Das geschah 1952

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 06.12.2018 11:18

1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

17. Februar

 

Jungmannen Husum 18 ./. Heider SV— 5:2

Knaben Husum 18 - Heider SV 0:3 (0:2)
Schüler Husum 18 - Heider SV 2:1 (2:0)
Jugend Husum 18 - Heider SV 0:6 (0:2)

Klubkampf Husum - Heide

Da mit Rücksicht auf das vereinseigene Masken-Kostümfest am 16. Februar im Handwerkervereinshaus sämtliche Mannschaften des Husumer FV 1918 Sonntag spielfrei sind, konzentriert sich das sportliche Interesse am 17. Februar auf den Klubkampf des Nachwuchses der 18er gegen den Heider SV. Da Heide von jeher über spielstarke Mannschaften verfügt, wird es zu einer interessanten Auseinandersetzung kommen, die gleichzeitig allen Freunden des Fußballs ein Bild von dem derzeitigen Leistungsstand im Jugendlager vermitteln soll. Am Vormittag spielen die Knaben- und Jugendmannschaften beider Vereine. Das Hauptspiel der Jungmannen am Nachmittag wird eingeleitet durch ein Schülertreffen. Die Husumer Jungmannen, die im bisherigen Verlauf der Punktrunde sich so vortrefflich geschlagen haben, stellen mit Westerwiek, Schladetzki, Albertsen, B. Hansen, P. Peters, Jürgensen, Golde, Wagner, Carstens, Ziewitz und Fentzahn eine kampfstarke Elf, die auch gegen Heide ihren Mann stehen wird.

Husumer Nachrichten

leer  

1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

2. März

 

Jungmannen Husum 18 ./. Flensburg 08 — 3:1 (0:0)

Wer wird Jungmannen-Meister?

Die Fußballpunktspiele um die Jungmannen-Meisterschaft im Nordbezirk stehen vor ihrem Abschluß. Husum 18, der mit nur einem Minuspunkt und zwei Punkten vor Flensburg 08 die Tabelle anführt, benötigt aus dem Rückspiel gegen Flensburg 08 am kommenden Sonntagvormittag, 10:30 Uhr auf dem Sportplatz bei Marienhof, nur noch ein Unentschieden, um Meister zu werden und sich die Teilnahme an der Landesmeisterschaft zu sichern. Die Husumer gewannen in Flensburg 2:1. Sie haben nunmehr den Vorteil des eigenen Platzes und damit beste Aussicht, wieder Bezirksmeister zu werden.

Husumer Nachrichten


Das war die Entscheidung

Husum 18 Jungmannen - Flensburg 08 Jungmannen 3:1 (0:0)

Trotz des naßkalten, nebligen Wetters waren zum Vormittagsspiel der Jungmannen schon viele Zuschauer erschienen. Wahrlich, der Besuch lohnte sich. Husum 18 verteidigte seinen Bezirksmeistertitel gegen seinen stärksten Rivalen Flensburg 08. Beide Mannschaften zeigten ein gekonntes zügiges Spiel. Härte, Kondition und Schnelligkeit der Flensburger wurden mit besserem Paß- und Stellungsspiel und unbeugsamen Siegeswillen von 18s Jungmannen begegnet. In der ersten Halbzeit drückt das Eckenverhältnis von 7:2 für 18 Husums Feldüberlegenheit aus. Der gute Torwart der Flensburger vereitelte vorerst alle zählbaren Erfolge. Als Rechtsaußen Golde ihn aber mit unhaltbarem Schuß zum 1:0 bezwang, kämpfte Flensburg noch verbissener und erzielte den 1:1-Gleichstand.

Wieder war es Golde, der den linken Verteidiger umspielte und zur 2:1-Führung unhaltbar einschob; stürmisch beglückwünscht und umhalst von seinen Mannschaftskameraden. 10 Minuten vor Spielende gab der diesem Entscheidungstreffer nicht gewachsenen Bredstedter Schiedsrichter einen sehr umstrittenen indirekten Freistoß 3 Meter vor der Torlinie. Es dauerte wegen Reklamationen einige Minuten, ehe der Freistoß ausgeführt wurde. 18's Abwehrmauer aber wehrte die große Ausgleichsgefahr ab; verteidigte den Torvorsprung und ging in den letzten Minuten erneut zum Angriff über. Immer dicker wurde der Nebel, und so war leider nur direkt in Tornähe zu sehen, wie Golde mit hat-trick - sein 3. Tor - Husums Sieg sicherstellte. Das dürfte schon jetzt durch den 4-Punkte-Vorsprung vor Flensburg 08 wieder die Entscheidung für 18 als Bezirksmeister sein, 3 Jahre nacheinander! Bravodiesem alten und neuen Meister Husum 18 Jungmannen-Kameraden-Elf.

Husumer Nachrichten


Husum 18 Jungmannenmeister

Durch ihren klaren und überzeugenden Sieg im vorletzten Spiel der Bezirksrunde über VfB Nordmark Flensburg mit 7:3 (3:1) hat der tüchtige Nachwuchs der 18er sich erneut den Titel der Jungmannenklasse des Nordens gesichert und damit wieder die Berechtigung zur Teilnahme an der Landesmeisterschaft erlangt. Der Sieg der Husumer war nie gefährdet. Sie liegen nunmehr mit 33:1 Punkten vor dem übrigen Feld und werden alles daran setzen, auch im letzten Spiel gegen VfL in Flensburg am nächsten Sonntag erfolgreich zu bleiben. Selbst im Falle einer Niederlage, die wider alles Erwarten überraschend käme, sind sie nicht mehr einzuholen.

Der VfB Nordmark verband seine Husumer Gastspielreise gleichzeitig mit einer Reihe von Jugend-Freundschaftsspielen, die folgende Ergebnisse hatten:

Knaben: Husum 18 : VfB 0:1 (0:09
Schüler: Husum 18 : VfB 1:2 (0:1)
Jugend: Husum 18 : VfB 2:2 (1:0)

Husumer Nachrichten

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1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

13. April

 

Jungmannen Husum 18 ./. Boldklubben Kopenhagen — 4:3 (2:1)

Am 13. April gastierte die spielstarke Mannschaft des Boldklubben Kopenhagen in Husum, die über Ostern gegen Holstein Kiel und Husum 18 spielte. Gegen Holstein erreichten die Dänen ein 1:1. In Husum gab es vor (laut Husumer Nachrichten) 1.000 Zuschauern einen 4:2 (2:1)-Sieg der 18er.
Die 18er Elf ("Zwölf") vor dem Spiel gegen Kopenhagen: Jugendobmann Walter Nelkert · Heinrich Golde · Hans Ziewitz · Birger Hansen · Hans Werner Jürgensen · Peter Peters · Johann Hasche — Adolf Wagner · Rolf Fentzahn · Wilhelm Carstens — Dieter Schladetzky · Claus Westerwik · Otto Albertsen.

Die "Dreier-Kette"

Dieter Schladetzky · Claus Westerwiek · Otto Albertsen



Jungmannen von Husum 18 erfolgreich

Das erfreulichste Fußballspiel lieferten die Jungmannen von Husum 18 am 1. Osterfeiertag gegen den Stadtmeister von Kopenhagebn Boldklubben. Sie hatten mit der dänischen Elf einen Gegner zu Gast, der ihnen gleichwertig war, aber durch den vorbildlichen Einsatz der Husumer Elf mit 4:2 geschlagen wurde, nachdem die gleiche Mannschaft am Karfreitag gegen Holstein Kiel ein 1:1-Unentschieden herausgeholt hatte. Durch ihren Mittelstürmer gingen die Gäste in Führung, mußten aber noch vor der Pause durch Ziewitz und Golde die Führung an Husum abgeben.

In der zweiten Minute nach Wiederbeginn glich der Mittelstürmer der Gäste wieder aus. Dann war nach einem zügigen Stürmerspiel Golde, der einmal von Fentzahn und und einmal von Ziewitz den Ball zugespielt bekam, noch zweimal erfolgreich.

Husumer Nachrichten


Husumer Jungmannen erfolgreich

Die Jungmannen des HFV v. 1918 setzten ihre Erfolgsserie durch einen schneidigen 4:2-Sieg über die Jungmannen des Boldklubben Kopenhagen fort.

Auch in ihrem ersten internationalen Spiel konnten sie ihr großes Können unter Beweis stellen, denn der Sieg über die technisch recht guten Kopenhagener war aufgrund der reiferen Spielweise auch in dieser Höhe verdient.

Von Anfang an wurde der Ball konsequent flach gehalten. Die verwirrenden Kombinationszüge und die schnellen Angriff brachten die Gäste gleich in schwere Bedrängnis. Aber noch spielten die Husumer zu aufgeregt, so daß die besten Torchancen vergeben wurden. Mitten in die Drangperiode der Husumer fiel überraschend das Führungstor der Gäste, als der Mittelstürmer sich durchsetzte und der scharf geschossene Ball dem Husumer Torwart durch die Beine glitt. Ziewitz konnte den Ausgleich erzielen, als er nach Abwehr eines Schusses den Ball einige Meter vor dem Tor erwischte. Dann war Hasche durch, aber sein scharfer Schuß wurde von dem gegnerischen Torwart sicher gehalten. Nacheinander vergaben dann Ziewitz und Hasche frei vor dem Tor sichere Torchancen.

Der zweite Treffer für die Husumer fiel durch ein Mißverständnis, als die Gäste vergeblich Abseits reklamierten und nicht eingriffen. Einige Minuten später setzte der Halblinke einen hohen Schuß zum Ausgleich unhaltbar ins Netz. Aber dann rollten die Angriffe unaufhörlich vor das Kopenhagener Tor. Die Verteidigung hatte hart zu arbeiten, wurde aber immer wieder durch das prächtige Abspiel der18er überspurtet. Die drückende Überlegenheit fand dann noch durch zwei Tore von Golde nach feiner Vorausarbeit des gesamten Sturmes ihren Ausdruck.

Das 4:2 gibt des Spielverlauf richtig wieder. An diesem schönen Erfolg hat die gesamte Mannschaft ihren Anteil. Es war ein Werbespiel für den Fußball, wie es nicht schöner gedacht werden könnte.

Am Karfreitag konnten die Kopenhagener gegen die Jungmannen von Holstein ein 1:1 erzielen.

Husumer Nachrichten

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1952

Husum 18 / Öffentlichkeitsarbeit

1. Mai

Markstein im Vereinsleben

Der Sport in Husum soll mit allen Mitteln gefördert werden. Das ist umso notwendiger, als im Sommer 1953 mit der provisorischen Fertigstellung des Stadions in Dreimühlen aus Anlaß des 350 jährigen Stadtjubiläums zu rechnen ist, bei dem auch die Leibesübungen gebührend zu Worte kommen. In unserem Verein hat es in jüngster Zeit nicht an Erwägungen gefehlt, wie eine neue Aufwärtsentwicklung am besten und gründlichsten erreicht werden kann. Wir glauben, daß für die Förderung der Kameradschaft Vorstand und Ausschüsse sichere Garanten sind und hoffen zuversichtlich, daß der HFV 1918 bald wieder stark genug ist, um in der Fußball-Spitzenklasse des Landes ein ernstes Wort mitreden zu können. Das Streben nach einer möglichst breiten Leistungsfront ist die Voraussetzung für einen neuen Aufstieg und eine bessere Zukunft, die wir alle sehnlichst herbeiwünschen.

Als ein vorzügliches Mittel zur Festigung der Zusammengehörigkeit betrachten wir unsere heute erstmalig erscheinenden "Vereinsnachrichten", die nun regelmäßig einmal im Monat unseren Mitgliedern und Freunden zugestellt werden. Mögen sie den Weg der Leistung weisen, neue Bahnen erschließen und den Idealen des Sports treu bleiben: "Wir müssen zum Höchsten streben, immer mit fairen Mitteln kämpfen und auch Niederlagen mit Anstand und Würde ertragen können."

Reifen und doch jung bleiben, ist die Aufgabe der Jugend. Rein in Gesinnung, treu in Gemeinschaft, verbunden mit Volk und Vaterland ist unser Hochziel. Denken wir immer daran, was der vor 15 Jahren verstorbene Gründer der Olympischen Spiele Baron Pierre de Coubertin einmal gesagt hat und wandeln es auf unsere Verhältnisse ab:

"Der Sinn der Olympischen Spiele liegt nicht im Siegen, sondern im Teilnehmen; nicht Erorbern, sondern ritterlich kämpfen ist das Wesentliche im Leben."

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Mai

Engerer Vorstand

1. Vorsitzender

Wilhelm Stegemann Neustadt 100, Fernsprecher 970
2. Vorsitzender Wilhelm Wanger ehem. Flugplatz, Fernsprecher 781
1. Kassenführer Hans Weinstein Norderstraße 17, Fernsprecher 721
1. Schriftführer Max Nehlsen Süderstraße 96, Fernsprecher 501
Spielausschußobmann Arfast Carstens Brüggemannstraße 65, Fernsprecher 2065
Jugendobmann Walter Nelkert Gurlittstraße 6,

Erweiterter Vorstand

2. Kassenführer Arnold Lohr   Fußball Bernhard Petersen
2. Schriftführer Hans Hugo Huß   Fußball Walter Pethke
Presse und Propaganda Kurt Klawitter   Fußball Hans Rademacher
Fußball Hermann Lorenzen   Handball Hugo Huß sen.
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Mai

Obmann: Arfast Carstens Brüggemannstraße 65, Fernsprecher 2065
Schriftführer: Walter Pethke Am Steig 1
Beisitzer: Bernhard Petersen Toto-Annahmestelle, Neustadt 26
  Johannes Rademacher Stadtwerke, Gaswerkstraße, Fernsprecher 206
  Hermann Lorenzen Nordhusumerstraße 54
Spielausschußsitzung jeden Montag, 20 Uhr, Handwerkervereinshaus, Fernsprecher 501
Trainer: Julius Huber Kampsiedlung 88
Training: Jeden Mittwoch ab 19 Uhr, Sportplatz Marienhof, für Senioren

Das sind unsere Spitzenspieler:

1. Nehlsen, Karl-Ernst Torwart   10. Grabert, Arthur Stürmer
2. Carstens, August Verteidiger   11. Sönnichsen, Max Stürmer
3. Präger, Gerhard Verteidiger   12. Roscher, Otto Stürmer
4. Etteldorf, Karl Verteidiger   13. Dumke, Horst Läufer
5. Huß, Helmuth Läufer   14. Muschinsky, Lothar Stürmer
6. Klose, Kurt Läufer   15. Neupert, Peter Stürmer
7. Wulff, Johannse Läufer   16. Köster, Otto Stürmer
8. Anders, Paul Stürmer   17. Köpke, Joachim Stürmer
9. Panten, Erwin Stürmer      

Huß, Etteldorf, Klose, Grabert, Sönnichsen und Muschinsky sind aufgrund ihrer fünfjährigen Zugehörigkeit zur Ligamannschaft im Besitz der silbernen Vereinsehrennadel.

Spielführer der Liga und der Reserve sind Nehlsen bzw. Exner.

In den vom 1. Januar bis einschließlich 27. April ausgetragenen 16 Spielen erzielte die Liga ein Torverhältnis von 68:25. Tore brachten auf ihr Konto: Grabert 22, Etteldorf 15, Roscher 9, Panten 7, Sönnichsen 6, Anders 2, Präger 2, Muschinsky 1, Neupert 1 = 65; drei Tore fabrizierten unsere Gegner.

 

leer  

1952

Husum 18 / Juniorenfußball

1. Mai

Jugendfußball

Obmann: Walter Nelkert Gurtlittstraße 6
Die gegenwärtig 116 Jungen zählende Jugend-Fußball-Abteilung umfaßt sechs Mannschaften, davon zwei Jungmannen, eine Jugend, eine Schüler und zwei Knaben. Heute wollen wir mit den ersten Jungmannen beginnen, die vom Jahresbeginn bis einschließlich 27. April 13 Spiele austrugen und davon zwölf gewinnen konnten. Wenn auch das letzte Spiel gegen VfL in Flensburg am verflossenen Sonntag 1:3 verloren wurde, so sind unsere Jungen doch wieder Bezirksmeister geworden und nehmen an den kommenden Spielen um die Landesmeisterschaft teil. Bei den 13 Kämpfen handelt es sich um neun Punktspiele und vier Freundschaftsspiele mit dem beachtlichen Torverhältnis von 69:14. Die Treffen ergaben im einzelnen folgende Resultate:
gegen Westerland 3:1 P
gegen Vorwärts in Schleswig 2:1 P
gegen Frisia Husum 4:1 F
gegen HSV Heide 5:2 F
gegen IF Tönning 14:0 F
gegen Flensburg 08 3:1 P
gegen Frisia Husum 4:0 P
gegen SJF in Schleswig 11:0 P
gegen Schleswig 06 in Schleswig 4:0 P
gegen TSV Kappeln 7:0 P
gegen VfB Flensburg 7:3 P
gegen Boldklubben Kopenhagen 4:2 F
gegen VfL in Flensburg 1:3 P
   
 
    69:14  

Über die letzten Spiele liegen uns folgende anschauliche Berichte vor:

Schleswig 06 - Husum 18 0:4 (0:0)

Das Spiel in Schleswig wurde bei stürmischem Wind ausgetragen, wobei wir zuerst die schlechtere Seite erwischten, aber dennoch ein torloses Unentschieden bis zum Wechsel halten konnten. Nach der Pause wurde der klare Sieg sichergestellt. Hasche führte sich mit zwei Toren als Neuling recht gut ein.

Husum 18 - TSV Kappeln 7:0 (2:0)

Zu diesem Spiel mußten wir mit drei Mann Ersatz antreten. Trotzdem war der eindeutige Sieg über den harmlosen Gegner niemals gefährdet.

Husum 18 - Boldklubben Kopenhagen 4:2 (2:1)

Ostersonntag hatten wir erstmalig ausländischen Besuch; der Gegner war Boldklubben Mariendal, der Kopenhagener Stadtmeister und Bezwinger des dänischen Meisters Koege (4:3). Die Dänen hatten Karfreitag 1:1 gegen Holstein in Kiel gespielt, am Sonnabend Hamburg besucht und waren deshalb nicht mehr so frisch wie am Anfang der Reise. Trotzdem gab es ein technisch gutes und in der ersten Halbzeit sehr schnelles Spiel. Die Dänen waren schneller und trickreicher, spielten aber zeitweise systemlos, so daß unserer Hintermannschaft immer wieder Gelegenheit zum Eingreifen gegeben wurde. Dagegen lief bei uns, vor allen Dingen in der ersten Halbzeit, der Ball im Flachpaß durch die ganze Mannschaft, ohne daß auch nur ein einziger Kopenhagener stören konnte, bis vor das gegnerische Tor, wo leider infolge Aufregung und Schußunsicherheit der Innenstürmer die besten Torchancen freistehend vergeben wurden. Dennoch wird das Endergebnis dem Spielverlauf gerecht. Hoffen wir, daß die mit den Kopenhagener Jungen geknüpften Freundschaftsband vertieft werden, wenn wir zum Rückspiel in Dänemark antreten.

Nach beiderseitigem Abtasten entwickelt sich zunächst ein ausgeglichenes Feldspiel. Bei einem Zweikampf verliert Peters das Leder an den Mittelstürmer und Westerwiek läßt den scharf geschossenen Ball überraschend durch Hände und Füße ins Tor gleiten. Wir lassen uns aber nicht durch den Führungstreffer der Kopenhagener schockieren und ziehen weiter unser Spiel auf. Und der Erfolg bleibt auch nicht aus. Als ein Ball von dem dänischen Tor abprallt, ist Ziewitz zur Stelle und schiebt das Leder in die unbewachte Torecke. Von nun an bis zum Wechsel haben wir unsere beste Zeit. Durch schnelle, verwirrende Kombinationen wird die gegnerische Hintermannschaft immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt, aber die Dänen haben Glück, denn Hasche und Ziewitz vergeben mehrmals frei vor dem Tor hundertprozentigen Gelegenheiten. Endlich fällt das verdiente Führungstor, als die Dänen stehenbleiben und "Abseits" reklamieren. Hasche schießt unhaltbar zum 2:1 ein. Mit diesem Ergebnis geht es in die Halbzeit. Einige Minuten nach Wiederanpfiff fällt ganz überraschend der Ausgleich, als der Halblinke der Gäste plötzlich und völlig unerwartet an der 16-m-Linie eine hohen Scharfschuß abfeuert, der unhaltbar im Netz landet. Wenig später haben wir sehr viel Glück, als eine gefährliche Flanke des Linksaußen die Latte streift. Dann aber ist der Bann gebrochen. Eine weite Vorlage erläuft Fentzahn eben vor der Auslinie und flankt in die Mitte, wo der von rechtsaußen auf den Mittelstürmerposten gewechselte Golde den Ball aus der Luft in die Ecke leitet. Ein sehr schönes Tor! Das Spiel wird langsamer, die ungewöhnliche Hitze macht den Spielern schwer zu schaffen. Das vierte Tor fällt, als Ziewietz eine Flanke mit dem Kopf in den freien Raum verlängert, so daß Golde den Ball nur ins Tor zu schieben braucht. Alles in allem ein schönes Spiel und ein Ergebnis, auf das wir stolz sein können.

Husum 18 - VfB Flensburg 7:3 (4:1)

Durch Verletzungen bedingt, spielten wir mit umgestellter Mannschaft. Die Hintermannschaft wirkte nicht so sicher wie in früheren Spielen, somit wäre es wohl kaum zu den drei Gegentreffern gekommen.

Hans Ziewitz
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1952

Husum 18 / Handball

1. Mai

Obmann: Hugo Huß sen. Stadtwerke, Fernsprecher 2065
Schriftführer: Ferdinand Plötze Marktstraße
Training: jeden Donnerstag ab 19 Uhr  
Die sich dem Ende nähernde Bezirksrunde in der Weststaffel sieht für die beiden nächsten Sonntage folgende Begegnungen vor:
4. Mai: Husum 18 - TSV Ostenfeld 13:30 Uhr  
11. Mai Husum 75 - Husum 18 11:00 Uhr  

Zu dem Spiel gegen Ostenfeld am 4. Mai auf unserem Platz treten wir in folgender Besetzung an:

Thießen - Wellmann, Petersen - Huß, Schulze, Präger - Bahnsen, Jessen, Bader, Nielsen, Heinke - Ersatz: Clausen.

leer  

1952

Husum 18 / Tischtennis

1. Mai

Obmann: Hans Scholz Hohle Gasse 8, Fernsprecher 621
Übungsabende: Montag und Donnerstag von 2 - 22 Uhr in der Sportheimbaracke am Marienhofweg

Nach der letzten Jahreshauptversammlung wurde der Spielbetrieb neu begonnen. Die Abteilung umfaßt jetzt wieder 20 Männer und 8 Frauen. Die neuen Spieler sind bei weiterem intensivem Training durchaus in der Lage, Husum 18 wieder ehrenhaft im Tischtennis zu vertreten. Es besteht die Absicht, im Herbst auch wieder an den Punktspielen teilzunehmen. Im Sommer wird die 1. Mannschaft in Gesellschaftsspielen sich die erforderliche Wettkampferfahrung holen.

Bei Zugang weiterer Spieler werden noch mehr Übungsabende eingerichtet.

Scholz
leer  

1952

Husum 18 / Schiedsrichter

1. Mai

Kurz notiert

   

In der Kritik über das Landesligaspiel VfL Schwartau - Itzehoer SV (1:1) heißt es u.a. im "Sport-Megaphon":

"Zu Zwischenfällen kam es erfreulicherweise nicht. Das lag nicht allein an der ausgezeichneten Platzordnung, sondern vor allem an der vortrefflichen Schiedsrichterleistung des Husumers Bahnsen, der alles sah, energisch durchgriff und kaum einen Fehler machte."

Hermann Bahnsen, der Obmann für Schiedsrichterwesen bei Husum 18, gehört übrigens zu den bisher am meisten in der Amateurliga eingesetzten Schiedsrichtern. Er, Praefke und Holstein (Kiel) leiteten in dieser Runde je zwölf Spiele.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Kreissportverband

1. Mai

Kurz notiert

   

Unser Obmann für Sommerspiele, Johannes Flach, wurde in der Jahreshauptversammlung des Kreissportverbandes Husum/Eiderstedt einstimmig zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Friesenstadion

1. Mai

Kurz notiert

   

Der auf der Generalversammlung gewählte Bauausschuß setzt sich zusammen aus Heinrich Arriens, Peter Clausen und Gerhard Praeger.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Mai

Flensburg 08 kommt

   

Die jetzt wieder zum Austrag kommenden Spiele um den DFB-Vereinspokal beginnen am 4. Mai mit der 1. Runde. Vorweg sei erwähnt, daß bei unentschiedenem Ausgang ein Nachspiel von zwei Mal 15 Minuten notwendig ist. Verläuft auch die Verlängerung unentschieden, so muß am 7. Mai auf dem Platz des Gegners das Spiel wiederholt werden.

Unsere Liga spielt am 4. Mai um 16 Uhr in Marienhof gegen Flensburg 08 und geht mit guten Aussichten in den Kampf. Nach den Dispositionen des Fußballausschusses ist folgende Mannschaft vorgesehen:

Nehlsen - Carstens, Präger - Etteldorf, Klose, Wulff - Anders, Panten, Grabert, Sönnichsen, Roscher - Ersatz: Huß, Jessen.

Die Flensburger bringen auch ihre Reservemannschaft mit. Dieses Spiel beginnt um 14.30 Uhr, zu dem Husum 18 mit König - Bernau, Esener - Skubsch, Dumke, Scholz - O. Petersen, Neupert, Huß, Köster, Braatz antreten wird. Ersatzspieler sind Gerold und Schleger.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Mai

TSV Klausdorf besucht Husum 18

   

Am 18. Mai kommt TSV Klausdorf/Schwentine (Kiel) mit mehreren Mannschaften (Fußball und Handball) zu uns. Im Fußball kreuzen die Gäste mit unserer Reserve, den Jungmannen, der Jugend und den Schülern die Klingen. Außerdem treten sie mit ihrer ersten Handballelf gegen unsere Bezirksliga an.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Juni

Übung macht den Meister!

   

Die Fußballsaison 1951/52 ist beendet, sie brachte uns neben stolzen Erfolgen der Jungmann auch manche Enttäuschung. Das hohe Ziel. Bezirksmeister zu werden, wurde von unserer Liga leider nicht erreicht, sodaß wir uns ein weiteres Jahr mit der Bezirksklasse abfinden müssen. Immerhin gehören wir mit dem neuen Meister VfB Nordmark Flensburg und dem VfL Flensburg zur unumstrittenen Spitzengruppe, denn die nächsten Vereine folgen erst in beträchtlichem Abstand.

Mancher Punktverlust hätte sich vermeiden lassen. Doch jetzt ist es zu spät, und so bleibt nur die Hoffnung, daß in der neuen Spielzeit alles besser klappt. Auch der scheinbar schwächste Gegner darf keinen Augenblick unterschätzt werden. Viele unserer Spieler besitzen die Veranlagung und Begabung zu noch größeren Leistungen. Leistungssteigerung und restloser Einsatz werden aber auch nötig sein, wollen wir im nächsten Jahr die Bezirksmeisterschaft erringen und uns damit die Berechtigung zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen erkämpfen.

Im Hinblick auf unser 35jähriges Bestehen 1953 und auf das 350jährige Stadtjubläum Husums wäre das ein sehr schönes Geschenk. Je besser unsere Übungsabende besucht werden, umso größer sind die Aussichten umfassender Leistungssteigerung. Ein gründliche Schulung aller Spieler bis hinab zu den jüngsten Jahrgängen ist unerläßlich. Dabei kommt es sehr darauf an, daß der Trainingsleiter seine Übungsabende interessant und abwechslungsreich gestaltet.Wichtig ist, daß der Spieler unter keinen Umständen zur Einseitigkeit erzogen wird. Er soll wissen, daß die Grundlage des Spiels der Lauf ist, er soll wissen, daß Körperwendigkeit, Geschicklichkeit und Elastizität die Grundlagen sind, um sich unbeschwert dem Spiel hingeben zu können. Die Notwendigkeit, diese Grundlagen zu schaffen, sie ständig zu verbessern, soll vom Spieler erkannt und in seiner Arbeit befolgt werden. Ein vernünftig aufgebautes Trainingsprogramm für alle unsere Mannschaften dürften den Nachwuchs in einer großen Breite leistungsstärker machen und damit auch die Spitze der Spieler zu höheren Leistungen drängen. Wir wollen nicht in den verhängnisvollen Fehler verfallen und nur in der Betreuung der ersten Mannschaft unsere Zielsetzung sehen, wir müssen auch unsere heranwachsenden jungen Menschen formen und sie zu rechten Sportlern erziehen.

