Das geschah 1961

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 14:08

1961

Husum 18

1. Januar

Zum neuen Jahr

Allen Mitgliedern und Freunden unseres Vereins wünschen wir für das Jahr 1961 alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg.
Der Vorstand
und die Ausschüsse

Jeder Neubeginn, jeder Abschnitt bringt es mit sich, daß der Mensch ihn mit neuen guten Vorsätzen erwartet. Das Vergangene wird als erledigt abgetan. Man vergißt alle Fehler und Mißerfolge und fühlt in sich den Mut und den Drang zu neuen Taten. Es mag unseren Mode nicht mindern, daß wir langsam zur alten Gewohnheit zurückkehren und am Ende des Jahres wieder dort angelangt sind, wo wir im Vorjahr begannen. Aus der Hoffnung, mit dem neuen Zeitabschnitt erfolgreich beginnen zu können, schöpft mancher die Kraft, dort zu bleiben, wo er ist, um nicht abzusinken. Selbst die Erkenntnis, daß wir uns damit etwas vormachen, lassen wir nicht gelten. Wir drängen sie unbewußt zurück, mit ihr die eigentliche Angst vor kommenden Dingen. Dieses Verhalten ist menschlich und deshalb nützlich für den einzelnen.

Für uns im Fußballsport bringt der Jahreswechsel ebenfalls einen neuen Beginn mit sich. Die Herbstserie endete im alten Jahr, und mit der Frühjahrsserie kommt die Hoffnung, in ihr etliches besser zu machen. Wir trösten uns über verlorene Spiele mit der Unabänderlichkeit der Vergangenheit. Damit werfen wir unnützen Ballast über Bord und machen uns leichter und freier zu neuen Taten, für kommende Begegnungen im Alltag des Fußballsports.

Für unsere Liga bedeuten diese Begegnungen 16 Punktspiele, aus denen es soviel Punkte zu erkämpfen gibt, wie zur Erringung mindestens des zweiten Tabellenplatzes notwendig sind, denn es ist unser Ziel. Solange wir ein Ziel haben, solange wir weiter wollen, vorwärts wollen, lohnt es sich, mit dem Beginn des neuen Jahres und der Frühjahrsserie neue Hoffnung zu schöpfen, und ein kleiner Selbstbetrug sei gern verziehen.

Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Wir danken für die Weihnachtsgrüße der Familie Thordsen aus Hamburg und für den Weihnachtsgruß Ingo Händels aus Paris.

Der Weihnachtsmann bei der Jugend

Am Sonnabend vor dem vierten Advent hatte die Jugendleitung alle Jungen der Abteilung in das Vereinslokal "Altdeutsches Haus" unter den Weihnachtsbaum gerufen, um eine gemeinsame Weihnachtsfeier zu begehen. Die Tische waren schon von rührigen Frauenhänden mit Kakao und "Berlinern" gedeckt, als die Kleinsten kamen. Herzlich begrüßte unser Jugendobmann die Gäste der Stadt Husum und des Kreisfußballverbandes und alle unsere Jungen.

Als freudige Überraschung übermittelte unser Jugendobmann den Jungen persönliche Grüße zu der Weihnachtsfeier vom HSV-Trainer Günter Mahlmann und Uwe Seeler, die uns wegen des Spiels Norddeutschland gegen Westdeutschland nicht selbst besuchen konnten. Im Schreiben heißt es: "Ich bitte Sie, gleichzeitig im Namen von Uwe Seeler, ihren Jungen herzliche Grüße zu übermitteln. Wir wünschen all ihren Jugendlichen ein frohes Weihnachtsfest."

Die eigentliche Überraschung blieb und war der Weihnachtsmann. Mit einem "Guten Abend, liebe Kinder" betrat er den festlich geschmückten Raum. Mit dem Lied "O, du fröhliche ..." dankten die Kleinen dem lieben Weihnachtsmann. Nunmehr verteilte der gute "alte Mann" die reichlichen Gaben mit einigen frohen, aber auch tadelnde in Worten an die kleinen Fußballer. Für manch einen hatte unser Weihnachtsmann noch kleine Sondergeschenke, und es gab Augenblicke, da die Kleinen nicht wußten, ob sie vor Freude lachen oder weinen sollten. Für die Bescherung dankten die Jungen dem guten Weihnachtsmann mit fröhlichen Weihnachtsliedern. Bei Kakao und Gebäck konnte die Zeit nicht lange genug werden, um sich gegenseitig über die Überraschungen zu erzählen.


Bei der anschließenden Vorweihnachtsfeier der größeren Jungen vertrat unser Jugendobmann den Weihnachtsmann. Auch bei dieser Feier waren für einige besonders "verdiente" Jugendliche Geschenke dabei,. Aber auch der Jugendobmann wurde vom "Weihnachtsmann" überrascht. Mit einer schönen Silberschale als Weihnachtsgeschenk erfreuten die Jungen der ersten Jungmannen auf Bezirksebene ihren Abteilungsleiter.

An befreundete Vereine verschickten die Mannschaften Weihnachtsgrüße mit den Unterschriften der Mannschaftsführer und des Obmanns.

Unser Dank gilt den Frauen, die in selbstloser Weise halfen, die Weihnachtsfeier für die Jungen durchzuführen. Bestimmt brachten sie kleiner Opfer, denn zu Hause will in der Vorweihnachtszeit auch viel getan werden. So viele Jungen strahlend glücklich zu sehen, mag für die fleißigen Helferinnen die einzige Entschädigung gewesen sein. Wir danken auch den vielen guten Spendern, die des Weihnachtsmannes Sack mit ihren Gaben füllten. Schön wäre es gewesen, hätten sie selbst miterleben können, wie so viele verzückte Kinderaugen für eine Zeitlang still auf ihre Gaben schauten.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18

1. Januar

Betrifft Versicherungsbeitrag

Wie schon seit dem letzten Jahr bekannt, haben alle Mitglieder, die bis zum 1. Januar jedes Jahres 18 Jahre alt sind, jährlich für den Versicherungsschutz einen Beitrag von 1,20 D-Mark zu zahlen. Die Mitglieder werden gebeten, diesen Betrag im Januar bei der Husumer Stadtsparkasse auf das Konto 1272 einzuzahlen. Andernfalls wird der Betrag im Februar von den Beitragskassierern kassieret. Wegen der zusätzlichen Bemühungen der Kassierer erhöht sich der Beitrag dann aber um 0,10 auf 1,30 D-Mark.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Kurz notiert

Am zweiten Weihnachtstag trug unsere Liga ein Freundschaftsspiel in Brunsbüttelkoog aus. Wir berichten darüber in der nächsten Ausgabe.


Der Termin für das Punktspiel gegen den Bredstedter TSV liegt noch nicht vor. Das Spiel fiel am 4. Dezember wegen des schlechten Wetters wie alle anderen Treffen aus. Somit führte unsere Liga lediglich das Heimspiel gegen Vorwärts Flensburg durch, das sie mit 4:2 Toren gewann.


Die Reserve blieb nach dem 2:1-Sieg in Langenhorn weiterhin ungeschlagen. Das Siegtor schoß Manfred Lange als Linksaußen 4 Minuten vor Spielende.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Großartige Pläne

   

Reisen nach Hamburg, Berlin und Westdeutschland

   

Großes haben unsere Jungen im neuen Jahr vor. Anläßlich der Weihnachtsfeier der Jugendabteilung konnte unser Jugendobmann mit den folgenden Nachrichten unsere Jungen überraschen:

Im Januar fährt eine Knabenmannschaft zum Rückspiel gegen Altona 93 nach Hamburg. Die gleichen Jungen, die bereits in Husum spielten, nehmen an der Fahrt teil (siehe Bild).. Peter Frey, Hans-Jürgen Grabert, Siegfried und Walter Wiegand, Sönke Goldschmidt, Jens Peter Jensen, Heinz Otto Liebig, Hans Lorenz Böhnert, Bernd Martin Koch , Volker Plaß, Armin Christiansen, Ulrich Dawartz und Ulrich Knüppel.

Zu Pfingsten, vom 20. bis 26. Mai, fahren die Jugend- und eine Jungmannen-Mannschaft nach Berlin zum VfB Britz, der schon einmal Gast bei uns in Husum war.

Zur gleichen Zeit reisen beide Knaben- und Schüler-Mannschaften, eine Jugend- und eine Jungmannen-Mannschaft nach Westdeutschland. Sie spielen dort gegen die gleichaltrigen Kameraden von Schalke 04 und vom SC Dahlhausen.

Für sehr willkommene Spenden sei das Konto 30783 der Husumer Stadtsparkasse genannt, auf dem die Jungen einen Teil der Kosten selbst sparen.

Unsere Knaben mit den Gästen von Altona 93,
gegen die unsere Knaben im Januar in Hamburg das Rückspiel austragen.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18

1. Januar

Wir gratulieren

Herzliche Glückwünsche zur Vermählung sagen wir unserem Aktiven Sönke Hansen und seiner Frau Erika, geborene Matz.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Die Geburt des Elfmeters

Der englische Vereins Stike City darf für sich die Ehre der Einführung des Elfmeter-Strafstoßes in Anspruch nehmen. In einem Pokalspiel zwischen Stoke und Notts County in Trent-Bridge führten die Gäste aus Nottingham 1:0. Eine halbstündige Druckperiode der City wollte einfach nichts Zählbares einbringen. 2 Minuten vor Schluß schien indessen der Ausgleich perfekt, als Notts-Verteidiger Handay für den ausgespielten Torwart mit den Fäusten rettete. Nach den damaligen Regeln konnte der Schiedsrichter nur einen einfachen Strafstoß anordnen, der jedoch in der Mauer der County-Mannschaft seine Wirkung völlig verlor. Die Direktoren von Stoke City ließen es jedoch nicht beim Klagelied über "1.000 gestohlene Pfunds Sterling" (der Pokal war schon damals eine rentable Sache) bewenden. Ein Appell an die Fußball Association zur Nichtigerklärung des Ergebnisses blieb zwar fruchtlos. Hingegen setzten sich die verantwortlichen Verbandsbehörden nochmals an den Tisch, um eine Regel auszubrüten, die eine derart krasse Benachteiligung in Zukunft verhüten könnte. So entstand denn im Jahre 1891 der Elfmeter. Dieser erreichte im Laufe der Zeit eine solche Berühmtheit, daß sogar die größten Laien des Fußballsports wenigstens über ihn Bescheid wissen.

Noch einmal sollte wenig später der Club Stoke City die Korrektur einer Regelschwäche herbeiführen. In einem Meisterschaftstreffen stand es wieder 1:0 für den Gegner - es war damals Aston Villa -, als erneut zwei Minuten vor dem Abpfiff ein Regelverstoß im Strafraum passierte. Diesmal anerkannte der Schiedsrichter die Ausführung eines Elfmeters ohne weiteres. Inzwischen aber hatte der Villa-Torwart den Ball weit ins Feld hinausgekickt. Bis der Ball wieder zurückgelangte, hatte der Unparteiische festgestellt, daß die Spielzeit abgelaufen war. Er gab deshalb das Schlußzeichen, ohne daß der Elfmeter noch hätte ausgeführt werden können. Ein Protest beim Verband bestätigte zwar den Verlust der zwei Punkte, schuf jedoch zur Verhütung ähnliche Vorkommnisse eine Regelverbesserung. Seit diesem Zeitpunkt kann der Elfmeter auch dann noch geschossen werden, wenn die Spielzeit schon abgelaufen ist.

Stoke City scheint im Fußball eine Art Märtyrerrolle anzuhaften ...

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Aufgaben eines Spielführers

Liebe junge und ältere Sportkameraden, mit diesen Zeilen möchte ich Euch einmal alle mit den Aufgaben eines Spielführer vertraut machen, möchte Euch auch mitteilen, was Ihr nicht tun dürft oder, besser gesagt, was eines Sportlers unwürdig ist.

Warum ist der eine oder der andere Eurer Kameraden Spielführer? Was führte zu seiner Wahl und zu seinem Einsetzen als solcher? Zunächst ist es einmal die menschliche wie auch sportliche Charakterfestigkeit des Spielers, der zu einem solchen Ehrenamt berufen wird. Hinzu kommen nun all die anderen Punkte, die Du nur erfüllen kannst, wenn gerade Du als Spielführer weiterhin der bescheidene Kamerad Deiner Mitspieler bleibst, Du als anständiger Sportsmann stets der Wahrheit die Ehre gibst.

Denke nur ja keiner von Euch, meine lieben Kameraden, daß sich einer als Spielführer etwas Besonderes herausnehmen kann, daß er turmhoch über seinen Kameraden stehe und eine Zeit des Befehlens für ihn beginnt. Damit befindet sich ein solcher "Spielführer" auf falschen Pfaden. Ebenso das "Alles-Selber-Machen-Wollen" ist die Eigenschaft eines schlechten, eines unwürdigen Spielführers. Dazu kommt meist noch als weiteres Übel das Herumnörgeln und Meckern an den Entscheidungen des Schiedsrichters, das Anbrüllen seiner Kameraden, wenn die einmal eine schwache Leistung gezeigt haben. Ehrlich - als Spielführer bist Du eine Persönlichkeit, die das Fußballspielen versteht, aber Du bist nicht oder sollst nicht nur aufgrund des Könnens der Spielführer sein; du mußt Spielregeln und auch die selbstverständlichen Regeln der Anständigkeit kennen; Du mußt die Fähigkeit des Eingehens auf Deine Kameraden besitzen; Du mußt Deine Mitspieler aufmuntern können. Läßt der Torwart einmal einen Ball passieren, dann mache ihm wieder Mut: "Ist dem Tilkowski neulich auch mal passiert" oder ähnlich; vollbringt ein Spieler einmal einen Fehlpaß, der Dich oder einen anderen Kameraden erreichen sollte, so sage nicht gleich "Du Flasche" zu ihm, sondern muntere ihn auf, sage ihm meinetwegen: "Kann jedem passieren, sogar dem Szymaniak".

Sei in allem Deinen Kameraden Vorbild. Der Spielführer ist nicht nur auf dem Spielfeld in seinem Ehrenamt tätig, sondern auch vor und nach den Spielen, zwischen den Spiegeln, beim Training. Er muß Vorbild sein in seiner Lebensführung und im Lebenswandel. Im Training mußt Du als Spielführer mit dem Trainer gemeinsam arbeiten, denn in der gemeinsamen Arbeit liegt der Schlüssel zum Erfolg. Beim Aufstellen der Mannschaft gib auch Du als Spielführer Deine Meinung ab, wenn es darum geht, Spieler in der Aufstellung zu berücksichtigen, die sich vielleicht unsportlich verhalten haben, im letzten Training oder zum letzten Spiel nicht erschienen sind oder am Spieltag dafür sorgen, daß ein Spieler nicht zum Einsatz kommt, wenn er am Vortag einen unsportlichen Lebenswandel getrieben hat. Sorge für gute und saubere Sportkleidung Deiner Kameraden und achte vor allen Dingen auf gutes Schuhwerk. Gepflegte Fußballstiefel sind nun einmal erforderlich, und ganz besonders die Stollen haben immer in Ordnung zu sein.

Wenn Du noch ein Jugendlicher bist, so wirst Du merken, daß diese Aufgaben in der Hauptsache von der Jugendleitung erledigt werden. Eine Aufgabe kann Dir die Jugendleitung aber ganz bestimmt nicht abnehmen, nämlich Dein Verhalten auf dem Sportplatz., Deinen Anstand, das Führen Deiner Mannschaft im Spiel, die vorherige Vorstellung beim Schiedsrichter, das Begrüßen der Sportgegner, verbunden mit dem Wunsch auf ein gutes Spiel.

Nach dem Spiel ruft man als Spielführer seine Mannschaft zu Feldmitte, bedankt sich beim Schiedsrichter für die Leitung des Spiels, reicht dem gegnerischen Spielführer die Hand und bringt mit seinen Kameraden den Sportgruß aus. Denn bedenke, kein noch so temperamentvolles Spiel darf den Gedanken aufkommen lassen, daß es im Fußball einen Feind gibt. Es gibt nur den guten Sportkameraden. Sehe deshalb auch niemals den Schiedsrichter als Feind, denn der ist doch dazu da, gleich, wer es sei, das Spiel nach den sportlichen Regeln zu leiten. Wenn Du als Spielführer eine Frage an ihn hast, dann bringe sie höflich vor und lasse immer erkennen, daß Du Sportler bist.

So, meine lieben Kameraden, wenn Ihr Euch immer dieser Aufgaben bewußt werdet, werdet Ihr niemals vom rechten Weg abkommen, werdet Ihr immer eine Visitenkarte des Vereins und des Sports sein.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Die Ergebnisse

   

2. Amateurliga

    Husum 18   -   Vorwärts Flensburg   4:2 (2:)

1. Kreisklasse

    Langenhorn   -   Husum 18   1:2 (1:1)

Jungmannen (Bezirk)

    Husum 18   -   Flensburg 08   2:7 (1:3)

Husum 18 siegte glücklich 4:2

Husum 18 präsentierte sich mit zwei recht unterschiedlichen Halbzeiten. Während der ersten 45 Minuten konnte man noch einigermaßen mit den Leistungen der 18er zufrieden sein, wenn es auch namentlich in der Sturmreihe nie recht klappen wollte. Und hier war es vor allen Dingen der linke Flügel, mit Müller auf Linksaußen, der seine Mitspieler wegen seiner Abseitsstellung sehr häufig um aussichtsreiche Gelegenheiten brachte. Man gefehlt sich wieder einmal mit dem beliebten Klein-Klein zu operieren, anstatt wie es Clausen auf Rechtsaußen vormachte, den Ball schnell in die Tornähe zu bringen. Boden und Kälte waren natürlich nicht die vorteilhaftesten Komponenten für das Spiel, aber damit hatten auch die Flensburger zu kämpfen. Diese standen das Spiel übrigens konditionsstark auch mit 10 Mann durch, nachdem Schiri Mölck Kalau aus Flensburg wegen Nachschlagens vom Platz gesetzt hatte. Husums Hintermannschaft war bis auf Gerhard Präger, der durchweg sicher die Lage übersah, recht unsicher, man rückte zu weit auf und konnte dann meistens die schnellen Flensburger Stürmer nicht halten. Daß es dennoch zu einem 4:2 (2:1) kam, darf man als glücklich für Husum 18 bezeichnen. Doch freuen wir uns, daß die Punkte gesichert wurden, sie bedeuten ein kleines Pflaster für unglücklich verlorene Spiele.

Husumer Nachrichten
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Tabellenstände der Kreisklassen

Jungmannen (Kreis)
  Stand 18.12.1960 Spiele   Punkte  
1. TSV St. Peter 5   9:1  
2. BW Friedrichstadt 4   8:0  
3. TSV Rantrum 5   8:2  
4. TV Norderstapel 6   5:7  
5. TSV Tönning 6   4:8  
6. IF Tönning 6   4:8  
7. Husum 18 K 6   0:12  

Schüler C
  Stand 18.12.1960 Spiele   Punkte  
1. Frisia Husum I 9   17:1  
2. Husum 18 I 9   14:4  
3. TSV Tönning 9   11:7  
4. Bredstedter TSV 8   10:6  
5. Frisia Husum II 9   10:8  
6. TSV Rantrum 7   8:6  
7. Husum 18 II 7   4:10  
8. IF Tönning 8   4:12  
9. TV Norderstapel 9   2:16  
10. BW Friedrichstadt 7   0:14  

Jugend B
  Stand 18.12.1960 Spiele   Punkte  
1. Frisia Husum 7   14:0  
2. Husum 18 I 7   9:5  
3. TSV Rantrum 7   8:6  
4. Bredstedter TSV 6   7:5  
5. TSV Tönning 6   4:8  
6. IF Tönning 6   4:8  
7. TSV St. Peter 7   4:10  
8. TSV Garding 6   2:10  

Knaben D
  Stand 18.12.1960 Spiele   Punkte  
1. Frisia Husum I 7   14:0  
2. Husum 18 I 7   10:4  
3. Bredstedter TSV 7   6:8  
4. Frisia Husum II 7   6:8  
5. Husum 18 II 5   5:5  
6. TSV Tönning 7   5:9  
7. TSV Rantrum 5   4:6  
8. BW Friedrichstadt 5   0:10  
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Tabellenstand

2. Amateurliga
  Stand 18.12.1960 Spiele S U V Tore Punkte  
1. Frisia Husum 14 11 2 1 67:18 24:4  
2. VfB Nordmark Flensburg 14 11 1 2 48:20 23:5  
3. FSV Wyk 16 10 3 3 57:33 23:9  
4. TSV Weiche West 14 9 1 4 44:30 19:9  
5. Husum 18 15 9   6 46:39 18:12  
6. TSV Kappeln 16 6 5 5 35:35 17:15  
7. RW Niebüll 15 8   7 51:40 16:14  
8. DGF Flensburg 15 6 3 6 41:43 15:15  
9. TSV Westerland 14 6 1 7 37:42 13:15  
10. Rasensport Schleswig 14 6 1 7 39:55 13:15  
11. SIF Schleswig 16 6 1 9 35:44 13:19  
12. Flensburger TB 13 5 2 6 28:35 12:14  
13. TSV Nord Flensburg 15 5 2 8 33:30 12:18  
14. Vorwärts Flensburg 14 5 1 8 32:39 11:17  
15. TSV Friedrichsberg 15 4 1 10 28:52 9:21  
16. Bredstedter TSV 14 4   10 29:60 8:20  
17. TSV Kropp 16 2   14 20:55 4:28  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Die Torschützen

Knaben

1.   Heinz-Otto Liebig   17        
2.   Ulrich Dawartz   4        
3.   Hans-Jürgen Grabert   4        
4.   Volker Plaß   3        
5.   Harald Jöhnck   2        
6.   Sönke Goldschmidt   1        
7.   Holger Petersen   1 (Eigentor)      

Schüler

1.   Jens-Jürgen Schwartz   21        
2.   Starken   10        
3.   Hanno Nachtigall   9        
4.   Bernd Martin Koch   3        
5.   Jörn Lüthke   3        
6.   Harry Petersen   3        
7.   Manfred Lorenzen   3        
8.   Martin Dohrn   2        
9.   Feddersen   2        
10.   Uwe Kniese   2        
11.   Eberhard Schladetzki   2        
12.   Hans-Jürgen Struve   1 (Eigentor)      

Jugend

1.   Hans-Werner Heber   12        
2.   Hermann de Paoli   7        
3.   Hansen   2        
4.   Bernd Kessler   1        
5.   Starken   1        
6.   Reiner Sechting   1        

Jungmannen (Bezirk und Kreis)

1.   Gundolf Schrock   8        
2.   Detlef Garske   6        
3.   Dieter Schleger   6        
4.   Hans Böhnert   3        
5.   B. Jacobsen   3        
6.   Dietmar Lackert   3        
7.   Udo Bremser   2        
8.   Hans D. Willers   2        
9.   Ernst-Jürgen Bast   1        
10.   Bernd Troncik   1        
11.   Weichseldörfer   1        
12.   Zimmermann   1        
13.   Martensen   1        
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Fußball-
BL Nord
1961/61

Ergebnisse bis zum 28.12.1960

Husum 18

5

H

4:2 0:6 3:1 0:2 6:3 2:4 2:4 6:4 3:0 3:1 8:1   2:3 4:1 2:1 1:6
                               

Vorwärts Flensburg

14 2:4

U

0:3 2:1 1:3 5:2 1:3 3:4 3:1   5:1 3:5 1:2 3:1   2:2 1:7
                               
VfB Nordmark 2 6:0 3:0

S

3:3 2:1 2:4 4:2 7:0 4:2 5:2 3:2 3:1 2:3 1:0   3:0  
                               
TSV Kappeln 6 1:3 1:2 3:3

U

3:2 2:2 0:4 3:1 1:2 2:2 2:0 2:2 6:2 3:2 3:2 2:5 1:1
                               
FSV Wyk 2 2:0 3:1 1:2 2:3

M

5:2 3:0   3:4 4:4 4:2 6:4 4:2 2:2 4:3 4:3 1:1
                               
Rasensport Schleswig 10 3:6 2:5 4:2 2:2 2:5

E

4:3 2:1 3:9 5:8 2:0   4:3 1:3 3:2 2:6  
                               
SIF Schleswig 11 4:2 3:1 2:4 4:0 0:3 3:4

R

1:1 1:6 1:4

3:2

1:3 4:0 2:1 2:5 2:3 2:5
                               
TSV Friedrichsberg 15 4:2 4:3 0:7 1:3 0:9 1:2 1:1

F.

  0:6 1:2 2:3 3:5 4:0 2:3 4:1 1:5
                               
RW Niebüll 7 4:6 1:3 2:4 2:1 4:3 9:3 6:1  

V.

1:0 8:2 2:7 4:2 3:0 2:3 2:3 1:2
                               
DGF Flensborg 8 0:3   2:5 2:2 4:4 8:5 4:1 6:0 0:1

v

8:1 3:2 1:6 2:1 2:2 1:2 3:8
                               
TSV Kropp 17 1:3 1:5 2:3 0:2 2:4 0:2 2:3 2:1 2:8  

o

0:1 3:1 0:8 1:2 2:5 1:4
                               
TSV Westerland 9 1:8 5:3 1:3 2:2 4:6   3:1 3:2   2:3 1:0

n

6:1 1:4 1:2   0:5
                               
Bredstedter TSV 16   2:1 3:2 2:6 2:4 3:4 0:4 5:3 2:4 6:1 1:3 1:6

1

1:7   0:3 1:12
                               
TSV Nord Flensburg 13 3:2 1:3 0:1 2:3 2:2 3:1 1:2 0:4 0:3 1:2 8:0 4:1 7:1

9

0:0   1:5
                               
FTB Flensburg 12 1:4     2:3 3:4 2:3 5:2 3:2 3:2 2:2 2:1 5:2   0:0

1

3:6 0:5
                               
TSV Weiche/West 4 1:2 2:2 0:3 5:2 3:4 6:2 3:2 1:4 3:2 2:1 5:2   3:0   6:3

8

4:1
                               
Frisia Husum 1 6:1 7:1   1:1 1:1   5:2 5:1 2:1 8:3 4:1 5:0 12:1 5:1 5:0 1:4 e.V.
                               
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Das erste große sportliche Ereignis von 1961

Die Fahrt einer Knabenelf nach Hamburg zum FC Altona 93

Am 15. Januar startete eine Abordnung unserer Knabenabteilung unter der Leitung des Jugendobmannes auf Einladung des FC Altona 93 ihre Fahrt nach Hamburg. Morgens um 7:30 Uhr fuhren die Jungen mit dem Zug von Husum. Doch eben erst den Bahnhof hinter sich gelassen, machte sich eine merkwürdige Spannung und jugendliche Neugier bei den kleinen "Fußballstreitern" bemerkbar. "Wofür machte wohl Herrr Wiegand einen Koffer mithaben?" - Und da war es auch schon heraus: "Herr Wiegand, haben Sie in dem Koffer eine Überraschung für uns?" Und ob Herr Wiegand eine hatte. Glänzende Augen unserer Fußballjungen hefteten sich dann auf den Inhalt des Koffers; jeder mußte nun erst einmal "seinen" Jersey sehen, den er im Spiel gegen Altona tragen sollte. Für die Feldspieler rote Jerseys, und für den Torwart einen schwarzen mit weißen Aufschlägen und Rückennummern, geziert mit dem Emblem unseres Vereins. "Wo ist der Jersey von Gert Friedo "Charly" Dörfel, Herr Wiegand? Wo der von Uwe Seeler? Wo der von Albert Brülls? Wo der von Hans Tilkowski?" So war bald die ganze Nationalmannschaft zusammen, und Sepp Herberger hätte wohl seine hellste Freude daran gehabt, seine Mannschaft so komplett zu haben. Nun alles gezeigt, dürfte Herr Wiegand die Jerseys wieder einpacken. Mit "Schwarzer-Peter-Spiel" und Micky-Maus-Heften wurde die Fahrzeit bis nach Hamburg überbrückt. In Altona wurden die Husumer schon erwartet, und mit der Straßenbahn ging es dann hinaus zum Jugendsportplatz des FCA, wo eine Knabenmannschaft im Pokalspiel stand und sich noch eine Juniorenmannschaft mit den St Paulianern maß. Um 11.30 Uhr nahmen dann die 18er im Tennisheim des FCA ihr Mittagessen ein. Das Essen war so reichlich, daß die Jungs es gar nicht schaffen konnten, all die Schüsseln und Schalen zu leeren.

Im Stadion des FCA, der Adolf-Jäger-Kampfbahn, konnten sich die Spielgegner schon kennenlernen, lange bevor das große Spiel für die Husumer Jungen begann. Mit großer Freude wurde registriert, als der NDR mit einem Übertragungswagen vorfuhr. Mit großem Eifer und viel Erregung ging es in die Kabine, um sich für das Spiel vorzubereiten. Überall wurde noch mal vom Begleiter Hand mit angelegt, damit alles schick und ordentlich saß; die letzten Anweisungen wurden gegeben, und dann traten die 18er Knaben, angeführt von ihrem Mannschaftskapitän Siegfried Wiegand, in den Tribünendurchgang der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Und so liefen die Jungen in das Stadion ein. Siegfried Wiegand, Peter Frey, Walter Wiegand, Jens-Peter Jensen, Sönke Goldschmidt. Ulrich Dawartz, Bernd-Martin Kock, Hans-Lorenz Böhnert, Heinz-Otto Liebig, Hans-Jürgen Grabert und Volker Plaß.

Vorstellen, gute Wünsche für das Spiel und Wimpelaustausch, und dann - dann ertönte der Pfiff des Schiedsrichters. Das Spiel umfing die Jungen. Gleich vom Anstoß weg zogen die kleinen Rothemden einen gefährlichen Angriff vor das Tor der FCA-Knaben. Einsam "glänzte" unser Torwart, immer wieder stürmten die "roten Teufelchen", wie entfesselt nach der langen Winterpause, gegen das Altonaer Tor. Plötzlich war ein jeder dieser Husumer Knaben ein Spieler von Format und alle zusammen eine Mannschaft. Schlüpfriger, seifiger Boden verhinderte mögliche Torerfolge. Aber dann war es soweit. Vom linken Außenläufer wurde der Ball nach vorn getragen, vom Halblinken geschickt nach Linksaußen gespielt, kurz vor dem Strafraum noch einmal zum Halblinken, die nächste Station war der Rechtsaußen und da war die Hintermannschaft der Altonaer offen und der Mittelstürmer der 18er frei, der den ihm zugespielten Ball in der elften Minute, unter dem Jubel der Zuschauer, zum 1:0 ins Netz der Altonaer setzte. Mit diesem Ergebnis gingen die kleinen Akteure zur Pause in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff mußten nun die Husumer Jungen einem anfänglichen Druck der 93er standhalten, die drei Spieler frisch ins Feld geschickt hatten. In dieser Druckperiode erzielten die 93er in der 29. Minute den Ausgleichstreffer. Dann waren sie wieder frei, die kleinen Rothemden, und oftmals lagen "todsichere" Tore vor den Schuhen der kleinen 18-Stürmer. Aber es fehlte die letzte Kraft auf dem schweren Boden, um den Ball im gegnerischen Netz unterzubringen.

Mit dem Beifall von über 4.000 Zuschauern beendeten die Kleinen mit einem 1:1 dieses schöne Spiel. In der Kabine hatten dann die kleinen 18er Gelegenheit, dem Begründer des Vereins, unserem Sportkameraden Bernhard Petersen, die Hand zu drücken und sein Lob und seine Anerkennung zu hören. Nach dem allgemeinen und großen Säubern sah man dann die Jungen als aufmerksame Zuschauer des Oberligatreffens auf der Tribüne sitzen.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags saßen dann alle in froher Runde im Clubheim des FCA. Wie immer, wenn es am schönsten ist, muß geschieden werden. Mit großem Gefolge wurde die Husumer Abordnung zum Zug nach Altona gebracht und mit besten Wünschen auf Erfolge und auf ein Wiedersehen wurde die Rückfahrt angetreten. Ein beispielloses Erlebnis für die Kleinen ging zu Ende.

Einige Episoden vom Tage:

Bei einem Fallrückzieher wurde der Rechtsaußen der Husumer leicht verletzt. Vom Schiedsrichter und Betreuer vom Platz geleitet, wollte er fast "sterben". "Willst du denn die letzten 8 Minuten nicht mehr mitmachen?" war die Frage seines Betreuers, und unter dem Applaus von über 4.000 Zuschauern stürmte der "Sterbende" auf das Spielfeld zurück.

Der Schiedsrichter: "Ein solch schönes und schnelles Knabenspiel habe ich noch nie geleitet."

Und die Jungen: "Die Wurst, von Herrn Thordsen gestiftet, war ne Wucht!"

Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Interessantes aus der Jugend kurz notiert

Wußten Sie schon,

... daß eine Knabenmannschaft von uns in einem Vorspiel zum Oberligatreffen FC Altona 93 - Concordia Hamburg gegen eine KnabenmMannschaft der 93er ein 1:1 (1:0) erspielte?
... daß der Mittelstürmer unsere Knabenelf Hans-Jürgen "Fud" Grabert das 1:0 in diesem Spiel erzielte?
... daß unserer Knabenabteilung über eine neue Garnitur Jerseys verfügt in den Farben Rot mit weißen Aufschlägen, Torwart Schwarz mit weißen Aufschlägen, und alle Jerseys mit unserem Vereinsabzeichen und weißen Rückennummern versehen sind?
... daß diese Garnitur ein Geschenk unseres Jugendobmannes ist?
... daß die Knabenabteilung - aus einer Stiftung - über einen eigenen Fußball mit Netz verfügt?
... daß unser Jugendobmann am 25. Februar seinen 33. Geburtstag begeht?
... daß die erste Schülermannschaft in nur neun Spielen 53 Toren erzielte und nur drei Gegentore hinnehmen mußte und eins davon sogar noch ein Eigentor ist?
... daß die Bezirks-Jungmannen das erste Spiel der Frühjahrsserie gegen Schleswig 06 mit 2:1 Toren gewannen?
... daß die Jugendabteilung noch einige Mannschaftsbetreuer und Begleiter sucht, die mindestens ein wenig Idealismus für die Jugend aufbringen?
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18

1. Februar

Dank an die Förderer

In den Tageszeitungen, der Sportpresse und den Nachrichtenblättern der Sportvereine ist jahraus, jahrein vom Spitzensport und seinen Repräsentanten - auf Landes- und Bezirksebene daher auch von den Ligamannschaften - die Rede. Auch mehren sich die Stimmen, die anraten, vom starren Begriff der "Amateurbestimmungen" abzugehen, da die Auffassungen von vor 50 Jahren durch die praktische Entwicklung längst überholt sind.

Dankenswerterweise wird in der Presse auch der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter gedacht, die, ohne besonders aufzufallen, in der Stille mit großem Idealismus und aufopfernder Hingabe die unendlich wertvolle Kleinarbeit ohne jede Gegenleistung besorgen und in jeder sportlichen Gemeinschaft unersetzbar sind.

Blieben noch die Anhänger des Sports zu erwähnen, die Sonntag für Sonntag bei gutem und schlechtem Wetter zum Sportplatz eilen, um ihren Verein, besser wohl ihre Ligamannschaft, kämpfen und siegen zu sehen.

Ist damit der Kreis geschlossen? Sind das alle, die für die Ertüchtigung der Jugend, für die sportliche Erziehung und die Förderung der sportlichen Ideen eintreten? Man überlege sich doch einmal, ob ein Sportverein, der keine großen Zuschauermassen in bare Münze umwerten kann, mit seinen - meist sehr niedrigen - Beiträgen überhaupt in der Lage ist, seine satzungsgemäßen Aufgaben und viele andere Anforderungen zu erfüllen.

Man hört so oft von älteren Sportfreunden den Hinweis auf frühere Zeiten, der jeder einzelne seine sportliche Ausrüstung anschaffte und in Ordnung hielt, und daß der eine dem anderen half, wenn es notwendig war. Ist ein solcher Vergleich noch möglich? Haben sich die Zeiten nicht grundlegend geändert? Ist etwa unsere Jugend schuld daran, daß es anders geworden ist? Bei unvoreingenommener Betrachtung muß jeder eingestehen, daß Sportvereine - eben jene, die nicht über große Einnahmen aus der Masse der Zuschauer verfügen - ihren vielfachen und ungeheuer angewachsenen Aufgaben kaum noch oder so gut wie überhaupt nicht gewachsen sind.

Hier bietet sich den Förderern unseres Sportvereins ein weites Feld der Betätigung. Viele große und kleine Sorgen können dem Verein abgenommen, viele Wünsche der aktiven Sportler können erfüllt, viel Hilfe im Einzelfall kann gewährt werden, wenn die sportbegeisterten älteren, wenn jene Frauen und Männer, denen die Förderung der sporttreibenden Jugend ein ernstes Anliegen bedeutet, mithelfen.

Zu Beginn des neuen Jahres sei an dieser Stelle allen gedankt, die allmonatlich einen Sonderbeitrag leisten und bei besonderen Anlässen einige Male im Jahr besondere Spenden geben. Sie alle mögen überzeugt sein, daß die so einkommenden Mittel im Interesse unserer Jugend nutzbringend verwendet werden.

Wir wollen auch im neuen Jahr hilfreich eingreifen, wo immer es nötig - und möglich sein wird.

Förderkreis und Beirat des HFV von 1918 e.V.
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Der Spielplan der 2. Amateurliga

Noch 13 Punktspiele hat unsere Liga bis zum Ende der Serie im Mai auszutragen. 4 Punktspiele wurden bereits im Januar ausgetragen, die aber wegen der Vollständigkeit im Plan mit aufgeführt sind. Das Auswärtsspiel am 26. Februar gegen den Bredstedter TSV ist ein Nachholspiel der vergangenen Herbstserie.

Für die Husumer Vereinsfreunde endet die Frühjahrsserie insofern schon sehr früh am 9. April, als die letzten vier Spiele auf dem Platz des Gegners auszutragen sind. Bei aller Anerkennung für die Schwierigkeiten der Aufstellung des Spielplans scheint uns doch, daß die Wünsche der heimischen Vereinsanhänger größere Beachtung von Seiten der Verantwortlichen verdienten.

Und hier die Paarungen

2. Amateurliga

8. Januar:   Husum 18   -   SIF Schleswig    
15. Januar:   Rasensport Schleswig   -   Husum 18    
22. Januar:   Husum 18   -   TSV Nord    
29. Januar:   Husum 18   -   Bredstedter TSV    
5. Februar:   Flensburger TB   -   Husum 18    
12. Februar:   Husum 18   -   FSV Wyk    
19. Februar:   TSV Kappeln   -   Husum 18    
26. Februar:   Bredstedter TSV   -   Husum 18    
5. März:   Husum 18   -   Frisia Husum    
12. März:   Husum 18   -   VfB Flensburg    
19. März:   spielfrei            
26. März:   Husum 18   -   RW Niebüll    
1. April:   TSV Westerland   -   Husum 18    
9. April:   Husum 18   -   TSV Kropp    
16. April:   TSV Friedrichsberg   -   Husum 18    
23. April:   Vorwärts Flensburg   -   Husum 18    
29. April:   TSV Weiche-West   -   Husum 18    
1. Mai:   DGF Flensburg   -   Husum 18    

 

Nach dem guten Auftakt der Serie wollen wir zuversichtlich den kommenden Spielen entgegensehen, zumal mit Wyk, VfB Nordpark und Niebüll drei "harte Brocken" im Friesenstadion empfangen werden.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Spielplan der 1. Kreisklasse

Eine wahre Freude ist es, unsere erste Reserve gegen ihre Gegner aus der Kreisklasse spielen zu sehen. Bisher blieben unsere Reservisten in allen ihren Spielen ungeschlagen, lediglich ein Freundschaftstreffen gegen Frisia endete unentschieden, sonst wurden alle Begegnungen gewonnen.

Und hier die Paarungen

1. Kreisklasse

29. Januar:   Husum 18   -   IF Tönning    
12. Februar:   Husum 18   -   TSV Tönning    
19. Februar:   TV Norderstapel   -   Husum 18    
26. Februar:   BW Friedrichstadt   -   Husum 18    
5. März:   Husum 18   -   TSV Garding    
12. März:   Husum 18   -   FC Langenhorn    
19. März:   IF Husum   -   Husum 18    
9. April:   Husum 18   -   Bredstedter TSV    
16. April:   Frisia Husum   -   Husum 18    
23. April:   TSV St. Peter   -   Husum 18    
7. Mai:   TSV Rantrum   -   Husum 18    

 

Sicher wäre es äußerst reizvoll für unsere Reserve, die schon seit Jahren ein Abonnement auf die Kreismeisterschaft zu haben scheint, einmal an den Aufstiegsspielen zur zweiten Amateurliga teilnehmen zu können, was leider wegen der Spielordnung nicht möglich ist. Ein langjähriger Wunsch ginge damit für unsere erfolgreichste Mannschaft in Erfüllung, aber leider ...

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Gelungener Auftakt für 18s Jugend

Im ersten Punktspiel der zweiten Serie gelang den Jungmannen von Husum 18 auf Bezirksebene ein wohlverdienter 2:1 (1:1)-Sieg über die alten Kameraden von Schleswig 06. Auf dem schneeglatten und nassen Geläuf brachten die Husumer Jungen die bessere Konzeption für dieses Spiel mit auf den Platz und schufen so immer wieder bedrohliche Augenblicke für den gegnerischen Schlußmann. Das lange Halten des Balls war fast kaum zu bemerken, schnell, steil und zügig, namentlich in der zweiten Halbzeit, lief der Ball durch die Reihen der Husumer. 15 Minuten vor Ende des Spiels hatten die Schleswiger Jungen noch einmal eine Gelegenheit des Ausgleichs, als ihnen ein umstrittener Handelfmeter zugesprochen wurde, diese aber über die Querlatte ins Aus gesetzt wurde. Nach diesem Pech der Schleswiger drehten die Husumer noch einmal groß auf und ließen sich bis zum Schluß die Regie des Spiels nicht mehr aus den Händen respektive aus den Beinen nehmen.

Husumer Nachrichten
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Husum 18 siegte vollauf verdient

Das war ein eindeutiger Heimsieg der 18er. Mit 5:0 wurden die Gäste aus Flensburg wieder auf die Heimreise geschickt. Dabei wurde dieser Sieg vollauf verdient errungen. Die 18er zeigten sich klar überlegen und präsentierten sich in einer ausgezeichneten Verfassung. Sie wurden mit der Glätte und dem Schnee besser fertig als die Gäste und fanden vor allen Dingen die taktisch richtige Einstellung. Der Ball wurde weit über die Flügel gespielt und kam gezirkelt genau halbhoch an den Mann. In der Abwehr gab es keinen Versager, so daß Husums Schlußmann kaum in Aktion zu treten brauchte.

Husum Sturm war sehr aufmerksam. Er wurde von der Hintermannschaft gut bedient und brachte die Vorlagen bei Verzicht auf Klein-Klein - wie wohltuend dieses einmal zu sehen! - schnell in den gegnerischen Strafraum. Nach der Vergabe eines Elfmeter - den Karl Clausen über das Tor schoß - schob Gerhard Bonneß zwei Minuten später einen vom Neuzugang Siegfried Bascheck zugespielten Ball ins leere Tor. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel feuerte Manfred Hoppe den zweiten Treffer für die Heimmannschaft ab und wieder nur wenige Minuten danach sicherte Johannes Jannsen mit einem Weitschuß (warum macht er eigentlich davon nicht mehr Gebrauch?) das beruhigende 3:0. Das 4:0 erzielte Gerhard Bonneß, der einen zurückgefausteten Ball verwandelte. Manfred Hoppe gelang es noch, den fünften Treffer ins Netz zu donnern. Ob der 6. Treffer die Torlinie ganz überschritten hatte, konnte man sich streiten, aber das eine rettende Hand der Gäste dennoch dazwischen gefahren war, hätte der leistungsschwache Schiedsrichter eigentlich sehen müssen. Dennoch bewies die Husumer Elf, daß die Abwehr der Gäste sicher während des ganzen Spiels ausgeschaltet worden ist. Bravo Husum 18!

