Das geschah in den 1950er Jahren

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zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 15.07.2018 14:39

1950

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1950

Jugend-Fußball

April

 

Jungmannen von Husum 18 werden Kreismeister

leer  

1951

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1951

Jugend-Fußball

5. August

 

Elf Freunde müßt Ihr sein, um Siege zu erringen!

(aus den "Vereinsnachrichten" von Husum Husum aus dem Jahr 1969)

Am 29. Juni 1952 wurden die Jungmannen von Husum 18 Landesmeister, 30.000 Zuschauer (!) hatten die Stormstädter in ihr Herz geschlossen. Während des anschließenden Länderspiels ertönten Sprechchöre der Zuschauer: "Husumer Jungs auf den Platz!"

Dieser Rückblick soll den Werdegang einer Jungmannen-Elf aufzeigen, die in ihrer Blütezeit in Norddeutschland keinen Gegner zu fürchten hatte.

Am 5. August 1951 begann die Saison mit einem Städtevergleichskampf gegen Heide (Stadtauswahl), den Husum 18 mit 5:1 Toren gewann. Am 12. August 1951 wurde ein Freundschaftsspiel gegen Frisia Husum mit 7:1 gewonnen. Die Punktspielsaison 1951/52 brachte für Husum 18 folgende Ergebnisse:

Husum 18
Frisia Husum
3:1
4:0
Husum 18
Vorw. Schleswig
2:2
2:1
Husum 18
Schleswig 06
3:1
4:0
Husum 18
Flensburg 08
3:1
2:1
Husum 18
Westerland
3:1
2:1
Husum 18
Kappeln
7:0
4:2
Husum 18
SIF Schleswig
13:0
11:0
Husum 18
Nordmark Flensburg
7:3
2:1
Husum 18
VfL Flensburg
6:0
1:3

 


Bei der Begrüßung mit Schiedsrichter Lochenvitz / Holsteins (l.) und Husums (r.) Jugendobmann

Die Gäste am 2. Weihnachtstag unterlagen 0:1 / im Januar dann Rückspiel in Kiel.

Jungmannen Husum 18 vorm Spiel gegen Holstein Kiel

Carstens · Wagner · Walla · Ziewitz · Fentzahn - Hansen · Albertsen · Peters · Westerwiek · Golde · Schladetzky


Der Kieler Uwe Zinnendorf erinnerte sich wie folgt an dieses
"erfreuliche Weihnachtsgeschenk für die 1. Jungmannen"

Als wir 14 Tage vor Weihnachten aus Husum die Einladung für ein Spiel unserer Mannschaft erhielten, waren wir alle, wie immer, wenn es auf Reisen geht, hellauf begeistert und sagten sofort zu, zumal uns die Husumer noch mit 50 DM unterstützen wollten.. Pünktlich um 1/2 8 Uhr am 2. Weihnachtstag waren wir elf Kameraden R. Sörensen, H. Clausen, R. Einfeld, K.H. Jess, H. Beuck, H. Jaeckel, U. Zinnendorf, H. Müller, R. Stoltenberg und T. Petersen am Bahnhof versammelt, reichlich eingedeckt mit Kuchen und sonstigen Annehmlichkeiten, von denen es ja bekanntlich Weihnachten genug gibt. Aber oh weh, unser lieber guter Betreuer, Herr Hermes, war weit und breit nicht aufzutreiben. Doch mit nie geahnter Schnelligkeit kam auch er um 59 1/2, wie es unser Trainer Rimek so gern zu sagen pflegt, auf dem Bahnhof angeflitzt. Bei ihm hatte die Fahrt gleich mit einer Panne begonnen, nämlich einer Panne seines Busses. Aber dies sollte glücklicherweise die einzige Panne bleiben, wenn man von unserer 0:1-Niederlage absieht, die wir aber mit Stolz zu tragen wissen, denn wir haben gegen eine Elf verloren, die wirklich Fußball spielen kann. Sie waren uns nun einmal konditionsmäßig überlegen, und deshalb gönnen wir ihnen auch gern den Sieg. Das nächste Mal aber, wenn wir sie hier bei uns hoffentlich in einem Vorspiel wiedertreffen, werden auch wir mit besserer Kondition aufwarten und dann werden wir auch ...! Aber das werden wir ja sehen.

