Das geschah 1964

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 05.05.2020 19:47

1964

Husum 18

1. Januar

Zum Jahreswechsel 1963/64

Am 2. Februar 1964 findet wie im Vorjahr ein

Kameradschafts-Skat

statt.

Alle aktiven Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen. Um rege Beteiligung wird gebeten.

"Rummel, rummel, rutsche ..."

Ja, liebe Achtzehner, nun ist es wieder so weit! Bei der Abfassung dieses kleinen Artikels steht das Weihnachtsfest kurz vor der Tür und das bedeutet gleichzeitig, daß das Jahr 1963 mit Riesenschritten seinem Ende zugeht. Wir wünschen Euch, Euren Familien und allen uns nahestehenden Sportfreunden daher alles nur erdenklich Gute für das Jahr 1964!

In unserer alten kleinen und lieben Stadt feiern wir die Feste noch wesentlich bewußter und intimer im Kreise unserer Angehörigen als in den Großstädten mit ihrem Lärm und ihrer Hast. Hier gibt es noch verträumte und stille Straßen und vieles erinnert doch noch an geruhsame und zufriedene Zeiten.

"Rummel, rummel, rutsche,
Krieg ik nich een Futsche?
Krieg ik een, dann bliev ik stahn,
Krieg ik twee, dann will ik gahn,
Krieg ik dree, dann wünsch' ik Glück,
dat de Köksch mit de Futschens ut de Schosteen flüch!"

Bei diesen Worten kann man sich vorstellen, wie einst nach einem hilden 31. Dezember - vor ca. 100 Jahren, als das kleine Lied entstand, waren die Geschäfte auch an solchem Tage noch bis 8 oder 9 Uhr abends geöffnet - die Kinder die Rückkehr des Vaters ersehnten oder darauf warteten, daß er die Ladentür schloß, damit sie dann mit ihren Eltern "Altjahrsabend" feiern konnten. Der Silvesterpunsch und die Futschens standen meistens schon dampfend auf dem Tisch und harrten der frohen hungrigen Gesellschaft. Bei dem lustigen Geschmaus drang dann oft von der Straße her das Singen von Kindertrupps ins Zimmer "... rummel, rummel, rutsche ..." Aber das ist alles weniger geworden! Wer liest daher nicht gern in geruhsamen Stunden - insbesondere "zwischen den Tagen" von Weihnachten bis Neujahr - aus solch' vergangener schöner Zeit? So meine ich, daß diese Tage immer unserer Familie gehören müssen. Dabei sollten wir einmal den Alltag vergessen und gerade dann Kraft für das schöpfen, was vor uns liegt. Das wünschen wir all' denen, die diese kleine Schrift in die Hand nehmen, um dann mit neuem Mut und bester Zuversicht das neue Jahr zu beginnen.

Im übrigen - um das abschließend noch zu erwähnen -, wir waren mit der sportlichen Ausbeute, d.h. mit den Leistungen unserer Mannschaft, sehr zufrieden. Ob mit der Liga, unserer Reserve, den Jugend-, Schüler- und Knabenmannschaften oder mit der Tischtennisabteilung. Die Ergebnisse waren in diesem Jahr im allgemeinen besser als 1962. Unsere Ligamannschaft ist - soweit es die letzten Jahre betrifft - noch nie so gut wie heute gewesen. Das können wir auch dann sagen, wenn einige Spiele unerwartet verlorengingen. Auf Jeden Fall: "Wir vertrauen ihr!"

Wir danken allen, die dem HFV von 1918 die Treue hielten, die Sonntag für Sonntag seine Farben vertraten und jenen, die uneigennützig und selbstlos ein Ehrenamt im Interesse des Vereins ausübten.

Husum, im Dezember 1963

Karl Krieger, 1. Vorsitzender


Mitgliederbewegungen im Dezember

   
Neuaufnahmen
1.   Armster, Otto, Oldenswort
2.   Braun, Monika, Husum, Jebensweg 26
3.   Eckl, Wolfgang, Oldenswort
4.   Elias, Hans, Husum, Osterende 77
5.   Habenicht, Holger, Husum, Flensburger Chaussee 41
6.   Jaensch, Klaus, Husum, Flensburger Chaussee 41
7.   Katscher, Wolfgang, Husum, Flensburger Chaussee 41
8.   Wichmann, Jan Peter, Husum, Flensburger Chaussee 41


Austrittserklärungen
1.   Hansen, Dieter, Husum, Hafenstraße 21
2.   Kaiser, Günther, Husum, Flensburger Chaussee 41
3.   Lange, Manfred, Husum, Volquard-Pauls-Straße 21
4.   Petersen, Holger, Bredstedt, Hermannstraße 27
5.   Stahl, Hartmut, Husum, Memelerstraße 6
6.   Thomsen, Deert, jetzt Flensburg
Eckhard "Ecki" Sers

Unser Sparklub gibt bekannt:

Wie im vergangenen Jahr werden wir auch in diesem Jahr unseren Sparklub fortsetzen. Am 13. Januar 1964 wird das neue Sparjahr eröffnet. Da sich inzwischen mehrere Mitglieder gemeldet haben, die sich unserem Sparklub anschließen wollen, haben wir beschlossen, einen größeren Sparschrank zu nehmen, damit jeder, der sich unserem Sparclub anschließen möchte, ein Sparfach abbekommt. Wir rufen hiermit noch einmal auf, daß jeder, der Freude am Sparen hat, herzlich aufgenommen wird. Letzter Anmeldetermin ist der 10. Januar 1964. Anmeldungen erbeten an Sportfreund Hermann Bahnsen oder Sportfreund Eckhard "Ecki" Sers.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Januar

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

TSV Westerland

 

2:1 (1:1)

Unerwartet knapp gewann unsere Liga ihr Punktspiel gegen den TSV Westerland mit 2:1 Toren. Nach den guten Leistungen, die unsere Liga an den Vorsonntagen gegen die Flensburger Spitzenmannschaften gezeigt hatten, boten sie diesmal eine enttäuschende Partie und können von Glück sagen, daß sie durch ein Tor von Johannes "Haschi" Jannsen in der 88. Minute doch noch beide Punkte gewannen. Allerdings muß gesagt werden, daß unsere Liga fast die gesamte zweite Halbzeit mit nur zehn Mann durchstehen mußte, da sie ihren bis dahin ausgezeichnet spielenden Hans Schumacher nach einem groben Foul durch Platzverweis verloren.

In der 25. Minute ging unsere Liga durch ein Tor von Karl "Kalli" Clausen mit 1:0 in Führung. Aber bereits sieben Minuten später konnte Westerland ausgleichen. Erst zwei Minuten vor Schluß gelang Johannes "Haschi" Jannsen der vielumjubelte Siegtreffer.

Es spielten:

Eckhard Sers

Horst Cwajkowski ǀ Dieter Eisenheim

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Manfred Hansen ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Rasensport Schleswig

 

-

 

Husum 18

 

0:6 (0:2)

Ein großes Spiel lieferte unsere Liga gegen die gefürchtete Mannschaft von Rasensport. Wenn unsere Liga die Form dieses Spiels halten könnte, wird sie ein wichtiges Wort bei der Vergabe der Meisterschaft mitreden. Unsere Liga lag bereits bis zur Pause durch Tore von Dieter "Schorsch" Schleger und Johannes "Haschi" Jannsen mit 2:0 in Front.

In der 47. Minute konnte Karl "Kalli" Clausen auf 3:0 erhöhen. Pech hatte jedoch wiederum Hans Schumacher, der wegen eines unabsichtlichen Handspiels in der 63. Minute des Feldes verwiesen wurde. Das brachte unsere Liga aber nicht aus dem Konzept und sie stellte durch weitere Tore von Peter Goldschmidt (2) und Karl "Kalli" Clausen das 6:0-Endergebnis her.

Unsere Liga spielte mit:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Schleger ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Johannes Jannsen ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Frisia Husum

 

0:2 (0:0)

Das mit Spannung erwartete Pokalspiel unserer Liga gegen den großen Kontrahenten Frisia lockte viele Zuschauer ins Friesenstadion. Sie sollten nicht enttäuscht werden. Es war ein faires und gutes Spiel, das von beiden Mannschaften geliefert wurde. In der ersten Halbzeit war unsere Liga klar tonangebend und hatte mehrmals den Führungstreffer auf den Füßen, aber es wollte einfach nicht glücken. Die vereinzelten Vorstöße der Frisianer wurden von unserer gut organisierten Hintermannschaft sofort abgefangen. Alles Drängen und Kämpfen unserer Liga nützte nichts, es blieb bis zur Halbzeit beim 0:0.

Der nun erwartete Generalangriff von Frisia blieb nicht aus. Sofort nach Wiederanpfiff drängten sie auf die Entscheidung; und was unserer Liga in der 1. Halbzeit nicht gelang, glückte Frisia. In der 51. Minute gingen sie erstmals durch einen Direktschuß mit 1:0 in Führung. Als dann in der 71. Minute unser Verteidiger Peter Goldschmidt einen Ball ins eigene Tor abfälschte, war die Entscheidung gefallen.

Unsere Liga spielte mit:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ H. August Boyens

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Manfred Hansen ǀ Dieter Schleger ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

SIF Schleswig

 

-

 

Husum 18

 

3:1 (1:0)

Was wohl keiner erwartet hatte, traf in Schleswig ein. Nach den großartigen Leistungen der letzten Wochen lieferte unsere Liga in Schleswig das wohl schwächste Spiel der gesamten Serie. Unsere Liga konnte in keiner Phase an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen. Dazu kam noch, daß sich unsere Spieler nicht mit dem hartgefrorenen Boden abfinden konnten. Bis zur Pause lag SIF bereits mit 1:0 in Führung. Auch nach der Pause wollte es bei unserer Liga nicht klasspen, so daß SIF durch zwei weitere Tore mit 3:0 in Führung ging, ehe Dieter Eisenheim kurz vor Schluß mit einem Kopfball den 1:3-Endstand herstellen konnte.

Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Dieter Eisenheim

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Vorwärts Flensburg

 

-

 

Husum 18

 

0:9 (0:3)

Das schönste Weihnachtsgeschenk machte unsere Liga dem Verein mit dem klaren 9:0-Kantersieg auf dem gefürchteten Platz von Vorwärts Flensburg. Nach den enttäuschenden Leistungen des vergangenen Sonntags hatte wohl keiner mit diesem großartigen Erfolg gerechnet. Unsere Liga war in Hochform und schoß aus allen Lagen, so daß einfach die Tore fallen mußten. Bereits zur Pause führte unsere Liga durch Tore von Dieter "Schorsch" Schleger, Benjamin Hager (Foulelfmeter) und Horst Cwajkowski 3:0.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Horst Cwajkowski auf 4:0, Manfred "Manne" Hoppe schoß das 5:0, dem Dieter "Schorsch" Schleger das 6:0 folgen ließ. Für das 7:0 zeichnete Karl "Kalli" Clausen verantwortlich. Das 8:0 besorgte Horst Cwajkwoski und schließlich erzielte Manfred "Manne" Hoppe das 9:0.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ

Manfred Hoppe

Eckhard "Ecki" Sers

Tabelle der II. Amateurliga

Stand 22.12.63   Spiele   Tore   Punkte  
VfB Nordmark Flensburg   18   52:27   27:9  
Husum 18   17   56:27   24:10  
DGF Flensburg   16   57:28   22:10  
TSV Kropp   18   43:46   22:14  
TSV Nord   18   36:36   19:17  
TSV Westerland   18   49:50   19:17  
Bredstedter TSV   18   47:51   18:18  
FSV Wyk   18   35:41   18:18  
Rasensport Schleswig   17   40:40   17:17  
SIF Schleswig   18   36:40   17:19  
TSV Vorwärts Flensburg   16   40:48   16:16  
TSV Weiche-West   17   33:33   15:19  
Flensburger TB   18   38:50   15:21  
TSV Kappeln   18   51:42   14:22  
RW Niebüll   17   39:54   10:24  
Nordmark Satrup   18   34:73   7:29  

Spielplan der II. Amateurliga

Frühjahrsserie 1963/64

05.01.64   TSV Kappeln   -   Husum 18
12.01.64   Husum 18   -   FSV Wyk
19.01.64   Husum 18   -   TSV Kropp
26.01.64   TSV Westerland   -   Husum 18
02.02.64   Husum 18   -   Bredstedter TSV
09.02.64   Husum 18   -   TSV Nord
16.02.64   Nordmark Satrup   -   Husum 18
23.02.64   Husum 18   -   TSV RW Niebüll
01.03.64   Husum 18   -   Vorwärts Flensburg
07.03.64   Nordmark   -   Husum 18
14.03.64   DGF Flensburg   -   Husum 18
22.03.64   Husum 18   -   Flensburger TB
12.04.64   TSV Weiche-West   -   Husum 18
Eckhard "Ecki" Sers

Tabellenstände nach Beendigung der Herbstserie 1963

1. Kreisklasse - Senioren

  Spiele   Tore   Punkte  
1.   BW Friedrichstadt   9   39:8   16:2  
2.   TSV Tönning   9   33:14   15:3  
3.   Frisia Ib   9   43:15   14:4  
4.   TSV Rantrum   9   29:15   11:7  
5.   Husum 18 Ib   9   29:17   11:7  
6.   IF Tönning   9   30:19   8:10  
7.   FC Langenhorn   9   23:30   7:11  
8.   TSV St. Peter   9   24:24   5:13  
9.   Bredstedter TSV Ib   9   10:30   3:15  
10.   TSV Oldenswort   9   1:89   0:18  

2. Kreisklasse - Senioren

  Spiele   Tore   Punkte  
1.   Husum 18 II   6   15:4   8:4  
2.   BW Friedrichstadt Ib   6   20:8   8:4  
3.   TSV Tönning Ib   6   14:14   8:4  
4.   TSV Rantrum Ib   6   26:10   7:5  
5.   FC Langenhorn Ib   6   10:19   6:2  
6.   Frisia Husum II   6   8:12   5:7  
7.   IF Tönning Ib   6   4:30   0:12  

B - Jugend

  Spiele   Tore   Punkte  
1.   BW Friedrichstadt   7   21:5   11:3  
2.   Frisia Husum I   7   16:8   11:3  
3.   Bredstedter TSV   7   11:5   9:5  
4.   Husum 18 I   7   7:5   8:6  
5.   Frisia Husum II   7   14:15   8:6  
6.   Husum 18 II   7   1:17   4:10  
7.   TSV Tönning   7   5:16   3:11  
8.   IF Tönning   7   7:11   2:12  

C - Schüler

  Spiele   Tore   Punkte  
1.   Bredstedter TSV   8   31:8   14:2  
2.   Frisia Husum I   8   31:10   12:4  
3.   Frisia Husum II   8   27:12   11:5  
4.   Husum 18   8   16:14   10:6  
5.   TSV Rantrum   8   10:16   6:10  
6.   TSV Tönning   8   7:17   6:10  
7.   BW Friedrichstadt   8   15:15   5:11  
8.   TSV Oldenswort   8   13:27   5:11  
9.   IF Tönning   8   3:34  

3:13

 

D - Knaben

  Spiele   Tore   Punkte  
1.   Frisia Husum I   4   7:1   7:1  
2.   Husum 18   4   8:1   6:2  
3.   Frisia Husum II   4   7:10   4:4  
4.   Bredstedter TSV   4   2:2   3:5  
5.   TSV Rantrum   4   2:12   0:8  
Eckhard "Ecki" Sers

Erhöhung der Eintrittspreise

In Anschließung an die Erhöhung der Eintrittspreise anderer Vereine hat der Vorstand beschlossen, auch bei uns die Eintrittspreise ab 1. Januar 1964, bei Spielen unserer ersten Mannschaft, zu erhöhen. Die Eintrittspreise wurden folgendermaßen neu festgesetzt:

Mitglieder   von 0,70 DM auf 0,90 DM
Nichtmitglieder   von 1,10 DM auf 1,30 DM
Schüler bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 0,50 DM

Alle Preise sind einschließlich Sportgroschen

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Spielplan der Bezirks-Jungmannen

Frühjahrsserie 1963/64

05.01.64   Flensburg 08   -   Husum 18
12.01.64   Husum 18   -   FSV Wyk
26.01.64   TSV Westerland   -   Husum 18
02.02.64   Husum 18   -   Bredstedter TSV
16.02.64   MTV Leck   -   Husum 18
23.02.64   Husum 18   -   TSV RW Niebüll
01.03.64   Husum 18   -   Vorwärts Flensburg
07.03.64   Nordmark   -   Husum 18
14.03.64   DGF Flensburg   -   Husum 18
22.03.64   Husum 18   -   Flensburger TB
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Januar

Unsere TT-Abteilung

Unsere erste Mannschaft beendete mit zwei Spielen die Herbstserie. Gegen den Favoriten TSV Westerland kamen wir noch nicht an und unterlagen am 24. November an eigenen Platten klar mit 2:9. Am 3. Dezember traten wir beim TSV Eggebek an, der mit uns gemeinsam in diesem Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. Nach spannendem Kampfverlauf siegte unsere Mannschaft verdient mit 9:5 Punkten. Für uns waren Johannes Clausen, Harald Wulf, Wolfgang Eckl, Heinz Splettstößer, Herbert Rohde und Anton Bösch sowie die beiden Doppel erfolgreich. Nach diesen Ergebnissen schloß unsere Mannschaft mit vier Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen die Serie auf dem dritten Tabellenplatz ab.


Die zweite Mannschaft mußte in der Kreisklasse zwei knappe Niederlagen hinnehmen. In Koldenbüttel unterlagen wir am 29. November mit 6:9 und gegen den TSV Ostenfeld mit 7:9.


In den Pokalspielen für Dreier-Mannschaften konnten wir im Bezirk Nord bis ins Viertelfinale vordringen. Bei Rot-Weiß Schleswig unterlag unsere erste Mannschaft mit Heinz Splettstößer, Herbert Rohde und Harald Wulf knapp mit 4:5.


Unsere zweite Jugendmannschaft verlor ihr Punktspiel gegen die erste Mannschaft von Frisia mit 1:7.


Ein Höhepunkt waren diesmal wieder unsere Vereinsmeisterschaften am 15. Dezember in der Theodor-Storm-Schule. Der erste Vorsitzende, Karl Krieger, konnte zu Beginn der Wettkämpfe über 30 Teilnehmer begrüßen. Es wurden insgesamt sechs Konkurrenzen ausgetragen, von denen das Herreneinzel mit 28 Nennungen erwartungsgemäß das größte Interesse fand. Es zeigte sich in dieser Konkurrenz, daß wir uns durch Neuzugänge enorm verstärkt haben, denn die favorisierten Stammspieler konnten sich nur zum Teil durchsetzen. Vorjahresmeister Herbert Rohde war leider erkrankt und konnte seinen Titel nicht verteidigen. Neuer Vereinsmeister und Gewinner des Wanderpreises wurde Jan Peter Wichmann, der erst seit einigen Wochen unserem Verein angehört.

Ebenso erfreulich ist der dritte Platz des Neuzuganges Holger Habenicht hinter dem zuverlässigen Johannes Clausen. Zu erwähnen ist auch der achte Platz des noch jugendlichen Rüdiger Stenzel in dieser starken Herren-Konkurrenz.

Die Ergebnisse

Herren Einzel
1.   Jan Peter Wichmann  
2.   Johannes Clausen  
3.   Holger Habenicht  
4.   Heinz Splettstößer  
5.   Harald Wulf  
6.   Anton Bösch  
7.   Helmut Bregulla  
8.   Rüdiger Stenzel  

Herren Doppel
1.   Heinz Splettstößer / Harald Wulf  
2.   Jan Peter Wichmann / Wolfgang Eckl  

Mixed Doppel
1.   Heike Liepert / Harald Wulf  
2.   Lore Liepert / Walter Liepert  

Jugend Einzel
1.   Rüdiger Stenzel  
2.   Dirk Wulf  
3.   Gerhard Hoffmann  

Jugend Doppel
1.   Gerhard Hoffmann / Rüdiger Stenzel  

Schüler Einzel
1.   Carl Liepert  
2.   H. Samuelsen  
3.   Heike Liepert  

Nach diesen Ergebnisse wurden für die Rückrunde der Bezirks- und Kreisklasse folgende Mannschaften gemeldet:

1. Mannschaft:
1.   Heinz Splettstößer  
2.   Herbert Rohde  
3.   Harald Wulf  
4.   Jan Peter Wichmann (Neuzugang)  
5.   Anton Bösch  
6.   Johannes Clausen  
7.   Günther Otto (Neuzugang)  

2. Mannschaft:
1.   Holger Habenicht (Neuzugang)  
2.   Otto Armster (Neuzugang)  
3.   Wolfgang Katscher (Neuzugang)  
4.   Wolfgang Eckl (Neuzugang)  
5.   Werner Wischnowski  
6.   Helmut Bregulla  
7.   Kurt Kusber  

Insgesamt können wir die Mannschaften durch sechs Neuzugänge verstärken.


Allen Tischtennisfreunden sowie allen Vereinsmitgliedern wünschen wir ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Walter Liepert, Obmann Tischtennisabteilung
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Januar

Der Bauch muß weg!

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht. Aber wenn man in die Jahre kommt, so als Endzwanziger, dann wird man nicht nur im Wesen behäbiger, sondern man hat auch mit etlichen Gewichtsschwierigkeiten zu kämpfen. Böse Zungen bezeichnen dann die sich um und über die Gürtellinie wölbenden "Muskelpartien" schlankweg und sehr respektlos als Bauch oder im gewöhnlichen Jargon einfach als Fettleibigkeit. Mir geht es jedenfalls leider so. Sehr zum Kummer meines Übungsleiters, der sich durch diesen von mir so sehr zur Schau gestellten Körperteil fast beleidigt fühlt. Na, der Mann hat gut lachen. Er darf sich jeden Tag auf dem Sportplatz austoben, braucht nicht als Benzinkutscher sein Geld verdienen und kann etwas für seinen Körper tun. Außerdem habe ich ihn im Verdacht, der ist zu faul um zu futtern. Aber unsereiner? Der Beruf frißt einen direkt auf. Rein ins Auto, raus aus der Kiste. So geht es am Tag etliche Male. Daß man dann am Abend einfach zu abgespannt ist, um seinem Körper noch ein wenig Bewegung zu verschaffen, können Sie bestimmt verstehen. Sicher, zum Zigarettenholen brauchte man den Wagen eigentlich nicht noch einmal aus dem Schuppen zu holen, und auch der abendliche Weg zum Briefkasten ließe sich zu Fuß erledigen. Aber ...

Außerdem bin ich doch Mitglied in unserem Klub. Aber das ist auch so ein Kapitel für sich. Mit der Marie muß ich zwar jeden Ersten rüberkommen, den Bauch trainieren die mir aber auch nicht weg. Eben Gegenteil. Der "Antreiber" mosert noch mit mir. Es ist eben alles ungerecht. Mit den "schlanken" Knaben war er mindestens eine Stunde auf dem Platz, während für mich dann nur noch ein paar Minuten blieben. Dabei kam ich doch nur um "einiges" zu spät. Und schließlich und letzten Endes zahle ich ja meinen Beitrag in Höhe von 2, 50 D-Mark. Da hätte er sich doch auch noch ausgiebig mit mir beschäftigen müssen. Na, ich weiß nicht, in diesem Klub bleibe ich bestimmt nicht lange. Viermal im letzten Jahr war ich nun schon "Guten Willens", meinen Körper zu strapazieren - immer umsonst. Einmal kam ich - zugegeben - erst nach Beendigung angewackelt, da mein Wagen partout nicht anspringen wollte. Dreimal war ich aber rechtzeitig da. Nur, daß sich an diesen Tagen andere Abteilungen des Vereins auf dem Platz breitmachten. Ja, was tun, spricht Zeus. Ich wieder zurück ins Klubhaus. Haben da dann einen anständigen Skat gedroschen und einige Bierchen getrunken. Aber davon wird man ja schließlich auch nicht schlanker und Geld kostet es außerdem. Das ist aber für mich nicht einmal das ärgerlichste. Bestimmt nicht. Ich bin nur so aufgebracht, daß dieser unkultivierte Mensch von Trainingsleiter gestern nur einige Minuten für mich übrig hatte. Der bekommt doch für diesen Spaß bezahlt, ergo ist er auch mein Angestellter. Aber einen Ton hat der am (schlanken) Leib! "Das nächste Mal kommen Sie bitte pünktlicher", quarkte er mich an. Und dann noch: "Sie haben's nötig mit so einem Kotlettenfriedhof!" Junge, was bin ich sauer. Aber ich habe irgendwie das Gefühl, hier bin ich nicht richtig. Hier fehlt es ganz scheinbar an guten Willen, für seine treuen Mitglieder etwas zu tun. Es wird doch wohl Vereine geben, die ihren Mitgliedern mehr bieten. Denn schließlich finanziere ich ja den Verein mit meinem Geld, so daß ich eine etwas individuellere Behandlung für meinen Bauch verlangen kann - denn der muß weg. Das sehe ich ein!

Aus Vereinsnachrichten Itzehoe 09

Bunte Seite

Schlagfertigkeit

Schlagfertigkeit und Entschlußkraft bewies ein französischer Schiedsrichter, als er ein schweres Spiel zu leiten hatte, und die Spieler der Platzmannschaft mit seinen Entscheidungen nicht ganz einverstanden waren. Ein Spieler konnte sich die Bemerkung "Ich glaube, daß Ihr Abgang heute nicht ganz einfach sein wird" nicht verkneifen. Ohne zu zögern entgegnete Monsieur Schiedsrichter: "Wogegen Ihr Abgang sehr einfach sein wird. Bitte, verlassen Sie den Platz!" Die französische Presse bezeichnete den Feldverweis als den schnellsten und witzigsten in der bisherigen Fußballgeschichte.


Gutes Zusammenwirken

Viel Verständnis für die Sorgen des einheimischen Fußballklubs hatte die Missionskirche im schwedischen Norsjö. Der Verein erwartete für ein wichtiges Spiel Rekordbesuch. Um den Zuschauern auch möglichst viel Sitzplätze bieten zu können, stellte die Kirchenleitung die Kirchenbänke zur Aufstellung auf dem Fußballplatz zur Verfügung. Die Fußballmannschaft bedankte sich dafür mit einem schönen Spiel und einem beifällig aufgenommenen Sieg.


Der Hund war schuld.

Ja, Sachen gibt's! Da wurde vor einem wichtigen Fußballspiel in einem kleinen Städtchen Brasiliens der Mittelstürmer ausgerechnet vom Hund des Vorsitzenden so heftig ins Bein gebissen, daß an sein Mitspielen nicht zu denken war. Der Ersatzmann, der bisher immer auf der Reservebank ein Dornröschendasein geführt hatte, nahm die günstige Gelegenheit beim Schopf und spielte so großartig, daß dank seiner Tore der wichtige Kampf gewonnen wurde. Zur Belohnung bekam der Hund, durch dessen Biß der bisherige Ersatzmann erst zum Einsatz gekommen war, eine große Extrawurst.


Zuschauerwerbung

Eine gute Idee verwirklicht der Altonaer FC 93 bei den Heimspielen seiner ersten Mannschaft. Aus den Reihen der Zuschauer, die sich am Sportplatzeingang als Rentner ausgewiesen haben, wird ein wertvoller Geschenkkorb ausgelost, der in der Halbzeitpause überreicht wird. Auch so kann man die Anziehungskraft der Spiele erhöhen.


Schieße schön scharf!

Mit Gewalt ist's nicht getan,
hör dir klug die Technik an:
Nur wenn du gestreckt den Spann,
flach der Schuß dann werden kann.
Merk dir auch auf jeden Fall:
setz den Standfuß nah zum Ball!
Winkle gut im Knie das Bein,
prima wird der Schuß dann sein.
Blinde Kraft schießt selten gut:
Blinder Eifer schaden tut!
Flach der Ball zur Ecke fegt!
Scharfe Schüsse sind ein Mist,
wenn zu zielen man vergißt.
Und vergiß nicht: Umsonst
sind auch Schüsse in den Dunst.
Also: nimmt den Kopf zum Fuß,
das gibt erst 'nen Meisterschuß.
Lern dazu dann auch noch gut
links und rechts mit Meistermut.
Denn: Mit einem einz'gen Bein
hast beim Schuß du wenig Schwein.
Und nun recht viel Spielerglück:
Mach im Schuß sein Meisterstück.
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Das liebe Eintrittsgeld

Bei Sportveranstaltungen, die ein wenig Bedeutung haben, muß man an der Kasse vorbei, um hier seinen Obolus zu entrichten. Nicht jeder tut's gern. Dies stellen wir unter anderem auch bei unseren Ligaspielen fest! Wenn jemand ein Kino, ein Theater, einen Boxkampf und so weiter besucht, dann zieht er ohne Umstände seine Börse und zahlt das Eintrittsgeld. Aber bei uns, das heißt bei Spielen, für die wir zur Bestreitung der Kosten Eintrittsgeld erheben müssen, gehen vielen mit einer geradezu bewunderungswürdigen Selbstverständlichkeit und einen freundlichen "guten Tag" oder, wenn man will, "Moin, Moin" an der Kontrolle vorbei, als sei es das Alltäglichste auf der Welt, für sich "freien" Eintritt zu beanspruchen. Das geht natürlich nicht! Nur selten decken die Eintrittsgelder die Unkosten des betreffenden Spieles. Jeder muß Eintrittsgeld bezahlen, es sei denn, er gehört zu den Funktionären, die einen entsprechenden Ausweis besitzen.

Es wird daher gebeten, folgendes zu beachten:

1.   Eintrittsgeld hat grundsätzlich jeder zu bezahlen.

2.   Hiervon freigestellt ist nur die Mannschaft - nebst Betreuer und Ersatzmann -, die das Vorspiel bestreitet.
3.   Für Mannschaften, die morgens - gleich wo - gespielt haben, gilt dieser Vorzug nicht. Sie haben keinen freien Eintritt. Wo bleibt sonst auch die Übersicht?
4.   Das gleiche gilt für die Omnibusfahrten. Freie Fahrt können nur die Sportfreunde haben, die als Begleiter, Trainer und so weiter mitfahren müssen.

Der Kassierer klagt oft darüber, daß bei einem relativ guten Besuch bzw einer guten Beteiligung die Einnahmen aus den genannten Gründen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Verein kann es sich nicht leisten, für die nicht unmittelbar Beteiligten die Kosten zu tragen. Für den Einzelnen handelt es sich doch jeweils nur um einen kleinen Betrag, für den Verein ist der Ausfall in der Vielzahl aber fühlbar! Wer sich ein kleines Vergnügen leistet - und dazu gehört doch auch ein Fußballspiel -, sollte bereit sein, hierfür den geringen Beitrag (Eintrittsgeld oder bescheidenes Fahrgeld) zu tragen.

Wir bitten daher, diese Ausführungen zu beachten.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender

UNSERE LIGA

TSV Kappeln

 

-

 

Husum 18

 

2:0 (2:0)

Am 5. Januar mußte unsere Liga die weite Fahrt nach Kappeln antreten, um gegen den dortigen TSV ihr fälliges Punktspiel zu bestreiten. Unbegreiflich bleibt uns allerdings, wieso das Spiel bereits und 10:15 Uhr ausgetragen werden mußte. So mußte unsere Liga bereits in den frühen Morgenstunden die Fahrt nach Kappeln antreten.

Obwohl die Fahrt für die Spieler sehr anstrengend war, denn es herrschte Glatteis, hatte wohl keiner damit gerechnet, daß unsere Liga in Kappeln unter die Räder kommen würde. Unsere Liga bedrängte während des ganzen Spiels das Kappelner Tor, ohne zu nennenswerten Erfolgen zu kommen. Die Kappelner verteidigten geschickt ihr Gehäuse und stießen aus der Defensive gefährlich vor. Zwei krasse Deckungsfehler in der 15. und 32. Minute nutzten die Kappelner konsequent aus und schossen so ihren Sieg heraus.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Dieter Eisenheim

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ Gundolf Schrock
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

FSV Wyk

 

4:1 (2:0)

Erstmals nach langer Zeit konnte unsere Liga wieder mit starker Besetzung antreten. Unsere Liga war während des ganzen Spieles die tonangebende Mannschaft, die leicht hätte noch höher gewinnen können. Ein direkt verwandelter Freistoß brachte unsere Liga bereits in der dritten Minute durch Johannes "Haschi" Jannsen mit 1:0 in Führung, die Gundolf Schrock in der 37. Minuten auf 2:0 ausbaute. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

Unsere Liga hatte auch im zweiten Durchgang klare Vorteile und schoß durch Karl "Kalli" Clausen in der 48. Minute zum 3:0 ein. Karl "Kalli" Clausen war es auch, der zum 4,0 einschoß. Erst eine Minute vor Schluß gelang es den Wykern, den Ehrentreffer zu erzielen.

Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Hans Schumacher ǀ Egon Harms ǀ Benjamin Hager

Dieter Eckholdt ǀ Gundolf Schrock ǀ Horst Cwajkowski ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

TSV Kropp

 

2:0 (1:0)

Technisch war unsere Liga eine Klasse besser als die Gäste, die jedoch bis zum Schlußpfiff eifrig kämpften und dadurch erreichten, daß die Niederlage nicht allzu hoch ausfiel. Unsere Liga spielte vor allem im Sturm zu drucklos und war vor dem Tor des Gegners zu verspielt. Allerdings muß gesagt werden, daß unsere Spieler sehr viel Pech mit ihren Schüssen hatten. So langte es in der ersten Halbzeit lediglich durch einen von Benjamin Hager verwandelten Foulelfmeter zu einer 1:0-Führung.

Nach dem Seitenwechsel hielt die Überlegenheit unserer Liga an. Sie kam aber lediglich durch Dieter "Schorsch" Schleger noch zu einem Treffer, der den 2:0-Endstand bedeutete.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

Kameradschafts-Skat

Wie in unserer letzten Ausgabe der Vereinsnachrichten bereits bekannt gegeben, findet am 2. Februar nach dem Punktspiel unserer Liga gegen den Bredstedter TSV und Handwerkervereinshaus unser Kameradschafts-Skat statt. Der Kameradschafts-Skat ist nunmehr auf 17 Uhr festgesetzt worden. Um rege Beteiligung wird gebeten.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Nachrufe

1. Februar

Im Monat Januar 1964 sind drei unserer langjährigen Mitglieder verstorben:

Dr. Herbert Schulzebeer

 

Markus Nehlsen

(Träger der silbernen Ehrennadel)
 

Ludwig Schmüser

(Träger der silbernen Ehrennadel)

 

Sie haben viel für Husum 18 geant. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Unsere Jungmannen schlugen den Landesmeister

Unsere Jungmannen hatten sich die Landesmeisterelf des Heider SV zu einem Freundschaftsspiel eingeladen und hielten sich gegen die körperlich überlegenen Gäste hervorragend. Die Heider, von ihren Auswahlspielern Friedrich Georg Seehausen und Dieter Reh gut ins Spiel gebracht, waren vor der Pause im Mittelfeld durchweg überlegen. Sie scheiterten jedoch immer wieder an der gutgestaffelten Deckung unserer kämpferisch großartigen Jungmannen. Nach dem Wechsel wußten unsere Jungmannen das Spiel durchaus offen zu gestalten. Vor beiden Toren spielten sich heikle Situationen ab, von denen Dieter Schröder mit einem Bogenschuß den knappen 1:0-Sieg für unsere Jungmannen herausschoß. Mit verstärkter Deckung wurde dieser Vorsprung bis zum Schluß gehalten und stellt einen Achtungserfolg unserer tüchtigen Jungmannen dar. Hierbei muß gesagt werden, daß die Heider Jungmannen seit mehreren Monaten ungeschlagen waren. Dieser Achtungserfolg über den derzeitigen Landesmeister rechtfertigt den Platz in der Spitzengruppe der Bezirks-Jungmannen.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Februar

Unsere Tischtennisabteilung

In den vergangenen Wochen ruhte der Punktspielbetrieb bei den Tischtennisspielern fast völlig. Lediglich unsere erste Mannschaft hatte das schwere Spiel der Rückrunde gegen Frisia II zu bestreiten. Am 12. Januar gab es in der Theodor-Storm-Schule spannende Kämpfe gegen unseren Ortsrivalen. Unsere Mannschaft schlug sich in ihrer neuen Besetzung Heinz Splettstößer, Herbert Rohde, Harald Wulf, Anton Bösch, Jan Peter Wichmann und Johannes Clausen wieder ausgezeichnet und gewann mit 9:6. Durch diesen Sieg wurde der dritte Tabellenplatz mit 11:5 Punkten weiter gefestigt.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Februar

Aus unserer Familien-Chronik

Einen herzlichen Glückwunsch unserem ehemaligen Ligaspieler Harro Theising und seiner Frau zum freudigen Ereignis.

Zur Verlobung unsere herzlichsten Glückwünsche unserem Tischtennisspieler Herbert Rohde und seiner Braut Elke Mohr.

Zur Verleihung der "Goldenen Ehrennadel" gratulieren wir unserem langjährigen Mitglied Herbert Koch.

Unserem langjährigen Mitglied Heinrich Grell gelten unsere herzlichsten Glückwünsche zum 65. Geburtstag.

Unserem ehemaligen Ligaspieler Horst-Günther Spiegeler und seiner Frau Karla alles Gute für einen gemeinsamen Lebensweg, verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen.

Einen herzlichen Glückwunsch unserem langjährigen Ligaspieler Manfred "Manne" Hoppe und seiner Frau Erika zum freudigen Ereignis.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Februar

Mitgliederbewegung im Januar

   
Neuaufnahmen
1. Carstensen, Heinrich, Husum, Gurlittstraße 23
2. Lackert, Karl-Willy, Husum, Deichstraße 4
3. Täuber, Wolfgang, Husum, Tunnelweg 2


Austrittserklärungen
1. Albrecht, Reinhard, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
2. Arens, Peter-Asko, Husum, Adolf-Brütt-Straße 29
3. Bestmann, Manfred, Hochbrücksiel / Oldenswort
4. Böhnert, Hans, Husum, Ostenfelder Straße 37
5. Christiansen, Uwe, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6. Ebsen, Helmut, Husum, Am Gallberg 48
7. Ewald, Günter, Husum, Fischersiedlung 21
8. Hahn, Helmut, Husum, Rungholtstraße 43
9. Handschuh, Dieter, Husum, Ludwig-Nissen-Straße 36
10. Lorenzen, Peter E., Husum, Herzog-Adolf-Straße 16
11. Niemann, Karl-Heinz, Husum, Feldbergstraße 18
12. Ott, Theo, Husum, Großstraße
13. Siebels, Herbert, Husum, Bredstedter Straße 15
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Bunte Seite

Alle mit Sportabzeichen

Darauf ist man bei Borussia Hannover stolz. Als erste Fußballmannschaft im gesamten Bundesgebiet erwarben alle Mitglieder der A-Jugend das Deutsche Jugendsportabzeichen! Der Landessportbund Niedersachsen ehrte die Mannschaft bei einer gemeinsamen Kaffeetafel durch Überreichung von Sportbüchern.


Neue Wege

Die Vereinsleitung der schwedischen Mannschaft Härnoma IF beschreitet neue Wege der Zusammenarbeit mit dem Publikum. Bei den Heimspielen werden Fragebögen verteilt. Als besonders wichtig betrachtet man die Rubriken: "Was gefällt Ihnen an unserer Mannschaft und an unserem Verein nicht?" und "Welche Verbesserungsvorschläge würden Sie machen?" Mit den Ergebnissen der Publikumsbefragung ist man in Härnoma zufrieden. "Wir sind auf manchen Mißstand aufmerksam gemacht worden, den wir bisher nicht genug beachtet haben", erklärte Präsident Bergström. "Es wurden auch sehr vernünftige Vorschläge gemacht. Wir wollen weiterhin die Hand am Puls unseres Publikums halten."


Akademiker

Akademisch gebildet sind alle Spieler der portugiesischen Fußballelf Coimbra. In der Mannschaft spielen drei Juristen, drei Mediziner, zwei Altphilologen sowie ein Theologe, ein Tierarzt und ein Pharmazeut. Drei Spieler haben den Doktortitel. Was diese Mannschaft scheinbar nicht hat, ist ein guter Fußballspieler, da diese Elf in ihrer Spielklasse seit Monaten ohne Sieg ist.


Nachwuchsförderung

In einer feierlichen Sitzung soll ein Verbot aufgehoben werden, das sich die Spieler des Fußballclubs in St. Avoire (Südfrankreich) vor sechs Jahren auferlegt hatten, als der Klub in den Städtchen gegründet wurde. Damals hatten die Mannschaftsmitglieder vereinbart und schriftlich festgelegt, daß sie alle ledig bleiben würden, bis die Meisterschaft errungen und der Weg von der untersten Klasse, in der begonnen werden mußte, in die nächsthöhere geschafft sei. Bis heute warten sie noch auf den Aufstieg. Nachdem nun sechs Spieler schon vier Jahre verlobt sind, wurde die Aufhebung des Heiratsverbots beschlossen. "Die Bräute werden ungeduldig und beginnen zu murren", sagte der Vorsitzende René Boutard. "Außerdem", fügte er lächelnd hinzu, "brauchen wir ja auch bald tüchtigen Nachwuchs!"


Steigende Zahlen

Die Mitgliederzahl in den Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes wuchs im vergangenen Jahr noch stärker an als im Jahr zuvor: Sie stieg um insgesamt 76.000 auf 2.128.247! Der größte Teil des neuen Zustroms entfiel auch diesmal auf die Klasse der Schüler (10 bis 14 Jahre) und Jugendlichen (14 bis 18 Jahre), in denen 51.510 neue Mitglieder zu verzeichnen waren, während die Zahl der Senioren (über 18 Jahre) um 24.579 anwuchs.

An der Vergrößerung des Mitgliederbestandes waren alle 16 Landesverbände beteiligt: Am stärksten Bayern mit 38.323, Niedersachsen (7.735), Hessen (7.029), Westfalen (5.638), Rheinland (3.260) und Mittelrhein (3.134). An den Spitzen der Landesverbände nach der Mitgliederzahl liegt Bayern mit 367.474 vor Niedersachsen (277.259), Westfalen (227.131), Hessen (189.491), Württemberg (167.892) und Niederrhein (163.440). Die Zahl der den Landesverbänden des DFB angeschlossenen Vereine stieg im letzten Jahr um 228 auf 15.056. Gleichzeitig wuchs die Zahl der regelmäßig am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften und 486 auf 66.959.