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Ein herzlicher Gruß

Am 16. Januar 1961 sandte der Begründer unseres Sportvereins, unser Sportfreund Bernhard Petersen, folgenden Gruß an den Jugendobmann, Sportfreund Erich Wiegand. Wörtlich heißt es:

Lieber Sportkamerad Wiegand!

Habe mich sehr gefreut, gestern in der Adolf-Jäger-Kampfbahn Sie und Ihre tapfer kämpfenden Knabenmannschaft gesehen zu haben. Nehmen Sie meine herzlichsten Grüße entgegen und grüßen Sie auch Ihre braven Jungen.

Wenn Sport Idealisten wie Sie solche Fußballbegeisterung in die Seelen der kleinsten Nachwuchsspieler hinein tragen, dann ist mir um die Fortdauer der reichen Tradition meines Vereins Husum 18 nicht bange. Dafür nehmen Sie meinen ehrlichen Dank entgegen. Wünsche Ihnen und Ihren Mannschaften gute Erfolge, dann kann die Anerkennung des Vorstandes nicht ausbleiben.

Sportliche und kameradschaftliche Grüße
Ihnen, Ihrer Familie und ganz Husum 18
Ihr Bernhard Petersen

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Die Ergebnisse

   

2. Amateurliga

    Husum 18   -   SIF Schleswig   0:0 (0:0)
    Rasensport Schleswig   -   Husum 18   1:3 (1:2)
    Husum 18   -   TSV Nord   5:0 (1:0)

1. Kreisklasse

    Husum 18   -   Frisia Husum   0:0 (0:0)
    TSV Rantrum   -   Husum 18   3:4 (3:0)

Jungmannen (Bezirk)

    Husum 18   -   Schleswig 06   2:1 (1:0)

Schüler (Freundschaftsspiel)

    Husum 18 II   -   Husum 18 Knaben II   0:0 (0:0)

Knaben (Freundschaftsspiel)

    Altona 93   -   Husum 18   1:1 (0:1)
    Husum 18I   -   Husum 18 Schüler II   0:0 (0:0)
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Die Torschützen

Knaben

1.   Heinz-Otto Liebig   17        
2.   Hans-Jürgen Grabert   5        
3.   Ulrich Dawartz   4        
4.   Volker Plaß   3        
5.   Harald Jöhnck   2        
6.   Sönke Goldschmidt   1        
7.   Holger Petersen   1 (Eigentor)      

Schüler

1.   Jens-Jürgen Schwartz   21        
2.   Starken   10        
3.   Hanno Nachtigall   9        
4.   Bernd Martin Koch   3        
5.   Jörn Lüthke   3        
6.   Harry Petersen   3        
7.   Manfred Lorenzen   3        
8.   Martin Dohrn   2        
9.   Feddersen   2        
10.   Uwe Kniese   2        
11.   Eberhard Schladetzki   2        
12.   Hans-Jürgen Struve   1 (Eigentor)      

Jugend

1.   Hans-Werner Heber   12        
2.   Hermann de Paoli   7        
3.   Hansen   2        
4.   Bernd Kessler   1        
5.   Starken   1        
6.   Reiner Sechting   1        

Jungmannen (Bezirk und Kreis)

1.   Gundolf Schrock   8        
2.   Detlef Garske   6        
3.   Dieter Schleger   6        
4.   Hans Böhnert   5        
5.   B. Jacobsen   5        
6.   Dietmar Lackert   3        
7.   Udo Bremser   2        
8.   Hans D. Willers   2        
9.   Ernst-Jürgen Bast   1        
10.   Bernd Troncik   1        
11.   Weichseldörfer   1        
12.   Zimmermann   1        
13.   Martensen   1        
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Tabellenstände

2. Amateurliga
  Stand 22.01.1961 Spiele       Tore Punkte  
1. Frisia Husum 17       75:24 28.6  
2. VfB Nordmark Flensburg 17       51:25 26:8  
3. FSV Wyk 18       60:36 25:11  
4. TSV Weiche West 17       56:35 23:11  
5. Husum 18 18       54:40 23:13  
6. TSV Kappeln 19       39:37 22:16  
7. RW Niebüll 17       57:45 19:15  
8. DGF Flensburg 17       47:46 19:15  
9. SIF Schleswig 19       42:47 18:20  
10. TSV Westerland 16       39:44 15:17  
11. Flensburger TB 17       34:42 15:19  
12. Rasensport Schleswig 17       41:60 14:20  
13. Vorwärts Flensburg 17       37:45 13:21  
14. TSV Nord Harrislee 18       34:38 13:23  
15. TSV Friedrichsberg 17       30:63 9:25  
16. Bredstedter TSV 17       36:39 9:25  
17. TSV Kropp 18       26:62 5:31  

Jungmannen-Bezirksklasse
  Stand 06.01.1961 Spiele       Tore Punkte  
1. DGF Flensburg 10       76:7 20:0  
2. Schleswig 06 11       34:12 17:5  
3. Flensburg 08 10       50:15 15:5  
4. VfB Nordmark Flensburg 11       40:19 15:7  
5. Frisia Husum 11       25:20 12:10  
6. TSV Westerland 12       29:36 10:14  
7. Bredstedter TSV 10       29:29 9:11  
8. Husum 18 11       32:45 7:15  
9. FSV Wyk 11       26:51 6:16  
10. Flensburger TB 9       14:37 5:13  
11. RW Niebüll 9       13:38 5:13  
12. TSV Friedrichsberg 11       15:67 5:17  
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Fußball-
BL Nord
1961/61

Ergebnisse bis zum 22.01.1961

Husum 18

5

H

4:2 0:6 3:1 0:2 6:3 2:4 2:4 6:4 3:0 3:1 8:1   2:3 4:1 2:1 1:6
        3:1 0:0             5:0      

Vorwärts Flensburg

13 2:4

U

0:3 2:1 1:3 5:2 1:3 3:4 3:1   5:1 3:5 1:2 3:1 1:1 2:2 1:7
      1:1   3:4                    
VfB Nordmark 2 6:0 3:0

S

3:3 2:1 2:4 4:2 7:0 4:2 5:2 3:2 3:1 2:3 1:0   3:0 2:1
        1:1 0:3                    
TSV Kappeln 6 1:3 1:2 3:3

U

3:2 2:2 0:4 3:1 1:2 2:2 2:0 2:2 6:2 3:2 3:2 2:5 1:1
        1:0     2:2           1:0    
FSV Wyk 3 2:0 3:1 1:2 2:3

M

5:2 3:0 9:0 3:4 4:4 4:2 6:4 4:2 2:2 4:3 4:3 1:1
  1:1                 2:2          
Rasensport Schleswig 12 3:6 2:5 4:2 2:2 2:5

E

4:3 2:1 3:9 5:8 2:0   4:3 1:3 3:2 2:6  
1:3   1:1 0:1                        
SIF Schleswig 9 4:2 3:1 2:4 4:0 0:3 3:4

R

1:1 1:6 1:4

3:2

1:3 4:0 2:1 2:5 2:3 2:5
0:0 4:3 3:0                          
TSV Friedrichsberg 15 4:2 4:3 0:7 1:3 0:9 1:2 1:1

F.

  0:6 1:2 2:3 3:5 4:0 2:3 4:1 1:5
                1:3           1:8  
RW Niebüll 7 4:6 1:3 2:4 2:1 4:3 9:3 6:1  

V.

1:0 8:2 2:7 4:2 3:0 2:3 2:3 1:2
      2:2               4:3        
DGF Flensborg 8 0:3   2:5 2:2 4:4 8:5 4:1 6:0 0:1

v

8:1 3:2 1:6 2:1 2:2 1:2 3:8
              3:1       3:2        
TSV Kropp 17 1:3 1:5 2:3 0:2 2:4 0:2 2:3 2:1 2:8 1:3

o

0:1 3:1 0:8 1:2 2:5 1:4
                          3:3   3:4
TSV Westerland 10 1:8 5:3 1:3 2:2 4:6   3:1 3:2 7:2 2:3 1:0

n

6:1 1:4 1:2   0:5
        2:2               0:0      
Bredstedter TSV 16   2:1 3:2 2:6 2:4 3:4 0:4 5:3 2:4 6:1 1:3 1:6

1

1:7   0:3 1:12
                3:4 2:3            
TSV Nord Flensburg 14 3:2 1:3 0:1 2:3 2:2 3:1 1:2 0:4 0:3 1:2 8:0 4:1 7:1

9

0:0 1:3 1:5
0:5                     0:0        
FTB Flensburg 11 1:4 1:1   2:3 3:4 2:3 5:2 3:2 3:2 2:2 2:1 5:2   0:0

1

3:6 0:5
      0:1             3:3          
TSV Weiche/West 4 1:2 2:2 0:3 5:2 3:4 6:2 3:2 1:4 3:2 2:1 5:2   3:0 3:1 6:3

8

4:1
              8:1               1:3
Frisia Husum 1 6:1 7:1 1:2 1:1 1:1   5:2 5:1 2:1 8:3 4:1 5:0 12:1 5:1 5:0 1:4 e.V.
                    4:3         3:1
 
Die oberen Zahlenreihen geben die Ergebnisse der Herbstserie wieder, die unteren die der Frühjahrserie.
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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Ereignisreicher Monat

Bringt der März die Entscheidung?

Im März im Friesenstadion

5. März: Husum 18 - Frisia ?
12. März: Husum 18 - VfB Nordmark ?
26. März: Husum 18 - Niebüll ?

Nach dem 22. Spieltag belegt unsere Liga den vierten Tabellenplatz hinter Weiche-West, VfB Flensburg und Frisia und dicht gefolgt von Wyk. Für uns ist bei noch zehn ausstehenden Spielen natürlich alles "drin", denn nur fünf Punkte trennen uns von VfB Nordmark, von dem so begehrten zweiten Platz, der erstmalig zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga berechtigt.

Gerade für uns bringt der März wohl die entscheidenden Spiele. Mit Frisia, VfB Nordmark und Niebüll sind drei der stärksten Mannschaften Gegner unserer Elf. Eine Freude für das heimische Publikum und ein geringer Vorteil für unsere Mannschaft wird es sein, daß die drei Treffen in Husum stattfinden. Wenn wir alle Spieler zur Verfügung haben, dürfen wir vor eigenem Publikum wohl getrost den Begegnungen entgegensehen. Endlich kann auch Peter Goldschmidt wieder bei der Aufstellung berücksichtigt werden. Nach langer Krankheit zeigte er beim 5:3-Erfolg in Bredstedt eine sehr ansprechende Leistung. Mit seinem Temperament bringt er gewiß belebenden Schwung in unser Angriffsspiel.

Nun, bis zum Ende des Monats wird sich manches entschieden haben. Eine gesunde Zuversicht wird uns sicher mehr dienen als vorzeitiger Pessimismus.

Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Husum 18 nur 1:1

Husum 18 und TSV Kappeln trennten sich in Kappeln 1:1-unentschieden. Das Ergebnis wird dem Spielverlauf gerecht, wenn man berücksichtigt, daß die Kappelner schon nach einer Viertelstunde ihren Spieler Lorenzen durch Verletzung verloren und die restliche Spielzeit mit zehn Spielern durchstehen mußten. Husum 18 verstand diese Möglichkeit nicht zu nutzen, spielte zu sehr in die Breite und nutzte die Tatsache nicht, daß der TSV Kappeln durch den Verlust eines Spielers stark gehandicapt war. Vorher hatten die Husumer mit einem Weitschuß die 1:0-Führung in der zehnten Minute herausgeholt. Dabei blieb es, weil der Sturm zu unentschlossen war, weil er nicht die notwendige Durchschlagskraft besaß und weil der TSV Kappeln immer wieder in der Lage war, die Aktionen der Husumer schon im Mittelfeld zu zerstören. In der zweiten Halbzeit wurden die Kappelner sogar leicht feldüberlegen, obwohl sie nur zehn Spieler auf dem Platz hatten. Neuenfeld blieb es vorbehalten, im Anschluß an einen Eckball 20 Minuten nach Wiederbeginn den 1:1-Gleichstand herauszuholen. Obwohl beide Mannschaften noch Möglichkeiten hatten, blieb ist bei diesem Resultat das - wie gesagt - unter Berücksichtigung aller Umstände als spielgerecht anzusprechen ist.

Husumer Nachrichten

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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Husum 18 gewann im Endspurt

Die Elf von Husum 18 gewann im Endspurt beim Bredstedter TSV mit 5:3 Toren. In der ersten Halbzeit hatten die Bredstedter mehr vom Spiel. Ihnen fehlt der allerdings im Endspurt die Kondition, sich gegen die Husumer entscheidend zu behaupten. Sönksen hatte Bredstedt mit 1:0 in Führung gebracht. Böttcher sorgte für die 2:0 Führung, bevor Husum 18 durch Peter Boyke Jacobs im ersten Durchgang herankam. In der zweiten Halbzeit stellten die Husumer dann durch Manfred Hoppe den 2:0-Gleichstand her. Als Söder einen Handelfmeter zum 3:2 für den Bredstedter TSV verwandelte, schienen die Platzherren einem wichtigen Erfolg zuzusteuern, aber Husum 18 ließ nicht locker, schoß durch Peter Boyke Jacobs in der 75. Minute den 3:3-Gleichstand und hatte Glück, daß in den letzten zehn Minuten noch weitere Treffer fielen. Karl Clausen schoß zum 4:3 für Husum 18 ein. Das brachte die Bredstedter völlig durcheinander, die dazu noch einen verwandelten Handelfmeter von Wichmann zum 5:3 hinnehmen mußten.

Husumer Nachrichten

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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. März

Interessantes aus der Jugend kurz notiert

Wußten Sie schon,

... daß unsere 1. Jungmannen auch ihr Punktspiel gegen FTB Flensburg gewannen?
... daß das Ergebnis mit 3.0 (2:0) durch Tore von Udo Bremser, L. Jacobsen und Gundolf Schrock sichergestellt wurde?
... daß die erste Knabenmannschaft ihr Punktspiel gegen TSV Tönning durch Tore von Hans-Lorenz Böhnert, Hans-Jürgen Grabert, Heinz-Otto Liebig und Volker Plaß mit 4:0 (2:0) gewann?
... daß die Jugend nach Torerfolgen von Hans Werner Heber (2) und Hermann de Paoli die Jugend vom TSV Tönning mit 3:1 (2:1) bezwang?
... daß

die erste Schülermannschaft mit einem Tor von Eberhard Schladetzky mit 1:0 (0:0) die Oberhand über die Tönninger behielt?

... daß die Jungmannen (Kreis) nur mit 1:2 (0:2) ihr Spiel gegen die Jungen von TSV Tönning verloren?
... daß Gerd Jacobsen hier das Ehrentor erzielte?
... daß die Jungmannen (Bezirk) auch ihr drittes Punktspiel in der Frühjahrsserie, diesmal gegen den FSV Wyk, durch Tore von L. Jacobsen, Gundolf Schrock, Dietmar Lackert und Böhnert mit 4:1 (3,0) gewannen?
... daß unsere Jugendausschußmitglied, unser Sportfreund Hans Popp, am 6. Februar seinen Geburtstag hatte? Ihm gelten nachträglich unsere herzlichsten Glückwünsche.
... daß unsere Schülerabteilung aus einer Spende des Sportkameraden Hans Popp über einen eigenen Ball verfügt?
... daß die zweite Knabenelf ihr Punktspiel gegen den TSV Rantrum durch Tore von Heinz-Otto Liebig 2:0 (0:0) gewann?
... daß die zweite Schülerelf nach einer anfänglichen 1:0-Führung durch Manfred Lorenzen mit 1:3 (1:1) die Punkte in Rantrum lassen mußte?
... daß unsere Jugend trotz 0:0 die Punkte gegen Rantrum gewann, da nicht alle Jugendspieler des TSV Rantrum sportärztlich untersucht waren?
... daß die Kreis-Jungmannen mit 1:3 (0:3) die Punkte in Norderstapel ließen und Gerd Jacobsen wieder das Husumer Ehrentor erzielte?
... daß die erste Schülerelf durch Tore von Feddersen, Kock, Jens-Jürgen Schwartz und Hanno Nachtigall (3) mit 6:1 (1:0) die Punkte aus Norderstapel entführte und Hanno Nachtigall einen "hat-trick" dabei erzielte?
... daß die zweite Schülerelf ihr Punktspiel gegen den Bredstedter TSV mit 0:3 (0:0) verlor?
... daß die 2. Knabengarnitur durch Tore von Harald Jöhnck ihr Punktspiel gegen den Bredstedter TSV mit 2:1 (0:1) gewann?
... daß die Bezirks-Jungmannen in ihrer Siegerserie durch den Bredstedter TSV mit 2:4 (0:2) gestoppt wurden?
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Die Ergebnisse

   

2. Amateurliga

    Flensburg TB   -   Husum 18   1:2 (0:1)
    Husum 18   -   FSV Wyk   2:2 (1:1)
    Kappeln   -   Husum 18   1:1 (0:1)
    Bredstedt   -   Husum 18   3:5 (2:1)

1. Kreisklasse

    Husum 18   -   TSV Tönning   2:4
    Norderstapel   -   Husum 18   0:10

Jungmannen (Bezirk)

    Flensburg TB   -   Husum 18   0:3 (0:2)
    Husum 18   -   FSV Wyk   4:1 (3:0)
    Bredstedt   -   Husum 18   4:2 (2:0)

Jungmannen (Kreis)

    Husum 18   -   TSV Tönning   1:3 (0:2)
    Norderstapel   -   Husum 18   3:1 (3:0)

Jugend

    Husum 18   -   TSV Tönning   3:1 (2:1)
    Rantrum,   -   Husum 18   0:0 (0:0) Punkte für Husum

Schüler I

    Husum 18   -   TSV Tönning   1:0 (0:0)
    Norderstapel,   -   Husum 18   1:6 (0:1)

Schüler II

    Rantrum,   -   Husum 18   3:1 (1:1)
    Bredstedt,   -   Husum 18   3:0 (0:0)

Knaben I

    Husum 18   -   TSV Tönning   4:0 (2:0)

Knaben II

    Rantrum,   -   Husum 18   0:2 (0:0)
    Bredstedt,   -   Husum 18   1:2 (1:0)
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Reserve verlor

Ein kleines "Mißgeschick" passierte unserer Reserve im Heimspiel gegen den TSV Tönning. Bei 4:2 Toren für die Tönninger mußte die Reserve die ersten Punkte der Serie abgeben.


In wahrlich meisterlicher Form zeigte sich die Elf dagegen im Spiel gegen den TSV Norderstapel. Das jederzeit überlegen geführte Treffen gewannen unsere Reservisten mit 10:0 Toren.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Husum 18 hatte Glück beim 2:2

Die Gäste von der Insel Wyk deckten konsequenter

Eigentlich ist über die Begegnung zwischen Husum 18 und FSV Wyk kaum etwas zu berichten. Es gab so wenig Spielzüge zu sehen, daß auch die fanatischen Anhänger des Platzvereins nur den Kopf schütteln. Wo blieb die Konzeption, wo waren die technischen Veranlagungen der Spieler? Fragen, die während der 90 Minuten keiner beantworten konnte. Der Husumer Sturmreihe war es nicht möglich, sich gegen die geschlossene Manndeckung der Gäste durchzusetzen, sie war kaum imstande, den Ball in die Nähe des gegnerischen Tores zu bringen. Wenn dazu einmal die Möglichkeit war, dann zögerte man so lange, bis sich alles schön wieder im gegnerischen Raum versammelt hatte. Die Wyker eröffneten den Torreigen, als man zu leichtfertig einen Stürmer vorbeiziehen ließ. Erst in der 76. Minute gelang Wichmann aus einem sehr ungünstigen Winkel heraus der Ausgleich. Doch ließ kaum eine Minute auf sich warten. Es war ein Glück, daß der Unparteiische noch kurz vor Abpfiff gegen Wyk einen Elfmeter verhängte, den Wichmann zum ausgleichenden 2:2 verwandelte.

Husumer Nachrichten
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1961

Husum 18

1. März

Ich danke hiermit allen Sportkameraden aus Husum, Berlin und Hamburg für die mir übermittelten Glückwünsche zu meinem Geburtstag. Ein ganz besonderer Dank gilt in dieser Hinsicht den Knaben und Schülern.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Zum Spielplan der 2. Amateurliga

Nachträglich sind durch die Spielausfälle am 29. Januar einige Änderungen im Spielplan aufgetreten. Bei der Neuansetzung der Termine wurde unser Wunsch berücksichtigt, am Schluß der Serie wenigstens ein Spiel in Husum austragen zu können. Ursprünglich wären die letzten vier Begegnungen auswärts gewesen. Folgende Spiele muß unsere Liga noch austragen..

2. Amateurliga

5. März:   Husum 18   -   Frisia Husum    
12. März:   Husum 18   -   VfB Nordmark    
19. März:   spielfrei            
26. März:   Husum 18   -   RW Niebüll    
1. April:   TSV Westerland   -   Husum 18    
9. April:   Husum 18   -   TSV Kropp    
16. April:   TSV Friedrichsberg   -   Husum 18    
23. April:   Vorwärts Flensburg   -   Husum 18    
29. April:   Husum 18   -   Bredstedter TSV    
7. Mai:   DGF Flensburg   -   Husum 18    
11. Mai:   TSV Weiche-West   -   Husum 18    
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. März

Tabellenstände

2. Amateurliga
  Stand 27.02.1961 Spiele       Tore Punkte  
1. Frisia Husum 20       82:26 34:6  
2. VfB Nordmark Flensburg 21       65:31 32:10  
3. TSV Weiche West 22       68:40 30:14  
4. Husum 18 22       64:67 29:15  
5. FSV Wyk 22       71:39 28:16  
6. TSV Kappeln 23       43:44 25:21  
7. RW Niebüll 21       66:51 23:19  
8. DGF Flensburg 21       53:54 23:19  
9. Vorwärts Flensburg 21       51:50 21:21  
10. SIF Schleswig 22       49:55 20:26  
11. TSV Westerland 20       42:53 18:22  
12. TSV Nord Harrislee 21       41:41 17:25  
13. Rasensport Schleswig 22       48:73 16:28  
14. Flensburger TB 21       38:66 15:27  
15. TSV Friedrichsberg 21       40:69 15:27  
16. Bredstedter TSV 21       42:87 9:33  
17. TSV Kropp 22       35:72 9:35  
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18

1. März

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Petersen, Adolf, Husum, Flensburger Chaussee
2. Samuelsen, Herbert, Husum, Neustadt 77
3. Schladetzky, Eberhard, Husum, Osterende 85
4. Schletz, Burkhard, Husum, Jebensweg 28


Austrittserklärungen
1. Christiansen, Volker, Husum, Schobüller Straße 7
2. Händel, Ingo, Husum, Flensburger Chaussee
3. John, Gonne-Bernt, Husum, Flensburger Chaussee
4. Jürgensen, Christian, Husum, Woldsenstraße 11
5. Karstens, Wolfgang, Husum, Westerende 40
6. Krause, Roland, Husum, Nordbahnstraße 2
7. Krüger, Karl, Husum, Rosenstraße 31a
8. Nissen, Nommen, Husum, Klaus-Groth-Straße 3
9. Peterson, Rolf, Husum, Schulstraße 2
10. Schraga, Uwe, Husum, Lornsenstraße 29
11. Steffen, Werner, Husum, Flensburger Chaussee
12. Stubbe, Rudolf, Husum, Brüggemannstraße 41
13. Thomsen, Johannes, Husum, Kampsiedlung 65
14. Wink, Horst, Husum, Marienhofweg 4
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Bunt ist die Welt des Sports

Superlative

Den ungewöhnlichsten Siegtreffer gab es beim Spiel zweier jugoslawischer Bezirksmannschaften im Fußball. Bis zur 82. Minute stand das Spiel zwischen Baljak und Gradac 0:0 unentschieden. In diesem Augenblick schoß der Mittelstürmer von Baljak, aber der Ball wäre weit am Tor vorbei geflogen, wenn er nicht von einem plötzlich über das Feld jagenden Hasen so abgelenkt worden wäre, daß er unhaltbar im Tor zum 1:0 landete.


Den schönsten Lohn erhielten in Argentinien die Fußballer des Clubs Atletico nach der Erringung der Amateurmeisterschaft. Der Provinzgouverneur gewährte allen Spielern, die in der Verwaltung tätig sind, drei Monate Urlaub. Als einige Bürochefs sich weigerten, den Spielern den Urlaub zu gewähren, wurde ihnen kurzerhand mit der Entlassung gedroht.
Das größte Pech hatte die 18 Jahre alte deutsche Hausgehilfin Ute Diepold, die in England beschäftigt ist. Sie gewann im Toto 500.000 D-Mark. Der Betrag wurde jedoch nicht an sie ausbezahlt und verfiel, da nach den englischen Gesetzen die Ausbezahlung von Totogewinnen an Minderjährige nicht zulässig ist.

Den größten Schluck Whisky nahm Wolverhamptons Stopper Slater zu sich. Zunächst rief ihn Englands Fußballteamchef Winterbottom an: "Leider kann ich Sie wegen Ihrer schwachen Leistung nicht zum Länderspiel gegen Jugoslawien aufstellen." Fünf Minuten später klingelte abermals das Telefon. Es meldete sich eine Stimme: "Ich habe Ihnen zu gratulieren, Sie wurden eben zum besten Spieler des Jahres gewählt." Darauf griff Slater zur Whiskyflasche.


Die beste Idee hatte der deutsche Einwanderer Erich Ilk, der jetzt in Australien als Schiedsrichter tätig ist. Zu jedem Spiel nimmt er seine Schäferhündin mit, die hinter einem Tor sitzt. Wird er von Spielern oder Zuschauern angegriffen, braucht er keine Polizisten. Dieses "Amt" übernimmt seine Hündin.


Fußballprofis über Nacht!

So schnell geht das in Schottland: Der Glasgower Club Clyde beschloß quasi von einem Tag auf den anderen, vom Vertragspielertum zum Professionalismus überzutreten. Der Verein steht in der ersten schottischen Division auf einem der letzten Plätze. "Wenn wir die Spieler ab sofort besser bezahlen, hoffen wir dem Abstieg zu entrinnen", sagte zu dem Schritt der Vereinspräsident. Außerdem soll mit der Einführung des Berufsspielertums den Spielern es einfacher gemacht werden, beim Verein zu bleiben. Als Profis erhalten die Spieler wöchentlich eine Pauschale von 20 Pfund, vorher als Vertragsspieler bekamen sie 5 Pfunde.

Jetzt spielt in der schottischen ersten Liga nur noch ein Verein, der sich nicht zum Professionalismus bekannt hat, die Elf von Patrick Thistle.


Mit 15 gedrillt - heute Meister

So "fabriziert" man in der Sowjetunion einen Fußballmeister: Trainer Viktor Maslow von Torpedo Moskau versammelte vor 6 Jahren eine Gruppe von Fußballern um sich, von denen der älteste 15 Jahre alt war. Intensiv trainierte er mit diesen Spielern. Jetzt stellte sich der ganz große Erfolg ein: Torpedo Moskau wurde nicht nur russischer Fußballmeister, sondern auch russischer Pokalsieger. Erstmals gewann damit eine Elf das Double. Mit einer Mannschaft von durchschnittlich 21 Jahren.


Südamerikas jüngster Skandal

Südamerika hat schon wieder einen Fußballskandal: Im Stadion von Quito in Ecuador standen sich die Nationalmannschaften von Ecuador und Argentinien genau eine halbe Stunde gegenüber, als die ersten Fouls Unruhe ins Spiel brachten. Ecuador führte mit 2:0 und wollte diesen Vorsprung mit allen Mitteln halten. X-mal ließ sich ein Nationalspieler von Ecuador auf dem Spielfeld wegen einer angeblichen Verletzung pflegen, um Zeit zu schinden. Da platzte Argentiniens berühmten Sanfilippo der Kragen. Der Stürmerstar rannte zu dem "Verletzten", packte das Köfferchen des Pflegers und warf es samt den Medikamenten und Arzneien unter die Zuschauer. Das war das Signal zu einer allgemeinen Keilerei zwischen den Spielern. Die Schiedsrichter flüchteten unter die Tribüne. Auf dem Fußballfeld gab es richtige Boxkämpfe. Zuschauer überkletterten den Zaun und griffen ebenfalls in die "Kampfhandlungen" ein. Schließlich stürmten 50 Polizisten aufs Spielfeld und knüppelten die argentinischen Nationalspieler, die in die Kabinen flüchten wollten, nieder. Nach 45-minütigen Bemühungen konnten dann der Außenminister von Ecuador und der argentinische Botschafter die Spieler wieder dazu bewegen, daß Spiel fortzusetzen.


Schiri und Uhr waren weg

Unmittelbar vor Beginn des "Lokalderbys" zwischen Paigton Villa und Torquay Upton Aathletic hatte sich herausgestellt, daß der vom Verband beauftragte Schiedsrichter ausgeblieben war. Der 41-jährige Tellerwäscher Leslie George Thomas, der sich unter den Zuschauern befand, erklärte sich bereit, die Leitung des Treffens zu übernehmen. Da er jedoch keine Uhr bei sich hatte, lieh ihm ein Spieler Torquays seine kostbare Armbanduhr. Als der Spieler seine Uhr nach dem Treffen wieder zurückhaben wollte, war Leslie George Thomas verschwunden und mit ihm die Uhr. Wie sich vor dem Richter ergab, hatte Thomas die Uhr wenig später für ganze 15 Mark an einem Trödelhändler verkauft. Der Richter verknackte den ungetreuen Aushilfsschiedsrichter zu vier Monaten Gefängnis.

aus "Der Fußballtrainer"
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1961

Husum 18 / Fußball regional

1. März

Ein bemerkenswerter Fall

Das Kreisgericht des KFV Flensburg verhandelte im Dezember 1960 einen Fall sportlicher Verfehlung, der ebenso wie das Urteil bemerkenswert und von allgemeinem Interesse zu sein scheint.

Der Sportfreund Helmut Schumann vom TSV Vorwärts Flensburg wurde in seiner Eigenschaft als Jugendbetreuer seines Vereins wegen eines von ihm veranlaßten Abbruchs eines Freundschaftsspiels zwischen den Jugendmannschaften seines Vereins und des Flensburger TB mit einem Verweis und einer Geldstrafe von 30 D-Mark bestraft.

Das Gericht stellte fest, daß der Sportfreund Schumann seine Mannschaft zum Verlassen des Platzes aufgefordert hatte, weil der Schiedsrichter ihm in seiner Eigenschaft als Mannschaftsbetreuer eine Auskunft darüber verweigert hatte, für wie lange Zeit ein Spieler seiner Mannschaft des Feldes verwiesen worden sei.

Bei der Urteilsfindung ließ sich das Gericht von Milde leiten, weil es sich bei dem Sportfreund Schumann um eine einmalige Entgleisung gehandelt hatte und von ihm die Unsportlichkeit seines Handelns voll eingesehen und bedauert wurde. Darüber hinaus wurde die verdienstvolle Arbeit des Sportfreunde Schumann für seinen Verein anerkannt.

Dieses Urteil sollte eine Mahnung sein für alle, die am Rande des Spielgeschehen stehen und vor allem unserer Jugend Vorbild in sportlicher Haltung sein sollten.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. März

Knabenfußball - aber wie?

Zu diesem Thema etwas zu sagen, zu schreiben oder eine Spielordnung dazu zu entwerfen und zu erlassen und diese zu kommentieren, hat sich der WFV entschlossen.

In fünf Paragraphen hat der WFV diese Spielordnung für die Kleinsten in unseren Fußballvereinen zusammengefaßt.

§ 1   Knaben sind Jungen bis zum vollendeten 12 Lebensjahr (Stichtag 1. August).
§ 2   Der Entwicklungsstufe der Knaben entsprechend werden Platz-, Tor- und Ballmaße geändert.
   

Platz: Länge 70 m, Breite 50 m, Strafraum 12 m, Torraum 4 m, Strafstoßmarke 8 m, Mittelkreis 7 m, ebenso die Entfernung der Spieler vom Ball bei Freistößen 7m.
Tore 5 x 2 m.
Ball: Umfang mindestens 62 cm und höchstens 65 cm, Gewicht mindestens 300 g und höchstens 350 g.
Spielzeit: zweimal 20 Minuten.

§ 3   Knabenspieler sind mit Spielerpässen zu versehen.
§ 4   Für die Knabenmannschaften werden Rundenspiele ausgeschrieben, die in Gruppen auf Kreisebene ausgetragen werden.
§ 5   In allen weiteren. Punkten entspricht die Knabenspielordnung der Jugendspielordnung.

 

So weit, so gut also der WFV. Gewiß, es gibt noch Mitarbeiter im Sport, die sich Gedanken machen, aber nicht jeden Gedanken sollte man gleich im Paragraphen fassen. Ich bringe alt dieses in unsere Vereinsnachrichten hinein, weil einmal die große Vereinssportfamilie über alle Neuigkeiten informiert werden soll, aber unsere Vereinsnachrichten sich auch eines großen Leserkreises erfreuen, der weit über unsere Grenzen hinausgeht, ja sogar offizielle Organe in unserem Landesverband anspricht.

Mit seiner Spielordnung bringt uns der WFV eigentlich zu nichts Neues, wohl aber etwas Gefährliches. Alter ist bekannt und auch bestimmungsgemäß festgelegt (§ 1). Ball und Spielzeit (§ 2), ebenso §§ 3, 4 und 5 ebenfalls. Bleiben nur noch Platz- und Tormaße; bleiben nur die Ausführungsbestimmungen, die nichts Umwälzende sagen und die Stimmen, die zu einer "neuen Spielordnung" rieten. In den Vordergrund wird vom WFV die Stimme des Arztes geschoben.

Gewiß es ist schön, wenn sich die Ärzteschaft für den Fußballsport unserer Kleinsten interessiert. Stellen wir doch einmal die praktische Ausübung des Fußballsports demgegenüber, wir erkennen doch daraus ganz klar, daß

1.   eine ärztliche Betreuung und Fürsorge unserer Kleinsten erforderlich ist, diese Betreuung aber dann auch richtig begonnen werden muß und nicht erst eine sportärztliche Untersuchung vorgenommen wird, wenn der Jugendliche ein Alter von 14 Jahren erreicht hat und schon vier oder mehr Fußballjahre auf dem Buckel hat, das heißt, daß schon mit Beginn der ersten fußballerischen Tätigkeit der Knabenspieler untersucht wird und diese Untersuchung beim Wechsel der Altersklasse wiederholt wird;
2.   das Austragen von Punktspielen während der Monate November bis Februar einschließlich nicht durchgeführt werden darf, um die Jungen während dieser Jahreszeit nicht den erhöhten Gefahren der Erkrankung auszusetzen. Den Vereinen darf es freibleiben, nur bei äußerst günstiger Witterung freundschaftliche Begegnungen abzuschließen.

Nach diesen beiden Punkten eine zwischenfrage von mir. "Warum hat noch niemand zu diesem Problem Stellung genommen? Ob Ärzte davon nichts wissen oder gar verstehen?" Ich möchte aber nun fortfahren in meinen Ausführungen:

3.   Was das Spielfeld betrifft, so erkennt man bei näherem Hinsehen ganz klar, daß hier eine große Gefahr für die körperliche Beanspruchung der Jungen liegt. Warum ist wohl beim Hallenhandball oder überhaupt beim Handball die Spielzeit kürzer als beim Fußball? Einzig und allein deswegen, weil der Sport so sehr schnell ist, weil das Spielen eine jeweils größere Momentanstrengung körperlicher Art an die Spieler stellt. Stellen wir uns nun einen kleineren Platz vor - der Ball wird mit gleicher Kraft gespielt wie auf einem großen Platz - auf dem kleineren Platz ist der gleichgespielte Ball relativ schneller, die körperliche Anstrengung des Jungen, den Ball zu erlaufen, relativ größer. Denn, wo der Spieler vor der Verkleinerung des Spielfeldes noch vielleicht 10 m Raum oder noch besser gesagt Zeit hatte, das Leder zu erlaufen, soll er nun den Ball in der Kürze von 5 Metern erjagen. Eine Überbeanspruchung des kleinen Herzens in kürzeren Zeitabständen ist die Folge, während die körperliche Beanspruchung auf dem großen Spielfeld beständiger, gleichbleibender ist.

Bei all unserem Tun für die Jugend, die uns freiwillig anvertraut wird, muß uns die Anerkennung von fürsorglichen Sportbetreuungswünschen der Elternschaft für die Jungen besonders am Herzen liegen und oberstes Gebot sein. Wir Jugendbetreuer sind keine Ärzte, aber dafür können wir vielleicht umso besser die Praxis, und die Praxis hat uns auch bisher das Schönste gebracht. Deshalb: "Halte dich an's Schöne! Vom Schönen lebt das Gute im Menschen und seine Gesundheit."

Gewiß, es gibt für die Sache des WFV Optimisten, aber was sind schon Optimisten? Die wahren Optimisten sind nicht davon überzeugt, daß alles gut gehen wird, aber sie sind überzeugt, daß nicht alles schief gehen wird. Und daß all das nicht schief gehen wird, was in jahrelangen Praktiken im Jugendfußball geübt worden ist, davon sind wir Praktiker - sprich Jugendbetreuer - überzeugt.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Es dachte ...

... ein Fußballspieler:

Die Ellenbogen gehören zum Rüstzeug des Erfolges.

... ein Vereinsfunktionär: Der Fußballverein ist ein Aushängeschild seiner selbst.
... ein Zuschauer: Der Linienrichter seit Blitzableiter unmißverständliche Ausbrüche.
... ein Vereinsmitglied: Er brauche, weil er Mitglied sei, keine Beiträge zahlen,
... das Fußballpublikum:

Der Schiedsrichter sei Opferlamm fußballerischer "Schlachtgefühle".

... eine Elf: Das Fußballspiel sei Kampf und vergaß, daß es nur Spiel ist, der Gegner nur Spielpartner und nicht Feind ist,
... ein Fußballspieler: Training muß nicht sein, Spielen jedoch, denn das sei der Grund zum Trinken.
... ein Fanatiker: Wenn "mein Verein" verliert, dann nur, weil der Schiedsrichter eine "Flasche" sei.
... ein Laie: Die 22 müssen doch irr sein, sich um einen Ball zu "zanken", anstatt sich jeder einen zu nehmen.
... der ewige Kritiker: Alles liegt nur am Trainer, wenn einmal etwas nicht klappt.
... der Vorstand : Jetzt wird es Zeit, die Jugendspiele zu besuchen, daß sich doch immerhin Erfolge zeigen.
... ein Nörgler: Wenn unsere Jugendmannschaften nicht in allen Klassen Meister werden, dann liegt das nur an der Jugendleitung.
... aber niemand bis jetzt: "Durch meinen Idealismus kann ich mithelfen, die Jugendbetreuung zu fördern."
... ein Vereinsfunktionär: Jugendspiele dürfen nicht angepfiffen werden, wenn der Gastverein 15 Minuten Verspätung hat.
... ein Fanatiker: Von Seiten der Schiedsrichter und Linienrichter muß alles geschehen, um der eigenen Mannschaft den Sieg zu sichern.
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

Im Kampf um den 2. Platz

Daß der Fußballverbandstag gut beraten war, als er beschloß, auch die Zweiten der Bezirksmeisterschaften an den Aufstiegsspielen zur Amateurliga teilnehmen zu lassen, zeigt sich gerade bei uns im Bezirk Nord.

Die Mannschaften haben durchschnittlich noch sieben oder acht Spiele auszutragen. Frisia Husum führt die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an. Nach den Erfahrungen früherer Jahre ist damit der erste Platz nur noch theoretisch anfechtbar. Bei der Spielstärke Frisias ist den Ex Landesligisten kaum noch die Meisterschaft zu nehmen. Vor einem Jahr noch wäre damit für viele Vereine die größte Spannung vorbei gewesen. - Nicht so heute.

Noch fünf Vereine, Weiche-West, VfB Nordmark, Wyk, Husum 18 und Niebüll, haben Aussichten auf den zweiten Platz; theoretisch sogar auf die Meisterschaft. Andere Vereine legen ihren Ehrgeiz darin, diesem oder jenem Anwärter auf den zweiten Platz durch eine unerwartete Niederlage die Hoffnungen auf den Aufstieg zu zerstören.

Somit ist das Interesse an den Spielen gegen Ende der Spielzeit durch die neue Regelung erheblich gestiegen. Die Zuschauer werden nicht den Spielen fernbleiben, weil schon alles entschieden ist, sondern weiterhin die Sportplätze besuchen, um die Entscheidung um den zweiten Tabellenplatz mitzuerleben. Damit haben fast alle Vereine letztlich ihren Vorteil.

Sehr schwierig scheint es, eine Prognose zu geben, wer den zweiten Platz erringen wird. Offensichtlich die größten Chancen haben die beiden Flensburger Vereine Weiche-West und VfB Nordmark. Es wäre aber verfrüht, ihnen schon jetzt den Kampf um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zu überlassen. Uns trennen nur sechs Punkte von dem relativ an zweiter Stelle stehenden VfB Nordmark Flensburg, der immerhin noch acht Begegnungen vor sich hat. Weiche-West hat einen Vier-Punkte-Vorsprung vor unserer Elf bei sechs ausstehenden Spielen. Die Wyker werden kaum ein ernsthaftes Interesse an den Aufstiegsspielen haben, da sie schon jetzt im Bezirk große Reiseschwierigkeiten haben.

Hoffen wir, daß uns der nächste Monat mehr Erfolge bringt, als es der März in den Begegnungen gegen Frisia, VfB Nordmark und Niebüll tat.

Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

Frisia siegte im Ortsderby

Schönheitspreis gehört 18 - Freude bei den Blau-Gelben

Das war ein Ortsrivalen Kampf ohne fußballerische Höhepunkte, und wenn es nach Schönheit des Spiels gegangen wäre, dann hätte eigentlich der Platzherr Husum 18 der Sieger sein müssen. So aber setzte sich wieder einmal letztlich die Konsequenz durch: Husum 18 spielte prächtig über die Flügel bis in den gegnerischen Strafraum, aber Frisia schoß später die Tore. Dabei waren in den ersten 45 Minuten die 18er näher an einem 1:1 als zehn Minuten später die Frisianer einem 2:0.

Vorweg: Es wurde fair jedoch nicht gerade zimperlich gespielt, und man merkte beiden Mannschaften an, daß sie bemüht waren, das Gesicht nicht zu verlieren und ihre Anhänger nicht zu enttäuschen. So lag nach einem 1:0 durch Ziegner in den ersten Minuten (nach einem Eckball) eigentlich bis über die Halbzeit hinaus noch alles drin. Fürs Auge schön brachten die 18er immer wieder über die Flügel den Ball bis an den gegnerischen Strafraum, dann jedoch fehlte ihnen der Vollstrecker. Namentlich war es da Peter Boyke Jacobs, der einige sehr sichere Sachen ausließ. Nach dem Wechsel und nach dem 2:0 für die Frisianer - in der 22. Minute schoß Ross hart ein - war es dann in der 35. Minute Katzenmeier, der diesen Vorsprung auf 3:0 erhöhte. Eindeutige Fehler der Nummer 5 bei 18, Günter Nommensen. Daran wie auch an dem vierten Tor, das in der 43. Minute Ziegner schoß, war er durch sein zaghaftes Eingreifen schuld. Verteidiger Gerhard Präger - er spielte sehr souverän und überlegt - raufte sich die Haare.

Den Frisianern fiel dabei ein Sieg zu, den sie in dieser Höhe nicht ganz verdient haben, wenn auch ihr Einsatz im Sturm und im Aufbau erst in den letzten 30 Minuten deutlich zum Ausdruck kam. Jedenfalls zauderte man bei den wenigen Gelegenheiten zum Torschuß nicht. Daß das erfolgreich war, bewiesen die vier Tore. Sicherer hätten sie jedoch gewonnen, falls das Flügelspiel mehr forciert worden wäre und wenn man sich - nur einige wenige Male war das zu bemerken - nach altbewährter Methode den Ball direkt in die Lücken und über die Flügel abgespielt hätte.

