Das geschah 1960

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 17.02.2019 12:31

1960

Husum 18

1. Januar

Dat ole Johr, dat nie Johr ...,

1,20 DM nicht vergessen!

Wie in der letzten Ausgabe erinnern wir noch einmal daran, daß vom 1. Januar 1960 an der neue Versicherungsschutz für alle aktiven und passiven Mitglieder in Kraft tritt. Wie in der Septemberausgabe berichtet, wird von allen Mitgliedern, die bis zum 1. Januar 1960 18 Jahre alt sind, jährlich der Betrag von 1,20 D-Mark erhoben. Die Mitglieder werden gebeten, diesen Betrag im Januar auf das Konto 1272 bei der Stadtsparkasse in Husum einzuzahlen. Anderenfalls wird der Betrag im Februar von den Beitragskassierern einkassiert. Er wird dann aber wegen der zusätzlichen Bemühungen der einzelnen Kassierer um 0,10 D-Mark auf 1,30 D-Mark erhöht.

"Dat ole Johr, dat nie Johr ...", so hören wir jetzt bald wieder die Kinder durch die Straßen unserer Stadt ziehen, und wir denken an die Zeit zurück, in der wir Älteren auch dabei waren. Wie schnell sind die Jahre dahin geeilt! Ja, man kann es kaum glauben, daß schon Jahrzehnte zwischenzeitlich vergangen sind, als wir uns noch unter den alten Gaslaterne versammelten, um in der bekannten Weise den Weg zu Freunden und Bekannten zu nehmen und ihnen Glück für das neue Jahr zu wünschen. Abgesehen von dem weniger schönen, dafür aber umso lauteren Gesang waren wir doch überall gern gesehen. Denn wer möchte nicht an der Schwelle des neuen Jahres, am Altjahresabend - so sagten wir doch damals - eine fröhliche Kinderschar singen hören und diesen Gesang als gutes Omen für das neue Jahr hinnehmen. So wollen auch wir Optimisten sein und mit Zuversicht hinüber wechseln in das Jahr 1960.

Mit dem abgelaufenen Jahr können wir in sportlicher Hinsicht vollauf zufrieden sein. Gewiß, wir hätten mehr erreichen wollen, aber der dritte Platz unserer ersten Mannschaft ist gut, und sie hat uns in der vergangenen Serie allgemein nicht enttäuscht. Der Zugang an Jugendlichen aus den eigenen Reihen und einiger Sportfreunde aus der Wehrmacht hat sich günstig ausgewirkt. Durch weiteres, regelmäßiges Training können durchaus die Voraussetzungen geschaffen werden, daß wir - wenn nicht in diesem, so aber im nächsten Jahr - wirklich ein ernstes Wort bei der Vergabe der Meisterschaft mitreden können. Auch unsere Reservemannschaften haben sich nach einigen anfänglichen Unsicherheiten bestens geschlagen und halten gute Positionen in ihren Tabellen. Die Jugend- und Schülerabteilung hat einen erheblichen Zugang zu verzeichnen, so daß es an Nachwuchskräften nicht mangelt und wir um die Zukunft nicht zu bangen brauchen. Alles in allem genommen können wir mit den besten Voraussetzungen das neue Jahr beginnen. Diese Feststellung wird sicherlich alle 18er befleißigen, kräftig am weiteren Ausbau unseres Vereins mitzuhelfen.

Ich möchte an dieser Stelle allen Mitarbeitern im Vorstand und in den Ausschüssen für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit und den aktiven Spielern für ihren immerwährenden Einsatz zum Wohle des Vereins aufrichtig und herzlich danken.

Nehmen Sie bitte alle auf diesem Wege die besten Wünsche für das Jahr 1960 und alles Gute für Ihr persönliches Wohlergehen entgegen.

Husum, den 21 Dezember 1959

Karl Krieger, 1. Vorsitzender
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Januar

"Unser" Adolf verließ Husum 18

Kartengrüße aus Afrika

Aus Belgisch-Kongo sandte uns Johannes Thordsen, unser Ehrenvorsitzender, von seiner Afrikareise zwei schöne Postkarten. Die Karten waren besonders nett mit zahlreichen Briefmarken beklebt, die für den Sammler sicher sehr wertvoll sind.

Am 29. November bestritt Adolf "Adi" Marquetant das letzte Spiel von Husum 18. Leider ging das Spiel gegen VfB Nordmark Flensburg mit 1:0 verloren, so daß es Adolf "Adi" Marquetant versagt blieb, seinen Abschied mit einem Sieg zu krönen.

Wir täten Adolf "Adi" Marquetant Unrecht, wollten wir nur seine sportlichen Leistungen würdigen. Wegen seines offenen Wesens gewannen wir Adolf "Adi" Marquetant lieb. Gerade die menschlichen Bindungen schufen die beispielhafte Freundschaft zwischen Adolf "Adi" Marquetant und Husum 18. Wie schwer es uns fiel, Adolf "Adi" Marquetant scheiden zu lassen, zeigten die unvergeßlichen Stunden nach dem Spiel in unserem Vereinslokal. Unser erster Vorsitzender, Karl Krieger, dankte Adolf "Adi" Marquetant, daß er während seiner Dienstzeit zu Husum 18 kam und uns ein guter Freund wurde. In der Überzeugung, daß Adolf "Adi" Marquetant stets in Treue an Husum 18 zurückdenken wird, überreichte Karl Krieger ihm zur Erinnerung an die schönen Stunden bei Husum 18 im Namen des Vereins einen Teller, in dem aus Metall kunstvoll die Husumer Tine mit unserem Vereinsnamen gearbeitet war.

Als Spielführer der Liga dankte Peter Römer Peters Adolf "Adi" Marquetant für seine vorbildliche Kameradschaft und seinen unermüdlichen Einsatz in der ersten Mannschaft und überreichte ihm als Erinnerungsgeschenk ein Bild der Liga.

In bewegten Worten bedankte sich Adolf "Adi" Marquetant für die schönen Geschenke und versicherte, sie werden bei ihm stets einen Ehrenplatz einnehmen. Adolf "Adi" Marquetant sagte, er sei von der unerwartet herzlichen Aufnahme in unserem Verein derart beeindruckt, daß er nur ungern scheide. In Hockenheim aber warte seine Mutter, die ihren Jungen zu Weihnachten bei sich haben wolle nach der langen Trennung.

Montagabend verließ Adolf "Adi" Marquetant Husum. Zum Abschied hatten sich Adolf "Adi" Marquetants Freunde auf dem Bahnhof eingefunden, um ihm eine gute Reise zu wünschen, ein letztes Lebewohl zuzuwinken. Darüber berichtet Günther Präger:

Wenn diese Zeilen erscheinen, hat sich unser Adolf "Adi" Marquetant, der nur Freunde um sich hatte und Liebling der 18er und vieler Zuschauer war, schon längst wieder in seiner Heimatstadt Hockenheim eingelebt und für seinen Verein wieder manche Schlacht auf dem Rasen geschlagen.

Warum ich diese Zeilen schreibe? Einmal, weil ich dabei war und ergriffen war von der Abschiedsszene, und zum anderen, um zu zeigen, wie verbunden sich 'unser' Adolf "Adi" Marquetant mit seinen Kameraden und mit Husum 18 fühlte und wie schwer es ihm fiel, diese Kameraden zu verlassen.

Die Sportfreunde, die am Bahnhof waren, um Adolf "Adi" Marquetant Lebewohl zu sagen, werden diesen Augenblick nicht vergessen.

Wir begleiteten den Liebling der 18er hinauf zum Bahnsteig, und nur noch wenige Minuten trennen uns von der Abfahrt des Zuges. Es gab ein kurzes, aber herzliches Abschiednehmen, wie man es mit dem rührigsten Worten nicht zu schildern vermag. Als sich der Zug langsam in Bewegung setzte, sahen wir bei Adolf "Adi" Marquetant dicke Tränen kullern und vernahmen ein leises Schluchzen. Es hieß Abschied nehmen von Husum 18 und seinem besten Freund Wilhelm "Willi" Ziemek.

Nur wenige Meter hatte sich der Zug entfernt, als 'unser' Adolf "Adi" Marquetant schluchzend zurückrief: "Solche Kameraden werde ich nie wieder finden!"

Dann sahen wir schon die roten Schlußlichter des Zuges und wollten uns dem Ausgang zuwenden, nur Wilhelm "Willi" Ziemek stand noch wie angewurzelt da und hielt beide Arme hoch zum Abschied, zum Abschied seines besten Freundes Adolf "Adi" Marquetant.

Wir alle freuen uns für Adolf "Adi" Marquetant, daß er gleich im ersten Spiel für Hockenheim drei Tore schoß und seinem Verein zu einem schönen 5:0-Sieg verhalf. Für seinen weiteren Lebensweg wünschen wir Adolf "Adi" Marquetant alles Gute und viel Erfolg.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Januar

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Ingo Händel, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Gerd Jacobsen, Husum, Süderstraße 103 I
3. Wolfgang Mey, Husum, Hansenstraße 8
4. Harry Mölck, Husum, Brüggemannstraße 63
5. Hans Tychsen, Husum, Neustadt 63
6. Rainer Witt, Husum, Lornsenstraße 4


Austrittserklärungen
1. Hermann Detlefsen, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Dieter Gundel, Husum, Flensburger Chaussee 41
3. Carl-Friedrich Johannsen, Husum, Mönkeweg 18
4. Robert Prüß, Husum, Norderstraße 38
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Willi Ziemek

Wilhelm "Willi" Ziemek

Wenn man von Wilhelm "Willi" Ziemek erzählen will, darf dabei Adolf "Adi" Marquetant nicht fehlen. Beide waren unzertrennliche Freunde. Wilhelm "Willi" Ziemek als "großer Bruder" Adolf "Adi" Marquetant hat seinen Freund stets beschützt und wird jetzt sicher in einiger Sorge sein, daß Adolf "Adi" Marquetant ohne seinen Schutz ein "Leid" geschehen könnte.

Unter dem Schutz der Mauern der Karnevalsstadt Aachen wurde Wilhelm "Willi" Ziemek am 23. August 1937 in Hückelhoven (Kreis Erkelenz) geboren. Mit 12 Jahren spielte Wilhelm "Willi" Ziemek im Fußballverein in Hückelhoven zum ersten Mal. Neun Jahre blieb er seinem Verein treu. Von 1958 stürmte Wilhelm "Willi" Ziemek für den SV Rheydt in der Verbandsliga. Wie wir Wilhelm "Willi" Ziemek kennen, wird er dort als Mittelstürmer wohl der Schrecken vieler Torleute gewesen sein.

Im Februar 1959 hing Wilhelm "Willi" Ziemek seinen Arbeitskittel als Fliesenleger vorerst an den Nagel und vertauschte ihn "gezogenermaßen" gegen die Uniform. Der Zufall, oder die Order der Vorgesetzten, führten Wilhelm "Willi" Ziemek in die "Graue Stadt am Meer". Mit Adolf "Adi" Marquetant trat er dann unserem Verein bei. Als Gefreiter der Luftwaffe wird er noch bis zum Frühjahr in Husum bleiben.

Während Adolf "Adi" Marquetant als Außen wieselflink war, ist Wilhelm "Willi" Ziemek als Mittelstürmer, hm, nicht ganz so schnell, dafür aber ein brillanter Techniker mit gewaltigen Schuß.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Herbstserie ging zu Ende

Die Liga in der Herbstserie 1959 im Spiel gegen Weiche-West am 1. November 1959 im Friesenstadion

Stehend v.l.: Arfast Carstens (Obmann), Manfred "Manni" Hoppe, Peter Römer Peters, Günter Nommensen, Johannes "Haschi" Jannsen, Adolf "Adi" Marquetant, Horst Groß, Peter Boyke Jacobs, Wilhelm "Willi" Ziemek, Lützen, Gerhard Bonneß, Karl Etteldorf (Trainer)
Sitzend v.l.: Gerhard "Gerd" Präger, Eckhard Sers, Manfred Heinrich


Mit den beiden Auswärtsspielen gegen VfB und Rasensport ging für unsere Liga die Herbstserie zu Ende. In beiden Spielen konnte sie nur einen Punkt aus dem Unentschieden in Schleswig gewinnen und belegt somit den dritten Tabellenplatz hinter Niebüll und VfB Nordmark.

In Flensburg gab es nur 800 Zuschauern ein großes Spiel der Hintermannschaften, die bei beiden Mannschaften der stärkste Teil waren. Zunächst sah es nach einem torlosen Unentschieden aus. Erst acht Minuten vor Spielende gelang den Flensburgern im Anschluß an einen Eckball das einzige Tor des Tages.


Das Unentschieden gegen Rasensport wirkte wie eine kalte Dusche. Nachdem unsere Liga zur Halbzeit schon 1,0 geführt hatte, konnte Peter Boyke Jacobs den Vorsprung auf 2:0 erhöhen. Kurz vor Schluß, als wir schon beide Punkte sicher wähnten, glichen die Schleswiger jeweils durch Eckbälle noch aus.


Ein Sieg gelang der Liga im Pokalspiel gegen die Rantrumer, die durch drei Tore von Gerhard Bonneß und je einem Tor von Wilhelm "Willi" Ziemek und Johannes "Haschi" Jannsen mit 5:0 geschlagen wurden.


Der Spielplan der 2. Amateurliga ist noch nicht bekannt, so daß wir die Termine erst in der Februar-Ausgabe bringen können. Die Frühjahrs-Serie beginnt am 10. Januar für uns wahrscheinlich mit einem Heimspiel.


Am 3. Januar trägt unsere Liga im Friesenstadion vormittags ein Spiel gegen eine Kreisauswahl-Mannschaft aus.


Am 27. Dezember fuhren die Liga und Reserve zum fälligen Rückspiel nach Wilster. Wir berichten darüber in der nächsten Ausgabe.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Herberger vor Schiedsrichtern

Bei einer Zusammenkunft der Münchner Schiedsrichtervereinigung referierte auch der Bundestrainer Sepp Herberger, sehr zur Freude der Schiedsrichterkameraden. Und der anderen sagte er:

"Meine lieben Kameraden - fast hätte ich liebe Kollegen gesagt! Ich soll nun heute zu Ihnen als Schiedsrichter sprechen. Ich möchte mich aber nicht als Regelkenner produzieren; das wäre sogar gefährlich für mich. Ich weiß, daß Sie alle Regelkenner sind. Aber ich weiß auch, daß es in der Hauptsache darauf ankommt, daß die Regeln in der Praxis richtig ausgelegt werden. Jetzt, wenn wir wieder mit der Nationalmannschaft neu aufbauen, sage ich unseren Spielern vieles, was wir in den Regeln für uns nutzen können, z.B: Wenn der Torwächter durch Zuruf seine Vorderspieler über seine Absichten unterrichtet, dann ist das keine Regelwidrigkeit. Wir haben in Deutschland den Begriff gestrecktes Bein, das ist noch keine Regelwidrigkeit. Wir können auch den Begriff 'Herberger-Sense', der nach dem Spiel gegen Spanien durch die Presse ging. Aber das Hineinrutschen in den Ball, das Blockieren des Balles ist eines der Mittel, um den Ball zu gewinnen - und keine Regelwidrigkeit. Ohne den Ball ist es eines der gemeinsten Fouls.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den guten Spieler ist, daß man den Ball sieht. Was für den Spieler gilt, gilt aber auch für den Schiedsrichter. Viele Schiedsrichter machen oft den Fehler, daß sie den Ball aus den Augen verlieren. Ich habe mich immer wieder sehr gefreut, Arthur Edward Ellis leiten zu sehen. Er, ein Schiedsrichter von großen Qualitäten, kümmert sich gar nicht so sehr um die kleinen Dinge. Er pfeift an und er pfeift ab und ist nicht so penibel wie ein Schiedsrichter, der den Ball einen oder zwei Meter zurücksetzt und damit nur den Leuten hilft, die eigentlich zu bestrafen waren. Die Vorteilregel kann nur entscheiden, wer aus der Praxis kommt. Ich möchte allen Schiedsrichtern empfehlen, so viel als möglich selbst zu spielen. Unsere Nationalspieler haben mich beauftragt, ich soll Ihnen sagen, daß, wenn einer kommt und zu ihnen sagt: Meine Herren, mit mir können Sie das heute nicht machen, dann möchten sie ihn, der sich so sicher und groß fühlt, geradezu einmal auf die Probe stellen. Das teile ich nur mit um zu empfehlen, sich auch in den Spieler hineinzudenken ..."

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Reserve wurde Herbstmeister

Sowohl die 1. wie die 2. Reserve errangen die Herbstmeisterschaft in der jeweiligen Staffel.

Während in die Spitzenstellung der 1c-Mannschaft eigentlich nie in Zweifel stand, hatte die erste Reserve alle Mühe aufzuwenden, um am Ende der Herbstserie wieder obenan zu stehen. Gleich einige der ersten Spiele waren verloren gegangen, so daß Langenhorn sich klar an die Spitze setzte. Im vorletzten Spiel hatte unsere Reserve in Langenhorn gegen den Spitzenreiter anzutreten. Die 1:0-Führung hatten die Langenhorner bis zur Halbzeit ausgeglichen. Erst nach der Pause spielte die Reserve zu großer Form auf und konnte aufgrund ihrer technischen Überlegenheit das Spiel mit 7:3 Toren gewinnen. Als Langenhorn am folgenden Sonntag gegen Garding ebenfalls verlor, während unsere Reserve die starke Mannschaft von IF Husum nach hartem Kampf knapp mit 3:2 Toren besiegte, war die Herbstmeisterschaft so gut wie sicher.


Lediglich das Spiel gegen Garding steht noch aus. Die Gardinger hatten zwar seinerzeit auf die Austragung verzichtet, aber nachdem sie nun den Wunsch äußerten, doch noch zu spielen, erklärte sich der Spielausschuß bereit, zumal die Gardinger nach Husum kommen wollen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 20.12.59 Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 15 53:23 26:4  
VfB Nordmark Flensburg 15 42:22 23:7  
Husum 18 15 53:19 21:9  
SIF Schleswig 15 47:27 21:9  
TSV Friedrichsberg 14 38:20 17:11  
TSV Nord Harrislee 15 26:19 17:13  
Rasensport Schleswig 14 38:33 16:12  
FSV Wyk 14 32:24 14:14  
Vorwärts Flensburg 15 39:35 14:16  
TSV Westerland 15 39:48 13:17  
TSV Kappeln 15 23:32 13:17  
TSV Weiche West 15 29:43 12:18  
TSV Rantrum 15 20:48 10:20  
DGF Flensburg 14 28:49 8:20  
Nordmark Satrup 15 28:50 8:22  
Bredstedter TSV 15 25:68 3:27  

1. Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte Tore  
FC Langenhorn 11 16:6 47:19  
IF Husum 11 16:6 41:17  
Husum 18 Ib 10 15:5 37:15  
TSV Tönning 11 15:7 48:24  
IF Tönning 11 14:8 43:32  
Frisia III 11 13:9 56:23  
TSV St. Peter 11 13:9 42:31  
TSV Rantrum Ib 11 10:12 33:33  
TSV Garding 10 7:13 29:49  
BW Friedrichstadt 11 7:15 33:47  
Bredstedter TSV Ib 11 4:18 15:100  
TV Norderstapel 11 0:22 14:59  

2. Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte Tore  
Husum 18 III 6 12:0 49:12  
TSV Tönning II 6 9:3 31:9  
BW Friedrichstadt II 6 9:3 22:11  
TSV St. Peter II 6 5:7 13:14  
IF Tönning II 6 5:7 10:26  
TSV Rantrum III 6 2:10 8:38  
FC Langenhorn II 6 0:12 8:31  

Aufstiegstabelle der 1. Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte Tore  
IF Husum 7 10:4 29:12  
FC Langenhorn 7 10:4 18:8  
TSV Tönning 7 10:4 31:16  
IF Tönning 7 10:4 31:19  
TSV St. Peter 7 6:8 26:24  
BW Friedrichstadt 7 5:9 26:28  
TSV Garding 7 5:9 15:36  
TV Norderstapel 7 0:14 9:42  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1956

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Die letzten Ergebnisse

2. Amateurliga
29.11.: VfB Flensburg - Husum 18 1:0 (0:0)
6.12.: Rasensport Schleswig - Husum 18 2:2 (0:1)
13.12.: Husum 18 - TSV Rantrum 5:0 (2:0)

1. Kreisklasse
29.11.: FC Langenhorn - Husum 18 Ib 3:7 (1:1)
6.12.: Husum 18 - TSV Norderstapel 4:1 (2:0)
13.12.: IF Husum - Husum 18 2:3 (0:1)

2. Kreisklasse
29.11.: FC Langenhorn - Husum 18 2:8 (0:4)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. Januar

Tabellenstände bis zum 20. Dezember 1959

Jungmannen Bezirksklasse
Stand 20.12.59 Spiele Tore Punkte  
DGF Flensburg 12 64:13 24:0  
Flensburg 08 12 47:14 22:2  
Schleswig 06 13 75:12 21:5  
Nordmark Satrup 13 38:36 17:9  
VfB Nordmark Flensburg 13 49:19 16:10  
Frisia Husum 12 27:26 14:10  
RW Niebüll 12 27:28 12:12  
Bredstedter TSV 13 46:43 12:14  
Husum 18 13 43:32 11:15  
TSV Westerland 12 30:40 10:14  
TSV Nord Harrislee 13 21:44 8:18  
TSV Friedrichsberg 12 14:16 3:21  
FSV Wyk 12 17:80 2:22  
Rasensport Schleswig 10 11:72 0:20  

Jungmannen Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte    
TSV Rantrum 7 14:0    
BW Friedrichstadt 7 10:4    
Frisia K 7 10:4    
TSV Tönning 5 6:4    
Husum 18 K 5 4:6    
IF Tönning 7 4:10    
TSV Garding 5 2:8    
TV Norderstapel 7 0:14    

Jugend Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte    
Frisia 5 10:0    
Bredstedter TSV 5 7:3    
TSV St. Peter 5 6:4    
Husum 18 4 2:6    
TSV Rantrum 4 2:6    
IF Tönning 5 1:9    

Schüler Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte    
TSV Tönning 7 14:0    
Frisia 8 14:2    
Bredstedter TSV 8 8:8    
BW Friedrichstadt 7 7:7    
Husum 18 7 7:7    
TV Norderstapel 6 6:6    
TSV Rantrum 8 6:10    
TSV Garding 5 2:8    
IF Tönning 8 0:16    

Knaben Kreisklasse
Stand 20.12.59 Spiele Punkte    
Frisia 4 7:1    
Bredstedter TSV 4 6:2    
TSV Rantrum 4 3:5    
TSV Tönning 4 3:5    
Husum 18 4 1:7    

So spielten sie ...

Jungmannen (Bezirk)
29.11.: VfB Flensburg - Husum 18 2:3 (1:0)
6.12.: Rasensport Schleswig - Husum 18  
13.12.: Husum 18 - TSV Rantrum  

Jugend
12.12.: TSV Tönning - Husum 18 4:2 (2:1)
20.12.: TSV Rantrum - Husum 18 1:3 (0:2)

Schüler
12.12.: TSV Tönning - Husum 18 6:0 (2:0)

Knaben
12.12.: TSV Tönning - Husum 18 0:0 (0:0)

Leider ist der neue Spielplan noch nicht aufgestellt, so daß noch keine Termine veröffentlicht werden können.
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Fußball-
BL Nord
1960/60

Ergebnisse bis zum 20.12.1960

Pl

Husum 18

H

3:0 0:1 2:0 1:2 2:2 6:2 0:1 2:4 4:1 5:0 9:2 3:1 5:0 6:3 5:0 3
                             

Vorwärts Flensburg

0:3

U

1:2 3:3 1:1 4:1 2:3 2:1 4:2 2:3 5:2 3:3 3:3 1:4 7:2 1:2 9
                             
VfB Nordmark 1:0 2:1

S

5:2 1:5 6:0 3:1 3:0 1:2 1:0 4:2 2:4 4:1 2:1 5:1 2:2 2
                             
TSV Kappeln 0:2 3:3 2:5

U

0:0 3:2 1:3 2:1 0:3 2:2 0:1 3:3 1:1 1:1 1:1 4:4 11
                             
FSV Wyk 2:1 1:1 5:1 0:0

M

  3:4 2:4 1:2 5:0 1:1 4:1 6:2 0:3 2:1 0:3 8
                             
Rasensport Schleswig 2:2 1:4 0:6 2:3  

E

0:5 1:0 3:2   3:1 2:3 7:2 3:1 3:2 2:2 7
                             
SIF Schleswig 2:6 3:2 1:3 3:1 4:3 5:0

R

2:3 0:4 2:1 5:0 6:1 4:2 0:0 6:1 4:0 4
                             
TSV Friedrichsberg 1:0 1:2 0:3 1:2 4:2 0:1 3:2

F.

2:3   6:0 4:3 7:1 0:0 7:1 2:0 5
                             
RW Niebüll 4:2 2:4 2:1 3:0 2:1 2:3 4:0 3:2

V.

5:3 5:1 3:1 6:2 3:2 3:1 6:0 1
                             
DGF Flensborg 1:4 3:2 0:1 2:2 0:5   1:2   3:5

v

3:3 3:5 5:5 0:1 3:1 4:4 14
                             
TSV Rantrum 0:5 2:5 2:4 1:0 1:1 1:3   0:6 1:5 3:3

o

2:0 3:2 1:4 0:3 3:2 13
                             
TSV Westerland 2:9 3:3 4:2 3:3 1:4 3:2 1:6 3:4 1:3 5:3 0:2

n

6:1 1:3 4:1 2:2 10
                             
Bredstedter TSV 1:3 3:3 1:4 1:1 2:6 2:7 2:4 1:7 2:6 5:5 2:3 1:6

1

0:3 0:6 2:4 16
                             
TSV Nord Flensburg 0:5 4:1 1:2 1:1 3:0 1:3 0:0 0:1 2:3 1:0 4:1 3:1 3:0

9

0:1 3:1 6
                             
Nordmark Satrup 3:6 2:7 1:5 1:1 1:2 2:3 1:6 1:7   1:3 3:0 1:4 6:0  

1

3:3 15
                             
TSV Weiche/West 0:5 2:1 2:2 4:4 3:0 2:2 0:4 0:2 0:6 4:4 2:3 2:2 4:2 1:3 3:3

8

12
                             
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1960

Husum 18

1. Februar

"Husum 18" hat sich die Pflege der Kameradschaft erhalten

Alle Mitglieder werden noch einmal darauf hingewisen, den Versicherungsbeitrag für 1960 in Höhe von 1,20 D-Mark auf das Konto 1272 bei der Stadtsparkasse in Husum einzuzahlen. Alle Mitglieder unter 18 Jahren sind von dieser Beitragszahlung befreit.

Liebe Sportkameraden von Husum 18!

Sie alle können stolz darauf sein, einem Verein anzugehören, der seit 1918 in erster Linie auf die Pflege der Kameradschaft großen Wert gelegt hat und sich diese bis zum heutigen Tage erhalten konnte. Das beweist der Artikel in Ihren Vereinsnachrichten Nummer 9 vom 1. Januar 1960 unter der Überschrift: "Unser Adolf verließ Husum 18". Die Verfasser, wozu unter anderem auch der langjährige aktive Spieler Günther Präger gehört, haben ihre Sache gut gemacht. Ich bin begeistert von dieser Veröffentlichung, und meine Begeisterung ließ die schönen Stunden, die ich im Kreise der Mitglieder von Husum 18 seit der Gründung des Vereins verleben durfte, im Geiste an mir vorüber ziehen. Die Erinnerung an diese Stunden, die in sportlicher Hinsicht mit zu den schönsten meines Lebens gehören, läßt mir das Herz höher schlagen.

Der SC Comet von 1912 Kiel, dessen Ehrenvorsitzender ich seit 1949 bin, hat mit seiner ersten Mannschaft viele Freundschaftsspiele in Husum absolviert. Morgens waren Spieler und Begleiter schon in Husum. Nach einem guten Mittagessen, wozu Husum 18 eingeladen hatte, wurde nach einer freien und zwanglosen Unterhaltung der Sportplatz aufgesucht. Alle Spiele, die beide Mannschaften ausgetragen haben - und es waren nicht wenige -, wurden stets fair und in bester Kameradschaft von der ersten bis zur letzten Minute durchgeführt, und zwar so, daß alle Zuschauer begeistert ihren Heimweg antraten. Nach den Spielen saßen die Aktiven und Passiven beider Vereine in einem gemütlichen Beisammensein als Freunde zusammen. Der Spielverlauf wurde lebhaft besprochen, Gedanken und Erinnerungen wurden ausgetauscht und die Freundschaftsbande gefestigt beim Singen der Vereins- und anderer schöner Lieder. Nur eine Schwierigkeit war zu überbrücken, und diese bestand darin, voneinander Abschied zu nehmen. Diese Abschiedsminuten konnten schlecht gefunden werden, eben weil die Trennung für jeden einzelnen recht schwer wurde.

Damals waren alle Aktiven, Passiven und Mitarbeiter so stolz und glücklich auf ihre Ideale, die die Schattenseiten im sportlichen Leben leichter ertragen ließen. Damals war es so, daß die Mitarbeiter der Vereine großen Ehrgeiz besaßen, auch die Mitarbeiter in den Sportorganen, der so fest im Leben verankert lag, daß Mitarbeiter, wenn sie nicht wiedergewählt worden, recht traurig waren, und daß in den Augen dieser nicht Wiedergewählten sich Tränen zeigten, deren sie sich nicht geschämt haben. Tränen sah man aber damals auch bei manchem Spieler nach einem Spiel, das nicht gewonnen wurde.

Wie ist es nun heute? Heute ist es doch leider so, daß sich für die Mitarbeit in den Vereinen und Organen nur ganz wenige Kameraden zur Verfügung stellen. Aber lassen wir nun das "Damals", denn wir alle zusammen formen nicht die Welt, sondern die Welt formt uns. Daher müssen wir nur die alten und schönen Zeiten des Sportlebens hinter uns lassen, wenn wir diese auch niemals vergessen dürfen, denn keiner kann ohne Würdigung der Vergangenheit und Traditionen leben. Wir alle müssen uns nun mit allen in uns wohnenden Kräften bemühen, auch in der gegenwärtigen Zeit dem schönen Fußballsport Freude und Entspannung abzuringen.

In Husum 18 lernte ich Bernhard Petersen kennen, den ich zu meinen besten und treuesten Freunden zu jeder Zeit zählen durfte, einen Bernhard Petersen, der sehr viele Jahre an der Westküste unseres Landes die Geschicke unseres Fußballsportes geleitet hat, und der sich auch sofort nach dem Krieg 1939/1945 für den Wiederaufbau des Fußballsports in alter Frische wieder zur Verfügung stellte. Er war vom 19. Februar 1949 bis 20. Mai 1950 der erste Vorsitzende des Bezirks II und gehörte als solcher den Beirat des Schleswig-Holsteinischer Fußballverbandes an. Weiter war er vom 15. Mai 1949 bis zum 6. Juli 1952 als Beisitzer im Verbandsgericht tätig.

Weiter habe ich den guten Kameraden Karl Etteldorf, der in den Kriegsjahren 1939/1945 zu den besten Spielern des SC Comet gehörte und nun der Trainer von Husum 18 ist, in den Reihen von Husum 18 wieder zu Gesicht bekommen.

Ich erinnere mich noch zu gern an den 28. Februar 1951, wo ich auf Einladung von Husum 18 auf einer Mitgliederversammlung ein Referat über Sportmoral und über die abgelaufenen 33 Jahre von Husum 18 gehalten habe.

Diese kurzen Aufzeichnungen lassen nun erkennen, daß es in Husum 18, soweit es vor allen Dingen die "Pflege der Kameradschaft" angeht, heute genauso ist wie 1918, wie damals. Aber auch noch eines darf nicht unerwähnt gelassen werden: "Das betrifft das Gemüt unserer Aktiven und Passiven." Ich darf auch hier die Bilanz ziehen und schreiben, daß ein Abschiednehmen heute genauso schwer empfunden wird wie damals. Das beweist der Artikel "Unser Adolf verließ Husum 18". Hier hat der Spieler Adolf "Adi" Marquetant, der in Husum seinen Militärdienst absolviert hat, bei Husum 18 eine zweite Sportheimat und liebe, treue Sportkameraden gefunden, die allein ihm den Abschied von Husum 18 so schwer werden und die dem guten Adolf "Adi" Marquetant dicke Tränen über seine Wangen kullern ließen. Das ist unsere heutige Jugend, auf die man doch stolz sein kann. Wenn nun mal ein negativer Fall festgestellt wird, dann ist daran sicherlich die mangelhafte Kameradschaft schuld.

Und nun, liebe Husum 18er: Viribus unitis vorwärts!

Anton Haase
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Guter Auftakt

Im Gegensatz zur Herbstserie begann die Frühjahrsserie recht verheißungsvoll. Aus den bisherigen drei Spielen holte die Liga alle sechs möglichen Punkte und schoß elf Tore bei nur einem Gegentreffer.


Im ersten Spiel hatten wir die Elf aus Satrup zu Gast. War der 6:3-Auswärtssieg in der ersten Hälfte der Serie schon recht eindeutig, so wurden die Satruper in Husum noch klarer abgewiesen. Auf dem "weißen" Rasen, bei sehr kaltem Wetter, zeigte sich unsere Liga den Gästen jederzeit überlegen. Bereits kurz nach Spielbeginn sorgte Karl "Kalli" Clausen, der jetzt wieder zum Stamm der ersten Mannschaft gehört, durch zwei Treffer dafür, daß unsere Elf unbeschwert aufspielen konnte. Allerdings spielte unsere Abwehr etwas zu leichtfertig, so daß die Satruper noch vor der Pause zu ihrem Ehrentreffer kamen, während Gerhard Bonneß für uns vor dem Halbzeitpfiff den dritten Treffer erzielte. Nach dem Wechsel war die Partie dann endgültig einseitig, was zahlenmäßig durch vier weitere Tore zum Ausdruck kam. Die Torschützen waren Karl "Kalli" Clausen, Gerhard Bonneß, Wilhelm "Willi" Ziemek die beiden letzten.


Erheblich schwieriger wurde der Liga der knappe 2:1 Erfolg in Rantrum auf schneebedecktem Platz. Die Rantrumer, die den Platzverhältnissen entsprechend den zweckmäßigeren Fußball spielten, gingen völlig unerwartet mit 1:0 in Führung. Aufgrund der besseren Technik gewann unsere Mannschaft aber bald die Oberhand, wenn auch die Gastgeber durch ihre Steilvorlagen stets gefährlich blieben, die unserer schlagkräftigen Abwehr alles abverlangten. Durch Gerhard Bonneß schafften wir endlich den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit steigerte sich der Rantrumer Torwart zu großartiger Form und brachte unsere Stürmer schier zur Verzweiflung. Immer wieder bei dem Rantrumer Schlußmann durch gefährliche Schüsse unseres Angriffs Gelegenheit gegeben, prächtige Paraden zu zeigen. Als man sich mit dem zu erwartenden Unentschieden in Zuschauerkreisen schon abgefunden hatte, erzielte Neuling Ingo Händel den Siegtreffer. Einen Weitschuß Gerhard "Gerd" Prägers konnte der Torhüter der Rantrumer nur noch seitwärts fausten. Ingo Händel schoß den Ball aus dem Lauf heraus ins gegnerische Netz und rettete damit beide Punkte für Husum 18.


Zum ersten Mal in diesem Jahr auf grünem Rasen spielte unsere Liga vor recht zahlreichem heimischen Publikum gegen IF Schleswig (SIF). Der 6:2-Erfolg der Herbstserie konnte nicht wiederholt werden. Die Schleswiger zeigten sich überraschend stark, besonders in der Abwehr. Zur Verwunderung der Zuschauer hielten sie ihr enormes Tempo bis kurz vor Spielschluß durch.

Gleich zu Beginn erzielte Karl "Kalli" Clausen nach einem Dribbling mit einem flachen Schuß ins linke Eck das erste Tor, das aber der Unparteiische wegen irgendeiner Regelwidrigkeit nicht anerkannte. Damit war das Pulver scheinbar für die ersten 45 Minuten verschossen. Nach einer Drangperiode der Gäste kam aber unser Sturm wieder etwas besser ins Spiel. Die Glücksgöttin Fortuna spielte aber auf der gegnerischen Seite. Zweimal richtete sie es so ein, daß der Ball nur die Latte traf.

Nach der torlosen ersten Halbzeit erhoffte man bei uns und erwartete allgemein, daß die Schleswiger wegen des schnellen Spiels in der ersten Hälfte stark abbauen würden. Aber sie zeigten sich munter und einsatzfreudig wie zuvor. Eckhard Sers konnte für uns nur unter Aufbietung all seines Könnens einige gefährliche Schüsse halten, Gerhard "Gerd" Präger mußte auf der Torlinie retten.

Auf der anderen Seite prallte der Ball nach einem gekonnten Fallrückzieher Karl "Kalli" Clausens gegen die Latte, und ein scharfer Kopfball Wilhelm "Willi" Ziemeks strich nur knapp über sie hinweg. Beide Aktionen erfreuten zwar die Zuschauer, aber solange das Schleswiger Maskottchen im Netz keine Tränen vergoß, durften wir uns nicht zufrieden geben. Stark erschüttert wurde der Glaube der Schleswiger an ihrem Glücksbringer, als nach einer Flanke von Linksaußen Lützen Gerhard Bonneß den ersten Treffer erzielte. Auch das zweite Tor schoß Gerhard Bonneß. Als er sich den Ball durch seinen Eifer vom gegnerischen Mittelläufer erkämpft hatte und gar den Torwart ausgespielt hatte, war es ihm nicht sonderlich schwer, den Ball ins Netz zu jagen.


Hinter Niebüll belegt unsere Liga jetzt mit fünf Punkten Rückstand den zweiten Platz. Mit 64:21 Toren weist die Liga zurzeit das beste Torverhältnis auf. Sie hat sowohl die meisten Tore geschossen, als auch die wenigsten durchgelassen.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Februar

Wir gratulieren

Herzliche Glückwünsche zur Vermählung unserem ehemaligen Pressewart Wolf-Dieter Auslitz und seiner Frau Ellen, geborene Hinrichsen.

Am 8. Januar feierte Bernhard Petersen seinen 64. Geburtstag. Für das neue Lebensjahr wünschen wir ihm alles Gute.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Unser Torwart

Wilhelm "Willi" Ziemek

Man spricht von ihm zwar immer als Schlußmann, aber dennoch ist er einer der wichtigsten Spieler in einer Mannschaft. Zu einer Elf gehören fünf Stürmer, drei Läufer, zwei Verteidiger, und nur der Torwart ist nur einmal vertreten.

Er muß stets für jeden Ball, der ins eigene Tor geht, die Vorwürfe der anderen einstecken. Oft genug rettet er durch eine tollkühne Parade seiner Mannschaft den Sieg. Dabei spielt er an sich am wenigsten mit bei einem Spiel. Ein Verteidiger kann sich schon ins Angriffsspiel einschalten und sogar einmal ein Tor schießen. Der Torwart darf es zwar auch den Regeln nach, aber derartige "Ausflüge" sind stets riskant. So ist der Torhüter, bildlich gesprochen, zwischen seinen Posten gefesselt. Es sei denn, die Feldspieler überließen es ihm, einen Elfmeter auszuführen.