Jedenfalls in Husum haben wir auch gekämpft und zwar gegen Freunde, obwohl wir uns erst so kurze Zeit kannten und nicht, wie wir es leider so oft erleben, gegen Rowdies, denen es ganz egal ist, ob sie das Bein oder den Ball treffen. Und noch eines dürfen wir nicht unerwähnt lassen. Nicht weniger als 500 Zuschauer umsäumten den Platz, eine Zahl, die man bei Jugendspielen nur leider allzu selten sieht. Aber gerade dann, wenn der Beifall, wie es so oft in Husum der Fall war, für unseren Torwart oder sonst irgend einen aufbrauste, gerade dann bringt es uns erst richtig Spaß, und wir wollen hoffen, daß auch bei uns bald eine derartige Begeisterung für Jugendspiele entflammt.

Das Spiel selbst war äußerst spannend und abwechslungsreich, so daß die Zuschauer immer begeistert mitgingen. Nach kurzen, stürmischen Angriffen der Husumer hatten auch wir uns gefunden. Eine zügige Kombination führte uns in den gegnerischen Strafraum, doch mit dem abschließenden Schuß fand ich leider nicht das begehrte Ziel. Damit hatten wir wohl nicht nur die größte Chance des ganzen Spiels vergeben, sondern die Husumer erhielten großen Auftrieb und brachten uns zeitweilig in arge Bedrängnis. Vor allen Dingen der linke Flügel (der Halblinke wurde von unserem guten Rudi nicht genügend gedeckt) kam immer wieder gefährlich durch. Aber da hatten wir noch unseren Rolfi Sörensen im Tor, der einfach alles meisterte und immer wieder mit Beifall überschüttet wurde. Die Entscheidung aber sollte erst in den letzten Minuten fallen. Nach einem Kopfballduell an unserer Strafraumgrenze gab der Schiedsrichter unverständlicherweise einen Freistoß. Unsere Mauer stellte sich auf, der Halblinke schoß und schon zappelte der Ball im Netz. Unsere Mauer hatte nicht richtig gestanden und damit das gegnerische Tor auf dem Gewissen. Somit hatten wir ein Spiel verloren, das uns sehr viel Spaß gemacht hatte und uns und unseren ruhmreichen blau-weiß-roten Farben viel neue Freunde gebracht hat. Ein Besuch bei unserem bekannten Heimatdichter Theodor Storm (Anm. der Schriftleitung: damaliges Storm-Museum im Nissenhaus), eine Kaffeetafel nach dem Spiel und unsere traditionellen Skatrunden vervollständigten dieses Erlebnis, das wir alle nicht so leicht vergessen werden.

Uwe Zinnendorf

leer  

1951

Jugend-Fußball

26. Dezember

 

Husum 18 Jungmannen gegen Holstein Kiel Jungmannen

Husum 18's Stolz ist die Mannschaft der Jungmannen. Unangefochten führt die Elf in dem Bezirk Nord und schlug bisher alle Mannschaften mit dem stattlichen Torverhältnis von 33:9. Nachdem in den Punktspielen die Mannschaften aus Flensburg, Schleswig, Kappeln und Westerland kapitulieren mußten, hat man sich für den 2. Feiertag keinen Geringeren als die Mannschaft der Holsteiner eingeladen. Freunde technischen Könnens werden in diesem Spiel voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Wir sind davon überzeugt, daß unsere Jungmannen die Farben Husum würdig vertreten werden.

Husumer Nachrichten


Bei der Begrüßung mit Schiedsrichter Lochenvitz / Holsteins (l.) und Husums (r.) Jugendobmann

Die Gäste am 2. Weihnachtstag unterlagen 0:1 / im Januar dann Rückspiel in Kiel.

Jungmannen Husum 18 vorm Spiel gegen Holstein Kiel

Carstens · Wagner · Walla · Ziewitz · Fentzahn - Hansen · Albertsen · Peters · Westerwiek · Golde · Schladetzky


Der Kieler Uwe Zinnendorf erinnerte sich wie folgt an dieses
"erfreuliche Weihnachtsgeschenk für die 1. Jungmannen"

Als wir 14 Tage vor Weihnachten aus Husum die Einladung für ein Spiel unserer Mannschaft erhielten, waren wir alle, wie immer, wenn es auf Reisen geht, hellauf begeistert und sagten sofort zu, zumal uns die Husumer noch mit 50 DM unterstützen wollten.. Pünktlich um 1/2 8 Uhr am 2. Weihnachtstag waren wir elf Kameraden R. Sörensen, H. Clausen, R. Einfeld, K.H. Jess, H. Beuck, H. Jaeckel, U. Zinnendorf, H. Müller, R. Stoltenberg und T. Petersen am Bahnhof versammelt, reichlich eingedeckt mit Kuchen und sonstigen Annehmlichkeiten, von denen es ja bekanntlich Weihnachten genug gibt. Aber oh weh, unser lieber guter Betreuer, Herr Hermes, war weit und breit nicht aufzutreiben. Doch mit nie geahnter Schnelligkeit kam auch er um 59 1/2, wie es unser Trainer Rimek so gern zu sagen pflegt, auf dem Bahnhof angeflitzt. Bei ihm hatte die Fahrt gleich mit einer Panne begonnen, nämlich einer Panne seines Busses. Aber dies sollte glücklicherweise die einzige Panne bleiben, wenn man von unserer 0:1-Niederlage absieht, die wir aber mit Stolz zu tragen wissen, denn wir haben gegen eine Elf verloren, die wirklich Fußball spielen kann. Sie waren uns nun einmal konditionsmäßig überlegen, und deshalb gönnen wir ihnen auch gern den Sieg. Das nächste Mal aber, wenn wir sie hier bei uns hoffentlich in einem Vorspiel wiedertreffen, werden auch wir mit besserer Kondition aufwarten und dann werden wir auch ...! Aber das werden wir ja sehen.

