Das geschah 1955

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zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 13.12.2018 11:07

1955

Husum 18 / Historisches

aus dem StadionEcho vom
10. März 2007

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 9)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

In den bisherigen acht Folgen dieser Rubrik hat Dieter Schladetzky ausführlich über den Fußball in Husum von den Anfängen bis in die 50er Jahre berichtet. Für die Zeit danach bis zur Fusion von Husum 18 und Frisia im Jahre 1994 zur Husumer SV existieren leider nur fragmentarische Aufzeichnungen, die für eine eigene und halbwegs chronologische Darstellung nicht reichen. Wir veröffentlichen deshalb an dieser Stelle den Text aus dem Buch "Legendäre Fußballvereine Norddeutschland" von Hardy Grüne (Agon-Sportverlag), zunächst über Husum 18.

"Theodor Storm, 1817 in Husum geboren, errang einst mit dem an seinen Geburtsort gerichteten Gedicht "Graue Stadt am Meer" Respekt und Ruhm in literarischen Kreisen. 101 Jahre nach Storm erblickte der Husumer Fußballverein von 1918 das Licht der Welt, ließ sich vom Volksmund "Husum 18" taufen und versuchte, etwas Fußballglamour in die "graue Stadt" zu bringen. Am 29 Juni 1952 erreichte der tief im bürgerlichen Lager verankerte und lange Zeit auf dem Marienhof spielende Club seinen Zenit, als die "Jungmannen" (heute spricht man von A-Jugend) im Endspiel um die Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein mit 6:5 nach Verlängerung über den TSV Heiligenhafen triumphierten. 30000 waren seinerzeit im Kieler Holstein-Stadion dabei - die Party fungierte als Vorspiel zum Amateur-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz.

Über weite Strecken sind die 18-Annalen geprägt von dem verzweifelten Versuch, sich Lokalrivale Frisia vom Hals zu halten und im hochklassigen Amateurfußball Schleswig-Holsteins zu Fuß zu fassen. Beides gelang nur sporadisch. Nachbar Frisia, 1925 aus einer Abspaltung der 18er entstanden, vermochte man erst in den 60er Jahren endgültig hinter sich zu lassen, derweil der erfolgreichste Etablierungsversuch im Oberhaus aus den späten 40ern stammt, als der Leistungsfußball im Nachkriegsdeutschland noch reichlich unsortiert war. 1949 50 belegte man unter Trainer Huber Platz 10 - es sollte der größte Erfolg der Vereinsgeschichte sein. Schon 1950/51 machten die 18er mit einer schwarzen Serie von zwölf Niederlagen in Folge (gebrochen am 30 Januar 1951 durch ein 1:0 über Eutin 08) ungewollt bundesweit Schlagzeilen und verabschiedete sich mit nur drei Siegen in Richtung Bezirksklasse.

Dank seines treffsicheren Sturms um Torjäger Grabert (schoss 43 der 107 Saisontore) qualifizierten sich die Blau-Weiß Roten 1953 für die Aufstiegsrunde, vermochten dort jedoch nur Union Neumünster zu schlagen und verschwanden anschließend im tristen Drittligamittelmaß.

1959 rutschte man nach dem Landesligaaufstieg von Nachbar Frisia erstmals lokal ins zweite Glied und musste reichlich kämpfen, ehe die Husumer Fußball-Hierarchie wiederhergestellt war. 1965 gelang unter Trainer Bregulla mit einem 4:2 im entscheidenden Aufstiegsrundenspiel bei Eutin 08 die Rückkehr ins Oberhaus, deren Zugehörigkeit jedoch trotz eines guten Saisonstarts nicht gehalten werden konnte. Immerhin sicherten sich die Blau-Weiß-Roten 1968 unter Trainer Etteldorf einen Platz in der neuen Verbandsliga Nord, aus der sie jedoch nach zwei Spielzeiten absteigen mussten: Husum - triste Fußballstadt am Meer.

Mitte der 70er Jahre setzten die Westküstler zu einem neuerlichen Höhenflug an. 1972 in die Verbandsliga zurückgekehrt, errang man 1976 hinter Überflieger Schleswig 06 sogar die Vizemeisterschaft und träumte von der Rückkehr ins schleswig-holsteinische Oberhaus. Doch daraus wurde nichts. 1978 bejubelte man im 1953 eröffneten 18er Stadion noch einmal Platz 2, ehe Husums Fußballwelt 1981 mit dem Abstieg aus der Landesliga erneut zusammenbrach.

Dabei blieb es bis 1994, als 18 und Frisia die Kräfte zur HSV bündelten und die Fußballzeichen in Husum endlich auf Aufschwung stellten."

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1955

Frisia Husum / Historisches

aus dem StadionEcho vom
24. März 2007

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 10)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

In den bisherigen acht Folgen dieser Rubrik hat Dieter Schladetzky ausführlich über den Fußball in Husum von den Anfängen bis in die 50er Jahre berichtet. Für die Zeit danach bis zur Fusion von Husum 18 und Frisia im Jahre 1994 zur Husumer SV existieren leider nur fragmentarische Aufzeichnungen, die für eine eigene und halbwegs chronologische Darstellung nicht reichen. Wir veröffentlichen deshalb an dieser Stelle den Text aus dem Buch "Legendäre Fußballvereine Norddeutschland" von Hardy Grüne (Agon-Sportverlag), diesmal zu Frisia Husum.

"Wer die Geschichte von Frisia Husum erzählen will, muss die von Husum 18 ein klein wenig im Auge haben. Diese Konstellation erreichte am 25 Februar 1994 ihren Höhepunkt, als mit dem Zusammenschluss von 18 und Frisia zur HSV exakt das zusammen geführt wurde, was sich fast 70 Jahre zuvor unter geharnischten Streitereien auseinander dividiert hatte.

Seinerzeit hatten einige sich benachteiligt fühlende 18-Mitglieder kurzerhand mit dem FV Frisia einen eigenen Klub aufgemacht, der sich in den 40er Jahren mit dem Reichsbahn TSV zum RTSV Frisia vereinte und nach Kriegsende zum ESV Frisia wurde. 1953 bezog man gemeinsam mit den 18ern Jahren das " doppelte" Friesenstadion (links hatten die 18er ihren Platz, rechts Frisia) und bemühte sich redlich, hochklassigen Fußball nach Husum zu bringen. Das gelang, wie auch Nachbar 18, nur sporadisch und war noch seltener von Eleganz geprägt. 1949 zu den Gründungsmitgliedern der Bezirksklasse (3. Liga) zählend, bejubelte Frisia zwar 1959 erstmals den Sprung in die Landesliga, wo die Eisenbahner jedoch nicht in Schwung kamen. Am Ende fehlten satte acht Zähler auf den rettenden 13. Platz, hatte man seinen Fans eine 2:6-Heimpleite gegen Nachbar Heide und gar ein 0:6 gegen Friedrichsort zugemutet. Kaum trösten konnte da, dass im selben Jahr zum ersten und zugleich letzten Mal der Gewinn des Landespokals gelang - zumal Nachbar Heide die Pokalträume in der ersten Runde auf Nordebene mit einem 0:6 recht unsanft zerstörte.

Auch der zweite Versuch, im schleswig-holsteinischen Oberhaus Fuß zu fassen, misslang - wenngleich diesmal immerhin mit einer der SV Friedrichsort zu verdankenden zeitlichen Verzögerung: Weil jener 1962/63 die Qualifikation zur Regionalliga gelang, reichte Frisia Platz 14 ausnahmsweise zum Klassenerhalt.

12 Monate später war die Drittligaepoche aber schon wieder vorbei, und als Frisia 4 Jahre später auch die Spielberechtigung zur neuen Verbandsliga verfehlte, wurde es still um die Eisenbahner. Während Nachbar Husum 18 das Leistungsfußballzepter übernahm, widmete man sich bei den Blau-Gelben fortan vornehmlich der Nachwuchspflege sowie den kulturellen und sozialen Aspekten des Vereinslebens.

1994 vereinten 18 und Frisia die Kräfte zur HSV, wobei Frisia eine letzte Niederlage einstecken musste, als nicht ihr mit einer überdachten Tribüne versehenes Frisia-Stadion Spielstätte der HSV wurde, sondern der unüberdachte 18er Platz."

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1955

Husum 18

1. Januar

Frohes neues Jahr!

Diesen Wunsch, an dem sich auch im Sport viele Hoffnungen knüpfen, übermitteln wir von Fritz Röhrs aus Rotenburg (Hannover) im Auftrag seines Großvaters, unseres Ehrenmitgliedes Hermann Lex. Fritzchen ist heute 5 Jahre alt und bereits seit dem 15. Mai 1949, dem Tage seiner Geburt, Mitglied von Husum 18 Uhr. Er besitzt sogar eine vollständige 18er Ausrüstung und natürlich auch einen Fußball, beides stammt von unserem Husumer "Hoflieferanten". Ist das noch nichts?

Kurt Klawitter
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1955

Husum 18

1. Januar

Alle Teilnehmer waren begeistert

Fußball-Reserve schoß mit ihrer Weihnachtsfeier den Vogel ab - Männer, die ihr "Handwerk" verstehen - Stimmungsvoll war es auch bei der Jugendabteilung

Im neuen Jahre Glück und Heil!
Auf Weh und Wunden gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!

Goethe

Wir wollen eine große Familie sein, so klingt es aus allen Reden bei passenden und manchmal unpassenden Gelegenheiten an unser Ohr. Die Vereinsnachrichten streben von jeher nach völliger Einheit, teils aber leider ohne Erfolg. Zur Untermauerung dieser Einheit wollten wir mit Frauen und Kindern einen nicht sehr strapaziösen Ausflug nach Schobüll unternehmen und im Lokal unseres Mitgliedes Hans Mählitz (Friesenheim) rasten. Stimmung dafür war genug vorhanden, aber dem Wollen folgte nicht die entscheidende Tat, ohne die es nun einmal nicht geht. Gewiß hatten wir oft schlechtes Wetter, aber möglich wäre dieser Ausflug mit Kind und Kegel dennoch gewesen. Anfang November kam das Stiftungsfest, bei dem die große Familie sich auf Schritt und Tritt bestätigte. Als letzte Geselligkeit dieses Jahres folgten die Weihnachtsfeiern.

Jeder feierte auf eigene Faust

Der Vorstand, die Fußball-Liga, die Fußball-Reserve, die Jugend und die Tischtennisabteilung. Auch die Fußballschiedsrichter meldeten ihre Ansprüche an, doch zu einer besonderen Feier für sie kam es nicht mehr. Bei einer so gewaltigen Zersplitterung kann von Einheit natürlich nicht die Rede sein. In Zukunft sollten wir wirklich nur noch gemeinsam feiern, Weihnachten in der Form, daß nachmittags die Jugendlichen und abends die Erwachsenen zusammenkommen. Dieser Vorschlag wird sicherlich einen großen Kreis von Befürwortern finden.

Nun, es war diesmal eben wieder anders. Es wurde in kleineren Kreisen gefeiert. Unser Pressewart war den Einladungen der Reserve und der Jugendabteilung gern gefolgt. Die Reserve schoß den Vogel ab. Ihr vorbereitender Ausschuss mit Peter Henningsen, Georg Jessen und Günther Präger hatte in wochenlanger Arbeit eine Feier organisiert, die bei allen Teilnehmern restlos Anerkennung fand. An weihnachtlich geschmückter Tafel mit Lichtern und einem Weihnachtsbaum herrschte sehr schnell festliche Stimmung. Als Günther Präger die Erschienenen begrüßt hatte, sprach Vorsitzender Otto Hackbarth über Sinn und Zweck dieser Feier. Präger hatte "Sportnachrichten" der Reservemannschaft als einmalige Ausgabe zusammengestellt.

Das war ein hübscher Einfall

In konzilianter Form bekam jeder sein "Fett", ob Vorstandsmitglied oder Reservespieler. Die gespannt lauschenden Zuhörer schlugen beim Vortrag der lustigen und witzigen Ferse förmlich Kapriolen. Zum Schluß hieß es dann:

"Und alle, die hier nicht genannt,
Ihr seid uns doch nicht giftig,
denn das Papier hat nicht gelangt,
wir machen's später richtig."

Neckische Spiele, Ballontanzen, eine "tolle" amerikanische Versteigerung eines Riesenpaketes mit winzigem Inhalt und von prickelndem Humor gewürzte Darbietungen des unverwüstlichen Helmut Huss brachten die Stimmung auf den Siedepunkt. Natürlich hatte die Reserve auch für honorige Bewirtung ihrer Gäste gesorgt. Käthe Jessen und Gisela Präger, die in der Vorbereitung festlicher Veranstaltungen einmal mehr ihr großes Geschick bewiesen, hatten bedeutenden Anteil an dieser einzigschönen Veranstaltung, die bei allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung fortklingen wird.


Sechs Tage zuvor hatte die Jugendabteilung am Nachmittag mit Kaffee und reichlich Kuchen ihre Weihnachtsfeier begangen. Otto Butterbrodt, Käthe und Gisela hatten für einen stimmungsvollen Raum mit Tannengrün und Lichtern bestens gesorgt. Der Jugendobmann begrüßte seine Gefolgschaft und die geladenen Gäste, während Otto Hackbarth auf die Bedeutung der Jugendabteilung als Reservoir für die Senioren hinwies. Weihnachtslieder und natürlich auch unser Vereinslied, ein sauber vorgetragenes Gedichte des 14-jährigen Kurt Heitmann, Klavier- und Akkordeon-Musik des unermüdlich in die Tasten greifen dann Olaf Thiede erhöhten die Stimmung. Die Kleinsten hatten ihren hellen Spaß daran, die Lichter auszupusten und wieder anzuzünden. Auch diese Feier war erhebend, wie wir es bei solchen Anlässen immer wünschen möchten.


Fußballliga und Tischtennisabteilung haben die Bitte unserer Vereinsnachrichten über ihre Feiern Beiträge zu liefern, leider nicht entsprochen. Da kann man halt nichts machen.

Kurt Klawitter
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1955

Husum 18

1. Januar

31 Sparer brachten es auf 2.217 D-Mark

Im "Sparclub Nordsee" (Handwerkervereinshaus) wurden im Wege des Weihnachtssparens von 31 Beteiligten 2.217,10 D-Mark zusammengetragen, das ergibt einen Durchschnitt von 71,50 D-Mark. Im Januar soll die neue Sparaktion für 1955 beginnen. Zinsen und Strafgelder ergaben für 1954 den Betrag von 74,74 D-Mark.

Kurt Klawitter
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1955

Husum 18 / Senioren-Fußball

1. Januar

Mit Mut und Vertrauen in die Entscheidung

Wird uns diesmal die Bezirksmeisterschaft beschieden sein?

Im sportlichen Leben kann niemand auf Dauer nur Höchstleistungen vollbringen, es wird immer einmal Rückschläge geben. Einen klaren Beweis für diese Behauptung lieferte die Fußball-Herbstserie, sie begann mit zweistelligen Siegen unserer Liga, dann wurden die Ergebnisse knapper und zum Schluß kamen wieder recht sichere Siege zustande. Mit 93:18 Toren und 32:2 Punkten sicherten wir uns vor Kappeln, den vorherigen Bezirkssieger, den Herbstmeister-Titel. Die Kappelner haben bereits drei Verlustpunkte, sie müssen sich mit dem zweiten Platz begnügen, der ihnen in der Herbstserie bestenfalls nur noch von Schleswig 06 streitig gemacht werden kann.

Unsere Spieler haben größtenteils sich prächtig entwickelt. Uns stehen rund 15 sehr brauchbare Kämpen zur Verfügung. Unsere Elf in ihrer derzeitigen Verfassung wird zweifellos auch größeren Aufgaben gewachsen sein. Wir haben endlich einen Sturm, der sich sehen lassen kann. Mit Grabert, Carstens, Alwin, Wagner und Fentzahn ist er so gut besetzt wie noch nie zuvor. Ganz prächtig und zu einem Spieler von Format hat sich Wilhelm Carstens entwickelt. Auch die übrigen Mannschaftsteile sind in Ordnung, wenn es mit der Verteidigung bisweilen auch etwas hapert. Aber sie steht ihren Mann, ebenso wie Torwart Nehlsen, der in jüngster Zeit noch besser geworden ist.

Den Männern der Liga herzliche Glückwünsche zur Herbstmeisterschaft. Hoffentlich gelingt es ihnen auch im entscheidenden Gang, alle Hindernisse aus dem Wege zu räumen.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Friesenstadion

1. Januar

Es geht nicht ohne gut nachbarliche Verhältnisse

Anstand und Sportgeist - Beirat und Vorstand tagten

Auf Veranlassung des Beirates fand eine gemeinsame Sitzung des Vorstandes und des Beirates von Husum 18 statt. Im Mittelpunkt der Verhandlung standen Grundsatzfragen im Verhältnis Husum 18 / Frisa. Anlaß zu dieser Erörterung gaben Beschwerden über Mitgliederwerbung. In leidenschaftsloser und von Verantwortungsgefühl getragener Aussprache wurden folgende grundsätzlichen Richtlinien aufgestellt:

1. Eine Stadt von der Größe Husums bietet durchaus zwei Fußballvereinen eine lebensfähige Existenzgrundlage.
2. Im Interesse der Förderung der Leibesübungen in der Stadt Husum muß unter Zurückstellung kleinlicher und gehässiger Spitzfindigkeiten ein gutes, sportkameradschaftliches Verhältnis zwischen beiden Vereinen hergestellt werden; es muß alles vermieden werden, was geeignet ist, ein freundschaftliches Klima zwischen beiden Vereinen zu stören. Nicht nur Vorstandsmitglieder und Amtsträger, sondern jedes einzelne Mitglied hat die Pflicht, diesen Grundsatz als Richtschnur seines persönlichen Handelns anzuerkennen.
3. Mehr als bisher wird der gemeinsame Aufbau und die gemeinsame Verwaltung des Friesenstadions eine vertrauensvolle, offenherzige und gut kameradschaftliche Zusammenarbeit beider Vereine erforderlich machen. Die Beauftragten beider Vereine, die nach einer geschlossenen Vereinbarung den Ausbau des Friesenstadion zu übernehmen haben, sind bereit, im Sinne gut nachbarlicher Verhältnisse diese schwierige und verantwortungsreiche Arbeit im Interesse beider Vereine und darüber hinaus im Interesse der Stadt Husum zu leisten; sie wissen, daß es nur dieser Zusammenarbeit zu verdanken ist, daß der Sportförderungs-Ausschuss Schleswig-Holstein e.V. in Kiel einen namhaften Betrag für den Ausbau des Friesenstadions in Husum zur Verfügung gestellt hat. Es muß als Sabotage an diesem gemeinsamen Werk betrachtet werden, wenn Mitglieder der Sportvereine Konflikte heraufbeschwören oder Maßnahmen ergreifen, die geeignet sind, ein kameradschaftliches Verhältnis zwischen beiden Vereinen zu stören oder gar Verstöße gegen die Satzungen der Sportorganisation darstellen.
4. Im Sinne dieser Grundsätze empfiehlt der Beirat von Husum 18, daß Mitglieder anderer Sportvereine erst dann aufgenommen werden, wenn der Austritt aus dem bisherigen Verein nachweislich vollzogen worden ist bzw. der Spielerpaß vorgelegt wird. Grundsatz soll bleiben, daß jeder Sportler in dem Verein den Sport ausübt, der ihm zusagt. Der Vorschlag, wenigstens für eine längere Übergangszeit in der Freizügigkeit der Vereinswahl eine Einschränkung vorgenannten Sinne vorzunehmen, hat sich als dringend notwendig erwiesen.

Vorstand und Beirat von Husum 18 appellieren an das Anstandsgefühl und den Sportgeist aller Mitglieder, diese Grundsätze uneingeschränkt zu beachten.

Sodann wurde über die Intensivierung der Arbeit des Beirates von Husum 18 gesprochen und beschlossen, den Fördererkreis auszuweiten.

Abschließend wurde eingehend über den Ausbau und die Verwaltung des Friesenstadions in Husum verhandelt und mit großer Freude und mit Dank und Anerkennung von dem Beschluß des Sportförderungsausschusses Schleswig-Holstein e.V. Kenntnis genommen, daß eine namhafte Beihilfe zum Ausbau des Friesenstadions in Husum gewährt worden ist. Die schweren Sorgen um den Ausbau des Friesenstadions dürfen im wesentlichen als beseitigt gelten können. Es besteht durchaus die Hoffnung, daß es nunmehr gelingen wird, das dankenswerterweise mit erheblichen Mitteln der Stadt Husum geschaffene Friesenstadion zu einer repräsentativen Sportkampfstätte auszubauen, die mit Recht den Namen "Friesenstadion" führen darf.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Fußballregeln

1. Januar

Was den Kampfgeist stört, wird bekämpft

Fußballregeln, die den Zuschauer besonders interessieren

Rudolf Kurzke, Flensburg, der ehrenamtliche Geschäftsführer unseres Fußballbezirks, der sein Amt so vorbildlich versieht wie selten einer, sprach in seiner Eigenschaft als Bezirksschiedsrichterobmann am 6. Dezember zu unseren Mitgliedern über besonders wichtige Fragen, die eine lebhafte Diskussion auslösten. Der Regelabend fand viel Beifall. Es wäre zweckmäßig, ihn von Zeit zu Zeit zu wiederholen. Auf diesem Gebiete kann wahrlich nicht genug getan werden.

Genußreich und möglichst reibungslos sollen unsere Fußballspiele verlaufen. Danach streben wir; mag es sich auch noch so schwer sein, dieses Ziel zu erreichen. Was den normalen, von uns gewollten Kampfverlauf stört, wird von uns bekämpft. Als besonders störende Momente haben wir erkannt: die mangelhafte Regelkenntnis des Publikums und der Spieler, die unrichtige Beurteilung der Spielvorgänge und - als Folge hiervon - die lärmenden und unberechtigte Beanstandung der Schiedsrichterentscheidungen. Es walten irrige Meinungen über das Rempeln, das Angehen des Torwächters, die Abseitsbehandlung und das Handspiel. Wir wollen die Irrtümer zu beseitigen versuchen.

Hilf uns, liebes Publikum, bei unseren Bemühungen und scheue nicht die kleine Mühe, das Nachstehende zu Nutz und Frommen unseres Sports zu lesen und zu merken!

Das Rempeln!

Fußball ist ein Kampfspiel, und deshalb ist auch das Rempeln nur im Kampf um den Ball erlaubt. Es ist dabei gleichgültig, ob der kämpfende oder der gerempelte Spieler den Ball hat oder ob der Ball sich noch in einiger Entfernung befindet. Voraussetzung ist nur, daß sich beide Spieler um den Ball bemühen.

Wer nicht um den Ball kämpfen will, hat auch nicht das Recht, einen Gegner körperlich anzugreifen, es sei denn, daß er gesperrt wird.

Richtig ist das Rempeln immer dann, wenn es mit der Schulter gegen die Schulter des Gegners bei angelegtem Arm geschieht, auch wenn der Gerempelte zu Fall kommt.

Falsch ist das Rempeln, wenn der Rempelnde dabei Arm, Ellenbogen oder Hand benutzt, wenn es maßlos heftig erfolgt, wenn es von hinten erfolgt, es sei denn, dasß der Gerempelte den Gegner absichtlich hindert.

Streng verboten ist: den Gegner zu treten, zu stoßen, festzuhalten, den Gegner anzuspringen, den Gegner durch Fußstellen, Einhaken, Niederbücken vor oder hinter ihm zu Fall zu bringen.

Auch der Torwächter darf gerempelt werden, jedoch im Torraum nur, wenn er im Besitz des Balles ist oder sperrt; außerhalb des Torraumes, also auch schon im Strafraum, wie jeder andere Spieler. Jeder Fußangriff auf den Ball haltenden Torwart ist verboten, auch das Anspringen und Unterlaufen.

Abseits

Abseits stehen allein ist nicht strafbar. Erst wenn der Spieler in irgendeiner Form in das Spiel eingreift, z.B. den Ball zugespielt erhält, auf den Ball, das Tor zuläuft, in Stellung läuft, einen Gegner hindert, ist der Zeitpunkt der Strafbarkeit gekommen.

Maßgebend für die Beurteilung der Abseitsstellung ist der Augenblick der Ballabgabe, nicht der Empfangnahme des Balles.

Ein Spieler ist nicht abseits, wenn er zwei Gegner vor sich hat oder der Ball zuletzt vom Gegner berührt wird sowie beim Einwurf, Abstoß, Eckstoß, Schiedsrichter-Ball und wenn er sich in der eigenen Spielhälfte befindet.

Du siehst, Zuschauer, die Beurteilung der strafbaren Abseitsstellung ist sehr schwer. Darum vertraue dem Schiedsrichter und nimm seine Entscheidungen als richtig hin.

Das Spielen mit Hand und Arm

Nicht jede Berührung von Ball und Hand ist strafbar. Die Absicht, den Ball mit der Hand zu spielen, muß klar erkannt werden, um strafen zu können. Ohne Absicht keine Strafe. Wenn also die Berührung des Balles mit der Hand ohne den Willen des Spielers - unabsichtlich - geschieht, darf nicht bestraft werden. Die Wirkung des unabsichtlichen Handspiel ist also belanglos. Der Vereinsanhänger schreit gewohnheitsgemäß "Hand". sobald der Gegner den Ball mit der Hand berührt, auch wenn dies noch so schuldlos geschieht, er bleibt umso schweigsamer, wenn dies "seinem Spieler" passiert!

Zu entscheiden, ob absichtliches Handspiel vorliegt oder nicht, steht ausschließlich dem Schiedsrichter zu; seine Überzeugung hierüber ist allein und endgültig maßgebend.

Vorteil

Vor einer Spielunterbrechung muß der Schiedsrichter prüfen, ob hierdurch nicht ein Vorteil unterbunden wird. Die Nicht-Unterbrechung wird in vielen Fällen einen größeren Vorteil bringen als die Fortsetzung des Spiels durch einen Freistoß. Der Schiedsrichter hat also auch den von dir wahrgenommenen Regelverstoß gesehen und ist doch nicht eingeschritten, weil er Vorteil spielen läßt.

Überlaßt also leidenschaftslos dem Schiedsrichter die Beurteilung aller Regelverstöße und nehmt sein Tun bestgewollt hin, denn er ist Sportler. Wenn du die Entscheidung des Schiedsrichters unter Beachtung der vorstehenden Punkte beurteilst und dabei den Vereinsfanatismus beiseite stellst, wirst du an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung nicht zweifeln. Auch der Schiedsrichter ist ein Mensch und Formschwankungen, wie deine Spieler, unterworfen. Er hat die Pflicht, jede Übertretung der Regel, die er feststellt, nach den bestehenden Bestimmungen zu ahnden.


Wichtig für Fußballschiedsrichter

Mitglieder und Freunde von Husum 18, die an Entscheidungen der jeweiligen Schiedsrichter etwas auszusetzen haben, mögen sich mit ihren Fragen bzw Beanstandungen vertrauensvoll an die Vereinsnachrichten wenden, die für eine sachgemäße Beantwortung durch unseren Vereinsschiedsrichterobmann Sorge tragen wollen.


Am 22. Januar treffen sich um 16 Uhr in Husum, Gaststätte Hartwig, Markt Nummer 20, die Schiedsrichter des Bezirks II Nord, soweit sie zur Leitung von Spielen der Landesliga und der Bezirksklasse Nord zugelassen sind. Zu diesem Treffen erscheinen Verbandsschiedsrichter-Obmann Kurt Holstein, Kiel, und Bezirksschiedsrichter-Obmann Rudolf Kurzke, Flensburg.


Allen Mitgliedern und Schiedsrichter-Kameraden wünsche ich ein gesundes neues Jahr und hoffe auf weitere gute Zusammenarbeit.

