Das geschah 1964

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 26.03.2019 17:00

1964

Husum 18

1. Januar

Zum Jahreswechsel 1963/64

Am 2. Februar 1964 findet wie im Vorjahr ein

Kameradschafts-Skat

statt.

Alle aktiven Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen. Um rege Beteiligung wird gebeten.

"Rummel, rummel, rutsche ..."

Ja, liebe Achtzehner, nun ist es wieder so weit! Bei der Abfassung dieses kleinen Artikels steht das Weihnachtsfest kurz vor der Tür und das bedeutet gleichzeitig, daß das Jahr 1963 mit Riesenschritten seinem Ende zugeht. Wir wünschen Euch, Euren Familien und allen uns nahestehenden Sportfreunden daher alles nur erdenklich Gute für das Jahr 1964!

In unserer alten kleinen und lieben Stadt feiern wir die Feste noch wesentlich bewußter und intimer im Kreise unserer Angehörigen als in den Großstädten mit ihrem Lärm und ihrer Hast. Hier gibt es noch verträumte und stille Straßen und vieles erinnert doch noch an geruhsame und zufriedene Zeiten.

"Rummel, rummel, rutsche,
Krieg ik nich een Futsche?
Krieg ik een, dann bliev ik stahn,
Krieg ik twee, dann will ik gahn,
Krieg ik dree, dann wünsch' ik Glück,
dat de K?ksch mit de Futschens ut de Schosteen fl?ch!"

Bei diesen Worten kann man sich vorstellen, wie einst nach einem hilden 31. Dezember - vor ca. 100 Jahren, als das kleine Lied entstand, waren die Geschäfte auch an solchem Tage noch bis 8 oder 9 Uhr abends geöffnet - die Kinder die Rückkehr des Vaters ersehnten oder darauf warteten, daß er die Ladentür schloß, damit sie dann mit ihren Eltern "Altjahrsabend" feiern konnten. Der Silvesterpunsch und die Futschens standen meistens schon dampfend auf dem Tisch und harrten der frohen hungrigen Gesellschaft. Bei dem lustigen Geschmaus drang dann oft von der Straße her das Singen von Kindertrupps ins Zimmer "... rummel, rummel, rutsche ..." Aber das ist alles weniger geworden! Wer liest daher nicht gern in geruhsamen Stunden - insbesondere "zwischen den Tagen" von Weihnachten bis Neujahr - aus solch' vergangener schöner Zeit? So meine ich, daß diese Tage immer unserer Familie gehören müssen. Dabei sollten wir einmal den Alltag vergessen und gerade dann Kraft für das schöpfen, was vor uns liegt. Das wünschen wir all' denen, die diese kleine Schrift in die Hand nehmen, um dann mit neuem Mut und bester Zuversicht das neue Jahr zu beginnen.

Im übrigen - um das abschließend noch zu erwähnen -, wir waren mit der sportlichen Ausbeute, d.h. mit den Leistungen unserer Mannschaft, sehr zufrieden. Ob mit der Liga, unserer Reserve, den Jugend-, Schüler- und Knabenmannschaften oder mit der Tischtennisabteilung. Die Ergebnisse waren in diesem Jahr im allgemeinen besser als 1962. Unsere Ligamannschaft ist - soweit es die letzten Jahre betrifft - noch nie so gut wie heute gewesen. Das können wir auch dann sagen, wenn einige Spiele unerwartet verlorengingen. Auf Jeden Fall: "Wir vertrauen ihr!"

Wir danken allen, die dem HFV von 1918 die Treue hielten, die Sonntag für Sonntag seine Farben vertraten und jenen, die uneigennützig und selbstlos ein Ehrenamt im Interesse des Vereins ausübten.

Husum, im Dezember 1963

Karl Krieger, 1. Vorsitzender

leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

TSV Westerland

 

2:1 (1:1)

 

Unerwartet knapp gewann unsere Liga ihr Punktspiel gegen den TSV Westerland mit 2:1 Toren. Nach den guten Leistungen, die unsere Liga an den Vorsonntagen gegen die Flensburger Spitzenmannschaften gezeigt hatten, boten sie diesmal eine enttäuschende Partie und können von Glück sagen, daß sie durch ein Tor von Johannes "Haschi" Jannsen in der 88. Minute doch noch beide Punkte gewannen. Allerdings muß gesagt werden, daß unsere Liga fast die gesamte zweite Halbzeit mit nur zehn Mann durchstehen mußte, da sie ihren bis dahin ausgezeichnet spielenden Hans Schumacher nach einem groben Foul durch Platzverweis verloren.

In der 25. Minute ging unsere Liga durch ein Tor von Karl Clausen mit 1:0 in Führung. Aber bereits sieben Minuten später konnte Westerland ausgleichen. Erst zwei Minuten vor Schluß gelang Johannes "Haschi" Jannsen der vielumjubelte Siegtreffer.

Es spielten:

Eckhard Sers

Horst Cwajkowski ǀ Dieter Eisenheim

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Manfred Hansen ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

UNSERE LIGA

Rasensport Schleswig

 

-

 

Husum 18

 

0:6 (0:2)

 

Ein großes Spiel lieferte unsere Liga gegen die gefürchtete Mannschaft von Rasensport. Wenn unsere Liga die Form dieses Spiels halten könnte, wird sie ein wichtiges Wort bei der Vergabe der Meisterschaft mitreden. Unsere Liga lag bereits bis zur Pause durch Tore von Dieter Schleger und Johannes "Haschi" Jannsen mit 2:0 in Front.

In der 47. Minute konnte Karl Clausen auf 3:0 erhöhen. Pech hatte jedoch wiederum Hans Schumacher, der wegen eines unabsichtlichen Handspiels in der 63. Minute des Feldes verwiesen wurde. Das brachte unsere Liga aber nicht aus dem Konzept und sie stellte durch weitere Tore von Peter Goldschmidt (2) und Karl Clausen das 6:0-Endergebnis her.

Unsere Liga spielte mit:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Schleger ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Johannes Jannsen ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Frisia Husum

 

0:2 (0:0)

 

Das mit Spannung erwartete Pokalspiel unserer Liga gegen den großen Kontrahenten Frisia lockte viele Zuschauer ins Friesenstadion. Sie sollten nicht enttäuscht werden. Es war ein faires und gutes Spiel, das von beiden Mannschaften geliefert wurde. In der ersten Halbzeit war unsere Liga klar tonangebend und hatte mehrmals den Führungstreffer auf den Füßen, aber es wollte einfach nicht glücken. Die vereinzelten Vorstöße der Frisianer wurden von unserer gut organisierten Hintermannschaft sofort abgefangen. Alles Drängen und Kämpfen unserer Liga nützte nichts, es blieb bis zur Halbzeit beim 0:0.

Der nun erwartete Generalangriff von Frisia blieb nicht aus. Sofort nach Wiederanpfiff drängten sie auf die Entscheidung; und was unserer Liga in der 1. Halbzeit nicht gelang, glückte Frisia. In der 51. Minute gingen sie erstmals durch einen Direktschuß mit 1:0 in Führung. Als dann in der 71. Minute unser Verteidiger Peter Goldschmidt einen Ball ins eigene Tor abfälschte, war die Entscheidung gefallen.

Unsere Liga spielte mit:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ H. August Boyens

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Manfred Hansen ǀ Dieter Schleger ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

UNSERE LIGA

SIF Schleswig

 

-

 

Husum 18

 

3:1 (1:0)

 

Was wohl keiner erwartet hatte, traf in Schleswig ein. Nach den großartigen Leistungen der letzten Wochen lieferte unsere Liga in Schleswig das wohl schwächste Spiel der gesamten Serie. Unsere Liga konnte in keiner Phase an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen. Dazu kam noch, daß sich unsere Spieler nicht mit dem hartgefrorenen Boden abfinden konnten. Bis zur Pause lag SIF bereits mit 1:0 in Führung. Auch nach der Pause wollte es bei unserer Liga nicht klasspen, so daß SIF durch zwei weitere Tore mit 3:0 in Führung ging, ehe Dieter Eisenheim kurz vor Schluß mit einem Kopfball den 1:3-Endstand herstellen konnte.

Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Dieter Eisenheim

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

UNSERE LIGA

Vorwärts Flensburg

 

-

 

Husum 18

 

0:9 (0:3)

 

Das schönste Weihnachtsgeschenk machte unsere Liga dem Verein mit dem klaren 9:0-Kantersieg auf dem gefürchteten Platz von Vorwärts Flensburg. Nach den enttäuschenden Leistungen des vergangenen Sonntags hatte wohl keiner mit diesem großartigen Erfolg gerechnet. Unsere Liga war in Hochform und schoß aus allen Lagen, so daß einfach die Tore fallen mußten. Bereits zur Pause führte unsere Liga durch Tore von Dieter Schleger, Benjamin Hager (Foulelfmeter) und Horst Cwajkowski 3:0.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Horst Cwajkowski auf 4:0, Manfred Hoppe schoß das 5:0, dem Dieter Schleger das 6:0 folgen ließ. Für das 7:0 zeichnete Karl Clausen verantwortlich. Das 8:0 besorgte Horst Cwajkwoski und schließlich erzielte Manfred Hoppe das 9:0.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Tabelle der II. Amateurliga

Stand 22.12.63 Spiele Tore Punkte  
VfB Nordmark Flensburg 18 52:27 27:9  
Husum 18 17 56:27 24:10  
DGF Flensburg 16 57:28 22:10  
TSV Kropp 18 43:46 22:14  
TSV Nord 18 36:36 19:17  
TSV Westerland 18 49:50 19:17  
Bredstedter TSV 18 47:51 18:18  
FSV Wyk 18 35:41 18:18  
Rasensport Schleswig 17 40:40 17:17  
SIF Schleswig 18 36:40 17:19  
TSV Vorwärts Flensburg 16 40:48 16:16  
TSV Weiche-West 17 33:33 15:19  
Flensburger TB 18 38:50 15:21  
TSV Kappeln 18 51:42 14:22  
RW Niebüll 17 39:54 10:24  
Nordmark Satrup 18 34:73 7:29  

Spielplan der II. Amateurliga

Frühjahrsserie 1963/64

05.01.64   TSV Kappeln   -   Husum 18
12.01.64   Husum 18   -   FSV Wyk
19.01.64   Husum 18   -   TSV Kropp
26.01.64   TSV Westerland   -   Husum 18
02.02.64   Husum 18   -   Bredstedter TSV
09.02.64   Husum 18   -   TSV Nord
16.02.64   Nordmark Satrup   -   Husum 18
23.02.64   Husum 18   -   TSV RW Niebüll
01.03.64   Husum 18   -   Vorwärts Flensburg
07.03.64   Nordmark   -   Husum 18
14.03.64   DGF Flensburg   -   Husum 18
22.03.64   Husum 18   -   Flensburger TB
12.04.64   TSV Weiche-West   -   Husum 18
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Spielplan der Bezirks-Jungmannen

Frühjahrsserie 1963/64

05.01.64   Flensburg 08   -   Husum 18
12.01.64   Husum 18   -   FSV Wyk
26.01.64   TSV Westerland   -   Husum 18
02.02.64   Husum 18   -   Bredstedter TSV
16.02.64   MTV Leck   -   Husum 18
23.02.64   Husum 18   -   TSV RW Niebüll
01.03.64   Husum 18   -   Vorwärts Flensburg
07.03.64   Nordmark   -   Husum 18
14.03.64   DGF Flensburg   -   Husum 18
22.03.64   Husum 18   -   Flensburger TB
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Tabellenstände nach Beendigung der Herbstserie 1963

1. Kreisklasse - Senioren

Spiele Tore Punkte  
1. BW Friedrichstadt 9 39:8 16:2  
2. TSV Tönning 9 33:14 15:3  
3. Frisia Ib 9 43:15 14:4  
4. TSV Rantrum 9 29:15 11:7  
5. Husum 18 Ib 9 29:17 11:7  
6. IF Tönning 9 30:19 8:10  
7. FC Langenhorn 9 23:30 7:11  
8. TSV St. Peter 9 24:24 5:13  
9. Bredstedter TSV Ib 9 10:30 3:15  
10. TSV Oldenswort 9 1:89 0:18  

2. Kreisklasse - Senioren

Spiele Tore Punkte  
1. Husum 18 II 6 15:4 8:4  
2. BW Friedrichstadt Ib 6 20:8 8:4  
3. TSV Tönning Ib 6 14:14 8:4  
4. TSV Rantrum Ib 6 26:10 7:5  
5. FC Langenhorn Ib 6 10:19 6:2  
6. Frisia Husum II 6 8:12 5:7  
7. IF Tönning Ib 6 4:30 0:12  

B - Jugend

Spiele Tore Punkte  
1. BW Friedrichstadt 7 21:5 11:3  
2. Frisia Husum I 7 16:8 11:3  
3. Bredstedter TSV 7 11:5 9:5  
4. Husum 18 I 7 7:5 8:6  
5. Frisia Husum II 7 14:15 8:6  
6. Husum 18 II 7 1:17 4:10  
7. TSV Tönning 7 5:16 3:11  
8. IF Tönning 7 7:11 2:12  

C - Schüler

Spiele Tore Punkte  
1. Bredstedter TSV 8 31:8 14:2  
2. Frisia Husum I 8 31:10 12:4  
3. Frisia Husum II 8 27:12 11:5  
4. Husum 18 8 16:14 10:6  
5. TSV Rantrum 8 10:16 6:10  
6. TSV Tönning 8 7:17 6:10  
7. BW Friedrichstadt 8 15:15 5:11  
8. TSV Oldenswort 8 13:27 5:11  
9. IF Tönning 8 3:34

3:13

 

D - Knaben

Spiele Tore Punkte  
1. Frisia Husum I 4 7:1 7:1  
2. Husum 18 4 8:1 6:2  
3. Frisia Husum II 4 7:10 4:4  
4. Bredstedter TSV 4 2:2 3:5  
5. TSV Rantrum 4 2:12 0:8  
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Januar

Unsere TT-Abteilung

Unsere erste Mannschaft beendete mit zwei Spielen die Herbstserie. Gegen den Favoriten TSV Westerland kamen wir noch nicht an und unterlagen am 24. November an eigenen Platten klar mit 2:9. Am 3. Dezember traten wir beim TSV Eggebek an, der mit uns gemeinsam in diesem Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Nach spannendem Kampfverlauf siegte unsere Mannschaft verdient mit 9:5 Punkten. Für uns waren Johannes Clausen, Harald Wulf, Wolfgang Eckl, Heinz Splettstößer, Herbert Rohde und Anton Bösch sowie die beiden Doppel erfolgreich. Nach diesen Ergebnissen schloß unsere Mannschaft mit vier Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen die Serie auf dem dritten Tabellenplatz ab.


Die zweite Mannschaft mußte in der Kreisklasse zwei knappe Niederlagen hinnehmen. In Koldenbüttel unterlagen wir am 29. November mit 6:9 und gegen den TSV Ostenfeld mit 7:9.


In den Pokalspielen für Dreier-Mannschaften konnten wir im Bezirk Nord bis ins Viertelfinale vordringen. Bei Rot-Weiß Schleswig unterlag unsere erste Mannschaft mit Heinz Splettstößer, Herbert Rohde und Harald Wulf knapp mit 4:5.


Unsere zweite Jugendmannschaft verlor ihr Punktspiel gegen die erste Mannschaft von Frisia mit 1:7.


Ein Höhepunkt waren diesmal wieder unsere Vereinsmeisterschaften am 15. Dezember in der Theodor-Storm-Schule. Der erste Vorsitzende, Karl Krieger, konnte zu Beginn der Wettkämpfe über 30 Teilnehmer begrüßen. Es wurden insgesamt sechs Konkurrenzen ausgetragen, von denen das Herreneinzel mit 28 Nennungen erwartungsgemäß das größte Interesse fand. Es zeigte sich in dieser Konkurrenz, daß wir uns durch Neuzugänge enorm verstärkt haben, denn die favorisierten Stammspieler konnten sich nur zum Teil durchsetzen. Vorjahresmeister Herbert Rohde war leider erkrankt und konnte seinen Titel nicht verteidigen. Neuer Vereinsmeister und Gewinner des Wanderpreises wurde Jan Peter Wichmann, der erst seit einigen Wochen unserem Verein angehört.

Ebenso erfreulich ist der dritte Platz des Neuzuganges Holger Habenicht hinter dem zuverlässigen Johannes Clausen. Zu erwähnen ist auch der achte Platz des noch jugendlichen Rüdiger Stenzel in dieser starken Herren-Konkurrenz.

Die Ergebnisse

Herren Einzel
1. Jan Peter Wichmann  
2. Johannes Clausen  
3. Holger Habenicht  
4. Heinz Splettstößer  
5. Harald Wulf  
6. Anton Bösch  
7. Helmut Bregulla  
8. Rüdiger Stenzel  

Herren Doppel
1. Heinz Splettstößer / Harald Wulf  
2. Jan Peter Wichmann / Wolfgang Eckl  

Mixed Doppel
1. Heike Liepert / Harald Wulf  
2. Lore Liepert / Walter Liepert  

Jugend Einzel
1. Rüdiger Stenzel  
2. Dirk Wulf  
3. Gerhard Hoffmann  

Jugend Doppel
1. Gerhard Hoffmann / Rüdiger Stenzel  

Schüler Einzel
1. Carl Liepert  
2. H. Samuelsen  
3. Heike Liepert  

Nach diesen Ergebnisse wurden für die Rückrunde der Bezirks- und Kreisklasse folgende Mannschaften gemeldet:

1. Mannschaft:
1. Heinz Splettstößer  
2. Herbert Rohde  
3. Harald Wulf  
4. Jan Peter Wichmann (Neuzugang)  
5. Anton Bösch  
6. Johannes Clausen  
7. Günther Otto (Neuzugang)  

2. Mannschaft:
1. Holger Habenicht (Neuzugang)  
2. Otto Armster (Neuzugang)  
3. Wolfgang Katscher (Neuzugang)  
4. Wolfgang Eckl (Neuzugang)  
5. Werner Wischnowski  
6. Helmut Bregulla  
7. Kurt Kusber  

Insgesamt können wir die Mannschaften durch sechs Neuzugänge verstärken.


Allen Tischtennisfreunden sowie allen Vereinsmitgliedern wünschen wir ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Walter Liepert, Obmann Tischtennisabteilung
leer  

1964

Husum 18

1. Januar

Mitgliederbewegungen im Dezember

   
Neuaufnahmen
1. Armster, Otto, Oldenswort
2. Braun, Monika, Husum, Jebensweg 26
3. Eckl, Wolfgang, Oldenswort
4. Elias, Hans, Husum, Osterende 77
5. Habenicht, Holger, Husum, Flensburger Chaussee 41
6. Jaensch, Klaus, Husum, Flensburger Chaussee 41
7. Katscher, Wolfgang, Husum, Flensburger Chaussee 41
8. Wichmann, Jan Peter, Husum, Flensburger Chaussee 41


Austrittserklärungen
1. Hansen, Dieter, Husum, Hafenstraße 21
2. Kaiser, Günther, Husum, Flensburger Chaussee 41
3. Lange, Manfred, Husum, Volquard-Pauls-Straße 21
4. Petersen, Holger, Bredstedt, Hermannstraße 27
5. Stahl, Hartmut, Husum, Memelerstraße 6
6. Thomsen, Deert, jetzt Flensburg
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sparklub

1. Januar

Unser Sparklub gibt bekannt:

Wie im vergangenen Jahr werden wir auch in diesem Jahr unseren Sparklub fortsetzen. Am 13. Januar 1964 wird das neue Sparjahr eröffnet. Da sich inzwischen mehrere Mitglieder gemeldet haben, die sich unserem Sparklub anschließen wollen, haben wir beschlossen, einen größeren Sparschrank zu nehmen, damit jeder, der sich unserem Sparclub anschließen möchte, ein Sparfach abbekommt. Wir rufen hiermit noch einmal auf, daß jeder, der Freude am Sparen hat, herzlich aufgenommen wird. Letzter Anmeldetermin ist der 10. Januar 1964. Anmeldungen erbeten an Sportfreund Hermann Bahnsen oder Sportfreund Eckhard Sers.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Erhöhung der Eintrittspreise

In Anschließung an die Erhöhung der Eintrittspreise anderer Vereine hat der Vorstand beschlossen, auch bei uns die Eintrittspreise ab 1. Januar 1964, bei Spielen unserer ersten Mannschaft, zu erhöhen. Die Eintrittspreise wurden folgendermaßen neu festgesetzt:

Mitglieder   von 0,70 DM auf 0,90 DM
Nichtmitglieder   von 1,10 DM auf 1,30 DM
Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 0,50 DM

Alle Preise sind einschließlich Sportgroschen

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Januar

Der Bauch muß weg!

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht. Aber wenn man in die Jahre kommt, so als Endzwanziger, dann wird man nicht nur im Wesen behäbiger, sondern man hat auch mit etlichen Gewichtsschwierigkeiten zu kämpfen. Böse Zungen bezeichnen dann die sich um und über die Gürtellinie wölbenden "Muskelpartien" schlankweg und sehr respektlos als Bauch oder im gewöhnlichen Jargon einfach als Fettleibigkeit. Mir geht es jedenfalls leider so. Sehr zum Kummer meines Übungsleiters, der sich durch diesen von mir so sehr zur Schau gestellten Körperteil fast beleidigt fühlt. Na, der Mann hat gut lachen. Er darf sich jeden Tag auf dem Sportplatz austoben, braucht nicht als Benzinkutscher sein Geld verdienen und kann etwas für seinen Körper tun. Außerdem habe ich ihn im Verdacht, der ist zu faul um zu futtern. Aber unsereiner? Der Beruf frißt einen direkt auf. Rein ins Auto, raus aus der Kiste. So geht es am Tag etliche Male. Daß man dann am Abend einfach zu abgespannt ist, um seinem Körper noch ein wenig Bewegung zu verschaffen, können Sie bestimmt verstehen. Sicher, zum Zigarettenholen brauchte man den Wagen eigentlich nicht noch einmal aus dem Schuppen zu holen, und auch der abendliche Weg zum Briefkasten ließe sich zu Fuß erledigen. Aber ...

Außerdem bin ich doch Mitglied in unserem Klub. Aber das ist auch so ein Kapitel für sich. Mit der Marie muß ich zwar jeden Ersten rüberkommen, den Bauch trainieren die mir aber auch nicht weg. Eben Gegenteil. Der "Antreiber" mosert noch mit mir. Es ist eben alles ungerecht. Mit den "schlanken" Knaben war er mindestens eine Stunde auf dem Platz, während für mich dann nur noch ein paar Minuten blieben. Dabei kam ich doch nur um "einiges" zu spät. Und schließlich und letzten Endes zahle ich ja meinen Beitrag in Höhe von 2, 50 D-Mark. Da hätte er sich doch auch noch ausgiebig mit mir beschäftigen müssen. Na, ich weiß nicht, in diesem Klub bleibe ich bestimmt nicht lange. Viermal im letzten Jahr war ich nun schon "Guten Willens", meinen Körper zu strapazieren - immer umsonst. Einmal kam ich - zugegeben - erst nach Beendigung angewackelt, da mein Wagen partout nicht anspringen wollte. Dreimal war ich aber rechtzeitig da. Nur, daß sich an diesen Tagen andere Abteilungen des Vereins auf dem Platz breitmachten. Ja, was tun, spricht Zeus. Ich wieder zurück ins Klubhaus. Haben da dann einen anständigen Skat gedroschen und einige Bierchen getrunken. Aber davon wird man ja schließlich auch nicht schlanker und Geld kostet es außerdem. Das ist aber für mich nicht einmal das ärgerlichste. Bestimmt nicht. Ich bin nur so aufgebracht, daß dieser unkultivierte Mensch von Trainingsleiter gestern nur einige Minuten für mich übrig hatte. Der bekommt doch für diesen Spaß bezahlt, ergo ist er auch mein Angestellter. Aber einen Ton hat der am (schlanken) Leib! "Das nächste Mal kommen Sie bitte pünktlicher", quarkte er mich an. Und dann noch: "Sie haben's nötig mit so einem Kotlettenfriedhof!" Junge, was bin ich sauer. Aber ich habe irgendwie das Gefühl, hier bin ich nicht richtig. Hier fehlt es ganz scheinbar an guten Willen, für seine treuen Mitglieder etwas zu tun. Es wird doch wohl Vereine geben, die ihren Mitgliedern mehr bieten. Denn schließlich finanziere ich ja den Verein mit meinem Geld, so daß ich eine etwas individuellere Behandlung für meinen Bauch verlangen kann - denn der muß weg. Das sehe ich ein!