Der Förderverein

Vier Jahre nach seiner Gründung hat der Rottweiler Hallenbad-Förderverein, der rund 1.000 Mitglieder zählt, beschlossen, ab 1. Januar 1964 keine Mitgliedsbeiträge mehr zu erheben. Der Förderverein soll bis zur Einweihung des Hallenbades, das sich derzeit im Rohbau befindet, beitragsfrei weitergeführt und dann aufgelöst werden. Er hat sein sich selbst gestecktes finanzielles Ziel, 150.000 D-Mark für den Hallenbadbau aufzubringen, inzwischen bereits überschritten. Derzeit beträgt das Vereinsvermögen, das bei der Einweihung des Hallenbades der Stadt übergeben wird, 156.000 D-Mark. Bis Ende 1965, dem voraussichtlichen Termin der Fertigstellung des Hallenbades, sollen es durch Zinsen 170.000 D-Mark sein. Der Betrag war durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und die Erlöse von vier Lotterien zusammengekommen. Das Beispiel macht in Südwürttemberg Schule.


Das ideale Alter

"Wir setzen auf reife Spieler, und ein schwedischer Fußballspieler erreicht seine Reife nicht vor dem 26. Lebensjahr", sagt Schwedens Nationaltrainer. In den USA und in der Sowjetunion hat man wissenschaftliche Untersuchungen über das Idealalter in den verschiedenen Sportarten durchgeführt. In der Sowjetunion hat man herausgefunden, daß 29 Jahre das beste Alter für einen Fußballspieler ist, ein Alter, in dem man Bestleistungen erwarten kann. Bei der Beurteilung spielt hierbei die Muskelkraft eine untergeordnete Rolle, bedeutungsvoll ist die Kapazität von Herz und Lungen. Für das Spiel muß man bekanntlich auch eine Eigenschaft mitbringen, die man als Ballgefühl bezeichnet.

In Amerika sind gleichartige Untersuchungen vorgenommen werden; Professor Harvey Lehmann an der Ohio-Universität hat 10.000 Studenten untersucht. Mit dieser breit angelegten Untersuchung als Basis wird das entsprechende Idealalter ungefähr folgendermaßen angegeben: Amerikanischer Fußball 24 Jahre, Eishockey 24,5, Leichtathletik 22 bis 24 Jahre (abgesehen von den Langdistanzläufern, die später reifen und länger aktiv bleiben), Tennis 26 Jahre. Was das Schwimmen anbetrifft, so ist das Durchschnittsalter schwerer festzustellen, da ein Teil der Schwimmer die Bestleistungen bereits mit 16 Jahren erzielt."

(Dagens Nyheter, Stockholm)


Werbung

An der Spitze des französischen Fußballproficlubs AS Montpellier steht ein Geistlicher, der Domherr von Bessèges. "Don Camillo", wie er genannt wird, ist auf eine originelle Idee zur Hebung der Besucherzahlen bei Fußballspielen verfallen. Er läßt vor jedem Heimspiel 2.000 Exemplare einer Sonderausgabe der Vereinszeitung drucken und kostenlos an die zuerst eintreffenden Wettspiel-Besucher verteilen. Seither bemühen sich die Fußballfreunde, so schnell wie möglich auf dem Fußballplatz zu sein. Andere französische Vereine wollen jetzt einen ähnlichen "Kundendienst" aufziehen.


Alkohol auf Sportplätzen

Auf unseren Sportplätzen geht es mitunter übertrieben laut Zug. Gegen noch so laute Freudenausbrüche, Zurufe und so weiter ist nichts zu sagen, bedenklich wird es erst, wenn die Anteilnahme zum Fanatismus wird und sich in Flaschenwürfen, Raketenabschießen, Angriffe auf den Schiedsrichter und so weiter offenbart. Dann kommt es zum Lärm, zu Körperverletzungen oder zum Skandal, und da haben die Verantwortlichen die Pflicht, einzuschreiten. Hier ist keine Rücksichtnahme gegenüber solchen Krakeelern am Platz, neben dem Sportplatzverweis gehören sie vor die öffentlichen Ordnungsorganw. In fast allen Fällen ist festgestellt worden, daß ein übermäßiger Alkoholgenuß Ursache solche Ausschreitungen ist, was nicht immer strafmildernd wirkt. Der DFB hat aufgrund der zunehmenden Skandalszenen die Verbände und Vereine ersucht, gegen solche Vorkommnisse einzuschreiten und insbesondere den Verkauf von Alkohol eine halbe Stunde vor dem Spiel beginnend, zu unterlassen. Dieser Beschluß ist begrüßenswert, obwohl nur selten der Alkoholgenuß auf dem Sportplatz allein Ursache der Ausschreitungen sein dürfte. Aber es muß alles getan werden, um diesem unerträglichen Übel, das auch die wirklichen Sportler von unseren Sportplätzen vertreibt, energisch zu Leibe zu gehen.

Eckhard "Ecki" Sers

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Die SG Frankfurt-Hoechst 01 führt für 1963 eine Mitglieder-Werbeaktion durch. Wer sechs Mitglieder wirbt, ist ein Jahr beitragsfrei; die Beitragsfreiheit steigert sich bis zu fünf Jahren (zuzüglich von 25 D-Mark Prämie) bei Werbung von 30 neuen Mitgliedern. Wer die meisten Mitglieder wirbt, bekommt zudem zusätzlich eine Freifahrt bei einer Auslandsreise. Jedes neu geworbene Mitglied muß mindestens ein Jahr Mitglied bleiben.


Erich Fehlberg, der verdienstvolle und ideenreiche Geschäftsführer des Karlsruher SC, bekleidet dieses Amt seit 10 Jahren. Wir gratulieren.


Auf eine nette Art hat der VfR Eberstadt (Hessen) seine Gründungsmitglieder geehrt. Im Vereinsheim hängt eine Ehrenplakette, die den Namen jener Männer verewigt, die den VfR aus der Taufe hoben.


Eine Zündholzaktion zur Verbesserung seiner Sportplatzanlage führt der VfL Osnabrück durch. Jedes Mitglied bekam 100 Zündholzbriefchen zugestellt und sein Konto mit 10 D-Mark belastet. Die Aktion geht bis Ende November; als Prämien gibt es fünf Preise im Wert von 50 D-Mark bis 1000 D-Mark. Besonders aktiv im Verkauf war bisher die Jugendabteilung; zwei Jugendliche stehen bisher mit je 2.000 verkauften Heftchen an der Spitze.


Arminia Bielefeld hat eine Versehrtenabteilung, die 200 Mitglieder umfaßt und auf ein 15-jähriges Bestehen zurückblicken kann.


Durch Brandstiftung verlor der VfR Wiesbaden seine ganze Habe und sämtliche Sportartikel, die in seinen Umkleideräumen lagen. Der Schaden beträgt rund 4.000 D-Mark. Der Sportplatz gehört der Stadt, jedoch war nur das Gebäude versichert, so daß der Verein den Schaden allein tragen muß. Der Fall soll anderen Vereinen eine Lehre sein.


Eine Schallplatte mit dem Vereinslied und einem sogenannten Bundesligamarsch hat der FC Schalke 04 herstellen lassen. Es lagen 5.000 schriftliche Vorbestellungen vor.

Die Spieler seiner Vertragsliga hat der FC Schalke 04 gegen Grippe impfen lassen. Die Wirkungsdauer beträgt ein Jahr.


Eine Kinderabteilung hat vor einigen Monaten der SSV Hagen ins Leben gerufen. Von 8 ist die Mitgliederzahl der Abteilung auf 91 gestiegen.


Der SV Darmstadt beschloß, den Stehplatz bei den Spielen der ersten Mannschaft für Mitglieder auf 1,- D-Mark herabzusetzen, um die Werbung neuer Mitglieder zu erleichtern. Zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebes muße der Verein im letzten Vierteljahr 1962 für Licht, Gas und Wasser rund 4.000 D-Mark aufbringen.


Der TV Eimsbüttel stellt seinen auswärtigen Mitgliedern die monatlich erscheinende Vereinszeitschrift per Luftpost zu.


Altona 93 hat in der ersten Amateurmannschaft einen türkischen Gastarbeiter. Da er in einem Massenquartier wohnt, laden ihn seine Mannschaftskameraden umschichtig über das Wochenende ein.


Nach dreijähriger Bauzeit hat der VfR Mannheim sein Vereinsheim mit Gaststätte und Hotelbetrieb fertiggestellt. Mit diesem imposanten Clubheim, dessen Kosten 350.000 D-Mark betragen, hat sich der Verein endlich eine feste Bleibe geschaffen. 157 neue Mitglieder meldete der Fußballsportverein im letzten Vierteljahr.


St. Pauli Hamburg hatte in den letzten 53 Jahren nur zwei erste Vorsitzende, Henry Rehder, der 20 Jahre amtierte, verzog von Hamburg und ihn löste Wilhelm Koch ab, der seit 32 Jahren ununterbrochen den Verein leitet.


Eine Werbeaktion bei den Stuttgarter Kickers brachte weitere 55 neue Mitglieder, wodurch der Verein wieder über 2.000 Mitglieder zählt. An erster Stelle steht ein Werber mit 34 neuen Mitgliedern, auf den nächsten Plätzen stehen solche mit 17, 13, 12, 10 und 9.


Heinz Mohr von der Lübecker Turnerschaft meldet in jeder Vereinszeitschrift die Spenden für den Ausbau des Turnerschaftplatzes. Es sind bereits 59.833,68 D-Mark, eine stolze Leistung, die mit kleinsten Beträgen zusammenkam, nur weil ein Mann nicht müde wurde, dafür zu werben.


In den letzten 10 Jahren entrichteten die Offenbacher Kickers 429.000 D-Mark an Vergnügungssteuer, 108.500 D-Mark für Pacht, 88.000 D-Mark für Platz Ausbau, 99.000 D-Mark für Platzunterhaltung und Platzreparaturen.


In Westberlin sind 118 Fußballvereine dem Verband angeschloßen. In 47 von ihnen sind Frauen in der Vereinsverwaltung tätig.


Die SpVgg 05 Bad Homburg führte mit fünf Mannschaften, darunter eine Jugendmannschaft, eine einwöchige Reise nach Holland durch.


Mit einem Defizit von 38.000 bzw 28.500 D-Mark schloß die Spielvereinigung Fürth ihre letzten beiden Geschäftsjahre ab. MdL Fritz Gräßler wurde erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt.


Seelsorge

Ganz gute Erfolge erzielt der englische Club der zweiten Division Leeds United mit seiner Spielerbetreuung: Die Mannschaft nimmt in der Meisterschaft eine Spitzenposition ein. Den Spielern steht im Auftrage des Vereins ein Priester zur Verfügung, mit dem sie ihre persönlichen Lebensprobleme erörtern können. Besonders die jüngeren benutzen die Gelegenheit recht gerne. Mädchen und Großstadt-Versuchungen sind die Hauptthemen dieser Diskussionen.


Ausfall-Honorar

Der FC St Pauli Hamburg wird von der Hansestadt Hamburg dafür entschädigt, daß er, weil der Rasen des von der Stadt errichteten neuen Platzes am Millerntor nicht sachgemäß angelegt und nicht bespielbar war, seine Heimspiele auf anderen Plätzen austragen mußte. Dem Verein wurde als Entschädigung für den Einnahmeausfall einen Betrag von 109.000 D-Mark zuerkannt. Das Parlament Hamburger Bürgerschaft bewilligte die Entschädigung, die sich auf den Zeitraum von Mai bis Dezember dieses Jahres erstreckt.


Fußballbegeisterung

Bellheim ist ein kleiner Ort mit rund 6.000 Einwohnern. Der dort beheimatete Fußballverein "Phönix" hat etwa 500 Mitglieder und besitzt einen ansprechenden Sportplatz mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Zuschauern. Die Tribüne, Umkleide-, Waschräume und so weiter wurden durch Arbeitsleistungen der Mitglieder errichtet. Der Verein hat eine starke Jugendabteilung, aus der er seine Kräfte schöpfen. Die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen liegen jedesmal zwischen 2.500 und 4.000 - bei 6000 Einwohnern! Das ist vorbildlicher Arbeit.


Volkssport?

In der Vereinszeitschrift des Hamburger SV gibt ein Brief eines Mitglieds aus Italien Einblick in die Höhe der dort "üblichen" Eintrittsgelder. Im Spiel Mailand - Santos (um den "Welttitel") kostete ein Platz auf der Haupttribüne 12.000 Lire = 78 D-Mark, Seitentribüne 8.000 Lire = 52 D-Mark, überdachter Stehplatz 4.000 Lire = 26 D-Mark und ein gewöhnlicher Stehplatz 13 D-Mark = 2.000 Lire. Die entsprechenden Preise für Meisterschaftsspiele sind: 48,75 D Mark; 26 D-Mark; 14,30 D-Mark; 9,75 D-Mark und ein verbilligter Stehplatz 7,80 D-Mark. Bei weniger wichtigen Spielen sind die Preise etwas niedriger. Volkssport?

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. März

Unsere Zuschauer

Alle, die diese Zeilen in die Hand bekommen, werden sicherlich schon einem Fußčballspiel beigewohnt haben. Wem klingt da nicht noch das Schreien, Rufen und Johlen der Zuschauer in den Ohren? Wie leicht kocht doch die Volksseele über! Vielerlei Gründe geben dazu Veranlassung und leider wird zu oft das Maß des Vertretbaren überschritten!! Nicht selten hat man das Gefühl, als wolle sich mancher auf dem Fußballplatz abreagieren und austoben. Dagegen werden wir uns aber auf unserem Platz - wie bisher - wehren. Gegen ein vernünftiges Anfeuern der eigenen Mannschaft hat keiner etwas einzuwenden, aber Pöbeleien und Beleidigungen oder gar das Auffordern der Spieler zu "Ruppigkeiten" wollen wir auf unserem Platze nicht dulden. Es gibt Städte, in denen jede Entscheidung des Schiedsrichters gegen die eigene Mannschaft oder der leichteste Regelverstoß des Gegners pausenlos mit den Worten "pfui-pfui-pfui" oder "raus-raus-raus" begleitet wird. Es ist kein schöner Nachmittag, wenn man solches Geschrei eineinhalb Stunden zu ertragen hat. Hinzu kommt noch das Beleidigen der Spieler, wenn ihnen die unmöglichsten Beschimpfungen zugerufen werden, mit der gleichzeitigen Aufforderung an die Akteure des eigenen Vereins, noch härter einzusteigen. Soll ich noch näher ausführen, wie solche Worte lauten? Sicherlich ist das nicht nötig, jeder Besucher eines Fußballplatzes hat derartig ausfallende Ääußerungen schon mit innerem Bedauern anhören müssen. Natürlich gibt es auch unfaire Spieler auf dem Platz, aber da sollte man dem Schiedsrichter die Maßregelung überlassen! Und wie wirkt so ein häßliches Geschrei auf die Fußballer? Doch keinesfalls beruhigend! Da wundert sich das Publikum dann, wenn der Schiedsrichter nervös oder unsicher wird. Keiner sollte vergessen, daß auch er nur ein Mensch ist!

Ich habe unsere Mannschaft schon auf vielen Fahrten begleitet und kenne alle Plätze unseres Bezirks. Zur Ehre des Husumer Publikums muß ich aber sagen, es gehört zu dem fairsten. Das gilt nicht nur für die Zuschauer auf dem 18er-Platz, sondern auch für die Anhänger unseres Nachbarvereins "Frisia". Wie könnte es sonst seit mehr als 10 Jahren heißen, daß die Spiele "Frisi-Hus.18" eine Werbung für den Fußballsport gewesen sind, ganz gleich, welchen Klassen wir jeweils angehörten? Das galt auch für das erst vor einigen Wochen ausgetragene Spiel, und zwar sowohl für die Aktiven auf dem Rasen als auch für die Zuschauer. Diese Feststellung dürfen wir selbst dann treffen, wenn es auch auf unserem Platz schon zu unliebsamen Szenen gekommen ist. So wäre es vermessen, wenn ich nur von einem guten Publikum in Husum spräche. Das gibt es auch in anderen Städten. Aber für Auswüchse - wie geschildert! - sind mir einige Plätze in auffälliger Erinnerung. Doch nicht nur wir achten auf die Haltung des Publikums. Z.B. hat man das Mitbringen von Kuhglocken und Autohupen in einigen Großstädten schon verboten, um unerwünschte Radauszenen weitestgehend zu unterbinden. Sicherlich erinnern sich noch viele, wie unsere Nationalmannschaft bei der letzten Weltmeisterschaft im Spiel gegen Schweden durch das ungebührliche Getobe der aufgepeitschten Menge völlig entnervt wurde. An solchen Vorfällen dürften die Verantwortlichen nicht achtlos vorübergehen.

Unsere Zuschauer in Husum neigen eher dazu, mit der eigenen Mannschaft zu scharf ins Gericht zu gehen, so daß mancher sensible Spieler lieber auf einem auswärtigen Platz spielt, um ihrer harten Kritik zu entgehen. Das muß auch nicht sein, denn man soll insbesondere jungen Spielern damit nicht das Selbstvertrauen nehmen. Ein Wort der Anerkennung - auch nach einem verlorenen oder weniger glücklichen Spiel - wirkt hinsichtlich der Leistung oft Wunder.

Also, liebe Fußballanhänger, Ihr wißt, was gemeint ist. Gegen ein übliches, faires Mitgehen zur Unterstützung der eigenen Mannschaft haben wir nichts einzuwenden; das billigen wir selbstverständlich auch dem auswärtigen Publikum zu. Aber gegen anstößige Herausforderungen und dergleichen werden wir - ich sagte es schon - energisch einschreiten und wenn es sein muß, den ungebührlichen Schreier auffordern, unsere Platzanlage zu verlassen.

Ich weiß, daß ich im Sinne all' derjenigen spreche, die im Sport noch ein "Spiel" sehen!

Karl Krieger, 1. Vorsitzender


UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

RW Niebüll

 

10:1 (4:0)

Der Sturm unserer Liga war in diesem Spiel nicht zu halten. Allerdings hatten sie diesmal einen Gegner vor sich, der bei weitem die schlechteste Leistung brachte, die jemals eine Bezirksligamannschaft in Husum gezeigt hat.

Bereits bis zur Pause lagen die Gäste aus Niebüll hoffnungslos mit 0:4 Toren im Hintertreffen. Unsere Liga schoß durch Karl "Kalli" Clausen die 2:0-Führung heraus und stellte dann durch Dieter "Schorsch" Schleger und wiederum Karl "Kalli" Clausen den Halbzeitstand her. Erst nachdem Dieter "Schorsch" Schleger das 5:0, Johannes "Haschi" Jannsen das 6:0 und Gundolf Schrock das 7:0 und 8:0 herausgeschossen hatten, glückte den Niebüllern der Ehrentreffer. Johannes "Haschi" Jannsen stellte dann mit zwei weiteren Toren den 10:1-Endstand her.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Bredstedter TSV

 

2:1 (2:0)

Obwohl unsere Liga ohne Manfred "Manne" Hoppe, Karl "Kalli" Clausen und Horst Cwajkowski antreten mußte, lange es im Spiel gegen unseren Ortsnachbarn Bredstedter TSV vor etwa 500 Zuschauern zu einem verdienten Sieg.

In der 30. Minute schon Johannes "Haschi" Jannsen mit Unterstützung des Bredstedter Verteidigers die 1:0-Führung für unsere Liga. In der Schlußminute der ersten Halbzeit erhöhte Gundolf Schrock auf 2:0.

Nach Wiederanpfiff fielen bis zur 80. Minute keine Treffer. Erst dann kamen die Bredstedter zu ihrem Anschlußtor. Nun versuchten die Bredstedter, durch ihren zahlreichen Anhang unterstützt, den Ausgleich zu erzielen, aber unsere clevere Hintermannschaft hielt allen Anstürmen stand.

So spielte unsere Liga:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Dieter Eisenheim ǀ Gundolf Schrock ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

TSV Westerland

 

-

 

Husum 18

 

1:3 (0:1)

Am 26. Januar mußte unsere Liga auf dem gefürchteten Platz in Westerland antreten. Unsere Mannschaft konnte sich jedoch beim TSV Westerland verdient mit 3:1 behaupten und damit weiterhin Anschluß an die beiden Spitzenreiter halten. Der Sieg beim TSV Westerland ist deshalb verdient, weil unsere Liga im Sturm durchschlagskräftiger, entschlossener und insgesamt auch spielerisch besser war. Auch unsere Abwehr war voll auf dem Posten, so daß der sonst gefürchtete Westerländer Sturm sich so gut wie gar nicht entfalten konnte.

Unsere Liga ging in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Karl "Kalli" Clausen mit 1;0 in Führung. Dieter "Schorsch" Schleger konnte nach Wiederbeginn das 2:0 herausschießen, und Karl "Kalli" Clausen war es wiederum, der mit dem 3:0 den Sieg sicherstellte. Westerland steckte zwar nicht auf, aber erst zehn Minuten vor dem Abpfiff schossen die Westerländer das verdiente Ehrentor.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

Tabelle der II. Amateurliga

    Stand 23.02.64   Spiele   Tore   Punkte  
1.   VfB Nordmark Flensburg   25   69:35   38:12  
2.   DGF Flensburg   23   95:37   36:10  
3.   Husum 18   24   77:33   36:12  
4.   FSV Wyk   24   49:59   26:22  
5.   TSV Westerland   23   64:61   25:21  
6.   TSV Nord   25   47:48   25:25  
7.   TSV Kropp   24   49:62   24:24  
8.   TSV Weiche-West   23   47:48   23:23  
9.   Bredstedter TSV   25   66:74   23:27  
10.   Rasensport Schleswig   24   54:58   22:26  
11.   TSV Kappeln   24   42:48   21:27  
12.   Flensburger TB   24   63:65   21:27  
13.   SIF Schleswig   25   43:60   19:31  
14.   TSV Vorwärts Flensburg   23   46:69   17:29  
15.   RW Niebüll   22   47:75   14:30  
16.   Nordmark Satrup   22   39:84   10:34  
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. März

Unsere Tischtennisabteilung

Unsere I. Mannschaft mußte am 26. Januar 1964 das wichtige Spiel gegen den Tabellenführer TSV Westerland ohne Kreismeister Jan Peter Wichmann bestreiten, der zu diesem Spiel keinen Urlaub erhielt. So gab es auch diesmal eine klare Niederlage mit 2:9. Allerdings wurden fünf Spiele erst im dritten Satz entschieden. Die Punkte für uns holten Heinz Splettstößer und Harald Wulf.


Das Spiel gegen den TTC RW Schleswig wurde am 9. Februar 1964 klar mit 9:1 gewonnen. Damit konnte der dritte Tabellenplatz weiter gefestigt werden.


Unsere II. Manschaft lieferte gegen den Tabellenführer der Kreisklasse Frisia III ein gutes Spiel und unterlag nur knapp mit 6:9. Gegen den TSV Garding gab es allerdings mit 1:9 wiederum eine klare Niederlage.


Die I. Mannschaft bezwang in einem Freundschaftsspiel die Gardinger mit 9:6 Punkten.


Sehr beachtlich waren in der letzten Zeit die Leistungen unserer beiden Jugend-Mannschaften, die mit den Mannschaften von Frisia die Kreisklasse bilden. Die Ergebnisse:

Frisia Husum I   -   Husum 18 II   7:0
Frisia Husum I   -   Husum 18 I   7:2
Frisia Husum II   -   Husum 18 II   7:0
Frisia Husum II   -   Husum 18 I   4:7
Frisia Husum III   -   Husum 18 II   kampflos für Husum 18

Unsere Spieler in der Herren-Klasse werden am 14. und 15. März ihr Ranglistenspiele austragen, bei denen jeder gegen jeden anzutreten hat. Der Ranglistenerste wird einen Wanderpokal erhalten.


Bezirksliga

  Spiele                
1.   MTV Leck   9   8 - 1   79:40   16:2
2.   TSV Westerland   10   8 - 2   83:38   16:4
3.   Husum 18   10   6 1 3   73:61   13:7
4.   TSV Nord   11   5 1 5   67:70   11:11
5.   Eggebek   10   5 - 5   63:65   10:10
6.   Frisia Husum II   10   4 - 6   69:67   8:12
7.   RW Schleswig   10   3 - 7   51:69   6:14
8.   TTK Flensburg   10   - - 10   15:90   0:20

Kreisklasse

  Spiele              
1.   Frisia Husum III   8         67:43   12:4
2.   Bredstedter TSV   7         57:31   11:3
3.   TSV Garding   8         60:34   11:5
4.   Koldenbüttel   8         54:45   10:6
5.   Ostenfeld   7         32:51   5:9
6.   Viöl   8         29:62   3:13
7.   Husum 18   8         33:66   2:14

Kreisklasse (Jungen)

1.   Frisia Husum I   6       42:6   12:0
2.   Frisia Husum II   6       34:22   8:4
3.   Husum 18 I   6       29:31   6:6
4.   Husum 18 II   6       13:35   2:10
5.   Frisia Husum III   4       6:30   0:8
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. März

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Am 28. Januar um 20.15 Uhr hatte unser Verein zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Handwerkervereinshaus eingeladen. Nach der Eröffnung durch unseren 1. Vorsitzenden Karl Krieger wurde mit ehrenden Worten der vorstorbenen Mitglieder Dr. Herbert Schulzebeer, Ludwig Schmüser und Markus Nehlsen gedacht.

In einem kurzen Abriß erläuterte der Vorsitzende, daß man beabsichtige auf dem Sportplatz einige bauliche Veränderungen (Umkleideräume) vorzunehmen, u.a. eine Tribüne zu errichten. Der Vorsitzende unterstrich nochmals den Aufstieg in die 1. Amateurliga und rief den Spielern zu, auch für die Zukunft zusammenzuhalten.

Nach den Ausführungen des 1. Vorsitzenden berichtete Sportfreund Kurt Kusber über die Arbeit der Schwimmabteilung. Der Beschluß des Vorstandes, dem Verein eine Schwimmabteilung anzugliedern, habe bei den Mitgliedern und in Kreisen der Husumer Bevölkerung große Beachtung gefunden. Zuerst werde die Schwimmabteilung sicherlich auf einigen Widerstand stoßen, da sie keine geeigneten Voraussetzungen für den Schwimmsport haben. Aus diesem Grunde müsse es Aufgabe des Vereins sein, alle Maßnahmen zu fördern und zu unterstützen, die auf die Errichtung eines Hallenschwimmbades hinzielen. Nach den guten Ausführungen des Sportfreundes Kurt Kusber wurde dieser einstimmig zum Obmann der Schwimmabteilung gewählt.

Anschließend dankte Spielausschußobmann Dr. Erwin "Pütten" Kraatz seinen Spielausschußmitgliedern für ihre Arbeit im Verein.

Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen richtete einen Appell an erfahrene Fußballspieler, Schiedsrichter zu werden, da es immer noch an nötigen Schiedsrichtern fehlt.

Mit einem Gruß auf die Farben des Vereins wurde die außerordentliche Mitgliederversammlung gegen 22 Uhr geschlossen.

Eckhard "Ecki" Sers

Mitgliederbewegung im Februar

   
Neuaufnahmen
1.   Brühl-Schreiner, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
2.   Burmeister, Sönke, Husum, Moltkestraße 7
3.   Kaczmarek, Paul, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
4.   Krattz, Dietmar, Husum, Ochsenkamp 42
5.   Langholz, Uwe, Husum, Friesenstadion
6.   Lindner, Peter, Husum, Theodor-Storm-Straße 9
7.   Metzger, Rolf, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
8.   Prahl, Ketel, Husum, Beselerstraße 52
9.   Schliter, Volker, Husum, Klußmannstraße 19
10.   Werner, Jörg, Husum, Matthias-Claudius-Straße 135
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Das Torwartspiel

Bis zum Jahre 1869 war nach dem damaligen Stand des Spiels ein Torwart überflüssig. Der Ball konnte von allen Spielern mit der Hand gespielt werden. Gleich den Spielen wie Schlagball, Treibball usw. konnte jeder Spieler beim Fußball nach den damals geltenden Bestimmungen den Ball fangen und nach vorn schlagen, wie es beim Rugby noch heute der Fall ist.

Mitte des vorigen Jahrhunderts findet der Torwart das erste Mal Erwähnung in den Spielregeln. Die erste Spielregel sagt bezüglich des Torwarts: "Der Torwart darf in der Verteidigung seines Tores den Ball mit der Hand nehmen." Also: Um in die Ecke geschossene Bälle aufzuhalten bzw. abzuwehren und körperlichen Angriffen auszuweichen, durfte der Torwart die Hände benutzen bzw. mit dem Ball laufen.

Dies wurde natürlich vom Torwart ausgenutzt, er lief übertrieben weit mit dem Ball in das Feld des Gegners. Die Regel erlaubte dies. Zwei Jahrzehnte später durfte der Torwart den Ball nicht mehr als zwei Schritte tragen - aber noch immer konnte er sich über das ganze Spielfeld bewegen. Doch auch dies wurde durch eine erneute Regeländerung unterbunden. Die neue Regel erlaubte dem "Torkeeper" das Handspiel nur noch in seiner eigenen Spielhälfte. 1912 wurde es auf dem Strafraum beschränkt. und 1931 wurde die Zahl der mit dem Ball erlaubten Schritte auf vier erhöht. So ist es noch heute.

Der Torwart war lange Zeit ein Spieler wie jeder andere. So konnte er auch gerempelt werden, gleichgültig, ob er direkt am Ball war oder nicht. Im Jahre 1892 begann man, mittels einer weiteren Regeländerung das Torwartspiel etwas zu erleichtern, indem man festlegte, daß er nicht gerempelt werden durfte, außer wenn er den Ball hält. Nach Einführung von Tor- und Strafraum (1903) wird das Rempeln des Torwarts erlaubt, wenn er seinen Torraum verlassen hat. Dadurch wird er außerhalb seines Torraumes vollkommen zum Feldspieler gestempelt, mit Ausnahme des erlaubten Handspiels im eigenen Strafraum. In erster Linie ist der Torwart Verteidiger seines Tores. Im Laufe der Jahre hat sich eine gewisse Towarttechnik herausgebildet, die im Grunde mit dem Spielgedanken nicht übereinstimmt. Gewiß ist das Fangen eines Balles bzw. das Auf-ihn-Werfen am Boden oft sicherer als die Abwehr mit dem Fuß, um ein Tor zu verhindern. Aber haben sich die Torwarte die Fußabwehr - auch dann, wenn sie möglich und sicherer ist - nicht fast ganz abgewöhnt, und werfen sie sich mit ihrem Körper nicht auch auf solche Bälle, die mit dem Fuß viel leichter abzuwehren sind?

Die Regeln schützen den Torwart in weitgehendem Maße. Er braucht nicht mehr ein Auge auf den Ball und das andere auf den anstürmenden Gegner zu haben. Regel und Spielgedanken wollen dem Torwart keinen Freibrief geben. Der Torwart ist gut beraten, der seinen Torraum so selten wie möglich verläßt.

Eckhard "Ecki" Sers

Sport - Bestandteil der Erziehung

Das zeigt in eindrucksvoller und überzeugender Weise ein Film über das Sportland Japan, den die Deutsche Olympische Gesellschaft in Heide zeigte. Hier ist das verwirklicht worden, was bei uns Ärzte und aufgeschlossene Pädagogen schon lange fordern - hier lebt ein ganzes Land für den Sport.

Der Grundstein wird in den Schulen gelegt und zwar bereits bei den Kleinsten in den unteren Klassen. In jedem Schuljahr soll ein bestimmtes Ziel erreicht werden, und mit einem wahren Feuereifer sind die Kleinen dabei, diese Leistungen zu vollbringen. Es wird von keinem als Zwang angesehen, und verständnisvolle Pädagogen sorgen dafür, daß kein verkrampftes "Muß" dahinter steht. Schulmeisterschaften, Wettkämpfe verschiedener Schulen untereinander und sogar Landesschulmeisterschaften erhöhen den Reiz und spornen zur Leistungssteigerung an. Die eigentlichen Hochburgen des Sports sind dann später die Universitäten. Auch hier gehört der Sport zum Unterrichtsprogramm, und besonders talentierte Studenten sind sogar verpflichtet, neben ihrem eigentlichen Studium eine bestimmte Anzahl von Trainingsstunden zu absolvieren. Lehrer an diesen Zentren sind die besten Sportler des Landes, und sie leisten neben ihrer Lehrertätigkeit auch Hervorragendes als Mensch und Pädagoge.

Das ganze Verhältnis des Japaners zum Sport ist anders als das des Europäers, da es bei ihm einen religiösen Ursprung hat. Er zeigt seine Leistungsgrenze, er stärkt seinen Willen, er artet aber nie in ungesunde Rivalität aus. Es kommt dem Japaner nicht unbedingt auf den 1. Platz an, er kann trotzdem Sieger sein, wenn er nämlich ein sich selbst gestecktes Ziel erreicht hat. Er geht sogar soweit, daß er sagt: "Die Gedanken an den Sieg beeinträchtigen die Selbstbeherrschung."

Wenn wir zuerst vielleicht versucht sind, diese Haltung als bloße Phrase abzutun, so müssen wir uns andererseits auch einmal vor Augen halten, welche Leistungen Japan bereits vollbracht hat, sowohl auf sportlicher Ebene, als auch auf dem Gebiet der Industrialisierung und der damit verbundenen Hebung des Lebensstandards, die beide wahrscheinlich schnell vor sich gegangen sind.

Eckhard "Ecki" Sers

Gute Ratschläge selber befolgen

Abhärten heißt die Parole des spanischen Fußballtrainers Manuel Badola. Er packte seine Schützlinge, die Mannschaft des Fueca-Sportclubs auch gleich scharf an, als er sie vor kurzem übernahm. Vor allem verbot er den Spielern das Rauchen sowie das Trinken vor den Spielen und während der Halbzeitpause. "Man kann ein Spiel durchhalten ohne zu trinken, auch wenn es so heiß ist wie heute; das Trinken macht schlapp, ihr vergeßt den Durst, wenn ihr es nur wollt", sagte Badola energisch vor dem Spiel gegen Tullera. In der Pause wußten die Fueca-Spieler, daß sie eine Halbzeit ohne ihren Trainer auskommen mußten, denn dieser war mit Magenkrämpfen zu einem Arzt gebracht worden. Er hatte eine Flasche mit eisgekühltem Fruchtsaft in einem Zug heruntergestürzt.

Eckhard "Ecki" Sers

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Eintracht Braunschweig meldet für September - Oktober des Vorjahres 82 neue Mitglieder.


Mit Stolz berichtete Jugendleiter Andreas Weiß bei der Weihnachtsfeier des FC Bayern München von einer Sammlung unter seinen Jugendspielern; mit dem Geld konnte 30 Waisenkindern eine Weihnachtsbescherung bereitet werden.


Guter Gemeinschaftsgeist zeigt sich beim Eidelstedter SV. Beim weihnachtlichen Morgenempfang der alten Mitglieder wurden bei einer Sammlung für den Bau eines Vereinsheims 1.200 D-Mark an Spenden vereinnahmt.


Einen guten Erfolg brachte bisher die Werbeaktion des TSV Marl-Hüls 1912. Schon 153 neue Mitglieder, durchweg Erwachsene, wurden registriert, wodurch die Mitgliederzahl auf 756 stieg. Das ist ein Zugang von 25 Prozent.


Alemannia Aachen konnte in den letzten Monaten einen Zugang von rund 300 neuen Mitgliedern quittieren, wodurch der Verein mit rund 3.300 Mitgliedern weiterhin mit Abstand der größte Verein im Landessportbund NRW bleibt.


Um den Austritt alter Mitglieder, die Rentner und Pensionäre sind, zu verhindern, setzt der VfB Peine für diese auf Antrag den Beitrag auf die Hälfte herab.


Die Jugendabteilungen des Hannoverschen SV 96 brachten durch Verkauf von Bausteinen für den Vereinsheimneubau insgesamt 2.255 D-Mark zusammen. Hieran waren die Jugendlichen von sechs Sportarten beteiligt.


Eine Werbeaktion führt der VfL Duisburg-Hüttenheim durch. Das Ziel ist, die Mitgliederzahl, die bei 1.000 liegt, auf 1.500 zu steigern.


Für den Umbau und die Erweiterung seines Vereinsheims hat der KSV Hessen-Kassel rund 500.000 D-Mark aufgewendet. Der Haushaltsvoranschlag für 1964 beträgt in Einnahme und Ausgabe rund 700.000 D-Mark. Der Verein hat jetzt 3.505 Mitglieder.

Eckhard "Ecki" Sers

Sport - Medizin der Zukunft

Zahlen können täuschen

Der Deutsche Sportbund ist im letzten Jahr um 210.368 neue Mitglieder auf 5.903.736 und um 578 Vereine auf 32.115 gewachsen. Damit sind 10,3 Prozent der Gesamtbevölkerung Mitglieder der Turn- und Sportvereine, rund 2,2 Millionen Menschen mehr als im Jahre 1954.

Auf den ersten Blick sieht diese Statistik recht erfreulich aus, da aus ihr eine stetige Aufwärtsentwicklung abzulesen ist. Und wie ist es in Wirklichkeit? Von 500 Rekruten, die kürzlich zur Bundeswehr eingezogen wurden und - als repräsentativer Querschnitt - stellvertretend für die gesamte Truppe an die Turngeräte kommandiert wurden, waren 420 nicht in der Lage, einen oder mehrere Klimmzüge zu machen. Ebensoviele blieben beim Weitsprung unter der Vier-Meter-Grenze, und 60 Prozent konnten nicht schwimmen. Ausbilder der Bundeswehr schätzen, daß etwa 95 Prozent aller eingezogenen Rekruten seit ihrer Entlassung aus derSchule keinen Sport mehr getrieben haben.

Aus diesen alarmierenden Zahlen geht eindeutig hervor, daß es nach wie vor um die körperliche Ertüchtigung unserer Jugend schlecht bestellt ist. Das Fernsehen brachte kürzlich eine sehr aufschlußreiche Sendung. Sie lief unter dem Titel "Müdigkeit - Krankheit unserer Zeit". Der Mediziner Dr. Friedrich Deich wußte erschreckend deutlich zu machen, daß aus dem deutschen Volk eine Nation von "Sitzern" geworden ist, die ihre Gehwerkzeuge nur noch selten benutzen. Die Technik ist im Wettbewerb mit der natürlichen Fortbewegungsart Sieger geblieben. Selbst Arbeiter, bei denen man körperliche Betätigung für selbstverständlich halten sollte, sind heute mehr oder weniger Diener der Technik; sie betätigen Knöpfe und Hebel. Die Folgen dieser von den Menschen für den Menschen geschaffenen "Bequemlichkeit" sind unabsehbar. Die Zahl der Herzinfarkt-Toten wächst beängstigend.

Die deutschen Sportärzte, die sich in Münster zu dem dreitägigen 21. Deutschen Sportärztekongreß trafen, sind überzeugt, daß die Sportmedizin bei uns noch nicht ihrer Bedeutung entsprechend bewertet wird. Sie möchten nicht nur Spezialärzte für aktive Sportler sein, sondern fühlen sich in ganz besonderer Weise befähigt, der Gesunderhaltung und Wiedergesundung des von gefährlichen Zeitkrankheiten bedrohten Menschen dienen zu können. Professor Dr. Herbert Reindell, Präsident des Deutschen Sportärztebundes, bezeichnete es als Aufgabe des Sportarztes, die günstigen Auswirkungen einer vernünftigen sportlichen Betätigung auf den Organismus für die Vorbeugung und Behandlung zeitbedingter Erkrankungen an den inneren Organen und dem Bewegungsapparat, nutzbar zu machen. Die unzureichende spielerische und sportliche Betätigung der Kinder und die bewegungsarme Lebensweise der Erwachsenen seien an der bedrohlichen Zunahme dieser Erkrankungen schuld.

Die Vereine sind aufgerufen: Nehmen sie ihre freiwillig übernommene Aufgabe ernst, gesunde Menschen zu erziehen und die Gesundheit zu erhalten.

"Sport ist die Medizin der Zukunft."

Aus "Sport im Spiel" des deutschen Sportbundes

Schmunzelgeschichten

Ein ausgezeichnetes Sportarchiv hat der Sportredakteur Allan Finch aus Louisville (USA). Wenn er etwas wissen will, braucht er in keinem Buch nachschlagen, er fragt nach. Mitunter läßt er das Archiv zu Hause, meistens bringt er es aber mit zur Zeitung. Das "Archiv" ist 76 Jahre alt und heißt Mary Finch. Mary ist Allans Großmutter, bei der er seit frühester Kindheit lebt, weil seine Mutter bei seiner Geburt starb. Oma Mary mußte dem kleinen Allan früher jeden Tag die ganze Sportseite der Zeitung vorlesen. Dadurch fand sie am Sport solchen Gefallen, daß sie sich seit 35 Jahren eingehend damit befaßt und alle erreichbaren Tages- und Fachzeitungen genau studiert. Da sie ein Gedächtnis wie ein Elektronengehirn hat, weiß sie über Pferde, Boxer, Football-, Baseballspieler etc. seit Jahrzehnten fast alles.


Vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekamen die Zuschauer auf dem Fußballplatz in Veriéres in Frankreich. Léon Cachard, Verteidiger beim einheimischen Klub, und Pierre Voche, Linksaußen beim SC Touillon, begrüßten sich vor dem Spiel aufs herzlichste. Sie schüttelten sich strahlend die Hände und klopften sich auf die Schultern. Auch beim Spiel waren sie außerordentlich rücksichtsvoll zueinander. Das waren die Zuschauer völlig ungewohnt, denn früher hatten sich diese beiden "Erzfeinde" jedemall gründlich "beharkt" und waren oft des Feldes verwiesen worden. Als sie zuletzt gegeneinander spielten, mußten beide ins Krankenhaus gebracht werden, jeder mit einem Wadenbeinbruch, weil sie blind drauflos gedroschen hatten. Dieser Krankenhausaufenthalt aber hatte eine Wandlung in ihrem Verhalten herbeigeführt. Sie hatten acht Wochen im selben Zimmer Bett an Bett gelegen und dabei herausgefunden, was sie auf dem Sportplatz nie festgestellt hatten: daß sie eigentlich "recht nette Kerle" seien.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. April

Das Gleichgewicht der Kräfte

Vor einiger Zeit ist wieder ein schwerer Unfall in einem Punktespiel, nämlich Münster : Braunschweig, zu verzeichnen gewesen. Das Spiel ging nach kurzer Unterbrechung weiter. Nach der Regel war kein Grund zu einem Spielabbruch gegeben.