Jedenfalls in Husum haben wir auch gekämpft und zwar gegen Freunde, obwohl wir uns erst so kurze Zeit kannten und nicht, wie wir es leider so oft erleben, gegen Rowdies, denen es ganz egal ist, ob sie das Bein oder den Ball treffen. Und noch eines dürfen wir nicht unerwähnt lassen. Nicht weniger als 500 Zuschauer umsäumten den Platz, eine Zahl, die man bei Jugendspielen nur leider allzu selten sieht. Aber gerade dann, wenn der Beifall, wie es so oft in Husum der Fall war, für unseren Torwart oder sonst irgend einen aufbrauste, gerade dann bringt es uns erst richtig Spaß, und wir wollen hoffen, daß auch bei uns bald eine derartige Begeisterung für Jugendspiele entflammt.

Das Spiel selbst war äußerst spannend und abwechslungsreich, so daß die Zuschauer immer begeistert mitgingen. Nach kurzen, stürmischen Angriffen der Husumer hatten auch wir uns gefunden. Eine zügige Kombination führte uns in den gegnerischen Strafraum, doch mit dem abschließenden Schuß fand ich leider nicht das begehrte Ziel. Damit hatten wir wohl nicht nur die größte Chance des ganzen Spiels vergeben, sondern die Husumer erhielten großen Auftrieb und brachten uns zeitweilig in arge Bedrängnis. Vor allen Dingen der linke Flügel (der Halblinke wurde von unserem guten Rudi nicht genügend gedeckt) kam immer wieder gefährlich durch. Aber da hatten wir noch unseren Rolfi Sörensen im Tor, der einfach alles meisterte und immer wieder mit Beifall überschüttet wurde. Die Entscheidung aber sollte erst in den letzten Minuten fallen. Nach einem Kopfballduell an unserer Strafraumgrenze gab der Schiedsrichter unverständlicherweise einen Freistoß. Unsere Mauer stellte sich auf, der Halblinke schoß und schon zappelte der Ball im Netz. Unsere Mauer hatte nicht richtig gestanden und damit das gegnerische Tor auf dem Gewissen. Somit hatten wir ein Spiel verloren, das uns sehr viel Spaß gemacht hatte und uns und unseren ruhmreichen blau-weiß-roten Farben viel neue Freunde gebracht hat. Ein Besuch bei unserem bekannten Heimatdichter Theodor Storm (Anm. der Schriftleitung: damaliges Storm-Museum im Nissenhaus), eine Kaffeetafel nach dem Spiel und unsere traditionellen Skatrunden vervollständigten dieses Erlebnis, das wir alle nicht so leicht vergessen werden.

Uwe Zinnendorf

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1952

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1952

Jugend-Fußball

17. Februar

 

Jungmannen Husum 18 ./. Heider SV— 5:2

Knaben Husum 18 - Heider SV 0:3 (0:2)
Schüler Husum 18 - Heider SV 2:1 (2:0)
Jugend Husum 18 - Heider SV 0:6 (0:2)

Klubkampf Husum - Heide

Da mit Rücksicht auf das vereinseigene Masken-Kostümfest am 16. Februar im Handwerkervereinshaus sämtliche Mannschaften des Husumer FV 1918 Sonntag spielfrei sind, konzentriert sich das sportliche Interesse am 17. Februar auf den Klubkampf des Nachwuchses der 18er gegen den Heider SV. Da Heide von jeher über spielstarke Mannschaften verfügt, wird es zu einer interessanten Auseinandersetzung kommen, die gleichzeitig allen Freunden des Fußballs ein Bild von dem derzeitigen Leistungsstand im Jugendlager vermitteln soll. Am Vormittag spielen die Knaben- und Jugendmannschaften beider Vereine. Das Hauptspiel der Jungmannen am Nachmittag wird eingeleitet durch ein Schülertreffen. Die Husumer Jungmannen, die im bisherigen Verlauf der Punktrunde sich so vortrefflich geschlagen haben, stellen mit Westerwiek, Schladetzki, Albertsen, B. Hansen, P. Peters, Jürgensen, Golde, Wagner, Carstens, Ziewitz und Fentzahn eine kampfstarke Elf, die auch gegen Heide ihren Mann stehen wird.

