Das geschah 1959

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Samstag, 09.02.2019 17:07

1959

Jugend-Fußball

 

 

Chronik der Husum 18-Jugendabteilung von 1959 bis 1962

leer  

1959

Husum 18

1. Januar

Zum Jahreswechsel

Am Sonntag, dem 4. Januar, spielt unsere Ligamannschaft gegen Tondern.

Wie schnell vergeht ein Jahr. Noch hören wir die wohlgemeinten Worte und Wünsche für 1958 und doch können wir an der Tatsache nicht vorbei, daß wir in wenigen Tagen hinüberwechseln in das Jahr 1959.

Wir haben daher Bilanz zu ziehen und uns zu fragen, ob die vergangenen zwölf Monate zufriedenstellend verlaufen sind. Das 40-jährige Bestehen unseres Vereins war ein herausragendes Merkmal. Die aus diesem Anlaß getroffenen Veranstaltungen sind sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht ein voller Erfolg gewesen. Mit den Ergebnissen der ausgetragenen Jubiläumsspiele können wir vollauf zufrieden sein. Vom Pokalturnier unserer Jugend haben die Beteiligten begeistert gesprochen und ein besonderes Ereignis für unsere jugendlichen Spieler ist die Schwedenreise anläßlich der Weltmeisterschaftsspiele gewesen. Der Besuch von VfR Neumünster und Grün-Weiß Hamburg, der Kommers und nicht zuletzt der große Festball im Oktober dieses Jahres sind als Höhepunkte in der Vereinsgeschichte zu werten. Diese Tatsache soll uns anspornen und uns Kraft geben, für Husum 18 und den Sport selbstlos tätig zu sein.

Und wenn wir die sportliche Seite des Geschehens besonders beleuchten, dann dürfen wir feststellen, daß auch das Jahr 1958 für uns sehr erfolgreich gewesen ist. Wir dürfen bei dieser Betrachtung der Ergebnisse nicht immer nach den Leistungen unserer ersten Garnitur messen. Im vorigen Jahr stand unsere Liga um diese Zeit an dritter Stelle der Tabelle. Diesmal nehmen wir infolge eines schlechten Starts - wir hatten in den ersten Spielen auch sehr viel Pech - einen guten Mittelplatz sein. Das letzte Spiel dieser Serie, das am 7. Dezember, im Gründungstag unseres Vereins stattfand, endete mit einem viel bejubelten Sieg über Westerland. Das Spiel war wohl das beste des Jahres 1958. Nehmen wir gerade diesen Sieg als ein gutes Omen für 1959 hin. Unsere Reserve wurde ohne Punktverlust Herbstmeister. Die Jugend- und Schülermannschaften nehmen gute Plätze in ihren Staffeln ein. Diese Mannschaften enthalten ein Spielerreservoir, auf das der Verein stolz sein kann. Wir haben meines Erachtens Grund zu der Annahme, daß wir mit etwas Optimismus in das neue Jahr hineingehen können.

Helft daher alle mit, das uns vorschwebende Ziel zu erreichen.

Zum Jahreswechsel wünsche ich allen 18ern das Beste und unseren blau-weiß-roten Farben Glück und Erfolg.

Husum, den 20. Dezember 1958

Karl Krieger, 1. Vorsitzender
leer  

1959

Husum 18

1. Januar

Glückwünsche und Danksagungen

Allen Spielern und ihren Angehörigen möchten wir auf diesem Wege ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr wünschen. Gemeinsam wollen wir im nächsten Jahr daran arbeiten, unsere Position weiter auszubauen. Der Trainingsbesuch war durchaus als zufriedenstellend zu bezeichnen und wir wollen hoffen, daß es so bleibt.

Arfast Carstens Hellmut Hahn, Hans Schöning
Spielausschußobmann Übungsleiter

 


Ich wünsche allen Schiedsrichtern und Vereinen des Kreises ein erfolgreiches Neues Jahr.

Euer Schiri-Obmann Hermann Bahnsen


Zum Jahreswechsel möchte ich nicht versäumen, all denen meinen herzlichen Dank auszusprechen, die geholfen haben, durch Beiträge unsere Vereinsnachrichten zu bereichern. Auch im neuen Jahr bitte ich alle 18er wieder, eifrig an unserer Zeitung mitzuhelfen, damit sie umso interessanter wird. Ich bin für jeden Beitrag dankbar.

Mein weiterer Dank gilt all den Firmen, die durch ihre monatlichen Inserate mithelfen, unser Mitteilungsblatt zu finanzieren. Ohne sie wäre ein Weiterbestehen unserer Zeitung nicht möglich. Ich bitte daher alle 18er, bei ihren Einkäufen stets unsere Interessenten zu bevorzugen.

Walter Lorenzen, Pressewart

leer  

1959

Husum 18

1. Januar

Am Freitag, dem 23. Januar 1959, findet um 20 Uhr in Wohlerts Gaststätte eine

Mitgliederversammlung

statt.

Da wichtige Punkte auf der Tagesordnung stehen, bitten wir um zahlreiches Erscheinen.

Der Vorstand
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Zum Abschluß ein Sieg

Über das vorletzte. Spiel, das auf eigenem Platz gegen SIF Schleswig nur 2:2 unentschieden endete, ist kein langer Kommentar nötig. Es war eines der Spiele, wie wir sie in dieser letzten Serie nur allzu häufig von unserer Elf gesehen haben. Es gelang einfach nicht, gegen einen Gegner mit derart primitiver Spielweise das technische Übergewicht in spielentscheidende Tore umzumünzen. Arthur Grabert und Peter Römer Peters erzielten die beiden Treffer, die zum Sieg leider nicht langten, weil in der Abwehr unverzeihliche Fehler gemacht wurden, die es den Gästen zweimal erlaubten, den Ausgleich zu erreichen.

Um so erfreulicher war der 7:1-Sieg im letzten Spiel. Ausgerechnet am Tage des 40-jährigen Geburtstages des Vereins gelang es unserer Mannschaft, sich zu einer ganz besonderen Leistung aufzuraffen. Wenn auch der Gegner aus Westerland einige Ersatzspieler einsetzen mußte, so schmälert dies keineswegs die ausgezeichnete Leistung unserer Elf, die wohl an diesem Tage das beste Spiel der Serie gezeigt hat. Das Spiel lief wie aus einem Guß. Die wesentliche Verjüngung der Mannschaft kann vorteilhaft zur Geltung. Es wurde gespielt und dabei auch das Toreschießen nicht vergessen. Schon in der 15. Minute kann Anton "Ratschi" Christiansen einen Kopfballtreffer anbringen. Der Ball wird aber von einem Westerländer Abwehrspieler mit der Hand wieder aus dem Tor geschlagen, und der sehr sicher leitende Schiedsrichter Werner entscheidet auf Elfmeter. Manfred "Manni" Hoppe kann diesen nur im Nachschuß verwandeln. Dieter Eckholdt, der in Malente anscheinend sehr gut aufgepaßt hat, erzielte aus spitzem Winkel das 2:0. Nach der Pause fallen dann innerhalb einer kurzen Zeit 5 weitere Tore, die ganz einfach herausgespielt sind. Wilhelm Carstens, Ludwig Dietrich, Dieter Eckholdt, Ludwig Dietrich und Wilhelm Carstens erzählen die Treffer zum 7:0. Kurz vor Schluß gelingt den Insulanern der Ehrentreffer.

Einzelkritiken nach diesem Spiel zu geben fällt besonders schwer, da die Mannschaft keinen schwachen Punkt aufwies und gerade durch ihre Geschlossenheit besonders gefallen konnte. Dennoch muß die Leistung von Dieter Eckholdt herausgehoben werden, denn er war es, der neben seinen beiden selbst geschossenen Toren an fast allen anderen beteiligt war. Wenn Dieter Eckholdt seine jetzige Form halten kann, brauchen wir uns über die leidige Besetzung des Rechtsaußenpostens keine Sorgen mehr zu machen.


Die Reserve

Unsere Reserve trug nach Beendigung der Punktspiele lediglich zwei Freundschaftsspiele aus. Das erste wurde mit 4:2 gegen eine Mannschaft des Fliegerhorstes auf dem Sportplatz in der Kaserne gewonnen. Zur Halbzeit führten die ehrgeizigen Soldaten noch 2:0. Beinahe wäre dies die erste Niederlage der Saison für unsere Reserve geworden. Aber im zweiten Durchgang konnte das Blatt dank der besseren Konditionen zu unseren Gunsten gewendet werden. Die zweite Partie wurde mit 7:1 gegen HIF gewonnen, ohne voll auszuspielen.


Die Jungmannen

Nach einem 2:0-Sieg über SIF und dem 5:1-Erfolg über Westerland gab es in Flensburg bei 08 eine empfindliche 6:2-Niederlage, die nicht zuletzt aus der schwachen Leistung des jugendlichen Flensburger Schiedsrichters herrührt, der vier Spieler unserer Mannschaft vorzeitig des Feldes verwies.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18

1. Januar

Die Weihnachtsfeiern

Wie in jedem Jahr, so wurden auch in diesem wieder für die Jugendabteilung und die Senioren Weihnachtsfeiern abgehalten. Es ist alljährlich immer wieder ein erhebender Anblick, bei der Jugendweihnachtsfeier unsere zahlreichen Jungen einträchtig nebeneinander an der festlich geschmückten Tafel unter den leuchtenden Lichtern des Tannenbaums sitzen zu sehen. Der große Raum im Altdeutschen Haus war schon fast zu klein für die 60 Jugendlichen, die sich zu dieser Feier eingefunden hatten. Bei Kakao und einem großen bunten Teller mit Kuchen, Äpfeln und Süßigkeiten saß man beisammen, sang oder hörte Weihnachtslieder vom Akkordeon gespielt.

Am Abend fanden sich die Senioren in denselben Räume zu ihrer Weihnachtsfeier ein. Der Festausschuß hatte alles glänzend organisiert, so daß es auch hier nur fröhliche und zufriedene Gesichter gab. Bowle und Würstchenessen, alles war arrangiert worden, um den Abend besonders nett zu gestalten. Wohl niemand ist von dieser Feier nach Hause gegangen, ohne das Bewußtsein zu haben, daß sie in diesem Jahr besonders gelungen war. Unser Dank gilt dem Festausschuß, den Damen, die am Nachmittag alles vorbereitet haben, dem Wirt und seiner Frau, dem Ältestenbeirat, der für die Weihnachtsfeier 150 D-Mark gestiftet hat und nicht zuletzt unserem Verein Husum 18.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Von den Aufgaben des Schiedsrichters

Können wir Schiedsrichter dazu beitragen, die Klasse der Spieler zu heben und mithelfen, der Weiterentwicklung unseres Fußballspieles den Weg zu bereiten? Diese Frage verdient einmal eine gründliche Betrachtung. Es ist zweifelsfrei, daß der Schiedsrichter im Spiel eine wichtige Persönlichkeit und mit allen Machtmitteln ausgerüstet ist, die ausreichen, um das Spiel weitgehend zu beeinflussen. Es kommt im Spiel immer nur auf die Auffassung des Schiedsrichters an. Er kann das Spiel durch sein Verhalten und durch seine Entscheidung in Bahnen lenken, in denen es "gut läuft", kann es aber auch mehr oder weniger verderben, wenn seine Einstellung zu den Spielvorgängen und seine Haltung entsprechend abwegig sind. Damit ist nicht gesagt, daß es immer am Schiedsrichter liegt, wenn ein Spiel unerfreuliche Begleiterscheinungen zeitigt oder ruppig wird. Diese erstere Feststellung ist auch kein Freibrief für die Spieler, sich gehen zu lassen und zu glauben, daß sie sich alles erlauben können, wenn der Schiedsrichter nachsichtig ist und nicht durchgreift. Eine sportliche Haltung wird von den Spielern in jeder Spiellage verlangt. Sichgehenlassen, Selbsthilfe einschalten, Revanchegelüste haben, das sind Eigenschaften oder Vorhaben, die eines Sportmannes unwürdig sind, auch wenn das Spiel noch so unerfreuliche Formen anzunehmen droht und der Schiedsrichter sich als schwach erweist.


Zusammenarbeit Trainer - Schiedsrichter

Die Stellung beider im Fußballsport hervorstechender Faktoren - Trainer und Schiedsrichter - ist klar. Jeder hat seine besonderen Aufgaben, die sich wesentlich unterscheiden. Aber dennoch sind gewissermaßen beide aufeinander angewiesen. Sie müssen also eng zusammenarbeiten. Darum ist es unverständlich, wenn Trainer sich gegen die Schiedsrichter stellen, insbesondere dann, wenn das Spiel von ihrer Mannschaft nicht gewonnen wurde.

Dem Trainer fällt die Aufgabe der technischen, taktischen und körperlichen Vorbereitung des Spielers zu. Bei den ersteren beiden Faktoren muß er stärkstens beachten, wie weit die Spielregeln ihm Spielraum lassen. Er muß sich also weitesten mit der den Schiedsrichtern gelehrten Spielauffassung und Regelauslegung vertraut machen. Das gilt in erster Linie für die Technik, die ja nicht nur in der Ballbehandlung zum Ausdruck kommt. Der Körpereinsatz muß sich in den Grenzen halten, die ihm die Spielregeln setzen und da die Auffassung über das Erlaubte und Verbotene im Spiel trotz aller Bemühungen unterschiedlich ist, hat der Trainer allen Anlaß, sich die Auffassung anzueignen, die amtlich ist und den Schiedsrichtern gelehrt wird. Er wird dann den von ihm betreuten Spielern das beibringen, was von den Schiedsrichtern als erlaubt angesehen wird. Seine Mannschaft wird im Spiel selbst also keine Nachteile haben, weil die Schiedsrichter der gleichen Auffassung sind.


Unerbittlich gegen Sünder

Die Einstellung der Schiedsrichter zum Spielgeschehen muß im Sinn und Geist des Fußballspieles und seiner Regeln entsprechen. Er muß die Regeln so auslegen und anwenden, wie es der Spielgedanke fordert. Dazu ist in erster Linie eine gute Kenntnis der Spielregeln notwendig, die bei unseren meisten Schiedsrichtern wohl vorhanden sein dürfte. Der Schiedsrichter weiß, was die betreffende Regelbestimmung ausdrücken will, jetzt liegt es an ihm, sie richtig anzuwenden. Er darf auch die Spielentwicklung nicht beeinflussen, wenn kein Anlaß vorhanden ist, das Spiel zu unterbrechen. Er muß also, wie die Schiedsrichter sagen, "das Spiel laufenlassen". Damit fördert er nicht nur den Spielablauf und hilft die Freude am Spiel stärken, sondern er sichert auch den Spielen einen einwandfreien Ablauf.

Das Spiel laufenlassen heißt nicht, daß es ausarten darf bzw. Spieler sich durch unerlaubtes Spiel, also durch Regelverstöße, un sportliche Vorteile verschaffen.

Der Schiedsrichter muß die Spieler vor unsportlichen Übergriffen der Gegner schützen und diese müssen aus dem Schiedsrichterverhalten erkennen, daß sie sich frei entfalten können, ohne in Gefahr zu kommen, Verletzungen davonzutragen. Die Schiedsrichter müssen unerbittlich gegen Sünder sein, und hier liegt die erste Möglichkeit mitzuhelfen, die Klasse, das heißt das Leistungsvermögen, der Spieler zu heben.


Voraussetzung für Anerkennung

Regelkenntnis macht noch lange keinen noch lange nicht den guten Schiedsrichter. Weitere Vorbedingungen sind erforderlich. In erster Linie muß ein Schiedsrichter Charakter besitzen. Er muß mit seinem Verhalten auf dem Spielfeld sich das volle Vertrauen des Spieler erwerben, muß mutig sein und ein Feind aller Kompromisse. Der Schiedsrichter ist der Überwacher für die Einhaltung der Spielregeln. Diese atmen sportlichen Geist und verlangen von den Spielern Unterordnung unter den Spielgedanken. Wir gehen im Grunde genommen davon aus, daß ein Verstoß gegen die Fairneß mit Absicht begangen sein muß, um eine Bestrafung auszulösen. Das kommt im ersten Absatz der Regel 12 zum Ausdruck, die Stoßen, Treten, Halten, Handspiel und so weiter nur dann mit einem direkten Freistoß bzw. im Strafraum mit Strafstoß belegt, wenn der Regelverstoß nach Ansicht des Schiedsrichters absichtlich erfolgte.

Dieses "absichtlich" ist aber kein absichtlich im landläufigen Sinne, sondern man kann sagen, daß der Regelverstoß nach Regel 12, Absatz 1, a-i zu bestrafen ist, wenn das Verhalten des Spielers im vorliegenden Fall nicht als Zufall anzusehen ist.

Ein gewisses Gefühl, ein Unterton der Absicht, muß also vorhanden sein. Aber es darf keine volle Absicht vorliegen, weil dann das Verhalten als grob unsportlich, vielleicht sogar Rohheit vorliegt, die zumindest eine zusätzliche Verwarnung, wenn nicht sogar einen Feldverweis bedingt.


Charakterisierung des Verhaltens

Kein Schiedsrichter darf voreingenommen gegen einen Spieler oder eine Mannschaft sein, wenn er aufs Spielfeld geht. Auch dem ihm als "Rabauken" bekannten Spieler muß er in voller Unparteilichkeit gegenübertreten. In jeder Spielphase muß der Schiedsrichter klar denken und ebenso klar sehen. Die Einbildung über etwaige Vorkommnisse muß er vom Spielfeld fernhalten. Charakter besitzen, heißt Gefühle bekämpfen, hart bleiben, unerbittlich sein und sich durch niemand beeinflussen zu lassen. Weder durch reklamierende Spieler noch durch johlende Zuschauer. Kompromißbereitschaft führt zum Unrecht und macht den Schiedsrichter zu seinem Amt untauglich.

Aber andererseits soll der Schiedsrichter keine übertriebene Härte anwenden. Der Wille, gerecht zu sein und energisch zu handeln, kann bei charakterschwachen Schiedsrichtern ins Gegenteil ausschlagen. Sie versteifen sich in ihrer Haltung, sind über Gebühr bei geringen Vorkommnissen streng und verlieren dadurch das Strafmaß. Wenn ein Schiedsrichter bei geringfügigen Vergehen Vorwarnungen ausspricht, kann er seine natürliche Härte nicht steigern, wodurch nicht nur die Spielleitung schwieriger wird und zu unkorrekten Entscheidungen führt, sondern auch eine Beeinflussung der Spieler mit sich bringt, da diese nicht mit dem freien Willen zum vollen Einsatz spielen können. Das wäre ein zweiter Umstand bei der Beantwortung der Frage, ob der Schiedsrichter dazu beitragen kann, die Spielerklasse zu heben. Denn ein Spieler, der die Schiedsrichterentscheidungen als hemmend empfindet und sich ängstlich hütet, voll auszuspielen, weil er den Eingriff des Schiedsrichters wegen angeblicher Regelverstöße befürchtet, ist zu keiner hohen Leistung fähig.


Zwei Bewertungsarten

Es ist es gibt immer nur zwei Möglichkeiten, Spielvorgänge zu bewerten: entweder sind sie dem Geist der Spielregeln nach erlaubt oder verboten. In der Bewertung eine weitgehende Übereinstimmung zu erreichen, ist seit vielen Jahren das Ziel der berufenen Stellen. Liegt ein Regelverstoß vor, so gibt es wieder zwei Möglichkeiten für die Bewertung: Entweder liegt ein schwerer Verstoß, oder es ist lediglich eine Regelübertretung, ein Vergehen. Je nach der unterschiedlichen Bewertung ist das Strafmaß in den Spielregeln festgelegt. Schwere Verstöße sind Treten, Schlagen, Stoßen, Halten, Beinstellen, Hineinsteigen und so weiter. Sie sind immer als Absicht zu werten, hier soll der Schiedsrichter nach Motiven nicht fragen. Kleine Überschreitungen sind dagegen niemals als absichtlich zu werden: Abseits, gefährliches Spiel, falscher Einwurf und so weiter.

Feige Spieler werden meist unfair, harte Spieler verletzen kaum mit Absicht die Spielregeln. Heimtückische Spieler entschuldigen sich nach der Tat beim Gegner und Schiedsrichter gern; man soll nichts darauf geben, zumindest deswegen ihre Tat nicht milder beurteilen. Keine Unvoreingenommenheit gegen Spieler, aber ein Sammeln von Erfahrungen mit und Einschätzung von Spielern, um die Grundlage für eine richtige Bewertung der einzlnen Spielernaturen zu bekommen.

Es kommt beim Schiedsrichter darauf an, daß der Schiedsrichter eine Persönlichkeit ist. Er muß Reife besitzen, Menschenkenntnis mitbringen, gute Umgangsformen haben und ein Charakter sein. Diese Tatsache ist von den berufenen Stellen seit langem erkannt. Die Kenntnis der Spielregeln ist wichtig für eine gute Schiedsrichtertätigkeit, aber nicht entscheidend. Hier bestimmen Umstände den Ablauf der Dinge, die klar herauszustellen Pflicht allen denen gegenüber ist, die sich berufen fühlen, als Schiedsrichter Sport mehr Nummer 1 zu sein.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball regional

1. Januar

Der Schiedsrichterausschuß teilt mit:

In letzter Zeit ist mehrfach von den Vereinen bemängelt worden, daß die angesetzten Schiedsrichter zu ihren Spielen nicht erschienen. Zu diesen Vorwürfen weisen wir darauf hin, daß es uns bei den wenigen Schiedsrichtern, die uns aktiv zur Verfügung stehen, nicht immer möglich ist, alle Spiele zu besetzen. Und Sie werden Verständnis dafür haben, daß wir in solchen Fällen zuerst Spiele der Vereine mit Schiedsrichtern beschicken müssen, die unsere aktiven Schiedsrichter stellen, während Spiele zwischen zwei Mannschaften, deren Vereine keine Schiedsrichter angehören, selbstverständlich zuerst unbesetzt bleiben müssen.

Das Schiedsrichter Problem droht - besonders in unserem Kreis - immer schwieriger zu werden. Wir richten darum wieder einmal an alle Vereine die dringende Bitte, uns geeignete Kameraden zu einem Schiri-Lehrgang zu melden. Wir bitten dabei aber zu beachten, daß uns später in der Praxis nur mit Sportfreunden gedient ist, die auch aktiv Spiele leiten werden. Das Schiedsrichterproblem kann nicht durch aktive Spieler gelöst werden, die fast jeden Sonntag spielen.

Bei genügender Beteiligung sind wir bereit, sofort mit einem neuen Schiedsrichterlehrgang zu beginnen. Aus diesem Grunde bitten wir alle Vereine, uns Ihre Meldung umgehend zukommen zu lassen.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball regional

1. Januar

Sich selbst besiegen

Wie schaffen Sie das? Diese Frage stellten die Journalisten dem inzwischen 37-jährigen Fritz Walter, der bei den Spielen um die Weltmeisterschaft leistungsmäßig wieder einer unserer Besten war. Fritz Walter sagte: "Der morgendliche Start in den Tag ist die Körpermassage mit der Wurzelbürste, vom Kopf bis zu den Füßen. Hierbei wird der Kreislauf schnell angekurbelt, dann folgt eine ganz kurze Zweckgymnastik. Mein Frühstück besteht aus einer Tasse Tee mit einem Löffel Bienenhonig und Zitrone, sowie geschabte Karotten, Weichkäse und ein wenig Brot. Vorwiegend esse ich Kalbfleisch und wenig oder möglichst gar keine Kartoffeln zu Mittag, in keinem Falle aber gibt es Schweinefleisch, auch keine Soßen und Suppen. Aber um so mehr Obst, besonders Apfelsinen, und viel Gemüse. Alkohol trinke ich natürlich nicht, überhaupt trinke ich nur so wenig wie eben möglich. Ich leiste mir zwar ein warmes Abendessen, aber ziemlich früh, dabei gibt es zumeist ein Glas Rotwein. Das Ergebnis dieser Lebensweise: Vier, oft sogar sechs Pfund weniger Gewicht als bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz."

Daß Fritz Walter nicht raucht, versteht sich am Rande. Er trainiert mit seiner Mannschaft zusätzlich aber auch Gymnastik und Steigerungsläufe.

Das hört sich ganz einfach an, aber es liegt doch ein eiserner Wille in allem. In dieser persönlichen Lebensweise auf dieser vorgezeichneten Ebene, aber auch in der sportlichen Betätigung.

Wir können unseren Sportkameraden nur empfehlen, das "Rezept" Fritz Walters weitgehend in die Tat umzusetzen.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 24.12.58 Spiele Tore Punkte  
Frisia Husum 15 52:24 25:5  
Vorwärts Flensburg 15 51:21 23:7  
VfB Nordmark Flensburg 15 49:24 23:7  
RW Niebüll 15 52:24 22:8  
Rasensport Schleswig 15 45:37 17:13  
TSV Westerland 15 52:39 16:14  
Husum 18 15 44:38 15:15  
FSV Wyk 15 20:27 15:15  
SIF Schleswig 15 31:35 15:15  
TSV Weiche West 15 33:43 14:16  
TSV Kappeln 15 36:37 12:18  
TSV Rantrum 15 29:39 12:18  
MTV Leck 15 25:46 9:21  
TSV Friedrichsberg 15 28:64 8:22  
Post Flensburg 15 34:69 7:23  
Bredstedter TSV 15 28:51 7:23  

Jungmannen-Bezirksklasse
Stand 24.12.58 Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 16 71:19 27:5  
VfB Nordmark Flensburg 15 76:17 24:6  
Schleswig 06 13 46:9 23:3  
Flensburg 08 13 62:13 22:4  
Husum 18 16 38:26 21:11  
TSV Westerland 16 34:32 19:13  
Frisia Husum 15 42:30 18:12  
Rasensport Schleswig 14 40:41 14:14  
FSV Wyk 15 36:37 14:16  
Bredstedter TSV 16 39:49 14:18  
MTV Leck 11 22:25 10:12  
TSV Rantrum 15 30:39 10:20  
Post Flensburg 16 31:69 10:22  
Vorwärts Flensburg 15 25:41 9:21  
TSV Friedrichsberg 15 22:45 9:21  
SIF Schleswig 15 16:62 5:25  
TSV Weiche West 16 14:90 3:29  
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 23.11.58

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 7
                             

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 2
                             
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 3
                             
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 11
                             
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 8
                             
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
                             
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 9
                             
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 14
                             
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 4
                             
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 1
                             
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 12
                             
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 6
                             
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 16
                             
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 1:1 2:7 247 0:2 1:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 14
                             
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 15
                             
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

10
                             
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18

1. Februar

Ein Hoch auf den Vereinskassierer!

Von ihm spricht keiner. Und doch ist der Mann am Beutel des Vereins oder der Organisation so wichtig. Er hat ein häßliches Amt. Mahnenden Blickes verfolgt er die Idealisten, die sich zu löblichem oder zweckmäßigem Tun zusammengefunden haben. Wenn der Mann am Beutel sich sanft an die Säumigen wendet, wird er nicht selten mit Seufzern und recht faulen Vertröstungen abgefertigt. Sein einnehmendes Wesen erscheint manchem ausnehmend "ausnehmend". Und doch muß er seine Pflicht tun, der Herr Kassierer, denn er kann zum Wohle des Vereins oder seiner Vergnügungen nichts ausgeben, was er nicht eingenommen hat.

In der Generalversammlung ist er der Einzige, dessen aufopferndes Tun unter scharfer Kontrolle steht. Es nützt ihm nichts, eine noch so glänzenden Kassenbericht zu erstatten. Man glaubt ihm nicht. Erst wenn zwei gewichtige Kassenprüfer - die obendrein im Zivilberuf meistens dem Finanzamt angehören oder ihm als Buchprüfer doch nahe verwandt sind - sich noch die letzten Schweißtropfen nach ihrer anstrengenden Arbeit von der Stirn wischen, mit fröstelnder Sachlichkeit verkünden, daß sie alle Belege durchforscht und nichts zu beanstanden gehabt hätten, dann geschieht die "Entlastung". Es ist ein häßliches Wort. Ist denn der Kassierer etwa ein Belasteter? Eigentlich ja. Durch sein unpopuläres Amt, das meistens keiner haben will, weil man damit wenig in der Öffentlichkeit glänzen kann.

Zeigt sich aber, daß sogar noch einen Überschuß an Moneten in der Kasse ist, so jubelt man nicht etwa. I bewahre! Der übermütige Mann an der Kasse hat einen mal wieder über Gebühr ausgenommen. Wo bleibt die Beitragssenkung?

Erklingen zum Tanze die Geigen, so hockt der Herr Kassenwart den ganzen Abend lang an der zugigen Saaltür und holt sich Rheuma, während sich andere hinter seinem Rücken amüsieren. Nicht selten auch mit der Frau des Kassierers. Das hat er davon!

Auch in der Presse erscheint der geplagte Kassierer nicht. Da naht sich der Herr Vorsitzende mit ängstlicher Miene dem Pressetisch: "Ach bitte, bringen sie nichts über den Kassenbericht. Der interessiert ja auch gar nicht in der Öffentlichkeit", meint er. Ja, um aller guten Geister willen - warum denn nicht? Hat man Angst vor dem Finanzamt? Sieht man Subventionen schwinden? Es kann den Gebern solch angenehmer Zuschüsse doch nur recht sein, zu erfahren, wie gut einmal wieder gewirtschaftet worden ist.

Da glänzen sie alle in der Zeitung: der Vorsitzende, der Schriftführer, mit seinem Tätigkeitsbericht, die Warte der verschiedenen Sparten, der strahlende Vergnügungsausschußobmann und andere mehr. Nur der Kassierer, dieses notwendige Übel, sucht sich vergebens. Und dabei leben alle von seiner Tätigkeit und repräsentieren aus seinem Beutel. O, Freunde, es ist hart, einen solchen Posten zu versehen. Aber es findet sich immer wieder einer dafür. Deshalb ein Hoch auf den Kassierer! Auch er soll einmal als Porträt in seiner Anonymität in der Zeitung erscheinen. Ja, das muß einmal gesagt werden!

Als ich einmal Kassierer war, mußte ich ein Feuerwerk einkaufen. Als es nun so schön ballerte, sprühte und knallte, meinte der Verein.. So verpulvert der Kerl unser Geld!

Und das freut einen denn ja auch!

Einer Tageszeitung entnommen
leer  

1959

Husum 18

1. Februar

Heinrich Grell zum 60. Geburtstag am 2. Februar 1959

Wieder einmal hat die große Familie der 18er die Freude, einem ihrer verdientesten Mitglieder zu seinem Ehrentag die herzlichsten Glückwünsche zu überbringen. Heinrich Grell, wer kennt ihn nicht, war schon dabei, als am 7. Dezember 1918 im damaligen "Hohenzollern" unser Verein unter der Leitung von Bernhard Petersen aus der Taufe gehoben wurde. Seit diesem Tage ist er Husum 18 treu geblieben.

Die Redaktion unserer Vereinsnachrichten war bei Heinrich Grell zu Besuch, um einmal mehr von einem ganz alten 18er Erzählungen aus der guten alten Zeit zu hören. "Das ist ja alles schon so lange her", meinte der Jubilar, aber mit Hilfe seiner Gattin, die auch immer begeisterten Anteil am Spielgeschehen Husum 18's nahm, stieg die alte Zeit wieder auf. "Hol doch mal den Kasten mit de ganzen ooen Biller", meinte "Heini" Grell zu seiner Frau. Dann erschienen unsere alten "Kämpen" in den altmodisch anmutenden Spieltrachten und manch klangvoller Name wurde genannt.

Heinrich Grell hat die meiste Zeit in der zweiten Mannschaft unseres Vereins gespielt zusammen mit Simon Koch (Amerika), Lundelius im Tor, Otto Redner, Christoph Jensen, Harry Trulsen und vielen mehr. Ganz genau erinnert sich Heinrich Grell, der meistens Verteidiger spielte, an seine Begegnung mit Heide. Das Spiel wurde damals in Schobüll im Watt ausgetragen. 1933 spielte er das letzte Mal in der Mannschaft der Alten Herren und hatte das Pech, daß es sich dabei noch ein Bein brach.

Nach seiner aktiven Zeit ist Heinrich Grell auch vorübergehend zweiter Vorsitzender des Vereins gewesen. In den letzten Jahren mußte der Mitbegründer unseres Vereins aus gesundheitlichen Gründen mehr und mehr vom sonntäglichen Sportplatzbesuch Abstand nehmen. Trotzdem verfolgt er weiterhin mit großem Interesse das Vereinsgeschehen. Nun wird Heinrich Grell am 2. Februar 60 Jahre alt. Wir wünschen ihm, daß ihm noch recht viele Jahre in bester Gesundheit im Kreise seiner Familie beschieden sein mögen.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18

1. Februar

Mitgliederversammlung

Am Freitag, dem 23. Januar 1959, wurde in Wohlerts Gaststätte eine turnusgemäße Mitgliederversammlung abgehalten. Der Besuch war nicht so zahlreich, wie man erwartet hatte. Im wesentlichen wurden Fragen des Spielausschusses behandelt. Die Versammlung beschloß, die seinerzeit aufgeschobenen Vorstandswahlen auf einer außerordentlichen Generalversammlung Ende März nachzuholen.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Der Ball rollt wieder

Nach den Ruhetagen über Weihnachten und Neujahr, hatte der Spielausschuß für den 4. Januar die erste Mannschaft des SV Tondern zu einem Rückspiel nach Husum eingeladen. Das erste Spiel beider Mannschaften hatte Himmelfahrt vergangenen Jahres stattgefunden und endete seinerzeit mit einem 3:1-Sieg unserer Elf. Auch in diesem Spiel mußten sich die Gäste aus Dänemark am Ende nach einem schönen und fairen Spiel geschlagen bekennen. Nach einem 1:0-Halbzeitstand, das Tor hatte Wilhelm Carstens erzielt, kam das Sturmspiel der 18er immer mehr in Schwung. Manfred "Manni" Hoppe erzielte den zweiten Treffer, und dann war Anton "Ratschi" Christiansen gleich zweimal an der Reihe. Die eifrigen Tonderaner verkürzten auf 4:2, bevor Anton "Ratschi" Christiansen sein drittes Tor und damit das fünfte Tor für seine Mannschaft schoß.

Die Punktspiele wurden gerade für unsere Mannschaft durch die ungünstige Witterungslage um 2 Spielsonntage hinausgeschoben. So müssen die Spiele gegen VfB Nordmark und SIF Schleswig zu einem späteren Termin ausgetragen werden.

Am letzten Januarsonntag kam es in Rantrum also zur ersten Punktauseinandersetzung der neuen Serie. Sie endete mit einem verdienten 3:1-Erfolg unserer Mannschaft, der allerdings auf dem gefürchteten Rantrumer Boden nicht im Spaziergang erzielt wurde.

Es war umso erfreulicher, daß unsere Elf neben ihrem technischen Übergewicht auch kämpferisch eine gute Leistung zeigte. Die Sturmschwächen scheinen auch überwunden zu sein, und wenn die Rantrumer in Bonse nicht einen so guten Torwart gehabt hätten, wäre das Ergebnis sicherlich höher ausgefallen. Unsere Mannschaft hatte auf keinem Posten einen schwachen Punkt, wenn man von dem Experiment absieht, August Boyens im Sturm zu versuchen. Nach dem Wechsel wurde Karl "Kalli" Clausen nach vorne genommen, und August Boyens nahm wieder seine Position in der Hintermannschaft ein.

Nach dem 2:0-Vorsprung beidesmal durch Wilhelm Carstens konnten die Rantrumer durch Gehrke auf 2:1 verkürzen. Es gelang aber nicht, unsere Hintermannschaft längere Zeit unter Druck zu setzen, so daß unser neuer Torwart Horst-Günther Spiegeler noch auf keine ernsthafte Probe gestellt wurde. Im Endspurt erzielte Rolf "Rolly" Fentzahn ein drittes Tor, indem er den Ball überlegt unter den herausstürzenden Bonse ins gegnerische Netz schlenzte.


Die Jungmann erzielten einen unangefochtenen 6:1-Sieg.
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Das große Spiel

Witterung schwül - Menschengewühl.
Riesenverkehr - Stadt menschenleer.
Tausender Ziel - Meisterschaftsspiel
Drücken wie toll - Stadion voll.
Stehen fällt schwer - weil immer mehr
Drängen herein - schieben gemein.
Endlich Geschrei - Warten vorbei.

Fremder Verein kommt schon herein.

