Das geschah 1951

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Freitag, 17.06.2022 22:38

Mär 1951

Husum 18 / Medien

Husums letzte Hoffnungen begraben

Schwarz rettete Brunsbüttels Sieg

HUSUM 18: Nehlsen; Kühne, Etteldorf; Panten I, Klose, Schmidt; Ohldorf, Panten II, Grabert, Kowalski, Muschinsky.

BRUNSBÜTTELKOOG: Schwarz; Witt, Eule; Rieger, Damke, Matheis; Grappert, Rachner, Hiel, Rosenau, Steinert.

Schiedsrichter: Weinand I (Lübeck)

Zuschauer: 1.000

Aus Husum berichtet K. Klawitter

70 Minuten der Spielzeit war Husum 18 vor knapp 1000 Zuschauern gegen die Elf aus Brunsbüttelkoog so überlegen, daß sich der Kampf größtenteils am und im Strafraum der Gäste abspielt, was das Eckenverhältnis von 9:1 (3:0) auch bestätigt. Denoch blieb Brunsbüttelkoog mit 4:3 (2:2) vorn und vernichtete damit die letzten Hoffnungen Husums auf den Verbleib in der Amateurliga, während sich die siegreiche Elf endgültig in Sicherheit gebracht haben sollte.

Die Husumer waren in allen Belangen besser. Daß sie trotzdem unterlagen, ist fast ausschließlich die Schuld ihres Schlußmannes Nehlsen, der wahrlich nicht viel zu tun hatte, aber in entscheidenden Augenblicken völlig versagte und drei der vier gegen ihn erzielten Treffer auf dem Gewissen hat. Nicht ganz unbeteiligt war auch die Verteidigung, während die anderen Mannschaftsteile die in sie gesetzten Erwartungen erfüllten. Panten I und Schmidt in der Läuferreihe sowie Kowalski im Sturm waren die besten Spieler.

Brunsbüttelkoog hatte technisch und taktisch auf dem durch ständigen Regen aufgeweichten Boden nur wenig zu bieten. Fast immer war die Mannschaft ausgespielt, aber sie besaß in Schwarz einen Torvorsteher, der die unmöglichsten Bälle hielt. Ihm allein ist dieser knappe Sieg zu danken. Ferner sind noch Rachner und Rosenau zu erwähnen. Die Gesamtleistung war ansonsten schwach.

Grabert verwandelte in der 18. Minute eine von der Querlatte abspringende linke Flanke zum ersten Tor. Unmittelbar darauf kamen die Gäste durch Rosenau zum Ausgleich und wenige Augenblicke später zum 2:1 durch Rachner. Einen Lattenschuß von Panten I schickte Grabert zum 2:2 über die Torlinie.

In der 55. Minute hieß es 3.2 durch Rosenau. Fünf Minuten später erzielte Muschinsky erneut den Ausgleich. Zehn Minuten vor Schluß stellte Steinert dann durch einen haltbaren Langschuß den Sieg der Gäste sicher.

Schiedsrichter Weinand I (Lübeck) ließ sich trotz mancher Zwischen nicht aus Ruhe bringen und leitete gut.

"Sport Megaphon", 19. März 1951
leer

Mai 1951

Frisia Husum / Fußball

1:0-Sieg in Schleswig gegen Vorwärts

Durch einen 1:0-Sieg in Schleswig gegen Vorwärts errang unsere Liga den 3. Tabellenplatz in der Bezirksliga Nord. Ein schöner Erfolg, nachdem man erst das zweite Jahr in der Bezirksliga spielt.

Vor dem Spiel in Schleswig gegen Vorwärts am 6. Mai 1951. A. Brauer · A. Meier · W. Alwin · W. Kobrow · R. Bergmann · W. Andresen · H. Dietze · G. Jessen / A. Carstens · K. Stapelfeld · U. Ström
Mai 1951
leer

Juni 1951

Frisia Husum / Fußball

Spiele der Bezirksliga Nord 1950/51

Frisa nach Beendigung der Punktspiele auf dem 3. Tabellenplatz

Meister wurde der Schleswig 06, Absteiger sind TSV Bredstedt, TSV Westerland und TSV Tönning

Fußball-
BL Nord
1951/52

Schleswig 06

 