Hermann Bahlsen, Schiri-Obmann
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1955

Husum 18

1. Januar

Dank und Anerkennung

Unser Hamburger Freund und Gönner Johannes Thordsen übermittelte uns die besten Wünsche für ein erfolgreiches neues Jahr, die wir, verbunden mit herzlichen Grüßen, auf diesem Wege erwidern.


Am 1. November 1954 brachten die Vereinsnachrichten einen Beitrag von Hermann Lex über Hans Storjohann, der im blühenden Alter von 24 Jahren sein Leben im Rußlandfeldzug für das deutsche Vaterland lassen mußte. Seine verheiratete Schwester, Tide Ketelsen, Hamburg-Bahrenfeld, Mendelssohnstraße 5, hat der Schriftleitung für diesen Beitrag ihren herzlichen Dank ausgesprochen und um einige Exemplare der Nummer 7 gebeten, die wir er selbstverständlich übermittelt haben.


Gelegentlich einer Unterhaltung unseres Presse- und Propagandawarts mit dem Leiter des Marschenbauamtes Husum über sportliche Belange brachte Oberregierungs- und Baurat Puls, der selbst am Sport sehr interessiert ist, seine Anerkennung über die Vereinsnachrichten zum Ausdruck.


Von unserem ehemaligen Jungmannen-Torwart Klaus Westerwiek erhielten wir folgende Zahlen:

"Auch ich will nicht versäumen der Fußballliga zu der Herbstmeisterschaft zu gratulieren. Ich hoffe fest und drücke beide Daumen, daß es der Mannschaft in dieser Runde vergönnt sein möge, das ersehnte Ziel, den Aufstieg in die Amateurliga, nach vielem Pech und einer langen Formkrise zu schaffen. So verfolge ich selbstverständlich mit Spannung die sonntäglichen Ergebnisse aus der Nordstaffel.

Seit zwei Monaten habe ich es endlich auch geschafft, denn ich spiele jetzt in der ersten von Holsatia Elmshorn im Tor. Leider hatte ich kürzlich bei einem Spiel einen Nasenbeinbruch erlitten, der inzwischen aber wieder ausgeheilt ist.

Und jetzt wünsche ich der Liga auch für die zweite Serie viel Erfolg und Glück auf dem Rasen und vor allen Dingen eine sichere Bezirksmeisterschaft. Wie wäre es gelegentlich mit einem Freundschaftsspiel zwischen Holsatia und Husum 18?"

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Jugend

1. Januar

Lebensquell der Nation

Ein Jahr harter Arbeit ist vorüber. Die Gedanken gleiten in die Zukunft. Unsere Herzen und Hände halten sich gleichsam schützend vor unsere Jugend bei der sich aufdrängenden Frage: Wird für die Jugend Friede auf Erde sein?

Jugend ist die Zukunft, Jugend der Lebensquell der Nation, Jugend von heute die Regierung von morgen. Unser Nachwuchs soll immer der Stolz des Vereins sein und bleiben.

Meine liebe Jugend, wie im verflossenen Jahre wollen wir auch 1955 unsere Arbeit meistern, die uns gestellt ist. Euch allen wünsche ich von ganzem Herzen weiterhin Gesundheit und Erfolg.

Otto Butterbrodt, Fußball-Jugendobmann
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1955

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Zweite Serie der Bezirksliga

Die zweite Serie der Bezirks-Fußballrunde 1954/55 beginnt am 9. Januar, sie endet für uns am 15.Mai. Hoffentlich verläuft sie so erfolgreich wie der erste Teil der Meisterschaft. Der vorherige Bezirksmeister Kappeln besucht uns am 8. Mai, während wir am 15.Mai zum Rückspiel gegen 06 nach Schleswig müssen. Hier der Spielplan:
Bezirksliga
9.1. Husum 18 - Satrup  
15.1. DFB-Pokalspiele      
23.1. Rantrum - Husum 18  
30.1. Nord-Harrislee - Husum 18  
6.2. Husum 18 - Vorwärts Flensburg  
13.2. Husum 18 - Rasensport Schleswig  
20.2. Westerland - Husum 18  
27.2. Husum 18 - Wyk  
6.3. Post Flensburg - Husum 18  
13.3. DFB-Pokalspiele      
20.3. Husum 18 - SIF Schleswig  
27.3. Frisia Husum - Husum 18  
3.4. Husum 18 - VfB Nordmark Flensburg  
11.4. Bredstedt - Husum 18  
17.4. Leck - Husum 18  
24.4. Husum 18 - Niebüll  
1.5. Friedrichstadt - Husum 18  
8.5. Husum 18 - Kappeln  
15.5. Schleswig 06 - Husum 18  

Spiele im Januar

Jungmannen - Bezirksklasse
9.1. Husum 18 - Satrup  
23.1. Rantrum - Husum 18  

Erste Kreisklasse
2.1. Husum 18 - Garding  
16.1. Bredstedt - Husum 18  
23.1. Husum 18 - St. Peter  

Jugendklasse
2.1. Husum 18 - Garding  
9.1. Husum 18 - Rantrum  
23.1. Husum 18 - St. Peter  

Schülerklasse
9.1. Husum 18 - Rantrum  
30.1. IF Tönning - Husum 18  

Knabenklasse
9.1. Husum 18 - Rantrum  
30.1. IF Tönning - Husum 18  

Spiele im Dezember

Bezirksliga
5.12. Nordmark Flensburg - Husum 18 2:3 (2:2)
19.12. Husum 18 - Bredstedt 6:1 (3:1)

Jungmannen
5.12. Nordmark Flensburg - Husum 18 0:6 (0:3)
19.12. Husum 18 - Bredstedt 3:4
26.12. Husum 18 - MTV Heide 6:2 (5:1) privat

Erste Kreisklasse
5.12. Langenhorn - Husum 18 0:3 (0;1)
12.12. Husum 18 - TSV Tönning 3:3 (1:3)
26.12. Husum 18 - TSV Kropp 11:1 (6:1) privat

Jugendklasse
5.12. VfB Flensburg - Husum 18 4:1 (2;1) privat
12.12. Husum 18 - Bredstedt 4:0 (1:0)
26.12. Husum 18 (A) - MTV Heide (A) 4:1 (1:1)
26.12. Husum 18 (B) - MTV Heide (B) 5:1 (1:0)

Schülerklasse
5.12. VfB Flensburg - Husum 18 1:0 (1;0) privat
12.12. Husum 18 - TSV Tönning 1:1 (0:1)

Knabenklasse
12.12. Husum 18 - Bredstedt 2:0 (2:0)
Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18

1. Januar

Mitgliederbewegung

   
Zugänge
1. Greve, Rudolf, Husum, Süderstraße 64
2. Jensen, W., Husum, Osterhusumer Straße 92

 

Abgänge
1. Baade, Jürgen, Husum, Lornsenstraße 19
2. Lützen, Heinz, Husum, Zingel 19

 

Neue Anschriften

1. Schulze, Manfred, Lübeck, Bismarckstraße 29 bei Krause
2. Westerwiek, Klaus, Hamburg 43, Oberschlesische Straße 22

 

Aus der Mitgliederliste gestrichen

Auf Grund des § 8, Ziffer d, sind auf Vorschlag unseres Kassenführers durch den Vorstand folgende Personen aus der Mitgliederliste gestrichen:

1. Busse, Karl, Hamburg-Altona, Klopstockplatz 12
2. Ermlich, Heinz, Husum, Nordhusumer Straße 32
3. Etikis, Ausma, Hamburg-Altona, Klopstockplatz 12
4. Grapentin, Rudi, Husum, Stettinger Straße 23
5. Petersen, Karl Otto, Mildstedt
6. Petersen, Ludwig, Husum, Nordbahnstraße 43
7. Sahmland, Helle, Husum, Osterende 75
8. Sörensen, Rolf, Husum, Wasserreihe 19
Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18

1. Januar

Handtaschenmarder

Einem jungen Mädchen wurde bei der Weihnachtsfeier der Reserve ihre Handtasche mit sämtlichen Papieren und einem Barbetrag von 25 D-Mark entwendet. Der gemeine Dieb wird hierdurch aufgefordert, die Tasche mit Inhalt an die Geschädigte bis zum 10. Januar 1955 zurückzusenden, damit uns eine Strafanzeige erspart bleibt.


Freier Eintritt nur gegen Ausweis

Trotz aller in den letzten Monaten erfolgten Hinweise gibt es immer noch Sportplatzbesucher, die aus diesem oder jenen Gründen freien Eintritt begehren. Diese Frage ist im Paragraphen 5 unserer Vereins- Satzung (letzter Absatz) geklärt. Danach haben Jugendliche freien Eintritt zu allen Veranstaltungen auf unserem Sportplatz (selbstverständlich nur in Verbindung mit Vereinsausweis). Ehrenmitglieder haben freien Eintritt zu allen Veranstaltungen des Vereins.

Soweit die Bestimmungen der Satzung. Darüber hinaus sind auch Vereinsvorstandsmitglieder, Ausschußmitglieder und selbstverständlich die Vertreter der Presse von der Entrichtung des Eintrittsgelds befreit. Wer keinen besonderen Ausweis besitzt, muß seinen Obolus abführen.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Fußball

1. Januar

Fußball-
BL Nord
1954/55
H 18 SL 06 Kap-peln VfB FL RW Nie-büll Sat-rup Post FL SIF SL Har-ris-lee RS SL TSV Bred-stedt Wes-
ter-land
MTV Leck VW FL TSV Ran-trum FSV Wyk Fri-sia BW Fr'-stadt Sp. Tore Pkt

Husum 18

*

4:0 2:0 3.2 7:1 4:3 1:2 3:1 11:0 5:1 6:1 5:0 7:1 5:1 10:0 5:3 2:1 13:1      
                                 

Schleswig 06

0:4

H

  2:2 4:5 2:3 4:1 2:1 8:0 3:2   5:1 12:2 3:2 4:2 4:2 0:0 5:0      
                                 

TSV
Kappeln
0:2  

U

2:0 3:1 1:0 3:0 8:2 6:0 3:2 3:1   4:3 5:2 3:2 1:1 3:2        
                                 

VfB Flensburg 2:3 2:2 0:2

S

4:3 0:2 1:1 1:2 6:2 3:2 5:1 1:3 2:0 3:0   5:1 2:0 2:1      
                                 

RW Niebüll 1:7 5:4 1:3 3:4

U

4:2 0:6 4:0 3:2 3:0 4:5 0:5 2:3 4:4 1:5   5:4 7:1      
                                 

Nordmark
Satrup
3:4 3:2 0:1 2:0 2:4

M

2:4 8:3 2:5 2:3 2:1 1:2 1:1 3:2 3:0 2:2 2:4 8:1      
                                 

Post
Flensburg
2:1 1:4 0:3 1:1 6:0 4:2

E

3:2 4:3 7:0 1:5 1:1 2:2 1:2 5:2 2:0 4:2 4:0      
                                 

SIF
Schleswig
1:3 1:2 2:8 2:1 0:4 3:2 2:3

R

5:3 1:2 6:1 0:7 2:1 2:4 3:3 0:3 0:0 5:3      
                                 

Nord Harrislee 0:11 0:8 0:6 2:6 2:3 5:2 3:4 3:5

F.

3:1 1:6 1:1 2:0 2:1 2:1 3:1 2:4 2:0      
                                 

Rasensport Schleswig 1:5 2:3 2:3 2:3 0:3 3:2 0:7 2:1 1:3

V.

7:3   1:2 3:4 1:4 2:0 2:1 4:3      
                                 

TSV Bredstedt. 1:6   1:3 1:5 5:4 1:2 5:1 1:6 6:1 3:7

v

  2:3 4:2 3:2 7:1 7:2 3:2      
                                 

TSV Westerland 0:5 1:5   3:1 5:0 2:1 1:1 7:0 1:1    

o

2:2 1:1 3:4 2:4 4:0 3:1      
                                 

MTV Leck 1:7 2:1 3:4 0:2 3:2 1:1 2:2 1:2 0:2 2:1 3:2 2:2

n

2:1 0:1 2:0 1:0 2:3      
                                 

Vorwärts Flensburg 1:5 2:3 2:5 0:3 4:4 2:3 2:1 4:2 1:2 4:3 2:4 1:1 1:2

1

1:4 5:2 1:2 0:2      
                                 

TSV Rantrum 0:10 2:4 2:3   5:1 0:3 2:5 3:3 1:2 4:1 2:3 4:3 1:0 4:1

9

0:0 5:2 5:0      
                                 

FSV Wyk 3:5 2:4 1:1 1:5   2:2 0:2 3:0 1:3 0:2 1:7 4:2 0:2 2:5 0:0

1

0:1 3:2      
                                 

Frisia Husum 1:2 0:0 2:3 0:2 4:5 4:2 2:4 0:0 4:2 1:2 2:7 0:4 0:1 2:1 2:5 1:0

8

3:5      
                                 

BW Friedrichstadt 1:13 0:5   1:2 1:7 1:8 0:4 3:5 0:2 3:4 2:3 1:3 3:2 2:0 0:5 2:3 5:3

*

     
                                 

Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1955

Tischtennis

1. Januar

Obmann:

Hans Werner Thiele, Hohle Gasse 8
Nächster Spieltag. 7. Januar Sportbaracke
Es wird um das Erscheinen aller Spieler und Spielerinnen gebeten.

Einen Rückblick auf die Ereignisse 1954 fällt leider wenig erfreulich aus. Die Tischtennisabteilung hat wohl einigen Zuwachs erhalten, der aber bei weitem nicht die Zahl erreicht, die wir erstrebt haben. Dieser Mangel ist auf die völlig unmögliche Trainingsstätte zurückzuführen. Wenn in dieser Beziehung nicht endgültig Abhilfe geschaffen wird, dann ist mit einem baldigen Eingehen der Abteilung zu rechnen, so bedauerlich das auch sein mag. Der gegenwärtige Zustand hat letzten Endes dazu beigetragen, daß wir in der Bezirksklasse das Schlußlicht bilden und wohl oder übel im kommenden Jahre in die Kreisklasse abrutschen. Es muß daher das Bestreben unseres Vereins sein, der Abteilung im neuen Jahre endlich die lange ersehnte einwandfreie Trainingsstätte zu beschaffen, um dadurch dem drohenden Zerfall wirksam entgegenzutreten.

Meinen Kameradinnen und Kameraden wünsche ich zur Jahreswende alles Gute und danke gleichzeitig für die bisherige Zusammenarbeit. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß wir im kommenden Jahre bei besserer Aussicht auf Trainingsmöglichkeit weiterhin zusammenhalten.

An dieser Stelle möchte ich im Namen der Tischtennisabteilung unserer Liga für 1955 Hals- und Beinbruch wünschen, damit der lange erwartete Aufstieg in die Landesliga gelingt.

Hans-Werner Thiele
leer  

1955

Husum 18

1. Februar

Wenn jeder nur ein Mitglied wirbt ...

Je größer der Verein,umso leistungsfähiger wird Husum 18

Die Sport-und Turnvereine als Hauptträger der Leibesübungen haben einen sehr beträchtlichen Anhang, der nicht nur in den Großstädten, sondern auch in den Mittel- und Kleinstädten und sogar auf dem Lande festzustellen ist. Die Anhänger sind Sonntag für Sonntag zur Stelle, sie scheuen auch nicht mit ihrem auserkorenen Verein Reisen nach auswärts zu unternehmen, um ihm in der Fremde die nötige Rückenstärkung zu geben. Das haben wir gerade erst am 23. Januar erlebt, als Husum 18 in Rantrum spielte und sich aus der "Grauen Stadt am Meer" eine ganze Karawane von Sportlern dorthin in Bewegung setzte. Ein zünftiger Fußballfreund ist immer dabei, ihn vermögen die Witterungsverhältnisse nicht abzuhalten.

Dieser gewiß erfreuliche Zustand bedarf aber noch einer festeren Untermauerung. Husum 18 hat zwar bereits über 400 Mitglieder, diese Zahl ließe sich leicht verdoppeln, wenn alle dem Vereinsleben noch fern stehenden Enthusiasten ihren Beitritt erklären würden. In Erkenntnis dieser Sachlage hat der Vorstand in seiner Sitzung am 24. Januar beschlossen, der Mitgliederwerbung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Er hat eine Werbeaktion eingeleitet, die am 1. Februar beginnt und die sich über die Zeit bis zum 30. Juni, dem Ende unseres Geschäftsjahres, erstreckt. Der Vorstand hat ferner beschlossen, Vereinsangehörige, die ein neues erwachsenes Mitglied oder oder zwei jugendliche Mitglieder werben, von der Zahlung eines Monatsbeitrages zu befreien. Die Beitragsgutschrift erfolgt nach Abschluß der Werbeaktion und sofern die Geworbenen mindestens für drei Monate ihren Beitragsverpflichtungen nachgekommen sind.

Hoffen wir, daß diese Aktion Erfolg hat, daß die Mitgliederzahl sprunghaft in die Höh Höhe schnellt und daß dann dem Verein reichliche Mittel zur Verfügung stehen, die er für die Aufrechterhaltung seines Betriebes benötigt. Wir brauchen vor allem auch erhebliche Gelder für die Ausgestaltung unseres Spielfeldes im Friesenstadion.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18

1. Februar

Der Verschleiß ist viel zu groß

Alles dreht sich um den Fußball-Ausschuß

Ein kurzer Streifzug durch die letzten Jahre zeigt mit aller Deutlichkeit den großen Verschleiß an Mitgliedern in unserem Spielausschuß. Immer wenn ein neuer Obmann gewählt oder jemand mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Ausschusses beauftragt war, glaubte man, daß nunmehr auf längere Sicht stabile Verhältnisse eintreten würden. Weit gefehlt. Kaum einer hat es mehr als ein Jahr ausgehalten.

Unser letzter Fußballobmann, Arfast Carstens, war schon der richtige Mann für diesen Posten, und doch ist er Ende vergangenen Jahres durch eigenes Verschulden auf der Strecke geblieben. Wir wollen hier nicht auf Einzelheiten eingehen, die zu seinem Rücktritt führten, sein Ausscheiden war aber unerläßlich, und so hat der Verein wieder das Nachsehen. Da auch Bruno Christiansen aus Gesundheitsgründen dem Spielausschuß kaum zur Verfügung steht, so ruht im Augenblick die Arbeit völlig auf den Schultern des Ausschuß-Schriftführers Georg Schleger.

Diesem Zustand muß nun bald ein Ende bereitet werden, denn nur ein aktionsfähiger Ausschuß kann die vielfältigen Aufgaben meistern. Wer die Arbeit des Obmannes übernehmen wird, steht noch nicht fest. Seitens des Vorstandes werden in Vorschlag gebracht Otto Degenkolbe, Bernhard Nissen und Heinz Philipp. Wie die Wahl auch ausfallen möge, hoffentlich gelingt es einen Mann zu finden, der nicht nur die große Portion Idealismus aufbringen kann, sondern der auch das Steuer in diesem Ausschuß gewaltig herumreißt.


Im vergangenen Jahre, das soll in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, hatten wir mit Vereinen in Dänemark und Schweden Verhandlungen mit dem Ziel von Spielabschlüssen angeknüpft. Wir kamen dabei leider reichlich spät, da die Vereine des Nordens bereits ihre Dispositionen getroffen hatten. Vorläufig ist an einen Privatspielverkehr wegen der ausgedehnten Punktrunde natürlich nicht zu denken. Für Ostern, Pfingsten und schließlich in den Wochen vor der Sommerpause ließen sich aber vielleicht noch Spielabschlüsse tätigen, wenn möglichst sofort die Initiative ergriffen wird. Wir haben auch noch ein Rückspiel mit dem zur Spitzenklasse der Hamburger Amateurliga zählenden Verein Wilhelmsburg 09 in . in petto. Uns stehen für dieses Spiel in Hamburg 400 D-Mark zu. Alle Bemühungen um die Realisierung dieses Kampfes sind bisher vergeblich gewesen. Nun, wenn Wilhelmsburg 09 auf dieses seit Jahren fällige Rückspiel keinen Wert mehr legt, dann soll der Verein die 400 D-Mark überweisen, die uns als Zuschuß für andere Reisen sehr zustatten kämen.

Es ließe sich noch manches sagen, doch genug damit für heute. Unser sehnlichster Wunsch ist der, daß wir bald einen fest im Sattel sitzenden Spielausschuß bekommen. Wer sich wählen lässt, der muß auch dafür sorgen, daß sein Name nicht nur auf dem Papier steht, sondern daß er kräftig mit Hand anlegt, überall da wo es notwendig ist.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Bewährte Spiele haben uns verlassen

Kurt Klose im "Ruhestand" - Peters kommt erst in einigen Jahren wieder

Das verflossene Jahr hat uns mancherlei Erfolge gebracht, demgegenüber stehen aber auch mancherlei schmerzliche Verluste. Unser jahrelanger Mittelläufer der Spitzenfußballmannschaft Kurt Klose ist in den "Ruhestand" getreten, weil er den Zeitpunkt für gekommen hält. selbstverständlich ist er weiterhin unser Mitglied und bleibt dem Fußball treu.

Für 5,60 D-Mark nach Westerland

Am 20. Februar steht unsere Bezirksliga vor einem der schwersten Spiele der zweiten Fußballserie. An diesem Tage muß unsere Elf zum TSV Westerland, der erst am 23. Januar Schleswig 06 mit 3:2 das Nachsehen gab. Wenn unsere Mannschaft in Husum die Insulaner 5:0 abfertigte, so ist das noch lange kein Beweis dafür, daß es im Rückspiel auf Sylt ebenso glatt geht. Husum 18 erlitt dort schon manche Niederlage und wird diesmal besonders auf der Hut sein müssen, schon mit Rücksicht auf seine führende Tabellenstellung.

Zu diesem Spiel plant unser Vorstand eine Gesellschaftsfahrt, die bei genügender Beteiligung etwa 5,60 D-Mark kosten wird. Nähere Auskunft erteilt unser Schatzmeister.

Kurt Klawitter

Klose, der aus Glogau in Schlesien stammt, begann schon sehr frühzeitig seine sportliche Laufbahn. Mit 11 Jahren bestritt er das erste Fußballspiel bei Preußen, Glogau. Von der Knabenmannschaft rückte er zu Jugend auf. Dann kam seine berufliche Ausbildung als Tischler, und 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Im Frühjahr 1954 kam er als Verwundeter nach Husum und schloß sich später Frisia an, bis er 1947 zu Husum 18 übertrat und bis zum vergangenen Jahr ununterbrochen in der ersten Mannschaft spielte. Klose, den wir als bescheidenen ruhigen und ehrgeizigen Sportler kennen und schätzen gelernt haben, ist Träger des Deutschen Sportabzeichens in Bronze und in Silber. Während seiner langen Spielzeit in Husum ist er niemals verwarnt, noch herausgestellt worden. Das will in dieser manchmal sehr turbulenten Zeit schon etwas heißen. Schade, daß er schon so früh vom Spitzensport abgetreten ist. Im Jahre 1953 wurde dieser sympathische Sportler in einer öffentlichen Abstimmung als bester Spieler erkoren. Wir wollen natürlich auch nicht vergessen, dass Klose Träger der silbernen Ehrennadel von Husum 18 und Träger der Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes ist.

Kloses Abgang ist aber nicht der einzige geblieben. Nach einjährigem Gastspiel verloren wir Ende Juni 1954 auch Fred Bauer, über dessen sportliche Laufbahn wir in unserer Ausgabe vom 1. Juni 1954 berichteten.

Auch Peter Peters, ein sehr begabtes Fußballtalent, werden wir für längere Zeit nicht wiedersehen. Aus Gründen beruflicher Fortbildung ist er zurzeit in Heide tätig. Schließlich soll auch nicht Manfred Schulze vergessen werden, der zum Stamm unserer Reserve gehört und der oft genug in der Liga spielte.

Diese Abgänge haben wir sehr bedauert. Es war nicht ganz leicht, die entstandenen Lücken zu schließen, aber durch begabten Nachwuchs ist es im wesentlichen gelungen. Hoffen wir, daß unsere jetzige Elf noch für einige Zeit unverändert beisammen bleibt.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Schiedsrichter

1. Februar

Vom Schiedsrichter hängt sehr viel ab

Er ist unumschränkter Herrscher auf dem Spielfeld

Wir alle wissen, daß es bei den Fußballrundenspielen wesentlich darauf ankommt, wie der Unparteiische ein Spiel leitet, deshalb soll unsere heutige Betrachtung über die Fußballregeln dem Schiedsrichter gewidmet sein. Seine Aufgabe ist es:

a) den Regeln Geltung zu verschaffen und alle Streitigkeiten zu entscheiden. Seine Entscheidungen über Tatsachen, die mit dem Spiel zusammenhängen, sind endgültig, soweit es sich um das Spielergebnis handelt. Seine Machtbefugnisse beginnen mit dem Augenblick, wo er das Zeichen zum Anstoß gibt. Sein Recht zu strafen erstreckt sich auch auf Vergehen, die begangen werden, wenn das Spiel zeitweilig unterbrochen ist oder wenn der Ball aus dem Spiel ist. Er soll von der Strafe in allen Fällen absehen, in denen er die Überzeugung hat, daß er dadurch der die Regel übertretenden Mannschaft einen Vorteil verschaffen würde;
b)

sich Aufzeichnungen über den Verlauf des Spiels zu machen. Er muß Zeit nehmen und die volle oder vereinbarte Spieldauer einhalten. Durch Unglücksfälle oder aus anderen Gründen verloren gegangene Zeit muß er nachspielen lassen;

c) die unumschränkte Macht, das Spiel jederzeit wegen eines Regelverstoßes zu unterbrechen und es wegen der Witterung, Störung durch Zuschauer oder aus anderen Gründen zu unterbrechen oder abzubrechen, wenn er eine derartige Maßnahme für notwendig hält. In einem solchen Falle ist der zuständigen Behörde ein eingehender Bericht einzusenden, und zwar innerhalb der vorgeschriebenen Frist;
d) die unumschränkte Macht mit dem Augenblick, wo er das Spielfeld betritt, einen Spieler wegen ungebührlichen oder unsportlichen Betragens zu verwarnen und im Wiederholungsfalle ihn von der weiteren Teilnahme auszuschließen. In solchen Fällen ist der zuständigen Behörde ein eingehender Bericht unter Namensnennung des schuldigen Spielers einzusenden;
e) keiner anderen Person als den Spielern und den Linienrichter das Betreten des Spielfeldes zu gestatten;
f) das Spiel zu unterbrechen, wenn nach seiner Ansicht ein Spieler ernstlich verletzt ist. Er soll den Spieler sobald als möglich vom Felde schaffen lassen und dann das Spiel sofort fortsetzen. Wenn ein Spieler nur leicht verletzt ist, soll das Spiel nicht unterbrochen werden, bis der Ball aus dem Spiel ist. Ein Spieler, der in der Lage ist, zur Seiten- oder Torlinie zu gehen, um sich irgendwie pflegen zu lassen, soll nicht auf dem Spielfeld behandelt werden;
g) die unumschränkte Macht, einen Spieler wegen grob unsportlichen Betragens ohne vorherige Verwarnung von der weiteren Teilnahme am Spiel auszuschließen;
h) ein Zeichen für den Fortgang des Spiels nach jeder Unterbrechung zugeben;
i) zu entscheiden, daß der für ein Spiel vorgesehene Ball den Anforderungen der Regel 2 entspricht.

Gott gab uns beides: Leib und Seele,
daß eines das andere trage und stähle,
daß eines dem anderen eng sich vermähle, gab Gott und beides: Leib und Seele

Hermann Claudius

Anweisung für Vereine

Der Platzverein ist für den Schutz des Schiedsrichters und der Linienrichter verantwortlich, sowohl vor dem Spiel, während des Spiels und nach dem Spiel als auch beim Verlassen des Platzes. Leuten, deren unsportliches Verhalten bekannt ist, ist der Zutritt zum Platz zu verweigern. Es sind Plakate anzubringen, auf denen jedem Zuschauer, der den Schiedsrichter belästigt, die sofortige Entfernung vom Spielplatz angedroht wird.