Der Vereinsbetrieb, der eine große Anzahl junger Menschen betreut, ist der Idee des Sports dienlicher, als der, der sich nur um die Sorgen und Nöte seiner elf Spitzenspieler bemüht. Zur Förderung unserer so begeisterungsfähigen Jugend dürfen keine Mühen gescheut werden, um sie zu wertvollen Kräften unserer Bewegung zu machen, damit sie dereinst berufen sind, unserem heimischen Fußballsport neuen Glanz zu geben.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Juni

Kameradschaft über alles!

   

Es ist von Zeit zu Zeit notwendig, allen unseren Anhängern und Gönnern in Erinnerung zu bringen, welcher Dank für die Aufopferung in der vergangenen Krise unseres Vereins ihnen gebührt. Noch notwendiger ist, den heute Sporttreibenden vor Augen zu halten, mit welchen harten und schweren Sorgen die Vereinsführung ui kämpfen hatten, um ihnen die Ausübung des herrlichen Kampfspieles, des Fußballsportes, zu ermöglichen.

Nachdem der schwierigste Teil des Wiederaufbaus, die Sicherung eines guten und festen Fundamentes zum großen Teil seiner Vollendung entgegengebracht wurde, liegt das Bestreben der Vereinsführung für die Zukunft in der großen und schönen Aufgabe, daß unserem Verein auch die sportlichen Erfolge in dem früher gewohnten Ausmaße wieder zuteilwerden. Die damit verbundenen Schwierigkeiten werden und müssen überwunden werden. Sie werden für uns keine Schwierigkeiten sein, wenn uns die Mitarbeit aller, die bisher zu jeder Zeit dem Verein die Treue hielten, diese auch in Zukunft halten.

Das Bestreben muß in allererster Linie dahin gehen, daß wir den Anschluß an die stetig steigende Aufwärtsentwicklung im Spielgeschehen nicht versäumen. Es wird die Aufgabe aller Spieler, aller Vereinsfunktionäre sein, mit aller Kraft unter Hintansetzung persönlicher Bedürfnisse an sich zu arbeiten, damit das gesteckte Ziel erreicht wird. Wenn es heute jeder aktive Fußballer, auch schon der Spieler in der Jugend, der Schülermannschaft, als selbstverständlich betrachtet, daß der Verein ihm Fußballschuhe, Sportdreß und Sonstiges zur Verfügung stellt, so muß in Erinnerung gebracht werden, daß unser Verein z.Zt. des finanziellen Wiederaufbaus ohne einen Pfennig Geld darangehen mußte, alle diese heute zur Selbstverständlichkeit zählenden Dinge zu erwerben. Aber alle bisherige Arbeit wäre umsonst, wenn uns die wichtigste Voraussetzung fehlt: die Kameradschaft der Spieler unter sich, die Kameradschaft der Vereinsleitung mit den Spielern und nicht zuletzt die Kameradschaft in unserem ganzen Vereinsgefüge.

Wilhelm Wanger, 2. Vorsitzender
leer  

1952

Husum 18

1. Juni

Engerer Vorstand

1. Vorsitzender

Wilhelm Stegemann Neustadt 100, Fernsprecher 970
2. Vorsitzender Wilhelm Wanger ehem. Flugplatz, Fernsprecher 781
1. Kassenführer Hans Weinstein Norderstraße 17, Fernsprecher 721
1. Schriftführer Max Nehlsen Süderstraße 96, Fernsprecher 501
Spielausschußobmann Arfast Carstens Brüggemannstraße 65, Fernsprecher 2065
Jugendobmann Walter Nelkert Gurlittstraße 6

Erweiterter Vorstand

2. Kassenführer Arnold Lohr   Fußball-Schiedsrichterwesen Hermann Bahnsen
2. Schriftführer Hans Hugo Huß   Handball: Hugo Huß sen.
Presse und Propaganda Kurt Klawitter   Sommerspiele Johannes Flach
Fußball Hermann Lorenzen   Tischtennis Hans Scholz
Fußball Bernhard Petersen   Bauausschuss Heinrich Arriens
Fußball Walter Pethke   Ehrenausschuss Heinrich Matthiesen
Fußball Hans Rademacher   Festausschuss Hans Rademacher
Handball Hugo Huß sen.      

Fußballausschuß

Obmann: Arfast Carstens   Schriftführer: Walter Pethke
Beisitzer: Hermann Lorenzen, Bernhard Petersen, Hans Rademacher

Jugendfußballausschuß

Obmann: Walter Nelkert      
Beisitzer: Hans Popp

Fußball-Schiedsrichterausschuß

Obmann: Hermann Bahnsen      

Sommerspielausschuß

Obmann: Johannes Flach      

Tischtennisausschuß

Obmann: Hans Scholz      

Bauausschuß

Obmann: Heinrich Arriens      
Beisitzer: Peter Clausen, Gerhard Praeger

Ehrenausschuß

Obmann: Heinrich Matthiesen      
Beisitzer: Johannes Flach, Bernhard Petersen, Wilhelm Schümann

Festausschuß

Obmann: Hans Rademacher      
Beisitzer: Helmuth Huß, Walter Nelkert, Hans Weinstein

Kassenprüfer

Emil Pauls, Hans Scholz
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Juni

Spielausschußsitzung jeden Montag, 20 Uhr, Handwerkervereinshaus, Fernsprecher 501
Training für Senioren jeden Mittwoch ab 19 Uhr, Sportplatz Marienhof

Liebe Seniorenspieler!

Man kann nicht sagen, daß unser erstes Jahr in der Bezirksklasse ein Mißerfolg war. Die Liga steht in der Spitzengruppe auf dem dritten Platz und ist punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Nur ein Spiel ging verloren, aber die vielen "Unentschieden" haben uns die Meisterschaft gekostet. Die Ib steht in der Tabelle auf einem guten Mittelplatz, sie ist die beste Reservemannschaft in der Kreisklasse. Ich spreche Euch allen im Namen des Spielausschusses Dank dafür aus, daß Ihr das Ansehen des Vereins gefördert habt.

Größte Sorge macht uns der Trainingsbetrieb. Wer soll das Training übernehmen und wie kann es überhaupt durchgeführt werden, wenn die Beteiligung nahezu alle Wünsche offen läßt? So kann es auf keinen Fall weitergehen. Der Verein muß unverzüglich dafür Sorge tragen, daß ein befähigter Sportkamerad diese Arbeit übernimmt, einen hauptamtlichen Trainer können wir uns leider nicht leisten. Ich bitte um Vorschläge und Anregungen, denn nach meiner Ansicht können wir mit Herrn Huber kaum noch rechnen. In dieser Frage muß so schnell wie möglich Entscheidendes unternommen werden. Ich appelliere nochmals an Eueren Sportgeist und an Euer Vereinsinteresse und hoffe auf vollzähliges Erscheinen zu den angesetzten Zeiten. Nur durch eisernes Training sind sportliche Leistungen zu erreichen, durch die Ihr wiederum den Zuschauern Freude bereitet. Seid auf dem Spielfeld anständige Gewinner und vor allem auch gute Verlierer. Als Sieger den Platz zu verlassen, sit für jede Mannschaft weniger schwer, aber während des Spiels in Rückstand zu kommen und dann mit restlosem Einsatz dem Kampf eine andere Wendung zu geben, das will schon etwas bedeuten. In solchen Fällen offenbart sich der wahre Mannschaftsgeist. Was hat es für einen Sinn, sich während des Spiels gegenseitig anzuöden? Nichts ist dadurch zu erreichen, selbst wenn es nicht immer wie am Schnürchen geht. Fehler sind unvermeidbar. Jeder ist bemüht, sein Bestes zu geben. Laßt Euch auch nicht von den Zuschauern beeinflussen. Sie sind wetterwendisch hier wie anderswo. Wenn Ihr gut spielt und jeder auf seinem Platz sich voll einsetzt, werden die Besucher mit Euch sein, auch wenn ein Spiel nicht gewonnen wird. Wer als Ersatzmann aufgestellt wird oder im Augenblick nur in einer unteren Mannschaft berücksichtigt werden kann, hat keinen Grund beleidigt zu sein. Es ist eine alte Binsenweisheit: der Bessere muß in der höheren Mannschaft spielen. Darüber entscheidet der Spielausschuß, und dieser Entscheidung muß sich jeder Sportler beugen.

Wer einmal in eine Formkrise gerät, der muß alles daran setzen, sie möglichst schnell wieder zu überwinden. Das erreicht man aber nicht, wenn man grollend abseits steht, sondern als guter Sportler dadurch, daß man auch in einer unteren Mannschaft spielt. Der Aufstieg wird sich eines Tages mit Sicherheit wieder einstellen.

Nun habe ich Euch allerlei Wahrheit gesagt. Sie mußten einmal gesagt werden, und ich bin der Meinung, daß Ihr in unseren "Vereins-Nachrichten" alle die Probleme sehr grundlegend erörtern solltet, die Euch am Herzen liegen. Gewitter reinigen die Luft und in diesem Falle zum Vorteil und im Sinne einer guten Zusammenarbeit zum Wohle unseres HFV v. 1918. Bis zum Beginn der neuen Spielzeit ist genug Zeit eine schlagkräftige Liga und auch eine gute Ib auf die Beine zu stellen. Der Spielausschuß wird die Zeit nutzen und alles nur Erdenkliche tun, er bedarf aber des Vertrauens aller Spieler. Seid in erster Linie "18er", dann kann es nicht schief gehen mit dem Wiederaufstieg in die Landesliga. In diesem Sinne grüßt Euer Fußballobmann

Arfast Carstens
leer  

1952

Fußball regional

1. Juni

Bevorstehende Tagungen

Die Jahreshauptversammlung des Kreissportverbandes Husum/Eiderstedt war für uns 18er insofern wenig erfreulich, als wir nicht in der uns zustehenden Stärke vertreten waren. Das darf sich bei kommenden Tagungen unter keinen Umständen wiederholen. Im Hinblick auf den Fußball-Bezirkstag Nord am 7. Juni in Satrup und den Landesverbandstag am 6. Juli in Itzehoe ist es notwendig, daß rechtzeitig Delegierte bestimmt werden. Wir müssen mit unseren übergeordneten Instanzen in enger Fühlung bleiben und uns so vertreten lassen, daß der Verein davon auch Nutzen hat.
In der Jahreshauptversammlung des Kreisfußballverbandes Husum/Eiderstedt wurden unsere Mitglieder Strehlow (Vorsitzender), Reimer (Kassenführer) und Jacobsen (Jugendwart) wiedergewählt.
Arfast Carstens
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Juni

Alle kommen zu Boldklubben

Spiele in Büsum und gegen Frisia

Die Punktspiele sind vorüber, sodaß uns dieser Monat bis zu der am 1. Juli beginnenden Sommerpause ausschließlich für Freundschaftsspiele zur Verfügung steht. Der Fußballausschuß tut alles, was in seinen Kräften steht, um in den nächsten Wochen noch mit einer Reihe interessanter Spiele aufzuwarten. Am ersten Pfingstfeiertag besucht uns SVJ Boldklubben Kopenhagen, eine Mannschaft, die zur Stadtliga der dänischen Landeshauptstadt gehört, die also zweifellos über ein respektables Können verfügen wird. Die Gäste treffen bereits am Samstag ein. Man kann nur wünschen und hoffen, daß die Husumer Fußballgemeinde am Pfingstsonntag vollzählig zur Stelle ist und unserer Elf die nötige Rückenstärkung gibt. Das Spiel beginnt um 14.30 Uhr.

Am 8. Juni nimmt unsere Liga an der Einweihung des neuen Sportplatzes im Nordseebad Büsum teil und spielt gegen die Spitzenmannschaft des dortigen Vereins. Das Hauptspiel bestreiten anlässlich der Einweihungsfeierlichkeit der Heider SV und die Oberliga von St. Pauli. Unser Verein wird den Ausflug nach Büsum gleichzeitig mit einer Gesellschaftsfahrt seiner Mitglieder und Freunde verbinden und bittet um zahlreiche Beteiligung bei einem vermutlich sehr billigen Fahrpreis. Einzelheiten bitten wir den Mitteilungen in unserem Vereinskasten in der Großstraße zu entnehmen.

Darüber hinaus machen wir noch auf ein drittes in diesem Monat feststehendes Spiel unserer Liga aufmerksam. Es handelt sich um eine abermalige Begegnung mit unserem Lokalrivalen Frisia, die am 15. Juni auf unserem Platz im Rahmen einer Veranstaltung der Zweigstelle Husum der Deutschen Olympischen Gesellschaft ausgetragen wird.

Schließlich bliebt in diesem Zusammenhang noch mitzuteilen, daß die für Mai geplanten Spiele gegen den TSV Klausdorf (Kiel) ausfallen mußten, weil die Klausdorfer aus zwingenden Gründen absagen mußten.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Juni

Kampfgeist triumphierte

Unsere Spitzenmannschaft hatte auch im verflossenen Monat reichlich Gelegenheit, ihre Kräfte mit guten Gegnern zu messen. Die Leistungen waren unterschiedlich. Das Vereins-Pokalspiel gegen Flensburg 08 ging 2:5 (1:3), der Freundschaftskampf gegen Eintracht Rendsburg 1:4 (0:3) verloren. In beiden Spielen kam unsere Elf über mittelmäßige Leistungen nicht hinaus. Umso erfreulicher war der 1:0 (1:0)-Sieg über die auf dem sechsten Platz der Landesliga stehende Mannschaft von Schleswig 06 am vergangenen Sonntag. Unsere 18er bewiesen einmal mehr, daß sie kämpfen können. Ihr restloser Einsatz verdient Anerkennung.

In der Pause kam es vor der Tribüne zu einem höchst überflüssigen Intermezzo in den eigenen Reihen. Es bleibt nur zu hoffen, daß Vorstand und Fußballausschuß sich mit dieser wenig erfreulichen Angelegenheit noch beschäftigen und auch einmal überprüfen, ob die Eintrittspreise nicht zu hoch liegen.

B. N.
leer  

1952

Fußball überregional

1. Juni

Unmögliches Verhalten

Die Zehntausende im Berliner Olympia-Stadion waren außerordentlich überrascht, als sie kurz vor dem Fußballspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen Tennis Borussia und VfL Osnabrück von der Leitung des Berliner Vereins die sensationelle Nachricht erfuhren, daß der beste Stürmer Horst Schmutzler nicht aufgestellt worden sei, weil er ein undiszipliniertes Verhalten an den Tag gelegt hat. Schmutzler benahm sich am Sonnabend vor diesem wichtigen Spiel wieder einmal völlig vorbei; er betrank sich hemmungslos und verhielt sich gegen seine Kameraden in einer jeder Beschreibung spottenden Art, so daß diese drakonische Strafe kommen mußte. Tennis Borussia tat das, was man von allen Vereinen zur Sauberhaltung des Sportbetriebes mit Fug und Recht erwarten muß.

Schmutzler hat inzwischen Abbitte getan, so daß sein Einsatz im Rückspiel gegen VfB Stuttgart wieder erfolgen konnte.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Seniorenfußball

1. Juni

Querschnitt durch die Punktrunden

Von 104 Pflichtspielen wurden 71 gewonnen

Die nunmehr auf Kreis- und Bezirksebene beendeten Punktspiele 1951/52 wurden von uns mit zwei Senioren- und fünf Nachwuchsmannschaften bestritten. Das Endergebnis ist außerordentlich günstig. Von insgesamt 104 Spielen aller Klassen wurden 71 gewonnen, 15 Treffen endeten unentschieden und nur 18 gingen verloren bei einem sehr positiven Torverhältnis von 349:180. Davon entfallen auf die beiden Männermannschaften 32 Siege, 9 Unentschieden und 7 Spielverluste mit 166:92 Toren. Für die fünf Nachwuchsmannschaften sieht das Schlußbild so aus: 39 Siege, 6 Unentschieden, 11 Verluste, 183:88 Tore. Weitaus am besten haben abgeschnitten die Liga und die ersten Jungmannen. Doch lassen wir nun die Zahlen sprechen:

Klasse gew u verl Tore
Bezirksklasse 21 6 1 110:48
Kreisklasse 11 3 6 56:44
1. Jungmannen 18 1 1 97:19
2. Jungmannen 3 1 4 31:20
1. Jugend 6 3 3 19:25
1. Schüler 9 1 2 31:22
1. Knaben 3 - 1 5:2
 
  71 15 18 349:180

 

Für die einzelnen Klassen lauten die Ergebnisse folgendermaßen:

Bezirksliga (Spielführer Nehlsen)
gegen: Herbst Frühjahr    
Vorwärts Schleswig 5:2 3:2    
TSV Westerland 5:1 11:0    
SJF Schleswig 1:0 4:3    
TSV Friedrichstadt 2:2 3:2    
TSV Böklund 6:2 7:2    
Glücksburg 09 1:1 2:2    
DGF Flensburg 3:2 8:2    
Nordmark Satrup 4:2 2:2    
Frisia Husum 2:1 5:2    
TSV Kappeln 2:2 2:0    
Rotweiß Niebüll 4:1 4:3    
VfL 97 Flensburg 5:2 2:2    
TSV Bredstedt 9:0 3:0    
VfB Nordmark Flensburg 1:5 4:3    
 
  50:23 60:25    
Gesamttorverhältnis 110:48 - Dritter Tabellenplatz

Erste Kreisklasse (Spielführer Exner)
gegen: Herbst Frühjahr    
Frisia Husum 1:2 4:1    
TSV Rantrum 3:2 0:4    
TSV Garding 1:5 3:3    
TSV Bredstedt 2:1 4:0    
TSV Langenhorn 5:1 1:5    
IF Tönning 0:3 5:2    
TSV Friedrichstadt 5:1 2:0    
IF Husum 2:2 3:2    
TSV Tönning 3:3 1:2    
TSV Oldenswort 6:3 5:2    
 
  28:23 28:21    
Gesamttorverhältnis 56:44 - Vierter Tabellenplatz

Erste Jungmannen (Spielführer Peters)
gegen: Herbst Frühjahr    
Flensburg 08 2:1 3:1    
VfL 97 Flensburg 6:0 1:3    
TSV Westerland 2:1 3:1    
Vorwärts Schleswig 2:2 2:1    
Frisia Husum 3:1 4:0    
Schleswig 06 3:1 4:0    
TSV Kappeln 4:2 7:0    
VfB Nordmark Flensburg 2:1 7:3    
SJF Schleswig 13:0 11:0    

Entscheidungsrunde

TSV Süderbrarup

3:1 15:0    
 
  40:10 57:9    
Gesamttorverhältnis 97:19 - Erster Tabellenplatz

Zweite Jungmannen (Spielführer Thordsen)
gegen: Herbst Frühjahr    
TSV Bredstedt 1:3 3:1    
VfL 97 Flensburg 6:0 1:3    
TSV Friedrichstadt 1:3 14:0    
TSV Rantrum 1:3 7:3    
TSV Tönning 2:5 2:2    
 
  5:14 26:6    
Gesamttorverhältnis 31:20 - Dritter Tabellenplatz

Erste Jugend (Spielführer Nielsen)
gegen: Herbst Frühjahr    
TSV Bredstedt 3:11 1:2    
TSV Friedrichstadt 2:1 0:0*    
Frisia Husum 0:3 2:2    
IF Husum 3:3 0:0*    
TSV Langenhorn 0:0* 3:3    
TSV Tönning 0:0* 5:0    
 
  8:18 11:7    
Gesamttorverhältnis 19:25 - Zweiter Tabellenplatz

Erste Schüler (Spielführer Eckmann)
gegen: Herbst Frühjahr    
TSV Bredstedt 0:11 1:4    
Frisia Husum 7:1 2:0    
IF Husum 4:0 8:1    
TSV Langenhorn 0:0* 2:1    
TSV Rantrum 0:0* 5:2    
TSV Oldenswort 2:2 0:0*    
 
  13:14 18:8    
Gesamttorverhältnis 31:22 - Erster Tabellenplatz

Erste Knaben (Spielführer Jürgensen)
gegen: Herbst Frühjahr    
TSV Bredstedt 0:2 2:0    
IF Husum 3:0 0:0*    
 
  3:2 2:0    
Gesamttorverhältnis 5:2 - Zweiter Tabellenplatz

Die mit * versehenen Spiele wurden von uns kampflos gewonnen

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Bravo Jungmannen!

Nach dem glänzenden Siege unserer ersten Jungmannen in der Bezirksstaffel waren noch zwei Entscheidungsspiele gegen TSV Süderbrarup erforderlich. Die Süderbraruper hatten in einer ko-Runde der vier Kreisbesten die Spitze erobert. Auf heimischem Boden unterlagen sie gegen unsere ersatzgeschwächten Jungmannen nur 1:3, umso katastrophaler wurde ihre Niederlage in Husum. Unsere Elf spielte wie aus einem Guß und ließ dem Gegner kaum eine Chance. Sechs muntere Treffer zappelten bis zur Pause im Netz der Gäste und als im zweiten Akt unsere Jungen den Wind zum Bundesgenossen hatten, kam Süderbrarup nur noch gelegentlich zu Vorstößen. Ein Tor folgte dem anderen, bis beim Stande von 15:0 der Kampf beendet war.

Mit diesem Ergebnis, dem höchsten der verflossenen Spielzeit, haben sich unsere Jungmannen für die bevorstehende Landesmeisterschaft bestens empfohlen. Am 15. Juni spielen wir in Schleswig gegen Holstein Kiel.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Handball

1. Juni

Handballabteilung aufgelöst

Die finanzielle Lage und mangelndes Interesse veranlaßten den Handballausschuß am 17. Mai die Abteilung einstweilen aufzulösen. Unabhängig davon wird die bisherige erste Mannschaft im Juni inoffiziell vielleicht in Erscheinung treten.

Die Auflösung war unvermeidlich, weil mit nur elf Spielern auf die Dauer kein Spielbetrieb möglich ist. Daß die Mannschaft bis zuletzt die Bezirksrunde durchgestanden hat, ist ein wesentliches Verdienst ihres Handballobmanns Hugo Huß, der auch manches finanzielle Opfer gebracht hat. Sein Idealismus überstieg alle Grenzen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Juni

Festausschuß

Nach zweijähriger Unterbrechung wollen wir in diesem Jahres unser Stiftungsfest wieder in festlichem Rahmen begehen mit einem Konzert und Vorführungen aller Altersklassen unserer Jugendabteilung. Vorgesehen ist der 6. September. Anregungen, die für die Ausgestaltung des Festes von Nutzen sein können, sind sehr willkommen.

Hans Rademacher
leer  

1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Kurz notiert

Im Anfang der großen Sommerferien veranstaltet der Kreissportverband Husum/Eiderstedt eine auf 12 Tage bemessene Lagerzeit, deren Kosten für Unterkunft und Verpflegung 20 DM betragen. Auf einer Tagung des Kreisjugendwarts mit den Vereinsjugendwarten am 8. Juni (Sonntag) um 9 Uhr in der Vereinsturnhalle an der Freiheit werden Einzelheiten über das Ferienlager besprochen. Selbstverständlich, daß unser Jugendwart oder ein Vertreter an dieser Tagung teilnimmt.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Juni

Kurz notiert

Auf dem Landes-Sportverbandstag wurde beschlossen, daß den Vereinen, die ihren Versicherungsvertrag bis zum 1. Juni 1952 nicht lösen konnten, vom LSV für Erwachsene (über 18 jahre) 1,05 DM pro Kopf und Jahr und für Mitglieder unter 18 Jahre 0,40 DM pro Kopf und Jahr vergütet werden.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Handball regional

1. Juni

Kurz notiert

Auf der Tagung des Handballbezirks Nord im Schleswig-Holsteinischen Landeshandballverband wurde unser Mitglied Ferdinand Ploetze als Beisitzer in den Rechtsausschuß gewählt.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball international

1. Juni

Kurz notiert

Am 29. Juni findet in Kiel ein Fußball-Länderkampf der Amateure Schweiz-Deutschland statt.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Sport regional

1. Juni

Kurz notiert

Die Kreismeisterschaften in den Sommerspielen (Faustball, Schlagball, Korbball) gelangen am 15. Juni ab 9 Uhr auf der Freiheit zum Austrag. Die ersten und zweiten Sieger jeder Klasse sind teilnahmeberechtigt an den Gaumeisterschaften am 28./29. Juni in Wyk auf Föhr.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Nachruf

1. Juni

Reichsbahnsekretär i.R. Fritz Schröder, Husum, der in der Turnbewegung Nordfrieslands Jahrzehnte in vorderster Front stand, starb nach kurzer Krankheit im 64. Lebensjahr. Schröder war zuletzt u.a. zweiter Vorsitzender und Kassenführer des Kreissportverbandes Husum/Eiderstedt und Mitglied des Vorstandes der Zweigstelle Husum der Deutschen Olympischen Gesellschaft. Seine Kassenführung war in jeder Beziehung vorbildlich. Diesem treuen Jünger der Leibesübungen werden wir immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

29. Juni

Husum 18 Jungmannen werden Landesmeister

- Der 29. Juni 1952 wurde zum größten Tag in der Vereinsgeschichte -
Hier geht's zur Spiel-Chronik der gesamten Saison

Von 18 Spielen wurden 16 gewonnen, eines ging unentschieden aus, und nur ein Spiel wurde verloren.
Mit 33:3 Punkten und einem Torverhältnis von 79:18 wurde erneut die Bezirksmeisterschaft nach Husum geholt. 1950/51 hieß der Bezirksmeister bereits Husum 18 durch Siege gegen die Meister der Kreisvertreter: Westerland (1:0), Vorwärts Schleswig (2:1) und VfB Nordmark (1:0).

Zwischen den einzelnen Punktspielen gab es einige bemerkenswerte Freundschaftsspiele:

Am 28.10.1951 schlug Husum 18 Jungmannen die Reserve des TSV Tönning mit 4:0 Toren.

Am 04.11.1951 gab es einen 6:3-Sieg gegen den Rendsburger TSV. 

Durch ein Tor des überragenden Halblinken Ziewitz wurde am 2. Weihnachtsfeiertag in Husum gegen Holstein Kiel mit 1:0 gewonnen.


Am 10.02.1952 wurde Frisia Husum mit 4:1 besiegt und schon eine Woche später, am 17.02. folgte ein 5:2-Sieg gegen den Heider SV in Husum.

Um den Einzug um die Landesmeisterschaft wurde am 18. Mai 1952 in Süderbrarup gegen den TSV 3:1 gewonnen. Das Rückspiel in Husum am 25. Mai gewann »18« mit sage und schreibe 15:0 Toren. Mit diesem Spiel wurde die Bezirksmeisterschaft errungen.

Die vier Meister der schleswig-holsteinischen Bezirke hießen Husum 18, TSV Osterrönfeld, TSV Brunsbüttelkoog und TSV Heiligenhafen.
Am 15. Juli 1952 besiegte Husum 18 den TSV Osterrönfeld in Neumünster mit 3:1 Toren und erreichte das Finale um die Landesmeisterschaft, das am 29. Juni 1952 auf dem Holsteinplatz in Kiel als Vorspiel der Amateurländermannschaften von Deutschland und der Schweiz stattfand. Gegner der Husumer war der TSV Heiligenhafen.

Der größte Tag in der 18er Vereinsgeschichte

Es war der 29. Juni 1952, als die Jungmannen von Husum 18 Vereinsgeschichte schrieben: Vor fast 30.000 Zuschauern holten sie sich in einem packenden Finale die Landesmeisterschaft. Der Mittelstürmer »Hansi« Ziewitz schrieb später folgende Zeilen an die »Vereinsnachrichten«:

"Die Freude unserer Mannschaft war groß, als wir endlich die Bestätigung erhielten, das Vorspiel zum Ländertreffen der Amateure Deutschland – Schweiz auszutragen. Jeder fieberte diesem großen Tage entgegen. Endlich war es soweit. Nach zweieinhalbstündiger Omnibusfahrt und in Begleitung zahlreicher Schlachtenbummler trafen wir gleichzeitig mit den Heiligenhafenern ein.