3:1 3:3 3:1 3:2 5:1 5:1 1:1 2:1 5:3 5:1 4:0 1:2 8:0
9:0 3:1 6:0 3:2 3:1 6:3 2:0 3:2 6:0 3:1 6:1 6:0 4:0
Rot-Weiß Niebüll 1:3   1:6 1:0 2:8 5:3 1:2 0:0 2:8 4:3 3:4 0:5 0:3 2:2
0:7 3:1 2:1 3:1 3:4 3:3 2:0 1:2 1:2 3:1 1:2 1:0 5:1
TSV Kappeln 3:3 6:1

 

2:4 2:2 3:3 4:4 1:3 5:4 3:4 2:1 1:1 6:3 6:2
1:3 1:3 0:3 3:8 2:4 5:1 4:0 1:3 6:4 5:0 1:4 4:0 7:1
Friedrichstadt 1:3 0:1 4:2

 

0:0 1:2 1:1 1:4 2:2 5:1 2:3 2:3 3:1 6:2
0:6 1:2 3:0 1:2 3:1 8:4 3:0 4:7 4:4 4:1 8:3 3:3 0:2
VfB Flensburg 2:3 8:2 2:2 0:0

 

2:0 2:2 6:2 3:1 6:1 6:1 4:1 1:0 4:1
2:3 1:3 8:3 2:1 3:2 4:0 2:4 3:2 7:1 2:0 3:1 1:2 9:1
TSV Sterup 1:5 3:5 3:3 2:1 0:2

 

1:4 5:1 0:0 1:9 0:4 3:2 0:3 4:3
1:3 4:3 4:2 1:3 2:3 8:0 1:0 2:2 0:0 1:4 1:3 0:1 4:1
TSV Westerland 1:5 2:1 4:4 1:1 2:2 4:1

 

1:2 4:5 1:5 0:1 3:7 3:2 7:2
3:6 3:3 1:5 4:8 0:4 0:8 1:5 2:1 1:4 3:3 1:1 1:4 3:1
Vorwärts Schleswig 1:1 0:0 3:1 4:1 2:6 1:5 2:1

 

4:2 2:2 5:1 3:0 1:2 1:3
0:2 0:2 0:4 0:3 4:2 0:1 5:1 1:5 1:1 0:1 4:1 0:2 0:0
VfL 97 Flensburg 1:2 8:2 4:5 2:2 1:3 0:0 5:4 2:4

 

2:1 3:3 6:2 1:3 10:1
2:3 2:1 3:1 7:4 2:3 2:2 1:2 5:1 2:0 1:2 1:2 3:1 1:2
Bredstedter TSV 3:5 3:4 4:3 1:5 1:6 9:1 5:1 2:2 1:2 0:1 3:1 4:1 1:2
0:6 2:1 4:6 4:4 1:7 0:0 4:1 1:1 0:2 1:2 1:0 3:3 4:5
HSV Frisia 1:5 4:3 1:2 3:2 1:6 4:0 1:0 1:5 3:3 1:0 3:1 1:1 2:2
1:3 1:3 0:5 1:4 0:2 4:1 3:3 1:0 2:1 2:1 3:3 3:3 3:2
Nordmark Satrup 0:4 5:0 1:1 3:2 1:4 2:3 7:3 0:3 2:6 1:3 1:3

 

1:0 5:1
1:6 2:1 4:1 3:8 1:3 3:1 1:1 1:4 2:1 0:1 3:3 0:1 5:0
Nordmark Flensburg 2:1 3:0 3:6 1:3 0:1 3:0 2:3 2:1 3:1 1:4 1:1 0:1

 

3:3
0:6 0:1 0:4 3:3 2:1 1:0 4:1 2:0 1:3 3:3 3:3 1:0 0:0
TSV Tönning 0:8 2:2 2:6 2:6 1:4 3:4 2:7 3:1 1:10 2:1 2:2 1:5 3:3

 

0:4 1:5 1:7 2:0 1:9 1:4 1:3 0:0 2:1 5:4 2:3 0:5 0:0
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder,
die unteren die der am 19. Januar begonnenen Frühjahrserie.