Trainer dürfen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Schiedsrichters das Spielfeld betreten.


Anweisung für Schiedsrichter

Ein guter Schiedsrichter wird durch folgende Eigenschaften die Achtung der Spieler und Zuschauer erringen.

1) Kenntnis und richtige Auslegung der Regeln.
2)

Unbedingt sportliche und unparteiischer Haltung bei jeder Entscheidung.

c) Körperliche Frische und ständige Bereitschaft.

Ein Spieler, der gelegentlich vorsätzlich Zeit vergeudet, soll verwarnt werden.

Unterbreche ein Spiel oder breche es wegen schlechten Wetters nur nach Überlegung ab.

Wenn du einen Spieler verwarnst, nenne ihn bei seinem Namen oder verlange seinen Namen und eröffne ihm deutlich, daß, wenn er sich noch einmal unsportliches Benehmen zuschulden kommen läßt, er des Feldes verwiesen würde.

Merke dir, wenn du einen Spieler verwarnt hast. Ein Schiedsrichter, der ist unterläßt, ungebührliches Betragen, das ihm zur Kenntnis gekommen ist, zur Anzeige zu bringen, wird bestraft, wenn die zuständige Behörde zu der Überzeugung gelangt, daß dieses ungebührliche Betragen eine Untersuchung verlangte. Vergleiche deine Uhr mit denen der Linienrichter, sowohl vor dem Spiel als auch in der Halbzeit.

Verlaß dich nicht allein auf dein Gedächtnis, sondern mache dir Aufzeichnungen über das Spiel,. Notiere dir auf einem Zettel den Zeitpunkt des Spielbeginns, den Zeitpunkt, wann Halbzeit und Spielende ist, sofern du nicht noch Zeit nachspielen läßt. Schreib dir auch die Tore, wie sie erzielt worden sind, auf.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Fußball allgemein

1. Februar

Unser Ziel: immer sauber und ritterlich kämpfen

Lieber ehrlich verlieren, als er ehrlos gewinnen

Vor uns liegt ein Aufruf des Deutschen Fußball-Bundes, unterzeichnet von Dr. Bauwens, Dr. Zimmermann und Ernst Fuhry. In diesem Aufruf an die Fußballjugend, der immer seine Gültigkeit behalten wird, heißt es unter anderem:

"Nur Arbeit, Training, Fleiß, Mühe und Ausdauer werden uns weiterbringen. Viele Menschen erhoffen von einem blinden Glück ein gutes Geschick. Sie warten und warten vergeblich. Die Zeit vergeht, und das Glück läuft immer an ihrer Nase vorbei. Wir haben nur so viel Glück, als wir uns verdienen; das ist das ganze Geheimnis. Man muß also Tag für Tag tun, was jeden Tag nur möglich ist. Das sieht zwar oft so unscheinbar aus, und doch: aus Millionen sogenannter "Kleinigkeiten" baut sich allein das erfolgreiche Leben auf.

Ihr wißt, der Sport ist uns nicht nur ein schönes Spiel und ein bloßer Zeitvertreib. In jedem richtigen Sportler lebt auch der Wille, durch seinen Sport ein immer vollkommener Mensch zu werden. Der Sport ist uns also eine Schule des Aufstiegs. Es geht uns nicht nur um Tore und Punkte: es geht uns durch alle diese sichtbaren Erscheinungen des Sports hindurch auch noch mehr darum, immer reiner, reifer und menschlicher zu werden. Der richtige Sportler will nicht nur körperlich siegen, er will auch Herr und Meister seiner selbst werden. Der Sport ist uns also eine Art von Himmelsleiter, auf der wir in unserem ganzen Wesen an Leib und Seele immer höher steigen wollen.

Wenn also auch der zählbare Zweck des Fußballspiels die Tore sind, so ist sein wichtigerer Sinn doch der, ehrlich, sauber, ritterlich kämpfen und spielen zu lernen. Es fällt uns allen schwer, zu unterliegen. Niederlagen ohne Groll und Gekeife tragen zu lernen, gehört deshalb zum Sinn unseres Spiels! Nicht der sichtbare Sieg ist das Wichtigste, denn die sicht- und zählbaren Leistungen hängen auch von Talent und Begabung ab. Oft auch davon ob man leistungsfähige Kameraden hat.

Nicht der Sieg, sondern das Spiel selbst bleibt uns also das Wichtigste! Wenn jeder nur spielen will, wenn er siegen kann, müssen wir den Sport an den Nagel hängen. Wir wollen spielen lernen, obwohl wir verlieren müssen! Dies gehört zur Größe des wahren Sportlers und macht sein eigentliches Herz und Wesen aus. Das Herz muß uns am Spiel selbst hängen, nicht nur am Sieg!

Dieser wahrhaft gute Geist redlich-reinen Sportlertums ist die Hauptsache. Helft alle mit, dass der Fußballsport von der Jugend her wieder mit einem durchgreifend sauberen und ehrlichen Geist erfüllt wird! Jung sein heißt, Recht und Wahrheit, Vornehmheit und Anständigkeit gerade auch auf dem Fußballplatz für wichtiger zu halten, als den äußerlich meßbaren Erfolg! Jeder junge Mensch hat im Grunde seines Herzens eine große Sehnsucht nach allem, was wirklich lauter, gut und edel ist. Dieser Sehnsucht wollen wir zum Sieg verhelfen! Daß das Gute siege, ist wichtiger, als daß wir selber siegen. Daß die ewige Wahrheit triumphiere, ist bedeutsamer, als daß wir einen vergänglichen Meistertitel tragen. Und daß der Flammengeist hochgemuter Jugend nicht nur Feuer gebe, wenn Tore geschossen werden, sondern daß er auch alles Schlechte mit feurigem Herzen aus unserem Sport austreibe, das ist unser aller Wunsch.

Unserer Jugend kann man nur wünschen, daß sie aus jedem Spiel und Kampf gereifter und sportlicher hervorgeht. Unser Spiel muß eine wahre Hochschule vornehmer Menschen werden, die lieber ehrlich verlieren als ehrlos gewinnen. Die Fußball-Jugend wird zwar oft ein wenig über die Schulter angesehen, wir aber wissen, daß sie das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Deutscher Fußballbund
leer  

1955

Fußball regional

1. Februar

Der Strom machte Schwierigkeiten

Die Vorführung einiger Fußballfilme, die der Kreisfußballverband Husum/Eiderstedt für den 25. Januar übernommen hatte, konnte leider nicht glatt über die Bühne gehen. Da das für die Filme vorgesehene Handwerker-Vereinshaus keinen Wechselstrom hat, so mußte die Nachmittagsveranstaltung ausfallen. Für die Erwachsenen am Abend hatte man die Theatergaststätte ausfindig gemacht, in der dann wenigstens die zweite vorgesehene Vorführung stattfinden konnte. Bei gutem Besuch wurde zunächst der Film vom Jugendfußballturnier 1954 in Westdeutschland gezeigt. Das Spiel England gegen eine Mannschaft der übrigen Welt und Ausschnitte aus der Weltmeisterschaft 1954 beschlossen den gelungenen Abend.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Sparklub

1. Februar

Sparen begann wieder

Der "Sparclub Nordsee" (Handwerker-Vereinshaus) hat sein diesjähriges Weihnachtssparen bereits wieder aufgenommen. Hoffentlich finden sich noch recht viele Mitglieder und Freunde, denen das Sparen Anreiz bietet. Um sich vor Strafgeldern zu schützen, müssen die wöchentlichen Sparbeträge bis jeweils Montag vorliegen.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Jugend-Fußball regional

1. Februar

Zeltlager und Ferienfahrt

Der Jugendausschuss des Fußballbezirks Flensburg (Nord) plant im kommenden Sommer die Durchführung von Zeltlagern für Jugendliche. Darüber hinaus ist der Bezirksjugendausschuss noch bemüht, für besonders geeignete Jungmannen eine größere Ferienfahrt vorzubereiten.


13. März gegen Flensburg

Die auch in diesem Jahre wieder stattfindenden Kreisauswahspiele der Fußball-Jungmannen sind inzwischen wie folgt angesetzt:

13.3. Südtondern - Schleswig  
  Flensburg - Husum 18  
10.4. Südtondern - Husum 18  
  Schleswig - Flensburg  

Das Spiel zwischen Husum und Schleswig wird später eingesetzt.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Friesenstadion

1. Februar

Bald geht's los

Seit der Einweihung des Friesenstadions im Ortsteil Dreimühlen sind nun bereits mehr als eineinhalb Jahre ins Land gegangen. In dieser Zeit hat es nicht an Bemühungen um die Vollendung dieser Anlage gefehlt. Da die erforderlichen Mittel aber bisher nicht vorhanden waren, konnte das begonnene Werk nicht weiter fortgesetzt werden. Jetzt stehen nun Toto-Mittel zur Verfügung, so daß mit dem baldigen Beginn der Einfriedigungen der Anlage zu rechnen ist. Seitens des Stadtbauamtes sind in der Frage der Umzäunung die erforderlichen Schritte unternommen. Vielleicht können schon Ende nächsten Monats die Arbeiten beginnen.

Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Wann spielen die Jungmannen?

Der Spielplan für die zweite Serie der Jungmannen auf Bezirksebene erreichte uns für die Januar-Ausgabe nicht mehr rechtzeitig genug, so daß wir ihn heute nachtragen.

Jungmannen
6.2. Husum 18 - Vorwärts Flensburg  
13.2. Husum 18 - Rasensport Schleswig  
20.2. Westerland - Husum 18  
27.2. Husum 18 - Wyk  
20.3. Husum 18 - SIF Schleswig  
27.3. Frisia Husum - Husum 18  
3.4. Husum 18 - VfB Nordmark Flensburg  
11.4. Bredstedt - Husum 18  
17.4. Leck - Husum 18  
20.4. Husum 18 - Niebüll  
1.5. Friedrichstadt - Husum 18  
8.5. Husum 18 - Kappeln  
15.5. Schleswig 06 - Husum 18  
Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Spiele im Februar

Der Spielplan für die zweite Serie der Jungmannen auf Bezirksebene erreichte uns für die Januar-Ausgabe nicht mehr rechtzeitig genug, so daß wir ihn heute nachtragen.

Bezirksliga
30.1. Nord-Harrislee - Husum 18 (Jacobsen)
6.2. Husum 18 - Vorwärts Flensburg (Marsmann)
13.2. Husum 18 - Rasensport Schleswig (Ziemann)
20.2. Westerland - Husum 18 (Jansen)
27.2. Husum 18 - Wyk (Höppner)

Jungmannen-Bezirksrunde

am 23. Januar 1955

Vereine Spiele Tore Punkte
VfB Flensburg 16 59:15 27:5
Schleswig 06 17 59:28 24:10
RW Niebüll 16 55:22 21:11
TSV Westerland 16 43:23 21:11
TSV Kappeln 16 53:33 21:11
Husum 18 16 47:35 19:13
TSV Bredstedt 15 46:38 18:12
MTV Leck 16 44:37 18:14
FSV Wyk 17 16:25 15:19
Frisia Husum 15 46:44 14:16
Nordmark Satrup 16 18:51 14:18
SIF Schleswig 13 29:39 11:15
Vorwärts Flensburg 16 24:65 8:24
BW Friedrichstadt 13 13:33 7:19
Rasensport Schleswig 15 25:81 6:24
TSV Rantrum 17 19:67 6:26

Spiele im Januar

Bezirksliga
2.1. TuRa Meldorf - Husum 18 5:5 (3:3) privat
9.1. Husum 18 - Satrup 3:0 (2:0)
15.1. Husum 18 - Langenhorn Pokalspiel kampflos für Husum 18
23.1. Rantrum - Husum 18 2:3 ( 1:2)

Jungmannen
9.1. Husum 18 - Satrup 7:2
23.1. Rantrum - Husum 18 3:9

Erste Kreisklasse
2.1. Husum 18 - Garding 4:1 (2:0)
16.1. Bredstedt - Husum 18 1:12 (0:8)

Jugendklasse
21.1. Husum 18 - Garding 1:1 (1:0)
Kurt Klawitter
leer  

1955

Fußball

1. Februar

Fußball-
BL Nord
1954/55
H 18 SL 06 Kap-peln VfB FL RW Nie-büll Sat-rup Post FL SIF SL Har-ris-lee RS SL TSV Bred-stedt Wes-
ter-land
MTV Leck VW FL TSV Ran-trum FSV Wyk Fri-sia BW Fr'-stadt Sp. Tore Pkt

Husum 18

*

4:0 2:0 3.2 7:1 4:3 1:2 3:1 11:0 5:1 6:1 5:0 7:1 5:1 10:0 5:3 2:1 13:1 19 99:20 36:2
        3:0                 3:2      

Schleswig 06

0:4

H

  2:2 4:5 2:3 4:1 2:1 8:0 3:2 4:3 5:1 12:2 3:2 4:2 4:2 0:0 5:0 18 66:33 26:10
                    2:3 2:0          

TSV
Kappeln
0:2  

U

2:0 3:1 1:0 3:0 8:2 6:0 3:2 3:1   4:3 5:2 3:2 1:1 3:2 4:0 17 55:21 30:4
      1:1                     5:2    

VfB Flensburg 2:3 2:2 0:2

S

4:3 0:2 1:1 1:2 6:2 3:2 5:1 1:3 2:0 3:0 3:4 5:1 2:0 2:1 18 46:30 22:14
                        4:1        

RW Niebüll 1:7 5:4 1:3 3:4

U

4:2 0:6 4:0 3:2 3:0 4:5 0:5 2:3 4:4 1:5 1:2 5:4 7:1 18 49:58 16:20
    1:1                            

Nordmark
Satrup
3:4 3:2 0:1 2:0 2:4

M

2:4 8:3 2:5 2:3 2:1 1:2 1:1 3:2 3:0 2:2 2:4 8:1 18 40:42 14:22
0:3                                

Post
Flensburg
2:1 1:4 0:3 1:1 6:0 4:2

E

3:2 4:3 7:0 1:5 1:1 2:2 1:2 5:2 2:0 4:2 4:0 18 51:31 25:11
            3:1                    

SIF
Schleswig
1:3 1:2 2:8 2:1 0:4 3:2 2:3

R

5:3 1:2 6:1 0:7 2:1 2:4 3:3 0:3 0:0 5:3 18 36:53 14:22
            1:3                    

Nord Harrislee 0:11 0:8 0:6 2:6 2:3 5:2 3:4 3:5

F.

3:1 1:6 1:1 2:0 2:1 2:1 3:1 2:4 2:0 18 35:63 15:21
                  2:3              

Rasensport Schleswig 1:5 2:3 2:3 2:3 0:3 3:2 0:7 2:1 1:3

V.

7:3 0:2 1:2 3:4 1:4 2:0 2:1 4:3 18 35:52 12:24
                              2:3  

TSV Bredstedt. 1:6 3:4 1:3 1:5 5:4 1:2 5:1 1:6 6:1 3:7

v

  2:3 4:2 3:2 7:1 7:2 3:2 17 56:53 18:16
                3:2                

TSV Westerland 0:5 1:5   3:1 5:0 2:1 1:1 7:0 1:1 2:0  

o

2:2 1:1 3:4 2:4 4:0 3:1 17 46:29 22:12
  3:2                             6:1

MTV Leck 1:7 2:1 3:4 0:2 3:2 1:1 2:2 1:2 0:2 2:1 3:2 2:2

n

2:1 0:1 2:0 1:0 2:3 18 27:46 15:21
  0:2                              

Vorwärts Flensburg 1:5 2:3 2:5 0:3 4:4 2:3 2:1 4:2 1:2 4:3 2:4 1:1 1:2

1

1:4 5:2 1:2 0:2 18 34:52 10:26
      1:4                          

TSV Rantrum 0:10 2:4 2:3 4:3 5:1 0:3 2:5 3:3 1:2 4:1 2:3 4:3 1:0 4:1

9

0:0 5:2 5:0 19 48:50 18:20
2:3                           2:3    

FSV Wyk 3:5 2:4 1:1 1:5 2:1 2:2 0:2 3:0 1:3 0:2 1:7 4:2 0:2 2:5 0:0

1

0:1 3:2 19 30:51 13:25
    2:5                       3:2    

Frisia Husum 1:2 0:0 2:3 0:2 4:5 4:2 2:4 0:0 4:2 1:2 2:7 0:4 0:1 2:1 2:5 1:0

8

3:5 18 31:47 12:24
                  3:2              

BW Friedrichstadt 1:13 0:5 0:4 1:2 1:7 1:8 0:4 3:5 0:2 3:4 2:3 1:3 3:2 2:0 0:5 2:3 5:3

*

18 26:79 6:30
                      1:6          

Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1955

Husum 18

1. Februar

Mitgliederbewegung

   
Zugänge
1. Ehlert, Friedrich, Mildstedt
2. Hansen, Friedrich, Husum, Omnibusbahnhof
3. Krause, Hans-Jürgen, Husum, Stadtweg 22
4. Seeger, Heinrich, Husum, Süderstraße 40

 

Abgänge
1. Albertsen, Günther, Schwesing, Bahnhof
2. Mißfeldt, Bernd, Husum, Osterende 29
3. Mißfeldt, Ernst, Husum, Osterende 29
4. Mißfeldt, Uwe, Husum, Osterende 29
5. Stadelmann, Sigrid, Husum, Osterende 75

 

Neue Anschriften

1. Böhrnsen, Karl, Husum, Neustadt 39
2. Hoffmann, Karl, Husum, Osterende 95
Kurt Klawitter
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. April

Alte 18er in Amerika

Aus New York erhielten wir zu unserer größten Freude folgenden Brief:

Bernhard Petersen (r.) zeigte sich 1927 stolz mit seinen Mannen und deren stattlicher Pokal-Phalanx: Heinrich Petersen · Karl Krieger · Werner Lorenzen · Alfred Raab · Willi Ingwersen · Karl Schladetzky · Arthur Hansen · Hans Blunck · Bernhard Petersen - Hans Rademacher · Ede Jensen · Ernst Mißfeldt

New York, 3.3.55

Meine lieben 18er!

Zu allererst seid alle vielmals gegrüßt von einem alten 18er aus Amerika. Da ich immer die Sportzeitung von meinem lieben Bruder Walter Ingwersen bekomme, bin ich von Husum 18 gut unterrichtet! Ich wünsche Euch viel Glück und hoffe, daß Ihr die Meisterschaft erringt; ich und noch ein paar Husumer verfolgen es mit großer Spannung (Simon Koch, H. Lorenzen, A. Thompson und Fritz Kühne). Fritz und sein Bruder vom ETV Hamburg spielen mit gutem Erfolg bei uns (Sportschule New York). Ich gehöre dem Verein seit 1930 an. Auch ich spielte lange in der ersten Mannschaft und wurde öfter für die New Yorker Auswahl berufen. Auch bekomme ich öfter Post von meinem alten guten Freund aus Hamburg, Bernhard Petersen, den ihr wohl alle kennt. In unserem Verein sind fast alles Deutsche. In letzter Zeit bekommen wir viele von Deutschland, einige spielen in der Ersten, andere in der Reserve. Die Reserve, in der ich gerne gespielt habe, hat die Meisterschaft seit 1925 achtzehnmal gewonnen, die Erste gewann nur einmal.

Auch möchte ich Euch 18er mitteilen, daß ich Eure Vereinsnadel mit Stolz trage. - Nun habe ich hier Eure vereinsnachrichten Nr. 10 vom Februar 1955 vor mir liegen und ich lese die Geschichte von meinem alten Freund Christoph Jensen, mit dem ich öfters zusammen gespielt habe. Es steht da geschrieben: ' Das Spiel wurde ausgetragen auf der Freiheit, als der Christoph aus der Gefangenschaft gekommen war.'

Meine lieben 18er! Ich glaube, es ist dort ein Fehler unterlaufen. Ich glaube mit Bestimmtheit, daß Christoph sein erstes Spiel auf dem 'Ochsenkamp' gegen Preußen Itzehoe spielte. Das Spiel endete 4:4 (3:0 für Husum). Christoph schoß und köpfte drei Tore. Torwart war Pauls, Verteidiger Sülau, K. Berndt und H. Hansen, ich glaube Trulsen Läufer, Rechtsaußen Schubert, Halbrechter Okke Classen, Blunck Linksaußen, Christoph Mittelstürmer. Das sind die Namen, die ich behalten habe. Das war eine gute Mannschaft. Vielleicht kann Bernhard Petersen sich noch erinnern.

Nun meine lieben 18er, seid alle vielmals gegrüßt von Eurem alten Sportfreund und noch immer ein 18er

Willi Ingwersen

Grüßt bitte H. Lorenzen und alle Freunde! Ich lege ein Bild bei, aufgenommen zwischen 1928 und 1930.


Husum 18 erwidert die Grüße aufs herzlichste und ist stolz darauf, daß unsere Sportfreunde auch in Amerika in alter Treue zu uns halten und zeigen, was sie können. Wir würden uns über jeden weiteren Brief aus Amerika freuen!

Der Vorstand
leer  

1955

Fußball überregional

1. April

Büdelsdorf bietet ein Beispiel

In Schleswig-Holstein liegt der kleine Ort Büdelsdorf, dessen rührige Sportgemeinde es bis zur Zugehörigkeit zu Fußball-Amateurliga gebracht hat. Die Gemeinde dieses Ortes hat ein Herz für die Jugend. Als der Turn- und Sportverein daran ging, mit 250.000 D-Mark Gesamtkosten ein 12.000 Zuschauer fassendes Kleinstadion zu bauen, bewilligte der sportfreudige Gemeinderat einen Zuschuß von 100.000 D-Mark . Aber noch wertvoller war der gleichzeitige Beschluß, das Stadion für 25 Jahre dem Ortsverein unentgeltlich zur Verfügung zu stellen! So ist dieser Verein seiner Spielplatzsorgen enthoben. Wir wünschten, viele Stadtväter würden es ihren Kollegen von Büdelsdorf gleichtun.

DFB-Pressedienst vom 1.2.1955
leer  

1955

Nachrufe

1. April

Ehrender Nachruf für Kurt Klawitter

   

Zum Ableben von Kurt Klawitter sandte der Vorsitzender des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. P. J. Bauwens, folgende Zeilen an den Husumer Fußballverein von 1918:

Ihren mir freundlicherweise regelmäßig zugehenden Vereinsnachrichten entnehme ich zu meinem großen Bedauern, daß Ihr Presse- und Propagandawart Kurt Klawitter am 9. Februar gestorben ist. Der Name Klawitter ist nicht nur für Sie, sondern für den ganzen deutschen Fußballsport zu einem Begriff geworden. Sportpersönlichkeiten, wie Klawitter war, bedürfen wir in der heutigen Zeit mehr denn je, um in der uns erfreulicherweise zuströmenden Jugend den Idealismus aufrecht zu erhalten, der den Sport erst zu einem Kulturfaktor ersten Grades macht. Ich bin überzeugt davon, daß Klawitter in Ihrem Verein weiterleben wird als Vorbild für die Fußballjugend.

Der Deutsche Fußballbund nimmt aufrichtigsten Anteil am Ableben eines seiner Besten!

Mit sportfreundlichen Grüßen

Dr. P. J. Bauwens
leer  

1955

Friesenstadion

1. April

Teilansicht des Friesenstadions in Husum

Blick auf Teile der beiden Fußballplätze. Im Hintergrund die Eingangstreppen. Anpflanzungen werden die Umrahmung des Stadion verschönern. Erst in späteren Jahren wird sich die ganze Anlage in ihrer eigentlichen Schönheit und Größe präsentieren.

Der Schuh drückt überall

Die alljährlichen Statistiken des DFB geben einen guten Einblick in die Entwicklung unseres zur Volksbewegung gewordenen Fußballsports. Bei der ersten Erhebung nach dem Kriege, 1951, hatte der DFB rund 1,4 Millionen Mitglieder in 13.000 Vereinen mit 54.000 Mannschaften. Seitdem hat sich die Zahl der Mitglieder um 200.000 und der Mannschaften um rund 1.000 erhöht, die der Vereine ist stabil geblieben. Das sind keine zufriedenstellenden Zahlen, was auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. Eine, die wichtigste, ist die Spielplatznot. In den Städten kann kaum noch ein Verein eine weitere Mannschaft aufstellen, weil die vorhandenen Spielplätze voll ausgenutzt sind. Dagegen ist auf den Spielplätzen des flachen Landes noch Gelegenheit, Mannschaften unterzubringen. Wir müssen den Dingen klar ins Auge sehen, wenn wir die Wege für einen schnelleren ziffernmäßigen Aufstieg unseres schönen Fußballsports frei machen wollen. Die Spielplatzfrage ist die brennendste, sie erfordert die Anspannung aller Kräfte. Unsere Forderung an die Gemeinden geht dahin, der Jugend Spielgelegenheiten zu schaffen. Erst 5% der Bevölkerung treiben Leibesübungen. Diese Tatsache enthüllt den ganzen Notstand. In England sind es rund 70% des Volkes, die sich dem Sport verschrieben haben. Die Zahl der Sportplätze ist entsprechend.

Die Vereine brauchen die Hilfe der Behörden, weil sie aus eigener Kraft die Spielplatznot nicht beseitigen können. Zudem schaffen die Behörden, teils unter sehr erheblichen Kosten, andere kulturelle und soziale Einrichtungen. In den Großstädten beträgt der Zuschuß für jede Theaterkarte im Durchschnitt rund 2,50 D-Mark und eine D-Mark werden für einen Schüler ausgegeben. Den Sport versteuert man dafür als Lustbarkeit.

Um einen kleinen Einblick in die Spielplatznöte der Vereine zu geben: Hannover 96 hat für 11 Senioren- und 20 Jugendmannschaften nur zwei Sportplätze. Die Stuttgarter Kickers verfügen bei 1.100 Aktiven über drei eigene und gelegentlich zwei gemeindeeigene Sportplätze. In Orten des Ruhrgebietes benutzen teilweise bis zu 30 Mannschaften einen Spielplatz. In 776 befragten Orten Niedersachsens haben nur 62% eine Spielmöglichkeit. Aus diesen, nur beispielweise angeführten Zahlen spricht die ganze Not der Vereine. Die Fußballverbände und -vereine im Bundesgebiet haben aus eigener Kraft 100 neue Plätze geschaffen und 5.200 wieder hergestellt, wofür mehr als 33 Millionen D-Mark verausgabt wurden. Es fehlt ein, schon vor 1933 geplantes Gesetz, daß die Gemeinden zwingt, pro Kopf der Bevölkerung mindestens fünf Quadratmeter Spielplatz zu schaffen.


Und was nun unsere Husumer Sportplatzverhältnisse anbelangt, so dürfen wir mit Genugtuung feststellen, daß wir im neuen Friesenstadion Plätze zur Verfügung haben, um die uns manche Stadt beneiden könnte. Hier ist eine sportliche Gesamtanlage entstanden, die auf weite Sicht hinaus ausreichen wird, um neben dem Fußballsport auch andere Sportarten zu betreiben. Was hier aus eigener Initiative und mit dankenswerter behördlicher Unterstützung geschaffen wurde, ist vorbildlich. Wir haben in Husum also vor anderen Städten manches voraus. Uns drückt der bewußte Schuh erfreulicherweise nicht.

Wir könnten uns daher auch nichts sehnlicher wünschen, als daß es unserer braven Bezirksliga-Mannschaft endlich einmal wieder gelingen möge, in die Landesliga aufzusteigen. Drücken wir beide Daumen!

Über Stufen ins Stadion

Über diese Stufen werden sich in den nächsten Jahren und sicher noch in späterer Zeit die Zuschauermassen zu Tausenden ins Friesenstadion begeben. Ist es nicht, als wenn diese steinernen Stufen schon von dieser Zukunft träumen? Und wir Menschen können es uns wohl schon heute mit einiger Phantasie ausmalen, wie einmal dieses gewaltige Stadion den Mittelpunkt der Husumer Sportgemeinde und der auswärtigen Sportinteressenten bilden wird.