Aus Vereinsnachrichten Itzehoe 09
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Januar

Bunte Seite

Schlagfertigkeit

Schlagfertigkeit und Entschlußkraft bewies ein französischer Schiedsrichter, als er ein schweres Spiel zu leiten hatte, und die Spieler der Platzmannschaft mit seinen Entscheidungen nicht ganz einverstanden waren. Ein Spieler konnte sich die Bemerkung "Ich glaube, daß Ihr Abgang heute nicht ganz einfach sein wird" nicht verkneifen. Ohne zu zögern entgegnete Monsieur Schiedsrichter: "Wogegen Ihr Abgang sehr einfach sein wird. Bitte, verlassen Sie den Platz!" Die französische Presse bezeichnete den Feldverweis als den schnellsten und witzigsten in der bisherigen Fußballgeschichte.


Gutes Zusammenwirken

Viel Verständnis für die Sorgen des einheimischen Fußballklubs hatte die Missionskirche im schwedischen Norsjö. Der Verein erwartete für ein wichtiges Spiel Rekordbesuch. Um den Zuschauern auch möglichst viel Sitzplätze bieten zu können, stellte die Kirchenleitung die Kirchenbänke zur Aufstellung auf dem Fußballplatz zur Verfügung. Die Fußballmannschaft bedankte sich dafür mit einem schönen Spiel und einem beifällig aufgenommenen Sieg.


Der Hund war schuld.

Ja, Sachen gibt's! Da wurde vor einem wichtigen Fußballspiel in einem kleinen Städtchen Brasiliens der Mittelstürmer ausgerechnet vom Hund des Vorsitzenden so heftig ins Bein gebissen, daß an sein Mitspielen nicht zu denken war. Der Ersatzmann, der bisher immer auf der Reservebank ein Dornröschendasein geführt hatte, nahm die günstige Gelegenheit beim Schopf und spielte so großartig, daß dank seiner Tore der wichtige Kampf gewonnen wurde. Zur Belohnung bekam der Hund, durch dessen Biß der bisherige Ersatzmann erst zum Einsatz gekommen war, eine große Extrawurst.


Zuschauerwerbung

Eine gute Idee verwirklicht der Altonaer FC 93 bei den Heimspielen seiner ersten Mannschaft. Aus den Reihen der Zuschauer, die sich am Sportplatzeingang als Rentner ausgewiesen haben, wird ein wertvoller Geschenkkorb ausgelost, der in der Halbzeitpause überreicht wird. Auch so kann man die Anziehungskraft der Spiele erhöhen.


Schieße schön scharf!

Mit Gewalt ist's nicht getan,
hör dir klug die Technik an:
Nur wenn du gestreckt den Spann,
flach der Schuß dann werden kann.
Merk dir auch auf jeden Fall:
setz den Standfuß nah zum Ball!
Winkle gut im Knie das Bein,
prima wird der Schuß dann sein.
Blinde Kraft schießt selten gut:
Blinder Eifer schaden tut!
Flach der Ball zur Ecke fegt!
Scharfe Schüsse sind ein Mist,
wenn zu zielen man vergißt.
Und vergiß nicht: Umsonst
sind auch Schüsse in den Dunst.
Also: nimmt den Kopf zum Fuß,
das gibt erst 'nen Meisterschuß.
Lern dazu dann auch noch gut
links und rechts mit Meistermut.
Denn: Mit einem einz'gen Bein
hast beim Schuß du wenig Schwein.
Und nun recht viel Spielerglück:
Mach im Schuß sein Meisterstück.
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Das liebe Eintrittsgeld

Bei Sportveranstaltungen, die ein wenig Bedeutung haben, muß man an der Kasse vorbei, um hier seinen Obolus zu entrichten. Nicht jeder tut's gern. Dies stellen wir unter anderem auch bei unseren Ligaspielen fest! Wenn jemand ein Kino, ein Theater, einen Boxkampf und so weiter besucht, dann zieht er ohne Umstände seine Börse und zahlt das Eintrittsgeld. Aber bei uns, das heißt bei Spielen, für die wir zur Bestreitung der Kosten Eintrittsgeld erheben müssen, gehen vielen mit einer geradezu bewunderungswürdigen Selbstverständlichkeit und einen freundlichen "guten Tag" oder, wenn man will, "Moin, Moin" an der Kontrolle vorbei, als sei es das Alltäglichste auf der Welt, für sich "freien" Eintritt zu beanspruchen. Das geht natürlich nicht! Nur selten decken die Eintrittsgelder die Unkosten des betreffenden Spieles. Jeder muß Eintrittsgeld bezahlen, es sei denn, er gehört zu den Funktionären, die einen entsprechenden Ausweis besitzen.

Es wird daher gebeten, folgendes zu beachten:

1.   Eintrittsgeld hat grundsätzlich jeder zu bezahlen.

2.   Hiervon freigestellt ist nur die Mannschaft - nebst Betreuer und Ersatzmann -, die das Vorspiel bestreitet.
3.   Für Mannschaften, die morgens - gleich wo - gespielt haben, gilt dieser Vorzug nicht. Sie haben keinen freien Eintritt. Wo bleibt sonst auch die Übersicht?
4.   Das gleiche gilt für die Omnibusfahrten. Freie Fahrt können nur die Sportfreunde haben, die als Begleiter, Trainer und so weiter mitfahren müssen.

Der Kassierer klagt oft darüber, daß bei einem relativ guten Besuch bzw einer guten Beteiligung die Einnahmen aus den genannten Gründen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Verein kann es sich nicht leisten, für die nicht unmittelbar Beteiligten die Kosten zu tragen. Für den Einzelnen handelt es sich doch jeweils nur um einen kleinen Betrag, für den Verein ist der Ausfall in der Vielzahl aber fühlbar! Wer sich ein kleines Vergnügen leistet - und dazu gehört doch auch ein Fußballspiel -, sollte bereit sein, hierfür den geringen Beitrag (Eintrittsgeld oder bescheidenes Fahrgeld) zu tragen.

Wir bitten daher, diese Ausführungen zu beachten.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender
leer  

1964

Nachrufe

1. Februar

Im Monat Januar 1964 sind drei unserer langjährigen Mitglieder verstorben:

Dr. Herbert Schulzebeer

 

Markus Nehlsen

(Träger der silbernen Ehrennadel)
 

Ludwig Schmüser

(Träger der silbernen Ehrennadel)

 

Sie haben viel für Husum 18 geant. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Februar

UNSERE LIGA

TSV Kappeln

 

-

 

Husum 18

 

2:0 (2:0)

 

Am 5. Januar mußte unsere Liga die weite Fahrt nach Kappeln antreten, um gegen den dortigen TSV ihr fälliges Punktspiel zu bestreiten. Unbegreiflich bleibt uns allerdings, wieso das Spiel bereits und 10:15 Uhr ausgetragen werden mußte. So mußte unsere Liga bereits in den frühen Morgenstunden die Fahrt nach Kappeln antreten.

Obwohl die Fahrt für die Spieler sehr anstrengend war, denn es herrschte Glatteis, hatte wohl keiner damit gerechnet, daß unsere Liga in Kappeln unter die Räder kommen würde. Unsere Liga bedrängte während des ganzen Spiels das Kappelner Tor, ohne zu nennenswerten Erfolgen zu kommen. Die Kappelner verteidigten geschickt ihr Gehäuse und stießen aus der Defensive gefährlich vor. Zwei krasse Deckungsfehler in der 15. und 32. Minute nutzten die Kappelner konsequent aus und schossen so ihren Sieg heraus.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Dieter Eisenheim

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ Gundolf Schrock
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Februar

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

FSV Wyk

 

4:1 (2:0)

 

Erstmals nach langer Zeit konnte unsere Liga wieder mit starker Besetzung antreten. Unsere Liga war während des ganzen Spieles die tonangebende Mannschaft, die leicht hätte noch höher gewinnen können. Ein direkt verwandelter Freistoß brachte unsere Liga bereits in der dritten Minute durch Johannes "Haschi" Jannsen mit 1:0 in Führung, die Gundolf Schrock in der 37. Minuten auf 2:0 ausbaute. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

Unsere Liga hatte auch im zweiten Durchgang klare Vorteile und schoß durch Karl Clausen in der 48. Minute zum 3:0 ein. Karl Clausen war es auch, der zum 4,0 einschoß. Erst eine Minute vor Schluß gelang es den Wykern, den Ehrentreffer zu erzielen.

Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Hans Schumacher ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Dieter Eckholdt ǀ Gundolf Schrock ǀ Horst Cwajkowski ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Februar

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

TSV Kropp

 

2:0 (1:0)

 

Technisch war unsere Liga eine Klasse besser als die Gäste, die jedoch bis zum Schlußpfiff eifrig kämpften und dadurch erreichten, daß die Niederlage nicht allzu hoch ausfiel. Unsere Liga spielte vor allem im Sturm zu drucklos und war vor dem Tor des Gegners zu verspielt. Allerdings muß gesagt werden, daß unsere Spieler sehr viel Pech mit ihren Schüssen hatten. So langte es in der ersten Halbzeit lediglich durch einen von Benjamin Hager verwandelten Foulelfmeter zu einer 1:0-Führung.

Nach dem Seitenwechsel hielt die Überlegenheit unserer Liga an. Sie kam aber lediglich durch Dieter Schleger noch zu einem Treffer, der den 2:0-Endstand bedeutete.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Unsere Jungmannen schlugen den Landesmeister

Unsere Jungmannen hatten sich die Landesmeisterelf des Heider SV zu einem Freundschaftsspiel eingeladen und hielten sich gegen die körperlich überlegenen Gäste hervorragend. Die Heider, von ihren Auswahlspielern Friedrich Georg Seehausen und Dieter Reh gut ins Spiel gebracht, waren vor der Pause im Mittelfeld durchweg überlegen. Sie scheiterten jedoch immer wieder an der gutgestaffelten Deckung unserer kämpferisch großartigen Jungmannen. Nach dem Wechsel wußten unsere Jungmannen das Spiel durchaus offen zu gestalten. Vor beiden Toren spielten sich heikle Situationen ab, von denen Dieter Schröder mit einem Bogenschuß den knappen 1:0-Sieg für unsere Jungmannen herausschoß. Mit verstärkter Deckung wurde dieser Vorsprung bis zum Schluß gehalten und stellt einen Achtungserfolg unserer tüchtigen Jungmannen dar. Hierbei muß gesagt werden, daß die Heider Jungmannen seit mehreren Monaten ungeschlagen waren. Dieser Achtungserfolg über den derzeitigen Landesmeister rechtfertigt den Platz in der Spitzengruppe der Bezirks-Jungmannen.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Februar

Unsere Tischtennisabteilung

In den vergangenen Wochen ruhte der Punktspielbetrieb bei den Tischtennisspielern fast völlig. Lediglich unsere erste Mannschaft hatte das schwere Spiel der Rückrunde gegen Frisia II zu bestreiten. Am 12. Januar gab es in der Theodor-Storm-Schule spannende Kämpfe gegen unseren Ortsrivalen. Unsere Mannschaft schlug sich in ihrer neuen Besetzung Heinz Splettstößer, Herbert Rohde, Harald Wulf, Anton Bösch, Jan Peter Wichmann und Johannes Clausen wieder ausgezeichnet und gewann mit 9:6. Durch diesen Sieg wurde der dritte Tabellenplatz mit 11:5 Punkten weiter gefestigt.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Februar

Aus unserer Familien-Chronik

Einen herzlichen Glückwunsch unserem ehemaligen Ligaspieler Harro Theising und seiner Frau zum freudigen Ereignis.

Zur Verlobung unsere herzlichsten Glückwünsche unserem Tischtennisspieler Herbert Rohde und seiner Braut Elke Mohr.

Zur Verleihung der "Goldenen Ehrennadel" gratulieren wir unserem langjährigen Mitglied Herbert Koch.

Unserem langjährigen Mitglied Heinrich Grell gelten unsere herzlichsten Glückwünsche zum 65. Geburtstag.

Unserem ehemaligen Ligaspieler Horst-Günther Spiegeler und seiner Frau Karla alles Gute für einen gemeinsamen Lebensweg, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen.

Einen herzlichen Glückwunsch unserem langjährigen Ligaspieler Manfred Hoppe und seiner Frau Erika zum freudigen Ereignis.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Februar

Kameradschafts-Skat

Wie in unserer letzten Ausgabe der Vereinsnachrichten bereits bekannt gegeben, findet am 2. Februar nach dem Punktspiel unserer Liga gegen den Bredstedter TSV und Handwerkervereinshaus unser Kameradschafts-Skat statt. Der Kameradschafts-Skat ist nunmehr auf 17 Uhr festgesetzt worden. Um rege Beteiligung wird gebeten.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Februar

Mitgliederbewegung im Januar

   
Neuaufnahmen
1. Carstensen, Heinrich, Husum, Gurlittstraße 23
2. Lackert, Karl-Willy, Husum, Deichstraße 4
3. Täuber, Wolfgang, Husum, Tunnelweg 2


Austrittserklärungen
1. Albrecht, Reinhard, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
2. Arens, Peter-Asko, Husum, Adolf-Brütt-Straße 29
3. Bestmann, Manfred, Hochbrücksiel / Oldenswort
4. Böhnert, Hans, Husum, Ostenfelder Straße 37
5. Christiansen, Uwe, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6. Ebsen, Helmut, Husum, Am Gallberg 48
7. Ewald, Günter, Husum, Fischersiedlung 21
8. Hahn, Helmut, Husum, Rungholtstraße 43
9. Handschuh, Dieter, Husum, Ludwig-Nissen-Straße 36
10. Lorenzen, Peter E., Husum, Herzog-Adolf-Straße 16
11. Niemann, Karl-Heinz, Husum, Feldbergstraße 18
12. Ott, Theo, Husum, Großstraße
13. Siebels, Herbert, Husum, Bredstedter Straße 15
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Januar

Bunte Seite

Alle mit Sportabzeichen

Darauf ist man bei Borussia Hannover stolz. Als erste Fußballmannschaft im gesamten Bundesgebiet erwarben alle Mitglieder der A-Jugend das Deutsche Jugendsportabzeichen! Der Landessportbund Niedersachsen ehrte die Mannschaft bei einer gemeinsamen Kaffeetafel durch Überreichung von Sportbüchern.


Neue Wege

Die Vereinsleitung der schwedischen Mannschaft Härnoma IF beschreitet neue Wege der Zusammenarbeit mit dem Publikum. Bei den Heimspielen werden Fragebögen verteilt. Als besonders wichtig betrachtet man die Rubriken: "Was gefällt Ihnen an unserer Mannschaft und an unserem Verein nicht?" und "Welche Verbesserungsvorschläge würden Sie machen?" Mit den Ergebnissen der Publikumsbefragung ist man in Härnoma zufrieden. "Wir sind auf manchen Mißstand aufmerksam gemacht worden, den wir bisher nicht genug beachtet haben", erklärte Präsident Bergström. "Es wurden auch sehr vernünftige Vorschläge gemacht. Wir wollen weiterhin die Hand am Puls unseres Publikums halten."


Akademiker

Akademisch gebildet sind alle Spieler der portugiesischen Fußballelf Coimbra. In der Mannschaft spielen drei Juristen, drei Mediziner, zwei Altphilologen sowie ein Theologe, ein Tierarzt und ein Pharmazeut. Drei Spieler haben den Doktortitel. Was diese Mannschaft scheinbar nicht hat, ist ein guter Fußballspieler, da diese Elf in ihrer Spielklasse seit Monaten ohne Sieg ist.


Nachwuchsförderung

In einer feierlichen Sitzung soll ein Verbot aufgehoben werden, das sich die Spieler des Fußballclubs in St. Avoire (Südfrankreich) vor sechs Jahren auferlegt hatten, als der Klub in den Städtchen gegründet wurde. Damals hatten die Mannschaftsmitglieder vereinbart und schriftlich festgelegt, daß sie alle ledig bleiben würden, bis die Meisterschaft errungen und der Weg von der untersten Klasse, in der begonnen werden mußte, in die nächsthöhere geschafft sei. Bis heute warten sie noch auf den Aufstieg. Nachdem nun sechs Spieler schon vier Jahre verlobt sind, wurde die Aufhebung des Heiratsverbots beschlossen. "Die Bräute werden ungeduldig und beginnen zu murren", sagte der Vorsitzende René Boutard. "Außerdem", fügte er lächelnd hinzu, "brauchen wir ja auch bald tüchtigen Nachwuchs!"


Steigende Zahlen

Die Mitgliederzahl in den Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes wuchs im vergangenen Jahr noch stärker an als im Jahr zuvor: Sie stieg um insgesamt 76.000 auf 2.128.247! Der größte Teil des neuen Zustroms entfiel auch diesmal auf die Klasse der Schüler (10 bis 14 Jahre) und Jugendlichen (14 bis 18 Jahre), in denen 51.510 neue Mitglieder zu verzeichnen waren, während die Zahl der Senioren (über 18 Jahre) um 24.579 anwuchs.

An der Vergrößerung des Mitgliederbestandes waren alle 16 Landesverbände beteiligt: Am stärksten Bayern mit 38.323, Niedersachsen (7.735), Hessen (7.029), Westfalen (5.638), Rheinland (3.260) und Mittelrhein (3.134). An den Spitzen der Landesverbände nach der Mitgliederzahl liegt Bayern mit 367.474 vor Niedersachsen (277.259), Westfalen (227.131), Hessen (189.491), Württemberg (167.892) und Niederrhein (163.440). Die Zahl der den Landesverbänden des DFB angeschlossenen Vereine stieg im letzten Jahr um 228 auf 15.056. Gleichzeitig wuchs die Zahl der regelmäßig am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften und 486 auf 66.959.


Der Förderverein

Vier Jahre nach seiner Gründung hat der Rottweiler Hallenbad-Förderverein, der rund 1.000 Mitglieder zählt, beschlossen, ab 1. Januar 1964 keine Mitgliedsbeiträge mehr zu erheben. Der Förderverein soll bis zur Einweihung des Hallenbades, das sich derzeit im Rohbau befindet, beitragsfrei weitergeführt und dann aufgelöst werden. Er hat sein sich selbst gestecktes finanzielles Ziel, 150.000 D-Mark für den Hallenbadbau aufzubringen, inzwischen bereits überschritten. Derzeit beträgt das Vereinsvermögen, das bei der Einweihung des Hallenbades der Stadt übergeben wird, 156.000 D-Mark. Bis Ende 1965, dem voraussichtlichen Termin der Fertigstellung des Hallenbades, sollen es durch Zinsen 170.000 D-Mark sein. Der Betrag war durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und die Erlöse von vier Lotterien zusammengekommen. Das Beispiel macht in Südwürttemberg Schule.


Das ideale Alter

"Wir setzen auf reife Spieler, und ein schwedischer Fußballspieler erreicht seine Reife nicht vor dem 26. Lebensjahr", sagt Schwedens Nationaltrainer. In den USA und in der Sowjetunion hat man wissenschaftliche Untersuchungen über das Idealalter in den verschiedenen Sportarten durchgeführt. In der Sowjetunion hat man herausgefunden, daß 29 Jahre das beste Alter für einen Fußballspieler ist, ein Alter, in dem man Bestleistungen erwarten kann. Bei der Beurteilung spielt hierbei die Muskelkraft eine untergeordnete Rolle, bedeutungsvoll ist die Kapazität von Herz und Lungen. Für das Spiel muß man bekanntlich auch eine Eigenschaft mitbringen, die man als Ballgefühl bezeichnet.

In Amerika sind gleichartige Untersuchungen vorgenommen werden; Professor Harvey Lehmann an der Ohio-Universität hat 10.000 Studenten untersucht. Mit dieser breit angelegten Untersuchung als Basis wird das entsprechende Idealalter ungefähr folgendermaßen angegeben: Amerikanischer Fußball 24 Jahre, Eishockey 24,5, Leichtathletik 22 bis 24 Jahre (abgesehen von den Langdistanzläufern, die später reifen und länger aktiv bleiben), Tennis 26 Jahre. Was das Schwimmen anbetrifft, so ist das Durchschnittsalter schwerer festzustellen, da ein Teil der Schwimmer die Bestleistungen bereits mit 16 Jahren erzielt."

(Dagens Nyheter, Stockholm)


Werbung

An der Spitze des französischen Fußballproficlubs AS Montpellier steht ein Geistlicher, der Domherr von Bessèges. "Don Camillo", wie er genannt wird, ist auf eine originelle Idee zur Hebung der Besucherzahlen bei Fußballspielen verfallen. Er läßt vor jedem Heimspiel 2.000 Exemplare einer Sonderausgabe der Vereinszeitung drucken und kostenlos an die zuerst eintreffenden Wettspiel-Besucher verteilen. Seither bemühen sich die Fußballfreunde, so schnell wie möglich auf dem Fußballplatz zu sein. Andere französische Vereine wollen jetzt einen ähnlichen "Kundendienst" aufziehen.


Alkohol auf Sportplätzen

Auf unseren Sportplätzen geht es mitunter übertrieben laut Zug. Gegen noch so laute Freudenausbrüche, Zurufe und so weiter ist nichts zu sagen, bedenklich wird es erst, wenn die Anteilnahme zum Fanatismus wird und sich in Flaschenwürfen, Raketenabschießen, Angriffe auf den Schiedsrichter und so weiter offenbart. Dann kommt es zum Lärm, zu Körperverletzungen oder zum Skandal, und da haben die Verantwortlichen die Pflicht, einzuschreiten. Hier ist keine Rücksichtnahme gegenüber solchen Krakeelern am Platz, neben dem Sportplatzverweis gehören sie vor die öffentlichen Ordnungsorganw. In fast allen Fällen ist festgestellt worden, daß ein übermäßiger Alkoholgenuß Ursache solche Ausschreitungen ist, was nicht immer strafmildernd wirkt. Der DFB hat aufgrund der zunehmenden Skandalszenen die Verbände und Vereine ersucht, gegen solche Vorkommnisse einzuschreiten und insbesondere den Verkauf von Alkohol eine halbe Stunde vor dem Spiel beginnend, zu unterlassen. Dieser Beschluß ist begrüßenswert, obwohl nur selten der Alkoholgenuß auf dem Sportplatz allein Ursache der Ausschreitungen sein dürfte. Aber es muß alles getan werden, um diesem unerträglichen Übel, das auch die wirklichen Sportler von unseren Sportplätzen vertreibt, energisch zu Leibe zu gehen.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Januar

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Die SG Frankfurt-Hoechst 01 führt für 1963 eine Mitglieder-Werbeaktion durch. Wer sechs Mitglieder wirbt, ist ein Jahr beitragsfrei; die Beitragsfreiheit steigert sich bis zu fünf Jahren (zuzüglich von 25 D-Mark Prämie) bei Werbung von 30 neuen Mitgliedern. Wer die meisten Mitglieder wirbt, bekommt zudem zusätzlich eine Freifahrt bei einer Auslandsreise. Jedes neu geworbene Mitglied muß mindestens ein Jahr Mitglied bleiben.


Erich Fehlberg, der verdienstvolle und ideenreiche Geschäftsführer des Karlsruher SC, bekleidet dieses Amt seit 10 Jahren. Wir gratulieren.


Auf eine nette Art hat der VfR Eberstadt (Hessen) seine Gründungsmitglieder geehrt. Im Vereinsheim hängt eine Ehrenplakette, die den Namen jener Männer verewigt, die den VfR aus der Taufe hoben.


Eine Zündholzaktion zur Verbesserung seiner Sportplatzanlage führt der VfL Osnabrück durch. Jedes Mitglied bekam 100 Zündholzbriefchen zugestellt und sein Konto mit 10 D-Mark belastet. Die Aktion geht bis Ende November; als Prämien gibt es fünf Preise im Wert von 50 D-Mark bis 1000 D-Mark. Besonders aktiv im Verkauf war bisher die Jugendabteilung; zwei Jugendliche stehen bisher mit je 2.000 verkauften Heftchen an der Spitze.


Arminia Bielefeld hat eine Versehrtenabteilung, die 200 Mitglieder umfaßt und auf ein 15-jähriges Bestehen zurückblicken kann.


