Das geschah in den 1930er Jahren

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zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 29.01.2019 1:13

1930

Husum 18 / Wie es früher war

aus den VereinsNachrichten vom
1. September 1952

"Ich schwöre auf Achtzehn und bin so stolz darauf?"

   

Die Jugend ist unsere Zukunft - Wie es früher war

   

Meine Freude über den Sieg unserer Jungmannen im Landesendspiel am 29. Juni war unbeschreiblich. An diesem entscheidenden Sonntag hatte ich mich nicht aus dem Hause gerührt. Bei jeder Sportmeldung habe ich mein Rundfunkgerät angestellt, aber nichts war von Husum 18 zu vernehmen. Es war bedauerlich, daß der Ansager nicht vor der Reportage des Länderspiels kurz sagte: "Als Auftakt sahen wir das Endspiel der Jungmannen von Husum 18 und Heiligenhafen, das nach Verlängerung von Husum gewonnen wurde." Das hätte genügt.

Nun bekomme ich meine Heimatzeitung jeweils einen Tag später und mußte mich notgedrungen bis dahin gedulden. Ich traute meinen Augen nicht, als ich las, daß unsere Jungmannen vom Magistrat empfangen wurden. Dieser stolze Sieg darf unter keinen Umständen dazu führen, auf den Lorbeeren auszuruhen. Der Kampf geht weiter, die Leistungen müssen noch besser werden, damit unsere Jungmannen zu gegebener Zeit bis zur Liga vorstoßen können.

Dann ist es so wie einst, als die jugendlichen Kameraden Karl Krieger, Hans Schöning, Karl Schladetzky, Otti Degenkolber, Johannes "Hanni" Lühmann, Mauschi Mißfeldt, Jan Kratochvil, Werner Lorenzen, Volquardsen und andere mehr in die Liga aufrückten und sich wunderbar geschlagen haben. Von Spiel zu Spiel wurde der Nachwuchs besser. Das war eine Läuferreihe mit Krieger, Mißfeldt und Schöning. Und dann Kalli Schladetzky im Zusammenwirken mit Otto Rahn auf dem linken Flügel, das machte Laune. Husum 18 stand damals an der Spitze des Nordkreises.

Die Bezirksliga-Nordkreis-Meistermannschaft 1930
Hinten v.l.: Bernhard Petersen (1. Vorsitzender) · Hans Rademacher · Eckmann · Henny Hansen · Kalli Schladetzky · Peter Clausen; Mitte: Ferdinand Petersen · Karl Krieger · Hansi Schöning; vorne: Werner Lorenzen · Torwart Max »Esche« Sönnichsen · Ernst »Mauschi« Mißfeldt (es fehlen: Heini Staack · Heinz Ockens).

Früher wurde leider die Jugendarbeit wenig gefördert. Wer einigermaßen spielte, kam in die dritte Mannschaft. Er stieg je nach Können in die zweite auf. Entwickelte er sich noch besser, so erreichte er die erste Mannschaft. Es ist also äußerst wichtig, der Jugendarbeit besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn sich geeignete Männer für die Jugendarbeit finden, kann es um den Nachwuchs nicht schlecht bestellt sein. Ich möchte nicht versäumen, an dieser Stelle den Kameraden Nelkert, Nowack, Albertsen, Jürgens, Matthiesen und Thams zu danken, die sich stets mit Leib und Seele der Jugend hingegeben haben.

Wie oft habe ich nach verlorenen Spielen der Liga gehört, daß jemand sagte: "Das war das letzte Mal, ich melde mich ab." Wo bliebt da die Liebe zum Sport? An guten Tagen sind sie alle dabei, aber wenn es im Vereinsgeschehen einmal wackelt, dann gehen viele davon. Ein solches Verhalten kann sich nur nachteilig auf den Sport auswirken. Auf Regen folgt stets Sonnenschein. Wir haben manche Siege errungen, aber auch manche oft unverdiente Niederlage hinnehmen müssen.

Wir heute Alten blieben stets dabei, wir haben immer durchgehalten und werden dem Verein ... schließen mit den Worten aus unserem Vereinslied: "Ich schwör auf Achtzehn und bin stolz darauf."

Hermann Lex
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1931

Husum 18

aus den VereinsNachrichten vom
1. Mai 1953

 

Aus vergangenen Tagen

Eine Mannschaft von Format

Wir haben im Laufe der letzten 12 Monate vielfach über Geschehnisse vergangener Zeiten berichtet und mancherlei Material für eine spätere Vereinschronik zusammentragen können. Heute liegt uns nun ein Bericht aus der Spielzeit 1931/32 vor, in dem es unter anderem heißt:

"Die zu hohen Leistungen befähigte erste Fußballelf machte wiederholt durch Siege von sich reden. Selbst Oberligamannschaften mussten sich von dieser hervorragenden Einheit geschlagen bekennen. So schlug sie im Punktspiel der Anwärter auf die Tabellenspitze Preußen Germania Kiel mit 2:1 Toren."