Mehrfach habe ich schon mit Vereinsexperten die Frage erörtert, daß möglichst immer das Gleichgewicht der Kräfte, das heißt hier beider Mannschaften, erhalten bleiben muß. Einmal ist es allgemein eine Frage der Fairneß, ferner führt eine derartige Regel zur Fairneß, nämlich zu einem etwas vorsichtigeren Spiel. Und schließlich will der objektive Zuschauer zwei Mannschaften spielen sehen, die mit gleichen Waffen - nämlich mit der gleichen Anzahl von Spielern - einander gegenüberstehen.

Wenn man obige Frage irgendwo anschneidet, dann werden Arme und Hände hochgehoben, der Kopf von der einen auf die andere Seite gelegt und schließlich hört man nur die nichtssagende Worte, daß das wohl nie durchführbar sein. Welch ein Unsinn! Ist es denn für eine Meute von Hunden noch eine Kunst, den weidgeschossenen Hirsch zu jagen?

Zunächst sei festgestellt, daß in der kommenden Serie mit der Auswechslung der Torwarte der Anfang gemacht wird. Das ist schon ein Schritt vorwärts. Ich meine aber, es müßte noch weitergehen, und zwar wie folgt:

Wird ein Spieler durch einen Gegner verletzt - wie, sei hier egal -, so muß der gleiche Spieler der anderen Partei auch vom Platz (natürlich ohne Sperre).
Torwart = Torwart
Mittelstürmer = Mittelstürmer

Es sollte gleichgültig sein, wer wen zum Ausscheiden zwingt. Auszuscheiden hat der auf dem gleichen Posten stehende Spieler des Gegners.

Ich erinnere mich noch, wie vor ein paar Jahren im Endspiel um den englischen Cup gleich zu Beginn der Torwart von Manchester United (das ist noch das Schlimmste, was einer Mannschaft passieren kann) verletzt ausschied. Die Mannschaft kämpfte aufopfernd, verlor aber dennoch 0,2 wie nicht anders zu erwarten. Der Torwart war mit einem Gegner zusammengeprallt, also durch Einwirkung eines gegnerischen Spielers - wenn auch unabsichtlich - verletzt worden. Mit 99% Sicherheit konnte man von der Unfallminute an den Ausgang des Spieles voraussehen, denn welche Mannschaft, insbesondere in solcher Spielklasse, kann 80 Minuten ohne seinen Torwart ein Spiel offenhalten bzw gewinnen? Da sollte man nicht den Standpunkt vertreten, daß die Regeln dazu nichts sagen und man habe sich mit den Gegebenheiten abzufinden. Wenn in dem bewußten Endspiel der Torwart des Gegners von der Unfallminute an gleichzeitig ausgeschieden wäre, hätte es sich vermutlich um eine gleichwertige Partie gehandelt und der Sieger wäre als echter, berechtigter Gewinner vom Platz gegangen. Zumindest wäre der Spielausgang einmal völlig offen gewesen.

Und jetzt wieder in Münster! Der Einsatz ist so groß. Spieler und Vereine riskieren viel, z.B. hinsichtlich der Platzanlage, der Traineranstellung, das Spielerzugangs und so weiter und so weiter. Und nun mußte Münster von der 75. Minute an mit nur 10 Mann spielen, weil - wie aus der Zeitung sicherlich bekannt ist - ein Stürmer von Münster schwer verletzt vom Platz getragen wurde. Das widerspricht sicherlich nicht nur meinem Gerechtigkeitsgefühl! Es gehört nur etwas Mut dazu, solche Regeln zu ändern und sich nicht wie in England zu verhalten. Da fragte beispielsweise einmal ein deutscher Anwalt einen englischen, welche Erfahrungen er mit einem Spezialgesetz gemacht habe. Die Antwort des Engländers soll gelautet haben, das Gesetz sei erst 250 Jahre alt, man habe damit noch keine Erfahrungen sammeln können!!! Es sollte etwas schneller geschaltet und auch die hier angeschnittene Frage (Anzahl der Spieler) unter die sportliche Fairneß gestellt werden.

Sonstige Unsportlichkeiten, wie Schiedsrichter-Beleidigungen und so weiter haben natürlich mit dieser Darstellung nichts zu tun.

Karl Krieger, 1. Vorsitzender

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Vorwärts Flensburg

 

3:1 (2:1)

Am Sonntag, dem 1. März, mußte unsere Liga ihr Heimspiel gegen die Mannschaft des TSV Vorwärts Flensburg bestreiten. Wer glaubte, daß unsere Liga dieses Spiel im Spaziergang gewinnen würde, sah sich getäuscht. Die Elf des TSV Vorwärts war hinreichend gewarnt, denn sie mußten im ersten Spiel eine empfindliche 0:9-Heimspiel-Niederlage von unserer Liga einstecken. Man merkte förmlich, daß sich die Gäste etwas vorgenommen hatten, denn sie verkauften ihre Haut so teuer wie möglich.

Dieter "Schorsch" Schleger hatte für das Führungstor unserer Liga gesorgt und Johannes "Haschi" Jannsen auf 2:0 erhöht. Die Bemühungen der Gäste wurden schließlich durch das Anschlußtor zum 1:2 belohnt. Nach Wiederanpfiff hielt eine Feldüberlegenheit unserer Liga weiter an, und Karl "Kalli" Clausen konnte auch zum 3:1 einschießen. Zu mehr Toren langte es allerdings nicht, denn die Vorwärts-Deckung war sehr aufmerksam.

Unsere Liga spielte mit

Gundolf Schrock

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Vorwärts Flensburg

 

3:1 (2:1)

Am Sonntag, dem 1. März, mußte unsere Liga ihr Heimspiel gegen die Mannschaft des TSV Vorwärts Flensburg bestreiten. Wer glaubte, daß unsere Liga dieses Spiel im Spaziergang gewinnen würde, sah sich getäuscht. Die Elf des TSV Vorwärts war hinreichend gewarnt, denn sie mußten im ersten Spiel eine empfindliche 0:9-Heimspiel-Niederlage von unserer Liga einstecken. Man merkte förmlich, daß sich die Gäste etwas vorgenommen hatten, denn sie verkauften ihre Haut so teuer wie möglich.

Dieter "Schorsch" Schleger hatte für das Führungstor unserer Liga gesorgt und Johannes "Haschi" Jannsen auf 2:0 erhöht. Die Bemühungen der Gäste wurden schließlich durch das Anschlußtor zum 1:2 belohnt. Nach Wiederanpfiff hielt eine Feldüberlegenheit unserer Liga weiter an, und Karl "Kalli" Clausen konnte auch zum 3:1 einschießen. Zu mehr Toren langte es allerdings nicht, denn die Vorwärts-Deckung war sehr aufmerksam.

Unsere Liga spielte mit

Gundolf Schrock

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

VfB Nordmark

 

-

 

Husum 18

 

0:2 (0:0)

Im wichtigsten Spiel der zweiten Amateurliga zur Erringung des zweiten Tabellenplatzes, der zu den Aufstiegsspielen berechtigt, bezwang unsere Liga vor etwa 800 Zuschauern den harten Rivalen VfB Nordmark Flensburg mit 2:0 Toren.

Schon in der ersten Viertelstunde hatte unsere Liga die Möglichkeit, zum Führungstreffer zu kommen. Einmal vergab Dieter Eckholdt eine 100prozentige Chance, ein anderes Mal traf Johannes "Haschi" Jannsen nur den Pfosten. Unsere Hintermannschaft schlug sich abermals wieder großartig, so daß VfB Nordmark kaum eine echte Chance zum Torschuß hatte. Torlos ging es in die Halbzeit.

Nach Wiederbeginn wollte VfB Nordmarkt eine schnelle Entscheidung erzwingen und bedrängte unser Tor unaufhaltsam. In dieser Zeit wuchs unsere Hintermannschaft über sich selbst hinaus und verhinderte mehrfach einen möglichen Rückstand unserer Liga.

Nun zeigte sich die Cleverneß unserer Mannschaft. Aus der Defensive wurden zwei schnelle Angriffe nach vorne getragen, die Dieter "Schorsch" Schleger in der 80. Minute und Johannes "Haschi" Jannsen in der 82. Minute ausnutzten und unseren 2:0-Sieg herausschossen. Nach dem Schlußpfiff waren wir überglücklich, zwei wertvolle Punkte gewonnen zu haben.

Und so spielte unsere Liga:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Eckholdt ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Eisenheim ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

DGF Flensburg

 

-

 

Husum 18

 

4:0 (0:0)

Im Spitzenduell mußte unsere Liga am Samstag, dem 14. März, in Flensburg antreten, um dort gegen den Spitzenreiter DGF zu spielen. Durch die hervorragenden Ergebnisse beider Mannschaften in den letzten Spielen hatten sich etwa 1.200 Zuschauer eingefunden. Daß dieses Spiel eine klare Angelegenheit für den Spitzenreitern DGF werden würde, damit hatte keiner gerechnet. Anfangs sah es jedoch nicht nach einem derart hohen Sieg aus. Die erste Halbzeit wurde von den Abwehrreihen beider Mannschaften bestimmt, und unsere Liga konnte das Spiel noch offen gestalten. So ging es torlos in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff versuchten zunächst beide Sturmreihen, eine schnelle Entscheidung zu erzwingen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. DGF wurde immer stärker und drückte unsere Liga in die Verteidigung zurück. In der 70. Spielminute erhielt das Spiel eine entscheidende Wendung, als DGF mit einem Bombenschuß das Führungstor gelang. Nun wurde unsere Hintermannschaft unsicher, und der DGF-Sturm konnte sich immer mehr entfalten. Sie schossen aus allen Rohren und es gelang ihnen, noch weitere drei Tore zu schießen.

Ist der 4:0-Sieg über unsere Liga auch etwas zu hoch ausgefallen, so ist er aufgrund der besseren Leistung in der zweiten Halbzeit doch verdient. Unsere Liga aber braucht nicht die Köpfe hängen zu lassen. Sie haben ihr Bestes gegeben, trafen dieses Mal aber auf eine bessere Mannschaft, die verdient gewonnen hat.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Flensburger TB

 

4:1 (2:1)

Am Sonntag, dem 22. März, mußte unsere Liga gegen den Flensburger TB antreten. Durch den unerwarteten Erfolg unseres unmittelbaren Verfolgers VfB Nordmark über DGF waren wir uns im klaren, daß nur durch einen Sieg über FTB die Chance auf einen der ersten beiden Plätze erhalten werden kann.

Mit der Faust im Nacken wollte das Spiel unserer Liga zuerst nicht recht klappen, zumal die Gäste in der ersten Halbzeit eine kämpferisch hervorragende Leistung boten. Und sogar mit 1:0 in Führung gingen. Allmählich fand unsere Mannschaft zu ihrer gewohnten Form und schoß bis zur Pause durch Tore von Gundolf Schrock und Benjamin Hager eine 2:1-Führung heraus. Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit unserer Liga deutlicher. Der FTB mußte stark verteidigen. Unsere Liga schoß dann durch Horst Cwajkwoski das 3:1 und erzielte schließlich durch Gundolf Schrock das 4:1. Nach diesem Sieg hält unsere Liga weiter Anschluß an die Tabellenführer-

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Dieter Schleger ǀ Horst Cwajkwoski ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Tabelle II. Amateurliga

    Stand: 22.03.1964   Spiele       Tore   Punkte  
1.   DGF Flensburg   27       109:45   42:12  
2.   Husum 18   28       86:39   42:14  
3.   VfB Nordmark Flensburg   29       81:46   42:16  
4.   TSV Westerland   27       74:70   30:24  
5.   TSV Nord   27       53:50   29:25  
6.   FSV Wyk   27       57:67   28:26  
7.   Rasensport Schleswig   28       63:63   28:28  
8.   TSV Kappeln   28       71:56   27:29  
9.   TSV Weiche-West   27       53:56   26:28  
10.   Bredstedter TSV   27       76:79   25:29  
11.   TSV Kropp   28       51:73   24:32  
12.   Flensburger Turnerbund   27       69:76   23:31  
13.   TSV Vorwärts Flensburg   26       54:75   21:31  
14.   SIF Schleswig   28       49:67   21:35  
15.   TSV RW Niebüll   25       51:80   16:34  
16.   Nordmark Satrup   25       46:100   10:40  

Folgende Spiele haben DGF, Husum 18 und der VfB Nordmark noch auszutragen:

28.03.   TSV RW Niebüll   -   DGF Flensburg          
04.04.   DGF Flensburg   -   TSV Weiche-West          
05.04.   Nordmark Satrup   -   Husum 18          
12.04.   TSV Weiche-West   -   Husum 18          
12.04.   TSV Kropp   -   DGF Flensburg          
19.04.   VfB Nordmark Flensburg   -   FSV Wyk          
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Torwart verletzt - Tor oder kein Tor?

Im Spiel Meiderich gegen München ging es um einen verletzten Torwart. Torwart Petar Radenković und Stürmer Werner Kubek prallen im Münchener Strafraum zusammen. Beide bleiben regungslos am Boden liegen. Unbekümmert darum läßt Schiedsrichter Gerhard Pooch aus Lübeck weiterspielen. Heinz Versteeg erreicht außerhalb des Strafraums den abgewehrten Ball, spielt ihn weit hinüber zu Werner Krämer, der den Ball ins Tor schießt.

Was sagt die Regel zur Frage verletzter Spieler in Bezug auf die Schiedsrichter-Stellung? In der Regel heißt es: "Der Schiedsrichter hat das Spiel zu unterbrechen, wenn nach seiner Ansicht ein Spieler ernstlich verletzt ist. Er soll den Spieler sobald als möglich vom Spielfeld schaffen lassen und das Spiel sofort fortsetzen. Wenn ein Spieler nur leicht verletzt ist, soll das Spiel nicht unterbrochen werden, bis der Ball aus dem Spielfeld ist. Ein Spieler, der in der Lage ist, zur Seiten- oder Torlinie zu gehen, um sich irgendwie pflegen zu lassen, soll nicht auf dem Spielfeld behandelt werden."

Die Entscheidung liegt also völlig im Ermessen des Schiedsrichters. Wenn Gerhard Pooch der Meinung war, daß sich Petar Radenković und Werner Kubek nicht ernstlich verletzt hatten, dann mußte er den Meidericher Spielzug weiterlaufen lassen. Erst wenn der Angriff gestoppt wird, der Ball also weit genug aus der Gefahrenzone heraus ist, soll abgepfiffen werden. Würden die Anweisungen an die Schiedsrichter anders lauten, dann wäre billigen Täuschungsmanövern Tor und Tür geöffnet. Man stellt sich vor: Ein Torwart läßt einen Ball abprallen, oder einem Verteidiger unterläuft ein Fehlschlag. Sie würden sich in manchem Fall sofort hinlegen, eine Verletzung vortäuschen, den Abpfiff des Schiedsrichters erzwingen und den Gegner um eine Tormöglichkeit bringen.

Wie oft sehen wir immer wieder: Ein Spieler wird leicht verletzt und sinkt zu Boden - oder bleibt liegen. Der Schiedsrichter bewertet die Verletzung als eine ernste, läßt den Spieler behandeln, dieser steht dann kurze Zeit später wieder auf und spielt weiter. Den Schiedsrichtern ist zu empfehlen, nicht zu schnell zu pfeifen. Wird der Ball abgewehrt und fliegt aus dem Strafraum heraus, so kann ein Schiedsrichterball der angreifenden Mannschaft keinen Vorteil bringen. Vorteil wäre aber gegeben, wenn der Schiedsrichterball direkt auf der Linie zwischen Torpfosten ausgeführt werden müßte.

Ausschnitt aus DFB-Schiedsrichter-Zeitung

Das Wort des neuen Kanzlers

Mehr als nur Boccia ist für den neuen Bundeskanzler der Sport. Während Konrad Adenauer noch als Kölner Oberbürgermeister aus dem Blickwinkel des Kommunalpolitikers die Bedeutung der Leibesübungen immer wieder herausstellte und auch die Grundlagen schuf für die Ausweitung des Sports in der alten Domstadt, hatte er als Regierungschef kaum noch Zeit für die deutsche Turn- und Sportbewegung. Es gibt nicht ein einziges Kanzlerwort über die Wichtigkeit körperlicher Betätigung im Sport.

Dieses Versäumnis hat der neue Bundeskanzler Ludwig Erhard, der Mann mit dem klaren Auge für innenpolitische und wirtschaftliche Entwicklungen, gleich in seiner ersten Regierungserklärung nachgeholt. Kanzler Erhard begrüßte dabei den Sport nicht in der langen Reihe von Bittstellern, sondern bezeichnete ihn als wesentlichen Beitrag zur geistigen Neugestaltung der Welt und zur Erfüllung des Lebensglücks der Menschen in dieser Welt. Damit ist der Grundsatz aufgestellt, daß die körperliche Bewegung in Turnen, Spiel und Sport mit zu den sozialen Aufgaben des Staates gehört und nicht aus dem Auge gelassen werden darf.

Erhard sagte: "In friedlichem Wettstreit messen die Nationen ihre Kräfte auf dem Gebiet der Wissenschaft, der Kultur und Kunst und des Sports. Das Bild des Deutschland von heute spiegelt sich eben nicht nur in wirtschaftlichen Leistungen wieder, sondern wird in der Wertung anderer Völker wesentlich von dem Beitrag Deutschlands zur geistigen Neugestaltung dieser Welt geprägt."

An anderer Stelle heißt es: "Wache Aufmerksamkeit, auch seitens des Staates, muß die Erhaltung der Gesundheit unseres Volkes beanspruchen. Dabei ist die körperliche Ertüchtigung, und die sich die deutsche Turn- und Sportbewegung so große Verdienste erworben hat, von ganz besonderem Wert. Der Schutz der Bevölkerung vor Umweltschäden macht es notwendig, daß die Wirtschaft ihre sozialen Verpflichtungen bei der Entwicklung der Technik durch Maßnahmen zur Abwehr von Schäden für die Menschen erkennt und auch verwirklicht." Damit sind die großen Entwürfe "Goldener Plan" und "Zweiter Weg" angesprochen.

Daß Erhard gleich in seiner ersten Regierungserklärung die zwingende Notwendigkeit des Sports herausgestellt hat, ohne die eine moderne Massengesellschaft in unserem technischen Zeitalter die alles Leben verkümmernde Bewegungslosigkeit nicht überlebt, dafür gebührt dem neuen Kanzler Dank. Erhard hat den Sport eingestuft als wichtiges Bildungsgut des jungen Menschen und als Teilstück des staatspolitischen Fundaments, auf dem Gut und Glück des Volkes stehen. Das ist ein Wort!

Aus "Sport im Spiegel" des Deutschen Sportbundes

Wie werden die beiden Aufsteiger zur Bundesliga ermittelt?

Bekanntlich steigen nach Abschluß der Saison aus der Bundesliga die beiden letzten Vereine ab. Bei punktgleichen Abstiegskandidaten entscheidet das Torverhältnis, welches durch Division ermittelt wird. Um die frei werdenden Plätze kämpfen in diesem Jahr: Die Regionalmeister von Nord, Süd, Südwest, West, der Meister von Berlin, der Nordzweite, der Südzweite, ferner die Sieger aus dem Qualifikationsspielen (Hin- und Rückspiel) der Tabellenzweiten von West und Südwest. Die beiden Qualifikationsspiele zur Ermittlung des achten Teilnehmers werden am 24. und 31. Mai durchgeführt. Die Aufstiegsrunde beginnt dann am 6. Juni in zwei Gruppen. Der Erstplatzierte jeder Gruppe (bei Punktgleichheit entscheidet das Torverhältnis) steigt auf.

Die Gruppeneinteilung.
Gruppe 1: Südwest I, Nord I, Süd II, Berlin oder West III.
Gruppe 2: Süd I, West I, Nord II, Berlin oder Südwest II.

Ob der Berliner Meister der Gruppe 1 oder 2 zugeteilt wird, hängt davon ab, welcher Regionalzweite als Sieger aus den Qualifikationsspielen zur Ermittlung des achten Teilnehmers hervorgeht.

Eckhard "Ecki" Sers


Die Strafstoß-Wiederholung

Ein Fall, der lebhafte Wellen schlug und viel diskutiert wurde, ereignete sich beim Spiel FC Nürnberg gegen FC Kaiserslautern. In der 70. Spielminute - das Spiel stand 5:0 für Kaiserslautern - gab der Schiedsrichter einen Strafstoß für Nürnberg. Der Strafstoßschütze lief etwa 15 m zur Ausführung desselben an, stoppte etwa 2 m vor dem Ball, lief aufs Neue an und schoß den Ball dann in die andere Ecke. Der Schiedsrichter ließ den Strafstoß wiederholen, weil er in dieser Art der Strafstoßausführung keine korrekte sportliche Haltung des Spielers sah. Diese Auffassung lag vollkommen in seinem Ermessen und unterliegt keiner Kritik.

Man ist oft der Ansicht, daß der Strafstoßschütze das Recht habe, den Torwart bei der Ausführung zu täuschen und diese Art der Täuschung erlaubt sei. Hier gilt jedoch nur die sportliche Auffassung. Ist der Schiedsrichter der Ansicht, daß das Täuschen in unsportlicher Weise erfolgte, handelt er wie in dem oben skizzierten Fall.

Der DFB Pressedienst griff diesen Fall auf und gab hierzu eine Stellungnahme: "Täuschungsmanöver sind beim Strafstoß - ebenso wie im Spiel - erlaubt, aber ihnen sind Grenzen gesetzt, und Täuschung ist nicht gleich Täuschung. Der den Strafstoß ausführende Spieler darf - ehe er am Ball ist! - den Schritt wechseln, den Torwart durch Körpertäuschung oder falsche Blickrichtung zu überlisten versuchen. Wenn er aber zum Stoß ansetzt, muß er den Ball stoßen und darf keine - wenn auch nur Sekundenbruchteile währende - Pause einlegen, um etwa die Stoßrichtung zu ändern. Ein solches Verhalten wird als unsportlich angesehen, und der Elfmeter muß, wenn er Erfolg hatte, wiederholt werden."

Eckhard "Ecki" Sers


Zum Nachdenken!

Wieviel wurde in den letzten Wochen in Fernsehen, Rundfunk und Presse über das Problem - Rauchen - gesagt. Hervorgerufen durch einen Forschungsbericht, an dem zehn bekannte amerikanische Professoren monatelang abgeschlossen von der Umwelt gearbeitet hatten, wurden plötzlich Gesundheitsministerium und natürlich die Zigarettenindustrie wach und plädierten für ein Für und Wider den "Blauen Dunst". Die folgenden Zeilen veröffentlichen wir ohne Kommentar.

"1963 wurden in der Bundesrepublik und 20 Milliarden D-Mark für Alkoholika und Tabakwaren ausgegeben. Wenn davon die Hälfte eingespart würde, wären das 10 Milliarden. Für dieses Geld könnte man beispielsweise herstellen: 100.000 Sportplätze zu 100.000 D-Mark oder 200.000 Häuser, jedes zu 50 000 D-Mark oder 10.000 Hallenbäder zu 2 Millionen D-Mark - und das Jahr für Jahr.

Eckhard "Ecki" Sers


Bunte Seite

Ehrenkarten

Der niedersächsische Landtagspräsident Richard Lehners ist ein begeisterter Fußballanhänger. Jetzt hat er vielen Leuten seines Ranges ein gutes Beispiel gegeben; er hat auf ein altes Privileg verzichtet: Er wird keine Ehrenkarten der beiden hannoverschen Regionalliga-Vereine Hannover 96 und Arminia mehr benutzen. Lehners: "Ich geh' doch da als Privatmann hin und kann wie jeder andere Besucher bezahlen."


Tonbandgeräte

Bekanntlich will die GEMA erreichen, daß ihr die Käufer eines Tonbandgerätes namentlich gemeldet werden, um dann von diesem einen jährliche Gebühr zu erheben. Weiter sollen die Verkäufer von Tonbandgeräten verpflichtet sein, dem Käufer einen Hinweis darauf zu geben, daß die Urheberrechte von Musikstücken zu beachten seien. Die Tonband-Industrie befürchtet von beiden Verlangen einen erheblichen Absatzrückgang. Jetzt ist die Firma Grundig auf Antrag der GEMA hin vom Landgericht Berlin zu einer Geldstrafe von 15.000 D-Mark verurteilt. Das Gericht fand die Firma schuldig, ihrer Hinweispflicht auf das Urheberrecht beim Benutzen von Tonbandgeräten nicht ausreichend nachgekommen zu sein. Die Hinweispflicht beruht auf einem rechtskräftigen Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1955. In einem Musterprozeß, den die GEMA ebenfalls gegen die Firma Grundig führte, hatte das Kammergericht Berlin entschieden, daß Tonbandgeräte-Besitzer eine Gebühr an die GEMA zahlen müssen; der Handel müsse der GEMA die Namen und Anschriften der Käufer mitteilen. Das jetzt ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


Lohn für Leistung

Eine einschneidende Maßnahme hat die Vereinsleitung der belgischen Fußballmannschaft La Gantoise (Gent) beschlossen. Da die Leistungen der Spieler in der letzten Zeit zu wünschen übrigließen, ist man von der bisher üblichen Zahlung eines Monatsfixums abgekommen. In Zukunft wird nur noch "nach Leistung" entlöhnt. Ein Gremium von vereidigten Experten unter der Leitung eines Notars bewertet fortlaufend die Leistungen der Aktiven und weist ihnen danach die Bezüge an. "Es ist durchaus möglich, daß ein Spieler mehr verdienen kann als früher beim Fixum", erklärte der Vereinspräsident. "Alles hängt von der Leistung ab. Bei schlechtem Spiel gibt es Abstriche. In anderen Berufszweigen wird Pfuscharbeit ebenfalls nicht honoriert. Ich sehe nicht ein, warum bezahlte Fußballer eine Ausnahme bilden sollen."


Plastikfolien

Die Verwaltung des Turiner Stadions hatte vorsorglich vor dem Länderspiel Italien - Österreich die Spielfläche mit 88 je 50 m langen und zwei Meter breiten Plastikfolien zugedeckt, weil die Meteorologen Schneefälle angesagt hatten., die auch prompt eintrafen. 15 cm hoch lag der Schnee am Morgen des Länderspieltages. Junge Schiedsrichter, die gerade einen Lehrgang im Stadion absolvierten und eine Hundertschaft Alpini schoben den Schnee weg, und als die Plastikfolien zusammengerollt worden, präsentierte sich das Spielfeld in tadellosem Zustand.

Eckhard "Ecki" Sers

Spielvorfälle in der Diskussion ...

Hand und Tor

Frage:   Ein Schuß geht unhaltbar für den falsch stehenden Torwart genau ins Dreieck. Ein neben dem Pfosten stehender Zuschauer, ein Anhänger der verteidigenden Mannschaft springt dazwischen, berührt den Ball mit der Hand, der aber trotzdem ins Tor geht. Was soll der Schiedsrichter entscheiden: Tor oder Schiedsrichterball?
Antwort:   Der Schiedsrichter hat auf Schiedsrichterball zu entscheiden, da eine Störung des Spiels von außen vorliegt. In jedem Fall, bei dem ein nicht zum Spiel gehörender Außenstehender ins Spiel eindringt und den Ball berührt, hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen und mit Schiedsrichterball wieder aufzunehmen. Härten lassen sich in solchen Fällen nicht vermeiden, sie müssen in Kauf genommen werden. Die Platzvereine müssen eben dafür sorgen, daß die Spiele nicht von außen gestört werden.

Ersatzball

Frage:   Der Ball wird über das Tor ins Aus geschlagen. Bevor er wieder ins Spiel kommt, wird dem Torwart ein Ersatzball zugeworfen, den dieser auf die Torraumlinie zum Abstoß legt. Bevor er abstößt, wird der erste Ball hineingeworfen, den der Torwart fängt und ins Tor wirft. Der Schiedsrichter gibt Abstoß vom Tor. Ist diese Entscheidung richtig oder hätte er auf Tor entscheiden müssen?
Antwort:   An der Richtigkeit der Entscheidung besteht kein Zweifel. Der Ball war aus dem Spiel, das mit einem Abstoß fortgesetzt werden mußte. Bevor dieser mit dem Ersatzball ausgeführt wurde, kam der erste Ball wieder ins Spiel. Daß der Torwart in diesen ins Tor warf, war unbedeutend, das Spiel ruhte. Mithin war das Verlangen auf Tor unberechtigt. Die Spielfortsetzung mit Abstoß ist richtig.
Eckhard "Ecki" Sers

Wußten Sie schon ...

...:   daß in einem Fußballspiel, das 90 Minuten dauert, der Ball höchstens 57 bis 59 Minuten im Spiel ist? Die übrige Zeit geht durch Ballholen, Einwürfe, Freistöße, Verletzungen etc verloren.
...:   daß der Ball innerhalb eines Spieles 150 Mal außerhalb des Spielfeldes landet?
...   daß ein Spieler während eines 90-Minuten-Spiels durchschnittlich 1,2 Kilogramm Gewichtsverlust zu verzeichnen hat?
...   daß aktive Spieler in einem Spiel eine Strecke von 8 bis 9 km zurücklegt? (Der Torwart bewegt sich zwischen den Pfosten seines Tores und im Strafraum noch immerhin 1 bis 1,5 km.)
...   daß die größte Entfernung in einem Fußballspiel der Ball mit 30 km zurücklegt?
...   daß ein saftiger Bombenschuß eine Geschwindigkeit von ca 108 Stundenkilometer erreichen kann?
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. April

Mitgliederbewegung im März

   
Neuaufnahmen
1.   Deipenau, Michael, Husum, Händelweg 1
2.   Greifsmühlen, Carsten, Husum, Heidberg 28
3.   Scholz, Holger, Husum, Flensburger Chaussee 41
4.   Wesemann, Wolfgang, Husum, ZOB


Austrittserklärungen
1.   Böttcher, Gerhard, Husum, Nordhusumer Straße 24
2.   Friedrichsen, Claus, Schobüll
3.   Golde, Heinrich, jetzt Heide
4.   Graf, Detlef, Husum, Flensburger Chaussee 41
5.   Kniese, Edlef, Husum, Hörn 1
6.   Knop, Hans Bernhard, Husum, Ludwig-Nissen-Straße48
7.   Lorenzen, Walter, Husum, Westerende 28
8.   Lühmann, Johannes, Husum, Osterende 21
9.   Möller, Horst-Werner, Husum, Flensburger Chaussee 41/8
10.   Prill, Hildebrand, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
11.   Schimmelpfennig, Claus, Husum, Memeler Straße 10
12.   Spingel, August, Haselund
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Mai

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am Mittwoch. dem 13. Mai 1964, findet um 20 Uhr im Vereinslokal "Handwerkervereinshaus" unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Dazu sind alle Mitglieder recht herzlich eingeladen.

Tagesordnung
1.   Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit
2.   Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
3.   Kassenbericht
4.   Bericht der Kassenrevisoren
5.   Berichte der Obmänner
    a) Spielausschußobmann
    b) Jugendausschußobmann
    c) Schiedsrichterausschußobmann
    d) Tischtennisobmann
6.   Entlastung des gesamten Vorstandes
7.   Neuwahlen
    a) 1. Vorsitzender
    b) 3. Vorsitzender
    c) 1. Schriftführer
    d) 2. Kassierer
    e) Obmänner (Fußball-, Jugend- und Tischtennis-Obmann)
    f) Zusatzwahlen für die Ausschüsse
    g) Kassenrevisoren
8.   Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
9.   Satzungsänderung
10.   Erledigung der vorliegenden Anträge
11.   Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Generalversammlung beim ersten Vorsitzenden (Herrn Karl Krieger, Stadtsparkasse) eingegangen sein.

Der Vorstand

Mitgliederbewegung im April

   
Neuaufnahmen
1.   Breda, Detlef, Husum, Flensburger Chaussee 41/7


Austritte:
1.   Bornhof, Eckehard, Husum, Neustadt 91
2.   Jacobs, Peter Jürgen, Schobüll
3.   Mielke, Klaus-Dieter, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
4.   Wulff, Hans Peter, Husum, Bredstedter Straße 4/8
5.   Ziegeweidt, Manfred, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6.   Lassen, Holger, Husum, Süderstraße 9
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Die Aufstiegsrunde ist erreicht

Der Sprung in die Aufstiegsrunde zur 1. Amateurliga ist erneut geschafft. Auf dem Wege zu diesem schönen Erfolg wurde uns nichts geschenkt. Manche Schwäche und Schwierigkeit mußte überwunden werden, ehe dieses Ziel erreicht wurde. Nur dank der unermüdlichen Bereitschaft aller Beteiligten - der Aktiven, der Verantwortlichen um die Mannschaft und vieler treuer Sportfreunde - war es möglich, die Klippen zu umschiffen. Die vor uns liegende Qualifikationsrunde mit all ihrem Drum und Dran wird bei dem einem und dem anderen Fußballanhänger leider vergessen lassen, daß doch auch schon die Erreichung eines der ersten beiden so begehrten Tabellenplätze als Erfolg zu verzeichnen ist. So sollen die nachfolgenden Zeilen ein kleiner Streifzug durch die hinter uns liegenden Punktspiele der Saison 1963/64 sein, die Erinnerung wachhalten und einer kritischen Betrachtung unterliegen.

Vor kurzer Zeit erreichte mich ein anonymer Brief. Der Inhalt ist durchaus sachlich gehalten und zeugt davon, daß der Verfasser sich ernsthaft Gedanken um das Mannschaftsgeschehen macht und etliches von der Materie versteht. Aus meinem folgenden Bericht, der natürlich nur die Meilensteine auf dem Weg zur Aufstiegsrunde berühren kann, wird sich manche Antwort auf Diskussionen außerhalb des grünen Rasens ergeben.

Beginnen möchte ich mit einem Zahlenspiegel. Dieser zeigt die Anzahl der Spiele, die von unseren in der Liga im Laufe der Punktrunde eingesetzten Spielern absolviert wurden. Dabei bleibt zu bemerken, daß wir ein Spiel kampflos gewannen, und zwar das Heimspiel gegen TSV Nord, Flensburg, da der Gegner nicht antrat.

1.   Johannes "Haschi" Jannsen   29   14.   Helmut Wissing   14
2.   Peter Goldschmidt   26   15.   Dieter Eckholdt   10
3.   Dieter "Schorsch" Schleger   26   16.   Helmuth Will   5
4.   Eckhard "Ecki" Sers   25   17.   H. August Boyens   4
5.   Karl "Kalli" Clausen   25   18.   Horst-Werner Möller   3
6.   Egon Harms   24   19.   Ulrich Grabert   2
7.   Benjamin Hager   22   20.   Harro Theising   1
8.   Manfred "Manne" Hoppe   20   21.   Laye   1
9.   Horst Cwajkowski   16   22.   Peter Richter   1
10.   Dieter Eisenheim   16   23.   Dietmar Lackert   1
11.   Hans Schumacher   16   24.   Gerhard Mettjes   1
12.   Manfred "Flügge" Hansen   15   25.   Jochen Hauschildt   1
13.   Gundolf Schrock   14   26.   Olaf Lindner   1

Insgesamt waren es also 26 Spieler (zwei volle Mannschaften), die eingesetzt wurden. Johannes "Haschi" Jannsen ist der einzige Spieler, der bei allen Spielen dabei war. Das ist eine Leistung, die zu beachten ist. Natürlich hätten weitere Spieler ebenfalls diesen "Rekord" erreicht, wenn Verletzung, Krankheit, Bundeswehr, Beruf oder Familie dem nicht entgegengestanden hätten.

Überhaupt können aus der vorstehenden Tabelle interessante Schlüsse gezogen werden. Von Spieler 1 bis 15 setzt sich der Kreis der Liga-Trainingsgemeinschaft zusammen. Anhand der von diesen absolvierten Spiele ergibt sich einmal mehr der Grundsatz, daß eine Mannschaft nicht aus 11, sondern aus mindestens 15 Spielern besteht. Viele Spieler (16 bis 26), auf die ich im Stillen einige Hoffnungen gesetzt hatte, sind aus mehr oder weniger wichtigen Gründen zum Training nicht mehr erschienen. Wenn ich sage, daß mindestens 15 Spieler zur Verfügung stehen müssen, dann sei an dieser Stelle nicht verschwiegen, daß wir in zwei bis drei Spielen mit Mühe und Not elf Spieler zur Stelle hatten. Dabei - und das verstößt gegen alle Grundsätze einer planvollen Trainingsarbeit - mußten Spieler berücksichtigt werden, die ich gar nicht kannte, weil sie nie am Training teilgenommen hatten.

Wir haben bei jeder Witterung und bei schwierigsten Platz- und Witterungsverhältnissen nur draußen trainiert, also wettkampfnahe, das heißt so wie es am Spieltag die Verhältnisse verlangen. Im ganzen gesehen war die Beteiligung und die Trainingsbereitschaft vorbildlich, wobei ich an die Ligagemeinschaft denke. Es war manchmal aufgrund der Witterung besonders hart, ich glaube jedoch, daß es trotz mancher Anforderungen allen Beteiligten Freude bereitet hat. So soll es schließlich sein.

Wir wissen, daß die Gegebenheiten auf dem Platz während der Wintermonate (Lichtverhältnisse, beengter Spielraum) nicht ideal sind. Nun, wir haben uns dem angepaßt, und es ging auch gut. Auch die Beteiligung bei dem anschließenden theoretischen Unterricht bzw der Mannschaftsbesprechung war gut. So war trainingsmäßig alles in allem eine Voraussetzung gegeben, Erfolge zu erzielen.

Nun etwas Kritisches zur Mannschaft. In den letzten elf Punktspielen stand die Hintermannschaft in ein und derselben Besetzung. So sah diese aus.

Eckhard Sers (25)

Peter Goldschmidt (26) ǀ Helmut Wissing (14)

Benjamin Hager (22) ǀ Egon Harms (24) ǀ Hans Schumacher (16)

Die Zahlen in den Klammern geben die Anzahl der Spiele nochmals wieder. Von besagten elf Spielen haben wir ein Spiel verloren, und zwar das gegen DGF, eine Niederlage, die in diesem Umfang nur zustande kam, weil wir aufgrund der Situation unser sonstiges Konzept aufgaben.

41 Gegentore mußten wir während der gesamten Punktspiele einstecken, davon in den letzten elf Spielen nur elf (darunter wieder die vier alleine von DGF). Was waren wir doch in der ersten Serie gezwungen, in der Deckung umzubauen! Eckhard "Ecki" Sers hatte durch eisernes Training - an ihm wurden im Training wirklich die größten Anforderungen gestellt - seine schwere Verletzung vergessen und Vertrauen zu sich gefunden. Viele Zweifel um ihn sind ausgeräumt. Ich persönlich hatte immer Hoffnung, daß er "wieder kommt", und zwar allein schon deswegen, weil er von Training zu Training mehr aus sich herauskann.

Große Sorgen hatten wir mit der Verteidigung. Außer unserem jetzigen Stammverteidigerpaar hatten wir insgesamt sieben Spielern eine Chance gegeben: Ulrich Grabert, Harro Theising, Helmuth Will, Dieter Eisenheim, Horst Cwajkwoski, H. August Boyens, Manfred "Manne" Hoppe. Helmut Wissing (und auch Hans Schumacher übrigens) stand lange nicht zur Verfügung, was sich ja auch aus der Zahl der Spiele ergibt. Mit ihnen sowie dem Kämpfer Peter Goldschmidt und dem sich in der Mittelverteidigerrolle gut einfindenden Egon Harms kam Ruhe ins Spiel. Denn auch in der Läuferreihe waren wir gezwungen, oft umzubauen. Unter anderem kamen dort Johannes "Haschi" Jannsen, Horst Cwajkowski, Karl "Kalli" Clausen, Gerhard Mettjes, Dieter Eisenheim und Manfred "Manne" Hoppe zum Einsatz. Benjamin Hager, der viel vom Fußball mitbrachte, wurde es leicht gemacht, sich einzuleben. Nur im Notfalle wird an der Besetzung dieser Deckungsreihen gerüttelt werden.

Jetzt bin ich eine Antwort auf den eingangs erwähnten anonymen Brief schuldig. Dort lautet der Vorschlag Benjamin Hager auf Mittellauf, Johannes "Haschi" Jannsen auf Außenlauf, Egon Harms in die Sturmmitte. Schon aus der reinen fußballerischen Entwicklung heraus gehört ein junger Bursche nicht ins Deckungszentrum. Damit will ich nicht sagen, daß er dort seine Aufgabe nicht erfüllen würde. Benjamin Hager ist viel wichtiger in der Außenläuferposition. Ich habe ihn schon in den Jungmannen beobachtet, wo er imstande war, lange, genaue Pässe in den Raum zu schicken, das ist wichtig, dann bringt er viele weitere gute Eigenschaften für ein Mittelfeldspiel mit. Benjamin Hager ist ein gutes Gegenstück zu Hans Schumacher. Ich will mich nicht weiter verlieren und weitere entscheidende taktische Dinge dazu sagen. Egon Harms gehört aufgrund seiner Erfahrung nach hinten. Ein echter Mittelstürmer war er auch nie und bitte vergessen wir nicht: Unser Sturm hat immerhin mit 90 Toren die zweithöchste Zahl erreicht, trotz unzähliger ausgelassener Chancen. Ich bin wirklich kein Freund vom "Mauern", aber hinten eine sichere Deckung gibt doch vorne den Stürmern Rückhalt, und Johannes "Haschi" Jannsen bietet trotz seiner hohen spielerischen Qualitäten nicht die Gewähr für ein klares Deckungsspiel. Außenläufer sind in erster Linie Deckungsspieler, es sei denn, daß man taktisch sich anders einstellt.

(Fortsetzung in der nächsten Ausgabe)

Fritz Seehausen


UNSERE LIGA

Nordmark Satrup

 

-

 

Husum 18

 

2:4 (0:2)

Am 5. April mußte unsere Liga die Reise nach Satrup antreten, um dort gegen den Tabellenletzten ihr fälliges Punktspiel auszutragen. Unsere Liga konnte dieses Spiel keineswegs, wie viele glaubten, im Spaziergang gewinnen. Das Spiel wurde von Nordmark Satrup sehr hart geführt und übertraf des öfteren die Grenze des Erlaubten. Wir konnten am Ende froh sein, daß kein Spieler eine wesentliche Verletzungen davontrug.