Durch Brandstiftung verlor der VfR Wiesbaden seine ganze Habe und sämtliche Sportartikel, die in seinen Umkleideräumen lagen. Der Schaden beträgt rund 4.000 D-Mark. Der Sportplatz gehört der Stadt, jedoch war nur das Gebäude versichert, so daß der Verein den Schaden allein tragen muß. Der Fall soll anderen Vereinen eine Lehre sein.


Eine Schallplatte mit dem Vereinslied und einem sogenannten Bundesligamarsch hat der FC Schalke 04 herstellen lassen. Es lagen 5.000 schriftliche Vorbestellungen vor.

Die Spieler seiner Vertragsliga hat der FC Schalke 04 gegen Grippe impfen lassen. Die Wirkungsdauer beträgt ein Jahr.


Eine Kinderabteilung hat vor einigen Monaten der SSV Hagen ins Leben gerufen. Von 8 ist die Mitgliederzahl der Abteilung auf 91 gestiegen.


Der SV Darmstadt beschloß, den Stehplatz bei den Spielen der ersten Mannschaft für Mitglieder auf 1,- D-Mark herabzusetzen, um die Werbung neuer Mitglieder zu erleichtern. Zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebes muße der Verein im letzten Vierteljahr 1962 für Licht, Gas und Wasser rund 4.000 D-Mark aufbringen.


Der TV Eimsbüttel stellt seinen auswärtigen Mitgliedern die monatlich erscheinende Vereinszeitschrift per Luftpost zu.


Altona 93 hat in der ersten Amateurmannschaft einen türkischen Gastarbeiter. Da er in einem Massenquartier wohnt, laden ihn seine Mannschaftskameraden umschichtig über das Wochenende ein.


Nach dreijähriger Bauzeit hat der VfR Mannheim sein Vereinsheim mit Gaststätte und Hotelbetrieb fertiggestellt. Mit diesem imposanten Clubheim, dessen Kosten 350.000 D-Mark betragen, hat sich der Verein endlich eine feste Bleibe geschaffen. 157 neue Mitglieder meldete der Fußballsportverein im letzten Vierteljahr.


St. Pauli Hamburg hatte in den letzten 53 Jahren nur zwei erste Vorsitzende, Henry Rehder, der 20 Jahre amtierte, verzog von Hamburg und ihn löste Wilhelm Koch ab, der seit 32 Jahren ununterbrochen den Verein leitet.


Eine Werbeaktion bei den Stuttgarter Kickers brachte weitere 55 neue Mitglieder, wodurch der Verein wieder über 2.000 Mitglieder zählt. An erster Stelle steht ein Werber mit 34 neuen Mitgliedern, auf den nächsten Plätzen stehen solche mit 17, 13, 12, 10 und 9.


Heinz Mohr von der Lübecker Turnerschaft meldet in jeder Vereinszeitschrift die Spenden für den Ausbau des Turnerschaftplatzes. Es sind bereits 59.833,68 D-Mark, eine stolze Leistung, die mit kleinsten Beträgen zusammenkam, nur weil ein Mann nicht müde wurde, dafür zu werben.


In den letzten 10 Jahren entrichteten die Offenbacher Kickers 429.000 D-Mark an Vergnügungssteuer, 108.500 D-Mark für Pacht, 88.000 D-Mark für Platz Ausbau, 99.000 D-Mark für Platzunterhaltung und Platzreparaturen.


In Westberlin sind 118 Fußballvereine dem Verband angeschloßen. In 47 von ihnen sind Frauen in der Vereinsverwaltung tätig.


Die SpVgg 05 Bad Homburg führte mit fünf Mannschaften, darunter eine Jugendmannschaft, eine einwöchige Reise nach Holland durch.


Mit einem Defizit von 38.000 bzw 28.500 D-Mark schloß die Spielvereinigung Fürth ihre letzten beiden Geschäftsjahre ab. MdL Fritz Gräßler wurde erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt.


Seelsorge

Ganz gute Erfolge erzielt der englische Club der zweiten Division Leeds United mit seiner Spielerbetreuung: Die Mannschaft nimmt in der Meisterschaft eine Spitzenposition ein. Den Spielern steht im Auftrage des Vereins ein Priester zur Verfügung, mit dem sie ihre persönlichen Lebensprobleme erörtern können. Besonders die jüngeren benutzen die Gelegenheit recht gerne. Mädchen und Großstadt-Versuchungen sind die Hauptthemen dieser Diskussionen.


Ausfall-Honorar

Der FC St Pauli Hamburg wird von der Hansestadt Hamburg dafür entschädigt, daß er, weil der Rasen des von der Stadt errichteten neuen Platzes am Millerntor nicht sachgemäß angelegt und nicht bespielbar war, seine Heimspiele auf anderen Plätzen austragen mußte. Dem Verein wurde als Entschädigung für den Einnahmeausfall einen Betrag von 109.000 D-Mark zuerkannt. Das Parlament Hamburger Bürgerschaft bewilligte die Entschädigung, die sich auf den Zeitraum von Mai bis Dezember dieses Jahres erstreckt.


Fußballbegeisterung

Bellheim ist ein kleiner Ort mit rund 6.000 Einwohnern. Der dort beheimatete Fußballverein "Phönix" hat etwa 500 Mitglieder und besitzt einen ansprechenden Sportplatz mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Zuschauern. Die Tribüne, Umkleide-, Waschräume und so weiter wurden durch Arbeitsleistungen der Mitglieder errichtet. Der Verein hat eine starke Jugendabteilung, aus der er seine Kräfte schöpfen. Die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen liegen jedesmal zwischen 2.500 und 4.000 - bei 6000 Einwohnern! Das ist vorbildlicher Arbeit.


Volkssport?

In der Vereinszeitschrift des Hamburger SV gibt ein Brief eines Mitglieds aus Italien Einblick in die Höhe der dort "üblichen" Eintrittsgelder. Im Spiel Mailand - Santos (um den "Welttitel") kostete ein Platz auf der Haupttribüne 12.000 Lire = 78 D-Mark, Seitentribüne 8.000 Lire = 52 D-Mark, überdachter Stehplatz 4.000 Lire = 26 D-Mark und ein gewöhnlicher Stehplatz 13 D-Mark = 2.000 Lire. Die entsprechenden Preise für Meisterschaftsspiele sind: 48,75 D Mark; 26 D-Mark; 14,30 D-Mark; 9,75 D-Mark und ein verbilligter Stehplatz 7,80 D-Mark. Bei weniger wichtigen Spielen sind die Preise etwas niedriger. Volkssport?

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. März

Unsere Zuschauer

Alle, die diese Zeilen in die Hand bekommen, werden sicherlich schon einem Fu?ballspiel beigewohnt haben. Wem klingt da nicht noch das Schreien, Rufen und Johlen der Zuschauer in den Ohren? Wie leicht kocht doch die Volksseele ?ber! Vielerlei Gr?nde geben dazu Veranlassung und leider wird zu oft das Ma? des Vertretbaren ?berschritten!! Nicht selten hat man das Gef?hl, als wolle sich mancher auf dem Fu?ballplatz abreagieren und austoben. Dagegen werden wir uns aber auf unserem Platz - wie bisher - wehren. Gegen ein vern?nftiges Anfeuern der eigenen Mannschaft hat keiner etwas einzuwenden, aber P?beleien und Beleidigungen oder gar das Auffordern der Spieler zu "Ruppigkeiten" wollen wir auf unserem Platze nicht dulden. Es gibt St?dte, in denen jede Entscheidung des Schiedsrichters gegen die eigene Mannschaft oder der leichteste Regelversto? des Gegners pausenlos mit den Worten "pfui-pfui-pfui" oder "raus-raus-raus" begleitet wird. Es ist kein sch?ner Nachmittag, wenn man solches Geschrei eineinhalb Stunden zu ertragen hat. Hinzu kommt noch das Beleidigen der Spieler, wenn ihnen die unm?glichsten Beschimpfungen zugerufen werden, mit der gleichzeitigen Aufforderung an die Akteure des eigenen Vereins, noch h?rter einzusteigen. Soll ich noch n?her ausf?hren, wie solche Worte lauten? Sicherlich ist das nicht n?tig, jeder Besucher eines Fu?ballplatzes hat derartig ausfallende ?u?erungen schon mit innerem Bedauern anh?ren m?ssen. Nat?rlich gibt es auch unfaire Spieler auf dem Platz, aber da sollte man dem Schiedsrichter die Ma?regelung ?berlassen! Und wie wirkt so ein h??liches Geschrei auf die Fu?baller? Doch keinesfalls beruhigend! Da wundert sich das Publikum dann, wenn der Schiedsrichter nerv?s oder unsicher wird. Keiner sollte vergessen, da? auch er nur ein Mensch ist!

Ich habe unsere Mannschaft schon auf vielen Fahrten begleitet und kenne alle Pl?tze unseres Bezirks. Zur Ehre des Husumer Publikums mu? ich aber sagen, es geh?rt zu dem fairsten. Das gilt nicht nur f?r die Zuschauer auf dem 18er-Platz, sondern auch f?r die Anh?nger unseres Nachbarvereins "Frisia". Wie k?nnte es sonst seit mehr als 10 Jahren hei?en, da? die Spiele "Frisi-Hus.18" eine Werbung f?r den Fu?ballsport gewesen sind, ganz gleich, welchen Klassen wir jeweils angeh?rten? Das galt auch f?r das erst vor einigen Wochen ausgetragene Spiel, und zwar sowohl f?r die Aktiven auf dem Rasen als auch f?r die Zuschauer. Diese Feststellung d?rfen wir selbst dann treffen, wenn es auch auf unserem Platz schon zu unliebsamen Szenen gekommen ist. So w?re es vermessen, wenn ich nur von einem guten Publikum in Husum spr?che. Das gibt es auch in anderen St?dten. Aber f?r Ausw?chse - wie geschildert! - sind mir einige Pl?tze in auff?lliger Erinnerung. Doch nicht nur wir achten auf die Haltung des Publikums. Z.B. hat man das Mitbringen von Kuhglocken und Autohupen in einigen Gro?st?dten schon verboten, um unerw?nschte Radauszenen weitestgehend zu unterbinden. Sicherlich erinnern sich noch viele, wie unsere Nationalmannschaft bei der letzten Weltmeisterschaft im Spiel gegen Schweden durch das ungeb?hrliche Getobe der aufgepeitschten Menge v?llig entnervt wurde. An solchen Vorf?llen d?rften die Verantwortlichen nicht achtlos vor?bergehen.

Unsere Zuschauer in Husum neigen eher dazu, mit der eigenen Mannschaft zu scharf ins Gericht zu gehen, so daß mancher sensible Spieler lieber auf einem auswärtigen Platz spielt, um ihrer harten Kritik zu entgehen. Das muß auch nicht sein, denn man soll insbesondere jungen Spielern damit nicht das Selbstvertrauen nehmen. Ein Wort der Anerkennung - auch nach einem verlorenen oder weniger glücklichen Spiel - wirkt hinsichtlich der Leistung oft Wunder.

Also, liebe Fußballanhänger, Ihr wißt, was gemeint ist. Gegen ein übliches, faires Mitgehen zur Unterstützung der eigenen Mannschaft haben wir nichts einzuwenden; das billigen wir selbstverständlich auch dem auswärtigen Publikum zu. Aber gegen anstößige Herausforderungen und dergleichen werden wir - ich sagte es schon - energisch einschreiten und wenn es sein muß, den ungebührlichen Schreier auffordern, unsere Platzanlage zu verlassen.

Ich wei?, da? ich im Sinne all' derjenigen spreche, die im Sport noch ein "Spiel" sehen!

Karl Krieger, 1. Vorsitzender

leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. März

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

RW Niebüll

 

10:1 (4:0)

 

Der Sturm unserer Liga war in diesem Spiel nicht zu halten. Allerdings hatten sie diesmal einen Gegner vor sich, der bei weitem die schlechteste Leistung brachte, die jemals eine Bezirksligamannschaft in Husum gezeigt hat.

Bereits bis zur Pause lagen die Gäste aus Niebüll hoffnungslos mit 0:4 Toren im Hintertreffen. Unsere Liga schoß durch Karl Clausen die 2:0-Führung heraus und stellte dann durch Dieter Schleger und wiederum Karl Clausen den Halbzeitstand her. Erst nachdem Dieter Schleger das 5:0, Johannes "Haschi" Jannsen das 6:0 und Gundolf Schrock das 7:0 und 8:0 herausgeschossen hatten, glückte den Niebüllern der Ehrentreffer. Johannes "Haschi" Jannsen stellte dann mit zwei weiteren Toren den 10:1-Endstand her.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. März

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Bredstedter TSV

 

2:1 (2:0)

 

Obwohl unsere Liga ohne Manfred Hoppe, Karl Clausen und Horst Cwajkowski antreten mußte, lange es im Spiel gegen unseren Ortsnachbarn Bredstedter TSV vor etwa 500 Zuschauern zu einem verdienten Sieg.

In der 30. Minute schon Johannes "Haschi" Jannsen mit Unterstützung des Bredstedter Verteidigers die 1:0-Führung für unsere Liga. In der Schlußminute der ersten Halbzeit erhöhte Gundolf Schrock auf 2:0.

Nach Wiederanpfiff fielen bis zur 80. Minute keine Treffer. Erst dann kamen die Bredstedter zu ihrem Anschlußtor. Nun versuchten die Bredstedter, durch ihren zahlreichen Anhang unterstützt, den Ausgleich zu erzielen, aber unsere clevere Hintermannschaft hielt allen Anstürmen stand.

So spielte unsere Liga:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Dieter Eisenheim ǀ Gundolf Schrock ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. März

UNSERE LIGA

TSV Westerland

 

-

 

Husum 18

 

1:3 (0:1)

 

Am 26. Januar mußte unsere Liga auf dem gefürchteten Platz in Westerland antreten. Unsere Mannschaft konnte sich jedoch beim TSV Westerland verdient mit 3:1 behaupten und damit weiterhin Anschluß an die beiden Spitzenreiter halten. Der Sieg beim TSV Westerland ist deshalb verdient, weil unsere Liga im Sturm durchschlagskräftiger, entschlossener und insgesamt auch spielerisch besser war. Auch unsere Abwehr war voll auf dem Posten, so daß der sonst gefürchtete Westerländer Sturm sich so gut wie gar nicht entfalten konnte.

Unsere Liga ging in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Karl Clausen mit 1;0 in Führung. Dieter Schleger konnte nach Wiederbeginn das 2:0 herausschießen, und Karl Clausen war es wiederum, der mit dem 3:0 den Sieg sicherstellte. Westerland steckte zwar nicht auf, aber erst zehn Minuten vor dem Abpfiff schossen die Westerländer das verdiente Ehrentor.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. März

Tabelle der II. Amateurliga

  Stand 23.02.64 Spiele Tore Punkte  
1. VfB Nordmark Flensburg 25 69:35 38:12  
2. DGF Flensburg 23 95:37 36:10  
3. Husum 18 24 77:33 36:12  
4. FSV Wyk 24 49:59 26:22  
5. TSV Westerland 23 64:61 25:21  
6. TSV Nord 25 47:48 25:25  
7. TSV Kropp 24 49:62 24:24  
8. TSV Weiche-West 23 47:48 23:23  
9. Bredstedter TSV 25 66:74 23:27  
10. Rasensport Schleswig 24 54:58 22:26  
11. TSV Kappeln 24 42:48 21:27  
12. Flensburger TB 24 63:65 21:27  
13. SIF Schleswig 25 43:60 19:31  
14. TSV Vorwärts Flensburg 23 46:69 17:29  
15. RW Niebüll 22 47:75 14:30  
16. Nordmark Satrup 22 39:84 10:34  
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. März

Unsere Tischtennisabteilung

Unsere I. Mannschaft mußte am 26. Januar 1964 das wichtige Spiel gegen den Tabellenführer TSV Westerland ohne Kreismeister Jan Peter Wichmann bestreiten, der zu diesem Spiel keinen Urlaub erhielt. So gab es auch diesmal eine klare Niederlage mit 2:9. Allerdings wurden fünf Spiele erst im dritten Satz entschieden. Die Punkte für uns holten Heinz Splettstößer und Harald Wulf.


Das Spiel gegen den TTC RW Schleswig wurde am 9. Februar 1964 klar mit 9:1 gewonnen. Damit konnte der dritte Tabellenplatz weiter gefestigt werden.


Unsere II. Manschaft lieferte gegen den Tabellenführer der Kreisklasse Frisia III ein gutes Spiel und unterlag nur knapp mit 6:9. Gegen den TSV Garding gab es allerdings mit 1:9 wiederum eine klare Niederlage.


Die I. Mannschaft bezwang in einem Freundschaftsspiel die Gardinger mit 9:6 Punkten.


Sehr beachtlich waren in der letzten Zeit die Leistungen unserer beiden Jugend-Mannschaften, die mit den Mannschaften von Frisia die Kreisklasse bilden. Die Ergebnisse:

Frisia Husum I - Husum 18 II   7:0
Frisia Husum I - Husum 18 I   7:2
Frisia Husum II - Husum 18 II   7:0
Frisia Husum II - Husum 18 I   4:7
Frisia Husum III - Husum 18 II   kampflos für Husum 18

Unsere Spieler in der Herren-Klasse werden am 14. und 15. März ihr Ranglistenspiele austragen, bei denen jeder gegen jeden anzutreten hat. Der Ranglistenerste wird einen Wanderpokal erhalten.


Bezirksliga

Spiele            
1. MTV Leck 9 8 - 1   79:40 16:2
2. TSV Westerland 10 8 - 2   83:38 16:4
3. Husum 18 10 6 1 3   73:61 13:7
4. TSV Nord 11 5 1 5   67:70 11:11
5. Eggebek 10 5 - 5   63:65 10:10
6. Frisia Husum II 10 4 - 6   69:67 8:12
7. RW Schleswig 10 3 - 7   51:69 6:14
8. TTK Flensburg 10 - - 10   15:90 0:20

Kreisklasse

             
1. Frisia Husum III 8         67:43 12:4
2. Bredstedter TSV 7         57:31 11:3
3. TSV Garding 8         60:34 11:5
4. Koldenbüttel 8         54:45 10:6
5. Ostenfeld 7         32:51 5:9
6. Viöl 8         29:62 3:13
7. Husum 18 8         33:66 2:14

Kreisklasse (Jungen)

1. Frisia Husum I 6       42:6   12:0
2. Frisia Husum II 6       34:22   8:4
3. Husum 18 I 6       29:31   6:6
4. Husum 18 II 6       13:35   2:10
5. Frisia Husum III 4       6:30   0:8
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18

1. März

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Am 28. Januar um 20.15 Uhr hatte unser Verein zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Handwerkervereinshaus eingeladen. Nach der Eröffnung durch unseren 1. Vorsitzenden Karl Krieger wurde mit ehrenden Worten der vorstorbenen Mitglieder Dr. Herbert Schulzebeer, Ludwig Schmüser und Markus Nehlsen gedacht.

In einem kurzen Abriß erläuterte der Vorsitzende, daß man beabsichtige auf dem Sportplatz einige bauliche Veränderungen (Umkleideräume) vorzunehmen, u.a. eine Tribüne zu errichten. Der Vorsitzende unterstrich nochmals den Aufstieg in die 1. Amateurliga und rief den Spielern zu, auch für die Zukunft zusammenzuhalten.

Nach den Ausführungen des 1. Vorsitzenden berichtete Sportfreund Kurt Kusber über die Arbeit der Schwimmabteilung. Der Beschluß des Vorstandes, dem Verein eine Schwimmabteilung anzugliedern, habe bei den Mitgliedern und in Kreisen der Husumer Bevölkerung große Beachtung gefunden. Zuerst werde die Schwimmabteilung sicherlich auf einigen Widerstand stoßen, da sie keine geeigneten Voraussetzungen für den Schwimmsport haben. Aus diesem Grunde müsse es Aufgabe des Vereins sein, alle Maßnahmen zu fördern und zu unterstützen, die auf die Errichtung eines Hallenschwimmbades hinzielen. Nach den guten Ausführungen des Sportfreundes Kurt Kusber wurde dieser einstimmig zum Obmann der Schwimmabteilung gewählt.

Anschließend dankte Spielausschußobmann Dr. Erwin Kraatz seinen Spielausschußmitgliedern für ihre Arbeit im Verein.

Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen richtete einen Appell an erfahrene Fußballspieler, Schiedsrichter zu werden, da es immer noch an nötigen Schiedsrichtern fehlt.

Mit einem Gruß auf die Farben des Vereins wurde die außerordentliche Mitgliederversammlung gegen 22 Uhr geschlossen.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18

1. März

Mitgliederbewegung im Februar

   
Neuaufnahmen
1. Brühl-Schreiner, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
2. Burmeister, Sönke, Husum, Moltkestraße 7
3. Kaczmarek, Paul, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
4. Krattz, Dietmar, Husum, Ochsenkamp 42
5. Langholz, Uwe, Husum, Friesenstadion
6. Lindner, Peter, Husum, Theodor-Storm-Straße 9
7. Metzger, Rolf, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
8. Prahl, Ketel, Husum, Beselerstraße 52
9. Schliter, Volker, Husum, Klußmannstraße 19
10. Werner, Jörg, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Das Torwartspiel

Bis zum Jahre 1869 war nach dem damaligen Stand des Spiels ein Torwart überflüssig. Der Ball konnte von allen Spielern mit der Hand gespielt werden. Gleich den Spielen wie Schlagball, Treibball usw. konnte jeder Spieler beim Fußball nach den damals geltenden Bestimmungen den Ball fangen und nach vorn schlagen, wie es beim Rugby noch heute der Fall ist.

Mitte des vorigen Jahrhunderts findet der Torwart das erste Mal Erwähnung in den Spielregeln. Die erste Spielregel sagt bezüglich des Torwarts: "Der Torwart darf in der Verteidigung seines Tores den Ball mit der Hand nehmen." Also: Um in die Ecke geschossene Bälle aufzuhalten bzw. abzuwehren und körperlichen Angriffen auszuweichen, durfte der Torwart die Hände benutzen bzw. mit dem Ball laufen.

Dies wurde natürlich vom Torwart ausgenutzt, er lief übertrieben weit mit dem Ball in das Feld des Gegners. Die Regel erlaubte dies. Zwei Jahrzehnte später durfte der Torwart den Ball nicht mehr als zwei Schritte tragen - aber noch immer konnte er sich über das ganze Spielfeld bewegen. Doch auch dies wurde durch eine erneute Regeländerung unterbunden. Die neue Regel erlaubte dem "Torkeeper" das Handspiel nur noch in seiner eigenen Spielhälfte. 1912 wurde es auf dem Strafraum beschränkt. und 1931 wurde die Zahl der mit dem Ball erlaubten Schritte auf vier erhöht. So ist es noch heute.

Der Torwart war lange Zeit ein Spieler wie jeder andere. So konnte er auch gerempelt werden, gleichgültig, ob er direkt am Ball war oder nicht. Im Jahre 1892 begann man, mittels einer weiteren Regeländerung das Torwartspiel etwas zu erleichtern, indem man festlegte, daß er nicht gerempelt werden durfte, außer wenn er den Ball hält. Nach Einführung von Tor- und Strafraum (1903) wird das Rempeln des Torwarts erlaubt, wenn er seinen Torraum verlassen hat. Dadurch wird er außerhalb seines Torraumes vollkommen zum Feldspieler gestempelt, mit Ausnahme des erlaubten Handspiels im eigenen Strafraum. In erster Linie ist der Torwart Verteidiger seines Tores. Im Laufe der Jahre hat sich eine gewisse Towarttechnik herausgebildet, die im Grunde mit dem Spielgedanken nicht übereinstimmt. Gewiß ist das Fangen eines Balles bzw. das Auf-ihn-Werfen am Boden oft sicherer als die Abwehr mit dem Fuß, um ein Tor zu verhindern. Aber haben sich die Torwarte die Fußabwehr - auch dann, wenn sie möglich und sicherer ist - nicht fast ganz abgewöhnt, und werfen sie sich mit ihrem Körper nicht auch auf solche Bälle, die mit dem Fuß viel leichter abzuwehren sind?

