Das geschah 1957

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 14:19

1957

Husum 18

1. Januar

Zum neuen Jahr

Wenn das Jahresende naht, wird gern - ganz gleich aus welchem Grunde - Rückschau gehalten. Was liegt daher näher, als das auch wir das Jahr 1956 im Gedanken noch einmal an uns vorbeiziehen lassen. Wie immer im Leben, so gibt es auch im Sport Höhen und Tiefen. Es ist leicht, vorwärts zu schauen und Freunde zu gewinnen, wenn ein Verein an der Spitze seiner Tabelle marschiert. Schwer ist es aber, in Zeiten einer Krise Anhänger und Mitarbeiter zu gewinnen. Im Jahre 1955 konnten wir die Bezirksmeisterschaft erringen. Diese Tatsache alleine war schon ein stolzer Erfolg. Wenn uns der Aufstieg damals nicht gelungen ist, so sollte die Freude über die errungene Meisterschaft doch immer triumphieren. Aber leider resignierte einen Teil der Spieler und Anhänger, so daß die darauffolgende Serie 1956 mit großen Sorgen begann. Sowohl in Spielerkreisen als auch für die verantwortlichen Mitglieder des Vorstandes und der Ausschüsse gab es deprimierende Rückschläge, die bei richtiger Beurteilung der Vorgänge hätten vermieden werden können. Trotzdem haben die Verantwortungsbewußten des Vereins in der Mehrzahl fest zusammengehalten und die Serie einigermaßen zufriedenstellend für unsere erste Garnitur beenden können.

Damit wurden die Voraussetzungen für einen neuen Beginn im Jahr 1956 gegeben. Wenn am Anfang auch nicht alles zur vollen Zufriedenheit verlaufen ist, so kann heute doch festgestellt werden, daß wir nicht zu verzagen brauchen. Erfreulicherweise haben sich einige ältere Spieler wieder zur Verfügung gestellt, um der jungen ersten Mannschaft Halt und Vertrauen zu geben. Nach den ersten Niederlagen stellten sich dann auch wieder Siege ein, so daß Freude und Zuversicht in die Herzen der Spieler einkehrten. Die Reservemannschaften, Jugend- und Schülermannschaften haben in dem jetzt zur Neige gehenden Jahre 1956 gute Ergebnisse erzielt und darauf sind wir stolz. Diese Mannschaften sind der Born unseres Vereins und bedürfen der besonderen Fürsorge, weil aus ihnen die Kraft für das Fortbestehen des HFV von 1918 erwächst. Bewegt Euch stets als faire Sportler und vergeßt dabei nie, daß das Tragen der blau-weiß-roten Farben verpflichtet. Nicht im Sieg allein liegt der Gewinn - maßgebend für jedes Spiel soll die sportliche Haltung seiner Akteure sein.

Vertrauensvoll wollen wir durch den Torbogen des nächsten Jahres gehen. Die Tradition des alten Vereins birgt so viel Kraft in sich, daß wir uns im sportlichen Leben immer werden behaupten können. Deshalb, Sportfreunde,

"seid einig und treu!"

In diesem Sinne grüße ich alle Mitglieder zum neuen Jahr.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Gewinne kein Zufall

Die Quoten der letzten Toto-Wettbewerbe fielen fraglos so aus, wie sie ein großer Teil unserer Spieler gewünscht hat. Diese Streuung in die Breite ist schlechthin eine der Realitäten des Fußball-Totos. Unter Beweis gestellt ist mit den Quotenergebnissen der letzten Spieltage auch die Tatsache, daß die Gewinnchancen nach Umwandlung der 11er- in einer 12er-Wette keineswegs geringer geworden sind, wie dies fälschlicherweise angenommen werden könnte. Der Ausgang der einzelnen Spiele und die Anzahl unerwarteter Spielergebnisse allein sind das Pendel der Quotenuhr. Am vergangenen Sonntag beispielsweise spielte der Fußball-Toto einen seiner prägnantesten Trümpfe aus. An solchen Tagen ist die Gewinnerzahl klein, weil Fortuna ihre Gunst dann sparsam und rationell zu verteilen versteht.

Ohne starres Schema bevorzugt sie den bunten Wechsel, die ausgleichende Gerechtigkeit, immer ein wenig Spannung und Aufregung, ohne den Boden der Wirklichkeit zu verlieren. So war es eigentlich immer seit Einführung des Totos, der - ob Experten- oder Laientippern - allen gleiche Gewinnchancen bietet. Diese Feststellung erscheint deswegen ausdrücklich vonnöten, weil nichtsportlich interessierte Kreise fälschlicherweise anzunehmen geneigt sind, der Fußball-Toto sei ausschließlich eine Domäne der Sportler. Solcherlei Ressentiments entsprechen nur einem Gefühlsreflex, die Praxis sieht ganz anders aus. Bei nur oberflächlicher Betrachtung der Materie wird auch der sogenannte Laientipper erkennen, daß das Toto-Spiel nicht so sehr von dem reinen Zufall als vielmehr von der Geschicklichkeit des Einzelnen abhängig ist.

Als das Zahlenlotto aufgrund eines eigens hierfür konstruierten rein mathematischen Systems die Millionärspsychose entfachte, verloren viele den Kopf. Vor ihren Augen flimmerten nur noch Millionen, sie lebten wie in einem Rausch und sahen sich selbst als die kommenden Lotto-Millionäre. Dieser Rausch wird auch wieder verfliegen und nüchterner Überlegung Platz machen. Weder beim Toto noch beim Lotto läßt sich Glück auf Flaschen ziehen, und doch unterscheidet sich der Fußball-Toto grundsätzlich vom Lotto. Hier ein Geschicklichkeitsspiel, das dem Wetter reale Gewinnchancen bietet, dort ein absolutes Glücksspiel, daß die Gewinnchancen atomatisiert. Gleichgültig, von welcher Seite auch immer man das Zahlenlotto betrachten will, es kann, gemessen an der Gewinnwahrscheinlichkeit, niemals mit dem Fußball-Toto konkurrieren. 10 000 D-Mark zu besitzen, ist schließlich sehr viel reizvoller, als 500 000 D-Mark nur optisch wahrnehmen zu dürfen.

In diesem Zusammenhang verdient die optimale Abdeckung der einzelnen Toto-Arten im Vergleich zum Zahlenlotto eine instruktive Erwähnung, zumal diese Frage immer wieder aus Wetter- und Annahmestellenkreisen geäußert wird.

Um mit Garantie den ersten Rang zu erreichen, müssen abgedeckt werden:

Fußball-Toto  
9er-Wette 19.683 Tips
10er-Wette 59.049 Tips
11er-Wette 177.147 Tips
12er-Wette 531.441 Tips
7 aus 36 Wette 8.347.680 Tips

Zahlenlotto  
6 aus 49 13.983.816 Tips

Bei dieser Betrachtung ist dann noch zu bedenken, daß man es beim Toto durch Anpeilen einiger Bänke in der Hand hat, die Gewinnchancen erheblich zu verbessern, während ein solches Vorhaben beim Zahlenlotto einem Versuch gleichkäme, in der Kieler Förde einen Hering mit der bloßen Hand zu fangen. Die Erklärung ist ganz einfach; die 49 Zahlen, die beim Lotto zur Auswahl bereit stehen, sind nach dem Gesetz der großen Zahl absolut gleichwertig. Die "1" ist so gut oder so schlecht wie die Zahl "49". Hier drängen sich die gegensätzlichen Vorteile des Fußball-Totos geradezu auf. Die einzelnen Spiele des Totoscheins unterliegen keineswegs einem Einheitswert. Ein Spiel "Hamburger SV gegen VfL Wolfsburg" beispielsweise bietet sich als Banktip "par excellence" an; diese Begegnung ist leichter zu tippen als etwa ein Spiel "Fortuna Düßeldorf gegen Borussia Dortmund", das zufolge der spielerischen Ausgeglichenheit schon ein wenig mehr Nachdenken erfordert. Gelegentliche Ergebnissensationen ändern an dieser Feststellung nichts, sie sind vielmehr symptomatisch für den dem Fußball-Toto eigenen Reiz, sie sind auch die reale Gewinngrundlage für Gemeinschaftswetten jeder Art, weil die Spekulation Favoritenstürze nach Gefühl einschließen kann. Hundertprozentige Gewinnchancen gibt es nirgendwo, der Begriff "corriger la fortune" findet jedoch nirgendwo eine so vortreffliche Anwendung und Bestätigung wie gerade beim Fußball-Toto. Und das sollte in der Tat einiges Nachdenken wert sein.

Mit Geometrie und Astrologie wird von keiner Seite eine Garantie für Millionärsmandate kreiert, einige zehntausend D-Mark hingegen sind Gegenwärtigkeiten, die nicht ausschließlich dem Zufall obliegen. Eine Quelle klaren Wassers ist schließlich bekömmlicher, als einer "fata morgana" nachzulaufen.

Diesen netten Artikel über Toto-Lotto entnehmen wir den Blatt "Der Tip" der Schleswig-Holsteinischen Sportwette.

Wenngleich hier von den relativ besseren Gewinnchancen im Fußball-Toto gesprochen wird, so scheint es uns doch, daß nicht so sehr der Begriff des "corriger la fortune" von Wichtigkeit ist, als eben das "fortune haben" selbst.

Schleswig-Holsteinische Sportwette / Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Das gute Wort

Wenn wir in diesen Tagen Rückschau halten und besinnlich Bilanz ziehen über die Ergebnisse unseres sportlichen Strebens im zur Neige gehenden Jahr, wenn wir uns des steten Hastens nach den Punkten erinnern, daß jeden einzelnen von uns, ganz gleich ob Funktionär oder Spieler erfaßte und dazu zwang, unser ganzes Können und unsere ganze Kraft einzusetzen, dann regen sich hier und da wohl auch wieder jene Stimmen, die mit dem Resultat nicht einverstanden sind. Es wird Kritik geübt werden an der Arbeit der Auddchüße, man wird die sonntäglichen, sportlichen Leistungen der Spieler bemängeln, ohne dabei zu berücksichtigen, daß in jedem sportlichen Wettbewerb Rückschläge unausbleiblich sind.

Es sind aber immer dieselben Stimmen, die ihre Unzufriedenheit kundtun und alles bemängeln ganz gleich was geschieht, und meines Erachtens werden sie wohl auch an einer eventuell guten Bilanz etwas auszusetzen haben. Man sollte sie gar nicht für ernst nehmen. Aber einen Fall möchte ich doch nicht unbeantwortet lassen und gerade in der Neujahrsnummer dazu Stellung nehmen:

So wurden z.B. dem Schreiber dieses Artikels Vorhaltungen gemacht und rückständiger Lebensstil eines Kleinbürgers um die Jahrhundertwende vorgeworfen, als er in unserer Neujahrsausgabe im vergangenen Jahr allen Freunden und Spielern unseres Vereins ein frohes und gesundes neues Jahr wünschte. Es wurde angeregt, man möge Abstand nehmen, zum Weihnachtsfest Grüße dazu bringen und Neujahrswünsche auszutauschen. Allerlei Motive wurden zur Begründung dieser Ansicht dargestellt, es würde aber zu weit führen, dieselben hier einzeln aufzuführen.

Wir, der Spielausschuß, stehen jedenfalls auf dem Standpunkt, wer so denkt, ist bedauernswert. Er läßt uns an jenen Sportsfreund erinnern, der bei einem siegreichen Spiel der Ligamannschaft immer noch mit finsterer Miene herumlief. Auf Befragen, was ihm denn nun noch nicht passe, gab er fast barsch zurück: "Das Spiel! Anstatt 5:0 hätte es 7 und sogar 8:0 stehen können! Das ist's eben!" Es soll hier nicht die sportliche Leistung in den Vordergrund gestellt werden, aber dieser Sportfreund fand nicht den Schlüssel zur geheimen Schatzkammer, um sich mit seinen Vereinskameraden am Spielgeschehen und Spielausgang mitfreuen zu können. Erst ein gutes Wort ließ diesen alten Anhänger unseres Vereins zur Besinnung kommen und das Spiel so betrachten, daß auch er ein schönes Erlebnis hatte.

Man sieht also: es läßt sich nicht alles über einen Kamm scheren, was sich zwischen Menschen abspielt. Mit den Jahren begreift man immer mehr, was es mit einem guten Wort auf sich hat. So manch ein Spiel würde fair und ohne Herausstellung abgeben, wenn der Schiedsrichter sich im richtigen Moment zu einem guten Wort auf aufraffen könnte. Seiner "Herrlichkeit" würde es keinen Abbruch tun und kein Stein würde bei einem solchen Einschreiten aus seiner Krone fallen. Auch der Spieler soll wissen, daß das gute Wort, das wir als Spielausschußmitglieder zum festlichen Tag geben möchten und die Wünsche, die wir übermitteln, keine Dreingabe an Geldesstatt sind. O nein! Das gute Wort hallt wieder; unser Wunsch zum Weihnachtsfest bedeutet Sympathie und unser Neujahrsgruß gegenseitiges Füreinander, Vertrauen und ein geneigtes Verhältnis auch im neuen Jahr, zum Wohle unseres Vereins. Wohin wir diese Wünsche auch lenken, immer wollen wir vom Besten, vom Eigenen geben. Das freundliche Wort zum schönsten Fest der christlichen Völker und der Glückwunsch, den der Sportsfreund am Ende des alten oder am Anfang des neuen Jahres vorfindet, drückt aus, daß man sich mag, die gleichen Interessen hat und auch im kommenden Jahr für diese Interessen sich einsetzen wird. Die gemeinsamen Erinnerungen an sportliches Geschehen, an Stunden unseres kameradschaftlichen Beisammenseins, das Sichkennen und das wohlwollende Anteilnehmen am privaten Lebensschifflein verbinden uns und sind ein Teil unseres Lebens geworden.

Und gerade, weil es so ist - mögen hier und da auch mal andere Ansichten bzw. sonstige Meinungsverschiedenheiten das Verhältnis trüben -, möchte der Spielausschuß aus dem Gefühl der Zusammengehörigkeit heraus hoffen, daß alle Spieler und Freunde unseres Vereins ein frohes und gesundes Weihnachtsfest verlebt haben und für das neue Jahr möchten wir viel Glück und gute berufliche und sportliche Erfolge wünschen.

Der Spielausschuß: Walter Pethke
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Blick in Vereinszeitschriften

Fast 300 deutsche Fußballvereine geben allmonatlich eine Vereinszeitschrift heraus. In ihnen spiegelt sich vieles von dem wieder, was den Fußballfreund bewegt. Nicht zu unterschätzen in ihrer Bedeutung sind jene Stimmen, die sich gegen das Abtrennen des Fußballsports von seinen wirklichen Werten erheben und die "großzügige" Linie des materiellen Einnschlages ablehnen. Wir geben nachstehend einige Auszüge aus Zeitschriften bekannter Vereine wieder:

"Der Fußball am Scheideweg?" - so ist ein Aufsatz in der Monatsschrift der "Sportfreunde Schwäbisch Hall" überschrieben, in dem es unter anderem heißt:

"Was wir in erster Linie bei unserem Fußballsport vermissen, ist der Idealismus. Wer hat denn heute noch sportliche Ideale? Nicht nur beim Fußballsport tritt diese Erscheinung auf, nein, auch bei anderen Sportarten merken wir immer deutlicher, wie sehr das Geld den Sportler verführt. Wir brauchen nur wenige Wochen zurückblättern: Cortina d'Ampezzo. Der beste Skiläufer der Welt, Toni Sailer, holte sich bei den Olympischen Winterspielen gleich drei Olympiasiege. Und heute? Dieser junge, 20jährige Klempnergeselle erhielt verlockende Angebote vom Film. Wird er die Werkstatt seines Vaters mit der Leinwand vertauschen? Die Versuchung ist sehr, sehr groß! Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit.

Wie oft hört man bei Tagungen und Sitzungen: 'Wir haben kein Geld, wir müssen den Spielbetrieb einstellen.' Früher war das nicht der Fall, der Verein war wie eine große Familie, die zusammenhielt wie Pech und Schwefel. Aufgeben? Das Wort kannte man nicht und heute ist es an der Tagesordnung. Bekommt ein Verein keine Toto-Zuschüsse, dann droht er sofort mit der Auflösung. Selbst bei den kleinsten Landvereinen ist der Amateurgedanke zu einem Fremdwort geworden. Und warum? Weil der Idealismus fehlt.

Man schreibt von einem gewissen Zuschauerschwund. Kommt er denn von ungefähr? Gerade auf unseren Fußballplätzen gibt es oft Szenen, die mit Sport nichts mehr zu tun haben; daß dann die Zuschauer wegbleiben, das dürfte klar sein. Wenn wir nur einen Blick in die Statistik der Spruchbehörde werfen, sehen wir, wie sehr gesündigt wird. Der Schiedsrichter wird oft wie ein Freiwild behandelt, weil er einmal falsch pfiff, die Achtung vor dem Gegner sinkt von Jahr zu Jahr, und jeder Spieler, der gefoult wurde, will sich revanchieren. Ist das Sinn und Zweck des Sports?"

Das Problem, den Nachwuchs aus der eigenen Jugend zu nehmen, wird in der Vereinszeitschrift des "Düsseldorfer SC 99" behandelt, in der unter anderem ausgeführt wird:

"Es ist vielleicht richtig, auch im Jahresbericht einmal kurz eine prinzipielle Einstellung des Vorstandes darzulegen. Heran mit unseren Jungen, das muß die Parole bleiben! Der Club wird das Erforderliche bereitstellen: gute Trainer, verständnisvolle Ausschußmitglieder und einen guten, energischen und prinzipienklaren Abteilungsvorstand. Sie alle werden darauf bedacht bleiben, den Nachwuchs, der aus den eigenen Reihen kommt, zu fördern. Und wenn wir sagen: 'Heran mit unseren Jungen', dann ist damit kein Wort gesagt gegen den 'Dazugekommenen'. Wenn er sich in die Kameradschaft einfügt, so ist er uns willkommen, und wenn er besser spielt als unser eigener Mann, dann wird er auch mit Vorrang berücksichtigt. Aber auch nur dann! Unsere Jugend muß wissen, daß sie in erster Linie das Recht hat, den Club zu repräsentieren.

Diese Einstellung des Vorstandes wird auch von allen Abteilungen inzwischen für selbstverständlich gehalten. Aber es ist doch sicher richtig, wenn gelegentlich auch mal wieder schwarz auf weiß zu lesen ist: Wir 'ziehen' nicht, wir 'kaufen' nicht, wir verlassen uns auf den Nachwuchs aus unseren eigenen Reihen, auf unsere eigene Kraft!"

Mit 28 Jugend- und Schülermannschaften ist der "Eimsbütteler Turnverband" einer der größten Vereine, auch in bezug auf die Zahl seiner aktiv Fußball Spielenden. Er ist am Ende der letzten Spielzeit mit seiner ersten Fußballmannschaft in die Amateurliga abgestiegen. In seiner Vereinszeitschrift wird dieser Umstand nicht dramatisiert, sondern der weiteren Entwicklung sachlich und hoffnungsvoll ins Auge gesehen. So heißt es unter anderem:

"Alles Aufbäumen half nichts, die Würfel sind gefallen. Der ETV verläßt die höchste Spielklasse im deutschen Fußball. Wer aber meint, daß wir das als eine Katastrophe ansehen oder daß bei uns nun lauter Jammer herrscht, irrt sich sehr. Unsere Stellung dazu? Wir sind der Meinung, daß der ETV seiner Größe entsprechend aus optischen Gründen in der höchsten Fußballklasse spielen sollte und auch versuchen sollte, das baldmöglichst wieder zu erreichen. Wohl verstanden aber nur aus 'optischen' Gründen. Denn leider ist ja die höchste Klasse mit dem Vertragsspielertum verbunden, und dem kann auch heute noch der größte Teil von uns keinen Geschmack abgewinnen. Darin hat sich unsere Ansicht, die wir an dieser Stelle schon öfter ausgedrückt haben, nicht geändert. Wer sich in der Liga der Vertragsspieler halten will, muß sich mit gutem Gelde gute, aber vereinsfremde Spieler kaufen. Nun sind wir gezwungen, endlich einmal wieder in weit größerem Maße auf unseren jugendlichen Nachwuchs im eigenen Verein zurückzugreifen. Und das ist es, worauf - so glauben wir - unsere Jugend wartet. Nun ist es an uns, aus diesem Abstieg die Nutzanwendung zu ziehen. Ich glaube, das kann für den Vereinsgeist nur von Nutzen sein. Diese Erkenntnis scheint - wohlgemerkt scheint! - sich langsam auch bei anderen namhaften Vereinen der Vertragsliga durchzusetzen, die in diesen Tagen verkünden, daß sie weniger Spieler kaufen, sondern dafür Nachwuchs aus ihren Reihen einsetzen wollen. Warten wir ab, ob man diesen guten Vorsätzen auch in Krisenzeiten treu bleibt! Wir aber müssen jetzt! Und das ist gut so, meinen wir!"

Wolf Dieter Auslitz et al.
leer  

1957

Husum 18 / Fußballregeln

1. Januar

Werdet Schiedsrichter!

Husum 18 ruft alle Sportsfreunde, die sich für fähig halten, Spiele zu leiten auf, sich als Schiedsrichter zu betätigen.

Sportler, helft der ganzen fußballtreibenden Jugend dadurch, daß Ihr Euch als Schiedsrichter zur Verfügung stellt! Je größer nämlich die Auswahl ist, desto größer wird die Freude am sportlichen Erleben sein.

Unser Sportfreund Hermann Bahnsen hält im Januar einen neuen Schiedsrichterlehrgang ab, in dem die Sportkameraden ausgebildet werden.

Anmeldungen bei Hermann Bahnsen, Matthias-Claudius-Straße 18. Meldungen werden ebenfalls von jedem Fußballverein angenommen.

Unsere Regel-Ecke

Regelfragen im Telegrammstil

Viele Spieler haben die Unart, beim Stoppen des Balles mit der Brust die Hände vorzustrecken. Springt der Ball gegen eine so gehaltene Hand, so muß der Schiedsrichter wegen absichtlichen Handspiels auf Freistoß erkennen.


Bei leichteren Verletzungen soll der Schiedsrichter das Spiel nicht unterbrechen. Will sich der Spieler behandeln lassen, dann soll er sich an die Seitenlinie begeben.


Trainer oder Vereinsbeauftragter dürfen während des Spieles nicht neben oder hinter dem Tor stehen. Ihr Stand kann auf einem geschlossenen Spielplatz nur hinter der Barriere, auf einem offenen Spielfeld nur an der Seitenlinie sein.


Ein1 Spiel kann erst beginnen, wenn in jeder Mannschaft mindestens acht Spieler in Sportkleidung auf dem Spielfeld stehen. Sind weniger Spieler anwesend und besteht die Aussicht, daß die Mannschaft in kurzer Zeit mindestens acht Spieler zur Verfügung hat, dann soll der Schiedsrichter warten und zu gegebener Zeit das Spiel stattfinden lassen. Über dessen Wertung entscheidet dann die zuständige Spielleitung.


Das Aufstützen auf einen Mitspieler der eigenen Mannschaft, um einen hohen Ball besser zu erreichen, gilt als unsportlich und muß mit einem indirekten Freistoß bestraft werden. Beim Aufstützen auf einen Gegner gibt es dagegen einen direkten Freistoß.


Zur Ausführung eines Schiedsrichterballs pfeift der Schiedsrichter nicht. Er läßt den Ball aus Brusthöhe zu Boden fallen. Wird der Ball vor Erreichen des Bodens berührt - auch mit der Hand - so ist der Schiedsrichterball zu wiederholen; der betreffende Spieler ist zu verwarnen.


Beim Strafstoß müssen alle Spieler außerhalb des Strafraumes und im Spielfeld stehen. Der Torwart steht auf seiner Torlinie, der Strafstoßschütze am Ball. Keinem Spieler ist es erlaubt, sich außerhalb des Spielfeldes aufzustellen. Der Schiedsrichter muß den betreffenden Spieler ins Spielfeld weisen. Zur Ausführung des Strafstoßes muß der Pfiff des Schiedsrichters abgewartet werden.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. Januar

Wir gratulieren

Unser treues Mitglied Fritz Fentzahn konnte im November sein 40jähriges Berufsjubiläum begehen. Herzlichen Glückwunsch!

Am 1. Dezember feierte unser Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen seinen 50. Geburtstag. Nachträglich unsere besten Glückwünsche.
Ebenfalls sprechen wir unseren Geburtstagskindern, dem Spielausschußobmann Walter Pethke, der am 19. Dezember seinen 51. Geburtstag feierte, und unserem Trainer Karl Etteldorf, der am 20. Dezember 39 Jahre alt wurde, unsere besten Glückwünsche aus.

Albert Vierthaler läßt alle 18er recht herzlich grüßen und wünscht uns allen ein frohes neues Jahr 1957.


Unser junger Ligaspieler Horst Leidigkeit ist im Rahmen der Umsiedlung nach Hilden bei Düsseldorf, Klievensheide 20 gekommen. Husum 18 wünscht seinem Ligaspieler alles Gute.


Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen wünscht allen seinen Schiedsrichtern und den Vereinen ein frohes und erfolgreiches 1957.


Zum Jahreswechsel möchte ich allen 18en, die eifrig mitgeholfen haben, unsere Vereinsnachrichten durch Artikel zu bereichern, herzlich für Ihre Mühe danken. Dieser Dank richtet sich auch an alle Mitglieder und Freunde, die durch Annoncen in unserem Mitteilungsblatt das Weiterbestehen der Zeitschrift ermöglicht haben.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball regional

1. Januar

Zeugenvernehmung

Am 8. Dezember 1956 fand in Husum und in Flensburg eine Zeugenvernehmung betreffs der Klage gegen Flensburg 08 wegen Verletzung des Amateurstatuts statt.

Am frühen Nachmittag begannen in Husum unter Leitung des Verbandsspielausschuß-Obmanns Heinrich Steenbock (Kiel) und des Verbandspressewarts Dr. Wolfgang Duck (Heide) die Vernehmungen der geladenen Zeugen. Anschließend fand eine Zeugenvernehmung in Flensburg statt.

Das Ergebnis dieser Vernehmungen wird dem Verbandsvorstand unterbreitet werden, der darüber zu befinden hat, ob diese Angelegenheit dem Verbandsgericht des Norddeutschen Fußballverbandes übergeben werden soll.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. Januar

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Adolf Stephan, Husum, Heidberg 3
2. Reimer Stubbe, Husum, Brüggemannstraße 19

 

Austrittserklärungen
1. Otto Berndt, Husum, Rosenstraße 35
2. Kurt Küßner, Horstedtfeld
3. Horst Leidgkeit, Ipernstedt
4. Günther Ramelow, Husum, Wilhelmstraße 52

 

Adressenänderungen
1. Max Eckholdt, Husum, Woldsenstraße 53/55
Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - Bredstedter TSV 4:4
  Husum 18 - Heider SV (Amateure) 0:5

Reserven
  Langenhorn - Husum 18 Ib 3:0
  Husum 18 Ib - Rantrum Ib 3:1
  Husum 18 Ib - Heider SV (Bezirk) 0:2

Jungmannen
  Husum 18 - Bredstedter TSV 7:0

Jugend
  Jungmannen Langenhorn - Husum 18 K 4:5
  Jugend Husum 18 - Rantrum 2:1
  Schüler Rantrum - Husum 18 2:6

Die Vorschau für den nächsten Monat können wir leider nicht bringen, da die Spielpläne für die Frühjahrsserie uns noch nicht zugestellt wurden.

Tabellen vom 16. Dezember 1956

Fußball-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 15 55:14 27:3  
Frisia Husum 15 38:23 22:8  
RW Niebüll 15 56:32 21:9  
Vorwärts Flensburg 14 45:25 19:9  
TSV Kappeln 14 38:24 16:12  
Bredstedter TSV 15 27:30 16:14  
FSV Wyk 13 32:31 13:13  
TSV Friedrichsberg 14 39:32 13:15  
TSV Rantrum 14 27:31 13:15  
Husum 18 13 32:26 12:14  
VfB Nordmark 13 28:27 12:14  
MTV Leck 14 20:35 11:17  
Nordmark Satrup 14 21:36 11:17  
Rasensport Schleswig 14 23:44 11:17  
TSV Nord Flensburg 14 15:29 6:22  
Post Flensburg 15 17:74 3:27  

Jungmannen-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 14 69:11 27:1  
VfB Nordmark Flensburg 13 53:12 21:5  
Flensburg 08 14 59:17 20:8  
RW Niebüll 14 56:17 19:9  
Frisia Husum 15 37:24 18:12  
Husum 18 12 29:11 17:7  
TSV Nord Flensburg 13 30:25 15:11  
Rasensport Schleswig 14 47:38 13:15  
FSV Wyk 13 38:26 12:14  
Nordmark Satrup 13 18:43 12:14  
MTV Leck 14 42:45 12:16  
TSV Rantrum 13 25:46 9:17  
Bredstedter TSV 14 31:52 9:19  
Vorwärts Flensburg 14 16:75 6:22  
Post Flensburg 14 22:49 5:23  
TSV Friedrichsberg 14 16:97 3:25  

I. Kreisklasse
  Spiele Tore Punkte  
Friedrichstadt 11 52:18 18:4  
Langenhorn 12 47:19 18:6  
Frisia Reserve 12 44:23 18:6  
Husum 18 Reserve 13 34:25 18:8  
TSV Tönning 11 36:27 13:9  
TSV Garding 10 32:48 8:12  
St. Peter 13 44:52 8:18  
Rantrum Reserve 13 20:54 5:21  
IF Husum 11 15:41 4:18  
Bredstedt Reserve 11 11:50 2:20  

Jungmannen (Kreis)
  Spiele Tore Punkte  
Husum 18 K 11 54:30 17:5  
TSV Garding 11 47:17 16:6  
TSV Norderstapel 9 29:23 12:6  
BW Friedrichstadt 10 30:20 12:8  
IF Husum 9 30:34 10:8  
TSV Tönning 11 30:41 10:12  
TSV St. Peter 10 40:37 9:11  
FC Langenhorn 10 20:32 6:14  
Frisia Husum K 11 30:50 6:16  
IF Tönning 10 22:48 4:16  

Jugend
  Spiele Tore Punkte  
Husum 18 9 38:5 18:0  
Frisia Husum 9 19:18 12:6  
TSV St. Peter 11 20:18 11:11  
Bredstedter TSV 9 19:19 10:8  
TSV Garding 8 10:11 9:7  
IF Husum 9 5:20 7:11  
BW Friedrichstadt 8 17:17 6:10  
TSV Rantrum 9 10:27 4:14  
IF Tönning ausgeschieden  

Schüler
  Spiele Tore Punkte  
Husum 18 A 7 40:8 13:1  
Frisia Husum 7 18:6 11:3  
Bredstedter TSV 7 36:8 10:4  
TSV Garding 6 12:12 7:5  
TSV Tönning 8 19:15 7:9  
TSV Rantrum 7 5:26 1:15  
IF Tönning 8 1:56 1:15  

Knaben
  Spiele Tore Punkte  
Frisia Husum 3 14:2 6:0  
Husum 18 3 0:2 4:2  
TSV Rantrum 3 4:9 2:4  
Bredstedter TSV 3 1:6 0:6  
Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Fußball-
BL Nord
1956/57

Ergebnisse bis zum 16.12.56

Pl

Husum 18

H

2:3 2:3 5:0 1:5 1:2 2:3 0:1 4:4 0:2 3:2 1:1 4:1   7:1 3:1 10
                             

Schleswig 06

3:2

U

3:0 3:0 5:1 3:1 3:1 1:1 3:1 2:1 3:2 2:4 6:0 6:0 6:0 6:0 1
                             
Vorwärts Flensburg 3:2 0:3

S

7:0 1:2 3:3 3:0   0:3 1:0 5:4 3:1 4:1 5:1 7:1 2:4 4
                             
RW Niebüll 0:5 0:3 0:7

U

3:1 4:1 1:1 7:1 2:1 7:3 5:1 4:1 2:4 2:1 8:2 11:0 3
                             
Frisia Husum 5:1 1:5 2:1 1:3

M

1:0 6:1 1:2 2:0 2:1 1:1 4:1 2:3 3:1 7:4 1:1 2
                             
TSV Kappeln 2:1 1:3 3:3 1:4 0:1

E

2:2 6:1 0:1 5:0 5:0 0:3   6:0 4:3 3:2 5
                             
MTV Leck 3:2 1:3 0:3 1:1 1:6 2:2

R

0:4 1:1   2:6 1:1 2:2 0:2 2:0 4:1 12
                             
TSV Nord 1:0 1:1   1:7 2:1 1:6 4:0

F.

2:1 2:4 0:2 2:0 3:3 1:6 3:1 4:0 15
                             
Bredstedter TSV 4:4 1:3 3:0 1:2 0:2 1:0 1:1 1:2

V.

1:1 2:3 4:2 1:1 0:6 4:2 4:3 6
                             
TSV Rantrum 2:0 1:2 0:1 3:7 1:2 0:5   4:2 1:1

v

0:3 3:1 0:0 3:3 5:1 4:3 9
                             
TSV Friedrichsberg 2:3 2:3 4:5 1:5 1:1 0:5 6:2 2:0 3:2 3:0

o

3:4 2:0 0:3 11:0 1:2 8
                             
TSV Nordmark 1:1 4:2 1:3 1:4 1:4 3:0 1:1 0:2 2:4 1:3 4:3

n

4:0   5:0   11
                             
Nordmark Satrup 1:4 0:6 1:4 4:2 3:2   2:2   1:1 0:0 0:2 0:4

1

2:2 2:1 2:3 13
                             
FSV Wyk   0:6 1:5 1:2 1:3 0:6 2:0 6:1 6:0 3:3 3:0   2:2

9

5:1 2:2 7
                             
Post Flensburg 1:7 0:6 1:7 2:8 4:7 3:4 0:2 1:3 2:4 1:5 0:11 0:5 1:2 1:5

1

1:1 16
                             
Rasensport Schleswig 1:3 0:6 4:2 0:11 1:1 2:3 1:4 0:4 3:4 3:4 2:1   3:2 2:2 1:1

8

14
                             
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18

1. Februar

Wir wollen werben

Bitte an unsere Autofahrer

Die Vereinsleitung von Husum 18 bittet alle Sportfreunde, die mit ihrem Wagen zum Friesenstadion kommen, so zu parken, daß Besucher, die den Sportplatz früher verlassen, ihren Wagen ungehindert herausfahren können.

In dieser Ausgabe unserer VN möchten wir einmal einige Worte über die Wichtigkeit der Mitgliederwerbung sagen. Die Beitragseingänge stellen neben den Überschüssen aus den Heimspielen unserer ersten Fußballmannschaft die einzige Einnahmequelle unseres Vereins dar. Alle Vereine haben die fundamentale Bedeutung eines großen Mitgliederbestandes erkannt und sind - wie wir aus den Vereinszeitungen fast aller Vereine entnehmen - genau wie wir bemüht, dem Verein neue Mitglieder zuzuführen.

Wir erleben es leider immer wieder, daß durch Schlechtwetterperioden bedingt die Zuschauerzahlen stark absinken und diese Mindereinnahmen dem Vereinsvorstand große Sorgen bereiten.

Die laufenden Unkosten, wie Fahrten von Mannschaften, Anschaffung von Sportgeräten, Aufrechterhaltung des Übungsbetriebes, Kosten für Hallenbenutzung, Reparaturen, Steuern, Pacht, Abgaben, um nur einige zu nennen, sind dann von den geringen Einnahmen einfach nicht mehr zu bestreiten.

Daher richtet der Vorstand an alle Mitglieder die dringende Bitte: "Werbt neue Mitglieder." Ja, liebe Sportfreunde, es müßte sich jedes Mitglied verpflichtet fühlen, von sich aus ein weiteres Mitglied zu werben. Es dürfte doch wirklich nicht allzu schwer fallen, aus dem Verwandten- oder Freundeskreis dem Verein ein neues Mitglied zuzuführen.

Der Verein benötigt, neben einer bewußt gelenkten, sparsamen Haushaltsführung, eine materielle Unterstützung möglichst vieler Anhänger, um alle Verpflichtungen erfüllen zu können.

Jedes passive Mitglied darf die Gewißheit haben, daß es durch seine Beitragszahlung mithilft, den Jugendlichen unseres Vereins die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung zu geben und daß seine Mitgliedschaft dazu beiträgt, den Jugendlichen körperliche Ertüchtigung und Freude am Sport vermitteln zu können.

Abschließend geben wir der Hoffnung Ausdruck, in Bezug auf die Mitgliederwerbung keine Fehlbitte getan zu haben. Möge sich der Mitgliederbestand unseres Vereins noch einige Male um 100 Mitglieder erhöhen, es wäre dann sehr viel erreicht.

Hier einige Beispiele aus anderen Vereinen, die zur Nachahmung anspornen mögen:

Mit 500 Mitgliedern ist der Karlsruher Sportclub im Laufe des letzten Jahres zum größten deutschen Sportverein geworden. Die guten Erfolge seine Ligamannschaft mögen ihm dabei allerdings stark geholfen haben. Innerhalb von 16 Monaten haben werbefreudige Mitglieder die Mitgliederzahl um 2.700 erhöht. So warben - ohne Berechnung der Jugendmitglieder - 28 Vereinsangehörige über 10, und 12 über 20 "Neue"! Mit 72, 46, 38, 31 und 30 neugeworbenen Mitgliedern liegen die "Spitzenreiter" fest. Eine solche Mitgliederwerbung ist einmalig; sie müßte für andere Vereine ein Ansporn sein. Übrigens spielen im KSC 46 Mannschaften, davon 28 Fußball.

Auch Bayern München hat, dank zielbewußter Werbung der Mitglieder, in der vorjährigen Spielzeit - trotz des Abstiegs - 50 neue Mitglieder gewonnen. Das Ziel, 2.000 Mitglieder zu haben, hofft der Verein bald zu erreichen, nachdem die Werbeaktion von März bis Juni 101 Neuzugänge gebracht hat.

Beim 1. FC Köln, dessen großzügiges Arbeiten bei vielen Anlässen deutlich in Erscheinung tritt, waren es in erster Linie die Vorstandsmitglieder, die der Mitgliederwerbeaktion einen so ausgezeichneten Erfolg brachten. Ein Vorstandsmitglied schaffte es durch seine außerordentlichen Bemühungen allein auf 75 neue Mitglieder. Aber auch einige Vertragsspieler habe persönlich eine stattliche Anzahl "Neuer" dem Verein zugeführt. Das Beitragsaufkommen durch die neuen Mitglieder erhöht sich pro Jahr um 8.400 D-Mark.

Der Itzehoer SV erhöhte - durch 110 neue Mitglieder, die durch nur acht Vereinsangehörige geworben wurden - seine Mitgliederzahl im letzten Jahr auf 630, und der FK Pirmasens quittierte in zwei Jahren einen Zugang von 149 neuen Mitgliedern, obwohl die Mitgliederliste gründlich "überprüft" wurde.

Unsere Werbeaktion beginnt am 1. Februar und erstreckt sich bis zum 30. Juni, dem Ende unseres Geschäftsjahres. Der Vorstand hat beschlossen, Vereinsangehörige, die ein neues erwachsenes oder zwei jugendliche Mitglieder werben, von der Zahlung eines Monatsbeitrags zu befreien. Die Beitragsgutschrift erfolgt nach Abschluß der Werbeaktion, sofern die Geworbenen ihren Beitragsverpflichtungen nachgekommen sind.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Jugend-Fußball allgemein

1. Februar

Übeltäter gefaßt

Aufgrund polizeilicher Ermittlungen konnte der Täter ausfindig gemacht werden, der im vergangenen Jahr die Scheibe unseres 18-Kastens zertrümmert hatte. Bedauerlich war es, feststellen zu müssen, daß es sich hierbei um unseren früheren Jungmannenspieler Gerhard E. handelte.

Jugend am Scheidewege

Der Leiter der ziffernmäßig starken Jugend-Fußballabteilung des VfL Eintracht Braunschweig unterhielt sich vor kurzem mit seinem engsten Mitarbeiterstab über die gegenwärtige Situation, die sich innerhalb der Jugend abzeichnet und berichtet hierüber in der Monatsschrift des Vereins.

"Als Diskussionsgrundlage diente ein in einer bekannten Sportzeitung veröffentlichter Artikel, in dem der Verfasser die Ansicht vertrat, daß die Jugend von heute ihren Sport "nur am Rande" betreibt. Es kamen, kurz zusammengefaßt, in dem erwähnten Artikel folgende Gedanken zum Ausdruck: '... Es fehlt dem jungen Menschen von heute der innere Schwung, unser Nachwuchs ist wohl mit Eifer, aber ohne Ausdauer bei der Sache, das heißt er resigniert zu schnell ...' Nun, hier mußte dem Verfasser anhand eigener Erfahrungen bedingt recht gegeben werden; denn die Jugend von heute ist anders als früher. Abgesehen von der Inanspruchnahme im Büro und in der Schule, die sich kaum verändert haben dürfte, steht diesem normalen Erlebnis eine übermächtige Konkurrenz durch die Vergnügungsindustrie und Technisierung einschließlich Motorisierung des Alltags gegenüber.

Dem Jugendlichen bietet heute tatsächlich das Leben ein Überangebot an Unterhaltungen, wie Filme, Fernsehen, Motorradfahren, eine Lektürenschwemme, und zum Teil keine gute. Für viele junge Menschen sind anstelle des wahren aufbauenden Erlebens nervenkitzelnde Sensationen getreten, die sie - da diese sogar auf labile Charaktere Erwachsener schädlich wirken - in einem Frühreifestadium hineintreiben. Damit aber ist die heutige Jugend der Entwicklung, die bisher als gültig angesehen wurde, um Jahre voraus. Es wird wiederum Jahre dauern, bis sich die Entwicklung Jugendlicher auf den neuen Stand des alltäglichen Lebens eingespielt hat.

Als besonderes Merkmal ist festzustellen, daß neben der Allgemeinheit die Jugend insbesondere Gemeinschafts müde geworden ist. Vielmehr weiß sie das Bestreben auf, sich auf der Suche nach vorgenannten Unterhaltungen abzusondern, wenn sie nicht durch eine beßere Umwelt auf den richtigen Weg gebracht wird. Es wäre darum verfehlt, der Jugend einen Vorwurf für ihr Verhalten zu machen, es sei denn Strich und dies muß mit allem Nachdruck geschehen Strich, daß das Vorleben der älteren tatsächlich als richtungsweisendes und gutes Beispiel dient.

