Das geschah 1968

Januar Februar März April Mai Juni Juli / August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Samstag, 30.05.2020 0:44

1968

Husum 18

1. Januar

Einladung

Am Sonnabend, dem 20. Januar 1968, findet um 20.00 Uhr im Thomas Hotel unser diesjähriger

statt. Wir würden uns sehr freuen, Sie als unsere Gäste begrüßen zu dürfen. Auch ihre Freunde sind uns herzlich willkommen.

Unkostenbeitrag einschließlich Kappe pro Person 3,- D-Mark im Vorverkauf, 3, 50 D-Mark an der Abendkasse.

Vorverkauf im Farbenhaus Schöning, Neustadt 52.

Es spielen die "Empires".

Wir bereiten für Sie eine große Tombola vor.

Der Vorstand und Festausschuß


Husum 18 50 Jahre

Zum Jahreswechsel 1967/68 darf ich allen Mitgliedern für die Treue zu unserem Husumer Fußballverein von 1918 herzlich danken. Im Jahre 1968 feiert unser traditionsreiche Verein sein 50-jähriges Bestehen. Ein halbes Jahrhundert Fußballsport in der grauen Stadt am Meer. Hierüber könnte man sicher viele Seiten schreiben, denn in den vergangenen Zeiten ist viel im Sport geschehen und die große Familie von Husum 18 hat in diesem Zeiten freudige, aber auch traurige Situationen erlebt. Der Vorstand hat aus diesem Grunde bereits eine Jubiläumsausgabe in Arbeit. In dieser Ausgabe wollen wir das Leben des Geburtstagskind schildern. Wir hoffen, daß alle alten 18er uns dabei helfen. Wir sammeln Bilder, Berichte, Anekdoten und Kurzgeschichten über Husum 18 und bitten, diese bis spätestens im März bei uns abzugeben, weil wir die Jubiläumsausgabe spätestens im April fertigstellen wollen.

Bereits im Januar beginnen wir mit unseren Festlichkeiten. Unser Vereinsball findet wie im Vorjahr wieder im Thomas Hotel statt. Am Sonnabend, dem 20. Januar 1968, werden wir dort nach den Klängen der sechs Mann starken "Empires" das Tanzbein schwingen. Daß uns wieder eine große Tombola erwartet, ist schon selbstverständlich. Aber auch der Sport darf im Jubiläumsjahr nicht zu kurz kommen. In der letzten Juniwoche werden wir unsere "Sport-Jubiläumswoche" veranstalten. Alle Spartenleiter sind aufgefordert, für diese Woche unserem Jubiläum entsprechende Veranstaltungen abzuschließen. In dieser Woche findet dann auch die Festveranstaltung statt, während ein großer Festball für den Monat Oktober geplant ist.

In erster Linie hoffen wir Fußballer aber alle, daß unsere Liga den Aufstieg in die Verbandsliga schaffen wird. Eine schwere Halbserie liegt noch vor uns. Die Einsatzbereitschaft der Spieler und der Verantwortlichen ist vorhanden. Wollen wir hoffen, daß unser Spielausschuß in Zusammenarbeit mit unserem Trainer eine glückliche Hand hat.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr stellen wir wieder mit Freude fest, daß in allen Abteilungen für unseren Verein mit großem Einsatz und immer freudig gearbeitet worden ist. Daher gilt heute unser Dank allen Aktiven und allen treuen Mitarbeitern, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz ein Verein nicht bestehen kann. Husum 18 Uhr darf stolz und glücklich sein, in ihnen allen wertvolle Kräfte zu besitzen, die es der Vereinsleitung ermöglichen, die Tradition von Husum 18 zu wahren und das Ansehen unseres Vereins zu stärken. Dank gilt aber auch unseren treuen Anhängern auf den Sportplätzen und auch all denen, die unseren Verein seit Jahren unterstützen. Sie alle helfen uns, damit die Jugend Sport treiben kann. Wir alle danken ihnen dafür und versprechen, daß auch wir uns weiterhin für die Jugend und damit für die Vereinsarbeit zur Verfügung stellen. Möge das kommende Jahr uns allen die Kraft dazu geben, dann können wir mit freudiger Genugtuung den Schritt über die Schwelle des neuen Jahres tun.

Husum, im Dezember 1967

Werner Denckmann, 1. Vorsitzender

leer  

1968

Husum 18 / Jugendfußball

1. Januar

Unsere Jungen feierten ihr Weihnachtsfest

Am Sonnabend, dem 16. Dezember, feierten unsere Knaben und Schüler im Vereinslokal "Holstenkrog" ihre traditionelle Weihnachtsfeier. Ca. 60 Jungen waren erschienen, einige hatten ihre Eltern mitgebracht. Nachdem die Kerzen am Tannenbaum und auf den Tischen angezündet waren, gab es Kuchen und Kakao. Unser Jungmannenspieler Klaus Struve spielte dazu auf seinem Akkordeon Weihnachtslieder.

Leider konnte der Weihnachtsmann dieses Jahr nicht persönlich kommen, doch seine Gaben ließ er überbringen. Jeder Junge bekam eine große Tüte mit Süßigkeiten und Obst überreicht.

In einer kurzen Ansprache an die Jungen begrüßte der erste Vorsitzende des Vereins, Werner Denckmann, insbesondere die erschienenen Eltern sowie die Jungen. Herr Andresen aus Warmhörn bedankte sich im Namen der Eltern bei den Betreuern und Begleitern der Jungen bei ihren Spielen sowie für die Gestaltung und Ausrichtung dieser Feier.

Eine besondere Überraschung bildete zum Schluß eine große Verlosung. Viele Jungen konnten neben ihrer bunten Tüte noch einen Fußball oder ein Sportbuch mit nach Hause nehmen.

Dieter Schladetzky


Ergebnisse der Jugendabteilung

Jungmannen:   Husum 18   -   TSV Rantrum   0:3  
    Husum 18   -   TSV Kropp   9:4 abgebrochen

Jugend   TSV Rantrum   -   Husum 18   2:0

Schüler:   FC Langenhorn   -   Husum 18   3:2
    Husum 18   -   TSV Tönning   1:3

Knaben:   FC Langenhorn   -   Husum 18   0:0
    Husum 18   -   TSV Tönning   0:11

Unsere Reserven:   Husum 18 III   -   SV Dörpum I b   7:0
    Husum 18 IV   -   Arlewatt I b   0:3
    FC Langenhorn   -   Husum 18 I b   1:1
    Bredstedter TSV III   -   Husum 18 III   0:5
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Unsere Liga behielt Anschluß

 

 

Husum 18 - TSV Rantrum

 

1:1

Wolfgang Täuber

Heinz-Jürgen Thomaschewski ǀ Ulrich Grabert
(Gerd Meier)

Martin Dohrn ǀ Peter Goldschmidt ǀ Hager

Gundolf Schrock
(Gerd Meier)
ǀ Werner Jöns ǀ Egon Harms ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Manfred Hoppe

In diesem Heimspiel hatten wir das besondere Glück, daß die Rantrumer ihre Schußstiefel zu Hause gelassen hatten. In der ersten Halbzeit kam unsere Elf einfach nicht ins Spiel. Eine große Enttäuschung bereitete der Sturm unseren Anhängern.

In der 25 Minuten hieß es 1:0 für Rantrum. Mit viel Glück und Geschick konnten wir das Tor bis zur Pause bis auf diesen Treffer reinhalten.

Nach dem Wechsel lief es etwas besser bei uns. In der 71. Minute konnte Karl-Heinz Starken einen Strafstoß, der aus einem Handspiel herrührte, zum 1:1 verwandeln.


 

 

TSV Kappeln - Husum 18

 

3:0 (0:0)

Diese Partie wurde von den Gastgebern ganz klar entschieden. Leider konnte unsere Elf in der ersten Hälfte den starken Wind als Bundesgenossen nicht ausnutzen. Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Kappelner deutlich. In der 50., 65. und 79. Minute erzielten die Kappelner ihre drei Treffer, die zum sicheren Sieg führten.


 

 

Husum 18 - TSV Kropp

 

1:1

Der glatte Boden beeinflußte dieses Spiel sehr. Bereits in der achten Minute für das 1:0 durch Burkhard Schletter für unsere Elf. Nach einer schönen Direktflanke von Werner Jöns köpfte er zum 1:0 ein. Eine Minute vor dem Wechsel setzte der Kropper Rechtsaußen aus spitzem Winkel den Ball zum 1:1 ins Netz. Bei verteiltem Spiel gelang Karl-Heinz Starken in der 77. Minute durch einen Weitschuß das vielumjubelte 2:1. Fünf Minuten später hat der Ulrich Grabert das 3:1 "vor den Füßen", doch er verstolperte diese Chance.


Die Frühjahrsrunde der 2. Amateurliga

07.01.68   BW Friedrichstadt   -   Husum 18  
14.01.68   Husum 18   -   DGF Flensburg  
21.01.68   Husum 18       spielfrei  
28.01.68   TSV Westerland   -   Husum 18  
04.02.68   Husum 18   -   RW Niebüll  
11.02.68   Husum 18   -   VfB Nordmark  
18.02.68   Flensburger TB   -   Husum 18  
25.02.68   Husum 18   -   Rasensport Schleswig  
03.03.68   TSV Rantrum   -   Husum 18  
10.03.68   Husum 18   -   Frisia Husum  
17.03.68   Schleswig 06   -   Husum 18  
24.03.68   TSV Weiche West   -   Husum 18  
31.03.68   Husum 18   -   SIF Schleswig  
07.04.68   Bredstedter TSV   -   Husum 18  
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. Januar

Unsere Familienchronik

Zur Geburt eines Stammhalters gratulieren wir unserem Manfred "Manne" Hoppe und Frau Erika recht herzlich.

Zur Geburt einer Tochter unserem Mitglied Eckhard Reckstadt und Frau herzlichen Glückwunsch.

Ebenfalls gilt unser Glückwunsch unserem Peter "Peti" Neupert und Frau zur Geburt eines Stammhalters.

Unserem Ligaspieler Ulrich "Uli" Grabert und Frau zur Hochzeit herzlichen Glückwunsch und alles Gute für den gemeinsamen Lebensweg.

Zum 40-jährigen Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst gratulieren wir Georg Schleger recht herzlich.

Unserem früheren Ligaspieler Rudolf "Rudi" Rister ebenfalls zu seinem Dienstjubiläum nachträglich herzlichen Glückwunsch.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Nachruf

1. Januar

Wir erhielten die traurige Nachricht, daß unser Sportkamerad, der frühere Ligaspieler

Toni Goetz

Träger der silbernen Ehrennadel

aus unserer Mitte gerissen wurde.

Toni Goetz bei jahrelang Stammspieler unsere Ligamannschaft. Er war ein verdienter 18er.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Der Vorstand
leer  

1968

Husum 18 / Fußball regional

1. Januar

Der 12. Spieler ...

Für das Verbandsgebiet des SHFV gilt ab sofort folgende Regelung:

Die Austauschspieler sollen vor Spielbeginn auf dem Spielberichtsbogen namentlich bekannt gegeben werden. Ist das nicht geschehen, ist also das Ordnungsprinzip durchbrochen, hat der Schiedsrichter dies auf dem Spielberichtsbogen zu vermerken. Der Schiedsrichter hat jedoch nicht das Recht, einen Ersatzspieler wegen der Nichtmeldung von der Teilnahme am Spiel auszuschließen. Über Bestrafung und Wertung entscheidet der Spielausschuß.

Der Ersatzspieler gilt im Sinne der Regel 3 auch dann als namentlich gemeldet (bezeichnet), wenn diese Namensnennung erst im Augenblick des tatsächlichen Austausches vor sich geht.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Tischtennis

1. Januar

Vom Tischtennis

Zum Abschluß der Herbstserie in der Tischtennis-Bezirksklasse Nord gab es für unsere erste Mannschaft nicht den erhofften Erfolg gegen TTK Flensburg. Mit 9:5 behielt TTK Flensburg zwei verdiente Punkte im Ort. Einen rabenschwarzen Tag hatte Rüdiger Stenzel erwischt, der kein Einzel und kein Doppel gewinnen konnte. Als einziger blieb Anton Bösch an Brett 5 und 6 ungeschlagen.

Im letzten Spiel der Herbstserie wurde der Abstiegskandidat Garding/Tönning mit einer 9:2-Niederlage nach Hause geschickt.


In der Tischtennis-Kreisklasse der Herren ist unsere zweite Mannschaft nach der 9:2-Niederlage gegen TSV Ahrenviöl/Ohrstedt aus dem Kreis der Titelanwärter für die Kreismeisterschaft ausgeschieden. Gegen die zweite Mannschaft von Ahrenviöl/Ohrstedt mußte hart gekämpft werden, um mit 9:6 Punkten die Oberhand zu behalten. Das letzte Spiel gegen den Neuling TuS Tating wurde knapp mit 9:6 gewonnen. Hier nun die Statistik der gewonnenen und verlorenen Spiele:

Bezirksklasse

Brett I und II:.   Rüdiger Stenzel 19:2
    Gerhard Hoffmann 4:10
    Harald Wulf 2:2

Brett III und IV:   Harald Wulf 4:9
    Wolfgang Fick 9:7
    Anton Bösch 1:1
    Arthur Bothmann 2:0

Brett V und VI:   Anton Bösch 12:2
    Arthur Bothmann 14:4
    Gerhard Hansen 4:2
    Peter Petersen 1:1

Doppel:   Rüdiger Stenzel / Gerhard Hoffmann 7:5
    Harald Wulf / Anton Bösch 4:6
    Rüdiger Stenzel / Gerhard Hansen 1:0
    Rüdiger Stenzel / Harald Wulf 1:0
    Peter Petersen / Gerhard Hansen 0:1
    Arthur Bothmann / Wolfgang Fick 1:0

Kreisklasse

Brett I und II:.   Peter Petersen   10:3
    Gerhard Hansen   10:4
    Wolfgang Katscher   3:1
    Heinz Splettstößer   2:0

Brett III und IV:   Heinz Splettstößer   6:3
    Wolfgang Katscher   5:2
    Walter Liepert   5:1
    Dieter Windeler   2:1
    Volker Knüppel   1:2

Brett V und VI:   Walter Liepert   7:3
    Wolfang Jahn   1:0
    Dieter Windeler   3:3
    Wolfgang Katscher   2:3
    Horst Weber   2:0
    Henningsen   1:1
    Harry Köppe   1:3

Doppel:   Peter Petersen / Gerhard Hansen   5:2
    Walter Liepert / Heinz Splettstößer   4:2
    Walter Liepert / Wolfgang Katscher   2:0
    Gerhard Hansen / Dieter Windeler   2:0
    Walter Liepert / Wolfgang Jahn   1:0
    Wolfgang Katscher / Volker Knüppel   1:0
    Heinz Splettstößer / Dieter Windeler   0:1
    Walter Liepert / Dieter Windeler   0:1

Bei den diesjährigen Tischtennis-Vereinsmeisterschaften gab es keine nennenswerten Überraschungen. Erfolgreichster Teilnehmer war Rüdiger Stenzel mit drei Siegen. Hier die Ergebnisse:

Herren Einzel
1.   Rüdiger Stenzel  
2.   Gerhard Hoffmann  
3.   Harald Wulf  
4.   Anton Bösch  
5./6.   R. Petersen / Gerhard Hansen  
7./8.   Wolfgang Katscher / Volker Knüppel  

Herren Doppel
1.   Rüdiger Stenzel / Gerhard Hoffmann
2.   Harald Wulf / Anton Bösch
3./4.   R. Petersen / Gerhard Hansen
  Wolfgang Katscher / Walter Liepert

Damen Einzel
1.   Roswitha Stenzel
2.   Monika Hannebauer
3.   Christa Cords
4.  

Karin Cords


Damen Doppel
1.   Roswitha Stenzel / Monika Hannebauer
2.   Christa Cords / Karin Cords

gemischtes Doppel
1.   Christa Cords / Rüdiger Stenzel
2.   Karin Cords / Steffensen
3./4.   Monika Hannebauer / Gerhard Hansen
  Roswitha Stenzel / Walter Liepert

Jungen Einzel
1.   Hans Werner Fick
2.   Uwe Köppe
3.   Wolfgang Fick

Schüler Einzel
1.   Wolfgang Fick
2.   Hansen
3.   Jensen
4.   Djark Wolfsteller

Mädchen Einzel
1.   Christa Cords
2.   Roswitha Stenzel
3.   Monika Hannebauer

Schülerinnen Einzel
1.   Schuster
2.   Dittrich
3.   Hellwege
4.   Ninnemann

Jugend Mixed
1.   Roswitha Stenzel / Uwe Köppe
2.   Monika Hannebauer / Hans Werner Fick
3./4.   Christa Cords / Wolfgang Fick
  Schuster / Hansen
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. Januar

Aus unserer Kegelabteilung

Am 25./26. November und 9./10. Dezember beendeten unsere Kegler und Keglerinnen ihre Clubkämpfe der diesjährigen Stadtmeisterschaft. Bei diesen Durchgängen konnten keine Punkte gewonnen werden.

Unsere Männermannschaft ist damit aus der A- wieder in die B-Klasse abgestiegen. Die Frauen A-Mannschaft konnte sich jedoch noch behaupten und wird im nächsten Jahr weiter in der A-Klasse kegeln.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Januar

Regelfragen und -antworten

Abseits

1.   Der Rechtsaußen ist mit dem Ball bis zur Torlinie des Gegners vor gestoßen und hat dabei alle Gegenspieler überspielt. Wegen seiner ungünstigen Stellung schießt er den Ball nicht selbst ins Tor, sondern spielt den Ball zu seinem Mittelstürmer, der am Elfmeterpunkt steht, dieser schießt den Ball ins Tor, obwohl er bei der Ballabgabe keine zwei gegnerischen Spieler vor sich hatte. Wie ist zu entscheiden?
    Ein Spieler, der seine eigenen Torlinie näher ist als der Ball, kann nicht abseits sein, auch wenn andere Merkmale der Abseitsstellung gegeben sind. Da der Mittelstürmer von der gegnerischen Torlinie entfernter war als der den Ball führende Mitspieler konnte er nicht abseits sein. Der Umstand, daß er keine zwei Gegner vor sich hatte, war in diesem Falle ohne Bedeutung.

Tor oder Strafstoß?

2.   Der Außenstürmer flankt den Ball, den der Torwart im Herauslaufen nicht bekommen kann. Der Ball kommt zu einem anderen Angreifer, der ihn aufs Tor schießt. Bevor der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten überschreitet, versucht ein Verteidiger, ihn mit der Hand abzuwehren, was aber nicht gelingt, so daß der Ball trotz der Handberührung ins Tor geht. Mußte der Schiedsrichter nicht sofort zum Strafstoß pfeifen, als der Ball mit der Hand gespielt wurde, bevor er also ins Tor ging? Der Schiedsrichter erkannte auf Tor; ist die Entscheidung richtig?
    Die Entscheidung des Schiedsrichters auf Tor war richtig. Er hat mit Recht die Vorteil- Bestimmung angewendet und von einem Strafstoß abgesehen, weil sonst die die Regeln verletzende Mannschaft aus ihrem Regelverstoß einen Vorteil gehabt hätte.

Strafstoß

3.   Vor der Ausführung eines Strafstoßes stellen sich zwei Spieler der verteidigende Mannschaft außerhalb des Spielfeldes neben das Tor. Welche Maßnahmen muß der Schiedsrichter ergreifen?
    Nach der Regelbestimmung müssen bei der Ausführung eines Strafstoßes alle Spieler im Spielfeld und 9, 15 m vom Ball entfernt sein - mit Ausnahme des Torwarts und des Strafstoßschützen. Der Schiedsrichter muß also die beiden Spieler auffordern, im Spielfeld Aufstellung zu nehmen, bevor er den Strafstoß ausführen läßt. Weigern sich die Spieler, so muß sie der Schiedsrichter verwarnen und im Falle weiterer Weigerung vom Spiel ausschließen.

Freistoßort

4.  

Zwei Spieler der gleichen Mannschaft geraten in Streit, bei dem der eine den anderen tritt, wobei sich der Ball im Spiel, jedoch entfernt von dem Vorgang befindet. Wie muß der Schiedsrichter eingreifen? In der Regel 12 ist nur von Vergehen, die gegenüber einem Gegner begangen wurden, die Rede.

    Das Verhalten beider Spieler stellt eine grobe Unsportlichkeit dar. Der Schiedsrichter hat also die Pflicht, einzugreifen. Da es sich um Spieler der gleichen Mannschaft handelt, wird das unterbrochene Spiel mit einem indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt. Zumindest ist der gegen seinen Mitspielern tätlich geworden Spieler vom Spielfeld zu weisen.

Korrektes Rempeln

5.   In den Spielregeln ist nicht angegeben, was unter korrektem Rempeln zu verstehen ist. Verboten ist nur, in heftiger oder gefährlicher Weise und von hinten zu rempeln, wenn der Gegner nicht hindert. Wann ist das Rempeln als korrekt anzusehen?
    Als korrektes, also erlaubtes Rempeln ist anzusehen, wenn es unter folgenden Bedingungen erfolgt: 1. mit der Schulter gegen die Schulter des Gegners, 2. mit angelegtem Arm, 3. nicht heftig oder gefährlich, 4. nicht von hinten erfolgt, 5. beim Hindern durch den Gegner gegen das Schulterblatt, 6. der rempelnde Spieler mindestens einen Fuß am Erdboden hat, 7. in Spielnähe. Bei den Verstößen 1 bis 6 ist ein direkter, weil sieben ein indirekter Freistoß zu verhängen.

Zeichen beim Strafstoß

6.   Darf ein Spieler einen Strafstoß ausführen, ohne das Zeichen des Schiedsrichters für die Ausführung abzuwarten?
    Nach der Regel 5, Absatz h, hat der Schiedsrichter nach jeder Unterbrechung des Spieles für den Fortgang desselben ein Zeichen zu geben. Das gilt auch für die Ausführung des Strafstoßes, da das Spiel hier zu dessen Ausführung unterbrochen war.
Dieter Schladetzky

Kreuz und quer

2,5 Millionen im DFB

Die neueste Bestandserhebung im Deutschen Fußball Bund, die auf den statistischen Unterlagen der 16 Landesverbände beruht, weist eine sehr bedeutende Zunahme in der Zahl der Vereine, Mitglieder und regelmäßig spielenden Mannschaften aus. Die Mitgliederzahl wuchs auf 2.487.364 an - gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 141.571. Das stellt den größten Zuwachs dar, der jemals in der Geschichte des DFB innerhalb eines einzigen Jahres zu verzeichnen war. Innerhalb von zehn Jahren seit 1957 ergab sich damit eine Steigerung um mehr als 750.000.

Zugleich erhöhte sich die Zahl der den Landesverbänden des DFB angeschlossenen Vereinen seit 1966 um 395 auf 15.785, während die Zahl der spielenden Mannschaften um 5.063 Uhr auf 78.816 anwuchs. Von der Zunahme des Mitgliederbestand ist um 141.571 entfallen 79.695 auf die Altersklasse der Senioren (über 18 Jahre), und 61.876 auf Jugend (14 bis 18 Jahre) und Schüler (bis 14 Jahre). Die Jugendabteilungen der Fußballvereine betreuen damit 747.240 Jungen der verschiedenen Altersklassen, und von der Gesamtzahl der Mannschaften (78.816) stellen Jugend und Schüler zusammen (40.347) mehr als die Hälfte.

Von den 16 Landesverbänden konnten Bayern (42.936), Württemberg (23.216), Hessen (17.525), Westfalen (15.094) und Niedersachsen (14.636) die stärkste Erhöhung ihres Mitgliederbestandes melden. Größter Landesverband ist Bayern mit 449.428 Mitgliedern. Es folgen Niedersachsen (325.366), Westfalen (269.418), Hessen (228.109), Württemberg (210.956) und Niederrhein (177.407).


20 Elfmeter in einem Spiel

Ludwigsburg in Württemberg erlebte ein sicher nicht allzuoft sich wiederholendes Ereignis: In einem Pokalspiel mußte der Schiedsrichter um das beim Spielschluß unentschieden endende Spiel zu einer Entscheidung zu bringen, 20 Strafstöße durchführen lassen. Es hieß im Pokalspiel Ludwigsburg 07 gegen Normannia Gmünd einen Sieger zu finden. Nach den neuen Pokal-Bestimmungen des Württembergischen Fußballverbandes entscheidet künftig bei Pokalspielen, die trotz Verlängerung unentschieden enden, nicht mehr das Los, sondern ein Elfmeterschießen. Nach Schluß der regulären Spielzeit hieß ist 3:3. Auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Deshalb ließ Schiedsrichter Lock (Jagstfeld) zum Elfmeterschießen antreten. Nach den Bestimmungen mußten von jeder Mannschaft fünf Mann dazu antreten. Es wurde gelost: Normannia Gmünd machte den Anfang. Viermal wurde Ludwigsburgs Torhüter Roland Reber bezwungen. Anschließend waren die Ludwigsburger an der Reihe. Auch sie brachten viermal den Ball bei Gmünds Torhüter Stuiber unter. Die Partie war damit immer noch nicht entschieden. Nach den Bestimmungen bekam nun jede Mannschaft noch einmal fünf Elfmeter zugesprochen. Jetzt hatte sich der Ludwigsburger Torhüter Roland Reber auf die Strafstoß-Spezialisten von Gmünd eingestellt: Von den fünf Elfmetern hielt er drei. Der Gmünder Stuiber aber mußte alle fünf passieren lassen. Damit war das Spiel nach 20 Elfmetern für die Ludwigsburger entschieden. Die Zuschauer hatten einen Heidenspaß an dem Elfmeterschießen.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. Februar

Unser Vereinsball verlief in harmonischer Atmosphäre

Am Sonnabend, dem 20. Januar 1968, feierte die große 18er Familie ihren traditionellen Vereinsball im neuen Thomas Hotel. Es war dieses das zweite Mal schon in diesem schönen Hause. Pünktlich eröffnete unser erster Vorsitzender Werner Denckmann diesen Abend und hieß die erschienenen Gäste herzlich willkommen. Daß unsere Mitglieder nicht nur auf dem grünen Rasen zu Hause sind, sondern sich auch auf dem Parkett zurecht finden, zeigte sich bald. Es wurde bald eine fröhliche, ausgelassene Stimmung im Saal.

Besonderheit dieses Abends war wieder eine Riesentombola, bei der sehr wertvolle Preise von den glücklichen Gewinnern in Empfang genommen wurden.

Alle waren sich am Schluß wieder einmal darüber einig, bei Husum 18 ein schönes Fest erlebt zu haben.

Ein Dank gilt an dieser Stelle dem Festausschuß und all denen, die sich um die Ausrichtung dieses Festes besonders viel Mühe gemacht hatten und dadurch zum guten Gelingen beigetragen haben.

Dieter Schladetzky

Denkt an unsere Jubiläumsausgabe!

Der Verein plant im Jubiläumsjahr eine Festschrift herauszugeben. Dazu möchten wir alle 18er, besonders die alten 18er, auffordern, dem Vorstand Material für diese Ausgabe zur Verfügung zu stellen. Auch wenn die Berichte noch so klein sein mögen, wir freuen uns über jede Zuschrift und werden sie sicher mit gebrauchen können. Zuschriften erbitten wir sobald wie möglich, spätestens jedoch bis März 1968.

Vielen Dank!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Unsere Liga berichtet:

 

 

Husum 18 - Vineta Audorf

 

0:3 (0:2)

Zur Jahreswende hatte sich unsere Liga mit Vineta Audorf einen Verein aus dem Rendsburger Raum eingeladen. Unsere Elf schien schon in Silvesterstimmung gewesen zu sein, denn was in den anderthalb Stunden geboten wurde, war erschreckend schwach. Der Gegner spielte verdrossen darauf los, dabei hatten sie bei weitem nicht einmal das Niveau einer mittleren Kreisklassenelf. Doch ihr Eifer wurde bis zur Pause mit zwei Toren belohnt. Auch in der zweiten Hälfte unternahm unsere Elf wenig, um das Ergebnis zu verbessern. Durch einen Abwehrfehler erzielten die Gäste sogar noch das 3:0.


Unsere Reserve machte es wesentlich besser als die Liga. Sie schlug die Audorfer Reserve mit 4:2 Toren.


 

 

BW Friedrichstadt - Husum 18

 

0:5

Wolfgang Täuber

Starken II ǀ Burkhard Schletter

Ulrich Grabert ǀ Peter Goldschmidt ǀ Heinz-Jürgen Thomaschewski

Gundolf Schrock ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Hans Jürgen Grabert
(Werner Jöns)
ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Dieter Schmidt

Mit 5:0 Toren gelang auf dem gefürchteten Friedrichstädter Platz ein verdienter Sieg. Unser Neuzugang Rüdiger Schwigon von Altona 93 brachte der Mannschaft einen beachtlichen Gewinn. Auf dem schneebedeckten Boden gelang unserer Elf, zumindestens in der ersten Halbzeit, einfach alles. Karl-Heinz Starken erzielte in der 16. Minute das 1:0 und schon zehn Minuten später stellte Rüdiger Schwigon nach einem schönen Alleingang das 2:0 her. Mit einem Weitschuß aus einem direkten Freistoß heraus hieß es in der 34. Minute 3:0 durch Karl-Heinz Starken. Nach dem Wechsel wollten es die Gastgeber wissen. Eine Viertelstunde lang bedrängten sie unser Tor, doch ohne Erfolg. Wir konnten uns aus der Umklammerung lösen und durch Dieter Schmidt das 4:0 erzielen. Das 5:0 fiel dann in der 80. Minute durch ein wunderschönes Kopfballtor von Rüdiger Schwigon.


 

 

Husum 18 - DGF Flensburg

 

0:2

Wolfgang Täuber

Martin Dohrn ǀ Ulrich Grabert

Starken II ǀ Peter Goldschmidt ǀ Heinz-Jürgen Thomaschewski

Gundolf Schrock ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Dieter Schleger ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Dieter Schmidt

Die Liga war gegenüber Friedrichstadt nicht wiederzuerkennen. Gerade beim Spiel auf dem Schneeboden in Friedrichstadt hatte unsere Elf mit weiten Steigpässen das Mittelfeld überwunden. Gegen DGF dagegen wurde auf engstem Raum zu kurz gespielt und zu viele Bälle wurden sinnlos "verfummelt". Die beste Leistung zeigte Rüdiger Schwigon im Sturm. Doch die Nebenleute gingen nicht auf sein Spiel ein. Erstmalig wirkte Dieter "Schorsch" Schleger wieder im Sturm bei uns mit. Er konnte jedoch noch nicht wieder an seiner alten Leistungen anknüpfen. Vor allen Dingen sollte er seine Angriffe auf den Torwart sein lassen. Es macht für den Sportplatzbesucher einen nicht schönen Eindruck. Zum Spielverlauf: Bis zur 30. Minute blieb es torlos. Dann konnten die Flensburger eine Flanke des Rechtsaußen zum 1:0 verwandeln. In der 38. Minute wurde DGF ein Foulelfmeter zugesprochen, der zum 2:0 führte. Im zweiten Durchgang hatte unsere Elf zwar Feldvorteile, doch zu einem Torerfolg langet es nicht mehr.

Dieter Schladetzky

Unsere Reserve

Leider mußte unsere vierte Mannschaft für die Rückrunde aus der zweiten Kreisklasse zurückgezogen werden. Durch einige Abgänge von jungen Spielern zur Bundeswehr und Ausfall durch längere Krankheiten einiger Spieler, war dieser Schritt, so bedauerlich er auch ist, nicht zu umgehen.

Unsere Reserve gewann das erste Punktspiel gegen Bredstedt 2 mit 6:1 Toren.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Unsere Jugendabteilung

Während der Monate Dezember und Januar fanden in der Kreisklasse nur wenig Jugendspiele statt. Lediglich unsere Bezirks-Jungmannen machten keine Pause. Unsere Knaben-, Schüler- und Jugendmannschaften trainieren fleißig in der Halle weiter, um sich für die kommenden Punktspiele gut vorzubereiten.

Die ersten Jungmannen erzielten folgende Ergebnisse:

BW Friedrichstadt   -   Husum 18   4:3
Husum 18   -   DGF Flensburg   4:1

Die nächsten Spiele unserer Jungmannen:

04.02.68   Husum 18   -   Nord
11.02.68   Husum 18   -   VfB Nordmark
18.02.68   Flensburger TB   -   Husum 18
25.02.68   Husum 18   -   Flensburg 08
03.03.68   TSV Rantrum   -   Husum 18
10.03.68   Husum 18   -   Frisia Husum
17.03.68   Schleswig 06   -   Husum 18
24.03.68   Polizei Flensburg   -   Husum 18
31.03.68   Husum 18   -   Satrup
07.04.68   Bredstedter TSV   -   Husum 18
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. Februar

Unsere Kegelabteilung

3 Jahre sind seit Gründung unserer Abteilung Kegeln vergangen. Auch die Stadtmeisterschaft 1968 ist seit dem 14. Januar abgeschlossen.

Bei den Damen kann jetzt von einer wirklich "schlagkräftigen" Gruppe gesprochen werden. Im letzten Jahr schon gelang der Aufstieg in die höchste Husumer Spielklasse. In diesem Jahr reichte ein Sieg der 5er Mannschaft aus, den Verbleib in der A-Klasse zu sichern. Da jedoch bei den Frauen zwei 5er Mannschaften für Husum 18 Uhr an den Start gingen und noch drei Einzelstarterinnen gemeldet werden konnten, wird für die nächste Saison eine Mannschaft gefunden werden können, die bestimmt den Klassenerhalt sichert. Dies zumal in der zweiten Mannschaft zwei Starterinnen bessere Holzzahlen erreichten als Starterinnen der ersten Mannschaft. Auch der Einzelrekord ist bei 100 Wurf mit 739 Holz gehalten von Irmgard "Irmi" Fentzahn, die die 735 Holz von Gerda Lund ablösten, als sehr gut zu bezeichnen. Auszugehen ist dabei davon, daß mit 740 Holz (erzielt auf neuer Bahn) die Bedingungen für das goldene Kegelsportabzeichen erfüllt sind.

Im folgenden geben wir die Ergebnisse nach der letzten (7.) Runde der Stadtmeisterschaft bekannt:

1.   Christel Grabert   4999   Holz
2.   Gerda Lund   4981   Holz
3.   Annegret Stubbe   4971   Holz
4.   Irmgard "Irmi" Fentzahn   4951   Holz
5.   Renate Schladetzky   4950   Holz
6.   Irmi Sers   4886   Holz
7.   Marietta "Etta" Heeck   4875   Holz
8.   Helgard "Hella" Peters   4854   Holz

. Nur für die Mannschaft und damit nur fünf Starts absolvierten mit folgenden Holzzahlen:

1.   Inge Jahn   3420   Holz
2.   Liselotte "Lotti" Zukrigl   3336   Holz
3.   Gerda Schulz   3290   Holz
4.   Renate Jürgensen   3259   Holz

Zwei Starterinnen beteiligten sich nicht an allen Starts und blieben deshalb ohne Wertung.


Bei den Versehrten C startete unser Vereinsvorsitzender Werner Denckmann. Leider konnte er mit sehr guten 5085 Holz nach sieben Starts nicht Stadtmeister werden, weil nicht drei Starter in dieser Gruppe vorhanden waren. Seine beste Leistung waren 749 Holz bei 100 Wurf. Diese Holzzahl auf neuer Bahn erzielt, würde - da in dieser Klasse hierfür 730 Holz erforderlich sind - die Erfüllung der Bedingungen für das goldene Sportabzeichen bedeuten.


In der Klasse Senioren A starteten Hans Schöning und Hermann Bahnsen. Beide starteten in den sieben Runden mit unterschiedlichem Erfolg. Wenn Hermann Bahnsen nicht beim allerletzten Start mit 683 Holz sehr viel Pech gehabt hätte - und wenn Hansi Schöning nicht ebenfalls einen Start "verpatzt" hätte, wären beide sicher noch weiter nach vorn gekommen. Zum 8. bzw. 9. Platz der Klasse in der Stadt Husum trotzdem alle Glückwünsche. Und nun die Holzzahlen:

1.   Hans Schöning   4916   Holz
2.   Hermann Bahnsen   4896   Holz

Wenn bei den Damen in dieser Stadtmeisterschaft nur auf nicht zu viel Pech gehofft werden brauchte, mußten die Herren schon Glück haben, wenn sie die höchste Spielklasse in Husum erhalten wollten. Die hatten es nicht! Alle Kämpfe gingen verloren, wenn auch nur mit 6 oder 13 Holz. Mit viel Glück in der B-Klasse wird vielleicht der Wiederaufstieg erreicht. Alle 7 Starter haben jetzt ein Jahr Zeit, um die Leistung zu verbessern. Anfänge auf diesem Wege zeigten sich schon. So verbesserte Gerhard Schulz den von Karl-Heinz Lund gehaltenen Klubrekord von 765 auf 768 Holz in 100 Wurf. Leider sind alle in dieser Klasse startenden nicht frei von Schwächen. Deshalb sind auch die Ergebnisse noch zu unterschiedlich. Nur mit Glück allein geht es nun mal nicht. Im Grunde jedoch haben alle gegenüber dem Vorjahr ihre Holzzahlen verbessern können. Und wenn das so weiter geht ...

Im folgenden nun die Holzzahlen nach insgesamt 900 Wurf zur Stadtmeisterschaft.

1.   Karl-Heinz Lund   6570   Holz
2.   Gerhard Schulz   6532   Holz
3.   Dieter Schladetzky   6491   Holz
4.   Uwe Jahn   6427   Holz
5.   Walter Zukrigl   6420   Holz
6.   Norbert Peters   6317   Holz
7.   Gerd Heeck   6215   Holz

Eine Empfehlung drängt sich am Schluß für all unsere Kegler auf. Versucht den Start auf neuer Bahn zum Sportabzeichen. Dort muß jeder selbst erkennen, wie die Kugel läuft, um den Wurf zu korrigieren. Das übt!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Februar

Regelfragen und -antworten

Der Ball

1.   Der Schiedsrichter beanstandet den anstelle des aus dem Spiel geratenen Ball hereingegebenen Ersatzball, weil er die Form nicht für kugelförmig hält. Da wir keinen anderen keinen weiteren Ball zur Stelle hatten, ließ er das Spiel so lange ruhen, bis der auf das Nachbargrundstück geflogene Ball zurückgeholt war war. Hat der Schiedsrichter richtig gehandelt oder hätte man mit dem Ersatzball weiter spielen können? Es waren nur noch 15 Minuten zu spielen.
    Die Entscheidung des Schiedsrichters war richtig. Die Regel zwei sagt zwingend, daß der Ball kugelförmig sein muß. Die Bestimmungen der Regel gelten auch für den bereitzustellenden Ersatzball, den der Schiedsrichter erst dann zu prüfen braucht, wenn er ins Spiel eingesetzt werden muß. Die Entscheidung über die Spielfähigkeit des Balles liegt allein beim Schiedsrichter.

Torwart wirft ein

2.   Darf der Torwart für seine Mannschaft einen Einwurf ausführen? Wie ist es, wenn nach dem Einwurf der Ball sofort auf das Tor geschossen wird und ein verteidigender Spieler hält den Ball mit der Hand auf. Gilt der Torwart in der Zeit, in der er den Einwurf ausführt, als Feldspieler?
    1. Der Torwart darf einen Einwurf ausführen, er gilt aber für diese Zeit nicht als Feldspieler, sofern er sich nicht ordnungsgemäß beim Schiedsrichter umgemeldet hat (wozu auch der Wechsel der Spielkleidung gehört).
2. Wenn der eingeworfene Ball zu einem Spielgegner kommt, der ihn auf das Tor schießt und ein verteidigender Spieler hält den Ball mit der Hand auf, weil der Torwart noch nicht in sein Tor zurückgekehrt ist, so ist - im Strafraum ein Strafstoß verwirkt.

Regelwidriger Spieleingriff

3.   Der Torwart wird verletzt und neben dem Tor an der Torlinie behandelt. Inzwischen nimmt ein anderer Spieler den Torwartposten ein, und das Spiel geht weiter. Bei einem Schuß schlägt der Ersatztorwart den Ball zur Seite, und der neben dem Tor liegende Spieler stößt ihn zu ihm zurück, damit er ihn aufnehmen und aus der Hand abschlagen kann. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel, verwarnt den außerhalb des Spielfeldes liegenden Spieler und setzt das Spiel mit einem indirekten Freistoß fort. Mußte der Schiedsrichter nicht das Spiel mit einem Schiedsrichterball wieder aufnehmen, da der Spieler außerhalb des Spielfeldes war?
    Der Ball blieb nach der Abwehr durch den Torwart im Spiel. Der außerhalb des Spieles liegende Spieler war aufgesprungen und hatte den Ball dem Torwart zugespielt, oder er hatte sein Bein ins Spielfeld gestreckt und so den Ball gespielt. In beiden Fällen ist die Entscheidung die gleiche: Verwarnung und Schiedsrichterball, denn das Spielen des Balles erfolgte ohne Anmeldung beim Schiedsrichter bzw. dessen Genehmigung. Der Fall liegt gleich dem, wenn ein Feldspieler sich wegen Verletzung abmeldet, über die Seitenlinie aus dem Spielfeld geht und dann von dort aus unangemeldet wieder ins Spiel eingreift.

Der zwölfte Spieler

4.  

Beim Verlassen des Spielfeldes zur Halbzeitpause erklärt der Mannschaftsführer dem Schiedsrichter, daß er seinen Mittelstürmer mit dem vor dem Spiel gemeldeten Ersatzmann auswechseln wird. Nach der Pause tritt aber die gleiche Mannschaft an und der Mannschaftsführer erklärt dem Schiedsrichter, daß er doch in der gleichen Aufstellung weiterspielen wolle. Ist das zulässig, oder muß der angesagte Wechsel vollzogen werden?

    Der Mannschaftsführer kann seine Ummeldung zurücknehmen, solange das Spiel noch nicht wieder aufgenommen ist. Ist der Wechsel erst einmal vollzogen, so kann kein Rücktausch erfolgen. Da die Ummeldung der Spieler erfolgte, als das Spiel ruhte und der beabsichtigte Wechsel nicht durchgeführt wurde, ist kein Grund zur Beanstandung gegeben.

Abseits und Regelverstoß

5.   Ein Spieler befindet sich in Abseitsstellung, der Ball ist aber anderswo, der abseitsstehende Spieler kommt also nicht zum Spieleingriff. Der Verteidiger, sein Gegenspieler, tritt den abseitsstehenden Spieler, um sich zu "revanchieren". Der Linienrichter meldet den Fall durch Fahnenzeichen dem Schiedsrichter, der daraufhin das Spiel unterbricht, den Verteidiger verwarnt und das Spiel mit einem direkten Freistoß fortsetzt. Ist die Entscheidung richtig?
    Bei einem Regelverstoß ist immer der Ort maßgebend, an dem er erfolgte. Auch ein abseitsstehender Spieler steht unter dem Schutz der Regel, um so mehr, wenn er in seiner Stellung nicht ins Spiel eingreift. Mithin mußte der Schiedsrichter, nachdem der neutrale Linienrichter ihm den Fall anzeigte, auf die in der Regel festgelegte Strafe erkennen: direkter Freistoß bzw. Strafstoß und dazu den Verteidiger verwarnen oder vom Spielfeld weisen, wenn das Vergehen entsprechend schwer war. Vorausgesetzt, daß die Spielunterbrechung unmittelbar dem Regelverstoß folgte.

Spieleingriff von außen

6.   Ein Spieler ist leicht verletzt und mit Erlaubnis kurz aus dem Spiel gegangen. Von außerhalb der Seitenlinie streckt der Spieler seinen Fuß ins Spielfeld und bringt einen Gegenspieler zu Fall. Wie ist zu entscheiden?
    Der Tatort lag im Spielfeld, denn der außerhalb des Spielfeldes stehende Spieler streckte den Fuß in dasselbe und brachte so seinen Gegner zu Fall. Also ist das Spiel mit einem direkten Freistoß - und Verwarnung dazu - fortzusetzen.
Dieter Schladetzky

Die Glosse

Was tun bei Bluterguß?

Im Frühstadium - also im Anschluß an die Verletzung - wird man versuchen, den Blutaustritt aus dem verletzten Gefäß so klein wie möglich zu halten. Durch einen gut sitzenden Verband und durch kühle Umschläge (kein Guttapercha, kein Gummi!) hält man die blutende Stelle klein. Durch Ruhigstellung des verletzten Körperteils mindert man einmal die Schmerzen, zum anderen verhindert man, daß die Blutungsstelle immer wieder neu durch eine Bewegung aufgerissen wird. Im Anfang also kalte Umschläge und Ruhigstellung.

Nach einigen Tagen ist anzunehmen, daß das zerrissene Blutgefäß abgedichtet ist und daß der Körper mit dem Abbau des ausgetretenen Blutes beginnt. Hier gibt es eine Reihe von Salben, die das Aufsaugen des Blutes erleichtern und beschleunigen. Die einen enthalten einen Stoff, der aus Blutegeln gewonnen ist. Er hält das Blut flüssig oder löst geronnenes Blut auf. Besonders bei Blutergüssen in Gelenken hat er sich bewährt. Andere Salben enthalten zum Teil neben den Blutegel-Stoffen noch Extrakte aus Roßkastanien und gefäßabdichtende Bestandteile. Dadurch gehen Schwellungen schneller zurück, und Schmerzen und Spannungsgefühl lassen nach.

Durch Wärme, und leichte Massage kann man in geeigneten Fällen die Aufsaugung des Blutergusses weiter fördern. Also nach einigen Tagen der Ruhigstellung und Kälte folgen jetzt Wärme und leichte Massage, eventuell mit Unterstützung geeigneter Salben.

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz

Kreuz und quer

   

Unsportlichkeiten

Trotz der immer zahlreicheren und eindringlicheren Appelle zum Fairplay läßt sich ein gewisser Zug von Unsportlichkeit nicht aufhalten, die Sportplätze zu erobern. Im Rugby, im Fußball und selbst beim Basketball steigt die Beunruhigung über Tätlichkeiten, die sich überall vermehren. Muß erst ein Schiedsrichter sterben, bis die Auswüchse, die dem Sport im allgemeinen die größten Schäden zufügen, wenigstens eingedämmt werden können, da sie ja ohnehin nicht auf der Stelle auszurotten sind?

Die Spitäler, bereits überfüllt von den Verkehrsopfern, haben in diesen Tagen zwei Schiedsrichter beherbergt, von denen einer von einem 18-jährigen Fußballer mit solcher Kraft niedergeschlagen wurde, daß er 48 Stunden im Koma lag. Die zwei Fälle sind nun in den Händen der Justiz. Muß man sich allmählich mit dem Gedanken vertraut machen, daß die Spiele vor dem Richter enden?

Es liegt an den Sportverbänden, mit aller Härte die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, und dieser Gefahr zu begegnen. Schwerste Strafen müssten nicht nur gegen den schuldigen Spieler, der vorsätzlich eine brutale Tätigkeit beging, sondern auch gegen dessen Klub gefällt werden. Gewiß, es mag ungeheuerlich erscheinen, bereits an diesem Punkt angelangt zu sein - aber: starke Mittel für schwere Krankheiten!

(L'Equipe Paris)


Sonntagsfußball

In der englischen Fußballgeschichte begann ein neues Kapitel. Wisbech Town und Dunstable Town, zwei Vereine der "Southern League", die zu den englischen Profiligen zählt, trugen als erste Mannschaften Englands ihr Meisterschaftsspiel an einem Sonntag aus! Der Versuch zahlte sich aus. Es kamen dreimal so viele Zuschauer wie gewöhnlich. Diese brauchten keinen Eintritt zu bezahlen, weil sonst das Spiel nicht hätte stattfinden dürfen. Dafür wurden jedoch Programme verkauft, deren Erlös doppelt so hoch war wie eine Durchschnitts-Einnahme. Außerhalb des Platzes demonstrierten religiöse Vereinigungen gegen die "Schändung des Sonntags", ohne jedoch die Interessenten vom Besuch des Treffens abhalten zu können.

(AZ Ludwigshafen)


Das gleiche Lied

In der ganzen Welt nehmen die Unsportlichkeiten und Auswüchse auf den Spielfeldern zu, und man bemüht sich um Besserung der Verhältnisse. So in England, wo die Schuldfrage, ob Spieler, Fanatiker oder Schiedsrichter ergründet wird, in Belgien, wo das Sportgericht und der CAF ihre Konsequenzen zogen und in Zukunft rücksichtsloses Vorgehen viel strenger bestrafen. In Italien sollen künftig bei Zuschauer-Krawallen Fußballspiele sofort abgebrochen und auf neutralem Platz wiederholt werden. Der Präsident des italienischen Fußballverbandes kündigte außerdem strenge Strafen für alle Sünder auf dem Fußballplatz an. "Nur durch harte Strafen, sofortige Platzverweise und lange Sperren sei es möglich, wieder Sauberkeit und Ordnung im italienischen Fußball zu erzielen", sagte Herr Pasquale. Es ist auch bei uns an der Zeit, daß Schiedsrichter und Verbandsbehörden strenger durchgreifen, damit die Spiele in einer gesunden und sauberen Atmosphäre ausgetragen werden, und sowohl Spieler als auch Fanatiker und sich werfehlende Vereinsfunktionäre mit den nötigen Strafen belegt werden würden, anstatt nur wiederholt die Ermahnungen oder Verweise zu erteilen. Videant consules!

(Luxemburger Schiedsrichter)

Helmut Müller im "Sportbericht"

Aus Spielberichten

Die Nürnberger hätten freilich vermutlich das Spiel auch unter einem anderen Schiedsrichter gewonnen.

(Fußballsport)


Schiedsrichter. Greng, Bremgarten bei Freiburg, leitete fast etwas zu großzügig. Zuschauer 2.000.

(Sportbericht)

 


Aber nicht nur Spiel und Spieler, auch über den Schiedsrichter gingen offenbar die Meinungen auseinander. Meinte doch ein enttäuscht an unserem Platze vorbeiziehender Tribünen-Besucher nach dem Schlußpfiff. "Dieser Kurt Tschenscher hat ja keine Ahnung von Fußball; ein katastrophaler Schiedsrichter." Wozu wir bemerken möchten, daß wir uns der Schiedsrichter der beste Mann auf dem Felde war und das allerdings leicht zu leitende Spiel hervorragend führte.

(Sport Zürich)


Man hatte vielmehr den Eindruck, daß Gerhard Schulenburg zu diesem Zeitpunkt etwas gut machen wollte, nachdem er vorher mehrmals die Karlsruher mit seinen Entscheidungen benachteiligt und sich den Zorn des Publikums zugezogen hatte.

(Sport-Beobachter)

leer  

1968

Husum 18

1. Februar

Bernhard Petersen wurde 72 Jahre alt

Am 8. Januar vollendete unser Gründer und langjährige erste Vorsitzende des Vereins, Bernhard Petersen, in Hamburg seinen 72. Geburtstag. Alle Mitglieder des Vereins wünschen ihm alles Gute und Gesundheit für das neue Lebensjahr.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. März

Unsere Liga berichtet:

 

 

TSV Westerland - Husum 18

 

3:2 (1:1)

Husum 18 hat seine Haut auf der Insel so teuer wie möglich verkauft. In einem kämpferisch starken Spiel kamen die Platzherren zu einem knappen Erfolg. Vor allem deshalb, weil der eigene Sturm stärker als der der Gäste war. Ein Foulelfmeter von Horst "Hottel" Laskowski verwandelt, brachte Westerland in Führung. Karl-Heinz Starken glich für Husum 18 bis zur Pause aus. Paul "Pauli" Mangelsen schoß die Platzherren dann erneut in Front, "Mecki" Sager erhöhte auf 3:1, ehe Husum 18 wiederum durch Karl-Heinz Starken, der einen Handelfmeter verwandelte, auf 3:2 herankam. Mehr ließ aber die stabile Deckung der Westerländer nicht zu.


 

 

Husum 18 - TSV Rot-Weiß Niebüll

 

2:1 (1:0)

Wolfgang Täuber

Gerd Meier ǀ Heinz-Jürgen Thomaschewski

Martin Dohrn ǀ Egon Harms ǀ Ulrich Grabert

Dieter Schleger
(Werner Jöns)
ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Peter Goldschmidt ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Dieter Schmidt

Ein verdienter Sieg für unsere Mannschaft nach einem spannenden Spiel. Es wurde seit langem nicht so schwungvoll gespielt. Auch unser Angriff erwies sich endlich wieder als druckvoll. Peter Goldschmidt hatte mit seinem Einsatz großen Anteil daran. Schon in der vierten Minute wurde Dieter Schmidt angespielt und es hieß 1:0. Latte und Pfosten bewahrten die Gäste vor einem höheren Rückstand in der ersten Hälfte. Einen groben Abwehrfehler nutzte Niebüll kurz nach Wiederbeginn zum 1:1 aus. Nach kurzer Drangperiode der Gäste konnte unsere Elf sich wieder freimachen. Mit einem abgefälschten Weitschuß erzielte Karl-Heinz Starken in der 84. Minute das vielumjubelte 2:1.