Der Vorstand
leer  

1955

Fußball allgemein

1. April

Spielpause im Juli

Nach der DFB-Spielordnung beginnt das Spieljahr am 1. August und endet am 30 Juni. Im Monat Juli dürfen keine Fußballspiele ausgetragen werden. Ausnahmegenehmigungen sind unzulässig. In diesem Jahr ist der 31. Juli ein Sonntag. Der Bundesvorstand hat beschlossen diesen Tag für Spieler, auch ausnahmsweise, nicht freizugeben. Freigabeanträge sind deshalb zwecklos.

Der Vorstand
leer  

1955

Fußball allgemein

1. April

Zuschauer - Schiedsrichter - Spielregeln

Die Meldungen über den Rückgang der Zuschauerzahlen bei unseren Fußballspielen mehren sich. Es ist ein schwacher Trost, daß die Erscheinung allgemein ist. Allgemein für den Fußballsport, auch im Ausland, und allgemein für den Sport überhaupt. Der Rückgang der Zuschauer hat verschiedene Ursachen; er ist nicht in der Hauptsache dadurch bedingt, daß die Leistungen der Spieler nachgelassen haben. So schwach sind diese Leistungen und ist die Qualität unserer Spiele nun wieder auch nicht. Warum haben die Engländer einen Rückgang von vier Millionen Zuschauern in den Jahren nach dem Kriege festgestellt? Und: Sind z.B. die Spiele der Vertragsligen, die in erster Linie Wertmesser sind, nicht in den meisten Verbänden ausgeglichen und die Kräfte so gleich, daß es vermeintliche Überraschungen bei der Punkteverteilung am laufenden Band gibt? Diese Tatsache müßte also stark belebend wirken.

Die Ursachen für den Zuschauerrückgang sind also vielgestaltig; sie aufzuzählen und zu ergründen, würde jetzt zu weit führen. Eines sei aber nach vorn gestellt: Ist unser Anspruch nicht zu groß geworden? Haben wir einen Recht, allsonntäglich einen Sieg unserer Mannschaft zu verlangen? Man darf bei aller Begeisterung - um nicht zu sagen Fanatismus - nicht den Blick für das Reale verlieren. Schlimm ist es aber, wenn die Freude am sonntäglichen Spielerleben zum ausgesprochenen Ärger und zum Schwure führt, am nächsten Sonntag nicht wiederzukommen (was erfreulicherweise am Montag bereits wieder vergessen ist).

Der Vorstand
leer  

1955

Fußball allgemein

1. April

Die Fußballregel-Ecke

Wer die Fußballregeln kennt, hat mehr Freude vom Spiel. Mangelnde Spielregelkenntnis der Spieler hat schon manches Spiel verloren gemacht. Es ist ein schwacher Trost, daß selbst die Internationalen oft erkennen lassen, wie sehr sie mit den Spielregeln auf dem Kriegsfuß stehen. So bleiben gute Torgelegenheiten ungenutzt, weil der Spieler infolge eines vermeintlichen Regelverstoßes den Pfiff des Schiedsrichters erwartet, während dieser dazu gar keinen Anlaß hat. Hand aufs Herz, unsere Spieler von der ersten bis zur untersten Mannschaft: Wer hat sich schon mit den Fußballregeln befaßt? Sehen wir nicht oft Unkenntnis der Spieler darüber, daß das Spielfeld beim Wiederbetreten nach vorübergehendem Ausscheiden nur von der Seitenlinie her erfolgen darf und ist neulich, bei einem wichtigen Pokalspiel, nicht deswegen ein - vielleicht das entscheidende - Tor gefallen, weil die Deckungsspieler nicht wußten, daß der Schiedsrichter beim indirekten Freistoß den Arm steil in die Höhe hebt, während er beim direkten Freistoß kein besonderes Zeichen macht? Wissen die Spieler, wie sie sich bei einem Unfall zu verhalten haben?

Daß der Schiedsrichter bei einem leichten Unfall das Spiel nicht unterbrechen darf, sondern die nächste Spielruhe abwarten muß und daß bei einem ernsteren Unfall der Spieler möglichst bald vom Spielfeld gebracht werden soll? Ist überall bekannt, daß Sportlehrer und Mannschaftsbetreuer nur das Spielfeld betreten dürfen, wenn der Schiedsrichter sie ruft? Solche und ähnliche Fälle können spielentscheidend sein.

Darum gilt unser Rat immer wieder: Fragt bei Unklarheiten den Vereinsschiedsrichterobmann und nehmt auf dem Spielfeld die Entscheidung des Schiedsrichters unwidersprochen hin. Auch er hat den Willen zur sportlichen Höchstleistung und ist nur zu Spielleitung gekommen, weil er das Vertrauen der zuständigen Stellen besitzt.


In einem Spiel passierte es, daß sich der Torwart bei der Abwehr des Balles leicht verletzte und für Sekunden nicht voll eingesetzt werden konnte. Seine Ballabwehr kam zum Gegner, der von der Strafraumlinie her den Ball ins Tor schoß. Der Schiedsrichter anerkannte das Tor, worüber es Verwunderung und wogegen es Reklamationen gab, die abgelehnt wurden. Spiegelregelunkenntnis brachte hier eine Mannschaft um ein Tor; es hätte der Sieg sein können. Lesen wird deshalb, was die Spielregel 5 den Schiedsrichtern bei Spielunfällen für Anweisungen gibt.

"Der Schiedsrichter hat das Spiel zu unterbrechen, wenn nach seiner Ansicht ein Spieler ernstlich verletzt ist. Er soll den Spieler sobald als möglich vom Spielfeld schaffen lassen und dann das Spiel sofort fortsetzen." Also nur bei ernster Verletzung darf das Spiel unterbrochen werden. Im Belieben des Schiedsrichters steht nur zu entscheiden, ob er einen Unfall als schwer oder leicht ansieht. Er dürfte also im vorliegenden Falle das Spiel gar nicht unterbrechen, wollte er nicht die im Angriff befindliche Mannschaft benachteiligen. Es war Pflicht eines verteidigenden Spielers, sofort ins Tor zu laufen, als die leichte Spielunfähigkeit des Torwarts, der ja kurz darauf wieder voll spielfähig war, erkannte.

Die Richtigkeit der Schiedsrichterentscheidung in diesem Fall bestätigt weitere Anweisung in der Regel 5, die für leichtere Unfälle gilt: "Wenn ein Spieler nur leicht verletzt ist, soll das Spiel nicht unterbrochen werden, bis der Ball aus dem Spiel ist. Ein Spieler, der in der Lage ist, zur Seiten- oder Torlinie zu gehen, um sich irgendwie pflegen zu lassen, soll nicht auf dem Spielfeld behandelt werden." Wir tun gut, diese und andere klare Bestimmungen in den Spielregeln in uns aufzunehmen. Auch unsere Spieler kennen die Spielregeln viel zu wenig. Auf einem Lehrgang von 50 ausgewählten Jugendspielern kannten nur 2 das Spielregelheft und nur in einem Verein wurde in den Mannschaftszusammenkünften regelmäßig über die Spielregeln gesprochen. Es ist ein vollgültiger Grundsatz: "Spielregelkenntnis hilft Spiele gewinnen!"

Der Vorstand
leer  

1955

Fußball allgemein

1. April

Das Vertragsspielertum

Die Vereine mit Vertragsfußball haben ihre Gemeinnützigkeit behalten, weil ihre Arbeit der Gesamtheit ihrer Mitglieder gilt und auch die Überschüsse aus den Spielen der Vertragsklasse für die Jugend und für andere Sportarten Verwendung finden. Was der Fußball tut, geschieht in aller Öffentlichkeit und die Kontrolle über die Einhaltung der mit den Behörden vereinbarten Bestimmungen bezüglich der Spieler-Entschädigungen wird seitens der Finanzämter streng gehandhabt.

Darum nimmt es wunder, wenn der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, unter Hinweis auf das Vertragsspielertum, für die Beibehaltung der Lustbarkeit-Steuerpflicht bei Fußballspielen plädiert und die Fußballvereine mit Vertragsspielern als Erwerbsbetriebe bezeichnet. Darf man nicht verlangen, daß die Erkenntnis allgemein ist, "Vertragsspieler sind keine Erwerbsbetriebe zur Unterhaltung von Menschenmassen, die lediglich zusehen, ohne selbst Sport zu treiben"? Muss ein so hoch stehender Mann nicht wissen, daß die Zuschauer den weitaus meisten Vereinen überhaupt erst die Erfüllung der freiwillig gesetzten, der Jugend zugute kommenden Aufgaben ermöglichen? Wäre es für den Herrn Minister da nicht interessant, einmal Erhebungen über das Alter der Fußball-Zuschauer anzustellen, um zu erfahren, daß sie in ihrer übergroßen Mehrheit - eben wegen des Alters - gar nicht mehr aktiv auf den Fußballfeldern tätig sein können? Und weiß er, dass z.B. der Durchschnitt der Fußballvereine mit einer Vertragsspieler-Mannschaft bis zu 20 weitere Mannschaften beschäftigt und nur 0,002% der aktiven Fussballer Vertragsspieler sind?

Der Vorstand
leer  

1955

Vereine allgemein

1. April

Unterricht der Mitglieder über die Höhe der Versicherungs-Leistungen

Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Vereine die Sorgfaltspflicht haben, ihre Mitglieder über die Höhe der Versicherungsleistungen zu unterrichten. Es genügt nicht, daß den Mitgliedern allgemein bekannt ist, daß durch den LSV eine kollektive Sportunfallversicherung abgeschlossen worden ist, denn zahlreiche Sportler sind auch heute immer noch in dem Irrtum, daß ihnen bei einem Unfall durch die Versicherung sämtliche Kosten erstattet werden. Das ist selbstverständlich nicht der Fall. Die Erstattung richtet sich nach den im Vertrag einzeln festgelegten Leistungen, die mit denen der Versicherten der übrigen Landessportbünde ist Deutschen Sportbundes durchaus konkurrieren können.

Wir empfehlen unseren Vereinen, die nachstehend nochmals bekanntgegebenen Leistungen durch ihre Rundschreiben oder Vereinsnachrichten, durch Aushänge am schwarzen Brett (Turnhallen, Übungsstätten) auch den Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen. Hierdurch kann dem Verein eventuell viel Ärger und auch erhebliche Kosten erspart bleiben.

Auszug aus den Leistungen der Versicherung

1, für alle Mitglieder über 18 bis zur Erreichung des 70. Lebensjahres je Person und Versicherungsfall:
 

3.000 D-Mark im Todesfall für Verheiratete

 

1.000 D-Mark im Todesfall für Ledige

 

12.000 D-Mark Invalidität

 

500 D-Mark Heilkosten

  Für Lohn und Gehaltsempfänger:
 

60 D-Mark Bergungskosten

 

200 D-Mark Verdienstausfall vom 4. Tage an für Verheiratete

 

100 D-Mark Verdienstausfall vom 4. Tage an für Ledige

  Für Selbstständige und freie Berufe:
 

1,50 D-Mark Tagegeld vom 4. Tage an

2. für alle Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres je Person und Versicherungsfall:
 

500 D-Mark Tod

 

5.000 D-Mark Invalidität

 

300 D-Mark Heilkosten

3. für Mitglieder über 70 Jahre:
 

3000 D-Mark für den Invaliditätsfall (Rentenzahlung)

 

500 D-Mark für Bestattungskosten

 

bis zu 150 D-Mark für Heilkoszem

Nicht versicherungspflichtige Vereinsmitglieder, die für eine Versicherung gegen Krankheit nicht Vorsorge treffen, haben die Heil- und Krankenhauskosten bei Sportunfällen bis zur Höhe von jährlich 100 D-Mark selbst zu übernehmen.

LSV-Verbandsbeschluss 1954 in Eckernförde
leer  

1955

Husum 18 / Fußball regional

1. April

Wie steht's im Bezirk II?

Das schlechte Wetter hat ebenso wie in den übrigen Bezirken den Spielausschussmitgliedern sehr viel Sorge gemacht, denn mit 18 Vereinen zu spielen, ist für sie keine besondere Freude, wenn der Bezirksmeister bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt sein soll. Die Witterungsverhältnisse haben sich jedoch inzwischen gebessert und Spielausschussvorsitzender Frühauf hofft, daß er den Meister doch noch rechtzeitig ermitteln kann.

Die Situation im Fußball-Norden ist inzwischen zugunsten von Husum 18 weiter geklärt worden. Die Mannschaft scheint sich den Titel diesmal holen zu können. Denn nachdem die Kappelner an zwei Sonntagen nacheinander ihre Spiele verloren, werden sie den Vorsprung von Husum 18 im weiteren Verlauf der Serie kaum wieder aufholen können. Allerdings ist das letzte Wort in keinem Fall schon gesprochen, und auch Husum 18 kann noch Spiele verlieren, so daß man die nächsten Sonntage abwarten muß, wenn man eine genaue Prognose stellen will.

Das allgemeine Spielniveau hat zweifellos im Norden zugenommen, und es ist deshalb für die verantwortunglichen Männer schon eine Freude, wenn man am Sonntag auf den Sportplätzen sieht, wie die Mannschaften im Gegensatz zu früheren Jahren erheblich besser spielen.


In den Kreisen ist der Punktspielbetrieb auch wieder aufgenommen, wenn man auch wegen der Schneeverhältnisse zwei wertvolle Sonntage verlor und der dritte Sonntag nur zum Teil genutzt werden konnte. Aber die Spiele sind im allgemeinen so gelegt, daß die ersten Mannschaften der Kreisklasse, die für die Kreismeisterschaft in Frage kommen, zunächst gegeneinander spielen, damit der Meister für die Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse rechtzeitig ermittelt werden kann.


Die Jungmannen-Bezirksklasse will ihren Meister zusammen mit der Bezirksklasse ermitteln. Sie ist von ihren Spielern nämlich abhängig, wobei die Jungmannen jeweils mit ihrer Ligamannschaft fahren. Der Bezirksjugendausschuss, der auf seiner letzten Sitzung dem TSV Rot-Weiß Niebüll zwei Punkte aberkennen mußte, weil die Niebüller mit Genehmigung des zuständigen Kreisjugendausschusses einen zu alten Spieler hatten mitwirken lassen, will sich für die Sommermonate auch der kulturellen Betreuung widmen. Er plant, mit besonders geeigneten Jungmannen die Durchführung einer Omnibusfahrt, die in erster Linie der staatsbürgerlichen Erziehung der Jugend zu dienen hat. Er will einer Fahrt über Hamburg - Minden - das Ruhrgebiet - Köln - Bonn - Trier - Saarbrücken - Frankfurt -Hannover und Flensburg durchführen und sieht außerdem entweder im Kreis Schleswig oder auf einer der Nordseeinseln ein großes Zeltlager vor, das nur für die Fußballjugend geplant ist.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. April

Fußball-
BL Nord
1954/55
H 18 SL 06 Kap-peln VfB FL RW Nie-büll Sat-rup Post FL SIF SL Har-ris-lee RS SL TSV Bred-stedt Wes-
ter-land
MTV Leck VW FL TSV Ran-trum FSV Wyk Fri-sia BW Fr'-stadt Sp. Tore Pkt

Husum 18

*

4:0 2:0 3.2 7:1 4:3 1:2 3:1 11:0 5:1 6:1 5:0 7:1 5:1 10:0 5:3 2:1 13:1      
        3:0 5:1 8:0 3:2 7:1   2:1   3:1 3:2      

Schleswig 06

0:4

H

  2:2 4:5 2:3 4:1 2:1 8:0 3:2 4:3 5:1 12:2 3:2 4:2 4:2 0:0 5:0      
    5:2 9:2 1:1   5:1     2:0 2:3 2:0   5:1   3:3  

TSV
Kappeln
0:2  

U

2:0 3:1 1:0 3:0 8:2 6:0 3:2 3:1   4:3 5:2 3:2 1:1 3:2 4:0      
  2:0 2:2 1:1 0:1         5:1   6:1   3:2 5:2 1:4 9:1

VfB Flensburg 2:3 2:2 0:2

S

4:3 0:2 1:1 1:2 6:2 3:2 5:1 1:3 2:0 3:0 3:4 5:1 2:0 2:1      
  2:5 2:2 1:1       1:3 2:3     2:1 4:1        

RW Niebüll 1:7 5:4 1:3 3:4

U

4:2 0:6 4:0 3:2 3:0 4:5 0:5 2:3 4:4 1:5 1:2 5:4 7:1      
  2:9 1:1 1:1           2:4 5:3     4:9   4:6 8:0

Nordmark
Satrup
3:4 3:2 0:1 2:0 2:4

M

2:4 8:3 2:5 2:3 2:1 1:2 1:1 3:2 3:0 2:2 2:4 8:1      
0:3 1:1 1:0   2:4       1:3       10:5       4:0

Post
Flensburg
2:1 1:4 0:3 1:1 6:0 4:2

E

3:2 4:3 7:0 1:5 1:1 2:2 1:2 5:2 2:0 4:2 4:0      
1:5         4:2 3:1 2:2     2:2     1:2 2:1    

SIF
Schleswig
1:3 1:2 2:8 2:1 0:4 3:2 2:3

R

5:3 1:2 6:1 0:7 2:1 2:4 3:3 0:3 0:0 5:3      
0:8 1:5         1:3 1:3     2:5   2:2   1:1    

Nord Harrislee 0:11 0:8 0:6 2:6 2:3 5:2 3:4 3:5

F.

3:1 1:6 1:1 2:0 2:1 2:1 3:1 2:4 2:0      
2:3     3:1     2:2 3:1 1:2 2:3       2:5   2:4  

Rasensport Schleswig 1:5 2:3 2:3 2:3 0:3 3:2 0:7 2:1 1:3

V.

7:3 0:2 1:2 3:4 1:4 2:0 2:1 4:3      
1:7     3:2   3:1     2:1   0:4   3:0     2:3  

TSV Bredstedt. 1:6 3:4 1:3 1:5 5:4 1:2 5:1 1:6 6:1 3:7

v

5:2 2:3 4:2 3:2 7:1 7:2 3:2      
  0:2 1:5   4:2       3:2     4:2 4:2   9:5   11:0

TSV Westerland 0:5 1:5   3:1 5:0 2:1 1:1 7:0 1:1 2:0  

o

2:2 1:1 3:4 2:4 4:0 3:1      
1:2 3:2     3:5   2:2 5:2   4:0 2:5 2:3   1:0     6:1

MTV Leck 1:7 2:1 3:4 0:2 3:2 1:1 2:2 1:2 0:2 2:1 3:2 2:2

n

2:1 0:1 2:0 1:0 2:3      
  0:2 1:6 1:2             2:4 3:2   0:4 0:3   6:1

Vorwärts Flensburg 1:5 2:3 2:5 0:3 4:4 2:3 2:1 4:2 1:2 4:3 2:4 1:1 1:2

1

1:4 5:2 1:2 0:2      
1:3     1:4   5:10 2:5 2:2   0:3 2:4         5:1  

TSV Rantrum 0:10 2:4 2:3 4:3 5:1 0:3 2:5 3:3 1:2 4:1 2:3 4:3 1:0 4:1

9

0:0 5:2 5:0      
2:3 1:5 2:3   9:4       5:2     0:1 4:0   2:3   7:4

FSV Wyk 3:5 2:4 1:1 1:5 2:1 2:2 0:2 3:0 1:3 0:2 1:7 4:2 0:2 2:5 0:0

1

0:1 3:2      
    2:5       1:2 1:1     5:9   3:0   3:2    

Frisia Husum 1:2 0:0 2:3 0:2 4:5 4:2 2:4 0:0 4:2 1:2 2:7 0:4 0:1 2:1 2:5 1:0

8

3:5      
  3:3 4:1   6:4       4:2 3:2       1:5     9:1

BW Friedrichstadt 1:13 0:5 0:4 1:2 1:7 1:8 0:4 3:5 0:2 3:4 2:3 1:3 3:2 2:0 0:5 2:3 5:3

*

     
    1:9   0:8 0:4         0:11 1:6 1:6   4:7   1:9

Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1955

Husum 18

1. April

Gut besuchte Generalversammlung

Unsere außerordentliche Generalversammlung am 14. März in Handwerker-Vereinshaus wies einen guten Besuch auf. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte die Versammlung ihrer kürzlich verstorbenen Mitglieder Kurt Klawitter und Wilhelm Preising.

Bei der Wahl eines Spielausschusses wurde nur ein Vorschlag eingebracht. Die darauffolgende Wahl ergab eine große Mehrheit für den ehemaligen Ligaspieler Max Sönnichsen. Die Wahl eines Presse- und Propagandawarts musste vertagt werden, da kein Sportfreund bereit war, dieses Amt zu übernehmen.


Sportfreund Dr. Mau gab den Mitgliedern einen Überblick über den derzeitigen Stand der Verhandlungen betreffs Ausbau des Friesenstadions. Der von den Vertretern des Vereins bei den Verhandlungen dargelegte Standpunkt fand die Billigung der Mitglieder.


Ein von Sportfreunde Dr. Mau eingebrachter Antrag, die Beiträge ab 1. Juli 1955 um 50% zu erhöhen, fand nach einer eingehenden Aussprache mit großer Mehrheit die Billigung der Versammlung.


Unter Punkt "Verschiedenes" wurden einige Vereinsangelegenheiten zur Sprache gebracht, die sofort geklärt werden konnten. Am Schluß der Versammlung überreichte der erste Vorsitzende Hackbarth mit warmen Worten des Dankes dem Sportfreund Wilhelm Stegemann die silberne Ehrennadel für besondere Verdienste im Verein.

Mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra wurde die Versammlung geschlossen.

Otto Hackbarth
leer  

1955

Husum 18

1. April

Mitgliederbewegung

   
Zugänge
1. Drewien, Otto, Husum, Neustadt 97
2. Hansen, August H., Husum, Osterende 52
3. Kluth, Volker, Friedrichstadt, Ostersielzug 9
4. Raab, Harald, Husum, Osterende 102
5. Roscher, Ernst, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 30
6. Witt, Heinz, Husum, Osterende 21

 

Abgänge
1. Wieben, Werner, Husum, Neustadt 75
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball regional

1. Mai

Firmenfußball contra Vereinsfußball

Am Freitag, dem 22. April 1955, traten der Vereinsvorstand von Husum 18 und Vertreter des Firmenfußballs von Husum zusammen, um über Fragen des Platzes und der Mitwirkung von Ligaspielern zu beraten.

Der Vorstand von Husum 18 schlug vor, die Ligaspieler der ersten Mannschaft und der Reserve ab sofort bis zur Beendigung der Aufstiegsspiele zu sperren.

Mitgliederversammlung

Montag, den 9. Mai 1955

Tagesordnung
1. Protokollverlesung
2. Mitgliederbewegung
3. Firmensport
4. Verschiedenes

Der Vorstand

Wir alle wissen, daß die Aufstiegsspiele große Anforderungen an unsere Spieler stellen werden und daß wir uns verletzte Spieler nicht leisten können. Denn leicht kommt es vor, daß durch die Unbeholfenheit der ungeübten Spieler andere verletzt werden. Der Vorstand des Betriebsfußballs konnte hierin jedoch keine bindende Zusage geben, denn, so erklärten sie, läge die Frage des Mitwirkens bei den Ligaspielen allein.

Darum appellieren wir an die Vernunft aller unserer Spieler, bei den Firmen nicht mitzuwirken, da dadurch der gesamte Aufstieg gefährdet werden kann.

Der Vereinsvorstand sah sich außerstande, über diese so weitragenden Fragen allein zu beschließen und ruft daher alle Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung auf, in der diese Probleme erörtert werden sollen.

Az.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Technik, Taktik, Spielauffassung

Die Entwicklung des Fußballsports - Das Spiel muß sich entfalten

Das Fußballspiel ist in ständiger Entwicklung. Gemeint sind hier sind nicht nur die Technik und Taktik, sondern in erster Linie die Spielauffassung. Neben der Balltechnik stehen Ausdauer und Schnelligkeit; die Spieler müssen alle drei Voraussetzungen voll erfüllen, um das Spiel ihrer Mannschaft erfolgreich werden zu lassen. Es liegt mit am Schiedsrichter, ob das Spiel sich voll entfalten kann. Wenn er in falscher Auffassung seiner Aufgabe der Spielentwicklung hindernd im Weg steht, beeinflußt er den Spielablauf und unter Umständen auch das Spielergebnis. Deshalb müssen unsere Schiedsrichter nicht nur Regelkenner sein, sondern müssen auch eindringen in die anderen Umstände, die mit zum Fußballspiel gehören.

Das Fußballspiel hat in seiner Spitze heute einen Stand erreicht, der einen gewissen Höhepunkt darstellt. Es ist lange aus der Einfachheit heraus und zu einem Spiel geworden, bei dem nicht nur Technik, sondern auch Taktik, Begeisterung, Körperbeschaffenheit, Kraft und andere Dinge eine sehr erhebliche Rolle spielen. Mit einer von diesen Kräften allein ist bei der Entwicklung unseres Spieles und dem Stand der Leistungen kein Erfolg mehr zu erringen. Mehr muß zusammenwirken und zusammenklingen, das Spiel muß zu einer Harmonie zusammenwachsen. Erst dann ist es schön und hat seinen vollen Reiz wieder, den es einst hatte und den einseitige Taktik, mangelnde Konzentration auf die Aufgaben, ein merkantiler Einschlag und zu große Betontheit im Siegwillen stark gemindert haben. Eine Steigerung der Schönheit des Spiels wird die Anziehungskraft des Fußballspiels wesentlich erhöhen und damit helfen, die alte Beliebtheit zurückzurufen.

Zwei Ursachen: Tempo und Härte

Der jetzige Entwicklungsstand des Fußballspiels macht für den Erfolg zwei Umständen notwendig: Schnelligkeit und körperliche Bereitschaft. Gute Kondition der Spieler ist einer der wesentlichsten Faktoren für den Erfolg. Eine Mannschaft, die technisch reif ist, aber nicht genügend Kräfte hat, um einem schnellen Gegner Paroli zu bieten, wird das Spiel verlieren. Energie, Kraft und kämpferischer Einsatz können mit Technik allein nicht aufgewogen werden. Darum müssen auch technisch reife Mannschaften kämpfen; sie müssen eine genügende Ausdauer mitbringen, um 90 Minuten voll durchzuhalten. So sind unsere Spieler härter und schneller geworden. Der Spielbegriff hat sich gewandelt. Kurze Kombination bleibt beim Gegner stecken, lange Paßbälle in den freien Raum, blitzschnelles Starten und In-Stellung-Laufen haben das Tempo gesteigert. Das Stoppen des Balles bedeutet erheblichen Zeitverlust, so daß es von "modern spielenden" Mannschaften vermieten wird. Der Ball wird ohne Zögern nach vorn oder auf den freistehenden Mitspieler gespielt. Hier hat das sogenannte Rochieren der Spieler, der schnelle Wechselt der Mannschaftsposten, seinen Ursprung, der allerdings auch dazu dienen soll, in dem schnellen Spiel den Gegner zu verwirren. Alles zusammen aber erschwert die Aufgabe des Schiedsrichters und zwingt ihn, den Tatsachen Rechnung zu tragen.