Husumer Nachrichten

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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

"Haschi" Jannsen verläßt Husum 18

Für zwei Jahre geht Johannes "Haschi" Jannsen nach Berlin. Wir verlieren in ihm einen talentierten Fußballspieler, der unser Publikum oft durch sein ruhiges, überlegtes Spiel erfreute, oft aber auch durch seine Verspieltheit erbostee. Johannes "Haschi" Jannsen verläßt Husum aus beruflichen Gründen und wird sich in Berlin vielleicht den VfB Britz anschließen, dessen Liga wie wir in der Bezirksklasse spielt.

Wir wünschen ihm, daß er in Berlin ebenso erfolgreich spielen möge wie in Husum. Vor allem hat Johannes "Haschi" Jannsen in Berlin die Gelegenheit, in Spielen gegen ihm völlig fremde Mannschaften neue Erfahrungen zu sammeln und manches hinzuzulernen.

Wir werden Johannes "Haschi" Jannsen stets willkommen heißen, wenn er nach zwei Jahren zu uns zurückkommen sollte.

Für seine berufliche Ausbildung in Berlin begleiten ihn unsere besten Wünsche.

Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

Zu Ostern spielen unsere beiden Reservemannschaften in Albersdorf. Wir berichten darüber in der nächsten Ausgabe.

Wir am Spielfeldrand

Ja, was haben wir mit dem Spiel zu tun? Doch sehr viel! Überlegen wir doch, wie es war, als wir selbst jung waren, selbst spielten und Wettkämpfe durchführten. Wie schlecht spielten und kämpften wir, wenn wenig Zuschauer erschienen, und wie ganz anders waren unsere Leistungen, wenn viele Zuschauer und Vereinsmitgliedern den Kampfplatz umsäumten!

So ist es auch heute für unsere Jungen beim Fußballspiel. Sie spielen ganz anders, wenn wir alle da sind. Wenn die Spieler wissen, sie sind alle da und wollen etwas sehen, sie werden kritisieren, wenn wir schlecht spielen oder frühzeitig resignieren, dann werden die Spieler nicht so leicht die Erwartungen enttäuschen.

Wir melden uns schon, wenn gut gespielt wird. Wir feuern Euch Spieler an, und wir sparen auch nicht mit Beifall. Aber auch dem Gegner wollen wir Anerkennung und Beifall zollen, wenn er gute Leistungen zeigt.

Pfiffe und abfällige Bemerkungen müssen unter allen Umständen vermieden werden. Es zeugt nicht von Sportgeist, die Schiedsrichter angreifen und kritisieren zu wollen. Wir als Zuschauer laufen nicht mit und können deshalb nie hundertprozentig beurteilen, was geschehen ist. Für uns ist es immer schön, wenn wir ein gutes Spiel sehen, wenn sich alle gut einsetzen und wenn ein kameradschaftliches Spiel gezeigt wird.

Auch nach auswärts müssen wir mit, wenn es irgend geht. Da haben es unsere Jungen ja besonders schwer, und je mehr von uns da sind, desto besser spielen sie. Ein treuer Stamm von Zuschauern ist immer am Spielfeldrand zu finden. Es müssen aber alle kommen! Glaubt mir, Sportkameraden, ohne Zuschauer spielt es sich schlecht. So haben wir, wenn wir alle da sind, auch Anteil an dem Verlauf des Spieles. Darum kommt, dann helft ihr gewinnen.

Hans Chr. Hansen
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1961

Husum 18

1. April

Wir gratulieren

Wir gratulieren Erika Paulsen und unserem Ligaspieler Manfred "Manni" Hoppe zur Verlobung zum Osterfest.

Herzliche Glückwünsche senden wir Christa Ritter und unserem "alten" 18er Egon Bahnsen zur Verlobung.

Herzliche Glückwünsche sagen wir unserem Ligatorwart Eckhard Sers und Irmgard geborene Nichau zur Vermählung. Mitglieder des Vorstandes und einige Kameraden der Liga besuchten das junge Paar am Polterabend und überbrachten am nächsten Tag offiziell die Glückwünsche des Vereins. Eckhard Sers wird in seiner eigenen Wohnung hoffentlich ungestört ein privates Lauftraining durchführen können. Er leidet immer noch unter seiner Knöchelverletzung, die er sich im letzten Jahr in einem Punktspiel zuzog. Wir wünschen dem jungen Paar viel Glück für die Zukunft und Eckhard Sers persönlich, daß er bald vollständig genesen sein möge.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

Reserve schon jetzt Meister

Schon nach dem 18. Spielsonntag steht unsere Reserve als Meister der ersten Kreisklasse fest. Selbst wenn unsere Reservisten ihre beiden letzten Spiele verlieren sollten, ist ihnen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. 96 Treffer erzielten die Spieler unsere erfolgreichsten Mannschaft bisher, so daß sie in den beiden letzten Spielen sehr bemüht sein werden, wenigstens zusammen vier Tore zu erzielen, um die 100 zu erreichen.

Im letzten Punktspiel des Monats gegen IF Husum sah es allerdings zuerst gar nicht so rosig aus. Zur Halbzeit lagen die IF-Spieler mit zwei Treffern vorn. Wenn sich unsere Spiele auch für die zweite Hälfte einiges vorgenommen hatten, so schossen die Gegner zunächst immerhin noch ihr drittes Tor. Mit 3:0 Toren Vorsprung schien ihnen damit der Sieg schon sicher. Unsere Reservisten rissen sich am Riemen und wiederholten mit etwas Glück ihr Kunststück aus dem Spiel gegen Rantrum: Sie machten aus einem 3:0-Rückstand einen 4:3-Erfolg. Damit blieb die 1b bis auf das Treffen gegen TSV Tönning ungeschlagen.


Unsere Jungmannenmannschaft auf Bezirksebene blieb in der Frühjahrsserie bisher ungeschlagen. Leider hatte die Elf im Herbst einen weniger erfolgreichen Start, so daß die Jungmannen erst nach dem letzten Spiel gegen Niebüll ihr Punktverhältnis ausgleichen konnte.
Gute Leistungen weist auch die erste Schülermannschaft auf. Aus den Punktspielen erzielten die Jungen 72:5 Tore und 22:4 Punkte.

Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

Die Ergebnisse

   

2. Amateurliga

    Husum 18   -   Frisia Husum   1:4 (1:2)
    Husum 18   -   VfB Flensburg   1:1 (0:0)
    Husum 18   -   TSV RW Niebüll   2:3 (1:3)

1. Kreisklasse

    Husum 18   -   IF Tönning   8:2 (5:1)
    IF Husum   -   Husum 18   3:4 (2:0)

Jungmannen (Bezirk)

    Husum 18   -   Frisia Husum   3:2 (3:0)
    Husum 18   -   VfB Flensburg   2:1 (2:0)
    Husum 18   -   TSV RW Niebüll   5:1 (3:0)

Jungmannen (Kreis)

    Husum 18   -   IF Tönning   13:0 (5:0)

Schüler I

    Husum 18   -   Husum 18 II   2:1 (1:0)
    Husum 18,   -   IF Tönning   12:0 (2:0)

Schüler II

    Husum 18   -   Husum 18 I   1:2 (0:1)

Knaben I

Freundschaftsspiel   Husum 18,   -   Rantrum   5:0 (3:0)
    Husum 18,   -   RW Niebüll   0:0 (0:0)
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. April

Tabellenstände

2. Amateurliga
  Stand 26.03.1961 Spiele       Tore Punkte  
1. Frisia Husum 24       93:29 40:8  
2. TSV Weiche West 26       82:48 36:16  
3. VfB Nordmark Flensburg 24       69:36 34:14  
4. FSV Wyk 26       89:47 34:18  
5. Husum 18 25       67:55 30:20  
6. TSV Kappeln 27       51:51 30:24  
7. RW Niebüll 25       78:61 29:21  
8. DGF Flensburg 25       59:66 25:25  
9. Vorwärts Flensburg 25       61:27 24:26  
10. SIF Schleswig 26       56:62 24:30  
11. TSV Westerland 24       51:63 22:26  
12. TSV Nord Harrislee 25       47:43 22:28  
13. Rasensport Schleswig 26       56:82 21:31  
14. TSV Friedrichsberg 25       51:74 20:30  
15. Flensburger TB 24       41:71 17:31  
16. Bredstedter TSV 24       48:105 10:38  
17. TSV Kropp 26       38:87 10:42  

Aufstiegstabelle der Kreisklasse
  Stand 26.03.1961 Spiele       Tore Punkte  
1. TSV Rantrum 13       35:15 20:6  
2. TSV Tönning 13       30:15 18:8  
3. IF Tönning 12       52:26 15:9  
4. BW Friedrichstadt 12       34:22 15:9  
5. IF Husum 12       23:26 13:11  
6. FC Langenhorn 10       18:20 11:9  
7. TSV Garding 12       28:44 7:17  
8. TV Norderstapel 12       10:51 2:22  

Gesamttabelle der Kreisklasse
  Stand 26.03.1961 Spiele       Tore Punkte  
1. Husum 18 Ib 18       96:20 34:2  
2. TSV Tönning 17       74:34 24:10  
3. TSV Rantrum 16       21:12 20:12  
4. BW Friedrichstadt 16       43:26 20:12  
5. Frisia Ib 16       49:41 19:13  
6. IF Husum 19       43:43 19:19  
7. FC Langenhorn 16       29:25 17:15  
8. IF Tönning 17       63:56 17:17  
9. TSV Garding 18       17:33 10:26  
10. TV Norderstapel 17       22:87 6:28  
11. Bredstedter TSV Ib 15       17:86 4:26  
Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Bunt ist die Welt des Sports

Rekord: 3.025 Köpfbälle

Das deutsche Fernsehen hat einen jungen Fußballer zu einem Rekord verholfen. Unter der Aufsicht von zwei Personen stellte er von der Fernsehkamera des Bayerischen Rundfunks einen neuen "Weltrekord" auf: Genau 3.025 mal gelangen ihm Kopfbälle, ohne daß der Ball zu Boden gefallen wäre. Der junge Mann heißt Georg Kaul und stammt von der Spielvereinigung Reuth. Sein Hobby waren schon immer die Kopfbälle, und vor dem Auftreten im Fernsehen hat er es auf 2.200 Kopfbälle gebracht. Vor der Kamera wurde er so beflügelt, daß er hätte noch weitermachen können, wenn Sammy Drechsel seine "Rekordwut" nicht gestoppt hätte. Als Kaul beim Fernsehen seine Probekopfbälle machte, kamen die Männer der Aufnahmeleitung aus dem Staunen über den 19 Jahre alten Fußballer nicht heraus.


Wenn man mal einen "Elfer" verschießt ...

Ist der junge Mann ein Mörder? Ein Dieb, der in eine Bank eingebrochen hat? Man zeigt mit dem Finger auf ihn, wenn er vorübergeht. Die kleinen Bengels an der Straßenecke sagen: "Mensch, der da, ...", und sie machen eine wegwerfende Bewegung mit der Hand. Die Skatspieler in der Kneipe an der Ecke reden zwischen "18" und "passe" davon, daß der Mann eine Blamage für den ganzen Ort ist. Auch in der Zeitung steht es, daß der junge Mann "es auf dem Gewissen" hat. Und sogar die Frauen im Gemüseladen diskutieren über ihn. Und sie sagen: "Was seine arme Frau wohl nun alles zu hören bekommt."

Was ist denn bloß los mit dem jungen Mann, der so geduckt durch die Straßen schleicht. Auf den man mit den Fingern zeigt, über den man redet, und den Mann als "Blamage" hinstellt? Hängt gar im Kasten bei der Polizei sein Steckbrief? Ein Dieb, ein Schwerverbrecher? Für die Leute im Ort ist es beinahe schlimmer als ein Verbrechen, was der junge Mann angestellt hat. Er hat am letzten Sonntag, beim Punktspiel, den Sieg für seine Mannschaft vergeben ..., weil er einen Elfmeter verschossen hat.


Freier Eintritt

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlug der Vorsitzende des Fußballclubs Spielvereinigung Weiden (Süddeutschland, 1. Amateurliga), Heinrich Kraft ...

... er löste das Problem "Was macht die Zuschauerbraut am Sonntagnachmittag",
... er sorgte dafür, daß die Vereinskasse aufgefüllt wird.

 

Der Vorsitzende hatte nämlich beim Vorstand der Spielvereinigung Weiden durchgesetzt, daß ab sofort alle Damen bei Heimspielen des Vereins freien Eintritt haben. Dabei sah es zunächst gar nicht so rosig aus. Jene Damen, die auch schon vorher Zuschauer waren und somit stets Eintrittsgeld bezahlt hatten, fielen nur als zahlende Besucher aus. Würden nun genug andere männliche Zuschauer kommen, nur weil ihre Bräute und Ehefrauen jetzt freien Eintritt hatten?

Sie kamen! Wer bisher aus Familiengründen am Sonntagnachmittag abkommandiert war, ins Kino zu gehen, einen Spaziergang zu machen oder gemeinsam Kaffee zu trinken, der brauchte jetzt nur noch zu sagen: "Gehen wir zusammen auf den Sportplatz, es kostet keinen Pfennig mehr." Der Köder zog. Denn Bissen, die nichts kosten, ißt man bekanntlich immer gern.


Ein Gentleman

Was ist ein Fanatiker? In einem mehrbändigen Lexikon ist der Begriff mit wenigen Worten erklärt: Eiferer und verblendeter Schwärmer. Ich kenne einen Mann, der würde sich energisch verbeten, als "verblendeter Schwärmer" hingestellt zu werden. Der Mann ist Generalvertreter für Kosmetik. Er fährt einen großen Wagen, seine Kunden sind von ihm angetan. Er tritt seriös auf, ist taktvoll, gebildet - kurzum: ein Gentleman.

Aber dies alles ist der Mann nur an sechs Tagen in der Woche. Am siebten Tage, am Sonntag, schlüpft der Mann in eine andere Hülle. Dann wird er zum Fanatiker. Vergangenen Sonntag z.B.: Sein Verein hatte ein Tor geschossen, daß in Wirklichkeit gar keins war, denn der Schiedsrichter hatte 5 Sekunden vorher gepfiffen. Da johlten nicht allein die Halbstarken, da schrie auch unser Fanatiker. Und als am Spielschluß die Viertel- und Halbstarken auf das Spielfeld stürmten, da stürmte auch der Mann im gelben Kamelhaarmantel mit. Er ballte die Fäuste und schrie, daß er ganz rot im Gesicht wurde. Als schließlich einige Rowdys auch noch versuchten, auf den Schiedsrichter einzuschlagen, da schrie der Mann laut: "Los, schlagt zu!"

Fünf Peterwagen mußten kommen, um Ordnung herzustellen. Es dauerte lange, bis auf dem Sportfeld wieder die Ruhe eingekehrt war. Erwischt worden war jedoch niemand. Halb- und andere Starke hatten sich vorzeitig beiseitegedrückt. Auch unser "Gentleman" war längst zu Hause. Er hatte seine Hülle als Fanatiker wieder abgestreift. Er war wieder der seriöse, taktvolle, gebildete Mann geworden. Bis zum nächsten Sonntag ...


Von den Hauptsünden der Schiedsrichter

Wer sich unserem Fußballsport als Unparteiischer zur Verfügung stellt, der verdient es in jedem Fall, daß man für ihn eine Lanze bricht. Denn das ist fürwahr ein undankbares und manchmal gefährliches Geschäft. Diese Feststellung bedeutet nicht, daß die Schiedsrichter außerhalb oder über der Kritik stünden. Nur sollte sie in jedem Fall sachlich sein und mit der Erörterung von Tatsachen arbeiten, nicht mit unbegründeten oder kränkenden Werturteilen.

Aber vielleicht verlangt gerade der Umstand, daß man sich bemüht, den Mann im schwarzen Wams aus dem Feuer der Heckenschützen herauszuhalten, den Hinweis darauf, daß auch die Gilde der Spielleiter noch einiges mehr dazu beitragen könnte, unliebsame Vorgänge zu vermeiden. Als Ratschlag, nicht als Vorwurf sollen deshalb diese Zeilen verstanden werden.

Denn da fallen uns immer wieder die gleichen Erscheinungen auf, die Zündstoff in sich tragen und die unschwer vermieden werden könnten. Da ist einmal die weit verbreitete Sucht, den Tatort bei Regelverstößen im Strafraum hinter die Strafraumgrenze zurückzuverlegen und sich auf diese Weise mit einem Freistoß um den regelrechten Elfmeter zu drücken. Wieso eigentlich? Der Wechsel zwischen Frei- und Strafstoß erfolgt genau und gerade an der Strafraumlinie und nirgendwo anders. Man gewöhne sich die Kompromißlerei ab und entscheide konsequent nach der Regel!

Zweitens dann: Die "Heimelfmeter". Alle noch so klugen Erklärungen, die man versuchte, vermögen uns nicht zu überzeugen, daß das Mißverhältnis zwischen Strafstößen, die gegen die Heimmannschaften und gegen die Gastmannschaften verhängt werden, gerechtfertigt sei. Das gleiche Vergehen muß mit der gleichen Strafe geahndet werden, sei es, daß sich ein Gast oder ein Platzspieler den Regelverstoß zuschulden kommen ließ, und gleichgültig, ob eine Minderheit auf den Rängen heult, weil ihren Lieblingen solches geschieht. Schiedsrichter zu sein, erfordert Männermut. Warum versagt er in diesem Punkt allzu häufig?

Drittens: Ist das absichtliche Handspiel schon wieder zum Kavaliersdelikt geworden? Es ist schon lange her, daß man vorübergehend Verwarnungen oder gar eine Hinausstellung eines Handspielers erlebte. Jetzt gibt es wieder seit Olims Zeiten ein Freistößchen, das in aller Regel zu nichts führt, und die verhinderten Handballer feiern in unserem Sport fröhliche Urständ. Ist es aber nicht unsportlich und gemein, einem Gegner auf verbotene Weise eine Chance zu stehlen? Was soll die Weichheit gegenüber fortgesetzten Verstößen in diesem Punkt, die fast allenthalben wieder eingerissen ist? Wer nicht den Anfängen Einhalt gebietet, macht sich mitschuldig daran, wenn sogar das niederträchtige Mitte der "Notbremse" von den Fanatikern in den eigenen Reihen als Heldentat gefeiert wird, anstatt daß alle ehrlichen Sportsleute den Sünder mit Verachtung strafen.

Das sind viertens die Freistöße, deren sportlicher Sinn von der betroffenen Mannschaft meist mit allen denkbaren Mätzchen und Krämpfen sabotiert wird. Wieviele Unparteiische sorgen eigentlich dafür, daß die gegnerische "Mauer" von Anfang an den vorgeschriebenen Abstand einnimmt? Wer hat schon einmal an den Rowdy vom Platz verwiesen, der den Gegner um seine Spielchance bringt, indem er das Leder sinnlos in die Gegend schlägt, um die Ausführung der Strafmaßnahme zu verzögern? Wer verwarnt den Abwehrspieler, der aus der Mauer ausbricht und den vorgeschriebenen Abstand mindert, noch ehe der Freistoß ausgeführt ist? Müssen diese Unsitten sein? Und warum dürfen sie sein? Warum erstickt man sie nicht im Keim?

Was aber fünftens die "harten" und damit zwangsläufig die "weichen" Elfmeter angeht, so sollten die Schiedsrichter diese sinnige Unterscheidung den sportlichen Ignoranten überlassen. Ist ein Regelverstoß mit dem Strafstoß bedroht, dann muß er damit geahndet werden, gleichgültig, ob eine Torchance verhindert wurde oder nicht, gleichgültig, ob das Vergehen an der äußersten Strafraumgrenze erfolgte oder 5 m vor dem Tor, und gleichgültig, ob der Betroffene halbtot ist oder quicklebendig, ob er den Hingeschlachteten markiert oder nicht.

Und diese Ratschläge sollen zur Sicherheit des Unparteiischen beitragen? Als ob sie nicht zum Teil gleichbedeutend mit der Empfehlung wären, der Schiedsmann solle sich mit der Dreiecksbadehose in ein Wespennest setzen! Gemacht, liebe Freunde! Nichts imponiert sogar den Fanatikern mehr als die eiserne Konsequenz, der Männermut, das in die Tat umgesetzt Selbstbewußtsein. Mit Theatralik hat das nicht das geringste zu tun.

Doch damit wären wir schon beim sechsten Punkt. Aber die Aufschneiderei ist erfreulicherweise bei der Schiedsrichtergilde so wenig verbreitet, daß man sich damit nicht näher zu befassen braucht. Und selbst damit sind es noch nicht einmal sieben Hauptsünden geworden. Mit sechsen sollte man alle mal fertig werden!

Dr. K.B.


Fachmann

Der Vater hörte die Totoergebnisse, und als der Sprecher die Reihe mehrmals hintereinander aufgesagt hatte, mußte er feststellen, daß es wieder einmal nicht zu einer Quote gereicht hatte. Diese Erkenntnis trugt nicht gerade zu einer guten Stimmung bei. Der Sohn des Hauses, der sich die Szene seit Wochen ansehen mußte, verkündete diesmal mit aller Überzeugung: "Also wieder nichts im Toto gewonnen! Ist ja auch klar - ich werde ja nie gefragt!"


Seit der Gründung auch Meister

Das ist wohl einmalig in der Fußballgeschichte der Welt: Die Mannschaft von CDNA Sofia wurde 1948 gegründet. Bereits im ersten Jahr wurde die Soldaten- und Offizierself bulgarischer Meister, und seither glückte es keinem anderen Club mehr, die Meisterschaft zu erringen. CDNA wurde damit die prominenteste Elf des Landes, die zugleich auch das Gros der Nationalelf stellt. Zurzeit spielen nicht weniger als acht Spieler von CDNA in der bulgarischen Nationalmannschaft.


Ehefrau schwieriger als Fußballer

Italiens gewichtigster Schiedsrichter ist Ernesto Beltrandi, der rund 2 Zentner wiegt, aber trotzdem einer der populärsten Unparteiischen ist. Noch nie hat es bei ihm Krach gegeben. Sein Rezept ist ganz einfach: Wenn ein Spiel auszuarten droht, holt er die beiden Spielführer zu sich, stellt sich in Positur und sagt mit ganz leiser Stimme: "Aber meine Herren, Sie werden doch mit mir nicht anbandeln wollen?" - Das wirkt jedes Mal. Dazu Beltrandi: "Fußballer sind leicht zu lenken, da habe ich schon mehr Kopfzerbrechen mit meiner Frau."


Peinliche Überraschung

Ein Reporter übertrug ein Fußballspiel. Mit leidenschaftlichen Worten schilderte er den Spielverlauf, und als vom Eingang her graue Rauchwolken herüberzogen, und man ihm mitteilte, daß diese Rauchwolken von einem Autobrand herstammten, bezog er diese kleine Sensation mit in seine Reportage ein. - Wie erstaunt war er, als er nach Spielende seinen Wagen besteigen wollte. Der war ausgebrannt; er hatte also den Brand seines eigenen Wagens mit übertragen.



Internationale Splitter

Eine halbe Minute vor dem Abpfiff fabrizierte Verteidiger Marcel Pellier im Spiel Raillac gegen Codève in Südfrankreich ein Eigentor, so daß sein Club Raillac mit 2:3 Toren verlor. Wie er den Ball aus dem Tor holte, flog ihm plötzlich ein harter Gegenstand an den Kopf. Es war ein Damenschuh, der ihm mit dem spitzen Absatz eine ordentliche Beule schlug. "Warte nur", sagte sich der Unglücksschütze, "diesen Schuh bekommst du niemals wieder!" Und nahm den Damenschuh mit in die Umkleidekabine und nach Hause. Aber der doch wieder in den Besitz der Werferin. Als er zu Hause ankam, mußte ihn Marcel sofort abliefern. Er gehörte nämlich seiner fußballbegeisterten, aber auch sehr kritischen Frau.


Beim Punktepiel Mallorca - Valencia wurde der Torhüter von Mallorca, Zamora junior, schon nach 13 Minuten vom Platz gestellt. Schiedsrichter Blanco Perez hatte einige Mühe, bis dieser endlich vom Platze ging, und ließ völlig richtig die Zeit nachspielen. Pech für Mallorca war allerdings, daß in der Nachspielzeit noch ein Tor fiel, so daß das Schlußergebnis 2:1 für Valencia hieß. Am nächsten Tag zerrissen die Zeitungen von Mallorca den Schiedsrichter nach allen Regeln der Kunst. An Stelle der Mannschaftsaufstellung von Valencia setzten sie elfmal den Namen von Schiedsrichter Blanco Perez.

Linien im Schnee

Auf Schneeboden verwendet man zweckmäßig anstelle der sonst üblichen Schlemmkreide zum Aufzeichnen der Spielfeldlinien übermangansaures Kali, das mit Wasser verdünnt eine bläuliche Farbe gibt. Man kann aber auch Kohlenstaub verwenden, den man allerdings nicht im Wasser auflösen kann.

(DFB-Schiedsrichterzeitung)

aus "Der Fußballtrainer"
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1961

Husum 18

1. Mai

Frühlingsfest

"Vereinsnachrichten"

Wir bitten alle Eltern, die Einzahlungen für unsere "Berlinfahrer" und für unsere "Westdeutschlandfahrer" nunmehr schnellstens vorzunehmen.

Die Beträge können auf das Konto Nr. 30783 bei der Stadtsparkasse Husum oder bei unserem Jugendobmann Erich Wiegand, Adolf-Brütt-Straße 4, eingezahlt werden.

Der Festausschuß, der auf der letzten Vorstandssitzung neu gegründet wurde, hat uns alle zu einem Frühlingsfest eingeladen. Wir haben im Kreise der Gemeinschaft von Husum 18 schon manches schönes Fest gefeiert. Trotz der schwierigen Saalverhältnisse in Husum ist es dem Festausschuß gelungen, das Handwerkervereinshaus für Sonnabend, den 6. Mai des Jahres, zu bekommen. Wir wollen dann, wie in alten Zeiten, Mitglieder und aktive Spieler mit ihren Frauen bzw. Bräuten und Freundinnen gemeinsam bei flotter Musik (jedenfalls hat unser Festausschuß für eine tolle Musikbesetzung gesorgt) einen netten Abend verleben.

Wenn wir unseren Teil dazu beitragen wollen, dann erscheinen wir mit unseren Bekannten recht zahlreich. Hierüber würden der Festausschuß und der Vorstand sich sehr freuen.

Für die, die vielleicht keine Einladung erhalten haben, geben wir diese nachstehend nochmals bekannt:

Am Sonnabend, dem 6. Mai d.J., um 20 Uhr,
veranstaltet der HUSUMER FUSSBALLVEREIN von 1918 e.V. im Handwerkerhaus ein

FRÜHLINGSFEST

für alle Mitglieder und Freunde des Vereins. Unkostenbeitrag pro Person 1,50 DM.

Hier ladet herzlich ein

DER FESTAUSSCHUSS

Karl Bernhard Mölck

leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Zu Ostern in Albersdorf

Ein Hinweis für unsere Lehrlinge:

Wer die Lehrzeit beendet hat, muß, auch wenn es schwer fällt, den vollen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 1,50 D-Mark bezahlen.


Ein Wunsch unseres Kassierers:

Überweisen Sie bitte die 1,20 D-Mark für die Sportunfallversicherung oder zahlen Sie den Betrag bei unserer Kassiererin ein.


Damit wir keinen in unserer Vereinszeitung vergessen, bitten wir alle Mitglieder, uns unter Postfach 51 Mitteilung für die Vereinszeitung einzusenden.

Wie stets zu Ostern, fuhren unsere Reservemannschaften auch in diesem Jahr zu einem Spiel nach auswärts. Waren sie im letzten Jahr in Barlt gewesen, so galt es diesmal, mit den Kameraden des Albersdorfer Sportvereins Dithmarsia die Kräfte zu messen. Respekt hatten die Albersdorfer unserer Reserve schon vorher eingeflößt, denn sie hatten die Reservemannschaft des Heider SV gerade besiegt.

Nach dem freundlichen Empfang bereiteten wir uns in den Räumen der neuen Sporthalle am Platz auf das Spiel vor. Unsere dritte Mannschaft, die Ic, bestritt das Vorspiel gegen die Ib der Albersdorfer. Leider war die Ic nicht vollzählig, so daß sie mit mehrfachem Ersatz antreten mußte. Die Albersdorfer waren auch körperlich den meisten unserer Spieler überlegen, und der Ausgang des Spieles schien sehr gewiß. Aber zur allgemeinen Überraschung gingen wir nach einer Maßvorlage Horst-Günther Spiegelers durch einen Kopfball von Karl-Bernhard Mölck mit 1:0 Toren in Führung. Damit war unser Ehrgeiz entfacht, und wir ließen uns nicht entmutigen, als die Platzherren bald darauf ausglichen. Nach einer Drangperiode der Dithmarscher erreichten wir einen Eckball, den wieder Horst Günther Spiegeler schoß. Als unsere Stürmer den Ball schon verloren glaubten, tauchte plötzlich Krebs aus der Verteidigung auf und brachte uns wieder nach vorn. Gegen Schluß des Treffens, nachdem wir den Ausgleich hatten hinnehmen müssen, hatten wir allerdings große Mühe, das Unentschieden zu retten.

Unsere 1. Reservemannschaft begann ihr Spiel mit gewohnter Lässigkeit. Was die Albersdorfer an Eifer voraus hatten, fehlte ihnen bei weitem an Technik. Wie stets bei den Spielen schien unserer Elf der Sieg selbstverständlich. Nach zwei Toren durch Anton "Ratschi" Christiansen wurde gerade das getan, was nötig war, um den Spielstand zu halten. Die Platzherren traten allerdings mit einigen Ersatzspielern an, so daß sie ihre wahre Stärke erst beim Rückspiel in Husum werden zeigen können.

Zu diesem Rückspiel verpflichteten sich unsere Gastgeber am Abend bei gemütlichen Beisammensein im Hotel "Dithmarscher Hof". Bis Mitternacht wurde eifrig das Tanzbein geschwungen. Die Albersdorfer zeigten sich als gute Gastgeber und legten es darauf an, wenigstens an der Bar die Besseren zu sein. Neidlos würdigten sie das gute, wenigstens technisch gute, Spiel unserer Reserve. Man merkte aber auch, wie sehr sie die Niederlage nach dem Erfolg gegen Heide wurmte, und sie werden bei ihrem Gegenbesuch in Husum alles tun, um die Schlappe auszugleichen. Der genaue Termin konnte natürlich noch nicht festgelegt werden, wird aber wohl noch vor der Sommerpause liegen.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Rückblick

7:1 Punkte aus den letzten vier Spielen, aber ...

diese Punkte reichten nicht mehr für den zweiten Tabellenplatz. In diesem Jahr ist er für uns unerreichbar geworden. Alle "Wenn" und "hätten wir" nützen nicht mehr. Die Tabelle verrät uns, daß nicht mal mehr die theoretische Möglichkeit besteht, den begehrten zweiten Tabellenplatz zu erreichen. Wie immer, wollen wir aber auch heute noch einmal die letzten vier Spiele unserer ersten Mannschaft im Spiegel der Presse an uns vorüberziehen lassen.

TSV Westerland - Husum 18

2:2 (1:0)

Am 1. April war unsere Elf in Westerland beim dortigen TSV zum Rückspiel angetreten. Hierüber schrieb das Sport Megaphon folgendes:

"Die Westerländer waren zunächst tonangebend und stellten den Torjäger Gerhard Bonneß durch Otto Höft kalt, so daß Husum 18 im Angriff nicht zur Entfaltung kam. Treffer von Hottel Laskowski und Pauli Mangelsen führten zur 2:0-Führung. In der 77. Minute stellte Gerhard Bonneß das 1:2 sicher, und drei Minuten später hatte Peter Goldschmidt den 2:2-Gleichstand hergestellt."


Am nächsten Sonntag spielten wir hier in Husum gegen den TSV Kropp.

"In 20 Minuten 4 Tore gegen Kropp"

 

schrieben die Husumer Nachrichten, "und davon fielen drei Treffer in den letzten 5 Minuten. Husum 18 blieb im Heimspiel 70 Minuten ohne Erfolg! Daß es in dem Spiel gegen den TSV Kropp doch noch vier Tore für die Platzmannschaft Husum 18 gab, darauf hatte wohl von den vielen Zuschauern keiner mehr getippt. Diese vier Treffer fielen denn auch in steter Reihenfolge in den letzten 20 Minuten einer Begegnung, die man gerechterweise nur als ein müdes Sommerspiel bezeichnen konnte. Nicht, daß es dem einzelnen an gutem Willen oder Kondition mangelte, es schien lediglich vor dem gegnerischen Tor der Faden gerissen zu sein. Husums Hintermannschaft mit dem Senior Gerhard Präger, Horst Groß und Fred Lützen, rackerte sich redlich ab, die Angriffsreihe immer wieder nach vorne zu schicken. Das klappt da auch ab und zu, aber wie gesagt, vor dem Tor war dann Scheibe! Doch erst nach 70 Minuten spielte die Glücksgöttin mit. Wilhelm Carstens, der wieder nach langer Pause aktiv mitmischt, bekam zufällig den Ball, der Torreigen war eröffnet. Es hatte nur dieses ersten Treffers bedurft, um den Stürmern zu zeigen, daß im gegnerischen Strafraum etliche Möglichkeiten vorhanden waren, weitere Torerfolge zu erzielen. Bei einem turbulenten Gewühl schnappte sich zehn Minuten später Gerhard Bonneß den Ball und erhöhte auf 2:0. Kropps Torwart mußte sich von nun an mächtig strecken, und er tat es mit Bravour, konnte allerdings nicht mehr verhindern, daß ihm Wichmann 2 Minuten später das dritte Ei ins Netz legte. Kurz vor dem Schlußpfiff wurde dann aus den guten 3 noch eine 4, für die wieder Gerhard Bonneß verantwortlich zeichnete. Doch wie gesagt: Nur die letzten 20 Minuten waren tragbar und bezeichnend."


Am 16. April mußten wir bereits morgens gegen den TSV Friedrichsberg in Schleswig antreten. Diese "Vormittags"-Spiele sind nicht beliebt bei den Spielern. Erstmalig spielte Helmut Pohl in der Liga, und für den erkrankten Torwart Lothar Lehmann fuhr Torwart Edlef Kniese mit nach Schleswig. Friedrichsberg erhielt eine eindeutige Abfuhr.

"Husum 18 schoß 8 Tore

 

Die Elf von Husum 18 kam beim TSV Friedrichsberg mit 8:3 zu einem nicht erwarteten Resultat. Durch Gerhard Bonneß hieß es zunächst 1:0. Dann zogen die Husumer durch Helmut Pohl auf 2:0 davon, bevor der TSV Friedrichsberg auf 1:2 verkürzte. Mit einem dritten Treffer durch Helmut Pohl bahnte sich der spätere Sieg der Husumer schon an. Gerhard Bonneß schoß das 4:1, und mit einem fünften Treffer stellte Helmut Pohl den 5:1-Halbzeitstand her. Damit hatten die Husumer bereits die Voraussetzungen für einen eindeutigen Erfolg sichergestellt. Sie erzielten durch Wilhelm Carstens das 6:1, bauten durch Manfred Hoppe auf 7:1 aus. Manfred Hoppe war es, der auch zum 8:1 einschoß, bevor die Friedrichsberger einen Foulelfmeter durch Jewski zum 2:8 einschießen konnten. Mit einem weiteren, von Jewski verwandelten Handelfmeter hieß es schließlich 3:8."

Trotzdem trauten die ewigen "Pessimisten" unserer Elf für den kommenden Sonntag gegen Vorwärts keinen Sieg zu. Daß es aber anders wurde und nunmehr auch Vorwärts eindeutig geschlagen in die Kabinen gehen mußte, zeigt uns, daß unsere erste Mannschaft die Schußstiefel doch nicht völlig ausgezogen hat.

Vorwärts verlor 0:4

 

Der TSV Vorwärts verlor auf eigenem Platz nach einem wenig überzeugenden Spiel gegen die starke Mannschaft von Husum 18 mit 0:4 Toren, nachdem die Husumer schon in der ersten Halbzeit eindeutig mit 3:0 geführt hatten. Husum 18 bestimmte während beider Halbzeiten klar das Spielgeschehen und hatte vor allen Dingen in der ersten Halbzeit eindeutige vor Teile. Durch Tore von Gerhard Bonneß und Wichmann führte Husum 18 2:0. Dann baute Helmut Pohl den Vorsprung bis zur Pause auf 3:0 aus. Im zweiten Durchgang ließen die Husumer dann das Spiel etwas ruhiger angehen. Sie konnten aber noch einmal durch Helmut Pohl erfolgreich sein und gewannen damit durch einen 4:0-Erfolg zwei wichtige Punkte.

Karl Bernhard Mölck / Sport Megaphon / Husumer Nachrichten

leer  

1961

Husum 18

1. Mai

Wir gratulieren recht herzlich ...

unserem aktiven Spieler Sönke Hansen und Frau Erika zur Geburt ihrer Tochter Stefanie;

unserem aktiven Spieler Gerhard "Gerd" Präger und Frau Helga zur Geburt ihres Sohnes Hauke;

unserem Mitglied Horst Langowski und Frau Isolde zur Geburt ihrer Tochter Ulrike.

Alle "drei Väter" sind wohlauf! Wir jedenfalls wünschen unseren Mitgliedern mit ihren Familien, in der Reihenfolge von oben nach unten gelesen zum ersten Kind, zum zweiten Kind und zum dritten Kind viel Glück und Sonnenschein.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. März

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Busse, Eckhard, Husum, Gurlittstraße 13
2. Carstens, Wilhelm, Husum, Süderstraße 110
3. Christiansen, Heinz-W., Husum, Südermarschstraße 12
4. Dohrn, Peter, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 49
5. Franke, Klaus, Husum, Flensburger Chaussee 41
6. Gerold, Winfried, Husum, Hinrich-Fehrs-Straße 14
7. Hansen, Horst, Husum, Maas 9
8. Hanker, Hermann, Husum, Flensburger Chaussee 41
9. Halberstadt, Fred, Husum, Parkstraße 13
10. Jensen, Hans-Peter, Husum, Nordhusumer Straße 40
11. Möhring, Reinhard, Husum, Schleswiger Chaussee 23
12. Rathje, Rüdiger, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
13. Schröder, Horst, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
14. Siebels, Klaus-Dieter, Husum, Bredstedter Straße 15
15. Saupe, Volker, Husum, Ochsenkamp, Bl. 2
16. Sievers, Hans, Husum, Wasserreihe 21
17. Sommer, Harold, Husum, Flensburger Chaussee 41
18. Stamm, Gerhard, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
19. Wesemann, Wolfgang, Husum, Omnibusbahnhof
20. Zugrigl, Walter, Husum, Birkenweg 7


Austrittserklärungen
1. Bahnsen, Hans, Husum, Woldsenstra0e 100
2. Dralle, Wolfgang, Husum, Kampsiedlung 73
3. Heinrich, Manfred, Husum, Kuhsteig 6
4. Herbst, Helmut, Husum, Am Ochsenkamp 2
5. Langner, Manfred, Husum, Lager Lundberg
6. Lüthke, Jörn, Husum, Ludwig-Ohlsen-Straße 18
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die Ergebnisse

   

2. Amateurliga

    Westerland   -   Husum 18   2:2 (1:0)
    Husum 18   -   TSV Kropp   4:0 (0:0)
    TSV Friedrichsberg   -   Husum 18   3:8 (1:5)
    Vorwärts Flensburg   -   Husum 18   0:4 (0:3)

1. Kreisklasse

    Husum 18   -   Bredstedter TSV   6:0 (2:0)
    Frisia   -   Husum 18   6:1 (4:1)
Freundschaftsspiel   TSV Albersdorf   -   Husum 18   0:2 (0:0)

2. Kreisklasse

    Frisia   -   Husum 18   4:3 (1:0)
Freundschaftsspiel   TSV Albersdorf   -   Husum 18   2:2 (0:0)

Jungmannen (Bezirk)

    Westerland   -   Husum 18   2:1 (1:0)
    TSV Friedrichsberg   -   Husum 18   3:7 (0:3)
    Flensburg 08   -   Husum 18   6:2 (4:1)

Jungmannen (Kreis)

    TSV St. Peter   -   Husum 18   13:2 (6:0)

Jugend

    Husum 18   -   Bredstedter TSV   Gast nicht angetreten
    TSV St. Peter   -   Husum 18   0:6 (0:3)
    Husum 18   -   Frisia   1:5 (1:2)
    Husum 18   -   IF Tönning   10:1 (7:1)

Schüler I

    Husum 18   -   Bredstedter TSV   8:0 (3:0)
    BW Friedrichstadt   -   Husum 18   2:4 (0:3)
    Frisia   -   Husum 18   1:0 (1:0)

Schüler II

    Husum 18   -   IF Tönning   5:0 (0:0)

Knaben I

    Husum 18   -   Bredstedter TSV   2:0 (1:0)
    BW Friedrichstadt   -   Husum 18   1:0 (0:0)
    Frisia II   -   Husum 18   1:4 (0:4)

Knaben II

    Frisia I   -   Husum 18   1:0 (0:0)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. Mai

Die unsichtbare Mauer

Scheuen wir uns nicht alle etwas vor dem Augenblick, mit dem wir in einen Kreis uns bislang unbekannter Menschen treten? Die fremden Gesichter an der neuen Arbeitsstelle, der belastende Augenblick, in einer schon versammelten Gemeinschaft vorgestellt zu werden - wer kennt die Hemmungen nicht, die uns dann für eine Weile unsere Unbefangenheit nehmen? Gehen wir unseren Gefühlen auf den Grund, so belastet uns dies: Wir meinen, der "Letzte" zu sein, der "Verspätete".

Wir sind unsicher, weil wir in solchen Augenblicken "allein" sind. Je unübersichtlicher die Umwelt wird, desto größer die Zahl nur flüchtiger menschlicher Begegnungen., desto fremder fühlen wir uns, wenn wir zu Menschen in ein persönliches Verhältnis treten sollen - so Menschen außerdem, die untereinander verbunden sind. Und wie unübersichtlich ist die Gegenwart, wie allein stehen wir letztlich im flüchtigen Nebeneinander zu unseren Mitmenschen. Wir sind Fremdlinge, wo wir im Grunde unseres Herzens Nachbarn sein möchten.

Der Einsamkeit entgegenwirken

Hier besitzt der Verein eine seiner wesentlichen Aufgaben in unserer Zeit: einen Ort der Nachbarschaft zu bieten, Menschen aus der Fremdheit flüchtigen Nebeneinanders zu Nachbarn werden zu lassen. Wir kennen das Wort von der Bedrohung der vitalen Substanz, der Gefährdung unserer leiblichen Lebenskraft. Wir müssen uns einer zweiten Gefährdung, die nicht minder schwerwiegend ist, bewußt sein: der Gefährdung der sozialen Kontaktfähigkeit, der Gefährdung unserer Beziehung zum Mitmenschen.

Turnen, Sport und Spiel als gemeinschaftsbildende Kräfte haben den Auftrag der biologischen und sozialen Bedrohung - der Schwäche und der Einsamkeit - entgegenzuwirken. Der herzliche, froh Ton, die Breite der Übungsformen in der guten Vereinsgemeinschaft, schlagen die Brücke aus der sachlichen Isolierung am Arbeitsplatz in die lebensfrohe Partnerschaft einer sinnvollen Freizeitgestaltung.

Offene Türen und offene Herzen

Doch wir wollen nicht nur Pluspunkte sammeln. Wir müssen auch sagen, was diesem Auftrag abträglich sein könnte. Es ist der Sinn und das gute Recht einer Gemeinschaft, ihr Wesen auszuprägen, ein eigenartiger und unverwechselbarer sozialer Organismus zu werden. Wenn sich dieses Gemeinschaftswesen aber dabei zu sehr nach außen abschließt - es braucht dies nicht einmal zu merken -, dann ist es von einer unsichtbaren Mauer umgeben. Jeder neu Hinzukommende ist in dieser Gemeinschaft fremd. Das Maß der Hemmung hängt entscheidend von der Hilfe ab, die dem neuen Freund geboten wird.