Die Regeln schützen den Torwart in weitgehendem Maße. Er braucht nicht mehr ein Auge auf den Ball und das andere auf den anstürmenden Gegner zu haben. Regel und Spielgedanken wollen dem Torwart keinen Freibrief geben. Der Torwart ist gut beraten, der seinen Torraum so selten wie möglich verläßt.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. März

Sport - Bestandteil der Erziehung

Das zeigt in eindrucksvoller und überzeugender Weise ein Film über das Sportland Japan, den die Deutsche Olympische Gesellschaft in Heide zeigte. Hier ist das verwirklicht worden, was bei uns Ärzte und aufgeschlossene Pädagogen schon lange fordern - hier lebt ein ganzes Land für den Sport.

Der Grundstein wird in den Schulen gelegt und zwar bereits bei den Kleinsten in den unteren Klassen. In jedem Schuljahr soll ein bestimmtes Ziel erreicht werden, und mit einem wahren Feuereifer sind die Kleinen dabei, diese Leistungen zu vollbringen. Es wird von keinem als Zwang angesehen, und verständnisvolle Pädagogen sorgen dafür, daß kein verkrampftes "Muß" dahinter steht. Schulmeisterschaften, Wettkämpfe verschiedener Schulen untereinander und sogar Landesschulmeisterschaften erhöhen den Reiz und spornen zur Leistungssteigerung an. Die eigentlichen Hochburgen des Sports sind dann später die Universitäten. Auch hier gehört der Sport zum Unterrichtsprogramm, und besonders talentierte Studenten sind sogar verpflichtet, neben ihrem eigentlichen Studium eine bestimmte Anzahl von Trainingsstunden zu absolvieren. Lehrer an diesen Zentren sind die besten Sportler des Landes, und sie leisten neben ihrer Lehrertätigkeit auch Hervorragendes als Mensch und Pädagoge.

Das ganze Verhältnis des Japaners zum Sport ist anders als das des Europäers, da es bei ihm einen religiösen Ursprung hat. Er zeigt seine Leistungsgrenze, er stärkt seinen Willen, er artet aber nie in ungesunde Rivalität aus. Es kommt dem Japaner nicht unbedingt auf den 1. Platz an, er kann trotzdem Sieger sein, wenn er nämlich ein sich selbst gestecktes Ziel erreicht hat. Er geht sogar soweit, daß er sagt: "Die Gedanken an den Sieg beeinträchtigen die Selbstbeherrschung."

Wenn wir zuerst vielleicht versucht sind, diese Haltung als bloße Phrase abzutun, so müssen wir uns andererseits auch einmal vor Augen halten, welche Leistungen Japan bereits vollbracht hat, sowohl auf sportlicher Ebene, als auch auf dem Gebiet der Industrialisierung und der damit verbundenen Hebung des Lebensstandards, die beide wahrscheinlich schnell vor sich gegangen sind.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. März

Gute Ratschläge selber befolgen

Abhärten heißt die Parole des spanischen Fußballtrainers Manuel Badola. Er packte seine Schützlinge, die Mannschaft des Fueca-Sportclubs auch gleich scharf an, als er sie vor kurzem übernahm. Vor allem verbot er den Spielern das Rauchen sowie das Trinken vor den Spielen und während der Halbzeitpause. "Man kann ein Spiel durchhalten ohne zu trinken, auch wenn es so heiß ist wie heute; das Trinken macht schlapp, ihr vergeßt den Durst, wenn ihr es nur wollt", sagte Badola energisch vor dem Spiel gegen Tullera. In der Pause wußten die Fueca-Spieler, daß sie eine Halbzeit ohne ihren Trainer auskommen mußten, denn dieser war mit Magenkrämpfen zu einem Arzt gebracht worden. Er hatte eine Flasche mit eisgekühltem Fruchtsaft in einem Zug heruntergestürzt.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. März

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Eintracht Braunschweig meldet für September - Oktober des Vorjahres 82 neue Mitglieder.


Mit Stolz berichtete Jugendleiter Andreas Weiß bei der Weihnachtsfeier des FC Bayern München von einer Sammlung unter seinen Jugendspielern; mit dem Geld konnte 30 Waisenkindern eine Weihnachtsbescherung bereitet werden.


Guter Gemeinschaftsgeist zeigt sich beim Eidelstedter SV. Beim weihnachtlichen Morgenempfang der alten Mitglieder wurden bei einer Sammlung für den Bau eines Vereinsheims 1.200 D-Mark an Spenden vereinnahmt.


Einen guten Erfolg brachte bisher die Werbeaktion des TSV Marl-Hüls 1912. Schon 153 neue Mitglieder, durchweg Erwachsene, wurden registriert, wodurch die Mitgliederzahl auf 756 stieg. Das ist ein Zugang von 25 Prozent.


Alemannia Aachen konnte in den letzten Monaten einen Zugang von rund 300 neuen Mitgliedern quittieren, wodurch der Verein mit rund 3.300 Mitgliedern weiterhin mit Abstand der größte Verein im Landessportbund NRW bleibt.


Um den Austritt alter Mitglieder, die Rentner und Pensionäre sind, zu verhindern, setzt der VfB Peine für diese auf Antrag den Beitrag auf die Hälfte herab.


Die Jugendabteilungen des Hannoverschen SV 96 brachten durch Verkauf von Bausteinen für den Vereinsheimneubau insgesamt 2.255 D-Mark zusammen. Hieran waren die Jugendlichen von sechs Sportarten beteiligt.


Eine Werbeaktion führt der VfL Duisburg-Hüttenheim durch. Das Ziel ist, die Mitgliederzahl, die bei 1.000 liegt, auf 1.500 zu steigern.


Für den Umbau und die Erweiterung seines Vereinsheims hat der KSV Hessen-Kassel rund 500.000 D-Mark aufgewendet. Der Haushaltsvoranschlag für 1964 beträgt in Einnahme und Ausgabe rund 700.000 D-Mark. Der Verein hat jetzt 3.505 Mitglieder.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. März

Sport - Medizin der Zukunft

Zahlen können täuschen

Der Deutsche Sportbund ist im letzten Jahr um 210.368 neue Mitglieder auf 5.903.736 und um 578 Vereine auf 32.115 gewachsen. Damit sind 10,3 Prozent der Gesamtbevölkerung Mitglieder der Turn- und Sportvereine, rund 2,2 Millionen Menschen mehr als im Jahre 1954.

Auf den ersten Blick sieht diese Statistik recht erfreulich aus, da aus ihr eine stetige Aufwärtsentwicklung abzulesen ist. Und wie ist es in Wirklichkeit? Von 500 Rekruten, die kürzlich zur Bundeswehr eingezogen wurden und - als repräsentativer Querschnitt - stellvertretend für die gesamte Truppe an die Turngeräte kommandiert wurden, waren 420 nicht in der Lage, einen oder mehrere Klimmzüge zu machen. Ebensoviele blieben beim Weitsprung unter der Vier-Meter-Grenze, und 60 Prozent konnten nicht schwimmen. Ausbilder der Bundeswehr schätzen, daß etwa 95 Prozent aller eingezogenen Rekruten seit ihrer Entlassung aus derSchule keinen Sport mehr getrieben haben.

Aus diesen alarmierenden Zahlen geht eindeutig hervor, daß es nach wie vor um die körperliche Ertüchtigung unserer Jugend schlecht bestellt ist. Das Fernsehen brachte kürzlich eine sehr aufschlußreiche Sendung. Sie lief unter dem Titel "Müdigkeit - Krankheit unserer Zeit". Der Mediziner Dr. Friedrich Deich wußte erschreckend deutlich zu machen, daß aus dem deutschen Volk eine Nation von "Sitzern" geworden ist, die ihre Gehwerkzeuge nur noch selten benutzen. Die Technik ist im Wettbewerb mit der natürlichen Fortbewegungsart Sieger geblieben. Selbst Arbeiter, bei denen man körperliche Betätigung für selbstverständlich halten sollte, sind heute mehr oder weniger Diener der Technik; sie betätigen Knöpfe und Hebel. Die Folgen dieser von den Menschen für den Menschen geschaffenen "Bequemlichkeit" sind unabsehbar. Die Zahl der Herzinfarkt-Toten wächst beängstigend.

Die deutschen Sportärzte, die sich in Münster zu dem dreitägigen 21. Deutschen Sportärztekongreß trafen, sind überzeugt, daß die Sportmedizin bei uns noch nicht ihrer Bedeutung entsprechend bewertet wird. Sie möchten nicht nur Spezialärzte für aktive Sportler sein, sondern fühlen sich in ganz besonderer Weise befähigt, der Gesunderhaltung und Wiedergesundung des von gefährlichen Zeitkrankheiten bedrohten Menschen dienen zu können. Professor Dr. Herbert Reindell, Präsident des Deutschen Sportärztebundes, bezeichnete es als Aufgabe des Sportarztes, die günstigen Auswirkungen einer vernünftigen sportlichen Betätigung auf den Organismus für die Vorbeugung und Behandlung zeitbedingter Erkrankungen an den inneren Organen und dem Bewegungsapparat, nutzbar zu machen. Die unzureichende spielerische und sportliche Betätigung der Kinder und die bewegungsarme Lebensweise der Erwachsenen seien an der bedrohlichen Zunahme dieser Erkrankungen schuld.

Die Vereine sind aufgerufen: Nehmen sie ihre freiwillig übernommene Aufgabe ernst, gesunde Menschen zu erziehen und die Gesundheit zu erhalten.

"Sport ist die Medizin der Zukunft."

Aus "Sport im Spiel" des deutschen Sportbundes
leer  

1964

Husum 18

1. März

Schmunzelgeschichten

Ein ausgezeichnetes Sportarchiv hat der Sportredakteur Allan Finch aus Louisville (USA). Wenn er etwas wissen will, braucht er in keinem Buch nachschlagen, er fragt nach. Mitunter läßt er das Archiv zu Hause, meistens bringt er es aber mit zur Zeitung. Das "Archiv" ist 76 Jahre alt und heißt Mary Finch. Mary ist Allans Großmutter, bei der er seit frühester Kindheit lebt, weil seine Mutter bei seiner Geburt starb. Oma Mary mußte dem kleinen Allan früher jeden Tag die ganze Sportseite der Zeitung vorlesen. Dadurch fand sie am Sport solchen Gefallen, daß sie sich seit 35 Jahren eingehend damit befaßt und alle erreichbaren Tages- und Fachzeitungen genau studiert. Da sie ein Gedächtnis wie ein Elektronengehirn hat, weiß sie über Pferde, Boxer, Football-, Baseballspieler etc. seit Jahrzehnten fast alles.


Vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekamen die Zuschauer auf dem Fußballplatz in Veriéres in Frankreich. Léon Cachard, Verteidiger beim einheimischen Klub, und Pierre Voche, Linksaußen beim SC Touillon, begrüßten sich vor dem Spiel aufs herzlichste. Sie schüttelten sich strahlend die Hände und klopften sich auf die Schultern. Auch beim Spiel waren sie außerordentlich rücksichtsvoll zueinander. Das waren die Zuschauer völlig ungewohnt, denn früher hatten sich diese beiden "Erzfeinde" jedemall gründlich "beharkt" und waren oft des Feldes verwiesen worden. Als sie zuletzt gegeneinander spielten, mußten beide ins Krankenhaus gebracht werden, jeder mit einem Wadenbeinbruch, weil sie blind drauflos gedroschen hatten. Dieser Krankenhausaufenthalt aber hatte eine Wandlung in ihrem Verhalten herbeigeführt. Sie hatten acht Wochen im selben Zimmer Bett an Bett gelegen und dabei herausgefunden, was sie auf dem Sportplatz nie festgestellt hatten: daß sie eigentlich "recht nette Kerle" seien.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

Das Gleichgewicht der Kräfte

Vor einiger Zeit ist wieder ein schwerer Unfall in einem Punktespiel, nämlich Münster : Braunschweig, zu verzeichnen gewesen. Das Spiel ging nach kurzer Unterbrechung weiter. Nach der Regel war kein Grund zu einem Spielabbruch gegeben.

Mehrfach habe ich schon mit Vereinsexperten die Frage erörtert, daß möglichst immer das Gleichgewicht der Kräfte, das heißt hier beider Mannschaften, erhalten bleiben muß. Einmal ist es allgemein eine Frage der Fairneß, ferner führt eine derartige Regel zur Fairneß, nämlich zu einem etwas vorsichtigeren Spiel. Und schließlich will der objektive Zuschauer zwei Mannschaften spielen sehen, die mit gleichen Waffen - nämlich mit der gleichen Anzahl von Spielern - einander gegenüberstehen.

Wenn man obige Frage irgendwo anschneidet, dann werden Arme und Hände hochgehoben, der Kopf von der einen auf die andere Seite gelegt und schließlich hört man nur die nichtssagende Worte, daß das wohl nie durchführbar sein. Welch ein Unsinn! Ist es denn für eine Meute von Hunden noch eine Kunst, den weidgeschossenen Hirsch zu jagen?

Zunächst sei festgestellt, daß in der kommenden Serie mit der Auswechslung der Torwarte der Anfang gemacht wird. Das ist schon ein Schritt vorwärts. Ich meine aber, es müßte noch weitergehen, und zwar wie folgt:

Wird ein Spieler durch einen Gegner verletzt - wie, sei hier egal -, so muß der gleiche Spieler der anderen Partei auch vom Platz (natürlich ohne Sperre).
Torwart = Torwart
Mittelstürmer = Mittelstürmer

Es sollte gleichgültig sein, wer wen zum Ausscheiden zwingt. Auszuscheiden hat der auf dem gleichen Posten stehende Spieler des Gegners.

Ich erinnere mich noch, wie vor ein paar Jahren im Endspiel um den englischen Cup gleich zu Beginn der Torwart von Manchester United (das ist noch das Schlimmste, was einer Mannschaft passieren kann) verletzt ausschied. Die Mannschaft kämpfte aufopfernd, verlor aber dennoch 0,2 wie nicht anders zu erwarten. Der Torwart war mit einem Gegner zusammengeprallt, also durch Einwirkung eines gegnerischen Spielers - wenn auch unabsichtlich - verletzt worden. Mit 99% Sicherheit konnte man von der Unfallminute an den Ausgang des Spieles voraussehen, denn welche Mannschaft, insbesondere in solcher Spielklasse, kann 80 Minuten ohne seinen Torwart ein Spiel offenhalten bzw gewinnen? Da sollte man nicht den Standpunkt vertreten, daß die Regeln dazu nichts sagen und man habe sich mit den Gegebenheiten abzufinden. Wenn in dem bewußten Endspiel der Torwart des Gegners von der Unfallminute an gleichzeitig ausgeschieden wäre, hätte es sich vermutlich um eine gleichwertige Partie gehandelt und der Sieger wäre als echter, berechtigter Gewinner vom Platz gegangen. Zumindest wäre der Spielausgang einmal völlig offen gewesen.

Und jetzt wieder in Münster! Der Einsatz ist so groß. Spieler und Vereine riskieren viel, z.B. hinsichtlich der Platzanlage, der Traineranstellung, das Spielerzugangs und so weiter und so weiter. Und nun mußte Münster von der 75. Minute an mit nur 10 Mann spielen, weil - wie aus der Zeitung sicherlich bekannt ist - ein Stürmer von Münster schwer verletzt vom Platz getragen wurde. Das widerspricht sicherlich nicht nur meinem Gerechtigkeitsgefühl! Es gehört nur etwas Mut dazu, solche Regeln zu ändern und sich nicht wie in England zu verhalten. Da fragte beispielsweise einmal ein deutscher Anwalt einen englischen, welche Erfahrungen er mit einem Spezialgesetz gemacht habe. Die Antwort des Engländers soll gelautet haben, das Gesetz sei erst 250 Jahre alt, man habe damit noch keine Erfahrungen sammeln können!!! Es sollte etwas schneller geschaltet und auch die hier angeschnittene Frage (Anzahl der Spieler) unter die sportliche Fairneß gestellt werden.

Sonstige Unsportlichkeiten, wie Schiedsrichter-Beleidigungen und so weiter haben natürlich mit dieser Darstellung nichts zu tun.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Vorwärts Flensburg

 

3:1 (2:1)

 

Am Sonntag, dem 1. März, mußte unsere Liga ihr Heimspiel gegen die Mannschaft des TSV Vorwärts Flensburg bestreiten. Wer glaubte, daß unsere Liga dieses Spiel im Spaziergang gewinnen würde, sah sich getäuscht. Die Elf des TSV Vorwärts war hinreichend gewarnt, denn sie mußten im ersten Spiel eine empfindliche 0:9-Heimspiel-Niederlage von unserer Liga einstecken. Man merkte förmlich, daß sich die Gäste etwas vorgenommen hatten, denn sie verkauften ihre Haut so teuer wie möglich.

Dieter Schleger hatte für das Führungstor unserer Liga gesorgt und Johannes "Haschi" Jannsen auf 2:0 erhöht. Die Bemühungen der Gäste wurden schließlich durch das Anschlußtor zum 1:2 belohnt. Nach Wiederanpfiff hielt eine Feldüberlegenheit unserer Liga weiter an, und Karl Clausen konnte auch zum 3:1 einschießen. Zu mehr Toren langte es allerdings nicht, denn die Vorwärts-Deckung war sehr aufmerksam.

Unsere Liga spielte mit

Gundolf Schrock

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

UNSERE LIGA

VfB Nordmark

 

-

 

Husum 18

 

0:2 (0:0)

 

Im wichtigsten Spiel der zweiten Amateurliga zur Erringung des zweiten Tabellenplatzes, der zu den Aufstiegsspielen berechtigt, bezwang unsere Liga vor etwa 800 Zuschauern den harten Rivalen VfB Nordmark Flensburg mit 2:0 Toren.

Schon in der ersten Viertelstunde hatte unsere Liga die Möglichkeit, zum Führungstreffer zu kommen. Einmal vergab Dieter Eckholdt eine 100prozentige Chance, ein anderes Mal traf Johannes "Haschi" Jannsen nur den Pfosten. Unsere Hintermannschaft schlug sich abermals wieder großartig, so daß VfB Nordmark kaum eine echte Chance zum Torschuß hatte. Torlos ging es in die Halbzeit.

Nach Wiederbeginn wollte VfB Nordmarkt eine schnelle Entscheidung erzwingen und bedrängte unser Tor unaufhaltsam. In dieser Zeit wuchs unsere Hintermannschaft über sich selbst hinaus und verhinderte mehrfach einen möglichen Rückstand unserer Liga.

Nun zeigte sich die Cleverneß unserer Mannschaft. Aus der Defensive wurden zwei schnelle Angriffe nach vorne getragen, die Dieter Schleger in der 80. Minute und Johannes "Haschi" Jannsen in der 82. Minute ausnutzten und unseren 2:0-Sieg herausschossen. Nach dem Schlußpfiff waren wir überglücklich, zwei wertvolle Punkte gewonnen zu haben.

Und so spielte unsere Liga:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Eisenheim ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

UNSERE LIGA

DGF Flensburg

 

-

 

Husum 18

 

4:0 (0:0)

 

Im Spitzenduell mußte unsere Liga am Samstag, dem 14. März, in Flensburg antreten, um dort gegen den Spitzenreiter DGF zu spielen. Durch die hervorragenden Ergebnisse beider Mannschaften in den letzten Spielen hatten sich etwa 1.200 Zuschauer eingefunden. Daß dieses Spiel eine klare Angelegenheit für den Spitzenreitern DGF werden würde, damit hatte keiner gerechnet. Anfangs sah es jedoch nicht nach einem derart hohen Sieg aus. Die erste Halbzeit wurde von den Abwehrreihen beider Mannschaften bestimmt, und unsere Liga konnte das Spiel noch offen gestalten. So ging es torlos in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff versuchten zunächst beide Sturmreihen, eine schnelle Entscheidung zu erzwingen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. DGF wurde immer stärker und drückte unsere Liga in die Verteidigung zurück. In der 70. Spielminute erhielt das Spiel eine entscheidende Wendung, als DGF mit einem Bombenschuß das Führungstor gelang. Nun wurde unsere Hintermannschaft unsicher, und der DGF-Sturm konnte sich immer mehr entfalten. Sie schossen aus allen Rohren und es gelang ihnen, noch weitere drei Tore zu schießen.

Ist der 4:0-Sieg über unsere Liga auch etwas zu hoch ausgefallen, so ist er aufgrund der besseren Leistung in der zweiten Halbzeit doch verdient. Unsere Liga aber braucht nicht die Köpfe hängen zu lassen. Sie haben ihr Bestes gegeben, trafen dieses Mal aber auf eine bessere Mannschaft, die verdient gewonnen hat.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Flensburger TB

 

4:1 (2:1)

 

Am Sonntag, dem 22. März, mußte unsere Liga gegen den Flensburger TB antreten. Durch den unerwarteten Erfolg unseres unmittelbaren Verfolgers VfB Nordmark über DGF waren wir uns im klaren, daß nur durch einen Sieg über FTB die Chance auf einen der ersten beiden Plätze erhalten werden kann.

Mit der Faust im Nacken wollte das Spiel unserer Liga zuerst nicht recht klappen, zumal die Gäste in der ersten Halbzeit eine kämpferisch hervorragende Leistung boten. Und sogar mit 1:0 in Führung gingen. Allmählich fand unsere Mannschaft zu ihrer gewohnten Form und schoß bis zur Pause durch Tore von Gundolf Schrock und Benjamin Hager eine 2:1-Führung heraus. Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit unserer Liga deutlicher. Der FTB mußte stark verteidigen. Unsere Liga schoß dann durch Horst Cwajkwoski das 3:1 und erzielte schließlich durch Gundolf Schrock das 4:1. Nach diesem Sieg hält unsere Liga weiter Anschluß an die Tabellenführer-

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Dieter Schleger ǀ Horst Cwajkwoski ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

Tabelle II. Amateurliga

  Stand: 22.03.1964 Spiele       Tore Punkte  
1. DGF Flensburg 27       109:45 42:12  
2. Husum 18 28       86:39 42:14  
3. VfB Nordmark Flensburg 29       81:46 42:16  
4. TSV Westerland 27       74:70 30:24  
5. TSV Nord 27       53:50 29:25  
6. FSV Wyk 27       57:67 28:26  
7. Rasensport Schleswig 28       63:63 28:28  
8. TSV Kappeln 28       71:56 27:29  
9. TSV Weiche-West 27       53:56 26:28  
10. Bredstedter TSV 27       76:79 25:29  
11. TSV Kropp 28       51:73 24:32  
12. Flensburger Turnerbund 27       69:76 23:31  
13. TSV Vorwärts Flensburg 26       54:75 21:31  
14. SIF Schleswig 28       49:67 21:35  
15. TSV RW Niebüll 25       51:80 16:34  
16. Nordmark Satrup 25       46:100 10:40  

Folgende Spiele haben DGF, Husum 18 und der VfB Nordmark noch auszutragen:

28.03. TSV RW Niebüll - DGF Flensburg          
04.04. DGF Flensburg - TSV Weiche-West          
05.04. Nordmark Satrup - Husum 18          
12.04. TSV Weiche-West - Husum 18          
12.04. TSV Kropp - DGF Flensburg          
19.04. VfB Nordmark Flensburg - FSV Wyk          
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Torwart verletzt - Tor oder kein Tor?

Im Spiel Meiderich gegen München ging es um einen verletzten Torwart. Torwart Petar Radenković und Stürmer Werner Kubek prallen im Münchener Strafraum zusammen. Beide bleiben regungslos am Boden liegen. Unbekümmert darum läßt Schiedsrichter Gerhard Pooch aus Lübeck weiterspielen. Heinz Versteeg erreicht außerhalb des Strafraums den abgewehrten Ball, spielt ihn weit hinüber zu Werner Krämer, der den Ball ins Tor schießt.

Was sagt die Regel zur Frage verletzter Spieler in Bezug auf die Schiedsrichter-Stellung? In der Regel heißt es: "Der Schiedsrichter hat das Spiel zu unterbrechen, wenn nach seiner Ansicht ein Spieler ernstlich verletzt ist. Er soll den Spieler sobald als möglich vom Spielfeld schaffen lassen und das Spiel sofort fortsetzen. Wenn ein Spieler nur leicht verletzt ist, soll das Spiel nicht unterbrochen werden, bis der Ball aus dem Spielfeld ist. Ein Spieler, der in der Lage ist, zur Seiten- oder Torlinie zu gehen, um sich irgendwie pflegen zu lassen, soll nicht auf dem Spielfeld behandelt werden."