In der ersten Halbzeit schossen Karl "Kalli" Clausen und Dieter "Schorsch" Schleger eine 2:0-Führung für unsere Liga heraus, die Dieter "Schorsch" Schleger nach dem Wechsel auf 3:0 erhöhte. In der Gewißheit des sicheren Sieges ließ unsere Liga etwas in ihrer Entschlossenheit nach und schon kamen die Gastgeber innerhalb von fünf Minuten auf 2:3 heran. Für kurze Zeit kam unsere Liga etwas ins "Schwimmen", nahm dann aber wieder das Zepter in die Hand und schoß durch Dieter Schleger das 4:2. Kurz vor Schluß verschoß Benjamin Hager noch einen Foulelfmeter.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Gundolf Schrock ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

TSV Weiche/West

 

-

 

Husum 18

 

0:3 (0:0)

In dem letzten alles entscheidenden Spiel um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga mußte unsere Liga auf dem gefürchteten Platz in Flensburg-Weiche antreten. Nur noch einen Punkt benötigte unsere Liga und ging gut vorbereitet, von vielen Schlachtenbummlern begleitet, in dieses schwere Spiel. Unsere Liga spielte einen großartigen Fußball und war während des ganzen Spieles nie in ernsthafter Gefahr. Nur eine Halbzeit vermochten die Platzherren mitzuhalten, dann setzte sich die größerer, spielerische Reife unserer Liga durch. Dieter "Schorsch" Schleger schoß kurz nach dem Seitenwechsel die 1:0-Führung heraus, die zehn Minuten später Hans Schumacher durch ein herrliches Tor auf 2:0 ausbaute. Damit war praktisch das Spiel entschieden. Unsere Liga aber blieb weiter die tonangebende Mannschaft und schoß durch Johannes "Haschi" Jannsen, der einen Alleingang abschloß, den 3:0-Sieg heraus. Durch diesen großartigen Sieg nimmt unsere Liga nun an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga teil.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Olaf Lindner ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Die Aufstiegsrunde

Am 12. April 1964 schloß unsere Liga mit einem 3:0-Sieg über Weiche-West ihre Punktspiele der Serie 1963/64 ab. Durch diesen Sieg sicherten sie sich den zweiten Tabellenplatz und somit die Berechtigung zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur ersten Amateurliga. Sicherlich wird es die Leser unserer Vereinsnachrichten interessieren, wen unsere Liga als Gegner in den Aufstiegsspielen vorgesetzt bekommt. Wie bereits bekannt, werden die Aufsteiger erstmalig in diesem Jahr aus drei Gruppen ermittelt. Hier liegt der Vorteil, daß es Hin- und Rückspiele gibt. Der neutrale Platz fällt also ab sofort weg.

Die Aufstiegsspiele beginnen am 16. Mai, und nach dem Tabellenstand vom 20. April 1964 werden folgende Vereine aufeinandertreffen.

Gruppe I   Gruppe II   Gruppe III
Olympia Neumünster   Union Neumünster   Holstein Kiel Am.
TSV Rendsburg   DGF Flensburg   Husum 18
MTV Heide   TSV Brunsbüttelkoog   TSV Pansdorf
Viktoria 08   FSV Lübeck   Eichholzer SV

Da die Punktspiele der anderen Staffeln noch nicht abgeschlossen sind, kann man eine genaue Gruppeneinteilung noch nicht vornehmen. Wir werden jedoch jeden Montag die neuesten Stand der einzelnen Gruppen in unserem Vereinskasten am "Altdeutschen Haus" bekannt geben.

Eckhard "Ecki" Sers

Der Erfolg unserer Liga

Wenn man in Ruhe und Gelassenheit in seiner Tageszeitung eine Tabelle anschaut, kommt man womöglich gar nicht zum Nachdenken, man übersieht vielleicht sogar, wie lang und beschwerlich der Weg zur Spitze gewesen ist!

Unsere Liga-Elf hat unserem Verein und den Sportfreunden in unserer Stadt wie schon 1963 auch in diesem Spieljahr den zweiten Platz als Preis vieler Mühen, aber gewiß auch als verdienten Lohn für ein solides Können erkämpft. Mit 46:14 Punkten und einem Torverhältnis von 93:41 hat die Mannschaft bereits am 12. April die Doppelrunde der Bezirksliga Nord beendet, wobei noch zu berichten wäre, daß unsere Mannschaft die wenigsten Gegentore kassieren mußte.

Neben unserer Vereinsführung möchte auch der Spielausschuß Dank, Anerkennung und herzlichen Glückwunsch zugleich sagen, und zwar jedem einzelnen Spieler, der in der Liga zum Einsatz gekommen ist. Wir machen uns zugleich zum Sprecher unserer Spieler, wenn wir in unseren Dank und in unsere Freude einbeziehen unseren Übungsleiter Fritz Seehausen. Wir wissen um sein fachliches Können sowohl wie um die ausgezeichnete pädagogische Art, wichtige Faktoren, die in der Person unseres Trainers in harmonischer Weise vereint sind.

Nach einer wohlverdienten, kurzen Verschnaufpause geht es an die Bewältigung der uns abermals gestellten Aufgabe, und zwar erstmals nach einem neuartigen Austragungsmodus mit je drei Heim- und Auswärtsspielen. Unsere Aktiven sollen gern wissen, daß die Vereinsführung auch in diesem Jahr um eine bestmögliche Betreuung vor und während der schweren Aufstiegsspiele bemüht sein wird. Mit dem seitens des HSV schriftlich zugesagten Spiels seiner Bundesliga-Reserve kommen wir in Zeitnot, zumal der Itzehoer SV vor uns eine Zusage hatte, die Mannschaft aber dann bereits zum 9. Mai in die USA fliegen wird. Zu einem letzten Aufgalopp empfangen wir dafür am 10. Mai unsere Freunde vom Lüneburger Sport-Klub. Unsere große Sportgemeinde in Husum wird sich auch bei der kommenden Aufstiegsrunde auf unsere Spielerauswahl verlassen können. Sie weiß um die uralte Erkenntnis, daß die Götter vor den Preis nun einmal den Schweiß gesetzt haben! Stehen wir wie ein Mann hinter unserer Liga, gönnen wir ihr einen Erfolg, dabei stets eingedenkend, daß die Fairneß auf dem Spielfeld und um den grünen Rasen oberster Grundsatz sein muß!

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz, Spielausschußobmann

leer  

1964

Nachruf

1. Mai

Wir erhielten die traurige Nachricht, daß unser jahrzehntelanges Vereinsmitglied

Herr Max Struve

nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist. Wir verlieren in ihm einen unserer treuesten Anhänger, der sehr viel für den Verein und für den Fußballsport getan hat. Er war Träger der silbernen und goldenen Ehrennadel unseres Vereins.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Husumer Fußballverein von 1918 e.V.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Mai

Tischtennis-Abteilung

In den vergangenen Wochen wartete unsere erste Tischtennis-Mannschaft wieder mit sehr guten Leistungen auf. Am 9. März 1964 mußte das letzte Auswärtsspiel beim sehr heimstarken MTV Leck ausgetragen werden. Wir fuhren mit wenig Hoffnung auf einen Sieg nach Leck und verloren das Spiel mit 3:9. Es muß aber gesagt werden, daß dieses Ergebnis den Leistungen unserer Mannschaft nicht entspricht. Allein sechs Spiele wurden in der Verlängerung des dritten Satzes verloren. Die Punkte holten Harald Wulf, Heinz Splettstößer und Johannes Clausen.

Am 20. März sollte der TSV Nord Harrislee II bei uns zu Gast sein. Da der TSV Nord nicht antrat, wurde das Spiel mit 9:0 an uns vergeben. Ebenfalls mit 9:0 wurde das Spiel, das gegen den TTK Flensburg ausgetragen werden sollte, für uns gewertet. Die Flensburger sind aus der Punktrunde gestrichen worden, weil sie wegen Aufstellungsschwierigkeiten dreimal zu einem Punktspiel nicht antraten. Um aber trotzdem gegen uns zu spielen, kamen sie am 10. April mit ihrer Nummer 1 und 2 aus der Verbandsliga zu einem Freundschaftsspiel nach Husum. Unsere Mannschaft spielte ohne Heinz Splettstößer und gewann etwas überraschend 9:4. Für die Sensation sorgten Herbert Rohde und Harald Wulf, die mit ihren Spielen gegen die starke Nummer 2, Pabsch, erfolgreich waren.

Noch ein Freundschaftsspiel wurde gegen die Verbandsliga-Mannschaft von Frisia ausgetragen. Nach einigen spannenden Kämpfen unterlagen wir mit 3:9. Die Punkte für uns holten das Doppel Heinz Splettstößer / Anton Bösch und Holger Habenicht / Anton Bösch.

Zum letzten Punktspiel kam der TSV Eggebek zu uns. Unsere erste Mannschaft befand sich in Bombenform und deklassierte den Gegner mit 9:1. Die Punkte holten das Doppel Herbert Rohde / Harald Wulf sowie Johannes Clausen, Werner Wischnowski, Anton Bösch, Herbert Rohde, Harald Wulff und Heinz Splettstößer. Nun war der dritte Platz gesichert.

Die Tabelle:

1.   MTV Leck   12   104:54   20:4      
2.   TSV Westerland   12   101:54   20:4      
3.   Husum 18   12   85:68   15:9      
4.   TSV Nord II   12   66:89   10:14      
5.   TSV Eggebek   11   62:86   8:14      
6.   Frisia Husum II   12   75:93   7:17      
7.   RW Schleswig   11   42:90   2:20      
    TTK Flensburg gestrichen      

Am 14. und 15. März wurden die Vereinsranglisten durchgeführt. Nachdem den Spielern größte Kondition abverlangt wurde (17 Spiele an zwei Tagen), gewann zum ersten Mal den von Karl Krieger gestifteten Pokal Johannes Clausen. Zweiter wurde Jan Peter Wichmann und Dritter, allerdings durch das bessere Satzverhältnis, Harald Wulf. Hier die Placierung der einzelnen Spieler von Platz 1 bis 8:
1.   Johannes Clausen
2.   Jan Peter Wichmann
3.   Harald Wulf
4.   Heinz Splettstößer
5.   Otto Armster
6.   Anton Bösch
7.   Herbert Rohde
8.   Wolfgang Katscher

Sehr gut machte sich unsere zweite Mannschaft im letzten Drittel der Punktserie. Nachdem ein Ansteigen der Leistungen schon im verlorenen Spiel (7:9) am 23. Februar in Bredstedt gegen den TSV zu verzeichnen war, folgte nun Sieg auf Sieg.

Zweifellos eine Überraschung war der knappe Heimsieg (9:7) über TTV Koldenbüttel am 6. März. Man scheint nun die zu einem Punktspiel so wichtigen Doppel gefunden zu haben. Doppel Nummer 1 Holger Habenicht / Werner Wischnowski und Nummer 2 Helmut Bregulla / Otto Armster. Nach diesem schönen Erfolg wurde dann noch der TSV Ostenfeld-Wittbek am 28. Februar mit 9:4 und der TSV Viöl am 13. März mit 9:2 geschlagen. Somit belegt unsere zweite Mannschaft einen guten Mittelplatz in der Kreisklasse.


Erfreulich es noch zu berichten, daß sich unsere Tischtennisabteilung weiterhin vergrößert hat und wir eine dritte Mannschaft zusammenstellen konnten. Ihr erstes Freundschaftsspiel gegen den TSV Viöl II wurde mit 9:2 und ihr zweites Freundschaftsspiel mit 9:7 gegen den gleichen Verein gewonnen.

Die Tabelle der Kreisklasse:

1.   Frisia Husum III   12   102:61   20:4
2.   TSV Garding   12   93:47   17:7
3.   Bredstedter TSV   12   89:58   17:7
4.   TTV Koldenbüttel   12   82:65   14:10
5.   Husum 18 II   12   67:88   8:16
6.   TSV Ostenfeld-Witbek   12   41:96   5:19
7.   TSV Doppeleiche Viöl   12   39:98   3:21
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Bunte Seite

Ein Zugmittel

Auf eine ungewöhnliche Art versucht der italienische Verein Inter Mailand die Zuschauerzahl zu heben. Die Besucher der Spiele erhalten beim Lösen der Eintrittskarte einen Stimmzettel mit überreicht, auf dem sie nach Spielende den Namen des Spielers der "Schwarz-Blauen" eintragen können, der ihnen am meisten gefallen hat. Unter den Teilnehmern an der Abstimmung wird regelmäßig ein Motorroller verlost. Gewinner kann natürlich nur werden, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die Abstimmung erfreut sich großer Beliebtheit.


Schutzgitter

Die neue "Masche", bedingt durch die gestiegene "Anteilnahme" der Zuschauer - lies Fanatiker - an den Spielen der Bundesliga, heißt Maschendraht, um Zuschauerraum und Spielfeld gegeneinander abzugrenzen. Fahnen verbrennen, Raketen abschießen, Zuschauer schlagen und ähnliche südamerikanische Sportplatz-Erscheinungen scheinen sich auch bei uns einbürgern zu wollen. Hier heißt es für die Vereinsleitungen mächtig aufzupassen, denn die Sportgerichte urteilen hart. Als erster deutscher Verein wird wohl der 1. FC Nürnberg künftig zu Hause hinter Gittern spielen. Die Stadionverwaltung läßt zurzeit im Zuge des Umbaus für 4000 D-Mark mannshohe Gitter aufstellen, die das Spielfeld von den Zuschauerrängen abschirmen. In der Kurve ist dieses Schutzgitter 1,70 m hoch, auf den Geraden 1,50 m. Damit kann also künftig kein Zuschauer mehr mit einer Flanke über die niederen Barrieren aufs Spielfeld stürmen.

Andernorts ist man wegen des Drahtzauns noch am Überlegen. Als nächstes wird wohl dann der Wassergraben die aktiven Sportler schützen müssen.


Von Vereinsnamen

Die Sportvereine haben allerei Namen, so wie wir Menschen auch. Die einen nennen sich sachlich nur nach dem Sport, den sie treiben, z.B. Fußballverein Kickerich, Schwimmverein Wasserstadt und so weiter. Andere tragen einen Namen, der ihnen ein Sinnbild sein, der etwas bedeuten soll, z.B. etwas Tapferes, Kühnes, Mutiges.

Wieder andere nennen sich mit den lateinischen oder latinisierten Namen ihrer Heimatstädte, oder ihr Name besteht aus einem Ländernamen. Noch andere nennen sich mit Tiernamen, weil diese Tiere ihnen die Sinnbilder von Stärke, Mut, Kühnheit, Schnelligkeit oder anderen Tugenden sind.

Leider ist der Name vieler Vereine nur ein bloßer Name, das heißt er könnte genauso gut anders lauten, und nichts würde sich ändern. Denn wie viele Vereine machen ihrem Namen wirklich Ehre? Sie heißen z.B. "Concordia" und haben Krach und Streit untereinander.

Hier sind nur einige Namen:
Lateinische und Götternamen: "Viktoria" (Die Siegreiche), "Fortuna" (Glücksgöttin), "Concordia" (Eintracht), "Amicitia" (Freundschaft), "Gloria" (Ehre), "Minerva" (Die Glückreiche), "Helios" (Die Sonne), "Merkur" (Götterbote).
Länder und Städte des Altertums: "Hellas" (Griechenland), "Sparta" (Staat und Stadt Alt-Griechenlands), "Olympia" (Ort der alten Olympiaden), "Marathon" (Stadt des Sieg verkündenden Läufers).
Deutsche Ländernamen: "Alemannia" (Deutschland), "Germania" (Deutschland), "Borussia" (Preußen), "Rhenania" (Rheinland), "Westfalia" (Westfalen), "Bavaria" (Bayern), "Saxonia" (Sachsen).

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Juni

Die große Wachablösung

Am Mittwoch, dem 13. Mai 1964, fand im Handwerker-Vereinshaus unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Karl Krieger, wurde mit ehrenden Worten der verstorbenen Mitglieder gedacht.

In seinem Jahresbericht gab der erste Vorsitzende, Karl Krieger, seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Liga abermals die Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga geschafft hat. Erfreut sei man auch über das gute Abschneiden der Reservemannschaft und der sogenannten Soldatenmannschaft; jedoch besonders über die Jugend, die unter der Leitung von Karl Etteldorf in allen Mannschaften recht erhebliche Verbesserungen aufweist.

Der Vorsitzende schloß seinen Geschäftsbericht mit der Bitte, ihn nach achtjähriger Tätigkeit als Vorsitzender von dem schweren Amt des ersten Vorsitzenden zu befreien.

Der Kassenbericht (Hans Weinstein) und der Revisionsbericht (Hans Wix) wiesen aus, daß der Verein über eine gute und gesunde Finanzlage verfügt.

Spielausschußobmann Dr. Erwin "Pütten" Kraatz - auch er stellte seinen Posten zur Verfügung - sprach von der Harmonie in den Mannschaften allgemein und der Liga im besonderen. Nicht zuletzt führte er diese Harmonie auf das Wirken des Trainers Fritz Seehausen zurück. Dr. Erwin "Pütten" Kraatz versicherte, daß er nach seinem Ausscheiden als Obmann nicht die Verbindung zum HFV und zu seiner Heimatstadt Husum abreißen lassen wolle.

Auch Jugendobmann Karl Etteldorf stellte seinen Posten zur Verfügung, da ihm die Arbeit für alle Mannschaften über den Kopf wächst. Reimer Seifert übernahm den Obmannposten. Karl Etteldorf will ihn bei der Einführung in die wichtige Jugendarbeit unterstützen.

Wie alljährlich brachte auch Schiedsrichterobmann Hermann Bahnsen seine Klage über fehlende Schiris vor.

Auch von der Tischtennisabteilung, die unter der Leitung von Obmann Walter Liepert steht und 57 aktive Mitglieder umfaßt, waren viele Erfolge zu melden.

Die harmonisch verlaufenden Wahlen zeigten folgende Veränderungen:

1. Vorsitzender:   Werner Denckmann  
2. Vorsitzender:   Hans Schöning  
3. Vorsitzender:   Dr. Erwin "Pütten" Kraatz  
1. Schriftführer:   Arfast Carstens Wiederwahl
2. Schriftführer:   Helmut Bregulla  
2. Kassierer:   Georg Schleger  
Spielausschuß-Obmann:   Heinz Zawadzky  
Zum Ausschuß gehören:   Harry Mölck,  
    Günther Präger,  
    Alfred Weich,  
    Horst Kersten.  
Jugendobmann:   Reimer Seifert  
Tischtennis-Obmann:   Walter Liepert Wiederwahl
Kassenrevisor:   Johannes "Hans" Rademacher  

Die Versammlung stimmte schließlich noch einer Satzungsänderung zu, nach der es jetzt einen geschäftsführenden und einen erweiterten Vorstand gibt. Ferner wurde der Passus über die Verteilung von Ehrennadeln neu geregelt.

Bliebe schließlich noch zu erwähnen, daß allen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, vor allen Dingen aber auch unserem langjährigen ersten Vorsitzenden Karl Krieger, von vielen Seiten der herzliche Dank für die kräftezehrende ideelle Arbeit für den HFV ausgesprochen wurde.

Mit einem Gruß auf die Farben des Vereins wurde die diesjährige Jahreshauptversammlung gegen 22.30 Uhr geschlossen.

Eckhard "Ecki" Sers

leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Die Aufstiegsrunde ist erreicht

(Fortsetzung aus Heft 1/1964)

Die Deckung, wie sie jetzt steht, ist stärker als die des Vorjahres. Nun zu unserer Stürmerreihe. Am meisten wurden hier eingesetzt.

    Dieter "Schorsch" Schleger   26       Manfred "Flügge" Hansen   15
    Karl "Kalli" Clausen   22       Horst Cwajkowski   14
    Manfred "Manne" Hoppe   17       Gundolf Schrock   11
    Johannes Jannsen   17       Dieter Eckholdt   10

Das ist der Kreis - einbezogen Peter Lindner, der im letzten Punktspiel in Weiche erstmalig seine Chance bekam -, der uns zur Verfügung steht.

Wegen vieler unvorhergesehener Ereignisse mußte unsere Angriffsreihe oft umgebaut werden. Gundolf Schrock und Manfred "Manne" Hoppe standen uns dazu längere Zeit nicht zur Verfügung. Aber trotz vieler Umdispositionen haben die Stürmer ihre Tore geschossen. Es zählt leider nicht, daß es über 100 sein müssen, aber es zählt, was hinten durchgelassen wird.

In verlorenen Spielen wie in Bredstedt (3:4), in Husum gegen Rasensport Schleswig (2:3), in Flensburg gegen Nord (2:3) war in erster Linie unsere Hintermannschaft nicht sattelfest. Im Spiel gegen SIF in Schleswig (1:3) bot aber unsere gesamte Elf die miserabelste Leistung. Wenn ich vorher "in erster Linie" betont habe, dann muß bemerkt werden, daß Hintermannschaft und Sturm von der Warte als Mannschaft aus kritisiert werden müssen, denn Fußball ist Mannschaftsspiel, nicht hier Deckung und dort Sturm, beides hängt eng zusammen. Für diesen Zusammenhang haben vor allem die Halbstürmer zu sorgen. Am Ball können Johannes "Haschi" Jannsen und Karl "Kalli" Clausen sehr viel. Wenn sie diese Fähigkeit mehr in den Dienst der Mannschaft stellen, dazu nicht nur vorne, sondern zu gegebener Zeit auch hinten sind, dann wird die Gesamtleistung um einiges besser sein.

Gundolf Schrock hat sich gut entwickelt und verspricht manches für die Zukunft. Wir haben in ihm außerdem einen zweiten Torwart. Weiterhin kann er mit Dieter "Schorsch" Schleger, der seinen "toten" Punkt überwunden hat, und Horst Cwajkowski, der leider auch nicht immer zur Verfügung stand, in allen Sturmpositionen spielen, das ist wichtig. Manfred "Manne" Hoppe ist auf dem Wege, sein Selbstvertrauen zu finden; er wird bald seine alte Leistung bringen. Mit Dieter Eisenheim, Manfred "Flügge" Hansen, Peter Lindner und Dieter Eckholdt stehen weiter Spieler zur Verfügung, die jederzeit mitmischen können.

Auf dem Weg in die Aufstiegsrunde gab es meines Erachtens drei entscheidende Momente:

1.  

Die Heimsiege gegen unsere schärfsten Konkurrenten Nordmark und DGF,

2.   die in den letzten elf Spielen gleichbleibende Aufstellung der Deckungsreihe,
3.   der Sieg in Flensburg gegen Nordmark.

Die Aufstiegsrunde wird erneut alle Kräfte mobilisieren. Irgendwelche Prognosen sind fehl am Platz, alle Teilnehmer wollen das gleiche Ziel erreichen. Außer dem Geschehen auf dem grünen Rasen werden die vielen Kleinigkeiten am Rande eine bedeutende Rolle spielen. Mitentscheidend wird die Haltung des treuen Anhanges sein, und zwar dann, wenn das runde Leder nicht so läuft, wie wir alle es erhoffen.

Fritz Seehausen


UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

Flensburg 08

 

3:2 (0:0)

In Vorbereitung auf die vor uns liegende schwere Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga hatte sich unsere Liga die Mannschaft von Flensburg 08 zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Unsere Liga bot eine hervorragende Leistung und war im Feldspiel sogar leicht feldüberlegen. Bereits bis zur Halbzeit hätte unsere Liga nach den vielen Torchancen schon in Führung liegen können. Nur der ausgezeichneten Torwartleistung der Flensburger war es zu verdanken, daß wir nicht schon bis zur Halbzeit klar führten.

Nach dem Wechsel kam allerdings Flensburg 08 stark auf und schoß innerhalb weniger Minuten eine 2:0-Führung heraus. Unsere Liga steckte aber nicht auf und kam durch Tore von Dieter "Schorsch" Schleger und Detlef Bresa zum 2:2-Ausgleich. Als sich alle schon mit dem Unentschieden zufrieden geben wollten, fiel kurz vor Schluß der 3:2-Siegtreffer für unsere Liga durch Manfred "Flügge" Hansen.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Detlef Bresa
(Dieter Eisenheim)
ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock
(Dieter Schleger)
ǀ Johannes Jannsen ǀ Dieter Schleger
(Manfred "Manne" Hoppe)
Eckhard "Ecki" Sers

UNSERE LIGA

Husum 18

 

-

 

SV Hemmingstedt

 

6:2 (4:1)

Ein weiteres Vorbereitungsspiel für die Aufstiegsrunde bestritt unsere Liga gegen die im Westbezirk an vierter Stelle liegende Mannschaft des SV Hemmingstedt. Unsere Liga beherrschte ihren Gegner in der ersten Halbzeit klar und führte bereits bis zur Pause durch Tore von Dieter "Schorsch" Schleger (2), Karl "Kalli" Clausen und Johannes "Haschi" Jannsen mit 4:1 Toren.

Nach der Pause ließ unsere Liga die Zügel etwas schleifen, und der SV Hemmingstedt versuchte das Ergebnis etwas zu verbessern. Die clevere Hintermannschaft unserer Liga ließ aber nur noch einen Gegentreffer zu, schoß aber in den letzten 10 Minuten durch Tore von Dieter "Schorsch" Schleger und Johannes "Haschi" Jannsen einen glatten 6:2-Sieg heraus.

Es spielten:

Gundolf Schrock

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Aufstiegsspiele zur 1. Amateurliga

Husum 18

 

-

 

TSV Pansdorf

 

2:0 (0:0)

Am Pfingstsonntag, dem 16. Mai, mußte unsere Liga ihr erstes Aufstiegsspiel gegen den Meister der Lübecker Südstaffel TSV Pansdorf bestreiten. Herrliches Wetter und Großkampfstimmung lockten etwa 1.000 Zuschauer ins Friesenstadion. Die vielen Zuschauer, die gekommen waren, um unserer Liga in ihrem ersten Aufstiegsspiel den Rückhalt zu geben, sollten nicht enttäuscht werden.

Unsere Liga legte sofort mit großem Elan los und erspielte sich mehrere klare Torchancen. Nur der ausgezeichneten Leistung des Pansdorfer Torwarts war es zu verdanken, daß unsere Liga nicht bereits schon bis zur Pause klar in Führung lag. Nach der Pause hatte unsere Liga eine starke Drangperiode der Pansdorfer zu überstehen, aber hier zeichnete sich wiederum unsere ausgezeichnete Hintermannschaft aus. Nachdem sich unsere Liga aus der Umklammerung freigemacht hatte, bedrängten unsere Stürmer unaufhaltsam das gegnerische Tor. In der 65. Minute wurde Dieter "Schorsch" Schleger klar im Strafraum gelegt und den fälligen Elfmeter verwandelte Helmut Wissing sicher zum 1:0. In der 78. Minute war es unser ausgezeichneter Mittelstürmer Horst Cwajkowski, der einem langen Paß von Karl "Kalli" Clausen nachsetzte und zum 2:0 einschoß. Nun war das Spiel gelaufen. In den letzten Minuten versuchte Pansdorf noch einmal das Blatt zu wenden, aber unsere sichere Abwehr hielt allen Anstürmen stand.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Johannes Jannsen ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

Holstein Kiel A

 

-

 

Husum 18

 

3:0 (3:0)

Am Sonnabend, dem 23. Mai, mußte unsere Liga das schwere Auswärtsspiel gegen die Amateure von Holstein Kiel bestreiten. Nach der großartigen Leistung des Vorsonnabends gegen TSV Pansdorf fuhren wir mit berechtigten Hoffnungen, mindestens ein Unentschieden zu holen, begleitet von vielen Husumer Schlachtenbummlern, nach Kiel.

Unsere Liga erspielte sich zu Anfang des Spieles eine klare Feldüberlegenheit, und als alles glaubte, das Spiel würde so großartig laufen wie gegen Pansdorf, kam in der 13. Minute die kalte Dusche, als Holstein nach einem schönen Kombinationszug mit 1:0 in Führung ging. Ab diesem Moment hatte unsere Liga gegen die großartig aufspielenden Holsteiner nichts mehr zu bestellen. Als dann in der 35. und 40. Minute das 2:0 und 3:0 für Holstein fiel, war das Spiel gelaufen. Obwohl nach der Pause keine Tore mehr fielen, war Holstein doch weiterhin tonangebend und bestimmte das Spiel. In der zweiten Spielhälfte hatte unsere Hintermannschaft sich jedoch besser auf den schnellen gegnerischen Sturm eingestellt.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Dieter Schleger ǀ Karl Clausen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Johannes Jannsen ǀ Manfred Hoppe

Wie geht es weiter?

7. Juni:   Eichholzer SV   -   Husum 18
14. Juni:   Husum 18   -   Holstein Kiel Amateure
21. Juni:   TSV Pansdorf   -   Husum 18

 

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juni

Unsere Jugendabteilung

Am 16. Mai 1964 wurde die Punktspielsaison 1963/64 unserer Jugendmannschaften mit folgenden Ergebnissen abgeschlossen.

Knaben   Frisia Husum II   -   Husum 18 I   0:6 (0:1)
Schüler   Frisia Husum II   -   Husum 18 I   2:2 (2:2)
Jugend   Frisia Husum II   -   Husum 18 I   1:0 (1:0)

Hiermit sind die ersten Knaben als einzige Mannschaft des Vereins Meister geworden. Wir gratulieren den Kleinsten zu diesem großartigen Erfolg.


Beim Pfingstturnier in Rantrum am 17. Mai 1964 wurden unsere Jungmannen, die in der Bezirksliga einen überraschenden 5. Tabellenplatz erringen konnten, nur Vorletzter. Sie boten eine enttäuschende Leistung: Vor allem im Sturm waren sie recht harmlos.

Die Überraschung des Turniers war die Mannschaft des Bredstedter TSV, die den Pokal gewinnen konnte. Zweiter wurde Frisia Husum vor dem TSV Rantrum, Husum 18 und TSV St Peter.

Hier die Spiele unserer Jungmannen:

Frisia Husum   -   Husum 18   1:0
TSV St. Peter   -   Husum 18   0:0
TSV Rantrum   -   Husum 18   0:0
Bredstedter TSV   -   Husum 18   1:0

Wir wünschen unseren Jugendlichen eine erholsame Sommerpause und eine erfolgreiche neue Saison.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Juni

Unsere TT-Abteilung

Für die Pokalspiele auf Kreisebene um den Jürgen-Petersen-Gedächtnispokal meldeten wir vier Mannschaften.
· Unsere vierte Mannschaft traf auf die schwere erste Mannschaft vom Bredstedter TSV und verlor 5:0.
· Unsere dritte Mannschaft schlug dafür die zweite Mannschaft vom TTV Koldenbüttel mit dem gleichen Ergebnis.
· Unsere zweite Mannschaft konnte gegen Frisia Husum IV einen 5:2- Erfolg verbuchen.


In den Punktspielen der Saison 1963/64 wurden in der ersten Mannschaft 12 und in der zweiten Mannschaft 13 Spieler eingesetzt. Nachfolgend eine Erfolgsübersicht der einzelnen Spieler.

1. Mannschaft - Platte 1 bis 2
  Spiele   gewonnen   verloren   Sätze
Heinz Splettstößer 22   9   13   25:29
Herbert Rohde 13   3   10   11:23
Dieter Mau 8   3   5   7:11
Harald Wulf 2   1   1   2:3

1. Mannschaft - Platte 3 bis 4
  Spiele   gewonnen   verloren   Sätze
Harald Wulf 18   14   4   30:15
Anton Bösch 13   10   3   22:10
Herbert Rohde 6   5   1   11:3
Johannes Clausen 1   1   0   2:0

1. Mannschaft - Platte 5 bis 6
  Spiele   gewonnen   verloren   Sätze
Johannes Clausen 14   10   4   21:9
Werner Wischnowski 13   10   3   20:11
Günther Otto 6   3   3   6:6
Anton Bösch 5   4   1   9:3
Jan Peter Wichmann 4   2   2   6:4
Holger Habenicht 4   0   4   3:8
Wolfgang Eckl 2   1   1   2:2
Dieter Windeler 2   0   2   0:4

2. Mannschaft - Platte 1 bis 2
  Spiele   gewonnen   verloren   Sätze
Holger Habenicht 14   8   6   17:14
Helmut Bregulla 11   1   10   5:20
Johannes Clausen 8   6   2   14:8
Wolfgang Katscher 7   0   7   1:14
Otto Armster 3   1   2   2:5

2. Mannschaft - Platte 3 bis 4
  Spiele   gewonnen   verloren   Sätze
Werner Wischnowski 10   7   3   14:8
Wolfgang Katscher 6   5   1   10:2
Helmut Bregulla 6   4   2   9:7
Kurt Kusber 5   1   4   3:8
Dieter Windeler 4   1   3   4:6
Günther Otto 2   1   1   2:2
Jan Peter Wichmann 2   1   1   2:2
Hans-Jürgen Samuelsen 1   0   1   1:2

2. Mannschaft - Platte 5 bis 6
  Spiele   gewonnen   verloren   Sätze
Walter Liepert 18   9   9   22:22
Hans-Jürgen Samuelsen 8   3   5   7:13
Dieter Windeler 6   1   5   7:12
Helmut Bregulla 4   3   1   7:3
Günther Sönnichsen 2   0   2   0:4
Holger Habenicht 1   1   0   2:1

Am Sonntag, dem 19. April, fanden die ersten Kreisranglistenspiele dieses Frühjahrs statt. Auch hierbei konnten wir schöne Erfolge erzielen. Auch im nächsten Monat spielt Harald Wulff weiterhin in der ersten Gruppe, da er sich durch einen sechsten Platz den Erhalt der Gruppe gesichert hat. Obgleich er einen schlechten Tag und start erwischt hatte.
Den Aufstieg von der zweiten in die erste Gruppe sicherte sich Heinz Splettstößer als Gruppensieger. Heinz Splettstößer wartete mit einer blendenden Spielverfassung auf und wurde ungeschlagen Erster in der zweiten Gruppe.
In der dritten Gruppe wurden Jan Peter Wichmann und Holger Habenicht 2. und 3. und können somit ebenfalls aufsteigen und zwar in die zweite Gruppe.
Helmut Bregulla blieb in der dritten Gruppe durch einen sechsten Platz.
Dagegen mußte Dieter Windeler absteigen in die vierte Gruppe, in der Anton Bösch Gruppensieger wurde und dadurch in die dritte Gruppe aufsteigt.


Von unserer Jugend wäre noch zu berichten, daß unsere erste Mannschaft in der Stadtrunde nach Abschluß der Punktspiele sicher hinter Frisia I und II einen dritten Platz in der Tabelle errang. Damit wären die Voraussetzungen gegeben, daß unsere erste Mannschaft im nächsten Jahr auch in der Bezirksklasse der Jugend mitspielen kann.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Juni

Die Schlachtenbummler

Die Zahl der nicht aktiv tätigen Fußballer, Anhänger und Zuschauer übertrifft die der Spieler um ein Vielfaches. Besonders die Einführung der Bundesliga hat die Zuschauerzahlen erheblich gesteigert - was die Spiele dieser Klasse anbetrifft, in den unteren Spielklassen hat sie abgenommen. Aber wir wollen uns mit den Zuschauern der Bundesliga beschäftigen, insbesondere was die "Schlachtenbummler", also die "ihre" Mannschaft begleitenden Vereinsanhänger, anbetrifft. Wir wissen von ihnen, daß sie in der weitaus größeren Mehrzahl nicht den Vereinen als Mitglieder angehören, deren Anhänger sie sind. Der Berliner "Tagesspiegel" zeichnet diese Gruppe von Fußballanhänger wie folgt treffend:

"Die Bundesliga-Schlachtenbummler sind eine Gruppe für sich. Sie tragen Fahnen, führen Lärminstrumente mit sich und haben zuweilen bunte Hüte auf. Man kann sie nicht übersehen. Für welchen Verein ihr Herz schlägt, erkennt man schon auf 100 m Entfernung. Notfalls schreien es die Schlachtenbummler den Bürgern unserer Städte und den Landbewohnern aus den Zugfenstern entgegen.

Ein Teil dieser Leute begleitet "ihre Mannschaft" zu jedem Spiel. Entfernungen sind heute Nebensache, die Bundesbahn fährt zu billigen Preisen von der Isar zur Nordsee und umgekehrt. Viele dieser Bannerträger sind vom Auto auf die Bahn umgestiegen, weil dort nie Promille eine Rolle spielen. So kommt es, daß die Bundesliga-Schlachtenbummler schon bei der Ankunft am Ort des Geschehens in der Regel gut "getankt" haben. Sie schwenkten ihre Fahnen noch höher, sie singen ihre geistreichen Lieder noch lauter und schwenken ihre Glocken noch kräftiger. Aber diese Sonderzügler wissen leider oft nicht, wo die Grenzen ihrer Begeisterung und ihrer alkoholischen Aufnahmefähigkeit liegen. Wenn es gar noch der Fall ist, daß ihr Zug erst spät am Abend wieder heimwärts startet, belegen sie die Bahnhofsgebäude der fremden Stadt in einer Art, die dem Sport wenig Ehre macht. Oft sind sie noch der Meinung, der Verein, dem ihre Sympathie gehört, müsse dankbar sein, daß sie die weite Fahrt unternommen hätten, daß sie "dabei sind" und sich auf ihre Weise bemerkbar machen.

Schlachtenbummler sind keineswegs von den Vereinen unerwünscht. Unerwünscht aber sind von allen Sportlern jene Szenen, die sich oft in den fremden Städten abspielen, wenn diese Schlachtenbummler in Scharen und lautstark auftreten. Weil auf den Plätzen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf, decken sich die Sonderzügler mit Flaschen und Fläschchen ein, die sie in die nötige "Stimmung" bringen.

Lärm und Begeisterung gibt es überall. Das sportliche Auftreten der Fußballanhänger in Deutschland aber steuert bedenklichen Tiefen entgegen. Die Bundesliga ist kein Tummelplatz für Leute, die sich Sportler nennen, aber keine sind."

Uns bleibt nur übrig festzustellen, daß bei dieser Zeichnung der Verhältnisse die Erwähnung der Raketenabschießer und Flaschenwerfer fehlt: Sünden, die zu bekämpfen unser aller Pflicht ist. Borussia Dortmund und der 1. FC Kaiserslautern haben als erste Geldprämien für die Namhaftmachung solche Rowdys auf unseren Sportplätzen ausgesetzt. Wir glauben aber, daß es viel zweckmäßiger ist, wenn die Krakeeler auf frischer Tat ihren verdienten "Lohn" erhalten. Wenigstens solange, bis sie unseren Sportplätzen, die Erholungsstätten sein sollen, fernbleiben.

C.K. (Aus "DFB-Schiedsrichter-Zeitung")

Sind Sie fit? - Testen Sie selbst!

1.   Zählen Sie einmal Ihren Puls in Ruhe. Nun laufen Sie etwa 20 bis 30 Treppenstufen. Laufen Sie, so schnell Sie können, hinauf und wieder herunter. Nach drei Minuten wieder Puls zählen.
Pulsschlag und Atmung sollten nach etwa 3 Minuten wieder beruhigt sein. Wenn nicht, lassen Sie sich einmal ärztlich untersuchen und wegen der rechten Bewegung beraten.
2.   Seitwärts vor dem Spiegel. Oberkörper frei: Atmen Sie tief ein und aus, achten Sie auf die Bewegungen des Bauches.
Beim Einatmen sollte der Bauch sich unwillkürlich etwas einziehen, nicht stillstehen oder sogar vorwölben.
3.   Rücklage. Hände im Nacken verschränkt. Heben Sie die gestreckten Beine eine Handbreit (!) vom Boden und verharren so.
Können Sie diese Stellung so lange beibehalten um bis 20 zu zählen?
4.   Liegestütz. Rücken und Beine in einer Linie (kein Katzenbuckel und kein Hohlkreuz), Senken des Körpers bis knapp vor dem Boden und wieder heben. (Frauen stützen dabei auch die Knie auf den Boden.)
Können Sie diese Übung wenigstens fünf Mal durchführen?
5.   Bauchlage. Arme in Vorhalte. Heben Sie Oberkörper und Arme ruckartig frei vom Boden so hoch es möglich ist.
Sie sollten sich so hochheben, daß sich auch der Bauch in Höhe des Nabels entfernt.
6.   Stand mit geschlossenen Füßen. Beugen Sie sich tief vornüber, und streben Sie wippend mit den Fingern zum Boden hin.
Sie sollten bei gestreckten Knien mit den Fingern den Boden berühren können ... wieviel fehlt?
7.   Sechs Tests: So beweglich, ausdauernd, schnellkräftig und noch weit mehr können Sie bald sein durch Spiel, Turnen und Sport.
Dr. J. P. Hohneck

Bunte Seite

Blau und rot

Der mexikanische Fußballverein Mexico City macht sich die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Einfluß der Farben auf das menschliche Gemüt zunutze. Psychologen haben herausgefunden, daß ein Blau eine beruhigende und einschläfernde Wirkung ausübt, während rot aufputschend wirkt. Dementsprechend hat man beim FC Mexico City die Umkleideräume ausgemalt: Jede der Gastmannschaft blau, die der eigenen Mannschaft rot.


Die Tippgemeinschaft

Die Mitglieder des engeren Vorstandes von Eintracht Nordhorn tippen seit rund einem Jahr jede Woche für 1,70 D-Mark. Das Geld wird aus der eigenen Tasche bezahlt. Man hat vereinbart, daß Beträge bis zu 50.000 D-Mark dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Alles, was darüber hinaus gewonnen wird, soll in der "Eintracht-Tippergemeinschaft" aufgeteilt werden. Sicherlich ist man dabei von dem Gedanken ausgegangen, daß die 1,70 D-Mark pro Woche dem einzelnen Vorstandsmitglied nicht wehe tun, daß aber Gewinne bis zu 50.000 D-Mark dem Verein wesentlich helfen und die mit viel Geld verbundene Sportarbeit in allen Abteilungen besser bewältigt werden kann. In der ersten Märzwoche wollten 1.634,90 D-Mark gewonnen und dem Verein zur Verfügung gestellt.


Der Fußballpastor

Es gibt viele kirchliche Würdenträger, die begeisterte Sportler sind und auch an der Vereinsarbeit regelmäßig aktiv Anteil nehmen. Einer von ihnen ist der Pastor Helmut Gerber, Mitglied von St. Pauli-Hamburg. Er wirkt vornehmlich im Stillen, was die folgende Auslassung von ihm zeigt; "Auf meinen ausdrücklichen Wunsch ist diese Tatsache nicht bekannt geworden, da ich lediglich meinem Verein und der Mannschaft durch eine Krise hindurchhelfen, jedoch nicht als 'Fußballpastor' unlautere Werbung für mein Amt betreiben wollte."