Nach einem kräftigen Mittagessen ging es hinaus zum Holsteinplatz, der zweifellos zu den schönsten unseres Landes zählt. Unser Jugendobmann und unser Trainer waren vor und während des Spiels nervöser als wir selbst. Es hagelte nur so Ermahnungen und gute Ratschläge.

Als das voraufgegangene Schülerspiel mit einiger Verspätung beendet war und wir auf das Spielfeld liefen, gab es wohl keinen unter uns, der nicht ein flaues Gefühl in den Beinen angesichts des vollen Platzes hatte. Diese Minuten waren aber auch die schlimmsten.

Nachher konzentrierten sich die Gedanken nur auf das Spiel, für Abschweifungen blieb keine Zeit mehr.

Das Kieler Publikum ging begeistert mit, jede gute Leistung auf beiden Seiten fand den verdienten Beifall. Jedes der elf Tore löste Begeisterung aus, aber es fehlte auch nicht bei mangelnden Leistungen am Unwillen der Besucher. Erfreulicherweise gab es nur ganz wenige Entgleisungen. Man kann also schon sagen, daß diese Kulisse eines Endspiels würdig war.
Als der Schlußpfiff ertönte und wir uns freudestrahlend als Landesmeister in den Armen lagen, brauste noch einmal begeisterter Beifall auf. Für mich war dieses Spiel die Krönung dreier Jahre bei den Jungmannen und der schönste Abschluß, den ich mir denken kann."

Ankunft der Busse

Zuhause rasselte um 16 Uhr das Telefon im Handwerkervereinshaus. Mit 6:5 nach zwei mal zehn Minuten Spielverlängerung haben wir die Landesmeisterschaft der Jungmannen gewonnen, verkündete freudestrahlend Walter Nelkert aus Kiel. In wenigen Minuten prangte unser Vereinslokal im Flaggenschmuck. Bürgermeister Dr. Georg Fiedler, Bürgervorsteher Wilhelm Laubach und die Mitglieder des Magistrats wurden verständigt, hatten sie doch im Falle eines Sieges unserer Jungmannen über den TSV Heiligenhafen einen Empfang vor dem Rathaus gleich nach ihrer Rückkehr zugesagt.

Nach der Rückfahrt von Kiel steig die siegreiche Husumer Jungmannen-Mannschaft aus dem Omnibus und zog von hier kurz nach 20 Uhr unter Vorantritt von Vorstandsmitgliedern des HFV 18, des Trainers Nowack und des Mannschaftsbetreuers Nelkert, unter den Klängen eines vorausfahrenden Lautsprecherwagens, nach dem Rathaus, wo eine nach Hunderten zählende Menschenmenge ihre Ankunft erwartete. Auf der Rathaustreppe hatten sich mit dem Bürgervorsteher und dem Bürgermeister die Mitglieder des Magistrats versammelt.

Radio Meyer stellte seinen Lautsprecherwagen zur Verfügung und verkündete überall den Sieg. Kein Wunder, dass sich Tausende Menschen zum Empfang einstellten und ihm ein triumphales Gepräge gaben. Hans Weinstein entbot den wackeren Siegern an der Schleswiger Chaussee das erste Willkommen.

Von der Treppe des flaggengeschmückten Rathauses begrüßte unser Vorsitzender Wanger den Magistrat und beglückwünschte die Sieger zu ihrem stolzen Erfolg. Bürgervorsteher Wilhelm Laubach erklärte, Husum wisse es zu schätzen, dass sie die Fahne der Stadt siegreich verteidigt und die Landesmeisterschaft errungen hätten. Er kündete eine Festsitzung des Magistrats mit den Spielern an und versprach, den Verein nach Kräften zu unterstützen.
Im Namen der siegreichen Mannschaft dankte ihr Spielführer Peter-Römer Peters für den ihr in der Heimatstadt zuteil gewordenen ehrenden Empfang. Er gedachte dabei auch des außerhalb Husums krank darniederliegenden Mittelstürmers Heinrich Golde, dem es leider nicht vergönnt gewesen sei, an dem entscheidenden Spiel um die Landesmeisterschaft in Kiel teilzunehmen. Anhaltender Beifall dankte den Rednern.

Ehrung vor dem Rathaus

Nachdem zunächst der Vorsitzende des Husumer Fußballvereins von 1918, Kaufmann Wander, die siegreiche Fußballmannschaft begrüßt und dem Magistrat sowie der Bevölkerung für die begeisterte Anteilnahme an dem schönen Erfolg in Kiel gedankt hatte, entbot Bürgervorsteher Wilhlem Laubach der Mannschaft die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem wunderbaren Sieg. Stadtvertretung, Magistrat und Bürgermeister hätten es sich nicht nehmen lassen, den siegreichen Fußballspielern einen feierlichen Empfang zu bereiten. Husum wisse es zu schätzen und zu würdigen, daß sie die Fahne unserer Stadt siegreich verteidigt und die Landesmeisterschaft errungen hätten. Der Magistrat habe in einer voraufgegangenen kurzen Besprechung beschlossen, in der nächsten Sitzung auch nach außen hin der Ehrung für die Mannschaft Ausdruck zu verleihen. In einer besonderen Festsitzung werde es der Magistrat noch besonders würdigen, was die Jungmannen des HFV für die Stadt Husum geleistet hätten.

Marsch vom Markt ins Vereinsheim, wo ein festliches Bankett wartete.

Dann wurden die jungen Sieger festlich bewirtet. Der 29. Juni wurde zum größten und denkwürdigsten Tag in der Vereinsgeschichte.


Auch die Presse lobte die Leistung des Husumer Nachwuchses:

Husumer Jungmannen Landesmeister

Entscheidung erst in der Verlängerung

Kiel/Husum. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachten die Jungmann von Husum 18. Vor dem Amateurländerspiel zwischen Deutschland und der Schweiz führten sie vor 30.000 Zuschauern das Endspiel um die Landesmeisterschaft gegen den TSV Heiligenhafen durch. In einem Treffen, an dem sich die Zuschauer immer wieder begeisterten, stand es bei Ablauf der regulären Spielzeit 4:4. In der darauffolgenden Verlängerung waren die Husumer die Mannschaft mit der besseren Kondition und den stärkeren Nerven, die am Ende mit 6:5 einen zwar knappen, aber verdienten Sieg davontragen.

Husumer Nachrichten vom 30. Juni 1952


Zuschauer: 30.000. Pünktlich um 15 Uhr betraten die beiden Mannschaften (Deutschland und die Schweiz), nachdem der Beifall über das hervorragende Jungmannenvorspiel Husum 18 gegen TSV Heiligenhafen (6:5 nach Verlängerung) gerade verebbt war, bei schönstem Sonnenschein den sattgrünen Rasen des Holstein-Platzes. Dieses Spiel der Ländermannschaften hatte kein großes Niveau, als die Mannschaften auch noch ausgepfiffen wurden und Rufe ertönten: »Husumer Jungmannen (die im Vorspiel so ausgezeichnet zu gefallen wußten) auf den Platz«", war es ganz aus. Der Schweizer Siegtreffer in der 68. Minute durch Mauron wurde sogar stürmisch beklatscht.

Zum Husumer Spiel selbst schrieb das Blatt: Husum 18 Jugmannen-Meister! Das vor 30.000 Zuschauern vor dem Länderspiel auf dem Holstein-Platz ausgetragene Endspiel um die Jungmannen-Landesmeisterschaft wurde von Husum 18 nach einem dramatischen Kampfverlauf in der Verlängerung mit 6:5 (4:4, 3:1) gegen den TSV Heiligenhafen gewonnen. Das Spiel stand auf einem überraschend hohen Niveau und ließ die Besucher begeistert mitgehen. Der Sieg der technisch ausgezeichneten Husumer war verdient. Heiligenhafen war jedoch ein tapferer und meist gleichwertiger Verlierer, der mit brausendem Beifall verabschiedet wurde. Die Torfolge läßt die Dramatik dieses Spiels deutlich werden:  1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4; in der Verlängerung: 5:4, 6:4, 6:5.

Sportmegaphon vom 29. Juni 1952

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1952

Husum 18

aus dem StadionEcho vom
30. September 2006

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 4)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Der 29. Juni 1952 wurde zum größten Tag der Vereinsgeschichte. Vor der riesigen Kulisse von 30.000 Zuschauern im Kieler Holstein-Stadion gewann die Jungmannenelf durch ein 6:5 n. V. gegen den TSV Heiligenhafen die Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft!

29. Juni 1952: Vor 30.000 Zuschauern gewannen die Jungmannen von Husum 18 im Kieler Holstein-Stadion die Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft.
Hinten von links: Jugendobmann Nelkert, Betreuer Nehlsen, Jürgensen, Hansen, Spielführer Peters, Ziewitz, Hasche, Trainer Nowack, Vereinsgründer Petersen.
Mitte von links: Carstens, Wagner, Fentzahn. Vorne von links: Schladetzky, Westerwiek, Albertsen.

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1952

Husum 18 / Vorstand

1. Juli

Der rechte Mann am rechten Platz

   

Die sehr ermutigenden Erfolge unserer Liga und der Jungmannen in der jüngsten Zeit erfuhren leider eine Trübung durch vereinsinterne Vorgänge, aus denen der bisherige erste Vorsitzende Willy Stegemann die Konsequenzen zog und sein besonders verantwortungsreiches Amt zur Verfügung stellte. Wir wollen auf Einzelheiten und die Ursachen der bedauerlichen Vorgänge nicht näher eingehen, sondern nur hoffen, daß derartige Vorfälle sich nicht mehr wiederholen. Die Folge davon war eine außerordentliche Generalversammlung am 16. Juni in unserem Vereinslokal. Auf der Tagesordnung stand als wichtigster Punkt die Neuwahl eines ersten Vorsitzenden. Welches Interesse diese Versammlung bei unseren Mitgliedern auslöste, bewies der gute Besuch. Der erweiterte Vorstand hatte in eingehenden Besprechungen mit der entstandenen Lage sich beschäftigt und glaubte eine Lösung gefunden zu haben. Es kam dann völlig anders, aber durchaus zufriedenstellend. Die Wahlvorschläge in der außerordentlichen Generalversammlung lösten eine ausgedehnte Debatte aus, die unter der umsichtigen Leitung von Wilhelm Wanger auf sehr beachtlichem Niveau stand. Interessant ist, was zwei bewährte Sportkameraden dazu zu sagen hatten. Dr. Winkler zeichnete zunächst ein Bild des Vorsitzenden, wie er sein soll und führte dazu im einzelnen aus:

"Es muss ein Mann voll Tatkraft sein, der mit beiden Füßen im Leben steht, der Organisationstalent besitzt, der mit Menschen umzugehen versteht, der sie zu leiten weiß. Er muß in der Lage sein den Verein würdig zu vertreten, er muß von ehrlicher Begeisterung für den Sport beseelt und kein Fanatiker sein. Kurz gesagt, er muß ein Mann von Format sein. Das ist nicht die Zeichnung einer Idealfigur, sondern eines Mannes des praktischen Lebens. Es kann nicht Aufgabe des Vorsitzenden sein mit jedem Sportkameraden auf Du und Du zu stehen. Auch darin sehen wir nicht den geeigneten Mann, der sich durch 'Runden schmeißen' bei den Einzelnen beliebt zu machen versucht. Er mag ein guter Saufkumpan sein, er gehört aber dann nicht auf diesen Posten. Er verliert den Abstand zu den Dingen und Personen. Der Vorsitzende muß nicht unbedingt in unserem Verein groß geworden sein. Jeder Verein hat seine lokale Geschichte aber hüten wir uns vor einem engstirnigen Lokalpatriotismus. Der Vorsitzende soll eben der Mann sein, der die Interessen des Vereins aus einer überlegenen Stellung heraus wahrnimmt. Dabei scheint es dann nicht mehr so wesentlich, ob er 'Hiesiger' oder 'Zugereister' ist. Wir wollen in unseren Reihen keine Flüchtlingskomplexe. Jeder Heimatvertriebene wird sich als Einheimischer fühlen, der es aufgrund seiner Persönlichkeit verstanden hat, sich Achtung zu verschaffen und sich durch seine persönliche Leistung durchzusetzen. Finden wir diesen mann, dann wird Sauberkeit im Verein herrschen und jeder Sportler wird mit Achtung zu seiner Führung aufblicken." (Starker Beifall)

Unser langjähriges Mitglied Johann Lühmann unterstrich die Ausführung Dr. Winklers und betonte, daß Herkunft und Heimat des Vorsitzenden von untergeordneter Bedeutung sind, es kann nur darauf ankommen den rechten Mann für das wichtige Amt des ersten Vorsitzenden zu finden. "Gelingt das, dann wird ein neuer Aufstieg die unausbleibliche Folge sein und der heute leider nur noch im bescheidenen Maße anzutreffende Idealismus neue Triumphe feiern. Mit dem Vorsitzenden steht und fällt der Verein. Ist alles in Ordnung, dann wird auch der Mitgliederbestand sprunghaft in die Höhe schnellen, Kampfgeist und Einsatz der Spieler werden neuen Auftrieb schaffen, die Spiele werden wieder den erhofften großen Besuch haben. Die zahlenden Zuschauer haben schließlich auch Anspruch darauf, daß ihnen für ihr Geld ansprechende Leistungen geboten werden. Große Freude bereiteten in dieser Beziehung besonders die Jungmannen in den letzten Monaten." (Wieder starker Beifall)

Im weiteren Verlauf der sehr erfreulichen Aussprache über die Wahl des Vorsitzenden äußerten sich noch die Sportkameraden Dr. Herbert Mau, Dr. Uscinowitsch, Hackbarth, Klawitter und Busse. An Vorschlägen für diesen Posten fehlte es nicht. Da aber niemand dieses Amt übernehmen wollte, so kam es, wie es kommen mußte: unser verehrter zweiter Vorsitzender wurde "Primus" und einstimmig durch Zuruf gewählt. Diesem großen Vertrauensvotum konnte sich nicht entziehen. Anhaltender Beifall dankte ihm für seine Bereitwilligkeit.

Von links nach rechts: Wilhelm Wanger, Willi Schweimer, Hermann Lex

Wilhelm Wanger, der neue erste Vorsitzende, ist am 30. November 1891 geboren und 60 Jahre alt. Er ist aus der schlesischen Turnerjugend hervorgegangen und Mitbegründer des VfR Königshütte, des vielfachen oberschlesischen Fußballmeisters. Nach 1918 war er Gründer und Vorsitzender des Vereins der Sportfreunde Neiße, Bezirksvorsitzender des Glatzer Berglandes und Vorstandsmitglied des damaligen Südostdeutschen Fußballverbandes. Später wurde er Mitglied der Breslauer Sportfreunde und des Breslauer Sportklubs 08, die sich schließlich vereinigten.

Willi Schweimer, geboren am 17. Mai 1909 in Husum spielte seit 1924 bei Husum 18. Er war jahrelang Kassenprüfer, Mitglied des Spielausschusses und 1945/46 Vereinskassenwart. 1938 zog er sich ein Knieleiden zu, das ihm leider eine aktive Beteiligung nicht mehr gestattete.

Hermann Lex, der am 9. November 1898 in Husum das Licht der Welt erblickte, gehört zu den Gründern des Vereins. Er war nicht nur ein guter Spieler, sondern ein noch besserer Schriftführer. Seine längst verheiratete Tochter spielte einst in der heute leider nicht mehr bestehenden Frauen-Handballmannschaft des Vereins. Sein Enkel ist Mitglied der 18er seit seiner Geburt. Liebe Sportfreunde: Wir bitten um Nachahmung!

Fotos: Theo Ophoven (2) und Emil Callsen (1)

Für
Wir haben heute zum erstenmal den Versuch unternommen unsere Vereins-Nachrichten durch Bilder noch interessanter zu gestalten und hoffen damit bei unseren Mitgliedern und Freunden Anklang zu finden. Gefällt Ihnen unser Blatt? Die Schriftleitung ist für jede Kritik dankbar. Heraus aus der Reserve! Wir warten auf jede Äußerung, wie sie auch ausfallen mag, besonders aber auf rege Mitarbeit.
den freigewordenen Posten des stellvertretenden Vorsitzenden stellten sich dankenswerterweise mehrere bewährte Sportkameraden zur Verfügung. Willi Schweimer und Otto Hackbarth erklärten sich bereit, dieses Amt anzunehmen. Im geheimen Wahlgang der stimmberechtigten Mitglieder wurde Schweimer mit 58:21 Stimmen bei einer Enthaltung gewählt.

Der weitere Verlauf der Tagesordnung gestaltete sich in nicht minder sportlicher Kameradschaft. Der durch frühere erfolgte Rücktritte stark dezimierte Jugendausschuß wurde wieder auf die erforderliche Stärke gebracht. Ihm gehören nunmehr an: Walter Nelkert (Obmann), Johannes Albertsen, Siegfried Denz, Joachim Heinke, Hans Popp und Hugo Tamm (Beisitzer). Für den Werbeposten wurde Thomas Petersen ausersehen. Ungelöst ist noch die Trainerfrage, sie ist in ganz besonderem Maße eine Geldfrage. Einstweilen werden die Senioren von Max Sönnichsen, die Jugendlichen von Karl Ernst Nehlsen betreut, also von zwei bewährten Kämpen, denen wir für ihre Bereitwilligkeit nur dankbar sein können.

Dem Schriftleiter unserer "Vereins-Nachrichten" und Ludwig Schmüser, dem es gelungen ist, die finanzielle Basis dieses kühnen Unternehmens zu sichern, sprach der neue erste Vorsitzende den herzlichen Dank für die bisher geleistete Arbeit aus. "Lude" in seiner Eigenschaft als unser Vertreter im städtischen Sportausschuß setzte sich in temperamentvoller Art für stärkere Beteiligung am Sportplatzbau in den Mausebergen (Dreimühlen) ein. Seine eindringlichen Worte werden sicherlich den Vorstand veranlassen, in den Julizusammenkünften sich mit dieser Angelegenheit eingehend zu beschäftigen. Die Husumer Bierbrauerei, die schon einmal die freiwilligen Helfer mit Erfrischungen versorgte, wird bestimmt auch bei weiteren Arbeitsleistungen unserer Mitglieder, bei denen vor allem unser Nachwuchs nicht fehlen sollte, wieder zur Stelle sein, denn Dr. Walter Fuglsang ist ein Freund des Sports.

Einige weitere Fragen, die zum Teil unseren derzeitigen Sportplatz betragen und die durch unseren Bauausschuß erledigt werden, beendeten die von echtem sportlichem Geist getragene, außerordentliche Generalversammlung, in der Hermann Lex, einer der Gründer des Vereins, besonders herzlich begrüßt worden war. Selbstverständlich, daß Wilhelm Wanger seinem scheidenden Amtsvorgänger Stegemann im Namen des Vereins für die geleistete Arbeit den Dank aussprach. Anschließend soll es bei "Markus" noch recht gemütlich gewesen sein.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Juli

Eintrittspreise nicht zu hoch

   

Mitglieder und Freunde unseres Vereins haben wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß die Eintrittspreise bei den Fußballspielen unserer Liga zu hoch seien. Daraufhin hat der Vorstand sich mit dieser Angelegenheit eingehend beschäftigt und den zweiten Kassenwart Arnold Lohr beauftragt die Lage einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Das ist inzwischen geschehen mit dem Ergebnis, daß die Spieleinnahmen oft nicht die Ausgaben decken. Handfeste Beweise dafür liefern u.a. die beiden im Mai in Husum ausgetragenen Spiele gegen Eintracht Rendsburg und Schleswig 06. Eine Herabsetzung der Preise ist leider nicht möglich. Doch lassen wir die Zahlen sprechen:

Gegen Eintracht Rendsburg am 17. Mai 9152
Einnahmen (Eintrittspreise 0,35 DM, 0,50 DM und 1,- DM): 89,90 DM
Ausgaben: 170,79 DM
 
Mithin Unterschuß: 80,89 DM
Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen:
Vergnügungssteuer 0,81 DM
Umsatzsteuer 3,18 DM
Spielabgaben 3,97 DM
Schieds- und Linienrichter 7,00 DM
Plakate und Anzeige 18,60 DM
Waschgeld 5,00 DM
Kosten für Platzwart vom 1.5. bis 16.5.1952 10,00 DM
Getränke für die Mannschaft 11,88 DM
 
  170,79 DM

Gegen Schleswig 06 am 24. Mai 9152
Einnahmen (Eintrittspreise 0,50 DM, 1,- DM und 1,50 DM): 297,50 DM
Ausgaben: 379,63 DM
 
Mithin Unterschuß: 82,13 DM
Die Ausgaben setzen sich wie folgt zusammen:
Vergnügungssteuer 19,57 DM
Umsatzsteuer 10,73 DM
Spielabgaben 13,41 DM
Schieds- und Linienrichter 7,00 DM
Sportgroschen 29,35 DM
Reisespesen für Schleswig 06 250,00 DM
Plakate und Anzeige 26,60 DM
Waschgeld 5,00 DM
Kosten für Platzwart vom 1.5. bis 16.5.1952 10,00 DM
Getränke für die Mannschaft 17,97 DM
 
  379,63 DM

Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Sie zeigen, daß eine Herabsetzung der Eintrittspreise unmöglich ist.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Juli

Bernhard Petersen in Hamburg

   

Nach jahrzehntelangem erfolgreichen Wirken für Husum 18 an führender Stelle verläßt er am 1. Juli seine Heimat, um aus beruflichen Gründen nach Hamburg überzusiedeln. Als bisheriges Mitglied des Spielausschusses wurde er in der vergangenen Woche durch unseren neuen 2. Vorsitzenden Schweimer verabschiedet. Fußballobmann Carstens dankte ihm für die gute Zusammenarbeit. Petersen versprach dem Verein immer treu zu bleiben und ihn bei jeder nur möglichen Gelegenheit zu unterstützen.

Dem scheidenden Freunde wünscht auch die Schriftleitung der Vereins-Nachrichten alles Gute.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball regional

1. Juli

Bezirksliga unverändert

   

Zu der Tagung des Fußballbezirks Nord in Satrup hatten wir als Delegierte Arfast Carstens, Bernhard Petersen und Walter Pethke entsandt. Außerdem waren unsere Mitglieder Herbert Koch und Hermann Bahnsen anwesend. Über den Verlauf der Tagung ist zu bemerken, daß die besten Jungmannen unseres Vereins Aussicht haben, an einer Schwedenreise der Landesauswahl im August teilzunehmen. Hinsichtlich des Spielplans für die Bezirksrunde 1952/53 ist zu sagen, daß der neue Spielplan nicht mehr von dem technischen Leiter allein, sondern vom gesamten Spielausschuß aufgestellt wird. Dadurch soll jede Begünstigung dieses oder jenes Vereins von vornherein ausgeschlossen werden.

Die vom Bezirksvorstand und Schleswig 06 angestrebte Neueinteilung der Bezirksliga mit den Reservemannschaften von Flensburg 08 und Schleswig 06 und dann zwei Staffeln zu je zehn Mannschaften zu bilden, scheiterte an dem Verhalten unser Delegierten. Es wird also in der neuen Runde in der bisherigen Form gespielt.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurde Herbert Koch zweiter Bezirksvorsitzender und Lothar Strehlow Beisitzer im Vorstand. In das fünf Mitglieder umfassende Bezirksgericht wurde aus unseren Reihen Hermann Bahnsen als Beisitzer gewählt.

Der nächste Bezirkstag soll in Glücksburg stattfinden.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Juli

Die Männer der Liga

   

Die Fußballsaison 1951/52 ist vorüber. Sie brachte uns manche Erfolge. Wenn auch der Aufstieg in die Landesliga noch nicht glückte, so besteht doch die Hoffnung, daß im neuen Spieljahr der große Wurf gelingt, was wir alle von Herzen wünschen. Das alte Spieljahr soll damit schließen, daß am Beginn der Sommerpause die Männer der Liga noch einmal Revue passieren. Das soll in Anbetracht des zur Verfügung stehenden beschränkten Raumes in Stichworten geschehen. In alphebetischer Reihenfolge der Spieler sieht dieses Bild so aus:

1. Anders, Paul, 28 Jahre, Rechtsaußen. Er kam 1950 von Eutin 08. Er verfügt über eine gute Ballbehandlung gepaart mit exaktem Flankenschlag. Bei aller Einsatzfreudigkeit verfällt er aber leider oft in den Fehler den Ball zu lange zu halten.
2. Carstens, August, 29 Jahre, Verteidiger und Läufer. Er ist aus der Jugend unseres Vereines hervorgegangen. Dieser in der Abwehr wie um Aufbau gleich starke Spieler zeichnet sich durch Ruhe und Besonnenheit aus.
3. Dumbke, Horst, 23 Jahre, Läufer. Seine Kondition ist noch zu schwankend um ihn als Stammläufer trotz recht beachtlicher Leistungen einsetzen zu können.
4. Etteldorf, Karl, 35 Jahrem Verteidiger. Er kam 1939 von Eintracht Trier über LSV Pütnitz zu Husum 18 und ist Ehrennadelträger. Sein immer restloser Einsatz hat viel zu den Erfolgen des Vereins beigetragen. Er ist ein sicherer Vollstrecker von Elfmeterbällen.
5. Grabert, Artur, 30 Jahre, Mittelstürmer. Auch Grabert, der 1946 von Frisia zu uns kam, ist Inhaber der Ehrennadel. Als Sturmführer besitzt er großen Torinstinkt. Im Strafraum ist er immer gefährlich, besonders durch seine oft geradezu akrobatischen Kopfbälle.
6. Huß, Helmut, 27 Jahre, Läufer. Er zeichnet sich durch Einsatz und Härte aus und ist ein sehr offensiver Zerstörungsspieler mit leider nicht immer präziser Ballabgabe. Er trägt ebenfalls die Vereinsehrennadel.
7. Klose, Kurt, 30 Jahre, Mittelläufer. Auch er kam 1946 von Frisia zu uns. Sein Kampfgeist ist vorbildlich, durch den er zum ruhenden Pol der Abwehr geworden ist. Er ist Spezialist in der Meisterung schwieriger Situationen vor dem eigenen Tor, er ist sehr formbeständig und guter Kopfballtechniker. Klose besitzt die Ehrennadel.
8. Muschinsky, Lothar, 25 Jahre. Er stieß 1946 zusammen mit Grabert und Klose zu uns und war lange Zeit Stammspieler der Liga. Nach einem Formtief in den verflossenen Monaten nimmt er jetzt wieder das Training auf. Dieser schnelle und einsatzfreudige Ehrennadelträger ist von großem Kampfgeist beseelt.
9. Nehlsen, Karl Ernst, 25 Jahre, Torwart und Mannschaftsführer der Liga. Er kam im September 1948 von Meldorf nach Husum. Als Torwart hat er das erforderliche Reaktionsvermögen. Im ersten Teil der verflossenen Bezirksrunde zeigte er Formschwankungen. In der Frühjahrsserie lief er aber wieder zur alten Form auf. Sein Einsatz ist lobenswert.
10. Panten, Erwin, 29 Jahre, Stürmer. Er kam 1950 von Eutin. Als rechter Verbindungsstürmer ist er unermüdlich im Aufbau. Neben beachtlicher Ballbehandlung und Formbeständigkeit zeichnen ihn Ehrgeiz und Kampfgeist aus.
11. Praeger, Gerhard, 26 Jahre, Verteidiger. Er ging aus der 18er Jugend hervor. Im Jahre 1950 wurde er Vertragsspieler im TSV Eimsbüttel, kehrte jedoch 1951 wieder zu seinem Verein zurück. Sein Stammplatz ist der rechte Verteidigerposten. Er ist schlagsicher und guter Stellungsspieler.
12. Roscher, Otto, 24 Jahre, Linksaußen. Er kommt aus der Jugend von Husum 18, Schnelligkeit und gute Ballbehandlung sind seine Stärken. Der körperliche Einsatz läßt leider manche Wünsche offen.
13. Sönnichsen, Max, 29 Jahre, Linksverbinder. Er bewies schon mit 17 Jahren nach dem Aufrücken aus der Jugend in die Liga großes Können. Neben guter Ballbehandlung zeichnet er sich durch gefährlichen Torschuß aus. Dieser Ehrennadelträger hat sich seinen Stammplatz in der Liga wieder erspielt.
14. Wulf, Hanne, 24 Jahre, Läufer. Er stammt aus der Jugend von Hertha BSC Berlin und ist als Läufer im Aufbau wie in der Abwehr gleich gut. Seine genaue Ballabgabe erleichtert dem Sturm die Arbeit. Er hat gute Spielübersicht und ist sehr formbeständig.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Juli

Unsere Liga im Juni

   
    1. Juni HFV v. 1918 - Boldklubben Kopenhagen 4:1 (1:0)
    8. Juni HFV v. 1918 - TSV Büsum 4:1 (1:1)
    15. Juni HFV v. 1918 - Frisia Husum 9:2 (3:1)
    28. Juni HFV v. 1918 - VfL 97 Flensburg 2:2 (1:1)
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Juli

... und unsere Ib

   

Im verflossenen Monat trug unsere Fußballreserve vier Spiele aus, zwei wurden gewonnen, eins endete unentschieden und eins ging verloren. Die erste Begegnung mit der Spitzenmannschaft Bredstedts endete nach torloser Halbzeit 2:2. Wollmann schoß das Führungstor, Bredstedt glich aber postwendend aus und brachte sich dann seinerseits in Führung. Wir drängten später stark und konnten durch unseren Linksaußen Braatz auf gute Vorlage von Köpke zum Ausgleich kommen.