Frisia Husum Ib, Kreismeister 1950/51

gegen Husum 18 - 8:0

Artur Meier · Kurt Raschke · Balke · Friedrich Degen · Hans Papke · H. Austein · Rudi Grapentin · Kobrow II · Bulle Beck · Georg Nowack · Georg Klautke · Walter Negel · Werner Brüchmann

Kurt Klawitter

 

leer

 


Jul-Aug 1951

aus SportInfo 3/96

 

 

Husum 18 / Historisches

Erinnerungen

von Dr. G. Schiller

Es war schon ein spektakuläres Unternehmen, im Jahre 1951 mit einer Reisegruppe ins Ausland zu fahren. Es waren Mitglieder der Handballabteilung mit Freunden, die vom 28. Juli bis 12. August 1951 mit dem damals neuesten Luxusbus der Fa. Grunert, der Chef Fritz Grunert fuhr persönlich, in die Schweiz und noch Italien fuhren. Für heutige Verhältnisse unvorstellbare Hindernisse galt es in der Vorbereitungsphase zu überwinden. Offizielle Genehmigungen der Zentralbank wegen der Devisenbeschaffung waren erforderlich, diese waren abhängig von den Visagenehmigungen der Konsulate.

Am 28. Juli wurden 41 Sportler von der damaligen Vereinsturnhalle (s.Bild) an der alten Freiheit von einer großen Menge von Eltern und Freunden verabschiedet.

Eine für alle unvergeßliche und noch heute oft diskutierte Tour führte uns über Hamburg -Fahrzeit war 3 1/2 Stunden- die Nacht hindurch, und um 7.30 Uhr morgens wurde Heidelberg erreicht und am Neckar eine Pause eingelegt zum Wecken. An einer Großtankstelle in Lärrach wurde dann am Spätnachmittag die erste Pause nach 24 Std. eingelegt. In einem mitgeführten Anhänger hatten wir einen Großteil der Verpflegung und drei Zelte -nicht mit der heute vorhandenen Qualität zu vergleichen- die dann schnell aufgebaut waren. Nach dem Grenzübergang machten wir dann eine kurze Pause in Basel, über Bern ging es entlang dem Thuner See bis Interlaken. Unser erstes Hauptziel Grindlwald lag jetzt vor uns und damit das gewaltige Bergmassiv der Jungfrau-Gruppe und der Eiger-Nordwand, über deren dramatische Erstbesteigung wir in der Vorbereitungsphase in Bild und Ton schon viel erfahren hatten.

Eine kleine Zeltstadt wurde schnell gebaut und war Ausgangspunkt für die Exkursionen der kommenden Tage, die bei der Gletscherwanderung schon um 5 Uhr früh starteten und bei 2 500 m Höhe endeten.

Von Grindlwald ging es nach Genf, am Genfer See entlang in Richtung Rhone-Tal wo wir die Zelte wieder aufschlugen. Diese Nacht, allen Teilnehmern noch heute unvergeßlich, denn nachts wurden wir von Schwärmen bluthungriger Mücken heimgesucht. Die Folgen waren am nächsten Morgen nicht zu übersehen, geschwollene Nasen, geschlossene Augenlieder und verunzierte Arme und Beine zeugten von der Anziehungskraft der Teilnehmer.

Der Tag darauf sollte einer der aufregendsten werden, denn auf der Fahrt nach Italien sollten wir den damals noch sehr schmalen und unbefestigten Simplon-Paß passieren.

Alle 20 bis 30 Minuten kochte das Kühlwasser des Busses, und nach einer Wartepause mußte frisches Bergwasser aus dem nächsten Bach geholt werden. Schließlich mußten alle aussteigen, um den Bus zu entlasten und zu Fuß weitergehen.

Nicht weniger problematisch gestaltete sich die Abfahrt von der Paßhöhe, denn der Bus schaffte die engen Serpentinen nicht, und so mußten wir mehrfach den Anhänger abkoppeln und wieder anhängen. Am Lago Maggiore angekommen war es inzwischen spätabends, und der Bürgermeister eines Dorfes stellte uns großzügig sein Grundstück zum Zelten zur Verfügung. Unsere Ankunft hatte das ganze Dorf mobilisiert, und beim Eintreffen in einem Gartenrestourant waren viele Italiener schon anwesend. Es wurde eine weinselige Nacht, und bei Gitarren und Akkordeonklängen wetteiferten deutsche und italienische Lieder, und auf dem Heimweg fand sich noch ein offenes Fenster, das Auslöser für ein nächtliches Gitarrenständchen war, und bei Vollmond gab es auch noch ein Bad im Lago Maggiore.