Die Flickstunde

Sportbekleidung kostet Geld. Vielfach ist der gesunde Zustand von einst, daß die Aktiven ihre Sporthemden selbst zu bezahlen haben, noch nicht wiederhergestellt. Damit erwachsen dem Verein erhebliche Kosten, der Abnutzung der Kleidung wegen. Beim Darmstädter Zweit-Amateurligisten FC Arheilgen suchte man neue Wege. Die Frauen der Vorstandsmitglieder fanden sich zusammen, um Generalüberholung zu machen. Alle Trikots der Aktiven - von den Senioren bis zu den Schülern - wurden wieder in einwandfreien Zustand versetzt. Man hatte erkannt, daß auch das äußerliche Auftreten ein gutes Aushängeschild für den Verein ist. Selbstverständlich fand man an den Flickabenden auch noch Zeit für das bei Frauen unvermeidliche "Schwätzchen" und verband damit das Nützliche mit dem Angenehmen.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Aufstiegsspiele zur 1. Amateurliga

Husum 18

 

-

 

SV Eichholz

 

1:1 (1:0)

Vor etwa 800 Zuschauern verlor unsere Liga auf eigenem Platz einen wichtigen Punkt in der Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga. Unsere Liga vermochte nur in der ersten Halbzeit zu überzeugen. In diesem Spielabschnitt war sie den Gästen klar überlegen und hätte bei etwas größerem Schußglück einen Vorsprung von mehreren Toren erzielen können, der wahrscheinlich den Sieg bedeutet hätte. Die einzige Torausbeute blieb jedoch nur ein Elfmeter, den Benjamin Hager in der 26. Minute nach Handspiel eines Lübecker Verteidigers zum 1:0 verwandeln konnte.

In der 44. Minute wurde Egon Harms so stark am Kopf verletzt, daß eine Einlieferung in das Husumer Krankenhaus erforderlich war. Als dann auch noch Peter Goldschmidt zu Anfang der zweiten Halbzeit verletzt wurde und nur noch als Statist auf Rechtsaußen mitspielen konnte, wurde unsere Liga stark in die Defensive gedrängt. Aber auch mit neuneinhalb Mann verteidigte sich unsere Liga hervorragend. Nur in der 50. Minute gelang es den Gästen, das Tor zum 1:1-Ausgleich zu schießen.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Egon Harms ǀ Hans Schumacher

Karl Clausen ǀ Johannes Jannsen ǀ Horst Cwajkowski ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

Die Liga war einen Tag früher schon mal nach Scharbeutz gereist und legte hier einen Zwischenstopp ein.

SV Eichholz

 

-

 

Husum 18

 

3:1 (2:0)

Am 7. Juni trat unsere Liga zum Rückspiel beim SV Eichholz an. Wir wußten, daß nur durch einen Sieg über den SV Eichholz der Aufstieg geschafft werden kann. Wegen der großen Entfernung fuhr unsere Liga bereits schon am Samstag los und übernachtete in Scharbeutz, um dann am Sonntag ausgeruht nach Lübeck zu fahren. Allerdings mußten wir auf drei unserer Stammspieler wegen Verletzung verzichten (Egon Harms, Manfred "Manne" Hoppe, Horst Cwajkowski). Als das Spiel begann, wußte man, daß unsere Liga etwas wollte. Sie spielte zeitweise groß auf und hatte mehrfach den Führungstreffer auf den Füßen. In der siebten Minute ging aber Eichholz durch einen Direktschuß mit 1:0 in Führung. Es war aber noch nichts verloren, denn unsere Liga hatte weiter das Spielgeschehen in der Hand. Als dann aber der Schiedsrichter in der 22. Minute unverständlicherweise auf den Elfmeterpunkt zeigte und Eichholz auf 2:0 erhöhen konnte, ließ unsere Liga etwas die Köpfe hängen.

Nach der Pause setzte unsere Liga alles auf eine Karte und bedrängte das Eichholzer Tor unaufhaltsam. Ein Fehler von Mittelläufer Johannes "Haschi" Jannsen jedoch ließ die Eichholzer auf 3:0 davonziehen. Auch zu diesem Zeitpunkt war das Spiel noch nicht entschieden, denn nun kam Eichholz nicht mehr aus seiner Hälfte heraus, aber der Torschuß fehlte. Nach einem nicht anerkannten Tor von Detlef Bresa in der 85. Minute schoß derselbe in der 89. Minute wenigstens das Ehrentor.

Es spielten

Eckhard Sers

Paul Kaczmarek ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Hans Schumacher

Peter Lindner ǀ Detlef Bresa ǀ Karl Clausen ǀ Peter Goldschmidt ǀ Dieter Schleger

Husum 18

 

-

 

Holstein Kiel Amateure

 

2:0 (1:0)

Am 14. Juni empfing unsere Liga die ungeschlagene Mannschaft von Holstein Kiel. Durch die Niederlage in Eichholz war unsere Liga bereits schon um den Aufstieg aus dem Rennen und konnte somit ungezwungen aufspielen was sie auch tat.

Unsere Liga zeigte das beste Spiel der Aufstiegsrunde und begeisterte die leider nicht so zahlreich erschienenen Zuschauer. Endlich wurde einmal bis zum Letzten gekämpft. Auch der Ball lief des öfteren über mehrere Stationen, ohne daß der Gegner eingreifen konnte. Die Hintermannschaft war sattelfest und ließ hinten nichts "anbrennen". Trotz des überlegen geführten Spiels gelang es unserer Liga aber erst in der 37. Minute, die 1:0-Führung herauszuschießen. Der plötzliche Durchbruch unseres Verteidigers Peter Goldschmidt wurde mit einem Torschuß abgeschlossen. Allerdings prallte der Ball von einem Kieler Verteidiger ins eigene Tor.

In der zweiten Halbzeit bestimmten unsere Liga weiter das Spielgeschehen und schoß in der 89. Minute durch Detlef Bresa den vielumjubelten 2:0 Sieg heraus.

Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Hans Schumacher

Detlef Bresa ǀ Karl Clausen ǀ Gundolf Schrock ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

TSV Pansdorf

 

-

 

Husum 18

 

5:2 (1:1)

Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde am 21. Juni mußte unsere Liga beim TSV Pansdorf antreten. Durch Urlaub und Verletzung fuhr auch zu diesem Spiel eine ersatzgeschwächte Mannschaft. Für beide Mannschaften war der Aufstieg allerdings nicht mehr zu erreichen. Beim TSV Pansdorf ging es aber darum, den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde zu landen. In der ersten Halbzeit konnte sich unsere Liga eine leichte Feldüberlegenheit erspielen und ging auch in der 20. Minute durch Detlef Bresa mit 1:0 in Führung. Aber bereits in der 25. Minute konnte Pansdorf durch Handelfmeter zum 1:1 ausgleichen. Nach der Pause hatte Pansdorf eine starke Drangperiode und schoß innerhalb von neun Minuten einen 4:1-Vorsprung heraus. Als Manfred "Flügge" Hansen in der 62. Minute zum 4:2 einköpfen konnte, glaubte man an eine Wendung, aber das Glück stand nicht auf unserer Seite. Durch ein unmögliches Tor (der Ball hatte bereits die Außenlinie überschritten) stellte Pansdorf durch das 5:2 den alten Abstand wieder her. Der Sieg für TSV Pansdorf war verdient, aber in dieser Höhe jedoch zu hoch ausgefallen.

Unsere Liga spielte mit

Gundolf Schrock

Kauffeld ǀ Helmut Wissing

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Hans Schumacher

Manfred Hansen ǀ Dieter Schleger ǀ Detlef Bresa ǀ Hans-Adolf Ferchen ǀ Manfred Hoppe

Nach dem letzten Spieltag ergeben sich folgende Tabellenstände:

Staffel A
Borussia Kiel   6   5 - 1   14:8   10:2
MTV Heide   6   2 1 3   11:11   5:7
Viktoria Lübeck   6   2 1 3   4:6   5:7
TSV Rendburg   6   2 - 4   6:10   4:8

Staffel B
DGF Flensburg   6   6 - -   22:5   12:0
Union Neumünster   6   3 - 3   14:13   6:6
TSV Brunsbüttelkoog   6   1 1 4   9:16   3:9
FSV Lübeck   6   1 1 4   6:17   3:9

Staffel C
Holstein Kiel Amateure   6   4 1 1   15:5   9:3
SV Eichholz   6   2 3 1   13:10   7:5
Husum 18   6   2 1 3   8:12   5:7
TSV Pansdorf   6   1 1 4   9:18   3:9
Eckhard "Ecki" Sers

Das Ziel wurde nicht erreicht

Die schwere Aufstiegsrunde liegt hinter uns. Leider wurden unsere Hoffnungen auf den Aufstieg in die erste Amateurliga nicht erfüllt. Aber es muß wohl allen eingesetzten Spielern bescheinigt werden, daß sie ihr Letztes gaben, aber das Glück nicht auf ihrer Seite hatten. Allen sei an dieser Stelle für ihren selbstlosen Einsatz gedankt.

Unser besonderer Dank gilt aber unserem scheidenden Übungsleiter Fritz Seehausen, der es nun zwei Jahre hindurch verstanden hat, unseren Spielern nicht nur allein spielerisches Können zu vermitteln, sondern unseren Aktiven auch jederzeit menschliches, charakterliches Vorbild gewesen ist. Ihm wünschen wir für die Zukunft alles Gute, und daß auch der Erfolg in seinem neuen Verein Heider SV nicht ausbleibt.

Wir aber, die wir jetzt in die wohlverdiente Sommerpause gehen, werden mit Schwung und Elan in die neue Serie gehen und versuchen, den Erfolg der vergangene Serie zu wiederholen. Nur hoffen wir, daß uns dann bei dem dritten Anlauf der Sprung in die höchste Amateurklasse gelingen möge.

Eckhard "Ecki" Sers

leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Juli

Unsere Jugendabteilung

Ergebnisse

24.05.1964   Jugend   Husum 18   -   BW Friedrichstadt   2:3
30.05.1964   Jugend   Frisia HusumI   -   Husum 18 II   2:1
31.05.1964   Knaben   Husum 18   -   Frisia Husum I   3:0

Aufgrund ihrer hervorragenden Leistung in der abgelaufenen Serie durften unsere 1. Knaben am 31. Mai das Vorspiel gegen Frisia bestreiten. In diesem Freundschaftsspiel gegen den Lokalrivalen Frisia zeigten unsere Kleinen, wie Tore geschossen werden. Sie schlugen ihren Gegner aufgrund der besseren zweiten Halbzeit klar mit 3:0 Toren. Die Tore schossen die besten Stürmer Petersen (2) und Lund.


Am Sonntag, dem 14. Juni, fuhren wir zu den Rückspielen zum SV Friedrichsort. Um 7:30 Uhr fuhren wir vom Handwerkerhaus los. Nach zweistündiger Fahrt kamen wir in Friedrichsort an. Es begannen sofort die Spiele. Sie wurden auf zwei Plätzen ausgetragen. So wurden wir zum Mittagessen fertig und konnten im neuen Klubhaus essen. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von unseren Freunden aus Friedrichsort und fuhren nach Hause, um das Spiel unserer Liga gegen Holstein Kiel zu sehen. Hier die Ergebnisse.

Knaben   SV Friedrichsort   -   Husum 18   0:4
Schüler   SV Friedrichsort   -   Husum 18   1:0
Jugend   SV Friedrichsort   -   Husum 18   10:0
Jungmannen   SV Friedrichsort   -   Husum 18   1:2

Die Knaben gefielen erneut sehr gut. Die Schüler verloren recht unglücklich. Die Jugend hatte keine Chance. Hier beweist sich die schlechte Trainingsarbeit. Einen Achtungserfolg errangen unsere Jungmannen, denn die 1. Jungmannen von SV Friedrichsort wurden nur durch ein Entscheidungsspiel um die Stadtmeisterschaft gebracht.

Wir danken den Verantwortlichen, die diese Fahrt ermöglicht haben, recht herzlich.

Hans Kock

Die Aufnahme zeigt unsere 1. Jungmannen, die in diesem Jahr einen beachtlichen fünften Tabellenplatz in der Bezirksliga erkämpft halten haben.

Stehend von links nach rechts: Karl-Heinz Starken, Manfred Lorenzen, Schliter, Fred Halberstadt, Hans-Peter Kurtze, Hans-Werner Heber, Michael Meyer, Karsten Kruse, Hanno Nachtigall, Hans-Uwe Kock, Schröder, Hans-Jürgen Struve, Eberhard Schladetzky, Trainer Karl Etteldorf. Sitzend von links nach rechts: Walter Feddersen, Harry Petersen, Speck. Foto: Callesen

Eckhard "Ecki" Sers

leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Juli

Unsere TT-Abteilung

Kurz vor Abschluß der Tischtennissaison 1963/64 führten wir unser diesjähriges Turnier auf Kreisebene, und 13./14. Juni 1964, durch, welches unter der Bezeichnung "2. Tischtennisturnier von Husum 18" vom Landesverband genehmigt war. Trotz des herrlichen Sommerwetters waren am Sonnabend nachmittag ca 25 Schüler und Jungen von TTG Garding-Tönning, TSV Rantrum, TSV Ostenfeld-Wittbek, Frisia Husum und Husum 18 erschienen, um am Kampf um Urkunden und Pokale teilzunehmen.

Bei den Schülern hatten wir einen Spieler am Start (Boothmann), der mit verbissenem Kampfgeist an die Platten ging, um seine Spiele auszutragen. Er konnte sich aber trotzdem nicht unter die ersten placieren.

In der Jungenklasse starteten 5 Spieler von uns. Hier lieferten sich Rüdiger Stenzel und Gerhard Hoffmann hervorragende Kämpfer und belegten in den Einzeln einen zweiten und dritten Platz. Auch im Jungen-Doppel holten wir den zweiten und dritten Platz durch Dirk Wulf / Wolfgang Täuber und Rüdiger Stenzel / Gerhard Hoffenheim.

Am Sonntag gingen dann ca. 10 Damen und 40 Herren des Kreises Husum/Eiderstedt an die Platten. Nach der Eröffnung unseres ersten Vorsitzenden, Sportfreund Werner Denckmann, begannen die Spiele kurz nach 9 Uhr und endeten gegen 20 Uhr. In der Damenklasse konnten wir nur die 5. bis 8. Plätze belegen. Jedoch reichte es im Damendoppel zu einem dritten Platz, den sich Frau Liepert / Fräulein Samuelsen und Fräulein Liepert / Fräulein Schlemo teilen mußten. Auch im gemischten Doppel wurde der dritte Platz durch das Ehepaar Liepert mit Fräulein Flehmer/Harder aus Bredstedt geteilt.

Bei den Herren ging es in drei Klassen um Titel und Plätze. In der A-Klasse erreichte B-Spieler Harald Wulf den fünften Platz und im A-Doppel Harald Wulf den ersten Platz mit Partner Reddersen (Frisia Husum). Den dritten Platz erkämpfte Werner Wischnowski mit Partner J. Paulsen (Ostenfeld).

In der B-Klasse erreichten unsere Spieler folgende Plätze.

2. Platz   Harald Wulf   5. Platz   Herbert Rohde
7. Platz   Günther Otto   9. Platz   Helmut Bregulla

Im B-Doppel konnte Herbert Rohde mit Partner Kobarg (Frisia Husum) den Sieg erkämpfen, während Harald Wulf mit Reddersen nur den dritten Platz belegte.

In der C-Klasse waren wir ebenfalls mit guten Plätzen vertreten.

2. Platz   Herbert Kowalski   4. Platz   Helmut Bregulla
5. Platz   Wolfgang Katscher   6. Platz   Werner Wischnowski
8. Platz   Günther Otto        

Im C-Doppel setzen sich wie erwartet Helmut Bregulla / Werner Wischnowski als Sieger durch.

In der Seniorenklasse erreichte Helmut Bregulla mit einem 3:1-Erfolg über Walter Liepert den ersten Platz. Wenn wir nach Beendigung des Turniers die Siegerliste übersehen, dann können wir mit vier Siegern, fünfmal zweiten Plätzen und sechsmal dritten Plätzen recht zufrieden sein.

Zum Abschluß meines Berichtes möchte ich unserem Vorstand für das Zustandekommen dieses Turniers und der Turnierleitung für ihren selbstlosen Einsatz während der Abwicklung der Spiele recht herzlich danken.

Walter Liepert
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Juli

Die Jugend und der Verein

Manches ist in den letzten Jahren über die Jugend und ihr Verhalten geredet und geschrieben worden. Viele abfällige und oft diskriminierende Urteile wurden über sie gefällt, vor allem seitens der älteren Generation, die heute in Wirtschaft und Politik den Staat und die Gesellschaft in voller Verantwortlichkeit trägt. Es kann niemand bestreiten, daß es zwischen dieser Schicht und der nachfolgenden Generation in Denken und Handeln erhebliche Unterschiede gibt. Aber war das nicht zu allen Zeiten so!? Ist das vor allem schlimm und gefährlich? Gegensätze (sie werden oft als "Generationsproblem" bezeichnet) gab es immer, und es wird sie immer geben.

Es gehört doch allem Anschein nach von Natur aus dazu, daß die Jugend anders denkt und handelt als die im Augenblick verantwortliche Bevölkerungsgruppe. Das ist doch gut so, denn auf diese Art bleibt das Leben in Bewegung und wird vor Erstarrung bewahrt. An dieser Feststellung ändert keine Klage etwas, deren Inhalt doch letzten Endes nichts anderes ist als ein Jammern über die gestörte Behaglichkeit des eigenen Lebens.

Solche "Störungen" sind im Sport bemerkbar, denn er läßt sich von anderen Lebensbereichen nicht trennen, ja er ist heute sogar ein fester Bestandteil unseres staatlichen und gesellschaftlichen Seins. Der Jugendliche will nicht kommandiert werden, und da hat er recht. Die Turnhalle ist keine Kaserne und der Sportplatz ist kein Exerzierplatz. Wer in Erinnerung an "bessere Zeiten" seine Komplexe da abreagieren will, sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen. Die Jugend und mit ihr viele ältere Sportler haben kein Verständnis mehr dafür, daß Probleme aller Art, die immer wieder anfallen und durchdiskutiert werden müssen, mit ungebührlicher Lautstärke und in einer Form abgehandelt werden, die mit Kameradschaftlichkeit und Wahrung des Vereinsinteresses nichts mehr zu tun haben.

Die Jugend will eine auf Vernunft gegründete Führung und Anleitung. Sie ist lernbegierig und da unterscheidet sie sich in nichts von früher. Sie ist in technischen Dingen aufgeschlossen und wünscht eine Unterweisung darin. Jugend ist individualistisch, das heißt sie lehnt alllzu starke Bindungen an eine Gemeinschaft ab. Es dürfte schwer sein, einen Maßstab zu finden, von dem her man die Behauptung aufstellen könnte, dies sei früher anders gewesen. Darüber hinaus wird allzu leicht der Fehler einer Verallgemeinerung begangen, der seinen Kern im eigenen Verhalten zur Gemeinschaft hat. Gerade hier ist die Jugend nichts mehr und nichts weniger als das Produkt der Erziehung und des Beispiels der älteren Generation.

Aber wie sieht es mit ihrer Einstellung zur Gemeinschaft und zum Verein aus? Wie groß ist denn eigentlich die Zahl der Mitarbeiter aus diesen Reihen? Was wird, wenn jene Handvoll Männer und Frauen zwischen 40 und 60 Jahren einmal von den Führungspositionen im Sport und in den Vereinen abtritt? Kein Mensch ist in der Lage zu sagen, wie weit die heutige Jugend bereit ist, die überkommene und von den "Alten" getragene Linie fortzusetzen. Es ist aber auch kein Mensch in der Lage festzustellen, wie weit ein Versagen der im Augenblick verantwortlichen Generation vorliegt. Eine Schuldfrage zu konstruieren, wäre ebenso müßig wie der Versuch einer Antwort. Es bedürfte in diesem Zusammenhang einer Untersuchung, ob die heutigen Vereine in ihrem Aufbau und in ihrer Zielsetzung, in ihren materiellen und ideellen Voraussetzungen, in ihrer äußeren Form und in ihrem geistigen Gehalt noch den Erfordernissen der Zeit entsprechen. Die Jugend ist leistungswillig und leistungsstärker als früher. Das beweisen die meßbaren Ergebniße, die allsonntäglich von ihr erzielt werden. Außenseiter gab es immer, und Menschen, die nur sich kennen und eine Gemeinschaft zu egoistischen Handlungen ausnutzen, auch.

Die Unkameradschaftlichkeit ist so alt wie die Kameradschaft, die Untreue zum Verein ist lebendig, solange es Vereine gibt. Das sind Randerscheinungen, die ein Gesamturteil zwar beeinflussen, aber nicht entscheidend verändern können. Ein für die Zukunft der Sport- und Turnvereine entscheidendes Problem ist, ob es gelingt, die Jugend fest an die Gemeinschaft zu binden und in ihr die Bereitschaft zu erwirken, das Werk der Väter weiter zu führen.

Aus "Vereinsecho der Turnerschaft Durlach 1846 e.V."

Bunte Seite

Der Mitgliedsbeitrag

Wer schlecht von den Vereinenspricht,
der ist nicht drin und kennt sie nicht.
Er hat zum Beitritt keinen Schneid,
weil er die Mitgliedsgelder scheut.
Vereine sind ein Hochgenuß,
für die man auch was opfern muß.
Das Opfer ist bestimmt nicht arg.
Man bringt es schon mit einer Mark.
Für einen lächerlichen Preis
sitzt man im trauten Freundeskreis
und reitet flott sein Steckenpferd.
Das ist der Mitgliedsbeitrag wert!

Übungsleitervermittlung

Der Bund Deutscher Fußballlehrer, der nur vom DFB geprüfte und zugelassene Fußballlehrer und Übungsleiter A zu seinen Mitgliedern zählt, unterhält eine kostenlose und vertrauliche Stellen-Beratung für seine Mitglieder und die Vereine des DFB. Die Anschrift lautet. Geschäftsstelle des Bundes Deutscher Fußballlehrer, 6451 Hochstedt bei Hanau, Weiherstraße 3.


Das Lockmittel

Daß auch Sportvereine sich manchmal etwas einfallen lassen, um das vielerorts drohende Desinteresse der Mitglieder an Monats- oder Jahreshauptversammlungen zu beheben, zeigte jetzt der SV Sellnrod. Der in der Alsfelder B-Klasse spielende kleine Verein hatte bei seiner letzten Generalversammlung wieder "ein volles Haus" zu verzeichnen, und der wiedergewählte Vorsitzende Erich Nier konnte diese Versammlung vor einer fast vollzählig erschienenen Mitgliederschar abwickeln. Das Geheimnis dieses Erfolgs: Jeder Besucher bekam kostenlos ein Rippchen mit Kraut vorgesetzt.


Das Lachen

Der FC Ockbrook, ein kleiner Amateurclub in der Grafschaft Derbyshire, hat seine letzten 50 Spiele ausnahmslos verloren. Aber die Zuschauerzahlen sind vom letzten Oktober an unentwegt gestiegen, von damals zwölf auf jetzt 70! "Ich weiß schon, warum immer mehr kommen", sagte Torwart Stuart Clifford, der in dieser Saison bereits 148 mal das Leder aus seinem Netz holen mußte. "Sie wissen, daß es bei uns was zu lachen gibt!"


Familienmannschaften

Eine neue Mode ist in den USA aufgekommen: Tennisturniere mit Familienmannschaften. Ein Familienteam besteht aus mindestens vier Spielern: Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Man spielt gegen andere Familien. Besonders gefragt sind Großeltern, die den Schläger schwingen. In Los Angeles gibt es eine Familie, die sogar noch mit tennisspielenden Urgroßeltern aufwarten kann. Zur Zeit arbeitet man an einer Spielordnung für einen "Davispokal der Familien", der international ausgeschrieben werden soll.

Eckhard "Ecki" Sers

Kleine Winke

Postkarten anstelle von kurzgefaßten Briefen verbilligen das Porto um 5 Pfennig pro Schriftsache. Wo irgend angängig, sollte der Schriftverkehr mittels Postkarten erledigt werden.

Zu ermäßigter Gebühr verschickt, werden bei der Vereinszeitschrift pro Exemplar 5 Pfennige gespart. Die Genehmigung für den ermäßigten Versand ist beim zuständigen Postamt zu beantragen.

Ein Vereinswimpel für das Autofenster oder Fahrrad ist ein gutes Werbemittel und bringt gegen ein geringes Aufgeld auch der Jugendkasse einen Zuschuß. Der Vertrieb sollte zweckmäßig über die Jugendabteilung erfolgen.

Der Kassenbericht sollte einige Tage vor der Hauptversammlung auf der Vereinsgeschäftsstelle zur Einsicht für die Mitglieder aufliegen. Es empfiehlt sich nicht immer, den Kassenbericht gedruckt vorzulegen, der Kassenlage wegen.

Im Umkreis von etwa 50 Kilometer gilt der billige Telefontarif bereits von 18 Uhr an. Auch im Weitverkehr sind die Tarife zwischen 18 Uhr und 21 Uhr schon billiger als tagsüber.

Eckhard "Ecki" Sers

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Der 1. FC Nürnberg hatte im Geschäftsjahr 1963 einen Umsatz von 7,6 Millionen D-Mark. Dem Verein verblieb ein Reingewinn von 208.104 D-Mark. Die erste Fußballmannschaft spielte allein 2.085.000 D-Mark ein.

Hassia Bingen zahlte im ersten Vierteljahr 1964 an Zustellungsgebühren für die Vereinszeitschrift 388,94 D Mark, das ist gegenüber dem vierten Vierteljahr 1963 - mit 26,56 D-Mark - ein Mehrbeitrag von 362,27 D-Mark. Wer kann das in Prozenten ausrechnen? fragt die Vereinsführung. Wer spricht da vom Maßhalten? fragt der "Vereinsdienst".

Seit 36 Jahren ist der Sportkamerad August Knipp Vorsitzender des Fußballvereins 08 Neuenhai (Hessen). Er versäumte weder eine Vorstandssitzung noch ein Training noch ein Spiel, obwohl er seit vielen Jahren einige Kilometer von seinem Heimatort entfernt wohnt.

Die SC Hoechst 01 hält alljährlich ihre Hauptversammlung am 30. April ab. Anschließend folgt eine fröhliche Vereinszusammenkunft unter dem Motto "Tanz in den Mai".

Zu seinem 75. Jubiläum erhebt Altona 93 schon jetzt bis 1968 von jedem Mitglied eine Umlage von 5 D-Mark in Form einer Jubiläumsmarke.

Die Jugendabteilung des Uhlenhorster SC Paloma 1909 Hamburg gibt eine gut aufgemachte "Knabenpost" in 32seitigem Umfang heraus, die in 750 Exemplaren als Bindeglied zu jugendlichen Mitgliedern und Eltern und als Werbung erscheint. Je Nummer entstehen 400 bis 600 D-Mark Kosten, die zum größten Teil durch Anzeigen gedeckt sind. Die uns vorliegenden Ausgaben sind in jeder Beziehung originell, vielseitig im Inhalt und reich bebildert.

Der Karlsruher SC hat sechs Mitglieder, deren Mitgliedschaft von Tage der Geburt an registriert wird.

Die Jugendabteilung des Spandauer SV Berlin wurde für die beste Jugendarbeit 1962 mit dem Senatswanderpreis geehrt.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. August

Wie lange noch?

Die fußballlosen langen Wochen neigen sich dem Ende zu und in Kürze wird der runde Lederball wieder rollen über den grünen Rasen. So wollen wir ihm auch noch in diesen Hundstagen die wohlverdiente Ruhe gönnen!

Es gibt in diesen Wochen Dinge, die gerade ob ihre Tragik die Aufmerksamkeit eines jeden Sportlers verdienen: die sogenannten Ost-West Ausscheidungen um die Fahrkarten nach Tokio. Presse, Funk und Fernsehen haben uns miterleben lassen, was sich bei diesem sportlichen Auseinandersetzungen am Rande getan hat. Dinge, die nicht wiederholt zu werden brauchen, weil sie bekannt sind, die aber offenbar oftmals in ihrem Ablauf allen sportlichen Idealen geradezu Hohn sprechen!

Folgendes sei in Erinnerung gebracht: 1962 entschied der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, der Amerikaner Avery Brundage, die gesamtdeutsche Mannschaft für Innsbruck und Tokio sei nach dem Muster von 1960 zu bilden. Die Berliner Mauer war inzwischen errichtet worden und der Deutsche Sportbund hatte in seiner Antwort darauf den gesamtdeutschen Sportverkehr abgebrochen. Die Zonenfunktionäre glaubten nun in Verkennung der Situation, parallel zur gesamtdeutschen Olympiamannschaft wieder zu einem Gespräch über den gesamtdeutschen Sportverkehr zu kommen. Als man hier seine Fehlkalkulation einsah, ging man zum Widerstand über, man suchte mehr oder weniger versteckt und offen, den Fachverbänden der Bundesrepublik die gesamtdeutsche Mannschaft zu verleiden. Es gibt genug Beispiele aus diesem unerfreulichen Katalog, man denke nur an die monatelangen Verhandlungen der Ruderer, ging es doch hierbei neben Olympia auch noch um die Europameisterschaften, man denke an die Radfahrer, die Turner, die Ringer und so weiter.

Es ist hier der unselige und im Grunde ganz unmögliche Zustand eingetreten, daß sogenannte Sport-Politruks im wahrsten Sinne des Wortes schier unermüdlich verhandeln und immer wieder verhandeln über einen ihnen genehmen Austragungsmodus, wobei man sich glattweg über das Wohl der aktiven Sportler hinwegsetzt, sie sind in jedem Falle die Leidtragenden. Hier nun stellt sich die Frage: Wie lange noch soll dieser beschämende und unselige Zustand dauern, ein Zustand, der dem Idealbild des olympischen Kampfes geradezu Hohn spricht!

Sprechen wir es doch offen aus, daß schon in hohem Maße bedauerliche Folgen, ja sogar echte Sinnesstörungen bei Sportkameraden im ostdeutschen Teil unseres Vaterlandes aufgetreten sind, man denke nur an Gustav-Adolf "Täve" Schur, das ostdeutsche Radsport-Idol, mit seinen seltsamen Gedankengängen als Volkskammer Abgeordneter!

Unsere Jungs sind clever, so jubiliert die ostzonale Presse, unsere Sportjugend vermag politisch zu denken, weil der Sport ein Teil ihres Auftrages ist, weil sie gelernt haben - oder lernen mußten! - Resolutionen und Kommuniqués so auswendig zu lernen, daß sie diese noch nach Jahren für alle Fälle bereit haben. Das Vermögen, das Wort im Munde herumzudrehen, gehört drüben offensichtlich auch zum sportlichen Trainingsprogramm!

Wir sollten an dieser Entwicklung keineswegs stumm vorbeigehen, wir müssen sie sehen und immer daran denken im Bewußtsein des tragischen Geschehens um unser gespaltenes deutsches Vaterland. Das gilt aber um so mehr für den einzelnen Sportler, das gilt aber um so mehr für unsere diversen Fachverbände. An sie wie insbesondere auch an unseren Staat haben wir die Forderung zu richten, nicht in wohlgefälligem Selbstgefallen dahinzuleben, sondern zu handeln, noch mehr, noch vielmehr zu tun für unsere sportliche Jugend im freien Teil unseres Vaterlandes. Eine Forderung, die unabdingbar ist und die gar nicht oft genug wiederholt werden kann!

Ich für meine Person meine, daß z.B. einer der großen Leitgedanken des DTB in Anknüpfung an das ehrwürdige Bild des Turnvaters Jahn "Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft" sich zwar immer noch schön anhört, daß er aber keineswegs mehr allein richtungsweisend sein kann. Aus der Breitenarbeit heraus ist mit aller Konzentration die Leistung zu fördern, alles andere hieße die Zeichen der Zeit verkennen.

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz

Ein kleines Erlebnis

Ein nettes Erlebnis möchten wir gerne für alle unsere Freunde festhalten weil es nicht der Originalität entbehrt. Es war auf unserer Fahrt zum Holstein-Platz in Kiel zu unserem ersten Auswärtsspiel in der Aufstiegsrunde. Der direkt von der Eckernförder Chaussee abbiegende Weg zum Holstein-Platz war gesperrt für Fahrzeuge über 5 Tonnen. Nun, der schwere Bus schlängelte sich so durch. Kurz vor dem Ziel doch noch Stop in Form einer Motorradstreife. Habt ihr nicht gesehen, ja, wir hatten. Das Strafmandat war schon in Sicht. Jedoch, das Auge des Gesetzes liegt noch einmal Milde walten. Der leder-bedreßte Polizist erklärte nach seiner dienstlichen und strengen Mahnung: Sagt Eurem Vorstand, er solle für den Mannschaft einen Kasten Bier bereitstellen!

Nun, wer konnte so weise handeln, wer verbarg sich hinter dem Hüter der Ordnung? Es war der bekannte frühere ausgezeichnete schleswig-holsteinische Amateurliga-Torwart Sund vom VfB Kiel.

Noch einmal herzlichen Dank, Sportkamerad Sund, für diese nette Geste und unserem Vorstand sei das "Strafmandat" nochmals in Erinnerung gebracht.

Eckhard "Ecki" Sers

Punktspielprogramm unserer Liga

Herbstserie 1964/65

16.08.1964.   Husum 18   -   TSV Nord
23.08.1964   Bredstedter TSV   -   Husum 18
30.08.1964   Husum 18   -   Flensburger TB
06.09.1964   SIF Schleswig   -   Husum 18
13.09.1964   Husum 18   -   BW Friedrichstadt
20.09.1964   Vorwärts Flensburg   -   Husum 18
27.09.1964   Husum 18   -   DJK Flensburg
04.10.1964   FSV Wyk-Föhr   -   Husum 18
11.10.1964   Husum 18   -   TSV Kropp
18.10.1964   Rasensport Schleswig   -   Husum 18
25.10.1964   Husum 18   -   TSV Kappeln
01.11.1964   Frisia Husum   -   Husum 18
08.11.1964   Nordmark   -   Husum 18
15.11.1964   Husum 18   -   TSV Westerland
22.11.1964   TSV Weiche/West   -   Husum 18
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. August

Mitgliederbewegung im Juli

   
Neuaufnahmen
1.   Boye, Hermann, Husum, Erichsenweg 13
2.   Dewey, Wilhelm, Husum, Matthias-Claudius-Straße 125
3.   Dirks, Uwe, Husum, Adolf-Brütt-Straße 12
4.   Eckmann, Gerhard, Husum, Mönkeweg 19
5.   Grapentin, Wolfgang, Husum, Stettinger Straße 30
6.   Groß, Winfried, Husum, Flensburger Chaussee 41/5
7.   Großmann, Hans, Husum, Flensburger Chaussee 41/5
8.   Haar, Peter, Husum, Nordhusumer Straße 63
9.   Hedtke, Günter, Wesselburen
10.   Hinrichs, Erhard, Husum, Mauweg 6
11.   Jessen, Siegfried, Mildstedt, Zum Sportplatz
12.   Jessen, Uwe-Wolfgang, Mildstedt, Zum Sportplatz
13.   Jöns, Werner, Schwesing
14.   Koth, Olaf, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
15.   Kowalski, Herbert, Husum, Flensburger Chaussee 41
16.   Lies, Rudolf, Husum, Nordhusumer Straße 61
17.   Lorenzen, Wolfgang, Mildstedt, bei der Kirche
18.   Pech, Hartmut, Husum, Breslauer Straße 1
19.   Peters, Gerd, Husum, Magnus-Voß-Straße 9
20.   Plaehn, Burkhard, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
21.   Piepho, Hans-Jürgen, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
22.   Pingel, Friedrich, Husum, Wasserreihe 46
23.   Pohns, Karl-Heinz, Husum, Volquard-Pauls-Straße 18


Austritte:
1.   Bar, Rolf, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
2.   Büchler, Karl-Heinz, Eutin, Am Hang 4
3.   Bremser, Udo, Husum, Hebbelstraße 13
4.   Elias, Hans, Husum, Treibweg 28
5.   Engelke, Jörg, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6.   Funke, Ottmar, Husum, Kampsiedlung 19
7.   Gläß, Günther, Husum, Nordbahnhofstraße 29
8.   Hauschildt, Jochen, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
9.   Henning, Karl-Heinz, Husum, Flensburger Chaussee 41/9
10.   Kaczmarek, Paul, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
11.   von Kathen, Hans Holger, Husum, Vogtstraße 11
12.   Koppitsch, Hans Jürgen, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
13.   Leuther, Hans Christian, Husum, Asmussenstraße 3
14.   Prieß, Helmut, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
15.   Schumacher, Hans, Husum, Norderwungweg
16.   Röhe, Sönke, Wester-Ohrstedt
17.  

Cwajkwoski, Horst, Husum, Flensburger Chaussee 41

18.   Wissing, Helmuth, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
 
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. August

Punktspielprogramm unserer Bezirks-Jungmannen

Herbstserie 1964/65

16.08.1964.   Husum 18   -   DGF Flensborg
23.08.1964   Bredstedter TSV   -   Husum 18
30.08.1964   Husum 18   -   Flensburger TB
06.09.1964   SIF Schleswig   -   Husum 18
13.09.1964   Husum 18   -   BW Friedrichstadt
20.09.1964   Vorwärts Flensburg   -   Husum 18
27.09.1964   Husum 18   -   Flensburg 08
04.10.1964   FSV Wyk-Föhr   -   Husum 18
11.10.1964   Husum 18   -   TSV Kropp
18.10.1964   Schleswig 06   -   Husum 18
25.10.1964   Husum 18   -   TSV Kappeln
01.11.1964   Frisia Husum   -   Husum 18
08.11.1964   Nordmark   -   Husum 18
15.11.1964   Husum 18   -   TSV Westerland
22.11.1964   TSV Weiche/West   -   Husum 18
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. August

Rechtsfragen des Sports

Ausgleich bei Sportunfall

Das Oberlandesgericht Nürnberg hat jetzt ein Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth bestätigt und einem Schüler, der sich am 4. Mai 1960 bei einem Ausscheidungsspiel zwischen zwei Fußballmannschaften Nürnberger Volksschulen verletzt hatte, "einen angemessenen Ausgleich für die künftig aus dem Unfall erwachsenen Einbußen" zuerkannt. Mit dieser Entscheidung wurde die Berufung des Freistaates Bayern gegen das ergangene Ersturteil zurückgewiesen. Der Schüler war bei einem Fußballspiel beim Nürnberger Schulsportfest mit dem Mittelstürmer der gegnerischen Mannschaft zusammengeprallt und hatte sich so heftig verletzt, daß er vier Mal operiert werden mußte. Schließlich mußte die rechte Niere entfernt werden.

Heute ist der Schüler zu 15 % erwerbsgemindert, wofür er keinerlei Entschädigung erhält. Das Gericht ließ die Möglichkeit offen, daß der Bub später infolge Überlastung der noch verbliebenen Niere erwerbsunfähig werden könne. "Wenn auf diese Weise Invalidität eintritt, so ist der Verlust der Niere durch den Sportunfall doch mitwirkende Teilursache für die Invalidität und würde eine Entschädigungspflicht auslösen können", stellte das Oberlandesgericht fest. Der Kläger könne dann zwar nicht Ersatz für das verlangen, was er als gesunder Mensch verdient hätte; es stehe ihm aber eine Grund- und Ausgleichsrente zu. Diese würde die Leistungen aus der Schülerunfallversicherung, die auf 10.000 D-Mark begrenzt sind, und dazukommende Leistungen aufgrund des Sozialhilfegesetzes übersteigen.

"Gelegentliche Schürfungen, Prellungen oder Zerrungen sind beim Turnunterricht unvermeidbar", fuhr das Gericht fort. Solche Verletzungen müßten entschädigungslos hingenommen werden. Das gelte auch bei einem Arm- oder Beinbruch, wenn dieser ohne Komplikationen heile. Wenn aber ein Dauerschaden zurückbleibt, so sei dies mit dem Sinn und Zweck der Leibesübungen nicht mehr vereinbar.

Das Gericht zitierte mehrmals dem Bundesgerichtshof, der für den Fall, daß ein Unfall im Turnunterricht passiert und sich daraus Ansprüche herleiten lassen, dem Land die Regreßpflicht zuschiebt. Schließlich betrachte der Staat die Erziehung und die körperliche Ertüchtigung der Jugend im Turnunterricht als seine Aufgabe. Demzufolge sei der bayerische Stadt verpflichtet, dem Schüler einen angemessenen Ausgleich für die aus dem Unfall erwachsenden Einbußen zu gewähren.

Der bayerische Staat hat gegen das Urteil Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt.


Unfall auf dem Heimweg

Erstreckt sich der Schutzauftrag der Sportunfallversicherung auch auf den Heimweg nach der Veranstaltung? Diese Frage findet durch den nachstehend behandelten Fall ihre Antwort. Ein Fußballspiel der Vereine M auf dessen Platz gegegn A. Nachdem das Spiel gegen 17 Uhr beendet war, begaben sich die Spieler zur Siegerehrung in das Vereinslokal. Gegen 18.30 Uhr beschlossen die Spieler Kr. und Schm. des Sportvereins M, mit einem PKW in den Nachbarort L zu fahren und den Spieler Mü. der zweiten Mannschaft abzuholen. Dieser war an dem Tage Gast bei dem Ballspielverein O gewesen. Der Spieler Mü. war nicht mit der Mannschaft nach Hause gefahren, sondern eine Station vor seinem Heimatort in L ausgestiegen, und seine Freundin zu besuchen. Nachdem sich die drei Sportfreunde in L getroffen hatten, besuchten sie gemeinsam noch eine Gastwirtschaft. Gegen 20 Uhr traten sie dann die Heimreise an. In einer unübersichtlichen Kurve verlor der Fahrer die Herrschaft über den Wagen und fuhr mit 75 Stundenkilometern gegen einen Baum. Kr. war sofort tot, seine Begleiter lebensgefährlich verletzt.

