Das geschah in den 1940er Jahren

1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949

zuletzt aktualisiert am: Samstag, 19.01.2019 14:09

1940

Husum 18 / Faustball

Aus den VereinsNachrichten vom 1. Juni 1957

Husum 18 wird Landesmeister

Anläßlich des Todes von Broder Mommsen, Petersburg, blickte der Sommerspiel-Obmann Johannes Flach auf die Zeit seiner Sparte vor dem Krieg zurück:

"... Energie und Kraft einzusetzen verstand er schon als junger Mann in seinen Sportkämpfen, die er als bekannter Fünfkämpfer und Faustballspieler aus Lindholm bestand. Er war es, der in unserem Bezirk dem Spiel die Härte gab, und es zu einem Kampfspiel werden ließ. Nachdem er die Gaststätte Petersburg übernahm, schloß er sich unserer Gruppe an, und sein Verdienst war es, daß wir 1940 in der ersten Altersklasse für die Farben 18's auf Anhieb die Landesmeisterschaft im Faustball erringen konnten, denn durch sein Können, seinen Kampfgeist und seine Ruhe gelang uns der Sieg. ..."

Johannes Flach
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1941

Husum 18 / Fußball

Aus den Vereinsnachrichten vom
1. November 1959

Was sagen mir meine Vereinsnadeln?

Wenn ich alslsonntäglich oder jetzt auch sehr oft am Sonnabend meine Schritte nach dem Fußballplatz lenke, dann begegnen mir auf den Plätzen der Oberliga-Vereine all die Steppkes und größeren Schüler mit ihren Autogrammsammelheften. Sie passen scharf auf, wenn wieder ein Oberligist zum Umkleidelokal geht. Schnell flitzen sie hin und bitten um seine Unterschrift. Die Photos der Spieler haben sie schon vorher aus Sportzeitungen ausgeschnitten und fein säuberlich eingeklebt, und als Krönung für jedes Photo die Original-Unterschrift. Freudestrahlend, wenn wieder ein weiterer Spieler unterzeichnete, kommen sie zu ihren Kameraden zurück.

Am 19. September hörte ich auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn in Bahrenfeld anläßlich des Punktspiels Altona 93 - HSV (1:1): "Bernd, ich habe eben die Unterschrift von Uwe Seeler, von Horst Schnorr und Jochen Meinke (HSV) und von Werner Erb und Heiko Kurth (Altona) erhalten." Dann zeigen sie untereinander ihre Hefte, und die Seelen sind überglücklich. Sie haben ihre Stars zu Buch. Und wenn sie nun nach 50 Jahren diese Hefte noch einmal sehen, dann werden Erinnerungen wach an schöne Fußballerlebnisse einer fernen Vergangenheit. Dann sehen sie ihre derzeitigen Idole in Spielen gegen Real Madrid, Budapest, Manchester United, gegen Schalke 04 und so fort.

Und so sprechen heute zu mir meine Fußball_Vereinsnadeln: Die Nadel vom 1. FC Nürnberg, die ich derzeit vom von Hans 'Bumbes' Schmidt, dem internationalen Cluberer, erhielt. Ich sah den über drei Stunden dauernden Kampf um die Deutsche Meisterschaft [1922] zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem HSV Hamburg - Schiedsrichter Dr. Peco Bauwens, Köln - im alten Grunewaldstadion in Berlin, das Unentschieden endete und in Leipzig - wieder unentschieden - wiederholt wurde, sah Nürnbergs weiteres späteres Endspiel gegen HSV in Berlin, das Nürnberg 2:0 gewann. Unvergeßliche Zweikämpfe Tull Harder (Hamburg) - Hans Kalb (Nürnberg). Beide deckt lange der grüne Rasen, auf dem sie Hunderttausende zu Lebzeiten durch großes Können begeisterten. Ich sah den 1. FC Nürnberg als knappen Sieger gegen die sympathischen Eimsbütteler bei ihrer Tribüneneinweihung [am 1. August 1920].