Am Tag darauf wurde der Ort Locarno angefahren, der für die nächsten Tage unser Standort blieb. Über Lugano, vorbei am Comer See, ging es wieder nordwärts über den Maloja-Paß bis kurz vor St. Moritz. In 1 900 m Höhe war es zu kalt zum Zelten, und freundlich stellte ein Bauer uns seine Scheune zu Verfügung. Über den Julier-Paß ging es dann talabwärts zur Lenzerheide und hier am Zürich See entlang über Zug nach Luzern, wo wir noch einmal am Lido die Zelte aufschlugen. Eine schöne Rundfahrt um den Vierwaldstädter See schloß sich am Tag darauf an und ein weiterer Tag für die Stadtbesichtigung und Einkäufe.

Die Rückfahrt mit einer Unterbrechung in Ulm gestaltete sich problemlos, und nach 25 Stunden empfing uns eine große Menge von Freunden und Eltern vor der Vereinsturnhalle an der Freiheit.
Verglichen mit den heutigen Verhältnissen mag manchem Jüngeren ein leises Lächeln über eine solche strapaziöse Tour über die Lippen kommen. Aber damals gab es noch keine Angebote mit fertigen Auslandsreisen, und um die Probleme zu lösen, brauchte es fast ein ganzes Jahr Vorarbeit, und viele gute Beziehungen waren bei der Organisation nötig.

Bei einem abschließenden Erinnerungsabend mit Lichtbildern konnten wir einen großen Saal mit den vielen Interessenten füllen, und diese folgten begeistert den Schilderungen. Die "Husumer Nachrichten" informierten damals in mehreren Berichten über den genauen Verlauf der Tour.
Es besteht heute noch der Original Sammelreisepass, der bei Dr. G. Schiller in guten Händen ist.

Kurt Klawitter
leer

Dez 1951

 

Husum 18 / Jugend-Fußball

Husum 18 Jungmannen gegen Holstein Kiel Jungmannen

Husum 18's Stolz ist die Mannschaft der Jungmannen. Unangefochten führt die Elf in dem Bezirk Nord und schlug bisher alle Mannschaften mit dem stattlichen Torverhältnis von 33:9. Nachdem in den Punktspielen die Mannschaften aus Flensburg, Schleswig, Kappeln und Westerland kapitulieren mußten, hat man sich für den 2. Feiertag keinen Geringeren als die Mannschaft der Holsteiner eingeladen. Freunde technischen Könnens werden in diesem Spiel voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Wir sind davon überzeugt, daß unsere Jungmannen die Farben Husum würdig vertreten werden.

Husumer Nachrichten


Bei der Begrüßung mit Schiedsrichter Lochenvitz / Holsteins (l.) und Husums (r.) Jugendobmann


Die Gäste am 2. Weihnachtstag unterlagen 0:1 / im Januar dann Rückspiel in Kiel.

Jungmannen Husum 18 vorm Spiel gegen Holstein Kiel

Wilhelm "Willi" Carstens - Adolf Wagner - Horst Walla - Hans "Hansi" Ziewitz - Rolf "Rolly" Fentzahn / Birger Hansen - Jöns Otto Albertsen - Peter Römer Peters - Claus Westerwiek - Heinrich "Heini" Golde - Dieter Schladetzky


Der Kieler Uwe Zinnendorf erinnerte sich wie folgt an dieses
"erfreuliche Weihnachtsgeschenk für die 1. Jungmannen"