 

 

Husum 18 - VfB Nordmark

 

1:1 (0:0)

Wolfgang Täuber

Gerd Meier ǀ Heinz-Jürgen Thomaschewski

Martin Dohrn ǀ Egon Harms ǀ Ulrich Grabert

Dieter Schleger ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Peter Goldschmidt ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Dieter Schmidt
(Werner Jöns)

Es war keine berauschende Leistung, die unsere Elf bot. Ein mageres 1:1 und das bei Heimvorteil gegen eine abstiegsbedrohte Nordmarkelf! Unsere Elf war gegenüber dem Niebüllspiel einfach nicht wiederzuerkennen. Obwohl die Flensburger ihren Läufer wegen Nachschlagens in der 70. Minute verloren, brachte es keinen Vorteil für uns. Ein unnötiges Tor brachte VfB kurz nach Wiederbeginn mit 1:0 in Front. Doch auch die Gästeabwehr leistete sich einen groben Fehler, den Peter Goldschmidt ausnutzte und zum 1:1 verwandelte.


 

 

FTB - Husum 18

 

3:6 (2:3)

In der ersten Halbzeit war der FTB ein gleichwertiger Gegner, der die 1:0 Führung von Peter Goldschmidt ausglich. Mit 2:1 gingen die Flensburger abermals in Führung, die jedoch nicht lange gehalten werden konnte, da Dieter Schmidt bald darauf zum 2:2 gleichzog. Zu diesem Zeitpunkt verloren FTBler einen Spieler wegen Schiedsrichterbeleidigung durch Feldverweis. Ein Foulelfmeter, durch Karl-Heinz Starken verwandelt, brachte Husum 18 erneut in Front. Dieter "Schorsch" Schleger, Karl-Heinz Starken und Rüdiger Schwigon schraubten das Ergebnis auf 6:2 für Husum 18, ehe der FTB seinen dritten Treffer erzielen konnte.


 

 

Husum 18 - Rasensport Schleswig

 

1:1 (1:1)

Wolfgang Täuber

Ulrich Grabert ǀ Gerd Meier

Heinz-Jürgen Thomaschewski ǀ Egon Harms ǀ Martin Dohrn

Peter Goldschmidt ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Hans-Peter Kurtze ǀ Dieter Schleger ǀ Dieter Schmidt

Wieder bereitete unsere Elf ihren Anhängern eine große Enttäuschung. An diesem Sonntag wollte einfach nichts klappen. Dabei sah es im Anfang gar nicht so schlecht für uns aus. Mit ein wenig Glück hätte Dieter Schmidt, der mit einem Lattenschuß sowie mit einem Kopfball Pech hatte, mit zwei Toren einen beruhigenden Vorsprung erzielen können. In der 24. Minute fiel dann aber doch der in dieser Spielphase verdiente Führungstreffer durch einen Direktschuß von Dieter "Schorsch" Schleger. Ein Deckungsfehler brachte für die Schleswiger kurz vor der Pause den Ausgleich zum 1:1. Trotz einiger Feldvorteile in der zweiten Hälfte langte es nur zu einem Pfostenschuß von Hans-Peter Kurtze.


2. Amateurliga

1.   Bredstedter TSV   24   85:39   39:9
2.   TSV Rantrum   23  

48:30

  31:15
3.   TSV Westerland   23   52:33   30:16
4.   TSV Kappeln   23   47:44   28:18
5.   DGF Flensburg   24   44:38   28:20
6.   Husum 18   24   45:39   27:21
7.   Schleswig 06 II   24   38:32   26:22
8.   Rasensport Schleswig   23   45:49   24:22
9.   TSV Weiche-West   24   43:43   24:24
10.   Frisia Husum   24   46:45   23:25
11.   RW Niebüll   23   54:54   22:24
12.   Flensburger TB   24   44:56   17:31
13.   VfB Nordmark   25   39:55   16:34
14.   BW Friedrichstadt   21   46:63   15:27
15.   SIF Schleswig   23   51:76   15:31
16.   TSV Kropp   24   35:66   11:37
Dieter Schladetzky

Unsere Reserven

BW Friedrichstadt Ib   -   Husum 18 Ib   2:7
Husum 18 Ib   -   Frisia Husum Ib   1:0
Husum 18 Ib   -   TSV Dörpum   4:2
TSV Arlewatt   -   Husum 18 Ib   3:2

 


I. Kreisklasse

1.   TSV Tönning   19   84:27   32:6
2.   Husum 18 II   20   56:34   28:12
3.   FC Langenhorn   19   44:23   26:12
4.   IF Tönning   21   68:35   26:16
5.   Frisia Husum II   20   43:39   22:18
6.   TSV Rantrum II   21   46:56   21:21
7.   BW Friedrichstadt II   19   36:44   20:18
8.   BW Löwenstedt   18   40:50   19:17
9.   TSV Nordstrand   19   44:48   19:19
10.   TSV St. Peter   18   35:47   15:21
11.   SV Dörpum   21   36:58   14:28
12.   TSV Arlewatt/Olderup   20   46:61   13:27
13.   Bredstedter TSV II   22   32:56   11:33
14.   SV Germania Breklum   19   36:68   10:28

Unsere III. Mannschaft

TSV Tönning III   -   Husum 18 III   0:3
Husum 18 III   -   TSV Dörpum II   17:0
Husum 18 III   -   Frisia Husum III   7:1
TSV Arlewatt Ib   -   Husum 18 III   2:6
FC Langenhorn II   -   Husum 18 III   1:3

II. Kreisklasse

1.   Husum 18 III   19   99:16   36:2
2.   Rödemisser SV   17   61:45   24:10
3.   TSV Garding   19   48:49   24:14
4.   Bredstedter TSV III   20   65:49   24:16
5.   IF Tönning II   21   56:60   23:19
6.   TSV Arlewatt/Olderup II   20   78:68   22:18
7.   Frisia Husum III   19   53:42   20:18
8.   TSV Rantrum III   20   63:51   19:21
9.   TSV Tönning II   19   55:48   17:21
10.   BW Löwenstedt II   19   40:59   15:23
11.   SV Dörpum II   19   33:86   15:23
12.   FC Langenhorn II   20   36:55   15:25
13.   TSV Tönning III   17   29:59   11:23
14.   Bredstedter TSV II   19   32:71   3:35

Husum 18 Alte Herren Turnierzweiter

 Bei einem Altherrenturnier in der Niebüller Sporthalle erreichten unsere Alten Herren hinter dem Turniersieger TSV Rantrum den zweiten Platz.

So wurde gespielt:

Husum 18   -   MTV Leck   3:1
Bredstedter TSV   -   Husum 18   0:1
TSV RW Niebüll   -   Husum 18   1:2
Husum 18   -   Frisia Lindholm   1:1
TSV Rantrum   -   Husum 18   2:1
Husum 18   -   SV Germania Breklum   1:0

Tabellenstand

1.   TSV Rantrum   6   9:2   10:2
2.   Husum 18   6   9:5   9:3
3.   MTV Leck   6   7:5   8:4
4.   Frisia Lindholm   6   3:4   6:6
5.   TSV RW Niebüll   6   5:6   5:7
6.   Bredstedter TSV   6   1:7   2:10
7.   SV Germania Breklum   6   0:5   2:10
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. März

Aus der Jugendabteilung

Jungmannen:

MTV Leck   -   Husum 18   2:3
Husum 18   -   TSV Nord   1:0
Husum 18   -   VfB Nordmark   2:2
FTB   -   Husum 18   4:4
Husum 18   -   Flensburg 08   0:4

Jugend:

Husum 18   -   TSV Rantrum   2:0
Husum 18   -   Frisia Husum   2:0
Husum 18   -   SV Dörpum   2:1

Knaben:

Husum 18   -   TSV Tönning   0:4

Schüler:

Husum 18   -   Frisia Husum   3:3
Husum 18   -   TSV Tönning   5:0

Jungmannen-Bezirksklasse:

1.   Flensburg 08   23   88:23   39:7
2.   Polizei Flensburg   23   75:27   38:8
3.   Schleswig 06   25   88:26   36:14
4.   Bredstedter TSV   24   60:42   29:19
5.   TSV Kropp   24   55:53   26:22
6.   VfB Nordmark   24   57:50   25:23
7.   TSV Rantrum   23   54:45   24:22
8.   Flensburger TB   24   57:53   24:24
9.   Frisia Husum   24   46:50   24:24
10.   TSV Nord   21   49:53   21:21
11.   Husum 18   23   49:60   19:27
12.   DGF Flensburg   25   45:61   19:31
13.   TSV Kappeln   22   39:61   18:26
14.   Nordmark Satrup   23   33:60   15:31
15.   BW Friedrichstadt   20   32:74   8:32
16.   MTV Leck   24   30:115   5:43
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. März

Denkt an unsere Jubiläumsausgabe!

Der Verein plant im Jubiläumsjahr eine Festschrift herauszugeben. Dazu möchten wir alle 18er, besonders die alten 18er, auffordern, dem Vorstand Material für diese Ausgabe zur Verfügung zu stellen. Auch wenn die Berichte noch so klein sein mögen, wir freuen uns über jede Zuschrift und werden sie sicher mit gebrauchen können. Zuschriften erbitten wir sobald wie möglich, spätestens jedoch bis März 1968.

Vielen Dank!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Badminton

1. März

Das elegante Spiel mit dem Federball findet immer mehr begeisterte Anhänger. Blitzschnelle Reaktion, enorme Beweglichkeit, Trickreichtum und nicht zuletzt Kraft und eine vorzügliche Kondition zeichnen den guten Spieler aus. Gespielt wird mit Naturfederbällen, die ca 5 Gramm wiegen und nur mit großer Kraft von Feldende bis Feldende geschlagen werden können. Da die kleinste Luftbewegung ein genaues Spiel unmöglich macht, wird Badminton turniermäßig nur in der Halle gespielt.

Diese Sportart bildet den gesamten Körper durch, ohne bestimmte Muskelgruppen zu einseitig zu beanspruchen. Badminton, ein Sport der Schnelligkeit, Ausdauer und Kondition verlangt, wird bei uns in der Badmintonabteilung von Husum 18 gespielt. Wir spielen:
montags von 20 Uhr bis 22 Uhr in der Pestalozzischule und
freitags von 19:30 Uhr bis 22 Uhr in der Osterhusumer Schule.

Besuchen Sie uns mal!


 Nach zwei klar verlorenen Auswärtsspielen (0:8 und 0:8) ging es am 12. Februar im ersten Heimspiel gegen die Flensburger Mannschaft von Kameradschaft St. Jürgen IV. Nach vierstündigem hartem Kampf, der erst um Mitternacht beendet wurde, verloren wir zwar auch mit 1:7, doch mußten die Flensburger ihr ganzes Können aufbieten, um nicht zu verlieren.

Auch im zweiten Heimspiel - es ging gegen den Erzrivalen Husumer FC - ging es wieder bis Mitternacht. Es wurde auf beiden Seiten erbittert gekämpft und man trennte sich leistungsgerecht 4:4. Wären unsere Spieler nicht so nervös gewesen, hätte unter Umständen ein knapper Sieg herausspringen können.

Unsere Mitgliederzahl wächst ständig, wenn auch langsam. Doch fehlen uns noch Jugendliche. Jedermann ist bei uns herzlich willkommen.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Tischtennis

1. März

Die Frühjahrsserie der Tischtennis-Bezirksklasse Nord begann für uns nicht sehr erfreulich. Wenn auch das Spiel gegen Frisia Husum II mit 9:5 gewonnen wurde, so mußten wir in Westerland eine klare Niederlage einstecken. Bis auf Rüdiger Stenzel, der beide Einzel gewann, fand kein weiterer Spieler seine Normalform.

Ein Hauptpunkt der Misere ist, daß die Doppel einfach zu schwach sind. Noch ist aber nichts verloren, da Meisterschaftsfavorit TTK Flensburg durch Abgänge doch nicht mehr so stark erscheint wie in der Herbstserie. Mit Ersatzstellung (ohne Rüdiger Stenzel) wurde Eintracht Eggebek mit einer 9:2-Niederlage nach Hause geschickt.


In der Tischtennis-Kreisklasse der Herren fanden nur zwei Spiele statt. Der Neuling TSV Bohmstedt wurde mit 9:2 und TSV Rantrum mit 9:7 bezwungen. Im Spiel gegen TSV Rantrum hatte unsere zweite Mannschaft aber viel Glück, um bestehen zu können. Erst das letzte Doppel Walter Liepert / Grunwald brachte die Entscheidung zugunsten unserer Mannschaft. Das Spiel gegen TTG Garding/Tönning II wurde auf den 5. März verschoben, weil die Tönninger wegen Krankheit keine Mannschaft aufstellen konnten.


Aufstellung der Bezirksklassenmannschaft:

Rüdiger Stenzel

 

Gerhard Hoffmann

 

Wolfgang Fick
Harald Wulf   Anton Bösch   Gerhard Hansen

Termine:

09.03.   Husum 18   -   TTV Koldenbüttel
11.03.   Grün Weiß Flensburg   -   Husum 18
16.03.   TSV Selk   -   Husum 18
22.03.   TTG Garding/Tönning   -   Husum 18
30.03.   Husum 18   -   TTK Flensburg

Tabelle:

1.   TTK Flensburg   14   125:60   27:1
2.   Husum 18   13   107:67   21:5
3.   TSV Westerland   13   105:64   18:8
4.   KFUM Flensburg   12   94:66   18:6
5.   TTV Koldenbüttel   14   108:84   18:10
6.   TSV Selk   12   87:78   12:12
7.   Frisia Husum II   13   87:94   9:17
8.   Eintracht Eggebek   14   64:108   8:20
9.   GW Flensburg   12   70:95   7:17
10.   Bredstedter TSV   13   54:109   3:23
11:   TTG Garding-Tönning   14   40:116   3:25

Aufstellung der Kreisklassenmannschaft:

Peter Petersen

 

Heinz Splettstößer

 

Wolfgang Katscher
Walter Liepert   Wolfgang Jahn   Harry Köppe
Ersatz

 

 

 

     
Volker Knüppel   Peter Henningsen   Grunwald   Horst Weber

Termine:

28.02.   Husum 18 II   -   Frisia Husum III
08.03.   TSV St. Peter   -   Husum 18 II
14.03.   TSV Nordstrand   -   Husum 18 II
20.03.   TSV AhrenviöI I und II   -   Husum 18 II
27.03.   Husum 18 II   -   TuS Tating
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. März

Alle Neune

Dem Aufruf in der letzten Ausgabe unserer Zeitung, auf fremden Bahnen Erfahrungen zu sammeln, sind einige unserer Kegler und Keglerinnen gefolgt und haben dabei eine Reihe von Sportabzeichen erreichen kann. Folgende Kegler und Keglerinnen erreichten bei einer Bahneinweihung in Heide die Bedingungen:

Frauen:   Sportabzeichen Gold   Elfi Denckmann
    Sportabzeichen Silber   Annegret Stubbe
    Sportabzeichen Bronze   Gerda Lund

Senioren:   Sportabzeichen Bronze   Hermann Bahnsen
    Sportabzeichen Bronze   Hans Schöning

Jugend:   Sportabzeichen Bronze   Mit 1496 Holz (!) schaffte Harald Denckmann das Bronze-Sportabzeichen für Erwachsene.
    Sportabzeichen Gold   Mit 748 Holz schaffte Dieter Schulz das Goldene Jugendsportabzeichen.

Männer:   Sportabzeichen Bronze   Dieter Schladetzky

Sehr viel Pech hatte unser Kegler Gerd Schulz. 100 Holz über Schnitt hätten zum "Goldenen" gereicht. Er hatte diese Holzzahl auch schon erreicht - doch im letzten Wurf fiel eine Sechs und aus war der Traum! Keglerpech!

Allen Keglerinnen und Keglern von Husum 18 herzliche Glückwünsche zu ihren Erfolgen. Sie haben die Farben von Husum 18 hervorragend vertreten. Weiterhin Gut Holz!


Daß die Ergebnisse sich in der letzten Zeit sehr gebessert haben, zeigen die neuen "Trainingsrekorde".
Bei den Frauen schraubte Liselotte "Lotti" Zukrigl den Clubrekord auf 746 Holz! Kurz zuvor hatte Helgard "Hella" Peters die alten von Irmgard Fentzahn gehaltenen 738 Holz auf 741 Holz überboten. Renate Schladetzky warf auf einem Trainingsabend 743 Holz. Bei den Männern ist immer noch der von Gerd Schulz am 26. November 1967 gekegelte Rekord von 769 Holz zu überbieten.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Fritz Hendriks wird kein Lizenzspieler!!!

Kennen Sie Jan Hendriks? Nein? Nun, dann wollen wir Ihnen von diesem hoffnungsvollen jungen Fußballspieler hier einiges erzählen.

Also - Jan Hendriks ist seit neun Jahren Mitglied des FC Frisia Westrhauderfehn. Vor einigen Monaten wurde er 19 Jahre alt. Er begann also, wie es halt immer so anfängt, mit 10 Jahren im ländlichen Verein mit dem Fußballspielen. Fußballschuhe hatte er nicht. Sein Vater, ein braver Arbeiter bei den ostfriesischen Torfit-Werken, hatte für so etwas keine Mark übrig, denn die 11 älteren Geschwister Jans mußten auch versorgt werden.

So spielte denn der kleine Jan in Turnschuhen, die mittels eines kräftigen Bindfadens und einigem Leukoplast zusammengehalten wurden; immerhin hatten sie schon einige Jahre zweien der älteren Brüder Jans gute Dienste tun müssen. Auch sie spielten beim FC Frisia, und der eine, namens Weert, hatte sich im ersten Lehrjahr nun doch schon ein paar guterhaltene alte Treter von einem Spieler der "Ersten" des FC Frisia für einige Märker kaufen können. Als Jan 14 Jahre alt wurde, schenkte Bruder Weert ihm diese alten Fußballschuhe, den nun wiederum mittels eines kräftigen Bindfadens ... und so weiter, siehe oben!

Hieran ist eigentlich gar nichts besonderes. Denn was so ein richtiger Fußballjunge ist, der fängt eben so - und auf keinen Fall anders an! Das Besondere in diesem Falle aber ist, daß der kleine Jan mit seinen 14 Jahren der Stolz des ganzen FC Frisia wurde! Jeden Sonntag spielte er in der ersten Jugendmannschaft seines Vereins, in der er der weitaus jüngste Spieler war. Denn dieser kleine Verein hatte gerade zwei Mannschaften zu den Jugendspielen melden können. Eine "Erste", in der die 14 bis 18-jährigen Jungen spielten, und eine "Zweite", die das Sammelbecken für alle jüngeren war. Jugendleiter war Onno Visser, der Turnlehrer der Schule von Westrhauderfehn. Onno Visser war schon deshalb ein in seinem Ort hoch anerkannter Fußball-Fachmann, weil er vor dem Kriege einige Jahre bei der damals weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus bekannten "Germania" aus Leer gemeinsam mit den Gebrüdern Houtrow einen gefürchteten Innensturm gebildet hatte!

Nun dieser Onno Visser förderte den kleinen Jan, wo er nur konnte. Ja dieser Idealist, wie es heute eben nur noch die Jugendleiter der Fußballvereine sind, kaufte dem kleinen Jan aus seiner eigenen Tasche ein paar funkelnagelneu Fußballstiefel! Na, und da hättet ihr den kleinen Jan Hendriks sehen sollen, richtig blanke Augen bekam er, und insgeheim schwor er sich, jetzt wollte er erst einmal richtig loslegen. Und am nächsten Sonntag schoß er auch prompt ein Tor mit seinen neuen Tretern. Und von nun an gab es kaum noch Niederlagen für die Jugendmannschaft aus Westrhauderfehn. Ihr kleiner, stämmiger Mittelstürmer schoß in jedem Spiel seine Tore, und der er figürlich so aussah und auch ebenso kämpfte und schoß, rief man überall auf den Plätzen Ostfrieslands, wenn der Jan mit seiner Elf auftauchte: "Uwe, Uwe!" - nach dem bekannten Mittelstürmer der deutschen Nationalmannschaft.

Mit 17 Jahren schon nahm man den jungen Jan in die erste Seniorenelf. Und prompt schaffte diese Mannschaft auf Anhieb den Aufstieg, ja im nächsten Jahre wurden sie gut sogar Kreismeister! Nicht zuletzt durch ihren draufgängerischen kleinen Mittelstürmer! Und jetzt geschah plötzlich etwas Seltsames: Bisher fuhren immer viele Fußballanhänger aus Westrhauderfehn zu den großen Bundesligaspielen in das Bremer Weserstadion. Sie erzählten von ihren Kleinod, das für ihren Verein der Jan Hendriks war. Und es dauerte gar nicht lange, da kamen Autos zu den Spielen der ersten Mannschaft von Westrhauderfehn, die zum Teil eine lange Anfahrt hinter sich hatten. Sie trugen die Kennzeichen HH, HB, Do, Ge, K und viele andere mehr. Ja, einmal war sogar eines da mit dem Kennzeichen M! Wie das so im Fußball ist, hatte es sich überall herumgesprochen: In Westrhauderfehn, da wächst ein großes Talent heran! Und es dauerte dann auch gar nicht lange mehr, da hatte Jan Hendriks einem Bundesligaverein sein Wort verpfändet, daß er in der nächsten Saison Lizenzspieler bei diesem Club werden wollte,. Man vereinbarte einen bestimmten Tag, an dem Jan Hendriks mit seinem Jugendleiter Onno Visser in die große Stadt kommen sollte. Man wollte hier alle Formalitäten erledigen, die nun einmal notwendig sind.

(Schluß folgt)

Dieter Schladetzky

Die Glosse

   

Neue Notbremse

Wir glaubten, die Zeiten der "Notbremse" seien vorbei und unser lange Kampf gegen diese doch in hohem Maße unsportliche Art, einen Spielgegner anzugreifen, sei von unserem Fußballfeldern verschwunden. Jedenfalls lasen wir in den Spalten der Sport- und Tageszeitungen nichts mehr von der "Notbremse", die angewandt wurde, um in hinterhältiger und gemeiner Weise einen Spielgegner, dem man spielerisch nicht gewachsen ist, zu Fall zu bringen. Ein solches Verhalten ist eine Mischung von Roheit, Gemeinheit und Feigheit. Bei einem - noch dazu im Vordergrund stehenden - Trainer scheint aber die "Notbremse" fröhlichen Neuaufstand zu feiern, wenn man das liest, was Herbert Hoffmann in der "Frankfurter Neuen Presse" in einer Betrachtung unter anderem schreibt:

"Max Merkel dagegen brutal: Wenn's nicht anders geht, muß man dem Stürmer halt die Beine von hinten wegziehen. Der Schämer hätte es gekonnt, aber er hat sich nicht getraut. Ein Elfmeter ist immer noch eine kleine Chance!"

Man soll es nicht für möglich halten, daß Trainer zu solchen Ansichten kommen, die sie dann sicherlich auch den ihnen anvertrauten Sportleuten - jungen Menschen! - beibringen. Gerade das Fußballspiel ist bestes Mittel, die Grundlage des sportlichen Wollens allen denen beizubringen, die ihn pflegen. Auch wenn er berufsmäßig betrieben wird, soll und darf er seine Aufgabe nicht verlieren. Keineswegs sollen die Spiele zu Knochenbrechern erzogen werden; doch solche Ä„ußerungen - und damit die innere Einstellung -, wie sie hier ein hochbezahlter Trainer wiedergibt, von dem man annehmen muß, daß er seine Aufgabe bestens kennt und erfüllt, vernimmt jeder Sportmann mit Entrüstung. Gegen solche Sittenverderber im Sport muß unverzüglich und energisch gehandelt werden.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. April

Unsere Liga berichtet:

Rantrum war zu schlagen!

03.03.1968

 

TSV Rantrum - Husum 18

 

2:0

Wolfgang Täuber

Martin Dohrn ǀ Ulrich Grabert

Heinz-Jürgen Thomaschewski ǀ Egon Harms ǀ Hans-Peter Kurtze

Peter Goldschmidt ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Burkhard Schletter (Karl-Heinz Starken) ǀ Dieter Schleger ǀ Dieter Schmidt

Mit 2:0 Toren ging dieses Treffen an den TSV Rantrum verloren. Dabei war der TSV Rantrum an diesem Tage zu bezwingen. Schon nach 15 Minuten wurden drei klare Chancen vergeben! In der Spielanlage war Husum 18 weitaus besser, doch die Rantrumer zeigten einen enormen Einsatz. Pech für Rüdiger Schwigon in der 44. Minute, als ihm ein Handspiel im eigenen Strafraum unterlief. Den Strafstoß verwandelten die Gastgeber zum 1:0. Nach dem Wechsel bedrängte Husum 18 unaufhaltsam das Rantrumer Tor. Bei einem Gegenangriff der Rantrumer ließ sich ihr Stürmer Deutsch in den Strafraum fallen und der Schiedsrichter erkannte auf Strafstoß. Dieser wurde zum 2:0 verwandelt. Der Anschlußtreffer sollte unserer Elf verwehrt werden. Ein Handelfmeter für Husum 18 wurde vom Torwart der Rantrumer gehalten. Dieses Anschlußtor hätte noch eine Wende des Spiels herbeiführen können, doch alle Angriffe wurden von der Gästeabwehr mit viel Glück und Geschick abgewehrt.


Sieger im Ortsderby!

10.03.1968

 

Husum 18 - Frisia Husum

 

2:1

Wolfgang Täuber

Martin Dohrn ǀ Ulrich Grabert

Hans-Peter Kurtze ǀ Egon Harms ǀ Heinz-Jürgen Thomaschewski

Gundolf Schrock ǀ Dieter Schleger ǀ Burkhard Schletter
(Karl-Heinz Starken)
ǀ Peter Goldschmidt ǀ Rüdiger Schwigon

Mit diesem 2:1 Erfolg über unseren Ortsnachbarn Frisia konnten wir uns die Tür zur Verbandsliga noch ein wenig offen halten.

Mit starken Rückenwind begann unsere Liga leicht feldüberlegen zu werden. Aber erst als Egon Harms mit nach vorn kam, bekam das Sturmspiel System. Diese Umstellung zeigte sich als wirksam. In der 34. Minute erzielte er ein herrliches Tor, doch ein Mitspieler stand Abseits, so wurde das Tor nicht anerkannt. In der 37. Minute wurde Gundolf Schrock von Peter Goldschmidt angespielt und schoß zum 1:0 ein. 2 Minuten vor dem Pausenpfiff erhöhte Egon Harms mit einem Weitschuß auf 2:0.

Nach dem Wechsel änderte sich das Spielgeschehen. Frisia wurde feldüberlegener und kam 2 Minuten nach Wiederbeginn zum 1:2. Mitte der zweiten Hälfte konnte sich unsere Elf wieder befreien und zu gefährlichen Gegenangriffen starten. Dabei wurden große Möglichkeiten vergeben, das Ergebnis zu erhöhen. Frisia hatte während der zweiten Halbzeit keine so echten Torchancen mehr. So blieb es bis zum Schluß beim knappen 2:1 für unsere Liga.


2. Amateurliga

1.   Bredstedter TSV   27   93:42   43:11
2.   TSV Rantrum   26   54:31   36:16
3.   TSV Westerland   26   58:34   35:17
4.   TSV Kappeln   26   50:46   32:20
5.   DGF Flensburg   27   49:40   32:32
6.   Husum 18   26   47:42   29:23
7.   Schleswig 06 II   25   39:33   27:23
8.   Rasensport Schleswig   26   47:53   27:25
9.   TSV Weiche-West   26   44:45   25:27
10.   Frisia Husum   27   52:50   25:29
11.   RW Niebüll   26   56:59   23:29
12.   BW Friedrichstadt   24   50:68   19:29
13.   Flensburger TB   27   47:62   19:35
14.   VfB Nordmark   28   45:61   19:37
15.   SIF Schleswig   25   52:81   16:34
16.   TSV Kropp   26   38:71   11:41
Dieter Schladetzky

Ausrutscher der Reserve

Mit 2:1 Toren unterlag unsere Ib beim SV Blau-Weiß Löwenstedt. Durch einen vorbildlichen Einsatz lagen die Löwenstedter bis zum Wechsel mit 2:0 vorn. Nach dem Wechsel ließen die Kräfte nach, und unsere Ib kam zum Anschlußtreffer. Das 2:1 verteidigten die Löwenstedter bis zum Schluß recht glücklich.

Die weiteren Ergebnisse

  Husum 18 Ib   -   IF Tönning   1:1  
  TSV Nordstrand   -   Husum 18 Ib   2:4  

III. Mannschaft

Unsere dritte Mannschaft schreitet unaufhaltsam dem Meistertitel zu

  BW Löwenstedt Ib   -   Husum 18 III   1:3  
  Husum 18 III   -   IF Tönning II   2:0  
  Rödemisser SV   -   Husum 18 III   4:4  
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. April

Unsere Jugendabteilung

Knaben:

  Husum 18   -   IF Tönning   6:0  
  TSV Tönning   -   Husum 18   0:4  

Schüler:

  Husum 18   -   IF Tönning   3:1  
  TSV Nordstrand   -   Husum 18   2:3  

Jugend:

  Husum 18   -   TSV Tönning (Jungmannen)   3:5  

Jungmannen 5:0!

Mit einem klaren 5:0-Sieg über den TSV Rantrum revanchierten sich unsere Jungmannen für die im Hinspiel erlittene Niederlage. Torschützenkönig mit vier Treffern war Rainer Stadel, den anderen Treffer erzielte Nico Paulsen.

Die weiteren Ergebnisse:

  Schleswig 06   -   Husum 18   4:0  

Husum 18 - Heider SV

Am Ostermontag stellt sich der Heider Sportverein mit seiner gesamten Jugendabteilung bei uns ein. Der Beginn ist auf 9 Uhr festgelegt.

Die Spielpaarungen:

Knaben   9 Uhr   Husum 18   -   Heider SV
Schüler   9 Uhr   Husum 18   -   Heider SV
Jugend   10 Uhr   Husum 18   -   Heider SV
Jungmannen   10 Uhr   Husum 18   -   Heider SV

Jungmannen Pfingsten in Flensburg

Unsere Bezirksjungmannenelf ist auch in diesem Jahr wieder Gast bei Flensburg 08. Im Verlauf einer internationalen Jugendbegegnung anläßlich des 60jährigen Vereinsjubiläums von Flensburg 08 treten unsere Jungmannen gegen bekannte Vereine an.

Aus Dänemark haben zugesagt: Esbjerg fB, Middelfart Gymnastik und Boldklub, Jaegerpries Idroetsklub, Hoyer Idroetsklub. Aus der Schweiz erscheint der Fußballklub Zürich, Hertha 06 Charlottenburg aus Berlin. Die Franzosen kommen mit dem Football club de Metz. Aus Schweden Lunds Norra IF, Ystads Idrottsförening. Als deutsche Mannschaften nehmen teil: Bonner Sport Club, Concordia Bochum, 1860 Bremen, Schleswig 06, Flensburg 08 als Veranstalter mit zwei Mannschaften, sowie Husum 18.

Am Mittwoch, dem 29.Mai, geht die Fahrt los. Sie dauert bis zum Pfingstmontag. Die Unterbringung unserer Jungen erfolgt im Jugenderholungsdorf Schwennauhof Glücksburg.

Die ersten drei Spiele sind:

29.05.1968   18 Uhr   Bonner Sport Club   -   Husum 18
30.05.1968   16 Uhr   Lunds Norra IF   -   Husum 18
30.05.1968   18 Uhr   Jaegerpries Idroetsklub   -   Husum 18

 

Hoffen wir, daß unsere Jungmannen die Farben von Husum 18 würdig vertreten und guten Kontakt zu anderen Jugendgruppen finden.

Als Begleiter werde ein Sportfreund Hans-Jürgen Struve sowie Sportfreund Gerd Koch mitfahren.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. April

Herzlichen Glückwunsch!

Ein gutes Beispiel zum Nachahmen gaben unsere beiden Jungmannenspieler Rainer Stadel und Karl Liepert. Sie nahmen an einem Schiedsrichterlehrgang des Kreisfußballverbandes teil und bestanden beide ihre Schiedsrichterprüfung! Um die Theorie in die Praxis umzusetzen, stellen sie sich jedes Wochenende als Schiedsrichter bei unseren Jugendspielen zur Verfügung.

Unser Ehrenvorsitzender Bernhard Petersen hat jetzt in Hamburg folgende Adresse;

Bernhard Petersen, 2000 Hamburg 76, Wildschwanbrock 133 III

Zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum am 1. April bei der Kreissparkasse in Husum gratulieren wir unserem Kegelbruder Friedrich Carstens recht herzlich!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball regional

1. April

Bezirkstag regelte Aufstieg zur 2. Amateurliga

Auf dem außerordentlichen Fußball-Bezirkstag in der Flensburger "Fördebrücke" wurde die Frage der Aufstiegsmöglichkeiten zur zweiten Amateurliga - in Zukunft Bezirksliga genannt - in sportlich fairer Weise gelöst. Nachdem der Bezirkstag mit 50 Stimmen Mehrheit sich dafür entschieden hatte, den beiden Absteigern eine Chance des Wiederaufstiegs einzuräumen, nahm man später den folgenden Antrag des Bezirksvorstandes an: "Alle vier Kreismeister steigen automatisch auf. Die vier Tabellenzweiten der vier Kreise und die beiden Absteiger spielen in zwei Gruppen in einer Hin- und Rückrunde die noch fehlenden Aufsteiger aus." Man entschloß sich zu dieser Regelung, um die Bezirksklasse, nachdem fünf Mannschaften in diesem Jahr zur Verbandsliga aufsteigen - möglicherweise auch noch dazu eine oder gar zwei Mannschaften den Aufstieg zur Landesliga schaffen können -, so spielstark wie möglich zu halten.

Die beiden um den Aufstieg spielenden Gruppen wurden wie folgt ausgelost:
Gruppe A: Schleswig II, Husum II und der Vorletzte der zweiten Amateurliga;
Gruppe B: Flensburg II, Südtondern II und der Tabellenletzte der zweiten Amateurliga.

Von jeder Gruppe steigt der Tabellenerste auf. Der siebte Aufsteiger wird in einem Entscheidungsspiel zwischen den beiden Zweiten jeder Gruppe ermittelt. Sollten 8 Mannschaften aufsteigen können, steigen beide Zweiten der Gruppe ohne Ausscheidungsspiel auf. Wird die Höchstzahl an 9 Aufsteigern erreicht, so spielen die beiden Dritten der beiden Gruppen in einem Entscheidungsspiel den neunten Aufsteiger aus.

Die Aufstiegsspiele sollen am 12. Mai beginnen.

Der ordentliche Bezirkstag findet am 15. Juni um 16 Uhr in Tönning statt.

Dieter Schladetzky

Starke Aufwärtsentwicklung im Fußball

Für den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband zeichnet sich gegenüber dem Vorjahr eine starke Aufwärtsentwicklung ab. Das geht aus den Mannschaftsmeldungen, die gegenwärtig dem Verband vorgelegt werden, hervor. In den Kreisen Kiel, Flensburg, Rendsburg, Südtondern, Schleswig, Steinburg und Dithmarschen sind gegenüber dem Vorjahr 100 Mannschaften mehr an den Punktspielen beteiligt. Allein in der Knabenklasse gibt es 46 Mannschaften mehr. Die Schüler melden einen Zuwachs von 31 Mannschaften, während bei den Senioren 30 Mannschaften mehr als 1966/67 an den Punktspielen teilnehmen. Lediglich in der Jugendklasse (4 Mannschaften) und bei den Jungmannen (3) sind leichte Rückgänge zu verzeichnen.

Nach dem Plan des Jugendausschusses soll von 1968 an im nördlichsten Bundesland eine Jungmannen-Verbandsliga in zwei Staffeln gebildet werden.

Unsere Kegler erzielten folgende Holzzahlen:

Dieter Schladetzky   749   Holz
Gerd Schulz   734   Holz
Gerd Präger   729   Holz
Walter Zukrigl   724   Holz
Karl-Heinz Lund   723   Holz
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. April

Aus der Kegelabteilung

Am 11. März trug unsere Kegelabteilung einen Klubvergleichskampf gegen "Fahrt frei" (Frisia) aus. Dabei siegten die Frisianer mit 36 Holz Unterschied. Doch auch unsere Kegler konnten einen Erfolg verzeichnen. Mit 749 Holz wurde Dieter Schladetzky Tagesbester.

Unsere Kegler erzielten folgende Holzzahlen:

Dieter Schladetzky   749   Holz
Gerd Schulz   734   Holz
Gerd Präger   729   Holz
Walter Zukrigl   724   Holz
Karl-Heinz Lund   723   Holz
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. April

Fritz Hendriks wird kein Lizenzspieler!!!

(Schluß)

Richtig trafen die beiden auch pünktlich in der Geschäftsstelle des Bundesligavereins ein. Und beide hatten geglaubt, jetzt wird ein Kontrakt unterzeichnet, vielleicht noch ein Paßbild abgegeben, und dann ist man Lizenz-Fußballer (von Handgeld war sowieso nie gesprochen worden, denn Jan war ja glücklich, daß man ihn überhaupt wollte!). So einfach aber ging das gar nicht! Erst einmal mußte Jan zum Vereinsarzt, der untersuchte ihn zwei Stunden lang und stellte dann ein Attest aus. Dann ging es zum Fotografen, denn zwei Paßbilder wurden benötigt. Dann legte man ihm einen Antrag zur Aufnahme in die Transferliste bei der Paritätischen Vermittlungsstelle für Fußballspieler vor. Viele weitere Formulare füllte der Herr Sekretär des Bundesliga-Vereins aus; so eine Anmeldung zur Vertragsspieler-Kartei des DFB, einen Antrag an den DFB, daß Jan überhaupt Lizenzspieler werden wolle, - dazu einen Schiedsgerichtsvertrag zwischen Jan und dem DFB. Dann sollte Jan oder der Herr Visser noch eine Freigabeerklärung des FC Frisia besorgen, Jan sollte sich bei seinem alten Verein abmelden und mußte weiterhin für den Bundesligaverein eine Aufnahme-Erklärung unterschreiben, und dann endlich kam es zur Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages zwischen dem neuen Verein und dem Fußballer Jan Hendriks. Hierzu gehörte natürlich noch die gegenseitige Unterzeichnung eines Schiedsgerichtsvertrages zwischen Verein und Spieler, und schließlich legte man dem guten Jan noch ein Aufnahmeformular zur Unterschrift für die Spielergewerkschaft vor. Außerdem ein Exemplar der Disziplinarordnung für Lizenzspieler und eine Ausgabe des neuesten Bundesliga-Statuts. Klar, daß unserem guten Jan - und Herrn Visser - langsam schwindelig wurde vor lauter Formularen. Durchlesen konnten sie sowieso nicht alles. Wozu auch, das meiste hätte zumindest Jan sowieso nicht verstanden!

Als endlich alle diese vielen Papiere unterschrieben, geordnet und gebündelt waren, überreichte man sie dem guten Jan mit dem Bemerken, er möge alles von seinem Vater unterzeichnen lassen, da Jan selbst ja noch minderjährig ist und "mittels beigefügtem Freiumschlag" alle Unterlagen schnellstens dem Verein zurücksenden, der dann alles dem Fußballbund einreichen müsse. Einen ganzen Tag Papierkrieg hatten und Onno Visser und Jan hinter sich, als sie endlich die Heimreise antreten konnten.

Jans Vater hatte Bedenken, alle diese Formulare und Papiere zu unterschreiben, kannte doch auch er sich nicht aus in derlei Dingen. Jugendleiter Visser zerstreute die Bedenken, und endlich konnte Jan den Umschlag mit den vielen Papieren zur Post geben. Doch siehe da, nach einigen Tagen kam alles getreulich zu unserem Jan zurück. Der Herr Sekretär des Vereins hatte dazu geschrieben, daß auch Jans Mutter noch alles zu unterschreiben habe, von wegen der Gleichberechtigung der Frauen und so... Aber jetzt geschah etwas, womit niemand der Beteiligten gerechnet hatte. Mutter Hendriks, die sowieso ihren Jüngsten nicht gern in die Fremde ziehen sah (alle übrigen Kinder waren ja inzwischen "aus dem Hause", verheiratet und so), sie sagte: "Nee, min Jung, da unnersriew ick nich!" Sie war eine energische Frau und allem gegenüber, daß ihr fremd war, blieb sie ablehnend. So auch in diesem Falle. Ja, da war es nun soweit! Alles schien in bester Ordnung und die "Mannslüüd" hatten - wie so oft - sich dem Papierkrieg gebeugt. Nicht so aber Mutter Hendriks. Sie in ihrem gesunden Menschenverstand sagte sich: "Wenn da so viel Papiere und Formulare nötig sind, nur damit mein Jan Fußball spielt, dann ist da etwas faul daran an dem Fußball in der Bundesliga. Und dafür ist mir mein Jan zu schade!" Tscha, und ohne "Zustimmung der gleichberechtigten Mutter" konnte ja nun nichts daraus werden, daß Jan Hendriks Lizenzfußballer wurde.

So blieb denn Jan Hendriks bei seinem guten alten FC Frisia, für den er noch heute viele Tore schießt. Wehmütig denkt er daran, daß er beinahe ein berühmter Fußballer geworden wäre, wenn - die Bürokratie eines Sportverbandes ihm nicht einen dicken Strich durch die guten Absichten gemacht hätte!

Ihr meint, das hier sei ein Märchen, liebe Fußballfreunde? Nun ja, von wegen "dichterischer Freiheit" und so, da ist schon ein bischen gemuschelt worden. Was aber die aufgezählten Formulare, Papiere und so weiter und so weiter anbelangt, davon ist kein büschen nich von erfunden. Das ist die Wahrheit, nichts als die reine Wahrheit! Und darum sag ich's noch einmal - es lebe die Bürokratie, besonders die Bürokratie im deutschen Fußball!

Dieter Schladetzky

Ohne Kommentar

Das fünfte Disziplinarverfahren in diesem Jahr wurde gegen Inter Mailands Trainer Helenio Herrera eingeleitet. Herrera, dem verleumderische Pressekommentare vorgeworfen werden, muß mit einer empfindlichen Geldstrafe, im Extremfall sogar mit Lizenzentzug rechnen.

(Sport Zürich)


18:18 Tore und 21:15 Punkte nach 18 Spielen! Damit schaffte Eintracht Braunschweig den 6. Tabellenplatz. 6 x 1:0 und je einmal 0:0 und 1:1, weniger Tore reichen nicht zum Punktgewinn.

Herbert Weichmann (70), Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: "In unserer Stadt werden nur noch HSV-Spieler mehr beschimpft als wir Politiker."

(Sportbericht)


98 Platzverweise verhängte der argentinische Schiedsrichter Dellacasa in den letzten zwei Jahren.

(Fußball Sport)


Eine Entschädigung von 16.000 Mark muß ein schottischer Fußball-Amateur an einen Schiedsrichter zahlen, der aufgrund von Mißhandlungen teilweise erblindete. Der Spieler hatte sich gegen einen Platzverweis gesträubt.

(Welt am Sonntag)


Zu vier Monaten Gefängnis verurteilt wurden drei Spieler des drittklassigen italienischen Fußball- Amateurvereins FC Maracalagonia. Sie hatten ein Schiedsrichter angegriffen und schwer verletzt, weil dieser ein Tor ihrer Mannschaft wegen "Abseits" nicht anerkannte.

(Sportbericht)


Mit je 6 Wochen Sperre, die schwerste Strafe im englischen Fußball seit 20 Jahren, wurden die beiden schottischen Internationalen Dennis Law (Manchester United) und Ian Ure (Arsenal) vom Disziplinarausschuß der FA belegt. Die bereits mehrmals "vorbestraften" Spieler hatten sich beim Spiel ihrer beiden Mannschaften geprügelt. Law und Ure zählen zu den höchstbezahlten Spielern in Großbritannien und verlieren durch ihre Sperre rund 10.000 Mark an Gehältern und Prämien. Beide konnten für Schottland am 22. November beim wichtigen Spiel gegen Wales nicht eingesetzt werden; Law muß auch bei den Europacup-Treffen der United gegen Sarajewo zuschauen.

(UPI)

Dieter Schladetzky

Was man so schreibt ...

Die "Vier-Schritte-Regel" hat sich eingespielt. Außer am ersten Spieltag. Aber auch hier nur ganz geringfügig hat sich "Ä„ger" breitgemacht und viele Vorher-Bedenken sind in ein Nichts zerflossen. (Wobei wir nicht verhehlen wollen, daß auch wir Bedenken hatten.) Die Frage der "Vier-Schritt-Bestimmung" und der damit zusammenhängenden Umstände wollen wir gesondert behandeln, hier wollen wir nur eine Kritik wiedergeben, die sich aus einem Spielvorgang am ersten Spieltag ergab. Der "Sport-Kurier" Augsburg schrieb:

"Erstes und zugleich prominenteste Opfer der neuen Vier-Schritt-Bestimmung war ausgerechnet Nationaltorwart Hans Tilkowski, dem beim Abschlag der Lapsus eines fünften Schrittes unterlief. Der übergenaue Schiedsrichter Oswald Fritz aus Ludwigshafen ahndete diese 'Sünde' sofort mit einem indirekten Freistoß im Strafraum, den Werder Bremen zu einem Tor verwandeln konnte.
Diese Strafe für einen kleinen Regelverstoß scheint denn doch zu hart. Diese Regel wurde ja geschaffen, um übermäßiges Verzögern des Spiels durch die Torwarte zu verhindern. Tilkowski hatte das hier doch bestimmt nicht im Sinn, als er in seinem Bemühen, den Ball möglichst schnell weg zu bekommen, einen Schritt zuviel machte.
Hier sollten die Schiedsrichter doch zwischen der Absicht, Zeit zu gewinnen, und einem versehentlich zuviel getanen Schritt unterscheiden! Wie unterschiedlich auch unter den Schiedsrichtern die Auffassung ist, zeigte eine Bemerkung des Oberhauseners Hans-Joachim Weyland, der meinte, man dürfte in dieser Beziehung nicht zu 'pingelig' sein. Sein Kollege Fritz war 'pingelig'."

Einer Auffassung, wie sie hier vertreten wird, muß mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden. Wo hört es auf, wenn nicht bei vier Schritten, beim fünften, sechsten oder siebten? muß man fragen. Hier gibt es keine Pingelkeit, sondern die klare Bestimmung der Spielregel ist zu beachten. Jede Nichtbeachtung, die nur zu leicht großzügig genannt wird, führt zu Konzessionen, und die darf ein Schiedsrichter unter gar keinen Umständen machen. Lieber berechtigt einschreiten und nach dem Buchstaben der Regel handeln, als durch Konzessionsentscheidungen Unsicherheit und Willkür in das Spiel tragen. Unsere Schiedsrichter sollen hier "eisern" sein.

Dieter Schladetzky

Die Glosse

Mutige Schiedsrichterkritik

Mit dieser Überschrift versieht der "Sport-Beobachter, Essen, eine Nachbetrachtung über das Spiel Alemannia Aachen gegen Bayern München, wobei er die Meinung des Alemannia-Trainers zu einem von Schiedsrichter verhängten und schnell ausgeführten Freistoß der Bayern wie folgt wiedergibt:

"Einen derartig schlechten Schiedsrichter habe ich in meiner gesamten Laufbahn noch nicht gesehen. Ich hoffe auch, daß diese, meine Meinung überall in der Presse wiedergegeben wird, damit sich einmal etwas ändert." Mit diesen aufgebrachten Worten begann Alemannia-Trainer Michael Pfeiffer die Pressekonferenz. Pfeiffer regte sich vor allem über einen für ihn unerklärlichen Freistoßpfiff auf, den Ferdinand Biwersi für die Bayern gab, als Josef "Jupp" Martinelli Franz "Bulle" Roth stoppte. Ehe sich die Aachener gesammelt hatten, hatte Franz Beckenbauer das Leder an der verdutzten Aachener Abwehr zum 2:0 eingeschossen."

Es ist nicht festzustellen, in welcher Beziehung der Trainer Pfeiffer sich so enttäuscht fühlt, wegen der Freistoß-Verhängung oder wegen der schnellen Ausführung desselben. Was den ersten Umstand anbetrifft, so ist es landläufig geworden, daß die Trainer Freistoß-Entscheidungen als verkehrt bezeichnen, wenn sie sich gegen die eigene Mannschaft richten, und sich in Schweigen hüllen, wenn ihr Widerpartkollege seinerseits eine seine Mannschaft betreffende Schiedsrichterentscheidung als verkehrt ablehnt. Oder aber die Meinung beider Trainer steht gegensätzlich zueinander, was entweder von mangelnder Regelkenntnis - mindestens des einen - oder von einer den freien Blick schädigenden Parteibrille zeugt.

Der neue "Fall Pfeiffer" ist nur einer von vielen, derlei ereignet sich an jedem Spieltag. Sollte sich nicht bald die Erkenntnis durchsetzen, daß es hohe Zeit ist, den zur Erziehung ihrer Spieler berufenen Mannschaftsbetreuern das Blickfeld zu reinigen?

C.K.

Regelfragen und Antworten

    Strafstoßausführung
1.   In unserer Versammlung wurde vom Obmann mitgeteilt, daß es fortan keinen indirekten Freistoß mehr gäbe, wenn beim Strafstoß, bevor der Ball ins Spiel kommt - also nach dem Stoß eine Umdrehung gemacht habe - durch den ausführenden Spieler die Regel verletzt wurde. Vielmehr sei auf Verwarnung des schuldigen Spielers und Wiederholung des Strafstoßes zu entscheiden. Ist dieser Auslegung richtig?
    Die Darlegung ihres Obmannes ist richtig, nur muß hinzugefügt werden, daß in Anwendung der Vorteilbestimmung der Strafstoß gültig ist, wenn der Ball nicht ins Tor geschossen wird. Der Schiedsrichter soll, wenn er eine Regelwidrigkeit bei der Ausführung bemerkt, nicht sogleich abpfeifen, sondern die Auswirkung des Stoßes abwarten. Geht der Ball ins Tor, so erfolgt eine Verwarnung des schuldigen Spielers und der Strafstoß wird wiederholt; geht der Ball über oder neben das Tor oder wird er abgewehrt, so ist der Strafstoß gültig, weil eine Wiederholung ein Nachteil für die verteidigende Mannschaft wäre.
    Zu-Fall-bringen
2.   Der Ball ist im Mittelfeld und wird dort gespielt. Der Schiedsrichter bemerkt, wie in seinem Strafraum der Verteidiger einen zurückgehenden Spieler zu Fall bringt. Wie soll sich der Schiedsrichter verhalten. Soll er den schuldigen Spieler vom Spielfeld weisen und das Spiel dort fortsetzen?
    Die von Ihnen dargelegte Entscheidung ist nicht richtig. Da der Ball, als der Verteidiger einen Gegner regelwidrig behandelte, indem er ihn zu Fall brachte, im Spiel war, besteht kein Zweifel über die Entscheidung: Strafstoß und - je nach der Schwere des Vergehens - Spielfeldverweis oder Verwarnung. Im Grunde ist das Vergehen doppelt verwerflich, weil es nicht im Kampf um den Ball begangen wurde. Die Strafe wird immer da verhängt, wo der Tatort ist, in diesem Fall im Strafraum, also muß es einen Strafstoß geben.
    Ausgewechselter Spieler
3.   Wir hatten hier im Westen folgenden Fall: Der Schiedsrichter stellt den Torwart vom Spielfeld, weil er einen Gegner geschlagen hatte, als dieser ihn angriff. Daraufhin schickte der Mannschaftsführer seinen rechten Halbstürmer vom Spielfeld und läßt einen Ersatzspieler für ihn eintreten, den er aber an Stelle des feldverwiesenen Torwarts ins Tor stellt. Ist dies zulässig? Wir sind uns hierüber nicht einig.
    Gegen die Maßnahme des Mannschaftsführers ist kein Einwand zu erheben, denn er handelte gemäß der Regelbestimmung, daß ein Spieler ausgetauscht werden kann. Der neu eingesetzte Spieler brauchte nicht den Posten des Halbstürmers einzunehmen, sondern konnte an Stelle des vom Spielfeld gewiesenen Torwarts ins Tor gestellt werden. Die Mannschaft muß aber mit zehn Spielern weiterspielen.
    Ersatz oder Feldverweis?
4.   Ich mußte einen Spieler wegen unfairen Spiels verwarnen. Der Spieler fiel mir weiterhin auf, so daß ich seinen Spielfeldverweis kommen sah. Als er wieder einmal unfair einstieg, war ich zum Spielfeldverweis entschlossen. Bevor ich bei dem Spieler war, war schon der in der Nähe stehende Mannschaftsführer hinzugelaufen und hatte den Spieler vom Spielfeld geschickt, um ihn gegen einen anderen Spieler auszutauschen. Ich erklärte ihm, daß das nicht mehr möglich sei, weil ich den Spieler vom Spiel ausgeschlossen habe. Wie ist die Sachlage?
    Der Austausch eines Spielers kann nur erfolgen, wenn das Spiel unterbrochen ist, also ruht. Da der Schiedsrichter das Spiel unterbrach, um den Spieler zu bestrafen, das heißt ihn vom Spielfeld zu weisen und einen direkten Strafstoß zu verhängen, konnte zu diesem Zeitpunkt der Austausch des Spielers nicht vorgenommen werden, da er sichtlich erfolgen sollte, um den Spieler seiner Strafe zu entziehen. Wäre das Spiel aus einem anderen Anlaß unterbrochen worden, so hätte der Austausch erfolgen können.
    Ersatzspieler greift ein
5.   Die Ersatzspieler sitzen am Spielfeldrand, um zum Einsatz bereit zu sein. Als ein Spieler verletzt wird und am Boden liegt, läuft ein Ersatzspieler auf das Spielfeld, nimmt den Ball an und läuft mit ihm weiter. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel, verwarnt den betreffenden Spieler, nachdem dieser ihm erklärt hat, daß er Austauschspieler sei und setzt das Spiel mit Schiedsrichterball fort. Bei der nächsten Spielunterbrechung wird dieser Spieler dann gegen einen anderen ausgetauscht. 1. Handelte der Schiedsrichter richtig? 2. Gilt die Verwarnung auch für den weiteren Spielverlauf? .
    Der Schiedsrichter hat richtig gehandelt. Da ein Spieleraustausch nur bei einer Spielunterbrechung erfolgen kann, nahm der ins Spiel gelaufene Spieler unberechtigt am Spiel teil. Dennnoch gehörte er als vorgesehener Ersatzspieler zur Mannschaft, unterstand also der Strafgewalt des Schiedsrichters. Seine Verwarnung ist bei einem späteren Spieleintritt gültig. Nach der Regel wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt, wenn ein zu spät kommender oder wieder ins Spiel eintretender Spieler ohne sich ordnungsgemäß anzumelden und das Zeichen des Schiedsrichters abzuwarten, ins Spiel eingreift
    Strafstoß in der Verlängerung
6.   Zur Ausführung eines Strafstoßes ist eine Spielverlängerung notwendig. Hierbei läuft ein angreifender Spieler zu früh vor und der Ball geht ins Tor. Ist der Strafstoß zu wiederholen? Wie ist es, wenn ein verteidigende Spieler der schuldige Teil ist?
    Wenn ein Spiel zur Ausführung eines Strafstoßes verlängert werden muß und dabei ein Spieler der angreifenden Mannschaft einen Regelverstoß begeht, so ist eine im normalen Spielablauf notwendige Wiederholung des Strafstoßes nicht durchzuführen. Wenn also der Ball ins Tor geschossen wird und ein angreifender Spieler ist zu früh vorgelaufen, so gilt das Tor nicht und das Spiel ist beendet. Verstößt dagegen ein Spieler der verteidigenden Mannschaft gegen die Regeln und der Ball geht nicht ins Tor, so ist der Strafstoß zu wiederholen.
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. Mai

Die Verbandsliga wurde erreicht!

