Das geschah 1973

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 0:46

1973

Husum 18

1. Januar

Anstatt besonderer Einladungen!

Zu unserem

Vereinsfest

am Sonnabend, dem 10. Februar 1973, 20 Uhr, im Thomas Hotel

laden wir

alle Mitglieder, Freunde und Bekannte des Vereins

herzlich ein.

Es spielt für Sie die "Casino-Band".

Eintrittspreis: 5 D-Mark pro Person, an der Abendkasse 6 D-Mark.

Tischbestellungen und Kartenvorverkauf im Farbenhaus Schöning, Husum, Neustadt 52.

leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Erste Niederlage im 45. Spiel

Was einmal kommen mußte, trat nach 44 unbesiegten Punktspielen im letzten Spiel der Hinrunde ein. Unsere Liga mußte ihre erste Niederlage nach eineinhalb Serien hinnehmen. Damit ging eine stolze Serie zu Ende, für die wir hier allen Spielern noch einmal den herzlichsten Dank aussprechen wollen. Vielleicht kam diese Niederlage gerade im richtigen Zeitpunkt, um unsere Elf zu zeigen, daß andere Mannschaften auch Fußball spielen können und ihr klarzumachen, daß in der Rückrunde wieder alles gegeben werden muß, um sich einen Platz ganz vorne zu sichern. Wir sind überzeugt, daß ihr dies gelingen wird, wenn die gute Form weiter anhält und eventuell noch etwas gesteigert werden kann.


 

 

Kilia Kiel - Husum 18

 

3:3

Als der erwartet schwere Gegner erwiesen sich die Kilianer. Auf schwerem Boden mit zum Teil knöcheltiefem Schlamm vor den Toren wurde unsere Elf im Verlaufe der ersten Spielhälfte mehr und mehr eingeengt. Bis zu 35. Minute konnte ein Führungstreffer der Gastgeber verhindert werden. Doch dann gelangt Matthies, als Wolfgang Täuber einen Ball abprallen ließ, im Nachschuß der 1:0-Pausenstand. Bereits drei Minuten nach Wiederbeginn schien die Partie entschieden zu sein, als Heinz Hansen einen aufgesetzten Kopfball zum 2:0 ins Netz bringen konnte. Dort bereits im Gegenstoß viel der wichtige Anschlußtreffer. Einem unerreichbar erscheinenden Steilpaß setzte Dieter "Schorsch" Schleger nach und konnte die Rückgabe des daraufhin nervös gewordenen Verteidigers mit der Fußspitze eine andere Richtung geben. Am herausgelaufenen Torwart vorbei bahnte sich der Ball durch den tiefen Schlamm im Zeitlupentempo seinen Weg ins Tor.

Nun kam unsere Elf stark auf. In der 78. Minute hatte Ernst-August Schlichte sich an der Torauslinie an zwei Verteidigern vorbeigetankt, als ihm vom 3. Spieler die Beine weggezogen worden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Dieter "Schorsch" Schleger zum 2:2-Gleichstand. Nun lag der Siegtreffer in der Luft. Doch fünf Minuten vor dem Ende kam die Ernüchterung. Bei einem Konter der Gastgeber wurde Bernd Hansen nicht rechtzeitig angegriffen und wagte einen Weitschuß aus gut 30 m. Wolfgang Täuber reagierte zu spät und mußte den Ball passieren lassen. Doch unsere Elf steckte nicht auf, sondern warf alles nach vorn. In der 88. Minute gelang dann Peter Rudolph, ebenfalls mit einem Weitschuß, der Ausgleichstreffer. Auch dieser flache Schuß wäre unter normalen Umständen zu halten gewesen, doch der tiefe Boden hielt den Torwart buchstäblich mit Saugnäpfen an der Stelle fest.

Nach Spielschluß lobte Trainer Heinz Fielstette die Mannschaft für ihren kämpferischen Einsatz und die Moral, die zu einem wichtigen Auswärtspunkt führten. Erwähnt werden muß auch noch, daß der für Rainer "Toni" Goetz in der zweiten Halbzeit erstmals für uns eingesetzte Neuzugang Claus-Hermann Walter auf Linksaußen eine hervorragende Partie bot und sich bereits jetzt einen guten Platz in unserer Elf erkämpft haben dürfte.


 

 

Husum 18 - Flensburger Turnerbund

 

1:3

Als der Angstgegner erwies sich auch diesmal für unsere Elf der FTB. Unsere Elf war zwar während der gesamten Spieldauer optisch überlegen, doch die schnellen Konter der gefährlichen Stürmer der Flensburger nutzten konsequent die wenigen Chancen zum Erfolg aus. In der 23. Minute gelang nach Eckball von Manfred Albertsen unserem Routinier Reinhard "Bernie" Grünhoff mit einem Flachschuß die 1:0-Führung, doch mehr Treffer waren unseren Stürmern an diesem Tage nicht vergönnt. Als alles auf die 2:0 Führung kurz vor der Pause hoffte, wurde die Abwehr durch einen Konter überrollt. Gumtz flankte und Hansen konnte ungehindert einköpfen. Sekunden später erfolgte der Halbzeitpfiff.

Bereits sechs Minuten später ging der FTB nach einem Abwehrfehler von Martin Dohrn durch Ruf in Führung. Danach drängte unsere Elf mit aller Macht auf den Ausgleich. Die große Chance wurde in der 69. Minute vergeben. Als Dieter "Schorsch" Schleger einen Foulelfmeter zwar placiert, aber zu unscharf schoß und der Torwart Heidemann abwehren konnte. Den Nachschuß setzte Manfred Albertsen ans Außennetz. Nun wurde das Spiel verständlicherweise noch nervöser, die Abwehr rückte nach dem Motto "alles oder nichts" noch weiter auf, was in der 83. Minute zum dritten Treffer führte. Reichhardt konnte an der Mittellinie eine Steilvorlage annehmen und brachte den Ball nach einem enormen Spurt an Wolfgang Täuber vorbei im Tor unter, wobei der linke Innenpfosten noch Hilfestellung leistete.


Die Tabellenspitze

1.   Olympia Neumünster   15   36:19   24:6
2.   Husum 18   15   31:21   21:9
3.   Union Neumünster   14   23:19   18:10
4.   SV Heikendorf   15   22:17   17:13
5.   Flensburger Turnerbund   14   32:23   16:12
6.   Eckernförder SV   14   31:27   16:12

Ein Leserbrief - Sport im Fernsehen

Von Freitag bis Montag kann der Fernsehzuschauer eine Reihe von Sportsendungen in beiden Programmen empfangen. Ziemlich überflüssig finde ich dabei am Freitag die "Sport-Information" um 17:35 Uhr im ZDF und die "Sportschau" um 18 Uhr im NDR Fernsehen.

Am Sonnabend um 17:45 Uhr bringt die Sportschau aus Köln meines Erachtens gute und ausführliche Berichte von der Bundesliga, leider sind jedoch Bayern München und Borussia Mönchengladbach zu oft dabei! Beliebt es allerdings das "Aktuelle Sportstudio" des ZDF gegen 22 Uhr, wobei mir die Filmberichte allerdings schlechter als bei der Konkurrenz scheinen, das mag an den schwächeren Reportern liegen.

Sonntags ist dann das ZDF vor dem ersten Kanal dran: Um 17:15 Uhr mit der Sportreportage. Mindestens ein Fußball-Regionalliga Spiel ist meistens dabei (selten aus dem Norden), auch die Tore eines englischen Spiels in "Sport aus aller Welt".

Danach beginnt auch schon bald (18:15 Uhr) die "Sportschau" des 1. Programms mit meistens drei Fußballberichten, die jedoch viel zu kurz sind. Man sollte sich vielleicht auf weniger Spiele und längere Berichte beschränken. Auch gibt es viele, die nur an Fußball interessiert sind; es wäre gut, wenn man diese Berichte immer zu einer bestimmten Zeit innerhalb der 75-Minuten-Sendung bringen würde.

Montag, abends um 18:55 Uhr, die "Sportschau" der Nordschau. Das beste daran ist noch der Moderator Wolfgang Klein; der Inhalt immer derselbe: ein Fußballspiel (kurz), eine sogenannte Analyse von der Bundesliga, ein Motorrad-, Flugplatz- oder Go-Kart Rennen (Schottstädt) und sonstige langweilige Berichte. Geschmacklos finde ich auch, daß ein Gert Girschkowski dort kritisch über andere Sportler berichten darf, der sich als Torwart von Phönix Lübeck sehr unsportlich und unkameradschaftlich verhalten hat!

Wäre es nicht besser, diese Sendung zu streichen oder auf Sonntagabend (3. Programm) vorzuverlegen, wie andere Sender das auch tun? Dann könnte man aktueller und interessanter sein und die Regionalliga Nord und vielleicht Zucker Amateurligen zu Wort kommen lassen. So sieht die Woche vieler Fußball- und Sportfans aus, dazu kommen noch die Mittwochabende mit dem Europapokal. Wenn nur die Reporter nicht so viel reden würden, als ob sie Rundfunksprecher wären!

(Name der Redaktion bekannt, Text außer Verantwortung der Redaktion.)


Spielplan der Rückrunde

(in Klammern die Hinrundenergebnisse)

Sonntag   07.01.73   14:00 h   TSV Russee   -   Husum 18   (1:2)
Sonntag   14.01.73   14:15 h   Husum 18   -   Holstein Kiel Amateure   (1:1)
Sonntag   21.01.73   14:30 h   SV Tungendorf   -   Husum 18   (1:1)
Sonntag   28.01.73   14:30 h   Husum 18   -   Gut Heil Neumünster   (1:1)
Samstag   03.02.73   14:45 h   Olympia Neumünster   -   Husum 18   (1:4)
Sonntag   11.02.73   14:45 h   Husum 18   -   Kilia Kiel   (3:3)
Samstag   17.02.73   15:00 h   Flensburger TB   -   Husum 18   (3:1)
Samstag   24.02.73   15:00 h   Union Neumünster   -   Husum 18   (1:1)
Sonntag   11.03.73   15:00 h   Husum 18   -   Eckernförder SV   (1:1)
Sonntag   18.03.73   15:00 h   TuS Gaarden II   -   Husum 18   (2:3)
Sonntag   25.03.73   15:00 h   Husum 18   -   Holsatia Kiel   (2:2)
Sonntag   08.04.73   15:00 h   Heikendorfer SV   -   Husum 18   (0:4)
Sonntag   15.04.73   15:00 h   Husum 18   -   Polizei SV Kiel   (3:2)
Samsatg   28.04.73   16:00 h   UT Kiel   -   Husum 18   (1:2)
Samstag   05.05.73   16:00 h   Husum 18   -   DGF Flensburg   (2:1)

Torschützenliste

Ohne die Resultate der Freundschaftsspiele zu berücksichtigen, hat unsere Elf bei Halbzeit der Saison 31 Treffer erzielt, die durch folgende Spieler zustande kam:

Dieter "Schorsch" Schleger   11   (davon 2 Elfmeter)
Reinhard "Bernie" Grünhoff   7    
Manfred Albertsen   4    
Ernst-August Schlichte   3    
Olaf Wiederich   3    
Peter Rudolph   2    

. Ein Treffer wurde durch ein Eigentor der Gäste erzielt. Ferner vergaben Dieter "Schorsch" Schleger und Manfred Albertsen je einen Elfmeter. 2 Elfmeter wurden gegen uns ausgesprochen, die beide verwandelt worden.


Gutes Benefizspiel

Im Benefizspiel zugunsten der Familie des verstorbenen Westerländer Spielers Uwe Sager konnte der TSV Westerland nach spannendem Spiel gegen unsere Elf knapp mit 3:2 gewinnen. Bei gleichwertiger erster Halbzeit ging Westerland in der 14. Minute durch einen von Jannsen getretenen Freistoß in Führung. Dieter "Schorsch" Schleger konnte in der 39. Minute durch einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter ausgleichen.

Nach dem Wechsel dominierten die Gastgeber. Nach mustergültigem Paß von Mertens konnte Knutzen den Führungstreffer nach 10 Minuten erzielen. Wenig später stellte Swete, einer der besten Stürmer, mit einem Drehschuß ins obere Eck das 3:1 her. Nun schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, worauf unsere Elf noch einmal kam. 2 Minuten vor dem Abpfiff köpfte Dieter "Schorsch" Schleger den Anschlußtreffer ins Netz, als Mertens den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Ein Lattenschuß aus der zweiten Reihe verhinderte in der Schlußminute den Ausgleich.

Maßgeblichen Anteil am guten Ergebnis hatte der erstmals für Wolfgang Täuber eingesetzte Grochler, der gute und reaktionsschnelle Paraden zeigte. Sollte er diese Form beibehalten können, wäre das wohl für jeden Verein wichtige Problem gelöst: Was ist, wenn der Stammtorwart einmal verletzt sein sollte?

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

Buben siegten beim Hallenfußballturnier in Niebüll

Wie in jedem Jahr waren unsere Buben zu Gast beim Hallenturnier des TSV Rot-Weiß Niebüll. Aufgrund ihrer Leistungen auf dem Rasen machten sie sich berechtigte Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden.

Von seinen 15 Stammspielern nahm Trainer Reimer Seifert folgende 8 Spieler mit:

Ulf Knittel   Peter Korth   Bernd "Berni" Harms   Karl Peter "Kalle" Harmsen
Peter Empen   Hauke Hartmann   Kai-Uwe Schladetzky   Dieddel Harms

Anfangs wurden die Jungs von einer großen Unsicherheit beherrscht, da sie das Spielen in einer so großen Halle nicht gewohnt waren. Das erste Spiel gegen den TSV Husby wurde dennoch mit 1:0 gewonnen durch das schönste Tor des Turniers, von Peter Empen, genau in den Winkel, Unterkante Latte, und dann rein. Der Jubel war groß.

Im zweiten Spiel gegen den FTB Flensburg wurde nur gedaddelt und es fiel somit . Man trennte sich 0:0.

Bisher stand Peter Korth im Tor der 18er, wurde jetzt aber gegen Ulf Knittel ausgewechselt, der dann eine überragende Torwartleistung brachte und an den weiteren Siegen erheblichen Anteil hatte.

Gegen Lindholm wurde dann durch Tore von Hauke Hartmann und Mannschaftsführer Bernd "Bernie" Harms ein 2:0 herausgespielt. Bernd "Bernie" Harms steigerte sich von Spiel zu Spiel und war der überragende Spieler bei den Buben. Der Junge strahlt eine Ruhe aus, die sich auf das ganze Spiel der Mannschaft auslegt.

Bisher hatten wir 5:1 Punkte und mußten nun gegen TSV Rot-Weiß Niebüll antreten, die 6:0 Punkte hatten. Es ging somit um den Gruppensieg. Hier wurden die kleinen Bubies zu einer großen Mannschaft. Jeder gab sein Bestes und kämpfte vorbildlich. Es wurde das große Spiel von Hauke Hartmann, der, nachdem Kai-Uwe Schladetzky e zum wiederholten Male zwei dicke Tormöglichkeiten ausgelassen hatte, die Niebüller mit zwei blitzsauberen Toren aus dem Rennen warf. Nun war der Pokal greifbar nah.

Im Vorrundenspiel trafen wir auf die Bubis von Frisia Husum und gewannen das Spiel nach Verlängerung durch ein weiteres Tor von Hauke Hartmann 1:0.

Als Endspielgegner stand die Mannschaft des MTV Leck fest, für uns ein ganz unbekannter Gegner. Nach anfänglicher Nervosität, am meisten bemerkbar bei Karl-Peter "Kalle" Harmsen, der einige Fouls beging, fanden wir bald zu unserem Spiel. Peter Korth hielt sich vorwiegend hinten auf, so daß Bernd "Bernie" Harms immer wieder die Möglichkeit hatte mit nach vorne zu stoßen, wo er dann einen gewaltigen Wirbel machte. Dieses nutzten die cleveren Stürmer Hauke Hartmann und Peter Empen aus und stellten mit zwei schönen Toren den Endsieg für ihre Mannschaft her.

Der Jubel der Bubis war riesengroß, denn das, was man vor dem Turnierbeginn zaghaft angenommen hatte, war nun eingetreten. Unsere Bubies waren Pokalsieger! Der Mannschaftsführer Bernd "Bernie" Harms nahm den Pokal stolz in Empfang, bedankte sich beim TSV Rot-Weiß Niebüll für die Einladung und die Mannschaft verabschiedete sich mit einem dreifachen "Hipp, Hipp, Hurra!"


 

Mit diesen acht Spielern errang unsere Bubimannschaft im Hallenfußball-Turnier des RW Niebüll den begehrten Pokal.
V.l.o.n.r.u.: Karl-Peter "Kalle" Harmsen · Peter Korth · Dieddel Harms · Ulf Knittel · Hauke Hartmann · Peter Empen · Mannschaftsführer Bernd "Bernie" Harms · Kai-Uwe Schladetzky

Otto H. Krüger

leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. Januar

Aus der Kegelabteilung

Frauen CUP Spiele

Erstmalig hat man auf DKV Ebene - Sektion Bohle - Cup-Spiele für Frauen-Mannschaften angesetzt, die als Ersatz für eine fehlende Bundesliga anzusehen sind. Den Landesverband Schleswig-Holstein werden drei Mannschaften auf Bundesebene vertreten. Für die Ausscheidung hatte man alle Landesliga-Mannschaften und die Bezirksliga-Spitzenreiter eingeladen, zu denen auch unsere Mannschaft zählt.

Die erste Runde fand in Husum statt. Die Auslosung ergab als ersten Gegner die Mannschaft von DKC 31 Neumünster, den derzeitigen Spitzenreiter der Landesliga. Unsere Damen kannten aber keine Ehrfurcht vor diesem Gegner und schlugen ihn sicher mit 21 Holz. Herausragende Keglerin war Traute Christiansen.

Im zweiten Spiel trafen wir auf den etwas leichteren Gegner von Blau-Weiß Rendsburg, der ebenfalls mit 20 Holz geschlagen werden konnte. Wiederum war Traute Christiansen beste Keglerin ihres Clubs.

Damit hatten sich unsere 18er Damen für die zweite Runde in Rendsburg-Roseneck, gemeinsam mit den Landesligisten Urania Neumünster und Blau-Weiß-Rot Kiel sowie der Bezirksliga-Mannschaft von Schwale Neumünster, qualifiziert. Hier mußte dann eine Mannschaft ausscheiden, während die drei ersten Mannschaften den Landesverband auf Bundesebene vertreten werden. Aus diesem "Rennen", das am 17. Dezember 1973 stattfand, ging dann die Mannschaft von Blau-Weiß-Rot Kiel mit 3652 Holz als Sieger hervor, knapp gefolgt von unserer Mannschaft mit 3649 Holz und der Mannschaft von Urania Neumünster mit 3640 Holz. Als vierte Mannschaft und damit ausscheiden mußten die Keglerinnen von Schwale Neumünster mit 3624 Holz. Die Auslosung sieht vor, daß wir nunmehr in der nächsten Runde am 14. Januar 1973 (wahrscheinlich Raum Hamburg) auf zwei niedersächsische Mannschaften und eine Bremer Mannschaft treffen werden.

Otto H. Krüger

leer  

1973

Husum 18

1. Februar

Anstatt besonderer Einladungen!

Zu unserem

Vereinsfest

am Sonnabend, dem 10. Februar 1973, 20 Uhr, im Thomas Hotel

laden wir

alle Mitglieder, Freunde und Bekannte des Vereins

herzlich ein.

Es spielt für Sie die "Casino-Band".

Eintrittspreis: 5,- DM pro Person, an der Abendkasse 6,- DM

Tischbestellungen und Kartenvorverkauf im Farbenhaus Schöning, Husum, Neustadt 52.

leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. Februar

Formkrise

Mit der ersten Niederlage der Saison gegen den Flensburger Turnerbund mit 1:3 scheint unsere Liga-Elf in eine Formkrise geraten zu sein. So ging neben dem 2:3 in Westerland - wobei diese Niederlage gegen den Landesligisten TSV selbstverständlich keine Schande ist - auch das nachfolgende Spiel am 1. Weihnachtstag im Lokalderby gegen Frisia mit 0:2 verloren und die nächsten beiden Punktspiele beim TSV Russee mit 0:4 und zu Hause gegen Holstein Kiel mit 1:2. Zwar fehlte teilweise auch etwas Schußglück, doch insgesamt gesehen hat unsere Elf zur Zeit etwas von ihren sonstigen "Biß" und an Konzentration verloren, die zur Ausnutzung der sich bietenden Chancen nun einmal erforderlich ist. Durch die letzte Niederlage mußte sie ferner ihren bisher gehaltenen zweiten Tabellenplatz an die stark aufkommenden Eckernförder abgeben. Und selbst der zur Zeit eingenommene dritte Platz ist bei weiteren Punktverlusten stark gefährdet, denn bis zum 8. Tabellenplatz stehen die Mannschaften nur bis maximal vier Punkte voneinander getrennt.

Hoffen wir alle, daß sich unsere Elf in kurzer Zeit wieder gefangen hat und an die bisherigen Erfolge anknüpfen kann.


 

 

TSV Russee - Husum 18

 

4:0

Im ersten Spiel der Rückrunde mußte die bisher höchste Niederlage der Saison hingenommen werden. Durch das Fehlen von Reinhard "Bernie" Grünhoff war unsere Elf auf mehreren Positionen umgestellt worden und fand dadurch nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus. Vielleicht wäre die Niederlage noch abzuwenden gewesen, wenn nicht in der 20. Minute der Russeer Heydrich aus klarer Abseitsposition einen Treffer erzielte, der von dem wenig überzeugenden Schiedsrichter zum Erstaunen aller - selbst der Russeer - anerkannt wurde. Desweiteren hatte Peter Rudolph mit zwei Pfostenschüssen sehr viel Pech. Doch nach dem Wechsel kamen die Gastgeber stark auf und erzielten nach einem verunglückten Rückzieher von Peter Rudolph durch Boschmann den zweiten Treffer. In der 58. und 68. Minute hieß es dann durch Kalbus und wiederum Heydrich 4:0. In der 80. Minute wurde überdies noch Dieter "Schorsch" Schleger vom Platz gewiesen, als er den gegnerischen Torwart in einer Kurzschlußhandlung in die Rippen stieß.


 

 

Husum 18 - Holstein Kiel

 

1:2

Diese Heimniederlage hätte auf jeden Fall vermieden werden können. Trotz des Fehlens von Reinhard "Bernie" Grünhoff und des wegen Platzverweis zur Zeit nicht spielberechtigten Dieter "Schorsch" Schleger war unsere Elf fast während der gesamten Spieldauer die tonangebende Mannschaft. Doch ließ sich schon während des Spiels eine Parallele zum Spiel gegen den FTB ziehen; zu breit, langatmig und umständlich waren die Angriffe, so daß die Kieler sich immer wieder in Ruhe formieren konnten. Der einzige Treffer unserer Elf fiel denn auch nur dadurch, daß in der 22. Minute endlich einmal ein schneller Angriff erfolgte. Nach einer kurzen Drangperiode der Kieler erhielt Manfred Albertsen aus der Abwehr heraus den Ball kurz vor der Mittellinie zugespielt und bediente postwendend Peter Rudolph mit einer Steilvorlage. Peter Rudolph überwand die aufgerückte Abwehr und schoß aus spitzem Winkel ein. Nach diesem Treffer fiel unsere Elf dann aber sofort wieder in ihr umständliches Spiel zurück. Häufige Rückgaben, Querpässe und langes Ballhalten brachten nur selten Torchancen ein, die dann - vor allem durch Ernst-August Schlichte - kläglich vergeben wurden.

Nachdem dem Wechsel brachte der erste Kieler Angriff bereits in der 47. Minute den Ausgleich. Martin Dohrn konnte nicht weit genug abwehren, der Kieler Wendtland erhielt den Ball, umspielte Wolfgang Täuber und drückte zum 1:1 ein. Nach weiteren Angriffen unserer Elf fiel in der 61. Minute überraschend das 1:2. Tönsfeld hatte wie beim 1:1 den zu weit aufgerückten Hans-Peter Jensen überlaufen und am geschlagenen Torwart Wolfgang Täuber vorbei aufs Tor geschossen. Sein Schuß wurde von dem mit mehreren Verteidigern auf gleicher Höhe stehenden Kieler Hartung ins Tor gelenkt. Der zu recht wegen Abseits die Fahne hebende Linienrichter wurde unverständlicherweise vom Schiedsrichter nicht berücksichtigt und auch nach Protestieren unserer Spieler nicht befragt; das Tor wurde anerkannt. Unsere Elf hatte sich hier doch bald wieder gefangen und drängte auf den Ausgleich. Als Ulrich Grabert in der 80. Minute im Strafraum gefoult wurde, bot sich hierfür die größte Chance. Doch Manfred Albertsen hatte - zum zweiten Male in dieser Saison - nicht die nötigen Nerven und schoß am Tor vorbei.

Kurz vor Spielende hatten noch Peter Rudolph mit einem Rückzieher und Ulrich Grabert mit einem Kopfball Pech, als einmal der gute Kieler Torhüter den Ball halten konnte, zum anderen der Ball knapp am Pfosten vorbei strich.


1.   Olympia Neumünster   17   39:20   27:7
2.   Eckernförder SV   17   40:29   22:12
3.   Husum 18   17   32:27   21:13
4.   Union Neumünster   17   28:24   21:13
5.   Flensburger Turnerbund   17   36:29   19:15
6.   SV Heikendorf   17   22:17   19:15
7.   SV Tungendorf   17   28:27   18:16
8.   TSV Russee   17   29:27   17:17
9.   Holstein Kiel A   17   25:24   16:18
10.   Holsatia Kiel   17   30:30   15:19
11.   DGF Flensburg   17   23:27   15:19
12.   Gut Heil Neumünster   17   23:25   14:20
13.   Kilia Kiel   17   23:28   14:20
14.   Polizei Kiel   17   17:25   14:20
15.   Union Teutonia Kiel   17   15:31   12:22
16.   TuS Gaarden II   17   17:37   8:26

Herbstmeisterschaft

Hervorragend schlug sich in den letzten Spielen unsere zweite Mannschaft, die Anfang Januar diesen Jahres mit einiger Verspätung infolge mehrerer Spielausfälle die Herbstmeisterschaft der ersten Husum/Eiderstedter Kreisklasse erringen konnte.

Zwar mußte gegen den zur Zeit zweitplatzierten SV Dörpum die erste Saisonniederlage mit 3:0 hingenommen werden, ferner überraschenderweise ein Punkt gegen den Rödemisser SV abgegeben werden, als unsere Elf nach einem 0:1-Pausenrückstand (Elfmeter) nur noch durch Hans-Jürgen Fidelak den Ausgleich erzielen konnte, danach ging es aber wieder bergaufwärts.

So konnte der TSV Tönning II sicher mit 2:0 geschlagen werden, nachdem es bis zur Pause noch 0.0 hieß. Mit dem Nachholspiel in Friedrichstadt gegen Blau-Weiß II, das trotz des eigentlich unbespielbaren Rasens angepfiffen wurde, errang unsere Reserve die Herbstmeisterschaft. Nach einer 2:0- Pausenführung hieß es am Ende 3:1.

Im ersten Rückrundenspiel konnte der TSV Rantrum III mit 3:0 geschlagen werden. Durch einen Foulelfmeter besorgte Anton "Ratschi" Christiansen das 1:0, Hans-Jürgen Fidelak erhöhte bis zur Pause auf 2:0 und konnte kurz vor Spielende noch den dritten Treffer anbringen.


Dicht gefolgt vom SV Dörpum nimmt die zweite Mannschaft damit weiterhin die Tabellenspitze ein:

1.   Husum 18 II   15   40:11   25:5
2.   SV Dörpum   15   52:22   24:6
3.   Frisia Husum II   15   34:18   21:9
4.   FC Blau-Weiß Friedrichstadt II   14   54:17   20:8
5.   TSV Nordstrand   15   45:26   18:12
6.   SV Blau-Weiß Löwenstedt   15   34:24   18:12
Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18

1. Februar

Gesamtvorstandssitzung

Auf seiner letzten Sitzung des Jahres 1972 beschloß der engere Vorstand am 12. Dezember 1972, künftig in die Sitzungen des Gesamtvorstandes an jedem zweiten Freitag zu Beginn eines Quartals abzuhalten, und zwar im Ratskeller jeweils um 20 Uhr.