Die Verletzten und die Hinterbliebenen stellten Ansprüche an die Sportunfallversicherung. Diese lehnte nach eingehender Prüfung der behördlichen Unterlagen die Zahlung einer Entschädigung aus folgenden Gründen ab:

Die Sportunfallversicherung deckt neben den Unfällen bei der sportlichen Betätigung auch solche Unfälle, die den Versicherten auf dem direkten Wege zu oder von den Veranstaltungen zustoßen. Der Versicherungsschutz entfällt jedoch, wenn die normale Dauer des Weges verlängert oder der Weg durch rein private und eigenwirtschaftliche Maßnahmen (z.B. Besuch von Wirtschaften zu Privatzwecken) unterbrochen wird.

Das Beisammensein der Mannschaften im Vereinslokal stellt keine Verlängerung des Weges dar; denn es ist wohl überall üblich, daß sich die Mannschaften nach dem Spiel zusammensetzen. Der normale Weg wird erst dann verlängert, wenn dieses Beisammensein über die übliche Dauer hinaus ausgedehnt wird. Als übliche Dauer ist hierbei eine Zeit von einer bis anderthalb Stunden anzusehen.

Die Spieler Kr. und Schm. aber verlängerten die normale Dauer des Weges, als sie mit dem PKW ihren Heimatort verließen und aus rein privaten Gründen nach L fuhren. Für Unfälle, die sich nach dem Verlassen von M ereigneten, bestand somit kein Versicherungsschutz.

Mü. dagegen hatte dadurch, daß er auf dem Wege von O zurück nach M in L ausstieg, um seine Freundin zu besuchen, den Weg durch eine rein private und eigenwirtschaftliche Maßnahme unterbrochen und damit den Versicherungsschutz verwirkt.

(Aus DFB-Vereinsdienst)

Ist der Sport schuld?

In einer Betrachtung "Nicht nur Sportler bleiben sitzen ..." untersucht unser bekannter Hürdenläufer Martin Lauer die Frage, wie weit Jugendliche, die Sport betreiben, an der Erfüllung ihrer schulischen Aufgaben geändert werden und ob die sportliche Betätigung der Jugendlichen schuld daran ist, wenn Schüler "sitzen bleiben". Martin Lauer schreibt: "Die Vorurteile einiger Pädagogen, die da besagen, gute Sportler seien schlechte Schüler, und dabei den Trugschluß nicht scheuen, auch rückwärts zu folgern, daß mithin schlechte Sportler gute Schüler seien, werden mit zwei verschiedenen Thesen gestützt. Die eine behauptet kurz und bündig, Sportler seien dumm, die andere, und dabei will sie bestechend logisch sein, konstatiert, daß Schüler, die sich dem Sport verschrieben haben, einfach keine Zeit mehr finden, ihren schulischen Pflichten gerecht zu werden. Für das erste Argument zeichnet der Sport nicht verantwortlich, eine Diskussion darüber erübrigt sich deshalb eigentlich. Es seien nur hinzugefügt: die plumpe Behauptung, Sportler seien dumm, will ja nur dem Sport als solchem ans Leder. Das nenne ich schlecht schießen, aber manchmal leider treffen. Der Sport kann nichts dafür, wenn seine Jünger dumm sind, und dumm sein - so hat es jemand in Worte gefaßt, ist keine Schuld, sondern ein tragisches Schicksal.

Aber wie steht es nun mit der These, der Sport raube dem Schüler seine kostbare Latein- oder Mathematik-Zeit? Aus eigener Erfahrung kann ich getrost behaupten, daß ich als Schüler etwa eingesparte Fußballstunden keineswegs auf Grammatik oder Geschichtszahlen verwandt hätte. Mir wäre schon noch etwas anderes eingefallen. Es ist daher von herzlich wenig Erfolg gekrönt, den Spiel- und Bewegungstrieb, der nun einmal in jedem gesunden Jungen steckt, zugunsten von Schillers Glocke ohne viel Federlesens zu beschneiden oder gar vollständig zu unterdrücken. Das einzige, was da Erfolge zeitigen kann, ist, diese Triebe in möglichst produktive Bahnen zu lenken. Jeder Schüler, der mehr oder weniger glücklich die Schulzeit mitsamt ihren Versetzungen überstanden hat, weiß von der Unzahl derer zu berichten, die auf der Strecke geblieben sind und denen wahrscheinlich nicht damit geholfen war, daß sie nun nicht mehr hinter ihrem geliebten Fußball herjagen durften.

Gebrochene Herzen - und so etwas macht gebrochene Herzen - sind erst recht nicht dazu geeignet, die schon seit langem gefährdete Versetzung zu Ostern doch noch aus dem Feuer zu reißen. Das schafft eher der, den wirklich das schlechte Gewissen plagt. Woher aber ein schlechtes Gewissen nehmen, wenn Fußballausrüstung samt Inhaber unter Hausarrest stehen? Das mag alles sehr dilettantisch klingen, aber es geht hier um Jugendliche, fast noch Kinder, bei ihnen ist eben alles noch dilettantisch, aber nichtsdestoweniger ernst zu nehmen. Bei älteren Jahrgängen ist es ohnehin zu spät, eine entscheidende Wendung herbeiführen zu wollen. Mir ist jedenfalls in meiner ganzen Schulzeit kein Klassenkamerad untergekommen, dessen Leistungen sich auf die Dauer auch nur um ein Jota gebessert hätten, weil er besten- bzw schlimmstenfalls vom Fenster aus zusehen konnte, wie seine Kumpanen zum Baden schlenderten, so als gäbe es ist keine Schule.

Notabene: "Nicht nur Sportler bleiben sitzen."

Eckhard "Ecki" Sers

Zielstrebige Jugendarbeit

Es gibt genügend Beispiele, die den Wert einer zielstrebigen und guten Jugendarbeit deutlich machen. Namhafte Vereine haben den Beweis erbracht, daß in der Heranbildung des eigenen Nachwuchses mehr Segen steckt als in dem Erwerb sogenannter "Stars". Freilich sind auch diesen Vereinen die Erfolge nicht in den Schoß gefallen. Aber es zeigt sich doch recht deutlich, daß die Art ihrer Jugendarbeit richtig und gut gewesen ist.

Die wichtigste Aufgabe sollte in einer durchdringenden Erziehung unserer Jugend liegen. Diese uns anvertraute Jugend ist bildungshungrig und bildungsfähig und daher auch so leicht anderen Einflüssen ausgesetzt. Ihr vor allem die ehernen Gesetze einer sportlichen Gesinnung und Haltung einzugeben, muß eine vordringliche Aufgabe sein. Eine Unterlassung dieser Erziehung zum sportlichen Denken und Handeln, wird die unguten Einflüsse fördern und damit einen Schaden anrichten, der kaum wieder zu beheben sein wird. Leider zeigen sich Fehler in der Erziehung immer erst dann, wenn es zu spät ist.

Alle Mitglieder des Vereins sollten daher mithelfen, in gemeinsamer Arbeit diese Erziehungsaufgaben zu gestalten, denn nur, wenn sie auf breiter Basis erfolgt, kann sie den gewünschten Erfolg bringen. Ein sehr wichtiges, ja wohl das bedeutendste Erziehungsmittel, ist das gute Beispiel, das wir unseren Jungen zu geben vermögen. Wir sollten das in keiner Weise unterschätzen, denn es zeigt sich immer wieder, daß die Jugend nach guten Vorbildern sucht. Dieses gute Beispiel können sowohl unsere aktiven Senioren durch ihre sportliche Haltung auf dem Spielfeld als auch die passiven Mitglieder durch ein einwandfreies, diszipliniertes Verhalten als Zuschauer geben.

Ein zweites, nicht weniger wichtiges Mittel guter Jugendarbeit ist die rechte Betreuung der Jugend. Diese Aufgabe ist gar nicht so schwierig. Nicht so sehr die geistigen Fähigkeiten, als vielmehr der gute Wille und die echte Bereitschaft, im täglichen Leben wie im sportlichen Wettkampf ehrlich zu sein, schaffen die Voraussetzungen für ein sportliches Denken und Handeln.

Für Jugendleiter und -mitarbeiter muß echter Sportgeist Leitmotiv allen Handelns sein. Diese Männer sind die wichtigsten im Vereinsleben, weil sie dem Verein den Nachwuchs heranziehen und damit dessen künftige Entwicklung bestimmen. Sie sollten so beschaffen sein, daß sie durch ihre Haltung und ihre Arbeit die Jugend anzuziehen vermögen. Eine feste Bindung der Jugend an den Verein wird dann eine logische Folge der guten Betreuung sein.

Wenn wir unsere Jugendarbeit auf einer solchen Grundlage betreiben, dann ist eine gesunde Entwicklung des Vereins unausbleiblich. Unterschätzen wir daher nie den Wert und die Bedeutung einer guten Jugendarbeit und helfen wir bei ihrer Gestaltung alle mit, jeder nach seinem Vermögen und an seinem Platze!

(DFB-Vereinsdienst)

Die Jedermannturnstunde

Eine Ballade vom Muskelschwund

Einst, vor langen, langen Jahren,
zogen unsrer Väter Scharen
in den Wald, den Bären jagen,
und die Frauen in jenen Tagen
mußten bücken sich und straffen,
wollten sie ihr Tagwerk schaffen:
Männer waren muskelprotzend
ihre Frau'n gesundheitstrotzend.
Als die Bären ausgerottet,
wurden Spieß und Schwert verschrottet,
und es lernt der Ackermann
lieber, wie man pflügen kann.
Täglich neue Pflichten harrten
auch der Frau'n in Haus und Garten:
Jeder Muskel wurd geübt,
und die Kraft blieb ungetrübt.
Aber heute, o jemine,
wenn ich diese Menschen seh:
"Bitte, ein Beruf im Sitzen!
Nein, ich möchte nicht gern schwitzen;
denn ich bin es nicht gewohnt,
hab mich immer nur geschont.
Laufen ist mir eine Qual,
lieber trete ich das Pedal
(meines Wagens, wohlverstanden),
Abendbummel?? Oh, wie fad!
Nein, mein Fernsehapparat
sorgt für die Gemütserregung
ohne jede Beinbewegung."
Jeder Arzt, der solches hört,
ist darob zu Recht empört:
"Glaubt ihr denn, die Muskelkräfte
und der Adern edles Säfte
sollen träge nur sich regen?
Nicht allein der Schönheit wegen
muß der Mensch Gymnastik treiben:
Willst du lange leben bleiben,
mußt du springen, laufen, heben,
um den Kreislauf zu beleben,
sonst erscheint der Herzinfarkt,
flupp, schon bist du eingesargt!
Wolfgang Oppelt

Aufgabe der Übungsleiter

Die wirklich großen Anforderungen einer Leistungsmannschaft werden nicht an erster Stelle der Jugend abverlangt, sondern vielmehr dem Übungsleiter der Leistungsmannschaft. Neben den Problemen, die ich noch aufzeichnen werde, steht er im Kreuzfeuer der Jungen, die sich einen Stammplatz erobert haben, und derjenigen, die es nicht geschafft haben. Letztlich verdienen die oft so schmutzigen vereinsinternen Auseinandersetzungen mit Betreuern, die eine Kameradschaftsmannschaft leiten, Erwähnung.

Die in so wenigen Worten grob umrissene, aber von nur wenigen Übungsleitern im Laufe der Jahre ihrer Tätigkeit gefundene Ausdrucksweise, den Jungen klarzumachen, daß vor dem Erfolg die harte Arbeit an sich selbst steht, ist die unerschöpfliche Aufgabe, vor die sich der Übungsleiter einer Leistungsmannschaft gestellt sieht. Auch im wachgerufenen Verantwortungsgefühl eines jungen Menschen gegenüber dem Talent, was in ihm steckt und gefördert werden will, liegt der erzieherische Wert der Leistungsgruppe.

So widersinnig es auch klingen mag, der Betreuer einer Leistungsmannschaft hat in bezug auf Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl wesentlich mehr zu überlegen und mit seinen Jungen durchzumachen als der Betreuer einer Kameradschaft. Aber ihm bleiben dafür Aufgaben, deren Erfüllung er allein in der Leistungsgruppe findet: Die regelmäßige, häufige Trainingsarbeit mit der vollzähligen Mannschaft - die spielerischen Mittel müssen für und im Kampf mit dem gleichstarken Gegner gefördert werden - machen und die Leistungsgruppe aus, dem Jungen das einzuimpfen, was er später als Aktiver unbedingt braucht, das Erfüllenlernen einer im Spiel gestellten Aufgabe und das Einpassen in ein Mannschaftsgefüge. Der Spieler einer Leistungsgruppe muß "brennen", brennen auf die Aufgaben, die ihm, seinem Geist und Körper gestellt werden.

Eckhard "Ecki" Sers

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Der erste FC Bamberg führt eine Mitgliederwerbung durch. Erster Preis ist eine 14-Tage-Ferienreise nach Wahl im Werte von 250 D-Mark. Weiter gibt es Fahrräder, Kofferradios, Länderspiel- und Bundesligakarten.


Der MTV 1860 Heide bemüht sich, allen Sportinteressierten eine sportliche Betätigung zu ermöglichen. In der Versehrtensport-Abteilung, die 25 Mitglieder umfaßt, sind Kriegs- und Zivilerblindete, sowie Arm- und Beinamputierte vereint.


Seine Schuldenlast von mehreren hunderttausend D-Mark hat der Wuppertaler SV jetzt abgetragen, wie der Vorsitzende, Direktor Walter Friedrich Kühlthau, auf der Jahresversammlung mitteilte.


Der TSV Marl-Hüls 1912 hat seine Mitglieder-Werbeaktion beendet. Sie war ein voller Erfolg. In den neuen Monaten wurden 217 neue Mitglieder über 18 Jahre geworben, das bedeutet für den Verein einen Zugang von 36 %. Der Platzwart Gerhard Schumann errang mit 113 geworbenen Mitgliedern den ersten Platz und gewann eine 14-tägige Schwarzwaldreise.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. September

Unsere 1. Knaben wurden Kreismeister 1963/64

Stehend: 1. Vorsitzender Werner Denckmann, Gerhard Böttcher, Hartmut Pech, Martin Spring, Michael Petersen, Greifsmühlen, Klaus Struve, Dirk Hansen, Grell, Hinrichs, Jessen, Trainer Hans Jürgen Struve, Jugendobmann Karl Etteldorf. -
Kniend: Prahl, Michael Meyer, Nehlsen, Sönke Präger, Lund, Nelkert, Lorenzen, Wolfgang Grapentin, Pies.

Eckhard "Ecki" Sers


Jugendecke

Trainingszeiten im Friesenstadion

Knaben: Dienstag 17 Uhr · Schüler: Dienstag 18 Uhr · Jugend: Mittwoch 19 Uhr · Jungmannen: Mittwoch 19.30 Uhr. Nur wer zum Training erscheint, spielt in der Mannschaft.


Start in die neue Saison

Am Mittwoch, dem 12. August, spielten die Bezirksjungmannen gegen den TSV Rantrum. Es war ein sehr schwaches Spiel unserer Elf. Sie war jedoch überlegen, konnte aus dieser Überlegenheit aber kein Kapital schlagen. So endete das Spiel schließlich unentschieden 2:2.

Am Sonntag gingen nun die Punktspiele los. Unsere Jungmannen spielten in Husum gegen DGF Flensburg. Mit einem großartigen Saisonauftakt warteten unsere Jungmannen auf. Sie schlugen vor heimischem Publikum DGF Flensburg mit 6:0. Es war zeitweise ein herrliches Spiel unserer Elf. Von DGF hatte man sich aber ein bißchen mehr erhofft. Die Tore schossen. Fred Halberstadt (4), Karl-Heinz Starken (1), Hans-Uwe Kock (1). Unsere Jungen spielten in folgender Aufstellung:

Holger Petersen

Speck ǀ Feddersen

Hans-Uwe Kock ǀ Hans-Peter Kurtze ǀ Martin Dohrn

Hans-Jürgen Struve ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Fred Halberstadt ǀ Hanno Nachtigall ǀ Nommensen

 

Am Sonnabend beginnen nun die Punktspiele für unsere Jugendmannschaften. Wir wünschen ihnen allen großen Erfolg.


Achtung! Erste Knaben!

Bilderbestellungen für das Bild in dieser Ausgabe der Vereinsnachrichten nimmt Euer Trainer Hans-Jürgen Struve entgegen. Das Foto kann in schwarz-weiß oder im bunt bestellt werden.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. September

Stiftung zur Förderung der Leibesübungen in Schleswig-Holstein

Aufruf an die Mitglieder der Vereine und Verbände des Landessportverbandes

Im Rahmen des Landessportverbandstages 1964 habe ich die Mitglieder unserer Vereine und Verbände aufgerufen, sich mit einer einmaligen Eigenleistung in Höhe von einer D-Mark an der Stiftung zu beteiligen.

Was will die Stiftung?

"Die Stiftung soll der Förderung des Sportes, vordringlich der sportlichen Ausbildung der Jugend in Schleswig-Holstein, dienen. Im weiteren Sinne soll sie auch helfen, den Gedanken der notwendigen sportlichen Lebensweise tiefer in unserem Volke zu verwurzeln, und weitere Kreise der Bevölkerung für die aktive Betätigung in den Leibesübungen zu gewinnen.

Die Mittel der Stiftung sollen sowohl den Breitensport als auch dem Leistungssport dienen. Da eine sinnvolle und erfolgreiche Betätigung vornehmlich von guten Lehrkräften abhängt, sollen die Mittel der Stiftung auch für die Ausbildung und Bezahlung von Lehrkräften herangezogen werden. Die Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24, Dezember 1953 (Bundesgesetzblatt 1 Seite 1592). Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Stifter erhalten keine Gewinnanteile und in der Eigenschaft als Stifter auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Stiftung."

Die Lösung der Übungsleiterfrage erfordert viel Geld. Selbstverständlich erwarten und erhalten wir auch Unterstützung durch die öffentliche Hand. Der Landessportverband ist aber die größte Organisation des Landes und wir sollten auch einmal beweisen, zu welchen Leistungen wir in einer geschlossenen Aktion fähig sind.

Unsere Vereine umfassen heute einschließlich aller Jugendlichen rund 210.000 Mitglieder. Wenn jedes Vereinsmitglied als eine einmalige Sonderaktion eine D-Mark für diese Stiftung beisteuert, dann haben wir als Eigenleistung 210.000 D-Mark aufzuweisen, das sind etwa 10% des Kapitals, das für die Stiftung erhofft wird.

Ich bitte die Vereine und Verbände, des Landessportverbandes sehr herzlich, die Stiftung zu ihrem persönlichen Anliegen zu machen, dann dürfte der Erfolg, der unseren Vereinen und Verbänden wieder zugute kommt, nicht lange auf sich warten lassen.

Die Einzahlungen bitte ich auf das Konto Nummer 2000 der Landesbank und Girozentrale Schleswig-Holstein in Kiel zu leisten. Eine Liste der Spender wird jeweils im Mitteilungsblatt des Landessportverbandes veröffentlicht werden.

Kiel, im Juli 1964

Karl Bommes, 1. Vorsitzender des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V:
Der Vorstand des Husumer Fußballvereins von 1918 e.V. bittet die Mitglieder des Vereins, sich rege an dieser Stiftung zu beteiligen.
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Über den Sinn der Spiele

1. Teil

Auszug aus einer Arbeit über die Bedeutung des Fußballspiels im Rahmen der Volksschulleibeserziehung.

Alle spielenden Betätigungen stellen Handlungen dar. Das Fußballspiel z.B. als eine spielende Betätigung ist folglich ebenfalls eine Handlung, das heißt es geht über die bloße Bewegung hinaus, hat also einen Inhalt, ist in sich sinnvoll. Welches aber ist der Sinn eines Spieles, der doch dem Spielenden selbst meist gar nicht bewußt wird?

Ich glaube, diese Frage läßt sich durch die vorherrschenden Spieltheorien beantworten, die alle von der gleichen Voraussetzung ausgehen, daß das Spiel einer biologischen Zweckmäßigkeit diene, die sich aber im übrigen in ihrer Auffassung unterscheiden, ohne sich gegenseitig auszuschließen. Diese Theorie besagen, daß das Spiel der Vorbereitung auf den Lebenskampf diene, daß in ihm die von den Vorfahren im Kampf ums Dasein erworbenen Eigenschaften in Gestalt von ererbten Anlagen in den Nachkommen wirksam werden, daß sich in ihm die überschüssige Kraft entlädt, oder daß es der Erholung einseitig belasteter Organismen diene. Die letzte Ursache jedoch für das Spiel überhaupt, und damit auch für unsere Fußballspiel, ist der Bewegungstrieb, der in den Organismen von Menschen und Tieren anlagemäßig vorhanden ist. Diesen Trieb zu befriedigen bereitet Freude, besonders dann, wenn zugleich der Freiheitstrieb eine Befriedigung erfährt, denn eine freiwillige Arbeit wird freudig verrichtet, während wir einer gezwungenen nur widerwillig nachgehen. Die ernste Arbeit des täglichen Lebens "muß" getan werden, sie vollzieht sich in einem erstickenden Gleichmaß an Form, Zeit und Intensität. Das Spiel hingegen ist abwechslungsreich und frei gewählt in Form und Dauer. (Fortsetzung im nächsten Heft)

Klaus Bonse

Vereinswechsel und Spielberechtigung

Die Frage der Spielberechtigung beim Wechsel des Vereins ist in der Spielordnung des DFB geregelt. Diese ist eine Rahmenordnung und hat grundsätzliche Bedeutung. Die Verbände regeln diese Frage aufgrund eigener Beschlüsse in ihrer Ordnung bzw. Satzung. Beim Vereinswechsel werden für den Aktiven Sperrfristen fällig, die sich in ihrer Höhe nach den Umständen richten, unter denen der Wechsel vor sich ging, aber auch nach der Zugehörigkeit zur Spielklasse. Spieler unterer Mannschaften haben grundsätzlich eine kürzere Sperrfrist als diejenigen 1. Mannschaften durchzumachen.

Der DFB Beirat hat in seiner letzten Sitzung verschiedene Bestimmungen erlassen, die in erster Linie den Amateursport betreffen und für unsere Vereine von Wichtigkeit sind. Ein gewollter Vereinswechsel liegt z.B. nicht vor bei einer Einberufung zur Bundeswehr oder bei Studenten, die zu Studienzwecken vorübergehend ihren Wohnsitz wechseln müssen. Die Bestimmung über den Vereinswechsel von Bundeswehrangehörigen ist klar. Diese dürfen während ihrer Dienstzeit am Standort ihrer Garnision in einem Verein sportlich tätig sein; kehren sie nach Ablauf ihrer Wehrpflicht zu ihrem alten Verein zurück, unterliegen sie nicht der dreimonatigen Wartefrist.

Für Studierende ist jetzt folgende Regelung getroffen worden: "Studenten an Universitäten oder Hochschulen, die zu Studienzwecken für eine befristete Zeit ihren Wohnsitz gewechselt und bei einem Verein ihres Studienortes gespielt haben, unterliegen bei Rückkehr zu ihrem alten Verein als Amateur den gleichen Bestimmungen wie die Wehrpflichtigen."

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. September

Unser Pressewart und Ligatorwart Eckhard "Ecki" Sers konnte die Vereinszeitung leider nicht selbst bearbeiten, da er sich plötzlich einer Blinddarm-Operation unterziehen mußte. Es geht ihm jedoch gut und er läßt alle Sportfreunde grüßen und hofft, daß er die Klinik Dr. Winkler bald wieder gesund verlassen kann.

Wir geben daher unsere ersten Spiele der Ligamannschaft im

Spiegel der Presse

wieder.

6:0-Sieg der 18er im DFB-Pokalkampf

TSV Süderbrarup wurde mit eindeutigem Ergebnis geschlagen

Der 6:0-Sieg von Husum 18 Uhr am Sonnabend im Heimspiel gegen den TSV Süderbrarup geht absolut in Ordnung. Damit kamen die Husumer bei den DFB-Pokalspielen eine Runde weiter. Das Spiel der Platzmannschaft war für die wenigen Zuschauer allerdings nicht so eindrucksvoll, wie aus dem klaren zahlenmäßigen Erfolg geschlossen werden könnte. Der Gegner repräsentierte wirklich nur mittelmäßige Kreisklasse, und aus seiner Leistung in Husum fällt schwer sich vorzustellen, daß er innerhalb der DFB-Pokalrunde bereits Bezirksmannschaften ausgeschaltet hat.

Angesichts der unterschiedlichen Möglichkeiten hätte der Sieg von Husum 18 zweistellig ausfallen müssen, aber auch die 18er Elf war eben noch nicht wieder fit und fiel nach der Pause bis auf wenige Spielphasen spürbar in der Anlage und im Tempo ab. Kondizionsschwächen waren zwar bei den Spielern unterschiedlich, aber sie waren doch noch bei fast allen deutlich vorhanden, so daß zuletzt nur noch sogenannter Sommer Fußball geboten wurde.

Der Gerechtigkeit wegen muß allerdings erwähnt werden, daß Hans Schumacher (beim Heider SV), Helmut Wissing, Egon Harms, Horst Cwajkowski und Manfred "Manne" Hoppe von der bisherigen Stammbesetzung nicht dabei waren, was sich selbstverständlich negativ auswirkte.

Von dem Nachwuchs zeigte Rechtsaußen Hans-Werner Heber gute Ansätze, aber nach der Pause war seine Puste weg. Auch Außenläufer Meyer war im ersten Durchgang besser als im zweiten. Im Sturm zeigten Detlef Bresa, Dieter "Schorsch" Schleger und Manfred "Flügge" Hansen zunächst zweckmäßiges Direktspiel und erwiesen sich auch als schußfreudig, aber als nach dem Wechsel Johannes "Haschi" Jannsen offensiv wurde, war es mit dem Spielfluß in derHusumer Angriffsreihe vorbei.

Der erste Treffer des 6:0-Erfolges fiel nach 10 Minuten im Nachschuß durch den Nachwuchsstürmer Hans-Werner Heber. Dem ließ Manfred "Flügge" Hansen (31. Minute) das 2:0 folgen. Durch einen völlig überraschenden Weitschuß Detlef Bresas war das 3:0-Pausenergebnis sichergestellt. Mit einem gekonnten Alleingang setzte Karl "Kalli" Clausen - er hätte im übrigen aktiver sein können! - nach dem Wechsel zum 4:0 das Leder ins Gästenetz. Das 5:0 markierte Johannes "Haschi" Jannsen mit einem Weitschuß. Der Schlußtreffer fiel durch Dieter "Schorsch" Schleger.

Aufstellung:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Meyer

Hans-Werner Heber ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Detlef Bresa ǀ Manfred Hansen

 


Husum 18 - TSV Nord

Husum 18 hätte noch höher gewinnen können

Husum 18 schlug zwar in seinem ersten Punktspiel den TSV Nord aus Flensburg klar mit 4:0, aber angesichts der technischen Überlegenheit und der zahlreichen weiteren Torchancen der 18er hätte der Sieg für Husum noch weit höher ausfallen können und auch ausfallen müssen. Offenbar fielen die beiden ersten Treffer zu früh.

Bereits nach sechs Spielminuten führte die Platzmannschaft mit 2:0. Damit hielt sie das Treffen offenbar bereits für entschieden, denn es war, als wenn sie von da ab den "zweiten Gang" eingelegt hätte. Die Platzmannschaft zeigte sich bezüglich der Spielanlage ihrem Gast zwar weiter überlegen, aber es geschah fast alles ohne den rechten Druck. Allzu viel wurde "verfummelt", und wenn man den Ball dabei verloren hatte, nur leider nicht immer mit dem erforderlichen Eifer nachgesetzt. Sicher bedeutet ein 4:0 im ersten Spiel einer neuen Serie schon etwas, aber wenn in einem Punktspiel die Chancen für einen weit höheren Erfolg bestehen, dann sollten sie auch unter Ausnutzung aller Möglichkeiten konsequent genutzt werden.

Schon in der dritten Spielminute hieß es 1:0 für die Platzmannschaft durch Karl "Kalli" Clausen, der eine Flanke von Manfred "Flügge" Hansen direkt ins Flensburger Netz umlenkte. Nach weiteren drei Minuten markierte Dieter "Schorsch" Schleger das 2:0, indem er bei einem Pfostenschuß von Karl "Kalli" Clausen nachsetzte. Bis 10 Minuten vor dem Abpfiff blieb die Begegnung dann unproduktiv. Da erst erhöhte Karl "Kalli" Clausen auf 3:0. Er war zur Stelle, als der Flensburger Schlußmann bei einer keineswegs brenzligen Situation den Ball fallen ließ. Der Schlußtreffer, zugleich das 4:0, fiel wieder durch einen Nachschuß von Dieter "Schorsch" Schleger (87. Minute).

Die Jungmannen von Husum 18 hatten im Punktspiel auf Bezirksebene die Jungmannen von DGF Flensborg zu Gast. Offenbar ist der DGF-Nachwuchs in diesem Jahr schwächer als man es sonst von ihm gewohnt ist. Die Platzmannschaft schlug ihren Gast eindeutig mit 6:0.

Mit dem höchsten Ergebnis konnte gestern jedoch die 1b von Husum 18 aufwarten. Sie hatte Besuch aus Hademarschen und überwand ihren Gegner aus dem südlichen Nachbarbezirk zweistellig mit 12:1.

Aufstellung:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Egon Harms ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

 


Torreiches Treffen in Bredstedt

Husum 18 gewann 5:3 - Beide Mannschaften mit Ersatz

In Bredstedt herrschte Großkampfstimmung, als das traditionelle Treffen Bredstedter TSV gegen Husum 18 Uhr angepfiffen wurde. Leider mußten beide Mannschaften mit zahlreichem Ersatz antreten. Beim Bredstedter TSV fehlten mit Raddatz, Söder, Voigt, Gregersen und Nissen allein fünf Stammspieler, während Husum 18 seinen Stammtorwart Eckhard "Ecki" Sers und den Stürmer Detlef Bresa ersetzen mußte. Trotz dieser Schwächungen lieferten sich beide Mannschaften aber einen packenden Kampf, bei dem großartige Torraumszenen nicht fehlten.

Es schien sich eine Sensation anzubahnen, als der Bredstedter Linksaußen Godt bereits in der neunten Minute das 1:0 für die Platzherren herausschoß. Die Bredstedter hatten in dieser Phase durchaus überrascht, ohne jedoch technisch an Husum 18 heranzukommen. Die 18er begannen endlich ihre Angriffe über die Flügel Manfred "Manne" Hoppe und Manfred "Flügge" Hansen vorzutragen und beherrschten auch einwandfrei das Mittelfeld. Bereits in der 25. Minute sorgte Karl "Kalli" Clausen nach Vorlage von Gerhard Eckmann für den spielgerechten 1:1-Ausgleich, und 3 Minuten später ergab Dieter "Schorsch" Schlegers Bombenschuß aus 25 m das 2:1 für Husum 18. Diesem Treffer war ein verunglückter Abschlag das Bredstedter Torhüters Marquardt vorausgegangen. Als Karl "Kalli" Clausen in der 30. Minute nach einem Alleingang das 3:1 für die Husumer Gäste herstellte, schien das Rennen für Husum 18 gelaufen. In dieser Zeit bis zur Pause verpaßten nacheinander Manfred "Manne" Hoppe, Karl "Kalli" Clausen und Manfred "Flügge" Hansen einschußreife Torchancen. Nach dem Wechsel schienen die 18er weiterhin ungefährdet, als Mittelstürmer Egon Harms in der 53. Minute das 4:1 erzielte. 2 Minuten später konnte Außenläufer Benjamin Hager einen von Volquardsen an Dieter "Schorsch" Schleger verursachten Foulelfmeter nicht bei Torwart Marquardt unterbringen. Dieses Mißgeschick brachte die Husumer sichtlich durcheinander, denn der nach vorn gegangene Helmut Dietze brachte die Bredstedter in der 66. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß auf 2:4 heran. Dieser Treffer schien für den Husumer Ersatztorwart Edlef Kniese nicht unhaltbar. Gefährlich wurde es für die Husumer in der 72. Minute, als Bredstedts Ersatzstürmer Andresen einen von Sönksen an die Latte geschossenen Ball zum 3:4 eindrückte. Nun schien wieder alles offen, zumal die Bredstedter sichtlich auf das Tempo drückten. Für den endgültigen Sieg sorgte dann in der 75. Minute Mittelstürmer Egon Harms, der mit einem Direktschuß den verletzten Bredstedter Torwart Marquardt überwand. Allerdings hätte ein unverletzter Marquardt diesen Treffer vermutlich gehalten. Damit hatten die 18er endgültig mit 5:3 gewonnen und zwei wichtige Punkte aus Bredstedt entführt. Allerdings ließen sich die 18er Abwehrspieler auf Unsicherheiten ein und vermochten nicht immer voll zu überzeugen. Der Husumer Sturm war anfangs nicht voll da, im Laufe der Spielzeit steigerte er sich jedoch mächtig. Die ersatzgeschwächten Bredstedter lieferten eine kämpferisch großartige Partie und werden sicher bald wieder Punkte gewinnen.

Aufstellung:

Edlef Kniese

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Egon Harms ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe

 


Die erste Tabelle der Saison 1964/65

    Stand September 1963   Spiele           Tore   Punkte  
1.   Husum 18   2   2 - -   9:3   4:0  
2.   Flensburger Turnerbund   2   2 - -   6:2   4:0  
3.   VfB Nordmark Flensburg   2   2 - -   7:3   4:0  
4.   FSV Wyk   2   2 - -   9:6   4:0  
5.   DJK Flensborg   3   2 - 1   8:8   4:2  
6.   TSV Westerland   2   1 1 -   6:2   3:1  
7.   Rasensport Schleswig   2   1 1 -   9:3   3:1  
8.   Frisia Husum   2   1 1 -   3:2   3:1  
9.   TSV Kappeln   2   1 - 1   6:6   2:2  
10.   BW Friedrichstadt   2   - 2 -   4:4   2:2  
11.   TSV Kropp   2   - 1 1   2:5   1:3  
12.   TSV Nord   2   - - 2   1:6   0:4  
13.   Vorwärts Flensburg   2   - - 2   2:7   0:4  
14.   SIF Schleswig   2   - - 2   4:7   0:4  
15.   Bredstedter TSV   2   - - 2   5:8   0:4  
16:   TSV Weiche-West   3   - - 3   4:13   0:6  

4:1 der 18er über den VfB Brunsbüttelkoog

Auch Husum 18 brachte sein Freundschaftsspiel sicher "über die Bühne". Gast der 18er war mit dem VfB Brunsbüttelkoog eine Bezirksklassen-Elf aus der schleswig-holsteinischen Weststaffel. Die Gäste zeigten zwar im Mittelfeld einige gefährliche Spielzüge, aber vor dem Tor versagte der Gästesturm völlig. Seine Aktionen wurden in Tornähe zu durchsichtig und waren auch einfach zu langsam. Noch schlechter war es aber mit dem Schußvermögen des Gästesturms bestellt. Das war einfach katastrophal, so daß die Husumer trotz erheblicher Umstellungen, die keineswegs alle das Spielniveau der Platzmannschaft hoben, klar und verdient gewannen. Einen besonderen Tag hatte Torwart Eckhard "Ecki" Sers, der die wenigen echten Torchancen der Gäste durch schnelle Reaktionen zunichte machte.

Das 1:0 fiel durch Dieter "Schorsch" Schleger bereits nach fünf Spielminuten. Durch einen genauen Steilpaß von Manfred "Flügge" Hansen, diesmal auf dem Posten des Mittelstürmers, wurde Dieter "Schorsch" Schleger vorzüglich zum erfolgreichen Torschuß angespielt. Für das 2:0-Halbzeitergebnis (32. Minute) sorgte Manfred "Flügge" Hansen mit einem plazierten Schuß. Manfred "Flügge" Hansen war auch der Schätze des dritten Treffers (56. Minute), der durch Dieter "Schorsch" Schleger eingeleitet worden war. Der Ehrentreffer der Gäste wurde (78. Minute) durch Verwandlung eines Foulelfmeter erzielt. Linksaußen Manfred "Manne" Hoppe, der zwar erheblich kräftiger wirkte als Rechtsaußen Hans-Werner Heber, aber doch recht wenig zum Schuß kam, verwandelte in der 82. Spielminute einen direkten Freistoß aus 20 Meter Entfernung zum 4:1 für Husum 18. Gegen seinen scharfen Schuß genau auf die Lücke der Gästemauer war der Brunsbüttelkooger Torwart einfach machtlos.

Auch das Vorspiel, in dem sich die beiden Reservemannschaften der Vereine gegenüberstanden, ging an Husum 18. Der Erfolg für mit 6:2 noch überzeugender aus.


TSV St. Peter schoß das erste Tor

Die gegenüber der vorigen Serie offenbar verstärkte 1b von Husum 18, der man durch ihre bisherigen Erfolge in Freundschaftsspielen zugetraut hatte, die vor Jahren innegehabte Favoritenstellung in der ersten Kreisklasse wieder zu übernehmen, traf offenbar in St Peter auf einen Gegner, der sehr viel mehr konnte, als sein Gast erwartet hatte. Nicht die Husum 18 1b, sondern der TSV St. Peter schoß das erste Tor und hielt diesen 1:0-Vorsprung bis zur Pause. Erst dann konzidierte die Platzmannschaft ihrem Gast den einzigen Treffer zum 1:1-Unentschieden.

Der Vorstand / "Die Presse"
leer  

1964

Nachruf

1. September

Nach langer, schwerer Krankheit ist unser Vereinsmitglied

Wilhelm Brodersen

aus Haselund im 35. Lebensjahr verstorben.

Wir trauern um einen echten Sportfreund, der als Schiedsrichter und als ständiger Zuschauer seine Vereinsbetreue unter Beweis stellte.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. September

Familien-Nachrichten

Peter Neupert und Frau zeigten die Geburt ihrer Tochter Britta an. Wir gratulieren unserem ehemaligen Ligaspieler "Peti" und seiner Frau recht herzlich.

Unser Trainer Klaus Bonse und Frau zeigten die Geburt ihres Sohnes Kay an. Wir gratulieren recht herzlich zum Stammhalter.

Ebenfalls gratulieren wir unserem ehemaligen Pressewart und ehemaligen Jugendobmann Karl Bernhard Mölck und Frau recht herzlich zur vollzogenen Vermählung.

Kartengrüße erhielten wir von Dr. Herbert Mau aus Bad Wiessee und Hermann Bahnsen aus Landstuhl/Pfalz, die sich beide einer Kur unterziehen müssen. Wir danken für die Grüße und wünschen guten Kurerfolg.
Dankbar sind wir allen Mitgliedern, wenn sie uns die Familiennachrichten jeweils bis zum 20. eines jeden Monats an unsere Anschrift. Postfach 51, senden würden.
Für die Übersendung der Vereinsnachrichten danken wir Werder Bremen und dem Itzehoer Sportverein von 1909 e.V. Dem TSV Rot-Weiß Niebüll danken wir für die Übersendung der Festschrift aus Anlaß des 75-jährigen Bestehens.
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. September

Mitgliederbewegung

   
Neuaufnahmen
1.   Gellrich, Karl-Helmut, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
2.   Guckuck, Horst, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
3.   Hoeth, Lutz, Husum, Tunnelweg 6
4.   Lütgens, Diether, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
5.   Mau, Willi, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6.   Neubert, Klaus, Husum, Woldsenstraße 54
7.   Paulsen, Bernd, Husum, Marienhofweg 10
8.   Paulsen, Holger, Husum, Marienhofweg 10
9.   Peters, Jörg, Husum, Süderstraße 126
10.   Piest, Arnim, Husum, Am Ehrenhain
11.   Schermann, Franz, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
12.   Seybold, Uwe, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
13.   Singhoff, Hans-Joachim, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
14.   Wolff, Joachim, Husum, Flensburger Chaussee 41/7


Austrittserklärungen
1.   Hedtke, Günter, Wesselburen
2.   Jaensch, Klaus, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
3.   Kuhn, Erich, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
4.   Lorenzen, Wolfgang, Mildstedt
5.   Niewerth, Manfred, Husum, Flensburger Chaussee 41/7
6.   Rubbel, Konrad, Husum, Norderstraße 24
7.   Schrock, Gundolf, Husum, Stadtweg 23
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Oktober

Über den Sinn der Spiele

2. Teil

Auszug aus einer Arbeit über die Bedeutung des Fußballspiels im Rahmen der Volksschulleibeserziehung.

Zweifellos gibt dem Spiel neben dem psychologischen und dem physiologischen auch ein sozialer Sinn zugrunde. Das Kind tritt z.B. freiwillig in eine soziale Gruppe (wobei wir unter "sozial" keine politisch-weltanschauliche Richtung verstehen dürfen), die Spielgemeinschaft, und ordnet sich den Gesetzen dieser Gruppe und des betreffenden Spiels unter, es lernt im Spiel, sich einzugliedern, so daß man die Spielvereinigung als die gesellschaftliche Schule des Kindes bezeichnen kann.

Der Sinn der Spiele und ihre Gestalt machen im Laufe des menschlichen Lebens eine Wandlung durch. Kleinkinder üben voller Lust immer wieder den Gebrauch ihrer Gliedmaßen in Spielen, die von älteren Kindern schon gar nicht mehr als solche angesehen werden. Die etwa 3jährigen entdecken die Spielgemeinschaft; dementsprechend ändert sich die Gestalt ihrer Spiele, in primitiver Form lernen sie die ersten Gesetze der Gruppe einzuhalten. Die Schulanfänger können schon "zusammen" spielen, das ist der Sinn ihrer Spiele ein anderer als beispielsweise der der 10-jährigen. Folglich unterscheidet sich auch die Form der Spiele. Die einen haben Freude an der Nachahmung von Bewegungen und Handlungen, sie singen, tanzen und spielen im Kreis, die anderen aber entdecken ihre Lust zum Kampf. Sie wollen sich mit den Spielgefährten messen an Kraft, Gewandtheit, Ausdauer und so weiter. Je älter die Kinder werden, desto ausgeprägter werden ihre Spiele, eines aber haben alle Spiele gemeinsam: sie sind lustbetont und niemals sinnlos. Deswegen liegen in ihnen auch so große erzieherische Möglichkeiten, und es muß uns als eine völlige Verkennung der Tatsachen vorkommen, wenn man einmal forderte: "Das Spielen, es sei, womit es wolle, sei den Kindern in allen Schulen zu verbieten auf evangelische Weise, daß man ihnen dessen Eitelkeit und Thorheit vorstelle und wie dadurch ihre Gemüther von Gott, dem ewigen Gut abgezogen und zu ihrer Seelen Schaden zerstreut würden."