Mit einem 3:1-Sieg über die durch mehrere Ligaspieler verstärkte Reserve von Schleswig 06 hat unsere Liga im letzten Spiel die nötigen Punkte für den Aufstieg in die Verbandsliga geholt. Alle Anhänger von Husum 18 freuen sich über diesen Aufstieg, auch wenn er mal wieder in allerletzter Minute erreicht wurde. Wie oft haben wir in den letzten Wochen nachgerechnet, wo die Punkte geblieben waren. Mancher Anhänger von Husum 18 hat auch nicht mehr daran geglaubt, dass es noch geschafft wird. Aber die Leistungssteigerung unserer Mannschaft in den letzten Spielen hat nun doch die günstige Entscheidung für uns gebracht. Alle Beteiligten haben in den letzten Wochen alles getan, um dieses Ziel doch noch zu erreichen. Die Freude über den Aufstieg ist also berechtigt, zumal dieser Wunsch in unserem Jubiläumsjahr in Erfüllung gegangen ist. Die vielen Sorgen sind vergessen und neue Probleme müssen gelöst werden. Zunächst wollen wir uns aber ganz auf unsere Jubiläumswoche konzentrieren. Die Vorbereitungen in allen Abteilungen laufen auf Hochtouren. Die Jubiläums- Sportwoche wird vom 22. bis 30. Juni 1968 in Husum stattfinden. Hierfür haben alle Abteilungen ein umfangreiches Programm aufgestellt und wir hoffen, daß diese Veranstaltungen eine Werbung für den Sport, insbesondere aber für den Fußballsport in Husum sein werden.


Kurz nach Spielschluß in Schleswig stellte sich unsere Liga freudestrahlend vor.
Von links: Spielausschußmitglied Karl Etteldorf, Trainer Weinknecht, Heinz-Jürgen Thomaschewski, Martin Dohrn, Peter Goldschmidt, Hans-Peter Kurtze, Rüdiger Schwigon, Dieter "Schorsch" Schleger, Gundolf Schrock, Spielausschußvorsitzender Arthur Grabert, Burkhard Schletter.
Untere Reihe: Gerd Meier, Karl-Heinz Starken, Wolfgang Täuber, Hans-Ulrich Grabert, Spielausschußmitglied Eckhard "Ecki" Sers und Egon Harms. Es fehlt Dieter Schmidt auf dem Bild.


Gerade ist das 1:0 für Husum 18 gefallen! Freudestrahlend eilen die Kameraden auf den Torschützen Dieter "Schorsch" Schleger zu.


 

 

Schleswig 06 II - Husum 18

 

1:3 (1:1)

Durch diesen 3:1-Sieg bei der 06-Reserve sicherte sich unsere Liga endgültig den fünften Tabellenplatz und damit den Aufstieg in die Verbandsliga. So glatt, wie man aus dem Ergebnis schließen könnte, lief das Treffen für uns allerdings nicht. Die Schleswiger hatten sich durch drei Spieler der ersten Mannschaft verstärkt und diese brachten erheblichen Schwung ins Spiel.

Der erste Treffer für Husum 18 fiel durch eine wunderschöne Kombination bereits in der siebten Minute. Eine Vorlage von Rüdiger Schwigon konnte Dieter "Schorsch" Schleger mit Kopfball zum 1:0 verwandeln. In der 22. Minute erzielten die 06er den Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verloren die Schleswiger Broer durch Feldverweis. Nun blieb unsere Elf bis zum Schluß in der Überzahl. Doch die Schleswiger blieben nach wie vor sehr gefährlich. In der 75. Minute schaffte Gundolf Schrock das 2:1. Durch einen herausragenden Tormann Wolfgang Täuber konnte unser Tor bis zum Schluß rein gehalten werden. Kurz vor Schluß nahm uns Peter Goldschmidt alle Sorgen. Durch einen schnellen Antritt ließ er seinen Bewacher stehen und schoß zum vielumjubelten 3:1 ein.


2. Fußball-Amateurliga

1.   Bredstedter TSV   30   98:50   45:15
2.   TSV Rantrum   30   67:37   42:18
3.   TSV Westerland   29   64:37   40:18
4.   TSV Kappeln   28   61:47   36:20
5.   Husum 18   30   60:47   35:25
6.   DGF Flensburg   30   53:47   33:27
7.   Schleswig 06 II   29   46:39   31:27
8.   Frisia Husum   30   59:56   29:31
9.   Rasensport Schleswig   28   52:62   28:28
10.   TSV Weiche-West   29   48:55   28:30
11.   RW Niebüll   29   69:67   27:31
12.   Flensburger TB   29   52:66   23:35
13.   BW Friedrichstadt   28   56:82   20:36
14.   VfB Nordmark   29   45:63   19:39
15.   SIF Schleswig   29   60:94   19:39
16.   TSV Kropp   29   43:84   11:47

 

 

TSV Weiche West - Husum 18

 

1:1 (0:1)

In der ersten Halbzeit hatte unsere Liga mehr von der Partie. Wir lagen durch einen Treffer von Rüdiger Schwigon verdient mit 1:0 in Führung. Ein von Egon Harms nicht konzentriert genug geschossener Foulelfmeter wurde vom Torwart der Weicher in der zweiten Halbzeit gehalten. In den letzten zwanzig Minuten hatten sich die Weicher eine Feldüberlegenheit heraus gespielt, doch unsere Deckung kämpfte aufopfernd und vereitelte jeden Erfolg der Platzherren. 5 Minuten vor dem Abpfiff glückte den Platzherren durch einen Sonntagsschuß der Ausgleich.


 

 

Bredstedter TSV - Husum 18

 

2:2 (1:1)

Das Spiel in Bredstedt zählte zu den besten der Saison. Trotz eines starken Windes lieferten sich beide Mannschaften ein spannendes Spiel, das am Ende gerechterweise unentschieden ausging.

Bredstedt begann zunächst mit Rückenwind und drängte sofort auf eine Entscheidung. Doch zunächst blieben wir vor einem Tor verschont. Im Gegenteil: In der 33. Minute riskierte Dieter "Schorsch" Schleger einen Weitschuß. Der Ball sprang von der Latte ins Feld zurück, wo Dieter Schmidt den Ball über den Torwart zum 1:0 einköpfte. Doch die Freude währte nicht lange. Eine Minute später hieß es 1:1. Nach dem Wechsel dann verteiltes Spiel. Unser Sturmspiel lief immer besser. Doch großes Pech für uns als Hans-Peter Kurtze einen Freistoß abfälschte und die Bredstedter mit 2:1 in Führung gingen. Jetzt hieß es "alles oder nichts". Es wurde bedingungslos gestürmt. 6 Minuten vor dem Spielende gelang Rüdiger Schwigon nach genauem Zuspiel von Egon Harms der vielumjubelte Ausgleichstreffer. 


 

 

Husum 18 - SIF Schleswig

 

8:1 (2:0)

 Mit 8:1 gewannen wir unser Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Gäste überaus deutlich. Durch zwei Tore von Martin Dohrn und Dieter "Schorsch" Schleger hieß es bei Halbzeit nur 2:0 für Husum 18. Doch nach Wiederbeginn setzte sich unsere Elf mehr und mehr durch und erzielte noch 6 Treffer. Dieter Schmidt 3:0, Egon Harms 4:0, Dieter Schmidt 5:0, 5:1 (Gegentreffer), Gundolf Schrock 6:1, Dieter Schmidt 7:1 und Dieter "Schorsch" Schleger 8:1 hieß es am Ende. Durch diesen Sieg wahrte sich unsere Elf alle Chancen auf dem begehrten fünften Tabellenplatz.

Dieter Schladetzky

Unsere Reservemannschaften

Hinter dem TSV Tönning, der durch die Meisterschaft in die Bezirksklasse aufsteigt, gelang es unserer Ib, die Vizemeisterschaft für Husum 18 zu erringen. Hierzu unseren herzlichsten Glückwunsch!

    Husum 18 II   -   TSV Rantrum II   3:2
    Husum 18 II   -   SV Germania Breklum   4:0
    TSV St. Peter   -   Husum 18 II   1:4

Tabelle der I. Kreisklasse

1.   TSV Tönning   24   96:30   41:7
2.   Husum 18 II   26   73:42   37:15
3.   FC Langenhorn   26   60:33   36:16
4.   IF Tönning   26   86:42   32:20
5.   BW Löwenstedt   25   50:62   26:24
6.   TSV Arlewatt/Olderup   26   65:65   25:27
7.   Frisia Husum II   24   48:48   24:24
8.   TSV Nordstrand   24   54:61   23:25
9.   TSV Rantrum II   25   54:66   23:27
10.   BW Friedrichstadt II   25   45:65   22:28
11.   SV Dörpum   26   42:69   18:34
12.   TSV St. Peter   24   44:70   17:31
13.   SV Germania Breklum   25   48:88   14:36
14.   Bredstedter TSV II   26   37:61   14:38

III. Mannschaft zum 5. Mal Kreismeister!

Unsere dritte Mannschaft ist wieder mit weitem Abstand Meister ihrer Klasse geworden. Hierzu gratulieren wir recht herzlich und danken Sportfreund Horst Kersten und seinen Mitarbeitern!

    Husum 18 III   -   TSV Rantrum III   8:1
    Husum 18 III   -   SV Germania Breklum   3:0
    TSV Garding   -   Husum 18 III   1:3

Tabelle der II. Kreisklasse

1.   Husum 18 III   25   122:23   47:3
2.   Bredstedter TSV III   25   83:52   34:16
3.   TSV Garding   25   62:44   34:16
4.   Rödemisser SV   24   82:64   31:17
5.   Frisia Husum III   24   93:52   29:19
6.   TSV Arlewatt/Olderup II   26   93:87   27:25
7.   IF Tönning II   26   66:70   26:26
8.   TSV Tönning II   24   69:67   21:27
9.   BW Löwenstedt II   24   55:82   20:28
10.   TSV Rantrum III   23   67:64   19:27
11.   FC Langenhorn II   25   43:74   18:32
12.   TSV Tönning III   23   39:83   15:31
13.   SV Dörpum II   25   39:107   15:35
14.   SV Germania Breklum II   25   44:88   8:42
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Mai

Unsere Jugendabteilung

Herausragendstes Ereignis der letzten Wochen war der Fußball-Vergleichskampf im Friesenstadion Husum 18 gegen Heider SV am Ostermontag. Bei herrlichem Wetter gab es hervorragenden Jugendfußball zu sehen, an dem die Zuschauer ihre helle Freude hatten. Es hat sich hier ganz deutlich gezeigt, daß wir uns vor großen Namen nicht fürchten brauchen. Hätte unsere Jugend nicht so unglücklich gespielt, hätten die Gäste mit drei Niederlagen die Heimreise antreten müssen. So endete dieser Vergleichskampf unentschieden.

Knaben   Husum 18   -   Heider SV   0:7
Schüler   Husum 18   -   Heider SV   2:1
Jugend   Husum 18   -   Heider SV   1:2
Jungmannen   Husum 18   -   Heider SV   3:2

Jungmannen   Polizei Flensburg   -   Husum 18   2:1
    Bredstedter TSV   -   Husum 18   4:3
    Husum 18   -   Frisia Husum   2:1

Knaben   Husum 18   -   SV Germania Breklum   3:1

Schüler   Husum 18   -   Frisia Husum   0:0
    TSV Garding   -   Husum 18   1:3

Jugend   Husum 18   -   Frisia Husum   0:1
    Bredstedter TSV   -   Husum 18   6:2

Unseren jugendlichen Konfirmanden möchten wir zur Einsegnung herzliche Glück- und Segenswünsche übermitteln.

Beim Punktspiel der Jungmannen gegen Frisia am Ostersonnabend hatten wir das Pech, unseren Mittelläufer Nico Paulsen durch eine Verletzung zu verlieren. Er brach sich beim Spiel den Unterarm. Wir wünschen alles Gute und baldige Besserung.


Am 20 April 1968 wurden im Friesenstadion die Sichtungsspiele der Kreisfußballverbandes der Schüler und Jugend ausgetragen. Husum 18's Jungen vertraten die blau-weiß-roten Farben mit gutem Erfolg. Jörg Peters und Wolfgang Erdmann bei den Schülern sowie von der Jugend Sönke Präger, Dieter Ehlert, Klaus Struve und Martin Spring werden bei den Kreisauswahlspielen am 1. Mai in Schleswig dabei sein. Dazu wünschen wir viel Erfolg!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. Mai

Aus unserer Kegelabteilung

Bei einer Bahneinweihung in Wyk auf Föhr errangen folgende Keglerinnen und Kegler die Bedingungen für das Kegel-Sportabzeichen:

Gold   Elfie Denckmann mit 753   Holz   (2. Wiederholung)  

Silber   Gerda Lund   732   Holz      
    Werner Denckmann   736   Holz      
    Walter Zukrigl   1492   Holz      

Wir gratulieren recht herzlich und wünschen weiterhin "Gut Holz"!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Badminton

1. Mai

Badmintonabteilung

Nach Beendigung der Punktspielsaison - nur noch zwei Nachholspiele stehen auf dem Programm - bereiten wir uns langsam auf den Saisonhöhepunkt, das große Badmintonturnier, vor. Wir haben am 29. und 30. Juni Mannschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Dänemark zum Turnier in die Theodor-Storm-Schule eingeladen.

Nun meine große Bitte, liebe Husum 18er: Wer stellt uns Schlafgelegenheiten für eine Nacht kostenlos zur Verfügung? Wer eine Dame oder einen Herrn für eine Nacht beherbergen will, der möge mir dieses unter der Telefonnummer 4646 mitteilen. Ich setze mich gleich mit Ihnen in Verbindung.


Mit Beginn der neuen Saison im August müssen wir mangels ausreichender Trainingsgelegenheit neue Trainingszeiten festlegen. Die erste Mannschaft (Namen werden noch festgelegt) trainiert geschlossen montags, während allen anderen Spielern der Freitag zur Verfügung steht. Dieses nur als Vorankündigung.

Wolf-Dieter Horst
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Mai

Kreuz und quer

Äpfel und Flaschen

Ein Bericht aus Bulgarien; Erscheinungen wie überall. Der Landesmeister Botev Plovdiv hatte gute Aussichten, in die zweite Runde des Europawettbewerbs zu kommen, denn ein 2:0-Vorsprung aus dem Heimspiel gegen Rapid Bukarest war eine gute Ausgangsposition für ein Rückspiel. Während des ganzen Spiels warfen die kämpferisch gesinnten Zuschauer ganze Körbe mit Ä„pfeln aufs Spielfeld(!), garniert mit Limonadenflaschen. Jeder Spieler, der gerade "Zeit hatte", faßte es als seine Pflicht auf, die Ä„pfel weiter zu werfen, und zwar - auf die Aschenbahn, wobei sie manchmal noch zuerst einen herzhaften Biß in die lockenden Früchte rumänischer Erde taten, was Heiterkeit in den Rängen hervorrief. Die Ä„pfel waren aber harmlose Geschosse, was man von den Limonadenflaschen schwerlich behaupten kann, denn sie waren aus Glas.


Stilblüten

Aus der Tiefe heraus kommt der Angriff, und als der Verteidiger aufwachte, war das Tor schon gefallen!


In der 24. Minute lag ein Elfer in der Luft, der allerdings vom Unparteiischen nicht bemerkt wurde, was beim Publikum nicht ohne Folgen blieb.


In der 15. Minute fintierte der Mitläufer zu lange bei der Abwehr, und der Mittelläufer zog flach davon!


Man sollte kein Prophet sein, sondern am Ball bleiben!


Der Ausgleich lag in der Luft, als der Schiedsrichter wie ein Blitz aus heiterem Himmel das Spiel abpfiff!


Wer weiß, wie das Spiel geendet hätte, wenn am Schluß erst Halbzeit gewesen wäre?


In diese aufregende Atmosphäre hinein fiel die größte Unsportlichkeit des Gästetorwarts. In blinder Roheit schlug er dem angreifenden Mittelstürmer das rechte Bein ab.

(SV Blau-Weiß, Berlin)


Verhaftet

Die Polizei verhaftete einen argentinischen Spieler auf dem Platz, als während der Begegnung Atletico Bilbao - Platense in Caracas in der 75. Minute eine Schlägerei unter den Aktiven losbrach. Der Argentinier Miranda schlug den spanischen Torhüter Arieta regelrecht k.o. und verletzte ihn am linken Auge. Bevor der Schiedsrichter Miranda vom Feld schickte, erwischte er selber auch einige Schläge. Miranda wurde noch vor Erreichen der Kabine von der Polizei verhaftet. Bilbao gewann das Spiel 2:0.


Lebenslänglich

Lebenslänglich disqualifiziert wurde Gilberto Gualandrio vom italienischen Amateurclub US Chivasso, weil er einen Linienrichter einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet hatte, nachdem er wegen eines groben Fouls des Feldes verwiesen worden war. Vor der Spruchkammer verteidigte sich Gilberto Gualandrio mit der Behauptung, er habe dem Linienrichter doch nur einen Gefallen erwiesen. An dem Tag sei es unbändig heiß gewesen. Der Linienrichter müßte ihm für die Erfrischung also eigentlich dankbar sein. Aber mit dieser nicht ungeschickten Ausrede hatte er kein Glück. Die Herren von der Spruchkammer waren anderer Meinung und verdonnert ihn.


Das Umfallen

Fritzchen Findeklee, der humorvolle Mitarbeiter des Stuttgarter "Sportbericht", schreibt zum Thema "Umfallen" unter anderem:

"Die Stürmer, die nach dem Umfallen gleich wieder aufstehen, sind mehr und mehr im Aussterben begriffen. Ein richtiger Stürmer bleibt heutzutage zunächst einmal liegen, wie morgens nach dem ersten Wecken, reglos, das Gesicht der Erde zugekehrt, alles zappenduster. Nur der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters kann Fußball-Scheintote wieder zum Leben zurückrufen. Aber der Schiedsrichter ist mittlerweile hart geworden wie Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen. Und selbst die Rotbekreuzten lassen sich nicht mehr so leicht bluffen wie früher; die unbarmherzigen Samariter rühren sich einfach nicht. Sie lassen den Mann liegen. Wie selten erlebt man es noch, daß der Rettungstrupp mit der Lädierten-Sänfte über den Platz trabt."


Eiserne Nerven

Ein Mann mit eisernen Nerven ist der von Sizilien nach Foggio ausgewanderte Schiedsrichter Octavio Vezzi. "Ich freue mich, wenn es mal Aufruhr auf dem Fußball-Spielfeld gibt, wenn mich die Spieler aufgeregt gestikulierend umringen", meinte Octavio dazu. "Dann werde ich erst richtig ruhig und gelassen. Denn dann komme ich mir vor wie zu Hause." Octavio Vezzi hat neun Kinder, außerdem wohnt seine Schwiegermutter bei ihm.


Große Pleite

Durch Telefonanrufe fast zur Verzweiflung gebracht wurde Schiedsrichter Fanti, als er sein erstes großes Fußballspiel in Foggia leiten sollte. Im Abstand von jeweils einer halben Stunde klingelte der Apparat. Zuerst um 10 Uhr abends. "Noch 17 Stunden bis zu Ihrer großen Pleite", sagte eine Stimme, dann wurde aufgehängt. Um 10:30 Uhr kann der nächste Anruf. "Noch 16 einhalb Stunden bis zu Ihrer großen Pleite." So ging es immer weiter.
Nach dem 14. Anruf, morgens um 4:30 Uhr, riß Fanti die Schnur aus der Steckdose, aber Schlaf fand er dennoch nicht mehr. Er vor hundemüde 150 km nach Foggia. Dort angekommen erfuhr er, daß das Spiel nicht stattfinden könne, weil starke nächtliche Regengüsse den Platz vollständig aufgeweicht hätten. Man habe Fanti von 5 Uhr morgens andauernd angerufen, um ihm den Weg zu ersparen, aber keinen Anschluß bekommen, wurde dem Schiedsrichter bedauernd erklärt.


Ohne Kommentar

Schiedsrichter Lobello (Italien): "Ich darf nach den UEFA-Bestimmungen keinen Kommentar zum Spiel geben."


Vom Disziplinarausschuß des Englischen FV wurde Tom Docherty, der Manager des FC Chelsea, wegen ungebührlichen Betragens während einer Tournee durch die Bermudas für 28 Tage gesperrt. Er darf in dieser Zeit keinen Sportplatz, auch nicht den seines Vereins, betreten.


Nie mehr zuschauen bei einem Fußballspiel des Aberdeen FC darf, nach einem Urteil des Gerichts, ein Besucher, der bei der Begegnung mit Celtic Glasgow auf den Platz gelaufen war und den Schiedsrichter geschlagen hatte.


Reinhard "Stan" Libuda, Nationalspieler von Borussia Dortmund, betätigte sich zum ersten Mal als Schiedsrichter. Er pfiff sogar ein "Länderspiel". In Paderborn standen sich die Meßdiener von Italien und Deutschland gegenüber.


Bald wird die Fußballelf eine Sage sein. Ein lästiges Relikt aus der "Urzeit" des Fußballspiels. Jener guten alten Zeit, in der man es als unumstößliches Grundgesetz ansah, daß eine Fußballmannschaft aus elf Spielern zu bestehen habe. Die Gesetze des Schaugeschäftes unterminieren die Gesetze des Sports. Es bleibt nur übrig, bemüht zu sein, dass es trotzdem Sportplatz.

(E. Werner)


Deutschland hat zwar die Jugoslawen geschlagen, aber die Entscheidung stand lange auf des Messers Schneide. Der Mann, der das "Hineingrätschen" erfunden hat, ist verantwortlich für Hunderte von Verletzungen, die sich im Laufe der letzten Jahre Spieler zugezogen haben. Diese Art von Fußballspielen gehört verboten. Was nutzen Verteidiger, wie beim Länderspiel, die am Boden herumrutschen, der Mannschaft? Nichts!

(W. Zarth)


Sechs Spieler des Feldes verwiesen, 27 weitere verwarnt, einige wegen Verletzungen für Wochen außer Gefecht, davon drei mit gebrochenen Beinen - das sind Zahlen aus den zwei ersten Runden in England, die nach der nachdenklich stimmen.


Durch die Parteibrille

Schiedsrichter Rudolf Kreitlein (Stuttgart) tendierte bei einigen unverständlichen Entscheidungen offensichtlich zu den Schalkern.

(Sport, Lübeck)


Schiedsrichter Heil aus Wangen, leitete durchschnittlich. Zuschauer: 9000.

(Sportbericht, Stuttgart)


Schiedsrichter Heinz Schmidt (Waldbröhl) bot die schlechteste Leistung, die je von einem Unparteiischen im Niedersachsenstadion geboten wurde. Fast jede Entscheidung war falsch!

(Sport, Lübeck)


Schiedsrichter Heinz Siebert (Mannheim) tat sich durch lautstarke Beschimpfung der Spieler mehr hervor, als durch ein gutes Auge in der Auslegung der Vorteilsregel.

(Sportbeobachter, Essen)


Schiedsrichter Erwin Sturm (Hannover) war das, was man unter einem "Platzschiedsrichter" versteht.

(Sportbericht, Stuttgart)

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni


Zusammenstehen


Wir wissen's nicht, doch sind wir zukunftsfroh
und lassen uns vom Alltag nicht beirren.
Was noch verschlossen, wird die Zeit entwirren,
glaubt fest daran, es war schon immer so.
Uns hat die Zeit so manches schon gelehrt -
doch eins steht fest: Wenn wir zusammenstehen
und alle Wege stets gemeinsam gehen,
dann wird erfüllt, was immer wir begehrt.

Wilhelm Stegemann
ehemaliger erster Vorsitzender

Herausgegeben im Auftrag des Vorstandes
Bearbeitet von Dieter Schladetzky

Satz, Druck, Einband: Druckerei der Husumer Nachrichten

leer  

1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Grußbotschaft des Kreises Husum

Kreistag und Kreisausschuß des Kreises Husum entbieten dem Husumer Fußballverein von 1918 zum 50-jährigen Bestehen die besten Wünsche.
In den vergangenen Jahrzehnten ist der Sport aus seiner Rolle als reine Freizeitbeschäftigung immer stärker herausgetreten und hat auch zunehmende Bedeutung als gesellschaftspolitischer Faktor gewonnen. In unserer modernen Gesellschaft haben die sportlichen Ideale des freiwilligen, persönlichen Einsatzes, der Fairneß im sportlichen Wettkampf, der enthaltsamen Lebensführung zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit gesellschaftsbildende Bedeutung. Sie sind wesentliche Voraussetzung für eine intakte und gesunde Gesellschaftsstruktur. Den Sportvereinen und -gemeinschaften in Stadt und Land kommt die wichtige Aufgabe zu, diese Ideale in unserem Volke lebendig zu erhalten.
Möge der Husumer Fußballverein von 1918 diese Aufgabe auch in Zukunft in freiwilliger und guter Kameradschaft wahrnehmen.

Schloss vor Husum, den 22.Mai 1968

 

Volkert Martens

 

Dr. Volker Wolfsteller

 

  Kreispräsident   Landrat  

Grußworte der Stadt Husum

Die Stadt Husum grüßt den Husumer Fußballverein von 1918 zum 50-jährigen Jubiläum. 50 Jahre Bestehen bedeuten 50 Jahre Arbeit. Arbeit, die Mühe mit sich brachte, aber auch Freude bereitete. Die Stadt Husum erkennt dankbar die geleistete Arbeit an und verspricht, wie bisher stets nach ihren Kräften zu helfen. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen Berufe ausüben, die mit Bewegungsarmut verbunden sind, ist sportliche Betätigung dringender denn je. Umso erfreulicher ist es, wenn sich Menschen freiwillig in Vereinen zusammenschließen, um sich in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen und Geselligkeit zu pflegen. Besonderen Dank verdient die vorbildliche Jugendarbeit des Vereins. Er gilt in erster Linie den Männern und Frauen, die ihre Freizeit dafür opfern.
Die Stadt Husum wünscht "Husum 18" alles Gute für die weitere Arbeit in der Zukunft, den Jubiläumsfeierlichkeiten einen guten Verlauf.

 

Matthias Andresen

 

Ernst Schlüter

 

  Bürgervorsteher   Bürgermeister  

Grußwort des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes

Aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens des Husumer Fußballverein von 1918 e.V. übermittelt der Schleswig-Holsteinische Fußballverband seinem traditionsreichen Mitgliedsverein herzliche Glückwünsche. Schleswig-Holsteins Fußball verbindet mit diesem Glückwunsch zugleich die Anerkennung für die umfassende Arbeit, die der Husumer Fußballverein von 1918 e.V. im Verlauf der letzten fünf Jahrzehnte geleistet hat.
Wer die Entwicklung im Norden unseres Landes kennt, weiß um die Bedeutung, die das belebende Element des Husumer Fußballvereins von 1918 für den Sport im allgemeinen gehabt hat. Aus dem Verein sind nicht nur gute Spieler hervorgegangen, der Verein selbst war nicht nur lange Jahre in der Spitzengruppe zu finden - aus seinen Reihen sind zahlreiche Kameraden hervorgegangen, die mit Energie und Ausdauer, mit umfangreichen Fachkenntnissen und Idealismus das Gesicht des Fußballs in Schleswig-Holstein entscheidend mitgeprägt haben.
Der Schleswig-Holsteinischer Fußballverband wünscht dem Husumer Fußballverein von 1918, daß er seine beispielhafte Arbeit für den Sport auch in Zukunft fortsetzen möge. Seinen Mitgliedern, den vielen Freunden und den führenden Männern des Vereins wünscht der SHFV Glück und Erfolg. Hans Hansen erster Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes.

 

 

 

Hans Hansen

 

      1. Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes  

Grußwort unseres Ehrenvorsitzenden Bernhard Petersen

In den nunmehr hinter uns liegenden 50 Jahren Vereinsgeschehens hat Husum 18 stolze Höhepunkte und auch Teilstrecken Tieflands erlebt. Eines aber ist geblieben, der unerschütterliche Glaube an eine Tradition; denn als traditionsreicher Verein gilt Husum 1918 bis auf den heutigen Tag und weit über die Grenzen unserer geliebten Vaterstadt Husum hinaus. Mag auch die Spielstärke zeitweilig schwanken, so haben sich doch nach meinem Scheiden aus Husum immer wieder Männer gefunden, die den Verein stark wieder nach oben führten und mit viel Liebe und Zeitaufwand dadurch die Tradition gewahrt haben. Ihnen meinen Dank und allen Achtzehnern meine Grüße mit den Wünschen auf ein erfolgreiches Jahr und auf ein goldiges Wiedersehen am Tage der 50-Jahrfeier. Euer Gründer und Ehrenvorsitzender Bernhard Petersen.

      Euer Gründer und Ehrenvorsitzender  

 

 

 

Bernhard Petersen

 


Grußwort des Bezirks II im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband

Im Namen des Vorstandes des Bezirks II (Nord) und der ihm angeschlossenen Vereine übermittle ich hiermit dem Husumer Fußballverein von 1918 Gruß und Glückwunsch zum 50-jährigen Bestehen. Es ist mir ein wahres Bedürfnis, dem Verein darüber hinaus Dank und Anerkennung auszusprechen für die Pionierarbeit, die er in den fünf Jahrzehnten am Fußballsport vor allem im Norden Schleswig-Holsteins, aber auch weit über die Grenzen unseres Bezirks hinaus, geleistet hat.
50 Jahre Husumer Fußballverein von 1918 - welche Summe an Arbeit und Freude, an Mühe und Erfolg finden hierin ihren Niederschlag. Das "50-Jährige" ist ein Jubiläum, auf das die Mitglieder und der Vorstand dieses traditionsreichen Sportvereins stolz sein können. Rückschauend sind 50 Jahre leicht zu überblicken, 50 Jahre jedoch ein Vereinsleben zu gestalten und zu pflegen heißt, daß im Husumer Fußballverein von 1918 Männer am Werke waren, die sich mit ihrer ganzen Kraft, mit viel Liebe und Idealismus ihrem Verein widmeten. Besonders erfreulich ist es, daß es dem Verein im Jahre seines 50-jährigen Bestehens gelungen ist, den Aufstieg in die Verbandsliga zu schaffen.
Daß es Husum 18 gelingen möge, auch auf dieser Ebene ein gewichtiges Wort mitzureden, ist der Wunsch aller Fußballfreunde unseres Bezirks.

 

 

 

Karl Walter

 

      1. Vorsitzender des Bezirks II (Nord)  

Grußwort des Schiedsrichterobmannes im Bezirk II

Der Husumer Fußballverein von 1918 kann auch sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Es ist mir eine besondere Freude, dem Verein aus diesem Anlaß im Namen der Schiedsrichter des Bezirks II die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln. Dieses Jubiläum darf wohl auch einmal zum Anlaß genommen werden, dem Verein für seine außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiet der Schiedsrichter-Ausbildung und -Betreuung Dank und Anerkennung auszusprechen.
Ich wünsche dem Husumer Fußballverein von 1918 eine weitere erfolgreiche Zukunft, die ihm schon dann beschieden sein wird, wenn er seinen bisherigen Grundsätzen treu bleibt. Macht so weiter für unsere Jugend!

 

 

 

Hans-Jürgen Skands

 

      Schiedsrichterobmann im Bezirk II  

Grußwort des Kreisfußballverbandes Husum-Eiderstedt

Zu dem großen Ereignis des 50-jährigen Jubiläums in der Geschichte des Husumer Fußballvereins von 1918 beglückwünscht der Kreisfußballverband Husum-Eiderstedt diese an Tradition und Verdienste um den Sport so reiche Gemeinschaft! "Wer bewirkt, daß dort, wo bisher nur ein Halm wuchs, nunmehr deren zwei wachsen, der leistet mehr als ein Feldherr, der eine Schlacht gewinnt." Und in Husum wuchs vor 50 Jahren auf dem Acker, den zu bestellen beherzte Freunde des Fußballsports sich anschickten, nicht ein einziger Halm! Was an Zähigkeit und Idealismus dazu gehört, solch eine Aufgabe anzupacken, kann nur ermessen, wer weiß, was Pionierarbeit bedeutet. Die 50 Jahre in der Geschichte des Husumer Fußballvereins von 1918 haben den Beweis erbracht, daß dieser Geist bis auf den heutigen Tag in seinen Reihen lebendig geblieben ist. Er möge ihm stets erhalten bleiben!

 

 

 

Erich Koschner

 

      Vorsitzender  

Grußwort des Kreissportverbandes Husum-Eiderstedt

Seit jeher ist im Dasein des Menschen der Sport in seiner vielfältigen Form ein gestaltender Faktor gewesen. Er fördert nicht nur durch seine Anforderungen die Gesunderhaltung des Körpers, sondern formt durch seine besonderen Gesetze auch die geistige und sittliche Haltung des Menschen.
Der Husumer Fußballverein von 1918 betreibt nun zur Hauptsache eine Sportart - hier Fußball -, die den Einzelnen zur Hergabe seines ganzen Könnens zum Wohle einer Mannschaft erzieht. Persönliche sportliche Bestleistungen zu bedeuten im Fußball und den anderen Mannschaftssportarten nichts, wenn sie nicht eingebettet werden in den Verband einer größeren Gemeinschaft. Und immer dann, wenn sich gute Einzelleistungen mit dem rechten Mannschaftsgeist vereinigen, stellen sich auch die sportlichen Erfolge ein.
Zum Eintritt in der sechste Jahrzehnt seiner Vereinsgeschichte wünscht der Kreissportverband Husum/Eiderstedt dem Jubilar noch viele sportliche Erfolge, die getragen werden von einem echten sportlichen Geist.

 

 

 

Sierwald

 

      1. Vorsitzender  

Grußwort zum 50jährigen Bestehen

Alle alten 18er aus Nah und Fern grüßen ihren Verein zur 50jährigen Wiederkehr seiner Gründung und wünschen den nachfolgenden Generationen Glück und Erfolg. Wie im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Geschehen, wie überhaupt im Leben unseres deutschen Volkes während der zurückliegenden 50 Jahre glückhafte Zeiten mit solchen tiefen Niederganges wechselten, so zeigt auch unsere Vereinsgeschichte von 1918 bis 1968 eine wechselvolle Entwicklung. Immer aber hat die große Familie der 18er ihrem Verein die Treue gehalten und alle Schwierigkeiten zu überwinden vermocht.
Möge dieses stolze Bekenntnis den folgenden Generationen Mut und Kraft vermitteln! Möge die Erkenntnis wach gehalten bleiben, daß Treue, Freundschaft und Kameradschaft die tragenden Säulen des Vereinslebens in guten und schlechten Zeiten sind!

      Der Beirat und Förderkreis der Alten 18er  

 

 

 

Dr. Herbert Mau

 

      Der Vorsitzende  

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Gruß der Buten-Husumer an Husum 18

In der Liste der Gratulanten dürfen auch die alten 18er nicht fehlen, die nicht mehr in unserer wunderschönen Heimatstadt ansässig sind. Ich denke, es sind im Verlauf der Jahrzehnte recht viele geworden, darf ich mich zu ihrem Sprecher machen, habe ich doch persönlich das große Glück, auf einen Sprung rasch und jederzeit nach Husum kommen zu können!

Es war an einem Septembertag des vergangenen Jahres, während der Storm-Festwoche. An der Großstraße schaute ich in den Aushangkasten der 18-Jugend, was sah ich zu meiner großen Freude, die Namen von etwa 100 Jungen und Jugendlichen, die in unserem Verein aktiv unseren schönen Sport ausüben! Bei einer derartigen sorgfältig geführten Nachwuchsarbeit braucht einem nicht bange zu werden um die Zukunft des Vereins! Daß aber inzwischen auch die Liga des Vereins die Verbandsliga errungen hat, nun, ich meine, die Aktiven der ersten Senioren konnten dem Verein keine größere Freude im Jubiläumsjahr bereiten!


An einem sommerlichen Apriltag 1968 war ich wieder einmal in Husum, diesmal in der festen Absicht, etwas in alten Journalen zu blättern. In der Nummer 290 der Husumer Nachrichten vom 11. Dezember 1918 fand ich, was ich suchte; eine Notiz, die sicher an dem Tage nicht zu den herausragenden Meldungen des Tages gehörte, dennoch aber spiegelt sie für alle Zeiten die Gründungsstunde unseres Vereins wieder:

"Um den Fußballsport in unserer Stadt wieder zu heben, fanden sich Mitglieder der Fußballvereine Unitas und Alemannia in einer Versammlung zusammen. Durch einstimmigen Beschluß wurde ein neuer Verein, der HFV v. 1918 gegründet, dem sämtliche Mitglieder der beiden genannten Vereine beitraten.
Der Leiter der Versammlung gedachte in ehrenden Worten der Sportkameraden, die Ihr Leben auf dem Felde der Ehre gelassen haben.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Herr Bernhard Petersen, zum zweiten Vorsitzenden Herr Hermann Kock, zum ersten Schriftführer Herr Johannes Thedsen und zum Kassierer Herr Thomas Möller gewählt. In den Spielausschuß traten die Herren Heinrich Carstens, Hans-Dietrich Blunck und Hermann Koch. Dem neuen Verein traten 87 Mitglieder bei.
Mögen dem neuen Verein auf dem grünen Rasen gute Erfolge beschieden sein.
"

Das also war der schlichte Bericht über die Geburtsstunde unseres Vereins, hoffentlich können diese Zeilen im Druck erscheinen, damit sie sich auch in die Herzen unserer jungen Freunde einprägen! Welch' einen großen Dank sind wir heute, 50 Jahre später, unseren Gründern schuldig! Es gehörte schon eine aufrechte Einstellung dazu in den Tagen der tiefsten Not der Heimat, auch unserer Heimatstadt die Überzeugung zu finden, die ordnende Kraft des Fußballs an den Anfang des Wiederaufbaus zustellen.

Nur den Jüngeren sei es noch einmal gesagt, es war eine schwere und unruhige Zeit, man kann es in der gleichen Nummer der Husumer Nachrichten nachlesen: Arbeiter- und Soldaten-Räte waren eingesetzt - der Verbrauch von Gerste für die Bierherstellung wurde eingestellt - weitere Einschränkungen im Papierverbrauch - überfüllte Eisenbahnwaggons, Menschen an den Puffern und auf den Trittbrettern und nicht zuletzt, es gab so gut wie keine Arbeitsplätze!

Ich weiß nicht mehr aus eigener Erinnerung, aber ich bin überzeugt, daß sich gerade in einer so schweren Zeit die nie versiegende Kraft einer jungen Sportgemeinschaft, eben die unseres HFV von 1918 zum ersten Mal bewähren konnte, genauso, wie sie es in den schweren Zeiten während und nach dem Zweiten Weltkrieg mit Sicherheit getan hat.

Ihnen allen, den Gründern, hat heute unser tiefster Dank zu gelten, darüber hinaus auch den Pionieren des Husumer Fußballs für ihren großherzigen Entschluß, die Husumer Fußball- Tradition fortan gemeinsam und somit gestärkt fortzuführen!


Ich habe weiter in alten Journalen geblättert, um wenigstens etwas aus unserer Vereinsgeschichte nachlesen zu können, ich griff das Jahr 1930! Da findet man Berichte über die Protest-Aufstiegsrunde im Nordkreis, die Husum 18 ebenfalls wieder bestanden hatte. Man bereitete sich auf die Punktspiele vor und erzielte gegen die damalige Oberliga des RBV Rendsburg ein ehrenvolles 3:3 (3:1) - Ernst "Mauschi" Mißfeldt und Werner Fritz Lorenzen waren die Leistungsträger.

Am 24. August war "Sonderburg Boldklubben" bei 18 zu Gast, 18 erstmals mit dem neuen Sturmführer Heinz Ockens und wieder mit seinem bewährten Rechtsaußen Hans "Hanne" Martens. 600 Zuschauer erlebten unter der ausgezeichneten Leitung des Rendsburger Unparteiischen Möller ein knappes 2:1. Beide 18er Tore durch Heinz Ockens.
Die Sonderburger priesen beim Kommers die schon sprichwörtlich gewordene Gastfreundschaft und luden sofort zum Rückspiel ein.
"Nur solche Sport-Gegner, und 18 hat nur noch Anhänger und Freunde", so schreibt der Sport-Kritiker!

Am 14. September gab es in Schleswig eine Begegnung gegen 06, die 1:2 (1:0) unterlagen, Tore durch Heinz Ockens und Karl "Kalli" Schladetzky, gutes solides Können und prächtiger Kampfgeist wird allen elf Spielern in gleichem Maße bescheinigt.

Am 28. September steigt am Marienhof ein Großkampf gegen den alten Westküstenrivalen VfL Heide - nach der Liga spielen 18's Damen Handball, da bleibt das Publikum von selbst, so die Vorschau!
Die Liga erzielt ein stolzes 9:3 (4:3), 18's große Form der letzten Spiele wiederholt sich, Johannes "Hans" Rademacher mit einem hat-trick, Heinrich "Heini" Staack, Heinz Ockens und wieder Johannes "Hans" Rademacher erhöhen auf 9:3, der Sturm mit Glanzleistungen, in der Läuferreihe gefallen Hans Schöning und Christian Eckmann, in der Verteidigung liefert Ernst "Mauschi" Mißfeldt eine fehlerfreie Partie!

Die ganze Spielorganisation war damals ja noch eine wesentlich andere, man hatte viel mehr Zeit, Privatspiele durchzuführen. So steigt auch das erste Punktspiel erst am 5. Oktober in Schleswig gegen Rasensport, und der Leitung des Flensburger Unparteiischen Kruschka gelingt nur ein 2:2, Hans Schöning als Mittelläufer wird offensichtlich in dem Spiel schwer verletzt, Heinz Ockens und Hugo Sothmann fanden nicht ihre gewohnte Form.

Am 12. Oktober verliert man auf eigenem Platz gegen den VfL Nordmark/Flensburg 1:3 (0: 3). Hans Schöning ist zu ersetzen, gegen den starken Wind steckt man drei Dinge ein. Bei haushoher Überlegenheit in der zweiten Spielhälfte gelingt nur Karl "Kalli" Krieger durch Strafstoß das Ehrentor, Ernst "Mauschi" Mißfeldt wird wieder bester Mann auf dem Feld.
Für manchen Sportfreund noch die Namen der Nordmarkspieler, alle Asse hatte man "an Deck", so Janssen, nach meiner Erinnerung übrigens aus einer Husumer Familie, Nordmark war ja schließlich eine Soldatenelf der damaligen Reichswehr, weiter Jensen, der schwergewichtige Konrad, Jürgens und der damals ausgezeichnete Torsteher Grewe!
700 Zuschauer waren von ihrer Elf enttäuscht!

Am 19. Oktober empfing man abermals eine dänische Elf, den HFK Hadersleben, diesmal erlebten 800 Zuschauer zusätzlich sogar ein Platzkonzert. Ohne Ernst "Mauschi" Mißfeldt und Hans Schöning führten die dänischen Gäste bei Halbzeit gekonnt mit 2:0, Heinrich "Heini" Staack konnte dann eine Flanke von Karl "Kalli" Krieger direkt zum Anschlußtor verwandeln und Karl "Kalli" Schladetzky gelang fünf Minuten vor dem Abpfiff der umjubelte Ausgleich.

In einem weiteren Punktspiel gelang am 28. Oktober in Kiel ein mühevolles 2:2 gegen Gelb-Blau.

Am 2. November folgt in Husum ein schwer erkämpftes 3:1 gegen Schleswig 06, 18 eine Stunde lang ohne seinen bewährten Torsteher Emil Sönnichsen, Ferdinand Petersen ging für ihn ins Tor und machte seine Sache vortrefflich. In der Halbzeit war noch nichts entschieden, es gibt anfeuernde Sätzes"18er, für Euch gelten jetzt die klassischen Worte: in Eurer Brust ruhen Eures Schicksals Sterne" und, sie zwingen es, Kampfgeist schafft schönsten und wertvollsten Sieg seit langem, zwei Schleswiger Spieler müssen auf Geheiß des Schiri Massau das Feld verlassen!


Nun, das alles ist lange her, man freut sich, diesem und jenem vertrauten Namen wieder zu begegnen, viele sind - Gott sei es gedankt - unter uns, manche deckt schon lange der Rasen, aber verbunden waren sie alle in ihrer Gemeinschaft in dem Stolz, die blau-weiß-roten Farben tragen zu dürfen!

Mit Absicht habe ich diese kurze Auswahl gebracht, zeigt sie doch, wie sehr die einzelnen Daten der Spielergebnisse verblassen können, was aber immer bleiben wird, ist die Geschichte und die stolze Tradition unseres Vereins. Husum 18 war immer ein Begriff im Norden unseres Landes, immer auch bemüht, eine Brücke über den Sport zum skandinavischen Norden zu schlagen. Hoffen wir alle, daß es immer so bleiben möge, gefestigt durch den Idealismus seiner Anhänger, getragen von der Begeisterung seiner Jugend, möge unser alter Verein die ihm gestellten Aufgaben auch für die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts erfüllen.

Ich kann meinen Gruß nicht enden, ohne der Gründer zu gedenken, ohne dabei einen Mann zu nennen, der unter uns weilt, unseren Bernhard Petersen, wir alle sind im tiefen Dank schuldig!

 

 

 

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz

 

 

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

An unsere Mitglieder

Der Vorstand des Husumer Fußballvereins von 1918 hat für die Jubiläumswoche vom 22. Juni bis 30. Juni 1968 ein umfangreiches Sportprogramm aufgestellt. Das Programm ist in dieser Festausgabe abgedruckt. Der Husumer Fußballverein von 1918 e.V. hofft, daß viele Mitglieder an den Feierlichkeiten und an den sportlichen Veranstaltungen teilnehmen werden.

Ganz besonders laden wir alle Mitglieder zu unserem großen Kommersabend am Freitag, dem 28. Juni 1968, um 20 Uhr, ins Thomas Hotel ein. Wir freuen uns besonders darüber, daß wir an diesem Abend einige Gründer, Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzende unseres Vereins begrüßen können.

Wir alle wissen, daß "HUSUM 18" während seiner 50-jährigen Vereinsgeschichte weit über die Heimatgrenzen hinaus durch seine Erfolge bekannt geworden ist. Im Zeitalter der Schnelligkeit und des "nur an sich denkens" dürfen wir mit Freude feststellen, daß es immer wieder Sportfreunde gibt, die sich ehrenamtlich für die umfangreichen Arbeiten im Interesse der sporttreibenden Jugend zur Verfügung stellen. Zu jeder Zeit haben die Mitglieder des Vorstandes und der Ausschüsse vorbildliche Arbeit geleistet. Ihnen allen von ganzem Herzen zu danken, ist mir ein aufrichtiges Bedürfnis. Aber auch allen Freunden und Gönnern, die uns in jeder Art immer wieder unterstützen, möchte ich für ihre Großzügigkeit im Namen der Jugend meinen herzlichsten Dank sagen.

Zum Wohle der Jugend und zur Freude am Sport wollen wir auch in Zukunft eine große "18er" Familie bleiben.

 

 

 

Werner Denckmann

 

      1. Vorsitzender  
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Unsere Ehrenmitglieder:

Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck   Hermann Kokh   Adolf "Ogge" Classen   Hermann Lex

 


Unsere Ehrenvorsitzende:

Heinrich Matthiesen   Johannes Thordsen   Bernhard Petersen

 


Träger der Goldenen Ehrennadel:

Bernhard Petersen   Dr. Herbert Mau   Hans Weinstein
Hans Schöning   Karl Krieger   Hermann Bahnsen
Arfast Carstens   Karl Etteldorf   Dr. Erwin "Pütten" Kraatz
Werner Denckmann       Manfred "Manne" Hoppe

Vorsitzende seit 1918:

Bernhard Petersen bis 1945   Wilhelm Wanger
Hans Schöning 1945/46   Walter Pethke
Bernhard Petersen bis 1946/47   Otto Hackbarth
Hans-August Nachtigall   Karl Krieger
Wilhelm Stegemann   Werner Denckmann

Unser Vereinsvorstand:

Ehrenvorsitzende   Johannes Thordsen
    Bernhard Petersen
Erster Vorsitzender   Werner Denckmann
Zweiter Vorsitzender   Hans Schöning
Dritter Vorsitzender   Arfast Carstens
Vorsitzender des Förderkreises   Dr. Herbert Mau
Erster Schriftführer   Harry Mölck
Erster Kassierer   Hans Weinstein
Zweiter Kassierer   Alfred Weich
Fußballobmann   Arthur Grabert
Jugendobmann   Dieter Schladetzky
Kegelobmann   Karl-Heinz Lund
Tischtennisobmann   Walter Liepert
Badmintonobmann   Wolf-Dieter Horst
Pressewart   Dieter Schladetzky

Husum 18 engerer Vorstand

Von links: Arfast Carstens (3. Vorsitzender), Werner Denckmann (1. Vorsitzender), Hans Weinstein (1. Kassierer), Hans Schöning (2. Vorsitzender)


Husum 18 Gesamtvorstand

Von links: Arfast Carstens, Arthurs Grabert, Werner Denckmann, Harry Mölck, Hans Weinstein, Alfred Weich, Wolf-Dieter Horst, Hans Schöning, Dieter Schladetzky, Karl-Heinz Lund, Walter Liepert.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum, im Juni 1968

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Vereinsmitglieder, liebe Sportfreunde!

Im Jahre 1968 feiern wir den 50. Geburtstag unseres traditionsreichen Husumer Fußballvereins von 1918. In diesen Tagen wollten wir Ihnen die Jubiläumsvereinsschrift übersenden und Sie zu unseren Veranstaltungen, die Ende Juni in Form einer Sportwoche stattfinden, einladen. Leider ist die Jubiläumsvereinszeitschrift nicht so rechtzeitig fertig gewordenm daß sie heute zum Versand kommen kann. Wir überreichen Ihnen daher zunächst auf diesem Wege umseitig unser Festprogramm und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie mit Ihren Angehörigen bei den Veranstaltungen begrüßen können, besonders herzlich laden wir Sie zu unserem großen Kommersabend mit anschließendem gemütlichem Beisammensein und Tanz ein.