Offene Tür - das sollten nicht nur offene Hallentüren und offene Sportplatztore sein, sondern auch offene Herzen für den Freund der Leibesübungen. Eingeladen werden, beim Schritt über die Schwelle des Vereins nicht allein gelassen, sondern in unaufdringlicher, warmherziger Art eingeführt zu werden -, das ist der Weg in die große Gemeinschaft des Sports. Die Kinder und Jugendlichen in ihrer noch ungeminderten Kontaktfähigkeit finden fast von selbst hinein.

Dieser Weg ist nicht neu, er bedarf jedoch dss Ausbaues, des Einladends, des Einführens und des Heimischmachens. Dies noch: Dem Fremdling wird seit alter Zeit zuerst das Gastrecht gewährt. Man erwarte von ihm nicht, daß er von vornherein der Gemeinschaft angehört. Das braucht seine Zeit.

Jürgen Palm
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Bunt ist die Welt des Sports

HSV-Rekord der Schiedsrichter

Der Hamburger Sportverein ist nicht nur der Rekordfußballmeister im Norden, sondern hält auch noch einen anderen Rekord: Die Schiedsrichterabteilung des HSV umfasst 52 aktive Mitglieder. Da beim HSV insgesamt 48 Mannschaften spielen, kann der HSV also für jede Mannschaft auch einen Schiedsrichter stellen. Gerhard Möller, der Boß der Schiedsrichterabteilung, kann auf seine "Schwarzkittel" stolz sein.


"Ich denke nicht ans Aufhören!"

Als Stanley Matthews am 1. Februar anläßlich seines 46. Geburtstages zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen durfte, sagte er allen, die es hören wollte wollten: "Ich denke noch keineswegs ans Aufhören!" Freiwillig wird der Mann, der seit Jahrzehnten beim FC Blackpool spielt, seinen Platz auf Rechtsaußen nicht räumen. "Mindestens noch einige Jahre hoffe ich in der ersten Mannschaft von Blackpool zu spielen", meinte Stan verschmitzt. Wird er noch den Rekord von Billy Meredith erreichen, der mit 50 Jahren noch als Halbstürmer in einer englischen Profield spielte?

Stanley Matthews begann seine Fußballkarriere mit 16 Jahren bei Stoke City. Schon einige Jahre später wechselte er zu Blackpool und zog von dort aus auch in die englische Nationalelf ein.

Seine Spezialität, der Matthews-Trick, wurde schon von vielen Spielern nachgeahmt, aber keiner bringt ihn so vollendet und mit immer neuen Variationen zuwege, wie Stan selbst. Er war zudem auch immer ein fairer Sportsmann, der in seiner ganzen Karriere nie bestraft wurde. Nicht zuletzt deshalb hat ihn der britische Fußballverband auch schon als Fußball-Botschafter nach Afrika, Australien und Neuseeland geschickt.

Jeden Morgen beginnt Matthews seinen Tagesablauf mit einem großen Spaziergang, anschließend trainiert er bei Blackpool. Nachmittags arbeitet er für eine Zeitung. Außerdem ist Stan ein sehr begehrter Mann für britische Reklametexte, so daß er sich noch nie darum kümmern mußte, was die britischen Profis verdienten. Er galt schon seit Jahren als der bestbezahlteste britische Fußballer.


"Olympisches Dorf" für WM Schlachtenbummler?

Die Fußballweltmeisterschaften 1962 in Chile werfen ihre Schatten voraus. Nicht nur bei den Männern des Organisationskomitees, sondern auch bei der Bevölkerung. Überall will man sein Scherflein dazu beitragen, damit die Weltmeisterschaften einen glanzvollen Rahmen bekommen. Nur ein Beispiel: Die Wohnungsbaugenossenschaft von Arica, der Stadt im äußersten Norden des Landes, 2.300 km von Santiago entfernt, hat das Angebot gemacht, ein "Olympisches Dorf für Schlachtenbummler" zu errichten. Auch andere Einrichtungen dieser Stadt sind sehr aktiv. Die Staatliche Eisenbahndirektion, die Stadtverwaltung und das im Hafen stationierte Regiment Rancagua wollen Trainingsplätze errichten, auf denen die Mannschaften, die in Arica spielen, auch trainieren können.

Nach Lage der Dinge werden jetzt die WM Spiele in folgenden Stadion ausgetragen:

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Estadio Nacional in Santiago: Dieses größte Stadion des Landes hat ein Fassungsvermögen von 100.000 Personen.

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Sausalito-Stadion von Vina del Mar: 35.000 Personen kann diese Anlage im bedeutendsten und schönsten Badeort an der Südpazifik-Küste, 140 km von Santiago entfernt, aufnehmen.

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Estadio Municipal von Arica. 1,7 Millionen D-Mark wurden für den Ausbau dieser Anlage aufgewendet, die 2.300 km nördlich von Santiago liegt und am weitesten vom WM-Zentrum entfernt ist. Das Fassungsvermögen beträgt 25.000 Zuschauer.

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Braden-Stadion in Rancagua: Ebenfalls 25.000 Zuschauer können in dieser Anlage untergebracht werden, die im Zentrum des chilenischen Kupferbergbaus liegt.

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Estadio Municipal von Antofagasta: Die Stadt liegt 1.500 km nördlich von Santiago, am Zugangshafen zur Wüste von Atacama und ist Hauptstadt des großen Kupfer- und Salpetergebietes. Hier wurde mit dem Bau eines neuen Stadions begonnen, daß 35.000 Zuschauer fassen wird.

·

Estadio Municipal von Conception: Auch dieses Stadion wurde neu erbaut und wird 35.000 Zuschauer fassen. Conception liegt vom 353 kg südlich von Santiago und beherbergt das bedeutendste Industriezentrum des Landes.

Der kluge Schiedsrichter

Schiedsrichter haben es nicht leicht. Vor allen Dingen nicht in Südamerika. Dort gab es schon viele Tumulte. Schon manche Schiedsrichterpfiff endete mit einem längeren Krankenhausaufenthalt. Jetzt kam einer der Schiedsrichter auf eine gute Idee. Er hat in seinem Koffer immer ein kleines Bärtchen und eine Perücke. Wird er bedroht, maskiert er sich und verläßt und ungeschoren das Stadion. "Einmal kann ich beim Verlassen in einem Knäuel von Menschen und mir blieb nichts anderes übrig, als auf den Schiedsrichter mitzuschimpfen", schmunzelt Livio, wenn er daran denkt, daß er schon etliche Male Perücke und Bärtchen seine Rettung verdankt.


Fußball-Fanclubs in Holland

Was unseren Teenagern recht ist, das ist uns billig. So sagten sich die niederländischen Fußball-Jungens. Wie die Mädchen ihre Fanclubs für Filmstarts gründeten, so gibt es jetzt in Holland auch Fanclubs für populäre Fußballspieler. Die meisten Mitglieder hat der Fanclub für den Nationaltorhüter Anthonie "Ton" oder "Tonny" van der Linden (Door Oefening Sterk). Die Mitglieder dieser Fanclubs sind meistens zwischen 10 und 14 Jahre alt. Den Fußballern machen die Clubs (bis jetzt noch) viel Freude und ab und zu kommen sie einmal und plaudern mit ihren Verehrern.


Mutige Fußballer ...

Le Havres Fußballer haben Mut. Sie haben jetzt dem Stadtrat die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder wir lösen uns auf und damit hat Le Havre keine gute Fußballelf mehr, oder uns werden folgende Bedingungen erfüllt: Bau einer Flutlichtanlage, Einnahmen aus den Reklametafeln fließen an den Club, Zurückerstattung der Vergnügungssteuer und Zusicherung eines jährlichen festen Zuschusses. Der Stadtrat von Le Havre hat auf diese Forderungen noch nicht geantwortet. Sie wurden nicht einfach als "unverschämt" abgetan, sondern man wird über diese Forderungen beraten. Ob so etwas anderswo auch möglich wäre?


In drei Tagen 45.000 Zuschauer

Die Wiener Hallenfußballturniere locken von Jahr zu Jahr mehr Zuschauer an. Jetzt kamen an drei Tagen 45.000 Zuschauer in die Stadthalle. Mehr hätten gar nicht kommen können, denn alle drei Veranstaltungen waren restlos ausverkauft. Schon in den letzten Jahren war den Wienern Hallenfußballturnieren ein großer Erfolg beschieden. Rapid Wien konnte den Vorjahrestitel verteidigen. Doch das ist bei uns weniger interessant. Interessant sind die riesigen Zuschauerzahlen. Im kommenden Jahr will man das Turnier noch ausdehnen und erstmals auch drei ausländische Mannschaften nach Wien einladen. Eine deutsche Mannschaft wird jedoch nicht darunter sein, denn in Deutschland hat der DFB das Hallenfußballspiel ganz offiziell verboten. Nur AH-Mannschaften dürften spielen.


"Club der Bayernfreunde" gegründet

Einen solchen Rückhalt hat kein anderer deutscher Fußballverein: In Hof gründeten jetzt Anhänger des FC Bayern Hof, der in der Süddeutschen Oberliga wacker mitkämpft, einen "Club der Hofer Bayernfreunde". Dieser "Fanclub" hat sich zur Aufgabe gesetzt, zusätzliche Mittel für den FC Bayern Hof zu beschaffen. Mitglieder des Clubs können Einzelpersonen und Firmen werden, die monatlich einen Beitrag (steuerbegünstigt) von 10 bis 100 D-Mark zahlen.

Friedrich "Fritz" Poppenberger, von dem die Idee ausging, meinte dazu: "Wir wollen durch diesen Club zusätzliche Geldmittel für den Verein beschaffen und durch diesen Club auch zu noch größerer Popularität des Fußballs in Hof beitragen."


Spitzenklasse wird verbreitert

Während in der Bundesrepublik der Ruf nach der Bundesliga ertönt und die Vertragsligavereine reduziert werden sollen, geht man in der UdSSR den anderen Weg. Die bisherige Unionsliga, die aus 12 Vereinen bestand, wurde auf 22 Vereine erhöht. Das gleiche trifft auch für die zweite Liga zu. Früher spielten nur die Clubs aus vier Sowjetrepubliken um die Meisterschaft, heute stellen sich Mannschaften aus 12 Republiken zum Punktekampf. UdSSR-Cheftrainer Gawriil Dmitrijewitsch Katschalin sagte dazu: "Die Meinungen, durch die Erhöhung der Zahl der Ligamannschaften würde das Zuschauerinteresse abflauen, erwiesen sich als irrig. Ganz im Gegenteil.. Das Interesse hat zugenommen einfach deshalb, weil heute viele Mannschaften die Chance bekommen, gegen die großen Vereine anzutreten. Die Neulinge schlugen sich wider Erwarten tapfer. Für uns hatte das den Vorteil, daß wir künftig auf ein viel größeres Reservoir an Spielern für die Nationalmannschaft zurückgreifen können als bisher, einfach deshalb, weil sich unser Horizont geweitet hat."


Die UEFA "kassierte"

Der Europacup der Pokalsieger wurde nun ein offizieller Wettbewerb der UEFA (Europäische Fußball-Union). In aller Heimlichkeit hat die UEFA diesen Wettbewerb an sich gerissen. Er wurde vor einem Jahr von den Österreichern als Ersatz für den Mitropa-Cup gegründet und die Österreicher waren es auch, die den ersten Wettbewerb organisierten. Ein Österreicher stand auch dem Präsidium vor:. Präsident Selzer. Beim letzten UEFA Kongreß in Amsterdam hat man nun die Österreicher "enteignet"

aus "Der Fußballtrainer"
leer  

1961

Husum 18

1. Mai

"Auf"- und "Ab"stieg

das "Thema" der kommenden Wochen

Nachstehend geben wir unseren Vereinsmitgliedern einmal die gleitende Skala bekannt.
Denn nach diesem Schema hat sich alles zu richten:

Oberliga   Amateuerliga
Ab Auf dann Ab Auf
2 -   4 2
2 1   4 3
2 2   3 3
1 2   2 3
1 1   3 3
1 -   4 3
- 2   2 4
- 1   2 3
- -   3 3
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. Juni

Ein halbes Jahrhundert!

Am 1. Juni 1961 krönt eine goldene "50" die sportliche Seite des Lebens unseres lieben Vereinsgründers, Bernhard Petersen, in Altona. Seine wenigen letzten Berufsjahre in Hamburg können den Glanz nicht mehr von einem "Leben für den Fußball" im Norden und im besonderen für den Fußball seiner Heimatstadt Husum nehmen.

So sei es allen alten Husumer Fußball-Pionieren als ehrmutsvolle, aber dennoch stolze Erinnerung zugerufen, den Jungen und Jüngsten unseres, seines traditionsreichen Vereins zugleich aber auch als eine Mahnung übermittelt: Bernhard Petersen begeht am 1. Juni das stolze Jubiläum eines 50 Jahre währenden Einsatzes für den deutschen Fußball, weit mehr als vier Jahrzehnte davon als Vorsitzender in Treue unserem HFV von 1918 verbunden.

Vor mir liegt ein alter Ausschnitt, ein Bericht über die Feierstunde seines Silberjubiläum am 1. Juni 1936 im Handwerker-Vereinshaus. Ein Kommers mit ungezählten übermittelten Glückwunschadressen, mit einer Fülle von Blumen, mit zahllosen Gästen benachbarter Vereine, die große norddeutschen Vereine fehlten so wenig wie die alten Rivalen aus dem Nordbezirk und von der Westküste. Über allem aber stand eine echte Feierstunde unserer 18er Familie unter dem Symbol der blau-weiß-roten Farben.

Ein weiteres Vierteljahrhundert ist abgeschlossen, ein bitteres, leidvolles für unser Volk, ein nicht immer glückvolles für unseren Verein. Aus der Asche der Notzeit ist neues Glück entstanden, aber Glück wie Schicksal kommen und gehen gleich den Wogen des gerade uns so nahen Meeres. Laßt uns alle, die wir diese Zeilen zu Gesicht bekommen, einen Augenblick ehrfurchtsvoller Besinnung allen denen Aktiven und Freunden unseres Vereins weihen, die nicht mehr unter uns weilen.

Dankerfüllt dabei des Mannes gedenkend, der 50 Jahre Husumer Fußball entscheidend geprägt und bestimmt hat, unseres Freundes und Kameraden Bernhard Petersen. In Übereinstimmung mit unserem Vorstand haben Freunde unseres Vereins den Beschluß gefaßt, diesen Jubiläumstag für alle Zukunft festzuhalten durch die Stiftung eines "Bernhard-Petersen-Pokal", der alljährlich unter der Jugend des Kreises und der Stadt Husum nach einem noch zu bestimmenden Modus auszuspielen ist, zur Erinnerung und zum Dank, als mahnendes Vorbild vor allem aber für unsere Jugend.

Dr. Erwin Kraatz

leer  

1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Von großer Reise zurück

Fußballjugend des HFV 18 war in Westdeutschland und Berlin

Pünktlich, wie vorgesehen, um 20 Uhr trafen am Freitag die Husumer Jungen aus Westdeutschland kommend, wohlbehalten in Husum ein. Erinnerungen, Erlebnisse und neue Freundschaften gehörten mit zum Gepäck der 18er Jungen. Die Aufnahme in der Jugendherberge zu Bochum-Dahlhausen und durch den Märkischen Ballspielverein Linden 05 hinterließ bei den Husumer Jungen großen Eindruck.

Am 21.Mai trafen folgende Mannschaften zu Spielen aufeinander:

MBV Linden (Kreisvizemeister) -   Husum 18 Jugend II   7:0 (4:0)
MBV Linden (Kreisvizemeister) -   Husum 18 Jugend I   8:1 (3:0)

Am 22. Mai:

SG Welper -   Husum 18 Knaben II   0:1 (0:0)
SG Welper (Kreisvizemeister) -   Husum 18 Knaben I   2:0 (0:0)
SG Welper (Kreismeister) -   Husum 18 Schüler I   1:0 (0:0)
SG Welper (Kreismeister) -   Husum 18 Jugend II   5:0 (1:0)
SG Welper (Kreis- und Bezirksmeister) -   Husum 18 Jungmannen II   16:1 (10:0)

Am 23. Mai:
MBV Linden -   Husum 18 Knaben II   1:4 (0:2)
MBV Linden (Kreis- Bezirksmeister) -   Husum 18 Knaben I   3:1 (3:1)
MBV Linden -   Husum 18 Schüler II   4:0 (3:0)
MBV Linden (Kreisvizemeister) -   Husum 18 Schüler I   1:1 (0:1)

Am 24. Mai:
MBV Linden I und II -   Husum 18 Jungmannen II   2:4 (1:3)

Gegen diese guten Mannschaften waren die Husumer fast machtlos. Die Meinung der Jungen: "In Westdeutschland wird ein harter und guter Fußball gespielt."

Wohl am meisten beeindruckte die Jungen ein Besuch der Stadt Bochum, wo sie Gelegenheit nahmen, im großen Bochumer Hallenbad zu baden und das Bergbaumuseum zu besichtigen. Die dortigen unterirdischen "Bergwerksanlagen" warenl etwas ganz Neues für die kleinen Flachländer. Die Einfahrt in den Schacht, daß Durchstreifen von 1.800 m Bergwerksanlage, das praktische Vorführen von modernsten Maschinen und Arbeitsgeräten und in den Museumsräumen das Verfolgen der Entwicklung des Bergbaus von seiner Urzeit bis zum heutigen Tage waren ein besonderes Erlebnis.

Wie schon der Empfang war auch der Abschied am Freitag überaus herzlich. Mit einem herzlichen "Glück Auf" ging es auf die Rückreise nach Husum.


Etwas früher als ihre Kameraden aus Westdeutschland kehrten die 18er Jungen am Freitag von Berlin zurück. Der Gegenbesuch der Husumer Jungen beim VfB Britz war wohlgelungen. Eine freudige Begrüßung erwartete die Husumer Abordnung bereits am Kontrollpunkt Staaken. Auch hier gab es herzliche Begrüßungsworte und ein frohes Wiedersehen.

Am 22.Mai trugen die Mannschaften ihre Freundschaftsspiele aus:

VfB Berlin-Britz -   Husum 18 Jugend   3:1 (0:0)
VfB Berlin-Britz -   Husum 18 Jungmannen   3:0 (1:0)

Am 23. Mai:
VfB Berlin-Britz -   Husum 18 Jugend   3:3 (2:1)
VfB Berlin-Britz -   Husum 18 Jungmannen   2:1 (1:0)

Großen Eindruck machten die Besichtigungen im Ostsektor Berlins. In Westberlin standen der Besuch kultureller Veranstaltungen, unter anderem ein Altberliner Platzkonzert, Besuch des Hansa-Viertels, der Kongreßhalle, des Olympiastadions, der Gedenkstätte Plötzensee, dss Grunewaldes und so weiter auf dem Programm. Am 24. Mai war die offizielle Begrüßung der Husumer Jungen in Berlin-Charlottenburg. Am 25. Mai waren die 18er Gäste beim Presse- und Informationsamt des Berliner Senats im Schöneberger Rathaus. Zur Erinnerung an den Besuch der Husumer Gruppe überreichte Bezirksbürgermeister Gerhard Lasson (SPD) ein Bild des Neuköllner Rathauses.

Tief beeindruckt von all dem Neuen, den Problemen der Stadt und ihrer Bevölkerung, dem herzlichen Willkommen und der gastlichen Betreuung durch die Berliner Freunde schieden die Husumer Jungen von Berlin.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Ende der Serie 1960/61


Die letzten drei Spiele dieser Serie brachten uns noch fünf Punkte ein. In der Endabrechnung des Spieljahres 1960-61 belegten wir, wie auch aus der Schlußtabelle zu ersehen ist, den fünften Tabellenplatz.

29.4.

Husum 18 - Bredstedter TSV

4:1 (2:0)

Die Bredstedter gingen durch Hermann Hagemann 1:0 in Führung, aber Helmut Pohl glich aus, Karl Clausen brachte Husum 18 2:1 in Führung und Wilhelm Carstens schoß den 3. Treffer, bevor Helmut Pohl mit einem vierten Tor Sieg und beide Punkte in eindeutiger Form sicherstellte


7.5.

DGF Flensburg - Husum 18

2:4 (0:1)

Die Husumer stellten die bessere Mannschaft, die auch den glücklicheren Start hatte und durch Harold Sommer 1:0 in Führung ging. Zwei Tore von Helmut Pohl und ein Treffer von Gerhard Bonneß stellten das Ergebnis auf 4:0, bevor der DGF durch Hinz auf 1:4 herankam und aus einem Eigentor von Günter Nommensen profitierte, der das 2:4 verursachte.



11.5.

TSV Weiche-West - Husum 18

1:1 (0:1)

Diese Begegnung hatte Amateurliga-Format! Beide Mannschaften zeigten ausgezeichnete Leistungen. Husum 18 ging durch Manfred Hoppe 1:0 in Führung. Weiche konnte einen Elfmeter nicht verwandeln, schoß dann aber in der 72. Minute doch noch durch Gutzeit den Ausgleichstreffer.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Schlußtabellen

2. Amateurliga
    Spiele       Tore Punkte  
1. Frisia Husum 32       118:38 52:12  
2. TSV Weiche West 32       102:55 47:17  
3. FSV Wyk 32       104:55 45:19  
4. VfB Nordmark Flensburg 32       92:56 44:22  
5. Husum 18 32       94:64 42:22  
6. RW Niebüll 32       95:81 34:30  
7. TSV Kappeln 32       66:65 33:31  
8. Vorwärts Flensburg 32       78:76 30:34  
9. TSV Westerland 32       73:89 29:35  
10. DGF Flensburg 32       72:86 28:36  
11. TSV Friedrichsberg 32       69:95 28:36  
12. Flensburger TB 32       57:88 27:37  
13. Rasensport Schleswig 32       69:100 27:37  
14. TSV Nord Harrislee 32       54:57 26:38  
15. SIF Schleswig 32       64:74 26:38  
16. Bredstedter TSV 32       75:138 15:49  
17. TSV Kropp 32       48:113 13:51  

Wie aus nachstehender Tabelle ersichtlich ist, konnten unsere Jungmannen auf Bezirksebene ebenfalls den fünften Platz erringen.

Jungmannen-Bezirksklasse
    Spiele       Tore Punkte  
1. DGF Flensburg 20       113:19 28:2  
2. Schleswig 06 22       74:25 33:11  
3. Flensburg 08 20       82:28 31:9  
4. VfB Nordmark Flensburg 21       65:36 23:19  
5. Husum 18 22       63:74 21:23  
6. Bredstedter TSV 20       57:60 19:23  
7. TSV Westerland 21       47:64 18:24  
8. RW Niebüll 20       40:71 16:24  
9. Frisia Husum 21       38:48 16:26  
10. TSV Friedrichsberg 20       36:98 12:30  
11. FSV Wyk 21       39:86 11:31  
12. Flensburger TB 18       26:71 10:26  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Tabellenübersichten der Jugendklassen A - D

D. Knaben
    Spiele         Punkte  
1. Frisia Husum I 13         25:1  
2. Husum 18 I 13         18:8  
3. Husum 18 II 12         17:7  
4. Bredstedter TSV 14         13:15  
5. TSV Tönning 12         10:14  
6. Frisia Husum II 10         6:14  
7. BW Friedrichstadt 13         4:22  

C. Schüler
    Spiele         Punkte  
1. Frisia Husum I 17         31:3  
2. Husum 18 I 17         26:8  
3. TSV Rantrum 17         25:9  
4. Bredstedter TSV 17         24:10  
5. TSV Tönning 16         17:15  
6. Frisia Husum II 13         11:15  
7. TV Norderstapel 18         9:27  
8. Husum 18 II 14         8:20  
9. BW Friedrichstadt 17         6:28  
10. IF Tönning 16         5:27  

B. Jugend
    Spiele         Punkte  
1. Frisia Husum I 13         26:0  
2. Husum 18 I 13         19:7  
3. Bredstedter TSV 12         16:8  
4. TSV Tönning 13         11:15  
5. TSV St. Peter 14         11:17  
6. TSV Rantrum 13         10:16  
7. IF Tönning 13         7:19  
8. TSV Garding 13         2:24  

A. Jungmannen
    Spiele         Punkte  
1. TSV St. Peter 12         22:2  
2. BW Friedrichstadt 12         21:3  
3. TSV Rantrum 12         13:11  
4. TSV Tönning 12         12:12  
5. TV Norderstapel 12         7:17  
6. IF Tönning 12         5:19  
7. Husum 18 K 12         4:20  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. Juni

Kreuz und Quer

Fremde Sprachen

Der englische Fußballverband plant der FIFA-Schiedsrichterkommission die Anregung zu geben, daß künftig nur solche Schiedsrichter zur Leistung der großen internationalen Begegnungen aufgeboten werden sollen, die über ausreichende englische, französische und deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Offen ist, ob die Schiedsrichter alle drei Sprachen sprechen sollen oder ob es genügt, wenn sie eine dieser drei beherrschen. Wir meinen, daß die Schiedsrichter, die der FIFA für die Leitung von internationalen Spielen gemeldet werden, neben ihrer Muttersprache wenigstens eine zweite Hauptsprache soweit beherrschen müssen, daß sie sich in dieser auf dem Spielfeld verständigen können. Sich das anzueignen ist nicht allzu schwer, zumal man schon mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Vokabeln fachlicher Natur auskommen kann.


Seltsamer Spielabbruch

Aus Hamburg schickt uns ein Sportkamerad eine Notiz, nach der im Sudan ein Spiel abgebrochen werden mußte, weil drei Löwen auf dem Spielfeld erschienen und eine Gefahr für die Spielteilnehmer heraufbeschworen. Der Einsender fragt, wie wohl unsere Schiedsrichter entscheiden würden, wenn drei schwarz-weiß gefleckte Milch-"Löwen" (Kühe) eine "Bedrohung" auf einem deutschen Spielfeld schaffen würden.


Die Florenzer Zuschauer lachten den Schweden Kurt Hamrin aus, als ihm bei der Ausführung eines Elfmeters gegen Lazio Rom ein ebenso ulkiges, wie seltenes Mißgeschick passierte. Er versuchte Roms Torwart Franco Pezzullo zu täuschen, berührte aber dabei jedoch das Leder nur so schwach, daß es gerade die vorgeschriebene eine Umdrehung machte. Lazios Torwart erfaßte blitzschnell die Situation, rannte aus dem Kasten und schnappte sich den Ball, den Hamrin der Regel nach nicht noch ein zweites Mal berühren durfte. Der trickreiche, schwedische Rechtsaußen machte seinen Lapsus aber mit einem "hat-trick" dreifach wieder gut.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball regional

1. Juni

Helmut Pauls aus Kanada stiftete einen Pokal

Schon vor längerer Zeit erhielten wir den abgebildeten Pokal von unserem Sportsfreund Helmut Pauls aus Kanada. Wir sollten den Pokal auf Kreisebene ausspielen, das war der Wunsch des vor fünf bis sechs Jahren ausgewanderten Sportfreundes. Da wir als Verein nicht die Möglichkeit hatten, dieses durchzuführen, übergab unser zweiter Vorsitzender Werner Denckmann anläßlich des Verbandstages des Kreisfußballverbandes Husum/Eiderstedt, dem Kreisverband den Pokal zur Ausspielung. Dem Kreisfußballverband kam der Pokal sehr gelegen, weil der Pokal der Husumer Tageszeitung, der bei den Vereinen guten Anklang gefunden hatte, im vorigen Jahr endgültig in den Besitz von Husum 18 übergegangen war. Man wurde sich darüber einig, daß der neue Pokal, für den die Versammlung Helmut Pauls spontan Beifall zollte, in diesem Jahr in zwei Gruppen in einer Punktrunde ausgespielt werden soll. Im kommenden Jahr soll er dann in Form des Europapokal-Wettbewerbs, also mit Hin- und Rückspiel im Pokalstil ausgespielt werden.

Husum 18 Ib spielt in Gruppe A und hat folgende Gegner:

23.05. IF Husum - Husum 18 Ib
04.06. TV Norderstapel - Husum 18 Ib
11.06. Husum 18 Ib - Frisia Husum Ib
18.06. Bredstedterr TSV Ib - Husum 18 Ib
25.06. Husum 18 Ib - TSV Rantrum
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Ein Fußballspiel dauert gar nicht 90 Minuten

Wie lange dauert ein Fußballspiel zweier Herrenmannschaften? Eine einfache Frage - werden sie sagen. Natürlich zweimal 45 Minuten, macht zusammen 90 Minuten. So steht es ja auch in jedem Regelbuch. Dennoch: Ein Fußballspiel dauert niemals 90 Minuten. Es vergehen zwar zwischen An- und Abpfiff zweimal 45 Minuten, aber damit wird während dieser Zeit nicht immer gespielt. Genaue Untersuchungen haben jetzt ergeben, daß jede vierte Spielminute ausfällt, weil sich während dieser Zeit der Ball nicht im Spiel befindet. Oder mit anderen Worten: Gespielt wird bei einem Fußballkampf innerhalb der 90 Minuten im Durchschnitt nur 67 Minuten.

Diese Zeitdauer erscheint sehr hoch. Sie ist dir doch jederzeit zu überprüfen. Man braucht eine Stoppuhr nur immer dann zu drücken, wenn das Spiel unterbrochen ist, wenn also der Schiedsrichter abgepfiffen, oder der Ball die Seitenlinien überschritten hat. Geht das Spiel weiter, muß die Stoppuhr wieder angehalten werden. Sie werden erstaunt sein, wie viele Sekunden in jeder Halbzeit zusammenkommen.

Die größten Unterbrechungen gibt es bei Toren. Zwischen dem Moment, in dem der Treffer erzielt wird, und dem Wiederanstoß auf dem Mittelpunkt liegen fast immer 30 Sekunden. Bei vier Treffern in einem Spiel ergibt es bereits eine Unterbrechung von zwei Minuten. Auch bei Ecken ist die Pause nicht kurz. Hier liegt die Durchschnittspausenzeit bei 20 Sekunden. Bei insgesamt zwölf Ecken pro Spiel vergehen vier Minuten, in denen nicht gespielt wird.

Als weitere Durchschnittszeiten wurden ermittelt: Bei Einwürfen zwischen 5 und 12 Sekunden, bei Freistößen zwischen 10 und 20 Sekunden und bei Abstößen zwischen 15 und 20 Sekunden. Wenn man einmal zählt, wie oft ein Abschlag vom Tor erfolgt, und wie oft eingeworfen wird, so summieren sich schnell viele Minuten zusammen. Es kommen tatsächlich in jedem Spiel am Ende rund 20 Minuten zusammen, die durch diese Pausen entstanden sind.

Bei einem Eishockeyspiel bleibt die Uhr stehen, wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbricht. Erst wenn wieder der Anpfiff erfolgt, setzt sich auch die Uhr in Bewegung. Deshalb wird ein Eishockeyspiel auch über dreimal 20 Minuten reine Spielzeit ausgetragen. Die absolute Spielzeit jedoch ist meist doppelt so lang, da durch Spielerauswechseln und die komplizierten Abseitsregeln sehr viel Pausenzeit verstreicht.

Die Untersuchungen bei den Fußballspielen haben nun aber noch etwas ergeben: Je besser eine Mannschaft spielt, um so kürzer sind die Pausenzeiten. Oder umgekehrt gesagt: Je schwächer das Spielniveau ist, desto länger ist die Gesamtspielunterbrechung. So kann es bei Mannschaften unterer Amateurklassen, bei denen weniger Wert auf Technik und mehr Wert auf Kampfgeist gelegt wird, zu Gesamtspielunterbrechungen bis zu 30 Minuten kommen. Hier fällt also jede dritte Spielminute einer Unterbrechung zum Opfer.

Selbst bei starken Mannschaften, z.B. bei Oberligaspielen, fällt auf, daß die Unterbrechungen in der zweiten Halbzeit häufiger sind als in der ersten Spielhälfte. Wenn zum Ende eines Spiels die Kondition verständlicherweise nachläßt, häufen sich z.B. Fehlpässe, mit denen Ausbälle verbunden sind.

Die Schiedsrichter lassen meist nur jene Pausen nachspielen, die durch die Verletzung eines Spielers entstanden sind. Manchmal erfolgt eine Verlängerung über die 90 Minuten hinaus, wenn eine Mannschaft auffällig das Spiel verzögert, um einen Sieg über die Zeit zu retten. Aber die meisten Spiele sind nach genau 90 Spielminuten zu Ende, auch wenn in Wirklichkeit jede viertel Spielminute gar nicht stattgefunden hat.

Richard Richter
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Des Neffen Wunderbeine

Elfriede lag lag mir dauernd in den Ohren, daß es eine Schande sei. Ich müßte dagegen unbedingt etwas tun. Mein Neffe Bodo sei ein so berühmter Mittelstürmer, und in den Zeitungen stehe, er sei Torschützenkönig und habe unbezahlbare Wunderbeine. Als ich Bodos Eltern letztes Mal besuchte, war der Bursche 6 Jahre alt. Damals hatte ich wunde Beine, weil er mir heimtückisch dagegentrat. Seitdem waren meine verwandtschaftlichen Gefühle sehr gedämpft, aber wenn meine Frau jetzt sagt, es sei eine Schande, daß der Bengel Torschützenkönig ist und in allen Zeitungen steht, so ist das echt weibliche Übertreibung und mein fast verschütteter Familiensinn sträubt sich dagegen.

"Unterbrich mich nicht immer!" sagte Elfriede, obwohl ich seit einer halben Stunde nichts gesagt hatte. "Es ist eine Schande, daß du, als Onkel eines berühmten Mittelstürmers nichts vom Fußball verstehst! Was sollen denn die Leute von uns denken?" "Die Leute wissen doch überhaupt nicht, daß ich...", wollte ich einwenden, aber Elfriede entschied, die Leute wüßten bestimmt, und ich müsse jetzt jeden Sonntag auf den Fußballplatz, um etwas für meine Bildung zu tun.

Am nächsten Sonntag spielte Vorwärts 07 gegen Frisch-Auf 08, und ich kaufte mir sogar ein Programm, aber darin stand nichts, was meine Fußballkenntnisse hätte erweitern können, nur der kategorische Imperativ "Trinke immer Kumgel-Bier" und die Mitteilung, daß es jeden Sonntag im Klubhaus frische Frikadellen gäbe. Ein Lautsprecher verkündete, daß keiner auf den Rasen treten dürfe, aber die Spieler taten ist doch. Sie traten auf den Platz und brachten viele Bälle mit, die sie fröhlich durch die Gegend knallten. Das wunderte mich, denn ich hatte angenommen, daß nur mit einem Ball gespielt würde. "Sind die Regeln geändert?" fragte ich meinen Nebenmann, aber der starrte mich nur an und schwieg. Vielleicht verstand er auch nichts vom Fußball. Ich verstand Witraschweski, Huffzisch, Colombinek und Kasselorek, was mich irre machte. "Sind das alles Ausländer?" fragte ich mein Nebenmann. "Klar doch, sind alle Neger", sagte mein Nachbar. Wahrscheinlich war er farbenblind, denn ich konnte keinen Dunkelhäutigen entdecken.

Die Regeln schienen doch nicht geändert zu sein, denn inzwischen waren alle Bälle, bis auf einen, verschwunden. Ein ziemlich schwerbäuchiger Herr mit Trillerpfeife warf ein Geldstück in die Luft, und dann kurvten die Spieler los. "Die spielen doch um Geld! Sind denn das reine Amateure?" fragte ich meinen farbenblinden Nachbarn, aber der beachtete mich überhaupt nicht, sondern schrie, daß der Pfeifenheini eine Flasche sei. Irgendwo hinten liefen zwei Herren auf und ab, die wohl bei der Marine gedient hatten. Sie gaben manchmal Signale mit einer Flagge.

"Faul, Faul!" brüllten viele Leute, und ich fand, daß die Signalgasten sehr faul seien, denn sie standen oft untätig herum. Die Spieler suchten immer noch nach dem Geldstück, das wohl sehr weit fortgekullert war. Dabei rollte der Ball hin und her, was bei der Suche sehr hinderlich zu sein schien, denn manchmal knallten sie wütend auf einen Drahtkasten, wo ein springlebendiger Bohrsche danach schnappte. Der Mann im Drahtkasten wollte den Ball auch nicht behalten und beförderte ihn immer wieder zwischen die geldsuchenden Spieler.

Einmal landete der Ball im Drahtnetz, aber da pfiff der Pfeifenmann, und die Zuschauer ringsumher wurden sehr böse. "Abseits pfeift der Idiot", brüllte mein rechter Nebenmann verzweifelt und biß grimmig in seinen Hut. Ich verstand das nicht, denn der Mann mit der Trillerpfeife hatte mitten auf dem Platz gepfiffen. "Schiedsrichter ans Telefon", riefen viele Leute, und ich kombinierte, daß das der Pfeifenmann sei. Der blieb aber auf dem Platz. Sicherlich wußte er, daß seine Frau am Telefon war. Manchmal brüllten die Leute auch "Hand, Hand!". Ich brüllte mit, aber da schlug mir mein farbenblinder Nachbar eine Flasche über den Kopf, was meinem Hund zu einer sehr flachen Form verhalf und mir selbst ein dumpfes Brausen verschaffte. Ich hörte aber noch, daß der Farbenblinde laut wetterte, es sei eine angeschossene Hand gewesen.

Ich stammelte nur noch mühsam: "Wer hat wem in die Hand geschossen?", aber da kamen auch schon zwei Sanitäter und trugen mich weg. Nachher hatte ich mich soweit erholt, daß ich Bier und Frikadellen zu mir nehmen konnte. Die Sanitäter waren sehr nett und erzählten mir, das Spiel sei beendet, und zwar 0:0. "Aha, für wen bitte?" fragte ich sachverständig. "Er phantasiert noch", flüsterte einer der Sanitäter. Der andere nahm mir meine Frikadelle weg und gab mir bittere Tropfen. Meinen zerbeulten Hut warf ich nachher in die Elbe. Dann erzählte ich Elfriede, es sei sehr schön gewesen, und den Hut habe mir ein Andenkensammler geraubt. Meine Frau war sehr stolz. "Siehst du, Männe", sagte sie, "die Leute wissen es also doch, daß du der Onkel eines berühmten Mittelstürmers bist."

Vereinszeitschrift FC St. Pauli
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Bunt ist die Welt des Sports

So macht man es in Singapur

Auch in Singapur wird Fußball ganz groß geschrieben. Der Kampf um die Punkte entbrennt dort mit der gleichen Leidenschaft wie bei uns. Der FC Singapur hat nun eine ganz neue Idee, um seine Spieler vor einem Match "aufzumöbeln". Er engagierte einen Clown, der eine halbe Stunde vor dem Anpfiff in die Kabinen kommt und seine Späße macht. Dazu der Vereinsvorsitzende: "Die Spieler sind viel besser, wenn sie froh auf Spielfeld kommen und vorher an nichts anderes denken mußten. Der Clown nimmt ihnen auch das Lampenfieber."


London denkt schon an die Weltmeisterschaft 1966

In England, speziell aber in London, denkt man schon jetzt an die Fußball-Weltmeisterschaft 1966. Für 2 Millionen Pfund Sterling soll auf der Stamford Bridge Anlage des FC Chelsea ein neues, 100.000 Personen fassendes Stadion erbaut werden. Außerdem planen eine Reihe weiterer bekannter englischer Vereine ihre Spielplätze zu erweitern, um 1966 mit Spielen für die Weltmeisterschaft bedacht zu werden. So wollen die Tottenham Hotspurs, die Wolverhampton Wanderers und Sheffield Wednesday ihre Anlagen vergrößern. Eines ist auf jeden Fall heute schon sicher: In England wird es genügend große Stadien geben.


Nicholas Newton, ein 14 Jahre alter Schüler, legte in Norwich seine Prüfung als Schiedsrichter ab. Als Nicholas Newton nach bestandener Prüfung nach seinen Plänen befragt wurde, antwortete er: "Ich habe nur ein Ziel: Ich möchte eines Tages in London im Wembley Stadion ein Cup-Endspiel leiten, mit der Königin, Prinz Philip und Prinz Charles als Zuschauern, und dann eine Medaille und gute Kritiken erhalten.

(DFB Schiedsrichter Zeitung)


Pelé

Edson Arantes do Nascimento, kurz Pelé (20) genannt, Brasiliens schwarzer Wunderstürmer, hat ein Riesenseschäft gemacht. Eine brasilianische Filmproduktion drehte die "Pelé-Story" in der Hauptrolle mit Pelé. Dafür kassierte Pelé ein Honorar von einer halben Million D-Mark.

aus "Der Fußballtrainer"
leer  

1961

Husum 18

1. Juli

Generalversammlung

Gemäß Paragraph 16 der Satzungen hat der Vorstand für Freitag, den 28. Juli 1961, die diesjährige Generalversammlung einberufen. Die Versammlung beginnt pünktlich um 20:15 Uhr im Vereinslokal "Altdeutsches Haus", Husum, Großstraße.

Tagesordnung
1. Begrüßung
2. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
3. Kassenbericht
4. Bericht der Kassenrevisoren
5. Berichte der Obmänner
  a) Spielausschußobmann
  b) Jugendausschußobmann
  c) Schiedsrichterausschußobmann
6. Entlastung des gesamten Vorstandes
7. Neuwahlen
  a) 2. Vorsitzender
  b) 1. Kassierer
  c) Fußballobmann
  d) 2, Schriftführer
  e) Zusatzwahlen für die Ausschüsse
  f) Kassenrevisoren
8. Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
9. Erledigung vorliegende Anträge
10. Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung beim ersten Vorsitzenden (Karl Krieger, Stadtsparkasse) eingegangen sein.

Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball regional

1. Juli

Schleswig-Holsteinischer Fußballverbandstag in Mölln

Grüße

aus Paris sandte uns Sportfreund Ingo Händel, und aus Berlin unser Sportfreund Johannes "Haschi" Jannsen, der sein erstes Spiel in der Reservemannschaft beim VfB Britz gemacht hat. Aus Oldenburg sandte uns Sportfreund Dieter Hansen herzliche Grüße

Am 25. Juni des Jahres fand in Mölln der diesjährige Fußballverbandstag statt. Wie in jedem Jahre, waren wir diesmal auch wieder vertreten. Von uns waren die Sportfreunde Dr. Erwin Kraatz und Hermann Bahnsen nach Mölln gefahren.

Die wichtigsten Entscheidungen auf dem Verbandstag waren wohl die Neuregelung der sportärztlichen Untersuchung und daß es keine Aufstiegsmöglichkeiten für die zweiten Mannschaften der Amateurligavereine gibt. Hierüber schrieb das Sport Megaphon:

"Keine Aufstiegsmöglichkeit

Bei den Anträgen nahm der Antrag über eine Änderung des Paragraphen 179 eine fast zweistündige Diskussion in Anspruch. Daran beteiligten sich vor allen Dingen Fischer (Kreisfußballverband Stormarn) und Wörensen (Kreisfußballverband Plön) sowie Abel (Schleswig 06), der nunmehr schon zum zehnten Male auf einem solchen Verbandstag diesen Antrag stellte.

An den weiteren Diskussionen waren Klein (Kiel), Gesche (Stormarn) und Tietz (Lübeck) beteiligt. Schließlich wurde dieser Antrag des Kreisfußballverbandes Stormarn, auf den sich die Vereine VfB Lübeck, Schleswig 06, Heider SV und Flensburg 08 ausrichteten, auf Änderung des § 179 mit 674 Stimmen bei 502 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen abgelehnt, weil die notwendige Zweidrittelmehrheit, die 754 Stimmen zu betragen hätte, nicht erreicht wurde.

Danach müssen also zweite und untere Mannschaften weiterhin in ihren Klassen bleiben, obwohl ihre erste Mannschaft in der Amateurliga spielen kann. Das bedeutet für den aus der Oberliga abgestiegenen VfB Lübeck, daß seine bisherige Amateurmannschaft in die Lübecker A-Klasse zurück muß.