Die Entscheidung liegt also völlig im Ermessen des Schiedsrichters. Wenn Gerhard Pooch der Meinung war, daß sich Petar Radenković und Werner Kubek nicht ernstlich verletzt hatten, dann mußte er den Meidericher Spielzug weiterlaufen lassen. Erst wenn der Angriff gestoppt wird, der Ball also weit genug aus der Gefahrenzone heraus ist, soll abgepfiffen werden. Würden die Anweisungen an die Schiedsrichter anders lauten, dann wäre billigen Täuschungsmanövern Tor und Tür geöffnet. Man stellt sich vor: Ein Torwart läßt einen Ball abprallen, oder einem Verteidiger unterläuft ein Fehlschlag. Sie würden sich in manchem Fall sofort hinlegen, eine Verletzung vortäuschen, den Abpfiff des Schiedsrichters erzwingen und den Gegner um eine Tormöglichkeit bringen.

Wie oft sehen wir immer wieder: Ein Spieler wird leicht verletzt und sinkt zu Boden - oder bleibt liegen. Der Schiedsrichter bewertet die Verletzung als eine ernste, läßt den Spieler behandeln, dieser steht dann kurze Zeit später wieder auf und spielt weiter. Den Schiedsrichtern ist zu empfehlen, nicht zu schnell zu pfeifen. Wird der Ball abgewehrt und fliegt aus dem Strafraum heraus, so kann ein Schiedsrichterball der angreifenden Mannschaft keinen Vorteil bringen. Vorteil wäre aber gegeben, wenn der Schiedsrichterball direkt auf der Linie zwischen Torpfosten ausgeführt werden müßte.

Ausschnitt aus DFB-Schiedsrichter-Zeitung
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1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. April

Das Wort des neuen Kanzlers

Mehr als nur Boccia ist für den neuen Bundeskanzler der Sport. Während Konrad Adenauer noch als Kölner Oberbürgermeister aus dem Blickwinkel des Kommunalpolitikers die Bedeutung der Leibesübungen immer wieder herausstellte und auch die Grundlagen schuf für die Ausweitung des Sports in der alten Domstadt, hatte er als Regierungschef kaum noch Zeit für die deutsche Turn- und Sportbewegung. Es gibt nicht ein einziges Kanzlerwort über die Wichtigkeit körperlicher Betätigung im Sport.

Dieses Versäumnis hat der neue Bundeskanzler Ludwig Erhard, der Mann mit dem klaren Auge für innenpolitische und wirtschaftliche Entwicklungen, gleich in seiner ersten Regierungserklärung nachgeholt. Kanzler Erhard begrüßte dabei den Sport nicht in der langen Reihe von Bittstellern, sondern bezeichnete ihn als wesentlichen Beitrag zur geistigen Neugestaltung der Welt und zur Erfüllung des Lebensglücks der Menschen in dieser Welt. Damit ist der Grundsatz aufgestellt, daß die körperliche Bewegung in Turnen, Spiel und Sport mit zu den sozialen Aufgaben des Staates gehört und nicht aus dem Auge gelassen werden darf.

Erhard sagte: "In friedlichem Wettstreit messen die Nationen ihre Kräfte auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Kultur und Kunst und des Sports. Das Bild des Deutschland von heute spiegelt sich eben nicht nur in wirtschaftlichen Leistungen wieder, sondern wird in der Wertung anderer Völker wesentlich von dem Beitrag Deutschlands zur geistigen Neugestaltung dieser Welt geprägt."

An anderer Stelle heißt es: "Wache Aufmerksamkeit, auch seitens des Staates, muß die Erhaltung der Gesundheit unseres Volkes beanspruchen. Dabei ist die körperliche Ertüchtigung, und die sich die deutsche Turn- und Sportbewegung so große Verdienste erworben hat, von ganz besonderem Wert. Der Schutz der Bevölkerung vor Umweltschäden macht es notwendig, daß die Wirtschaft ihre sozialen Verpflichtungen bei der Entwicklung der Technik durch Maßnahmen zur Abwehr von Schäden für die Menschen erkennt und auch verwirklicht." Damit sind die großen Entwürfe "Goldener Plan" und "Zweiter Weg" angesprochen.

Daß Erhard gleich in seiner ersten Regierungserklärung die zwingende Notwendigkeit des Sports herausgestellt hat, ohne die eine moderne Massengesellschaft in unserem technischen Zeitalter die alles Leben verkümmernde Bewegungslosigkeit nicht überlebt, dafür gebührt dem neuen Kanzler Dank. Erhard hat den Sport eingestuft als wichtiges Bildungsgut des jungen Menschen und als Teilstück des staatspolitischen Fundaments, auf dem Gut und Glück des Volkes stehen. Das ist ein Wort!

Aus "Sport im Spiegel" des Deutschen Sportbundes
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1964

Husum 18

1. April

Mitgliederbewegung im März

   
Neuaufnahmen
1. Deipenau, Michael, Husum, Händelweg 1
2. Greifsmühlen, Carsten, Husum, Heidberg 28
3. Scholz, Holger, Husum, Flensburger Chaussee 41
4. Wesemann, Wolfgang, Husum, ZOB


Austrittserklärungen
1. Böttcher, Gerhard, Husum, Nordhusumer Straße 24
2. Friedrichsen, Claus, Schobüll
3. Golde, Heinrich, jetzt Heide
4. Graf, Detlef, Husum, Flensburger Chaussee 41
5. Kniese, Edlef, Husum, Hörn 1
6. Knop, Hans Bernhard, Husum, Ludwig-Nissen-Straße48
7. Lorenzen, Walter, Husum, Westerende 28
8. Lühmann, Johannes, Husum, Osterende 21
9. Möller, Horst-Werner, Husum, Flensburger Chaussee 41/8
10. Prill, Hildebrand, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
11. Schimmelpfennig, Claus, Husum, Memeler Straße 10
12. Spingel, August, Haselund
Eckhard Sers
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1964

Husum 18 / Fußball national

1. April

Wie werden die beiden Aufsteiger zur Bundesliga ermittelt?

Bekanntlich steigen nach Abschluß der Saison aus der Bundesliga die beiden letzten Vereine ab. Bei punktgleichen Abstiegskandidaten entscheidet das Torverhältnis, welches durch Division ermittelt wird. Um die frei werdenden Plätze kämpfen in diesem Jahr: Die Regionalmeister von Nord, Süd, Südwest, West, der Meister von Berlin, der Nordzweite, der Südzweite, ferner die Sieger aus dem Qualifikationsspielen (Hin- und Rückspiel) der Tabellenzweiten von West und Südwest. Die beiden Qualifikationsspiele zur Ermittlung des achten Teilnehmers werden am 24. und 31. Mai durchgeführt. Die Aufstiegsrunde beginnt dann am 6. Juni in zwei Gruppen. Der Erstplatzierte jeder Gruppe (bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis) steigt auf.

Die Gruppeneinteilung.
Gruppe 1: Südwest I, Nord I, Süd II, Berlin oder West III.
Gruppe 2: Süd I, West I, Nord II, Berlin oder Südwest II.

Ob der Berliner Meister der Gruppe 1 oder 2 zugeteilt wird, hängt davon ab, welcher Regionalzweite als Sieger aus den Qualifikationsspielen zur Ermittlung des achten Teilnehmers hervorgeht.

Eckhard Sers

leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Die Strafstoß-Wiederholung

Ein Fall, der lebhafte Wellen schlug und viel diskutiert wurde, ereignete sich beim Spiel FC Nürnberg gegen FC Kaiserslautern. In der 70. Spielminute - das Spiel stand 5:0 für Kaiserslautern - gab der Schiedsrichter einen Strafstoß für Nürnberg. Der Strafstoßschütze lief etwa 15 m zur Ausführung desselben an, stoppte etwa 2 m vor dem Ball, lief aufs Neue an und schoß den Ball dann in die andere Ecke. Der Schiedsrichter ließ den Strafstoß wiederholen, weil er in dieser Art der Strafstoßausführung keine korrekte sportliche Haltung des Spielers sah. Diese Auffassung lag vollkommen in seinem Ermessen und unterliegt keiner Kritik.

Man ist oft der Ansicht, daß der Strafstoßschütze das Recht habe, den Torwart bei der Ausführung zu täuschen und diese Art der Täuschung erlaubt sei. Hier gilt jedoch nur die sportliche Auffassung. Ist der Schiedsrichter der Ansicht, daß das Täuschen in unsportlicher Weise erfolgte, handelt er wie in dem oben skizzierten Fall.

Der DFB Pressedienst griff diesen Fall auf und gab hierzu eine Stellungnahme: "Täuschungsmanöver sind beim Strafstoß - ebenso wie im Spiel - erlaubt, aber ihnen sind Grenzen gesetzt, und Täuschung ist nicht gleich Täuschung. Der den Strafstoß ausführende Spieler darf - ehe er am Ball ist! - den Schritt wechseln, den Torwart durch Körpertäuschung oder falsche Blickrichtung zu überlisten versuchen. Wenn er aber zum Stoß ansetzt, muß er den Ball stoßen und darf keine - wenn auch nur Sekundenbruchteile währende - Pause einlegen, um etwa die Stoßrichtung zu ändern. Ein solches Verhalten wird als unsportlich angesehen, und der Elfmeter muß, wenn er Erfolg hatte, wiederholt werden."

Eckhard Sers

leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. April

Zum Nachdenken!

Wieviel wurde in den letzten Wochen in Fernsehen, Rundfunk und Presse über das Problem - Rauchen - gesagt. Hervorgerufen durch einen Forschungsbericht, an dem zehn bekannte amerikanische Professoren monatelang abgeschlossen von der Umwelt gearbeitet hatten, wurden plötzlich Gesundheitsministerium und natürlich die Zigarettenindustrie wach und plädierten für ein Für und Wider den "Blauen Dunst". Die folgenden Zeilen veröffentlichen wir ohne Kommentar.

"1963 wurden in der Bundesrepublik und 20 Milliarden D-Mark für Alkoholika und Tabakwaren ausgegeben. Wenn davon die Hälfte eingespart würde, wären das 10 Milliarden. Für dieses Geld könnte man beispielsweise herstellen: 100.000 Sportplätze zu 100.000 D-Mark oder 200.000 Häuser, jedes zu 50 000 D-Mark oder 10.000 Hallenbäder zu 2 Millionen D-Mark - und das Jahr für Jahr.

Eckhard Sers

leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. April

Bunte Seite

Ehrenkarten

Der niedersächsische Landtagspräsident Richard Lehners ist ein begeisterter Fußballanhänger. Jetzt hat er vielen Leuten seines Ranges ein gutes Beispiel gegeben; er hat auf ein altes Privileg verzichtet: Er wird keine Ehrenkarten der beiden hannoverschen Regionalliga-Vereine Hannover 96 und Arminia mehr benutzen. Lehners: "Ich geh' doch da als Privatmann hin und kann wie jeder andere Besucher bezahlen."


Tonbandgeräte

Bekanntlich will die GEMA erreichen, daß ihr die Käufer eines Tonbandgerätes namentlich gemeldet werden, um dann von diesem einen jährliche Gebühr zu erheben. Weiter sollen die Verkäufer von Tonbandgeräten verpflichtet sein, dem Käufer einen Hinweis darauf zu geben, daß die Urheberrechte von Musikstücken zu beachten seien. Die Tonband-Industrie befürchtet von beiden Verlangen einen erheblichen Absatzrückgang. Jetzt ist die Firma Grundig auf Antrag der GEMA hin vom Landgericht Berlin zu einer Geldstrafe von 15.000 D-Mark verurteilt. Das Gericht fand die Firma schuldig, ihrer Hinweispflicht auf das Urheberrecht beim Benutzen von Tonbandgeräten nicht ausreichend nachgekommen zu sein. Die Hinweispflicht beruht auf einem rechtskräftigen Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1955. In einem Musterprozeß, den die GEMA ebenfalls gegen die Firma Grundig führte, hatte das Kammergericht Berlin entschieden, daß Tonbandgeräte-Besitzer eine Gebühr an die GEMA zahlen müssen; der Handel müsse der GEMA die Namen und Anschriften der Käufer mitteilen. Das jetzt ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


Lohn für Leistung

Eine einschneidende Maßnahme hat die Vereinsleitung der belgischen Fußballmannschaft La Gantoise (Gent) beschlossen. Da die Leistungen der Spieler in der letzten Zeit zu wünschen übrigließen, ist man von der bisher üblichen Zahlung eines Monatsfixums abgekommen. In Zukunft wird nur noch "nach Leistung" entlöhnt. Ein Gremium von vereidigten Experten unter der Leitung eines Notars bewertet fortlaufend die Leistungen der Aktiven und weist ihnen danach die Bezüge an. "Es ist durchaus möglich, daß ein Spieler mehr verdienen kann als früher beim Fixum", erklärte der Vereinspräsident. "Alles hängt von der Leistung ab. Bei schlechtem Spiel gibt es Abstriche. In anderen Berufszweigen wird Pfuscharbeit ebenfalls nicht honoriert. Ich sehe nicht ein, warum bezahlte Fußballer eine Ausnahme bilden sollen."


Plastikfolien

Die Verwaltung des Turiner Stadions hatte vorsorglich vor dem Länderspiel Italien - Österreich die Spielfläche mit 88 je 50 m langen und zwei Meter breiten Plastikfolien zugedeckt, weil die Meteorologen Schneefälle angesagt hatten., die auch prompt eintrafen. 15 cm hoch lag der Schnee am Morgen des Länderspieltages. Junge Schiedsrichter, die gerade einen Lehrgang im Stadion absolvierten und eine Hundertschaft Alpini schoben den Schnee weg, und als die Plastikfolien zusammengerollt worden, präsentierte sich das Spielfeld in tadellosem Zustand.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Spielvorfälle in der Diskussion ...

Hand und Tor

Frage:   Ein Schuß geht unhaltbar für den falsch stehenden Torwart genau ins Dreieck. Ein neben dem Pfosten stehender Zuschauer, ein Anhänger der verteidigenden Mannschaft springt dazwischen, berührt den Ball mit der Hand, der aber trotzdem ins Tor geht. Was soll der Schiedsrichter entscheiden: Tor oder Schiedsrichterball?
Antwort:   Der Schiedsrichter hat auf Schiedsrichterball zu entscheiden, da eine Störung des Spiels von außen vorliegt. In jedem Fall, bei dem ein nicht zum Spiel gehörender Außenstehender ins Spiel eindringt und den Ball berührt, hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen und mit Schiedsrichterball wieder aufzunehmen. Härten lassen sich in solchen Fällen nicht vermeiden, sie müssen in Kauf genommen werden. Die Platzvereine müssen eben dafür sorgen, daß die Spiele nicht von außen gestört werden.

Ersatzball

Frage:   Der Ball wird über das Tor ins Aus geschlagen. Bevor er wieder ins Spiel kommt, wird dem Torwart ein Ersatzball zugeworfen, den dieser auf die Torraumlinie zum Abstoß legt. Bevor er abstößt, wird der erste Ball hineingeworfen, den der Torwart fängt und ins Tor wirft. Der Schiedsrichter gibt Abstoß vom Tor. Ist diese Entscheidung richtig oder hätte er auf Tor entscheiden müssen?
Antwort:   An der Richtigkeit der Entscheidung besteht kein Zweifel. Der Ball war aus dem Spiel, das mit einem Abstoß fortgesetzt werden mußte. Bevor dieser mit dem Ersatzball ausgeführt wurde, kam der erste Ball wieder ins Spiel. Daß der Torwart in diesen ins Tor warf, war unbedeutend, das Spiel ruhte. Mithin war das Verlangen auf Tor unberechtigt. Die Spielfortsetzung mit Abstoß ist richtig.
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Wußten Sie schon ...

...:   daß in einem Fußballspiel, das 90 Minuten dauert, der Ball höchstens 57 bis 59 Minuten im Spiel ist? Die übrige Zeit geht durch Ballholen, Einwürfe, Freistöße, Verletzungen etc verloren.
...:   daß der Ball innerhalb eines Spieles 150 Mal außerhalb des Spielfeldes landet?
...   daß ein Spieler während eines 90-Minuten-Spiels durchschnittlich 1,2 Kilogramm Gewichtsverlust zu verzeichnen hat?
...   daß aktive Spieler in einem Spiel eine Strecke von 8 bis 9 km zurücklegt? (Der Torwart bewegt sich zwischen den Pfosten seines Tores und im Strafraum noch immerhin 1 bis 1,5 km.)
...   daß die größte Entfernung in einem Fußballspiel der Ball mit 30 km zurücklegt?
...   daß ein saftiger Bombenschuß eine Geschwindigkeit von ca 108 Stundenkilometer erreichen kann?
Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18

1. Mai

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am Mittwoch. dem 13. Mai 1964, findet um 20 Uhr im Vereinslokal "Handwerkervereinshaus" unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Dazu sind alle Mitglieder recht herzlich eingeladen.

Tagesordnung
1. Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit
2. Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
3. Kassenbericht
4. Bericht der Kassenrevisoren
5. Berichte der Obmänner
  a) Spielausschußobmann
  b) Jugendausschußobmann
  c) Schiedsrichterausschußobmann
  d) Tischtennisobmann
6. Entlastung des gesamten Vorstandes
7. Neuwahlen
  a) 1. Vorsitzender
  b) 3. Vorsitzender
  c) 1. Schriftführer
  d) 2. Kassierer
  e) Obmänner (Fußball-, Jugend- und Tischtennis-Obmann)
  f) Zusatzwahlen für die Ausschüsse
  g) Kassenrevisoren
8. Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
9. Satzungsänderung
10. Erledigung der vorliegenden Anträge
11. Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung beim ersten Vorsitzenden (Herrn Karl Krieger, Stadtsparkasse) eingegangen sein.

Der Vorstand
leer  

1963

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die Aufstiegsrunde ist erreicht

Der Sprung in die Aufstiegsrunde zur 1. Amateurliga ist erneut geschafft. Auf dem Wege zu diesem schönen Erfolg wurde uns nichts geschenkt. Manche Schwäche und Schwierigkeit mußte überwunden werden, ehe dieses Ziel erreicht wurde. Nur dank der unermüdlichen Bereitschaft aller Beteiligten - der Aktiven, der Verantwortlichen um die Mannschaft und vieler treuer Sportfreunde - war es möglich, die Klippen zu umschiffen. Die vor uns liegende Qualifikationsrunde mit all ihrem Drum und Dran wird bei dem einem und dem anderen Fußballanhänger leider vergessen lassen, daß doch auch schon die Erreichung eines der ersten beiden so begehrten Tabellenplätze als Erfolg zu verzeichnen ist. So sollen die nachfolgenden Zeilen ein kleiner Streifzug durch die hinter uns liegenden Punktspiele der Saison 1963/64 sein, die Erinnerung wachhalten und einer kritischen Betrachtung unterliegen.

Vor kurzer Zeit erreichte mich ein anonymer Brief. Der Inhalt ist durchaus sachlich gehalten und zeugt davon, daß der Verfasser sich ernsthaft Gedanken um das Mannschaftsgeschehen macht und etliches von der Materie versteht. Aus meinem folgenden Bericht, der natürlich nur die Meilensteine auf dem Weg zur Aufstiegsrunde berühren kann, wird sich manche Antwort auf Diskussionen außerhalb des grünen Rasens ergeben.

Beginnen möchte ich mit einem Zahlenspiegel. Dieser zeigt die Anzahl der Spiele, die von unseren in der Liga im Laufe der Punktrunde eingesetzten Spielern absolviert wurden. Dabei bleibt zu bemerken, daß wir ein Spiel kampflos gewannen, und zwar das Heimspiel gegen TSV Nord, Flensburg, da der Gegner nicht antrat.

1.   Johannes "Haschi" Jannsen   29   14.   Helmut Wissing   14
2.   Peter Goldschmidt   26   15.   Dieter Eckholdt   10
3.   Dieter Schleger   26   16.   Helmuth Will   5
4.   Eckhard Sers   25   17.   H. August Boyens   4
5.   Karl Clausen   25   18.   Horst-Werner Möller   3
6.   Egon Harms   24   19.   Ulrich Grabert   2
7.   Benjamin Hager   22   20.   Harro Theising   1
8.   Manfred Hoppe   20   21.   Laye   1
9.   Horst Cwajkowski   16   22.   Peter Richter   1
10.   Dieter Eisenheim   16   23.   Dietmar Lackert   1
11.   Hans Schumacher   16   24.   Gerhard Mettjes   1
12.   Manfred Hansen   15   25.   Jochen Hauschildt   1
13.   Gundolf Schrock   14   26.   Olaf Lindner   1

Insgesamt waren es also 26 Spieler (zwei volle Mannschaften), die eingesetzt wurden. Johannes "Haschi" Jannsen ist der einzige Spieler, der bei allen Spielen dabei war. Das ist eine Leistung, die zu beachten ist. Natürlich hätten weitere Spieler ebenfalls diesen "Rekord" erreicht, wenn Verletzung, Krankheit, Bundeswehr, Beruf oder Familie dem nicht entgegengestanden hätten.

Überhaupt können aus der vorstehenden Tabelle interessante Schlüsse gezogen werden. Von Spieler 1 bis 15 setzt sich der Kreis der Liga-Trainingsgemeinschaft zusammen. Anhand der von diesen absolvierten Spiele ergibt sich einmal mehr der Grundsatz, daß eine Mannschaft nicht aus 11, sondern aus mindestens 15 Spielern besteht. Viele Spieler (16 bis 26), auf die ich im Stillen einige Hoffnungen gesetzt hatte, sind aus mehr oder weniger wichtigen Gründen zum Training nicht mehr erschienen. Wenn ich sage, daß mindestens 15 Spieler zur Verfügung stehen müssen, dann sei an dieser Stelle nicht verschwiegen, daß wir in zwei bis drei Spielen mit Mühe und Not elf Spieler zur Stelle hatten. Dabei - und das verstößt gegen alle Grundsätze einer planvollen Trainingsarbeit - mußten Spieler berücksichtigt werden, die ich gar nicht kannte, weil sie nie am Training teilgenommen hatten.

Wir haben bei jeder Witterung und bei schwierigsten Platz- und Witterungsverhältnissen nur draußen trainiert, also wettkampfnahe, das heißt so wie es am Spieltag die Verhältnisse verlangen. Im ganzen gesehen war die Beteiligung und die Trainingsbereitschaft vorbildlich, wobei ich an die Ligagemeinschaft denke. Es war manchmal aufgrund der Witterung besonders hart, ich glaube jedoch, daß es trotz mancher Anforderungen allen Beteiligten Freude bereitet hat. So soll es schließlich sein.

Wir wissen, daß die Gegebenheiten auf dem Platz während der Wintermonate (Lichtverhältnisse, beengter Spielraum) nicht ideal sind. Nun, wir haben uns dem angepaßt, und es ging auch gut. Auch die Beteiligung bei dem anschließenden theoretischen Unterricht bzw der Mannschaftsbesprechung war gut. So war trainingsmäßig alles in allem eine Voraussetzung gegeben, Erfolge zu erzielen.

Nun etwas Kritisches zur Mannschaft. In den letzten elf Punktspielen stand die Hintermannschaft in ein und derselben Besetzung. So sah diese aus.

Eckhard Sers (25)

Peter Goldschmidt (26) ǀ Helmut Wissing (14)

Benjamin Hager (22) ǀ Egon Harms (24) ǀ Hans Schumacher (16)

Die Zahlen in den Klammern geben die Anzahl der Spiele nochmals wieder. Von besagten elf Spielen haben wir ein Spiel verloren, und zwar das gegen DGF, eine Niederlage, die in diesem Umfang nur zustande kam, weil wir aufgrund der Situation unser sonstiges Konzept aufgaben.

41 Gegentore mußten wir während der gesamten Punktspiele einstecken, davon in den letzten elf Spielen nur elf (darunter wieder die vier alleine von DGF). Was waren wir doch in der ersten Serie gezwungen, in der Deckung umzubauen! Eckhard Sers hatte durch eisernes Training - an ihm wurden im Training wirklich die größten Anforderungen gestellt - seine schwere Verletzung vergessen und Vertrauen zu sich gefunden. Viele Zweifel um ihn sind ausgeräumt. Ich persönlich hatte immer Hoffnung, daß er "wieder kommt", und zwar allein schon deswegen, weil er von Training zu Training mehr aus sich herauskann.

