal sehen, dann werden Erinnerungen wach an schöne Fußballerlebnisse einer fernen Vergangenheit. Dann sehen sie ihre derzeitigen Idole in Spielen gegen Real Madrid, Budapest, Manchester United, gegen Schalke 04 und so fort.

Und so sprechen heute zu mir meine Fußball_Vereinsnadeln: Die Nadel vom 1. FC Nürnberg, die ich derzeit vom von Hans 'Bumbes' Schmidt, dem internationalen Cluberer, erhielt. Ich sah den über drei Stunden dauernden Kampf um die Deutsche Meisterschaft [1922] zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem HSV Hamburg - Schiedsrichter Dr. Peco Bauwens, Köln - im alten Grunewaldstadion in Berlin, das Unentschieden endete und in Leipzig - wieder unentschieden - wiederholt wurde, sah Nürnbergs weiteres späteres Endspiel gegen HSV in Berlin, das Nürnberg 2:0 gewann. Unvergeßliche Zweikämpfe Tull Harder (Hamburg) - Hans Kalb (Nürnberg). Beide deckt lange der grüne Rasen, auf dem sie Hunderttausende zu Lebzeiten durch großes Können begeisterten. Ich sah den 1. FC Nürnberg als knappen Sieger gegen die sympathischen Eimsbütteler bei ihrer Tribüneneinweihung [am 1. August 1920].

Die Nadel von Schalke 04 zeigt mir noch das Erlebnis des Berliner Endspiels Schalke gegen Admira Wien [am 18. Juni 1939]. Der Schalker Kreisel lief auf höchsten Touren und Admira gegen wurde 9:0 besiegt. Fritz Szepan und Ernst Kuzorra brillanten. Dann das Endspiel Schalke - Rapid Wien [am 22. Juni 1941]: Schalke lagn mit drei Toren in Führung und wurde dann doch noch durch die Bombentore von Franz "Bimbo" Binder besiegt. Außer mir waren die liebe 18er Zeugen bei diesem Endspiel in Berlin, und zwar unser verstorbener Ehrenvorsitzender Heinrich "Hein" Matthiessen, Hermann Bahnsen, Eduard Schiller, Max "Magge" Sönnichsen und Heinrich Arriens.

Aber nicht nur die Nadeln der Deutschen Meister sprechen mich an, sondern auch meinen Nadeln der Vereine: Preußen Itzehoe, FFC und Eintracht Flensburg FC Hadersleben, Tonder Boldclub und Sonderburg, Bronshoj Kopenhagen, Linham Schweden, ferner Holstein Kiel, Comet Kiel, Brunswick, Heide, Schleswig 06 und Kellinghusen.

Ich werde später einmal dazu schreiben. Einstweilen grüße ich alle unsere 18er in heimatlicher Verbundenheit, wünsche meinem Freund Karl Etteldorf nach schönen Anfangserfolgen weiterhin mit unserer Liga und bei fleißigem Training einmal wieder Meisterschafsehren für die erste Mannschaft.

Euer Ehrenmitglied

Bernhard Petersen

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1921

Verein Fußball Gymnastik Schwimmen Kegeln
           

 


 
 

1922

Husum 18 / Senioren-Fußball

aus den VereinsNachrichten vom 1. Juli 1952

 

Aus vergangenen Tagen

Vor 30 Jahren spielte Husum 18 gegen Schleswig 06 3:0

Wir setzen heute unseren Streifzug durch vergangene Zeiten fort und sind in der Lage mit einem Bilde unserer Liga aus dem Jahre 1922 aufzuwarten. Die damalige Mannschaft (einschließlich Betreuer und Ersatzmann) konnte Schleswig 06 mit 3:0 das Nachsehen geben.