Allgemein gab sicherlich die Sorge der kleinen Vereine, daß zu viele gute Spieler an die größeren Vereine abwandern würden, den Ausschlag für dieses Stimmergebnis, das bei den guten Vorbereitungen der Amateurliga-Vereine von Fachleuten als überraschend bezeichnet wurde.

Der Verbandstag nahm im übrigen die Schiedsrichterordnung an und stimmte einem Antrag des Verbandsjugendausschusses zu, wonach über begründete Ausnahmen bei Freigaben von Jugendlichen der zuständige Kreisjugendausschuß diskutieren kann. Ein weiterer Antrag des Verbandsjugendausschusses, wonach Jugendmannschaften ein Auswechseln von Spielern ermöglicht werden sollte, wurde zurückgestellt. Man wird in den Kreisen Stormarn und Flensburg in der kommenden Saison zunächst einmal Versuche anstellen, damit auf dem nächsten Verbandstag eventuell ein Antrag gestellt werden kann, der von den Erfahrungen des kommenden Jahres profitieren kann.

Als Empfehlung an den DFB

Der Verein TuS Lübeck 93 hatte einen Antrag auf Änderung der Spielbestimmungen gestellt. Er wollte, daß bei Wettspielen ein Ersatzmann innerhalb der gesamten Spielzeit im Austausch angesetzt werden kann. Dieser Antrag wurde als Empfehlung einstimmig an den Deutschen Fußball-Bund weitergegeben, weil auf schleswig-holsteinischer Basis ein solcher Antrag nicht allein durchgeführt werden kann.

Die Aufforderung des LBV Phönix, den Absatz 1 des § 185 (Wertung von „Punkten am grünen Tisch“) zu klären und genau auszulegen, fand nur noch wenig Interesse. Bei hochsommerlicher Hitze wurde der Vorstand beauftragt, Untersuchungen anzustellen und auf Grund dieser Erfahrungen auf dem nächsten Verbandstag einen neuen Antrag zu stellen, um eine klare Ausführung des § 185 zu erreichen.

Vorstand steckte zurück

In der Frage der sportärztlichen Untersuchungen hat der Fußballverband stark zurückgeschraubt. In Zukunft werden nur sportärztliche Untersuchungen beim Übergang vom Schüleralter zur Jugend und vom Jugendalter zu den Jungmannen zwingend vorgeschrieben. Für die Senioren ist nur einmal eine sportärztliche Untersuchung vorgeschrieben, und zwar dann, wenn die Jugendlichen in die Seniorenabteilung wechseln. Alles andere geschieht auf freiwilliger Basis!

Auch bleibt es bei der alten Regelung, wonach die Spielgenehmigung zu entziehen ist, wenn der Nachweis sportärztlicher Untersuchung nicht erbracht ist. Es kommt also in diesem Falle nicht sofort zu einem Punktverlust. Dieser Antrag wurde übrigens einstimmig angenommen und beendete einen immerhin zehn Stunden dauernden Verbandstag in Mölln."

Karl Bernhard Mölck /Sport Megaphon
leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Freundschaftsspiel gegen Brunsbüttelkoog

   

Es war ein Sommerspiel, daß die Mannschaft von Husum 18 gegen Brunsbüttelkoog bestritt, mehr nicht. Und es war ein Probespiel für jene jungen Nachwuchsspieler, denen man die Chance geben wollte, sich in der ersten Liga zu bestätigen. Nun, auch der Spielausschluß wird der Überzeugung sein, daß der Versuch nicht ganz glückte. Die alten Kämpen wie Manfred Hoppe in Sturm und Gerhard "Gerd" Präger in der Abwehr waren ihren Kameraden teils um Meilen voraus. Da auch die Gäste wohl nicht mit der besten Garnitur kamen, ist das 2:0, das diese in Husum im Freundschafts- Revanchespiel erzielten, durchaus in Ordnung. Husum 18 hat aber noch Zeit, sich um die endgültige Mannschaftsaufstellung zu bemühen, die in die neuen Kämpfe zu gehen hat. Allerdings besteht kein Zweifel darüber, daß Abgänge von Wichmann und Peter Goldschmidt schwer zu Buche schlagen.

Husumer Nachrichten vom 12. Juni
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juli

Sieg und Niederlage der 18er Jugend

Am 10. Juni 61 fanden sich die Nachwuchsspieler der Bezirks-Jungmann von Husum 18 und dem HESV Frisia zu einem Freundschaftstreffen im im Stadion. In einem Spiel, in dem viele der Nachwuchsspieler gefallen konnten, erzielten die Jungen von Frisia im ersten Durchgang das 1:0. Nach der Pause kamen die 18er besser ins Spiel, erzielten den Ausgleich und auch die 2:1-Führung. Noch einmal mußten die 18er ein Tor der Frisianer hinnehmen, ehe sie sich durch zwei weitere Tore mit einem verdienten 4:2 den Sieg sicherten.

Am Sonntag trug die II. Knabemannschaft von Husum 18 ihr letztes Punktspiel gegen die Jungen vom TSV Tönning aus. Bis zur Pause erzielten die 18er ein beruhigendes 2:0 gegen ihre Gastgeber. Im zweiten Durchgang gelang dann beiden Mannschaften noch ein Torerfolg, so daß die zweite Knabenelf von Husum 18 sich mit diesem 3:1-Erfolg endgültig die Vizemeisterschaft sicherte.

Im Punktspiel der Schülerelf des TSV Tönning gegen die zweite Mannschaft von Husum 18 lagen die Gastgeber bis zur Pause mit 2:1 Toren vorn, womit gleichzeitig ihr Pulver verschossen war, denn in der zweiten Halbzeit spielte und stürmte nur noch die Husumer Mannschaft gegen das Tor der Gastgeber, die nur mit viel Glück und allen Beinen ihr Heiligtum verteidigten.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Die letzten Ergebnisse

Bezirks-Jungmannen
3.6. Husum 18 - TSV Rantrum 7:1 (3:1)
10.6. Husum 18 - Frisia 4:2 (0:1)

Schüler
  Frisia II - Husum 18 I 1:2 (0:2)
  Frisia I - Husum 18 II 6:0 (3:0)
  TSV Tönning - Husum 18 II 2:1 (2:1)

Knaben
  Frisia II - Husum 18 II 2:0 (1:0)
  Frisia I - Husum 18 I 1:0 (1:0)
  TSV Tönning - Husum 18 II 1:3 (0:2)

2. Amateurliga
  Husum 18 - Bredstedt 4:1 (1:1)
  DGF Flenbsugr - Husum 18 2:4 (0:1)
  Weiche-West - Husum 18 1:1 (0:1)

1. Kreisklasse
  Friedrichstadt - Husum 18 4:2 (2:2)  
  Rantrum - Husum 18 1:0 (0:0)  
  Husum 18 - Handewitt 6:2 (2:2) Freundschaftsspiel

2. Kreisklasse
  Rantrum - Husum 18 4:0 (2:0)  
  Husum 18 - Handewitt 4:2 (2:1) Freundschaftsspiel

Knaben I
  Husum 18 II - Husum 18 I 3:2 (1:0)  
  TSV Rantrum - Husum 18 I 1:4 (1:2)  

Knaben II
  Husum 18 II - Husum 18 I 3:2 (1:0)  
  Husum 18 II - Friedrichstadt 4:1 (1:0)  

Schüler I
  TSV Rantrum - Husum 18 I 5:1 (4:0)  

Schüler II
  Husum 18 II - Friedrichstadt 0:2 (0:1)  

Jungmannen (Kreis)
  Friedrichstadt - Husum 18 6:1 (1:0)  
  TSV Rantrum - Husum 18 12:1 (2:0)  

Jungmannen (Bezirk)
  Husum 18 - Bredstedter TSV 6:2 (0:1)  
  DGF Flensburg - Husum 18 4:1 (2:1)  

Freundschaftsspiel
  Friedrichstadt - Husum 18 Jugend/Jungmannen 1:3 (0:1)  
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball Regeln

1. Juli

Ein Kapitel Fußballregeln

Nur absichtliche Verstöße werden bestraft

Die Fußballregeln, die in einer langen Entwicklung organisch mit dem Spiel selbst gewachsen sind, bilden ein einfaches, logisch aufgebautes und fein ausbalanciertes Gefüge, das der Entfaltung des Spiels Raum gibt, Verfälschungen des Spielgedankens verhindert und Verstöße gegen die sportliche Gesinnung unter Strafe stellt. Die Grundtendenz ist klar: Fußball ist ein Kampfspiel, in dem mit fairem Einsatz der Kräfte und den Ball gekämpft wird. Der Ball allein ist das Spielobjekt. Er wird gestoppt, gepaßt, geschlagen. Niemals aber darf sich der Einsatz der Füße mit Absicht gegen den Körper des Gegners richten!

Für die Beurteilung eines Regelverstoßes durch den Schiedsrichter ist es von entscheidender Bedeutung, ob der Übertretung der Regeln eine Absicht zugrunde lag. Eine wichtige amtliche Entscheidung der höchsten Fußballregelkommission, des International Board, lautet: "Die Spielregeln bezwecken, daß die Spiele mit möglichst wenigen Unterbrechungen durchgeführt werden. Es ist deshalb Pflicht der Schiedsrichter, nur die absichtlichen Regelverstöße zu bestrafen. Ständiges Pfeifen wegen unwesentlicher und zweifelhafter Vergehen verursacht bei den Spielern Gereiztheit und Mißstimmung und verdirbt den Zuschauern das Vergnügen."

Damit ist unmißverständlich ausgedrückt, daß die Strafbarkeit einer Regelwidrigkeit davon abhängt, ob sie absichtlich geschah oder nicht. Aufgabe des Schiedsrichters ist es, zu erkennen, ob eine solche Absicht vorlag, und seine Entscheidung entsprechend zu treffen. Es liegt in seinem Ermessen, z.B. einen Fußangriff als absichtlichen Regelverstoß zu beurteilen und zu ahnden, oder aber das Spiel weiterlaufen zu lassen, wenn er der Ansicht ist, daß sich der Angriff nur auf den Ball richtete und dabei eine Regelwidrigkeit unabsichtlich unterlief.

In zwei Fällen zieht auch schon der Versuch des regelwidrigen Spiels eine Strafe nach sich, genau so, als sei die beabsichtigte Tat wirklich geschehen: Beim Versuch des Tretens und Schlagens. Dies trifft allerdings nur für diese beiden Fälle zu, die in der Regel 12 über verbotenes Spiel besonders erwähnt sind. Sonst bleibt der zwar versuchte, aber nicht verwirklichte Regelverstoß ohne Sühne. Der Schiedsrichter hat keine Möglichkeit, einen nur beabsichtigten oder vermuteten, aber nicht ausgeführten Verstoß zu ahnden.

Ein anderer wichtiger Grundsatz ist es, daß nur die Tat, nicht ihre Wirkung bestraft wird. Deshalb ist es ohne Bedeutung, ob ein Regelverstoß auf Spielverlauf oder Ergebnis Einfluß haben könnte. Durch absichtliches Handspiel eines verteidigenden Spielers im Strafraum wird immer ein Strafstoß verwirkt, auch wenn es in der äußersten Strafraumecke geschah und keine Torchance zunichte machte. Hier müssen die Regeln starr sein, weil sonst die Gefahr unterschiedlicher Auslegungen zu einer lockeren Bestimmung und da mit Unsicherheit entstände.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

Das Geheimnis der Kondition

Bereiten sich unsere Spieler genügend vor? Der in alle Fußballwelt angesehene und geachtete Fachmann Dr.Wilhelm "Willy" Meisl schrieb vor Jahren nach dem von unserer Ländermannschaft in Moskau verlorenen 2:1-Spiel einige sehr beachtliche Worte über das Geheimnis der Kondition.

Er führte abschließend aus: "Der Fußballer selbst muß begreifen, daß er Kondition braucht. Er muß dementsprechend leben und trainieren. Zweimal in der Woche reicht natürlich nicht. Das ist kaum genug für intensives Balltraining des technisch bereits vollkommen durchgebildeten Klassemannes. Wenn der Mann wirklich Ambitionen hat - und außerdem dafür noch bezahlt wird -, muß er drei-, eventuell viermal in der Woche abends trainieren. Wenn er Berufsstolz besitzt, vom sportlichen Ehrgeiz ganz zu schweigen, muß er morgens vor der Arbeit seinen Morgenlauf und (oder) 15 bis 30 Minuten Gymnastik machen sowie jeden Abend laufen, seilspringen, schattenboxen und so weiter. Daß er entweder garnicht oder nur sehr mäßig raucht und trinkt und dafür unmäßig schläft, wenigstens 8 Stunden, das alles müßte sich von selbst verstehen.

Dr.Wilhelm "Willy" Meisl, seit vielen Jahren als Beobachter des englischen Profifußballs, bezieht diese Worte natürlich auf den Profi. Aber sagen sie uns nichts? Sehen wir uns doch einmal unsere kleinen Amateure an, machen wir von Obengesagtem viele, viele Abstriche, dann müssen wir dennoch erkennen, daß bei uns eigentlich nicht viel geschieht. Wir trainieren einmal in der Woche, machen von allem etwas - solange es Spaß macht -, aber nur wenige Spieler bemühen sich dabei ernsthaft, ihr Können zu steigern und ihre Kondition zu verbessern. Und das Verbringen der Tage zwischen Training und Spiel trägt bei vielen nicht dazu bei, eine Leistungssteigerung sichtbar werden zu lassen.

Wir sollten aber nicht vergessen, daß - bei allem Talent - viel Arbeit notwendig ist, um den Ball wirklich in jeder Phase beherrschen zu können und daß noch mehr Arbeit notwendig ist, um eine wirklich gute Kondition zu bekommen. Und vergessen darf dabei nicht werden, daß die hart erarbeitete Kondition durch unsportliches Leben sehr schnell verloren geht.

Beschäftigt nun ein Amateurverein einen Übungsleiter - und bezahlt mehr oder weniger viel Geld dafür -, dann erwartet jedermann mit Recht, daß dabei etwas herauskommt. Doch kann nur etwas herauskommen, wenn in der geringen, zur Verfügung stehenden Zeit systematisch trainiert wird und jeder Spieler den besten Willen mitbringt, sich zu verbeßern.

Ein Sportler bringt durch sportliches Leben und intensives Üben keine Opfer, sondern seine Einstellung zum Sport - die ihn ja letzten Endes überhaupt erst zum Sportler macht - erachtet dies als selbstverständlich.

Das ist gewiß die Idealvorstellung. Wir werden sie selten so vorfinden, aber wir müssen sie vor Augen behalten und unser Tun und Lassen muß in dieser Richtung gehen. Ohne ein Ziel vor Augen kann keine Spitze erreicht werden.

Die Bearbeitung unserer Spieler, vor allem der jüngeren, muß dies als Ziel sehen. Es wird nun nicht jeder den Idealfall erreichen, aber eines erreichen wir damit auf jeden Fall, daß alle sich ernsthaft bemühen. Mit der These: "Man kann von Amateuren nicht zuviel verlangen", erreichen wir nichts. Ein Sportler treibt seinen Sport ja aus einer inneren Einstellung heraus und muß erfahren, was alles dazu gehört. Ein halbwegs sportliches Leben kann jeder junge Mann führen, ohne auf alle üblichen Genüsse verzichten zu müssen. Und wenn seine Leistung, seine Betreuer, sein Verein schlechthin noch einiges tun, um eine gute Sportkameradschaft herzustellen und zu erhalten, dann wird diese Kameradschaft für vieles entschädigen, was der junge Mann glaubt durch den Sport nicht genießen zu können oder zu dürfen.

Ich möchte abschließend sagen, daß durch eine zweckmäßige Schulung, die frei von Vorwürfen oder Feldwebelmanieren sein muß, viele junge Spieler in dieser Richtung zu führen sind. Und wer dann partout nicht will, auf den heißt es ohne Rücksicht verzichten. Ein unsportlicher Spieler, sei er noch so gut, ist für die Mannschaft schädlicher als sein spielerischer Nutzen.

Helmut Weidner
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

Körperverletzung beim Fußballspiel

Mit einer Körperverletzung beim Fußballspiel, die sich zwar nicht bei einem vereinsmäßigen Wettspiel ereignete, aber dennoch grundsätzliche Bedeutung für unseren Vereinssport hat, befaßte sich jüngst das Bayerische Oberste Landesgericht. Vor ihm stand ein 34-jähriger Mann unter der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung. Er hatte zusammen mit zwei Brüdern, seinem achtjährigen Sohn und seinen achtjährigen Neffen auf einem Badeplatz ein Fußballspiel veranstaltet. Mit einem Perlonball wurde auf ein Tor geschossen, wobei alle Spieler barfuß waren. Drei andere Buben kamen dazu und baten, auch mittun zu dürfen.

Als nun der Angeklagte gerade auf das Tor stürmte und mit dem rechten Fuß zum Schuß ausholte, sprang ihm der zehnjährige Verteidiger von der Seite gegen das ausgestreckte Bein. Der Bube wurde mit solcher Wucht am linken Schienbein getroffen, daß es in der Mitte des Schaftes glatt durchgeschlagen wurde.

Das Bayerische Oberste Landesgericht erklärte (3 St 83/60): "Wenn ein zehnjähriger Bub mit Einwilligung seiner Eltern an einem Fußballspiel teilnimmt, dann muß er fahrlässige Körperverletzung hinnehmen, auch wenn die Mitspieler aus Übereifer, Erregung oder Unüberlegtheit sich kleine Regelverstöße haben zuschulden kommen lassen. Nur wenn die Sportregeln von einem der Mitspieler vorsätzlich mißachtet werden und deshalb ein Unfall passiert, kann der Verantwortliche vor den Strafrichter zitiert werden."

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

Grobe Unsportlichkeit strafbar

Anders lag der Fall bei einem Verfahren, das vor dem Oberlandesgericht Braunschweig zum Ablauf kann. Hier stellte das Gericht fest, daß grobe unsportliche Regelverstöße Anlaß zu einem gerichtlichen Einschreiten sein können, wenn dadurch einer der Spieler erheblich verletzt wird. Das Gericht hatte keine Bedenken, einen 19-Jährigen Fußballspieler wegen gefährlicher Körperverletzung zu verurteilen, der sich recht unsportlich verhalten hatte. Dieser Stürmer hatte den Ball in einer torreichen Situation vor sich liegen, als der gegnerische Torwart aus seinem
"Kasten" herausstürzte und sich über den Ball war. Die verpaßte Chance ärgerte den Stürmer so sehr, daß er den am Boden liegenden Torwart absichtlich mit dem Fußballstiefel gegen den Kopf schlug. Der Torhüter blieb bewußtlos liegen und mußte vom Platz getragen werden. Mit einer leichten Gehirnerschütterung blieb er 10 Tage lang im Bett, anschließend war er noch 14 Tage arbeitsunfähig.

Es sei zweifelhaft, so führen die Braunschweiger Oberlandesgerichtsräte in ihrem Urteil (Ss 141/60) aus, ob beim Fußballspiel jeder vorsätzliche Regelverstoß, wie regelwidriges Rempeln, Nachtreten oder ein Haken als Körperverletzung geahndet werden könne. Kein Zweifel bestehe jedoch daran, daß der vorsätzlichen Tritt in das Gesicht des am Boden liegenden Torwarts, der dem Schlag kaum ausweichen könne, eine derart grobe Unsportlichkeit darstelle, daß sie gegen das Anstandsgefühl aller billig gerecht Denkenden verstoße. Kein am Spiel Beteiligter verzichte darauf, wegen solch grober Unsportlichkeiten den " Scläger" zur Verantwortung zu ziehen und Antrag auf Bestrafung zu stellen.

Vereinsdienst 571961
leer  

1961

Husum 18 / Fußball international

1. Juli

Die teuersten Fußballer der Welt

1. Julhino (Brasilien) 1.350.000 D-Mark vom FC Florenz zu Palmeiras
2. Sivoria (Argentinien) 1.200.000 D-Mark von La Plata zu Juventus
3. Firmani (England) 1.038.000 D-Mark von Sampdoria zu Internazionale
4. Kopa (Frankreich) 975.000 D-Mark von Stade Reims zu Real Madrid
5. Burelli (Italien) 950.000 D-Mark von Vicenza zu Juventus
6. di Stefano (Argentinien) 920.000 D-Mark von River Plate zu Real Madrid
7. Selmosson (Schweden) 900.000 D-Mark von Lazio zu AS Roma
8. Schiaffino (Uruguay) 865.000 D-Mark von Uruguay zu AC Mailand
9. Hamrin (Schweden) 860.000 D-Mark von Juventus zu Fiorentina
10. Vava (Brasilien) 820.000 D-Mark von Brasilien zu Athletico
11. Zaglio (Italien) 815.000 D-Mark von AS Roma zu Internazionale
12. Sarti (Italien) 800.000 D-Mark von Udinese zu Juventus
13. Greaves (England) 800.000 D-Mark von Chelsea zu AC Mailand
14. Jeppson (Schweden) 735.000 D-Mark von FC Neapel zu Bergamo
15. Jeppson (Schweden) 700.000 D-Mark von AIK zu FC Neapel
16. Mazzola (Brasilien) 700.000 D-Mark von Brasilien zu AC Mailand
17. Ronzoni (Italien) 670.000 D-Mark von Atalanta zum AC Mailand
18. Picochi (Italien) 670.000 D-Mark von Spal zu Internazionale
19. Rivera (Italien) 670.000 D-Mark von Allessandria zu AC Mailand
20. Lojacono (Italien) 670.000 D-Mark von Florenz zu AS Roma
21. John Charles (England) 650.000 D-Mark von Leeds Utd zu Juventus
22. Maschio (Argentinien) 650.000 D-Mark Re. Buenos Aires zu AC Mailand
23. Angellillo (Argentinien) 650.000 D-Mark von Boca Juniors zu AC Mailand
24. Dennis Law (England) 580.000 D-Mark von Huddersfield zu Manch. City
25. Eastham (England) 570.000 D-Mark von Newcastle zu Arsenal
26. Quixall (England) 529.000 D-Mark von Sheffield zu Manchester
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juli

Amüsantes Fußball-ABC

Anstoß: der Augenblick in dem sich noch beide Mannschaften als Sieger fühlen.
Ball: besteht in der Hauptsache aus Luft, dennoch das wichtigste Requisit des Fußballspiels.
Crack: glaubt, daß eine Mannschaft nur aus einer Hauptperson (er selbst) und 10 Statisten besteht (siehe auch K).
Dribbeln: Soloeinlage mit dem Zweck, den Ball möglichst schnell an den Gegner zu verlieren.
Elfmeter: Nervenprobe für Spieler und Zuschauer. Oder: Kleine Ursache - große Wirkung.
Foul: manchmal letztes Hilfsmittel, wenn der Gegenspieler mehr kann.
Gehalt: Vertragsspielern kommt es oft weniger auf den, sondern mehr auf das Gehalt an.
Halbzeit: Zeitpunkt für Mannschaftsbetreuer, den Schützlingen Tee und Kamm zu reichen. Trainer kann Zorn loswerden
Journalist: besitzt das Recht, über Spieler nach Belieben schimpfen zu können - und erhält noch Freikarten dafür.
Kameradschaft: stand bei der Geburt des Fußballspiels Pate, besitzt im Zeitalter des Cracks Seltenheitswert (siehe auch C).
Linkes Bein: schwache Seite des Fußball-Stars, trägt dazu bei, daß viele Tore doch nicht geschossen werden.
Musterkombination: wenn der Ball so läuft, wie es sich vier Spieler vorgestellt haben. Gibt Gesprächsstoff für ein halbes Jahr,
Niederlage: Schlüssel zur Erkenntnis, daß es eine Mannschaft gibt (oder mehrere), die noch besser ist als die eigene.
Oberliga: Himmelreich im Fußballstaat (angeblich).
Punkte: darf nur in der Mehrzahl gebraucht werden. Niemand kann sie sehen, doch alle sprechen davon.
Querlatte: Entschuldigungsgrund für unvorhergesehene Niederlagen.
Robinsonade: nach dem englischen Torwart Robinson. Letzter Ausweg des Torwarts, wenn die Verteidiger versagt haben.
Schiedsrichter: soll der König des Spielfelds sein, entpuppt sich manchmal als Diktator.
Toto: beliebtestes Gesellschaftsspiel der Welt, dauert 7 Tage: 6 spannungsreiche Wochentage und einen verdorbenen Sonntag.
Umstellung: wird 5 Minuten vor Spielschluß beschlossen, wenn die Stürmer bis dahin nicht genügend Tore geschossen haben.
Vertrag: Ruhekissen für Profis, wenn sie sich nach einer Glanztat wieder für ein Jahr ausruhen dürfen.
Wimpel: wird vor dem Spiel dem Gast überreicht in der Hoffnung, später auch einen zu bekommen.
X Y: Bezeichnung für Spieler unterer Klassen und Mannschaften. Oder: von braven Kindern spricht man am wenigsten.
Zuschauer:

glaubt durch Kauf einer Eintrittskarte berechtigt zu sein, nach Belieben pfeifen und schreien zu können.

aus "Der Fußballtrainer"
leer  

1961

Husum 18

1. Juli

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Albrecht, Günther, Husum, Ostenfelder Straße 15
2. Becker, Fritz, Husum, Matthias-Claudius-Straße
3. Bernbom, Kuni, Husum, Brinckmannstraße 13
4. Christiansen, Peter, Husum, Birkenweg 15
5. Engel, Manfred, Husum, Flensburger Chaussee
6. Ferchen, Fritz-Broder, Hattstedt
7. Fischer, Günther, Husum, Lorenz-Lassen-Straße 4
8. Goetz, Reiner, Husum, Osterende 59
9. Hansen, Dirk, Husum, Hörn 9
10. Howe, Peter, Husum, Flensburger Chaussee
11. von Kathen, Hans Holger, Husum, Vogtstraße 11
12. Kruse, Karsten, Husum, Erichsenweg 21
13. Lassen, Holger, Husum, Süderstraße 9
14. Lorenzen, Karl-Heinz, Husum, Mommsenstraße 11
15. Niemann, Walter, Husum, Adolf-Brütt-Straße 7
16. Peters, Ernst Otto, Lunden, Am Sportplatz
17. Popp, Werner, Husum, Mommsenstraße 12
18. Röhe, Sönke, Husum, Kuhgräsung 22
19. Schneidereit, Klaus, Husum, Am Steig 1
20. Sönksen, August, Husum, Wilhelmstraße 29
21. Spring, Martin, Husum, Volquart-Pauls-Straße 18
22. Will, Helmuth, Lunden, Wollersumer Straße 16


Austrittserklärungen
1. Peter Goldschmidt, Hamburg
2. Johannes de Groot, Husum, Mommsenstraße 10
3. Lothar Lehmann, Flensburg-Weiche
4. Fred Steffensen, Schobüll
5. Bernd Strasser, Husum, Norderstraße 6
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. August

Harmonischer Verlauf der Generalversammlung

Die diesjährige Generalversammlung war wieder einmal mehr ein Beweis dafür, mit voller Einmütigkeit Geleistetes anzuerkennen und Bevorstehendes gemeinsam anzufassen. Zu Beginn der Versammlung erhoben sich die Mitglieder zum Gedenken ihrer verstorbenen Kameraden. Dann gab der zweite Vorsitzende Werner Denckmann für den erkrankten ersten Vorsitzenden Karl Krieger den Tätigkeitsbericht. Hier unterstrich er den wertvollen erfolgt der Breitenarbeit in allen Altersklassen und dankte allen Verantwortlichen für geleistete Arbeit und Erfolge, die sie mit den jeweiligen Mannschaften erzielten.

Vollste Zufriedenheit lösten die Berichte des ersten Kassierers und des Jugendobmanns aus, während aus dem Bericht des Spielausschußobmanns zu entnehmen war, daß nicht alle gesteckten Ziele erreicht wurden, aber auch darauf hingewiesen wurde, welch harte Schicksalsschläge die erste Mannschaft hinnehmen mußte.

Die sich daran anschließenden Neuwahlen ergaben dann folgendes Bild:

2. Vorsitzender: Werner Denckmann (Wiederwahl)
1. Kassierer: Hans Weinstein (Wiederwahl)
Spielausschußobmann: Arfast Carstens (Wiederwahl)
zum Spielausschuß: Heinrich Jeß  
  Günther Präger  
  Alfred Weich  
  Harry Mölck  
  Hellmuth Hahn  
2. Schriftführer: Georg Schleger (Wiederwahl)
zum Jugendausschuß: Hans Popp  
  Heinz Hoffmann  
  Manfred Bredlau  
2. Kassenrevisor Hans Wix  

 

Der Vorstand wurde von der Versammlung ermächtigt, die Leitung der wiedererstandenen Tischtennisabteilung kommissarisch zu vergeben. Nach fast dreistündiger Versammlungssauer konnte der zweite Vorsitzende mit einem Gruß auf die blau-weiß-roten Farben die diesjährige Generalversammlung beenden.

Karl Bernhard Mölck

leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. August

Auf ein Wort

Die letzte Saison ist dahin, eine neue liegt vor uns. Für uns alle, ob aktive Sportler auf dem Rasen, ob aktive Sportler in den Führungsstellen des Vereins oder ob all die uns so lieb gewordenen Anhänger und Gönner des Vereins gilt ist, in ein neues Fußballglück 1961/62 zu starten. Dazu bedarf es der Unterstützung aller, im Bereich der jeweiligen Möglichkeiten zu helfen und tatkräftig mit anzufassen, neue Erfolge und neues Glück für unsere Farben zu erringen. In der Wahl unserer möglichen Mittel wollen wir aber alle und immer bleiben, was wir sind, nämlich Sportler.

Wie so etwas aussieht, in jeder Phase Sportler zu sein, soll als Beispiel die folgende kleine Geschichte aufzeigen.

Lieber Franz!

Heute mußtest du einmal als Verteidiger hinten aushelfen, der Herbert ja krank geworden war. Du hast deine Sache gut gemacht, obwohl wir am Ende doch knapp verloren haben. Doch davon will ich weiter nicht sprechen, denn Niederlagen gehören zum Spiel. Die Hauptsache, Ihr habt Euer Bestes gegeben, und das war der Fall.

Ich will nur noch kurz auf den Durchbruch Deines gegnerischen Außenstürmers zu sprechen kommen, der dann auch fünf Minuten vor Schluß das entscheidende Tor erzielte.

Es wäre eine Kleinigkeit für Dich gewesen, ihn zu Fall zu bringen, denn Du bist ja nur knapp hinter ihm hergelaufen. Hoffentlich bleibt er fair, habe ich gedacht...

Nun, lieber Franz, Du bist es geblieben. Du konntest Deinen Gegner nicht mehr richtig einholen und auf faire Weise vom Ball trennen. Und so fiel dann das Tor. Ich möchte Dir ganz ausdrücklich sagen, daß es richtig war, daß Du ihn hast laufen lassen, auch wenn Dir der oder jener eine Vorhaltung darüber machen möchte! Tore muß man eben erleiden können, wenn man sie mit regelgemäßen Mitteln nicht mehr vermeiden kann.

Viele verstehen das zwar nicht, Franz. Ich freue mich aber, daß Du es verstehst! Besser verlieren und ehrlich bleiben als siegen und sich schmutzig machen! Mach's immer so, Franz, Du handelst richtig so und hast meinen vollen Beifall!

Diese kleine Geschichte möge uns Mahnung sein, und wir wollen uns selbst und all unseren sportlichen Gegnern gegenüber die Verpflichtung eingestehen, immer ehrlich und fair zu bleiben, und das Schönste, unseren Sport, nicht zu beschmutzen.

Wenn wir alle und immer so handeln, dann wird Fortuna uns zur Seite stehen und uns auch dazu verhelfen, den Erfolg zu erspielen. In diesem Sinne allen Spielern, Mitarbeitern und Angehörigen unseres Vereins ein "Glück auf" zur Saison 1961/62.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. August

Ein erfolgreicher Saisonabschluß unserer Jugend

Am letzten Spieltag der Saison 1960/61 hatten unsere Knaben und Schüler Gäste aus Flensburg. Flensburg 08 schickte seine Kreismeistermannschaften nach Husum und Spieler die Betreuer waren am Ende der Spiele nicht wenig überrascht, in beiden Begegnungen eine Niederlage hinnehmen zu müssen. Unsere Knabenelf erzielte gegen die Flensburger Knaben ein 1:0, während unsere erste Schülerelf mit 2.0 Toren vorn blieb.


Im letzten Punktspiel der Saison erzielte unsere zweite Schülerelf ein 0:0 gegen die zweite Mannschaft von Frisia.


In einem Turnier des IF Husum starteten unsere Jungmannen und eine Mannschaft in der Schülerklasse. Unsere Jungmannen setzten sich mit einem 1:0 über Varmdrup (Dänemark) hinweg und gelangten so ins Turnierendspiel gegen die Jungmannen von Frisia. In diesem Spiel konnten unsere Jungmannen Frisia überzeugend und gekonnt mit 4:2 Toren ausschalten.

Unsere Schülerverlegenheitself, die Mannschaft wurde mit Knabenspielern aufgefüllt, da die beiden etatmäßigen Mannschaften ja Spiele hatten, errang gegen die erste Schülerelf von Frisia ein 2:2, mußte sich dann aber den Schülern vom IF Kolding (Dänemark) mit 4:0 Toren beugen.


Und hier der Zahlenspiegel:

Knaben
    Husum 18 I/II   -   Flensburg 08   1:0 (1:0)

Schüler
    Husum 18 I   -   Flensburg 08   2:0 (2:0)
    Frisia I   -   Husum 18   2:2 (1:1)
    IF Kolding I   -   Husum 18   4:0 (3:0)
    Frisia II   -   Husum 18 II   0:0

Jungmannen
    Vamdrup   -   Husum 18   0:1 (0:0)
    Frisia   -   Husum 18   2:4 (1:2)
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. August

Eine erfreuliche Feststellung

   

Unsere Jugendabteilung ist unter der guten Führung unseres Jugendausschusses auf weit über 100 aktive Spieler angewachsen, so daß sich die Vereinsleitung entschloß, um recht vielen Jungen eine Spielmöglichkeit zu geben, für die neue Saison in allen Altersklassen zwei Mannschaften für die Punktrunde zu melden.

Daher seien noch einmal alles Spieler darauf aufmerksam gemacht, immer pünktlich das Training und die Spiele zu besuchen, damit wir alle viel Freude an neuen und schönen sportlichen Erfolgen haben können. An dieser Stelle allen Spielern unserer Jugendabteilung ein herzliches
"Glück auf" für das neue Spieljahr.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. August

Achtung! Schiedsrichterlehrgang

   

Alle Sportkameraden, die daran interessiert sind, einen Schiedsrichter-Lehrgang zu absolvieren, melden sich schriftlich bis spätestens 15. August 1961 bei unserem Sportkameraden Hermann Bahnsen, Husum, Matthias-Claudius-Straße 18, unter Angabe von Name, Vorname, Geburtstag, Wohnungsanschrift und Vereinszugehörigkeit.

Diese Sportkameraden werden dann zur Teilnahme an einem im September stattfindenden Lehrgang eingeladen. Im Hinblick auf die Vielzahl unserer Mannschaften - es sind elf - richten wir die dringliche Bitte an alle Sportfreunde: Werdet Schiedsrichter!

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. August

Aus unserer Familien-Chronik

Unserem Sportkameraden Hermann Bahnsen anläßlich seiner Ernennung zum Oberlokführer herzliche Glückwünsche.

Alles Gute dem kleinen Erdenbürger, seinem Vati "Heini" Golde und seiner lieben Frau.

Herzliche Glückwünsche für einen gemeinsamen Lebensweg unseren Peter Römer Peters und seiner Frau Marie-Luise.

Zur Geschäftseröffnung unserem Sportsfreund Werner Denckmann und seiner Frau Elfriede ein herzliches "Glück auf".

Unseren Geburtstagskindern im Monat August herzlichste Glückwünsche zum neuen Lebensjahr.

Unseren Tischtennis Kameraden einen guten "Aufschlag". Jeden Donnerstag in der Turnhalle der Knaben-Bürgerschule. Meldungen bei Sportfreund Günter Rehm, Matthias-Claudius-Straße 135, Telefon 3301, Apparat 534.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. August

Der Spielplan unserer Liga

   
13. August:   Husum 18   -   SIF Schlesig    
20. August:   TSV Weiche-West   -   Husum 18    
27. August:   Husum 18   -   FSV Wyk    
3. September:   Süderbrarup   -   Husum 18    
10. September:   Husum 18   -   FTB Flensburg    
17. September:   TSV Tönning   -   Husum 18    
24. September:   Husum 18   -   VfB Nordmark    
8. Oktober:   Frisia   -   Husum 18    
15. Oktober:   Husum 18   -   Rasensport Schleswig    
22. Oktober:   Vorwärts Flensburg   -   Husum 18    
5. November:   Husum 18   -   TSV Friedrichsberg    
12. November:   TSV Westerland   -   Husum 18    
19. November:   RW Niebüll   -   Husum 18    
22. November:   Husum 18   -   DGF Flensburg    
26. November:   Husum 18   -   TSV Kappeln    
Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. August

Eine interessante Feststellung

Wußten Sie schon, lieber Sportwetter und Lottoenthusiast, daß die Ausgaben für Lotto und Toto auf eine Milliarde D-Mark im Jahr geschätzt werden? Das entspricht dem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 200.000 Arbeitnehmern. Soviel Arbeitskraft wird aufgewendet, um mühelos Geld zu verdienen. Kann man angesichts dessen wirklich noch sagen, daß die Lotto- und Totogewinne ohne Arbeit verdient werden? Im Gegenteil, da der Staat von den Gewinnen einen gemessenen Teil an sich zieht, bekommen die Prämienzahler in ihrer Gesamtheit bedeutend weniger heraus, als sie sich durch Arbeit vorher verdient haben.

Die teuflische Versuchung liegt nur darin, daß der einzelne die Chance hat, sich auf Kosten der übrigen zu bereichern.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18

1. August

Wußten Sie schon, daß ...

... Dr. Peco Bauwens 82mal zur Leitung von Länderspielen berufen wurde und 5mal ein deutsches Endspiel leitete und zwar die Spiele
1920:   1.FC Nürnberg - Spielvereinigung Fürth   2:0
1921:   1.FC Nürnberg - Vorwärts Berlin   5:0
1922:   1.FC Nürnberg - Hamburger SV   2:2 und
1922:   1.FC Nürnberg - Hamburger SV   1:1
1929:   Spielvereinigung Fürth - Hertha BSC   3:2?
... der 1. FC Nürnberg elfmal und FC Schalke 04 zehnmal Teilnehmer an den Endspielen waren?
... unser Nordmeister Hamburger SV siebenmal und Hertha BSC sechsmal im Endspiel waren?
... bei dieser Feststellung die jeweiligen Wiederholungsspiele des Hamburger SV gegen den 1. FC Nürnberg im Jahre 1922 und des FC Schalke 04 - Hannover 96 im Jahre 1938 nur als ein Endspiel gerechnet worden?
... der erfolgreichste Torschütze der deutschen Endspiele Ernst Kalwitzki, Schalke 04, mit 10 Treffern ist und allein fünf Tore im Spiel 1939 gegen Rapid Wien erzielte?
... der FC Schalke 04 auch mit 34 Toren die meisten Endspieltore erzielte?
... es nur zwei Vereinen gelang, sich sechsmal hintereinander bis ins Deutsche Endspiel vorzuspielen: Hertha BSC von 1926 bis 1931 und Schalke 04 von 1937 bis 1942?
... Berlin als Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften mit 20 Endspielen weit an der Spitze liegt, vor Köln mit 6 Spielen?
... nur drei deutsche Endspiele die Zuschauerzahl von 100.000 erreichten und zwar 1937 FC Schalke 04 - 1.FC Nürnberg (2:0) und 1938 zweimal Hannover 96 - FC Schalke 04 (3:3; 4:3)?
.... vor dem ersten Länderspiel einer deutschen Nationalelf am 4. April 1908 gegen die Schweiz, die deutsche Elf verlor in Basel mit 3:5 Toren, schon fünf Begegnungen von Auswahlmannschaften von Deutschland und England ausgetragen wurden?
... die beiden ersten Spiele am 23. und 24. November 1899 in Berlin mit 13:2 und 10:2 Toren verloren wurden?
... bereits am 28. November die dritte Begegnung mit 7:0 Toren von den Engländern gewonnen wurde?
... im Jahre 1901 bei einem Gegenbesuch in England zwei Spiele ausgetragen wurden, die die Engländer mit 12:0 und 10:0 Toren gewannen?
... Dr. Ivo Stricker als einziger in allen fünf Spielen spielte?
... Torwart Paul Eichelmann, Berliner TuFC Union 1892, unser Keeper aus dem Spiel von 23. November 1899 als einziger der Spieler aus den fünf ersten Spielen, offiziell 1908 in die Ländermannschaft berufen wurde, die gegen England und Österreich spielte?

 

Wenn Ihnen, liebe Sportfreunde, dieser kleine Ausflug in die deutsche Fußballgeschichte Freude macht, bin ich gerne bereit, in der nächsten Ausgabe wieder von der Vergangenheit zu plaudern.

Karl Bernhard Mölck
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

Aus der Welt des Sports

Hindenburg: "Und sie hatten gar keine Angst?"

Der Olympiasieg des 220 Pfund schweren Schifferstädters Wilfried Dietrich ruft Erinnerungen wach an den letzten Olympiasieg eines deutschen Ringers. 1932 in Los Angeles gewann Jakob Brendel die Goldmedaille im Fliegengewicht.

Nach der Rückkehr in die Heimat wurden die siegreichen Olympiakämpfer von Exzellenz Theodor Lewald dem deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg vorgestellt. "Und das ist unser Olympiasieger im Ringen, Jakob Brendel", sagte Lewald voller Stolz bei der Vorstellung von Brendel. Hindenburg guckte ganz ungläubig. "Im Ringen?" versicherte er sich bei Lewald. Paul von Hindenburg konnte es immer noch nicht glauben. Dann endlich rückt er heraus mit der Frage: "Ja, sagen Sie mal, hatten sie denn gar keine Angst, wenn da so ein Koloß mit zwei Zentnern gegen Sie anrückte?" Als dann Hindenburg aufgeklärt wurde, daß es verschiedene Gewichtsklassen gibt, mußte er über sein sportliches Nichtwissen selbst schmunzeln: "Ja, das kam mir doch auch ein bißchen nicht ganz geheuer vor!" Bei Wilfried Dietrich hätte Hindenburg wohl den Olympiasieg auf Anhieb geglaubt ...


Peter Müllers 50. k.o.-Sieg nicht im Rekordbuch

Peter Müller sollte eigentlich seinen 140. Kampf am Samstag in Halle 6 auf dem Stuttgarter Killesberg bestreiten. Dieser "Fight" hat jedoch schon acht Tage zuvor in einem Stuttgarter Kaffeehaus stattgefunden, das einen "gewissen Ruf" besitzt und in das Peterchen auf seiner Entdeckungsreise nichtsahnend geraten war. Hier verkehren Männer, die mehr Zuneigung zueinander haben, als es die Gesetze erlauben. Peter Müller, immer sehr leutselig, freute sich, als ihn ein junger Mann anstrahlte. "Bist du ein hübscher Junge, kommste auch zu meinem Kampf?", klopfte ihm Müller im Vorbeigehen auf die Schulter. Das wurde falsch aufgefaßt. "Der ist mir!" Mit diesen Worten stürzte sich ein nicht gerade schwächlich aussehender Riese auf den nichtsahnenden Peter Müller und versetzte ihm einen Kinnhaken. Peterchen rollte mit den Augen, schüttelte den Kopf, und im nächsten Augenblick lag der Angreifer lange für die Zeit, die normalerweise im Boxring ausreicht um jemanden auszuzählen, auf dem Kaffeehausboden. Das war Müllers 50. k.o.-Sieg, der jedoch in keinem Rekordbuch registriert sein wird.