Großer Radau - alle in Blau.
Und was kommt dann - unsre 11 Mann.
Alle in Rot - ich schon halb tot.
Höllischer Lärm drückt aufs Gedärm
Habe beherzt Regung verschmerzt.
Zu guter Letzt, ängstlich gehetzt,
kommen noch mal drei, die neutral.
Trauriger Blick, schweres Geschick.
Schwarzes Gewand - Ball in der Hand.
Das Spiel beginnt. Wer wohl gewinnt?
Auf jeden Fall: Rot ist am Ball.
Gar nichts bezweckt, weil gut gedeckt.
Im Gegenstoß Blau ist nun los.
Strafraum hinein - Kein linkes Bein.
Großes Geschrei - Am Tor vorbei.
Vorher gewinkt - Ein Roter hinkt.
Nachbarin schwatzt - Stopper verpatzt.
Einzelner lobt - Volk aber tobt.
Nachbar voll Wut, frißt seinen Hut.
Rot spielt sehr schlau. Paßt nun genau
Wohlüberlegt, steil vorgelegt.
Strafraum hinein - da langes Bein.
Abwehr versteift. Schiedsrichter pfeift.
Blau protestiert - Rot schießt placiert.
Torhüter fällt - aber er hält.
Rot mehr vom Spiel - dribbelt zuviel.
Schallend man lacht - Hose gekracht.
Gut kombiniert, blendend rochiert.
Ball kommt herein - Tausende schrein.
Kopf steigt empor, Ball liegt im Tor.
Schlußpfiff erschallt, Jubel verhallt.
Alle ein Ziel: - Das nächste Spiel.
(Vereinszeitschrift von Bayer Leverkusen)
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Vernagelt das Tor

Die Diskussion über die alte Streitfrage, ob Fußballtorhüter weiterhin gerempelt werden dürfen oder ob man derartige Körperangriffe besser verbieten sollte, hält in Großbritannien an. In einem Leserbrief an den Londoner "Daily Expreß" wird das Problem einmal von einer ganz anderen Seite angepackt. Der betreffende Fußballanhänger schlägt klipp und klar die ... Abschaffung der Torhüter vor. Statt das Fußballheiligtum von einem Torwart bewachen zu lassen, möge man es in seiner ganzen Breite ... mit Brettern vernageln und darauf eine Art Schießscheibe anbringen. Je nach der Lage der von den Bällen getroffenen Bretter wären Punkte zuzuerkennen. Für einen Schuß ins Kreuzeck müßte es entsprechend mehr Punkte geben als für einen Schuß in die Tormitte. Um die einzelnen Treffer auch dem Publikum anzuzeigen, müßten entsprechende akustische Vorkehrungen getroffen werden (Böller bei Schüssen ins Toreck, Glockengeläute, Trompetengeschmetter und so weiter bei anderen Treffern). Die Spiele würden nicht mehr durch die Anzahl der Tore, sondern durch die Anzahl der erzielten Schußpunkte entschieden. "Auf diese Weise wäre es möglich, die Schießkunst der Stürmer wesentlich gerechter und abgestufter zu bewerten, als es jetzt der Fall ist", bemerkt der sonderbare Fußballreformator. "Es gäbe auch keine lästigen Spielunterbrechungen im Torraum, da der von den Bohlen abfallende Ball sofort weiter gespielt werden kann. Der größte Vorteil liegt jedoch in der Verhütung der häufig so folgenschweren Torwartunfälle, denn wo es keine Torhüter gibt, kann auch keiner verletzt werden."

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Fußball im Jenseits

Die besten Fußballer kommen bekanntlich in den Himmel.
Bei Petrus läutet das Telefon. Die Hölle ist am Apparat: "Was ist, Petrus, machen wir ein Freundschaftsspiel im Fußball?"
Darauf Petrus: "Was wollt ihr denn? Wir haben doch die besten Fußballspieler!"
Des Höllensprechers Antwort: "Ja, das wissen wir. Aber alle Fußballschiedsrichter sind bei uns ...!"

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Des Übels Wurzel

Das Regelwissen unserer Schiedsrichter ist im allgemeinen durchaus befriedigend. Wie kommt es nun, daß sich trotzdem unsere Instanzen immer wieder mit groben Fehlern unserer Schiedsrichter beschäftigen müssen? Bei dem einen fehlt es an Laufvermögen, bei dem anderen am Stellungsspiel, ein dritter hat keine Übersicht. Bei manchen fällt der Groschen zu spät und so weiter.

So kommt es im Laufe des Spiels zu manchen eigenartigen Entscheidungen, die wir, weil sie nicht im Einklang mit unseren Spielregeln stehen, einmal Fehlentscheidungen nennen wollen.

Wie bereits erwähnt, hat der Schiedsrichter eine fast unbeschränkte Macht bei der Ausübung seiner Tätigkeit, außerdem ist jede sich aus dem Spielgeschehen ergebende Entscheidung unanfechtbar. Es ist eine Tatsachenentscheidung, die später nicht mehr nachgeprüft werden kann, auch wenn sie auf einer falschen Regelauffassung des Schiedsrichters beruht.

Hier einige Beispiele:

1. Ein Spieler erzielt aus einer klaren Abseitsstellung ein Tor. Der Schiedsrichter hat diese Abseitsstellung nicht anerkannt und entscheidet auf Tor.
2. Bei einem Gedränge vor dem Tor geht der Ball über die Torlinie neben dem Pfosten ins "Aus". Der Ball wurde einwandfrei von einem verteidigenden Spieler berührt. Der Schiedsrichter gibt Abstoß, weil er der Auffassung ist, daß ein Angreifer den Ball über die Torlinie gestoßen hat.
3. Ein Schiedsrichter läßt zwei Minuten länger spielen. In dieser Zeitspanne fällt das entscheidende Tor. Die Uhr des Schiedsrichters zeigt aber, daß nur 45 Minuten gespielt worden ist.

Bei den Fällen handelt es sich um Fehlentscheidungen, die aber, da sie in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Spielgeschehen stehen, unanfechtbar sind. Es sind Tatsachenentscheidungen. Sie bleiben es auch, wenn der Schiedsrichter, z.B. nach dem Spiel, erklärt, sich in dem einen oder anderen Fall geirrt zu haben. Diese späte Erkenntnis hat auf die Wertung des ausgetragenen Spiels keinen Einfluß. Wenn es anders wäre, gäbe es nach jedem Spiel einen Protest.

Sind nun alle Fehler, die einem Schiedsrichter während des Spiels unterlaufen können, als Tatsachenentscheidungen anzusehen? Die Antwort auf diese Frage geben uns die Amtlichen Mitteilungen der Verbände.

In den Urteilstenoren der Spruchkammern lesen wir immer wieder folgende inhaltsschwere Sätze:

1. Der Einspruch wurde abgelehnt, weil es sich um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters handelt.
2. Das Gegenstück hierzu:
.Dem Einspruch muß stattgegeben werden, weil dem Schiedsrichter ein Regelverstoß unterlaufen ist.

Der Schiedsrichter ist also kein Herrgott auf dem Platze, er kann nicht machen, was er will.

Jedermann weiß, daß kein Schiedsrichter fehlerfrei ist, irren ist menschlich, wenn aber seine Entscheidungen sich gegen eine feststehende Spielregel richtet, dann kann ihm auch keine Instanz helfen.

Hier wiederum einige Beispiele:

1. Der Torwart hält eine scharfen Schuß und kommt dabei zu Fall. Er hält den Ball fest, kann sich aber nicht erheben, weil er sich beim Sturz verletzt hat. Ein Gegner ist nicht in der Nähe. Der Schiedsrichter muß natürlich zwangsläufig das Spiel unterbrechen, er läßt den Torwart hinaustragen und setzt das Spiel mit Abstoß fort.
2. Eine Mannschaft hat ein Tor erzielt. Der Gegner protestiert wegen einer angeblichen Abseitsstellung des Torschützen,. Der Schiedsrichter bleibt bei seiner Torentscheidung und läßt den Anstoß ausführen. Nachdem das Spiel wieder im Gange ist, unterbricht er das Spiel, nimmt die Torentscheidung auf Befragen des Linienrichters zurück und setzt das Spiel durch Freistoß wegen Abseits fort.
3. Ein Schiedsrichter läßt in der ersten Halbzeit 40, in der zweiten 50 Minuten einspielen.
4. Wegen eines Platzregens muß der Schiedsrichter für 8 Minuten das Spiel unterbrechen. Er läßt diese 8 Minuten nicht nachspielen.
5. Ein Spieler wird kurz vor dem Tor regelwidrig angegangen. Er stolpert, der Schiedsrichter pfeift. Der Spieler ist aber trotzdem im Besitzer des Balles geblieben und schießt den Ball ins Tor. Der Schiedsrichter sagt "Vorteil" und erkennt das Tor an.

In all diesen Fällen hat der Schiedsrichter eine falsche Entscheidung getroffen. Da nun diese falsche Entscheidung im Widerspruch mit unseren Spielregeln steht, hätte die benachteiligte Mannschaft in jedem Fall einen Einspruchsgrund, denn hier handelt es sich nicht um Tatsachenentscheidungen, sondern um Regelverstöße.

Da der fehlerfreie Schiedsrichter stets ein Wunschtraum bleiben wird, werden sich auch in Zukunft die Spruchkammern mit Regelverstößen unserer Schiedsrichter befassen müssen.

(Aus der Zeitschrift des Karlsruher SC)
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Kreuz und Quer

Frau Schiedsrichter droht

Der portugiesische Fußballschiedsrichter Joao Amendola erhielt seit zwei Jahren regelmäßig Drohbriefe. Für den Fall, daß er seine Schiedsrichtertätigkeit weiter ausübe, wurden ihm allerlei Unannehmlichkeiten, Prügel und schließlich sogar der Tod angedroht. Senhor Amendola erstattete bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. Nach längeren Ermittlungen konnte der Verfasser der Drohbriefe festgestellt werden: es war ... Felicia Amendola, die Gattin des Pfeifenmannes! Zu ihrer Rechtfertigung erklärte die resolute Dame: "Ich habe meinen Mann immer wieder beschworen, die Pfeiferei endlich aufzugeben, aber er hörte nicht auf mich. Sonntag für Sonntag blieb ich allein zwischen unseren vier Wänden, denn ich mache mir nicht das geringste aus Fußball. In meiner Verzweiflung kam mir schließlich der Einfall mit den Drohbriefen." Senhora Amendola mußte angeklagt werden, aber der Richter fällte ein salomonisches Urteil: drei Tage Gefängnis bedingt mir der Auflage, ein Jahr lang Senhor Amendola auf den Fußballplatz zu begleiten. In der Urteilsbegründung heißt es: "Der Angeklagten kann zugemutet werden, für ihren fußballfreudigen Gatten das Opfer einiger Wettspielbesuche zu bringen. Möglicherweise wird sie sogar Gefallen am Fußballspiel finden und später freiwillig zu den Spielen gehen. Das Gericht hält es jedenfalls für seine Pflicht, einen solchern Versuch zu begünstigen."


14 Tage ohne Bewährung

Wegen Körperverletzung hat das Amtsgericht Münsingen einen Spielführer aus Altenburg zu 14 Tagen Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte bei einem Fußballspiel Laichingen gegen Altenburg wegen eines Elfmeters dem Schiedsrichter einen Faustschlag versetzt, so daß dieser zusammenbrach und eine Gehirnverletzung davontrug. Der Verletzte war sechs Wochen arbeitsunfähig.


Drohung mit Streik

Viel Aufregung hat es unter den argentinischen Schiedsrichtern gegeben. Die Bedrohungen und Tätlichkeiten gegen sie seitens der Zuschauer häuften sich trotz Drahtzäunen und Wasserschläuchen, die drüben gang und gäbe sind. Die Schiedsrichter drohten mit dem Streik, wenn der Verband nichts zu ihrem Schutze unternehme. Das tat er denn auch: jeder Schiedsrichter steht jetzt während des Spieles - und Heimweges - unter dem Schutz der Polizei. Der Streike wurde nicht verkündet.

 

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18

1. Februar

Wir gratulieren

Nachträglich unserem Gründer Bernhard Petersen zu seinem Geburtstag, den er am 8. Januar feiern konnte.

Unserem Ligaspieler Horst Groß und seiner Gattin zur Hochzeit.

Unserem Ligaspieler Manfred Heinrich und seiner Braut zur Verlobung..

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18

1. Februar

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Ernst-Jürgen Bast, Husum, Feldbergstraße 31
2. Hans Dohrmann, Husum, Friedrichstraße 8
3. Wolfgang Ewers, Husum, Flensburger Chaussee
4. Hellmut Hahn, Husum, Stadtweg 15
5. Dieter Hansen, Husum, Zingel 17
6. Gonne-Deert John, Husum, Flensburger Chaussee 33
7. Heinrich Junker, Husum, Norderstraße 38
8. Bernd Kessler, Husum, Stadtweg 13
9. Otto Klostermann, Husum, Gurlittstraße 6
10. Johannes Michaelsen, Husum, Woldsenstraße 73
11. Uwe Nissen, Husum, Voßstraße 2
12. Peter Rehder, Tönning, Fliegerhorst, Jugendherberge
13. Horst-Günther Spiegeler, Husum, Flensburger Chaussee
14. Hartmut Stahl, Husum, Memeler Straße 6
15. Johannes Thomsen, Kampsiedlung 65
16. Erhard Trautner, Husum, Flensburger Chaussee


Austrittserklärungen
1. Klaus Buntzen, Ahrenviöl
2. Erhard Reimer, Husum, Nordhusumer Straße 3
3. Peter Hinz, Husum, Hebbelstraße 23
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - SV Tondern 5:2
  Rantrum - Husum 18 1:3

Jungmannen
  Rantrum - Husum 18 1:6
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Die Spiele im Februar

Liga
8.2. Vorwärts Flensburg - Husum 18  
15.2. Husum 18 - TSV Weiche/West  

Die Jungmannen bestreiten jeweils das Vorspiel.

Reserve
8.2. IF Tönning - Husum 18 Ib  
  IF Tönning II - Husum 18 III  
15.2. Husum 18 Ib - Langenhorn  
22.2. TV Norderstapel - Husum 18 Ib  

Jugendabteilung
8.2. Jungmannen IF Tönning - Husum 18 K  
  Schüler IF Tönning - Husum 18  
22.2. Jungmannen Norderstapel - Husum 18 K  
  Schüler Norderstapel - Husum 18  
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 25.01.59 Spiele Tore Punkte  
Vorwärts Flensburg 18 74:25 29:7  
Frisia Husum 17 59:27 28:6  
VfB Nordmark Flensburg 17 58:25 27:7  
RW Niebüll 17 57:27 25:9  
Rasensport Schleswig 17 55:42 21:13  
TSV Westerland 18 56:52 18:18  
FSV Wyk 18 33:32 18:18  
Husum 18 16 47:39 17:15  
SIF Schleswig 16 31:38 15:17  
TSV Weiche West 17 36:49 15:19  
TSV Kappeln 18 43:47 14:22  
TSV Rantrum 17 32:49 12:22  
MTV Leck 18 30:56 11:25  
TSV Friedrichsberg 17 34:68 10:24  
Post Flensburg 17 38:76 8:26  
Bredstedter TSV 18 37:68 8:28  

Jungmannen-Bezirksklasse
Stand 25.01.59 Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 18 68:11 33:3  
RW Niebüll 17 95:19 25:5  
VfB Nordmark Flensburg 18 82:20 28:8  
Flensburg 08 15 64:14 26:4  
Husum 18 17 44:27 23:11  
Frisia Husum 18 48:33 23:13  
TSV Westerland 19 43:43 21:17  
Bredstedter TSV 19 47:55 18:20  
FSV Wyk 17 44:40 17:17  
Rasensport Schleswig 18 42:55 16:20  
Vorwärts Flensburg 18 28:47 13:23  
MTV Leck 18 30:31 12:24  
TSV Friedrichsberg 18 24:58 11:25  
TSV Rantrum 18 31:45 10:26  
Post Flensburg 18 32:78 10:26  
SIF Schleswig 17 17:67 7:27  
TSV Weiche West 17 13:110 3:31  
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 25.01.59

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 8
                  3:1          

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 1
                  7:2 7:0 9:2      
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 3
                    6:1       3:0
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 11
        1:5   2:5           4:0    
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 7
            2:1 0:2 2:2            
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
      5:1               5:4      
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 9
                    0:3        
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 14
      5:2 1:2                    
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 4
        2:0                   3:3
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 2
        2:2               5:1    
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 12
1:3 2:7                          
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 6
  0:7 1:6       3:0                
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 16
  2:9       4:5               3:3  
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 4:0 1:1 2:7 2:4 0:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 13
      0:4           1:5       4:1  
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 15
                        3:3 1:4  
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

10
    0:3           3:3            
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Rückblick und Erinnerung

Wichtig! Wichtig!

Ende März findet eine außerordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung, Termin und Lokal sind aus dem Aushangkasten und der Tagespresse zu entnehmen.

Es war das Jahr 1948. Wie überall, so nahm auch bei uns das Interesse am Fußballspiel in immer steigendem Maße zu. Zuerst wurde in Straßenmannschaften gespielt mit Stoff- oder Gummibällen und schlechten Schuhen. König Fußball feierte nach dem großen Einbruch, verursacht durch den unglückseligen Krieg, ungeheure Triumphe. Die Ziffern der Mitglieder in den Fußballvereinen stiegen und stiegen. Es waren hauptsächlich Jugendliche, die sich nach und nach aus dem "Verband" ihrer Straßenmannschaften lösten und einem Verein beitreten. 1948 war es also, als ich mein erstes Fußballspiel in einem richtigen Verein machte, in Husum 18. Es war das "große" Lokalderby Husum 18 III. Knaben gegen Frisia II. Knaben. Dieses und viele der anfänglichen Spiele endeten 0:0.

Am Nachmittag waren wir wieder draußen auf dem Marienhofplatz. Dann spielte nämlich unsere Liga. Landesliga selbstverständlich, ist doch ganz klar. Wie wurden sie bewundert, unsere Ligaspieler, wenn sie vor Spielbeginn hinter dem Tor mit dem Ball spielen. Für uns Kleinen waren sie unnahbar, wir schauten mit Bewunderung zu ihnen auf. Spielte unsere Liga auswärts und es war nicht gar zu weit, fuhren wir mit, dafür gab es damals noch Sonderzüge. Wir fuhren auch selbst mit zehn Jugendmannschaften nach Heide, wo das beste, außer dem Spiel, die Erbsensuppe war, die es zu Mittag gab. Was waren wir damals für ein Verein.

Heutzutage haben viele Oberligavereine eine Flutlichtanlage, ja, so etwas gab es bei uns damals schon. Und einen Trainer hatten wir, Julius Huber hieß er, der brachte von Zeit zu Zeit einige "Neuentdeckungen" mit. Dann waren abends beim Training fast so viele Zuschauer, wie heute bei einem mittelmäßigen Ligaspiel. Wie hießen sie doch alle, die großen Stars, sie kamen und gingen. Einige sind in die Vereinsgeschichte eingegangen, andere verschwanden vorher. Klangvolle Namen tauchen auf, die noch heute, nach über 10 Jahren, jeder kennt. Günter Hentzschel, ein Klassemittelläufer; Karl Franke, der lange Halbstürmer, der so langsam wirkte, aber einen Bombenschuß besaß; der Ex-Eimsbütteler Stammverteidiger Fritz Kühne, Herbert Möbius und viele mehr. Man kennt vielleicht auch noch die weniger bekannten Ohldorf, Kowalski und Hinzmann, der nur einige Minuten spielte, ein Prachttor schoß und dann mit dem Ledermantel des Trainers Huber auf Nimmerwiedersehen verschwand.

1948 spielte Husum 18 gegen TuS Neuendorf in einem Jubiläumsspiel. Es ging zwar 7:2 verloren, aber noch heute spricht man von den zwei Toren, die Max "Magge" Sönnichsen dem Nationaltorwart Karl Adam ins Netz Bombe. Damals ging es sogar das Gerücht um, die Süddeutschen wollten unseren Max "Magge" Sönnichsen mitnehmen. Aber auch unsere anderen Spieler, die sich zu jener Zeit einen Namen machten, sollen nicht unerwähnt bleiben. Wer erinnert sich nicht an Kurt Schmidt, Lothar Muschinsky oder Hugo Starken, um nur einige zu nennen, auch der verstorbene Günther Herrmann, als stämmiger Verteidiger, ist in dieser Zeit unauslöschlich mit dem Namen Husum 18 verbunden.

Die Zeit lief weiter und brachte für uns den bitteren Abstieg in die Bezirksklasse, aber nicht nur uns ging es so, auch vielen anderen namhaften Vereinen wie dem damaligen ATSV Flensburg, später VfL 97 und heute Vorwärts. Wir erinnern uns an die Zeit der Aufstiegskämpfe, in denen nach Erringung der Meisterschaft das ersehnte Ziel zweimal greifbar nahe war und dennoch versagt blieb. Unsere Jungmannen wurden unter dem Trainer Felix Nowak Landesmeister, wenig später löste sich diese Mannschaft auf und verlor sich in alle Winde. Als dann der Aufstieg der Liga nicht glückte, zerfiel die ganze erste Mannschaft. Verdiente Spieler wie Kurt Klose und Karl Etteldorf hängten ihre Fußballstiefel an den berühmten Nagel, andere wechselten den Verein.

Ein neuer Anfang konnte und mußte nur aus dem Nachwuchs heraus geschaffen werden. Und somit sind wir schon in unserer Zeit angelangt. Wir alle lesen und hören gerne Geschichten aus den alten Zeiten unseres Vereins. Dies waren nun Erinnerungen aus den letzten 10 Jahren, wie wohl jeder einzelne aus eigener Erfahrung sein Teil dazu erzählen könnte. Anstoß zu diesen Betrachtungen gab mir der Gedanke, daß ich all dieses doch nur so unmittelbar und direkt miterlebt habe, weil es mein Verein war, um den es ging. Mein Verein, unser Verein, Husum 18. Dadurch, daß man Mitglied ist, ist man ein Glied einer großen Gemeinschaft. All die unzähligen Erlebnisse, die schönen, gemeinsamen Stunden in dieser Gemeinschaft bleiben unvergessen.

Ein Blick in die Zukunft ist immer gewagt. Dennoch möchte ich, wenn es nach dem augenblicklichen Stand auch als sehr abwegig erscheinen mag, nicht versäumen, das zu wünschen, was ganz bestimmt das Anliegen alle 18er ist, möge uns doch recht bald der Aufstieg gelingen. Wir alle müssen davon überzeugt sein, daß Worte vom Aufstieg nicht nur hohles Pathos sind, sondern eine für uns zu verwirklichende Realität.

Unsere II. Mannschaft 1925

Willi Schweimer, W. Holm, Johannes "Hanni" Lühmann, Karl Hansen, Hermann Günther (hinten v.l.); Hans Laß, Hermann Lorenzen, Hans Rister (Mitte v.l.); Max Lorenzen, Julius Christiansen, Heinrich Grell (vorne v.l.).

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Und so spielten sie ...

Bezirksliga

       

1.2.1959

Husum 18 - Niebüll

2:2 (2:1)

Aufstellung: Horst Günther Spiegeler — Gerhard "Gerd" Präger, H. August Boyens — Manfred Heinrich, Peter Römer Peters, Lützen — Dieter Eckholdt, Karl "Kalli" Clausen, Anton "Ratschi" Christiansen, Wilhelm Carstens, Manfred "Manni" Hoppe
Tore: 1:1 Wilhelm Carstens; 2:1 Manfred "Manni" Hoppe
Schiedsrichter: Appel

Karten für das Fußball-Länderspiel Deutschland - Polen am Mittwoch, dem 20. Mai 1959, in Hamburg, sind bis zum 31. März 1959 bei dem zweiten Vorsitzenden, Sportfreund Werner Denckmann, Schiffbrücke 22, oder montags ab 20 Uhr im Vereinslokal zu bestellen.

Mit dem Unentschieden sind die Gäste aus Niebüll besser bedient als unsere Elf, die mit etwas mehr Glück dieses Spiel hätte gewinnen müssen. Die erste Halbzeit brachte klare Feldvorteile für die 18er. Zunächst muß der Niebüller Führungstreffer ausgeglichen werden, der schon in den ersten Spielminuten erzielt wurde, als unsere Abwehr noch gar nicht ganz formiert war. Wilhelm Carstens und Manfred "Manni" Hoppe stellten bis zur Halbzeit die 2:1-Führung her. Niebüller glich nach dem Wechsel aus, hatte dann aber bis zum Schluß nichts mehr zu bestellen und hatte bange Situationen vor dem Tor zu überstehen. Der Siegtreffer jedoch gelang nicht.


8.2.1959

Vorwärts - Husum 18

2:0 (2:0)

Aufstellung: Horst Günther Spiegeler — Gerhard "Gerd" Präger, H. August Boyens — Karl "Kalli" Clausen, Peter Römer Peters, Lützen — Heinz Minnie, Horst Groß, Wilhelm Carstens, Anton "Ratschi" Christiansen, Dieter Eckholdt
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Schmidt

Unsere Mannschaft mußte durch den Ausfall Manfred "Manni" Hoppes, der aus familiären Gründen absagen mußte, im Sturm einige Umstellungen vornehmen. Trotz der Niederlage hat unsere Mannschaft in Flensburg nicht enttäuscht. Die spielentscheidenden Tore fielen bereits in der ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang verhinderten hauptsächlich H. August Boyens und Horst Günther Spiegeler eine höhere Niederlage. Der Sturm war nicht stark genug, um die Flensburger Abwehr längere Zeit ernstlich unter Druck zu setzen.


15.2.1959

Husum 18 - Weiche West

0:2 (0:2)

Aufstellung: Horst Günther Spiegeler — Gerhard "Gerd" Präger, H. August Boyens — Karl "Kalli" Clausen, Peter Römer Peters, Lützen — Dieter Eckholdt, Wilhlem Carstens, Horst Groß, Manfred "Manni" Hoppe, Rolf "Rolly" Fentzahn
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Petersen

Es ist nicht das erste Mal, daß ein derartiges Spiel verloren geht. Im Gegenteil, zu oft haben wir unsere Mannschaft sich in "klein-klein" Spielerei verlieren sehen, wohingegen die technisch unterlegenen Gegner zweckmäßiger spielten und dadurch schließlich gewsnnen. Bis zur Halbzeit stand das Ergebnis fest. Nach der Pause spielten die 18er zwar druckvoller, scheiterten aber am guten Gäste Torwart und am eigenen Schußpech.


21.2.1959

Husum 18 - Nordmark

1:1 (0:0)

Aufstellung: Horst Günther Spiegeler — Gerhard "Gerd" Präger, Heinrich "Hein" Jeß — Peter Römer Peters, Günter Nommensen, Lützen — Dieter Eckholdt, Wilhlem Carstens, Heinz Minnie, Horst Groß, Manfred "Manni" Hoppe
Tore: 1:0 Wilhelm Carstens
Schiedsrichter: Petersen, Niebüll
Torwart Horst Günther Spiegeler hatte wesentlichen Anteil am 1:1 gegen Nordmark Flensburg.

Die Zuschauer, die am Sonnabend ins Friesenstadion gekommen waren, wollten durch ein zügiges Spiel von beiden Seiten entlohnt. Husum 18 stand dem Tabellenführer in nichts nach und war größtenteils sogar tonangebend. Nach torloser 1. Halbzeit gelang es Wilhelm Carstens, eine Lücke in der gegnerischen Abwehr zur 1.0 Führung zu nutzen. In dieser Spielphase hätte es leicht 2:0 für die Platzherren stehen können. Dann kamen aber die Flensburger mehr und mehr auf. Günter Nommensen und Horst Günther Spiegeler in erster Linie konnten durch gute Leistungen den fälligen Gegentreffer noch verhindern, der dann durch einen Elfmeter schließlich gerecht dermaßen doch fiel.

Husum 18 - Nordmark Flensburg. Gefährliche Situation vor dem Flensburger Tor.


Die Reserve

   

Tragt das Vereinsabzeichen

Unsere Vereinsabzeichen sind zu jeder Zeit bei unserem Kassierer, Sportfreund Hans Weinstein, erhältlich. Jeder 18er sollte doch Besitzer eines Vereinsabzeichen sein. Es ist jeden Sonntag Gelegenheit gegeben, an der Kasse des Sportplatzes die Nadel zu erwerben.

Unsere bis dahin ungeschlagene Reserve mußte in Tönning beim IF zum ersten Mal beide Punkte lassen. Mit 2:1 für die Niederlage zwar knapp aus, wenn man bedenkt, daß von unserer Mannschaft dazu noch ein Elfmeter verschossen wurde. Es ist dennoch eine Leistung, in zwölf Punktspielen ohne Punktverlust zu bleiben. Beim 13. hat es halt nicht klappen sollen.

Unsere zweite Reservemannschaft konnte die zweite Garnitur der Tönninger sicher mit 2:0 schlagen.


Wegen Verlegung des Spiels gegen Langenhorn war unsere Elf einen weiteren Sonntag spielfrei.

In Norderstapel gab es dann wieder mit 10:2 ein zweistelliges Ergebnis. Unser neuer Mittelstürmer Gerhard Bonneß - vom TSV Tönning kommend - führte sich mit fünf Toren gut ein. Die weiteren Treffer erzielten Manfred "Manni" Hoppe, Manfred Lange und Deert Thomsen, während die Stapelholmer zu ihren beiden Treffern auch noch zwei Eigentor schossen.


Die Jungmannen

   

Unsere Jungmannen sind augenblicklich groß in Form. Niebüll wurde 2:1 geschlagen, ein Erfolg, der in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen war. Nach einer Umstellung scheint es nun besser zu laufen. Horst "Langer" Dithmers, sonst Schütze der entscheidenden Tore, ist zum ruhenden Pol in der Hintermannschaft geworden. Peter Boyke Jacobs ist in seiner Spielweise schon viel mannschaftsdienlicher geworden und sorgte im übrigen auch für die nötigen Tore. Gegen Niebüll erzielte er durch einen herrlichen Kopfball den Sieg.


Gegen Vorwärts in Flensburg gab es erheblichen Widerstand. Dennoch wurde das Spiel nach 2:0-Rückstand mit 3.2 gewonnen durch Tore von Johannes "Haschi" Jannsen und Peter Boyke Jacobs (2).


Der Sieg gegen Nordmark ist ebenfalls eine kleine Überraschung. Nach dem 1:0-Rückstand waren es wieder Johannes "Haschi" Jannsen und Peter Boyke Jacobs, die den 2:1 Sieg sicher stellten. Eine schöne Leistung!

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

1.000 Regelfragen und Antworten

1. Haben die Spieler ein Recht auf Pause, oder kann der Schiedsrichter, wenn es ihm die Umstände geboten erscheinen lassen, diese aufheben?
  Die Spieler haben ein Recht auf eine Pause von 5 Minuten. Der Schiedsrichter kann die Pause nur im Einverständnis mit beiden Mannschaf führern wegfallen lassen.
   
2. Können sich beide Mannschaftsführer einfach auf eine Verlängerung der Spielpause einigen? Muß der Schiedsrichter in diesem Falle seine Zustimmung geben?
  Eine Verlängerung der Pause ist nur mit Zustimmung des Schiedsrichters zulässig. Der Schiedsrichter muß also in jedem Fall ersucht werden, seine Zustimmung zu einer Verlängerung der Spielpause zu geben.
   
3. Soll der Schiedsrichter immer seine Zustimmung zu einer Pausenverlängerung geben, wenn er darum ersucht wird?
  Der Schiedsrichter soll, wenn ein Mannschaftsführer ihn um Pausenverlängerung ersucht, den anderen Mannschaftsführer wegen seines Einverständniddes befragen. Nur wenn beide Mannschaftsführer einverstanden sind, soll er zustimmen, dann aber auch nur, wenn besondere Umstände eine Verlängerung der Pause berechtigt erscheinen lassen.
   
4.

Welches sind z.B. Gründe für eine Verlängerung der Spielpause?

  Gründe für eine Verlängerung der Spielpause sind unter anderem: Unwetter, allzu große Hitze, Verletzung eines Spielers, für dessen Abtransport gesorgt werden muß, und so weiter.
   
5. Welches ist das Höchstmaß von Pause, wenn diese verlängert wird?
  Die Pause soll auch bei einer Verlängerung nicht länger als zehn Minuten dauern.
   
6. Muß der Schiedsrichter zustimmen, wenn beide Mannschaftsführer auf die Pause verzichten?
  Auch der Schiedsrichter hat ein Recht auf die Spielpause. Er soll aber, wenn ihn beide Mannschaftsführer darum ersuchen, mit dem Ausfall der Pause einverstanden sein.
   
7. Wann ist ein Recht auf den Fortfall der Pause gegeben?
  Schlechtes Wetter, Abgang des Zuges bald nach dem Spiel, drohende Dunkelheit wegen zu späten Spielbeginns, verspätetes Ende des Vorspiels und so weiter rechtfertigen den Fortfall der Pause.
   
8. Wann wird außer bei Halbzeit (nach 45 Minuten) noch eine Pause gemacht?
  Wenn ein Spiel bis zur Entscheidung gespielt werden muß und es steht bei Ablauf der normalen Spielzeit unentschieden, wird eine kleine Pause eingelegt, in der Seitenwahl und -wechsel vorgenommen werden. Wird über 15 Minuten in der Verlängerung hinaus gespielt, so wird keine weitere Pause gemacht, sondern es werden nur die Seiten gewechselt.
   
9. Wo ist ein Freistoß zu geben, wenn der Torwart mit dem Ball in der Hand mehr als vier Schritte auf der Torlinie läuft?
  Wenn ein Regelverstoß auf der Torlinie erfolgt, so ist der Freistoß auch dort zu geben. Der Ball muß dann eben von dem ausführenden Spieler ins Feld zurück gespielt werden.
   
10. Wenn bei einem Einwurf der Ball von dem einwerfenden Spieler nicht ins Spielfeld geworfen wird, sondern, weil der Spieler außerhalb des Spielfeldes steht, vor der Linie zu Boden kommt, welche Entscheidung ist dann zu treffen?
  Der Einwurf ist zu wiederholen, wenn der Ball vom Wurf nicht ins Spielfeld kommt. Da der Ball noch nicht ins Spielfeld gelangte, war er nicht im Spiel. Voraussetzung des Spielfortganges ist aber, daß der Ball im Spielfeld ist.
   
11. Wie ist das Spiel fortzusetzen, wenn der Schiedsrichter einen Spieler wegen Beleidigung des Feldes verweist und der Ball an einem anderen Ort war als dort, wo die Beleidigung stattfand?
 

Der Regelverstoß ist immer am Tatort zu ahnden. Also muß das Spiel mit einem Freistoß an der Stelle fortgesetzt werden, an der der Feldverweis erfolgte. ("Vorteil" beachten!)

   
12. Soll der Schiedsrichter einen Spieler, der ihn hinter seinem Rücken beleidigte, des Feldes verweisen, wenn die Meldung an ihn von einem Spieler der gegnerischen Mannschaft erfolgte?
  Der Schiedsrichter soll Feldverweise nur aussprechen, wenn für ihn über den Grund hierzu und die Berechtigung dieser schweren Strafe kein Zweifel besteht. Wenn er hinter seinem Rücken beleidigt wird, von welchem Vorgang er Meldung bekommt, so soll er versuchen, durch Befragung des Spielers Feststellungen zu treffen. Er meldet dann zweckmäßig den Vorgang auf dem Spielbericht dem Spielleiter, der noch immer eine Bestrafung aussprechen kann.
   
13. Welche Beobachtungen soll der Schiedsrichter bei einem Feldverweis treffen, bevor das Spiel fortgesetzt wird?
  Der Schiedsrichter soll beachten, daß der hinaus gestellte Spieler auch das Feld verläßt. Dann soll er darauf achten, daß der Spieler sich möglichst vom Spielfeldrand entfernt und auf keinen Fall neben das Tor stellt.
(wird fortgesetzt)
leer  

1959

Husum 18

1. März

Wir gratulieren

Unser langjähriges Mitglied und Träger der silbernen Ehrennadel, Sportfreund Hermann Lorenzen, konnte am 6. Februar sein 25-jähriges Dienstjubiläum bei den Husumer Stadtwerken feiern. Wir gratulieren herzlich.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18

1. März

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Gerhard Bonneß, Tönning, Friesenstraße 39
2. Horst Fabian, Husum, Flensburger Chaussee
3. Fred Liedtke, Husum, Magnus-Voß-Straße 7
4. Robert Prüss, Husum, Norderstraße 38
5. Harro Theising, Husum, Wilhelmstraße 52


Austrittserklärungen
1. Robert Greve, Husum, Süderstraße 64
2. Dieter Hansen, Husum, ZOB
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 22.2.59 Spiele Tore Punkte  
VfB Nordmark Flensburg 21 70:27 34:8  
Vorwärts Flensburg 21 79:28 33:9  
Frisia Husum 20 68:30 32:8  
RW Niebüll 20 65:30 30:10  
Rasensport Schleswig 20 60:47 24:16  
TSV Weiche West 20 44::51 21:19  
FSV Wyk 21 40:36 21:21  
Husum 18 20 50:46 19:21  
TSV Westerland 21 60:61 19:23  
SIF Schleswig 19 35:47 17:21  
TSV Kappeln 21 48:55 16:26  
TSV Rantrum 20 36:51 15:25  
TSV Friedrichsberg 21 42:71 14:28  
MTV Leck 21 32:65 12:30  
Bredstedter TSV 21 43:76 12:30  
Post Flensburg 21 38:89 9:33  

Jungmannen-Bezirksklasse
Stand 22.2.59 Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 20 79:14 37:3  
VfB Nordmark Flensburg 22 91:22 34:10  
RW Niebüll 20 103:22 33:7  
Husum 18 21 51:32 31:11  
Flensburg 08 17 73:16 29:5  
TSV Westerland 23 52:50 25:21  
Frisia Husum 21 49:51 23:19  
FSV Wyk 20 59:41 22:18  
Bredstedter TSV 22 49:66 19:25  
Rasensport Schleswig 21 44:56 18:24  
Vorwärts Flensburg 21 34:51 17:25  
TSV Rantrum 21 40:48 15:27  
MTV Leck 21 31:36 14:28  
TSV Friedrichsberg 22 31:68 13:31  
SIF Schleswig 20 18:69 11:29  
Post Flensburg 22 38:104 10:34  
TSV Weiche West 20 13:110 3:37  

1. Kreisklasse
Stand 22.2.59 Spiele Tore Punkte  
Husum 18 Ib 13 91:18 24:2  
Frisia Ib 15 55:36 22:8  
IF Tönning 14 54:27 21:7  
TSV Tönning 14 57:31 20:8  
Friedrichstadt 16 47:31 20:12  
Langenhorn 14 41:26 19:9  
Rantrum Ib 15 38:45 16:14  
St. Peter 14 34:48 8:20  
IF Husum 14 29:74 8:20  
Bredstedt Ib 14 11:35 6:22  
Norderstapel 15 30:63 5:25  
Garding 14 21:73 2:26  

Aufstiegstabelle der reinen Kreisklassenmannschaften
Stand 22.2.59 Spiele Tore Punkte  
IF Tönning 9 46:17 16:2  
TSV Tönning 8 38:16 14:2  
Langenhorn 9 31:13 14:4  
Friedrichstadt 9 30:15 12:6  
IF Husum 10 23:49 6:14  
St. Peter 9 22:31 5:13  
Norderstapel 8 18:31 4:12  
Garding 9 10:46 0:18  
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Husum 18 - Rot Weiß Niebüll 2:2
  Vorwärts Flensburg - Husum 18 2:0
  Husum 18 - TSV Weiche West 0:2
  Husum 18 - VfB Nordmark 1:1

Jungmannen
  Husum 18 - Rot Weiß Niebüll 2:1
  Vorwärts Flensburg - Husum 18 2:3
  Husum 18 - VfB Nordmark 2:1

Reserve
  IF Tönning - Husum 18 Ib 2:1
  IF Tönning II - Husum 18 III 0:2
  Norderstapel - Husum 18 Ib 2:10

Jugendabteilung
Jungmannen IF Tönning - Husum 18 K 5:1
Jungmannen Norderstapel - Husum 18 K 5:5
Jugend Husum 18 - Rot Weiß Niebüll 2:1
Schüler Husum 18 - Rot Weiß Niebüll 2:2
Schüler IF Tönning - Husum 18 8:0
Schüler Norderstapel - Husum 18 0:12
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Die Spiele im März

Der Spielplan für den Monat März hängt im Aushangkasten am Vereinslokal aus.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 22.02.59

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 8
0:2 1:1           2:2   3:1         0:2

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 2
2:0         2:3 1:0     7:2 7:0 9:2      
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 1
1:1       3:0       2:1   6:1 6:0     3:0
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 11
      3:1 1:5   2:5   0:3     2:4 4:0    
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 7
      1:3     2:1 0:2 2:2       6:1 0:0  
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
    0:3 5:1   3:0         2:2 5:4      
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 10
  3:2       0:3         0:3       1:4
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 13
  0:1   5:2 1:2     1:2   1:0       6:0  
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 4
2:2       2:0     2:1           4:0 3:3
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 3
    1:2 3:0 2:2           5:1   5:1    
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 12
1:3 2:7           0:1         1:1 3:0  
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 9
  0:7 1:6     2:2 3:0     1:5         1:2
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 15
  2:9 0:6 4:2   4:5             2:0 3:3  
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 4:0 1:1 2:7 2:4 0:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 14
      0:4 1:6         1:5 1:1   0:2 4:1  
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 16
        0:0     0:6 0:4   0:3   3:3 1:4  
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

6
2:0   0:3       4:1   3:3     2:1      
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. April

Ein Spiel: Fußball

Denkt an die Mitgliederversammlung am 10. April 1959, um 20 Uhr,
im Vereinslokal.