Große Sorgen hatten wir mit der Verteidigung. Außer unserem jetzigen Stammverteidigerpaar hatten wir insgesamt sieben Spielern eine Chance gegeben: Ulrich Grabert, Harro Theising, Helmuth Will, Dieter Eisenheim, Horst Cwajkwoski, H. August Boyens, Manfred Hoppe. Helmut Wissing (und auch Hans Schumacher übrigens) stand lange nicht zur Verfügung, was sich ja auch aus der Zahl der Spiele ergibt. Mit ihnen sowie dem Kämpfer Peter Goldschmidt und dem sich in der Mittelverteidigerrolle gut einfindenden Egon Harms kam Ruhe ins Spiel. Denn auch in der Läuferreihe waren wir gezwungen, oft umzubauen. Unter anderem kamen dort Johannes "Haschi" Jannsen, Horst Cwajkowski, Karl Clausen, Gerhard Mettjes, Dieter Eisenheim und Manfred Hoppe zum Einsatz. Benjamin Hager, der viel vom Fußball mitbrachte, wurde es leicht gemacht, sich einzuleben. Nur im Notfalle wird an der Besetzung dieser Deckungsreihen gerüttelt werden.

Jetzt bin ich eine Antwort auf den eingangs erwähnten anonymen Brief schuldig. Dort lautet der Vorschlag Benjamin Hager auf Mittellauf, Johannes "Haschi" Jannsen auf Außenlauf, Egon Harms in die Sturmmitte. Schon aus der reinen fußballerischen Entwicklung heraus gehört ein junger Bursche nicht ins Deckungszentrum. Damit will ich nicht sagen, daß er dort seine Aufgabe nicht erfüllen würde. Benjamin Hager ist viel wichtiger in der Außenläuferposition. Ich habe ihn schon in den Jungmannen beobachtet, wo er imstande war, lange, genaue Pässe in den Raum zu schicken, das ist wichtig, dann bringt er viele weitere gute Eigenschaften für ein Mittelfeldspiel mit. Benjamin Hager ist ein gutes Gegenstück zu Hans Schumacher. Ich will mich nicht weiter verlieren und weitere entscheidende taktische Dinge dazu sagen. Egon Harms gehört aufgrund seiner Erfahrung nach hinten. Ein echter Mittelstürmer war er auch nie und bitte vergessen wir nicht: Unser Sturm hat immerhin mit 90 Toren die zweithöchste Zahl erreicht, trotz unzähliger ausgelassener Chancen. Ich bin wirklich kein Freund vom "Mauern", aber hinten eine sichere Deckung gibt doch vorne den Stürmern Rückhalt, und Johannes "Haschi" Jannsen bietet trotz seiner hohen spielerischen Qualitäten nicht die Gewähr für ein klares Deckungsspiel. Außenläufer sind in erster Linie Deckungsspieler, es sei denn, daß man taktisch sich anders einstellt.

(Fortsetzung in der nächsten Ausgabe)

Fritz Seehausen

leer  

1964

Nachruf

1. Mai

Wir erhielten die traurige Nachricht, daß unser jahrzehntelanges Vereinsmitglied

Herr Max Struve

nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist. Wir verlieren in ihm einen unserer treuesten Anhänger, der sehr viel für den Verein und für den Fußballsport getan hat. Er war Träger der silbernen und goldenen Ehrennadel unseres Vereins.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Husumer Fußballverein von 1918 e.V.

Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18 / Fußball

1. Mai

UNSERE LIGA

Nordmark Satrup

 

-

 

Husum 18

 

2:4 (0:2)

 

Am 5. April mußte unsere Liga die Reise nach Satrup antreten, um dort gegen den Tabellenletzten ihr fälliges Punktspiel auszutragen. Unsere Liga konnte dieses Spiel keineswegs, wie viele glaubten, im Spaziergang gewinnen. Das Spiel wurde von Nordmark Satrup sehr hart geführt und übertraf des öfteren die Grenze des Erlaubten. Wir konnten am Ende froh sein, daß kein Spieler eine wesentliche Verletzungen davontrug.

In der ersten Halbzeit schossen Karl Clausen und Dieter Schleger eine 2:0-Führung für unsere Liga heraus, die Dieter Schleger nach dem Wechsel auf 3:0 erhöhte. In der Gewißheit des sicheren Sieges ließ unsere Liga etwas in ihrer Entschlossenheit nach und schon kamen die Gastgeber innerhalb von fünf Minuten auf 2:3 heran. Für kurze Zeit kam unsere Liga etwas ins "Schwimmen", nahm dann aber wieder das Zepter in die Hand und schoß durch Dieter Schleger das 4:2. Kurz vor Schluß verschoß Benjamin Hager noch einen Foulelfmeter.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18 / Fußball

1. Mai

UNSERE LIGA

TSV Weiche/West

 

-

 

Husum 18

 

0:3 (0:0)

 

In dem letzten alles entscheidenden Spiel um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga mußte unsere Liga auf dem gefürchteten Platz in Flensburg-Weiche antreten. Nur noch einen Punkt benötigte unsere Liga und ging gut vorbereitet, von vielen Schlachtenbummlern begleitet, in dieses schwere Spiel. Unsere Liga spielte einen großartigen Fußball und war während des ganzen Spieles nie in ernsthafter Gefahr. Nur eine Halbzeit vermochten die Platzherren mitzuhalten, dann setzte sich die größerer, spielerische Reife unserer Liga durch. Dieter Schleger schoß kurz nach dem Seitenwechsel die 1:0-Führung heraus, die zehn Minuten später Hans Schumacher durch ein herrliches Tor auf 2:0 ausbaute. Damit war praktisch das Spiel entschieden. Unsere Liga aber blieb weiter die tonangebende Mannschaft und schoß durch Johannes "Haschi" Jannsen, der einen Alleingang abschloß, den 3:0-Sieg heraus. Durch diesen großartigen Sieg nimmt unsere Liga nun an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teil.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Olaf Lindner ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die Aufstiegsrunde

Am 12. April 1964 schloß unsere Liga mit einem 3:0-Sieg über Weiche-West ihre Punktspiele der Serie 1963/64 ab. Durch diesen Sieg sicherten sie sich den zweiten Tabellenplatz und somit die Berechtigung zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga. Sicherlich wird es die Leser unserer Vereinsnachrichten interessieren, wen unsere Liga als Gegner in den Aufstiegsspielen vorgesetzt bekommt. Wie bereits bekannt, werden die Aufsteiger erstmalig in diesem Jahr aus drei Gruppen ermittelt. Hier liegt der Vorteil, daß es Hin- und Rückspiele gibt. Der neutrale Platz fällt also ab sofort weg.

Die Aufstiegsspiele beginnen am 16. Mai, und nach dem Tabellenstand vom 20. April 1964 werden folgende Vereine aufeinandertreffen.

Gruppe I   Gruppe II   Gruppe III
Olympia Neumünster   Union Neumünster   Holstein Kiel Am.
TSV Rendsburg   DGF Flensburg   Husum 18
MTV Heide   TSV Brunsbüttelkoog   TSV Pansdorf
Viktoria 08   FSV Lübeck   Eichholzer SV

Da die Punktspiele der anderen Staffeln noch nicht abgeschlossen sind, kann man eine genaue Gruppeneinteilung noch nicht vornehmen. Wir werden jedoch jeden Montag die neuesten Stand der einzelnen Gruppen in unserem Vereinskasten am "Altdeutschen Haus" bekannt geben.

Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Der Erfolg unserer Liga

Wenn man in Ruhe und Gelassenheit in seiner Tageszeitung eine Tabelle anschaut, kommt man womöglich gar nicht zum Nachdenken, man übersieht vielleicht sogar, wie lang und beschwerlich der Weg zur Spitze gewesen ist!

Unsere Liga-Elf hat unserem Verein und den Sportfreunden in unserer Stadt wie schon 1963 auch in diesem Spieljahr den zweiten Platz als Preis vieler Mühen, aber gewiß auch als verdienten Lohn für ein solides Können erkämpft. Mit 46:14 Punkten und einem Torverhältnis von 93:41 hat die Mannschaft bereits am 12. April die Doppelrunde der Bezirksliga Nord beendet, wobei noch zu berichten wäre, daß unsere Mannschaft die wenigsten Gegentore kassieren mußte.

Neben unserer Vereinsführung möchte auch der Spielausschuß Dank, Anerkennung und herzlichen Glückwunsch zugleich sagen, und zwar jedem einzelnen Spieler, der in der Liga zum Einsatz gekommen ist. Wir machen uns zugleich zum Sprecher unserer Spieler, wenn wir in unseren Dank und in unsere Freude einbeziehen unseren Übungsleiter Fritz Seehausen. Wir wissen um sein fachliches Können sowohl wie um die ausgezeichnete pädagogische Art, wichtige Faktoren, die in der Person unseres Trainers in harmonischer Weise vereint sind.

Nach einer wohlverdienten, kurzen Verschnaufpause geht es an die Bewältigung der uns abermals gestellten Aufgabe, und zwar erstmals nach einem neuartigen Austragungsmodus mit je drei Heim- und Auswärtsspielen. Unsere Aktiven sollen gern wissen, daß die Vereinsführung auch in diesem Jahr um eine bestmögliche Betreuung vor und während der schweren Aufstiegsspiele bemüht sein wird. Mit dem seitens des HSV schriftlich zugesagten Spiels seiner Bundesliga-Reserve kommen wir in Zeitnot, zumal der Itzehoer SV vor uns eine Zusage hatte, die Mannschaft aber dann bereits zum 9. Mai in die USA fliegen wird. Zu einem letzten Aufgalopp empfangen wir dafür am 10. Mai unsere Freunde vom Lüneburger Sport-Klub. Unsere große Sportgemeinde in Husum wird sich auch bei der kommenden Aufstiegsrunde auf unsere Spielerauswahl verlassen können. Sie weiß um die uralte Erkenntnis, daß die Götter vor den Preis nun einmal den Schweiß gesetzt haben! Stehen wir wie ein Mann hinter unserer Liga, gönnen wir ihr einen Erfolg, dabei stets eingedenkend, daß die Fairneß auf dem Spielfeld und um den grünen Rasen oberster Grundsatz sein muß!

Dr. Erwin Kraatz, Spielausschußobmann

leer  

1963

Husum 18 / Tischtennis

1. März

Tischtennis-Abteilung

In den vergangenen Wochen wartete unsere erste Tischtennis-Mannschaft wieder mit sehr guten Leistungen auf. Am 9. März 1964 mußte das letzte Auswärtsspiel beim sehr heimstarken MTV Leck ausgetragen werden. Wir fuhren mit wenig Hoffnung auf einen Sieg nach Leck und verloren das Spiel mit 3:9. Es muß aber gesagt werden, daß dieses Ergebnis den Leistungen unserer Mannschaft nicht entspricht. Allein sechs Spiele wurden in der Verlängerung des dritten Satzes verloren. Die Punkte holten Harald Wulf, Heinz Splettstößer und Johannes Clausen.

Am 20. März sollte der TSV Nord Harrislee II bei uns zu Gast sein. Da der TSV Nord nicht antrat, wurde das Spiel mit 9:0 an uns vergeben. Ebenfalls mit 9:0 wurde das Spiel, das gegen den TTK Flensburg ausgetragen werden sollte, für uns gewertet. Die Flensburger sind aus der Punktrunde gestrichen worden, weil sie wegen Aufstellungsschwierigkeiten dreimal zu einem Punktspiel nicht antraten. Um aber trotzdem gegen uns zu spielen, kamen sie am 10. April mit ihrer Nummer 1 und 2 aus der Verbandsliga zu einem Freundschaftsspiel nach Husum. Unsere Mannschaft spielte ohne Heinz Splettstößer und gewann etwas überraschend 9:4. Für die Sensation sorgten Herbert Rohde und Harald Wulf, die mit ihren Spielen gegen die starke Nummer 2, Pabsch, erfolgreich waren.

Noch ein Freundschaftsspiel wurde gegen die Verbandsliga-Mannschaft von Frisia ausgetragen. Nach einigen spannenden Kämpfen unterlagen wir mit 3:9. Die Punkte für uns holten das Doppel Heinz Splettstößer / Anton Bösch und Holger Habenicht / Anton Bösch.

Zum letzten Punktspiel kam der TSV Eggebek zu uns. Unsere erste Mannschaft befand sich in Bombenform und deklassierte den Gegner mit 9:1. Die Punkte holten das Doppel Herbert Rohde / Harald Wulf sowie Johannes Clausen, Werner Wischnowski, Anton Bösch, Herbert Rohde, Harald Wulff und Heinz Splettstößer. Nun war der dritte Platz gesichert.

Die Tabelle:

1.   MTV Leck   12   104:54   20:4      
2.   TSV Westerland   12   101:54   20:4      
3.   Husum 18   12   85:68   15:9      
4.   TSV Nord II   12   66:89   10:14      
5.   TSV Eggebek   11   62:86   8:14      
6.   Frisia Husum II   12   75:93   7:17      
7.   RW Schleswig   11   42:90   2:20      
    TTK Flensburg gestrichen      

Am 14. und 15. März wurden die Vereinsranglisten durchgeführt. Nachdem den Spielern größte Kondition abverlangt wurde (17 Spiele an zwei Tagen), gewann zum ersten Mal den von Karl Krieger gestifteten Pokal Johannes Clausen. Zweiter wurde Jan Peter Wichmann und Dritter, allerdings durch das bessere Satzverhältnis, Harald Wulf. Hier die Placierung der einzelnen Spieler von Platz 1 bis 8:
1.   Johannes Clausen
2.   Jan Peter Wichmann
3.   Harald Wulf
4.   Heinz Splettstößer
5.   Otto Armster
6.   Anton Bösch
7.   Herbert Rohde
8.   Wolfgang Katscher

Sehr gut machte sich unsere zweite Mannschaft im letzten Drittel der Punktserie. Nachdem ein Ansteigen der Leistungen schon im verlorenen Spiel (7:9) am 23. Februar in Bredstedt gegen den TSV zu verzeichnen war, folgte nun Sieg auf Sieg.

Zweifellos eine Überraschung war der knappe Heimsieg (9:7) über TTV Koldenbüttel am 6. März. Man scheint nun die zu einem Punktspiel so wichtigen Doppel gefunden zu haben. Doppel Nummer 1 Holger Habenicht / Werner Wischnowski und Nummer 2 Helmut Bregulla / Otto Armster. Nach diesem schönen Erfolg wurde dann noch der TSV Ostenfeld-Wittbek am 28. Februar mit 9:4 und der TSV Viöl am 13. März mit 9:2 geschlagen. Somit belegt unsere zweite Mannschaft einen guten Mittelplatz in der Kreisklasse.


Erfreulich es noch zu berichten, daß sich unsere Tischtennisabteilung weiterhin vergrößert hat und wir eine dritte Mannschaft zusammenstellen konnten. Ihr erstes Freundschaftsspiel gegen den TSV Viöl II wurde mit 9:2 und ihr zweites Freundschaftsspiel mit 9:7 gegen den gleichen Verein gewonnen.

Die Tabelle der Kreisklasse:

1.   Frisia Husum III   12   102:61   20:4
2.   TSV Garding   12   93:47   17:7
3.   Bredstedter TSV   12   89:58   17:7
4.   TTV Koldenbüttel   12   82:65   14:10
5.   Husum 18 II   12   67:88   8:16
6.   TSV Ostenfeld-Witbek   12   41:96   5:19
7.   TSV Doppeleiche Viöl   12   39:98   3:21
Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18

1. Mai

Mitgliederbewegung im April

   
Neuaufnahmen
1. Breda, Detlef, Husum, Flensburger Chaussee 41/7


Austritte:
1. Bornhof, Eckehard, Husum, Neustadt 91
2. Jacobs, Peter Jürgen, Schobüll
3. Mielke, Klaus-Dieter, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
4. Wulff, Hans Peter, Husum, Bredstedter Straße 4/8
5. Ziegeweidt, Manfred, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6. Lassen, Holger, Husum, Süderstraße 9
Eckhard Sers
leer  

1963

Husum 18 / Sport allgemein

1. Mai

Bunte Seite

Ein Zugmittel

Auf eine ungewöhnliche Art versucht der italienische Verein Inter Mailand die Zuschauerzahl zu heben. Die Besucher der Spiele erhalten beim Lösen der Eintrittskarte einen Stimmzettel mit überreicht, auf dem sie nach Spielende den Namen des Spielers der "Schwarz-Blauen" eintragen können, der ihnen am meisten gefallen hat. Unter den Teilnehmern an der Abstimmung wird regelmäßig ein Motorroller verlost. Gewinner kann natürlich nur werden, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die Abstimmung erfreut sich großer Beliebtheit.


Schutzgitter

Die neue "Masche", bedingt durch die gestiegene "Anteilnahme" der Zuschauer - lies Fanatiker - an den Spielen der Bundesliga, heißt Maschendraht, um Zuschauerraum und Spielfeld gegeneinander abzugrenzen. Fahnen verbrennen, Raketen abschießen, Zuschauer schlagen und ähnliche südamerikanische Sportplatz-Erscheinungen scheinen sich auch bei uns einbürgern zu wollen. Hier heißt es für die Vereinsleitungen mächtig aufzupassen, denn die Sportgerichte urteilen hart. Als erster deutscher Verein wird wohl der 1. FC Nürnberg künftig zu Hause hinter Gittern spielen. Die Stadionverwaltung läßt zurzeit im Zuge des Umbaus für 4000 D-Mark mannshohe Gitter aufstellen, die das Spielfeld von den Zuschauerrängen abschirmen. In der Kurve ist dieses Schutzgitter 1,70 m hoch, auf den Geraden 1,50 m. Damit kann also künftig kein Zuschauer mehr mit einer Flanke über die niederen Barrieren aufs Spielfeld stürmen.

Andernorts ist man wegen des Drahtzauns noch am Überlegen. Als nächstes wird wohl dann der Wassergraben die aktiven Sportler schützen müssen.


Von Vereinsnamen

Die Sportvereine haben allerei Namen, so wie wir Menschen auch. Die einen nennen sich sachlich nur nach dem Sport, den sie treiben, z.B. Fußballverein Kickerich, Schwimmverein Wasserstadt und so weiter. Andere tragen einen Namen, der ihnen ein Sinnbild sein, der etwas bedeuten soll, z.B. etwas Tapferes, Kühnes, Mutiges.

Wieder andere nennen sich mit den lateinischen oder latinisierten Namen ihrer Heimatstädte, oder ihr Name besteht aus einem Ländernamen. Noch andere nennen sich mit Tiernamen, weil diese Tiere ihnen die Sinnbilder von Stärke, Mut, Kühnheit, Schnelligkeit oder anderen Tugenden sind.

Leider ist der Name vieler Vereine nur ein bloßer Name, das heißt er könnte genauso gut anders lauten, und nichts würde sich ändern. Denn wie viele Vereine machen ihrem Namen wirklich Ehre? Sie heißen z.B. "Concordia" und haben Krach und Streit untereinander.

Hier sind nur einige Namen:
Lateinische und Götternamen: "Viktoria" (Die Siegreiche), "Fortuna" (Glücksgöttin), "Concordia" (Eintracht), "Amicitia" (Freundschaft), "Gloria" (Ehre), "Minerva" (Die Glückreiche), "Helios" (Die Sonne), "Merkur" (Götterbote).
Länder und Städte des Altertums: "Hellas" (Griechenland), "Sparta" (Staat und Stadt Alt-Griechenlands), "Olympia" (Ort der alten Olympiaden), "Marathon" (Stadt des Sieg verkündenden Läufers).
Deutsche Ländernamen: "Alemannia" (Deutschland), "Germania" (Deutschland), "Borussia" (Preußen), "Rhenania" (Rheinland), "Westfalia" (Westfalen), "Bavaria" (Bayern), "Saxonia" (Sachsen).

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Juni

Die große Wachablösung

Am Mittwoch, dem 13. Mai 1964, fand im Handwerker-Vereinshaus unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Karl Krieger, wurde mit ehrenden Worten der verstorbenen Mitglieder gedacht.

In seinem Jahresbericht gab der erste Vorsitzende, Karl Krieger, seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Liga abermals die Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga geschafft hat. Erfreut sei man auch über das gute Abschneiden der Reservemannschaft und der sogenannten Soldatenmannschaft; jedoch besonders über die Jugend, die unter der Leitung von Karl Etteldorf in allen Mannschaften recht erhebliche Verbesserungen aufweist.

Der Vorsitzende schloß seinen Geschäftsbericht mit der Bitte, ihn nach achtjähriger Tätigkeit als Vorsitzender von dem schweren Amt des ersten Vorsitzenden zu befreien.

Der Kassenbericht (Hans Weinstein) und der Revisionsbericht (Hans Wix) wiesen aus, daß der Verein über eine gute und gesunde Finanzlage verfügt.

Spielausschußobmann Dr. Erwin Kraatz - auch er stellte seinen Posten zur Verfügung - sprach von der Harmonie in den Mannschaften allgemein und der Liga im besonderen. Nicht zuletzt führte er diese Harmonie auf das Wirken des Trainers Fritz Seehausen zurück. Dr. Erwin Kraatz versicherte, daß er nach seinem Ausscheiden als Obmann nicht die Verbindung zum HFV und zu seiner Heimatstadt Husum abreißen lassen wolle.

Auch Jugendobmann Karl Etteldorf stellte seinen Posten zur Verfügung, da ihm die Arbeit für alle Mannschaften über den Kopf wächst. Reimer Seifert übernahm den Obmannposten. Karl Etteldorf will ihn bei der Einführung in die wichtige Jugendarbeit unterstützen.

Wie alljährlich brachte auch Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen seine Klage über fehlende Schiris vor.

Auch von der Tischtennisabteilung, die unter der Leitung von Obmann Walter Liepert steht und 57 aktive Mitglieder umfaßt, waren viele Erfolge zu melden.

Die harmonisch verlaufenden Wahlen zeigten folgende Veränderungen:

1. Vorsitzender:   Werner Denckmann  
2. Vorsitzender:   Hans Schöning  
3. Vorsitzender:   Dr. Erwin Kraatz  
1. Schriftführer:   Arfast Carstens Wiederwahl
2. Schriftführer:   Helmut Bregulla  
2. Kassierer:   Georg Schleger  
Spielausschuß-Obmann:   Heinz Zawadzky  
Zum Ausschuß gehören:   Harry Mölck,  
    Günther Präger,  
    Alfred Weich,  
    Horst Kersten.  
Jugendobmann:   Reimer Seifert  
Tischtennis-Obmann:   Walter Liepert Wiederwahl
Kassenrevisor:   Johannes Rademacher  

Die Versammlung stimmte schließlich noch einer Satzungsänderung zu, nach der es jetzt einen geschäftsführenden und einen erweiterten Vorstand gibt. Ferner wurde der Passus über die Verteilung von Ehrennadeln neu geregelt.

Bliebe schließlich noch zu erwähnen, daß allen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, vor allen Dingen aber auch unserem langjährigen ersten Vorsitzenden Karl Krieger, von vielen Seiten der herzliche Dank für die kräftezehrende ideelle Arbeit für den HFV ausgesprochen wurde.

Mit einem Gruß auf die Farben des Vereins wurde die diesjährige Jahreshauptversammlung gegen 22.30 Uhr geschlossen.

Eckhard Sers

leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Die Aufstiegsrunde ist erreicht

(Fortsetzung aus Heft 1/1964)

Die Deckung, wie sie jetzt steht, ist stärker als die des Vorjahres. Nun zu unserer Stürmerreihe. Am meisten wurden hier eingesetzt.

    Dieter Schleger   26       Manfred Hansen   15
    Karl Clausen   22       Horst Cwajkowski   14
    Manfred Hoppe   17       Gundolf Schrock   11
    Johannes Jannsen   17       Dieter Eckholdt   10

Das ist der Kreis - einbezogen Peter Lindner, der im letzten Punktspiel in Weiche erstmalig seine Chance bekam -, der uns zur Verfügung steht.

Wegen vieler unvorhergesehener Ereignisse mußte unsere Angriffsreihe oft umgebaut werden. Gundolf Schrock und Manfred Hoppe standen uns dazu längere Zeit nicht zur Verfügung. Aber trotz vieler Umdispositionen haben die Stürmer ihre Tore geschossen. Es zählt leider nicht, daß es über 100 sein müssen, aber es zählt, was hinten durchgelassen wird.