So geht es auch Eckhard Sers, der seit Beginn der Serie das Tor unserer Liga hütet. Am 27. September 1937 wurde er als "Kieler Sprott" in der Landeshauptstadt geboren. Mit neun Jahren trat er in Holstein Kiel ein und spielte von den Knaben bis zur ersten Amateurliga als "Kieler Storch" Fußball. Von 1958 gehörte er ein Jahr lang dem Wiker SV an. Von Beruf ist Eckhard Sers kaufmännischer Angestellter. Seit er im letzten Jahr zu Husum 18 kam, ist er allerdings Berufssoldat. Eckhard Sers ist Unteroffiziersanwärter und wird, da er zum Stammpersonal zählt, noch lange für die blau-weiß-roten Farben das Tor hüten.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Februar

Kameradschaftsabend bei Husum 18

   

Am Donnerstag, dem 7. Januar, hatte der Ältestenbeirat des Husumer Fußballverein von 1918 die aktiven Spieler und Funktionäre zu einem Kameradschaftsabend eingeladen.

Nachdem Dr. Herbert Mau, der Vorsitzende des Ältestenrates, die zahlreich Erschienenen begrüßt hatte und das Essen beendet war, wandte er sich abermals mit einigen sportlichen Wünschen besonders an die aktiven Spieler und bat, sich weiterhin für die blau-weiß-roten Farben einzusetzen mit dem Ziel, die Meisterschaft zu erringen. Zum Schluß seiner Ausführungen wünschte er den aktiven 18ern viel Erfolg und viel Glück für die neue Serie.

Im Namen der Spieler dankte Peter Römer Peters dem Fördererkreis des Vereins für die Einladung und sprach die Hoffnung aus, daß der neuen Serie noch bessere Erfolge beschieden sein möchten. Anschließend sprach der erste Vorsitzende, Karl Krieger, im Namen des Vorstandes seinen Dank ganz besonders dem Initiator dieses Abends, Dr. Herbert Mau, aus. "Mit Freuden", so sagte der erste Vorsitzende, "können wir feststellen, daß, wenn sich der Verein an den Fördererkreis des HFV von 1918 wendet, er immer mit Rat und Tat zur Seite steht." Er hoffe auch für die Zukunft, daß das Band zwischen dem Beirat und den Aktiven zum Wohle des Vereins weiterhin bestehen bleiben möge.

Sodann richtete Dr. Erwin Kraatz launige plattdeutsche Worte an die Erschienenen und stellte im Verlauf seiner kurzen Ansprache das Sprichwort "Bliew tohop, een för all, und all för een", ganz besonders heraus. Er bat die 18er, "antostöten up unse Fründschaft un Kameradschaft in uns traditschonsrike Vereen" und wünschte in diesem Zusammenhang dem langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Bernhard Petersen zum 64. Geburtstag am 8. Januar alles Gute.

Mit diesen Worten leitete er über zum gemütlichen Teil des Abends, der mit rauhen, aber herzlichem Fußballhumor bis in die Mitternachtsstunde andauerte. Alle Anwesenden konnten dem Ältestenbeirat von Husum 18 bescheinigen, daß ein schöner, in bester kameradschaftlicher Harmonie verlaufener Abend stattgefunden hatte.

Den Husumer Nachrichten entnommen
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Februar

So spielten sie ...

2. Amateurliga
27.12.: Alemania Wilster - Husum 18 2:2 (2:2)
3.1.: Husum 18 - Kreisauswahl 5:1 (0:0)
10.1.: Husum 18 - Satrup 7:1 (3:1)
17.1.: TSV Rantrum - Husum 18 1:2 (1:1)
24.1.: Husum 18 - SIF 2:0 (0:0)

1. Kreisklasse
27.12.: Alemania Wilste Ibr - Husum 18 Ib 2:3 (0:2)
10.1.: Husum 18 Ib - TSV Garding 7:3 (4:2)
17.1.: TSV Tönning - Husum 18 Ib 2:3 (0:3)
24.1.: Husum 18 Ib - FC Langenhorn 5:0 (2:0)

2. Kreisklasse
17.1.: TSV Tönning II - Husum 18 Ic 2:5 (0:2)
24.1.: Husum 18 Ic - FC Langenhorn II 12:0 (3:0)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Spielpläne

2. Amateurliga
31.1.: TSV Westerland - Husum 18 (Kracht)
7.2.: Husum 18 - TSV Friedrichsberg  
14.2.: SSV Lunden - Husum 18 (Pokalspiel)
21.2.: Vorwärts Flensburg - Husum 18 (Prodöhl)
6.3.: Husum 18 - Bredstedter TSV (Becker)
13.3.: Husum 18 - FSV Wyk (Werner)
20.3.: RW Niebüll - Husum 18 (Polnikow)
27.3.: Husum 18 - Rasensport Schleswig (Wieser)
3.4.: TSV Nord Harrislee - Husum 18 (Kirstein)
10.4.: Husum 18 - VfB Nordmark Flensburg (Raap)
16.4.: TSV Weiche-West - Husum 18 (Kirstein)
24.4.: Husum 18 - DGF Flensborg (Vieille)
1.5.: TSV Kappeln - Husum 18 (Dreschke)

1. und 2. Kreisklasse
7.2.: Husum 18 Ib - BW Friedrichstadt (Kock)
7.2.: Husum 18 Ic - BW Friedrichstadt Ib  
14.2.: Husum 18 Ib - IF Husum (Pahl)
21.2.: TV Nordstapel - Husum 18 Ib (Timmermann)
28.2.: IF Tönning - Husum 18 Ib (Hasche)
28.2.: IF Tönning Ib - Husum 18 Ic  
6.3.: TSV Rantrum Ib - Husum 18 Ib (Meyer)
6.3.: TSV Rantrum Ic - Husum 18 Ic  
20.3.: Frisia Ib - Husum 18 Ib (Pahl)
27.3.: Husum 18 Ib - TSV St. Peter (Kersten)
27.3.: Husum 18 Ic - TSV St. Peter Ib  
24.4.: Husum 18 Ib - Bredstedter TSV Ib (Meyer)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Februar

Erinnerungen

Dr. Erwin Kraatz bat Bernhard Petersen zu seinem 64. Geburtstag am 8. Januar, etwas aus seinen Erinnerungen zu erzählen. Was Bernhard Petersen aus der Zeit erzählt, da er unser erster Vorsitzender war, liegt schon über 30 Jahre zurück und wird bei manchen die Erinnerung an alte Zeiten zurückrufen.

Damals pflegte Husum 18 rege Freundschaft mit dänischen Vereinen. Am 13. April 1925 spielte die damalige Liga gegen eine Kopenhagener Auswahl, deren herausragendster Spieler der vielfach internationale Knud Peter Viktor Kastrup war. Das Spiel fand damals am Marienhofweg gegenüber des alten Tribünensportplatzes statt, der erst im Bau war. Für Husum 18 spielten Peter Clausen, Helmuth Pauls, Franz Sülau, Arthur Bothmann, Henry Hansen, Karl "Noske" Carstens, Rudolf Schubert, Werner Lorenzen, Christoph Jensen, Carsten Jensen und Hans-Dietrich "Hanne Diede" Blunck. Die Dänen besiegten die 18er mit 4:1 (2:1) Toren. Die Einnahmen betrugen bei etwa 800 Zuschauern 307,25 Mark, wovon die prominenten Gäste für ihre Reise 222,50 Mal beanspruchen.

Bernhard Petersen weiß außerdem zu berichten, daß damals jeden Ostern abwechselnd in Husum und Kopenhagen gegen Brønshøj Boldklub gespielt wurde. Die Dänen suchten durch die Sportzeitung einen Gegner, wodurch die Verbindung zustande kam. Zum ersten Treffen vor Bernhard Petersen den Dänen bis Kiel entgegen, wo sie gegen TSV Gaarden 3:0 gewannen, während Husum 18 im ersten Spiel ein Unentschieden erreichte. Für Unterkunft und Verpflegung sorgten stets die Gastgeber. Waren die Husumer in Dänemark, so feierten sie auch ihren Osterball in Kopenhagen zusammen mit den "smukke danske piges". Bernhard Petersen meinte, als erster Vorsitzender dürfe er da nicht allzusehr aus der Schule plaudern. Vielleicht, so meinte er, könne er einmal wieder zwischen Brønshøj Boldklub und Husum 18 vermitteln.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Sport allgemein

1. Februar

Eine große Aufgabe erwartet den Sport

Fußball und der "zweite Weg"

Der Sport - und damit ist die Gesamtheit aller Sportarten und aller Sportfachverbände gemeint - steht vor einer großen Aufgabe. Wenn er ein wirklicher Diener an der Gesundheit der Menschen, nicht nur an der Gesundheit der sportlich besonders begabten Menschen sein will, so muß er diese Aufgabe mit aller Energie anfassen.

Es geht, kurz und einfach gesagt, darum, den Menschen aus seiner selbstverursachten oder durch die Umstände herbeigeführten gefährlichen Bewegungsarmut zum Bewegungsreichtum zu bringen, ihn in seiner Freizeit zu neuen Wegen zu führen. Bewegungsreichtum und rechte erholsame Entspannung vom Alltag sind für alle erreichbar, wenn es gelingt, ihnen den richtigen Impuls zu geben, sie aus besorgniserregender Einseitigkeit herauszulocken und ihnen zu zeigen, wieviel Freude in der Bewegung und im sportlichen Treiben liegen kann - auch für den Menschen, der von Natur aus nicht dazu bestimmt ist, ein sportlicher Meister oder wenigstens ein guter Durchschnittssportler zu sein.

Das Problem muß uns Fußballer genau so beschäftigen wie die Vertreter jeder anderen Sportart. Es sollte uns sogar mehr antreiben als alle anderen, weil der Fußball nach der Zahl seiner Spieler, seiner Mannschaften und seiner Anhänger mit Recht behaupten kann, der deutsche Volkssport zu sein. Wir dürfen uns nicht damit begnügen, daß die Jugend in unsere Vereine strömt, daß die Zahl der Mitglieder in jedem Jahr wächst. Der Kreis des Sportes sollte nicht allein aus unseren festen Mitgliedern bestehen, sondern aus allen Menschen, die gern dann und wann etwas Sport treiben, wenn sich ihnen Gelegenheit dazu bietet; die gern mit dem Ball spielen, auch wenn ihre Leistung oder ihre Zeit nicht dazu ausreicht, in der ersten, zweiten, dritten oder x-ten Mannschaft regelmäßig mitzuwirken. Entscheidend ist schließlich nicht allein die Leistung, die ein Sportler vollbringt, sondern die Freude, die er am sportlichen Treiben hat, das Vergnügen am sportlichen Spiel, das ihn wenigstens für einige Stunden wöchentlich aus dem Einerlei der alltäglichen Tretmühle erlöst: das erleichternde Vertiefen in ein zweckfreies und - wenn man will - zweckloses Tun, das ihm gleichzeitig die für jeden Körper notwendige Dosis der sonst oft so bitter mangelnden Bewegung gibt.

Mittun - ohne Reglement

Hunderttausende von Zuschauern, die am Wochenende unsere Stadion bevölkern, sind eigentlich im Herzen nicht bloß passive Betrachter. Man täte ihnen Unrecht, wenn man sie so einstufen würde. Sie nehmen Anteil, sie gehen mit, sie spielen sogar innerlich das Spiel nach und träumen wahrscheinlich auch dann und wann davon, was sie selbst auf dem Rasen tun würden. Ein sehr beträchtlicher Teil von ihnen würde wahrscheinlich liebend gerne einmal selbst mit dem Fußball direkten Kontakt aufnehmen, wenn man ihnen eine Gelegenheit dazu böte - ohne daß er sich beobachtet oder gar ob seiner natürlich nicht gerade ligareifen Versuche belächelt fühlen müßte. Wohlgemerkt: diese Gelegenheit müßte bestehen, ohne ihn zu reglementieren, ohne ihn an bestimmte Übungsstunden zu binden, ohne ihn einem Vergleich mit durchtrainierten Spielern auszusetzen, der die nun einmal in jedem Menschen vorhandene persönliche - und durchaus verständliche - Eitelkeit kränken würde. Es genügt, wenn man ihm einen Platz, einen Ball und ein paar Gleichgesinnte gibt.

Professor Frederik Jacobus Johannes Buytendijk, der unser Fußballspiel psychologisch untersucht hat, verweist mit Recht auf die unwiderstehliche Attraktion, die ein einfacher Ball auf die meisten Menschen ausübt. Selbst gesetzten und würdigen Herren fällt es sehr schwer, der Versuchung zu widerstehen, wenn ihnen aus einer Gruppe von spielenden Kindern ein Ball vor die Füße rollt. Diese Freude am Spiel mit dem Ball kann in fast allen Menschen geweckt werden. Der Ball ist eine Verlockung, die nur auf wenige nicht wirkt. Mit dem Ball und dem Ballspiel könnte man unsere Zeitgenossen wohl am ehesten dazu bringen, selbst mitzumachen, statt nur zu zusehen.

(Fortsetzung folgt)

Dr. Peco J. Bauwens, Vorsitzender des Deutschen Fußball-Bundes
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1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. Februar

Die letzten Ergebnisse

Jungmannen (Bezirk)
10.1.: Husum 18 - Satrup 5:2 (3:2)
17.1.: Husum 18 - Frisia 2:4 (0:3)
24.1.: Husum 18 - Schleswig 06 0:3 (0:2)

Jungmannen (Kreis)
10.1.: Husum 18 - Garding kampflos für Husum 18

Schüler
10.1.: Husum 18 - Garding 1:1 (1:1)

Knaben
17.1.: Husum 18 - Rantrum 1:2 (0:0)

Spielpläne

Jungmannen (Kreis)
7.2.: Husum 18 - BW Friedrichstadt  
21.2.: TV Nordstapel - Husum 18  
28.2.: IF Tönning - Husum 18  
6.3.: TSV Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  

Jugend
28.2.: IF Tönning - Husum 18  
6.3.: TSV Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  
27.3.: Husum 18 - TSV St. Peter  

Schüler
7.2.: Husum 18 - BW Friedrichstadt  
21.2.: TV Nordstapel - Husum 18  
28.2.: IF Tönning - Husum 18  
6.3.: TSV Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  
24.4. Husum 18 - Bredstedter TSV  

Knaben
6.3.: TSV Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  
24.4. Husum 18 - Bredstedter TSV  

Spiele gegen VfB Flensburg

Der Jugendausschuß hat für die vielen Spieler, die bei den wenigen Punktspielen nur selten zum Einsatz kommen, mit VfB Flensburg für den 10. April, wenn unsere Liga gegen Flensburg spielt, fünf Spiele abgeschlossen.

Die Spiele werden vormittags ausgetragen, und zwar spielen zwei Knabenmannschaften, zwei Schülermannschaften und eine Jugendmannschaft.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Februar

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Heinz Becker, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Hans Peter Christ, Husum, Matthias-Claudius-Straße 112
3. Johannes Diekemper, Husum, Flensburger Chaussee 41
4. Jürgen Horch, Husum, Flensburger Chaussee 41
5. Dieter Hoyer, Husum, Norderstraße 12
6. Gerhard Jacobs, Husum, Birkenweg 1
7. Peter Krüger, Husum, Wilhelmstraße 55
8. Peter Mortsfeld, Husum, Matthias-Claudius-Straße 112
9. Hans-Jürgen Struve, Husum, Treibweg 28
10. Max Struve, Husum, Treibweg 28
11. Gert Pottel, Husum, Flensburger Chaussee 41
12. Kuno Winkler, Husum, Flensburger Chaussee 41


Austrittserklärungen
1. Karl-Heinz Funk, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Alfred Knauer, Husum, Stettinger Straße 52
3. Hans-Ulrich Liehmann, Husum, Klaus-Groth-Straße 9
4. Manfred Sers, Husum, Flensburger Chaussee 41
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Der Elfmeter

Eine Aufklärung für Laien

Der Elfmeter ist die schwerste spielerische Strafe im Fußball. Mit ihr wird ein Spieler dafür bestraft, daß er foult, so daß man's sieht. Sie wird nur für schwere Vergehen ausgesprochen, beispielsweise dann, wenn ein Spieler seinem Gegner mit dem Messer ein Auge aussticht, vorausgesetzt, daß er dies in regelwidriger Weise besorgt. In Ermangelung eines Regelverstoßes wird der Elfmeter auch etwa dann verhängt, wenn dies ein Zuschauer verlangt, sofern er eine genügend laute und überzeugende Stimme besitzt.

Elfmeter! Welch ein inhaltsschweres Wort! Für die einen bedeutet es unverhoffte Rettung, für die anderen tiefste Verzweiflung und für den Schiedsrichter das Anfordern einer Polizeieskorte.

Zur Entstehung eines Elfmeters werden gewöhnlich mindestens vier Personen benötigt: 2 Spieler, von denen der eine fällt, weil ihn der andere fällt; ein Schiedsrichter, welcher pfeift, und ein Zuschauer, welcher pfeift, weil der Schiedsrichter pfeift. Die klassische Ausgangslage für einen Elfmeter ist etwa die folgende: Ein Spieler rennt mit dem Ball und ein anderer hintendrein, ohne den Ball. Der hintere denkt: "Wenn ich ihn nur nicht foule, ist alles verloren. Wenn ich ihn aber foule, haben wir wenigstens noch die Chance eines Elfmeters, der daneben geht." Der andere denkt: "Wenn er mich nicht bald foult, ist alles verloren, denn schießen kann ich ja noch nicht in dieser Lage. Wenn er mich aber foult, haben wir wenigstens noch die Chance, den Elfmeter zu verwandeln." Und so entsteht dann der Elfmeter, womit ja beiden geholfen ist.

Sobald das wohl geschehen ist, wälzt sich der Gefoulte am Boden, möglichst überzeugend und möglichst weit in den Strafraum hinein, während der Täter etwas hastig weiterspielt und so dreinzusehen versucht, als ob nichts geschehen wäre. Der Schiedsrichter aber, auf den sich nun alle Blicke konzentrieren, überlegt sich in Eile, ob er etwas gesehen hat oder nicht. Hat er etwas gesehen, so pfeift er; hat er nichts gesehen, so pfeift er auch, denn das Wälzen wirkt doch noch etwas überzeugender als daß unbeteiligte Gesicht des Täters. Außerdem pfeifen die Zuschauer ja auch. Hat er einmal A gepfiffen, so muß er auch B pfeifen - wie das schon die Tonleiter verlangt -: Daher setzt er sich in Richtung Elfmeterpunkt in Bewegung, unterwegs vorsichtshalber einmal kategorisch Hände und Kopf ununterbrochen schüttelnd und so alle Interventionsversuche im Keim erstickend. 17,35 cm vor dem ominösen Punkt bleibt er bockstill stehen, stützt eine Hand in die Hüfte und zeigt mit der anderen in majestätischer Bewegung auf das Sägemehl. Hierauf stürzen sich 22 Spieler auf ihn. Nachdem er unverletzt wieder aus dem Knäuel aufgetaucht ist, werden die Linienrichter befragt, deren heftiges Achselzucken weithin sichtbar ist. Und so schreitet der Schiedsrichter in granitener Entschlossenheit zur Exekution. Es wird der Ball geholt, den ein Kamerad des Täters inzwischen in respektabler Entfernung versteckt hat, und aus der Mannschaft des Gefoulten wird der Schütze gewählt, wobei in lobenswerter Höflichkeit jeder zugunsten aller anderen verzichten will. Ist der Unglückliche endlich erkoren, so begibt er sich gemessenen Schrittes zur Richtstätte, putzt sich den einen Anlauf und ... verschießt.

(Aus dem Cluborgan des FC Aarau)
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1960

Husum 18

1. März

In der letzten Sitzung beschloß der Vorstand, allen Mitgliedern während der Zeit ihrer Wehrpflicht bei der Bundeswehr den Mitgliederbeitrag zu erlassen. Die Wehrpflichtigen haben lediglich den Versicherungsbeitrag von monatlich 0,10 D-Mark zu entrichten. Wer während der Wehrpflicht dem Verein beitritt, zahlt eine Aufnahmegebühr von 2 D-Mark.


Das Punktspiel der Liga gegen Vorwärts Flensburg am 21. Februar fiel aus. Es wurde am 28. Februar, der eigentlich spielfrei war, nachgeholt.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. März

Nur Unentschieden gegen Friedrichsberg

Siege gegen Westerland und SSV Lunden

Nachdem die ersten drei Spiele der Frühjahrsserie ohne Punktabgabe durchstanden waren, hatte die Liga im vierten Spiel die Reise über den Damm nach Westerland anzutreten. Im Heimspiel war der TSV Westerland zwar mit 9:2 Toren besiegt worden, aber von jeher haben wir auf der Insel stets zu kämpfen gehabt, und beide Punkte heimzubringen. So gewannen wir in der Serie 1953/54 in Husum 8:0, verloren aber in Westerland 5:1. Im folgenden konnten wir mit 5:0 und 2:1 zwei Siege landen, während 1955/56 mit 0:2 und 2:5 gleich zwei Niederlagen erlitten wurden. Im Spieljahr 1957/58 gewannen wir das Heimspiel hoch mit 10:1 Toren und in Westerland überraschend klar mit 4:0 Toren.

Um es vorwegzunehmen, wir gewannen das Spiel sicherer als allgemein erwartet mit 4:2 Toren. Allerdings war der Sieg auch verdient wegen der Einsatzfreudigkeit der Spieler und Zügigkeit der Spielweise. Durch ein Tor von Manfred "Manni" Hoppe gingen wir 1:0 in Führung. Ehe die Platzherren sich recht gefunden hatten, erhöhte Gerhard Bonneß bereits wenige Minuten später auf 2:0. Gerhard Bonneß erzielte auch in der zweiten Halbzeit etwa zehn Minuten nach Wiederanpfiff den dritten Treffer, womit der Sieg eigentlich sichergestellt war. Erst im Endspurt boten sich den Westerländern einige Chancen, die Paul "Pauli" Mangelsen nutzte, der den ersten Treffer für die Gastgeber schoß. Unser Sturm wurde durch das gegnerische Tor erneut angefeuert, und Wilhelm "Willi" Ziemek stellte durch ein viertes Tor den alten Abstand wieder her. Erst in der Schlußphase konnte der Westerländer Paul "Pauli" Mangelsen auf 4:2 verkürzen.


Am folgenden Sonntag erwarteten wir unseren Angstgegner TSV Friedrichsberg in Husum. Die Schleistädter hatten uns in Schleswig im ersten Punktspiel durch ein glückliches 1:0 zwei wertvolle Punkte entrissen. Während des ganzen Spieles war unsere Liga, in der Wilhelm "Willi" Ziemek zum ersten Mal mitspielte, leicht überlegen gewesen. Aber kurz vor Spielende entschieden die Friedrichsberger durch einen Flachschuß das Treffen für sich. Bisher hatten wir gegen die Friedrichsberger in jeder Serie je ein Spiel gewonnen und verloren. Nur das Torverhältnis aus diesen Spielen zeigt mit 21:20 Toren ein kleines Positivum für Husum 18. Nach der 1:0 Niederlage in Schleswig und dem 3:3-Unentschieden im letzten Spiel in Husum ist das Torverhältnis mit 24:24 Toren ausgeglichen. Außerdem haben die Friedrichsberger jetzt einen Sieg mehr zu verzeichnen.

Das 3:3-Unentschieden kam bei allem Respekt vor dem Gegner doch etwas unerwartet. Insgeheim hatte man gehofft, sich für die Niederlage in der Herbstserie deutlich zu revanchieren. Daß die Gäste keineswegs gewillt waren, beide Punkte in Husum zu lassen, bewiesen sie bereits in den ersten Minuten durch zielstrebige Angriffe, die mit erstaunlichem Elan vorgetragen wurden. Erfolg hatten ihre Bemühungen, als Eckhard Sers sich vergebens mühte, einen scharfen Flachschuß von rechts ins kurze Eck zu halten. Als die Friedrichsberger gleich darauf durch ein ähnliches Tor auf 2:0 erhöhten, war unsere Elf scheinbar geschlagen. Aber überraschenderweise verdoppelten sie ihren Eifer, so daß die Zuschauer jetzt ein schönes Spiel zu sehen bekamen, sowohl in technischer wie auch in kämpferischer Hinsicht. Leider aber waren unsere Stürmer vom Pech verfolgt. Einige Schüsse trafen nur die Latte oder die Pfosten. Erst Johannes Diekemper, der nach einem Spiel in der 1c-Mannschaft in der Liga gut einschlug, erzielte mit einem wuchtigen Schuß aus kurzer Entfernung unter die Latte den Anschlußtreffer. Johannes Diekemper schaffte endlich noch vor der Pause zum Jubel alle 18-Anhänger durch einen scharfen Schuß den verdienten Ausgleich. Neben seiner guten Technik gefiel der Neuling vor allem durch seinen harten Einsatz und seinen Instinkt für Tormöglichkeiten.

Als Gerhard Bonneß nach der Halbzeit die Liga durch ein drittes Tor erstmals in Führung brachte, hoffte man auf weitere Treffer und damit auf doppelten Punktgewinn. Vielleicht war die Mannschaft schon zu siegesgewiß, jedenfalls ließ sie den Eifer der ersten Halbzeit vermissen, so daß die Gäste gegen Spielende noch gefährlich stark wurden. Wieder und wieder dominierte die Schnelligkeit der gegnerischen Stürmer, denen schließlich mit einem dritten Tor die Punkteteilung gelang.


Einen eindeutigen 7:1-Sieg brachte die Liga im Auswärtsspiel gegen den Kreisklassenverein SSV Lunden. Die Lundener, die früher regen sportlichen Verkehr mit Husum 18 unterhielten, hatten der Technik unserer Liga nur ihren Eifer entgegenzusetzen, so daß der Sieg selbst in dieser Höhe in Ordnung geht. Bereits bei Halbzeit lagen die Lundener 3:0 im Rückstand.

Im Vorspiel besiegte unsere 1c-Mannschaft (mit Peter Neupert) die Lundener Reserve nach einem Halbzeitstand von 1:1 noch knapp mit 3:2 Toren.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. März

Kappenfest der Reserven

   

Jubel, Trubel, Heiterkeit im "Gaststübchen Dreimühlen"

   

In dem festlich dekorierten "Gaststübchen Dreimühlen" hatten sich die beiden Reservemannschaften zu ihrem Kappenfest zusammengefunden. Der Festausschuß (Heinrich "Heini" Golde, Dieter Eckholdt, unser guter Finanzminister Hans Weinstein und Günther Präger) hatte alles gut vorbereitet, um einmal wieder ein zünftiges Reservefest zu veranstalten. Dem Wirt Emil Schwabe und seinen Angehörigen sei an dieser Stelle gedankt, daß alles zu unserer Zufriedenheit verlief.

Als sich die Fußballer mit ihren Partnerinnen eingefunden hatten, begrüßte Günther Präger die erschienenen mit folgenden Worten:

Seid willkommen, liebe Gäste,
die Ihr kamt zu unser'm Feste.
Auch die Bräute, Mägdelein
Sollen nicht vergessen sein.
Doch auch uns're lieben Frau'n
steh'n heut' nicht am Fußballzaun,
in Erwartung, ist's bald aus,
kommt er heut' wohl mit nach Haus?
Heute gibt's an uns'rer Seite
mit dem Fußball keine Pleite.
Drum hinein in das Vergnügen,
heute woll'n wir fröhlich sein,
heute soll kein Fußball fliegen
in das Tor mit "Schuß hinein".
Laßt uns nun das Glas erheben,
stimmt alle kräftig ein:
Unser HFV soll leben,
wollen immer stolz drauf sein.
Unserem HFV ein dreifaches kräftiges
Hipp-Hipp-Hurra, Hipp-Hipp-Hurra ...

 

Der zweite Vorsitzende, Werner Denckmann, der dann das Wort ergriff, wünschte unter anderem den Reservisten einen guten Verlauf des Abends und betonte, daß die Feste der Reserve immer von Erfolg gekrönt waren.

Dann ging es hinein in den Trubel, und bei stimmungsvoller Musik wurde unaufhaltsam das Tanzbein geschwungen. Zwischendurch hatte der Festausschuß auch Ruhepausen eingelegt, damit man sich von den schweren Strapazen erholen konnte. Unter anderem mußten einige Fußballfrauen beweisen, wieviel Puste sie beim Luftballonaufblasen hatten, die besonders durstigen Fußballer mußten je eine mit Milch gefüllte Babyflasche ausnuckeln. Auch einige Quizfragen wurden den Damen gestellt, z.B.: "In welchem Jahr wurde Husum 18 gegründet?", "Gegen welchen Verein spielt die Reserve morgen?" Natürlich bekamen alle Sieger eine Prämie für gute Leistung.

Mit zu den Höhepunkten gehörte der Auftritt von Husum 18's Elvis Presley (Anton "Ratschi" Christiansen), der die Festteilnehmer mit den Liedern "Marina" und "La Paloma" erfreute.

Um Mitternacht wurde dann das Festessen eingenommen (Würstchen und Butterbrot). Als dann die Uhr die dritte Morgenstunde anzeigte, verließ man feuchtfröhlich das "Gaststübchen Dreimühlen".

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. März

Das Kappenfest saß ihnen noch in den Gliedern

   

TSV Norderstapel führte 50 Minuten lang mit 2:0 Toren

   

Es sah in der Punktspielbegegnung zwischen dem TSV Norderstapel und unserer Reserve nicht danach aus, daß unsere Elf dieses Spiel noch gewinnen würde. Es hätte beinahe eine Sensation in der Kreisklasse gegeben, denn der Gastgeber, der zuerst den Wind als Bundesgenossen hatte, führte 50 Minuten lang mit 2:0 Toren.

Endlich besannen sich die Reservisten, denen noch das Kappenfest des Vortages in den Gliedern saß, daß sie sich nicht von dem Schlußlicht überfahren lassen wollten. Sie übernahmen nun in den letzten 40 Minuten das Spielgeschehen und zeigten trotz der langen Nacht, daß sie ihre Schußstiefel nicht zu Hause gelassen hatten. Heinrich "Heini" Golde war es, der den Anfang machte und die Führung des Gastgebers stoppte. Er setzte allein vier Treffer ins Netz. Einmal noch konnte Norderstapel, allerdings zu einem sehr umstrittenen Tor kommen. Aber schon postwendend erzielte der 18-Sturm zwei Treffer, so daß der Sieg am Schluß doch den "Routiniers" gehörte.

Günther Präger
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. März

Die letzten Ergebnisse

2. Amateurliga
31.1.: TSV Westerland - Husum 18 2:4 (0:2)
7.2.: Husum 18 - TSV Friedrichsberg 3:3 (2:2)
14.2.: SSV Lunden - Husum 18 1:7 (0:3)
28.2.: Vorwärts Flensburg - Husum 18 0:3 (0:2)

1. Kreisklasse
7.2.: Husum 18 Ib - BW Friedrichstadt 5:0 (3:0)
14.2.: Husum 18 Ib - IF Husum 4:3 (3:2)
21.2.: TV Nordstapel - Husum 18 Ib 3:6 (2:0)
28.2.: IF Tönning - Husum 18 Ib 1:8

1. und 2. Kreisklasse
7.2.: Husum 18 Ic - BW Friedrichstadt Ib 6:1 (2:1)
14.2.: SSV Lunden - Husum 18 Ic 2:3 (1:1)
28.2.: IF Tönning Ib - Husum 18 Ic 4:8
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. März

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 28.02.60 Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 18 60:25 32:4  
Husum 18 21 74.26 32:10  
VfB Nordmark Flensburg 19 51:31 28:10  
TSV Friedrichsberg 19 53:29 26.12  
SIF Schleswig 22 61:42 26:18  
Rasensport Schleswig 18 47:37 21:15  
TSV Nord Harrislee 19 35:25 21:17  
Vorwärts Flensburg 21 59:47 20:22  
TSV Kappeln 19 35:29 19:19  
FSV Wyk 17 38:29 18:16  
TSV Westerland 18 44:56 15:21  
TSV Weiche West 20 35:58 14:26  
TSV Rantrum 20 29:66 12:28  
DGF Flensburg 19 34:59 10:28  
Nordmark Satrup 21 33:73 9:33  
Bredstedter TSV 21 35:81 9:33  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1956

Husum 18 / Fußball

1. März

Die nächsten Spiele

2. Amateurliga
6.3.: Husum 18 - Bredstedter TSV (Becker)
13.3.: Husum 18 - FSV Wyk (Werner)
20.3.: RW Niebüll - Husum 18 (Polnikow)
27.3.: Husum 18 - Rasensport Schleswig (Wieser)

1. Kreisklasse
6.3.: TSV Rantrum Ib - Husum 18 Ib (Meyer)
20.3.: Frisia Ib - Husum 18 Ib (Pahl)
27.3.: Husum 18 Ib - TSV St. Peter (Kersten)

2. Kreisklasse
6.3.: TSV Rantrum Ic - Husum 18 Ic  
27.3.: Husum 18 Ic - TSV St. Peter Ib  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Sport allgemein

1. März

Eine große Aufgabe erwartet den Sport

Fußball und der "zweite Weg"

Die Begeisterung über den Gedanken, durch den Sport für die Gesundheit eines Volkes zu arbeiten und dabei gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Lösung des Problems der unausgefüllten oder nicht gut ausgefüllten Freizeit zu leisten, darf uns jedoch nicht dazu führen, in Überschwang des guten Willens die Schwierigkeiten auf diesem Wege zu übersehen und damit eine bittere Enttäuschung heraufzubeschwören, wenn sich die Aufgabe nicht von einem Jahr auf das andere bewältigen läßt. Da ist zunächst die Spielplatznot, die schon jetzt einen Teil unserer in der Breitenarbeit erfolgreichsten Vereine daran hindert, sich weiter auszudehnen, und es ihnen kaum noch ermöglicht, den Sportbetrieb für ihre ständig wachsenden Jugendabteilungen richtig weiterzuführen. Es wurde statistisch errechnet, daß rund 1.700 Mannschaften in den 90 größten deutschen Fußballvereinen nur 244 Spielfelder zur Verfügung stehen. Sieben Mannschaften müssen sich also in einen einzigen Platz teilen. Es gibt Vereine, die nur zu gern eine "offene Tür für jedermann" verkünden würden, wenn ihre beengten Platzverhältnisse er zuließen. Hier kann der Sport bei besten Willen ohne die großzügige Hilfe des Staates keinen Wandel schaffen.

Die meisten Vereine sind sich darüber klar, daß eine geänderte Betriebsform mit Gruppen von zwanglos sporttreibenden Nichtmitgliedern neben den Übungsgruppen ihrer eigenen aktiven Mitglieder auch für sie selbst auf lange Sicht einen Fortschritt bedeuten würde, weil sicherlich eines Tages manch einer aus der Gruppe der zunächst völlig ungebundenen sportlichen Neulinge den Weg in eine Abteilung des Vereins finden würde. Aber: Wo soll man die Gäste unterbringen und wie soll man sie betreuen, wenn zurzeit nicht einmal jeder zehnte Verein im DFB einen ausgebildeten Fußball-Lehrer oder Übungsleiter hat, wenn es schon an Betreuern für die eigene Jugendabteilung mangelt?

Unsere Pläne verlangen Zeit und Geduld

Schon vor Monaten sind einige unsere Verbände dazu übergegangen, bei ihren Vereinen "Sportplätze der offenen Tür" anzuregen. Im Westen z.B. wurde bereits im Sommer ein Programm beschlossen, nach dem die Sportplätze mehr und mehr zu Familienstätten werden sollen. Es lassen sich dabei schon recht gute Ansätze erkennen, und man spürt, daß das Verständnis der Vereine für diese Entwicklung wächst. Wenn auch auf der anderen Seite der Versuch einer Großstadt, dem Freizeitsport durch eine groß angelegte Aktion zu dienen, nicht das erhoffte Ergebnis erzielte, so sollte man sich dadurch nicht entmutigen lassen.

Man muß diesen Plänen Zeit geben, sich zu entwickeln. Sie erfordert nicht nur, wie auf der Duisburger Arbeitstagung des Deutschen Sportbundes mit Recht betont wurde, ein Umdenken des Sportes und seiner Vereine, die ja in erster Linie in Zusammenarbeit mit anderen Stellen die Bemühungen um den neuen Weg zu tragen hätten, und sich sicherlich in den Dienst der guten Sache stellen, soweit es ihre Kräfte und Möglichkeiten eben erlauben. Diese Pläne verlangen vielmehr auch ein Umdenken der Menschen, die damit für eine sportliche Betätigung gewonnen werden sollen und sich erst mit dieser Aussicht vertraut machen müssen - ohne daß man den Versuch macht, sie zu reglementieren oder zu organisieren. Sie wollen und sollen zwanglos dem Weg zum Sport finden. Das braucht Zeit und Geduld. Der Sport sollte er seinen Bemühungen nicht locker lassen, aber er sollte auch nicht mit Großaktionen aufwarten, die seine neuen Freunde eher abschrecken als anziehen würden. Wenn man sie richtig anspricht, werden sie kommen, und eines Tages - wenn auch nicht schon heute oder morgen - wird aus dem bescheidenen Zufluß vielleicht ein mächtiger Strom.

(Schluß)

Dr. Peco J. Bauwens, Vorsitzender des Deutschen Fußball-Bundes
leer  

1960

Husum 18

1. März

Herzliche Glückwünsche

Zur Vermählung gratulieren wir unserem ehemaligen Aktiven Manfred Schulze und seiner Frau Lieselotte geborene Szimmeleat. Sie wohnen jetzt in Hamburg-Bahrenfeld.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. März

Schüler siegten 5:1

Im Auswärtsspiel gegen den TV Norderstapel gelang es den Schülern, endlich einmal einen Sieg zu erringen, der dem Können der Mannschaft entspricht. Wenn man sich die Ergebnisse betrachtet, so erhält man ein völlig falsches Bild von den Jungen, die oft nur durch großes Pech ein Spiel verloren. Gegen Norderstapel spielten folgende Schüler: Urban II, Martin Dohrn, Jens-Jürgen Schwartz, Hans-Wener Heber, Harry Petersen, Hans-Hermann Starken. Fred Halberstadt, Karl-Heinz Starken, Michael Jacobsen und Hanno Nachtigall.

Durch Hanno Nachtigall gingen unsere Schüler in diesem ausgezeichneten Spiel 1:0 in Führung, bevor Karl-Heinz Starken auf 2:0 erhöhte. Die Spieler zeigten soviel technisches Können und vor allen Dingen in ihrer unverbildeten Art Spielwitz, daß die Tore gar nicht ausbleiben konnten. Mit einem Torreigen von Hans-Werner Heber, der sogar einen "hat-trick" zeigte, zogen die Schüler auf 5:0 davon, bevor die Norderstapeler zum Ehrentreffer kam. Urban II, der seine Sache als Torwart gut machte, war an diesem einzigen Gegentreffer machtlos.


Die nächsten Spiele

Jungmannen (Bezirk)
6.3.: Husum 18 - Bredstedt  
13.3.: Husum 18 - Wyk  
20.3.: Niebüll - Husum 18  

Jungmannen (Kreis)
6.3.: Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  

Jugend
6.3.: Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  
27.3.: Husum 18 - St. Peter  

Schüler
6.3.: Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  

Knaben
6.3.: Rantrum - Husum 18  
20.3.: Frisia - Husum 18  

So spielten sie ...