Unsere Väter erzählen etwas von einem Spiel, das vor bald 50 Jahren, von England her kommend, viele Länder und auch die Schweiz erobert hat. Elf Mann beteiligen sich auf jeder Seite. Sie versuchen, einen Ball in das Tor der gegnerischen Mannschaft zu treiben und gleichzeitig diesem Ball den Eintritt ins eigene Tor zu verwehren. Jeder Spieler hatte einen ihm bestimmten Platz und eine im Rahmen des Ganzen genau umschriebene Funktion und Verantwortung. Solange die englischen Ausdrücke galten, wurden die Spieler nach ihrem Standort benannt: Back, Centrehalf, Fordward usw. Nur der "Goal-Keeper" trug bereits eine funktionelle Bezeichnung. Als man sich daran machte, eine deutsche Sportsprache zu schaffen, wurden Namen gewählt, die nicht nur den Platz, sondern auch die Tätigkeit verdeutlichen: Torhüter, Verteidiger, Läufer, Stürmer. Jedermann wußte Bescheid. Das Spiel konnte beginnen: Der Verteidiger verteidigte, der Läufer lief zwischen ihm und der Sturmreihe, welche das gegnerische Tor bestürmte. Der taktische Plan für das Spiel lag sozusagen in den Bezeichnungen der Spieler.

Und so wird denn erzählt, daß die Mannschaften hochgemut in den Kampf zogenn, ohne einen anderen Gedanken, als möglichst viel Tore zu schießen und möglichst wenige selbst durchzulassen. Das Spiel soll hinreißend gewesen sein. Der Ball flog hin und her. Unbeschwert von irgendwelchen Plänen, ihrem eigenen Witz folgend, agierten die Spieler. Über dem sacktuchumspannten, sägemehlbestreuten Feld lag der Zauber jugendlicher Improvisation. Das Spiel war ein Fest der Behendigkeit, der Kraft, der Ausdauer und des Witzes; vor allem des Witzes. Ein Fest des intuitiven Erfassens von Möglichkeiten, Stellungen, von Bewegungen des Balles und der Mitspieler. Es konnte sich steigern zu eigentlicher Inspiration, die eine ganze Mannschaft wie nach einem Plan hin- und herwogen ließ. Es war ein herrliches Spiel. Kein Wunder, daß es die ganze Welt eroberte. Man nannte es Fußball.

Heute wird auch Fußball gespielt. Ich habe mich oft gefragt, ob es wirklich das Spiel ist, von denen unsere Väter erzählen. Oft war ich nahe daran, es zu glauben. Oft bin ich fest überzeugt, daß ein Mißverständnis vorliegt. Angefangen hat der Unterschied zwischen Fußballspiel und Fußballspiel an dem Tage, an dem einem Spieler der gleiche witzige Einfall zwei-, dreimal gelang und seiner Mannschaft einen Erfolg einbrachte und zu der Stunde, in welcher der Bursche, der sonst nur zum Tragen der Torlatten und zum Bierholen verwendet wurde, der Mannschaft einredete, es das nächste Mal auf die gleiche Art zu versuchen. Damit waren Fußballstrategen und Fußballstrategie geboren. Sie haben seither Triumphe gefeiert. Sie haben den fußballerischen Ruhm von Clubs und Nationen begründet. Er hielt an, bis alte Strategen und alte Strategien von jüngeren frischeren, überraschenderen abgelöst wurden. Fußballstrategie ist eine hohe Kunst geworden, die ihre überlegenen Dirigenten und Orchester hat. Und sie ist auf dem besten Weg, das, was vom Fußballsport unserer Väter übriggeblieben ist, das Spiel des Witzes, der Intuition und der Inspiration zu Schanden zu reiten.

Schuld an dieser Entwicklung trägt nicht so sehr die Kunst an sich als vielmehr die Tölpelhaftigkeit all derer, welche die Hand nach dem Taktstock ausstrecken und ein mehr oder weniger geschmeidiges Orchester dirigieren wollen. Mit dem ständigen Seitenblick auf diese in tiefe Gedanken an der Seitenlinie sitzenden Pseudo-Fußballstrategen versucht ein Großteil unserer Spieler aller Mannschaften krampfhaft sich zu erinnern, was in der Spielvorbesprechung gesagt wurde. Die taktische Rolle, welche ihnen zugedacht ist, hängt wie Blei an den Füßen. Der Witz der Spieler geht im vorgefaßten Plan unter. Ja, diese Pläne! Der Selektionsausschuß des Fußballclubs Hinterkleinigkan beschließt kurz vor Samstag Mitternacht, die Nomination des rechten Verteidigers bis kurz vor Spielbeginn geheim zu halten, damit die Betreuer von Vordergroßhofen ihre Maßnahmen nicht mehr treffen können. Vor dem Cupspiel wird den Abderweltlern vom "tüchtigen Bäcker", der als Spieltrainer und Fußballstratege angestellt ist, nochmals eingebläut, daß nur "der Turbilot" sie retten könne. Anstatt Fußball zu spielen, führt die Mannschaft dann einen komischen Ringelreihen auf, bei dem sie sich um einen Back herum bewegt, der nahe der Mittellinie steht und mit lächerlichen kleinen Schüpsern den Ball - sofern er überhaupt erreichbar ist - zwischen sich und den rotierenden Mitspielern hin- und herschiebt. Schießt einmal einer, gar noch von seinem angestammten Platz her, Richtung gegnerisches Tor (es gilt bei diesem System scharf aufzupassen, daß man es nicht mit dem eigenen verwechselt!), so schüttelt der Trainer bekümmert den Kopf. Die Spieler bewegen sich sorgenvoll in Schlangenlinien, welche ihnen vorher auf einer Jaßtafel aufgezeichnet wurden und sind verwundert, daß sie sich gegenseitig mehr verwirren als den Gegner, und daß das Ganze irgendwie nicht mehr den gleichen Spaß macht wie damals das Kicken mit dem geflicken Ball auf der Allmend. Doch keine Sorge, Trainer, Selektionsausschuß und Supporter werden für den nächsten Sonntag schon etwas Neues finden, wenn "der Turbilot" versagen sollte. System, meine Herren! Wissenschaftliches System!

Wer ist zu tadeln? Entgegen dem, was man annehmen könnte, doch nicht der "tüchtige Bäcker", der Trainer also, der Fußballkünstler, der dem großen Meister nun schon das Räuspern und Spucken abgeguckt hat. Mindestens nicht er allein. Zu tadeln sind wir alle. So tadeln deshalb, weil wir den natürlichen, den naheliegenden, den einfachen Dingen ein verstocktes Mißtrauen entgegenbringen und unser Heil von immer verwickelteren Methoden erwarten. Denn Hand aufs Herz: Was würden Sie als Präsident des Fußballklubs Abderwelt von dem Trainer sagen, welcher Ihrer Mannschaft ganz einfach empfiehlt, Fußball zu spielen, jeder an seinem Platz, jeder mit der Aufgabe und Verantwortung, die mit diesem Platz verbunden sind und jeder mit dem festen Willen, zusammen mit den übrigen den Ball vorwärts, ins gegnerische Tor, zu befördern. Doch wohl, daß für so etwas das Geld des Klubs zu schade ist.

Und genau die gleiche Überlegung machen die meisten Leute, wenn sie einem Arzt einen Fünfliber zahlen, nachdem er ihnen gesagt hat, daß ihnen eigentlich nichts fehle und daß sie lediglich etwas weniger essen und rauchen und täglich einen Spaziergang machen sollten. Sie werden nicht ruhen, bis sie einen anderen finden, der ihnen Ultrakurzwellen verschreibt und 100 Franken abknöpft. Solange das so ist, werden sich die Fußballstrategen in den hintersten Dörfern und Winkeln die Köpfe nach immer neuen Methoden und Instruktionen zerbrechen. Sie sind das ihrem Ansehen schuldig. Und die Fußballspieler werden weiterhin mit bekümmerten Mienen hinter dem Ball herlaufen und über das Rezept nachdenken, bevor sie ihn weiterspielen.

Laßt uns deshalb hoffen, daß die Systeme und Pläne eines Tages so verwickelt und kompliziert werden, daß weder Trainer noch Spieler sich damit zurechtfinden. Dann vielleicht besteht die Aussicht, daß eine Mannschaft den Weg zurückfindet, den Weg zurück zum "Glorious Sport of Football", zum Fußball unserer Väter. Wünschen wir dieser Mannschaft Glück und viele Tore.

Aus dem Magglinger Stundenbuch
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. April

Die letzten Spiele

Wie schon in der Herbstserie, so gab es auch im Rückspiel für unsere Mannschaft gegen Rasensport Schleswig eine Niederlage. Zunächst führte unsere Elf bis zur Halbzeit durch Tore von Heinz Minnie und Wilhelm Carstens mit 2:1 Toren, nachdem die Schleswiger zum 1:0 eingeschossen hatten. Dann aber kamen die Rasensportler immer mehr auf, hätte zwangen den Ausgleich und schossen wenige Minuten vor dem Abpfiff den Siegtreffer.


Der Ruf "Tor" saß den Anhängern von Frisia schon in der Kehle, da lenkte in allerletzte Minute Gerhard "Gerd" Präger mit Kopfabwehr einen Katzenmeyer-Schuß ins Aus. Frisia schlug im Lokalderby Husum 18 2:0.(Aufnahme: Nebbe)

Im Lokalderby gab es ebenfalls, wie auch schon in der Herbstserie, eine Niederlage. Vor großer Zuschauerkulisse betrat unsere Mannschaft ohne den etatmäßigen linken Flügel Manfred "Manni" Hoppe/Rolf "Rolly" Fentzahn das Spielfeld. Damit war der Sturm erheblich geschwächt und schon der Grundstein zum Frisia-Sieg gelegt. Der Sieg der Frisianer muß eben aufgrund der besseren Stürmerleistungen als verdient angesehen werden. Gerhard "Gerd" Präger bot in diesem Spiel eine prächtige Party. Frisia schoß in der ersten Halbzeit ein Kopfballtor (Karl) und in der zweiten Hälfte den Siegtreffer durch Katzenmeyer.


In einem niveaulosen Spiel wurde dann die Elf des Flensburger Postsportvereins mit 7:1 Toren geschlagen. In der ersten Halbzeit konnte Manfred "Manni" Hoppe lediglich durch Elfmeter zu 1:0-Pausenführung einschießen. Die Gäste spielten zu harmlos, um zu gefährlichen Toraktionen zu gelangen. Manfred "Manni" Hoppe, Helmuth Dietze, Manfred Heinrich, Wilhelm Carstens, und nochmals Helmuth Dietze erhöhten auf 6:0, bevor die Postsportler ihren Ehrentreffer erzielten und Wilhelm Carstens auf Flanke von Horst Groß den Torreigen beendete.


In Leck siegte die kämpferisch stärkere Platzmannschaft glücklich mit 2:1 Toren. Helmuth Dietze hatte zwar die Führung herausgeschossen, dann aber konnten die mit dem Abstieg kämpfenden Lecker den 1:1-Pausenstand herstellen und nach dem Wechsel sogar mit 2:1 gewinnen.
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. April

Die letzten Ergebnisse

Liga
  Rasensport Schleswig - Husum 18 3:2
  Husum 18 - Frisia Husum 0:2
  Husum 18 - Post Flensburg 7:1
  MTV Leck - Husum 18 2:1

Jungmannen
  Rasensport Schleswig - Husum 18 2:7
  Husum 18 - Frisia Husum 1:0
  Husum 18 - Post Flensburg 7:0
  MTV Leck - Husum 18 0:1

Reserve
  Norderstapel - Husum 18 Ib 2:10
  Husum 18 Ib - IF Husum 7:0
  Friedrichstadt - Husum 18 Ib 1:5
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. April

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 22.3.59 Spiele Tore Punkte  
Frisia Husum 25 88:35 42:8  
Vorwärts Flensburg 25 91:31 40:10  
VfB Nordmark Flensburg 25 84:34 39:11  
RW Niebüll 25 77:34 38:12  
Rasensport Schleswig 25 69:58 29:21  
FSV Wyk 24 43:39 24:24  
TSV Weiche West 25 59:68 23:27  
Husum 18 24 60:54 21:27  
TSV Kappeln 25 56:60 21:29  
TSV Friedrichsberg 25 58:77 21:29  
SIF Schleswig 24 46:64 20:28  
TSV Westerland 24 60:72 19:29  
TSV Rantrum 25 42:59 19:31  
Bredstedter TSV 25 55:91 16:34  
MTV Leck 25 40:75 15:35  
Post Flensburg 25 42:119 9:41  

Jungmannen-Bezirksklasse
Stand 22.3.59 Spiele Tore Punkte  
Schleswig 06 23 92:16 45:3  
VfB Nordmark Flensburg 27 111:32 41:13  
RW Niebüll 25 113:28 40:10  
Husum 18 25 67:33 39:11  
Flensburg 08 22 84:20 36:8  
Frisia Husum 25 51:54 27:23  
FSV Wyk 24 68:47 26:22  
TSV Westerland 26 54:63 25:27  
Bredstedter TSV 25 55:70 23:27  
Vorwärts Flensburg 26 36:59 22:30  
TSV Rantrum 26 49:60 20:32  
Rasensport Schleswig 25 53:76 18:32  
TSV Friedrichsberg 25 39:79 17:33  
MTV Leck 25 31:43 15:35  
SIF Schleswig 25 21:72 13:37  
Post Flensburg 25 39:114 10:40  
TSV Weiche West 20 13:110 3:37  
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Spieler - Schiedsrichter

25 Aktive stehen auf dem grünen Rasen: 22 Spieler und das Schiedsrichtergespann. Praktisch bestimmen nur diese den Ablauf eines Spieles, eines Turniers und einer Meisterschaft; folglich richten sich die Blicke aller all derer, die sich für das Fußballspiel interessieren - und zwar die meisten -, auf sie, und zwar auf die Spieler. Diejenigen, die auf die Schiedsrichter blicken, stellen eine andere, vielleicht noch größere Macht dar, nämlich die moralische Kraft, die von dem ausgeht, der dazu bestimmt ist, eine Funktion als Richter und Instrukteur innezuhaben.

Der ganze Komplex Spieler - Schiedsrichter zielt auf einen einzigen Punkt hin: Den Ablauf eines Spiels in Übereinstimmung mit den Bestimmungen, die dafür gültig und zuständig sind.

Die Spieler müssen das Spiel austragen und sich dabei an die besagten Regeln halten. Die Schiedsrichter müssen etwaige vorkommende Regelverstöße feststellen, das richtige und gerechte Gleichgewicht zwischen den Mannschaften wiederherstellen und die Spieler dazu erziehen, sich an die Regeln zu halten.

Wenn folglich kein idealer Kontrast zwischen den beiden Gruppen, sondern vielmehr eine absolute und objektive Übereinstimmung in der Theorie, dagegen in der Praxis meist eine Trennungswand zwischen den Spielern und dem Schiedsrichter besteht, so liegt das an zwei Problemen: an der schlechten und manchmal sogar ganz kümmerlichen Kenntnis der Regeln seitens der Spieler und zum anderen an dem Mangel an engen Kontakten zwischen diesen beiden Kategorien außerhalb des Spielfeldes.

Was kann man dagegen tun?

Zunächst müssen die Trainer der Vereine, die ja auch Lehrer sind, dafür sorgen, daß die ihnen anvertrauten Spieler die Regeln gelehrt bekommen. Eventuell ergibt sich die Möglichkeit, daß die Verbände den Spielern, besonders den Berufsspielern, die Ausstellung der Ausweise verweigern, wenn sie nicht ein vorhergehendes Examen über ihre Regelkenntnis abgelegt haben.

Außerdem muß dafür gesorgt werden, daß enge Kontakte zwischen Schiedsrichtergruppen und Spielen gebildet werden, um viele Vorurteile zu beseitigen und die gegenseitige Achtung durch persönliche Kenntnis zu erhöhen. Vor allen Dingen aber müssen die Vorstände der Vereine und die Presse dafür arbeiten, die Spieler davon zu überzeugen, daß die Schiedsrichter ihre besten Freunde sind, die allein schließlich den ordnungsgemäßen Ablauf der Spiele ermöglichen und die dafür sorgen, daß alle Akteure auf die im Spielfeld und die von ihnen vertretenen Vereine geschützt werden.

Wenn die Schiedsrichter in einem einzigen Spiel unvermeidliche Fehler machen, die eben menschlich sind, so werden diese Irrtümer zu den das Ergebnis beeinflußenden Umständen gezählt. Wenn man aber nach dem Ablauf einer Meisterschaft die Bilanz zwischen den Fehlern zugunsten und den Irrtümern gegen die Mannschaft zieht, so wird man immer zu dem Schluß kommen müssen, daß die Endplacierung immer dem wirklichen Wert einer Mannschaft entspricht.

Alles dieses ist vielleicht leichter gesagt als getan: aber die Ergebnisse, die sich aus ihrer praktischen Anwendung ergeben, dürften keine Zweifel offen lassen.

Und nun Männer des guten Willens, an die Arbeit!

(L'Arbitro)
leer  

1959

Husum 18 / Sport allgemein

1. April

Sportliches Handeln

Der kleine Franzose handelte "ganz groß"

"Auch der kleine Franzose zeigte Sportgeist, der beim 3.000-Meter-Hindernislauf während der Olympischen Spiele zu Paris 1924 neben dem großen Paavo Nurmi Hürde und Wassergraben nahm. Dem unvergleichlichen Finnen glückte der Sprung nicht ganz, er landete im Wasser und stürzte. Da hielt der Franzose den Lauf an, wandte sich um, packte Nurmi unterm Arm und zog ihn aus dem Graben heraus. Wertvolle Sekunden waren dadurch für ihn verlorengegangen. Das Fair-play aber hatte bei ihm gesiegt. Nurmi revanchierte sich, indem er den Franzosen rundenlang um die Bahn begleitete und ihm immer wieder zum Anschluß an die Spitzengruppe verhalf."

(Zeitschrift "Der Schlüssel" vom 5.12.1948)


Lord Burghley trug gleichfalls die Fahne

"Um sich für das Hürdenlaufen zu schonen, das gleich am ersten Tage der Spiele ausgetragen wurde, wollte Lord Burghley den Einmarsch bei der Eröffnung der Spiele nicht mitmachen. Fast alle Nationen ließen die Leute daheim, die bereits am Sonntag antreten mußten. Als Lord Burghley hörte, daß sein alter amerikanischer Gegner aus Dutzenden Rennen, Morgan Taylor, beim feierlichen Einmarsch das Sternenbanner tragen werde, beschloß er, mitzumarschieren. 'Ich will Taylor nicht benachteiligen', sagte er und stand auch seine zwei Stunden in der Sonne. Um Zentimeter besiegte in Taylor im Kampf um den dritten Platz. Vielleicht waren das jene Zentimeter, die der ermüdende Einmarsch dem Lord gekostet hatte."

(Buch "Die Olympischen Spiele in Los Angeles", 1932)


Georg von Opel lehnte den Vorteil ab

"... und an den Ruderer Georg von Opel muß ich denken, der erfahren nach langer Erfolgslaufbahn bei einer großen Regatta gegen einen Nachwuchsskuller, den späteren Deutschen Meister Hans Wilke aus Hannoversch-Münden antreten sollte. Opel hatte an seinem Boot eine Verbesserung angebracht, die der Gegner noch nicht besaß. Der alte Sportsmann brachte es nicht übers Herz, mit solchem Vorteil an den Start zu gehen. Er sorgte dafür, daß das Boot des anderen ebenso ausgerüstet war wie seines. Dann erst hatte er das Gefühl, daß die Würfel der Entscheidung richtig rollen würden ..."

("Der Rasensport", Mühlheim, 26.9.1949)


Gottfried von Cramm verschenkte den Ball

"Die Sportgeschichte bietet viele Beispiele echter Ritterlichkeit. Kleine und große Athleten haben dazu beigetragen. Eine der markantesten Gestalten in dieser Hinsicht war auch der meisterhafte Gottfried von Cramm, der wegen seiner echten sportlichen Haltung in der ganzen Welt heute noch beliebt ist. Es war in einem entscheidenden Davis-Pokalspiel, als der Richter einen wichtigen Ball zugunsten Cramms fälschlich als 'aus' gab. Für den Deutschen hätte dieses 'Spiel' vielleicht auch 'Sieg' bedeutet. Cramm hatte den Ball aber selber im eigenen Feld gesehen und protestierte sofort gegen die Entscheidung des Richters. Der Richter korrigierte seine Entscheidung, und Cramm verlor das Spiel. Der wirkliche Sieger aber blieb Gottfried von Cramm. "

(Zeitschrift "Der Schlüssel" vom 5.12.1948)

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

1.000 Regelfragen und Antworten (Fortsetzung)

14.

Was ist bezüglich der Vereinszugehörigkeit des Schiedsrichters zu sagen?

  Der Schiedsrichter soll keinem der spielenden Vereine angehören.
   
15.

Wie lauten die Bestimmungen bezüglich der Linienrichter?

  Es gibt neutrale Linienrichter und solche, die von den spielenden Vereinen gestellt werden.
   
16.

Bestehen bezüglich der Aufgaben beider Linienrichterarten Unterschiede?


  Die neutralen Linienrichter haben insoweit erhöhte Aufgaben, als sie den Schiedsrichter auch auf Dinge aufmerksam machen müssen, die dieser nicht sehen kann.
   
17.

Wie erfolgt die Ansetzung der Schiedsrichter?

  Die Schiedsrichter zu den Spielen werden von den zuständigen Spielleitern angesetzt.
   
18. Wie ist es mit Schiedsrichtern bei Freundschaftsspielen?
  Schiedsrichter bei Freundschaftsspielen sollen von den Vereinen bei den zuständigen Spielleitern angefordert werden.
   
19. Soll ein Schiedsrichter die Aufforderung eines Vereins zur Leitung eines Freundschaftsspiel ohne weiteres annehmen?
  Ein Schiedsrichter kann die ihm angebotene Spielleitung annehmen; er sollte in besonderen Fällen aber auf die zweckmäßig vorherige Unterrichtung des Spielleiters hinweisen.
   
20.

Was tut der Schiedsrichter, wenn er ein übertragenes Spiel nicht leiten kann?

  Ist der Schiedsrichter verhindert, ein Spiel zu leiten, so hat er rechtzeitig für Stellung eines Ersatzmannes zu sorgen.
   
21.

Muß der Schiedsrichter im Verhinderungsfall jedesmal selbst einen Ersatzmann stellen?

  Bei Spielen erster Mannschaften muß der Schiedsrichter seinen zuständigen Spielleitern Mitteilung von der Verhinderung geben, damit dieser einen Ersatzmann stellen kann; handelt es sich um ein Spiel unterer Mannschaften, so muß der Ersatzmann vom Verein des Schiedsrichters gestellt werden.
   
22.

Welches sind die Folgen, wenn der Schiedsrichter unentschuldigt fehlt bzw keinen Ersatzmann stellt?

  Wenn durch Verschulden eines Schiedsrichters ein Spiel ausfällt, so hat dieser einen etwa entstehenden Schaden zu tragen.
   
23. Wie verhalten sich die angesetzten neutralen Linienrichter, wenn der Schiedsrichterkamerad zum Spiel nicht erscheint?
  Fehlt bei einem Spiel der angesetzte Schiedsrichter und sind zwei neutrale Linienrichter zu Stelle, so haben sich die beiden so haben sich beide zu einigen, wer von ihnen das Amt des Schiedsrichters übernimmt.
   
24. Wer von den bei einem Spiel als Zuschauer anerkannten Schiedsrichtern übernimmt die Spielleitung, wenn der angesetzte Schiedsrichter ausbleibt?
 

Beim Fehlen des angesetzten Schiedsrichters haben sich die spielenden Mannschaften auf einen der anwesenden anerkannten Schiedsrichter zu einigen. Dieser soll dann die Spielleitung übernehmen.

   
25. Kann gegen ein Spiel, das nach Einigung auf einen anwesenden Schiedsrichter ausgetragen wird, nachher Einspruch eingelegt werden?
  Die Einigung auf einen Schiedsrichter schließt das Recht der nachträglichen Anfechtung des Spiels aus.
   
26.

Dürfen gegebenenfalls auch Schiedsrichter einem der spielenden Vereine angehören?


  Ein Mitglied der spielenden Vereine darf nur dann als Schiedsrichter amtieren, wenn kein neutraler Linienrichter als Ersatzmann zu finden ist und eine entsprechende Einigung vor dem Spiel erfolgt.
27. Wann ist der Spielberichtsbogen anzufordern bzw auszufüllen?
  Der Spielberichtsbogen ist immer vor Beginn des Spiels dem Schiedsrichter zu übergeben bzw von diesem anzufordern. Die Ausfüllung durch den Schiedsrichter findet es sofort nach Spielschluß statt.
Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Wenn ein Fußball platzt

... geschieht nach französischer Meinung folgendes:

Der Amerikaner wirft ihn weg und kauft einen neuen.

Der Engländer bringt ihn zum Flickschuster.

Der Deutsche studiert ein Handbuch über Reparatur von Fußbällen.

Der Russe macht daraus 5 Paar Stiefelsohlen.

Der Franzose schreibt einen Beschwerdebrief an die Fabrik.

Der Italiener schimpft auf den Schiedsrichter,

und der Schotte - gibt das Fußballspiel auf.

Walter Lorenzen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. April

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 22.03.59

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 8
0:2 1:1     2:3     2:2 0:2 3:1     1:2 7:1 0:2

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 2
2:0     2:0   2:3 1:0 1:1   7:2 7:0 9:2 2:1 7:1  
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 3
1:1     1:3 3:0       2:1 2:1 6:1 6:0   9:1 3:0
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 9
      3:1 1:5 2:1 2:5 1:1 0:3 2:3 3:0 2:4 4:0    
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 6
  0:2 3:1 1:3     2:1 0:2 2:2 0:0     6:1 0:0  
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
3:2   0:3 5:1   3:0 3:4 0:4   1:1 2:2 5:4     2:0
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 11
  3:2   1:2   0:3   0:2 0:8   0:3 7:2 3:3   1:4
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 10
  0:1   5:2 1:2 4:3   1:2   1:0 6:0     6:0 4:1
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 4
2:2 1:1   1:1 2:0 4:0 2:0 2:1         4:2 4:0 3:3
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 1
2:0   1:2 3:0 2:2   8:0     3:1 5:1 3:2 5:1   4:2
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 13
1:3 2:7 1:2 3:2 0:0 1:1   0:1   1:3     1:1 3:0  
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 12
  0:7 1:6 0:3   2:2 3:0 0:6   1:5   0:2     1:2
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 14
  2:9 0:6 4:2   4:5 2:7     2:3   2:0 2:0 3:3 6:5
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 4:0 1:1 2:7 2:4 0:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 15
2:1 1:2   0:4 1:6   3:3   2:4 1:5 1:1   0:2 4:1  
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 16
1:7 1:7 1:9   0:0     0:6 0:4   0:3   3:3 1:4 1:7
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

7
2:0   0:3     0:2 4:1 1:4 3:3 2:4   2:1 5:6   7:1
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Außerordentliche Generalversammlung

Wiederwahl des 1. Vorsitzenden

Zu einer außerordentlichen Generalversammlung hatte der Vorstand die Mitglieder in das Altdeutsche Haus geladen. Auf der Tagesordnung standen vor allen Dingen Neuwahlen für verschiedene Ämter.

In einem kurzen Tätigkeitsbericht über seine zweijährige Amtszeit unterstrich der erste Vorsitzende Karl Krieger besonders das vergangene Jahr mit dem 40-jährigen Jubiläum, das ein Höhepunkt in der Geschichte des Vereins gewesen sei.

Auch der Zukunft könne beruhigt entgegensehen werden, da der Verein über genügend befähigte Spieler verfüge. Sie zu einer geschlossenen Mannschaft zusammenzufügen, werde die erste und wichtigste Aufgabe eines neuen Trainers sein.

Anschließend dankte der zweite Vorsitzende Werner Denckmann Sportfreund Karl Krieger für seine aufopferungsvolle Tätigkeit.

Bei den folgenden Neuwahlen wurden Karl Krieger einstimmig erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt. Als dritter Vorsitzender wurde Dr. Erwin Kraatz, Westerland, für Dr. Michael Uscinowitsch gewählt, der aus Gesundheitsgründen zurückgetreten ist. In die übrigen Ämter wurden als erster Schriftführer Sportfreund Walter Pethke, als Jugendobmann Georg Schleger, als Pressewart Sportfreund Karl Bernhard Mölck und als zweiter Kassierer Sportfreund Hans Thiele gewählt. In den Jugendausschuß berief die Versammlung die Sportfreunde Junker, Heinrich Golde, Dieter Eckholdt und Hellmuth Hahn.

Im Anschluß erörterte die Versammlung besonders die Frage eines Tribünenbaus auf dem 18-Platz.

Nach einem kurzen Dank an alle Mitarbeiter und Aktive des Vereins schloß der erste Vorsitzende die harmonisch verlaufene Generalversammlung mit der Aufforderung zu einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Sportliche Geste

Das Punktspiel gegen den TSV Westerland verlor unsere Liga in Westerland unerwartet hoch mit 6:0 Toren. Die Niederlage ist zum größten Teil darauf zurückzuführen, daß Torwart Rolf Peterson und unser Läufer Peter Römer Peters bereits während der ersten Halbzeit verletzt ausscheiden mußten. Daß unsere Mannschaft mit nur neun Spielern dennoch die restliche Spielzeit tapfer durchstand, mag der folgende Brief veranschaulichen, der uns nach dem Spiel vom TSV Westerland geschrieben wurde.

An den HFV von 1918.

"Am vergangenen Sonntag ereigneten sich leider zwei Sportunfälle, von denen ihre Vereinsangehörigen Peters und Peterson betroffen worden. Wir bedauern diese Tatsache außerordentlich und zwar umsomehr, als von Beginn an zu erkennen war, daß beide Mannschaften sich um ein betont faires und sauberes Spiel bemühten. Es darf als erfreuliches Zeichen guter sportlicher Einstellung gewertet werden, daß auch nach den Verletzungen keinerlei Härte ins Spiel hineingebracht worden ist.

Wir möchten hierbei nicht verhehlen, die einstimmige Meinung unseres Vereins und der Zuschauer zu übermitteln: Ihre Mannschaft hat sich durch ihr sportliches Verhalten und dadurch, daß sie auch mit nur neun Spielern weiterkämpfte und nicht resignierte, allseitige Anerkennung erworben.

Bitte richten Sie unseren Sportkameraden Peters und Peterson unsere aufrichtigen Wünsche auf gute und baldige Genesung aus.

In sportlicher Verbundenheit
TSV Westerland

Der Vorstand des HFV von 1918 dankte dem TSV Westerland in einem Antwortschreiben für diese sportliche Geste, die sicher dazu beigetragen hat, das freundschaftliche Verhältnis zwischen beiden Vereinen zu festigen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Sieben Jahre "Vereins-Nachrichten"

Am 1. Mai ist es genau sieben Jahre her, daß die Vereinsnachrichten des Husumer Fußballvereins von 1918 das erste Mal allen Vereinsmitgliedern zugestellt worden. Kurt Klawitter, der Gründer der Zeitung, der uns allen unvergessen geblieben ist, schrieb unter anderem im Leitartikel der ersten Ausgabe, den er "Markstein im Vereinsleben" betitelte:

"Als ein vorzügliches Mittel zur Festigung der Zusammengehörigkeit betrachten wir unsere heute erstmalig erscheinenden 'Vereinsnachrichten', die nun regelmäßig einmal im Monat unseren Mitgliedern und Freunden zugestellt werden. Mögen sie den Weg der Leistung weisen, neue Bahnen erschließen und den Idealen des Sports treu bleiben: 'Wir müssen zum Höchsten streben, immer mit fairen Mitteln kämpfen und auch Niederlagen mit Anstand und Würde ertragen können.'"

Wir können wohl sagen, daß die Vereinsnachrichten ein voller Erfolg geworden sind, denn sie ist allen Freunden des Vereins eine unentbehrliche Lektüre geworden.

Für ihr weiteres Bestehen wünschen wir der Zeitung zu ihrem siebenten Geburtstag alles Gute und viel Erfolg.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden

Johannes Thordsen wird 60 Jahre alt

Am 22. Mai dieses Jahres feiert unser Ehrenvorsitzender Johannes Thordsen in Hamburg seinen 60. Geburtstag. Johannes Thordsen, der außerdem Ehrenmitglied und Träger der goldenen Ehrennadel des Husumer Fußballvereins von 1918 ist, wird anläßlich seines Ehrentages, den er in seiner Villa und abends im Kreise seiner Verwandten und Freunde im Hotel Atlantik verbringen wird, aus weiten Kreisen des Landes viele Gratulanten und Glückwünsche erwarten dürfen. Besonders aus seiner Heimatstadt Husum werden Johannes Thordsen Gratulationen und Ehrungen in großer Zahl zuteil werden. Die größte Ehrung wird für Johannes Thordsen die Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Husum sein.

Auch der Husumer Fußballverein von 1918 wird Johannes Thordsen zu seinem Geburtstag durch eine Abordnung seine herzlichsten Glückwünsche aussprechen.

Johannes Thordsen wurde am 22. Mai 1899 in Husum geboren. Seine Jugend- und Schulzeit verbrachte er ebenfalls in seiner Vaterstadt, der "Grauen Stadt am Meer". Je länger Johannes Thordsen dann durch seinen Beruf als Verleger im Versandbuchhandel von Husum getrennt war, je mehr wuchs seine Anteilnahme am Geschehen in seiner Heimatstadt. Besonders unser Verein ist Johannes Thordsen für seinen laufenden Unterstützungen zu größtem Dank verpflichtet. Stets zeigt der Johannes Thordsen größtes Verständnis für die Anliegen des Vereins, und er hat nie gezögert, zur Förderung unserer Spieler beizutragen. Vor allen Dingen ist Fußballjugend, der die Zuneigung unseres Ehrenvorsitzenden gehört, wie er allgemein für die Jugend seiner Heimatstadt sehr viel Gutes getan hat.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Wie kann man seinem Verein wirkungsvoll Schaden zufügen?

Ein Leitfaden für den unsterblichen "Nörgler"

1. Gehe möglichst zu keiner Vereinsveranstaltung.
2. Wenn Du aber schon hingehst, dann nur mit Verspätung.
3. Mache Dich um den Verein verdient, indem Du die Arbeit des Vorstandes und der Ausschüße kritisierst.
4. Vor allen Dingen übernimm nie ein Amt, denn es ist schwieriger mitzuarbeiten, als andere zu bemängeln.
5. Nimm möglichst wenig am Training teil, aber versäume nicht, den anderen zu sagen, wie wichtig das Training ist.
6. Lasse Dich niemals dazu herab, Dich in einer Versammlung am Gespräch zu beteiligen. Nach der Sitzung aber erzähle in der Öffentlichkeit, daß es wieder nichts Neues gab, wie langweilig es war und wie es hätte richtiger gemacht werden kann.
7. Verhalte Dich stets völlig passiv. Wenn aber die anderen sich zusammensetzen und ihre Entschlüsse fassen, schimpfe darauf, daß der Verein von einer Clique geleitet wird, die keine fremde Meinung duldet.
8. Wichtig ist es, daß Du Deine Beiträge nie vor der dritten Mahnung bezahlst.
9. Rate jede ihm davon ab, Deinem Verein beizutreten.
10. Finde alles in den Vereinsnachrichten langweilig und uninteressant, schreibe jedoch niemals selbst einen Artikel.
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Walter Lorenzen verließ Husum

Unser bisheriger Pressewart, Walter Lorenzen, hat Husum bereits seit einiger Zeit verlassen, um in Hamburg seine Laufbahn als Diplom-Kaufmann zu beginnen. Wir beglückwünschen ihn nachträglich zu seinem bestandenen Abitur und wünschen ihm für seine berufliche und sportliche Laufbahn alles Gute.

Wir danken ihm für seine Tätigkeit als Pressewart unseres Vereins. Es muß anerkannt werden, daß er uns neben seinen gewiß nicht leichten Vorbereitung für das Abitur stets pünktlich mit der Vereinszeitung versorgt hat.