Im nächsten Spiel am 8. Juni gegen HIF Husum war unser 5:1 (2:1) niemals in Frage gestellt. Neupert (3), Wollmann und Köster schossen die Tore.

Das Spiel am 15. Juni gegen Frisia Ib ging leider 0:1 (0:1) verloren, obwohl wir in stärkster Besetzung herauskamen.

Am 22. Juni spielten wir bei strömendem Regen gegen Klausdorf (Kiel) 3:1 (1:0). Die Gäste waren unserer Elf technisch unterlegen. Braatz, Walla und Bernau waren die Torschützen.

Mitgespielt haben jeweils König, Feddersen, Exner (Spielführer), Schulze, Bernau, Dumbke, Skubsch, Huß, Neupert, Köpke, Walla, Köster, Braatz. Bei eisernem Training dürfte die Mannschaft in der nächsten Serie noch größere Erfolge verbuchen können.

Hermann Lorenzen, Mannschaftsbetreuer
leer  

1952

Husum 18

1. Juli

Wir gratulieren

Unser Jugendausschußmitglied Siegfried Denz und Frl. Edith Christiansen sowie Paul Godbersen und Frl. Waltraut Rademacher (Tochter unseres Spielausschußmitgliedes) sind in den Hafen der Ehe eingelaufen. Herzliche Glückwünsche und "Heil und Sieg im Ehekrieg".
Am 26. Juli werden Karl Etteldorf und Fr. Maria Thiede heiraten.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juli

Triumphaler Einzug

Unsere Jungmannen Landesmeister

Von links nach rechts:
Oben: Walter Nelkert (Obmann der Jugendabteilung), Heinrich Golde, Hans Ziewitz, Birger Hansen, Hans Werner Jürgensen, Peter Peters, Johann Hasche
Mitte: Adolf Wagner, Rolf Fentzahn, Wilhelm Carsten
Unten: Dieter Schladetzky, Claus Westerwik, Otto Albertsen

Gegen 16 Uhr rasselte das Telefon im Handwerkervereinshaus. "Mit 6:5 nach 2 x 10 Minuten Spielverlängerung haben wir die Landesmeisterschaft der Jungmannen gewonnen", verkündete freudestrahlend Walter Nelkert aus Kiel. In wenigen Minuten prangte unser Vereinslokal im Flaggenschmuck. Bürgermeister Dr. Fiedler, Bürgervorsteher Wilhelm Laubach und die Mitglieder des Magistrats wurden verständigt, hatten sie doch im Falle eines Sieges unserer Jungmannen über TSV Heiligenhafen einen Empfang vor dem Rathaus gleich nach ihrer Rückkehr zugesagt. Radion Meyer stellte seinen Lautsprecherwagen zur Verfügung und verkündete überall den Sieg. Kein Wunder, daß tausende Menschen sich zum Empfang einstellten und ihm ein triumphales Gepräge gaben. Hans Weinstein entbot den wackeren Siegern an der Schleswiger Chaussee das erste Willkommen. Von der Treppe des flaggengeschmückten Rathauses begrüßte unser Vorsitzende den Magistrat und beglückwünschte die Sieger zu ihrem stolzen Erfolg. Bürgervorsteher Laubach übermittelte die Grüße der Stadt, er kündete eine Festsitzung des Magistrats mit den Spielern an und versprach den Verein nach besten Kräften zu unterstützen. Anhaltender Beifall dankte den Rednern. Dann wurden die jungen Sieger festlich bewirtet. Der 29. Juni wurde zum größten und denkwürdigten Tag in der Vereinsgeschichte.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Juli

Vereinstagungen im Juli

   

Für den Monat Juli sind folgende Sitzungen des engeren und erweiterten Vorstandes jeweils um 20 Uhr im Vereinslokal, Handwerkervereinshaus, vorgesehen: Am 14. Juli tagt der engere, am 28. Juli der erweiterte Vorstand.

Laut Satzung gehören zum engeren Vorstand der erste und zweite Vorsitzende, der erste Schriftführer, der erste Kassenwart, der Obmann des Fußballausschusses und der Obmann des Jugendausschusses, die Sportkameraden Wanger, Schweimer, Max Nehlsen, Weinstein, Arfast Carstens und Nelkert.

Zum erweiterten Vorstand gehören außer den Vorgenannten die Obleute der einzelnen Ausschüsse, der gesamte Fußballausschuß und der Presse- und Propagandawart, also die Sportkameraden Hans Hugo Huß, Arnold Lohr, Kurt Klawitter, Hermann Bahnsen, Hans Scholz, Heinrich Matthiesen, Heinrich Arriens, Hans Rademacher, Walter Pethke und Hermann Lorenzen.

Hermann Lorenzen, Mannschaftsbetreuer
leer  

1952

Husum 18

1. Juli

Mitgliederbewegung

   

In der Mitgliederbewegung ist erfreulicherweise wieder ein erheblicher Zugang zu verzeichnen, nicht zuletzt dank der erfolgreichen Werbung unserer Kameraden Ludwig Schmüser und Karl Ernst Nehlsen, denen unserer besonderer Dank gebührt.

Zugänge
1. Andresen, Hans, Osterende 109
2. Bahnsen, Friedrich, Klaus-Groth-Straße15
3. Frank, Jörg, Friedrichstraße 21
4. Gosch, Ernst, Kampsiedlung 1
5. Greve, Otto, Süderstraße 64
6. Hansen, Ernst-August, Matthias-Claudius-Straße 38
7. Hansen, Hans, Kleikuhle 9
8. Herrmann, Wolfgang, Osterende 117
9. Kirks, Dieter, Dreimühlen, Birkenweg 3
10. Dr. Mau, Herbert, Brinkmannstraße 1
11. Petersen, Hans Jürgen, Hafenhof, Südermarsch
12. Petersen, Karl Otto, Mildstedt
13. Ralfs, Christian, Süderstraße 1a
14. Reuter, Paul, verl. Matthias-Claudius-Straße, Bar. Judith
15. Schneider, Günther, Lenzstraße 15
16. Schröder, Siegfried, Brüggemannstraße 51
17. Schweimer, Willy, Lornsenstraße 8
18. Thomsen, Theodor, Kampsiedlung 41
19. Wollmann, Winfried, Nordbahnhofstraße 36

Abgänge
1. Krüger, Karl
2. Schulz, Horst, Umsiedlung nach Nordrhein-Westfalen

Neue Anschriften
1. Lex, Hermann. Rotenburg (Hannover), Groß-Straße 53
2. Petersen, Bernhard. Hamburg, Sprinkenhof, i. Fa.. Verlag Johannes Thordsen, jun.

 

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Junioren-Fußball

1. August

Unvergessene Tage

Siegreiche Jungmannen - Empfang im Rathaus - Die Stadt schenkte zwei Fußbälle

   

Der unter Aufbietung aller Kräfte errungene Landesmeistertitel unserer Jungmann im Endspiel gegen SV Heiligenhafen am 29. Juni in Kiel löste bei allen 18ern und bei allen Husumern Jubel und Begeisterung aus. Der 4:4-Stand nach Ablauf der regulären Zeit machte eine Verlängerung notwendig, in der dann unsere Elf nach einem höchst spannenden und dramatischen Verlauf 6:5 die Oberhand behielt.

In den wenigen Stunden bis zur Heimkehr der Mannschaft aus Kiel hatte man in Husum einen Empfang vorbereitet, der sich zu einem triumphalen Ereignis gestaltete. Hunderte erlebten ihn an der Schleswiger Chaussee und ein noch größerer Kreis vor dem Husumer Rathaus. Doch darüber haben wir bereits berichtet. Vor der Begrüßung hatte der Magistrat in einer voraufgegangenen kurzen Besprechung beschloßen, die Sieger besonders zu ehren.

Das ist nun am 22. Juli im Rahmen einer Magistratssitzung geschehen, zu der als unsere Vertreter der zweite Vorsitzende Willi Schweimer und Spielführer Peters von den Jungmannen erschienen waren. Bürgermeister Dr. Fiedler verband die Begrüßung im Rathaussaal mit dem Dank an die Mannschaft für ihre hervorragende Leistung und führte dann weiter aus: Die Stadt wolle mit diesem Empfang ebenso wie mit der nach dem Siege der Mannschaft erfolgten Begrüßung vor dem Rathaus bekunden, daß sie an dem sportlichen Geschehen unmittelbar Anteil nehme. Die Sportjugend der Stadt leiste in ihren Vereinen einen erheblichen Teil der aktiven Jugendarbeit. Alle besonderen Erfolge, die sie erziele, würden von der Stadt in erster Linie unter diesem Gesichtspunkt der Förderung der allgemeinen Jugendarbeit betrachtet. Es komme darauf an, daß in dem sportlichen Wettstreit von Mann zu Mann und von Mannschaft zu Mannschaft der echte Sportgeist seinen Ausdruck finde. Der Wettstreit auf dem Rasen diene über körperliche Ertüchtigung und Freude an der körperlichen Betätigung hinaus der Erziehung der Jugend zu kameradschaftlicher Achtung vor dem Gegner und der Selbstzucht. Besonders im Jahre der Olympiade sei es angebracht, auf die echten Werte, die der sportlichen Betätigung zugrunde liegen, wenn diese im Geist der Olympiade erfolgte, hinzuweisen.

Es sei bedauerlich, daß in der sportlichen Entwicklung Tendenzen stark geworden seien, die aus dem Sport ein Geschäft machen. Damit würde der große Gedanke, der der Sport- und Turnbewegung zugrunde liege, leider verfälscht. Von der Jugend müsse gefordert werden, daß sie sich stets der Tatsache bewußt sei, daß der sportliche Einsatz als Einzelkämpfer und in den Mannschaften freiwillig und unentgeltlich verfolge. Es komme nicht so sehr darauf an, daß unter allen Umständen die Herausbildung von Spitzenleistungen gefördert werde. Wichtiger sei, daß die rechte Sportgesinnung erhalten bleibe.

Der Bürgermeister schloß seine Ausführungen in der Hoffnung, daß Husum 18 auch in Zukunft seine Arbeit in dem erwähnten Sinne fortsetzn möge. Er leiste damit einen wertvollen Beitrag zur Jugenderziehung in der Stadt Husum.

Anschließend überreichte Dr. Fiedler unserem Verein zwei Fußbälle. Der Dank des Spielführers und unseres zweiten Vorsitzenden an den Magistrat beendeten den Empfang. "Die Freude unserer Mannschaft war groß, als wir endlich die Bestätigung erhielten, das Vorspiel zum Ländertreffen der Amateure Deutschland - Schweiz auszutragen. Jeder fieberte diesem großen Tage entgegen. Endlich war es soweit. Nach zweieinhalbstündiger Omnisbusfahrt und in Begleitung zahlreicher Schlachtenbummler trafen wir gleichzeitig mit den Heilighafenern ein. Nach einem kräftigen Mittagessen ging es hinaus zum Holsteinplatz, der zweifellos zu den schönsten unseres Landes zählt. Unser Jugendobmann und unser Trainer waren vor und während des Spiels nervöser als wir selbst.Es hagelte nur so Ermahnungen und gute Ratschläge. Als das voraufgegangene Schülerspiel mit einiger Verspätung beendet war und wir auf das Spielfeld liefen, gab es wohl keinen unter uns, der nicht ein flaues Gefühl in den Beinen angesichts des vollen Platzes hatte. Diese Minuten waren aber auch die schlimmsten. Nachher konzentrierten sich die Gedanken nur auf das Spiel, für Abschweifungen blieb nicht mehr Zeit. Das Kieler Publikum ging begeistert mit, jede gute Leistung auf beiden Seiten fand den verdienten Beifall. Jedes der elf Tore löste Begeisterung aus, aber es fehlte auch nicht bei mangelnden Leistungen am Unwillen der Besucher. Erfreulicherweise gab es nur ganz wenige Entgleisungen. Man kann also schon sagen, daß diese Kulisse eines Endspiels würdig war.

Als der Schlußpfiff ertönte und wir uns freudestrahlend als Landesmeister in den Armen lagen, brauste noch einmal begeisterter Beifall auf. Für mich war dieses Spiel die Krönung dreier Jahre bei den Jungmannen und der schönste Abschluß, den ich mir denken kann."

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. August

Start in die neue Saison

   

Nun stehen wir wieder vor dem Beginn eines neuen Fußballjahres. Die alte Saison brachte uns manche Erfolge und als krönenden Abschluß den Landesmeistertitel in der Jungmannenklasse. Wird die Liga, und das interessiert in besonderem Maße, im neuen Jahre den Aufstieg schaffen? Voraussetzung dafür ist eine gründliche Schulung und Erziehung während der Trainingsabende, die aber erst dann den rechten Sinn haben, wenn niemand fehlt und alle Spieler mit Leib und Seele bei der Sache sind.

Die so gern vernachlässigte körperbildende Arbeit sollte im Vordergrund stehen. Selbstverständlich hat auch die technische und taktische Lehre weiterhin Berücksichtigung zu finden, die aber nicht dazu führen darf, daß bei abschließenden Übungsspielen unseren Spielern der Drang zum Spiel, den er im sonntäglichen Kampf voll befriedigen soll, vorweg genommen wird.

Die Kunst des Trainingsleiters ist es, seine Übungsabende freudvoll zu gestalten, daß sie ihren Spielern - auch wenn der Ball nicht im Mittelpunkt der Ausbildung steht - neben dem körperbildenden und technisch verbessernden Ziel eine Abwechslung von den anstrengenden und nervenraubenden sonntäglichen Spielen verschaffen.

Wir wissen noch nicht wie unsere Mannschaften in der neuen Runde aussehen. Sicher ist nur, daß überall die bewährten Stammspieler das Rückgrat der Mannschaften bilden werden. Es fehlt auch nicht an neuen Kräften für die Serie 1952/53, in der wir wieder mit sieben Mannschaften antreten, die in der Bezirks-, Kreis-, Jungmannen (2)-, Jugend-, Schüler- und Knabenklasse starten. Es kann sein, daß in der folgenden Liste der Seniorenspieler noch einige Zu- oder Abgänge eintreten, grundlegende Veränderungen sind aber kaum zu erwarten bis der Fußballausschuß an die endgültige Aufstellung der Mannschaften herangeht.

1. Anders, Paul   19. Michelsen, Willi
2. Bernau, Harald   20. Muschinsky, Lothar
3. Braatz, Kurt   21. Nehlsen, Karl-Ernst
4. Carstens, August   22. Neupert, Peter
5. Dietze, Helmuth   23. Panten, Erwin
6. Dumbke, Horst   24. Peters, Peter
7. Etteldorf, Karl   25. Petersen, Otto
8. Exner, Eberhard   26. Praeger, Gerhard
9. Feddersen, Joh.   27. Roscher, Otto
10. Gerold, Horst   28. Schleger, Wolfg.
11. Grabert, Arthur   29. Schröder, Horst
12. Huß, Helmuth   30. Schulze, Manfred
13. Jürgensen, H. W.   31. Skubsch, Heinz
14. Klima, H. Jürgen   32. Sönnichsen, Max
15. Klose, Kurt   33. Walla, Horst
16. König, Otto   34. Wulff, Johannes
17. Koepke, Joachim   35. Zier, Georg
18. Koester, Otto   36. Ziewitz, Hans

Diese gewiß erfreulich große Auswahl wird dem Spielausschuß die Möglichkeit geben kampfstarke Mannschaften auf die Beine zu stellen.

Der Jugendabteilung stehen folgende Spieler zur Verfügung. Noch nicht aufgeführte Namen werden später veröffentlicht.

Jahrgang 1934
1. Carstens, Wilhelm   5. Hansen, Lorenz Emil
2. Boysen, H. August   6. Kallmeyer, Gerhard
3. Fentzahn, Rolf   7. Störmann, Otto
Jahrgang 1935
1. Albertsen, Otto   8. Nielsen, Uwe
2. Bentin, Manfred   9. Rogge, Günther
3. Bunke, Claus   10. Schladetzky, Dieter
4. Greve, Dietrich   11. Wagner, Horst
5. Hagen, Uwe   12. Westerwik, Claus
6. Hasche, Johann   13. Wulkow, Heinrich
7. Neupert, Friedrich      
Jahrgang 1936
1. Ahlsen, Uwe   8. Schiller, Claus
2. Andresen, Harald   9. Schiller, Uwe
3. Bahnsen, Egon   10. Schulz, K. Heinz
4. Butendeich, Jochen   11. Schwertfeger, Axel
5. Hansen, Dieter   12. Thomsen, Joh.
6. Jahn, Uwe   13. Thordsen, Manfr.
7. Rohde, Hans   14. Wenzel, Kurt
Jahrgang 1937
1. Bergmann, Günther   8. Hoppe, Manfred
2. Funk, Helmut   9. Lorenzen, Herm.
3. Goederich, Manfr.   10. Mießfeld, Uwe
4. Grehm, Dieter   11. Mölk, Hugo
5. Hagen, Karl Peter   12. Mommsen, Herm.
6. Hansen, Birke   13. Nagtegal, Heinz
7. Hansen, Sönke   14. Wagner, Adolf
Jahrgang 1938
1. Brockhaus, Eckehard   7. Minnie, Heinz
2. Brockhaus, Rudi   8. Mutschall, H. Herm.
3. Clausen, Rolf Dieter   9. Scheel, Siegfried
4. Eckmann, Gerhard   10. Schmidt, Friedh.
5. Harms, Dieter   11. Sell, Fritz
6. Jakobsen, Ludwig      
Jahrgang 1939
1. Andreasen, Reinh.   7. Lorenzen, Walter
2. Färber, Ernst Uwe   8. Orth, H. Wilh.
3. Hansen, Jürgensen   9. Petersen, R. Wilh.
4. Horstmann, Volker   10. Petersen, Peter
5. Koschent, Helmut   11. Peterson, Rolf
6. Krenz, Hans   12. Wiegand, H. Wilh.
Jahrgang 1940
1. Ernst, Lothar   4. Struwe, H. Ulrich
2. Jarren, Wilfried   5. Schütt, Max
3. Lühr, Wilfried   6. Winkler, Rainer
Jahrgang 1941
1. Rogge, Gerd Walter      
Jahrgang 1942
1. Langholz, Bernd D.,   2. Rohse, Herbert
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Öffentlichkeitsarbeit

1. August

Stimmen aus Freundeskreisen

   

Nach mehrmaligem Erscheinen der Vereins-Nachrichten können Mitglieder un Freunde sich ein Bild machen über Linie und Entwicklung dieses gewiß nicht zu unterschätzenden Bindesgliedes. Den Abhandlungen "Aus vergangenen Tagen" muß noch viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Leider ist aus der traditionsreichen und oft bewegten Vergangenheit unserer Geschichte zu wenig amtliches Material in die Gegenwart hinübergerettet, so daß einzige Zeugen vergangener Zeugen vergangener Tage fast nur unsere alten Mitglieder sind. An sie ergeht auch auf diesem Wege nochmals die Bitte interessante Begebenheiten der Schriftleitung zuzuleiten.

Heute liegen uns einige Äußerungen über die Vereins-Nachrichten vor, die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchten.

"Die für meinen Sohn bestimmten Vereins-Nachrichten des Husumer Fußballvereins von 1918 lese auch ich immer mit großem Interesse."
Marta Ziewitz

"Mit der Herausgabe der Vereins-Nachrichten scheint der Husumer Fußballverein von 1918 einen wesentlichen Schritt zur Festigung seines Vereinsgefüges getan zu haben. Hoffentlich gelingt es dem Verein, recht bald wieder an seine sportlichen Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen."
Wilhelm Laubach, Bürgervorsteher

"Die Vereins-Nachrichten scheinen mir auf den Husumer Fußballverein von 1918, wie überhaupt auf den Fußballsport, belebend zu wirken. Mögen die darin enthaltenen Nachrichten und Kritiken dazu beitragen, dem Verein neuen Impuls zu geben."
Georg Hainbach

"Meine Anerkennung! Ich möchte nicht versäumen, der Freude über die Existenz der Vereins-Nachrichten Ausdruck zu geben. Endlich haben wir ein Blatt, das uns 18er begeistert. Mit Abrechnungen über Spiele sollte man die Öffentlichkeit allerdings verschonen. Wer wirtschaftliche Dinge einigermaßen beurteilen kann, der ist sich darüber klar, daß unsere Eintrittspreise gering sind und daß sie bei den derzeitigen Abgaben und Fahrtkosten nicht herabgesetzt werden können. Unzufriedene wird es immer geben, auch wenn die Veranstaltungen kostenlos abrollen. Da ein großer Teil unserer Freunde und Anhänger die Fußballregeln nur oberflächlich kennt, schlage ich vor, jeden Monat einige Spielregeln zu erläutern. Dadurch erreicht man, daß unberechtigte Kritiken an Spielern und Schiedsrichtern unterbleiben."
Walter Pethke

"Passive Mitglieder sind der Meinung, daß die Pflege der Kameradschaft das beste Mittel ist, das Vereinsgefüge fest und dauerhaft zu gestalten. Die Vereins-Nachrichten sind der geeignete Schrittmacher."
Friedrich Bahnsen
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. August

Sonntag nach Flensburg

   

Die Sommerpause ist vorüber, aber die Punktspiele beginnen frühestens Ende August. Bis dahin sollen Freundschaftsspiele zum Austrag kommen, in denen die endgültigen Aufstellungen unserer Mannschaften ermittelt werden. Vorerst ist für unsere Liga ein Spiel in Flensburg gegen TSV Vorwärts (Fusion VfL 97 und Freie Turnerschaft Flensburg) abgeschlossen, das bereits am 3. August zum Austrag kommt. Spiele mit Wilhelmsburg 09, Flensburg 08, TSV Rendsburg, TSV Brunsbüttelkoog und Heider SV sind geplant aber noch nicht genau festgelegt. Leider konnte bisher kein Spiel in Husum vorgesehen werden, weil die Unkosten zu hoch sind und in kein rechtes Verhältnis zu den möglichen Einnahmen gebracht werden können.

Unsere Jungmannen planen am 10. August in Heiligenhafen und am 24. August in Husum zu spielen. An beiden Tagen soll SV Heiligenhafen unser Gegner sein, mit dem wir im Jungmannenendspiel um die Landesmeisterschaft die Klingen kreuzten. Hoffentlich kommt es zu einem Abschluß.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Junioren-Fußball

1. August

Jungmannen auf Nordlandreise

   

Auf Veranlassung des Deutschen Fußballbundes werden 200 Jungen aus dem Bundesgebiet am 11. August eine zwölftägige Nordlandreise auf dem Wasserwege antreten, die am 11. August in Travemünde beginnt. Es handelt sich dabei um eine Ferienfahrt, die nach Dänemark und Schweden führt. Zur Teilnahme an dieser Fahrt wurden aus Schleswig-Holstein u.a. eingeladen unsere Jungmannen der Meistermannschaft Rolf Fentzahn, Peter Peters und Claus Westerwik.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Tischtennis

1. August

Obmann:

Hans Scholz, Hohle Gasse8, Fernsprecher 621
Übungsabende: Montag und Donnerstag 19:30 - 22 Uhr in der Sportheimbaracke am Marienhofweg
Am vergangenen Sonntag weilte unsere erste Mannschaft zu Gast beim TSV Immenstedt. Unsere neuaufgestellte Mannschaft, die erstmalig einer auswärtigen Vertretung gegenüberstand und noch nicht einmal in voller Besetzung spielte, schlug sich ausgezeichnet. Man kann hoffen, daß unsere Mannschaft auch in der Punktrunde ein beachtlicher Gegner sein wird. Wir gewannen mit 16:1 Punkten, 33:5 Sätzen und 770:513 Bällen.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball regional

1. August

Das kann nicht gut werden

Bezirksklasse mit 20 Mannschaften in zwei Staffeln - Gefahren für den Leistungsstand - Unregelmäßigkeiten im Landesverband

Um die Spielstärke im Fußballbezirk Nord ist es nicht so rosig bestellt. Blicken wir auf die Landesliga Schleswig-Holsteins, so kann man nur die Feststellung treffen, daß der Norden gerade noch mit zwei Mannschaften in dem Sechszehnerfeld vertreten ist (Flensburg 08 und Schleswig 06). Der Norden muß also ganz gewaltig aufholen, will er in Zukunft besser zur Geltung kommen. Das kann aber kaum geschehen, wenn durch die Hereinnahme weiterer Mannschaften in die Bezirksklasse der Leistungsstand verwässert wird. Wir sind nicht stark genug, um uns 20 Mannschaften in zwei Staffeln zu leisten, wie es der außerordentlich Bezirkstag am 23. Juli in Flensburg auf Antrag von Weiche-West (Flensburg) mit knapper Mehrheit (110:92 Stimmen) beschlossen hat, obwohl ein ähnlicher Antrag vorher auf dem Bezirkstag in Satrup abgelehnt worden war. Unseren Vertretern gelang es leider nicht, den außerordentlichen Bezirkstag von der Schädlichkeit dieses Antrages zu überzeugen.

In der Hauptsache stimmten Husum 18, frisia Husum, TSV Satrup und Vorwärts Schleswig dagegen. Über die Zusammensetzung der beiden Zehnerstaffeln soll der Bezirksvorstand entscheiden. Einen Antrag von Schleswig 06 auf Erhöhung dieser Staffeln auf 12 Vereine unter Hereinnahme der Reservemannschaften von Schleswig 06 und Flensburg 08 konnten wir zunächst abwehren. Ob der Bezirksvorstand aber vielleicht noch Ausscheidungsspiele ansetzt, um diese Mannschaften in die Spitzenklasse aufzunehmen, bleibt abzuwarten.

Ein weiteres Übel bringt die neue Einteilung insofern noch mit sich, also durch sie die bisherige Runde der Jungmannen auf Bezirksebene in Fortfall kommen wird. Warten wir zunächst also ab, wie sich die Lage weiter entwickelt.

Erwähnt sei noch, daß die beiden Vereine TSV Vorwärts Flensburg (VfL 97 und Freie Turnerschaft) und FC Blau-Weiß Friedrichstadt (ehemals TSV 1805 Friedrichstadt) ohne weiteres in die Bezirksklasse eingestuft wurden. Das verlesene Dankschreiben von Husum 18 für die Glückwünsche zur Landesmeisterschaft der Jungmannen löste starken Beifall aus, der natürlich in erster Linie dem Erfolge selbst galt.