Die Nadel von Schalke 04 zeigt mir noch das Erlebnis des Berliner Endspiels Schalke gegen Admira Wien [am 18. Juni 1939]. Der Schalker Kreisel lief auf höchsten Touren und Admira gegen wurde 9:0 besiegt. Fritz Szepan und Ernst Kuzorra brillanten. Dann das Endspiel Schalke - Rapid Wien [am 22. Juni 1941]: Schalke lagn mit drei Toren in Führung und wurde dann doch noch durch die Bombentore von Franz "Bimbo" Binder besiegt. Außer mir waren die liebe 18er Zeugen bei diesem Endspiel in Berlin, und zwar unser verstorbener Ehrenvorsitzender Heinrich "Hein" Matthiessen, Hermann Bahnsen, Eduard Schiller, Max "Magge" Sönnichsen und Heinrich Arriens.

Aber nicht nur die Nadeln der Deutschen Meister sprechen mich an, sondern auch meinen Nadeln der Vereine: Preußen Itzehoe, FFC und Eintracht Flensburg FC Hadersleben, Tonder Boldclub und Sonderburg, Bronshoj Kopenhagen, Linham Schweden, ferner Holstein Kiel, Comet Kiel, Brunswick, Heide, Schleswig 06 und Kellinghusen.

Ich werde später einmal dazu schreiben. Einstweilen grüße ich alle unsere 18er in heimatlicher Verbundenheit, wünsche meinem Freund Karl Etteldorf nach schönen Anfangserfolgen weiterhin mit unserer Liga und bei fleißigem Training einmal wieder Meisterschafsehren für die erste Mannschaft.

Euer Ehrenmitglied

Bernhard Petersen

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1942

Verein Seniorenfußball Gymnastik
   

 

 

1943

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1944

Verein Fußball Tischtennis
 

 

   

1945

Frisia Husum

aus dem StadionEcho vom
4. November 2006

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 6)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus im Mai 1945 begann die

zweite Ära von Frisia Husum.

Allerdings nicht sofort. Eigentlich waren Sport und Vereinsleben von den Besatzungsmächten verboten worden, doch im Juli 1945 erhielten einige junge Arbeitsdienstler auf Vermittlung ihres letzten Gruppenführers Karl Carstens (Noske) von der Militärregierung die Genehmigung zu einem Freundschaftsspiel gegen eine Lettenauswahl. Es war das erste Spiel einer deutschen Mannschaft nach dem Kriege in Husum. Es ging übrigens 1:7 verloren.

Diese Arbeitsdienstler, unter ihnen der spätere 1. Vorsitzende Lothar Muschinski und alles Leute aus dem Osten Deutschlands, gründeten dann mit einigen jungen Husumern einen Verein. Sie nannten ihn Schwarz-Weiß Husum. Der Name war ganz pragmatisch gewählt, denn man hatte aus der Tätigkeit beim Reichsarbeitsdienst noch eine schwarze Turnhose und ein weißes Sporthemd.

Mit der Entlassungswelle aus der Wehrmacht kehrten auch alte Frisianer heim. Als sie hörten, dass sich ein neuer Club gegründet hatte, wurden sie sofort aktiv. Reinhold Schacke, der leider viel zu früh verstarb, ergriff die Initiative und vereinigte 1946 "Schwarz-Weiß" mit den ehemaligen Frisianern. Man einigte sich schnell darauf, fortan wieder den Vereinsnamen Frisia Husum zu verwenden.

Schacke führte Frisia zu alter Größe, wurde zum Motor des Vereins in der Nachkriegszeit. Unter ihm entstand die berühmte "Blau-Gelbe Nacht" und er war es auch, der Frisia wieder zu einem eigenen Sportplatz am Marienhofweg verhalf.