Wir hoffen, daß es Walter Lorenzen möglich sein wird, neben seiner beruflichen Ausbildung dem Fußballsport die Treue zu bewahren, denn er war in unserem Verein ja nicht nur Pressewart, sondern er hat auch lange Zeit in der ersten Mannschaft als Torwart gespielt und als Schiedsrichter viele Spiele geleitet. Möge er auch in der Weltstadt Hamburg das kleine Husum und vor allen Dingen unseren Verein nicht vergessen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Olympischer Sportkalender 1959

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Olympischen Gesellschaft hat der Wilhelm Limpert-Verlag, Frankfurt/Main, auch für das Jahr 1959 den Olympischen Sportkalender herausgegeben. Auf 52 Wochenblättern sind ebensoviel ausgesuchte schöne Aufnahmen aus allen Bereichen des Sports erhalten, die durch die hervorragende Wiedergabe und die Qualität des Kunstdruckpapier voll zur Wirkung kommen. Texte, Gedichte, Geschichten und Aphorismen über den Sport und die olympische Idee auf den Rückseiten der Kalenderblätter werden viel Anteilnahme finden. Der Preis beträgt beim Bezug vom Verlag 3,60 D-Mark einschließlich Porto und Verpackung.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Ein Nicht-Fußballer liest Sportberichte

Als nicht Fußballer verstand ich nicht viel vom "König Fußball", obwohl ich als Junge auch "gebolzt" habe. Aber als ich die Leute in der Straßenbahn über Fußballereignisse sprechen hörte, fühlte ich eine Art Bildungslücke und beschloß, mir auch einen Fußballwortschatz zuzulegen, um mitreden zu können.

Täglich las ich nun auch den Sportteil der Zeitung. Es ging mir ohne weiteres ein, daß man für den Fußball "Leder" sagt; ich verstand auch, daß der Sieger die "längere Puste", den längeren Atem haben muß, um gewinnen zu können, daß ein Spieler "flüssiger" und "ideenreicher", ein anderer "härter" und "aufopferungsbereiter" spielt. Überschriften wie " Essen auswärts ungerupft", "der erste Fleck auf Kölns Punktenweste", " Bremen verliert Heimnimbus" oder "punkthungrige Hamburger erhalten ihr Futter" reizten geradezu, die Berichte zu lesen. Ich erfuhr von Kraftschüssen, von der "Spielfreudigkeit der einsatzwuchtigen Altligisten", von "zügigen Angriffen der Neuligisten", von "todsicheren Torchancen", die "eine von Harmlosigkeit beseelte Angriffsreihe" unvermeidlich verpaßte, von "Pausenführung", von "fairkämpfender messerscharfer Deckung", von "vielbeiniger Abwehr", vom "Torinstinkt der Platzherren", von "Spielen seltener Dramatik", von einem "schwerfällig leitenden Schiedsrichter", der "das Spiel gut über die Zeit" bringt, von einem "Bilderbuch-Tor", von "Schußstiefeln", die das "Gästegehäuse bepflasterten", von einem "Tormann mit tausend Händen" und anderes mehr. Auch als Nicht-Fußballfreund - wie sagt man doch? -, als Nicht-Fußball-"Fan", konnte ich mir ungefähr den Spielverlauf vorstellen, wenn mir auch die Sprache als ein etwas zu festgelegter Einheitsjargon und manches etwas zusammenhanglos und sinnfern zusammengestellt erschien.

Eine Vielzahl anderer Ausdrücke ließen bittere Zeiten der Vergangenheit vor meinem geistigen Auge entstehen. Der "Totaleinsatz der Mannschaft im breiter Front", die "zusammengeballte Kraft des Sturms, der unaufhaltsam aus der Tiefe heraus geführte Angriffe gegen das gegnerische Tor bis zur Endphase des Kampfes rollte", die "schlagsicheren und beweglichen Abwehrreihen mit zielstrebenden Angriffen", die "Nervenschlacht des Spiels", die "Blitzgefechte", die "Durchbruchskämpfe", die "Abriegelungsversuche der Läuferreihe", der "unbändige Siegeswille", die "am Tor vorbeiziehenden Bomben", die "durchbruchartigen Vorstöße einerseits", der "Kampf auf verlorenem Posten andererseits", die vielen "Offensiven und Defensiven", die "Verfolgungskämpfe", die "psychologische Kampfführung des Siegers", die nachlassende Kampfmoral des Gegners" - die Sprachweise des totalen Krieges belastete meinen Schlaf mit schweren Träumen.

Und was sollen gar die "Divisionen"? So viele Fußballer hätte ich mir nicht vorgestellt. Und "Divisionär"? Sind unsere alten Divisionsgenerälel auch beim Fußball dabei? Respekt! Respekt! Und wenn der Herr Sportberichter mal vom "Spiel der ersten Garnitur", mal von der "zweiten Garnitur" berichtet, taucht das Bild des behäbigen Unteroffiziers von der Bekleidungskammer vor meinen Augen auf, der getreulich über der die Pflege unserer Garnituren wachte.

Ich muß ja sagen, der Fußball erfaßt nicht nur die alten Soldaten und ihre Generäle, sondern alle Schichten des Volkes, alle Sparten unseres Lebens. Kaum ein Sachgebiet - von der Kriegstechnik bis zur Moraltheologie -, das sich nicht in der Fußballsprache angesiedelt hat. Der sprachschöpferische Geist findet ein weites Feld der Betätigung.

Mal wird der Herr Sportberichter kaufmännisch und zieht nach den Spielen, je nach Jahreszeit, eine Herbst-, Frühjahrs-, Zwischen- oder Hauptbilanz, mal musikalisch (er spricht von Angriffsquintett, vom Läuferterzett, von den Solisten und dem Dirigenten eines Spiels). Dann verteilt er als Pädagoge die Note 1 an die Gäste, die Note 2 an die Platzherren, die einen teilt er der Klasse 1, die anderen der Klasse 2 zu und läßt wieder andere das (Bezirks-)Klassenziel nicht erreichen. Plötzlich springt er in die Seemannssprache (er spricht von "Spielflauten", von "rasenden Wirbelstürmen vor dem Tor", vom "Freistoß, der vom Stapel gelassen wird") und läßt als Schachspieler dann "die Flügel des Sturmes rochieren" und den Gegner "mattsetzen". Gleich darauf beschreibt er poetisch die "Drangperiode des Sturms" - man denke an "Sturm und Drang" in der Literatur - und das "hin und her wogende Kampfgewimmel". Voller Lyrik bezeichnet er den "Rasen als Gedicht mit der großartigen Kulisse der Zuschauerwälle, bei denen die Sturmlawinen der Angriffsreihe vorbeirauschen".

Er wird geschichtlich ("der Torwächter behütete sein Gehäuse wie der Höllenhund Cerberus", "die Mannen und Recktn führten einen heldenhaften Kampf"), dann wetterkundisch ("die Mannschaft hat das Formtief überwunden", "bedrohliche Abstiegswolken ballen sich über den Häuptern der Dingskirchener zusammen"), schließlich verkehrstechnisch ("der Verein H. überfuhr den Altligisten L, der unter die Räder der unentwegt rollenden Angriffsmaschine geriet und jetzt die rote Schlußlaterne seiner Klasse ist") und endlich theologisch (er spricht von "chaotischer Untergangsstimmung", vom "Spieler Aals Fels in der Schlacht", von der "Kampfmoral", von den "Zuschauern als Märtyrer ihrer Fußball-Leidenschaft" und vom "Fußball-Himmel, an dem die Mannschaft B wie ein Stern leuchtet"). Mir selbst wird weihnachtlich zumute, wenn der Herr Sportberichter die Neuligisten beim Auswärtsspiel "eine harte Nuß knacken" läßt und den sonst mäßigen Spieler C als "Wunderkerze" preist. (Schluß folgt)

DFB-Pressedienst
leer  

1959

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Mai

Jungmannenauswahlturnier

Am 25. und 26. April wurde in Husum ein Turnier der Jungmannenauswahlen der Kreise Husum / Eiderstedt, Südtondern, Schleswig und Flensburg durchgeführt. An den Spielen nahmen von unserem Verein für den Kreis Husum/Eiderstedt Jens H. Johannsen (linker Läufer), Edlef Kniese (Torwart), Karl Heinz Schiprowski (rechter Läufer) und P. Hansen (Rechtsaußen) teil.

Durch das Los bestimmt traf unsere Auswahl im ersten Spiel auf die Mannschaft aus Südtondern, gegen die sie sich nach einem interessanten Kampf mit 3:2 Toren geschlagen bekennen mußte.

Schleswig siegte gegen Flensburg mit 2:1 Toren.

In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag übernachteten die Jungen in der Jugendherberge, wo sie auch ihre Mahlzeiten einnahmen.

Am Sonntagmorgen wurde das Turnier fortgesetzt. Südtondern und Schleswig als Sieger der Sonnabendspiele kämpften um den ersten und zweiten Platz. Die Mannschaft aus Südtondern konnte Schleswig mit 2:1 Toren besiegen.

Im Spiel um den dritten und vierten Platz unterlag unsere Auswahl gegen Flensburg mit 1:2 Toren.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Zwei Spiele gegen Tondern

Himmelfahrt, am 7. Mai, fahren die ersten und zweiten Seniorenmannschaften zu einem Gesellschaftsspiel nach Tondern.

Am 1. Pfingsttag, am 17. Mai, nimmt eine Seniorenmannschaft am alljährlichen Pfingstturnier in Norderstapel teil.

Gerade diese Spiele sind bei unseren Aktiven sehr beliebt, weil beim anschließenden gemütlichen Beisammensein Gelegenheit gegeben ist, neue Freundschaften zu schließen und alte aufzufrischen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Training

Das Training der Senioren findet künftig donnerstags um 18.30 Uhr im Friesenstadion statt. Die Leitung des Trainings übernimmt vorerst Sportfreund Karl Etteldorf.

Die "Elf" des HFV von 1918 in der Saison 1958/59

Karl Etteldorf, Heinrich Golde, Horst Leidigkeit, Heinrich "Hein" Jeß, M. Stapelfeld, Uwe Hagen, Arthur Grabert, Karl "Kalli" Clausen, Heinz Minnie, Horst Groß, Helmuth Dietze, Johannes "Hanne" Wulff (v.l.). Foto: Callsen

Das Training für die Jugendmannschaften unter der Leitung von Sportfreund Gerhard "Gerd" Präger findet mittwochs ab 17 Uhr statt. Die Knaben und Schüler trainieren von 17 Uhr bis 18.30 Uhr und die Jugend und Jungen ab 18:30 Uhr.

Das Erscheinen alle Spieler ist eine selbstverständliche Pflicht.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Mai

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Karl Heinz Funk, Husum, Flensburger Chaussee
2. Heinz Hoffmann, Husum, Zingel 11
3. Jörn Lüthke, Husum, Ohlsenstraße 18
4. Helmut Richert, Husum, Flensburger Chaussee
5. Friedel Schliekmann, Husum, Flensburger Chaussee
6. Eckhard Sers, Husum, Flensburger Chaussee
7. Günter Weiretter, Husum, Flensburger Chaussee


Austrittserklärungen
1. Wilhelm Brodersen, Haselund
2. Peter Deertz, Husum, Bredstedter Straße 29
3. Wolfgang Evers, Husum, Flensburger Chaussee
4. Rüdiger Gerstler, Husum, Mommsenstraße 9
5. Aloys Guttzeit, Husum, Osterende 115
6. Dieter Harms, Husum, Nordbahnhofstraße 47
7. Klaus Paulsen, Husum, Asmussenstraße 48
8. Karl Wilhelm Petersen, Husum, Lornsenstraße 25
9. Hans Adolf Remien, Husum, Nordbahnhofstraße 43
10. Horst Seidler, Husum, Neustadt 35
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. März

Tabellen

Meisterschaftstabelle der Kreisklasse
Stand 26. April 1959 Spiele Punkte Tore  
Husum 18 Ib (Meister) 19 36:2 117:21  
IF Tönning 22 34:10 86:38  
TSV Tönning 21 30:12 78:42  
Frisia Ib 19 29:9 70:43  
Blau Weiß Friedrichstadt 22 28:16 64:43  
FC Langenhorn 21 22:20 50:46  
TSV Rantrum Ib 20 21:19 44:59  
IF Husum 21 11:31 36:94  
TSV St. Peter 19 10:28 44:63  
Bredstedter TSV Ib 18 8:28 19:43  
TSV Norderstapel 20 8:32 40:92  
TSV Garding 19 5:33 26:84  
TSV Tönning und IF Tönning nehmen an den Aufstiegsspielen zur II. Amateurliga teil. Wir wünschen ihnen viel Erfolg.

Jungmannen-Kreisklasse
Stand 26. April 1959 Spiele Punkte    
TSV Garding (Meister 1958/59) 11 20:2    
TSV Tönning 14 17:11    
IF Tönning 14 15:13    
Blau Weiß Friedrichstadt 14 13:15    
TSV St. Peter 11 10:12    
Frisia Husum (K) 12 10:14    
TV Norderstapel 13 8:18    
Husum18 (K) 11 7:15    

Jugend-Kreisklasse
Stand 26. April 1959 Spiele Punkte    
Husum18 6 12:0    
Frisia Husum 6 8:4    
Bredstedter TSV 7 7:7    
TSV Rantrum 7 5:9    
TSV Garding 7 5:9    
TSV St. Peter 7 3:11    

Schüler-Kreisklasse
Stand 26. April 1959 Spiele Punkte    
Frisia Husum 12 18:6    
Blau Weiß Friedrichstadt 16 17:15    
TSV Tönning 14 15:13    
IF Tönning 14 15:13    
TSV Rantrum 11 14:8    
Bredstedter TSV 11 13:9    
TV Norderstapel 13 13:13    
Husum 18 13 12:14    
TSV Garding 14 1:27    

Knaben-Kreisklasse
Stand 26. April 1959 Spiele Punkte    
Husum18 4 5:3    
TSV Rantrum 3 4:2    
Frisia Husum 3 4:2    
Bredstedter TSV 4 1:7    
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die letzten Ergebnisse

Liga
5.4. Husum 18 - Kappeln 1:1 (1:1)
12.4. Westerland - Husum 18 6:0 (3:0)
19.4. Friedrichsberg - Husum 18 4:1 (1:1)
26.4. Husum 18 - Wyk 2:2 (1:1)

Jungmannen Bezirk
5.4. Husum 18 - Schleswig 06 0:0 (0:0)
12.4. Westerland - Husum 18 0:0 (0:0)
19.4. Friedrichsberg - Husum 18 0:3 (0:2)

Reserve
5.4. Husum 18 Ib - Rantrum Ib 5:1
12.4. TSV Tönning - Husum 18 Ib 1:5 (1:0)
12.4. TSV Tönning Ib - Husum 18 Ic 3:1 (2:1)
19.4. Bredstedt Ib - Husum 18 Ib 0:1 (0:0)
19.4. Bredstedt Ic - Husum 18 Ic 3:2 (2:1)
26.4. Husum 18 Ib - FC Langenhorn 2:0 (1:0)

Jugend Kreis
12.4. Jungmannen TSV Tönning - Husum 18 1:2 (0:2)
12.4. Schüler TSV Tönning - Husum 18 7:0 (3:0)
19.4. Jugend Bredstedt - Husum 18 2:3 (1:1)
19.4. Schüler Bredstedt - Husum 18 4:2 (1:2)
19.4. Knaben Bredstedt - Husum 18 1:1 (0:1)
26.4. Jungmannen Husum 18 - Wyk 1:0 (0:0)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Spiele im Mai

I. und II. Kreisklasse
10.5. Husum 18 Ib - St. Peter  
24.5. Husum 18 Ib - Garding  
24.5. Husum 18 Ic - Garding Ib  

Jugendmannschaften
7.5. Jugend Husum 18 - Rantrum  
7.5. Schüler Husum 18 - Rantrum  
7.5. Knaben Husum 18 - Rantrum  
10.5. Jungmannen Husum 18 K - St. Peter  
10.5. Jugend Husum 18 - St. Peter  
24.5. Jungmannen Husum 18 K - Garding  
24.5. Jugend Husum 18 - Garding  
24.5. Schüler Husum 18 - Garding  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Madame pfeift

Ein weibliches Schiedsrichtertrio amtiert seit kurzem in der Kreisliga von Savoyen. Als Spielleiterin fungiert Madame Geneviève Thierey, die regelmäßig zwei weibliche Linienrichter mitbringt; ihre Schwägerin und ihre Schwiegermutter. Das Damentrio macht seine Sache leidlich gut und wird bevorzugt zur Leitung der Spiele herangezogen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Fußball-
BL Nord
1957/58

Ergebnisse bis zum 26.04.59

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 12
0:2 1:1 1:1 2:2 2:3   1:4 2:2 0:2 3:1 0:6   1:2 7:1 0:2

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 2
2:0 1:0   2:0 2:0 2:3 1:0 1:1 1:2 7:2 7:0 9:2 2:1 7:1 1:1
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 4
1:1 0:1 0:1 1:3 3:0 2:3     2:1 2:1 6:1 6:0 6:0 9:1 3:0
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 9
1:1   1:0 3:1 1:5 2:1 2:5 1:1 0:3 2:3 3:0 2:4 4:0 4:2 2:2
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 7
2:2 0:2 3:1 1:3 0:2   2:1 0:2 2:2 0:0   3:0 6:1 0:0 0:2
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
3:2 0:2 0:3 5:1 2:0 3:0 3:4 0:4 1:1 1:1 2:2 5:4 0:3   2:0
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 11
  3:2 3:2 1:2   0:3 0:1 0:2 0:8 5:0 0:3 7:2 3:3 3:2 1:4
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 10
4:1 0:1   5:2 1:2 4:3 1:0 1:2   1:0 6:0 2:3 1:0 6:0 4:1
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 3
2:2 1:1   1:1 2:0 4:0 2:0 2:1 1:5 4:1 1:2 2:0 4:2 4:0 3:3
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 1
2:0 2:1 1:2 3:0 2:2 4:1 8:0   5:1 3:1 5:1 3:2 5:1 2:0 4:2
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 13
1:3 2:7 1:2 3:2 0:0 1:1 0:5 0:1 1:4 1:3   2:1 1:1 3:0 1:1
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 8
6:0 0:7 1:6 0:3   2:2 3:0 0:6 2:1 1:5   0:2 6:3   1:2
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 14
  2:9 0:6 4:2 0:3 4:5 2:7 3:2 0:2 2:3 1:2 2:0 2:0 3:3 6:5
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 4:0 1:1 2:7 2:4 0:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 15
2:1 1:2 0:6 0:4 1:6 3:0 3:3 0:1 2:4 1:5 1:1 3:6 0:2 4:1  
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 16
1:7 1:7 1:9 2:4 0:0   2:3 0:6 0:4 0:2 0:3   3:3 1:4 1:7
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

6
2:0 1:1 0:3 2:2 2:0 0:2 4:1 1:4 3:3 2:4 1:1 2:1 5:6   7:1
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18

1.Juni

Johannes Thordsen feierte seinen 60. Geburtstag

Bericht unseres Vorstandes von seinem Geburtstagsbesuch

Als Vertreter unseres HFV von 1918 haben wir es als eine ganz besonders ehrenvolle Pflicht angesehen, an dem Geburtstagsempfang unseres Ehrenvorsitzenden Johannes Thordsen in Hamburg teilzunehmen.

Wir wollen gleich vorweg sagen, daß es auch für uns unvergeßliche Stunden waren. So strahlend wie der hochsommerliche Maientag, so strahlend, gesund und froh erschien uns der Jubilar in seinem blumengeschmückten Heim am Roosensweg in Flottbek.

Die Glückwunschadresse für unseren Verein brachte unser dritter Vorsitzender mit einem innigen Dank für die großzügige Unterstützung in so langen Jahren zum Ausdrucn. Als ältester und traditionsreichster Fußballverein der Heimatstadt des Jubilars seien wir ganz besonders stolz und dankbar, in ihm nicht nur einen der ältesten aktiven Spieler zu wissen, sondern darüber hinaus vor allem einen warmherzigen Freund und Förderer unserer Sportjugend. Stellvertretend für alle aktiven und inaktiven Mitglieder sei es unser Wunsch, in der Hoffnung auf ein neues Jahrzehnt ungetrübter Gesundheit und erfolgreicher Schaffenskraft herzliche Geburtstagsgrüße zu übermitteln.

Anschließend sprach unser erster Vorsitzender zu Johannes Thordsen und überreichte ihm das vom Vorstand gestiftete Verdienstabzeichen. Karl Krieger dankte dem Jubilar herzlich für seine Verdienste um die Ertüchtigung unserer sporttreibenden Jugend. Unser erster Vorsitzender betonte dabei, daß Johannes Thordsen als erster großzügige Hilfe für die Betreuung der aktiven Spieler unseres Vereins gewährt habe. Der Vorstand habe sich daher die Frage gestellt, wie unser Dank am besten zum Ausdruck gebracht werden könne, und stiftete das in Silber gefaßte Verdienstabzeichen, das den Ehrenvorsitzenden als erstem verliehen worden ist. Mit einer nochmaligen Gratulation beglückwünschte Karl Krieger unseren Ehrenvorsitzenden zu dieser besonderen Auszeichnung.

Johannes Thordsen dankte über uns allen Vereinsmitgliedern und bat darum, seine Grüße zu übermitteln. Für ihn sei es eine ganz besondere Freude, der Sportjugend seiner alten blau-weiß-roten Farben tatkräftig zur Seite stehen zu können. Er hoffe nur, daß es ihm noch recht lange vergönnt sein möge, helfen zu können.

Noch einmal sprach dann Johannes Thordsen allen seinen Gratulanten sichtlich bewegt seinen innigen Dank aus. In einem kurzen Rückblick auf die Jahre seiner Jugend und auf sein Lebenswerk klangen immer wieder seine tiefe Verbundenheit, Treue und Liebe zu seiner nordfriesischen Heimat und besonders zu Husum durch. Ergreifend für uns alle, die wir diese Stunde miterleben durften, sein Dank auch an die schützende Hand des Allmächtigen, ausklingend untermalt von den Klängen der Albert-Schweitzer-Orgel.

Der Vorstand
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1.Juni

Ein sonderbares Steckenpferd

Sportplatzbesuch ohne Eintrittskarte

Für dich, du bemitleidenswerter Sportplatzbesucher, der du in deiner Unwissenheit Sonntag für Sonntag dein sauer verdientes Geld verschwendest, weil du meinst, du müßtest unbedingt eine Eintrittskarte besitzen, um das Stadion betreten zu können, schreibe ich diese Zeilen.

Um die verschiedenen Arten zu studieren, wie die einzelnen Zuschauer ohne Eintrittskarte auf den Platz gelangen, begebe ich mich schon sehr früh vor Spielbeginn in die Nähe des Stadions.

Zuerst, eine Stunde vor Spielbeginn, erscheint mein Freund Hugo. Zufrieden pfeifend schreitet er ins Stadion, zu einer Zeit, da der Kassierer mit Sicherheit noch im Sonntagmittagsschlaf von vollen Kassen träumt.

Nun dauert es eine Weile - eine halbe Stunde etwa - bis der Kassierer die Kasse versperrt. Gleichzeitig, oder auch etwas später, marschiert die große Masse der Zuschauer an. Da sind die zahlreichen Mitglieder des Nachbarvereins, die freien Zutritt haben, da sie bereits am Vormittag ein Reservespiel ausgetragen haben. Ich sehe es ihren Gesichtern an, wie sehr sie diesen Umstand bedauern. Und die vielen Mitglieder des eigenen Vereins berufen sich sowieso auf die Satzungen, die ihnen den kostenlosen Besuch aller Vereinsveranstaltungen garantieren.

Aber die Herren, die den Kassierer kaum eines Blickes würdigen und ihm mit der lässigen Gebärde eines Kriminalbeamten einen grünen Ausweis unter die Nase halten und dann mit geringschätziger Miene den Platz betreten, wer mögen sie sein? Sie können nur die Schiedsrichter sein, die ihren Kollegen begutachten wollen.

Mit der Zeit hat sich das weite Rund des Stadions schon erheblich gefüllt, und ein Kontrolleur erhält seinen Einsatzbefehl, und solchen Leuten wie meinem Freund Hugo nachträglich das Eintrittsgeld abzuverlangen. Wie wird er sich aus der Affäre ziehen? Er schlendert genau zwanzig Schritt hinter dem allzu harmlosen Kontrolleur her. So gibt es ein totes Rennen. Es ist, als versuche ein Hund, sich in den Schwanz zu beißen. Aber lassen wir Hugo seine Runden drehen und beobachten, wer weiter zum Sportplatz kommt.

Ich erspähe gerade meinen alten Schulfreund Konnibald, der auch zum Spiel kommt und eigentlich auch wieder nicht kommt, denn er bleibt draußen vor dem Drahtzaun stehen. Er war lange in Italien, wo bekanntlich die Zuschauer durch einen Zaun aus Maschendraht vom Spielfeld getrennt sind. Nun hat er sich wohl an den Blick durch die Maschen derart gewöhnt, daß er ihn unter keinen Umständen missen möchte. Er bedauert sicher, daß außerhalb der Umzäunung niemand kassieren kommt.

Ah, jetzt wird es interessant. Mein wohlbeleibter Chef prustet die Treppe zur Stadionkasse hinauf. So, wie ich den alten Geizkragen kenne, hat er bestimmt nicht die Absicht, Eintrittsgeld zu bezahlen. Mit einem gewinnenden Lächeln nähert er sich dem Kassierer, und schon sprudelt es aus ihm hervor: "Herrliches Fußballwetter heute. Sicher vier bis fünfhundert Zuschauer. Kein Wunder nach den guten Leistungen der letzten Sonntage. Es wird bestimmt wieder ein hoher Sieg." Damit ist der alte Schmeichler auch schon vorbei an dem Kassierer, der vor soviel Begeisterung für den Verein kapituliert. Später fällt meinem Chef ein: "Ach, du hast ja vergessen zu bezahlen. Na, nun ist es zu spät."

Inzwischen sind die Mannschaften aufgelaufen, und die ersten Angriffe branden gegen das gegnerische Tor. Damit ist die Zeit gekommen, da eigentlich auch der starke Emil, mein Kegelbruder, erscheinen müßte. Emil ist Liberaler und erkennt keine Grenzen und Schranken an. Ha, da sehe ich ihn schon kommen. Naturliebend wie er ist, sucht er seinen Weg durch Feld und Wald. Plötzlich versperrt der Stadionzaun seinen Pfad. Der Zaun reizt Emils sportliches Ehrgefühl. Ein kräftiger Sprung, ein kurzer Ruck, und der stramme Emil ist stolzer Besitzer eines Stehplatzes auf der Gegengeraden.

Und nun, ganz zum Schluß, näherst du dich der Kasse, bittest bescheiden um eine Eintrittskarte und legst dankbar dein Geld in die immer noch leere Vereinskasse.

Ich erwarte nicht, daß du die gleiche Raffinesse wie mein Chef besitzt, aber Konnibalds Methode tut es doch auch schon. Sagt dir aber keiner meiner Vorschläge zu, so will ich dir einen letzten machen. Komme doch erst nach der Halbzeit, wenn der Kassierer den Eingang verlassen hat, weil er nicht gut für nur eine Halbzeit noch Karten verkaufen kann. Gegen Ende des Spiels erlebst du sowieso den spannendsten Teil des Nachmittags. Du bist dabei, wenn mein Chef, der so begeistert gekommen ist, die Spieler auspfeift, und wenn die Meute der Miteingeschlichenen schimpft und johlt. Jedenfalls kommst du bestimmt zurecht, um den Schiedsrichter beim Verlassen des Platzes zu verprügeln. Mit dem schönen Gefühl, daß du den Ärger der letzten Woche auf dem Stadion abgeladen hast, begibst du dich nach Hause. Und glaube mir, ohne Eintrittskarte schimpft es sich viel besser als mit.

Der einzige, der nicht zufrieden ist, ist der Kassierer. Er schaut verwundert abwechselnd auf die vielen abwandernden Zuschauer und deine einsame Mark in der großen Kasse.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1.Juni

Pokalsieger beim Pfingstturnier in Norderstapel 1959

Eine wahrhaft meisterliche Leistung vollbrachte unsere Reserve. Sie war einer Einladung zu dem alljährlichen Pfingstturnier in Norderstapel gefolgt. Die Leistung ist besonders zu unterstreichen, da sie es vollbrachte, die fast volle Garnitur des TSV Friedrichsberg I zu schlagen.

Mit folgenden Spielern ging es nach Norderstapel: Uwe Jahn, Dieter Eckholdt, Dieter Hansen, H. Ulrich Liehmann, Günter Weiretter, I. Petersen, Peter Bauer, Uwe Hagen, Hartwig Siebke, Harro Theising, Manfred Lange, Karl "Kalli" Clausen, Bruno Rosteck, Anton "Ratschi" Christiansen und als Begleiter Hellmuth Hahn.

Es war ein herrliches Wetter. Bei Ankunft wurde sich gleich umgezogen und die Aufstellung gemacht. Dann ging es zur Verlosung. Unsere Gruppe sah so aus: Friedrichsberg I, Norderstapel, Rothenhof, Husum 18 1b.

Im ersten Spiel sollten wir gegen den TSV Friedrichsberg antreten. Gleich eine harte Nuß. Aber wir hatten einen festen Willen. Mit Blasmusik ging es dann hinein in die Kansas-Schlucht (Sportplatz). Der Vorsitzende des Norderstapeler Sportclubs ("Berni") der Abteilung Fußball hielt dann eine wahrhaft große Rede. Nun ging es los. Noch einen Blick hinüber zu unserem Mannschaftskapitän Uwe Jahn (Jus Fontain). Sein Gesichtsausdruck sagte uns allen: "Kämpft, Jungs! Macht mir keine Schande!" Wir gehorchten.

Auf ging es, und gleich gegen den Favoriten des Tages.

I. Spiel: Friedrichsberg I - Husum 18 Ib —— 0:1

Vom Anpfiff an drängten die Friedrichsberger auf unser Tor. Aber unser Ersatztorwart Günter Weiretter hielt mit Bravour. Unter der Regie von Uwe Jahn (Jus Fontain) hielt die Verteidigung den Anstürmen der Friedrichsberger in den ersten zwölfeinhalb Minuten stand. Die zweite Halbzeit sah genauso aus! Es stürmten die Friedrichsberger. Eine sehr nette, mitfühlende Handlung möchte ich nicht vorenthalten. Ich sah gerade noch, wie unser Begleiter einige Tabletten zu sich nahm: "Nervengefühl!"

Dann kam die große Überraschung: Günter Weiretter schlägt ab, der Ball kommt zu Uwe Jahn (Jus Fontain); dieser sofort nach rechts abgegeben, da steht Hein. Hein schlägt eine weite Flanke zu Harro Theising. Dieser wird angegriffen, kann den Ball aber über den Kopf ziehen. Da steht Anton "Ratschi" Christiansen! Schießt ins lange Eck - TToorr!

Ganz Norderstapel stand Kopf. Der Kapitän gratuliert Anton "Ratschi" Christiansen mit den Worten: "Wurde aber auch Zeit, mein Lieber!" Aber heraus aus diesen Worten quoll doch die Freude! Dann kam der Abpfiff! Wir hatten gewonnen!

Doch leider mischte sich dann in die große Freude ein kleiner, saurer Tropfen. Manfred Lange mußte vorzeitig ausscheiden, weil er sich eine Verletzung am linken Fuß zugezogen hatte. Schade, denn er hatte heute so einen guten Tag erwischt!

Aber weiter ging es! Jetzt gegen den Gastgeber Norderstapel!

II. Spiel: Norderstapel - Husum 18 Ib —— 1:2

Gleich nach Anpfiff gelang es Norderstapel, einen Deckungsfehler auszunutzen! Wir guckten alle verdutzt! 1:0 für Norderstapel. Friedrichsberg jubelte! Mit 1:0 ging es in die Halbzeit! Wieder griff unser Begleiter in die Brusttasche! Endlich fingen wir uns. Ein scharfer Schuß von Anton "Ratschi" Christiansen unter die Latte holte das Unentschieden. Kurz darauf folgte dann eine Granate von Harro Theising, die uns den 2:1-Sieg brachte.

Dann ging es ins letzte Vorrundenspiel.

III. Spiel: Rothenhof - Husum 18 Ib —— 0:2

Das war die letzte Chance für Friedrichsberg! Wenn die Rothenhofener uns schlagen würden, dann kämen die Friedrichsberger ins Endspiel, da sie dann das bessere Torverhältnis hätten! Aber es kam anders. Wir waren klar überlegen. Das 1:0 schoß Hein! Kurz nach der Halbzeit lenkte dann Hartwig Siebke das 2:0 ein. Wir waren im Endspiel!

Als Endspielgegner hat es sich der TSV Rantrum qualifiziert, der mit einer kombinierten Elf erschienen war.

Endspiel: TSV Rantrum - Husum 18 Ib —— 1:2

Es war ein faires Endspiel. Kurz nach Anpfiff lenkte Hein das erste Tor ein. Mit 1:0 ging es in die Halbzeit. Dann holten die Rantrumer noch einmal auf. Aber buchstäblich in der letzten Sekunde schoß Hein dann noch ein wunderschönes Tor, nachdem er schon einmal den Pfosten getroffen hatte."2:1!" Wir hatten den Pokal.

Der Pokal wurde uns dann in einer kleinen Feier am Abend übergeben. Unser Uwe Jahn (Jus Fontain) schmiß noch eine flotte Rede, die alle außer einen überzeugte, und dieser eine war er selber. Dann riß er den Pokal an sich und gab diesem einen schmalzenden Kuß. Als wir am Abend Abschied nahmen, schauten wir noch einmal hinüber zur Kansas-Schlucht. Noch einmal vernahmen wir die Freudenrufe, die scharfen Befehle von Uwe Jahn (Jus Fontain), das klopfende Herz unseres Begleiters und die verlockenden Rufe der Norderstapelerinnen, die wie Sirenen um den Platz gegangen waren und uns nicht mehr gehen lassen wollten.

Es ist ein wunderschöner Tag gewesen, und wir danken unserem Verein dafür, daß er uns diesen beschert hat. Aber gleichzeitig hoffen wir auch, das wir dem Verein auch eine kleine Freude gemacht haben, daß wir für Husum 18 diesen Pokal erkämpft haben.

Anton Christiansen (Ratschi)
leer  

1959

Husum 18

1.Juni

Glückwunsch

Wir gratulieren der ersten Mannschaft des HESV Frisia zu ihrem Meistertitel und wünschen ihr ein gutes Abschneiden bei den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga.

Karl Bernhard Mölck

Grüße aus Bad Pyrmont

Unter zweiter Vorsitzender Werner Denckmann grüßt alle 18er aus dem schönen Bad Pyrmont., wo er zur Zeit seinen Urlaub verbringt.

leer  

1959

Husum 18

1.Juni

Das muß der Spieler wissen

Neuerdings heißt es in den "Amtlichen Entscheidungen", daß ein Spieler wegen eines Vergehens nicht nur sofort, sondern noch bei der nächsten günstigen Gelegenheit verwarnt oder des Feldes verwiesen werden kann.

Beispiel: Spieler M ist mit einer Entscheidung des Schiedsrichters nicht einverstanden, und in seiner Erregung ruft der Spieler M dem Schiri hinterher: "Du hast ja keine Ahnung, du Pfeifenheini." Da die Gegenpartei gerade angreift, will der Schiedsrichter das Spiel nicht unterbrechen, weil der angreifenden Mannschaft dadurch ein Nachteil entstehen könnte. 5 Minuten später etwa, als der Ball über die Seitenlinie geschoßen worden ist, geht der Schiedsrichter zu dem Spieler M und verweist ihn des Feldes.

Spieler M, der schon gehofft hat, der Unparteiische habe seinen beleidigenden Ausruf "überhört", ist natürlich sehr verwundert, und ebenso sind es die Zuschauer, da sie im Moment kein Vergehen des Spielers M gesehen haben. In ihrer Unkenntnis werden sie den Schiedsrichter verhöhnen, und der Spieler wird sich dem Schiri widersetzen, da er sich im Recht fühlt, denn der Schiedsrichter hätte ihn, so glaubt der Spieler, sofort nach seinem Ausruf bestrafen müssen.

Der Schiedsrichter, die Spieler und die Zuschauer sind verstimmt, was sicher nicht zu einem schönen, sportlichen Sonntagnachmittagerlebnis beiträgt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1.Juni

Ausflug am Himmelfahrtstag

Da das für den Himmelfahrtstag vorgesehene Spiel von Tondern abgesagt wurde, bot der Vorstand unseren Senioren als Entschädigung einen Ausflug zum Oberliga-Aufstiegsspiel Heider SV - Harburger TB in Heide. Wenn auch das Spiel an sich nicht besonders begeisterte, so erlebten wir doch die Atmosphäre eines vollbesetzten Stadions. Wir betraten zwar als neutrale Zuschauer den Sportplatz, aber im Laufe des Spiels schenkten wir teils der Hamburger, teils der Heider Mannschaft unsere Sympathien. Glücklicher waren dann diejenigen, die sich für die Mannschaft Willi "Ille" Gerdaus entschieden hatten, denn die Heiler gewannen das Spiel mit 2:1 Toren.

Nach dem Spiel profitierte noch das Heider Gaststättengewerbe von unserem Besuch, denn das Spiel mußte ja bei einer Tasse Kaffee besprochen werden, wobei gleichzeitig die Gelegenheit gegeben war, die Sportnachrichten zu hören.

Die Heimfahrt wurde in Etappen zurückgelegt. Im "Großen Garten" in Friedrichstadt stillten wir unseren Hunger mit Kartoffelsalat und Würstchen. Nun ist es eigentlich falsch, Würstchen zu sagen, denn dafür waren sie schon zu groß. Nach dem Essen fanden sich die älteren Spieler zu Skatgemeinschaften zusammen, während die angehende Männlichkeit zu einem Stadtbummel aufbrach, bei dem sie sich nach Möglichkeit von hübschen Friedrichstädterinnen begleiten ließ.