Als wir 14 Tage vor Weihnachten aus Husum die Einladung für ein Spiel unserer Mannschaft erhielten, waren wir alle, wie immer, wenn es auf Reisen geht, hellauf begeistert und sagten sofort zu, zumal uns die Husumer noch mit 50 DM unterstützen wollten.. Pünktlich um 1/2 8 Uhr am 2. Weihnachtstag waren wir elf Kameraden R. Sörensen, H. Clausen, R. Einfeld, K.H. Jess, H. Beuck, H. Jaeckel, U. Zinnendorf, H. Müller, R. Stoltenberg und T. Petersen am Bahnhof versammelt, reichlich eingedeckt mit Kuchen und sonstigen Annehmlichkeiten, von denen es ja bekanntlich Weihnachten genug gibt. Aber oh weh, unser lieber guter Betreuer, Herr Hermes, war weit und breit nicht aufzutreiben. Doch mit nie geahnter Schnelligkeit kam auch er um 59 1/2, wie es unser Trainer Rimek so gern zu sagen pflegt, auf dem Bahnhof angeflitzt. Bei ihm hatte die Fahrt gleich mit einer Panne begonnen, nämlich einer Panne seines Busses. Aber dies sollte glücklicherweise die einzige Panne bleiben, wenn man von unserer 0:1-Niederlage absieht, die wir aber mit Stolz zu tragen wissen, denn wir haben gegen eine Elf verloren, die wirklich Fußball spielen kann. Sie waren uns nun einmal konditionsmäßig überlegen, und deshalb gönnen wir ihnen auch gern den Sieg. Das nächste Mal aber, wenn wir sie hier bei uns hoffentlich in einem Vorspiel wiedertreffen, werden auch wir mit besserer Kondition aufwarten und dann werden wir auch ...! Aber das werden wir ja sehen.

Jedenfalls in Husum haben wir auch gekämpft und zwar gegen Freunde, obwohl wir uns erst so kurze Zeit kannten und nicht, wie wir es leider so oft erleben, gegen Rowdies, denen es ganz egal ist, ob sie das Bein oder den Ball treffen. Und noch eines dürfen wir nicht unerwähnt lassen. Nicht weniger als 500 Zuschauer umsäumten den Platz, eine Zahl, die man bei Jugendspielen nur leider allzu selten sieht. Aber gerade dann, wenn der Beifall, wie es so oft in Husum der Fall war, für unseren Torwart oder sonst irgend einen aufbrauste, gerade dann bringt es uns erst richtig Spaß, und wir wollen hoffen, daß auch bei uns bald eine derartige Begeisterung für Jugendspiele entflammt.

Das Spiel selbst war äußerst spannend und abwechslungsreich, so daß die Zuschauer immer begeistert mitgingen. Nach kurzen, stürmischen Angriffen der Husumer hatten auch wir uns gefunden. Eine zügige Kombination führte uns in den gegnerischen Strafraum, doch mit dem abschließenden Schuß fand ich leider nicht das begehrte Ziel. Damit hatten wir wohl nicht nur die größte Chance des ganzen Spiels vergeben, sondern die Husumer erhielten großen Auftrieb und brachten uns zeitweilig in arge Bedrängnis. Vor allen Dingen der linke Flügel (der Halblinke wurde von unserem guten Rudi nicht genügend gedeckt) kam immer wieder gefährlich durch. Aber da hatten wir noch unseren Rolfi Sörensen im Tor, der einfach alles meisterte und immer wieder mit Beifall überschüttet wurde. Die Entscheidung aber sollte erst in den letzten Minuten fallen. Nach einem Kopfballduell an unserer Strafraumgrenze gab der Schiedsrichter unverständlicherweise einen Freistoß. Unsere Mauer stellte sich auf, der Halblinke schoß und schon zappelte der Ball im Netz. Unsere Mauer hatte nicht richtig gestanden und damit das gegnerische Tor auf dem Gewissen. Somit hatten wir ein Spiel verloren, das uns sehr viel Spaß gemacht hatte und uns und unseren ruhmreichen blau-weiß-roten Farben viel neue Freunde gebracht hat. Ein Besuch bei unserem bekannten Heimatdichter Theodor Storm (Anm. der Schriftleitung: damaliges Storm-Museum im Nissenhaus), eine Kaffeetafel nach dem Spiel und unsere traditionellen Skatrunden vervollständigten dieses Erlebnis, das wir alle nicht so leicht vergessen werden.