Jungmannen (Bezirk)
31.1.: Westerland - Husum 18 4:0 (1:0)
7.2.: Husum 18 - BW Friedrichstadt 2:1 (1:0)

Jungmannen (Kreis)
14.2.: Husum 18 - Frisia 9:2 (3:0)
21.2.: TV Norderstapel - Husum 18 kampflos für Husum 18
28.2.: IF Tönning - Husum 18 ausgefallen

Jugend
14.2.: Husum 18 - Frisia 1:8 (0:4)
28.2.: IF Tönning - Husum 18 4:2 (2:1)

Schüler
7.2.: Husum 18 - BW Friedrichstadt 2:2 (1:1)
14.2.: Husum 18 I - Frisia I 3:1 (1:0)
14.2.: Husum 18 II - Frisia II 1:2 (1:1)
21.2.: TV Nordstapel - Husum 18 1:5 (0:3)
28.2.: IF Tönning - Husum 18 1:14 (0:8)

Knaben
14.2.: Husum 18 I - Frisia I 0:2 (0:1)
14.2.: Husum 18 II - Frisia II 1:4 (1:1)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. März

Fußball-
BL Nord
1960/60

Ergebnisse bis zum 8.2.1960

Pl

Husum 18

H

3:0 0:1 2:0 1:2 2:2 6:2 0:1 2:4 4:1 5:0 9:2 3:1 5:0 6:3 5:0 2
          2:0 3:3     2:1 4:2     7:1  

Vorwärts Flensburg

0:3

U

1:2 3:3 1:1 4:1 2:3 2:1 4:2 2:3 5:2 3:3 3:3 1:4 7:2 1:2 9
    1:2       1:3     9:2       6:1  
VfB Nordmark 1:0 2:1

S

5:2 1:5 6:0 3:1 3:0 1:2 1:0 4:2 2:4 4:1 2:1 5:1 2:2 3
          0:4           1:1     4:3
TSV Kappeln 0:2 3:3 2:5

U

0:0 3:2 1:3 2:1 0:3 2:2 0:1 3:3 1:1 1:1 1:1 4:4 8
  2:1       4:3     1:2           5:1
FSV Wyk 2:1 1:1 5:1 0:0

M

  3:4 2:4 1:2 5:0 1:1 4:1 6:2 0:3 2:1 0:3 10
          3:1           2:4      
Rasensport Schleswig 2:2 1:4 0:6 2:3  

E

0:5 1:0 3:2   3:1 2:3 7:2 3:1 3:2 2:2 6
                    3:0 1:2   2:2 3:0
SIF Schleswig 2:6 3:2 1:3 3:1 4:3 5:0

R

2:3 0:4 2:1 5:0 6:1 4:2 0:0 6:1 4:0 5
0:2   4:0 3:4 1:3       3:1            
TSV Friedrichsberg 1:0 1:2 0:3 1:2 4:2 0:1 3:2

F.

2:3   6:0 4:3 7:1 0:0 7:1 2:0 4
3:3 3:1                     4:2    
RW Niebüll 4:2 2:4 2:1 3:0 2:1 2:3 4:0 3:2

V.

5:3 5:1 3:1 6:2 3:2 3:1 6:0 1
                1:0 3:2       3:0  
DGF Flensborg 1:4 3:2 0:1 2:2 0:5   1:2   3:5

v

3:3 3:5 5:5 0:1 3:1 4:4 13
      2:1     1:3   0:1       1:2    
TSV Rantrum 0:5 2:5 2:4 1:0 1:1 1:3   0:6 1:5 3:3

o

2:0 3:2 1:4 0:3 3:2 14
1:2 2:9             2:3   1:3        
TSV Westerland 2:9 3:3 4:2 3:3 1:4 3:2 1:6 3:4 1:3 5:3 0:2

n

6:1 1:3 4:1 2:2 11
2:4         0:3         3:1        
Bredstedter TSV 1:3 3:3 1:4 1:1 2:6 2:7 2:4 1:7 2:6 5:5 2:3 1:6

1

0:3 0:6 2:4 16
    1:1   4:2 2:1             0:5    
TSV Nord Flensburg 0:5 4:1 1:2 1:1 3:0 1:3 0:0 0:0 2:3 1:0 4:1 3:1 3:0

9

0:1 3:1 7
              2:4   2:1     5:0   0:1
Nordmark Satrup 3:6 2:7 1:5 1:1 1:2 2:3 1:6 1:7   1:3 3:0 1:4 6:0  

1

3:3 15
1:7 1:6       2:2     0:3            
TSV Weiche/West 0:5 2:1 2:2 4:4 3:0 2:2 0:4 0:2 0:6 4:4 2:3 2:2 4:2 1:3 3:3

8

12
    3:4 1:5   0:3               1:0  
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. April

Der Schiedsrichter und die Jugend

In vermehrtem Maße strömt die Jugend heute den Sportvereinen zu, wodurch zweifelsohne Interesse am und Liebe zum Sport zum Ausdruck kommen. Leider ist es so, daß die Jugend oft ihrer Sportideale beraubt wird. Häufig lernen sie durch die Verantwortlichen im Vereinssport, durch die eigenen oder fremde Jugendbetreuer den Vereinsfanatismus kennen.

Schiedsrichter sind Mangelware, aber das soll uns doch nicht hindern, die Spiele der Jungen so zu leiten, daß wir und die Spieler selbst allen sportlichen Anfechtungen widerstehen können. Es ist doch nicht Sinn und Zweck eines Jugendleiters, bei einem Jugendspiel die Pfeife in den Mund zu nehmen und zu trillern, wenn sich eine Gefahr für die eigene Mannschaft anbahnt, zu trillern, wenn der eigenen Mannschaft nichts gelingen will, und damit zum Gelingen beizutragen, oder nicht zu trillern, wenn Fairneß von der eigenen Mannschaft nicht geachtet wird.

Nehmt mit der Pfeife auch die Liebe der Jungen zu Sport an, nehmt und erkennt die ideale der Jungen und achtet diese, geht den Kleinen mit eurer Fairneß voran und legt die Vereinsbrille beiseite, damit nicht ähnliche wie diese Dinge geschehen.

In einem Spiel zweier Jugendmannschaften der Altersklasse von 12 bis 14 Jahren geschah es, daß die eine Mannschaft spielte, sehr gut in Szene kam, aber jeder Angriff dieser Mannschaft vom Schiedsrichter, dem Betreuer der gegnerischen Mannschaft, am 16-Meter-Raum abgepfiffen wurde. Die Angriffe der Mannschaft des Betreuers aber liefen, obwohl die Spieler häufig abseits standen oder irgendwelche Regelwidrigkeiten begingen.

In einem anderen Spiel derselben Altersklasse geschah es, daß die Mannschaft des Betreuers, der das Spiel leitete, zwar 1:0 in Führung lag, daß aber die gegnerische Mannschaft so stark überlegen war, daß sie das Spiel einfach gewinnen mußte. Innerhalb von 10 Minuten wurden fünf Spieler dieser Mannschaft derart verletzt, daß nur noch vier als Statisten weiterspielen konnten und einer sogar in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Es gewann die Mannschaft des Betreuers, der als Schiedsrichter fungierte, ohne als solcher ausgebildet zu sein. So geschehen im Jugendsport in Deutschland. Kommentar?

Erich Wiegand
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. April

Husum 18 protestierte gegen neuen Spielplan

Kein Elfmeter mehr

Wie die Internationale Schiedsrichterkommission bekannt gibt, soll mit Beginn der neuen Serie eine entscheidende Regeländerung in Kraft treten. Ähnlich wie beim Handball soll es zukünftig den Spielern verboten sein, den Strafraum zu betreten. Tore dürfen also nur von außerhalb des Strafraums geschossen werden. Diese Neuregelung bedingt gleichzeitig, daß der gefürchtete Strafstoß (Elfmeter) fortfällt.

Die Punktspiele gegen Wyk und Niebüll fielen aus, da der Bezirk eine Änderung des ursprünglichen Spielplanes herausgab. Nach dem neuen Plan sollte die Liga bereits am Sonnabend, dem 12. März gegen Niebüll antreten. Da die Neuansetzung noch weitere Benachteiligungen für Husum 18 enthält, wandte sich der Vorstand in einem Protestschreiben an den Bezirk II. Ursprünglich sollte die Liga am 13. März gegen Wyk spielen. Da von uns bisher alle Spiele absolviert worden waren, lag durchaus kein Grund vor, unsere Spiele umzulegen. Die gesamten Änderungen kamen vor allen Dingen Rot-Weiß Niebüll zugute, denn die Niebüller liegen mit drei Spielen im Rückstand. Weiterhin wurde beanstandet, daß die Benachrichtigung über die Umlegungen zu kurzfristig erfolgte. Außerdem ist Husum 18 am Ostersonnabend und Ostermontag für Punktspiele angesetzt worden. Gegen diese Ansetzung ist ebenfalls Protest eingelegt worden. In diesem Fall dürfte wohl auch noch von Rantrum und Bredstedt ein Protest zu erwarten sein, da beide Ostern ebenfalls innerhalb von drei Tagen zwei Spiele auszutragen haben. Die Nichtbeachtung unserer Belange kommt auch in der folgenden Ansetzung zum Ausdruck: In der Zeit vom 27. März bis zum 18. April spielt Frisia nur am 10. April in Husum gegen Bad Schwartau. Ausgerechnet an diesem Tag hat der Spielausschuß des Bezirks Husum 18 gegen Rasensport Schleswig angesetzt.

In Bezug auf das Spiel gegen Niebüll hatte der Protest Erfolg, das Spiel wurde vorerst verschoben. Inwieweit die anderen Punkte berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten.

Wenn Niebüll zurzeit fünf Minuspunkte weniger hat als der Tabellenzweite, so bedeutet es immer noch nicht, daß mit Niebüll der diesjährige Meister feststeht. Im Bezirk haben alle Vereine das Recht auf gleiche Chancen im Kampf um die Meisterschaft.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Nachruf

1. März

Im Alter von 71 Jahren starb in Bad Segeberg der Postamtmann a.D.

Walter Sattler

Sattler war seit langen Jahren Mitglied von Husum 18. Selbst als er von Husum fortzog, blieb er seinem Verein treu. Die gleiche Treue wird der Verein ihmn über den Tod hinaus halten.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. April

Eindeutiger 3:0-Sieg gegen Vorwärts

Es wird noch einmal an den jährlichen Versicherungsbeitrag von 1,20 D-Mark erinnert, der spätestens in diesem Monat zu entrichten ist. Besonders wird darauf hingewiesen, daß auch die passiven Mitglieder den Beitrag zu zahlen haben, da die Versicherung auch ihnen bei Unfällen auf dem Sportplatz oder auf dem Wege vom und zum Sportplatz oder bei Fahrten zu Auswärtsspielen Entschädigung gewährt.

Zum Vormittagsspiel gegen Vorwärts nach Flensburg waren mit etwas gemischten Gefühlen gefahren. Im Herbst hatte die Liga die Flensburger in Husum mit 3:0 Toren besiegt, wobei die Gäste aber eine durchaus gute Leistung zeigten, so daß der Sieg über den wahren Leistungsunterschied hinwegtäuschte.

Im Rückspiel nun wollten die jungen, spielerisch gut veranlagten Flensburger sich sicher nicht wieder derart überfahren lassen. Sie zogen zunächst auch ein Spiel auf, das durch seine Kombination sehr gut gefiel. Als es dann kurz nach Beginn anfing zu regnen, verstand es unsere Liga besser, sich auf den aufgeweichten Boden einzustellen. Der Regen hielt während des ganzen Spiels an und verwandelte den Platz, der vom Vortage noch nicht ganz abgetrocknet war, in ein Schlammfeld.

Unsere Liga war den Platzherren an Kraft und Härte überlegen, weil sie sich darauf eingestellt hatte, während die Flensburger trotz der schlechten Bodenverhältnisse ihr Spiel nur auf Technik abgestimmt hatten.

Peter Boyke Jacobs überlistete den Flensburger Torwart mit einem kräftigen Schuß aus dem Hinterhalt ins obere linke Eck. Kurz darauf hatte Ingo Händel eine gute Möglichkeit, als er in den freien Raum hinein angespielt wurde. Als er das Leder 5 m vor dem Tor erlief, konnte er sich nicht entschließen, mit welchem Fuß er das Tor erzielen wollte, und ließ den Ball durch die Beine rollen. Manfred "Manni" Hoppe besaß die nötige Ruhe, als er noch vor der Halbzeit eine ähmliche Chance hatte. Aus drei Metern Entfernung knallte er den Ball ins Netz, und die Flensburger verstanden nicht, wie ein Spieler so völlig ungedeckt vor ihrem Heiligtum hatte angespielt werden können.

In der zweiten Halbzeit wurde das Treffen noch kampfbetonter, da der Boden jetzt hoffnungslos aufgeweicht war und große Anforderungen an die Kräfte der Spieler stellte. Bei uns erwies sich besonders Johannes Diekemper als unermüdlicher Kämpfer, der immer wieder die Bälle nach vorne schleppte. Tore wollten aber auf beiden Seiten einfach nicht mehr fallen. Unsere Hintermannschaft verstand es ausgezeichnet, die gegnerischen Stürmer in Schach zu halten. War wirklich einmal Gefahr vor unserem Tor, sucht klärten Günter Nommensen oder Gerhard "Gerd" Präger mit wuchtigen Schüssen. Auf der anderen Seite zeigte sich unser Sturm wieder einmal vom Pech verfolgt. Der schwere Ball war in dem Schlammfeld vor dem gegnerischen Tor nur mit größter Mühe um mehrere Meter zu bewegen. Erst eine Gemeinschaftsleistung zwischen unserer Sturmreihe und der Flensburger Abwehr brachte den dritten Treffer für Husum 18. Eine halbhohe Flanke unseres Linksaußen Manfred "Manni" Hoppe wurde von einem Verteidiger der Flensburger abgefälscht. Gegen diese unerwartete Wendung war der Torwart machtlos und mußte das Leder passieren laßen. Die gefürchteten Flensburger waren jetzt endgültig geschlagen und wir konnten beide Punkte nach Husum entführen.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. April

Auch VfB Nordmark geschlagen

   

Ein weiteres schweres Spiel stand unserer Liga im Treffen gegen den VfB Flensburg bevor. In der Herbstserie hatte uns der VfB Nordmark vor eigenem Publikum mit 1:0 Toren besiegt. Da die Flensburger zudem relativ einen Punkt besser standen, versprach das Treffen zu einem Spitzenspiel zu werden. Die Zuschauer sahen sich nicht in ihren Hoffnungen getäuscht. Unsere Liga mußte in diesem wichtigen Spiel auf Günter Nommensen , Horst Groß und Lützen verzichten. Dafür sollte Wilhelm "Willi" Ziemek zum letzten Mal unseren Sturm verstärken, bevor er Husum endgültig verläßt. Mit Heinz Becker stand zudem ein neuer Verteidigung in der Abwehr.

Schon kurz nach Spielbeginn erzielte Gerhard Bonneß das erste Tor für Husum 18. Eine Flanke Manfred "Manni" Hoppes, die wahrscheinlich auch so ins Tor gegangen wäre, lenkte er mit der Fußspitze ins Netz. Der unerwartete Führungstreffer brachte unserer Mannschaft ungeheuren Auftritt. Aber der Ausgleichstreffer ließ nicht lange auf sich warten. Bei der Abwehr eines halbhohen Eckballes berührte Peter Römer Peters, der als Mittelläufer spielte, mit der Hand den Ball. Schiedsrichter Raap aus Kappeln war wohl der einzige auf dem Sportplatz, der das Handspiel als absichtlich wertete. Durch den sicher verwandelten Strafstoß erreichten die Flensburger den Gleichstand. Von nun an wurden die Entscheidungen des Schiedsrichters von allen Zuschauern scharf unter die Lupe genommen, und der Unparteiische mußte sich besonders bei Entscheidungen gegen unsere Elf manches berechtigtes Pfeifkonzert gefallen lassen. Man sollte dem Schiedsrichter aber nicht gleich Parteilichkeit unterschieben, denn es gab auch zweifelhafte Freistöße für uns, und manches Foul unserer Spieler wurden nicht geahndet. Dank der Einsatzfreudigkeit unserer Spieler boten sich unserer Sturmreihe die besseren Torchancen, so daß noch vor der Pause das 2:1 erzielt wurde.

Wie es in einem spannenden Treffen sein soll, gab es aber gerade in der zweiten Hälfte die wirklichen Höhepunkte. Die Ausgangsbasis für gleiche Bedingungen schufen sich die Gäste durch den 2:2-Gleichstand, den ein ungedeckter Stürmer durch ein Kopfballtor erzielte. Im Kampf um den Führungstreffer kam es zu einem aufregenden Spiel, daß die Zuschauer förmlich mitriß. Die Spieler kämpften mit größtem Eifer und härtesten Einsatz, ohne dabei die Technik zu vernachlässigen, so daß immer wieder schöne Spielzüge zustande kam. Unsere stärksten Kräfte hatten wir in Johannes Diekemper und Johannes "Haschi" Jannsen. Während Johannes "Haschi" Jannsen durch seine Ruhe und Übersicht dem Spielaufbau diente, imponierte Johannes Diekemper durch sein hervorragendes Laufpensum und seinen verbissenen. Wieder und wieder erkämpfte er sich gegen gar zwei Flensburger unmögliche Bälle, wußte die Gegenspieler zu umspielen und geschickt die eigenen Stürmer einzusetzen. Er selbst erzielte den viel umjubelten dritten Treffer für unsere Elf. Als Manfred "Manni" Hoppe bald darauf den Torwart bei einem Abschlag störte, erkannte der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß wegen zu langen Ballhaltens des Torwartes. Manfred "Manni" Hoppe führte den Freistoß aus, aber ein Abwehrspieler des Gegners werde den Ball mit den Händen ab, wobei er sich sogar regelwidrig nach dem Tatort befand, von dem aus Manfred "Manni" Hoppe den Freistoß getreten hatte. Das Publikum jubelte auf, würde doch der fällige Elfmeter zum vierten Tor und damit zum doppelten Punktgewinn führen. Der Schiedsrichter aber hatte dem Spielvorgang unverzeihlicherweise seine Aufmerksamkeit abgewandt, nicht einmal eine Wiederholung gab es, weil der Flensburger, der mit der Hand gespielt hatte, keine 9 Meter vom Ball entfernt gewesen war. Einige Minuten später schied Peter Römer Peters verletzt aus. Johannes "Haschi" Jannsen ging als Mittelläufer in die Abwehr zurück, in der er groß herauskam. Die erwarteten konditionsmängel stellten sich bei ihm nicht ein. Auch die erwartete Überlegenheit der Flensburger blieb aus. Jeder versuchte, durch verstärkten Einsatz den ausgeschiedenen Peter Römer Peters zu ersetzen, so daß es außer einigen gefährlichen Angriffen der Gäste zu einer regelrechten Feldüberlegenheit unserer Elf kann. Das Spiel wurde immer verbissener geführt, da die Spieler beider Seiten nach einigen nicht geahndeten Fouls verärgert waren. Das versäumte Eingreifen zur rechten Zeit machte der Schiedsrichter dadurch weit, daß er nun eben härter strafte. Es gab mehrere Verwarnung. Gegen Schluß des ausgezeichneten Kampfes waren wir dem vierten Tor näher als der Gegner dem Ausgleich. Das Spiel brachte die Gewißheit, daß auch Niebüll nicht unschlagbar an der Spitze steht. Die Spieler sind sich da klar darüber, daß alles erkämpft werden muß, was sie erreichen wollen, denn das vielgepriesene Glück, das Spiele entscheidet, stand in diesem Jahr nicht ein einziges Mal auf unserer Seite.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Schiedsrichter in Haft

   

Aus Boshaftigkeit ist den Fußballschiedsrichtern schon mancher Streich gespielt worden. Das jedoch im Überschwang der Freude ein Pfeifenmann "in Haft" gehalten wird, dürfte nicht alltäglich sein. So geschehen beim tschechischen Fußballmeisterschaftsspiel Slovan Neutra - Banik Ostrau. Das Spiel brachte den Gastgebern einen überraschenden Sieg. Im Begeisterungstaumel über den unerwarteten Erfolg schloß der Platzwart die Schiedsrichterkabine ab, ohne sich zu vergewissern, ob der Pfeifenmann den Raum bereits verlassen habe. Dann gesellte sich der Funktionär zu der fröhlich zechenden Runde der einheimischen Fußballfans. Erst nach längerer Zeit wurde man auf den verzweifelt um Hilfe rufenden "Häftling" aufmerksam.

Karl Bernhard Mölck
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1956

Husum 18 / Fußball

1. April

Die letzten Ergebnisse

2. Amateurliga
  Husum 18 - Bredstedter TSV 3:1 (2:1)
  TSV Kappeln - Husum 18 1:1 (1:0)
  Husum 18 - VfB Nordmark 3:2 (2:1)

1. Kreisklasse
6.3.: TSV Rantrum Ib - Husum 18 Ib 0:2 (0:1)
20.3.: Frisia Ib - Husum 18 Ib 2:5 (1:3)

2. Kreisklasse
6.3.: TSV Rantrum Ic - Husum 18 Ic 2:6 (0:2)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. April

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 27.03.60 Spiele Tore Punkte  
Husum 18 24 81:30 37:11  
RW Niebüll 21 76:30 36:6  
VfB Nordmark Flensburg 23 60:34 34:12  
TSV Friedrichsberg 23 67:37 32:14  
SIF Schleswig 26 65:56 27:25  
TSV Kappeln 23 44:42 26:20  
TSV Nord Harrislee 23 45:32 25:31  
FSV Wyk 21 52:40 24:18  
Rasensport Schleswig 22 55:46 24:20  
Vorwärts Flensburg 25 69:52 24:26  
TSV Weiche West 24 40:68 18:30  
TSV Westerland 22 49:69 17:27  
DGF Flensburg 23 42:66 13:33  
TSV Rantrum 24 31:78 13:35  
Bredstedter TSV 25 46:61 13:37  
Nordmark Satrup 25 42:84 11:39  
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. April

Die nächsten Spiele

2. Amateurliga
3.4.: TSV Weiche-West - Husum 18 (Jacobsen)
10.4.: Husum 18 - Rasensport Schleswig (Wieser)
16.4.: Husum 18 - DGF Flensborg (Johannson)
18.4.: Husum 18 - FSV Wyk (Kracht)

1. Kreisklasse
24.4.: Husum 18 Ib - Bredstedter TSV Ib (Meyer)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. April

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Albrecht, Gerhard, Husum, Otto-Schwartz-Weg 16
2. Böhnert, Hans-Lorenz, Husum, Buchenweg 6
3. Carstensen, Hans-Werner, Husum, Stadtweg 44
4. Dohrmann, Peter, Husum, Friedrichstraße 8
5. Domeyer, Herbert, Husum, Kampsiedlung 79
6. Dralle, Wolfgang, Husum, Kampsiedlung 73
7. Ewald, Günter, Husum, Fischersiedlung 21
8. Frey, Peter, Husum, Woldsenstraße 43
9. Fritsche, Ernst-Georg, Husum, Fischersiedlung
10. Grabert, Hans-Jürgen, Husum, Am Ehrenhain 8
11. Groß, Karl, Husum, Zingel
12. Kasprowski, Georg jr., Husum, Osterhusumer Straße 69

13.

Knüppel, Hans-Ulrich, Husum, Plan 10
14. Kurtze, Hans-Peter, Husum, Schiffbrücke 2
15. Lange, Karl-Peter, Husum, Kielsburg
16. Langreen, Helmut, Husum, Ludwig-Nissen-Straße 61
17. Mähl, Wolfgang, Husum, Hansenstraße 18
18. Radtke, Gernold, Husum, Ochsenkamp-Siedlung
19. Schneider, W., Husum, Otto-Schwartz-Weg 10
20. Schroeder, Joachim, Husum, Flensburger Chaussee 41
21. Schulz, Hans-Jürgen, Husum, Süderstraße 14
22. Sörensen, Husum, Mildstedter Landstraße 148


Austrittserklärungen
1. Ahrendsen, Adolf, Arlewatt
2. Andreasen, Bernd Reinhold, Husum, Klußmannstraße 8
3. Frank, Jörg, Husum, Friedrichstraße 21
4. Kohnert, Burkhard, Horstedt
5. Meyer, Helmut, Husum, Asmussenstraße 12
6. Paulsen, Nico, Husum, Wilhelmstraße 25
7. Westphalen, Walter, Husum, Bismarckstraße 14
8. Witt, Rainer, Husum, Lornsenstraße 4
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. April

Willi Ziemeck verließ Husum

Da das Punktsspiel gegen Vorwärts Flensburg am 21 Februar ausfiel (es wurde am 28. Februar nachgeholt), machte Wilhelm "Willi" Ziemek bereits gegen Friedrichsberg sein letztes Punktspiel für Husum. Gegen Friedrichsberg bestritt Wilhelm "Willi" Ziemek auch sein erstes Spiel bei uns. Damals war es kein schöner Anfang hier, denn in dem Spiel, das mit 1:0 verlorenging, verpaßte Wilhelm "Willi" Ziemek einige todsichere Möglichkeiten. Wilhelm "Willi" Ziemek war dann nach dem Spiel sehr niedergeschlagen. Was er dann aber in den nächsten Kämpfen zeigte, hat alle 18er überzeugt, so daß er schließlich neben Adolf "Adi" Marquetant zum Stammspieler unsere Liga wurde. Welch herrliche Tore Wilhelm "Willi" Ziemek schießen konnte, haben wir alle gesehen. Besonders bewundert haben wir sein vorzügliches Kopfballspiel, das zu manchem Tor geführt hat. Betrachten wir einmal die Torschützen der Liga, so müssen wir Wilhelm "Willi" Ziemek sicher ganz oben ansetzen, denn er fast jedem Spiel erzielte er einen oder gar mehrere Treffer.

In einer "Abschiedsstunde" überreichte der Vorstand Wilhelm "Willi" Ziemek ein Bild der ersten Mannschaft zur steten Erinnerung an die Stunden im Kreise der Kameraden. Die Spieler der Liga schenkten ihm das Buch "Husum, das Tor zur Halligwelt", das mit seinen vielen Photografien und Bildern alter Husumer Stätten einen guten Eindruck von der "Grauen Stadt am Meer" gibt.

Wir wünschen Wilhelm "Willi" Ziemek einen guten Start für seine Rückkehr ins Zivilleben und hoffen, noch recht oft etwas von ihm zu hören, am liebsten natürlich, ihn einmal wiederzusehen.

Schon bald ging der Wunsch in Erfüllung. Wilhelm "Willi" Ziemek half, gegen VfB Nordmark beide Punkte zu gewinnen.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. April

Der neue Spielplan

2. Amateurliga
12.3.: RW Niebüll - Husum 18 (Polnikow)
20.3.: TSV Kappeln - Husum 18 (Dreschke)
27.3.: Husum 18 - VfB Nordmark Flensburg (Raap)
3.4.: TSV Weiche-West - Husum 18 (Jacobsen)
10.4.: Husum 18 - Rasensport Schleswig (Wieser)
16.4.: Husum 18 - DGF Flensborg (Johannson)
18.4.: Husum 18 - FSV Wyk (Kracht)
1.5.: TSV Nord Harrislee - Husum 18 (Vieille)

Der Spielplan der Bezirksjungmannen änderte sich entsprechend.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. April

Optiker im Fußballtor

Vier Wochen Spielsperre erhielt Torwart Crossa aus Triest vom Verband aufgebrummt, weil er nach einem Fußballspiel zum Schiedsrichter gegangen war, ihm einen Brillenkatalog vorgelegt und zu einer gründlichen Augenuntersuchung geraten hatte. Torwart Crossa und sein Club erhoben gegen die Spielsperre Einspruch. Schon während der Verhandlung vor dem Sportgericht wollte zwischen den beiden Parteien Frieden geschlossen. Der Fußballtorwart ist nämlich Optiker von Beruf. Er hatte bei dem Spiel bemerkt, wie der Schiedsrichter seine Augen zusammenkniff und angestrengt blinzelte. So war er zu der Überzeugung gekommen, daß der Pfeifenmann eine Brille brauchte. Lachend schüttelten sich nun die beiden Kontrahenten die Hände und freuten sich, daß der Vorfall eine so harmlose Aufklärung gefunden hatte. Der Schiedsrichter ging mit Torwart Crossa in den Verkaufsladen und ließ sich eine Brille verpassen. Auf seinen Antrag hin ordnete der Verband die Augenuntersuchungen aller Fußballschiedsrichter an. Es stellte sich heraus, daß 63% eine Brille brauchten.


An die 18er Fußballjungen

Anläßlich der beginnenden Sommerarbeit möchte ich an dieser Stelle einige Worte an euch, meine lieben Jungen, reihten. Seit einem halben Jahr, genauer gesagt, seit dem 23. September 1959, habe ich eure sportliche Betreuung übernommen. Für das Vertrauen, das die älteren von euch zu mir gefaßt haben, ich meine damit die älteren Mitglieder, danke ich allen. Ich freue mich auch darüber, daß ihr dieses Vertrauen auf eure Schulkameraden übertragen habt und diese mit in unsere nun große Jugendsportfamilie hineingebracht habt. Ja, Jungen, am 23 September 1959 waren es 7 von euch, die beim Training neugierig waren, wie der "Neue", denn das war ich ja, wohl sein würde. Nun möchte ich euch allen sagen, daß die damals so lockeren Familienbande sich gefestigt haben und wir in der Knaben-, Schüler- und Jugendabteilung über fast 80 jungen verfügen.

Für die vor uns liegende Zeit ist nun in spielerischer Hinsicht viel geplant, denn ihr alle wollt und sollt spielen. Mit dem Wort "spielen" ist nun auch das Stichwort gefallen, weshalb ich mich an euch wende. Euer Sport nämlich soll Spiel sein, kein Kampf auf Biegen und Brechen, nicht durch falschen Ehrgeiz oder Vereinsfanatismus geschürt. Gewiß sollt ihr eurem Verein die Treue halten, denn das Tragen der Farben verpflichtet wie auch die im Verein begonnene und gefundene Kameradschaft. Aber einiges muß ich von euch verlangen, und das möchte ich nun in der Form eines kleinen ABC folgen lassen.

A - lle für einen, einer für alle.
B - enimm dich zu Hause wie im Kreise deiner Kameraden, dann kannst du dich im Kameradenkreis wie zu Hause benehmen.
C - irkus und dergleichen Mätzchen sind im Sport verpöhnt.
D - isziplin ist dein oberstes Gebot.
E - ntscheide du als Spieler nie über deine Kameraden auf dem Spielfeld und über den Schiedsrichter, gleich, wer er sei.
F - ehlentscheidungen sind nur Irrtümer, Irrtümer aber entschuldbar.
G - räme dich nicht über eine Niederlage, bedenke - Sport ist ein Spiel und in der Art, wie du eine Niederlage erträgst, erkennt man deine Größe als Sportler.
H - alte alles auf deine Gesundheit. Sport in der richtigen Art dient deiner Gesundheit nur. Unfachmännisch oder zuviel verdirbt dich.
I - mmer dabei sein
J - ugend, denkt nicht daran, Stars werden zu wollen.
K - ameradschaft muß in eurem Leben fester Bestandteil werden und bleiben.
L - iebe zum Sport heißt nicht blinder Fanatismus.
M - eckern schafft Erleichterung, aber
N - iemals auf dem Sportplatz.
O - rdne dich ein in die Gemeinschaft deiner Kameraden.
P - rügle dich niemals auf einer Sportstätte und niemals mit deinem Kameraden.
Q - uäle dich nicht mit unnützen Problemen. Vertraue dich deinen Eltern, Lehrern und Sportbetreuern an.
R - ummelplatz nie mit Sportplatz verwechseln.
S - piele nur des Sports wegen.
T - rage einem Kameraden nie eine schlechte Leistung nach, bestimmt wird er bestrebt sein, stets sein Bestes zu geben.
U - nterstelle niemals einem Sportler eine absichtliche Unsportlichkeit.
V - ergesse nie die Fairneß.
W - iederhole dich nicht in Unsportlichkeiten.
Z - ögere nie, dich immer korrekt für den Sport einzusetzen.

 

Dieses ABC merkt euch bitte und handelt stets danach, dann wird euch immer ein Sieg beschieden sein, auch wenn eure Spielpartner einmal mehr Tore schießen werden als ihr erzielen könnt.

Unter diesen Voraussetzungen wollen wir den Fußball wieder auf dem grünen Rasen unserer Plätze rollen lassen und viel Freude am sportlichen Spiel gewinnen. Ich wünsche euch allen viel Glück und Erfolg.

Euer Betreuer Wiegand


So spielten sie ...

Jungmannen (Bezirk)
  Husum 18 - Bredstedter TSV 2:3 (1:2)
  Husum 18 - VfB Nordmark 3:5 (1:5)

Jungmannen (Kreis)
  Husum 18 - Rantrum 1:7 (0:3)
  Frisia - Husum 18 5:0 (2:0)
  TSV Tönning - Husum 18 4:0 (3:0)

Jugend
  Frisia - Husum 18 1:1 (1:0)

Schüler
  Rantrum - Husum 18 0:6 (0:4)
  Frisia - Husum 18 3:0 (0:0)
  TSV Tönning - Husum 18 5:0 (1:0)

Knaben
  Frisia - Husum 18 3:0 (1:0)
  TSV Tönning - Husum 18 1:0 (1:0)

Die Spiele im April

Jungmannen (Bezirk)
10.4.: Husum 18 - Rasensport Schleswig  
16.4.: Husum 18 - DGF Flensborg  
18.4.:   - FSV Wyk  

Jugend
24.4.: Husum 18 - Bredstedter TSV  

Schüler
24.4.: Husum 18 - Bredstedter TSV  

Knaben
24.4.: Husum 18 - Bredstedter TSV  
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Der Elfmeter, wie ihn der Schiedsrichter sieht

Nur allzu oft hört man auf den Sportplätzen den Ruf nach dem Elfmeter, durch den so manches Spiel in letzter Minute entschieden wurde. Vorweg sei gesagt, daß das, was Publikum und Spieler Elfmeter nennen, in der Fachsprache der Schiedsrichter grundsätzlich Strafstoß heißt, während jedes Vergehen außerhalb des Strafraums stets mit einem Freistoß geahndet wird. Der Strafstoß ist also eine besondere Form des Freistoßes, und beide Begriffe sind streng zu unterscheiden.

Der Strafstoß ist wohl die härteste Strafe des Fußballspiels, weil er in den meisten Fällen zum Torerfolg führt. Aber der Schiedsrichter darf nie zögern, einen Strafstoß zu verhängen, wenn ein entsprechendes Vergehen vorliegt. Oft genug ist es schon vorgekommen, daß der Tatort einer Regelwidrigkeit vom Schiedsrichter um einen Meter zurückverlegt wird, nur um so den Strafstoß zu vermeiden. Die Zuschauer billigen in einigen Fällen diese Maßnahme, weil nach ihrer Meinung das Vergehen nicht "hart" genug war, um den Strafstoß zu rechtfertigen. Dazu muß ausdrücklich gesagt werden, daß es grundsätzlich keine harten Strafstöße gibt. In den internationalen Fußballregeln sind die Vergehen, die mit einem Strafstoß zu ahnden sind, in der Regel 12 eindeutig festgelegt.

Es ist bei einem Foul völlig gleichgültig, ob der Gefoulte nur leicht stolpert oder sich das Bein bricht. In jedem Fall muß der Schiedsrichter auf Strafstoß entscheiden, es sei denn, er wende die Vorteilsbestimmung an. Welche sind nun die Vergehen der Regel 12, die im Felde einen direkten Freistoß und im eigenen Strafraum einen Strafstoß zur Folge haben?

Als bekanntestes Vergehen sei zuerst das absichtliche Handspiel genannt, das jedem Spieler verboten ist mit Ausnahme des Torwarts in seinem eigenen Strafraum. Weiterhin ist das absichtliche Beinstein, Zufallbringen, Unterlaufen, Anspringen, Treten, Schlagen, Stoßen und Halten des Gegners verboten. Schon der Versuch eines dieser Vergehen ist strafbar.

Besonders interessant sind die Regelverstöße bei der Strafstoßausführung. Welcher Zuschauer weiß schon, aus welchem Grunde der Schiedsrichter einen Strafstoß wiederholen läßt, oder gar mehrere Male. Mit der Ausführung des Strafstoßes ist in jedem Fall zu warten, bis der Schiedsrichter durch einen Pfiff das Zeichen dazu gibt. Vorher wird er sorgfältig darauf achten, daß kein Spieler an einem verbotenen Platz steht. Der Torwart muß mit beiden Füßen auf der Torlinie zwischen den beiden Pfosten stehen. Alle übrigen Spieler haben sich innerhalb des Spielfeldes aber außerhalb des Strafraums aufzuhalten, wovon lediglich der Strafstoßschütze ausgenommen ist. Zu beachten ist dabei der Kreisbogen an der Längsseite des Strafraumes, der die vorgeschriebenen 9,15 Meter bezeichnet, da ja an sich die Strafraumgrenze vom Strafstoßpunkt nur fünf Meter entfernt ist. Wenn man ganz genau sein will, darf nicht einmal ein Spieler auf dem Kreidestrich stehen, der den Strafraum begrenzt, denn es heißt: Alle Linien, die irgendwelche Räume begrenzen, gehören mit zu diesen Räumen (ein Ball ist ja auch erst dann aus dem Spiel, wenn er die Spielfeldgrenze vollständig verlassen hat). Hat sich der Schiedsrichter von der ordnungsgemäßen Aufstellung aller Spieler überzeugt, so gibt er das Zeichen zur Ausführung des Strafstoßes. Der Strafstoßschütze muß jetzt den Ball nach vorne spielen. Es ist ihm nicht erlaubt, den Ball zu einem Mitspieler zurückzuschieben. Wohl ist es ihm gestattet, den Ball schräg vorzuschießen, so daß ein anderer Spieler ihn aus geringer Entfernung ins Tor stoßen kann. Alle anderen Spieler und auch der Torwart dürfen aber erst dann ins Spiel eingreifen, wenn der Strafstoßschütze das Leder geschossen hat, also keineswegs schon dann, wenn der Schiedsrichter gepfiffen hat. Dem Strafstoßschützen wiederum ist es verboten, den Ball ein zweites Mal zu berühren, wenn nicht vorher ein anderer Spieler den Ball gespielt hat. Das heißt, er darf den Ball nicht annehmen, wenn er vom Pfosten oder von der Latte zurückspringt, er darf auch nicht schießen, wenn der Ball vor dem Tor im Schlamm liegen bleiben sollte. Wann nun bei diesen vielen Vergehen, die bei der Strafstoßausführung möglich sind, der Schiedsrichter eine Wiederholung zu geben hat oder das Tor anerkennen muß, einen Schiedsrichterball geben muß, auf einen Eckball oder einen Abstoß entscheidet, darüber wird in der nächsten Ausgabe kurz berichtet. Dem Leser mag es jetzt schon zuviel sein; er wird sich wundern, wenn ich sage: Über den Strafstoß und alles, was mit ihm zusammenhängt, kann man einen mehrstündigen Vortrag halten, und dann wird noch einer kommen und sagen, daß man noch etwas vergessen habe. Dem Leser ist z.B. sicher nicht bekannt, daß es beim Strafstoß sogar Abseits gibt. Darüber dann in der nächsten Ausgabe mehr.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball regional

1. Mai

Wer nimmt an den Aufstiegsspielen teil?

Niebülls Vorsprung schrumpft zusammen

Nachdem Niebüll noch am Anfang des Monats fünf Minuspunkte weniger als wir hatte, ist dieser Vorsprung jetzt bis auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Während wir ohne Punktverlust durch den Monat kamen, mußte Niebüll über Ostern zwei Punkte abgeben. Verlöre Niebüll nur noch einen Punkt, so hätten wir in Niebüll die Möglichkeit durch einen Sieg mit den Niebüllern punktgleich zu werden, wobei wir dann den Vorteil des besseren Torverhältnisses hätten. Die Entscheidung über den Bezirksmeister wird sicher erst an den beiden letzten Spielsonntagen fallen.