(Der engere Vorstand tritt an jedem ersten Freitag jeden Monats zusammen.)

Der Gesamtvorstand wird daher in diesem Jahr am 13. April, 13. Juli und 12. Oktober zusammenkommen. Da bei der letzten Sitzung am 12. Januar 1973 nicht alle Gesamtvorstandsmitglieder anwesend waren, werden hiermit für die drei noch ausstehenden Sitzungen folgende Mitglieder eingeladen:

1. Vorsitzender   Werner Denckmann   2. Vorsitzender   Hans Schöning
3. Vorsitzender   Arfast Carstens   1. Schriftführer   Harry Mölck
2. Schriftführer   Karl-Heinz Lund   1. Kassierer   Hans Weinstein
2. Kassierer   Gerd Schröder   Pressewart   Otto Krüger
Fußballobmann   Gerhard "Gille" Eckmann   Jugendobmann   Gerd Meier
Tischtennisobmann   Walter Liepert   Kegelobmann   Horst Brauer
Badmintonobmann   Wolf-Dieter Horst   Schiedsrichterobmann   Horst Kersten
Beisitzer   Anton "Ratschi" Christiansen · Jürgen Jordan · Manfred Jacobsen · Brigitte Kinzel

Besondere Einladungen ergehen nicht mehr.


Goldene Vereinsehrennadel

Zu seinem Geburtstag erhielt am 10. November 1972

Dr. med. Hans Winkler

für seine jahrzehntelange Vereinstreue und seine stete Einsatzbereitschaft für den Verein die goldene Vereinsehrennadel unseres Vereins überreicht.


Die gleiche Auszeichnung erhielt am 30. Dezember 1972, ebenfalls an seinem Geburtstag,

Otto Butterbrodt

für seine langjährige Vereinstreue und Vorstandstätigkeit.


Beiden Mitgliedern sprechen wir an dieser Stelle den herzlichsten Glückwunsch aus.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Nachruf

1. Februar

Am 16. Dezember 1972 wurde ihm zu seinem 89. Geburtstag für seine jahrzehntelange Vereinstreue zu Husum 18 die goldene Vereinsehrennadel überreicht. Wenige Tage später erreichte uns die unerwartete Nachricht, daß

Johannes Bollmann

am 25. Dezember 1972 infolge eines Herzinfarktes für immer von uns gegangen ist.

Mit ihm verlieren wir einen Freund, der zur aller Zeit unserem Verein treu zur Seite gestanden hat. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. Februar

Aus der Kegelabteilung

Einzelmeisterschaft

Am 6./7. Januar 1973 wurde die Einzelmeisterschaft des Vereins Husumer Kegler abgeschlossen. Vor allen Dingen bei den Frauen konnten wir hervorragend abschneiden. So wurde Inge Jacobsen mit einem ganz überlegenen Holzvorsprung Stadtmeisterin. Auch Anke Brauer als Drittplazierte konnte mit auf das berühmte "Treppchen" steigen. Mit Ulla Franke und Helgard "Hella" Peters werden insgesamt vier Frauen unserer Abteilung in der Stadtmannschaft kegeln.


Gute Plätze bei den Männern konnten auch Horst Brauer (7.), Gerd Schulz (10.) und Norbert Peters (12.) belegen, die mit drei Frisianern die II. Stadtmannschaft bilden. Hans Schöning bei den Senioren B und Sohn Peter Schöning bei den Junioren konnten jeweils zweiter in ihrer Gruppe werden.

Die weitere Reihenfolge unserer 18er Keglerinnen und Kegler sieht wie folgt aus:

8.   Traute Christiansen
10.   Inge Jahn
21.   Antje Franz
22.   Liselotte "Lotti" Zukrigl
23.   Gerda Lund
27.   Renate Schladetzky
33.   Eva-Maria "Evi" Kniese
49.   Elke Schach
54.   Gerda Schulz
55.   Uda Klena
58.   Marianne Christiansen
59.   Renate Weber
62.   Renate Lüthgens

20.   Karl-Heinz Lund
24.   Horst Weber
34.   Manfred Jacobsen
40.   Walter Zukrigl
51.   Wilhelm Franke
53.   Jürgen Jordan

Frauen-Cup-Spiele

Nachdem unsere Frauen die Vorrunden in Husum und Rendsburg so glänzend überstanden hatten, mußten sie nun in Hamburg-Bahrenfeld im Halbfinale gegen Mannschaften der anderen Landesverbände antreten. Am Start waren Frisch gewagt Braunschweig (Deutscher Meister!), Frisch auf Bremen, Gut Holz Nordenham und Husum 18. Es konnten sich zwei Mannschaften für das Finale in Lüneburg qualifizieren.

Hier zeigte sich dann letztlich doch, was Routine ist, indem sich nämlich die wesentlich älteren Keglerinnen aus Braunschweig und Nordenham durchzusetzen vermochten. Unsere Mannschaft lag bereits nach dem ersten Durchgang so weit zurück, daß an ein Weiterkommen nicht mehr gedacht werden konnte. Nach beiden Durchgängen lag schließlich der amtierende Deutsche Meister aus Braunschweig vor der Mannschaft aus Nordenham vorne. Bremen und unsere Mannschaft mußten ausschalten.

Ein Trost sei der Mannschaft gegönnt: Da sie die absolut jüngste Mannschaft stellte, steht ihr sicherlich die Zukunft mit weiteren Erfolgen noch offen.

Otto H. Krüger

leer  

1973

Husum 18 / Tischtennis

1. Februar

Aus der Tischtennis-Abteilung

Nach Abschluß der Herbstserie 1972/73 erreichte unsere erste Herrenmannschaft in der Bezirksklasse einen hervorragenden dritten Tabellenplatz:

1.   MTV Leck   11   99:27   22:0
2.   TTG Koldenbüttel / Garding   11   93:53   18:4
3.   Husum 18   11   83:72   13:9
4.   SZ Ohrstedt II   11   78:74   13:9
5.   Rot-Weiß Schleswig   11   75:69   12:10
6.   Grün-Weiß Flensburg   11   76:80   12:10
7.   TSV Westerland   11   69:78   10:12
8.   TSV Kropp   11   78:69   9:13
9.   TTC Ramsharde II   11   61:77   8:14
10.   Frisia Husum II   11   49:91   7:15
11.   TTC Ramsharde III   11   60:87   4:18
12.   TSV Wiedingharde   11   49:91   4:18

Unser Ziel für die Rückrunde ist nun, diesen dritten Platz zu halten und ein wenig vor den Verfolgern abzusichern.


Unsere zweite Herrenmannschaft hat sich auch recht tapfer geschlagen. Sie belegt nach Abschluß der Herbstserie einen Platz unter den Spitzenmannschaften.


Im Karl-Heinz-Münchow-Gedächtnispokal erreichte unsere erste Pokalmannschaft die Landesebene und schied nach gutem Spiel gegen Gettorf aus. Vorher verlor sie im Semifinale auf Bezirksebene gegen den Favoriten MTV Leck knapp mit 3:5.


Vereinsmeisterschaft

Wie jedes Jahr führten wir auch diesmal im Dezember unsere Vereinsmeisterschaft durch. Im Herreneinzel holte sich Horst-Werner Fick zum dritten Mal den Wanderpokal, der damit endgültig in seinen Besitz übergeht. Er verwies Gerhard Hoffmann durch einen sicheren Endspiel-Sieg auf den zweiten Platz, während Gerhard Hansen den dritten Platz erreichte. Vierter wurde Wolfgang Fick vor Frank Brüchmann.

Im Doppel setzten sich erwartungsgemäß Gerhard Hansen / Horst-Werner Fick vor Gerhard Hoffmann / Wolfgang Fick durch.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Sport allgemein

1. Februar

Die größten Komplikationen verzeichnete man im italienischen Frauenfußball, wo innerhalb kurzer Zeit 3 Trainer mit den hübschesten Kickerinnen wegen "Amore" durchgingen. Auch bei anderen Teams wurden wegen ähnlicher Tendenzen bereits Klagen laut.


Die schlagfertigste Reaktion zeigte Mrs. Elder, Sekretärin des unterklassigen englischen Fußballteams Workington, dessen Heimspiele stets nur von wenigen Zuschauern besucht werden. Auf die telefonische Frage eines Interessenten, wann das nächste Heimspiel Workingtons stattfinden werde, erwiderte Mrs. Elder: "Wann können sie kommen?"


In den USA kann man Football (die rauhe amerikanische Abart des "zahmen" europäischen Rugby) jetzt per Schallplatte trainieren. Eine Firma hat eine Platte mit Trainings-Anweisungen des bekannten Experten Ray Elliott, Betreuer der Mannschaft der Universität von Illinois, herausgebracht. Schon in kurzer Zeit wurde die Platte zum Verkaufsschlager. Die Werbung läuft unter dem Motto: "Der billigste Trainer der Welt."


Geschwindigkeit ist keine Hexerei - nach diesem Motto erzielte die irische Fußballmannschaft Athlone gegen Limerick zwei Tore innerhalb von 13 Sekunden. Der erste Treffer fiel aus einem Eckstoß. Kaum hatte Limericks Mittelstürmer den Anstoß ausgeführt, kamen die Athlone-Spieler wieder in Ballbesitz, das Leder lief über eine Station, und dann trat bereits wieder ein Vollstrecker in Aktion. Schiedsrichter der Begegnung war übrigens Thomas Swift (= Schnell).


Unter den brasilianischen Amateurfußball-Mannschaften hat sich der CB Verteira einen beachtlichen Platz gesichert. Das Team aus einem kleinen Ort im Staate Guanabara hat im Vereinswappen einen Kolibri, der zu den kleinsten Vögeln der Welt gehört. Über diesen winzigen Schwirrflügler meinte Vereinsvorstand Paulo da Costa: "Er bringt unsere Situation genau zum Ausdruck. Wir sind klein, halten uns aber ausgezeichnet in der Schwebe. Was will man mehr?"


Das geplante Benefizspiel für den 37-Jährigen Arnold "Pico" Schütz wird voraussichtlich im März 1973 stattfinden, weil zuvor etliche Nationalspieler aus Termingründen unabkömmlich sind. Schütz spielte 825 mal für den Fußballverein Werder Bremen.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. März

Weiterhin Platz 2

Nach drei Niederlagen hat sich unsere Elf wieder gefangen und wird und durch einen enormen Zwischenspurt wieder die zweite Position in der Tabelle erkämpft. Doch ein Vorrücken auf den ersten Tabellenplatz ist zur Zeit noch in weiter Ferne, da die führende Mannschaft Olympia Neumünster weiterhin mit fünf Punkten Vorsprung vor unserer Elf plaziert ist. Doch noch sind acht Spiele zu bestreiten, in denen 16 Punkte zu gewinnen oder auch zu verlieren sind. Bei weiterem Anhalten der Form unserer Elf könnte noch "alles drin" sein, doch müßte dann Olympia in der Leistung stark abfallen, was zwar aus Sicht unseres Vereins äußerst begrüßenswert wäre, worauf man aber nur zu hoffen wagt.

Andererseits könnte auch noch ein starker Rutsch nach unten erfolgen, da die nachfolgenden Mannschaften punktemäßig sehr dicht aufeinander folgen und gerade gegen diese Mannschaften (Union Neumünster auswärts, Eckernförder SV zu Hause, SV Heikendorf auswärts und DGF Flensburg zu Hause) gespielt werden muß.


 

 

SV Tungendorf - Husum 18

 

2:2

Nach drei Niederlagen holte sich unsere Elf einen wichtigen Punkt beim heimstarken SV Tungendorf, wodurch nicht zuletzt die Moral unserer Elf für die Siege der darauffolgenden Wochen gefestigt wurde.

Zuerst sah es jedoch nach einer weiteren Niederlage aus. Bereits nach 45 Sekunden kamen die Gastgeber nach unnötigem Hin- und Herspiel in der Abwehr in den Ballbesitz, der für Wolfgang Täuber erstmals eingesetzte Grochler ließ die Flanke passieren, so daß Burandt nur einzudrücken brauchte. Im Verlaufe des Spiels kam unsere Elf stärker auf, vernachlässigte jedoch die Abwehr. So führte überraschend ein Konterangriff in der 27. Minute zum 2:0 durch Neitzel. Als bereits alles auf den Halbzeitpfiff wartete, da der Schiedsrichter wegen einiger Unterbrechungen nachspielen ließ, gelang Hans-Peter Jensen der wichtige Anschlußtreffer. Peter Rudolph hatte sich links durchgetankt, seine flache Flanke faustete der Tungendorfer Torhüter direkt vor Hans-Peter Jensens Füße, der nur noch einzuschieben brauchte.

Nach dem Wechsel wurde Anton "Ratschi" Christiansen für Ernst-August Schlichte eingesetzt und sofort kam mehr Druck in den Sturm. Bereits in der 54. Minute erzielte Manfred Albertsen mit einem flachen harten Schuß aus 16 Metern den Ausgleich. In den folgenden Minuten hätte bei der nervös gewordenen Abwehr der Gastgeber durchaus der Siegtreffer fallen können, aber Anton "Ratschi" Christiansen traf nur den Pfosten.


 

 

Husum 18 - Gut Heil Neumünster

 

2:0

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, in denen sogar Ulrich Grabert einmal auf der Linie retten mußte, kam unsere Elf immer besser ins Spiel. Es dauerte jedoch bis zur 45. Minute, bevor das 1:0 fiel. Eduard "Ede" Lehmbeck hatte eine Flanke geschlagen, die Ernst-August Schlichte direkt aus der Luft nahm und in den rechten Winkel unhaltbar einbombte. Kurz nach dem Wechsel konnte die Entscheidung fallen. Claus-Hermann Walter war nach einer herrlichen Vorlage frei durch und wurde im Strafraum gelegt. Da Dieter "Schorsch" Schleger immer noch gesperrt war, schoß der erstmals nach längerer Urlaubszeit wieder mitspielende Reinhard "Bernie" Grünhoff den fälligen Elfmeter. Doch der Gästetorwart konnte den plazierten Schuß in einer bravouröse Leistung um den Pfosten lenken. Nachdem Claus-Hermann Walter noch mehrere gute Einschußmöglichkeiten verpaßt hatte, gelang ihm nach einem Eckstoß von Anton "Ratschi" Christiansen mit einem Volleyschuß aus 6 Metern Entfernung in der 80. Minute sein erster Treffer, der die endgültige Entscheidung brachte.


 

 

Olympia Neumünster - Husum 18

 

2:5

Nachdem bereits im Hinspiel Olympia gegen unsere Elf mit 1:4 die Segel streichen mußte, fuhr unserer Elf optimistisch nach Neumünster.

Die Neumünsteraner wollten die Schlappe der Hinrunde unbedingt wettmachen und griffen pausenlos an. Unser Ersatztorhüter Grochler wirkte sehr nervös und brachte einige Unruhe in die Abwehr. So konnte er mehrere Bälle nicht festhalten, worauf sich gute Einschußmöglichkeiten für die Gastgeber ergaben. Doch diese vergaben die sich auch für sie unvermutet ergebenden Chancen. Ein schneller Konter brachte dann überraschend die 1:0-Führung für unsere Elf. Eine Bombe aus halblinker Position knallte Eduard "Ede" Lehmbeck unter die Latte. Doch die Neumünsteraner fingen sich sehr schnell, obwohl bereits eine Minute später eine höhere Führung für unsere Elf drin gewesen wäre, als Claus-Hermann Walter aus kürzester Entfernung vergab. In der 42 .Minute Grochler einen Eckball nicht rechtzeitig erreichen, Altes war zur Stelle und köpfte ein.

Mit dem Pausenpfiff gelang den Gastgebern dann der Führungstreffer. Ein nicht ganz berechtigter Freistoß wegen gestreckten Beins konnte Grochler nicht festhalten; Schümann vollstreckte im Nachschuß.

Der entscheidende Treffer fiel dann zwei Minuten nach dem Wechsel. Der aufgerückte Hans-Uwe Kock überlistete den Gastgebertorwart aus 25 Metern mit einem Senker unter die Latte, als dieser - eine Flanke erwartend - zu früh aus dem Tor gelaufen war. Nun waren die Neumünsteraner aus dem Konzept gebracht. Ihre Angriffe wurden überhasteter und unkonzentrierter. Hinzu kam eine Steigerung unseres Ersatztorwart ist Grochler, die keiner für möglich gehalten hätte. Mit blitzschnellen Reaktionen und schonungslosem Einsatz verhinderte er mehrmals die erneute Führung. Als der mitaufgerückte Peter Rudolph in der 61. Minute mit einem knallharten Schuß in den Winkel den unaufmerksamen Torwart - wie Hans-Uwe Kock beim 2:2 - ebenfalls überlisten konnte, war die Niederlage der Gastgeber nicht mehr abzuwenden. Ein erneuter Konter in der 73. Minute brachte das endgültige Aus. Manfred Albertsen hatte von der Torauslinie geflankt, ein Verteidiger und der Torwart verpaßten den Ball, so daß Claus-Hermann Walter mit dem Kopf im Fluge den Ball über die Torlinie bringen konnte. Zehn Minuten vor dem Abpfiff konnte ein Neumünsteraner Verteidiger - auf dem Boden liegend - den Ball nur noch mit der Hand anhalten, um einen Durchbruch von Claus-Hermann Walter zu verhindern. Den fälligen Elfmeter verwandelte Manfred Albertsen im sicheren Gefühl des Sieges zum fünften Treffer.


 

 

Husum 18 - Kilia Kiel

 

2:0

Als der schwere Gegner des Hinspiels, wo mit Glück ein 3:2 geholt wurde, erwies sich auch diesmal die Kieler Elf. Die aufmerksame und konsequente Abwehr ließ in der ersten Halbzeit keinen Treffer zu. Erst in der 46. Minute konnte sie durch einen geschickt ausgeführten Freistoß überwunden werden. Bevor sich die Abwehr formiert hatte, wurde Ernst-August Schlichte - völlig freistehend - im Querpaß angespielt und setzte den Ball an die Innenkante der Latte, von der er ins Netz sprang. Auch der zweite Treffer wurde im Anschluß an einen Freistoß erzielt. Manfred Albertsen flankte nach innen, Hans-Peter Jensen flog in die Flugbahn des Balles und köpfte diesen unhaltbar unter die Latte. Eine weitere gute Möglichkeit wurde kurz vor Schluß durch Reinhard "Bernie" Grünhoff vergeben, als er nach vorausgegangenem herrlichem Dreieckpaßspiel frei vor dem Tor stand und den Ball knapp neben den Pfosten setzte.


 

 

Flensburger TB - Husum 18

 

1:0

Auch diesmal fand unsere Elf gegen das mehr als defensive Spiel des Gegners kein Konzept. Während der gesamten Spieldauer feldüberlegen, mußte sie sich am Ende mit einer 1:0-Niederlage zufriedengeben. Wieder mauerten sich die FTB'er in ihrer eigenen Hälfte ein und kamen nur gelegentlich mit Kontervorstößen in unsere Hälfte. Wie gefährlich diese jedoch waren, bewiesen die zahlreichen Torchancen, die diese Elfer herausspielte und von der eine in der 32. Minute durch einen Alleingang von Ruf zum goldenen Tor des Tages führte. Mit zwei Pfostenschüssen und einem Lattenschuß unterstrich diese Elf ihre Gefährlichkeit. Nur dem nach Abschluß seines Examens erstmals wieder eingesetzten Stammtorwart Wolfgang Täuber war eine höhere Niederlage zu verdanken. Unsere Elf versäumte es, die massive Abwehr des Gegners mit Flügelläufen aufzureißen und rannte sich in der Mitte fest. Wenn auch unsere technisch gut aufgebauten Angriffe fürs Auge gefälliger wirkten als die meist auf Zufall aufgebauten Weitschläge der Flensburger nach vorne, hatte diese Elf - zumindest in den beiden Spielen gegen unsere Elf - letztlich den Erfolg für sich zu verzeichnen. Einer technisch guten Mannschaft wie unsere Elf sollte es aber möglich sein, auch solche Gegner, von denen es in der Verbandsliga gottlob nicht viele gibt, mit gutem Fußball in Zukunft zu bezwingen.

Daß letztlich der Erfolg der Flensburger auch der überaus schwachen Leistung des Schiedsrichters zuzuschreiben ist, der "zufällig" drei Mal ein Handspiel der mit allen Mitteln verteidigenden Flensburger übersah, muß vielleicht noch gesagt werden; wenn es auch ansonsten in der Vereinszeitung nicht üblich ist, die Leistungen dieser ebenfalls nur als Amateure tätigen Sportler zu kritisieren.


1.   Olympia Neumünster   22   54:33   33:11
2.   Husum 18   22   43:22   28:16
3.   Union Neumünster   21   36:28   26:16
4.   Eckernförder SV   22   47:36   26:18
5.   SV Heikendorf   21   34:27   25:17
6.   DGF Flensburg   22   37:34   23:21
7.   Flensburger TB   22   42:41   23:21
8.   SV Tungendorf   22   36:36   21:23
9.   TSV Russee   21   35:36   19:23
10.   Holstein Kiel Am.   20   29:30   18:22
11.   Holsatia Kiel   21   37:39   18:24
12.   Gut Heil Neumünster   21   27:30   18:24
13.   Polizei Kiel   21   22:32   18:24
14.   Kilia Kiel   21   26:33   17:25
15.   Union Teutonia Kiel   21   20:36   17:25
16.   TuS Gaarden II   22   25:47   12:32

Ein Bericht unseres Trainers Heinz Fielstette:

Moderne Spielsysteme und ihre Bedeutung

Stellungnahmen und Presseberichte über Fußballspiele zeigen immer wieder, daß es gerade über das Fußballspiel sehr viele gültige Meinungen gibt.

Da ein Fußballspiel nur von verständlichen, menschlichen Unzulänglichkeiten lebt, kann sich ein jeder Zuschauer an den für ihn gültigen Situationen eines Spiels erfreuen. Es sollte aber nicht verkannt werden, daß sich in der Spielauffassung und den Spielsystemen ein grundlegender Wandel vollzogen hat. Die Gesetzmäßigkeiten zu "Großvaterszeiten" haben heute kaum noch Gültigkeit. Wer sich heute noch an Spielertypen erfreuen will, die mit weiten meist unkontrollierten Schlägen den Raum überbrücken und die eigenen Spieler immer wieder in den Kampf mit dem Gegner schicken, muß schon Spiele der untersten Klassen besuchen. Bei Spielen der Bundesliga oder gar bei Länderspielen wird "er" sich sicherlich sehr langweilen.

Schon das "WM-System", mit dem Deutschland in der Schweiz Weltmeister wurde, findet in der Praxis kaum noch Anwendung.

Abgelöst wurde dieses System von dem "4 : 2 : 4", das von Südamerika zu uns kam. Da es sich hierbei aber mehr System der Raumdeckung handelt, konnte es sich in Europa, wo man die Manndeckung bevorzugt, nicht durchsetzen.

So ergaben sich schnell Abwandlungen in Richtung "4 : 3 : 3", dem "4 : 4 : 2" und so weiter. Abwandlungen von Systemen hat es zu allen Zeiten gegeben und so kennt man den "Schalker Kreisel", den "Schweizer Riegel", das "Rollsystem" und so weiter.

Die interessanteste Neuerung dürfte das Spiel mit dem "Libero" sein, das aus Italien zu uns kam. Hier wird der Mittelläufer zum freien Mann hinter der Abwehr, der aber auch kurzfristig Aufgaben im Mittelfeld oder sogar im Sturm übernehmen kann. Als Vorbild für diese Spielart dient Franz Beckenbauer von Bayern München.

Wenn man heute noch von einem Spiel mit Ausputzer lesen kann, so dürfte es hierfür kein Verständnis geben. Die Aufgabe des freien Spielers hinter der Abwehr ist eine wesentlich andere Aufgabe als die des Ausputzers. Mit einer derartigen Spielanlage wird man zwar einige Spiele gewinnen können - aber auf die Dauer gesehen, kann man damit heute nicht mehr bestehen.

Mehr denn je wird das Spiel im Mittelfeld betont. Das ist nicht als Eigenzweck gedacht - sondern als Mittel zum Zweck.

Das Spiel im Mittelfeld bedeutet keine Gefahr für das eigene Tor - zieht aber den Gegner von dessen Tor weg. Es sollen Lücken in der Abwehr des Gegners geschaffen werden, in die die Stürmer und Mittelfeldspieler hineinstoßen können, um Tore zu erzielen.

Variabel gespielt, kann so ein System - je nach Situation - ein Spiel sein mit sechs Stürmern als auch mit 8 Abwehrspielern.

Welches System von einer Mannschaft gespielt werden kann, hängt selbstverständlich von den zur Verfügung stehenden Spielern ab. Die heutigen Spieler müssen über eine besonders gute Balltechnik und ein gutes Spielverständnis verfügen. Sie müssen den Ball in den eigenen Reihen halten können, um den Spielrhythmus zu bestimmen - wie sie auch blitzschnell schalten müssen, um zum Torerfolg zu kommen.

Es kommt bei den Spielern mehr denn je auf die physische und psychische Bereitschaft an. Damit dürfte auch der Schwerpunkt in der Schulung schon umrissen sein, mit der man in der Jugend nicht früh genug beginnen kann.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18

1. März

Stimmungsvolles Vereinsfest

Unser diesjähriges Vereinsfest fand wie im Vorjahr einen überaus großen Zuspruch bei unseren Mitgliedern, nur mit dem positiven Unterschied, daß bereits im Vorverkauf von den 200 Karten 196 verkauft worden waren. In dem somit vollbesetzten Thomas Hotel sorgte wieder die Casino-Band, daß von Anbeginn eine lockere und fröhliche Stimmung herrschte. Wieder war die Fußball- und die Kegelabteilung außerordentlich stark vertreten. Erstmals nahm auch unsere Damenfußballmannschaft an dem Fest teil und trug wesentlich zu der guten Stimmung bei. Als jeder kräftig das Tanzbein geschwungen hatte und man einer allgemeinen Ruhepause bedurfte, sorgte die reichhaltige Tombola für eine weitere Anheizung der Stimmung. Mehrere charmante Ehefrauen unserer Fußballer und mehrere unserer Fußballerinnen hatten zuvor innerhalb kürzester Zeit die zur Verfügung stehenden Lose "an den Mann" (oder die Dame) gebracht. Unsere Torschützenkönigin Silke Lorenzen spielte an diesem Abend die Glücksgöttin und durfte aus dem zur Verfügung gestellten Sektkübel die Losnummern ziehen. Ich als Pressewart hatte dann wieder einmal die schwerste Aufgabe. Ich mußte den jeweils zur Verlosung anstehenden Gewinn vom Flügel (das ist ein Klavier) stemmen und ihn so lange schleppen, bis Silke Lorenzen die Losnummer gezogen, unser erster Vorsitzender Werner Denckmann sie vorgelesen und der glückliche Gewinner nach einem freudigen "Hier"-Ruf sich durch die Reihen der "Ah"- und "Oh"-Rufenden gezwängt hatte und ihn mir endlich abnahm. Nur eine Dame hatte einmal ein Einsehen mit mir und belohnte mich für meine Schwerstarbeit - obwohl sie nur den kleinsten Gewinn erhaschte - mit einem netten Küßchen auf die Backe; ... nein, Entschuldigung, auf die Wange.

Ganz Neugierige, die nicht am Fest teilnahmen, aber wissen möchten, wer nun alles etwas gewonnen hat (vielleicht kennt man den einen oder anderen und kann sich mal etwas ausleihen), muß ich aber enttäuschen. Ich weiß nur noch, daß unser guter Käpt'n Dieter Eckholdt das schönste und teuerste Buch von den Olympischen Spielen 1972 gewonnen hat. Für alle, die gerne lesen, sage ich noch, daß er Kleikuhle 4 wohnt, mehr aber nicht. Und den ersten Preis, eine Kaffeemaschine, mußte ich Gerda Lund, ... leider. Aber wer leiht schon so etwas, die hat doch jeder ... oder?

Um 3 Uhr morgens war das Fest dann schon zu Ende, ... nochmal leider.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. März

Bericht aus der Kegelabteilung

Kreismeisterschaften

Bei den am 27./28. Januar 1973 in Flensburg/Berggeist stattfindenden Kreismeisterschaften waren auch einige Keglerinnen und Kegler unserer Abteilung vertreten. Nach seinem Aufstieg aus der Jugendklasse in die Juniorenklasse konnte Peter Schöning gleich auf Anhieb den Kreismeistertitel, allerdings holzgleich mit Bernd Meinke, ebenfalls aus Husum, erringen.