Schwabstedt war das nächste Etappenziel der Rückfahrt. Im "Hotel zur Treene" feierten wir den Abschied vom Himmelfahrtsausflug teils an der Bar in der "Felsengrotte", teils auf dem Tanzparkett. Unser Parlamentär, Hermann Bahnsen, der die "Lage peilen sollte", hatte für uns freien Eintritt erwirkt. Nun konnten wir stets, wenn wir einmal an die frische Luft gegangen waren, stolz mit der Parole "18er" wieder das Hotel betreten. Wie schön es eigentlich war, merkten wir erst, als durch die Kapelle verkündet wurde, daß unser Bus in 10 Minuten nach Hause fahren sollte. Die Ankunft in Husum bedeutete natürlich nicht für alle des Herrentags Ende.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Nachruf

1.Juni

Im Mai verstarb unser früherer Vorsitzender

Wilhelm Wanger

Wilhelm Wanger war von 1952 bis 1953 erster Vorsitzender des HFV von 1918, nachdem er vorher lange als zweiter Vorsitzender tätig gewesen war. Seine Verdienste sind vor allem deshalb zu würdigen, weil er als Vertriebener nach Husum kam, wodurch ist ihm sicher nicht leicht gefallen ist, neben seiner beruflichen Arbeit viel Zeit dem Verein zu widmen.

Alle 18er werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1.Juni

Zum zweitenmal nach Heide

Am 1. Pfingsttag fuhr unsere Liga, von zahlreichen Schlachtenbummler begleitet, nach Heide. Sie spielte im Vorspiel zur Oberliga-Aufstiegsbegegnung Heider SV gegen Arminia Hannover gegen die Amateurliga-Reserve des Heider SV.

Die Mannschaften

Husum 18

Sven Andresen
H. August Boyens (Helmuth Dietze) Manfred Heinrich
  Helmuth Dietze (Horst Groß)   Günter Nommensen (Peter Römer Peters)   Lützen  
Gerhard Präger Horst Groß Gerhard Bonneß Manfred Hoppe Rolf Fentzahn
(Adolf Marquetant)      

Heider SV

Otto Braun
Herbert Feddrau Rico Saß
  Westensee   Druwe   Kruse  
Dieter Eisenheim Joachim Lukowski Schröter Blödorn Peter Reinhard Pulter

In der ersten Halbzeit waren die Heider drückend überlegen und führten zur Pause mit 2:0 Toren. Zur zweiten Halbzeit trat unsere Liga mit veränderter Aufstellung an. Überraschenderweise hieß es dann auch schon kurze Zeit später 2:1 durch einen Strafstoß, der von Manfred "Manni" Hoppe in der Wiederholung verwandelt wurde. Leider konnten die Heider durch einen Elfmeter ihrerseits den alten Abstand wieder herstellen. Während die Gastgeber noch zu ihrem vierten Tor kamen, scheiterte unsere Liga an den guten Leistungen des Heider Schlußmannes.

Wenn man bedenkt, daß bei Heide Spieler aufgestellt waren, die schon oft in der Oberliga eingesetzt worden sind, so dürfen wir durchaus mit dem Spielergebnis zufrieden sein, das sogar in seiner Höhe nicht einmal verdient war.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Jugend-Fußball

1.Juni

Jungmannen

Es ging um die Kreismeisterschaft!

TSV Garding - Husum 18

Im Spiel um die Kreismeisterschaft hatten wir einen unerwartet leichten Stand. So gelang es uns, den TSV Garding in Tönning mit 5:0 Toren zu schlagen.

Torfolge: 1:0 Johannes "Haschi" Jannsen (Elfmeter); 2:0 Hahn; 3,0 Hahn; 4,0 Horst "Langer" Dithmers; 5,0 Hahn.

Da der Verein 20 D-Mark für unsere Jungmannen gestiftet hatte, veranstalteten unsere Begleiter Georg Schleger und Dieter Eckholdt ein kleines Fest zu Ehren der Jungmannenspieler. Bei etwas Musik und "Brause" (wir sind doch Jungmannen) traten wir die Heimreise nach Husum an.


Und so spielten wir ...

 

Husum 18 - Flensburg 08

 

Aufstellung: Edlef Kniese — Krebs, Karl Heinrich Bahnsen — Karl Heinz Schiprowski, Johannes "Haschi" Jannsen, Schiller — Manfred Hansen, Wilfried Jarren, Hahn, Peter Boyke Jacobs, Horst "Langer" Dithmers
Tore: 1:0 Horst "Langer" Dithmers; 2:0 Peter Boyke Jacobs

Die Zuschauer, die am Sonntag ins Friesenstadion gekommen waren, wurden durch ein zügiges Spiel von beiden Seiten belohnt. Husum 18 stand dem Tabellennachbarn Flensburg 08 in nichts nach und war größtenteils tonangebend. Nach torloser 1. Halbzeit gelang es Horst "Langer" Dithmers nach Vorarbeit von Peter Boyke Jacobs, eine Lücke in der gegnerischen Mannschaft zur 1:0-Führung zu nutzen. In dieser Spielphase schoß Peter Boyke Jacobs dann den verdienten 2:0-Vorsprung. Dann kamen die Flensburger immer mehr auf, scheiterten aber in erster Linie an unserem Verteidiger Krebs (früher Linksaußen) und Torwart Edlef Kniese.

Johannes "Haschi" Jannsen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1.Juni

Die letzten Ergebnisse

Liga
1.5. SIF - Husum 18 2:5 (1:2)
3.5. Bredstedt - Husum 18 4:3 (2:3)
17.5. Heider SV Reserve - Husum 18 4:1 (2:0)

Jungmannen Bezirk
1.5. SIF - Husum 18 1:4 (0:2)
3.5. Bredstedt - Husum 18 1:3 (0:1)
10.5. Husum 18 - Flensburg 08 2:0 (0:0)
17.5. Husum 18 - Hamburg Borstel 1:1 (1:0)

Reserven
3.5. Husum 18 Ib - Frisia Ib 4:3 (0:2)
3.5. Husum 18 Ic - Frisia Ic 3:6 (2:2)
17.5. Husum 18 Ib Turniersieger bei Pfingstturnier in Norderstapel

Jugend Kreis
3.5. Schüler Husum 18 - Frisia 0:8 (0:3)
3.5. Knaben Husum 18 - Frisia 3:2 (2:1)
3.5. Jugend Husum 18 - Frisia 0:1 (0:1)
7.5. Jungmannen TSV Garding - Husum 18 0:5 (0:2)
24.5. Jungmannen Husum 18 - TSV Garding 3:7 (2:6)
24.5. Schüler Husum 18 - TSV Garding 5:0 (2:0)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1.Juni

Schiedsrichter verlor sein Gebiß

Verwundert hielten die abwandernden Zuschauer nach Schluß des Fußballspiels zwischen den englischen Zweitligisten FC Brighton & Grimsby Town inne, als sämtliche Spieler noch einmal auf dem Felde ausschwärmten und ihre Blicke auf den Boden hefteten. Dazwischen sprang Schiedsrichter J.G. Williams ganz aufgeregt herum. Ihm war in Ausübung seines Amtes das Gebiß verloren gegangen, als er mit großem Nachdruck einen Freistoß gepfiffen hatte. Ohne Rücksicht auf sein "Eßzimmer" ließ er weiterspielen, bat jedoch nach dem Abpfiff beide Mannschaften um Mithilfe bei der Suche. Die 23 Mann hatten einmal nur ein Ziel - fanden jedoch nicht des Schiedsrichters künstliche Zähne.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1.Juni

Ausspielung des Pokals der "Husumer Tageszeitung"

Der Pokal, der zur Zeit im Besitz des TSV Tönning ist, wird in diesem Jahr in zwei Staffeln in einfacher Punktrunde zur Ausspielung kommen.

Gruppe A   Gruppe B
Husum 18 Ib   Bredstedter TSV
TSV Rantrum Ib   TSV Tönning
IF Tönning   BW Friedrichstadt (verzichtet)
TV Norderstapel   TSV St. Peter
TSV Garding   IF Husum
FC Langenhorn    

Die Spiele unserer Reserve

31. Mai Husum 18 Ib - TSV Rantrum Ib
7. Juni IF Tönning - Husum 18 Ib
14. Juni Husum 18 Ib - TV Norderstapel
21. Juni FC Langenhorn - Husum 18 Ib
28. Juni TSV Garding - Husum 18 Ib

Gleichzeitig tragen die Jungmannen (außer Langenhorn und IF Husum) Spiele um einen neugestifteten Pokal des Kreisfußballverbandes aus.

Unserer Reserve und den Jungmannen wünschen wir für die Pokalspiele viel Glück und Erfolg.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1.Juni

Fußball-
BL Nord
1957/58

Endstand

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 12
0:2 1:1 1:1 2:2 2:3 5:2 1:4 2:2 0:2 3:1 0:6 3:4 1:2 7:1 0:2

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 2
2:0 1:0 4:1 2:0 2:0 2:3 1:0 1:1 1:2 7:2 7:0 9:2 2:1 7:1 1:1
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 4
1:1 0:1 0:1 1:3 3:0 2:3 2:2 3:1 2:1 2:1 6:1 6:0 6:0 9:1 3:0
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 9
1:1 1:4 1:0 3:1 1:5 2:1 2:5 1:1 0:3 2:3 3:0 2:4 4:0 4:2 2:2
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 7
2:2 0:2 3:1 1:3 0:2 2:2 2:1 0:2 2:2 0:0 5:1 3:0 6:1 0:0 0:2
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
3:2 0:2 0:3 5:1 2:0 3:0 3:4 0:4 1:1 1:1 2:2 5:4 0:3 5:1 2:0
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 11
2:5 3:2 3:2 1:2 2:2 0:3 0:1 0:2 0:8 5:0 0:3 7:2 3:3 3:2 1:4
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 10
4:1 0:1 2:2 5:2 1:2 4:3 1:0 1:2 1:3 1:0 6:0 2:3 1:0 6:0 4:1
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 3
2:2 1:1 1:3 1:1 2:0 4:0 2:0 2:1 1:5 4:1 1:2 2:0 4:2 4:0 3:3
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 1
2:0 2:1 1:2 3:0 2:2 4:1 8:0 3:1 5:1 3:1 5:1 3:2 5:1 2:0 4:2
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 13
1:3 2:7 1:2 3:2 0:0 1:1 0:5 0:1 1:4 1:3 3:1 2:1 1:1 3:0 1:1
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 8
6:0 0:7 1:6 0:3 1:5 2:2 3:0 0:6 2:1 1:5   0:2 6:3 0:0 1:2
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 14
4:3 2:9 0:6 4:2 0:3 4:5 2:7 3:2 0:2 2:3 1:2 2:0 2:0 3:3 6:5
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 4:0 1:1 2:7 2:4 0:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 15
2:1 1:2 0:6 0:4 1:6 3:0 3:3 0:1 2:4 1:5 1:1 3:6 0:2 4:1 1:3
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 16
1:7 1:7 1:9 2:4 0:0 1:5 2:3 0:6 0:4 0:2 0:3 0:0 3:3 1:4 1:7
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

6
2:0 1:1 0:3 2:2 2:0 0:2 4:1 1:4 3:3 2:4 1:1 2:1 5:6 3:1 7:1
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18

1. Juli

Lieber Leser!

Jeden Monat einmal bringt Ihnen der Postbote die Vereinsnachrichten ins Haus. Sie lesen sie, packen sie zu den übrigen und warten auf die nächste Nummer im nächsten Monat. Vielleicht schimpfen Sie, daß die Vereinsnachrichten wieder nichts gebracht haben, was Sie interessiert. Oder Sie sind verärgert, wenn sie einmal einen Tag später erscheint. Die Zeitung zu lesen, dauert vielleicht eine halbe Stunde. Sie aber zu schreiben, zu drucken und zu verteilen, nimmt viele Stunden in Anspruch.

Gelesen werden die Vereinsnachrichten von vielen, geschrieben werden sie aber nur von einem einzelnen. Alle, die sie lesen, haben andere Ansichten darüber, wie eine Vereinszeitung gestaltet werden soll, was geschrieben werden soll und was nicht gebracht werden soll.

Der einzelne, der die Zeitung schreibt, hat aber nur eine Ansicht. Er kann es also nur wenigen Lesern recht machen. Wenn Sie jedoch, lieber Leser, auch einmal einen Artikel schreiben, sind in den Vereinsnachrichten schon zwei Meinungen vertreten. Je mehr schreiben, desto mehr Ansichten kommen zu ihrem Recht, desto mehr Leser werden angesprochen und desto größeren Gefallen finden die Vereinsnachrichten.

Nun fragen Sie sich natürlich, was und worüber Sie schreiben könnten. Schreiben Sie das auf, was Sie bisher in den Vereinsnachrichten nicht gefunden haben, das, worauf Sie erst am vergangenen Sonntag mit Ihrem Nachbarn auf dem Sportplatz geschimpft haben und das, was Ihrer Meinung nach nicht in die Vereinsnachrichten hinein gehört.

Wenn Sie einmal einen Einfall haben, denken Sie darüber nach, schreiben Sie ihn auf und schicken Sie ihn mir.

Sie sind noch nicht überzeugt? Versuchen Sie einmal, einen schweren Schrank ins Nebenzimmer zu transportieren. Entweder Sie schieben in ruckweise, Stück für Stück, was natürlich viel zu lange dauert, oder Sie heben ihn kräftig an, dann gibt er hintenüber. Oder Sie bitten vielleicht ein paar Freunde, Ihnen zu helfen, daß jeder an einer Ecke hebt, damit der Schrank schön im Gleichgewicht bleibt und ohne Beschädigung ins Nebenzimmer getragen werden kann, weil er dort besser zur Geltung kommt?

Ich möchte einen schweren Schrank an einen besseren Platz stellen und bitte Sie, die hintere Ecke anzuheben, daß damit mir das Werk gelingt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Dr. Aslev-Pokal

Unsere Liga ist bei den Spielen um den Dr. Aslev-Pokal nach zwei Niederlagen gegenüber einem Sieg ausgeschieden. Im ersten Spiel trat sie gegen den TSV Rantrum an, auf dessen Wunsch das Spiel nach Husum verlegt worden war. In einem zumindest gleichwertigen Spiel unterlag unsere Liga den Rantrumern mit 2:1 Toren. Nach der torlosen ersten Halbzeit gelangen den Gästen einige wenige Durchbrüche, die der Rantrumer Sturm geschickt zu nutzen wußte, während unsere Angriffsreihe wieder und wieder günstige Gelegenheiten vergab, weil sie zu lange zögerte oder auch einfach nur Pech hatte.

Das zweite Spiel mußte gegen den Bredstedter TSV ausgetragen werden. Es sah ähnlich wie im Spiel gegen Rantrum aus. Wir stellten die bessere Mannschaft, aber dem Sturm wollte einfach nichts gelingen. Glücklicherweise waren auch die Bredstedter vom Pech verfolgt. Wir konnten das Spiel knapp verdient mit 2:1 Toren gewinnen.

Unser nächster Gegner bei der TSV Westerland, gegen den die Liga gut ins Spiel kam. Besonders der rechte Flügel mit Adolf "Adi" Marquetant als Außen beschwor wieder und wieder gefährliche Augenblicke für die Westerländer vor ihrem Tor herauf. Aber alle Angriffe scheiterten an der Westerländer Hintermannschaft, in der besonders der Torwart durch seine guten Leistungen auffiel. Der Sturm der Gästemannschaft dagegen überraschte unsere Abwehr mit plötzlichen Angriffen aus der Tiefe heraus und erreichte eine glückliche 2:0-Halbzeitführung. In der zweiten Hälfte konnten wir noch einmal auf 2:1 verkürzen, bevor die Westerländer mit einem dritten Tor das endgültige Ergebnis herausschossen. Damit waren wir aus der Pokalrunde ausgeschieden. Im Endspiel um den Dr. Aslev-Pokal stehen sich Rot-Weiß Niebüll und VfB Flensburg gegenüber.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

"Papa, ich habe Hunger!"

Das schönste Sporterlebnis des Jahres

Am Ende eines Jahres wird Bilanz gezogen. Sportler und die mit dem Sport zu tun haben, machen es ebenso. Sie suchen die größte Leistung, das schönste Erlebnis. Warme menschliche Züge fehlen bei Großveranstaltungen, die kommerziellen Charakter haben und ernste Leistungsvergleiche sind, nicht. Aber das Idyll, das dem ganzen Sport die menschlichen Lichter aufsetzt, ist leichter und besser auf den Nebenplätzen zu finden. Vielleicht nur dort.

Da spielten auf so einem Nebenplatz zwei Alt-Herren-Mannschaften Fußball. Man spielte hart, mit Ehrgeiz und Einsatz. Es stand 0:0. Hinter dem Tor der grünen Mannschaft saß ein Kind im Gras. Der Torwart hatte eben einen Ball abgewehrt, als sich der Kleine an das Tor heranpirschte. "Papa, ich habe Hunger" sagte das Kind.

Der Papa hörte nicht, weil ein neuer Angriff auf das Tor zubrandete. "Papa, ich habe Hunger", wiederholte der Steppke, nun schon etwas weinerlich. Jetzt hörte der Papa.

Er verließ sein Tor. Hinter dem Tor stand ein Fahrrad. Vom Gepäckträger nahm er eine Aktentasche, holte ein Stullenpaket hervor, gab dem Kind sein Essen und ließ es auch aus einer Flasche einen tiefen Schluck nehmen. "Nun iß mal schön", sagte er.

Da geschah es. Die Gegenpartei schoß auf das verlassene Tor, der Ball rollte über die Linie. Jubel auf dem Platz, Glückwünsche für den Schützen, der Schiedsrichter wies zur Mitte, es stand 1:0.

Tor ist Tor, aber man ist ja auch Mensch, dachte sich der Torwart und lief auf den Schiedsrichter zu. Er redete auf ihn ein und wies auf das Kind, das hinter dem Tor genußvoll an seiner Brotschnitte kaute. Der Schiedsrichter zögerte eine Weile, dann holte er die Spieler beider Mannschaften zusammen. Man palaverte, kratzte sich hinter dem Ohr, wiegte bedächtig den Kopf, schließlich schlug man sich auf die Schulter. Debatte beendet.

Der Schiedsrichter pfiff und entschied auf Abstoß vom Tor. Es stand wieder 0:0, unter gleichen Bedingungen ging der Kampf weiter.

Wenn Sie mich fragen: Das war mein schönstes Sportler-Erlebnis.

entnommen den Vereinsnachrichten des KGC
leer  

1959

Husum 18

1. Juli

Herzlichen Glückwunsch

Der Ligamannschaft des HESV Frisia zu ihrem Aufstieg in die 1. Amateurliga Schleswig-Holsteins.

Karl Bernhard Mölck

Wir danken Werder Bremer Bremen, Concordia Hamburg, Borussia Kiel-Gaarden und dem Itzehoer Sportverein für die regelmäßige Übersendung ihrer Vereinszeitungen.

leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Unentschieden gegen den Heider SV

Einen beachtlichen Erfolg errang unsere Liga im Rückspiel gegen die Amateurligareserve des Heider SV, nachdem sie das erste Spiel mit 4:1 Toren verloren hatte.

Unsere Liga war vor eine schwere Aufgabe gestellt, denn Heide hatte mit Werner Bannasch, Klaus Eichler, Ernst-Johannes Hein, Schröter und Fritz Scheppan fünf Spieler aufgestellt, die noch an den Aufstiegsspielen zur Oberliga teilgenommen haben. Daß Heide in dieser starken Besetzung antrat, zeigt jedenfalls, daß man unsere Liga durchaus nicht unterschätzte.

Unsere Mannschaft, die sich von den berühmten Namen ihrer Gäste nicht beeindrucken ließ, spielte völlig ohne Hemmungen und zeigte gleich eine Reihe schöne Spielzüge. Peter-Boyke Jacobs, der mit Johannes "Haschi" Jannsen und Edlef Kniese aus den Jungmannen in die Liga gekommen ist, brachte seine Mannschaft durch eine 20-Meter-Bombe, die für den Heider Torwart unhaltbar halbhoch neben den rechten Pfosten ins Tor einschlug, 1:0 in Führung.

Die folgende Drangperiode der Heider wurde von unserer Hintermannschaft erfolgreich überstanden. Im Gegenangriff über den linken Flügel mit Manfred Lange als Linksaußen erreichten wir einen Eckball. Der Ball wurde von Manfred Lange wunderbar weich in den Strafraum gehoben. Aus dem Gewühl heraus glückte es Gerhard Bonneß, den Ball zum 2:0 ins Tor zu knallen.

Man erwartet jetzt allgemein stürmische Angriffe der Heider. Und so kam es auch. Aber allzu hoch konnte ihr Sieg, der noch außer Zweifel stand, nach unserer 2:0-Führung nicht mehr werden. Immer waren unsere Abwehrspieler im rechten Moment zur Stelle, um die gefährlichen Heider am Torschuß zu hindern. Besonders Gerhard "Gerd" Präger löste seine Aufgabe, den wieselflinken Linksaußen Blödorn zu decken, sehr geschickt. Was Gerhard "Gerd" Präger seinen jungen Mitspielern an Erfahrung voraus hat, machten diese durch ihren Eifer wieder wett. Aufopfernd Peter Römer Peters und Günter Nommensen, der sich durch seine unerhörte Schlagkraft bei seinen Gegenspielern großen Respekt verschaffte.

Langsam vermochte die Verteidigung sich vom bloßen Abwehrspiel wieder auf den Aufbau zu richten. Im Mittelfeld war es neben war es neben Peter Römer Peters und Horst Groß besonders Johannes "Haschi" Jannsen, der wieder und wieder den Ball nach vorne schleppte. Bewundernswert war die Selbstverständlichkeit, mit der Johannes "Haschi" Jannsen seine Gegenspieler stehen ließ. Nun kam auch der Sturm wieder mehr ins Spiel. Wieder schoß Manfred Lange einen Eckball von links. Diesmal kann der Ball gar nicht erst zu einem Mitspieler, sondern Manfred Lange lenkte mit Hilfe des Windes den Ball direkt ins Heider Tor. Husum 18 führte 3:0. Die Heider waren ganz überrascht. Und die Husumer natürlich auch. Kurz vor dem Halbzeitpfiff glückte den Gästen das erste Gegentor, das auch schon längst verdient war.

Gleich nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit, ehe man sich richtig wieder auf das Spiel eingestellt hatte, behielt unser Rechtsaußen, der wendige Adolf "Adi" Marquetant, im Kampf mit dem kräftigen Heider Mittelläufer den Ball. Mit der gewohnten Spritzigkeit jagt er auf das Heider Tor zu, verfolgt von dem Mittelläufer, der seinen Fehler wieder gutmachen will. Aber Adolf "Adi" Marquetant ist schneller. Vorbei an dem herauslaufenden Torwart schiebt er den Ball neben den rechten Pfosten ins Tor. Es steht 4:1 für unsere Liga. Aber die letzte halbe Stunde gehört den Heidern. Unermüdlich bestürmen sie unser Tor. Gefährliche Flanken von links und von rechts, Scharfschüsse gegen Pfosten und Latte und leider auch zweimal ins Netz. Das 4:3 wollen wir unbedingt halten. Aber ein hoher Flankenball von links kündigt schon den drohenden Ausgleich an. Edlef Kniese kann den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen abwehren. Leider genau vor die Füße Klaus Eichlers, der mit einem unheimlich scharfen Schuß zum 4:4 einschießt.

Das Unentschieden gegen Heide ist zweifellos eine große Leistung. Außerdem gewann man die Erkenntnis, daß Peter-Boyke Jacobs und Johannes "Haschi" Jannsen eine wertvolle Verstärkung für die Mannschaft bedeuten. Erfreulich war vor allen Dingen zu sehen, daß unsere Liga kämpfen kann und daß die Spieler eine gute Kameradschaft verbindet.

Den Kampfgeist unserer Mannschaft lobte auch der Heider Trainer Hermann Lipps. Er sagte, Husum 18 sei nicht wiederzuerkennen gewesen. So gut habe unsere erste Garnitur seit langer Zeit nicht mehr gespielt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

7:0-Sieg gegen Rantrum

Daß das Unentschieden gegen Heide keine Zufallsleistung gewesen ist, zeigte die Liga bei einem Freundschaftsspiel in Rantrum. Bis zur Pause führte sie bereits durch zwei Tore von Johannes "Haschi" Jannsen und einem Tor von Peter-Boyke Jacobs 3:0. Nach der Halbzeit erhöhten Gerhard Bonneß (3) und Adolf "Adi" Marquetant auf 7:0. In Rantrum zeigte sich wieder, daß Johannes "Haschi" Jannsen und Peter-Boyke Jacobs neues Leben in die Mannschaft gebracht haben. Sie verstehen es nicht nur, gut zu spielen und ihre Nebenspieler einzusetzen, sondern auch die Angriffe selbst mit einem schönen Torschuß zu krönen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

Der Fußball

Es kennt ihn ein jeder
Als Ding aus Gummi und Leder
Mit viel Luft darinnen,
Die manchmal geht von hinnen.
Dann muß man die leeren Hüllen
Mit der Pumpe mühsam wieder füllen,
Damit der Ball wieder werde einen Ball.
Federleicht und rund und prall
Hüpft und springt er auf der Erde -
Verfolgt von einer wilden Herde.
Verbissen hetzen die Menschen und schlagen
Mit den Stiefeln ihn in Bauch und Magen.
Und draußen stehen sie und schrein;
Die Menschen sind ja so gemein.
Manchmal auch flüchtet sich der Ball ins Tor,
Dann jubelt er, der lüsterne Chor.
Doch keine Ruh, von neuem geht es los:
Wilde Hetze, zuletzt ein harter Stoß.
Verzweifelnd, hadernd mit seinem Geschick,
Rennt er gegen den Pfosten, bricht sich das Genick,
Indem er platzt, der runde Ball,
mit lautem, anklagendem Knall.
Es beteuern die Menschen, die bösen, die vielen:
"Wir wollten doch nur mit ihm spielen!"
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Kommt unsere Reserve ins Endspiel?

Bei den Gruppenspielen um den Pokal der "Husumer Tageszeitung" führt unsere Reserve die Gruppe A mit einem Punkt vor Garding an. Es steht nur noch das entscheidende Spiel gegen Garding aus, bei dem der Reserve schon ein Unentschieden genügt, um als Endspielteilnehmer festzustehen. In der Gruppe B wird wahrscheinlich die Reserve von Bredstedt oder Frisia das Endspiel erreichen.

Unsere Reserve gewann bisher alle Spiele: gegen rantrum (3:1), gegen IF Tönning (5:2), gegen Norderstapel (5:2) und gegen Langenhorn (5:3). Damit hat unsere Reserve also 8:0 Punkte und ein Torverhältnis von 18:8.


Auch die Jungmannen sind in den Spielen um den Pokal des Kreisfußballverbandes bisher ungeschlagen. Sie führen mit 4:0 Punkten und 15:1 Toren. Letzter Gegner ist für sie ebenfalls Garding.


Die Jugend gewann ein Turnier, das von IF Husum veranstaltet wurde. Die Jugend schlug die beiden dänischen Mannschaften Kolding (4:0) und Lumby (6:0).
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Juli

Singen muß besser werden

Wie heißt es doch? "Wo man singt, da laß' dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder." Leider ist es um das Singen unserer Mannschaften nicht gerade gut bestellt. Die meisten Lieder, ihre Texte und Melodien sind wenig bekannt. Vielleicht bedarg es nur des Hinweises daran zu erinnern, daß der Husumer Komponist Artur Mordhorst und im April 1949 ein Lied widmete, dessen Text (Verfasser Ludwig Thoms) wir hier folgen lassen, damit alle Spieler die Möglichkeit haben ihn gründlich kennenzulernen:

Lied der 18er
Vom Fußballsport stimmt an das Lied,

von Sportlers edlem Geist durchglüht.

Auf's grüne Feld zieh'n wir hinaus
und bringen manchen Sieg nach Haus.
  Hipp-hipp-hurra! so rufen wir.
  Wir halten hoch das Sportpanier.
  Und treten wir für 18 an,
  dann stehen wir zusammen Mann für Mann.
Wir sind die Elf vom HFV,
im Wettstreit weder weich noch rauh.
Im ganzen Land sind wir bekannt,
als 18er mit Stolz genannt.
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Wir lieben unser Fußballspiel,
der Sieg ist unser höchstes Ziel.
Und starten wir zum Angriffslauf,
Dann geh'n wir wie die Teufel drauf!
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Wir wollen stets verbunden sein
mit unser'm alten Sportverein.
Sein Name klinge fort und fort,
zu Ehr und Preis dem Fußballsport!
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Kurt Klawitter
leer  

1959

Husum 18 / Fußball regional

1. Juli

Kurz notiert

In der letzten Vorstandssitzung verpflichtete der Vorstand unseren früheren Ligaspieler Karl Etteldorf als Trainer der Seniorenabteilung.


Auf dem Kreisfußballverbandstag 1959 in Tönning wurden gewählt: als erster Vorsitzender Lothar Strehlow, als Schatzmeister Carsten Kock, als Jugendausschußobmann Emilius Petersen, als Beisitzer für den Jugendausschuß Georg Schleger, als Beisitzer für das Kreisgericht Hans Scholz und Wien und als Kassenprüfer Thomsen.

Unseren Knaben und den Jungmannen überreichte der Verbandstag zu ihrer Meisterschaft je einen Wimpel des Deutschen Fußball-Bundes und die Meisterschaftsurkunde des Kreisfußballverbandes. Für die Knabenmannschaft empfing unter Jugendobmann Georg Schleger außerdem noch einen Fußball.

Als Tagungsort des Kreisfußballverbandtages 1960 wurde Rantrum festgelegt.


Die in Niebüll durchgeführte Jahrestagung des Bezirks II berief folgende Sportkameraden in den Vorstand und seiner Ausschüsse:

1. Vorsitzender: Hans Hansen, Flensburg
2. Vorsitzender: Lothar Strehlow, Husum
Beisitzer: Horst Ritter, Niebüll
  Hans Hammerich, Schleswig
Kassierer: Harry Hansen, Flensburg
Schriftführer und Pressewart: Hans Scholz, Husum
Kassenprüfer: Peter Johannsen, Rantrum
  Hans Weinstein, Husum
Spielausschuß-Obmann: Rudolf Kurzke, Flensburg
Spielausschuß-Beisitzer: Fritz Clausen, Flensburg
  Hans Skands, Westerland
  Erwin Augustin, Schleswig
  Heinz Kretzschmar, Husum
Schiedsrichter-Obmann: Hans Skands, Westerland
Schiedsrichterausschuß-Beisitzer: Karl Leideck, Flensburg
  Hermann Bahnsen, Husum
  Helmut Greve, Schleswig
Jugend-Obmann: Kurt Mansmann, Niebüll
Jugendausschuß-Beisitzer: Karl Walter, Flensburg
  Emilius Petersen, Husum
  Hans Mierwald, Schleswig
  Hans Brodersen, Niebüll
Bezirksgerichts-Vorsitzender: Erich Asmussen, Flensburg
Bezirksgerichts-Beistzer Otto Scheel, Schleswig
  Erich Koschner, Husum
  Dr. Hans Skambraks, Niebüll
  Karl Walter, Flensburg
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Und so spielten sie im letzten Monat

II. Amateurliga
Donnerstag, 28. Mai: TSV Rantrum - Husum 18 2:1 (0:0)
Sonnabend, 30. Mai: Husum 18 - Bredstedter TSV 2:1 (1:0)
Sonntag, 7. Juni: Husum 18 - TSV Westerland 1:3 (0:2)
Sonnabend, 13. Juni: Husum 18 - Heider SV 4:4 (3:1)
Donnerstag, 18. Juni: TSV Rantrum - Husum 18 0:7 (0:3)

I. Kreisklasse
Sonntag, 31. Mai: Husum 18 - TSV Rantrum 3:1 (1:0)
Donnerstag, 4. Juni: IF Husum - Husum 18 3:5 (0:3)
Sonntag, 7. Juni: IF Tönning - Husum 18 2:5 (0:2)
Sonntag, 14. Juni: Husum 18 - TSV Norderstapel 5:2 (2:0)
Sonnabend, 20. Juni: FC Langenhorn - Husum 18 3:5 (2:3)

Jungmannen (Bezirk)
Sonnabend, 30. Mai: Husum 18 - Schleswig 06 2:4 (0:0)
Sonntag, 31. Mai: Husum 18 - Flensburg 08 4:1 (2:0)
Mittwoch, 3. Juni: TSV Rantrum - Husum 18 0:6 (0:2)
Sonntag, 7. Juni: IF Tönning - Husum 18 1:9 (0:5)

Jugend
Sonntag, 7. Juni: Husum 18 - TSV Rantrum 2:2 (1:2)
Sonntag, 21. Juni: Husum 18 - Kolding (DK) 4:0 (2:0)
Sonntag, 21. Juni: Husum 18 - Lumby (DK) 6:0 (3:0)

Schüler
Sonntag, 21. Juni: Husum 18 - TSV Rantrum 0:3 (0:0)

Knaben
Sonntag, 21. Juni: Husum 18 - TSV Rantrum 5:0 (3:0)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Ein Nicht-Fußballer liest Sportberichte (Schluß)

Je mehr ich mich in den Sportteil der Zeitung vertiefte, umso größer wurde meine Achtung vor meinem Nachbarn in der Straßenbahn, Herrn Pumpelmus, der seit Jahren mit tierischen Ernst die Fußballberichte Wort für Wort verfolgte. Ich las z.B.: "Das brilliante, taktisch kluge Spiel verlor viel von seiner Linie, blieb jedoch in jeder Phase der Offensive konsequent genug, und spielkulturelle Unterschiede zu zeigen." - "Die komplette Elf dominierte durch beachtliche Kondition und konterte im rechten Augenblick." - "Der eiskalte Routinier Y. resignierte nach niveauarmen Spiel zum Schluß der zweiten Halbzeit, deren letzte Minuten er völlig lustlos absolvierte", oder: "Brilliante Reaktionen der Balljongleure auf engstem Raum erzielten zwingende Torraumszenen."

Und das versteht Herr Pumpelmus? Mit Hilfe des Fremdwörterlexikons, das mir meine Frau zum Geburtstag zugesagt hat, will ich nun auch seine Bildungshöhe in der Fußballsprache erreichen. Folgendes will ich dann unbedingt klären: "Das Publikum umjubelte in den Lokalmatador mit seinen kraftvollen Angriffsattacken" (gibt es auch Abwehrattacken?). - "Der einzige Treffer resultierte aus einem Tor des effektivistischen Stürmers W., der als hochtalentierter Spieler reelle Zukunftschancen hat." - "Aus denkbar guter Position im Gesamtklassement konnte die Gästemannschaft die Platzherren vom Rosengarten ans Tabellenende hinausmanövrieren und sich das Championat sichern." - "Ein eminent gefährlicher Gegner mit Initiative konnte zu 1:1 egalisieren. Seine konsequente und konzentrierte Arbeitsweise mit einzelnen raffinierten Kabinettstückchen und rasanten Soli wirkte imponierend und bot eine phantastische Partie."

Es wimmelt nur so von Fouls, Goalkeepers, Hat-Tricks, Kick-and-Rush-Spieler, vom Aktionsradius ausgeprägter Fußballpersönlichkeiten, von nicht realisierbaren Absichten eines nervenstarken Teams, von Kombinationssicherung , klassepräsentativer Spieler, von hochdotiertesten Ballakrobaten, von kolossaler Explosivität, vom Einkanonieren und weiterem Schwulst.

Gefälliger erschien mir demgegenüber der Reporter, der folgendes schrieb: "Die tapfer kämpfende Mannschaft verdiente nur in ihrem hinteren Teil uneingeschränktes Lob." - "Der Torwart reinigte fünfmal mit einem Faustschlag die Luft." - "Der Sturm hing meistens in der Luft, weil die beiden Außenläufer abfielen."

Ihr Herren Sportberichter und Sportredakteure, die Ihr das hoffentlich auch gelesen habt: Wenn es ein deutsches Gericht gegen Sprachsünden gäbe - Ihr wäret die ersten, denen es wegen Verschandelung und Verhunzung der deutschen Sprache an den Kragen ginge!

(Vereinsnachrichten Werder Bremen)
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Abschreckendes Urteil des Verbandsgerichtes

Am Sonntag, dem 28. Juni, verhandelte das Verbandsgericht in der Sportschule in Malente die Vorfälle, die während des Aufstiegsspiels zur Ersten Amateurliga zwischen Frisia Husum und dem TSV Kücknitz im Friesenstadion passiert waren.

Angeklagt waren die Spieler Flemming von Kücknitz wegen Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter "Bobby" Reese aus Kiel, der Spieler Baberski (ebenfalls vom Kücknitz), der wegen absichtlichen Foulspiels des Feldes verwiesen worden war, der Torwart Schäfer wegen Schiedsrichterbeleidigung und der Trainer Pingel vom TSV Kücknitz ebenfalls wegen Beleidigung des Schiedsrichters.

In der zweistündigen Verhandlung wurden zahlreiche Zeugen vernommen (von Kücknitz, Frisia Husum und die beiden Linienrichter von Husum 18), um den genauen Ablauf der Vorfälle festzustellen.

Nach einer langen Beratung verkündete das Verbandsgericht folgendes Urteil:

Der Spieler Flemming wird aus dem schleswig-holsteinischen Fußballverband ausgeschlossen.

Der Spieler Baberski wird bis zum 15. August 1959 gesperrt.

Der Trainer Pingel erhält eine Verwarnung und der Torwart Schäfer wird freigesprochen, da seine Schuld nicht einwandfrei bewiesen werden konnte.

Die Kosten des Verfahrens trägt der TSV Kücknitz.