Es ist jedem selbstverständlich, daß die Mannschaft an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teilnimmt, die nach der Beendigung der Spielserie an der Spitze der Tabelle steht. Aber gerade in diesem Jahr, da Husum 18 und Niebüll dicht hintereinander stehen, ergibt sich ein besonderes Problem. Niebüll war zeitweise weit im Rückstand mit den Punktspielen. Deshalb wurde der Spielplan umgeändert, denn bis zu einem bestimmten Termin muß der Teilnehmer für die Aufstiegrunde gemeldet werden. Angenommen, es fielen durch irgendwelche Umstände noch Spiele aus, so daß Husum 18 und Niebüll bis zum festgesetzten Termin noch nicht mit den Pflichtspielen fertig sind oder noch nicht zu übersehen ist, wer von beiden Meister werden wird, so hat der Bezirk II nach den Satzungen des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes das Recht, einen Teilnehmer für die Aufstiegsspiele zur ersten Amateurliga zu bestimmen. Die Entscheidung des Bezirks ist unumstößlich. Stellt sich dann später der wahre Meister heraus, so nimmt dieser den Platz des ursprünglichen Teilnehmers in der Aufstiegstabelle ein. Hätte Niebüll z.B. die Aufstiegsspiele gemacht und wäre auch aufgestiegen, und später erweist sich Husum 18 als Meister, so müßte Niebüll seinen Platz räumen, und Husum 18 käme ohne Aufstiegsspiele in die erste Amateurliga.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Der jüngste der Ligamannschaft

   

Als mit Beginn der Serie Johannes "Haschi" Jannsen die Jungmannen verließ und in der Liga aufgestellt wurde, mag mancher besorgt gedacht haben, er seid zu schwach, um die schweren Spiele in der Bezirksklasse durchzustehen. Aber wie schon in den Jungmannen erwies sich Johannes "Haschi" Jannsen auch in der Liga als großer Techniker, der in seiner ruhigen Spielweise als Läufer viel für den Spielaufbau tut. Wenn er etwas weniger "fummelte", könnte er noch mehr Kräfte sparen und somit noch stärker in Erscheinung treten.

Johannes "Haschi" Jannsen wurde am 30. November 1940 in Husum geboren und betrieb zum ersten Mal 1947 im Husumer Turnverein von 1875 Sport. Nachdem er dort zuletzt zwei Jahre Handball gespielt hatte, kam er 1955 zu Husum 18. Johannes "Haschi" Jannsen spielte zwei Jahre in der Jugend, zweieinhalb Jahre in den Jungmannen und bisher ein Jahr in der Liga.

Nach seinem Mittelschulabschluß trat Johannes "Haschi" Jannsen seine Lehre beim Katasteramt in Niebüll an. Im Rahmen seiner Ausbildung muß er von dort aus ab 1. Oktober 1960 für zweieinhalb Jahre nach Berlin.

Johannes "Haschi" Jannsens Wunsch ist es, mit Husum 18 einmal in der Landesliga zu spielen; er spielt am liebsten Halbstürmer oder Außenläufer. Hoffen wir, daß Johannes "Haschi" Jannsen von Berlin aus bald wieder zu Husum 18 kommt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. April

Herzliche Glückwünsche ...

zur Geburt ihrer Tochter Kersten Horst Groß und Frau.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Osterausflug der Reserven

Bei der Suche nach einem Osterspiel für die beiden Reservemannschaften erinnerte sich der Spielausschuß des Kreisklassenvereins TSV Barlt, zu dem die Reserven schon vor vier Jahren einmal hingefahren waren. Schon der herrliche Sonnenschein bei der Abfahrt im neuen Omnibus versprach ein rechtes Ostererlebnis, wie die Reserven es von vorhergehenden Jahren gewohnt waren. Es hat immer einen besonderen Reiz, gegen eine Mannschaft anzutreten, gegen die man während der Punktrunde nicht zu spielen hat. Nachdem sich die Spieler der dritten Mannschaft im großen Saal der Barlter Wirtschaft "Harmonie" umgezogen hatten, gingen sie auf den nahe gelegenen Sportplatz, um schon vor dem Spiel ein wenig den Zuschauern zu imponieren. Endlich erschienen auch die Gastgeber in ihrem weiß-roten Dreß, und jeder fühlt es sich so recht "in Form", groß aufzuspielen. Das erste Tor erzielte zwar unsere 1c, aber leider hatte der Schütze den Ball ins eigene Netz geschossen, so daß die Platzherren überraschend führten. Bis zur Halbzeit erreichten wir ein 2:2-Unentschieden, bevor wir in der zweiten Hälfte unsere Überlegenheit durch vier weitere Treffer zahlenmäßig ausdrücken konnten.

Unsere 1b-Mannschaft, die anschließend gegen die erste Mannschaft des Gastgebers spielte, hatte noch weit mehr als die 1c unter den widrigen Platzverhältnissen zu leiden, so daß es gegen die eifrigen Barlter bis zum Wechsel ebenfalls nur zu einem 2:2-Unentschieden langte. Auch in den letzten 45 Minuten zeigten sich die Platzherren durchaus als gleichwertig. So blieb es beim 2:2-Unentschieden.

In der "Harmonie" traf man sich nach dem Spiel zu einem gemütlichen Beisammensein, daß sich wegen der guten Stimmung bis nach Mitternacht ausdehnte. Beim Abschied gab man sich das gegenseitige Versprechen, sich zu Pfingsten in Husum wiederzutreffen.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Mai

Johannes Thordsen berichtet über Afrikareise

   

Viele 18er hatten sich in Wohlerts Gaststätte eingefunden, um der Einladung des Vorstandes zu einem interessanten Bericht von Johannes Thordsen über seine Afrikareise zu folgen. Unser Ehrenvorsitzender hatte er mit seiner Frau und einigen Bekannten acht Wochen lang den Kongo bereist. In einer kurzen Einführung gab Johannes Thordsen einen Überblick über die Reiseroute, die die kleine Gruppe über die Savanne, Steppe und in den Urwald führte. In bunten Farben malte der Vortragende das Bild der exotischen Tier und Pflanzenwelt. Er zeigte sich als Kenner der Sitten der afrikanischen Negerstämme, wußte über die Bedeutung ihrer geheimnisvollen Tänze zu erzählen und umriß die soziale Stellung der einzelnen Stämme innerhalb des schwarzen Kontinents. Aus eigener Erfahrung konnte Johannes Thordsen berichten, zu welch grausigen Ausschreitungen es bei den Völkern kommt, die um ihre Unabhängigkeit kämpfen.

Anschließend zeigte Johannes Thordsen zwei Filme, die er während der Reise selbst gedreht hatte. Die Aufnahmen der Negertänze, die ohne das Wissen der Eingeborenen gemacht worden waren, entlocken den Zuschauern immer wieder Überraschungsrufe. Danach führte Johannes Thordsen etwa 300 der Farbdias vor, zu denen er zusammen mit Frau Thordsen, die Erklärung gab. Jedes Tier und jede Pflanze wußten sie mit Namen zu benennen. Zu den Aufnahmen der Eingeborenen erzählten sie von deren Lebensgewohnheiten, von denen der Europäer nur allzu wenig weiß. Herzlicher Beifall der zahlreichen Zuschauer dankte Johannes Thordsen und Irene Thordsenfür ihren äußerst lehrreichen Vortrag. Johannes Thordsen gedenkt über seine Afrikareise ein Buch zu schreiben, das zugleich sein erstes sein wird.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Mai

Es war vor neun Jahren

   

In diesem Monat, zum 9. Geburtstag unserer Vereinsnachrichten, wollen wir einmal einen Blick in die 1. Nummer unserer Zeitschrift werfen. Sie umfaßte damals zwei Blätter, die noch ungeheftet waren. Die Titelseite hatte einen etwas anderen Kopf.

In ihr finden wir die Spitzenspieler der damaligen Liga aufgeführt: Karl-Ernst Nehlsen, August Carstens, Gerhard Präger, Karl Etteldorf, Helmuth Huß, Kurt Klose, Johannes Wulff, Paul Anders, Erwin Panten, Arthur Grabert, Max Sönnichsen, Otto Roscher, Horst Dumbke, Lothar Muschinski, Peter Neupert, Otto Köster, Joachim Köpke. Die Spieler, von denen heute noch Gerhard Präger in der Liga und Peter Neupert in der Reserve aktiv sind, wurden damals von Julius Huber trainiert.

Die Jungmannen waren Bezirksmeister nach folgenden Spielen

gegen Westerland   3:1   Punktspiel
gegen Vorwärts Schleswig   2:1   Punktspiel
gegen Frisia Husum   4:1   Freundschaftsspiel
gegen Heider SV   5:2   Freundschaftsspiel
gegen IF Tönning   14:0   Freundschaftsspiel
gegen Flensburg 08   3:2   Punktspiel
gegen Frisia Husum   4:0   Punktspiel
gegen SIF Schleswig   11:0   Punktspiel
gegen Schleswig 06   4:0   Punktspiel
gegen Kappeln   7:0   Punktspiel
gegen VfB Flensburg   7:3   Punktspiel
gegen Boldklubben Kopenhagen   4:2   Freundschaftsspiel
gegen VfL Flensburg   1:3   Punktspiel

Torverhältnis   69:14    

 

Im Mai vor neun Jahren waren die Vereine Boldklubben Kopenhagen und TSV Klausdorf bei uns zu Gast. Der Verein Flensburg 08 kam wie in diesem Jahr wieder zu einem Pokalspiel nach Husum. Er gewann gegen uns mit 5:2 Toren. Schleswig 06 verlor in einem Freundschaftstreffen mit 1:0 Toren gegen uns. Die Schleswiger hatten damals den sechsten Tabellenplatz in der Landesliga inne. In einem Ausschnitt aus einem Sportmegaphon heißt es in der Kritik zum Spiel Schwartau - Itzehoe:

"Zu Zwischenfällen kam es erfreulicherweise nicht. Das lag nicht allein an der ausgezeichneten Platzordnung, sondern vor allem an der vortrefflichen Schiedsrichterleistung des Husumer Hermann Bahnsen, der alles sah, energisch durchgriff und kaum einen Fehler machte. Hermann Bahnsen, der Obmann für Schiedsrichterwesen bei Husum 18, gehört übrigens zu den bisher am meisten in der Amateurliga eingesetzten Schiedsrichtern. Er, Präfke und Holstein (Kiel) leiteten in dieser Runde je 12 Spiele."

In der ersten Nummer finden wir auch Berichte über unsere Handball- und Tischtennisabteilung, die wir beide heute nicht mehr haben.

Wenn man all diese Begebenheiten noch einmal nachlesen will, so ist das einzig und allein der Vereinszeitschrift zu verdanken, die guten Dienst als Vereinschronik tut. An dieser Stelle möchte ich mit einer Bitte an den Leser herantreten: Wer ist im Besitze folgender Nummern der Vereinsnachrichten und bereit, sie dem Verein zu überlassen?

Jahrgang Nummer
2 8
3 11
7 8
7 10
7 11

Die Vereinsnachrichten können bei Ule Lange im Altdeutschen Haus für Karl-Bernhard Mölck oder bei mir persönlich abgegeben werden.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Mai

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Heinz Otto Liebig, Husum, Buchenweg 9
2. Bernd Menke, Hockensbüll 13
3. Hermann Pohlmann, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 22
4. Herbert Siebels, Husum, Bredstedter Straße 15


Austrittserklärungen
1. Fred Halberstadt, Husum, Parkstraße
2. Wilfried Jarren, Husum, Kuhgräsung 30
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Tabellen

2. Amateurliga
Stand 1.5.60 Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 28 81:37 43:8  
Husum 18 28 93:36 43:13  
TSV Friedrichsberg 28 96:43 41:15  
VfB Nordmark Flensburg 29 68:45 39:19  
TSV Kappeln 28 58:54 31:25  
SIF Schleswig 29 74:62 30:28  
TSV Nord Harrislee 29 58:46 29:27  
FSV Wyk 25 58:47 28:22  
Rasensport Schleswig 27 67:61 28:26  
Vorwärts Flensburg 28 73:55 28:28  
TSV Westerland 26 62:79 22:30  
TSV Weiche West 29 48:87 20:38  
TSV Rantrum 29 40:92 17:41  
Bredstedter TSV 30 56:105 17:43  
DGF Flensburg 28 50:76 16:40  
Nordmark Satrup 30 50:107 13:47  
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die letzten Ergebnisse

2. Amateurliga
3.4.: TSV Weiche-West - Husum 18 1:2 (0:1)
10.4.: Husum 18 - Rasensport Schleswig 6:0 (2:0)
16.4.: Husum 18 - DGF Flensborg 3:1 (1:1)
1.5.: TSV Nord - Husum 18 4:1 (0:1)

1. Kreisklasse
17.4.: TSV Barlt - Husum 18 Ib 0:2 (0:2)
24.4.: Husum 18 Ib - Bredstedter TSV kampflos für Husum 18
1.5.: Husum 18 Ib - TSV Garding 8:1 (3:0)

2. Kreisklasse
17.4.: TSV Barlt Ib - Husum 18 Ic 2:6 (2:3)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Mai

Neue Termine und anderes

Die beiden letzten Punktspiele unserer Liga sind wie folgt angesetzt worden: Am 15. Mai in Niebüll gegen den jetzigen Tabellenführer und am 12. Juli in Husum gegen den Wyker SV. Zwischen beiden Begegnungen liegt also eine fast vierwöchige Pause.

Ein sportlicher Leckerbissen wird dem Husumer Publikum am 8. Mai im Friesenstadion geboten. Husum 18 trägt ein Pokalspiel gegen den Landesligaverein Flensburg 08 aus.


Schon jetzt steht fest, daß TSV Tönning und IF Husum für den Kreis Husum/Eiderstedt an den Aufstiegsspielen zur zweiten Amateurliga teilnehmen.


Unseren Ligaspieler Peter Boyke Jacobs werden die Zuschauer demnächst vergeblich in der Mannschaft suchen. Peter Boyke Jacobs fuhr für längere Zeit zu Verwandten nach Casablanca.


Unsere Jungmannenspieler Udo Bremser und Krebs spielten in der Auswahl des Kreises Husum / Eiderstedt in Schleswig um die Bezirksmeisterschaft. Unsere Kreisauswahl errang den dritten Platz hinter Flensburg und Schleswig.


In der April-Ausgabe fand der Leser auf Seite zwei eine kleine Notiz unter der Überschrift "Keinen Elfmeter mehr". Sicher hat jeder gleich gemerkt, daß es ein Aprilscherz war, und wer es nicht herausgefunden hat, wird sicher auch keinen rachelüsternden Groll gegen den Pressewart hegen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Mai

Herzliche Glückwünsche ...

zur Verlobung Peter Römer Peters und Marie-Luise Diedrichsen,

ebenfalls zur Verlobung Eckhard Sers und Irmgard Nichau.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. Mai

Gegen Heide und VfB Flensburg

Im letzten Monat trugen unsere Jugendmannschaften an zwei großen Spieltagen in allen Klassen Spiele gegen die Jugendabteilung des Heider SV und des VfB Flensburg aus.

Die zweite Knabenmannschaft erreichte gegen die Flensburger in einem temperamentvollen Treffen ein beachtliches 0:0-Unentschieden. Besonders gefielen die vielen neuen Spieler. Neben der guten Torwartleistung von Harry Petersen sind Heinz Otto Liebig, Hans-Lorenz Böhnert und Hans-Ulrich Knüppel zu loben.

Die erste Knabengarnitur "glänzte" durch völlig unkonzentriertes Spielen. Sie unterlag den Flensburger mit 2:0 Toren.

Eine Freude war es, der ersten Schülermannschaft zuzusehen. Den ersten Treffer für Husum 18 erzielte Hans-Werner Heber, der ebenfalls das letzte Tor schoß. Dazwischen aber kamen drei Tore durch Starken II, ebenfalls drei Treffer durch Jens-Jürgen Schwartz, zwei erhielt Jörn Lüthke und Starken I war einmal erfolgreich. Wer zusammenzählt, kommt zu einem stattlichen 11:0-Sieg unserer Schüler.

Im Jugendspiel kamen die 18er nach dem Halbzeitstand von 1:1 durch zwei schöne Tore von Dieter "Schorsch" Schleger zu einem knappen 3:2-Erfolg.

Es gab also mit zwei Niederlagen, einem Unentschieden und zwei Siegen im großen ein Unentschieden nach Punkten, während das Torverhältnis mit 14:12 einen leichten Vorteil für unsere Jungen bedeutet.


So gut wie gegen Flensburg schnitten unsere Mannschaften in Heide bei weitem nicht ab. Die Heider stellen mehrere Bezirksmeister, gegen die ein Unentschieden schon viel bedeutet.

Den einzigen Sieg für Husum 18 errang die zweite Knabenmannschaft, die mit den herausragenden Spielern Peter Frey, Peter Jacobs, Hans-Ulrich Knüppel, Sönke Goldschmidt und Armin Christiansen mit 2:1 Toren gewinnen konnte.

Die ersten Knaben verloren mit einigen Neulingen, die für die Mannschaft einen guten Gewinn bedeuten, nach einer unentschiedenen Halbzeit mit 4:1 Toren. Zweistellig mußte sich unsere zweite Schülermannschaft geschlagen bekennen. 11 Treffer erzielten die Haider, ohne einen Gegentreffer hinnehmen zu müssen.

Die ersten Schüler hatten praktisch mit dem Augenblick verloren, als sie einen Spieler durch Hinausstellung verloren. Fünfmal fanden die wuchtigen und placiert geschossenen Bälle der Heider Stürmer ihr Ziel, während sie ihr Tor unbeschossen über die Zeit brachten.

Ein gleichwertiges Treffen lieferten sich die Jugendmannschaften beider Vereine. Nachdem unsere Jungen in der ersten Halbzeit mit einem Tor geführt hatten, mußten sie in der zweiten Hälfte den Ausgleich hinnehmen, der durchaus dem Spielverlauf entsprachen.

Das Gesamtergebnis: 3 Niederlagen, 1 Unentschieden und ein Sieg, das Torverhältnis 22:4 für Heide.


Das Training der Jugendabteilung

Knaben: Mittwoch ab 17.30 Uhr bei Erich Wiegand
Schüler: Donnerstag ab 18 Uhr bei Peter Jarosch
Jugend: Freitag ab 18.30 Uhr bei Dieter Schladetzky
Jungmannen: Mittwoch ab 19 Uhr bei Günther Präger

Die letzten Ergebnisse ...

1. Knaben
9.4.: Husum 18 - VfB Flensburg 0:2 (0:2)
18.4.: Heider SV - Husum 18 4:1 (1:1)
24.4.: Husum 18 - Bredstedter TSV 0:1 (0:0)

2. Knaben
9.4.: Husum 18 - VfB Flensburg 0:0 (0:0)
18.4.: Heider SV - Husum 18 1:2 (0:1)
24.4.: Husum 18 - TSV Rantrum 1:0 (0:0)

1. Schüler
9.4.: Husum 18 - VfB Flensburg 11:0 (3:0)
18.4.: Heider SV - Husum 18 5:0 (1:0)
24.4.: Husum 18 - Bredstedter TSV 2:0 (0:0)

2. Schüler
9.4.: Husum 18 - VfB Flensburg 0:8 (0:2)
18.4.: Heider SV - Husum 18 11:0 (2:0)
24.4.: Husum 18 - TSV Rantrum 0:2 (0:1)

Jugend
9.4.: Husum 18 - VfB Flensburg 3:2 (1:1)
18.4.: Heider SV - Husum 18 1:1 (0:1)
24.4.: Husum 18 - Bredstedter TSV 4:2 (2:0)

Jungmannen (Kreis)
18.4.: Heider SV - Husum 18 10:0 (6:0)

Jungmannen (Bezirk)
10.4.: Husum 18 - Rasensport Schleswig 4:2 (2:2)
16.4.: Husum 18 - DGF Flensborg 1:9 (1:3)
18.4.: Heider SV - Husum 18 16:0 (7:0)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Tabelle

1. Kreisklasse
Stand 1.5.60 Spiele Punkte Tore  
Husum 18 Ib 22 39:5 87:27  
IF Husum 22 32:12 77:37  
TSV Tönning 22 31:13 94:39  
IF Tönning 22 29:15 91:57  
HESV Frisia 3 22 27:17 88:46  
FC Langenhorn 22 26:18 69:47  
TSV St. Peter 22 24:20 67:53  
TSV Rantrum Ib 22 18:26 62:82  
BW Friedrichstadt 22 14:30 53:68  
Bredstedter TSV Ib 21 10:32 23:136  
TSV Garding 22 9:35 61:116  
TV Norderstapel 21 1:41 29:93  


Mit einem klaren Sieben-Punkte-Vorsprung ist unsere Reserve damit wieder Kreismeister. Die Tabellen der anderen Klassen bringen wir in der Juni-Ausgabe.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Kreuz und quer

Strafbank für "Sünder"

Mit einem interessanten Vorschlag meldete sich der vor kurzem der in den Fußball-Ruhestand getretene bekannte britische Schiedsrichter Mervyn Griffiths zu Wort. Er fordert die Einführung eines Feldverweises auf Zeit nach dem Vorbild des Eishockeys. "Es gibt beim Fußballspiel Vergehen, die nicht schwer genug sind, den Platzverweis für das ganze Spiel zu rechtfertigen, die aber eine strengere Strafe als einen Freistoß oder eine Verwarnung erfordert. Für solche Regelverstöße wäre die 'Strafbank' mit Ausschlüssen von 10, 15 und 20 Minuten Dauer die geeignete Strafe. Ich bin überzeugt, daß manches Foul und manche andere unsportliche Handlung unterbliebe, wenn der Schuldige wüßte, daß seine Mannschaft dafür eine möglicherweise entscheidende zahlenmäßige Schwächung in Kauf nehmen müßte. Ich werde meinen Vorschlag den zuständigen Instanzen vorlegen. Er ist, glaube ich, einer gründlichen Prüfung wert."

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Rückblick

Vorstandssitzung

Für die Vorstandsmitglieder wird darauf hingewiesen, daß am 27. Juni um 20 Uhr im Altdeutschen Haus eine Vorstandssitzung stattfindet. Da die Tagesordnung für die diesjährige Jahreshauptversammlung besprochen werden soll, wird um vollständiges Erscheinen gebeten.

Nachdem jetzt die Frage der Meisterschaft im Bezirk Nord entschieden ist, dürfen wir rückblickend mit den Leistungen unserer Seniorenmannschaften mehr als zufrieden sein. Gewinnt die Liga das noch ausstehende. Spiel gegen den Wyker SV, so kann sie den zweiten Tabellenplatz halten und damit die Vizemeisterschaft gegenüber Friedrichsberg behaupten. Viele mögen enttäuscht sein, daß das höchste Ziel, die Meisterschaft, nicht erreicht wurde. Man darf aber nicht vergessen, daß die Liga am Schluß der letzten Spielserie nur an 12. Stelle stand. Sie hat sich also in dieser Serie um 10 Plätze nach vorn gespielt.

Das erstrebenswerteste Ziel im Fußball ist zwar stets die Meisterschaft und nach Möglichkeit sogar der Aufstieg in die höhere Spielklaße, aber man soll mit den durchschnittlich guten Spielen unserer Mannschaft zufrieden sein, denn wer weiß, wie ist der Liga in der ersten Amateurliga ergangen wäre. Es ist der Freude zum Spiel bestimmt abträglich, wenn Sonntag für Sonntag Punkte eingebüßt werden.

Als ich mit Beginn der Serie das Training der Senioren übernahm, stand mir reichlich Spielermaterial zur Verfügung. Die Spieler, die in der Liga eingesetzt wurden, haben ihre ganze Kraft, ihr ganzes Können, eingesetzt, und wenn eben "nur" der zweite Tabellenplatz erreicht wurde, so langten die Kräfte der Spieler nicht, um den erbitterten Kampf um die Meisterschaft durchzustehen.

Daß der Kreis der Ligaspieler sich nicht nur auf 11 Spieler beschränkt, beweist, daß die erste Reserve in der Kreisklasse mit deutlichem Abstand die Meisterschaft errang. Immer wieder konnte ich bei Verletzungen auf Spieler der Reserve zurückgreifen, ohne einen Ausfall befürchten zu müssen. Für die meisten Posten stehen mehrere gleichwertige Spieler zur Verfügung. Über die Aufstellung kann folglich nur die jeweilige Form der einzelnen entscheiden. Es muß nicht sein, daß ein Spieler Punktspiel für Punktspiel in der Liga bestreitet, nur weil er Müller oder Kunze heißt. Wer sich in einer schlechten Form weiß, sollte einsichtig sein und bereitwillig einen anderen an seine Stelle treten lassen. Durch fleißiges Trainieren hat er die Möglichkeit, jederzeit seinen alten Posten wieder einnehmen zu können.

Die Meisterschaft ihrer Klasse errang ebenfalls die zweiteI Reserve. Während der zwölf Punktspiele büßte sie nicht einen einzigen Punkt ein. Was ich bereits über das Vorrücken der Reservespieler in die Liga sagte, gilt in gleichem Maße für Spieler der zweiten Reserve, die in der ersten Reserve spielen möchten.

Den Spielern aller drei Seniorenmannschaften danke ich für ihren bereitwilligen Einsatz während der Punktrunde und für den regen Trainingsbesuch. Durchschnittlich nahmen 25 bis 30 Spieler an den Übungsstunden teil. Bei dieser großen Zahl ist es naturgemäß nicht möglich, sich mit dem einzelnen so intensiv zu beschäftigen, wie an sich erforderlich ist. So blieb das Training oft nur Körperschulung, Konditionstraining. In der kommenden Serie werde ich nach Möglichkeit die Spieler für das Training in Gruppen einteilen, um so stets nur eine geringe Anzahl betreuen zu können. So kann ich mich dem einzelnen mehr widmen, seine Anlagen besser fördern.

Mein Dank gilt aber nicht nur den spielerisch Aktiven, sondern ich bedanke mich ganz besonders bei den Spielausschußmitgliedern, die für meine Arbeit großes Verständnis zeigten und mir mit Rat und Tat zur Seite standen.

Die kommende Serie wird sicher viele gute Mannschaften im Kampf um die Meisterschaft sehen. Falls Niebüll den Aufstieg nicht schaffen sollte, werden es neben Niebüll in erster Linie Frisia, Friedrichsberg und Nordmark sein. Ich glaube aber, daß wir unsere Hoffnungen gegenüber dem Vorjahr nicht herunterzusetzen brauchen. Allerdings erhoffe ich mir etwas mehr Glück, ohne das es selbst oder gerade im Fußball nun einmal nicht geht, das uns aber in der vergangenen Serie nicht einmal hold war.

Die kommenden Wochen sollen ganz der Entspannung dienen. Losgelöst vom Fußball wollen wir neue Kräfte sammeln für die neuen Aufgaben. Erst in der zweiten Julihälfte nehmen wir das Training wieder auf, um uns vorzubereiten auf die Herbstserie 1960, für die ich allen Spielern und Mannschaften viel Glück und Erfolg wünsche.

Karl Etteldorf
leer  

1960

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Der Kreisfußballverband tagte

Am Freitag, dem 6. Mai, fand in Andresens Gasthof in Rantrum der diesjährige Kreisfußballverbandstag statt. Kunkel (TSV Tönning), der seit längerer Zeit für den ausgeschiedenen Lothar Strehlow kommissarisch erster Vorsitzender war, eröffnete die Tagung und begrüßte im Namen des Kreisfußballverbandes die Delegierten der Vereine, den ersten Vorsitzenden des Bezirks II, Hans Hansen (Flensburg 08), den Presse- und Werbewart des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Dr. Hans Skambraks (Niebüll), den Träger der silbernen Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Schinkel, und die Vertreter der Presse.

In seiner Ansprache dankte Kunkel besonders Lothar Strehlow, der viele Jahre den Vorsitz im Kreisfußballverband führte und aus beruflichen Gründen leider ausscheiden mußte.

Auf der Tagung waren außer Blau-Weiß Friedrichstadt und dem FC Langenhorn alle Vereine durch Delegierte vertreten, so daß sich eine Stimmenzahl von 55 ergab. Als Wahlausschuß wurden Hans Scholz und Emilius Petersen (beide Husum) gewählt, die aber während des ganzen Abends nicht in Tätigkeit zu treten brauchten, da man sich stets auf einen Kandidaten bei den neu zu besetzenden Posten einigte.

Die Tätigkeitsberichte der Ausschüsse lagen der Versammlung schriftlich vor, so daß auf ihre Lesung verzichtet werden konnte. Aus dem Bericht des Spielausschußobmannes Emilius Petersen (Husum 18) ging hervor, daß Husum 18 den Meister der ersten und zweiten Kreisklasse stellt. An den Aufstiegsspielen zur zweiten Amateurliga nehmen für den Kreis Husum/Eiderstedt TSV Tönning und IF Husum teil.

Kreismeister ihrer Spielklassen wurden die Knaben von Frisia, die Schüler von TSV Tönning, die Jugend von Frisia. Der Meister der Jungmannen auf Kreisebene konnte wegen eines noch ausstehenden Spiels bisher nicht ermittelt werden. Als Anerkennung für die Erringung der Meisterschaft erhielten TSV Tönning und Frisia neben der üblichen Urkunde je einen Jugendfußball überreicht.

Hans Hansen überbrachte die Grüße des Bezirks II. Er betonte, daß man nicht allzu scharfe Kritik an dem Vorstand üben dürfe, da alle Mitglieder ehrenamtlich tätig seien. Er wünsche für das kommende Jahr zum Wohle des Fußballsports noch bessere Zusammenarbeit und Kollegialität zwischen den einzelnen Kreisen des Bezirks. Die Grüße des Landesverbandes überbrachte Dr. Hans Skambraks. Er wies auf eine Schrift zur Zuschauererziehung hin, die der Verband in Kürze herausgibt und die den Zuschauern mit Beginn der neuen Spielzeit durch die Vereine beim Sportplatzbesuch kostenlos ausgehändigt werden.

Und der Punkt 8 der Tagesordnung kann man zum interessantesten Teil des Abends, zu den Neuwahlen. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis (alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt):

a) 1. Vorsitzender: Erich Koschner Frisia Neuwahl
b) 2. Vorsitzender Kunkel TSV Tönning Wiederwahl
c) Schriftwart: Hoffmann TSV Tönning Neuwahl
d) Spielausschußobmann: Emilius Petersen Husum 18 Neuwahl
e) Jugendausschußobmann: Da sich kein Kandidat fand, wurde der Vorstand ermächtigt, den Obmann kommissarisch zu ernennen.
f) Schiedsrichterobmann: Hermann Bahnsen Husum 18 Wiederwahl
g) Beisitzer für den Jugend- und Spielausschuß: Thomas Hansen Bredstedt Wiederwahl
h) Kreisgerichtsvorsitzender: Boe TSV Tönning Wiederwahl
i) Beisitzer für das Kreisgebiet: Johannsen Rantrum Neuwahl
    Kleinert TSV Tönning Neuwahl
k) Kassenprüfer: Hans Weinstein Husum 18 Neuwahl

Anträge lagen der Versammlung nicht vor. Als Tagungsort des Verbandstages 1961 wurde Bredstedt bestimmt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Pokalspiel gegen Frisia

   

Im Spiel um den karl-Aslev-Pokal unterlag unsere Liga der Ligamannschaft des HESV Frisia im Friesenstadion mit 4:2 Toren. Bei strömendem Regen wurde das Spiel von Schiedsrichter Prodöhl angepfiffen. Trotz des schlechten Wetters wurde es ein interessantes Treffen, bei dem die Zuschauer begeistert mitgingen.

Für den verletzten Eckhard Sers (Fingerbruch im Spiel gegen Niebüll) hütete Sven Andresen unser Tor. An dem Führungstreffer der Ortsrivalen gleich nach Spielbeginn war Sven Andresen völlig schuldlos. Er verlor auch keineswegs sein Selbstvertrauen. Als die Frisianer kurze Zeit später einen Handelfmeter zugesprochen bekamen, war die Partie scheinbar schon zu unseren Ungunsten entschieden. K. Pohns aber verschoß den Strafstoß, der von dem gut reagierenden Sven Andresen vielleicht sowieso gehalten worden wäre.

Nachdem Frisia damit eine gute Möglichkeit vergeben hatte, bekam jetzt unsere Liga langsam Oberwasser. Bis zum Halbzeitpfiff blieb sie den Frisianern spielerisch wie auch kämpferisch feldüberlegen.

Besonders Gerhard "Gerd" Präger und Günter Nommensen in der Abwehr ließen den gefährlichen Stürmern keine Chance. Energisch fuhren sie dazwischen, wenn es die Situation erforderte. Dadurch, daß die Verteidiger und der Mittelläufer das Feld beherrschten, hatten die Außenläufer Horst Groß und Johannes "Haschi" Jannsen Gelegenheit, dem Sturm mit nützlichen Vorlagen zu dienen.

Diese wurden auch weidlich genutzt. Vor allen Dingen Manfred "Manni" Hoppe tauchte oft gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Unser Rechtsaußen war dem linken Verteidiger der Frisianer, Nußbaum, im Allgemeinen nicht gewachsen. Deshalb wurden die Angriffe klugerweise über die linke Seite vorgetragen. Die guten Kombinationen und scharfen Schüsse unserer Läuferreihe und Stürmer brachten uns bis zur Halbzeit mit 2:1 Toren in Führung.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Frisianer bereits nicht mehr recht im Bilde. Ohne Unterbrechung hätte wahrscheinlich die Überlegenheit unserer Liga angedauert. Nach der Pause hatten die Frisianer genau wie zu Beginn einen sehr guten Start. Nachdem sie gleichgezogen hatten, nutzten sie die allgemeine Überraschung. Innerhalb von 10 Minuten zogen sie auf 4:2 davon.

Nur allmählich fand sich unsere Liga zu energischen Widerstand, so daß die gegnerische Mannschaft bis zur Mitte der zweiten Hälfte mehr vom Spiel hatte. Dann allerdings spielte unsere Mannschaft bereits annähernd gleichwertig. Erst gegen Schluß des Treffens aber wurde die Form von vor der Pause erreicht, so daß es schon zu spät war, um noch eine Wendung herbeizuführen.

Aufgrund der zweiten Halbzeit und der stärkeren Kondition ist der Sieg der Frisianer als verdient anzusehen. Er fiel aber mit 4:2 Toren etwas zu eindeutig aus, denn wir waren dem 4:3 näher als die Frisianer dem 5:2.

Zu beachten war die gute Haltung des Publikums, das sich, von einigen Zuschauern abgesehen, sehr objektiv zeigte.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Juni

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Uwe von Ahsen, Husum, Osterende 114
2. Manfred Hansen, Husum, Omnisbusbahnhof
3. Werner Junghanns, Husum, Wilhelmstraße 10
4. Friedel Peters, Husum, Flensburger Chaussee 41
5. Werner Steffen, Husum, Flensburger Chaussee 41
6. Alfred Weich, Husum, Flensburger Chaussee 41
7. Helmut Werner, Husum, Hansenstraße 12
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Regelverstöße bei der Strafstoßausführung

In dem zweiten Teil des Artikels "Der Elfmeter, wie ihn der Schiedsrichter sieht" soll dargestellt werden, wann ein Strafstoß regelrecht oder regelwidrig ausgeführt ist.

Um mit dem einfacheren Teil zu beginnen, sollen zuerst die Vergehen der verteidigenden Mannschaft untersucht werden. Folgende Regelwidrigkeiten sind möglich: Der Torwart steht nicht, wie es vorgeschrieben ist, mit beiden Füßen auf der Torlinie, oder er bewegt sich von dort fort, bevor der Ball geschossen wurde; ein Feldspieler der verteidigenden Mannschaft dringt in den Strafraum ein, bevor der Ball im Spiel ist. Im Falle des Strafstoßes ist der Ball erst dann ins Spiel, wenn er den Weg seines Umfanges zurückgelegt hat. Bei den genannten Vergehen wird der Strafstoß in jedem Fall wiederholt, wenn ein Tor nicht erzielt wurde. Wurde ein Tor erzielt, so ist es unter Berücksichtigung der Vorteilsbestimmung anzuerkennen.

Viel schwieriger wird die Entscheidung bei einem Vergehen der angreifenden Mannschaft. Einen Freistoß für die verteidigende Mannschaft gibt es, wenn der Strafstoßschütze den Ball ein zweites Mal berührt, ohne daß vorher ein anderer Spieler den Ball gespielt hat. Der Strafstoßschütze darf also den Ball nicht noch einmal schießen, wenn er von der Latte oder von einem Pfosten zurückspringt oder vor dem Tor liegen bleibt. Einen Freistoß gibt es ebenfalls, wenn er den Ball zurückspielt.

Läuft ein Spieler der angreifenden Partei zu früh in den Strafraum, so wird der Strafstoß wiederholt, wenn ein Tor direkt erzielt wurde. Prallt der Ball vom Torwart, von der Latte oder von einem Pfosten zurück, so ist das Spiel mit Schiedsrichterball fortzusetzen, wenn der zu früh eingedrungene Spieler den Ball auf das Tor schießt. Geht sein Schuß über die Torlinie ins Aus, so ist auf Abstoß zu erkennen.

Dritte Möglichkeit ist, daß Spieler beider Parteien eine Regelwidrigkeit begehen. In einem solchen Falle wird der Strafstoß stets wiederholt. Erkennt der Schiedsrichter in den letzten Spielsekunden auf Strafstoß, so ist das Spiel zur Strafstoßausführung zu verlängern, während dies bei einem Eckball z.B. nicht gestattet ist. Die Abseitsregel findet beim Strafstoß in der bekannten Form Anwendung.

Wichtig beim Strafstoß ist vor allen Dingen, daß der Schiedsrichter stets den Erfolg des Strafstoßes abwartet, bevor er eingreift, weil er eine Regelwidrigkeit bemerkt hat. So findet die Vorteilsbestimmung gerade bei der Strafstoßausführung vorzügliche Anwendung.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Juni

Herzliche Glückwünsche ...

Nachträglich sagen wir unserem ersten Vorsitzenden Karl Krieger zu seinem 50. Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche.

Wir gratulieren den Spielern der ersten und zweiten Reservemannschaft zur Kreismeisterschaft der Spielzeit 1959/60.

In der ersten Kreisklasse belegt unsere Reserve den ersten Platz vor IF Tönning. Bei einem Torverhältnis von 87:27 beträgt das Punktverhältnis 39:5. Sie hat damit einen sieben-Punkte-Vorsprung gegenüber den Vizemeister IF Husum.

In der zweiten Kreisklasse errang unsere zweite Reserve die Meisterschaft ohne jeglichen Punktverlust. Mit 24:0 Punkten hat sie neun Punkte Vorsprung vor dem Vizemeister TSV Tönning. Das Torverhältnis unserer Reserve ist mit 86:21 Toren ebenfalls das beste der zweiten Kreisklasse, da Tabellenstände nicht in der Nummer enthalten sind!

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Vom Bezirkstag in Schleswig

Aus den Berichten der einzelnen Ausschüsse war zu entnehmen, daß im verflossenen Jahr recht gute Arbeit geleistet worden ist. Als Meister des Bezirks konnte der TSV Rot-Weiß Niebüll Urkunde und Anerkennung der Versammlung entgegennehmen, dem für die Aufstiegsspiele "Hals und Beinbruch" gewünscht wurde. Als bezirksbeste Jungmannen-Mannschaft hat sich in diesem Jahr DGF Flensborg erwiesen, der FTB stellte bei den Jungmannen den Bezirksmeister auf der auf Kreisebene spielenden Mannschaften. Die beste Jungmannen-Kreisauswahl stellte in diesem Jahr der Kreis Schleswig.

Nach der einstimmigen Entlastung des Gesamtvorstandes wurde von der Versammlung Horst Ritter (Rot-Weiß Niebüll) als zweiter Vorsitzender gewählt. Den Posten des Schriftführers nimmt Hans Scholz (Husum 18) ein, und als Beisitzer werden Hans Hammerich (Rasensport Schleswig) und Erich Koschner (Frisia Husum) fungieren. Spielausschußobmann blieb Rudolf Kurzke (Flensburg 08) ebenso Schiedsrichter-Obmann Hans Skands (TSV Westerland). Zum Vorsitzenden des Bezirksgerichts wurde für weitere zwei Jahre Erich Asmussen (Flensburg 08) gewählt, dem als Beisitzer Dr. Hans Skambraks (Rot-Weiß Niebüll), Karl Walter (Flensburg 08), Heinz Schink (Bredstedter TSV) und Otto Scheel (Schleswig) zugeteilt sind. Zum Kassenprüfer wurde Heinrich Iwersen (FTB) gewählt.