Eine weitere Phase des Aufbaus und des Erfolges erlebte Frisia dann unter der Leitung des langjährigen 1. Vorsitzenden und späteren Ehrenvorsitzenden Albert Bremer. Er integrierte den Verein wieder in den Verband der deutschen Eisenbahn-Sportvereine und war Initiator zum Bau des Friesenstadions, wo der Club seine endgültige sportliche Heimat fand. Unter seiner Führung wurde aus einem reinen Fußballverein ein Sportverein mit fünf Abteilungen.

Nachfolger von Albert Bremer wurde Lothar Muschinski, der sich ebenfalls große Verdienste erworben hat. Hierbei sei besonders der Bau des Sportlerheimes erwähnt.Auch der kürzlich verstorbene Fiete Nielsen war daran maßgeblich beteiligt.

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1946

Husum 18

10. Juli

 

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1946

Husum 18

19. Juli

 

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1947

Verein Fußball Tischtennis
 

 

   

1948

Husum 18

aus dem StadionEcho vom
30. September 2006

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 4)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Im Jahr 1948 erzielte Husum 18 einen Zuschauerrekord auf dem Tribünensportplatz am Marienhofweg. 4000 Besucher erlebten einen 7:2-Sieg des Südwest-Oberligavertreters TUS Neuendorf (Koblenz) u. a. mit Nationaltorhüter Adam und Rudi Gutendorf im Lauf. Husum 18 ging durch ein Tor seines unvergesslichen Stürmers "MaggeSönnichsen" 1:0 in Führung.

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1948

Husum 18 / Jugend-Fußball

 

 

Schüler von Husum 18 werden Kreismeister

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1948

Husum 18

10. Juni

 

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1948

Sportplatz Marienhof

aus dem StadionEcho vom
24. Februar 2007

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 8)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Helle Köpfe!

Als erster schleswig-holsteinischer Verein besaß Holstein Kiel eine Flutlichtanlage. Sie wurde am 16. Oktober 1957 beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf in Betrieb genommen und ermöglichte den Störchen ab 1958 die Teilnahme an der Bundesflutlichtrunde.

Aber bereits 10 Jahre zuvor wurde auf dem Tribünen-Sportplatz von Husum 18 am Marienhofweg unter "Flutlicht" gespielt, was damals einer Sensation gleich kam. Die Stadtwerke Husum hatten an allen Ecken riesige Strahler aufgestellt. Sogar über (!) dem Platz waren Beleuchtungskörper installiert. Es war für mich als 12jährigem Schülerspieler ein beeindruckendes Erlebnis: Die ganze Stadt kaum beleuchtet aber je weiter wir uns dem Marienhof näherten, desto heller wurde der Himmel. Mit mir pilgerten Hunderte Fußballbegeisterte zum Sportplatz, um "Fußball am Abend" zwischen Husum 18 und Frisia Husum zusehen.Auch führende Vereinsvertreter von Holstein Kiel waren zugegen.

Reichlich eingeschenkt bekamen übrigens die Torhüter bei diesem Ereignis: Das Spiel endete nach 6:0 Halbzeitführung von Frisia noch 9:6 für Husum 18. Es fand noch eine weitere Partie unter Flutlicht gegen Rot-Weiß Niebüll statt. Das Ergebnis ist mir jedoch nicht bekannt.

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1949

Husum 18

aus dem StadionEcho vom
30. September 2006

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 4)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Aber der Zuschauerrekord von 1948 (Spiel gegen TuS Neuendorf) sollte noch überboten werden! Im September 1949 kam der Heider SV mit 600 Schlachtenbummlern zum Spitzenspiel in der Landesliga. Vor 5000 Besuchern verlor Husum 18 durch ein Tor des Heiders Reh nicht nur mit 0:1, sondern auch durch Verletzung seinen Mittelläufer Günter Hentzschel. Vom Hockensbüller Krankenhaus holten ihn Vertreter von Viktoria Hamburg in die Oberliga Nord. In der Spielserie 1952/53 taucht der Name Günter Hentzschel als Mittelläufer beim großen HSV in Hamburg auf. Er spielte dort mit Nationalspielern wie Jupp Posipal und Fritz Laband zusammen.