Husumer Nachrichten

leer  

1952

Jugend-Fußball

2. März

 

Jungmannen Husum 18 ./. Flensburg 08 — 3:1 (0:0)

Wer wird Jungmannen-Meister?

Die Fußballpunktspiele um die Jungmannen-Meisterschaft im Nordbezirk stehen vor ihrem Abschluß. Husum 18, der mit nur einem Minuspunkt und zwei Punkten vor Flensburg 08 die Tabelle anführt, benötigt aus dem Rückspiel gegen Flensburg 08 am kommenden Sonntagvormittag, 10:30 Uhr auf dem Sportplatz bei Marienhof, nur noch ein Unentschieden, um Meister zu werden und sich die Teilnahme an der Landesmeisterschaft zu sichern. Die Husumer gewannen in Flensburg 2:1. Sie haben nunmehr den Vorteil des eigenen Platzes und damit beste Aussicht, wieder Bezirksmeister zu werden.

Husumer Nachrichten


Das war die Entscheidung

Husum 18 Jungmannen - Flensburg 08 Jungmannen 3:1 (0:0)

Trotz des naßkalten, nebligen Wetters waren zum Vormittagsspiel der Jungmannen schon viele Zuschauer erschienen. Wahrlich, der Besuch lohnte sich. Husum 18 verteidigte seinen Bezirksmeistertitel gegen seinen stärksten Rivalen Flensburg 08. Beide Mannschaften zeigten ein gekonntes zügiges Spiel. Härte, Kondition und Schnelligkeit der Flensburger wurden mit besserem Paß- und Stellungsspiel und unbeugsamen Siegeswillen von 18s Jungmannen begegnet. In der ersten Halbzeit drückt das Eckenverhältnis von 7:2 für 18 Husums Feldüberlegenheit aus. Der gute Torwart der Flensburger vereitelte vorerst alle zählbaren Erfolge. Als Rechtsaußen Golde ihn aber mit unhaltbarem Schuß zum 1:0 bezwang, kämpfte Flensburg noch verbissener und erzielte den 1:1-Gleichstand.

Wieder war es Golde, der den linken Verteidiger umspielte und zur 2:1-Führung unhaltbar einschob; stürmisch beglückwünscht und umhalst von seinen Mannschaftskameraden. 10 Minuten vor Spielende gab der diesem Entscheidungstreffer nicht gewachsenen Bredstedter Schiedsrichter einen sehr umstrittenen indirekten Freistoß 3 Meter vor der Torlinie. Es dauerte wegen Reklamationen einige Minuten, ehe der Freistoß ausgeführt wurde. 18's Abwehrmauer aber wehrte die große Ausgleichsgefahr ab; verteidigte den Torvorsprung und ging in den letzten Minuten erneut zum Angriff über. Immer dicker wurde der Nebel, und so war leider nur direkt in Tornähe zu sehen, wie Golde mit hat-trick - sein 3. Tor - Husums Sieg sicherstellte. Das dürfte schon jetzt durch den 4-Punkte-Vorsprung vor Flensburg 08 wieder die Entscheidung für 18 als Bezirksmeister sein, 3 Jahre nacheinander! Bravodiesem alten und neuen Meister Husum 18 Jungmannen-Kameraden-Elf.

Husumer Nachrichten


Husum 18 Jungmannenmeister

Durch ihren klaren und überzeugenden Sieg im vorletzten Spiel der Bezirksrunde über VfB Nordmark Flensburg mit 7:3 (3:1) hat der tüchtige Nachwuchs der 18er sich erneut den Titel der Jungmannenklasse des Nordens gesichert und damit wieder die Berechtigung zur Teilnahme an der Landesmeisterschaft erlangt. Der Sieg der Husumer war nie gefährdet. Sie liegen nunmehr mit 33:1 Punkten vor dem übrigen Feld und werden alles daran setzen, auch im letzten Spiel gegen VfL in Flensburg am nächsten Sonntag erfolgreich zu bleiben. Selbst im Falle einer Niederlage, die wider alles Erwarten überraschend käme, sind sie nicht mehr einzuholen.