Es erhebt sich nun die Frage, ob der heutige Sport mit all seinen Zeiterscheinungen noch genügend Anziehungskraft für unseren Nachwuchs besitzt. Trotz aller Nebenumstände muß diese Frage mit "Ja" beantwortet werden, aber wir haben dabei klar erkannt, daß wir auf die Dauer nicht um die Bemühungen herumkommen, den jungen Menschen in seiner Gesamtheit, das heißt physisch und psychisch, zu erfassen. Wir sind gezwungen, auch die geistigen Ansprüche unserer Jugend zu befriedigen. Die Pflegestätte der Leibesübungen, das bedeutet also in diesem Falle der Sportverein, muß dem Nachwuchs in seiner Freizeit eine geistige Heimat werden.

Was uns zur Erleichterung auf diesem Wege fehlt - es ist leider ein Allgemeinbild im deutschen Sport - ist die ausreichende Anzahl guter Jugendleiter, die einerseits ein Herz für die Jugend haben und zum anderen mit den jungen Menschen fühlen und denken können. Es ist deshalb schon seit geraumer Zeit die vornehmste Aufgabe aller unserer Sportvereine, nicht allein die Jugend heranzuziehen, sondern für diese Jugend geeignete Leiter und Betreuerin heranzubilden, die den jungen Menschen Vorbild sind und ihnen, neben der Erziehung in Schule und Elternhaus, in allen Lebenslagen helfen können, den richtigen Weg zum reifen, innerlich gefestigten, tüchtigen und ehrlichen Menschen zu finden."

Monatsschrift des VfL Eintracht Braunschweig
leer  

1957

Husum 18 / Fußball regional

1. Februar

Verhandlung gegen Flensburg 08

Der Schleswig-Holsteinischer Fußballverband hat der Presse und damit der Öffentlichkeit folgendes zur Kenntnis gegeben.

"Voruntersuchungen durch den Vorstand haben den Verdacht nicht entkräften können, daß die Flensburger Sportvereinigung von 1908 e.V. sich der Spielerziehung bzw. des Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen schuldig gemacht hat. Auf Beschluß des Verbandsvorstandes ist das Ergebnis der Voruntersuchungen daher satzungsgemäß zur zuständigen Weiterverfolgung an den Norddeutschen Fußballverband weitergegeben worden."

Das heißt also, daß das Verbandsgericht des NFV in Kürze gegen Flensburg 08 zu verhandeln hat!

Zweimal wurden bisher Vereine vor dieses NFV-Gericht zitiert. Beide wurden erheblich bestraft. dem VfB Lübeck wurden in der Saison 1955/56 acht Punkte abgezogen (sie kosteten die sichere Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Oberliga Nord) und 5000 D-Mark (die später in 3725 D-Mark umgewandelt wurden) "aufgebrummt", der TSV Havelse wurde sogar in die niedersächsische Verbandsliga zurückversetzt und noch mit weiteren schwerwiegenden Strafen bedacht!

Der Verhandlungstermin wurde vom NFV noch nicht bekanntgegeben.

Wolf Dieter Auslitz / SHFV
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Aus dem Spiel Husum 18 - Schleswig 06, das Husum 18 unglücklich mit 1:0 Toren verlor

Gerade den Sonntag davor hatte unsere Liga die wieder erstarkten VfB Nordmark-Mannschaft mit 1:0 schlagen können. Dieses einzige Tor resultierte aus einem 50-m-Schuß unseres Läufers Heinz Minnie. Mit Hilfe des Windes senkte sich der Ball vor dem verdutzten Torwart der Flensburger unter die Querlatte. Aufopfernd verteidigten hernach unsere Spieler das 1:0-Ergebnis, das einen doppelten Punktgewinn bedeutete.

0:1 verlor unsere Mannschaft dann das Spiel gegen Schleswig 06. Auf beiden Seiten spielte man äußerst vorsichtig und beschränkte sich zum Teil darauf, die Spielmacher beider Mannschaften (Arthur Grabert und Hinrichs zu bewachen, so daß das Spiel zerfahren und ohne Höhepunkte blieb. Pech vor allem für unseren Torwart war es, daß er einen verunglückten Abpraller passieren lassen mußte, so er zuvor einige Bälle vorzüglich gemeistert hatte.

Am 20.1. stieg das Ortsderby zwischen Frisia und Husum 18, das 1:1 endete. Vom böigen Westwind stark behindert, gelang es beiden Mannschaften nur ein Tor zu erzielen, so daß man sich die Punkte teilen mußte. Im Ganzen gesehen wäre ein Sieg unserer Liga nicht unverdient gewesen, da es unseren Stürmern trotz des Gegenwindes öfter gelang, die gegnerische Verteidigung aufzureißen, als es zuvor Frisia vermocht hatte, alles in allem kann man wohl sagen, daß unsere erste Mannschaft im Augenblick in guter Verfassung ist, so daß wir für die Zukunft nichts zu befürchten brauchen.

Von drei Frisianern bewacht, gelingt es unserem Spielmacher Arthur Grabert nicht, das 1:0-Halbzeitergebnis weiter auszubauen.

leer  

1957

Husum 18 / Friesenstadion

1. Februar

Tribüne für das Friesenstadion

Ein gemeinsamer Spielplatz für beide Fußballvereine

Schon vor einiger Zeit hatte Stadtbaurat Petter in einer öffentlichen Versammlung sportinteressierter Kreise den Plan zum Bau einer großen, modernen Tribüne im Friesenstadion bekanntgegeben. Nunmehr hat der Magistrat einen Vorschlag genehmigt, der den weiteren Ausbau des Friesenstadions betrifft. Der Bau einer Tribüne, wenn auch zunächst in einem Teilabschnitt, wird Tatsache.

In der Größe wie sie jetzt gebaut werden soll, erscheint sie finanzierbar. Sie wird etwa 24 m lang sein und etwa 300 Plätze erhalten, von denen zwei Drittel Sitzplätze sind. Wie Stadtbaurat Petter weiter mitteilte, werden in der Tribüne fünf Sitzreihen und drei bis vier Stehreihen angelegt. Es werden etwa 400 Personen in dieser Tribüne untergebracht werden können. Die Tribüne wird aus Stahlbeton und Fertigteilen hergestellt. Die Seiten der Tribüne werden mit Rücksicht auf die Wind- und Sichtverhältnisse verglast. Die Rückwand wird aus Drahtglas bestehen. Das Dach erhält Eternit-Bedeckung. Die Tribüne ist so konstruiert, daß sie jederzeit beiderseitig verlängert werden kann.

Als Standort der neuen Tribüne wurde nach eingehender Überlegung und im Einvernehmen mit dem Verwaltungsausschuß des Friesenstadions die Südseite des bisher vom Fußballverein Frisia benutzten Platzes bestimmt. Hierfür war besonders die Abwägung maßgeblicher Gesichtspunkte hinsichtlich Wind und Sonne sowie gestalterischer Art ausschlaggebend.

Bürgermeister Dr. Georg Fiedler gab dazu noch folgende Erklärung: "Ich glaube, daß die Entwicklung, die sich mit diesem Tribünenbau vollzieht, dazu führen muß, daß die beiden Husumer Fußballvereine sich noch mehr zusammenfinden zu einer gemeinsamen Ausnutzung des Stadions. Es ist ausgeschlossen, daß die Stadt zwei Tribünen, für jeden Verein eine, baut. Es muß bei dieser einen Tribüne bleiben, für die auch nur ein Spielplatz in Frage kommt. Sie wird dort stehen müssen, wo die Ligaspiele stattfinden. Das wird der bisher von Frisia benutzte Platz sein. Der andere Platz von Husum 18 wird zwangsläufig den Charakter eines Spielfeldes bekommen, auf dem Übungsspiele stattfinden können.

Die ganze Angelegenheit wurde bereits mit den beiden Fußballvereinen und dem Verwaltungsausschuß des Friesenstadions besprochen. Wir haben diese Gedanken erneut als Anregung an die Vereine gegeben, und ich hoffe, daß nunmehr der Bau der Tribüne als gesichert erscheinen kann und daß die beiden Vereine einen Weg finden, um nach einer Vereinbarung mit uns mit gleichen Rechten den bisherigen Friesenplatz als gemeinsamenLigaplatz zu benutzen."

(Der Vorstand befaßte sich bereits mit dieser Angelegenheit, konnte jedoch seine Zustimmung für den Bau einer Tribüne noch nicht geben.)

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. Februar

Achtung! Turnhallenbenutzer!

Der Vorstand von Husum 18 gibt allen Spielern, die während der Wintermonate die Turnhalle an der Freiheit zum Training benutzen, bekannt, daß in Zukunft die Kosten für eingeschossene Fensterscheiben von dem betreffenden selbst getragen werden müssen. Der Vorstand

Weihnachtsfeiern bei Husum 18

Jugend- und Ligamannschaft feierten ihr traditionelles Weihnachtsfest

In vorweihnachtlicher Stimmung feierten unsere Jugend- und Ligamannschaften am Freitag, dem 21. Dezember, in der Theater-Gaststätte ihr jährliches Weihnachtsfest.

Am Nachmittag trafen sich zunächst unsere Jugendlichen im festlich geschmückten Saal. Ein Tannenbaum mit brennenden Lichtern und mit Tannengrün geschmückte Tische erhöhten die weihnachtliche Stimmung. Unser Jugendobmann Georg Schleger begrüßte die Jugendlichen und wies auf die Bedeutung der Jugendabteilung als Reservoir für die höheren Spielklassen hin. Als dann schließlich der Kakao in den Tassen dampfte, ließen sich die Jungs nicht zweimal auffordern zuzulangen. Karin, die Tochter unseres Schiedsrichter-Obmanns, begleitete auf ihrem Akkordeon die fröhlich gesungenen Weihnachtslieder. Als schließlich die Stunde des Aufbruchs gekommen war, da konnte unsere Jugend noch Gebäck und Naschereien mit nach Hause nehmen, denn der Jugendausschuß hatte sich wirklich alle erdenkliche Mühe gegeben, jedem so viel zu geben, wie er nur immer zu verdrücken vermochte.

Im Anschluß an die Jugendfeier begingen die Senioren mit ihren Damen das Weihnachtsfest. Spielausschußobmann Walter Pethke begrüßte die Spieler und Gäste und dankte den Fußball-Frauen, die dankenswerterweise den Kuchen für diese Feier gestiftet hatten. Nach einer Pause von einem Jahr begehe man wieder das Weihnachtsfest, da im Vorjahr den Jugendlichen das Geld für deren Feier überlassen worden war. Alle wüßten ja, daß die kleineren Vereinen mit Geld nicht gerade gesegnet seien, so daß auch in diesem Jahre einige ältere Mitglieder mit kleineren Beiträgen uns wertvolle Unterstützung hätten angedeihen lassen. Walter Pethke gab dann einen kleinen Rückblick über die verflossene Halbserie und dankte allen, die sich Sonntag für Sonntag für den Verein eingesetzt haben. Vor allem gelte dieser Dank den älteren Spielern, die sich wiederum selbstlos zur Verfügung gestellt haben, um den Tabellenplatz wesentlich zu verbessern.

Darauf ergriff unser erster Vorsitzender Karl Krieger das Wort, hieß alle recht herzlich willkommen und sagte unter anderem, daß allein Kameradschaft und Sportsgeist eine zielstrebige Fortentwicklung garantierten und daß daher alle 18er zusammenhalten müßten, um eventuelle Krisen gefestigt gegenüberzustehen. Jeder 18er müsse sich dessen bewußt sein, daß er zu einer großen Sportfamilie gehöre und sein Verhalten demgemäß einrichten. Ebenso freue er sich, mehrere ältere Mitglieder zu begrüßen, da es die untrennbare Zusammengehörigkeit der älteren Generation mit den aktiven Repräsentanten von Husum 18 beweise. Husum 18 könne wirklich frohgemut in die Zukunft blicken.

Nach der Kaffeetafel wurde dann ausgiebig getanzt und manch Sportlied gesungen. Als schließlich auch die letzten aufbrachen, da soll es schon recht spät gewesen sein.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. Februar

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Fritz Backschat, Husum, Flensburger Chaussee
2. Friedrich K. Bicker, Husum, Flensburger Chaussee
3. Hansjörn Boes, , Husum, Flensburger Chaussee
4. Hansalfred Carstensen, Husum, Gurlittstraße 33
5. Wolfgang Karstens, Husum, Westerende 40
6. Georg D. Küttel, Husum, Flensburger Chaussee
7. Dietmar Lackert, Husum, Nordbahnhofstraße 27
8. Peter Martensen, Husum, Reimersweg 12
9. Peter Ohde, Husum, Marktstraße 21
10. Klaus Schulz, Husum, Flensburger Chaussee
11. Horst Schünemann, Husum, Flensburger Chaussee

 

Austrittserklärungen
1. Rolf Empen, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 23
2. Willi Geerckens, Husum, Neustadt 95
3. Wolfgang Thoms, Husum, Treibweg 18
Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. Februar

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - Friedrichsberg 3:2
  Wyk - Husum 18 2:0
  Nordmark - Husum 18 0:1
  Husum 18 - Schleswig 06 0:1
  Frisia Husum - Husum 18 1:1

Reserven
  Husum 18 Ib - Frisia Husum Ib 2:7
  IF Husum - Husum 18 Ib 3:4

Alte Herren
  Husum 18 - Schleswig 06 5:5

Jungmannen
  Husum 18 - Friedrichsberg 12:0
  Wyk - Husum 18 3:0
  Nordmark - Husum 18 2:0
  Husum 18 - Schleswig 06 0:3
  Frisia Husum - Husum 18 2:4

Jugend
  Jungmannen IF Husum - Husum 18 K 0:6


Vorschau für Februar

Liga
3.2.57 Husum 18 - Post Flensburg (Höppner)
10.2.57 Kappeln - Husum 18 (Nissen)
17.2.57 Husum 18 - Leck (Kirstein)
24.2.57 Friedrichsberg - Husum 18 (Petersen, Flensburg)

Reserven
10.2.57 Husum 18 Ib - TSV Garding (Steinfeld)

Jungmannen
3.2.57 Husum 18 - Post Flensburg  
10.2.57 Flensburg 08 - Husum 18  
17.2.57 Husum 18 - Leck  
24.2.57 Friedrichsberg - Husum 18  

Jugend
10.2.57 Jungmannen Husum 18 K - TSV Tönning  
10.2.57 Schüler Husum 18 - TSV Tönning  
24.2.57 Jungmannen Husum 18 K - TSV Norderstapel  
Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Fußball-
BL Nord
1956/57

Ergebnisse bis zum 20.1.57

Pl

Husum 18

H

2:3 2:3 5:0 1:5 1:2 2:3 0:1 4:4 0:2 3:2 1:1 4:1 0:2 7:1 3:1 9
0:1     1:1             1:0        

Schleswig 06

3:2

U

3:0 3:0 5:1 3:1 3:1 1:1 3:1 2:1 3:2 2:4 6:0 6:0 6:0 6:0 1
1:0             6:2   3:2          
Vorwärts Flensburg 3:2 0:3

S

7:0 1:2 3:3 3:0 0:0 0:3 1:0 5:4 3:1 4:1 5:1 7:1 2:4 4
            3:3           1:4 4:1  
RW Niebüll 0:5 0:3 0:7

U

3:1 4:1 1:1 7:1 2:1 7:3 5:1 4:1 2:4 2:1 8:2 11:0 3
      2:4           5.1 2:1        
Frisia Husum 5:1 1:5 2:1 1:3

M

1:0 6:1 1:2 2:0 2:1 1:1 4:1 2:3 3:1 7:4 1:1 2
1:1     4.2                     3:0
TSV Kappeln 2:1 1:3 3:3 1:4 0:1

E

2:2 6:1 0:1 5:0 5:0 0:3 5:5 6:0 4:3 3:2 5
          4:1     1:2           4:0
MTV Leck 3:2 1:3 0:3 1:1 1:6 2:2

R

0:4 1:1 2:2 2:6 1:1 2:2 0:2 2:0 4:1 11
          1:4         3:2 0:2      
TSV Nord 1:0 1:1 0:0 1:7 2:1 1:6 4:0

F.

2:1 2:4 0:2 2:0 3:3 1:6 3:1 4:0 15
    3.3         1:1       0:0      
Bredstedter TSV 4:4 1:3 3:0 1:2 0:2 1:0 1:1 1:2

V.

1:1 2:3 4:2 1:1 0:6 4:2 4:3 8
  2:6           1:1           3:1  
TSV Rantrum 2:0 1:2 0:1 3:7 1:2 0:5 2:2 4:2 1:1

v

0:3 3:1 0:0 3:3 5:1 4:3 6
          2:1             2:1 3:1  
TSV Friedrichsberg 2:3 2:3 4:5 1:5 1:1 0:5 6:2 2:0 3:2 3:0

o

3:4 2:0 0:3 11:0 1:2 12
  2:3   1:5                 1:2    
TSV Nordmark 1:1 4:2 1:3 1:4 1:4 3:0 1:1 0:2 2:4 1:3 4:3

n

4:0   5:0   13
0:1     1:2     2:3                
Nordmark Satrup 1:4 0:6 1:4 4:2 3:2 5:5 2:2 3:3 1:1 0:0 0:2 0:4

1

2:2 2:1 2:3 10
            2:0 0:0             3:1
FSV Wyk 2:0 0:6 1:5 1:2 1:3 0:6 2:0 6:1 6:0 3:3 3:0   2:2

9

5:1 2:2 7
    4:1             1:2 2:1        
Post Flensburg 1:7 0:6 1:7 2:8 4:7 3:4 0:2 1:3 2:4 1:5 0:11 0:5 1:2 1:5

1

1:1 16
    1:4           1:3 1:3          
Rasensport Schleswig 1:3 0:6 4:2 0:11 1:1 2:3 1:4 0:4 3:4 3:4 2:1   3:2 2:2 1:1

8

14
        0:3 0:4             1:3    
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Wo stehen wir im Fußballsport?

Appell an die Ehrlichkeit

Unsere Kassenverwaltung bittet, darauf hinzuweisen, daß Mitglieder, die ihre Lehrlings- oder Ausbildungszeit abgeschlossen haben, verpflichtet sind, den vollen Mitgliedsbeitrag bezahlen. Das gilt gleichermaßen für alle 18er nach beendeter Erwerbslosigkeit.
Wir sind überzeugt, daß alle Mitglieder der vorerwähnten Gruppen ihre ganze Ehre darin erblicken, beitragsehrlich zu bleiben, wie es für jeden 18er nur selbstverständlich ist.

Die Behauptung, daß sich der deutsche Fußballsport in einer Krise befinde, war in den letzten Wochen in vielen Zeitungen zu lesen. Ausgelöst wurde diese Einstellung durch die niemanden voll befriedigenden Spielergebnisse unserer Nationalmannschaft. Meist mißt die Presse die Leistung eines Landes nur an den Resultaten der Länderspiele. Dadurch gelangt ein falscher Maßstab zur Anwendung. Eine viel zu starke Heraushebung der Nebenumstände, wie Mannschaftsaufstellung, Vorbereitungsart, Lehrgangsdauer und so weiter, als angebliche Grundlage des Fußballspiels, tritt hervor. Wochenlang gab es kein anderes Thema in den so eng bemessenen Spalten der Presse; alle anderen Probleme des Fußballsports traten zurück. Man vergaß völlig, daß der deutsche Fußballsport auf breitester Grundlage ruht.

Der Deutsche Fußballbund ist die größte Sportorganisation Deutschlands. Er umfaßt rund 13.000 Vereine mit 60.000 Mannschaften und 1,7 Millionen Mitgliedern. Den Hauptwert legt er auf die Breitenarbeit. Fast die Hälfte seiner Aktiven gehören den Jugendklassen an. Im letzten Spieljahr führten deutsche Fußball-Vereinsmannschaften insgesamt 3.084 Spiele mit ausländischen Mannschaften durch, davon 1.031 im Inland und 2.053 im Ausland. Von diesen Spielen wurden 1.161 gewonnen und 445 unentschieden beendet. Ein günstiges Ergebnis also, das im laufenden Spiel ja nicht schlechter ausfallen dürfte.

Die Leistungsstärke des deutschen Fußballsports spiegelt sich nicht nur in den Resultaten der Nationalmannschaft, sondern auch in denen der führenden Vereinsmannschaften mit dem Ausland wieder. Es ist unbestritten, daß die Nationalmannschaft, die 1954 im Kampf mit stärksten Nationen in der Schweiz den Titel des Weltmeisters errang - den sie 1958 in Schweden zu verteidigen haben wird -, mit den stolzen Erfolgen der Vereinsmannschaften nicht Schritt halten konnte. Hier sprechen verschiedene Umstände mit, und es ist natürlich, daß die berufenen Stellen Grundlage und Ursachen untersuchen, um durch geeignete Maßnahmen auch die im Blickpunkt der internationalen Sportöffentlichkeit stehenden Spiele der Nationalmannschaft zu besseren Ergebnissen zu bringen.

Veränderte Spielgrundlage

Der Fußballsport - denn aus dem Spiel von einst ist längst eine weltumspannende Sportbewegung geworden - befindet sich in ständiger Entwicklung, die Anpassung verlangt und Mitgehen erfordert. Die Erkenntnis ist auch in die Vereine gedrungen. Die Spieltaktik ist zu höherer Bedeutung gelangt, nachdem Höchstleistungen in der Technik längst zur Voraussetzung wurden. Das Training ist verstärkt, die Notwendigkeit höchstmöglicher Kondition überall erkannt. In den Länderspielen stehen sich Mannschaften gegenüber, die daheim unter verschiedenartigen Bedingungen spielen; ganz davon zu schweigen, daß das in einigen Ländern eingeführte Berufsspielertum diesen erhebliches Übergewicht geschafft.

Das Fußballspiel ist in seiner Spitze fast zu einer Wissenschaft geworden; es hat vieles von seiner Natürlichkeit verloren. Die Altersgrenze ist - biologisch bedingt - nach oben gestiegen, Höchstleistungen verlangen eine stärkere Konzentration als früher. International gehören heute Spieler noch zur Weltklasse, die vor zwei Jahrzehnten längst Abschied genommen hätten. Das Verlangen: "Jugend nach vorn!" gilt nicht mehr unbedingt und erfordert Geduld und weitgehendes Verständnis. Erfahrung und Reife überstrahlen heute bei weitem die technischen Leistungen. Allerdings gehören Kondition und Spielwille zum unentbehrlichen Rüstzeug.

Grundsätze für den Neuaufbau

Der Fußball-Bundestrainer Sepp Herberger bezeichnete als feststehende Grundsätze für den Aufbau einer starken Mannschaft:

1. daß ein spielstarker Kern erfahrener Spieler vorhanden sein müsse,
2. daß eine gute Mischung von alt und jung die Mannschaftsleistung zu formen habe,
3. daß nur konditionstarke Spieler, die auch eine ausreichende technische Reife besitzen, zum Einsatz kommen dürfen.

Die Spieler, die zu höheren Aufgaben berufen werden, müssen entsprechend vorbereitet und von allen leistungsmindernden sind Einflüssen freigehalten werden. Deren gibt es sehr viele, so daß den Trainern eine freiere Hand gegeben werden muß. Die Fußballlehrer müssen die begabten Kräften in den Vereinen nach oben bringen; die heute vielfach beobachtete Vernachlässigung der Jugend muß beendet sein. Zwischen dem Spiel in der Jugend und dem bei den Senioren klafft eine Lücke, die dem Nachwuchs die Behauptung in der Leistungsspitze erheblich erschwert. Hier muß der Ausgleich gefunden werden.

Wir müssen auch unsere Spielfreude wiederfinden; der übertriebene Kampfgedanke muß zurückgeschraubt werden. Der Verbleib in der höheren Spielklasse entscheidet nicht über die Existenz eines Vereins, und in jeder Gruppe kann nur ein Bester sein. Das "Gewinnenmüssen um jeden Preis" paßt nicht zum Fußballspiel, es zwingt zu Verkrampfung und tötet die wirkliche Freude. Deshalb finden die Spiele der Jugend heute schon teilweise erheblich stärkeren Anklang als die der Senioren. Nur durch die Freude am Spiel können sich Spielerpersönlichkeiten entwickeln. Jegliche Hemmung im Spiel muß fallen.

Zu große Spielklassen, viel zu harter Einsatz und eine zu ausgedehnte Spielzeit legen dem Fußballspiel Hemmnisse auf; wir müssen in unserem Spiel wieder zur Natürlichkeit zurückfinden. Die Überbewertung der Bedeutung selbst herausragender Spiele schadet dem Bemühen, dem Fußballsport die einfache Grundlage zu erhalten. Auch hier gilt, was der Präsident des Deutschen Sportbundes, Willi Daume, sagte: "Maßhalten - das ist das rechte Wort!"

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. März

Fast 90 Minuten lang sah es so vor dem Tor der Lecker aus.

Es war ein Spiel, das Husum 18 niemals hätte verlieren dürfen, wenn unsere Spieler von ihrem Schußvermögen mehr Gebrauch gemacht hätten. In beiden Halbzeiten hatte unsere Liga klare Feldvorteile, die sie nicht in Torerfolge umzuwandeln verstand. Die Lecker dagegen, die einen typischen "Hauruck-Fußball" spielten, errangen mit nur wenigen Durchbrüchen den spielentscheidenden Erfolg.
Es muß unseren Spielern bescheinigt werden, daß sie sich voll eingesetzt haben und das bessere Spiel zeigten. Aber trotz drückender Überlegenheit - oftmals halfen Pfosten und Latte den Leckern - wollten keine Tore fallen.
Nach dem 1:0 durch Horst Groß (23. Minute) sah es noch nach einem überlegenen Sieg unserer Mannschaft aus. Da glückte Leck kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich und in der 60. Minute sogar die 2:1-Führung, bei der es dann trotz verzweifelter gegen Versuche unserer Stürmer blieb.

leer  

1957

Husum 18

1. März

Mütze gefunden

Bei unserer Weihnachtsfeier ist von einem Jugendlichen eine braune Schirmmütze liegen gelassen worden. Die Mütze kann bei unseren Vereinswirt, Dieter Lackert, Theater-Restaurant abgeholt werden.

Wo blieben die "Passiven"?

Am Sonntag, den 17. Februar des Jahres, hatten wir zu einem Kappenfest ins Vereinslokal eingeladen. Zunächst schien ist so, als wenn nicht allzu viele Mitglieder die Einladung gelesen hatten. Aber nach und nach füllte sich doch der Saal. Diejenigen aber kamen nicht, die immer davon reden, daß mehr für die Unterhaltung getan werden muß. Sie waren auch wieder nicht zu finden. Trotzdem können wir dieses kleine Kappenfest als Erfolg verbuchen. Die Beteiligung war schließlich doch so, daß es ein wirklich gemütliches Fest wurde. Zu den schneidigen Klängen einer Drei-Mann-Kapelle wurde getanzt und gesungen. Lustige Kappen verschönerten noch das Gesamtbild. Unser Vereinswirt hatte das Lokal festlich ausgeschmückt. Wir glauben bestimmt, daß sich die Gemütlichkeit unseres Festes und die Stimmung von diesem Kappenfest herumsprechen werden und daß, wenn wir wieder mal zu einem Fest einladen, noch mehr erscheinen werden. Wir wollen doch diese Feste feiern, um die Gemeinschaft im Verein zu fördern.

Werner Denckmann
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. März

Unser Sportfreund K. Busse (ehemals "Bremer Schlüssel", Husum) hat unserer Vereinszeitung eine Spende zukommen lassen. Der Verein dankt recht herzlich.

Härtere Strafen

In der letzten Sitzung des Fußballbezirksgerichts des Bezirks II in Flensburg, am 16. Februar des Jahres, wurden überwiegend Hinausstellungen von Spielern behandelt.

Der erste Vorsitzende des Sportgerichts, Sportfreund Erich Asmussen, erklärte, daß die Hinausstellungen im Bezirk II einen derartig erschreckenden Umfang angenommen hätten, daß man jetzt energisch dagegen einschreiten müßte. Es muß die Aufgabe der Vereinsvertreter sein, in den Spielerbesprechungen auf die Spieler aufklärend einzuwirken. In Zukunft wird jede Hinausstellung eine Verhandlung nach sich ziehen. Die sonst übliche Sperre in Höhe von 10 Tagen, mindestens aber die Sperre an einem Punktspiel, reicht hier nicht mehr aus. Nach sorgfältiger Prüfung der vorliegenden Fälle wurden in der Sitzung des Gerichts überwiegend Sperren von mehreren Wochen ausgesprochen. Wir geben dieses hiermit auch allen unseren aktiven Spielern zur Kenntnis und appellieren an ihren erst echten Sportsgeist.

Werner Denckmann
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Der Mann in Schwarz

Wenn zwei Mannschaften in ihrem blitzsaubere Dreß das Spielfeld betreten, dann schlägt das Herz des kiebitzenden Sportfreundes höher. Hier bleibt sein Auge an einem besonderen Körner einen Augenblick haften, dort erhascht der Blick einen internationalen, von dessen Taten die Reporter von Presse und Radio berichteten. So geht die Inspektion weiter, bis man leicht ungeduldig auf den Anpfiff wartet.

Anpfiff? Ja, fast unbemerkt, hat auch ein Mann in Schwarz das Spielfeld betreten. Aber kaum ist der erste Stoß getan, beginnt er, der Unparteiische, dem Kampf seinen Stempel aufzudrücken. Mit einem Pfiff zerstört er Hoffnungen von Tausenden, während die Gegenpartei aufatmend die Attacke des Gegners "abgeblasen" sieht.

Wer hat schon darüber nachgedacht, was für eine enorme Konzentration es für einen Schiedsrichter bedeutet, jede Bewegung der Spieler zu verfolgen, während 90 Minuten auf die Einhaltung der gültigen Spielregeln zu achten und bei deren Verletzung unnachsichtig durchzugreifen? Der Schiedsrichter ist ein Sportler, dessen Tätigkeit von den meisten Zuschauern gewaltig unterschätzt wird. Neben der Handhabung aller Regeln vollbringt er "ganz nebenbei" durch seine Laufarbeit eine respektable sportliche Leistung.

Wenn auf unseren Sportplätzen das Publikum in Aufruhr gerät, dann gelten diese Demonstrationen vielfach dem Schiedsrichter. Ein Teil der Spielbesucher glaubt fest daran, der Schiedsrichter habe absichtlich seine Lieblingsmannschaft benachteiligt und verrät damit nur die eigenen, blinden Fanatismen. Es ist eigenartig, wie sonst absolut ruhige und besonnene Menschen bei solchen Gelegenheiten ihre Kinderstube vergessen können. Ihr ganzer Zorn entlädt sich auf den "Pfeifenmann". Dabei sind sie nur noch für Psychologen interessante Objekte. Diese finden - wie Elektriker - leicht heraus, daß hier laufend Sicherungen durchbrennen.

Glücklicherweise sind unsere Schiedsrichter in der Regel bescheidene, aufrechte Sportler, die meist über eine bewunderungswürdige Ruhe verfügen und unbeirrt von Kulissengeräuschen ihre Entscheidungen treffen.

Unvorstellbar das Experiment, einmal einigen der ewigen Besserwissenden die Pfeife zu übergeben! Sie würden klein und häßlich wie Zwerge werden.

Ein Sportsmann ist nie ein Krakeeler und vergißt nie, daß auch der Schiedsrichter ein Mensch ist, dem so gut Fehler unterlaufen können wie dir und mir. So wie die Spieler selbst, hat auch er gute und schlechte Tage, und so wie der Aktive hat auch er das sportliche Recht zu erwarten, daß ihm die Mitakteure in einem Formtief beistehen. Sind wir bei der Arbeit oder im Sport immer in Hochform? Wer das bejahen kann, dürfte als Weltwunder demnächst ausgestellt werden.

In all den Jahren, in denen der Schreibende spielte und Spiele besuchte, erhielt er noch nie den Eindruck, ein Schiedsrichter benachteilige vorsätzlich eine Mannschaft. Sicher gehen mit dieser Auffassung Zehntausende von objektiven Zuschauern einig.

In der Regel nehmen die "Pfeifenmänner" "akustische Demonstrationen" ruhig hin. Ernster wird die Sache, wenn sich Vorgänge abspielen, die mit Sport schon gar nichts mehr zu tun haben. Es treibt einem die Schamröte ins Gesicht, wenn man hören muß, wie bübische Elemente ihren Unwillen an einem wehrlosen Mann auslassen. Feiglinge, die aus der Anonymität der Masse heraus hinterrücks zuschlagen. Dies gegen einen Sportsmann, der seine Sonntag opfert, um einer übernommenen Pflicht nachzukommen, der sich bemüht, nach besten Kräften objektiv zu urteilen ... mit dessen Hilfe erst das Sonntagsvergnügen so vieler, die Spiele um Meisterschaften überhaupt erst ermöglicht werden! Schaut zu, wer demonstriert! Entweder ein eingebildeter Star, in einem hohen Prozentsatz der Fälle aber lauter Leute, die nie aktiv Sport betrieben haben und deren Bildung und Anstand nur durch dünne Fairneß vorgetäuscht ist und nicht tiefer als die Krawatte geht.

Anstand und Achtung vor dem Mitmenschen zu verlangen, ist leider mehr denn je vonnöten. Daher dürfte es nicht verfehlt gewesen sein, auch einmal die Tätigkeit der Schiedsrichter zu würdigen, von denen in Sportberichten meist nicht gesprochen wird.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Die Fußballbraut am Sonntag

Wenn man die Zuschauer auf dem Sportplatz genau betrachtet, so steht dort der Handwerker neben dem Arzt, der Fabrik- und Landarbeiter neben dem Rechtsanwalt, der Oberstudiendirektor neben dem Lohnbuchhalter. Angehörige aller Berufe sind es also, die am Sonntagvormittag bereits darauf drängen, daß das Mittagessen pünktlich fertig ist, damit sie nur ja rechtzeitig zu ihrem Fußballspiel kommen. Kaum ist der Tisch abgeräumt, machen sie sich gewöhnlich auch schon auf dem Weg, um ja einen guten Platz zu bekommen. Und wenn dann die "Schlacht geschlagen" ist, wird diskutiert: auf dem Sportplatz, auf dem Heimweg und, in sehr vielen Fällen, noch beim Glase Bier. Und das spielt sich gewöhnlich ohne "Mutti" ab. Mit anderen Worten: der ganze Sonntagnachmittag ist für viele Frauen, die ihren Mann während der Woche kaum zu sehen bekommen, dahin. Das trägt keinesfalls zur Förderung des Familienlebens bei und ist, in wer weiß wie vielen Fällen, eine Ursache dauernder Verstimmung, die schon tausendfach zu ständigen Auseinandersetzungen und oft auch zu völligen Zerwürfnissen und dauernder Trennung der Ehepaare geführt hat.

Was kann getan werden, um Wandel zu schaffen? Offenbar gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder die Frau gibt nach oder der Mann. Wer aber weiß, wie fanatisch die Anhänger des Fußballsports sind, muß einsehen, daß kaum Hoffnung besteht, den Mann zum Aufgeben seiner Leidenschaft zu bewegen. Soll nun die Frau kapitulieren? Soll sie räsonierend sagen: "Geh du nur, ich schlafe derweil!?" Nein, das soll die Frau nicht! Manchmal wird sie mit Kollegenfrauen ihres Mannes, denen es genauso ergeht, eine gemütliche Kaffeestunde haben, obgleich das auf die Dauer keine Ideallösung darstellt. Aber ich mache einen anderen Vorschlag! Versucht doch einmal, auch wenn es schwerfällt, der Leidenschaft eurer Männer Geschmack abzugewinnen und erklärt ihnen: "Heute müssen wir zwei Karten für den Sportplatz haben; ich komme nämlich mit!"

Der so Angesprochene wird wohl zunächst fassungslos dastehen, vielfach lachen und dann sagen: "Ja, das ist doch für dich nichts!" Aber ihr dürft nicht locker lassen! Dieser Rat hat schon in tausend Fällen zu einem vollen Erfolg geführt, nicht etwa deswegen, weil nun der Nachmittag gemeinsam verbracht wurde, sondern weil "Mutti" wirklich Geschmack an der Sache bekam und mit viel Vergnügen dabei war. Es soll sogar vorgekommen sein, daß die Fußballfrau eine fanatischere Anhängerin wurde als ihr Mann. Ja, es soll auch vorgekommen sein, daß er den Geschmack am Spiel verlor. Auf alle Fälle war der Friede in der Ehe wiederhergestellt.

Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. März

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Horst Adler, Husum, Flensburger Chaussee
2. Manfred Bräuer, Husum, Flensburger Chaussee
3. Klaus Brumm, , Husum, Flensburger Chaussee
4. Alexander von Corwin, Husum, Flensburger Chaussee
5. Hans Dulter, Husum, Flensburger Chaussee
6. Josef Faustmann, Husum, Flensburger Chaussee
7. Wolfdietrich Gulden, Husum, Flensburger Chaussee
8. Waldemar Harms, Husum, Nordbahnhofstraße 31
9. Klaus Kordowski, Husum, Flensburger Chaussee
10. Kurt Küßner, Horstedt
11. Hans Heinrich Lorenzen, Husum, Schleswiger Chaussee 9
12. Günter Mende, Oblt, Husum, Flensburger Chaussee
13. Dietrich Mentz, Husum, Flensburger Chaussee
14. Walter Nölte, Husum, Flensburger Chaussee
15. Karl Nusser, Oblt, Husum, Flensburger Chaussee
16. Peter Reese, Husum, Klaus-Groth-Straße 35
17. Hans-Adolf Remien, Husum, Lornsenstraße 4
18. Klaus Rimmek, Husum, Flensburger Chaussee
19. Ilse Scharping, Husum, Oldgras 2
20. Heinrich Schindler, Husum, Flensburger Chaussee
21 Peter Würterle, Husum, Flensburger Chaussee

 

Austrittserklärungen
1. Karl Böhrnsen, Husum, Neustadt 39 (jetzt Flensburg)
2. Peter Hansen, Husum, Schnellstraße 5
3. Hans Mählitz, Schobüll, Friesenheim

 

Adressenänderungen
1. Lothar Beilfuß, Husum, Am Ochsenkamp 8
2. Helmut Christiansen, Husum, Fischersiedlung
3. A. Christiansen, Husum, Fischersiedlung
4. A. Knauer, Husum, Stettinger Straße 52
5. Arnold Lohr, Husum, Marienhofweg 27
6. K.H. Pohns, Jebensweg 39
Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18

1. März

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. März

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - Rasensport Schleswig 2:2
  Husum 18 - Post Flensburg 9:0
  Kappeln - Husum 18 7:2
  Husum 18 - Leck 1:2

Reserven
  TSV Garding - Husum 18 Ib 2:12
  Husum 18 Ib - TSV Tönning 3:2

Jungmannen
  Husum 18 - Rasensport Schleswig 0:3
  Husum 18 - Post Flensburg 3:0
  Flensburg 08 - Husum 18 1:1
  Husum 18 - Leck 5:2

Jugend
  Jungmannen Husum 18 K - TSV Garding 1:3
  Jungmannen Husum 18 K - TSV Tönning 5:2
  Jugend Husum 18 - TSV Garding 0:3
  Jugend Husum 18 - BW Friedrichstadt 2:0
  Schüler Husum 18 - TSV Garding 4:0
  Schüler Husum 18 - TSV Tönning 1:2


Vorschau für März

Liga
3.3. Husum 18 - Satrup (Görschen)
10.3. Rantrum - Husum 18 (Höppner)
17.3. Husum 18 - Wyk (Johannson)
24.3. Nord - Husum 18 (Kirstein)
31.3. Husum 18 - Vorwärts (Petersen, Niebüll)

Die Jungmannen bestreiten jeweils das Vorspiel

Reserven
17.3. IF Tönning - Husum 18 Ib (Pahl)
  IF Tönning Ib - Husum 18 II  
24.3. Husum 18 Ib - Bredstedt Ib (Kreutzer, O.)
31.3. Friedrichstadt - Husum 18 Ib (Steinfeld)
  Friedrichstadt Ib - Husum 18 II  

Jugend
3.3. Jungmannen Husum 18 K - Frisia Husum K  
  Jugend Husum 18 - Frisia Husum  
  Schüler Husum 18 - Frisia Husum  
  Knaben Husum 18 - Frisia Husum  
17.3. Jungmannen IF Tönning - Husum 18 K  
  Schüler IF Tönning - Husum 18  
  Jugend Rantrum - Husum 18  
  Knaben Rantrum - Husum 18  
24.3. Jugend Husum 18 - Bredstedt  
  Schüler Husum 18 - Bredstedt  
  Knaben Husum 18 - Bredstedt  
31.3. Jungmannen Friedrichstadt - Husum 18 K  
  Jugend Friedrichstadt - Husum 18  


Tabellenstände

Fußball-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 20 70:21 35:5  
RW Niebüll 21 73:39 31:11  
Frisia Husum 22 57:40 29.15  
TSV Kappeln 21 69:36 27:15  
Vorwärts Flensburg 21 65:38 27:15  
FSV Wyk 21 48:42 23:19  
Nordmark Satrup 22 41:51 22:22  
VfB Nordmark Flensburg 20 58.39 20:20  
TSV Rantrum 21 39:50 20:22  
TSV Nord Flensburg 21 32:44 20:22  
Bredstedter TSV 21 40:48 19:23  
Husum 18 22 51:44 18:26  
MTV Leck 22 31:50 18:26  
TSV Friedrichsberg 22 51:58 16:28  
Rasensport Schleswig 19 26:62 10:28  
Post Flensburg 22 24:110 3:41  

Fußball-Jungmannen
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 19 93:18 34:4  
Flensburg 08 20 81:18 31:9  
RW Niebüll 19 72:19 29:9  
VfB Nordmark Flensburg 19 64:24 29:9  
TSV Nord Flensburg 19 50:30 27:11  
FSV Wyk 20 62:32 26:14  
Husum 18 20 49:25 24:16  
Rasensport Schleswig 19 61:48 19:19  
Frisia Husum 21 46:41 19:23  
MTV Leck 21 64:60 18:24  
Nordmark Satrup 20 34:61 17:23  
TSV Rantrum 19 34:61 13:25  
Bredstedter TSV 19 42:78 11:27  
Vorwärts Flensburg 20 31:94 11:29  
Post Flensburg 20 25:64 5:35  
TSV Friedrichsberg 21 18:153 3:39  

I. Kreisklasse
  Spiele Tore Punkte  
FC Langenhorn 17 66:29 26:8  
Husum 18 Reserve 17 53:32 24:10  
BW Friedrichstadt 13 57:22 20:6  
IF Tönning 15 78:41 21:5  
Frisia Reserve 15 48:30 21:3  
TSV Tönning 14 43:33 16:12  
TSV St. Peter 17 61:56 16:18  
TSV Garding 15 41:80 8:22  
IF Husum 15 27:66 6:24  
TSV Rantrum Reserve 15 23:64 5:25  
Bredstedter TSV Reserve 13 14:58 3:23  

II. Kreisklasse
  Spiele Tore Punkte  
IF Tönning Reserve 6 27:9 10:2  
BW Friedrichstadt Reserve 3 17:10 4:2  
Husum 18 II 3 4:8 4:2  
TSV Tönning Reserve 6 19:30 4:8  
IF Husum Reserve 4 1:11 0:8  

Jungmannen (Kreis)
  Spiele Tore Punkte  
TSV Garding 15 68:27 22:8  
Husum 18 K 14 66:35 21:7  
TSV Norderstapel 11 35:27 16:6  
BW Friedrichstadt 11 36:27 12:10  
IF Husum 11 36:45 12:10  
TSV Tönning 14 40:60 12:16  
TSV St. Peter 13 48:46 11:15  
FC Langenhorn 12 22:37 7:17  
Frisia Husum K 12 28:51 7:17  
IF Tönning 11 24:51 4:18  

Jugend
  Spiele Tore Punkte  
Husum 18 11 38:8 20:2  
TSV Garding 11 15:12 14:8  
Frisia Husum 9 19:18 12:6  
TSV St. Peter 13 22:21 12:14  
Bredstedter TSV 9 19:19 10:8  
IF Husum 11 5:20 7:15  
BW Friedrichstadt 8 17:17 6:10  
TSV Rantrum 10 12:28 6:14  

Schüler
  Spiele Tore Punkte  
Husum 18 9 45:10 15:3  
Frisia Husum 7 18:6 11:3  
TSV Tönning 10 26:19 11:9  
Bredstedter TSV 7 36:8 10:4  
TSV Garding 8 15:21 9:7  
TSV Rantrum 8 9:26 3:13  
IF Tönning 9 1:60 1:17  

Knaben
  Spiele Tore Punkte  
Frisia Husum 3 14:2 6:0  
Husum 18 3 0:2 4:2  
TSV Rantrum 3 4:9 2:4  
Bredstedter TSV 3 1:6 0:6  
Wolf Dieter Auslitz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. März

Fußball-
BL Nord
1956/57

Ergebnisse bis zum 17.02.57

Pl

Husum 18

H

2:3 2:3 5:0 1:5 1:2 2:3 0:1 4:4 0:2 3:2 1:1 4:1 0:2 7:1 3:1 12
0:1     1:1 2:7 1:2         1:0     9:0 2:2

Schleswig 06

3:2

U

3:0 3:0 5:1 3:1 3:1 1:1 3:1 2:1 3:2 2:4 6:0 6:0 6:0 6:0 1
1:0   0:2         6:2 5:1 3:2          
Vorwärts Flensburg 3:2 0:3

S

7:0 1:2 3:3 3:0 0:0 0:3 1:0 5:4 3:1 4:1 5:1 7:1 2:4 5
            3:3 5:1     2:3 5.1 1:4 4:1  
RW Niebüll 0:5 0:3 0:7

U

3:1 4:1 1:1 7:1 2:1 7:3 5:1 4:1 2:4 2:1 8:2 11:0 2
  2.0   2:4           5.1 2:1   4:1   2:0
Frisia Husum 5:1 1:5 2:1 1:3

M

1:0 6:1 1:2 2:0 2:1 1:1 4:1 2:3 3:1 7:4 1:1 3
1:1     4.2         5.1   1:7 1:3   3:1 3:0
TSV Kappeln 2:1 1:3 3:3 1:4 0:1

E

2:2 6:1 0:1 5:0 5:0 0:3 5:5 6:0 4:3 3:2 4
7:2         4:1 5:0   1:2 5.2         4:0
MTV Leck 3:2 1:3 0:3 1:1 1:6 2:2

R

0:4 1:1 2:2 2:6 1:1 2:2 0:2 2:0 4:1 13
2.1         1:4 2.1     1:2 3:2 0:2 0:1    
TSV Nord 1:0 1:1 0:0 1:7 2:1 1:6 4:0

F.