Der Kommersabend findet am Freitag, dem 28. Juni 1968, um 20 Uhr im Thomas Hotel statt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vorstand des Husumer Fußballvereins von 1918 e.V.
Werner Denckmann   Hans Schöning
1. Vorsitzender   2. Vorsitzender

50 Jahre Husumer Fußballverein von 1918 e.V.

1918 - 1968

Programm der Jubiläumswoche

 
22. Juni 1968 - Sonnabend   10.00 Uhr   Kegelvereinsmeisterschaft der Kegelclubs von Husum 18   Kegelbahn Dethlefsen
    14.00 Uhr   Kreisoffenes Tischtennisturnier der Jugend   Theodor-Storm-Schule
    20.00 Uhr   Siegerehrung der Kegelvereinsmeisterschaften   Cafe Dethlefsen
 
23. Juni 1968 - Sonntag   9.00 Uhr   Kreisoffenes Tischtennisturnier der Damen und Herren   Theodor-Storm-Schule
    9.30 Uhr   Fußball-Jugendvergleichskampf SV Friedrichsort Kiel - Husum 18 / Ende etwa 13.00 Uhr   Friesenstadion
    14.45 Uhr   Alte Herren TSV Rot-Weiß Niebüll - Alte Herren Husum 18   Friesenstadion
    16.00 Uhr   Itzehoer SV (Regionalliga) - Husum 18 (Verbandsliga)   Friesenstadion
    18.00 Uhr   gemeinsames Beisammensein der Mannschaften im Gasthof Schulterblatt    
 
26. Juni 1968 - Mittwoch   17.00 Uhr   Jugendfußballspiele gegen Frisia Husum   Friesenstadion
    19.00 Uhr   Tischtennis-Endspiel um den Hans-Jürgen-Petersen-Gedächtnis-Pokal   Theodor-Storm-Schule
 
28. Juni 1968 - Freitag   20.00 Uhr   Großer Kommersabend im Thomas Hotel
mit anschließendem gemütlichen Beisammensein und Tanz
 
Thomas Hotel
 
29. Juni 1968 - Sonnabend   9.00 Uhr   Jubiläumskegeln der Kegelabteilung von Husum 18 mit Frauenclubmannschaften aus den Bezirken Schleswig, Rendsburg, Flensburg und Husum   Kegelbahn Dethlefsen
    14.00 Uhr   Jubiläumszurnier der Badmintonabteilung mit Mannschaften aus Kiel, Rendsburg, Hamburg und Dänemark   Theodor-Storm-Schule
    20.30 Uhr   gemütlicher Abend der Badmintonabteilung mit den auswärtigen Gästen   Holsten Krog
 
30. Juni 1968 - Sonntag   8.30 Uhr   Zwischenrunde in Badminton / ab 14.00 Uhr Endrunde / ab 17.00 Uhr Siegerehrung   Theodor-Storm-Schule
    9.00 Uhr   Jubiläumskegeln der Kegelabteilung von Husum 18 mit Herrenclubmannschaften aus den Bezirken Schleswig, Rendsburg, Flensburg und Husum   Kegelbahn Dethlefsen
    9.30 Uhr   Fußballjugendvergleichskampf gegen Flensburg 08   Friesenstadion
    14.15 Uhr   Fußball MTV Eckernförde - Husum 18 Ib   Friesenstadion
    16.00 Uhr   Fußball Flensburg 08 (1. Amateurliga) - Husum 18 (Verbandsliga)   Friesenstadion
    16.00 Uhr   Fußball Flensburg 08 Reserve - Husum 18 III   Friesenstadion

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Abschrift

Gründungsversammlung des "Husumer Fußballvereins von 1918"

Am Sonnabend, dem 7. Dezember 1918, abends 8½ Uhr, fanden sich auf schriftliche Einladung von Bernhard Petersen ehemalige Mitglieder der Husumer Fußballvereine "Unitas" und "Allemania" die Sportfreunde in "Hohenzollern" zwecks Gründung eines Fußballvereins zusammen. Herr B. Petersen begrüßte die Anwesenden durch einige herzliche Worte, dankte für das zahlreiche Erscheinen und eröffnete sodann die Versammlung. In ehrenden Worten gedachte er zunächst der auf dem Felde der Ehre gefallenen Mitglieder und bat, sich im Andenken derer von den Plätzen zu erheben. Herr Petersen wünschte, daß in diesem neuen Verein stets Einheit herrschen möge und hat alsdann die folgende Tagesordnung zusammengestellt:

1.   Aufnahme neuer Mitglieder
2.   Name des Vereins
3.   Wahl des Vorstandes
4.   Tracht des Vereins
5.   Beitragszahlung
6.   Verschiedenes

Punkt 1) Es hatten sich folgende 35 Herren eingefunden bzw. erklärt, dem Verein beizutreten:

Hermann Kock   Ludwig Hagemann
Heinrich Nicolaysen   Wilhlem Lex
Peter Jessen   Wilhelm Schlüter
Johannes "Hanne Bahnsen" Carstens   Friedrich Petersen
Johannes Meyer   Ludwig Thoms
Peter Mey   Hans Jensen
Peter Michelsen   Heinrich Carstens
Christian Boessen   Carl Martens
Friedrich Töllner   Johannes Höncke
Otto Schmidt   Georg Reimers
Bernhard Petersen   Wilhelm Wulff
Christian Sierks   Otto Struve
Johannes Thedsen   Hermann Lex
Adolf Classen   Thomas Möller
Karl Fetzer   Wilhelm Klußmann
Hans-Dietrich Blunck   Hans Jacobs
Johann Brammer   Heinrich Grell
Hans Petersen    

Da keiner etwas gegen diese Herren einzuwenden hatte, wurden sie sämtlich aufgenommen.

Punkt 2) Es wurden folgende Vereinsnamen vorgeschlagen:

"Husumer Sportverein von 1918" und
"Husumer Fußballverein von 1918"  

Durch Abstimmung erhielt der Verein den letzteren Namen.

Punkt 3) Sodann wurde zur Wahl eines vorläufigen Vorstandes geschritten und beschlossen, die endgültige Wahl im Januar 1919 vorzunehmen in der Annahme, daß bis dahin weitere Herren aus dem Felde zurückgekehrt und dem Verein beigetreten seien. Durch Stimmzettel wurden gewählt die Herren:

zum 1. Vorsitzenden:   Bernhard Petersen
zum 2. Vorsitzenden:   Hermann Kock
zum 1. Schriftführer:   Johannes Thedsen
zum 2. Schriftführer:   Johannes Meyer
zum Kassierer:   Thomas Möller
zum Ballwart:   Peter Jessen
zum 1. Spielführer:   Johannes Höncke
zum 2. Spielführer:   Peter Mey

Zu Spielausschußmitgliedern wurden gewählt die Herren Heinrich Carstens, Hans-Dietrich Blunck und Hermann Kock und zu Kassenrevisoren Hans Petersen und Peter Mey. Um die Werbearbeit energisch in die Hand zu nehmen, und dadurch dem Verein einen wirksamen Rückhalt zu geben, wurden die Herren Heinrich Carstens, Johannes Höncke und Georg Reimers gewählt. Sämtliche Herren nahmen die Wahl an.

Punkt 4) Als Vereinstracht wurde nach anfänglicher Meinungsverschiedenheit die folgende angenommen: weiße Hose, schwarzer Dreß mit weißem Kragen und dem Husumer Wappen. In Anbetracht der jetzigen Verhältnisse wurde beschlossen, einstweilen von dem weißen Kragen und dem Husumer Wappen abzusehen. Die Herren, die im Besitz von Sweater sind, wurden gebeten, dieselben bis zum 11. Dezember bei Herrn Otto Schmidt abzugeben., der dann das weitere wegen Färben derselben in die Hand nimmt. Als Vereinsabzeichen wurden die Husumer Farben blaugelb gewählt.

Punkt 5) Als Eintrittsgeld sind eine Mark und als monatlicher Beitrag ebenfalls eine Mark zu zahlen.

Punkt 6) Als Versammlungstag wurde der erste Sonnabend im Monat festgesetzt, der dann jedesmal noch durch eine kurze Zeitungsannonce bekanntgemacht werden soll. Zum Dienstag, den 10.12. abends 8 Uhr wurde eine Vorstandssitzung nach "Hohenzollern" einberufen. Dem Spielausschuß wurde die Vollmacht erteilt, die aktiven Spieler der Reihe nach zum Aufbauen der Tore und so weiter zu bestimmen. Bei unentschuldigtem Fernbleiben sind 50 Pfennig Strafe zu zahlen. Die Entschuldigung für ein am Sonntag stattfindendes Spiel ist spätestens bis Donnerstagabend bei einem der Spielausschußmitglieder anzubringen.

Die Spielzeit wurde auf jeden Sonntag nachmittag 2 Uhr auf der Freiheit festgesetzt. Verschiedene kleinere Sachen wurden dem Spielausschuß zur weiteren Ausarbeitung pp. überlassen. Da weiter keine Anfragen oder Anträge gestellt wurden, wurde die Versammlung um ½11 Uhr geschlossen.

Genehmiigt:    
1. Vorsitzender   1. Schriftführer
gez. B. Petersen   gez. J. Thedsen

Die erste Jahreshauptversammlung, am 3. Januar 1919, erbrachte schon 44 weitere Neuaufnahmen, am 5. Februar weitere 28 Mitglieder.

leer  

1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Die Liebe zum Fußballsport kannte keine Grenzen

Im Anschluß an die Gründung von "Unitas" berichtet heute Hermann Lex über den 1912 aus der Taufe gehobenen Verein "Allemania", der in weißen Hosen und in blaugelb gestreiften Trikots spielte. Das erste Vereinslokal war Gasthof Heß am Markt, hier befindet sich heute das Kaiser's Kaffeegeschäft.

Die Mitglieder dieses Vereins bildeten überwiegend Lehrlinge aller Branchen, unter anderem Ludwig Thoms, Karl Sierks, Emil Dawartz, Jens Ketelsen, Johannes Carstens (Hannes Bahne), Wilhelm Clausen (Schmied). Das Hauptkontingent lieferte stets das Osterende mit seinem schier unerschöpflichen Nachwuchs. Allemania konnte derzeit Unitas das Wasser nicht reichen, aber dennoch glückte es, Unitas zweimal zuschlagen. Es war das Verdienst von Heinrich Greve, August Petersen (Senator Persetter) und Bernhard Petersen, die den Verein schnell vorwärts brachten.

1914 kam ich aus der Schule und trat in die Lehre bei der damals Königlich Preußischen Kreiskasse in Husum. Dort war auch Bernhard, er hatte gerade ausgelernt. Am 1. April um 8 Uhr begann meine Lehrzeit, um 8 Uhr 3 flatterte mir auf meinem dreibeinigen Stiftstisch ein Zettel. Ich lese: "Melde mich hiermit als aktives Mitglied in den Husumer Fußballverein Allemania, Beitrag 40 Pfennig im Monat." Natürlich habe ich sofort unterschrieben. Nachdem ich bisher vor Bernhard die Mütze gezogen hatte, brauchte ich das nun nicht mehr und durfte "Du" sagen.

Ich kam gleich in die erste Mannschaft und habe manche Schlacht mitgeschlagen. Wir spielten derzeit in der Weststaffel, mußten nach Lunden, Heide, Meldorf, Marne, Glückstadt.

Dann kam leider im August der Krieg. Unsere besten Spieler wurden Soldaten. Bei Unitas wurden so viele Spiele eingezogen, daß der Betrieb schon bald eingestellt werden mußte. Aber wir bei Allemania hatten noch viele Jungens, und wieder war es Bernhard Petersen, der unverzagt den ganzen Krieg hindurch den Spielbetrieb aufrecht hielt. Er selbst spielte jahrelang mit großem Erfolg Mittelläufer der ersten Mannschaft. Dennoch, es wurde von Jahr zu Jahr schwieriger, immer neue Jahrgänge wurden eingezogen und schließlich gingen auch die Kanonen Adolf "Ogge" Classen, Helmuth Pauls, Paul Lundelius und Harry Trulsen. Es wurden Sechser-Turniere gespielt, weil oftmals eine 11er Mannschaft nicht zustande kam.

Wir fuhren am Sonntag meist schon um 6 Uhr los mit einigen Schnitten Brot mit Rübenmarmelade und kamen spät abends wieder, weil auf den Strecken nur noch ein Zugpaar verkehrte. Bis zu meiner Einberufung gingen Bernhard und ich jeden Abend zum Bahnhof, um Ausschau zu halten nach Urlaubern. War einer dabei, dann hatten wir ihn schon vor seinen Angehörigen begrüßt und ihm gesagt, daß er unbedingt am kommenden Sonntag mitspielen müßte, oft war das schon am anderen Tag. Keiner hat uns im Stich gelassen. Als ich auch Soldat wurde, da war Bernhard ziemlich auf sich allein gestellt. Dennoch hat er weiter mit den Jugendlichen, unter anderem Hermann Lorenzen, den Fußballbetrieb aufrechterhalten. Wir alle, die wir draußen im Felde waren, standen mit Bernhard in Briefwechsel. Es war zu schön, immer über die Fußballgeschichte in Husum im Bilde zu sein. Ich habe noch die Karte, auf der er mir anläßlich meiner Ernennung zum Gefreiten schreibt: "Ich gratuliere, daß du die erste Stufe zum Generalfeldmarschall erklommen hast. Der Schnäpser ist mir jeden Tag auf Urlaub herzlich willkommen. Wir waren Sonntag in Meldorf. Dein Bruder Willi war auch mit und mußte als Ersatz einspringen, er spielte in seinen Lackschuhen. Wir gewannen aber 3:1."

Viele unserer Kameraden von einst deckt der grüne Rasen.

Hermann Lex
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

leer  

1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Lied der 18er

Wer so ab und zu unsere Fußballmannschaften auf ihren Reisen begleitet, der wird feststellen, daß es um das Singen von Sportliedern recht schlecht bestellt ist. Die meisten Lieder, ihre Texte und Melodien sind wenigen bekannt. Im August 1952 hatten wir in unseren Vereinsnachrichten auf das 18er Lied hingewiesen. Dieses Lied, dessen Text Ludwig Thoms verfasste, ist von dem Husumer Komponisten Artur Mordhorst im April 1949 vertont worden.

Lied der 18er
Vom Fußballsport stimmt an das Lied,

von Sportlers edlem Geist durchglüht.

Auf's grüne Feld zieh'n wir hinaus
und bringen manchen Sieg nach Haus.
  Hipp-hipp-hurra! so rufen wir.
  Wir halten hoch das Sportpanier.
  Und treten wir für 18 an,
  dann stehen wir zusammen Mann für Mann.
Wir sind die Elf vom HFV,
im Wettstreit weder weich noch rauh.
Im ganzen Land sind wir bekannt,
als 18er mit Stolz genannt.
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Wir lieben unser Fußballspiel,
der Sieg ist unser höchstes Ziel.
Und starten wir zum Angriffslauf,
Dann geh'n wir wie die Teufel drauf!
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Wir wollen stets verbunden sein
mit unser'm alten Sportverein.
Sein Name klinge fort und fort,
zu Ehr und Preis dem Fußballsport!
... Hipp-hipp-hurra! so rufen wir...
Kurt Klawitter
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

"Die Alten"

Aus der Gründungszeit des Husumer Fußballsports

Bei keinem Fußballspiel fehlen sie - die "Alten". Und es gibt keine treueren Anhänger als sie. Sie spielten schon vor 60 Jahren Fußball, in einer Zeit in der Mut dazu gehörte, sich zu dem Kreis der Fußballspieler zu bekennen. Die Chefs waren dagegen, die Lehrer auch. Das Spiel wurde auch in Husum in weiten Kreisen als undeutsch abgelehnt, kam es doch aus England. Und dann die halbnackten Menschen - wie unmoralisch!

Aber sie war schön, diese Zeit. Ich war noch ein kleiner Schuljunge, als ich zum ersten Mal einem Fußballspiel zusah. Wie konnte es anders sein, wir waren vom ersten Augenblick an diesem neuen Spiel verfallen. Der Schlagballschläger wurde in die Ecke gestellt. Und dann wurde ein Fußball gekauft? O, nein! Die Groschen waren früher knapp und wurden mehr als einmal umgedreht. Wir waren auch bedürfnisloser als die heutige Jugend. Wir legten unsere Pfennige zusammen und kauften einen knallroten oder giftgrünen Gasball bei Topf. Er kostete 50 Pfennige. Dann wurde in jeder freien Minute trainiert, und das Jonglieren mit diesem kleinen Ball gab uns ein unübertreffliche Ballgefühl, das uns zustatten kam, als wir im Verein mit einem richtigen Fußball spielen durften. Auf dem Nachhauseweg von der Schule dribbeltend wir mit einem runden Stein. Wir wußten uns schon zu helfen, wenn einmal der Ball fehlte.

Wenn wir auch viele Gegner in Husum hatten, einer steifte uns den Rücken: Das war Rektor Möller, der ein leidenschaftlicher Anhänger des Fußballsports war. Wie oft mußten wir in der Literaturstunde gegen die drei oberen Klassen antreten. Verloren wir, hatten wir es in den nächsten Stunden auszubaden.

Unser Spielplatz war die Freiheit. Er war zu unserer Zeit noch nicht ganz kahl, zeigte vielmehr an einigen Stellen noch eine üppige Grasnarbe. Hatte es längere Zeit nicht geregnet, trieben oft Staubwolken über den Platz. Bei Regenfällen mußte die gesamte Mannschaft mit Besen antreten, um die Pfützen auseinanderzufegen. Wer keinen Besen hatte, mußte die Tore aufstellen, die nach jedem Spiel wieder abgebaut wurden. Einen Platzwart gab es nicht. Er wurde durch die Spieler ersetzt, die eine Stunde vor dem Spiel sich im Umkleideraum einfanden, denn es mußte auch noch gekreidet und der Platz durch Taue abgesperrt werden. Nach dem Spielende dasselbe in umgekehrter Reihenfolge. Keiner drückte sich.

In meiner Kindheit trugen die Spieler noch seidene Sportmützen. Die Brust der Spielführer schmückte ein großes CI respektive CII. Das bedeutete Captain I oder II, denn man bediente sich im Sport noch der englischen Ausdrücke. Es wurde auch nicht "Tor" geschrien, sondern "Goal". Die Verteidiger und Läufer hießen "Backs" respektive "Halfbacks". Aber diese Ausdrücke schlissen bald aus.

Es ist müßig, darüber zu reden, ob früher schlechter oder besser gespielt wurde. Eines hatten die Spieler der früheren Jahre den jetzigen voraus: Es wurde mit mehr Einsatz und Ehrgeiz gespielt, auch hatten sie, glaube ich, mehr Freude am Spiel. Nach dem Spiel saß man selbstverständlich noch lange Zeit mit dem Gegner zusammen, der nach dem Spiel der beste Sportkamerad war. Noch jetzt, nach 30 Jahren trifft man in Kiel, Flensburg, Heide oder Schleswig auf die alten Veteranen des Fußballsports. Sie sind untereinander Freunde geblieben.

Omnibusse kannte man in den ersten Jahren nicht. Mußte in Flensburg gespielt werden, hieß es für den Spielführer um 3.30 Uhr morgens aufstehen, denn ich wusste, daß ich drei unsichere Kantonisten in der Mannschaft hatte, die sich ungern vom warmen Bett trennten. Der Zug wartete keine Minute. Also hieß es, die Kameraden durch lautes Klopfen an der Fensterscheibe aus dem Bett zu trommeln.

Um 5:13 Uhr fuhr der Zug ab. 2 Stunden Aufenthalt in Jübek. Gegen Mittag trudelten wir in Flensburg ein. Mittagessen? Fehlanzeige. Die von unserer Mutter oder Frau liebevoll gestrichenen Brote wurden verdrückt, dazu eine Fleischbrühe. Wir fielen deswegen beim Spiel nicht um, im Gegenteil, uns drückte kein überfüllter Magen. Wir wurden also nicht verwöhnt, bezahlten unsere Fahrt auch selber, bezahlten auch die Fahrt für den Kameraden, der wegen Arbeitslosigkeit kein Geld hatte.

Wir sind an Jahren alt geworden, fühlen uns aber wieder jung, wenn wir auf dem Fußballplatz sind, sei es die ältere Generation mit Max Struve, Theo Hansen, Volquart Pauls oder unserem verstorbenen Ehrenvorsitzenden Heinrich Matthiesen, der uns einst durch seine Dribblings begeisterte. Nur wir damaligen Jungen haben diese Vorkämpfer auf dem grünen Rasen kennen gelernt, wir, die wir jetzt auch zu der älteren Generation gehören. Adolf "Ogge" Classen, Rudolf Schubert, Christoph Jensen, Harry Trulsen, Arthur Bothmann, Friedrich "Fiete" Petersen, Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck oder der Unterzeichnende. Viele sind schon von uns gegangen. Alle aber haben sie ihrem geliebten Fußballsport die Treue gehalten.

Karl "Noske" Carstens
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

April! April!

Der 1. April 1923 oder 1924 - jedenfalls war es einige Jahre nach der Gründungsversammlung - verdient es wohl, anläßlich des 50 Jubiläumsfestes vom Husumer Fußballverein 1918, also nach so vielen Jahren noch einmal erwähnt zu werden. Der Verein erlaubte sich nämlich einen Spaß.

Der damals noch lebende, vielen alten Husumer sicher noch bekannte städtische Ausrufer namens Asmussen durcheilte mit Glocke die Straßen der Stadt Husum mit folgendem Ausruf: "Achtung! Achtung! Es ist dem Husumer Fußballverein von 1918 gelungen, die auf der Durchreise befindliche dänische Fußballmannschaft 'Boldklubben aus Kopenhagen' für heute nachmittag um 3 Uhr zu einem Freundschaftsspiel auf der Freiheit zu verpflichten. Alle Sportfreunde werden wegen der Zeitknappheit auf diese Weise zu dem Spiel herzlich eingeladen."

Unser damaliger Ballwart, Torwart Peter Clausen, ein lieber, unvergeßlicher Kamerad, erschien mit den Bällen im Netz. Es kamen außerdem viele, viele Sportfreunde. Am Torpfosten aber war ein Zettel angebracht. Dieser enthielt die Worte: "April, April!" Offensichtlich enttäuscht mußten alle ohne ein Spielgeschehen wieder abziehen. Von einem Zimmer meiner damaligen elterlichen Wohnung im Erichsenweg machte ich diese Wahrnehmung. Mir wurde selber weh ums Herz.

Unmittelbar hernach ging ich zu meinem Friseur, unserem Sportfreund August "Aue" Carstens. Einige Kunden saßen bereits in den Behandlungsstühlen und schimpften. Es waren Besucher von der Freiheit. Namen möchte ich aber heute nicht nennen. Wer diese Zeilen heute liest, also noch am Leben ist und sich an Zeiten von damals erinnert, der möge uns den kleinen gelungenen Scherz auch heute noch nachträglich verzeihen. Von uns - und damit meine ich meinen lieben Freund Bernhard Petersen und den verstorbenen Kameraden Franz Sülau und den Unterzeichner - war es wirklich nur als Spaß und kleine Erheiterung gemeint und gedacht.

Friedrich Töllner, Bredstedt
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Mein letztes Fußballspiel

Es war im Jahre 1950. In den öffentlichen Kassen waren keine öffentlichen Mittel mehr. Den Rest hatte der Währungsschnitt besorgt. Die Kasse der Notgemeinschaft in Bredstedt war hiervon auch betroffen. Um die Kassen zu füllen, mußten wir uns etwas "Besonderes" einfallen lassen. Überlegt und getan, entschied man sich für ein Propaganda-Fußballspiel.

Die Aufstellung der Mannschaften hieß:

Mannschaft der Stadtverwaltung
gegen
Handwerksmeister Bredstedt

Als damaliger Erster Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister ließ ich mich als Mittelstürmer der Stadtmannschaft aufstellen.

Beide Mannschaften kämpften erbittert um den Sieg. In der zweiten Halbzeit prallte ich recht hart mit einem Handwerksmeister zusammen. Am Boden krümmte ich mich vor Schmerz. Ein alter "Aktiver" rafft sich bekanntlich aber immer wieder auf. Der Kampf ging also weiter. In der letzten Phase des Spiels schoß ich für unsere Mannschaft das siegbringende Tor. In der Hitze des Gefechts waren die Schmerzen vergessen. Erst nach dem Schlußpfiff stellten sie sich wieder ein. Ich konnte nicht lachen, nicht husten, ja, ich konnte mich kaum drehen und bewegen. Eine Untersuchung unter dem Röntgenschirm im Krankenhaus ergab: drei Rippen gebrochen. Mit einem Gipskorsett versehen wurde ich entlassen. Der Arzt sagte: "Das kommt von Weib, Weib, Gesang und Spiel. Etwas müssen Sie nun wohl aufgeben." Ich meinte: "Dann muß ich das Fußballspielen nun wohl nachlassen und wenn es sein muß, auch das Singen aufgeben." Ein Trost aber war doch geblieben, wir hatten gesiegt, und die Notgemeinschaft hatte runde 3000 D-Mark wieder in der Kasse.

Mein letztes Spiel wird mir aber unvergeßlich bleiben.

Euer Mitbegründer des Vereins

Friedrich Töllner, Bredstedt
leer  

1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Nicht immer hat es damals nur "Rasenplätze" gegeben. Diese Aufnahme wurde vor dem Spiel Husum 18 gegen Heide gemacht. Das Treffen wurde damals in Schobüll im Watt ausgetragen! Welch ein Wandel der Zeiten!?

Untere Reihe Husum 18; von links: Johannes "Hanne Bodder" Hansen, Adolf "Ogge" Classen, Hans Rister, Hans Bostedt, Peter Clausen, Ferdinand Petersen, Heinrich "Heini" Grell, Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck, Christoph Jensen, Hugo Huß, Harry Trulsen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Von der "Freiheit" zum Marienhofweg

 In den ersten Jahren fanden die Veranstaltungen auf der "Freiheit" statt. Das erste Spiel wurde gegen Heide 05 ausgetragen und ging mit 1:7 verloren. Das erste Tor schoß Peter Mey.

Wer war Peter Mey? Er war der 18er, der im ersten Fußballspiel der erste Seniorenmannschaft von Husum 18 das allererste Tor für unseren Verein geschossen hat im Spiel auf der Freiheit gegen Heide 05. Das Spiel ging mit 1:7 verloren. Bernhard Petersen spielte als Halblinker neben unserem unvergeßlichen Peter Mey, der ein gefürchteter Linksaußen im ganzen Bezirk war. Die Sturmmitte bildete unser beliebte Adolf "Ogge" Classen. Viel zu früh zog Peter Mey sich vom aktiven Sport zurück und fand in Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck einen tüchtigen Nachfolger. Unser lieber Peter Mey verfügte über einen Bombenschuß und einen spritzigen Humor.

Das nächste Spiel gegen "Germania" Meldorf ergab für uns mit 19:0 einen Rekordsieg.


Im Jahr 1924 pachtete der Verein das Sportplatzgelände Marienhof, auf dem er bald eine Tribüne errichtete. Dem so reichhaltigen Archiv unseres langjährigen Vorsitzenden Bernhard Petersen in Hamburg verdanken wir folgenden Originalbericht aus der Nummer 239 des Husumer Tageblattes vom 12. Oktober 1925:

Ein Ehrentag des Husumer Fußballvereins von 1918

Die Einweihung - ein neuer Sportplatz und Fußballrasen - Boxkämpfe im Ring - Fußballspiele

HUSUM - Husum hat einen neuen Sportplatz. Diese Tatsache hat am gestrigen Sonntag mit der Einweihung des neuen Sportplatzes des Husumer Fußballvereins bei Marienhof im Osten der Stadt ihren feierlichen Ausdruck gefunden. Der rührige Husumer Fußballverein hat sich und seiner vorbildlichen sportlichen Betätigung, deren Entwicklung sich auf die rastlose Arbeit vieler Jahre beruft, damit selbst ein Denkmal gesetzt. Der Wille, den der Husumer Fußballverein zur Schaffung eines eigenen Sportplatzes auch unter widrigsten Umständen in die Tat umgesetzt hat, entsprang dem sportlichen Eifer, der sportlichen Größe und Leistungsfähigkeit des Vereins, dessen Name im ganzen Fußballkreis und darüber hinaus einen guten Klang hat.

Der neue Sportplatz liegt zur Rechten des von Bäumen eingefriedeten Weges, der nach Marienhof führt und wird außer von dem Wegknick im Westen und den Gärten und Häusern im Süden nach Norden und Osten von freiem Feld eingeschlossen, so daß sich der Platz in freier, lichter Fläche präsentiert. Eine Pforte mit einem Kassenhaus zur Rechten stellt den Eingang da. Eine dichte Rasenfläche bedeckt den ganzen Platz und wird einen besonderen Vorzug dieses Platzes darstellen, der vorher zum Spielgebrauch sorgfältig geebnet worden ist.

Der eigentliche Fußballplatz ist ebenfalls eingefriedet, so daß das Publikum von dem Spielfeld in angemessenem Abstand getrennt ist. Das Publikum findet rundherum Raum genug, das Spielfeld von jedem Punkte aus gut zu überblicken. Innerhalb des Feldes gewährt eine Bankreihe zu beiden Seiten des Platzes Sitzgelegenheit.

Die Tore sind mit vorgeschriebenen Drahtgittern versehen. Den Eintretenden grüßt aus der südlichen Ecke des Platzes die an hoher Stange lustig flatternde große Vereinsfahne in den schleswig-holsteinischen Landesfarben mit dem Stadtwappen. So präsentiert sich der Platz in vorbildlicher, zur Ausübung des schönen, blühenden Fußballsports und der mannigfaltigen Leibesübungen bestens getroffener Beschaffenheit, so daß er in seiner zweckdienlichen Bestimmung und Eigenschaft in der Provinz mit an erster Stelle marschieren wird.

Zur Einweihung des neuen Sportplatzes hatte der Husumer Fußballverein von 1918 ein reichhaltiges sportliches Programm vorbereitet, das sich im Laufe des gestrigen, von schönem Sportwetter begünstigten Sonntage vor einem großen Publikum abwickelte.

Vormittags spielte die I. Schülermannschaft des Husumer Fußballvereins gegen die gleiche Mannschaft von Schleswig 06 und trug einen überlegenen Sieg davon. Husums erste Jugend trat nachmittags 12:45 Uhr gegen Fortunas erste Jugend aus Glückstadt zum Fußballkampf an, musste sich der Glückstädter Gastmannschaft aber mit 2:3 Toren beugen.

Von 2:30 bis 3 Uhr führte die Boxabteilung des Husumer Fußballvereins von 1918 in einem eigens hierfür geschaffenen, vorschriftsmäßigen Ring ein Schauboxen vor, das den sportlichen Geist und Kampfwillen der Boxabteilung bestens dokumentierte. Zum ersten Mal stellten sich die Boxkämpfer der Öffentlichkeit vor und verstanden es, in sympathischer, regelgerechter Kampfweise die unverkennbaren Werte des Boxkampfes zu dokumentieren. Nachdem der Leiter der Boxabteilung, Rister, die Regeln des Boxkampfes demonstriert hatte, trafen sich im Federgewichtskampf Christiansen und Jessen gegenüber. Jessen blieb nach interessantem Kampf in drei Runden knapp Sieger nach Punktwertung. Im Leichtgewicht kämpften sodann Alfred Klein (129 Pfund) und Max Boje (118 Pfund). Trotz des Gewichtsunterschiedes wogte der Kampf in drei Runden hin und her, ohne daß einem der Kämpfer ein Plus zuzuerkennen war. Der Kampf endete unentschieden. Dann führten die Kämpen der Boxabteilung, Jan Lorenzen (147 Pfund) und Rister (123 Pfund) einen sportlich schönen Boxkampf vor. Trotz des Gewichtsnachteils behauptete Rister erfolgreich seinen Stand, ohne aber dem kräftigeren, größeren Jan Lorenzen ernstlich beikommen zu können. Die Gegner gerieten oft hart aufeinander. Da der Gewichtsunterschied so groß war, wurde keine Entscheidung gefällt.

Nach Beendigung des Boxkampfes erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Sportplatzes durch den Bürgermeister Werner Mensching, der dem Husumer Fußballverein für die Schaffung des Platzes seine Anerkennung zum Ausdruck brachte, auf den Wert und die große Volkstümlichkeit des Fußballsports hinwies und den Platz der deutschen Jugend der Husumer Jugend weihte. Er beglückwünschte den Fußballverein zu seinem neuen Platz und gedachte dann des deutschen Vaterlandes. Mit den Worten "Das Vaterland vor allem!" weihte der Bürgermeister den Platz und übergab ihn dem Verein zur eifrigen Benutzung.

Der Vorsitzende des Husumer Fußballvereins, Bernhard Petersen, übermittelte dem Bürgermeister den Dank des Vereins für die von der Stadtvertretung gewährte Unterstützung zum Ankauf des Platzes. In das Hoch des verdienten Vorsitzenden auf unsere Vaterstadt Husum stimmten die versammelten Sportsleute mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra ein.

Der Vorsitzende des Fußball-Sportvereins Olympia-Neumünster, der die erste Mannschaft nach Husum begleitet hatte, überreichte dem Husumer Fußballverein zur Weihe des Platzes einen prächtigen Lorbeerkranz und forderte seine Neumünsterander zu einem Hoch auf den Husumer Fußballverein auf. Weiter übermittelten Vertreter der Deutschen Sportbehörde und der Vereinigung Deutscher Geher Gruß und Glückwunsch.

Nach Beendigung des Weiheaktes fand auf dem Platze ein halbstündiges Mannschaftsgehen statt, zu dem der bekannte Flensburger Sportsmann und erfolgreiche Geher Wilhelm Breßler markige einleitende Worte sprach und die Blüte des deutschen Gehsports würdigte. Breßler und der deutsche Meister Wohlenberg führten dann ein Bahngehen vor und zeigten, welche körperliche Straffheit und Beherrschung auch zum Gehsport gehört. Die Geher gingen eine gute Zeit. Zur Zurücklegung eines Kilometers gebrauchten sie etwa 4 Minuten und 30 Sekunden. Eine schöne Leistung.

Dann folgte um 4 Uhr der sportliche Höhepunkt des Tages, der mit Spannung erwartete Fußballkampf Husum I gegen Olympia Neumünster (Liga). Der Husumer Mannschaft wurde mit diesem Kampf Gelegenheit gegeben, sich einem stärkeren, im Ligakampf erprobteren Gegner gegenüber zu behaupten. Dieses Wettspiel war weiterhin geeignet, die sportliche Leistungsfähigkeit der erfolggekrönten Husumer ersten Mannschaft erneut zu beweisen. Mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse müssen wir uns mit einer kurzen Spielkritik begnügen. Die Olympia-Mannschaft hatte in ihrer Zusammensetzung, in der Qualität einzelner Spieler und vor allem des Torwarts Drenkhahn und der Verteidigung von vornherein ein Plus für sich. Außerdem war die Mannschaft körperlich wesentlich im Vorteil. In der Technik standen die Husumer dem Gegner fast gleich, zeigten sich teilweise im offenen Feldspiel etwas überlegen. In der Verteidigung nicht standhaft und gesichert genug, hatte der Neumünsteraner Sturm Gelegenheit zu zahlenmäßigen Erfolgen. Mit 3:0 für Neumünster trennten sich die Mannschaften bei Halbzeit. Die zweite Halbzeit stand unter dem gleichen Eindruck, ließ zeitweise die Husumer Mannschaft zu beachtenswertem Können auflaufen, das selbst dem größeren Gegner gegenüber der Husumer Mannschaft zur Ehre anzurechnen ist. Noch mangelhafte Aktivität vor dem Tor des Gegners, Schußunsicherheit und wenig Initiative im entscheidenden Moment waren Fehler, die der Husumer Mannschaft gestern einen besseren Erfolg versagten. Nur Johannes "Hans" Rademacher gelang es, eine schöne Flanke von Adolf Classen, der zum ersten Mal wieder dabei war und den wir in Zukunft in der Mannschaft sehen möchten, zu verwandeln. Das Ehrentor war damit sichergestellt. Demgegenüber erhöhten die Gegner das Siegergebnis auf 5, so daß der Schlußakkord des Kampfes 5:1 für Neumünster war. Alles in allem ein schöner Kampf, der den Gegner ehrte und die Spieltüchtigkeit unserer Husumer Mannschaft schlagend bewies.

Am Nachmittag wurde der neue Sportplatz von 1.500 Personen besucht.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Markus leitete Trainingsabende

Es war im Jahre 1931, als unser Spielausschuß seine ersten Zusammenkünfte im Handwerker-Vereinshaus abhielt. 1934 übersiedelte der Verein dann ganz in die Süderstraße, und unser verehrter Vereinswirt Markus Nehlsen ließ es sich nicht nehmen, die Trainingsabende selbst zu leiten. Bei Kaffee und Kuchen bot sich anschließend immer reichlich Gelegenheit, über die Trainingsmethoden zu diskutieren.

Markus Nehlsen, der 1953 dem Verein 30 Jahre angehörte, hat in dieser langen Zeit zusammen mit seiner Gattin Marie (genannt Tante Mimi), den 18ern manchen unschätzbaren Dienst erwiesen. Immer wenn es galt zu helfen und fördern, stand das Ehepaar Nehlsen in vorderster Front.


Im Jahre 1930 wurde die erste Mannschaft Nordkreismeister. In einem Bericht des norddeutschen Kuriers vom 13. Januar 1930 heißt es:

"Die zu hohen Leistungen befähigte Mannschaft des Husumer Fußballvereins von 1918 machte wiederholt durch ihre Siege von sich reden. Selbst Oberliga-Mannschaften mußten sich von dieser hervorragenden Elf geschlagen bekennen. Am gestrigen Sonntag schlug sie im Punktspiel den Anwärter auf die Tabellenspitze, Preußen-Germania Kiel mit 2:1 Toren."

Zu der damaligen Bezirksklasse der Nordstaffel gehörten weiterhin Nordmark Flensburg, TSV Kiel- Gaarden, Brunswik, Schleswig 06, Rasensport Schleswig, Frisia Husum, Gelb-Blau Kiel, Polizei Kiel und Eckernförde.

Vorher hatten die zweite Mannschaft, die dritte Mannschaft, die Jugend- und Schülermannschaften schon mehrere Meistertitel für Husum 18 errungen. Die zweite Mannschaft, damals 2a genannt, gewann unter ihrem Spielführer Otto Redner allein drei Meisterschaften.


In der Leichtathletik wurde Hans-Dietrich Blunck Bezirksmeister im Diskuswerfen und als Meister in Itzehoe gefilmt. Das war damals eine große Seltenheit.

Nach und nach wurden dem Verein eine Männer- und Frauen-Handballabteilung, eine Faustball- und eine Boxabteilung angegliedert.

Einen gewaltigen Aufschwung nahm die Jugendabteilung durch Obmann Werner Rüsbült, der den Nachwuchs durch unermüdlichen Fleiß, durch Können und Ausdauer zu den besten Mannschaften Schleswig-Holsteins heranbildete.


Husum 18 hat nie die freundschaftlichen Bande gelöst, durch die es sich mit den Kameraden in Nordschleswig verbunden fühlt. In Tondern, Sonderburg, Hadersleben und so weiter waren unsere 18er immer freudig begrüßte Gäste. Internationale Spiele trug Husum 18 gegen Kopenhagener Mannschaften aus. In allen Fällen wurde das Ansehen unserer Vaterschaft bestens gewahrt. Anläsßich des 25-jährigen Bestehens wurde sowohl die Gruppenmeisterschaft im Vereinspokalwettbewerb als auch die Gruppenmeisterschaft im Landeshauptmann-Ehrenpreis erzielt.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

 

Bezirks-Liga, Nordkreismeister 1930

Hintere Reihe von links nach rechts: Johannes "Hans" Rademacher · Christian Eckmann · Heinrich "Henry" Hansen · Karl "Kalli" Schladetzky · Peter Clausen; mittlere Reihe: Ferdinand Petersen · Karl "Kalli" Krieger · Hans "Hansi" Schöning; vordere Reihe: Werner Fritz Lorenzen · Torwart Max »Esche« Sönnichsen · Ernst »Mauschi« Mißfeldt; in Zivil: Bernhard Petersen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum 18's 4x100-m-Staffel lief Weltrekord!

Bernhard Petersen erzählt aus vergangenen Tagen

Anfang der 20er Jahre erhielt Husum 18 (Leichtathletikabteilung) Einladungen zu Leichtathletik-Veranstaltungen nach Heide und Schleswig. Wir hatten gar keine Leichtathletikabteilung. Ich meldete zu den Kämpfen einfach unsere ganze erste Fußballmannschaft. Nie geahnte Athleten waren unter uns. Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck wurde in Heide viermal erster Sieger: 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Diskuswurf und Dreikampf.

Ich meldete am nächsten Tag Hanne-Diede zu den Meisterschaften nach Itzehoe. Hier wurde er auf Anhieb Bezirksmeister im Diskus. Eine Sensation für Husum dann, als in der darauffolgenden Woche im Kino in Husum in der "Tönende Wochenschau" Hans-Dietrich Blunck bei seinen Meisterschaftswürfen gezeigt wurde. Auch die beiden ersten Vorsitzenden von Husum 18 erschienen gleichzeitig auf der Leinwand: Julius Carstens als Bahnrichter und Bernhard Petersen mit Stoppuhr als Zeitnehmer.

In Heide lief unsere 4 x 100m Staffel nach der genommenen Zeit Weltrekord. Die "Weltrekordler" Hans-Dietrich Blunck, Friedrich-Karl Oldach, Helmuth Pauls und Johannes "Hannes" Hartmann blieben es aber nur fünf Minuten, denn das Nachmessen der Bahn ergab, daß nur 4 x 70 m gelaufen worden sind.

Für die 3000m Laufstrecke wollte sich von uns keiner melden. Da meldete ich Hans Dokmann, Hermann Lex und Bernhard Petersen. Dieser "Dreibund" rangierte dann unter "Ferner liefen ..."

Christoph Jensen, unser Mittelstürmer, hatte sich in englischer Kriegsgefangenschaft großes fußballerisches Können angeeignet. Er war unser "Allround-Sportsmann" und derzeit der beste Eisboßler im Verband. Ich meldete Christoph Jensen daher in Heide für den Schlagballweitwurf. Er wurde mit unbeschreiblicher, nie festzustellender Weite erster Sieger. Der Ball ist bis heute nicht wiedergefunden worden.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Aus vergangenen Tagen

Rauchen in Spieltracht wurde durch Geldstrafe geahndet

Unser langjähriges und besonders treues Mitglied Hermann Lex hat uns, fern der Heimat lebend, diesmal einige Dokumente zur Verfügung gestellt, die wir unseren Freunden und Mitgliedern mit ihrem wesentlichen Inhalt nicht vorenthalten wollen.

Am 8. März 1919 veranstaltete unser Verein ein "Heimkehrfest", das mit einem Tanzkränzchen und einer Kappenpolonäse endete. Zu diesem Fest waren persönliche, gedruckte Einladungen ergangen.


Das zweite Dokument ist ein gedruckter Spielplan für die Frühjahrsserie 1921 im Bezirk Schleswig. Unter dem damaligen Obmann Bernhard Petersen und dem Schriftführer Thomas Möller (beide Husum) beteiligten sich 19 Vereine an den Rundenspielen, für die 47 Mannschaften in drei Seniorenklassen und einer Schülerklasse gemeldet waren.

Gespielt wurde in einer West- und einer Ost Staffel, an der Vereine aus Itzehoe (2), Husum, Heide (2), Rendsburg, Flensburg (2), Wilster, Kellinghusen, Glückstadt, Schleswig (2), Nortorf, Meldorf, Lunden, Brunsbüttelkoog, Hademarschen und Wesselburen beteiligt waren. Von der damals sehr straff gehandhabten Organisation wurden unter anderem folgende Strafen verhängt:

(1)   Fehlen oder Zuspätkommen des Schiedsrichters   50,- Mark
(2)   Fehlen oder Zuspätkommen des Linienrichters   1,- Mark
(3)   Verspätetes Einsenden des Spielberichtes   5.- Mark
(4)   Fehlen des Balls   10,- Mark
(5)   Nicht ordnungsgemäßes Bauen bis zu   10,- Mark
(6)   Rauchen in Spieltracht   3,- Mark

Rückgrat Husum 18's

Hugo Starken
Bernhard Nissen   Erich Wolf
Das Abwehr-Trio 1939
Erich Wolf, Hugo Starken und Bernhard Nissen

Manches gute Schlußdreieck hat die Liga Husum 18 gehabt. Es bildete in vielen Spielen das Rückgrat der Mannschaft. Längere Zeit, vor so 20 Jahren, hießen diese Mannen: Hugo Starken, Bernhard Nissen und Erich Wolf. Sie waren eisern, zuverlässig und bestens aufeinander eingespielt. Verschenkt wurde nichts!

Da war z.B. das Spiel Flensburg 08 gegen Husum 18 im Flensburger Stadion. Eisiges Winterwetter mit Schneesturm. Husum 18 spielte in der ersten Halbzeit mit Wind und Schnee, aber alle gut gemeinten Kombinationen wurden bei dem unmöglichen Wetter zunichte gemacht. Halbzeit 0:0. Nach dem Wechsel glaubten die Flensburger Kameraden, daß sie jetzt dran wären, den Sieg herauszuholen. Aber auch ihnen glückte nichts. Unsere Verteidiger kämpften wie die Löwen. Hugo Starken hielt fast unmögliche Bälle. Es wurde ein Kampfspiel beider Mannschaften, das schwerlich zu übertreffen war. Da, in der 89. Minute - Hugo Starken liegt angeschlagen am Boden - senkt sich der Ball, von einem Flensburger Stürmer geschossen, genau auf das leere Tor der Husumer. Aber instinktiv und mit äußerstem Einsatz saust Erich Wolf zum Kasten und erwischt den Ball in Linienhöhe. Durch gewandten Rückzieher befördert er ihn mit wuchtigem Schlag zurück ins Feld. Schlußpfiff, 0:0, und gegenseitig gratulieren sich beide Mannschaften zu diesem hervorragenden Kampf. Beide freuten sich über das gerechte Resultat. Wilhelm Breßler und Bernhard Petersen wußten in echt sportlicher Form beim gemütlichen Beisammensein die aufopfernde Leistungen beider Mannschaften zu würdigen, und beide betonten, daß es bedauerlich gewesen wäre, wenn gerade dieser Kampf zum Schluß noch ein anderes Ergebnis aufgewiesen hätte.


Herbert!

Herbert Koch hat dem Verein durch seine Bemühungen viele gute Spieler zugeführt und alles getan, um diese Kameraden in unserem Sportverein heimisch werden zu lassen.

Kurios war aber, daß Herbert einmal gleich 4 Arbeitsdienstlager für Husum 18 verpflichtet hatte, die auch alle auf den Namen Herbert hörten und zwar:

Herbert Seidemann,
Herbert Stadelmeyer,
Herbert Linnau,
Herbert Kolbe.

Es waren erstklassige Fußballspieler und beste Kameraden. Aber die Kanone war doch wohl Herbert Seidemann von Borussia Kiel mit seinem Bombenschuß. In einem Spiel gegen Rendsburg schoß er allein von zwölf Toren neun Tore. Das letzte Tor resultierte aus einem Elfmeter. Der Torwart ging in Schutzstellung und drehte dem Schützen in Abwehr den Rücken zu.

Nur einmal in einem Spiel gegen seinen Stammverein Borussia hatte Seidemann "einen schlechten Tag". Wer wollte es ihm verdenken? Ja, es waren prächtige Leute, diese fünf Herberts.


Walter Breuß

Wir hatten in der Liga einmal einen Torwart namens Walter Breuß aus Hamburg. Er war beim Arbeitsdienst in Ostenfeld. Da eines Sonntags sein Urlaub erst spät bewilligt wurde, mußten wir ihn holen. Es fand sich der Schlosser Maaß bereit, mit dem Motorrad nach Ostenfeld zu fahren und Walter Breuß mitzunehmen. Als der Fahrer sich nach geraumer Zeit umguckt, ist der Soziussitz leer und nichts von Walter zu sehen. Kamerad Maaß kehrt um und sieht den guten Mann in einer Kurve bei Ipernstedt langsam auf sich zukommen, Arme, Beine, Gesicht, alles vom Sturz zerschunden, aber zum Glück keine ernstlichen Verletzungen.

Und wir warten schon vor dem Handwerkerhaus auf das Eintreffen der beiden. Es wird nämlich Zeit, wir sollen noch mit dem Bus nach auswärts. Da kommt endlich das Motorrad in mäßiger Fahrt die Süderstraße herunter, und als ist nun bei uns ist, sehen und hören wir die Bescherung. Na, sowas war uns noch nicht passiert! Aber in solchen Situationen schalteten Bernhard und Herbert schnell. Walter wurde von oben bis unten verbunden, Ersatztorwart mit, und die Reise ging mit dem bandagierten Walter Breuß als Gast los.

Jahre nach dem Kriege war der gute Walter Breuß mit seiner Hamburger Mannschaft einmal zu einem Gast und Freundschaftßpiel in Husum. In Kameradschaft mit dem Hamburgern haben wir ein frohes Wiedersehen gefeiert, bei welchem unser Otti Degenkolbe in Walter Breuß seinen ehemaligen Kriegskameraden wieder heil begrüßen konnte. Es gab viel zu erzählen. "Ja, und der Sturz damals mit dem Motorrad bei Ipernstedt, das war doch zum Lachen."

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Christoph Jensen mit englischer Fußballschule

Er hatte in der Gefangenschaft manches gelernt

Die alten Jensens in Rödemis waren ein gemütliches Ehepaar, mit vielen Kindern, Jungs und Deerns. Sie wohnten in einem kleinen Haus gegenüber von Clausens Gasthof, und unter diesem Dach war immer viel Leben. Alle Jungs waren Sportler. Peter, Samuel und Johann (Bredstedt) huldigen dem Boßelsport und waren große Könner, die manche goldene Boßel für Rödemis gewonnen haben.

Der erste Weltkrieg forderte bittere Opfer. Peter und Samuel mußten im Anfang des Krieges ihr Leben fürs Vaterland opfern, während Johann bei Mons in Belgien schwer verwundet wurde. Weiter waren dann noch die Söhne Christoph, August und Christian. Sie waren alle auch gute Boßler. Aber inzwischen hatte der Fußballsport überall sehr an Boden gewonnen und alle drei wechselten zu diesem Sport hinüber. Christoph war für Fußball besonders gut veranlagt.

Während der erste Weltkrieg zu Ende ging und die meisten Soldaten per Bahn oder zu Fuß die Heimat erreichten, hatte Christoph Jensen es nicht geschafft. Er kam in Gefangenschaft und mußte auf das englische Eiland. Sicher wäre Christoph gern schon mit uns nach Deutschland und nach Röms gefahren, aber Schaden hat er von seinem Aufenthalt in England auch nicht gehabt. Es war nämlich so, daß die Briten in fair im Mutterland aufnahmen und fußballerisch schulten. Christoph spielte mit der Mannschaft seines Lagers gegen die anderer Lager und auch gegen die britische Bewachungsmannschaft. Es ist immerhin 36 Jahre her und damals war der englische Fußball bestimmt noch allein führend auf der Welt.

Die Zeit sie kam, die Zeit sie ging. Eines Tages, es mag ein Jahr nach Kriegsschluß gewesen sein, da hieß es an einem Sonnabend, Christoph ist aus England gekommen. Das war für die Husumer Fußballer eine freudige Nachricht. Und schon am Sonntagmorgen spielte unser Christoph in einem Wettkampf als Rechtsaußen. Es war die Zeit, als der Fußballverein "Konkordia" eben gegründet war, der aber nur kurze Zeit bestand und in dem der gute Johannes Hansen (Hanne Bodder) als Torwart eine vorzügliche Rolle spielte. Später spielte Hanne Bodder viele Jahre als Torwart in der zweiten Mannschaft von 18, er war einer treuesten Anhänger.

Das Spiel wurde ausgetragen auf der "Freiheit" bei strahlendem Sonnenschein und vor einem sehr zahlreichen Publikum. Tatsächlich, Christoph hatte englische Schule, er nahm jeden Ball an und stürmte dem Tor entgegen, daß es nur so eine Pracht war. Der größte Spaß an diesem unvergeßlichen Sonntagmorgen war aber noch die Fußballsprache. Christophs "erlerntes Englisch" vermischt mit Fußballdeutsch beherrschte Spieler und Zuschauer. Es wurde nur "schottisch halbhoch" gespielt und dann ging es im Chor "lat coming", "stopping", "allright", "back", "giving", "knallinge" und "goal".

So fielen Tor auf Tor. Es war ein Spiel, das alle, die es erlebt haben, nie vergessen werden. Christoph Jensen ist seit jenen Tagen einer unser treuesten Anhänger geblieben. Bei jedem Spiel unserer Liga ist er dabei. Seine besondere Freude galt dem Aufstieg unserer 1. Mannschaft in die Verbandsliga.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Das sind unsere Ehrenmitglieder

Sie gehören zu den Gründern von Husum 18

Die von der außerordentlichen Generalversammlung am 1. November 1954 einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannten Sportfreunde Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck, Adolf "Ogge" Classen, Hermann Kock und Hermann Lex haben wir um Aufzeichnungen über ihre sportliche Laufbahn gebeten. Wir erhielten folgende Antworten:

Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck

Meine sportliche Laufbahn begann 1916 im FC Unitas. Im Jahre 1918 gehörte ich zu den Gründern des Husumer SV von 1918 und spielte bis 1922 als Linksaußen in der ersten Fußballelf. Von 1923 bis 1924 stand ich in der Liga des Stader FC und nach meiner Rückkehr bis 1930 wieder im HFV 1918. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg galt mein Interesse auch der Leichtathletik, 1920 wurde ich schleswig-holsteinischer Meister im Diskuswurf und belegte bei den Meisterschaften den zweiten Platz im 100-m-Lauf. Wiederholt war ich auch im Spielausschluss des Vereins tätig.