Heute hat die Bedeutung der Spiele für den Menschen allgemein anerkannt, insbesondere die Pädagogen wissen um ihren großen Wert für die Erziehung und haben in den vergangenen 50 Jahren in der Leibeserziehung Spiele in immer wachsendem Maße zum Mittel ihrer gesamterzieherischen Bemühungen gemacht.

(Die Artikelserie von Klaus Bonse wird im nächsten Heft fortgesetzt mit einer Betrachtung über die Anforderungen des Fußballspiels an die (jugendlichen) Spieler.

Klaus Bonse

Aus dem Vereinsleben anderer Vereine

Werder Bremen hat 140 ehrenamtlich tätige Mitglieder (Frauen und Männer). Der Verein führte mit ihnen eine Sonderfahrt mit Omnibussen durch, bei dem gemeinsames Abendessen, Kegeln Preisschießen und andere Unterhaltungen als Dank für die selbstlose Tätigkeit abgestattet worden.


Der Spielausschußvorsitzende der SG Rot-Weiß Frankfurt, Willi Lorz, hat seit März dem Verein 22 neue Mitglieder geworben.


Der FC Bayern Hof erhielt von der Stadt Hof ein Darlehen von 50.000 D-Mark zur Überbrückung der dringendsten finanziellen Schwierigkeiten.


In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres konnte der Wuppertaler SV 170 neue Mitglieder verbuchen.


Neue Mitglieder erhalten fortan beim Kieler SV Holstein mit der Übersendung der Mitgliedschaftsbestätigung ein Begrüßungsschreiben. Die Inhaber der Großen Goldenen Vereins- Ehrennadeln erhalten eine Tribünen-Ehrenkarte.


Der Freiburger FC gibt an seine Mitglieder zum Besuch der Spiele nummerierte Parkplatz- Dauerkarten für einen eingezäunten Parkplatz zum Preise von 30 D-Mark aus.


Trotz Einsparungen verzeichnete der SV Holstein Kiel, wie die meisten Vertrags- Ligavereine, einen Verlust, der sich im letzten Geschäftsjahr auf 57.000 D-Mark beläuft und in dem 25.000 D-Mark Abschreibungen enthalten sind.


Nichts unversucht lassen will nach einem Beiratsbeschluß der Spiel- und Sportverein Hagen, um 1965, im 60. Jubiläumsjahr, die Zahl seiner Mitglieder auf 2.000 zu erhöhen. Wer mindestens zwanzig neue Mitglieder wirbt, erhält eine Ehrenkarte für alle Vereinsveranstaltungen.


In den letzten zwei Jahren hat der TSV München 1860 seinem Mitgliederzahl verdoppelt und zählt heute fast 5.000 Mitglieder. Der Verein wird geleitet vom Vorstand und Vereinsrat, zusammen ein etwa 25köpfiger Personenkreis.

Eckhard "Ecki" Sers

Bunte Seiten

Reinliche Scheidung

Der Schweizer Handballverein RTV Basel hat seine aktiven Mitglieder in eine Leistungs- und Vergnügungs-Gruppe getrennt. Jeder der 55 Handballer durfte sich auf einem Formular entscheiden. Wer beim Leistungssport bleiben will, mußte sich zu einem geregelten Trainings- und Spielbetrieb verpflichten, während die anderen sich in einer unteren Mannschaft nach Belieben austummeln können. So sind die Fronten geklärt.


Amateure

In Burma gibt es noch wirkliche Amateure! Da die Vereine sämtliche Einnahmen an die Staatskasse abliefern müssen, sind die Spieler gezwungen, sich aus ihrem kargen Einkommen Schuhe und Trikots selbst anzuschaffen. Als Europäer kann man den Kopf schütteln, mit welch abenteuerlichem Schuhwerk in die Spieler dem runden Leder nachjagen. Vor kurzem nahmen zwei jugoslawische Trainer ihre Tätigkeit auf, um die Spieler besonders in taktischen Belangen zu schulen. Nicht wenig erstaunt waren die beiden, daß die Burschen nicht wagten, den Ball mit dem Kopf zu berühren. In diesem Lande gelten die Kühe als heilig; deshalb wollte keiner der Spieler mit seinem Gewissen in Konflikt kommen und den aus Kuhleder hergestellten Ball mit dem Kopf stoßen. Jetzt allerdings - von ihren Trainern "verführt", riskieren diese kleinen Amateure gar Kopfbälle aufs Tor.


Straßen-Ländermannschaften

Die "Gassenjungen-Ländermannschaften" von Argentinien und Uruguay spielten vor einiger Zeit zum ersten Mal im Fußball gegeneinander. Vor 50.000 Zuschauern siegte in Buenos Aires Argentiniens "Elf der Zwölfjährigen" mit 5:0 Toren.


Das Opfer des "Ich"

Eine Mannschaft im Sport entsteht nicht von heute auf morgen, sie setzt vielmehr ein langsames sich Zueinandertasten voraus, ein sich Kennenlernen, ein sich Verstehen, ein sich Helfen. Sie setzt vor allen Dingen eines voraus: das Opfer. Das tiefste Geheimnis jeder Gemeinschaft, auch der sportlichen, ist das Opfer. Nicht oder nicht nur das Opfer von Zeit, Bequemlichkeit und Schweiß, sondern das eigentliche und schwerste Opfer, das Opfer des Ich. Eine Gemeinschaft kann nur entstehen, wenn jeder einzelne etwas von seinem Ich preisgibt um des Ganzen willen, wenn er nicht an seinem Selbst hängt, wenn er selbst-los zu sein vermag. Eine Gemeinschaft ist etwas schlechthin Unbegreifliches: indem jeder Teil etwas preisgibt, wird das Ganze mehr.

Manfred Hausmann


Olympiamedaillen

Erstmalig werden die Olympia-Medaillen auf der Rückseite eine Gravierung mit der jeweiligen Sportart aufweisen. Die Medaillen, die einen Durchmesser von 6 cm haben, wiegen in Gold 90 g, in Silber 82 g und in Bronze 69 g. Die Überreichung an die Sieger erfolgt in Schatullen japanischen Stils.


Aus "Deutsches Turnen"

Turnerbund Bad Cannstatt veröffentlicht einen Haushaltsplan für 1964, bei dem man Angst bekommt. Rund 9.800 D-Mark ist der ungedeckte Betrag, von dem man sich 3.600 D-Mark durch eine Beitragserhöhung und 6.200 D-Mark durch Spenden erhofft. Hier stimmt doch etwas nicht. Wenn 1.400 Mitglieder bisher nur 14.000 D-Mark Beiträge aufbrachten, so entspricht dies einem Durchschnitt von 10 D-Mark pro Mitglied im Jahr, nach der Erhöhung wären es 12,50 D-Mark. Würde man einen Beitragsschnitt von 18 D-Mark haben, gäbe es keine Sorgen. Das ist eine Zahl, die schließlich jedem Turnvereinsmitglied - entsprechend angelegt für Kinder und Erwachsene - zugemutet werden kann. Oder glaubt man wirklich, einen Haushaltsplan damit ausgleichen zu können?


Der Mittelbarmer Turnverein 1888 unterrichtet seine Mitglieder darüber, daß das höchste Skatgericht der Bundesrepublik in Bielefeld die Entscheidung getroffen hat: "Was liegt, liegt." Diesem Urteil hat sich auch das Skatgericht aus Altenburg angeschlossen, also ein gesamtdeutsches Urteil. Darum sollte es den Skatspielern in den Vereinen doppelt wertvoll sein. Es gibt kein Meckern, keine Zweifel mehr, denn was liegt, liegt! Basta!


Bei den Reinickendorfer Füchsen (Berlin) fordert man die Abteilungen auf, in den Sommermonaten Aktive für die Leichtathletik abzustellen. Leichtathletik + Gymnastik verhindert jeden Muskelkater und ist auch für die Älteren gut. Wenn unsere Mitglieder in den Vereinen nur wüßten, was ihnen geboten werden kann; die Erfolge in der Leistung würden sich schlagartig verbessern können.


Fünf Leitsätze

1.   Mache zuerst das, was Du zuerst gedacht hast.
2.   Der Spieler, der nicht alles hergibt, gibt nichts seiner Mannschaft.
3.   Der Spieler, der für sich spielt, hilft dem Gegner.
4.   Hart zu kämpfen und zu spielen braucht keine Brutalität zu sein.
5.   Können + Intelligenz + körperliches Leistungsvermögen ergibt die Meisterschaft.
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Unsere Liga: Husum 18 - FTB 2:2 (1:0)

Am 30. August hatte unsere Liga die bis dahin ebenfalls ohne Punktverlust in der Tabellenspitze befindlichen Flensburger TB zu Gast. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem unsere Liga in den ersten 20 Minuten leichte Feldüberlegenheit hatte. In dieser Zeit gelang es dann auch Egon Harms, in der 16. Minute unsere Liga mit 1:0 in Führung zu schießen. Nun kam FTB stark auf, und unsere Hintermannschaft mußte Schwerstarbeit leisten, konnte aber nicht verhindern, daß FTB in der 68. Minute ausgleichen konnte.

Unsere Liga ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und sch0ß in der 78. Minute durch Manfred "Flügge" Hansen das 2:1. Als alles schon an einen Sieg unserer Liga glaubte, gelang den eifrigen Flensburgern in der 89. Minute der 2:2 Ausgleich.

Es spielten:

Edlef Kniese

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Manfred Hansen ǀ Karl-Heinz Pohns ǀ Egon Harms ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: SIF Schleswig - Husum 18 1:6 (0:3)

Am 6. September mußte unsere Liga die Fahrt zu seinem Angstgegner SIF Schleswig antreten. Daß wir es aber so leicht haben sollten, daran hatte niemand geglaubt. In diesem Spiel gab es für SIF nicht zu gewinnen. Unsere Liga spielte groß auf und schoß bereits schon in der neunten Minute durch Dieter "Schorsch" Schleger die 1:0-Führung. Benjamin Hager und wiederum Dieter "Schorsch" Schleger war es vorbehalten, noch vor der Pause auf 3:0 zu erhöhen. Kurz nach Wiederbeginn schoß Dieter Schleger das 4:0, ehe den Schleswigern der Ehrentreffer zu 4:1 gelang. Das 5:1 schoß Karl Clausen, und das 6:1 kam durch ein Eigentor zustande.

Unsere Liga spielte mit

Edlef Kniese

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Detlef Bresa ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger ǀ Karl-Heinz Pohns ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Husum 18 - BW Friedrichstadt 5:1 (1:1)

Am 13. September hatte unsere Liga den Aufsteiger Blau Weiß Friedrichstadt zu Gast. Daß unsere Liga sich gegen den Nachbarverein so schwer tun würde, hatte keiner erwartet.

Bereits in der sechsten Minute schoß Dieter "Schorsch" Schleger unsere Liga mit 1:0 in Führung. Aber der kämpferische Einsatz der Friedrichstädter sollte sich bezahlt machen, denn schon drei Minuten später erreichten sie den 1:1-Gleichstand. Bis zur 72. Minute konnten sie das 1:1 halten, dann aber war es Dieter "Schorsch" Schleger, der mit dem 2:1 den Bann brach. In der 78. Minute erhöhte Karl "Kalli" Clausen auf 3:1, und Manfred "Manne" Hoppe war es dann in der 81. Minute, der zum 4:1 einschoß. Manfred "Manne" Hoppe war es auch, der in der 83. Minute den 5:1-Endstand herstellte.

Unsere Liga spielte mit:

Edlef Kniese

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Detlef Bresa ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: TSV Vorwärts - Husum 18 2:3 (2:2)

Am 20. September mußte unsere Liga beim TSV Vorwärts Flensburg an treten. Hier zeigte unsere Liga ihr bisher Schwächstes Spiel. Scheinbar wurden die am Tabellenende stehenden Flensburger unterschätzt, denn sie gingen 1:0 in Führung, ehe Karl "Kalli" Clausen durch Kopfball das 1:1 erzielen konnte. Wiederun war es Vorwärts, die einen Fehler in der Hintermannschaft ausnutzten und zum 2:1 einschießen konnten. Noch vor der Pause gelang es Manfred "Manne" Hoppe durch Verwaltung eines Handelfmeters, den 2:2-Gleichstand wieder herzustellen. Nach der Pause war es Vorwärts, die durch ihren kämpferischen Einsatz manche heikle Situation vor unserem Tor heraufbeschworen. Als alles schon an eine Punkteteilung glaubte, gelang es Kauffeld kurz vor Schluß, durch einen direkten Freistoß den 3:2-Sieg sicherzustellen. Es spielten:

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Meyer ǀ Detlef Bresa ǀ Manfred Hansen ǀ Karl Clausen ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Ib ist im Kommen

Nach den hervorragenden Vorbereitungsspielen auf die Punktspielsaison und dem Unentschieden im ersten Punktspiel gegen St. Peter, reichte es auch im zweiten Punktspiel gegen die 1b vom Bredstedter TSV nur zu einem 4:4-Unentschieden.

Auch im Auswärtsspiel gegen den TSV Tönning reichte es nur zu einem Unentschieden. Allerdings trafen sie hier auf den derzeitigen Tabellenführer, und da darf das 4:4 nach einem 2:4-Rückstand doch als Achtungserfolg anerkannt werden.

In einem Freundschaftsspiel schlug unsere 1b den TSV Garding hoch mit 7:1 Toren. Hier machte sich schon eine Leistungssteigerung bemerkbar. Ein großes Spiel lieferte unsere Ib gegen Frisia Ib. Obwohl Frisia mehrere Ligaspieler einsetzte, wurden sie von unserer Ib deklassiert. Nach einem hervorragenden Spiel wurde die 1b von Frisia mit 7:0 Toren besieget.

Hier noch einmal die Ergebnisse:

Husum 18 Ib   -   Bredstedter TSV Ib   4:4
TSV Tönning   -   Husum 18 Ib   4:4
Husum 18 Ib   -   TSV Garding   7:1
Husum18 Ib   -   Frisia Ib   7:0

Auch unsere II. Mannschaft, die sogenannte "Soldatenmannschaft" hat in die Punktspiele eingegriffen. Die Ergebnisse:

Husum 18 II   -   SV BW Löwenstedt   1:1
TSV Tönning Ib   -   Husum 18 II   2:1
Husum 18 II   -   Frisia II   4:1

Hier die Tabelle der 1. Kreisklasse

    Stand 20.9.1964   Spiele       Tore   Punkte  
1.   TSV Rantrum   5       29:10   8:2  
2.   TSV Tönning   4       20:11   7:1  
3.   Husum 18 Ib   4       16:9   5:3  
4.   TSV St. Peter   4       11:11   4:4  
5.   BW Friedrichstadt Ib   4       9:13   3:5  
6.   Frisia Husum Ib   5       12:9   3:7  
7.   FC Langenhorn   2       6:6   2:2  
8.   IF Tönning   3       9:18   1:5  
9.   Bredstedter TSV Ib   3       5:15   1:5  
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Unsere Jugendabteilung

Am 23. August begann auch bei unseren Kleinsten endlich die von vielen langersehnte Punktspielsaison. Die zweiten Mannschaften von Frisia und Husum 18 Uhr eröffneten die Punktspiele. Die 2. Schüler gewannen nach klarer Feldüberlegenheit mit 2:0 Toren gegen Frisia, während die zweite Jugend nach einer 3:0-Führung noch sehr um ihren Sieg bangen mußten und doch noch mit 5:4 Toren zu gewinnen. Auch die Knaben begannen ihre Saison erfolgreich. In einem Freundschaftsspiel schlugen sie TSV Rantrum mit 2:1 Toren.

Eine enttäuschende Partie lieferten unsere Bezirksjungmannen im ersten Auswärtsspiel beim Bredstedter TSV. Sie war wieder klar feldüberlegen, konnte aber wiederum kein Kapital daraus schlagen. Lange Zeit sah es sogar nach einem Sieg der Bredstedter aus, denn erst zehn Minuten vor Schluß konnte Hanno Nachtigall die 1:0 Führung der Bredstedter ausgleichen und somit wenigstens einen Punkt retten.

Am 30. August lief dann das Punktspielprogramm auf vollen Touren und alle Jugendmannschaften trumpften gewaltig auf. Hier die Ergebnisse:

Knaben   Husum 18 I   -   Bredstedter TSV   4:0
Schüler   Husum 18 I   -   Bredstedter TSV   8:0
Jugend   Husum 18 I   -   Bredstedter TSV   4:1
Jungmannen   Husum 18 I   -   Flensburger Turnerbund   2:1

Die vorbildliche Jugendarbeit und Betreuung scheint ihre Früchte zu tragen, denn auch in den weiteren Punktspielen wurden die Gegner geschlagen und unsere sämtlichen Jugendmannschaften nehmen in ihren Staffeln eine führende Position ein. Hier die weiteren Ergebnisse:

06.09.1964   Knaben   TSV Tönning   -   Husum 18 I   0:3
06.09.1964   Schüler   TSV Tönning   -   Husum 18 I   0:1
06.09.1964   Jugend   TSV Tönning   -   Husum 18 I   1:6
06.09.1964   Jungmannen   SIF Schleswig   -   Husum 18 I   3:8
13.09.1964   Schüler   Husum18 I   -   Frisia II   9:0
13.09.1964   Schüler   Husum18 I   -   Frisia II   6:0
19.09.1964   Knaben   Frisia I   -   Husum 18 I   1:1
20.09.1964   Schüler   Frisia I   -   Husum 18 I   2:1
20.09.1964   Jugend   Frisia I   -   Husum 18 I   0:2

Nach diesem hervorragenden Ergebnissen unserer Jugendmannschaften ergeben sich folgende Tabellenstände

1. D- Knaben

    Stand 20.9.1964   Spiele       Punkte   Tore  
1.   Frisia Husum   3       5:1   7:2  
2.   Husum 18   2       4:0   7:0  
3.   TSV Rantrum   2       3:1   5:3  
4.   TSV Tönning 1   2       0:4   1:7  
5.   Bredstedter TSV   3       0:6   2:10  
6.   TSV Tönning 2   0       0:0   0:0  

2. C- Schüler

    Stand 20.9.1964   Spiele       Punkte   Tore  
1.   Husum 18 I   3       6:0   18:0  
2.   Frisia Husum I   3       6:0   18:5  
3.   TSV Tönning   4       3:5   7:5  
4.   Frisia Husum I   2       2:2   0:9  
5.   IF Tönning   1       1:1   1:1  
6.   Husum 18 II   1       0:2   0:2  
7.   BW Friedrichstadt   2       0:4   2:11  
8.   Bredstedter TSV   2       0:4   0:14  

3. B- Jugend

    Stand 20.9.1964   Spiele       Punkte   Tore  
1.   Frisia Husum I   4       7:1   27:3  
2.   Husum 18 I   3       6:0   16:2  
3.   TSV Rantrum   3       4:2   6:5  
4.   BW Friedrichstadt   3       3:3   6:7  
5.   Frisia Husum II   2       2:2   0:6  
6.   Husum 18 II   1       0:2   0:2  
7.   Bredstedter TSV   3       0:6   3:11  
8.   TSV Tönning   3       0:6   1:27  
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Oktober

Nach Beendigung der langen Sommerpause ist auch unsere Tischtennisabteilung wieder aktiv geworden. Der Auftakt zur neuen Spielsaison waren die Stadtmeisterschaften von Husum. Diese Einzel- und Doppel-Meisterschaften waren mit starken Spielern aller Klassen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und sogar Holland sehr gut besucht. Auch einige Spieler von uns konnten, trotz der starken Konkurrenz, sehr gute Plätze erreichen. So ist in der Herren-C-Klasse der dritte Platz von Günther Otto und bei den Herren-Senioren der vierte Platz von Helmut Bregulla hervorzuheben. Auch in den Doppeln sicherte Günther Otto mit H. Ruhnke vom Bredstedter TSV den dritten Platz. Hans Joachim Singhoff konnte mit seinem Partner Dombrowski vom Kieler TB sogar Zweiter werden. Erwähnenswert ist auch noch der dritte Platz bei den Schüler-Doppeln von Arthur Bothmann mit seinem Partner Hans-Werner Fick vom TSV Rantrum.


Am 26. August 1964 fuhr unsere erste Mannschaft zu einem Freundschaftsspiel nach Heide zum dortigen MTV, der in der Verbandsliga spielt. Wir rechneten uns wenig Chancen aus, umso erfreulicher waren wir über den Erfolg unserer Mannschaft überrascht, die in Heide mit 8:8 Punkten und 20:19 Sätzen ein Unentschieden erkämpfte. Die Doppel Harald Wulf / G. Peters (2), Heinz Splettstößer / Anton Bösch (1), die Einzel Harald Wulf (2), Anton Bösch (2) und Rüdiger Stenzel (1) holten für uns die Punkte.

Die kalte Dusche erfolgte prompt eine Woche später, als der MTV Heide bei uns zu Gast war. Hier verloren wir mit 9:4 Punkten und 19:13 Sätzen. Für unsere Punkte sorgten Anton Bösch (2), G. Peters (1) und Günther Otto (1). Diese Niederlage ist auch darauf zurückzuführen, daß ich kurz vor dem Spiel eine Änderung unserer Mannschaftsaufstellung vornahm.


Am 5. und 6. September führten wir unsere Vereins-Ranglistenspiele durch, um noch einmal einen Überblick über die Mannschaftsaufstellungen für die neue Punktspielserie zu bekommen. Nach 8-stündiger Spieldauer stand mit Jan Peter Wichmann der beste Ranglistenspieler unserer Abteilung fest, der dann auch für das nächste halbe Jahr den Pokal erhielt. Der Pokal-Verteidiger Johannes Clausen erkämpfte sich einen fünften Platz. Und hier die Ranglisten-Tabelle

1.   Jan-Peter Wichmann   10.   Heinz Splettstößer
2.   Harald Wulf   11.   Dieter Windeler
3.   Herbert Rohde   12.   G. Peters
4.   Herbert Kowalski   13.   Werner Wischnowski
5.   Johannes Clausen   14.   Hans-Jürgen Samuelsen
6.   Anton Bösch   15.   Günther Sönnichsen
7.   Helmut Bregulla   16.   Rolf Iben
8.   Hans Joachim Singhoff   17.   Walter Liepert
9.   Wolfgang Katscher   18.   Egon Jostes

In Friedrichstadt veranstaltete der TTV Koldenbüttel am gleichen Tage ein Jugend-2er- Mannschaftsturnier. Unsere beiden Jugendspieler Rüdiger Stenzel & Gerhard Hoffmann nahmen daran teil und erkämpften sich in der Jungen-A-Klasse einen hervorragenden zweiten Platz. Im Finale unterlagen unsere beiden Jungen gegen den Pokal-Verteidiger TTC Lehe mit 3:1. In der Jungen-B-Klasse, die gegenüber der A-Klasse wesentlich stärker besetzt war, sicherten sich unsere Jungen einen dritten Platz.


Am 11. September 1964 war der TSV Rantrum mit seiner Herrenmannschaft bei uns zu Gast und spielte gegen unsere dritte Mannschaft. Wir konnten dieses Freundschaftsspiel klar und sicher mit 9;0 gewinnen.


Am Sonnabend, dem 12. September, fuhren wir mit einigen Spielern zum Sportfest des TSV Oldenswort. Den begehrten Wanderpokal holte sich Hans Joachim Singhoff. Er schlug im Endspiel Helmut Bregulla, der zuvor seinen Angstgegner Lachmann (Frisia Husum) in einem mitreißenden Entscheidungsspiel schlagen konnte. Die weiteren Placierungen.3. Otto Armster (als Gastspieler des TSV Oldenswort), 5. Wolfgang Katscher, 6. Dieter Windeler und 8. Rolf Iben, Walter Liepert.


Am 19. September spielte eine gemischte erste und zweite Mannschaft von uns gegen TSV Garding und gewann mit 9:3 Punkten und 20:12 Sätzen.


Für die Punktspielserie, die am 19. September begann, haben wir folgende Mannschaften gemeldet

I. Mannschaft
1.   Harald Wulf     4.   Herbert Rohde
2.   G. Peters     5.   Anton Bösch
3.   Heinz Splettstößer     6.   Johannses Clausen

II. Mannschaft
1.   Jan-Peter Wichmann     4.   Werner Wischnowski
2.   Herbert Kowalski     5.   Helmut Bregulla
3.   Günther Otto     6.   Hans Joachim Singhoff

III. Mannschaft
1.   Otto Armster     4.   H.J. Samuelsen
2.   Wolfgang Katscher     5.   Walter Liepert
3.   Dieter Windeler     6.   Günter Sönnichsen

Der Spielplan unserer 1. Mannschaft in der Bezirksklasse lautet:

20.09.   14.00 h   Husum 18   -   TSV Westerland   Theodor-Storm-Schule
06.10.   20:00 h   Husum 18   -   Frisia Husum III   Theodor-Storm-Schule
12.10.   20:00 h   GW Flensburg 62   -   Husum 18   in Flensburg
15.10.   20:00 h   Frisia Husum II   -   Husum 18   in Husum
25.11.   10:00 h   Husum 18   -   TTK Flensburg   Theodor-Storm-Schule
15.11.   10:00 h   TSV Eggebek   -   Husum 18   in Eggebek
28.11.   16:00 h   Husum 18   -   RW Schleswig II   Theodor-Storm-Schule
01.12.   20:00 h   TSV Nord Harrislee   -   Husum 18   in Flensburg
05.12.   16:00 h   Husum 18   -   TTC Ramsharde   Theodor-Storm-Schule

Der Spielplan unserer II. und III. Mannschaft in der Kreisklasse lautet:

25.09.   20.00 h   Husum 18 II   -   Husum 18 III   Theodor-Storm-Schule
29.09.   20:00 h   TSV Rantrum   -   Husum 18 III   in Rantrum
06.10.   20:00 h   Bredsteder TSV   -   Husum 18 I   in Bredstedt
14.10.   20:00 h   Husum 18 II   -   TSV Ostenfeld   Theodor-Storm-Schule
16.10.   20:00 h   TTC Koldenbüttel   -   Husum 18 III   in Koldenbüttel
21.10.   10:00 h   Husum 18 III   -   TSV Garding   Theodor-Storm-Schule
02.11.   20:00 h   TSV Viöl   -   Husum 18 II   in Viöl
04.11.   20:00 h   Husum 18 III   -   TSV Ostenfeld   Theodor-Storm-Schule
11.11.   20:00 h   Husum 18 II   -   TSV Rantrum   Theodor-Storm-Schule
17.11.   20:00 h   Bredszeder TSV   -   Husum 18 III   in Bredstedt
25.11.   20:00 h   Husum 18 III   -   TSV Viöl   Theodor-Storm-Schule
27.11.   20:00 h   TTC Koldenbüttel   -   Husum 18 II   in Koldenbüttel
04.12.   20:00 h   Husum 18 II   -   TSV Garding   Theodor-Storm-Schule
Walter Liepert, Tischtennis-Obmann
leer  

1964

Husum 18

1. Oktober

Mitgliederbewegung im September

   
Neuaufnahmen
1.   Edsen, Hauke, Husum, Marktstraße 23
2.   Johannsen, Bernd, Hattstedt, Nr. 96
3.   Kniese, Edlef, Husum, Hörn 1
4.   Knuth, Rolf, Hattstedt
5.   Kretschmer, Manfred, Hattstedt
6.   Kreutzfeld, Artur, Husum, Brinckmannstraße 20
7.   Ober, Norbert, Husum, Noldeweg 8
8.   Reglin, Hans-Erich, Hattstedt
9.   Scharmann, Peter, Hattstedt
10.   Tedsen, Sven, Husum, Kamsensweg 9
11.   Trappe, Eberhard, Husum, Stadtweg 15


Austrittserklärungen
1.   Bartz, Gert, Husum, Am Ochsenkamp 6
2.   Braun, Monika, Husum, Jebensweg 26
3.   Goldschmidt, Hans-Dietrich, Husum, Nordhusumer Straße 30
4.   Jensen, Hans-Peter, Husum, Heidberg 32
5.   Ladendorf, Jürgen, Husum, Süderstraße 66
6.   Ortmann, Johannes, Husum, Hinter der Neustadt 6
7.   Schliter, Volker, Husum, Klußmannstraße 19
8.   Schnieder, Hans, Husum, Am Ochsenkamp 2
9.   Schwabe, Emil, Mildstedt
10.   Tedsen, Heini, Husum, Kamsensweg 9
11.   Leihe, Horst, Husum, Flensburger Chaussee 41/9
12.   Wolny, Max, Husum, Osterhusumer Straße 52
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. November

Im Dienste der Jugend

Es beginnt ein neuer Schiedsrichterlehrgang

Anmeldungen nimmt Sportfreund Hermann Bahnsen, Matthias-Claudius-Straße 18, Telefon 32-35, entgegen.

Das Jahr 1964 ist ein großes Sportjahr. Der HFV von 1918 möchte es nicht ausklingen lassen ohne den Versuch zu machen, in unserer Heimatstadt Husum eine Werbeaktion durchzuführen. Es besteht für uns geradezu eine zwingende Notwendigkeit, die Basis von aktiven und inaktiven Mitgliedern zu vergrößern.

Wir sind es Zeit Jahren und Jahrzehnten gewohnt, nach Möglichkeit aus eigener Kraft die Mittel für unsere vielseitige sportlicher Arbeit bereitzustellen. Die Selbsthilfe erscheint uns immer noch die sicherste Basis zu sein für die Erfüllung der uns gestellten Aufgaben an der uns anvertrauten Jugend.

Noch unter dem Eindruck der XVIII. Olympischen Spiele, die in ihrem begeisterten Ablauf eine ganze Welt in Atem gehalten haben, richten wir einen Appell an die Bevölkerung unserer Stadt.

"Unterstützt die Ziele und die Grundlagen unserer selbstlosen Arbeit.
Werdet Mitglied bei Husum 18 Uhr."

Der Vorstand hat den Entschluß gefaßt, die Werbearbeit attraktiv zu gestalten. Es sind folgende Werbeprämien ausgesetzt worden:

Für die Werbung von 25 Mitgliedern:   1 Schiffsreise für zwei Personen mit dem "MS Kronprinz Harald" von Kiel nach Oslo. Die Fahrt dauert vier Tage. Inbegriffen sind Frühstück, Abendessen und Übernachtung an Bord in Oslo im Gesamtwert von 260 D-Mark.
Für die Werbung von 20 Mitgliedern:   Einen 7-tägigen Pauschal-Aufenthalt einschließlich Übernachtung, Frühstück, Mittagessen und Abendessen in der Lüneburger Heide im Wert von 150 D-Mark.
Für die Werbung von 15 Mitgliedern:   Eine - tägige Flugreise nach Berlin im Werte von 115 D-Mark.
Für die Werbung von 10 Mitgliedern:   2 Tribünenkarten für das Länderspiel Deutschland - Italien am 13. März 1965 in Hamburg oder zwei Tribünenkarten für ein Bundesliga-Heimspiel des Hamburger SV im Werte von insgesamt 50 D-Mark.
Für die Werbung von 5 Mitgliedern:   10 D-Mark in bar.
Bedingungen:   Die Werbeaktion läuft vom 1. November 1964 bis 31. Januar 1965. Die geworbenen Mitglieder müssen mindestens 1 Jahr dem Verein beitragspflichtig angehören.
Schiedsinstanz:  

Der geschäftsführende Vorstand des HFV von 1918. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Um das allgemeine Intereße am aktiven Fußballsport innerhalb der Jugend unserer Stadt zu fördern, hat der Vorstand des HFV von 1918 zur Unterstützung seiner Werbeaktion beschlossen, 500 Freikarten für das Punktspiel der 2. Amateurliga am 18. November 1964 Husum 18 - TSV Westerland an die Schule in unserer Stadt zu verteilen.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. November

Unsere Liga: Husum 18 - DJK Flensburg 1:3 (0:1)

Das schwächste Spiel der Saison lieferte unsere Liga am 27. September 1964 gegen den Aufsteiger DJK Flensburg. Obwohl unsere Liga einen guten Start hatte und DJK in die Defensive drängte, gelang ihnen kein Tor. Wie kämpferisch starke DJK-Elf erzwang ein offenes Spiel und kam immer wieder gefährlich vor das Tor unserer Liga. In der 25. Minute ging DJK sogar mit 1:0 in Führung und baute diese gleich nach der Pause auf 20 aus. Als dann Dieter Eckholdt etwa zehn Minuten vor Schluß den Anschlußtreffer erzielte, war noch ein kleiner Hoffnungsschimmer vorhanden, wenigstens einen Punkt zu retten, der dann aber durch das 3:1 in der 86. Minute zunichte gemacht wurde.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Hans-Werner Heber ǀ Karl Clausen ǀ Anton Christiansen ǀ Dieter Eckholdt ǀ Manfred Hoppe

Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: FSV Wyk - Husum 18 2:3 (0:2)

Am 4. Oktober mußte unsere Liga die Fahrt zum heimstarken FSV Wyk antreten. Bei dieser ausgesprochen harten Partie kam unsere Liga nach einer 3:0 Führung zu einem knappen 3:2-Erfolg.

Dieter "Schorsch" Schleger hatte unsere Liga mit 1:0 in Front gebracht und Karl "Kalli" Clausen auf 2:0 erhöht. Nachdem Gerhard Jacobs nach der Pause für das 3:0 sorgte, stürmten die Platzherren mit aller Macht, zumal unsere Liga nur mit zehn Mann spielen musste, da Karl "Kalli" Clausen des Feldes verwiesen wurde. Als dann FSV Wyk auf 2:3 herangekommen war, mußte unsere Liga stark verteidigen, konnte aber aufgrund der hervorragenden Leistung unserer Hintermannschaft den knappen Vorsprung halten.

Es spielten:

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Karl Clausen ǀ Gerhard Jacobs ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Husum 18 - TSV Kropp 4:2 (3:1)

Am 11. Oktober hatte unsere Liga die Mannschaft vom TSV Kropp zu Gast. Bereits schon in der fünften Minute ging unsere Liga durch Detlef Bresa mit 1:0 in Führung. In der 20. Minute kamen die Gäste in Verwandlung eines Foulelfmeter zum 1:1-Gleichstand. Das 2:1 für unsere Liga erzielte Dieter "Schorsch" Schleger in der 33. Minute nach gekonnter Einzelleistung. 4 Minuten später erhöhte Detlef Bresa auf 3:1. Nach der Pause kam Kropp zwar in der 60. Minute auf 2:3 heran, aber wiederum war es Detlef Bresa, der in der 81. Minute mit dem 4:2 den Sieg sicherstellte.

Es spielten:

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Meyer

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Detlef Bresa ǀ Gerhard Jacobs ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Husum 18 - TSV Kropp 4:2 (3:1)

Am 11. Oktober hatte unsere Liga die Mannschaft vom TSV Kropp zu Gast. Bereits schon in der fünften Minute ging unsere Liga durch Detlef Bresa mit 1:0 in Führung. In der 20. Minute kamen die Gäste in Verwandlung eines Foulelfmeter zum 1:1-Gleichstand. Das 2:1 für unsere Liga erzielte Dieter "Schorsch" Schleger in der 33. Minute nach gekonnter Einzelleistung. 4 Minuten später erhöhte Detlef Bresa auf 3:1. Nach der Pause kam Kropp zwar in der 60. Minute auf 2:3 heran, aber wiederum war es Detlef Bresa, der in der 81. Minute mit dem 4:2 den Sieg sicherstellte.

Es spielten:

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Meyer

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Detlef Bresa ǀ Gerhard Jacobs ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Rasensport Schlewig - Husum 18 0:0

Zum Spitzenspiel mußte unsere Liga am 18. Oktober nach Schleswig reisen, um dort gegen Rasensport anzutreten. Wir wußten, daß Rasensport einen starken Sturm hat, und verstärkten daher von vornherein die Deckung. An unserem sogenannten 4-2-4-System bissen sich die Rasensportler die Zähne aus. Endlich wurde einmal bis zum Umfallen gekämpft, und mit ein bißchen Glück hätten wir sogar beide Punkte aus Schleswig mitbringen können. Allerdings waren wir auch froh, wenigstens einen Punkt aus diesem schweren Spiel erkämpft zu haben.

Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Peter Goldschmidt ǀ Arthur Grabert

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Kauffeld

Manfred Hansen ǀ Detlef Bresa ǀ Gerhard Jacobs ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Husum 18 - TSV Kappeln 1:0 (1:0)

Am 25. Oktober hatte unsere Liga die Mannschaft vom TSV Kappeln zu Gast. Es entwickelte sich ein hartes, hochdramatisches Spiel. In den ersten 30 Minuten war unsere Liga klar feldüberlegen, brachte es aber nicht fertig, das Führungstor zu schießen. Erst als Kappeln seinerseits zum Angriff übergingen, kam unsere Liga in der 39. Minute durch Detlef Bresa zum alles entscheidenden 1:0.

In der zweiten Halbzeit hatte es unsere Liga in der Hand, die Führung auszubauen. Da es ihnen nicht gelang, mußte sie am Schluss noch um ihren Sieg bangen.

Es spielten:

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Detlef Bresa ǀ Gerhard Jacobs ǀ Peter Goldschmidt ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hoppe
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Ib weiter im Vormarsch

Am 27. September hatte unsere 1b Blau-Weiß Friedrichstadt Ib zu Gast. Auch in diesem Spiel erzielte unsere zur Zeit hervorragend auftrumpfende 1b wieder einen hohen Punktsieg. Sie schlug Blau-Weiß Friedrichstadt nach einer 3:1-Pausenführung am Ende mit 8:1 Toren.


Am 11. Oktober empfing unsere 1b im Spitzenspiel der ersten Kreisklasse die Elf vom TSV Rantrum. In einem vom TSV Rantrum überaus hart geführten Treffen schlug unsere 1b den derzeitigen Tabellenzweiten mit 2:0 Toren.


Am 18. Oktober war unsere 1b zu Gast beim IF Tönning. In einem schwachen Spiel gewann unsere 1b nach einer 1:0-Pausenführung mit 3:1 Toren.


Der 3:0 Heimerfolg über FC Langenhorn am 25. Oktober brachte unserer 1b zum ersten Mal die Tabellenführung.


Tabellenstand der 1. Kreisklasse

    Stand 25.10.1964   Spiele       Tore   Punkte  
1.   Husum 18 Ib   8       32:11   13:3  
2.   TSV Tönning   7       29:13   12:2  
3.   TSV Rantrum   7       25:13   9:5  
4.   FC Langenhorn   7       19:18   8:6  
5.   Frisia Husum Ib   7       16:13   5:9  
6.   IF Tönning   7       24:28   5:9  
7.   BW Friedrichstadt Ib   8       20:13   5:11  
8.   TSV St. Peter   5       12:13   4:6  
9.   Bredstedter TSV Ib   6       7:31   1:11  

Hier noch einmal die Ergebnisse.

27.09.   Husum 18 Ib   -   BW Friedrichstadt Ib   8:1
11.10.   Husum 18 Ib   -   TSV Rantrum   2:0
18.10.   IF Tönning   -   Husum 18 Ib   1:3
25.10.   Husum 18 Ib   -   FC Langenhorn   3:0

Hier die Ergebnisse unserer zweiten Kreisklassen Mannschaft.

27.09.   Husum 18 II   -   TSV Garding   4:0
11.10.   Husum 18 II   -   TSV Rantrum Ib   6:2
18.10.   IF Tönning Ib   -   Husum 18 II   0:6
25.10.   Husum 18 II   -   FC Langenhorn Ib   7:0
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Unsere Jugendabteilung

Und so spielten unsere "Kleinen":

03.10.   Schüler:   BW Friedrichstadt   -   Husum 18 II   1:3
03.10.   Jugend:   BW Friedrichstadt   -   Husum 18 II   13:0
10.10.   Knaben:   Husum 18 I   -   TSV Rantrum I   1:2
10.10.   Jugend:   Husum 18 I   -   TSV Rantrum I   3:1
11.10.   Schüler:   Husum 18 II   -   Frisia Husum I   1:1
11.10.   Jugend:   Husum 18 II   -   Frisia Husum I   0:4

Mit einer kleinen Chance gingen unsere zweiten Schüler ins schweres Spiel gegen Frisias erste Schüler. Sie konnten aber zur großen Überraschung das Spiel durch eine gute Taktik offen gestalten und gingen auch prompt durch ein Tor von Heldt mit 1:0 in Führung. Nun kam Frisias Zeit, und das 1:1 fiel. Dieses Unentschieden muß unseren Jungs hoch angerechnet werden, denn sie leisteten unseren ersten Schüler wertvolle Hilfe.


17.10.   Knaben:   TSV Tönning II   -   Husum 18 I   0:4
17.10.   Schüler:   IF Tönning I   -   Husum 18 I   0:6
17.10.   Schüler:   TSV Tönning I   -   Husum 18 II   2:2
17.10.   Jugend:   TSV Tönning I   -   Husum 18 II   5:0


1. Jungmannen

Am 4. Oktober 1964 fuhren wir zu dem schweren Spiel nach Wyk. Wir gingen zwar mit gemischten Gefühlen in dieses Spiel, konnten aber dank der besseren Kondition gewinnen. Die Tore zum 5:2-Sieg erzielten: Fred Halberstadt (3), Nommensen und Hans-Uwe Kock je 1 Tor.


Ein sehr schwaches Spiel kostete uns am 11. Oktober 1964 den ersten Heimpunktverlust. Die Kropper, die nach unserer 1:0-Führung durch Hanno Nachtigall den Ausgleich schossen, waren dem Sieg näher als wir. Am Ende waren wir froh, mit dem 1:1 wenigstens einen Punkt gerettet zu haben.


Einen schweren Gang machten wir am 8. Oktober 1964 zu Schleswig 06, denn Schleswig 06 liegt mit 6 Minuspunkten an vierter Stelle. Durch einen verwandelten Handelfmeter durch Hans-Peter Kurtze gingen wir zwar 1:0 in Front, doch postwendend glich 06 aus. Doch dann schoß der Pechvogel Fred Halberstadt, der vorher schon die Latte und den Pfosten traf, endlich ins Schwarze. Durch einen dummen Abwehrfehler k06 dann noch eine Minute vor Schluß zum 2:2-Ausgleich.


Nun belegen wir in der Tabelle mit 14:4 Punkten hinter Nordmark Flensburg und Frisia Husum den dritten Platz.