Im Jahr 1922 besiegte Husum 18 Schleswig 06 mit 3:0, dabei waren (obere Reihe): Bernhard Petersen, Rudolf Schubert, Heinrich Arriens, Hans Rademacher, Christoph Jensen, Hans Blunck, Albert Finkenstein; (mittlere Reihe): Hans Petersen, Henry Hansen, Harry Trulsen; (vorn): Helmuth Pauls, Peter Clausen, Franz Sülau

Kurt Klawitter
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1923

Reisen

 

 

 
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1924

Verein Fußball Tischtennis
 

 

   

1925

Husum 18

13. April

Aus den VereinsNachrichten vom Februar 1960

Erinnerungen

Dr. Erwin Kraatz bat Bernhard Petersen zu seinem 64. Geburtstag am 8. Januar, etwas aus seinen Erinnerungen zu erzählen. Was Bernhard Petersen aus der Zeit erzählt, da er unser erster Vorsitzender war, liegt schon über 30 Jahre zurück und wird bei manchen die Erinnerung an alte Zeiten zurückrufen.

Damals pflegte Husum 18 rege Freundschaft mit dänischen Vereinen. Am 13. April 1925 spielte die damalige Liga gegen eine Kopenhagener Auswahl, deren herausragendster Spieler der vielfach internationale Knud Peter Viktor Kastrup war. Das Spiel fand damals am Marienhofweg gegenüber des alten Tribünensportplatzes statt, der erst im Bau war. Für Husum 18 spielten Peter Clausen, Helmuth Pauls, Franz Sülau, Arthur Bothmann, Henry Hansen, Karl "Noske" Carstens, Rudolf Schubert, Werner Lorenzen, Christoph Jensen, Carsten Jensen und Hans-Dietrich "Hanne Diede" Blunck. Die Dänen besiegten die 18er mit 4:1 (2:1) Toren. Die Einnahmen betrugen bei etwa 800 Zuschauern 307,25 Mark, wovon die prominenten Gäste für ihre Reise 222,50 Mal beanspruchen.

Bernhard Petersen weiß außerdem zu berichten, daß damals jeden Ostern abwechselnd in Husum und Kopenhagen gegen Brønshøj Boldklub gespielt wurde. Die Dänen suchten durch die Sportzeitung einen Gegner, wodurch die Verbindung zustande kam. Zum ersten Treffen vor Bernhard Petersen den Dänen bis Kiel entgegen, wo sie gegen TSV Gaarden 3:0 gewannen, während Husum 18 im ersten Spiel ein Unentschieden erreichte. Für Unterkunft und Verpflegung sorgten stets die Gastgeber. Waren die Husumer in Dänemark, so feierten sie auch ihren Osterball in Kopenhagen zusammen mit den "smukke danske piges". Bernhard Petersen meinte, als erster Vorsitzender dürfe er da nicht allzusehr aus der Schule plaudern. Vielleicht, so meinte er, könne er einmal wieder zwischen Brønshøj Boldklub und Husum 18 vermitteln.

Karl Bernhard Mölck
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1925

Frisia Husum

aus dem StadionEcho vom
21. Oktober 2006

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 5)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Wir gehen in Husums Fußballgeschichte zurück in das Jahr 1925.

Anfang August traten einige junge Leute aus dem Husumer Fußballverein von 1918 aus und planten einen neuen Club. Im Jägerzimmer des ehemaligen Schützenhofes (später Parkhotel Thordsen) entstand

Frisia Husum

Hauptinitiator war Karl Carstens ("Noske"), der auch als erster Vorsitzender fungierte.

Die Husumer Nachrichten schrieben dazu am 11.08.1925: "Gestern abend fand im Schützenhof eine Versammlung statt zwecks Gründung eines neuen Fußballvereins. Nachdem der Arbeitsausschuss noch einmal das Einverständnis der Anwesenden zur Gründung feststellte, wurde die Taufe des neuen Vereins vollzogen. Als Namen desselben wählte man den gerade für die hiesige Gegend recht passenden Titel "Frisia". Es wurden dann die Vorstandswahlen, Statutenberatung und -annahme usw. vorgenommen. Als Vereinslokal bestimmte die Versammlung den Schützenhof. Der Verein zählt bisher 52 Mitglieder. Neuaufnahmen bis zum 20. August sind vom Eintrittsgeld befreit. Die recht anregend und von bestem sportlichen Geist getragene Versammlung wurde erst gegen12½Uhr geschlossen."