Zu der damaligen Mannschaft gehörten Bruno Christiansen — Werner Lorenzen, Ernst Mißfeldt — Johannes Kratochvil, Alfred Raab, Hans Schöning — Ferdinand Petersen, Karl Krieger, Heinz Ockens, Heinrich Staak, Karl Schladetzky

Kurt Klawitter
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1932

Verein Seniorenfußball Gymnastik
   

 

 

1933

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1934

Verein Fußball Tischtennis
 

 

   

1935

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1936

Husum 18

Aus den VereinsNachrichten vom
1. Februar 1956

Bernhard Petersen zum 60. Geburtstag

In aller Stille vollendete am 8. Januar in Hamburg/Altona unser langjähriger Vereinsvorsitzender das sechste Lebensjahrzehnt.

Eine ganz nüchterne Meldung und doch ist sie wert genug, einmal kurz in der ruhelosen Hast des Alltags festgehalten zu werden. Denn diese sechs Jahrzehnte des Jubilars haben zu einem entscheidenden Teil dem deutschen Fußballsport gehört, insbesondere dem Ballspiel in seiner Heimatstadt Husum und hier in einem Vorbild von Liebe und Treue der Gründung seines HFV von 1918. 30 Jahre hat Bernhard Petersen unseren Verein geführt.

Bereits seit dem 1. Juni 1936 ist er Träger der goldenen Ehrennadel unseres Vereins; er besitzt die Ehrennadel des Norddeutschen Fußballverbandes sowie den Ehrenbrief des Deutschen Fußballbundes.

Es mag noch manchen Sportsfreund unter uns geben, der sich an den 1. Juni 1936 - das deutsche olympische Jahr - erinnert. Vor 20 Jahren begingen wir das 25-jährige Sportjubiläum Bernhard Petersens, der damals auf der Höhe seiner Schaffenskraft und in der Blüte der Jahre stand. Sportfreunde aus allen Teilen des Landes brachten im festlich geschmückten Vereinslokal in einer schlichten Feierstunde Liebe und Verehrung entgegen. Eduard Schilder überbrachte die Glückwünsche aller Vereinsmitglieder. Die Vereinsjugend umrahmte das offizielle Programm mit dem Vortrag eines Verses, verfaßt von Schriftleiter Ludwig Thoms. Hansi Schöning überreichte im Namen der Aktiven die Statue eines Fußballspielers. Die Glückwünsche des damaligen Gau Nordmark überbrachte DFB-Geschäftsführer Thoms, Hamburg. Eine persönliche Gratulation von Dr. Alslev endete mit folgenden Worten: "Wir schwarz-weißen Spieler vom Ufer der Schlei drücken Ihnen in Ehrfurcht die Hände, beglückwünschen sie zu Ihrem Ehrentag und wünschen, daß Sie noch lange den blau-weiß-roten Farben ihres HFV von 1918 dienen können."

Hermann Lex verlas die Fülle der eingegangenen schriftlichen und telegraphischen Glückwünsche inmitten einer unermeßlichen Zahl von Blumengebinden. Telegramme waren eingegangen vom unvergessenen Simon Koch, vom HSV Hamburg, dem Altinternationale Knöpfle, von Flensburg 08, Schleswig 06, HSV Heide, von Holstein Kiel und Victoria Hamburg.

Zum Höhepunkt der Feierstunde, zu der sich jung und alt zu einer wahren 18er Familie gefunden hatten, wurden die launigen, von Anekdoten gespickten Ausführungen des Jubilars selbst. Er erzählte seinen Werdegang von 1911 im FC Unitas und Alemannia, aus dem später unter seiner Initiative der HFV von 1918 hervorgegangen ist.

Die Schwere des Schicksals ist auch an unserem Bernhard Petersen nicht spurlos vorübergegangen. Die harten Kriegsjahre hielten ihn in der Heimat; vergessen wir nicht, daß es auch hier Pflichten zu erfüllen gab. Wie sehr war Bernhard in dieser Zeit bemüht, die Verbindung zu unseren aktiven Mitgliedern draußen an den Fronten aufrechtzuerhalten, stets in der Hoffnung, sie alle wieder gesund in der Heimatstadt begrüßen zu können. Halten wir einen Augenblick inne und gedenken der Treuen, die im Felde geblieben sind.