Adolf "Ogge"Classen

Mit 15 Jahren begann ich 1913 meine Fußball Laufbahn. Mein erstes Spiel absolvierte ich in meinem letzten Schuljahr im ältesten FV Unitas in der zweiten Mannschaft. Unitas stellte jedoch im Ersten Weltkrieg den Spielbetrieb ein. Bis zu meiner Einberufung spielte ich in der ersten Elf von Alemannia. Als Husum 18 gegründet wurde, war ich noch bei der Marine in Kiel. Hier erreichte mich eine Abschrift des Gründungsprotokolls von 18 mit der gleichzeitigen Bitte dem Verein beizutreten. Meine Zusage erfolgte postwendend. Bis zu meiner Entlassung fuhr ich fast jeden Sonntag zum Spiel nach Husum. Mein Stammposten war halblinks oder Verteidiger. Leider zwang mich ein Meniskusleiden, das ich mir im Spiel gegen Schleswig 06 zuzog, frühzeitig vom aktiven Sport zurückzutreten.


Hermann Kock

Schon um die Jahrhundertwende kam ich mit dem Sport in Berührung, und zwar auf recht humorvolle Art. Mit 5 Jahren rückte ich immer von Hause aus, um durch den Heckenweg nach der Freiheit zu ziehen, wo die großen Jungs Fußball spielten, das musste ich sehen. Einige Jahre später jagte ich selbst hinter dem Ball her. 1916 nahm ich für das Infanterieregiment. 85 an den Meisterschaften der 18. Infanteriedivision teil.

Nach dem Zusammenbruch 1918 kam ich mit Bernhard Petersen zusammen und schon am 7. Dezember wurde dann der Husumer Fußballverein von 1918 im Kaffee Hohenzollern aus der Taufe gehoben. Mannschaften waren bald aufgestellt, und der Kampf auf dem grünen Rasen begann, nachdem im ganzen Lande die Organisation stand. Die Westküste bildete einen Bezirk, dessen Spielausschuss ich als Obmann vorstand.

Im Verein war ich in der Verwaltung tätig als zweiter Vorsitzender, erster Kassierer und Beisitzer. Natürlich spielte ich auch für den Verein auf dem Rasen, nachdem ich 1913/14 bis zum Kriegsbeginn bei Altona 93 gewirkt hatte. Dieser Verein stellte damals 21 Mannschaften.

Möchten die Gedanken, die uns bei der Gründung von Husum 18 beseelten: saubere Verwaltung, fairer Kampf und anständige Verlierer zu sein, immer Richtschnur bleiben in guten und weniger guten Tagen. Wir wollen dem Verein immer die Treue halten. Ich jedenfalls bin stolz darauf, in diesem Sinne ein 18er zu sein und zu bleiben.


Hermann Lex

Ich darf es mir zur besonderen Ehre anrechnen, zu den Gründern des am 7. Dezember 1918 aus der Taufe gehoben Husumer Fußballvereins zu zählen. Meine Tätigkeit im Verein erstreckte sich auf die verschiedensten Gebiete. Meine aktive Laufbahn umfaßte viele Jahre, zu einer Zeit, als der Idealismus über alles ging. Vor allem habe ich aber auch den Verein, dem ich stets die Treue halten werde, uneigennützig lange Zeit als Schriftführer gedient. Eine besondere Freude war es für mich, an dem Stiftungsfest im November 1954 teilnehmen zu können und durch den derzeitigen Vorsitzenden von der Ernennung zum Ehrenmitglied Kenntnis zu erhalten.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Hans Storjohann war Vorbild für die Jugend

Ein Fußballspieler, an dem alle ihre Freude hatten

Hermann Lex hat uns diesen Beitrag "Aus vergangenen Tagen" geliefert. Heute berichtet er über Hans Storjohann, der am 10. August 1919 in Bredstedt geboren wurde, und der am 21. Januar 1944 sein blühendes Leben in Rußland für das deutsche Vaterland lassen mußte.

Als Mitbegründer von Husum 18 und als treuer Anhänger gehen meine Erinnerungen stets zu dieser Gemeinschaft, in der ich bald 40 Jahre uneigennützig gewirkt und gestrebt habe. Viele alte Freunde und gute Spieler tauchen in meiner Erinnerung auf. Ich kann es nicht leugnen, immer wieder sehe ich das treue Gesicht unseres jugendlichen Hans Storjohann.

Es war in der Zeit, in der unsere Sportfreunde in Bredstedt noch nicht so den Sportbetrieb hatten, wie Husum 18 und 18 war derzeit schon führend. Nur so konnte es unserem unermüdlich für den Verein strebenden Herbert Koch gelingen, einen jugendlichen Könner wie Hans Storjohann für Husum 18 zu gewinnen. Herbert Koch hatte Hans "Hansi" Storjohanns Eltern das Versprechen im Namen des Vereins gegeben, daß wir ihn nur unter der Bedingung aufnehmen, wenn wir ihn in solider, sportlicher Art und Weise behandeln. Wir haben das gehalten. In jedem Haus unserer damaligen Vorstandsmitglieder und auch der anderen 18-Freunde war Hansi herzlichst willkommen. Vor mir liegt die Aufnahme von ihm, auf der Rückseite hat er geschrieben: "Zum ewigen Andenken an Euren Freund Hansi. Bredstedt, den 10.11 1939."

Und was war er für ein Könner. Es ist mir noch gegenwärtig das Spiel gegen Kilia Kiel, ein Gegner für uns, der bestimmt derzeit als kommender Meister der Staffel anzusehen war. Vom Anpfiff an übernahm Hansi sofort Ball und Führung und in seiner bekannt eleganten Manier knallte er zum 1:0 ein. Große Aufregung bei Kilia. Mannschaftsbetreuer Franz "Seppl" Esser, ehemalig Holstein Kiel, schimpft, daß man den "Mann" nicht gehalten hat. Erneut von der Mitte bekommt Hansi den Ball, alles jubelt und schon sitzt das zweite Tor von ihm. Aufgeregt wird Kilia, das hatten sie denn doch nicht erwartet. Aber aller guten Dinge sind drei. Und das schafft Hansi auch noch eben vor Halbzeit. Die zweite Halbzeit sieht dann die Kieler Freunde mit dem großen Torwart Harro Clausen auf allen Posten sehr wachsam. Aber am Ende heißt es doch 3:2 für Husum 18.

Wenn Hansi aus Rußland auf Urlaub kam, klappte es für ihn nicht so recht mit dem Fußball, denn gerade in seine Urlaubszeit fielen nur selten Punktspiele und wie war er dann verärgert. Aber einmal, und das war das letzte Mal, hatten wir in Husum ein Punktspiel gegen Schleswig 06. Es wollte unserem Storjohann kaum etwas glücken, 06 lag uns nie so richtig. Aber da in der 89. Minute, Hansi bekommt den Ball von einem unserer Verteidiger, umspielt alles, ein Blick zum gegnerischen Tor und mit unwahrscheinlicher Eleganz getreten sitzt der Ball im linken oberen Eck, Schlußpfiff 1:0 für 18. Wir haben uns alle gefreut, Spieler und Zuschauer besonders darüber, daß Hansi den Siegtreffer geschossen hat.

Am Dienstag fuhr er wieder zurück nach Rußland. Hansi ist nicht wiedergekommen, als Kompanieführer ist er an der Spitze seiner Kameraden gefallen. Zur Gefallenen-Gedächtnisfeier waren Markus Nehlsen, Herbert Koch und ich (Bernhard Petersen war wegen einer Fußballtagung in Neumünster leider verhindert) in der Kirche zu Bredstedt. Der Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt und in einem Blumenmeer stand der Name "Hans Storjohann" und daneben der Name eines gefallenen Bredstedter Kameraden. Es war eine ergreifende Trauerfeier, die wir nie vergessen werden.

Wir haben viele dieser guten Kameraden verloren, das Bild von Hans Storjohann in unserem Vereinslokal soll uns immer wieder daran erinnern, daß wir keinen unserer fürs Vaterland Gefallenen und auch sonst Verstorbenen unseres Vereins vergessen dürfen.

Für meinen verstorbenen jugendlichen Sportfreund hat das Wort von Matthias Claudius Wahrheit und Berechtigung: "Sie haben einen guten Mann begraben / und mir war er mehr."

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Zwei unvergessene Männer

Hermann Lex berichtet von seiner Zeit bei Husum 18

Alfred Wolf

geboren 24.07 1910 in Husum
gefallen 17.07 1924 in Rußland

Alfred Wolf, wir kennen ihn alle, und die ihn nicht kennengelernt haben, denen sei sein Wirken bei Husum 18 hier aufgezeichnet.

Eie, so wurde er genannt. Aktiv spielte er in unserem Verein in der dritten Mannschaft, deren Spielführer er war. Auch in der zweiten Garnitur wirkte er mit. Er liebte den Sport um des Sports willen. Seine Hauptposition bekleidete er in seiner Eigenschaft als langjähriger erster Kassierer. Genau, exakt und so sauber wie er äußerlich sich zeigte, so war er auch in seinem inneren Wesen. Zu jedem Spiel der Liga fuhr er mit nach auswärts und paßte genau auf, daß sein Verein den rechten Anteil aus jedem Spiel ausgezahlt erhielt. Im Bezirk war er bestens bekannt, beliebt und geschätzt.

Bei jeder Fahrt nahm er sicherheitshalber seine blitzblank geputzten Fußballstiefel und seine schneidig gebügelte Kluft mit. Es konnte ja vorkommen, daß ein Spieler ausfiel, und Eie dann einspringen durfte. Das ist ganz, ganz selten vorgekommen. Dennoch hat er so oft seine Kluft ausleihen müssen und schmutzig wieder mit nach Hause gebracht. Als Schiedsrichter, im Vergnügungsausschuß, in der Jugendbetreuung, überall wirkte Eie Wolf für Husum 18. Den freiwilligen Sanitätern auf dem Sportplatz gab er aus seiner Privattasche dann und wann 5 Mark, er meinte, das hätten die wohl redlich verdient.

Nach jahrelangem erfolgreichen Wirken als Lehrling und junger Mann bei der Firma Momme Jürgensen pachtete er das Kolonialwarengeschäft von Klaus Warnsholdt in der Süderstraße. Hochzeit wurde gefeiert mit seinem lieben Lenchen aus Witzwort, paßten beide so schön zusammen. Und des Glückes war übergenug in dieser jungen Ehe.

Dann kam der unselige Krieg, der alles zerstören sollte, auch das kurze Glück dieser beiden jungen Menschenkinder. Die gute junge Frau Wolf starb an einer schweren Krankheit, und Alfred folgte ihr bald nach, er fiel für Deutschland und liegt im weiten Rußland begraben. Von seinem Todestage datiert seine letzte Karte an mich, und wir mußten feststellen, daß noch verschiedene andere Freunde, unter anderem auch unser unvergessener Otto Mißfeldt Post vom gleichen Tage von Alfred erhalten hatten. Wohl in Vorahnung seines Todes hat er noch vielen Kameraden ein letztes Lebenszeichen gegeben.

Es spricht für Alfred Wolfs Exaktheit, Liebe und Treue zu Husum 18, daß er bei seinem letzten Urlaub ein Testament über seinen Nachlaß gewissenhaft festgelegt hatte. Das wurde uns erst bekannt, als Bernhard Petersen nach Alfreds Heldentod zur Testamentseröffnung gerufen wurde. Der gute Eie hatte Husum 18 einen namhaften Betrag hinterlassen und auch andere Vereine und Personen bedacht.

Das war Alfred Wolf! Das war stilles Heldentum!

Sein Geist soll und wird weiterleben in den Herzen der heranwachsenden Jugend unter der blau-weiß-roten Flagge von Husum 18, für die Alfred Wolf gelebt und gehofft hat. Ihm nachzueifern und zu versuchen, es ihm gleichzutun, sei die vornehmste Aufgabe aller 18er in guten und in schlechten Tagen.


Hermann Mellage

Nun war es leider mal wieder soweit, daß die Liga von Husum 18, nachdem Hugo Starken zum Wehrdienst einberufen war, keinen rechten Torwart mehr hatte. Und jeder Sportler weiß, das ist ein beruhigendes Gefühl und eigentlich die Voraussetzung für ein unbefangenes freies Spiel der Mannschaft ist, wenn der "Kasten" gut behütet ist. Längere Zeit mußten wir uns schlecht und recht mit einem Ersatztorwart behelfen. Dann aber kamen eines Abends am Montag in die Spielausschußsitzung die Unteroffiziere Kemena und de Witt aufgeregt, ohne anzuklopfen, hereineingestürzt. "Herr Petersen, wir haben jetzt einen Klassetorwart, der ist heute als Rekrut bei uns eingezogen worden." Na, wenn man während der ganzen Jahre so viele schlechte Erfahrungen gemacht hat, von denen Bernhard Petersen bestimmt ein Lied singen konnte, so mußte man skeptisch sein. Aber in diesem Falle klappte es hundertprozentig, denn kein geringerer als Hermann Mellage, der zweimal als Torhüter bei Schalke 04 die deutsche Fußballmeisterschaft mit errungen hatte, war "freundlichst" aufgefordert worden, seine Rekrutenzeit bei der 8.E.M.A.A. in Husum abzuleisten. Von dieser Tatsache hat nach heutigem Ermessen eigentlich besonders Husum 18 Nutzen gehabt.

Herbert Koch hatte es eilig und stellte sich schon am anderen Tag beim zuständigen Sportoffizier vor. Am liebsten sollte und wollte auch Hermann Mellage schon am kommenden Sonntag spielen. Das ging aber beim besten Willen nicht. Aber für den darauffolgenden Sonntag bekam er die Genehmigung des sehr zugänglichen Sportoffiziers. Wir sollten nach Flensburg.

2 Ausbildungsoffiziere mußten sich befehlsmäßig besonders um den Rekruten Mellage kümmern, damit er sich als Soldat nicht vorbeibenahm. Wir gaben sofort unseren Sportfreunden in Flensburg telefonisch Bescheid, daß wir mit unserem neuen Torwart von Schalke 04 antreten würden. Diese Mitteilung erbrachte einen Rekordbesuch.

Wir fuhren mit der Bahn, und es klappte auch beinahe alles gut. Nur, wie die Mannschaft am Flensburger Bahnhof die Straßenbahn besteigt, auf der sich auch Marineoffiziere befinden, will es das Unglück, daß Mellage im Gedränge mit den großen Füßen nicht klarkommt. Ein Offizier schimpft wegen des unzureichenden Grußes von Mellage und sagt etwas wie: "Sie können mir meinetwegen auf die Füße treten, aber doch nicht auf die Stiefel." Da schaltete sich Herbert Koch auch schon ein und brachte als alte Kompaniemutter alles in Ordnung, und während wir uns mit Mellage in den Anhänger schoben, hörten wir nur noch, wie der Offizier und Herbert beide schrecklich lachten. Wir gewannen in Flensburg 2:0.

So waren wir erst einmal hinsichtlich des Torwarts auf einige Monate gesichert, es gab fast nur Plustore, selten Minustore. Mellage stand auf der 16-Meter-Linie und dirigierte von dort das Spielgeschehen. Er konnte die Bälle über das ganze Spielfeld wuchten, sein Zuspiel war haarscharf auf Läufer und Stürmer abgezirkelt. Auf Kameradschaftsabenden hat er uns seine Fotos aus dem großen Spielen gezeigt und uns dazu vieles Interessante aus seiner Laufbahn zu erzählen gewußt.

Bevor Mellage von Husum ins Feld rückte, war er noch einmal in unserem Kreise in dem auch ihm lieb gewordenen Vereinslokal Handwerkerhaus bei Markus Nehlsen, um Abschied zu nehmen. Bescheiden und ruhig wie er war, dankte er Bernhard Petersen für die freundliche Aufnahme, die er hier gefunden hatte. Er hätte es nicht geglaubt, daß in einem für ihn so kleinen Verein eine derartige Begeisterung und treue Zusammengehörigkeit der Gemeinschaft eine solche Stütze war.

"Hermann Mellage, wo immer du auch sein magst, möge es dir wohlergehen!"

Hermann Lex
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Aus vergangenen Tagen

Im Hinblick auf unser 50-jähriges Jubiläum wird es interessieren, in welchem Rahmen das 25. Stiftungsfest stattfand. Darüber hieß es:

"Der Husumer Fußballverein von 1918 hielt Anfang Dezember 1943 im festlich geschmückten Handwerker-Vereinshaus eine interne Erinnerungsfeier anläßlich seines 25-jährigen Bestehens ab. Der Gründer des Vereins, Bernhard Petersen, begrüßte die Gäste, und gab einen Rückblick auf die Entwicklung des Vereins. Weiter verlas er eine Anzahl Glückwunschschreiben von Sportkameraden und -freunden in der Heimat und im Felde.

Kreissportwart Wilhelm Breßler, Flensburg, war selbst nch Husum gekommen, um in einer warmherzig-kameradschaftlichen Ansprache dem jubilieren den Verein in alter freundschaftlicher Verbundenheit die Grüße der Sportstaffel Ost und des Brudervereins Flensburg 08 zu überbringen. Dem in Sportkreisen wohlbekannten, unermüdlich für den Verein tätigen Kameraden Wilhelm "Willi" Jürgens wurde die silberne Ehrennadel überreicht.

Ein hübsches und mannigfaltiges Programm war für den Abend zusammengestellt. Voll und ganz seiner Bedeutung angepaßt waren eine Schmalfilmvorführung und ein Vortrag des Sportkameraden Hermann Lex. Der Schmalfilm zeigte uns Bilder aus der Vergangenheit des Vereins und seiner beiden Vorgänger, die bis 1906 zurückgingen. Eine zum Teil schon fast verschollene Welt tauchte da vor uns auf: Bekannte Fußballspieler, die damals fast noch Knaben waren und heute schon Enkel zur Ausübung des Sports schicken, andere, die schon im ersten Weltkrieg gefallen oder nach seinem traurigen Abschluß nach Amerika ausgewandert sind, und wieder andere, die, nicht wenige im feldgrauen Rock, selbst gekommen waren, um den Tag mitzufeiern oder auch aus dem Felde schriftlich ihre Anhänglichkeit bekundeten.

Sportkamerad Hermann Lex rief in humorvollen Ausführungen an der Hand eigener Erinnerungen ein Stückchen Husumer Jugendzeit aus den Tagen des unvergessenen sportfreundlichen Rektors Möller in das Licht des Tages zurück.

Hervorragend trug zur Ausgestaltung des Programms auch der Rekordmeister Wilhelm Breßler, Flensburg, bei, der sich ebenso famos als packender Erzähler sportlicher Erlebnisse wie als "Kunstpfeifer" erwies. Im übrigen lag auch der musikalische Teil des Abends bei Mitgliedern der Akkordeongruppe Heidrich und zwei Militärmusikern in guten Händen. Alle Mitwirkenden ernteten wohlverdienten Beifall.


Aus einigen Aufzeichnungen entnehmen wir, daß Husum 18 während der 30er Jahre im schleswig-holsteinischen Fußballsport eine bedeutende Rolle spielte. 1937/38 spielten in der Bezirksklasse folgende Mannschaften. VfR Neumünster (1:3), Comet Kiel (6:1), Schleswig 06 (2:1), Gut Heil Neumünster (7:0), Luftwaffen-Sportverein Schleswig (2:3), SV Friedrichsort (0:1), Flensburg 08 (3:2), Kiel-Gaarden (0:3), Borussia Kiel (3:0), BV Rendsburg (9:3), Husum 18 nahm von 11 Vereinen den 7. Tabellenplatz ein.

Husum 18 Liga 1935/36

Von links: Ernst Gosch, Hermann Lex, Büchel, Thomas "Höhnersupp" Christiansen, Hans-August Nachtigall, Johannsen, Momme Nielsen, Werner Rusbült, Hans Schöning, Otto "Otti" Degenkolbe, Heinrich "Heine P" Petersen, Kraus, Martin "Martin P" Petersen, Bernhard Petersen, Adolf "Ogge" Classen.

Foto: Knittel

Auch Husum 18's Jugend machte von sich reden. Unter ihrem damaligen Jugendobmann Werner Rusbült gewannen die Jungmannen gegen Rasensport Schleswig 7:0 während die Jugend mit 20:0 einen Rekordsieg verbuchte.

Die 30er Jahre waren die Zeit der Gebrüder Petersen. Martin P als rechter Läufer, während Heine P als Rechtsaußen in ganz Schleswig-Holstein durch seinen gewaltigen Torschuß und durch seine weichen Flanken bekannt war. Fuhr Husum 18 nach auswärts, hieß die erste Frage der Gastgeber: "Sind die Gebrüder Petersen mit dabei?" 18 spielte damals mit: Hans-August Nachtigall, Bernhard Nissen, Eckholt, Martin "Martin P" Petersen, Herbert Stadelmeyer, Hans Bostedt, Heinrich "Heine P" Petersen, Herbert Linnau, Büchel, Herbert Seidemann, Hermann "Thesi" Petersen. Auch der Sturm mit Walter "Scharre" Petersen, Herbert Kolbe, Hans "Hansi" Storjohann, Otto Langholz und H. Petersen bewährtes sich großartig.

Die anhaltenden guten Erfolge hielten weiterhin an, bis der Krieg immer mehr in den Sport eingriff. Es war zu damaliger Zeit sehr schwer, immer 11 Kameraden zusammen zu bekommen. Doch Bernhard Petersen und Herbert Koch verstanden es immer wieder, wie viel Geschick und Glück eine Mannschaft auf die Beine zu stellen.


Nach dem Kriege fanden sich sofort wieder Männer bereit, den Sportbetrieb in Gang zu bringen. Bald rollte der Fußball wieder und Husum 18 gelang schon nach kurzer Zeit der Aufstieg in die Landesliga Schleswig-Holsteins. Zu dieser Zeit erlebte der "Marienhof" wohl mit eine seiner größten Zeiten. Es wurden große Freundschaftsspiele ausgetragen. Eimsbüttel Hamburg Oberliga, der Harburger Turnerbund, der Bonner SC, Erle 08, Holstein Kiel, um nur einige der großen Gegner zu nennen, waren Gäste, die den Fußballsport in Husum attraktiv machten. Viele Mannschaften wurden in der "schlechten Zeit" mit Naturalien gehandelt. So mancher Sack Kartoffeln, so mancher Schinken wanderte in den Kofferraum des Gästebusses.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Rückblick und Erinnerung

Von unserem ehemaligen Pressewart Walter Lorenzen

Es war das Jahr 1948. Wie überall, so nahm auch bei uns das Interesse am Fußballspiel in immer steigendem Maße zu. Zuerst wurde in Straßenmannschaften gespielt mit Stoff- oder Gummibällen und schlechten Schuhen. König Fußball feierte nach dem großen Einbruch, verursacht durch den unglückseligen Krieg, ungeheure Triumphe. Die Ziffern der Mitglieder in den Fußballvereinen stiegen und stiegen. Es waren hauptsächlich Jugendliche, die sich nach und nach aus dem "Verband" ihrer Straßenmannschaften lösten und einem Verein beitreten.

1948 war es also, als ich mein erstes Fußballspiel in einem richtigen Verein machte in Husum. Es war das "große" Lokalderby Husum 18 3. Knaben gegen Frisia 2. Knaben. Dieses und viele der anfänglichen Spiele endeten 0:0. Am Nachmittag waren wir wieder draußen auf dem Marienhofplatz. Dann spielte nämlich unsere Liga. Landesliga selbstverständlich, ist doch ganz klar. Wie wurden sie bewundert, unsere Ligaspieler, wenn sie vor Spielbeginn hinter dem Tor mit dem Ball spielten. Für uns Kleinen waren sie unnahbar, wir schauten mit Bewunderung zu ihnen auf. Spielte unsere Liga auswärts, und es war nicht gar zu weit, fuhren wir mit, dafür gab es damals noch Sonderzüge.

Wir fuhren auch selbst mit zehn Jugendmannschaften nach Heide, wo das Beste, außer dem Spiel, die Erbsensuppe war, die es zu Mittag gab. Was waren wir damals ein Verein! Heutzutage haben viele Bundesligavereine eine Flutlichtanlage, ja, so etwas gab es bei uns schon damals. Und einen Trainer hatten wir, Julius Huber hieß er, der brachte von Zeit zu Zeit einige "Neuentdeckungen" mit. Dann war abends beim Training fast so viele Zuschauer, wie heute bei einem mittelmäßigen Ligaspiel. Wie hießen sie doch alle, die großen Stars, sie kamen und gingen. Einige sind in die Vereinsgeschichte eingegangen, andere verschwanden vorher. Klangvolle Namen tauchen auf, die noch heute, nach vielen Jahren, jeder kennt. Günter Hentzschel, ein Klassemittelläufer, Karl Franke, der lange Halbstürmer, der so langsam wirkte, aber einen Bombenschuß besaß, der Ex-Eimsbütteler Stammverteidiger Fritz Kühne, Herbert Möbius und viele mehr. Man kennt vielleicht auch noch die weniger bekannten Ohldorf, Kowalski und Hinzmann, der nur einige Minuten spielte, ein Prachttor schoß und dann mit dem Ledermantel des Trainers Julius Huber auf Nimmerwiedersehen verschwand.

1948 spielte Husum 18 gegen TuS Neuendorf in einem Jubiläumsspiel. Es ging zwar 7:2 verloren, aber noch heute spricht man von den zwei Toren, die Max "Magge" Sönnichsen dem Nationaltorwart Karl Adam ins Netz bombte. Damals ging sogar das Gerücht um, die Süddeutschen wollten unseren "Magge" mitnehmen. Aber auch unsere anderen Spieler, die sich in jener Zeit einen Namen machten, sollen nicht unerwähnt bleiben. Wer erinnert sich nicht an Kurt Schmidt, Lothar Muschinski oder Hugo Starken, um nur einige zu nennen, auch der Verstorbene Günther Hermann, als stämmiger Verteidiger, ist in dieser Zeit unauslöschlich mit dem Namen Husum 18 verbunden.

Die Zeit lief weiter und brachte für uns den bitteren Abstieg in die Bezirksklasse, aber nicht nur uns ging es so, auch vielen anderen namhaften Vereinen wie dem damaligen ATSV Flensburg, später VfL 97 und heute Vorwärts. Ein neuer Anfang konnte und mußte nur aus dem Nachwuchs heraus geschaffen werden. Wir alle lesen und hören gerne Geschichten aus den alten Zeiten unseres Vereins. Anstoß zu diesen Betrachtungen gab mir der Gedanke, daß ich all dieses doch nur so unmittelbar und direkt miterlebt habe, weil es mein Verein war, um den es ging. Mein Verein, unser Verein, Husum 18. Dadurch, daß man Mitglied ist, ist man ein Glied einer großen Gemeinschaft. All die unzähligen Erlebnisse, die schönen, gemeinsamen Stunden in dieser Gemeinschaft bleiben und vergessen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum 18 Landesligamannschaft 1949

Husum 18 Landesligamannschaft 1949

Von links nach rechts: Trainer Julius Huber, Carstens, Dunse, Arthur Grabert, Kurt Schmidt, Erwin Panten, Lothar Muschinski, Max Nehlsen, Stapelfeld, Heinz Philipp, Kurt Klose, Herbert Möbius, Günter Hentzschel, Schmidt, Max "Magge" Sönnichsen, Karl Etteldorf, Spielausschußvorsitzender Hermann Bahnsen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

1948 hatten wir über 4.000 Zuschauer

Aus vergangenen Tagen - Als TuS Neuendorf in Husum spielte

Unsere Erinnerungen aus vergangenen Tagen beginnen wir heute mit einem kurzen Rückblick auf den Besuch von TuS Neuendorf im Jahre 1948, jener Mannschaft, die zum Spitzenfeld der Südwest-Oberliga zählt. Lesen wir, was damals unser Presse- und Propagandawart schrieb:

Wir haben mancherlei über den Husumer Fußballsport aus der Zeit zwischen den Kriegen berichtet und dabei feststellen können, daß die Anteilnahme der Bevölkerung früher entschieden größer war. Der Besucherrekord in Marienhof fällt aber in das Jahr 1948, als Ende August TuS Neuendorf (Koblenz) in Husum weilte. Die sympathischen Gäste der Südwest-Oberliga spielten damals vor über 4.000 Zuschauern gegen Husum 18 und gewannen 7:2 (3:1). Die spielerische Unterlegenheit unserer Mannschaft trat aber keineswegs in dem Maße zutage, wie es das Resultat vermuten läßt. Gewiß waren die Gäste in allen Belangen moderner Fußballkunst überlegen, Husum wehrte sich aber tapfer und kämpfte mit großer Hingabe, die über manche technische Mängel hinweghalf. Nach der Pause löste zunächst eine gefahrvolle Lage die andere im Neuendorfer Strafraum ab. Langsam aber sicher überwand Neuendorf diese Drangperiode und erzielte noch vier weitere Treffer, von denen der erste Halbzeit durch einen Elfmeter zustande kam. Schiedsrichter Burlo (VfB Kiel) hätte nach Lage der Dinge diese Entscheidung vermeiden sollen.

Unter größtem Beifall schoß Max "Magge" Sönnichsen für Husum in der achten Minute den Führungstreffer. Nach dem Stande von 4:1 für die Gäste brachte Dunse bei feiner Leistung in der 63. Minute den zweiten Husumer Erfolg an. Zu diesem fairen und sehr flott geführten Kampf, der bei den Zuschauern nachhaltige Eindrücke hinterlassen hatte, trafen die 18er in folgender Besetzung an:

Hugo Starken

Kurt Schmidt ǀ Günther Hermann

Felix Nowack ǀ Kurt Klose ǀ Arthur Grabert

Lothar Muschinski ǀ Karl Etteldorf ǀ Dunse ǀ Max Sönnichsen ǀ Wilhelm Michaelsen

Die Gäste aus Koblenz, die zuvor gegen Borussia in Dortmund 1:2 unterlegen waren, äußerten sich sehr lobend über die Aufnahme in Husum. Sie statteten den Halligen einen Besuch ab und weilten anschließend im Nordseebad Westerland.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Markstein im Vereinsleben

Als ein vorzügliches Mittel zur Festigung der Zusammengehörigkeit betrachten wir unsere "Vereinsnachrichten", die unseren Mitgliedern und Freunden einmal im Monat kostenlos durch die Post zugestellt wird. Am 1. Mai 1952 erblickte sie das Licht der Welt. Im Zusammenhang mit unseren "Vereinsnachrichten" ist der Name Kurt Klawitter aufs engste verbunden. Wir erinnern uns dieses großen Sportlers und Menschen in dem nachfolgenden Bericht:

"Wie ich zu Husum 18 kam"

Unser Pressewart über seine sportliche Laufbahn

Es war im Frühjahr 1951, als der damalige Vorsitzende Wilhelm Wanger, den ich bereits 1945 kennengelernt hatte, mir empfahl, Mitglied von Husum 18 zu werden, nachdem schon vorher der leider nicht mehr lebende Kurt Schladetzky sich um meine Mitgliedschaft bemüht hatte. Im Spätsommer erfolgte dann mein Beitritt und im Frühjahr 1952 unterhielten wir uns im Vorstand über die Herausgabe eines vereinseigenen Informationsblattes, das dann nach einigen Geburtswehen am 1. Mai 1952 das Licht der Welt erblickte. Auch alle noch später auftretenden Schwierigkeiten wurden überwunden und die "Vereinsnachrichten" konnten seit jenem für Husum 18 denkwürdigen Tage ihren Weg machen. Es herrschte eitel Freude, aber mir als Gestalter des Blattes blieben bis auf den heutigen Tag manche negativen Kritiken aus Mitgliederkreisen und nicht erspart. Wie oft hat man mir direkt aber auch hintenherum (das ist sehr häßlich) zu verstehen gegeben, daß ich vom Sport keine Ahnung hätte. Wie oft hat man an diesem oder jenem herumgenörgelt, wem ist es aber je eingefallen, bessere Wege zu weisen? Bis in die jüngste Zeit hat es nicht an Stimmen gefehlt, die da meinten, ich solle einmal meine sportliche Vergangenheit in aller Öffentlichkeit darlegen. Nun, ich bin kein Freund davon über mich selbst auszusagen, aber es scheint doch notwendig zu sein, um allen Zweifeln zu beweisen, daß ich sportlich wohl doch nicht ein ganz blutiger Laie bin.

Meine sportliche Laufbahn (es soll hier nur vom Rasensport die Rede sein) begann im Sommer 1909, als etwa ein Dutzend Sekundaner und Primaner der von mir besuchten Oberschule, teils sehr gegen den Willen ihrer Eltern, in dem größten Danziger Vorort Langfuhr (etwa 25.000 Einwohner) einen Schüler-Sportverein gründeten, der sich im Herbst des gleichen Jahres mit einem Schwerathletik-Verein unter dem Namen "Sportklub Preußen" zusammenschloß. Ringen und Gewichtheben traten bald mehr und mehr in den Hintergrund, Fußball und Leichtathletik wurden Trumpf. In der Gemeinschaft mit dem Ballspiel- und Eislauf-Verein, dem ältesten Danziger Verein (gegründet 1903), in dem unser Georg Schleger später seine sportliche Laufbahn begann, dem Akademischen Sportklub der Technischen Hochschule Danzig (gegründet 1904), der 1908 in London und 1912 in Stockholm Olympiateilnehmer stellte, dem Sportverein "Ostmark" (gegründet 1908) und dem um diese Zeit auch gegründeten VfB, hielt SC Preußen zwar mit, aber seine große Zeit begann erst nach dem Ersten Weltkrieg, als der Verein unter Vorsitz von Oberbaurat Dr. Bertram sich einen eigenen Sportplatz schuf und seinen Betrieb um eine Handball- und eine Frauenabteilung erweiterte und zeitweilig an die tausend Mitglieder zählte. Im Fußball und in der Leichtathletik gelang es "Preußen" bald, eine führende Stellung im deutschen Osten zu erobern. Im Fußball steht der Club 1933/34 bis zu den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft vor. Außerdem nahm er mit seinen Spitzenleichtathleten mehrfach an Deutschen Meisterschaften teil.

Und nun zu mir selbst. In diesem Verein war ich zwischen den Kriegen viele Jahre Vorsitzender und gehörte in den verschiedensten Ämtern zum Kreisverband, zum Bezirks- und zum Landesverband (Fußball). Ich selbst war passionierter Fußballspieler und Leichtathletik. Oft stand ich in repräsentativen Fußballmannschaften. In der Leichtathletik schuf ich 1919 den traditionell gewordenen Staffellauf "Quer durch Danzig", der bei seiner Geburt bereits 755 Läufer und Läuferinnen am Start sah. Meine persönlichen Höchstleistungen nach dem Ersten Weltkrieg, wie 11,5 Sekunden im 100-m-Lauf, 54,4 im 400-m-Lauf, 6,48 m im Weitsprung und 2,85 m im Stabhochsprung, waren für jene Zeit recht ansprechend. Im Sommer 1914 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges gehörte ich zur Leichtathletik-Garnitur der Berliner Preußen. Ich könnte noch mancherlei anführen, doch genug damit. Auch an Auszeichnungen und Ehrungen fehlt es nicht.

Diese Angaben dürften genügen, um kundzutun, daß ich dem Rasensport von der Pike auf gedient habe. Nicht unerwähnt bleiben soll, daß ich 1913 als blutjunger Mensch ein Vereinsblatt ins Leben rief, und daß ich an der textlichen Gestaltung des Verbandsorgans "Spiel und Sport im Osten" maßgeblich beteiligt war.

Im Jahre 1955 ist Kurt Klawitter verstorben. Seine Lücke war so schnell nicht zu schließen. Zum Ableben vom Kurt Klawitter sandte der Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. Peco J. Bauwens, folgende Zeilen an den Husumer Fußballverein vom 1918:

Ihren mir freundlicherweise regelmäßig zugehenden Vereinsnachrichten entnehme ich zu meinem großen Bedauern, daß Ihr Presse- und Propagandawart Kurt Klawitter am 9. Februar gestorben ist. Der Name Klawitter ist nicht nur für Sie, sondern für den ganzen deutschen Fußball Sport zu einem Begriff geworden. Sportpersönlichkeiten, wie Klawitter war, bedürfen wir in der heutigen Zeit mehr denn je, um in der uns erfreulicherweise zuströmenden Jugend den Idealismus aufrecht zu erhalten, der den Sport erst zu einem Kulturfaktor ersten Grades macht. Ich bin überzeugt davon, daß Klawitter in Ihrem Verein weiterleben wird als Vorbild für die Fußballjugend.

Der Deutsche Fußball-Bund nimmt aufrichtigsten Anteil am Ableben eines seiner Besten!


Unsere Presse- und Propagandawarte seit 1952:

1.   Kurt Klawitter
2.   Wolf-Dieter Auslitz
3.   Walter Lorenzen
4.   Karl-Bernhard Mölck
5.   Erich Wiegand
6.   Eckhard "Ecki" Sers
7.   Dieter Schladetzky
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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum 18 Jungmannen Landesmeister!

Der 29. Juni 1952 wurde zum Größten Tag der Vereinsgeschichte / Triumphaler Einzug

Gegen 16 Uhr rasselte das Telefon im Handwerkervereinshaus. "Mit 6:5 nach 2 x 10 Minuten Spielverlängerung haben wir die Landesmeisterschaft der Jungmannen gewonnen", verkündete freudestrahlend Walter Nelkert aus Kiel. In wenigen Minuten prangte unser Vereinslokal im Flaggenschmuck. Bürgermeister Dr. Georg Fiedler, Bürgervorsteher Wilhelm Laubach und die Mitglieder des Magistrats wurden verständigt, hatten sie doch im Falle eines Sieges unserer Jungmannen über TSV Heiligenhafen einen Empfang vor dem Rathaus gleich nach ihrer Rückkehr zugesagt. Radion Meyer stellte seinen Lautsprecherwagen zur Verfügung und verkündete überall den Sieg. Kein Wunder, daß tausende Menschen sich zum Empfang einstellten und ihm ein triumphales Gepräge gaben.

Von links: Adolf Wagner · Willi Carstens · Johann Hasche · Heini Golde · Birger Hansen · Peter-Römer Peters · Gerd Eckmann · Rolf Fentzahn; hockend: Dieter Schladetzky · Klaus Westerwiek · Otto Albertsen. Auf dem Bild fehlen: Hans Jürgensen · Hans Ziewitz.

Hans Weinstein entbot den wackeren Siegern an der Schleswiger Chaussee das erste Willkommen. Von der Treppe des flaggengeschmückten Rathauses begrüßte unser Vorsitzende den Magistrat und beglückwünschte die Sieger zu ihrem stolzen Erfolg. Bürgervorsteher Wilhelm Laubach übermittelte die Grüße der Stadt, er kündete eine Festsitzung des Magistrats mit den Spielern an und versprach den Verein nach besten Kräften zu unterstützen. Anhaltender Beifall dankte den Rednern. Dann wurden die jungen Sieger festlich bewirtet. Der 29. Juni wurde zum größten und denkwürdigten Tag in der Vereinsgeschichte.


Am nächsten Tag berichtete die Presse über dieses Spiel

Husumer Jungmannen Landesmeister

Entscheidung erst in der Verlängerung

Kiel/Husum. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachten die Jungmann von Husum 18. Vor dem Amateurländerspiel zwischen Deutschland und der Schweiz führten sie vor 30.000 Zuschauern das Endspiel um die Landesmeisterschaft gegen den TSV Heiligenhafen durch. In einem Treffen, an dem sich die Zuschauer immer wieder begeisterten, stand es bei Ablauf der regulären Spielzeit 4:4. In der darauffolgenden Verlängerung waren die Husumer die Mannschaft mit der besseren Kondition und den stärkeren Nerven, die am Ende mit 6:5 einen zwar knappen, aber verdienten Sieg davontragen.

In der Aufstellung

Klaus Westerwiek

Dieter Schladezky ǀ Otto Albertsen

Birger Hansen ǀ Peter-Römer Peters ǀ Hans Jürgensen

Johann Hasche ǀ Wilhelm Carstens ǀ Hans Ziewitz ǀ Adolf Wagner ǀ Rolf Fentzahn

gewannen die Husumer den Kampf.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum empfing die Fußball-Jungmannen

Ehrung vor dem Rathaus durch den Magistrat

Den Jungmannen des Husumer Fußballvereins von 1918, die am gestrigen Sonntag vor dem Wettkampf zwischen der deutschen Olympia-Fußballmannschaft und der Schweizer B-Mannschaft vor 25.000 Zuschauern das entscheidende Spiel um die Landesmeisterschaft ihrer Klasse gegen den TSV Heiligenhafen austrugen und nach Spielverlängerung mit 6:5 knapp, aber verdient gewannen, wurde gestern abend vor dem Rathaus ein ehrenvoller Empfang durch den Magistrat und die Bevölkerung zuteil.

Nach der Rückfahrt von Kiel stieg die siegreiche Husumer Jungmannen-Mannschaft aus dem Omnibus und zog von hier kurz nach 20 Uhr unter Vorantritt von Vorstandsmitgliedern des HFV 18, des Trainers Felix Nowack und des Mannschaftsbetreuers Walter Nelkert, unter den Klängen eines vorausfahrenden Lautsprecherwagens, nach dem Rathaus, wo eine nach Hunderten zählende Menschenmenge ihre Ankunft erwartete. Auf der Rathaustreppe hatten sich mit dem Bürgervorsteher und dem Bürgermeister die Mitglieder des Magistrats versammelt.

Nachdem zunächst der Vorsitzende des Husumer Fußballvereins von 1918, Kaufmann Wilhelm Wanger, die siegreiche Fußballmannschaft begrüßt und dem Magistrat sowie der Bevölkerung für die begeisterte Anteilnahme an dem schönen Erfolg in Kiel gedankt hatte, entbot Bürgervorsteher Wilhlem Laubach der Mannschaft die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem wunderbaren Sieg. Stadtvertretung, Magistrat und Bürgermeister hätten es sich nicht nehmen lassen, den siegreichen Fußballspielern einen feierlichen Empfang zu bereiten. Husum wisse es zu schätzen und zu würdigen, daß sie die Fahne unserer Stadt siegreich verteidigt und die Landesmeisterschaft errungen hätten. Der Magistrat habe in einer voraufgegangenen kurzen Besprechung beschlossen, in der nächsten Sitzung auch nach außen hin der Ehrung für die Mannschaft Ausdruck zu verleihen. In einer besonderen Festsitzung werde es der Magistrat noch besonders würdigen, was die Jungmannen des HFV für die Stadt Husum geleistet hätten.

Im Namen der siegreichen Mannschaft dankte ihr Spielführer Peter-Römer Peters für den ihr in der Heimatstadt zuteil gewordenen ehrenden Empfang. Er gedachte dabei auch des außerhalb Husums krank darniederliegenden Mittelstürmers Heinrich Golde, dem es leider nicht vergönnt gewesen sei, an dem entscheidenden Spiel um die Landesmeisterschaft in Kiel teilzunehmen.

Im August 1952 sandte der Mittelstürmer der 18er Jungmannen der Schriftleitung folgende Zeilen:

"Die Freude unserer Mannschaft war groß, als wir endlich die Bestätigung erhielten, das Vorspiel zum Ländertreffen der Amateure Deutschland - Schweiz auszutragen. Jeder fieberte diesem großen Tage entgegen. Endlich war es soweit. Nach zweieinhalbstündiger Omnisbusfahrt und in Begleitung zahlreicher Schlachtenbummler trafen wir gleichzeitig mit den Heilighafenern ein. Nach einem kräftigen Mittagessen ging es hinaus zum Holsteinplatz, der zweifellos zu den schönsten unseres Landes zählt. Unser Jugendobmann und unser Trainer waren vor und während des Spiels nervöser als wir selbst. Es hagelte nur so Ermahnungen und gute Ratschläge. Als das voraufgegangene Schülerspiel mit einiger Verspätung beendet war und wir auf das Spielfeld liefen, gab es wohl keinen unter uns, der nicht ein flaues Gefühl in den Beinen angesichts des vollen Platzes hatte. Diese Minuten waren aber auch die schlimmsten. Nachher konzentrierten sich die Gedanken nur auf das Spiel, für Abschweifungen blieb keine Zeit mehr. Das Kieler Publikum ging begeistert mit, jede gute Leistung auf beiden Seiten fand den verdienten Beifall. Jedes der elf Tore löste Begeisterung aus, aber es fehlte auch nicht bei mangelnden Leistungen am Unwillen der Besucher. Erfreulicherweise gab es nur ganz wenige Entgleisungen. Man kann also schon sagen, daß diese Kulisse eines Endspiels würdig war.

Als der Schlußpfiff ertönte und wir uns freudestrahlend als Landesmeister in den Armen lagen, brauste noch einmal begeisterter Beifall auf. Für mich war dieses Spiel die Krönung dreier Jahre bei den Jungmannen und der schönste Abschluß, den ich mir denken kann."

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum 18 "Alte Herren" 1950

Hintere Reihe: Hans Schöning · Otto Langholz · Ernst Mißfeldt · Otto Hackbarth · Otto Degenkolbe · Carl Carstens · Bernhard Petersen; vordere Reihe: Georg Schleger · Henry Hansen · Hugo Starken · Wuggarzer · Felix Nowack.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Die Spielzeit 1951/52 brachte uns einen schönen Erfolg. Unsere Liga wurde hinter VfB Nordmark zusammen mit VfL 97 Flensburg Tabellendritter. Maßgebenden Anteil an diesem Erfolg hatten unsere alten Landesligaspieler. Für Husum 18 spielten damals: Karl-Ernst Nehlsen, August "Aue" Carstens, Gerhard Präger, Karl Etteldorf, Kurt Klose, Johannes Wulff, Paul Anders, Erwin Panten, Arthur Grabert, Max Sönnichsen und Otto Roscher.

Am 1. Juni 1952 hatten die Fußballer ein besonderes Ereignis zu melden. Gegen den GIF Kopenhagen wurde das erste internationale Fußballspiel mit 4:1 gewonnen.


In der Serie 1952/53 konnte sich die Mannschaft noch mehr steigern. Sie wurde Bezirksmeister und erreichte somit die Aufstiegsrunde zur Landesliga. Im letzten entscheidenden Spiel wurde in Satrup gewonnen. 500 Schlachtenbummler begleiteten die 18er Elf. Mit der Mannschaft Karl-Ernst Nehlsen, Gerhard Präger, Karl Etteldorf, August "Aue" Carstens, Kurt Klose, Johannes Wulff, Helmuth Dietze, Otto Köster, Hans Ziewitz, Arthur Grabert, Erwin Panten (Otto Roscher, Paul Anders, Peter Henningsen) wurde das Ziel erreicht. In der Aufstiegsrunde hatte Husum 18 kein Glück. Mit 2:8 Punkten wurden wir Vorletzter von 6 Bewerbern.

Unsere "Reserve" gewann den "Pokal der Husumer Tageszeitung", während unsere Jungmannen zu Ostern die dänische Mannschaft von Bronshoj Kopenhagen mit 4:1 Toren besiegte.

Nach der Aufstiegsrunde trugen wir ein Freundschaftsspiel gegen VfB Lübeck aus. Am 16. August 1953 unterlagen wir der Oberliga -Elf denkbar knapp mit 1:2 Toren.

Bezirksmeister 1952/53

Von links nach rechts: Peter Henningsen · Helmuth Dietze · Otto Köster · Hans Ziewitz · Arthur Grabert · Erwin Panten · Otto Roscher · Paul Anders; kniend: Gerhard Präger · August "Aue" Carstens · Karl-Ernst Nehlsen · Johannes Wulff · Karl Etteldorf.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husums größtes sportliches Ereignis

Stadionweihe bei sengender Hitze - 4.000 Besucher

Mit der Einweihung des Stadions im Stadtteil Dreimühlen erlebte Husum am 28. Juni 1953 sein bisher größtes sportliches Ereignis. Die neue amphitheatralisch angelegte Sportstätte, überwiegend von den beiden Husumer Jugendaufbauwerken erstellt wurde, und die den Namen "Friesenstadion" erhielt, hatte zur Eröffnungsfeier ein sehr festliches Kleid erhalten. Die schmucke Anlage mit zwei Spielfeldern und zwei Laufbahnen ist das ausschließliche Werk der Stadt, für das die beiden Vereine Husum 18 und Frisia Husum, denen die Plätze übereignet wurden, der Verwaltung nicht dankbar genug sein können.

Etwa 4.000 Menschen umzäunten bei hochsommerlicher Hitze in dem weiten Rund das in Fahnenschmuck getauchte Frisia-Spielfeld, als Bürgermeister Dr. Georg Fiedler in einem feierlichen Akt die Übergabe vollzog. Nicht nur aus der Stadt und aus dem Kreis, sondern aus dem ganzen Landesteil Schleswig und darüber hinaus waren Gäste erschienen, die sich über das Stadion begeistert äußerten, wenn im Augenblick aus finanziellen Gründen auch noch Umzäunung und Umkleideräume fehlen, die einer späteren Zeit vorbehalten bleiben müssen.

Als Gäste waren u.a. erschienen Vertreter der Landesregierung, des Landessportverbandes und des Fußballverbandes. Bürgervorsteher Wilhelm Laubach begrüßte die Gäste, Oberregierungsrat Dr. Behr überbrachte die Grüße des Sozialministeriums. Weiter sprachen Vertreter des Landessportverbandes und des Fußballverbandes und überreichten den beteiligten Vereinen Geschenke in Form von Bällen.

Doch genug davon, über die Stadionweihe berichteten die Tageszeitungen ausführlich. Wir wollen rückhaltlos anerkennen, daß die Stadt eines ihrer schönsten Werke vollbracht hat, und daß Stadtbaumeister Paulsen mit seinen Männern eine Anlage schuf, die Jahrzehnte allen sportlichen Ansprüchen genügen wird.

Unsere Spitzenelf mit zahlreichen (teils brauchbaren) Nachwuchsspielern schlug Frisia Husum 1:0 (0:0), während die Vertreter der Oberliga Eimsbüttel und Holstein Kiel beim Stande von 5.1 (3:0) für die Hamburger auseinandergingen. Eimbüttels Sieg war auch in dieser Höhe gegen die lendenlahmen Kieler verdient.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Dank an einen guten Freund

Vom Marienhofweg zum Friesenstadion im Dezember 1955

An diesen letzten Sonntagen eines zur Neige schreitenden Jahres hat unser Verein stillen Abschied zu nehmen von einem Weggenossen, der zu den ganz Treuen in nunmehr drei Jahrzehnten gehört hat. Ein Menschenalter haben wir unsere Schritte zu ihm lenken können, voller Hoffen und Zuversicht, bisweilen auch voller Bangen in guten und in schlechten Zeiten, bei Regen und bei Sonnenschein! Generationen Husumer Jungen haben sich auf seinem Rücken getummelt, sie haben in sportlichem Wettkampf gestritten zur Freude und zur Kräftigung von Leib und Seele. Sie alle mögen sich - wo immer diese Zeilen sie erreichen - gern an unseren "Marienhof" erinnern.

Welch ein wunderschönes Sportfeld war unserem Verein geschenkt worden, welch ein Kleinod im satten Grün der Wiesen, der Hecken und der hochragenden Bäume! Erst die Jahre vor Ausbruch des großen Krieges haben auch unserem Platz Leid angetan. Die heutige Fahrstraße gehörte ursprünglich zum Gelände. Es fielen nicht allein einige Hundert Quadratmeter Bodenfläche fort, weit schmerzlicher - weil unersetzlich - war der Verlust der wunderschönen Baumreihe, die unsere Anlage nach Westen zu abgegrenzt hatte.

Zu den wertvollsten Dingen innerhalb einer Vereinsarbeit gehört stets die Achtung vor der Tradition, vor einer ehrenvollen Vergangenheit. Wir sollten uns nichts sehnlicher wünschen, als daß es uns gelänge, unsere Vereinsjugend in diesen Begriffen zu erziehen. Tugenden vor allem formen den Charakter und machen den einzelnen stark im Hinblick auf das so wechselvolle Leben!

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Übergabe des Friesenstadions

Husum 18 und Frisia Husum im Besitz zweier schöner Spielfelder

Am 14. August wurde das herrliche Friesenstadion in den Mausebergen den Husumer Fußballvereinen Husum 18 und Frisia Husum übergeben. Bereits vor zwei Jahren war das Stadion eingeweiht worden und hat dann leider bis zum heutigen Tage brachgelegen. Jetzt aber ist dort eine Stätte geschaffen worden, die ihresgleichen sucht. Es wird zwar noch recht viel zu tun sein, bis die Anlage vorschriftsmäßig aufgebaut ist, aber es ist ein Projekt, für das es sich einzusetzen lohnt.

Schon am frühen Vormittag standen sich Mannschaften aller Klassen der beiden Husumer Fußballvereine gegenüber. Frisia feierte an diesem Tag sein 30-jähriges Bestehen als Fußballverein und hatte dazu die Mannschaften von Husum 18 eingeladen. Unser Verein erwies sich in den Vorspielen stärker als unser Nachbarverein. Die Schüler gewannen ihr Spiel 3:1, die Jugend sogar 5:2. Noch höher distanzierten sich die Knaben, die Frisias Knaben 7:2 besiegen konnten. Unsere 18-Reserve holte sich durch einen 8:1-Sieg beide Punkte. Als letztes Vorspiel sahen wir die Jungmannen beider Vereine. In dieser Begegnung konnten sich unsere Jungmannen durch technisch besseres Spiel mit 4:1 durchsetzen.