2:1 2:4 0:2 2:0 3:3 1:6 3:1 4:0 10
    3.3     0:5 1:2 1:1       0:0   0:1  
Bredstedter TSV 4:4 1:3 3:0 1:2 0:2 1:0 1:1 1:2

V.

1:1 2:3 4:2 1:1 0:6 4:2 4:3 11
  2:6 1:5         1:1   5.0     0:3 3:1  
TSV Rantrum 2:0 1:2 0:1 3:7 1:2 0:5 2:2 4:2 1:1

v

0:3 3:1 0:0 3:3 5:1 4:3 9
  1.5     1:5 2:1           1.4 2:1 3:1  
TSV Friedrichsberg 2:3 2:3 4:5 1:5 1:1 0:5 6:2 2:0 3:2 3:0

o

3:4 2:0 0:3 11:0 1:2 14
  2:3   1:5   2:5 2:1   0:5     2.2 1:2    
TSV Nordmark 1:1 4:2 1:3 1:4 1:4 3:0 1:1 0:2 2:4 1:3 4:3

n

4:0 3:2 5:0   8
0:1   3:2 1:2 7:1   2:3             11:1  
Nordmark Satrup 1:4 0:6 1:4 4:2 3:2 5:5 2:2 3:3 1:1 0:0 0:2 0:4

1

2:2 2:1 2:3 7
    1:5   3:1   2:0 0:0   4:1 2.2       3:1
FSV Wyk 2:0 0:6 1:5 1:2 1:3 0:6 2:0 6:1 6:0 3:3 3:0 2:3 2:2

9

5:1 2:2 7
    4:1 1:4     1:0   3:0 1:2 2:1        
Post Flensburg 1:7 0:6 1:7 2:8 4:7 3:4 0:2 1:3 2:4 1:5 0:11 0:5 1:2 1:5

1

1:1 16
0:9   1:4   1:3     1:0 1:3 1:3   1:11      
Rasensport Schleswig 1:3 0:6 4:2 0:11 1:1 2:3 1:4 0:4 3:4 3:4 2:1   3:2 2:2 1:1

8

15
2:2     0:2 0:3 0:4             1:3    
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Immer der Schiedsrichter?

Achtung! Achtung!

Der Vorstand von Husum 18 plant, Ende April bzw. Anfang Mai eine Mitgliederversammlung durchzuführen. Da bei Redaktionsschluß der Termin für die Mitgliederversammlung noch nicht vorlag, werden alle Mitglieder gebeten, die Tagesordnung und das Datum der Versammlung in Kürze aus unserem Vereinskasten zu ersehen.

Der bekannte österreichische Journalist Martin Maier zeichnet im "Sport", Zürich, ein gutes Bild über die Nöte und Sorgen unserer Schiedsrichter, insbesondere in Verbindung mit den Kritiken, die nur zu oft die Schuld an irgendwelchen unerfreulichen Vorgängen dem Schiedsrichter in die Schuhe schieben, indem er schreibt:

"Der prominente Fußballkritiker schrieb: 'Die Hauptschuld an dem mißlungenen Spiel trägt der Schiedsrichter. Er griff nicht scharf genug durch, und so artete der Kampf aus. Vor allem übersah er das erste Foul, als der Verteidiger den gegnerischen Stürmer niedertrat.'

Die Hauptschuld ...

Das ist ein gewichtiges Wort, und so machte ich mich auf zum Schiedsrichter, um ihn zu befragen.

Der Schiedsrichter ist kein Prominenter seines Faches; daher hatte ihn die Kritik beunruhigt. Ich schrieb alle seine Argumente auf; und ich wiederhole sie als die Verteidigungsrede eines Schiedsrichters.

'Ich hätte strenger sein müssen, das ist wahr. Aber das erkannte ich erst, als ich für die Vergehen schon eine Art Währung eingeführt hatte. Während ich hin und her rannte, immer dem Kulminationspunkt des Spieles zu - Herr, ich bin 40 Jahre! -, überlegte ich: Werde ich jetzt strenger, bestrafe ich ein Foul mit einem Ausschluß, ein Foul von jener Sorte, die ich vorher nur mit einem Freistoß bestraft habe - bin ich dann nicht ungerecht? Diesen Gedanken verwarf ich während eines stürmischen Laufes von einem Strafraum zum anderen, und ich sagte mir: Schluß, wer jetzt foult, den schließ ich aus! Daß es gerade den traf, der bisher am fairsten gespielt hatte - was kann ich dafür?'

'Was das erste Foul betrifft, muß ich feststellen: es geschah hinter meinem Rücken. Wie soll ich das sehen? Wie kann ich die Augen vorne und hinten haben, beim Ball und bei allen Spielern, und wie kann ich beide Tore gleichzeitig fixieren?'

'Man wirft mir also vor, ich trüge die Hauptschuld. Das heißt so gut wie: ich bin es, der Schuld ist, ich allein. Ich frage jeden Kritiker: Darf der Spieler, nur weil der Schiedsrichter einen schlechten Tag hat - auch der Kritiker kann ihn haben -, darf also dieser Spieler stoßen und Kinnhaken austeilen? Darf er mit dem Knie in des Gegners Bauch treten, daß dieser Gegner einen Augenblick wie gelähmt steht? Und ehe der Gegner zusammenbricht, simuliert der Täter geschickt seinen eigenen Zusammenbruch, so daß es aussieht, als wäre der Täter das Opfer, und das wirkliche Opfer, das eine Sekunde später umfällt, simuliere nur. Dürfen das die Spieler, nur weil ich, die Behörde, gerade nicht zur Stelle bin? Was würde man wohl zu einem Bericht im Lokalteil der Zeitung sagen, der von einem Einbruch meldet: Die Hauptschuld trägt die Polizei, die zur Zeit des Einbruchs den nächtlichen Patrouillengang eben in einer anderen Straße ihres Bezirks durchführte.'

Dann erzählte der Schiedsrichter noch etwas von Sonntagnachmittagen, von seiner Frau und von einer Narbe, die er unter dem Knie trägt und die von einem Fanatiker herrührt. Vor 15 Jahren war sie ihm nach einem Spiel geschlagen worden."

Walter Lorenzen / Martin Maier
leer  

1957

Husum 18 / Fußball regional

1. April

Betriebssportregelung

Zwischen den Betriebssportgemeinschaften des Landes Schleswig-Holstein und dem Schleswig-Holsteinischen Fußballverband eV wird nachstehende Vereinbarungen getroffen:

1. Der SHSV anerkennt die Bestrebungen der Betriebe, ihren Angehörigen aus gemeinschaftsfördernden Gesichtspunkten heraus innerhalb von Betriebssportgemeinschaften die Ausübung des aktiven Sports zu ermöglichen.
2. Die Betriebssportgemeinschaften verpflichten sich, die allgemeinen sportlichen Gepflogenheiten zu wahren und bei der Durchführung ihres Spielbetriebes die Interessen des SHFV und der ihm angeschlossenen Verbände und Vereine zu berücksichtigen.
3. Der SHFV und dessen Kreisfußballverbände stellen hierfür ihre Satzungen, Spielbestimmungen und Fußballregeln zur Verfügung.
4. Die Betriebsmannschaften sollen grundsätzlich nur Spieler einsetzen, die nicht in Sportvereinen aktiv tätig sind.
5.

Die Heranziehung aktiver Vereinsspieler muß Ausnahme bleiben und darf nur dann erfolgen, wenn der Spielbetrieb nicht ohne deren Mitwirkung durchgeführt werden kann. Die Vereine haben das Recht, den Spielern ihrer Mannschaften die Teilnahme an Spielen der Betriebssportgemeinschaften zu untersagen.

Die Betriebssportgemeinschaften verpflichten sich, die Aktiven Vereinsspieler vor Beginn der jährlichen Spielserie dem zuständigen Kreisfußballverband schriftlich zu melden.

Voraussetzung für den Einsatz dieser Spieler ist, daß ein Versicherungsschutz gegen Unfall gegeben ist, für den die Betriebssportorganisation zu sorgen hat.

6. Die Betriebsmannschaften führen ihre Spiele nur in den Sommermonaten durch, und zwar von montags bis donnerstags.
7.

Die Genehmigung zum Einsatz aktiver Vereinsspieler wird vom SHFV auf 3 Jahre befristet.

Gegebenenfalls wird eine Neuregelung im gegenseitigen Einvernehmen durchgeführt.

8. Die Betriebsmannschaften führen ihre Spiele nach den amtlichen Regeln der FIFA durch. Eine verkürzte Spielzeit von zweimal 35 Minuten ist zulässig.
9. Die Betriebssportgemeinschaften, der SHFV und dessen Kreisfußballverbände überwachen in kameradschaftlicher Zusammenarbeit die Einhaltung der Regeln und verpflichten sich, Strafmaßnahmen jedoch nur gegen aktive Vereinsspieler (Feldverweise, Spielersperren und sonstige Bestrafungen) gegenseitig zu melden und anzuerkennen.
10. Die Einzelheiten, die sich aus dieser Vereinbarung ergeben, werden zwischen den örtlichen Betriebssportgemeinschaften und den jeweils zuständigen Kreisfußballverbänden festgelegt.
11. Diese Vereinbarung stützt sich auf das Abkommen vom 12.07.1955, das zwischen dem geschäftsführenden Präsidium des Deutschen Sportbundes und dem geschäftsführenden Ausschuß der Interessengemeinschaft des Betriebssportes in Bonn geschlossen wurde, und setzt dessen Erfüllung voraus.
Walter Lorenzen / SHFV
leer  

1957

Nachruf für Peter Mey

1. April

Mir wurde vor kurzem mitgeteilt, daß mein Schulfreund und Sportkamerad Peter Mey verstorben sei.

Wer war Peter Mey?

Er war der 18er, der im ersten Fußballspiel der 1. Seniorenmannschaft von Husum 1918 das allererste Tor für unseren Verein geschossen hat im Spiel auf der Freiheit gegen Heide 05. Das Spiel ging mit 1:6 verloren. Ich selber spielte als Halblinker neben unserem unvergeßlichen Peter Mey, der ein gefürchteter Linksaußen im ganzen Bezirk war. Die Sturmmitte bildete unser beliebter Ogge Classen.

Viel zu früh zog Peter Mey sich vom aktiven Sport zurück und fand in Hanne Diede Blunck einen tüchtigen Nachfolger. Unser lieber Peter Mey verfügte über einen Bombenschuß und einen spritzigen Humor.

Jetzt deckt auch ihn allzufrüh der grüne Rasen, auf dem er uns zu Lebzeiten durch sein großes Können oft erfreute und begeisterte.

Lieber Peter! Alle alten 18er gedenken Deiner in Liebe und Treue, nicht zuletzt Dein Freund

Bernhard Petersen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball national

1. April

Ich habe an die elf Ungarn gedacht ...

Toni Turek, der 20mal im Tor der Nationalmannschaft stand, schreibt in dem Buch "Die entscheidende Sekunde":

"Alles andere, was ich vor dem Spiel noch als kostbare Erinnerung in mir geborgen hatte, war schon nach dieser ersten Halbzeit in Bern weggeweht. Das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ungarn, dieses unglückliche 0:2 nach wenigen Minuten und dann das erlösende 1:2 und gar das 2:2 hatten alles, was vorher war, ausgelöscht, wie man ein Magnetophonband ausgelöscht - so, als wenn nie zuvor etwas anderes überhaupt gewesen wäre.

Vier Wochen war ich mit meiner Mannschaft in Amerika gewesen, hatte starke Eindrücke gesammelt, die unvergeßlich schienen. Das war ja eben erst gewesen! Aber wieviel tiefer ging dieses Erlebnis des Endspiels!

In der Pause war eine große Zuversicht in uns allen. Sie war das Bleibende in all dem Durcheinander, dad jede Pause nun einmal mit sich bringt. Aber keiner war nervös, wie sonst so oft. Es sind ja keine Gespräche, die man führt und die man hört. Auch in Bern kam vieles nur schemenhaft, vieles nur als Gesprächsfetzen an mein Ohr, aber aus allem klang doch der Wille, das 2:2i unter allen Umständen zu halten.

Vielleicht kam unsere Ruhe in diesen Minuten von dem klaren Wissen darum, daß auch eine Niederlage in diesem Endspiel den großen Erfolg, den wir überhaupt hier in der Schweiz davon getragen hatten, nicht hätte nehmen können. Sepp Herberger hatte uns das eindringlich und klar vor diesem Endspiel gesagt.

Dann kam die zweite Halbzeit. Ich ging auf dnm Platz zurück im festen Glauben an meine zehn Kameraden. Wir wußten ja aus den letzten Spielen gegen Jugoslawien und Österreich, daß wir Kraft genug auch für die letzte Viertelstunde hatten. Dieses Wissen war von Spiel zu Spiel gewachsen. Dann gab es nur noch das Spiel für uns alle, dieses zähe Ringen um das dritte Tor. Nie vergesse ich jene Szene etwa 10 Minuten vor Schluß: Zoltán Czibor kam angestürmt, ich sah meine Chance nur noch im Hinausstürzen - und dann kam der furchtbare Zusammenprall, der Schlag gegen den Kopf, und dann lag ich, schwankend zwischen Besinnungslosigkeit und Wachheit, auf dem Rasen. Noch im Unterbewußtsein wohl bin ich wieder aufgestanden und habe mir gesagt: Du mußt durchhalten, es sind ja nur wenige Minuten, du mußt durchhalten! Wie besorgt waren die Kameraden! Fritz Walter kam angelaufen. Werner Liebrich bemühte sich um mich, unser glänzende Masseur Erich Deuser war bei mir, der Schiedsrichter - und -, und es ging weiter in diesem Spiel aller Spiele! In einem Spiel in der Vereinsmannschaft, und wenn es das wichtigste gewesen wäre, hätte man ganz bestimmt für ein paar Minuten den Platz verlassen, hier, in dieser unbeschreiblichen Sphäre dieses Endspiels aber hätte man noch den Arm brechen können, man hätte es wohl kaum bemerkt ...

Dann kann Helmut Rahn's Führungstor, und nun erst stieg die Erregung tief in mir hoch - wir konnten Weltmeister werden, ja, wir würden es sein, wenn ich keinen Ball mehr passieren lassen würde!

Noch angeschlagen von meinem Zusammenprall mit Zoltán Czibor aber kam dann der Schuß von Ferenc Puskás - ich konnte ihn nicht erreichen, lag am Boden und hatte ein Gefühl, wie wenn ich plötzlich mit einem Flugzeug absacken würde, ach, ich kann es nicht beschreiben, wie mir da war. Ich hatte gedacht, es wäre ein Tor und wurde erst viel später als die anderen gewahr, daß der Schiedsrichter ja vorher schon abgepfiffen hatte! Wie hätte ich es auch bemerken sollen, wo die Nerven nur auf den Kampf selbst eingestellt waren, die Konzentration so viel größer als je zuvor in irgendeinem Spiel! Dabei spürten wir alle gar keine Müdigkeit. Ich glaube, wir hätten noch eine Stunde lang so spielen können, so sehr waren wir in dieser letzten Phase in Bern außerhalb von Zeit und Raum!

Niemand kann wohl nachempfinden, was in mir vorging, als ich plötzlich erkannte, daß es keinen Ausgleich gegeben hatte, daß alle unsere Anstrengungen nicht mit diesem Tor zunichte gemacht worden waren. Im gleichen Augenblick war auch die Benommenheit, die ich vorher noch aus dem Zusammenprall mitbekommen hatte, gewichen, ich war wieder hellwach. Es war auch nötig! Denn unmittelbar vor dem Schlußpfiff kam die gefährlichste Szene überhaupt: Ich nahm wahr, wie Zoltán Czibor von links herüber gewechselt war in die Mitte, ich sah wie in einem Film, in dem ich Zuschauer war, fast zeitlupenartig, wie der Paß von Ferenc Puskás kam und wie Zoltán Czibor allein auf meinem Tor anstürmte. 'Nein', dachte ich noch, 'nein!' Es darf nicht sein, und dann kam schon der Schuß, und ich warf mich, spürte eine Hundertstelsekunde später, daß ich den unheimlich scharf geschossenen Ball noch gerade mit der Faust aus der linken unteren Ecke hatte heraus und zur Eckfahne abdrehen können. Dann erst hörte ich den Aufschrei der Kameraden, das Toben der Menschen und begriff, tief aufatmend, daß es noch einmal gutgegangen war. Ich ahnte auch, daß mir eine solche Reaktion und Konzentration wohl nicht noch einmal in diesem Spiel möglich sein würde, aber - da war schon der Schlußpfiff, das Unbegreifliche war Tatsache.

Man hat mich später oft gefragt, was ich beim Schlußpfiff gedacht habe. Nun, ich habe an die elf Ungarn gedacht, an unsere Gegner, an nichts anderes. Nicht an uns selbst zunächts. Ich sah meinen Gegenspieler, den ungarischen Torwart Gyula Grosics, sah, wie er mit einer unendlich müden, die tiefe Resignation anzeigenden Bewegung seine Hände herunterfallen ließ, wie er sich rasch einmal über die Augen wischte, wie er auf mich zukam. Hatten sie nicht alle auch ihr Bestes gegeben? Ich verstand ihren Schmerz. Erst später nahm die Freude von mir Besitz, die unsinnige Freude, das Bewußtsein: Wir haben gesiegt!"
Walter Lorenzen / Toni Turek
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Ein Kapitel aus der Geheimsprache des Sports

Eine Bitte des Vorstands

Nur ein kleiner Teil unserer Mitglieder macht von der Überweisung der monatlichen Beiträge Gebrauch. Es lassen sich im Laufe eines Jahres erhebliche Ausgaben für den Verein einsparen, wenn ein größerer Kreis unserer Mitglieder dazu übergeht, durch Daueraufträge die monatlichen Beiträge auf unser Konto 1272 bei der Stadtsparkasse Husum zu überweisen. Diese Bitte richtet sich auch an unsere auswärtigen Mitglieder, bei denen eine laufende Beitragseinziehung nicht möglich ist.

"Und dann kamen die Kugellagerstädter in der 83. Minute zum verdienten Ausgleich. So heißt es im 08/15-Sportdeutsch. Die Kugellagerstädter. Der Unbefangene liest es und stutzt. Was Städter sind, kann er sich denken, was Kugellager sind auch. Aber diese Kombination?

Vielleicht fragt er einen, der in die Geheimnisse der Sportsprache tiefer eingedrungen ist. Vielleicht kann er sich aus dem Text auch zusammenreimen, was gemeint ist.

Es sind die Schweinfurter.

Aus dem Bedürfnis nach Abwechslung im Ausdruck ist vor vielen Jahren einmal ein Berichterstatter auf dieses schöne Wort verfallen, und siehe, er stieß ein Tor zu ungeahnten Möglichkeiten auf.

In Schweinfurt werden Kugellager hergestellt. Sicher auch Brot gebacken und Anzüge geschneidert. Aber das wäre nicht typisch, das macht man anderswo auch. Kugellager aber sind eine Schweinfurter Spezialität. So wurde Schweinfurt die der Kugellager, wie Frankfurt die Goethe-Stadt, Bonn die Beethoven-Stadt und Friedrichshafen die Zeppelin-Stadt. Das war der Fluch der bösen Tat, denn jetzt ging es weiter. Die Kölner wurden die Domstädter, die Ulmer die Donaustädter, die Nürnberger die Lebkuchenstädter, die Freiburger die Bischofsstädter und die Lübecker die Marzipanstädter.

Aber auch bei weniger bedeutenden Attributen läßt sich diese Regel anwenden. So gibt es die Schuhstädter (Pirmasens), die Rheinfallstädter (Schaffhausen), die Krautstädter (Vaihingen), und dann kommen noch all die anderen: Senfstädter, Uhrenstädter, Hopfenstädter, Porzellanstädter, Gurkenstädter, Käsestädter und nicht zu vergessen die lieben Zwetschgenstädter aus Bühl in Baden. Ja, man muß schon in vielen Branchen bewandert sein, wenn man sich da auskennen will.

Kompliziert wird es aber erst, wenn z.B. in einer Gurkenstadt ein Spitzenboxer zu Hause ist. Der Mann boxt nun keineswegs etwa auf Brüsseler Spitzen los, er ist vielmehr ein hervorragender Vertreter seines Faches, ein Spitzenkönner. Die Spitzentänzerin ist bekannt. Der Spitzenspringer aber müßte ein Mann sein, der über Spitzen springt, wobei die Phantasie jedem Spielraum läßt, ob damit Rockspitzen, Zugspitzen, Kirchturm- oder andere Spitzen gemeint sind. Sicher aber nicht die Spitzen der Behörden. Denn über sie kommt keiner hinweg. In Deutschland nicht.

Nicht einmal ein Spitzenschwimmer. Von einem Spitzenfahrer ganz zu schweigen. Diese Burschen sind sowieso verdächtig. Sie landen früher oder später einmal im Krankenhaus. Dort treffen sie dann auf Spitzenboxer, Spitzenkegler, Spitzenturner und Spitzenwerfer. Vielleicht auch noch auf Spitzenangler, sicher nicht auf Spitzenklöppler, denn die sind wiederum völlig harmlos.

Vielleicht ist dieses Krankenhaus auch noch ein Spitzenkrankenhaus mit einem Spitzenchirurgen, dessen Messer spitz genug ist. Das ist dann ohne Zweifel absolut die Spitze. (Doch glaube ich, daß darauf wieder einmal niemand spitz ist.)

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußballregeln

1. April

Unsere Regelecke

Freistoß und Zeichengebung

Der Freistoß ist eine Strafe des Spiels. Strafen sollen wirksam sein. Das gilt besonders für die Freistöße, die ihren Wert verlieren, wenn sie nicht schnell ausgeführt werden, weil sonst der Gegner alle Positionen abdeckt und damit die Wirkung der Freistöße erheblich abschwächen kann. Die Spielregeln tragen dieser Tatsache Rechnung und geben die Möglichkeit für eine schnelle Durchführung der Freistöße. Die Regel 13, die den Freistoß behandelt, sagt: "Die Spieler der gegnerischen Mannschaft dürfen nicht näher als 9,15 cm an den Ball heran""; sie schreibt also kein Muß für die Entfernung vor. Und weiter: "Der Schiedsrichter soll den Freistoß erst ausführen lassen, wenn die Vorschriften der Regel erfüllt sind." Also auch hier keine Muß-Form. Und in den Anweisungen für Schiedsrichter - also nicht in der Spielregel selbst - heißt es, daß der Freistoß möglichst schnell ausgeführt werden soll, weil die Verzögerung unsportlich ist. Und weiter: "Das Zeichen ist möglichst schnell zu geben, das übliche Zeichen ist der Pfiff." Mithin kann der Schiedsrichter zur Freistoßausführung auch einen Wink oder Zukunft anwenden.

Wir haben in letzter Zeit wiederholt Streit um die Freistoßausführung erlebt. Die zum Freistoß berechtigte Mannschaft hatte diesen schnell ausgeführt, obwohl die Gegner nicht sämtlich 9 m vom Ball entfernt waren. Daraufhin hat der Schiedsrichter eingegriffen, die Entfernung von 9 Metern abgeschritten und die Gegner auf diese Linie zurückgestellt. Inzwischen war der Ball aus dem Freistoß ins Tor gelangt; der Schiedsrichter erklärte das Tor für ungültig und ließ den Freistoß wiederholen. Dieses Verhalten widerspricht dem Sinn der Spielregeln. Die zum Freistoß berechtigte Mannschaft wollte die Situation schnell ausnutzen; das war ihr gutes Recht. Die Gegner standen nicht 9 m vom Ball, das ist - wenn auch vielleicht ungewollt - nicht sportlich. Wenn der zum Freistoß berechtigte Spieler den Ball sofort stößt, obwohl die Gegner näher als 9 m heran sind, soll der Schiedsrichter das zulassen. Er muß sich also der Situation anpassen. Der Schiedsrichter darf die schnelle Ausführung des Freistoßes nicht hindern und muß sein Zeichen sofort geben, wenn die zur Freistoß berechtigte Mannschaft zur Ausführung bereit ist, selbst wenn die Gegner nicht 9 m vom Ball stehen.

Spielen - nicht schimpfen!

Die Spielregeln sagen jedem etwas. Ihr Rat ist wertvoll. In besonderen Absätzen wenden Sie sich auch direkt mit "Ratschlägen an die Spieler". In der Tat ist das, was dort gesagt wird, sehr beachtenswert. Z.B.: "Lernt die Regeln gründlich; nur so werdet Ihr wirklich Gutes haben und Euch den größten Genuß an dem Spiel verschaffen." Oder: "Erwidere niemals einen regelwidrigen Angriff, denn Du wirst sonst bestraft, und wenn Du des Feldes verwiesen worden bist, wirst Du gesperrt." Oder: "Unterlaß es, die Entscheidungen des Schiedsrichters über Tatsachen, die mit dem Spiel zusammenhängen, zu bekritteln; diese sind endgültig."

Was ist ein verbotenes Spiel?

1. Fußball wird mit dem Fuß gespielt. Der Gebrauch aller anderen Körperteile - mit Ausnahme der Hände -, um den Ball zu spielen, ist erlaubt.
2. Der Fuß darf immer nur gebraucht werden, um den Ball zu spielen.
3. Jeder Gebrauch des Fußes gegen den Körper des Spielgegners ist verboten.
4. Der Ball darf auch dann nicht mit dem Fuße gespielt werden, wenn hierdurch dem Gegner die Gefahr erwächst, verletzt zu werden. Solches Spiel ist "gefährlich" und bedingt einen indirekten Freistoß.
5. Jeder Spieler darf den Gegner in erlaubter Weise daran hindern, den Ball zu spielen. Er darf ihn aber nicht hindern, nach dem Ball zu laufen; auch nicht in regelrechter Weise, wenn er nicht selbst den Ball spielen will.
6. Der Spielgegner darf nur mit der Schulter - gegen dessen Schulter - vom Ball getrennt, das heißt gerempelt werden. Rempeln mit jedem anderen Körperteil, auch mit der Brust, ist regelwidriges Spiel.
7. Verboten ist auch jedes absichtliche Treten, Beinstellen, Anspringen, Schlagen, Halten, Stoßen und gefährliches oder zu heftiges oder von hinten Rempeln des Spielgegners.
8. Verboten ist auch schon der Versuch, den Spielgegner zu treten oder zu schlagen.
9. Besonders gefährlich ist das Stoßen mit den Ellenbogen oder Knien.
10. Die Gesundheit der Spieler steht über Ballbesitz, torerzielung oder gar Spielgewinn.
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. April

Wir gratulieren

Bei unserem frischgebackenen Mitglied Rolf Clausen ist Familienzuwachs zu verzeichnen. Wir gratulieren herzlich!

Familie Herbert Stieler zeigt die Geburt eines kräftigen Stammhalters an. Mit unseren herzlichsten Glückwünsche verbinden wir sogleich die Hoffnung, daß es ein guter Fußballspieler für Husum 18 werden möge.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. April

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Clausen, Rolf, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 54
2. Morowietz, H.-Joachim, Husum, Mommsenstraße 1a
3. Rieckenberg, H.-Jürgen, Husum, Neustadt 114
4. Rostek, Bruno, Hattstedt
5. Schrager, Uwe, Husum, Lornsenstraße 29

 

Austrittserklärungen
1. Glückselig, Hubert, Husum, Jebensweg 22
2. Pohns, Horst, Husum, Iven-Agßen-Straße 9
3. Poth, Lothar, Husum, Klußmannstraße 20
4. Schuldt, Hugo, Husum, Tunnelweg 5
5. Schwartz, J. Günther, Husum, Norderstraße 20
6. Thurow, Willi, Wester-Ohrstedt
7. Trojaner, Willi, Husum, Osterende 2

 

Adressenänderungen
1. Jacobs, Helmut, Husum, Mommsenstraße 9
2. Wagner, Oswald, Husum, Stadtweg 40
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. April

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. April

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Friedrichsberg - Husum 18 4:3
  Husum 18 - Satrup 2:1
  Rantrum - Husum 18 1:1
  Husum 18 - Wyk kampflos für Husum 18
  Nord - Husum 18 2:2

Reserven
  Husum 18 Ib - Frisia Ib 1:4
  IF Tönning - Husum 18 Ib 1:2
  Husum 18 II - TSV Tönning Ib 9:1
  IF Tönning Ib - Husum 18 II 3:2


Tabellenstände

Fußball-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 23 77:27 37:9  
RW Niebüll 25 86:59 36:14  
Frisia Husum 27 71:55 33:21  
TSV Kappeln 24 89:43 31:17  
Vorwärts Flensburg 24 75:47 31:17  
FSV Wyk 26 59:47 30:22  
VfB Nordmark Flensburg 25 71:45 28:22  
Bredstedter TSV 25 55:58 26:24  
Husum 18 27 59:52 24:30  
TSV Friedrichsberg 27 67:72 24:30  
TSV Nord Flensburg 24 38:51 23:25  
Nordmark Satrup 26 44:59 22:30  
TSV Rantrum 26 45:63 22:30  
MTV Leck 27 36:63 21:33  
Rasensport Schleswig 22 29:74 10:34  
Post Flensburg 26 35:123 6:46  

Fußball-Jungmannen
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 23 107:23 41:5  
RW Niebüll 24 95:23 39:9  
VfB Nordmark Flensburg 25 89:28 39:11  
Flensburg 08 24 89:26 35:13  
Husum 18 26 67:30 35:17  
FSV Wyk 26 77:49 31:21  
TSV Nord Flensburg 23 59:36 29:17  
Frisia Husum 27 71:52 28:26  
Rasensport Schleswig 23 72:61 22:24  
MTV Leck 27 75:79 22:32  
Nordmark Satrup 25 41:77 18:32  
Bredstedter TSV 24 57:92 17:31  
TSV Rantrum 25 42:74 17:33  
Vorwärts Flensburg 24 37:109 13:35  
Post Flensburg 25 32:89 9:41  
TSV Friedrichsberg 27 19:181 3:51  
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. April

Fußball-
BL Nord
1956/57

Ergebnisse bis zum 24.03.57

Pl

Husum 18

H

2:3 2:3 5:0 1:5 1:2 2:3 0:1 4:4 0:2 3:2 1:1 4:1 0:2 7:1 3:1 9
0:1     1:1 2:7 1:2 2:2   1:1 3:4 1:0 2:1   9:0 2:2

Schleswig 06

3:2

U

3:0 3:0 5:1 3:1 3:1 1:1 3:1 2:1 3:2 2:4 6:0 6:0 6:0 6:0 1
1:0 5:1 0:2   1:3     6:2 5:1 3:2 1:2        
Vorwärts Flensburg 3:2 0:3

S

7:0 1:2 3:3 3:0 0:0 0:3 1:0 5:4 3:1 4:1 5:1 7:1 2:4 5
  1:5   3:2   6:2 3:3 5:1     2:3 5.1 1:4 4:1  
RW Niebüll 0:5 0:3 0:7

U

3:1 4:1 1:1 7:1 2:1 7:3 5:1 4:1 2:4 2:1 8:2 11:0 2
  2.0   2:4 1:13 4.1   4:4   5.1 2:1   4:1 4:2 2:0
Frisia Husum 5:1 1:5 2:1 1:3

M

1:0 6:1 1:2 2:0 2:1 1:1 4:1 2:3 3:1 7:4 1:1 3
1:1   2:3 4.2 5:4     2:4 5.1 4:1 1:7 1:3 1:7 3:1 3:0
TSV Kappeln 2:1 1:3 3:3 1:4 0:1

E

2:2 6:1 0:1 5:0 5:0 0:3 5:5 6:0 4:3 3:2 4
7:2 3:1   1:13 4:5 4:1 5:0   1:2 5.2         4:0
MTV Leck 3:2 1:3 0:3 1:1 1:6 2:2

R

0:4 1:1 2:2 2:6 1:1 2:2 0:2 2:0 4:1 14
2.1   2:6 1:4   1:4 2.1   0:0 1:2 3:2 0:2 0:1 1:2 3:1
TSV Nord 1:0 1:1 0:0 1:7 2:1 1:6 4:0

F.

2:1 2:4 0:2 2:0 3:3 1:6 3:1 4:0 11
2:2   3.3     0:5 1:2 1:1 3:2 1:3   0:0   0:1  
Bredstedter TSV 4:4 1:3 3:0 1:2 0:2 1:0 1:1 1:2

V.

1:1 2:3 4:2 1:1 0:6 4:2 4:3 8
  2:6 1:5 4:4 4:2     1:1 4:2 5.0   3:2 0:3 3:1  
TSV Rantrum 2:0 1:2 0:1 3:7 1:2 0:5 2:2 4:2 1:1

v

0:3 3:1 0:0 3:3 5:1 4:3 13
1:1 1.5     1:5 2:1 0:0 2:3 2:4   1:5 1.4 2:1 3:1  
TSV Friedrichsberg 2:3 2:3 4:5 1:5 1:1 0:5 6:2 2:0 3:2 3:0

o

3:4 2:0 0:3 11:0 1:2 10
4:3 2:3   1:5 1:4 2:5 2:1 3:1 0:5   3:2 2.2 1:2 5:4  
TSV Nordmark 1:1 4:2 1:3 1:4 1:4 3:0 1:1 0:2 2:4 1:3 4:3

n

4:0 3:2 5:0   7
0:1 2:1 3:2 1:2 7:1   2:3     5:1 2:3 1:0   11:1  
Nordmark Satrup 1:4 0:6 1:4 4:2 3:2 5:5 2:2 3:3 1:1 0:0 0:2 0:4

1

2:2 2:1 2:3 12
1:2   1:5   3:1   2:0 0:0 2:3 4:1 2.2 0:1 0:2   3:1
FSV Wyk 2:0 0:6 1:5 1:2 1:3 0:6 2:0 6:1 6:0 3:3 3:0 2:3 2:2

9

5:1 2:2 6
    4:1 1:4 3:1   1:0   3:0 1:2 2:1   2:0 3:3 3:1
Post Flensburg 1:7 0:6 1:7 2:8 4:7 3:4 0:2 1:3 2:4 1:5 0:11 0:5 1:2 1:5

1

1:1 16
0:9   1:4 2:4 1:3   2:1 1:0 1:3 1:3 4:5 1:11   3:3  
Rasensport Schleswig 1:3 0:6 4:2 0:11 1:1 2:3 1:4 0:4 3:4 3:4 2:1 1:6 3:2 2:2 1:1

8

15
2:2     0:2 0:3 0:4 1:3           1:3 1:3  
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Auf ein neues!

Eine Bitte des Vorstands

Nur ein kleiner Teil unserer Mitglieder macht von der Überweisung der monatlichen Beiträge Gebrauch. Es lassen sich im Laufe eines Jahres erhebliche Ausgaben für den Verein einsparen, wenn ein größerer Kreis unserer Mitglieder dazu übergeht, durch Daueraufträge die monatlichen Beiträge auf unser Konto 1272 bei der Stadtsparkasse Husum zu überweisen. Diese Bitte richtet sich auch an unsere auswärtigen Mitglieder, bei denen eine laufende Beitragseinziehung nicht möglich ist.

Diesen Ausspruch würde man gewöhnlich auf der Schwelle eines vergangenen Jahres tun, wenn man genügend Kraft gesammelt hat, ein neues Jahr zu betreten. Auch wir stehen an der Schwelle eines Jahres. Mit dieser Ausgabe beginnt bereits der sechste Jahrgang unserer Vereinsnachrichten. Wir alle haben uns an sie gewöhnt, sie ist ein bindendes Glied in unserem Verein geworden, und jeder würde sie vermissen, wenn sie nun nicht mehr erscheinen würde. Und darum rufen wir uns zu: "Auf ein neues, auf ein weiteres erfolgreiches Jahr für unsere Vereinsnachrichten."

Dies ist nicht der einzige Grund für einen neuen Anfang. Die Punktspiele in allen Klassen sind bis auf wenige Spiele beendet. Unsere erste Mannschaft hat nicht ganz die Erwartungen erfüllt, die wir zu Anfang in sie gesetzt hatten. Aber dennoch haben wir niemals ernsthaft daran geglaubt, daß wir absteigen würden, wenn es auch immer wieder Pessimisten gab, die meinte voraussagen zu müssen, daß wir uns vor dem Abstieg nicht mehr retten können. Der schlechte Tabellenplatz unserer Mannschaft sagt keinesfalls etwas über das wirkliche Können unserer Mannschaft. Oft waren wir derartig von Pech verfolgt, daß selbst unsere Gegner mit dem Kopf geschüttelt haben. Denken wir nur an die Spiele gegen Leck, Schleswig 06 und an das erste Spiel gegen Kappeln, die wir nach durchweg überlegenem Spiel mit einem Tor Unterschied verloren. Wir erinnern uns an die Spiele, in denen der Gegner in letzter Minute noch den Ausgleichstreffer erzwingen konnte und uns so den schon sicher geglaubten Sieg entriß, und wir uns dann mit einem Unentschieden begnügen mußten.

Aber wir wollen nicht den vergangenen Spielen nachtrauern, sondern uns der neuen Serie zuwenden. Wir danken allen Spielern, die Sonntag für Sonntag bis zum letzten für unseren Verein gekämpft haben. Wir hoffen, daß wir in der nächsten Serie wieder unsere alte Spitzenposition zurückerobern können und daß uns nach so vielen vergeblichen Anläufen der Aufstieg in die Landesliga gelingen möge. Wenn wir das letzte vielleicht noch nicht gleich schaffen, so wollen wir doch versuchen gute Spiele zu zeigen, so daß unsere Zuschauer sagen können: "Unsere erste Mannschaft ist auf dem rechten Wege", und daß sie wieder gern kommen und Freude an den Spielen haben. In diesem Sinne rufen wir allen zu: "Auf ein neues!"

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Einladung!

Am Dienstag, dem 7. Mai 1957, um 20 Uhr, findet im Theaterrestaurant eine

Mitgliederversammlung

statt. Und zahlreiches Erscheinen wird gebeten.

Ostergäste

Am Ostersonntag empfingen wir in Husum eine Auswahlmannschaft der Royal Air Force Sylt zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste trafen bereits morgens um 10:27 Uhr am Bahnhof ein, wo sie von Werner Denckmann recht herzlich begrüßt worden. Da die Engländer nur sehr mangelhaft deutsch sprachen, dolmetschten während des ganzen Tages Dieter Auslitz und Wilfried Lackert. Die Gäste wurden als erstes ins Vereinslokal geführt, wo sie ihre Sachen ablegten. Nachdem man das Ostenfelder Haus und den Schloßgarten besucht hatte, wurde im Theater-Restaurant zu Mittag gegessen. Nach dem Essen brach man zum Stadion auf. Dort wurde um 15 Uhr das Spiel zwischen unserer Ligamannschaft und der R. A. F. Sylt von Schiedsrichter Steinfeld angepfiffen. Die Mannschaften spielten in folgender Aufstellung:

R.A.F.
Davies

Nolan ǀ Kilroy

Moore ǀ Odgen ǀ Cox

White ǀ Booth ǀ Carter ǀ Williams ǀ Darwer

Manfred Hoppe ǀ Horst Groß ǀ Arthur Grabert ǀ Dieter Eckholdt ǀ Hans Peter Harmsen

Uwe Hagen ǀ Heinrich "Hein" Jeß ǀ Heinrich Golde

Heinz Minnie ǀ Karl "Kalli" Clausen

Helmuth Funck
Husum 18

Bereits in den ersten Minuten zeigte es sich, daß wir die Engländer unterschätzt hatten, denn sie spielten keineswegs einen Kreisklassenfußball, sondern sie würden bestimmt in der Bezirksklasse unter den ersten 5 zu finden sein. Der Ball lief bei ihnen von Mann zu Mann und die Spieler liefen ebenfalls, auch wenn sie nicht im Besitz des Balles waren. Sie waren schnell und hart, aber nicht unfair. Sie schnürten unsere Mannschaft jedenfalls so ein, daß die Tore nicht ausbleiben konnten. Bereits in der neunten Minute hieß es 1:0. In der 25. Minute 2:0, als der gegnerische Mittelstürmer allein durchbrach. Den Pausenstand von 3:0 stellte dann der Linksaußen mit einer halbhohen Bombe aus 20 Meter Entfernung her.