Die kriminellen Fanatiker

Als der Hamburger Oberliga Club Bergedorf 85 noch in der Amateurliga spielte, geschah es an einem Sonntagabend, daß der Vorsitzende der Fußballabteilung auf dem Heimweg vom Klublokal an einer dunklen Straßenecke überfallen wurde. Da er die Einnahmen des Spiels vom Nachmittag bei sich trug, vermutete er einen Raubüberfall. Er rief um Hilfe. Die Polizei war schnell zur Stelle, der Täter konnte von Passanten gestellt werden. Für die Polizisten, die den Fall aufnahmen, war es eine klare Angelegenheit: Raubüberfall auf die Tageskasse. Für den Richter, der sich einige Wochen später mit dem Vorfall beschäftigen mußte, war es am Ende der Beweisaufnahme ein anderes Motiv: Fanatismus. Der Mann, der als Räuber ermittelt worden war, wollte gar nicht die Vereinskasse rauben. Er wollte dem Vorsitzenden der Fußballabteilung nur eine Tracht Prügel verabreichen. Warum? Weil der Verein an diesem Tage verloren hatte, und der Vorsitzende angeblich an einer verfehlten Mannschaftsaufstellung schuld war. Der Angeklagte kam wegen Körperverletzung sehr milde davon: Er brauchte nur eine Geldstrafe zu zahlen.

An diesen Vorfall mußte ich denken, als jetzt in einer französischen Zeitung eine Meldung stand: Da war den Spielern der bekannten Mannschaft Red Star Paris nach einem Training aus der Kabine ein Teil ihrer Garderobe - einschließlich der Brieftaschen - gestohlen worden. Wenige Tage nach dem Diebstahl erhielt die Vereinsleitung einen Brief eines unbekannten Absenders: "Ich bin der Dieb, ich bin nur ein Anhänger Ihres Vereins. Sobald die Mannschaft bessere Ergebniße erzielt, werde ich die Sachen - ohne daß auch nur ein Franc fehlt - zurücksenden."

Wenn das so weitergeht, ergeben sich bald herrliche Perspektiven. Fanatiker, die sich auf dem Sportfeld nicht mehr austoben können, weil Ordner und Funktionäre mehr denn je aufpassen, gehen in das Dunkel der Anonymität. Sie betreten kriminelle Wege, um zu ihrem unsportlichen Ziel zu kommen. Vielleicht drohen sie eines Tages, das Vereinslokal in die Luft zu sprengen oder die Wohnungen von Spielern anzustecken. Milde ist hier nicht angebracht. Vielleicht sollten hier die Richter mithelfen, den Fanatismus neuer Prägung sofort in die Schranken zu weisen. Das wäre ja noch schöner, wenn Mannschaften, die mal nicht in Form sind, für ihre Trainer und Spieler persönlichen Polizeischutz anfordern müssen.


In "Sachen Fußball" zum Tod verurteilt

Am 15. März feierte ein Mann des deutschen Fußballs seinen 60. Geburtstag, der die Geschicke des Fußballs maßgeblich beeinflußte: Dr. Fritz Walter, der Vorsitzende des VfB Stuttgart, zugleich Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft süddeutscher Vertragsspielervereine und Vorsitzender des DFB-Vertragspielerausschusses. So wie der Fritz Walter aus Kaiserslautern jahrelang das Gesicht der deutschen Nationalelf prägte, so gab Dr. Fritz Walter aus Stuttgart dem Nachkriegsfußball sein Gesicht. Dr. Walter dürfte zugleich auch der einzige Fußballfunktionär auf der ganzen Welt sein, der "in Sachen Fußball" zum Tode verurteilt worden ist. Und das kam so:

Man schrieb den 18. Mai 1945. Erst vor wenigen Tagen hatten die Reste der deutschen Armee kapituliert. Überall herrschte das Chaos. Die Fußballer dachten aber auch schon wieder an ihr schönes Spiel. So auch Dr. Fritz Walter vom VfB Stuttgart, der zusammen mit seinem früheren Torhüter Ernst Schnaitmann beim französischen Stadtkommandanten in Stuttgart, General Schwarz, die Erlaubnis erwirkte, das erste Nachkriegsspiel "Wasen - Degerloch", also VfB - Kickers, zu organisieren. Dazu brauchte man jedoch Trikots. Das Clubhaus des VfB war jedoch von Russen, die zuvor in einem Arbeitslager auf dem Cannstatter Wasen untergebracht waren, geplündert worden. Dr. Fritz Walter machte sich also auf dem Weg zum Russenlager, um die Trikots wieder loszueisen. Schon von weitem sahen sie die Trikots des VfB auf der Wäscheleine flattern. Noch während Dr. Walter und seine beiden Begleiter die Trikots "sicherstellten", wurden sie auch schon von einer Meute wüst heulender Russen umzingelt. Dennoch glückte es den beiden Begleiter von Dr. Walter zu flüchten. Aber niemand wollte helfen, denn das war zu gefährlich.

Dr. Walter wurde indessen auf einen freien Platz in der Mitte des Lagers geschleift, um ihm dort den Prozeß zu machen. Zwar hatte man ihm einen jungen 18 jährigen Burschen als "Verteidiger" beigegeben, aber er konnte nicht durchdringen. Aus den Gesichtern des Gerichts und der herumsitzenden Russen sprach nur Haß. Dr. Walter glaubte, sein letztes Stündchen sei gekommen, denn damals machte man kurzen Prozeß. Und dann kam auch das Urteil: Dr. Fritz Walter wurde von dem russischen Lagergericht zum Tode durch Erschießen verurteilt.

Nun aber setzte sich der junge, 18-Jährige Russe in leidenschaftlicher Weise für Dr. Walter ein: "Er gehört zu den Männern, die uns Gefangenen im Lager immer wieder Vergünstigungen verschafften und uns Lebensmittel besorgten, obwohl das lebensgefährlich war!" Schließlich mußten auch die Russen und ihr Schnellgericht erkennen, daß man hier ein falsches "Opfer" gefunden hatte. Dr. Walter wurde freigelassen, und die Trikots durfte er auch mitnehmen. Das erste Nachkriegsfußballspiel in Süddeutschland konnte steigen ...

aus "Der Fußballtrainer"
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. August

Sport - Spiel der Daseinsfreunde

Der Sport kann das Familienleben ebenso vertiefen wie zerstören. Es kommt ganz darauf an, wie man ihn betreibt,. In Familien mit Kindern wäre es das Ideal, wenn die Eltern mit ihren Jungen oder Mädchen gemeinsam Sport betreiben würden. Es gibt wohl kaum eine Sportart, die es ausschließt, daß beide Teile das fröhliche Erlebnis der sportlichen Betätigung in Gemeinschaft miteinander haben können. Sporterfahren Eltern werden die Tätigkeit ihre Kinder nach Form und Leistung so zu leiten wissen, daß deren Kräfte sich leiblich ebenso gut entfalten werden wie sie den Kindern auch den Weg zum seelischen Erlebnis zu weisen vermögen. Gesundheit als eine nicht zu übersehende Grundlage einer mit Frohsinn erfüllten Häuslichkeit ist die erste Folge.

Das ausgesprochene, traditionell überkommene Respektverhältnis der Kinder zu ihren Eltern wird durch eine verständnisvolle Kameradschaft abgelöst werden. Und das ist besonders wichtig in den Jahren, da der Knabe zum Jüngling und das Mädchen zur Frau wandelt. Wenn der Junge im Vater den guten Sportkameraden, die Tochter über Spiel und Tanz die Mutter als ihre ältere Schwester empfinden gelernt hat, dann wird eine Atmosphäre des Vertrauens der Jugend helfen, leichter jene Klippen zu umschiffen, die sich ihr in dem dämonischen Umwandlungsprozeß vom unreifen zum geschlechtsreifen Wesen in den Weg stellen.

Ist es für die Eltern nicht bedeutsam, daß das Jungbleiben, das der Sport uns schenkt, gar nicht so sehr nur körperlich zu verstehen ist, sondern daß vielmehr eine innere Haltung zum Ausdruck kommt, aus der heraus Eltern z.B. die Torheiten ihrer Kinder nicht ernster nehmen, als sie wirklich verdienen genommen zu werden? Ist nicht das lachende Ja-Sagen zum Leben, zu dem der Sport uns zu führen vermag, der beste Schutz gegen schulmeisternde Pedanterie in der Erziehung?

Das wird immer so sein, solange wir den Sport als ein Spiel der Daseinsfreude und nicht als Selbstzweck betreiben. Wo jedoch unter dem Stempel wirtschaftlichen Denkens der Sport einer skrupellosen Profitgier zum Opfer fällt, entwickeln sich all jene Verfallserscheinungen, die mit Sport nichts mehr zu tun haben. Wenn verantwortungslose vereinsleitungen ihre Jugendlichen oder ihre Mannschaften von Wettkampf zu Wettkampf hetzen und so ihre Mitglieder der Familie ohne jedes Verständnis für die verhängnisvollen Folgen entziehen, dann laden sie eine untilgbare Schuld auf sich und erweisen dem Sport selbst den schlechtesten Dienst. Dagegen gibt es nur ein einziges wirksames Mittel: eine vernünftige, zur Einsicht führende und überzeugende Erziehung. Sie muß in der Schule, in der Leibeserziehung beginnen und von den Eltern am besten durch ihre aktive Teilnahme gefördert werden. Eine saubere pflichtbewußte und von Verantwortung getragene Vereinsleitung wird alles zu vermeiden wissen, was zu einer Störung des Familienlebens führen muß.

Wenn wir von der Jugend auf lernen, daß der Sport nur ein bescheidener, wenn auch unentbehrlicher Teil unserer Lebensgestaltung ist und es ebenso sinnlos wie töricht ist, ihn zum Lebensinhalt selbst zu machen, so werden wir für das spätere Familienleben keine Sorge zu hegen brauchen. Eine in dieser Lebensauffassung gefestigte und starke Jugend heranzubilden ist Aufgabe der Leibeserziehung, für die Sport nur ein wichtiges Mittel ist. Zu einem wahrhaften Sportsmann gehört nicht allein die sportliche Leistung, sondern auch die kulturelle Tat, für die ein glückliches, ungestörtes Familienleben eine bedeutsame Voraussetzung ist.

Jene Fans aber, die um der Sensation oder des Gewinnes willen über dem sportlichen Ereignis alles vergessen, auch ihre Familie, soll man nicht als "Sportler" bewerten; sie sind nur Spieler mit einer in ihrem Grunde so segensreichen Sache. Was sich an Profitsucht, an Verfallserscheinungen im Sport oder Spiel heutzutage zeigt, verdient schärfste Ablehnung, darf aber andererseits dem Sport auch nicht schwerer zu Last gelegt werden als andere Dekadenzerscheinungen auf anderen Gebieten unseres kulturellen Lebens. Vergessen wir nicht: Der Sport ist ja nur ein Teil unserer Kultur, dem man nicht zu Unrecht alle Schatten allein zu Last legen darf.

Prof. Dr. Hermann Altrock
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1961

Husum 18

1. August

Unsere Schmunzelecke

Die Lehrerin versuchte ihren Schülern zu erklären, daß man mit der doppelten Verneinung eigentlich gerade das Gegenteil dessen zum Ausdruck bringt, was man wirklich meint. Sie schrieb einen Satz als Beispiel an die Tafel: "Den ganzen Sommer über habe ich nie kein einziges Mal wirklich Spaß gehabt." Dann drehte sie sich zu ihren Schülern um und fragte: "Tommy, was muß ich tun, um das hier richtig zu stellen?" "Ach, Fräulein", sagte der kleine Mann, "vielleicht - vielleicht schaffen Sie sich einen Freund an."


In einer Verordnung der französischen Badepolizei aus dem Jahre 1880 heißt es: "Den Badewärtern wird hiermit befohlen, wenn eine Dame in Gefahr des Ertrinkens gerät, dieselbe am Kleide zu fassen und nicht an den Haaren, weil diese gewöhnlich in der Hand des danach Greifenden zurückbleiben!" Anmerkung der Redaktion: "Haben Sie schon mal etwas von Perücken gehört?"

Ja - vielleicht hat's auch Ihnen gefallen in unserer Schmunzelecke, und dann dürfen wir ja in der nächsten Ausgabe wieder erscheinen.

Die Redaktion
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1961

Husum 18

1. September

Vom Wert einer Vereinszeitung

Vielerorts betätigen sich Vereine und Interessengemeinschaften in turnusmäßig erscheinenden Mitteilungsblättern, öffentlichen Presseorganen, Fachzeitschriften und vielem anderen mehr ihre Thesen, Werbungen oder gar Verfluchung an den Mann oder, besser gesagt, an den Leser zu bringen. Sehr leicht könnte man dazu geneigt sein, alle Mitteilungsblätter über einen Kamm zu scheren, aber irgendwo gibt es doch Ausnahmen im großen Reigen derartiger Blätter. Daß zu diesen Ausnahmen die Vereinszeitung eines Sportvereins zählt, ist uns allen selbstverständlich, obwohl viele Bezieher eines solchen Mitteilungsblattes den Wert desselben noch gar richtig erkannt haben. Für den Bezieher eines Vereinsblattes tritt dieses erst wieder oder immer erst mit Erscheinen in dessen optischen Bereich, der geistige läßt dann meistens noch auf sich warten.

Bis zum Eintreten des Mitteilungsblattes in den optischen Bereich des Beziehers ist der geistige Bereich der Redaktion aber schon mehrfach in Erscheinung getreten, um - ja um dem Bezieher Vergangenes ins Gedächtnis zu rufen, um die Gegenwart noch einmal passieren zu lassen, und Tradition zu fördern, um die Jugend zu fesseln und vor allen Dingen, um allen Beziehern eine Mußestunde zu verschaffen, eine Mußestunde beim Lesen des Blattes.

Wird dieses Vereinsblatt aber auch immer gelesen? Und wo und wann wird es gelesen? Wird es gelesen, weil es monatlich neu erscheint oder weil ein rechtes Bedürfnis dafür vorliegt, dieses Blatt zu lesen? Liegt etwa die Butterstulle beim Lesen daneben oder steht vielleicht der Suppenteller dabei? So sollte es ja eigentlich nicht sein und es genügt vollauf, wenn bei der Redaktion die Zigaretten glimmen und rauchen, während die Texte verfaßt werden.

Also - ein wenig mehr Achtung unserem jeweiligen Vereinsblatt gegenüber. Aber wenn erst gelesen, so dürfen diese Blätter ganz beruhigt in den Papierkorb wandern. Entrüstet hört man nun alle Bezieher, die gerade in diesem Augenblick Leser geworden sind, sagen: "In den Papierkorb?" Nun - ein materieller Wert wäre es schon, unser Vereinsblatt, wenn es als Brotpapier Verwendung finden würde oder als Packpapier für Vatis Schuhe, die Klaus eben zum Schuhmacher bringen soll, oder aber auch zum Entzünden des Feuers im Ofen. Diese materielle Wert ist aber so gering, daß wir als Verfasser und Herausgeber des Vereinsblattes gar nicht daran denken, diesen Wert zu erzielen, vielmehr soll das Vereinsblatt unser Zusammengehörigkeitsgefühl fördern und stärken, soll uns Information sein für das Geschehen in unserer Sportfamilie, soll uns aber auch wissen lassen, wenn interessante Sportnachrichten zur Kenntnisnahme gegeben werden sollen, und vor allen Dingen soll dieses Blatt unsere Erinnerung an die Vergangenheit wach halten, es soll unser Spiegelbild sein.

So gelesen und betrachtet, so den Sinn und das Ziel, dass mit der Entstehung des Vereinsblattes verfolgt wird, wird dieses Blatt für die Jugend immer fesselnd und aktuell sein und für die Großen ein Vergnügen sein, in Ruhe und Besonnenheit dieses Vereinsblatt lesen zu können.

Und später - wenn wir dann einmal mit zitternder Hand über einen kleinen Einband streichen, diesen vor den Augen einer neuen Jugend öffnen, dann - ja dann dürfen und werden wir mit bewegter Stimme von jenen Zeiten und Tagen erzählen, deren Ablauf in diesem kleinen Vereinsblättern abgedruckt ist, wir werden stolz sein können, damals dabei gewesen zu sein, als Sportler.

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck

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1961

Husum 18

1. September

Aus unserer Familien-Chronik

Unser Sportfreund Hans Zawadzky ist mit Beginn der Saison als Landesliga-Schiedsrichter berufen worden. Für diese ehrenvolle sportliche Berufung alles Gute und herzliche Glückwünsche.

Beim diesjährigen Schützenfest der Husumer Schützengilde von 1586 konnte unser erster Vorsitzender Karl Krieger die Königswürde erringen, ihm zur Seite "Ihre Majestät", seine Gattin. Unserem wackeren Sportfreund und seiner Gattin für ihre "Regentschaft" alles Gute.

Ebenfalls zu Höherem berufen wurde unser Kamerad Karl Bernhard Mölck, der mit Beginn der Saison mit der Leitung von Spielen der zweiten Amateurliga betraut wird. Auch hier unsere herzlichen Glückwünsche.

Alles erdenklich Gute und baldige Genesung wünschen wir unseren Sportkameraden Lothar Lehmann und Manfred Bredlau, die durch einen Unfall am 20. August verletzt wurden.

Auch in diesem Monat allen unseren Geburtstagskindern Glückwünsche zu ihrem Wiegenfest.

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. September

Der Start in die neue Saison

Unsere Senioren bei den Pokalturnieren des TSV Rantrum und des IF Tönning. Die ersten Punktspiele der neuen Serie

Zum Fußballauftakt 1961/62 nahmen unsere Senioren mit einer kombinierten Mannschaft am 30. Juli am traditionellen Pokalturnier des TSV Rantrum teil. Unsere Neuzugänge Egon Harms und Siegfried Katt konnten im Rahmen dieser Mannschaft gut gefallen und stellen zweifellos eine Verstärkung der Liga dar. Wenn auch der zahlenmäßige Erfolg für unsere Mannschaft ausblieb, so war der sportliche doch groß, zumal die Teilnahme einer Mannschaft von uns an diesem Turnier ebenso zur Tradition gehört, wie das Turnier selbst schon Tradition ist. Und hier der Zahlenspiegel des Fußballauftaktes:

    TSV Rantrum   -   Husum 18   0:1
    Frisia Husum   -   Husum 18   1:1
    Bredstedter TSV   -   Husum 18   1:0

In Tönning beim dortigen IF spielten dann unsere wackeren Fußballer schon wesentlich flüssiger, auch stand Lothar Lehmann wieder zwischen den Pfosten und strahlte doch merkliche Ruhe auf die Mannschaft aus. Und so sah die Teilnahme unserer Mannschaft beim Turnier des IF Tönning in Zahlen aus:

    TSV Oldenswort   -   Husum 18   0:1 (0:0)
    TSV Garding   -   Husum 18   0:1 (0:0)
    IF Tönning   -   Husum 18   0:4 (0:2)
    TSV St. Peter   -   Husum 18   1:3 (1:0)

Mit einem Torverhältnis von 9:1 und 8: Pokalpunkten, konnte unsere Mannschaft den Pokal nach Husum entführen.

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. September

Das erste Punktspiel unserer Liga am 13. August gegen SIF Schleswig

Wenn auch mit einem Sieg von 3:2 (1:1) Toren die ersten Punkte in Husum blieben, so stimmt uns dieser Sieg doch nicht froh, wenn man bedenkt, wieviel Lücken in der Mannschaft klafften. Zwar haben wir mit der Besetzung Lothar Lehmann, Peter Howe, Siegfried Bascheck ein Schlußdreieck, das den Anforderungen eines jeden Spielers gerecht werden wird, aber dann - bis auf wenige Lichtblicke - blieben viele Wünsche offen.


Unsere 1b absolvierte am gleichen Tag ein Freundschaftsspiel, gleichsam als Generalprobe für die neue Punktrunde, gegen die 1b vom VfB Nordmark. Hier trennte man sich mit 3:3 (2:1) Toren, nachdem unsere Jungen den Nordmärkern mit 3:1 davonzogen.


Im zweiten Spiel der Punktrunde war unsere Liga Gast beim TSV Weiche-West. Daß damit unserer Elf ein sehr harter Brocken vorgestellt wurde, war uns allen klar. In diesem Spiel bewiesen aber unsere Jungen, daß sie zu spielen verstehen. Nach torloser 1. Halbzeit gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung, bevor dann Egon Harms den Ausgleich und kurz vor Schluß Sönke Hansen mit einem weiteren brillanten Tor Sieg und Punkte für unsere Elf sicherten.


Die 1b konnte ihr Punktspiel beim TSV St. Peter mit 6:1 (3:0) erfolgreich gestalten. Für den Sieg zeichneten unsere Spieler Peter Römer Peters (2), Helmuth Will (2), Eckhard Busse und Manfred Hansen verantwortlich. Ein verheißungsvoller Auftakt also auch bei unseren Senioren im Kreis.


    Husum 18   -   SIF Schleswig   3:2 (1:1)
    TSV Weiche-West   -   Husum 18   1:2 (0:0)
    Husum 18 Ib   -   VfB Nordmark   3:3 (2:1)
    TSV St. Peter   -   Husum 18 Ib   1:6 (0:3)

Unsere 1b-Mannschaft stand am 6. August im Pokalendspiel um den Helmut-Pauls-Pokal der ersten Garnitur von Blau Weiß Friedrichstadt gegenüber. Sehr verheißungsvoll begannen unsere Jungen das Spiel im Mittelfeld, aber vor dem gegnerischen Tor war alle Kunst am Ende. Eine Umständlichkeit unserer Sturmreihe, wie sie noch nie bestand, durchlief das ganze Spiel. Anders dagegen die Friedrichstädter. Lang und schnell zogen sie den Ball durch ihre Reihen und versuchten immer wieder und aus jeder Gelegenheit den Torschuß, was ihnen auch den 1:0-Pausenstand sicherte. Im zweiten Durchgang fielen dann die beiden entscheidenden Tore, die den Friedrichstädter mit einem verdienten 3:0 den Pokalsieg sicherten. Wenn auch unser Torwart Edlef Kniese zweimal verletzt wurde, so darf das nicht als Grund der Niederlage, gemessen an dem sonstigen Können unserer 1b, angesehen werden.


Ebenfalls am 6. August hatte unsere 1c-Mannschaft im Entscheidungsspiel gegen TSV Rantrum 1b zu beweisen, wer nun der Meister der zweiten Kreisklasse sein sollte. Hier waren unsere Jungen die stärkere Mannschaft und zeigten sich als Meister ihrer Klasse würdig. Geschickt konnten im ersten Durchgang die Rantrumer, mit Windunterstützung spielend, immer wieder abgefangen werden, wenn auch das 1:0 durch ein Mißverständnis von Tormann und Hintermannschaft für die Rantrumer fiel. Nur wenige Minuten später erzielte unsere 1c den Gleichstand und konnte diesen geschickt halten. Im zweiten Durchgang zeigte sich dann die klare Überlegenheit unserer Mannschaft, und mit vier weiteren Toren bei noch zwei Gegentoren hieß der Meister der zweiten Kreisklasse mit dem Ergebnis von 5:3 Toren Husum 18 1c.

Unseren herzlichsten Glückwunsch der Mannschaft zur endgültigen Erringung der Meisterschaft 1960/61.

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. September

Auch bei unserer Jugend rollte der Fußball

   
Unsere Jungmannen hatten zum Auftakt die Jungmannen von Flensburg 08 eingeladen. Mit den Gästen aus Flensburg kamen alte Bekannte, die den Husumer Jungen aus der Bezirksrunde und auch aus Freundschaftsspielen in guter Erinnerung sind. Unsere beiden Mannschaften mußten, wenn auch viel Pech mit im Spiel war, Niederlagen hinnehmen, die zahlenmäßig zu hoch ausfielen. Und hier die Ergebnisse der ersten Freundschaftsspiele:

1. Jungmannen   Husum 18   -   Flensburg 08   0:3 (0:2)
2. Jungmannen   Husum 18   -   Flensburg 08   0:3 (0:0)

Bereits eine Woche später starteten unsere Jungen ihre ersten Punktspiele. Sie standen alle im Zeichen der Begegnungen mit unserem zweiten Mannschaften. In allen Paarungen konnten sich die jeweils ersten Mannschaften klar durchsetzen und ihre ersten Tore und Pluspunkte sammeln.

Knaben   Husum 18 I   -   Husum 18 II   7:0 (5:0)
Schüler   Husum 18 I   -   Husum 18 II   8:0 (4:0)
Jugend   Husum 18 I   -   Husum 18 II   7:0 (2:0)
Jungmannen   Husum 18 I   -   Husum 18 II   14:0 (7:0)

Am darauf folgenden Wochenende traten Jugendmannschaften unsere Abteilung in St Peter und Friedrichstadt an. Wie unsere Jungen dabei abschnitten, zeigt unser Zahlenspiegel.

Jungmannen   TSV St. Peter   -   Husum 18 I   2:3 (0:2)
Jugend   TSV St. Peter   -   Husum 18 I   1:1 (0:1)
Jungmannen   BW Friedrichstadt   -   Husum 18 II   8:1 (1:0)
Schüler   BW Friedrichstadt   -   Husum 18 II   17:0 (9:0)
Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18

1. September

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Ulrich Schenk, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Heinz Wittfoot, Husum, Flensburger Chaussee 41
3. Volker Schimmelfeder, Husum, Flensburger Chaussee 41
4. Kurt Ferk, Husum, Flensburger Chaussee 41
5. Hartmann Hesse, Husum, Flensburger Chaussee 41
6. Wolfgang Keipke, Husum, Flensburger Chaussee 41
7. Manfred,Bredlau, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
8. Eckhard Reckstedt, Husum, Osterende 94
9. Egon Harms, Husum, Hohle Gasse 5
10. Peter Bajohr, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
11. Walter Kretschmer, Hattstedt
12. Walter Koch, Husum, Westerende 21
13. Günter Rehm, Schobüll


Austrittserklärungen
1. Max Bruhn, Husum, Markt 20
2. Horst Groß, Husum, Friedrichstraße 2
3. Hermann Mommsen, Husum, Petersburg
4. Hermann Lorenzen jun., Husum, Herzog-Adolf-Straé 16
Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Wußten Sie schon, daß

... Paul Janes, Fortuna Düsseldorf, seine Laufbahn in der Deutschen Nationalelf als Rechtsläufer begann, ehe er auf seinem Stammposten als Rechtsverteidiger spielte, und Fritz Szepan, FC Schalke 04, als Mittelläufer begann, bevor er als Halblinker stürmte?
... der Süden mit 16 Vereinen führt, aus denen Spieler berufen wurden, die in mehr als 20 Länderspielen den Nationaldreß trugen, vor dem Westen mit 14, dem Südwesten mit fünf, dem Norden und Mitteldeutschland je zwei und ein Verein aus Österreich?
... noch keiner Deutschen Meistermannschaft der "Hat-trick" gelang?
Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Über die ethischen Regeln des Sports

   

Wer einen Sport ohne Ethik Sport nimmt, weiß nicht, wovon er redet. Was versteht man denn unter Sport? Sport ist ein durch ethische Grundsätze, vor allem durch den Grundsatz der Gerechtigkeit, entschärfter und ins Humane gehobener Kampf. Mit der Ethik werden Fairneß, Ungezwungenheit, Freude und Ritterlichkeit in den Wettkampf hineingetragen. Lauter Eigenschaften eines hohen und freien Menschentums. Sport bedeutet von vornherein und wesentlich den Triumph der hellen und lauteren Kräfte über die dunklen und zerstörerischen im Innern des Menschen.

Das ethische Element findet seinen Ausdruck in den Regeln. Hinter jeder sportlichen Regel steht ein ethischer Grundsatz. Hier einige aufs Geradewohl herausgegriffen Beispiele: Die Abseitsregel beim Fußball, deren Anwendung die Gemüter so oft durcheinanderbringt, ist in hohem Maße eine ethische Regel. Wer ihre ethische Absicht erst einmal erfaßt hat, findet sich mühelos im Gestrüpp der Auslegungen zurecht.

Weil Fußball zu den Kampfspielen gehört, soll jedes Tor auch erkämpft, erarbeitet und nicht verhältnismäßig bequem erlistet werden. Wer die Verteidigung umdribbelt oder ausspielt, darf ein Tor schießen, nicht aber, wer, hinter dem letzten Verteidiger stehend, nur darauf lauert, daß ihm der Ball vorgelegt wird. "Schweiß verlangen die Götter, wenn uns etwas Tüchtiges gelingen soll." Das ist der eigentliche Sinn der Abseitsregel, aus dem sich alles andere ergibt. Zweifellos ethisch.

Die Erfindung des Strafraums, in dessen Grenzen jede Regelwidrigkeit besonders hart geahndet wird, beruht ebenfalls auf einer ethischen Überlegung. Auch in höchster Not, wenn es vor einem Tor lichterloh brennt und die Versuchung groß ist, den drohenden Treffer durch ein Handspiel oder unerlaubte Härte abzuwenden, auch wenn erregte und überbeanspruchte Nerven die Selbstbeherrschung gefährden, auch und gerade dann soll das Spiel nicht aus den Fugen gehen. Kann ein Spieler sich in solchen Augenblicken nicht in Zucht halten, dann muß er für sich und seine Mannschaft eine empfindliche Strafe hinnehmen.

Mit der Verhängung des Eckballs wird gleichfalls eine Art Strafe ausgesprochen. Die Regel will, daß der Spieler sich bemühen soll, den Ball unter allen Umständen im Spiel zu halten, auch wenn in Tornähe Gefahr im Verzuge ist. Ein Versagen hat einen Eckball zur Folge, der bekanntlich ein halbes Tor bedeutet. Selbst die Einwurfregel erteilt dem, der die Verantwortung dafür trägt, daß der Ball die Seitenlinie überschritt, eine kleine Vorwarnung, indem sie den Vorteil des Einwerfens dem Gegner zuspricht.

Das sind nur einige Beispiele für den ethischen Ursprung der sportlichen Regeln. Wer sie nicht achtet, hat vom Sport nichts begriffen. Darum ist nur der ein wirklicher Meister, der einsieht, daß der Sport mit seinen Gesetzen und Regeln die Ordnung widerspiegelt, die auch im sonstigen Leben das Miteinander der Menschen bestimmen, ja ein menschenwürdiges Existieren, eine menschliche Gemeinschaft (die den Namen verdient) überhaupt erst ermöglichen in der Familie und am Arbeitsplatz, in der Schule und im Spiel, auf der Straße und im Haus.

Er hat sich, der wirkliche Meister, dafür entschieden, auf dem Sportplatz wie im Leben nicht Rauhbein und nicht Roboter, sondern Ritter zu sein. Er gibt durch sein Verhalten zu verstehen, daß er jedenfalls, mögen andere anders denken und anders handeln, unbeirrbar gewillt ist, sich nicht am Kampf aller gegen alle zu beteiligen, sondern im Menschen immer den Mitmenschen, mehr noch: den Kameraden, mehr noch: den Bruder zu sehen.

Wissen, daß alles Feine und Zarte und Noble nicht zählt und nichts einbringt, sofern man nur auf den äußeren Erfolg sieht, und es dennoch tun - darauf kommt es an!

Dr. Manfred Hausmann
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1961

Husum 18 / Fußball Regeln

1. September

Der Schiedsrichter

   

Ein Fußballplatz ist kein Konzertsaal. Es geht hier fast immer recht geräuschvoll zu, ja oft sehr stürmisch. Das liegt in der Natur der Sache; denn ohne Beifall, Anfeuerungsrufe, Freudenausbrüche oder auch berechtigte Mißfallenskundgebungen kein begeistertes Mitgehen der Zuschauer. Nur notorische Nörgler und Spießer verdammen diese akustische Kulisse. Die Fußballfreunde wissen, daß sie nun einmal dazu gehört und daß sie umso lauter ist, je mehr spielerische Qualitäten und spannende Momente der Kampf auf dem Spielfeld aufzuweisen hat.

Leider ist aber dieser brave Lärm im Zuschauerraum mit einer betrüblichen Kehrseite behaftet. Aus der feurigen Anteilnahme am Spielgeschehen wird nämlich gar zu leicht eine häßliche Unduldsamkeit gegen den Schiedsrichter. Die Ansicht, daß nur unbeherrschte Fanatiker und rüpelhafte Schreier unliebsame Szenen auf den Sportplätzen hervorrufen, stimmt nicht ganz. Wohl sind sie meist die Anstifter. Doch gar zu bedenkenlos geht auch die Masse der Zuschauer ein. Sie duldet nicht nur die Pöbeleien an jener Typen, sie läßt sich auch auch oft dazu verleiten, ins gleiche Horn zu stoßen, sobald sie glaubt, der Schiri habe "ihre Mannschaft" benachteiligt.

Ja, "ihre Mannschaft"! Der größte Teil der Zuschauer leidet nämlich an einer völlig falschen Einstellung zum Spiel. Er nimmt alles, was auf dem Spielfeld geschieht, viel zu ernst; er vergißt, daß er nur einem sportlichen Spiel zuschaut; er ist parteiliche Zuschauer, er steht nicht außerhalb des Spielgeschehens, sondern er spielt mit, und zwar in "seiner Mannschaft". Dementsprechend ist er schon von Natur aus gegen den Schiedsrichter feindlich eingestellt. Und beim kleinsten Anstoß kommt diese Feindseligkeit dann ungehindert zum Durchbruch. Was ist die Folge? Der Schiedsrichter sieht sich fast in jedem Spiel einer Zuschauermenge gegenüber, die alle nur möglichen Gelegenheiten wahrnimmt, um gegen ihn Front zu machen.

Sie verübelt ihm jede Entscheidung, auch völlig richtige, die er gegen "ihre" Mannschaft ausspricht. Dabei will sie alles besser wissen als er. Schimpfworte und Beleidigungen werden ihm zugerufen. Unterläuft ihm in der Hitze des Spielgeschehens dann wirklich einmal ein Fehler, dann ist einfach die Hölle los. Ein Fußballspiel zu leiten, vor allem in den unteren Klassen, ist wohl das undankbare Unterfangen im gesamten Sportwesen geworden. Der Schiri kann noch so unparteiisch und reell seines Amtes walten, der tierische Ernst der Zuschauer, der so leicht zur Hysterie wird, findet immer an seiner Arbeit etwas auszusetzen. Er macht ihm das Leben schwer, er vergällt ihm alle guten Absichten, er zerstört ihm die Freude an seinem Amt. Und eines Tages hat er es satt, der Prügelknabe seiner Majestät, des unduldsamen Zuschauers zu sein. Der große Mangel an Schiedsrichtern in ganz Deutschland beweist dies.

Und noch eins muß der Zuschauer begreifen: jeder Schiedsrichter ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Regelkenntnis. Dazu wurde er geschult und wird auch laufend weiter ausgebildet. Die richtige Regelauslegung ist in vielen Fällen dem ungeschulten Laien nicht möglich, schon gar nicht in der Gedankenschnelle des Spielgeschehens. Außerdem ist der Schiri fast immer näher am Ball als der Zuschauer. Er sieht also die einzelnen Vorgänge besser und deutlicher.

Das Publikum soll sich immer menschlich und fair gegen den Schiedsrichter benehmen - dann wird der 23. Mann nicht aussterben, dann wird es keine Skandale mehr auf den Sportplätzen geben, dann wird der Fußballsport der schönste und mitreißende Volkssport bleiben, der er in Wirklichkeit ist.

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Begeisterung oder Fanatismus

Ich sehe, wie die meisten der Leser abwinken oder behaupten, daß es nicht so schlimm sei. Gut, dann gehörst du zu den anständigen Sportanhängern. Du bist also kein (Vereins-)Fanatiker, sondern nur einer, der sich an der Leistung der Aktiven freut, begeistert. Wenn mich jedoch nicht alles täuscht, habe ich dich kürzlich aber nach einer Elfmeterentscheidung, die sich natürlich gegen deine Mannschaft richtete, pfeifen und grölen gehört. Das warst du nicht, mein Freund?

Doch, doch! Gibt es nur zu! Oder gehörst du zu den Feiglingen, die nur johlen und schreien, wenn die "Masse" schreit? Ja, bildest nicht du und du und ich diese "Masse"? Pfeifst du auch gegen den Referee, wenn er einen Strafstoß für die Heimelf gibt? Nein? Aber diese Entscheidung war doch genauso umstritten wie der "Elfer" vor der Halbzeit. Siehst du, da habe ich dich! Du gibst also zu, daß du mit zweierlei Maß mißt. Einem Torerfolg deines Vereins zollst du minutenlangen Beifall. Schießt jedoch ein Stürmer des Gegners ein wundervolles Tor, wie man es nur alle Jahre einmal zu sehen bekommt (leider!), so schimpfst du nur, auf den Torwart, auf den Verteidiger, auf den Schiedsrichter. Klar, der hätte ja sehen müssen, daß... Mein Freund, du bist nicht objektiv! Du hattest doch versprochen, nur aus Begeisterung am Sport ins Stadion zu pilgern! Und jetzt sprichst du von "deiner" Mannschaft, pfeifst gegen den Unparteiischen, grölst mit im Chor der unzufriedenen Masse. Ja, wo ist die Grenze zwischen Begeisterung und Fanatismus, wo?

Nimm deine Vereinsbrille ab (wenn's auch schwer fällt)! Applaudiere, wenn du glaubst, daß die Leistung deinen Beifall verdient hat. Aber lobe auch die Leistung des Gegners, auch des Schiedsrichters (wenn es auch noch so schwer fällt). Vergiß nie, daß der Rivale von auswärts Gast ist, Gast deines Vereins, Gast in den Mauern deiner Stadt, kurzum auch dein Gast! Auch der Referee ist bei deinem Verein zu Gast.

Eine Zauberformel zu finden, wie man den wenigen "Schreihälsen" in der Masse Mensch (beizeiten) den Mund stopfen kann, bevor sie durch ihr Gegröle andere, die Anständigen, mitreißen, ist das Problem, das es zu lösen gilt. Vergiß auch du, mein Freund, niemals die Worte des Gründers der Olympischen Spiele, des Barons Pierre de Coubertin, der da sagte: "Der Sinn des Sports ist nicht Sieg, sondern Teilnahme, das Ziel nicht Kampf, sondern Ritterlichkeit." Wenn du daran denkst, immer, wenn du eine sportliche Veranstaltung besuchst, dann wird es Ddr nicht mehr schwer fallen, stets ein Vorbild, ein Ritter der Anständigkeit zu sein, denn im Grunde genommen sind wir ja alle wohlerzogen, gut, anständig - fair!

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Wissen Sie, was paradox ist?

· Wenn man von einem Eckball erwartet, daß er rund ist.

· Wenn man erwartet, daß ein Elfmeterball ins Tor gehen soll, denn dieses ist nur 2,44 m hoch und 7,23 m breit.

· Wenn der Ball beim Zuspiel abgespielt werden soll.

· Wenn ein Torsteher nach einem Ball fallen soll.

· Wenn einer Zwietracht sät und Eintrachtler ist.

Erich Wiegand / Karl Bernhard Mölck
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1961

Husum 18 / Fußball

1. September

Eine kleine Fußball-Nußknackerei

Rolf schoß den Eckball von rechts herein. Der Ball sauste an den Pfosten und sprang zur Seite zurück. Herbert knallte von halbrechts her nach und schoß dabei dem Schiedsrichter zufällig an den Kopf; vom Kopf des vorgehenden Schiedsrichter sprang der Ball dummerweise ins Tor. "Toor!" schrie Rolf. Der Schiedsrichter aber pfiff und gab verärgert einen Freistoß für die gegnerische Mannschaft:

a) "Weil er mir an den Kopf geschossen hat", sagte der Schiedsrichter, "das war unsportlich."
b) "Er hätte aufs Tor entscheiden müssen", meinte Herr Meyer, "denn der Schiedsrichter ist Luft."
c) "Ein Tor wäre ungerecht", äußerte sich Herr Müller, "er hätte Hochwurf geben müssen."
d) "Der Schiedsrichter konnte das Tor nicht geben", sagte Herr Schulze, "denn er ist kein Spieler, und der Ball wäre sowieso ins 'Aus' gegangen."
e) "Er darf weder einen Freistoß noch ein Tor geben", stellte Herr Friedrichs fest, "sondern hätte auf Abstoß entscheiden müssen, denn der Ball war praktisch aus, wenn auch innerhalb des Tores."

Was ist nun recht? Die Begründung des Schiedsrichters oder die Meinungen der Herren Meyer, Müller, Schulze und Friedrichs? Diese Fragestellung ist für alle Leser gedacht, ob Große oder Kleine, und sehr freuen würde ich mich, wenn ich recht viele Antworten erhalten würde, ausgenommen sind davon natürlich unsere Schiedsrichterkameraden - oder!? Ich bitte aber darum, die Begründung für die Antwort nicht zu vergessen und die Karte zu richten an: Erich Wiegand, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4. Die originellsten Antworten und die Lösung erscheinen in der nächsten Ausgabe.


Da wir gerade beim Schiedsrichter sind - es sagt der Schiedsrichter:

1. "Strafstoß" gibt's nur einen einzigen, den "Elfer"!
2. Alles andere sind direkte oder indirekte Freistöße!
3. Einen indirekten Strafstoß gibt es nicht, da der Strafstoß ja der Elfer ist!
4. Ein "unabsichtliches Foulspiel" gibt es nicht, Foulspiel ist immer mit Absicht; unabsichtliches heißt "gefährliches Spiel"!
5. Für das Foulspiel wird ein direkter Freistoß verhängt!
6. "Gefährliches Spiel" gilt als unbeabsichtigt, dafür einen indirekten Freistoß!
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. September

Unsere Schmunzelecke

Als Theodor Wolff noch ein junger Redakteur war, arbeitete er unter einem Chef, der trotz seiner 80 Jahre noch unentwegt seinen Dienst versah. Eines Abends kam Wolff etwas bestürzt in sein Stammcafé und berichtete: "Stellt Euch vor, heute hat der Alte in meinem Schreibtisch seinen Nachruf gefunden!" - "Ach", staunten die Kollegen, "und was hat er gesagt?" - "Nichts! Er hat 20 Zeilen dazu geschrieben!"

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Oktober

Der Elfmeter

Eine Aufklärung für Laien

Achtung! - Seniorenspieler!

Alle Seniorenspieler, die aufgefordert werden, ein neues Paßbild beizubringen, wollen dieser Aufforderung unverzüglich nachkommen; ebenfalls der sportärztlichen Untersuchung, da sonst der Einsatz zum Spielen nicht mehr erfolgen kann, weil der Verein mit einer Strafe belegt werden würde.

Der Elfmeter ist die schwerste spielerische Strafe im Fußball. Mit ihr wird ein Spieler dafür bestraft, daß er foult, so daß man's sieht. Sie wird nur für schwere Vergehen ausgesprochen, beispielsweise dann, wenn ein Spieler seinem Gegner mit dem Messer ein Auge aussticht, vorausgesetzt, daß er dies in regelwidriger Weise besorgt. In Ermangelung eines Regelverstoßes wird der Elfmeter auch etwa dann verhängt, wenn dies ein Zuschauer verlangt, sofern er eine genügend laute und überzeugende Stimme besitzt.

Elfmeter! Welch ein inhaltsschweres Wort! Für die einen bedeutet es unverhoffte Rettung, für die anderen tiefste Verzweiflung und für den Schiedsrichter das Anfordern einer Polizeieskorte.

Zur Entstehung eines Elfmeters werden gewöhnlich mindestens vier Personen benötigt: 2 Spieler, von denen der eine fällt, weil ihn der andere fällt; ein Schiedsrichter, welcher pfeift, und ein Zuschauer, welcher pfeift, weil der Schiedsrichter pfeift. Die klassische Ausgangslage für einen Elfmeter ist etwa die folgende: Ein Spieler rennt mit dem Ball und ein anderer hintendrein, ohne den Ball. Der hintere denkt: "Wenn ich ihn nur nicht foule, ist alles verloren. Wenn ich ihn aber foule, haben wir wenigstens noch die Chance eines Elfmeters, der daneben geht." Der andere denkt: "Wenn er mich nicht bald foult, ist alles verloren, denn schießen kann ich ja noch nicht in dieser Lage. Wenn er mich aber foult, haben wir wenigstens noch die Chance, den Elfmeter zu verwandeln." Und so entsteht dann der Elfmeter, womit ja beiden geholfen ist.