Einstellung der Schiedsrichter: Anpassen

Der Wandel der Spielauffassung muß für den Schiedsrichter der Anlaß sein, sich den Verhältnissen anzupassen und alles zu tun, um die Entwicklung des Spieles nicht aufzuhalten. Die erhöhte Anforderung an die körperlichen Kräfte bezieht sich auch auf die Schiedsrichter. Wir kommen heute einfach nicht mehr mit der Methode der Spielleitung aus, die uns jahrzehntelang als die richtige erschien. Wir müssen der Tatsache, daß die Spiele schneller und härter geworden sind, Rechnung tragen. Wir können nicht mehr auf den Spielfeldern "spazieren" gehen, sondern müssen laufen und immer wieder laufen. Und trotz der härtesten körperlichen Beanspruchung müssen wir den klaren Blick für das Spielgeschehen behalten. Wir dürfen nicht aus einem etwaigen Schwinden der körperlichen Kräfte die Entschuldigung herleiten, daß die Aufgabe zu schwer war. Mehr als sie haben die Grundsätze des Stellungsspiels Geltung. Darum heißt es, sich vorbereiten; Training, hartes Training ist notwendig, um gewappnet zu sein. Der Schiedsrichter, der diese Umstände heute nicht mehr nicht erkennt, wird sehr schnell von den Spielleitungen für bedeutsame Spiele abgelöst werden.

Dann die technische Seite

Der Entwicklung des Spiels müssen die Schiedsrichter mit der richtigen Einstellung zum Spielgeschehen ihren Beitrag leisten. Niemals darf bei den Spielern, Trainern oder Vereinsbeauftragten das Gefühl aufkommen, daß der Schiedsrichter wegen seiner veralteten Einstellung der Spielgestaltung hemmend im Wege steht. Wenn die Spieler sich bemühen, das Tempo zu steigern, um den Gegner auszuspielen, so muß der Schiedsrichter dieser Tatsache Rechnung tragen. Er darf von sich aus den Fluß des Spiels nicht hemmen, weil er kleinlich ist. Es gibt im Spiel bei normalem Ablauf etwa 120 Spielunterbrechungen. Wenn bei jeder Unterbrechung einige Sekunden verloren gehen, weil der Schiedsrichter mit der Zeichengebung zögert, so macht das im ganzen Spiel schon eine halbe Stunde aus. Abgesehen davon, daß die stärkere Mannschaft ihr Ziel nicht erreicht. Schnelle Entscheidungen der Schiedsrichter helfen, den sportlichen Wert dieses Spiels zu erhöhen.

Aber nicht nur das Zögern bei Entscheidungen stört, sondern auch die mangelnde Entschlossenheit, einzugreifen und die große Geduld gegen absichtliche Spielverstöße, die als unsportlich zu gelten haben. Die Spielverzögerung durch die Spieler muß energisch bekämpft werden; Verwarnungen und Feldverweis sind hier die geeigneten Mittel. Das Weiterspielen nach dem Spiel das Spiel unterbrechenden Pfiff, der Versuch, beim Schiedsrichter eine Änderung seiner Entscheidung herbeizuführen, das Stellen des Fußes auf den Ball, um die Ausführung des Freistoßes aufzuhalten, das Mitnehmen des Balles, um ihn erst zum Freistoß freizugeben, wenn man in Stellung gelaufen ist, das Hinlaufen des Schiedsrichters an den Ort des Regelverstoßes, die Verlegung des Freistoßortes oder Einwurfes in der Spielfeldmitte um einige wenige Meter und andere Umstände hindern den Fluß des Spieles erheblich. Darum heißt es, entsprechend zu handeln. Unsere Spiele müssen Tempo haben, sonst verlieren sie erheblich an sportlichem Wert und an Zugkraft.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Öffentlichkeitsarbeit / Friesenstadion

1. Mai

Friesenstadion Husum

Die verwaltungsmäßigen Vorarbeiten für den Ausbau des Friesenstadions sind in den letzten Wochen gut vorangekommen. Insbesondere ist ein Nutzungsvertrag zwischen der Stadt Husum und den beiden Fußballvereinen am 6.4.1955 nach vorangegangener Genehmigung durch den Magistrat der Stadt Husum abgeschlossen worden. Bei den Vorverhandlungen zeigte sich, daß die Stadt Husum für die besonderen Belange der Husumer Sportvereine weitgehendes Verständnis aufbringt.

Der Vorstand

Mitarbeit der Mitglieder läßt zu wünschen übrig

Leider stellte sich im Laufe der Zeit heraus, daß die Mitarbeit unserer Mitglieder an den Vereinsnachrichten sehr gering war. Es kam vor, daß uns wochenlang keine Mitteilung zukam.

Gibt es denn im Vereinsleben so wenige Dinge, als daß man darüber nicht schreiben könnte?

Wir jedenfalls wären für jeden Bericht oder jede Kritik dankbar, die uns erreichen würde.

Sollten Sie auch einmal Fragen über Entscheidungen eines Schiedsrichters haben, schreiben Sie sie uns, wir werden Ihre Fragen in unserem Mitteilungsblatt beantworten.

Nach dieser Aufmunterung greifen Sie also getrost zu Feder und richten Sie Ihre Anfragen an den Husumer Fußballverein von 1918, Postfach 51.

Der Vorstand
leer  

1955

Sport allgemein

1. Mai

Sport und Humor

Der rettende Hund

"Bei einem Fußballspiel zwischen der Reservemannschaft des Lüneburger Sportclubs und Stade", so las man es in der "Hannoverschen Presse", "verhinderte ein Hund ein Tor mit Erfolg. Ein Stürmer hatte bereits den Torwart von Stade überwunden, da dieser zu weit hinaus gelaufen war, setzte zum Schuß an, der Ball nahm prima Richtung auf das Tor und - da lief ein Hund vorbei, der Ball bekam eine andere Richtung ... - Der Schiedsrichter sah keinen Grund, dem LSK ein Tor anzuerkennen."

Ob das nicht für manchen Torwart ein Grund sein wird, an die Anschaffung eines Hundes zu denken?

Gedanken für junge Sportler

Ich tue nicht etwas, weil andere es tun,
Ich mache nicht ohne Überlegung einfach mit,
Iich finde nicht etwas schön, weil andere ist schön finden,
Iich finde keinen Film prima, weil andere in prima finden,
Ich finde nicht etwas richtig, weil andere es richtig finden,
Ich bin unabhängig von der Meinung anderer und frage nicht: "Was werden die Leute sagen?"
Ich gehöre nicht zu denen, denen die heiligsten Geheimnisse des Lebens ein Stoff für Witze sind.


Ein jeder möge sich diese Zeilen zu Herzen nehmen, denn jeglicher Sport wäre unnütz, wollte er nicht uns zu vernünftigen und anständigen Menschen erziehen.

Der Vorstand

Der verkannte Linienrichter

Frau X besuchte auch einmal ein Spiel unserer Oberliga. Es gefällt ihr, und mit der Zeit hofft sie, wird sie auch hinter die Geheimnisse dieses aufregenden Spiels kommen. Neben ihr sitzt die Frau Zweite Vorsitzende, eine ausgesprochene Kennerin aller Feinheiten des Fußballspiels.

"Ach, meine Liebe", fragt da die Frau X, "können Sie mir sagen, wenn ein Spieler abseits ist?" "Aber klar", entgegnet Frau B in liebenswürdiger Hilfsbereitschaft, "ein Spieler ist jedesmal dann abseits, wenn der Seitenrichter die Fahne hochhebt." Nun wußte es Frau X.

Polizeipräsident als Schiedsrichter

Der brasilianische Schiedsrichter Viana hat sich beim Spiel Schweiz -Italien in Lausanne nicht mit Ruhm bekleckert. Nur einmal bewies er eine wirklich imponierende Entschlossenheit und Reaktionsschnelligkeit: als er ein Tor der Italiener wegen Abseits nicht anerkannte, wehrte er die protestierenden anstürmenden Azzuris in einer technisch-einwandfreien Boxstellung ab.

Geduckt, die Fäuste vor dem Körper, hielt er die Italiener in Schach. Wahrscheinlich hätte er sich auch mit einigen Jiu-Jitsu-Griffen zu helfen gewußt. Der in der Kunst der Selbstverteidigung erfahrene Schiedsrichter ist nämlich von Beruf - Polizeipräsident von Rio de Janeiro.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18

1. Mai

Die Plakate bitte gleich aushängen

Wir möchten an dieser Stelle die Firmen bitten, die Plakate, die die Spielansetzung für den nächsten Sonntag bringen, immer gleich aufzuhängen. Unsere Sportfreunde wollen nämlich wissen, wann sie ihre Schritte zum 18-Platz zu lenken haben. Es wäre schade, würden unsere Plakate zum Einwickeln von Wurst und Käse benutzt werden.


Beitragserhöhung

Auf der außerordentlichen Generalversammlung am 19. März im Handwerker-Vereinshaus wurde beschlossen, die Beiträge ab 1. Juli um 50% zu erhöhen.

Ab 1. Juli 1955 wird der Beitrag also für Erwachsene 1, 50 D-Mark betragen, für Erwerbslose und Jugendliche 0,75 D-Mark.


Alle tragen das Vereinsabzeichen

Jeden Sonntag können wir auf unserem Platz das Vereinsabzeichen von unserem Vereinskassierer Weinstein käuflich erwerben. Wir wollen damit zeigen, daß wir uns auch nach außen hin zu Husum 18 bekennen.


Husumer Fußballjugend mit Kreissäge und Bügelfalte

Dies ist ein Bild aus "alten Tagen" von der Jugendmannschaft des Husumer Fußballvereins von 1918, die einige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gute Spiele lieferte und nicht leicht zu schlagen war. Die Aufnahme wurde vor dem Husumer Hauptbahnhof kurz vor Antritt der Fußballreise gemacht. Ja, das waren Zeiten! - Auf dem Bilder vordere Reihe von links nach rechts: Luigi (Jiddi) Manarin, Karl Mirrau, Unbekannt, Hansen, Bubi Timon, Mauschi Mißfeldt, Bahnsen (Gaswerk), Ernst Thiam, Willy Orth, Rudi Nickelsen. - Hintere Reihe von links nach rechts: Hermann Weidt, Hermann Lorenzen, Thomas Christiansen ("Höhnersupp"), J. Lühmann ("Siebzig"), Karl Schladetzky.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Spiele im Mai

Um die Bezirksmeisterschaft
1.5. Friedrichstadt - Husum 18 1:13
8.5. Husum 18 - Kappeln 2:0
15.5. Schleswig 06 - Husum 18 0:4

Aufstiegsspiele

Der Plan für die Aufstiegsspiele zur Landesliga wurde vom Verbandsspielausschuß wie folgt festgesetzt:

22. Mai 1955
1 16:00 h Bezirk III - Bezirk I Eiderst.  
2 16:00 h Bezirk IV Nordst. - Bezirk II (Husum 18)  
3 16:00 h Bezirk IV Südst. - Bezirk II (Husum 18)  
29. Mai 1955
4 16:00 h Bezirk I Eiderst. - Bezirk IV Nordst.  
5 16:00 h Bezirk II (Husum 18) - Bezirk II (Husum 18)  
6 16:00 h Bezirk III - Bezirk IV Südst.  
5. Juni 1955
7 16:00 h Bezirk I Fördest.. - Bezirk III  
8 16:00 h Bezirk II (Husum 18) - Bezirk IV Nordst.  
9 16:00 h Bezirk IV Südst. - Bezirk I Eiderst.  
12. Juni 1955
10 16:00 h Bezirk I Fördest.. - Bezirk I Eiderst.  
11 16:00 h Bezirk II (Husum 18) - Bezirk III  
12 16:00 h Bezirk IV Nordst. - Bezirk IV Südst.  
19. Juni 1955
13 16:00 h Bezirk I Eiderst. - Bezirk II (Husum 18)  
14 16:00 h Bezirk I Fördest.. - Bezirk IV Südst.  
15 16:00 h Bezirk IV Nordst. - Bezirk III  

Die Spiele Nummer zehn, elf und zwölf finden auf neutralen Plätzen statt. Die Meister müssen von den Bezirken bis zum 8. Mai 1955 angemeldet sein.

Wie wir aus diesem Spielplan ersehen, muß Husum 18 am 22. Mai zu dem Meister des Bezirks vier reisen. An den beiden nächstfolgenden Sonntagen aber kann der Verein auf eigenem Platze spielen, um dann am 10. Juni sich auf neutralem Platz (wahrscheinlich Heide) mit dem Tabellenführer des Bezirkes drei zu messen.

Die Spielansetzung ist für unseren Verein sehr glücklich und nach menschlichem Ermessen müßte diesmal der Aufstieg geschafft werden. Wir hoffen auch, daß viele Schlachtenbummler Husum 18 "in der Fremde" unterstützen werden. Melden Sie sich also bitte schon rechtzeitig bei uns an, damit wir nach der Zahl der Anmeldungen Busse mieten können.


Spiele der Jugendmannschaften im Mai

1. Mai 1955
Jugend   JF Tönning - Husum 18  
Schüler   JF Tönning - Husum 18  
Knaben   JF Tönning - Husum 18  
8. Mai 1955
Jungmannen   St. Peter - Husum 18  
Jugend   St. Peter - Husum 18  

Jugend-Training

Das Training für die Jugendmannschaften findet jeden Mittwoch und Freitag von 4 Uhr bis 8 Uhr auf dem 18-Platz statt.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball regional

1. Mai

Amtliche Mitteilung

I. Verbandstag 1955
  Der diesjährige Verbandstag findet am Sonntag, dem 3. Juli 1955, der Verbandsjugendtag am Sonnabend, dem 2. Juli 1955, in Schleswig statt.
II. Bezirkstag 1955
  Der Bezirkstag 1955 findet am Sonnabend, dem 21. Mai 1955, in Leck (Muesfeldts Hotel) statt.
III. Kreistag 1955
  Der Kreistag 1955 findet am Mittwoch, den 4. Mai 1955, in Husum im Handwerker-Vereinshaus statt.
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußballregeln

1. Mai

Regelfragen und Antworten

Welche Entscheidungen hat der Schiedsrichter in nachstehenden Fällen zu treffen?

1. Der Torwart faustet einen hohen Ball in das Spielfeld zurück und kommt bei dieser Kampfhandlung mit dem angreifenden Gegner innerhalb des Tores hinter die Torlinie. Hier wird der Torwart aus Verärgerung gegen diesen Spieler tätlich. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel.
  Feldverweis und Schiedsrichterball.
2. Bei einem Angriff führt der Mittelstürmer den Ball. Der Halblinke befindet sich in Abseitsstellung. Um sich dieser zu entziehen, läuft er hinter die Torlinie. Danach schießt der Mittelstürmer. Der Torwart wehrt den Ball nach der Seite ab. Der noch außerhalb des Spielfeldes befindlicher Halblinke tritt jetzt in das Spielfeld ein, nimmt den Ball auf und schießt in das Tor.
  Indirekter Freistoß wegen unsportlichen Verhaltens.
3. Ein Abstoß mißglückt. Der Ball läuft direkt auf einen außerhalb des Strafraums stehenden Spieler der gegnerischen Mannschaft zu. Dieser bleibt mit dem linken Bein außerhalb des Strafraumes stehen und schießt den noch im Strafraum befindlichen Ball mit dem rechten Fuß ins Tor.
  Wiederholung, da der Ball den Strafraum nicht verlassen hat.
4. Der Torwart fängt den Ball und schlägt ihn über die Seitenlinie ins Aus. Danach tritt er den angreifenden Stürmer, der ihn beim Abschlag angegriffen hatte, ins Gesäß.
  Feldverweis, Einwurf.
5. Beim Strafstoß läuft der Torwart nach dem Pfiff des Schiedsrichters aus dem Tor, dem Ball entgegen, bevor der schießende Spieler den Ball getreten hat. Trotzdem wird ein Tor erzielt. Ist das Tor gültig oder muß der Strafstoß wiederholt werden, da der Torwart vor Ausführung desselben die Torlinie verließ?
  Tor.
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball überregional

1. Mai

Irrtum

Am 3. April 1955 spielte der HSV gegen den Bremer SV in Hamburg. Der junge Klaus Stürmer schoß dabei das hundertste Tor für den Hamburger Spielverein.

Am nächsten Tage konnte man in der Bild-Zeitung lesen: "Der Rothenbaum jubelte wie bei einem Endspielsieg als der 19-Jährige Nationalspieler Klaus Stürmer den 3:0-Sieg sicherstellte: sein Tor war das hundertste HSV-Tor in dieser Saison! Ein Jubiläum, wie es in diesem Jahr noch kein Verein der Welt feiern konnte!"

Ist der Bild-Zeitung hier nicht ein Fehler unterlaufen?

Unser Verein Husum 18 hat schon seit geraumer Zeit das hundertste Tor geschossen und ist jetzt drauf und dran, nochmals 100 zu schießen.

Az.
leer  

1955

Husum 18

1. Mai

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Kurt Berkhahn, Olderup
2. Dieter Boldt, Erichsenweg 1a
3. Paul Boldt, Erichsenweg 1a
4. Uwe Christiansen, Jebensweg 21
5. Momme Denckmann, Schiffbrücke 22
6. Fred Halberstadt, Parkstraße 13
7. Peter Hinz, Klußmannstraße 19
8. Johannes Jensen, Klaus-Groth-Straße 12
9. Karl-Friedrich Johannsen, Stadtsparkasse
10. Horst Jungclaus, Osterende 130
11. Momme Kambeck, Beselerstraße 13
12. Hans Ingwer Petersen, Neustadt 84
13. Hanno Reimers, Flensburger Chaussee 12

 

Austritte
1. Hans Momme Jürgensen, Wilhelmstraße 81
2. Karl Heinz Schulz, Schillerstraße 18
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18

1. Mai

Mitglieder-Werbung

Wie wir schon am 1. Februar erwähnten, hat der Vorstand in seiner Sitzung am 29. Januar beschlossen, der Mitgliederwerbung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken.

Er leitete eine Werbeaktion ein, die sich bis zum 30 Juni erstreckt. Es wurde beschlossen, Vereinsangehörige, die ein neues erwachsenes Mitglied oder zwei jugendliche Mitglieder werben, von der Zahlung eines Monatsbeitrages zu befreien.

Das nebenstehende Formular kann ausgeschnitten und zur Werbung im Bekanntenkreis benutzt werden.

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Fußball-
BL Nord
1954/55
H 18 SL 06 Kap-peln VfB FL RW Nie-büll Sat-rup Post FL SIF SL Har-ris-lee RS SL TSV Bred-stedt Wes-
ter-land
MTV Leck VW FL TSV Ran-trum FSV Wyk Fri-sia BW Fr'-stadt Sp. Tore Pkt

Husum 18

*

4:0 2:0 3.2 7:1 4:3 1:2 3:1 11:0 5:1 6:1 5:0 7:1 5:1 10:0 5:3 2:1 13:1      
    4:1 5:0 3:0 5:1 8:0 3:2 7:1 1:1 2:1 7:1 3:1 3:2      

Schleswig 06

0:4

H

0:2 2:2 4:5 2:3 4:1 2:1 8:0 3:2 4:3 5:1 12:2 3:2 4:2 4:2 0:0 5:0      
  1:0 5:2 9:2 1:1   5:1 3.0   2:0 2:3 2:0   5:1 1:0 3:3 9:1

TSV
Kappeln
0:2 0:1

U

2:0 3:1 1:0 3:0 8:2 6:0 3:2 3:1 3:1 4:3 5:2 3:2 1:1 3:2 4:0      
  2:0 2:2 1:1 0:1     2:2   5:1   6:1 1:0 3:2 5:2 1:4 9:1

VfB Flensburg 2:3 2:2 0:2

S

4:3 0:2 1:1 1:2 6:2 3:2 5:1 1:3 2:0 3:0 3:4 5:1 2:0 2:1      
1:4 2:5 2:2 1:1 1:1 4:4   1:3 2:3     2:1 4:1     1:2  

RW Niebüll 1:7 5:4 1:3 3:4

U

4:2 0:6 4:0 3:2 3:0 4:5 0:5 2:3 4:4 1:5 1:2 5:4 7:1      
0:5 2:9 1:1 1:1       1:0 2:1 2:4 5:3     4:9 3:1 4:6 8:0

Nordmark
Satrup
3:4 3:2 0:1 2:0 2:4

M

2:4 8:3 2:5 2:3 2:1 1:2 1:1 3:2 3:0 2:2 2:4 8:1      
0:3 1:1 1:0 1:1 2:4   1:1   1:3 1:3 1:1   10:5       4:0

Post
Flensburg
2:1 1:4 0:3 1:1 6:0 4:2

E

3:2 4:3 7:0 1:5 1:1 2:2 1:2 5:2 2:0 4:2 4:0      
1:5     4:4   4:2 3:1 2:2     2:2 6:1   2:2 2:1 9:1  

SIF
Schleswig
1:3 1:2 2:8 2:1 0:4 3:2 2:3

R

5:3 1:2 6:1 0:7 2:1 2:4 3:3 0:3 0:0 5:3      
0:8 1:5       1:1 1:3 1:3   1:5 2:5   2:2 1:2 1:1 1:5  

Nord Harrislee 0:11 0:8 0:6 2:6 2:3 5:2 3:4 3:5

F.

3:1 1:6 1:1 2:0 2:1 2:1 3:1 2:4 2:0      
2:3 0:3 2:2 3:1 0:1   2:2 3:1 1:2 2:3   2:2   2:5   2:4  

Rasensport Schleswig 1:5 2:3 2:3 2:3 0:3 3:2 0:7 2:1 1:3

V.

7:3 0:2 1:2 3:4 1:4 2:0 2:1 4:3      
1:7     3:2 1:2 3:1     2:1 1:1 0:4   3:0 7:3   2:3 6:1

TSV Bredstedt. 1:6 3:4 1:3 1:5 5:4 1:2 5:1 1:6 6:1 3:7

v

5:2 2:3 4:2 3:2 7:1 7:2 3:2      
1:1 0:2 1:5   4:2 3:1   5:1 3:2 1:1   4:2 4:2   9:5   11:0

TSV Westerland 0:5 1:5 1:3 3:1 5:0 2:1 1:1 7:0 1:1 2:0  

o

2:2 1:1 3:4 2:4 4:0 3:1      
1:2 3:2     3:5 1:1 2:2 5:2   4:0 2:5 2:3   1:0 0:1 5:1 6:1

MTV Leck 1:7 2:1 3:4 0:2 3:2 1:1 2:2 1:2 0:2 2:1 3:2 2:2

n

2:1 0:1 2:0 1:0 2:3      
1:7 0:2 1:6 1:2     1:6   2:2   2:4 3:2 1:6 0:4 0:3   6:1

Vorwärts Flensburg 1:5 2:3 2:5 0:3 4:4 2:3 2:1 4:2 1:2 4:3 2:4 1:1 1:2

1

1:4 5:2 1:2 0:2      
1:3   0:1 1:4   5:10 2:5 2:2   0:3 2:4   6:1 2:2   5:1 6:0

TSV Rantrum 0:10 2:4 2:3 4:3 5:1 0:3 2:5 3:3 1:2 4:1 2:3 4:3 1:0 4:1

9

0:0 5:2 5:0      
2:3 1:5 2:3   9:4   2:2 2:1 5:2 3:7   0:1 4:0 2:2 2:3   7:4

FSV Wyk 3:5 2:4 1:1 1:5 2:1 2:2 0:2 3:0 1:3 0:2 1:7 4:2 0:2 2:5 0:0

1

0:1 3:2      
  0:1 2:5   1:3   1:2 1:1     5:9 1:0 3:0   3:2    

Frisia Husum 1:2 0:0 2:3 0:2 4:5 4:2 2:4 0:0 4:2 1:2 2:7 0:4 0:1 2:1 2:5 1:0

8

3:5      
  3:3 4:1 2:1 6:4   1:9 5:1 4:2 3:2   1:5   1:5     9:1

BW Friedrichstadt 1:13 0:5 0:4 1:2 1:7 1:8 0:4 3:5 0:2 3:4 2:3 1:3 3:2 2:0 0:5 2:3 5:3

*

     
  1:9 1:9   0:8 0:4       1:6 0:11 1:6 1:6 0:6 4:7   1:9

Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Husum 18 wurde Meister

Die erste Hürde für den Aufstieg in die Landesliga wurde geschafft!

Mit seinem 6:0-Sieg über Friedrichstadt errang Husum 18 am 1. Mai 1955 die Meisterschaft in seinem Bezirk.

Mit einem Torstand von 150:29 Toren und zehn Punkten Abstand vor dem Tabellenzweiten TSV Kappeln schaffte unser Verein einen beachtenswerten Erfolg. Bis zu diesem Zeitpunkt ging nur ein Spiel verloren, und nur einmal teilte man sich die Punkte.

Aber noch liegt eine Klippe vor uns, die überstiegen werden muss: der Aufstieg in die Landesliga!

Vor zwei Jahren scheiterte unser Verein in den Aufstiegsspielen, und im letzten Jahr machte uns Kappeln den Meistertitel streitig.

Bei dem Spiel unserer Mannschaft gegen den TSV Wyk, das Husum 18 mit 5:2 gewann, beglückwünschte der Vorstand den Meister der Bezirksliga Nord. Unser Vorsitzender Hackbarth überreichte Spielführer Wulff einen Blumenstrauß und gratulierte der Mannschaft.

Als man am Abend im Handwerker-Vereinshaus sich mit seinen Angehörigen und Freunden des Vereins zu einer kleinen Feier zusammenfand, knüpfte unser erster Vorsitzender Hackbarth an seine Worte des Dankes noch die Ermahnung, dass Husum 18 mit der Erringung der Meisterschaft eine heilige Verpflichtung übernommen habe, seine ganze Kraft darin zu setzen, den so begehrten Aufstieg zu schaffen.

Denn alle Husumer und mit ihnen der gesamte Bezirk Nord hoffen, daß die 18er es diesmal schaffen werden, damit der bisher nur durch Flensburg 08 vertretenen Norden durch einen weiteren traditionsreichen Verein in der Amateurliga vertreten sein wird.

von links nach rechts: erster Vorsitzender Hackbarth, Nehlsen, Wulff, Andresen, Etteldorf, Panten, Grabert, Jess, Dietze, Carstens, Fentzahn, Wagner, Golde, Alwin, Schleger (Spielausschuss), Trainer Krause.
Foto: Callsen

Az.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Sportlichen Grundsätzen treu bleiben

Der Deutsche Fußballbund ist ein Amateursportverband. Mehr als 98% seiner Mitglieder bekennen sich zum reinen Amateurgedanken. Das schließt die Betreuung der Vertragsspieler nicht aus, zumal diese, nach vollgültiger Ansicht, nicht als Berufssportler angesprochen werden können. Nach dem Vertragsspielerstatut müssen diese Spieler einen bürgerlichen Beruf ausüben; bei Berufssportlern ist das nicht der Fall. Zudem sind die zugelassenen Entschädigungen - also Grundvergütung und Prämien - nicht so bemessen, daß die Vertragsspieler allein durch den Fußballsport ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Für den DFB steht also die Amateurfrage im Vordergrund. Sein Ziel ist die Stärkung des Leistungsvermögens seiner Amateurspieler und die Reinhaltung der sportlichen Auffassung. Deshalb hat der DFB-Vorstand beschlossen, eine Meldung zu den im nächsten Jahr in Melbourne stattfindenden Olympischen Spielen abzugeben. Die für das olympische Turnier in Frage kommenden Spieler haben aus eigenem Willen schriftlich zu bekunden, daß sie bis nach den Spielen Amateur bleiben wollen, andernfalls sie als Mitglied der Olympiamannschaft nicht in Betracht kommen. Es sind viele Anzeichen dafür vorhanden, daß unsere Spitzenamateure es vorziehen, Olympia-Kämpfer zu werden, als in das Lager der Vertragsspieler abzuwandern. Das ist an sich ein Beweis sportlicher Gesinnung.