Wer gedacht hatte, daß die Gäste in der zweiten Halbzeit nachlassen würden, sah sich getäuscht. Unsere Elf konnte zwar zeitweilig das Spiel ausgeglichen gestalten, aber schließlich fiel dann auch das 4:0 in der 75 Minute. 5 Minuten später sprang der Ball Heinz Minnie an die Hand, und der Schiedsrichter, der sonst unauffällig und korrekt leitete, entschied auf Elfmeter, den die Engländer unhaltbar für Torwart Helmuth Funck zum 5:0 einschossen. In der 84. Minute schließlich stellten die Gäste den Endstand von 6:0 her. Man muß sagen, daß ihr Sieg auch in dieser Höhe verdient war. Unsere Mannschaft ist bis auf Heinrich "Hein" Jeß, den die Engländer sehr lobten, noch zu weich und verspielt. Es erwies sich daher als richtig, einmal eine solche Mannschaft zu verpflichten.

Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel im Vereinslokal blieb man noch lange gemütlich beisammen.

Wilfried Lackert
leer  

1957

Husum 18

1. Mai

Neuer Pressewart

Auf der letzten Vorstandssitzung am 27. März 1957 war die Wahl eines neuen Pressewartes erster Punkt der Tagesordnung. Der Vorstand wählte einstimmig den Sportkameraden Walter Lorenzen, der sich zum neuen Pressewart zur Verfügung gestellt hatte. Damit ist dieses Amt wieder in Händen eines sehr jungen Sportkameraden. Wir wünschen ihm für seine Tätigkeit viel Erfolg und bitten gleichzeitig alle Mitglieder, ihn mit Artikeln und Beiträgen zu unterstützen.

Wolf Dieter Auslitz verläßt Husum

Unser bisheriger Pressewaer Wolf Dieter Auslitz verläßt am 1. Mai Husum, um in Hamburg zu studieren. Wir gratulieren ihm nachträglich noch einmal herzlich zu seinem bestandenen Abitur und wünschen ihm in seiner beruflichen und sportlichen Lebensbahn weiterhin viel Erfolg.

Wir haben Dieter Auslitz viel zu danken. Er war es, der 1955 nach dem Tode unseres damaligen Presse- und Propagandawarts Kurt Klawitter das von ihm aufgebaute Werk, nämlich unsere Vereinsnachrichten, übernahm und weiterführte. Er hat sein Amt immer zur Zufriedenheit aller ausgeführt und die Lücke, die durch den plötzlichen Tod unseres unvergessenen Sportkameraden Kurt Klawitter entstanden war, voll ausgefüllt.

Auch aktiv war Dieter Auslitz sonntags als Schiedsrichter auf dem Sportplatz zu finden. Wenn für unseren Dieter jetzt auch das bestimmt nicht leichte Studium beginnt, so hoffen wir doch, daß er nicht so in Anspruch genommen wird, daß er den Sport ganz und gar vergißt. Wir haben jedenfalls von ihm die Zusage, daß er gern bereit ist, seinen Nachfolger immer zu unterstützen und zu jederzeit mit Rat und Tat beiseite zu stehen. So ist unser Abschied von Wolf Dieter Auslitz jetzt kein Abschied im eigentlichen Sinne, denn er bleibt unserem Verein selbstverständlich weiterhin treu.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Sport allgemein

1. Mai

Begegnungen beim Olympia

Dr. Paul Laven schilderte menschliche Begegnungen in Melbourne

Wer an Olympia denkt, an den Sinn des größten Sportfestes der Welt, der denkt unwillkürlich an den "Olympischen Geist" als Ausdruck menschlichen Empfindens, wie er Baron de Coubertin als Gründer der Olympischen Spiele der Neuzeit vorschwebte.

Daß der "Olympische Geist" lebt und der Jagd nach Sieg und Rekordleistung nicht gewichen ist, bewies Deutschlands bekannter Sportjournalist Dr. Paul Laven in seinem fesselnden Vortrag über "Erlebnis Melbourne" im Husumer Stadttheater. Der Olympische Gedanke, der friedliche, sportlich-faire Wettstreit aller Nationen, regiert trotz Staatsamateurismus und "Züchtung" großer Talente die Sportler der Welt. Und er wird weiterleben, weil der Mensch nie zur Maschine werden kann und stets seine Seele behalten wird.

Gespannt lauschten die viele Zuschauer den unnachahmlichen Schilderungen Dr. Lavens. Sein unheimlich großer Wortschatz, in dem er niemals nach treffenden Ausdrücken zu suchen brauchte, erlaubte es ihm, ja in fast sprudelnder Weise seine Zuhörer mit interessanten Erlebnissen geradezu zu überschütten. Die Fülle selbst erlebter menschlicher Begegnungen in Melbourne riß gar nicht ab. Dabei boten die Spannungen zwischen Russen und Ungarn - der ungarische Volksaufstand war erst während der Reise nach Australien auf seinem Höhepunkt - stets besonderen Charakter, wo Sportler dieser beiden Nationen Mittelpunkt standen: die Russen bildeten einen Kreis um die Ungarn, als diese die "Hammer- und Sichel-Fahne" gegen ihre alte Nationalflagge austauschten, ohne jedoch von den Russen gehindert so werden; der kleine Ungarn József Kovács versagte bei der Siegerehrung im 10.000-m-Lauf dem russischen Sieger Wolodymyr Kuz seinen Glückwunsch; die Schwimmerin Latinina (UdSSR) beglückwünschte ihre Bezwingerin Éva Székely (Ungarn) trotz böser Funktionärsgesichter recht stürmisch. Die Mitteleuropäer wurden nie richtig schlau aus den Ostblock-Sportlern.

Mit farbigen Lichtbildern, ausgezeichnete Aufnahmen, unterstrich Dr. Laven seine Eindrücke von den Spielen in Melbourne und auch von einer Reise ins innere Land Australien. Unvorstellbar waren seine so überaus interessanten Erlebnisse mit den Menschen des fünften Erdteils und mit den Sportlern der ganzen Welt, unvorstellbar aber auch die Bilder: Ddas feuerrote Felsgestein in Mittelaustralien, der Tannenbaum (Adventszeit!) neben den gelben Rosen in Melbourne!

Der reicher Applaus der sportbegeisterten Husumer Zuhörer zeugte doch unzweifelhaft von einem erlebnisreichen Abend mit Dr. Laven.


Zwei Sportbücher von Dr. Paul Laven möchten wir jedem empfehlen: "Fair play", eine Schilderung der bekanntesten deutschen Sportler um das Jahr 1950 (Hein ten Hoff, Gottfried von Gramm, Fritz Walter und viele andere aus allen Sparten) und "Fußball-Melodie", eine Schilderung der bekanntesten Fußballspieler der Welt.

Volker Christensen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Der Abstieg

Die letzten Wochen brachten im Spielverkehr den Endspurt in allen Klassen. Gelingt der Aufstieg? Vermeiden wir den Abstieg? Das waren die bangen Fragen aller Vereinsfreunde. Das Schicksal hängt von der Zusammenfassung aller Kräfte, von Leistungen und physischen Kräfte ab.

Sport ist Auslese. Die Besten kommen zum Schluß nach oben, die Schwächeren bleiben unten. Und ein oder zwei bilden unweigerlich die "roten Laternen". Das muß so sein im Sport. Gäbe es keinen Auf- und Abstieg, so gäbe es keinen Grund zum Streben. Alles wäre ja fest gelegt, vorherbestimmt und unabänderlich.

Keiner könnte also, trotz aller Mühe und redlichen Fleißes, aufsteigen. Und keiner würde, auch als Faulenzer nicht, in den sauren Apfel des Abstiegs beißen müssen.

Aber: man darf alles trotzdem nicht unter- oder über schätzen! Es ist, wenn man nicht besser kann, keine Schande, in eine niedrigere Klasse absteigen zu müssen! Mancher tapfere Verein hat einfach weder die Spieler (noch den dazugehörigen guten Sportlehrer), um Spitzenelf zu sein oder werden zu können. Die Hauptsache ist und bleibt, daß wir ehrlich Sport treiben, ob wir nun oben oder nur unten spielen können.

Von "Existenzkampf" kann also gar keine Rede sein! Manche gebärden sich, als ob die Welt untergehen würde, wenn ihr Verein absteigt. Die Welt kümmert sich nicht darum und dreht sich fort. Ein Sportverein kann auch weiter bestehen, wenn er ein Stockwerk tiefer wohnen muß. Was sollen denn die sagen, die (mangels Möglichkeit) nie nach oben kommen können?

Gewiß: der Abstieg ist nicht angenehm. Aber die Sonne dreht sich fort, und sie lächelt höchstens über die, die einen Abstieg für eine "Katastrophe" halten. Ich erinnere dabei an meinen Verein, Eintracht Nordhorn, der drei Jahre nicht den Versuch machte, zur Oberliga aufzusteigen, sondern in der Amateur-Oberliga verblieb. Weiter unten läßt sich also auch leben, wenn man nur den Sport selber für das Wichtigste hält, nicht aber Tabelle und Klasse.

Ruhig Blut also, wer absteigen muß! Um den Klassenerhalt kämpfen, gewiß. Geht's aber trotzdem schief: von unten kann man, wie es so viele schon getan haben, auch wieder aufsteigen. Auch das ist ein schönes Ziel, das frischen Mut und neuen Schwung verleiht. Vom Abstieg zum Wiederaufstieg!

Ernst Fuhry (katholischer Pfadfinder-Charakter- und Fußballtrainer)
leer  

1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Drei Ecken - ein Elfmeter

Nach dieser Grundregel spielten wir als Jungend. Und heute finden wir diese Wertung noch bei manchem Straßenverein. Es stand und steht in keiner Spielregel, die wir zu jener Zeit, als der Fußball langsam Eingang bei uns fand, nur im grundsätzlichen kannten. Wir wußten, daß beim Fußballspiel das Handmachen verboten war. Die Abseitsregel definierten wir dahin, das abseits steht, wer seinen Posten verläßt und auf die andere Spielfeldseite läuft. Heute mutet diese Auffassung lustig an, aber diese Merkmale galten merkwürdigerweise überall, oh man in jenen Jahren - um die Jahrhundertwende - den Ball kickte. War der Rechtsaußen auf halblinks gelaufen, weil er "draußen" von seinen Kameraden zu wenig Bälle erhielt, galt er als abseits. Das gleiche galt für den Verteidiger, wenn er ohne Ball über die Mittellinie in des Gegners Hälfte lief. Nach jedem Tor wurden die Seiten gewechselt, um einen Vorteil, der in Wind und Sonne lag, auszugleichen. Aus dem Studium der englischen Urregeln haben wir später festgestellt, daß es in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts drüben so ähnlich war, weil man verhindern wollte, daß alles durcheinder läuft. Strafbar war aber nur die Stellung ohne Ball; mit Ball konnte jeder Spieler laufen, wohin er wollte. Das Dribbeln stand hoch im Kurs, vier bis fünf Gegner wurden umspielt, bevor der Ball abgegeben wurde. Noch heute halten die Annalen des englischen Fußballs fest, daß 1874 im Spiel zwischen Oxford und Cambridge das einzige Tor der Oxforder durch ein Dribbling des Verteidigers über das ganze Spielfeld erzielt wurde.

Einfachheit ist geblieben

Eins ist geblieben: die Einfachheit mit der solche Gruppen von jungen Fußball spielen, die sich unserem schönen Spiel erstmals widmen. Hunderte, Tausende von Straßenverein bilden den Kraftquell unserer Entwicklung. Hier fängt es an, hier empfangen Talente ihren ersten Schliff. Man sehe sich die "Spielfelder" an, die auf Ruinengrundstücken oder unbenutzten Lagerplätzen "gebaut" werden. Abgelegte Jacken oder Mützen als Torpfosten; die "schon besseren" haben Besenstiele mit einer Schnur verbunden, um das "Schummeln" und den Streit bei Torerfolgen zu verhüten. Mit Schnur zusammengebundene Stofflumpen dienen als Ball. Lattenschüsse sind undenkbar, und seitwärts dribbelt der Ballbesitzer in die ferne Gegend, ohne "aus" zu sein, der Gegner immer hinterher. So machen sich die Jungens ihre eigene Regel. Im Streitfall wird abgestimmt, ob der Ball im Tor oder aus war. Einen Schiedsrichter gibt es nicht; die Spielunterbrechung wird bei einem Regelverstoß durch Massenchor geregelt und über Fouls ist man sich sehr schnell einig. Denn die sportliche Auffassung hat hier schon einen Boden. Der Elfmeter gilt noch immer als die schwerste Strafe.

Spielkaiser und deutsche Tore

Diese Dinge einmal zurückschauend zu betrachten, ist interessant. Die Tore waren in der Frühzeit des Fußballs auch bei den Vereinen in "richtiggehenden" Wettspielen "Deutsche Tore", das heißt mit einer Schnur verbundene Besenstiele. Die Spieler trugen - weil es Sportartikelgeschäfte in Deutschland noch nicht gab - oft abgeschnittene Zivilhosen, die bis über die Knie reichten. Auf dem Kopf trugen sie schön bunte Sportmützen, die in der Mitte einen Ponpon hatten. Der Spielkaiser, der heutige Mannschaftsführer also, hatte - um in äußerlich zu kennzeichnen - einen breiten weißen Streifen an jedem Hosenbein. Das war von Wichtigkeit, denn damals galten die Mannschaftsführer noch etwas. Sie bestimmten die Aufstellung, Umstellungen und sorgten für den Auf- und Abbau des Spielfeldes. Die Fußballstiefel waren plump und schwer, hatten eine unbiegsam Sohle, oft Stahleinlagen in den Kappen und gingen bis zur Wade. Selbstverständlich wurden sie fest zugeschnürt, damit bei den oft mit der Spitze ausgeführten Platzstößen der Halt ein besserer war. Lesen wir doch noch 1920 in einem von einem ehemaligen Nationalspieler geschriebenen Lehrbuch folgenden Satz: "Wenn der Ball weit gestoßen werden soll, also etwa beim Vorstoß, Freistoß oder Eckstoß, dann trifft man ihn mit der Spitze."

Unentbehrlich waren die Knöchelschützer. Wie staunte man die ersten Engländer an, die bald nach der Jahrhundertwende auf den Kontinent kamen, da sie halbhohes Schuhzeug trugen und die Schnüre dennoch nur bis zur Hälfte durchführten. Die meisten Hemden waren weiß, weil solche einfacher zu beschaffen waren. Dazu trug man über die Schulter geknöpfte, bunte, in den Farben unterschiedliche Westen. Noch früher waren die bunten Schärpen beliebt, die aber bald verschwanden, weil sich herausstellte, daß sie unpraktisch waren. Viel später kann man die bunten Trikots und Jerseys auf, was dann die Turner veranlaßte, gegen diesen "Firlefanz" mit der gleichen Verbissenheit zu kämpfen, wie gegen das "undeutsche" Fußballspiel der englischen Herkunft wegen.

Der Wandel war groß

Erlebten wir heute ein Fußballspiel nach den Spielregeln, die um die Jahrhundertwende galten, würde Jubel und Heiterkeit auf unseren Spielplätzen herrschen. Jeder Regelverstoß wurde bestraft, mußte bestraft werden, gleichgültig ob er mit oder ohne Absicht erfolgt war. Der Torwart durfte den Ball nur bis zur Spielfeldmitte mit der Hand spielen, ihn dabei allerdings nur zwei Schritte lang fest in der Hand halten. Wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft ganz außen, an der Seitenlinie, die Spielregel übertrat, gab der Schiedsrichter unbarmherzig einen Elfmeter, sofern der Tatort nicht über 11 m von der Torlinie entfernt lag. Es gab nämlich bis 1902 weder Tor- noch Strafräume, eine Elfmeter-Strafraumlinie ging in dieser Entfernung von der Torlinie quer über das ganze Spielfeld. Aus jener Zeit stammt der Schmerzensschrei vom harten Elfmeter, der heute längst keine Berechtigung mehr hat. Beim Schiedsrichterball wurde der Ball in die Höhe geworfen, bei einem regelwidrigen Einwurf erhielt der Gegner einen Freistoß. Um nicht abseits zu sein, mußte man mindestens drei Gegner vor sich haben. Aber ein Spieler stand rechtsaußen abseits, auch wenn der Ball linksaußen gespielt worden. Dann mußte der Ball quer über das ganze Spielfeld befördert werden, um den Freistoß auszuführen. Beim Elfmeter durfte der gegnerische Torwart die Torlinie bis auf 3,50 Meter verlassen. Einige stellten sich hinter die Torlinie, um die Entfernung zum Elfmeterschützen "zu verlängern". Außerdem konnte der Torwart nach Herzenslust beim Elfmeter hin und her springen, um den Elfmeterschützen zu beunruhigen. Für den Abstoß hatte man aus Prag, wo der Fußball damals schon in Blüte stand, einen Trick mitgebracht: der Verteidiger hob den Ball dem Torwart in die Hände, und dieser stieß ihn dann weg. Die Gegner durften bei allen Frei- und Abstößen bis auf 6 Meter an den Ball herankommen.

Im übrigen blühte das Einzelspiel, das Dribbeln, Hier gab es ganz große Könner, die drei, vier und fünf Gegner umspielten, bevor sie den Ball abgaben. Aber: in Strafraumnähe gab es kein Abspiel, sondern nur eins: den Schuß aufs Tor. Und kraftvoll schoß man damals; vielleicht ist das die Hauptursache, daß unser Fußballspiel eine so stolze Entwicklung genommen hat.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Mai

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Hans-Ulrich Dawartz, Husum, Süderstraße 85
2. Hans-Hermann Holm, Husum, Stadtweg 21
3. Karl-Heinrich Ohde, Husum, Marktstraße 21
4. Jens-Günther Schwartz, Husum, Norderstraße 20

 

Austrittserklärungen
1. Werner Callesen, Husum, Neustadt 98
2. Herbert Garz, Schweinheim
3. Karl-Peter Hagen, Husum, Damm 7 (jetzt Düsseldorf)
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußballregeln

1. Mai

Unsere Regelecke

   

Das Spiel des Torwarts

1. Wenn der Torwart einen Gegner hindert, darf er selbst in seinem Tor gerempelt werden
2. Wenn der Torwart den Ball berührt, ist jede Benutzung des Fußes gegen den Ball verboten.
3. In seinem Torraum darf der Torwart nur gerempelt werden, wenn er den Ball hat oder einen Gegner hindert.
4. Außerhalb seines Torraums gilt der Torwart als Feldspieler, nur daß er den Ball mit der Hand spielen darf.
5. Der Torwart darf den Ball höchstens vier Schritte tragen. Nach dem vierten Schritt muß er ihn auf den Boden aufspringen lassen.
6. Der Torwart darf sich nicht dem anstürmenden Spieler, auch wenn dieser den Ball am Fuße führt, auf die Füße werfen. Das ist Zufallbringen.
7. Der Torwart ist Fußballspieler wie jeder andere; der Gebrauch der Hände ist als Ausnahme gedacht.
8. Beim Springen nach dem Ball darf der Torwart weder Fäuste noch Kniee gegen den Angreifer benutzen. Sein Ziel darf nur sein, den Ball zu spielen.
9. Der Angriff auf den Torwart das nur im Rempeln bestehen. Jeder Fußangriff ist verboten.
10. Das Wechseln des Torwarts - außer in der Halbzeitpause - muß jedesmal dem Schiedsrichter vorher gemeldet werden.
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Mai

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
Wie wir schon erwähnten, hat der Vorstand beschlossen, der Mitgliederwerbung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Er leitete eine Werbeaktion ein, die sich bis zum 30. Juni erstreckt. Es wurde beschlossen, Vereinsangehörige, die ein neues erwachsenes Mitglied oder zwei jugendliche Mitglieder werben, von der Zahlung eines Monatsbeitrages zu befreien. Das obige Formular kann ausgeschnitten und zur Werbung im Bekanntenkreis benutzt werden.
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - Vorwärts Flensburg 1:1
  Bredstedt - Husum 18 2.1
  Husum 18 - RAF 0:6

Reserven
  IF Husum - Husum 18 Ib 3:3
  Friedrichstadt - Husum 18 Ib 1:4

Jugend
Jungmannen Husum 18 - Vorwärts Flensburg 6:2
Jungmannen Bredstedt - Husum 18 2.1
Jungmannen Friedrichstadt - Husum 18 K 3:2
Jungmannen Husum 18 K - Frisia 3:3
Jugend Husum 18 - Vorwärts Flensburg 3:0
Jungmannen IF Husum - Jugend Husum 18 4:4
Jugend Friedrichstadt - Husum 18 1:4
Schüler Husum 18 - Vorwärts Flensburg 0:2
Schüler Husum 18 - Frisia 8:0
Knaben Husum 18 - Vorwärts Flensburg 2:0
Knaben Husum 18 - Frisia 2:1


Tabellenstände

Fußball-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 27 93:29 45:9  
RW Niebüll 28 99:61 42:14  
Frisia Husum 30 78:60 37:23  
TSV Kappeln 27 97:49 36:18  
Vorwärts Flensburg 27 82:51 34:20  
FSV Wyk 28 62:53 31:25  
VfB Nordmark Flensburg 27 74:48 30:24  
Bredstedter TSV 28 63:63 30:26  
TSV Friedrichsberg 28 71:73 26:30  
TSV Nord Flensburg 28 45:68 25:31  
Husum 18 29 61:55 25:33  
TSV Rantrum 29 48:76 24:34  
Nordmark Satrup 29 48:67 23:35  
MTV Leck 29 41:71 21:37  
Rasensport Schleswig 25 34:81 12:38  
Post Flensburg 29 42:133 7:51  

Fußball-Jungmannen
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 26 120:27 47:5  
RW Niebüll 27 110:27 45:9  
VfB Nordmark Flensburg 27 92:29 43:11  
Flensburg 08 28 97:29 41:15  
Husum 18 28 74:34 37:19  
FSV Wyk 28 79:51 33:23  
Frisia Husum 29 77:55 32:26  
TSV Nord Flensburg 27 62:47 29:25  
Rasensport Schleswig 26 83:64 26:26  
MTV Leck 29 83:87 24:34  
TSV Rantrum 28 49:78 21:35  
Bredstedter TSV 27 63:98 19:35  
Nordmark Satrup 29 44:93 18:40  
Vorwärts Flensburg 27 42:124 13:41  
Post Flensburg 28 35:101 11:45  
TSV Friedrichsberg 28 19:185 3:53  
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Mai

Wir gratulieren

Husum 18 gratuliert seinem zweifachen Jubilar Johannes Thordsen, Hamburg 1, Burchardstraße 14 (Sprinkenhof) zu seinem 30-jährigen Geschäftsjubiläum am 3. Mai und zu seinem 58. Geburtstag am 22.Mai. Wir wünschen dem Träger der silbernen Vereinsnadel weiterhin viel Erfolg!

Unser langjähriges Mitglied der Friseurmeister Waldemar Harms und seine Frau feiern am 15. Mai ihre silberne Hochzeit. Waldemar Harms trat 1930 unserem Verein bei und war zeitweise in der Jugendarbeit tätig. Auch seine Ehefrau ist uns auf dem Sportplatz keine Unbekannte.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Fußball-
BL Nord
1956/57

Ergebnisse bis zum 21.04.57

Pl

Husum 18

H

2:3 2:3 5:0 1:5 1:2 2:3 0:1 4:4 0:2 3:2 1:1 4:1 0:2 7:1 3:1 11
0:1 1:1   1:1 2:7 1:2 2:2 1:2 1:1 3:4 1:0 2:1   9:0 2:2

Schleswig 06

3:2

U

3:0 3:0 5:1 3:1 3:1 1:1 3:1 2:1 3:2 2:4 6:0 6:0 6:0 6:0 1
1:0 5:1 0:2 1:0 1:3   10:1 6:2 5:1 3:2 1:2 1:0 4:1    
Vorwärts Flensburg 3:2 0:3

S

7:0 1:2 3:3 3:0 0:0 0:3 1:0 5:4 3:1 4:1 5:1 7:1 2:4 5
1:1 1:5 0:1 3:2   6:2 3:3 5:1 6:2   2:3 5.1 1:4 4:1  
RW Niebüll 0:5 0:3 0:7

U

3:1 4:1 1:1 7:1 2:1 7:3 5:1 4:1 2:4 2:1 8:2 11:0 2
  2.0 1:0 2:4 1:13 4.1   4:4 7:0 5.1 2:1 5:2 4:1 4:2 2:0
Frisia Husum 5:1 1:5 2:1 1:3

M

1:0 6:1 1:2 2:0 2:1 1:1 4:1 2:3 3:1 7:4 1:1 3
1:1 0:1 2:3 4.2 5:4 3:1 4:3 2:4 5.1 4:1 1:7 1:3 1:7 3:1 3:0
TSV Kappeln 2:1 1:3 3:3 1:4 0:1

E

2:2 6:1 0:1 5:0 5:0 0:3 5:5 6:0 4:3 3:2 4
7:2 3:1   1:13 4:5 4:1 5:0 2:1 1:2 5.2 2:2     4:3 4:0
MTV Leck 3:2 1:3 0:3 1:1 1:6 2:2

R

0:4 1:1 2:2 2:6 1:1 2:2 0:2 2:0 4:1 14
2.1   2:6 1:4 1:3 1:4 2.1 2:5 0:0 1:2 3:2 0:2 0:1 1:2 3:1
TSV Nord 1:0 1:1 0:0 1:7 2:1 1:6 4:0

F.

2:1 2:4 0:2 2:0 3:3 1:6 3:1 4:0 10
2:2 1:10 3.3     0:5 1:2 1:1 3:2 1:3 1:1 0:0 2:2 0:1  
Bredstedter TSV 4:4 1:3 3:0 1:2 0:2 1:0 1:1 1:2

V.

1:1 2:3 4:2 1:1 0:6 4:2 4:3 8
2:1 2:6 1:5 4:4 4:2 1:2 5:2 1:1 4:2 5.0   3:2 0:3 3:1  
TSV Rantrum 2:0 1:2 0:1 3:7 1:2 0:5 2:2 4:2 1:1

v

0:3 3:1 0:0 3:3 5:1 4:3 12
1:1 1.5 2:6 0:7 1:5 2:1 0:0 2:3 2:4   1:5 1.4 2:1 3:1 1:0
TSV Friedrichsberg 2:3 2:3 4:5 1:5 1:1 0:5 6:2 2:0 3:2 3:0

o

3:4 2:0 0:3 11:0 1:2 9
4:3 2:3   1:5 1:4 2:5 2:1 3:1 0:5   3:2 2.2 1:2 5:4 4:1
TSV Nordmark 1:1 4:2 1:3 1:4 1:4 3:0 1:1 0:2 2:4 1:3 4:3

n

4:0 3:2 5:0   7
0:1 2:1 3:2 1:2 7:1 2:2 2:3 1:1   5:1 2:3 1:0   11:1  
Nordmark Satrup 1:4 0:6 1:4 4:2 3:2 5:5 2:2 3:3 1:1 0:0 0:2 0:4

1

2:2 2:1 2:3 13
1:2 0:1 1:5 2:5 3:1   2:0 0:0 2:3 4:1 2.2 0:1 0:2 2:2 3:1
FSV Wyk 2:0 0:6 1:5 1:2 1:3 0:6 2:0 6:1 6:0 3:3 3:0 2:3 2:2

9

5:1 2:2 6
  1:4 4:1 1:4 3:1   1:0 2:2 3:0 1:2 2:1   2:0 3:3 3:1
Post Flensburg 1:7 0:6 1:7 2:8 4:7 3:4 0:2 1:3 2:4 1:5 0:11 0:5 1:2 1:5

1

1:1 16
0:9   1:4 2:4 1:3 3:4 2:1 1:0 1:3 1:3 4:5 1:11 2:2 3:3 2:4
Rasensport Schleswig 1:3 0:6 4:2 0:11 1:1 2:3 1:4 0:4 3:4 3:4 2:1 1:6 3:2 2:2 1:1

8

15
2:2     0:2 0:3 0:4 1:3     0:1 1:4   1:3 1:3  
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Generalversammlung am 28. Juni

Unser ehemaliger Reservespieler Manfred Schultze ist nach einem längeren beruflichen Aufenthalt in Lübeck zu uns zurückgekehrt und läßt alle 18er grüßen.

Ein Verein, der bestehen will, braucht Mitglieder. Die Mitglieder unterstützen den Verein durch ihre Beiträge. Aber das genügt nicht. Außer dem Spielermaterial, das für einen Fußballverein Voraussetzung ist, braucht er Mitarbeiter. Ohne Mitarbeiter würde jedes Unternehmen sehr bald zugrunde gehen. Auch wir in unserem Verein brauchen Mitarbeiter. Das soll keineswegs heißen, daß auch unser HFV dem Untergang geweiht ist. Dafür haben wir glücklicherweise Männer, die sich mit aller Kraft für das Wohl unseres Vereins einsetzen und dafür sorgen, daß der Name Husum 8 seinen alten Klang beibehält. Und wenn wir einmal bedenken, wer denn diese Männer sind, so müssen wir feststellen, daß es fast immer dieselben sind. Sollten wir diesen Männern nicht etwas Arbeit abnehmen? Darauf zielt unser Aufruf: Werdet Mitarbeiter!

In der Jugendabteilung brauchen wir vor allen Dingen Männer, die sich als Mannschaftsbetreuer zur Verfügung stellen. Bisher war es so, daß die wenigen Männer, die der Jugendabteilung zur Verfügung standen, die große Zahl unserer Jugendlichen gar nicht allein betreuen konnten. Die Jungen, die zu uns in den Verein kommen, brauchen jemand, der sich um sie kümmert und dem sie vertrauen kann. Die Jugendarbeit, so wichtig wie sie ist, kann erst dann richtig zur Entfaltung kommen, wenn für jede Mannschaft ein Betreuer da ist. Aber auch an anderer Stelle ist uns jeder Mitarbeiter herzlich willkommen. Um dies in eingehender Weise allen unseren Mitgliedern vor Augen zu halten, hatten wir eine Mitgliederversammlung geplant, der leider zweimal aus technischen Gründen abgesetzt werden mußte. Wir haben nun unsere Generalversammlung auf den 28. Juni vorverlegt und hoffen, daß recht viele unserer Mitglieder erscheinen. Denn je mehr Mitglieder erscheinen, desto interessanter wird die Versammlung. Also haltet Euch den 28.6. frei für die Generalversammlung und vergeßt nicht, daß Ihr den HFV durch Eure Mitarbeit fördert!

Generalversammlung

am 28 Juni 1957, 20 Uhr, in der Theatergaststätte
  Tagesordnung
1. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
2. Kassenbericht
3. Berichte der Kassenrevisoren
4. Berichte der Obmänner der Ausschüsse
5. Entlastung des Gesamtvorstandes
6. Neuwahlen (siehe Paragraph 10 der Vereinssatzung)
  a) 2. Vorsitzender
  b) 1. Kassierer
  c) Fußballobmann
  d) Handballobmann
  e) Leichtathletikobmann
7. Erledigung vorliegender Anträge
8. Verschiedenes

Anträge müssen bis zum 15. Juni beim ersten Vorsitzenden eingegangen sein.

Der Vorstand

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Leverkusen kommt

Wie wir von unserem Jugendobmann Georg Schleger erfahren, kommen am 15. Juni die Jungmannen aus Leverkusen zu einem Gastspiel nach Husum. Außerdem laufen Verhandlungen mit VfB Lübeck und Altona 93.

Mit neuen Kräften

Die Punktspiele sind beendet. Wo stehen wir in der Tabelle? Wer uns in der oberen Tabellenhälfte sucht, der wird uns dort nicht finden. Wer sich aber auch die Mühe macht, sich den Stamm unserer Mannschaft vor einigen Jahren anzusehen und mit dem jetzigen zu vergleichen, der wird feststellen, daß sich die Gesichter gewandelt haben. Nur wenige sind es, die damals wie heute für unsere Farben kämpften. Und eben diesen Männern möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Ich brauche sie nicht beim Namen nennen, jeder der Sonntag für Sonntag die Spiele unserer Mannschaft gesehen hat, weiß wer gemeint ist.

Aber auch unseren jungen Nachwuchsspielern möchte ich danken für ihren Einsatz. Sie haben bestimmt ihr Bestes gegeben, und wenn so viele Spiele verloren gingen, so war es gewiß nicht ihre Schuld. Aber ihnen fehlt noch die genügende Spielerfahrung und auch körperlich können sie sich noch nicht so einsetzen wie manch alter Routinier. Die Zuschauer mögen unzufrieden sein, aber mit dem zur Verfügung stehenden Material können wir zurzeit keine Spitzenmannschaft abgeben. Wir haben viel Pech gehabt, doch dürfen wir hier auch nicht übertreiben, denn öfter waren die Leistungen wirklich sehr schwach.

Und hier komme ich wieder auf unsere alten Stammspieler zurück. Wenn sie sich nicht zur rechten Zeit wieder zur Verfügung gestellt hätten, wären wir vielleicht doch in ernste Abstiegsgefahr gekommen.

Aber zu Beginn einer neuen Serie spricht man nicht von Abstiegssorgen. Es ist meine Pflicht als Trainer mit dem vorhandenen Material immer darauf bedacht zu sein, meinen Verein wieder an die Spitze zu bringen.

Viel Erfolg in der neuen Serie wünscht allen Spielern

Karl Etteldorf
leer  

1957

Husum 18 / Jugendfußball

1. Juni

Eine ganz große Sache!

Fußballweltmeisterschaft ruft!

Der Sportfreund Dr.med Erwin Kraatz aus Westerland macht uns folgende sensationelle Mitteilung:

Als Belohnung für ausgezeichnete Leistungen, regelmäßigen Trainingsbesuch und sportlich-korrekte Haltung läßt sich der Gedanke in die Wirklichkeit umsetzen, daß 15 Jungmannenspieler im Juni 1958 nach Schweden zu der dort zur Austragung kommenden Fußballweltmeisterschaft fahren. Der Sportfreund Dr. Erwin Kraatz ist in der Lage, durch seinen Neffen in Göteborg zwei bis drei Spiele in Planung nehmen zu können. Nach vorsichtigem Überschlag wird die Reise zehn bis zwölf Tage dauern. Sie kann nur zur Durchführung kommen, wenn sich schon jetzt die Jungmannenspieler stets an dieses unvergeßliche und einmalige Ziel erinnern. Nähere Einzelheiten - die Unterbringung ist in zwei bis drei Zelten als Camping gedacht - sollen möglichst noch vor der Sommerpause in einer Zusammenkunft besprochen werden. Ziel der Reise: Göteborg.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Kreisfußballverbandstag

Am Donnerstag, dem 9. Mai 1957, fand in der Theatergaststätte der diesjährige Verbandstag des Kreisfußballverbands Husum-Eiderstedt statt. Der erste Vorsitzende des Kreisverbandes Lothar Strehlow eröffnete die Tagung und begrüßte die Gäste, unter anderem den ersten Vorsitzenden des Bezirks II des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes Herbert Henning und den Schiedsrichterobmann Rudolf Kurzke. Er betonte in seinem Jahresbericht, daß die Arbeit im Berichtsjahre reibungslos verlaufen sei, so daß nur zwei Vorstandssitzungen nötig waren. Die Beziehung zu den übergeordneten Organen sei erfreulicherweise recht gut. Es sei zu wünschen, daß das neue Geschäftsjahr im alten Geist verlaufen möge.

Es folgte der Kassenbericht des Schatzmeisters Reimer, aus dem hervorging, daß die Kassenlage einen Bestand von 145,34 D-Mark aufweist.

Jugendausschußobmann Emilius Petersen gab anschließend in seinem Bericht die Meister der Klassen bekannt. Bei den Knaben konnte sich Frisia den Titel sichern, bei den Schülern Husum 18, Jugend Husum 18, Jungmannen auf Kreisebene TSV Garding und auf Bezirksebene Husum 18. Der besondere Dank des Jugendausschußobmannes galt den Schiedsrichtern, die sich Sonntag für Sonntag zur Verfügung gestellt hatten.

Der Spielausschußobman Heinz Kretzschmar führte aus, daß der Spielbetrieb der Kreisklasse mit sieben ersten und neun Reservemannschaften durchgeführt werden konnte. Kreismeister wurde (ohne die Spiele gegen die Reservemannschaften) Friedrichstadt. Diese Mannschaft wird unseren Kreis bei den Aufstiegsspielen vertreten. In der zweiten Kreisklaße wurde TSV Tönning Meister. Beiden Mannschaften wurde eine Siegerurkunde überreicht.

Den Ausführungen folgte ein Antrag von Husum 18, daß der neue Spielplan es ermöglichen sollte, daß die Husumer Mannschaften bei ihren Fahrten nach Eiderstedt gemeinsam fahren könnten. Der Antrag wurde von Frisia stark unterstützt.

Der anschließende Bericht in der Schiedsrichterobmanns, der in Abwesenheit von Kreisschiedsrichterobmann Hermann Bahnsen verlesen wurde, gab wieder einmal zu verstehen, daß die Zahl der Schiedsrichter zu gering sei. Der Kreis Husum-Eiderstedt verfügt im Moment über 14 Schiedsrichter, davon sind 4 auf Bezirksebene und 10 auf Kreisebene gemeldet. Lehrgänge sollen in nächster Zeit starten.

Aus dem Bericht des Kreisgerichtsvorsitzenden ging hervor, daß sich die sportliche Moral gebessert habe. Es brauchte kein einziger Protest verhandelt werden.

Der Vertreter des KFV beim Kreissportverband brachte sein Befremden darüber zum Ausdruck, daß es in Husum keine sportärztliche Untersuchungsstelle gäbe und daß die Behörden dafür gar kein Interesse zeigten.

Anschließend nahm der Vorsitzende des Bezirksfußballverbandes Herbert Henning die Entlastung des Vorstandes vor.

Die Neuwahlen ergaben einstimmige Wiederwahl des ersten Vorsitzenden, des Schatzmeisters, des Jugendobmanns und des Spielausschußobmannes. Als Beisitzer wurden neu gewählt Georg Schleger (Husum 18) und Pahlke (Frisia). Kassenprüfer wurde Wiezorke (Frisia).

Die Aufstellung eines Haushaltsplans wurde noch zurückgestellt, da die Höhe der Toto-Zuschüsse noch nicht bekannt war.

Auf Antrag des TSV Norderstapel soll in diesem Jahr, neben der Pokalrunde der ersten Klasse um den Pokal der Tageszeitung, auch eine Pokalrunde der Jungmannen durchgeführt werden.

Zum Schluß dieses sehr harmonisch verlaufenen Kreisverbandtages dankte Lothar Strehlow allen denen, die sich in unermüdlicher Arbeit neben ihrem Beruf für den Fußball eingesetzt haben. Er sprach die Hoffnung aus, daß immer mehr junge Sportkameraden sich für die Arbeit innerhalb der Vereine zur Verfügung stellen mögen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Nachruf für Broder August Mommsen

1. Juni

Am 12. Mai 1957 verstarb nach langer, schwerer Krankheit unser langjähriger Vereinskamerad

Broder August Mommsen

Petersburg

Durch seine Treue hat er sich über den Tod hinaus ein Denkmal gesetzt. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender

Broder Mommsen zum Gedenken

Nun ist unser langjähriges Mitglied Broder Mommsen, Petersburg, von uns gegangen. Lange Jahre hat er seinem Leiden mit unendlicher Energie getrotzt, denn Energie und Kraft einzusetzen verstand er schon als junger Mann in seinen Sportkämpfen, die er als bekannter Fünfkämpfer und Faustballspieler aus Lindholm bestand. Er war es, der in unserem Bezirk dem Spiel die Härte gab, und es zu einem Kampfspiel werden ließ. Nachdem er die Gaststätte Petersburg übernahm, schloß er sich unserer Gruppe an, und sein Verdienst war es, daß wir 1940 in der ersten Altersklasse für die Farben 18's auf Anhieb die Landesmeisterschaft im Faustball erringen konnten, denn durch sein Können, seinen Kampfgeist und seine Ruhe gelang uns der Sieg. Wenn er auch in den späteren Jahren durch seine Krankheit behindert war, eisern war er dabei, und schöne Stunden haben wir mit ihm erleben dürfen.

Wir alle, die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen.

Johannes Flach
leer  

1957

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Verbandstag des Bezirkes II

Nachdem am 9. Mai der Kreisfußballverbandtag in Husum stattgefunden hatte, ging am 18. Mai 1957 der Verbandstag des Bezirks II des SHFV in Flensburg über die Bretter.

Herbert Henning, der erste Vorsitzende des Verbandes, begrüßte die erschienenen Delegierten und besonders die Pressevertreter. Husum 18 hatte den Spielausschußobmann Walter Pethke, den zweiten Vorsitzenden Karl-Friedrich Johannsen, Kassierer Hans Weinstein, Jugendobmann Georg Schleger und Pressewart Walter Lorenzen zu dieser Tagung entsandt.

Nach dem verlesenen Bericht des Spielausschlusses folgte eine rege Debatte. Von vielen Seiten wurden Klagen erhoben über schlechte Spielansetzungen. Unser Spielausschußobmann Walter Pethke machte die Anregung, den Spielbetrieb in dem ungünstigen Monat Januar ruhen zu lassen und die Serie eben etwas später zu beenden. Der Vorschlag fand allgemeine Zustimmung.

Die Berichte des Bezirksjugendwartes, des Schiedsrichter-Obmannes und des Bezirksgerichtes wurden ohne Einwände genehmigt. Am Kassenbericht wurden die geringen Ausgaben für die Jugend beanstandet.

Den Fairneßpokal konnte sich in diesem Jahr der VfB Nordmark erkämpfen, der den FSV Wyk (dreimaliger Gewinner des Pokals) auf den zweiten Platz zusammen mit Friedrichsberg verwies.

Der klare und übersichtliche Bericht des Kassenprüfers Hans Weinstein wurde mit großem Beifall aufgenommen.