Sobald das wohl geschehen ist, wälzt sich der Gefoulte am Boden, möglichst überzeugend und möglichst weit in den Strafraum hinein, während der Täter etwas hastig weiterspielt und so dreinzusehen versucht, als ob nichts geschehen wäre. Der Schiedsrichter aber, auf den sich nun alle Blicke konzentrieren, überlegt sich in Eile, ob er etwas gesehen hat oder nicht. Hat er etwas gesehen, so pfeift er; hat er nichts gesehen, so pfeift er auch, denn das Wälzen wirkt doch noch etwas überzeugender als daß unbeteiligte Gesicht des Täters. Außerdem pfeifen die Zuschauer ja auch. Hat er einmal A gepfiffen, so muß er auch B pfeifen - wie das schon die Tonleiter verlangt -: Daher setzt er sich in Richtung Elfmeterpunkt in Bewegung, unterwegs vorsichtshalber einmal kategorisch Hände und Kopf ununterbrochen schüttelnd und so alle Interventionsversuche im Keim erstickend. 17,35 cm vor dem ominösen Punkt bleibt er bockstill stehen, stützt eine Hand in die Hüfte und zeigt mit der anderen in majestätischer Bewegung auf das Sägemehl. Hierauf stürzen sich 22 Spieler auf ihn. Nachdem er unverletzt wieder aus dem Knäuel aufgetaucht ist, werden die Linienrichter befragt, deren heftiges Achselzucken weithin sichtbar ist. Und so schreitet der Schiedsrichter in granitener Entschlossenheit zur Exekution. Es wird der Ball geholt, den ein Kamerad des Täters inzwischen in respektabler Entfernung versteckt hat, und aus der Mannschaft des Gefoulten wird der Schütze gewählt, wobei in lobenswerter Höflichkeit jeder zugunsten aller anderen verzichten will. Ist der Unglückliche endlich erkoren, so begibt er sich gemessenen Schrittes zur Richtstätte, putzt sich den einen Anlauf und ... verschießt.

(Aus dem Cluborgan des FC Aarau)
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Und weiter geht es um die Punkte

Mit den Senioren, so scheint es, wollen unsere Jungen, zumindest unsere jeweiligen ersten Garnituren, Schritt halten. So waren die Schüler und Jungmannen vom FC Blau-Weiß Friedrichstadt am 26. August Gäste unserer entsprechenden ersten Mannschaften.

Wie unsere Schüler dabei aufspielten, war schon eine Augenweide. Trotz Mittelstürmer- und Torwart-Ersatz zeigten unsere Jungen an diesem Tag und in diesem Spiel, wie schön auch Fußball sein kann und wie herrlich. Sechs Tore, eines schöner wie das andere, sechs herrliche Bilderbuchtore, wie man sie selten in großen Spielen zu sehen bekommt. In glänzender und ausgefeilter Verfassung präsentierten sich unser Mittelstürmer und die beiden Außen.

Die Jungmannen behielten zwar auch durch ihre sechs erzielten Tore Sieg und Punkte in Husum, dafür stand aber auch redliches Mühen auf dem Konzept für dieses Spiel. Ein konsequenter und für die Zukunft zu beachtender Gegner präsentierte sich mit dem Gast aus Friedrichstadt.

Schüler   Husum 18 I   -   BW Friedrichstadt   6:1 (4:0)
Jungmannen   Husum 18 I   -   BW Friedrichstadt   6:2 (1:0)

Am Sonntag, dem 27. August, hatten unsere zweiten Mannschaften die Jugendmannschaften vom Bredstedter TSV zu Gast. Leider konnten unsere zweiten Jungemannen ihr Spiel gegen die Gäste nicht austragen, da diese nicht zum Spiel erschienen.

Die 2. Jugend von uns spielte zwar nicht gerade souverän, war aber in den entscheidenden Momenten konsequenter und erzielte so einen verdienten 3:2-Erfolg.

Souverän jedoch spielte dagegen unsere zweite Schülerelf gegen die Bredstedter. Hier konnte man vor allen Dingen beim Rechtsaußen, rechten Läufer und Halblinken ein Spiel sehen, das an die wunderschöne Leistung der ersten Schülerelf vom Vortag anknüpfte. Sicherer als erwartet setzetn sich unsere Jungen mit 3:1 Toren über die Jungen des Bredstedter TSV hinweg.

Unsere zweite Knabenelf hatte ihren Glanzpunkt in ihrem Rechtsverteidiger "Floh", der in fast übermenschlichem Eifer beim Spielgeschehen war und immer wieder versuchte, "seine" Mannschaft nach vorn zu bringen. Die Bredstedter, die allerdings Schülerspieler in ihren Reihen hatten, waren nicht zu bremsen und siegten mit 6:1 Toren die jedoch unter diesen Umständen nicht gewertet werden können.

Jungmannen   Husum 18 II   -   Bredstedter TSV   (Bredstedt nicht angetreten)
Jugend   Husum 18 II   -   Bredstedter TSV   3:1 (1:1)
Schüler   Husum 18 II   -   Bredstedter TSV   3:1 (2:1)
Knaben   Husum 18 II   -   Bredstedter TSV   Wertung 0:0 Tore, 2:0 für Husum 18
Erich Wiegand
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1961

Husum 18

1. Oktober

Aus unserer Familien-Chronik

Allen unseren Geburtstagskindern des Monats Oktober unsere herzlichsten Glückwünsche und alles Gute für den weiteren Lebensweg.

Unserem unvergessenen Sportkameraden Anton "Toni" Götz, zurzeit Uniklinik Kiel, alles Gute und baldige Genesung. Ebenfalls alles Gute und baldige Genesung unserem Hans-Jürgen Samuelsen, der bei der Ausübung des Firmensports verletzt wurde.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Husum 18 gegen FSV Wyk

Im dritten Punktspiel der Saison war der FSV Wyk Gast unserer Liga. Wie im ersten Spiel gegen SIF Schleswig zeigten sich auch hier wieder Lücken, die bei entsprechender Trainingsarbeit hätten beseitigt werden müssen. In einem niveaulosen Spiel unserer Liga erzielte zwar Karl Clausen in der 17. Minute das 1:0, dem Manfred Hoppe zwei Minuten später durch verwandelten Handelfmeter das 2:0 folgen ließ. Als dann zu der allgemeinen Unsicherheit noch in der 30. Minute Fred Lützen verletzt ausschied, herrschte ein ziemliches Wirrwarr. 9 Minuten später war es dann auch geschehen. Ein direkter Freistoß brachte den Gästen den Anschlußtreffer.

Im zweiten Durchgang drückten die Gäste mächtig aufs Tempo und schnürten unsere Elf immer wieder ein, bis es Sönke Hansen vergönnt war, in der 64. Minute den dritten Treffer zu erzielen. Doch noch einmal zogen bange Minuten für uns herauf, als die Gäste einen von Karl Clausen verursachten Foulelfmeter verwandelte und wieder bis auf ein Tor aufschlossen. War das Fehlen von Lothar Lehmann die Ursache der mannschaftlichen Nervosität? Siegfried Bascheck war wieder einmal mehr Sicherheit ausstrahlende Stütze in der Abwehr.


Unsere 1b stand gegen Friedrichstadt im zweiten Punktspiel der Saison und konnte, wenn auch nicht gerade überzeugend, mit einem 3:0 (1:0) den zweiten doppelten Punktgewinn für sich verbuchen.


Auch unsere 1c, die erst am 6. August ihre "Meisterprüfung 1960/61" abgelegt hatte, griff erstmalig in die Punktrunde mit ein und konnte ihren Gast aus Friedrichstadt mit 4:1 Toren auf die Heimreise schicken.
  Husum 18   -   FSV Wyk   3:2 (2:1)
  Husum 18 Ib   -   BW Friedrichstadt   3:0 (1:0)
  Husum 18 Ic   -   BW Friedrichstadt   4:1 (3:0)
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Frisa - Husum 18

Am 2. September rollte der Fußball um die so begehrten Punkte bei den zweiten Mannschaften der Knaben, Schüler und Jungmannen beider Vereine.

Wie es dabei für unsere Mannschaften ausging, zeigt der kleine Zahlenspiegel:

2. Knaben Frisia Husum   -   Husum 18   1:0 (1:0)
2. Schüler Frisia Husum   -   Husum 18   5:0 (3:0)
2. Jungmannen Frisia Husum   -   Husum 18   4:2 (0:1)

Am Sonntag glänzte dann aber eine kombinierte Knaben/Schülerelf von uns in einem Freundschaftsspiel gegen eine Schülerelf von Frisia. Unsere wackeren Jungen ließen sich von den Schülern der Frisianer nichts vormachen, gingen mit 1:0 in Führung und konnten bis weit in die zweite Halbzeit hinein führend bleiben, ehe den Frisia-Schülern der Ausgleich gelang.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Unsere Ligamannschaft

Im vierten Punktspiel der diesjährigen Saison mußte unsere Liga nach Süderbrarup reisen. Daß unsere Jungen bestrebt sind, das Beste zu geben, bewiesen sie mit einem eindeutigen 5:0 (1:0)-Erfolg. Egon Harms sorgte im ersten Durchgang für das 1:0; in der zweiten Halbzeit gelang es dann unseren Stürmern Harold Sommer, Sönke Hansen, Egon Harms und noch einmal Harold Sommer, die Treffer zwei bis fünf zu markieren und damit gleichzeitig das Torverhältnis ein wenig aufzubessern.


Unsere 1c war am gleichen Tag Gast der "Alten Herren" von Frisia, die inoffiziell in der zweiten Kreisklasse starten. Hier trennten sich die Mannschaften mit einem Remis.


Und hier der Zahlenspiegel vom Sonntag:

  Frisia "Alte Herren"   -   Husum 18 Ic   4:4 (1:2)
  Frisia Husum Schüler   -   Husum 18 Knaben/Schüler   1:1 (0:1)
  Süderbrarup   -   Husum 18   0:5 (0:1)

Am 9. und 10. September standen unsere Liga im Wettstreit gegen FTB Flensburg, unsere ersten Knaben-, erste Schüler-, erste Jugend- und erste Jungmannen-Mannschaft gegen Frisia, und unsere Herren im Kreis trugen ebenfalls ihre fälligen Punktspiele gegen Frisia aus; die zweite Schülermannschaft bestritt ihr Punktspiel gegen TV Norderstapel.

Und so sah der Großeinsatz unserer Mannschaften in Zahlen aus:

Liga Husum 18   -   FTB Flensburg   5:2 (2:0)
Ib Husum 18   -   Frisia   2:2 (2:2)
Ic Husum 18   -   Frisia   1:4 (0:2)
1. Jungmannen Husum 18   -   Frisia   (Frisia nicht angetreten
- Wertung 0:0 Tore und 2:0 Punkte)
1. Jugend Husum 18   -   Frisia   0:1 (0:1)
1. Schüler Husum 18   -   Frisia   0:2 (0:1)
2. Schüler Husum 18   -   TV Norderstapel   (Wertung 0:0 Tore und 2:0 Punkte,
da bei Norderstapel zu alte Spieler eingesetzt wurden)
1. Knaben Husum 18   -   Frisia   2:0 (0:0)

Und wie es am Punktspiel-Wochenende am 16. und 17. September für unsere Mannschaften ausging, soll uns der nachstehende Zahlenspiegel zeigen:

1. Knaben TSV Rantrum   -   Husum 18   1:2 (0:1)
1. Schüler TSV Rantrum   -   Husum 18   1:4 (1:3)
Liga TSV Tönning   -   Husum 18   1:5 (1:1)
1. Jugend TSV Rantrum   -   Husum 18   2:3 (1:2)
1. Jungmannen TSV Rantrum   -   Husum 18   0:12 (0:5)
1c TSV Rantrum   -   Husum 18   6:2 (3:0)
1b TSV Rantrum   -   Husum 18   3:3 (2:0)

Nach diesen Spielen konnten noch unsere Liga, unsere ersten Knaben- und ersten Jungmannen-Mannschaft ihr jeweiliges Punktekonto mit zu Null gestalten und die Tabellen anführen.


Und was bescherte uns das letzte Septemberwochenende? Bei allen unseren ersten Mannschaften ging es darum, sich in der Spitzengruppe zu behaupten. Wie es unseren Mannschaften gelang, zeigt die kleine Zahlenplauderei:

1. Knaben Husum 18   -   Bredstedter TSV   2:2 (1:0)
1. Schüler Husum 18   -   Bredstedter TSV   6:0 (3:0)
1. Jugend Husum 18   -   Bredstedter TSV   1:4 (0:1)
1. Jungmannen Husum 18   -   Bredstedter TSV   0:0 (0:0)
2. Jugend Husum 18   -   TSV St. Peter   2:1 (1:1)
2. Jungmannen Husum 18   -   TSV St. Peter   1:13 (1:5)
1b Husum 18   -   Bredstedter TSV   4:4 (3:0)
1c Husum 18   -   Bredstedter TSV   3:1 (1:0)
Liga Husum 18   -   VfB Nordmark   1:2 (1:0)

Das Fazit dieser Ergebnisse ist bei unserer

Liga   3. Tabellenplatz   bei 2 Verlustpunkten;        
1. Knaben   1. Tabellenplatz   bei 1 Verlustpunkt;        
1. Jungmannen   1. Tabellenplatz   bei 1 Verlustpunkt;        
1. Schüler   2. Tabellenplatz   bei 2 Verlustpunkten.        
Die 1. Jugend büßte bei 5 Verlustpunkten den 2. Tabellenplatz ein,
dafür überraschte unsere 2. Jugend bei nur 2 Verlustpunkten.
Mit neuem Mut und Eifer nun in den Monat Oktober. Was wird er unsere Mannschaften bringen? Auf jeden Fall Spiele.
Erich Wiegand
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1961

Husum 18

1. Oktober

Unsere Schmunzelecke

Ein Abgeordneter, dem die Vereinfachung des Verwaltungsapparates sehr am Herzen lag, stürzte eines Tages empört in ein Amtsgebäude. "Es ist mir zu Ohren gekommen", erklärte er dem Vorstand mit zornbebender Stimme, "daß in Ihrer Abteilung 25 Angestellte beschäftigt sind, und daß 24 Inspektoren, ich wiederhole 24, die Arbeit diese Angestellten kontrollieren." Der Vorstand wurde puterrot. "Das ist ja unerhört", knurrte er, "nennen Sie mir den Namen des fehlenden Inspektors, und ich werde den Mißstand sofort abstellen!"


Sportheilstättendialog

"Was hast du denn?" fragt der Mann im weißen Kittel den Tünnes. "Na, ich habe ein Motorrad, ein Paar Fußballschuhe und einen mächtigen Durst." "Nein, ich meine, warum du hier liegst." "Weil man mich hierhergebracht hat." "Ich will endlich wissen, was dir fehlt?" "Sie verstehen sicher, Herr Doktor, mir fehlt nur die Gesundheit!"

"Höllenbombenelement, du bist doch verletzt oder sonst was. Du sollst mir nun endlich sagen, wo und an welcher Stelle!" "Na, wenn sonst nichts ist, Herr Doktor, draußen im Müngersdorfer Stadion." "Bist du so oder tust du nur so?" "Ich tue so, wie ich bin, Herr Dokter!" "Jetzt nimm dich mal zusammen, junge, wie also ging das vor sich?" "Es ging hinter sich, Herr Dokter!" "Wer?" "Na, das Bein des Verteidigers!" "Und du?" "Ich ging vorn koppheister!"

"Und du bist dabei auf den Po gefallen?" "Nee, Herr Doktor, auf den Kopf!" "Dann allerdings."

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball Geschichte

1. Oktober

"Mutter, leih uns doch mal elf Mark"

Liebe Leser, liebe Jungen, denn ganz besonders Euch möchte ich von dem Vorgang berichten, der diese Überschrift betrifft. In der August-Ausgabe unsere Vereinsnachrichten haben wir alle den Namen Dr. Ivo Schricker gelesen. Nein, nicht? Na - dann wird es aber höchste Zeit, und zwar finden wir den Namen unter der Überschrift "Wußten Sie schon, daß ...?"

Jedenfalls ist es so, daß mich dieser Name irgendwie gereizt hat, einen tieferen Einblick in die deutsche Fußballvergangenheit zu nehmen, um nach diesem Fußball-Pionier zu forschen. Was ich dabei fand, war der von dem damals eben 16 Jahre alten Ivo gesprochenen Satz, den ich als Überschrift wählte. Ivo, damals - es war im Jahre 1893 - noch Gymnasiast, machte an der Eingangspforte seiner Schule die Bekanntschaft mit einem 20 Jahre jungen Mann, der den Jungen der Schule ein neues Spiel zeigen wollte. Dieser junge Mann war ein gewisser Walther Bensemann. Ivo und die anderen Schüler waren restlos begeistert von diesem Spiel, das Fußball hieß, nachdem ihnen Walther die "Regeln" und das Spiel erklärt hatte.

Nur hieß es für alle, die notwendigen Utensilien zu beschaffen, und da das Geld damals viel rarer war als heute, trat Ivo mit diesem Ausspruch an seiner Mutter heran, um sich das Geld vorstrecken zu lassen, damit Torpfosten und Querlatten beschafft werden konnten, denn so viel kosteten zu jener Zeit die "Heiligtümer". Ivo brachte dann noch dazu 40 Schüler seiner Schule und Walther vier Eckfähnchen und den nun einmal erforderlichen Ball und auf dem Platz, wo heute das UNO-Gebäude in Straßburg steht, wurde der "Straßburger Fußballclub" gegründet.

Von Straßburg aus, das damals ja noch zu Deutschland gehörte, hielt dann der Fußball in Süddeutschland seinen Einzug; zumal Walther Bensemann, der gleichzeitig der Präsident und erste Captain war, und Ivo Schricker einmal hier und einmal dort spielten, denn damals gab es noch keine Verbände und also auch keine "Sperren".

Was ich bei dieser Fußballgeschichtsschnüffelei noch als bemerkenswert feststellte, ist die Tatsache, daß diese beiden Pioniere des deutschen Fußballs das Mindestalter für Aktive auf 10 Jahre festgesetzt hatten.


Dr. Ivo Schricker

Walther Bensemann, der 1934 in der Schweiz starb, seit Dr. Ivo Schricker folgendermaßen (ich zitiere hier seine Worte aus einer Baseler Vereinszeitung):

"Als Fußballer, Leichtathlet und Tennisspieler viele Jahre an erster Stelle. Treibt noch heute Sport; vielleicht als einziger seines Alters. Trinkt nicht, raucht nicht! Seit seiner Kindheit nur für Milch zu haben. Ein fabelhafter Arbeiter, von eiserner Verfassung, und der lebendige Beweis dafür, daß der Sport jung und frisch erhält. Glänzende Erscheinung, immer höflich, guter Sprachenkenner; durch Geburt, Erziehung und Naturell zum Gentleman vorherbestimmt. Immer korrekt; mischt sich nie in Sachen, die ihn nichts angehen. Hat bei den Engländern, die im allgemeinen den 'foreigner' nicht lieben, stets eine große Nummer gehabt."

Diese Charakteristik von einem Pionier über einen anderen, über Dr. Ivo Schricker, hat mich beim Lesen derart bewegt und tief beeindruckt, daß es eine Sünde sein würde, diesen Mann aus der Urzeit des deutschen Fußballs, der heutigen Sportwelt und ganz besonders unserer Jugend als Persönlichkeit vorzuenthalten. Diese von Walther Bensemann geschriebenen Worte über Dr. Ivo Schricker sollen uns alle immer verpflichten, seinen alten Pioniergeist in der neuen Zeit ritterlich zum Sieg zu führen.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18

1. Oktober

Es ergab sich ...

in Jyväskylä in Finnland, als bei einem Sportfest der zweit und dritte Läufer einer "siegreichen" 4 x 100 m-Staffel zum Schiedsgericht gingen und darum baten, ihren Sieg zu streichen. "Wir haben den Stab schon außerhalb der beiden Wechselmarken übergeben", war ihre Begründung, "die Regeln lassen dies aber nicht zu!" "Ihr seid ja verrückt!" war die Antwort einige Fanatiker. "Verrückt sind wir zwar nicht", weil die Entgegnung dieser beiden Läufer, "aber wir sind zwei, die nur gewinnen wollen, wie es die Regeln erlauben."

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball Geschichte

1. Oktober

Wußten Sie schon, daß

... im Jahre 1882 der Einwurf beim Fußballspiel eingeführt wurde?
... im gleichen Jahr die oberste Regelbehörde, das International Board, gegründet wurde?
... erst im Jahre 1891 die Tornetze eingeführt wurden?
... elf Jahre später beschlossen wurde, den Strafraum nicht mehr durch Kreis, sondern durch Rechteck zu bezeichnen?
... 1904 das Gründungsjahr der FIFA war?
... FIFA die Abkürzung für Fédération Internationale de Football Association ist?
... es seit 1907 kein Abseits in der eigenen Spielhälfte mehr gibt?
... im Jahre 1925 die Abseitsregel auf zwei Spieler geändert wurde?
... in England im Jahre 1939 die Rückennummern eingeführt wurden?
... der Strafraum eine Tiefe von 16,5 m hat?
... bitte Hand auf's Herz, der Mittelkreis einen Halbmesser von 9,15 m haben soll?
... der Torraum eine Breite von 18,32 m und eine Tiefe von 5,5 Metern hat?
... von insgesamt 71 Spielern der WM-Aufgebote in den Jahren 1934, 1938, 1954 und 54 nur 92 mal an den Turnieren teilnahmen?
... es 1934 und 1938 nur Ernst Lehner, Friedrich "Fritz" Hermann Sczepan und Paul Janes sowie 1954 und 1958 Friedrich „Fritz“ Walter, Johann „Hans“ „De Knoll“ Schäfer, Helmut Rahn, Horst Eckel, Bernhard „Berni“ Klodt  und Heinrich "Heinz" Kwiatkowski waren?
... Friedrich "Fritz" Walter und Johann „Hans“ „De Knoll“ Schäfer mit je 11,
Helmut Rahn und Horst Eckel mit je 10,
Ernst Lehner mit 6,
Friedrich "Fritz" Hermann Sczepan
mit 5,
Paul Janes und Bernhard „Berni“ Klodt mit je 4 und
Heinrich "Heinz" Kwiatkowski mit zwei Spielen an diesem WM-Spielen teilnahmen?
Erich Wiegand
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1961

Husum 18

1. Oktober

Der Schiedsrichter als Erzieher

Die Fußballregeln sind ein sinnvolles Werk. Sie haben sich über Jahrzehnte bewährt und dazu beigetragen, unserem Fußballspiel die stolze Entwicklung zu sichern. Als Leitmotiv allen Handelns setzen sie die sportliche Auffassung. Auch bei höchster Bedeutung muß unser Spiel immer nur Spiel bleiben, auch wenn es ein Kampfspiel ist. Das ist nur das bleibt und nicht zum Entfaltungsmoment für Charaktere wird, die darauf bedacht sind, ihren Mit- und Gegenspielern und den Zuschauern zu beweisen und zu zeigen, wie roh und hart sie sind, ist Aufgabe eines Schiedsrichters.

Namentlich in unteren Klassen, wo es durch den leider zu großen Schiedsrichtermangel immer wieder erforderlich ist, daß die Jugendbetreuer die Spieler ihrer Mannschaften leiten müssen, ist es unbedingte Notwendigkeit, aufmerksam darüber zu wachen, daß das Spielgeschehen und der Spielablauf sauber bleiben. Diese gezwungenermaßen Schiedsrichter sind auch als Schiedsrichter der Jungen die Betreuer dieser Junge und ihre Erzieher für die Dauer, da die Eltern ihre Jungen diesen Männern für die Ausübung des Sports anvertraut haben. Sie haben also zwei wichtige Funktionen bei der Leitung eines Spieles zu erfüllen.

Ein solcher Schiedsrichter, wie er durch die Jugendbetreuer verkörpert wird, ist in jedem Fall immer bestrebt, sein Möglichstes zu geben, um der Anwendung und Auslegung der Regeln gerecht zu werden und, um auch während des Spiels erzieherisch zu wirken. Auf Gebrauch von "Fremdwörtern" hat er genau so zu achten, wie darauf, daß nicht durch Foulspiel und gefährliches Spiel Verletzungen eintreten, die ihn Zeit seines Lebens durch vielleicht berechtigte oder unberechtigte Vorwürfe seitens der Eltern "seiner Jungen" verfolgen.

Als A und O eines solchen Schiedsrichters (Jugendbetreuers) ist zu empfehlen, daß er, und auch als Erzieher bei der Leitung eines Spieles bestehen zu können, um nichts von der Würde und Achtung als Erzieher "seinen Jungen" gegenüber zu verlieren, denn "seine Jungen" kennen ihn ja nur als besorgten Mann, der immer bestrebt ist, auf gutes Verhalten zu achten, der darum bemüht ist, Verletzungen von ihnen fernzuhalten, dessen Pflicht es ist, ihnen den Weg zu schlechten Vorbildern zu verwehren und peinlichst darum bemüht ist, sie immer auf einem geraden und rechten Weg zu führen, die Regel 12 liest und beherrscht und diese Regel nicht nur als "Schiedsrichter", sondern vor allen Dingen als Erzieher anwendet.

So gehandelt, dürften wohl Auswüchse von den Fußballfeldern gebannt sein, dürften sich Jungen, Betreuer und Schiedsrichter gerade in die Augen blicken und dürfen auch bei einer Niederlage für sich in Anspruch nehmen, als Sportler gehandelt zu haben.

Nie soll sich in unseren Hirnen der Gedanke vom Feind, Kontrahent und Gegner breit machen, sondern soll geistig, schon bei den Kleinsten beginnend, darauf eingewirkt werden, daß es nur Kameraden gibt, daß die Spieler eine anderen Mannschaft keine Gegner oder Feinde sind, sondern Mitspieler; denn wären sie nicht, könnten auch wir nicht spielen.

Spiel jedenfalls soll alles nur sein, und das Spiel soll uns zu dem beflügeln, was von uns gefordert wird, um immer fair zu sein, Spieler, wie Betreuer und auch Schiedsrichter.

Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18

1. Oktober

Mitgliederbewegung im September

   
Neuaufnahmen
1. Sönke Präger, Husum, Fritz-Reuter-Straße 2
2. Walter Lorenzen, Husum, Westerende 28
3. Claus Mewes, Husum, Osterhusumer Straße 5
4. Michael Petersen, Husum, Flensburger Chaussee 9
5. Thomas Kniese, Husum, Hörn 1
6. Dieter Nommensen, Husum, Osterende 54
7. Nico Paulsen, Husum, Wilhelmstraße 25
8. Friedrich Hoffmann, Husum, Adolf-Brütt-Straße 1
9. Uwe Linnau, Husum, Hafenstraße 14
10. Klaus-Peter Jacobsen, Husum, Rosenstraße 30
11. Arthur Carstensen, Husum, Stadtweg 28
12. Ralph Rückfort, Husum, Osterhusumer Straße 54
13. Günter Bascheck, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4
14. Joachim Heintke, Husum, Feldbergstraße 20
15. Siegfried Katt, Husum, Legienstraße 11
16. Reinhard Scheffler, Husum, Buchenweg 12
17.

Alexander Seikowsky, Husum, Markt 7

18. Christian Stöhrmann, Husum, Jebensweg 49


Austrittserklärungen
1. Wolf-Dieter Auslitz, Husum, Friedrichstraße 8
2. Gerhard Bonneß, Tönning, Friesenstraße 39
3. Horst Eckholdt, Husum, Hörn 8
4. Karl Etteldorf, Husum, Süderstraße 65
5. Werner Junghanns, Husum, Wilhelmstraße 10
6. Hans-Jürgen Schulz, Husum, Süderstraße 14
Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Fußball Regeln

1. Oktober

Eine kleine Fußball-Nußknackerei

   

Auflösung - Septemberheft

Wer hat recht? Natürlich b) Herr Meyer. Der Schiedsrichter ist tatsächlich "Luft", und wenn er angeschossen wird, geht das Spiel weiter, gleichgültig, was dann geschieht. "Tor" ist also der richtige Entscheid! Haben Sie es alle gewußt?

Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Fußball Geschichte

1. Oktober

Peps Strauß baute sich ein Fußballhaus

Das dürfte wohl einmalig im deutschen Fußball sein: Josef "Peps" Strauß (2), Torhüter der Stuttgarter Kickers, baute sich ein richtiges "Fußballhaus". Seit sieben Jahren ist er Vertragsspieler bei den Kickers, vorher war er schon sechs Jahre bei 1860 München. Seitdem er zum ersten Mal in einer ersten Mannschaft stand (am 10. Oktober 1948), hat er keinen Pfennig seiner Entschädigungen, die er als Vertragsspieler erhielt, verbraucht. Jeder Pfennig, Mark für Mark, wurde auf einen Bausparvertrag eingezahlt. Und jetzt konnte sich Strauß dafür ein Reihenhaus in Stuttgart-Heumaden bauen. "Ich weiß wenigstens, wofür ich Fußball gespielt habe...", lächelt Peps Strauß, wenn er vor seinem Häuschen steht. Aber nicht deshalb hat er Fußball gespielt. "Für mich ist Fußball einfach ein Hobby, wie für einen anderen das Briefmarkensammeln. Ich bin am glücklichsten, wenn beim Training gescherzt wird und alles guter Dinge ist", sagte Strauß ganz offen. Wer mit einer solchen Einstellung Fußball spielt, der muß auch gute Leistungen vollbringen. Strauß erhält seit Monaten glänzende Kritiken.

Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Oktober

Und was wünscht sich unsere Liga?

Suche einen ganz energischen Willensentschluß mit Dauervorrichtung, um allen Verlockungen zum Trotz künftig stark zu bleiben.
Linker Läufer im ersten Punktspiel

Gut klingender, gut nachschwingender Abseitspfiff gesucht, da ich nicht immer schnell genug bin.
Der Mittelläufer

Gut zuklappende, sicher funktionierende Patent-Abseitsfalle, möglichst mit Gebrauchsanweisung gesucht.
Die Verteidiger

Auf 40 m anziehkräftiger Ballmagnet sowie ein stark eisenhaltiges Ball-Einreibemittel gesucht. Der Magnet soll hinter dem gegnerischen Tor unsichtbar aufgestellt werden und jeden Schuß zuverlässig ins Tor ziehen. Wir haben auch für andere Geheimverfahren, die uns das "anstrengende" Training ersparen könnten, reges Interesse. Vertrauliche Angebote an
die Liga-Stürmer
Euer Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18

1. November

Kameradschaftler Abend alter 18er

Achtung - Mitgliederwerbung!

Schon jetzt machen wir unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß für jedes neu geworbene beitragszahlende Mitglied in der Zeit vom 1. Januar 1962 bis zum 31. März 1962 eine Beitragsvergütung von einem Monatsbeitrag gewährt wird.

Und Beirat, unter weiser Leitung und Führung unseres werten Sportfreundes Dr. Herbert Mau hatte zu diesem Abend am 20. Oktober eingeladen. Hier sollten einmal Grübeleien, Hetzen und Jagen, Sorgen und Nöte aus dem täglichen Schaffen im Beruf und Sport den alten Erinnerungen weichen, jedoch nicht, um die Augenblickssituation damit zu "töten". Zwanglos nahm man die Plätze ein, begann Gespräche, sprach von Real Madrid, der Eintracht aus Frankfurt, vom Club aus Nürnberg, sprach davon, wie Eier aufgeschlagen werden und wie man damit Gardinen "verschönern" kann, schwelgte von gespielten Spielen beim VfB und bei Kilia Kiel, erzählte aus Soldatenzeiten, von den Zeiten, als man noch selbst Jugendspieler bei HFV war, sprach von eigenen Spielen in der Liga, von Zusammenkünften nach Spielen früherer Zeiten, von manch einem "Zug durch die Gemeinde", wunderte man sich darüber, daß heute "Bonscher"-Wasser schmeckt, wo früher ein harter Tropfen begehrter war, erzählte von Episoden aus dem Leben, dem besten Anzug und der gepflegten Krawatte, mit denen man sich anläßlich dieses Abends schmückte, ließ die von der Liebste Ehehälfte mitgegebene Zeit nicht in Vergessenheit geraten und auch nicht, so manches Bierglas oder Teetasse wieder füllen zu lassen, was nun wiederum hervorrief, daß das Ganze von humorvollem Geistesflor umgeben wurde, bis man sich nach Stunden des Denkens an "ole Tieden" mit einem "Gute Nacht" verabschiedete, sich auf den Heimweg machte mit dem Gedanken, "wie stellst du es nur an, die Treusorgende daheim nicht zu wecken".

Erich Wiegand

leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. November

Und was brachte uns der Oktober?

Mit dieser Fragestellung in unseren letzten Vereinsnachrichten verabschiedeten wir uns. Was uns der Oktober nun alles an sportlichen Geschehnissen brachte, soll hier noch einmal vor unserem Augen ablaufen.

Am 30. September waren unsere zweiten Knaben und Schüler beim TSV Rantrum. Die zweiten Knaben mußten mit einem 0:3 (0:0) Punkte und Sieg in Rantrum lassen. Hervorragend schlug sich dabei unser kleiner Torwart, der mehrfach über sich hinauswuchs und sogar einen Strafstoß meisterte. Immer wieder war Beifall die Anerkennung für diesen kleinen, bescheidenen Jungen.

Unsere zweiten Schüler verstanden es nicht, in der linken Verteidigerseite stark genug zu sein, und "kassierten" dadurch 4 Treffer ein, die vermeidbar waren, obwohl sehr verheißungsvoll durch ein Tor unseres Mittelstürmers begonnen.

Die Spiele unserer zweiten Jugend und zweiten Jungmannen gegen Rantrum und unserer 1b und ersten Schüler gegen Norderstapel wurden ein Opfer des Regens.

2, Knaben   TSV Rantrum   -   Husum 18   3:0 (0:0)
2. Schüler   TSV Rantrum   -   Husum 18   4:1 (2:1)

Unsere Liga im DFB-Pokalspiel gegen Rantrum am 1. Oktober. Verständlich, wenn unsere Jungs in einem gewissen Schongang dieses Spiel beim Nachbarn bestritten, um sich "fit" zu erhalten für das schwere Spiel im Lokalderby am darauffolgenden Sonntag. Torlos wenn man bei strömendem Regen und nach mäßigen Leistungen die Seiten. Im zweiten Durchgang sollte dann erst eine Entscheidung fallen, die Harold Sommer mit zwei Toren herbeiführte.

Liga   TSV Rantrum   -   Husum 18   0:2 (0:0)
Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Am Tage vor dem Ortsderby ...

waren unsere zweiten Knaben-, zweiten Schüler-, zweiten Jugend- und zweiten Jungmannen-Mannschaften Gäste bei den ersten Mannschaften von Frisia. Ein wirklich überlegenes Feldspiel konnten nur unsere Knaben zeigen, obwohl nur mit 9 Spielern spielend; oft verhinderte nur der Pfosten oder die Latte oder ein zufällig im Wege stehendes Bein eines Frisia-Knaben den möglichen Torerfolg. Völlig einseitig waren die Schüler- und Jugendbegegnungen, sie standen ganz im Zeichen der Gastgeber. Ausgeglichener verlief dagegen schon die Jungmannen-Begegnung, die auf beiden Seiten viele Tormöglichkeiten offenbarte.

2, Knaben   Frisia I   -   Husum 18   2:0 (2:0)
2. Schüler   Frisia I   -   Husum 18   10:0 (6:0)
2, Jugend   Frisia I   -   Husum 18   8:0 (2:0)
2. Jungmannen   Frisia I   -   Husum 18   3:1 (1:0)
Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Fußball

1. November

Und dann das Ortsderby ...

In den letzten Jahren gelang ist keiner Elf von uns deutlicher, Frisias spielerische Grenzen aufzuzeigen, wie unsere Elf vom 8. Oktober. Niemand glaubte wohl daran, daß das durch sprichwörtliches Glück erzielte Tor der ersten Halbzeit für Frisia Sieg und Punkte bedeuten sollte, wenn man unsere elf spielen und Frisia verteidigen sah.

Entscheidend für den Ausgang eines Spieles sind aber nun einmal Tore, und dieses "goldene Tor" gelang den Köpfen und Beinen der Frisianer.

Gewonnen ist gewonnen, da fragt man nicht nach dem "Wie". Ja - und hätte man in unserer Elf weniger "gespielt", was für das Auge zwar schön ist, aber den Zweck verfehlt, hätte man kompromißlos den Ball laufen lassen, ohne Schnörkel, hätte man die Mitspieler durch den Ball geschickt oder besser noch, hätten sich unsere Spieler entsprechend räumlich angeboten, wer weiß - gut hätte Frisias Elf bestimmt nicht ausgesehen, wenn man überhaupt noch von einem guten Aussehen des Ortsrivalen sprechen konnte. Das "hätte" aber hat uns nichts gebracht und wird uns auch für die Zukunft nichts bringen, nur neuer Mut und neue Kraft wird uns weitere Erfolge bringen.

Gut in unserer Elf Lothar Lehmann, der bei größerer Entschlossenheit das Tor verhindern konnte, nachdem sich der Fehler bereits an der Mittellinie anbahnte; gut die Verteidiger Helmuth Will! (ansonsten Läufer) und Siegfried Bascheck; sehr gut, trotz schweren Bodens, Günter Nommensen; noch nicht wieder so konditionsstark wie früher, durch seine Zwangspause (Verletzung) bedingt, Johannes "Haschi" Jannsen, aber mit gutem Überblick und Kämpferherz; Karl Clausen, guter Techniker am Ball; Dieter Eckholdt hinterließ einen guten Eindruck gegen Nußbaum (Frisia), jedoch nicht immer gelangen ihm auf dem schweren Boden seine Flankenbälle; Egon Harms, Beherrscher des Balls, jedoch nicht immer des Raums; Harold Sommer fehlte bei seiner guten Ballbehandlung die sonst gewohnte Spritzigkeit, verletzt seit Mitte der zweiten Halbzeit; Siegfried Katt zeichnete sich als "Hans Dampf in allen Gassen" aus und Manfred Hoppe merkte man noch seine gehabte Verletzung an, obwohl immer wieder auf Torschuß drängend.

Liga   Frisia I   -   Husum 18   1:0 (1:0)

Am Wochenende nach dem Ortsderby standen unsere erste und zweite Schülermannschaften gegen die Schüler des TSV Tönning und unsere ersten Jungmannen; unsere Liga gegen Rasensport Schleswig im Punkttreffen.

Unsere Schüler Mannschaften kamen über ein Remis nicht hinaus.

Unsere ersten Jungmannen-Mannschaft dagegen war nie gefährdet und schoß einen klaren Sieg heraus.

1. Schüler   Husum 18   -   TSV Tönning I   1:1 (1:1)
2. Schüler   Husum 18   -   TSV Tönning II   0:0
1. Jungmannen   Husum 18   -   TSV Tönning I   6:0 (2:0)

Clausens "hat trick" gegen Rasensport

Wenn auch weit von der Form des letzten Sonntags entfernt, konnte unsere Elf dennoch einen Sieg gegen die Schleswiger herausschießen. War es Lothar Lehmann, der im ersten Durchgang mögliche Erfolge der Gäste vereitelte, so war es im zweiten Durchgang unser Läufer Karl Clausen, der mit Toren in der 53., 75., und 77. Minute den Sieg sicherte.

Liga   Husum 18   -   Rasensport Schleswig   3:0 (0:0)

Unsere Liga bei Vorwärts Flensburg

1b, 1c, 1. Jungmannen und 1. Schüler beim IF Tönning

Den Auftakt machte unsere erste Schülerelf, die mit einem sicheren 8:1 (4:1)-Erfolg die Punkte mit nach Husum nahm.

Unsere erste Jungenmannschaft kam in Tönning kampflos zu zwei Punkten, da die Gastgeber nicht antraten. Mit diesem Punktgewinn steht unsere erste Garnitur mit 41:4 Toren und 15:1 Punkten als Herbstmeister des Kreises fest. Herzlichen Glückwunsch unseren Jungen.


Unsere 1b konnte ihrer Favoritenstellung in Tönning gerecht werden und erspielte gegen die erste Mannschaft des IF einen 3:2-Erfolg.

Mit 1:0 blieb unsere 1c in Tönning gegen die Reserve des IF erfolgreich.

Die Liga hatte es wohl am schwersten von allen unseren Mannschaften, die am Sonntag in Punktspielen standen; mußte sie doch gegen die heimstarken Vorwärts-Spieler in Flensburg antreten. Im ersten Durchgang konnte Siegfried Katt unsere Elf mit 1:0 in Führung bringen, mußte aber den 1:1-Gleichstand durch die Flensburger hinnehmen, die einfach nicht verlieren wollten. Aber zur zweiten Halbzeit hatten sich unsere Jungen etwas vorgenommen; mit frischem Mut und aufgekrempelten Ärmeln ging es in die zweiten 45 Minuten. Karl Clausen, Egon Harms und noch einmal Egon Harms sorgten dann für das 4:1.

Liga   Vorwärts Flensburg   -   Husum 18   1:4 (1:1)
Ib   IF Tönning   -   Husum 18   2:3 (1:0)
Ic   IF Tönning Ib   -   Husum 18   0:1 (0:0)
Jungmannen   IF Tönning   -   Husum 18   kampflos für Husum 18
1. Schüler   IF Tönning   -   Husum 18   1:8 (1:4)
Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18

1. November

Aus unserer Familien-Chronik

Wie immer, auch diesmal all unseren Geburtstagskindern im Monat November herzlichste Glückwünsche und alles Gute für das kommende Lebensjahr.

Auf unserer letzten Vorstandssitzung konnte unser Sportfreund Dr. Herbert Mau für sein 40-jähriges Dienstjubiläum geehrt werden. Bewegt und dankerfüllt nahm Dr. Herbert Mau die Glückwünsche, gesprochen von Dr. Erwin Kraatz, entgegen. Wir alle schließen uns diesen Glückwünschen an.

Dank dem SV Werder Bremen, dem SC Concordia Hamburg, dem Itzehoer SV, dem FSV Borussia Kiel-Gaarden für die Übersendung ihrer Vereinsnachrichten
Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Fußball Geschichte

1. November

Wußten Sie schon, daß

... die deutsche Nationalelf nur gegen 9 Länder mehr als zehn Länderspiele ausgetragen hat und diese Länder der Reihenfolge nach die Schweiz, Ungarn, Schweden, Niederlande, Norwegen, Österreich, Dänemark, Belgien und Italien sind?
... es in der Geschichte der Deutschen Meisterschaft noch fünf Vereinen gelang, den Titel zweimal hintereinander zu verteidigen, und zwar dem 1. FC Nürnberg 1920 und 1921 sowie 1924 und 1925; der Hertha BSC 1930 und 1931; dem FC Schalke 04 1934 und 1935 sowie 1939 und 1940; Dresdner SC 1943 und 1944 und der Borussia Dortmund 1956 und 1957?
... im Jahr 1863 die Trennung zwischen Fußball und Rugby erfolgte und dabei die Fußballmannschaft auf 11 Spieler beschränkt wurde.
... erst drei Jahre später die Abseitsregel - 3 Spieler betreffend - festgelegt wurde und erst nach weiteren fünf Jahren, also im Jahre 1871, der Torwart den Ball mit der Hand spielen durfte?
... erst im Jahre 1873 die Regel über den Eckball in Kraft trat und zwei Jahre später die Torpfosten mit einer Querlatte verbunden werden mußten, während auch der Seitenwechsel nach der Pause eingeführt wurde?
... die Schiedsrichter sich anfangs durch ein gutes Organ auszeichneten, da sie erst im Jahre 1878 eine Pfeife zur Leitung der Spiele erhielten?
... diese Auswahlmannschaften nur gegen England spielten, und zwar am 26. Oktober 1938 in London - England gewann mit 3:0 Toren, Andreas Kupfer spielte als Rechts- und Albin Kitzinger als Linksläufer, und am 21. Oktober 1953 in London - Ausgang 4:4 - Josef Posipal spielte als Mitläufer?
... Deutschland drei Spieler für eine FIFA-Auswahl abgestellt hat und diese Spieler Albin Kitzinger (Schweinfurt 05), Andreas Kupfer (Schweinfurt 05) und Josef Posipal (Hamburger SV) gewesen sind?
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball Regeln

1. November

Der Schiedsrichter als "Typ"

Bei einem Lehrgang der hessischen Schiedsrichter hatte ich Gelegenheit, unseren Kameraden Helmut Fink anzuhören, der den jungen Schiedsrichtern einen guten Vortrag über die verschiedenen Schiedsrichtertypen hielt. Diese haben die Ausführungen unseres Kameraden Fink mit großem Interesse in sich aufgenommen. Er hat in der Form der "Typisierung" einen sehr wertvollen und beachtlichen Einblick in das Seelenleben der Schiedsrichter gegeben. Es konnte jeder aus den Darlegungen sein Selbstbildnis formen, zur Selbstbesinnung schreiten und damit wertvolle Lehren für sein weiteres Wirken als Schiedsrichter ziehen. Ich will versuchen, nachstehend die Ausführungen des Sportkameraden Helmut Fink unseren Kameraden näherzubringen.