Uwe Zinnendorf

leer

Dez 1951

Frisia Husum / Fußball

Für Frisia Liga schossen Tore im Jahr 1951

1,   Willi Alwin   35   Tore
2.   Artur Brauer   8   Tore
3.   Rudi Bergmann   1   Tor
4.   August Carstens   1   Tor
5.   Helmut Dietze   10   Tore
6.   Alfred Meier   2   Tore
7.   Werner Kobrow   2   Tore
8.   Georg Jessen   7   Tore
9,   Werner Brüchmann   12   Tore
10.   Hans Papke   13   Tore
11.   Kurt Kobrow   10   Tore
12.   Hermann Iwersen   2   Tore
       
    insgesamt:   103   Tore

Torschützenkönig im Jahr 1951: Willi Alwin
Dezember 1951

Für Frisia Liga spielten im Jahr 1951

1,   Kurt Witt   32   mal
2.   August Carstens   14   mal
3.   Rudi Bergmann   24   mal
4.   Werner Kobrow   35   mal
5.   Walter Andresen   13   mal
6.   Hanne Wulff   7   mal
7.   Arthur Brauer   32   mal
8.   Helmuth Dietze   39   mal
9,   Hein Jess   1   mal
10.   Willi Alwin   31   mal
11.   Werner Michaelsen   4   mal
12.   Georg Jessen   19   mal
13.   Werner Brüchmann   19   mal
14.   Heinrich Konwisors   4   mal
15.   Alfred Meier   27   mal
16.   Rudi Claudke   30   mal
17,   Kurt Stapelfeld   10   mal
18.   Uwe Ström   22   mal
19.   Rudi Grapenthin   2   mal
20.   Georg Nowack   6   mal
21.   Walter Negel   19   mal
22.   Franz Raschke   1   mal
23.   Kurt Kobrow   20   mal
24.   Hans Papke   27   mal
25,   Paul Tamm   6   mal
26.   Friedrich Degen   6   mal
27.   Georg Beck   6   mal
28.   Rudi Alker   3   mal
29.   Hermann Iwersen   11   mal
30.   Gerd Schröder   1   mal
31.   Horst Weiß   4   mal
32.   Adde Ehsen   1   mal
Dezember 1951

Spiel der I. Frisia Mannschaft im Jahr 1951

Datum   Platzverein   Gast   Ergebnis   Tore   Punkte
14.01.51   TSV Kappeln   HSV Frisia   5:0   0:5   0:2
28.01.51   TSV Friedrichstadt   HSV Frisia   4:1   1:9   0:4
04.02.51   HSV Frisia   TSV Westerland   3:3   4:12   1:5
11.02.51   HSV Frisia   TSV Tönning   3:2   7:14   3:5
25.02.51.   Nordmark Flensburg   HSV Frisia   3:3   10:17   4:6
04.03.51   HSV Frisia   TSV Bredstedt   2:1   12:18   6:6
01.04.51.   HSV Frisia   VfL 97 Flensburg   2:1   14:19   8:6
08.04.51   HSV Frisia   Schleswig 06   1:3   15:22   8:8
15.04.51   VfB Flensburg   HSV Frisia   2:0   15:24   8:10
22.04.51   HSV Frisia   TSV Sterup   4:1   19:25   10:10
29.04.51   Nordmark Satrup   HSV Frisia   3:3   22:28   11:11
06.05.51   Vorwärts Schleswig   HSV Frisia   0:1   23:28   13:11
27.05.51   HSV Frisia   Fortuna Glückstadt   1:2   24:30   13:13
03.06.51   HSV Frisia   Rot Weiß Niebüll   1:3   25:33   13:15
17.06.51   MTV Leck   HSV Frisia   3:2   27:36   13:17
24,06.51   HSV Frisia   TuRa Meldorf   4:0   31:36   15:17
                     