Anschließend wurden einige Ehrungen vorgenommen. Heinz Schink (Bredstedt) wurde mit der Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet. Schleswig 06 erhielt als Meister des Bezirks eine Urkunde. Die Kreisvorsitzenden und zwei weitere verdiente Männer aus jedem Kreis (für den Kreis Husum-Eiderstedt Heinz Kretschmar und Emilius Petersen) sowie Erich Asmussen und Scheel (Schleswig) wurden mit einem Buch bedacht. Außerdem erhielt jeder Kreis einen Fußball.

Im Anschluß hieran erfolgten die Neuwahlen. Herbert Henning wurde einstimmig zum ersten Vorsitzenden wiedergewählt, ebenfalls Kassierer Harry Hansen und Beisitzer Horst Ritter. Bezirksbeisitzer blieben weiterhin Scheel (Schleswig) und Dr. Herbert Mau (Husum 18). Neuer Kassenprüfer wurde Wiezorke (Frisia). Auch Jugendobmann Hans Hansen blieb im Amt.

Im weiteren Verlauf wurde der Antrag, zwei Vertreter in jeder Kreisklasse für die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga zu ermitteln, angenommen. Außerdem wurde auf einen Antrag Rasensport Schleswigs auf Klassenerhalt folgende Regelung getroffen: Wenn Schleswig 06 aufsteigt, soll der 16. Platz in der Bezirksliga aus den beiden Absteigern und den nicht aufgestiegenen Kreismeistern ermittelt werden.

Als nächster Tagungsort wurde St Peter gewählt.

Um regen Besuch der Sportschule Malente bat der Vertreter des SHFV, Hans Löhndorf. Der Kreis Husum habe nicht immer alle für ihn bestimmten Plätze beschickt.

Dr. Herbert Mau ergriff noch einmal das Wort, um die Jugendwarte der Vereine zu ermahnen, daß sie unbedingt für vorbildliches Verhalten der Jungmannenspieler während der Spiele ihrer ersten Mannschaft sorgen. Vorfälle, wie sie des öfteren vorgekommen sind, sollten doch endgültig der Vergangenheit angehören.

Bevor Herbert Henning den lebhaften Verbandstag schloß, ergriff der Präsident des Landessportverbandes Karl Bommes das Wort. Er legte allen Delegierten ans Herz, wenn sie nun wieder auseinander gingen, nicht zu vergessen, daß unsere Hauptaufgabe darin bestehe, die Jugend nicht nur Fußball spielen zu lassen, sondern in erster Linie zu erziehen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Die Trainingszeiten

Für die Seniorenmannschaften findet das Training mittwochs und freitags jeweils ab 19 Uhr mit Karl Etteldorf statt.


Die Jugendmannschaften trainieren in der Zeit von 17 bis 19 Uhr mit Heinrich Golde.


Unser Trainer Karl Etteldorf war am 24. April zu einem Trainerlehrgang in der Sportschule Malente. Wie wir von ihm erfahren, hat er eine weitere Einladung für den 8. Juli.

Die Jungmannen

Eine lange Serie ist zu Ende. In Niebüll trugen wir unser letztes. Spiel aus. Für viele von uns war dieses die letzte Serie als Jungmannenspieler. Wir haben den fünften Tabellenplatz hinter Schleswig 06, Niebüll, Nordmark Flensburg und Flensburg 08 errungen. Alles in allem gesehen können wir zufrieden sein. Wir haben Niebüll zu Hause geschlagen, ebenso Nordmark Flensburg. Dafür haben wir aber auch Spiele verloren, die wir auf keinen Fall verlieren durften. Ich denke da an die Spiele gegen Satrup, Frisia, Rasensport und Bredstedt. Es ist billig, hinterher irgend jemanden die Schuld dafür zuzuschieben.

Die Kameradschaft in unserer Mannschaft war in dieser Serie nicht besonders groß. Die Mannschaft sah sich nur beim Spiel und hinterher lief alles wieder auseinander. Der Trainingsbesuch war karg, und es waren fast immer die selben Jungen, die jedesmal zum Training erschienen. Viele wurden nie gesehen. Aber das soll keineswegs eine Entschuldigung sein.

Auch unsere zweite Jungmannen, die die Punktserie auf Kreisebene mitmachte, konnte sich diesmal nicht den Titel eines Kreismeisters erkämpfen. Während der ganzen Serie stand der erbitterte Zweikampf unserer Mannschaft mit der tüchtigen Elf aus Garding im Mittelpunkt. Alle anderen Mannschaften waren schon mehr oder weniger abgeschlagen. Bis zum Schluß war keine endgültige Klärung zu erkennen. Unsere Mannschaft fuhr nach Friedrichstadt, um dort das letzte Punktspiel auszutragen. Wir führten die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor Garding an. Im Fallle eines Sieges in Friedrichstadt wären wir Kreismeister geworden, aber die Friedrichstädter machten unseren Plan zunichte und schlugen uns mit 3:2.

So kam es denn, daß unsere erste Jungmannen, die von den Mannschaften aus dem Kreis Husum auf Bezirksebene den besten Tabellenplatz hatte, nach Garding fahren mußte zur Ermittlung des Kreismeisters. Aber wer mit einem hohen Sieg unserer Mannschaft gerechnet hatte, hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Halb Eiderstedt war am 1. Mai nachmittags in Garding mit Trompeten und Topfdeckel erschienen, um den Gardingern die nötige Rückenstärkung zu geben. Wir konnten zunächst durch einen verwandelten Handelfmeter 1:0 in Führung gehen. Die Gardinger leisteten hartnäckig Widerstand und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich, ebenfalls durch einen Handelfmeter. Auch nach der Halbzeit konnte unser Sturm gegen die starke Abwehr der Gäste nicht recht zum Zuge kommen. Garding ging sogar 2:1 in Führung, abermals durch einen Elfmeter, der erst im Nachschuß verwandelt werden konnte. Erst kurz vor Schluß konnten wir durch einen Treffer, der mehr ein Selbsttor war, zum Ausgleich kommen. Eine Verlängerung von zwei mal zehn Minuten brachte nichts ein, da beide Mannschaften ihre Kräfte auf dem schlechten Platz verausgabt hatten. So standen wir denn da, etwas beschämt, doch auch beeindruckt durch den ungeheuren Einsatz unserer Gardinger Kameraden, die uns in technischer Hinsicht weit unterlegen waren. Aber Technik allein ist doch nicht spielentscheidend. Immerhin hatten die Gardinger ein Wiederholungsspiel erzwungen, das am darauffolgenden Sonntag in Husum erfolgte. Unser 3:0-Erfolg war voll und ganz verdient, aber wir hatten uns die Kreismeisterschaft doch hart erkämpfen müssen.

Am folgenden Sonntag standen wir den starken Niebüller Jungmannen gegenüber. Das Spiel war für uns das letzte. Spiel und gleichzeitig das Ausscheidungsspiel zur Teilnahme am Endspiel um die Bezirksmeisterschaft und gegen Schleswig 06. Das Spiel hatte kaum begonnen, da führte Niebüll schon 1:0 durch einen krassen Deckungsfehler. Das konnte ja noch heiter werden! Aber es zeigte sich, daß wir unseren Gastgebern keinesfalls unterlegen waren. Körperlich überragten sie uns alle. Bis zur Halbzeit konnten wir noch das Ausgleichstor schießen. Nach der Halbzeit ging Niebüll abermals in Führung. Auch dieser Treffer hätte bei schnellerem Eingreifen unserer Hintermannschaft verhindert werden können. Unsere Hoffnungen schwanden dahin. Aber noch einmal kommen wir zum Ausgleichstor einschießen. Kurz vor Spielende kann Niebüll dann durch einen indirekten Freistoß aus 10 Meter Entfernung zum Siegtreffer. An dem unheimlich hart unter die Latte geschossenen Ball war nichts zu machen.

Wir hatten verloren, nach unserer Meinung ungerecht, und ich glaube auch die Niebüller Zuschauer müssen uns bescheinigen, trotz ihrer Freude über den Sieg, daß wir ein gleichwertiger Gegner waren. Das war also unser letztes Spiel. Man erwog die Möglichkeit, durch einen Protest gegen einen klaren Regelverstoß des Schiedsrichters ein Wiederholungsspiel zu erzwingen, ließ aber dieses Vorhaben fallen, um nicht die auf dem Rasen verlorenen Punkte am grünen Tisch wiederzugewinnen. schließlich war die Fehlentscheidung des Schiedsrichters - er gab einen Niederwurf anstatt eines Freistoßes, als er einen unserer Spieler wegen Foulspiels auf 2 Minuten vom Platz stellte - nicht spielentscheidend, und unsere Niebüller Kameraden waren daran ja auch nicht schuld.

Es bleibt mir jetzt noch nach, unseren Nachfolgern, den nächsten Jungmannen, mehr Glück zu wünschen als wir es hatten, und meinen Kameraden, die die Jungmannen verlassen, in den Seniorenmannschaften viel Erfolg!

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Heides Ausflug in die Oberliga

Viele von uns waren dabei, als der Heider SV im vergangenen Jahr die Aufstiegsspiele zur höchsten Fußballklasse, der Oberliga, bestritt. Wir haben es dem Kleinen HSV bestimmt gegönnt aufzusteigen,. Und er schaffte es auch. Der Spielausschuß des Bezirks II kam uns entgegen und legte die Spiele unserer Mannschaft so, daß wir immer dann ein Auswärtsspiel hatten, wenn Heide zu Hause spielte. So war unseren Anhängern die Möglichkeit geboten, wenn unsere Liga auswärts spielte, nach Heide zu fahren. Es war immer eine ganz beträchtliche Zahl Husumer, die sich regelmäßig oder auch nur vereinzelt die Spiele des Heider SV ansah. Viele fuhren nicht nach Heide, um die Heider Mannschaft zu sehen, sondern um all die großen Vereine der Oberliga Nord, von denen man sonst nur in der Sportzeitung liest, einmal bewundern zu können. Man sah einen Willi Schröder von Werder Bremen, man sah den Altmeister Hannover 96 straucheln, St. Pauli mußte sich beugen, und der Höhepunkt war der 2:0-Sieg des kleinen HSV über seinen großen Namensvetter. Die tapfere Heider Mannschaft mit Nationalspieler Willi "Ille" Gerdau wurde einem von Spiel zu Spiel sympathischer, erst recht, als der Abstieg unabwendbar war und sie dennoch keineswegs den Mut verlor. Heides Ausflug in die Oberliga war auch für uns Husumer ein Erlebnis. Es wäre zu wünschen, daß der Heider SV von der schweren Krise, die oft nach einem Abstieg kommt, verschont bliebe und wir ihn bald wieder, dann aber für längere Zeit, in der Oberliga sehen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Um den Pokal

Neben den Pokalspielen in der Bezirksklasse um den Alslev-Pokal wird auch in diesem Jahr wieder um den Pokal der Tageszeitung in der Kreisklasse gekämpft. Husm 18 konnte den Pokal bisher zweimal, IF Tönning einmal gewinnen. In diesem Jahr erfolgt die Ausspielung des Pokals in zwei Gruppen in einfacher Punktrunde. Die Sieger beider Gruppen bestreiten das Endspiel am 30. Juni 1957.

In der Gruppe Eiderstedt nehmen teil: 1. TSV Garding; 2. IF Tönning; 3. TSV St. Peter; 4. TSV Tönning.

In der Gruppe Husum nehmen teil: 1. FC Langenhorn; 2. IF Husum; 3. Bredstedter TSV Ib; 4. Frisia Ib; 5. Husum 18 Ib; 6. BTSV Rantrum Ib.

unsere Reserve spielt an folgenden Sonntagen:

19. Mai: Husm 18 Ib - IF Husum
26. Mai: Bredstedter TSV Ib - Husm 18 Ib
2. Juni: Husm 18 Ib - FC Langenhorn
16. Juni: TSV Rantrum Ib - Husm 18 Ib
23. Juni: Frisia Ib - Husm 18 Ib
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Juni

Wir gratulieren

Husum 18 gratuliert seinem ehemaligen ersten Vorsitzenden Otto Hackbarth und seiner Frau zur Geburt in der gesunden Tochter.

Walter Lorenzen

Johannes Thordsen dankt

Für die uns zu unserem Geschäftsjubiläum in so herzlicher Weise erwiesene Aufmerksamkeit, die uns sehr erfreute, danken wir Ihnen und grüßen Sie freundlichst
Johannes Thordsen und Frau Irenze

Waldemar Harms dankt Husum 18 für die Aufmerksamkeit, die ihm und seiner Frau von Seiten des Vereins anläßlich seiner silbernen Hochzeit zuteil wurden. Husum 18 wurde durch Otto Hackbarth, Arthur Grabert und Karl Etteldorf vertreten. Waldemar Harms wurde für langjährige, treue Mitgliedschaft mit der silbernen Vereinsnadel geehrt.

Egon Bahnsen, der Sohn unseres Schiedsrichterobmanns Hermann Bahnsen, wünscht Husum 18 aus Hamburg für die kommende Serie einen guten Start.

leer  

1957

Husum 18

1. Juni

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Horst Eckholdt, Husum, Klußmannstraße 15
2. Aloys Guttzeit, Husum, Osterende 115
3. Sönke Hansen, Husum, Markt 23

 

Austrittserklärungen
1. Klaus Bonse, Mildstedt
2. Franz Janke, Wester-Ohrstedt
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Die letzten Ergebnisse

Liga
  RW Niebüll - Husum 18 3:2

Reserven
  IF Husum - Husum 18 Ib 2:5
  Husum 18 Ib - IF Husum 1:4

Jugend
Jungmannen Garding - Husum 18 2:2 nach Verlängerung
Jungmannen Husum 18 - Garding 3:0
Jungmannen Niebüll - Husum 18 3:2
Jugend Husum 18 - Bredstedt 2:1
Schüler Husum 18 - Bredstedt 3:3
Knaben Husum 18 - Bredstedt 0:0
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Fußball-
BL Nord
1956/57

Ergebnisse bis zum 19.05.57

Pl

Husum 18

H

2:3 2:3 5:0 1:5 1:2 2:3 0:1 4:4 0:2 3:2 1:1 4:1 0:2 7:1 3:1 11
0:1 1:1 2:3 1:1 2:7 1:2 2:2 1:2 1:1 3:4 1:0 2:1 * 9:0 2:2

Schleswig 06

3:2

U

3:0 3:0 5:1 3:1 3:1 1:1 3:1 2:1 3:2 2:4 6:0 6:0 6:0 6:0 1
1:0 5:1 0:2 1:0 1:3 2:1 10:1 6:2 5:1 3:2 1:2 1:0 4:1 1:1 6:0
Vorwärts Flensburg 3:2 0:3

S

7:0 1:2 3:3 3:0 0:0 0:3 1:0 5:4 3:1 4:1 5:1 7:1 2:4 5
1:1 1:5 0:1 3:2 0:2 6:2 3:3 5:1 6:2 2:2 2:3 5.1 1:4 4:1 5:2
RW Niebüll 0:5 0:3 0:7

U

3:1 4:1 1:1 7:1 2:1 7:3 5:1 4:1 2:4 2:1 8:2 11:0 2
3:2 2.0 1:0 2:4 1:13 4.1 4:3 4:4 7:0 5.1 2:1 5:2 4:1 4:2 2:0
Frisia Husum 5:1 1:5 2:1 1:3

M

1:0 6:1 1:2 2:0 2:1 1:1 4:1 2:3 3:1 7:4 1:1 3
1:1 0:1 2:3 4.2 5:4 3:1 4:3 2:4 5.1 4:1 1:7 1:3 1:7 3:1 3:0
TSV Kappeln 2:1 1:3 3:3 1:4 0:1

E

2:2 6:1 0:1 5:0 5:0 0:3 5:5 6:0 4:3 3:2 4
7:2 3:1 2:0 1:13 4:5 4:1 5:0 2:1 1:2 5.2 2:2 3:2 2:2 4:3 4:0
MTV Leck 3:2 1:3 0:3 1:1 1:6 2:2

R

0:4 1:1 2:2 2:6 1:1 2:2 0:2 2:0 4:1 14
2.1 1:2 2:6 1:4 1:3 1:4 2.1 2:5 0:0 1:2 3:2 0:2 0:1 1:2 3:1
TSV Nord 1:0 1:1 0:0 1:7 2:1 1:6 4:0

F.

2:1 2:4 0:2 2:0 3:3 1:6 3:1 4:0 10
2:2 1:10 3.3 3:4 3:4 0:5 1:2 1:1 3:2 1:3 1:1 0:0 2:2 0:1 3:0
Bredstedter TSV 4:4 1:3 3:0 1:2 0:2 1:0 1:1 1:2

V.

1:1 2:3 4:2 1:1 0:6 4:2 4:3 8
2:1 2:6 1:5 4:4 4:2 1:2 5:2 1:1 4:2 5.0 4:4 3:2 0:3 3:1 3:2
TSV Rantrum 2:0 1:2 0:1 3:7 1:2 0:5 2:2 4:2 1:1

v

0:3 3:1 0:0 3:3 5:1 4:3 12
1:1 1.5 2:6 0:7 1:5 2:1 0:0 2:3 2:4 2:2 1:5 1.4 2:1 3:1 1:0
TSV Friedrichsberg 2:3 2:3 4:5 1:5 1:1 0:5 6:2 2:0 3:2 3:0

o

3:4 2:0 0:3 11:0 1:2 9
4:3 2:3 2:2 1:5 1:4 2:5 2:1 3:1 0:5 2:2 3:2 2.2 1:2 5:4 4:1
TSV Nordmark 1:1 4:2 1:3 1:4 1:4 3:0 1:1 0:2 2:4 1:3 4:3

n

4:0 3:2 5:0 6:1 7
0:1 2:1 3:2 1:2 7:1 2:2 2:3 1:1 1:4 5:1 2:3 1:0   11:1 1:1
Nordmark Satrup 1:4 0:6 1:4 4:2 3:2 5:5 2:2 3:3 1:1 0:0 0:2 0:4

1

2:2 2:1 2:3 13
1:2 0:1 1:5 2:5 3:1 2:3 2:0 0:0 2:3 4:1 2.2 0:1 0:2 2:2 3:1
FSV Wyk 2:0 0:6 1:5 1:2 1:3 0:6 2:0 6:1 6:0 3:3 3:0 2:3 2:2

9

5:1 2:2 6
* 1:4 4:1 1:4 3:1 2:2 1:0 2:2 3:0 1:2 2:1   2:0 3:3 3:1
Post Flensburg 1:7 0:6 1:7 2:8 4:7 3:4 0:2 1:3 2:4 1:5 0:11 0:5 1:2 1:5

1

1:1 16
0:9 1:1 1:4 2:4 1:3 3:4 2:1 1:0 1:3 1:3 4:5 1:11 2:2 3:3 2:4
Rasensport Schleswig 1:3 0:6 4:2 0:11 1:1 2:3 1:4 0:4 3:4 3:4 2:1 1:6 3:2 2:2 1:1

8

15
2:2 0:6 2:5 0:2 0:3 0:4 1:3 0:3 2:3 0:1 1:4 1:1 1:3 1:3 4:2
* kampflos für Husum 18
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18

1. Juli

Johannes Thordsen, Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied

Harmonischer Verlauf der Generalversammlung

Eine Bitte der Redaktion

Wir bitten das späte Erscheinen unserer VN zu entschuldigen, da wir auf den Bericht der Jahreshauptversammlung warten mußten, die nach Redaktionsschluß stattfand. Wegen der Sommerpause wird die nächste Ausgabe zum Teil aus allgemein interessierenden Beiträgen bestehen.

Am Freitag, dem 28. Juni 1957, hielt Husum 18 in der Theatergaststätte seine diesjährige Generalversammlung ab. Unser 1. Vorsitzender, Karl Krieger, begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und führte in seinem Tätigkeitsbericht aus, daß das Interesse an einem Verein mit der Leistung der ersten Garnitur steigt und fällt. Leider war das Abschneiden unserer Liga und auch der Reserve nicht so, wie es zu Beginn der Serie erwartet worden war. Man hatte sich deshalb im Vorstand entschlossen, den Diplom-Sportlehrer Walter Grein zum neuen Trainer zu bestellen, wobei gleich gesagt werden muß, daß man mit den Leistungen des Sportkameraden Karl Etteldorf immer zufrieden gewesen ist. Aber wie es in vielen Fußballvereinen so üblich ist, mußte auch hier einmal ein Wechsel eintreten. Die Entscheidung ist dem Vorstand nicht leicht gefallen, zumal dieser Trainerwechsel finanziell eine Mehrbelastung nach sich zieht. Wie schon so oft griff auch hier wieder unser guter, alter Freund Johannes Thordsen, der Träger der silbernen Ehrennadel ist, uns rettend unter die Arme.

Schon einmal, vor etwa fünf Jahren, stiftete Johannes Thordsen einen namhaften Betrag für unseren Verein. Er war der erste, der an uns gedacht hat, und er hat uns auch in den folgenden Jahren nie vergessen. Bei seinem Besuch in Husum anläßlich des Ringreiterfestes lud er unseren ersten Vorsitzenden und einige andere Herren des Vorstandes zu sich und gab bekannt, daß er für die Dauer von zwei Jahren laufende Unterstützungen für unseren Verein zahlen wird. Wir wissen gar nicht, wie wir Johannes Thordsen danken sollen. Mit welcher Dankbarkeit und Freude die hochherzige Spende in unserem Verein aufgenommen wurde, zeigte die spontane Begeisterung für den Antrag des Vorstandes, Herrn Johannes Thordsen zum Ehrenvorsitzenden und zum Ehrenmitglied von Husum 18 zu ernennen. Der Antrag wurde unter stürmischem Jubel einstimmig angenommen. Die Urkunde und die goldene Ehrennadel werden Johannes Thordsen bei seinem nächsten Aufenthalt in Husum im kleineren Kreise überreicht werden.

Nach diesem Höhepunkt nahm die Versammlung weiter einen ruhigen, harmonischen Verlauf. Der Kassenbericht unseres Kassierers Hans Weinstein ließ erkennen, daß man auch im vergangenen Jahr sehr sparsam gewesen ist. Im allgemeinen hat sich die finanzielle Lage nicht wesentlich geändert und ist durchaus als gesund zu bezeichnen. Dies zeigte auch der übersichtliche Bericht der Kassenrevisoren, auf deren Antrag dem Kassierer einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Aus dem Bericht unseres Spielausschußobmannes Walter Pethke ging hervor, daß man trotz der zum Teil ungünstigen Ergebnisse unserer 1. Mannschaft mit der geleisteten Arbeit zufrieden sein sollte. Der Nachwuchs war noch nicht hart und spielerfahren genug, um gleich eine Spitzenmannschaft abzugeben, und wenn wir doch noch einen schlechten Mittelplatz erkämpft haben, so war es das Verdienst älterer Spieler (Arthur Grabert, Hanne Wulff), die sich zur rechten Zeit wieder zur Verfügung stellten. Aber es besteht durchaus berechtigte Hoffnung, daß mit Hilfe des neuen Trainers eine wesentliche Verbesserung des Spielniveaus eintritt.

Der Bericht Jugendausschusses gab wieder einmal zu erkennen, daß unser Nachwuchs noch führend Test. Leider aber fehlt es hier an geeignete Betreuern.

Nachdem unser Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen noch einmal allen Mitgliedern den großen Mangel an Schiedsrichtern vor Augen gehalten hatte, nahm unser Sportkamerad Dr. Erwin Kraatz die Entlastung des Gesamtvorstandes vor, die einstimmig gegeben wurde, und sprach dem Vorstand für die geleistete Arbeit den Dank aller Mitarbeiter aus.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter, und zwar hatte unser erster Vorsitzender die besondere Ehre, vier treuen 18ern die silberne Ehrennadel zu überreichen. Die Sportkameraden Walter Lockenwitz und Wilhlem Schümann wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt, während Walter Pethke und Dr.Herbert Mau die Nadel für besondere Verdienste im Vorstand erhielten. Nach diesen Ehrungen wurden die Neuwahlen durchgeführt. Neuer zweiter Vorsitzender wurde Werner Denckmann, 3. Vorsitzender Dr. med. Michael Uscinowitsch, 1. Kassierer Hans Weinstein. Die Wahl eines zweiten Kassierers wurde zurückgestellt.

Da der gesamte Spielausschuß zurückgetreten war, mußten hier alle Posten neu besetzt werden. Walter Pethke bleibt bis zum 1. Januar weiterhin Obmann und wird dann von Arfast Carstens abgelöst, der augenblicklich beruflich zu sehr beschäftigt ist. Neu gewählt wurden: Hermann Bahnsen, Hermann Lorenzen, W. Carstens und Herbert Knisse. Zu den Jugendbetreuern Herbert Eckholdt, Hans Rühl, Otto Butterbrodt und Georg Schleger als Obmann wurden neu gewählt die Sportfreunde Hans Kock und Waldemar Harms. Waldemar Harms gab außerdem bekannt, daß er für das erste Punktspiel der Liga einen neuen Fußball stiften wird.

Unter dem Punkt Verschiedenes der Tagesordnung wurde der Haushaltsvoranschlag für 1958 einstimmig genehmigt. Außerdem wurde Pressewart Walter Lorenzen in seinem Amt bestätigt, nachdem er es vorher schon kommissarisch versehen hatte. Zum Schluß ergriff unser Sportfreund Dr. Erwin Kraatz noch einmal das Wort und erinnerte an die im Juni 1958 geplante Fahrt von 15 Jungmannenspielern nach Schweden zu der Weltmeisterschaft im Fußball. Er betonte, daß die Fahrt unter allen Umständen stattfinden wird und erklärte, daß sie auch insofern als günstig anzusehen sei, da er in Göteborg verwandtschaftliche Beziehungen habe. Eine anschließende Sammlung für diese wohl einmalige Fahrt ergab den Betrag von ungefähr 50 D-Mark. Zum Abschluß sprach Karl Krieger seinen Dank und seine Zufriedenheit über den schnellen und harmonischen Ablauf aus und schloß die Versammlung mit einem dreifachen Hipp-hipp-hurra!

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Juli

Wir gratulieren

Unser Ligaspieler "Heini" Golde und Fräulein Christa Schleger haben sich verlobt. Herzlichen Glückwunsch!

"Hanne" Wulff und Frau geben die Geburt eines kräftigen Stammhalters bekannt. Wir hoffen, daß auch er, wie sein Vater, ein guter Fußballspieler für Husum 18 wird!
Dieselben Wünsche übermitteln wir unserem treuen Mitglied Max Struve junior und seiner Frau zur Geburt eines gesunden Jungen.
Weiter möchte Husum 18 es sich nicht nehmen lassen, dem VfB Lübeck und dem Phönix Lübeck, die uns beide aus harten Kämpfen unserer Landesligazeit gut bekannt sind, zum Aufstieg in die Oberliga zu gratulieren!
Unser Bezirksmeister Schleswig 06 hat durch den 7:2-Erfolg über TSV Neustadt nach mehrfachem Anlauf wieder die Zugehörigkeit zur Landesliga erkämpft. Husum 18 übermittelt die herzlichsten Glückwünsche!
Außerdem begrüßen wir den TSV Westerland und den TSV Weiche Flensburg, denen der Aufstieg in die Bezirksklasse gelungen ist, als neue Spielpartner.
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Der nächste Trainingsabend ist am Dienstag, dem 9. Juli, 19:30 Uhr in der Kaserne. Bis zum Beginn der neuen Serie werden die Trainingszeiten rechtzeitig durch Aushang im Vereinskasten angezeigt.

Der neue Trainer

Mit Wirkung vom 1. Juni des Jahres hat der Vorstand Herrn Diplom-Sportlehrer Walter Grein als neuen Trainer bestellt. Wir sind sicherlich alle einer Meinung, daß einmal ein Wechsel vorgenommen werden mußte. Damit soll in keiner Weise gesagt werden, daß wir mit den Leistungen des Sportfreundes Karl Etteldorf nicht mehr zufrieden waren. Aber wie bei fast allen Fußballvereinen - gleich welcher Klasse sie angehören - muß auch bei uns der Trainer nach einigen Jahren im Interesse der Leistungssteigerung und Jugendertüchtigung gewechselt werden. Jeder Verein säubert damit die bestehende Atmosphäre und knüpft daran berechtigte Hoffnungen für einen neuen sportlichen Aufstieg seiner Mannschaften.

An dieser Stelle bedauern wir außerordentlich, daß Sportfreund Karl Etteldorf diesen Wechsel als eine persönliche Bloßstellung ansieht. Gerne hätten wir es gesehen, wenn er bei der Vorstellung von Walter Grein, zu der der Vorstand unter anderen Liga und Reserve eingeladen hatte, Gelegenheit genommen hätte, den neuen Sportlehrer kennenzulernen. Es wäre ein Akt sportlicher Fairneß und der Ausdruck weiterer kameradschaftlicher Verbundenheit mit Husum 18 gewesen.

Vielleicht standen im ersten Augenblick auch einige Spieler der Liga oder Reserve dem Wechsel ablehnend gegenüber. Als aber Walter Grein selber das Wort an die Versammelten richtete, hellten sich die Züge der Sportfreunde schnell auf, weil man sofort den Eindruck gewann, daß Walter Grein, der die Sporthochschule absolviert und auch mehrere Lehrgänge bei Sepp Herberger mitgemacht hat, etwas von seinem Fach versteht.

Im Vorstand haben wir nicht leichtfertig den Beschluß zu einem Trainerwechsel gefaßt. Es schien ihm jedoch aufgrund der nicht befriedigenden Ergebnisse der Liga und auch anderer Mannschaften erforderlich, einen neuen zielbewußten und - ja, wir möchten sagen - energischen Trainer zu bestellen. So glauben wir - und mit uns heute sicherlich auch schon viele Spieler - daß wir in Diplom-Sportlehrer Walter Grein den richtigen Weg beschritten haben. Wir hoffen und wünschen, daß alle 18er Walter Grein mit dem nötigen Vertrauen und in sportlicher Kameradschaft begegnen. Die Arbeit wird ihm dann in unserem Verein nicht schwerfallen und die Erfolge können und werde dann nicht ausbleiben.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Interview mit Diplom-Sportlehrer Walter Grein

Unser neuer Trainer, Diplom-Sportlehrer Walter Grein, den die Spieler zum Teil durch die Trainingsabende schon kennengelernt haben, möchte nicht versäumen, zu Beginn seiner Tätigkeit in unserem Verein sich allen Mitgliedern vorzustellen und uns allen gleichzeitig etwas von seiner bisherigen sportlichen Laufbahn zu berichten.

Walter Grein wurde am 1. Dezember 1927 in Köln geboren. Seine aktive Laufbahn als Fußballspieler begann 1939 im VfB 06 Marathon Remscheid. 1952 machte er das Examen als Diplom-Sportlehrer mit dem Sonderfach Fußball. Leichtathletik und Tischtennis gehören neben Fußball zu seinen Lieblingssportarten. In den Jahren 1953 bis 1957 war Walter Grein im Raume des DTB (Deutscher Tischtennisbund) als Trainer tätig und weilte in dieser Zeit unter anderem im Saargebiet, in Dänemark und Schweden. Seine Diplomarbeit (über Tischtennis) wurde als Buch veröffentlicht. Walter Grein war außerdem zwei Jahre Sportreferent an der Universität in Köln und ist Mitglied des Fachbeirates des Deutschen Hochschulsportverbandes. An der Universität spielte Walter Grein auch aktiv Fußball unter Leitung des Bundestrainers Sepp Herberger, für den er schon als Student große Verehrung hegte. Er wurde später selbst Schüler Herbergers als Trainer und steht noch heute mit ihm in Verbindung, um ihn dann und wann um Rat zu fragen.

Nach Husum kam Walter Grein am 15. Februar 1957 mit der Eröffnung der Heeresoffizierschule II. Hier ist es seine Aufgabe, als Sportlehrer die Offiziersanwärter leistungsmäßig zu schulen und in die Methodik der Leibeserziehung einzuweisen. Das Schwergewicht liegt hier auf Leichtathletik, Gymnastik und auf Ballspielen.

Solange die Heeresoffizierschule in Husum bleibt - nach vorsichtiger Schätzung wird dies noch ungefähr zwei Jahre der Fall sein -, wird Walter Grein also unserem Verein zur Verfügung stehen. Und es wird sein Bestreben sein, mit allem, was er vermag, Husum 18 wieder nach vorn zu bringen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Juli

Treffen der alten 18er

Auf Einladung des Sprechers des Beirats trafen sich am 21. Juni im Vereinslokal Stadttheater-Restaurant Mitglieder des Beirats, des Förderkreises und eine Anzahl alter 18er. Gegenstand der Aussprache waren das Vereinsgeschehen und Maßnahmen zur intensiven sportlichen Förderung der Senioren und Junioren. Einen breiten Raum in diesem Besprechungen nahmedie Trainingsfrage ein, die nach allseitiger Überzeugung hervorragend gelöst worden ist.

In seinen einleitenden Worten wandte sich der Sprecher des Beirats scharf gegen die negative, unsaubere und unanständige "Kritik im Dunkeln". Ein offenes, ehrliches Wort von Mann zu Mann wird jedem, der ein Amt oder eine Funktion innehat, recht ein; eine solche Kritik ist positiv und förderlich.

Im weiteren Verlauf der angeregten Aussprache wurden eine Reihe von Problemen erörtert, die Gegenstand der Hauptversammlung waren.

Eine Anregung, daß die alten 18er in kürzeren Zeiträumen, etwa alle zwei bis drei Monate, zusammentreffen, fand allgemeine Billigung.

Der Gesamteindruck dieser Zusammenkunft zeugte von der treuen Verbundenheit der alten 18er zu ihrem traditionsreichen Sportverein.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Husum 18 - TSV Rantrum

Nach den Niederlagen in Osterrönfeld (2:5) und Glückstadt (2:7) trat unsere Liga mit starker Verjüngung am Sonnabend, den 22. Juni, zu einem Abendspiel gegen den TSV Rantrum an. Es war das letzte Spiel vor der Sommerpause und konnte nach einem Halbzeitstand von 2:1 mit 4:2 gewonnen werden. Die eingesetzten Nachwuchßpieler zeigten zum Teil gute Anlagen und werden bei richtigem Training sicherlich in der neuen Serie verwendet werden können.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Bredstedter TSV - Husum 18 4:3
  TSV Osterrönfeld - Husum 18 5:2
  Fortuna Glückstadt - Husum 18 7:2
  Husum 18 - TSV Rantrum 4:2

Reserven
  Bredstedt Ib - Husum 18 Ib 1:4
  TSV Osterrönfeld - Husum 18 Ib 2:5
  Husum 18 Ib - FC Langenhorn 2:4
  TSV Rantrum Ib - Husum 18 Ib 2:7
  Frisia Ib - Husum 18 Ib 2:1

Jugend
Schüler Rantrum - Husum 18 1:4
Knaben Rantrum - Husum 18 2:1
Knaben Husum 18 - Rantrum 1:1
Schüler Husum 18 - Rantrum 2:0
Jugend Husum 18 - Rantrum 9:4
Jungmannen Husum 18 - Rantrum 0:3
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Die Spiele unserer Reserve

Am 19. Mai begannen die Spiele der Kreisklasse um den Pokal der Tageszeitung. Unsere Mannschaft trug das erste Spiel gegen die Mannschaft von IF Husum aus, die erst am Vorsonntag mit 5:2 geschlagen werden konnte. Wer aber mit einem ähnlichen Ergebnis für unsere Mannschaft gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Das was unsere Reserve an diesem Sonntagvormittag zeigte, ist gar nicht zu beschreiben. Es wurde lustlos gespielt und ohne jeden Einsatz. Umso mehr kämpfte die gegnerische Mannschaft, die dann auch bis zur Halbzeit mit 3:0 vorne lag. Nach der Halbzeit wurde dieser Vorsprung sogar auf 4:0 erhöht, bevor wir durch einen von Harald Raab verwandelten Elfmeter zu unserem Ehrentor kamen. Das war kein verheißungsvoller Auftakt für die Pokalspiele.

Am nächsten Sonntag hatte man eine stark verjüngte Mannschaft zum Spiel gegen Bredstedter TSV aufgestellt. Während die Liga im Spiel um den Alslev-Pokal nach einem Rückstand von 3:0 knapp mit 3:4 unterlag, konnte die Reserve mit 4:1 gewinnen.

Das nächste Spiel war für den Mittwochabend angesetzt, und zwar gegen FC Langenhorn. Unsere Mannschaft hatte sich durch Gerhard "Gerd" Präger verstärkt, der nach einem Ausflug in die zweite Division West zu uns zurückgekehrt ist. Bis zur Halbzeit stand das Spiel 2:2. Gerhard "Gerd" Präger hatte für uns beide Tore geschossen. Nach dem Wechsel fiel unsere Mannschaft auseinander. Langenhorn wurde nach und nach überlegener, schoß das 3:2 und kurz vor Schluß das 4:2. Unsere Hoffnung auf den Pokal, die nach dem Sieg in Bredstedt wieder geweckt worden war, schwand dahin.

Nach unserem Pfingstausflug nach Osterrönfeld traten wir am 16. Juni in Rantrum zum fälligen Pokalspiel an. Vorher gab es noch einige Schwierigkeiten. Und 13:35 Uhr sollte unser Zug fahren. Um halb zwei waren wir gerade acht Mann. Günther Präger, der als Begleiter angesetzt war, erschien nicht. Jörg Frank und Gerhard "Gerd" Präger waren per Rad nach Rantrum gefahren, und Harald Raab fehlte unentschuldigt, so daß wir mit zehn Mann spielen mußten. Vorher jedoch holten wir uns Reisegeld von unserem "Finanzminister" Hans Weinstein, und als wir Fahrkarten gelöst hatten, wurde es höchste Zeit, daß wir in den Zug kamen.

Mit etwas Verspätung begann das Spiel um 14:15 Uhr auf dem neuen Rantrumer Marktplatz. Wir spielten zuerst mit Unterstützung des starken Windes und führten zur Halbzeit mit 2:1. Nach der Halbzeit wurde den Rantrumern eine Fußball-Lektion erteilt, wie sie es wohl selten erlebt haben. Helmut Huß wurde zum unüberwindbaren Block in der Abwehr, und Gerhard "Gerd" Präger zeigte Fußball von "hoher Schule". Er war der Beherrscher des Mittelfeldes und schickte unsere Stürmer mit haargenauen 30-m-Pässen "auf die Reise", so daß die Tore wie reife Früchte fielen. Karl W. Petersen (2), Hans Peter Harmsen (2), Gerhard Langkau und Jörg Frank schossen die Tore, zu denen die Rantrumer noch ein Eigentor fabrizierten. Beim Stande von 5:1 kamen die Rantrumer zu ihrem zweiten Treffer durch Kopfball. Der Endstand von 7:2 ist für uns ein schöner Erfolg, zumal er mit nur zehn Spielern erkämpft wurde.

Aber der Tag war noch nicht zu Ende. Als wir uns nach dem nächsten Zug nach Husum erkundigten, hörten wir, daß dieser erst abends um hab neun Uhr fährt. Nachdem wir vergeblich versucht hatten, telefonisch einen kleinen Kleinbus für die Rückfahrt zu bekommen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg - nicht nach Canossa - sondern nach Mildstedt. Von dort fuhren wir dann mit dem Stadtbus nach Husum.

Und sein letztes Spiel der diesjährigen Pokalrunde fand am Mittwoch, 26 Juni, abends und 19:30 Uhr gegen die Reservemannschaft von Frisia statt. Für uns stand nichts auf dem Spiel, wohingegen die Frisianer das Spiel unbedingt gewinnen mußten, um mit Langenhorn punktgleich zu bleiben und so noch eine Chance für das Endspiel zu haben. Mit Unterstützung des Windes führten wir zur Halbzeit 1:0 durch einen platzierten Lattenschuß von Jörg Frank, den Hans Peter Harmsen im Nachschuß über die Linie bringen konnte. Nach dem Wechsel kamen die Frisianer immer besser ins Spiel und schossen auch bald den von allen Frisia-Anhängern stark umjubelten Ausgleichstreffer. Trotz Überlegenheit der Frisianer konnte dieses Ergebnis bis kurz vor Schluß gehalten werden. Aber es sollte nicht sein. 7 Minuten vor Schluß kamen die Frisianer durch einen harmlosen Roller zu ihrem insgesamt gesehen verdienten Sieg, denn sie hatten mannschaftsdienlicher gespielt, während unser Spiel oft aus Einzelaktionen bestand.

Jedenfalls wurde es in diesem Jahr mit dem Pokal wieder nichts, und so bleibt es uns nur zu hoffen, daß es uns im nächsten Jahr gelingt, den Pokal einmal wieder in unserem Besitz zu bringen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Jugend-Fußball regional

1. Juli

06-Jungmannen wurden Landesmeister

In zwei außerordentlich schweren Kämpfen errangen die Jungmannen von Schleswig 06, Bezirksmeister in unserem Bezirk II, die Landesmeisterschaft durch einen 4:3-Sieg in Eckernförde im Wiederholungsspiel gegen den SV Friedrichsort. Das erste Spiel in Rendsburg war (2:2) unentschieden ausgegangen. Damit wurde die Dörbaum-Elf zum zweiten Mal nacheinander die beste schleswig-holsteinische Jungmannen-Mannschaft.

Ihre Ergebnisse:
Bezirksmeisterschaft: 8:1 gegen VfB Nordmark Flensburg, 5:0 gegen RW Niebüll.
Landesmeisterschaft-Vorrunde: in Rendsburg 2:1 gegen SV Itzehoe 09.
Unserem Meister herzlichen Glückwunsch!

Volker Christensen
leer  

1957

Husum 18 / Jugend-Fußball regional

1. Juli

Kreisauswahl auf dem 5. Platz

Fußballturnier der Jugend in Rendsburg

Vom 15. bis 17. Juni 1957 nahmen rund 120 Sportler aller Sparten aus dem Kreise Husum-Eiderstedt am "Landestreffen der Sportjugend" in Rendsburg teil. Unter diesen 120 Sportlern waren wir achtzehn Fußballer, eine Jugend-Kreisauswahl, für die wir aus den Vereinen Bredstedter TSV, TSV Rantrum, Frisia Husum und Husum 18 Uhr gekommen waren.

Nach der Ankunft zogen wir in unser Quartier im großen Zeltlager an der Nordmarkhalle ein. Hier waren wir für zweieinhalb Tage bei guter und reichliche Verpflegung bestens untergebracht.