Der Bezirkstag nahm im übrigen einen Antrag des Spielausschusses an, in diesem Jahr, falls es dem TSV Rot-Weiß Niebüll gelingen sollte, in die erste Amateurliga aufzusteigen, mit 17 Vereinen zu spielen. Der Abstieg wurde für die Zukunft durch eine gleitende Skala geregelt, die es ermöglicht, die Staffel jeweils nur mit 16 Vereinen spielen zu lassen. Allerdings besteht hierdurch die Möglichkeit, daß im äußersten Falle - zwei Absteiger aus der ersten Amateurliga und kein Aufsteiger - fünf Vereine absteigen müssen.

Nach dem in den letzten Jahren das Interesse der Vereine an der Ausspielung des Dr.-Alslev-Pokals sehr nachgelassen hat, beschloß die Versammlung, diesen Pokal der Jugend zur Verfügung zu stellen. In Zukunft werden die vier Kreismeister der Jungmannen diesen Pokal ausspielen.

Man kam weiter überein, am Volkstrauertag und Totensonntag von Vormittagsveranstaltungen abzusehen.

Ein Antrag des TSV Kappeln, sämtliche Meister und Vizemeister der zweite Amateurliga in Zukunft an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teilnehmen zu lassen, soll vom Bezirk beim Fußball-Verbandstag des Landes eingebracht werden.

Ein Antrag des TSV Rantrum, bereits jetzt durch ein Entscheidungsspiel zwischen Rantrum und Bredstedt den zweiten Absteiger zu ermitteln, mußte aus satzungsrechtlichen Gründen abgelehnt werden, da der Bezirksvorstand bereits endgültig das Spiel Rot Weiß Niebüll - Bredstedter TSV neu angesagt hatte. Das Spiel wird am 22 Juni ausgetragen. Sollte der Bredstedter TSV in Niebüll ein Unentschieden oder gar einen Sieg erreichen, müßte der TSV Rantrum neben Nordmark Satrup absteigen. Anderenfalls tragen Rantrum und Bredstedt ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt aus.

Husumer Tageszeitung
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Die letzten Ergebnisse

2. Amateurliga
  Rot-Weiß Niebüll - Husum 18 3:2 (1:2)
  Husum 18 - Flensburg 08 2:3 (2:1)
  Husum 18 - TSV Rantrum 3:1 (2:1)
  HESV Frisia - Husum 18 4:2 (1:2)

1. Kreisklasse
  Husum 18 Ib - TSV Tönning 2:1 (1:1)
  TSV Garding - Husum 18 Ib 1:11 (0:5)
  TV Norderstapel - Husum 18 Ib 3:8 (1:2)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. Juni

So spielten sie ...

Jungmannen (Bezirk)
  Husum 18 - Flensburg 08 0:1 (0:1)
  Rot Weiß Niebüll - Husum 18 1:3 (1:1)

Jungmannen (Kreis)
  Husum 18 - TSV Tönning 5:3 (2:2)

Jugend
  Husum 18 - Flensburg 08 1:3 (0:3)

Schüler
  Husum 18 I - Flensburg 08 I 2:8 (1:3)
  Husum 18 II - Flensburg 08 II 1:4 (0:2)
  Norderstapel - Husum 18 0:11 (0:6)

Knaben
  Husum 18 I - Flensburg 08 I 1:5 (1:2)
  Husum 18 II - Flensburg 08 II 1:1 (0:1)
  Husum 18 I - Husum 18 II 2:0 (2:0)

Jugend A "Jungmannen"
Stand Spiele Punkte    
HESV Frisia 14 22:6    
TSV Rantrum 13 20:6    
TSV Tönning 13 17:9    
BW Friedrichstadt 14 17:11    
Husum 18 K 12 10:14    
IF Tönning 12 10:14    
TSV Garding 14 10:18    
TV Norderstapel 14 0:28    

Jugend B "Jugend"
Stand Spiele Punkte    
HESV Frisia 10 19:1 (M)  
TSV St. Peter 10 12:8    
Husum 18 10 11:9    
Bredstedter TSV 9 9:9    
IF Tönning 9 3:15    
TSV Rantrum 8 2:14    

Jugend C "Schüler"
Stand Spiele Punkte    
TSV Tönning 16 31:1 (M)  
HESV Frisia 16 28:4    
Husum 18 16 20:12    
BW Friedrichstadt 13 15:11    
Bredstedter TSV 14 12:16    
TV Norderstapel 13 10:16    
TSV Rantrum 13 9:17    
IF Tönning 15 4:26    
TSV Garding 16 3:29    

Jugend D "Knaben"
Stand Spiele Punkte    
HESV Frisia 8 15:1 (M)  
Bredstedter TSV 7 9:5    
TSV Tönning 8 6:10    
TSV Rantrum 7 5:9    
Husum 18 8 3:13    

Der Sportarzt spricht:

Seid nett zu euren Füßen!

Eigentlich sollte es nicht nötig sein, gerade euch Fußballjungen das zu sagen. Zwar spielen wir den Ball nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit dem Kopf, aber meistens doch mit beiden Füßen. Deshalb sollten wir die Füße nicht mißachten, sondern nett zu ihnen sein.

Wenn ich Jungen untersuche, die Fußball spielen, kann ich fast immer feststellen, daß viele von ihnen drei "Indianerstämmen" angehören. Ihr kennt sie sicher. Es sind die Plattfuß-, Schweißfuß- und Schwarzfußindianer. Die "Schwarzfußindianer" sind leider gerade bei den Fußballjungen recht zahlreich vertreten. Das ist schlecht; denn gerade Fußballjungen sollten besonders nett zu ihren Füßen sein.

Wie macht ihr das? Nun, dazu gehört in erster Linie, daß ihr die Haut eurer Füße, die doch den lieben langen Tag durch die sehr enge Hülle der Schuhe eingeengt ist, wenigstens peinlich sauber haltet. Dazu braucht ihr nichts weiter als Wasser, Seife, Bürste und Handtuch. Beim Waschen solltet ihr die Zwischenräume zwischen den Zehen nicht vergessen weder beim Waschen, noch vor allen Dingen beim Abtrocknen. Die Zehenzwischenräume sind der Ort, an dem viele Erkrankungen der Fußhaut zuerst entstehen, auch die lästigen Pilzerkrankungen, die bei Fußballjungen recht häufig sind.

Eine wahre Wohltat für eure Füße sind Wechselbäder. Zwei Schüsseln dazu finden sich wohl immer. In der einen ist Wasser von etwa 40 Grad, in der zweiten kaltes Wasser, wie es aus der Leitung kommt. Zuerst nun hinein mit den vorher sauber gewaschenen "Pedalen" in das warme, dann für kürzere Zeit in das kalte Wasser. Dabei sollten eure Füße immer in Bewegung sein: Zehen abwechselnd heben und krümmen, Füße in den Gelenken langsam, aber mit Anstrengung kreisen lassen, abwechselnd nach außen und nach innen. Die geringe Mühe, die so ein Wechselfußbad macht, wird euch vergolten durch ein Gefühl großen Wohlbehagens, auf das Fußballjungen nicht verzichten sollten! Auf solch einfache Weise könnt ihr dafür sorgen, daß ihr weder Schweiß- noch Senk- oder Plattfüße bekommt, die ihr als Fußballspieler nicht brauchen könnt.

Über den sauber gewaschenen Fuß zieht niemals einen verschwitzten oder gar verschmutzten Strumpf! Eure Strümpfe, und zwar im Winter wie im Sommer am besten Wollstrümpfe, hängt abends immer zum Auslüften an die frische Luft! Sagt der Mutter, daß es richtig ist, immer zwei Paar gleichzeitig in Benutzung zu haben, die täglich gewechselt werden. Das nicht benutzte Paar soll immer auslüften. Das ist gesund für eure Füße und auch schonender für eure Strümpfe.

Eure Schuhe zieht aus, sobald ihr zu Hause seid, denn auch sie sollen solange wie möglich auslüften! Vor allem aber eure Fußhaut braucht Berührung mit frischer Luft, die ihr der Haut am allerliebsten durch Barfußlaufen verschaffen könnt, was ihr immer bedenken solltet!

Eure Fußnägel solltet ihr einmal in der Woche mit einer Schere gerade abschneiden. Die Nagelecken laßt stehen, damit die Nagelränder nicht in die Zehenhaut einwachsen, was zu schmerzhaften Entzündungen und dazu führen kann, daß ihr vielleicht lange nicht Fußball spielen könnt. Das aber wollt ihr auf gar keinen Fall!

Habt ihr trotz guter Pflege Beschwerden mit euren Füßen, fragt euren Doktor, der euch raten und helfen wird. Doch das braucht ihr sicher nicht, wenn ihr ein wenig netter zu euren Füßen seid. Fußballjungen sind saubere Kerle! "Schwarzfußindianer" können wir bei uns nicht brauchen.

Dr. Harzheim

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Um den Pokal der Tageszeitung

In diesem Jahr spielen die Mannschaften der Kreisklasse wieder wie alljährlich um den begehrten Pokal der Husumer Tageszeitung.

Gespielt wird in folgenden Gruppen:

Gruppe A   Gruppe B
Husum 18 Ib   HESV Frisia Ib
Bredstedter TSV Ib   TSV Rantrum Ib
TSV Tönning Ib   IF Tönning
TV Norderstapel   TSV St. Peter
TSV Garding   FC Langenhorn

 

Nach den bisherigen Spielen gegen TSV Tönning (2:1), Garding (11:1) und Norderstapel (8:3) ist unsere Reserve immer noch ungeschlagen und führt die Gruppe A an.

Die beiden Gruppensieger stehen sich dann am 26 Juni im Endspiel um die Trophäe gegenüber. Sollte unsere Reserve das Endspiel erreichen und gewinnen, so geht der Pokal endgültig in ihren Besitz über.

Nach den Bestimmungen geht der Pokal dann in festen Besitz über, wenn eine Mannschaft ihn vier Mal errungen hat oder aber dreimal hintereinander. Unsere Reserve hat ihm bisher dreimal erkämpft und somit die besten Aussichten ihn für immer zu erhalten, denn daß sie das Endspiel erreicht, steht nach dem bisherigen Spielen wohl außer Zweifel. Wir wünschen unseren tüchtigen Reservisten viel Glück.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. Juli

Zwischen Mitternacht und Morgengrauen ...

... öffnet sich die Tür. Etwa zehn Gestalten verlassen in kleinen Gruppen nacheinander das bereits dunkle Lokal. Jeder der Herren trägt eine Mappe unter dem Arm, und die Scheinwerfer einer vorbeifahrenden Limousine werfen lange Schatten der Gestalten auf das Pflaster der holprigen Großstraße. Die Schritte der Männer hallen weit die Straße hinunter, und eine aufglimmende Zigarre läßt für Sekunden ein müdes, bleiches Gesicht in der Dunkelheit erscheinen. Nach kurzer Zeit wird der Kreis kleiner. In Gruppen zu zwei oder drei gehen die Gestalten nach einem letzten Gute-Nacht-Gruß in verschiedene Richtungen auseinander, und sie sind sich nicht einmal richtig bewußt, daß es bereits "heute" ist. Dann liegt die Straße wieder leer und verlassen, und die Nachtruhe wird nur durch das flutende Licht der Peitschenlampe gestört. Niemand hat etwas gehört oder gesehen. In aller Stille, in einem Hinterzimmer, wickelten die Herren ihre Geschäfte ab.

Natürlich sind es nicht, wie es geneigten Lesers kriminalromanlesenderweise geschulter Scharfsinn fälschlich kombiniert hat, staatsfeindliche Pläne schmiedender Untergrundbewegler, sondern es sind ganz einfach die Herren des Vorstandes von Husum 18.

Gegen 20 Uhr des Vortages haben sie sich im Vereinslokal "Altdeutsches Haus" mit der löblichen Absicht getroffen, innerhalb von zwei Stunden die anliegenden Geschäfte der letzten und nächsten Wochen schnellstens zu erledigen.

Nachdem dringende Paßangelegenheiten mit neuen Spielern und solche mit scheidenden Spielern (Frithjof Becker, Johannes Diekemper und Rolf Langbehn verließen uns) erledigt worden sind, beginnt die eigentliche Sitzung mit einstündiger Verspätung. Zwischenzeitlich haben sich die nicht beteiligten Vorstandsmitglieder (Paßangelegenheiten behandelt Werner Denckmann) über mehr oder minder vorstandssitzungsfremde Dinge ausgesprochen. Unser Schatzmeister, Hans Weinstein, ist gerade von seinem Italienurlaub (nicht Cadenabbia) zurückgekehrt, und von seinem Vertreter, Hans Thiele, übernimmt er wieder die Kassengeschäfte. Wie es sich für einen guten Schatzmeister gehört, feilscht Hans Weinstein nach echt orientalischer Manier um jeden Posten, den er zu zahlen hat. Ausgaben wie Telefongebühren und Fahrtkosten werden strengstens auf ihre Notwendigkeit hin geprüft, und die geringen Spieleinnahmen des letzten Spieles müssen sich einen mißtrauischen Blick gefallen lassen. Schließlich stimmt er allen Ausgaben zu und kann triumphierend ein kleines Bilderbuch von Geldscheinen der Kasse wieder zuführen, denn Hans Thiele hat sparsamer gewirtschaftet als erwartet. All diese Dinge gehören genauso zu einer Vorstandssitzung wie die Angelegenheiten, die wirklich dazu gehören.

Auf raschen Vorstandsbeschluß hin wird den drei scheidenden 18ern Frithjof Becker, Johannes Diekemper und Rolf Langbehn als bleibende Erinnerung an Husum 18 die Vereinsnadel überreicht. Damit ist gleich ein Thema angeschnitten. Da der Vorrat an Nadeln erschöpft ist, wird man sich einig, neue zu bestellen. Sollen es die gleichen wie vorher sein? Nicht unbedingt. Viele Vereine verkaufen ihre Nadeln in viel kleinerer Form, so daß man sie auch tragen kann, ohne auf zehn Schritt Entfernung als Vereinsmitglied erkannt zu werden. Also entschloß man sich, die Nadeln in zwei Größen zu bestellen, die in Kürze beim Vereinskassierer auch beim Sportplatzbesuch für 2 D-Mark zu erhalten sind. Entsprechend dem Verkauf wird man sich später für die größere oder kleinere Form entschließen.

Um noch etwas beim Geld zu verweilen, bittet Hans Weinstein alle Mitglieder, die wegen ihrer Lehrzeit einen Mitgliedsbeitrag von 0,75 D-Mark zahlen, sich zu melden, wenn ihre Lehrzeit beendet ist, damit der Verein in den Genuß des vollen Mitgliedsbeitrages von 1,50 D-Mark kommt. Viele unserer Mitglieder scheinen entgegen den üblichen Gewohnheiten nicht drei, sondern fünf oder sechs Jahre ihren Beruf zu erlernen. Daß sie so lange lernen, weil sie unfähig sind, die Prüfung zu bestehen, wagt der Vorstand mit gutem Recht nicht zu glauben.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß alle Mitglieder über 18 Jahre einen Versicherungsbeitrag von 1,20 D-Mark jährlich zu zahlen haben, der aber bei einigen noch aussteht (siehe dazu Versicherungsleistungen in der nächsten Ausgabe).

Für den Verbandstag am 3. Juli 1960, 9:30 Uhr, in Itzehoe, Waldrestaurant "Freudenthal", Rufnummer 2095, bestimmt der Vorstand die zu entsendenden Delegierten. Der Verbandstag ist für uns wichtig, weil auf Antrag Kappelns darüber abgestimmt werden soll, ob in Zukunft die beiden ersten Mannschaften der Bezirke an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teilnehmen sollen. Weiterhin geht es uns an, ob der bestehende Beschluß, daß ab 1. August 1960 (also Beginn der neuen Serie) auch Seniorenspieler einen Gesundheitspaß benötigen, um spielberechtigt zu sein, bestehen bleibt, oder ob die Frist verlängert wird. Den Seniorenspielern wird empfohlen, sich beim Spielausschuß zu melden, damit er sie für die sportärztliche Untersuchung einteile, denn der Beschluß wird auf jeden Fall irgendwann in Kraft treten.

Dinge ähnlicher Form und Bedeutung werden diskutiert, beiseite gelegt, wieder aufgegriffen, und kommen schließlich zur Abstimmung.

Da man Hans Weinsteins Talent zutraut, jede Lücke in der Kasse wieder zu schließen, wird solange auf die trockene luft hingewiesen, bis Hans Weinstein eingedenk seines eigenen Durstes den Vereinswirt Ule Lange ruft. Nach einem Prost auf das Vereinswohl fährt man fort mit der Arbeit, und der neue Tag begann bereits.

Bisher haben wir unsere Generalversammlung stets nach den Sommerferien im August abgehalten. Um den neuen Leuten Gelegenheit zu geben, sich vor Beginn der Herbstserie, besonders vor Beginn der Punktspiele, einzuarbeiten, soll die Generalversammlung möglichst früh stattfinden. Die diesjährige Generalversammlung findet am Dienstag, dem 2. August, im Vereinslokal Altdeutsches Haus bei Ule Lange statt (siehe gesonderten Hinweis mit Tagesordnung).

Um vom Vorstand aus Vorschläge für die zu wählenden Posten machen zu können, einigte man sich nach langen aber notwendigen Debatten über die Kandidaten.

Wer unaufmerksam war, konnte an der Wand zwei neue Wimpel entdecken. Der VfB Britz von 1916 und der Wiker SV tauschten bei ihren Besuchen in Husum ihre schwarz-gelben Wimpel mit unserem blau-weiß-roten Wimpel.

Schließlich ließ sich das mahnende Ticken der Uhren nicht mehr überhören. Als man zu Hause ankam, war es bereits hell, so daß man ohne Schwierigkeiten die Haustüren aufschließen konnte. Guten Morgen.

Allerdings ist es nicht das übliche, bis nach Mitternacht zu tagen. Zum Schluß einer Serie und dazu vor den Ferien gibt es stets besonders viel zu erledigen. Wer dabei war, dem hat auch diese Sitzung Spaß gemacht. Man war wieder einmal zusammen und merkte, daß man im Bemühen um den Verein, unseren Verein, nicht allein steht, sondern daß man zu einer Familie gehört, für die es sich lohnt, auch einmal bis zum Morgengrauen auszuhalten. Mögen die vielen Materialisten den Kopf darüber schütteln, daß ein Mensch bereit ist, solche Arbeit ehrenamtlich zu übernehmen. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Vorstandssitzung.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Juli

Generalversammlung

Gemäß Paragraph 16 der Satzung hat der Vorstand für Dienstag, den 2. August 1960, die diesjährige Generalversammlung einberufen. Die Versammlung beginnt pünktlich um 20:15 Uhr im Vereinslokal "Altdeutsches Haus, Husum, Großstraße

Tagesordnung
1. Begrüpung
2. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
3. Kassenbericht
4. Bericht der Kassenrevisoren
5. Berichte der Obmänner
  a) Spielausschußobmann
  b) Jugendausschußobmann
  c) Schiedsrichterausschußobmann
6. Entlastung des gesamten Vorstandes
7. Neuwahlen
  a) 1. Vorsitzender
  b) 3. Vorsitzender
  c) 1. Schriftführer
  d) Bestätigung des kommissarischen Schriftführers im Spielausschuß
  e) Pressewart
  f) Jugendobmann
  g) Fehlende Mitglieder im Spiel- und Jugendausschuß
  h) Kassenrevisoren
8. Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
9. Erledigung vorliegende Anträge
10. Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vorher beim 1. Vorsitzenden (Karl Krieger, Stadtsparkasse) eingegangen sein.

Der Vorstand
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Kurz notiert

   

Da der FSV Wyk auf die Austragung des ausstehenden Punktspiels gegen unsere Liga verzichtete, erhielten wir die Punkte kampflos zugesprochen. Das Spiel wird mit 0:0 Toren gewertet. Damit hat die Liga den zweiten Tabellenplatz vor Friedrichsberg behauptet.


Nachdem Bredstedt das Nachholspiel gegen Niebüll mit 4:1 Toren verloren hatte, mußten die Bredstedter ein Entscheidungsspiel um den Klassenverbleib gegen den TSV Rantrum austragen. Im Friesenstadion gewannen die Bredstedter das Treffen durch ein Tor, das sie erst in der zweiten Hälfte der Verlängerung erzielten. Damit muß Rantrum neben Satrup aus der zweite Amateurliga absteigen.


Das Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft der Jungmannen gewann Frisia gegen Rantrum mit 5:2 Toren.


Wegen Terminschwierigkeiten wird das Endspiel um den Pokal der Tageszeitung erst zu Beginn der neuen Spielserie ausgetragen. Als Endspielgegner unserer Reserve, die ohne Punktverlust Gruppensieger wurde, qualifizierte sich der FC Langenhorn im entscheidenden Spiel gegen IF Tönning.


Zur neuen Spielserie steht der Liga wieder Peter Boyke Jacobs zur Verfügung, der längere Zeit in Nordafrika weilte.


Es haben immer noch nicht alle Mitglieder den Versicherungsbeitrag von 1,20 D-Mark bezahlt. Alle aktiven und passiven Mitglieder sind mit 18 Jahren zu dieser Zahlung verpflichtet. Über genauere Versicherungsbedingungen können Sie sich in der nächsten Ausgabe unterrichten.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juli

Mit der Landesauswahl nach Holland

   

Ich hatte das Glück, mit zu den 28 Spielern zu gehören, die vom 17. bis zum 24. Juni eine Busfahrt nach Holland unternahmen. An der Fahrt nahmen 6 Betreuer teil, darunter der Spielausschuß-Obmann Emilius Petersen aus Husum und der Verbandstrainer Klaus-Peter Kirchrath.

Die Fahrt ging über Flensburg, Schleswig, Rendsburg, Neumünster, Bad Bramstedt, Hamburg, Bremen und Aschendorf. Als wir die holländische Grenze passiert hatten, übernachteten wir in einem Camping-Hotel. Am Sonnabendmorgen fuhren wir über Groningen nach Warfum. Hier war die A-Mannschaft eingeladen worden, um gegen eine Auswahlmannschaft von Groningen zu spielen. Die B-Mannschaft, zu der ich gehörte, fuhr weiter nach Sneek. Wir wurden von holländischen Familien freundlich aufgenommen. Am Sonntag absolvierten wir ein Spiel gegen die Jungmannenauswahl von Friesland und verloren mit 6:2 (4:0) Toren. Am Montag, dem 20. Juni, nahmen wir Abschied von Sneek und fuhren morgens um 9 Uhr in Richtung Amsterdam. In Leuwarden holten wir die A-Mannschaft ab, die mit dem 1:1-Unentschieden gegen Groningen mehr Glück gehabt hatte.

Amsterdam, die alte Hauptstadt des Landes, war im Gegensatz zu den kleinen Städten nicht so sauber. Mit einem Motorschiff fuhren wir durch die Kanäle und Wasserstraßen der Stadt. Nach dieser Fahrt hatten wir als eineinhalb Stunden Aufenthalt, um uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen. Gegen 15.30 Uhr fuhren wir der deutschen Grenze entgegen. Zu verlockend war es, vor Überschreiten der Grenze in Holland Zigaretten einzukaufen. Für einen Gulden, das sind etwa 1,10 D-Mark, gab es 20 Stück. Zweieinhalb Packung durfte man mit nach Deutschland nehmen. Kurt Marsmann aus Niebüll hatte Pech, als er sich die preisgünstigen Kartoffeln aus Holland kaufte und erst in Deutschland erfuhr, daß die deutschen Kartoffeln um das Zweieinhalbfache gesunken waren.

Unsere nächste Station war Duisburg-Hamborn. In Hamborn wurden wir in einem Waldheim untergebracht, das uns, 4 km von der Umwelt entfernt, von dieser völlig abschloß. Unser Trainer, Klaus-Peter Kirchrath, fand das ganz in Ordnung, aber wir waren anderer Ansicht. Am folgenden Tage trugen wir ein Spiel gegen eine Mannschaft aus dem Duisburger Raum aus, die sich aus Duisburg und Hamborn zusammensetzte. Wir bezogen unsere zweiten Niederlage mit 5:3 Toren, und es sollte nicht um ihre letzte sein, denn in Düsseldorf verloren wir mit 3:1 Toren.

Wenn uns das Glück beim Fußballspielen auch nicht hold war, so nahmen wir doch schöne Erinnerungen mit nach Hause und werden noch lange an diese herrliche Fahrt zurückdenken. Für mich war die Reise ein besonderes Erlebnis, da mich meine Wirtsleute aus Sneek mit dem Wagen an den Ort brachten, wo mein Vater im Krieg bis zu seinem Tode eingesetzt war.

Udo Bremser
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juli

So spielten sie ...

2. Amateurliga
  Husum 18 - Kieler SV 2:4 (0:3)
  Husum 18 - 2. Marinefliegergeschwader Schleswig 4:3 (3:1)
  Husum 18 - FSV Wyk kampflos für Husum 18 0:0

1. Kreisklasse
  Husum 18 Ib - Bredstedter TSV Ib 5:2 (5:0)
  Flensburg 08 - Husum 18 Ib 2:2 (2:0)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Pfingstturnier in Norderstapel

Wie in jedem Jahr war unsere Reserve wieder beim Pfingstturnier in Norderstapel dabei. Im vorigen Jahr hatte sie sogar den Pokal errungen, als sie im entscheidenden Spiel die erste Garnitur des TSV Friedrichsberg mit 1:0 Toren schlagen konnte.

Die gemeldeten Mannschaften wurden durch Ziehen von Losen in zwei Gruppen eingeteilt. Dabei ergab sich folgendes Bild:

Gruppe A   Gruppe B
TSV Friedrichsberg   Husum 18 Ib
Frisia Ib   TSV Dörpstedt
TSV Rantrum komb.   TSV Norderstapel
Rothenhofen   SV Lunden

 

Bei einem kurzen Überblick über unsere Gruppe konnten wir uns sagen, daß wir in unserer Gruppe die große Chance hatten, ins Endspiel zu kommen. Der gefährlichste Gegner war aller Voraussicht nach der SV Lunden, der auch vor zwei Jahren den Pokal geholt hatte. Der SV Lunden war unser erster Gegner.

Man kann wohl sagen daß es das beste Spiel des Tages war. Der Ball lief in unseren Reihen, und es wurde auch geschossen. Gleich nach Beginn wurde uns ein Handelfmeter zugesprochen. Sönke Hansen schnitt ihn sehr raffiniert an, aber der Ball prallte gegen den Pfosten. Etwas später wurde Anton "Ratschi" Christiansen von Dieter Eckholdt auf die Reise geschickt. Anton "Ratschi" Christiansen ließ den Torwart herauskommen und schob den Ball an ihm vorbei zur 1:0-Führung ins Netz.

Nach der Halbzeit schoß Sönke Hansen eine Granate aus 25m zum 2:0 ein. Kurz darauf gab es eine schöne Kombination. Der gut aufgelegte Günter Nommensen schlug den Ball im Direktpaß zu Sönke Hansen, der wieder auf das Tor schoß. Latte! Der Ball prallt ab. Anton "Ratschi" Christiansen ist da. Schuß! Wieder die Latte! Diesen Abpraller aber nahm Manfred Lange auf und feuerte ihn mit einem gekonnten Aufsetzer ins Netz. Endergebnis: 3:0 für uns. Wir sahen uns schon im Endspiel, aber es sollte anders kommen.

Im zweiten Spiel gegen den TSV Dörpstedt hatten wir sehr zu krabbeln. In diesem Treffen spielten Karl "Kalli" Clausen und Uwe Jahn für Günter Nommensen und Bruno Rostek. Während des ganzen Spiels bestürmten wir das gegnerische Tor, hatten aber bis kurz vor Schluß noch keinen Treffer erzielt. Es wurde nicht mehr so direkt abgespielt wie im ersten Spiel. Die Aktionen wirkten zu verfummelt. Das Spiel der gegnerischen Abwehr zeigte, daß sie sich etwas vorgenommen hatte. Die Spieler funkten dazwischen, daß es man so krachte. Wir kamen aber dennoch durch ein schönes Kopfballtor von Karl "Kalli" Clausen zur 1:0 Führung. Aber dann geschah ist! Ein grober Fehler der Verteidigung, dann Torwart Edlef Kniese, der den Ball schon in den Händen hatte, ihn aber dann ins Tor fallen ließ, und es hieß 1:1-Unentschieden. Den ersten Minuspunkt hatten wir.

Es sollte aber noch schlimmer kommen. Das letzte Spiel gegen Norderstapel hatte kaum begonnen, da lagen die Gastgeber schon mit zwei Toren in Führung. Beide Tore waren durch den sehr schnellen Rechtsaußen des Gegners eingefädelt worden, der Peter Bauer immer wieder überlaufen konnte, und auf seine Flanken warteten nicht weniger als 5 Mann, die den Ball gemeinsam ins Tor kämpften.

Nach der Pause kamen wir durch einen Treffer Anton "Ratschi" Christiansens auf 2:1 heran. Anton "Ratschi" Christiansen hatte auch die Ausgleichsmöglichkeit auf dem Fuß. Er wurde aber am Schuß gehindert. Es roch sehr nach Elfmeter, aber Schiedsrichter Popp gab an, er hätte den Vorgang nicht genau erkennen können, da eine große Staubwolke aufgewirbelt worden war. Das Spiel war zu Ende, und wir waren von dem TSV Norderstapel aus dem Rennen geworfen worden.

In der Gruppe B wurde erwartungsgemäß der TSV Friedrichsberg Gruppensieger. Das Endspiel gewann Friedrichsberg gegen Dörpstedt mit 2:1 Toren und konnte damit in diesem Jahr den Pokal entführen.

Der Tag wurde mit einer kleinen Feier beschlossen, und als die Zeit der Abfahrt kam, gab es einige sehr schwere Abschiede. Bemerkenswert ist wohl noch, daß es für den kleinen Verein TSV Norderstapel an der anerkennenswert Leistung ist, daß er jedes Jahr dies nette Turnier veranstaltet

Anton "Ratschi" Christiansen
leer  

1960

Husum 18 / Fußball regional

1. Juli

Fanatismus

Während eines Fußballspiels in Nybro (Norwegen) wurde der Spieler Halvorsen ans Telefon gerufen. Die Krankenschwester einer Klinik teilte ihm die Geburt eines Stammhalter mit und fragte, ob sie etwas bestellen solle. Halvorsen: "Oh ja, Schwester, sagen Sie meiner Frau, wir führen 1:0!"

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / JUGEND-SEITE

1. Juli

Berliner und Kieler zu Gast

Als an Pfingstsonnabend die Berliner und Kieler Jungen in Husum eintrafen, dachte wohl keiner daran, so herrliche Tage kameradschaftlicher Bindungen zu erleben. Am Sonnabend eröffneten die Knabenmannschaften unseres Vereins den Fußballreigen, um dann den Jugendmannschaften den grünen Rasen zu überlassen. In einem kleinen Turnier verglichen die Jungen ihre Kräfte und ihr Können. Am Nachmittag des Pfingstsonntags waren die Junioren von VfB Britz und unsere auf dem Rasen tonangebend. Nach einer Fahrt in See mit der "Stadt Husum" verlebten die Jungen den Montagnachmittag am Strand, denn schon am Abend dieses Tages mußten die Jungen aus Kiel zurück, und das Baden in der Nordsee sollte noch gemeinsam erlebt werden. Abends trafen sich unsere Junioren noch einmal mit den Berlinern im Stadion zu einem sportlichen Vergleich.

Nachfolgend die Tabelle des Turniers der Jugendmannschaften:

1.   KSV Holstein Kiel   4   6:4   5:3
2.   VfB Berlin-Britz   4   3:2   4:4
3.   Husum 18   4   3:6   3:5

 

Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens unserer Stadt, des Erwerbs von Andenken und des Abschieds von zahlreichen Freundschaften, die hier geschlossen wurden.

Neben diesem wohlgelungenen Ablauf des Programms sind die herzlichen Worte der Begrüßung und der Austausch von Vereinserinnerungen nicht zu vergessen, die dazu beitrugen, ganz besonders die sportliche und kameradschaftliche Verbundenheit mit den Berliner Jungen nicht nur als eine Brücke zur "Insel", sondern als eine von Herzen kommende Verbundenheit werden zu lassen.

Am Abschiedsabend hob Karl Krieger, unser erster Vorsitzender, den hohen Wert dieser Freundschaft hervor, die erstmalig aufgrund der Tatkraft unseres Jugendbetreuers Erich Wiegand geschlossen werden konnte. Er dankte ihm und den Gästen für das Bekenntnis zur großen Sache und versprach den Gegenbesuch unserer Jungen.


Einladung nach Berlin

Am 10. Juni richtete der VfB Britz eine Großschrift an Husum 18. Es heißt unter anderem:

"Nunmehr wieder in unserer Heimatstadt Berlin, zehren wir noch immer von den Erinnerungen der herrlichen Pfingsttage in Husum. Diese Tage werden von uns so schnell nicht vergessen werden. Es wurden nicht nur kameradschaftliche Bande mit Husum und Kiel geschlossen, sondern auch echte, tiefwurzelnde Freundschaften. Wir alle sind des Lobes voll über die vorzügliche Organisation dieser Tage."

In den weiteren Ausführungen wird noch einmal allen bedanken, die zum Gelingen jener Tage ihren Beitrag geleistet haben. Es heißt dann weiter:

"... und möchte den Husumer Jungen zurufen: Im nächsten Jahr auf nach Berlin-Britz, Ihr seid herzlich willkommen!

Einer besonderen Aufgabe möchte ich mich jetzt entledigen. Ich bin beauftragt, dem Husumer Fußballverein e.V., im Namen des Jugendausschusses des Verbandes Berliner Ballspielvereine e.V., die herzlichsten Grüße zu übermitteln und für die bereitwillig gebotene Unterstützung der gemeinsamen Jugendarbeit zu danken."

Abgeschlossen wird die Großschrift mit sportkameradschaftlichen Grüßen des Jugendleiters im VfB Britz, Willi Glöge.


Erfolgreich bei Vorwärts Flensburg

Mit drei Mannschaften besuchte unsere Jugendabteilung den Vorwärts Flensburg.

Im ersten Spiel standen sich die Knabenmannschaften gegenüber. Nach einer torlosen ersten Halbzeit diktierten unsere Jungen das Spielgeschehen. Mit Toren von Harald Jöhnck (2) und Hans-Jürgen Grabert (2) wurden die Gastgeber klar besiegt.

Im Spiel der Schülermannschaften hieß es ebenfalls nach einer torlosen ersten Hälfte durch Treffer von Hanno Nachtigall und Hans-Werner Heber 2:0 für uns.

Im dritten Spiel erzielten unsere Jungmannen gleich ein halbes Dutzend Tore. Bis zur Pause führten die Jungmannen durch Tore von Gundolf Schrock (2), Weichseldörfer, Olaf Bahnsen und Christiansen (Handelfmeter) bereits mit 5:0 Toren. Im zweiten Durchgang erzielte Dieter "Schorsch" Schleger das 6:0.

Ein gelungener Saisonabschluß: 12:0 Tore aus drei Spielen.


Die letzten Ergebnisse

Jungmannen
  Husum 18 - Bredstedter TSV 0:6 (0:4)
  Vorwärts Flenbsurg - Husum 18 0:6 (0:5)
  Husum 18 - Berlin Britz 1:3 (1:2)
  Husum 18 - Berlin Britz 1:1 (0:0)

Jugend
  Husum 18 A - Holstein Kiel 3:1 (0:1)
  Husum 18 A - Berlin Britz 0:0 (0:0)
  Husum 18 B - Holstein Kiel 0:3 (0:2)
  Husum 18 B - Berlin Britz 0:2 (0:0)

Schüler
  Vorwärts Flenbsurg - Husum 18 0:2 (0:0)

Knaben
  Husum 18 I - Husum 18 II 2:1 (2:1)
  Vorwärts Flenbsurg - Husum 18 0:4 (0:0)

Gutes Beispiel

Über jedes "Muß" hinaus tätig ist die SG Blau-Weiß Wetzlar. Sie spielt mit fünf Mannschaften in den Meisterschaftsrunden. Dafür muß sie satzungsgemäß 5 Schiedsrichter stellen. Sie stellt aber nicht nur fünf, sondern noch 6 dazu, insgesamt elf Schiedsrichter. Sie stellt über das "Muß" hinaus mehr als die doppelte Anzahl. Das ist großartig! Das hilft unsere gemeinsame Arbeit erleichtern.

Über diese gute Nachricht hat sich der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbandes sehr gefreut und spricht den Blau-Weißen in Wetzlar aufrichtig seine Anerkennung und herzlichen Dank aus.

Freude paart sich meist mit Dankbarkeit. Der Verbandsvorstand beschloß in seiner letzten Sitzung, den "überzähligen" Schiedsrichtern in der SG Blau-Weiß Wetzlar die schiedsrichterkleidung - Hemd Hose und Stutzen - zu spenden.

Die gute Nachricht aus Wetzlar hat den Verbandsvorstand angeregt, dieses Geschenk gerechterweise allen zu geben, die gleiches vollbringen. Wer also doppelt so viele Schiedsrichter meldet, als er muß - das ist die Voraussetzung -, erhält für jeden mehrgemeldeten Schiedsrichter die Schiedsrichterkleidung vom Verband mit der Maßgabe, daß diese Eigentum des Vereins ist und bleibt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Endgültiger Tabellenstand

2. Amateurliga
Endstand Spiele Tore Punkte  
RW Niebüll 30 96:43 50:10  
Husum 18 30 95:39 45:15  
TSV Friedrichsberg 30 100:49 45:15  
VfB Nordmark Flensburg 30 74:45 41:19  
TSV Kappeln 30 63:61 33:27  
SIF Schleswig 30 80:63 32:28  
Rasensport Schleswig 30 77:71 32:28  
TSV Nord Harrislee 30 60:50 31:29  
FSV Wyk 30 65:60 30:30  
Vorwärts Flensburg 30 75:59 28:32  
TSV Westerland 30 66:92 24:36  
TSV Weiche West 30 52:88 22:38  
DGF Flensburg 30 60:76 20:40  
Bredstedter TSV 30 57:109 17:43  
TSV Rantrum 30 40:101 17:43  
Nordmark Satrup 30 50:107 13:47  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball allgemein

1. August

Ein Problem, das viele Vereine angeht:

Laßt die "Helden" nicht müde werden!

Es wird noch einmal auf die Generalversammlung am Dienstag, dem 2. August, im Vereinslokal "Altdeutsches Haus" hingewiesen. Die Tagesordnung brachten wir bereits in der letzten Ausgabe und hängt außerdem in unserem Kasten vor dem Vereinslokal.

Nein, Kameraden, damit sind nicht die in Sagen, Liedern und Filmen besungenen Helden gemeint, sondern die des sportlichen Alltags, die ihre Kleinarbeit ganz in der Stille verrichten, von denen wenig gesprochen und geschrieben wird und deren Leistung doch erst die Grundlage aller Breitenarbeit bietet: Die Jugendleiter unserer Vereine, die ganz allein stehen! Oft seit vielen Jahren, ja häufig seit Jahrzehnten tragen sie ihre Bürde (lies: Jugendabteilung!) auf ihren Schultern, eine ständig schwerer werdende Last der Verantwortung, die nur deswegen nicht oder besser gesagt, noch nicht niederdrückt, weil das innere Feuer glüht, lodert und die notwendige Bereitschaft schürt.