05.08.51   In Tönning 6 Pokalspiele à 20 Minuten       6:2   9:3
12.08.51   In Rantrum 2 Pokalspiele à 60 Minuten       20:4   13:3
19.08.51   HSV Frisia   TSV Lunden   3:4   23:8   13:5
25.08.51   HSV Frisia   Post Flensburg   2:5   25:13   13:7
26.08.51   TuRa Meldorf   HSV Frisia   2:2   27:15   14:8
02.09.51   Glücksburg 09   HSV Frisia   0:3   30:15   16:8
09.09.51   HSV Frisia   Nordmark Satrup   1:2   31:17   16:10
16.09.51   Nordmark Flensburg   HSV Frisia   1:1   32:18   17:11
23.09.51   HSV Frisia   Rot Weiß Niebüll   1:2   33:20   17:13
30.09.51   SIF Schleswig   HSV Frisia   2:2   35:22   18:14
07.10.51   HSV Frisia   TSV Kappeln   3:1   38:23   20:14
21.10.51   VfB Flensburg   HSV Frisia   6:1   39:29   20:16
28.10.51   HSV Frisia   TSV Bredstedt   10:1   49:30   22:16
04.11.51   VfL 97 Flensburg   HSV Frisia   5:1   50:35   22:18
11.11.51   HSV Frisia   Husum 18   1:2   51:37   22:20
18.11.51   DGF Flensborg   HSV Frisia   4:1   52:41   22:22
25.11.51   Vorwärts Schleswig   HSV Frisia   2:3   55:43   24:22
02.12.51   HSV Frisia   TSV Westerland   4:2   59:45   26:22
09.12.51   TSV Böklund   HSV Frisia   2:4   63:47   28:22
16.12.51   HSV Frisia   Friedrichstadt   4:0   67:47   30:22
30.12.51   Husum 18   HSV Frisia   1:5   72:48   32:22
                     
Das gesamte Torverhältnis unserer Bezirksligaelf im Jahr 1951   103:84    
Das Punktverhältnis       47:39
Dezember 1951

Bilanz des Jahres 1951

Wissenswertes von der Ligaelf unseres Sportvereins

Unsere Liga spielte 1951 - 43 mal

mehr als 10 Spiele für unsere I.   Die Torschützen unserer Liga
1.   H. Dietze   39   Spiele   1.   W. Alwin   35   Tore   M.St.
2.   W. Kobrow   35   Spiele   2.   H. Papke   13   Tore   l. Au.
3.   K. Witt   32   Spiele   3.   W. Brüchmann   12   Tore   r. Au
4.   A. Brauer   32   Spiele   4.   H. Dietze   10   Tore   l. L.
5.   W. Alwin   31   Spiele   5.   K. Kobrow   10   Tore   h. l..
6.   R. Klautke   30   Spiele   6.   A. Brauer   8   Tore   h. l.
7.   A. Meier   27   Spiele   7.   G. Jessen   7   Tore   l. Au.
8.   H. Papke   27   Spiele   8.   A. Meier   2   Tore   m. L.
9.   R. Bergmann   24   Spiele   9.   W. Kobrow   2   Tore   r. L.
10.   U. Ström   22   Spiele   10.   H. Iwersen   2   Tore   h.r.
11.   K. Kobrow   20   Spiele   11.   R. Bergmann   1   Tor   l. V.
12.   W. Negel   19   Spiele   12.   A. Carstens   1   Tor   r. V.
13.   W. Brüchmann   19   Spiele                    
14.   G. Jessen   19   Spiele     Torschützenkönig: W. Alwin: 35 Tore
15.   A. Carstens   14   Spiele     Die meisten Spiele: H. Dietze: 39 Spielen
16.   W. Andresen   13   Spiele                    
17.   H. Iwersen   11   Spiele                    
18.   K. Stapelfeld   10   Spiele                    

Unsere Bezirksliga reiste im Jahr 1951 rund 1.540 km.


Das Jahr 1951 war für unsere I. Mannschaft erfolgreich:

Spiele   gewonnen   unentschieden   verloren   Tore   Punkte
43   20   7   16   + 103. : - 84   + 47 : - 39

Von den 43 Spielen waren 25 auswärts und 18 in Husum

Spiele   gewonnen   unentschieden   verloren   Tore   Punkte
25 auswärts   11   6   8   + 53. : - 49   + 28 : - 22
18 zuhause   9   1   8   + 50 : -35   + 19 : - 17

Die 43 Spiele aufgeteilt in:

Spiele   gewonnen   unentschieden   verloren   Tore
6 Freundschaftsspiele   2   1   3   + 18. : - 15
9 Pokalspiele   6   1   2   + 21 : - 6
28 Punktspiele   12   5   11   + 64 : - 63
Dezember 1951
leer




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