In verlorenen Spielen wie in Bredstedt (3:4), in Husum gegen Rasensport Schleswig (2:3), in Flensburg gegen Nord (2:3) war in erster Linie unsere Hintermannschaft nicht sattelfest. Im Spiel gegen SIF in Schleswig (1:3) bot aber unsere gesamte Elf die miserabelste Leistung. Wenn ich vorher "in erster Linie" betont habe, dann muß bemerkt werden, daß Hintermannschaft und Sturm von der Warte als Mannschaft aus kritisiert werden müssen, denn Fußball ist Mannschaftsspiel, nicht hier Deckung und dort Sturm, beides hängt eng zusammen. Für diesen Zusammenhang haben vor allem die Halbstürmer zu sorgen. Am Ball können Johannes "Haschi" Jannsen und Karl Clausen sehr viel. Wenn sie diese Fähigkeit mehr in den Dienst der Mannschaft stellen, dazu nicht nur vorne, sondern zu gegebener Zeit auch hinten sind, dann wird die Gesamtleistung um einiges besser sein.

Gundolf Schrock hat sich gut entwickelt und verspricht manches für die Zukunft. Wir haben in ihm außerdem einen zweiten Torwart. Weiterhin kann er mit Dieter Schleger, der seinen "toten" Punkt überwunden hat, und Horst Cwajkowski, der leider auch nicht immer zur Verfügung stand, in allen Sturmpositionen spielen, das ist wichtig. Manfred Hoppe ist auf dem Wege, sein Selbstvertrauen zu finden; er wird bald seine alte Leistung bringen. Mit Dieter Eisenheim, Manfred Hansen, Peter Lindner und Dieter Eckholdt stehen weiter Spieler zur Verfügung, die jederzeit mitmischen können.

Auf dem Weg in die Aufstiegsrunde gab es meines Erachtens drei entscheidende Momente:

1.  

Die Heimsiege gegen unsere schärfsten Konkurrenten Nordmark und DGF,

2.   die in den letzten elf Spielen gleichbleibende Aufstellung der Deckungsreihe,
3.   der Sieg in Flensburg gegen Nordmark.

Die Aufstiegsrunde wird erneut alle Kräfte mobilisieren. Irgendwelche Prognosen sind fehl am Platz, alle Teilnehmer wollen das gleiche Ziel erreichen. Außer dem Geschehen auf dem grünen Rasen werden die vielen Kleinigkeiten am Rande eine bedeutende Rolle spielen. Mitentscheidend wird die Haltung des treuen Anhanges sein, und zwar dann, wenn das runde Leder nicht so läuft, wie wir alle es erhoffen.

Fritz Seehausen

leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juni

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Flensburg 08

 

3:2 (0:0)

 

In Vorbereitung auf die vor uns liegende schwere Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga hatte sich unsere Liga die Mannschaft von Flensburg 08 zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Unsere Liga bot eine hervorragende Leistung und war im Feldspiel sogar leicht feldüberlegen. Bereits bis zur Halbzeit hätte unsere Liga nach den vielen Torchancen schon in Führung liegen können. Nur der ausgezeichneten Torwartleistung der Flensburger war es zu verdanken, daß wir nicht schon bis zur Halbzeit klar führten.

Nach dem Wechsel kam allerdings Flensburg 08 stark auf und schoß innerhalb weniger Minuten eine 2:0-Führung heraus. Unsere Liga steckte aber nicht auf und kam durch Tore von Dieter Schleger und Bresar zum 2:2-Ausgleich. Als sich alle schon mit dem Unentschieden zufrieden geben wollten, fiel kurz vor Schluß der 3:2-Siegtreffer für unsere Liga durch Manfred Hansen.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Bresar
(Dieter Eisenheim)
ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock
(Dieter Schleger)
ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
(Manfred Hoppe)
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juni

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

SV Hemmingstedt

 

6:2 (4:1)

 

Ein weiteres Vorbereitungsspiel für die Aufstiegsrunde bestritt unsere Liga gegen die im Westbezirk an vierter Stelle liegende Mannschaft des SV Hemmingstedt. Unsere Liga beherrschte ihren Gegner in der ersten Halbzeit klar und führte bereits bis zur Pause durch Tore von Dieter Schleger (2), Karl Clausen und Johannes "Haschi" Jannsen mit 4:1 Toren.

Nach der Pause ließ unsere Liga die Zügel etwas schleifen, und der SV Hemmingstedt versuchte das Ergebnis etwas zu verbessern. Die clevere Hintermannschaft unserer Liga ließ aber nur noch einen Gegentreffer zu, schoß aber in den letzten 10 Minuten durch Tore von Dieter Schleger und Johannes "Haschi" Jannsen einen glatten 6:2-Sieg heraus.

Es spielten:

Gundolf Schrock

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Aufstiegsspiele zur 1. Amateurliga

Husum 18

 

-

 

TSV Pansdorf

 

2:0 (0:0)

 

Am Pfingstsonntag, dem 16. Mai, mußte unsere Liga ihr erstes Aufstiegsspiel gegen den Meister der Lübecker Südstaffel TSV Pansdorf bestreiten. Herrliches Wetter und Großkampfstimmung lockten etwa 1.000 Zuschauer ins Friesenstadion. Die vielen Zuschauer, die gekommen waren, um unserer Liga in ihrem ersten Aufstiegsspiel den Rückhalt zu geben, sollten nicht enttäuscht werden.

Unsere Liga legte sofort mit großem Elan los und erspielte sich mehrere klare Torchancen. Nur der ausgezeichneten Leistung des Pansdorfer Torwarts war es zu verdanken, daß unsere Liga nicht bereits schon bis zur Pause klar in Führung lag. Nach der Pause hatte unsere Liga eine starke Drangperiode der Pansdorfer zu überstehen, aber hier zeichnete sich wiederum unsere ausgezeichnete Hintermannschaft aus. Nachdem sich unsere Liga aus der Umklammerung freigemacht hatte, bedrängten unsere Stürmer unaufhaltsam das gegnerische Tor. In der 65. Minute wurde Dieter Schleger klar im Strafraum gelegt und den fälligen Elfmeter verwandelte Helmut Wissing sicher zum 1:0. In der 78. Minute war es unser ausgezeichneter Mittelstürmer Horst Cwajkowski, der einem langen Paß von Karl Clausen nachsetzte und zum 2:0 einschoß. Nun war das Spiel gelaufen. In den letzten Minuten versuchte Pansdorf noch einmal das Blatt zu wenden, aber unsere sichere Abwehr hielt allen Anstürmen stand.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

Holstein Kiel A

 

-

 

Husum 18

 

3:0 (3:0)

Am Sonnabend, dem 23. Mai, mußte unsere Liga das schwere Auswärtsspiel gegen die Amateure von Holstein Kiel bestreiten. Nach der großartigen Leistung des Vorsonnabends gegen TSV Pansdorf fuhren wir mit berechtigten Hoffnungen, mindestens ein Unentschieden zu holen, begleitet von vielen Husumer Schlachtenbummlern, nach Kiel.

Unsere Liga erspielte sich zu Anfang des Spieles eine klare Feldüberlegenheit, und als alles glaubte, das Spiel würde so großartig laufen wie gegen Pansdorf, kam in der 13. Minute die kalte Dusche, als Holstein nach einem schönen Kombinationszug mit 1:0 in Führung ging. Ab diesem Moment hatte unsere Liga gegen die großartig aufspielenden Holsteiner nichts mehr zu bestellen. Als dann in der 35. und 40. Minute das 2:0 und 3:0 für Holstein fiel, war das Spiel gelaufen. Obwohl nach der Pause keine Tore mehr fielen, war Holstein doch weiterhin tonangebend und bestimmte das Spiel. In der zweiten Spielhälfte hatte unsere Hintermannschaft sich jedoch besser auf den schnellen gegnerischen Sturm eingestellt.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Schleger ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe

Wie geht es weiter?

7. Juni:   Eichholzer SV   -   Husum 18
14. Juni:   Husum 18   -   Holstein Kiel Amateure
21. Juni:   TSV Pansdorf   -   Husum 18

 

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Unsere Jugendabteilung

Am 16. Mai 1964 wurde die Punktspielsaison 1963/64 unserer Jugendmannschaften mit folgenden Ergebnissen abgeschlossen.

Knaben   Frisia Husum II - Husum 18 I   0:6 (0:1)
Schüler   Frisia Husum II - Husum 18 I   2:2 (2:2)
Jugend   Frisia Husum II - Husum 18 I   1:0 (1:0)

Hiermit sind die ersten Knaben als einzige Mannschaft des Vereins Meister geworden. Wir gratulieren den Kleinsten zu diesem großartigen Erfolg.


Beim Pfingstturnier in Rantrum am 17. Mai 1964 wurden unsere Jungmannen, die in der Bezirksliga einen überraschenden 5. Tabellenplatz erringen konnten, nur Vorletzter. Sie boten eine enttäuschende Leistung: Vor allem im Sturm waren sie recht harmlos.

Die Überraschung des Turniers war die Mannschaft des Bredstedter TSV, die den Pokal gewinnen konnte. Zweiter wurde Frisia Husum vor dem TSV Rantrum, Husum 18 und TSV St Peter.

Hier die Spiele unserer Jungmannen:

Frisia Husum - Husum 18   1:0
TSV St. Peter - Husum 18   0:0
TSV Rantrum - Husum 18   0:0
Bredstedter TSV - Husum 18   1:0

Wir wünschen unseren Jugendlichen eine erholsame Sommerpause und eine erfolgreiche neue Saison.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Juni

Unsere TT-Abteilung

Für die Pokalspiele auf Kreisebene um den Jürgen-Petersen-Gedächtnispokal meldeten wir vier Mannschaften.
· Unsere vierte Mannschaft traf auf die schwere erste Mannschaft vom Bredstedter TSV und verlor 5:0.
· Unsere dritte Mannschaft schlug dafür die zweite Mannschaft vom TTV Koldenbüttel mit dem gleichen Ergebnis.
· Unsere zweite Mannschaft konnte gegen Frisia Husum IV einen 5:2- Erfolg verbuchen.


In den Punktspielen der Saison 1963/64 wurden in der ersten Mannschaft 12 und in der zweiten Mannschaft 13 Spieler eingesetzt. Nachfolgend eine Erfolgsübersicht der einzelnen Spieler.

1. Mannschaft - Platte 1 bis 2
  Spiele gewonnen verloren Sätze
Heinz Splettstößer 22 9 13 25:29
Herbert Rohde 13 3 10 11:23
Dieter Mau 8 3 5 7:11
Harald Wulf 2 1 1 2:3

1. Mannschaft - Platte 3 bis 4
  Spiele gewonnen verloren Sätze
Harald Wulf 18 14 4 30:15
Anton Bösch 13 10 3 22:10
Herbert Rohde 6 5 1 11:3
Johannes Clausen 1 1 0 2:0

1. Mannschaft - Platte 5 bis 6
  Spiele gewonnen verloren Sätze
Johannes Clausen 14 10 4 21:9
Werner Wischnowski 13 10 3 20:11
Günther Otto 6 3 3 6:6
Anton Bösch 5 4 1 9:3
Jan Peter Wichmann 4 2 2 6:4
Holger Habenicht 4 0 4 3:8
Wolfgang Eckl 2 1 1 2:2
Dieter Windeler 2 0 2 0:4

2. Mannschaft - Platte 1 bis 2
  Spiele gewonnen verloren Sätze
Holger Habenicht 14 8 6 17:14
Helmut Bregulla 11 1 10 5:20
Johannes Clausen 8 6 2 14:8
Wolfgang Katscher 7 0 7 1:14
Otto Armster 3 1 2 2:5

2. Mannschaft - Platte 3 bis 4
  Spiele gewonnen verloren Sätze
Werner Wischnowski 10 7 3 14:8
Wolfgang Katscher 6 5 1 10:2
Helmut Bregulla 6 4 2 9:7
Kurt Kusber 5 1 4 3:8
Dieter Windeler 4 1 3 4:6
Günther Otto 2 1 1 2:2
Jan Peter Wichmann 2 1 1 2:2
Hans-Jürgen Samuelsen 1 0 1 1:2

2. Mannschaft - Platte 5 bis 6
  Spiele gewonnen verloren Sätze
Walter Liepert 18 9 9 22:22
Hans-Jürgen Samuelsen 8 3 5 7:13
Dieter Windeler 6 1 5 7:12
Helmut Bregulla 4 3 1 7:3
Sönnichsen 2 0 2 0:4
Holger Habenicht 1 1 0 2:1

Am Sonntag, dem 19. April, fanden die ersten Kreisranglistenspiele dieses Frühjahrs statt. Auch hierbei konnten wir schöne Erfolge erzielen. Auch im nächsten Monat spielt Harald Wulff weiterhin in der ersten Gruppe, da er sich durch einen sechsten Platz den Erhalt der Gruppe gesichert hat. Obgleich er einen schlechten Tag und start erwischt hatte.
Den Aufstieg von der zweiten in die erste Gruppe sicherte sich Heinz Splettstößer als Gruppensieger. Heinz Splettstößer wartete mit einer blendenden Spielverfassung auf und wurde ungeschlagen Erster in der zweiten Gruppe.
In der dritten Gruppe wurden Jan Peter Wichmann und Holger Habenicht 2. und 3. und können somit ebenfalls aufsteigen und zwar in die zweite Gruppe.
Helmut Bregulla blieb in der dritten Gruppe durch einen sechsten Platz.
Dagegen mußte Dieter Windeler absteigen in die vierte Gruppe, in der Anton Bösch Gruppensieger wurde und dadurch in die dritte Gruppe aufsteigt.


Von unserer Jugend wäre noch zu berichten, daß unsere erste Mannschaft in der Stadtrunde nach Abschluß der Punktspiele sicher hinter Frisia I und II einen dritten Platz in der Tabelle errang. Damit wären die Voraussetzungen gegeben, daß unsere erste Mannschaft im nächsten Jahr auch in der Bezirksklasse der Jugend mitspielen kann.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Die Schlachtenbummler

Die Zahl der nicht aktiv tätigen Fußballer, Anhänger und Zuschauer übertrifft die der Spieler um ein Vielfaches. Besonders die Einführung der Bundesliga hat die Zuschauerzahlen erheblich gesteigert - was die Spiele dieser Klasse anbetrifft, in den unteren Spielklassen hat sie abgenommen. Aber wir wollen uns mit den Zuschauern der Bundesliga beschäftigen, insbesondere was die "Schlachtenbummler", also die "ihre" Mannschaft begleitenden Vereinsanhänger, anbetrifft. Wir wissen von ihnen, daß sie in der weitaus größeren Mehrzahl nicht den Vereinen als Mitglieder angehören, deren Anhänger sie sind. Der Berliner "Tagesspiegel" zeichnet diese Gruppe von Fußballanhänger wie folgt treffend:

"Die Bundesliga-Schlachtenbummler sind eine Gruppe für sich. Sie tragen Fahnen, führen Lärminstrumente mit sich und haben zuweilen bunte Hüte auf. Man kann sie nicht übersehen. Für welchen Verein ihr Herz schlägt, erkennt man schon auf 100 m Entfernung. Notfalls schreien es die Schlachtenbummler den Bürgern unserer Städte und den Landbewohnern aus den Zugfenstern entgegen.

Ein Teil dieser Leute begleitet "ihre Mannschaft" zu jedem Spiel. Entfernungen sind heute Nebensache, die Bundesbahn fährt zu billigen Preisen von der Isar zur Nordsee und umgekehrt. Viele dieser Bannerträger sind vom Auto auf die Bahn umgestiegen, weil dort nie Promille eine Rolle spielen. So kommt es, daß die Bundesliga-Schlachtenbummler schon bei der Ankunft am Ort des Geschehens in der Regel gut "getankt" haben. Sie schwenkten ihre Fahnen noch höher, sie singen ihre geistreichen Lieder noch lauter und schwenken ihre Glocken noch kräftiger. Aber diese Sonderzügler wissen leider oft nicht, wo die Grenzen ihrer Begeisterung und ihrer alkoholischen Aufnahmefähigkeit liegen. Wenn es gar noch der Fall ist, daß ihr Zug erst spät am Abend wieder heimwärts startet, belegen sie die Bahnhofsgebäude der fremden Stadt in einer Art, die dem Sport wenig Ehre macht. Oft sind sie noch der Meinung, der Verein, dem ihre Sympathie gehört, müsse dankbar sein, daß sie die weite Fahrt unternommen hätten, daß sie "dabei sind" und sich auf ihre Weise bemerkbar machen.

Schlachtenbummler sind keineswegs von den Vereinen unerwünscht. Unerwünscht aber sind von allen Sportlern jene Szenen, die sich oft in den fremden Städten abspielen, wenn diese Schlachtenbummler in Scharen und lautstark auftreten. Weil auf den Plätzen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf, decken sich die Sonderzügler mit Flaschen und Fläschchen ein, die sie in die nötige "Stimmung" bringen.

Lärm und Begeisterung gibt es überall. Das sportliche Auftreten der Fußballanhänger in Deutschland aber steuert bedenklichen Tiefen entgegen. Die Bundesliga ist kein Tummelplatz für Leute, die sich Sportler nennen, aber keine sind."

Uns bleibt nur übrig festzustellen, daß bei dieser Zeichnung der Verhältnisse die Erwähnung der Raketenabschießer und Flaschenwerfer fehlt: Sünden, die zu bekämpfen unser aller Pflicht ist. Borussia Dortmund und der 1. FC Kaiserslautern haben als erste Geldprämien für die Namhaftmachung solche Rowdys auf unseren Sportplätzen ausgesetzt. Wir glauben aber, daß es viel zweckmäßiger ist, wenn die Krakeeler auf frischer Tat ihren verdienten "Lohn" erhalten. Wenigstens solange, bis sie unseren Sportplätzen, die Erholungsstätten sein sollen, fernbleiben.

C.K. (Aus "DFB-Schiedsrichter-Zeitung")
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juni

Sind Sie fit? - Testen Sie selbst!

1. Zählen Sie einmal Ihren Puls in Ruhe. Nun laufen Sie etwa 20 bis 30 Treppenstufen. Laufen Sie, so schnell Sie können, hinauf und wieder herunter. Nach drei Minuten wieder Puls zählen.
Pulsschlag und Atmung sollten nach etwa 3 Minuten wieder beruhigt sein. Wenn nicht, lassen Sie sich einmal ärztlich untersuchen und wegen der rechten Bewegung beraten.
2. Seitwärts vor dem Spiegel. Oberkörper frei: Atmen Sie tief ein und aus, achten Sie auf die Bewegungen des Bauches.
Beim Einatmen sollte der Bauch sich unwillkürlich etwas einziehen, nicht stillstehen oder sogar vorwölben.
3. Rücklage. Hände im Nacken verschränkt. Heben Sie die gestreckten Beine eine Handbreit (!) vom Boden und verharren so.
Können Sie diese Stellung so lange beibehalten um bis 20 zu zählen?
4. Liegestütz. Rücken und Beine in einer Linie (kein Katzenbuckel und kein Hohlkreuz), Senken des Körpers bis knapp vor dem Boden und wieder heben. (Frauen stützen dabei auch die Knie auf den Boden.)
Können Sie diese Übung wenigstens fünf Mal durchführen?
5. Bauchlage. Arme in Vorhalte. Heben Sie Oberkörper und Arme ruckartig frei vom Boden so hoch es möglich ist.
Sie sollten sich so hochheben, daß sich auch der Bauch in Höhe des Nabels entfernt.
6. Stand mit geschlossenen Füßen. Beugen Sie sich tief vornüber, und streben Sie wippend mit den Fingern zum Boden hin.
Sie sollten bei gestreckten Knien mit den Fingern den Boden berühren können ... wieviel fehlt?
7. Sechs Tests: So beweglich, ausdauernd, schnellkräftig und noch weit mehr können Sie bald sein durch Spiel, Turnen und Sport.
Dr. J. P. Hohneck
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juni

Bunte Seite

Blau und rot

Der mexikanische Fußballverein Mexico City macht sich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Einfluß der Farben auf das menschliche Gemüt zunutze. Psychologen haben herausgefunden, daß ein Blau eine beruhigende und einschläfernde Wirkung ausübt, während rot aufputschend wirkt. Dementsprechend hat man beim FC Mexico City die Umkleideräume ausgemalt: Jede der Gastmannschaft blau, die der eigenen Mannschaft rot.


Die Tippgemeinschaft

Die Mitglieder des engeren Vorstandes von Eintracht Nordhorn tippen seit rund einem Jahr jede Woche für 1,70 D-Mark. Das Geld wird aus der eigenen Tasche bezahlt. Man hat vereinbart, daß Beträge bis zu 50.000 D-Mark dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Alles, was darüber hinaus gewonnen wird, soll in der "Eintracht-Tippergemeinschaft" aufgeteilt werden. Sicherlich ist man dabei von dem Gedanken ausgegangen, daß die 1,70 D-Mark pro Woche dem einzelnen Vorstandsmitglied nicht wehe tun, daß aber Gewinne bis zu 50.000 D-Mark dem Verein wesentlich helfen und die mit viel Geld verbundene Sportarbeit in allen Abteilungen besser bewältigt werden kann. In der ersten Märzwoche wollten 1.634,90 D-Mark gewonnen und dem Verein zur Verfügung gestellt.


Der Fußballpastor

Es gibt viele kirchliche Würdenträger, die begeisterte Sportler sind und auch an der Vereinsarbeit regelmäßig aktiv Anteil nehmen. Einer von ihnen ist der Pastor Helmut Gerber, Mitglied von St. Pauli-Hamburg. Er wirkt vornehmlich im Stillen, was die folgende Auslassung von ihm zeigt; "Auf meinen ausdrücklichen Wunsch ist diese Tatsache nicht bekannt geworden, da ich lediglich meinem Verein und der Mannschaft durch eine Krise hindurchhelfen, jedoch nicht als 'Fußballpastor' unlautere Werbung für mein Amt betreiben wollte."


Die Flickstunde

Sportbekleidung kostet Geld. Vielfach ist der gesunde Zustand von einst, daß die Aktiven ihre Sporthemden selbst zu bezahlen haben, noch nicht wiederhergestellt. Damit erwachsen dem Verein erhebliche Kosten, der Abnutzung der Kleidung wegen. Beim Darmstädter Zweit-Amateurligisten FC Arheilgen suchte man neue Wege. Die Frauen der Vorstandsmitglieder fanden sich zusammen, um Generalüberholung zu machen. Alle Trikots der Aktiven - von den Senioren bis zu den Schülern - wurden wieder in einwandfreien Zustand versetzt. Man hatte erkannt, daß auch das äußerliche Auftreten ein gutes Aushängeschild für den Verein ist. Selbstverständlich fand man an den Flickabenden auch noch Zeit für das bei Frauen unvermeidliche "Schwätzchen" und verband damit das Nützliche mit dem Angenehmen.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Aufstiegsspiele zur 1. Amateurliga

Husum 18

 

-

 

SV Eichholz

 

1:1 (1:0)

 

Vor etwa 800 Zuschauern verlor unsere Liga auf eigenem Platz einen wichtigen Punkt in der Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga. Unsere Liga vermochte nur in der ersten Halbzeit zu überzeugen. In diesem Spielabschnitt war sie den Gästen klar überlegen und hätte bei etwas größerem Schußglück einen Vorsprung von mehreren Toren erzielen können, der wahrscheinlich den Sieg bedeutet hätte. Die einzige Torausbeute blieb jedoch nur ein Elfmeter, den Benjamin Hager in der 26. Minute nach Handspiel eines Lübecker Verteidigers zum 1:0 verwandeln konnte.

In der 44. Minute wurde Egon Harms so stark am Kopf verletzt, daß eine Einlieferung in das Husumer Krankenhaus erforderlich war. Als dann auch noch Peter Goldschmidt zu Anfang der zweiten Halbzeit verletzt wurde und nur noch als Statist auf Rechtsaußen mitspielen konnte, wurde unsere Liga stark in die Defensive gedrängt. Aber auch mit neuneinhalb Mann verteidigte sich unsere Liga hervorragend. Nur in der 50. Minute gelang es den Gästen, das Tor zum 1:1-Ausgleich zu schießen.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Karl Clausen ǀ Johannes Jannsen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

Die Liga war einen Tag früher schon mal nach Scharbeutz gereist und legte hier einen Zwischenstopp ein.