Spricht man über den Sport, spricht man über die Jugend. Spricht man vom Verein, meint man fast stets nur die erste Mannschaft, und erringt dieser eine Meisterschaft, denkt man kaum an den Mann, der erst den Grundstein zum Erfolg legte. Bittere, aber häufige Realitäten für unsere Jugendleiter! Führt ein Verein seine Jahreshauptversammlung durch, wird noch in vielen sportlichen Gemeinschaften erst nach langen, ermüdenden Debatten der Jugendleiter gewählt - hart ausgedrückt: So am Rande mitgenommen! -, und dann ist es in vielen Fällen leider nicht der geeignete, der beste, sondern manchmal der erste beste, der sich zur Verfügung stellt! Und was dabei herauskommt, na, wir wissen Bescheid.

Leidtragende sind die Jugendlichen selbst. Zu beglückwünschen bleiben da die Jungen der Vereine - es werden langsam immer mehr -, deren Vorstände unmittelbar nach der Wahl des ersten Vorsitzenden den Jugendleiter wählen lassen und nicht eher ruhen, bis diesem Kameraden, dessen Persönlichkeit und Eignung bereits vorher außer Zweifel stand, nach der Zahl der Jugendmannschaften gemessen, genügend Betreuer und Helfer zur Seite stehen. Erst dann kann ein wirklich arbeitsfähiger Jugendausschuß mit echter Aufgabenverteilung beginnen, kann Lasten verteilen und damit auch Vernunft walten lassen. Natürlich gehört der Jugendleiter auch dem Vorstand seines Vereins an und kann hier Stellung und Forderungen seiner Abteilung ordentlich vertreten. Wo das noch nicht der Fall sein sollte, herrscht Unvernunft, liegt die gesamte Jugenderziehung wirklich wie ein Ballast auf den Schultern eines einzelnen Kameraden, zerbricht dieser unerschrockene Streiter mit fortschreitender Zeit an seiner Aufgabe, die allein einfach nicht gemeistert werden kann und darf!

Jährlich strömen mehr Jugendliche in unsere Vereine. Mit diesem Zuwachs muß auch die Zahl der tüchtigen Jugendleiter und Betreuer mithalten, ja weitaus stärker anwachsen!

Diese Forderung taucht in der Mehrzahl unserer Vereine auf. Die Suche nach den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Jugend beginnt bereits in der Jugendabteilung selbst, spricht alle älteren Jugendlichen an, besonders diejenigen, die meist nach ihrer Jugendzeit auszuscheiden pflegen und dann nur noch als Besucher zum Sportplatz eilen. Eine Tatsache, die wir just um diese Zeit - nach Beendigung der Punkterunde - beobachten und die uns zu denken geben sollte. Gute Erfahrungen wurden auch mit sportfreudigen Vätern gemacht, die gerne eine Mannschaft betreuen, in der der Filius steht. Nicht zu vergessen die alten "Aktiven", oft auch als Übungsleiter für die Jugend wirkend!

Wir wollen und dürfen unsere "Helden" nicht im Stich lassen, sondern ihnen nach besten Kräften beistehen, auf daß sie nicht müde werden! Der Fußballsport braucht diese Treuesten der Treuen!

Aus: Der Fußball-Jugendleiter / Nr. 3, Mai 1960

leer  

1960

Husum 18 / Fußball regional

1. August

Wichtig!!!

Es kommt vor, daß Vorwürfe erhoben werden, daß die Zustellung der Vereinsnachrichten nicht ordnungsgemäß erfolgen. Die Mitglieder selbst können sehr viel dazu beitragen, daß dieses nicht geschieht. Wir bitten deshalb: Mitglieder, meldet jede Anschriftenänderung, und meldet Euch, wenn keine Zeitung zugeschickt wird! Nur aufgrund von Meldungen können richtige Anweisungen erfolgen. Zuständig ist Werner Denckmann, Schiffbrücke.

Auch der Zweite nimmt an den Aufstiegsspielen teil

Wenn am 14. August die Punktspiele beginnen, wird man wie nie zuvor schwerlich einen Favoriten nennen können. Zuviele Mannschaften gleicher Stärke werden sich im Kampf um die Spitze heiße Kämpfe liefern, als daß man schon jetzt seinen Meisterschaftstip auf 2 Vereine beschränken dürfte.

Viele mögen sich verleiten lassen, die Frisianer aufgrund ihrer guten Spiele zum Schluß der vergangenen Serie für die außichtsreichsten Anwärter auf die Meisterschaft zu halten. Erfahrungsgemäß darf man aber nicht die Möglichkeit außchließen, daß eine Mannschaft, auch wenn sie keine Spieler verloren hat, nicht zu der gewohnten Form zurückfindet, was gerade dann der Fall ist, wenn man einen Mißerfolg erlitten hat. Dasselbe trifft auf Rot-Weiß Niebüll zu. Die Niebüller sahen ihre Erwartungen bei den Aufstiegsspielen bei weitem nicht erfüllt. Wenn es ihnen aber gelingt, ihren Mißerfolg moralisch zu überwinden, so dürfen sie in der Spitzengruppe ein erhebliches Wort mitreden. Sehr stark dürfte auch Friedrichsberg sein. Die Friedrichsberger nahmen hinter unserer Liga den dritten Platz ein. Auch die vielen Flensburger Vereine sind nicht zu vergessen. Neben VfB Nordmark hat sich sicher auch DGF Flensburg aus den Reihen der talentierten Jungmannen verstärkt. DGF dürfte sich einen guten Mittelplatz erkämpfen.

Ohne unbescheiden zu sein, rechnen wir unsere Liga natürlich auch zu den aussichtsreichsten Mannschaften. Wir dürfen besonderes deshalb ruhig etwas zuversichtlicher sein als sonst, weil auf Beschluß des Verbandstages die beiden ersten Mannschaften jedes Bezirkes an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teilnehmen. Es kommt also in der neuen Serie gar nicht zu sehr darauf an, unbedingt Spitzenreiter zu werden.

Der neue Beschluß wird ohne Zweifel dazu beitragen, daß die Spiele gegen Schluß der Serie nicht an Spannung verlieren, wenn eine Mannschaft mit großem Punktvorsprung an der Spitze liegt. Da auch der zweite Platz zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, wird sich der Kreis der Vereine, die sich Hoffnungen auf den Aufstieg machen, erheblich vergrößern, wodurch die Spiele an Bedeutung gewinnen, selbst wenn der Meister feststehen sollte.

Hoffen und wünschen wir, daß es unserer Liga gelingt, unter die beiden ersten Mannschaften zu kommen. Die Spieler selbst haben es in der Hand, durch fleißiges Training ihr Können zu verbessern. Das Training hat bereits wieder begonnen und wird in zwei Gruppen durchgeführt, so daß unser Trainer Karl Etteldorf bessere Möglichkeiten hat, sich mehr mit dem einzelnen zu beschäftigen. Die Spieler sind verpflichtet, gerade jetzt, vor den Punktspielen, am Training teilzunehmen., denn nur so kann es vermieden werden, daß wir wie im vergangenen Jahr zu Anfang der Serie unnötig Punkte abgeben, die bei der Endabrechnung von entscheidender Bedeutung sind.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball regional

1. August

Kurz notiert

   

Im August führte Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen in Husum einen neuen Schiedsrichterlehrgang durch. Wer an diesem Lehrgang teilnehmen will, teile bitte Hermann Bahnsen, Matthias-Claudius-Straße 18, seine Anschrift mit. Der genaue Beginn des Lehrgangs wird vom Schiedsrichter-Obmann selbst bekannt gegeben. Der Lehrgang wird bei zwei Abendstunden wöchentlich etwa 5 Wochen dauern. Besonders die Vereine werden aufgefordert, Teilnehmer für diesen Lehrgang zu melden, denn nach den Satzungen ist jeder Verein verpflichtet, für jede Mannschaft, die er meldet, einen Schiedsrichter zu stellen.


Nach geraumer Zeit erschien erstmals wieder das Mitteilungsblatt des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes.


Auf dem Verbandstag in Itzehoe wurde beschlossen, daß künftig die beiden ersten Mannschaften jedes Bezirks an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teilnehmen.

Der Termin für die sportärztliche Untersuchung wurde auf den 1. Januar 1961 verschoben. Von diesem Zeitpunkt an muß jeder Spieler einen Gesundheitspaß neben seinem Spielerpaß haben.


Der TSV Rantrum feierte in der vergangenen Woche sein 40-jähriges Bestehen, wozu wir den Rantrumern herzlich gratulieren. Anläßlich des Jubiläums trug eine kombinierte Mannschaft von uns ein Spiel gegen Frisia aus, worüber in der nächsten Ausgabe brichtet wird.


Ebenfalls in der nächsten Ausgabe berichtet wird über das Endspiel um den Pokal der Tageszeitung, das unsere Reserve gegen Langenhorn in Langenhorn austrug. Bis zum Redaktionsschluß war das Ergebnis leider noch nicht bekannt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. August

Der Spielplan unserer 2. Amateurliga

   

Wie folgt lauten die Daten von August bis Dezember, zu denen unsere Liga auf dem "grünen Rasen" um die begehrten Punkte spielen wird. Unsere Liga beginnt die Herbstserie 1960 gleich mit einem Auswärtsspiel gegen TSV Nord. Im entscheidenden Spiel der letzten Serie unterlagen wir den Flensburger mit 4:1 Toren. Das erste Heimspiel trägt die Liga ebenfalls gegen eine Flensburger Mannschaft aus. DGF verlor im letzten Jahre beide Spiele gegen uns. Im letzten Spiel des Monats müßen wir zu IF nach Schleswig.

Und hier die Paarungen:

14. August:   TSV Nord Harrislee   -   Husum 18   10.30 Uhr
21. August:   Husum 18   -   DGF Flensborg    
28. August:   SIF Schleswig   -   Husum 18   10.30 Uhr
4. September:   Husum 18   -   Rasensport Schleswig    
18. September:   HESV Frisia   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   TSV Friedrichsberg    
9. Oktober:   RW Niebüll   -   Husum 18    
16. Oktober:   Husum 18   -   FTB Flensburg    
23. Oktober:   Husum 18   -   TSV Weiche-West    
30. Oktober:   TuS Stephan Westerland   -   Husum 18    
6. November:   Husum 18   -   TSV Kappeln    
13. November:   Husum 18   -   TSV Westerland    
20. November:   FSV Wyk   -   Husum 18    
27. November:   VfB Nordmark   -   Husum 18    
4. Dezember:   Husum 18   -   Vorwärts Flensburg    
11. Dezember:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    

 

Die zweite Amateurliga spielt also mit 17 Mannschaften. Aus der Kreisklasse aufgestiegen sind FTB (Flensburg) und TuS Stephan (Westerland), während Frisia aus der ersten Amateurliga hinzugekommen ist.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. August

Sportunfall- und Haftpflichtversicherung

- Auszug aus dem Merkblatt 1/60 -

Der Landessportverband Schleswig-Holstein hat mit Wirkung vom 1. Januar 1960 mit dem Gerling-Konzern einen neuen Sportunfall- und haftpflichtversicherungsvertrag abgeschlossen. Wir geben den Mitgliedern unseres Vereins aus dem Auszug die wichtigsten Bestimmungen und Leistungen hinsichtlich des Unfallversicherungsschutzes bekannt. Die Einzelheiten sind dem vollständigen Merkblatt 1760 zu entnehmen, das zur Einsichtnahme bei den Vereinen und Verbänden vorliegt.

Gegenstand und Umfang der Sportunfallversicherung

Der Gerling-Konzern gewährtt zu den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Unfallversicherung (AUB) und den nachfolgenden Richtlinien Versicherungsschutz gegen die Folgen der den Mitgliedern der im LSV zusammengeschlossenen Turn- und Sportvereine zustoßenden Sportunfälle.
Ein Sportunfall liegt vor, wenn ein Vereinsmitglied aus Anlaß einer im Rahmen des Vereins vorgesehenen sportlichen Betätigung durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Tod durch Herzschlag kann nicht als Sportunfall gelten.
Die Versicherung umfaßt Unfälle, die den aktiven und passiven Mitgliedern bei allen Veranstaltungen ihres Vereins zustoßen.
Ferner sind in der Versicherung eingeschlossen:
a) Unfälle, die aktiven Sportlern bei der Teilnahme an Veranstaltungen des Fachverbandes, des Landessportverbandes oder anderer Organisatonen im In- und Ausland zustoßen, wenn sie durch ihren Verein, einen Fachverband oder den Landes-Sportverband dorthin delegiert werden.
b) Unfälle, die Funktionäre bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für den Verein, einen Verband oder den Landes-Sportverband erleiden.
c) Unfälle, die passiven Mitgliedern bei der Teilnahme an auswärtigen Veranstaltungen im In- und Ausland zustoßen, wenn ihr Verein zu dieser Veranstaltung offiziell gemeldet hat.

Aktive Sportler und Funktionäre sind auch auf dem Wege zu und von allen Veranstaltungen, an denen sie mitwirken, versichert. Der Versicherungsschutz für diese Personen beginnt beim Verlassen und endet beim Wiederbetreten der Wohnung.

Für die passiven Mitglieder beginnt der Versicherungsschutz mit dem Betreten der Sportstätte oder der sonstigen für die Veranstaltung bestimmten Räumlichkeiten; er endet beim Verlassen derselben. Darüber hinaus sind die passiven Mitglieder auf den Wegen zu und von auswärtigen Veranstaltungen versichert, wenn sie sich an einer von ihrem Verein durchgeführten gemeinsamen Fahrt zu einer solchen Veranstaltung beteiligen. Der Versicherungsschutz auf dem Hinweg beginnt an der Sammelstelle des Vereins und endet mit dem Eintreffen an der für die Veranstaltung vorgesehenen Stätte. Auf dem Rückweg beginnt der Versicherungsschutz mit dem gemeinsamen Fahrtantritt und endet an der Auflösungsstelle.

Der Versicherungsschutz entfällt:

a)

bei Wegeunfällen, sobald die normale Dauer des Weges durch eigenwirtschaftliche Maßnahmen (z.B. bei Einkauf, Besuch von Wirtschaften) zu Privatzwecken verlängert wird;

b)

bei der von Luftfahrzeugen (Segelflieger, siehe unter Versicherungsleistungen, Ziffer 2);

c) bei der Benutzung von Kraftwagen, die nicht zur Beförderung von Personen behördlich zugelassen sind.
Ausgeschlossen von der Versicherung sind Unfälle bei Bauarbeiten aller Art, ausgenommen bei freiwilliger Mitarbeit der Mitglieder an solchen Bauobjekten ihres Vereines, deren Bauwert unter 10.000 D-Mark liegt. Ausgeschlossen sind ferner Unfälle von Berufssportlern, Turn- und Sportlehrern, Trainern und gewerblichem Personal.

Versicherungsleistungen

1. a) Für Versicherte vom vollendeten 17. Lebensjahr an:
    6.000 D-Mark für den Todesfall für Ledige;
    8.00 D-Mark für den Todesfall für Verheiratete;
    25.000 D-Mark für den Invaliditätsfall.
   

Kapitalzahlung für den Fall einer dauernden und vollständigen Arbeitsunfähigkeit.

   

Die Höhe der Entschädigung im Invaliditätsfall wird nach der Gliedertaxe ermittelt.

   

Personen über 65 Jahren erhalten statt der Kapitalzahlung eine jährliche Rente in Höhe von 12 % der fälligen Invaliditätsentschädigung.

   

Personen unter 65 Jahren erhalten bei einem Invaliditätsgrad von 40% und mehr ebenfalls statt der Kapitalzahlung eine jährliche Rente, für deren Höhe die bei Fälligkeit der ersten Rente gültigen Leibrententarife maßgebend sind.

    1.000 D-Mark für Heilkosten (subsidiär)
   

Die Heilkosten Versicherung gilt nur für diejenigen Mitglieder, die nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung oder eine private Kranken bzw Unfallversicherung geschützt sind.

   

Heilkosten können nur für während des ersten Jahres nach dem Unfall vorgenommene, unbedingt erforderliche therapeutische Maßnahmen und bis zum vierfachen Mindestsatz der "Amtlichen Gebührenordnung" (Preugo) gezahlt werden. Die Erstattung der Kosten für Krankenhausbehandlung 2. oder 1. Klasse kommt, von Ausnahmefällen abgesehen - z.B. Lebensgefahr - nicht in Betracht.

   

Im Rahmen der Heilkosten-Versicherung werden die Kosten für die Behandlung und den notwendigen Ersatz natürlicher Zähne erstattet; für Behandlung und Ersatz künstlicher Zähne jedoch nur bis zu 50 D-Mark für jeden beschädigten künstlichen Zahn.

    200 D-Mark für Bergungskosten
    1,50 für Ledige vom ersten bis 42 Tag
    2 D-Mark Tagegeld für Verheiratete vom 1. bis 42 Tag.
    3 D-Mark Tagegeld für Ledige vom 43. Tag bis zur Dauer eines Jahres
    5 D-Mark Tagegeld für Verheiratete vom 43. Tag bis zur Dauer eines Jahres
   

Tagegeld wird nur für die Dauer der vollständigen Arbeitsunfähigkeit gezahlt.

   

Schüler erhalten kein Tagegeld. Wenn Schüler durch einen Versicherungsfall länger als vier Wochen der Schule fernbleiben müssen, werden bei nachgewiesenen Nachhilfestunden pro Tag 2 D-Mark bezahlt, höchstens 300 D-Mark für jeden Versicherungsfall.

  b) Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 17 Lebensjahres:
    2.000 D-Mark für den Todesfall
    20.000 D-Mark für den Invaliditätsfall
   

Kapitalzahlung für den Fall einer dauernden und vollständigen Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) frühestens zahlbar bei Vollendung des 17. Lebensjahres.

    1.000 D-Mark für Heilkosten (subsidiär, siehe oben)

Wichtige Hinweise für den Schadenfall

1. Alle Schadensfälle sind dem Versicherungsbüro des Gerling-Konzern beim Landessportverband Schleswig-Holstein, Kiel, Holstenstraße 88-90, Telefon 47972, unverzüglich, spätestens innerhalb einer Woche, auf den dafür bestimmten Formularen zu melden; Todesfälle in der Unfallversicherung sind innerhalb 24 Stunden telegrafisch oder telefonisch anzuzeigen (Unfälle müssen also so rechtzeitig gemeldet werden, daß der Verein sie innerhalb der vorgeschriebenen Frist an die Versicherung weiterleiten kann).
6. Ein Anspruch auf Invaliditätsentschädigung ist spätestens innerhalb dreier Monate nach Ablauf eines Jahres nach dem Unfall geltend zu machen. Ergibt sich schon früher die Gefahr eines Dauerschadens, so ist das Versicherungsbüro hierüber unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Die Höhe der Entschädigung im Invaliditätsfall wird nach der Gliedertaxe ermittelt. Als feste Invaliditätsgrade sind hiernach vereinbart:
  a) bei vollständigem Verlust oder vollständiger Gebrauchsunfähigkeit eines Armes oder einer Hand 60%; eines Beines oder eines Fußes 50%; eines Daumens 20%; eines Zeigefingers 10%; eines anderen Fingers 5 %; einer großen Zehe 5%; einer anderen Zehe 2 %;
  b) bei gänzlichem Verlust der Sehkraft beider Augen 100%; bei gänzlichem Verlust der Sehkraft eines Auges 30%; sofern jedoch die Sehkraft des anderen Auges vor Eintritt des Versicherungsfalles bereits verloren war 50%; bei gänzlichem Verlust des Gehörs auf beiden Ohren 60%; bei gänzlichem Verlust des Gehörs auf einem Ohr 15%; sofern jedoch das Gehör auf dem anderen Ohr vor Eintritt des Versicherungsfalles bereits verloren war 30%.
  Bei teilweisem Verlust oder teilweiser Gebrauchsunfähigkeit vorgenannter Körperteile oder Sinnesorgane werden die Sätze entsprechend herabgesetzt. Auf keinen Fall kann bei einem Zusammentreffen von mehreren der oben genannten Schäden die Versicherungssumme für Invalidität überschritten werden.
7. In der Schadensmeldung ist anzugeben, welcher Krankenkasse der Verletzte angehört. Sportverletzte, die Mitglieder einer Pflicht- oder Ersatzkrankenkasse sind, haben den Unfall ihrer Krankenkasse zu melden. Die Heilbehandlung hat durch einen Vertragsarzt der Krankenkasse zu erfolgen. Bei Sportverletzungen, die freiwillig krankenversichert sind, hat die Behandlung nach den Satzungen ihrer Krankenkasse zu erfolgen. Rechnungen des Arztes und für Heilkosten sind in jedem Falle zuerst der Krankenkasse zur Begleichung einzureichen.
9.

Während einer Arbeitsunfähigkeit (Krankheit) darf kein Sport betrieben werden, andernfalls werden Forderungen auf Entschädigungen aus diesen Unfällen abgelehnt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. August

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Alsdorff, Hans, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Barscheck, Siegfried, Husum, Flensburger Chaussee 41
3. Eggert, Peter, Husum, Matthias-Claudius-Straße 122
4. Goldmann, Horst, Husum, Flensburger Chaussee 41
5. Goldschmidt, Peter, Husum, Matthias-Claudius-Straße 122
6. Hansen, Hans, Husum, Süderstraße 65
7. Jacobsen, Detlef-Wilhelm, Süderstraße 2
8. Lorenzen, Manfred, Husum, Mommsenstraße 11
9. Paatsch, Michael, Husum, Flensburger Chaussee 41
10. Peters, Paul I., Husum, Brüggemannstraße 5
11. Wiechmann, Wilhelm, Husum, Matthias-Claudius-Straße 122

 

Austritte
1. Bartmann, Rudi, Husum, Flensburger Chaussee 45
2. Becker, Heinz, Husum, Flensburger Chaussee 41
3. Diekemper, Johannes, Husum, Flensburger Chaussee 41
4. Goldinger, Klaus, Husum, Kuhsteig 2b
5. Hansen, Peter, Husum, Damm 6
6. Hiller, Ulrich, Husum, Ohlsenstraße 11
7. Langbehn, Rolf, Husum, Matthias-Claudius-Straße 122
8. Strehlow, Lothar, Husum, Lornsenstraße 21, jetzt Itzehoe
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. August

Der Husumer Fußballverein dankt den Vereinen Concordia Hamburg, Werder Bremen, Heider SV, VfB Berlin-Britz und NSC Südstern (Berlin) für die Übersendung ihrer Vereinszeitschriften.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

Die Amtlichen Fußballregeln

Ausgabe 1960/61

erscheinen mit den letzten Regeländerungen des Internationalen Baord im August. Preis 40 Pfennige zuzüglich 10 Pfennig Porto. - Bestellungen an die Geschäftsstelle des DFB, Frankfurt (Main), Postfach 13363

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. August

Kreuz und quer

Eine zweifelhafte Leibgarde

In der argentinischen Stadt Villalba war es mehrfach zu Ausschreitungen gegen Schiedsrichter gekommen. Man gab deshalb jedem Schiedsrichter drei Polizisten zu seinem persönlichen Schutz bei. Dennoch wurde Schiedsrichter Antonio Guerra in Villalba kürzlich verprügelt - und zwar von den drei mit seiner Bewachung beauftragten Polizisten, die sich als echte Lokalpatrioten über angebliche Fehlentscheidungen des Unparteiischen aufgeregt hatten. Jetzt werden zur Bewachung der Schiedsrichter in Villalba nur noch Polizisten und Gendarmen von auswärts herangezogen, da man nicht nochmals Gefahr laufen möchte, den Bock zum Gärtner zu machen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. September

Einstimmige Wiederwahl des Vorstandes

Generalversammlung verlief harmonisch

Einen besseren Dank für die im letzten Jahr geleistete Arbeit hätte sich unser Vorstand nicht wünschen können. Auf der Generalversammlung am Dienstag, dem 2. August, in unserem Vereinslokal "Altdeutsches Haus", wurde der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt. Lediglich in den Ausschüssen ergaben sich bei den Neuwahlen einige Veränderungen.

Zu Beginn der Versammlung erhoben sich die Anwesenden, um das Andenken des im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitgliedes Amtmann in Rente Walter Sattler zu ehren. Walter Sattler wohnte nach seiner Pensionierung vom Postdienst in Segeberg, wo er auch verstarb. Bei seinen Besuchen in Husum hat er es nie versäumt, im Kreise der 18er zu weilen.

Dann gab unser Vorsitzender Karl Krieger einen Bericht über die wichtigsten Geschehen im Vereinsleben des vergangenen Jahres. Besonders hob er die Leistungen der Seniorenmannschaften hervor. Wenn man bedenke, daß wir noch vor einigen Jahren nach bedeutenden Spielerabgängen mit dem Abstieg zu kämpfen hatten, so dürfe man nach der Vizemeisterschaft unserer Bezirksklassenelf sicher nicht sagen, sie hätte "nur" den zweiten Platz erreicht.

Unsere Kreisklassenmannschaften seien beide zu Meisterschaftsehren gekommen. Die Ib hätte zudem den Pokal der Tageszeitung endgültig errungen, nachdem er in lockerer Reihenfolge viermal gewonnen worden sei.

Als erfreulich bezeichnete Karl Krieger die Mitgliederzahl, die sich bei den Jugendlichen im letzten Jahr sogar fast verdoppelt hätte. Höhepunkte für die Jugendabteilung seien der Besuch Kieler und Berliner Jungen und Fahrten mit allen Mannschaften nach Flensburg und Heide gewesen.

Der Verein sei gerne bereit, Bundeswehrangehörige in seinen Reihen aufzunehmen, um ihnen in Husum das Gefühl der Zugehörigkeit zu geben. Der Vorstand erwäge, die Handball- und Tischtennis-Abteilung wieder aufleben zu lassen, um weitere Möglichkeiten der sportlichen Betätigung im Verein zu schaffen.

Der Verein habe zurzeit über 400 Mitglieder, die Kassenlage sei als gesichert anzusehen dank der ordentlichen Führung der Geschäfte durch unseren Kassenwart Hans Weinstein. Hans Weinsteins Tätigkeit wurde besonders im Bericht der Kassenrevisoren stark hervorgehoben. Die saubere und übersichtliche Führung der Bücher brachte ihm höchstes Lob ein.

Weiter führte Karl Krieger aus, daß der Vorstand an das Stadtbauamt den Wunsch herangetragen habe, auf der Westseite unseres Platzes im Friesenstadion eine Stehtribüne und eine überdachte Tribüne zu bauen, um den Zuschauern bei schlechten Witterungsverhältnissen besseren Schutz bieten zu können. Auch seien die Rasenflächen beider Spielfelder zwar grün, beständen aber zum größten Teil aus Unkraut, wie in Übereinstimmung mit dem Vorsitzenden unseres Nachbarvereins Frisia bei einer Platzbesichtigung festgestellt worden sei.

Aus dem Bericht des Spielausschußobmanns Arfast Carstens ist besonders herauszustellen, daß in der abgelaufenen Spielzeit kein Spieler unsere Seniorenmannschaften des Feldes verwiesen worden ist. Arfast Carstens bat, der Arbeit unseres Trainers Karl Etteldorf mehr Bedeutung zu schenken und seinen Anordnungen Vertrauen entgegenzubringen, denn in der neuen Saison würden höhere Anforderungen an den Leistungsstand unserer Liga gestellt, die nur durch große Einmütigkeit bewältigt werden könnten.

Erich Wiegand wurde auf Vorschlag unseres alten Jugendobmanns Georg Schleger auf dessen Posten gewählt. Erich Wiegand arbeitet seit etwa einem Jahr in der Jugendabteilung mit. Unter ihm ist die Zahl der Jugendlichen fast um das Doppelte gestiegen.

Wir stellen in der kommenden Serie zwei Jungmannen-, eine Jugend-, zwei Schüler- und zwei Knaben-Mannschaften. Auf der letzten Verbandstagung des Kreises ist erreicht worden, daß auch die zweiten Schüler- und Knaben-Mannschaften an der Punktrunden ihrer Klasse teilnehmen dürfen. Da sonst nur noch Frisia zwei Knaben- und Schüler-Mannschaften stellt, hätten sich anderenfalls für die zweiten Mannschaften keine Spielmöglichkeiten ergeben. Bei der Leistungssteigerung der beiden unteren Mannschaften ist zu erwarten, daß sie wie früher bei der Vergebung der Meisterschaft in ihren Klassen ein kräftiges Wort mitreden werden.

Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen (die Posten, die zur Wahl standen, sind fett gedruckt):

1. Vorsitzender:   Karl Krieger
2. Vorsitzender:   Werner Denckmann
3. Vorsitzender:   Dr. Erwin Kraatz
1. Schriftführer:   Walter Pethke
2. Schriftführer:   Georg Schleger
Pressewart:   Karl Bernhard Mölck
Kassierer:   Hans Weinstein
2. Kassierer:   Hans Thiele
Jugendobmann:   Erich Wiegand
Spielausschußobmann:   Arfast Carstens
Schiedsrichterobmann:   Hermann Bahnsen
Beisitzer Jugendausschuß:   Hinnig Junker
    Hans Popp
    Hans Eckholdt
Beisitzer Spielausschuß:   Alfred Weich
    Hellmuth Hahn
    Hans-Werner Jürgensen
    Harry Mölck
    Günther Präger

 

Bevor der alte und neue erste Vorsitzende Karl Krieger die Versammlung nach zweistündiger Dauer mit einem Sportsgruß auf die blau-weiß-roten Farben schloß, ehrte er unseren alten 18er Gerhard "Gerd" Präger für langjähriges Spielen in der ersten Mannschaft durch die Verleihung der silbernen Ehrennadel.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Ältestenrat lud ein

Wie in jedem der letzten Jahre hatte auch zu Beginn der neuen Serie 1960/61 unser Ältestenrat die aktiven Spieler der ersten Mannschaft zu einem Kameradschaftsabend eingeladen. Am Donnerstag, dem 11. August, konnte daher Dr. Herbert Mau diesmal im Ratskeller, unsere aktiven Spieler, die Herren des Vorstandes, des Spielausschusses und wie immer einige Herren des Ältestenrates begrüßen.

Dr. Herbert Mau bedankte sich zunächst für die rege Beteiligung. Er betonte, daß diese Abende dazu beitragen mögen, die gute Verbindung der Spieler zu den älteren Vereinszugehörigen zu festigen. Insbesondere gilt es, alle Spieler und Funktionäre fest zusammenzuhalten wie bisher, dann brauchen wir auch um die Zukunft unseres Vereins nicht besorgt zu sein.

Unser erster Vorsitzender, Direktor Karl Krieger, und der Mannschaftsführer der ersten Mannschaft, Peter Römer Peters, dankten Sportfreund Dr. Herbert Mau im Namen des Vorstandes bzw. der Spieler für den schönen kameradschaftlichen Abend.

In seinem Schlußwort dankte Dr. Herbert Mau dem Wirt für das vorzügliche Essen und allen Anwesenden für den harmonischen Verlauf des gelungenen Abends. Bei guter Stimmung und nachdem manches Lied in den schönen Räumen des Ratskellers erklungen war, wo "Marina" von Anton "Ratschi" Christiansen natürlich nicht fehlte, verließen die 18er den Ratskeller mit dem Gefühl, daß auch diese Abend als ein festes Glied in die Kette unseres Vereinslebens eingeschmiedet worden ist.

Werner Denckmann
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Husum 18 Ib endgültiger Gewinner des Pokals der Husumer Tageszeitung

Mit dem Kantersieg von 6:0 Toren gewann unsere Ib zum vierten Mal den begehrten Pokal, der damit endgültig in den Besitz der Mannschaft überging. Nachdem die gesamten Vorrundenspiele ungeschlagen durchstanden waren, stellte sich unsere Mannschaft dem FC Langenhorn, der ebenfalls unbesiegt das Endspiel erreicht hatte, in folgender Aufstellung:

Edlef Kniese
Dieter Schladetzky Peter Bauer
  Uwe Jahn   Dert Thomsen   Uwe Hagen  
Dieter Eckholdt Karl Clausen Heinrich Golde Sönke Hansen Anton Christiansen

 

Von Anfang an bestimmte unsere Ib das Spielgeschehen. Die Spieler unserer Mannschaft waren den Gastgebern spielerisch klar überlegen. Aber die Langenhorner hatten sich auch etwas vorgenommen, denn sie legten sich kräftig ins Zeug. Unsere Reserve bestürmte ununterbrochen das Tor der Langenhorner. Dann fiel plötzlich durch Heinrich "Heini" Golde aus dem Gewühl heraus daß 1:0. Bald darauf bald war es dann wieder soweit. Bei einem Eckball trat Dieter Eckholdt das Leder hoch vor das Tor. Anton "Ratschi" Christiansen sprang und köpfte den Ball zum 2:0 ein. Jetzt war die Reserve nicht mehr zu bremsen. Nach einem der vielen schönen Spielzüge im Mittelfeld kam der Ball zu Sönke Hansen, der Anton "Ratschi" Christiansen sofort mit einem Steilpaß durch die Mitte schickte. Ein flacher Schuß in die linke Ecke, und es stand 3:0. Mit diesem beruhigenden Vorsprung ging es in die Pause.

Nach der Halbzeit schienen die Langenhorner noch einmal zu einem Generalangriff geblasen zu haben. Sie stürmten sofort gegen unser Tor. Aber unsere Verteidigung stand, und durch viele waghalsige Paraden von Torwart Edlef Kniese wurde kein Tor zugelassen.

Bald jagte Sönke Hansen mit einem Steilpaß wieder Anton "Ratschi" Christiansen auf die Reise, der den Ball kurz vor der Auslinie erreichte und vor das Tor zog. Dort stand Heinrich "Heini" Golde, seine Granate erhöhte die Führung um ein weiteres Tor. Dann wieder eine Steilvorlage, diesmal auf der rechten Seite von Dieter Eckholdt zu Anton "Ratschi" Christiansen, der das Leder sofort aus der Drehung vor das Tor hob. Karl "Kalli" Clausen nahm die Flanke an und schlenzte das Leder gekonnt unter das Lattenkreuz zum 5:0 ein. Kurz danach hatte sich Sönke Hansen auf Linksaußen-Position den Ball erkämpft, zog in flach in den Strafraum, Anton "Ratschi" Christiansens Fuß schnellte dazwischen, und es stand 6:0. Mit einer Bombe aus 15 Metern Entfernung hätte Uwe Hagen beinahe den siebten Treffer erzielt, aber der Ball traf nur den Pfosten.

Die letzte Torchance der Langenhorner vereitelte Deert Thomsen durch einen kühnen Sprung in die Schußbahn. Sehr gut in der Abwehr auch Peter Bauer, der den besten Stürmer der Langenhorner erfolgreich beschattete.

Nach dem Spiel überreichten Spielausschußobmann Emilius Petersen im Namen der Husumer Tageszeitung und des Kreis-Fußballverbandes Husum/Eiderstedt der Reserve den Pokal mit freundlichen Worten zur endgültigen Inbesitznahme.

Das Endspieltreffen wurde mit einem gemütlichen Beisammensein beendet. Der Ib Begleiter, Hermann Lorenzen, richtete noch ein paar nette Worte an die Spieler und meinte am Schluß seiner Rede, daß die Reserve mit diesen Leistungen beruhigt in die Punktrunde gehen könne.

Uwe Jahn, Edlef Kniese, Anton "Ratschi" Christiansen, Heinrich "Heini" Golde, Deert Thomsen, Karl "Kalli" Clausen, Peter Bauer, Dieter Schladetzky, Uwe Hagen, Sönke Hansen, Dieter Eckholdt

Anton "Ratschi" Christiansen
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Spielplan der Kreisklassen

   

1. Kreisklasse

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum   (König)
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18   (Kock)
4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum   (Pahl)
11. September:   Bredstedter TSV   -   Husum 18   (Pahl)
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   (Hasche)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   (O. Kreutzer)
2. Oktober:   TSV Garding   -   Husum 18   (H. Kreutzer)
16. Oktober:   Husum 18   -   TSV St. Peter   (König)
23. Oktober:   Husum 18   -   TV Norderstapel   (Kock)
30. Oktober:   FC Langenhorn   -   Husum 18   (Meyer)
6. November:   Husum 18   -   IF Husum   (O. Kreutzer)

2. Kreisklasse

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum    
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18    
4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum    
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt    
30. Oktober:   FC Langenhorn   -   Husum 18    
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. September

Spielpläne der Jugendmannschaften

Jungmannen (Bezirk)

21. August:   Husum 18   -   DGF Flensborg    
28. August:   Schleswig 06   -   Husum 18    
4. September:   Husum 18   -   Rasensport Schleswig    
18. September:   HESV Frisia   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   TSV Friedrichsberg    
9. Oktober:   RW Niebüll   -   Husum 18    
16. Oktober:   Husum 18   -   FTB Flensburg    
13. November:   Husum 18   -   TSV Westerland    
20. November:   FSV Wyk   -   Husum 18    
27. November:   VfB Nordmark   -   Husum 18    
4. Dezember:   Husum 18   -   Flensburg 08    
11. Dezember:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    

Jungmannen (Kreis)

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum    
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18    
4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum    
11. September:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt    
16. Oktober:   Husum 18   -   TSV St. Peter    
23. Oktober:   Husum 18   -   TV Norderstapel    

Jugend

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum    
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18    
4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum    
11. September:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    
18. September:   TSV Garding   -   Husum 18    
16. Oktober:   Husum 18   -   TSV St. Peter    

Schüler I

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum    
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18    
4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum I    
11. September:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt    
2. Oktober:   Husum 18   -   Frisia Husum II    
16. Oktober:   Husum 18   -   Husum 18 II    
23. Oktober:   Husum 18   -   TV Norderstapel    

Schüler II

4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum II    
18. September:   BW Friedrichstadt   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   Rantrum    
2. Oktober:   TSV Tönning   -   Husum 18    
9. Oktober:   Husum 18   -   Frisia Husum I    
16. Oktober:   Husum 18 I   -   Husum 18    
23. Oktober:   IF Tönning   -   Husum 18    
30. Oktober:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    

Knaben I

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum    
4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum I    
11. September:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18    
25. September:   Husum 18   -   Frisia Husum II    
16. Oktober:   Husum 18   -   Husum 18 II    

Knaben II

4. September:   Husum 18   -   Frisia Husum II    
25. September:   Husum 18   -   Rantrum    
2. Oktober:   TSV Tönning   -   Husum 18    
9. Oktober:   Frisia Husum I   -   Husum 18    
16. Oktober:   Husum 18 I   -   Husum 18    
30. Oktober:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Die Ergebnisse vom August

   

II. Amateurliga

    Husum 18 komb.   -   Frisia komb.   3:1 (3:0)
    TSV Nord Harrislee   -   Husum 18   3:2 (1:1)
    Husum 18   -   DGF Flensborg   3:0 (2:0)
    SIF Schleswig   -   Husum 18   4:2 (2:1)

1. Kreisklasse

Endspiel um den Pokal der Tageszeitung:   FC Langenhorn   -   Husum 18   0:6 (0:3)
    Husum 18   -   TSV Rantrum   4:0 (0:0)
    IF Tönning   -   Husum 18   1:10 (0:4)

2. Kreisklasse

    Husum 18   -   TSV Rantrum   0:2 (0:1)
    IF Tönning   -   Husum 18   0:6 (0:2)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Schon vier Minuspunkte - Liga enttäuschte

   

Nach den ersten drei Spieltagen nimmt unsere Liga mit einem ausgeglichenen Verhältnis von 7:7 Toren den zwölften Tabellenplatz ein. Lediglich das zweite Spiel konnte auf eigenem Platz gewonnen werden.