Entscheidene Männer für die Gründung und den Aufbau des Vereins waren Karl Carstens, Hannes Carstens, Ferdinand Mirau, Karl Mirau, Karl Sierks, Christian Sierks, Helmut Magnus, Karl Langholz, Artur Langholz, Helmut Pauls, Julius Christiansen, Boy Jacobsen, Harro Schwarz,Thomas Petersen, Jörn Rossen,Hermann Lorenzen, Hannes Christiansen, Herbert Hoffnauer und Willi Jürgensen.

Als erstes Sportfeld benutzte man die "Freiheit" (heute östlicher Teil des Schlossgartens), bis sich der Verein später in der Woldsenstraße (jetzt Altentagesstätte der AWO) einen eigenen Sportplatz baute. 1936 trat Frisia Husumdem Verband der Eisenbahnsportvereine bei.

Danach kam in Deutschland ein politisches Regime an die Macht, das den Sport anders sah als die Gründer von Frisia. Der berüchtigte Gleichschaltungsbeschluss, der besagte, dass in Städten von der Größe Husums nur ein Verein bestehen dürfe, beendete 1938 vorläufig die Existenz des Clubs. Die meisten Spieler schlossen sich Husum 18 an.

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1925

Frisia Husum

 

 

Gründung von Frisia Husum

Hier sehen wir Frisia-Husum gegen Meldorf im September 1925. Dieses Spiel endete 4:0 für Meldorf.

Storm · Schiller · F. Petersen · Brockhaus · E. Lorenzen · B. Jacobsen · C. Carstens · Vogt · J. Carstens · Th. Petersen II · Henecke · Böge · W. Lorenzen

 

 
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1925

Frisia Husum

 

 

Frisia Hymne

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1925

Husum 18 / Senioren-Fußball

 

 

Die Reservemannschaft von Husum 18 im Jahre 1925

Willi Schweimer, W. Holm, Johannes "Hanni" Lühmann, Karl Hansen, Hermann Günther (hinten v.l.); Hans Laß, Hermann Lorenzen, Hans Rister (Mitte v.l.); Max Lorenzen, Julius Christiansen, Heinrich Grell (vorne v.l.).

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1925

Husum 18

aus den VereinsNachrichten vom 1. Dezember 1955

Ein Ehrentag des Husumer Fußballvereins von 1918

Husum, den 12. Oktober 1925

Die Einweihung - ein neuer Sportplatz und Fußballrasen - Boxkämpfe im Ring - Fußballspiele

Husum hat einen neuen Sportplatz. Diese Tatsache hat am gestrigen Sonntag mit der Einweihung des neuen Sportplatzes des Husumer Fußballvereins bei Marienhof im Osten der Stadt ihren feierlichen Ausdruck gefunden. Der rührige Husumer Fußballverein hat sich und seiner vorbildlichen sportlichen Betätigung, deren Entwicklung sich auf die rastlose Arbeit vieler Jahre beruft, damit selbst ein Denkmal gesetzt. Der Wille, den der Husumer Fußballverein zur Schaffung eines eigenen Sportplatzes auch unter widrigsten Umständen in die Tat umgesetzt hat, entsprang dem sportlichen Eifer, der sportlichen Größe und Leistungsfähigkeit des Vereins, dessen Name im ganzen Fußballkreis und darüber hinaus einen guten Klang hat.