Groß in Form war an diesem Tage auch unser Vereinsvorsitzender Werner Denckmann. Er wurde mit 734 Holz Kreismeister in seiner Klasse. Mehr Mühe als erwartet hatte Inge Jacobsen in der Frauengruppe. Nur mit einem Holz Vorsprung (mit dem letzten Wurf erzielt) konnte sie Platz 2 belegen und hatte damit dann die Fahrkarte zu den Bezirksmeisterschaften nach Kiel in der Tasche.

Allen drei Keglern wünschen wir bei den Bezirksmeisterschaften viel Glück und Gut Holz.


Frauen-Kreisliga

Die Schlußkämpfe in der Frauen-Kreisliga wurden in Flensburg/Berggeist durchgeführt. Unsere zweite Frauenmannschaft hatte absolut noch die Möglichkeit Tabellenerster zu werden. Dazu war allerdings erforderlich, daß sie Flotte 7 schlug und in einem weiteren Spiel dann gegen die gleiche Mannschaft noch einmal gewinnen würde. Es fing auch sehr gut an. Der Kampf wurde mit 27 Holz gewonnen (Helga Jordan 741 Holz, Anke Brauer 735 Holz). Damit war nun ein Gleichstand von beiden Mannschaften erreicht. Ein weiteres Spiel dieser beiden Mannschaften mußte die Entscheidung bringen. Leider fehlte in diesem Spiel die nötige Konzentration. Unsere Mannschaft verlor dann dieses Spiel recht hoch mit 42 Holz. Die Mannschaft von Flotte 7 war damit Kreismeister und wird in der kommenden Saison in der Bezirksliga kegeln.


Unsere dritte Mannschaft hatte gegen Comet 69 Husum zu kegeln. Sie gewannen dies Spiel recht sicher mit 62 Holz. Damit war unsere Mannschaft punktgleich mit der Mannschaft von Rollendes Glück Bredstedt. Diese beiden Mannschaften mußten jetzt ebenfalls ein Entscheidungsspiel über einen weiteren Absteiger machen. Hier war dann die Mannschaft von Rollendes Glück Bredstedt wesentlich besser als unsere Mannschaft, die dieses Spiel mit 81 Holz verlor. Damit war der Abstieg in die Stadtliga besiegelt.


Abschlusstabelle

1.   Flotte 7 Husum   12:2       +163
2.   Husum 18 II   12:2       +244
3.   Frohsinn Rendsburg   10:4       +372
4.   Fortuna Rendsburg II   6:8       -102
5.   Comet 69 Husum   6:8       -134
6.   Rollendes Glück Bredstedt   4:10       -101
7.   Husum 18 III   4:10       -210
8.   Frohsinn Rendsburg II   2:12       -232

Männer-Verbandsliga

Am vierten Spieltag hatten wir zwei ganz schwere Mannschaften zum Gegner. Im ersten Spiel mußten wir gegen die Mannschaft von Fortuna Flensburg antreten, gegen die wir dann auch mit 14 Holz verloren.

Der nächste Gegner war die Mannschaft von Blau-Gelb Schleswig, die zur Zeit Spitzenreiter unserer Liga ist. Unsere drei ersten Spieler hatten einen guten Start erwischt und kegelten mit Manfred Jacobsen (728 Holz), Peter Schöning (717 Holz) und Gerd Schulz (723 Holz) einen Vorsprung von 16 Holz heraus. Horst Brauer als vierter Starter konnte diesen Vorsprung gegen seinen Gegner mit 725 Holz halten, so daß Norbert Peters als Schlußstarter die Holzzahl von 16 mit auf die Bahn nahm. Leider ließ er sich genau diese Holzzahl (718:734 Holz) von seinem sehr starken Gegner, der Höchstholz warf, abnehmen, so daß wir letzten Endes mit einem Unentschieden zufrieden sein mußten. Trotz der Punkteinbußen an diesem Tag stehen wir immer noch auf einen guten Mittelplatz in der Tabelle. Um allerdings den Klassenerhalt zu sichern, muß noch mindestens ein Spiel, wenn nicht gar zwei Spiele gewonnen werden, da voraussichtlich vier Mannschaften aus der Verbandsliga absteigen werden.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball allgemein

1. März

Storch kontra Damen-Fußball

"Da brat mir einer 'nen Storch, das ist eine wahre Heuschreckenplage", klagte der Vorsitzende des königlich-niederländischen Fußball-Bundes in der Provinz Gelderland: Nach nur einem Wettkampf in der neuen Saison bat der Damen-Fußballverein in Didam um Absetzung der weiteren Spiele. Mit dem Frühlingswetter hatte sich bei dem Verein, der sich "De Sprinkhanen" (Die Heuschrecken) nennt, der Klapperstorch eingestellt. Gleich sieben der Spielerinnen meldeten, guter Hoffnung zu sein.


Streitbare Fußball-Amazone eine Woche gesperrt

Auch im Damenfußball, der sich immer mehr ausweitet, hat es gesittet zuzugehen. Diese Auffassung vertrat das Disziplinarkomitee des Damen-Fußballverbandes von Sussex/England und verurteilte die blonde, 17-Jährige Pauline Gill zu einer Woche Spielsperre und einem Pfund Sterling Geldstrafe. Die streitbare Fußball-Amazone hatte sich in einem Punktspiel des FC Portslade gegen die gegnerische Mannschaft der Ingisher Ladies dazu hinreißen lassen, der gegnerischen Mittelstürmerin Libby Pollitt einen Boxhieb aufs Auge zu versetzen. Der Schiedsrichter-Bericht brachte sie dann vor den Disziplinarausschuß.


Torschütze mit dem Revolver bedroht

Im Fußballstadion einer Technischen Hochschule in Chicago mußten Polizeibeamter aus außergewöhnlichem Grund ein Spiel abbrechen. Nachdem der Mannschaftskapitän eines kroatischen Fußballclubs das Führungstor gegen eine griechische Vertretung erzielt hatte, zog der Trainer der griechischen Fußballspieler einen Revolver und stürzte auf das Spielfeld, wo er den Torschützen bedrohte, "das Spiel lieber nicht zu gewinnen". Der Trainer wurde wegen unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen,

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. April

Noch gut im Rennen

Obwohl unsere Elf aus den letzten drei Spielen nur 3:3 Punkte holte, liegt sie noch weiterhin gut im Rennen, da auch die anderen Spitzenvereine Punkte einbüßen mußten. Nur den zweiten Tabellenplatz konnte sie nicht halten und mußte ihn nach der 3:1 Niederlage gegen Union Neumünster an diese Mannschaft, hoffentlich nur vorübergehend, abgeben. Doch zum Tabellenführer hat sich der Punkte-Vorsprung von 5 auf 4 verringert, woraus zu ersehen ist, daß Olympia Neumünster in den letzten drei Spielen auch erhebliche Punktverluste hinnehmen mußte.

Hoffen wir, daß in den letzten Spielen noch einmal alles gegeben wird und am Saisonende zwar nicht der erste, aber vielleicht der zweite Tabellenplatz eingenommen werden kann, der unter bestimmten Voraussetzungen noch den Aufstieg in die Landesliga bedeuten kann.


 

 

Union Neumünster - Husum 18

 

3:1

Durchaus zu schlagen war die Elf von Union Neumünster an diesem Nachmittag. Doch unsere Elf vergab den möglichen Sieg in der ersten halben Stunde. Nach guten Tormöglichkeiten fiel überraschend und unglücklich der Führungstreffer für die Gastgeber. Ein schneller Konter und eine Flanke von rechts wurde von Ernst-August Schlichte in der zehnten Minute so unglücklich abgewehrt, daß der Ball ins eigene Netz sprang. Zum Glück fiel bereits eine Minute später der Ausgleich, als Eduard "Ede" Lehmbeck eine von Manfred Albertsen herreingebrachte Ecke mit dem Kopf über den zu weit hinaus gelaufenen Neumünsteraner Torwart im Netz unterbringen konnte. Nun war alles wieder offen.

Weitere zahlreiche Torchancen wurden kläglich vergeben, obwohl der Gastgeber-Torwart nicht den sichersten Eindruck machte. Nach einer halben Stunde kamen die Neumünsteraner stärker auf und erzielten in der 30. Minute den zweiten Treffer. Hans-Peter Jensens verunglückter Abwehrschlag landete Hirschfelder freistehend vor die Füße, der anschließend Wolfgang Täuber dann keine Chance ließ.

Kurz vor der Pause, als alles den Ausgleich der Husumer erwartete, überwand in der 40. Minute Hirschfelder erneut unseren Torwart, als er aus rechter Position eine Bombe unhaltbar unter die Latte knallte.

Nach dem Wechsel überließen die Gastgeber unserer Elf überwiegend das Mittelfeld. Die Angriffe kam jetzt jedoch zu umständlich und langsam, so daß die auf Sicherheit spielenden Neumünsteraner wenig Mühe hatten. Als in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit zwei große Chancen, die den Ausgleich hätten bringen können, ausgelassen worden, resignierten unsere Spieler zusehends und mußten schließlich froh sein, daß die gefährlich vorgetragenen Angriffe der Gastgeber nicht noch weitere Torerfolge einbrachten.


 

 

Husum 18 - Eckernförder SV

 

1:1

Von dieser Begegnung hatte man in Husum allgemein mehr erwartet. Doch beide Mannschaften boten nicht die ihrem Tabellenplatz zukommende Leistung. Nach einer starken halben Stunde, die nach gut 20 Minuten durch Dieter "Schorsch" Schleger und Reinhard "Bernie" Grünhoff eine Führung hätte erbringen müssen, kamen die Eckernförder in der 35. Minuten zum Führungstreffer. Martin Dohrn hatte Palenscat im Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter verwandelte Steingräber und haltbar. Drei Minuten später wäre fast noch der zweite Treffer gefallen, doch Martin Dohrn konnte mit dem Kopf auf der Linie retten und so sein Mißgeschick wieder gutmachen.

Nach dem Wechsel kamen unsere Spieler stärker auf und drängten auf den Ausgleich. Dieser fiel in der 61. Minute, als eine Flanke von Ernst-August Schlichte durch Hans Uwe Kock mit dem Kopf an den freistehenden Eduard "Ede" Lehmbeck weitergeleitet wurde, der überlegt ins lange rechte Eck einschoß. Eine Möglichkeit zum Sieg vergab Peter Rudolph Minuten vor dem Abpfiff, als ein Kopfball aus aussichtsreicher Position direkt auf den Gästetorwart gezielt wurde.


 

 

TuS Gaarden - Husum 18

 

1:4

Obwohl es zunächst nicht nach einem sicheren Sieg unserer Elf aussah, muß dieser doppelte Punktgewinn als verdient angesehen werden. Während der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber teilweise mehr vom Spiel und kamen mit gefährlichen Angriffen vor unser Tor. Doch die in dieser Phase auf Abwehr eingestellten Spieler ließen nichts "anbrennen". Besonders die für die aus beruflichen Gründen nicht mitspielenden Verteidiger Martin Dohrn und Ulrich Grabert eingesetzten Ersatzspieler Gerd Schröder und Hans-Peter Jensen machten ihre Sache hervorragend und waren ein vollwertiger Ersatz.

Erst nach dem Wechsel kamen wir stärker auf, so daß es nur eine Frage der Zeit war, wann der Führungstreffer fallen würde. Doch es dauerte immerhin bis zur 60. Minute, bis Eduard "Ede" Lehmbeck einen seiner Vorstöße aus dem Mittelfeld mit dem 1:0 abschließen konnte. Bereits wenige Minuten später wurde Manfred Albertsen im Strafraum gelegt und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum vorentscheidenden 2:0. Nach dem Anschlußtreffer der Gastgeber wurde noch einmal alles gegeben, um nicht noch in letzter Minute einen Punkt abgeben zu müssen. Den endgültigen Sieg sicherte dann Dieter "Schorsch" Schleger in der 75. Minute, als er einen von Reinhard "Bernie" Grünhoff an die Latte gesetzten Weitschuß mit dem Kopf hinter die Linie bringen konnte. Eine Resultatsverbesserung gab es dann noch in der 83. Minute, als Dieter "Schorsch" Schleger eine linke Flanke trickreich über die Linie brachte.


1.   Olympia Neumünster   25   54:34   35:15
2.   Union Neumünster   25   46:31   33:17
3.   Husum 18   25   49:37   31:19
4.   SV Heikendorf   24   40:31   29:19
5.   Eckernförder SV   25   48:40   27:23
6.   Flensburger TB   25   45:43   27:23
7.   DGF Flensburg   25   40:41   25:25
8.   Union Teutonia Kiel   25   27:40   24:26
9.   TSV Russee   24   42:38   23:25
10.   SV Tungendorf   24   40:40   23:25
11.   Holsatia Kiel   24   41:41   22:26
12.   Holstein Kiel Amateure   24   38:38   22:26
13.   Polizei Kiel   24   23:33   21:27
14.   Gut Heil Neumünster   25   31:39   20:30
15.   Kilia Kiel   24   31:42   18:30
16.   TuS Gaarden II   24   26:53   12:36

Reserve weiterhin Platz 1

Nach den letzten Spielen kann unsere zweite Mannschaft weiterhin den ersten Tabellenplatz in der Husum/Eiderstedter Kreisklasse behaupten. Sie liegt zur Zeit mit drei Punkten vor der Liga des SV Dörpum und dürfte bei gleichbleibender Form in den noch ausstehenden sechs Spielen kaum von der Spitze zu drängen sein. Ein dann folgender Aufstieg wäre dann auch für unsere Ligaelf von Vorteil, da der Niveauunterschied dann nicht mehr so kraß ist.

Wie schwer jedoch auch ein Sieg in der Kreisklasse sein kann, zeigte sich im Auswärtsspiel gegen TSV Garding, der bis dahin mit nur einem Pluspunkt am Tabellenende stand. Bis zur Pause gab es gegen die inzwischen stark verbesserten Gardinger nur ein 1:1, am Ende hieß es dann nur knapp 3:2 für unsere Elf.

Am darauffolgenden Sonntag dauerte es immerhin bis weit in die zweite Halbzeit, ehe die zweite Mannschaft des TSV Tönning auf die Verliererstraße geriet. Nach torloser erster Hälfte kam durch Trommler die kuriose 1:0-Führung. Der Schuß wurde durch einen Tönninger Verteidiger noch auf der Linie erreicht, in der hektischen Abwehrreaktion schlug dieser jedoch neben den Ball und brachte diesen im Zurücksetzen mit der Hacke vollends über die Linie. Den zweiten und dritten Treffer erzielte, einmal im Alleingang, beide Male Hans-Jürgen Fidelak. Henning Voigt markierte dann den 4:0-Endstand.

Im Auswärtsspiel gegen den TSV Nordstrand gab es ebenfalls einen klaren 4:0-Erfolg. In die Drangperiode der Nordstrander erbrachten zwei Konterangriffe bereits die 2:0-Führung, die bis zum Ende auf 4 Treffer ausgebaut wurde.

Schwer tat sich unsere Reserve nach zwei Wochenenden Pause beim SV Blau-Weiß Löwenstedt. Bis zur Pause lagen die Gastgeber mit 1:0 vorn. Nach dem Ausgleich gelang erneut die Führung der Löwenstedter. Nach dem Ausgleich wäre jeder mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen, doch fünf Minuten vor dem Abpfiff glückte dann unserer Elf noch der Siegtreffer.

Den ersten Punktverlust nach langer Zeit gab es beim TSV Hattstedt. Zunächst war unsere Elf deutlich überlegen und erzielte durch Rainer "Toni" Goetz die Führung. Nach dem Wechsel glich Heldt für Hattstedt aus; Kreuzfeldt brachte durch einen Foulelfmeter die Gastgeber sogar in Führung. Wiederum ein Elfmeter, diesmal infolge Handspiels, wurde dann durch Anton "Ratschi" Christiansen zum Ausgleich verwandelt.

Einen klaren Sieg, der jedoch erst in der Schlußphase erzählt wurde, gab es im Ortsderby gegen die Reserve von Frisia. Bis zur Pause lagen wir trotz zahlreicher Chancen nur mit 1:0 vorn. Als nach dem Wechsel trotz weiterer hundertprozentige Chancen kein Treffer mehr fallen wollte, wurde vor Schluß Anton "Ratschi" Christiansen ins Spiel genommen. Dieser erzielte dann postwendend den zweiten Treffer. Zum Glück, wie sich gleich darauf herausstellte, denn die Frisianer erzielten im Gegenstoß den Anschlußtreffer, der sonst den Ausgleich bedeutet hätte. Minuten vor dem Abpfiff gelang dann wiederum Anton "Ratschi" Christiansen der erlösende dritte Treffer zum 3:1-Endstand.

Durch Abgabe der Spieler Gerd Schröder und Martin Dohrn an die Liga für das Spiel gegen TuS Gaarden war die Reserve stark geschwächt, so daß es beim SV Germania Breklum nur zu einem knappen, aber wichtigen 1:0-Sieg reichte. Das goldene Tor erzielte Wolfgang Grapentin in der ersten Halbzeit.


1.   Husum 18 II   22   60:18   38:6
2.   SV Dörpum   22   66:30   35:9
3.   Frisia Husum II   23   62:27   31:15
4.   SV BW Löwenstedt   23   55:36   28:18
5.   TSV Hattstedt   23   49:36   28:18
6.   BW Friedrichstadt III   19   73:31   27:11
7.   TSV Nordstrand   21   56:39   24:18
8.   TSV Rantrum III   21   47:43   22:20
9.   SV Germania Breklum   21   51:50   19:23
10.   Rödemisser SV   22   51:57   18:26
11.   Bredstedter TSV II   24   36:51   17:25
12.   FC Langenhorn II   21   25:57   12:30
13.   TSV Arlewatt/Olderup II   22   27:58   11:33
14.   TSV Garding   21   18:68   9:33
15.   TSV Tönning II   20   13:89   3:37
Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18

1. April

Termine

Für die Mitglieder unseres Gesamtvorstandes weisen wir hier noch einmal darauf hin, daß die nächste

Gesamtvorstandssitzung

am 13. April 1973, um 20 Uhr im Ratskeller stattfindet.


Für alle Mitglieder unseres Vereins geben wir zur Vornotierung schon jetzt den Termin unserer nächsten

Jahreshauptversammlung am 11. Mai 1973, um 20 Uhr im Thomas Hotel

bekannt. Näheres über die Tagesordnungspunkte erfolgt in der Mai-Ausgabe der Vereinsnachrichten.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Frauen-Fußball

1. April

Unsere Fußballerinnen auf Punktejagd

Auch bei dem "schwachen" Geschlecht geht man jetzt dazu über, auf Bezirksebene um Punkte zu spielen und die beste Mannschaft in Hin- und Rückspielen zu ermitteln. In einem Gespräch der interessierten Vereine kam man überein, den Spielbeginn auf den 28. April festzulegen und in zwei Gruppen bis Ende Oktober die beiden Staffelsieger zu ermitteln. Diese spielen dann in Hin- und Rückspiel den Meister aus, so daß schon gewisses Interesse auch in dieser Spielart bei den Damen aufkommen könnte. Aus dem Kreis Nordfriesland sind Husum 18 und der MTV Leck beteiligt, die auf Grund ihrer Spielpraxis in den beiden Gruppen favorisiert wurden. Im einzelnen will man wie folgt spielen:

Staffel I (West)           Staffel II (Ost)
Husum 18           MTV Leck
TSV Rundhof/Esgrus           Glücksburg 09
TSV Mohrkirch           TSV Kappeln
TSV Husby           TSV Thumby
Nordmark Satrup           MTV Gelting
TSV Sterup           TSV Sörup

Nach Abschluß dieser dann erstmalig ausgetragenen Punktrunde wollen die beteiligten Vereinsvertreter im November in Schleswig zu einer Sitzung zusammenkommen, um Erfahrungen über die abgelaufene Spielzeit auszutauschen und eventuelle Änderungen vorzunehmen. Weitere Vereine könnten sich bei dieser Gelegenheit für die Saison 1974 anmelden und so die Leistungsgruppen weiter vergrößern.

Otto H. Krüger

Das Frauenteam tritt zu seinen ersten Punktspielen an

Die Gründermannschaft nach dem ersten Spiel
Karin Brandt · Ingeburg Sommerfeld · Christa Paulsen · Irene Flegel · Monika Thomsen · Bärbel Mumm · Silke Lorenzen · Brigitte Kinzel · Heinke Lorenzen · Monika Podszuweit · Heinke Clausen
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1973

Husum 18 / Kegeln

1. April

Aus der Kegelabteilung

Männer-Verbandsliga

Am vorletzten Spieltag in der Verbandsliga hatten wir in Heide-Butendiek anzutreten. Gegner an diesem Spieltag waren die Mannschaften aus Albersdorf und Glückstadt. Während im allgemeinen über Bahnen "geschimpft" wird, die schwer zu kegeln sind, so war es diesmal genau umgekehrt. Die Bahnen in Butendiek ließen Holzzahlen zu, die kaum noch vertretbar waren. So warfen wir im ersten Spiel 3822 Holz (Horst Brauer 780!) und verloren denn noch mit 55 Holz.

Das zweite Spiel sah ähnlich aus. Trotz der guten Holzzahl von 3796 (Gerd Schulz 774 Holz!) verloren wir dieses Spiel mit 37 Holz.

Daß wir beide Spiele so klar verloren, lag einfach daran, daß die Bahnanlage beiden Dithmarscher Mannschaften deswegen mehr lag, weil es in diesem Raum mehrere gleichartige Anlagen gibt.

Das letzte Spiel am 8. April in Kiel-Elmschenhagen gegen Heiligenstätten muß unbedingt gewonnen werden, wenn der Klassenerhalt sichergestellt werden soll.


Frauen Bezirksliga

Die Endkämpfe der Frauen-Bezirksliga fanden in Schuby statt. Unsere Mannschaft hatte im ersten Spiel gegen die Mannschaft von Blau-Weiß Flensburg zu kegeln, die mit zwei Verlustpunkten hinter unserer Mannschaft auf dem zweiten Platz standen. Unsere Mannschaft hätte deswegen dieses Spiel unbedingt gewinnen müssen, um als Bezirksmeister festzustehen. Leider ging dann das Spiel mit 22 Holz verloren. Damit war die erste Niederlage perfekt, die wir in dieser Saison einstecken mußten.

Im zweiten Spiel gegen Fortuna Husum lief es dann wieder wie erwartet gut. Dieses Spiel wurde mit 38 Holz sicher gewonnen. In beiden Kämpfen war Traute Christiansen mit 732 bzw. 728 Holz beste Keglerin unserer Mannschaft.

Über die Bezirksmeisterschaft muß jetzt ein Entscheidungsspiel zwischen Husum 18 und Blau-Weiß Flensburg durchgeführt werden. Den bitteren Weg des Abstiegs in die Kreisliga muss der Vorjahres-Bezirksmeister Goldene Kugel Husum antreten, die in ihrem letzten Spiel gegen Fortuna Husum nur mit drei Holz verloren.


Vereinsliga

Unsere zweite Männermannschaft hatte gegen die noch ungeschlagene Mannschaft von Spint anzutreten.Diese Begegnung wurde zu einer spannenden Auseinandersetzung. Walter Zukrigl als erster Starter legte gleich 739 Holz (Tagesbester) vor. Nach dem vierten Starter lagen wir dann allerdings vorübergehend mit vier Holz zurück. Horst Weber hatte aber einen sehr guten Tag erwischt. Er kegelte 738 Holz und nahm seinen Gegner insgesamt 23 Holz ab, so daß wir schließlich mit 19 Holz gewinnen konnten.

Unsere dritte Mannschaft war bis zu diesem Spieltag noch ungeschlagen. Sie hatte gegen die dritte Mannschaft von Frisia anzutreten. Trotz einer guten Mannschaftsleistung, in der Hans Schöning mit 738 Holz und Helmut Reimers mit 735 Holz herausragten, ging dieses Spiel mit 21 Holz verloren.

Otto H. Krüger
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1973

Husum 18 / Tischtennis

1. April

Neues aus der Tischtennis-Abteilung

Toller Rückrundenstart

Nach der Pause galt es den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Dieser dritte Tabellenplatz verlieh uns viel Selbstvertrauen und flößte unseren Gegnern auch ein bißchen Respekt ein. Wir wurden dem dritten Platz auch gerecht und gewannen dann auch die ersten vier Spiele:

Frisia Husum spielte leider mit Ersatz und verlor daher (glatt) mit 3:9.

Der heimstarke TSV Kropp mußte sich glatt mit 4:9 geschlagen geben.

Auch der Tabellenletzte Wiedingharde konnte trotz tapferer Gegenwehr eine 5:9-Niederlage nicht verhindern.

In Husum konnten wir uns dann gegen den TSV Westerland für die knappe 7:9-Niederlage durch einen 9:6 Erfolg revanchieren.

Erst SZ Ohrstedt konnte unseren Siegeszug durch einen 9:6-Sieg stoppen. Wir hatten viel Pech ... viele Spiele verloren wir erst im dritten Satz.

Diese Niederlage brachte uns aber nicht aus dem Konzept, so daß wir gegen den Verfolger TTC Grün-Weiß Flensburg einen sicheren 9:4-Sieg landen konnten. Durch diesen eroberten wir sogar den zweiten Tabellenplatz aufgrund der Pluspunkte.

Diesen zweiten Tabellenplatz verloren wir leider im Spiel gegen den TTC Ramsharde II, die mit einem 9:5-Erfolg beide Punkte mit nach Flensburg nehmen konnten.


Auch unsere zweite Herrenmannschaft mischt gut an der Tabellenspitze mit. Nur Frisia Husum gelang es, gegen Walter Liepert und Co. mit 9:6 zu gewinnen. Alle anderen Mannschaften mußten sich geschlagen geben.

Koldenbüttel/Garding/Tönning mit 7:9, Klixbüll mit 4:9, Goldebek mit 1:9, Wyk mit 0:9, Risum-Lindholm mit 3:9 und Oldersbek/Mildstedt mit 4:9. Durch diese Siegesserie hat sich unsere zweite Mannschaft berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Kreisliga gemacht.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball international

1. April

Kunterbuntes

Pele will "es" sich überlegen

Wird Superstar Pele im kommenden Jahr bei der Fußballweltmeisterschaft in der Bundesrepublik noch einmal in der brasilianischen Nationalmannschaft spielen, mit der er dreimal - 1958 in Stockholm, 1962 in Santiago de Chile und 1970 in Mexiko - den Welttitel gewann? Der 32-Jährige ist sich noch nicht klar darüber. Er werde - wie er bei einem Besuch einer Sportschuhfabrik in Herzogenaurach bei Nürnberg erklärte - vom Verband und von der Regierung bekniet, doch noch einmal mitzumachen. Pele: "Ich will es mir überlegen, obwohl ich ja eigentlich auf dem Höhepunkt meiner Karriere Schluß machen wollte." Für Pele ist die Bundesrepublik trotz des "Ausrutschers" gegen Argentinien nach wie vor der Top-Favorit der nächsten Weltmeisterschaft. "Soviel Klasse und soviel Teamwork in einer Mannschaft, das gibt es so leicht nicht wieder."


Pele kommt zum Abschied von Willi Schulz

Brasiliens Fußballstar Pele, der mit den Südamerikanern drei Weltmeisterschaften gewann und in Nürnberg unmißverständlich erklärte, auf keinen Fall bei den nächsten Titelkämpfen in der Bundesrepublik noch einmal das Nationaltrikot überzuziehen, wird am 24. April beim Abschiedsspiel des 66maligen internationalen Willi Schulz (HSV) in Hamburg spielen. Eine Reihe international erstklassiger Spieler haben für das Treffen einer "Weltauswahl" gegen den HSV (mit Uwe Seeler) ihre vorläufige Zusage gegeben: Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller (alle FC Bayern), Robert Frederick Chelsea "Bobby" Moore, Sir Robert "Bobby" Charlton (beide England), Denis Law (Schottland), eventuell auch George Best (Nordirland), Helmut Haller, Pietro Anastasi (Italien), Günter Theodor Netzer, Hans-Hubert "Berti" Vogts (beide Mönchengladbach), Hendrik Johannes "Johan" Cruyff, Peter Johannes "Piet" Keizer, Horst Blankenburg (alle Ajax Amsterdam), Eusebio da Silva Ferreira (Portugal), Amancio Amaro Varela (Spanien) und Dragan Dajiç (Jugoslawien).