Vorausgegangen war die Jahrestagung des Landesverbandes am 6. Juli in Itzehoe, zu der wir als Delegierte unsere beiden Vorsitzenden und den ehrenamtlichen Geschäftsführer Walter Pethke entsandt hatten. Außerdem nahmen sämtliche Mitglieder des engeren Vorstandes an dieser Tagung teil. Schon bei den Berichten kam es zu erheblichen Angriffen gegen den Verbandsvorstand, die sich besonders gegen den zweiten Vorsitzenden Arpe in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Sportförderungsauschusses und gegen den Obmann des Verbandsspielausschusses, Frühauf, richteten.

Erschütternd waren die Berichte der Kassenprüfer und des Untersuchungsausschusses über Vorkommnisse im Sportförderungsausschuß. Kassenwart Sakkau, Neumünster, hat im letzten halben Jahr überhaupt keine Buchungen vorgenommen, sodaß eine ordentliche Prüfung der Kasse bei besten Willen nicht möglich war. Der Förderungsausschuß hatte entgegen den Bestimmungen über die Zuwendung von Geldern aus der Sportwette, Darlehen an Private (Vorstandsmitglieder des Verbandes) ausgegeben. Über die Anteile des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes aus der Sportwette ist durch den Bau in Malente (Gesamtkosten für Schule und Sportplatz 1.248.000 DM) und die damit verbundene Verschuldung des Verbandes so leichtsinnig verfügt worden, daß die Vereine unseres Verbandes bis zum Februar 1954 keine Zuwendungen erhalten können. Nach sehr eindeutiger Behandlung und Klarstellung der Verhältnisse durch den Untersuchungsausschuß wurde dem gesamten Verbandsvorstand das Vertrauen entzogen.

Bei der anschließenden Neuwahl wurden in den Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Dr. Curt Wassmund, Pansdorf bei Lübeck; 2. Vorsitzender Richard Sell, Kiel; Schatzmeister Hans Löhndorf, Kiel; Pressewart Dr. Wolfgang Duck, Heide; Beisitzer Herbert Henning, Flensburg, Dirk Möller, Neustadt/Holstein; Verbandsspielausschuß-Obmann H. Steenbock, Kiel; Verbandsjugendausschuß-Obmann H. Panitzki, Kiel.

Unser Mitglied Lothar Strehlow wurde als Kassenprüfer gewählt. Auf Antrag unseres Vereins wurden die Darlehen des letzten Jahres um 50 Prozent erlassen. Mit einer weiteren Streichung durch die neuen Mitglieder des Sportförderungsausschusses ist zu rechnen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball regional

1. August

Einspruch beim Landesverband

In seiner erweiterten Vorstandssitzung am 28. Juli 1952 beschäftigte sich unser Verein mit den Vorgängen, die zur Einberufung des außerordentlichen Bezirkstages am 23. Juli in Flensburg und zur Neueinteilung der Bezirksklasse führten. Wir haben gegen die Einberufung und gegen den Beschluß dieser Tagung beim Landesverbandsvorstand Einspruch erhoben.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. August

Anschriften und Tagungen

Nachstehend teilen wir allen Mitgliedern und Freunden unsere jetzige Vereinsanschrift mit:

Husumer Fußballverein von 1918 e.V., Husum/Nordsee, Postfach 51, Fernsprecher 501

Gleichzeitig wiederholen wir die Anschriften der Obmänner der einzelnen Fachausschüsse:

Fußballausschuß Arfast Carstens, Brüggemannstraße 65, Fernsprecher 2065
Jugendausschuß Walter Nelkert, Gurlittstraße 6
Schiedsrichterausschuß Hermann Bahnsen, Hebbelstraße 10
Tischtennisausschuß Hans Scholz, Hohle Gasse 8, Fernsprecher 621
Sommerspielausschuß Johannes Flach, Lornsenstraße 47, Fernsprecher 450
Bauausschuß Heinrich Arriens, Osterende 14, Fernsprecher 782
Ehrenausschuß Heinrich Matthiesen, Friedrichstraße 8, Fernsprecher 603
Festausschuß Hans Rademacher, Gaswerkstraße, Fernsprecher 2065

In der Besetzung des Festausschusses ist eine Änderung eingetreten. Anstelle von Bernhard Petersen, der nach Hamburg übergesiedelt ist, wurde Otto Hackbarth bis zur Wahl durch die Mitgliederversammlung kommissarisch in den Ausschuß berufen.


Unsere Männer und Jugendlichen trainieren zu folgenden Zeiten:

Männer Jeden Mittwoch ab 19 Uhr
Jugend Jeden Dienstag und Donnerstag ab 18 Uhr

Für August sind folgende Sitzungen des engeren und erweiterten Vorstandes jeweils um 20 Uhr im Vereinslokal, Handwerkervereinshaus, vorgesehen:

11. August engerer Vorstand
25. August erweiterter Vorstand

Um möglichst vielen Anhängern des Fußballsports unsere Vereins-Nachrichten in die Hand zu geben, haben wir die Auflage erhöht. Der Zeitungskiosk an der Straßenkreuzung Norderstraße - Herzog-Adolf-Straße (Inhaber Erich Buchholz) wird jeweils ab Monatsersten die Nachrichten an Interessenten kostenlos aushändigen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. August

Mitgliederbewegung

   

Die Mitgliederbewegung im Juli 1952 zeigt folgendes Bild:

Zugänge
1. Dietze, Helmut, Flensburger Chaussee 23
2. Fentzahn, Fritz, Nordhusumerstraße 56
3. Klisoth, Rudolf, Wasserreihe 30
4. Lorenzen, Hans, Hebbelstraße 14
5. Nowack, Felix, Jebensweg 27
6. Radeloff, Walter, Schiffbrücke 19
7. Ralfs, Uwe, Süderstraße 2
8. Zier, Georg, Hinter der Neustadt 9
Aufnahmeanträge Jugendlicher ohne zustimmende Unterschrift der Erziehungsberechtigten sind ungültig.

Abgänge
1. Fischer, Hans, Norderstraße 21
2. Gemsjäger, August, Osterende 66
3. Mommsen, Uwe, Petersburg
Berichtigung: Erfreulicherweise können wir mitteilen, daß unser ehemaliger Vorsitzende Willy Stegemann nach wie vor Mitglied ist.

Neue Anschriften
1. Finkenstein, Albert (Zollkapitän), Wittdün auf Amrum
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. August

Gratulation

Unser Ligaspieler Gerhard Praeger hat sich mit Fräulein Helga Petersen verlobt. Wir gratulieren

Schöner Ausdruck der Verbundenheit

Karl Etteldorf hat am vergangenen Wochenende geheiratet. Unser bewährter Ligaspieler ließ es sich natürlich nicht nehmen, besonders befreundete Sportkameraden unseres Vereins zu sich zu bitten, nachdem eine Abordnung des Vorstandes und zahlreiche Spieler bereits am Polterabend ihm und seiner Gattin die besten Wünsche übermittelt hatte. Es waren zwei harmonische Abende mit mancherlei Reden, in denen die enge Verbundenheit der 18er mit ihrem Etteldorf so schön zum Ausdruck kam.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. August

Kurz notiert

Neben dem Spiel am 3. August in Flensburg liegen bis jetzt folgende Abschlüsse für unsere Liga vor:

2. August gegen Heider SV in Heide
9. August gegen Heider SV in Husum
10. August gegen SIF Schleswig in Husum
31. August gegen SIF Schleswig in Schleswig
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. August

Kurz notiert

Unser bisheriger Handballobmann Hugo Huß, Träger der silbernen Vereinsehrennadel, hat mit sofortiger Wirkung die Betreuung der Ligamannschaft übernommen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Tribünensportplatz Marienhofweg

1. August

Kurz notiert

Der Vorstand beschloß am 28. Juli unseren ehemaligen Ligatorwart Hugo Starken mit der Wahrnehmung der verantwortungsvollen Tätigkeit als Platzwart zu beauftragen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. August

Singen muß besser werden

Wie heißt es doch? "Wo man singt, da laß' dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder." Leider ist es um das Singen unserer Mannschaften nicht gerade gut bestellt. Die meisten Lieder, ihre Texte und Melodien sind wenig bekannt. Vielleicht bedarg es nur des Hinweises daran zu erinnern, daß der Husumer Komponist Artur Mordhorst und im April 1949 ein Lied widmete, dessen Text (Verfasser Ludwig Thoms) wir hier folgen lassen, damit alle Spieler die Möglichkeit haben ihn gründlich kennenzulernen:

Lied der 18er
Vom Fußballsport stimmt an das Lied,

von Sportlers edlem Geist durchglüht.

Auf's grüne Feld zieh'n wir hinaus
und bringen manchen Sieg nach Haus.
  Hipp-hipp-hurra! so rufen wir.
  Wir halten hoch das Sportpanier.
  Und treten wir für 18 an,
  dann stehen wir zusammen Mann für Mann.
Wir sind die Elf vom HFV,
im Wettstreit weder weich noch rauh.
Im ganzen Land sind wir bekannt,
als 18er mit Stolz genannt.
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Wir lieben unser Fußballspiel,
der Sieg ist unser höchstes Ziel.
Und starten wir zum Angriffslauf,
Dann geh'n wir wie die Teufel drauf!
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Wir wollen stets verbunden sein
mit unser'm alten Sportverein.
Sein Name klinge fort und fort,
zu Ehr und Preis dem Fußballsport!
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. August

Beiträge pünktlich zahlen!

Der vielseitige Sportbetrieb erfordert erhebliche Mittel, die aber nur dann von der Vereinsleitung zur Verfügung gestellt werden können, wenn auch die Beiträge pünktlich eingehen. Wir bitten Rückstände möglichst umgehend zu begleichen und unseren Kassierer nicht vergeblich vorsprechen zu lassen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Öffentlichkeitsarbeit

1. September

Was sagt die Öffentlichkeit?

   

Weitere Stimmen über unsere Vereins-Nachrichten

"Ihr Vereins-Nachrichten beweisen mir, daß Husum 18 auf dem rechten Weg ist. Mögen Gesundheit des Körpers, Sauberkeit des Charakters und eine gute Gesinnung stets die obersten Ziele der deutschen Jugend sein, die berufen ist Deutschland zu einem Hort des Friedens und der Freiheit zu machen. Immer wird es darauf ankommen, eine ideale Gemeinschaft zu prägen, die es unserem Volke ermöglicht, Schritt für Schritt eine geschlossene Einheit zu werden."
Christian Giencke, Kreispräsident und MdB

"Ich danke Ihnen für die Übersendung der Vereins-Nachrichten. Ich habe sie mit Interesse gelesen und ersehe daraus, daß im Husumer Fußballverein von 1918 versucht wird, echten Sportgeist zu fördern. Ich wünsche dem Verein weiterhin guten Erfolg bei der Erfüllung seiner Aufgaben und hoffe, daß die Vereins-Nachrichten zur Aufklärung der Mitglieder des Vereins wie aber auch der gesamten Bevölkerung wesentlich beitragen werden, um so die wertvolle Tätigkeit dieser Vereinigung besonders herauszustellen."
Reinhold Borzikowsky, Landrat

"Bei aller Problematik , die mit der Schaffung eines Vereins-Nachrichtenblattes verbunden ist, muß man doch offen seine Anerkennung aussprechen für die Energie und den Mut, die eine derartige Tat erfordert. Sie spricht für die Zielklarheit der Männer, die sich die Augabe gestellt haben, das gesamte Vereinsleben von höherer Warte aus zu durchleuchten, um alle mit den Freuden, aber auch mit den Sorgen des sportlichen Lebens, bis ins Einzelne vertraut zu machen. Daran wird und darf sich ihre Aufgabe nicht erschöpfen. Aus ihren Zielen spricht schon heute die Objektivität, die Voraussetzung ist zu einer Selbstkritik und damit Selbsterziehung als einzige Möglichkeit, um unserer Sportbewegung wieder das Ansehen und das Niveau vergangener Zeiten zu geben. Ich zweifele nicht, daß dies möglich sein wird, wenn in unseren Herzen wieder Idealismus und uneigennützige Hingabe die wirklichen Träger des sportlichen Denkens geworden sind. Mit unserer Jugend gemeinsam diese Aufgabe zu lösen, muß uns allen Verpflichtung sein. Aus ihren Zeilen möge deshalb immer gegen Freund und Feind als verbindende Brücke die Freundlichkeit und Herzlichkeit klingen, die allein in der Lage sind, die große umfassende Sportgemeinschaft zu bilden, um so mit einem weltweiten Blick alle noch schwebenden örtlichen Aufgaben im Interesse des Sports und unserer guten Stadt Husum zu lösen. Zur Lösung dieser Aufgaben wünsche ich Ihnen vollen Erfolg."
Fritz Carstens, Senator, Vorsitzender des städtischen Sportausschusses

"Immer freue ich mich aufrichtig, wenn die Vereins-Nachrichten auf meinen Tisch flattern. Ich kenne diese Einrichtung aus meinem Heimatverein Viktoria Kolberg. Es wäre nur zu wünschen, daß alle Vereine unseres Kreises sich in dieser Hinsicht Husum 18 zum Vorbild nehmen, hilft doch eine Vereinszeitung die Kameradschaft der Aktiven und Passiven zu fördern und die Sportdisziplin zu heben. Es wäre eine große Freude für mich, wenn die Liga von Husum 18 im nächsten Jahr in der Landesliga spielen würde."
Lothar Strehlow, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes

"Es ist mir ein Bedürfnis, den Verantwortlichen des Vereins für die Herausgabe der wunderschönen Vereins-Nachrichten zu danken. Das Blatt ist ein nicht zu unterschätzender Faktor zur Hebung der Kameradschaft, zu Werbung neuer Freunde und nicht zuletzt Bindeglied der Aktiven."
Hermann Lex, Rotburg i. Hann.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. September

Mitgliederversammlung

   

Am 9. September, um 20.30 Uhr, findet in unserem Vereinsloka, Handwerkervereinshaus, eine Mitgliederversammlung statt. Besondere Einladungen ergehen nicht mehr

Tagesordnung:

1. Protokoll der letzten Versammlung
2. Mitgliederbewegung (Zu- und Abgänge)
3. Ersatzwahl für Fußballausschuß und Ehrengericht (Bernhard Petersen ist ausgeschieden)
4, Bericht über die Einteilung der Fußball-Bezirksklasse
5. Verschiedenes
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. September

Endlich einer, der helfen will

   

Die mehrfach ergangenen Aufforderungen an unsere älteren Mitglieder, durch Beiträge über Geschehnisse vergangener Zeiten unsere Vereins-Nachrichten noch interessanter zu gestalten, haben bisher wenig Widerhall gefunden. Gerade noch zur rechten Zeit meldete sich Hermann Lex aus Rotenburg.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball regional

1. September

Noch ein außerordentlicher Bezirkstag

   

Am 6. September endgültige Entscheidung über Klasseneinteilung

   

Die Auseinandersetzung um die Einteilung der Fußball-Bezirksklasse Nord haben das entscheidende Stadium erreicht. Es geht darum, ob in einer 16er Staffel oder in zwei Staffeln mit je zehn Mannschaften gespielt werden soll. Auf der ordentlichen Jahrestagung des Bezirks in Satrup wurde beschlossen, die bisherige Einteilung (16 Mannschaften) beizubehalten. Dieser Beschluß ließ einigen Vereinen keine Ruhe, weil für sie keine Möglichkeit mehr bestand, sich einen Platz an der Sonne zu erkämpfen. Auf Antrag von Weiche-West/Flensburg wurde für den 23. Juli ein außerordentlicher Bezirkstag nach Flensburg einberufen, der mit knapper Mehrheit den Beschluß des ordentlichen Bezirkstages aufhob und für eine Einteilung in zwei Staffeln mit je zehn Mannschaften sich entschloß. Da diese außerordentliche Tagung vom geschäftsführenden Bezirksvorstand weder frist- noch formgerecht einberufen und außerdem die Stimmberechtigung eines neuen Vereins nicht gegeben war, entschloß sich unser Vorstand, beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband Einspruch zu erheben. Der Verbandsvorstand wiederum beauftragte mit der Klärung des Falles das Verbandsgericht, das in der Besetzung Dr. Karl Alsev, Schleswig, Karl-Heinz Hinrichs, Leck, und W. Schwieger, Kiel, am 13. August in Schleswig tagte. Über die Verbandsgerichtssitzung ging uns folgende Entscheidung zu:

"Der Einspruch von Husum 18 gegen die Gültigkeit der auf dem außerordentlichen Bezirkstag des Bezirks II vom 23.7.1952 gefaßten Beschlüsse wird als unbegründet zurückgewiesen. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verband."

Begründung:

Die Zuständigkeit des Verbandsgerichts zur Entscheidung des Einspruchs ergibt sich dadurch, daß der Verbandsvorstand die Sache zur Entscheidung dem Verbandsgericht überwiesen hat.

Der außerordentliche Bezirkstag war nicht ordnungsgemäß einberufen. Der Bezirksvorstand hat gemäß § 8/3 Satz I das Recht, einen außerordentlichen Bezirkstag einzuberufen. Diesen Beschluß hat der gesamte Vorstand zu fassen. Er hat dann unter Beachtung der Frist des § 9/2 - nämlich eine Woche - die Vereine zu diesem Bezirkstag zu laden. Diese Frist ist nicht beachtet, denn der Vorstand tagte am 23. Juli 1952, um 19 Uhr, und bereits um 20 Uhr fand der außerordentliche Bezirkstag statt.

Die Vereine hätten demgemäß den Antrag stellen können, festzustellen, daß der Bezirkstag nicht ordnungsgemäß einberufen sei, und daß aus diesem Grunde nicht verhandelt werden könne. Diesen Antrag hat kein Mitgliedsverein gestellt, sondern alle Anwesenden haben sich in Verhandlungen eingelassen. Im gesamten Rechtsleben gilt der Grundsatz, daß jemand, der sich trotz Unständigkeit eines Gerichts oder nicht ordnungsgemäßer Ladung auf eine Verhandlung einläßt, sich in einer Rechtsmittelinstanz nicht mehr auf die früheren Formfehler berufen kann.

Die Ansicht von Husum 18, daß gemäß § 170/2 die Einteilung der Spielklassen dem Verbandstag vorbehalten sei, ist richtig. Verbandstag im Sinne des § 170/2 ist der Verbandstag des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes e.V. Dieser setzt die Zahl der Landesligavereine fest und bestimmt, wieviele Vertreter die einzelnen Bezirke für die Aufstiegsspiele zu stellen haben. Wie die Bezirke diese Vertreter ermitteln, ist Sache eines ordentlichen oder außerordentlichen Bezirkstages. Gültig ist immer der letztgefaßte Beschluß, gleichgültig, ob es sich um einen ordentlichen oder außerordentlichen Bezirkstag handelt.

Danach sind die gegen die Gültigkeit des angefochtenen Beschlusses vorgebrachten Gründe nicht durchschlagend, so daß, wie geschehen, entschieden werden muß.


In diesem Zusammenhang wird es interessieren, was der Verband am 7. August auf Grund des Einspruchs unseres Vereins dem Verbandsgericht zur Kenntnis und Stellungnahme mitteilte:

"Der Verbandsvorstand hat auf seiner gestrigen Sitzung die Angelegenheit eingehend bearbeitet und beschlossen, diese Angelegenheit an Sie heranzutragen mit der freundlichen Bitte, sie zu bearbeiten und uns Ihre Stellungnahme baldmöglichst zuzustellen.

Zu Ihrer Orientierung teilen wir Ihnen mit, dasß der Friedrichstädter TV von 1865 seine Fußballabteilung aufgelöst hat und diese sich als Verein Blau-Gelb Friedrichstadt neu gegründet hat. Diese Neugründung ist uns als Verband bis heute nicht gemeldet worden. Der Verein hat die Aufnahmegebühr von 25 DM an uns nicht überwiesen und daher unser Aufnahmebestätigungsschreiben nicht erhalten. Der Verein Blau-Gelb Friedrichstadt gehört also bis dato unserem Verbande nicht an. Auf dem Bezirkstag des Bezirks II am 23. Juli 1952 in Flensburg war der Verein Blau-Gelb Friedrichstadt anwesend und hat an der Abstimmung teilgenommen.

Weiter hat die Bearbeitung dieser Angelegenheit durch den Verbandsvorstand ergeben, daß die Einladungen seitens des Bezirks II des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes e.V. an die Vereine zu spät herangetragen worden sind, und zwar aus dem Grunde, weil die Einladungen vom Bezirk II zum Teil über die Kreisfußballverbände gepostet wurden."

Da alle unsere Bemühungen, die Beschlüsse des außerordentlichen Bezirkstages auf Grund der satzungswidrigen Vorgänge illusorisch zu machen, nicht geglückt sind, so blieb uns nichts anderes übrig, als unter dem 22. August 1952 mit Hilfe von befreundeten Vereinen einen abermaligen außerordentlichen Bezirkstag zu beantragen, was mit Hilfe von einem Drittel der erforderlichen Stimmen geschehen ist. Dem Antrag auf Einberufung dieser außerordentlichen Tagung haben sich uns angeschlossen u.a. Frisia Husum, Nordmark Satrup, Vorwärts Schleswig, VfB Flensburg, Vorwärts Flensburg, TSV Sörup, TSV Sterup, TSV 1864 Bredstedt, TSV Tönning, HIF Husum und TSV Süderbrarup. Die Sachlage sieht nun so aus:

Innerhalb von zwei Wochen nach Eingang unseres Antrages beim Bezirksvorstand muß der außerordentliche Bezirkstag einberufen werden, und zwar so, daß die Vereine sieben Tage vor der Tagung im Besitz der Tagesordnung sind.

Am letzten Mittwoch hat der Bezirksvorstand in Flensburg getagt und beschlossen, den ordentlichen Bezirkstag für den 6. September in Flensburg einzuberufen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Wie es früher war

1. September

"Ich schwöre auf Achtzehn und bin so stolz darauf?"

   

Die Jugend ist unsere Zukunft - Wie es früher war

   

Meine Freude über den Sieg unserer Jungmannen im Landesendspiel am 29. Juni war unbeschreiblich. An diesem entscheidenden Sonntag hatte ich mich nicht aus dem Hause gerührt. Bei jeder Sportmeldung habe ich mein Rundfunkgerät angestellt, aber nichts war von Husum 18 zu vernehmen. Es war bedauerlich, daß der Ansager nicht vor der Reportage des Länderspiels kurz sagte: "Als Auftakt sahen wir das Endspiel der Jungmannen von Husum 18 und Heiligenhafen, das nach Verlängerung von Husum gewonnen wurde." Das hätte genügt.

Nun bekomme ich meine Heimatzeitung jeweils einen Tag später und mußte mich notgedrungen bis dahin gedulden. Ich traute meinen Augen nicht, als ich las, daß unsere Jungmannen vom Magistrat empfangen wurden. Dieser stolze Sieg darf unter keinen Umständen dazu führen, auf den Lorbeeren auszuruhen. Der Kampf geht weiter, die Leistungen müssen noch besser werden, damit unsere Jungmannen zu gegebener Zeit bis zur Liga vorstoßen können.

Dann ist es so wie einst, als die jugendlichen Kameraden Karl Krieger, Hans Schöning, Karl Schladetzky, Otti Degenkolber, Hanni Lühmann, Mauschi Mißfeldt, Jan Kratochvil, Werner Lorenzen, Volquardsen und andere mehr in die Liga aufrückten und sich wunderbar geschlagen haben. Von Spiel zu Spiel wurde der Nachwuchs besser. Das war eine Läuferreihe mit Krieger, Mißfeldt und Schöning. Und dann Kalli Schladetzky im Zusammenwirken mit Otto Rahn auf dem linken Flügel, das machte Laune. Husum 18 stand damals an der Spitze des Nordkreises.

Früher wurde leider die Jugendarbeit wenig gefördert. Wer einigermaßen spielte, kam in die dritte Mannschaft. Er stieg je nach Können in die zweite auf. Entwickelte er sich noch besser, so erreichte er die erste Mannschaft. Es ist also äußerst wichtig, der Jugendarbeit besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn sich geeignete Männer für die Jugendarbeit finden, kann es um den Nachwuchs nicht schlecht bestellt sein. Ich möchte nicht versäumen, an dieser Stelle den Kameraden Nelkert, Nowack, Albertsen, Jürgens, Matthiesen und Thams zu danken, die sich stets mit Leib und Seele der Jugend hingegeben haben.

Wie oft habe ich nach verlorenen Spielen der Liga gehört, daß jemand sagte: "Das war das letzte Mal, ich melde mich ab." Wo bliebt da die Liebe zum Sport? An guten Tagen sind sie alle dabei, aber wenn es im Vereinsgeschehen einmal wackelt, dann gehen viele davon. Ein solches Verhalten kann sich nur nachteilig auf den Sport auswirken. Auf Regen folgt stets Sonnenschein. Wir haben manche Siege errungen, aber auch manche oft unverdiente Niederlage hinnehmen müssen.

Wir heute Alten blieben stets dabei, wir haben immer durchgehalten und werden dem Verein ... schließen mit den Worten aus unserem Vereinslied: "Ich schwör auf Achtzehn und bin stolz darauf."

Hermann Lex
leer  

1952

Husum 18

1. September

Stiftungsfest am 18. Oktober

   

Unser diesjähriges Stiftungsfest, das nach zweijährigem Ausfall bereits am 6. September stattfinden sollte, ist nunmehr auf den 18. Oktober festgesetzt worden. Diese Veranstaltung wird in unserem Vereinslokal, im Handwerkervereinshaus durchgeführt. Es ist anzunehmen, daß aus Mitgliederkreisen manche Anregung für die Ausgestaltung des Festes gegeben werden kann. Der Festausschuß ist für jede Mitarbeit dankbar.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. September

Kassenverwaltung

   

Alle bisherigen Sportplatz-Dauerausweise sind ab sofort ungültig. Anträge auf neue Dauerausweise sind unverzüglich an unseren ersten Kassenführer Hans Weinstein, Norderstraße 17, zu richten.

Wir wiederholen unsere Bitte um pünktliche Zahlung der Beiträge. Der vielseitige Sportbetrieb erfordert erhebliche Mittel. In diesem Zusammenhang möchten wir erwähnen, daß Vorauszahlungen sehr erwünscht sind. So hat unser in Rotenburg i. Hann. wohnender Hermann Lex, der bekanntlich zu den Gründern unseres Vereins gehört, die Beiträge für sich und seinen Enkel gleich für ein ganzes Jahr überwiesen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball allgemein

1. September

Kleine Fußball-Nußknackerei

   

Was sagen die Regeln? - Fragen und Antworten

   

Der von mehreren Seiten gegebenen Anregung in den Vereins-Nachrichten die Fußballregeln zu erörten, kommen wir sehr gern nach und bitten gleichzeitig um rege Beteiligung an diesem Frage- und Antwortspiel. Nehem wir folgende Vorgänge an:

Paul Anders schoß den Eckball von rechts herein. Der Ball sauste an den Pfosten und sprang zur Seite zurück. Erwin Panten knallte von halbrechts her nach und schß dabei dem Schiedsrichterneuling zufällig an den Kopf; vom Kopf der vorgehenden Schiedsrichters flog der Ball dummerweise ins Tor. "Tor", schrie Anders. Der Schiedsrichter pfiff und gab verärgert einen Freistoß für die Gegner-Mannschaft.

a) "Weil er mir an den Kopf geschossen hat", sagte der Schiedsrichter, "das war unsportlich."

b) "Er hätte auf Tor entscheiden müssen", meinte Herr Hansen, "denn der Schiedsrichter ist Luft."

c) "Ein Tor wäre ungerecht", warf Herr Wolf dazwischen, "er hätte Hochwurf geben sollen!"

d) "Der Schiedsrichter konnte das Tor nicht geben", sagte Herr Schrader, "denn er ist kein Spieler und der Ball wäre sowieso ausgegangen."

e) "Er darf weder einen Freistoß noch ein Tor geben", stellte Herr Peters fest, "er hätte Abstoß geben müssen; denn der Ball war praktisch aus, wenn auch innerhalb des Tores."

Was ist nun recht?

Die Begründung des Schiedsrichterneulings (a)? Die Meinung der Zuschauer Hansen (b), Wolf (c), Schrader (d) oder Peters (e)?