Aus schwer verständlichen Gründen war auch Bernhard 1945 gezwungen, eine neue berufliche Existenz aufzubauen. Rückschläge konnten hierbei nicht ausbleiben. Eine stete Linie kehrte erst wieder, als ihn sein Schulfreund Johannes Thordsen nach Hamburg rief. Hier wirkt Bernhard im harten Lebenskampf der Großstadt zum Wohl für seine Familie, sicher aber immer noch mit einem wehmütigen Gefühl der Sehnsucht im Herzen, der Sehnsucht nach seiner geliebten "grauen Stadt am Meer" und seinen HFV von 1918

Möge er seine Familie und uns noch lange in Gesundheit erhalten bleiben!

Die Vereinszeitung würde es dankbar begrüßen, wenn angeregt durch diesen Bericht aus der weiten Welt hier und da noch Erinnerungen auftauchen würden. Nichts kann in einem Sportverein so wichtig sein, wie die Verehrung der Traditionen und ihre Weitergabe an die Jugend.

Kt
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1937

Verein Fußball Tischtennis
 

 

   

1938

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1939

Husum 18 / Historisches

Aus den VereinsNachrichten vom 1. März 1956

Hermann Lex schrieb uns

In der letzten Woche erreichte uns ein Brief von unserem alten Sportkamerad Hermann Lex aus Rotenburg. Er schickte uns drei kleine Artikel aus seiner so reichen Erinnerung bei Husum 18. Wir danken ihm sehr, daß er uns helfen will, die so große Tradition unseres Vereins unserer Jugend zu übermitteln. Er knüpfte aber auch seine Bitte daran, daß sich noch mehr "alte 18er" bereit finden, ihre Erlebnisse und ihr Wirken bei Husum 18 weiterzugeben.

Rückgrat Husum 18's

Das Abwehr-Trio 1939
Erich Wolf, Hugo Starken und Bernhard Nissen

Manches gute Schlußdreieck hat die Liga Husum 18 gehabt. Es bildete in vielen Spielen das Rückgrat der Mannschaft. Längere Zeit, vor so 20 Jahren, hießen diese Mannen: Hugo Starken, Bernhard Nissen und Erich Wolf. Sie waren eisern, zuverlässig und bestens aufeinander eingespielt. Verschenkt wurde nichts!

Da war z.B. das Spiel Flensburg 08 gegen Husum 18 im Flensburger Stadion. Eisiges Winterwetter mit Schneesturm. Husum 18 spielte in der ersten Halbzeit mit Wind und Schnee, aber alle gut gemeinten Kombinationen wurden bei dem unmöglichen Wetter zunichte gemacht. Halbzeit 0:0. Nach dem Wechsel glaubten die Flensburger Kameraden, daß sie jetzt dran wären, den Sieg herauszuholen. Aber auch ihnen glückte nichts. Unsere Verteidiger kämpften wie die Löwen. Hugo Starken hielt fast unmögliche Bälle. Es wurde ein Kampfspiel beider Mannschaften, das schwerlich zu übertreffen war. Da, in der 89. Minute - Hugo Starken liegt angeschlagen am Boden - senkt sich der Ball, von einem Flensburger Stürmer geschossen, genau auf das leere Tor der Husumer. Aber instinktiv und mit äußerstem Einsatz saust Erich Wolf zum Kasten und erwischt den Ball in Linienhöhe. Durch gewandten Rückzieher befördert er ihn mit wuchtigem Schlag zurück ins Feld. Schlußpfiff, 0:0, und gegenseitig gratulieren sich beide Mannschaften zu diesem hervorragenden Kampf. Beide freuten sich über das gerechte Resultat. Wilhelm Breßler und Bernhard Petersenwußten in echt sportlicher Form beim gemütlichen Beisammensein die aufopfernde Leistungen beider Mannschaften zu würdigen, und beide betonten, daß es bedauerlich gewesen wäre, wenn gerade dieser Kampf zum Schluß noch ein anderes Ergebnis aufgewiesen hätte.

 


Herbert!

Herbert Koch hat dem Verein durch seine Bemühungen viele gute Spieler zugeführt und alles getan, um diese Kameraden in unserem Sportverein heimisch werden zu lassen.

Kurios war aber, daß Herbert einmal gleich 4 Arbeitsdienstlager für Husum 18 verpflichtet hatte, die auch alle auf den Namen Herbert hörten und zwar:

Herbert Seidemann,
Herbert Stadelmeyer,
Herbert Linnau,
Herbert Kolbe.