Racing Club Straßburg entläßt Libuda

Racing Club Straßburg hat die Entlassung des früheren deutschen Fußball-Nationalspielers Reinhard Libuda beschlossen. Der Club verlangt gleichzeitig vom Deutschen Fußball-Bund die Rückzahlung der 500.000 D-Mark, die für Libuda gezahlt worden waren. Libuda war im Juli 1972 vom deutschen Pokalsieger Schalke 04 zu dem Straßburger Club übergewechselt. Damals hatte der DFB schriftlich mitgeteilt, daß Heinz van Haaren und Reinhard Libuda mit der Bestechungsaffäre ihres Vereins nichts zu tun gehabt hätten. Erst später wurde der Spieler auf Lebenszeit ausgeschlossen. Schalke 04 wird auf keinen Fall die Ablösesumme in Höhe von 500.000 D-Mark zurücküberweisen. Dazu sagte Schalkes Präsident Beschreibung Günter "Oskar" Siebert: "Wenn die Straßburger Libuda entlassen, ist das ihre Sache. Der 'Stan' war ja vom Deutschen Fußball-Bund DFB nur für deutsche Vereine auf Dauer gesperrt worden. Von uns kann Straßburg daher keine Rückzahlung erwarten."


"Göttertrank" der Fußballgötter

Bomber Gerd Müller mag ihn, Regisseur Günter Netzer trinkt ihn, Physiotherapeut Erich Deuser und Chefkoch Hans-Georg Damker empfehlen ihn. Deutschlands Fußballgötter haben den "Göttertrank" entdeckt: Bohnenkaffee.

Wenn die Kicker-Könige der Nation Samstag für Samstag zu großen Taten in die Stadien von Mönchengladbach oder München, Köln oder Kaiserslautern einlaufen, haben sie sich nicht selten noch kurz vor dem Spiel aufgemöbelt. Mit Coffein. Und die Ärzte und Betreuer stehen dabei. Wohlwollend. Die Kaffeekanne in der Hand. Denn dieser Bestandteil des Kaffees stimuliert.

Erich Deuser, Masseur der "teuersten Beine Deutschlands", formuliert es so: "Coffein wirkt schnell belebend. Herztätigkeit und Kreislauf werden angeregt, die Blutgefäße erweitert. Ermüdungsstoffe werden ausgeschwemmt und im Gewebe versorgt frisches Blut die Muskeln schnell. Zum anderen wird die Reaktion verbessert."

Vielleicht liegt's dann an Kaffee, daß der "Müller-Gerd", Europas Tortreter Nummer 1, im Spiel gegen die Tschechoslowakei wieder hingelangt hat. Jedenfalls trinkt "kleines dickes Müller" am Morgen vor einem wichtigen Spiel Kaffee.

Der Düsseldorfer "Medizinmann" Deuser rät vor allem sogenannten "Langsamstartern" coffeinhaltigen Bohnenkaffee, der nicht zu scharf gebrannt ist, der wenig Säure enthält und dem Röstreizstoffe entzogen sind. Das Ganze ohne Milch und Zucker, eventuell mit ein wenig Bienenhonig.

Nun denn, ihr Kicker der Nation: Trinkt Bohnenkaffee. Oder laßt ihn an die Zuschauer ausschenken. Er ruft nämlich auch, so die Wissenschaft, in der Gefühlssphäre eine euphorische Grundstimmung hervor. Und bei manchen Spielen soll das ja notwendig sein ...


Dreimal kurz gelacht

Ein Auto kann immer einmal streiken. Auch bei unseren Keglern. Doch kein Problem. Liebe Vereinskameraden holen einen gerne ab. So war Horst auch bei Werner pünktlich zur Stelle. Als sie gerade am diskutieren waren, ob der heutige Kampf wohl gewonnen werden könnte und dabei schon halb ins Auto gestiegen waren, wurde das Fenster aufgerissen und eine zarte Frauenstimme rief: "Werner, Dein Haustürschlüssel." "Moment, bin gleich wieder da", sagt Werner zu Horst. Als er zurückkommt und sie losfahren, sagt Horst: "Du hast aber eine aufmerksame Frau. Sie hat bestimmt auch gedacht, daß wir eventuell gewinnen und es dann später werden könnte und damit Du dann einen Schlüssel hast ..." "Du hast fast recht", unterbricht ihn Werner mit leicht hängendem Kopf, "nur abgeben mußte ich ihn."

(Anmerkung der Redaktion: Jede Namensgleichheit mit Keglern des Vereins Husum 18 wäre rein zufällig und unbeabsichtigt.)

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18

1. Mai

Alle Mitglieder unseres Vereins laden wir herzlich ein zur

Jahreshauptversammlung

am Freitag, dem 11. Mai 1973, um 20 Uhr im Thomas Hotel

Tagesordnung
1.   Begrüßung und Feststellung der Anwesenden
2.   Protokollverlesung der letzten Jahreshauptversammlung
3.   Ehrungen
4.   Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
5.   Kassenbericht
6.   Berichte der Kassenrevisoren und Entlastung des Kassenwärts
7.   Berichte der Obmänner
8.   Entlastung des gesamten Vorstandes
9.   Neuwahlen
    a) 2. Vorsitzender
    b) 1. Kassierer
    c) 2. Schriftführer
    d) Fußballobmann
    e) 2 Beisitzer
    f) Zusatzwahlen für die Ausschüsse
    g) Kassenrevisor
10.   Genehmigung des Haushaltsvoranschlages
11.   Erledigung der vorliegenden Anträge
12.   Verschiedenes

Anträge müssen mindestens zwei Wochen vorher beim ersten Vorsitzenden des Husumer Fußballvereins von 1918 e.V., 225 Husum, Postfach 1312, eingegangen sein.

    Der Vorstand
Werner Denckmann, 1. Vorsitzender
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Anschluß verpaßt?

Durch zwei spielerisch und leistungsmäßig durchschnittliche, jedoch erfolgsmäßig unzufriedene Heimspiele verlor unsere Elf drei wichtige Punkte und dadurch auch die letzte theoretische Chance, noch Spitzenreiter zu werden. Vizemeister zu werden ist ebenfalls nur noch theoretisch möglich, nämlich dann, wenn Union Neumünster die beiden letzte Spiele gegen die schweren Gegner Olympia Neumünster und Flensburger TB verlieren sollte. Dann müßten doch die beiden letzten Spiele gegen Union Teutonia Kiel (auswärts) und gegen den schweren gegen Gegner DGF Flensburg (Heimspiel) gewonnen werden. Doch daß sich beide Möglichkeiten voll erfüllen, glaubt so recht niemand mehr.


 

 

Husum 18 - Holsatia Kiel

 

1:2

Diese Niederlage hätte unbedingt vermieden werden können. In der ersten Halbzeit fehlte unserer Elf der nötige "Biß", der eine Führung hätte einbringen kann. Die Gäste kamen nur mit gelegentlichen Kontern nach vorne und erzielten in der 22. Minute mit einem direkt verwandelten Eckball durch Fink den Führungstreffer. Der Ball war stark angeschnitten und drehte über die Faust des eingesetzten Grochler (nachdem Wolfgang Täuber unverständlicherweise in der Reserve eingesetzt wurde und anschließend nicht spielen durfte) ins Netz. Bei etwas mehr Fangsicherheit ein unbedingt haltbarer Ball.

Nach dem Wechsel lief unsere Elf dem Ausgleich hinterher. Nachdem Claus-Hermann Walter nach zwei Minuten den Ausgleich auf den Füßen hatte, gelang dieser in der 49. Minute unserem Torjäger Dieter "Schorsch" Schleger mit einem flachen Schuß ins linke Eck nach Vorlage von Eduard "Ede" Lehmbeck. Nun schien sich das Blatt zu wenden. Doch es fehlte das nötige Glück. Als der erste Angriff der Gäste nach einem Eckball im Nachschuß durch Steen den erneuten Führungstreffer brachte, kam unsere Elf zunächst aus dem Konzept. Als sie sich wieder gefangen hatte, drängte die Zeit und die Angriffe kamen überhasteter. Mit Glück und Geschick brachten die Gäste den knappen Vorsprung über die Zeit.


 

 

Heikendorfer SV - Husum 18

 

1:5

Nach dem Ausrutscher im letzten Heimspiel hatte keiner an einen Auswärtserfolg gegen den derzeitigen Tabellendritten geglaubt. Hinzu kam, daß kurz vor der Abfahrt in Husum Wolfgang Täuber wegen Krankheit nicht mitfahren konnte und man so ohne Torsteher nach Kiel fahren mußte.

So begann unsere Elf mit zehn Mann, Dieter "Schorsch" Schleger hütete das Tor. Nach 10 Minuten konnte der nachgefahrene Altliga-Torsteher Eckhard "Ecki" Sers eingesetzt werden, gerade, als unsere Elf durch Eduard "Ede" Lehmbeck überraschenderweise in Führung ging. Die kalt erwischten Heikendorfer wurden nun nervös und bereits sieben Minuten später hieß es wiederum durch Eduard "Ede" Lehmbeck 2:0. Weitere drei Minuten später erhöhte Hans Peter Jensen auf 3:0, wobei der Gastgebertorwart Lange kräftig mithalf und den Schuß ins eigene Netz faustete. Der Ehrentreffer fiel dann bereits in der 25. Minute durch Haltenhof.

Nach dem Wechsel wurde die Partie recht hektisch. Die Heikendorfer wollten es nun wissen und kämpften mit Haken und �è�¤��£ûsen. Als dem Unparteiischen die Angelegenheit zu "bunt" wurde und er den Heikendorfer Müller vom Platz stellte, wurde er durch Degenhardt angepöbelt. Als dieser daraufhin ebenfalls das Feld verlassen mußte, riß ihm Wasmund die rote Karte aus der Hand, zerriß sie und warf die "Schnippel" in die Luft. Der dritte Platzverweis für die Gastgeber war damit perfekt. So dezimiert gelang unserer Elf in der 65. Minute durch Dieter "Schorsch" Schleger das 4:1 und wenig später durch Reinhard "Bernie" Grünhoff der 5:1-Endstand. Nach dem Abpfiff mußten unsere Spieler dann den Schiedsrichter gegen die aufgebrachten Heikendorfer Zuschauer schützen und heil in die Kabine geleiten.


 

 

Husum 18 - Polizei SV Kiel

 

2:2

Auch dieses Spiel hätte den Chancen nach gewonnen werden müssen. Pausenlose Angriffe ergaben gute Tormöglichkeiten, die nur am hervorragenden PSV-Torwart und teilweise am Unvermögen unserer Spieler scheiterten. So konnte ein präzise ins hohe Eck getretener Freistoß von Reinhard "Bernie" Grünhoff gerade noch durch den Torwart gegen den Pfosten gelenkt werden. Wenig später hatte Dieter "Schorsch" Schleger mit einem Lattenschuß aus kürzester Entfernung Pech. Nach 30 Minuten schien ein Konter der Gäste einen Rückstand einzubringen, doch der frei durchgelaufene Konrad scheiterte am hervorragend reagierenden Eckhard "Ecki" Sers, der für die erkrankten Wolfgang Täuber und Grochler wieder aus der Altliga eingesetzt worden war.

Zwei Minuten nach dem Wechsel brachte ein schneller Angriff eine Lücke in die sonst dichte Deckung der Gäste. Claus-Hermann Walter flankte zum freistehenden Reinhard "Bernie" Grünhoff, der mit einem knallharten Schuß aus 16 Metern den Führungstreffer erzielte.

Unverständlicherweise schaltete unsere Elf nun zurück und brachte aus der Deckung den Ball nicht schnell genug weg. Prompt mußte sie den Ausgleich einstecken, als Rieger einen flachen Aufsetzer aufs Tor setzte und Eckhard "Ecki" Sers, dem die Sicht verdeckt schien, nicht schnell genug in die Ecke gelangte.

Die Gäste kamen nun stärker auf, das Spiel wurde verteilter. Doch nach kurzer Zeit hatte sich unsere Elf wieder gefangen und erlangte ein leichtes Übergewicht. Doch wieder wurde der alte Fehler begangen. Eine zu weit aufgerückte Abwehr schwor gefährliche Kontersituationen herauf. Wieder mußte Eckhard "Ecki" Sers dem frei durchlaufenden Konrad den Ball vom Fuß nehmen. Doch wenig später gab es keine Rettung. Ein überraschender Schrägschuß nach einer vorherigen Abwehr führte durch Konrad zum Führungstreffer der Gäste. Eckhard "Ecki" Sers stand im falschen Eck, hatte den Ball wohl auch verkehrt eingeschätzt, der gegen den Innenpfosten und dann ins Netz sprang. Ähnliches wie gegen Holsatia Kiel schien sich anzubahnen. Als keiner mehr an einen Torerfolg glaubte, setzte Dieter "Schorsch" Schleger in der 88. Minute einem Ball nach, den der sonst sichere Torhüter, durch einen eigenen Verteidiger behindert, nicht festhalten konnte. Der erneut nach dem Ball greifende Torhüter sowie der Verteidiger brachten bei dieser Aktion zwar nicht den Ball weg, aber Dieter "Schorsch" Schleger zu Fall. Der "großzügige" Elfmeter wurde durch Dieter "Schorsch" Schleger selbst verwandelt und verhinderte so wenigstens eine Niederlage.


1.   Olympia Neumünster   27   59:39   37:17
2.   Union Neumünster   28   48:32   37:19
3.   Husum 18   28   57:42   34:22
4.   SV Heikendorf   29   44:38   32:24
5.   Eckernförder SV   27   54:42   30:24
6.   DGF Flensburg   27   48:42   29:25
7.   Union Teutonia Kiel   27   31:43   28:28
8.   Holstein Kiel Amateure   28   48:43   27:29
9.   TSV Russee   28   47:42   27:29
10.   SV Tungendorf   27   42:41   27:27
11.   Flensburger TB   28   46:55   27:29
12.   Polizei Kiel   27   31:39   25:29
13.   Holsatia Kiel   28   49:53   25:31
14.   Gut Heil Neumünster   27   34:40   23:31
15.   Kilia Kiel   28   35:53   19:37
16.   TuS Gaarden II   28   29:58   15:41

II. Mannschaft weiterhin vorn

Trotz eines unerwarteten Punktverlustes bleibt unsere Reserve weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung vor dem hartnäckigen Verfolger SV Dörpum Tabellenführer in der ersten Husum/Eiderstedter Kreisklasse.

Große Mühe hatte unsere Elf im Auswärtsspiel gegen Blau-Weiß Friedrichstadt II. Die Gastgeber gingen zunächst mit 1:0 in Führung durch Köppen. Doch dann sorgten Henning Voigt und Karl-Helmut Gellrich doch noch für den 2:1-Sieg unserer Reserve.

An den Rande einer Niederlage gelangte unsere Elf beim Bredstedter TSV II. Durch Losse gingen wir in Führung, aber Ziebell und Petersen sorgten für eine Führung der Gastgeber. Erst kurz vor Spielende nutzte Karl-Helmut Gellrich eine Uneinigkeit der gegnerischen Abwehr aus und konnte ein 2:2-Unentschieden retten.

Im Heimspiel gegen den FC Langenhorn II wollte es zunächst gar nicht klappen. Erst in der 34. Minute konnte Herbert Müller den Führungstreffer erzielen. Kurz nach dem Wechsel wurde Dirk Hansen gelegt. Den Elfmeter verwandelte Anton "Ratschi" Christiansen unhaltbar. Dann fiel innerhalb einer Minute die endgültige Entscheidung. In der 62. Minute hatte Dirk Hansen sich rechts durchgetankt. Seine Flanke brauchte Anton "Ratschi" Christiansen nur noch aus 50 cm über die Linie drücken, nachdem der Langenhorner Torsteher sowie ein Verteidiger den Ball nicht erreichten. Nach dem Anstoß gelangte unsere Elf erneut in Ballbesitz. Ein Weitschuß aufs Tor prallte vom Torsteher ab, Gerd Schröder war zur Stelle und schob zum 4:0 ein. Sieben Minuten vor dem Spielende erzielte Anton "Ratschi" Christiansen sein drittes Tor. In der 87. Minute wurde eine leichtsinnige Rückgabe durch einen Langenhorner Spieler abgefälscht und landete unerreichbar für Helmut Christiansen zum Ehrentreffer der Gäste und 5:1-Endstand im eigenen Netz.


Die Tabellenspitze

1.   Husum 18 II   25   69:22   43:7
2.   SV Dörpum   25   76:33   41:9
3.   TSV Hattstedt   26   56:42   32:20
4.   Frisia Husum II   27   65:45   31:23
5.   SV BW Löwenstedt   27   65:46   31:23

Unser Trainer Heinz Fielstette berichtet:

Nachdem schon einmal über Fußball berichtet wurde, dürfte es sicher interessieren, auch speziell etwas über unsere Fußballabteilung zu erfahren. Hier möchte ich nun mit der ersten Mannschaft beginnen.

Nach der vorhergehenden Meisterschaft in der Bezirksliga, ergab sich in der Verbandsliga ein neues Aufgabengebiet. Einige Spieler hatten uns verlassen und so galt es mit den Neuzugängen wieder eine Mannschaft zu formen. Bisher wurden in den Meisterschaftsspielen folgende Spieler eingesetzt

Wolfgang Täuber   Grochler   Martin Dohrn
Ulrich Grabert   Peter Rudolph   Hans-Uwe Kock
Hans Peter Jensen   Dirk Hansen   Eduard "Ede" Lehmbeck
Walter Feddersen   Ernst-August Schlichte   Dieter "Schorsch" Schleger
Reinhard "Bernie" Grünhoff.   Manfred Albertsen   Claus-Hermann Walter
Rainer "Toni" Goetz   Olaf Wiederich   Anton "Ratschi" Christiansen
Gerd Schröder   Gerd Brandt   Henning Voigt
Grimm       Eckhard "Ecki" Sers

Als Neuzugänge gelten die Spieler: Grochler - Ulrich Grabert - Olaf Wiederich - Peter Rudolph - Ernst-August Schlichte - Claus-Hermann Walter - Gerd Brandt - Henning Voigt - Grimm.

Es bewahrheitete sich wieder einmal, daß es in Amateurvereinen doch relativ lange dauert, ein einigermaßen homogenes Mannschaftsgefüge zu bilden. Alle Vereine verfügen schließlich und naturgemäß über Spieler, die eine Mannschaft bilden - aber am Ende wird sich noch die harmonische Mannschaftsleistung durchsetzen.

Wenn es unserer Mannschaft gelang - nach 30 Spielen in der Bezirksliga - auch noch 14 Spiele in der Verbandsliga ungeschlagen zu überstehen, so ist das sicherlich eine anerkennenswert Leistung. Offensichtlich war es so, daß alle Gegner bestrebt waren, gerade gegen unsere Mannschaft erfolgreich zu sein.

Als verantwortliche Elemente für die Leistung unserer Mannschaft dürften gelten ein guter Mannschaftsgeist und die gute Moral aller Spieler. Hinzu kam, daß der Stamm unserer Spieler aus der Bezirksliga in der Lage war, die mannschaftliche Harmonie auch in der Verbandsliga zu demonstrieren - und daß sich die Neuzugänge recht bald dem Spielrhythmus anpaßten und zu einer echten Verstärkung wurden.

Es bleibt natürlich zu bedenken, daß wir immer wieder gezwungen waren zu experimentieren, um zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu finden. Sollte es unseren Zuschauern auch häufig schleierhaft gewesen sein, den einen oder anderen Spieler nicht auf seinen gewohnten Posten zu finden, so gibt es auch hierfür eine Erklärung.

Eine Schulung der Einzelspieler ist in den Trainingsstunden nicht immer ausreichend möglich. Hier müssen selbst die Meisterschaftsspiele zu Übungsspielen degradiert werden, um Schwächen an den Spielern auszubügeln und sie für bestimmte Aufgaben zu schulen. Es bleibt doch zu bedenken, daß es eine Leistung zu erreichen gilt, mit der man auch in Zukunft bestehen kann.

Von dieser Warte her gesehen bin ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Das liegt aber daran, daß unsere Mannschaft eine kaum erwartete gute Rolle zu spielen vermochte. Nun ist es verständlich sehr schwer, die Meisterschaftsspiele extrem zu Übungsspielen zu machen und so eventuell freiwillig auf Punkte zu verzichten.

Als Beispiel möchte ich anführen, daß wir spielerisch spielerisch sicher noch besser sein würden, wenn wir als Mannschaft im Mittelfeld ungezwungen aufspielen könnten. Bei Mannschaften, die in der Spitzengruppe spielen und bei Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen, schleicht sich zu leicht Hektik ein - die nicht geeignet ist, Aufgaben und Vorstellung in die Wirklichkeit des Spiels zu übertragen.

Vom Prinzip her sind wir bestrebt, mitdenkende Spieler zu besitzen, die sich als Individualisten zu einer Mannschaft finden. Dieser Prozeß braucht aber Zeit, Ruhe und Geduld - und wird durch Hektik nur negativ beeinflußt. So gesehen sind auch viele Spiele zu erklären, in denen wir nicht erfolgreich waren.

Bei der Gelegenheit möchte ich eine Bitte an unsere Zuschauer richten und um Verständnis bitten. Das Fußballspiel der heutigen Zeit lebt nicht mehr von den Gesetzen der Vergangenheit. Die Grundelemente bestehen zwar nach wie vor. In der Spielauffassung aber hat sich ein Wandel vollzogen, dem man sich als Spieler und als Zuschauer anpassen muß. Spitzen- und Ländermannschaften setzen neue Maßstäbe. Diesen Vorbildern gilt es nachzueifern und es gilt um Verständnis zu bitten, wenn es unseren weniger perfekten Spielern weniger gut gelingt als den großen Vorbildern. Man sollte sich aber auch an guten, gelungenen Spielzügen einer Mannschaft erfreuen können, vor allem dann, wenn Erfolge mehr durch spielerische Elemente als durch das noch mehr bekannte "Knüppeln" errungen werden.

Hier zeigt sich der Wert der Übung - selber am Ball besser zu werden, um dem Gegner überlegen zu sein - und dann sein persönliches Können in den Dienst der Mannschaft zu stellen, um als Mannschaft erfolgreich zu sein.

Die Spieler würden es sicherlich begrüßen, wenn diese gezielten Bemühungen von den Zuschauern erkannt und honoriert würden. So wie wir in diesem Jahr unser gestecktes Ziel - den Klassenerhalt - erreicht haben, hoffen wir auch das für das nächste Jahr gesteckte Ziel, mit etwas Fußballglück, zu erreichen. Unsere Arbeit soll voll ausgerichtet sein, im nächsten Jahr den erneuten Aufstieg zu schaffen.

Bei der Gelegenheit möchten wir uns bei unseren treuen Zuschauern für die Unterstützung bedanken und hoffen, daß noch weitere Zuschauer den Weg zum Sportplatz und zu unseren Spielen finden.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. Mai

Wer hat Interesse am Sportkegeln?

Wir suchen:

a)

Ehepaare

. melden Sie sich bitte bei Kegelobmann Horst Brauer, Husum, Schillerstraße 26a, Telefon 6 42 28.
   

b)

Frauen

  Meldungen bitte an Renate Denckmann, Husum, Norderstraße 19, Telefon 36 45.
.  

c)

Junioren (18 bis 23 Jahre)

  zum Aufbau einer Juniorengruppe; ihre Meldungen nimmt das Farbenhaus Schöning, Husum, Neustadt 52, Telefon 6 17 55, entgegen.

 

  Kegelabteilung
Horst Brauer, Kegelobmann

Aus der Kegelabteilung

Bezirksmeisterschaften

Die Meisterschaften des Bezirks I wurden in Kiel-Elmschenhagen ausgetragen. Aufgrund der Ergebnisse der Kreismeisterschaften hatten sich drei Kegler unserer Abteilung das Stadtrecht erkämpft. Inge Jacobsen startete in der Klasse der Frauen und wurde als Titelverteidigerin diesmal Zweite mit 724 Holz. Peter Schöning in der Juniorenklasse hatte einen ganz großen Tag erwischt und ging als Bester des Bezirks mit 1446 Holz aus dem Rennen hervor. Herzlichen Glückwunsch, Peter, zu deinem großen Erfolg. Werner Denckmann startete in der Klasse der Versehrten. Auch unser Vereinsvorsitzender hatte eine gute Tagesform und wurde Zweiter mit 713 Holz. Wir wünschen allen drei Startern viel Erfolg bei den Landesmeisterschaften am 5./6. Mai in Glückstadt.


Frauen Bezirksliga

Wie wir in der vergangenen Ausgabe berichteten, lagen nach Abschluß der Punktkämpfe die Mannschaften von Blau-Weiß Flensburg und Husum 18 mit je 12:2 Punkten an der Tabellenspitze der Kegel-Bezirksliga. Ein Entscheidungsspiel in Schuby mußte darüber entscheiden, wer Bezirksmeister wird und damit an den Aufstiegskämpfen zur Landesliga teilnimmt. Doch unsere Anfangsstarterinnen Traute Christiansen (712 Holz) und Inge Jahr (712 Holz) konnten die beiden ersten Flensburger rennen nicht halten und verloren gleich zwölf Holz. Helgard "Hella" Peters und Liselotte "Lotti" Zukrigl kegelten beide als nächstes Starterinnen beständig gut mit je 722 Holz. Inge Jacobsen als Schlußstarterin mußte jetzt nur noch einen Ein-Holz-Rückstand aufholen. Trotz ihrer guten Holzzahl von 725 hatte sie gegen die derzeitige Bezirksmeisterin Elisabeth Vogel nichts zu bestellen und verlor noch weitere zwölf Holz, so daß der Kampf mit insgesamt 13 Holz für die Flensburgerinnen gewertet wurde. Doch auch der Vize-Meistertitel ist ein sehr schöner Erfolg, mit dem wir zufrieden sein können.


Abschlußtabelle

1.   Blau-Weiß Flensburg   12:2       +305
2.   Husum 18   12:2       +218
3.   Fortuna Rendsburg   10:4       +37
4.   Fortuna Husum   8:6       -18
5.   Record Flensburg   6:8       -156
6.   Blau-Weiß Flensburg II   5:9       -72
7.   Goldene Kugel Husum   3:11       -22
8.   Flotte 7 Schleswig   0:14       -282

Männer Verbandsliga

Auch unsere erste Männermannschaft hatte am letzten Spieltag der Saison ein schweres Spiel vor sich. Geld ist doch unbedingt zwei Punkte zu gewinnen, wenn der Klassenerhalt sichergestellt werden sollte.

Gegner unserer Mannschaft war der KSC Heiligenstedten, der als Tabellenletzter schon als erster Absteiger feststand. Norbert Peters als srster Starter legte mit seinen 721 Holz bereits den Grundstein zum späteren Sieg. Zwar verloren Peter Schöning (717 Holz) und Gerd Schulz (715 Holz) insgesamt sechs Holz, so daß Horst Brauer als vierter Starter mit einem Holz Rückstand auf die Bahn ging. Mit seinen 723 Holz nahm er seinem Gegner jedoch 12 Holz ab, dieser Vorsprung reichte für Karl-Heinz Lund (713 Holz) als Schlußstarter, um den Sieg sicher mit 12 Holz nach Hause zu bringen.