Die richtige Nuß hat natürlich Herr Hansen geknackt. Er kannte die Regeln am besten. Der Schiedsrichter ist tatsächlich "Luft", und wenn er zufällig angeschossen wird, geht das Spiel weiter, gleichgültig, was dann passiert. "Tor" ist also der richtige Entscheid!

Wilhelm Paulsen fragt an:

a) Ein Verteidiger rempelt einen Stürmer, der den Ball führt, einen halben Meter vor der Strafraumgrenze regelwidrig. Beide Spieler kommen im Strafraum zu Fall. der Schiedsrichter pfeift.
Das Vergehen wurde außerhalb des Strafraumes begangen. Direkter Freistoß.

b) Die verteidigende Partei erhält einen Freistoß wegen Handspiels außerhalb des Strafraumes. Ein Verteidiger will den Ball zum Torwart zurückspielen, der den Ball verfehlt, so daß er unberührt ins Tor rollt. Wie mußte der Schiedsrichter entscheiden?
Antwort: Eckball. Aus einer Regelwidrigkeit darf der übertretenden Mannschaft kein Vorteil erwachsen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball Schiedsrichter

1. September

Schiedsrichterlehrgang in Kürze

   

Der Kreis-Schiedsrichterausschuß wird in nächster Zeit einen Lehrgang durchführen. Meldungen hierfür sind umgehend an den Kreis-Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen, Husum, Hebbelstraße 21, zu richten. Besonders erwünscht ist die Teilnahme ehemaliger Aktiver.

Gegenwärtig verfügt Husum 18 über fünf zugelassene (geprüfte) Schiedsrichter.
1. Hermann Bahnsen (Landesebene)
2. Ernst Gosch (Bezirksebene)
3. Walter Lockenwitz (Bezirksebene)
4. Wilhelm Jürgens (Kreisebene)
5. Otto König (Kreisebene)

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. September

Unser Mitglied Lothar Strehlow, der erste Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Husum-Eiderstedt, Husum, Am Gallberg 5, hat jetzt Telefonanschluß. Seine Fernsprechnummmer lautet 2340.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. September

Gegen Rantrum und Leck

   

Mit Rücksicht auf den verspäteten Beginn der neuen Fußballpunktserie haben wir sowohl für den 31. August als auch für den 7. September noch Privatspiele abgeschlossen. Ursprünglich sollte unsere Liga am 31. August gegen SIF in Schleswig spielen.

An diesem Sonntag spielen wir auf unserem Platz um 10.30 Uhr gegen TSV Rantrum. Die Rantrumer bringen auch ihre Schüler und Jugend mit.

Am Sonntag darauf erwarten wir den TSV Leck mit der Liga, den Schülern und Jugmannen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. September

Spiele im verflossenen Monat

   

Liga

   
2. August in Heide gegen Heider SV 0:2 (0:1)
3. August in Flensburg gegen Vorwärts 3:6 (0:2)
9. August in Husum gegen Frisia 3:1 (1:1)
10. August in Husum gegen SIF Schleswig 5:3 (1:1)
17. August in Rendsburg gegen RTSV 2:3 (0:0)
24. August in Husum gegen Frisia Res. 10:2 (6:1)

I. Jungmannen

17. August in Rendsburg gegen RTSV 9:1 (4:0)
24. August in Tönning gegen Tönninger Auswahl 12:2

II. Jungmannen

9. August in Husum gegen Frisia 4:1 (2:0)

Schüler

9. August in Husum gegen Frisia 3:6 (1:3)
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. August

Neuer "Ligaspieler"?

Unser Schriftführer Max Nehlsen und seine Frau Inge haben ersten Familienzuwachs erhalten. Es ist ein gesunder, kräftiger Junge. Wir gratulieren

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Junioren-Fußball

1. September

Ein Kartengruß aus Schweden an unseren Jugendobmann gin ein von den drei Jungmannen Fentzahn, Peters und Westerwick, die bekanntlich im August an einer Nordlandreise des DFB teilgenommen haben.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. September

Vorstandssitzungen im September

3. September: Erweiterter Vorstand um 20:15 Uhr bei Johannes Detlefsen, Neustadt 106

24. September: Engerer Vorstand um 20.15 Uhr im Kaffee Hoyer, Norderstraße

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Öffentlichkeitsarbeit

1. September

Unsere Vereins-Nachrichten sind nun auch in den Fußball-Toto-Annahmestellen von Christian Ralfs, Süderstraße 1a, und Reimer, Markt 7, zu haben. Unsere Nachrichten werden an Interessierte kostenlos ausgeliefert.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. September

Immer ritterlich bleiben

Verschiedene Vorkommnisse auf unserem Sportplatz Marienhof geben dem Vorstand Veranlassung, sowohl unsere Spieler als auch die Besucher zu ermahnen. Es ist klar, daß nicht immer alle Spiele wie am Schnürchen laufen. Kann das aber ein Grund sein, um aus der Rolle zu fallen? Gar zu oft finden sich unter den Besuchern Menschen, die durch allerlei abfällige Äußerungen unseren Spielern die Freude nehmen. Das soll und darf nicht sein, wie wir andererseits erwarten, daß auch die Spieler sich Zurückhaltung auferlegen und alles vermeiden, was die Eintracht auf dem Platz stören könnte. Es bedarf sicherlich nur dieses Hinweises, um Spieler und Zuschauer auf den rechten Weg zu bringen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball

1. September

Einer für alle, alle für einen

In jeder Mannschaft ist bekanntlich jeder einzelne Spieler gleich wichtig. Es gibt keinen, der auf Grund seines Postens sagen könnte: Von meinem Posten hängt das Spiel ab, während dein Posten nicht so bedeutungsvoll ist. Wer das sagt, hat noch keine richtige Ahnung von den Spielzusammenhängen.

Vielfach hält man den Innensturm und die Verteidigung für besonders wichtig, während z.B. die beiden Seitenläufer und auch die Außenstürmer für weniger wichtig gehalten werden. Der Innensturm wird für wichtig gehalten, weil er unmittelbarer die Tore schießt, Torwart, Verteidiger und Stopper, weil sie unmittelbarer Tore verhüten. Dieses Urteil kommt daher, daß die Leistungen von Sturm und Deckung immer ins Auge springen. Von der Läuferreihe kann man das nicht so deutlich ermessen. Bei ihr kann man im allgemeinen weder unmittelbar sehen noch rechnerisch feststellen, was sie für die Mannschaft leistet, weil sie gewöhnlich weder direkt Tore schießt, noch direkt Tore verhütet. Aus diesem Grunde kommt man leicht zu den falschen Urteil, die Läuferreihe sei weniger wichtig.

Wenn ein Stürmer ein Tor schießt, so wird das oft fälschlicherweise ihm allein gutgeschrieben. Er allein erntet den Ruhm, er allein erhält Applaus und wird begeistert angestaunt. Dabei ist es aber doch so, daß ihm der Ball zugespielt wurde, sonst hätte er nicht schießen können. Auf alle Fälle kam der Ball, wenn auch nicht im letzten, so doch im vor- oder vorletzten Zug aus der Läuferreihe. Der Stürmer hat also durchaus nicht das alleinige Verdienst an Erfolgen. Beteiligt an den Toren sind immer alle Spieler der Mannschaft. Der Torschütze ist gewöhnlich nur der Vollstrecker dessen, was seine Kameraden und er vorher gemeinschaftlich leisteten. In jedem Spiel ist kein Zug, kein Stoß und keine Handlung ohne allgemeine Bedeutung.

Der geringste Fehler, den ein Läufer macht und den er nicht tragisch nimmt, weil der Vorfall im scheinbar „ungefährlichen Mittelfeld“ des Platzes geschieht, kann vielleicht später zum Verlust eines Tores führen. Macht ein Verteidiger oder der Torwart einen kleinen Fehler, dann gibt es oft unmittelbar darauf ein Tor. Der Fehler wird in diesem Falle in seiner Bedeutung und Gefährlichkeit also sofort offenbar. Beim Läufer jedoch bleibt die gleiche Schwere des Fehlers oft verschleiert, weil nicht unmittelbar darauf ein Tor die Folge ist. Für das Spielergebnis aber bleibt es gleich, ob die Gefährlichkeit des Fehlers sofort oder erst in Minuten in Form eines Torverlustes spürbar wird.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball

1. Oktober

Herbstserie bis zum 21. Dezember

Klasseneinteilung und Spieltermine - Was jeder wissen muß

Die neue Fußballrunde im Bezirk und in den Kreisklassen hat am 14. September begonnen, sie läuft inzwischen auf Hochtouren, soweit aus Mangel an Meldungen der Spielverkehr in einzelnen Klassen sich nicht in bescheidenen Grenzen halten muß. Nicht alle unsere Mannschaften sind aus diesem Grunde vollbeschäftigt.

Immer wieder zeigt es sich, daß weder Spieler noch Vereins-Fußballobmänner und Betreuer der Mannschaften mit den Spielbestimmungen genügend vertraut sind. Nur durch genaue Kenntnis der Satzungen des Verbandes und der Fußballregeln kann man sich vor unliebsamen Überraschungen schützen. Die Jugendwarte der Vereine werden besonders darauf hingewiesen, daß die Satzungen des Verbandes und die Jugend-Fußballordnung genauestens zu beachten sind. Jede Jugendmannschaft muß von einem Erwachsenen begleitet werden.

In Kürze wird ein Schiedsrichterlehrgang stattfinden, zu dem für jede gemeldete Mannschaft ein Schiedsrichter zu stellen ist. Spielberichte sind nicht nur für jedes Punktspiel, sondern auch für jedes Freundschaftsspiel der ersten und zweiten Kreisklasse auszufüllen. Verwarnungen, Herausstellungen und die Namen der Spieler, deren Pässe fehlen oder nicht mit Lichtbild versehen sind, müssen vermerkt werden. Für jedes Punktspiel ist, auch wenn der Gegner und Schiedsrichter nicht erschienen sind, vom Spielführer der antretenden Mannschaft ein Spielbericht auszufüllen.

Die platzbauenden Vereine sind verpflichtet, den Schiedsrichter mindestens 3 Tage vorher vom Spielbeginn in Kenntnis zu setzen. Erscheint zu einem Punktspiel der Schiedsrichter nicht, so haben sich beide Mannschaften auf einen anderen anwesenden Schiedsrichter zu einigen. Ist kein geprüfter Schiedsrichter anwesend, so hat ein Vereinsmitglied die Leitung des Spiels zu übernehmen. Über die Wertung entscheidet dann der Spielausschuß. Auf alle Fälle muß der Kampf, wenn mindestens acht Spieler jeder Mannschaft anwesend sind, durchgeführt werden. In diesen Richtlinien, die dder Kreisfußballverband Husum-Eiderstedt bekanntgibt, heißt es u.a. weiter, daß Spielverlegungen nur mit dem schriftlichen Einverständnis des Gegners möglich sind, sie müssen eine Woche vor Austragung der Spiele beim Kreis beantragt werden. Selbständige Spielverlegungen gelten als Nichtantreten beider Mannschaften und werden nicht nur durch Punktverlust, sondern auch durch eine Geldstrafe geahndet. Herausgestellte Spieler sind für das nächste Punktspiel, mindestens zehn Tage für alle Spiele, gesperrt. Die Sperre erlischt nach dem Ablauf des Tages, an dem ein Punktspiel stattfand. Der Spieler darf also bis zum nächsten Punktspiel an keinem Privatspiel teilnehmen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Oktober

Zwei bewährte Männer

Herbert Koch, einer unserer treuesten Anhänger, ist jetzt schon über 18 Jahre Mitglied. Von 1935 bis 1950 war er zweiter Vorsitzender, von 1935 bis 1942 Betreuer der Reserve. Weiterhin war er Mitglied des Bauausschusses und hat sich bei jeder Gelegenheit immer für die Belange des Vereins mit größtem Nachdruck eingesetzt. So ist es auch noch heute. Gegenwärtig ist er Mitglied des Vereins-Ehrengerichts, des Kreisgerichts und zweiter Vorsitzender im Bezirk Nord.

Arfast Carstens, Obmann des Spielausschusses, kam 1927 mit 14 Jahren zu uns und ist bereits 25 Jahre Mitglied. Von 1934 bis 1945 war er bei der Wehrmacht und spielte als Soldat bei Nordmark Flensburg, Olympia Neumünster und bei den Luftwaffen-Sportvereinen Prenzlau und Greifswald. Während seines Urlaubs wirkte er immer für unsere Farben. Nach Kriegsende spielte er in unserer Liga und anschließend in def Mannschaft der Altersklasse. Ein altes Knieleiden setzte 1950 seiner aktiven Laufbahn ein Ende. 1951 wurde er Schriftführer im Spielausschuß und 1952 dessen Vorsitzender.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball

1. Oktober

Ehe wir hier auf das Meldeergebnis und die Spieltermine eingehen, möchten wir auf zehn Gebote diejenigen hinweisen, die es angeht:
1. Trainiere selten; so wirst du Meister. Wenn schon, komme eine halbe Stunde zu spät, Pünktlichkeit ist kleinlich.
2. Bei Regenwetter habe immer eine Ausrede. Nur Dummköpfe kommen zu jeder Zeit.
3. Lasse dich recht viel auf Solospiel ein. Das wird deine Mitspieler begeistern, weil sie dann nicht so oft in den Besitz des Balles gelangen.
4. Laufe niemals frei, das ist unvornehm gegen den Gegner, weil er sonst niemals an den Ball kommt. Bleibe stehen und döse.
5. Wenn ein Kamerad etwas im Spiel verdorben hat, dann sage ihm die Wahrheit wie beispielsweise „Du Idiot!“.
6. Wenn du selbst eine große Chance verpaßt hast, entschuldige dich mit „Pech gehabt“ und greife zum Schuh, denn er war schuld!
7. Vom Abseits brauchst du nichts zu verstehen. Es genügt, daß du „Abseits“ schreist, wenn der Gegner im Angriff ist.
8. Am Schiedsrichter lasse kein gutes Haar. Er ist bestochen, er ist ein „Schieber“ und trägt allein die Schuld, wenn ihr verliert.
9. Mit geputzten Schuhen zum Spiel zu kommen wäre lächerlich. Mit Dreck und Speck - so ist es richtig.
10. Spielabsagen sollten in letzter Minute erfolgen, damit die Benachrichtigung eines Ersatzmannes nicht mehr möglich ist.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Öffentlichkeitsarbeit

1. Oktober

Ernste Worte

Das Interesse unserer Mitglieder und Freunde an den Vereins-Nachrichten ist erfreulich groß, aber die Mitarbeit aller Amtspersonen ist inzwischen auf dem Nullpunkt angelangt. Bis zum 25. September, dem Tage des Einsendeschlußes, lag von den Ausschüssen trotz aller Aufforderungen nicht eine Zeile vor. Dieser unhaltbare Zustand gefährdet die pünktliche Herstellung der Vereins-Nachrichten. Von keinem Ausschuß werden große Ausarbeitungen verlangt, es genügen Mitteilungen in Stichworten, wenn sie nur rechtzeitig eingehen. Jugendabteilung, Tischtennisabteilung und Festausschuß haben sich völlig in Stillschweigen gehüllt. Unsere Mitglieder haben ein Anrecht darauf, über alle Vereinsvorgänge unterrichtet zu werden. Das ist aber nur durch rege Mitarbeit zu erreichen, die wir allen, die es besonders angeht, nochmals dringend ans Herz legen.

Wilhelm Wanger, 1. Vorsitzender
Kurt Klawitter, Presse- und Propagandawart
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Nach dem vorliegenden Meldeergebnis sind auf Bezirks- und Kreisebene insgesamt 85 Mannschaften an den Rundenspielen beteiligt, die auf die Vereine sich folgendermaßen verteilen:

Bezirksliga (16 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum TSV 1864 Bredstedt
Blau-Weiß Friedrichstadt Vorwärts Flensburg Rasensport Schleswig
TSV Friedrichsberg SIF Schleswig Nordmark Satrup
TSV Kappeln TSV Westerland VfB Nordmark Flensburg
MTV Leck Rot-Weiß Niebüll Glücksburg 09
TSV Rantrum    

Bezirksklasse Jungmannen (13 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum Blau-Weiß Friedrichstadt
Rot-Weiß Niebüll Vorwärts Flensburg VfB Nordmark Flensburg
Rasensport Schleswig

Schleswig 06

Nordmark Satrup
TSV Friedrichsberg TSV Kappeln SIF Schleswig
MTV Leck    

Erste Kreisklasse (8 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum TSV Langenhorn
TSV 1864 Bredstedt TSV 1928 Tönning IF Husum
IF Tönning TSV Norderstapel  

Zweite Kreisklasse (3 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum IF Tönning

Altersklasse  (3 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum TSV 1864 Bredstedt

Kreisklasse Jungmannen (4 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum TSV 1864 Bredstedt
TSV 1928 Tönning    

Kreisklasse Jugend (5 Mannschaften)
Husum 18 IF Husum TSV 1864 Bredstedt
IF Tönning TSV Rantrum  

Kreisklasse Schüler (4 Mannschaften)
Husum 18 IF Husum TSV 1864 Bredstedt
TSV 1929 Tönning    

Kreisklasse Knaben (3 Mannschaften)
Husum 18 IF Husum TSV 1864 Bredstedt

Zusätzliche Jugendspiele im Kreis:

Jugendstaffel Husum

Jungmannen (2 Mannschaften)

Husum 18 TSV Rantrum  
Jugend (3 Mannschaften)
Husum 18 Frisia Husum IF Husum
Schüler (3 Mannschaften)
Husum 18 TSV Rantrum IF Husum
Knaben (4 Mannschaften)
Husum 18 TSV Rantrum IF Husum
Frisia Husum    

Jugendstaffel Eiderstedt

Jungmannen (2 Mannschaften)

TSV 1928 Tönning IF Tönning  
Jugend (4 Mannschaften)
TSV 1928 Tönning IF Tönning TSV Oldenswort
TSV Witzwort    
Schüler (2 Mannschaften)
TSV 1928 Tönning IF Tönning  
Knaben (2 Mannschaften)
TSV 1928 Tönning IF Tönning  

Jugendstaffel Husum Nord

Jugend (4 Mannschaften)
TSV 1864 Bredstedt TSV Langenhorn  
Schüler (2 Mannschaften)
TSV 1864 Bredstedt TSV Langenhorn  

In dem anschließenden Spielplan sind nur die Spiele aufgeführt, an denen unsere Mannschaften beteiligt sind. Die zusätzlichen Jugendspiele auf Kreisebene werden aus Ersparnisgründen in drei Staffeln (Eiderstedt, Husum und Husum-Nord) durchgeführt. Für die Herbstserie sind im einzelnen folgende Treffen angesetzt:

Bezirksliga
5.10.: Husum 18 - SIF Schleswig  (Jansen)
12.10.: VfB Nordmark Flensburg - Husum 18 (Koch)
19.10.: Vorwärts Flensburg - Husum 18 (Valbert)
26.10.: Husum 18 - Glücksburg 09 (Daumann)
2.11.: Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 (Malz)
9.11.: Husum 18 - Vorwärts Schleswig (Valbert)
16.11.: Blau-Weiß Friedrichstadt - Husum 18 (Koch)
23.11.: Husum 18 - Friedrichsberg (Schlegel)
30.11.: Husum 18 - Frisia Husum (Malz)
7.12.: Bredstedt - Husum 18 (Koch)
14.12.: Husum 18 - Satrup (Asmussen)
21.12.: Husum 18 - Westerland (Dethlefs)

Jungmannen-Bezirksklasse
5.10.: Husum 18 - SIF Schleswig  (Lockenwitz)
12.10.: VfB Nordmark Flensburg - Husum 18 (Schlegel)
19.10.: Vorwärts Flensburg - Husum 18 (Asmussen)
26.10.: Husum 18 - Flensburg 08 (Gosch)
2.11.: Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 (Koch)
9.11.: Husum 18 - Vorwärts Schleswig (Gosch)
16.11.: Blau-Weiß Friedrichstadt - Husum 18 (Bahnsen)
23.11.: Husum 18 - Friedrichsberg (Lockenwitz)
30.11.: Husum 18 - Frisia Husum (Gosch)
7.12.: Husum 18 - Schleswig 06 (Bahnsen)
14.12.: Husum 18 - Satrup (Zielonka)

Erste Kreisklasse
5.10.: IF Husum - Husum 18 (Hippel)
12.10.: Husum 18 - Norderstapel (A. Langholz)
19.10.: TSV Tönning - Husum 18 (Verhagen)
7.12.: Bredstedt - Husum 18 (Pahl)

Zweite Kreisklasse
2.11.:: Husum 18 - Frisia Husum (Jürgensen)
16.11.: IF Tönning - Husum 18 (de Ree)

Altersklasse
5.10.: Bredstedt - Husum 18 (Verhagen)
12.10.: Husum 18 - Frisia Husum (Koch)

Jungmannen-Kreisklasse
5.10.: Bredstedt - Husum 18 (Verhagen)
19.10.: TSV Tönning - Husum 18 (—)
30.11.: Husum 18 - Frisia Husum (Pahl)

Jugend-Kreisklasse
5.10.: Bredstedt - Husum 18 (Petersen)
9.11.: IF Husum - Husum 18 (Schaaschmidt)
30.11.: Husum 18 - Frisia Husum (Pahl)

Schüler-Kreisklasse
5.10.: Bredstedt - Husum 18 (Verhagen)
9.11.: IF Husum - Husum 18 (Schaaschmidt)

Knaben-Kreisklasse
5.10.: Bredstedt - Husum 18 (—)
9.11.: IF Husum - Husum 18 (Schaaschmidt)

Zusätzliche Jugend-Rundenspiele im Kreis Jugendstaffel Husum

7.12.: Husum 18 - Rantrum (Jungmannen)
  Husum 18 - Rantrum (Schüler)
  Husum 18 - Rantrum (Knaben)
14.12.: Husum 18 - Frisia Husum (Jugend)
21.12.: Husum 18 - IF Husum (Jugend)
  Husum 18 - IF Husum (Schüler)
  Husum 18 - IF Husum (Knaben)
Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball

1. Oktober

Training unerläßlich

Mit dem uns zur Verfügung stehenden Spielermaterial läßt sich weit mehr erreichen, wenn wir endlich jeden Pessimismus ablegen und wieder vertrauensvoller in die Zukunft blicken. Vielleicht war die erste Punktniederlage heilsam genug, um unsere Spieler aufzurütteln, die viel mehr können, als sie im Kampf gegen Leck (3:4) unter Beweis stellten. Entscheidend ist ein ernstes Training, das im Augenblick leider nicht so gewährleistet ist, wie man es wünschen muß. Wir hoffen aber zuversichtlich, daß die Trainingsfrage im Laufe dieses Monats zufriedenstellend gelöst wird. Das soll nun keineswegs bedeuten, daß wir bis dahin die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil, auch jetzt muß eisern trainiert werden. Wenn jeder den Ernst der Lage begreift, dann kann uns nicht nur die Bezirksmeisterschaft, sondern auch der Wiederaufstieg glücken.

Wenn der Spielausschuß in die Liga neue Spieler hereinnimmt, so ist für ihn selbstverständlich nur das Leistungsprinzip entscheidend. Der bessere Spieler muß immer den Vorzug haben. Wesentlich ist aber auch die Frage, welcher Spieler für die Pflege der Kameradschaft und für den Zusammenhalt die besseren Voraussetzungen erfüllt.

Alle Spieler können versichert sein, daß der Spielausschuß der Aufstellung immer besondere Aufmerksamkeit schenkt. Ihr wißt selbst, daß die Spitzenmannschaft das Aushängeschild des Vereins ist. Von ihrer Leistung hängt unendlich viel ab, das gilt aber auch gleichermaßen für den Nachwuchs, der berufen ist in die Bresche zu springen, wann immer es erforderlich ist.

Arfast Carstens
leer  

1952

Fußball regional

1. Oktober

Es ist etwas faul ...

Vor den neuen Rundenspielen übermittelte der Pressewart des Bezirks Nord, Hansen, Flensburg, allen Vereinen ein Schreiben, in dem er um die Beantwortung von sechs Fragen bat. Unser Vereinspressewart hat selbstverständlich die erbetene Antwort erteilt, aber an das Rundschreiben einige nötige Bemerkungen geknüpft, die wir unseren Mitgliedern nicht vorenthalten wollen. Unser Vereinspressewart schrieb u.a.:

„Meines Erachtens kann dem Bezirkspressewart niemals zugemutet werden, daß er seine selbstverständlich ehrenamtliche Tätigkeit auch auf Spielberichte ausdehnt. Die im Husumer Kreisgebiet erscheinenden Zeitungen entsenden zu den jeweiligen Veranstaltungen ihre eigenen Mitarbeiter. Außerdem gehen den Blättern alle die Öffentlichkeit interessierenden Nachrichten durch unsere Pressestelle direkt zu. Der Bezirk kann uns da kaum behilflich sein. Der Umweg über ihn ist nicht nur zeitraubend, sondern auch unzweckmäßig. Diese unsere bisherige Handhabe hat sich als sehr nützlich erwiesen. Aufgabe des Bezirkspressewarts kann es nur sein, alle Vorgänge innerhalb des Bezirksvorstandes und der einzelnen Ausschüsse, die dem Fußballsport von Nutzen sind, der im Bezirk erscheinenden Presse kostenlos zuzuleiten. Für Porto, Papier usw. stehen sicherlich Etatmittel zur Verfügung. Wenn das nicht der Fall ist, müßten sie sofort bereitgestellt werden. So ist es auch in anderen Verbänden der Fall. Ich kann mir kaum denken, daß der Verbandspressewart bei Veranstaltungen auf ihren Ebenen mit gleichen Ansinnen an die beteiligten Vereine herantreten.“

Hansen verlangt „nur“, daß nach jedem Bezirksspiel der Pressewart unseres Vereins sich am Sonntagnachmittag zur Verfügung hält, um auf seinen Anruf ihm fernmündlich einen Spielbericht mit Torschützen usw. zu übermitteln. Das haben wir selbstverständlich abgelehnt, ohne Herrn Hansen im entferntesten in seiner Arbeit für den Bezirk behindern zu wollen. Alle für den Bezirk wichtigen und wertvollen Angaben über die Spiele gehen aus den Schiedsrichterberichten hervor, die nach jedem Spiel dem Bezirk übermittelt werden müssen. Zu welchen Zwecken benötigt Herr Hansen diese Angaben fernmündlich? Führt er diese Ferngespräche auf Kosten des Bezirks? Wenn ja, dann muß ihm dieses Handwerk sofort gelegt werden. Oder benutzt Herr Hansen seine ehrenamtliche Tätigkeit im Bezirk etwa zu Privatgeschäften? Gegen eine journalistische Tätigkeit Hansens privat wollen wir nichts einwenden. Wir müssen es aber entschieden ablehnen, daß er sich den Anschein gibt, als handle es sich bei diesen von ihm verlangten fernmündlichen Auskünften um einen Bezirksauftrag, wie es aus seinem Schreiben hervorgeht.

Wir werden in dieser Angelegenheit bemüht sein, Klarheit zu schaffen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußballregeln

1. Oktober

Kleine Fußball-Nußknackerei

Was sagen die Regeln? — Fragen und Antworten — Zweite Folge

In Fortsetzung unserer „Nußknackerei“ bringen wir heute folgende Fragen und Antworten:

1. Freistoß im Strafraum: Der Verteidiger will den Ball schlagen, tritt in den Boden, berührt den Ball und fällt. Der Ball rollt etwa drei Meter weit und befindet sich noch im Strafraum. Ein Stürmer kommt angelaufen, da schlägt der am Boden liegende Verteidiger den Ball mit der Hand weg. Wie ist zu entscheiden?
Antwort: Wiederholung, der Ball ist erst im Spiel, wenn er den Strafraum verlassen hat.

2. Abstoß: Die Verteidigung von B ist bis in die Spielhälfte von A aufgerückt. In der Spielhälfte von B stehen nur der Torwart von B und der Mittelstürmer von A. Der Abstoß kommt zum Mittelstürmer von A, der ins Tor schießt. Wie ist zu entscheiden?
Antwort: Das Tor ist anzuerkennen, denn beim Abstoß ist Abseits aufgehoben.