Der VfB Nordmark verband seine Husumer Gastspielreise gleichzeitig mit einer Reihe von Jugend-Freundschaftsspielen, die folgende Ergebnisse hatten:

Knaben: Husum 18 : VfB 0:1 (0:09
Schüler: Husum 18 : VfB 1:2 (0:1)
Jugend: Husum 18 : VfB 2:2 (1:0)

Husumer Nachrichten

leer  

1952

Jugend-Fußball

13. April

 

Jungmannen Husum 18 ./. Boldklubben Kopenhagen — 4:3 (2:1)

Am 13. April gastierte die spielstarke Mannschaft des Boldklubben Kopenhagen in Husum, die über Ostern gegen Holstein Kiel und Husum 18 spielte. Gegen Holstein erreichten die Dänen ein 1:1. In Husum gab es vor (laut Husumer Nachrichten) 1.000 Zuschauern einen 4:2 (2:1)-Sieg der 18er.
Die 18er Elf ("Zwölf") vor dem Spiel gegen Kopenhagen: Jugendobmann Walter Nelkert · Heinrich Golde · Hans Ziewitz · Birger Hansen · Hans Werner Jürgensen · Peter Peters · Johann Hasche — Adolf Wagner · Rolf Fentzahn · Wilhelm Carstens — Dieter Schladetzky · Claus Westerwik · Otto Albertsen.

Die "Dreier-Kette"

Dieter Schladetzky · Claus Westerwiek · Otto Albertsen



Jungmannen von Husum 18 erfolgreich

Das erfreulichste Fußballspiel lieferten die Jungmannen von Husum 18 am 1. Osterfeiertag gegen den Stadtmeister von Kopenhagebn Boldklubben. Sie hatten mit der dänischen Elf einen Gegner zu Gast, der ihnen gleichwertig war, aber durch den vorbildlichen Einsatz der Husumer Elf mit 4:2 geschlagen wurde, nachdem die gleiche Mannschaft am Karfreitag gegen Holstein Kiel ein 1:1-Unentschieden herausgeholt hatte. Durch ihren Mittelstürmer gingen die Gäste in Führung, mußten aber noch vor der Pause durch Ziewitz und Golde die Führung an Husum abgeben.

In der zweiten Minute nach Wiederbeginn glich der Mittelstürmer der Gäste wieder aus. Dann war nach einem zügigen Stürmerspiel Golde, der einmal von Fentzahn und und einmal von Ziewitz den Ball zugespielt bekam, noch zweimal erfolgreich.

Husumer Nachrichten


Husumer Jungmannen erfolgreich

Die Jungmannen des HFV v. 1918 setzten ihre Erfolgsserie durch einen schneidigen 4:2-Sieg über die Jungmannen des Boldklubben Kopenhagen fort.

Auch in ihrem ersten internationalen Spiel konnten sie ihr großes Können unter Beweis stellen, denn der Sieg über die technisch recht guten Kopenhagener war aufgrund der reiferen Spielweise auch in dieser Höhe verdient.

Von Anfang an wurde der Ball konsequent flach gehalten. Die verwirrenden Kombinationszüge und die schnellen Angriff brachten die Gäste gleich in schwere Bedrängnis. Aber noch spielten die Husumer zu aufgeregt, so daß die besten Torchancen vergeben wurden. Mitten in die Drangperiode der Husumer fiel überraschend das Führungstor der Gäste, als der Mittelstürmer sich durchsetzte und der scharf geschossene Ball dem Husumer Torwart durch die Beine glitt. Ziewitz konnte den Ausgleich erzielen, als er nach Abwehr eines Schusses den Ball einige Meter vor dem Tor erwischte. Dann war Hasche durch, aber sein scharfer Schuß wurde von dem gegnerischen Torwart sicher gehalten. Nacheinander vergaben dann Ziewitz und Hasche frei vor dem Tor sichere Torchancen.

Der zweite Treffer für die Husumer fiel durch ein Mißverständnis, als die Gäste vergeblich Abseits reklamierten und nicht eingriffen. Einige Minuten später setzte der Halblinke einen hohen Schuß zum Ausgleich unhaltbar ins Netz. Aber dann rollten die Angriffe unaufhörlich vor das Kopenhagener Tor. Die Verteidigung hatte hart zu arbeiten, wurde aber immer wieder durch das prächtige Abspiel der18er überspurtet. Die drückende Überlegenheit fand dann noch durch zwei Tore von Golde nach feiner Vorausarbeit des gesamten Sturmes ihren Ausdruck.

Das 4:2 gibt des Spielverlauf richtig wieder. An diesem schönen Erfolg hat die gesamte Mannschaft ihren Anteil. Es war ein Werbespiel für den Fußball, wie es nicht schöner gedacht werden könnte.