Damit nehmen wir nach dem ersten Verbandsligajahr immerhin einen zufriedenstellenden siebten Platz in der Tabelle ein. Leider mußte die mit uns befreundete Mannschaft von Frisia Husum, die an diesem Tage beide Punkte gegen Itzehoe verlor, absteigen.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Medien

15. Mai

Keine Beitragserhöhung bei Husum 18

Antrag wurde auf der Jahreshauptversammlung abgelehnt / Große Erfolge erzielt

HUSUM – Mit großer Mehrheit lehnten die Mitglieder des Husumer Fußballvereins von 1918 auf ihrer Jahreshauptversammlung im Thomas Hotel eine Erhöhung der Vereinsbeiträge ab. In der erregten Debatte, die der Antrag dazu ausgelöst hatte, votierten einige Mitglieder für die Erhöhung. Sie hielten sie für vertretbar, angesichts der allgemeinen Kostensteigerungen und der damit verbundenen stärkeren Belastungen für den Verein. Die Mehrzahl der Mitglieder argumentierte allerdings damit, daß viele Sportler einen Austritt erwägen würden, wenn auch der Verein noch mit einer Beitragserhöhung aufwarten würde. Durch die Wahlen hat sich in der Führungsspitze des Vereins nur wenig geändert. Hans Schöning (2. Vorsitzender), Hans Weinstein (1. Kassierer), Karl-Heinz Lund (2. Schriftführer) und Anton Christiansen und Jürgen Jordan (Beisitzer) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Einen Wechsel gab es im verantwortungsvollen Amt des Fußballobmanns. Artur Grabert löste Gerhard Eckmann ab. Für Brigitte Künzel übernahm die Mannschaftsführerin der Damenfußballmannschaft Monika Podsuweit einen Beisitzerposten. In seinem Jahresbericht äußerte sich der 1. Vorsitzende Werner Denckmann zufriedenstellend über die Arbeit des Vorstandes und der einzelnen Abteilungen, denen eine weitgehende Selbstständigkeit zuerkannt worden war. Inzwischen wurden erste Schritte zur Verbesserung der Verhältnisse im Friesenstadion getan. Denckmann kündigte an, daß der Bau von vier Umkleidekabinen bald abgeschlossen sein wird. Ein weiterer Fertigbau, in dem Aufenthaltsräume eingerichtet werden sollen, wird allerdings noch zwei Jahre auf sich warten lassen. Die Mannschaften von Husum 18 konnten durchweg stolze Erfolge erzielen. Die Ligamannschaft errang als Neuling in der Verbandsliga einen nicht erwarteten Spitzenplatz. In der Frühjahrsserie war für die Fußballer allerdings nicht alles nach Wunsch gelaufen. Besonders bei Heimspielen gingen wertvolle Punkte verloren, die zur Tabellenführung gereicht hätten. Die Reservemannschaft steht an der Tabellenspitze der Husum/Eiderstedter Kreisklasse und hat Chancen, den Aufstieg in die Kreisliga zu schaffen. Besonders aktiv war die Damenfußballmannschaft, die von 20 Spielen 15 für sich entscheiden konnte. Die Mädchen schossen ein Torverhältnis von 82:17 Treffern heraus. Torschützenkönigin Silke Lorenzen konnte allein 63 Tore auf ihrem Konto verbuchen. In der kürzlich angelaufenen Punktserie sind die Chancen der Fußballerinnen für ein gutes Abschneiden groß. Jugendobmann [Gerd] Meier berichtete über einen großen Zustrom neuer jugendlicher Mitglieder. 1972 wurden für fünf Mannschaften Punktspiele ausgetragen, 1974 werden zwei weitere Mannschaften hinzukommen. Außerdem wird auf Verbandsebene gespielt werden können. Anlaß zur Sorge gibt zeitweilig die Schwierigkeit, genügend Begleiter und Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, damit Auswärtsspiele wahrgenommen werden können. Kegelobmann [Horst] Brauer freute sich darüber, daß die erste und die zweite Frauenmannschaft in der Bezirks- beziehungsweise Kreisliga die Vizemeisterschaft erringen konnten, punktgleich mit den Tabellenführern. Die dritte Mannschaft wird dagegen absteigen. Die erste Herrenmannschaft konnte sich nach dem Aufstieg in die Verbandsliga den Klassenerhalt sichern, die zweite Mannschaft errang in der Stadtliga A die Vizemeisterschaft, die dritte Mannschaft belegte in der Stadtliga B Platz drei. Außerdem erkämpften sich die Kegler mehrere Pokale und gewannen im Einzelkegeln Meister- und Vizemeisterschaften. Ansich müßte Husum 18 nur zwei Schiedsrichter stellen. Tatsächlich, berichtete Schiedsrichterobmann [Horst] Kersten, sind aber sieben Herren der "schwarzen Zunft" ständig im Einsatz. Er appellierte an die Jugendlichen, sich zu einem Schiedsrichterlehrgang anzumelden, damit auch die Jugendspiele von gesprüften Schiedsrichtern geleitet werden können. Die erste Tischtennismannschaft erkämpfte sich in der Bezirksklasse den vierten Platz und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze. Die zweite Mannschaft errang die Vizemeisterschaft in der Kreisklasse und somit den Aufstieg in die Kreisliga. Die Nachricht, daß Johannes Thordsen bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt war, wurde in den Reihen der Vereinsmitglieder mit Bestürzung aufgenommen. Thordsen war gleichzeitig Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender des Vereins und erhielt 1959 an seinem 60. Geburtstag als bisher einziges Mitglied das silberne Verdienstabzeichen. Für seine zehnjährige Tätigkeit als Schiedsrichterobmann zeichnete Werner Denckmann Horst Kersten mit der goldenen Ehrennadel aus. Die Schiedsrichter Heinz Schwarzer, Karl-Adolf Kock und Rudolf Pahl erhielten für fünfjährige Tätigkeit silberne Ehrennadeln. Dieselbe Auszeichnung bekam der Schiedsrichter Wolfgang Kockers. Ebenfalls mit silbernen Ehrennadeln wurden Edmund Schuch, Lotti Zukrigl und Nobert Petersen ausgezeichnet. Der Ligaspieler Rainer (Toni) Goetz und Otto Lütgens, die nicht zur Versammlung erschienen waren, wurden für ihre sportlichen Leistungen mit derselben Auszeichnung geehrt.

Husumer Nachrichten - 15.05.1973
leer  

1973

Husum 18 / Medien

15. Mai

Zusage von Esbjerg

HUSUM / hn - Im Rahmen der Dänischen Woche wird die Liga von Husum 18 am 8. September ein Freundschaftsspiel gegen den EfB Esbjerg austragen. Die Zusage für diesen Termin ist bei dem 1. Vorsitzenden von Husum 18, Werner Denckmann, eingegangen. Da großes Interesse auch von Seiten des dänischen Vereins an diesem Treffen bestünde, were zu überlegen sein - meinte Denckmann - ob nicht auch ein Spiel der beiden zweiten Mannschaften stattfinden kann. Die Liga des EfB nimmt zur Zeit in der ersten Division den dritten Tabellenplatz mit einem Punkt Rückstand zum Tabellenführer ein und kann noch dänischer Meister werden.

Husumer Nachrichten - 15.05.1973
leer  

1973

Husum 18

1. Juni

Erfolgreiche Bilanz

Vor 45 Mitgliedern eröffnete unser erster Vorsitzender Werner Denckmann am 11. Mai die diesjährige Jahreshauptversammlung im Thomas Hotel. Nach Feststellung der Beschlußfähigkeit und Verzicht auf die Protokollverlesung des Vorjahres wurde der Verstorbenen gedacht, die im letzten Jahr unseren Verein für immer verlassen mußten. Besonders getroffen wurden die Mitglieder von der Nachricht, daß Johannes Thordsen durch einen tragischen Verkehrsunfall am 9. Mai ums Leben kam. Mit ihm verliert der Verein nicht nur ein langjähriges Mitglied, das kurz nach der Vereinsgründung zu uns kam, sondern einen großen Förderer, der durch seine ideelle und materielle Unterstützung viel für unseren Verein getan hat. Im Jahre 1957 wurde er unter Verleihung der goldenen Ehrennadel gleichzeitig Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender des Vereins. Am 22. Mai 1959 erhielt er zu seinem 60. Geburtstag in Würdigung seiner Verdienste das silberne Verdienstabzeichen des Vereins.

Anschließend wurden wieder zahlreiche Ehrungen vorgenommen. Schiedsrichter Horst Kersten erhielt für seine mehr als 10-jährige Obmanntätigkeit die goldene Ehrennadel, die Schiedsrichter Hans Schwarzer, Karl-Adolf Kock und Rudolf Pahl für ihre mehr als 5-jährige Tätigkeit die silberne Ehrennadel. Die gleiche Auszeichnung erhielt auch Schiedsrichter Wolfgang "Kockie" Kockers, zugleich auch für seine jahrelange Betreuung und als Trainer der Reservemannschaft. Ebenfalls mit der silbernen Ehrennadel wurden ausgezeichnet: Edmund Schuch für langjährige Mitgliedschaft, Liselotte "Lotti" Zukrigl und Norbert Peters für mehr als 5-jähriges Kegeln in der Ligamannschaft; ferner der Ligaspieler Rainer "Toni" Goetz und Diether Lütgens, die jedoch nicht anwesend waren.

Im Jahresrückblick hob unser erster Vorsitzender besonders hervor, daß er zufrieden über die Arbeit im Vorstand sei, der monatlich einmal zusammenkommt und auch über die Abteilungen, deren Selbständigkeit sich gut bewährt hat.

Erfreulich ist, daß der erste Schritt zur Verbesserung im Friesenstadion getan ist. Die vier errichteten Umkleidekabinen können in absehbarer Zeit benutzt werden. Der Bau eines weiteren Gebäudes mit Aufenthaltsräumen wird jedoch noch zwei Jahre dauern.

Besonders erfreut äußerte sich unser Vorsitzender über die erste Mannschaft, die einen Spitzenplatz in der Verbandsliga errungen hat, mit dem keiner rechnete.

Der Kassenbericht zeigte eine erfreuliche Bilanz. Einnahmen in Höhe von 46.398,93 D-Mark stünden nur Ausgaben in Höhe von 41.217,37 D-Mark gegenüber, so daß ein Bestand von 5.181,56 D-Mark besteht. Das Bild täuscht jedoch etwas, da die Einnahmen etwa in Höhe des Bestandes aus der Rücklage kommen, wie im Haushaltsvoranschlag des letzten Jahres vorgesehen war. Nur durch Zuschußbeträge in Höhe von ca. 6.000 D-Mark konnte die gute Bilanz erzielt werden und ermöglicht es, den aus der Rücklage entnommenen Betrag dieser wieder zuzufügen.

Einen erheblichen Ausgabeposten stellen immer noch die Fahrtkosten, besonders bei den Jugendlichen, dar. Sie beliefen sich auf 12.000 D-Mark. Anschließend las Georg Schleger als Kassenrevisor den Prüfungsbericht vor, die Entlastung des Kassierers Hans Weinstein, der sein Amt wieder vorbildlich und gewissenhaft ausgeführt hat, erfolgte einstimmig.

Die Berichte der Obmänner gaben die erzielten Erfolge in allen Sparten wieder, die allen Mitgliedern durch die Lokalzeitungen und die Vereinsnachrichten bestens bekannt sein dürften. Erwähnt werden muß nur die Damen-Fußballmannschaft, die bisher nicht viel von sich reden machte, aber schon 20 Freundschaftsspiele im letzten Jahr austrug, von denen 15 gewonnen und nur drei verloren worden. Mit einem Torverhältnis von 82:17 dürfte sie manche Herrenmannschaft in den Schatten stellen. Allein Silke Lorenzen schoß 63 Tore und dürfte als Torschützenkönigin weit über Schleswig-Holstein hinaus feststehen.

Dr. Erwin "Pütten" Kraatz, der auch in diesem Jahr nach Husum gekommen war, äußerte sich erfreut über die rege Arbeit im Verein, der dieses Jahr 55 Jahre besteht und beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes, die einstimmig erteilt wurde.

Bei den Neuwahlen wurden unser zweiter Vorsitzender Hans Schöning, der erste Kassierer Hans Weinstein, der zweite Schriftführer Karl-Heinz Lund (bisher kommissarisch eingesetzt) und die Beisitzer Anton "Ratschi" Christiansen und Jürgen Jordan wiedergewählt. Einen Wechsel gab es auf dem Posten des Fußball-Obmannes. Arthur Grabert löste Gerhard "Gille" Eckmann ab. Für Brigitte Kinzel, die aus gesundheitlichen Gründen aus der Damen-Fußballmannschaft ausschied und daher das Amt einer Beisitzerin nicht weiterführen wollte, trat Monika Podszuweit die Mannschaftsführerin, die Nachfolge an. Als neuer Kassenrevisor wurde Alfred Weich gewählt. Der Haushaltsvoranschlag für das laufende Jahr wurde mit 52.000 D-Mark in Ausgabe und Einnahme verabschiedet.

Am Ende der Versammlung erfolgte noch einmal eine erregte Debatte, als ein eingereichter Antrag des Kassierers Hans Weinstein auf Beitragserhöhung ab 1.1.19 74 verlesen wurde. Der Beitrag solle dann für Erwachsene 5,- D-Mark, für Jugendliche 3,- D-Mark monatlich betragen. Obwohl einige Mitglieder dafür waren, weil auch der Verein durch die ständig steigenden Kostenerhöhungen zu Mehrausgaben gezwungen sein, fand sich nicht die erforderliche Mehrheit zur Zustimmung. Der überwiegende Teil der Mitglieder äußerte gerade wegen der allgemeinen Kostensteigerungen Bedenken, wenn auch der Verein noch eine Beitragserhöhung fordere. Dies könne viele Mitglieder zum Austritt anregen, die schon durch die allgemeine Teuerung finanziell stark benach belastet seien.

Der Antrag soll daher im nächsten Jahr wieder vorgelegt werden, sofern die finanzielle Lage des Vereins es erforderlich macht.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Guter 3. Platz

Am Anfang der Saison hatte wohl niemand mit einem so guten Abschneiden unserer Elf im ersten Jahr nach dem Aufstieg in die Verbandsliga gerechnet. Doch als unsere Mannschaft merkte, daß auch in der Verbandsliga nur "mit Wasser gekocht" wurde, nahm ihr Selbstbewußtsein zunehmend zu und es wurden große Erfolge erzielt. Nach ihrem Sieg über den Tabellenführer Olympia Neumünster kam sie punktgleich an ihn heran und wurde nur durch einen Treffer von der Spitze getrennt. Erst im letzten Spiel der Vorrunde mußte die erste Niederlage hingenommen werden, was zugleich eine Wende im bisherigen Abschneiden bedeutete.

Die Rückrunde wurde nicht so erfolgreich, obwohl hin und wieder erstklassige Spiele gezeigt wurden, so auch gegen den Tabellenführer, der zum zweiten Mal geschlagen werden konnte. Diesmal sogar auf seinem eigenen Platz mit 5:2 Toren. Doch unnötigerweise wurden gerade in vielen Heimspielen Punkte abgegeben, die in der Endabrechnung im Kampf um die Tabellenspitze fehlten. Wie nah unsere Elf der Meisterschaft war, zeigt am besten der Tabellenstand, in dem trotz der schlechten Rückrunde noch der dritte Platz eingenommen werden konnte, mit dem wir letztlich als Neuling mehr als zufrieden sein dürften. Sollte es unserer Mannschaft gelingen, im nächsten Jahr die Form der abgelaufenen Serie beizubehalten und die zeitweilig aufgetretenen Formschwankungen auszuschalten, dürfte wohl mit einem noch besseren Abschneiden als bisher zu rechnen sein.


 

 

Union Teutonia Kiel - Husum 18

 

2:1

Im vorletzten Spiel mußte unsere Elf die letzten theoretischen Chancen begraben, eventuell noch den zweiten Platz zu erreichen. Trotz des Nachteils, dass Dieter "Schorsch" Schleger für den erkrankten Wolfgang Täuber das Tor hüten mußte, und somit auch im Angriff fehlte, hatte unsere Elf durchweg mehr vom Spiel. Doch Tore wollten nicht fallen. Im zweiten Durchgang verloren die Kieler Greif durch Platzverweis, unsere Elf wurde noch überlegener, aber leider auch zu überheblich. Ein unnötiges Handspiel durch Hans Uwe Kock, den fälligen Strafstoß verwandelte Union Teutonia zum Führungstreffer in der 60. Minute. Bereits drei Minuten später hieß es 2:0, ehe unsere Elf sich vom Schock erholte. Erst kurz vor dem Ende ging Dieter "Schorsch" Schleger in den Sturm, Ernst-August Schlichte hütete das Tor. Der Druck unserer Mannschaft wurde dadurch stärker und führte in der 88. Minute per Kopfball durch Claus-Hermann Walter nach Flanke von Manfred Albertsen zum einzigen Gegentreffer. Zum Ausgleich fehlte dann die Zeit.


 

 

Husum 18 - DGF Flensburg

 

3:2

Ausgerechnet das letzte Saisonspiel mußte wegen Unbespielbarkeit des Platzes um zwei Wochen verschoben werden, ein Platzregen hatte den Platz kurz vor dem Anpfiff in eine Wasserlache verwandelt.

Das Nachholspiel fand dann am 19. Mai statt, als alle anderen Vereine bereits die Punktrunde beendet hatten. Da Meisterschaft und Abstieg längst entschieden waren, ging es lediglich um eine Tabellenstandverbesserung; jede Mannschaft konnte im Falle eines Sieges sich um einen Platz verbessern; unserer Elf hätte bereits ein Unentschieden genügt. So wurde reiner Sommerfußball geboten. Im ersten Durchgang hatte DGF mehr Spielanteile und ging verdient mit einem Kopfballtor durch Hinz in Führung. Kurz vor der Pause erzielte Dieter "Schorsch" Schleger den Ausgleich, als er aus abseitsverdächtiger Position den Ball am Torwart vorbei einschießen konnte, nachdem er den Torwart zunächst angeschossen hatte.

Nach dem Wechsel kam unsere Elf besser in Szene und ging nach gutem Zusammenspiel in der 58. Minute durch Manfred Albertsen in Führung, der eine Maßflanke von Reinhard "Bernie" Grünhoff aufnahm und ins linke Eck schlenzte. Etwas unnötig fiel der Ausgleich 10 Minuten später. Die Abwehr sah untätig zu, wie Brodersen einen Flankenball annahm und aus kürzester Distanz an Grochler vorbei einschoß. Der letzte Treffer war zugleich eines der schönsten Tore der Saison. Die Ausführung eines unserer Elf zugesprochenen Freistoßes wurde zunächst durch Manfred Albertsen angetäuscht. Über den verwirrten und sich bereits auflösenden Abwehrblock setzte dann Reinhard "Bernie" Grünhoff den Ball bilderbuchmäßig ins rechte obere Eck und sicherte unserer Elf mit diesem herrlichen 20-m-Schuß in der 79. Minute den Sieg und somit den dritten Tabellenplatz.


1.   Olympia Neumünster   30   63:39   42:18
2.   Union Neumünster   30   50:32   40:20
3.   Husum 18   30   61:46   36:24
4.   SV Heikendorf   30   50:41   35:25
5.   Eckernförder SV   30   55:45   32:28
6.   DGF Flensburg   30   52:46   31:29
7.   Polizei Kiel   30   40:41   31:29
8.   TSV Russee   30   49:43   30:30
9.   Union Teutonia Kiel   30   33:45   30:30
10.   Holstein Kiel Amateure   30   50:46   29:31
11.   Flensburger TB   30   48:57   29:31
12.   SV Tungendorf   30   47:53   28:32
13.   Gut Heil Neumünster   30   38:44   26:34
14.   Holsatia Kiel   30   52:58   25:35
15.   Kilia Kiel   30   35:56   20:40
16.   TuS Gaarden II   30   31:62   16:44

Am letzten Spieltag abgefangen

Nachdem unsere Reservemannschaft schon wie der sichere Meister der Husum/Eiderstedter Kreisklasse aussah, wurde sie in den letzten zwei Spielen noch vom Spitzenplatz verdrängt und mußte sich mit dem undankbaren zweiten Platz zufriedengeben.

Im Schlagerspiel gegen den hartnäckigen Verfolger SV Dörpum konnte unsere zweite Mannschaft zwar mit 1:0 durch Gerd Brandt in Führung gehen, mußte aber bis zur Pause durch Levsen den Anschlußtreffer hinnehmen. Im zweiten Durchgang wurden zahlreiche Chancen ausgelassen. In einem Gewühl konnte der SV Dörpum durch Lorenzen den goldenen Siegtreffer erzielen, als Helmut Christiansen den Ball nicht festhalten konnte.

Es wäre noch alles gut gegangen, wenn im letzten Spiel gegen den Rödemisser SV ein Sieg herausgespielt worden wäre. Dörpum hatte am Vortage gegen Friedrichstadt mit 4:2 gewonnen, aufgrund des besseren Torverhältnisses hätte dennoch ein knapper Sieg unserer Zweiten zum Meister der Klasse gereicht. Nach torloser erste Halbzeit konnte Wolfgang Harms unsere Elf auch mit 1:0 in Führung bringen, die zum Sieg zu reichen schien. Doch praktisch mit dem Abpfiff gelang dem Rödemisser Schwartz der Ausgleich. Die Niedergeschlagenheit unserer Spieler wurde noch übertrumpft durch die Freude der aus Dörpum kommenden Spieler, die mit Spannung diese Begegnung verfolgt hatten. "Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte", konnte man hier getrost sagen.

Der erhoffte Aufstieg in die Bezirksklasse muß für ein Jahr verschoben werden, der spielerische Unterschied zwischen der ersten und zweiten Mannschaft, den man durch einen Aufstieg zu vermindern erhoffte, wird weiterhin bestehen bleiben.


Die Tabellenspitze

1.   SV Dörpum   28   84:36   47:9
2.   Husum 18 II   28   75:26   46:10
3.   BW Friedrichstadt II   27   97:48   37:17
4.   TSV Rantrum III   27   65:52   32:22
5.   TSV Hattstedt   28   58:48   32:24
Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. Juni

Kegelmeisterschaft von Husum 18 ausgetragen

Traute Christiansen und Karl-Heinz Lund neue Meister

In zwei Durchgängen trug die Kegelabteilung unseres Vereins ihre diesjährigen Vereinsmeisterschaften auf den Bahnen des Keglerheims Dethlefsen und der Kegelsporthalle Brakemeier aus. Wie bei der gleichmäßigen Stärke der einzelnen Keglerinnen und Kegler nicht anders zu erwarten war, gab es spannende Positionskämpfe und knappe Ergebnisse zwischen den Startern.

Bei den Frauen legtes sich Traute Christiansen (751 Holz) am ersten Tag gleich in Führung, vor Inge Jacobsen mit 742 Holz, Liselotte "Lotti" Zukrigl und Inge Jahn, beide mit 737 Holz.

Bei den Männer hatte Karl-Heinz Lund eine überragende Tagesform; seine 758 Holz bedeuteten Bestleistung. Junior Peter Schöning erkegelte sich mit 752 Holz eine gute Ausgangsposition für den zweiten Durchgang, gefolgt von Horst Brauer (744 Holz), Norbert Peters (740 Holz) und Werner Denckmann (739 Holz).

Die zweite Runde in der Kegelsporthalle Brakemeier brachte dann doch einige Überraschungen. So vermochte sich zwar Traute Christiansen mit ihren 728 Holz auf dem ersten Platz zu behaupten und wurde neue Vereinsmeisterin, doch die zweitplatzierte Inge Jacobsen kegelte weit unter Form und erreichte mit ihren 708 Holz nur Platz vier. Tagesbestholz dagegen kegelte die in letzter Zeit stark nach vorn gekommene Inge Jahn mit 740 Holz. Das reichte zum zweiten Platz in der Gesamtwertung, ganz knapp mit zwei Holz hinter der neuen Meisterin. Liselotte "Lotti" Zukrigl erreichte 716 Holz und damit den dritten Platz.

Karl-Heinz Lund vermochte auch diesmal mit 732 Holz zu überzeugen. Er konnte damit seinen ersten Platz halten und wurde diesjähriger Vereinsmeister. Norbert Peters als Viertplatzierter schob sich mit 739 Holz noch auf Platz 2, während Horst Brauer mit 733 Holz den dritten Rang halten konnte. Lediglich Peter Schöning hatte einen schwachen Tag erwischt und fiel auf den vierten Platz zurück.

Damit ergab sich folgendes Gesamtbild:

Frauen

1. und Vereinsmeisterin   Traute Christiansen   1479   Holz
2.   Inge Jahn   1477   Holz
3.   Liselotte "Lotti" Zukrigl   1453   Holz

Männer

1. und Vereinsmeister   Karl-Heinz Lund   1490   Holz
2.   Norbert Peters   1479   Holz
3.   Horst Brauer   1477   Holz

Die Ehepaar-Wertung, die jedes Jahr ermittelt wird, sah das Ehepaar Lund vorne:

1.   Karl-Heinz und Gerda Lund   2930   Holz
2.   Inge und Uwe Jahn   2926   Holz
3.   Liselotte "Lotti" und Walter Zukrigl   2921   Holz

Die Sieger in der Ehepaar Wertung:

v.l.: Inge und Uwe Jahn - Gerda und Karl-Heinz Lund - Liselotte "Lotti" und Walter Zukrigl

Otto H. Krüger
leer  

1973

Nachruf

1. Juni

Der ehemalige erste Vorsitzende Karl Krieger verleiht im Jahre 1967 Johannes Thordsen die goldene Vereins-Ehrennadel.

Am 9. Mai ist bei einem Autounfall

unser Ehrenvorsitzender

Johannes Thordsen

Träger der goldenen Ehrennadel und des silbernen Verdienstabzeichens

ums Leben gekommen.

Unseren Verein Husum 18 hat diese Nachricht tief bewegt und mich selber mit großer Trauer erfüllt.

Die letzten zwölf Jahre meiner beruflichen Tätigkeit bis zum Jahre 1964 war Johannes Thordsen mein Chef. Viele Jahre war ich im Thordsen-Verlag als erster Betriebsratsvorsitzender tätig und ich denke auch heute noch gerne an gutes Zusammenarbeiten zurück.

Zur sportlichen Laufbahn von Johannes Thordsen ist zu erwähnen: Er war schon als Jugendlicher ein hervorragender Turner, der auf Gau-Turnfesten Preise errang. Als Fußballer spielte er in Husum 18 in der IIa-Herrenmannschaft. In der gleichen Mannschaft war auch unser erst kürzlich verstorbenes Mitglied Friedrich Töllner.

In späteren Jahren hat Johannes Thordsen sich durch Spendentätigkeit für unseren Verein Husum 18 große Verdienste erworben, für die er mit der goldenen Vereins-Ehrennadel ausgezeichnet wurde und an seinem 60. Geburtstag das silberne Verdienstabzeichen unseres Vereins erhielt.

Sein so tragischer Unfalltod hinterläßt eine unausfüllbare Lücke. Mir ist er auch nach meiner Pensionierung der gute Freund geblieben, der er immer war. Sein Verein Husum 18 und ich werden ihm stets ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren.

Bernhard Petersen
Ehrenvorsitzender von Husum 18
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1 . Juli

IV. Pokalrunde erreicht

Nachdem unsere Elf im Vorjahr bereits im zweiten Pokalspiel ausscheiden mußte, scheint es diesmal besser zu laufen. Nach drei Siegen geht es jetzt in die vierte Pokalrunde gegen Blau-Weiß Friedrichstadt. Hoffen wir, daß bei Erscheinen dieser Zeitung auch dieses Spiel heil überstanden und das Pokal-Aus noch nicht über unsere Mannschaft gesprochen wurde.


 

 

TSV Sterup - Husum 18

 

2:6

Beim Bezirksklassenvertreter TSV Sterup traf unsere Elf zunächst auf harten Widerstand. Zwar gingen wir durch Tore von Claus-Hermann Walter, Eduard "Ede" Lehmbeck und wenig später durch Manfred Albertsen mit 3:0 in Führung, mußten jedoch die stark aufkommenden Steruper durch zwei Tore, die fast als Eigentore gewertet werden können, auf 3:2 herankommen lassen.

Durch den großen Eifer und Einsatz ging jedoch im zweiten Durchgang den Gastgebern die Puste aus, so daß unsere Elf stärker aufkam und durch Reinhard "Bernie" Grünhoff auf 4:2 erhöhen konnte. Den endgültigen Sieg stellte Eduard "Ede" Lehmbeck mit seinem zweiten Treffer her, während Reinhard "Bernie" Grünhoff - ebenfalls sein zweites Tor - das 6:2-Endergebnis herausschießen konnte.


 

 

Frisia Husum - Husum 18

 

3:9

In selten so guter Form konnte man unsere Mannschaft beim zweiten Pokalspiel gegen den Ortsrivalen Frisia Husum erleben. Mit einem überlegenen Sieg revanchierte sie sich gegen die Niederlage des Freundschaftsspiels am 1. Weihnachtstag des Vorjahres. Unsere Elf spielte gekonnt zusammen und sorgte erfolgreich mit weiten Pässen die Abwehr der Frisianer zu überwinden, vor allem, da der weiche Boden mit Wasserpfützen vor beiden Toren kaum eine enge Spielweise zuließ.