Eine für den Amateurfußball geschaffene Einrichtung ist auch die Ermittlung des deutschen Amateurfußball-Meisters. Nach der Einführung des Vertragsspielertums ergab sich diese Meisterschaft zwangsläufig. Seitdem sind vier deutsche Amateur-Fußball-Meister ermittelt worden, aber eine volle Befriedigung hat die Lösung der Frage insoweit nicht bringen können, als einige Amateurmeister der Landesverbände die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Vertragsliga vollzogen. Dem nächsten DFB-Bundestag wird ein Antrag vorliegen, nur die Amateurmeister der Regionalverbände teilnehmen zu lassen,. Das setzt die Ermittlung dieser Meister voraus und bedeutet einen Schritt weiter auf dem Weg zur vollen Durchsetzung des Amateurgedankens.

Auf der gleichen Linie liegen andere Maßnahmen und Beschlüsse der maßgebenden DFB-Stellen von Vorstand und Beirat. Die Spiele mit ausländischen Fußballvereinen haben stark zugenommen. Die Gegner müssen sich gleich stark in der Spielklasse und die mit Reisen verbundenen Spiele so sportlich vollwertig sein. Die so genannten "Gewaltreisen" von längerer Dauer mit einer Serie von Spielen werden nicht genehmigt, ebensowenig die ausgedehnten Reisen überseeischer Mannschaften, die nur "abkochen" wollen. Dagegen ist nichts einzuwenden gegen den sich steigernden Spielverkehr, selbst der unterklassigen Vereine, sofern die sportliche Auffassung bei den Spielen gewahrt bleibt.

Dem Nachwuchs sei das Tor geöffnet. Das gilt für alle Spieler, gleich wo sie wirken. Übertriebenem Vereinswechsel wird entgegengetreten, zumal es immer nur solche Spieler sind, die den Verein wechseln, deren Können überschätzt wird und die nur sehr schwer eine Bindung zum Verein finden, weil Kameradschaft für sie ein schwacher Begriff ist. In unserem Fußballsport muß alles zurücktreten, was seiner Aufgabe, Freude zu wecken, hinderlich ist. Sportliche Auffassung muß zum Inbegriff unseres Wirkens werden. Denn es ist nur ein Spiel, selbst bei stärkstem Einsatz aller kämpferischen Mittel.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18

1. Juni

Beiträge

Wir möchten an dieser Stelle an die Ehrlichkeit unserer Mitglieder appellieren, die ihnen zukommenden Beiträge zu zahlen. Erwachsene Mitgliederzahlen eine D-Mark; Schüler, Lehrlinge und Erwerbslose 0,55 D-Mark. Alle Lehrlinge, die also ihre Lehrzeit beendet haben, müssen den vollen Beitrag entrichten, ebenso Erwerbslose, die inzwischen Anstellung gefunden haben.


Sonderkonto des Förderkreises

Kreissparkasse Husum 1001
Wir bitten die Mitglieder des Förderkreises, die Beiträge auf dieses Konto einzuzahlen.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Ein Interview mit Ligaspieler Arthur Grabert

Unser Ligaspieler Arthur Grabert gehört zu den Senioren unserer Spitzenmannschaft. Er wurde am 19. Mai 1922 in Elbing geboren. Schon acht Jahre später durfte er an seinem Geburtstag, es war sein schönstes Geschenk an diesem Tage, in den Fußballverein Viktoria Elbing eintreten und hier sein erstes Spiel bestreiten. In der Knaben- und Jugendmannschaft sammelte er seine ersten Erfahrungen.

Als er das nötige Alter erreicht hatte, um in der Seniorenmannschaft mitzuwirken, trat er dem Elbinger Sportverein 05 bei. Der ESV 05 spielte damals in einer Klasse, die unserer Landesliga entsprechen würde. Auf unsere Frage, was er denn gespielt habe, sagte Grabert: "Ich habe auf jedem Posten gespielt, am liebsten aber war ich Mittelstürmer."

Bei Beginn des Krieges wurde Grabert eingezogen und wirkte in einer Schiffsmannschaft des "Kreuzer Lützow" mit. Immer war er mit dabei, wenn es hieß, ein Fußballspiel auszutragen.

Nach 1945, bei Beendigung des Krieges wurde er in Wilhelmshaven interniert und kam 1946 aus der Kriegsgefangenschaft nach Oster-Ohrstedt, wo seine Mutter wohnte.

Aber auch hier konnte er nicht ohne seinen geliebten Sport leben und betätigte sich als Handballspieler, bis er dann im Oktober 1947 nach Husum kam und unserem Verein beitrat. Hier spielt Grabert nun schon seit knapp acht Jahren in der ersten Mannschaft, und jeden Sonntag können wir seine Schnelligkeit und seinen Trickreichtum bewundern. Vor 3 Jahren ehrte ihn unser Vorstand für seine Verdienste um den Sport und überreichte ihm die Ehrennadel unseres Vereins.

Auf die Frage, wie lange er noch Fußball spielen wolle, antwortete er: "Solange man mich noch braucht, will ich mitmachen."

Und ich glaube, sagen zu dürfen, daß wir ohne unseren schnellen Rechtsaußen gar nicht auskommen können.

Wir fragten ihn außerdem, was seine Frau denn dazu sage, daß er Sonntag für Sonntag auf dem Sportplatz sei? "Meine Frau stammt aus einer alten Fußballer-Familie und ist eine eifrige Sportplatz-Besucherin. Schon früher habe ich mit ihren Brüdern in einer Mannschaft gespielt."

Zu der Frage, ob Grabert glaube, daß Husum 18 diesmal den Aufstieg schaffen werde, sagte er: "Ich rechne stark damit, daß wir es jetzt beim zweiten Anlauf schaffen werden, wir werden alle Kräfte daran setzen, um wieder unsere alte Stellung zu erkämpfen!"

Az.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Bezirkstag in Leck

Die Jahrestagung des Bezirks verlief ausgesprochen harmonisch. Die Berichte des Vorstandes und seiner Ausschüsse wurden einstimmig genehmigt, und auch der Kassenbericht, der einen Umsatz von rund 11.500 D-Mark aufwies, fand einstimmige Annahme.

Bei den Vorstandswahlen wurde Herbert Henning (Flensburg 08), der seit sechs Jahren die Geschicke des Bezirks leitet, auf weitere zwei Jahre wiedergewählt. Die übrigen Positionen wurden wie folgt besetzt: Kassierer: Harry Hansen (Flensburg 08); Beisitzer: Horst Ritter (Rot-Weiß Niebüll); Bezirksjugendwart: Hans Hansen (Flensburg 08); Beisitzer für das Bezirksgericht: Asmussen (Flensburg 08), Scheel (Rasensport Schleswig), Dr. Mau (Husum 18), Hammerich (Schleswig 06), Irmen (SIF Schleswig). Zu Kassenprüfern wurden Johannsen (Rantrum) und Kock (Frisia Husum) bestimmt.

Der nächste Bezirkstag findet in Arnis statt. Im Rahmen der Tagung nahm Bezirksvorsitzender Herbert Henning die Ehrung des Meisters Husum 18 vor, den die Wünsche der Versammlung auf seinem Wege in die erhoffte Amateurliga begleiten.

Zum Schluß appellierte der SHFV-Vorsitzende Dr. Waßmund, der für seine Verdienste um den Verband besonders geehrt wurde, an die Städte und Gemeinden, beim Bau von Sportplätzen mehr als bisher mitzuarbeiten. Der Fußballtoto und damit der Sportförderungsausschuss könnten die Anforderung nicht allein bewältigen.


Erster Vorsitzender Strehlow einstimmig wiedergewählt

Die Delegierten der Vereine des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes trafen sich am Mittwochabend zu ihrem Kreisverbandstag im Handwerkerhaus. Die Tätigkeitsberichte der verschiedenen Ausschüsse gaben über die vorbildlich geleistete Arbeit und die zufriedenstellende Entwicklung des Fußballsports in den Kreisen Husum und Eiderstedt Aufschluß. Kassenprüfer und Schatzmeister sowie der Vorstand wurden entlastet. Bei den anschließenden Wahlen wurde der erste Vorsitzende Strehlow einstimmig wiedergewählt, ebenso der Schatzmeister Reimer. Der Spielausschuß wird jetzt auch offiziell vom Kretschmer geleitet, nachdem er für den zurückgetretenen Arfast Carstens bereits als kommissarischer Vertreter eingesetzt war. Für den Jugendausschuss wurde Jensen, Bredstedt, bestätigt.

Der Vorstand.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Kritik am Spiel in Schwartau

Die Schwartauer Elf hat in diesem Spiel unbedingt das elegantere und technisch reifere Spiel geliefert, scheiterte aber immer wieder an der guten Hintermannschaft 18's. Zeitweise zeigte Schwartau vorbildlich, wie halbhoch geschlagene Bälle angenommen und sofort weitergeleitet werden. Auch im Kopfball waren sie uns überlegen.

Unsere Mannschaft hat aber aufopfernd gekämpft und verdient einen Punkt mit nach Hause genommen.

Torwart Nehlsen hatte seinen großen Tag. Er faustete, hechtete und machte so die besten Chancen der Schwartauer zunichte. Er verdient ein Sonderlob, ebenso Etteldorf und Panten, die in der zweiten Halbzeit besonders gut zur Geltung kamen. Jess sprang oft in letzter Minute dazwischen. Wulff und Dietze arbeiteten unermüdlich. Leider fehlte dadurch die Verbindung zum Sturm, so daß die Stürmer sich auf wenige Aktionen beschränken mußten. Fentzahn gefiel uns im Sturm am besten. Er verstand es vor allem in der zweiten Halbzeit, seinen Mann zu umspielen und einfach stehen zu lassen. Wagner war nicht so zwingend wie sonst, und Alwin wurde von dem Mitläufer, der der beste Spieler Schwartaus war, gut gedeckt. Der rechte Flügel bildete diesmal einen Ausfall, da Carstens seiner Aufgabe nicht gewachsen schien und Grabert von seinem Verteidiger kalt gestellt wurde. Die besten Spieler Schwartaus waren der Mitläufer, der linker Verteidiger und der Rechtsaußen, der Etteldorf in der ersten Halbzeit oft umspielte.

Schiedsrichter Melson aus Kiel pfiff vorbildlich und unterband von vornherein jede Unsportlichkeit.

Az.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Die Mitglieder tagten am 9. Mai

Die Mitgliederversammlung des HFV von 1918 hatte am 9. Mai im Handwerker-Vereinshaus zur Hauptsache den Firmenfußball zum Thema. Zur Diskussion stand die Mitwirkung der Ligaspieler in Firmenmannschaften und die Benutzung des 18-Platzes.

In Übereinstimmung mit dem HFV Frisia wurde eine Platzgebühr von 3 D-Mark festgelegt. Der 18-Platz steht den Firmen ab sofort zur Verfügung, sofern der eigene Spielbetrieb nicht beeinträchtigt wird. Es wurde dabei besonders betont, daß es der Wunsch von Husum 18 sei, immer im besten Einvernehmen mit den Firmen zu bleiben.

Die Mitgliederversammlung faßte fast einstimmig den Beschluß, alle Ligaspieler, die ab dem 15. Mai noch in Firmenmannschaften mitwirken, für die Aufstiegsspiele zu sperren, da sie dadurch gegen die Interessen des Vereins verstoßen. Denn wir wissen, daß die Aufstiegsspiele größte Anforderungen an unsere Spieler stellen werden, und das erfordert die unverbrauchte Kraft eines jeden.

Unter Punkt 4 der Tagesordnung kam zur Aussprache, daß es der Verein sehr bedauert, daß die Husumer Presse so wenig Anteil am Vereinsleben von Husum 18 nimmt. Wir mußten uns mit Recht fragen, wo der Rückhalt für einen Verein, der vor dem Aufstieg steht, bleibt. Eine tatkräftige Unterstützung wäre wünschenswert.

Mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra wurde die Versammlung geschlossen.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Was die "Husumer Nachrichten" schrieben

Am Donnerstag, dem 12. Mai 1955, erschien in den Husumer Nachrichten der Artikel über den Ortsrivalenkampf Frisia Husum gegen Husum 18, "Frisia schlug Ersatzelf 18's 6:3":

In diesem Artikel heißt es zum Schluß: "Wir nehmen dies zum Anlaß im Namen zahlreicher empörter Fußballanhänger zu fragen, was den Spielausschuß von 18 dazu bewogen hat, eine Mannschaft aufzustellen, in der nicht ein Ligaspieler mitwirkt? Sollte die erste Garnitur vor dem harten Klima eines Ortsderbys verschont bleiben? Aufstiegsspiele sind härter und man kann sich nicht früh genug darauf vorbereiten.

Wie dem auch sei, Frisia hat zwei Punkte gewonnen und 18 verliert mit diesem Spiel nichts als vielleicht den einen oder anderen Anhänger, der glaubt, ein Recht darauf zu haben, in einem derartigen Spiel auch wirklich die ganze (zumindest die halbe) erste Mannschaft zu sehen. Selbst der HSV würde es nicht wagen, seinem Publikum in einem weniger bedeutenden Treffen nur Spieler der Reserve vorzustellen."

Wir können von uns aus diesem Bericht nur auf das heftigste kritisieren, wenn ihn nicht sogar als Unverfrorenheit brandmarken. Sollte es denn wirklich nicht so sein, daß die Fußballanhänger unsere Aufstellung bemängelt haben? Ganz im Gegenteil! Alle Sportfreunde, denen der Aufstieg unserer Mannschaft wichtiger ist, als ein belangloses Punktspiel, haben diesen Artikel ebenfalls als unrichtig abgelehnt.

Wir konnten aber inzwischen bemerken, daß die Husumer Nachrichten 18 bei den Aufstiegsspielen wirkungsvoll unterstützen.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Nachahmenswert

Ehemalige aktive Fußballspieler gründeten in Hilversum den "Klub der Alten". Um ein sportgerechtes Leben zu führen, wurden betreffend den Alkoholgenuß folgende drei Leitsätze festgelegt:
1. Es ist den Mitgliedern untersagt, alkoholische Getränke zu sich zu nehmen, es sei denn, sie haben vorher fette Speisen gegessen.
2. Unter fette Speisen sind alle Gerichte zu verstehen, mit Ausnahme von Eierspeisen.
3. Es ist den Mitgliedern verboten, Eierspeisen zu essen.


Sportfunk-Stilblüten

"Der Stopper sprang so hoch in Luft, daß die Erde bebte."

"Beinahe wäre es schief gegangen, genau wie das zweite Stuttgarter Tor."

"Der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes wird die Ausstellung von Trainerlizenzen endgültig in Angriff nehmen, um geeignete Kräfte auszuschalten."

"Hinten haben die Nürnberger jedenfalls dicht gehalten."

"Seeler rempelte seinen Gegner, doch der Schiedsrichter meinte vielleicht, bei dem 17-Jährigen nicht so genau hinsehen zu müssen."

"Glück, Glück, Glücki - das fehlte gerade noch."

"Der Verteidiger balanciert kapriziös einen wunderschönen Ball auf seinem Kopf."

"Dicke Luft vor dem Tor der Blau-Weißen, das vierte Tor habe ich eben zweimal drin gesehen."

"Der Gästesturm hat von der Windstärke 6 nicht viel mitbekommen."

"Der Schiedsrichter nimmt dem Halbrechten den Ball weg, ohne ihn zu fragen."

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Ratschläge für Spieler

"Wenn irgendein Streitfall sich ereignet, unterstütze immer den Schiedsrichter." Diese und andere Ratschläge geben die Spielregeln den Spielern; sie zu kennen ist wichtig. Aus ihnen kann der Aktive viel lernen. Mancher Irrtum würde ausgeräumt werden, wenn beim Training neben Technik und Taktik auch Regelkunde stehen würde. Was wissen Spieler und Zuschauer von den Spielregeln? Würden Freude und Anteilnahme am Spiel nicht erheblich steigen, wenn man mit Hilfe der Regelkenntnis Spielablauf und Schiedsrichterentscheidungen besser verstehen würde? Betrachten wir einmal die den Spielregeln beigefügten "Ratschläge für Spieler" - die in der ganzen Welt gelten - etwas näher, insbesondere das, was zur Spielregel 12, die das Verbotene und Erlaubte im Spiel behandelt, angeraten wird.

1. Erwidere niemals einen regelwidrigen Angriff, denn du wirst dann sofort bestraft, wenn du des Feldes verwiesen bist, wirst du gesperrt.

2. Bewahre ruhig Blut und zeige dich nicht gleich verärgert, wenn du angerempelt wirst.

3. Nimm die Entscheidungen des Schiedsrichters ohne Widerspruch hin; es ist unsportlich, eine etwaige Unzufriedenheit durch Worte und Gesten zum Ausdruck zu bringen.

4. Bedenke, daß Rempeln nicht dasselbe ist, wie ein ungewolltes Angehen des Gegners.

5. Unterlasse es, "Hand" zu fordern. Der Schiedsrichter wird nach eigenem Entschluß bei solchem Vorfall entscheiden. Denn wenn du reklamiert und der Schiedsrichter beurteilt das Vergehen als unabsichtlich, hast du dich und deine Mannschaft nur benachteiligt.

6. Es ist keine Schande, durch regelrechtes Rempeln umgeworfen zu werden. Du wirst wahrscheinlich glatt hinfallen, wenn ein Gegner dich rempelt, während du auf einem Fuß stehst.

7. Remple in anständiger und ehrlicher Weise. Auch wenn ein Gegner dich absichtlich hindert, hast du nicht das Recht ihn so zu rempeln, daß ihm eine Verletzung droht.

8. Wenn du als Torwart spielst, denke daran, daß du gerempelt werden darfst, sobald du den Torraum verlassen hast. Der beste Rat, den man einem Torwart geben kann, ist der, sich schnell des Balles zu entledigen.

Wir sehen also, daß selbst aus den Ratschlägen, die den Spielern in den Spielregeln gegeben werden, vieles zu lernen ist.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

An unsere Sportplatzbesucher

Sicher werden sich unsere Sportfreunde noch an das Spiel Husum 18 gegen den TSV Rot-Weiß Niebüll am 24 April erinnern.

Wagner prallte im Kampf um den Ball mit dem Niebüller Torwart Braune zusammen, der sich daraufhin schmerzverzerrt an seine Brust faßte. Die Sportplatz-Besucher glaubten dieses "Gehabe" mit häßlichem Gelächter quittieren zu müssen.

Auf dem Bezirkstag in Leck trafen wir mit Martin Braune zusammen, der mit seinen 45 Jahren wohl ältester aktiver Spieler im Bezirk ist. Er brachte uns das Spiel in Erinnerung und erzählte uns, daß er sich bei diesem Zusammenprall einen Rippenbruch zugezogen habe.

Wir hoffen sehr, daß dieser Fall allen Zuschauern Anlaß genug ist, sich in Zukunft solch unsportlichen Betragens zu enthalten.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Fußball-Sommerpause abgekürzt

Der Fußballsport ist mit den ihm innewohnenden Werten ein Sport der kühleren Jahreszeit. Von jeher und überall beginnt die Meisterschaft im Herbst und endet im Sommer. Der Monat Juli bleibt spielfrei, nicht nur weil er meist ein heißer Monat ist, sondern um auch den 11 Monate lang tätigen Spielern eine Entspannung zu bringen. Neuerdings wird die Frage behandelt, ob wegen der Spielverhältnisse im Winter nicht auch eine Winterpause eingelegt werden sollte. Ein zu starkes Spielprogramm und damit die lange Dauer der Meisterschaft steht hindernd im Wege. Der Beirat des DFB hat letzthin diese Frage beraten und für die Vereine den Monat Juli für den Spielverkehr freigegeben, um die Meisterschaft in einigen, besonders von den Witterungseinflüssen betroffenen Verbänden zu Ende führen zu können. Darüber hinaus ist der 31. Juli, der ein Sonntag ist, für Spiele aller Mannschaften freigegeben worden. Diese Beschlüsse haben nur Gültigkeit für das laufende Jahr.

Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Die Aufstiegsspiele unserer Liga

29. Mai 1955
5 16:00 h Husum 18 - Olympia Neumünster  
5. Juni 1955
8 16:00 h Husum 18 - TSV Kücknitz  
12. Juni 1955
11 16:00 h Husum 18 - MTSV Hohenwestedt neutraler Platz
19. Juni 1955
13 16:00 h Holstein Amateure - Husum 18  
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18

1. Juni

Mitgliederbewegung

   
Zugänge
1. Goldinger, Klaus, Kuhsteig 2b
2. Jansen, Ferdinand, Ochsenkamp
3. Stubbe, Willi, Brüggemannstraße 19

 

Abgänge
1. Bernau, Harals, Lornsenstraße 17
2. Ehlert, Friedrich, Mildstedt
3. Küßner, Kurt, Horstedt
4. Rothert, Karl, Stadtweg 5
5. Schulz, Karl-Heinz, Schillerstraße 18
6. Thams, Hugo, Volquart-Pauls-Straße 16
7. Thomsen, Johannes, Kampsiedlung 54
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18

1. Juni

Mitglieder-Werbung

Am 29. Januar beschloß der Vorstand, der Mitgliederwerbung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Er leitete eine Werbeaktion ein, die sich bis zum 30. dieses Monats erstreckt. Es wurde beschlossen, Vereinsangehörige, die ein neues erwachsenes Mitglied oder zwei jugendliche Mitglieder werben, von der Zahlung eines Monatsbeitrages zu befreien. Die Beitragsgutschrift erfolgt nach Abschluß der Werbeaktion, sofern die neuen Mitglieder mindestens drei Monate ihren Beitragsverpflichtungen nachgekommen sind.

Wir hoffen stark, daß diese Aktion Erfolg hat und die Mitgliederzahl sprunghaft in die Höhe schnellt. Denn wir brauchen vor allem erhebliche Gelder für die Ausgestaltung unseres Spielfeldes im Friesenstadion.

Das nebenstehende Formular kann ausgeschnitten und zur Werbung im Bekanntenkreis benutzt werden.

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Fußball-
BL Nord
1954/55
H 18 SL 06 Kap-peln VfB FL RW Nie-büll Sat-rup Post FL SIF SL Har-ris-lee RS SL TSV Bred-stedt Wes-
ter-land
MTV Leck VW FL TSV Ran-trum FSV Wyk Fri-sia BW Fr'-stadt Sp. Tore Pkt

Husum 18

*

4:0 2:0 3.2 7:1 4:3 1:2 3:1 11:0 5:1 6:1 5:0 7:1 5:1 10:0 5:3 2:1 13:1      
0:6   4:1 5:0 3:0 5:1 8:0 3:2 7:1 1:1 2:1 7:1 3:1 3:2 5:2 5:2 6:0

Schleswig 06

0:4

H

0:2 2:2 4:5 2:3 4:1 2:1 8:0 3:2 4:3 5:1 12:2 3:2 4:2 4:2 0:0 5:0      
6:0 1:0 5:2 9:2 1:1   5:1 3.0   2:0 2:3 2:0   5:1 1:0 3:3 9:1

TSV
Kappeln
0:2 0:1

U

2:0 3:1 1:0 3:0 8:2 6:0 3:2 3:1 3:1 4:3 5:2 3:2 1:1 3:2 4:0      
  2:0 2:2 1:1 0:1     2:2 3:3 5:1   6:1 1:0 3:2 5:2 1:4 9:1

VfB Flensburg 2:3 2:2 0:2

S

4:3 0:2 1:1 1:2 6:2 3:2 5:1 1:3 2:0 3:0 3:4 5:1 2:0 2:1      
1:4 2:5 2:2 1:1 1:1 4:4   1:3 2:3   3:1 2:1 4:1 0:0   1:2  

RW Niebüll 1:7 5:4 1:3 3:4

U

4:2 0:6 4:0 3:2 3:0 4:5 0:5 2:3 4:4 1:5 1:2 5:4 7:1      
0:5 2:9 1:1 1:1 5:1 2:1 1:5 1:0 2:1 2:4 5:3 2:1 7:6 4:9 3:1 4:6 8:0

Nordmark
Satrup
3:4 3:2 0:1 2:0 2:4

M

2:4 8:3 2:5 2:3 2:1 1:2 1:1 3:2 3:0 2:2 2:4 8:1      
0:3 1:1 1:0 1:1 2:4   1:1 1:3 1:3 1:3 1:1 0:0 10:5 4:2     4:0

Post
Flensburg
2:1 1:4 0:3 1:1 6:0 4:2

E

3:2 4:3 7:0 1:5 1:1 2:2 1:2 5:2 2:0 4:2 4:0      
1:5     4:4 1:2 4:2 3:1 2:2 2:1   2:2 6:1   2:2 2:1 9:1  

SIF
Schleswig
1:3 1:2 2:8 2:1 0:4 3:2 2:3

R

5:3 1:2 6:1 0:7 2:1 2:4 3:3 0:3 0:0 5:3      
0:8 1:5     5:1 1:1 1:3 1:3   1:5 2:5 0:1 2:2 1:2 1:1 1:5 8:1

Nord Harrislee 0:11 0:8 0:6 2:6 2:3 5:2 3:4 3:5

F.

3:1 1:6 1:1 2:0 2:1 2:1 3:1 2:4 2:0      
2:3 0:3 2:2 3:1 0:1 0:0 2:2 3:1 1:2 2:3   2:2 1:3 2:5 1:5 2:4  

Rasensport Schleswig 1:5 2:3 2:3 2:3 0:3 3:2 0:7 2:1 1:3

V.

7:3 0:2 1:2 3:4 1:4 2:0 2:1 4:3      
1:7   3:3 3:2 1:2 3:1 1:2   2:1 1:1 0:4   3:0 7:3 0:0 2:3 6:1

TSV Bredstedt. 1:6 3:4 1:3 1:5 5:4 1:2 5:1 1:6 6:1 3:7

v

5:2 2:3 4:2 3:2 7:1 7:2 3:2      
1:1 0:2 1:5   4:2 3:1   5:1 3:2 1:1 5:2 4:2 4:2 4:2 9:5 2:0 11:0

TSV Westerland 0:5 1:5 1:3 3:1 5:0 2:1 1:1 7:0 1:1 2:0  

o

2:2 1:1 3:4 2:4 4:0 3:1      
1:2 3:2   1:3 3:5 1:1 2:2 5:2   4:0 2:5 2:3 1:3 1:0 0:1 5:1 6:1

MTV Leck 1:7 2:1 3:4 0:2 3:2 1:1 2:2 1:2 0:2 2:1 3:2 2:2

n

2:1 0:1 2:0 1:0 2:3      
1:7 0:2 1:6 1:2 1:2 0:0 1:6 1:0 2:2   2:4 3:2 1:6 0:4 0:3   6:1

Vorwärts Flensburg 1:5 2:3 2:5 0:3 4:4 2:3 2:1 4:2 1:2 4:3 2:4 1:1 1:2

1

1:4 5:2 1:2 0:2      
1:3 2:7 0:1 1:4 6:7 5:10 2:5 2:2 3:1 0:3 2:4 3:1 6:1 2:2   5:1 6:0

TSV Rantrum 0:10 2:4 2:3 4:3 5:1 0:3 2:5 3:3 1:2 4:1 2:3 4:3 1:0 4:1

9

0:0 5:2 5:0      
2:3 1:5 2:3 0:0 9:4 2:4 2:2 2:1 5:2 3:7 2:4 0:1 4:0 2:2 2:3 3:4 7:4

FSV Wyk 3:5 2:4 1:1 1:5 2:1 2:2 0:2 3:0 1:3 0:2 1:7 4:2 0:2 2:5 0:0

1

0:1 3:2      
2:5 0:1 2:5   1:3   1:2 1:1 5:1 0:0 5:9 1:0 3:0   3:2    

Frisia Husum 1:2 0:0 2:3 0:2 4:5 4:2 2:4 0:0 4:2 1:2 2:7 0:4 0:1 2:1 2:5 1:0

8

3:5      
6:3 3:3 4:1 2:1 6:4   1:9 5:1 4:2 3:2 10:2 1:5   1:5 4:3   9:1

BW Friedrichstadt 1:13 0:5 0:4 1:2 1:7 1:8 0:4 3:5 0:2 3:4 2:3 1:3 3:2 2:0 0:5 2:3 5:3

*

     
0:6 1:9 1:9   0:8 0:4   1:8   1:6 0:11 1:6 1:6 0:6 4:7   1:9

Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Nun erst recht!