Dieses Urteil mag allen Spielern zur Warnung dienen, sich auf dem Sportplatz besonders dem Schiedsrichter gegenüber stets einwandfrei zu verhalten

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Fußball-
BL Nord
1957/58

Endstand

Pl

Husum 18

H

2:2 2:9 2:1 1:2 2:3 2:2 3:2 0:2 2:3 7:2 7:1 4:4 4:1 1:2 5:2 12
0:2 1:1 1:1 2:2 2:3 5:2 1:4 2:2 0:2 3:1 0:6 3:4 1:2 7:1 0:2

Vorwärts Flensburg

2:2

U

4:1 5:2 0:2 3:3 3:1 6:0 3:4 0:0 4:2 2:0 4:2 7:0 3:2 5:0 2
2:0 1:0 4:1 2:0 2:0 2:3 1:0 1:1 1:2 7:2 7:0 9:2 2:1 7:1 1:1
VfB Nordmark 9:2 1:4

S

1:0 4:1 6:3 3:0 7:1 2:1 1:1 1:2 3:0 3:2 3:0 4:3 1:4 4
1:1 0:1 0:1 1:3 3:0 2:3 2:2 3:1 2:1 2:1 6:1 6:0 6:0 9:1 3:0
TSV Kappeln 1:2 2:5 0:1

U

0:4 5:3 6:2 1:2 2:3 1:2 3:0 2:6 5:1 0:4 6:2 2:0 9
1:1 1:4 1:0 3:1 1:5 2:1 2:5 1:1 0:3 2:3 3:0 2:4 4:0 4:2 2:2
FSV Wyk 2:1 2:0 1:4 4:0

M

0:1 2:1 1:1 2:3 2:3 3:3 0:4 3:0 1:1 3:1 3:4 7
2:2 0:2 3:1 1:3 0:2 2:2 2:1 0:2 2:2 0:0 5:1 3:0 6:1 0:0 0:2
Rasensport Schleswig 3:2 3:3 3:6 3:5 1:0

E

0:1 7:2 3:2 2:2 2:2 2:1 4:1 7:2 2:4 3:4 5
3:2 0:2 0:3 5:1 2:0 3:0 3:4 0:4 1:1 1:1 2:2 5:4 0:3 5:1 2:0
SIF Schleswig 2:2 1:3 0:3 2:6 1:2 1:0

R

6:0 2:1 2:5 1:3 4:0 0:6 4:2 2:1 3:1 11
2:5 3:2 3:2 1:2 2:2 0:3 0:1 0:2 0:8 5:0 0:3 7:2 3:3 3:2 1:4
TSV Friedrichsberg 2:3 0:6 1:7 2:1 1:1 2:7 0:6

F.

4:4 1:3 1:5 4:10 2:5 2:0 3:2 3:4 10
4:1 0:1 2:2 5:2 1:2 4:3 1:0 1:2 1:3 1:0 6:0 2:3 1:0 6:0 4:1
RW Niebüll 2:0 4:3 1:2 3:2 3:2 2:3 1:2 4:4

V.

2:2 3:1 5:1 1:0 2:1 5:1 3:0 3
2:2 1:1 1:3 1:1 2:0 4:0 2:0 2:1 1:5 4:1 1:2 2:0 4:2 4:0 3:3
Frisia Husum 3:2 0:0 1:1 2:1 3:2 2:2 5:2 3:1 2:2

v

2:2 4:3 4:0 7:2 10:3 4:2 1
2:0 2:1 1:2 3:0 2:2 4:1 8:0 3:1 5:1 3:1 5:1 3:2 5:1 2:0 4:2
TSV Rantrum 2:7 2:4 2:1 0:3 3:3 2:2 3:1 5:1 1:3 2:2

o

0:4 2:2 1:1 1:1 3:4 13
1:3 2:7 1:2 3:2 0:0 1:1 0:5 0:1 1:4 1:3 3:1 2:1 1:1 3:0 1:1
TSV Westerland 1:7 0:2 0:3 6:2 4:0 1:2 0:4 10:4 1:5 3:4 4:0

n

8:0 5:1 6:3 3:2 8
6:0 0:7 1:6 0:3 1:5 2:2 3:0 0:6 2:1 1:5   0:2 6:3 0:0 1:2
Bredstedter TSV 4:4 2:4 2:3 1:5 0:3 1:4 6:0 5:2 0:1 0:4 2:2 0:8

1

2:2 2:7 1:2 14
4:3 2:9 0:6 4:2 0:3 4:5 2:7 3:2 0:2 2:3 1:2 2:0 2:0 3:3 6:5
MTV Leck 1:4 0:7 0:3 4:0 1:1 2:7 2:4 0:2 1:2 2:7 1:1 1:5 2:2

9

5:1 3:0 15
2:1 1:2 0:6 0:4 1:6 3:0 3:3 0:1 2:4 1:5 1:1 3:6 0:2 4:1 1:3
Post Flensburg 2:1 2:3 3:4 2:6 1:3 4:2 1:2 2:3 1:5 3:10 1:1 3:6 7:2 1:5

1

1:5 16
1:7 1:7 1:9 2:4 0:0 1:5 2:3 0:6 0:4 0:2 0:3 0:0 3:3 1:4 1:7
TSV Weiche/West 2:5 0:5 4:1 0:2 4:3 4:3 1:3 4:3 0:3 2:4 4:3 2:3 2:1 0:3 5:1

8

6
2:0 1:1 0:3 2:2 2:0 0:2 4:1 1:4 3:3 2:4 1:1 2:1 5:6 3:1 7:1
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18

1. August

Interesse, Pflicht jedes Vereinsmitgliedes

Möchten Sie in der Sowjetunion leben? Nein. Ja, aber warum nicht? Ach so, Sie fürchten um Ihre Freiheit. Sie wollen nicht auf das Recht der freien Meinungsäußerung verzichten, Sie wollen jederzeit und überall auf die Regierung schimpfen dürfen, in einem Leserbrief Ihre Meinung der Öffentlichkeit mitteilen.

In der Bundesrepublik dürfen Sie ungestraft Ihr Mißfallen äußern, denn wir leben in einem demokratisch regierten Staat, in einem Staat, in dem das Volk alle Macht hat. Bei den Wahlen haben Sie und viele Ihrer Mitbürger Ihr Stimmrecht einem einzelnen übertragen, damit er Sie im Parlament vertritt. Der Abgeordnete erfüllt nicht immer das in ihn gesetzte Vertrauen, deshalb wird er von seinen Wählern kritisiert. Da Sie zu den Wählern gehören, dürfen Sie mitschimpfen, aber auch nur deshalb.

Sie sind aber nicht nur Staatsbürger, sondern Sie sind auch Vereinsmitglied bei dem Husumer Fußballverein von 1918. Auch der Verein wird nach demokratischen Grundsätzen geleitet. Alle Macht liegt bei den Vereinsmitgliedern. Da es aber zu viele sind, übertragen Sie Ihr Mitbestimmungsrecht einigen wenigen, die dann den Verein leiten, auf die dann die übrigen schimpfen dürfen.

Sie sind aber nicht berechtigt mitzuschimpfen, wenn Sie nicht von ihrem Recht der Mitbestimmung Gebrauch gemacht haben, wenn Sie nicht bei der letzten Versammlung dabei waren, wenn Sie Ihren Finger nicht bei den Ja-Stimmen oder Nein-Stimmen gehoben haben.

Wenn Sie meinen, Sie dürften kritisieren, ohne gewählt zu haben, dann wissen Sie nicht, was Demokratie ist. Dort, wo jeder tun und lassen kann, was er will, ist keine Demokratie, sondern dort herrscht ein Chaos. Die Demokratie setzt voraus, daß jeder weiß, was er zu tun hat, daß jeder seine Pflichten kennt und sich für alle verantwortlich fühlt.

Sie haben aber nicht nur das Recht und die Pflicht zu wählen, sondern Sie besitzen auch das passive Wahlrecht, Sie können sich wählen lassen. Im Vorstand, in den Ausschüssen haben Sie die Möglichkeit, auf das Vereinsleben einzuwirken. Sie brauchen nicht mehr untätig zuzusehen, wenn andere nach Ihrer Meinung etwas verkehrt machen, sondern Sie können selbst mit Rat und Tat die Vereinsleitung unterstützen auf dem Posten, der Ihren Fähigkeiten entspricht. Vielleicht kommen Sie schon zur Generalversammlung am 18. August.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. August

Pokalendspiele

Am Sonnabend, dem 1. August, trägt unsere Reserve in einem Abendspiel das Endspiel um den Pokal der "Husumer Tageszeitung" gegen die Reserve des HESV Frisia aus.

Unsere Reserve qualifizierte sich für das Endspiel durch einen klaren 7:3-Sieg im letzten Rundenspiel gegen den TSV Garding. Da die Reserve mit nur einer Niederlage Kreismeister wurde und die Pokalspiele alle gewinnen konnte, gilt sie Pokalendspiel als Favorit, wobei wir aber nicht vergessen wollen, daß gerade die Spiele zwischen Ortsrivalen schon oft für Überraschungen gesorgt haben.


Unsere Jungmannen konnten ebenfalls einen schönen Erfolg erringen. Bei den Spielen um den Pokal des Kreisfußballverbandes blieben sie ungeschlagen und stehen damit als Endspielteilnehmer fest. Im Kampf um den begehrten Pokal stehen sie am 9. August den Jungmannen des Bredstedter TSV gegenüber. Wären für die Reserve das Friesenstadion als Austragungsort festgelegt wurde, ist für das Jungmannenspiel Bredstedt als Austragungsort bestimmt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. August

Und wieder geht es um einen Pokal

Am 2. August 1959 findet in Rantrum das alljährliche Pokalturnier statt, an dem auch der Heider SV teilnimmt. Wie in den Vorjahren, in denen unsere Liga sogar den Pokal gewinnen konnte, wird sie auch bei diesem Turnier nicht ohne berechtigte Hoffnungen antreten.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball regional

1. August

Kurz notiert

Die Spielpläne für die zweite Amateurliga und die Kreisklasse sind noch nicht aufgestellt, weil sie auf dem Plan der ersten Amateurliga abgestimmt werden müssen, was jetzt auch für uns zutrifft, da Frisia eine Klasse höher spielt.


Im Spieljahr 1958/59 waren in der ersten und zweiten Kreisklasse 21 Feldverweise und 82 Verwarnungen zu verzeichnen. Im kommenden Spieljahr werden alle Feldverweise vom Kreisgericht abgeurteilt.


Auf dem diesjährigen Verbandstag in Flensburg wurde der Plan, die sechs ersten Vereine aller Bezirke in einer Gruppe spielen zu lassen, abgelehnt. Die neue Staffel sollte die zweite Amateurliga sein, während die anderen Vereine wie bisher in der Bezirksliga spielen sollten. Als Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes wurde Dr. Curt Waßmund wiedergewählt, in dessen Händen die Geschicke des Verbandes immer bestens aufgehoben gewesen sind.


Der DFB hat am 1. Juni 1959 zum ersten Male eine kleine, aber begrüßenswert Zeitschrift herausgegeben, die sich "Der Fußballjugendleiter" nennt.

"Der Fußballjugendleiter" soll allen Jugendleitern im deutschen Fußballbund als Arbeitshilfe dienen, soll Ihnen zeigen, wie die Jugendlichen zu erziehen, zu führen und zu leiten sind. Sicher werden die Jugendleiter diese Zeitschrift freudig begrüßen und aus ihr für ihre Arbeit viele Anregungen entnehmen können.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. August

Generalversammlung

Gemäß Paragraph 16 der Satzungen hat der Vorstand für den 18. August 1959 die diesjährige Generalversammlung einberufen. Die Versammlung beginnt pünktlich um 20 Uhr im Altdeutschen Haus.

Tagesordnung
1. Begrüßung
2. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
3. Kassenbericht
4. Bericht der Kassenrevisoren
5. Berichte der Obmänner
  a) Spielausschußobmann
  b) Jugendausschußobmann
  c) Schiedsrichterausschußobmann
6. Entlastung des gesamten Vorstandes
7. Neuwahlen (siehe Paragraph 10 der Vereinssatzung)
  a) 2. Vorsitzender
  b) 1. Kassierer
  c) Fußballobmann
  d) 2. Schriftführer
  e) Zusatzwahlen für die Ausschüsse
  f) Kassenrevisoren
8. Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
9. Erledigung der vorliegenden Anträge
10. Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung beim ersten Vorsitzenden (Karl Krieger, Stadtsparkasse) eingegangen sein.

Der Vorstand
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. August

Unsere Jungmannen nach dem Spiel um die Kreismeisterschaft in Tönning gegen den TSV Garding,
den sie mit 5:0 Toren besiegte.

Das Bild zeigt (v.l.): Jugendobmann Georg Schleger, Horst "Langer" Dithmers, Krebs, Schiller, Karl Heinz Schiprowski, Peter-Boyke Jacobs, Wilfried Jarren, Hahn, Manfred Hansen, Edlef Kniese, Johannes "Haschi" Jannsen, Karl Heinrich Bahnsen und Jugendbetreuer Dieter Eckholdt

leer  

1959

Husum 18

1. August

Kameradschaftsabend

am 7. August in Friesenheim

An dieser Stelle sei noch einmal auf den Kameradschaftsabend am 7. August in Friesenheim hingewiesen. Zu diesem Abend sind alle Seniorenspieler mit ihren Damen herzlich eingeladen.

Die Abfahrt erfolgt um 19.30 Uhr ab Postamt (Großstraße) mit einem Omnibus. Kameraden, die noch an dem Abend teilnehmen möchten, können sich bei Sportfreund Werner Denckmann (Schiffbrücke 22) melden.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. August

Zur Vermählung

gratulieren alle 18er ihrem Aktiven Hans-Heinrich Golde und seiner Frau Christa, geborene Schleger.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. August

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Böttcher, Gerhard, Husum, Nordhusumer Straße 24
2. Junker, Klaus-Rüdiger, Husum, Norderstraße 38
3. Marquetant, Adolf, Husum, Flensburger Chaussee 41
4. Weiermann, Walter, Husum, Flensburger Chaussee


Austrittserklärungen
1. Kurt, Hermann, Husum, Osterende 44
2. Carstens, Wilhelm, Husum, Süderstraße 110
3. Nissen, Uwe, Husum, Voßstraße 2
4. Petersen, Wilhelm, Husum, Schiffbrücke 19
5. Herrmann, Wolfgang, Husum, Bredstedter Straße
6. Pankratz, Edmund, Husum, Ochsenkamp 8
7. Jessen, Georg, Husum, Mühlenweg 21
8. Mischkat, Reiner, Husum, Flensburger Chaussee
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. August

Sie spielen in der neuen Serie

Für die neue Serie hat der Verein folgende Mannschaften gemeldet:

1.   2. Amateurliga
2.   1. Kreisklasse
3.   2. Kreisklasse
4.   Jungmannen auf Bezirksebene
5.   Jungmannen auf Kreisebene
6.   Jugend
7.   Schüler
8.   Knaben
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. August

Und nach dem Spiel ... lösen wir Rätsel

Zahlenrätsel

Die folgenden Zahlen sind durch Buchstaben zu ersetzen. Gleiche Zahlen bedeuten gleiche Buchstaben.

Die Bedeutung der einzelnen Wörter ist:

        . . . . . . . . . . .    
1.   Schwerste Strafe für einen Spieler   5 6 12 13 22 6 18 21 6 10 17    

        . . . . . . . . . . . .  
2.   Stürmerposten   18 6 4 7 20 17 2 19 17 17 6 14  

        . . . . . . . . . .      
3.   Teil der Angriffsreihe   10 14 14 6 14 17 20 19 18 11      

        . . . . . . . .          
4.   Sportgerät   5 19 17 17 1 2 12 12          

        . . . . . . . . .        
5.   Publikum   26 19 17 4 7 2 19 6 18        

        . . . . . . . . . . .    
6.   Deutschland wurde in der Schweiz...   21 6 12 20 11 6 10 17 20 6 18    

        . . . . . . .            
7.   Offensive   2 14 8 18 10 5 5            

        . . . . . . . . . . . . .
8.   Assistent des Schiedsrichters   12 10 14 10 6 14 18 10 4 7 20 6 18

        . . . . . . .            
9.   Keeper   20 13 18 21 2 18 20            

        . . . .                  
10.   Direkter Freistoß   6 4 9 6                  

        . . . . . . . . . . .    
11.   Spielzug   18 19 6 4 9 26 10 6 7 6 18    

Bei richtiger Lösung nennen die Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen den Namen eines bekannten deutschen Fußballspielers.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. August

Geschäftsordnung unseres Vereins

   
Einladung
  § 1 Die Mitgliederversammlungen werden vom Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter einberufen.
Tagesordnung - Anträge zur Tagesordnung
  § 2

Der Vorsitzende setzt nach Beratung mit dem Vorstand die Tagesordnung fest. Anträge, eine Angelegenheit auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen, in der die Tagesordnung beraten wird, müssen eine Woche zuvor dem Vorsitzenden vorliegen.

Beschlußfähigkeit
  § 3

Jede Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

Vorsitz
  § 4 Der Vorsitzende führt den Vorsitz in der Mitgliederversammlung. In den Sitzungen handhabt er die Ordnung und übt das Hausrecht aus. Bei Behinderung des Vorsitzenden übernimmt diese Aufgabe sein Vertreter oder das älteste anwesende Vorstandsmitglied.
Niederschrift
  § 5

Über die Verhandlungen und Beschlüsse jeder Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird von dem Vorsitzenden und dem Protokollführer unterzeichnet. Protokollführer ist in jeder Sitzung der Schriftführer oder sein Stellvertreter. Das Protokoll muß enthalten:
a) Die Feststellung des Vorsitzenden über die Ordnungsmäßigkeit der Einladung der Mitgliederversammlung,
b) einen kurzen Bericht über den Gang der Aussprache bei wichtigen Gegenständen der Tagesordnung,
c) die gefassten Beschlüsse unter Angabe der Stimmverhältnisse,
d) das Ergebnis der vollzogenen Wahlen.
Nach Eröffnung jeder Sitzung ist über die Genehmigung des Protokolls der vorausgegangenen Sitzung zu beschließen.

Abwicklung der Tagesordnung
  § 6

Die auf die Tagesordnung gesetzten Gegenstände werden in der Reihenfolge beraten, in der sie in der Einladung aufgeführt sind. Die Versammlung kann durch Mehrheitsbeschluß die Reihenfolge ändern. Durch einstimmigen Beschluß können einzelne Gegenstände von der Tagesordnung abgesetzt werden. Über Gegenstände, die nicht in der Tagesordnung aufgenommen worden sind, kann beraten und beschlossen werden, wenn die Dringlichkeit eines Antrages mit Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder bejaht worden ist.
Alle Dringlichkeitsanträge sind schriftlich beim Vorsitzenden einzureichen. Die Dringlichkeitsanträge werden nach Erledigung der vorliegenden Tagesordnung in der Reihenfolge des Eingangs unter Anträge oder Verschiedenes beraten.

Wortmeldungen
  § 7 Jedes Mitglied kann durch Erheben der Hand oder schriftlich die Erteilung des Wortes vom Vorsitzenden fordern. Kein Mitglied darf sprechen, ohne vorher das Wort erhalten zu haben. Der Schriftführer führt die Rednerliste. Wortmeldungen zur Geschäftsordnung gehen allen anderen vor.
Rangfolge der Anträge
  § 8

Ein weitergehender Antrag hat vor dem weniger weitgehenden, ein Abänderungsantrag vor dem ursprünglichen Antrag den Vorzug. In Zweifelsfällen entscheidet über die Reihenfolge, in der über die Anträge abzustimmen ist, die Mitgliederversammlung.

Schluß der Aussprache
  § 9

Die Beratung wird geschlossen, wenn keine Wortmeldung mehr vorliegen, oder wenn die Versammlung den vorherigen Schluss der Aussprache beschließt. Über einen Antrag auf Schluss der Aussprache oder der Rednerliste muss abgestimmt werden, bevor einem neuen Redner das Wort gegeben werden kann.

Beschlußfassung
  § 10

Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden, soweit nicht die Geschäftsordnung etwas anderes vorsieht, mit Stimmenmehrheit gefasst. Es wird durch Erheben der Hand abgestimmt. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Der Vorsitzende soll zuerst die Abstimmung für und dann gegen einen Antrag aufrufen. Die Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen zählen zwar zur Feststellung der Beschlußfähigkeit, nicht aber zur Berechnung der Mehrheit mit. Namentlich wird abgestimmt, wenn die Mitgliederversammlung es auf Antrag von mindestens drei Mitgliedern beschließt. Es kann nur über Anträge abgestimmt werden, die vorher dem Vorsitzenden schriftlich eingereicht sind. Anträge zur Geschäftsordnung, Vertagungsanträge und dergleichen bedürfen nicht der Schriftform.

Wahlen
  § 11

Gewählt wird wenn, niemand widerspricht, durch Handaufheben, sonst durch Stimmzettel. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Bei Stimmengleichheit ist Stichwahl erforderlich.

Vertagung
  § 12 Die Beschlußfassung über eine Angelegenheit ist auszusetzen, wenn mindestens die Hälfte der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder die Vertagung wünscht.
Persönliche Bemerkungen
  § 13 Einem persönlich angegriffenen Mitglied ist es gestattet, zu einer persönlichen Bemerkungen das Wort zu nehmen. In den persönlichen Bemerkungen, zu denen das Wort erst nach Erledigung oder Vertagung des betreffenden Punktes der Tagesordnung erteilt wird, dürfen nur persönliche Angriffe zurückgewiesen oder eigene Ausführungen berichtigt werden.
Leitung der Versammlung
  § 14 Der Vorsitzende ist berechtigt, jeden Redner zu unterbrechen und ihn bei Abweichungen vom Beratungsgegenstand zur Sache zu rufen. Verstöße gegen die Ordnung in der Versammlung werden durch den Vorsitzenden durch Ordnungsrufe gerügt. Ist ein Redner während seiner Ausführungen zweimal zur Sache oder zur Ordnung gerufen worden, so ist der Vorsitzende berechtigt, ihm das Wort zu entziehen. Auf Beschluß der Mitgliederversammlung kann dem Redner das Wort wieder erteilt werden. Äußerungen, die der Vorsitzende durch einen Ordnungsruf gerügt hat, dürfen von den folgenden Rednern nicht zum Gegenstand der Verhandlung gemacht werden. Über die Rechtmäßigkeit eines Ordnungsrufes entscheidet auf Antrag des zur Ordnung Gerufenen der Vorstand. Dessen Entscheidung ist in der nächsten Mitgliederversammlung bekanntzugeben.
Unterbrechnung und Aufhebung der Sitzung
  § 15

ist durch das Verhalten mehrerer Mitglieder die Weiterführung der Geschäfte nicht möglich, so kann der Vorsitzende die Mitgliederversammlung unterbrechen. Eine Aufhebung der Sitzung kann nur durch Mehrheitsbeschluß herbeigeführt werden.

Gültigkeit der Geschäftsordnung
  § 16

Die Geschäftsordnung tritt nach Genehmigung durch die Mitglieder in Kraft.

    i. A. Walter Pethke, erster Vorsitzender
    i. A. Otto Hackbarth, zweiter Vorsitzender
    Husum, den 20. März 1953
    Der Vorstand
leer  

1959

Husum 18

1. August

Satzung des Husumer Fußballvereins von 1918 e.V.

   
1. Name und Zweck
  § 1 Der am 7. Dezember 1918 in Fortsetzung der Tradition der Husumer Sportvereine "Unitas" und "Allemannia" gegründete Husumer Fußballverein von 1918 e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Seine Farben sind blau-weiß-rot. Er bezweckt Körperpflege durch sportliche Betätigung auf den Gebieten Fußball, Handball, Faustball, Leichtathletik und Tischtennis. Weitere Sportarten können aufgenommen werden. Der Verein führt den Namen Husumer Fußballverein von 1918 e.V. Er hat seinen Sitz in Husum. Die Eintragung des Vereins im Vereinsregister soll bestehen bleiben. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Juli bis zum 30 Juni.
2. Mitgliedschaft
  § 2

der Verein setzt sich zusammen aus
a) ordentlichen Mitgliedern beiderlei Geschlechts,
b) Jugendlichen und Schülern,
c) Ehrenmitgliedern.
Die Mitgliedschaft kann erworben werden ohne Rücksicht auf Rasse, Religion und politische Einstellung.
Zu a) Ordentliches Mitglied kann jeder Unbescholtene werden, der das 18. Lebensjahr erreicht hat.
Zu b) Jugendliche können mit Genehmigung ihrer Eltern bzw. der Erziehungsberechtigten Mitglied werden.
Zu c) Die Ehrenmitgliedschaft gilt als Auszeichnung und höchste Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Verein.

  § 3 Zur Aufnahme ist die schriftliche Anmeldung erforderlich. Die Aufnahme geschieht durch den Vorstand mit Zweidrittel-Stimmenmehrheit und wird durch die nächste Mitgliederversammlung endgültig bestätigt.
3. Pflichten der Mitglieder
  § 4 Jedes Mitglied verpflichtet sich zur Anerkennung und Beachtung der Satzung.
  § 5

An Beiträgen sind im Voraus zu entrichten:
a) Ordentliche Mitglieder monatlich 1,-- DM,
b) Jugendliche Mitglieder und Erwerbslose monatlich 0,50 DM,
c) Ehrenmitglieder sind von Beitragszahlung befreit.
Jugendliche haben freien Eintritt zu Veranstaltungen auf unserem Platz. Ehrenmitglieder haben freien Eintritt zu allen Veranstaltungen des Vereins. Mitgliedern, die unverschuldet in schwierige Vermögenslage geraten sind, können die Beiträge auf Antrag beim Vorstand für eine gewisse Zeit gestundet bzw. erlassen werden. Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben

  § 6 Ausgeschiedene oder Ausgeschlossene gehen aller Rechte an den Verein verlustig. Ihre Verpflichtungen dem Verein gegenüber (Beiträge und so weiter) bleiben jedoch für drei Monate vom Tage des Ausscheidens weiter bestehen.
4. Austritt und Ausschluß
  § 7 Der Austritt muß dem Vorstand schriftlich angezeigt werden.
  § 8

Auf Ausschluß kann erkannt werden gegen ein Mitglied, das
a) in seinem Aufnahmegesuch unrichtige Angaben gemacht hat,
b) der Satzung oder Beschlüssen beharrlich zuwiderhandelt,
c) innerhalb oder außerhalb des Vereins einem Mitgliede Unehre macht oder Schaden zufügt,
d) mit Zahlung der Beiträge länger als ein halbes Jahr im Rückstand ist.
Über den Ausschluß befindet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Ausgeschlossene hat das Recht, in der nächsten Mitgliederversammlung Berufung einzulegen. Die Berufung muß verhandelt werden, wenn zwei Drittel der anwesenden Mitglieder dafür sind.

5. Rechte der Mitglieder
  § 9 Die Mitglieder sind berechtigt Anträge zu stellen, Stimm- und Wahlrecht auszuüben, mit Ausnahme der Jugendlichen. Jedes stimmberechtigte Mitglied kann erst nach 6 Monaten Mitgliedschaft in den Vorstand gewählt werden. Abweichungen sind nur in dringenden Ausnahmefällen durch die Mitgliederversammlung zulässig.
6. Vorstand
  § 10 Der Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden, dem zweiten Vorsitzenden, dem ersten Schriftführer, dem ersten Kassierer, dem Presse- und Propagandawart und den Obmännern der Sportausschüsse. Dem Vorstand bleibt es überlassen, je nach Bedarf weitere Amtspersonen zu den Vorstandssitzungen hinzuzuziehen. Der gesamte Vorstand ist geheim oder öffentlich zu wählen. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre. In den Jahren mit gerader Zahl scheiden aus: der erste Vorsitzende, der erste Schriftführer, der Presse- und Propagandawart, der Jugendobmann, der Tischtennisobmann, der Faustballobmann. In den Jahren mit ungeraden Zahlen scheiden aus: der zweite Vorsitzende, der erste Kassierer, der Fußballobmann, der Handballobmann und der Leichtathletikobmann. Alle übrigen Amtsträger werden immer auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Wiederwahl ist in allen Fällen zulässig, mit Ausnahme der Revisoren, die nur einmal wiedergewählt werden dürfen. Erforderliche Ersatzwahlen müssen in zwei Monaten nach dem Ausscheiden durch eine außerordentliche Generalversammlung erfolgen.
7. Rechte und Pflichten
  § 11 Der gesetzmäßige Vorstand nach Paragraph 26 BGB ist der erste Vorsitzende, der den Verein in allen Fällen vertritt. Sein Stellvertreter ist der zweite Vorsitzende. Die gesamte Geschäftsführung liegt in den Händen des ersten Vorsitzenden, der durch den ersten Schriftführer unterstützt wird. Das gilt sinngemäß für die Vorstandssitzungen. Vorstandssitzungen müssen mindestens einmal im Monat stattfinden. Beschlußfähigkeit ist nur dann gegeben, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder anwesend sind. Die Einladung zu diesen Sitzungen haben mindestens 48 Stunden vorher schriftlich zu erfolgen.
  § 12 Der erste Kassierer verwaltet die Gelder unter eigener Verantwortlichkeit. Er bestreitet mit Genehmigung des Vorstandes bzw. der Versammlung alle laufenden Ausgaben. Ferner hat er säumige Zahler zu mahnen, und diejenigen, die länger als 6 Monate mit ihren Beiträgen im Rückstand sind, einer Vorstandssitzung zur Kenntnis zu bringen, der weitere Schritte vorbehalten sind. Die Kasse kann vom Vorstand jederzeit revidiert werden und muß alle 6 Monate zur Revision vorliegen. Für Bankauszahlungen ist die Unterschrift des ersten Vorsitzenden oder des zweiten Vorsitzenden in Verbindung mit dem ersten Kassenwart oder die des zweiten Kassierers nur in Verbindung mit dem ersten Vorsitzenden erforderlich.
  § 13 Obmänner der technischen Ausschüsse sind die sportlichen Leiter des Vereins. Bei Abstimmungen gilt Stimmengleichheit als Ablehnung.
  § 14 Der Gerätewart hat sämtliche Gerätschaften zu verwalten und in Ordnung zu halten, ein genaues Verzeichnis zu führen, sowie vierteljährliche sämtliche Geräte zur Prüfung auf ihre Brauchbarkeit den Obmännern der Ausschüsse vorzuzeigen.
  § 15 Als Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes bzw. anderer Sportverbände ist der Verein verpflichtet, die Satzungen dieser Verbände zu beachten. Sämtliche Bestimmungen, soweit nicht in unserer Vereinssatzung verankert, sind ebenfalls für alle Mitglieder verbindlich.
8. Versammlungen
  § 16

Mitgliederversammlungen finden in der Regel monatlich statt, mindestens jedoch einmal im Vierteljahr. Für Juli hat der Vorstand eine Generalversammlung einzuberufen, auf der folgende Punkte zu erledigen sind:
1. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
2. Kassenbericht
3. Bericht der Revisoren
4. Berichte der Obmänner der Ausschüsse
5. Entlastung des Gesamtvorstandes
6. Neuwahl des Vorstandes, der Revisoren und der Ausschüsse (siehe Paragraph 10)
4. Erledigung vorliegender Anträge
8. Verschiedenes
Diese Versammlung, zu der die Mitglieder durch die Vereinsnachrichten oder durch die Tageszeitung oder schriftlich und durch Aushang mit Angabe der Tagesordnung eingeladen werden, muß zwei Wochen vorher veröffentlicht werden. Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung beim ersten Vorsitzenden eingegangen sein.

  § 17

Außerordentliche Generalversammlungen können auf Beschluß des Vorstandes oder auf Antrag von 50 der stimmberechtigten Mitglieder einberufen werden. Maßgebend sind die gleichen Bestimmungen wie im letzten Absatz des Paragraphen 16. Als Gründe können nur gelten:
a) Änderung der Satzung oder der Geschäftsordnung,
b) Ernennung von Ehrenmitgliedern,
c) Entziehung von Ämtern,
d) Auflösung des Vereins,
e) besonders das Vereinsleben entscheidend verändernde Umstände.

  § 18 Jede Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig. Bei Beschlüssen, die eine Abstimmung erfordern, ist auf Antrag geheime Wahl durchzuführen.
9. Ehrungen
  § 19

Ehrenmitglieder können nur im Einverständnis mit einer ordentlichen oder außerordentlichen Generalversammlung auf Antrag eines jeden Mitgliedes mit dreiviertel Stimmenmehrheit ernannt werden. Für besondere Verdienste innerhalb des Vereins können Ehrennadel verliehen werden:
a) an Mitglieder, die 5 Jahre ununterbrochen im Vorstand tätig waren,
b) an Mitglieder, die innerhalb 5 jähriger ununterbrochener Mitgliedschaft sich besondere Verdienste um den Verein erworben haben,
c) an Mitglieder, die 25 Jahre dem Verein angehören.

10. Auflösung
  § 20 Die Auflösung des Vereins kann nur in einer außerordentlichen Generalversammlung auf Antrag von mindestens drei Viertel der anwesenden Mitgliedern zum Beschluß erhoben werden. Die Verwendung des Vereinsvermögens unterliegt ebenfalls dem Beschluß dieser Versammlung. Das Vermögen darf nur für sportliche Zwecke Verwendung finden.
  § 21

Diese Satzung in Verbindung mit der Geschäftsordnung für die Sitzungen des Husumer Fußballvereins von 1918 tritt mit dem Tag der Genehmigung durch die Generalversammlung oder eine außerordentliche Generalversammlung in Kraft. (Das ist am 20. März 1953 geschehen.)

Husum, den 20. März 1953
i.A. Walter Pethke, erster Vorsitzender
i.A. Otto Hackbarth, zweiter Vorsitzender

Der Vorstand
leer  

1959

Husum 18

1. September

Harmonischer Verlauf der Generalversammlung

Das Verdienstabzeichen des Husumer Fußballvereins von 1918,
das dem Ehrenvorsitzenden Johannes Thordsen anläßlich seines 60 Geburtstages verliehen wurde.

Am 18. August fand im "Altdeutschen Haus" die diesjährige Generalversammlung statt. Nach der Begrüßung erwähnte unser erster Vorsitzender, Karl Krieger, in seinem Bericht über das verflossene Jahr besonders unser 40jähriges Vereinsjubiläum mit seinen zahlreichen sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Er betonte auch, daß die vergangene Saison für die einzelnen Mannschaften recht erfolgreich gewesen sein. Wenn auch die erste Mannschaft, die den Verein ja in sportlicher Hinsicht repräsentiert., sich mit dem zwölften Tabellenplatz in der zweiten Amateurliga hätte begnügen müssen, so seien es besonders die unteren Herrenmannschaften und die Jugendmannschaften gewesen, die die Meisterschaftstrophäen errungen hätten.

Die erste Reserve sei Kreismeister der ersten Kreisklasse geworden und außerdem Pokalmeister des Kreises. Einen zweiten Pokal hätte die Reserve sich beim Pokalturnier in Norderstapel erkämpft. Die zweite Reserve sei ebenfalls Kreismeister in ihrer Gruppe geworden.

Bei den Jugendmannschaften hätten die Jungmannen auf Bezirksebene den zweiten Platz und auf Kreisebene den ersten Platz belegt. Zudem hätten sie den Pokal des Kreisfußballverbandes gewonnen. Meister ihrer Klasse seien ebenfalls die Jugend und Knaben geworden.

Zu Punkt 3 der Tagesordnung wurde der Kassenbericht verlesen und genehmigt. Wie der Kassierer, Hans Weinstein, mitteilte, sei die Kassenlage äußerst günstig. Darauf berichteten die Kassenrevisoren Hans Scholz und Sven Andresen. Sie lobten die einwandfreie und saubere Kassenführung unseres Kassierers und beantragten seine Entlastung. Sie wurde unter großem Beifall einstimmig erteilt.

Unter Punkt 5 der Tagesordnung folgten die Berichte der Obmänner. In seinem Bericht sagte Hermann Bahnsen als Schiedsrichter-Obmann, daß von den 17 Schiedsrichtern des Kreises allein zehn Husum 18 angehörten. Eindringlich bat Hermann Bahnsen besonders die Zuschauer, bei den Spielen den Schiedsrichter und vor allen Dingen auch die Linienrichter nicht zu belästigen. Nach jedem Spiel beschweren sie sich, daß sie angepöbelt oder gar beleidigt worden seien. Sie drohen damit, sich nicht mehr zur Verfügung zu stellen, wenn sich weiterhin derart bedauerliche Vorfälle ereignen.

Im Anschluß an die Berichte der Obmänner bat Dr. Michael Uscinowitsch die Versammlung um Entlastung des gesamten Vorstandes. Sie wurde einstimmig erteilt.

Bei den folgenden Neuwahlen wurden Werner Denckmann als zweiter Vorsitzender, Hans Weinstein als erster Kassierer und Arfast Carstens als Fußballobmann einstimmig wiedergewählt. Als zweiter Schriftführer wurde Sportfreund Heinrich Bruhn gewählt, während die Sportfreunde Hermann Bahnsen, Sven Andresen und Gerhard "Gerd" Präger in den Spielausschuß gewählt wurden. Neuer Kassenrevisor wurde für den ausscheidenden Sven Andresen Hans Hansen.

Unter Punkt 8 der Tagesordnung wurde der Haushaltsvoranschlag für das kommende Rechnungsjahr bekanntgegeben. Der Voranschlag belief sich auf 16.000 D-Mark und wurde einstimmig genehmigt.

Anträge lagen der Versammlung nicht vor. Unter Punkt "Verschiedenes" wurde über die neue Versicherung diskutiert. Sie weist gegenüber der früheren erhebliche Verbesserungen auf. Sie schließt neben den Spielern neuerdings auch die passiven Mitglieder ein. Für sie tritt der Versicherungsschutz mit Betreten des Sportplatzes in Kraft und endigt mit Verlassen desselben. Bei Fahrten nach Auswärts sind die passiven Mitglieder vom Eintreffen am Sammelpunkt bis zur Auflösung bei der Rückkehr versichert. Die Spesensätze sind beträchtlich erhöht worden und werden vom ersten Tag an gezahlt. Da die Versicherungsbeiträge für jedes Vereinsmitglied über 18 Jahre um 1,20 D-Mark jährlich erhöht worden sind, wird der Betrag von 1,20 D-Mark auf Beschluß der Versammlung ab 1. Januar 1960 einmal jährlich von allen Mitgliedern über 18 Jahren einkassiert.