Am Karfreitag konnten die Kopenhagener gegen die Jungmannen von Holstein ein 1:1 erzielen.

Husumer Nachrichten

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1952

Jugend-Fußball

29. Juni

Husum 18 Jungmannen werden Landesmeister

- Der 29. Juni 1952 wurde zum größten Tag in der Vereinsgeschichte -
Hier geht's zur Spiel-Chronik der gesamten Saison

Von 18 Spielen wurden 16 gewonnen, eines ging unentschieden aus, und nur ein Spiel wurde verloren.
Mit 33:3 Punkten und einem Torverhältnis von 79:18 wurde erneut die Bezirksmeisterschaft nach Husum geholt. 1950/51 hieß der Bezirksmeister bereits Husum 18 durch Siege gegen die Meister der Kreisvertreter: Westerland (1:0), Vorwärts Schleswig (2:1) und VfB Nordmark (1:0).

Zwischen den einzelnen Punktspielen gab es einige bemerkenswerte Freundschaftsspiele:

Am 28.10.1951 schlug Husum 18 Jungmannen die Reserve des TSV Tönning mit 4:0 Toren.

Am 04.11.1951 gab es einen 6:3-Sieg gegen den Rendsburger TSV. 

Durch ein Tor des überragenden Halblinken Ziewitz wurde am 2. Weihnachtsfeiertag in Husum gegen Holstein Kiel mit 1:0 gewonnen.


Am 10.02.1952 wurde Frisia Husum mit 4:1 besiegt und schon eine Woche später, am 17.02. folgte ein 5:2-Sieg gegen den Heider SV in Husum.

Um den Einzug um die Landesmeisterschaft wurde am 18. Mai 1952 in Süderbrarup gegen den TSV 3:1 gewonnen. Das Rückspiel in Husum am 25. Mai gewann »18« mit sage und schreibe 15:0 Toren. Mit diesem Spiel wurde die Bezirksmeisterschaft errungen.

Die vier Meister der schleswig-holsteinischen Bezirke hießen Husum 18, TSV Osterrönfeld, TSV Brunsbüttelkoog und TSV Heiligenhafen.
Am 15. Juli 1952 besiegte Husum 18 den TSV Osterrönfeld in Neumünster mit 3:1 Toren und erreichte das Finale um die Landesmeisterschaft, das am 29. Juni 1952 auf dem Holsteinplatz in Kiel als Vorspiel der Amateurländermannschaften von Deutschland und der Schweiz stattfand. Gegner der Husumer war der TSV Heiligenhafen.

Der größte Tag in der 18er Vereinsgeschichte

Es war der 29. Juni 1952, als die Jungmannen von Husum 18 Vereinsgeschichte schrieben: Vor fast 30.000 Zuschauern holten sie sich in einem packenden Finale die Landesmeisterschaft. Der Mittelstürmer »Hansi« Ziewitz schrieb später folgende Zeilen an die »Vereinsnachrichten«:

"Die Freude unserer Mannschaft war groß, als wir endlich die Bestätigung erhielten, das Vorspiel zum Ländertreffen der Amateure Deutschland – Schweiz auszutragen. Jeder fieberte diesem großen Tage entgegen. Endlich war es soweit. Nach zweieinhalbstündiger Omnibusfahrt und in Begleitung zahlreicher Schlachtenbummler trafen wir gleichzeitig mit den Heiligenhafenern ein.

Nach einem kräftigen Mittagessen ging es hinaus zum Holsteinplatz, der zweifellos zu den schönsten unseres Landes zählt. Unser Jugendobmann und unser Trainer waren vor und während des Spiels nervöser als wir selbst. Es hagelte nur so Ermahnungen und gute Ratschläge.

Als das voraufgegangene Schülerspiel mit einiger Verspätung beendet war und wir auf das Spielfeld liefen, gab es wohl keinen unter uns, der nicht ein flaues Gefühl in den Beinen angesichts des vollen Platzes hatte. Diese Minuten waren aber auch die schlimmsten.

Nachher konzentrierten sich die Gedanken nur auf das Spiel, für Abschweifungen blieb keine Zeit mehr.

Das Kieler Publikum ging begeistert mit, jede gute Leistung auf beiden Seiten fand den verdienten Beifall. Jedes der elf Tore löste Begeisterung aus, aber es fehlte auch nicht bei mangelnden Leistungen am Unwillen der Besucher. Erfreulicherweise gab es nur ganz wenige Entgleisungen. Man kann also schon sagen, daß diese Kulisse eines Endspiels würdig war.
Als der Schlußpfiff ertönte und wir uns freudestrahlend als Landesmeister in den Armen lagen, brauste noch einmal begeisterter Beifall auf. Für mich war dieses Spiel die Krönung dreier Jahre bei den Jungmannen und der schönste Abschluß, den ich mir denken kann."