Es waren erstklassige Fußballspieler und beste Kameraden. Aber die Kanone war doch wohl Herbert Seidemann von Borussia Kiel mit seinem Bombenschuß. In einem Spiel gegen Rendsburg schoß er allein von zwölf Toren neun Tore. Das letzte Tor resultierte aus einem Elfmeter. Der Torwart ging in Schutzstellung und drehte dem Schützen in Abwehr den Rücken zu.

Nur einmal in einem Spiel gegen seinen Stammverein Borussia hatte Seidemann "einen schlechten Tag". Wer wollte es ihm verdenken? Ja, es waren prächtige Leute, diese fünf Herberts.


Walter Breuß

Wir hatten in der Liga einmal einen Torwart namens Walter Breuß aus Hamburg. Er war beim Arbeitsdienst in Ostenfeld. Da eines Sonntags sein Urlaub erst spät bewilligt wurde, mußten wir ihn holen. Es fand sich der Schlosser Maaß bereit, mit dem Motorrad nach Ostenfeld zu fahren und Walter Breuß mitzunehmen. Als der Fahrer sich nach geraumer Zeit umguckt, ist der Soziussitz leer und nichts von Walter zu sehen. Kamerad Maaß kehrt um und sieht den guten Mann in einer Kurve bei Ipernstedt langsam auf sich zukommen, Arme, Beine, Gesicht, alles vom Sturz zerschunden, aber zum Glück keine ernstlichen Verletzungen.

Und wir warten schon vor dem Handwerkerhaus auf das Eintreffen der beiden. Es wird nämlich Zeit, wir sollen noch mit dem Bus nach auswärts. Da kommt endlich das Motorrad in mäßiger Fahrt die Süderstraße herunter, und als ist nun bei uns ist, sehen und hören wir die Bescherung. Na, sowas war uns noch nicht passiert! Aber in solchen Situationen schalteten Bernhard und Herbert schnell. Walter wurde von oben bis unten verbunden, Ersatztorwart mit, und die Reise ging mit dem bandagierten Walter Breuß als Gast los.

Jahre nach dem Kriege war der gute Walter Breuß mit seiner Hamburger Mannschaft einmal zu einem Gast und Freundschaftßpiel in Husum. In Kameradschaft mit dem Hamburgern haben wir ein frohes Wiedersehen gefeiert, bei welchem unser Otti Degenkolbe in Walter Breuß seinen ehemaligen Kriegskameraden wieder heil begrüßen konnte. Es gab viel zu erzählen. "Ja, und der Sturz damals mit dem Motorrad bei Ipernstedt, das war doch zum Lachen."

Hermann Lex
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1939

Die Kriegsjahre

 

 

Ein königsblauer Rückhalt zwischen den Husumer Pfosten

Während der Kriegsjahre wurden viele Spieler der 1. Mannschaft zum Wehrdienst eingezogen. So musste sich auch Husum 18 mit einem Ersatztorwart behelfen. Aber der Verein hatte großes Glück, denn es wurde ein ganz besonderer Rekrut in Husum eingezogen, der für eine Zeitlang die Vakanz zwischen den Pfosten schließen sollte: Kein Geringerer als Hermann Mellage (*10. Dezember 1906), der 1934 und 1935 mit Schalke 04 die Deutsche Meisterschaft errungen hatte! Der Schlussmann »mit den langen Armen und kraftvoll zupackenden Händen«, den »eine wohltuend ausstrahlende Ruhe auf den Abwehrverband« auszeichnete, war »freundlichst« aufgefordert worden, seine Rekrutenzeit hier in Husum abzuleisten.
Von dieser Tatsache hat nach heutigem Ermessen eigentlich besonders Husum 18 profitiert. Schon beim nächsten Spiel in Flensburg stand der Husumer »Knappe« im Tor und sorgte für einen Rekordbesuch in der Fördestadt. Das Spiel entschieden die Husumer mit 2:0 für sich.
Im damaligen Vereinsheim, dem Handwerkerhaus, zeigte der gebürtige Münsteraner seine Fotos aus den großen Spielen auf Schalke, als er Teil des »Schalker Meister-Kreisels« war.
Bevor er von Husum aus ins Feld rückte, dankte er beim Abschied dem Vorsitzenden Bernhard Petersen für die freundliche Aufnahme, die er hier gefunden habe. Er hätte nicht geglaubt, dass er in einem für ihn so kleinen Verein eine derartige Begeisterung, eine solch treue Zusammengehörigkeit und ein so starkes Gemeinschaftsgefühl finden und spüren würde. Das alles sei für ihn eine große Stütze gewesen.
Quelle: Dieter Schladetzky
Der gelernte Elektriker Mellage heuerte später beim SSV Wuppertal an. Er wurde dort Angestellter bei der Stadt und arbeitete nach seiner aktiven Laufbahn als Trainer bei Germania Wuppertal.