Bevor der erste Vorsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra schloß, entledigte er sich der angenehmen Pflicht, unserem Sportfreund Heinrich "Hein" Jeß und dem zweiten Vorsitzenden Werner Denckmann die Ehrennadel zu überreichen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. September

Fentzahn erschoß den Pokal

Unser Linksaußen Rolf "Rolly" Fentzahn erschoß den Pokal natürlich nicht wirklich, so wie man vielleicht einen Hasen erlegt, aber mit seinem raffinierten Schuß entschied Rolf "Rolly" Fentzahn das letzte Spiel gegen Bredstedt zu unseren Gunsten, womit der begehrte Wanderpokal des TSV Rantrum für ein Jahr an Husum 18 fiel.

Für den 2. August hatte der TSV Rantrum den Heider SV, Bredstedter TSV und Husum 18 zum traditionellen Pokalturnier eingeladen. Von Rantrum selbst nahmen die Liga und die Reserve an den Spielen teil. In einer einfachen Punktrunde mit Kurzspielen von zweimal 12,5 Minuten sollte der Pokalsieger ermittelt werden.

Favorit war zweifellos der Heider SV, der den Pokal schon einmal endgültig gewinnen konnte. In diesem Jahr war die Amateurligareserve, die wie in den Jahren vorher wieder Schleswig-Holsteinischer Meister geworden war, durch die Spieler Willi "Ille" Gerdau, Günter Schmidt und Klaus Eichler verstärkt. Rantrum und Bredstedt stellten mit ihren ersten Herrenmannschaften, bei denen Kampfgeist und harter Einsatz das spielerische Können überwiegen,. Aber gerade deshalb waren sie in den Kurzspielen als ernsthafte Gegner zu fürchten, denn Kurzspiele werden nur zu oft durch ein einziges Tor entschieden. Der Reserve des TSV Rantrum dürfte man wohl keine wirkliche Chance auf den Pokalsieg einräumen. Wie stand es nun aber mit unserer Liga? Durfte sie berechtigte Hoffnungen hegen?

Die Liga trat in folgender Aufstellung an:

Eckhard Sers
Gerhard Präger H. August Boyens
  Peter Römer Peters (Weiermann)   Günter Nommensen   Horst Groß  
Gerhard Bonneß Johannes Jannsen Peter-Boyke Jacobs Manfred Hoppe Rolf Fentzahn

Man hätte sich wohl nur noch Adolf "Adi" Marquetant auf Rechtsaußen wünschen können, um die ideale Besetzung erfüllt zu sehen. Leider stand uns Adolf "Adi" Marquetant nicht zur Verfügung. Da die Liga in ähnliche Aufstellung in den vorangegangenen Freundschaftsspielen stets gute Leistungen gezeigt hatte, war es durchaus berechtigt, ihr auch in Rantrum ein achtbares abschneiden zuzutrauen, vielleicht sogar den Pokal.

Im ersten Spiel standen wir gleich dem Heider SV gegenüber. Viele nannten die Begegnung das vorausgenommene Endspiel. Es war auch wirklich ein großartiges Treffen, wenn auch keine Tore fielen. Unermüdlich versuchten die Heider, unsere Abwehr zu überlisten. Aber die wachsame Hintermannschaft wußte, daß es galt, den Heidern mindestens einen Punkt abzugewinnen, um noch weiterhin Hoffnungen auf den Pokal hegen zu wollen. Selbst die gefährlichen Weitschüsse Klaus Eichlers, die allem vom letzten Freundschaftsspiel her in guter oder besser schlechter Erinnerung sind, brachten den Heidern nicht den gewünschten Erfolg. Auf der Gegenseite bemühten sich wiederum unsere Stürmer vergeblich, einen Treffer zu erzielen. Erfreulich war, daß unsere jungen Stürmer keinen Respekt vor der kräftigen Abwehr zeigten, nicht einmal vor Willi "Ille" Gerdau, der in gewohnter Manier die Abwehr organisierte. Bezeichnend ist, daß die Heider in allen Spielen ohne Gegentor blieben, aber auf der anderen Seite auch nur gegen die Rantrumer Reserve zu Torerfolgen kamen.

Nach dem beachtlichen Unentschieden gegen den Heider SV hatte die Liga im nächsten Spiel gegen die Reserve des TSV Rantrum anzutreten. Für Peter Römer Peters, der gleich im ersten Spiel verletzt worden war, wurde Walter Weiermann für die weiteren Begegnungen aufgestellt. Die Rantrumer konnten trotz ihres Eifers unserer Liga keinen ernstlichen Widerstand leisten. Bereits vor der Pause brachte Peter-Boyke Jacobs uns durch ein Kopfballtor nach einer Vorlage von Gerhard Bonneß mit 1:0 in Führung. Auch gegen Manfred "Manni" Hoppes 20-Meter-Bombe in der zweiten Halbzeit war der Rantrumer Schlußmann machtlos, so daß das Spiel mit 2:0 gewonnen wurde.

Ebenfalls ein 2:0 Erfolg gelang der Liga gegen die erste Mannschaft des TSV Rantrum. Schon in der ersten Halbzeit konnte Rolf "Rolly" Fentzahn zwei Gegner umspielen und Peter-Boyke Jacobs den Ball zuschieben, der freistehend einschoß. Nach der Pause war es wieder Peter-Boyke Jacobs, der den zweiten Treffer erzielte. Geschickt köpfte er eine Flanke Rolf "Rolly" Fentzahns zum 2:0 ein und stellte damit das Endergebnis her.

Nach den drei ersten Spielen hatten wir also 5:1 Punkte und 4:0 Tore, während der Heider SV ein Punkteverhältnis von 4:2 und ein Torverhältnis von 5:0 aufzuweisen hatte. Bredstedter TSV hatte bei zwei Spielen 3:1 Punkte und 1:0 Tore, die Rantrumer Liga 2:4 Punkte und 2:3 Tore, und die Reserve 0:6 Punkte und 0:9 Tore.

Husum 18 und Bredstedt waren also die einzigen Mannschaften, die erst einen Minuspunkt hatten. Die Bredstedter waren unser letzter Gegner. Hätten wir das Spiel gewonnen, so wären wir Pokalsieger gewesen. Bei einem Unentschieden wäre ein Entscheidungsspiel nötig gewesen. Außerdem war dann auch der Heide SV mit zwei Minuspunkten noch Anwärter auf den Pokal, wenn er gegen Rantrums erste Mannschaft beide Punkte holen würde. Aber erst einmal hatten wir ja gegen die Bredstedter anzutreten. Vielleicht würde uns ein Sieg gelingen, dann wäre die ganze Diskussion über die Entscheidungsspiele hinfällig gewesen.

Die Bredstedter hatten den Vorteil, daß sie erst zwei Spiele hinter sich hatten, während unsere Spieler bereits ihr viertes Spiel bestritten. Wie schon so viele Spiele an diesem Tage, schien auch diese Begegnung ein 0:0-Unentschieden zu werden. Zur Halbzeit stand es immer noch 0:0. Die Spannung steigert sich, als wir einen indirekten Freistoß zugesprochen bekommen. Der Ball wird zu Peter-Boyke Jacobs geschickt, und mit einem Bombenschuß erzielt Peter-Boyke Jacobs das 1:0 für seine Mannschaft. Aber alle Freude war etwas zu früh. Kurz darauf nutzten die Bredstedter einen Fehler Günter Nommensens und erzwingen den Ausgleich.

Große Begeisterung herrschte bei den Heidern, denn nun hatten auch sie noch eine Chance, bei den Entscheidungsspielen Pokalsieger zu werden. Aber die Heider verstanden es nicht, diese Chance zu nutzen. In ihrem letzten Rundenspiel hatten sie alle Mühe, gegen die Rantrumer Liga einen Punkt zu retten. Da Bredstedt das letztes Spiel gegen die Reserve Rantrums mit 2:0 Toren gewinnen konnte, wurde das so viel diskutierte Entscheidungsspiel zwischen Husum 18 und Bredstedt also Wirklichkeit. Sollte auch dieses Spiel unentschieden enden, so sollte es um zweilmal 5 Minuten verlängert werden. Sollte selbst dann noch keine Entscheidung herbeigeführt worden sein, so sollte der Pokalsieger ausgelost werden.

Alle hatten sich schon damit abgefunden, daß der Zufall über den Sieger bestimmen sollte, denn Tore wollten einfach nicht fallen. Nach 12,5 Minuten stand es unentschieden, nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es unentschieden, und selbst bis zur Halbzeit der Verlängerung hatte sich noch nichts am 0:0 geändert. Die Lose wurden vorbereitet. Dabei wäre ein Sieg unserer Liga durchaus verdient gewesen, denn während des ganzen Spiels war sie den Bredstedtern überlegen. Und dann geschah es: Rolf "Rolly" Fentzahn "erschoß" den Pokal.

Vom Glück überwältigt, lagen sich die elf Spieler in den Armen. Aber auch durch die Zuschauerreihen ging ein befreites Aufatmen, besonders dort, wo wir 18er standen. Neidlos erkannten die Bredstedter unsere Elf als die bessere an, und ihre Glückwünsche waren nicht nur sportliche Geste.

Der lange Nachmittag hatte aber auch seine Spuren hinterlassen. Völlig erschöpft verließen die Spieler den Rasen. Vielleicht ist es ratsamer, derartige Pokalturniere mit nur vier Mannschaften durchzuführen.

In einer "kleinen" Feier am Abend wurde dann unsere erste Mannschaft für ihre Mühe entschädigt: Der Wanderpokal wurde ihr überreicht. Nebenbei gesagt, er wurde dann auch wohl noch einige Male gefüllt und natürlich auch geleert.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. September

Unser Kameradschaftsabend: Ein großer Erfolg

Ein lang gehegter Wunsch ging für alle Aktiven in Erfüllung, als der Vorstand sie mit ihrem Damen zu einem Kameradschaftsabend ins Friesenheimer einlud. Schon während der Fahrt mit dem Omnibus nach Schobüll kamen sich alle näher, denn der Einladung hatten so viele Folge geleistet, daß der Bus wie eine Sardinenbüchse gefüllt war. In Schobüll erwartete ein festlich hergerichteter Saal die fröhliche Gesellschaft. Als Gäste begrüßte Karl Krieger, unser Vorsitzender, Herrn Heinz Kretschmar und Frau, Herrn Peter Cohrs und Frau und Herrn Hauptmann Günther. Vor und während des Essens unterhielten die "Air Chickens" uns mit ihren flotten Weisen. Durch die breite Fensterfront des Raumes hatten wir einen herrlichen Ausblick auf das Meer mit der untergehenden Sonne. Glutrot versank sie. Sie war so feurig, daß man jeden Augenblick ein lautes Zischen erwartete.

Nachdem die Tische von der freundlichen Bedienung wieder abgeräumt waren, spielten die "Air Chickens" zum Tanz auf. Die "Air Chickens" - zu Deutsch "Luftküken" - waren eine neun Mann starke Kapelle, der Bundeswehr. Neben "Down By The Riverside", "When The Saint Goes Marching In" und ähnlichen Melodien nach der Art Chris Barber's für die jüngeren Jahrgänge, wußten die "Air Chickens" ebensogut, die Wünsche der älteren zu befriedigen. Es wurde eifrig getanzt. Ein farbenprächtiges Bild gaben die bunten Kleider und Röcke der hübschen Damen. Scherze von Tisch zu Tisch schafften eine vortreffliche Stimmung.

Während einer Tanzpause rief Walter Pethke zu einer amerikanischen Versteigerung auf. Zuerst erhitzten sich die Gemüter um eine verführerische Torte. Es wurde fleißig geboten, schnell füllten sich die Pokale, die man in Ermangelung der sonst üblichen Hüte benutzte, mit Münzen. Wollte die Beteiligung gar einmal etwas nachlassen, dann war es Walter Pethke, der in seiner gekonnten Art die Gesellschaft zu neuem Eifer reizte. Vor Anstrengung schwitzend rief er: "Zwanzig Mark zum Ersten, zum Zweiten und zum ..", schon unterbrachen ihn zwei, drei ängstliche Stimmen und überboten um eine weitere Mark. Aber kein Vergnügen ist ohne Ende. Bei 34 Mark sprach der Versteigerer endlich auch das "Zum Dritten". Unter großem Jubel empfing Manfred "Manni" Hoppe, der zuletzt geboten hatte, die schwer ersteigerte Torte. An der Versteigerung einer Flasche Güldenhaus beteiligte sich besonders Hans Eckholdt. Spontaner Beifall erklang, als er die Flasche bei 22 D-Mark erhielt.

Dann wurde weiter getanzt. Besonders gut gefiel der Klarinettist der Kapelle. Sogar einen Sänger, einen guten Sänger, hatten die "Air Chickens" mitgebracht. Daß aber auch in unseren Reihen verborgene Talente blühen, bewies Anton "Ratschi" Christiansen. Durch den Sänger der "Air Chickens" angeregt, sang Anton "Ratschi" Christiansen völlig unbefangen "La Paloma". Als Zugabe brachte er "Trinidad", das Anton "Ratschi" Christiansen, der seine Lieder selbst ankündigte, zum ersten Mal vor der Öffentlichkeit sagen. Er hatte es selbst gedichtet und vertont. Als Anton "Ratschi" Christiansen sein Loblied auf die Schönheiten Trinidads beendet hatte, brauste großer Beifall auf. Als letztes Stück sang Anton "Ratschi" Christiansen von den "100.000 Cruseros", die er sich wünschte, um mit dem geliebten Mädchen Hochzeit feiern zu können, da er nur ein armer Gringo sei.

Ein besonderer Höhepunkt für die Spieler der Reserven war die Überreichung der Meisterschafturkunden durch Heinz Kretschmar, der den beiden Mannschaften im Namen des Kreisfußballverbandes gratulierte. Stolz erklangen die alten Lieder auf Husum 18: "Aber eins, aber eins, das bleibt besteh'n, Husum 18 wird und darf nicht untergeh'n".

Mittlerweile war es schon recht spät geworden, und wie es immer bei solchen Gelegenheiten ist, fiel es allen sehr schwer, die Heimfahrt anzutreten. Gegen 3 Uhr trafen wir wieder in Husum ein. Mit dem netten Sprüchlein unseres Vereinswirtes Ulli Lange: "Das Laufen fällt uns gewiß nicht schwer, denn wir sind jetzt wieder in der 'Grauen Stadt am Meer'", trennten wir uns an der Post und gingen, um ein schönes Erlebnis reicher, nach Hause.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. September

Auftakt zur Punktrunde

Am 16. August begann die neue Spielsaison. Unsere Liga empfing auf eigenem Platz den Neuling TSV Nord. Die Flensburger waren von früheren Spielen her als kampfstarke Mannschaft bekannt. So waren wir denn auf einiges gefaßt. Daß aber die Härte im Unfairneß ausartete, war für die Gäste keine schöne Einführung in die zweite Amateurliga. Teilweise hatte auch der Schiedsrichter Schuld, weil er es nicht verstand, die Fouls rechtzeitig zu unterbinden. Zum Glück machte unsere Liga die unfaire Spielweise nicht mit, sondern zeigte einen schönen Fußball, der alle Zuschauer erfreute. Durch ein Tor von Manfred "Manni" Hoppe und zwei von Adolf "Adi" Marquetant führten wir zur Halbzeit schon sicher mit 3:0 Toren.

Da einige Spieler nach der Pause ernstlich verletzt wurden, ließ auch verständlicherweise ihr Einsatz nach, so daß das Spiel an Sspannung verlor. Gerhard Bonneß erhöhte für uns auf 4:0, bevor Manfred "Manni" Hoppe einen Freistoß zum 5:0 verwandelte.


Nach diesem vielversprechenden Anfang erlitt unser Optimismus einen Dämpfer, als die Liga am folgenden Sonntag in Schleswig gegen Friedrichsberg beide Punkte abgeben mußte. Die Friedrichsberger gewannen nach anfänglicher Überlegenheit unserer Liga in der zweiten Halbzeit die Oberhand und siegten etwas glücklich mit 1,0 Toren.

Wenn auch der Gegner mehr vom Spiel hatte, so boten sich unseren Stürmern doch die besseren Möglichkeiten. Ganz abgesehen davon, daß Manfred "Manni" Hoppe beim Stande von 0:0 einen Strafstoß verschoß, war es besonders Wilhelm "Willi" Ziemek, der zum ersten Mal mitspielte und drei "dicke Sachen" vergab. Daraus, daß er in einer solchen Situation einen Elfmeter nicht verwandelte, daß man Manfred "Manni" Hoppe keinen Vorwurf machen. Die nervliche Belastung ist einfach zu groß. Die eigentliche Ursache dafür, daß die Friedrichsberger in der zweiten Hälfte derart überlegen wurden, ist wohl in Mängeln in der Abwehr zu suchen. Da H. August Boyens als linker Verteidiger fast ganz ausfiel - er litt unter Konditionsschwächen - mußte Horst Groß als Läufer hinten zu oft aushelfen, so daß die Platzherren das Mittelfeld völlig beherrschten.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. September

Reserve gewann Pokal der Tageszeitung

Neben der Kreismeisterschaft und dem Pokalsieg beim Turnier in Norderstapel errang unsere erste Reserve einen weiteren Erfolg bei den Spielen um den Pokal der "Husumer Tageszeitung". Nachdem die Reserve bei den Gruppenspielen ohne Punktverlust Sieger geworden war, stand sie im Endspiel der Reserve Frisias gegenüber, die sich in der Gruppe B qualifizieren konnte. Da unsere Reserve Frisia in beiden Punktspielen geschlagen hatte, galt sie als Favorit.

Aber schon nach fünf Minuten hieß es 1:0 für Frisia durch einen Handelfmeter, der von Heinrich Golde unnötigerweise verursacht worden war. Erst in der elften Minute gelang der Ausgleich, als dem Frisia-Torwart ein haltbarer Schuß des Linksaußen Manfred Lange durch die Beine rutschte. Nachdem vor allen Dingen von unserem Sturm mehrere großartige Möglichkeiten verpaßt worden waren, ging es mit dem 1:1-Unentschieden in die Pause.

Gleich nach Wiederanpfiff schoß der Frisianer Pohns völlig freistehend gegen den Pfosten und vergab damit eine der wenigen Gelegenheiten, für Frisia den Führungstreffer zu erzielen. Aber unsere Stürmer machten es nicht besser. Besonders Anton "Ratschi" Christiansen ließ mehrere günstige Möglichkeiten aus. Erst in der 65. Minute erzielte Dieter Eckholdt den zweiten Treffer. Sein scharfer Schuß glitt dem gegnerischen Torwart wieder aus den Händen, nachdem er ihn schon gefaßt hatte. Nach diesem Treffer wurde unsere Reserve stark überlegen. Sie stürmte fast ununterbrochen. Zwei Tore Sönke Hansens stellten den 4:1-Endstand her. Die Reserve gewann den Pokal damit zum dritten Male. Sollte sie ihn auch im nächsten Jahr erringen, so geht er endgültig in ihren Besitz über.

Der Vorstand
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. September

Unsere Reserve: Pokal- und Kreismeister 1959

Das Bild zeigt von links nach rechts: Uwe Jahn, Helmuth Funck, Heinrich Golde, Anton "Ratschi" Christiansen, Karl "Kalli" Clausen, Manfred Lange, Uwe Hagen, Harro Theising, Sönke Hansen, Dieter Eckholdt und Peter Neupert

leer  

1959

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. September

Jungmannen gewannen Pokal des KFV

Im Endspiel um den Pokal des Kreisfußballverbandes schlugen die Jungmannen den TSV bredstedt in der Verlängerung mit 5:4 Toren. Durch Tore von Olaf Bahnsen und Heinz Klein konnten bis zur Halbzeit die beiden Tore der Bredstedter ausgeglichen werden. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es dann 4.4. Die Tore schossen Gundolf Schrock und Karl Heinz Schiprowski. In der Verlängerung hatten unsere Jungmannen die besseren Nerven und die stärkere Kondition. Hans D. Willers erzielte den Siegtreffer, dem die Bredstedter nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Der Pokal wurde in diesem Jahr zum ersten Male ausgespielt und geht nun für ein Jahr an unsere Jungmannen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. September

Spielplan der 2. Amateurliga

Herbstserie 1959/60

16. 8.: Husum 18 - TSV Nord (Appel)
23.8.: Friedrichsberg - Husum 18 (Polnikow)
30.8.: Husum 18 - Niebüll (Kirstein)
6.9.: Husum 18 - Rantrum (Schmidt)
13.9.: SIF - Husum 18 (Kracht)
20.9.: Husum 18 - Vorwärts (Wieser)
27.9.: Satrup - Husum 18 (v. Seeler)
4.10.: Husum 18 - Westerland (Werner)
11.10.: Wyk - Husum 18 (Schöning)
25.10.: DGF - Husum 18 (Becker)
1.11.: Husum 18 - Weiche-West (Petersen)
8.11.: Nordmark - Husum 18 (Vieille)
15.11.: Bredstedt - Husum 18 (Werner)
22.11.: Husum 18 - Kappeln (Prodöhl)
29.11.: Rasensport - Husum 18 (Lange)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. September

Der Husumer Fußballverein dank dem Heider SV für die Übersendung der ersten Ausgabe seiner Vereinszeitschrift "Sportblatt" und wünscht dem "Sportblatt" für die Zukunft viel Erfolg.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. September

Spielplan der 1. und 2. Kreisklasse

Herbstserie 1959/60

30.8.: Husum 18 Ib - Frisia Ib (Kersten)
13.9.: Bredstedt Ib - Husum 18 Ib (H. Kreutzer)
: Bredstedt Ic - Husum 18 Ic  
20.9.: Husum 18 Ib - TSV Tönning (Kersten)
  Husum 18 Ic - TSV Tönning Ib  
4.10.: Husum 18 Ib - Rantrum Ib (O. Kreutzer)
  Husum 18 Ib - Rantrum Ib  
11.10.: Friedrichstadt - Husum 18 Ib (Hasche)
  Friedrichstadt Ib - Husum 18 Ic  
25.10.: St. Peter - Husum 18 Ib (O. Kreutzer)
  St. Peter Ib - Husum 18 Ic  
1.11.: Husum 18 Ib - IF Tönning (Kock)
  Husum 18 Ic - IF Tönning Ib  
8.11.: IF Husum - Husum 18 Ib (H. Kreutzer)
15.11.: Garding - Husum 18 Ib (O. Kreutzer)
29.11.: Langenhorn - Husum 18 Ib (Kersten)
  Langenhorn Ib - Husum 18 Ic  
6.12.: Husum 18 Ib - Norderstapel (Popp)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. September

Fußball-
BL Nord
1959/60

Ergebnisse bis zum 23.8.1959

Pl

Husum 18

H

            0:1           5:0     6
                             

Vorwärts Flensburg

 

U

                    3:3   7:2   3
                             
VfB Nordmark    

S

    6:0                   2:2 2
                             
TSV Kappeln      

U

              3:3         10
                             
FSV Wyk        

M

                0:3     13
                             
Rasensport Schleswig     0:6    

E

                    14
                             
SIF Schleswig            

R

    2:1     4:2       7
                             
TSV Friedrichsberg 1:0            

F.

                5
                             
RW Niebüll                

V.

  5:1         6:0 1
                             
DGF Flensborg             1:2    

v

  3:5         15
                             
TSV Rantrum                 1:5  

o

      0:3   16
                             
TSV Westerland       3:3           5:3  

n

        4
                             
Bredstedter TSV   3:3         2:4          

1

      11
                             
TSV Nord Flensburg 0:5       3:0                

9

    9
                             
Nordmark Satrup   2:7                 3:0      

1

  8
                             
TSV Weiche/West     2:2           0:6            

8

12
                             
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Es geht wieder aufwärts

Wir bitten noch einmal alle Spieler, das Training regelmäßig zu besuchen. Nachfolgend der Trainingsplan:

Senioren: Donnerstag ab 19 Uhr
bei Karl Etteldorf
Knaben und Schüler: Mittwoch um 17 Uhr
bei Erich Wiegand und Harro Theising
Jugend: Mittwoch um 18 Uhr
bei Wihlem "Willi" Ziemek
Jungmannen: Mittwoch um 19.30 Uhr
bei Karl Etteldorf

Seit Sportfreund Karl Etteldorf zu Beginn der neuen Spielzeit endgültig das Training der Senioren übernommen hat, ist vieles zweifellos besser geworden. Als Trainer hat Karl Etteldorf die Möglichkeit, in vielerlei Beziehung auf das Vereinsleben einzuwirken, das zur Hauptsache von den Spielern abhängig ist. Man kann nicht sagen, der Trainer leitet die Übungsabende und damit sei der Aufgabenbereich seines Postens begrenzt. Es liegt stets an der Person selbst, was sie aus einem Amt macht. Zuerst mußten günstige Trainingsbedingungen geschaffen werden. Karl Etteldorf erschien bei der Vorstandssitzung und beantragte die Beschaffung eines "Galgens" und einiger Beleuchtungskörper. Zur Begründung seines Antrags sagte er, es sei für eine Mannschaft von großem Vorteil, wenn sie auch im Winter unter den gleichen Bedingungen trainiere, unter denen sie ihre Wettkämpfe austrage. Da eine Turnhalle aber keineswegs diesen Anforderungen genügen kann, wurde vom Vorstand alles getan, auch im Winter das Training auf dem Sportplatz zu ermöglichen. Der Antrag wurde angenommen, und Karl Etteldorf selbst übernahm es, für die Ausführung der nötigen Arbeiten zu sorgen. So haben wir jetzt auf unserem Sportplatz hinter dem Tor bei den Kabinen eine kleine Flutlichtanlage, die an den Trainingsabenden den Platz mit dem neuen "Galgen" bestrahlt.

Im Anschluß an den praktischen Teil des Trainings setzt sich Karl Etteldorf mit den Spielern im Vereinslokal zusammen, wo es dann vielerlei zu besprechen gibt. Anlaß hierzu bietet schon das letzte Spiel. Die Spieler werden in sachlicher Weise kritisiert, und selbst haben sie dies oder jenes vorzubringen. Was natürlich die Spieler und den Trainer am meisten beschäftigt, ist das kommende Punktspiel. Die Siegchancen werden lebhaft besprochen, und Karl Etteldorf gibt den Spielern ihre Richtlinien und ermahnt sie eindringlich, sich auf das Spiel gut vorzubereiten. Zu dieser Vorbereitung gehört, daß sich der Spieler schon während der Woche auf die Begegnung einstellt und entsprechend danach lebt. Es genügt nicht, daß man durch das Training in guter körperlicher Verfassung ist, sondern man muß auch die nötige seelische Frische, die Lust zum Spielen, eine gewisse Vorfreude mit auf das Spielfeld bringen.

Die wichtigste Frage für die Spieler ist selbstverständlich die Aufstellung. Für den Trainer ist bei der Entscheidung, welcher Posten mit welchem Spieler besetzt werden soll, lediglich die Leistung, die augenblickliche Verfassung des Einzelnen ausschlaggebend. Die nicht berücksichtigten Spieler neigen nur allzu leicht dazu, sich in ein künstliches Mißtrauen gegen den Trainer zu versetzen, der ist dann nicht immer leicht hat, das Vertrauen zu seinen Entscheidungen wieder herzustellen. Die Spieler müssen unbedingt einsichtiger und selbstkritischer werden. Wie oft trägt auch ein Spieler selbst durch falschen Ehrgeiz dazu bei, daß er nicht aufgestellt wird! Wenn ein Spieler z.B. verletzt ist, muß es für ihn eine selbstverständliche Pflicht sein, den Trainer zu bitten, ihn am Sonntag pausieren zu lassen. Er kann seine Verletzung dann während der nächsten Woche kurieren und sicher sein, daß er wieder aufgestellt wird, wenn er sich gesund meldet. Der Trainer weiß ja, daß der Spieler in seinem letzten Spiel gut war. Sagt sich der verletzte Spieler aber, ich melde meine Verletzung nicht, denn wenn ich einmal nicht mitspiele, wird es schwer für mich sein, wieder in die Mannschaft hinein zu kommen, so scheidet er sich nur selbst. Mit der Verletzung kann er sich nämlich nicht voll einsetzen und wird eine mäßige Leistung zeigen. Daß er dann mehrere Spiele aussetzen muß, weil der Trainer ganz richtig meint, der Spieler stecke in einer Formkrise, ist eine natürliche Folge. Nebenbei schadet er aber auch den Mitspielern und seiner Gesundheit, wenn er aus falschem Ehrgeiz seine Verletzung verschweigt.

Als verletzter Spieler ist man ja auch nicht ganz von der Mannschaft ausgeschlossen. Karl Etteldorf fordert stets die Spieler auf, die einmal nicht aufgestellt sind, die Mannschaft sonntags zu begleiten und zum Training zu kommen, damit sie nie das Gefühl haben, sie gehörten nicht mehr dazu. Die Kameradschaft zwischen den Spielern beschränkt sich nicht nur auf die elf einer Mannschaft, sondern alle aktiven Spieler gehören dazu. An ihnen selbst liegt es, sich nicht aus dem Kreis der Kameraden herauszuleben.

Daß das Verhältnis der Spieler untereinander und zum Trainer sehr gut ist, spürt man, wenn man einmal nach dem Spiel oder nach dem Training mit ihnen zusammensitzt. Auch die Verbindung der Aktiven zu den Funktionären ist sehr eng. Daß es so bleibt und sich, soweit es möglich ist, noch bessert, bemüht sich Karl Etteldorf, der die Spieler nach den Spielen und nach dem Training zusammenhält. Er weiß, daß man auf dem Spielfeld 11 Kameraden gebraucht, um gewinnen zu können. 11 Solisten sind noch kein gutes Orchester. Spieler können auf dem Spielfeld nur Kameraden sein, wenn sie es auch sonst sind. Deshalb ist für Karl Etteldorf seine Aufgabe nicht mit dem Trainingsabend und der Begleitung der Mannschaft beim sonntagtäglichen Spiel erfüllt.

Einmal im Monat im Anschluß an das Training wird mit den Spielern Regelkunde betrieben. Irgendwelche Probleme, die sich aus den Spielen ergeben, werden vom Schiedsrichter-Obmann Hermann Bahnsen oder einem Schiedsrichter des Vereins mit den Spielern besprochen, die auf diese Weise Einblick in die Regeln des Spiels gewinnen, das sie spielen. Die Spieler würden jeden Skatspieler auslachen, der nicht weiß, was ein Grand ist, der nicht einmal richtig reizen kann. Beim Fußball ist es aber nicht anders. Der Regelkundige ist dem anderen weit überlegen und kann aus seinen Kenntnissen manchen Vorteil ziehen. Es ließen sich viele Beispiele anführen dafür, daß selbst in Länderspielen Tore fielen, weil ein Spieler über eine Regel nicht Bescheid wußte.

An dieser Stelle läßt Karl Etteldorf als Trainer noch einmal alle die auffordern, die es bisher nicht taten, das Training zu besuchen und an den anschließenden Besprechungen teilzunehmen, denn nur so kann der Einzelne seine Leistung steigern. Die Leistung aber entscheidet bei der Aufstellung der Mannschaften. Nur wenn jeder Einzelne seine ganze Kraft einsetzt, wird es gelingen, das Punktekonto zu verbessern und dem großen Ziele näher zu kommen, der Meisterschaft. Die Arbeit eines Trainers ist stets auf weite Sicht hin eingerichtet, deshalb hat auch Karl Etteldorf nie gesagt, daß am Ende der Spielzeug unbedingt die Meisterschaft errungen sein muß.

Wenn wir einen guten Platz in der Spitzengruppe erreichen können, so sollten wir uns auch dann freuen, aber niemals dürfen wir uns damit zufriedengeben. Stets müssen wir einem Ziele entgegenstreben, dafür kämpfen, aber wir dürfen auch beim Streben und Kämpfen nicht das Spielen vergessen. Für einen Trainer gibt es nur die Hoffnung, daß seine Arbeit Erfolg hat. Der Erfolg ist der einzige Lohn für seine verantwortungsvolle und sorgenvolle Tätigkeit. Bei den Spielern liegt es, durch ihren Eifer, ihren Einsatz und ihr Vertrauen zum Trainer, diesem seine Arbeit zu lohnen.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die Liga schoß 27 Tore

 

2:4 gegen Rot Weiß Niebüll

 

Nach der Niederlage gegen Friedrichsberg in Schleswig empfing unsere Liga am letzten Augustsonntag den Tabellenführer Rot-Weiß Niebüll auf eigenem Platz.

Den vielen Zuschauern wurde ein temperamentvolles Spiel beider Mannschaften geboten. Schon in der 12. Minute schien der Führungstreffer für uns nahe, als Johannes "Haschi" Jannsen aus 17 m Entfernung einen Schuß aufs Tor knallte. Der Niebüller Schlußmann konnte den scharfen Ball aber noch einmal abwehren. Der Nachschuß von Peter Römer Peters ging am Pfosten vorbei ins Aus. Im Gegenzug waren aber auch die Gäste vom Pech verfolgt. In der 26. Minute stürmt Gerhard Bonneß im Alleingang auf das gegnerische Tor zu, bevor er aber zum Schuß kommt, wird er im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelt Manfred "Manni" Hoppe sicher zum 1:0. Gleich darauf bietet sich uns eine weitere Chance. In letzter Not kann der Torwart einen Eckball abwehren. Auch der Nachschuß wird von ihm pariert. 5 Minuten später schießt Peter Boyke Jacobs freistehend über die Latte. Kurze Zeit darauf gelingt den Niebüllern der Ausgleich, als es Helmuth Funck nicht glückt, einen Ball unter Kontrolle zu bekommen. Vor der Pause erzielen sie dann noch den Führungstreffer. 10 Minuten nach der Halbzeit kann Adolf "Adi" Marquetant eine Flanke Manfred "Manni" Hoppes zum 2:2 verwandeln. Aber wieder gehen die niebüller in Führung. Nach diesem Treffer machen sich bei unserer Liga erhebliche Konditionsmängel bemerkbar. 5 Minuten vor Spielschluß gelingt den Gästen ihr viertes Tor. Als nach diesem Tor der Niebüller Torwart weiter herrausgelaufen ist, schießt Johannes "Haschi" Jannsen gleich nach dem Anstoß von der Mittellinie auf das leere Tor der Gäste. Erst auf der Torlinie kann der leichtsinnige Schlußmann den Ball erreichen.

Bester Spieler bei uns war wohl Gerhard "Gerd" Präger, der als Verteidiger eine großartige Abwehrleistung zeigte.


 

5:0 gegen Rantrum

 

Bei etwas mehr Glück hätte dieser Sieg noch höher ausfallen können. Bereits in den ersten Spielminuten erzielte Gerhard Bonneß mit einem Alleingang das 1.0. Gerhard Bonneß es war es auch, der nach einem Flankenball Adolf "Adi" Marquetants aus dem Gewühl heraus zum 2:0 verwandelte. Bis zur Halbzeit blieb es dabei, obwohl die Liga fortwährend überlegen spielte. Die wenigen Angriffe der sympathischen Rantrumer wurden von der sicheren Abwehr, in der besonders wieder Gerhard "Gerd" Präger auffiel, zurückgewiesen.

Gleich nach der Pause hatte Johannes "Haschi" Jannsen eine dicke Chance, aber der Ball prallt gegen den Pfosten. Der aufmerksame Gerhard Bonneß nutzte den Abpraller aus und erhöhte auf 3.0. Die Gäste fielen vollkommen auseinander. Zeitweise verteidigten sie mit acht Spielern. In der 75. Minute servierte Peter Boyke Jacobs dem flinken Adolf "Adi" Marquetant eine Maßvorlage, die dieser zum 4:0 verwandelte. Kurz vor dem Schlußpfiff mußte der Rantrumer Torwart zum fünften Mal hinter sich greifen, als Manfred "Manni" Hoppe aus dem Gewühl heraus den Ball über die Linie drückte.


 

6:2 gegen SIF

 

In Schleswig sah es zunächst durchaus nicht danach aus, daß wir beide Punkte mit nach Hause nehmen sollten.

Die Schleswiger waren ein starker Gegner. Nachdem unsere Liga durch Wilhelm "Willi" Ziemek in Führung gegangen war, schafften die Platzherren bis zur Pause eine 2:1-Führung. Erst in der zweiten Hälfte verlief die Partie eindeutig im Zeichen unserer Liga. Wilhelm "Willi" Ziemek erzielte den Ausgleich, bevor Manfred "Manni" Hoppe einen Handelfmeter zum 3:2 für uns verwandelte. Jetzt kam der Sturm groß heraus, zumal die Schleswiger stark abbauten. Dem 4:2 folgte durch Gerhard Bonneß der fünfte Treffer. Als Manfred "Manni" Hoppe schließlich zum 6:2 einschoß, waren die Platzherren restlos geschlagen.


 

3:0 gegen Vorwärts Flensburg

 

Die Flensburger, die in den Vorjahren stets zur Spitzengruppe gehörten, stehen mit 10 Minuspunkten an fünftletzter Stelle. In Husum aber zeigten sie eine gute Leistung. In der ersten Halbzeit hätte es ebenso gut 2:0 gegen uns stehen können.

Durch einen völlig überraschend geschossenen Ball Wilhelm "Willi" Ziemeks, der flach in die linke Ecke zischte, gingen wir 1:0 in Führung. Aber die Party war noch nicht entschieden. Als Gerhard "Gerd" Präger in der zweiten Halbzeit einen Freistoß durch einen Bombenschuß zum 2:0 verwandelte, wurden wir überlegen. Leider vergaben die Stürmer viele gute Möglichkeiten. Erst in der 66. Minute fiel durch Manfred "Manni" Hoppe der dritte Treffer.


 

6:3 gegen Satrup

 

Mit weniger Optimismus fuhren wir nach Satrup, denn die Satruper sind als kampfstarke Mannschaft bekannt, besonders auf eigenem Platz und vor heimischem Publikum.