Ankunft der Busse

Zuhause rasselte um 16 Uhr das Telefon im Handwerkervereinshaus. Mit 6:5 nach zwei mal zehn Minuten Spielverlängerung haben wir die Landesmeisterschaft der Jungmannen gewonnen, verkündete freudestrahlend Walter Nelkert aus Kiel. In wenigen Minuten prangte unser Vereinslokal im Flaggenschmuck. Bürgermeister Dr. Georg Fiedler, Bürgervorsteher Wilhelm Laubach und die Mitglieder des Magistrats wurden verständigt, hatten sie doch im Falle eines Sieges unserer Jungmannen über den TSV Heiligenhafen einen Empfang vor dem Rathaus gleich nach ihrer Rückkehr zugesagt.

Nach der Rückfahrt von Kiel steig die siegreiche Husumer Jungmannen-Mannschaft aus dem Omnibus und zog von hier kurz nach 20 Uhr unter Vorantritt von Vorstandsmitgliedern des HFV 18, des Trainers Nowack und des Mannschaftsbetreuers Nelkert, unter den Klängen eines vorausfahrenden Lautsprecherwagens, nach dem Rathaus, wo eine nach Hunderten zählende Menschenmenge ihre Ankunft erwartete. Auf der Rathaustreppe hatten sich mit dem Bürgervorsteher und dem Bürgermeister die Mitglieder des Magistrats versammelt.

Radio Meyer stellte seinen Lautsprecherwagen zur Verfügung und verkündete überall den Sieg. Kein Wunder, dass sich Tausende Menschen zum Empfang einstellten und ihm ein triumphales Gepräge gaben. Hans Weinstein entbot den wackeren Siegern an der Schleswiger Chaussee das erste Willkommen.

Von der Treppe des flaggengeschmückten Rathauses begrüßte unser Vorsitzender Wanger den Magistrat und beglückwünschte die Sieger zu ihrem stolzen Erfolg. Bürgervorsteher Wilhelm Laubach erklärte, Husum wisse es zu schätzen, dass sie die Fahne der Stadt siegreich verteidigt und die Landesmeisterschaft errungen hätten. Er kündete eine Festsitzung des Magistrats mit den Spielern an und versprach, den Verein nach Kräften zu unterstützen.
Im Namen der siegreichen Mannschaft dankte ihr Spielführer Peter-Römer Peters für den ihr in der Heimatstadt zuteil gewordenen ehrenden Empfang. Er gedachte dabei auch des außerhalb Husums krank darniederliegenden Mittelstürmers Heinrich Golde, dem es leider nicht vergönnt gewesen sei, an dem entscheidenden Spiel um die Landesmeisterschaft in Kiel teilzunehmen. Anhaltender Beifall dankte den Rednern.

Ehrung vor dem Rathaus

Nachdem zunächst der Vorsitzende des Husumer Fußballvereins von 1918, Kaufmann Wander, die siegreiche Fußballmannschaft begrüßt und dem Magistrat sowie der Bevölkerung für die begeisterte Anteilnahme an dem schönen Erfolg in Kiel gedankt hatte, entbot Bürgervorsteher Wilhlem Laubach der Mannschaft die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem wunderbaren Sieg. Stadtvertretung, Magistrat und Bürgermeister hätten es sich nicht nehmen lassen, den siegreichen Fußballspielern einen feierlichen Empfang zu bereiten. Husum wisse es zu schätzen und zu würdigen, daß sie die Fahne unserer Stadt siegreich verteidigt und die Landesmeisterschaft errungen hätten. Der Magistrat habe in einer voraufgegangenen kurzen Besprechung beschlossen, in der nächsten Sitzung auch nach außen hin der Ehrung für die Mannschaft Ausdruck zu verleihen. In einer besonderen Festsitzung werde es der Magistrat noch besonders würdigen, was die Jungmannen des HFV für die Stadt Husum geleistet hätten.

Marsch vom Markt ins Vereinsheim, wo ein festliches Bankett wartete.

Dann wurden die jungen Sieger festlich bewirtet. Der 29. Juni wurde zum größten und denkwürdigsten Tag in der Vereinsgeschichte.