Der neue Sportplatz liegt zur Rechten des von Bäumen eingefriedeten Weges, der nach Marienhof führt und wird außer von dem Wegknick im Westen und den Gärten und Häusern im Süden nach Norden und Osten von freiem Feld eingeschlossen, so daß sich der Platz in freier, lichter Fläche präsentiert. Eine Pforte mit einem Kassenhaus zur Rechten stellt den Eingang da. Eine dichte Rasenfläche bedeckt den ganzen Platz und wird einen besonderen Vorzug dieses Platzes darstellen, der vorher zum Spielgebrauch sorgfältig geebnet worden ist. Der eigentliche Fußballplatz ist ebenfalls eingefriedet, so daß das Publikum von dem Spielfeld in angemessenem Abstand getrennt ist. Das Publikum findet rundherum Raum genug, das Spielfeld von jedem Punkte aus gut zu überblicken. Innerhalb des Feldes gewährt eine Bankreihe zu beiden Seiten des Platzes Sitzgelegenheit. Die Tore sind mit vorgeschriebenen Drahtgittern versehen. Den Eintretenden grüßt aus der südlichen Ecke des Platzes die an hoher Stange lustig flatternde große Vereinsfahne in den schleswig-holsteinischen Landesfarben mit dem Stadtwappen. So präsentiert sich der Platz in vorbildlicher, zur Ausübung des schönen, blühenden Fußballsports und der mannigfaltigen Leibesübungen bestens getroffener Beschaffenheit, so daß er in seiner zweckdienlichen Bestimmung und Eigenschaft in der Provinz mit an erster Stelle marschieren wird.

Zur Einweihung des neuen Sportplatzes hatte der Husumer Fußballverein von 1918 ein reichhaltiges sportliches Programm vorbereitet, das sich im Laufe des gestrigen, von schönem Sportwetter begünstigten Sonntage vor einem großen Publikum abwickelte.

Vormittags spielte die I. Schülermannschaft des Husumer Fußballvereins gegen die gleiche Mannschaft von Schleswig 06 und trug einen überlegenen Sieg davon. Husums erste Jugend trat nachmittags 12:45 Uhr gegen Fortunas erste Jugend aus Glückstadt zum Fußballkampf an, musste sich der Glückstädter Gastmannschaft aber mit 2:3 Toren beugen.

Von 2:30 bis 3 Uhr führte die Boxabteilung des Husumer Fußballvereins von 1918 in einem eigens hierfür geschaffenen, vorschriftsmäßigen Ring ein Schauboxen vor, das den sportlichen Geist und Kampfwillen der Boxabteilung bestens dokumentierte. Zum ersten Mal stellten sich die Boxkämpfer der Öffentlichkeit vor und verstanden es, in sympathischer, regelgerechter Kampfweise die unverkennbaren Werte des Boxkampfes zu dokumentieren. Nachdem der Leiter der Boxabteilung, Rister, die Regeln des Boxkampfes demonstriert hatte, trafen sich im Federgewichtskampf Christiansen und Jessen gegenüber. Jessen blieb nach interessantem Kampf in drei Runden knapp Sieger nach Punktwertung. Im Leichtgewicht kämpften sodann Alfred Klein (129 Pfund) und Max Boje (118 Pfund). Trotz des Gewichtsunterschiedes wogte der Kampf in drei Runden hin und her, ohne daß einem der Kämpfer ein Plus zuzuerkennen war. Der Kampf endete unentschieden. Dann führten die Kämpen der Boxabteilung, Jan Lorenzen (147 Pfund) und Rister (123 Pfund) einen sportlich schönen Boxkampf vor. Trotz des Gewichtsnachteils behauptete Rister erfolgreich seinen Stand, ohne aber dem kräftigeren, größeren Jan Lorenzen ernstlich beikommen zu können. Die Gegner gerieten oft hart aufeinander. Da der Gewichtsunterschied so groß war, wurde keine Entscheidung gefällt.

Nach Beendigung des Boxkampfes erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Sportplatzes durch den Bürgermeister Mensching, der dem Husumer Fußballverein für die Schaffung des Platzes seine Anerkennung zum Ausdruck brachte, auf den Wert und die große Volkstümlichkeit des Fußballsports hinwies und den Platz der deutschen Jugend der Husumer Jugend weihte. Er beglückwünschte den Fußballverein zu seinem neuen Platz und gedachte dann des deutschen Vaterlandes. Mit den Worten 'Das Vaterland vor allem! ' weihte der Bürgermeister dem Platz und übergab in dem Verein zur eifrigen Benutzung.