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1939

Husum 18 / Fußball

Aus den Vereinsnachrichten vom
1. November 1959

Was sagen mir meine Vereinsnadeln?

Wenn ich alslsonntäglich oder jetzt auch sehr oft am Sonnabend meine Schritte nach dem Fußballplatz lenke, dann begegnen mir auf den Plätzen der Oberliga-Vereine all die Steppkes und größeren Schüler mit ihren Autogrammsammelheften. Sie passen scharf auf, wenn wieder ein Oberligist zum Umkleidelokal geht. Schnell flitzen sie hin und bitten um seine Unterschrift. Die Photos der Spieler haben sie schon vorher aus Sportzeitungen ausgeschnitten und fein säuberlich eingeklebt, und als Krönung für jedes Photo die Original-Unterschrift. Freudestrahlend, wenn wieder ein weiterer Spieler unterzeichnete, kommen sie zu ihren Kameraden zurück.

Am 19. September hörte ich auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn in Bahrenfeld anläßlich des Punktspiels Altona 93 - HSV (1:1): "Bernd, ich habe eben die Unterschrift von Uwe Seeler, von Horst Schnorr und Jochen Meinke (HSV) und von Werner Erb und Heiko Kurth (Altona) erhalten." Dann zeigen sie untereinander ihre Hefte, und die Seelen sind überglücklich. Sie haben ihre Stars zu Buch. Und wenn sie nun nach 50 Jahren diese Hefte noch einmal sehen, dann werden Erinnerungen wach an schöne Fußballerlebnisse einer fernen Vergangenheit. Dann sehen sie ihre derzeitigen Idole in Spielen gegen Real Madrid, Budapest, Manchester United, gegen Schalke 04 und so fort.

Und so sprechen heute zu mir meine Fußball_Vereinsnadeln: Die Nadel vom 1. FC Nürnberg, die ich derzeit vom von Hans 'Bumbes' Schmidt, dem internationalen Cluberer, erhielt. Ich sah den über drei Stunden dauernden Kampf um die Deutsche Meisterschaft [1922] zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem HSV Hamburg - Schiedsrichter Dr. Peco Bauwens, Köln - im alten Grunewaldstadion in Berlin, das Unentschieden endete und in Leipzig - wieder unentschieden - wiederholt wurde, sah Nürnbergs weiteres späteres Endspiel gegen HSV in Berlin, das Nürnberg 2:0 gewann. Unvergeßliche Zweikämpfe Tull Harder (Hamburg) - Hans Kalb (Nürnberg). Beide deckt lange der grüne Rasen, auf dem sie Hunderttausende zu Lebzeiten durch großes Können begeisterten. Ich sah den 1. FC Nürnberg als knappen Sieger gegen die sympathischen Eimsbütteler bei ihrer Tribüneneinweihung [am 1. August 1920].

Die Nadel von Schalke 04 zeigt mir noch das Erlebnis des Berliner Endspiels Schalke gegen Admira Wien [am 18. Juni 1939]. Der Schalker Kreisel lief auf höchsten Touren und Admira gegen wurde 9:0 besiegt. Fritz Szepan und Ernst Kuzorra brillanten. Dann das Endspiel Schalke - Rapid Wien [am 22. Juni 1941]: Schalke lagn mit drei Toren in Führung und wurde dann doch noch durch die Bombentore von Franz "Bimbo" Binder besiegt. Außer mir waren die liebe 18er Zeugen bei diesem Endspiel in Berlin, und zwar unser verstorbener Ehrenvorsitzender Heinrich "Hein" Matthiessen, Hermann Bahnsen, Eduard Schiller, Max "Magge" Sönnichsen und Heinrich Arriens.

Aber nicht nur die Nadeln der Deutschen Meister sprechen mich an, sondern auch meinen Nadeln der Vereine: Preußen Itzehoe, FFC und Eintracht Flensburg FC Hadersleben, Tonder Boldclub und Sonderburg, Bronshoj Kopenhagen, Linham Schweden, ferner Holstein Kiel, Comet Kiel, Brunswick, Heide, Schleswig 06 und Kellinghusen.

Ich werde später einmal dazu schreiben. Einstweilen grüße ich alle unsere 18er in heimatlicher Verbundenheit, wünsche meinem Freund Karl Etteldorf nach schönen Anfangserfolgen weiterhin mit unserer Liga und bei fleißigem Training einmal wieder Meisterschafsehren für die erste Mannschaft.

Euer Ehrenmitglied

Bernhard Petersen

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