Hans Uwe Kock
leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. November

Unsere Tischtennis-Abteilung

Am 20. September 1964 begann für unsere erste Mannschaft die Punktspielsaison 1964/65. Als Auftakt war die Mannschaft vom TSV Westerland bei uns zu Gast. Genau wie im Vorjahr konnten wir gegen Westerland nicht gewinnen, denn zum Schluß des Spiels stand es 9:6 für Westerland. Für uns holten Jan-Peter Wichmann (2), Anton Bösch (1), Herbert Rohde (1), Heinz Splettstößer und Harald Wulf (1) die Punkte.


Das nächste Spiel hatten wir am 2. Oktober gegen Frisia III zu bestreiten, die als Aufsteiger neu in der Bezirksklasse spielen. Mit 9:4 Punkten und 20:12 Sätzen konnten wir die Punkte für uns kassieren. Überraschend verlor unser erstes Doppel Harald Wulf / G. Peters das erste Spiel, aber unser zweites Doppel Heinz Splettstößer / Anton Bösch gewann das nächste Spiel mit 2:1. In den Einzelspielen holten Johannes Clausen (2), Herbert Rohde (1), Heinz Splettstößer (2), G. Peters (2) und Harald Wulf (1) die Punkte für uns. Lediglich Anton Bösch gab zwei Punkte und Harald Wulf einen Punkt an unsere Gegner ab.


Als nächstes Spiel hatten wir wieder einen Neuling als Gegner. Am 12. Oktober mußten wir in Flensburg beim TTC Grün-Weiß 62 antreten. Nach spannenden kämpfen mußten wir uns ganz knapp mit 9:7 Punkten und. 20:18 Sätzen geschlagen bekennen. Für uns holten G. Peters / Hans Joachim Singhoff und Harald Wulf / Herbert Rohde in den Doppelspielen je einen Punkt und in den Einzeln Hans Joachim Singhoff (2), Herbert Rohde (1), G. Peters 1() und Harald Wulf (1) die Punkte.


Am 15. Oktober waren wir dann in unserem vierten Spiel dieser Saison bei unserem Ortsrivalen Frisia Husum II zu Gast. Frisia II hatte sich allerhand vorgenommen und spielte in der stärksten Besetzung, um die Niederlagen des Vorjahres (9:6 und 9:7 für uns) auszubügeln. Nach anfänglicher Nervosität spielte unsere Mannschaft groß auf und deklassierte Frisia II klar und deutlich mit 9:3 Punkten. Nach den ersten fünf Spielen führten wir schon 5:0. Aber dann mußten wir drei Punkte nacheinander abgeben, und Frisia kam dadurch auf 5:3 heran. Dadurch schöpften unsere Gegner wieder neuen Mut. Aber unsere Mannschaft ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie gewann die nächsten vier Spiele nach herrlichen Kämpfen, und damit war unser großartiger 9:3-Sieg sichergestellt. Die Punkte für uns holten im Eineingangsdoppel Harald Wulf / Herbert Rohde und G. Peters /Hans Joachim Singhoff und die Einzelspieler Hans Joachim Singhoff (2), Jan Peter Wichmann (2), G. Peters (2) und Harald Wulf (1).


In der Kreisklasse begannen die Punktspiele für uns am 25. September mit dem Spiel unserer Zweiten gegen die dritte Mannschaft. Erwartungsgemäß setzte sich unsere Zweite sicher mit 9:1 Punkten durch.


Im nächsten Spiel gewann unsere Zweite ebenfalls ganz sicher mit 9:2 gegen TSV Ostenfeld/Wittbek, die bei uns zu Gast waren. Nur das Doppel Herbert Kowalski / Werner Wischnowski gegen Paulsen / Polke und das Einzel Herbert Kowalski gegen Paulsen gingen verloren.


Mit unserer dritten Mannschaft fuhren wir am 29. September nach Rantrum, um dort gegen den TSV anzutreten, der erstmalig die Punktrunde mitmacht. Wer gewann dort mit 9:3 Punkten. Nur Seier und Hans-Jürgen Samuelsen (1) gaben die Spiele an Rantrum ab.


Im nächsten Spiel stand unsere Dritte am 11. Oktober in Bredstedt an den Platten- Der Bredstedter TSV gewann sicher mit 9:3. Die Punkte für uns holten das Doppel Wolfgang Katscher / Dieter Windeler und die Einzelspieler Günther Sönnichsen und Walter Liepert hat.


Auch gegen den TTV Koldenbüttel mussten wir am 16. Oktober mit 9:2 die Punkte abgeben. Hier holten Otto Armster und Günther Sönnichsen für uns die Punkte.


In der Kreisklasse der Jungen spielte unsere erste gegen unsere zweite Mannschaft am 16. Oktober. Auch hier setzte sich die Erste klar mit 7:0 durch.


Der Tabellenstand Bezirksklasse Herren

    Stand 20.10.1964   Spiele           Tore   Punkte  
1.   TSV Westerland   5   4 - 1   41:27   8:2  
2.   TSV Nord Harrislee   2   2 - -   18:11   4:0  
3.   TTC GW 62 Flensburg   3   2 - 1   21:23   4:2  
4.   Husum 18   4   2 - 2   31:25   4:4  
5.   TTC Ramsharde II   2   1 - 1   14:12   2:2  
6.   Frisia Husum III   3   1 - 2   17:24   2:4  
7.   TTC RW Schleswig II   0   - - -   0:0   0:0  
8.   TTK Flensburg   2   - - 2   13:18   0:4  
9.   Frisia Husum II   3   - - 3   12:27   0:6  

Der Tabellenstand Kreisklasse Herren

    Stand 20.10.1964   Spiele           Tore   Punkte  
1.   TTV Koldenbüttel   3   3 - -   27:2   6:0  
2.   Husum 18 II   2   2 - -   18:3   4:0  
3.   Bredstedter TSV   2   2 - -   18:3   4:0  
4.   TSV Garding/Tönning   1   1 - -   9:4   2:0  
5.   Husum 18 III   4   1 - 3   15:30   2:6  
6.   Sportfreunde Bordelum   0   - - -   0:0   0:0  
7.   TSV Garding/Tönning II   0   - - -   0:0   0:0  
8.   TSV Viöl   1   - - 1   0:9   0:2  
9.   TSV Rantrum   2   - - 2   3:18   0:4  
10.   TSV Ostenfeld/Wittbek   3   - - 3   15:30   0:6  

Am 4. Oktober fanden die ersten Kreis-Ranglistenspiele dieser Saison in der schönen Stadthalle in Tönning statt. In der ersten Gruppe belegte Harald Wulf mit fünf Siegen in fünf Spielen klar die Spitze und wurde Erster. Bei 10:1 Sätzen gab Harald Wulf lediglich einen Satz ab. G. Peters wurde Dritter in dieser Gruppe. Ein schöner Erfolg unserer Spitzenspieler.

In der zweiten Gruppe konnte Heinz Splettstößer sich einen sechsten Platz erkämpfen, um in dieser Gruppe auch weiterhin zu spielen.

In der dritten Gruppe wurde Hans Joachim Singhoff mit 6:1 Erster und steigt in die zweite Gruppe auf. Werner Wischnowski erzielte in dieser Gruppe den fünften Platz. Helmut Bregulla und Dieter Windeler konnten nur den siebten und achten Platz belegen und müssen somit in die vierte Gruppe absteigen.

Walter Liepert, Tischtennis-Obmann
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. November

Olympia-Splitter 1964

   

Den großartigen Gedanken unseres Vereins, zu einer Werbeaktion aufzurufen, sollte man zugleich nutzen mit einem kurzen Rückblick auf das Olympia 1964!

Die XVIII. Olympischen Spiele der neuen Zeit - 1964 bedeutet übrigens 70jähriges Jubiläum! - haben einen wahrhaft glanzvollen Verlauf genommen. Weder eine politische noch eine religiöse Idee haben es bislang vermocht, der Welt auch nur annähernd ähnlich Großes zu präsentieren, wie es allein der großartige Leitgedanke unseres Sports schaffen kann, wenn er die Jugend zu den Olympischen Spielen ruft. Hier wird das Streben und die Freundschaft unter den Völkern zu einem mit dem olympischen Feuer weithin ausstrahlenden Symbol, dem Frieden dieser Welt dienen. Das ist nicht zuletzt die Idee des Sports, der zu dienen sich heute mehr denn je verlohnt.

Welch eine Fülle von kleinen Ereignissen am Rande der Spiele, die es verdienen festgehalten zu werden. Auf einige wenige sei hingewiesen!

Auf den schwedischen Segler, der inmitten einer Wettfahrt nicht zögert, allen seinen möglichen Olympischen Sieg-Hoffnungen zu entsagen, weil es die Lage gebietet, einen anderen Segler-Kameraden aus Seenot zu bergen;

auf den Ratzeburger Ruder-Professor Karl Adam, der niemals zögerte, die zumeist von ihm selbst erarbeiteten Kenntnisse um eine völlig neue Rudertechnik und Taktik sogleich auch der Jugend anderer Völker zur Verfügung zu stellen;

oder zuletzt auf unseren Landsmann Uwe Beyer, der sogleich nach seinem so prächtigen Hammerwurf-Erfolg erklärte: Harold Connolly war es, dem ich vielleicht zuletzt alles verdanke. Er, der Weltmeister und vielfache Olympiasieger war es, der da zu mir sagte im olympischen Trainingscamp: So geht es nicht, Uwe, schau mal, diese technische Variante mußt du einbauen, dann erst wirst du mehr leisten können ...

Das ist der echte, großartige Geist des fairen Sports, dem zu dienen und für den zu werben, sich immer wieder lohnt!!

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz

Der Sportarzt spricht:

   

Was tun bei Bluterguß?

   

Beim Sport ist eine Zerrung, Prellung oder ein Bluterguß keine Seltenheit. Um diese kleine Sportunfälle schnell und ohne Folgen zu überwinden, sollte man etwas über die Behandlung bzw. das die Heilung beschleunigende Verhalten wissen. Wird ein Körperteil gezerrt oder geprellt, wird es immer auch zu mehr oder weniger großen Zerreißungen von Blutgefäßen kommen. Je nachdem, ob es sich dabei um eine größere oder kleinere Ader handelt, wird eine bestimmte Blutmenge ins umgebende Gewebe austreten. Umso mehr, je höher der Blutdruck im zerrissenen Gefäß war, und so lange, bis der Druck im "bebluteten" Gewebe den Gefäßdruck erreicht. Die Folge ist ein blaues Mal oder ein kleinerer oder größerer Bluterguß.

Im Verlauf der Heilung wird das angerissene Blutgefäß geflickt und das ins Gewebe ausgetretene Blut wieder aufgesaugt. Dabei entstehen die jedem bekannten blauen, grünen und gelben Farbtöne. In einzelnen Fällen, wenn der Bluterguß zu groß ist, kann diese Rückresorption Schwierigkeiten bereiten. Es kommt zu einer Verhärtung, ja Verkalkung des Blutergusses und zu bindegewebigen Verwachsungen.

Was tut man bei einem Bluterguß? Im Frühstadium - also im Anschluß an die Verletzung - wird man versuchen, den Blutaustritt aus dem verletzten Gefäß so klein wie möglich zu halten. Durch einen gut sitzenden Verband und durch kühle Umschläge (kein Guttapercha, kein Gummi!) hält man die blutende Stelle klein. Durch Ruhigstellen des verletzten Körperteils mindert man einmal die Schmerzen, zum anderen verhindert man, daß die Blutungsstelle immer wieder nur durch eine Bewegung aufgerissen wird. Im Anfang also kalte Umschläge und Ruhigstellung.

Nach einigen Tagen ist anzunehmen, daß das zerrissene Blutgefäß abgedichtet ist und daß der Körper mit dem Abbau des ausgetretenen Blutes beginnt. Hier gibt es eine Reihe von Salben, die dieses Aufsaugen des Blutes erleichtern und beschleunigen. Die einen enthalten einen Stoff, der aus Blutegeln gewonnen ist. Er hält das Blut flüssig und oder löst geronnenes Blut auf. Besonders bei Blutergüssen in Gelenken hat er sich bewährt. Andere Seiten enthalten zum Teil neben den Blutegel-Stoffen noch Extrakte aus Roßkastanie und gefäßabdichtende Bestandteile. Dadurch gehen Schwellungen schneller zurück, und Schmerzen und Spannungsgefühl lassen nach.

Durch Wärme und leichte Massage kann man - in geeigneten Fällen - die Aufsaugung eines Blutergusses weiter fördern. Also nach einigen Tagen der Ruhigstellung und Kälte folgt jetzt Wärme und leichte Massage, eventuell mit Unterstützung geeigneter Salben.

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz

Der Sportarzt spricht:

   

Was ist ein Meniskus?

   

Von einem Meniskus hören viele Sportler erst, wenn er verletzt wird. Dann ergeht die Frage, was ein Meniskus ist. Nun, ein Meniskus ist eine meist etwa kreis- oder halbmondförmige Knorpelscheibe. Im Knie, das gelegentlich vor allem bei älteren Spielern eine Meniskusverletzung erleiden kann, stecken zwei von ihnen. Ein äußerer und ein innerer Meniskus sitzen auf dem Schienenbein. (Das Wort Meniskus stammt aus dem Griechischen und heißt soviel wie "kleiner Mond".) Die Menisken sollen die ungleichmäßig- höckerigen Oberflächen des Schienenbeinkopfes und des ihm aufsitzenden Oberschenkelknochens ausgleichen. Das "Scharnier" des Knies soll ja "wie geschmiert" beweglich sein.

Bei Verletzungen kann ein Meniskus (seltener beide) entweder ein- oder abreißen. Besonders durch überstarke Quetschungen, gewalttätige Drehungen des Knies kommt so etwas einmal vor. Noch mehr gibt es allerdings bei Skiläufern solche Beschwerden. Die Ski laufen nämlich, vor allem bei Anfängern, oft woanders hin als die Läufer fallen!...

Normalerweise spürt man nichts von seinen Mensiken. Am nackten Knie kann man innen und außen an der "Gelenkspalte" ihren Sitz abfüllen. Wer dort einmal Schmerzen bekommen sollte, lasse sich untersuchen.

(Aus Vereins-Dienst, E.F.)

Bunte Seite

Vereinstreue

Im Alter von 76 Jahren trat Walter Taylor, technischer Direktor von Birmingham City, von seinem Posten zurück. Insgesamt 43 Jahre hatte er dem Verein ohne Unterbrechung gedient - ein erstaunliches Beispiel von Vereinstreue in einer Epoche der Wandervögel. Taylor verabschiedete sich mit dem Trinkspruch: "Es gibt drei Dinge auf Erden, denen man die Treue halten soll: seiner Frau, seinem Land und seinem Klub."


Ein Trostpflaster

Der Stade Reims, der nun zum ersten Male in die zweite Klasse absteigt, hat ein kleines Trostpflaster erhalten. Ein in erster Instanz gefälltes Gerichtsurteil gegen eine Versicherungsgesellschaft ist in der Berufung bestätigt worden: Reims kassiert 400.000 Franken und sein ehemaliger Mittelstürmer Just Fontaine 150.000. Zuzüglich 80.000 und 15.000 Franken Schadenersatz wegen allzu böswilligen Sträubens der Gesellschaft.

Just Fontaine erlitt am 1. Januar 1962 eine so schwerwiegende Knieverletzung, daß seine Fußballkarriere damit zu Ende ging. Es war für den Verein wie für den Spieler ein schwerer Verlust - und Versicherungsgesellschaften sind ja für solche Fälle da.

Interessant ist die Begründung des Berufungsgerichts. Daß dem versicherten Spieler die Entschädigung zustand, konnte nie angefochten werden. Aber der Schaden des Vereins wurde von den Richtern ebenfalls sehr richtig eingeschätzt. Die Säumigkeit der Gesellschaft habe Reims daran gehindert, sich die notwendigen Spieler zu verschaffen, und dieser Umstand habe auch an dem Leistungsniedergang der Profimannschaft Anteil.


Die 10 Gebote des Sports

1.   Treibe Sport um des Sportes willen, ohne Eigennutz und Ehrsucht, treu den Regeln und treu deinen Freunden, Starksein gehört zum Gutsein.
2.   Über folgsam und beharrlich, pflichtbewußt und freudig, solange du lebst, bist du übungsfähig.
3.   Setze im Sport deine ganze Kraft ein, aber lasse den Sport Begleitmelodie und nicht Inhalt des Lebens bleiben.
4.   Gebe niemals auf, nicht im Training und nicht im Kampfe, aber aller Sport ist nicht einer Stunde Kranksein wert.
5.   Weiche keinem Kampf heraus, verzichte ritterlich auf jeden zufälligen Vorteil, erstrebe statt des Beifalls der Zuschauer das Lob deines Gewissens.
6.   So the den stärksten Gegner und achte ihn als deinen Freund, der Gast hat immer recht.
7.   Siege mit Stolz und ohne Prahlen, verliere mit Würde ohne Entschuldigung oder Murrren, wichtiger als der Sieg ist die Haltung.
8.   Folge wortlos dem Schiedsrichter, auch wenn er zu irren scheint.
9.   Der erste Glückwunsch gelte deinem Besieger, der erste Dank dem Unterlegenen, für dich oder deine Mannschaft darf es nur einen Wunsch geben: möge immer der Beste gewinnen.
10.   Halte dich rein an Körper, Geist und Gesinnung, lege Ehre ein für dich, deinen Verein und dein Land.
    (Carl Diem )
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18

1. Dezember


 

Ist der Begriff "Alte 18er" falsch?

 

V o r a n z e i g e !

Wie im letzten Jahr findet unser

Kameradschafts-Skat

im Monat Januar statt. Der genaue Termin wird im Januar Heft bekanntgegeben.

Die überaus schlechte Beteiligung am letzten Kameradschaftsabend der "Alten 18er" hat selbstverständlich Überlegungen ausgelöst, worauf das Fernbleiben vieler alter Sportsfreunde zurückzuführen ist.

Vorweg sei bezüglich dieses Kameradschaftsabends festgestellt, dass alle, nicht mehr aktiv sporttreibenden Mitglieder 10 Tage vorher durch gedruckte Einladungen benachrichtigt worden sind. Außerdem sind an den letzten Spieltagen im Friesenstadion in Husum und auf dem Nordmarksportplatz in Flensburg viele ältere Mitglieder angesprochen und gebeten worden, den Kameradschaftsabend nicht zu vergessen. Schließlich sind eine Reihe von Mitgliedern noch fernmündlich in den letzten Tagen vor dem Kameradschaftsabend um ihre Teilnahme gebeten worden.

Durch Terminschwierigkeiten war es leider notwendig, ein Rundschreiben des Förderkreises und die gedruckten Einladungen zum Kameradschaftsabend in einem Briefumschlag zur Post zu geben. Die Herstellung des Rundschreibens hatte sich bürotechnisch um einige Tage verzögert, und der Kameradschaftsabend mußte 14 Tage vorverlegt werden, weil der große Saal des Handwerker-Vereinshauses zu dem vorgesehenen Termin nicht zur Verfügung stand. Aus Gründen der Portoersparnis sind daher das Rundschreiben und die Einladung in einem Brief zum Versand gelangt.

Bisher wurde tunlichst vermieden, unsere Mitglieder während Kameradschaftsabenden für den Förderkreis zu bitten. Es unterblieb dies, um nicht das Gefühl aufkommen zu lassen, wer zum Kameradschaftsabend kommt, "müsse" eine Spende geben. Dieses unglückliche Zusammentreffen könnte vielleicht ein Grund sein für das Fernbleiben zum Kameradschaftsabend.

Es ist aber auch die Frage aufgetaucht., ob die nicht mehr aktiven Mitglieder unseres Vereins sich mit der Bezeichnung "Alte 18er" überhaupt angesprochen fühlen. Dies Argument kann man wohl bei allem Wohlwollen nicht gelten lassen. Nach deutschem Sprachgebrauch versteht man unter "Alten" nicht nur hochbetagte Personen; auch ehemalige Schüler (z.B. Alte Johanniter), ehemalige Studenten (z.B. Alte Herren), ehemalige Soldaten (z.B. Alte Kameraden) fallen, genau wie auch ehemalige aktive Sportler, unter dem Begriff der "Alten", obwohl sie dem Alter nach durchaus zu den Jungen zu zählen sind.

Gewiß werden viele "Alte 18er" am Tage unseres Kameradschaftsabends aus den verschiedensten Gründen unabkömmlich gewesen sein; sollten aber von 240 angeschriebenen Mitgliedern wirklich 220 am Besuch unseres Kameradschaftsabends verhindert gewesen sein?

Sehr naheliegend ist natürlich auch, dass die "Schuld" beim Vorsitzenden des Förderkreises zu suchen ist. Persönliche Sympathien bzw Antipathien dürften wohl von vorneherein auszuschalten sein. Aber was ist dann falsch gemacht worden? Sind in die Kameradschaftsabende zu oft (ganz gewiss nicht!) oder zu selten anberaumt worden? Sollten Kameradschaftsabende mit Darbietungen verschiedenster Art aufgelockert werden? Soll eine Tagesordnung aufgestellt werden, um den Kameradschaftsabend wie eine Mitgliederversammlung programmäßčig ablaufen zu lassen? Es wäre immerhin sehr interessant, von den "Alten 18er" brieflich, fernmündlich oder mündlich hierüber einmal etwas Näheres zu erfahren.

Oder sind es Ermüdungserscheinungen, wie sie heute bei Versammlungen politischer, wirtschaftlicher, kultureller pp. Art immer wieder festzustellen sind? Ist der deutsche Bundesbürger bereits so müde geworden, daß er sich nach 20 Uhr nicht mehr aus seinem Heim herausbewegen mag?

Bei den vorbezeichneten Veranstaltungen ist man es bereits gewöhnt, mit Besucherzahlen von 5 bis 10% der Mitglieder zu rechnen. Sollte es bereits so weit gekommen sein, daß dieser Prozentsatz auch für Sportverbände und Vereine Geltung hat?

Wir haben allen Anlaß, unseren Verein und unsere sporttreibende Jugend zu unterstützen und zu fördern und sei es nur dadurch, daß wir "Alten 18er" uns "sehen lassen". Über die Leistungen unserer Fußballmannschaften von der Liga bis zu den Jüngsten und unserer Tischtennis-Mannschaften in den verschiedenen Klassen können wir sehr zufrieden sein. Eine große Zahl von "18er" bemüht sich im Vorstand oder in den Ausschüssen um die Bewältigung aller anfallenden, sehr umfangreichen und häufig sogar sehr undankbaren Aufgaben. Wir sind doch eine große Familie, die sich dem Gedanken der Förderung unserer sporttreibenden Jugend verschrieben hat!

Wir alle hoffen, daß die vorolympische Zusage, der deutsche Sport werde weit mehr als bisher auch von amtswegen unterstützt werden, gehalten wird und nicht etwa durch die unerwartet hohe Zahl von olympischen Medaillen wieder nebelhaft wird.

Auch wir "18er" wollen seit eh und je, ohne Vereinsmeierei zu betreiben, unsere aktiven Sportler stützen und fördern, wo immer es in unserer Macht steht und sei es nur dadurch, daß wir auch einmal nach dem Spiel, vielleicht sogar nach einem verlorenen Spiel, eine Stunde mit unseren Aktiven im Vereinshaus zusammen sind.

Die Jugend weiß uns das zu danken.

Dr. Herbert Mau

Eine Schiffsreise mit "MS Kronprinz Harald" von Kiel nach Oslo ist der erste Preis für 25 geworbene Mitglieder in unserer Werbeaktion. Aufnahmeformulare für die Mitgliederwerbeaktion erhalten Sie bei unseren Heimspielen an der Kasse im Stadion, im Farbenhaus Hans Schöning, Neustadt, und bei allen Vorstandsmitgliedern. Eventuelle Neuaufnahmen bitten wir nicht zu sammeln, sondern umgehend beim Kassierer, Sportfreund Hans Weinstein, abzugeben.

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Unsere Liga: Frisia Husum - Husum 18 0:0

Am 1. November war unsere Liga zu Gast bei unserem Ortsrivalen Frisia. Trotz zeitweise klarer Feldüberlegenheit unserer Liga kamen sie über ein 0:0 nicht hinaus.

Es spielten:

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Karl Clausen ǀ Egon Harms ǀ Detlef Bresa ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: VfB Nordmark - Husum 18 2:6 (1:4)

Am 8. November war unsere Liga zu Gast beim VfB Nordmark. In diesem Spiel spielten sich unsere Spieler in einen wahren Torrausch. Egon Harms und Detlef Bresa (2) sorgten für einen 3:0-Vorsprung, der von Nordmark auf 3:1 verkürzt wurde. Benjamin Hager verwandelte noch vor der Pause einen Foulelfmeter zum 4:1. Gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Egon Harms auf 5:1. Kurz nachdem Nordmark auf 5:2 verkürzen konnte, stellte Detlef Bresa mit dem 6:2 den alten Abstand wieder her. Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Kauffeld

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Detlef Bresa ǀ Egon Harms ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Husum 18 - DGF Flensburg 2:0 (1:0)

Am 15. November stellte sich die Landesliga-Mannschaft von DGF Flensborg im Pokalspiel unserer Liga. Nach hervorragend geführtem Spiel gewann unsere Liga das Pokalspiel durch Tore von Benjamin Hager und Peter Goldschmidt verdient mit 2:0 Toren. Unsere Mannschaft spielte mit

Edlef Kniese

Arthur Grabert ǀ Dieter Eisenheim

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Detlef Bresa ǀ Egon Harms ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hansen
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: Husum 18 - TSV Westerland 2:1 (1:0)

Am Bußtag war der TSV Westerland zu Gast bei unserer Liga. Mit dem TSV Westerland stellte sich die bisher stärkste Mannschaft im Friesenstadion vor. Nach dem Bombenschuß von Peter Goldschmidt zum 1:0 glichen die Gäste zunächst wieder aus. Aber Detlef Bresa war es dann, der mit dem 2:1 uns alle Sorgen entledigt er. Unsere Liga spielte mit

Edlef Kniese

Arthur Grabert ǀ Dieter Eisenheim

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Detlef Bresa ǀ Egon Harms ǀ Dieter Schleger ǀ Manfred Hansen
Eckhard "Ecki" Sers

Unsere Liga: TSV Weiche-West - Husum 18 4:6 (3:1)

Am 22. November war unsere Liga zu Gast beim TSV Weiche-West. An dieses Spiel werden noch manche zurückdenken. Weiche-West stürmte in der ersten Halbzeit mit aller Macht und ließ unsere Liga schlecht aussehen. Es roch nach einer Sensation, als Weiche-West nach etwa 30 Minuten mit 3:1 in Führung lag. Nach dem Seitenwechsel kam unsere Liga wie umgewandelt aus der Kabine, denn nur durch einen Sieg konnten wir die Herbstmeisterschaft erringen. Kurz nach Wiederbeginn erzielte Dieter "Schorsch" Schleger das 2:3 und wenig später Peter Goldschmidt das 3:3. Nun fielen die Tore wie reife Früchte. Peter Goldschmidt erzielte das 4:3, und Johannes "Haschi" Jannsen schoß 2 Tore zum 6:3. Kurz vor Schluß gelang Weiche noch das 6:4. Durch diesen nicht mehr erwarteten Erfolg wurde unsere Liga Herbstmeister im Bezirk Nord. Unsere Liga spielte mit

Eckhard Sers

Arthur Grabert ǀ Dieter Eisenheim

Benjamin Hager ǀ Johannes Jannsen ǀ Gerhard Eckmann

Peter Goldschmidt ǀ Detlef Bresa ǀ Egon Harms ǀ Karl Clausen ǀ Dieter Schleger
Eckhard "Ecki" Sers

Nach Abschluß der Herbstserie ergibt sich folgender Tabellenstand:

Stand 22.11.64   Spiele   Tore   Punkte  
Husum 18   15   48:23   25:5  
Rasensport Schleswig   15   42:16   23:7  
Frisia Husum   15   43:16   21:9  
TSV Westerland   15   40:20   21:9  
Flensburger TB   15   45:25   19:11  
TSV Nord   15   32:25   18:12  
DJK Flensborg   14   26:28   15:13  
VfB Nordmark Flensburg   15   30:32   14:16  
Bredstedter TSV   15   31:41   14:16  
Blau-Weiß Friedrichstadt   15   26:30   13:17  
TSV Kappeln   15   30:38   13:17  
TSV Kropp   15   24:34   12:18  
FSV Wyk   14   27:44   11:17  
TSV Weiche-West   15   26:45   10:20  
TSV Vorwärts Flensburg   15   18:47   6:24  
SIF Schleswig   15   17:41   2:28  

Spielplan der II. Amateurliga

Frühjahrsserie 1964/65

29.11.64   TSV Kappeln   -   Husum 18  
06.12.64   Husum 18   -   SIF Schleswig  
13.12.64   TSV Kropp   -   Husum 18  
20.12.64   Pokalspiel  
27.12.64   Husum 18   -   TSV Vorwärts Flensburg  
03.01.65   Blau-Weiß Friedrichstadt   -   Husum 18  
Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Unsere Jugendabteilung:

Hier die neuen Trainingszeiten für das Winterhalbjahr 1964/65:

Knaben   mo 18-19.30 Uhr in der Turnhalle
der Bürgerschule
  Trainer: Hans-Jürgen Struve
Schüler   mi 18-20 Uhr   Trainer: Hans-Uwe Kock
Jugend   mi 18-20 Uhr im
Friesenstadion
  Trainer: Dieter Eckholdt und Dieter Hoyer
Jungmannen   do 18.30-20.30 Uhr   Trainer: Karl Etteldorf

Und so spielte unsere Jugend:

24.10.64   Schüler:   Husum 18 I   -   Husum 18 II   1:0
24.10.64   Jugend:   Husum 18 I   -   Husum 18 II   7:1
31.10.64   Schüler:   Husum 18 II   -   IF Tönning   1:2
07.11.64   Schüler:   Bredstedter TSV I   -   Husum 18 II   2:0
07.11.64   Jugend:   Bredstedter TSV I   -   Husum 18 II   11:0

Da unsere erste Jugend die Herbstserie mit 14:0 Punkten und 35:6 Toren als Herbstmeister beendete, wurde als Anerkennung für die gute Leistung am 8. November die erste Jugend des SV Kiel-Ellerbek eingeladen. Nach einem schönen Spiel auf beiden Seiten trennten sich die Mannschaften verdient mit 1:1 Toren.


Wir hoffen und wünschen, daß die erste Jugend weiter so gut an sich arbeitet wie bisher, dann werden wir sicherlich am Ende der Serie endlich einmal wieder einen Meister in der B-Jugend stellen.


Auch auf unsere ersten Schüler können wir stolz sein. Denn auch sie wurden mit 12:2 Punkten Herbstmeister ihrer Klasse.


Unsere ersten Knaben liegen nach Abschluß der Herbstserie mit 7:3 Punkten an zweiter Stelle, und wir hoffen, daß auch sie sich noch steigern können und am Ende der Serie ganz vorne liegen werden.


Hier die Ergebnisse unserer Bezirksjungmannen:

25.10.64   Jungmannen:   Husum 18 I   -   TSV Kappeln   1:0 (0:0)
01.11.64   Jungmannen:   Frisia Husum   -   Husum 18 I   2:1 (1:0)
08.11.64   Jungmannen:   VfB Nordmark   -   Husum 18 I   1:1 (0:1)
18.11.64   Jungmannen:   Husum 18 I   -   TSV Westerland   1:1 (1:0)
22.11.64   Jungmannen:   TSV Weiche-West   -   Husum 18 I   0:1 (0:0)

Unsere ersten Jungmannen liegen nach Abschluß der Herbstserie mit 23:7 Punkten an zweiter Stelle. Auch dieses ist ein großartiger Erfolg.


Hier noch ein Hinweis: Die Winterpause im Jugendspielverkehr dauert vom 14. Dezember 1964 bis zum 9. Januar 1965.

Eckhard "Ecki" Sers

 

leer  

1964

Husum 18 / Tischtennis

1. Dezember

Unsere TT-Abteilung

Unsere erste Herrenmannschaft hatte im letzten Monat nur ein Punktspiel auf dem Programm. An eigenen Platten mußten wir am 28. Oktober gegen TTK Flensburg eine knappe 9:7-Niederlage hinnehmen.


Unsere zweite Herrenmannschaft war dagegen viermal in Punktspielen der Kreisklasse beschäftigt. Am 2. November in Viöl gegen den TSV Doppeleiche, am 6. November in Husum gegen Neuling Sportfreunde Bordelum, am 11. November ebenfalls in Husum gegen den Neuling TSV Rantrum und am 17. November in Bredstedt gegen den dortigen TSV. Die Ergebnisse: 3 Siege und die erste Niederlage 9:6, 9:1, 9:1 und 7:9.


Unsere dritte Herrenmannschaft spielte zweimal zu Hause zwei Siege heraus. Am 4. November gegen TSV Ostenfeld-Wittbek 9:1 und am 6. November gegen Sportfreunde Bordelum ebenfalls 9:1.


Unsere Jungenmannschaften waren im letzten monat sehr aktiv an den Punktspielen beteiligt. Insgesamt spielten beide Mannschaften 16 Mal. In der Bezirksklasse, in der unsere Jungen das erste Mal mitspielten, waren wir am 31. Oktober in Flensburg und spielten gegen TTK Flensburg und TTC Ramsharde. Unsere Jungen leisteten den favorisierten Mannschaften aus Flensburg hartnäckigen Widerstand, verloren aber beide Spiele mit 7:3. Da der TTK aber in falscher Mannschaftsaufstellung an die Platten ging, wurde dieses Spiel mit 7:0 für uns gewertet. So konnten wir doch noch zwei wertvolle Punkte aus Flensburg mit nach Hause bringen.

Am 12. November spielten dann unsere Jungen gegen unseren Ortsrivalen Frisia und gewannen eindeutig mit 7:1 beide Punkte.

In der Kreisklasse spielte unsere erste Mannschaft dann hintereinander 6 Siege heraus. Hier die Ergebnisse. Gegen TSV Rantrum I 7:0, TTG Garding-Tönning I und II 7:1, 7:1, gegen HIF Husum I und II 7:2, 7:0 und gegen Frisia Husum I 7:2.

Unsere zweite Mannschaft war weniger erfolgreich. Von 7 ausgetragenen Spielen verloren sie fünf, spielten einmal unentschieden und gewannen einmal. Den Sieg errangen sie gegen Frisia Husum II, das Unentschieden gegen TSV Rantrum II. Jedoch gegen HIF Husum I und II, TTG Garding-Tönning I und II und Frisia I konnten sie nicht gewinnen.


Als Höhepunkt dieser Saison veranstalteten wir am 22. November unsere Vereinsmeisterschaft, die auch in diesem Jahr von unseren Aktiven gut besucht war. Bis in den späten Nachmittag wurde um Titel und Pokale gekämpft. In diesem Jahr bestritten Harald Wulf und Rüdiger Stenzel das Endspiel. Rüdiger Stenzel konnte sich gegen Harald Wulf mit 2:1 durchsetzen (19:21, 21:12, 21:19) und wurde damit Vereinsmeister 1964/65. Den dritten Platz erkämpfte sich der Vorjahressieger Jan Peter Wichmann. Auf den nächsten Plätzen folgen: 4. G. Peters, 5. Anton Bösch, 6. Heinz Splettstößer, 7. Herbert Rohde und 8. Herbert Kowalski.
Vereinsmeister im Doppel wurden Jan Peter Wichmann / Hans Joachim Singhoff, 2. Herbert Kowalski / Dirk Wulff, 3. Rüdiger Stenzel / Gerhard Hoffmann, 4. Harald Wulf / Günther Sönnichsen. In der Jungenklasse konnte Rüdiger Stenzel seinen Titel verteidigen und gewann im Endspiel gegen Gerhard Hoffmann 2:0. Damit ist Rüdiger Stenzel Besitzer des Jugendpokals. Die weiteren Plätze der Jungen: 3. Dirk Wulff, 4. Wolfgang Jahn, 5. Volker Knüppel, 6. Carl Liepert.
Auch im Jungen-Doppel holte Rüdiger Stenzel mit seinem Partner Gerhard Hoffmann den Meistertitel, 2. wurden Dirk Wulff / Arthur Bothmann, die im Endspiel 2:0 unterlagen.
Bei den Schülern löste Arthur Bothmann den Vorjahressieger Carl Liepert ab, der 2. wurde.

Walter Liepert, Tischtennis-Obmann
leer  

1964

Husum 18 / Kegeln

1. Dezember

Wer hat Lust zum Kegeln?

Auf vielfachen Wunsch hat der Vorstand beschlossen, eine Kegelabteilung ins Leben zu rufen. Ob die Kegelabteilung nur für unsere Frauen oder nur für die Männer oder auch "gemischt" aufgebaut werden soll, wird die Beteiligung ergeben. Wir bitten alle Interessenten, auch solche, die nicht dem Verein angehören, sich beim ersten Vorsitzenden Werner Denckmann oder beim zweiten Vorsitzenden Hans Schöning zu melden. Sie werden dann über die Einzelheiten informiert.

Und nun "Gut Holz" für Husum 18!

Eckhard "Ecki" Sers
leer  

1964

Husum 18 / Sport allgemein

1. Dezember

Bunte Seite

Teures Golf

Golf ist ein schöner, aber teurer Sport. Wer seine Freizeit in dem Golf verschreiben will, muß einschließlich der Aufnahmegebühren, Jahresbeiträge und Ausrüstung etwa 1.125 D-Mark aufwenden. Hinzukommen Auslagen für den Golflehrer, wovon es in der Bundesrepublik 68 gibt.


Guter Gedanke

Weil sich die Ehefrauen beschwerten, daß ihre Männer sonntags immer Fußball spielten und wochentags noch zum Training gingen, trug der FC Rangualdo (Portugal) vor einigen Jahren ein Privatspiel aus, dessen Einnahme an die Frauen aller verheirateten Spieler des Vereins verteilt wurde. Ein ausgezeichneter Gedanke, wie sich zeigte. So wird denn seither dieses "Wohltätigkeitsspiel" zweimal jährlich, nach der ersten und nach der zweiten Halbserie, ausgetragen. Die treusten Zuschauer sind jetzt die Ehefrauen. Viele Damen gehen sogar sonntags vor jedem Wettkampf mit großen Plakaten durch die Straßen und machen Reklame.


Kein Radio

Der Vorstand der englischen Tottenham Hotspurs hat den Zuschauern bei allen Spielen auf ihrer Platzanlage White Hart Lane den Gebrauch von Transistorradio-Geräten untersagt. Der Sekretär der Anhänger-Vereinigung "Supporters Club" von Tottenham erklärte. "Wir billigen dieses Vorgehen. Die Besucher der Spiele sollen nicht durch Radio von den Ereignissen abgelenkt werden."


Groschenbeiträge

Der Sport kommt mit seinen Beiträgen nicht aus, wenn gut 25% aller Vereine bis zu 100 Mitgliedern nur einen "Groschenbeitrag" unter 75 Pfennig erheben. Davon kann kein Verein leben, und dafür kann auch kein Verein etwas bieten. Der Remscheider Turnverein 1861 kassierte anno 1875 schon zwei preußische Taler; nach der heutigen Währung entspricht das einem Jahresbeitrag von rund 36 D-Mark. Damit ließe sich schon eher etwas anfangen. Denn wer ein gutes Angebot liefert, kann auch etwas fordern. Die Klubs, welche im letzten Jahr ihre Beiträge zum Teil verdoppelten, hatten einen erstaunlichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. So stieg die Zahl der Mitglieder in der Hamburger Turnerschaft von 1816 und 22%, die der Lüner SV um 12% und beim MTV Stuttgart um 14%. Die Abgänge vielen dabei überhaupt nicht ins Gewicht. So lautet die Devise heute: Mit "Groschenbeiträgen" kann man keine neue Zukunft bauen.


Nassauer

Die Kassierer der englischen Liga-Fußballclubs haben eine starke Zunahme der "Nassauer" festgestellt. Es scheint das Steckenpferd der britischen Fußballfans zu sein, entweder kostenlos oder mit einer erschlichenen Ermäßigung ins Stadion zu gelangen. Auf die Kostümierung als "Jugendliche" verwenden manche Fußballbesucher offenbar viel Zeit und Mühe. In Carlisle nahmen die Platzordner einen in kurzen Hosen und Kinderpullover erschienenen "Jüngling" fest, der sich bei näherer Prüfung als 32jähriger Familienvater erwies. In Sheffield bemühten sich drei "Schüler" im Alter von 25 bis 28 Jahren, an den Kartenkontrolleuren vorbeizukommen. Den Vogel schoß jedoch ein Fußball-Besucher in Nottingham ab. Er hatte eine Knabenperücke auf und seine weit fortgeschrittene Glatze gestülpt und sich rötliche Pausbäckchen geschminkt. Mit Trippelschritten, eine Schulmappe unter dem Arm, versuchte er im Gefolge der anderen Fußballfans, die Kontrolleure zu überlisten. Der 45-jährige "Nassauer" wurde entdeckt und wegen versuchten Betruges angezeigt.


Wandelnde Glühbirnen

Die Spieler des schottischen Vereins benutzen bei Flutlichtspielen Hemdblusen, die mit einem leuchtenden Überzug versehen sind. Im Licht der Tiefstrahler wirken die Morton-Spieler wie wandelnde Glühbirnen. Ein englisches Blatt bemerkt dazu: "Morton ist zweifellos die glänzendste Mannschaft Großbritanniens."


Auch ein Mittel

Wie sehr das weibliche Geschlecht die Männer zu besseren Leistungen anspornen kann, zeigte sich in Marseille, wo Henry Duvier, der erste Vorsitzende des RC Revillion, eine tolle Idee hatte. Die Siegprämien bestanden nämlich aus Gutschein für den Friseur und waren für die Ehefrauen gedacht. "Frauen spornen mehr an als der beste Trainer", sagte sich der clevere Vorsitzende und behielt Recht. Die Leistungen der Mannschaften wurden immer besser.


Sportkameradschaft

Hertha BSC, Berlins derzeit reichster Verein, der für die "Kleinen" im Berliner Fußball finanziell schon einiges tat, hat nun auch einem Verein, indem nicht Fußball gespielt wird, beträchtliche Hilfestellung geleistet. Der Berliner Ruderclub, durch die erhebliche Mittel verschlingenden olympischen Vorbereitungen seines Vierers in finanzielle Schwierigkeiten geraten, erhielt von Hertha BSC 5.000 D-Mark als Unterstützung und Anerkennung für seine sportlichen Taten für Berlin!

Eckhard "Ecki" Sers
leer  



zuletzt aktualisiert am: Dienstag, 05.05.2020 19:47

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