Ein paar Stunden hatten wir Zeit, denn erst um 16 Uhr sollten wir gegen die starke Mannschaft aus Neumünster antreten. Zu diesem Spiel (später auch für alle drei anderen Spiele) ließ unser Betreuer, Volker Christensen, uns in folgender Aufstellung spielen:

Stich (Bredstedt)

Klimm (Bredstedt) ǀ Dithmers (Frisia)

Petersen (Rantrum) ǀ Andresen (Rantrum) ǀ Jannsen (18)

Scharff (Rantrum) ǀ Rogge (Frisia) ǀ Hansen (18) ǀ Jacobs (18) ǀ Braasch (Frisia)

In einer kurzen Besprechung vor dem Spiel wägten wir unsere Chancen nicht gerade "rosig"ab, trotzdem zeigten wir bei der kurzen Spielzeit von 2 x 10 Minuten wenig Respekt vor unserem Gegner. Bei verteiltem Spiel brachte Rogge uns kurz vor der Halbzeit durch eines der schönsten Tore im ganzen Turnier (Alleingang an zwei Gegnern vorbei und Saftschuß) 1:0 in Führung; dieses Ergebnis wurde trotz spielerischer Nachteile gehalten. Wir waren überaus froh; wer hätte gedacht, daß unsere Mannschaft - neben Schleswig die kleinsten Spieler - dieses Spiel gewinnen würde, zumal ein Neumünsteraner bereits DFB-Auswahl gespielt hatte und mehrere zu Auswahl-Lehrgängen gewesen waren!

Unter den 8 Siegern der ersten Runde spielten wir dann gegen Oldenburg 0:0 unentschieden, obwohl wir zwei gute Torchancen hatten. Nach den Turnierbestimmungen mußte jede Elf 5 Strafstöße (Elfmeter) schießen. Wir hatten Pech - Oldenburg gewann durch 3:2 Elfmeter, wir konnten nur noch den fünften bis achten Platz erreichen.

Am Morgen des 16. Juni mußten wir gegen Kreis Rendsburg antreten. Gegen die gleichwertigen Gegner gewannen wir (durch Rogge) wieder 1:0, und auch im letzten Spiel gegen Eckernförde gewonnen wir verdient 1:0 durch ein Tor von Braasch. Damit hatten wir unter 16 Mannschaften hinter Lübeck, Kiel, Oldenburg und Dithmarschen den fünften Platz erreicht, ohne Niederlage, ohne Gegentor!

Ein Kuriosum, daß eine Ko-Runde mit sich bringt: Oldenburg spielte drei Spiele unentschieden, gewann jedes Mal durch Elfmeterschießen bzw. durch Los und kam so ohne einen Sieg zum dritten Platz!

Unsere Mannschaft hat sich in Rendsburg ganz ausgezeichnet verstanden, wir sind in den drei Tagen in Rendsburg beste Kameraden geworden und haben unseren Kreis meines Erachtens so gut wie möglich vertreten. Und auch die nicht eingesetzten Spieler haben wohl ihre Freude an unseren Erfolgen gehabt.

Hoffentlich ist es möglich, daß wir später mal wieder als "verschworene" Kameraden mit unserem "Vock" auf die Reise gehen können.

Haschi Jannsen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Wir danken dem Sportverein Werder von 1899 e.V. Bremen und dem ISV 09 Itzehoe für die freundliche Übersendung ihrer Vereinsnachrichten.

Am Kanal, da waren wir lustig ...

Pfingsten 1957 beim TSV Osterrönfeld

Bei herrlichem Wetter fuhren wir mittags um 12 Uhr in Richtung Osterrönfeld ab. Unser Bus war bis auf den letzten Platz besetzt. Die älteren Spieler hatten fast alle ihre Damen mitgebracht, und auch die jüngeren standen ihnen nicht nach. Für richtige Pfingststimmung sorgte ein mitgenommenes Schifferklavier. Die Fahrt ging über Schleswig und Rendsburg, wo wir vor der Drehbrücke halten mußten, weil die Durchfahrt gesperrt war. Als die Brücke dann wieder für den Straßenverkehr frei war, stieg alles wieder ein, und im Nu waren wir in Osterrönfeld vor dem Vereinslokal angelangt.

Zur Begrüßung standen der erste Vorsitzende des OTSV und unser alter Ligaspieler Kurt Schmidt bereit, der hier als Trainer fungiert. Kurt Schmidt wurde besonders von seinen alten Mannschaftskameraden Arthur Grabert und Helmut Huß begrüßt. Anschließend fuhren wir zum Sportplatz, wo um 14.30 Uhr das Spiel der Reservemannschaften beider Vereine angepfiffen wurde. Wir hatten eine sehr junge Mannschaft zu diesem Freundschaftsspiel gestellt, die durch die alten Routiniers Helmut Huß und die Gebrüder Präger verstärkt war. Gerhard "Gerd" Präger machte sein zweites Spiel nach längerer Abwesenheit, nachdem er gegen Langenhorn im Pokalspiel sehr gut gefallen konnte und beide Tore für uns schoß.

Wir führten bis zur Halbzeit mit 4:1 Toren. 1:0 hieß es durch ein Eigentor, 2:0 einen von Helmut Lorenzen verwandelten Foulelfmeter, und das 3:0 besorgte Johannes Thomsen durch einen unhaltbaren Schuß. Erst jetzt kam die Osterrönfelder zu ihrem ersten Gegentor, dem Hans Peter Harmsen das 4:1 nach wenigen Minuten folgen ließ. In der brütenden Hitze wurde das Spiel immer langsamer. Heinz Minnie schoß noch zum 5:1 ein, bevor die OTSVer den Endstand von 5:2 herstellten.

Im anschließenden Spiel der Ligamannschaften zeigten unsere Gastgeber, daß sie den zweiten Tabellenplatz in ihrer Staffel nicht zu Unrecht besitzen. Schon nach kurzer Zeit lagen sie mit 3:0 in Führung. Aber auch unsere Mannschaft kam jetzt viel besser ins Spiel und wurde zeitweise drückend überlegen. Noch vor der Halbzeit schoß Grabert zum 3 :1 ein. Nach dem Wechsel spielten wir weiter überlegen und kamen durch Manfred "Manni" Hoppe auf 3:2 heran. Aber damit war unser Pulver verschossen. Die Osterrönfelder diktierten langsam aber sicher wieder das Spielgeschehen, und so kam es, daß noch zwei weitere Tore für sie fielen. Die ganze Begegnung litt sichtlich unter der Hitze, und da es ein Freundschaftsspiel war, wurde auch nicht besonders hart gespielt. In unserer Hintermannschaft konnte Heinrich gefallen, der Heinrich "Hein" Jeß gut vertrat, der leider Dienst hatte und an dieser schönen Fahrt nicht teilnehmen konnte. Auch Karl "Kalli" Clausen, der erstmalig wieder nach seiner Verletzung spielte, bot eine gute Leistung. Im Sturm und wurde oft zu lange gefummelt, und außerdem wurde Manfred "Manni" Hoppe zu wenig eingesetzt.

Diese Niederlage sollte aber unserer guten Stimmung keinen Abbruch tun. Es war inzwischen schon fast halb sieben Uhr geworden, und wir fuhren zurück zum Vereinslokal, wo Kartoffelsalat und Würstchen auf uns warteten. Nach dem Essen begann sich der Saal langsam zu füllen, und um 20 Uhr spielte die Kapelle den Auftakt zum großen "Frühlingsball". Hier endlich war unseren Damen Gelegenheit geboten, in Aktion zu treten. Es fanden sich auch genug Kavaliere, die gerne bereit waren, mit ihnen das Tanzbein zu schwingen. Wir besetzten mit unserem Aufgebot eine ganze Seite des Saales. Bald aber wurden diese Plätze mit den beliebten an der Theke gewechselt. Die Osterrönfelder erwiesen sich auch hier als gute Kameraden, und manche persönliche Freundschaft wurde hier geschlossen.

Die Zeit rann schnell dahin, die Stimmung stieg, aber auch der Zeitpunkt der Abfahrt rückte immer näher. Es war gar nicht so einfach, alle dazu zu bewegen, in den Bus zu steigen, der uns wieder nach Husum bringen sollte. Aber das war nicht zuletzt ein Beweis dafür, daß es uns allen gut gefallen hat. Es war schon nach ein Uhr, als Werner Denckmann alle seine Schäflein zusammen hatte, und nach einigen notwendigen P...pausen kamen wir gegen 3 Uhr morgens in Husum an.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18

1. Juli

Mitgliederbewegung

   

Die Namen der Mitglieder, die im Rahmen der am 30. Juni 1957 beendeten Mitgliederwerbung ein neues Mitglied geworben haben, lagen bei Redaktionsschluß noch nicht vollzählig vor, so daß sie erst in der nächsten Ausgabe unserer Vereinsnachrichten veröffentlicht werden können.

Neuaufnahmen
1. Karl Bode, Husum, Hinter dem Viehhof 8, bei Bahnsen
2. Detlef Garske, Horstedt-Feld
3. Burkhard Kohnert, Horstedt
4. Gerhard Präger, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 47

 

Austrittserklärungen
1. Manfred Schwitalla, Husum, Mildstedter Landstraße 96
2. Dieter Wolter, Husum, Neustadt

 

Adressenveränderungen
1. Herbert Stieler, Kiel, Knooper Weg 166/168
2. Hans Werner Thiele, Husum, Marienhofweg 29
Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Sport allgemein

1. August

Sport ist Ehrlichkeit!

Sport ist nicht nur Kampf; Sport ist ehrlicher Kampf! Zum innersten Inhalt des Begriffes Sport gehört, daß ehrlich gespielt, gerungen und gekämpft wird.

Bloßer Kampf ist Krieg und List; Lüge und Betrug sind dann erlaubt. "Kriegslist" werden sie dann genannt. Im Sport aber wird mit offenem Visier gekämpft! Ganz klare, offene und sonnenhelle Ehrlichkeit waltet im Sport. Oder: der Sport verliert seinen Namen.

Im Sport muß also alle Leidenschaft gebändigt werden. So wird der Sport zum Schleifstein des Charakters. Der wahre Sportmann geht deshalb reiner aus dem Kampf hervor, als er in den Kampf hineinging! Der Kampf läutet ihn; denn im Kampf bezwingt er nicht nur den Gegner, sondern sich selbst ...

Der Stolz des echten Sportmannes besteht darin, jeder Versuchung zur Unsportlichkeit zu widerstehen. Die Ehre des Sportmannes ist nicht die des zählbaren Sieges, sondern die des Sieges über eigene Unsportlichkeit.

Wer von seiner Siegesleidenschaft verschlungen wird und zu unerlaubten Mitteln greift, verliert sich selbst. "Was aber nützt es dem Menschen, wenn er sämtliche Sportwettkämpfe der Welt gewinnt, aber Schaden an seiner Seele erfährt?"

Es wäre deshalb besser, den Sport an den Nagel zu hängen, als durch ihn schlechter zu werden. Noch besser aber ist es, Sport so zu treiben, daß die Wahrheit siegt, die Gerechtigkeit waltet und die Menschlichkeit triumphiert.

Wir denken zu wenig daran! Auch in den Jugendspielen sind wir viel zu oft von den meß- und zählbaren Ergebnissen gefangen und gefeßelt. Wenn man sich nicht oft und oft vorher genügend Gedanken über die wirklichen Wichtigkeiten des Sports gemacht hat, dann wird man von seinen Unwichtigkeiten zu Fall gebracht.

Wir müssen uns also die wahre Rangordnung der Werte Tag für Tag vor's Auge halten. Nur dann sind wir den hochwallenden Leidenschaften gewachsen. Nur dann werden wir Sieger; Sieger über uns selbst!

Ernst Fuhry

Den Ausführungen des bekannten deutschen Trainers Ernst Fuhry braucht wohl nichts mehr hinzugefügt werden. Sie sprechen für sich selbst. Vielleicht wäre es an dieser Stelle einmal angebracht, einen Fall zu beleuchten, wo Sport von Ehrlichkeit und Menschlichkeit weit entfernt ist. Ich denke da an Ungarns Fußballmajor Ferenc Puskás, der vor seiner Flucht aus seiner Heimat Kapitän der ungarischen Fußballnationalmannschaft war. Er hat es offenbar nie überwinden können, daß Deutschland seine Mannschaft 1954 im Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft schlagen konnte. Er war ein schlechter Verlierer. Er mußte zwar nach dem Endspiel unserer Mannschaft eine Gratulation überbringen, er tat es aber mit schlecht verborgenen Grimm. Während seine Mannschaftskameraden den Sieg unserer Mannschaft anerkannten, ließ er sich zu übelsten Verleumdungen der deutschen Siegermannschaft hinreißen.

In einem in England erschienenen Erinnerungsbuch beschuldigt Ferenc Puskás z.B. unseren Stopper Werner Liebrich, daß er ihm im Vorrundenspiel absichtlich eine Knöchelverletzung beigebracht habe, um damit sein Ausscheiden beim Endspiel zu bewirken. Werner Liebrich ging gerichtlich gegen diese gemeine Lüge vor, mit dem Erfolg, daß die verleumderischen Stellen in dem Buche verschwanden.

Später behauptete Ferenc Puskás, daß er die gesamten Spieler der deutschen Weltmeisterschaft Mannschaft bei einem Besuch in deren Kabine wie Kranke auf gefunden habe, die sich erbrachen und hundselend herumlagen. Offenbar sei dies die Folge ihres Dopings gewesen. Er veröffentlichte diese infamer Anschuldigung in einer französischen Sportzeitung, um später zu bestreiten, jemals derartiges gesagt zu haben. Auch unserem Bundestrainer Sepp Herberger gegenüber stellte er vor einiger Zeit in Wien die Äußerungen in Abrede und versprach sogar, gegen die französische Zeitung wegen Verdrehung und falscher Wiedergabe seiner Memoiren gerichtlich vorzugehen.

Bis heute jedoch wurde von Ferenc Puskás' Äußerungen nichts widerrufen, und die französische Zeitung bleibt dabei, nur das wörtlich wiedergegeben zu haben, was Ferenc Puskás gesagt hat.

Neuerdings hat Ferenc Puskás den ungarischen Fußballsport, der ihn vor seiner Flucht so fabelhaft ernährte, in einer Londoner Zeitung in mehr als freimütiger Form bloßgestellt. Als der ungarische Staatsminister György Marosán von den "Enthüllungen" des einstigen Fußballidols hörte, sagte er: "Möge er kläglich in einer Mistgrube verenden!"

Die englische Zeitung "Daily Mail" bezeichnete Ferenc Puskás als den "größten Angeber des Jahrhunderts". Sie schrieb: "Dieser Bursche hat es wie kein Zweiter verstanden, aus den Tränen und dem Blut seiner Landsleute persönliche Vorteile zu ziehen. Er ist feige, lügnerisch, und jedes Mittel ist ihm Recht, um Geld zu verdienen. Alle englischen Clubs, bei denen sich Ferenc Puskás als Profi bewerben wird, sollten ihm sofort den Stuhl vor die Tür setzen!"

Ich finde auch bei uns in Deutschland sollte mit der Ferenc Puskás-Verehrung radikal Schluß gemacht werden. Gewiß, er kann Fußball spielen. Aber mit dem Wachsen seiner Stellung wuchs leider sein Charakter nicht. Auch als Weltstar ist er nie ein guter Sportsmann geworden, viel weniger noch ein guter Mensch. Auf dem Rasen hat er oft besiegt, über sich selbst nie!

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Sport allgemein

1. August

Das "Ja" zum Sport

Sind des Sports ist Erziehung. Erziehung durch Bereitschaft auf freiwilliger Grundlage, Einordnung, Unterordnung und freudigem Anteil am Geschehen. Zu siegen ist das Ziel jedes Sportlers, aber der Sinn des Sportes ist Steigerung, Bildung und Wachsen zur Persönlichkeit. Der Sieg ist nicht das Wesen des Sports, sondern ein Ziel, errungen im Wettkampf. Auch das weitgestecktes Ziel muß mit den Mitteln der Anständigkeit erreicht werden; wir Sportler kennen es unter dem Begriff "Fair play", das heißt Einhaltung der Sportgesetze von jedem und gegenüber jedem. Im Spiel lernen wir uns beherrschen, sowie ein- und unterordnen. Das bedeutet keineswegs das Aufgeben des Persönlichkeitswertes; im Gegenteil, durch Disziplin und sportliches Verhalten wird die Reife der Persönlichkeit unter Beweis gestellt. Der wahre Sportsmann wird niemals Regelwidrigkeiten begehen, wie die Situation auch sein mag. Er wird auch nie nach einem Sieg mit unrechten Mitteln streben, weil ihm die Freude, das Erleben am Sport, sonst verloren geht.

Trotz dieser Eigenschaften, die der Sport ausstrahlt, gibt es viele, die ihm fremd gegenüberstehen. Das wissen wir Fußballer mit am besten. Welcher Vater, Lehrer, Meister sagt wirklich "ja" zum Sport? Wie schädlich wirken sich angesichts dieses Umstandes unsportliches Verhalten, Disziplinlosigkeiten, Fanatismus und andere Erscheinungen in unserem Spielverkehr in der Öffentlichkeit aus? Wir haben allen Grund, solche Erscheinungen mit Sorge zu betrachten und uns stärkstens zu mühen, sie weitgehend auszumerzen. Hier liegt eine gute Möglichkeit für den Verein, werbend zu wirken. Ein blankes Vereinsschild bietet die beste Gewähr für die Aufwärtsentwicklung.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Sport allgemein

1. August

Weg mit der Vereinsbrille

Jeder Verein kann sich glücklich schätzen, wenn er tatkräftige Mitarbeiter findet, die ihre Freizeit größtenteils dafür opfern und das Vereinsschiff in Bewegung bringen. Besonders erfreulich ist die Tatsache, wenn es sich um recht befähigte Mitarbeiter handelt. Alle diese Mitarbeiter sind notwendig, mit ihnen steht oder fällt eine Sportbewegung. Sie gerät aber dort unweigerlich ins Wanken, wo "die Leute mit der Vereinsbrille" das Übergewicht bekommen. Ich habe mir große Mühe gegeben, denjenigen zu finden, der dieses optische Hilfsinstrument als erster auf den Sportplatz brachte. Kenner der sportlichen Verhältnisse werden die Ansicht mit mir teilen, daß diese Brille im Zuge der Aufwärtsentwicklung des Sports kostenlos mitgeliefert worden ist. Mir erscheint diese Brille nicht nur wie ein Gerät, das beliebig vergrößert und verkleinert werden kann, es scheint sogar in der Lage zu sein, immer das wiederzugeben, was sein Träger sich wünscht. Ich möchte wirklich keinem Anhänger eines Vereins verübeln, daß er immer versuchen wird, die Belange seines Vereins in der bunten Welt des Sports besonders zu vertreten, ja er kann und muß seinen Verein nach außen hin auch zu einer besonderen Leuchtkraft bringen. Daß ihm seine Vereinsfarben am besten gefallen, ist nicht etwa unnatürlich, sondern im besten Sinne sportlich.

Trägt aber dieser Sportsfreund eine Vereinsbrille, dann wird er nie in der Lage sein, alles natürlich zu beurteilen. Vergrößert werden grundsätzlich alle Erfolge der eigenen Mannschaft, und verkleinert in fast allen Fällen die des Gegners. Man sieht die Vereinsfreunde als Engel und die Gegner als Teufel. Ja, er hört mithin den Elfmeterpfiff des Schiedsrichters als ein herrliche Musik oder auch als ohrenbeleidigenden Lärm. Ja, es hat schon Vereinsanhänger gegeben, die sich gegenseitig die Brillen von der Nase schlugen, handgreiflich gegeneinander geworden. Sie sind es auch, die nicht dem Verein dienen, sondern in den eigenen Reihen Unzufriedenheit stiften und sich über die Grenzen des Vereins hinaus unbeliebt machen. Dabei ist das Allerschlimmste, daß sie dem ehrlichen, treuen Mitarbeiter, der die Vereinsbrille ablehnt, seine Ideale nehmen.

Der unsachliche Fanatiker tut dem Sport in seiner Gesamtheit nur Abbruch. Wir können ohne ihn ganz gewiß auskommen und wollen es auch. Er tut ja doch nichts zum Wohle des Vereins oder des Ganzen, sondern seine ganze Arbeit ist, sich als Besserwisser und Radauheld in den Vordergrund zu schieben.

Liebe Sportfreunde, laßt doch in Zukunft die Brille in der Schublade liegen oder noch mehr: Ganz weg mit der Vereinsbrille, wer eine solche hat, sollte sie noch im alten Jahr in den Müllkasten werfen.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Jugendfußball allgemein

1. August

Förderung des Schulfußballs

Eine Kraftquelle für das Fußballspiel und seine Organisation liegt in den Schulen. Vor die Wahl gestellt, welches Spiel die Jungen im Rahmen der Leibesübungsstunden treiben wollen, entschließt sich die weitaus größere Zahl gewiß für Fußball. Eine gute Verbindung zwischen Verein und Schule sichert den Nachwuchs insoweit, als die schulentlassenen Jungen bei ihrem Eintritt in den Verein neben der Spielfreudigkeit schon erhebliche technische Fertigkeiten mitbringen.

Noch ist das Fußballspiel in den Schulen nicht in dem von uns gewünschten Maße verbreitet. Nicht immer sind die Schulhöfe ausreichend, es fehlen Bälle und auch Lehrer mit den erforderlichen Kenntnissen für die Durchführung des Fußballspiels. Deshalb ist es für jeden Fußballverein eine Notwendigkeit, enge Fühlung zur Schule seines Heimatbezirks zu halten, um dem Fußballspiel dort einen starken Boden zu sichern.

Der deutsche Fußball Bund und seine Landesverbände haben in den letzten Wochen in einer großzügigen Werbeaktion den Vereinen gewissermaßen den Weg bereitet. Es sind an alle 37.000 Schulen und Lehranstalten im Bundesgebiet drei Broschüren zur Verteilung gekommen, um den fußballfreudigen Lehrern die Durchführung von Fußballspielen in den Spielstunden zu erleichtern. Das erste Heftchen der Schulfußball-Schriftenreihe heißt "Fußball in der Schule" und vermittelt den Lehrern die technische Grundlage des Fußballspiels. Umfangreiche Zeichnungen und Lehrpläne unterstützen dieses Bemühen. Das Heft ist auch ein wertvoller Ratgeber für den Vereins-Übungsbetrieb.

Die zweite Broschüre betitelt sich "Fußball - 'regel'recht". Es ist die Übersetzung einer mit 96 zweifarbigen Zeichnungen versehenen englischen Regelbroschüre, eigens für den Schulfußball verfaßt. Besonders markant ist die Regel 12, die das Erlaubte und Verbotene behandelt, dargestellt.

Das dritte Heft, "Das Fußballspiel in der Schule", gibt der Lehrerschaft Anregungen für die praktische Durchführung des Fußballspielbetriebes an den Schulen und ist eine Gemeinschaftsarbeit des DFB-Schulfußball-Ausschusses. In ihm ist eine ausreichende Darstellung über alles das, was beim Schulfußball beachtlich ist, gegeben.

Der Boden für die Vereinsarbeit an den Schule, um die der Schule entwachsenen Knaben in die große Gemeinschaft der Fußballer einzuführen, ist damit vorbereitet. Jetzt liegt es an jedem Verein selbst, sich in stärkerem Maße als bisher einzuschalten., damit die fußballfreudige Jugend unserem schönen Spiel nicht verlorengeht.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Sport allgemein

1. August

Mangel an Sportwissen

Wir können mit Genugtuung feststellen, daß die Arbeit der Träger des sportlichen Gedankens in den zurückliegenden Jahrzehnten uns einige Erfolge brachte. Diese sind meßbar an den Mitglieder-, Zuschauer- und sonstigen Zahlen. Auch die Tatsache, daß der Sport eingedrungen ist in weite Kreise unseres Volkes und sich in der Öffentlichkeit Achtung verschafft hat, ist ein guter Wertmesser für seine Bedeutung. Dennoch haben wir keinen Grund, zufrieden zu sein, denn: wo müßten wir stehen, wenn ein voller Erfolg unsere jahrzehntelange Bemühungen krönen würde? Müßte nicht jeder Verein in den Jahrzehnten seines Wirkens eine in die Tausende gehende Mitgliederzahl aufweisen, wenn alle die mit ihm und dem Sport verbunden blieben, die für eine - meist nicht kurze - Zeit teilnahmen am Vereinsleben? Müßten nicht die Zuschauerränge bersten, wenn den Vereinen alle die treu blieben, die mehr oder weniger intensiv am sportlichen Erleben ihre Freude fanden?

Eine Gefahr zieht für den Sport herauf und sie gilt auch für das Fussballspiel: die Steigerung zur Sensation. Bei jedem Länderspiel möchten hunderttausend Zuschauer mehr kommen, als Platz ist, während sich auf der "anderen Ebene" unseres Sportbetriebes Zuschauerzahlen zeigen, die bestenfalls in den letzten Jahren nicht rückläufig waren. Es gilt also, unserem Wirken ein Ziel zu setzen, damit die "Alltagskost" unseres Spielverkehrs nicht an Wert verliert oder gar der Geringschätzung unterliegt.

Der Sport kann jede Hilfe gebrauchen, deshalb hat er es noch immer - sogar in sich steigernde Maße - nötig, zu werben und sich zur Geltung zu bringen. Eltern, Vorgesetzte, Lehrer, Pfarrer, Ärzte, Professoren, Parlamentarier, Gemeinderäte und viele andere Schichten unseres Volkes müssen wir aufklärend erfassen, uns bemühen, sie an uns zu ziehen, zu begeistern und zu fesseln. Viele von ihnen wissen wenig vom Sport; sie denken bei der Erwähnung des Fußballspiels an Sechstagerennen oder Berufsringkämpfe. Unablässig müssen wir werbend tätig sein. jeder Einzelne, der uns zugehört, und jedes Mitglied, das mit seinem sportlichen Empfinden mit uns verbunden ist. Nur so können wir unserem schönen Spiel eine stärkere Geltung verschaffen und die Hemmnisse überwinden, die sich vielerseits auftun.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußballregeln

1. August

Unsere Regelecke

Laßt die Hände weg!

Fußball ist ein Spiel, das mit den Füßen gespielt wird. Das prägt sich in seinem Charakter aus und gibt ihm seine faire Härte. Das absichtliche Spielen des Balles mit der Hand ist in den Fußballregeln unter Strafe gestellt. Es rechnet außerdem zu den Vergehen, die eine strenge Strafe bedingen. Die zuständige Regel 12 setzt für absichtliches Handspiel einen Freistoß, aus dem direkt ein Tor erzielt werden kann; im Strafraum also eine Strafstoß (Elfmeter), wenn ein verteidigender Spieler den Ball mit der Hand aufhält, stößt, schlägt oder trägt.

Beim Handspiel gibt es keine Kompromisse, mag die Gefahr, ein Tor zu verlieren, auch noch so groß sein. Andererseits gilt das Handspiel als nicht geschehen, wenn der Ball dem Spieler an die Hand springt. Die Schiedsrichter haben für solche Unterschiede ein gutes Gefühl. Wir sollten ihnen also ihre Entscheidung in jedem Falle überlassen.

Das absichtliche Handspiel gilt nach dem Fußballregeln als unsportliches Betragen, bedingt also eine Verwarnung, wie jedes andere unsportliche Verhalten auch. Weil grundsätzlich jeder Spieler nur einmal verwarnt werden darf, erfolgt beim zweiten absichtlichen Spiel des Balles mit der Hand der Verweis des Spielers vom Spielfeld. Es ist Nachdruck auf das Wort "absichtlich" zu legen, weil unabsichtliches Handspiel auch dann keine Strafe bedingt, wenn hierdurch z.B. ein sicheres Tor verhindert wird.


Auch Nationalspieler "sündigen"

Die Unsitte des absichtlichen Handspiels ist weitverbreitet; sie macht auch nicht halt vor Nationalspielern in Länderspielen. Das konnte man z.B. beim letzten Länderspiel Deutschland - Holland in Amsterdam erleben. Von den Abwehrspielern beider Mannschaften wurden bedrohliche Situationen vor ihrem Tor - außerhalb des Strafraums - zweimal durch Wegschlagen des Balles mit der Hand geklärt. Schöne Spielzüge wurden dadurch in unsportlicher Weise verdorben.

Die zuständigen Stellen des Deutschen Fußball-Bundes haben hieraus Veranlassung genommen, die deutschen Nationalspieler auf die sportgerechte Spieleinstellung zu verpflichten. Jedes Länderspiel muß besten sportlichen Geist atmen; dazu gehört auch der Verzicht auf unsportliche Mittel. Das absichtliche Handspiel, um ein Gegentor zu verhindern, ist unsportlich.


Ball und Linie

1. Der Ball ist erst aus dem Spiel, wenn er die Tor- oder Seitenlinie am Boden oder in der Luft vollständig überschritt.
2. Die Linie muß vom Ball in ihrer ganzen Breite überschritten sein.
3. Der Ball bleibt im Spiel, wenn er von einer Eckfahne ins Spielfeld zurückspringt.
4. Die Linien gehören zum Spielfeld, auch zum Strafraum!
5. Absichtliches Handspiel auf der Strafraumlinie gibt also einen Strafstoß (Elfmeter).
6. Erst dann ist ein Tor erzielt, wenn der Ball den hinteren Rand der Torlinie vollständig überschritten hat.
7. Der Torwart kann hinter der Torlinie stehen, den Ball aber vor der Torlinie aufhalten. Aber auch umgekehrt.

Der Strafraum hat Bedeutung

Nur zu selten wird die Bedeutung des Strafraums richtig erkannt. Zuerst: Die Linien des Strafraumes gehören zu diesem; was also auf der Strafraumlinie passiert, gilt als im Strafraum geschehen. Ein Verstoß der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum verschärft die Strafe: aus einem direkten Freistoß wird dann ein Strafstoß. Das gilt aber nicht für den indirekten Freistoß, denn dieser bleibt auch im Strafraum unverändert.

Indirekte Freistöße im Strafraum sind selten. Der Torwart kann einen solchen verwirken, wenn er z.B. den Ball mehr als vier Schritte lang in der Hand trägt oder ihn zu lange hält ohne ihn abzuspielen. Jeder andere Spieler kann ebenfalls im Strafraum einen indirekten Freistoß verwirken, gleichviel, ob er verteidigender oder angreifender Spieler ist. Z.B. bei gefährlichem Spiel, das heißt den Ball so zu spielen, daß dem Gegner Gefahr droht. Oder beim korrekten Rempeln oder Hindern des Gegners, ohne sich zur gleichen Zeit um das Spielen des Balles zu bemühen. Viele Spieler wissen das nicht, aber danach darf der Schiedsrichter nicht fragen. Und viele Zuschauer meinen, daß der Schiedsrichter zu wenig Mut hat, wenn er in einem solchen Falle einen indirekten Freistoß anstelle des erwarteten Strafstoßes gibt.

Aber noch eine andere Bedeutung hat der Strafraum; beim Abstoß und Freistoß z.B. Beide Male muß der Ball durch den verteidigende Spieler sogleich direkt aus dem Strafraum hinaus ins Spielfeld gestoßen werden. Geschieht das nicht, dann ist in jedem Falle der Stoß zu wiederholen. Beim Abstoß müssen alle gegnerischen Spieler so lange aus dem Strafraum heraus bleiben, bis der Ball diesen verlassen hat. Beim Freistoß müssen sie 9 m vom Ball bleiben, können also im Strafraum stehen, wenn der Freistoß dicht an der Torlinie ausgeführt wird. Den Ball dürfen sie aber auch dann erst spielen, wenn er den Strafraum verlassen hat. Mithin bringt das In-den-Strafraum-stellen eher Nachteile als Vorteile.

Im Strafraum darf der Torwart den Ball mit der Hand spielen, aber er darf ihn nicht mehr als vier Schritte in der Hand tragen. Spätestens nach dem vierten Schritt muß der Ball auf den Boden geworfen werden. Er muß also die Hände des Torwarts verlassen. Es ist dem Torwart nicht verboten, mit dem Ball - ihn nach je vier Schritten zu Boden werfend - bis zur Strafraumgrenze vorzudringen und erst dann wegzustoßen; aber in sehr vielen Fällen wird sich hieraus ein taktischer Nachteile ergeben, weil der Gegner Zeit findet, die Deckung aufzubauen.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

Und dies geschah im Ausland

Von unseren Sonderkorrespondenten in aller Welt

Bei einem Fußballspiel in der italienischen Ortschaft Corviso versuchte einer der Zuschauer gegen den Schiedsrichter tätlich zu werden. Plötzlich sprang ein großer Wolfshund auf den Fußballerrowdy los, zerfetzte ihm den Hosenboden und hätte ihn zweifellos sehr übel zugerichtet, wenn nicht einige beherzte Männer dazwischen getreten wären. Wie sich erwies, gehörte der Hund dem Schiedsrichter. Er begleitete Herrchen bei allen Spielen und gewährte ihm dabei manchmal eine wirksamere Unterstützung als Polizistin und Platzordner. "Ich kann meinen Kollegen nur empfehlen, sich ebenfalls einen Begleithund anzuschaffen", erklärte der findige Pfeifenmann. "Dann wird es bald keine Gewaltakte mehr gegen Fußballschiedsrichter geben."


Merkwürdige Spielunterbrechung

Die merkwürdigste Spielunterbrechung eines Fußballtreffens trug sich jetzt in der spanischen ersten Liga zu. Las Palmas heißt der Erstdivisionär auf den Kanarischen Inseln, der nur mit dem Flugzeug erreicht werden kann. Der Atletico de Bilbao mußte über 1000 km fliegen, ehe er dort war. Mitten während des Spiels verdunkelte sich plötzlich der Himmel und Hunderttausende von Heuschrecken ließen sich auf dem Spielfeld nieder. Das Spiel mußte abgebrochen werden. Um Bilbao aber eine zweite Luftreise zu den Kanarischen Inseln zu ersparen, ging man gemeinschaftlich mit Hilfe der Spieler, Funktionäre und Zuschauer daran, das Spielfeld von den Plagegeistern abzukehren. Nach zwei Stunden war es geschafft. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, während sich rings ums Spielfeld Berge von toten Heuschrecken häuften.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

Fußballzuschauer müssen Ordnung halten

Eine intereßante Entscheidung über die Haftung von Vereinen beim Unfall eines Fußballspiel-Zuschauers, angeblich bedingt durch Überfüllung des Platzes, hat das Amtsgericht in Gelsenkirchen getroffen. Aus Anlaß des vorjährigen Meisterschaftspiels Schalke 04 gegen den Karlsruher SC klagte ein Zuschauer auf Schadensersatz, weil der den Platz stellende Verein Schalke 04 angeblich durch mangelnde Ordnung seinen Unfall nebst Sachschaden verursacht habe. Er sei in eine Menschenmenge eingekeilt und zu Boden gedrückt worden und andere Zuschauer seien über ihn hergefallen. Das Gericht lehnte die Klage ab, weil in der 43.023 Zuschauer fassenden Glückauf-Kampfbahn nur 35.771 Zuschauer anwesend waren, der Platz also nicht überfüllt gewesen sei. Der Verein hätte mittels wiederholter Durchsagen im Lautsprecher und durch Kontrollorgane die Zuschauer immer wieder ersucht, nach unten zusammenzurücken und sei nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn diese in unvernünftiger Weise der Aufforderung zur Ordnung nicht nachgekommen sind. Zudem hätte der Platz durch die vorhandenen sogenannten Wellenbrecher genügend Sicherheit für die Zuschauer geboten. Es stehe außerhalb der Macht eines Vereins, die Ordnung in dem erforderlichen Maße zu sichern, wenn die Zuschauer die gegebenen Anweisungen nicht erfüllen.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

1 x Pieke und 10 x Spann!

"Lieber mal einen Vollspannschuß daneben, als einen Piekentritt ins Tor!", so sagt sich Diplom-Fußball- und Sportlehrer Sepp Kretschmann, der es wissen muß, da er bereits seit 1925 als Trainer auf den Fußballplätzen steht.

Aber anders wo sitzt der Dr. Neunmalklug auf der Tribüne, erste Reihe, Mittelloge, und der wettert: "Meine Männer sollen ins Netz treffen; wie, ist egal!"

Sei es, wie es ist. "Ich bin Feinschmecker der Fußballtechnik", meint jedenfalls Rentner Franz Friedrich, der jeden Sonntag als Kriegsversehrter seinen dreirädrigen Selbstfahrer zum Fußballplatz fährt und bei jedem Spiel genau aufpaßt. "Ich für meine Person sehe doch lieber zehn saftige Spannraketen knapp ins Aus zischen, wenn's sein muß, als so einen krummen, steifen Spitzenkicker abgerutscht im Tor landen!" Wer will ihm das verübeln?

"Das Spitzeln von Bällen muß Zufall oder Notwehr bleiben", ist die fachmännische Meinung Sportlehrer Kretschmanns und aller guter Trainer. "Wenn es natürlich mal wirklich nicht anders geht", fährt er fort, "noch den Ball fortzu'tupfen' - na, schön! Z.B. in Spagat-Stellung. Oder um durch plötzliches Antippen dem Ball höhere Fahrt zu geben.

Doch das müssen Ausnahmen bleiben. Schließlich wirkt jeder Spieler hölzern und technisch anfängerhaft, wenn er mit seiner Schuh'nase' den Ball stößt. Davon abgesehen rutschen "Pieken" außerdem meist ab. Lediglich per Zufall kommen solche Schüsse, wenn man sie überhaupt so nennen kann, genau ..."

Für dich heißt deshalb die fußballmathematische Formel: 1 x Pike (höchstens), dafür aber 10 x Spann (mindestens)!

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

Die gute Tat

In einer Zeit, in der so gerne Sensationen in den Vordergrund gestellt, gute Taten aber kaum gewürdigt werden, wird eine schöne sportliche Haltung aus dem Siegerland bekannt:

An einem Maisonntag des Vorjahres wurde bei einem Punktespiel der Kreisklassenvereine Wilnsdorf - Struthütten ein Spieler des Platzvereins erheblich verletzt. Mit einem doppelten Beinbruch mußte er viele Monate das Krankenbett hüten. An einem der letzten Sonntag wurde nun ein Freundschaftsspiel der damaligen Gegner auf dem Platz des vorherigen Gastvereins ausgetragen. Von der sportlichen Seite her gesehen ein privater Kräftevergleich wie alle anderen. Er hob sich aber dadurch besonders von den übrigen ab, als ihm der Beschluß beider Vereine zugrunde lag, den Reinertrag dieser Begegnung dem im Mai vorigen Jahres verletzten Kameraden zur Verfügung zu stellen.

Die sportliche Gesinnung aller Beteiligten beweist, daß wahrer Sportsgeist noch lange nicht ausgestorben ist. Es müßte nur viel mehr darüber geschrieben und zur Nachahmung aufgerufen werden.

Walter Lorenzen
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1957

Husum 18

1. August

Aufnahme-Antrag

Unterzeichneter stellt den Antrag, in den
Husumer Fußballverein von 1918 e.V.
als aktives / passives Mitglied aufgenommen zu werden.
Gewünschter Sport:
Fußball / Handball / Faustball / Tischtennis
Name
Straße und Hausnummer
Geburtsdatum
Eingetreten am
War früher Mitglied von
Aufnahme-Spende DM
 

eigenhändige Unterschrift

Bei Minderjährigen auch Unterschrift des gesetzlichen Vertreters
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1957

Husum 18

1. August

Mitgliederbewegung

   

Ergebnis der Werbeaktion von Februar bis Juni 1957: 44 neue Mitglieder

Davon haben die Werbebedingungen erfüllt:. 38

Es haben geworben:

Werner Denckmann 13 Mitglieder = 9 Monatsbeiträge
Georg Schleger 4 Mitglieder = 2 Monatsbeiträge
Clausen (Ochsenkamp) 3 Mitglieder = 2 Monatsbeiträge
Schrock 3 Mitglieder = 3 Monatsbeiträge (Jugendlicher)
Otto Hackbarth 2 Mitglieder = 2 Monatsbeiträge
Arthur Grabert 2 Mitglieder = 1,5 Monatsbeiträge
Uwe Hagen 2 Mitglieder = 1,5 Monatsbeiträge
Hans Eckholdt 2 Mitglieder = 1,5 Monatsbeiträge
Hans Weinstein 2 Mitglieder = 1,5 Monatsbeiträge
Hermann Bahnsen 1 Mitglied = 1 Monatsbeitrag
Günter Präger 1 Mitglied = 1 Monatsbeitrag
Heinrich Golde 1 Mitglied = 1 Monatsbeitrag
Rühl 1 Mitglied = 0,5 Monatsbeitrag
Dieter Eckholdt 1 Mitglied = 0,5 Monatsbeitrag
  38 Mitglieder      
Die Beiträge sind gutgeschrieben!


Austrittserklärungen
1. Hauke Greifsmühlen, Husum, Deichstraße 4
2. Kurt Hagen, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 42
  Otto Köster, Husum, Nordhusumer Straße 75
  Heinrich Petersen, Husum, Treibweg 8
  Rolf Petersen, Husum, Schulstraße 2
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Die Altliga

Husum 18 schlägt den Heider SV 7:6

Endlich! Am 17. August 1957 war es soweit. Das lange angekündigte und immer wieder verschobene, von vielen Sportanhängern mit Spannung erwartete Treffen der Altligen von Husum 18 und dem Heider SV fand endlich statt, und, um es gleich zu sagen, mit großem Erfolg. Leider setzte kurz vor Spielbeginn starker Regen ein, der zwar bald wieder aufhörte, aber doch eine große Anzahl Zuschauer zurückhielt. Unter Leitung des alten "Kämpen" Hermann Bahnsen stellten sich die beiden Mannschaften in folgender Aufstellung vor:

Heider SV
Ernst August Druve

Kock ǀ Heiner Block

Fritz Seehausen ǀ Fritz Sick ǀ W. Druve

Steffens ǀ Holm ǀ Richert Hußner ǀ Jebens ǀ Drighard

Georg Jessen ǀ Max Sönnichsen ǀ Arthur Grabert ǀ Otto Roscher ǀ Anton Götz

Johannes Wulff ǀ Helmuth Huß ǀ Georg Schleger

Gerhard Präger ǀ Steffan

Sven Andresen
Husum 18

Im großen und ganzen gesehen stellten wir die jüngere Mannschaft. In Heides reihen tauchten Namen auf, die uns allen aus unserer Zeit der Landesliga-Zugehörigkeit gut bekannt sind. Wer kennt sie nicht, Ernst-August Druve im Tor, Richert Hußner, Fritz Seehausen, Heiner Block, Fritz Sick oder wer immer es auch war, der unseren alten "Haudegen" "Magge" Sönnichsen, Arthur Grabert, "Hanne" Wulff, Sven Andresen oder Helmuth Huß gegenüberstand.