Aber nur in der ersten Halbzeit waren die Platzherren gleichwertig. Nach unserem Führungstreffer glichen die Satruper aus und gingen sogar mit 2:1 in Führung. Jetzt hatte sich unsere Mannschaft aber gefunden. Durch einen Foulelfmeter stellte Manfred "Manni" Hoppe den Gleichstand her. Wilhelm "Willi" Ziemek markierte dann noch vor der Pause das dritte Tor.

Die Entscheidung fiel praktisch, als Adolf "Adi" Marquetant das Ergebnis auf 4:2 ausbauen konnte. Er war es auch, der auf 5:2 erhöhte, bevor die Satruper zu ihrem letzten Treffer kamen. Im Endspurt erzählte Peter Boyke Jacobs das sechste Tor und stellte damit das Endergebnis her.


Unsere Liga belegt jetzt hinter Niebüll und Wyk den dritten Platz in der zweiten Amateurliga mit 27:10 Toren und 10:4 Punkten. Sie hat damit bisher die meisten Treffer erzielt, was beweist, daß wir einen schußfreudigen Sturm besitzen. So können wir denn den nächsten Punktspielen gegen Westerland in Husum und gegen Wyk auf Föhr beruhigt entgegensehen. Das zweifellos schwerere Spiel steht uns gegen Wyk bevor, denn die Insulaner sind gerade auf eigenem Platz sehr gefährlich und werden sich nicht gerne von ihrem zweiten Tabellenplatz verdrängen lassen wollen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Husum 18 zu Gast in der Fliegerhorstkaserne

Zum Tage der offenen Tür war unsere Reserve zu einem Freundschaftsspiel in die Fliegerhorstkaserne eingeladen. Es war viel Publikum auf dem Platz, denn es hatten schon den ganzen Tag leichtathletische Veranstaltungen stattgefunden.

Wir spielten in folgender Aufstellung:

Edlef Kniese
Peter Bauer Lützen
  Uwe Hagen   Uwe Jahn   H. August Boyens  
Dieter Eckholdt Karl Clausen Anton Christiansen Harro Theising Manfred Lange

Bei der herzlichen Begrüßung vor dem Spiel wurde der Mannschaft eine Gedenkurkunde überreicht.

Das Spiel begann gleich mit flotten Spielzügen beider Mannschaften. Bei den Gastgebern spielten unsere Vereinskameraden Adolf "Adi" Marquetant und Wilhelm "Willi" Ziemek. Bereits in der zehnten Minute glückte es Karl "Kalli" Clausen, nach einem gekonnten Alleingang das 1:0 für seine Mannschaft zu erzielen. Da bis zur Halbzeit keine weiteren Tore geschossen wurden, ging es mit diesem Ergebnis in die Pause.

Gleich nach dem Wiederanpfiff legte der Gegner mächtig los, aber unsere Verteidigung stand, und besonders Edlef Kniese zeigte einige schöne Paraden. In der 65. Minute war es dann Anton "Ratschi" Christiansen, der einen Direktschuß von Manfred Lange zum 2.0 einlenkte. Kurz darauf war Karl "Kalli" Clausen zum zweiten Mal erfolgreich. Mit einem Weitschuß erhöhte er auf 3:0. Kurz vor Schluß des Spiels verpaßter Anton "Ratschi" Christiansen noch eine dicke Möglichkeit, als er vor dem leeren Tor freistehend den Ball gegen den Pfosten knallte, anstatt ihn eiskalt über die Linie zu schieben. Im Gegenangriff kam die Platzmannschaft durch einen Flachschuß Wilhelm "Willi" Ziemeks zu ihrem Ehrentreffer. Dann kam der Schlußpfiff, mit dem ein sehr spannendes und faires Treffen zu Ende ging.

Anton "Ratschi" Christiansen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die Reserve liegt gut im Rennen

Unsere Reserve hat in den ersten Punktspielen gleich wieder bewiesen, daß sie beim Kampf um die Kreismeisterschaft eine große Rolle spielen wird. Sie ist auf allen Plätzen, wo sie erscheint, gefürchtet und geachtet. Folgende Spiele wurden bisher ausgetragen:

30.8.

Frisia - Husum 18

2:4 (1:2)

Es stand von vornherein fest, daß der Sieger Husum 18 sein mußte. Frisia leistete aber harten Widerstand. Durch Tore von Karl "Kalli" Clausen, Anton "Ratschi" Christiansen, Wilhelm "Willi" Ziemek und Manfred lange hieß es am Schluß 4:2 für unsere Reserve.


13.9.

Bredstedt - Husum 18

0:9 (0:2)

Bredstedt hielt sich in der ersten Halbzeit tapfer, und einige Unstimmigkeiten im Sturm unserer Reserve führten dazu, daß es in der ersten Hälfte nur 2:0 wurde. Die beiden Tore wurden von Uwe Hagen und Harro Theising erzielt. In der zweiten Halbzeit fielen die Bredstedter dann aber ganz auseinander. Bis Tore von Anton "Ratschi" Christiansen, Harro Theising, Manfred Lange, Harro Theising, Karl "Kalli" Clausen, Manfred Lange und noch zweimal Anton "Ratschi" Christiansen gewann unsere Reserve klar mit 9:0 Toren.


20.9.

Husum 18 - TSV Tönning

1:1 (0:1)

In diesem Spiel hat unsere Reserve einen wichtigen Punkt im wahrsten Sinne des Wortes verschenkt. Das soll nun nicht heißen, daß die Tönninger ein schlechtes Spiel leisten. Im Gegenteil, sie waren ein gleichwertiger Gegner für unsere Reserve. Aber die vielen Chancen in der zweiten Halbzeit hätten mindestens einen 3:1-Sieg für uns geben müssen. Es begann mit einem sehr zerrissenen Spiel. Es wirkte alles zu verspielt. Es kamen keine Flanken in den Strafraum. Und wie es kommen mußte, erzielte Tönning kurz vor der Pause das 1:0. Unsere Reserve mußte nun ja in der zweiten Halbzeit einen Zahn mehr drauflegen. Obwohl unsere Mannschaft die zweite Halbzeit fortwährend drängte, kamen die Tönninger immer noch gefährlich durch. Mehrere gefährliche Angriffe konnte Edlef Kniese, der sehr gut aufgelegt war, durch schöne Paraden erfolgreich abwehren. Harro Theising, der in der zweiten Halbzeit als Halblinker in die Abwehr wechselte, kann als Mittelläufer groß heraus. Durch einige sehr gut geklärte Sachen wurde er zum herausragenden Punkt in der Hintermannschaft. Endlich glückte unserer Reserve der Ausgleich. Durch einen indirekten Freistoß, der von Karl "Kalli" Clausen zu Anton "Ratschi" Christiansen geschoben und dann von diesem mit einem sehr gut gezielten Flachschuß eingeschoben eingeschoben wurde, war das 1:1 erreicht. "Dicke Eier" legte Karl "Kalli" Clausen. Bälle, die schon im gegnerischen Tor waren, hob er gekonnt wieder heraus und am Tor vorbei. Damit hatte die Reserve auch die letzte Chance zum entscheidenden Tor vergeben.


Mit einem Stand von 5:1 Punkten und 14:3 Toren führt sie die Tabelle an und darf zufrieden sein.

Anton "Ratschi" Christiansen
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die 2. Reserve schoß 20 Tore

Fußball Liederbuch (Notenausgabe). Erschienen im Wilhelm Limpert Verlag, Frankfurt am Main. Preis 4,50 D-Mark.

Dem tausendfachen Wunsch der Fußballgemeinde nachkommend, hat der DFB sein Textliederbuch mit den alten und neuen Fußball-Lieder mit Noten herausgebracht. Wenn irgendwo und -wann Fußballer gemütlich beisammen sitzen, sollte man singen. Das neue Liederbuch vermittelt bestes Gesangsgut. Zu beziehen durch die DFB-Geschäftsstelle, Frankfurt/Main.


Fußball-Taschenkalender 1959/60. Wie alljährlich hat der DFB auch in diesem Jahr seinen Fußball-Taschenkalender herausgegeben. Er ist im Format größer geworden, aber auch inhaltlich erheblich erweitert. Neben allen wichtigen Anschriften und dem Kalendarium enthält der Kalender die Termine der Vertragsligen und ein umfassendes Archiv, das über alle wichtigen Wettbewerbe Auskunft gibt. Der Kalender kostet 2,80 D-Mark und kann von der DFB-Geschäftsstelle bezogen werden.

Nach den ersten beiden Punktspielen gegen Bredstedt und TSV Tönning hat unsere 3. Herrenmannschaft bereits zehn Tore erzielt. Demgegenüber stehen aber auch zehn Treffer auf dem Minuskonto. Es wurden also in zwei Spielen zwanzige Tore geschossen. Das erste Spiel in Bredstedt ging mit 5:4 Toren verloren, während der TSV Tönning mit 6:5 Toren geschlagen wurde. In der Ic gibt es keine Stars, keine technisch vollkommenen Spieler. Hier wird tatsächlich nur um des Sportes willen gespielt. Kein ärgerliches Wort fällt, wenn einmal einer eine dicke Chance vermasselt. Was an spielerischem Können fehlt, wird durch restlosen Einsatz wieder wettgemacht. Wenn die 2. Reserve auch weiterhin in jedem Spiel vier oder fünf Tore schießt und einige weniger durchläßt, sollte es ihr auch in diesem Jahr möglich sein, bei dem Kampf um die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse ein ernstes Wort mitzureden.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Und so spielten sie ...

2. Amateurliga
30.8.: Husum 18 - RW Niebüll 2:4 (1:2)
6.9.: Husum 18 - TSV Rantrum 5:0 (2:0)
13.9.: SIF Schleswig - Husum 18 2:6 (2:1)
20.9.: Husum 18 - Vorwärts Flensburg 3:0 (1:0)
27.9.: Satrup - Husum 18 2:3 (3:6)

1. Kreisklasse
29.8.: Husum 18 Ib - Frisia Ib 4:1 (3:0)
5.9.: Husum 18 Ib - Bundeswehr 3:1 (1:0)
13.9.: Bredstedter TSV Ib - Husum 18 Ib 0:9 (0:2)
20.9.: Husum 18 Ib - TSV Tönning 1:1 (0:1)

2. Kreisklasse
13.9.: Bredstedter TSV Ic - Husum 18 Ic 5:4 (2:3)
20.9.: Husum 18 Ic - TSV Tönning Ib 6:5 (2:2)

Jungmanne (Bezirk)
30.8.: Husum 18 - RW Niebüll 1:3 (1:1)
6.9.: Husum 18 - Frisia 1:2 (1:1)
13.9.: Schleswig 06 - Husum 18 4:3 (1:2)
20.9.: Husum 18 - Flensburg 08 1:2 (0:1)
27.9.: Satrup - Husum 18 2:1 (1:1)

Jugend
30.8.: Husum 18 - Frisia 1:8 (0:5)

Schüler
30.8.: Husum 18 - Frisia 0:4 (0:2)

Knaben
30.8.: Husum 18 - Frisia 0:4 (0:2)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 27.9.59 Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 6 26:8 12:0  
FSV Wyk 6 22:8 10:2  
Husum 18 7 27:10 10:4  
TSV Friedrichsberg 6 19:6 9:3  
SIF Schleswig 7 18:13 9:5  
VfB Nordmark Flensburg 7 19:15 9:5  
TSV Westerland 7 22:17 9:5  
TSV Weiche West 7 17:20 8:6  
TSV Kappeln 6 11:15 5:7  
TSV Nord Harrislee 6 5:8 5:7  
Nordmark Satrup 7 19:25 5:9  
Vorwärts Flensburg 7 17:18 4:10  
DGF Flensburg 7 17:26 4:10  
Rasensport Schleswig 6 13:21 3:9  
TSV Rantrum 7 8:26 3:11  
Bredstedter TSV 7 12:36 1:13  

Jungmannen-Bezirksklasse
Stand 20.9.59 Spiele Tore Punkte  
DGF Flensburg 5 27:5 10:0  
VfB Nordmark Flensburg 5 21:3 8:2  
Schleswig 06 5 9:5 8:2  
Frisia Husum 5 9:5 8:2  
Nordmark Satrup 4 17:8 7:1  
TSV Westerland 5 18:17 5:5  
RW Niebüll 3 15:7 4:2  
Flensburg 08 3 5:6 4:2  
Bredstedter TSV 6 22:6 4:8  
TSV Nord Harrislee 4 7:16 3:5  
Husum 18 6 14:13 3:9  
Rasensport Schleswig 3 1:26 0:6  
FSV Wyk 5 6:27 0:10  
TSV Friedrichsberg 5 2:29 0:10  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die nächsten Punktspiele

2. Amateurliga
4.10.: Husum 18 - Westerland (Werner)
11.10.: Wyk - Husum 18 (Schöning)
25.10.: DGF - Husum 18 (Becker)
1.11.: Husum 18 - Weiche-West (Petersen)

1. Kreisklasse
4.10.: Husum 18 Ib - Rantrum Ib (O. Kreutzer)
11.10.: Friedrichstadt - Husum 18 Ib (Hasche)
25.10.: St. Peter - Husum 18 Ib (O. Kreutzer)
1.11.: Husum 18 Ib - IF Tönning (Kock)

2. Kreisklasse
4.10.: Husum 18 Ic - Rantrum Ic  
11.10.: Friedrichstadt Ib - Husum 18 Ic  
25.10.: St. Peter Ib - Husum 18 Ic  
1.11.: Husum 18 Ic - IF Tönning Ib  

Jungmannen (Bezirk)
4.10.: Husum 18 - Westerland  
11.10.: FSV Wyk - Husum 18  
25.10.: DGF - Husum 18  

Jungmannen (Kreis)
4.10.: Husum 18 - Rantrum  
11.10.: Friedrichstadt - Husum 18  
25.10.: St. Peter - Husum 18  
1.11.: Husum 18 - IF Tönning  

Jugend
4.10.: Husum 18 - Rantrum  
25.10.: St. Peter - Husum 18  
1.11.: Husum 18 - IF Tönning  

Schüler
4.10.: Husum 18 - Rantrum  
11.10.: Friedrichstadt - Husum 18  
1.11.: Husum 18 - IF Tönning  

Knaben
4.10.: Husum 18 - Rantrum  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18

1. Oktober

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Bremser, Udo, Husum, Hebbelstraße 13
2. Gäthje, Karl Ernst, Husum, Süderstraße 36
3. Goldschmidt, Sönke, Husum, Nordhusumer Straße 30
4. Gundel, Dieter, Husum, Flensburger Chaussee
5. Hardt, Klaus, Husum, Ostenfelder Landstraße
6. Jacobsen, Leonhard, Husum, Markt 5
7. Jöhnck, Haraldm Husum, Jebensweg 28
8. Jürgens, Horst, Mildstedter Landstraße 20
9. Kaufeld, Bernhard, Husum, Adolf-Menge-Straße 28
10. Koch, Martin, Husum, Nordhusumer Straße 27
11. Müller, Peter, Husum, Klopstockplatz 1
12. Nielsen, Ernst, Husum, Osterhusumer Straße 35
13. Petersen, Harry, Schobüll
14. Petersen, Ferdinand, Husum, Norderstraße 37
15. Petersen, Horst
16. Rathje, Hans, Husum, Klußmannstraße 13
17. Röpke, Fritz, Bredstedt, Drelsdorfer Straé 17
18. Rubbel, Konrad, Husum, Norderstraße 34
19. Tronzik, Bernd, Husum, Hinrich-Fehrs-Straé 45a
20. Wiegand, Paul-Erich, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4
21. Wiegand, Siegfried, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4
22. Wiegand, Walter, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4
23. Zawadsky, Heinz, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4
24. Ziemek, Willi, Husum, Flensburger Chausse
25. Zymner, Manfred, Husum, Flensburger Chausse


Austrittserklärungen
1. Fentzahn, Rolf, Husum, Nordhusumer Straße 56
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Fußball-
BL Nord
1959/60

Ergebnisse bis zum 27.9.1959

Pl

Husum 18

H

3:0         6:2 0:1 2:4   5:0     5:0 6:3   3
                             

Vorwärts Flensburg

0:3

U

1:2 3:3           2:3     3:3   7:2 1:2 12
                             
VfB Nordmark   2:1

S

  1:5 6:0         4:2 2:4   2:1   2:2 6
                             
TSV Kappeln   3:3  

U

  3:2 1:3   0:3     3:3   1:1     9
                             
FSV Wyk     5:1  

M

        5:0   4:1 6:2 0:3 2:1   2
                             
Rasensport Schleswig     0:6 2:3  

E

0:5         2:3 7:2     2:2 14
                             
SIF Schleswig 2:6     3:1   5:0

R

2:3   2:1     4:2 0:0     5
                             
TSV Friedrichsberg 1:0           3:2

F.

2:3   6:0     0:0 7:1   4
                             
RW Niebüll 4:2     3:0       3:2

V.

5:3 5:1         6:0 1
                             
DGF Flensborg   3:2     0:5   1:2   3:5

v

3:3 3:5       4:4 13
                             
TSV Rantrum 0:5   2:4         0:6 1:5 3:3

o

2:0     0:3   15
                             
TSV Westerland     4:2 3:3 1:4 3:2       5:3 0:2

n

6:1       7
                             
Bredstedter TSV   3:3     2:6 2:7 2:4         1:6

1

  0:6 2:4 16
                             
TSV Nord Flensburg 0:5   1:2 1:1 3:0   0:0 0:1          

9

    10
                             
Nordmark Satrup 3:6 2:7     1:2     1:7     3:0   6:0  

1

3:3 11
                             
TSV Weiche/West   2:1 2:2     2:2     0:6 4:4     4:2   3:3

8

8
                             
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Was sagen mir meine Vereinsnadeln?

Wenn ich alslsonntäglich oder jetzt auch sehr oft am Sonnabend meine Schritte nach dem Fußballplatz lenke, dann begegnen mir auf den Plätzen der Oberliga-Vereine all die Steppkes und größeren Schüler mit ihren Autogrammsammelheften. Sie passen scharf auf, wenn wieder ein Oberligist zum Umkleidelokal geht. Schnell flitzen sie hin und bitten um seine Unterschrift. Die Photos der Spieler haben sie schon vorher aus Sportzeitungen ausgeschnitten und fein säuberlich eingeklebt, und als Krönung für jedes Photo die Original-Unterschrift. Freudestrahlend, wenn wieder ein weiterer Spieler unterzeichnete, kommen sie zu ihren Kameraden zurück.

Am 19. September hörte ich auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn in Bahrenfeld anläßlich des Punktspiels Altona 93 - HSV (1:1): "Bernd, ich habe eben die Unterschrift von Uwe Seeler, von Horst Schnorr und Jochen Meinke (HSV) und von Werner Erb und Heiko Kurth (Altona) erhalten." Dann zeigen sie untereinander ihre Hefte, und die Seelen sind überglücklich. Sie haben ihre Stars zu Buch. Und wenn sie nun nach 50 Jahren diese Hefte noch einmal sehen, dann werden Erinnerungen wach an schöne Fußballerlebnisse einer fernen Vergangenheit. Dann sehen sie ihre derzeitigen Idole in Spielen gegen Real Madrid, Budapest, Manchester United, gegen Schalke 04 und so fort.

Und so sprechen heute zu mir meine Fußball_Vereinsnadeln: Die Nadel vom 1. FC Nürnberg, die ich derzeit vom von Hans 'Bumbes' Schmidt, dem internationalen Cluberer, erhielt. Ich sah den über drei Stunden dauernden Kampf um die Deutsche Meisterschaft [1922] zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem HSV Hamburg - Schiedsrichter Dr. Peco Bauwens, Köln - im alten Grunewaldstadion in Berlin, das Unentschieden endete und in Leipzig - wieder unentschieden - wiederholt wurde, sah Nürnbergs weiteres späteres Endspiel gegen HSV in Berlin, das Nürnberg 2:0 gewann. Unvergeßliche Zweikämpfe Tull Harder (Hamburg) - Hans Kalb (Nürnberg). Beide deckt lange der grüne Rasen, auf dem sie Hunderttausende zu Lebzeiten durch großes Können begeisterten. Ich sah den 1. FC Nürnberg als knappen Sieger gegen die sympathischen Eimsbütteler bei ihrer Tribüneneinweihung [am 1. August 1920].

Die Nadel von Schalke 04 zeigt mir noch das Erlebnis des Berliner Endspiels Schalke gegen Admira Wien [am 18. Juni 1939]. Der Schalker Kreisel lief auf höchsten Touren und Admira gegen wurde 9:0 besiegt. Fritz Szepan und Ernst Kuzorra brillanten. Dann das Endspiel Schalke - Rapid Wien [am 22. Juni 1941]: Schalke lagn mit drei Toren in Führung und wurde dann doch noch durch die Bombentore von Franz "Bimbo" Binder besiegt. Außer mir waren die liebe 18er Zeugen bei diesem Endspiel in Berlin, und zwar unser verstorbener Ehrenvorsitzender Heinrich "Hein" Matthiessen, Hermann Bahnsen, Eduard Schiller, Max "Magge" Sönnichsen und Heinrich Arriens.

Aber nicht nur die Nadeln der Deutschen Meister sprechen mich an, sondern auch meinen Nadeln der Vereine: Preußen Itzehoe, FFC und Eintracht Flensburg FC Hadersleben, Tonder Boldclub und Sonderburg, Bronshoj Kopenhagen, Linham Schweden, ferner Holstein Kiel, Comet Kiel, Brunswick, Heide, Schleswig 06 und Kellinghusen.

Ich werde später einmal dazu schreiben. Einstweilen grüße ich alle unsere 18er in heimatlicher Verbundenheit, wünsche meinem Freund Karl Etteldorf nach schönen Anfangserfolgen weiterhin mit unserer Liga und bei fleißigem Training einmal wieder Meisterschafsehren für die erste Mannschaft.

Euer Ehrenmitglied

Bernhard Petersen

leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Das Spielerportait

Adaolf Marquetant

Montag für Montag lesen unsere Sportfreunde die Berichte der Spiele der ersten Mannschaft und wundertn sich über neue Namen. Sonntags auf dem Sportplatz fragt man seine Nachbarn, wer der Rechtsaußen sei, und erhält so Antwort:
"Marquetant."
"Wo kommt er denn her?"
"Ich weiß nicht, er ist wohl bei der Bundeswehr."

Damit auch Sie, lieber Leser, wissen, wer sonntags die Tore für unsere Liga schießt, stellen wir Ihnen Adolf "Adi" Marquetant vor.

Adolf "Adi" Marquetant wurde am 24 Juli 1937 in Hockenheim geboren. Schon als kleiner Junge verfiel er dem Fußball. Nach der üblichen Betätigung im Straßenfußball trat er dem Fußballverein Hockenheim EV 08 bei. Er spielte von der Schülermannschaft aufwärts in allen Jugendklassen. Zuletzt stürmte er in der ersten Mannschaft seines Vereins in der ersten Amateurliga als Rechtsaußen. Von Beruf ist Adolf "Adi" Marquetant, die Spieler nennen ihn nur "Adi", Elektriker. Im Februar kam er als Wehrpflichtiger zur Luftwaffe nach Husum und ist jetzt Gefreiter. Da Adolf "Adi" Marquetant auch während seiner Dienstzeit das Fußballspielen nicht aufgeben wollte, meldete er sich mit seinem Freund Wilhelm "Willi" Ziemek in unseren Verein. Schnell eroberte er sich auch bei uns in der Liga den Stammposten als Rechtsaußen. Wer Adolf "Adi" Marquetant sonntags schon einmal im Friesenstadion gesehen hat, der weiß, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Adolf "Adi" Marquetant ist Techniker, bringt Spielwitz mit auf das Feld und ist wieselflink, was für einen Außenstürmer die wichtigste Voraussetzung ist. So manches wertvolle und entscheidende Tor wurde im Anschluß an einen seiner rasanten Flankenläufe erzielt. Nachdem Adolf "Adi" Marquetants Pech als Torschütze schon fast sprichwörtlich geworden war, überraschte er in den folgenden Spielen durch einige bildhübsche Tore, von denen er mehrere im Alleingang erzielte.

Aber nicht nur als Spieler haben wir Adolf "Adi" Marquetant schätzen gelernt, sondern auch als vorbildlichen Sportsmann und Kameraden. Auf dem Spielfeld hörten wir noch nie ein böses Wort von ihm, und auch nach dem Spiel im gemütlichen Kreis der 18er ist er stets bescheiden, keineswegs aber schüchtern. Es bedarf nur einer kleinen Aufforderung, damit Adolf "Adi" Marquetant einen "Schwank aus der Jugendzeit" erzählt. Wenn Adolf "Adi" Marquetant, von seinem Freund Wilhelm "Willi" Ziemek ermuntert, in seiner lustigen Art eines seine Erlebnisse erzählt, ruft er immer allgemeine Heiterkeit hervor.

Leider können wir nicht hoffen, ihn noch für lange Zeit bei uns zu halten. Ende November verläßt Adolf "Adi" Marquetant Husum und damit auch unseren Verein. Wir verlieren in ihm einen guten Freund und Spieler, so ist der Verlust doppelt schwer. Auch Adolf "Adi" Marquetant wird nicht gerade gerne gehen, denn er scheidet nicht nur von uns, sondern gleichzeitig von seinem "Busenfreund" Wilhelm "Willi" Ziemek. Wer die beiden kennt, wird sich den einen kaum ohne den anderen vorstellen können.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Denkwürdiger Feld-, Wald- und Wiesenfußball

Wir wenigen Augenzeugen unseres Meisterschaftsspiels am 11. Oktober, einem sonnigen Herbstsonntag, in Wyk auf Föhr sind unseren daheimgebliebenen Sportfreunden gerade wegen der zweifelsohne besonderen Umstände, unter denen das Spiel ausgetragen wurde, noch einen kurzen Bericht schuldig.

Der Wyker SV ist wegen des Ausbaus seiner Sportplatz Anlagen gezwungen, eine Ausweichmöglichkeit zu suchen, um überhaupt seine Meisterschaftskämpfe austragen zu können. Leider ist ihm das nur in einer völlig indiskutablen Weise gelungen. Das zur Verfügung stehende Spielfeld befindet sich in einem unmöglichen Zustand. Bei Beginn der Serie hatte schon der Westerländer Schiedsrichter Wieser aus Gründen der ihm anvertrauten gesundheitlichen Sicherheit der Spieler heraus geglaubt, das Spiel gegen Kappeln nicht anpfeifen zu können. Selbstverständlich wollte auch Karl Etteldorf vor Spielbeginn nur unter Protest spielen. Obwohl ihm vom Spielleiter Schöning erklärt worden war, seiner Meinung nach gebe es eine Zulassung für den Platz, meldete Karl Etteldorf seine Bedenken an. Verantwortliche des Wyker SV erklärten uns, eine Zulassung des Feldes sei vom Kreisfußballverband Südtondern aus erfolgt. Nun, wir haben uns der Mühe einer Nachforschung unterzogen und dabei bislang jedenfalls keinen Verantwortlichen gefunden, der auch nur ein Notattest ausgestellt hat.

Ich selbst habe mich sofort mit der Bitte an unserem Vorstand gewandt, doch sogleich in dieser Frage vorstellig zu werden. Es widerspricht dem Sinn sportlicher Wettkämpfe, wenn sie unter derart unzulänglichen Bedingungen ausgetragen werden sollen. Hier hilft auch nicht der etwaige Einwand, daß es sich nur um Spiele unterer Klassen handelt. Selbst wenn die jüngsten Aktiven eines Vereins hier antreten müssen, kann es auf keinen Fall geduldet werden, weder aus sportlichen Gesichtspunkten heraus noch aus denen sportärztlicher Erwägungen. Wenn derart katastrophale Spielfeldverhältnisse geduldet oder lizensiert werden, hat die Ausübung unseres schönen Ballspiels jeden, aber auch jeden Sinn verloren.

Über die Breite des Feldes von nur ca. 49 m können wir hinwegsehen. Für alle Zeit festhalten wollen wir aber doch den Umstand, daß sich über den größten Teil des Ackers ein System von Drainagefurchen hinzog, in der Länge etwa 9 Meter und in der Breite etwa 5 m, also fast schachbrettartig über den Platz verteilt. Die schwere Verletzung von Gerhard "Gerd" Präger ist eindeutig auf diese Unzulänglichkeit zurückzuführen. Gerhard "Gerd" Präger wird mit Sicherheit für einige Spiele aussetzen müssen. Man frage die anderen Spieler: Wir können noch von Glück sagen, daß keine weiteren Verletzungen aufgetreten sind, denn jedem war es ungemein schwer, die rechte Kontrolle über Stand oder Bewegung zu bekommen.

Ich vertrete die Überzeugung, daß die Austragung von Wettkämpfen unter derartigen Möglichkeiten nicht nur unzumutbar ist, sondern vielmehr noch jeglicher sportlichen Fairness überhaupt widerspricht. Wie wir erfahren, ist unser Verein inzwischen auch amtlicherseits vorstellig geworden. Über das Ergebnis werden wir berichten.

Dr. Erwin Kraatz
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Berichte von den Spielfeldern

 

9:2 gegen Westerland

 

Gegen Westerland landete unsere Liga einen hohen 9:2-Erfolg, der in dieser Höhe wohl von niemand erwartet worden war. Bereits in der zweiten Minute eröffnete Manfred "Manni" Hoppe den Torreigen, als er von Wilhelm "Willi" Ziemek freigespielt worden war. Als Wilhelm "Willi" Ziemek dann 7 Minuten später das 2:0 erzielte, war der Bann endgültig gebrochen. Die Stürmer schossen nun aus allen Lagen und fanden bei den Westerländern keinen ernsthaften Widerstand. Nachdem wir zur Halbzeit schon 6:1 vorne lagen, flachte das Spiel in der zweiten Hälfte etwas ab, und erst gegen Schluß der Begegnung kam wieder etwas mehr Leben ins Spiel. Die glücklichen Torschützen waren Gerhard Bonneß (4), Wilhelm "Willi" Ziemek (3), und Manfred "Manni" Hoppe (2).


 

1:2 gegen Wyk

 

In Wyk sah es dagegen weniger rosig für unsere Liga aus. Die 2:1-Niederlage ist aber nicht unbedingt auf eine schlechte Leistung unserer Mannschaft zurückzuführen, sondern vielmehr auf die schlechten Platzverhältnisse, die wir in Wyk antrafen. Dr. Erwin Kraatz berichtete darüber. Den Führungstreffer der Platzherren glich Wilhelm "Willi" Ziemek bis zur Halbzeit durch einen herrlichen Treffer aus, und erst in der zweiten Hälfte erzielten die Wyker den Siegtreffer, womit sie etwas glücklich beide Punkte auf ihr Konto schreiben konnten.


 

3:2 gegen TSV Tönning

 

Durch den knappen 3:2-Sieg über den Kreisklassenvertreter TSV Tönning erreichte die Liga die nächste Runde der DFB-Pokalspiele. Die eifrigen Gäste gingen in Führung. Nachdem Peter Boyke Jacobs noch vor der Pause das 1:1 geschossen hatte, gingen die Tönninger gleich nach Wiederanpfiff wiederum in Führung. Dann endlich kam die Liga, die mit mehrfachen Ersatz spielte, durch Manfred "Manni" Hoppe und Wilhelm "Willi" Ziemek zum verdienten Erfolg.


 

4:1 gegen DGF

 

Beide Punkte entführte die Liga aus Flensburg beim Spiel gegen DGF. Das Spiel litt erheblich unter dem stürmischen und regnerischen Wetter. Gleich von Anfang an zeigten wir uns den Gästen überlegen. Besonders die Abwehr (ohne den verletzten Gerhard "Gerd" Präger) imponierte den vielen Zuschauern durch ihre Härte. Das Verteidigerpaar bildeten Peter Römer Peters und Lützen. Durch ein wunderbares Kopfballtor erzielte Wilhelm "Willi" Ziemek das 1:0. Für Peter Boyke Jacobs war es nicht sonderlich schwer, nachdem er schon den Torwart umspielt hatte, den Ball ins leere Tor zum 2:0 zu schieben. Nach der Pause kamen die Gastgeber durch einen umstrittenen Treffer zu ihrem Ehrentor. Jetzt wurden die Flensburger sehr eifrig, konnten aber trotz einiger guter Gelegenheiten nicht den Ausgleich erzwingen. Für uns erzielte der vorher verletzte Manfred "Manni" Hoppe das erlösende Tor, nachdem Wilhelm "Willi" Ziemek zuvor bei 2 "hundertprozentigen Sachen" vom Schußpech verfolgt war. Den 4:1-Endstand stellte Peter Boyke Jacobs durch einen scharfen Schuß ins obere Eck her.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Ortsderby

Eine äußerst interessante Begegnung wird den Fußballanhänger in Husum und der näheren und weiteren Umgebung am Bußtag, dem 18. November, auf dem Sportplatz im Friesenstadion zwischen den ersten Mannschaften von Husum 18 und HESV Frisia Husum geboten. Am gleichen Tag werden in ganz Schleswig-Holstein ähnliche zugkräftiges Spiele ausgetragen, deren Reinerlös der Sportschule des Verbandes in Malente-Gremsmühlen zur Verfügung gestellt wird.

Zweifellos wird es für die Zuschauer ein aufschlußreiches Treffen der Husumer Rivalen werden, zumal Frisia ja in der ersten Amateurliga spielt. Einen Favoriten wird es in diesem Spiel nicht geben, denn zwischen einer Spitzenmannschaft der zweiten Amateurliga und einer Mannschaft am Ende der ersten Amateurliga besteht kein großer Leistungsunterschied. Die Erfahrung lehrt zudem, daß gerade Ortsspiele die größten Überraschungen bringen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Merkwürdiger Protestgrund

Aus einem ungewöhnlichen Grunde protestierte die belgische Fußballmannschaft Stade Bebrecht gegen die Anerkennung ihrer 0:5 Niederlage beim FC Merviers. Wie die Vereinsleitung von Bebrecht in dem Protestschreiben ausführte, sei der Platz in Mervies mit... Brennesseln übersät gewesen, so daß sich bei drei gegen Brennesseln allergischen Bebrecht-Spielern (ärztliches Attest beigefügt!) gesundheitliche Schädigungen und damit eine verminderte Leistungsfähigkeit ergeben hätten. Der Schiedsrichter sei vor Spielbeginn auf diesen Sachverhalt aufmerksam geworden geworden, habe aber dennoch den Brennessel-Platz für spielfähig erklärt. Dem Urteilsspruch des Verbandes sieht man in Belgien mit Interesse entgegen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Es geschah im Ausland

Daß auch der 23. Mann auf dem Spielfeld nur ein Mensch ist, zeigt folgende kleine Episode. Ein französisches Gericht in Caen hat den Schiedsrichter Marie zu 20.000 Francs wegen Körperverletzung verurteilt, weil er, was wohl in der Fußballgeschichte einmalig ist, einem Spieler, der allzu lebhaft gegen seine Entscheidung protestierte, einen Fußtritt in das Hinterteil gab und ihm obendrein noch seine Schiedsrichterpfeife an den Kopf warf.


Zwei Insassen des Gefängnisses von Lancaster bewarben sich um eine englische Schiedsrichterlizenz. Die Football Association empfahl den beiden jedoch, durch ein vorbildliches Benehmen eine Verminderung der Strafe zu erreichen, und baldmöglichst wieder die Freiheit zu erlangen. Es könne nicht riskiert werden, Sträflingen das schwere Amt des Unparteiischen zu übertragen, da die notwendige Autorität von vornherein untergraben sei. Eine inoffizielle Prüfung ergab bei den zwei Optimisten übrigens ein überdurchschnittliches Wissen als Schiedsrichter.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 25.10.59 Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 9 36:14 16:2  
Husum 18 10 41:15 14:6  
TSV Friedrichsberg 9 28:13 13:5  
VfB Nordmark Flensburg 10 28:20 13:7  
FSV Wyk 9 26:16 12:6  
SIF Schleswig 9 25:17 11:7  
TSV Weiche West 9 22:22 11:7  
Vorwärts Flensburg 10 28:22 10:10  
TSV Westerland 10 29:32 10:10  
TSV Nord Harrislee 9 10:11 9:9  
TSV Rantrum 10 14:33 7:13  
Rasensport Schleswig 9 20:28 7:11  
TSV Kappeln 9 14:22 6:12  
DGF Flensburg 10 21:32 6:14  
Nordmark Satrup 10 22:35 6:14  
Bredstedter TSV 10 16:48 1:19  

1. Kreisklasse
Stand 18.10.59 Spiele Punkte Tore  
TSV Tönning 7 11:3 33:12  
IF Tönning 6 10:2 30:12  
FC Langenhorn 5 9:1 30:7  
IF Husum 6 9:3 26:10  
Husum 18 Ib 5 7:3 15:5  
Frisia 3 5 5:5 15:11  
TSV St. Peter 5 5:5 19:15  
BW Friedrichstadt 5 4:6 19:22  
TSV Rantrum Ib 6 4:8 19:21  
TSV Garding 6 2:10 9:31  
Bredstedter TSV Ib 6 2:10 8:50  
TV Norderstapel 6 0:12 6:32  

2. Kreisklasse
Stand 18.10.59 Spiele Punkte Tore  
TSV Tönning 2 6 9:3 31:9  
Husum 18 Ic 4 6:2 30:14  
BW Friedrichstadt 2 3 4:2 12:8  
IF Tönning 2 3 2:4 6:9  
FC Langenhorn 2 3 2:4 9:14  
Bredstedter TSV Ic 3 2:4 7:16  
TSV Rantrum Ic 3 2:4 5:23  
TSV St. Peter 2 2 0:4 3:10  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1959

Husum 18 / Fußball

1. November

Und so spielten sie ...

2. Amateurliga
4.10.: Husum 18 - Westerland 9:2 (6:1)
11.10.: Wyk - Husum 18 2:1 (1:1)
Pokalspiel 18.10: TSV Tönning - Husum 18 2:3 (1:1)
25.10.: DGF - Husum 18 1:4 (0:2)

1. Kreisklasse
4.10.: Husum 18 Ib - TSV Rantrum Ib 1:0 (0:0)
11.10.: BW Friedrichstadt - Husum 18 Ib 3:0 (2:0)
25.10.: TSV St. Peter - Husum 18 Ib 4:2 (1:2)