Während in den bisherigen Begegnungen meistens das erste Tor sehr spät fiel, kam unsere Elf diesmal bereits nach acht Minuten durch einen Freistoß von Reinhard "Bernie" Grünhoff zum 1:0. In der 13. Minute konnte Claus-Hermann Walter nach guter Flanke von Manfred Albertsen auf 2:0 erhöhen. Bereits wenige Augenblicke später erhöhte Dieter "Schorsch" Schleger im Nachsetzen auf 3:0 und die Partie war damit praktisch schon in der ersten Viertelstunde entschieden. In der 21. Minute wurde Manfred Albertsen durch Nommensen im Strafraum gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte er selber zum vierten Treffer. Durch die schnelle Führung etwas nachlässig in der Abwehr geworden, gelang dem Frisianer Wilfried Bertermann vier Minuten später der erste Gegentreffer. Doch mit einem Weitschuß von Eduard "Ede" Lehmbeck, der durchaus haltbar war, wurde wenig später der alte Abstand wieder hergestellt. Kurz vor der Pause gelang Manfred Albertsen dann mit einem Flachschuß das 6:1.

Nach dem Wechsel hatte es den Anschein, als sollte das Schützenfest weitergehen. Bereits in der 46. Minute erzielte Claus-Hermann Walter mit einem Kopfball nach Vorarbeit von Manfred Albertsen den siebten Treffer. Im Gegenzug gelang dann dem Gegner durch einen Kopfball von Hans-Peter Hansen der zweite Treffer, doch postwendend erfolgte in der 50. Minute das 8:2. Claus-Hermann Walter war nach einem Fehlschlag der Frisianer-Abwehr zur Stelle und schob ungehindert ein. Danach gelang es den Gastgebern längere Zeit, ihr Tor sauber zu halten. Sie konnten sogar durch den aufgerückten Sönke Gabriel mit einem weiteren Treffer das Ergebnis etwas günstiger gestalten.

Doch zehn Minuten vor dem Abpfiff konnte Dieter "Schorsch" Schleger durch einen Foulelfmeter den alten Abstand wieder herstellen und den 9:3-Endstand erzielen.


 

 

TSV Sörup - Husum 18

 

0:2 (nach Verlängerung)

Erheblich schwerer als erwartet hatte unsere Elf es im dritten Pokalspiel den Kreisklassenvertreter TSV Sörup. Maßgebliche Ursache war der Verzicht auf vier Ligaspieler, da unter anderem Manfred Albertsen inzwischen zum Heider SV gewechselt war und kein Torwart zur Verfügung stand, so daß Dieter "Schorsch" Schleger das Gehäuse hüten mußte.

Bereits im ersten Durchgang hätten die Gastgeber in Führung gehen können. Drei aussichtsreiche Einschußmöglichkeiten konnten nur mit Glück überstanden werden. Das Eckenverhältnis von 16:8 für den TSV Sörup zeigt deutlich dessen Überlegenheit in der ersten Spielhälfte auf.

In der zweiten Halbzeit war die Partie dann ausgeglichener. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte dennoch der Gastgeber durch Eichmann das Pokalaus für unsere Elf auf den Füßen, doch Fortuna stand unseren Spielern zur Seite.

In der Verlängerung gegen dem TSV dann jedoch die Puste aus. Bereits in der 91. Minute erzielte Rainer "Toni" Goetz das 1:0, dem wenig später Eduard "Ede" Lehmbeck in der 94. Minute das 2:0 folgen ließ, daß unsere Elf eine Runde weiter brachte.


Freundschaftsspiel verloren

Um die Zeit zwischen den Pokalspielen nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, führte unsere Liga zu Pfingsten beim Bredstedter TSV ein Freundschaftsspiel durch. Doch der beim Skatspiel gebräuchliche Ausdruck "Nach einem guten Spiel soll man passen!" schien auch für das Fußballspiel Anwendung finden zu können. Denn nichts erinnerte mehr an den glorreichen Sieg vom vergangenen Wochenende gegen den Ortsrivalen Frisia mit 9:3.

Als Entschuldigung kannst selbstverständlich angeführt werden, daß Manfred Albertsen wegen Vereinswechsels fehlte und auch Wolfgang Täuber nicht zur Verfügung stand, so daß Peter Rudolph das Tor hüten mußte und damit erheblich in der Hintermannschaft fehlte.

Aber auch der Bredstedter TSV hatte zahlreiche Abwanderungen zu beklagen und mußte auf Reserve-Spieler zurückgreifen. Doch machte er diese Ausfälle durch unermüdlichen Einsatz und ein druckvolleres Sturmspiel als unsere Elf wieder wett.

Bereits in den Anfangsminuten bedrängte der TSV unser Tor und kam schon nach acht Minuten zum Führungstreffer durch den Routinier Raddatz, mit dem der erstmals aus der Reserve eingesetzte Herbert Müller seine liebe Mühe hatte. Nach dem Ausgleich durch Hans Peter Jensen in der 14. Minute, der sich gegen den Bredstedter Düring erfolgreich durchgesetzt hatte, waren dann wieder die Bredstedter durchweg überlegen. Doch Peter Rudolph erwies sich im Tor sehr sicher und vereitelte gekonnt manche torreife Situation der Gastgeber.

Nach dem Wechsel kam der leichtverletzte Eduard "Ede" Lehmbeck aufs Feld und sorgte sofort durch gutes Zusammenspiel mit Reinhard "Bernie" Grünhoff für gefährliche Situationen. Ein Siegtreffer für unsere Elf wäre in dieser Spielphase durchaus "drin" gewesen, doch außer zwei Pfostenschüssen gelang unseren Spielern nichts, da entweder unkonzentriert geschossen wurde oder der Bredstedter Torhüter Paulsen die aufs Tor gehenden Schüsse meistern konnte. Als sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden abgefunden hatten, gelang wiederum Raddatz mit einem Kopfball das 2:1 für die Gastgeber.


Ohne Manfred Albertsen in die neue Saison

Ohne den langjährigen Stürmer Manfred Albertsen wird unsere Liga in der Saison 1973/74 in der Verbandsliga Nord spielen müssen. Manfred Albertsen trat Anfang Juni 1973 dem Heider Sportverein bei und wird in der nächsten Saison als Regionalspieler sein Glück versuchen. Obwohl damit in unserer Elf eine erhebliche Lücke entsteht, sollte man einem talentierten Fußballspieler nicht gram sein, wenn er in den wenigen Jahren, in denen er Fußball spielen kann, das beste aus seinen Fähigkeiten macht. Wir wünschen jedenfalls Manfred Albertsen alles Gute und viel Erfolg beim Heider SV.


Als weiteren Abgang wird unser Verein noch den Ersatztorhüter Grochler zu verzeichnen haben. Weitere Abgänge sind nach dem augenblicklichen Stand nicht zu erwarten, so daß das Gros der Mannschaft geschlossen in die neue Serie geht. Vielleicht werden sie sogar durch einige gute Spieler verstärkt, die unserem Verein beitreten werden. Die Verhandlung sind zur Zeit im Gange und wir hoffen, in der nächsten Ausgabe der Vereinsnachrichten den einen oder anderen Spieler vorstellen zu können.


Wie aus der Tabelle in der letzten Vereinsnachrichten-Ausgabe zu ersehen, werden die Vereine TuS Gaarden II und Kilia Kiel absteigen müssen. Als Aufsteiger kommen der Meister der Bezirksliga Nord, der TSV Nordmark Satrup - der den TSV Rantrum kurz vor Beendigung der Punktspielserie noch abfangen konnte - und der Meister der Bezirksliga Kiel, der TSV Plön, neu in die Verbandsliga Nord.

Olympia Neumünster wird als Meister der Verbandsliga Nord in der nächsten Saison in der Landesliga spielen. Den dadurch frei werdenden Platz wird wieder TuS Gaarden einnehmen, jedoch diesmal die Liga Mannschaft, die damit die Nachfolge der abgestiegenen Reservemannschaft antritt.


Kurz belichtet

Auch die anderen Fußballmannschaften unseres Vereins sind nach Beendigung der Punktspielserie nicht untätig.

So nutzte unsere Reservemannschaft die Pfingstfeiertage zu einer Freundschaftsbegegnung gegen eine Reisemannschaft von Minerva Berlin und kam zu einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.


Zu einem Nachwuchsvergleichskampf trat eine Jugendmannschaft unseres Vereins gegen die zweite Auswahl des mit drei Mannschaften nach Husum gekommenen dänischen Vereins Svenborg an und gewann hoch mit 9:1.


Mit wechselndem Erfolg spielte unsere Altligaelf. So mußte sie bei Polizei Kiel nach einem 1:0-Pausenrückstand eine 2:0-Niederlage hinnehmen. In einer insgesamt schwachen Begegnung kam unsere Elf in keiner Phase des Spiels zu ihrer gewohnten Leistung und brachte wenig Zusammenhang in die Spielaktionen. Der Sieg der Gastgeber war dadurch nicht unverdient.

In einem Heimspiel eine Woche später lief es dann besser. Die Altliga des TSV Rendsburg konnte sicher mit 4:2 geschlagen werden.


Alt-Liga in Dänemark

Am Samstag, dem 23. Juni 1973, war unsere Altliga von den Old Boys Hoyer eingeladen. Es wurde eine großartige Fahrt.

Frohgestimmt stiegen die Spieler mit ihren Frauen in Husum in den Bus, und ab ging es in Richtung Grenze. Vor der Grenze wurde die Gesellschaft immer ruhiger, denn wie es sich für einen Fußballer auf so einer Fahrt gehört, hatte jeder Spieler eine Flasche Alkohol in der Fußballtasche. Wie wir meinten, die letzte Hürde genommen zu haben, kam aus dem letzten Wärterhäuschen ein junger Zollbeamter und stieg in den Bus.

"Hat jemand etwas zu verzollen?" lautete seine Frage. Aus dem Bus schalte es "Nein!" Der Zöllner schaute uns an, schmunzelte und bat den Busfahrer, den Kofferraum zu öffnen. Der Cognac wurde gefunden, und wir saßen mit dummen Gesichtern da. Nach einigem Hin und Her blieb uns nichts anderes übrig, als für jede Flasche eine gepfefferte Zollgebühr zu zahlen. So eine teure Flasche Cognac hatte sich noch keiner von uns gekauft!

Nach anfänglichem Ärger kam aber bald unsere gute Stimmung wieder auf. Wie wir in Hoyer ankamen, warteten die Old Boys schon auf uns, denn wir hatten ja eine gute halbe Stunde Zeit an der Grenze verloren. Das Spiel fand auf einem geschützten Platz statt, bei sommerlich heißem Wetter, aber wir hatten ja nun gegen alle Dänen eine gewaltige Wut im Bauch und wollten sie "von der Platte putzen". Das Spiel lief bei uns gut, aber die Old Boys hielten mit. Nach dem Führungstreffer der Dänen schaffte erst eine Minute vor Halbzeit unser Mittelstürmer Heinz "Heiner" Minnie mit einem Verlegenheitsschuß mit der "Pieke" das 1:1. Aber zu Beginn der zweiten Halbzeit kam postwendend das 2:1. Der nach seiner Operation erstmalig wieder mitspielende Torwart Eckhard "Ecki" Sers setzte sich verständlicherweise nicht voll ein und ließ ein sogenanntes "Ei" durch. Das 2:2 besorgte Heiner Minnie mit einem großartigen "Direktschuß". Egon Harms besorgte 2 Minuten später im Alleingang das 2:3. Doch scheinbar war die Hintermannschaft von uns bei der Hitze schon in Gedanken unter der Dusche, denn plötzlich hieß es 3:3. So endete dann ein gutes und faires Spiel.

Nach dem Spiel wurden wir aufgeteilt und je Paar zum Abendessen bei einer dänischen Familie untergebracht. Und hier muß ich unseren Gastgebern ein großes Lob aussprechen, denn wie wir empfangen und bewirtet wurden, kann man mit Worten nicht beschreiben. Es war wirklich einmalig. Schweren Herzens trennte sich jedes Paar von ihren Gastgebern, und ab ging es zum Tanz an die Küste, wo die Spieler mit ihren Frauen beim Johannisfeuer noch einige frohe Stunden verbrachten.

An diese Fahrt wird sich sicher jeder Spieler noch lange zurückdenken.

Otto H. Krüger


Wir suchen Schiedsrichter!

Immer wieder müssen wir erfahren, daß zu diesem oder jenem Spiel kein Schiedsrichter erschienen ist, und wir mußten dann von uns aus sehen, wie wir dieses Spiel durchführen konnten. Es kam und kommt dabei leider öfter zu Meinungsverschiedenheiten, die nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch zwischen den Betreuern der Mannschaften auftreten.

Die Anzahl der vorhandenen Schiedsrichter in Kreisfußballverband Husum steht in keinem Verhältnis zur Zahl der in unseren Bereichen spielenden Mannschaften. Um hier eine Änderung herbeizuführen, hat der Kreisfußballverband in den letzten Jahren mehrere Vereine mit erheblichen Ordnungsstrafen und sogar schon mit Mannschaftsstreichungen belegt. Bisher ist unser Verein von diesen Strafen verschont geblieben. Durch das Ausscheiden einiger Mitglieder aus der aktiven Schiedsrichtertätigkeit ist dieses Problem nun auch für uns akut geworden.

Wir müssen daher versuchen, in unseren Reihen geeignete Sportfreunde zu finden, die nicht nur bereit sind an einem Lehrgang teilzunehmen, sondern auch in Zukunft tatsächlich Spiele leiten wollen. Hierzu können sich auch aktive Spieler melden, ja sogar Spieler der Jugendklasse können an einem Lehrgang teilnehmen. Meldungen hierzu werden an unseren Fußball- und Jugendobmann erbeten.

Denkt bitte alle daran: Mit dem Schiedsrichterproblem steht und fällt unser Fußballsport!

leer  

1973

Husum 18 / Frauen-Fußball

1 . Juli

Fußballerinnen in Führung

Wie bereits in der Aprilausgabe berichtet, nehmen unsere Fußballerinnen erstmals in diesem Jahr an einer Punktspielrunde teil. Doch wie so oft bei Neulingen nehmen sie keineswegs nur die Position eines Punktlieferanten ein. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ohne Verlustpunkte nimmt die Mannschaft zur Zeit vor dem punktgleichen TSV Husby in der Staffel I (West ) den Platz des Tabellenführers ein und hat die größten Aussichten, Meister dieser Staffel zu werden.

So konnte erst im letzten Heimspiel die Mannschaft des TSV Rundhof/Esgrus mit 7:0 Toren geschlagen werden. Bereits bis zur Halbzeit führten unsere Damen mit 5:0 Toren und konnten den Vorsprung durch gute Sturmleistungen im zweiten Durchgang auf 7:0 ausbauen. Erfolgreichste Torschützin war wieder einmal Silke Lorenzen mit drei Treffern. Birte Hansen mit zwei Treffern sowie Heinke Clausen und Silke Ingwersen mit je einem Treffer ermöglichten den hohen Endsieg.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball national

1 . Juli

Kunterbuntes

Nordgruppe mit 18 Vereinen

Die Nordgruppe der zweiten Bundesliga soll nicht mehr als 18 Vereine umfassen. Darauf einigten sich in Berlin Vertreter der drei norddeutschen Fußballverbände. Der Liga, die offiziell Regionalliga Nord heißen soll, werden 10 West-, 6 Nord- und zwei Berliner Vereine angehören. Die Verbandsvertreter erklärten sich einverstanden mit der Regelung dreier Absteiger aus der ersten Bundesliga. Die Meister und der Sieger von Qualifikationstreffen der beiden Gruppenzweiten sollen in die Bundesliga aufsteigen. Die Aufsteiger zur Nordgruppe der zweiten Bundesliga, die die drei Absteiger zu den Amateuroberligen ersetzen, sollen in einer gesonderten Aufstiegsrunde der Amateuroberliga West (3 Teilnehmer), Nord (2) und Berlin (1) ermittelt werden.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1 . Juli

Wer hat Interesse am Sportkegeln?

Wir suchen:

a)

Ehepaare

. melden Sie sich bitte bei Kegelobmann Horst Brauer, Husum, Schillerstraße 26a, Telefon 6 42 28.
   

b)

Frauen

  Meldungen bitte an Renate Denckmann, Husum, Norderstraße 19, Telefon 36 45.
.  

c)

Junioren (18 bis 23 Jahre)

  zum Aufbau einer Juniorengruppe; ihre Meldungen nimmt das Farbenhaus Schöning, Husum, Neustadt 52, Telefon 6 17 55, entgegen.

 

  Kegelabteilung
Horst Brauer, Kegelobmann
leer  

1973

Husum 18 / Sport allgemein

1 . Juli

2 mal kurz gelacht

Über lange Haare ist schon viel diskutiert und oft wohl auch gestritten worden. Der eine mag sie, der andere eben nicht. So mußte ich neulich auf dem Fußballplatz ein Gespräch zwischen einem etwa 70jährigen Opa und seinem 14jährigen Enkel anhören. "Ich kann Dich nicht verstehen, das sieht doch furchtbar aus mit Deinen langen Haaren. Dauernd ist der Kragen dreckig. Guck doch mich an. Jede 14 Tage zum Friseur. Sieht immer sauber und nett aus. Und nicht nur das, macht vor allem um 10 Jahre jünger." "Eben", kam darauf hin prompt die Antwort des Enkels, "meinst Du denn, ich will noch mal als Vierjähriger rumlaufen?"


Da fragte ich neulich einen unserer Spieler. "Sag' mal, warum bist Du denn jetzt Verteidiger in unserer Liga und nicht mehr Stürmer, so wie früher?" "Aus Gesundheitsgründen", war die Antwort. "So", sagte ich, "und als Verteidiger macht Dir die Krankheit nicht zu schaffen. Was ist das denn für eine komische Krankheit, die Du da hast?" "Wieso ich? Mir fehlt gar nichts. Aber unserem Trainer Heinz Fielstette wurde immer schlecht, wenn er mich stürmen sah."

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. August

Pokal-Aus

Nach den ersten drei guten Spielen in der Pokalrunde kam ausgerechnet gegen unseren alten Rivalen Blau-Weiß Friedrichstadt das Pokal-Aus für unsere Elf.

Mit 5:2 fiel die Niederlage recht deutlich und nicht einmal unverdient aus. Zur kämpferischen und taktischen Einstellung des Gegners fand unsere Elf nicht das richtige Rezept. Vor allem Hans Uwe Kock zu dem quirligen Mittelstürmer Kurowsky keine Einstellung, so daß dieser allein drei Tore erzielen konnte. Erst als Peter Rudolph auf ihn angesetzt wurde, konnte dieser Stürmer an die Kette gelegt werden.

Bereits der erste Angriff der Platzmannschaft führte zu einem Treffer. Nachdem zunächst wir weitgehend das Spiel in die Friedrichstädter Hälfte zu verlegen vermocht hatten, startete der mit Peters zusammen im Mittelfeld besonders produktive Christiansen zur einem Flankenlauf auf der rechten Seite. Als er fast die Grundlinie erreicht hatte, spielte er mit einer hohen Flanke an Vos ab, der mit dem Kopf das Leder ins Netz leitete. Der erste Ausgleich fiel in der 23. Minute: Rainer "Toni" Goetz gab von rechts einen harten Flachpaß vor das Blau-Weiß-Tor und Wilkens leitete den Ball danach ins eigene Netz. Als dann in der 35. Minute Rainer "Toni" Goetz selbst durch eine geschickte Einzelleistung sogar zum 2:1 für uns eingeschossen hatte, ergaben sich Hoffnungen, das Spiel in die Hand zu bekommen. Aber diese Hoffnungen konnten nur eine Minute gehegt werden. Auf eine hohe Flanke von Mumm schoß Kurowsky zum 2:2 (36. Minute). Mit einer besonders imponierenden Einzelleitung gelang Kurowsky unmittelbar vor dem Pausenpfiff dann auch noch das wichtige 3:2. Er ließ bei dieser Angriffsaktion Hans Uwe Kock und Ernst-August Schlichte zunächst glatt aussteigen und traf dann aus spitzem Winkel genau ins hohe Eck.

Dennoch schien es wieder eine Wende für uns zu geben. 4 Minuten nach Wiederbeginn wurde Reinhard "Bernie" Grünhoff im Gegnerstrafraum gefoult. Dieter "Schorsch" Schleger schoß bei der Ausführung des Strafstoßes zu schwach, so daß Schlußmann Riewe den Ball sogar fangen konnte und so alle Gefahr für die Platzmannschaft beseitigte. Im unmittelbar an diesen Strafstoß sich anschließenden Friedrichstädter Gegenstoß ließ Hans Uwe Kock sich nun ein Selbsttor zuschulden kommen lassen, und statt des kurz vorher noch erhofften 3:3-Ausgleichs stand es jetzt plötzlich 4:2 für Friedrichstadt. Das ergab einen großen Schock, und als (63. Minute) Kurowsky nach einem langen Paß des kämpferischen Thiele sogar das 5:2 erzwungen hatte, war das Treffen endgültig für die Blau-Weiß-Elf gelaufen.


Sieg über Tinnum 66

In einem Freundschaftsspiel kam unsere Liga zu einem standesgemäßen Sieg über Tinnum 66. Zunächst sah es jedoch nicht immer gut für unsere Elf aus. In der ersten Halbzeit hielten die Gastgeber durchaus mit und gingen durch Wintjens mit 1:0 in Führung. Der Neuzugang Gert Koeppen konnte den Ausgleich erzielen. Wiederum durch Wintjens mußten wir wenig später Tinnum in Führung gehen lassen, ehe Peter Rudolph bis zur Pause den Ausgleich zum 2:2 erzielen konnte.

Erst gegen Ende des Spiels ließen die Kräfte der Tinnumer etwas nach und durch Rainer "Toni" Goetz und Peter Rudolph konnte ein 4:2-Endstand für unsere Elf erzielt werden.


Kennen Sie den ...

Auch in diesem Jahr traten wieder mehrere Spieler unserem Verein bei, von denen einige sicherlich in Kürze in der Ligamannschaft spielen werden. Hier ein kurzer Steckbrief der Neuzugänge:

Hans-Peter Thomsen geboren am 23. Januar 1947 in Rantrum. Sportfreund Hans-Peter Thomsen wohnt in Ostenfeld, Schwimmbad 4. Er ist seit vier Jahren verheiratet, hat noch keine Kinder.
Seit dem 1. Oktober 1957 spielt er Fußball beim TSV Rantrum; davon ab dem 18. Lebensjahr in der ersten Mannschaft.
Beruflich ist Sportfreund Hans-Peter Thomsen Verkaufsfahrer bei der Firma Haake-Beck Brauerei KG.
Außer Fußball hat er keine besonderen Hobbys, ist jedoch leidenschaftlicher Anhänger des Hamburger Sportvereins und fährt zu jedem Spiel der ersten Mannschaft, soweit es seine Zeit zuläßt.
Hans-Peter Thomsen war in den letzten Jahren einer der wichtigsten Spieler beim TSV Rantrum und wird sicherlich eine große Verstärkung für unsere Mannschaft sein.

Gerhard Dahlke   geboren am 27. Juni 1951 in Hamburg. Sportfreund Gerhard Dahlke ist wohnhaft in Husum, Neustadt 108, seit einem Jahr verheiratet und hat keine Kinder.
Seit 1965 spielt er Fußball, zuerst beim FC St Pauli, ab 1968 bei den Jungmannen des SC Sperber Hamburg.
Wegen seiner abgeleisteten Bundeswehrzeit hat Gerhard Dahlke seit ca einem Jahr nicht mehr Fußball gespielt, nimmt jedoch fleißig am Training teil und dürfte den Rückstand bald wieder aufgeholt haben.
Von Beruf ist Sportfreund Gerhard Dahlke Dreher bei der Firma Hermann Hansen in Winnert.
Außer Fußball spielt er noch gerne Tischtennis.

Gert Koeppen  

geboren am 1. Mai 1948 in Neumünster. Sportfreund Gert Koeppen wohnt in Husum, Magnus-Voss-Straße 8, ist seit dem 10. März 1972 verheiratet und hat keine Kinder.
Im Jahr 1957 trat Sportfreund Gert Koeppen bei Olympia Neumünster ein. Nachdem er dort in der Serie 1968/69 ein Jahr in der ersten Liga gespielt hatte, kam er 1969 zum TSV Rantrum und wechselte 1972 zu Blau-Weiß Friedrichstadt über, von wo er jetzt zu uns stieß.
Gert Koeppen ist Zeitsoldat bei der Bundeswehr in Husum. Neben Fußball ist sein zweites Hobby Tennisspielen.


Walter Kretschmar geboren am 14. Dezember 1948 in Hattstedt. Sportfreund Walter Kretschmar ist vielen Mitgliedern unseres Vereins bekannt, da er längere Zeit unserem Verein angehörte.
Er wohnt in Husum, Goethestraße 34, ist seit Mai 1972 verheiratet und hat noch keine Kinder.
Mit 6 Jahren trat er dem TSV Hattstedt bei, spielte anschließend als Schüler in unserem Verein, ehe er dann zum Bredstedter TSV wechselte. Anfang 1972 kam er wieder zu Husum 18, trat dann aber mit Beendigung der Serie bei Frisia Husum ein, wo er ein Jahr in der Liga spielte, ehe er erneut zu uns kam.
Von Beruf ist Walter Kretschmar Heizungsmonteur bei der Husumer Firma Michaelsen. Als weiteres Hobby ist er passionierter Angler.

Burkhard Schletter Burkhard Schletter, geboren am 27. Juni 1944 in Medenau (Kreis Samland). Wie Walter Kretschmar ist auch Burkhard Schletter ein "alter Bekannter" in unserem Verein. Er wohnt in Husum, Hermann-Tast-Straße 56, ist seit 1969 verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn.
Im Jahre 1957 trat er dem damaligen dänischen Verein HIF Husum bei. 1964 wechselte er nach Husum 18 über, wo er bis 1972 - auch teilweise in der Ligamannschaft - spielte. Für ein Jahr ging er dann zum Nachbarverein Frisia und kam nun erneut zu uns zurück.
Burkhard Schletter ist Flugzeugmechaniker auf dem Flugplatz Schwesing. Als weitere Hobbys neben Fußball spielt er gern Tennis und angelt.

Wann gegen wen?

Am 18. August 1973 startet die neue Saison 1973/74 für unseren Verein mit einem Heimspiel, zu dem hoffentlich gleich zahlreiche Zuschauer erscheinen werden, um unsere Elf lautstark zu unterstützen, damit ein ähnlich furioser Start wie in der letzten Serie gelingen kann.

Samstag   18.08.1973   16.00 h   Husum 18   -   TSV Russee   (2:1, 0:4)
Samstag   25.08.1973   16.00 h   Holstein Kiel Am.   -   Husum 18   (1:1, 2:1)
Samstag   01.09.1973   16.00 h   Husum 18   -   Flensburger TB   (13, 0:1)
Sonntag   16.09.1973   15.00 h   Union Neumünster   -   Husum 18   (1:1, 3:1)
Sonntag   23.09.1973   15.00 h   Husum 18   -   Nordmark Satrup   (Aufsteiger)
Sonntag   30.09.1973   15.00 h   TSV Plön   -   Husum 18   (Aufsteiger)
Sonntag   07.10.1973   15.00 h   Husum 18   -   Heikendorfer SV   (4:0, 5:1)
Samstag   13.10.1973   15.15 h   DGF Flensburg   -   Husum 18   (1:2, 2:3)
Sonntag   21.10.1973   15.00 h   Husum 18   -   Holsatia Kiel   (2:2, 1:2)
Sonntag   28.10.1973   14.45 h   SV Tungendorf   -   Husum 18   (1:1, 2:2)
Sonntag   04.11.1973   14.45 h   Husum 18   -   UT Kiel   (2:1, 1:2)
Sonntag   04.11.1973   14.45 h   Husum 18   -   Gut Heil Neumünster   (1:1, 2:0)
Samstag   17.11.1973   14.15 h   Polizei Kiel   -   Husum 18   (2:3, 2:2)
Sonntag   25.11.1973   14.00 h   Husum 18   -   TuS Gaarden   (Absteiger)
Sonntag   02.12.1973   14.00 h   Eckernförder SV   -   Husum 18   (1:1, 1:1)
Sonntag   09.12.1973       Nachholspiele    
Sonntag   16.12.1973       Beginn der Rückrunde    

Altliga unterlegen

Im letzten Spiel vor der Sommerpause trat die Altliga unseres Vereins beim spielstarken Heider SV an und mußte eine knappe 0:1-Niederlage hinnehmen. Unsere Elf konnte jederzeit gut mithalten und hätte nach einem 0:0-Halbzeitstand im zweiten Spielabschnitt durchaus in Führung gehen können, wenn die zahlreich herausgespielten Chancen genutzt worden wären. Doch es fehlte etwas Schußglück, so daß die Heider kurz vor Spielende mit dem einzigen Treffer den Sieg herstellen konnten.