Leider hatte sich zu dieser Zeit der Himmel so stark mit Gewitterwolken bezogen , daß viele davon abgehalten wurden, zu der Übergabe ins Friesenstadion zu kommen. Um 15.30 Uhr übergab dann Bürgervorsteher Matthias Andresen den Vereinen die Plätze. In seiner Ansprache bezeichnete er es als gutes Omen für die Anlage, daß sie von der Jugend für die Jugend geschaffen worden sei. Er bat die Vereine, sie zu pflegen und sprach die Hoffnung aus, daß die Plätze Stätten echten Sports für die Jugend würden. Nach dem Dank der beiden Vorsitzenden an die Stadt und den Sportförderungsausschuß und nach Übermittlung von Grüßen durch den Kreisbürodirektor richtete noch der Vorsitzende des Sportförderungsausschusses, Gustav Fischer, Grußworte an die Vereine und schenkt den beiden Vereinen je zwei Fußbälle.

Jetzt konnte das erste Punktspiel zwischen Frisia und Husum 18 angepfiffen werden. Für Karl Ernst Nehlsen und Adolf Wagner wirkten Helmuth Funck und Joachim Köpke mit. 18 hatte einen ausgesprochen schlechten Tag. Der Nachwuchs-Tormann zeigte nicht viel Selbstvertrauen und hätte einige Tore vereiteln müssen. Auch die Hintermannschaft, die augenblicklich unser größtes Sorgenkind ist, war schwach und spielte unverzeihlich leichtsinnig. Im Sturm machte man den Fehler, daß das Spiel zu sehr auf den linken Flügel verlegt wurde. So war es nicht überraschend, daß Frisia bereits nach 30 Minuten 3:0 führte. Durch Handelfmeter auf beiden Seiten hieß es zur Halbzeit 4:1. Nach der Pause drehte 18 mächtig auf, spielte über den rechten Flügel und schoß den Ausgleich heraus. Kurz vor Schluß versagten jedoch 18's Nerven, und durch zwei grobe Deckungsschnitzer konnte Frisia mit 6:4 nicht unverdient beide Punkte mit nach Hause nehmen.

Am Abend fand man sich noch bei einer Kaffeetafel gemütlich zusammen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Ein prominenter Gast

Das hatten sich die Besucher des Punktspiels Husum 18 gegen den Flensburger TB nicht träumen lassen, daß sie die Gelegenheit haben würden, den besten 100-m-Sprinter der Welt, Deutschlands Sportler Nummer eins, Armin Hary, der es fertig brachte, zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele als Deutscher die Sprinterelite der Welt auf der 100-m-Bahn in Rom zu schlagen, in Husum im Friesenstadion bei Husum 18 als Zuschauer zu sehen.

Aber es war so. Armin Hary war nach Husum gekommen, um sich in der "grauen Stadt am Meer" einige Ruhetage zu gönnen. Leider hatte er nicht das schönste Wetter hier in Husum gehabt, aber er versicherte uns, daß er trotzdem sehr gerne in Husum ist.

Unser erster Vorsitzender, Karl Krieger, begrüßte Armin Hary herzlich im Namen des Vereins. In der Pause gesellte Armin Hary sich zu unserer ersten Mannschaft und stellte sich mit unseren Spielern dem Pressefotografen. Auch die Mannschaft des Flensburger TB konnte noch einige Aufnahmen mit dem Weltsprinter Nummer eins zur Erinnerung machen lassen.

Wir haben uns an diesem Nachmittag gefreut, daß Armin Hary die Zeit fand, zu uns ins Friesenstadion zu kommen, um sich dort an Punktspiel unserer ersten Mannschaft anzusehen. In der Halbzeit gab Armin Hary bereitwillig Autogramme für die Jugend.

Unsere erste Garnitur wird sich das Erinnerungsbild mit Armin Hary gut aufheben, zumal Armin Hary auf jedes Bild der elf Aktiven eine persönliche Widmung geschrieben hat. Ein großes Bild mit der Widmung "Viel Glück Husum 18 - Armin Hary, 22.10.60" wird uns im Vereinslokal stets an diese Begegnung mit dem großen Sportler erinnern.

1960. Olympiasieger Armin Hary bei Husum 18

Von links: Johannes "Haschi" Janssen · Gerhard Präger · Günther Bergmann · Karl "Kalli" Clausen · Manfred "Manne" Hoppe · Peter Goldschmidt · Armin Hary · Peter-Boyke Jacobs · Sönke Hansen · Lothar Lehmann · Günter Nommensen · Fred Lützen · Wichmann · Karl Etteldorf · August "Aue" Carstens.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Auch in der Serie 1953/54 zählte unsere Elf wieder mit zu den Spitzenmannschaften im Bezirk. Hinter Kappeln erreichte die Mannschaft den zweiten Platz. Das letzte entscheidende Spiel wurde in Kappeln mit 01 verloren.


Durch die gute Kameradschaft und Zusammenarbeit zwischen Mannschaft, Spielausschuß und Vorstand konnte in der Serie 1954/55 zum zweiten Male der Bezirksmeister-Titel erobert werden. Unter ihrem damaligen Trainer Erno Krause erreichte die Mannschaft Karl-Ernst Nehlsen, Johannes Wulff, Harald Andresen, Karl Etteldorf, Erwin Panten, Arthur Grabert, Heinrich Jeß,, Helmuth Dietze, August "Aue" Carstens, Rolf Fentzahn, Adolf Wagner, Heinrich Golde und Willy Alwin den Titel. Wiederum hatten wir kein Glück in der Aufstiegsrunde. Die Mannschaft blieb weiterhin in der Bezirksklasse.


In den Spielserien 1955/56 und 1956/57 ging es mit uns abwärts. Unsere älteren Ligaspiele zogen sich vom aktiven Sport zurück; wer konnte es ihnen verdenken. Viele waren schon über 30 Jahre alt. Der hoffnungsvolle Jungmannennachwuchs verließ uns, zum Teil aus beruflichen und anderen Gründen. Wir hatten schwer zu kämpfen jeweils einen zehnten und elften Tabellenplatz zu besetzen.


1957/58 ging es wieder bergauf. Wenn auch nicht der erste Platz erreicht wurde, so durften wir doch wieder zum Spitzenfeld vorstoßen. Hinter Vorwärts Flensburg, Kappeln und Rasensport Schleswig belegten wir mit der Mannschaft: Martin Lemmle, Gerhard Präger, Peter Bauer, Manfred Heinrich, Heinrich Jeß, Fred Lützen, Arthur Grabert, Wilhelm Carstens, Helmuth Dietze, Karl "Kalli" Clausen und Rolf Fentzahn den vierten Tabellenplatz.


Die nächste Serie 1958/59 brachte den Erfolg der Vizemeisterschaft im Bezirk hinter Rot-Weiß Niebüll. Leider konnte der Tabellenplatz damals noch nicht an den Aufstiegsspielen zur Landesliga teilnehmen.


1959/60 erreichte unsere Liga hinter Niebel wiederum den zweiten Platz. Im Herbst belegten wir noch den zwölften Platz. 10 Plätze hatten wir uns nach vorn gespielt!

Husum 18 Ib,
die in Langenhorn 1960 durch einen 6:0-Sieg den Pokal der "Husumer Tageszeitung zum vierten Mal gewann und ihn so endgültig in den Besitz ihres Vereins brachte.

Von links nach rechts: Uwe Jahn, Edlef Kniese, Anton "Ratschi" Christiansen, Heinrich "Heini" Golde, Deert Thomsen, Karl "Kalli" Clausen, Peter Bauer, Dieter Schladetzky, Uwe Hagen, Sönke Hansen und Dieter Eckholdt.


1960/61 zeigte sich Husum 18*s Liga am Schluß der Spiele auf dem fünften Tabellenplatz. In diesem Jahr konnte der Tabellenzweite erstmalig an den Aufstiegsspielen zur Landesliga teilnehmen.


Im letzten Punktspiel der Saison 1961/62 sollte es darum gehen, ob unsere Liga es in diesem Spiel schaffen würde, an den Aufstiegsspielen zur Landesliga teilzunehmen. Aber mit einem 0:1 bei Rasensport Schleswig mußten diese Hoffnung begraben werden.


1962/63 klappte es endlich. Der 2. Platz berechtigte zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Klaus Hohoff, Helmuth Will, Helmut Wissing, Dieter Eisenheim, Egon Harms, Johannes Jannsen, Manfred "Flügge" Hansen, Dieter "Schorsch" Schleger, Gerhard Mettjes, Horst Cwajkowski und Manfred "Manne" Hoppe waren die damalige Besetzung. Wiederum gelang der Aufstieg nicht

1. Holstein Segeberg 8:2 Punkte
2. VfB Kiel 6:4 Punkte
3. Husum 18 5:5 Punkte

Doch die aufsteigende Tendenz und die Ausgeglichenheit unserer Liga hielt an und bescherte uns in der Spielsaison unseren 1963/64 wiederum die Vizemeisterschaft. In der Aufstiegsrunde war es wieder wie verhext. Wir haben in solchen entscheidenden Spielen einfach kein Glück. Hinter Holstein Kiel und dem SV Eichholz erreichte die Liga mit 5:7 Punkten den vorletzten Platz.


Alle guten Dinge sind drei!

Aufstiegsrunde zur ersten Amateurliga zum dritten Male hintereinander erreicht. 1964/65 holte Husum 18 sich wiederum die Vizemeisterschaft im Bezirk und nahm an den Aufstiegsspielen teil. Ein großer Tag war der 20. Juni in Eutin, wo unsere Elf mit 4:2 Toren das alles entscheidende Spiel gewann. Viele hundert Schlachtenbummler begleiteten die Liga nach Eutin. Sie wurden nicht enttäuscht. Ein weiterer Erfolg stellte sich noch ein. Die Elf gewann außerdem den Fairneßpokal der Bezirksklasse.

Die Aufnahme zeigt unsere Liga nach dem 4:2-Sieg über Eutin 08,
der ihnen den Aufstieg in die erste Amateurliga sicherte.

Stehend von links: Ritter · Trainer Helmut Bregulla · Peter Goldschmidt · Dieter "Schorsch" Schleger · Johannes "Haschi" Jannsen · Benjamin Hager · Kauffeld · Gerhard Eckmann · Egon Harms; kniend von links: Manfred "Manne" Hoppe · Edlef Kniese · Arthur Grabert · Detlef Bresa.
Auf der Aufnahme fehlen: Eckhard "Ecki" Sers und Dieter Eisenheim, die ebenfalls in den Aufstiegsspielen eingesetzt wurden
.


In der ersten Amateurliga konnte sich Husum 18 dann nicht behaupten. Die Saison 1965/66 brachte den letzten Platz ein und somit den bitteren Weg in die Bezirksklasse.


Auch im folgenden Jahr 1966/67 wollte es nicht so recht klappen. Wir belegten einen der unteren Plätze. Zeitweilig hatten wir sogar Abstiegssorgen! Doch in den letzten Spielen raffte sich die Elf noch einmal zusammen, so daß wir zumindest in Sicherheit kamen.


1967/68 - die Verbandsliga wurde erreicht!

Durch einen gewaltigen Endspurt sicherte sich unsere Elf den begehrten fünften Tabellenplatz. Im letzten entscheidenden Spiel schlug sie die Reserve von Schleswig 06, die sich durch drei Spieler der ersten Amateurliga verstärkt hatte, mit 3:1 Toren. Für das Spieljahr 1968/69 bleibt im Großen und Ganzen die alte Besetzung.


An dieser Stelle sei noch einmal an die Jugendarbeit erinnert. Der Verein besitzt seit jeher eine große Jugendabteilung, deren Erfolge der Ligamannschaft zum Nutzen ist. Fast in jedem Jahr seit der Gründung konnten Jugendmannschaften von Husum 18 Meisterschaften erringen. Den größten Erfolg, die Erringung der Landesmeisterschaft der Jungmannen, haben wir an anderer Stelle schon gewürdigt.

Auch die übrigen Seniorenmannschaften erzielten große Erfolge. Die dritte Mannschaft wurde in diesem Jahr zum fünften Mal Kreismeister der zweiten Kreisklasse, die Reserve Vizemeister der ersten Kreisklasse.

Die Fußballabteilung besteht zur Zeit aus folgenden Mannschaften: drei Seniorenmannschaften, eine Altherrenmannschaft, eine Jungmannenmannschaft, eine Jugendmannschaft, zwei Schülermannschaften eine Knabenmannschaft.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Schweden, das große Erlebnis!

Zur Weltmeisterschaft 1958 reiste unsere Jungmannschaft mit den Betreuern Dr. Erwin "Pütten" Kraatz, Hermann Bahnsen und Helmut Dietze nach Schweden, um hier die Spiele um die Weltmeisterschaft mitzuerleben. Es wurde ein überaus großes Erlebnis für unsere Jungen. Wir waren damals froh und stolz, daß diese große Fahrt in die Wirklichkeit umgesetzt werden konnte. Für unsere Jugend war diese Fahrt ein so einmaliges und unvergeßliches Erlebnis! 7 Jahre später, 1965, startete das zweite große Erlebnis für unsere Jugend. Das Ziel hieß Frankreich:


Internationale Begegnung in Frankreich

Am Freitag, dem 300 April 1965 um 20 Uhr, trat unser Fußballverein seine bereits seit August des Vorjahres geplante Reise nach Grenoble/Südfrankreich an. Zahlreiche Angehörige waren am Omnibusbahnhof zur Verabschiedung erschienen. Von der Stadt Husum wünschte Agnes Stich, die Vorsitzende des Jugend- und Kulturausschusses, eine gute Fahrt und hoffte, daß die Begegnung mit der französischen Jugend zur Festigung der Freundschaft beider Völker beitragen möge.

Nach einer schönen Fahrt durch Deutschland, die Schweiz und durch Frankreich wurde Grenoble am Sonntagabend, dem 2. Mai erreicht. Die Fahrt war vom schönsten Wetter begünstigt, so daß man die Schönheiten der Landschaft voll bewundern konnte.

Der Empfang in Grenoble war sehr herzlich, und nach einem ausgiebigen Abendessen ging es in das zur Verfügung gestellte Jugendheim. Von denen Strapazen der langen Fahrt und vom französischen Wein noch leicht benommen, wurde von der Reiseleitung am Montag eine Ruhepause eingelegt, die von vielen durch einen Stadtbummel ausgenutzt wurde.

Am Dienstag morgen wurde in den imponierenden Sportplatzanlagen der Stadt ein erstes Training durchgeführt. Überhaupt beeindruckten die Sportplatzanlagen der Städte und die Anlagen bei den Schulen immer wieder durch ihre Großzügigkeit, wie man sie in dieser Vollendung bei uns kaum kennt. Fast alle Sportplätze, auch die in den kleinsten Städten, haben Flutlichtanlagen. Nach einem schweren Gewitter begann das erste Spiel unserer Liga am Dienstagabend, dem 4. Mai, unter Flutlicht in der kleinen Stadt Vif, die 17 km von Grenoble entfernt liegt. Nachdem Vif bei Halbzeit noch mit 1:0 geführt hatte, gewann unsere Liga das Spiel noch, dank einer großartigen zweiten Halbzeit, mit 3.1 Toren. Es war ein großartiger Erfolg, wenn man bedenkt, daß Vif der 1. Amateurliga des Distrikts Dauphine angehört und dort den fünften Tabellenplatz inne hat. Bei einem Bankett beim Bürgermeister von Vif wurde dieses sportliche Treffen in den späten Nachtstunden abgeschlossen.

Als man am Mittwoch, dem 5. Mai, das Kloster Chartreuse besuchen wollte, goß es fast den ganzen Tag. Hoch oben in den Bergen wurde aus dem Regen Schnee. Die Fahrt über die Paßstraße wird allen 18ern in Erinnerung bleiben. Bei Regen und Schnee mußte man zentnerschwere Schneebrocken und Felsbrocken beiseite räumen, damit der Bus durchfahren konnte. Es war eine gefährliche Fahrt und man wunderte sich, daß der Paß nicht gesperrt war. Nur der großen Fahrkunst unseres Fahrers Fritz Röpke war es zu verdanken, daß wir alle heil am Ziel ankamen.

Auch die Fahrt nach Chamonix, zum Montblanc, wurde zu einem besonderen Erlebnis. Nur wenige riskierten die Fahrt mit der Seilbahn in 2.600 m Höhe. Am Donnerstag, dem 6. Mai, besuchte man Chamrousse, den Ort, wo die Olympischen Spiele Winterspiele 1968 stattfinden werden.

Abends spielte unsere Liga gegen die Amateure des FC de Grenoble, die Spitzenreiter in ihrer Klasse sind. In den letzten Minuten wurde mit 2:5 Toren verloren. Unsere Liga hinterließ aber gegen diese starke Mannschaft einen erstklassigen Eindruck. In der Mannschaft des FC de Grenoble spielten fünf Spieler mit, die in der nächsten Serie einen Profivertrag erhielten. Die Mannschaft zählt zu den besten Amateurmannschaften Frankreichs. Alle französischen Zeitungen berichteten in großer Aufmachung in Wort und Bild über diese Begegnung.

Nach dem Spiel wurde vom FC de Grenoble zum großen Bankett geladen. Hier wurden Wimpel Plaketten und Pokale ausgetauscht. Anschließend stieß man mit Sekt auf die deutsch-französische Freundschaft an. Unser Verein hat in Grenoble neue Freundschaften geschlossen und dürfte einen kleinen Teil zur Völkerverständigung beigetragen haben, der darin seinen Höhepunkt fand, daß unser erster Vorsitzender Werner Denckmann durch einen Vertreter des französischen Sportministers die französische Sportplakette "Jeunesse et Sports" verliehen bekam.

Am Samstag, dem 8. Mai, hieß es dann Abschied nehmen von unseren Gastgebern. Nach einer wunderschönen Fahrt erreichten wir in den Abendstunden Schwetzingen, wo das letzte Quartier aufgeschlagen wurde. Sonntag den 9. Mai, in den frühen Morgenstunden, ging es dann der Heimat entgegen. Um 22 Uhr wurde Husum erreicht, wo die Teilnehmer der Fahrt von ihren Angehörigen mit großem "Hallo" empfangen wurden.

Nach einem kurzen Rückblick über die Begegnung in Frankreich verabschiedete unser erster Vorsitzende die Teilnehmer und ihre Angehörigen im Handwerkerhaus.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Bericht der III. Mannschaft

Im Jahre 1963 meldeten sich ca. 15 Soldaten, die als geschlossene Mannschaft bei uns spielen wollten. Nach einigen Besprechungen, die unser jetziger Vorsitzender führte, war es dann soweit.

Sonntag für Sonntag liefen unsere Soldaten in ihrer eigenen Spielertracht (rot-rot), aber mit unserem Vereinsabzeichen auf der Brust, auf das Spielfeld und kämpften für unseren Verein.

Der Siegeszug begann. Jahr für Jahr holten sich unsere Soldaten die Meisterschaft.

1964   Kreismeister
1965   Kreismeister
1966   Kreismeister und Pokalmeister
1968   Kreismeister

 


1967 wurden alle Soldaten nach Westerland verlegt. Doch auch von Westerland reisten sie eifrig heran, um die Punktspiele zu absolvieren.

Durch einige Spielausfälle, bedingt durch die Verlegung und das "Nichtentgegenkommen" des Kreisverbandes, konnte 1967 nur der dritte Platz belegt werden.

Circa 30 Spieler kam bisher in der dritten Mannschaft zum Einsatz.

Der größte Wunsch der Soldatenelf ist der Aufstieg in eine höhere Klasse, doch hier stehen die Paragraphen im Wege.

Zum fünften Mal Kreismeister der zweiten Kreisklasse

Zum fünften Mal Kreismeister der II. Kreisklasse: Husum 18 III. Mannschaft.
Von links nach rechts: Dieter Flöter · Dose · Bolwerk · Grossardt · Pedak · Rudolf Grimm · Oskar Gall · Saupper;
kniend: Karl-Helmut Gellrich · Kain · Tillmann.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Ein Herz für die Jugend

Husum 18 ehrte Johannes Thordsen

Der Husumer Fußballverein von 1918 ließ am 7. Juli 1957 dem aus Husum gebürtigen Verleger Johannes Thordsen, Hamburg, als Dank für seine dem Verein zugewiesenen Spenden eine besondere Ehrung zuteil werden. In Wohlerts Gaststätte waren die Mitglieder des Vorstandes sowie des Beirates und Förderkreises mit Johannes Thordsen zu einer kurzen Feier versammelt. Der erste Vorsitzende, Sparkassendirektor Karl Krieger, begrüßte Johannes Thordsen aufs herzlichste und dankte ihm für die Unterstützung, die er dem Husumer Fußballverein von 1918 zuteilwerden ließ. Johannes Thordsen sei der Erste gewesen, der den Verein wirklich helfend zur Seite stand. Letzten Endes sei es Ausdruck der Heimatliebe, die Johannes Thordsen immer wieder veranlasse, auch viel für die Jugend unserer Stadt zu tun. Die Generalversammlung des Vereins habe daher einstimmig beschlossen, Johannes Thordsen zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied des Vereins zu ernennen.

Der Vorsitzende überreichte Johannes Thordsen die Ehrenurkunde und heftete ihm die goldene Ehrennadel von Husum 18 Uhr an den Rockaufschlag.

Im Namen des Beirates und des Förderkreises von Husum 18 stattete auch Dr. Herbert Mau dem Spender Johannes Thordsen seinen Dank ab. Es sei ein beglückendes Gefühl, zu wissen, daß dem Verein ein Mann zur Seite stehe, der ein warmes Herz für die Jugend und den Sport habe und dies auch durch die segensreiche Tat beweise.

Johannes Thordsen dankte für die ihm zuteil gewordene Ehrung und erzählte, wie er selbst in jungen Jahren als Turner im Friesengau und als Fußballspieler mit Begeisterung in den Reihen der Jugend gestanden habe. Das habe ihm die Kraft gegeben, später schweren Schicksalsschlägen zu trotzen und im Leben seinen Mann zu stehen. Hier liege die eigentliche Ursache, weshalb er sich auch der Jugend und dem Sport so sehr verbunden fühle. Die Ehrung durch den Husumer Fußballverein von 1918 solle für ihn eine Verpflichtung bedeuten, alles zu tun, um auch die sportlichen Leistungen der 18er noch mehr voranzutreiben und was man mit den sportlichen Dingen zusammenhänge, auch das Gesellschaftliche im Verein fördern zu helfen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Husum 18 und sein Förderkreis

Im Jubiläumsjahr des HFV von 1918 kann der Beirat und der Förderkreis von Husum 18 auf eine 15- jährige Tätigkeit zurückblicken. Am 14. März 1953 wurde er gegründet und zwar mit der Funktion, ohne satzungsgemäße Organe des Vereins zu sein, den Vorstand in schwierigen Angelegenheiten mit Rat und Tat zu unterstützen. Husum 18's Jugend dankt an dieser Stelle allen Förderern, insbesondere Herrn Dr. Herbert Mau, der sich große Verdienste um Husum 18's Jugend erworben hat und all denen, die allmonatlich einen Sonderbeitrag leisten und bei besonderen Anlässen einige Male im Jahr besondere Spenden geben.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Bewährte Männer bei Husum 18

Hans Weinstein: Ein Hoch auf den Vereinskassierer!

Von ihm spricht keiner. Und doch ist der Mann am Beutel des Vereins oder der Organisation so wichtig. Er hat ein häßliches Amt. Mahnenden Blickes verfolgt er die Idealisten, die sich zu löblichem oder zweckmäßigen Tun zusammengefunden haben. Wenn der Mann am Beutel sich sanft an die Säumigen wendet, wird er nicht selten mit Seufzern und recht faulen Vertröstungen abgefertigt. Sein einnehmendes Wesen erscheint manchem ausnehmend "ausnehmend". Und doch muß er seine Pflicht tun, der Herr Kassierer, denn er kann zum Wohle des Vereins oder seiner Vergnügungen nichts ausgeben, was er nicht eingenommen hat.

In der Generalversammlung ist er der Einzige, dessen aufopferndes Tun unter scharfer Kontrolle steht. Es nützt ihm nichts, einen noch so glänzenden Kassenbericht zu erstatten. Man glaubt ihm nicht. Erst wenn zwei gewichtige Kassenprüfer - die obendrein im Zivilberuf meistens dem Finanzamt angehören oder ihm als Buchprüfer doch nahe verwandt sind - sich noch die letzten Schweißtropfen nach ihrer anstrengenden Arbeit von der Stirn wischend, mit fröstelnder Sachlichkeit verkünden, daß sie alle Belege durchforscht und nichts zu beanstanden gehabt hätten, dann geschieht die "Entlastung". Es ist ein häßliches Wort. Ist denn der Kassierer etwa ein Belasteter? Eigentlich ja. Durch sein unpopuläres Amt, das meistens keiner haben will, weil man damit wenig in der Öffentlichkeit glänzen kann.

Zeigt sich aber, daß sogar noch ein Überschuß an Moneten in der Kasse ist, so jubelt man nicht etwa. I bewahre! Der übermütige Mann an der Kasse hat einen mal wieder über Gebühr ausgenommen. Wo bleibt die Beitragssenkung?

Erklingen zum Tanze die Geigen, so hockt der Herr Kassenwart den ganzen Abend lang an der zügigen Saaltür und holt sich Rheuma, während sich andere hinter seinem Rücken amüsieren. Nicht selten auch mit der Frau des Kassierers. Das hat er davon!

Auch in der Presse erscheint der geplagte Kassierer nicht. Da naht sich der Herr Vorsitzende mit ängstlicher Miene dem Pressetisch: "Ach bitte, bringen Sie nichts über den Kassenbericht. Der interessiert ja auch gar nicht in der Öffentlichkeit", meint er. Ja, um alle guten Geister willen - warum denn nicht? Hat man Angst vor dem Finanzamt? Sieht man Subventionen schwinden? Es kann den Gebern solch angenehmer Zuschüsse doch nur recht sein, zu erfahren, wie gut einmal wieder gewirtschaftet worden ist.

Da glänzen sie alle in der Zeitung: der Vorsitzende, der Schriftführer mit seinem Tätigkeitsbericht, die Warte der verschiedenen Sparten, der strahlende Vergnügungsausschußobmann und andere mehr. Nur der Kassierer, dieses notwendige Übel, sucht sich vergebens. Und dabei leben alle von seiner Tätigkeit und repräsentieren aus seinem Beutel. O, Freunde, es ist hart, einen solchen Posten zu versehen. Aber es findet sich immer wieder einer dafür. Deshalb ein Hoch auf den Kassierer! Auch er soll einmal als Porträt in seiner Anonymität in der Zeitung erscheinen. Ja, das muß einmal gesagt werden!

Als ich einmal Kassierer war, mußte ich ein Feuerwerk einkaufen. Als es nun so schön ballerte, sprühte und knallte, meinte der Verein: So verpulvert der Kerl unser Geld!
Und das freut einen denn ja auch!

Dieser Bericht ist unserem ersten Kassierer Hans Weinstein, Träger der silbernen und goldenen Ehrennadel des Vereins gewidmet. Seit vielen Jahren ist er bereits Kassenverwalter des Vereins!


Hermann und Friedel immer dabei

Jeder 18er weiß, was dieses Ehepaar für Husum 18 bedeutet. Es ist ein Teil des Vereins geworden. Hermann und Friedel sind beide ganz alte 18er, die Höhe- und Tiefpunkte des Vereins mitgemacht haben. Wer Hermann Bahnsen kennt, kennt auch seine Frau. Als Schiedsrichter der ersten Amateurliga hat Hermann Bahnsen den Namen Husum 18 in ganz Schleswig-Holstein herumgetragen und repräsentiert. Wenn es darum ging, Husum 18 zur Meisterschaft oder zum Siege zu bringen, dann war auch Friedel Bahnsen mit Begeisterung dabei, und auch noch heute können wir sie auf dem Sportplatz antreffen.


45 Jahre bei Husum 18

Hans Schöning, einer der zur alten Garde unseres Vereins gehört, ist Mitglied seit 1923. In der Jugend verdiente er sich die Sporen. Erstmals rückten 1926 drei Jugendliche in die Spitzenmannschaft auf, die gegen Schleswig 06 2:0 mitwirkten. Karl Krieger und Emil Sönnichsen im Sturm und Hans Schöning als rechter Läufer. Der Nachwuchs hatte sich bewährt. Die Kameradschaft war groß und ging über alles. Hans Schöning wurde zu damaliger Zeit bald Spielführer. Ein Training, wie wir es heute kennen, gab es noch nicht. Hans Schöning entschloß sich deshalb, die Körperschule beim TSV 1875 mitzumachen und 15 Spieler für dieses sehr nützliche Training zu gewinnen.

1935 kam Hans Schöning beruflich nach Kiel. Die Verlockung, einem der dortigen großen Vereine beizutreten, war groß. Er blieb aber Husum 18 treu und fuhr 28 Monate zum Spielen nach Husum. Von 1937 bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst gehörte er Kilia Kiel an und spielte in der ersten Mannschaft.

Nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg wurde er Vereinsvorsitzender. Viele Jahre war er Mitglied des Spielausschusses und Obmann des Jugendausschusses. In der turbulenten Zeit führte er in Schobüll ein Zeltlager mit 30 Jugendlichen durch. Hans Schöning es zurzeit zweiter Vereinsvorsitzender von Husum 18. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, sich um Husum 18's Jugend zu sorgen. Er ist Trainer und Betreuer der 25 Mann starken Schülerabteilung des Vereins. Sein Sohn Peter will einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten. Er ist Halblinker in der ersten Schülerelf unseres Vereins. Hans "Hansi" Schöning, wie ihn seine Freunde nennen, ist Träger der silbernen und goldenen Ehrennadel des Vereins.


41 Jahre Mitglied

Arfast Carstens, dritter Vorsitzender des Vereins, kam mit zwölf Jahren zu uns und ist bereits 41 Jahre Mitglied. Von 1934 bis 1945 war er bei der Wehrmacht und spielte als Soldat bei Nordmark Flensburg, Olympia Neumünster und bei den Luftwaffensportvereinen Prenzlau und Greifswald. Während seines Urlaubs wirkte er immer für unsere Farben. Nach Kriegsende spielte er in unserer Liga und anschließend in der Mannschaft der Altersklasse. Ein altes Knieleiden setzte 1950 seiner aktiven Laufbahn ein Ende. 1951 wurde er Schriftführer im Spielausschuß und 1952 dessen Vorsitzender. Bis zum heutigen Tag ist Arfast Carstens ununterbrochen im Vorstand des Vereins tätig!

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Die Tischtennisabteilung seit der Wiedergründung 1961 bis heute

Seit der Wiedergründung im Jahr 1961 bis zum heutigen Zeitpunkt hat unsere Tischtennisabteilung einen enormen Aufschwung zu verzeichnen. Bereits im zweiten Jahre hatten wir insgesamt 58 Mitglieder, davon 23 Jugendliche. Aus dieser stattlichen Anzahl konnten zwei Mannschaften gebildet werden, die sich an den Punktspielen der Kreisklasse beteiligten. Die erste Mannschaft konnte sich, nachdem sie in der Herbstserie noch den sechsten Platz inne hatte, am Ende der Frühjahrsserie den zweiten Platz belegen. Mit der Erringung des zweiten Tabellenplatzes errang unsere erste Mannschaft die Berechtigung zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse. Die Aufstiegsrunde beendeten wir als Tabellenerster mit 8:2 Punkten. Nur das Spiel gegen Mitaufsteiger TSV Eggebek ging mit 9:6 verloren.

Als Aufsteiger schlugen wir uns in der Bezirksklasse ausgezeichnet. Wir belegten nach Abschluß der beiden Serien einen ausgezeichneten dritten Rang hinter dem Meister MTV Leck und dem TSV Westerland.

Unsere zweite Mannschaft spielte in der Kreisklasse zuweilen recht unglücklich, konnte aber doch noch einen guten Mittelplatz erringen. Die nächste Serie konnte nicht so erfolgreich beendet werden wie im vorigen Jahr. Wir mußten unsere Stammmannschaft zum größten Teil durch Ersatzspieler antreten lassen. Von 16 ausgetragenen Spielen mußte zehnmal mit Ersatz gespielt werden. Trotzdem sprang noch ein 5 Tabellenplatz heraus, mit dem wir den Umständen entsprechend zufrieden waren. In der Kreisklasse konnten sogar zwei Mannschaften gemeldet werden. Unsere II. Herren erreichte den dritten und die III. Herren den siebten Platz. Somit hatten sich unsere Kreisklassenspieler gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Unsere erste Jungenmannschaft (Rüdiger Stenzel, Gerhard Hoffmann, Dirk Wulff und Wolfgang Täuber) sicherten sich die Meisterschaft im Kreis Husum/Eiderstedt ohne Punktverlust. In der Bezirksklasse spielte die erste Jungenmannschaft in gleicher Besetzung und erzielte einen guten dritten Rang.

Die drei Vereinsmeisterschaften wurden zu einem großen Erfolg des Jugendlichen Rüdiger Stenzel, der das Finale gewann und sich damit weiter in die Spitzenklasse vordrängte.

Eine große Sache war die Reise nach Grenoble, wo aber nicht nur gefaulenzt wurde. Ein Turnier, das in St. Egreve bei Grenoble durchgeführt wurde, konnte unser Sportfreund G. Peters im Endspiel gegen Harald Wulff gewinnen.

Zu der Fahrt kann gesagt werden, daß in der kurzen Zeit sehr viel erlebt und gesehen wurde und noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Die Spielsaison 1965/66 verlief nicht so erfolgreich, wie wir es gewünscht hatten. In der Bezirksklasse konnte nur 6. Tabellenplatz errungen werden. Auch die Kreisklassenmannschaft errang nur den sechsten Tabellenplatz. Die Jugendmannschaft machte uns wieder sehr viel Freude. Wie im Vorjahr wurde sie Kreismeister und in der Bezirksklasse belegte sie den dritten Platz.

Die Vereinsmeisterschaften wurden wieder zu einem großen Erfolg für den Jugendlichen Rüdiger Stenzel. Er gewann den ersten Platz im Herreneinzel, im Jugendeinzel und im Doppel mit seinem Partner Gerhard Hoffmann. Erwähnenswert sind noch die Erfolge von Rüdiger Stenzel bei den Bezirksranglistenspielen, wo er den zweiten Platz erringen konnte. Bei der Landesrangliste erreichte er einen ausgezeichneten fünften Rang. Auch für repräsentative Spiele wurde Rüdiger Stenzel zweimal herangezogen.

Den größten Erfolg erzielte unsere Abteilung in diesem Jahr bei den Pokalspielen um den Hans-Jürgen-Petersen-Gedächtnispokal. Im Endspiel wurde der Pokalverteidiger Frisia Husum I in einem spannenden Kampf von unserer ersten Mannschaft mit Harald Wulff, Rüdiger Stenzel, Gerhard Hoffmann 5:4 geschlagen.

Die Spielsaison 1966/67 konnte wieder erfolgreicher gestaltet werden. An dem Punktspielen haben vier Mannschaften teilgenommen. Unsere erste Mannschaft belegte den dritten Tabellenplatz (Vorjahr 6. Platz). Unsere zweite Herrenmannschaft belegte in der Kreisklasse ebenfalls den dritten Platz (Vorjahr 6. Platz). Unsere Jungenmannschaft belegte in der Bezirksklasse den vierten Platz und die Mädchenmannschaft, die zum ersten Mal in der Damenrunde mitmachen durfte, mußte mit dem letzten Platz vorlieb nehmen.

Die Vereinsmeisterschaft wurde zum dritten Mal von Rüdiger Stenzel gewonnen. Damit ging der Pokal endgültig in seinen Besitz über.

Die Spielsaison 1967/68 begann sehr vielversprechend. Die erste Herrenmannschaft belegte nach Abschluß der Herbstserie einen zweiten Tabellenplatz mit zwei Punkten Rückstand zum TTK Flensburg. Die zweite Spielserie brachte aber einen unerklärlichen Leistungsschwund. Nach Niederlagen gegen TSV Westerland, Grün-Weiß Flensburg, KFUM Flensburg und einem Unentschieden gegen TSV Selk wurde der Aufstieg in die Verbandsliga knapp verpaßt. So sprang nur ein dritter Tabellenplatz hinter dem TSV Westerland und KFUM Flensburg heraus. Noch nie war die Chance so groß wie in diesem Jahr, Meister der Bezirksklasse zu werden. Die Kreisklassen-Mannschaft belegte ebenfalls in ihrer Klasse einen guten dritten Platz.

Die nächsten Spielzeit 1968/69 soll zeigen, ob wir stark genug sind, einen nochmaligen Anlauf auf die Verbandsliga zu unternehmen.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Gründung der Badmintonabteilung

Oktober 1967, ein Oktober wie jeder andere, doch für Husum 18 ist er von Bedeutung, denn er ist der Geburtsmonat der Badmintonabteilung. Fred Popp und Wolf-Dieter Horst bauten diese Abteilung auf, neue Mitglieder wurden geworben, und wir können berichten, daß momentan acht Männer und 6 Damen dem Federball nachjagen.

Bereits im November begannen wir mit den Punktspielen, doch wie nicht anders zu erwarten, waren wir zuerst nur Punktlieferant. Übung macht den Meister, und so war doch eine langsame aber stetige Steigerung zu merken und Spiele wurden gewonnen.

Unser Wunsch sind bessere Trainingsmöglichkeiten, denn wir haben nur ein Feld in unseren Hallen. In der einen Halle dürfen wir Dank eines uns anscheinend nicht wohlgesonnenen Turnlehrers nicht einmal ein Feld einkleben, da durch ein Feld der Turnunterricht gefährdet wäre!

Den vorläufigen Höhepunkt erlebt die Badmintonabteilung am 29. und 30. Juni 1968, anläßlich des Jubiläumsturniers. Neben norddeutschen Mannschaften, die wir herzlich begrüßen, dürfen wir ganz besonders unsere Gäste aus Dänemark begrüßen, und wünschen, daß sich unsere Gäste bei uns recht wohl fühlen.

Zum Schluß möchte ich alle Mitglieder der Badmintonabteilung bitten, sich weiterhin mit aller Kraft zum Wohle der Badmintonabteilung und damit zum Wohle unseres Vereins, Husum 18, einzusetzen.

Wolf-Dieter Horst

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni

Unsere Kegelabteilung

Die jüngste Sparte unseres Vereins, die Abteilung Kegeln, wurde im Frühjahr 1965 aus der Taufe gehoben. Nach einem Aufruf in Mitgliederversammlung und Vereinsnachrichten, fanden sich die Interessierten zur Gründungsversammlung zusammen. 15 Ehepaar am Sonntag und 7 Ehepaare am Montag waren die ersten Klubs. Bald folgten auch noch ein dritter Ehepaarklub und im Sommer 1967 ein Damenclub.
Die Kegelabteilung hat heute circa 50 Mitglieder.

Am 7. November 1965 beteiligte sich unsere Männermannschaft zum ersten Mal an einem Wettbewerb des Husumer Kegelvereins, dem unsere Kegler als Kegelklub "Husum 18" angehören. Beim Wettbewerb um den Stadtpokal belegte sie den 7. Platz unter 10 Startern. Folgende Mannschaft ging an den Start: Karl-Heinz Lund mit 736 Holz, Gerhard Schulz (734 Holz), Rolf Fentzahn (731 Holz), Dieter Schladetzky (729 Holz) und Eckhard "Ecki" Sers (716 Holz).

Am 19. Dezember 1965 fand der erste Klubkampf statt. Gegner bei der Kegelklub "Einigkeit", der unsere Mannschaft Rolf Fentzahn (738 Holz), Gerhard Schulz (725 Holz), Dieter Schladetzky (729 Holz), Karl-Heinz Lund (714 Holz) und Walter Zukrigl (708 Holz) mit zwei Holz besiegte.

Von Oktober 1965 bis Januar 1966 wurde die erste Stadtmeisterschaft von Husum 18 ausgekegelt, an der auch unser Klub sich beteiligte. Wieder gelang es unserer jungen Männermannschaft, den siebten Platz zu belegen. An allen Kämpfen nahmen teil: Dieter Schladetzky (5.743 Holz), Gerhard Schulz (5.719 Holz), Gerhard Präger (5.719 Holz), Karl-Heinz Lund (5.661 Holz) und Walter Zukrigl (5.616 Holz).

Das erste öffentliche Auftreten einer Frauenmannschaft von Husum 18 fand zum Klubvergleichskampf, der nicht dem Verein Husumer Kegler angehörenden Kegelklubs statt. Von den acht startenden Klubs belegten unsere Frauen einen beachtenswerten vierten Platz. 1. Gerda Lund mit 723 Holz, es folgten Annegret Stubbe (711 Holz), Irmgard Sers (709 Holz), Gerda Schulz (689 Holz) und Renate Schladetzky (683 Holz). Die Gesamtholzzahl von 3.515 war Anlaß, zu den nächsten Stadtmeisterschaften auch eine Damenmannschaft zu benennen.

Am 7. Mai 1966 fand die erste Klubmeisterschaft aller für Husum 18 startenden Keglerinnen und Kegler statt. Elfi Denckmann wurde mit 728 Holz erste Klubmeisterin. Zweite wurde Gretel Schönig mit 723 Holz, Dritte wurde Ingeburg Hansen mit 722 Holz, Vierte Gerda Lund mit 721 und Fünfte Renate Schladetzky mit 681 Holz. Bei den Männern wurde Rolf Fentzahn mit 754 Holz unser 1. Klubmeister. Zweiter wurde Karl-Heinz Lund mit 744 Holz, Dritter wurde Dieter Schladetzky mit 736 Holz, Vierter wurde Gerhard Schulz mit der gleichen Holzzahl und Fünfter wurde Walter Zukrigl mit 733 Holz.

Zum Pokalkegeln 1966 hatte unsere Mannschaft sich viel vorgenommen. Sie verbesserte sich auch auf den sechsten Platz, was unter den Keglern Husums Bewunderung hervorrief. Wenn alle die gewohnte Leistung gebracht hätten, hätte auch das Ziel, der fünfte Platz, erreicht werden können.

Gerhard Schulz   750 Holz
Dieter Schladetzky   740 Holz
Gerhard Präger   736 Holz
Rolf Fentzahn   727 Holz
Karl-Heinz Lund   709 Holz

Husum 18's Männermannschaft
Von links: Hans Schöning · Hermann Bahnsen · Werner Denckmann · Walter Zukrigl · Norbert Peters · Dieter Schladetzky · Karl-Heinz Lund · Gerhard Schulz.

Zur gleichen Zeit, wie in jedem Jahr, wurde auch die Stadtmeisterschaft 1967 ausgetragen. Der Austragungsmodus jedoch hatte sich geändert. Wenn bisher die fünf besten Starter eines Klubs in die Wertung kamen, so mußten nunmehr diese 5 Starter vorher benannt werden. Dies hatte zur Folge, daß alle Klubs zwei Mannschaften zu Meisterschaft meldeten. Wir konnten allerdings auch jetzt nur jeweils eine Mannschaft einsetzen, dafür Husum 18 nur insgesamt acht Damen und acht Senioren an den Start gingen. Die Vielzahl der Mannschaften machte es erforderlich, die sportliche Konkurrenz und damit der Ansporn für Auf- und Abstieg waren weitere Gründe bei den Damen eine A- und B-Gruppe mit je fünf Mannschaften und bei den Herren eine A- und B-Gruppe mit je 6 Mannschaften und eine C-Gruppe mit acht Mannschaften zu schaffen. Unsere Mannschaften kamen jeweils in die B-Gruppe. Während unsere Damenmannschaft alle ihre Kämpfe gewann und mit null Minuspunkten in die A-Klasse aufstieg, hatten es die Männer etwas schwerer. Aber auch hier konnte unsere Mannschaft die ersten drei Kämpfe gewinnen. Den vierten gestaltete sie unentschieden. Im letzten Klubkampf trat sie gegen die "Holzfäller" an, die bisher 8:0 Punkte hatten. Mit viel Glück für die eigene Mannschaft und nicht ohne Pech für den Gegner wurde dieser Kampf von Husum 18 mit 43 Holz gewonnen. Damit schafften auch unsere Männer den Aufstieg in die A-Gruppe. Da bei den Damen die Beteiligung an den Klubkämpfen unterschiedlich war, hier nur die Namen der Starterinnen:

Ingeburg Hansen   Annegret Stubbe   Gerda Schulz   Liselotte "Lotti" Zukrigl
             

Bei den Männer starteten für unsere Mannschaft folgende Kegler:

Gerhard Schulz   6405 Holz
Karl-Heinz Lund   6398 Holz
Rolf Fentzahn   6389 Holz
Dieter Schladetzky   6356 Holz
Walter Zukrigl   6269 Holz
       

Die zweite Klubmeisterschaft war ein weiterer Höhepunkt unserer jüngsten Abteilung. Vereinsmeisterin wurde wiederum Elfi Denckmann mit 736 Holz, gefolgt von Renate Schladetzky (726 Holz), Irmgard Fentzahn (725 Holz), Gerda Lund (721 Holz) und Annegret Stubbe (718 Holz). Vereinsmeister der Männer wurde Gerhard Schulz mit 743 Holz vor Karl-Heinz Lund mit 739 Holz, Uwe Jahn (735 Holz), Dieter Schladetzky (726 Holz) und Werner Denckmann (722 Holz).

Die Stadtmeisterschaft 1968 wurde von uns mit zwei Damenmannschaften beschickt. Die beiden ersten Kämpfe beider Mannschaften gingen verloren, die dritten Kämpfe jedoch konnten beide Mannschaften gewinnen. Der Erfolg der A-Mannschaft, wenn auch nur mit 5 Holz, über den Klub "Dat liggt an de Bahn" erzielt, war ein großer Erfolg und sicherte den Verbleib der ersten Mannschaft in der A-Klasse. Die B-Klasse blieb unserer zweiten Mannschaft ebenfalls erhalten. Nur für die Mannschaft starteten Inge Jahn (3420 Holz), Liselotte "Lotti" Zukrigl (3336 Holz), Gerda Schulz (3290 Holz) und Renate Jürgensen (3259 Holz). Auch an der Einzelmeisterschaft beteiligten sich Christel Grabert (4999 Holz), Gerda Lund (4981 Holz), Annegret Stubbe (4071 Holz), Irmgard Fentzahn (4951 Holz), Renate Schladetzky (4950 Holz), Irmgard Sers (4886 Holz), Marietta "Etta" Heeck (4875 Holz) und Helgard "Hella" Peters (4854 Holz). In der Versehrtenklasse wurde unser Vereinsvorsitzender Werner Denckmann mit 5085 Holz bester Starter der Stadt Husum. Einen achten bzw. neunten Platz in der Seniorenklasse-A belegten Hans Schöning mit 4916 Holz und Hermann Bahnsen mit 4896 Holz.

Für unsere Männermannschaft war die A-Klasse in der Stadtmeisterschaft 1968 zu schwer. Gegen die ersten Mannschaften von den "Husumer Jungs" und dem Klub "Pudelfeind", die eine führende Rolle in Schleswig-Holstein spielen, verlor unsere Mannschaft nur mit 9 bzw. 14 Holz. Gewann aber leider auch die anderen drei Klubkämpfe nicht und muß deshalb zurück in die B-Gruppe. Da für Schleswig-Holstein die Gründung der Kegel-Landesliga beschlossen ist und sicher auch Bezirks- und Kreisklasse eingeführt werden, kann heute noch nicht gesagt werden, in welcher Klasse unsere Mannschaft im nächsten Jahr starten wird, obwohl sie abgestiegen ist. Die Namen der "Absteiger": Karl-Heinz Lund (6570 Holz), Gerhard Schulz (6532 Holz), Dieter Schladetzky (6491 Holz), Uwe Jahn (6427 Holz) und Walter Zukrigl (6420 Holz).

Eine so junge Abteilung wie die unserer Kegler kann noch nicht viel von Tradition - die dem 50. Geburtstag unseres Vereins gerecht würde - berichten. Sie kann aber aufzeigen, daß unser Verein auch in dieser Sportart würdig vertreten wird.

Einige Male starteten unsere Keglerinnen und Kegler auf neuen Bahnen und erfüllten die Bedingungen für das Silberne Sportabzeichen. Ihre Namen: Annegret Stubbe, Gerda Lund, Gerhard Schulz, Karl Heinz Lund, Werner Denckmann und Walter Zukrigl. Die Bedingungen für das Bronze Sportabzeichen wurden von folgenden Starterinnen und Startern erfüllt: Gretel Schöning, Hans "Hansi" Schöning, Hermann Bahnsen, Uwe Jahn und Dieter Schladetzy.

Husum 18's Damenkeglerinnen
Von links: Renate Jürgensen · Th Bahnsen · Renate Schladetzky · M. Christiansen · Gerda Lund · Irmgard Fentzahn · B. Seifert · Irmgard Sers · Christel Grabert · Helgard "Hella" Peters.

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1968

Husum 18 / 50 Jahre

1. Juni


Noch rechtzeitig zu unserem Jubiläum ist dieser schöne Vereinswimpel eingetroffen.
Bei allen Vorstandsmitgliedern kann er in zwei verschiedenen Ausführungen erworben werden.

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1968

Husum 18

Juli / August

Jubiläumswoche wurde ein großer Erfolg

Es wurden unvergessene Stunden im Thomas Hotel

Die Jubiläumsfeierlichkeiten anläßlich des 50-jährigen Bestehens gestalteten sich für den Verein zu einem großen Erfolg. Insbesondere der große Kommersabend im Thomas Hotel übertraf alle Erwartungen. Sogar sechs Gründer von Husum 18 waren an diesem Abend dabei: Adolf "Ogge" Classen, Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck, Peter Jessen, Thomas Möller, Friedrich Töllner und vor allem unser Bernhard Petersen, der erste Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzender unseres Vereins.

Ist der eigentliche Geburtstag von Husum 18 auch erst am 7. Dezember und soll der Jubiläumsball auch erst am 28. Oktober stattfinden, so wollte man nicht auf ein Tänzchen verzichten. Bevor man jedoch dazu kam, wurde das Geburtstagskind erst gebührend gewürdigt. Einen Dank an alle, die die Arbeit im Verein auf sich nehmen, stattete Werner Denckmann ab. Er vergaß dabei nicht die Damen, die oft genug Rücksicht auf die Interessen "ihrer" Männer nehmen müßten. Sein besonderer Dank galt den aktiven Spielern, den "Aushängeschildern" des Vereins.

In bewegten Worten ließ unser Ehrenvorsitzender Bernhard Petersen, jetzt Hamburg, die 50 Jahre Vereinsgeschichte noch einmal Revue zieren. Mit großer Detailkenntnis rief er so manches berühmte Spiel in die Erinnerung zurück und weckte Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Er berichtete aus den Anfängen des Fußballsports, von dem schwierigen Kassiereramt ("so'n Schietspeel, un dann schöt wi noch betohl'n!") und manchen anderen Dingen.

Grußworte überbrachte der zweite Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Georg Abel aus Schleswig. Er sagte unter anderem, daß Husum 18 Uhr aus der Fußballgeschichte nicht mehr wegzudenken ist. Als besonderes Lob meinte er, daß man bei Husum 18 nur selten Schwierigkeiten kenne. Dort schaffe man immer Rat und Abhilfe. Im Namen des Deutschen Fußballverbandes überreichte er die Plakette und als Gruß von Schleswig 06 einen Wandteller.

In Vertretung des Landrats richtete Kreisrat Gerhard Schulz Grußworte an das "Geburtstagskind". Bei Husum 18 habe man die Zeichen der Zeit erkannt und sich nicht nur auf den Fußballsport beschränkt, sondern auf die Freizeitgestaltung ganz allgemein. Als Gastgeschenk überbrachte er, wie konnte es anders sein, einen Fußball.

In Vertretung von Bürgermeister Ernst Schlüter überbrachte Senator Fritz Carstens Grußworte.

Karl Walter, Vorsitzender des Bezirks II (Nord) hielt als Gastgeschenk ebenfalls einen Ball parat. Namens des Kreissportverbandes überbrachte Emilius Petersen herzliche Glückwünsche. Auch er hatte einen Ball parat. Dr. Herbert Mau als Vorsitzender des Förderkreises ließ, wie er sagte, den vielen guten Wünschen für Husum 18 die Tat folgen und überreichte 1000 D-Mark. Ein Grußwort überbrachte auch das Gründungsmitglied Friedrich Töllner. Er zitierte dabei einen alten Spruch: "Foffdi Joar is een lange Tied, wenn man se vör sick liggen sütt, doch is dat man een korte Spann, sütt man se sick vun achtern an."

Im Namen der Kegelabteilung überbrachte Harry Krämer Grußworte und ein kleines Geschenk. Ihm schloß sich Peter Hansen an, der für Husum 75 einen Ball überreichte. Vom TSV Rantrum wurde ebenfalls ein Wandteller überreicht, und Johannes "Hans" Rademacher überreichte eine Bilderdokumentation. Grußworte überbrachte auch Dr. Erwin "Pütten" Kraatz. Im Namen des TSV Westerland überreichte er die traditionelle Wandkachel. Sparkassendirektor Karl Krieger überreichte im Namen der Hausbank 300 D-Mark.

Dieter Schladetzky


Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am Freitag. dem 9. August 1968, um 20 Uhr, findet im "Thomas Hotel" unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Dazu sind alle Mitglieder recht herzlich eingeladen.