Die Mitglieder und die zahlreichen Anhänger von Husum 18 werden es bedauern, daß es unserer Liga nicht gelungen ist, den Aufstieg in die Landesliga zu erreichen. Diese Tatsache wiegt umso schwerer, als monatelange Vorbereitungen und härteste Arbeit vergeblich gewesen sind.

Dennoch liegt der Wert eines echten Sportlers in der Anerkennung der Leistung des besseren. Man muß eben auch mit Haltung verlieren können. Unserer Liga kann jedenfalls bescheinigt werden, daß sie mit vollem Einsatz und bestem Willen die Aufstiegsrunden durchgestanden und den Bezirk Nord würdig vertreten hat.

Ein volkstümliches französisches Sprichwort lautet: "Der König ist tot. Es lebe der König." Auch für uns und unsere Liga gilt die Devise, daß nach dem Mißlingen unseres Versuches, die Landesliga zu erreichen, kein Grund vorliegt, den Kopf hängen zu lassen. Die alte Serie ist vorüber, die neue steht bevor! Es gilt, alle Kräfte zu sammlen, um die neue Serie erfolgreich zu bestehen und den Aufstieg zur Landesliga ein Jahr später zu erreichen.

Der Beirat von Husum 18
leer  

1955

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Minister tagen und versprechen

Behördliche Mühlen mahlen langsam. Diese Erfahrungstatsache läßt uns dennoch hoffen, daß auch einmal alle die Erkenntnisse ein Ergebnis zeitigen, die auf den Konferenzen der Kultusminister gesammelt werden. Die Bundesregierung besitzt keinen Kultusminister, weil Kultur anscheinend nur in den Ländern gepflegt werden kann. Um eine möglichst einheitliche Auffassung über Kulturfragen zu erreichen, gibt es also die Kultusministerkonferenzen. Unser Sport untersteht, soweit man von einer Unterstellung reden kann, den Kultusministerien. Mithin sind deren Konferenzen für den Sport von Bedeutung und wir müssen in dieses Gremium einzudringen versuchen, wenn wir für den Sport die für uns selbstverständliche Unterstützung erringen wollen. Weil andere Kultureinrichtungen durchweg unterstützt werden, hat auch der Sport das Recht, eine finanzielle und moralische Unterstützung zu verlangen.

Sind es nur Pläne?

Machen wir einen kurzen Streifzug durch die seit 1951 durchgeführten Kultusministerkonferenzen, soweit sie sich mit den Fragen des Sports beschäftigt haben, um zu sehen, was geredet, erkannt und geplant wurde. Von der Erkenntnis bis zur Ausführung - siehe den einleitenden Satz! - ist noch ein weiter Weg. So heißt es in einem Beschluß vom November 1951: "Die einzelnen Kultusminister werden, im Benehmen mit den sonst beteiligten Ministern, darauf hingewiesen, daß die körperliche Erziehung der Jugend innerhalb und außerhalb der Schule zu ihrem Recht kommt." Im Januar 1952 empfahl die Konferenz die Einführung eines Wertungsbogen für die Leistungen der Schüler vom 10. bis 13. Schuljahr. Ob die Voraussetzungen für solche Leistungsmessungen gegeben sind, nachdem wir sehen, wie stiefmütterlich die Frage des Schulsports behandelt wird? Die Konferenz schien selbst den Zweifel zu haben, denn sie beschloß, "über die jetzt noch vorhandenen zwei Wochenstunden hinaus die Möglichkeit für eine tägliche Sportstunde zu schaffen." 3 Jahre später ist festzustellen, daß wir diesem Ziel kaum einen Schritt näher gekommen sind.

Spielplätze fehlen

Wir Sportler wissen um den Mangel an Spielplätzen. Auch die Tatsache, daß nur wenige Schulen - im Verhältnis zur Gesamtzahl - einen Spielplatz und eine Turnhalle haben, ist allgemein bekannt. Die Kultusministerkonferenz vom 30. Oktober 1952 beschloß: "Keine Schule soll ohne ausreichende Sportstätten mit Umkleide und Duschräume sein." Um wieviel sind wir diesem Ziel näher gekommen? Die Antwort hierauf ist leicht gegeben.

In den nächsten zwei Jahren beschäftigte sich die Konferenz, soweit Leibesübungen in Frage kommen, nur mit den Lehrkräften für den Schulsport. Das ist eine wichtige Frage, denn wir wissen, daß die behördlichen Sport- und Turnlehrer stark überaltert sind, von dem vorhandenen Mangel gar nicht zu reden. Auch in den Konferenzen der letzten beiden Jahre kam in erster Linie die Frage der Aus- und Fortbildung der Volksschullehrer auf dem Gebiet der Leibesübungen zur Behandlung. Die Einstellung hauptamtlicher Bezirkssportlehrer als Ausbilder und für Fortbildungslehrgänge, wurde beschlossen; über Form und Umfang haben wir seitdem nichts wieder gehört und davon nur wenig gespürt. Neben der Spielplatzfrage ist dies die Hauptfrage. Hoffen wir, daß die Arbeit in allen Ländern fortan mit mehr Energie betrieben wird.

Im April des Jahres fand in Koblenz eine Besprechung statt zwischen den Kultusministern, Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und des Deutschen Sportbundes. In dieser wurde von den Vertretern des Sports die Sachlage eindeutig aufgezeichnet. Es rollte ein erschütterndes Bild von der Leibeserziehung und dem Gesundheitszustand der Jugend ab. Schonungslos wurden den Kultusministern diese Tatsachen vorgetragen und statistisch belegt. Die Pflicht auf diesem Gebiet endlich energisch vorzustoßen, wurde von der Konferenz anerkannt und die Gewinnung, Ausbildung und Fortbildung geeigneter Lehrkräfte, zeitlicher Umfang des Turnsportunterrichts im Gesamtlehrplan, Möglichkeiten der Förderung des Übungstättenbaus als dringlich bezeichnet. Das Verhältnis Schule und Sportvereine wurde herausgestellt und Arbeitskreise geschaffen, die schnellstens Arbeitspläne ausarbeiten und der Kultusministerkonferenz zur Beschlußfassung zuleiten sollen.

Der Anfang müsste gemacht sein. Weitgehende Beschlüsse waren nicht zu erwarten; diese müssen vorbereitet werden und reifen. Noch fehlen uns die tägliche Sportstunde und der freie Spielnachmittag in den Schuhen. Noch fehlen Spielplätze und Hallen. Hoffen wir, daß das Tempo bei deren Schaffung jetzt beschleunigt wird. Die Gesundheit unserer Jugend ist in Gefahr.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Sport überregional

1. Juli

10 Millionen für Sportpark

Reutlingen ist eine Stadt mit 54 000 Zuschauern und einem sportfreudigen Oberbürgermeister, der zugleich Ehrenvorsitzender des SSV Reutlingen ist. Auch der Landrat ist sportfreudig und Spielausschuß-Obmann des SSV Reutlingen, der zudem einige Industrielle als Mitglieder hat. Der Gemeinderat von Reutlingen hat 10 Millionen D-Mark für die Schaffung eines Sportparks bewilligt, der in vier Jahren fertiggestellt wird. Ein Schwimmbecken von 50 m Länge mit acht Bahnen, einem Sprungturm und einer 75m langen Tribüne für 2.000 Zuschauer wird schon in diesem Sommer fertig. Für 10.000 Besucher gibt es Umkleideräume und eine 5 Hektar große Liegewiese. Der Sportplatz des SSV Reutlingen wird auf ein Fassungsvermögen für 30.000 Zuschauer erweitert. Dazu kommen sechs Übungs- bzw Spielfelder für untere Mannschaften, ein Hockeyfeld, eine Rollschuhbahn und eine Sporthalle. Eine Villa ist zudem zum Vereinsheim umgebaut worden, das in seiner Art wohl einzig ist.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Fußball regional

1. Juli

Verbandstag 1955

Der diesjährige ordentliche Verbandstag findet am Sonntag, dem 3. Juli 1955, in dem "Historischen Gasthaus und Hotel Haddeby" bei Schleswig, Beginn 9:30 Uhr, statt. Die Tagesordnung, die Stimmenzahl der Mitgliedsvereine und so weiter werden den Mitgliedsvereinen, Kreisen, Bezirken und Verbands-Mitarbeitern rechtzeitig bekanntgegeben.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Friesenstadion

1. Juli

Ausbau des Friesenstadions

Nachdem der Sportförderung-Ausschuß Schleswig-Holstein e.V. am 13. Mai des Jahres schriftlich bestätigt hat, daß er eine Beihilfe und ein Darlehen zur Fertigstellung des Friesenstadions in Husum bewilligt hat und nachdem die Verhandlungen über die Federführung in der Auftragserteilung und über die Bauaufsicht zum Abschluß gekommen sind, hat der Verwaltungsausschuß "Friesenstadion" der Fußballvereine Husum 18 und Frisia Husum die Aufträge für die Umzäunung des gesamten Stadions und für die Umkleide- und Duschanlagen Husumer Firmen mit der Maßgabe erteilt, daß die Bauarbeiten unverzüglich in Angriff zu nehmen sind.

Eine kurzfristige, verwaltungsmäßige Verzögerung in der Erteilung der Bauaufträge mußte im Interesse einer reibungslosen und technisch einwandfreien Abwicklung in Kauf genommen werden.

Die Durchführung des zweiten Bauabschnitts - Wohnhaus für den Platzwart - wird unmittelbar nach Sicherstellung der Restfinanzierung anlaufen.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

"Pfui, Schiedsrichter, pfui!"

Auf Deutschlands Fußballplätzen breitet sich der Fanatismus aus.

Auf jeder der halben Million Eintrittskarten, die Deutschlands Spitzenvereine Sonntag für Sonntag umsetzen, steht die Mahnung: "Zurufe an Spieler und Schiedsrichter verboten!" Aber das große Fußballpublikum denkt gar nicht daran, sich danach zu richten. glaubt, für sein Geld das Recht der freien und ungehinderten Meinungsäußerung mit erworben zu haben und macht davon lauthals und vor allen Dingen in einer zunehmend unsachlichen, parteiischen Weise Gebrauch. Meist entlädt sich dabei der Unwille darüber, daß ein Spiel für die Heimmannschaft verlorengeht, auf den armen Einzelnen, den Unparteiischen, den Schiedsrichter. Er kommt allein aus einer anderen Stadt, hat keine Anhängerschaft als Stimmkulisse dabei und ist, weil er somit ein wehrloser Fremder ist, vogelfrei.

Am 13. März 1955 pfiff der 23-jährige Heidelberger Schiedsrichter Eisemann in Nürnberg das Oberligaspiel zwischen dem Nürnberger "Club" und "Schwaben Augsburg". Sowohl Nürnberger wie Augsburger spielten hart und gelegentlich auch unfair - wenn es der Schiedsrichter nicht sah. Ein regelwidrig erzieltes Tor der Nürnberger sah er aber und erkannte es nicht an. Da tobten die Anhänger los: "Pfui, Schiedsrichter!", und als mit dem Schlußpfiff feststand, daß ihr Verein die erste Heimniederlage dieser Saison eingesteckt hatte, stürmten sie den Platz, um dem Schiedsrichter zum Abschied noch handgreiflich ihre Mißbilligung auszudrücken. "Reißt ihm den Kopf ab!", schrien sie. Eisemann stand mit zitternden Knien, von Polizeibeamten umringt, unter der Tribüne. Hastig steckten sie ihn in eine Uniform, und, so verkleidet, konnte er entkommen. "Wir halten für alle Fälle immer eine Uniform für den Schiri bereit", sagte der Leiter des Nürnberger Absperrkommandos.

Eine Woche später entging der bekannte Frankfurter Schiedsrichter Alt nur mit Mühe der Lynchjustiz aufgebrachter Zuschauer. Aus Gefälligkeit leitete er ein Amateurspiel in Neu-Isenburg. Es endete unentschieden. Aber die Neu-Isenburger waren der Ansicht, ihr Verein hätte gewonnen, wenn Alt nicht so dazwischen gefahren wäre. Unter Anführung ihres Stadtrates Göppern kreiste eine Sturmkolonne den Schiedsrichter ein. Als erster stieß ihm der Stadtrat die Faust in den Nacken. Dann wurde er mit Fußtritten traktiert, bis er zusammenbrach. Das Überfallkommando konnte ihn gerade noch retten.

Ähnliche Vorfälle ereigneten sich in den letzten Jahren außerdem in Rheydt, Heilbronn, München. Und das ist nur ein Bruchteil der Schiedsrichterskandale aus jüngster Zeit. Schon diese wenigen Beispiele beweisen aber, daß ein neues Element in den deutschen Sport gekommen ist: der Fanatismus. Schritt-für-Schritt verdrängt er die Fairneß weiter. Das ist ein schlechter Tausch; er bringt den Sport, die Spieler und das Publikum zugleich in Mißkredit. Da außerdem schlechte Beispiele ansteckend wirken, ist zu befürchten, daß die Anrempelungen von Schiedsrichtern weiter und in noch viel größerem Umfang Schule machen. Damit würden die Leistungen der Schiedsrichter aber tatsächlich fragwürdig. Denn wer riskiert, noch unparteiisch zu sein, wenn er zu erwarten hat, daß man ihm die Knochen bricht?

Polizeiuniformen und Schutzgötter vom Spielfeld zur Kabine sind keine Lösung des Problems, genauso wenig wie hohe Drahtseile ringsum das Spielfeld und der Einsatz von Wasserwerfern in Südamerika. Auch mit strengeren Strafen für Vereine, auf deren Plätzen sich solche Vorkommnisse ereignen, dürfte kaum etwas getan sein. Es gibt überhaupt keine Patentlösung, lediglich die schüchterne Hoffnung, daß die Gegenwart mit ihren chaotischen Nachklängen von einer Zukunft abgelöst wird, zu deren moralischen Einrichtungen eine gute Kinderstube wieder Selbstverständlichkeit ist. Sonst steht eines Tages in der Zeitung: "Schiedsrichter totgeschlagen!"

Weltbild
leer  

1955

Husum 18

1. Juli

Generalversammlung am 18. Juli, 20 Uhr, im Handwerkervereinshaus

Zur Tagesordnung stehen:

1. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
2. Kassenbericht
3. Bericht der Kassenrevisoren
4. Berichte der Obmänner der Ausschüsse
5. Entlastung des Gesamtvorstandes
6. Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren und der Ausschüsse (siehe Paragraph 10 der Satzung)
7. Erledigung vorliegende Anträge*
8. Verschiedenes
* Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung beim ersten Vorsitzenden eingegangen sein.
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußballregeln

1. Juli

Unsere Regelecke

Die Spielregeln sind fast 100 Jahre alt. Die Urregeln, 1963 geschaffen, waren einfach; sie bestanden aus 16 Sätzen. Inzwischen hat sich das Fußballspiel gewaltig entwickelt und mit ihm die Spielregeln. Aus 16 Sätzen sind 17 Regeln geworden, von denen die wichtigsten, mit den Nummern 5 und 12, allein umfangreicher sind, als früher alle Regeln zusammen.

Die Grundlage des Fußballspiels ist der Kampf um den Ball, der allein das Spielobjekt ist. Trotz allen Kampfes bleibt unser Spiel ein Spiel. Die Spielregeln sollen dafür sorgen, daß diese Tatsache immer Geltung behält. Es gibt nach den Spielregeln im Spiel nur einen, der zuständig ist für die Entscheidung darüber, ob das Spiel regelgerecht abrollt: den Schiedsrichter.

Regelkenntnis ist Voraussetzung für die Freude am Spiel; sie ist für die Spieler auch entscheidend für den Erfolg, also den Sieg. Ich habe in meiner internationalen Praxis Fälle erlebt, in denen Nationalspieler, die einige Dutzend Male für Irland spielten, durch Regelunkenntnis den Sieg verschenken.

Imre Schlosser, der 70 mal für Ungarn spielte, ließ den von ihm geschossenen und von der Querlatte abprallenden Ball laufen und "schlug sich in die Büsche", weil er sich in Abseitsstellung wähnte, nachdem er die Verteidigung überlaufen hatte. Er wußte nicht, dass er "hinter dem Ball" niemals abseits sein konnte.

Kertesz II, ebenfalls ein ungarischer Nationalspieler, foulte einen Spieler an der Grenze seines Strafraums in der Meinung, weil der Ball im Mittelfeld ist, könnte sein Vergehen nur mit einer Verwarnung und einem Schiedsrichterball dort bestraft werden, wo sich der Ball befindet. Er wußte nicht, daß der Ball zum Freistoß immer dort aufgelegt wird, wo sich der Regelverstoß ereignet. Das Spiel war verloren, als der Freistoß aus 18 Meter Entfernung - anstatt an der Mittellinie ausgeführt - ins Tor gedonnert wurde.

Als im Spiel Schweiz - Österreich, beim 2:2-Stand, 10 Minuten vor Schluß, der Schweizer Halbrechte Friedrich freistehend einen Paßball nicht annahm, weil der Ball auf dem Wege zu ihm von mir, als Schiedsrichter, berührt wurde und er der Ansicht war, daß dadurch ein Schiedsrichterball bedingt sein, war der Sieg vergeben.

So wirkt sich die Regelunkenntnis der Spieler aus, und es sollten bei keiner Mannschaftsbesprechung und nach keinem Training die zehn Minuten Regelkunde fehlen. Sie sind oft wichtiger als die dreifache Dauer taktischer Ratschläge.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Sport und Humor

Sepp Herberger wurde das Fahrrad gestohlen

Als Bundestrainer Sepp Herberger am 30. März mit der deutschen Nationalelf nach Stuttgart zum Länderspiel gegen Italien kam, wirdeihm sicherlich wieder die Geschichte eingefallen sein, die sich vor dem Länderspiel gegen Kroatien während des Krieges zugetragen hat. Schon eine Woche vorher wurden die Spieler in der Nähe Stuttgarts zusammengezogen. Da es nur noch wenig Benzin gab und die "roten Winkel" an den Kraftwagen rar wie Bohnenkaffee waren, organisierten Stuttgarter Sportfreunde für den Bundestrainer und die Nationalspieler ... Fahrräder. Jeden Tag ging es in lustiger Fahrt vom Trainingsquartier zum Trainingsplatz, der nicht gerade nah war. Eines Morgens war ein Fahrrad verschwunden. Es war ausgerechnet das des "Reichstrainers" Sepp Herberger. Natürlich wurden die gesamten Nationalspieler erst einmal auf Detektiv-Fährte gesetzt. Endlich, nach langem Suchen, wurde Herbergers Fahrrad gefunden. Natürlich mit zwei Plattfüßen.

Später stellte sich heraus, dass Ernst Willimowski sein eigenes Fahrrad nicht instand gehalten hatte und dafür einfach das vom Herberger "beschlagnahmte". Die "Strafe" folgte natürlich auf dem Fuß: Während der Freizeit mußte Willimowski nicht nur sein Fahrrad in Ordnung bringen, sondern auch noch zwei andere, die ebenfalls einen Plattfuß hatten.


Druckfehler und Stilblüten

"Auch die Läuferreihe beteiligte sich an dem zeitweilig planlosen Gekacke."

"... und Turek steigerte sich in seine sprichwörtliche Ruhe hinein."

"Der Schiedsrichter hatte eine unglückliche Pfeife."

"Hier griff dem Hecht der Gong rettend unter die Arme."

"Und Berni Klodt trat in die vierte deutsche Ecke."

"Die Fahnen flattern in Richtung des französischen Angriffsspiels."


Instinkt am Rothenbaum

Das Spiel HSV - HTB ist auf seinem Höhepunkt angelangt, die Katastrophe für den HTB bahnt sich an. Uwe Seeler ist im Munde aller Fachleute. Sein Zusammenspiel mit den Kameraden wird gelobt, sein Antritt, sein Stellungsspiel und natürlich sein Instinkt.

Das Wort Instinkt muß in der Begeisterung herhalten und so höre ich: "Uwe hat einen richtigen Instinkt, einen Torinstinkt sondergleichen. Wie sein Alter." Zwischenfrage: "Haben sie den Vater gekannt?" "Nein."

"Aber sieh doch, unglaublich, wie er sich dreht, dieser Instinkt zum Mann, dieser Paß, dieser Instinkt zum Tor, schießt aus allen Lagen und läßt sich nicht unterkriegen, stabil ist er." Zwischendurch blüht der Flachs etwa so: "Bombenhagel, Uwe schon 21, Torsegen am Rothenbaum, trotz Marsch reicher Torsegen", womit sichert die Presse von Montagmorgen gemeint ist. Das Wort Instinkt, das mich schon fast 70 Minuten umschwirrt, wird weiter abgedroschen, bis zu dem Augenblick, in dem einer sagt: "Wo Uwe wohl den Instinkt hernimmt?"

Da konnte ich es mir nicht verkneifen, meinen Freund Herbert ziemlich laut zu fragen: "Du, was ist eigentlich Instinkt?" Betretenes Schweigen ringsumher. Dann die befreiende Stimme aus dem Hintergrund: "Dat is eben dat, wat de annern nich hebbt!"

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Fußballregeln

1. Juli

Regelfragen und Antworten

Welche Entscheidungen hat der Schiedsrichter in nachstehenden Fällen zu treffen?

6. a) Der Torwart fängt den Ball in seinem Torraum. Ein Stürmer will ihn angreifen. Da wirft der Torwart dem angreifenden Spieler den Ball absichtlich ins Gesicht.
  Indirekter Freistoß
6. b) Der Torwart hat den Ball innerhalb des Strafraums gefangen und will nun zum Abschlag bis an die Strafraumgrenze laufen. Dabei wird er von einem angreifenden Spieler korrekt angegriffen. Der Torwart ist darüber verärgert und stößt den Angreifer absichtlich mit dem Ball beiseite und führt dann den Abschlag aus.
  Strafstoß (Elfmeter )
7. Die verteidigende Partei erhält einen Freistoß wegen absichtlichen Handspiels außerhalb des Strafraums. Der den Freistoß ausführende Verteidiger will den Ball zum Torwart zurückspielen, der den Ball jedoch verfehlt, so daß dieser unberührt ins eigene Tor läuft.
  Eckball
8. Ein Verteidiger ist wegen Schiedsrichterbeleidigung im Strafraum des Feldes verwiesen worden. Beim Heruntergehen vom Platz wird er noch gegen einen Mitspieler tätlich.
  indirekter Freistoß, Bericht an Spielausschuß
9. Nach dem Abschlag des Torwarts wird der Schiedsrichter, der sich in diesem Strafraum aufhält, vom Verteidiger dieser Mannschaft innerhalb des Strafraums absichtlich mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Der Ball ist in diesem Moment in der Nähe der Mittellinie.
  Platzverweis, indirekter Freistoß
10. Ein Abstoß wird ausgeführt. Bevor der Ball den Strafraum verlassen hat, läuft ein Stürmer in den Strafraum. Ein Verteidiger, der sich ebenfalls im Strafraum befindet, rempelt diesen Stürmer robust und rücksichtslos zu Boden.
  Platzverweis und Wiederholung des Abstoßes
11. Der Schiedsrichter pfeift zur Ausführung eines Strafstoßes (Elfmeterpunkt). Bevor der Spieler den Strafstoß getreten hat, läuft ein Spieler der angreifenden Mannschaft in den Strafraum. Der Strafstoß wird vom Torwart zur Ecke abgelenkt.
  Verwarnung, Eckball
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18

1. Juli

Mitgliederbewegung

   
Neue Mitglieder
1. Beilfuß, Lothar, Husum, Hohle Gasse 18
2. Berndt, Otto, Husum, Süderstraße 61
3. Hoyer, Marie, Husum, Norderstraße 12
4. Küßner, Kurt, Horstedt
5. Langner, Manfred, Husum, Lg. Lundberg B4
6. Mißfeldt, Uve, Husum, Osterende 29
7. Möller, Karl Wilhelm, Husum, Beselerstraße 10
8. Passig, Willi, Husum, Sophienplatz 14
9. Schiller, Jörg, Husum, Brinkmannstraße 9
10. Speck, Werner, Husum, Wilhelmstraße 50
11. Hackhe, Hans, Husum, Neustadt 69
12. Janke, Franz, Wester-Ohrstedt
13. Lorenzen, Manfred, Husum, Mommsenstraße 11

 

ausgetreten sind:
1. Bahnsen, Egon, Husum, Hebbelstraße 21
2. Schneider, Günther, Husum, Lenzstraße 15
3. Waterstradt, Jens-Olaf, Husum, Norderstraße 18

 

Aufgrund des Paragraphen 8 Ziffer d sind auf Vorschlag unseres Kassenführer durch den Vorstand folgende Personen aus der Mitgliederliste gestrichen worden:
1. Kohnert, Siegfried, Gurlittstraße
2. Hansen, Jürgen, Beselerstraße
3. Johannsen, Meinhard, Nordhusumer Straße 38
4. Baasner, Kurt, Süderstraße
5. Hansen, Heinrich, Jebensweg
6. Lorenzen, Gerhard, Schiffbrücke
7. Michaelsen, Willi, Klußmannstraße
8. Feddersen, Max, Osterende
9. Gantau, Wolfgang, Schwesing

 

Neue Anschriften:
1. Roscher, Ernst, Damm 10
2. Clausen, Karl, Woldenstraße 51
Der Vorstand
leer  

1955

Husum 18 / Fußball regional

1. Juli

Bezirkstag in Leck

Jahresbericht des 1. Vorsitzenden

Das Geschäftsjahr 1954/55 neigt sich seinem Ende. Wieder einmal stellt sich der Vorstand vor die Vereine des Bezirks, um Rechenschaft abzulegen über das, was gewesen ist, und Ausschau zu halten auf das, was kommen kann. Im Voraus darf ich sagen, daß der Bezirk durch die gute Mitarbeit meiner Kameraden im Vorstand eine Arbeit geleistet hat und ein Aushängeschild nach außen sich verschafft hat, daß man ruhigen Gewissens sagen kann, der Bezirk II steht in seiner Haltung und Führung in vorderster Linie unseres Verbandes. Aber nicht allein dem Bezirksvorstand und seinen Ausschußmitgliedern, die in ihrer Gesamtheit und jeder für sich eine hervorragende Arbeit für unseren schönen Fußballsport geleistet haben, gilt mein Dank, sondern ein noch größerer Dank gilt den vier Kreisvorsitzenden, den Vereinsvorsitzenden sowie den aktiven Mitgliedern aller Vereine im Bezirk. Ob nun der Dank, den ich hier ausspreche, zu Recht besteht, mögen die Delegierten auf der heutigen Bezirkstagung selbst entscheiden, denn sie sind es ja, die für die nächsten zwei Jahre über die freiwerdenden Vorstandstühle und deren Besetzung bestimmen sollen. Wie im vergangenen Jahre, so auch heute, ist es mir ein Bedürfnis, an dieser Stelle den Verbandsvorstand, an der Spitze unserem allverehrten ersten Vorsitzenden, Sportfreund Dr. Waßmund, meinen herzlichen Dank auszusprechen für die große Fürsorge, die wir seitens des Verbandes entgegennehmen durften. Weiter war es unser Bestreben, mit allen anderen Sportverbänden ein gutes Einvernehmen zu pflegen. Zum Spielbetrieb selbst ist zu sagen, daß an der Spitze der zurückliegenden Serie zwei alte traditionsreiche Vereine stehen, und zwar Husum 18 und Schleswig 06. Diese Feststellung treffen zu können, muß jedes ehrliche Sportlerherz im Bezirk mit Freude erfüllen. Sie haben nicht nur das Ausscheiden aus der Amateurliga überwunden, sondern sich mit jugendlicher Frische erneut an die Spitze gesetzt. Zu den Abstiegskandidaten gewandt möchte ich sagen, daß sie sich für dieses Jahr damit abfinden mögen und mit neuer Kraft und gesundem Geist sich den Aufstieg wieder erkämpfen. Die Führung unserer Jugend durch den Bezirksjugendausschuß ist über Erwarten gut, und wo gute Arbeit geleistet wird, soll man sich nicht einmischen. Auch hier sei mein Dank ausgesprochen, verbunden mit der Hoffnung auf weitere gute Jugendarbeit in unserem Bezirk. Im vergangenen Jahre fanden 8 Vorstandssitzung sowie 15 Lehrabende für Senioren und zahlreiche Schiedsrichter-Lehrabende statt. Auch hier konnte festgestellt werden, daß dank der vorzüglichen Arbeit der Kameraden Kurzke, Asmussen, Leideck, Bahnsen, Valbert und Roth ein Erfolg zu verzeichnen ist.