Auch die Presse lobte die Leistung des Husumer Nachwuchses:

Husumer Jungmannen Landesmeister

Entscheidung erst in der Verlängerung

Kiel/Husum. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachten die Jungmann von Husum 18. Vor dem Amateurländerspiel zwischen Deutschland und der Schweiz führten sie vor 30.000 Zuschauern das Endspiel um die Landesmeisterschaft gegen den TSV Heiligenhafen durch. In einem Treffen, an dem sich die Zuschauer immer wieder begeisterten, stand es bei Ablauf der regulären Spielzeit 4:4. In der darauffolgenden Verlängerung waren die Husumer die Mannschaft mit der besseren Kondition und den stärkeren Nerven, die am Ende mit 6:5 einen zwar knappen, aber verdienten Sieg davontragen.

Husumer Nachrichten vom 30. Juni 1952


Zuschauer: 30.000. Pünktlich um 15 Uhr betraten die beiden Mannschaften (Deutschland und die Schweiz), nachdem der Beifall über das hervorragende Jungmannenvorspiel Husum 18 gegen TSV Heiligenhafen (6:5 nach Verlängerung) gerade verebbt war, bei schönstem Sonnenschein den sattgrünen Rasen des Holstein-Platzes. Dieses Spiel der Ländermannschaften hatte kein großes Niveau, als die Mannschaften auch noch ausgepfiffen wurden und Rufe ertönten: »Husumer Jungmannen (die im Vorspiel so ausgezeichnet zu gefallen wußten) auf den Platz«", war es ganz aus. Der Schweizer Siegtreffer in der 68. Minute durch Mauron wurde sogar stürmisch beklatscht.

Zum Husumer Spiel selbst schrieb das Blatt: Husum 18 Jugmannen-Meister! Das vor 30.000 Zuschauern vor dem Länderspiel auf dem Holstein-Platz ausgetragene Endspiel um die Jungmannen-Landesmeisterschaft wurde von Husum 18 nach einem dramatischen Kampfverlauf in der Verlängerung mit 6:5 (4:4, 3:1) gegen den TSV Heiligenhafen gewonnen. Das Spiel stand auf einem überraschend hohen Niveau und ließ die Besucher begeistert mitgehen. Der Sieg der technisch ausgezeichneten Husumer war verdient. Heiligenhafen war jedoch ein tapferer und meist gleichwertiger Verlierer, der mit brausendem Beifall verabschiedet wurde. Die Torfolge läßt die Dramatik dieses Spiels deutlich werden:  1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4; in der Verlängerung: 5:4, 6:4, 6:5.

Sportmegaphon vom 29. Juni 1952

leer  

1953

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1953

Friesenstadion

28. Juni

 

Friesenstadion wird neue Fußball-Heimat

4.000 Gäste kamen zur Einweihung

Mit der Einweihung des Stadions im »Stadtteil« Dreimühlen erlebte Husum am 28. Juni 1953 ein weiteres großes Highlight. Die neue amphitheatralisch angelegte Sportstätte, überwiegend von den beiden Husumer Jugendaufbauwerken erstellt, erhielt den Namen »Friesenstadion« – und zur Eröffnung ein sehr festliches Kleid: Etwa 4.000 Menschen umzäunten bei hochsommerlicher Hitze in dem weiten Rund das in Fahnenschmuck getauchte Frisia-Spielfeld (unseren heutigen B-Platz), als Bürgermeister Dr. Georg Fiedler in einem feierlichen Akt die Übergabe vollzog. Nicht nur aus der Stadt und dem Kreis, sondern aus dem ganzen Landesteil Schleswig und darüber hinaus waren Gäste erschienen, die sich über das Stadion begeistert äußerten.

Bürgervorsteher Wilhelm Laubach begrüßte die Gäste, Oberregierungsrat Dr. Behr überbrachte die Grüße des Sozialministeriums. Vertreter der Landesregierung, des Landessportverbandes und des Fußballverbandes überreichten den beteiligten Vereinen Geschenke in Form von Bällen.

Im ersten Spiel schlug Husum 18 (mit zahlreichen Nachwuchsspielern) Frisia mit 1:0, während sich im Hauptspiel die Oberligisten Eimsbüttel und Holstein Kiel mit 5:1 (3:0) trennten.

Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten aber noch zwei weitere Jahre vergehen, so lange fehlten der Stadt einfach die finanziellen Mittel für die Umzäunung und die Umkleideräume. Am 14. August 1955 wurde das herrliche Stadion den Husumer Fußballvereinen dann noch einmal übergeben. Und dieses Mal trennten sich die beiden Ortsrivalen mit 6:4 für Frisia, bevor man den Tag gemeinsam gemütlich ausklingen ließ.

Dieter Schladetzky

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1954

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1955

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1959

Jugend-Fußball

 

 

Chronik der Husum 18-Jugendabteilung von 1959 bis 1962

leer  



zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 15.07.2018 14:39

seit 25. Mai 2018
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