Abgänge / Zugänge

In der Zeit vom 15. Juni bis 15. Juli hatte unser Verein nicht nur die bereits vorne vorgestellten Spiele als Neuzugänge zu verzeichnen, sondern auch Sportfreund Lutz Jordan vom TSV Rantrum und Hans-Peter Hansen von Frisia Husum sind zu uns gekommen. Über diese Spieler wird in den nächsten Vereinsnachrichten ausführlicher berichtet.


Aber auch einige Abgänge mußten verzeichnet werden. So ging der Ligaspieler Olaf Wiederich, der leider nur kurze Zeit in der letzten Saison bei uns spielen konnte, ehe er durch einen Unfall für den Rest der Serie am Spielen gehindert wurde, und wird voraussichtlich wieder in Tönning spielen.

Ferner ging der erst im letzten Jahr zu uns von Flensburg 08 gekommene Spieler Gerd Brandt, der auch einige Male in unserer Ligamannschaft eingesetzt wurde.

Dann verließ uns noch "Schlau" Jens Peter Jensen, ein langjähriger Ligaspieler, und wird voraussichtlich beim TSV Hattstedt spielen.

Otto H. Krüger

leer  

1973

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. August

Begleiter gesucht

Auf der letzten Generalversammlung berichtete unser Jugendobmann Gerd Meier erfreulicherweise, daß der Zustrom an Jugendlichen in unserem Verein so stark zugenommen hat, daß für die nächste Serie 7 Mannschaften gemeldet werden konnten. Eine davon ist die Jungmannen-Elf, die es in der letzten Serie wegen Spielermangels nicht gab. Besonders sie stellt ein wichtiges Bindungsglied zur Ligamannschaft dar, da aus ihr der spätere Nachwuchs für die erste Mannschaft wachsen soll.

Aber auch der Unterbau der Jugend-, Schüler- und Knaben-Mannschaften ist genauso wichtig, um eine lückenlose Kette zu bilden. Hier ist jedoch zur Zeit der Begleitermangel ein großes Problem. Durch die Neubildung des Fußballverbandes Kreis Nordfriesland sind die Spielorte weiter auseinander gezogen worden, so daß nicht, wie bisher teilweise möglich, mehrere Mannschaften mit einem Bus und einem Begleiter (sofern am gleichen Ort gespielt wurde) fahren konnten. Jede Mannschaft wird in Zukunft einen Begleiter brauchen.

Der Vorstand richtet daher auf diesem Wege an alle Sportfreunde die Bitte, einmal zu überlegen, ob es nicht eine nette Aufgabe wäre, eine der Jugendmannschaften zu ihren Spielen zu begleiten. Besonders Väter unserer jugendlichen Spieler sollten es sich einmal überlegen, ob sie nicht die Mannschaft, in der ihr Sohn spielt, hin und wieder begleiten können.

Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen und können sich beim Jugendobmann Gerd Meier melden.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball regional

1. August

Wenig Interesse beim Bezirkstag

Auf dem Fußball-Bezirkstag in Niebüll trat der seit 50 Jahren dem Fußballsport und hier vor allem dem Schiedsrichterwesen verschriebene Bezirks-Schiedsrichter Obmann Hans Skands (Westerland) zurück. Er stellte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung und hinterläßt im Norden eine Lücke, die zu schließen sich der neugewählte Schiedsrichterobmann Gernot Bremer (Satrup) bemühen wird. Mit einem herzlichen Dank verabschiedete die Versammlung den Fußball-Pionier Hans Skands mit der Bitte, auch fürderhin sein umfangreiches Wissen dem Fußballsport zur Verfügung zu stellen.

Auch in der Person des zweiten Vorsitzenden gab es einen Wechsel. Mit großer Mehrheit wurde Viktor Gierak (PSV Flensburg) von der Versammlung für dieses Amt gewählt. Einstimmige Wiederwahlen gab es für den Spielausschuß-Obmann Erwin Augustin (Schleswig) und Helmut Greve (Schleswig). Mit Mehrheit wurde auch Harald Lehmann (Flensburg) wiederum als Beisitzer in den Vorstand berufen.

Von bisher vier auf fünf Beisitzer aufgestockt wurde das Bezirksgericht. Für den ausscheidenden Karl Leideck (Flensburg) wählte die Versammlung Christian Polnikow (Flensburg), Thomas Hansen (Bredstedt) wurde wieder gewählt und als neuer Mann wurde Hartmut Pietsch (Niebüll) - ein Aktiver des Fußballsports - dazugewählt.

Als Beisitzer für das Sportgericht wurde wiederum Rudolf Kurzke (Flensburg) nominiert, ein Beisitzer für das Verbandsgericht wird vom Vorstand für den ausscheidenden Christian Petersen (Niebüll) auf Vorschlag der Kreise noch genannt werden. Als Kassenprüfer werden in Zukunft Peter Jordt (Niebüll) und Rolf Clausen (Rantrum) fungieren. Der Jugendausschuß in der Besetzung Kurt Marsmann (Niebüll) als Vorsitzender, Karl-Heinz Klettke (Kropp), Reinhold Hoffmann (Tönning), Gerhard Meier (Husum) und Karl Walter (Flensburg) als Beisitzer wurde bestätigt.

Insgesamt muß man jedoch feststellen, daß der Bezirkstag bei den Vereinen nur wenig Resonanz gefunden hatte. Lediglich 26 Vereine von 103 möglichen waren zu der Tagung erschienen. So waren von den 517 Vereinsstimmen auch nur 123 anwesend.

Die vorliegenden Berichte des Vorsitzenden Dr. Erwin "Pütten" Kraatz, des Spielausschuß-Obmanns Erwin Augustin sowie der Bericht des Jugend-Obmanns und der Kassenbericht wurden widerspruchslos angenommen. Dagegen gab es beim Bericht des Bezirksgerichts-Vorsitzenden Dr. Peters (Schleswig) vor allem wegen ausgesprochener Doppelbestrafungen für Spieler (Sperre und Geldstrafe) einige Diskussionen. Später wurde hinsichtlich dieser Doppelbestrafungen auch ein Antrag des PSV Flensburg, diese für Spieler auszuschließen, von der Versammlung mit Mehrheit angenommen, so daß nunmehr dieser Antrag im nächsten Jahr dem Schleswig-Holsteinischen Verbandstag zur endgültigen Beschlußfassung vorgelegt werden kann, da hierfür eine Satzungsänderung notwendig wird. Abgelehnt wurde dagegen ein Antrag des PSV Flensburg, der eine Ąnderung des Paragraph 55 (Stammspieler) herbeiführen wollte.

Schiedsrichterobmann Hans Skands, der seinen Bericht mündlich gab, appellierte noch einmal an die Vereine, geeignete Männer für das Schiedsrichterwesen zur Verfügung zu stellen, damit die bestehende Misere behoben werden kann. Zur Zeit sind im Bezirk 58 Schiedsrichter tätig. Anerkennend nannte er den Verein Frisia Lindholm, der elf Schiedsrichter herausgebracht hat. Als vorbildlich bezeichnete er die Lehrarbeit im Nordbezirk, die es ermöglichte, über den Bezirk und den Verband hinaus auch Schiedsrichter auf Regionalebene zu stellen.

Den Meistern in den verschiedenen Klassen des Bezirks wurde im Laufe der Tagung eine Ehrenurkunde überreicht. Ein Antrag des TSV Westerland, die dortige Jungmannen-Mannschaft in die Jungmannen-Bezirksklasse einzureihen, da für die spielstarke vorjährige Jugendmannschaft in Nordfriesland kaum eine entsprechende Spielmöglichkeit bestehe, wurde an den Bezirks-Jugendausschuß zur weiteren Beratung überwiesen.

Als Gast der Tagung brachte Oberstudienrat Schmidt vom Sportausschuß der Stadt Niebüll der Versammlung die Grüße der Stadt mit der Hoffnung, daß auch in anderen Kreisen eine so gute Zusammenarbeit zwischen dem Sport und den kommunalen Verbänden bestehen möge.

Mit der Ausrichtung des Bezirkstages 1975 wurde der Kreis Flensburg beauftragt.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. August

Wer hat Interesse am Sportkegeln?

Wir suchen:

a)

Ehepaare

. melden Sie sich bitte bei Kegelobmann Horst Brauer, Husum, Schillerstraße 26a, Telefon 6 42 28.
   

b)

Frauen

  Meldungen bitte an Renate Denckmann, Husum, Norderstraße 19, Telefon 36 45.
.  

c)

Junioren (18 bis 23 Jahre)

  zum Aufbau einer Juniorengruppe; ihre Meldungen nimmt das Farbenhaus Schöning, Husum, Neustadt 52, Telefon 6 17 55, entgegen.

 

  Kegelabteilung
Horst Brauer, Kegelobmann
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. September

Wolfgang Täuber rettete Unentschieden

Im ersten Punktspiel der Saison gegen den TSV Russee konnte unsere Ligamannschaft mit viel Glück ein 1:1 erzwingen und damit einen Punkt in Husum behalten.

Nur in den Anfangsminuten bot unsere Elf eine Leistung, die auf einen guten Start hoffen ließ. Bereits in der vierten Minute hatte sich Eduard "Ede" Lehmbeck am rechten Flügel durchgetankt, sein gefährlicher Drehschuß aus spitzem Winkel traf jedoch nur den Außenpfosten. Damit war aber auch schon das Pulver verschossen. Nach und nach bekam der Gegner, vor allem im Mittelfeld, ein Übergewicht. Viel zu spät wurde er in seinen Aktionen gestört und erreichte fast mühelos die Strafraumgrenze. Mit der Schußstärke der Russeer war es im ersten Durchgang jedoch nicht weit her, so daß ein vorzeitiger Rückstand ausblieb. Nach lang anhaltender Überlegenheit der Gäste kam unsere Mannschaft gegen Ende der ersten Halbzeit etwas stärker auf und konnte in der Nähe der Strafraumgrenze einen Freistoß erzwingen, als die Nummer 4 der Gäste - leider sehr oft - Claus-Hermann Walter gefoult hatte.

Eduard "Ede" Lehmbeck spielte im Kurzpaß Reinhard "Bernie" Grünhoff den Ball zu, der halbhoch in den Strafraum flankte. Der Gästetorwart erwischte das Leder nicht, da es durch einen Verteidiger leicht abgefälscht wurde, Claus-Hermann Walter war zur Stelle und köpfte den Ball im Flug in die äußerste rechte Ecke (41. Minute).

Wer nach diesem Führungstreffer nun auf ein besseres Spiel unserer Elf gehofft hatte, sah sich enttäuscht. Im Gegenteil, die Gäste überwanden überraschend schnell den Rückstand und wollten in den restlichen Minuten vor der Pause unbedingt den Ausgleich erzielen. Als bereits alles auf den Halbzeitpfiff wartete, der Schiedsrichter Machtanz aus Flensburg jedoch wegen vorheriger kurzer Unterbrechung infolge einer Verletzung des Gästetorwarts nachspielen ließ, kam in der 46. Minute die Ernüchterung. Ein Steilpaß passierte die einen Augenblick unaufmerksame Deckung unserer Elf, der gegnerische Stürmer Lau sah sich plötzlich allein vor Wolfgang Täuber stehen und brauchte den Ball nur noch vorbei ins Tor zu schieben.

Nach der Pause wurde der Druck der Gäste noch stärker. Die Angriffe unserer Mannschaft wurden bereits im eigenen Strafraum durch konsequente Manndeckung erstickt, während der Gegner erst am Strafraum angegriffen wurde. Mit zunehmender Spieldauer wußte bald keiner unserer Spieler mehr, wer wen zu decken hatte. Die Situationen wurden immer gefährlicher, die Angriffe immer zwingender. Allein Torwart Wolfgang Täuber, der in dieser langen Spielphase über sich hinaus wuchs, ist es zu verdanken, daß die Gäste zu keinem weiteren Torerfolg kamen. Hätte das Spiel am Ende 4:1 für den Gegner geendet, hätte sicherlich keiner ein solches Ergebnis für ungerecht empfunden. Doch das Glück des Tüchtigen, manchmal auch unterstützt durch das Unvermögen im Abschluß einiger Gästestürmer, stand auf der Seite von Torwart Wolfgang Täuber. Erst gegen Ende des Spiels kam unsere Elf wieder zu einigen Angriffen. In der 73 Minute mußte der Gästetorwart sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuß von Reinhard "Bernie" Grünhoff nicht passieren zu lassen. In der 80. Minute verfehlte Eduard "Ede" Lehmbeck nur knapp mit dem Kopf. Doch diese Angriffe wurden mit zu wenigen Spielen ausgetragen, um erfolgreich zu sein. Unsere meisten Spieler waren durch die ständige Abwehrschlacht vorzeitig mit der Kondition am Ende und verließen kaum noch den Strafraum. Auch die Hereinnahme von Hans Uwe Kock für den etwas enttäuschenden Neuzugang Hans-Peter Hansen brachte keine Wende mehr. So war man am Ende froh, einen Punkt gerettet zu haben und wird sich noch einiges einfallen lassen müssen, wenn annähernd so abgeschnitten werden soll wie in der vergangenen Serie.


Unter Wert geschlagen

Das Glück, das unserer Elf im ersten Punktspiel zur Seite stand, fehlte ihr in einem Freundschaftsspiel vor Beginn der Saison gegen den Landesligisten TSV Westerland beim 0:4. Dabei blieb unsere Elf in den Spielanteilen lediglich im ersten Durchgang etwas zurück. Die erste Chance bot sich unserem in der ersten Halbzeit auf Linksaußen spielenden Peter Rudolph in der vierten Minute. Aus spitzem Winkel, nur noch den Gästetorwart Kirschning - in der letzten Saison beim Bredstedter TSV spielend - vor sich, verzog er das Leder. Dagegen gelang den Gästen in der siebten Minute nach einem Abwehrfehler von Losse durch Swete das 1:0. Etwas aus dem Konzept gekommen, ließ unsere Elf in ihrer spielerischen Stärke etwas nach und mußte fünf Minuten später bereits den zweiten Treffer hinnehmen. Hans Uwe Kock konnte Löwenbrück nicht halten, dieser umspielte Wolfgang Täuber und schoß aufs Tor. Der nochmalige Abwehrversuch von Hans Uwe Kock, der inzwischen die Linie erreicht hatte, mißglückte ebenfalls; der Ball sprang über seinen Fuß ins Netz.

Zwischen der 20. und 30. Minute kam unsere Elf wieder stark auf, und sie hätte bei etwas Schußglück durchaus den Gleichstand erzielen können. Ein Kopfball von Peter Rudolph ging nur knapp am Tor vorbei, während Reinhard "Bernie" Grünhoff mit einem Volleyschuß nur die Latte traf, dessen Abpraller vom Knie des überraschten Ernst-August Schlichte dann übers Tor ging. Mitten in diese Drangperiode fiel dann das 3:0 für Westerland. Wiederum nach einem Abwehrfehler erreichte Löwenbrück einen Steilpaß von Mangelsen. Gegen den plazierten Flachschuß war Wolfgang Täuber machtlos.

Spätestens hier hätte Peter Rudolph von seinem Linksaußenposten in die Abwehr genommen werden müssen, zum einen, der er sich hier bestens bewährt hatte, zum anderen, da der Neuzugang Hans-Peter Thomsen und der bisher in der Reserve spielende Losse sich nicht verstanden und auch Hans Uwe Kock einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Zum anderen wurde Peter Rudolph auf Linksaußen zu wenig angespielt, um sich voll entfalten zu können.

Doch die Umstellung erfolgte erst im zweiten Durchgang, so daß nach einem weiteren Abwehrfehler eine Minute vor dem Pausenpfiff Lamerts das 4:0-Endergebnis erzielen konnte, als er einen Lauf über das ganze Feld erfolgreich abschloß.

Nach der Pause kam unsere Elf besser ins Bild. Mit Peter Rudolph als letztem Mann und Hans-Peter Thomsen als Vorstopper ließ die Elf keinen Treffer mehr zu. Die Herausnahme von Losse und der Einsatz des Neuzugangs Gert Koeppen zeigte auch positive Wirkung. Gert Koeppen verstand es geschickt, immer wieder mit nach vorne zu stoßen und seine Pässe kamen meistens genau an. Doch viel Pech, vor allem bei Ernst-August Schlichte mit seinen Kopfbällen, und ein hervorragendes Reaktionsvermögen des neuen Gästetorwarts verhinderten einen Treffer. In den letzten 20 Minuten kam auch der wieder für unseren Verein spielende Walter Kretschmar für Dieter "Schorsch" Schleger ins Spiel, doch er konnte keine wesentliche Verstärkung für unsere Elf bringen. In der letzten Minute hatte Ernst August Schlichte nochmals den Ehrentreffer auf dem Kopf, aber auch hier reagierte Kirschning hervorragend.


Drei Siege

In drei weiteren Freundschaftsspielen gab es für unsere Elf jedoch ausnahmslos Siege.

So konnte der spielklassenmäßig gleichwertige, aus der Verbandsliga Süd kommende SV Hemmingstedt in einem Heimspiel unserer Elf klar mit 6:3 Toren geschlagen werden. In diesem ersten Freundschaftsspiel zu Hause wurden vor allem die Neuzugänge Hans-Peter Thomsen, Lutz Jorden, Walter Kretschmar, Gert Koeppen und Losse (bisher Reserve) eingesetzt, um Aufschluß über deren Spielstärke zu erhalten. Hans-Peter Thomsen, Walter Kretschmar und Losse fügten sich gut in die Abwehrkette ein, wenn auch oft Anpassungsschwierigkeiten auftraten und das Verständnis untereinander fehlte, da die Einspielungszeit bisher allzu kurz war. Lutz Jorden stellte ein wichtiges Bindeglied zwischen Angriff und Abwehr her, indem er geschickt hin und her pendelte. Der nach der Pause hineingenommene Gert Koeppen war stets vorne zu finden und durch seine öfteren Positionswechsel immer anspielbereit. Nach seiner einjährigen Pause war selbstverständlich ein gewisser Konditionsrückstand vorhanden, doch sein fußballerisches Können war unverkennbar.

Der erstmals auf Linksaußen eingesetzte Peter Rudolph demonstrierte gleich in der dritten Minute mit dem ersten Treffer für unsere Elf nach genauem Paß von Reinhard "Bernie" Grünhoff, daß er auch auf diesem Posten voll zur Geltung kommt, obwohl er zur Zeit noch nicht in der Abwehr entbehrt werden kann, wie es sich z.B. im Spiel gegen Blau-Weiß Friedrichstadt oder TSV Westerland herausstellte.

Erst in der 28. Minute vermochte der SV Hemmingstedt durch Draht nach einem indirekten Freistoß den Ausgleich zu erzielen. Nach weiteren guten Möglichkeiten für unsere Elf dauerte es dann bis zu 45. Minute, ehe Ernst-August Schlichte die 2:1-Halbzeitführung herausschießen konnte.

Kurz nach Wiederanpfiff gelang Eduard "Ede" Lehmbeck mit einem herrlichen Direktschuß aus der zweiten Reihe ein Zwei-Tore-Vorsprung und das Spiel schien gelaufen. Doch trotz Überlegenheit unserer Mannschaft fiel zunächst kein Treffer mehr. In der 57. Minute kam der Gegner durch einen Foulelfmeter, getreten von Treptow, nicht nur auf 3:2 heran, sondern erzielte kurz danach sogar - wiederum durch Draht - den Ausgleich, nachdem Ulrich Grabert und Wolfgang Täuber geschickt ausgespielt worden waren. Erst in der Schlußphase machte sich dann die stärkere Kondition unserer Mannschaft bemerkbar. Nach Vorarbeit von Eduard "Ede" Lehmbeck ging unsere Elf durch Gert Koeppen erneut in Führung (70. Minute). Fünf Minuten später war wiederum Gert Koeppen im richtigen Augenblick mit dem Fuß zur Stelle, um eine Flanke von Lutz Jorden ins Netz zu leiten. Eine Minute vor Spielende stellte dann Ernst-August Schlichte mit einem flachen Schuß in weite Eck den 6:3-Endstand her.


 

 

TSV Nordhastedt - Husum 18

 

2:3

Mehr an einen Sieg im Schongang als an einen kampfbetontes Spiel hatte unsere Elf wohl geglaubt, als sie beim zwei Spielklassen niedriger eingestuften TSV Nordhastedt antrat. Es wurde recht unkonzentriert in der Abwehr begonnen, wobei insbesondere der Neuzugang Hans-Peter Thomsen diesmal keine allzu gute Figur machte. So war es nicht überraschend, als unsere Elf innerhalb kurzer Zeit mit 2:0 im Rückstand lag. Erst durch Zurücknahme von Eduard "Ede" Lehmbeck wurde die Abwehr stabiler und man konnte Angriffe aufbauen, die allmählich eine Überlegenheit unserer Liga einbrachten. So fielen dann auch zwangsläufig Tore. Als Reinhard "Bernie" Grünhoff im Strafraum nur noch durch ein Foul am erfolgreichen Torschuß gehindert werden konnte, verwandelte Dieter "Schorsch" Schleger den fälligen Strafstoß zum 1:2-Anschlußtreffer. Kurz vor der Pause war es dann Reinhard "Bernie" Grünhoff selbst, der den Ausgleich erzielte.

Nach der Pause bestimmte dann weitgehend unsere Elf das Spielgeschehen. Doch zu viele Torchancen wurden wieder einmal ungenutzt gelassen, so daß ein klarer Sieg nicht erzielt werden konnte. Nach einem Lattenschuß von Dieter "Schorsch" Schleger war es dem erstmals eingesetzten Neuling Hans-Peter Hansen (von Frisia kommend) vorbehalten, den 3:2-Endstand für uns zu erzielen.


 

 

Husum 18 - TSV Rot Weiß Niebüll

 

2:1

Zu einem mühevollen und etwas glücklichen Sieg kam unsere Elf im letzten Freundschaftsspiel im Heimspiel gegen den TSV Rot-Weiß Niebüll, der über weite Strecken des Spiels nicht nur mithalten, sondern auch teilweise überlegener spielte.

Bis auf Wolfgang Täuber und Peter Rudolph, die sich am schnellsten gegen die stark aufspielenden Niebüller zurecht fanden, brauchten die anderen Spieler eine zu lange Anlaufzeit, bis das Spiel druckvoller und konsequenter für unsere Mannschaft lief. Trotzdem dauerte es bis zu 36. Minute, ehe die überlegenen Gäste den Führungstreffer durch Fischer nach einem Doppelpaß mit Seibicke erzielten., da sie im allgemeinen zu unkonsequent im Abschluß waren. Kurz danach hätte es jedoch leicht 2:0 heißen können, als Ulrich Grabert einen Schuß von Petersen nur noch auf der Torlinie abfangen konnte. Gelegentliche Schüsse von Reinhard "Bernie" Grünhoff, Dieter "Schorsch" Schleger und Peter Rudolph waren zu hoch angesetzt, um im Netz zu landen. Nach der Pause wandelte sich doch das Bild. Unsere Elf überbrückte schneller das Mittelfeld und kam dadurch erheblich stärker auf. Bereits in der 52. Minute fiel dann auch der Ausgleich durch Ernst-August Schlichte, nachdem Hans-Peter Hansen wertvolle Vorarbeit geleistet hatte.

Mitten in die Drangperioden unserer Mannschaft kamen aber auch immer wieder gefährliche Konter der Niebüller, von denen einer zu einem Lattenschuß durch Mohr führte. In der 68. Minute erzielte dann Reinhard "Bernie" Grünhoff mit einem Direktschuß ins hohe Eck den zweiten Treffer. Einen höheren Sieg verhinderte dann kurz vor Spielende der Gästetorwart Moldrzyck, als er einen plazierten Schuß von Dieter "Schorsch" Schleger meisterte.


Auch die Reserve nicht untätig

Wie die Ligaelf, so nutzte auch unsere Reserve die Sommerpause, um ein umfangreiches Programm an Freundschaftsspielen zu absolvieren. So konnte, als die Liga gegen die Mannschaft des SV Hemmingstedt spielte, die Reserve gegen die II. Elf des gleichen Vereins ebenfalls eine Begegnung austragen. Auch hier konnte unser Verein mit einem klaren Sieg aufwarten.

Bereits im ersten Durchgang ging unsere Reserve durch Treffer von Anton "Ratschi" Christiansen und Rainer "Toni" Goetz mit 2:0 In Führung. Eine höhere Torausbeute wäre bei etwas mehr Konsequenz im Abschluß durchaus möglich gewesen. Als nach dem Wechsel Dirk Hansen dann auf 3:0 erhöhte, war das Spiel gelaufen und unsere Mannschaft beschränkte sich vor allem darauf, ohne Gegentreffer das Spiel zu beenden. Den möglichen Ehrentreffer der Gäste verhinderte kurz vor Spielende der erstmals im Tor stehende Neuzugang Edlef Kniese.


Eine "Revanche mit Zinsen" glückte der zweiten Mannschaft in einem weiteren Freundschaftsspiel gegen den SV Dörpum, der in der letzten Saison noch am letzten Spieltag den Meistertitel in der Kreisklasse vor unserer Elf und damit den Aufstieg in die Kreisliga holen konnte. Ohne sich voll zu verausgaben, hatte unsere Elf jederzeit das Heft in der Hand und erzielte kontinuierlich einen Treffer nach dem anderen. Bis zur Pause lag sie durch zwei Tore von Anton "Ratschi" Christiansen und je einen Treffer von Gerd Schröder und Gert Koeppen mit 4:0 vorne. Nach dem Wechsel erhöhte wiederum Anton "Ratschi" Christiansen mit zwei und Gert Koeppen sowie Herbert Müller mit einem Treffer auf 8:0, ehe Dörpum durch Levsen den Ehrentreffer zum 8:1-Endstand erzielen konnte. In dieser Form wird der SV Dörpum sich wohl kaum längere Zeit in der Kreisliga halten können.


Nach diesem Sieg folgte eine fast gleich hohe Niederlage unserer Reserve, allerdings gegen eine Mannschaft, die in Niedersachsen in der Bezirksliga spielt. Am Jahresanfang war die Elf bei Polizei Braunschweig zu Gast gewesen, die in der Sommerpause die Gelegenheit ausnutzte, um alte Freundschaften aufzufrischen und die Rückspielverpflichtung einzulösen. Der Gast aus Braunschweig erwies sich im Spiel jedoch als zu groß für unsere Elf und siegte überlegen mit 8:2 Toren.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Nachruf

1. September

Torwart Hermann Mellage gestorben

Im Alter von 66 Jahren starb in Wuppertal der ehemalige Schalker Torwart

Hermann Mellage

der 1934 und 1935 mit Schalke 04 durch gutes Können zweimal Deutscher Fußballmeister wurde.

Als Hermann Mellage 1939 nach Husum zum Wehrdienst kam, trat er sofort unserem Verein Husum 18 bei. Mit ihm im Tor blieb unser Verein über ein Jahr lang ungeschlagen. Er war ein großer Könner, ein guter Kamerad und mir ein aufrichtiger und lieber Sportfreund.

Ein ehrendes Andenken soll ihm von Husum 18 und mir stets gewahrt bleiben.