Der Vorsitzende des Husumer Fußballvereins, Bernhard Petersen, übermittelte dem Bürgermeister den Dank des Vereins für die von der Stadtvertretung gewährte Unterstützung zum Ankauf des Platzes. In das Hoch des verdienten Vorsitzenden auf unsere Vaterstadt Husum stimmten die versammelten Sportsleute mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra ein. Der Vorsitzende des Fußball-Sportvereins Olympia-Neumünster, der die erste Mannschaft nach Husum begleitet hatte, überreichte dem Husumer Fußballverein zur Weihe des Platzes einen prächtigen Lorbeerkranz und forderte seine Neumünsterander zu einem Hoch auf den Husumer Fußballverein auf. Weiter übermittelten Vertreter der Deutschen Sportbehörde und der Vereinigung Deutscher Geher Gruß und Glückwunsch.

Nach Beendigung des Weiheaktes fand auf dem Platze ein halbstündiges Mannschaftsgehen statt, zu dem der bekannte Flensburger Sportsmann und erfolgreiche Geher Breßler markige einleitende Worte sprach und die Blüte des deutschen Gehsports würdigte. Breßler und der deutsche Meister Wohlenberg führten dann ein Bahngehen vor und zeigten, welche körperliche Straffheit und Beherrschung auch zum Gehsport gehört. Die Geher gingen eine gute Zeit. Zur Zurücklegung eines Kilometers gebrauchten sie etwa 4 Minuten und 30 Sekunden. Eine schöne Leistung.

Dann folgte um 4 Uhr der sportliche Höhepunkt des Tages, der mit Spannung erwartete Fußballkampf Husum I gegen Olympia Neumünster (Liga). Der Husumer Mannschaft wurde mit diesem Kampf Gelegenheit gegeben, sich einem stärkeren, im Ligakampf erprobteren Gegner gegenüber zu behaupten. Dieses Wettspiel war weiterhin geeignet, die sportliche Leistungsfähigkeit der erfolggekrönten Husumer ersten Mannschaft erneut zu beweisen. Mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse müssen wir uns mit einer kurzen Spielkritik begnügen. Die Olympia-Mannschaft hatte in ihrer Zusammensetzung, in der Qualität einzelner Spieler und vor allem des Torwarts Drenkhahn und der Verteidigung von vornherein ein Plus für sich. Außerdem war die Mannschaft körperlich wesentlich im Vorteil. In der Technik standen die Husumer dem Gegner fast gleich, zeigten sich teilweise im offenen Feldspiel etwas überlegen. In der Verteidigung nicht standhaft und gesichert genug, hatte der Neumünsteraner Sturm Gelegenheit zu zahlenmäßigen Erfolgen. Mit 3:0 für Neumünster trennten sich die Mannschaften bei Halbzeit. Die zweite Halbzeit stand unter dem gleichen Eindruck, ließ zeitweise die Husumer Mannschaft zu beachtenswertem Können auflaufen, das selbst dem größeren Gegner gegenüber der Husumer Mannschaft zur Ehre anzurechnen ist. Noch mangelhafte Aktivität vor dem Tor des Gegners, Schußunsicherheit und wenig Initiative im entscheidenden Moment waren Fehler, die der Husumer Mannschaft gestern einen besseren Erfolg versagten. Nur Rademacher gelang es, eine schöne Flanke von Classen, der zum ersten Mal wieder dabei war und den wir in Zukunft in der Mannschaft sehen möchten, zu verwandeln. Das Ehrentor war damit sichergestellt. Demgegenüber erhöhten die Gegner das Siegergebnis auf 5, so daß der Schlußakkord des Kampfes 5:1 für Neumünster war. Alles in allem ein schöner Kampf, der den Gegner ehrte und die Spieltüchtigkeit unserer Husumer Mannschaft schlagend bewies.

Am Nachmittag wurde der neue Sportplatz von 1.500 Personen besucht.