Nach dem Abstieg aus der Landesliga erfolgte ein Neuanfang. Die "Alten" hatten ausgedient und die Jugend musste heran. Und sie tat es!

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1949

Husum 18 / Historisches

aus den VereinsNachrichten vom 1. Februar 1955

Christoph Jensen mit englischer Fußballschule

Er hatte in der Gefangenschaft gelernt

Die alten Jensen's in Rödemis waren ein gemütliches Ehepaar, mit vielen Kindern, Jungs und Deerns. Sie wohnten in einem kleinen Haus gegenüber von Clausens Gasthof, und unter diesem Dach war immer viel Leben. Alle Jungs waren Sportler. Peter, Samuel und Johann (Bredstedt) huldigten dem Boßelsport und waren große Könner, die manche goldene Boßel für Rödemis gewonnen haben. Der erste Weltkrieg forderte bittere Opfer. Peter und Samuel mußten im Anfang des Krieges ihr Leben fürs Vaterland opfern, während Johann bei Mons in Belgien schwer verwundet wurde. Weiter waren dann noch die Söhne Christoph, August und Christian. Sie waren alle auch gute Boßler. Aber inzwischen hatte der Fußballsport überall sehr an Boden gewonnen und alle drei wechselten zu diesem Sport hinüber. Christoph war für Fußball besonders gut veranlagt.

Während der erste Weltkrieg zu Ende ging und die meisten Soldaten per Bahn oder zu Fuß die Heimat erreichten, hatte Christoph Jensen es nicht geschafft. Er kam in Gefangenschaft und mußte auf das englische Eiland. Sicher wäre Christoph gerne schon mit uns nach Deutschland und nach Röms gefahren, aber Schaden hat er von seinem Aufenthalt in England auch nicht gehabt. Es war nämlich so, dass die Briten ihn fair im Mutterland aufnahmen und fußballerisch schulten. Christoph spielte mit der Mannschaft seines Lagers gegen die anderre Lager und auch gegen die britische Bewachungsmannschaft. Es ist immerhin 36 Jahre her, und damals war der englische Fußball bestimmt noch allein führend auf der Welt. Die Zeit sie kam, die Zeit sie ging. Eines Tages, es mag ein Jahr nach Kriegsschluß gewesen sein, da hieß es an einem Sonnabend, Christoph ist aus England gekommen. Das war für die Husumer Fußballer eine freudige Nachricht. Und schon am Sonntagmorgen spielte unser Christoph in einem Wettkampf als Rechtsaußen. Es war die Zeit, als der Fußballverein "Konkordia" eben gegründet war, der aber nur kurze Zeit bestand und in dem der gute Johannes Hansen (Hanne Bodder) als Torwart eine vorzügliche Rolle spielte. Später spielt Hanne Bodder viele Jahre als Torwart in der zweiten Mannschaft von 18, er war einer der treuesten Anhänger.

Das Spiel wurde ausgetragen auf der "Freiheit" bei strahlendem Sonnenschein und vor einem sehr zahlreichen Publikum. Tatsächlich, Christoph hatte englische Schuhe, er nahm jeden Ball an und stürmte dem Tor entgegen, daß es nur so eine Pracht war. Der größte Spaß an diesem unvergeßlichen Sonntagmorgen war aber noch die Fußballsprache. Christoph's erlerntes Englisch, vermischt mit Fußballdeutsch beherrschte Spieler und Zuschauer. Es wurde nur "schottisch halbhoch" gespielt und dann ging es im Chor "lat comming", "stopping", "allright", "back", "giving", "knalling" und "goal".

So fielen Tor auf Tor. Es war ein Spiel, das alle, die es erlebt haben, nie vergessen werden.

Hermann Lex
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