1. Der Angeber

Da ist zuerst der Angeber. Er ist nicht nur stolz auf sein Schiedsrichteramt und seine Aufgabe, er ist sich bewußt, daß er "wer" ist. Das kommt in seinen Maßnahmen und Entscheidungen und in allem was er tut - und wie er ist tut! zum Ausdruck. Er unterstreicht jede Entscheidung mit Gebärden und ist der wahre Verkehrsschutzmann auf dem Spielfeld. Wenn er es für notwendig hält, schwingt er sich auch zum Unteroffizier oder Feldwebel auf. Er ist nicht Offizier mit der vornehmeren Art, sondern glaubt sich Respekt und Ansehen durch möglichst laute Kommandos erzwingen zu müssen und ahnt nicht, daß er das Gegenteil erreicht. Im Umgang mit den Kameraden, außerhalb der Spielfelder, ist er der Besserwisser, der überheblich bei der Diskussion ist und "alles" aus der Erfahrung kennt. Sein Angebertum kommt auch in seiner Sportbekleidung zum Ausdruck, die ebenso auffallend wie unpraktisch ist. In jeder Beziehung: angeben.

In einem gewissen Gegensatz zum Angeber steht

2. Der Pedant

Er ist ruhig und gesetzt, eigentlich bescheiden. Aber er glaubt und gewissenhafter Weise "alles" sehen und rügen zu müssen. Auch die geringste Kleinigkeit entgeht ihm nicht, die Vorteilsbestimmung verabscheute er. Er hält das Spiel auf, weil er glaubt, alle Augenblicke unterbrechen zu müssen. Seine Regelverstoß-Feststellungen unterstreicht er, mit Worten begründend. Sein häufiges Pfeifen nimmt manchen das Vergnügen, aber das stört ihn nicht, ebensowenig, daß unter seiner Leitung ein flüssiger Spielablauf unmöglich ist. Über kleine Reibereien, die durch seine Pedanterie entstehen, geht er mit leichter Miene hinweg.

Noch stärker im Gegensatz zum Angeber ist

3. Der Unbeteiligte

Er macht den Überlegenen, als ginge ihn die ganze Sache nichts oder wenig an. Das Schiedsrichteramt ist für ihn gewissermaßen ein notwendiges Übel. Am Spielablauf nimmt er nur geringen Anteil und die einzelnen Spielvorgänge interessieren ihn nur soweit, als sie durch die Spielregeln bedingt sind. Er läßt das Spiel und die Dinge einfach laufen, regt sich über nichts auf und freut sich am Spielschluß umso mehr, wenn es gut gegangen ist. Beim Einwurf steht er weit entfernt und wenn sich zwei Spieler darüber streiten, wer Einwurf hat, macht er keine Anstalten, sich an den "Tatort" zu begeben. Mag der Linienrichter entscheiden: "wichtig" ist das sowieso nicht. Vom Ball ist er immer weit entfernt, denn es wird sich ja schon alles regeln.

4. Der Unteroffizier

Beim Angeber haben wir den Typ Unteroffizier schon behandelt. Er ist "ganz" Respektperson und sich seiner Würde voll bewußt. Wehe dem, der gegen seinen Stachel löckt, dann wird er ernstlich böse. Kein Spielbericht bleibt ohne Meldungen und die Verwarnungen sitzen bei ihm locker. Kameradschaft wird bei ihm klein geschrieben, oder er sieht sie in seiner Eigenschaft als angeblicher Vorgesetzter der Spieler. Bei ihm wird es keine freudvollen Spiele geben.

Ein übler Typ ist

5. Der Platzschiedsrichter

Er geht nur mit geringem Mut aufs Spielfeld, sein Streben ist auf "Sicherheit" gerichtet. Er ist der geborene Kompromißler, der jede schwerwiegende Entscheidung gegen den Platzverein glaubt ausgleichen zu müssen. In seinem Streben "sicher" zu gehen, verliert er das Gefühl absoluter Unparteilichkeit. Mit der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Gastmannschaft erhöht sich seine Mutlosigkeit. Tobende Zuschauermassen beeinflussen sein Handeln, er verliert den klaren Blick für den wirklichen Ablauf des Spielgeschehen. Am Schluß ist er froh, der Hölle gesund und munter entronnen zu sein.

Der entgegengesetzte Typ ist

6. Der Gastschiedsrichter

Er strotzt vor Mut und ist entschlossen, es "denen" - den Zuschauern - aber zu zeigen. Er hat den falschen Ehrgeiz, unter allen Umständen nicht zu denen zu gehören, die Strafstöße für die Platzmannschaft geben. Seinen Namen "muß" man nennen, wenn man von "mutigen" Schiedsrichtern spricht. Der "Widerstand der Zuschauermassen" stachelt sein Ehrgeiz an, seine Entscheidungen begleitet er mit abweisendem Lächeln. Er ist ganz der Mann, der es liebt, im Vordergrund zu stehen.


Niemand ist fehlerlos, auch der beste Schiedsrichter nicht. Es gilt nur für jeden danach zu streben, das Minimum an Fehlern zu erreichen. Die besten Schiedsrichter sind noch immer diejenigen, die man auf dem Spielfeld "nicht bemerkt". Das bedeute nicht den Typ des "Unbeteiligten" zu vertreten; Regelkenntnis, Sicherheit, Auftreten, Verhalten zu den Spielern machen den ganzen Mann. Klarheit und Bestimmtheit brauchen nicht in Grobheit auszuarten, kameradschaftliches Benehmen hat nichts mit Ausgleichenwollen zu tun. Arbeite jeder Schiedsrichter an seiner Persönlichkeitsbildung, suche er sich Vorbilder und lerne er aus dem aus der eigenen Erfahrung, wie es am besten gemacht werden kann.

DFB-Schiedsrichter-Zeitung
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1961

Husum 18

1. November

Unsere Schmunzelecke

Heute einmal in Stilblüten!

Der Bursche zerschlug einen Krug auf dem Kopf des Polizeibeamten, der voll Bier war.

Meine Tante kann gut Hemden nähen. Gestern hat sie aus dem Hinterteil von mir einen neuen Kragen gemacht.

Vor 14 Tagen gab es in der Wirtschaft meiner Tante eine Schlägerei wegen einer Kellnerin, welche sich auf der Straße fortpflanzt hat.

Seit mein Vater gestorben ist, schlägt meine Mutter uns Kinder redlich durch.

Und so schrieb Fritzchen: Seit voriger Woche haben wir einen herrlichen Rundfunkapparat. Er ist ein Geschenk meines Onkels. Seine Rückseite ist gelocht, damit der Schall hinten raus kann.

Sport-Stilblüten

"Die Veranstalter der Schwergewichtsmeisterschaften im Boxen vergraben die Fernseh- und Rundfunk-Rechte für 300.000 Dollar."

"Dem fußballgewohnten Ohr klingt das wie Rapier und Säbel."

"Die beiden Flügelstürmer hingen in der Luft."

"Kiel spielt einen schnellen, harten Erfolgsfußball."

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. November

Jugend hätte keine Tugend?

Ein Sportlehrer meinte dazu: "Daß ich nicht lache, im Gegenteil: sie hat!" Doch eins: "Tugend" ist nicht die Doofheit eines Schafes. "Tugend" heißt Tüchtigkeit. "Tugend" kommt von taugen, etwas können, zu großer Leistung tüchtig sein. Tugend heißt also Kraft haben, Schneid, Mut, auch zum Dreinschlagen! Man hat das Wort viel zu sehr verfälscht, als ob es nur noch für Kinder gelte; Tugend ist kein Zuckerwasser!

Jugend hat also Tugend, eine ganze Hosentasche voll. Ich kenne prachtvolle Jungs, kühne Kopf, großartige Herzen, die auf die Gipfel ihres Sportes und in die Meisterschaft ihres Lebens wie junge Weltrekordler streben. Ich wehre mich dagegen, wenn man die Jugend schlecht macht. Auch wenn es junge Menschen gibt, die sich abrutschen lassen - sind da nicht oft die Erwachsenen ihr gerüttelt Maß schuld? Geben die "Großen" wirklich immer ein so glanzvolles und erhebendes Beispiel, als daß man sich als Junge daran emporranken und begeistern könnte?

Auf alle Fälle: Jugend hat Tugend! Sehr viel sogar. Sie hat in den weitaus meisten Fällen sogar mehr Tugend als zahllose Erwachsene. Sie hat Schwung, Mut, Begeisterung für alles, was groß, rein und schön ist; auch wenn sie gelegentlich einmal fällt. Sie hat Idealismus, sie hat einen großherzigen Sinn, der weit über Geld und äußerliche Erfolge hinausdenkt.

Es gibt zahllose junge Seelen, die Ehre, Sauberkeit und Anständigkeit für hundertmal höher schätzen als jeden zählbaren Gewinn. Auch in unserer Sportjugend lebt eine Legion solche junger Flammenköpfe, die durchgreifend tüchtig sind. Man muß sie davor schützen, wenn man auch sie über den Kamm der "Tugendlosigkeit" scheren will. Und selbst die paar, die gelegentlich aus der Rolle rutschen, wollen das in Grunde nicht und streben wieder zum Licht.

Viele, ja die meisten von ihnen, schlagen sich am Ende in einem beispiellosen Ringen in die Freiheit eines tüchtigen Lebens durch. Jugend hat also Tugend! Denn Jugend ist tüchtig, treu und mit den Besten von ihr kann man "Pferde stehlen gehen". Besinnen wir uns nur dieser, unserer Jugend, besinnen wir uns ihrer guten Eigenschaften, erkennen wir ihre Wünsche, kommen wir ihrer Erwartung nach, die unsere Pflicht sein sollte, wir werden dann die Jugend so sehen, wie sie gesehen werden muß.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball überregional

1. November

Mitteilungen des SHFV:

Achtung! Ausführbestimmungen für sportärztliche Bestimmungen

Der Vorstand des SHFV hat Dr. Hans Skambraks, Niebüll, Mommsenstraße 20, mit der Wahrnehmung der Geschäfte für die sportärztlichen Untersuchungen in unserem Verbandsgebiet beauftragt.

Für die sportärztlichen Untersuchungen nach Paragraph 200 der Satzung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes ergehen folgender Ausführungsbestimmung:

1. Untersuchung
  a) Die Untersuchung der Spieler, die in die Jugend-, Jungmannen- und Seniorenklasse wechseln, muß in der Zeit vom 1. Januar bis zum 30 Juni des Jahres durchgeführt werden, in dem der Spieler in die nächsthöhere Altersklasse wechselt.
  b) Neu eintretende Spieler sind unverzüglich zu untersuchen
2. Untersuchungsvermerk
  a) Wer nicht für den Fußballsport tauglich ist, erhält vom Sportarzt keine Eintragung in seinen Spielerpaß.
  b) Ab 1. Januar 1962 gelten nur noch die Eintragungen über erfolgte sportärztliche Untersuchungen auf dem Einklebeblatt für die Spielerpäße. Eine Übertragung des Untersuchungsvermerks ist nötigenfalls vorzunehmen.
3. Kontrolle
  a) Die Schiedsrichter sind verpflichtet, die Spielerpässe auch auf die erfolgte sportärztliche Untersuchung hin zu kontrollieren. Sie vermerken fehlende Untersuchungen im Spielbericht und behalten den betreffenden Spielerpaß ein.
  b) Die Mannschaftsbetreuer sind berechtigt, bei der nach Paragraph 237 möglichen Paßkontrolle auch die sportärztliche Untersuchung der gegnerischen Mannschaft zu überprüfen.
4. Übergangsbestimmungen
  Für das Jahr 1961 wird die Frist für die sportärztliche Untersuchungen ausnahmsweise bis zum 31. Dezember 1961 verlängert.
Erich Wiegand
leer  

1961

Husum 18 / Fußballregeln

1. November

Und hier ist sie wieder - unsere kleine Fußball-Nußknackerei

Im Verlaufe des Spieles wird der Ball von einem Spieler des SC Eintracht ins "Aus" geschlagen. Rolf, ein Spieler von Grün-Weiß, führt in Höhe des Strafraumes den Einwurf aus. Keiner seiner Mitspieler ist so schnell zur Stelle, wie er den Einwurf ausführen möchte, um aber im Besitz des Balles für seine Mannschaft bleiben zu können, wirft Rolf dem Ball regelgerecht ein, aber nur kurz vor sich, setzt dem Ball sofort nach und mit einem satten Torschuß schließt Rolf diese Aktion zum 1.0 für seine Mannschaft ab.

Im Jubel der Zuschauer und der Spieler geht der Pfiff des Schiedsrichters unter.

Wie lautet wohl die Entscheidung des Schiedsrichters?


Wieder einmal ist es Rolf, der schnelle Außen, der für seine Mannschaft eine Aktion durchführen soll. Auf Eckstoß entschied der Unparteiische. Auf der Torlinie stehend, gibt der Schiedsrichter das Zeichen zur Ausführung. Scharf schießt Rolf dem Ball herein; statt aber bis vor das Tor zu gelangen, trifft der Ball den Schiedsrichter und springt dem hereinlaufenden Rolf vor die Füße und noch ehe sich alle dieser Situation bewußt sind, zappelt der Ball, von Rolf abgefeuert, im Netz. Begreiflicherweise Beifall bei Zuschauern und Spielern und auch der Pfiff des Schiedsrichters war vernehmbar.


Auch diesmal wollen wir alle wieder helfen, dem Schiedsrichter die Entscheidungen zu ermöglichen. Bitte schreibt darum wieder Eure Meinungen auf eine Postkarte und sendet diese an: Erich Wiegand, Husum, Adolf-Brütt-Straße 4., Auflösungen in der Dezember-Ausgabe

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball / Tischtennis

1. Dezember

18er Oktober-Sportkehraus

Im DFB-Pokal: Husum 18 - Kilia Kiel

am Sonntag, dem 3. Dezember 1961,
um 14 Uhr, im Friesen-Stadion

Das letzte Oktoberwochenende stand im Zeichen eines besonderen sportlichen Ereignisses unseres Vereins. Nach langen Jahren der Ruhe traten unsere Tischtennisspieler wieder in Aktion. Der Spielpartner an der Husumer Platte war der TTV Koldenbüttel, der dieses Treffen mit einem sicheren 9:0 für sich verbuchen konnte.

Den Löwenanteil am Sportgeschehen aber hatten unsere Fußballmannschaften. 3 gegen Frisia, vier gegen Tönning, je eine gegen IF Husum, TSV Oldenswort und den Bredstedter TSV. In den Punktspielen unserer ersten Jungmannen und ersten Jugend gegen die zweiten Mannschaften von Frisia waren unsere Jungen nie gefährdet. Ein Remis gab es im Spiel unserer ersten Knaben gegen die 2. von Frisia.

Unsere zweiten Jungmannen, zweite Jugend und zweiten Schüler mußten die Punkte den Jungen des TSV Tönning mitgeben, während unsere erste Schülerelf erfolgreich blieb.

Die 1b kam über ein Remis gegen den Erzrivalen IFU nicht hinaus und unsere 1c gab die Punkte dem TSV aus Oldenswort mit.

Unsere Liga hatte den derzeitigen Spitzenreiter der Kreisklasse, den Bredstedter TSV, im DFB-Pokal zu Gast. Mit großem Eifer gingen die Gäste ans Werk, erzielten sogar die Führung, die Manfred Hoppe mit prächtiger Leistung ausgleichen konnte und Egon Harms durch Strafstoß in eine Führung unserer Elf umwandeln konnte. Im zweiten Durchgang ließ dann die Kraft der Gäste nach und nur mit Eifer war nichts mehr zu erreichen gegen unsere Elf. Johannes "Haschi" Jannsen und Egon Harms waren dann noch für unsere Farben erfolgreich.

Und hier nun der Zahlenspiegel unseres Mammutprogramms:

Tischtennis              
Senioren Husum 18   -   TTV Koldenbüttel   0:9
Fußball:              
Liga Husum 18   -   Bredstedter TSV   5:2 (2:1)
1b Husum 18   -   IF Husum   3:3 (1:2)
1c Husum 18   -   TSV Oldenswort   1:4 (0:1)
1. Jungmannen Husum 18   -   Frisia II   5:0 (1:0)
2. Jungmannen Husum 18   -   TSV Tönning   3:5 (1:2)
1. Jugend Husum 18   -   Frisia II   5:1 (1:0)
2. Jugend Husum 18   -   TSV Tönning   0:10 (0:4)
1. Schüler Husum 18   -   TSV Tönning II   7:0 (4:0)
2. Schüler Husum 18   -   TSV Tönning I   0:1 (0:0)
1. Knaben Husum 18   -   Frisia II   2:2 (1:0)

Erich Wiegand

leer  

1961

Husum 18

1. Dezember

Wieder ist fast ein Jahr vergangen ...

Sportliche Höhepunkte, schöne Erfolge, viel Arbeit und Einsatz kennzeichneten den Ablauf des Jahres. Neue Aufgaben erwarten uns aber schon wieder und lassen es nicht zu, auf der Vergangenheit auszuruhen. Allen aber, die am Ablauf des Geschehens des nun ausklingenden Jahres mitgewirkt haben, sei hier Dank gesagt, seien es die Aktiven unserer Mannschaften oder unsere vielen Gönner und Mitglieder oder unsere Zuschauer, die in vielen Spielen ihre Treue und Verbundenheit mit uns zum Ausdruck gebracht haben. Allen gilt daher unsere bescheidene Aufmerksamkeit zum bevorstehenden Weihnachtsfest und zum kommenden Jahreswechsel, allen gelten daher unsere besten Wünsche für eine frohe und friedliche Weihnacht 1961 und ein herzliches "Glück Auf" für das Jahr 1962.

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1961

Husum 18 / Fußball / Tischtennis

1. Dezember

Verspätetes Schützenfest in Husum

Im Punkt treffen gegen den TSV Friedrichsberg erschossen sich unsere Stürmer den zweiten Tabellenplatz. Ein wahrer Fußballzauber mit der entsprechenden Portion Tore zeugten davon, daß nun die Früchte eifrigen Trainings und guter Kameradschaft gereift sind. Bis zur Halbzeit lagen unsere Jungs schon mit 3:1 Toren vorn, die Siegfried Katt in der fünften und Johannes "Haschi" Jannsen in der 21. und 23. Spielminute erzielten. Das Gegentor erzielten die Gäste in der 14. Minute nach einem schönen Flankenball.

Gleich nach Wiederanpfiff war es Siegfried Katt, der in der 47. Minute auf 4:1 erhöhte. In der 73. Minute war es Johannes "Haschi" Jannsen, der das 5:1 markieren konnte; sieben Minuten später stand es 6:1 durch Egon Harms, der einen Foulelfmeter verwandelte und in der 84. Minute war es noch einmal Johannes "Haschi" Jannsen, der auf 7:1 erhöhte.


Unsere zweiten Jugend und Jungmannen absolvierten ihre Spiele in Rantrum. Die Jugend mußte sich den Gastgebern beugen, während unsere Jungmannen ein Unentschieden erzielten.


Unser junges Tischtennisteam war an der Platte von Frisia Gast zum zweiten Punktspiel. Mit 9:1 gingen Sätze und Punkte an die Gastgeber.

Tischtennis              
Senioren Frisia   -   Husum 18   9:1
Fußball:              
Liga Husum 18   -   TSV Friedrichsberg   7:1 (3:1)
2. Jungmannen TSV Rantrum   -   Husum 18   3:3 (1:2)
2. Jugend TSV Rantrum   -   Husum 18   7:0 (4:0)
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Am 12. November regierte nur König Fußball

Unser "Gold"-Lothar von Westerland

Es war schon ein heißes Pflaster für unsere Liga, dieser Grandplatz in Westerland und die Liga des dortigen TSV. Ungestüm stürmten die Gastgeber vom Anpfiff an gegen unser Heiligtum. In diesen Situationen zeigte sich aber dort eine spielerische Reife unsere Abwehr, die durch Egon Harms, unsere Elf spielte im ersten Durchgang gegen den starken Wind, verstärkt wurde. Zahlreiche mögliche Torerfolge der Gastgeber fanden wiederholt ihr Ende im Turm der Abwehr, in Günter Nommensen.

Doch mehr und mehr stellten sich unsere Jungen auf Platz und Gegner ein und als gar in der achten Minute ein Elfmeter von Horst-Günther Spiegeler gemeistert wurde, da hatten wir den ersten "Goldjungen" des Tages und plötzlich eine sich besser findende Elf. Wenige Minuten vor der Pause gelang es dann unserem Torwart Lothar Lehmann, diesmal als Sturmführer spielend, auf Vorlage von Siegfried Katt, den Führungstreffer zu erzielen.

Die zweiten 45 Minuten sahen dann eine 18-Mannschaft, die Jo-Jo mit ihrem Gegner spielte, sahen einen Johannes "Haschi" Jannsen, der zu einem unvergleichlichen Motor wurde, sahen ein Manfred "Manni" Hoppe, der immer mehr, immer besser, ja gekonnt in Fahrt kam. Zweimal noch in diesem 45 Minuten drehte nur noch der Wind den Ball vom sicheren Weg ins Tor ab, einmal noch erzielte Lothar Lehmann ein bildhübsches Kopfballtor, das wegen Abseits nicht anerkannt wurde und noch in der Schlußminute lag es in Siegfried Katt's Füßen, einen Torerfolg zu erzielen. So blieb ist also beim "Goldenen Tor" der ersten Halbzeit.


Unsere 1b und 1c waren zu Punktspielen in Langenhorn zu Gast. Auch hier versäumten unsere Jungen nicht, jeweils ein Tor mehr zu erzielen wie die Gastgeber, die mit ihrer ersten Mannschaft eine ebenfalls ungestüme Elf ins Spiel schickten, aber am Spielniveau unserer 1b scheiterte.

Unsere 1c ließ die Langenhorner erst die ganze Puste auf- und ausspielen, ehe sie zum Endspurt überging und auch in diesem Treffen das entscheidende Tor für unsere Farben erzielte.

Fußball:              
Liga TSV Westerland   -   Husum 18   0:1 (0:1)
Ib FC Langenhorn   -   Husum 18   0:1 (0:1)
Ic FC Langenhorn   -   Husum 18   3:4 (3:1)
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball / Tischtennis

1. Dezember

Im DFB-Pokal gegen Rasensport

   

Wenn auch nicht mit stärkster Besetzung antretend, zeigte unsere Mannschaft doch die größere Reife. Egon Harms brachte unsere Elf mit einem Flachschuß in Führung; Lothar Lehmann erzielte im zweiten Durchgang das 2:1 und Egon Harms war es vergönnt, dann noch einmal erfolgreich zu sein.


Im Tischtennis erzählt erzielte unser Team einen 9:3-Erfolg gegen die Gäste aus Oldenswort. Fritz-Broder Ferchen, Friedrich Grotian, Kurt Mielentz, Reinhard Scheffler und Windeler waren die erfolgreichen Spieler unserer Mannschaft.

Tischtennis              
Senioren Husum 18   -   TSV Oldenswort   9:3
Fußball:              
Liga Rasensport Schleswig   -   Husum 18   2:3 (1:1)
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Die Liga gegen DGF - 1. Jugend gegen TSV Tönning;
1c und Knaben in Lunden

Im Punkttreffen gegen den DGF gelang diesmal nicht ein doppelter Punktgewinn. Pech und fehlendes Schußglück kennzeichneten den Spielverlauf. Egon Harms und Siegfried Katt waren in diesem Spiel je einmal für uns erfolgreich.


Die erste Jugend mußte die Punkte den Jungen vom TSV Tönning überlassen.


Während die Knaben beim SV Lunden ein Remis erzielten, mußte die 1c den Sieg den Gastgebern überlassen.


Unser TT-Team trat an Gardinger Platte an. Mit einem 2:9 mußte sich unsere Mannschaft den Gastgebern beugen.

Tischtennis              
Senioren TSV Garding   -   Husum 18   9:2
Fußball:              
Liga Husum 18   -   DGF Flensburg   2:2 (1:1)
1. Jugend Husum 18   -   TSV Tönning   1:3 (1:1)
1. Knaben SV Lunden   -   Husum 18   2:2 (0:1)
Ic SV Lunden   -   Husum 18   4:1 (0:1)
Erich Wiegand
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1961

Husum 18

1. Dezember

Aus unserer Familien-Chronik

Unserem Sportkameraden Günther Präger und seiner Frau Gisela alles Gute und herzlichen Glückwunsch zum Töchterchen.

Allen unseren Geburtstagskindern im Dezember herzlichste Glückwünsche zum neuen Lebensjahr.

Unseren jungen Sportkameraden Hans Böhnert, Peter Boyke Jacobs und Karl Ernst Gäthje herzlichen Glückwunsch als frisch gebackene Schiedsrichter.

Unserem erkrankten Sportkameraden Walter Pethke wünschen wir alles Gute und baldige Genesung.

Erich Wiegand
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1961

Nachruf für Eduard Schiller

1. Dezember

Unser alter Sportkamerad Eduard Schiller ist nicht mehr. Nach langen Jahren aufopfernden Schaffens ist er ins "Ewige Reich" gerufen worden.

Seit 1927 gehörte Eduard Schiller, der am 21. November 1961 im Alter von 58 Jahren verstarb, unserem Verein an. Schon kurz nach seiner Mitgliedschaft stellte Eduard Schiller seine Mitarbeit dem Verein zur Verfügung. Unter seiner Leitung als Schülerbetreuer und später als Betreuer der Jugend wuchsen Spieler heran, die in den späteren Jahren zu den besten der Liga zählten, so unter anderem Hans Schöning, Karl Krieger, Karl Schladetzky, Nielsen und Werner Lorenzen. 1930 übernahm Eduard Schiller dann das schwere und doch so schöne Amt des Jugendobmanns.

Auch über den Sport hinaus war Eduard Schiller für den Verein immer zur Stelle. Seine Beständigkeit und Treue zu seinen Kameraden und für den Verein zeichneten diesen verdienstvollen Sportler mit der Silbernen Ehrennadel des Vereins aus.

Mit Eduard Schiller ist ein Mann aus unseren Reihen abberufen worden, dessen Person, dessen Geist und dessen Arbeit zu stetigem Andenken verpflichtet.

Erich Wiegand
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1961

Husum 18

1. Dezember

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1. Udo Beckmann, Husum, Flensburger Chaussee 41
2. Arthur Bothmann, Husum, Erichsenweg 14
3. Hans Deckmann, Husum, Langenharmstraße 16
4. Karl-Heinz Kaminski, Husum, Flensburger Chaussee 41
5. Walter Liepert, Husum, Osterende 4
6. Olaf Lindner, Husum, Jebensweg 26
7. Werner Lorenzen, Husum, Mommsenstraße 11
8. Sepp Ludwiger, Husum, Gurlittstraße 31
9. Friedhelm Maaß, Husum, Flensburger Chaussee 41
10. Uwe Meyer, Husum, Breslauer Straße
11. Erwin Mickau, Husum, Buchenweg 5
12. Kurt Mielentz, Husum, Flensburger Chaussee 41
13. Momme Mylin, Husum, Neustadt 110
14. Emmi Mylin, Husum, Neustadt 110
15. H.-Werner Nissen, Flensburg
16. Momme Nehlsen, Husum, Theodor-Storm-Straße 9
17. Horst-Michael Otto, Husum, Jebensweg 28
18. Manfred Strangalies, Husum, Flensburger Chaussee 41
19. Theodor Thomsen, Husum, Kampsiedlung 40
20. Adolf Wagner, Neumünster, Glückstädter Straße 1
21. Hans Peter Wulff, Husum, Bredstedter Straße 4/8


Austrittserklärungen
1. Dieter Funk, Husum, Oldgras
2. Hartraut Hesse, Husum, Flensburger Chaussee 41
3. Horst Lewandowski, Husum, Ludwig-Nissen-Straße 14
4. Horst Schröder, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
5. Holger Stphan, Husum, Heidberg 3
6. Hans Günter Stübe, Husum, Flensburger Chaussee 41
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball Regeln

1. Dezember

Wann kann der Schiedsrichter eine Entscheidung korrigieren?

Die Regel gestattet dem Schiedsrichter nicht unumschränkt die Zurücknahme oder Änderung einer getroffenen Entscheidung, sondern nur in einer gewissen zeitlichen Begrenzung. Diese endet mit dem Augenblick, in welchem das Spiel "wieder aufgenommen" ist, oder ein Halbzeit- oder Schlußpfiff die Entscheidung rechtskräftig werden läßt. Streng genommen ist also z.B. ein Torerfolg dann endgültig geworden, wenn das Spiel durch den nun folgenden Anstoß wieder aufgenommen ist. Hier ist nicht der Eröffnungspfiff maßgebend, sondern das "Ins-Spiel-kommen" des Balles. Die Wiederaufnahme ist also erfolgt, wenn bei den Spielstößen der Ball eine Wegstrecke von 70 cm zurück gelegt hat, außer beim Anstoß oder Freistoß aus dem Strafraum heraus. Hier muß der Ball erst die Grenzen des Strafraums überschritten haben, und beim Einwurf ist der Ball im Spiel, wenn er die Hände verläßt, beim Schiedsrichterball, wenn er unberührt von einem Spieler den Boden erreicht. Kurz gesagt, die Wiederaufnahme ist mit der vollzogenen regelrechten Eröffnung identisch und jede Änderung oder Zurücknahme nach dieser ist eine glatte Fehlentscheidung (mit Aussicht auf Protesterfolg, wenn dadurch der Spielablauf wesentlich beeinflußt wurde).

Eines Spielfortsetzung ist aber als nicht rechtskräftig anzusehen, wenn z.B. ein Spieler, ohne eine Entscheidung des Schiedsrichters abzuwarten - egal, ob eine offene oder eine still zustimmende -, einen Einwurf macht. Dieser gilt als nicht geschehen, und erst der erneute Einwurf der berechtigten Partei gilt als Wiederaufnahme des Spieles. Oder ein Eckstoß kann solange in einen Abstoß umgewandelt werden, bis der Ball getreten worden ist.

Nachher kann ein Einspruch - auch eines neutralen Linienrichters - diesen nicht mehr ungeschehen machen. Unterbricht der Schiedsrichter das Spiel aus irgendeinem Grunde nicht, sei es, daß er einen Vorteil gelten lassen will oder auf ein Auswinken des Linienrichters nicht einging, so kann er nicht mehr, nachdem sich der Vorteil nicht eingestellt hat, auf das vorausgegangene Delikt oder auf das angebliche "Aus" zurückkommen und damit das zwischenliegende Spielgeschehen aufheben. Der Schiedsrichter kann den "alten Stand" nicht mehr herstellen, weil das Spiel durch die Nichtunterbrechung seinen Fortgang genommen hat. Die klaren Entscheidungsgrundsätze müßten wir aufgeben, würde es gestattet sein, eine Nichtentscheidung bei einem vermeintlichen oder tatsächlichen rückliegenden Fall später in eine positive umzuwandeln. (Und subjektiven Korrekturen wären Tür und Tor geöffnet.)

An einigen weiteren Beispielen sollen die Grenzen angedeutet werden, welche dieses Thema umschließen:

Ein vom Schiedsrichter verhängter Elfmeter wird verwandelt. Nun erfolgt der Einspruch, daß der Stoßpunkt keine elf Meter ausmache. Hier kann der Schiedsrichter den ordnungsgemäß ausgeführten Strafstoß nicht annullieren. Der Einspruch konnte bis zur Ausführung desselben vorgebracht werden (wenn die Strafstoßmarke unsichtbar geworden war). Mit dem Stoß aber hatte das Spiel seinen Fortgang genommen.

Der Feldverweis eines Spielers unterscheidet sich in nichts von den sonstigen Entscheidungen des Schiedsrichters. Er kann zurückgenommen werden, sollte er irrtümlich ausgesprochen sein und ist endgültig, sobald der Ball neuerdings ins Spiel gelangte, auch wenn sich seine Unschuld später herausstellen sollte. Grundsätzlich ist jede "spätere" Erklärung eines Schiedsrichters, er habe sich geirrt, null und nichtig.

Ereignet sich während einer Spielruhe irgendein Vergehen, so muß dieses sofort mit Verwarnung oder Ausschluß geahndet werden. Ereignet sich dieses in der Halbzeitpause, und der Ausschluß wird z.B. erst nach dem Wiederanstoß ausgesprochen, ist es eine Fehlentscheidung, denn der Spieler kann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ausgeschlossen werden.

Eine irrtümlich zu wenig gespielte Zeit kann nicht nach der Pause an die zweite Halbzeit angehangen werden. Diese kann nur im direkten Anschluß nachgespielt werden und solange die Mannschaften sich noch auf dem Spielfeld befinden. Eine zu viel gespielte Zeit muß in jedem Falle auf sich beruhen bleiben. Nach einer Schiedsrichterkorrektur wird das Spiel mit dem Stoß oder Wurf aufgenommen, den die Regel für die geänderte Entscheidung vorschreibt, nicht mit Schiedsrichterball. Dieser dient nur zur Berichtigung - als neutrale Fortsetzung des Spiels -, wenn eine beabsichtigte Entscheidung nach Ansicht des Schiedsrichters sich als falsch erweisen würde und wenn das Spiel durch einen unbeabsichtigten Pfiff (zwingend!) unterbunden wurde.

In welcher vielgestaltigen Form der Zurücknahme einer Schiedsrichterentscheidung auftreten kann, ist nicht nur für den Spielleiter, sondern für alle am Spiel Beteiligten von Bedeutung. Sie kann für den Ausgang eines Spieles entscheidend und in ihrer Konsequenz genug bekannt sein.

F.R. Gerlach
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1961

Husum 18

1. Dezember

Sport Stilblüten

"Gesucht wird per sofort Nähe Hof tüchtiger selbständig arbeitender Metzger in gute Stellung. Bedingung: guter Geräteturner zur Nachwuchsheranbildung. Turnhalle vorhanden, durchaus nationale Einstellung. Bewerbungen mit Zeugnissen und Nachweis der turnerischen Laufbahn."

"Es ist gelungen, die Wasserballmannschaft des astralischen Vereins Kangaroo zu einem Spiel zu verpflichten. Die Profimannschaft des Kangaroo, zum größten Teil Astral-Neger, befindet sich auf einer größeren Europa-Tournee.".

"Carter riß seinem Gegner mit drei fürchterlichen Rechten die Beine weg."

"Und solche Spieler und Spielerinnen, die nicht gewohnt sind, allein für Kaffer und Kuchen zu spielen, gingen mit hängenden Köpfen über den Platz."

"Das Spiel begann mit dem Ergebnis 6:1 für Bopfingen."

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball Geschichte

1. Dezember

Wußten Sie schon, daß

... Robert Schlienz (VfB Stuttgart) immer noch mit 45 erzielten Toren aus der Saison 1945/46 die Torschützenliste der Oberliga-Schützenkönige anführt?
... die nächsten Plätze Herbert Wojtkowiak (Hamburger SV) mit 40, Fritz Walter (1. FC Kaiserslautern) mit 38. Hans Pöschl (1. FC Nürnberg) mit 37 und Ernst-Otto Meyer (VfR Mannheim) und Uwe Seeler (Hamburger SV) mit 36 Toren einnehmen?
... die meisten Vereinstore einer Saison der 1. FC Kaiserslautern mit 153 Toren erzielte, gefolgt vom Hamburger SV und den Stuttgarter Kickers mit je 113 Tonnen?
... die meisten Gegentore Hassia Bingen mit 141 Toren, gefolgt vom SV Itzehoe mit 118 Toren hinnehmen mußten?
Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Dezember

Die Freude am Spiel muß bleiben!

Der russische Fußball war vor Jahren mittelklassig. Man begann, auf wissenschaftlicher und fast militärisch strenger Grundlage das Niveau zu steigern, um Anschluß an die Weltklasse zu bekommen. Es gelang auch, doch konnte die Spitzenleistung - wie bekannt - nicht gehalten werden. Das zeigt uns, daß auf diesem Wege Spitzenspieler eine kurze Zeitspanne zu einer Höchstform gesteigert werden können. Doch die Gefahr des schnellen Ausbrennens ist umso größer. Es beweist, daß selbst unter höchsten Ansprüchen nie das spielerische Moment außer acht gelassen werden darf. Das spielerische Moment im Fußball ist es, das das Feuer erhält, ohne das auf die Dauer auch der beste Spieler nicht auskommen kann. Beispiele dafür gibt es auch im deutschen Fußball zur Genüge.

Wir sollten daraus die Lehre ziehen, daß beim Training und der Betreuung von Mannschaften nicht alles tierisch ernst einem Ziele unmittelbar zu dienen hat. Gerade Entspannung dient in indirekter Form dazu, das Ziel zu erreichen, da sie es ist, die immer wieder die Freude am Spiel belebt.

Betrachten wir einmal eine Mannschaft, die in Gefahr ist, abzusteigen. Das Training wird zeitlich verlängert, es wird verschärft, die Spieler werden aufgerufen, noch sportlicher als bisher zu leben, die Ratschläge überschlagen sich. Und der Erfolg? Oftmals gleich Null. Man vergißt zu leicht, daß auch der Fußballspieler (ob mit oder ohne Vertrag) ein Mensch ist, der den menschlichen Gesetzen unterliegt.

Gewiß sollen die Trainingsarbeit und das zivile Leben des Sportlers nicht lasch sein., doch man darf auch nicht in das entgegengesetzte Extrem verfallen. Ein zielbewußtes Training soll nicht mehr und nicht weniger vom Spieler verlangen, als er physisch und psychisch geben kann. Wird schärfer herangegangen, dann muß der notwendige Ausgleich auch im größeren Maßstab geschaffen werden.

Der Trainer und die anderen Betreuer müssen sich etwas einfallen lassen, um die Spieler vom Ernst des harten Trainings an das Spielerische, das Ungehemmte, ja an das Kindliche heranzuführen. Durch diese Abwechslung, sei sie in lustigen Bewegungsspielen, frohen Waldspaziergängen und dem Besuch unterhaltsamer Theater- oder Kinostücke zu finden, wird den Spieler vergessen lassen, daß er hat trainiert. So wird eine Mannschaft auch bei hartem Training die Freude am Spiel bewahren und wieder erfolgreich sein.

Reicht es dann noch nicht aus und geht das Fußballglück vorbei, dann möge man bedenken, daß von einer Anzahl von Mannschaften nun einmal auch die eine oder die andere die rote Laterne übernehmen muß. Das bedeutet keinen Weltuntergang.

Übungsleiter Helmut Weidner, Kriftel am Taunus
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Dezember

Amerikanischer Fußball ist rauh

Die deutschen Fußballvereine würden etwas darum geben, wenn es ihnen so gut ginge, wie den amerikanischen Clubs. Seit 1953 ist das Stadion in Detroit in USA mit 54.000 Plätzen zu jedem Spiel ausverkauft. Es ist dort aber ein etwas anderes Fußballspiel als bei uns und für unsere Begriffe recht rauh. Körperkraft spielt dabei eine wesentliche Rolle und Verletzungen sind nicht ungewöhnlich. Deshalb trifft man, die Liste der berühmten Spieler durchsucht, selten auf einen Mann unter 1,80 m Größe und 200 Pfund Körpergewicht. Von den New Yorker "Giants" (Riesen) schießt vermutlich in dieser Beziehung Eugene Allen "Gene" Lipscomb,  "Big Daddy", "Großer Vater" genannt, den Vogel ab. Er ist fast 1,98 m groß und wiegt rund 250 Pfund. Robert E. Lee Samuel „Sam“ Huff ist ein anderer Berühmter, 1,85 m groß und 200 Pfund schwer. Er begann in der Verteidigung und man hat wenig Zutrauen zu ihm, weil er "nur" 200 Pfund wog. Jetzt verdient er bei den "Giants" 11.000 Dollar im Jahr (etwa 44 000 D-Mark). Gewinnt sein Verein die Meisterschaft, so bekommt Sam 1.000 Dollar Prämie dazu. Mit Vorträgen und als Verkäufer verdient er noch weitere 12.000 Dollar. Aber nach einem Spiel hat er ein Gefühl, als ob jeder Knochen gebrochen wäre. Jeder Muskel ist steif, keinen Arm kann er mehr heben und im Traum spielt er das ganze harte Spiel noch einmal. Dafür hat er sich aber auch eine 25-acres-Farm kaufen können, um Ponies zu züchten. "Alle Kinder der Umgebung sollen Gelegenheit haben, auf Ponies zu reiten. Ich hatte sie in meiner Jugend nicht und habe mir das Ponyreiten so sehnlichst gewünscht", meinte er dazu.

(ldk)
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1961

Husum 18 / Fußball Regeln

1. Dezember

Unsere kleine Fußball-Nußknackerei

- Auflösung aus der November-Ausgabe -

Wie war es da noch einmal? Ach so, ja, der Schiedsrichter pfiff, da der Ball im im Tor war. Irrtum, der Schiedsrichter pfiff, weil Rolf nach dem Einwurf den Ball ein zweites Mal spielte, bevor ihn ein anderer Spieler gespielt hatte und um an dieser Stelle einen indirekten Freistoß für die Gegenmannschaft zu geben.

Und wie war es nach dem Eckstoß, den Rolf ausführte? Natürlich...! Ja - was denn nur? Tor! Wiederholung! Abstoß! So lauteten einige Antworten. Aber damit ist der Schiedsrichter gar nicht einverstanden, denn er erkennt auf indirekten Freistoß für die verteidigende Mannschaft an der Stelle, an der Rolf den Ball ein zweites Mal gespielt hat.


Nun - dann auf ein Neues

Rolf ist gerade dabei, den Ball am Fuß, die gegnerische Abwehr auszuspielen und dringt schon in den Strafraum ein, ein "sicheres" Tor vor seinen Füßen. Doch plötzlich pfeift der Schiedsrichter. Rolf rauft sich die Haare, denn er begreift nicht, warum der Schiedsrichter seinen, Rolfs Angriff, abpfiff. Nicht gesehen hatte Rolf, was sich im Strafraum seiner Mannschaft abspielte, denn dort verübte sein Mittelläufer eine grobe Rüpelei am gegnerischen Mittelstürmer, um diesen irgendwie zu verletzen und für den weiteren Spielverlauf auszuschalten.

Wie wird nun der Schiedsrichter dieses Vergehen an? Wollt Ihr ihm wieder helfen?

Erich Wiegand
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1961

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Dezember

Dem Schiedsrichter ging die Puste aus

"Du Schieber, du Salatwachtel", gellte es über den Platz des SC Happurg, als in einem Punktspiel der B-Klasse die Mannschaften des SC Happurg und des SC Glückauf Auerbach um den Sieg kämpften. Gemeint war damit der Schiedsrichter. Kurz entschlossen pfiff er ab, setzte über die Barriere, um den Zuschauer zu erwischen. Doch der war schneller. Als er das Unheil auf sich zukommen sah, entwetzte er durch die Zuschauer und tauchte im benachbarten Buschwerk unter. Der Schiedsrichter hatte das Nachsehen. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als wieder aufs Spielfeld zurückzukehren und mit einem Schiedsrichterball das Spiel fortzusetzen.

Erich Wiegand
leer  



zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 14:08hr color="#015397" />

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