In der ersten Viertelstunde fiel noch kein Tor, und nichts deutete da drauf darauf hin, daß dieses Spiel mit einem so hohen Torergebnis enden sollte. In der 16. Spielminute war es dann Arthur Grabert, der nach einer Flanke Max Sönnichsens den Torreigen eröffnete. Otto Roscher erhöhte auf 2:0 nach einer Maßflanke Georg Jessens. 3:0 und 4:0 hieß es beide Male durch Arthur Grabert und das 5:0 besorgte "Magge" Sönnichsen, als er eine Ecke von rechts direkt ins Tor schoß. Das war "Magge" Sönnichsen wie einst im Mai. Mit diesem etwas zu hohen Ergebnis ging man in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel bekamen die Heider, die etwas umgestellt hatten, mehr Druck ins Spiel und schossen 7 Minuten nach dem Wiederanpfiff durch Holm ihr erstes Tor, dem Fritz Sick zwei Minuten später ein zweites folgen ließ. Dann waren aber die 18er noch zweimal erfolgreich. Anton Götz konnte eine Flanke von Georg Jessen zum 6:2 verwandeln, und nach Arthur Graberts 7:2 bei unser Pulver endgültig verschossen. Zwar mußte Ernst August Druve noch etliche Male gefährliche Schüsse vor allen Dingen von Georg Jessen halten, der als Außenstürmer eine gute Partie bot, dem leider selbst kein Treffer gelang, aber nach und nach gestaltete sich die zweite Halbzeit zu einer Halbzeit der Heider. Richert Hußner holte durch eine unhaltbare Bombe auf 7:3 auf. Dann war es zweimal der schnelle Linksaußen der Gäste Drighard, der seinem sonst sehr guten und schlagsicheren Verteidiger Steffan davongelaufen war und Sven Andresen mit zwei glasharten Flachschüssen überwand. 7:5! Eine Minute vor Schluß stellte Fritz Sick den Endstand von 7:6 her. Hätte man noch etwas länger gespielt, wäre den Heidern vielleicht noch der Ausgleichstreffer gelungen, aber man kann wohl sagen, daß unsere Mannschaft, nicht zuletzt aufgrund des guten Halbzeitergebnisses, knapp aber verdient gewonnen hat.

Nach dem Spiel blieb man noch mit den Heider Gästen, die zum großen Teil ihre Damen mitgebracht hatten, gemütlich zusammen. Für stimmungsvolle Musik sorgten die kleine Karin Bahnsen und ihre Freundin durch Akkordeonspiel. Auch ein Teepunsch, der jedem Heider Spieler durch eine "Urkunde" zugesichert war, die Werner Denckmann, unser zweiter Vorsitzender und Betreuer der Altliga, der Heider Mannschaft überreichte, tat der allgemeinen Stimmung keinen Abbruch. Im Verlaufe des Abends wurde unserem "Schiri" Hermann Bahnsen und dem ältesten Spieler der Mannschaft vom Mannschaftsführer der Heider, Fritz Sick, das Vereinsabzeichen des Heider SV überreicht. Da Georg Schleger, unser ältester Spieler (54 Jahre), an diesem Abend leider nicht teilnehmen konnte, nahm Toni Götz für ihn die Nadel in Empfang. Immer wieder klang an diesem so nett und harmonisch verlaufenen Abend der Wunsch durch, daß die Beziehungen dieser beiden traditionsreichen Vereine zueinander aufrecht erhalten werden müßten, und man kam überein, daß die Husumer im September in Heide einen Gegenbesuch abstatten.


24.08.1957

 

Husum 18 - TSV Rantrum

 

4:2

Eine Woche nach dem Sieg über die starke Altliga des Heider SV war die Altliga des TSV Rantrum in Husum zu Gast. Da die Rantrumer große Aufstellungssorgen hatten, wirkten hier und da einige Reservespieler mit. Auch diesmal meinte es das Wetter nicht besonders gut mit uns. Es regnet es zeitweise, und der starke Wind beeinträchtigte das Spiel. Bis zur Halbzeit führten die Rantrumer mit 2:0 Toren.

Aber schon bald nach dem Wechsel setzte sich das planmäßige und technisch bessere Spiel der 18er durch und führte in der zehnten Minute nach dem Wechsel zum ersten Tor durch Otto Roscher. 3 Minuten später schoß Arthur Grabert den Ausgleich heraus, und unmittelbar vor Schluß wurde der Sieg durch zwei weitere Tore von Johannes Wulff und Anton Götz sichergestellt. Georg Jessen mußte wegen einer Verletzung das Spielfeld vorzeitig verlaßen.


Sportfreund Werner Denckmann bittet darum, daß diejenigen, die Lust und Interesse am Spiel in der Altliga haben, sich bei ihm melden, so daß sie bei der nächsten Aufstellung mit berücksichtigt werden können.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Und so spielten sie ...

Bezirksliga

       

11.08.1957

Husum 18 - FSV Wyk

4:0 (2:0)

Aufstellung: Helmuth Funck, Gerhard "Gerd" Präger, Peter Bauer — Uwe Jahn, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Dieter Eckholt, Karl "Kalli" Clausen, Arthur Grabert, Fred Lützen, Manfred "Manni" Hoppe
Tore: 1:0 Arthur Grabert, 2:0 Karl "Kalli" Clausen, 3:0 Arthur Grabert, 4:0 Manfred "Manni" Hoppe.
Schiedsrichter: Johannson (Leck)

Schon nach 2 Minuten führten wir durch Arthur Grabert 1:0. Das Sturmspiel lief in der ersten Halbzeit mit Unterstützung des Windes streckenweise recht gut. Der Wyker Sturm kam bei der konsequent deckenden Hintermannschaft kaum zum Zuge. Karl "Kalli" Clausen besorgte das 2:0 durch einen unhaltbaren Schuß direkt aus der Luft. Auch nach dem Wechsel lief das Spiel gegen den Wind, da der Ball immer flach gehalten wurde. Ein Alleingang Arthur Graberts auf Flanke von Fred Lützen führte zum 3:0 und Manfred "Manni" Hoppe besorgte das 4:0. Eine schöne, geschlossene mannschaftliche Leistung!


18.08.1957

TSV Weiche-West - Husum 18

0:2 (0:2)

Aufstellung: Helmuth Funck, Gerhard "Gerd" Präger, Peter Bauer — Uwe Jahn, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Dieter Eckholt, Heinrich Golde, Johannes Thomsen, Fred Lützen, Manfred "Manni" Hoppe
Tore: 0:1 Heinrich Golde, 0:2 Manfred "Manni" Hoppe.
Schiedsrichter: Johannson (Leck)

Unser erstes Auswärtsspiel, und dazu gegen einen Gegner, der sein erstes Heimspiel bestritt und eine Niederlage vom Vorsonntag auszugleichen hatte! Auch diesmal fand sich die Mannschaft zu einer guten, kämpferischen Leistung. Heinrich Golde brachte uns in der 25. Minute in Führung, als er aus dem Gedränge heraus den Ball über die Linie bringen konnte. 2 Minuten vor der Halbzeit war es Manfred "Manni" Hoppe, der den 2:0-Endstand herstellte. Er war freistehend auf Linksaußen angespielt worden und schoß aus vollem Lauf ein. Bester Spieler des Feldes war unser Verteidiger Gerhard "Gerd" Präger, der maßgeblichen Anteil daran hatte, daß wir auch im zweiten Punktspiel ohne Gegentor blieben. Aber das soll keineswegs die Leistung der gesamten Mannschaft schmälern. Die Flensburger hatten in Torwart Jacobsen ihren besten Mann.


25.08.1957

Husum 18 - Rasensport Schleswig

1:3 (1:3)

Aufstellung: Walter Lorenzen, Gerhard "Gerd" Präger, Peter Bauer — Heinrich Golde, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Dieter Eckholt, Karl "Kalli" Clausen, Johannes Thomsen, Fred Lützen, Manfred "Manni" Hoppe
Tor: Manfred "Manni" Hoppe durch Elfmeter beim Stande von 0:1
Schiedsrichter: JohannSchöning (Flensburg)

Es ist nie gut, wenn man eine Mannschaft schon als Sieger ansieht, bevor das Spiel überhaupt begonnen hat. Das mußten wir in diesem Spiel am eigenen Leibe erfahren. Alles sah uns schon als Spitzenreiter mit 6:0 Punkten, zumal Rasensport am Vorsonntag mit 1:7 Toren haushoch verloren hatte. Aber eben diese Tatsache ließ die Schleswiger völlig unbeschwert spielen, und ihr 3:1 Sieg ist nicht unverdient. Sie gingen mit Unterstützung des starken Windes 1:0 in Führung durch ihren wendigen Rechtsaußen. Manfred "Manni" Hoppe glich durch einen Handelfmeter aus, den er allerdings erst in der Wiederholung verwandeln konnte. 2:1 für Rasensport hieß es im Anschluß an einen Eckball und 3:1 ebenfalls durch Elfmeter. Der Ball war "Heini" Golde hart an der Strafraumgrenze an den Oberarm gesprungen. Auch die zweite Halbzeit brachte trotz Unterstützung des Windes keine Wendung.
Der Sturm kam gegen die vierbeinige Abwehr der Schleswiger nicht zum Zuge. Es wurde zu viel gefummelt und viel zu wenig geschossen. Trotz drückender Überlegenheit kamen wir zu keinem weiteren Torerfolg. Auch Gerhard "Gerd" Prägers Wechsel in den Sturm brachte keine Wendung. Die jungen Rasensportler konnte mit großem Einsatz ihren Vorsprung halten. Die letzte Chance, das Anschlußtor zu erzielen, vergab Manfred "Manni" Hoppe, als er unmittelbar vor Spielende einen weiteren Handelfmeter überhastet weit neben das Tor schoß.


Die Jungmannen

In diesem Jahr haben unsere Jungmannen einen ausgezeichneten Start. Das erste Spiel gegen FSV Wyk konnte mit 4:1 Toren gewonnen werden, nachdem die Insulaner 1:0 in Führung gegangen waren. Am nächsten Sonntag wurde Weiche West klar mit 7:0 geschlagen, und auch Rasensport Schleswig kam um eine 1:6 Niederlage nicht herum. Ob diese guten Leistungen weiter andauern werden, sollen die nächsten Spiele zeigen. Auf jeden Fall haben unsere zukünftigen Schwedenfahrer sich erst einmal mit 6:0 Punkten und 17:2 Toren die Tabellenspitze erkämpft.


Die Reserven

Unsere Reserve hat in diesem Jahr einen sehr guten Start. Unter der bewährten Führung von Hermann Lorenzen denkt man in diesem Jahr ernsthaft daran in der Meisterschaft ein Wort mitzureden. Das erste Spiel konnte in St. Peter mit 6:1 gewonnen werden, und Bredstedts Reserve mußte sich mit 7:0 geschlagen bekennen. Das nächste Spiel in Tönning gegen den heimstarken IF soll zeigen, ob wir weiter zur Spitze vorstoßen werden.

Auch unsere zweite Reserve ist im Moment sehr rührig. Die zweite Garnitur des TSV Tönning konnte 7:0 geschlagen werden und IF Husum II wurde mit 9:1 Toren besiegt.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Die Niederlage

Eine Niederlage ist für den, der sie erlitten hat, immer etwas Unangenehmes. Aber mit einer Niederlage geht noch lange nicht die Welt unter. Viele große Vereine haben als Spitzenreiter gegen den Tabellenletzten ein Spiel verloren, obwohl sie es theoretisch gesehen haushoch hätten gewinnen müssen. Aber eben die Tatsache, daß eine Mannschaft schon dann gewonnen hat, bevor sie den Rasen betreten hat, ist der erste Schritt zur Niederlage. In dem Moment, wo man eine Mannschaft allzusehr mit Vorschußlorbeeren bedenkt, wirken sie nicht mehr anspornend, sondern bewirken das genaue Gegenteil.

Auch wir haben gegen Rasensport Schleswig eine Niederlage erlitten, mit der niemand gerechnet hatte. War man auch bei uns schon so weit gegangen, daß wir den Sieg schon vor dem Spiel in der Tasche hatten? Keineswegs! Wie vor jedem Spiel, so ist auch vor dem Spiel gegen Rasensport ausdrücklich davor gewarnt worden, einen Gegner leicht zu nehmen. Aber unsere Zuschauer hatten voreilig, durch unsere beiden Anfangssiege bedingt, überhaupt nicht an die Möglichkeit einer Niederlage gedacht. Umso größer war die Aufregung und die Enttäuschung hinterher.

Viele sehen uns jetzt nach dieser Niederlage schon fast als Abstiegskandidat, obwohl sie uns am Vorsonntag noch als sicheren Spitzenreiter und Anwärter auf die Meisterschaft sahen. Auch Borussia Dortmund, der deutsche Meister, verlor beim SV Sodingen völlig unerwartet, um dann am nächsten Sonntag den 1.FC Köln mit 5:1 zu schlagen.

Das soll keineswegs eine Entschuldigung für unser schlechtes Spiel sein, aber es soll damit gesagt werden, daß nach einem verlorenen Spiel auch gegen einen schwachen Gegner keine Veranlassung besteht, nun plötzlich ganz und gar schwarz zu sehen. Auf jeden Fall will unsere Liga-Mannschaft in den nächsten Spielen beweisen, daß sie mehr kann, als das Spiel gegen Rasensport zeigte. Und das soll nicht zuletzt ein Erfolg des zweimal wöchentlichen intensiven Trainings mit Walter Grein sein.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Macht Euer Spiel!

Es ist sehr erfreulich, daß wir fast in allen Mannschaften in diesem Jahr einen guten Start haben. Auch unsere Ligamannschaft, von der Niederlage gegen Rasensport Schleswig abgesehen, ist seit langem wieder in der Spitzengruppe zu finden.

Auch in diesem Jahr haben wir eine ganze Reihe talentierter Jungmannenspieler in die erste Mannschaft einbauen können. Ich glaube, daß wir mit dem Einbau der jungen Spieler durchaus auf dem richtigen Wege sind. Es ist selbstverständlich, daß die jungen Spieler nicht auf Anhieb eine so festgefügte Mannschaft bilden können, wie es z.B. bei einer Mannschaft der Fall ist, die schon jahrelang zusammen spielt. Deshalb werden die älteren Spieler in unserer Mannschaft und auch wir vom Spielausschuß alles daran setzen, daß schnell ein guter Kontakt zwischen den älteren und jüngeren Spielern in der Mannschaft entsteht. Denn erst dann, wenn in jeder Mannschaft nicht nur 11 Spieler, sondern 11 Kameraden sind, sind wir auf dem rechten Wege.

Gewiß fehlt es dem einen oder anderen Spieler noch an Härte und Routine, aber mit dem nötigen Spieleinsatz und Eifer kann viel ausgeglichen werden. Ich möchte darum allen Spielern zurufen: "Bleibt vor allen Dingen 11 Kameraden, auch wenn mal nicht alles so gut klappen sollte, und macht Euer Spiel!"

Walter Pethke, Spielausschußobmann
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Tabellen - 25. August 1957

Fußball-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
VfB Nordmark 3 14:3 6:0  
TSV Friedrichsberg 3 10:5 5:1  
MTV Leck 2 9:5 4:0  
Husum 18 3 7:3 4:2  
TSV Kappeln 3 14:5 4:2  
Frisia Husum 3 6:5 4:2  
TSV Westerland 3 5:6 3:3  
Vorwärts Flensburg 1 3:1 2:0  
RW Niebüll 2 3:3 2:2  
TSV Rantrum 2 4:8 2:2  
Rasensport Schleswig 2 4:8 2:2  
FSV Wyk 3 6:8 2:4  
TSV Nord 1 0:1 0:2  
Bredstedter TSV 3 7:10 0:6  
Nordmark Satrup 3 3:9 0:6  
Weiche West 3 4:14 0:6  

Fußball-Kreisklasse
    Tore Punkte  
Frisia Ib   12:5 6:0  
IF Husum   13:7 5:1  
IF Tönning   17:1 4:0  
Husum 18 Ib   13:1 4:0  
Rantrum Ib   9:8 3:3  
St. Peter   7:6 2:2  
TSV Tönning   7:7 2:2  
Friedrichstadt   11:12 2:4  
Langenhorn   5:12 2:4  
Bredstedt Ib   1:11 0:4  
Drelsdorf   1:16 0:4  
Garding   2:12 0:6  

Jungmannen-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Husum 18 3 17:2 6:0  
VfB Nordmark Flensburg 3 15:2 6:0  
Nordmark Satrup 2 3:1 4:0  
Schleswig 06 3 11:12 4:2  
Flensburg 08 1 7:1 2:0  
Frisia Husum 1 5:1 2:0  
FSV Wyk 2 4:5 2:2  
RW Niebüll 2 7:6 2:2  
MTV Leck 2 4:1 2:2  
TSV Westerland 3 6:8 2:4  
Vorwärts Flensburg 1 2:3 0:2  
TSV Rantrum 2 2:8 0:4  
TSV Weiche West 2 0:11 0:4  
Rasensport Schleswig 3 3:12 0:4  
Bredstedter TSV 3 2:15 0:6  
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - MTV Heide 3:4
  Husum 18 - FSV Wyk 4:0
  TSV Weiche-Flensburg - Husum 18 0:2
  Husum 18 - Rasensport Schleswig 1:3

Altliga
  Husum 18 - HSV Heide 7:6
  Husum 18 - TSV Rantrum 4:2

Reserve
  Husum 18 Ib - MTV Heide 4:1
  TSV St. Peter - Husum 18 Ib 1:6
  Husum 18 Ib - Bredstedter TSV Ib 7:0
  TSV Tönning II - Husum 18 Ic 0:7
  Husum 18 Ic - IF Husum II 9:1

Jugend
Jungmannen Husum 18 - MTV Heide 5:2
Jugend Husum 18 - FSV Wyk 4:1
Jungmannen Weiche-Flensburg - Husum 18 0:7
Schüler TSV Tönning - Husum 18 3:4
Schüler Husum 18 - Frisia 15:0!
Knaben Husum 18 - Frisia 0:3
Knaben Husum 18 - Bredstedt 1:3
Jugend Husum 18 - Bredstedt 2:5
Jungmannen Husum 18 - Rasensport Schleswig 6:1
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Spielplan unserer Liga für die Herbstserie

Liga
1.9. Bredstedter TSV -   (Wieser)
8.9. Husum 18 - Nordmark Satrup (Mathias)
15.9. RW Niebüll - Husum 18 (Schöning)
22.9. Husum 18 - TSV Vorwärts (Kirstein)
29.9. Frisia - Husum 18 (Werner)
6.10. Husum 18 - Kappeln (Petersen, Flensburg)
20.10. Vfb Nordmark - Husum 18 (Johannson)
27.10. Husum 18 - Friedrichsberg (Nissen)
3.11. TSV Nord - Husum 18 (Prodöhl)
10.11. Husum 18 - Rantrum (Petersen, Niebüll)
24.11. Westerland - Husum 18 (Görschen)
1.12. Husum 18 - MTV Leck (Werner)

(Die Jungmannen bestreiten jeweils die Vorspiele)
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Der neue Fußball-Taschenkalender

Wie schon in den letzten Jahren, gibt der Deutsche Fußballbund auch für die Spielzeit 1957/58 einen Fußball-Taschenkalender heraus. In ihm sind, neben dem Kalendarium mit Fußballdaten und Raum für Eintragungen, die wichtigsten Anschriften des DFB und seiner Verbände, archivarische Aufzeichnungen über den Fußballsport und Tabellen der letzten Spielzeit enthalten. Der Fußball-Taschenkalender 1957/58 ist im Wilhelm Limpert-Verlag, Frankfurt/Main, Zeil 65-69, erschienen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. September

Wir gratulieren

Anläßlich der 60-Jahrfeier des TSV Vorwärts Flensburg übermitteln wir nachträglich die herzlichsten Glückwünsche.

Walter Lorenzen
Zum ersten Punktspiel dieser Serie stiftete unser frischgebackener Jugendbetreuer und Träger der silbernen Ehrennadel, Sportfreund Waldemar Harms, einen Fußball. Der Spielausschluß möchte sich auch im Namen der Spieler für diese lobenswerte Spende bedanken.

Der Sportverein "Werder" von 1899 e.V. Bremen und FSV Borussia Kiel von 1903 e.V. sandten uns ihre Vereinsnachrichten. Herzlichsten Dank!
leer  

1957

Husum 18

1. September

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Hubert Carsten Hermann, Husum, Osterende 117
2. Wolfgang Herrmann, Husum, Flensburger Chaussee
3. Artur Melcher, Husum, Neustadt 32
4. Edmund Schuch, Süderstraße 19


Austrittserklärungen
1. Helmut Lorenzen, Husum, Schillerstraße 43
2. Kurt Stapelfeld, Ostenfeld

Was jedes Mitglied wissen sollte ...

Austrittserklärungen müssen schriftlich an unseren ersten Kassierer gerichtet werden. Die Beitragskassierer sind nicht berechtigt, irgendwelche mündlichen Erklärungen entgegenzunehmen.

Die Beitragspflicht bleibt jedoch weiterhin 3 Monate bestehen.


Jeder 18er trägt das Vereinsabzeichen

Unser Sportfreund Hans Weinstein macht uns die Mitteilung, daß wieder eine neue Sendung mit Vereinsabzeichen in versilberter Ausführung eingetroffen ist. Sie sind jederzeit bei ihm zum Preise von 2 D-Mark zu erwerben. Jeder 18er sollte doch Träger des Vereinsabzeichen sein und sich schon beim nächsten Spiel an unseren ersten Kassierer wenden.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. September

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 25.08.57

Pl

Husum 18

H

                  4:0       2:0 1:3 4
                             

VfB Nordmark

 

U

        1:0               3:2 7:1 1
          1:0               3:2 7:1
Frisia Husum    

S

  2:1         3:4   1:0         6
                             
Vorwärts Flensburg      

U

        3:1               8
                             
TSV Kappeln     1:2  

M

          4:1       9:2   5
                             
RW Niebüll          

E

  1:1 2:2               9
                             
Bredstedter TSV   0:1        

R

3:5         4:6       14
                             
TSV Friedrichsberg           1:1 5:3

F.

          4:1     2
                             
TSV Westerland       1:3   2:2    

V.

        2:1     7
                             
TSV Rantrum     4:3            

v

0:5           10
                             
FSV Wyk 0:4       1:4         5:0

o

          12
                             
TSV Nord     0:1                

n

        13
                             
MTV Leck             6:4          

1

3:1     3
                             
Nordmark Satrup               1:4 1:2       1:3

9

    15
                             
Weiche West 0:2 2:3     2:9                  

1

  16
                             
Rasensport Schleswig 3:1 1:7                          

8

11
                             
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Sepp Herberger

Das Geheimnis der Mannschaftsführung

Junge Menschen zu führen, um mit diesen - ganz gleich auf welchem Gebiet - besondere Leistungen zu vollbringen, zählt zu den ebenso schönen wie schweren Aufgaben, die einer Persönlichkeit gestellt werden können. Erfolgreiches Wirken eines Lehrers setzt Autorität voraus. Autorität aber kann man nicht verlangen, Autorität kann man nur sein! Diese Autorität kann sich nur stützen auf die selbstverständlichen Voraussetzungen, die ein Lehrer für die Ausübung seines Amtes mitbringen muß. Für den Betreuer einer Fußballelf gehören zu diesen Selbstverständlichkeiten hohes praktisches Können im allgemeinen und die Kunst der Beherrschung aller einschlägigen Fertigkeiten im einzelnen. Im Verein mit eindeutigen pädagogischen Fähigkeiten machen sie erst den Typ des Sportlehrers aus, der seine Mannschaft zu dauerhaften Erfolgen führt.

Nicht ohne Grund nenne ich eigenes praktisches Können als elementarste Forderung. Mit dem Auge nimmt der Schüler bekanntlich am besten und leichtesten auf und lernt so am schnellsten; das perfekte "Vormachen" ist und bleibt der beste Lehrmeister. Natürlich muß dieses "Vormachen" ergänzt und untermauert werden durch erklärende Worte. Aber mit diesen Worten soll und kann man sparsam sein. Wer als Sportlehrer selbst ein umfassendes Rüstzeug besitzt und selbst deshalb aus dem Vollen schöpfen kann, wird schon mit knappen Worten immer das Wesentliche treffen; der Praktiker kennt aus eigener Erfahrung nur zu gut die Vorgänge im Herzen des Schülers und wird die rechten Worte und den rechten Ton schon zu finden wissen. Vieles Reden aber verrät nur mangelndes Können. Der Schüler durchschaut diesen Typ des Sportlehrers recht bald und dann ist es mit dessen Autorität vorbei. So vielgestaltig wie das Spiel selbst sind auch die Aufgaben des Trainers.

Gemeinsam ist allen Spielern einer Fußballelf nur eins: die Freude an der Ausübung dieses Spiels; unterschiedlich dagegen sind die Art und der Grad der Begabung der einzelnen Spieler. Es zählt mit zu den vornehmsten Aufgaben des Trainers, die individuellen Anlagen zu erkennen und zu den höchsten Fertigkeiten zu entwickeln. Wo immer wir uns eines Spieles hoher Klasse erinnern, steht uns nicht nur dessen spielerisches Können schlechthin, sondern vor allem seine Eigenart vor Augen. So läuft auch die Veranlagung jedes Spielers auf einen gewissen Spielertyp hinaus; diese Veranlagung zu einem Typ gilt es frühzeitig herauszufinden und mit den in jedem Einzelfall verschiedenen Mitteln weiter zu formen. Es hieße der natürlichen Veranlagung eines Spielers Gewalt antun, wollte man ihn zu einem Universal-Könner dressieren. Um nur ein praktisches Beispiel zu nennen: Sowohl der umsichtige Aufbauspieler als auch der ewig Unruhe stiftende Wirbelwind sind für eine Mannschaft von höchstem Wert; man soll aber aus dem zum Wirbelwind veranlagten Spieler nicht auch noch den typischen Aufbauspieler machen wollen.

Wenn der Lehrer diese Mittel und Wege zur Entwicklung der einzelnen Spieler-Individualität kennen und pädagogisch geschickt anzuwenden weiß, erfüllt er einen der wesentlichsten Teile seiner Aufgabe. Ist erst das in dem einzelnen Spieler ruhende Talent entfaltet, gilt es, dieses Können des einzelnen einzuordnen und zur höchsten Wirkung zu bringen in der Einheit einer Mannschaft, denn das über allen Einzelaufgaben stehende Ziel ist Mannschaftsleistung.

Die Mannschaftsleistung ist nicht etwa dadurch gewährleistet, daß man die auf ihrem Posten anerkannten "Spitzenkönner" einfach zusammenstellt. Die Praxis hat es tausendfach gelehrt, daß zur Harmonie in der Spielgestaltung, daß zum schönen und erfolgreichen Spiel weit mehr gehört als das geschlossene Auftreten noch so perfekter Einzelkönner. Erster Ausgangspunkt auf dem Wege zum Erreichen einer mannschaftlich in Höchstleistung ist das Zusammenfügen von Mannschaftsteilen, deren einzelne Glieder in Spielauffassung und Spieltempo entweder zueinander passen oder trotz Verschiedenheit des Spielertyps (oder gerade deswegen!) sich trefflich ergänzen. Wie sehr lebt doch der umjubelte "Vollstrecker" von den taktischen Zügen und dem Spielwitz seines anders geratenen Mitspielers; und umgekehrt braucht auch dieser den Vollstreckertyp, der wiederum seine Ideen mit dem Erfolg krönt.

Dies ist Beispiel des geschickten "Aufeinander-Abstimmens" der Spieler-Individualitäten macht die Schwierigkeit deutlich, die beim Aufbau einer Mannschaft gemeistert sein sollen. Das Maß der Begabung gerade für diese Aufgabe des Aufbauens einer Mannschaft kennzeichnet die Klasse des Trainers; sein Wissen um die Gabe gibt ihm die Kraft, unbeeinflußt von Lob und Tadel den von ihm als richtig erkannten Weg zu gehen.

Je mehr der einzelne von der Richtigkeit des vom Trainer vorgezeichneten Weges überzeugt ist, desto bereitwilliger wird er auch sein spielerisches Einzelkönnen in den Dienst der Mannschaft stellen. Dann erst ist die große Stunde des Trainers von Format gekommen. Mit feinem Einfühlungsvermögen wird er die technisch fertigen, sich in ihrer Rolle wie in ihrer Umgebung wohlfühlenden Spieler zur festgefügten Kameradschaft schweißen können. Zu jeder Kameradschaft, die sich gegenüber der Mannschaft und dem gemeinsam gesteckten Ziel mit der ganzen Persönlichkeit verpflichtet fühlt.

Die Steigerung und Erhaltung der Leistung, die Festigung der Kameradschaft und die Stärkung des Mannschaftsgeistes stellen dem Einfühlungsvermögen, der Menschenkenntnis und Menschenbehandlung des Trainers unablässig Aufgaben. Kein noch so umfassendes Lehrbuch kann dem Trainer für die Vielfalt und Fülle dieser Kleinarbeit Rezepte des richtigen Verhaltens und Handelns im Einzelfall geben. "Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen." Wer es aber - eben dieses "Gespür" - besitzt, der sollte sich dessen nicht rühmen, sondern dankbar dafür sein, daß seiner Arbeit der Erfolg nicht versagt bleibt.

leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Altliga von Husum 18 beim Heider SV

Wie wir bereits berichteten, war am 10. August des Jahres die Altliga vom Heider SV bei uns zu Gast. Dieses Spiel konnte unsere Altliga damals, wenn auch nur knapp, mit 7:6 Toren gewinnen. Die Rückspielverpflichtung wurde nun gleich für den 7. September abgeschlossen. Bei schönem Wetter fuhren wir also am 7.9. nach Heide. Nach Überwindung sämtlicher Hindernisse bei der Abfahrt, zwei Wagen hatten in letzter Minute abgesagt, konnten wir doch noch rechtzeitig in Heide ankommen. Zahlreiche Zuschauer waren bereits auf dem Platz. Leider hatte die Vereinsleitung vom Heider SV nicht den Hauptspielplatz freigegeben, so daß das Spiel um 17 Uhr auf einem sehr schlechten Platz hinter dem Hauptfeld ausgetragen werden mußte. Trotzdem kam aber ein spannungsreiche Spiel zustande.

In der 19. Minute brachte Arthur Grabert auf Vorlage von Johannes Wulff die 18er in Führung. Bereits eine Minute später sah es nach dem Ausgleich aus, aber unser Torwart Sven Andresen warf sich tollkühn in den Schuß von Richert Hußner und rettete das Ergebnis. In der 29. Minute hielt er einen gewaltigen Scharfschuß des Heider Linksaußens. Noch kurz vor der Halbzeit konnte "Magge" Sönnichsen mit einem Schuß, wie in alten Tagen, seine Mannschaft mit 2:0 in Führung bringen. Ab. Nach der Halbzeit konnten die Heide durch ein unglückliches Eigentor auf 2:1 herankommen. Der Mannschaftsführer und Betreuer Fritz Sick der Heider Altligisten konnte in der 51. Minute den 2:2-Endstand herstellen.

Wir gratulieren unseren Altligisten zu diesem weiteren Erfolg. Wenn sie auch nicht Sonntag für Sonntag spielen, so können Sie doch stolz auf ihre Erfolge sein, bis heute haben sie noch kein Spiel verloren.

Mit einem gemütlichen Abend mit vielen humoristischen Einlagen wurde das Treffen der beiden Altliga-Mannschaften abgeschlossen. Die Vorstandsmitglieder vom Heider SV und Husum 18, Fritz Sick und Werner Denckmann, brachten in ihren Ansprachen zum Ausdruck, daß die Treffen der Altligen zur Festigung der guten bestehenden Verbindungen zwischen dem Heider SV und Husum 18 beigetragen haben. Es wurde beschlossen, in jedem Jahr ein Hin- und Rückspiel der "Altligisten" zu veranstalten.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Und so spielten sie ...

Bezirksliga

       

01.09.1957

Bredstedter TSV - Husum 18

2:3 (2:1)

Aufstellung: Lorenz, Heinrich Golde, Peter Bauer — Jörg Frank, Gerhard "Gerd" Präger, Manfred Heinrich — Manfred "Manni" Hoppe, Karl "Kalli" Clausen, Helmut Dietze, Johannes Thomsen, Rolf "Rolly" Fentzahn
Tore: 1:0 Karl "Kalli" Clausen, 2:2 Johannes Thomsen, 3:2 Karl "Kalli" Clausen
Schiedsrichter: Dr. Görschen (Flensburg)

Beide Mannschaften hatten am Vorsonntag verloren. Für Bredstedt galt es, die ersten Punkte zu holen. So versprach dieses Spiel, ein harter Kampf zu werden, und man kann wohl sagen, daß die zahlreichen Schlachtenbummler aus Husum nicht enttäuscht wurden. Das Spiel begann sehr temperamentvoll. Schon nach wenigen Minuten konnte Karl "Kalli" Clausen die 1:0-Führung für uns herausschießen. Aber die Bredstedter glichen durch einen Foulelfmeter aus, den Godt verwandeln konnte. Einige Minuten später wurde Gerhard "Gerd" Präger bei einem Zusammenprall so schwer verletzt, daß er für kurze Zeit vom Platz getragen werden mußte. Der Schiedsrichter aber ließ weiterspielen, und während sich unsere Spieler um den Verletzten kümmerten, schoß Söder für Bredstedt das Führungstor. Mit 2:1 für Bredstedt wurden die Seiten gewechselt. Bald nach dem Wiederanpfiff wurde Johannes Thomsen so gut angespielt, daß er den Ball nur noch am Torwart vorbei ins Netz schieben brauchte. Und als Karl "Kalli" Clausen 2 Minuten später das 3:2 durch Kopfball auf eine wunderhübsche Flanke Rolf "Rolly" Fentzahns herstellte, waren die Bredstedter endgültig geschlagen. Sie kämpften aber weiterhin bis zum Ende verbissen um den Ausgleich. Bester Mannschaftsteil war in diesem Spiel unsere Hintermannschaft, die in Gerhard "Gerd" Präger und Heinrich Golde ihre stärksten Männer hatte. Im Sturm wirkte erstmals wieder Rolf "Rolli" Fentzahn mit, der gegen einen Mann wie Harry Clausen eine recht gute Partie lieferte. Manfred "Manni" Hoppe fühlte sich auf seinem neuen Posten offensichtlich nicht sehr wohl und kam erst später auf Halblinks besser ins Spiel. Insgesamt gesehen war unser Sieg zwar glücklich, aber nicht unverdient, da wir unserem Gegner nicht zuletzt durch unsere bessere Kondition überlegen waren.


02.09.1957

Husum 18 - Nordmark Satrup

4:3 (2:2)

Aufstellung:

Walter Lorenzen; Gerhard "Gerd" Präger, Heinz Minnie — Jörg Frank, Heinrich "Hein" Jeß, Helmut Dietze — Johannes Thomsen, Karl "Kalli" Clausen, Arthur Grabert, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn

Tore: 1:1 Karl "Kalli" Clausen, 2:2 Gerhard "Gerd" Präger, 4:3 Arthur Grabert
Schiedsrichter: Matthias (Keitum)

Schon vor dem Spiel hatten wir einige Sorgen. Manfred Heinrich war plötzlich krank geworden und mußte ersetzt werden. Zum Glück erklärte Arthur Grabert sich bereit zu spielen, obwohl er schon am Vorabend in der Altliga im Spiel gegen HSV Heide mitgewirkt hatte.

Die Satruper eröffneten den Torreigen in diesem außerordentlich schnellen Spiel durch einen Weitschuß, der über den Kopf unseres Mittelläufers hinweg im unteren Toreck landete. Karl "Kalli" Clausen konnte zwar ausgleichen, aber wenig später gingen die Satruper erneut in Führung, als Köster einen bildhübschen Fallrückzieher im Tor unterbringen konnte. Noch vor dem Wechsel stellte Gerhard "Gerd" Präger den Ausgleich her. Sein hoher Fernschuß war nicht unhaltbar, aber der sonst sehr gute Torwart der Gäste stand diesmal in der falschen Ecke. Auch nach der Halbzeit waren es wieder die Satruper, die nach einer unglücklichen Torwartabwehr erneut in Führung gingen. Aber dann sahen wir das Tor des Tages durch Karl "Kalli" Clausen, der eine Flanke Arthur Graberts direkt aus der Luft unhaltbar unter die Latte bombte. Kurz vor Schluß schoß Arthur Grabert das Siegtor, als er (typisch für ihn) im Liegen aus unmöglicher Position den Ball hinter den Torwart ins Netz schob.

Wenn in diesem Spiel jemand hervorragte, so war es Arthur Grabert. Er schoß nicht nur das entscheidende Tor, sondern war das ganze Spiel hindurch ständig der gefährlichste Mann im Sturm, der immer wieder seine wesentlich jüngeren Mannschaftskameraden mitriß.


15.09.1957

RW Niebüll - Husum 18

5:2 (3:0)

Aufstellung:

Walter Lorenzen — Gerhard "Gerd" Präger, Heinz Minnie — Jörg Frank, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Helmut Dietze, Karl "Kalli" Clausen, Arthur Grabert, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn

Tore: 1:3 Arthur Grabert; 2:4 Helmut Dietze
Schiedsrichter: Schöning (Flensburg)

Das Spiel fand unter äußerst ungünstigen Witterungsverhältnissen statt. Der langandauernde Regen hatte den Boden glatt und schwer gemacht. Die Niebüller begannen sehr druckvoll und führten bis zur Halbzeit mit 3:0. Schon nach wenigen Minuten erzielte Michaelsen aus einem Gewühl heraus den Führungstreffer. Durch einen Kopfballtreffer erhöhte er auf 2:0 und stellte sogar einen hat-trick her, indem er einen Freistoß unhaltbar oben in den Winkel schoß. Nach der Pause kamen wir zunächst durch Arthur Grabert auf 1:3 heran. Aber schon im Gegenstoß hieß es 4.1 für Niebüll. Wenig später später wurde Arthur Grabert bei einem Zusammenprall mit dem niebüller Torwart so hart angeschlagen, daß er vom Platz getragen werden mußte. Kurz darauf wurde Karl "Kalli" Clausen wegen Nachschlagens des Feldes verwiesen. Trotzdem kamen wir noch auf 4.2 heran durch ein Kopfballtor von Helmut Dietze. Nach einiger Zeit konnte Arthur Grabert wieder weiterspielen, aber die gesamte Hintermannschaft rückte soweit auf, daß die Niebüller noch ein fünftes Tor schossen. Mit 5:2 wird das Ergebnis dem Spielverlauf nicht gerecht. Niebüll hat verdient gewonnen, aber wir waren keineswegs drei Tore schlechter. Obwohl sich bei den Niebüllern Konditionsmängel einstellten, konnten wir mit zeitweise nur neun Spielern keine Wendung mehr herbeiführen.


22.09.1957

Husum 18 - Vorwärts Flensburg

1:1 (0:0)

Aufstellung:

Walter Lorenzen — Heinrich Gold, Peter Bauer — Jörg Frank, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Gerhard "Gerd" Präger, Johannes Thomsen, Helmut Dietze, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn

Tor: Gerhard "Gerd" Präger
Schiedsrichter: Kirstein (Kappeln)

Das Spiel begann etwas zerfahren. Vorwärts war uns in technischer Hinsicht etwas überlegen. Das Zusammenspiel klappte wesentlich besser als bei uns. Gerhard "Gerd" Präger fand sich auf dem Rechtsaußenposten nicht so gut zurecht. Er ist trotz seines Alters ein sehr guter Verteidiger, aber kein Stürmer mehr. Es sollte aber doch nicht soweit kommen, daß unsere Zuschauer die eigenen Spieler anpöbeln. Das geht doch wohl etwas zu weit und sollte sich unter keinen Umständen wiederholen. Denn, wenn ein Spieler auch mal einen rabenschwarzen Tag hat, so sollten ihn die eigenen Zuschauer eher unterstützen, als ihn durch ihr Gemecker noch nervöser zu machen.

Manfred "Manni" Hoppe lieferte eine recht gute Partie und riß immer wieder den Sturm nach vorne. Aber auch er hätte es wesentlich leichter, wenn er manchmal mal etwas früher abspielen würde, anstatt solange zu fummeln. Heinrich "Hein" Jeß spielte nicht ganz so sicher, wie wir es von ihm gewohnt sind, und auch sein Torwart war oft erschreckend unsicher. Bis zur Halbzeit jedoch fielen noch keine Tore. Immer öfter und gefährlicher rollten die Angriffe der Flensburger auf unser Tor, und es dauerte auch nicht mehr lange, bis sie ihr erstes Tor schossen. Wenig später wurde Helmut Dietze vom Platz gestellt, als er bei einem Angriff auf den gegnerischen Torwart diesem, nach Ansicht des Schiedsrichters, absichtlich in die Hacken getreten war. Viele Zuschauer hauptsächlich in der Nähe des Tores wollten allerdings gesehen haben, daß der Torwart Helmut Dietze festgehalten hatte. Auf jeden Fall mußten wir mit zehn Mann weiterspielen und kamen zum Schluß sogar noch zu unserem Ausgleichstor. Gerhard "Gerd" Präger hatte auf das Tor geschossen, sein Schuß wurde von einem Flensburger ins eigene Tor geleitet. Etwas später hätten wir sogar noch das Siegtor schießen können, aber Rolf "Rolly" Fentzahn schoß aus guter Position den Ball überhastet über das Tor. Wir konnten am Ende froh sein, wenigstens einen Punkt gerettet zu haben, obwohl die Mannschaft wenig überzeugend war, nicht zuletzt bedingt durch den Ausfall von Arthur Grabert und Karl "Kalli" Clausen.


Die Jungmannen

Schon in Bredstedt mußte hart gekämpft werden, um am Ende 3:2 zu gewinnen. Am nächsten Sonntag konnte Satrup 5:0 geschlagen werden. Und dann ging es nach Niebüll, wo die erste Niederlage mit 5:3 Toren hingenommen werden mußte. Auch gegen Vorwärts Flensburg kann man über einen 1:1-Unentschieden nicht hinaus. Es wird nicht immer zweckmäßig genug gespielt, oft wird der Ball viel zu lange hin und her gespielt, ohne einen Torschuß. Aber die Ergebnisse beweisen ja auch, daß unsere Jungen schießen können, und so wollen wir hoffen, daß sie es auch in Zukunft nicht vernachlässigen.


Die Reserve

In den letzten vier Spielen wurden fünf Punkte eingebüßt. Die erste Niederlage gab es beim IF Tönning mit 4:3. Gegen Friedrichstadt wurde 2:2 gespielt. Das Ortsderby der Reservemannschaften ging 2:0 an Frisia, da wir ohne Torwart antreten mußten. Lediglich der TSV Garding konnte mit 8:1 geschlagen werden.


Die Altliga

Zum großen Sportfest in Osterrönfeld hatte man unsere Altliga zum Vorspiel für das Ligaspiel eingeladen. Der erste Vorsitzende des OTSV überreichte dn Begleiter unserer Mannschaft, Werner Denckmann, einen Blumenstrauß in den Vereinsfarben.