Husumer Tageblatt
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1926

Verein Fußball Tischtennis
       

1927

Husum 18 / Fußball

aus den VereinsNachrichten vom 1. Apri 1955l

Alte 18er in Amerika

Aus New York erhielten wir zu unserer größten Freude folgenden Brief:

Bernhard Petersen (r.) zeigte sich 1927 stolz mit seinen Mannen und deren stattlicher Pokal-Phalanx: Heinrich Petersen · Karl Krieger · Werner Lorenzen · Alfred Raab · Willi Ingwersen · Karl Schladetzky · Arthur Hansen · Hans Blunck · Bernhard Petersen - Hans Rademacher · Ede Jensen · Ernst Mißfeldt

New York, 3.3.55

Meine lieben 18er!

Zu allererst seid alle vielmals gegrüßt von einem alten 18er aus Amerika. Da ich immer die Sportzeitung von meinem lieben Bruder Walter Ingwersen bekomme, bin ich von Husum 18 gut unterrichtet! Ich wünsche Euch viel Glück und hoffe, daß Ihr die Meisterschaft erringt; ich und noch ein paar Husumer verfolgen es mit großer Spannung (Simon Koch, H. Lorenzen, A. Thompson und Fritz Kühne). Fritz und sein Bruder vom ETV Hamburg spielen mit gutem Erfolg bei uns (Sportschule New York). Ich gehöre dem Verein seit 1930 an. Auch ich spielte lange in der ersten Mannschaft und wurde öfter für die New Yorker Auswahl berufen. Auch bekomme ich öfter Post von meinem alten guten Freund aus Hamburg, Bernhard Petersen, den ihr wohl alle kennt. In unserem Verein sind fast alles Deutsche. In letzter Zeit bekommen wir viele von Deutschland, einige spielen in der Ersten, andere in der Reserve. Die Reserve, in der ich gerne gespielt habe, hat die Meisterschaft seit 1925 achtzehnmal gewonnen, die Erste gewann nur einmal.

Auch möchte ich Euch 18er mitteilen, daß ich Eure Vereinsnadel mit Stolz trage. - Nun habe ich hier Eure vereinsnachrichten Nr. 10 vom Februar 1955 vor mir liegen und ich lese die Geschichte von meinem alten Freund Christoph Jensen, mit dem ich öfters zusammen gespielt habe. Es steht da geschrieben: ' Das Spiel wurde ausgetragen auf der Freiheit, als der Christoph aus der Gefangenschaft gekommen war.'

Meine lieben 18er! Ich glaube, es ist dort ein Fehler unterlaufen. Ich glaube mit Bestimmtheit, daß Christoph sein erstes Spiel auf dem 'Ochsenkamp' gegen Preußen Itzehoe spielte. Das Spiel endete 4:4 (3:0 für Husum). Christoph schoß und köpfte drei Tore. Torwart war Pauls, Verteidiger Sülau, K. Berndt und H. Hansen, ich glaube Trulsen Läufer, Rechtsaußen Schubert, Halbrechter Okke Classen, Blunck Linksaußen, Christoph Mittelstürmer. Das sind die Namen, die ich behalten habe. Das war eine gute Mannschaft. Vielleicht kann Bernhard Petersen sich noch erinnern.

Nun meine lieben 18er, seid alle vielmals gegrüßt von Eurem alten Sportfreund und noch immer ein 18er

Willi Ingwersen

Grüßt bitte H. Lorenzen und alle Freunde! Ich lege ein Bild bei, aufgenommen zwischen 1928 und 1930.


Husum 18 erwidert die Grüße aufs herzlichste und ist stolz darauf, daß unsere Sportfreunde auch in Amerika in alter Treue zu uns halten und zeigen, was sie können. Wir würden uns über jeden weiteren Brief aus Amerika freuen!

Der Vorstand
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1928

Frisia Husum / Fußball

 

 

Frisias Erste im Jahre 1928

Thomas Petersen, Karl Langholz, Ernst Ingwersen, Friedrich Raab, Carl Carstens, K.A. Müller, Hermann Lorenzen, Willi Petersorin, Hans Müller, Helmut Pauls (stehend v.l.); Karl Mierau, Hoffnauer, Heinrich Arriens (sitzend).

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1929

Verein Fußball Tischtennis
 

 

   



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zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 30.01.2019 16:14

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