Tagesordnung
1.   Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit
2.   Verlesung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung
3.   Ehrungen
4.   Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
5.   Kassenbericht
6.   Bericht der Kassenrevisoren
7.   Berichte der Obmänner
    a) Spielausschußobmann
    b) Jugendobmann
    c) Schiedsrichterobmann
    d) Tischtennisobmann
    e) Kegelobmann
    f) Badmintonobmann
8.   Entlastung des gesamten Vorstandes
9.   Neuwahlen
    a) 1. Vorsitzender
    b) 3. Vorsitzender
    c) 1. Schriftführer
    d) Fußballobmann
    e) Jugendobmann
    f) Badmintonobmann
    g) Tischtennisobmann
    h) Schiedsrichterobmann
    i) Pressewart
    j) 2. Kassierer
    k) Zusatzwahlen für die Ausschüsse
    l) Kassenrevisoren
10.   Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
11.   Erledigung der vorliegenden Anträge
12.   Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vor der Jahreshauptversammlung beim ersten Vorsitzenden, Herrn Werner Denckmann, Schiffbrücke 22, eingegangen sein.

Der Vorstand

Treue und Idealismus wurden belohnt

Im Mittelpunkt unseres großen Kommersabends am 28. Juni im Thomas Hotel stand die Ehrung von 41 Vereinsmitgliedern. Unser erster Vorsitzender Werner Denkmann konnte folgende 18er mit der goldenen Ehrennadel auszeichnen:

Rudolf Schubert   Johannes "Hans" Rademacher   Adolf "Ogge" Classen
Werner "Fritz" Lorenzen   Heinrich "Henny" Hansen   Hermann Lorenzen
Hugo Huß   Bruno Christiansen   Friedrich Töllner
Walter Pethke   Peter Jessen   Otto "Otti" Degenkolbe
Thomas Möller   August "Audi" Nachtigall   Boy Jacobsen
Hans Hansen   Bernhard Nissen   Hans-Theodor Johannsen
    Hans-Dietrich Blunck    

Unsere neuen Ehrennadelträger in "Gold"

Von links: Hans Hansen · Bernhard Nissen · August Nachtigall · Boy Jacobsen · Hermann Lorenzen · Hans-Theodor Johannsen · Werner Fritz Lorenzen · Johannes "Hans" Rademacher · Otto Degenkolbe · Friedrich Töllner · Bruno Christiansen · Adolf Classen · Peter Jessen · Bernhard Petersen · Werner Denckmann (1. Vorsitzender) · Hans-Dietrich Blunck · Rudolf Schubert · Thomas Möller · Henny Hansen · Hugo Huß. Foto: Walther Nehm


Die silberne Ehrennadel erhielten:

Hedi Weinstein   Conrad Mader   Ernst Friccius
Ulrich Grabert   Hans Popp   Dieter "Schorsch" Schleger
Anton "Ratschi" Christiansen   Harald Wulf   Heinrich Christiansen
Rüdiger Stenzel   Alfred Weich   Wilhelm Carstens
Horst Kersten   Anton Bösch   Heinz Zawadzky

Frau Hedi Weinstein, die seit 20 Jahren Mitglied von Husum 18 ist, erhielt aus der Hand unseres ersten Vorsitzenden Werner Denckmann die silberne Ehrennadel.


Durch den zweiten Vorsitzenden des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Georg Abel, wurden folgende Mitglieder für besondere Verdienste mit der silbernen Ehrennadel des SHFV ausgezeichnet:

Hans Schöning   Horst Kersten   Hans Weinstein
Heinz Zawadzky   Georg Schleger   Walter Pethke

Außerdem erhielt Dieter Schladetzky das SHFV-Jugendbetreuer-Ehrenzeichen in Bronze.

Dieter Schladetzky

leer  

1968

Nachrufe

Juli / August

Die Nachricht vom plötzlichen Tode unseres ehemaligen 1. Vorsitzenden

Walter Pethke

Träger der goldenen Ehrennadel des Vereins und der silbernen Ehrennadel des SHFV, hat uns zutiefst erschüttert. Wir verloren ein Mitarbeiter, der seit 1918 in der Sportbewegung stand. Im Jahre 1918 begann seine aktive Laufbahn in Lauenburg. Hier war Walter Pethke Mitbegründer des Fußballvereins Lauenburg, der später in der ersten Gauliga spielte. Ein Jahr lang, von 1922 bis 1923, gehörte er Preußen Stettin an, bis er sich 1923 dem Marine Sportverein Ostsee in Kiel anschloß. 1927 trat er Borussia Kiel bei, wo er in der Zeit von 1939 bis 1940 Spielausschußobmann war. In der schweren Nachkriegszeit wurde Walter Pethke ein Fußballpionier im Flensburger Raum, wo er sich durch seine vorbildliche Arbeit besondere Verdienste um den Fußballsport erwarb. Von 1945 bis 1949 war er Leiter der Fußballabteilung des ATSV Flensburg und gleichzeitig zwei Jahre lang erster Vorsitzender des Kreissportverbandes Flensburg.

Nach Husum kam Walter Pethke 19 49, wo er sich gleich Husum 18 anschloß und zwei Jahre lang im Spielausschuß tätig war und die gesamte Schriftführung leitete. 1952 wurde er zum ersten Vorsitzenden unseres Vereins gewählt. Leider unterbrach dann eine längere Krankheit seine Tätigkeit. Erst 1955 konnte Walter Pethke sich wieder der Vereinsarbeit zuwenden. Er wurde sehr bald in den Spielausschuß gerufen, den er bis Ende 1957 als Obmann leitete. Aus gesundheitlichen Gründen musste er 1958 aus dem Amt ausscheiden.

Wir werden Walter Pethke ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Vorstand


Am 19. Juni 1968 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit unser Sportkamerad

Hans Wix

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Vorstand des HFV von 1918

leer  

1968

Husum 18 / Fußball

Juli / August

Das Ereignis unserer Jubiläumswoche

Zum 50jährigen Jubiläum kaufte Husum 18 dem Regionalligisten mit 2:1 den Schneid ab

 

 

Husum 18 - Itzehoer SV

 

2:1 (1:1)

Husum 18
Wolfgang Täuber (2. Halbzeit: Ortwin Jungherr)

Heinz-Jürgen Thomaschewski ǀ Ulrich Grabert

Martin Dohrn ǀ Peter Goldschmidt ǀ Hans-Peter Kurtze (Dietmar Lackert)

Scheer ǀ Karl-Heinz Starken ǀ Rüdiger Schwigon ǀ Dieter Schleger (Meyer) ǀ Egon Harms

Itzehoer SV
Hansen-Kohlmorgen (2. Halbzeit: Genthe)

Peters ǀ Gleisner

Flegel ǀ Hamann ǀ Krogh

Lempfert ǀ D. Dähne (Bühlau) ǀ Seibicke ǀ M. Dähne ǀ Schröter

Tore: 1:0 Rüdiger Schwigon 36. Minute (herrlicher 20-Meter-Schuß unhaltbar in den Winkel); 1:1 D. Dähne 44. Minute (Foulelfmeter nach Foul an Seibicke durch den Husumer Heinz-Jürgen Thomaschewski); 2:1 Karl-Heinz Starken 66. Minute (hob einen Freistoß gekonnt über die Itzehoer Mauer ins Eck).
Schiedsrichter: Staven (Flensburg)
Zuschauer: nur etwa 400

Man hatte von einem Regionalliga-Vertreter in Husum bei dem 50-jährigen Jubiläum von Husum 18 wahrhaftig mehr erwartet, obwohl man durchaus darauf eingestellt war, daß die Abgänge beim Itzehoer SV sich nachteilig auswirken müßten. Es fehlte den Gästen der "Dampf", um nach der erneuten Husumer Führung in der zweiten Halbzeit wenigstens wieder ein Unentschieden zu erreichen. Druck hätte doch wenigstens vom ISV erwartet werden können. Eine Niederlage in Husum war nicht unverdient.

Bei den 18ern war Rüdiger Schwigon die überragende Figur im Mittelfeld, immer anspielbar und genau in seinem Zuspiel. Wenn er dann mit aufrückte, gelangen ihm auch gute Schüsse. Neben ihm konnte Karl-Heinz Starken technisch durchaus mithalten. Der im zweiten Durchgang verletzt ausgeschiedene Stopper Peter Goldschmidt - für ihn kam Dieter "Schorsch" Schleger erneut ins Spiel - erwies sich als schlagsicher bei der Abwehr, aber seine Pässe kamen nur selten an.

Egon Harms und Dieter "Schorsch" Schleger zögerten oft beim Abspiel. Das brachte Ballverluste. Beide Husumer Torwarte, Wolfgang Täuber und Ortwin Jungherr, zeigten eine gute Leistung.

Großartig in seinem Reaktionsvermögen war auch der ISV-Torwarte Hansen-Kohlmorgen, als er in der 30. Minute unmittelbar nacheinander zwei harte Schüsse von Karl-Heinz Starken und Rüdiger Schwigon abwehrte. Im Mittelfeld steigerte sich nach der Pause Krogh. Er wurde offensiv, wagte auch zu schießen und war darum gefährlich. M. Dähne kam nicht in den Nutzen seiner technischen Fähigkeiten, denn er wollte zuviel allein machen.

Der diesmal als Mittelstürmer eingesetzte Seibicke stellte sich gut, spielte kräftig und weiß, seine Nebenleute einzusetzen. Der nach dem Wechsel für D. Dähne spielende Bühlau war "nur" schnell, aber das reichte nicht. Was er tat, war zu überhastet. Er verpaßte in der 74. Minute die beste Ausgleichschance, als er über den Ball trat.

Der Itzehoer SV enttäuschte, ihm gelang nicht einmal ein Tor, aber die Husumer hatten die Freude, eine Regionalliga-Elf verdient geschlagen zu haben. Was will man bei einem Jubiläum mehr.

Eine besondere Überraschung hatte sich Husum 18 zu ihrem "50jährigen" einfallen lassen. Mitglieder der Husumer Luftsportgruppe warfen den Spielball zum Anstoß gegen Itzehoe über dem Spielfeld ab.

Dieter Schladetzky


Die Sportwoche von Husum 18

Die Husumer Zeitungen haben über unsere Sportereignisse in Wort und Bild in so großer Aufmachung berichtet, daß es aus Platzgründen in unserer Zeitung nicht mehr nötig wäre, noch einmal alles zu wiederholen. Wir danken auf diesem Wege den "Husumer Nachrichten" und der "Husumer Tageszeitung" für ihre ausgezeichnete Berichterstattung.


Wie spielte unsere Jugend in der Jubiläumswoche?

23. Juni: Knaben:   Husum 18   -   SV Friedrichsort   1:0
  Schüler   Husum 18   -   SV Friedrichsort   2:4
  Jugend   Husum 18   -   SV Friedrichsort   0:6
  Jungmannen   Husum 18   -   SV Friedrichsort   1:5

26. Juni: Knaben:   Husum 18   -   Frisia Husum   1:3
  Schüler   Husum 18   -   Frisia Husum   2:1
  Jugend   Husum 18   -   Frisia Husum   0:2

30. Juni: Knaben:   Husum 18   -   Flensburg 08   3:2
  Schüler   Husum 18   -   Flensburg 08   5:0
  Jugend   Husum 18   -   Flensburg 08   0:2
  Jungmannen   Husum 18   -   Flensburg 08   4:4

Unsere Jungmannen Spieler Ulrich Hofer, Rainer "Toni" Goetz, Uwe Krützfeld und Siegfried Zezlo absolvierten ihre letzten Spiele in der Jugend. In der neuen Serie wechseln sie zu den Senioren über. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.


23. Juni: Liga   Husum 18   -   Itzehoer SV   2:1
  Alte Herren   Husum 18   -   TSV Rot-Weiß Niebüll   4:2

30. Juni: Liga   Husum 18   -   Flensburg 08   3:1
  Ib   Husum 18   -   MTV Eckernförde   3:3
  III   Husum 18   -   Flensburg 08   2:1

Unsere III. Mannschaft unterlag im Pokalendspiel

Eine große Überraschung gab es für unsere Fußballanhänger am 26. Juni im Friesenstadion. Dort standen sich im Pokalendspiel der zweiten Klasse unsere dritte Mannschaft und die dritte Garnitur von Frisia gegenüber. Unsere als hohe Favoriten geltende dritte Mannschaft, die nicht nur mehrfach diesen Pokal gewonnen, sondern auch jahrelang fast ununterbrochen Kreismeister dieser Spielklasse war, unterlag mit 0:2 Toren.

Dieter Schladetzky


leer  

1968

Husum 18 / Tischtennis

Juli / August

100 Tischtennis-Spieler beim Jubiläumsturnier

Guter Sport am Wochenende / Überraschungssieger im Einzel

Aus Anlaß des 50-jährigen Vereinsbestehens in diesem Jahr veranstaltete Husum 18 am Wochenende ein kreisoffenes Tischtennisturnier, das mit etwa 100 Spielerinnen und Spielern außerordentlich gut besucht war. Aus allen Teilen des Kreises fanden sich Spieler ein, um eine Urkunde zu erringen oder einen der wertvollen Sachpreise, die der Verein bereitgestellt hatte, zu gewinnen. Dank der guten Arbeit der Spartenleiters Walter Liepert konnte das Turnier in den zwei Tagen zügig abgewickelt werden.

Am Sonnabend wurden die Jugend-Konkurrenzen ausgetragen. Wie erwartet, wurde Bernd Möhring (Frisia) im Jungeneinzel Sieger vor Hans-Werner Fick und Uwe Köppe (beide Husum 18). Im Doppel konnten Hans-Werner Fick und Uwe Köppe den Spieß umdrehen und den ersten Platz gegen Bernd Möhring / Volker Wohlert erringen. Bei den Mädchen siegte Ruth Gennermann (Ohrstedt) vor Roswitha Stenzel (Husum 18) und Gisela Dopp (Frisia). Das Doppel konnten Ruth Gennermann / Roswitha Stenzel gegen Gisela Dopp / Karin Petersen sich entscheiden. Im Jugendmixed schaften Roswitha Stenzel / Uwe Köppe (Husum 18) gegen Ruth Gennermann / Hans-Werner Fick (Ohrstedt / Husum 18) den Sieg.

Bei den Schülern konnte Ahrenviöl / Ohrstedt klare Erfolge erzielen. Im Einzel gewann Hansen vor Lorenzen (beide Ohrstedt). Den dritten Platz holte sich Kröger (Oldersbek). Im Doppel gab es ein Ohrstedter Endspiel. Hansen / Lorenzen verwiesen Krause / Krause auf den zweiten Platz.

Im Schülerinnen-Einzel gab es erstmals einen schönen ersten Platz für den TSV Oldersbek durch Petersen, die Dittrich und Ninnemann (beide Husum 18) hinter sich ließ. Im Mixed gewannen Quering / Lorenzen (Ohrstedt) das Endspiel gegen Petersen / Kröger (Oldersbek).

Am Sonntagmorgen wurden die Spiele der Herrenklasse C und der Senioren ausgetragen. Im Herreneinzel siegte Henningsen (Frisia) überraschend gegen Paulsen (Ohrstedt), der das Turnier in den vergangenen zwei Jahren gewonnen hatte. Dritter wurde Nothbaar (Frisia). Das Endspiel im Doppel entschieden Henningsen / Mylin (Frisia) gegen Walter Liepert / Uwe Jahn (Husum 18) für sich.

Bei den Senioren erkämpfte sich Walter Liepert mit einem 3:1-Sieg gegen Helmut Bregulla (Frisia) den Sieg.

In der Herren-A- und- B-Klasse errang der favorisierte Heiner Carstensen ohne große Mühe den ersten Platz gegen P. Haase (Frisia). Als Dritter zeigte sich Rüdiger Stenzel (Husum 18), der seine Grundausbildung bei der Bundeswehr beendet hat, schon wieder sehr stark. Im Doppel gab es einen klaren Sieg für Heiner Carstensen / P. Haase gegen Anton Bösch / Paulsen (Husum 18 / Ohrstedt).

Acht Damen gingen an den Start, um unter sich die stärkste Spielerin zu ermitteln. Frau Laubengeiger (Ohrstedt) konnte sich den ersten Platz sichern, vor Karin Cords (Husum 18) und Anni Pflaeging (Frisia). Im Damendoppel siegten Roswitha Stenzel / Gisela Dopp (Husum 18 / Frisia) vor Anni Pflaeging / Söth (Frisia/Ohrstedt).Im abschließenden Mixed errangen nach einem harten Kampf Roswith Stenzel / Uwe Jahn (Husum 18) gegen Ruth Gennermann / Hansen (Ohrstedt / Husum 18) den ersten Platz.

Dieter Schladezky
leer  

1968

Husum 18

1. September

Husumer Fußballverein hielt Rückschau

Werner Denckmann wiedergewählt / Erfolgreiches Jubiläumsjahr

Der alte und neue Vorsitzende von Husum 18 heißt Werner Denckmann. Er wurde auf der Generalversammlung einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Sämtliche weiteren Vorstandsmitglieder, die turnusmäßig zur Wahl standen, wurden ebenfalls in ihren Ä„mtern bestätigt. Vor diesen Wahlen hatte Husum 18 Bilanz gezogen. Dabei kamen die sportlichen Ereignisse ebenso zur Sprache wie die Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen des Vereins.

Der erste Vorsitzende hob in seinem Jahresbericht besonders die herausragenden sportlichen Ereignisse der Vergangenheit hervor. So hat er die erste Mannschaft einen fünften Platz in der Bezirksliga gegen Schleswig 06 erringen können. Man sei zwar mit gemischten Gefühlen nach Schleswig gefahren, meinte Werner Denckmann, aber zu einem Sieg habe es immer noch gereicht.

Die Reserve hat durch einen zweiten Platz den Aufstieg zur Kreisliga geschafft. Dadurch wurde auch der Weg frei für die Soldatenelf. Sie wird in der kommenden Saison in der ersten Kreisklasse spielen.

Werner Denckmann betonte, daß man volles Vertrauen in die einzelnen Spartenleiter gesetzt habe und daß dieses Vertrauen auch vollauf gerechtfertigt war.

Alle Entscheidungen auf sportlicher Ebene waren vor den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Vereins gefallen. So konnte man sich gänzlich unbelastet den Jubiläumsfeiern widmen. Unbestrittener Höhepunkt war der Kommersabend. Eine Einrichtung, die sich damals aus der Situation heraus ergeben hatte, nämlich der Stammtisch, soll auch für die Zukunft eingeführt werden. Werner Denckmann schlug vor, an jedem zweiten Mittwoch im Quartal zusammenzukommen, um die Probleme des Vereins zur Sprache zu bringen. Diese Anregung soll aufgegriffen werden.

Der erste Vorsitzende dankte allen, die mit zu dem Gelingen der Jubiläumsfeiern beigetragen haben. Er erwähnte dabei besonders Dieter Schladetzky, der mit nimmermüden Fleiß die Jubiläumszeitschrift zusammengestellt hat.

Husum 18 hat auch auf anderen Gebieten Erfolge erringen können. Der "Generalangriff" auf die Verhältnisse im Friesenstadion trägt immerhin die ersten Früchte. Die Dusch- und Umkleideräume, bisher ein Ärgernis ersten Ranges, werden grundlegend renoviert. Es werden in Zukunft so viele Duschen zur Verfügung stehen, daß sich auch der letzte Mann duschen kann. Ebenfalls erhält das gesamte Gebäude eine Heizung. Werner Denckmann meinte, daß mit dem großen Umbau zwar noch nicht zu rechnen sei, aber Wunsch der 18er sei immerhin ein eigener Raum, bei dem man sagen könne: "Hier sind wir zu Hause."

Ein weiteres Problem ist der Müllplatz. Nicht immer bleibt man von den dichten Rauchschwaden verschont, die bei dem kleinsten Brand und ungünstigen Windverhältnissen herüberziehen.

Auf die einzelnen Sparten des Fußballvereins eingehend meinte Werner Denckmann, daß man bei der Jugendmannschaft Sorgen mit der Zahl der Begleiter habe. Die Tischtennisabteilung dagegen bereite keinen Kummer. Er hob dabei besonders die guten Trainingsmöglichkeiten in der neuen Turnhalle hervor. Auch in den Kegelabteilungen ist im Großen und Ganzen alles konstant geblieben. Die Meisterschaften haben sich zu einer beliebten Einrichtung entwickelt. Die Badmintonabteilung ist inzwischen den Kinderschuhen entwachsen. Allerdings ist hier die Teilnehmerzahl begrenzt, weil zumindest im Winter nicht immer genügend Raum zur Verfügung steht. Werner Denckmann wies abschließend auf die gute Zusammenarbeit zwischen dem engeren und erweiterten Vorstand hin. Man kreuze zwar oft die Klingen, aber letztlich komme man immer wieder zu einem harmonischen Ausgleich. Sein Dank galt abschließend dem Kassierer Hans Weinstein, der bereits seit 19 Jahren dieses Amt innehat.

Kassierer Hans Weinstein sagte in seinem Kassenbericht, daß Husum 18 in diesem Jahr zum ersten Male seit 19 Jahren mit einem Defizit abschließe. Es sind rund 300 D-Mark, die aus den Rücklagen gedeckt werden müssen. Hans Weinstein ging in seinem Bericht auch auf die Zuschauerzahlen ein. Den meisten Zuschauerbesuch hatte das Spiel gegen Bredstedt mit 813 Besuchern. Im Durchschnitt kamen rund 200 Zuschauer zu den Ligaspielen.

Die Freundschaftsspiele bringen für die Vereinskasse fast gar nichts ein. "Wir zerbrechen noch an den Beiträgen für die Verbände", meinte Hans Weinstein. Allein im vergangenen Jahr hat Husum 18 rund 1.500 D-Mark allein für die Zugehörigkeit zu den verschiedenen Verbänden gezahlt. Weiter wurde mitgeteilt, daß die Eintrittspreise für die Verbandsliga zumindest im nächsten halben Jahr nicht erhöht werden.

Anschließend gaben die einzelnen Spielobmänner ihre Berichte. Sie fielen insgesamt gesehen positiv aus. Arthur Grabert meinte als Spielausschußobmann, daß man sich eben "nur" einen fünften Platz erkämpft habe. Besonderes Augenmerk solle man doch auf das Erreichen der Bezirks- und Verbandsliga richten. In beiden Fällen wären das sehr große Prestigeerfolge.

Jugendobmann Dieter Schladetzky konnte von den Punktrunden berichten, daß man einen guten Mittelplatz erobert habe. Der Schiedsrichter-Obmann Horst Kersten bedauerte, daß sich nur so wenige bereitfänden, die Arbeit eines Schiedsrichters zu übernehmen. Ende September findet wieder ein Lehrgang für Schiedsrichter statt. Der Tischtennis-Obmann Walter Liepert berichtete unter anderem von den für Husum 18 erfolgreichen Stadtmeisterschaften. Kegel-Obmann Karl Heinz Lund berichtete unter anderem von dem 18er Turnier, das allgemeine Anerkennung gefunden hatte. "Alle reden vom Siegen, nur wir nicht", meinte Wolf-Dieter Horst von seiner Badmintonabteilung. Und in der Tat: Um diese Abteilung scheint es nicht besonders gut bestellt zu sein. Es fehlen einfach männliche Personen. Zur Zeit ist das Verhältnis 11 Frauen : 2 Männern.

Bei den Wahlen wurde Harry Mölck zum ersten Schriftführer gewählt. Alle weiteren Wahlen ergaben eine Bestätigung.

Das letzte große Fest von Husum 18 im Jubiläumsjahr findet am 26. Oktober im Parkhotel statt. Aus Hamburg ist eine 9 Mann starke Tanzkapelle arrangiert worden, als besondere Überraschung gibt es eine Tombola mit Gewinngarantie. Dabei kann denn auch das zweite Jubiläum innerhalb von 18, nämlich das 15-jährige Bestehen des Förderkreises, gebührend gefeiert werden. Bisher ist dieses Ereignis gar nicht so sehr bekannt geworden.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. September

"Generalprobe" der Liga wirkte nicht sehr überzeugend

Unsere Liga im Spiegel der Presse:

11.8.1968

 

Husum 18

 

-

 

Blau-Weiß Friedrichstadt

 

3:0

Iin Husum standen einander Husum 18 und Blau-Weiß Friedrichstadt im Freundschaftsspiel gegenüber. Auch für die 18er beginnen am nächsten Sonntag die Punktspiele in der Verbandsliga, so daß dieses Treffen gleichsam als "Generalprobe" zu werten ist. Die Husumer gewannen das Spiel auf eigenem Platze mit 3:0. Aber angesichts dessen, daß Blau-Weiß drei wichtige Spieler verloren hat und sich erst wieder im Aufbau befindet, und weiter im Hinblick darauf, daß der dritte Husumer Treffer ein geradezu klassisches Selbsttor des jungen Friedrichstädter Läufers Meyer war, ist das sicher kein Ergebnis, das zu besonderem Jubel berechtigt. Die 18er haben einfach nicht genug gute Stürmer, um mit voll begründetem Optimismus in die neue Runde steigen zu können. Der Tönninger Olaf Wiederich stellt sicher einen Gewinn dar. Auf den Zugang Jens Marquardts aus Heide mußte man gestern leider noch verzichten. Bei dem von Frisia wieder zu den 18ern gestoßenen Manfred "Flügge" Hansen liegen die Stärken im Spielaufbau aus dem Mittelfeld heraus, von wo seine Steilpässe meistens sehr genau kommen.

Auch kann er mit Schüssen aus der zweiten Reihe gefährlich werden. Aber nach der Pause ließ man ihn auf Linksaußen spielen und hier kam er nicht zu einer optimalen Leistung. Auch die zeitweise im Innensturm agierenden Rüdiger Schwigon und Hans-Peter Kurtze sind ausgesprochene Mittelfeldspieler.

Im ersten Durchgang zeigte Blau-Weiß eine durchaus gleichwertige Leistung. Der 18-Schlußmann Wolfgang Täuber wurde dabei einige Male stark gefordert. Nach der Pause hatten dann die 18er die größten Kraftreserven und ließen den Blau-Weiß-Angriff nur noch selten bis zum Husumer Tor vorstoßen. Das 1:0 erzielte Olaf Wiederich in der 28. Minute. Er brauchte nach einem genauen Paß von Rüdiger Schwigon nur noch "den Fuß hinzuhalten", um aus 2 m Entfernung vom Blau-Weiß-Tor den Ball ins Netz zu lenken. Mit diesem 1:0 wurden die Seiten gewechselt. In der 64. Minute erhöhte Hans-Peter Kurtze auf 2:0, und das erwähnte Selbsttor ist Friedrichstädters Meyer fiel in der 72. Minute.


1. Verbandsligapunktspiel 1:2 verloren

18.8.1968

 

Union Neumünster

 

-

 

Husum 18

 

2:1 (1:1

3 Minuten vor Schluß der Begegnung fiel das siegbringende Tor gegen uns! Aufgrund einer konditionell schwachen zweiten Hälfte war es aber nicht unverdient für die Gastgeber.

Ohne Peter Goldschmidt, Manfred Hansen und die Neuerwerbung Jens Marquardt vom Heider SV trat unsere Liga zum ersten Punktspiel bei Union Neumünster an. In der ersten Halbzeit lieferte sie eine gleichwertige Partie. Das 1:0 für Union in der 8. Minute konnte Ulrich Grabert in der 17. Minute ausgleichen. Mit diesem Resultat wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn traten bei unseren Spielern Konditionsmängel auf. Trotzdem gelang es uns mit viel Glück und Geschick bis drei Minuten vor Schluß das Ergebnis zu halten. Durch einen 30-m-Schuß siegte Union Neumünster in der Schlußphase mit 2:1 Toren. Dem Spiel wohnten 400 Zuschauer bei.


Spielplan der Herbstserie der Verbandsliga

Sonntag, den 25, August:   Husum 18   -   Bredstedter TSV    
Sonntag, den 1. September:   TSV Rantrum   -   Husum 18    
Sonntag, den 8. September:   Husum 18   -   Comet Kiel  
Sonntag, den 15. September:   Kilia Kiel   -   Husum 18  
Sonntag, den 22. September:   Husum 18   -   UT Kiel  
Sonntag, den 29. September:   TSV Plön   -   Husum 18  
Sonntag, den 6. Oktober:   Husum 18   -   SV Tungendorf  
Sonntag, den 20. Oktober:   SV Heikendorf   -   Husum 18  
Sonntag, den 27. Oktober:   Husum 18   -   TSV Westerland  
Sonntag, den 3. November:   Husum 18   -   Eckernförder SV  
Sonntag, den 10. November:   TSV Kappeln   -   Husum 18  
Sonntag, den 17. November:   Husum 18   -   Borussia Kiel  
Sonntag, den 1. Dezember:   Polizei SV Kiel   -   Husum 18  
Sonntag, den 8. Dezember:   Husum 18   -   Gettorfer SC  
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. September

HSV Hamburg - Husum 18?

Unser Mitglied Egon Bahnsen, der schon seit Jahren in Hamburg selbständig ist, hat sich für seinen Verein Husum 18 in so großer Weise eingesetzt, daß wir seine Bemühungen unseren Mitgliedern nicht vorenthalten möchten. Egon Bahnsen möchte gerne für unsere Jugendmannschaft ein Bundesliga-Vorspiel gegen den HSV vermitteln. Hier ist sein Brief an den HSV:

Egon Bahnsen
2000 Hamburg-Lokstedt,
den 6. Juli 1968
Julius-Vosseler-Straße 38

An den
"Hamburger Sportverein" e.V.
Geschäftsstelle
Hamburg

Sehr geehrter Herr Knöpfle!

Bezugnehmend auf mein Telefongespräch mit Ihnen am 25 Juli des Jahres möchte ich hiermit noch einmal schriftlich mein Anliegen bei Ihnen vorbringen.

Ich habe in diesem Frühjahr schon versucht, Sie für meine Idee zu gewinnen, worauf mir Ihre Geschäftsstelle freundlichst mitteilte, ich solle mich im Juli doch wieder melden.

Gestatten Sie mir einige Worte zur Erläuterung: Ich bin Husumer Junge und wohne seit 12 Jahren in Hamburg. In meinem Heimatverein habe ich aktiv als Jugendlicher Fußball gespielt, später hier in Hamburg bei "Eintracht Lokstedt" und war lange Jahre Fußball-Schiedsrichter.

In diesem Jahr hat mein Stammverein Husum 18, dessen silberne Ehrennadel ich trage, 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlaß möchte ich gern eine B-Jugendmannschaft zu einem Vorspiel Ihrer Bundesligamannschaft gegen einer HSV-Jugend-Elf vermitteln.

Es ist mir ein echter Herzenswunsch, auf diese Weise einen kleinen Beitrag zur Vereinsarbeit zu leisten.

Mit einem Spiel vor einem Ihrer Punkte- oder Freundschaftsspiele im Volksparkstadion würden Sie den Husumer Jungs und mir eine große Freude bereiten.

Im Oktober dieses Jahres ist ein großes Jubiläumsfest angesetzt. Ich wäre Ihnen dankbar, bis dahin eine positive Antwort zu bekommen. Vielleicht kann ich mich diesbezüglich an einem Vereinsabend (montags) bei Ihnen einfinden.

Für ihre bisherigen Bemühungen im voraus herzlichen Dank!

Mit Sportgruß

Dieter Schladetzky

Unsere "Überraschungself", die 1. Knaben

Während der Jubiläumswoche von Husum 18 sorgten unsere ersten Knaben für zwei große Überraschungen. Sie schlugen den starken Nachwuchs vom SV Friedrichsort mit 1:0 und den von Flensburg 08 mit 3:2 Toren! Ein stolzer Erfolg!

Unser Bild zeigt unsere "Kleinsten" mit ihren Trainern

V.l.: Gerd Koch · Engeländer · Wulff · Pohlmann · Schüler · Lück · Hansen · Buschendorf · Hans-Werner Fick · Harboe · Trainer Klaus Struve; knieend: Jürgensen · Johannsen · Koch · Hoff · Schümann · Andresen · Deckmann · Wiederich.


Jugendabteilung

Die neuen Trainingszeiten für die Knaben, Schüler und Jugendmannschaften werden in der nächsten Zeit festgelegt. Die Jungmannen trainieren ab sofort jeden Mittwoch ab 19 Uhr im Stadion. Übungsleiter ist Sportfreund Gerd Präger.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Nachruf

1. September

Unser langjähriges Mitglied

Max Nehlsen

 

Träger der silbernen Ehrennadel des Vereins, ist für immer von uns gegangen. Max Nehlsen hat während seiner langen Mitgliedschaft im Vorstand und Spielausschuß mit großer Hingabe für Husum 18 gewirkt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Husumer Fußballverein von 1918
Der Vorstand

leer  

1968

Husum 18

1. September

Unsere Familienchronik

Am 14. September feiert unser Vorstandsmitglied Hans Schöning seinen 60. Geburtstag. Alle 18er gratulieren recht herzlich und wünschen für die Zukunft gute Gesundheit und viel Freude an seinem Verein Husum 18.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. September

Unsere Regelecke

Das Stichwort: Anstoß

Das Spiel beginnt in beiden Spielzeithälften jeweils mit dem Anstoß. Auch nach der Erzielung eines Tores erfolgt der Wiederbeginn mit einem Anstoß. Beim Anstoß muß der Ball auf dem Mittelpunkt des Spielfeldes liegen, und alle Spieler müssen sich in ihrer Spielfeldhälfte und in die gegnerischen Spieler 9,15 m vom Ball entfernt befinden, bis der Ball im Spiel ist. Der Ball muß nach vorne gestoßen werden. Er ist im Spiel, nachdem er eine Entfernung zurückgelegt hat, die seinem Umfang - etwa 70 cm - entspricht. Läuft ein Spieler zu früh vor, so ist der Anstoß gegebenenfalls - unter Beachtung der Vorteil-Bestimmung - zu wiederholen; der oder die zu früh vorgelaufenen Spieler sind zu verwarnen. Ein Freistoß kann nicht verhängt werden, weil der Ball im Augenblick des zu frühen Vorlaufens noch nicht im Spiel war.

Zur Ausführung des Anstoßes muß der Schiedsrichter pfeifen. Wird der Ball von dem Spieler, der den Anstoß ausführte, ein zweites Mal berührt oder gespielt, bevor er im Spiel ist, so ist der Anstoß zu wiederholen; war der Ball bei der zweiten Berührung bereits im Spiel, so ist ein indirekter Freistoß verwirkt. Aus einem Anstoß kann ein Tor nicht direkt erzielt werden. Die Ausführung des Anstoßes durch nicht am Spiel teilnehmende Personen ist nicht erlaubt.

Zu Beginn der zweiten Spielhalbzeit hat die Mannschaft den Anstoß, die ihn zum Spielbeginn nicht hatte.

Dieter Schladetzky

Das Training der Jugend

Die Jugendabteilung ist die Visitenkarte des Vereins. Die Vereinstradition kann nur durch sinnvolle sportliche Jugendarbeit fortbestehen.

Eine richtig ein richtig gestaltetes Jugendtraining setzt gründliche Kenntnisse dieser Aufgabe voraus. Kenntnisse, die in erster Linie den Besonderheiten der jugendlichen, im Wachstum begriffenen Organe Rechnung tragen. Durch Erkenntnis dieser Besonderheiten bildet sich der notwendige Grundzug für das Jugendtraining im Fußball. Dieser Grundzug umfaßt drei wichtige Wesenszüge für die sportliche Jugendvorbereitung: Erziehung, Ausbildung und Steigerung der Funktionsmöglichkeiten.

Die Steigerung der Funktionen ist die Grundlage einer sportlichen Leistung. Eine solche Steigerung ist aber nur durch maßvolle und vielseitige Schulung zu erreichen. Für das Jugendtraining gilt der Grundsatz: "Die Notwendigkeit der Mäßigung im Wachstumsalter." Die Belastung, die im Rekordalter eines Erwachsenen zu Höchstleistungen führen, sind beim Jugendlichen sehr vorsichtig auf die bestimmten Altersgruppen abzustimmen. Dieses Wachstumsalter, welches man auch als Behütungsalter bezeichnet, stellt bestimmte Anforderungen und Besonderheiten an den Charakter des Jugendtrainings. Körpergröße, das Alter und Gewicht des Jugendlichen sowie das Wachstum der Organe bestimmen eine straffe Unterscheidung in Altersgruppen und Trainingsart.

 

Der Spieltrieb

Die Schüler im Alter bis zu zwölf Jahren lieben das Spiel. Systeme und graue Theorie führen nur zu Verwirrungen. Ihr Spiel ist noch frei und unverdorben. Ein leichter Ball und kurze Spieldauer (zweimal 25 Minuten) ist erforderlich. Im Alter von 12 bis 14 Jahren, also C-Jugend, Spieldauer zweimal 30 Minuten, ist schon ein sehr wichtiger Lebensabschnitt mit wichtigen Merkmalen im Jugendfußball zu erkennen. Der Organismus dieser Altersgruppe hat die Fähigkeit, sich schnell an außergewöhnliche Bewegungen zu gewöhnen. Die Konzentration auf bestimmte Aufgaben hingegen ist sehr schlecht. Schuld an dieser schlechten Konzentration ist das schnelle Wachstum und die beginnende Pubertät, die eine veränderte Proportionierung des Körpers mit sich bringt. Die "Inneren" Organe stehen meist bei diesem Wachstumsprozeß zurück. Es ist gerade in diesem Stadium große Vorsicht geboten, die Jugendlichen zu überfordern. Die hierbei entstehenden Schäden sind eine Gefahr für das weitere Leben des Jugendlichen.

Die Altersgruppe 14 bis 16 Jahre, also B-Jugend, Spieldauer zweimal 35 Minuten, ist der Zeitraum eines Jugendlichen, in dem er zwischen den Flegeljahren und dem Rasierapparat schwankt. Die Stimme erlebt Höhen und Tiefen. Sein Organismus eignet sich jetzt für Intervalltraining. Das hat den Vorteil, das Herz und die Lungen zu stärken. Aber alles im Rahmen der konstitutiven Verfassung der Jugendlichen. Der Zeitpunkt für taktische Schulung ist gekommen.

 

Die Angleichung

Die A-Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren, Spieldauer 2 mal 40 Minuten, sind die Jungmänner der Jugendabteilung. In diesem Alter findet die Reife ihren Abschluß. Die Anforderungen und Methoden werden langsam denen der Erwachsenen angeglichen. Der Jugendliche steht auf der Schwelle zum Rekordalter und erhält zielbewußtes Training. Bildung des Charakters, Erziehung zur richtigen Lebensansicht, freie Meinungsäußerung, Diskussion, Anpassung in der Gemeinschaft, sportliche Sauberkeit und auch gemeinsame Feiern und Ausflüge sind für diesen Lebensabschnitt des Jugendlichen von großer Wichtigkeit.

Der Hinweis auf die Gefahren des Nikotin- und Alkoholmißbrauches, die Herz- und Kreislauf zerstören, ist unumgänglich, denn der Organismus eines Jugendlichen ist weit mehr gefährdet als der eines Erwachsenen. "Ohne Grundschulung keine Höchstleistungen und mit dem Können wächst die Freude und Anständigkeit."

Alle diese Besonderheiten in der Entwicklung eines Jugendlichen sollte man als erwachsener Betrachter bei einem Jugendspiel berücksichtigen. Als Zuschauer sollte man die Leistungen und die Anständigkeit der Jugendlichen höher bewerten als den Ausgang des Spieles. Unsere Jugendlichen sind nicht schlechter als wir es waren, aber die Anforderungen an die Jugendlichen sind gewachsen. Wir, als die ältere Generation, wollen die Jugend unterstützen und ihr Vorbild sein.

(G. Heinsch, FSV Frankfurt)

leer  

1968

Husum 18

1. Oktober

Das weit über Hamburg hinaus bekannte sechs bis acht Mann starke Tanz- und Unterhaltungsorchester Kurt Wittig wird am 26. Oktober 1968 im Parkhotel Thordsen zu unserem Jubiläumsball spielen.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten anläßlich unseres 50-jährigen Bestehens waren für unseren Verein ein großer Erfolg. Insbesondere übertraf der große Kommersabend im Thomas Hotel alle unsere Erwartungen. Als Krönung des Jubiläumsjahres, in dem gleichzeitig das 15-jährige Bestehen unseres Förderkreises und Ältestenrates gefeiert werden kann, findet jetzt noch

am 26. Oktober um 20 Uhr im Parkhotel Thordsen unser großer

J U B I L Ä U M S B A L L

statt.

Besonders wir vom Vorstand freuen uns darüber, daß nach endlosen Bemühungen das Tanz- und Unterhaltungsorchester Kurt Wittig aus Hamburg für diesen Abend verpflichtet werden konnte. Das weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannte und beliebte Orchester wird für uns mit 8, zum Teil hauptberuflichen Musikern zum Tanz spielen. Als besonderen Höhepunkt des Festes haben wir für Sie eine Riesen-Jubiläums-Tombola vorbereitet, bei der größtenteils überdurchschnittlich wertvolle Preise zu gewinnen sind.

Der Eintrittspreis wird trotz der hohen Unkosten mit 4 D-Mark je Person im Vorverkauf und 5 D-Mark je Person an der Abendkasse bewußt niedrig gehalten, um dem gesamten Anhängerkreis unseres Vereins die Teilnahme am Jubiläumsball zu ermöglichen.

Der Vorverkauf beginnt am 10. Oktober 1968
im Farbenhaus Hans Schöning, Husum, Neustadt 52 und
im Briefmarkengeschäft Alfred Weich, Husum, Omnibusbahnhof 5.

Bei Vorzeigen der Eintrittskarten können Sie im Parkhotel Thordsen (Empfang) die Tischbestellungen vornehmen.

Wir laden alle Mitglieder und Freunde, insbesondere aber auch die Eltern unsere jugendlichen Mitglieder, herzlich ein. Sollten Sie durch ein Versehen keine Einladungskarte erhalten, dann wenden Sie sich bitte an unsere Vorverkaufsstellen.

Unsere auswärtigen Mitglieder und Freunde bitten wir gleichzeitig um Nachricht, damit wir für Sie Plätze reservieren können.

Wir freuen uns auf gute Beteiligung und verbleiben
Ihr Vorstand des Husumer Fußballvereins von 1918 e.V.


Stammtisch Husum 18

Auf Vorschlag unseres ersten Vorsitzenden Werner Denckmann auf der letzten Jahreshauptversammlung wollen wir an jedem zweiten Freitag im Quartal zum Stammtisch von Husum 18 einladen.

Alle 18er, ob Mitglieder, Freunde, Aktive oder Zuschauer können daran teilnehmen. Im zwanglosen Gespräch wollen wir uns am Stammtisch treffen.

Der erste Stammtisch findet

am Freitag, dem 11. Oktober 1968, ab 20 Uhr, im Vereinslokal Holstekrog statt.

Der Vorstand, insbesondere aber auch der Ältestenrat, würden sich sehr darüber freuen, wenn viele passive Mitglieder und Anhänger des Vereins, aber auch die Aktiven vom Fußball, Tischtennis, Kegeln und Federball, an diesem ersten Stammtisch von Husum 18 teilnehmen.

leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Unsere Liga auf dem 8. Platz

Nach der 1:2-Niederlage gegen Union Neumünster mußte unsere Elf am 25. August gegen den Bredstedter TSV beide Punkte abgeben.

 

 

Husum 18 - Bredstedter TSV

 

1:3

Diese Begegnung stand im Zeichen zweier verschiedener Halbzeiten. Nach durchweg überlegen geführtem Spiel gelang uns in der 20. Minute durch Gundolf Schrock das 1:0. Die letzten Minuten vor der Pause gehörten dann den Bredstedtern, die in der 43. Minute das 1:1 erzielten. Ein Wolkenbruch brachte völlig veränderte Aspekte ins Spiel. Der schwere Boden kam den Bredstedtern in ihrer Spielanlage sehr entgegen. Als Dieter "Schorsch" Schleger einen Handelfmeter in der 62. Minute nicht unterbringen konnte, gewannen die Gäste immer mehr an Boden. Das 2:1 und 3:1 für Bredstedt war dann nicht mehr zu verhindern.


02.09.1968

 

TSV Rantrum - Husum 18

 

0:0

Dieses Spiel stand ganz im Zeichen zweier starker Abwehrreihen. In der ersten Hälfte hatte sich unsere Elf ganz darauf eingestellt, möglichst ohne Gegentor in die Halbzeit zu gehen. Dieses Rezept ging auch völlig auf. Daß dabei das Sturmspiel etwas zu kurz wegkam, mußte aus taktischen Gründen mit in Kauf genommen werden. In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild. Nur in letzter Sekunde konnten die Rantrumer Abwehrspieler einen sicheren Torerfolg unserer Stürmer vereiteln. Hätten Gundolf Schrock und Dieter Schleger beim Abschluß nicht so lange gezögert, wäre ein Torerfolg für uns zu verzeichnen gewesen. Unsere Elf hat großartig gekämpft und zu Recht den ersten Punkt aus Rantrum entführt.


09.09.1968

 

Husum 18 - Comet Kiel

 

3:2

Mit einem 3:2-Erfolg über Comet Kiel erzielte unsere Liga auf eigenem Platz den ersten Sieg in der Verbandsliga. Das Ergebnis ist vollauf als verdient zu verzeichnen. Peter Goldschmidt war erstmals wieder dabei, und dieses wirkte sich auf die Sicherheit in der Abwehr aus. Zum Spielverlauf: Die Gäste legten ein enormes Tempo vor, und ehe sich unsere Abwehr richtig eingestellt hatte, hieß es bereits 1:0 für Comet. Erst nach 20 Minuten löste sich unsere Elf aus der Umklammerung, und in der 36. Minute gelang Wiederich nach Flanke von Gundolf Schrock das 1:1. In der 42. Minute wurde Gundolf Schrock gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Dieter "Schorsch" Schleger zum 2:1. Unmittelbar darauf riskierte Gundolf Schrock erneut einen Alleingang. Mit einem Flachschuß ins kurze Eck erhöhte er zur 3:1-Pausenführung. Nach Wiederbeginn unterlief Peter Goldschmidt ein Handspiel im Strafraum und es hieß nur noch 3:2. Bis zum Schluß blieb diese Begegnung spannend; doch ein Torerfolg stellte sich nicht mehr ein. So blieb es bis zum Schluß durch eine große kämpferische Leistung unserer Elf beim 3:2. Zwei wertvolle Punkte blieben in Husum.


15.09.1968

 

Husum 18 Liga gewann in Kiel bei Kilia

 

2:4

Mit einem nicht erhofften 4:2-Erfolg kehrte unsere Liga vom Verbandsligapunktspiel aus Kiel zurück. Die Kieler Presse berichtet über dieses Spiel:

Husum 18 hat in Kiel eine sehr gute Leistung geboten und das Spiel verdient gewonnen. Zur Pause lagen die 18er mit 2:0 in Führung, mußten dann aber nach dem Seitenwechsel Anschluß- und Ausgleichstreffer zulassen. Im Endspurt waren die Gäste aber wieder "da" und schossen mit zwei weiteren Treffern einen klaren Sieg heraus. Die Torschützen von für Husum 18: Dieter "Schorsch" Schleger, Anton "Ratschi" Christiansen und die zwei Sieg Tore schoß Rüdiger Schwigon.


22.09.1968

 

Husum 18 - UT Kiel

 

1:0

Mit 1:0 konnten wir dieses Heimspiel zwar gewinnen, doch das Spiel zeigte keine besonderen Höhepunkte. Die Gäste rissen zunächst mit Einsatz und Tempo das Spiel an sich, und es dauerte eine ganze Weile, ehe sich unsere Elf von dem Druck des UT-Angriffes löste. Erst nach der Halbzeit, nachdem die Kieler ihren Mittelstürmer wegen Nachschlagens verloren, bekamen wir etwas mehr Spielanteile. Trotzdem mußten die Zuschauer bis zur 70. Minute auf das "goldene Tor" warten. Rüdiger Schwigon gab einen Freistoß hoch vor das Kieler Tor. Den Ball köpfte Anton Christiansen ins Kieler Gehäuse. Trotz ihrer 10 Mann waren die Kieler recht gefährlich, doch mit viel Glück und Geschick wurde das 1:0 verteidigen.


Unsere Kreisliga

In einem Vorbereitungsspiel trennte sich unsere Kreisligaelf gegen den TSV Nordstrand mit 1:1 unentschieden.

Im ersten Punktspiel zeigte sich unsere Reserve bei Schleswig 06 III mit 1:1 sehr erfolgreich.

Mit einem Mißklang endete für uns das Heimspiel gegen den TSV Friedrichsberg. Das Spiel wurde beim Stande von 2:0 für die Gäste abgebrochen. 3 Spieler unserer Mannschaft ließen sich zu unnötigen Fouls hinreißen, die der Schiedsrichter, der dieses Spiel nie in der Hand hatte, mit Platzverweisen bestrafte.

Stark ersatzgeschwächt mußte unsere zweite Mannschaft im dritten Spiel beim VfB Schuby antreten. Mit 3:0 gab es für Husum 18 einen schönen, nicht erhofften Erfolg.


Start der 1. Kreisklasse

Am 15. September begannen begann die Kreisklasse mit ihren Punktspielen. Unsere dritte Mannschaft schlug den TSV Nordstrand mit 4:2 Touren, obwohl es bei Halbzeit noch 2:0 für Nordstrand geheißen hatte.


Tabelle der Verbandsliga Staffel Nord

1.   TSV Westerland   6   19:10   10:2
2.   Borussia Kiel   5   17:8   9:1
3.   Comet Kiel   6   12:6   9:3
4.   SV Heikendorf   6   14:9   9:3
5.   TSV Kappeln   7   11:8   7:5
6.   Husum 18   6   10:9   7:5
7.   SV Tungendorf   6   10:10   7:5
8.   Union Neumünster   6   9:8   6:6
9.   Kilia Kiel   6   11:10   6:6
10.   Gettorfer SC   6   10:13   5:7
11.   TSV Plön   6   9:11   4:8
12.   Eckernförder SV   6   6:9   4:8
13.   TSV Rantrum   6   7:12   4:8
14.   Bredstedter TSV   4   7:9   3:5
15.   Polizei Kiel   5   7:18   2:8
16.   UT Kiel   6   6:15   0:12

Tabelle der Kreisliga

1.   TSV Friedrichsberg   4   12:6   7:1
2.   IF Tönning   3   11:3   6:0
3.   TSV Süderbrarup   3   10:5   6:0
4.   FC Langenhorn   4   10:4   5:3
5.   TSV Arlewatt/Olderup   3   8:2   4:2
6.   Schleswig 06 III   3   8:7   4:2
7.   Husum 18 II   3   4:4   3:3
8.   TSV Silberstedt   4   9:10   3:5
9.   SIF Schleswig II   2   7:5   2:2
10.   TSV Rantrum II   3   9:11   2:4
11.   TSV Böklund   3   9:12   2:4
12.   SV Blau Weiß Löwenstedt   3   5:8   2:4
13.   TSV Erfde   3   2:4   2:4
14.   Rasensport Schleswig II   4   6:10   2:6
15.   TSV Fahrdorf   4   3:10   2:6
16.   VfB Schuby   3   0:12   0:6

Die Tabelle der 1. Kreisklasse

1.   Frisia Husum II   2   6:0   4:0
2.   Rödemisser SV   1   7:2   2:0
3.   SV Germanis Breklum   1   6:2   2:0
4.   Husum 18 III   1   4:2   2:0
5.   TSV Garding   1   1:0   2:0
6.   Blau Weiß Friedrichstadt II   1   4:3   2:0
7.   TSV Nordstrand   2   4:5   2:2
8.   TSV Tönning II   1   0:1   0:2
9.   IF Tönning II   1   3:4   0:2
10.   SV Dörpum   1   0:2   0:2
11.   SV Germanis Breklum II   2   1:6   0:4
12.   TSV Arlewatt/Olderup II   2   4:13   0:4
Dieter Schladetzky

Achtung - Spielverlegung der Liga

Das für Sonntag, den 27. Oktober, angesetzte Verbandsligapunktspiel der Liga in Husum gegen Westerland wurde aus Anlaß des Jubiläumsballs auf Sonnabend, den 25 Oktober, vorverlegt.

Frauen haben freien Eintritt

Auf seiner letzten Vorstandssitzung hat der Vorstand von Husum 18 beschlossen, die Eintrittspreise auf dem Sportplatz von 1,50 D-Mark auf 2 D-Mark zu erhöhen. Diese Maßnahme war unumgänglich, war es doch unser Verein, der als letzter Verein der Verbandsliga noch den alten Betrag von 1,50 D-Mark aufrecht erhielt.

Die Eintrittspreise betragen vom 26. Oktober an:

Nichtmitglieder:   2,00 D-Mark-
Mitglieder, Renter: Soldaten, Kriegsbeschädigte   1,10 D-Mark-
Jugendliche:   0,80 D-Mark-
Schüler:   0,50 D-Mark-

Um den Frauen unserer Sportplatzbesucher entgegenzukommen, hat der Vorstand außerdem beschlossen, allen Frauen freien Eintritt zu gewähren!

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Oktober

Bei der Jugend rollt wieder der Ball

Wie in jedem Jahr, so galt es auch in diesem Jahr wieder, alle Jugendmannschaften neu aufzubauen. Eine enorme Arbeit wurde in den letzten Wochen von allen Betreuern und Trainern bewältigt. Wenn auch die ersten Ergebnisse noch nicht ganz so zufriedenstellend ausfielen, hoffen wir doch, in Zukunft besser abzuschneiden. Unsere Mannschaften erzielten folgende Ergebnisse.