3. Strafstoß: Dürfen Spieler beim Strafstoß hinter der Torlinie stehen?
Antwort: Nein, Spieler müssen außerhalb des Strafraums stehen, jedoch im Spielfeld.

4. Eckball: Der am Torpfosten stehende Torwart wird von einem Gegner gesperrt. Der Ball geht unmittelbar ins Tor. Der Torwart konnte den Ball nicht erreichen, weil ihn der sperrende Spieler daran hinderte. Außer dem Torwart und dem sperrenden Gegner befand sich niemand auf der Torlinie. Wie ist zu entscheiden?
Antwort: Tor! Abseits ist beim Eckball aufgehoben, der Torwart durfte gesperrt werden.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball Schiedsrichter

1. Oktober

Schiedsrichterlehrgang

Es wird nochmals an die Meldungen für den Kreisschiedsrichterlehrgang erinnert. Für jede gemeldete Mannschaft ist die Namhaftmachung eines Fußballschiedsrichters erforderlich. Die Meldungen sind unverzüglich zu richten an den Kreisschiedsrichterobmann Hermann Bahnsen, Husum, Hebbelstraße 21.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Zahlenspiegel der letzten Wochen

Bezirksliga (Spielführer: Karl Etteldorf, Mannschaftsabetreuer: Hugo Huß)
31.8. gegen TSV Rantrum 4:1 (2:0) in Husum (privat)
7.9. gegen MTV Leck 5:0 (3:0) in Husum (privat)
14.9. gegen MTV Leck 3:4 (1:1) in Leck (Punktspiel)
21.9. gegen TSV Kappeln 2:0 (0:0) in Husum (Punktspiel)
28.9. gegen TSV Rantrum 6:2 (4:2) in Rantrum (Punktspiel)
  5 Spiele, 4 Siege, 20:7 Tore
Torschützen: Grabert (9), Schröder (2), Sönnichsen (2), Wulff (2), Etteldorf (1), Gärtner (1), Panten (1)

Ib-Mannschaft (Spielführer: Eberhard Exner, Mannschaftsbetreuer: Hermann Lorenzen) 10
10.8. gegen SIF Schleswig 5:2 (2:1) in Husum (privat)
24.8. gegen Frisia 10:2 (6:1) in Husum (privat)
31.8. gegen TSV 1928 Tönning 1:6 (1:3) in Tönning (privat)
7.9. gegen Blau-Weiß Friedrichstadt 2:0 (1:0) in Friedrichstadt (privat)
14.9. gegen Frisia 4:1 (3:1) in Husum (Punktspiel)
21.9. gegen TSV Langenhorn 11:0 (2:0) in Husum (Punktspiel)
28.9. gegen IF Tönning 5:1 (2:1) in Tönning (Punktspiel)
  7 Spiele, 6 Siege, 38:12 Tore
Torschützen: Ziewitz (9), Dietze (8), Köster (7), Köpke (6), Neupert (3), Skubsch (2), Roscher (2), Jessen (1)

Für die Bezirksliga stehen zur Verfügung:

Tor:

Karl-Ernst Nehlsen, Georg Jessen
Verteidiger und Läufer: August Carstens, Helmuth Dietze, Karl Etteldorf, Eberhard Exner, Helmuth Huß, Hans Jürgensen, Erwin Panten, Gerhard Präger, Günther Präger, Manfred Schulze, Heinz Skubsch, Johannes Wulff
Stürmer: Paul Anders, Kurt Braatz, Kurt Gärtner, Arthur Grabert, H. Jürgen Klima, Joachim Köpke, Otto Köster, Lothar Muschinsky, Peter Neupert, Otto Petersen, Otto Roscher, Max Sönnichsen, Georg Zier, Hans Ziewitz

... und für die Ib:

Paul Anders, Helmuth Dietze, Horst Dumbke, Eberhard Exner, Helmuth Huß, Georg Jessen, Hans Jürgensen, Otto König, Joachim Köpke, Peter Neupert, Günther Präger, Manfred Schulze, Heinz Skubsch, Hans Ziewitz


Neue Trainingszeiten

Mit Rücksicht auf die Jahreszeit ist nunmehr der Trainingsbetrieb ganz in die Halle verlegt worden. Es wurden folgende Zeiten festgelegt:
Männer: Jeden Mittwoch ab 20.15 Uhr in der alten Turnhalle an der Freiheit
Jugend: Jeden Mittwoch und Freitag ab 17.30 Uhr in der alten Turnhalle an der Freiheit


Heide kommt am 19. November

Das schon mehrfach geplante Rückspiel der Heider SV in Husum wird nunmehr am Buß- und Bettag (19. November) in Marienhof zum Austrag kommen. Unsere Bezirksliga steht vor keiner leichten Aufgabe.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Oktober

Ihre Wahl erfolgte einstimmig

In unserer Mitgliederversammlung am 9. September konnten erfreulicherweise wieder zahlreiche Neuanmeldungen bekanntgegeben werden (siehe Mitgliederbewegung). In den Fußballausschuß wurde Otto Hackbarth gewählt, in den Ehrenausschuß Max Struwe. Beide Männer wurden einstimmig gewählt. Unser ehrenamtlicher Geschäftsführer Walter Pethke berichtete ausführlich über den letzten außerordentlichen Bezirkstag in Hamburg, der sich mit großer Mehrheit für eine 16er Staffel der Bezirksliga entschied und bemängelte, das wenig erfreuliche Verhalten des Rechtsanwalts Karl-Heinz Hinrichs, Leck, und des Arztes Dr. Karl Alslev, Schleswig.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Oktober

Nächste Vorstandssitzungen

3. Oktober: Engerer Vorstand um 20 Uhr bei unserem ersten Vorsitzenden

17. Oktober: Erweiterter Vorstand um 20 Uhr Hotel „Zur grauen Stadt am Meer“

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Oktober

Stiftungsfest am 19. Oktober

Nach vielfachen Überlegungen ist der Vorstand überein gekommen das Stiftungsfest vom 18. Oktober auf den 19. Oktober zu verlegen. Wir bitten unsere Mitglieder und Freunde sich diesen Tag freizuhalten und gute Laune mitzubringen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Friesenstadion

1. Oktober

Stadionweihe am 27. Juni

Das im Bau befindliche Stadion in dem neuen Husumer Stadtteil Dreimühlen wird bis zur 300-Jahrfeier im nächsten Sommer betriebsfertig sein. Die offizielle Einweihungsfeier ist für den 27. Juni vorgesehen. Einzelheiten über das sportliche Programm dieses Tages liegen noch nicht fest.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Schlachtenbummler rechtzeitig melden!

Am 12. und 19. Oktober spielen wir mit unserer Bezirksliga und unseren Jungmannen in Flensburg. Die Vereinsleitung beabsichtigt aus diesen Anlässen Sonderfahrten durchzuführen. Alle Interessenten werden gebeten, sich rechtzeitig zu melden. Jede dieser Fahrten kostet etwa 2,60 DM.
Abfahrt vom Handwerkervereinshaus 12 Uhr. Ankunft in Husum etwa 19 Uhr. Anmeldungen sind zu richten an unseren Kassenführer Hans Weinstein, Norderstraße 17, oder fernmündlich unter Nr. 721.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Oktober

Mitgliederbewegung

   
Zugänge
1.

Bernbom, Gert, Nordhusumerstraße 67

2. Gärtner, Kurt, Friedrichstadt, Am Stadtfeld 29
3. Henningsen, Peter, Süderstraße 113
4. Hofeldt, Peter, Neustadt 108
5. Krüger, Lothar, Norderstraße 59
6. Meyer, Hans, Brüggemannstraße 25
7. Pahlke, W., Marienhof Lager 2
8. Thiede, Olaf, Jebensweg 4
9. Thomsen, Heinz, Friedrichstraße 33
10. Weinstein, Hedi, Norderstraße 17

Abgänge
1.

Gerold, Horst, Ludwig-Ohlsen-Straße 4


Unsere im August 1951 beschlossene Vereinssatzung besagt, daß austretende Mitglieder verpflichtet sind, noch für drei Monate vom Tage des Austritts Beiträge zu entrichten. Diese Bestimmung ist deshalb notwendig gewesen, weil Beiträge an übergeordnete Verbände und Zahlungen an die Unfallversicherung nicht sofort mit dem Tage des Austritts in Fortfall kommen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Oktober

Ingwersen und Kühne grüßen aus USA

Die jetzt in den Vereinigten Staaten von Nordamerika lebenden 18er Willy Ingwersen und Fritz Kühne haben uns einen Kartengruß übermittelt. Ingwersen freut sich über die regelmäßige Zustellung der Vereins-Nachrichten und ist begeistert über die Erfolge unserer Jungmannen. Seine Adresse lautet: Willie Ingwersen, 128 Calhoun Ave, Bronx 61. New York, USA.

Kurt Klawitter
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1952

Fußball überregional

1. November

DFB-Präsident Bauwens einst begehrtester Schiedsrichter

Dr. Peco Bauwens, der 65jährige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes und stellvertretende Präsident des Nationalen Olympischen Komitees bekam mit 14 Jahren den ersten Fußball vor die Füße. Auf der Kölner Oberrealschule war er um die damalige Zeit der erste und einzige Fußballspieler. 1904 schloß er sich dem Kölner SC 99 an und spielte bis 1921 in dessen erster Mannschaft, oft auch in der Kölner Städtevertretung und in der Elf des Westdeutschen Spielverbandes. Am 16. Mai 1910 stand Bauwens in der deutschen Nationalmannschaft, die gegen Belgien 0:3 unterlag.

Schon vor dem ersten Weltkrieg entdeckte er seine besondere Liebe für die Schiedsrichterei, doch seine große Zeit kam erst nach 1918. Er leitete über 30 Länderspiele und unzählige internationale Begegnungen. Er war einer der begehrtesten Pfeifenmänner. Seine große internationale Laufbahn begann am 30. April 1922 mit der Leitung des Länderspiels Ungarn gegen Österreich (1:1) in Budapest. Dieser Kampf wurde für Bauwens zu einem so bedeutsamen Erfolg, daß bald eine Einladung die andere jagte.

Nicht immer ging alles glatt. Im Januar 1923 wollte eine tobende Menge in Barcelona für ihn einen anderen „Toro“ haben. Barcelona verlor damals das erste Spiel auf eigenem Platz gegen Amateure Wien. Das Rückspiel am Tage darauf mußte natürlich gewonnen werden. Das ging aber erst, nachdem Bauwens das Spielfeld verlassen hatte, weil ein von ihm herausgesetzter Spieler nicht weichen wollte.

Dann sprang der Trainer des Gastgebers ein, der später, als er Barcelona längst wieder den Rücken gekehrt hatte, erklärte, daß er seine Spielleitung unbedingt auf einen Sieg von Barcelona einstellen mußte, denn sonst lebte er nicht mehr, weil die Leidenschaften der Katalonier keine Grenzen kennen.

Gelegentlich einer beruflichen Reise in die Türkei wurde Bauwens im Oktober 1925 eingeladen, das Spiel Türkei gegen Polen (1:2) zu leiten. der Kordon Soldaten, der um den Platz gezogen war, deutete darauf hin, daß man mit allen möglichen Zwischenfällen rechnen konnte. Dazu kam es aber nicht. Bauwens war der erste Schiedsrichter, der unbehelligt vom Platze kam und dem man sogar lebhafte. Beifall spendete.

Um die gleiche Zeit leitete er in dem türkischen Schwarzmeerhafen Samsun ein Spiel, das nach Regeln besonderer Art durchgeführt wurde. Es war amüsant zu sehen, wie neben den Spielern auch die umstehenden Muselmänner an dem Kampf teilnahmen. Dr. Bauwens berichtete, daß sie Einwürfe machten und beispielsweise beim Elfmeter alle um die Strafmarke herumstanden.

Ein Höhepunkt schiedsrichterlicher Leistung war sein zehnfacher Einsatz in einem Zeitraum von nur vier Wochen. Er leitete je ein Spiel in Breslau, Duisburg, Berlin, Rotterdam, Stockholm, in der schwedischen Hafenstadt Gävle und vier Spiel in der finnischen Hauptstadt Helsinki.

Aus der Vielzahl seiner Erlebnisse ist vor allem das Endspiel um die „Deutsche“ zwischen 1. FC Nürnberg und Hamburger SV (2:2 nach Verlängerung) im Juni 1922 im Berliner Grunewaldstadion zu erwähnen. Einige Spieler brachen damals vor Erschöpfung zusammen. Auch Dr. Bauwens versagten die Kräfte. Er raffte sich aber wieder auf, um dann nach einer Gesamtzeit von 190 Minuten den Kampf abzubrechen.

Nicht unerwähnt bleiben soll, daß Dr. Bauwens 1925 Mitglied ddes berratenden Komitees ader FIFA wurde, 1926 dessen Präsident und dazu ständiges Mitglied der obersten Rgelbehörde, die bis dahin Großbritannien allein gebildet hatte.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. November

Alle machen mit

Erforschung der „Volksmeinung“ — Letzter Termin 20. November

„Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann!“ So ist es in der Tat. Sehen wir uns nur in unserem engeren Kreise um, so müssen wir feststellen, daß die Meinungen oft weit auseinandergehen. Es wird immer Sportplatzbesucher geben, die diese oder jene Maßnahme des Spielausschusses für verfehlt halten. Wieviel leichter wäre es, wenn uns für jeden Posten der Liga nur überragende Könner zur Verfügung ständen. Wir wissen, daß dies nicht der Fall ist. Wir verfügen über eine Anzahl annähernd gleichwertiger Spieler. Der eine ist technisch besser, der andere hat größere Kampfkraft in die Waagschale zu werfen usw. Es ist deshalb schwer, immer die richtige Wahl zu treffen. Wie dem auch sein mag, sicher ist, daß die Männer des Spielausschusses, denen wir bei ihrer Wahl unser Vertrauen schenkten, immer nach bestem Wissen und Gewissen handeln und sich nur von sachlichen Erwägungen leiten lassen.

Nach Einverständnis mit dem Obmann unseres Spielausschusses wenden wir uns heute an die Öffentlichkeit, um einmal die „Meinung des Volkes“ zu erforschen. Wir richten an alle Mitglieder und Freunde die Bitte, sich an der Aufstellung der Liga zu beteiligen.

Das Ergebnis dieser Umfrage soll in der nächsten Ausgabe der Vereins-Nachrichten mitgeteilt werden. Die Antworten müssen bis zum 20. November 1952 im Briefumschlag mit der Aufschrift „Mannschaftsaufstellung der Liga“, unter Angabe des Absenders, eingegangen sein.
Einsendungen nehmen entgegen die Kassierer auf dem Sportplatz oder das Handwerkervereinshaus.

Wir hoffen, daß diese Umfrage eine rege Beteiligung findet.

Kurt Klawitter
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1952

Husum 18 / Fußball

1. November

Unsere Mannschaften im November

Ergebnisse der letzten Wochen — Altersklasse nicht Gegner

Bezirksliga
2.11. Rot-Weiß Niebüll Husum 18 (Malz)
9.11. Husum 18 Vorwärts Schleswig (Valbert)
16.11. Blau-Weiß Friedrichstadt Husum 18 (Koch)
23.11. Husum 18 Friedrichsberg (Schlegel)
30.11. Husum 18 Frisia Husum (Malz)

Jungmannen-Bezirksklasse
2.11. Rot-Weiß Niebüll Husum 18 (Koch)
9.11. Husum 18 Vorwärts Schleswig (Gosch)
16.11. Blau-Weiß Friedrichstadt Husum 18 (Bahnsen)
23.11. Husum 18 Friedrichsberg (Lockenwitz)
30.11. Husum 18 Frisia Husum (Gosch)

Zweite Kreisklasse
2.11. Husum 18 Frisia Husum (Jürgensen)
16.11. IF Tönning Husum 18 (de Ree)

Jungmannen- Kreisklasse
30.11. Husum 18 Frisia Husum (Pahl)

Jugend- Kreisklasse
30.11. Husum 18 Frisia Husum (Pahl)

Im verflossenen Monat erzielten unsere Mannschaften folgende Ergebnisse:

Bezirksliga
5.10.: Husum 18 SIF Schleswig  4:0 (2:0)
12.10.: VfB Nordmark Flensburg Husum 18 6:3 (2:2)
19.10.: Vorwärts Flensburg Husum 18 0:0
26.10.: Husum 18 Glücksburg 09 5:1 (1:1)

Erste Kreisklasse
12.10.: Husum 18 Norderstapel 17:1 (9:0)
19.10.: TSV Tönning Husum 18 3:5 (0:4)
26.10.: Husum 18 Blau-Weiß Friedrichstadt 10:0 (2:0)

In der ersten Kreisklasse kann unsere Reserve, die ihr letztes Herbstspiel erst am 7. Dezember in Bredstedt austrägt, von keiner der anderen Mannschaften mehr eingeholt werden. In der folgenden Tabelle ist das abgebrochene Spiel Frisia Reserve — IF Tönning nicht berücksichtigt. Es wird am 16. November wiederholt.

Vereine Spiele Tore Punkte
Husum 18 6 52:6 12:0
IF Tönning 4 18:13 6:2
Frisia Reserve 5 17:10 6:4
Langenhorn 4 9:18 5:3
TSV Tönning 5 16:19 3:7
Bredstedt Reserve 3 11:12 2:4
Norderstapel 6 19:46 2:10
Friedrichstadt Reserve 3 3:21 0:6

Jungmannen-Bezirksklasse
14.9. MTV Leck Husum 18 0:17 (0:7) 
21.9. Husum 18 TSV Kappeln 12:1 (3:1)
5.10. Husum 18 SIF Schleswig 13:0 (6:0)
12.10. Nordmark Flensburg Husum 18 0:4 (0:1)
19.10. Vorwärts Flensburg Husum 18 3:6 (2:2)
26.10. Husum 18 Flensburg 08 10:0 (2:0)


In der Spitzengruppe des 14er Feldes sieht die Gefechtslage nun so aus:

Vereine Spiele Tore Punkte
Husum 18 6 62:4 12:0
Rot-Weiß Niebüll 7 32:13 12:2
Schleswig 06 5 25:8 10:0
VfB Nordmark 5 28:6 8:2
Flensburg 08 6 26:19 8:4

Jungmannen-Kreisklasse
5.10. Bredstedt Husum 18 3:1 (2:0)
19.10. TSV Tönning Husum 18 5:0 (2:0)

Jugend-Kreisklasse
28.9. IF Tönning Husum 18 5:2 (2:1)
5.10. Bredstedt Husum 18 9:0 (4:0)

Schüler-Kreisklasse
5.10. Bredstedt Husum 18 2:1 (1:1)
19.10. TSV Tönning Husum 18 0:7 (0:3)
Kurt Klawitter
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1952

Husum 18 / Fußball

1. November

Zu wenig Spiele für die Altersklasse

Die Mannschaft unserer Altersklasse hat ihr erstes Herbst-Pflichtspiel gegen Frisia glatt und überlegen mit 6:1 (4:0) Toren gewinnen können, obwohl sie durch ein Mißverständnis nur zehn Spieler zur Stelle hatte. Schade, daß an der offiziellen Runde nur noch Bredstedt teilnimmt und somit der Betätigungsmöglichkeit enge Grenzen gezogen sind. Hoffentlich gelingt es dann und wann, in Verbindung mit den Spielen der Liga, unserer Altersmannschaft zu Freundschaftskämpfen zu verhelfen.

Unsere Elf stützt sich z.Z. auf folgende Spieler: Tor: Hugo Starken — Verteidiger: Henny Hansen, Willy Jürgens — Läufer: Georg Schleger, Edmund Wulf, Felix Nowack — Stürmer: Willy Gerkens, Otto Hackbarth, Hans Schöning, Gert Jacobsen, Walter Petersen

In Reserve stehen: Hermann Bahnsen, Otto Degenkolbe, Ernst Gosch, Ernst Grund, Otto Langholz, Ernst Mißfeld, Bernhard Nissen, Heinz Philipp

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Tischtennis

1. November

Obmann:

Hans Scholz, Hohle Gasse 8, Telefon 621

Übungsabende:

Montag und Donnerstag 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr (1. Mannschaft),  Mittwoch 19.30 bis 22.00 Uhr (alle sonstigen Spieler) in der Sportheimbaracke am Marienhofweg

Zwei Siege

Am 28. September weilte der TTC Grün-Weiß Eckernförde mit seiner II. Mannschaft in Husum zu Gast und trug einen Freundschaftskampf gegen eine kombinierte Mannschaft von Husum 18 und Husum 1875 aus. Die Farben von Husum 18 vertraten die Spieler: Haase, Tackmann und Thiele, und von Husum 1875: Petersen, Rönnau und Schiller. Nach ausgeglichenem Kampf gelang der Husumer Vertretung ein 9:7-Sieg über die starken Eckernförder.

Im Ortsrivalenkampf zwischen der II. Mannschaft des TSVH 1875 und der I. Mannschaft von Husum 18 gelang es unserer stark verbesserten Mannschaft nach bisher zwei Niederlagen erstmalig den Turnverein mit 10:6 zu schlagen. Unsere Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Tackmann, Ahrens, Muschinski, Röer, Haase, Thiele.

Zur Zeit werden mit etwa 20 Spielern die Vereinsmeisterschaften durchgeführt. In etwa 14 Tagen dürften die Spiele abgeschlossen sein. Bisher führt ohne Niederlage der Jungmann Otto Albertsen.

Hans Scholz
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1952

Husum 18

1. November

Aus der Arbeit des Vorstandes

Um allen Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, sich über die Arbeit des Vorstandes zu orientieren, hat der Vorstand auf seiner letzten Sitzung beschlossen, laufend Auszüge aus den Sitzungsprotokollen in den Vereins-Nachrichten zu veröffentlichen. Der Vorstand hofft, auf diese Weise in engeren Kontakt mit den Mitgliedern zu kommen. Für Vorschläge und Kritiken ist der Vorstand immer dankbar.

Kurt Klawitter

Vorstandssitzung am 10. Oktober

Der Vorstand befaßte sich erneut mit dem am 19. Oktober geplanten Stiftungsfest. Nach reiflicher Überlegung und längerer Debatte kam man überein, in diesem Jahr das Stiftungsfest ausfallen zu lassen, um es im nächsten Jahr umso würdiger zu begehen. Gelegenheit dazu bietet die 350-Jahrfeier der Stadt Husum und das dann 35jährige Bestehen unseres Vereins. Es ist geplant, dieses Fest am 28. Juni 1953, dem Tage der Einweihung des neuen Sportplatzes, zu veranstalten. Da sich zum Husumer Heimatfest auch schon alte Mitglieder des Vereins aus Übersee angemeldet haben, verspricht dieses Fest ein Höhe zu werden. Um aber die kameradschaftliche Verbundenheit aller Mitglieder weiter zu pflegen, wurde vorgeschlagen, statt des Stiftungsfestes ein geselliges Beisammensein mit Musik und Tanz im Vereinslokal zu veranstalten.

Die in einer Sitzung des vorbereitenden Sportausschusses der Stadt für die 350-Jahrfeier erörterten einschlägigen Fragen sind auch für uns von Interesse. Husum 18 war in dieser Sitzung durch unsere Vorstandsmitglieder Carstens und Weinstein vertreten, die über die für den 28. Juni geplante Stadionweihe berichteten. Vorgesehen ist einstweilen folgendes Programm: Marsch der Mitglieder aller Sportvereine vom Marktplatz zum Stadion. Feierliche Übergabe der Sportplätze an die Vereine. Anschließend Fußballspiel gegen eine namhafte deutsche Spitzenmannschaft. Dieser Kampf soll durch leichtathletische und turnerische Wettbewerbe und Vorführungen umrahmt werden.

Anschließend besprach der Vorstand eingehend die Trainerfrage. Es herrschte Einmütigkeit darüber, daß etwas geschehen muß. Nachdem sich der frühere Heider Ligaspieler und Trainer Seehausen in einem Schreiben bereit erklärte, ab Ende Oktober 1952 unser Training zu übernehmen, soll sofort Verbindung mit ihm aufgenommen werden.

Um den Toilettenbau auf unserem Sportplatz endgültig zum Abschluß zu bringen, ist die Firma Max Struwe mit dem Restbau beauftragt worden.

Die nächste Mitgliederversammlung findet an einem noch zu bestimmenden Tag Anfang November in unserem Vereinslokal statt.

Max Nehlsen, 1. Schriftführer
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. November

Seehausen übernimmt Training

In einer Sitzung des engeren Vorstandes am 26. Oktober wurde beschlossen, dem ehemaligen Ligaspieler Fritz Seehausen vom Heider SV das Training zu übertragen. Seehausen, der in seiner ostpreußischen Heimat bei Allenstein 1910 und Prussia Samland Königsberg spielte, wird seine Tätigkeit bereits am Freitag dieser Woche aufnehmen und sie in der Zeit von 19.30 bis 21.30 Uhr in der alten Turnhalle an der Freiheit durchführen. Neben der Liga sollen auch die Spieler der Reservemannschaft an diesem Training teilnehmen. Wollen wir unsere Leistungen steigern, dann ist es allerdings Ehrenpflicht, daß alle Spieler stets vollzählig und immer pünktlich erscheinen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. November

Nächste Vorstandssitzung

Die nächste Vorstandssitzung des erweiterten Vorstandes findet am 5. November (Mittwoch) um 20 Uhr im Café Hoyer statt.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball allgemein

1. November

Kleine Fußball-Nußknackerei

   

Was sagen die Regeln? - Fragen und Antworten - Dritte Folge

   

Dem Wunsch vieler Freunde entsprechend soll der Streifzug durch die Fußballregeln auch heute fortgesetzt werden. Hier wieder einige wichtige Erläuterungen:

1. Spieleingriff: Ein Verteidiger ist verletzt und wird hinter dem Tor verbunden. Ein Angriff erfolgt. Der Torwart ist herausgelaufen. Da kommt ein Schuß aufs Tor. Der Verteidiger läuft wieder ins Feld und schlägt den Ball mit der Hand aus dem Tor. Wie ist zu entscheiden.
Antwort: Strafstoß und Verwarnung. Wenn der Ball jedoch die Torlinie überschritten hatte, ist auf Tor zu entscheiden.

...

... 6. Torwächter: Im Torraum ist ein Gedränge. Der Torwart wirft sich auf den Ball und bleibt auf ihm liegen, weil mehrere Gegner um ihn herumstehen. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und entscheidet?
Antwort: Freistoß indirekt, weil der Torwart den Ball zu lange gehalten hat.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball regional

1. November

Kurz und neu

   

Die Geschäftsstelle des Kreisfussballverbandes befindet sich jetzt in Husum, Neustadt 14. Zum Geschäftsführer wurde unser Mitglied Paul Reimer bestellt.

IF Husum hat alle für die Rundenspiele gemeldeten Mannschaften zurückgezogen.

Blau-Weiß Friedrichstadt hat eine Fußballmannschaft für die erste Kreisklasse nachgemeldet.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. November

Wir gratulieren

In den Hafen der Ehe sind im vergangenen Monat eingelaufen: Gerhard Präger und Frau Helga, geb. Petersen; Otto Roscher und Frau Gertrud, geb. Schmitt. Die Vereinsleitung hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, diesen beiden jungen Ehepaaren in gebührender Weise zu gratulieren.

Kurt Klawitter

Ehejubiläum Schlegers

Unser langjähriger Außenkassierer Georg Schleger und seine Frau Erna, geb. Fischer, Husum, Ohlsenstraße 3, begehen am 12. November ihre Silberhochzeit. Schleger, der heute noch in unserer Alt-Herrenmannschaft mit großem Eifer tätig ist, gehörte in seiner Danziger Heimat und darüber hinaus im deutschen Osten zu Könnern von besonderem Format. Mit 14 Jahren kam er zum Ballspiel- und Eislaufverein Danzig, der 1903 gegründet wurde und der nach dem VfB Königsberg (gegr. 1900) zu den ältesten und bekanntesten Sportgemeinschaften des ehemaligen Baltischen Sportverbandes gehörte.

Schon 1922 rückte er in die Liga seines Vereins auf und spielte in der Spitzenelf ununterbrochen bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges in der Läuferreihe. Sein Verein, der vorübergehend nach der Fusion mit der Turngemeinde Danzig VfL hieß, einer der größten und mächtigsten Sportvereine des Ostens, gewann 1911/12, also vor 40 Jahren, die ostdeutsche Fußballmeisterschaft. Er stand darüber hinaus wiederholt in den Schlußkämpfen.