Das Spiel hatte ein hohes Niveau, und obwohl es 5:0 gewonnen wurde, waren uns die OTSVer jederzeit ein gefährlicher Gegner. Das erste Tor fiel in der 18. Minute durch Otto Roscher nach einer Kombination von Johannes Wulff, Max Sönnichsen und Arthur Grabert. 2:0 hieß es durch einen Alleingang von Anton Götz. Das 3:0 und 4:0 besorgte Arthur Grabert und Otto Roscher beendete 8 Minuten vor Schluß den Torreigen durch einen Alleingang. Abends war man Gast des OTSV und nahm am großen Festball teil.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Auch Schiedsrichter lernen ...

Ständige Lehrgänge des SHFV in Malente

Schiedsrichterarbeit wird im gesamten DFB stark gefördert. Überall wird versucht, eine einheitliche Regelauslegung zu erreichen. Wir baten unseren Kameraden Volker Christensen uns über den Verlauf eines Wochenendlehrganges in der Sportschule Malente zu berichten.

Rund 25 Schiedsrichter aus ganz Schleswig-Holstein treffen sich jeden Monat zu einem Wochenendlehrgang in der wunderschönen Sportschule Malente, dem "Schmuckkästchen" der schleswig-holsteinischen Fußballer. Ich nahm im April an einem Kursus teil; die Leitung lag beim Bezirks-Schiedsrichterobmann A. Bruhn (Kiel) und dem Amateurliga-Schiedsrichter Helmut Kruse (Neumünster).

Nach der weiten Anreise kann ich etwa eine Stunde nach Lehrgangsbeginn dort an, und schon von weitem sah ich die Teilnehmer über die Aschenbahn "keuchen": 1.500-m-Lauf! - Ja, auch auf die körperliche Leistungsprüfung der Pfeifenmänner kommt es an, und besonders auf die Kondition. Folgende Übungen hatten wir zu absolvieren: 100-m-Lauf, 4 x 25-m-Lauf, Fußball-Weitwurf (Einwurf) und die 1500 m. Die Bewertung erfolgte nach einem Punktsystem.

Der Samstagabend galt dann der theoretischen Arbeit. Heimleiter Hermes zeigte uns zu Beginn einen Lehrfilm über die Regel 12: Verbotenes Spiel und unsportliches Verhalten. In diesem Filmstreifen wurden in Zeitlupenaufnahmen z.B. Hindern, Rempeln, Zufallbringen des Gegners, Blockieren des Balles und so weiter regelrecht und regelwidrig ausgezeichnet demonstriert.

Anschließend referierte Kamerad Bruhn über die neuen Regeländerungen beim Strafstoß (Elfmeter). Praktische Beispiele wurden dabei lebhaft diskutiert.

Der später Abend (nicht die Nacht!) wurde dann noch zu einem kurzen Beisammensein zur Pflege der Kameradschaft genutzt, wobei in einigen Ecken natürlich auch die Skatspieler auf ihre Kosten kamen.

Sonntagmorgen kam wieder die Regelarbeit zu Wort. Kamerad Bruhn sprach über die Vorteilsbestimmung (eine Vorteilsregel gibt es nicht!), und Kamerad Helmut Kruse erläuterte die Zusammenarbeit zwischen Schieds- und Linienrichtern. Hierbei konnte er aus seinen eigenen Erfahrungen wertvolle Ratschläge geben.

Selbstverständlich wurde auch die theoretische Prüfung nicht vergessen. Der obligatorische Fragebogen mit 30 mehr oder minder "gesuchten" Regelfragen mußte beantwortet werden; außerdem hatten wir 10 Minuten Zeit, über das Thema "Warum wurde ich Schiedsrichter?" einige Zeilen aufs Papier zu werfen.

Nach einem kurzen Fußballspiel wurde der Lehrgang mit dem Mittagessen beendet, die Teilnehmer fuhren dann zum Teil noch zu ihren Spielen, die sie zu leiten hatten.

Wer einmal in der Sportschule in Malente gewesen ist und die ruhige, heimische Atmosphäre des Hauses mit dem Heimleiter Hermes und dem Ehepaar Hagen erlebt hat, wird immer wieder gerne dorthin fahren. Unterkunft und Verpflegung sind ungewöhnlich gut, so daß Schleswig-Holsteins Fußballer begeistert nach Malente kommen.

Volker Christensen / Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Mannschaftsbesprechung am 10. September 1957

Am 10.9. waren die Spieler der Liga und Reservemannschaft mit Walter Grein und einigen Herren des Spielausschußes zu einer Mannschaftsbesprechung zusammengekommen. Walter Grein begrüßte alle Spieler und führte aus, daß in Zukunft einmal im Monat eine Spielerversammlung stattfinden soll, in der Fragen zwischen den Mannschaften, dem Trainer und dem Spielausschuß besprochen werden sollen. Walter Grein bedankte sich bei den Spielern für die befriedigende Trainingsbeteiligung und bestätigte, daß in den einzelnen Mannschaften die Kondition besser geworden sei.

Als nächster Punkt wurde das unentschuldigte Fernbleiben einiger Spieler der ersten und zweiten Reserve behandelt. Auch wenn ein Spieler, der schon in der Liga gespielt hat, nur in der ersten oder zweiten Reserve aufgestellt worden ist, hat er zunächst einmal zu spielen. Für unentschuldigtes Fernbleiben von den Spielen wird in Zukunft vom Verein aus für den betreffenden Spieler eine Sperre von 3 Spielsonntagen verhängt. Es ist wirklich unkameradschaftlich, einfach seine Mitspieler im Stich zu lassen. Wir wollen erreichen, daß es keine Liga oder Reservemannschaft mehr gibt, sondern daß für jeden Posten zwei gleichwertige Spieler zur Verfügung stehen.

Zum Schluß des Abends wurden mit unserem Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen einige Regelfragen durchgesprochen. Hermann Bahnsen betonte immer wieder, daß es auf keinen Fall vorkommen dürfe, daß Spieler wegen Widerrede oder Schiedsrichterbeleidigung des Feldes verwiesen werden. Der Schiedsrichter ist auf dem Spielfeld die unumschränkte Autorität, und als Spieler hat man sich eben zufügen, auch wenn man einmal nicht die Meinung und Ansicht des Schiedsrichters teilt.

Für Absagen bis Freitagabend sind folgende Herren telefonisch zu erreichen:

Walter Pethke 3049
Werner Denckmann 2661
Hermann Bahnsen 3235
Walter Grein 3301-05

Das Training findet ab sofort dienstags und donnerstags erst ab 20 Uhr in der Kaserne statt.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die Spiele im Oktober

Liga
6.10. Husum 18 - Kappeln  
13.10. Husum 18 - IF Tönning DFB-Pokalspiel
20.10. VfB Nordmark - Husum 18  
27.10. Husum 18 - Friedrichsberg  

(Die Jungmannen bestreiten bis auf das Pokalspiel und das Spiel gegen Kappeln das Vorspiel vor dem Ligaspiel.)

Reserven
6.10. Husum 18 Ib - TSV Tönning  
20.10. Rantrum Ib - Husum 18 Ib  
27.10. Husum 18 Ib - IF Husum  
6.10. Husum 18 Ic - TSV Tönning II  
27.10. Husum 18 Ic - IF Husum II  

Jugend
6.10. Jungmannen Husum 18 - TSV Tönning  
  Schüler Husum 18 - TSV Tönning  
20.10. Jugend Rantrum - Husum 18  
  Schüler Rantrum - Husum 18  
  Knaben Rantrum - Husum 18  
  Jungmannen Norderstapel - Husum 18 K  
27.10. Schüler Husum 18 - IF Husum  
Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Tabellenstände der Jugendfußballklassen Husum/Eiderstedt am 11. September 1957

Jungmannen (Kreis)
    Spiele Tore Punkte  
1. TSV Norderstapel 4 7:1 16:4  
2. TSV Garding 3 5:1 13:4  
3. BW Friedrichstadt 3 4:2 5:5  
4. IF Tönning 3 4:2 3:5  
5. HESV Frisia K 4 4:4 9:15  
6. TSV Tönning 3 0:6 3:7  
7. Husum 18 K 4 0:8 2:12  

Jugend
    Spiele Tore Punkte  
1. Bredstedter TSV (Herbstmeister) 6 12:0 30:4  
2. HESV Frisia 5 8:2 30:4  
3. Husum 18 4 4:4 2:12  
4. TSV St. Peter 3 2:4 8:8  
5. TSV Rantrum 4 2:6 1:33  
6. BW Friedrichstadt 3 0:6 1:6  
7. TSV Garding 3 0:6 0:6  

Schüler
    Spiele Tore Punkte  
1. Bredstedter TSV 3 6:0 18:2  
2. Husum 18 3 6:0 11:1  
3. HESV Frisia 5 5:5 15:10  
4. TSV Rantrum 3 3:3 6:9  
5. IF Tönning 2 2:2 0:4  
6. TSV Tönning 3 0:6 1:14  
7. TSV Garding 3 0:6 1:14  

Knaben
    Spiele Tore Punkte  
1. HESV Frisia 2 4:0 12:0  
2. Bredstedter TSV 3 4:2 3:4  
3. TSV Rantrum 1 0:2 0:0  
4. Husum 18 2 0:4 0:9  

Tabelle der 2. Amateurliga am 22.9.57
  Spiele Tore Punkte  
TSV Kappeln 7 32:12 12:2  
VfB Nordmark 7 23:12 12:2  
TSV Friedrichsberg 7 21:15 10:4  
Husum 18 7 17:14 9:5  
FSV Wyk 7 11:9 8:6  
Frisia Husum 7 17:14 8:6  
Vorwärts Flensburg 5 14:8 7:3  
TSV Westerland 7 16:13 7:7  
RW Niebüll 6 16:13 6:6  
Rasensport Schleswig 6 12:18 5:7  
TSV Rantrum 6 13:21 5:7  
MTV Leck 6 10:19 4:8  
Bredstedter TSV 7 18:25 4:10  
TSV Weiche West 7 16:29 3:11  
TSV Nord Flensburg 5 6:9 2:8  
Nordmark Satrup 7 11:22 2:12  
Walter Lorenzen
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1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Bredstedter TSV - Husum 18 2:3
  Husum 18 - Nordmark Satrup 4:3
  RW Niebüll - Husum 18 5:2
  Husum 18 - TSV Vorwärts Flensburg 1:1

Altliga
  Osterrönfeld - Husum 18 0:5
  HSV Heide - Husum 18 2:2

Reserve
  IF Tönning - Husum 18 Ib 4:3
  Husum 18 Ib - Friedrichstadt 2:2
  Frisia - Husum 18 Ib 2:0
  Husum 18 Ib - Garding 8:1
  IF Tönning II - Husum 18 c 9:1
  Husum 18 Ic - Frisia komb. 1:5
  Frisia II - Husum 18 Ic 3:5

Jugend
Jungmannen Bredstedt - Husum 18 2:3
Jungmannen Husum 18 - Satrup 5:0
Jungmannen Niebüll - Husum 18 5:3
Jungmannen Husum 18 - Vorwärts Flensburg 1:1
Jungmannen IF Tönning - Husum 18 K 2:1
Jungmannen Frisia - Husum 18 K 4:0
Jungmannen Husum 18 K - Garding 3:6
Jugend Husum 18 - Friedrichstadt 0:1
Jugend Frisia - Husum 18 5:0
Schüler IF Tönning - Husum 18 0:4
Schüler Frisia - Husum 18 1:4
Schüler Husum 18 - Garding 3:0
Knaben Frisia - Husum 18 8:0
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. Oktober

Wir gratulieren

Unser langjähriges Mitglied Paul Pleger begeht am 26.10.57 sein 40jähriges Berufsjubiläum. Seit sechs Jahren ist er am "Capitol" beschäftigt und uns allen sicherlich kein Unbekannter. Husum 18 gratuliert recht herzlich und verbindet damit den Wunsch, daß unser Paul Pleger noch lange als Sportfreund in den Reihen Husum 18's stehen möge.

Walter Lorenzen

Für Übersendung ihrer Vereinsnachrichten danken wir dem Sportverein "Werder" von 1899 e.V. Bremen, dem ISV 09 Itzehoe und Borussia Kiel.
leer  

1957

Husum 18

1. Oktober

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Caschi Bahnsen, Husum, Poggenburgstraße
2. Rolf Fentzahn, Husum, Nordhusumerstraße 56
3. Jens Chr. Nielsen, Husum, Sophienplatz 14


Austrittserklärungen
1. Kurt Berkhahn, Olderup
2. Gerhard Dreher, Husum, Lehrlingsheim
3. Horst Groß, Wester-Ohrstedt
4. Dieter Hoyer, Husum, Norderstraße 12
5. Otto Stöhrmann, Hattstedt
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 22.09.57

Pl

Husum 18

H

    1:1   2:5 3:2       4:0     4:3 2:0 1:3 4
                             

VfB Nordmark

 

U

3:0 3:2   4:3 1:0             2:4 3:2 7:1 2
                             
Frisia Husum   0:3

S

  2:1     2:5 2:1 3:4 7:0 1:0         6
                             
Vorwärts Flensburg 1:1 2:3  

U

      5:2 3:1       3:1       7
                             
TSV Kappeln     1:2  

M

4:3 7:2       4:1     4:0 9:2 3:2 1
                             
RW Niebüll 5:2 3:4     3:4

E

  1:1 2:2       2:0       9
                             
Bredstedter TSV 2:3 0:1     2:7  

R

3:5   5:2   2:1 4:6       13
                             
TSV Friedrichsberg   5:2 2:5     1:1 5:3

F.

    1:0     4:1 3:3   3
                             
TSV Westerland     1:2 1:3   2:2    

V.

  0:1     2:1 6:2 4:2 8
                             
TSV Rantrum     4:3       2:5    

v

0:5     3:1 2:5 2:2 11
                             
FSV Wyk 0:4       1:4     0:1 1:0 5:0

o

2:0 2:0       5
                             
TSV Nord     0:1       1:2        

n

    4:2 1:2 15
                             
MTV Leck     0:7 1:3   0:2 6:4       0:2  

1

3:1     12
                             
Nordmark Satrup 3:4 4:2     0:4     1:4 1:2 1:3     1:3

9

    16
                             
Weiche West 0:2 2:3     2:9     3:3 2:6 5:2   2:4    

1

  14
                             
Rasensport Schleswig 3:1 1:7     2:3       2:4 2:2   2:1      

8

10
                             
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1957

Husum 18

1. November

Unsere Schwedenfahrt 1958

Achtung! Achtung!

Am 17.11.57 findet im Vereinslokal ein

großer Skatabend

für alle 18er statt. Gäste sind herzlich willkommen.

Endlich kann nun unseren Jungmannen auch an dieser Stelle mitgeteilt werden, daß die Planung für unsere Reise nach Schweden inzwischen feste Formen angenommen und bereits zu Ergebnissen geführt hat. Ich hoffe sogar sehr, daß wir bis zum Erscheinen unserer Vereinsnachrichten schon ein erstes gemeinsames Treffen hinter uns gebracht haben. Eine Menge Dinge sind noch zu klären, die Vorbereitungen müssen sorgfältigst vorangetrieben werden.

Für unseren Aufenthalt, der auf etwa 14 Tage bemessen sein wird, sind bereits zwei Spiele mit dem Göteborger Liga-Club I.K. Celtic abgeschlossen. (Die Liga-Mannschaft aus Göteborg wird uns im August einen Gegenbesuch in Husum abstatten.)

Wir werden in landschaftlich schönster Gegend, in Askim vor den Toren von Göteborg unsere Zelte aufschlagen. Mit Sicherheit werden wir gemeinsam vier bis fünf Spiele der Weltmeisterschaft gemeinsam sehen können.

Wir älteren Vereinsmitglieder, die wir alle Fragen der Organisation in die Hände genommen haben, sind glücklich, unserer Jugend gerade in dem Jahr unseres 40-jährigen Bestehens ein so unvergeßliches Erleben vermitteln zu können. Wir betrachten die Fahrt darüber hinaus als einen positiven Beitrag zu unserer Verein-Jugendarbeit.

Es bedarf keines Zweifels, daß wir allein unsere besten Jungmannen mitnehmen, die Qualifikation bezieht sich dabei keineswegs allein auf die sportliche Leistung, sondern es kommt uns vor allem auf eine saubere und ordentliche Charakterhaltung an.

Die Bande sportlicher Freundschaft sollen untereinander über die Grenzen hinaus geknüpft werden. Wir sind überzeugt, daß die Schwedenfahrt für unsere Jungmannen zu einem unvergeßlichen Erleben werden wird. Mögen unsere Jungens sich später stets daran erinnern, daß sie stattgefunden hat im Zeichen unserer blau-weiß-roten Vereinsfarben.

Dr. Erwin Kraatz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

In eigener Sache ...

Mitte September 1956 schrieb eine große Tageszeitung im Norden im Sperrdruck unter anderem von "Beschuldigungen eines Dr. Kraatz gegenüber Flensburg 08". Zur Sache darf ich nur nochmals ganz kurz erinnern:

Anläßlich unserer Jahreshauptversammlung am 13. Juli 1956 schien es mir zwingend angebracht zu sein, entschieden daran zu erinnern, daß ich persönlich die Haltung von Flensburg 08 betreffs der "Art des Übertritts" von fünf unserer stärksten Ligaspieler als völlig unvereinbar mit den ungeschriebenen Gesetzen sportlicher Fairneß und sportlichen Anstandes betrachten müsse. Ich habe darüber hinaus weiter erklärt, daß derartige Geschehnisse vor 25 Jahren noch ebenso unmöglich wie undenkbar im damaligen Nordbezirk wären.

Immerhin, dieses kleine Steinchen kam ohne mein Zutun ins Rollen, zunächst gar recht heftig polternd, wenig später jedoch nur ganz gemächlich die zuständigen Amtsstuben passierend, bis es sich dann regelrecht im Sande verlief. Mitte September 1957 wurde in der Presse die "Einstellung des Verfahrens" verkündet, aber nicht genug damit, der Berichterstattung des Nordens im "Sport-Megaphon" kommentierte gleichzeitig ganz unverdrossen etwa dahingehend:

"Nachdem nun von den Anschuldigungen, die vor Jahresfrist gegenüber Flensburg 08 erhoben worden waren, nichts übrig geblieben ist, bleibt die bedauerliche Feststellung allein des angerichteten ideellen Schadens, der den verdienstvollen Amateurliga Verein in Flensburg getroffen hat."

Dazu meine Stellungnahme:

1. Der damals erst berichtende Journalist war ungenügend informiert, zumindest aber ist ihm der Grundgedanke meine Ausführungen offensichtlich bis auf den heutigen Tag unklar geblieben;
2. ich stelle fest, daß ich keinerlei Veranlassung in der Zwischenzeit hatte, auch nur ein Wort meiner Sätze von damals zurückzunehmen;
3. soweit mir bekannt ist, ist in der Zwischenzeit seitens der Vereinsleitung von Flensburg 08 nicht einmal der Versuch zu einem naheliegenden Weg gemacht worden, die strittige, auch heute noch häßliche Angelegenheit schriftlich oder mündlich mit den Herren unseres Vereinsvorstandes zu bereinigen.

Man braucht nicht unbedingt Seher zu sein, um festzustellen, daß Flensburg 08 ohnehin nicht ganz glücklich geworden ist mit diesem Fall. So ist die Angelegenheit also noch keineswegs aus der Welt geschaffen, das bleibt meiner Ansicht nach zutiefst zu bedauern und damit wohl auch hängen!

Westerland, 22 Oktober 1957

Dr. med. Erwin Kraatz
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Eine Szene aus dem Lokalderby Frisia - Husum 18 (0:5).

Hier versuchen gleich drei Frisianer, das Leder gegen den anstürmenden Karl "Kalli" Clausen abzuwehren. Es gelang den Blau-Gelben, wie das Ergebnis besagt, nicht immer. Von den fünf Toren schoß Karl "Kalli" Clausen allein drei.
Bild: Husumer Tageszeitung

leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Liga:

In 3 Punktspielen 5:1 Punkte und 10:4 Tore

Bezirksliga

       

29.09.1957

Frisia - Husum 18

0:5 (0:2)

Aufstellung: Walter Lorenzen — Gerhard "Gerd" Präger, Peter Bauer — Jörg Frank, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Heinz Minnie, Karl "Kalli" Clausen, Arthur Grabert, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn
Tore: 0:1 Karl "Kalli" Clausen; 0:2 Manfred "Manni" Hoppe (Elfmeter); 0:3 Karl "Kalli" Clausen; 0:4 Karl "Kalli" Clausen; 0:5 Trojahner (Eigentor)
Schiedsrichter: Werner (Flensburg)

Das war ein Lokalderby, bei dem allen 18-Anhängern das Herz im Leibe lachte. 5:0, das war ein Sieg, den in dieser Höhe wohl niemand erwartet hatte. Die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Das Sturmspiel lief zeitweise recht gut, so daß die Tore auch nicht auf sich warten ließen. Aber auch die Hintermannschaft erfüllte ihre Aufgabe voll und ganz. Bis zur Halbzeit führten wir 2:0 ein herrliches Kopfballtor Karl "Kalli" Clausens und einen von Manfred "Manni" Hoppe verwandelten Handelfmeter.

Nach dem Wechsel drängte Frisia zeitweise sehr stark, kam jedoch nur zu einem Pfosten- und Lattenschuß. Langsam wurden aber wieder die Frisianer in die Defensive gedrängt, und bald hieß ist 3:0 durch einen nicht ganz unhaltbaren Schuß von Karl "Kalli" Clausen. Karl "Kalli" Clausen war es auch, der das vierte Tor schoß und somit durch 3 Treffer maßgeblichen Anteil am Sieg hatte. Man darf aber auch Arthur Grabert nicht unerwähnt lassen, denn er war es, der immer wieder selbst aussichtslosen Bällen nachlief und ständig das Sturmspiel aufbaute. Kurz vor Schluß schossen die Frisianer dann ihr einziges Tor, allerdings ein Eigentor. Ob Willi Trojahner, der früher bei uns gespielt hat, vergessen hatte, daß er inzwischen Frisianer geworden ist? Jedenfalls war diesmal das Ortsderby, das mit großer Spannung erwartet worden war, klar an Husum 18 gegangen. Für die Frisianer sei noch gesagt, daß sie sehr fair gespielt haben und gute Verlierer waren. Vielleicht wäre die Niederlage nicht so hoch ausgefallen, wenn die erkrankten Spieler Hans Ziewitz und Zuckriegl mitgespielt hätten, aber zu einem Sieg hätte es gewiß auch dann noch nicht gereicht.


06.10.1957

Husum 18 - Kappeln

4:3 (3:2)

Aufstellung:

Helmuth Funck — Gerhard "Gerd" Präger, Peter Bauer — Helmuth Huß, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Heinz Minnie, Karl "Kalli" Clausen, Arthur Grabert, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn

Tore: 1:2 Rolf "Rolly" Fentzahn, 2:2 Manfred "Manni" Hoppe (Elfmeter), 3:3 Karl "Kalli" Clausen; 4:3 Helmuth Huß
Schiedsrichter: Schöning (Flensburg)

Wieder ein schweres Spiel! Diesmal galt es zwar kein Ortsderby zu gewinnen, aber immerhin hatte man den Tabellenführer zu Gast, der auch durchaus nicht gewillt war, weitere Punkte einzubüßen. Das Spiel begann für uns nicht gerade verheißungsvoll. Kappeln legte ein enormes Tempo vor und führte schon nach wenigen Minuten mit 2:0. Aber unsere Elf ließ sich durch diesen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Es wurde weiterhin verbissen gekämpft. Rolf "Rolly" Fentzahn konnte durch einen Bombenschuß den Anschlußtreffer erzielen, nachdem der Ball vorher an den Pfosten geschossen worden war. Ein Handelfmeter, der nicht ganz klar ersichtlich war, wurde von Manfred "Manni" Hoppe zum Gleichstand verwandelt. Als Karl "Kalli" Clausen noch vor der Halbzeit das 3:2 durch Kopfball erzielte, atmeten die Anhänger von Husum 18 befreit auf. Ein weiteres Tor von Rolf "Rolly" Fentzahn wurde wegen Abseitsstellung nicht anerkannt.

Auch nach der Halbzeit waren wir weiterhin überlegen. Kappeln hatte es jetzt sehr schwer das Tor vor weiteren Treffern zu bewahren, zumal ein Spieler wegen einer Knieverletzung ausscheiden mußte und der Torwart äußerst schwach in flachen Bällen war. Aber daß anstatt wir weitere Tor schossen, kamen die Kappelner noch einmal zum Ausgleichstor, als in unserer Hintermannschaft einen Augenblick lang Unstimmigkeit herrschte. Etwas später hielt Torwart Helmuth Funck, der am 3. Kappelner Tor nicht ganz unbeteiligt war, eine tolle Sache und vereitelte so die mögliche 4:3-Führung für die Kappelner. Kurz vor Schluß erzielte der alte "Kämpe" Helmuth Huß den Siegtreffer für uns, als er in einem Gewühl vor dem Tor, das Leder vor den richtigen Fuß bekam und kurz entschlossen einschoß. Helmuth Huß ist es auch, den ich in diesem Spiel besonders hervorheben möchte. An Kampfgeist war er allen voraus, und bewies, daß trotz seines doch schon beträchtlichen Alters noch immer mit ihm gerechnet werden kann. Jedenfalls hat unser alter Landesligaspieler auf seine "alten Tage" noch einmal den Ligadreß angezogen und den erkrankten Jörg Frank gut vertreten, so daß seine Aufstellung für die nächsten Spiele wohl außer Frage steht.


  DFB-Pokalsiel  

13.10.1957

Husum 18 gegen IF Tönning

5:2 (2:0)

Aufstellung:

Helmuth Funck — Heinrich Golde, Peter Bauer — Helmuth Huß, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Heinz Minnie, Dieter Eckholdt, Arthur Grabert, Sönke Hansen, Rolf "Rolly" Fentzahn

Tore: 1:0 Heinz Minnie; 2:0 Heinz Minnie; 3:1 Rolf "Rolly" Fentzahn; 4:1 Sönke Hansen; 5:2 Arthur Grabert
Schiedsrichter: Hasche (Rantrum)

Man muß sagen, unser Kreisklassenvertreter IF Tönning hat in Husum gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga keineswegs enttäuscht. Wenn auch der Sieg unserer Mannschaft in keiner Phase des Spiels gefährdet war, so erwiesen sich die Tönninger doch immer wieder als sehr fleißig und einsatzfreudig. In ihrer Härte waren sie manchmal dicht an der Grenze des Erlaubten. Bis zur Halbzeit führten wir durch Heinz Minnie, der endlich einmal eine ansprechende Leistung auf Rechtsaußen bot, mit 2:0 Toren. Nach dem Wiederanpfiff kam Tönning zwar durch A. Konradt auf 2:1 heran, mußte wenig später das 3:1 durch einen Prachtschuß von Rolf "Rolly" Fentzahn und das 4:1 durch Sönke Hansen hinnehmen. Sönke Hansen, der das erste Mal in dieser Saison mitspielte, wirkte sich belebend auf das Sturmspiel aus. Sein Zusammenspiel mit Rolf "Rolly" Fentzahn klappte streckenweise sehr gut, leider fehlt es ihm aber immer noch an der genügenden Härte, die in unserer Spielklasse nun einmal erforderlich ist. Bevor Arthur Grabert das fünfte Tor für uns schoß, konnte A. Konradt noch einmal auf 4:2 verkürzen. Einer der besten Spieler war wieder Helmuth Huß, auch Dieter Eckoldt im Sturm war sehr eifrig, hatte jedoch mit seinen Torschüssen viel Pech. Der junge Schiedsrichter Hasche aus Rantrum leitete das Spiel unauffällig und war jederzeit Herr der Lage.


20.10.1957

VfB Nordmark Flensburg - Husum 18

1:1 (1:0)

Aufstellung:

Helmuth Funck — Gerhard "Gerd" Präger, Peter Bauer — Helmuth Huß, Heinrich "Hein" Jeß, Manfred Heinrich — Heinz Minnie, Karl "Kalli" Clausen, Arthur Grabert, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn

Tor: Arthur Grabert
Schiedsrichter: Johannson (Leck)

Vor dem Spiel hatten wir schon einige Sorgen. Manfred "Manni" Hoppe konnte nicht spielen, und Heinrich "Hein" Jeß mußte nachmittags arbeiten, konnte aber gerade noch rechtzeitig auf dem Platz erscheinen. Seine Kameraden hatten sich bereits umgezogen und auch Jörg Frank, der ihn vertreten sollte. Er verzichtete aber freiwillig, wofür ihm der Spielausschuß an dieser Stelle seinen Dank aussprechen möchte.

Das Spiel auf dem aufgeweichten, schlammigen Boden litt stark unter der schwachen Leistung des Schiedsrichters Johanndon (Leck), der unsere Mannschaft offensichtlich benachteiligte, was selbst die Flensburger Zuschauer bestätigten. So wurde z.B. unser Torwart Helmuth Funck von dem gleichen Flensburger Spieler zweimal regelwidrig so hart angeschlagen, daß er besinnungslos vom Platz getragen werden mußte und erst nach 20 Minuten wieder mitspielen konnte. Bei diesen Fouls unterbrach der Schiedsrichter nicht einmal das Spiel, auch wurde der Flensburger Spieler in keiner Weise ermahnt oder verwarnt.

Zum Spielverlauf: das Spiel begann sehr schnell. Die Flensburger hatten leichte Vorteile und konnten ihre 1:0-Führung in die Halbzeit retten. Nach dem Wechsel gelang es Arthur Grabert, auf eine wunderschöne Flanke Rolf "Rolly" Fentzahns, den Ausgleich zu erzielen. Kurz vor Schluß hatten wir mehrere gute Einschußmöglichkeiten, die aber überhastet nicht ausgenutzt worden. In der Hintermannschaft waren Gerhard "Gerd" Präger und Heinrich "Hein" Jeß die ruhenden Pole, aber auch Helmuth Huß, Peter Bauer und Manfred Heinrich leisteten ein enormes Arbeitspensum. Arthur Grabert erhielt für den verletzten Helmuth Funck als Ersatz-Torwart mehrfach Beifall auf offener Szene.


Die Reserven

Unsere Reserve hatte Pech, daß das Spiel in Drelsdorf zweimal ausfiel. Wir haben zwar die Punkte erhalten, aber unsere Hoffnung, das Torkonto auffrischen zu können, ging leider fehl. Auch das nächste Punktspiel gegen den TSV Tönning wurde von Tönning abgesagt, es konnte aber noch rechtzeitig ein Freundschaftsspiel mit dem Husumer Lehrbataillon abgeschlossen werden. Das Spiel konnte für uns mit 3:0 gewonnen werden, Torwart Walter Lorenzen (Elfmeter), K. W. Petersen und Hans Peter Harmsen schossen die Tore.

Am 20.10. mußten wir in Rantrum gegen die starke Rantrumer Reserve zum fälligen Punktspiel antreten. Wir konnten das Spiel auf dem aufgeweichten Platz von vorneherein überlegen gestalten und führten bis zur Halbzeit mit 1:0 durch ein herrliches Tor von K.W. Petersen. In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel an Härte zu. Johannes Thomsen war noch zweimal für uns erfolgreich, ohne daß die Rantrumer einen Treffer dagegensetzen konnten. Mit 3:0 fiel die Niederlage für die Gastgeber noch einigermaßen glimpflich aus, sie hätte leicht höher werden kann. Bester Spieler des Feldes war unser Mittelläufer Boyens, der eine hervorragende Partie lieferte. Auch Schiller als Außenläufer konnte gefallen.


Unsere Ic-Mannschaft hatte durch die Absage des TSV Tönning nur ein Freundschaftsspiel gegen die zweite Garnitur des IF Tönning. Das Spiel konnte mit nur 9 Mann gegen eine volle Tönninger Elf mit 3:2 gewonnen werden. Eine beachtliche Leistung! Die Tore schoßen K.W. Petersen und unser ehemaliger Liga-Torwart Walter Lorenzen (2), der diesmal sein Tor verlassen hatte und als Feldspieler mitwirkte, da einige Spieler durch Grippe ausfielen.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. November

Am 12. und 13. Oktober 1957 war unser frisch gebackener Bezirksliga-Schiedsrichter Volker Christensen zu einem Lehrgang in Malente. Die Leitung hatten der bekannt Oberliga-Schiedsrichter Erich Asmussen und Sportfreund Leideck.

Die Vereinsleitung gibt bekannt:

DFB Fußball-Jahrbuch 1958

In diesen Tagen ist das neue Fußball-Jahrbuch für das Jahr 1958 erschienen. Der Deutsche Fußball-Bund, der sich in den letzten Jahren eine Schriftenreihe geschaffen hat, um das Fußballspiel - literarisch gesehen - weitesten Kreisen zugänglich zu machen, setzt mit der neuen Ausgabe seines Fußball-Jahrbuches eine Tradition fort. Die erste Ausgabe liegt mehr als 50 Jahre zurück; sie erschien 1905, als der Deutsche Fußballbund 194 Vereine mit rund 9.300 Mitgliedern zählte.

Im schmucken, grünen Umschlag gibt das Fußball-Jahrbuch 1958 einen schönen Einblick in das Fußballgeschehen während fünf Jahrzehnten und einen guten Überblick über die Entwicklung unseres schönen Spiels. Alte, heiter stimmende Dokumente aus "Frühzeit und Mittelalter", eine Betrachtung unter dem Titel "50 Jahre Fußball-Länderspiele", Tabellen, Statistiken, Aufsätze erster Fachleute und Freunde des Fußballsports fesseln den Leser. Fast 100 Bilder beleben den Inhalt und geben dem Buch ein schönes Aussehen. Für die Seniorenmitglieder unserer Vereine ist das Fußball-Jahrbuch 1958 so anziehend, wie es für die Jugend ein schönes Geschenk ist. Der Preis beträgt 3 D-Mark. Das Fußball-Jahrbuch ist von der Geschäftsstelle des Deutschen Fußball-Bundes, Frankfurt/Main, Zeppelinstraße 77, zu beziehen.


Betr.: Eintrittskarten für die Spiele der Weltmeisterschaft

Der Deutsche Fußball-Bund hat uns einige Einzelheiten darüber mitgeteilt, wie sich der Verkauf der Eintrittskarten für die Spiele der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden regeln wird.

Es kommen für die sieben am 8., 11., 12., 15., 19., 24. und 29. Juni in Stockholm stattfindenden Spiele, darunter auch Begegnungen der Vorschlußrunde und des Endspiels, sogenannte Serien-Eintrittskartenhefte zum Verkauf. Der Preis dieser Serienkarten beläuft sich auf 55 D-Mark für den Stehplatz und je nach Kartenart auf 90, 118, 151, 180 bis 190 D-Mark für Sitzplätze.

Eine Bestellung der Serien-Kartenhefte ist nach Maßgabe des schwedischen Organisationsbüros nur gegen Voreinsendung des Betrages möglich, wobei das Recht einer Rückgabe der Karten nicht besteht. Der Deutsche Fußballbund weist darauf hin, daß eine Gewähr für die Zustellung der Karten solange nicht übernommen werden kann, bis feststeht, ob er das beim Organisationsbüro für die Weltmeisterschaft angeforderte Kartenkontingent in vollem Umfange zugewiesen erhält. Eine Zusicherung besteht zwar in der Form, daß alle bis zum 1. Dezember 1957 in Stockholm vorliegenden Bestellungen aller Voraussicht nach Berücksichtigung finden werden. Die Interessenten werden deshalb gebeten, sich bis zum 20. November 1957 direkt an den Deutschen Fußball-Bund e.V.,, Frankfurt/Main West 13, Zeppelinallee 77, wegen einer Kartenbestellung zu wenden.

Wesentlich schwieriger sieht es in bezug auf die Bestellung von Einzelkarten für die insgesamt 32 in Schweden stattfindenden Weltmeisterschaftsspiele aus. Gegenwärtig liegen nur die einzelnen Spielorte und Daten fest, hingegen ergeben sich die Paarungen erst nach der am 8. Februar des nächsten Jahres erfolgenden Auslosung. Deshalb kann auch noch nichts darüber gesagt werden, an welchen Orten die Spiele der deutschen Mannschaft stattfinden und wer im einzelnen der Spielgegner sein wird. Eine bestimmte Auskunft darüber, ob die deutsche Mannschaft der sogenannten Südgruppe mit dem Zentrum Malmö zugeteilt wird, konnte bisher noch nicht gegeben werden.

Die Bestellmöglichkeiten sind deshalb sehr gering, es sei denn, daß es Interessenten gibt, die unabhängig von den Spielen der deutschen Mannschaft an bestimmten Orten Spiele der Weltmeisterschaft besuchen oder den Begegnungen der Vorschlußrunde bzw. dem Endspiel beiwohnen wollen. Derartige Kartenanforderungen können ebenfalls schon jetzt bei der Geschäftßtelle des Deutschen Fußball-Bundes vorgenommen werden.

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. November

Wir gratulieren

Unser ehemaliger Reservespieler Harald Raab und Fräulein Elke Grenzhof haben sich verlobt. Herzlichen Glückwunsch!

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Vom Sportheim Malente erhielten wie folgende Nachricht:

Betreffs Voranmeldung für das Sportheim Malente

Da das Kuratorium in diesem Jahr wieder beabsichtigt, den Entscheid für einen Aufenthalt im Sportheim Malente für das Jahr 1958 schon Anfang des Jahres 1958 herauszugeben, bitten wir, die Voranmeldungen auf den beigefügten Meldebogen bis zum 31.12.1957 bei uns einzureichen. Es werden zunächst die Personen berücksichtigt, die bis zu diesem Zeitpunkt ihre Anmeldung abgegeben haben.

Dürfen wir Sie wie immer höflichst bitten, sich mit ihren Anmeldungen nicht nur auf die Ferienzeit zu beschränken, sondern auch die übrigen Monate für einen Aufenthalt zu berücksichtigen, damit wir möglichst vielen Jugendgruppen und Erwachsenen Gelegenheit für einen Aufenthalt im Sportheim Malente geben können. Es ist selbstverständlich, daß bei der Zusammensetzung des Belegungsplans zunächst die Personen berücksichtigt werden, die das Sportheim Malente noch gar nicht besucht haben. Je nach den vorhandenen Plätzen werden auch Gäste aufgenommen, die bereits früher ihren Urlaub in Malente verlebt haben. Die Vergabe der Plätze wird, wie in jedem Jahr, nach einem Punktesystem vorgenommen.

Die Preise des Vorjahres haben sich unseres Wissens nach nicht verändert und werden noch einmal bekannt gegeben.

a) Jugendliche und Jugendbegleiter 1,80 DM
b) Mitarbeiter 3,50 DM
c) Ehefrauen der Mitarbeiter 4,50 DM
d) Vereinsmitglieder 4,50 DM
e) deren Ehefrauen 4,50 DM
f) Schüler (Schulklassen) und Kinder bis zu 10 Jahren ohne Vereinszugehörigkeit in Begleitung der Eltern

2,30

DM
   

Mitglieder unseres Vereins, die Interesse an einem Urlaub von 13 bzw. 6 Tagen in Malente haben, wollen sich bitte bis zum 15.12.57 bei Sportfreund Hans Weinstein melden. Spätere Anmeldung können von uns nicht mehr berücksichtigt werden

Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Frisa - Husum 18 0:5
  Husum 18 - TSV Kappeln 4:3
DFB-Pokalspiel Husum 18 - IF Tönning 5:2
  VfB Nordmark - Husum 18 1:1

Reserve
  Husum 18 Ib - Lehrbataillon 3:0
  Rantrum - Husum 18 Ib 0:3
  Husum 18 Ic - IF Tönning II 3:2

Jugend
Jungmannen Frisia - Husum 18 1:2
Jungmannen VfB Nordmark - Husum 18 7:0
Jugend Husum 18 - St. Peter 3:3
Jugend Rantrum - Husum 18 2:5
Schüler Rantrum - Husum 18 1:3
Knaben Rantrum - Husum 18 0:3
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Die Spiele im November

Liga
3.11. TSV Nord - Husum 18  
10.11. Husum 18 - Rantrum  
17.11. Bredstedt - Husum 18 DFB-Pokalspiel
24.11. Westerland - Husum 18  

Die Jungmannen bestreiten jeweils das Vorspiel.

Reserven
10.11. Langenhorn - Husum 18 Ib  
10.11. Langenhorn II - Husum 18 Ic  

Jugend
Die Spiele der Jugendabteilung in der Herbstserie sind bis auf einige Nachholspiele beendet.
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Tabellen

2. Amateurliga am 20.10.1957
  Spiele Tore Punkte  
TSV Kappeln 10 40:19 15:5  
Husum 18 10 27:18 14:6  
VfB Nordmark Flensburg 10 25:18 14:6  
TSV Westerland 10 24:18 13:7  
Vorwärts Flensburg 8 24:11 12:4  
FSV Wyk 10 19:12 12:8  
TSV Friedrichsberg 10 28:24 12:8  
RW Niebüll 9 25:25 8:10  
Rasensport Schleswig 9 21:27 8:10  
Frisia Husum 10 17:27 8:12  
MTV Leck 9 21:29 7:11  
TSV Rantrum 9 18:30 7:11  
Bredstedter TSV 9 27:31 6:12  
TSV Weiche West 10 25:38 6:14  
TSV Nord Flensburg 8 11:13 4:12  
Nordmark Satrup 9 16:28 4:12  

Jungmannen-Bezirksklasse
  Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 11 56:18 20:2  
RW Niebüll 8 33:17 14:2  
Flensburg 08 8 49.5 13:3  
Husum 18 9 30:18 13:5  
VfB Nordmark Flensburg 10 34:13 13:7  
Vorwärts Flensburg 8 15:15 9:7  
FSV Wyk 8 13:14 9:7  
Frisia Husum 8 19:14 7:9  
TSV Westerland 9 19:40 6:12  
Nordmark Satrup 8 9:26 5.11  
TSV Rantrum 8 9:22 4:12  
Bredstedter TSV 8 14:32 4:12  
MTV Leck 9 11:25 4:14  
TSV Weiche West 9 7:51 4:14  
Rasensport Schleswig 7 13:33 3:11  
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18

1. November

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Walter Abels, Husum, Bismarckstraße 16
2. Helmut Herbst, Husum, Am Ochsenkamp 2
3. Rolf Günther Peterson, Husum, Schulstraße 2
4. Paul Timmermann, Husum, Nordhusumer Straße 2b


Austrittserklärungen
1. Lothar Beilfuß, Husum, Am Ochsenkamp
2. Arthur Melcher, Husum, Neustadt 32
Walter Lorenzen
leer  

1957

Husum 18 / Fußball

1. November

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 20.10.57

Pl

Husum 18

H

1:1 5:0 1:1 4:3 2:5 3:2       4:0