Knaben:   Husum 18   -   Frisia Husum   0:2
    FC Langenhorn   -   Husum 18   1:0

Schüler:   Husum 18   -   Frisia Husum   0:9
    FC Langenhorn   -   Husum 18   1:2

Jugend:   Husum 18   -   Frisia Husum   1:1
    FC Langenhorn   -   Husum 18   1:0
    Frisia Husum   -   Husum 18 II   6:0

Jungmannen:   TSV Rantrum   -   Husum 18   4:0
    Husum 18   -   VfB Nordmark   1:3
    Husum 18   -   Polizei Flensburg   3:2

Einen großartigen Erfolg erzielten unsere Jungmannen, die den Vorjahresmeister Polizei Flensburg mit 3:2 besiegen konnte.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. Oktober

Klubmeister verteidigten ihre Titel

Sportwoche von Husum 18 begann mit den Klubmeisterschaften der Kegler

Zum dritten Male trafen sich die Keglerinnen und Kegler, die für den Sportverein Husum 18 starten, zu ihrer Klubmeisterschaft. Abteilungsleiter Karl-Heinz Lund, der für die Organisation verantwortlich war, sagte bei der Siegerehrung allen Startern für den fairen Kampf und allen Helfern für die Unterstützung Dank. Der Vorsitzende des Vereins, Werner Denckmann, selbst aktiver Kegler, wünschte bei der Siegerehrung den in den Klubkämpfen startenden Keglerinnen und Keglern gute Holzzahlen. Besonders freute er sich über die große Beteiligung (fast 40 Starter) an den Klubmeisterschaften.

Die Kegler hatten ihre Meisterschaft, die sonst in jedem Jahr im März ausgetragen wurde, an den Beginn der Sportwoche von Husum 18 gelegt. Der 50-jährige Geburtstag des Vereins war auch Anlaß dafür, daß erstmalig Gold-, Silber- und Bronzeplaketten an die jeweiligen Sieger vergeben wurden.

Die sehr spannend verlaufenden Kämpfe wurden am Sonnabend um 13 Uhr von Friedel & Hermann Bahnsen eröffnet. Die sehr guten 725 Holz von Hermann Bahnsen - der in seiner Klasse bei der Stadtmeisterschaft den achten Platz belegt hatte - waren der Wertmesser für gute Holzzahlen. Leider aber litten unsere sonst so beständigen Kegler unter großer Nervosität. Jeder wollte die Meisterschaft für sich. Und jeder wußte, daß sowohl bei den Damen als auch bei den Herren, aber auch bei den Ehepaaren, vier oder fünf Siegchancen hatten.

Bei den Damen legte die Vorjahresmeisterin Elfi Denckmann frühzeitig 727 Holz vor. Bis auf Christel Grabert - die nach 97 Wurf 26 Holz über hatte - dann aber doch "abbaute", konnte niemand mehr diesen Vorsprung in Gefahr bringen. So hieß es dann auch am Abend bei der Siegerehrung: "Alte und neue Klubmeisterin wurde mit 727 Holz Elfi Denckmann."
Zweite und damit Silbermedaillen-Gewinnerin wurde mit 723 Holz Christel Grabert. Bronze erkämpfte sich mit 708 Holz Gretel Schöning.

Bei den Herren ging als letzter Starter der Sieger aus der letzten Meisterschaft auf die Bahn. Alles war gespannt, ob es ihm gelingen würde, die von Werner Denckmann vorgelegten 739 Holz zu überbieten. Schon auf der ersten Bahn zeigte sich seine Ruhe. Als er dann nach 100 Wurf 758 Holz erreicht hatte, konnte es auch bei den Männern heißen "alter und neuer Klubmeister von Husum 18 wurde Gerhard Schulz." Den dritten Platz und damit die Bronzemedaille erhielt Karl-Heinz Lund, der sich mit seinem letzten Wurf noch eine "6" erlaubte, mit 738 Holz.

Husum 18, mit seinen drei Ehepaarenklubs und einem Damenklub hat nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern pflegt auch die Geselligkeit. Aber selbst dort - und wie kann es anders sein bei einem Sportverein - ging es sportlich zu. In einer besonderen Wertung wurden die Holzzahlen der besten Ehepaare ermittelt. Auch hier hieß es bei der Siegerehrung "alter und neuer Klubmeister bei den Ehepaaren wurden Elfie und Werner Denckmann mit 1466 Holz. Den zweiten Platz belegten Gerda und Gerhard Schulz mit 1459 Holz und den dritten Platz erreichten Renate und Dieter Schladetzky mit 1434 Holz.

Für die beste Serie in zehn Wurf (80 Holz) wurden Marianne Christiansen und Dieter Schladetzky mit einem besonderen Geschenk ausgezeichnet.

Zum Abschluß der Siegerehrung wurde dem Tagesbesten Gerhard Schulz für seine 758 Holz ein silberner Becher überreicht.


Kegelturnier in der Sportwoche von Husum 18

"Goldene Kugel" bei den Damen und "Husumer Jungs" bei den Männern waren die Sieger. Der Husumer Fußballverein von 1918 hat die aus Anlaß des 50. Geburtstages stattgefundene Sportwoche mit der Klubmeisterschaft der Kegler begonnen und mit dem Kegelturnier beendet.

Die Damen hatten sich am Sonnabend 8 befreundete Klubs eingeladen. "TipTop" Flensburg, "Rollendes Glück" Bredstedt, "Frohsinn" Rendsburg und "Fortuna" Rendsburg waren die auswärtigen Gäste. "Goldene Kugel II", "Flotte 7", "Fortuna" und "Goldene Kugel I" waren heimische Gäste der Damen von Husum 18.

Als Gastgeber mußte Husum 18 zuerst auf die Bahn. Renate Schladetzky (730), Helgard "Hella" Peters (726), Gerda Lund (726), Christel Grabert (704) und Irmgard Fentzahn (701) legten 3587 Holz vor. Bis zum Start der beiden letzten Klubs wurde dieses Ergebnis nicht überboten. Dann kam "Fortuna" Husum und schob sich mit 3634 Holz nach vorn. Dieser Klub belegte dann auch den zweiten Platz und wurde für die gute Leistung mit Silbertellern für jede Starterin, durch den Vorsitzenden des Vereins, Werner Denckmann, und durch den Kegelobmann Karl-Heinz Lund, geehrt. Turniersieger wurde einmal mehr die, auch in Schleswig-Holstein anerkannt gute Mannschaft von "Goldene Kugel I" Husum. Mit Renate Haar (744), Elfi Denckmann (740), Hanna Schlömer (733), Inka Fick (718) und Erika Eggers (705) erreichte sie 3640 Holz und erhielt den Turnierpokal. Jedem Mitglied der siegreichen Mannschaft wurde außerdem eine goldene Plakette überreicht. Einzelsiegerin und Tagesbeste wurde Lissy Müller vom Klub "Flotte 7", sie bekam den "Mini-Klock-Wecker". Für die beste 10er Serie erhielten Elfi Denckmann und für ihre 14 mal die "9" Ursula Boysen "Goldene Kugel II" je eine Flasche "geistigen" Getränks.

Am Sonntag um 8 Uhr mußten die Kegler beginnen. 15 Klubs, darunter zwei Mitglieder der neugegründeten Landesliga gingen an den Start. Die führenden Vereine aus Rendsburg, Schleswig, Flensburg, Friedrichstadt und Bredstedt maßen sich mit den A-Klasse Mannschaften von Husum und dem B-Klasse-Vertreter und Gastgeber Husum 18. Letztere mußten als erste auf die Bahn. Mit Gerhard Schulz (748), Dieter Schladetzky (744), Karl-Heinz Lund (738), Norbert Peters (722) und Walter Zukrigl (711) erreichten sie sehr gute 3663 Holzpool. Nach dem Ergebnis kamen sie sogar auf den unerwarteten zehnten Platz. Die Unausgeglichenheit ist jedoch noch zu groß. Wenn nur die Leistungen für das Sportabzeichen zugrunde gelegt werden, müssen von allen Herrenkeglern höhere Holzzahlen auf den "Hausbahnen" erzielt worden. Es ist deshalb nur ein schwacher Trost, daß Gerhard Schulz und Dieter Schladetzky bis zum Mittagessen in der Einzelwertung "vorn" lagen und selbst am Ende des Turniers - in diesem Klassefeld von Startern - noch den achten bzw den 19. Platz belegten. Diese Kritik ist deshalb angebracht, weil in diesem Turnier genau 20 Holz ausgereicht hätten, nicht den 10, sondern den vierten Platz zu belegen. Den zweiten Platz des Turniers belegte die Mannschaft von "Holstein" Rendsburg. 3714 Holzwaren hierfür erforderlich. Den Pokal und die Goldenen Medaillen erkegelten sich die "Husumer Jungs" mit Peter Scheel als herausragendem Einzelkegler (764 Holz und damit Mini-Klock-Wecker-Gewinner). Die Mannschaft mit Peter Scheel, Volker Christensen (749), Theodor Dethlefsen (748), Friedrich Hollmer (748) und Horst Götsch (745) war die ausgeglichenste des ganzen Turniers und erreichte 3754 Holz.

Die beste 10er Serie kegelte mit 82 Holz Alfred Koberg von"Treenejungs" Friedrichstadt, und am meisten die "9" (19 mal) warf Sigurd Wollersen von "Schleswag" Rendsburg. Und 20 Uhr bei der Siegerehrung dankte der Sportwart des Vereins Husumer Kegler dem Gastgeber "Husum 18" für dieses gut organisierte und reibungslos abgelaufene Großturnier. Der zweite Vorsitzende des HFV von 1918, Hans "Hansi" Schöning sprach bei der Siegerehrung den vielen Teilnehmern und dem Kegelobmann Karl-Heinz Lund den dank des Sportvereins aus.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. November

Die 18er Familie feierte ihren "Jubiläumsball"

Höhepunkt und Schluß der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete der große Jubiläumsball des Husumer Fußballvereins von 1918 am 26. Oktober im Parkhotel Thordsen.

Das Jubiläumsjahr hatte mit sportlichen Wettkämpfen aller Sparten begonnen, die im Juni mit einem großen Festkommers ihren Fortgang nahmen. Der wirkliche Höhepunkt aber war der Jubiläumsball. Der Festausschuß hatte die große Kongreßhalle des Parkhotels Thordsen wunderbar hergerichtet. Von der Decke hingen Fußbälle herab, die einmal mehr demonstrierten, daß hier ein Fußballverein sein Fest feiert. Hübsch war auch der Einfall, die Decke optisch etwas herunterzuholen, indem man einige Wolken hervorgezaubert hatte.

Im Auftrage des Landessportverbandes übermittelte Oberstudienrat Sierwald unserem Vorsitzenden Werner Denckmann den Ehrenschild des Landessportverbandes. Er übergab ferner die mit dem Ehrenschild verbundene Urkunde und der Jugendabteilung einen Fußball mit der Bemerkung, daß sie den Ball oft ins andere Tor setzen, jedoch ihr eigenes Tor sauber halten möge.

Werner Denckmann dankte in seiner Begrüßungsansprache allen Spendern für die großzügigen Geschenke zur großen Tombola. Sie hätten das Fest mitfinanziert. Etwa 200 Firmen aus dem ganzen Bundesgebiet hätten an der Jubiläumsfeier teils mit Glückwünschen, zum großen Teil jedoch mit Spenden Anteil genommen.

Die Kapelle Kurt Wittig aus Hamburg übernahm dann das "Training" der Festteilnehmer und ganz besonders und unserer Liga-Mannschaft, die sich von einer ständigen "11-Meter-Qual" erholen mußte.

Die Stimmung war schon zu sehr früher Stunde auf Hochtouren. Ja, im Feiern war Husum 18 schon immer ganz groß!

Zum Schluß waren sich alle einig, einige sehr schöne Stunden bei Husum 18 verbracht zu haben.

Eine Blume für die Damen gab es beim "Jubiläumsball" von Husum 18.
Die Mitglieder der Jugendabteilung Jörg Peters und Peter Schöning in ihrem traditionellen 18er-Dreß überreichten jeder Dame eine rote Nelke.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. November

Unsere Liga

29.09.1968

 

TSV Plön - Husum 18

 

3:2 (2:0)

In der ersten Halbzeit dominierten die Plöner, und führten zur Pause mit 2:0 Toren. Husum 18 kam auf 2:1 ran, mußte aber die Plöner wieder auf 3:1 davonziehen lassen. Erst in der 89. Minute langte es dann zum 3:2.


06.10.1968

 

Husum 18 - SV Tungendorf

 

2:4

 Unsere Liga begann durchaus vielversprechend. Schon nach 4 Minuten lagen sie mit 1:0 in Frontdurch Rüdiger Schwigon. In der 37. Minute hatte Rüdiger Schwigon die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch sein schwach getretener Strafstoß wurde zur Ecke abgewehrt. Gleich nach Wiederbeginn fiel für die Gäste der Ausgleich. Mit einem herrlichen Direktschuß in der 55. Minute konnte Rüdiger Schwigon noch einmal auf 2:1 erhöhen, doch durch 3 grobe Abwehrfehler konnten die Tungendorfer mit 4:2 einen verdienten Erfolg über unsere durchaus schwach spielende Liga erzielen.


20.10.1968

 

SV Heikendorf - Husum 18

 

3:1

Husum 18 bot beim Kieler Vorstadtvertreter SV Heikendorf zwar eine gute erste Halbzeit, besaß dann jedoch nicht mehr die nötige Kondition, um das Tempo der ersten Halbzeit durchzuhalten und den knappen 1:0-Vorsprung zu verteidigen. Noch in der ersten Halbzeit konnten die Heikendorfer durch einen verwandelten Foulelfmeter zum Ausgleich kommen. Nach der Pause schossen die Heikendorfer das 2:1 und 3:1 zum sicheren Sieg heraus.


27.10.1968

 

Husum 18 - TSV Westerland

 

0:1

Nur im ersten Durchgang hatten wir eine echte Torchance. In der 27. Minute verfehlte Dieter Schmidt nur knapp das Tor. Nach der Halbzeit bekamen wir einen Handelfmeter zugesprochen, doch Benjamin Hagers Schuß war zu schwach geschossen, so daß der Westerländer Torwart den Ball abwehren konnte. Obwohl die Gäste 35 Minuten bis zum Schluß nur mit zehn Mann spielten, gelang das 1:0, dass ihnen Sieg und Punkte bescherte.


Verbandsliga Staffel Nord

1.   Borussia Kiel   10   27:14   16:4
2.   TSV Westerland   10   24:18   15:5
3.   TSV Kappeln   10   21:12   14:6
4.   Comet Kiel   10   22:13   14:6
5.   SV Heikendorf   10   24:17   14:6
6.   Bredstedter TSV   9   28:15   13:5
7.   SV Tungendorf   10   18:15   13:7
8.   Kilia Kiel   9   16:14   8:10
9.   Union Neumünster   10   16:20   8:12
10.   TSV Rantrum   10   18:22   8:12
11.   Eckernförder SV   10   15:18   7:13
12.   Husum 18   10   15:20   7:13
13.   TSV Plön   10   15:23   6:14
14.   Gettorfer SC   10   15:26   6:14
15.   Polizei Kiel   8   13:23   5:11
16.   UT Kiel   10   10:27   2:18

Kreisliga

SV Blau-Weiß Löwenstedt   -   Husum 18 Ib   1:0
Husum 18 Ib   -   TSV Arlewatt/Olderup   2:4
Husum 18 Ib   -   TSV Süderbrarup   4:4
FC Langenhorn   -   Husum 18 Ib   6:0

Kreisklasse

Frisia Husum III   -   Husum 18 III   3:3
Husum 18 III   -   SV Germanis Breklum   5:4
Dieter Schladetzky

Frauen haben freien Eintritt

Auf seiner letzten Vorstandssitzung hat der Vorstand von Husum 18 beschlossen, die Eintrittspreise auf dem Sportplatz von 1,50 D-Mark auf 2 D-Mark zu erhöhen. Diese Maßnahme war unumgänglich, war es doch unser Verein, der als letzter Verein der Verbandsliga noch den alten Betrag von 1,50 D-Mark aufrecht erhielt.

Die Eintrittspreise betragen vom 26. Oktober an:

Nichtmitglieder:   2,00 D-Mark-
Mitglieder, Renter: Soldaten, Kriegsbeschädigte   1,10 D-Mark-
Jugendliche:   0,80 D-Mark-
Schüler:   0,50 D-Mark-

Um den Frauen unserer Sportplatzbesucher entgegenzukommen, hat der Vorstand außerdem beschlossen, allen Frauen freien Eintritt zu gewähren!

Dieter Schladetzky

leer  

1968

Husum 18

1. November

Wir gratulieren

Unserem Vorsitzenden des Fördervkreises, Herrn Dr. Herbert Mau, zu seinem 70 Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche und gute Gesundheit.

Herzliche Glückwünsche ergehen von allen 18ern an unseren ehemaligen ersten Vorsitzenden Karl Krieger, der im Oktober sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

Unsere Jugendabteilung

Ergebnisse von Punktspielen:

Knaben:   IF Tönning   -   Husum 18   2:0
    TSV Tönning II   -   Husum 18   0:0
    Bredstedter TSV   -   Husum 18   1:0
    TSV Tönning   -   Husum 18   6:0
    Husum 18   -   Frisia Husum II   8:1

Schüler:   Bredstedter TSV   -   Husum 18   6:1
    Husum 18   -   Frisia Husum II   1:6

Jugend:   IF Tönning   -   Husum 18   1:1
    Husum 18 II   -   IF Tönning   3:2
    Bredstedter TSV   -   Husum 18   3:4
    TSV Rantrum   -   Husum 18   1:8
    Husum 18   -   Husum 18 II   8:3
    Husum 18 II   -   Bredstedter TSV   2:0

Jungmannen:   Frisia Husum   -   Husum 18   2:1
    Husum 18   -   TSV Rot Weiß Niebüll   1:1
    Bredstedter TSV   -   Husum 18   1:3
    Collegia Jübek   -   Husum 18   1:1
    Husum 18   -   Flensburg 08   1:2
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Tischtennis

1. November

Aus unserer Tischtennisabteilung

Der Start in die erste Tischtennis-Bezirksliga Nord begann für uns sehr vielversprechend. Nach Siegen über Frisia Husum II, TTC Ramsharde III, TSV Eggebek und einem Unentschieden über den TTV Koldenbüttel belegen wir den ersten Rang. In den nächsten beiden Spielen gegen den Mitfavoriten KFUM Flensburg und TSV Selk muß aber mit Punkteinbußen gerechnet werden. Hier die Ergebnisse der ersten Bezirksliga:

Husum 18   -   Frisia Husum II   9:4
TTV Koldenbüttel   -   Husum 18   8:8
TTC Ramsharde III   -   Husum 18   7:9
Husum 18   -   TSV Eggebek   9:1

In der zweiten Tischtennis-Bezirksliga Nord wird es unsere zweite Mannschaft sehr schwer haben, sich in der Klasse zu behaupten. Bisher gab es nur klare Niederlagen. Das mag daran liegen, daß mit Harald Wulff, Peter Petersen und Heinz Splettstößer drei starke Spieler dem Verein den Rücken zugekehrt haben, nur weil zwei dieser Spieler beleidigt waren, daß sie nicht für die erste Mannschaft nominiert worden. Das nennt sich Mannschaftsgeist. Aber reisende Leute soll man nicht aufhalten.

Ergebnisse der zweiten Tischtennis-Bezirksliga Nord

Frisia Husum III   -   Husum 18 II   9:1
Husum 18 II   -   TTG Garding / Tönning   1:9
Husum 18 II   -   TSV Rot Weiß Niebüll   4:9
Bredstedter TSV   -   Husum 18 II   9:2

Im Heinz-Münchow-Pokal bezwang unsere dritte Pokal-Mannschaft: Volker Knüppel, Wolfgang Katscher und Walter Liepert den TTC Ramsharde VI in Flensburg mit 5:3.


Bei den diesjährigen Tischtennis Kreismeisterschaften, die in St. Peter ausgetragen wurden, schaffte es Spitzenreiter Rüdiger Stenzel nicht, seiner Favoritenstellung gerecht zu werden. Rüdiger Stenzel verlor zweimal gegen Teweleit (Frisia) und belegte dann den dritten Rang. In den anderen Konkurrenzen schieden unsere Spieler vorzeitig aus.
Bei den Damen belegte Roswitha Stenzel ebenfalls im Einzel den dritten Platz.


Tabelle der 1. Bezirksliga

1.   Husum 18   7:1
2.   TTC Ramsharde II   6:0
3.   KFUM Flensburg   6:0
4.   TSV Selk   6:2
5.   TTV Koldenbüttel   5:5
6.   TTC Grün-Weiß Flensburg   4:2
7.   TSV Ahrenviöl - Ohrstedt   2:4
8.   TTC Ramsharde III   2:8
9.   Frisia Husum II   2:8
10.   TSV Eintracht Eggebek   0:10
11.   TTG Garding-Tönning   0:6

Tabelle der 2. Bezirksliga

1.   TTG Garding / Tönning   8:0
2.   Bredstedter TSV   6:2
3.   TSV RW Schleswig II   6:4
4.   Frisia Husum III   5:1
5.   TTV Kropp   4:2
6.   TSV Rot Weiß Niebüll   3:5
7.   MTV Leck   2:4
8.   TTC Ramsharde IV   2:2
9.   TSV Neukirchen   0:8
10.   Husum 18   0:8
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. November

Regelfragen und -antworten

Spieleingriff von außen

1.   Besteht ein Unterschied in den Schiedsrichterentscheidungen bei Spieleingriffen von Außenstehenden in bezug auf Eingriff in das laufende Spiel und bei Strafstoßausführung?
    Jeder Eingriff eines Außenstehenden, sofern dabei der Ball berührt wird, bedarf eines Eingriffs seitens des Schiedsrichters. Läuft das Spiel und ein Außenstehender hält den Ball auf bzw. spielt ihn, so ist das Spiel mit einem Schiedsrichterball an der Stelle fortzusetzen, an welcher der Eingriff erfolgte. Erfolgt der Eingriff eines Außenstehenden dagegen bei der Ausführung eines Strafstoßes, so ist der Strafstoß zu wiederholen.

Vorlaufen beim Strafstoß

2.   In unserer Versammlung wurde angezweifelt. daß die Darlegung des Obmannes, bei der Ausführung eines Strafstoßes gääbe es eine unterschiedliche Entscheidung, je nachdem, ob der Strafstoß in der normalen Spielzeit oder in der Verlängerung ausgeführt würde und ein angreifender Spieler zu früh vorläuft. Könnte die DFB-Schiedsrichterzeitung diese Fälle nicht noch einmal klarstellen?
    Die Entscheidung des Schiedsrichters ist bei zu frühem Vorlaufen eines angreifenden Spielers bei der Strafstoßausführung unterschiedlich und richtet sich danach, ob der Regelverstoß in der normalen Spielzeit oder bei einer Spielverlängerung erfolgte. Wird ein Strafstoß in der normalen Spielzeit verwirkt, so ergeben sich bei Regelverstößen folgende Entscheidungen:
Wird der Strafstoß direkt verwandelt und ein angreifender Spieler ist zu früh vorgelaufen, so wird der Strafstoß wiederholt. Wäre im gleichen Fall der Ball nicht ins Tor gegangen, sondern neben oder über das Tor, so ist ein Abstoß auszuführen. Hätte im gleichen Fall der Torwart den Ball abgewehrt und der Ball wäre fortgespielt worden, so geht das Spiel weiter; käme der Ball zur angreifenden Mannschaft - oder gar zu einem vorgelaufenen Spieler - so ist ein indirekter Freistoß auszuführen, ebenso, wenn der Torwart den Ball zur Ecke gelenkt hätte. In den beiden letzten Fällen wäre der vorgelaufene Spieler zu verwarnen.
Anders ist es, wenn der Strafstoß zwar in der normalen Spielzeit verschuldet wurde, aber erst in der Spielzeit-Verlängerung ausgeführt wird. In diesem Fall ist das Spiel beendet, wenn ein angreifender Spieler bei der Strafstoßausführung die Regel verletzt. Ein erzieltes Tor wäre nicht gültig, ein Freistoß oder eine Wiederholung wäre nicht mehr auszuführen. Verletzt dagegen ein Spieler der verteidigenden Mannschaft bei der Strafstoßausführung in der Spielverlängerung die Regel, dann ist der Strafstoß zu wiederholen, falls der Ball nicht direkt ins Tor ging.

Geplatzter Ball

3.   Wie hat der Schiedsrichter das Spiel wieder aufzunehmen, wenn der Ball platzt:
a) in der Luft, b) unmittelbar nach dem Stoß?
    Wenn der Ball in der Luft platzt, so hat der Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen, einen neuen Ball herbeischaffen zu lassen und das Spiel mit einem Schiedsrichterball an der Stelle fortzusetzen, an welcher der Ball platzte bzw zu Boden kam.
Platzt der Ball nach dem Stoß, z.B. beim Aufprall auf das Torgehäuse oder bei der Ballannahme durch einen Spieler, so ist das Spiel ebenfalls mit einem Schiedsrichterball fortzusetzen.
Platzt dagegen der Ball im Augenblick des Stoßes nach einer Spielruhe - Abstoß, Eckstoß, Freistoß -, so daß er nicht an sein Ziel kommt, so ist ein neuer Ball herbeizuschaffen und der betreffende Stoß zu wiederholen.

Zurufe

4.   Kann der Schiedsrichter eingreifen, wenn ein Spieler irreführende Zurufe an einen Spielgegner macht?
    Irreführende Zurufe an einen Spielgegner, etwa hinter dessen Rücken, um ihn zu veranlassen, den Ball nicht anzunehmen, sind unsportliches Betragen und mit einer Verwarnung und einem indirekten Freistoß zu bestrafen. Dagegen sind Zurufe an Mitspieler, sofern sie den Spielfortgang betreffen, durchaus erlaubt.
Dieter Schladetzky

Die Glosse

Entgleisungen

Mitunter empfindet man es als gütiges Geschick, wenn unsere Fernsehanstalten ihre Fußballübertragungen erst zu später Abendstunde bringen, so daß nur noch ein kleiner Kreis von Fußballfreunden am Bildschirm versammelt ist. Besonders dann, wenn "Spielerklärer" tätig sind, deren Kenntnis der Spielregeln mehr als zu wünschen übrig läßt und die darüber hinaus noch das Merkmal der Parteilichkeit erkennen lassen. Ein neues Beispiel, wie es nicht gemacht werden sollte, brachte vor kurzem Herr Oskar Klose vom Bayerischen Fernsehen, als er die Spielvorgänge vom Pokal-Zwischenrundenspiel Bayern München gegen den 1. FC Nürnberg deutlich machte.

Die Krönung seiner von stärkster Parteilichkeit für Nürnberg getragenen Erläuterungen war eine Bemerkung über den Schiedsrichter: "Der Schiedsrichter, fast hätte ich gesagt der Unparteiische, aber darauf komme ich noch ..."

Dann häuften sich die kritischen Bemerkungen über Schiedsrichterentscheidung, sofern sie für Bayern günstig waren, und man hörte, was man schon bei früheren Rundfunkübertragungen von Spielen des 1. FC Nürnberg aus dem Munde dieses "Club"-fanatischen Spielerklärers gehört hatte, wie: daß nämlich "die 30.000 Zuschauer das klare Foul" - selbstverständlich gegen einen Nürnberger Spieler - gesehen hätten, "nur der Schiedsrichter nicht."

Wie lange dürfen solche Männer mit ihrer überhitzten Phantasie den Zuhörern und Zusehern noch Fußballspiele "erklären"? Ist man sich gegebenen Ortes nicht darüber klar, daß solche Bemerkungen in hohem Maße mit dazu beitragen, die Zuschauer gegen die Schiedsrichter aufzuhetzen, so daß sie an den Zuschauerkrawallen, die letzten Endes zu Platzsperren führen, mitschuldig werden. Was wir Schiedsrichter verlangen, sind unparteiische Rundfunk- und Fernsehsprecher, keine Kloses.

C.K.


Diese Zeilen waren geschrieben, da kam mir der "Münchner Merkur" zu Gesicht. Er schrieb folgendes:

"Mitunter nennt man ihn Oskar Nürnberg. Mitunter spricht man auch vom 1. FC Klose. Gemeint sind der Funk- und Fernseh-Reporter Oskar Klose und der 1. FC Nürnberg. Beide gehören seit geraumer Zeit zusammen. Der 'Ossi' hat nun einmal sein Herz an den 'Club' verloren. Dagegen ist nichts zu sagen, denn begeistern darf sich (Gott sei Dank!) noch jeder, für wen er will. Nur: Bei aller Zuneigung für eine Mannschaft sollte man nicht vergessen, daß es deren mehrere gibt. Vor allem dann nicht, wenn man hinter einem Mikrofon setzt. Bei einem Kommentar zur Fernsehaufzeichnung vom Pokalspiel FC Bayern gegen 1. FC Nürnberg aber brachte Oskar Klose den Zuschauern nach, daß nur eine Mannschaft, die des 'Clubs' nämlich, gespielt habe und noch dazu vom Schiedsrichter über Gebühr benachteiligt worden sei. Ein Eckenverhältnis von 9:2 (dabei waren allein drei Münchner Eckbälle aufgezeichnet) drücke deutlich aus, wie überlegen die Nürnberger gewesen sein. Tatsächlich lautete das Eckenverhältnis 11:5. Und tatsächlich gewannen nicht die Nürnberger, sondern die Münchner 2:1. Daß der Sieger sehr viel Glück hatte, ist unbestritten. Aber eine objektive Würdigung hatte er denn noch verdient!"

Dieter Schladetzky

Scherenschnitte

Was soll das?

Die Spiele werden härter, die Zahl der Verletzten wächst, kaum ein Samstag, an dem nicht neue Namen von den kommenden Mannschaftsaufstellungen gelöscht werden müssen - aber eins, das bleibt bestehen: das Knutschen. In diesem Punkt sind die Herren verweichlicht. Einer, der ein Tor geschossen hat, springt in die Luft wie eine geballte Ladung, die Faust stößt er zum Himmel, wie Prometheus, der sich mit Zeus angelegt hat, mittlerweile haben ihn die Mitspieler eingeholt, die Umhalsung beginnt, schon sinkt er hin, die anderen über ihn, und noch auf dem Rasen wird der Held geküßt.

Man kann's schon nicht mehr mitansehen. Jetzt aber kündigt sich ein Wandel an. Der englische Rugby-Verband hat seinen Aktiven Strafen angedroht, wenn das Geknutsche nicht aufhört. Rugby, so ungefähr wird gesagt, ist ein männlicher Sport, ein Kampf. Was soll das Kose!? Ein Schlag auf die Schulter, so läßt der Verband sagen, ein männlich harter Händedruck, das tut es auch.

Ach, wie oft habe ich mir in den letzten Jahren die Zeiten zurückgewünscht, in denen es bei einer flüchtigen Umarmung geblieben war. Kann man sich vorstellen, daß der Heinrich "Trägs Heiner" Träg abgeknutscht wurde, wenn er eines seiner legendären Tore hinein gedonnert hatte, daß der grimm Georg Hagen dem Andreas "Resi" Franz einen aufgedrückt hat, nur, weil er eine Vorlage des Haudegens zum Treffer verwandelt hatte? Nein, das waren alles gestandene Männer. Tore sind mein Beruf, mögen sie sich gesagt haben, dabei waren sie eigentlich gar keine Profis wie die, die heute knutschen. Geht's in euch, meint der englische Rugby-Verband: ein fester Händedruck, ein Hieb auf die Schulter tun's auch. Das andere ist Theatralik, schon gar, wenn es ein Allerweltstor war.

R. Kirn im Sport-Magazin

Unsere Schmunzelecke

Der Spieleraustausch

Der DFB-Spielausschuß hat zu der Regeländerung, die den Austausch eines im Spiel verletzten Spieler zuläßt, folgende Anweisungen erlassen:

1.   Bei allen Meisterschafts- und Pokalspielen des DFB und der Regionalverbände kann ein verletzter Spieler durch einen zwölften Spieler ersetzt werden. Die Entscheidung hierüber liegt bei dem betroffenen Verein.
2.   Für Freundschaftsspiele gilt die gleiche Regelung, wenn nicht die beteiligten Vereine vor Beginn des Spieles eine andere Vereinbarung getroffen haben.
3.   Der Austausch kann nur während einer Spielunterbrechung erfolgen. Der neu eintretende Spieler hat sich beim Schiedsrichter zu melden.
4.   Ein vom Spielfeld verwiesener Spieler kann nicht ausgetauscht werden.
5.   Der errfolgte Austausch kann nicht rückgängig gemacht werden.
6.   Alle führt ein Austausch vorgesehenen Spieler sind auf dem Spielberichtsformular aufzuführen.

Diese Regelung gilt vorläufig nur für das Spieljahr 1967/68.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. Dezember

leer  

1968

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Unsere Liga ohne Glück

So viel Pech, wie in den letzten Spielen, hatte unsere Liga lange nicht. Dabei brauchten wir so dringend Sieg und Punkte. Ein Lichtblick zeigte sich am 3. November im Heimspiel gegen den Eckernförder SV.

03.11.1968

 

Husum 18 - Eckernförder SV

 

5:2 (2:1)

Das Heimspiel wurde mit 5:2 Toren klar gewonnen, nachdem es bis zur Pause noch 2:1 für die Gäste hieß. Unsere Elf steigerte sich im zweiten Durchgang ganz enorm. Entscheidenden Anteil am Sieg hatte Rüdiger Schwigon, der das Angriffsspiel ankurbelte und sich auch selbst durch zwei herrliche Tore erfolgreich zeigte. Recht gut spielte unser Nachwuchs aus dem Jungmannen, Rainer "Toni" Goetz, der sehr viel Spielverständnis zeigte. Das Ausgleichstor zum 1:1 war eine Energieleistung von ihm, indem er sich im Zweikampf den Ball erkämpfte und eine herrliche Flanke zu Gundolf Schrock gab, der durch Kopfball vollendete.


10.11.1968

 

TSV Kappeln - Husum 18

 

2:1 (0:1)

Die Kappelner hatten in diesem Treffen etwas mehr vom Spiel. Unsere Liga war in der 44. Minute durch Foulelfmeter von Peter Goldschmidt in Führung gegangen. In der 74. Minute glich Kappeln aus. Erst in der letzten Minute gelang den Kappelnern der Siegtreffer.


17.11.1968

 

Husum 18 - Borussia Kiel

 

0:2

Es war ein Spiel der verpaßten Gelegenheiten. In der ersten Viertelstunde war Husum 18 die klar dominierende Mannschaft und Borussia Kiel sah keineswegs nach einem Spitzenreiter aus. Beim Abpfiff führten die Kieler Gäste dennoch mit 2:0 und entführten aus Husum zwei Punkte.

Dabei kann unserer Mannschaft keinen Vorwurf gemacht werden, daß sie nicht versucht hätten, eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Es wurde in der ersten Viertelstunde herzhaft geschossen, doch mit viel Glück und Geschick überstanden die Gäste den Druck. Kurz vor Halbzeit gelang den Gästen das 1:0. Nach dem Wechsel spielten die Kieler auf Sicherheit. Zeitweise standen die Kieler mit zehn Mann im Strafraum. Es wollte aber kein Torerfolg gelingen. In der 76. Minute hatte unsere Hintermannschaft Pech. Olaf Wiederich warf sich in den Torschuß eines Kielers hinein. Das abgefälschte Leder landete unhaltbar für Ortwin Jungherr zum 2:0 für die Kieler Borussen.


Tabelle der Verbandsliga Nord

1.   Borussia Kiel (1)   13   32:16   21:5
2.   TSV Westerland (2)   13   32:18   21:5
3.   SV Tungendorf (6)   13   29:18   18:8
4.   SV Heikendorf (5)   13   30:19   18:8
5.   Comet Kiel (3)   13   25:15   18:8
6.   Bredstedter TSV (7)   12   35:19   17:7
7.   TSV Kappeln (4)   13   25:18   16:10
8.   Union Neumünster (8)   13   19:26   11:15
9.   TSV Plön (12)   13   23:28   10:16
10.   Kilia Kiel (10)   12   18:20   9:15
11.   Husum 18 (9)   13   21:26   9:17
12.   Eckernförder SV (14)   13   21:27   9:17
13.   TSV Rantrum (11)   13   19:29   9:17
14.   Polizei Kiel (13)   11   17:32   7:15
15.   Gettorfer SC (15)   13   18:35   7:19
16.   UT Kiel (16)   13   13:31   4:22
Dieter Schladetzky

Unsere Reservemannschaft rutschte ab

Unsere Ib hat in den letzten Wochen stark enttäuscht. Es fand sich einfach kein Zusammenhalt in der Mannschaft. Die letzten verlorenen Spiele zeigten ein Grund zur Besorgnis.

Am 3. November 1968 unterlagen wir der bis dahin sieglosen Reserve des TSV Rantrum mit 1:3 Toren.

Auch am darauffolgenden Wochenende mussten wir bei SIF Schleswig II eine 1:2-Niederlage einstecken.

Am 17. November 1968 dann endlich ein Sieg gegen den Tabellenletzten Silberstedt. Es wurde auch die höchste Zeit!

Es wäre zu wünschen, wenn sich unsere Ib in der nächsten Zeit wieder fängt.

1.   TSV Friedrichsberg   11   33:22   16:6
2.   SV Blau Weiß Löwenstedt   10   21:12   15:5
3.   FC Langenhorn   11   33:14   15:7
4.   TSV Süderbrarup   11   34:22   14:8
5.   TSV Fahrdorf   11   22:26   13:9
6.   TSV Arlewatt/Olderup   10   24:16   12:8
7.   IF Tönning   9   21:14   11:7
8.   Schleswig 06 III   10   24:22   11:9
9.   TSV Böklund   9   25:21   10:8
10.   TSV Rantrum II   11   22:53   8:14
11.   TSV Erfde   11   11:20   7:15
12.   VfB Schuby   11   18:33   7:15
13.   Husum 18 II   10   14:24   6:14
14.   Rasensport Schleswig II   9   16:24   5:13
15.   TSV Silberstedt   11   15:25   3:19
16.   SIF Schleswig II            
Dieter Schladetzky

Unsere III. Mannschaft

Durch eine 3:1-Niederlage gegen den Rödemisser SV mußte unsere dritte Mannschaft vorläufig die Tabellenspitze abgeben.

Am 3. November 1968 schlug unsere dritte Mannschaft den TSV Garding mit 1:0 Toren.

Am 17. November 1968 trat sie zum Ortsderby gegen den Rödemisser SV an. Noch ehe unsere Mannschaft sich so recht besonnen hatte, führte der Rödemisser SV mit 3:0 (nach 15 Minuten Spielzeit). Während der übrigen Spielzeit gelang unserer Elf nur noch der Ehrentreffer zum 3:1.

Tabelle der ersten Kreisklasse

1.   Rödemisser SV   6   24:7   10:2
2.   TSV Garding   8   25:11   10:6
3.   Frisia Husum II   8   16:14   10:6
4.   Husum 18 III   6   18:13   9:3
5.   TSV Nordstrand   7   14:14   8:6
6.   SV Germania Breklum   8   20:17   8:8
7.   Bredstedter TSV II   7   15:22   6:8
8.   SV Dörpum   8   14:13   6:10
9.   Blau Weiß Friedrichstadt II   6   13:16   5:7
10.   IF Tönning II   6   8:23   2:10
11.   TSV Tönning II   6   5:22   2:10
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Historisches

1. Dezember

Aus vergangenen Tagen

Unsere Liga in der Saison 1937/38. Die Aufnahme wurde vor dem Spiel gegen den Luftwaffen-Sportverein Schleswig gemacht. Husum 18 gewann dieses Spiel mit 4:2 Toren. Zweifacher Torschütze war Heinrich "Heine P" Petersen.

Von links nach rechts: Heinrich "Heine P" Petersen · Otto Degenkolbe · Herbert Seidemann · Martin "Martin P" Petersen · Herbert Linnau · Hans Bostedt · Herbert Stadelmeyer · Otto "Ocke" Langholz;
vordere Reihe: Bernhard Nissen · Hermann "Thesi" Petersen · Wilhelm Eckholdt.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18

1. Dezember

Wir gratulieren

Gerhard Schulz zum Goldenen Kegelabzeichen mit 1516 Holz, Werner Denckmann zum Goldenen Kegelabzeichen mit 738 Holz (1. Wiederholung), Gerda Schulz zum Bronzenen Kegelabzeichen mit 736 Holz, Renate Jürgensen zum Bronzenen Kegelabzeichen mit 735 Holz.

Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Unsere Jugendabteilung berichtet

Unsere Jungmannen sind in der letzten Zeit vom Pech verfolgt. Viele Spiele wurden unglücklich und recht knapp verloren. Trainer Gerhard Präger und die Mannschaft sind aber zuversichtlich. Sie wollen den Kopf nicht hängen lassen.

Die letzten Ergebnisse der Jungmannen:

DGF Flensburg   -   Husum 18   2:1
Husum 18   -   Flensburger TB   0:3
Schleswig 06   -   Husum 18   6:2

Jungmannen-Bezirksklasse

1.   VfB Nordmark Flensburg   10   54:9   19:1
2.   Schleswig 06   11   38:12   17:5
3.   TSV Nord   10   43:18   16:4
4.   Frisia Husum   11   29:22   16:6
5.   Polizei Flensburg   9   26:16   13:5
6.   TSV Kropp   11   46:30   13:9
7.   Collegia Jübek   11   24:36   11:11
8.   Flensburg 08   10   31:31   10:10
9.   Flensburger TB   10   27:29   8:12
10.   TSV Rantrum   8   15:18   6:10
11.   DGF Flensburg   9   11:30   6:12
12.   Bredstedter TSV   10   13:37   6:14
13.   TSV Rot Weiß Niebüll   10   15:28   6:14
14.   Husum 18   11   14:27   6:16
15.   Nordmark Satrup   10   16:32   5:15
16.   TSV Kappeln   8   19:36   2:14

Weitere Ergebnisse der Jugend

II. Jugend   Husum 18   -   TSV Rantrum   1:1
II. Jugend   Husum 18   -   SV Blau Weiß Löwenstedt   2:2
I. Jugend   SV Blau Weiß Löwenstedt   -   Husum 18   0:4
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Kegeln

1. November

Unsere Kegler kämpfen unglücklich

Frauen und Männer von Husum 18 kegeln in der A-Klasse der Stadt Husum. Die Männer sind mit der zweiten Mannschaft außerdem in der C-Klasse vertreten. Alle drei Mannschaften haben es auch in diesem Jahr wieder sehr schwer, weil die Zahl der Sportkegler unseres Vereins immer noch zu gering ist.

Bei den Frauen sind in dieser Stadtmeisterschaft 4 Klubkämpfe zu bestehen. Drei davon gingen bereits verloren, und wenn es nicht gelingt, den letzten Kampf gegen die Mannschaft von "Flotte 7" zu gewinnen, ist der Abstieg in die B-Klasse sicher. Der erste Kampf ging mit 69 Holz gegen "Goldene Kugel II", der zweite mit ebenfalls 69 Holz gegen "Fortuna I" und der dritte mit 62 Holz gegen "Goldene Kugel I" verloren. In allen drei Kämpfen hatten nur Renate Schladetzky (die in der Stadt Husum den achten Platz einnimmt), Gerda Lund und Christel Grabert die Form des letzten Jahres. Neu in die Mannschaft kamen Liselotte "Lotti" Zukrigl und Renate Jürgensen. Beide haben genau wie Gerda Schulz gegenüber dem letzten Jahr große Fortschritte gemacht, müssen sich aber weiter sehr anstrengen, wenn der Anschluß geschafft werden soll.

In der Einzelmeisterschaft haben unsere Frauen bisher folgende Holzzahlen erreicht:

1.   Renate Schladezky   2897   Holz
2.   Gerda Lund   2863   Holz
3.   Christel Grabert   2856   Holz
4.   Liselotte "Lotti" Zukrigl   2838   Holz
5.   Traute Christiansen   2831   Holz
6.   Gerda Schulz   2810   Holz
7.   Renate Jürgensen   2788   Holz

Bei den Männern besteht für unsere 18er zum ersten Mal (nach Einführung der höheren Spielklasse bei den Keglern fehlen ja die führenden Husumer Mannschaften in der Stadt-Klasse) die Möglichkeit, Stadtmeister zu werden. Jedenfalls zählte unsere erste Mannschaft zum Kreis der Favoriten in der A-Klasse. Nach vier Spieltagen nehmen sie gemeinsam mit den zweiten Mannschaften von "Rot-Weiß" und "Frisia" den ersten Platz in der Tabelle ein. Alle drei haben 6:2 Punkte. Den letzten Kampf bestreitet unsere Mannschaft gegen die Mitfavoriten von "Frisia". "Rot-Weiß" hat am gleichen Tage gegen die Mannschaft von "Gut Holz" anzutreten. Diese letzte Begegnung entscheidet darüber, ob die 18er ihre Aufstiegschance verspielen oder wahren.
Wenn in den vergangenen Meisterschaften unsere Mannschaft durch ihre Ausgeglichenheit Erfolg hatte, ist sie in diesem Jahr sehr unausgeglichen. Jeder einzelne unserer Kegler wird sich anstrengen müssen, wenn die Meisterschaft geschafft werden soll.

Der jetzige Stand unserer Mannschaft ist folgender:

1.   Karl-Heinz Lund   2984   Holz
2.   Gerhard Schulz   2972   Holz
3.   Walter Zukrigl   2893   Holz
4.   Dieter Schladetzky   2880   Holz

Uwe Jahn und Norbert Peters starteten ihr zweimal in der ersten Mannschaft und erreichten 1423 bzw 1434 Holz.


Die zweite Männermannschaft startet in der C-Klasse und belegt mit 5:5 Punkten einen guten Mittelplatz. Auch hier sind die Leistungen der Starter recht unterschiedlich. Da nicht alle Starter an allen Kämpfen sich beteiligten, sollen hier nur die besten Ergebnisse erwähnt werden.

1.   Uwe Jahn   764   Holz
2.   Norbert Peters   759   Holz
3.   Gerhard Präger   742   Holz
4.   Werner Denckmann   731   Holz
5.   Hans Schöning   728   Holz
6.   The Prenger   691   Holz
7.   Heinz Zawadzky   676   Holz
8.   Olaf Wiederich   639   Holz
Dieter Schladetzky
leer  

1968

Husum 18 / Fußball allgemein

1. Dezember

Regelfragen und -antworten

Strafstoß?

1.   Bei einem Eckstoß fängt der Torwart den Ball und befördert ihn weg. Ein Verteidiger stellt sich einem Gegner, der zum Mittelfeld laufen will, in den Weg, obwohl der Ball bereits weggeschlagen ist. Der Schiedsrichter erkennt daraufhin auf Strafstoß, der verwandelt wird. War der Strafstoß berechtigt, obwohl doch keine Gelegenheit für eine Torerzielung gegeben war?
    Die Entscheidung des Schiedsrichters war falsch. Für Sperren bzw. Hindern des Gegners, das nicht in Verbindung mit dem Spiel des Balles steht, gibt es einen indirekten Freistoß und keinen direkten Freistoß bzw. Strafstoß. Der Umstand, daß der Regelverstoß erfolgte, als der Gegner keine Gelegenheit hatte, ein Tor zu erzielen, ist ohne Bedeutung. Wenn im Strafraum ein verteidigender Spieler einen Regelverstoß begeht, der mit einem Strafstoß zu bestrafen ist, so spielt der Umstand, daß das Tor "nicht in Gefahr war" keine Rolle. Nicht die Verhinderung eines Tores mittels Regelverstoß, sondern diese an sich wird bestraft.

Verwarnung?

2.   Bei unsportlichem Betragen soll der Schiedsrichter den betreffenden Spieler verwarnen. Wie ist es, wenn der Torwart mit dem Ball mehr als vier Schritte macht, obwohl er unbedrängt ist und den Ball leicht wegbefördern kann. Wird dieses Verhalten als unsportlich angesehen und soll ihn der Schiedsrichter verwarnen?
    Das Tragen des Balles durch den Torwart über mehr als vier Schritte ist ein Regelverstoß und nicht als unsportliches Betragen zu werten. Mithin soll der Schiedsrichter ihn nicht verwarnen, wohl aber einen indirekten Freistoß anordnen. Anders ist es, wenn der Torwart den Ball zu lange hält bzw. ihn ein zweites Mal aufnimmt, um ihn zu tragen oder den Ball sonst nicht freigibt. Das gilt als absichtliches Zeitvergeuden und ist mit einer Verwarnung zu bestrafen., das Spiel wird einem indirekten Freistoß fortgesetzt.

Tätlichkeit gegen Mitspieler

3.   Hat der Schiedsrichter das Recht, einen Spieler auszuschließen, der
a) seinen Mitspieler mit einem Zuruf beleidigt,
b) gegen ihn tätlich wird?
Der Schiedsrichter hat den Vorgang nicht bemerkt und der betroffene Spieler hat den Schiedsrichter gebeten, gegen seinen Mitspieler einzugreifen.
    Es ist für das Eingreifen des Schiedsrichters ohne Bedeutung, welcher Art das unsportliche Betragen eines Spielers ist. Handelt er unsportlich, so soll ihn der Schiedsrichter der Spielregel entsprechend bestrafen. Bei Tätlichkeit - auch gegen ein Mitspieler - kann der Schiedsrichter nur wegen groben unsportlichen Betragens den Spielfeldverweis aussprechen. Ob der Zuruf, wie behauptet, beleidigend war - wie von dem betroffenen Spieler dem Schiedsrichter mitgeteilt wurde -, wird der Schiedsrichter nicht genau feststellen können, da er den Zuruf nicht gehört hat. Hier wäre also eine Verwarnung am Platz. Zurufe unter Mitspielern sind nicht immer so ernst gemeint, wie sie sich anhören. Hier kann der Schiedsrichter schon Nachsicht walten lassen, ohne indessen Unsportlichkeit zu dulden.

Abseits im Tor?

4.  

In unserem 3:1 gewonnenen letzten Meisterschaftsspiel erzielten wir unser zweites Tor meiner Ansicht nach nicht ganz "stubenrein". Der Schiedsrichter anerkannte es zwar. Aber nicht ein einziger Spieler von uns konnte mit Bestimmtheit sagen, ob das nun richtig war. Bei einem Angriff erwischte unser Mittelstürmer eine Verletzung. Er humpelte in den Torkasten und blieb dort, weit hinter der Linie, liegen, derweil das Spiel weiterging, ein neuer Angriff von uns erfolgte und nun vom Rechtsaußen mit unhaltbarem Hocheckschuß erfolgreich abgeschlossen wurde. War nun aber unser Mittelstürmer - er behinderte den Torwart nicht - abseits?

F.Z. in Lugano

   

Der Schiedsrichter hat richtig auf Tor entschieden; der verletzte Mittelstürmer war der Abseitsposition entzogen; er griff auch nicht indirekt ins Spiel ein. Aber schon ein Zuruf seinerseits hätte ein Nichtanerkennen des Tores zur Folge gehabt, sei es nun wegen dieses "Eingreifens", sei es ganz einfach der Unsportlichkeit wegen, die er mit einem Ruf und damit dem Irritieren des Torwarts begangen hätte. Genauso ist übrigens auch, wenn ein Spieler aus dem Abseits flüchtet und neben dem Kasten hinter der Torlinie wartet, bis der Angriff vorbei ist. Wenn er aber seinen Stürmerkameraden etwas zuruft, kann er damit in die Gültigkeit des Torerfolges selber unmöglich machen. Andererseits: Liegt der verletzte Stürmer nicht hinterm, sondern noch auf dem Spielfeld, im Strafraum also, aber doch so, daß er, wenn auch klar in Abseitsposition befindlich, doch keinen Einfluß aufs Spiel nimmt, so wird sicherlich das Tor anerkannt werden müssen.

Diese letzte Frage ist der Regelecke des Schweizer "Sport" entnommen.


Das Stichwort: Auf dem liegen

Es muß unterschieden werden zwischen dem Auf-den-Ball-Fallen und Auf-den-Ball-Werfen. Das erstere ist, selbst wenn unter Umständen dabei die Hand den Ball berührt, kein Regelverstoß, denn das Auf-den-Ball-Fallen erfolgte nicht absichtlich, sondern war bedingt durch den Spielvorgang. Anders ist es, wenn sich ein Spieler absichtlich auf den Ball wirft, um den Ball zu decken, also zu verhindern, daß der Gegner ihn spielt. Das Auf-den-Ball-Werfen gilt als unsportliches Betragen und wird mit einem indirekten Freistoß bestraft, nachdem der schuldige Spieler verwarnt ist. Wird beim Auf-den-Ball-Werfen der Ball mit der Hand gespielt bzw. berührt, so liegt absichtliches Handspiel vor, und es wird als Strafe ein direkter Freistoß angeordnet. Auch hier ist eine Verwarnung am Platz, um dem betreffenden Spieler das Unsportliche seines Verhaltens klarzumachen.

Fällt ein Spieler auf den Ball und droht ihm die Gefahr der Verletzung bzw. wird dadurch der Gegner gehindert, den Ball zu spielen, so unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und setzt es mit einem Schiedsrichterball fort.

Dieter Schladetzky
leer  



zuletzt aktualisiert am: Samstag, 30.05.2020 0:44

seit 25. Mai 2018
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