Daß Schleger bei seinen guten Leistungen oft genug in Städtespielen Berücksichtigung fand, u.a. gegen Allenstein, Berlin, Breslau, Elbing, Hamburg, Königsberg, Leipzig und Stettin, sei nur am Rande erwähnt.

Wir hoffen, daß es dem einst überragenden Könner noch lange vergönnt sein möge, wenn auch heute überwiegend auf anderem Gebiete, sich einzusetzen. Ihm und seiner Gattin unsere herzlichsten Glückwünsche.

Kurt Klawitter

Wir gratulieren

Unser Jugendobmann Walter Nelkert und seine Frau Hertha, geb. Hannemann, haben Familienzuwachs bekommen. Unsere herzlichsten Glückwünsche.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. November

Gelungener Kameradschaftsabend

   

Der am 19. Oktober veranstaltete Kameradschaftsabend hatte nicht nur einen ausgezeichneten Besuch, er nahm auch einen in jeder Beziehung harmonischen Verlauf. Unter den Teilnehmern befanden sich auch viele ältere Mitglieder. Sogar unser Hermann Lex aus Rotenburg in Hannover hatte es sich nicht nehmen lassen, mit seiner Tochter und seinem Schwiegersohn zu erscheinen, um im vertrauten Kreise einige frohe Stunden zu verleben.

Unser 2. Vorsitzender, Willi Schweimer, hieß Mitglieder und Gäste herzlich willkommen und wies auf die Gründe hin, die es ratsam erscheinen ließen, anstelle des Stiftungsfestes nur einen Kameradschaftsabend zu veranstalten. Bei flott gespielter Tanzmusik und einigen Scherzeinlagen vergingen die Stunden wie im Fluge. Allen Teilnehmern hat es gut gefallen, so daß Kameradschaftsabende dieser Art sicher noch oft unser geselliges Programm bereichern werden.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. November

Mitgliederbewegung

   
Zugänge
1.

Kohnert, Siegfried, Osterhusumerstraße 31

2. Küssner, Kurt, Horstedtfeld
3. Thiesing, Hermann, Wilhelmstraße 52
4. Thiele, Hans Werner, Hohle Gasse 8

Abgänge
1.

Lehmann, Ernst, Gurlittstraße 9

2. Mader, jun., Konrad, Hohle Gasse 20

Neue Anschriften sofort melden
Um unsere Kartei immer auf dem Laufenden zu halten, ist es notwendig,  daß Umzugsmeldungen sofort der Kassenverwaltung (Weinstein) mitgeteilt werden. Diese Meldung ist auch wichtig im Hinblick auf die pünktliche Zustellung unserer Vereins-Nachrichten.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Fußball regional

1. November

Pressearbeit im Bezirk

   

Die in Nr. 6 unserer Vereins-Nachrichten erörterte Pressearbeit im Bezirk gab den Bezirkspressewart Veranlassung, sich an unseren Vorsitzenden Wilhelm Wanger zu wenden, der unter dem 15. Oktober 1952 folgende Antwort erteilte:


Herrn Hans Hansen
Bezirkspressewart
Flensburg
Immenhof 7

„Sehr geehrter Sportfreund Hansen!

Antwortlich Ihrer Zeilen vom 6.10.52 möchte ich Ihnen im Namen meines Vereins mitteilen, daß weder unser Vorstand noch unser Presse- und Propagandawart gegen Sie persönlich auch nur im entferntesten voreingenommen sind.

Wir sind der Meinung, daß der Bezirkspressewart unmöglich verlangen kann, daß der Vereinspressewart an den Spielsonntagen zu bestimmten Zeiten sich zu Auskünften bereit halten soll. Es war nicht unsere Absicht, mehr als das zum Ausdruck zu bringen.

Die Abhandlungen in unseren Vereins-Nachrichten vom 1.10.52 richteten sich durchaus nicht gegen Sie persönlich, sondern gegen die Handhabe, die offensichtlich eine Lücke in der Auffassung über die Pressearbeit im Bezirk enthält.

Nach Rücksprache mit unserem Presse- und Propagandawart, der auch gleichzeitig für den Text der Vereins-Nachrichten verantwortlich zeichnet, ist uns vorstehende Auffassung bestätigt worden, d.h. daß er gegen Sie persönlich nichts einzuwenden hat.

Im Einverständnis mit unserem Presse- und Propagandawart wollen wir die vorstehenden Zeilen am 1.11.52 in unseren Vereins-Nachrichten veröffentlichen.

Wir hoffen, daß eine mündliche Aussprache noch evtl. bestehende Unklarheiten beseitigt und verbleiben

mit sportlichen Grüßen

W. Wanger, 1. Vorsitzender"

Kurt Klawitter
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1952

Senioren-Fußball

1. Dezember

Kämpferischer Einsatz immer entscheidend

   

"Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt", das ist das Fazit der beiden letzten Ligaspiele am 19. und 23. November, von denen hier die Rede sein soll. Am Bußtag hielt sich unsere Mannschaft im Freundschaftsspiel gegen den Heider SV über alles Erwarten gut und unterlag nur 2:3. Oft waren wir dem Siege näher als der Gegner. Dann kam das Pflichtspiel gegen den Klassenneuling Friedrichsberg. Hier ging unsere Elf als hoher Favorit in den Kampf. Es kam aber wieder einmal völlig anders, und wir können froh sein, daß der Sieg (2:1) doch noch auf unserer Seite blieb.

Gehen wir einmal den Ursachen dieser unterschiedlichen Leistungen auf den Grund, so kommt man zu dem untrüglichen Schluß, daß Eifer und Einsatz größten Schwankungen unterworfen sind. Man hört in unseren Reihen immer wieder die Meinung: “Wir spielen so gut, wie es der Gegner verlangt.” Das ist nichts weiter als eine Redensart, die hoffentlich recht bald aus dem Vokabularium unseres Vereins verschwindet. Wenn unsere Mannschaft unter so günstigen Voraussetzungen wie noch nie Bezirksmeister werden und im Jubiläumsjahr sich den Aufstieg in die Landesliga erkämpfen will, dann dürfen innere Geschlossenheit und eiserner Wille nie mehr fehlen. Was unsere Mannschaft leisten kann, das hat sie im Spiel gegen Heide deutlich bewiesen. So ist es recht, um auch größeren Aufgaben gewachsen zu sein, wenn sie an uns bei den Aufstiegsspielen des nächsten Jahres herantreten sollten.

Jedes Leistungsminus, womit noch nicht einmal mögliche Niederlagen gemeint sind, muß sich im Endeffekt nachteilig auswirken. Kardinalfehler unserer Mannschaft sind das ungenaue Abspiel aus der Verteidigung über die Läuferreihe zum Angriff, der mangelhaft ausgeprägte Sinn für das Instellunglaufen der Stürmer, die oft, wenn es besonders darauf ankommt, nicht zur Stelle sind. Torwart Nehlsen sollte besser überlegen, wann es ratsam ist, das Tor zu verlassen und wann nicht, und endlich auf brauchbare Abschläge bedacht sein. Sein Frisia-Kollege ist ihm in dieser Beziehung weit überlegen. Unsere Männer haben das Zeug dazu, ihren derzeitigen Leistungsstand wesentlich zu verbessern. Wenn es hier und da nicht immer wie am Schnürchen klappt, so ist das noch lange kein Grund zum Meckern Außenstehender, die es letzten Endes doch nicht besser machen können und durch ewiges Nörgeln nur Zwietracht säen. Allen Spielen seid eindringlich ans Herz gelegt, immer fährt zu spielen, den Schiedsrichter in jedem Falle zu respektieren und die Gesetze des sportlichen Anstandes nie zu verletzen. Das gilt für alle Mannschaften und selbstverständlich auch für unserer Jungmannen. “Nichts ist so schwer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.” Wir wollen nur hoffen daß dieses Sprichwort sich bei uns nie mehr bewahrheiten möge.

Kurt Klawitter
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1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Dezember

Das "Volk" hat gesprochen

Nehlsen, Präger, Panten und Ziewitz erhielten die meisten Stimmen

Wir hatten in Nr. 7 der Vereins-Nachrichten unsere Mitglieder und Freunde gebeten, uns Ihre Meinung zu sagen darüber, wie sie sich die Aufstellung unserer Spitzenmannschaft denken. Die Anregung zu dieser Umfrage gaben Kritiken, an denen es in der  jüngsten Vergangenheit wahrlich nicht gefehlt hat.

Leider ist die Beteiligung an der Abstimmung weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nur 34 Aufstellungen waren bis zum 20. November, dem Einsendungsschluß für unsere Umfrage, eingegangen. Aber auch eine größere Wahlbeteiligung hätte das vorliegende Ergebnis wahrscheinlich zahlenmäßig nur noch stärker unterstrichen.

Die Auswertung der Abstimmung hat ergeben, daß der Spielausschuß doch auf dem rechten Wege ist und daß nur hinsichtlich der Besetzung der Angriffsreihe Meinungsverschiedenheiten bestehen.

Für die Besetzung aller Posten ergaben sich fast durchweg überwältigende Mehrheiten. Nehlsen und Präger blieben die einzigen, die alle Stimmen auf sich vereinen. Panten (32), Ziewitz (32), Dietze (31), Carstens (30), Grabert (30) und Wulff (30) folgen in geringem Abstand.


Das Ergebnis der Umfrage bestätigt auch, daß Panten als Allroundspieler zu bezeichnen ist, er wurde für nicht weniger als acht Mannschaftsposten vorgeschlagen und erhielt als Linksaußen nach Ziewitz die meisten Stimmen. Ziewitz wiederum steht als Linksinnen an der Spitze. Es ergibt sich nach der Umfrage folgende Aufstellung von rechts nach links:

Nehlsen - Präger, Etteldorf - Carstens, Klose, Wulff - Anders, Dietze, Grabert, Ziewitz, Panten.

Wie gesagt, das letzte Wort spricht in jedem Falle der Spielausschuß, dem wir unser Vertrauen geschenkt haben. Das aufgegliederte Abstimmungsergebnis dürfte für viele unserer Mitglieder und Freunde sehr lehrreich sein.

Spieler TW RV LV RL ML LL RA RI MS LI LA Summe
Nehlsen 34                     34
Präger   25 4 1 3   1         34
Panten   2 6   4 3 3 4   3 7 32
Ziewitz                 3 16 13 32
Dietze       5 5   2 17 2     31
Carstens   3 1 25   1           30
Grabert             4 1 25     30
Wulff       3 3 20 1 2       30
Klose   4 2   19 2           27
Anders     18     1           19
Etteldorf             14 1     4 19
Sönnichsen                   13 1 14
Köster             2 8   1 1 12
Schröder     3       1 1 3     6
Jürgensen           7           7
Gärtner             6         6
Jessen                     4 4
Roscher                     3 3
Neupert                 1   1 2
TW: Torwart · RV: rechter Verteidiger · LV: linker Verteidiger · RL: rechter Läufer · ML: Mittelläufer ·
LL: linker Läufer · RA: Rechtsaußen · RI: Rechtsinnen · MS: Mittelstürmer · LI: Linksinnen · LA: Linksaußen


Kurt Klawitter
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1952

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Dezember

Ständiger Wechsel ist schädlich

Die Meinungen über die zweckmäßigste Aufstellung unserer Spitzenmannschaft gehen natürlich auseinander. Da der Kreis der zur Verfügung stehenden Kräfte mit etwa 16 Spielern schon recht weit gezogen sein dürfte, sind der Auswahl ohnehin bestimmte Grenzen gesetzt. Entscheidend es, daß in der Besetzung einzelner Posten nicht von Spiel zu Spiel Änderungen vorgenommen werden. Wenn dieser oder jener Spieler in seinen Leistungen einmal nicht den Beifall des Spielausschusses findet, so sollte man nicht gleich einer anderen Besetzung das Wort reden. Jeder Spieler kann seinen schlechten Tag haben, so ist es im Sport wie im Leben überhaupt. Erst nach mehrfachen Einsätzen kann man mit Sicherheit ein zuverlässiges Bild gewinnen. Ich bin der Meinung, daß nachfolgende Mannschaft die zweckmäßigste ist: Nehlsen - Präger, Etteldorf - Carstens, Klose, Wulff (Panten) - Anders, Dietze, Grabert, Ziewitz, Sönnichsen.

Theodor Hansen

Diese Aufstellung ist in der Tabelle über die "Volksbefragung" nicht enthalten. Sie ändert an dem Gesamtbild kaum etwas.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Bezirksliga
7.12.: Bredstedt - Husum 18 (Koch)
14.12.: Husum 18 - Satrup (Asmussen)
21.12.: Husum 18 - Westerland (Dethlefs)

Jungmannen-Bezirksklasse
7.12.: Husum 18 - Schleswig 06 (Bahnsen)
14.12.: Husum 18 - Satrup (Zielonka)

Erste Kreisklasse
7.12.: Bredstedt - Husum 18 (Pahl)

Zusätzliche Jugend-Rundenspiele
7.12.: Husum 18 - Rantrum (Jungmannen)
  Husum 18 - Rantrum (Schüler)
  Husum 18 - Rantrum (Knaben)
14.12.: Husum 18 - Frisia Husum (Jugend)

Altersklasse
7.12.: Bredstedt - Husum 18 (Freundschaftsspiel)

Unsere Parolen können nur lauten:
1. Pünktliches Erscheinen zum Training und zu den Spielen.
2. Solider Lebenswandel.
3. Pflege der Kameradschaft.
4. Strikte Befolgung der Anordnungen des Spielausschusses und des Trainers.

Und nun noch ein Wort an unsere Sportplatzbesucher. Gebt den Spielern die nötige Rückenstärkung und berücksichtigt, daß bei ununterbrochenem sonntäglichen Einsatz dieser oder jener Spieler einmal einen schlechten Tag haben kann. Ich wünsche der Liga und der 1b die Herbstmeisterschaft in ihren Staffeln und ein frohes Weihnachtsfest auch im Namen des Spielausschusses und aller aktiven Spieler.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Erste Kreisklasse
2.11.:: Husum 18 - Frisia Husum 2:2 (0:2)
19.11.: Husum 18 - IF Tönning 6:3 (3:3)
23.11. Husum 18 - Norwegen Brigade 0:4 (0:2)

Unsere Mannschaft trat zu den letzten Spielen nur mit 9 bzw. 10 Spielern an, wie Hermann Lorenzen berichtet. Das darf sich nicht wiederholen. Auch vollzähliges Erscheinen zum Training ist unerläßlich. Nach dem Spiel gegen Bredstedt ist unsere Mannschaft Herbstmeister. Zwecks Besprechung der geplanten Weihnachtsfeier Zusammenkunft am 30. November um 11 Uhr im Handwerkervereinshaus.


Jungmannen-Bezirksklasse
2.11.: Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 1:4 (1:1)
9.11.: Husum 18 - Vorwärts Schleswig 10:1 (3:1)
16.11.: Blau-Weiß Friedrichstadt - Husum 18 2:9 (0:4)
23.11.: Husum 18 - Friedrichsberg 7:0 (2:0)

Freundschaftsspiele
2.11.: Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 Jugend 1:1 (0:0)
2.11.: Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 Schüler 1:2 (0:1)
2.11.: Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 Knaben 1:1 (1:0)

Das von uns in Nummer 7 der Vereinsnachrichten mitgeteilte Resultat der Schüler Kreisklasse vom 5. Oktober 1952 muss richtig heißen:

5.10.: Bredstedt - Husum 18 1:2 (1:1)
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Gedanken am Spielfeldrand

Zunächst muss ich mich einer aufgetragenen Pflicht entledigen und abermals Grüße ausrichten von Friedel Kühne. Er hängt drüben in den Staaten noch rührend an Husum 18 und hofft sehr, daß er noch einmal unsere blau-weiß-roten Farben tragen kann. Ich lasse seine eigenen Worte folgen:

“Was macht Husum 18 aus? Die Serie hat bei Euch nun ja auch schon wieder etliche Spielsonntage hinter sich. Ich wünsche dem alten Verein alles Gute und vor allem einen großen Fußballerfolg in der Serie. Der Aufstieg muß diesmal auf jeden Fall geschafft werden! Allen, die mich noch kennen, vor allem aber meinen alten Kameraden aus den harten Landesligaschlachten, die besten Grüße und ein frohes Weihnachtsfest.”

Ich habe diese Zeilen eines guten, stets fairen Sportlers absichtlich an den Anfang meiner Zeilen gestellt, zeigen sie doch, welche Bande ein Verein ausstrahlen kann. Das wissen vor allem diejenigen, die dem Verein jahrelang angehört haben und die nicht mehr in Husum weilen können, gleich wo immer in der weiten Welt sie ihren Lebensunterhalt verdienen.

Und so möchte ich auch nur mahnend an eine große Tugend erinnern: Laßt uns stets einig sein! Nur so können wir Großes wagen. Ich verstehe unter dem Begriff der Einigkeit keineswegs einen Zwang zu einer uniformen Geisteshaltung, wohl aber eine disziplinierte Einstellung meinen Vereinsfarben gegenüber und vor allem anderen eine vorbildliche Kameradschaft. Sie darf nicht fehlen, wenn sich Erfolge einstellen sollen. Können wir aber diese wahre Kameradschaft zur wahren Grundlage des Vereinslebens machen, dann wird am Ende auch der Preis nicht ausbleiben.

Das gilt unseren aktiven Spielern, insbesondere aber auch unseren passiven Mitgliedern! Wir brauchen keinen fanatisierten Zuschauer. Mit vollem Recht aber können unsere Spieler verlangen, wenn schon Kritik geübt werden soll, daß sie sich dann auch in sachlichen Grenzen bewegt. Ein Spieler ist nun einmal kein Circusartist, das muss mit aller Deutlichkeit gesagt werden. Er ist ein Mann, der genau wie wir alle, in der Woche seiner Arbeit nachgeht und sicher gerade heute auch Sorgen genug hat, das tägliche Brot für seine Familie zu schaffen. Es ist allein seine Liebe zum Sport, die ihn dazu bringt, sich Sonntag für Sonntag bei Wind und Wetter auf den Rasen zu stellen, um sich, eingefügt in den Rahmen seiner Mannschaft, im sportlichen Wettkampf mit einem Gegner zu messen. Schön ist es für ihn, den Sieg zu erringen, genauso ehrenvoll aber ist es, fair und anständig eine Niederlage zu ertragen!

Wenn unsere Spitzenspieler ihre Form durch zwei schwere Serien hindurch einigermaßen konstant halten sollen, dann benötigen sie neben dem selbstverständlichen regelmäßigen Training insbesondere auch das Gefühl einer sicheren Basis. Ich meine damit vor allem Verständnis unter der Anhängerschaft sowie bisweilen einen kameradschaftlichen Ratschlag seitens der Älteren. Mit unbestreitbarem Recht aber können sie sich gehässige Zurufe verbitten und unsachliche Urteile, die sich zumeist durch eine allzu geringe Sachkenntnis noch auszeichnen.

Genauso, meine ich, sollte man auch unseren verantwortlichen Männern im Verein ihre keineswegs dankbare Aufgabe unnütz erschweren. Man soll nicht bei jeder mißliebigen Gemütsstimmung den berühmten “Mißtrauensantrag” zitieren. Wer es aber dennoch meint besser zu wissen, der braucht ganz gewiss nicht mit seiner Ansicht hinterm Berg zu halten. Für jeden wohlgemeinten und vor allem auch realisierbaren Rat wird man ihm Dank wissen. Wir benötigen sogar dringender denn je Mitglieder, die bereit sind zur Mitarbeit und dafür auch einmal eine Stunde ihrer Freizeit opfern können.

Freuen wir uns über unsere Aktiven, freuen wir uns ganz besonders über unseren hervorragenden Nachwuchs, stellen wir Älteren aber auch einmal unseren erfahrenen Rat sowie unsere helfende, fürsorgende Bereitschaft zu Verfügung. So wahren wir nicht nur die stolze Tradition unserer blau-weiß-roten Farben, sondern wir mehren auch das Ansehen eines Vereins, der immerhin ein Stück Fußballgeschichte in der deutschen Nordmark verkörpert! Daran sollten wir immer denken!

von Dr. med. Erwin Kraatz, Westerland/Sylt
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1952

Husum 18

1. Dezember

6. Dezember Lottospiel

Das bekannte und beliebte Lottospiel findet am 6. Dezember (Sonnabend), um 20 Uhr, in unserem Vereinslokal statt. Gänse, Enten, Hühner, Hasen, Rollschinken und Aale warten auf ihre Gewinner.

Zu dieser Veranstaltung im Handwerkervereinshaus sind alle Mitglieder und Freunde des Vereins herzlich willkommen. Am 6. Dezember erfolgt durch den Sparclub “Nordsee” gleichzeitig die Auszahlung der Guthaben.

Es laden ein:
Husumer Fußballverein von 1918
Handwerkervereinshaus, Markus Nehlsen und Frau

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1952

Husum 18

1. Dezember

Aus der Arbeit des Vorstandes

Seit der Generalversammlung im Januar 1952 fanden drei Mitgliederversammlungen, neun erweiterte Vorstandssitzungen und zehn längere Vorstandssitzungen statt, das sind 22 offizielle Sitzungen. Diese kurze Statistik umfaßt nur einen kleinen Teil der wirklichen Arbeit des Vorstandes, denn die Hauptarbeit wird in alltäglicher “Kleinarbeit” der einzelnen “Spezialisten” erledigt. Diese ehrenamtliche Arbeit, das sei ruhig gesagt, ist mit nicht geringen privaten Kosten verbunden. Die kleinen Ärgernisse, die uns dabei gelegentlich entstehen, werden gern in Kauf genommen, denn letzten Endes machen die sportlichen und kameradschaftlichen Fortschritte unseres Vereins viel Freude.

Kurt Klawitter

Vorstandssitzungen am 5. und 14. November

Mit dem Vertreter einer Werbefirma wurde ein Vertrag geschlossen, nach dem der Verein eine bestimmte Anzahl Zündholzbausteine vertreiben wird. Der Überschuss dieser Zündholzaktion soll für den Ausbau unseres Platzes in den Mausebergen verwandt werden. Sobald die Aktion anläuft, wird die Öffentlichkeit Näheres erfahren.

Der Spielausschuß teilte dem Vorstand mit, daß gegen die Spieler Dietze und Jürgensen je ein Sonntagsspiel Sperre verhängt wurde, da diese bei Spielen ihrer Mannschaften unentschuldigt fehlten. Die Maßnahme wurde vom Vorstand bestätigt.

Ein Mißtrauensantrag einer Reihe von Mitgliedern gegen den Spielausschuß wurde auf der letzten Sitzung verlesen. Da der Antrag eine nicht satzungsmäßige Anzahl von Unterschriften aufwies, konnte er formell nicht behandelt werden. Der Vorstand sprach dem anwesenden Spielausschuß sein volles Vertrauen aus, da dieser ohne Zweifel nach bestem Wissen und Gewissen die Mannschaftsaufstellungen vornimmt.

Eine allgemeine Weihnachtsfeier soll nicht stattfinden. Es bleibt den einzelnen Abteilungen überlassen, solche intern zu veranstalten.

M. Nehlsen, 1. Schriftführer
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1952

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Trainerwechsel

Aus finanziellen Gründen hat unser Verein einen Trainerwechsel vornehmen müssen. Neu verpflichtet wurde Rudolf Grimm, der seit einigen Wochen in Husum beruflich tätig ist. Grimm, ein gebürtiger Sudetendeutscher, lebte seit 1927 in Bayern. Er war Mitglied des DFC Graslitz 08, des DFC Prag und von München 1860. Vor seiner Übersiedlung nach Schleswig-Holstein trainierte er die zur bayerischen Landesliga gehörende Spielvereinigung Landshut. Die Trainingsabende in der alten Turnhalle an der Freiheit finden fortan an jedem Dienstag statt.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18 / Tischtennis

1. Dezember

Obmann: Hans Scholz Hohle Gasse 8, Fernsprecher 621
Übungsabende:

Montag und Donnerstag 19:30 Uhr bis 22 Uhr (erste Mannschaft) - Mittwoch 19.30 bis 22 Uhr (alle sonstigen Spieler) in der Sportheimbaracke am Marienhofweg


Otto Albertsen TT-Vereinsmeister

Die Tischtennis-Vereinsmeisterschaften 1952, an denen 22 Spieler und Spielerinnen teilnahmen, sind abgeschlossen. Ohne Niederlage verblieb nur der Jungmann Otto Albertsen, der damit Vereinsmeister 1952 wurde. Das Endergebnis lautet wie folgt

1. Otto Albertsen 22:0 Spiele
2. Lothar Muschinski 20:2 Spiele
3. Karl Tackmann 18:4 Spiele
4. Hans Ziewitz 18:4 Spiele
5. Günther Ahrens 17:5 Spiele
6. Hans-Werner Thiele 16:6 Spiele
7. Otto Haase 15:7 Spiele
8. Bernhard Roer 14:8 Spiele
9. Willi Michaelsen 13:9 Spiele
10. Hans Scholz 12:10 Spiele

Fräulein Inge Haase, die ebenfalls an den Vereinsmeisterschaften teilnahm, belegte mit 15:7 Spielen und damit punktgleich mit ihrem Bruder, den siebten Platz.

Mit acht Spielern nahm die Tischtennisabteilung an den diesjährigen Kreismeisterschaften teil. Die Spieler Muschinski und Thiele gelangten bis unter die letzten Acht, mussten sich dann aber der größeren Spielerfahrung der Landesligaspieler Norbert Wolf (Kreismeister), Schröder und Buske (TSV Husum 1875) beugen.

Hans Scholz
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1952

Husum 18

1. Dezember

Kurz und neu

Unser erster Vorsitzender Wilhelm Wanger, der aus Krankheitsgründen längere Zeit seine Amtsgeschäfte nicht wahrnehmen konnte, steht erfreulicherweise wieder ganz zur Verfügung.


Die nächste erweiterte Vorstandssitzung findet am 3. Dezember (Mittwoch), um 20 Uhr, bei unserem Mitglied Otto Grewe, Süderstraße 64 (Grewes Gasthof) statt.


Unser Ligatorwart Karl-Ernst Nehlsen wurde vom Spielausschuss für ein Spiel gesperrt, da er am 23 November ohne stichhaltigen Grund fehlte. Die Spieler Neupert und Köster erhielten Verweise. Auch aufgestellte Ersatzspieler, die in Zukunft zur festgesetzten Zeit nicht erscheinen, haben Spielsperren zu gewärtigen.


Die Fußballelf unserer Reservemannschaft begeht am 3. Dezember ihre Weihnachtsfeier. Die Liga feiert Weihnachten am 21 Dezember. Beide Veranstaltungen finden in der Sportbaracke  Marienhof und 20 Uhr statt.
Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. November

Wir gratulieren

Unser Torhüter Karl-Ernst Nehlsen hat vom 10. bis 12. November seine Prüfung als Schornsteinfegermeister vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Flensburg mit "sehr gut" bestanden. Nehlsen, der aus Meldorf gebürtig ist, steht seit dem 1. Juni 1949 in Diensten unseres früheren Vorsitzenden, des Bezirksschornsteinfegermeisters Willi Stegemann.


Zum Ehejubiläum Georg Schlegers waren zahlreiche Gratulanten aus unseren Reihen erschienen. Auch der Vorstand hat es sich nicht nehmen lassen, durch eine Abordnung persönliche Glückwünsche zu übermitteln.


Zum Nachwuchslehrgang

Unsere Jungmannen Rolf Fentzahn und Adolf Wagner sind vom DFB aufgefordert worden, an einem Nachwuchslehrgang vom 19. bis 31. Januar in Duisburg teilzunehmen.

Kurt Klawitter
leer  

1952

Husum 18

1. Dezember

Mitgliederbewegung

   
Neue Anschrifte
Die genaue Anschrift von Willi Ingwersen lautet: 728 Calhoun Ave, Bronx 61 New York, USA
Kurt Klawitter
leer  



zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 06.12.2018 11:18

seit 25. Mai 2018
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