Die 3:2 (1:1)-Niederlage in Flensburg gegen TSV Nord Harrislee mag für manche nicht unerwartet gekommen sein. Wir hatten das letzte Punktspiel der vergangenen Serie auch gegen Nord in Flensburg mit 4:1 Toren verloren.

Wie schon in all den Jahren zuvor litt die Liga besonders unter den schlechten Platzverhältnissen des Spielfeldes in Harrislee. Obwohl die Spieler darum wissen, gelingt es ihnen nicht, sich auf sie einzustellen. Nach einem schwachen Start unserer Elf gingen die Gastgeber in Führung. Erst nach diesem Treffer wurde die die Liga leicht überlegen. Gerhard Bonneß erzielte zehn Minuten vor der Pause den Ausgleich. Als Gerhard Bonneß nach Wiederanpfiff durch ein herrliches Kopfballtor die 2:1 Führung herstellte, wagte man, ganz im Geheimen schon zu frohlocken. Wie sehr diese Vorsicht am Platze war, sollte sich bald zeigen. Etwa 20 Minuten vor Spielende beging unser Verteidiger Peter Römer Peters ein Foul. Den Strafstoß verwandelten die Flensburger zum Ausgleich. Die Unsicherheit unserer Abwehr wußten die Platzherren gut zu nutzen. Bereits zehn Minuten später gingen sie ihrerseits in Führung. Die Möglichkeit, wenigstens einen Punkt zu retten, hatten wir, als uns ein Strafstoß zuerkannt wurde. Der gegnerische Torwart wehrte jedoch Manfred "Manni" Hoppes Schuß ab. Der Nachschuß prallte gegen die Latte; damit blieben beide Punkte in Flensburg.


Da am folgenden Sonntag das Heimspiel gegen DGF durch Treffer von Manfred Hansen, Siegfried Bascheck und Gerhard Bonneß mit 3:0 Toren gewonnen wurde, durfte man die Niederlage in Flensburg den widrigen Umständen zuschreiben.


Die zweite Auswärtsniederlagen gegen SIF in Schleswig mit 4:2 Toren jedoch stimmt bedenklich. Beide Tore schoß Peter Goldschmidt für uns.


Es scheint, als hätte sich die Mannschaft noch nicht zusammengefunden. Die Neulinge (Peter Goldschmidt von Grün-Weiß Hamburg, Siegfried Bascheck von Fichte 06/07 Bielefeld, Stephan aus Hamburg und Manfred Hansen, der nach einem Jahr von Frisia zurückkehrte) sind noch nicht so aufeinander eingespielt, als daß man flüssige Spielzüge von ihnen erwarten dürfte.

Es ist deshalb ratsam, den nächsten Monat abzuwarten, ehe man über das wirkliche Können der Mannschaft urteilt. Die drei Spiele im September werden alle in Husum ausgetragen, wobei allerdings das Treffen mit Frisia als Auswärtsspiel gilt. Kommen wir wenigstens gegen Rasensport und Friedrichsberg zu doppelten Punktgewinnen, so wäre schon eine Verbesserung in der Punktausbeute im Vergleich zum August zu verzeichnen, was zu weiteren Hoffnungen berechtigen sollte.

Es darf kein Trost für uns sein, daß Niebüll als Vorjahresmeister hinter uns den 13 Platz belegt, während Friedrichsberg als Vorjahresdritter sogar ohne Punktgewinn das Schlußlicht trägt. Größere Punktverluste dürfen wir uns nicht mehr erlauben, wenn wir nicht schon jetzt zu weit zurückfallen wollen. Aber, wie gesagt, darüber etwas mehr in 4 Wochen.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Tabellenstand

2. Amateurliga
Stand Spiele Tore Punkte  
VfB Nordmark Flensburg 3 8:2 6:0  
FSV Wyk 3 13:8 6:0  
Frisia Husum 3 18:3 5:1  
Flensburger TB 3 7:5 5:1  
TSV Nord Flensburg 3 7:4 4:2  
DGF Flensburg 3 8:5 3:3  
TSV Kappeln 3 5:5 3:3  
Rasensport Schleswig 3 6:8 3:3  
TSV Kropp 2 4:3 2:2  
Vorwärts Flensburg 2 6:5 2:2  
SIF Schleswig 2 6:6 2:2  
Husum 18 3 7:7 2:4  
RW Niebüll 3 8:8 2:4  
TSV Weiche West 3 6:9 2:4  
TSV Westerland 3 7:12 1:5  
Bredstedter TSV 3 4:19 0:6  
TSV Friedrichsberg 3 2:13 0:6  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Torreicher Start der Reserve

Der schwerste Brocken wurde unserer ersten Reserve gleich im ersten Spiel vorgesetzt. Aber er wurde verdaut. Der Absteiger Rantrum mußte sich nach einer torlosen ersten Hälfte unseren sieggewohnten Reservisten beugen. Innerhalb der letzten 20 Minuten schosen Sönke Hansen (2) Manfred Lange und Karl "Kalli" Clausen einen klaren 4:0-Sieg heraus.

Die zweite Reserve verlor ihr Spiel mit 2:0 Toren.


Vor allen Dingen in der Höhe überraschend kam der 10:1-Sieg in Tönning gegen den IF. Die Tönninger zählen an sich zu den guten Mannschaften im Kreis. Schon zur Pause lagen sie mit 4:0 im Rückstand. Die Torschützen: Sönke Hansen (5), Karl "Kalli" Clausen (2), Manfred Lange (2) und Dieter Eckholdt (1).

Die zweite Reserve dagegen gewann ihr Spiel "nur" mit 6,0 Toren.


Mit den beiden Siegen bei 14:1 Toren unterstrich die Reserve noch einmal die gute Form, die sie im Pokalendspiel gegen Langenhorn bereits bewies.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Kurz notiert

Der Husumer Fußballverein von 1918 e.V. dankt dem Itzehoer Sportverein, Concordia Hamburg und Borussia Kiel-Gaarden für die Übersendung ihrer Vereinszeitschriften.


Im Spiel der kombinierten Mannschaften von Husum 18 und Frisia anläßlich des Rantrumer Jubiläums, das wir mit 3:1 Toren gewannen, erzielten Peter Boyke Jacobs, Jürgen Horch und Wichmann für uns die Treffer. Wichmann, der von Holstein Kiel zu uns kommt, ist am 4. September für die Liga spielberechtigt.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. September

Richtfest bei Prägers

Je einen Richtkranz, geschmückt mit dem blau-weiß-roten Farben unseres Vereins, überreichten der Vorstand und die erste Mannschaft Gerhard "Gerd" Präger beim Richtfest seines Neubaus. Gerhard "Gerd" Präger, ihm wurde kürzlich die silberne Ehrennadel verliehen, baut sein Heim in Eigenarbeit. Wir wünschen ihm und seiner Familie, daß ihnen im neuen Haus ein zufriedenes Leben beschieden sein möge.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. September

Fußball-
BL Nord
1960/61

Ergebnisse bis zum 28.8.1960

Husum 18

12

H

          2:4     3:0       2:3      
                               

Vorwärts Flensburg

10  

U

    1:3 5:2                      
                               
VfB Nordmark 1    

S

      4:2             1:0   3:0  
                               
TSV Kappeln 7      

U

  2:2           2:2         1:1
                               
FSV Wyk 2   3:1    

M

            6:4       4:3  
                               
Rasensport Schleswig 8   2:5   2:2  

E

  2:1                  
                               
SIF Schleswig 11 4:2   2:4      

R

                   
                               
TSV Friedrichsberg 17             1:2

F.

  0:6             1:5
                               
RW Niebüll 13                

V.

      4:2   2:3 2:3  
                               
DGF Flensborg 6 0:3             6:0  

v

        2:2    
                               
TSV Kropp 9                    

o

  3:1   1:2    
                               
TSV Westerland 15       2:2 4:6            

n

  1:4      
                               
Bredstedter TSV 16                 2:4   1:3  

1

      1:12
                               
TSV Nord Flensburg 5 3:2   0:1                 4:1  

9

     
                               
FTB Flensburg 4                 3:2 2:2 2:1      

1

   
                               
TSV Weiche/West 14     0:3   3:4       3:2            

8

 
                               
Frisia Husum 3       1:1       5:1         12:1    

 

e.V.
                               
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1960

Husum 18

1. Oktober

Die Zukunft

Sie sieht für unsere Liga bestimmt nicht gerade vielversprechend aus. Sahen wir uns nach den ersten Spielen in unseren Erwartungen sehr getäuscht, so ist die Lage nun scheinbar hoffnungslos, nachdem wir Eckhard Sers und Johannes "Haschi" Jannsen durch die Verletzungen im Spiel gegen Friedrichsberg verloren.

Mit welchen Erwartungen begannen wir die Serie im stolzen Gefühl der Vizemeisterschaft der letzten Saison! Jetzt, nach den ersten Punktspielen, liegen wir scheinbar gänzlich abgeschlagen auf dem viertletzten Platz.

In Eckhard Sers verloren wir unseren unersätzlichen Stammtorwart, in Johannes "Haschi" Jannsen einen unserer umsichtigsten Aufbauspieler. Ein kleines Trostpflaster. Im Spiel gegen Friedrichsberg wirkte erstmals nach langer Verletzung wieder Günter Nommensen als Mittelläufer mit. Er bot eine gute Partie und wird sicher bald wieder seine alte Form erreicht haben. Wenigstens ein schwacher Trost dafür, daß Eckhard Sers und Johannes "Haschi" Jannsen wenigstens für dieses Jahr ganz ausfallen. Was dürfen wir von den nächsten Spielen nun für uns erwarten?

Das Pokalspiel am 2. Oktober gegen TSV Nord ist nicht von großer Bedeutung, wir müssen uns ganz und gar auf die Punktspiele konzentrieren, um nicht noch weiter in der Tabelle zurückzufallen. Im nächsten Punktspiel in Niebüll haben wir mit einem doppelten Punktverlust zu rechnen. Bis zum folgenden Treffen, also in drei Wochen, sollte über eine feste Aufstellung schon wieder einige Klarheit herrschen, so daß auf eigenem Platz gegen FTB wenigstens ein Punkt gerettet werden kann. Die Flensburger sind zwar erst aufgestiegen, belegen aber mit drei Minuspunkten relativ den dritten Tabellenplatz. Die nächste Begegnung gegen Weiche-West findet wiederum in Husum statt und kann durchaus gewonnen werden. Ebenso ist es möglich, gegen Kropp beide Punkte zu holen.

Die Kropper, die unsere Gastgeber sein werden, rangieren noch unter uns an drittletzter Stelle. So betrachtet sollte es also gelingen, wenigstens die jetzige Position um einen oder zwei Plätze zu verbessern.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die Liga fiel auf den 14. Platz zurück

Durch Verletzungen stark benachteiligt

Wichtig!

Die Spiele der Kreisklassenmannschaften gegen Frisia wurden auf einen späteren Termin verlegt.

Am 2. Oktober trägt unsere Liga in Husum ein Pokalspiel gegen den Flensburger Verein TSV Nord Harrislee aus.

Am vierten Spielsonntag konnte unsere Liga im Heimspiel gegen Rasensport Schleswig durch einen 6:3-Erfolg ihr Punktverhältnis wieder ausgeglichen gestalten. Schon zur Halbzeit lag unsere Elf mit 3:0 Toren klar vorn. Die drei Gegentreffer der Schleswiger in der zweiten Hälfte zeigen deutlich, daß besonders unsere Abwehr nicht immer im Bilde war. Immerhin bewies der Sturm, daß er das Schießen nicht verlernt hatte. Die Torschützen für uns waren Peter Goldschmidt (2), Karl "Kalli" Clausen (2), Manfred Hansen und Manfred "Manni" Hoppe.


Weniger Schußvermögen zeichnete unseren Sturm im Lokaltreffen gegen Frisia aus. Die Frisianer galten in diesem Spiel als leichte Favoriten. Aber der eindeutige 6:1-Sieg kam wohl für sie selbst sehr überraschend. Die Platzherren erzielten ihren ersten Treffer bereits kurz nach Spielbeginn. Unsere Spieler ließen sich noch nicht sonderlich beeindrucken und zeigten nun ihrerseits ein sehr gefälliges Zusammenspiel, das ihnen fast eine halbe Stunde lang einen leichten Feldvorteil eintrug. Es wurde über das Spielen das Toreschießen vergessen. Die Abwehr der Frisianer war viel zu entschlossen, als daß ihr unsere Stürmer hätten gefährlich werden können. Die Gegenangriffe der Blau-Gelben, die mit großer Entschlossenheit und Schnelligkeit vorgetragen wurden, scheiterten weniger an der Läuferreihe oder Verteidigung als an unserem ausgezeichneten Schlußmann Eckhard Sers, der wiederholt Beifall des sehr unparteiischen Publikums erhielt. Besonders unsere Verteidiger waren den schnellen Außen der Frisianer nicht gewachsen. Auf der anderen Seite vermochte unser Rechtsaußen Peter Goldschmidt trotz allen Fleißes gegen Nußbaum nur anfangs etwas auszurichten. Peter Goldschmidt war Nußbaum nur im Kopfballspiel wegen seiner größeren Sprungkraft überlegen. Leider fiel Manfred "Manni" Hoppe als Linksaußen schon bald wegen einer Verletzung aus. Durch ihn hätte manche heikle Lage für die Platzherren entstehen können.

Als man schon glaubte, sich mit dem 1:0-Rückstand in die Halbzeit retten zu können, brachten die Frisianer sich mit ihrem zweiten Treffer unangenehm in Erinnerung. Viel niederschmetternder als der Treffer kurz vor dem Wechsel war das dritte Tor, das fiel, noch ehe unsere Spieler recht im Bilde waren. Damit hatten die Frisianer sich einen Vorsprung geschaffen, der es ihnen erlaubte, völlig frei aufzuspielen. Für kurze Zeit traten unsere Stürmer noch einmal hervor. Johannes "Haschi" Jannsen war aus der Läuferreihe nach vorne gegangen und brachte neuen Schwung in unser Angriffsspiel, öffnete den gegnerischen Stürmern durch sein leichtsinniges Vorrücken aber auch eine willkommene Lücke, die Uwe Jahn als Mittelläufer allein nicht gegen zwei, drei Frisianer verteidigen konnte. So kam es, wie es kommen mußte. Nachdem die Platzherren ihr Tor einige Zeit mit viel Können und einigem Glück verteidigt hatten, brachen ihre schnellen Stürmer plötzlich aus der Tiefe hervor und überraschten unsere leider zu sehr vernachläßigte Abwehr. Unsere aufgerückten Abwehrspieler hatten nicht mehr die Kraft, rechtzeitig zurückzueilen. So hieß es dann 4:0 für Frisia.

Noch einmal raften sich unsere Spieler zu einer kurzen Drangperiode auf. Einen indirekten Freistoß innerhalb des gegnerischen Strafraumes konnte Johannes "Haschi" Jannsen zum Ehrentreffer verwandeln. Den Frisianern fiel es nicht mehr schwer, zwei weitere Tore gegen unsere schwache Abwehr zu erzielen. Gegen ihre placierten und scharfen Schüsse war Eckhard Sers völlig machtlos.


Nach diesem enttäuschenden Spiel für uns sollte das Treffen gegen den derzeitigen Tabellenletzten Friedrichsberg auf unserem Platze gerne zu einem doppelten Punktgewinn führen, damit die Spieler ist Selbstvertrauen wiedergewinnen. Zunächst lief alles nach Wunsch. Aber nur ganz kurze Zeit. Bereits nach 10 Minuten verloren wir unseren Torwart Eckhard Sers. Mit einem Beinbruch mußte er ins Krankenhaus eingeliefert werden. Mit nur neun Feldspielern - Johannes "Haschi" Jannsen hütete das Tor - gelang es dann doch noch, den Führungstreffer zu erzielen. Die Friedrichsberger glichen zwar aus, aber noch vor dem Wechsel schoß Manfred "Manni" Hoppe sein zweites Tor. Bis 25 Minuten vor Spielende stand es immer noch 2:1 für uns. Bei dem Versuch, den Ausgleichstreffer der Gäste zu verhindern, fiel Johannes "Haschi" Jannsen so unglücklich auf dem Boden, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt. Er wurde wie sein Leidensgefährte Eckhard Sers zu Dr. Hans Winkler in die Klinik eingeliefert.

Als dritter Torwart stand jetzt Gerhard "Gerd" Präger zwischen unseren Pfosten, und unsere Mannschaft wegen der zahlenmäßigen Unterlegenheit auf verlorenem Posten. Durch zwei weitere Tore stellten die Friedrichsberger den 4:2-Endstand her und gewannen glücklich beide Punkte.


Damit gewann unsere Liga wie im August von drei Spielen jeweils nur eines. Sie belegt mit 4:8 Punkten den 14 Tabellenplatz.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Oktober

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Bergmann, Werner, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Bruhn, Max, Husum, Markt 20
3. Denckmann, Harald, Husum, Schiffbrücke 22
4. Feddersen, Walter, Husum, Brüggemannstraße 17
5. Gutschmidt, Lorenz, Husum, Schobüller Straße 37
6. Hager, Uwe, Husum, Schillerstraße 70
7. Heintke, Uwe, Husum, Feldbergstraße 20
8. Herbst, Helmut, Husum, Am Ochsenkamp 2
9. Hicke, Klaus, Husum, Flensburger Chaussee 41
10. Hüttmann, Uve, Husum, Stettinger Straße 26
11. Kniese, Uwe, Husum, Hörn 1
12. Korte, Dieter, Husum, Ludwig-Ohlsen-Straße 2
13. Lehmann, Lothar, Husum, Matthias-Claudius-Straße 144
14. Strasser, Bernd, Husum, Norderstraße 6
15. Stübe, Hans Günter, Husum, Flensburger Chaussee 41


Austrittserklärungen
1. Dohrmann, Hans, Husum, Friedrichstraße 8
2. Hildebrandt, Dieter, Husum, Am Ehrenhain 1
3. Jungclaus, Horst, Husum, Schleswiger Chaussee 22
4. Koch, Paul, Husum, Werksiedlung Ochsenkamp
5. Manzke, Reinhard, Husum, Schleswiger Chaussee 80a
6. Peterson, Rolf, Husum, Schulstraße 2
7. Thomsen, Deert, Husum, Friedrichstraße 33
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die Ergebnisse vom September

   
4. September:   Husum 18   -   Rasensport Schleswig   6:3 (3:0)
18. September:   HESV Frisia   -   Husum 18   6:1 (2:0)
25. September:   Husum 18   -   TSV Friedrichsberg   2:4 (2:1)

1. Kreisklasse

11. September:   Bredstedter TSV   -   Husum 18   0:11 (0:4)
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   3:7 (1:2)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   3:0 (1:0)

2. Kreisklasse

18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   3:2 (1:0)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   3:2 (1:1)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Oktober

Herzlichen Glückwunsch

... unserem Aktiven Sönke Hansen und seiner Braut zur Verlobung.

... unserem Ligatorwart Eckhard Sers zu seinem Geburtstag.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Erfolgreiche 18er-Jungen

In den Spielen gegen TSV Tönning erzielten unsere Jungen wiederum achtbare Erfolge.

Im ersten Spiel des Sonnabendnachmittags landete die 1. Knabenmannschaft einen 3:1- Sieg über den TSV Tönning. Heinz-Otto Liebig erzielte bis zum Halbzeitpfiff durch zwei schöne Tore einen beruhigenden Vorsprung. Im zweiten Abschnitts verkürzten die Tönninger durch ein unglückliches Eigentor auf 1:2. Doch waren am Ende unsere Jungen durch ein Tor von Volker Plaß klar vorn.

Im Spiel der ersten Schülergarnitur gegen den TSV ging es unentschieden aus. In diesem sehr lebhaften und temperamentvollen Spiel erzielte Starken nach torloser erster Halbzeit die 1:0-Führung für unsere Schüler. Trotz erheblicher Feldvorteile und bester Einschußmöglichkeiten war unseren Jungen kein Erfolg mehr beschieden. Kurz vor Spielende mußten sie den Ausgleich hinnehmen und damit einen Punkt in Tönning lassen.

Im farbvollsten Spiel des Nachmittags trennten sich die Jugend beider Vereine mit einem 3:2-Erfolg unserer Mannschaft. Mit drei Toren von Hans-Werner Heber (!), Halbzeitstand 2:2, sicherten sich die 18er Sieg und Punkte. Hervorragende Spieler in diesem Treffen: Hans-Jürgen Grabert und Uwe Hager.


Die am folgenden Tag, dem Sonntag, auszutragenden Spiele der zweiten Knaben- und Schüler-Garnituren bei Blau Weiß Friedrichstadt konnten leider nur als Freundschaftsspiele gewertet werden, da die Friedrichstädter nur mit älteren Spieler antreten konnten. So spielten bei den Friedrichstädtern in der Knaben-Mannschaft fünf Schüler. Da half aller Kampfgeist und alles Können unsere elf Jüngsten nichts. Mit 5:2 Toren behielten die Blau-Weißen die Oberhand. Harald Jöhnck schoß beide Tore.

Die 2. Schülermannschaft kam gegen eine aus Jugend- und Schüler-Spielern kombinierte Mannschaft der Friedrichstädter mit 6:1 Toren noch glimpflich davon. Zwar erzielte unser Mittelstürmer noch den 1:1-Ausgleich, aber dann mußten unsere Spieler sich dem körperlich weitaus stärkeren Gastgeber beugen.


In den Punktspielen gegen Bredstedter TSV unterlagen unsere Knaben 1 im ersten Spiel mit 2:1 Toren. Den Ehrentreffer schoß Heinz-Otto Liebig.

Im anschließenden Spiel der Schüler 1 sicherte Jens-Jürgen Schwartz durch das einzige Tor des Treffens Sieg und Punkte für die blau-weiß-roten Farben.

In der Begegnung der Jugendmannschaften gingen wir zwar durch Kessler 1:0 in Führung, mußten aber bis zur Pause durch eine Elfmeterentscheidung den Ausgleich hinnehmen. In der zweiten Hälfte zogen die Bredstedter auf 3:1 davon, ehe De Paoli auf 3:2 verkürzen konnte.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Liebe 18er Sportkameraden - liebe Eltern "meiner Jungs"!

Zunächst möchte ich allen aktiven, passiven und fördernden Sportkameraden von Husum 18 für das Vertrauen danken, mich zum Jugendbetreuer unserer Sportfamilie vorgeschlagen und gewählt zu haben. Ich werde immer bestrebt sein, im Geiste der Jugend und im Sinne des Sportes zu handeln und zu wirken.

Mit meinen nun folgenden Zeilen möchte ich aber mit einer meiner größten Bitten an die Eltern meiner lieben kleinen Kameraden appellieren. Wir alle haben uns zu einer schönen kameradschaftlichen Familie gefunden, und im Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, zählt "meine Familie" 105 Jungen. Das Nennen dieser Zahl bewegt mich, Sie - lieber Eltern - zu bitten, mir zu helfen, und ich hoffe, diese Bitte nicht vergebens getan zu haben. Worin Ihre Hilfe besteht?

Nun - schauen Sie, wir betreiben Sport, Mannschaftssport, dazu gehören für jede Mannschaft 11 Spieler und natürlich die Ersatzspieler, denn nie kann immer jeder da sein, dazu gehört vorbereitendes Training, dazu gehört Kameradschaft, Pünktlichkeit, ihre Mithilfe, mir Ihre Jungen zu schicken. Sport muß sein, er ist notwendig, denn nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder Geist wohnen. Nun soll der Sport nicht an erster Stelle im Leben stehen, selbstverständlich gehen Elternhaus und Schule vor, aber Sie verstehen mich, wenn ich Sie darum bitte, mit Sorge dafür zu tragen, daß Ihre Jungen regelmäßig und pünktlich zum Sport kommen, denn ein Leben ohne Sportkameradschaft ist kein Leben für einen richtigen Jungen, und diese Kameradschaft ist bei uns und soll bei uns für immer sein.
Darum meine Bitte an Sie - liebe Eltern, liebe 18er - helfen Sie mir dabei, daß diese Kameradschaft immer bestehen bleibt.

Euer Erich Wiegand
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Unser Nachwuchs überzeugte

In den Jugendmeisterschaftsspielen starteten unsere Jungen gegen ihre Alterskameraden vom TSV Rantrum.

Das Spiel der ersten Knabenmannschaft entschied unsere Elf durch Treffer von Hans-Jürgen Grabert(2) und Heinz-Otto Liebig (2) mit 4.0 Toren für sich.

Die ersteI Schülermannschaft sicherte sich mit einem 5:0 Sieg durch Tore von Jens-Jürgen Schwartz (3) und Starken (2) die ersten Punkte.

Unsere Jugend errang ebenfalls mit 2:1 Toren den Sieg. Die Tore erzielten Hansen und Starken, ehe die Rantrumer zu ihrem Ehrentreffer kamen.

Unsere Jungmannen auf Kreisebene hatten den Gästen aus Rantrum nichts entgegenzusetzen und verloren ihr Spiel. 5:0 hieß es beim Schlußpfiff des Schiedsrichters für die Rantrumer.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Jungmannen verloren gegen DGF

Im Spiel der Jungmannen auf Bezirksebene zogen die Gäste aus Flensburg auf 2:0 davon, ehe Ernst-Jürgen Bast der Anschlußtreffer gelang. Durch zwei weitere Tore der Gäste, die im Vorjahr den Meister stellten, hieß es dann 4:1. Durch je ein Tor sorgten Detlef Garske, Dieter "Schorsch" Schleger und Gundolf Schrock für den Ausgleich. In den letzten Minuten konnten jedoch die Jungmannen von DGF durch einen Handelfmeter das Spiel für sich entscheiden.


Am folgenden Sonntag waren unsere Jugendmannschaften beim IF Tönning zu Gast.

In einem jederzeit souverän geführten Spiel fertigte unsere erste Schülergarnitur ihre Gastgeber mit 14:0 (8:0) Toren ab. Bereits nach drei Minuten führten wir durch Tore von Starken und Jens-Jürgen Schwartz (2). Bis zur Pause waren dann noch Uwe Kock (2) und Hanno Nachtigall und Starken (2) erfolgreich. Nach dem Wechsel sicherten Hanno Nachtigall (3) und Jens-Jürgen Schwartz (3) den Endstand von 14:0.

Das Spiel der Jugendmannschaften ging auch an unsere Jungen. Dem 1:0 von Hans-Werner Heber konnten die Tönninger bald den Ausgleich folgen lassen. Wieder brachte Hans-Werner Heber seine Mannschaft bis zur Halbzeit 2:1 in Führung. Nach dem Wechsel besorgte der Linksaußen der Gastgeber den Ball mit den Händen ins Tor. Der Unparteiische zeigte zum Mittelpunkt. Doch dann zogen unsere Jungen durch zwei weitere Treffer von Hans-Werner Heber auf 4:2 davon, ehe die Tönninger kurz vor Schluß ihren dritten Treffer landeten.

In den Jungmannenspielen mußten unsere Jungen auf Kreis- wie auf Bezirksebene die Punkte abgeben. Gegen IF Tönning bzw Schleswig 06 wurde jeweils mit 6:2 Toren verloren.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Eckhard und "Haschi" im Krankenhaus

Wenn wir an unsere verletzten Ligaspieler Eckhard Sers und Johannes "Haschi" Jannsen denken, die bei Dr. Hans Winkler in der Privatklinik liegen, so wollen wir dabei nicht den Friedrichsberger Stürmer vergessen, der die Schuld an Eckhard Sers' Beinbruch trägt. Wer ihn nach dem Spiel völlig niedergeschlagen und mit Tränen in den Augen in der Kabine sah, wird gerne glauben, daß er den Unfall von Herzen bedauert. Eckhard Sers selbst wird der erste sein, der ihm verzeiht, da haben wir anderen nicht das Recht, noch lange von dem "Rüpel" aus Friedrichsberg zu sprechen.

Wie erstaunt war Eckhard Sers, als plötzlich Johannes "Haschi" Jannsen zu ihm ins Zimmer gelegt wurde. Sie vergaßen über das Leid des anderen für einige Zeit das eigene.

Gleich am Montag wurden beide von ihren Sportkameraden besucht, die, wie überhaupt ganz Husum 18, großen Anteil an ihrem Unglück nehmen. Beiden wünschen wir baldige und völlige Genesung. Eckhard Sers beglückwünschen wir besonders herzlich zu seinem Geburtstag, den er unter so traurigen Umständen am Dienstag nach dem Spiel im Krankenhaus mit den vielen Gästen am Bett feierte.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Die Spiele unserer Jugendlichen

Jungmannen (Bezirk)

21. August:   Husum 18   -   DGF Flensborg   4:5 (1:3)
28. August:   Schleswig 06   -   Husum 18   6:2 (2:1)
4. September:   Husum 18   -   Rasensport Schleswig   8:0 (4:0)
18. September:   HESV Frisia   -   Husum 18   4:0 (2:0)
25. September:   Husum 18   -   TSV Friedrichsberg   1:1 (1:0)

Jungmannen (Kreis)

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum   0:5 (0:1)
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18   6:2 (4:1)
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   3:1 (1:0)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   1:5 (0:1)

Jugend

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum   2:1 (1:0)
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18   3:4 (1:2)
11. Oktober:   Bredstedter TSV   -   Husum 18   3:2 (1:1)
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   2:3 (2:2)

Schüler I

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum   5:0 (1:0)
28. August:   IF Tönning   -   Husum 18   0:14 (0:8)
11. Oktober:   Bredstedter TSV   -   Husum 18   0:1 (0:0)
18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   1:1 (0:0)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   12:2 (3:0)

Schüler II

18. September:   BW Friedrichstadt Jugend, Schüler komb.   -   Husum 18   6:1 (1:0) F

Knaben I

21. August:   Husum 18   -   TSV Rantrum   4:0 (1:0)
11. Oktober:   Bredstedter TSV   -   Husum 18   2:1 (2:0)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   7:0 (3:0)

Knaben II

18. September:   BW Friedrichstadt Schüler, Knaben komb.   -   Husum 18   5:2 (2:0) F
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Die Torschützen

Knaben

1.   Heinz-Otto Liebig   9        
2.   Volker Plaß   3        
3.   Hans-Jürgen Grabert   2        
4.   Harald Jöhnck   2        
5.   Sönke Goldschmidt   1        
6.   Holger Petersen   1 (Eigentor)      

Schüler

1.   Jens-Jürgen Schwartz   14        
2.   Starken   8        
3.   Hanno Nachtigall   6        
4.   Uwe Kock   3        
5.   Harry Petersen   2        
6.   Jörn Lüthke   1        
7.   Hans-Jürgen Struve   1 (Eigentor)      

Jugend

1.   Hans-Werner Heber   7        
2.   De Paoli   1        
3.   Hansen   1        
4.   Bernd Kessler   1        
5.   Starken   1        

Jungmannen

1.   Gundolf Schrock   4        
2.   Hans Böhnert   3        
3.   Detlef Garske   3        
4.   B. Jacobsen   2        
5.   Dieter Schleger   2        
6.   Ernst-Jürgen Bast   1        
7.   Udo Bremser   1        
8.   Bernd Troncik   1        
9.   Weichseldörfer   1        
10.   Hans D. Willers   1        

1. Kreisklasse

1.   Sönke Hansen   7        
2.   Dieter Eckholdt   5        
3.   Heinrich Golde   5        
4.   Manfred Lange   5        
5.   Wichmann   3        
6.   Karl Clausen   2        
7.   Peter Bauer   1        
8.   Ingo Händel   1        

2. Amateurliga

1.   Peter Goldschmidt   4        
2.   Gerhard Bonneß   3        
3.   Manfred Hoppe   3        
4.   Karl Clausen   2        
5.   Manfred Hansen   2        
6.   Siegfried Bascheck   1        
7.   Johannes Jannsen   1        
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Tore und Punkte der Mannschaften

   
    Tore   Punkte  
Knaben II   0:0   2:0  
Knaben I   15:3   6:2  
Schüler II   0:0   2:0  
Schüler I   33:3   9:1  
Jugend   11:9   6:2  
Jungmannen (Kreis)   4:19   0:8  
Jungmannen (Bezirk)   15:16   3:7  
2. Kreisklasse   11:7   4:4  
1. Kreisklasse   35:4   10:0  
2. Amateurliga   16:20   4:8  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Oktober

Tabellenstand

2. Amateurliga
Stand 25.9.19060 Spiele Tore Punkte  
VfB Nordmark Flensburg 6 16:8 10:2  
Frisia Husum 7 31:9 10:4  
RW Niebüll 7 23:14 10:4  
FSV Wyk 6 21:16 9:3  
Flensburger TB 5 15:11 7:3  
SIF Schleswig 6 17:12 7:5  
TSV Weiche West 6 18:14 7:5  
TSV Nord Flensburg 6 17:11 6:6  
DGF Flensburg 7 14:16 6:8  
TSV Kappeln 7 11:15 6:8  
Vorwärts Flensburg 6 14:16 5:7  
Rasensport Schleswig 6 15:22 5:7  
TSV Westerland 7 15:23 5:9  
Husum 18 6 16:20 4:8  
TSV Kropp 6 10:16 4:8  
TSV Friedrichsberg 6 8:18 3:9  
Bredstedter TSV 6 11:31 2:10  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Fußball-
BL Nord
1960/61

Ergebnisse bis zum 25.9.1960

Husum 18

14

H

        6:3 2:4 2:4   3:0       2:3     1:6
                               

Vorwärts Flensburg

11  

U

0:3   1:3 5:2           3:5   3:1   2:2  
                               
VfB Nordmark 1   3:0

S

    2:4 4:2       3:2     1:0   3:0  
                               
TSV Kappeln 10      

U

  2:2 0:4   1:2 2:2   2:2   3:2     1:1
                               
FSV Wyk 4   3:1    

M

      3:4     6:4     4:3 4:3 1:1
                               
Rasensport Schleswig 12 3:6 2:5 4:2 2:2  

E

  2:1               2:6  
                               
SIF Schleswig 6 4:2   2:4 4:0  

 

R

1:1         4:0   2:5  
                               
TSV Friedrichsberg 16 4:2         1:2 1:1

F.

  0:6 1:2           1:5
                               
RW Niebüll 3       2:1 4:3      

V.

1:0 8:2   4:2   2:3 2:3  
                               
DGF Flensborg 9 0:3     2:2       6:0 0:1

v

  3:2 1:6   2:2    
                               
TSV Kropp 15     2:3         2:1 2:8  

o

0:1 3:1   1:2    
                               
TSV Westerland 13   5:3   2:2 4:6         2:3 1:0

n

  1:4     0:5
                               
Bredstedter TSV 17             0:4   2:4 6:1 1:3  

1

1:7     1:12
                               
TSV Nord Flensburg 8 3:2 1:3 0:1 2:3               4:1 7:1

9

     
                               
FTB Flensburg 5         3:4   5:2   3:2 2:2 2:1      

1

   
                               
TSV Weiche/West 7   2:2 0:3   3:4 6:2     3:2            

8

4:1
                               
Frisia Husum 2 6:1     1:1 1:1     5:1       5:0 12:1     1:4 e.V.
                               
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1960

Husum 18

1. November

Ein prominenter Gast

V E R S P I E L E N

Wir setzen die Tradition fort!

Am Freitag, dem 2. Dezember 1960, laden wir alle Mitglieder und Freunde des Vereins zum Verspielen im Vereinslokal "Altdeutsches Haus" ein.

DER VORSTAND

Das hatten sich die Besucher des Punktspiels Husum 18 gegen den Flensburger TB nicht träumen lassen, daß sie die Gelegenheit haben würden, den besten 100-m-Sprinter der Welt, Deutschlands Sportler Nummer eins, Armin Hary, der es fertig brachte, zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele als Deutscher die Sprinterelite der Welt auf der 100-m-Bahn in Rom zu schlagen, in Husum im Friesenstadion bei Husum 18 als Zuschauer zu sehen.

Aber es war so. Armin Hary war nach Husum gekommen, um sich in der "grauen Stadt am Meer" einige Ruhetage zu gönnen. Leider hatte er nicht das schönste Wetter hier in Husum gehabt, aber er versicherte uns, daß er trotzdem sehr gerne in Husum ist.

Unser erster Vorsitzender Karl Krieger begrüßte Armin Hary herzlich im Namen des Vereins. In der Pause gesellte Armin Hary sich zu unserer ersten Mannschaft und stellte sich mit unseren Spielern dem Pressefotografen. Auch die Mannschaft des Flensburger TB konnte noch einige Aufnahmen mit dem Weltsprinter Nummer eins zur Erinnerung machen lassen.

Armin Hary besuchte am 22. Oktober 1960 Husum 18

Wir haben uns an diesem Nachmittag gefreut, daß Armin Hary die Zeit fand, zu uns ins Friesenstadion zu kommen, um sich dort an Punktspiel unserer ersten Mannschaft anzusehen. In der Halbzeit gab Armin Hary bereitwillig Autogramme für die Jugend. Unsere erste Garnitur wird sich das Erinnerungsbild mit Armin Hary gut aufheben, zumal Armin Hary auf jedes Bild der elf Aktiven eine persönliche Widmung geschrieben hat. Ein großes Bild mit der Widmung "Viel Glück Husum 18 - Armin Hary, 22.10.60" wird uns im Vereinslokal stets an diese Begegnung mit dem großen Sportler erinnern.

Leider wurden wir auch wieder in diesem Spiel kurz nach der Halbzeit von großen Pech verfolgt. Wir verloren unseren guten Rechtsaußen Peter Goldschmidt, der sich bei einem Fallrückzieher einen Knöchelbruch zugezogen. In der Klinik von Dr. Hans Winkler konnte Peter Goldschmidt sich in das gerade frei gewordene Bett unseres Mittelläufer Johannes "Haschi" Jannsen neben den noch dort mit Waden- und Schienbeinbruch liegenden Torwart Eckhard Sers legen. Außerdem kam noch unser Jungmannenspieler Hans Rathje mit einer Gehirnerschütterung in die Klinik.

Sehr groß war die Freude unserer verletzten Spieler jedoch am Montagabend, als Armin Hary sie persönlich aufsuchte und ihnen baldige Besserung wünschte. Auch für dieses sportliche Verhalten danken wir Armin Hary sehr. Und wir können hier zum Abschluß nur wiederholen, was die "Husumer Nachrichten" zum Besuch Armin Harys bei Husum 18 schrieben: "Wenn wir nicht alle wüßten, daß er für Deutschland in Rom zwei wertvolle Goldmedaillen holte, daß er erstmalig in die Phalanx der USA-Elite einbrach und sie auf ihre 100-m-'Hausstrecke' schlug, und sich vielleicht schon aus diesem Grund hofieren lassen könnte, dann wäre Hary nichts anderes als ein bescheidener, sportbegeisterter junger Mensch wie du und ich."

Werner Denckmann

leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. November

Eine große Unsitte

Vor langer Zeit wurde allen Vereinen zur Pflicht gemacht, für alle Besucher sichtbar ein Schild auf ihren Sportplätzen aufzustellen, das besagt, daß Belästigungen und Beleidigungen des Schiedsrichters oder der Linienrichter Platzverweis zur Folge haben.

Leider hat sich gezeigt, daß wie auf anderen Sportplätzen auch bei uns dem Hinweis wenig Beachtung geschenkt wird. Obwohl die Tafel unübersehbar für jeden am Eingang des Platzes steht, kommt es fast bei jedem Spiel vor, daß besonders die Linienrichter von Zuschauern belästigt werden. Es wäre doch eine reizvolle Aufgabe der Selbstdisziplin, den Linienrichter trotz der verlockende Möglichkeit, ihn als Ventil allen Ärgers zu benutzen, einmal überhaupt nicht zu beschimpfen.