SV Eichholz

 

-

 

Husum 18

 

3:1 (2:0)

 

Am 7. Juni trat unsere Liga zum Rückspiel beim SV Eichholz an. Wir wußten, daß nur durch einen Sieg über den SV Eichholz der Aufstieg geschafft werden kann. Wegen der großen Entfernung fuhr unsere Liga bereits schon am Samstag los und übernachtete in Scharbeutz, um dann am Sonntag ausgeruht nach Lübeck zu fahren. Allerdings mußten wir auf drei unserer Stammspieler wegen Verletzung verzichten (Egon Harms, Manfred Hoppe, Horst Cwajkowski). Als das Spiel begann, wußte man, daß unsere Liga etwas wollte. Sie spielte zeitweise groß auf und hatte mehrfach den Führungstreffer auf den Füßen. In der siebten Minute ging aber Eichholz durch einen Direktschuß mit 1:0 in Führung. Es war aber noch nichts verloren, denn unsere Liga hatte weiter das Spielgeschehen in der Hand. Als dann aber der Schiedsrichter in der 22. Minute unverständlicherweise auf den Elfmeterpunkt zeigte und Eichholz auf 2:0 erhöhen konnte, ließ unsere Liga etwas die Köpfe hängen.

Nach der Pause setzte unsere Liga alles auf eine Karte und bedrängte das Eichholzer Tor unaufhaltsam. Ein Fehler von Mittelläufer Johannes "Haschi" Jannsen jedoch ließ die Eichholzer auf 3:0 davonziehen. Auch zu diesem Zeitpunkt war das Spiel noch nicht entschieden, denn nun kam Eichholz nicht mehr aus seiner Hälfte heraus, aber der Torschuß fehlte. Nach einem nicht anerkannten Tor von Bresar in der 85. Minute schoß derselbe in der 89. Minute wenigstens das Ehrentor.

Es spielten

Eckhard Sers

Paul Kaczmarek ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Hans Schumacher

Peter Lindner ǀ Bresar ǀ Karl Clausen ǀ Peter Goldschmidt ǀ Dieter Schleger

Husum 18

 

-

 

Holstein Kiel Amateure

 

2:0 (1:0)

 

Am 14. Juni empfing unsere Liga die ungeschlagene Mannschaft von Holstein Kiel. Durch die Niederlage in Eichholz war unsere Liga bereits schon um den Aufstieg aus dem Rennen und konnte somit ungezwungen aufspielen was sie auch tat.

Unsere Liga zeigte das beste Spiel der Aufstiegsrunde und begeisterte die leider nicht so zahlreich erschienenen Zuschauer. Endlich wurde einmal bis zum Letzten gekämpft. Auch der Ball lief des öfteren über mehrere Stationen, ohne daß der Gegner eingreifen konnte. Die Hintermannschaft war sattelfest und ließ hinten nichts "anbrennen". Trotz des überlegen geführten Spiels gelang es unserer Liga aber erst in der 37. Minute, die 1:0-Führung herauszuschießen. Der plötzliche Durchbruch unseres Verteidigers Peter Goldschmidt wurde mit einem Torschuß abgeschlossen. Allerdings prallte der Ball von einem Kieler Verteidiger ins eigene Tor.

In der zweiten Halbzeit bestimmten unsere Liga weiter das Spielgeschehen und schoß in der 89. Minute durch Bresar den vielumjubelten 2:0 Sieg heraus.

Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Hans Schumacher

Bresar ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

TSV Pansdorf

 

-

 

Husum 18

 

5:2 (1:1)

 

Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde am 21. Juni mußte unsere Liga beim TSV Pansdorf antreten. Durch Urlaub und Verletzung fuhr auch zu diesem Spiel eine ersatzgeschwächte Mannschaft. Für beide Mannschaften war der Aufstieg allerdings nicht mehr zu erreichen. Beim TSV Pansdorf ging es aber darum, den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde zu landen. In der ersten Halbzeit konnte sich unsere Liga eine leichte Feldüberlegenheit erspielen und ging auch in der 20. Minute durch Bresar mit 1:0 in Führung. Aber bereits in der 25. Minute konnte Pansdorf durch Handelfmeter zum 1:1 ausgleichen. Nach der Pause hatte Pansdorf eine starke Drangperiode und schoß innerhalb von neun Minuten einen 4:1-Vorsprung heraus. Als Manfred Hansen in der 62. Minute zum 4:2 einköpfen konnte, glaubte man an eine Wendung, aber das Glück stand nicht auf unserer Seite. Durch ein unmögliches Tor (der Ball hatte bereits die Außenlinie überschritten) stellte Pansdorf durch das 5:2 den alten Abstand wieder her. Der Sieg für TSV Pansdorf war verdient, aber in dieser Höhe jedoch zu hoch ausgefallen.

Unsere Liga spielte mit

Gundolf Schrock

Kauffeld ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Dieter Schleger ǀ Bresar ǀ Hans-Adolf Ferchen ǀ Manfred Hoppe

Nach dem letzten Spieltag ergeben sich folgende Tabellenstände:

Staffel A
Borussia Kiel 6 5 - 1 14:8 10:2
MTV Heide 6 2 1 3 11:11 5:7
Viktoria Lübeck 6 2 1 3 4:6 5:7
TSV Rendburg 6 2 - 4 6:10 4:8

Staffel B
DGF Flensburg 6 6 - - 22:5 12:0
Union Neumünster 6 3 - 3 14:13 6:6
TSV Brunsbüttelkoog 6 1 1 4 9:16 3:9
FSV Lübeck 6 1 1 4 6:17 3:9

Staffel C
Holstein Kiel Amateure 6 4 1 1 15:5 9:3
SV Eichholz 6 2 3 1 13:10 7:5
Husum 18 6 2 1 3 8:12 5:7
TSV Pansdorf 6 1 1 4 9:18 3:9
Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Das Ziel wurde nicht erreicht

Die schwere Aufstiegsrunde liegt hinter uns. Leider wurden unsere Hoffnungen auf den Aufstieg in die erste Amateurliga nicht erfüllt. Aber es muß wohl allen eingesetzten Spielern bescheinigt werden, daß sie ihr Letztes gaben, aber das Glück nicht auf ihrer Seite hatten. Allen sei an dieser Stelle für ihren selbstlosen Einsatz gedankt.

Unser besonderer Dank gilt aber unserem scheidenden Übungsleiter Fritz Seehausen, der es nun zwei Jahre hindurch verstanden hat, unseren Spielern nicht nur allein spielerisches Können zu vermitteln, sondern unseren Aktiven auch jederzeit menschliches, charakterliches Vorbild gewesen ist. Ihm wünschen wir für die Zukunft alles Gute, und daß auch der Erfolg in seinem neuen Verein Heider SV nicht ausbleibt.

Wir aber, die wir jetzt in die wohlverdiente Sommerpause gehen, werden mit Schwung und Elan in die neue Serie gehen und versuchen, den Erfolg der vergangene Serie zu wiederholen. Nur hoffen wir, daß uns dann bei dem dritten Anlauf der Sprung in die höchste Amateurklasse gelingen möge.

Eckhard Sers

leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juli

Unsere Jugendabteilung

Ergebnisse

24.05.1964 Jugend Husum 18 - BW Friedrichstadt 2:3
30.05.1964 Jugend Frisia HusumI - Husum 18 II 2:1
31.05.1964 Knaben Husum 18 - Frisia Husum I 3:0

Aufgrund ihrer hervorragenden Leistung in der abgelaufenen Serie durften unsere 1. Knaben am 31. Mai das Vorspiel gegen Frisia bestreiten. In diesem Freundschaftsspiel gegen den Lokalrivalen Frisia zeigten unsere Kleinen, wie Tore geschossen werden. Sie schlugen ihren Gegner aufgrund der besseren zweiten Halbzeit klar mit 3:0 Toren. Die Tore schossen die besten Stürmer Petersen (2) und Lund.


Am Sonntag, dem 14. Juni, fuhren wir zu den Rückspielen zum SV Friedrichsort. Um 7:30 Uhr fuhren wir vom Handwerkerhaus los. Nach zweistündiger Fahrt kamen wir in Friedrichsort an. Es begannen sofort die Spiele. Sie wurden auf zwei Plätzen ausgetragen. So wurden wir zum Mittagessen fertig und konnten im neuen Klubhaus essen. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von unseren Freunden aus Friedrichsort und fuhren nach Hause, um das Spiel unserer Liga gegen Holstein Kiel zu sehen. Hier die Ergebnisse.

Knaben SV Friedrichsort - Husum 18 0:4
Schüler SV Friedrichsort - Husum 18 1:0
Jugend SV Friedrichsort - Husum 18 10:0
Jungmannen SV Friedrichsort - Husum 18 1:2

Die Knaben gefielen erneut sehr gut. Die Schüler verloren recht unglücklich. Die Jugend hatte keine Chance. Hier beweist sich die schlechte Trainingsarbeit. Einen Achtungserfolg errangen unsere Jungmannen, denn die 1. Jungmannen von SV Friedrichsort wurden nur durch ein Entscheidungsspiel um die Stadtmeisterschaft gebracht.

Wir danken den Verantwortlichen, die diese Fahrt ermöglicht haben, recht herzlich.

Hans Kock

Die Aufnahme zeigt unsere 1. Jungmannen, die in diesem Jahr einen beachtlichen fünften Tabellenplatz in der Bezirksliga erkämpft halten haben.

Stehend von links nach rechts: Karl-Heinz Starken, Manfred Lorenzen, Schliter, Fred Halberstadt, Hans-Peter Kurtze, Hans-Werner Heber, Meyer, Karsten Kruse, Hanno Nachtigall, Kock, Schröder, Hans-Jürgen Struve, Eberhard Schladetzky, Trainer Karl Etteldorf. Sitzend von links nach rechts: Feddersen, Harry Petersen, Speck. Foto: Callesen

Eckhard Sers

leer  

196

Husum 18 / Tischtennis

1. Juli

Unsere TT-Abteilung

Kurz vor Abschluß der Tischtennissaison 1963/64 führten wir unser diesjähriges Turnier auf Kreisebene, und 13./14. Juni 1964, durch, welches unter der Bezeichnung "2. Tischtennisturnier von Husum 18" vom Landesverband genehmigt war. Trotz des herrlichen Sommerwetters waren am Sonnabend nachmittag ca 25 Schüler und Jungen von TTG Garding-Tönning, TSV Rantrum, TSV Ostenfeld-Wittbek, Frisia Husum und Husum 18 erschienen, um am Kampf um Urkunden und Pokale teilzunehmen.

Bei den Schülern hatten wir einen Spieler am Start (Boothmann), der mit verbissenem Kampfgeist an die Platten ging, um seine Spiele auszutragen. Er konnte sich aber trotzdem nicht unter die ersten placieren.

In der Jungenklasse starteten 5 Spieler von uns. Hier lieferten sich Rüdiger Stenzel und Gerhard Hoffmann hervorragende Kämpfer und belegten in den Einzeln einen zweiten und dritten Platz. Auch im Jungen-Doppel holten wir den zweiten und dritten Platz durch Dirk Wulf / Täuber und Rüdiger Stenzel / Gerhard Hoffenheim.

Am Sonntag gingen dann ca. 10 Damen und 40 Herren des Kreises Husum/Eiderstedt an die Platten. Nach der Eröffnung unseres ersten Vorsitzenden, Sportfreund Werner Denckmann, begannen die Spiele kurz nach 9 Uhr und endeten gegen 20 Uhr. In der Damenklasse konnten wir nur die 5. bis 8. Plätze belegen. Jedoch reichte es im Damendoppel zu einem dritten Platz, den sich Frau Liepert / Fräulein Samuelsen und Fräulein Liepert / Fräulein Schlemo teilen mußten. Auch im gemischten Doppel wurde der dritte Platz durch das Ehepaar Liepert mit Fräulein Flehmer/Harder aus Bredstedt geteilt.

Bei den Herren ging es in drei Klassen um Titel und Plätze. In der A-Klasse erreichte B-Spieler Harald Wulf den fünften Platz und im A-Doppel Harald Wulf den ersten Platz mit Partner Reddersen (Frisia Husum). Den dritten Platz erkämpfte Werner Wischnowski mit Partner J. Paulsen (Ostenfeld).

In der B-Klasse erreichten unsere Spieler folgende Plätze.

2. Platz Harald Wulf   5. Platz Herbert Rohde
7. Platz Günther Otto   9. Platz Helmut Bregulla

Im B-Doppel konnte Herbert Rohde mit Partner Kobarg (Frisia Husum) den Sieg erkämpfen, während Harald Wulf mit Reddersen nur den dritten Platz belegte.

In der C-Klasse waren wir ebenfalls mit guten Plätzen vertreten.

2. Platz Herbert Kowalski   4. Platz Helmut Bregulla
5. Platz Wolfgang Katscher   6. Platz Werner Wischnowski
8. Platz Günther Otto      

Im C-Doppel setzen sich wie erwartet Helmut Bregulla / Werner Wischnowski als Sieger durch.

In der Seniorenklasse erreichte Helmut Bregulla mit einem 3:1-Erfolg über Walter Liepert den ersten Platz. Wenn wir nach Beendigung des Turniers die Siegerliste übersehen, dann können wir mit vier Siegern, fünfmal zweiten Plätzen und sechsmal dritten Plätzen recht zufrieden sein.

Zum Abschluß meines Berichtes möchte ich unserem Vorstand für das Zustandekommen dieses Turniers und der Turnierleitung für ihren selbstlosen Einsatz während der Abwicklung der Spiele recht herzlich danken.

Walter Liepert
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Die Jugend und der Verein

Manches ist in den letzten Jahren über die Jugend und ihr Verhalten geredet und geschrieben worden. Viele abfällige und oft diskriminierende Urteile wurden über sie gefällt, vor allem seitens der älteren Generation, die heute in Wirtschaft und Politik den Staat und die Gesellschaft in voller Verantwortlichkeit trägt. Es kann niemand bestreiten, daß es zwischen dieser Schicht und der nachfolgenden Generation in Denken und Handeln erhebliche Unterschiede gibt. Aber war das nicht zu allen Zeiten so!? Ist das vor allem schlimm und gefährlich? Gegensätze (sie werden oft als "Generationsproblem" bezeichnet) gab es immer, und es wird sie immer geben.

Es gehört doch allem Anschein nach von Natur aus dazu, daß die Jugend anders denkt und handelt als die im Augenblick verantwortliche Bevölkerungsgruppe. Das ist doch gut so, denn auf diese Art bleibt das Leben in Bewegung und wird vor Erstarrung bewahrt. An dieser Feststellung ändert keine Klage etwas, deren Inhalt doch letzten Endes nichts anderes ist als ein Jammern über die gestörte Behaglichkeit des eigenen Lebens.

Solche "Störungen" sind im Sport bemerkbar, denn er läßt sich von anderen Lebensbereichen nicht trennen, ja er ist heute sogar ein fester Bestandteil unseres staatlichen und gesellschaftlichen Seins. Der Jugendliche will nicht kommandiert werden, und da hat er recht. Die Turnhalle ist keine Kaserne und der Sportplatz ist kein Exerzierplatz. Wer in Erinnerung an "bessere Zeiten" seine Komplexe da abreagieren will, sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen. Die Jugend und mit ihr viele ältere Sportler haben kein Verständnis mehr dafür, daß Probleme aller Art, die immer wieder anfallen und durchdiskutiert werden müssen, mit ungebührlicher Lautstärke und in einer Form abgehandelt werden, die mit Kameradschaftlichkeit und Wahrung des Vereinsinteresses nichts mehr zu tun haben.

Die Jugend will eine auf Vernunft gegründete Führung und Anleitung. Sie ist lernbegierig und da unterscheidet sie sich in nichts von früher. Sie ist in technischen Dingen aufgeschlossen und wünscht eine Unterweisung darin. Jugend ist individualistisch, das heißt sie lehnt alllzu starke Bindungen an eine Gemeinschaft ab. Es dürfte schwer sein, einen Maßstab zu finden, von dem her man die Behauptung aufstellen könnte, dies sei früher anders gewesen. Darüber hinaus wird allzu leicht der Fehler einer Verallgemeinerung begangen, der seinen Kern im eigenen Verhalten zur Gemeinschaft hat. Gerade hier ist die Jugend nichts mehr und nichts weniger als das Produkt der Erziehung und des Beispiels der älteren Generation.

Aber wie sieht es mit ihrer Einstellung zur Gemeinschaft und zum Verein aus? Wie groß ist denn eigentlich die Zahl der Mitarbeiter aus diesen Reihen? Was wird, wenn jene Handvoll Männer und Frauen zwischen 40 und 60 Jahren einmal von den Führungspositionen im Sport und in den Vereinen abtritt? Kein Mensch ist in der Lage zu sagen, wie weit die heutige Jugend bereit ist, die überkommene und von den "Alten" getragene Linie fortzusetzen. Es ist aber auch kein Mensch in der Lage festzustellen, wie weit ein Versagen der im Augenblick verantwortlichen Generation vorliegt. Eine Schuldfrage zu konstruieren, wäre ebenso müßig wie der Versuch einer Antwort. Es bedürfte in diesem Zusammenhang einer Untersuchung, ob die heutigen Vereine in ihrem Aufbau und in ihrer Zielsetzung, in ihren materiellen und ideellen Voraussetzungen, in ihrer äußeren Form und in ihrem geistigen Gehalt noch den Erfordernissen der Zeit entsprechen. Die Jugend ist leistungswillig und leistungsstärker als früher. Das beweisen die meßbaren Ergebniße, die allsonntäglich von ihr erzielt werden. Außenseiter gab es immer, und Menschen, die nur sich kennen und eine Gemeinschaft zu egoistischen Handlungen ausnutzen, auch.

Die Unkameradschaftlichkeit ist so alt wie die Kameradschaft, die Untreue zum Verein ist lebendig, solange es Vereine gibt. Das sind Randerscheinungen, die ein Gesamturteil zwar beeinflussen, aber nicht entscheidend verändern können. Ein für die Zukunft der Sport- und Turnvereine entscheidendes Problem ist, ob es gelingt, die Jugend fest an die Gemeinschaft zu binden und in ihr die Bereitschaft zu erwirken, das Werk der Väter weiter zu führen.

Aus "Vereinsecho der Turnerschaft Durlach 1846 e.V."
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Bunte Seite

Der Mitgliedsbeitrag

Wer schlecht von den Vereinenspricht,
der ist nicht drin und kennt sie nicht.
Er hat zum Beitritt keinen Schneid,
weil er die Mitgliedsgelder scheut.
Vereine sind ein Hochgenuß,
für die man auch was opfern muß.
Das Opfer ist bestimmt nicht arg.
Man bringt es schon mit einer Mark.
Für einen lächerlichen Preis
sitzt man im trauten Freundeskreis
und reitet flott sein Steckenpferd.
Das ist der Mitgliedsbeitrag wert!

Übungsleitervermittlung

Der Bund Deutscher Fußballlehrer, der nur vom DFB geprüfte und zugelassene Fußballlehrer und Übungsleiter A zu seinen Mitgliedern zählt, unterhält eine kostenlose und vertrauliche Stellen-Beratung für seine Mitglieder und die Vereine des DFB. Die Anschrift lautet. Geschäftsstelle des Bundes Deutscher Fußballlehrer, 6451 Hochstedt bei Hanau, Weiherstraße 3.


Das Lockmittel

Daß auch Sportvereine sich manchmal etwas einfallen lassen, um das vielerorts drohende Desinteresse der Mitglieder an Monats- oder Jahreshauptversammlungen zu beheben, zeigte jetzt der SV Sellnrod. Der in der Alsfelder B-Klasse spielende kleine Verein hatte bei seiner letzten Generalversammlung wieder "ein volles Haus" zu verzeichnen, und der wiedergewählte Vorsitzende Erich Nier konnte diese Versammlung vor einer fast vollzählig erschienenen Mitgliederschar abwickeln. Das Geheimnis dieses Erfolgs: Jeder Besucher bekam kostenlos ein Rippchen mit Kraut vorgesetzt.


Das Lachen

Der FC Ockbrook, ein kleiner Amateurclub in der Grafschaft Derbyshire, hat seine letzten 50 Spiele ausnahmslos verloren. Aber die Zuschauerzahlen sind vom letzten Oktober an unentwegt gestiegen, von damals zwölf auf jetzt 70! "Ich weiß schon, warum immer mehr kommen", sagte Torwart Stuart Clifford, der in dieser Saison bereits 148 mal das Leder aus seinem Netz holen mußte. "Sie wissen, daß es bei uns was zu lachen gibt!"


Familienmannschaften

Eine neue Mode ist in den USA aufgekommen: Tennisturniere mit Familienmannschaften. Ein Familienteam besteht aus mindestens vier Spielern: Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Man spielt gegen andere Familien. Besonders gefragt sind Großeltern, die den Schläger schwingen. In Los Angeles gibt es eine Familie, die sogar noch mit tennisspielenden Urgroßeltern aufwarten kann. Zur Zeit arbeitet man an einer Spielordnung für einen "Davispokal der Familien", der international ausgeschrieben werden soll.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Kleine Winke

Postkarten anstelle von kurzgefaßten Briefen verbilligen das Porto um 5 Pfennig pro Schriftsache. Wo irgend angängig, sollte der Schriftverkehr mittels Postkarten erledigt werden.

Zu ermäßigter Gebühr verschickt, werden bei der Vereinszeitschrift pro Exemplar 5 Pfennige gespart. Die Genehmigung für den ermäßigten Versand ist beim zuständigen Postamt zu beantragen.

Ein Vereinswimpel für das Autofenster oder Fahrrad ist ein gutes Werbemittel und bringt gegen ein geringes Aufgeld auch der Jugendkasse einen Zuschuß. Der Vertrieb sollte zweckmäßig über die Jugendabteilung erfolgen.

Der Kassenbericht sollte einige Tage vor der Hauptversammlung auf der Vereinsgeschäftsstelle zur Einsicht für die Mitglieder aufliegen. Es empfiehlt sich nicht immer, den Kassenbericht gedruckt vorzulegen, der Kassenlage wegen.

Im Umkreis von etwa 50 Kilometer gilt der billige Telefontarif bereits von 18 Uhr an. Auch im Weitverkehr sind die Tarife zwischen 18 Uhr und 21 Uhr schon billiger als tagsüber.

Eckhard Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Der 1. FC Nürnberg hatte im Geschäftsjahr 1963 einen Umsatz von 7,6 Millionen D-Mark. Dem Verein verblieb ein Reingewinn von 208.104 D-Mark. Die erste Fußballmannschaft spielte allein 2.085.000 D-Mark ein.

Hassia Bingen zahlte im ersten Vierteljahr 1964 an Zustellungsgebühren für die Vereinszeitschrift 388,94 D Mark, das ist gegenüber dem vierten Vierteljahr 1963 - mit 26,56 D-Mark - ein Mehrbeitrag von 362,27 D-Mark. Wer kann das in Prozenten ausrechnen? fragt die Vereinsführung. Wer spricht da vom Maßhalten? fragt der "Vereinsdienst".

Seit 36 Jahren ist der Sportkamerad August Knipp Vorsitzender des Fußballvereins 08 Neuenhai (Hessen). Er versäumte weder eine Vorstandssitzung noch ein Training noch ein Spiel, obwohl er seit vielen Jahren einige Kilometer von seinem Heimatort entfernt wohnt.

Die SC Hoechst 01 hält alljährlich ihre Hauptversammlung am 30. April ab. Anschließend folgt eine fröhliche Vereinszusammenkunft unter dem Motto "Tanz in den Mai".

Zu seinem 75. Jubiläum erhebt Altona 93 schon jetzt bis 1968 von jedem Mitglied eine Umlage von 5 D-Mark in Form einer Jubiläumsmarke.

Die Jugendabteilung des Uhlenhorster SC Paloma 1909 Hamburg gibt eine gut aufgemachte "Knabenpost" in 32seitigem Umfang heraus, die in 750 Exemplaren als Bindeglied zu jugendlichen Mitgliedern und Eltern und als Werbung erscheint. Je Nummer entstehen 400 bis 600 D-Mark Kosten, die zum größten Teil durch Anzeigen gedeckt sind. Die uns vorliegenden Ausgaben sind in jeder Beziehung originell, vielseitig im Inhalt und reich bebildert.

Der Karlsruher SC hat sechs Mitglieder, deren Mitgliedschaft von Tage der Geburt an registriert wird.

Die Jugendabteilung des Spandauer SV Berlin wurde für die beste Jugendarbeit 1962 mit dem Senatswanderpreis geehrt.

Eckhard Sers
leer  



zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 26.03.2019 17:00

seit 25. Mai 2018
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