Zum Schluß meines Berichtes darf ich nochmals zum Ausdruck bringen, daß der Fußballsport in unserem Bezirk in steter Aufwärtsentwicklung ist, und ich wünsche dem neuen Vorstand die Erfüllung seiner gesteckten Ziele.

Herbert Henning, 1. Vorsitzender
leer  

1955

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Fußball-
BL Nord
1954/55
H 18 SL 06 Kap-peln VfB FL RW Nie-büll Sat-rup Post FL SIF SL Har-ris-lee RS SL TSV Bred-stedt Wes-
ter-land
MTV Leck VW FL TSV Ran-trum FSV Wyk Fri-sia BW Fr'-stadt Sp. Tore Pkt

Husum 18

*

4:0 2:0 3.2 7:1 4:3 1:2 3:1 11:0 5:1 6:1 5:0 7:1 5:1 10:0 5:3 2:1 13:1      
0:6 1:3 4:1 5:0 3:0 5:1 8:0 3:2 7:1 1:1 2:1 7:1 3:1 3:2 5:2 5:2 6:0

Schleswig 06

0:4

H

0:2 2:2 4:5 2:3 4:1 2:1 8:0 3:2 4:3 5:1 12:2 3:2 4:2 4:2 0:0 5:0      
6:0 1:0 5:2 9:2 1:1 2:5 5:1 3.0 5:3 2:0 2:3 2:0 7:2 5:1 1:0 3:3 9:1

TSV
Kappeln
0:2 0:1

U

2:0 3:1 1:0 3:0 8:2 6:0 3:2 3:1 3:1 4:3 5:2 3:2 1:1 3:2 4:0      
3:1 2:0 2:2 1:1 0:1 4:1 3:4 2:2 3:3 5:1 2:1 6:1 1:0 3:2 5:2 1:4 9:1

VfB Flensburg 2:3 2:2 0:2

S

4:3 0:2 1:1 1:2 6:2 3:2 5:1 1:3 2:0 3:0 3:4 5:1 2:0 2:1      
1:4 2:5 2:2 1:1 1:1 4:4   1:3 2:3 2:6 3:1 2:1 4:1 0:0 4:1 1:2  

RW Niebüll 1:7 5:4 1:3 3:4

U

4:2 0:6 4:0 3:2 3:0 4:5 0:5 2:3 4:4 1:5 1:2 5:4 7:1      
0:5 2:9 1:1 1:1 5:1 2:1 1:5 1:0 2:1 2:4 5:3 2:1 7:6 4:9 3:1 4:6 8:0

Nordmark
Satrup
3:4 3:2 0:1 2:0 2:4

M

2:4 8:3 2:5 2:3 2:1 1:2 1:1 3:2 3:0 2:2 2:4 8:1      
0:3 1:1 1:0 1:1 2:4 2:4 1:1 1:3 1:3 1:3 1:1 0:0 10:5 4:2 0:2 0:6 4:0

Post
Flensburg
2:1 1:4 0:3 1:1 6:0 4:2

E

3:2 4:3 7:0 1:5 1:1 2:2 1:2 5:2 2:0 4:2 4:0      
1:5 2:2 1:4 4:4 1:2 4:2 3:1 2:2 2:1 2:1 2:2 6:1 5:2 2:2 2:1 9:1 3:1

SIF
Schleswig
1:3 1:2 2:8 2:1 0:4 3:2 2:3

R

5:3 1:2 6:1 0:7 2:1 2:4 3:3 0:3 0:0 5:3      
0:8 1:5 4:3   5:1 1:1 1:3 1:3 3:1 1:5 2:5 0:1 2:2 1:2 1:1 1:5 8:1

Nord Harrislee 0:11 0:8 0:6 2:6 2:3 5:2 3:4 3:5

F.

3:1 1:6 1:1 2:0 2:1 2:1 3:1 2:4 2:0      
2:3 0:3 2:2 3:1 0:1 0:0 2:2 3:1 1:2 2:3 0:2 2:2 1:3 2:5 1:5 2:4  

Rasensport Schleswig 1:5 2:3 2:3 2:3 0:3 3:2 0:7 2:1 1:3

V.

7:3 0:2 1:2 3:4 1:4 2:0 2:1 4:3      
1:7 3:5 3:3 3:2 1:2 3:1 1:2 1:3 2:1 1:1 0:4 4:1 3:0 7:3 0:0 2:3 6:1

TSV Bredstedt. 1:6 3:4 1:3 1:5 5:4 1:2 5:1 1:6 6:1 3:7

v

5:2 2:3 4:2 3:2 7:1 7:2 3:2      
1:1 0:2 1:5 6:2 4:2 3:1 1:2 5:1 3:2 1:1 5:2 4:2 4:2 4:2 9:5 2:0 11:0

TSV Westerland 0:5 1:5 1:3 3:1 5:0 2:1 1:1 7:0 1:1 2:0 2:5

o

2:2 1:1 3:4 2:4 4:0 3:1      
1:2 3:2 1:2 1:3 3:5 1:1 2:2 5:2 2:2 4:0 2:5 2:3 1:3 1:0 0:1 5:1 6:1

MTV Leck 1:7 2:1 3:4 0:2 3:2 1:1 2:2 1:2 0:2 2:1 3:2 2:2

n

2:1 0:1 2:0 1:0 2:3      
1:7 0:2 1:6 1:2 1:2 0:0 1:6 1:0 2:2 1:4 2:4 3:2 1:6 0:4 0:3 2:8 6:1

Vorwärts Flensburg 1:5 2:3 2:5 0:3 4:4 2:3 2:1 4:2 1:2 4:3 2:4 1:1 1:2

1

1:4 5:2 1:2 0:2      
1:3 2:7 0:1 1:4 6:7 5:10 2:5 2:2 3:1 0:3 2:4 3:1 6:1 2:2 3:1 5:1 6:0

TSV Rantrum 0:10 2:4 2:3 4:3 5:1 0:3 2:5 3:3 1:2 4:1 2:3 4:3 1:0 4:1

9

0:0 5:2 5:0      
2:3 1:5 2:3 0:0 9:4 2:4 2:2 2:1 5:2 3:7 2:4 0:1 4:0 2:2 2:3 3:4 7:4

FSV Wyk 3:5 2:4 1:1 1:5 2:1 2:2 0:2 3:0 1:3 0:2 1:7 4:2 0:2 2:5 0:0

1

0:1 3:2      
2:5 0:1 2:5 1:4 1:3 2:0 1:2 1:1 5:1 0:0 5:9 1:0 3:0 1:3 3:2    

Frisia Husum 1:2 0:0 2:3 0:2 4:5 4:2 2:4 0:0 4:2 1:2 2:7 0:4 0:1 2:1 2:5 1:0

8

3:5      
6:3 3:3 4:1 2:1 6:4 6:0 1:9 5:1 4:2 3:2 10:2 1:5 8:2 1:5 4:3   9:1

BW Friedrichstadt 1:13 0:5 0:4 1:2 1:7 1:8 0:4 3:5 0:2 3:4 2:3 1:3 3:2 2:0 0:5 2:3 5:3

*

     
0:6 1:9 1:9   0:8 0:4 1:3 1:8   1:6 0:11 1:6 1:6 0:6 4:7   1:9

Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1955

Husum 18 / Historisches

1. August

"Die Alten"

Aus der Gründungszeit des Husumer Fußballsports

Bei keinem Fußballspiel fehlen sie - die "Alten". Und es gibt keine treueren Anhänger als sie. Sie spielten schon vor 50 Jahren Fußball, in einer Zeit, in der Mut dazu gehörte, sich zu dem Kreis der Fußballspieler zu bekennen. Die Chefs waren dagegen, die Lehrer auch. Das Spiel wurde auch in Husum in weiten Kreisen als undeutsch abgelehnt, kam es doch aus England. Und dann die halbnackten Menschen - wie unmoralisch!

Aber sie war schön, diese Zeit. Ich war noch ein kleiner Schuljunge, als ich zum ersten Mal einem Fußballspiel zusah. Wie konnte es anders sein, wir waren vom ersten Augenblick an diesem neuen Spiel verfallen. Der Schlagball-Schläger wurde in die Ecke gestellt. Und dann wurde ein Fußball gekauft? Oh, nein! Die Groschen waren früher knapp und wurden mehr als einmal umgedreht. Wir waren auch bedürfnisloser als die heutige Jugend. Wir legten unsere Pfennige zusammen und kauften einen knallroten oder giftgrünen Gasball bei Topf. Er kostete 50 Pfennige. Dann wurde in jeder freien Minute trainiert, und das Jonglieren mit diesem kleinen Ball gab uns ein unübertreffliches Ballgefühl, das uns zustatten kam, als wir im Verein mit einem richtigen Fußball spielen durften. Auf dem Nachhauseweg von der Schule dribbelten wir mit einem runden Stein. Wir wußten uns schon zu helfen, wenn einmal der Ball fehlte. Wenn wir auch viele Gegner in Husum hatten, einer steifte uns den Rücken: Das war Rektor Möller, der ein leidenschaftlicher Anhänger des Fußballsports war. Wie oft mußten wir in der Literaturstunde gegen die drei oberen Klassen antreten. Verloren wir, hatten wir es in den nächsten Stunden auszubaden.

Unser Spielplatz war die Freiheit. Er war zu unserer Zeit noch nicht ganz kahl, zeigte vielmehr an einigen Stellen noch eine üppige Grasnarbe. Hatte es längere Zeit nicht geregnet, trieben oft Staubwolken über den Platz. Bei Regenfällen mußte die gesamte Mannschaft mit Besen antreten, um die Pfützen auseinander zu fegen. Wer keinen Besen hatte, mußte die Tore aufstellen, die nach jedem Spiel wieder abgebaut worden. Einen Platzwart gab es nicht. Er wurde durch die Spieler ersetzt, die eine Stunde vor dem Spiel sich im Umkleideraum einfanden, denn es mußte auch noch gekreidet und der Platz durch Taue abgesperrt werden. Nach dem Spielende dasselbe in umgekehrter Reihenfolge. Keiner drückte sich.

In meiner Kinderzeit trugen die Spieler noch seidene Sportmützen. Die Brust der Spielführer schmückte schmückte ein großes CI respektive CII. Das bedeutet der Captain I oder II, denn man bediente sich im Sport noch der englischen Ausdrücke. Es wurde auch nicht "Tor" geschrien, sondern "Goal". Die Verteidiger und Läufer hießen "Backs" respektive "Halfbacks".

Aber diese Ausdrücke schlissen bald aus. Es ist müßig, darüber zu reden, ob früher schlechter oder besser gespielt wurde. Eines hatten die Spieler der früheren Jahre den jetzigen voraus: es wurde mit mehr Einsatz und Ehrgeiz gespielt, auch hatten sie, glaube ich, mehr Freude am Spiel. Nach dem Spiel saß man selbstverständlich noch mit dem Gegner zusammen, der nach dem Spiel der beste Sportkamerad war. Noch jetzt, nach 30 Jahren, trifft man in Kiel, Flensburg, Heide oder Schleswig auf die alten Veteranen des Fußballsports. Sie sind untereinander Freunde geblieben.

Omnibusse kannte man in den ersten Jahren nicht. Mußte in Flensburg gespielt werden, hieß es für den Spielführer um 3.30 Uhr morgens aufstehen, denn ich wußte, daß ich drei unsichere Kantonisten in der Mannschaft hatte, die sich ungern vom warmen Bett trennten. Der Zug wartete keine Minute. Also hieß es, die Kameraden durch lautes Klopfen an die Fensterscheibe aus dem Bett zu trommeln.

Um 5:13 Uhr fuhr der Zug ab. 2 Stunden Aufenthalt in Jübek. Gegen Mittag trudelten wir in Flensburg ein. Mittagessen? Fehlanzeige. Die von unserer Mutter oder Frau liebevoll gestrichenen Brote wurden verdrückt, dazu eine Fleischbrühe. Wir fielen deswegen beim Spiel nicht um, im Gegenteil, uns drückte kein überfüllter Magen. Wir wurden also nicht verwöhnt, bezahlten unsere Fahrt auch selber, bezahlten auch die Fahrt für den Kameraden, der wegen Arbeitslosigkeit kein Geld hatte.

Wir sind an Jahren alt geworden, fühlen uns aber wieder jung, wenn wir auf dem Fußballplatz sind, sei es die ältere Generation mit Max Struve, Theo Hansen, Volquart Pauls oder unserem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Heinrich Matthiesen, der uns eins durch seine Dribblings begeisterte. Nur wir damaligen Jungen haben diese Vorkämpfer auf dem grünen Rasen kennengelernt, wir, die wir jetzt auch zu der älteren Generation gehören: Okke Classen, Rudolf Schubert, Christoph Jensen, Harry Trulsen, Arthur Bothmann, Fiete Petersen, Diede Blunck oder der Unterzeichnete. Viele sind schon von uns gegangen. Aber alle haben sie ihrem geliebten Fußballsport die Treue gehalten.

Noske
leer  

1955

Husum 18

1. August

Unsere Generalversammlung

Dauerausweise

Sämtliche Dauerausweise für den Sportplatz sind mit dem 30.06.1955 ungültig geworden. Neue Ausweise werden auf Antrag durch unseren Kassierer Weinstein ausgegeben.

Am 18. Juli hielt Husum 18 im Handwerkerhaus seine Jahreshauptversammlung ab. Leider mußten wir dabei feststellen, daß nicht so viele Mitglieder gekommen waren, wie wir es uns eigentlich für eine Generalversammlung für erforderlich vorstellen.

Zuvor überreichte der erste Vorsitzende Hackbarth der Mannschaft die Meisterschaft Urkunde und ein Bild der Liga.

In seinem Jahresbericht strich der erste Vorsitzende heraus, daß man mit der geleisteten Arbeit zufrieden sein könne und alle Vorstandsmitglieder an dem Verdienst für den Verein rege beteiligt waren. Auch sei es durch sparsame Vereinsführung gelungen, die Vereinskassenlage günstig zu gestalten.

Anschließend gab Sportfreund Dr. Mau, dem vom ersten Vorsitzenden für seine Tätigkeit um das Friesenstadion herzlich gedankt wurde, einen umfassenden Bericht über das Stadion. Insgesamt ständen 40.000 D-Mark aus Beihilfen und Darlehen der Anlage zur Verfügung. Nachdem die Verhandlungen mit dem Magistrat der Stadt, der weitgehendes Verständnis für die Belange der beiden Vereine aufbringt, zum Abschluß gekommen sind, hat der Verwaltungsausschuß Friesenstadion die Aufträge für den Bau der Plätze erteilt. Auf die Frage des Platzwartes führte Dr. Mau aus, daß in Zukunft der Platzwart von der Stadt angestellt würde und ihr unterstehe. Man rechnet Anfang September mit der Fertigstellung der Anlage.

Nachdem die Obmänner ihre Tätigkeitsberichte verlesen hatten, schritt man zur Entlastung des Gesamtvorstandes. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet, wobei Sportfreund Weinstein für seine vorbildliche Kassenführung der Beifall aller Mitglieder zuteil wurde.

Lohr (2. Kassierer), Thiede (2. Schriftführer), Bahnsen (Schiedsrichter-Obmann), Sönnichsen (Spielausschuss-Obmann), Weinstein (1. Kassierer), Kassenrevisor und Ehrenausschuß wurden in ihren Ämtern bestätigt. Hierzu wurden Schleger und Bethke in den Spielausschuß, Karl Nehlsen als 2. Kassenrevisor und Wulff, Präger und Popp in den Jugendausschuss gewählt. Neu gewählt wurden ebenfalls der 2. Vorsitzende Stegemann und der Presse- und Propagandawart Auslitz.

Nach Erledigung einiger Anfragen schloss der erste Vorsitzende die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18

1. August

Verbandstag in Schleswig

Am 3. Juli 1955 wurde in Haddeby bei Schleswig der diesjährige Verbandstag abgehalten. Es darf festgestellt werden, daß in Haddeby ein Verbandstag von hohem Niveau, glänzend vorbereitet und vorzüglich geleitet, abgehalten wurde. Alle Berichte wurden ohne größere Diskussion angenommen, und alle Ausschüsse wurden einstimmig entlastet. Unter dem Beifall der Delegierten erklärte sich Dr. Curt Waßmund bereit, zwei weitere Jahre die Geschicke des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Bundes zu leiten. Zweiter Vorsitzender wurde der Lübecker Peter Dietz. Dank der umsichtigen Leitung des ersten Vorsitzenden und der Vernunft und der Einsicht der Delegierten kam der Zündstoff, der durch den "Fall Kubsch" hinreichend vorhanden war, nicht zur Explosion.

Vor dem eigentlichen Verbandstag wurden herzliche Worte der Begrüßung gewechselt. Der Vorstand hatte am Grabe des unvergessenen Schleswiger Fußball-Pioniers Dr. Karl Alslev Blumen niedergelegt und wurde anschließend vom Schleswiger Bürgervorsteher Dr. Wehn empfangen.

Dr. Waßmund hatte dann die Freude, 276 Delegierte aus allen Kreisen Schleswig-Holsteins begrüßen zu können. Am Vorstandstisch waren die Plätze der in diesem Jahr so plötzlich abgerufenen Vorstandsmitglieder Eberhard Fresener und in Dirk Möller mit Blumen geschmückt. Dr. Waßmund fand für die verstorbenen Sportkameraden ergreifende Worte des Dankes. Die Versammlung erhob sich ihnen zu Ehren von den Plätzen.

In seinem Jahresbericht lies Dr. Waßmund durchblicken, wie sehr der unrühmliche "Fall Kubsch" die Verbandsarbeit der letzten Wochen beeinträchtigt hatte. Er konnte aber mit berechtigtem Stolz auf die Fortschritte hinweisen, die auch in diesem Jahr in Schleswig-Holstein zu verzeichnen waren.

In der Rekordzeit von 14 Minuten waren die gesamten Neuwahlen abgewickelt. Unter dem Beifall der Delegierten nahm Dr. Waßmund - vom Ehrenvorsitzenden Franz Grimm beglückwünscht - seinen Posten als erster Vorsitzender wieder ein. Nach dem Herbert Henning (Flensburg) eine Wahl als zweiter Vorsitzender abgelehnt hatte, wurde Peter Tietz (Lübeck) gegen 83 Kieler Stimmen zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Hans Löhndorf (VfB Kiel) blieb einstimmig Schatzmeister, und Eduard Czekalla (Itzehoe) wurde ebenso einstimmig als Beisitzer gewählt. Heinrich Arnhold (Rasensport Schleswig) bestätigten die Delegierten als Verbands-Jugendwart, Rudi Grüner (Kiel) wurde Kassenprüfer, und Willi Heß (Lübeck) wurde als Beisitzer im Verbandsgericht bestätigt. Max Stegemann (Lägerdorf) wurde in den SpielaAusschuß als West-Vertreter gewählt.

Reichen Diskussionsstoff boten die Satzungänderungen. Danach dürfen z.B. am Neujahrstag, an beiden Osterfeiertagen, beiden Pfingsttagen, am Bußtag und ersten Weihnachtstag keine Punktspiele mehr ausgetragen werden.

Nach eingehenden Debatten wurde ein Antrag aus Neumünster, der zum Ziele hatte, die Ib-Mannschaften der Amateurliga-Vereine Aufstiegsmöglichkeiten bis zur Bezirksliga zu geben, abgelehnt. Nachdem man sich geeinigt hatte, den kommenden Verbandstag in Heide abzuhalten, gab Dr. Waßmund unter dem Raunen der Versammlungsteilnehmer den "Ring frei" zum "Fall Kubsch".

Dr. Waßmund schilderte noch einmal eingehend den ganzen "Komplex Kubsch", betonte dabei, daß eine unglückliche Kettenreaktion von Mißverständnissen und Fehlern zu dieser Katastrophe führte, betonte aber unmißverständlich, daß Concordia mit dem unmöglichen Verhalten Ausgangspunkt allen Übels war und daß der SHFV nach wie vor auf dem Standpunkt stehe, daß der VfB Lübeck zu Recht Meister Schleswig-Holsteins ist.

Koop (ATSV) und Dr. von Rehn (Segeberg) baten darum, in diesem Jahr keinen Verein absteigen zu lassen. Sie zeigten Verständnis für die Enttäuschung beim VfB, wollten aber nicht den Verjährungsparagraphen 118 anerkennen, weil sie auf dem Standpunkt standen, daß das letzte Spiel von Kubsch maßgeblich sei und nicht das erste. Nach einer mehrstündigen Diskussion wurde dann über den Antrag ATSV / Segeberg abgestimmt. Mit 650:471 Stimmen stellte sich die Versammlung hinter den Vorstand und lehnte damit den Antrag ab. Ein weiterer Versuch, die Amateurliga wieder auf 18 Vereine zu erhöhen, scheiterte ebenfalls.

Ein Dringlichkeitsantrag der Vereine Husum 18 / Olympia Neumünster / Hohenweststedt, die Amateurliga in zwei Staffeln zu je 14 Vereine spielen zu lassen, fand nicht die erforderliche Mehrheit.

Als dann zu vorgerückter Stunde aus der Versammlung heraus spontan dem ersten Vorsitzenden Dr. Waßmund der Dank der Versammlung für die großartige Führung dieses Tages ausgesprochen wurde, gab es noch einmal herzlichen Beifall.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Friesenstadion

1. August

Im Friesenstadion wird gebaut

Wer in letzter Zeit einmal einen Spaziergang in die Mauseberge gemacht hat, dem wird bestimmt die rege Arbeit, die im Stadion herrscht, aufgefallen sein. Die Arbeit geht ihrer Vollendung entgegen. 4 Kassenhäuschen stehen bereits an den Eingängen zum Stadion. Je zwei gehören dem HFV und Frisia. Ein großer Teil der Anlage ist mit hohem Maschendraht eingezäunt. An beiden Seiten wird Stacheldraht gespannt werden, wobei jedoch die Eisenbahnseite nicht eingezäunt werden kann, da das zu große Gelder beanspruchen würde. Auch das Haus für die Umkleide- und Duschräume steht vor der Vollendung. Dabei sind vier Umkleideräume, Abstellräume für die Geräte und ein Duschraum vorgesehen.

Wenn wir aber den Rasen näher betrachten, werden wir feststellen, daß dieser in einem sehr schlechten Zustand ist. Da er lange nicht gemäht worden ist, hat sich eine filzige und harte Schicht bilden können. Kinder haben mit ihrem Ballspiel teilweise die Grasdecke zertrampelt. Nach dem nächsten starken Regen wird man daran ging, die gesamte Rasenfläche mit Walzen zu ebnen, weil sich stellenweise die Decke gesenkt hat. Die Aschenbahn ist ebenfalls nicht mehr zu benutzen, da Gras überall durchwuchert. Wir wissen aber, daß dieser Missstand jetzt ein Ende hat, und hier eine ideale Sportplatz-Einrichtung für unsere Jugend geschaffen wird.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18 / Jugendfußball überregional

1. August

Fotowettbewerb der Fußballjugend

Der Jugendausschuß des DFB hat einen Fotowettbewerb für die Fußballjugend ausgeschrieben. Der Wettbewerb läuft unter dem Titel "Fußballjugend in ihrer Welt", wobei das besondere Interesse der jugendlichen Fotofreunde auf das Vereins-, Sport-, Fahrten- und Wanderleben der Fußballjugend gerichtet wird. Teilnahmeberechtigt ist jedes jugendliche Mitglied der Fußballabteilung eines Vereins. Wettbewerbschluß ist der 30. September 1955. Die Mindestmaße der Bilder sind 6 x 9 cm. Die eingesandten Bilder müssen auf der Rückseite mit einem Kennwort versehen sein. Der Einsendung, die an die DFB-Geschäftsstelle in Frankfurt/Main, Arndtstraße 39, zu erfolgen hat, muß ein verschlossener Umschlag beiliegen, der außen nur das Kennwort trägt, in dem sich ein Zettel mit Name, Alter, Anschrift und Vereinszugehörigkeit des Jugendlichen sowie Kameratyp und Aufnahmetag befindet. Zahlreiche Preise sind ausgesetzt, darunter Fotozubehör, Bücher, Sportausrüstungsgegenstände und anderes mehr.

W.D. Auslitz
leer  

1955

Husum 18

1. August

Wolfgang Kirks schrieb uns

Heute habe ich mich entschlossen, in ein paar Zeilen meinen Dank und meine Freude über Ihre Vereinsnachrichten zum Ausdruck zu bringen.

Als wir vor zwei Jahren aus Husum fortzogen, hätte ich nie geglaubt, daß ich noch so viel Anteil an dem Vereinsleben von Husum 18 nehmen würde; daß ich jedoch noch immer den Weg der 18er so gut verfolgen kann, habe ich nur den Vereinsnachrichten zu verdanken. Am Ende jeden Monats freue ich mich aufs Neue auf ihr Erscheinen.

Ich will jetzt versuchen, anhand der Husumer Vereinsnachrichten auch hier in Detmold bei dem hiesigen Verein den Vorschlag für ein Vereinsblattz zu machen, und ich hoffe bestimmt, daß man dem Beispiel Ihrer Zeitung folgen wird.

Ich bin immer begierig, Neues von Husum 18 zu erfahren und wünsche allen 18ern für die nächste Saison recht viele Erfolge!

Hiddesen Detmold, Hülsenweg 2


Unser Sportfreund Bernhard Petersen schrieb uns ebenfalls und wünscht uns einen guten Start für die neue Serie. Seine neue Adresse ist: Hamburg-Altona, Gerichtsstraße 38.IV.

W.D. Auslitz
leer  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

1954...

Verein

aus dem StadionEcho vom
30. September 2006

 

100 JAHRE FUSSBALL IN HUSUM (TEIL 4)

Aus der Gründerzeit bis hin zur Gegenwart

Über "Unitas" (1906) – "Allemannia" (1910) – "Husum 18" (1918) – Frisia Husum" (1925) zur "Husumer Sportvereinigung" (1994)

aufgeschrieben von Dieter Schladetzky

Viele bedeutende Männer haben sich um Husum 18 verdient gemacht. Stellvertretend für alle muss jedoch ein Name, außer dem bereits erwähnten Bernhard Petersen, hervorgehoben werden: Werner Denckmann. Seit 1954 war er im Vorstand tätig, zunächst als Schriftführer. Die Auflösung des Marienhofplatzes und die Übersiedlung zum Friesenstadion war mit eine seiner Aufgaben. 1964 löste er Karl Krieger als 1. Vorsitzender ab. 30 Jahre hat er den Verein mit Begeisterung geleitet. Der Bau des Jugendheimes im Stadion war sein Verdienst. Sein Wirken wurde mit der Ehrenmitgliedschaft und dem Ehrenvorsitz gewürdigt.

Bis heute ist Werner regelmäßiger Teilnehmer an den jährlichen Mitgliederversammlungen und dort für den Antrag auf Entlastung des Vorstandes zuständig.

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zuletzt aktualisiert am: Donnerstag, 13.12.2018 11:07

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