Nun sind es aber nicht immer irgendwelche Leute, die die Unparteiischen durch ihre zumeist unsachliche Kritik beleidigen. Wäre es nur der in der Anonymität der Masse verborgene Zuschauer, so wäre allerdings nur schwierig Abhilfe zu schaffen. Es ist aber meistens wie bei uns der Fall, daß die Linienrichter von Vereinsangehörigen, von Vereinsfunktionären angegriffen werden. Anstatt, wie es ihre Aufgabe, ihre Pflicht ist, die Belästigungen des Linienrichters zu verhindern, schüren sie kräftig mit, den Groll gegen die Helfer des Schiedsrichters zu erregen. Ja, oft geben sie erst durch ihr Beispiel Anlaß zu üblen Pöbeleien, die jeder gesittete Mensch verpönen sollte. Den Persönlichkeiten des Vereins aber nachzueifern, darf sich doch jeder Zuschauer als Zeichen der Vereinstreue anrechnen.

Erschwerend kommt hinzu, daß die Entscheidungen des Linienrichters in völliger Verkennung der Sachlage beanstandet werden. Wer von den Zuschauern kennt schon die Abmachungen des Schiedsrichters mit den beiden Linienrichtern, die vor Spielbeginn in der Kabine getroffen werden!? Wahrscheinlich keiner! Auch weiß der schlechteste Linienrichter meist immer noch mehr von den Regeln, als der beste Laie kennen kann.

Nach den letzten Spielen sind bedenkliche Beschwerden der Linienrichter gekommen, die nicht gewillt sind, sich künftig auf unserem Sportplatz zur Verfügung zu stellen, wenn die grobe Unsitte der Belästigung nicht unterbleibt. Im Ernstfall sind sie entschlossen, den Kreisfußballverband einzuschalten.

Hermann Bahnsen, Schiedsrichterobmann
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. November

Siege unserer Liga

Für den Fußballsport war die Begegnung im DFB-Pokal zwischen Husum 18 und dem TSV Nord keine ausgesprochene Werbung. Vom Gästeverein hatte man eigentlich etwas mehr erwartet als nur eine planlose Balldrescherei. So ist denn das Ergebnis von 3:1 für den HFV durchaus gerechtfertigt, es hätte aufgrund der technischen Überlegenheit eigentlich noch höher ausfallen müssen. Aber gegen einen Gegner, der zu einem systemvollen Spiel keinerlei Voraussetzungen mitbringt, ist nun einmal keine Einstellung zu finden. So ging es auch dem Platzverein, der wohl zuerst den ersten Treffer hinnehmen mußte, dann jedoch das Heft in die Hand nahm.

Die erste Runde ging noch einigermaßen manierlich über die Bühne. Was dann jedoch in der zweiten Halbzeit alles an spielerischen Grobheiten seitens Nord passierte, hätte mehr verdient gehabt als nur einen Hinauswurf des zweifellos besten Stürmers von Nord, Tuchard, der so deutlich nachschlug, daß auch der Schiedsrichter davor die Augen nicht mehr verschließen konnte. Ersparen wir uns die Schilderung des Spielverlaufs. Auch bei Berücksichtigung, daß der HFV leider mehrere Ersatzspieler einsetzen mußte, lag die technische Reife ohne Zweifel beim Platzverein. Golde und Wichmann (2) waren die Torschützen, die die beiden Punkte im DFB-Pokal für ihren Verein sicherten.


Husum 18 brachte das Kunststück fertig, diesmal mit 6:4 beim TSV Rot-Weiß Niebüll erfolgreich zu sein. In der vergangenen Saison hatten die Niebüller jeweils mit 4:2 und 3:2 gewonnen. Diesmal schaffte Husum 18 es. Die Husumer hatten in der ersten Halbzeit schon durch Peter Boyke Jacobs die 1:0-Führung herausgeholt. Jacobsen schoß für Niebüll dann den 1:1-Gleichstand, bevor Vogt zum 2:1 für Rot-Weiß Niebüll einschießen konnte.Peter Boyke Jacobs blieb es vorbehalten, für Husum 18 bis zur Halbzeit den 2:2- Gleichstand herauszuholen. Auch im zweiten Durchgang verlief die Partie ausgesprochen temperamentvoll. Zunächst hatten die Niebüller wieder durch Jacobsen eine 3:2-Führung herausgeholt. Dann verursachten sie jedoch einen Eigentreffer, der zum 3:3-Gleichstand führte. Husum 18 hatte fortan mehr vom Spiel, schoß durch Hoppe die 4:3-Führung heraus, baute den Vorsprung durchPeter Boyke Jacobs auf 5:3 aus und mußte erst dann das vierte Gegentor der Niebüller durch Kluge hinnehmen. Im Endspurt waren die Husumer dann jedoch wieder tonangebend, so daß sie durch Manfred Hoppe mit seinem sechsten Treffer einen verdienten 6:4-Erfolg davon tragen konnten.

den Husumer Nachrichten entnommen
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Manager des Sports

Wie hinter fortgewehten Hüten,
so jagtn wir Terminen nach.
Vor lauter Hast und Arbeitswüten
liegt unser Innenleben brach.
Wir tragen Pässe in den Westen,
und gurgeln abends mit Kaffee.
Wir hetzen vom Geschäft zum Sport
und denke stets an Exposé.

Wir rechnen in der Arbeitspause

und rauchen 15 pro Termin.
Wir kommen meistens nur nach Hause,
um frische Wäsche anzuzieh'n.
Wir sind tagaus, tagein nur "Traber"

und sitzen kaum beim Essen still.

Wir merken, daß wir Herzen haben, erst,
wenn die Pumpe nicht mehr will.

 

Liebe Sportkameraden nah und fern, die ihr nun dieses kleine Sprüchlein gelesen habt - Euch möchte ich nur sagen, daß es tatsächlich so ist, wie dieses Sprüchlein besagt. Aber - muß denn alles so sein, ist das denn noch Sport, Entspannung, Erholung? Nein! - meine lieben bekannten und unbekannten Sportfreunde. Sport nur des Sportes wegen, um die Anständigkeit, um die Fairneß, und die Freude schon im jungen Menschen zu wecken, und diesrs Bestandteil seines ganzen Lebens werden zu lassen. Nicht nur mit dem sonntäglichen Spaziergang zum Fußballplatz bekunde ich meine Sportverbundenheit - eine angebliche Sportverbundenheit artet dann noch in fanatisches Gebrüll aus, weiterhin in Flegelheiten, in unverständliche Zurufe.

Viel erfolgreicher dagegen ist ein Gang oder eine Fahrt zum Sportplatz, wenn es gilt, auch einmal eine Mannschaft zu begleiten, ganz besonders eine Jugendmannschaft. Diesen Jungen das Gefühl zu geben, daß sie nicht allein sind, daß man Verstehen für sie aufbringt, daß diese Jungen das Gefühl bekommen: "die Großen interessieren sich für uns" - damit gleichzeitig ist es aber auch so, daß die, die mit meinem Sprüchlein angesprochen wurden, ihre verdiente Entlastung finden, daß der Sport wieder Sport wird, damit nicht der Sport oder die Tätigkeit für den Sport durch einen oder zwei zum traurigen Wegbereiter für Managerkrankheiten wird. Viele ältere Sportler verstehen mich doch., wenn sie diese Zeilen lesen, denn sie haben doch auch einmal als Knaben und Schüler, als Jugendliche und Jungmannen gespielt, und wie erfreut waren sie doch, wenn für sie ein älterer Sportler da war, der sie, ihre Mannschaft, begleitete, ihnen ermunternde Worte sagte. Glauben Sie, meine lieben älteren Sportkameraden, daß die Jungs von heute derartiges nicht brauchen? Und um wieviel würde einer Entlastung finden, der beispielsweise drei oder mehr Mannschaften zu Spielen begleitet, wenn für jede Mannschaft ein Begleiter vorhanden wäre? Und wieviel Freude an unserer Jugend entgeht jedem, der nicht mit dabei ist, wenn es darum geht, der Jugend Freude zu bereiten.

Darum meine Bitte an alle, die sich selbst und der Jugend Freude bereiten wollen, durch das Miterleben mit dieser Jugend: Helft mit, daß mein eingangs gebrachtes Sprüchlein seine Existenzberechtigung verliert! Dafür dankt die Jugend.

Erich Wiegand
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Die Torschützen

Knaben

1.   Heinz-Otto Liebig   16        
2.   Ulrich Dawartz   4        
3.   Hans-Jürgen Grabert   4        
4.   Volker Plaß   3        
5.   Harald Jöhnck   2        
6.   Sönke Goldschmidt   1        
7.   Holger Petersen   1 (Eigentor)      

Schüler

1.   Jens-Jürgen Schwartz   20        
2.   Starken   10        
3.   Hanno Nachtigall   9        
4.   Uwe Kock   3        
5.   Jörn Lüthke   3        
6.   Harry Petersen   3        
7.   Martin Dohrn   2        
8.   Feddersen   2        
9.   Manfred Lorenzen   2        
10.   Uwe Kniese   1        
11.   Hans-Jürgen Struve   1 (Eigentor)      

Jugend

1.   Hans-Werner Heber   11        
2.   De Paoli   6        
3.   Hansen   2        
4.   Bernd Kessler   1        
5.   Starken   1        

Jungmannen (Bezirk und Kreis)

1.   Gundolf Schrock   5        
2.   Detlef Garske   5        
3.   Dieter Schleger   4        
4.   Hans Böhnert   3        
5.   B. Jacobsen   2        
6.   Udo Bremser   2        
7.   Dietmar Lackert   2        
8.   Ernst-Jürgen Bast   1        
9.   Bernd Troncik   1        
10.   Weichseldörfer   1        
11.   Hans D. Willers   1        
12.   Zimmermann   1        
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. November

Tore und Punkte der Mannschaften

   
    Tore   Punkte  
Knaben II   5:4   6:2  
Knaben I   23:7   8:6  
Schüler II   3:17   4:4  
Schüler I   51:3   14:2  
Jugend   21:11   9:3  
Jungmannen (Kreis)   5:30   0:10  
Jungmannen (Bezirk)   23:21   5:9  
2. Kreisklasse   11:7   4:4  
1. Kreisklasse   55:7   16:0  
2. Amateurliga   28:26   10:8  
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. November

So spielten sie ...

   

2. Amateurliga

Pokalspiel   Husum 18   -   TSV Nord   3:1
    Niebüll   -   Husum 18   4:6 (2:2)
    Husum 18   -   Flensburger TB   4:1 (3:0)
    Husum 18   -   Weiche West   2:1 (0:1)

1. Kreisklasse

    Husum 18   -   Garding   5:2
    Husum 18   -   St. Peter   0:0 (kampflos für Husum 18)
    Husum 18   -   Norderstapel   15:1

2. Kreisklasse

18. September:   TSV Tönning   -   Husum 18   3:2 (1:0)
25. September:   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   3:2 (1:1)
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. November

Für die Übersendung ihrer Vereinszeitschriften danken wir Werder Bremen, Concordia Hamburg, Itzehoer SV, Heider SV, Borussia Kiel-Gaarden, Berlin-Britz, und NSC-Südstern (Berlin).

Herzlichen Dank für die netten Grüße des VfB Britz-Berlin an Husum 18.
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Eine nette Sitte

Als Dank dafür, daß die Jungen seiner Abteilung so oft und regelmäßig zum Sport erscheinen, schenkt unsere Jugend-Obmann Erich Wiegand allen Jungen, die an einem Spieltag ihren Geburtstag feiern, unsere Vereinsnadel.

Die Glücklichen waren bisher: Walter Wiegand, Udo Bremser, Detlef Garske, Hans Böhnert, Sönke Goldschmidt und Jens Jürgen Schwartz.


Als neuer Trainer für die Jugend stellte sich Sportfreund Hans Schnieder zur Verfügung.


Auf der Stadtsparkasse Husum hat Sportfreund Erich Wiegand für die Jungen das Konto 307 83 eröffnet. Die Jungen sparen für eine Fahrt zum VfB Britz nach Berlin und für eine gemeinsame Fahrt mit dem Heider SV nach Westdeutschland.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. November

Pokalspiele

Nach dem 3:1-Erfolg im Pokalspiel gegen TSV Nord trat unsere Liga in der zweiten Pokalrunde gegen Friedrichsberg am letzten Spielsonntag im Oktober an. Das terminmäßige Punktspiel gegen den TSV Kropp wurde auf den spielfreien Bußtag am 16. November verlegt.

Gewinnt die Liga das Spiel gegen Friedrichsberg, so muß sie in der dritten Runde am 13. November gegen einen neuen Gegner antreten. Das Punktespiel vom 13. November gegen Westerland würde dann ebenfalls auf einen späteren Termin verlegt.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. November

Um die Tradition früherer Jahre fortzusetzen, lud unser Vorstand im letzten Jahr erstmalig wieder zum beliebten Verspielen ein. Auch in diesem Jahr, am 2. Dezember, veranstaltet unser Verein unter der altbewährten Leitung des Sportfreundes Walter Pethke im Vereinslokal das Verspielen nach gewohnter Sitte. Beachten Sie bitte die Anzeige hieru.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18

1. November

Urlaub 1961 im Sportheim Malente!

Der Landessportverband Schleswig-Holstein schreibt uns..

"Liebe Sportkameraden!

Die vorbereitenden Planungen für die Belegung des Sportheims Malente im Jahre 1961 sind bereits in vollem Gange. Wir möchten Sie daher heute darauf aufmerksam machen, daß es notwendig ist, ihre Vereinsmitglieder auf den Anmeldetermin für 1961, nämlich den 31. Dezember 1960 hinzuweisen. Die Ferientermine für 1961 sind bereits bekannt. Die Sommerferien werden in diesem Jahr wieder in drei Aufenthaltszeiträume eingeteilt, um möglichst vielen Gästen eine Erholung zu ermöglichen.

Folgende Aufenthaltsätze sind ab 1. Januar 1961 für Mitglieder gültig: Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr 3,50 D-Mark, Erwachsene 6,50 D-Mark einschließlich Kurtaxe."

Auskunft und Formulare für die Anmeldung beim zweiten Vorsitzenden Werner Denckmann, Schiffbrücke 22.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball allgemein

1. November

Tabellenstand

2. Amateurliga
Stand 23.10.19060 Spiele Tore Punkte  
Frisia Husum 9 40:12 14:4  
VfB Nordmark Flensburg 9 25:14 14:4  
RW Niebüll 10 30:20 14:6  
FSV Wyk 9 29:23 11:7  
Husum 18 9 28:26 10:8  
TSV Kappeln 10 18:20 10:10  
Vorwärts Flensburg 8 21:18 9:7  
TSV Weiche West 9 22:21 9:9  
TSV Westerland 9 24:25 9:9  
Rasensport Schleswig 9 23:30 9:9  
Flensburger TB 7 16:15 8:6  
TSV Nord Flensburg 9 17:18 7:11  
TSV Friedrichsberg 9 17:22 7:11  
SIF Schleswig 9 21:26 7:11  
DGF Flensburg 9 17:23 6:12  
TSV Kropp 9 12:27 4:14  
Bredstedter TSV 9 18:43 4:14  
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Die Ergebnisse

Jungmannen (Bezirk)

    Niebüll   -   Husum 18   1:5 (1:3)
    Husum 18   -   FTB   3:4 (1:2)

Jungmannen (Kreis)

    Husum 18   -   TSV St. Peter   1:14 (0:8)

Jugend

    Garding   -   Husum 18   2:2 (1:1)
    Husum 18   -   TSV St. Peter   8:0 (4:0)

Schüler I

    Husum 18   -   Frisia I   0:0 (0:0)
    Husum 18   -   Husum 18 II   9:0 (2:0)
    Husum 18   -   Norderstapel   9:0 (2:0)

Schüler II

:   Husum 18   -   Rantrum   0:0 (kampflos für Husum 18)
    Husum 18   -   TSV Tönning   0:8 (0:3)
    Husum 18 I   -   Husum 18   9:0 (2:0)
    IF Tönning   -   Husum 18   0:3 (0:1)

Knaben I

    Husum 18   -   Frisia I   1:2 (0:1)
    Husum 18   -   Frisia II   6:0 (1:0)
    Husum 18   -   Husum 18 II   1:2 (0:2)

Knaben II

:   Husum 18   -   Rantrum   0:0 (kampflos für Husum 18)
    Husum 18   -   TSV Tönning   3:1 (1:1)
    Frisia I   -   Husum 18   2:0 (2:0)
    Husum 18 I   -   Husum 18   1:2 (0:2)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. November

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Hoffmann, Gerhard, Husum, Adolf-Brütt-Straße 1
2. Lorenzen, Hermann, Husum, Adolf-Brütt-Straße 16
3. Lorenzen, Peter Ernst, Husum, Adolf-Brütt-Straße 16
4. Michaelsen, Karl-Heinz, Husum, Osterhusumer Straße 125
5. Pohl, Helmut, Husum, Flensburger Chaussee 41
6. Schlömer, Harro, Husum, Großstraße 27
7. Schnieder, Hans, Husum, Flensburger Chaussee 41
8. Struve, Klaus, Husum, Treibweg 28
9. Wulf, Harald, Husum, Gurlittstraße 10
10. Zernitz, Heinz, Husum, Osterhusumer Straße 121


Austrittserklärungen
1. Jensen, Hans Peter, Husum, Nordhusumer Straße 40
2. Krüger, Heinz, Husum, Westerende 13
3. Nebbe, Rolf, Husum, Klußmannstraße 5a
Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. November

Fußball-
BL Nord
1960/61

Ergebnisse bis zum 23.10.1960

Husum 18

5

H

        6:3 2:4 2:4 6:4 3:0       2:3 4:1 2:1 1:6
                               

Vorwärts Flensburg

7  

U

0:3 2:1 1:3 5:2         5:1 3:5   3:1   2:2  
                               
VfB Nordmark 2   3:0

S

  2:1 2:4 4:2     5:2 3:2   2:3 1:0   3:0  
                               
TSV Kappeln 6   1:2  

U

3:2 2:2 0:4 3:1 1:2 2:2   2:2   3:2     1:1
                               
FSV Wyk 4   3:1 1:2 2:3

M

5:2     3:4     6:4     4:3 4:3 1:1
                               
Rasensport Schleswig 10 3:6 2:5 4:2 2:2 2:5

E

  2:1     2:0   4:3     2:6  
                               
SIF Schleswig 14 4:2   2:4 4:0  

 

R

1:1 1:6     1:3 4:0   2:5   2:5
                               
TSV Friedrichsberg 13 4:2     1:3   1:2 1:1

F.

  0:6 1:2     4:0   4:1 1:5
                               
RW Niebüll 3 4:6     2:1 4:3   6:1  

V.

1:0 8:2   4:2 3:0 2:3 2:3  
                               
DGF Flensborg 15 0:3   2:5 2:2       6:0 0:1

v

  3:2 1:6   2:2 1:2  
                               
TSV Kropp 16   1:5 2:3     0:2   2:1 2:8  

o

0:1 3:1   1:2   1:4
                               
TSV Westerland 9   5:3   2:2 4:6   3:1     2:3 1:0

n

6:1 1:4     0:5
                               
Bredstedter TSV 17     3:2     3:4 0:4   2:4 6:1 1:3 1:6

1

1:7     1:12
                               
TSV Nord Flensburg 12 3:2 1:3 0:1 2:3       0:4 0:3     4:1 7:1

9

0:0    
                               
FTB Flensburg 11 1:4       3:4   5:2   3:2 2:2 2:1     0:0

1

   
                               
TSV Weiche/West 8 1:2 2:2 0:3   3:4 6:2   1:4 3:2 2:1          

8

4:1
                               
Frisia Husum 1 6:1     1:1 1:1   5:2 5:1     4:1 5:0 12:1     1:4 e.V.
                               
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
leer  

1960

Husum 18

1. Dezember

Es wird besser werden

Ein Wort für alle an die Spieler

Nicht vergessen!

Traditionelles Verspielen am 2. Dezember, um 20 Uhr, im Vereinslokal "Altdeutsches Haus" bei Ule Lange, Großstraße, gegenüber der Post. Gäste sind willkommen

Der Vorstand

Im Oktober des letzten Jahres - Karl Etteldorf war zu Beginn der Serie als Trainer verpflichtet worden - erschien in unserem Vereinsnachrichten ein Artikel unter der Überschrift "Es geht wieder aufwärts". Zugegeben, wir haben den Berg ein Stück erklomm erklommen, aber der Gipfel liegt noch weit entfernt von uns. In erster Linie können die aktiven Senioren dazu beitragen, daß wir eines Tages die Spitze des Berges erreichen, denn mit den sportlichen Erfolgen steigt und fällt ein Verein.

Naturgemäß ist es jedoch so, daß vor dem Preis der Fleiß, die Arbeit gesetzt ist. Jeder Spieler einer Mannschaft hat dem Kameraden gegenüber die Pflicht, so lange an sich zur arbeiten, bis er seine persönliche Bestleistung erreicht hat. Leider sind viele Spieler - häufig die talentiertesten - nicht bereit, ihrem Sport kleine Opfer zu bringen. Fußball spielen ist mehr als der sonntägliche Wettkampf mit anderen Mannschaften. Fußball spielen schließt das Training und einen entsprechenden Lebenswandel mit ein. So wie jeder den Ehrgeiz hat, im Beruf voranzukommen, muß jeder Sportler den gleichen gesunden, natürlichen Ehrgeiz haben, seine körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Wenn unsere Spieler diese Notwendigkeit erkannt haben, aber auch nur dann wird der Verein die alte Höhe erreichen können.

Da wir Amateure sind, leben wir nicht nur für den Sport. Deshalb verlangt auch niemand, daß die Spieler Nichtraucher oder Abstinenzler des Alkohols werden. Aber jeder Trainer, jeder Verein, hat das Recht, den Spielern die Reihenfolge von Vergnügen und Wettkampf vorzuschreiben. Wer am Vorabend eines Spiels das Nachtleben genießt, ohne den notwendigen Schlaf auf dem Rasen erscheint, kann niemals eine vollwertige Leistung vollbringen. Schon das schlechte Gewissen, die Mitspieler betrogen zu haben, die auf das Samstagabendvergnügen verzichtet haben, mindert die Leistung.

Man sagt, das Bier schmeckt am besten in Gesellschaft mit anderen. Nach dem Spiel sind doch elf Kameraden zusammen, die sich im Gefühl eines erneuten Erfolges ganz dem Feiern hingeben dürfen. Kein Trainer wird ihnen irgendwelche Beschränkungen auferlegen. Im Gegenteil, er wird sich freuen, daß die elf Spieler wirklich eine Mannschaft sind. Gerade in der Kameradschaft, im mannschaftsdienlichen Spiel liegt der Erfolg. Abzulehnen sind die Spieler, die meinen, die zehn anderen seien dafür da, für ihn den Ball zu erkämpfen, damit er seine Kunststücke vorführen kann. Im Mannschaftssport muß man auf den Individualisten verzichten, der sich weder ein- noch unterordnen will, ebenso wie man es ablehnt, alle Spieler gleichzuschalten, so kollektivieren. Man braucht den Spieler, der Teil der Mannschaft und doch Persönlichkeit sein kann.

Wo dies alles außer acht gelassen wird, kann eine Mannschaft keine Erfolge erringen. In den letzten Punktspielen mußten wir es bitter erfahren. Nach den erfreulichen Ergebnissen gegen Kappeln, Westerland und Kropp standen uns im vergangenen Monat mit Wyk und VfB Nordmark zwei Mannschaften aus der Spitzengruppe entgegen. Die drei gewonnenen Spiele konnten nur zur falschen Hoffnungen verleiten. Den kritischen Beobachter konnte selbst der 8:1-Sieg gegen Westerland nicht befriedigen. Die Presse bemängelte das eigennützige Spiel unserer Stürmer. Auch gegen Kropp wurde sträflichst mannschaftundienlich gespielt.

Selbstverständlich hatte auch unser Trainer Karl Etteldorf diesen Fehler erkannt und deshalb die Spieler vor den beiden folgenden Auswärtsspielen eindringlich ermahnt, sich an den Tagen vorher entsprechend zu enthalten und seine Lehren zu berücksichtigen. Er ist wie viele 18er bitter enttäuscht. Wir dürfen nicht alles auf die bedauerlichen Verletzungen unserer besten Kräfte zurückführen. Es gäbe auch keinen Grund zur Kritik, wenn die Spieler alles getan hätten, die beiden wichtigen Spiele für uns zu entscheiden. Wenn man aber übernächtigt und ohne vorangegangenes Training antritt, so sind die entscheidenden Spiele nicht zu gewinnen. Es mangelt an Konzertration und an dem nötigen Willen, siegen zu wollen.

Es zeigte sich in Wyk, wo die Gastgeber uns überrumpelten und schon nach elf Minuten mit 2:0 Toren führten. Unsere Mannschaft benötigte eine zu lange Anlaufzeit. Später reichen die Kräfte nicht mehr, das Ergebnis zu ändern, obwohl wir in der zweiten Halbzeit tonangebend waren.

Die 6:0 Niederlage in Flensburg gegen VfB Nordmark ist umso bedauerlicher, da die Gastgeber weit unter ihrer Vorjahresform spielten. Unser Sturmspiel besonders war zu drucklos. Was noch an Kräften vorhanden war, wurde bei sinnlosem, eigennützigem Spiel verpulvert. Unsere Hintermannschaft konnte der dauernden Belastung nicht standhalten. Typisch für das kraftlose, unkonzentrierte Spiel sind zwei Elfmeter und ein Eigentor. Zu loben sind die eifrigen Bemühungen Gerhard "Gerd" Prägers und Günter Nommensens. Auch Sven Andresen im Tor ist wegen der 6 Treffer kein Vorwurf zu machen. Da er nicht im Training ist und kurzfristig in die Mannschaft gestellt wurde, war von ihm kein fehlerfreies Spiel zu erwarten. Das Spiel scheiterte nicht am spielerischen Unvermögen, sondern es wurde wegen des Mangels an Geschlossenheit verloren. Den Spieler fehlte die Kraft, sich aufeinander einzustellen. In der Hoffnung, daß das Spiel wegen des Dauerregens am Sonnabend nicht stattfinden würde, hatten sich einige Spieler den Samstagabend vermutlich nach eigenen Wünschen gestaltet. Keiner dagegen käme auf den Gedanken, bei einem Länderspiel in Frankfurt zu sagen: "Der Wetterbericht meldet schon seit zwei Tagen Regen für Frankfurt, deshalb stelle ich meinen Fernsehapparat gar nicht erst an, denn das Spiel fällt sicher aus!"

Unsere Spieler sollten sich daran gewöhnen, daß für sie ein Spiel stattfindet oder auch nicht, wenn der Trainer oder der Spielausschuß es so bestimmt und ihnen mitteilen, nicht aber, wenn es ihren eigenen Wünschen nach einem Samstagsvergnügen entgegenkommt.

All denen, die sich von diesen Vorwürfen betroffen fühlen, sei gesagt, daß es männlicher ist und mehr Mut verlangt, sich dazu zu bekennen und folglich sich zu bessern, als im kindlichen Trotz zu sagen: "Nun gerade!"

Noch ist es Zeit. Die Frühjahrsserie hält für uns noch alle Möglichkeiten offen. Solange wir unsere Fehler erkennen, können wir sie verbessern. Deshalb sei auf sie ruhig mit aller Deutlichkeit hingewiesen. Es schadet auch nicht unserem Ansehen, wenn wir dergleichen öffentlich behandeln. Im Gegenteil, es zeigt von einem guten Geist, wenn wir auch negative Kritik üben. Wir haben den Mut, Fehler zu bekennen, und den Willen, sie zu bessern. Darauf dürfen wir eher stolz sein, als gelänge es uns, Fehler erfolgreich zu verschleiern. Solange wir einsichtig sind und nicht wie andere im Geheimen wühlen, darf ein jeder stolz sein, daß er zu Husum 18 gehört.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Husum 18 sicherte sich zwei Punkte

Auf der letzten Vorstandssitzung wurde beschlossen, unsere Eintrittspreise denen der benachbarten Vereine anzugleichen. So beträgt der Eintrittspreis für Mitglieder 0,70 D-Mark und für Nichtmitglieder 1,10 D-Mark.

Um in der Punktrunde weiterzukommen, hatte Husum 18 auf die Austragung des Pokalspiels gegen Friedrichsberg verzichtet. Im gegenseitigen Einvernehmen wurde das Punktspiel gegen Kappeln ausgetragen und von den Platzherren verdient 3:1 gewonnen. Es sah in den ersten 25 Minuten wirklich nicht danach aus, als wenn die Blau-Weißen das Zeug hätten, gegen Kappeln durchzustehen. Der Sturm spielte erstreckend drucklos. Namentlich der rechte Flügel hielt keinen Zusammenhang, so daß gerade von hier aus die Gäste sehr oft aufrücken konnten. Wenn nicht der unverwüstliche Gerhard "Gerd" Präger gewesen wäre, hätte es oftmals brenzlig aussehen können. Nachdem jedoch in der 25. Minute 18 den ersten Treffer anbringen konnte und die Nummer 9 acht Minuten später sich glänzend freispielte und das 2:0 schoß, schien der Bann gebrochen zu sein. Noch vor Seitenwechsel hing auch der dritte Treffer im Netz des Kappelner Schlußmannes. Mit 3:1 endete die Begegnung spielgerecht.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Schützenfest auf dem 18-Platz

Westerland wurde mit 8:1 geschlagen

Die Fußballfreunde, die dem Punktspiel des HFV gegen Westerland beiwohnten, erlebten einen Torsegen, wie ihn eigentlich jeder Vereinsanhänger gerne Sonntag für Sonntag erleben möchte. Nun, gegen Westerland lag von der Stärke der Mannschaft her gesehen, eine derartige Überlegenheit nicht drin. Jedoch mußten die Gäste allein mit vier Ersatzspielern antreten. Diese Schwäche hatte der 18er Angriff bald erkannt, und sie wurde denn auch - siehe die 8 Tore - weidlich genutzt. Da zudem auch der Gästesturm von einer überraschenden Harmlosigkeit war, konnte das Spiel auch gar nicht anders laufen. Dennoch gebrauchte man 15 Minuten Anlaufzeit, und zum ersten Torerfolg zu kommen. Wichmann eröffnete den Torreigen. Gerhard Bonneß (4), Manfred "Manni" Hoppe, Werner Bergmann waren die weiteren Spieler, die sich im Torreigen ablösten. Aber auch das muß gesagt werden: Wenn nicht einzelne Spieler - hier rangiert Manfred "Manni" Hoppe an erster Stelle - zu eigensüchtig gespielt hätten, wäre das Ergebnis sicherlich noch höher ausgefallen. Gegen eine stärkere Mannschaft sollten sich diese Spieler mehr auf eine gute Teamarbeit einstellen und so aufmerksam sein, den besser platzierten Nebenmann den vollstreckenden Torschuß zu überlassen. Nun, Tore zählen auch in diesem Falle, und da es nicht wenige waren, freuten sich Spieler und Vereinsanhänger.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Selbsterziehung ist Fremdenerziehung

"Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele" - so sprach schon der Erzieher und Berater Neros. Bis zur Stunde blieb diese Weisheit Wahrheit. Kein Wort schlägt so stark durch, wie die Tat, die vor uns Menschen gestellt wird. Kein Fußballtrainer kann daher mit Worten besser lehren als durch Vormachen. Vormachen ist Leben! Vormachen ist Wirklichkeit! Vormachen ist Bild, ist Anschauung und reißt deshalb mit.

Erst wo hinter den moralischen Geboten, Ratschlägen, Tips und Winken die Wirklichkeit des: "Es ist vollbracht" steht, zünden Worte. Jede Mutter weiß, daß allein ihre Vorbilder an Ordnung und Sauberkeit die Kinder zu ähnlicher Ordnung ermuntern; und jeder Vater weiß, daß er seine Söhne kaum vor dem Trinken bewahren kann, wenn er selbst entgegengesetzte allzu feuchtfröhliche Beispiele gibt. Gewissenhafte Eltern werden also immer tatstarke Beispiele zu geben versuchen, auch im kameradschaftlichen Zusammenhalt und im Ausschalten von Dingen, die diesen gefährden können. Andernfalls sehen die Kinder, wie die Eltern ihre eigenen Reden durch ihre eigenen Beispiele Lügen strafen.

Leider sind auch bei uns im Fußball die guten Beispiele allzu rar. Denken wir nur an die "Vorbilder", die von so vielen Seniorenspielern ausgehen, die das Training vor oder nach dem Spiel an die Theke verlegen, denn da wird auch die Jugend mit animiert! Im großen können da die Jugendleiter oft nicht immer alleine dagegen an, es ist die Hilfe der Eltern der Jungen erforderlich, es ist das wirkliche Vorbild der Senioren von unschätzbarem Wert. Und doch: Gar mancher Jugendleiter hat durch sein eigenes emporreißendes Beispiel seiner Jugend ein männliches Vorbild gegeben. Solche Taten sind wertbeständig. Sie vergehen nicht, wie die Siege vergehen. Sie gehen ins Leben der Jugend ein! Sie wachsen im Leben der Jugend!

Erich Wiegand
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Tore und Punkte der Mannschaften

   
    Tore   Punkte  
Knaben II   5:11   7:5  
Knaben I   22:5   10:4  
Schüler II   3:40   6:10  
Schüler I   51:3   14:4  
Jugend   21:13   9:5  
Jungmannen (Kreis)   5:30   2:10  
Jungmannen (Bezirk)   25:36   5:12  
2. Kreisklasse   15:10   6:4  
1. Kreisklasse   59:7   20:0  
2. Amateurliga   42:37   16:12  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Tabellenstand

2. Amateurliga
  Stand 27.11.19060 Spiele Tore Punkte  
1. Frisia Husum 13 59:15 22:4  
2. FSV Wyk 14 46:31 20:8  
3. VfB Nordmark Flensburg 12 37:18 19:5  
4. RW Niebüll 13 47:29 16:10  
5. Husum 18 14 42:37 16:12  
6. TSV Kappeln 14 31:30 15:13  
7. TSV Weiche West 11 28:23 13:9  
8. Rasensport Schleswig 13 38:52 13:13  
9. DGF Flensburg 12 31:33 11:13  
10. Vorwärts Flensburg 12 29:33 11:13  
11. TSV Westerland 12 29:38 11:13  
12. SIF Schleswig 14 31:38 11:17  
13. Flensburger TB 11 23:28 10:12  
14. TSV Nord Flensburg 13 28:27 9:17  
15. TSV Friedrichsberg 13 28:36 9:17  
16. Bredstedter TSV 13 27:59 6:20  
17. TSV Kropp 12 15:42 4:20  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18

1. Dezember

Für die Übersendung ihrer Vereinszeitschriften danken wir Werder Bremen, Concordia Hamburg, Itzehoer SV, Heider SV, Borussia Kiel-Gaarden, Berlin-Britz, NSC-Südstern (Berlin) und Altona 93.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

So spielten sie ...

   

2. Amateurliga

Pokalspiel   Friedrichsberg   -   Husum 18   4:4 (3:3/0:1) n.V.
    Husum 18   -   Kappeln   3:1 (3:0)
    Husum 18   -   Westerland   8:1 (3:0)
    Kropp   -   Husum 18   1:3 (0:2)
    Wyk   -   Husum 18   2:0 (2:0)
    VfB Nordmark   -   Husum 18   6:0 (2:0)

1. Kreisklasse

    Husum 18   -   IF Husum   1:0 (0:0)
    Husum 18   -   Frisia   3:0 (2:0)

2. Kreisklasse

    Husum 18   -   Frisia   4:3 (2:2)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Die Ergebnisse

Jungmannen (Bezirk)

    Husum 18   -   Westerland   6:3 (3:2)
    Wyk   -   Husum 18   4:3 (1:1)
    VfB   -   Husum 18   8:1 (3:0)

Jungmannen (Kreis)

    Husum 18   -   Norderstapel   kampflos für Husum 18

Jugend

    Husum 18   -   Frisia   0:2 (0:2)

Schüler I

    Husum 18   -   Frisia II   kampflos für Husum 18

Schüler II

:   Bredstedt   -   Husum 18   11:0 (5:0)
    Husum 18   -   Frisia II   0:2 (0:2)
    Husum 18   -   Norderstapel   kampflos für Husum 18
    Husum 18   -   Frisia II   0:0 (0:0)

Knaben II

:   Bredstedt   -   Husum 18   7:0 (3:0)
    Husum 18   -   Frisia II   0:0 (0:0)

Nachträglich wurden unseren Knaben I die Punkte aus dem mit 2:1 Toren verlorenen Spiel gegen Bredstedt zugesprochen.
Der 8:0-Sieg unserer Jungmannen gegen Rasensport kann nicht mehr berücksichtigt werden, da Rasensport die Jungmannen abmeldete.
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Freundschaftsspiele

Knaben

    Husum 18   -   Niebüll   1:3 (0:0)

Schüler II

:   Husum 18   -   Niebüll   2:0 (0:0)

Schüler I

    Husum 18   -   Niebüll   3:2 (2:2)

Jugend

    Husum 18   -   Niebüll   1:3 (0:0)

Jugendvergleichskamp

Husum 18 - TSV RW Niebüll

Im Januar hatten unsere Jugendmannschaften den Niebüllern einen Besuch abgestattet. Zu den Rückspielen kamen die Niebüller Jungen am 13. November nach Husum.

Im ersten und zugleich farbvollsten Spiel des Vormittags trafen Knabenmannschaften beider Sportvereine aufeinander, das die Gäste in der zweiten Halbzeit mit 3:1 Toren für sich entscheiden konnten.

Im Spiel der ersten Schülermannschaften hieß es noch bis zur Schlußminute 2:2, ehe es den Husumer Jungen gelang, noch ein drittes Tor zu erzielen.

Sicherer als das 2:0 es besagt, war der Sieg der zweiten Schülermannschaft von Husum 18 über die Niebüller Jungen.

Im Spiel der Jugend sahen die 18er nach einem 2:0 schon wie sichere Sieger aus, mußten sich jedoch durch die stark aufkommenden Niebüller Jungen den Ausgleich gefallen lassen, ehe sie in der vorletzten Minute noch das 3:2 erzielten.


Vom Erfolg der Kleinen beflügelt, landeten die Jungmannen im Bezirksspiel gegen den TSV Westerland einen glatten 6:3 (3:2)-Sieg und sicherten sich somit zwei wertvolle Punkte.

Karl Bernhard Mölck
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1960

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Tabellenstand

Jungmannen Bezirksklasse
  Stand 13.11.19060 Spiele Tore Punkte  
1. Schleswig 06 9 29:9 15:3  
2. DGF Flensburg 7 58:5 14:0  
3. Frisia Husum 8 22:7 12:4  
4. VfB Nordmark Flensburg 6 21:9 9:3  
5. Flensburg 08 6 21:9 8:4  
6. Husum 18 7 21:24 5:9  
7. Bredstedter TSV 7 14:20 5:9  
8. RW Niebüll 6 9:24 4:8  
9. FSV Wyk 8 16:35 4:12  
10. TSV Westerland 8 14:31 3:13  
11. Flensburger TB 5 7:25 2:8  
12. TSV Friedrichsberg 5 2:37 1:9  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1960

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Kleinigkeiten am Rande

Wer glaubt, daß der Fußballsport aus England stammt, der irrt sich. Wie aus alten Berichten hervorgeht, wurde Fußball schon 300 Jahre vor Christi in China gespielt. Kaiser Tscheng Tsin war ein eifriger Förderer dieses Sports. Er hatte zwei Mannschaften gebildet, die monatlich ihr Können zu beweisen hatten, wobei die Gewinner mit Geschenken belohnt, die Verlierer ausgepeitscht wurden.


Die wohl originellste Ablösesumme für einen Fußballspieler entrichtete der belgische Fußballclub Warnheim. Der flämische Verein zahlte für den aus dem Kongogebiet stammenden Spieler Kagawa die runde Summe von 10 Ochsen.

Karl Bernhard Mölck<