Husum, den 13. August 1973

Bernhard Petersen - Ehrenvorsitzender

Unsere Mannschaft von 1939 mit Torwart Hermann Mellage.

leer  

1973

Husum 18 / Fußball national

1. September

Ab 1974 zwei Profi-Klassen

Die Fußballbundesliga erhält ihren seit Jahren geforderten Unterbau. Mit Beginn der Saison 1974/75 werden unter den 18 Bundesligisten als zweite Klasse je 20 Vereine mit Lizenzspielern in zwei Gruppen den Spielbetrieb der neu eingeführten "Zweiten Liga" aufnehmen. Dieser Beschluß wurde mit überwältigender Mehrheit auf dem außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt gefaßt. Ein vom schleswig-holsteinischen Verband eingebrachter Dringlichkeitsantrag, aus wirtschaftlichen und sportlichen Gründen nur eine einzige, aus 18 Vereinen bestehende zweite Liga zu bilden und die Regionalliga auf Amateurbasis beizubehalten, erbrachte nicht die erforderliche Stimmenmehrheit.

Die neue zweite Liga wird sich aus 13 süd- und sieben südwestdeutschen Vereinen in der Gruppe Süd sowie elf west-, sieben norddeutschen und zwei Berliner Vereinen in der Nordgruppe zusammensetzen. Bei der sportlichen Qualifikation zur zweiten Liga werden die letzten fünf Jahre nach einem Punktsystem zugrunde gelegt, das den ersten Tabellenplatz in den bisherigen Regionalligen mit 18 Punkten, in gleitender Skala den letzten Platz mit einem Punkt bewertet und die Zugehörigkeit eines Vereins zur Bundesliga mit 25 Punkten pro Saison honoriert. Die Spieljahre 1969/70 und 1970/71 werden einfach, die Spieljahre 1971/72 und 1972/73 doppelt und die Saison 1973/74 dreifach bewertet. Weitere Voraussetzungen für die Aufnahme in die zweite Liga sind die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Vereins, das Aufbieten einer Kaution von 100.000 D-Mark (davon 25 000 D-Mark in bar) und das Vorhandensein eines Stadions mit einem Fassungsvermögen von mindestens 15.000 Zuschauern.

Drei Zweitligavereine (die beiden Gruppensieger und der Gewinner einer Qualifikation der Gruppenzweiten) werden vom Spieljahr 1975/76 an drei Absteiger in der Bundesliga ersetzen. Die Zahl der Absteiger aus der zweiten Liga beträgt höchstens vier Vereine in jeder Staffel. Gespielt wird in den beiden Profilklassen (Bundesliga und zweite Liga) freitags und samstags. Die Spielpause wird vom Sommer in den Winter verlegt.

Ebenso schnell und formlos wie die Verabschiedung des neuen Spielsystems ging die Annahme des vom DFB-Beirat vorgeschlagenen neuen einheitlichen Statuts für den Lizenzfußball über die Bühne. Bei vier Gegenstimmen wurde festgelegt, daß mit Inkrafttreten der neuen Spielordnung ein Liga-Ausschuß als Verwaltungsorgan für Bundesliga und zweite Liga tätig sein wird.

Zündstoff brachte die Definition des zukünftigen Amateurbegriffs. Die Delegierten waren sich zwar darüber einig, daß eine zeitgemäße Reform des Amateurstatuts notwendig ist, und strichen das Statut alter Prägung aus den Satzungen, die Grundsätze des Amateursports blieben jedoch als "unbestimmter Rechtsbegriff" im Raume stehen. An dem Kernproblem, der Abwerbung von Spielern mittels finanzieller Zuwendungen, nach den Worten des Kommissionsmitglieds Otto Andres "eine Materie, die niemand mehr in den Griff bekommt", erhitzten sich die Gemüter. Die zu allgemein gehaltenen Formulierungen der Amateur-Definition ließen auch die Strafbestimmungen nicht praktikabel erscheinen, so daß sich die Delegierten mit einer Übergangslösung begnügten und das Präsidium beauftragten, bis zum ordentlichen DFB-Bundestag im Oktober in Bad Godesberg Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten.

Der Passus, wonach es verboten ist, für einen Vereinswechsel "materielle Vorteile zu fordern, anzunehmen, zu versprechen oder zu gewähren", wurde in der Spielordnung verankert, die Gewährung von Darlehen für Amateure gestrichen.

Offene Ohren fand der Spielausschuß mit seinen Anträgen, die DFB-Pokal-Wettbewerbe attraktiver zu gestalten. In Zukunft wird der Vereinspokal unter Fortfall der Vor- und Rückspiele wieder nach dem altbewährten K.o.-System mit Auslosung des Platzvorteils ausgetragen. Im Amateur-Länderpokal werden ab Spieljahr 1973/74 die letzten vier in Gruppenspielen (einfache Runde in vier Gruppen) ermittelt und dann die Vorschlußrunde nach dem Pokalmodus fortgesetzt.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Trotz Niederlage ein Erfolg

Das im Rahmen der Dänischen Woche zwischen unserer Ligamannschaft und EfB Esbjerg, dem Spitzenreiter der 3. Division, ausgetragene Freundschaftsspiel ging deutlicher als erwartet mit 5:2 Toren an die Elf aus dem Nachbarland. Dennoch muß im Hinblick auf die deutsch-dänischen Beziehungen das Spiel und die anschließende Zuammenkunft im Thomas Hotel als voller Erfolg bezeichnet werden.

Die Gäste waren von Beginn an im ganzen Spielansatz unserer Elf überlegen und konnten bereits in der dritten Minute in Führung gehen. Ein aus 20 Metern gefährlich angeschnittener Freistoß von �ûstergaard wurde von Wolfgang Täuber falsch berechnet und erst hinter der Torlinie erreicht. Diesen Fehler bügelte Wolfgang Täuber jedoch in der 14. Minute aus, als er einen Volleyschuß von Knud Clausen hervorragend parierte. In der 34. Minute hieß es dann doch 2:0 für die Dänen, als ein von Baekby getretener Eckstoß Wolfgang Täuber durch die Finger glitt und den direkten Weg ins Tor fand. Allerdings wurde Wolfgang Täuber hierbei etwas von Ulrich Grabert behindert, der sich vergeblich bemühte, den Ball aus der Gefahrenzone zu köpfen.

Fünf Minuten später schöpften die rund 600 Zuschauer noch einmal Hoffnung auf eine Wende des Spiels, als Hans-Peter Hansen den im übrigen hervorragenden Gästetorwart Ole Kjaer ausspielte und zu Claus-Hermann Walter flankte, der mit plazierten Kopfball zwischen zwei Abwehrspielern hindurch den Ball im Netz unterbringen konnte.

Fünf Minuten nach dem Wechsel wurde jedoch der alte Abstand wiederhergestellt. Nach einem Eckstoß von Larsen konnte der Außenverteidiger Larsen, der unbemerkt mit aufgerückt war, völlig freistehend den Ball einköpfen. In der 60. Minute brachte ein endlich einmal vorgetragener Steilangriff den Anschlußtreffer zum 2:3. Reinhard "Bernie" Grünhoff hatte Claus-Hermann Walter mit einem Steilpaß bedient, den dieser aus vollem Lauf ins Netz jagte.

Die beiden letzten Treffer der Dänen machten dann in aller Deutlichkeit die Abwehrschwächen unserer Elf klar. Nach einer Tändelei von Eduard "Ede" Lehmbeck konnte Larsen den Ball abfangen und am herauslaufenden Wolfgang Täuber vorbei ins lange Eck schieben. Den fünften Treffer für die Dänen besorgte unsere Elf sogar selbst. Trotz Bedrängung von Ulrich Grabert und Martin "Malle" Dohrn blieb bei einem Angriff Linksaußen Baekby bis vor dem Torraum in Ballbesitz und konnte dann erst durch Martin Dohrn vom Ball getrennt werden. Doch zum Entsetzen der Mitspieler klärte Martin Dohrn nicht zur Ecke, sondern versuchte aus dieser kurzen Entfernung zum Tor den Ball Wolfgang Täuber zuzuspielen,. Ehe dieser überhaupt reagieren konnte, sprang der Ball vom Innenpfosten ins Netz. Damit war die Partie klar für die Gäste entschieden, die im übrigen, wie sich hinterher bei der Zusammenkunft im Thomas Hotel herausstellte, nur fünf ihrer Liga Spieler eingesetzt hatten, da die zweite Mannschaft am gleichen Tage ein Aufstiegsspiel austrug und mehrere Spieler der ersten Mannschaft dort eingesetzt werden durften (das Spiel wurde 4:2 gewonnen).

Am Abend wurden viele Freundschaften geschlossen und man kam nach mehreren fröhlichen Runden und dem obligatorischen Tausch der Vereinsnadeln überein, im nächsten Jahr ein Rückspiel in Esbjerg auszutragen.


Leichte Formkrise?

Nach fünf Spieltagen in der neuen Saison kann man jetzt schon feststellen, daß sich unsere Ligamannschaft in einer Formkrise befindet. Im Vorjahr war unsere Mannschaft als Neuling nach fünf Spielen auf dem zweiten Platz mit 7:3 Punkten und mußte noch keine Niederlage hinnehmen. In dieser Saison steht sie mit 4:6 Punkten auf dem elften Platz, hat noch keinen Auswärtspunkt erringen können und erst einen Heimsieg verbucht.

Mit dem Weggang von Manfred Albertsen und dem zur Zeit nicht in der Liga eingesetzten Dieter "Schorsch" Schleger haben sich zahlreiche Umbesetzungen in den Positionen ergeben, die ein verständnisvolles Zusammenspiel der Mannschaft in der aus dem Vorjahre gewohnten Form nicht zulassen. Hinzu kommt, daß einige Spieler beruflich sehr stark gefordert werden, so daß für das Training sehr wenig Zeit bleibt und auch während des Spiels nicht die nötige Konzentration verlangt werden kann. Es bleibt nur zu hoffen, daß vom Trainer und vor allem vom Spielausschuß die Vor- und Nachteile eines jeden Spielers erkannt werden und dementsprechend der Einsatz innerhalb der Mannschaft erfolgt.


 

 

Holstein Kiel Amateure - Husum 18

 

6:1

Nach dem mühsamen und glücklichen 1:1-Unentschieden gegen den TSV Russee folgte in Kiel gegen die Holstein-Amateure eine - vor allem in dieser Höhe - kaum erwartete 1:6-Niederlage. Während am Vorsonntag noch das Glück und vor allem das Unvermögen der Gäste im Abschluß zur Seite stand, deckte die Holstein-Elf diesmal schonungslos die Abwehrschwächen unserer Mannschaft auf. Die Kieler gingen durch ihre starken Sturmspitzen in kurzer Zeit mit 2:0 in Führung und hätten durchaus noch höher führen können, wenn Wolfgang Täuber in der Anfangsphase des Spiels nicht mit gekonnten Paraden todsichere Chancen zunichte gemacht hätte. Dann kam unsere Elf etwas stärker auf und erzielte durch Claus-Hermann Walter, der der gefährlichste Stürmer unserer Elf auch an diesem Tage war, den 1:2-Anschlußtreffer. Doch die Gastgeber ließen sich hierdurch nicht verwirren und kamen durch drei weitere Treffer - an denen Peter Rudolph und Wolfgang Täuber nicht ganz unbeteiligt waren - zu einer klaren Pausenführung.

Der Ausgang des Spiels stand damit zu diesem Zeitpunkt bereits fest. Nach dem Wechsel kamen Losse und Walter Kretschmar aufs Feld und das Spielgeschehen konnte in diesem Durchgang etwas offener gestaltet werden. Als dann jedoch noch Ernst-August Schlichte mit seinem Holsteiner Gegenspieler vom Platz gestellt wurde, war an eine Ergebnisverbesserung nicht mehr zu denken. Im Gegenteil, in der Schlußphase stellten die Gastgeber mit einem sechsten Treffer die Niederlage unserer Elf noch deutlicher her.


 

 

Husum 18 - Flensburger Turnerbund

 

1:0

Ausgerechnet gegen den Angstgegner FTB, der unserer Elf in der letzten Saison zur ersten Niederlage nach 45 Spielen verhalf und auch im Rückspiel beide Punkte in Flensburg lassen konnte, gelang unserer Elf der erste diesjährige Saisonsieg.

Bereits vor dem Seitenwechsel war bei uns zu erkennen, daß wir diesmal endlich das Gesetz der Serie durchbrechen und den Flensburgern beide Punkte abnehmen wollten. Mit kämpferischem Einsatz versuchte man, dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen und hatte dabei auch deutliche Vorteile im Mittelfeld aufzuweisen. Trotz des Fehlens von Eduard "Ede" Lehmbeck und Ernst-August Schlichte verstand Reinhard "Bernie" Grünhoff es immer wieder mit weiten Pässen seine Angriffsspitzen in Szene zu setzen, wenn auch hier im Verständnis untereinander manches mißlang. Vor allem fehlte es bei Claus-Hermann Walter, Gert Koeppen, Hans-Peter Hansen und dem nach der Pause ins Spiel gekommenen Walter Kretschmar an der notwendigen Entschlossenheit und manchmal auch am notwendigen Glück. Auch in der Abwehr wurde diesmal konzentrierter als in den Vorwochen gespielt, wenn auch die Flensburger durch ihre harmlosen Angriffsaktionen keinen echten Prüfstein darstellten. Insbesondere Peter Rudolph, an diesem Wochenende als linker Außenverteidiger nominiert, beeindruckte durch ein enormes Arbeitspensum sowohl in der Abwehr als auch in der Offensive. Schade, daß ihm bei seinen mehrfachen Ausflügen in den gegnerischen Strafraum kein Treffer gelang. Tore aus vielen vorhandenen Möglichkeiten zu erzielen, blieb im übrigen die große Schwäche unserer Elf an diesem Tage, denn bereits bis zum Seitenwechsel hätten wir bei Einschußchancen von Reinhard "Bernie" Grünhoff, Claus-Hermann Walter und Hans-Peter Hansen glatt führen können. Das Eckenverhältnis ging jedenfalls hoch an uns, doch wirkten wir vielfach zu unkonzentriert und machten der gegnerischen Abwehr durch Nichtbesetzung der Flügel die Arbeit zu leicht.

Nach dem Wechsel kamen die Gäste in der 50. Minute zu ihrer einzigen nennenswerten Torchance, als Linksverteidiger Hirschfelder mit nach vorne ging und Torhüter Wolfgang Täuber mit einem Flankenschuß auf die Probe stellte. Neun Minuten später vergab dann aber Hans-Peter Hansen die sichere Führung, als er einen Paß von Claus-Hermann Walter aus freistehender Position weit über das Flensburger Tor schoß. Endlich in der 68. Minute erkämpfte sich Reinhard "Bernie" Grünhoff einen Fehlpaß des Flensburger Marx, bediente den mit gelaufenen Claus-Hermann Walter, so daß dieser nur noch den Fuß zur 1:0-Führung hinzuhalten brauchte.

Damit war die Entscheidung gefallen, obwohl sich die Platzherren noch in der Schlußphase eine leichte Überlegenheit der Gäste gefallen lassen mußten. Nun zeigte sich aber die Abwehr mit dem erstmalig als "Ausputzer" eingesetzten Losse auf dem Posten und ließ keinen Gegentreffer mehr zu. Vielmehr wäre in der 89. Minute durchaus der zweite Treffer möglich gewesen, wenn nicht Reinhard "Bernie" Grünhoff mit einem Schuß aus dem Hinterhalt nur den Pfosten des Flensburger Torres getroffen hätte.


 

 

Union Neumünster - Husum 18

 

4:0

Während in der letzten Saison unsere Elf "nur" eine 3:1-Niederlage beim jetzigen Tabellenführer hinnehmen mußte, gab es diesmal einen klaren 4:0-Sieg der Neumünsteraner Union-Elf, die nach dem Aufstieg ihres Ortsrivalen Olympia in die Landesliga als Favorit in der Verbandsliga Nord angesehen werden muß.

Die Neumünsteraner waren sowohl in der Kondition als auch im schnellen Angriff ihrer Stürmer unserer Elf weit überlegen und hatten fast jederzeit das Konzept fest in der Hand. Bereits nach 3 Minuten brachte ein schneller Konter die 1:0-Führung der Gastgeber. Zwar wurde der Spielverlauf dann etwas ausgeglichener, doch waren unsere Stürmer zu unkonzentriert und schußschwach, um eine echte Gefahr für den Neumünsteraner Torhüter darzustellen. Immerhin wurde der knappe Rückstand bis zur Pause gehalten und eine kurze Drangperiode unserer Elf im zweiten Durchgang hätte durchaus den Ausgleich bringen können. Doch das Glück stand an diesem Tage den Gastgebern zur Seite, die in der 60. und 65. Minute auf 3:0 davon ziehen konnten und somit bereits vorzeitig Punkte sicherstellen konnten. Durch den vierten Treffer kurz vor Spielende wurde unsere Elf sicherlich an diesem Tage um 2 Treffer unter Wert geschlagen, doch geht aus diesem Ergebnis hervor, wie leicht es dem Gegner auch bei einer einigermaßen zufriedenstellenden Spielweise unsere Elf gemacht wird, Treffer zu erzielen.


 

 

Husum 18 - Nordmark Satrup

 

2:2

Buchstäblich in letzter Sekunde konnte in diesem Spiel unsere Elf einen wertvollen Punkt retten. Sie begann durchaus vielversprechend und hatte in der ersten Viertelstunde zwei echte Chancen durch Claus-Hermann Walter und Eduard "Ede" Lehmbeck, der aus kürzester Entfernung über die Latte schoß, um in Führung zu gehen. Dann kamen die Gäste etwas stärker auf, ohne jedoch gefährlich zu werden. Als in der 25. Minute Peter Rudolph mit dem Ball auf und davon zog, konnte er nur noch durch ein Foul im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hans-Uwe Kock sicher zum 1:0, indem er den Ball flach ins linke Eck plazierte. Nach verteiltem Spiel wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Durchgang drängten zunächst die Gäste und kam auch prompt in der 53. Minute durch Carstens zum Ausgleich, als dieser eine Verwirrung unserer Abwehr ausnutzte und den Ball aus kurzer Entfernung im Netz unterbrachte. Daraufhin drängte unsere Elf fast pausenlos, um wieder in Führung zu gehen. Doch ein Lattenschuß von Hans Uwe Kock und ein Pfostenschuß von Claus-Hermann Walter waren die einzige Ausbeute. Zur Zeit fehlt es vor allem im Sturm an Spielern, die die sich bietenden Chancen konzentriert nutzen können.

Zwischendurch kamen jedoch immer wieder gefährliche Konter der Gäste. So führte einer in der 85. Minute zu einem Freistoß in der Nähe der Strafraumgrenze. Den von der Mauer abgeprallten Ball erwischte Bromberg und schoß zum Führungstreffer für Satrup ein. Unsere sich gegen die Niederlage aufbäumende Elf stürmte daraufhin verzweifelt weiter und hatte diesmal das Glück auf ihrer Seite. In der 90. Minute nahm Claus-Hermann Walter eine Flanke von Hans-Peter Hansen auf, der nach dem Wechsel für Eduard "Ede" Lehmbeck ins Spiel gekommen war und setzte den Ball unhaltbar unter die Latte zum Ausgleichstreffer.

Claus-Hermann Walter ist damit der bisher einzige Spieler, der in dieser Saison Feldtore erzielen konnte.


1.   Eckernförder SV   6   18:6   10:2
2.   Union Neumünster   6   14:6   9:3
3.   TuS Gaarden   6   11:8   8:4
4.   Polizei Kiel   5   10:6   7:3
5.   DGF Flensburg   5   11:8   7:3
6.   TSV Russee   6   11:8   7:5
7.   SV Heikendorf   5   4:1   6:4
8.   SV Tungendorf   6   12:12   6:6
9.   Gut Heil Neumünster   4   4:3   5:3
10.   Nordmark Satrup   6   8:13   5:7
11.   Husum 18   5   5:13   4:6
12.   Holsatia Kiel   6   9:14   4:8
13.   Holstein Kiel Amateure   5   10:12   3:7
14.   Union Teutonia Kiel   6   9:15   3:9
15.   TSV Plön   5   4:10   2:8
16.   TSB Flensburg   6   6:11   2:10

II. in der Führungsspitze

Nachdem in Auswärtsfreundschaftsspielen Flensburg 08 mit 2:1, TSV Tönning mit 5:1 und SV Blau-Weiß Löwenstedt sogar mit 8:1 geschlagen wurden, begann für unsere Reserve die neue Saison ebenso vielversprechend wie im Vorjahr.


Zwar konnte im ersten Punktsspiel beim SV Blau-Weiß Löwenstedt das vor kurzem im Freundschaftsspiel erzielte hohe Ergebnis nicht wiederholt werden, doch mit einem knappen 2:1-Sieg wurden die ersten zwei Punkte mit nach Husum genommen. Nach torloser erster Halbzeit ging unsere Reserve durch Dieter "Schorsch" Schleger in Führung, ehe Löwenstedt ausgleichen konnte. Ein weiterer Treffer von Dieter "Schorsch" Schleger stellte das Endergebnis her.


Ein auf beiden Seiten gut geführtes Spiel kam in der Begegnung bei Frisia Husum zustande. Beide Mannschaften gaben ihr Bestes und man trennte sich gerechterweise unentschieden. Losse und Gert Koeppen brachten unsere Elf zweimal in Führung, ehe Frisia zweimal durch Gerlitz und Nicolaisen ausgleichen und mit dem 2:2-Endstand zufrieden sein mußte.


Im ersten Heimspiel gab es dann ein klares 4:1 gegen IF Tönning II. Bereits nach zehn Minuten konnte Rainer "Toni" Goetz aus einem Gefühl vor dem Tönninger Tor den Führungstreffer erzielen. Trotz Überlegenheit wollte dann bis zur Pause kein weiterer Treffer fallen. In der 50. Minute gab es einen indirekten Freistoß 8 m vor dem Gästetor. Den zugespielten Ball schoß Gert Koeppen konzentriert durch die dichte Mauer ins Netz. Die Tönninger kamen nun stärker auf und erzielten in der 68. Minute den Anschlußtreffer. Als die Gäste dann dem Ausgleich sehr nahe waren, erzielte Rainer "Toni" Goetz mit seinem zweiten Treffer das erlösende 3:1, wobei vielleicht nicht ganz unberechtigt Abseits durch die Gäste reklamiert wurde. 10 Minuten vor dem Abpfiff war es erneut Rainer "Toni" Goetz, der zum 4:1-Endstand einschoß.


Damit steht unsere Reserve zur Zeit punktgleich mit drei weiteren Mannschaften an der Tabellenspitze der ersten Kreisklasse Süd.

1.   TSV St. Peter-Ording   3   14:1   5:1
2.   Frisia Husum II   3   9:4   5:1
3.   FC BW Friedrichstadt II   3   9:5   5:1
4.   Husum 18 II   3   8:4   5:1
5.   TSV Arlewatt / Olderup   2   5:0   4:0
Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Frauen-Fußball

1. Oktober

Damen errangen Meisterschaft

Ungeschlagen und mit durchweg hohen Ergebnissen beendete unsere Damenfußballmannschaft ihre erste Punktspielserie, wurde Meister ihrer Klasse mit 19:1 Punkten und steigt damit in die Landesliga auf.


So wurde z.B. der SV Mohrkirch im Auswärtsspiel hoch mit 8:0 Toren geschlagen. Allein fünf Treffer erzielte Silke Lorenzen, die restlichen drei Treffer besorgte Martina Boller.


Im Heimspiel gegen Nordmark Satrup gab es dann sogar einen 9:0 Sieg, nachdem es zur Pause - wie in Mohrkirch - erst 3:0 gestanden hatte. Wieder war Silke Lorenzen mit fünf Treffern erfolgreichste Torschützin. Martina Boller erzielte zwei und Bärbel Mumm sowie Silke Ingwersen je einen Treffer.


Im letzten Spiel der Saison wurde zu Hause der TSV Husby erwartet, ärgster Verfolger unserer Damenmannschaft, der ihr den einzigen. Verlust beibringen konnte. Doch mit einem klaren 6:0-Sieg wurde diese letzte Hürde zum Aufstieg in die Landesliga genommen.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. Oktober

Wer hat Interesse am Sportkegeln?

Wir suchen:

a)

Ehepaare

. melden Sie sich bitte bei Kegelobmann Horst Brauer, Husum, Schillerstraße 26a, Telefon 6 42 28.
   

b)

Frauen

  Meldungen bitte an Renate Denckmann, Husum, Norderstraße 19, Telefon 36 45.
.  

c)

Junioren (18 bis 23 Jahre)

  zum Aufbau einer Juniorengruppe; ihre Meldungen nimmt das Farbenhaus Schöning, Husum, Neustadt 52, Telefon 6 17 55, entgegen.

 

  Kegelabteilung
Horst Brauer, Kegelobmann

Pokalkegeln von Husum 18

Das diesjährige Pokalkegeln von Husum 18 fand am 8. September auf den Bahnen von Cafe Dethlefsen statt. Die Beteiligung an diesem Wettbewerb war leider sehr gering. Es beteiligten sich nur 17 Frauen und 15 Männer.

Nun, die Bahnen, die neuerdings mit Plastikkegeln ausgestattet sind, liefen sehr schwer und jeder Teilnehmer mußte schon sein Bestes geben. Gegen 21 Uhr stand das Ergebnis fest.

Es siegten bei den Frauen

1. und Pokalgewinnerin   Inge Jacobsen   722   Holz   (zum 3. Mal)
2.   Liselotte "Lotti" Zukrigl   721   Holz    
3.   Helgard "Hella" Peters   716   Holz    

Bei den Männern siegten

1. und Pokalgewinner   Horst Brauer   728   Holz    
2.   Norbert Peters   723   Holz    
3.   Walter Franke   717   Holz    

Nachdem die Siegerehrung durch unseren Obmann Horst Brauer und unseren Sportwart Manfred Jacobsen vorgenommen war, setzte man sich noch ein Weilchen zusammen, um die Sieger und Plazierten zu feiern. Leider war auch bei dieser kleinen Feier die Beteiligung sehr gering.


V.l.: Norbert Peters - Horst Brauer - Walter Franke

Der Vorstand
leer  

1973

Husum 18 / Tischtennis

1. Oktober

Guter Tischtennis-Auftakt

In der ersten Bezirksklasse Nord sorgte unsere Tischtennisabteilung gleich am ersten Spieltag für eine Überraschung. Unsere Spieler waren in blendender Verfassung und fegten den favorisierten TSV Westerland mit 9:6 von der Platte. Horst-Werner Fick und Gerhard Hansen gewannen jeder beide Einzel und zusammen beide Doppel und holten somit allein 6 Punkte. Frank Brüchmann zeigte sich im Schlußdrittel sehr stark und holte weitere zwei Punkte. Den letzten Punkt erzielte dann Karl-Heinrich "Heiner" Timm.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. November

Es geht aufwärts

Nachdem unserer Elf in Plön der erste Auswärtspunkt durch ein 2:2-Unentschieden gelang, scheint sie sich gefangen zu haben. In den beiden nächsten Spielen gab es zwei Siege, die uns ein positives Punktekonto einbrachten und den Anschluß an die obere Tabellenhälfte. Endlich scheint auch der Bann unter den Stürmern und Mittelfeldspielern gebrochen zu sein und man schießt wieder Tore, was bisher nur Claus-Hermann Walter vorbehalten war. Hoffen wir, daß die ansteigende Tendenz weiter anhält und allmählich die Leistungen der vorigen Saison erreicht werden.


 

 

TSV Plön - Husum 18

 

2:2

Schwerer als erwartet hatte unsere Mannschaft es beim Aufsteiger TSV Plön, um in den letzten Minuten noch zum ersten Auswärtspunkt zu kommen. Das Konzept unserer Elf, zunächst erstmal keine Gegentreffer zu kassieren, ging nur bis etwa zur Mitte der ersten Halbzeit gut. Dann hatten die selbstsicher aufspielenden und sich um ein baldiges Tor bemühenden Plöner gleich zweimal hintereinander Erfolg. Beuck konnte zum 1:0 und kurz darauf Wohlert zum 2:0 einschießen. Nun mußte unsere Elf sich aus der Defensive lösen und den nicht einkalkulierten, kurzfristigen Rückstand aufzuholen versuchen. Trotz einiger guter Möglichkeiten blieb es jedoch bis zur Pause bei der Führung der Gastgeber. Auch nach der Pause fand unsere Elf zunächst noch keine Einstellung zum Gegner, der über weite Strecken gefährlicher wirkte und oft einen drittem Treffer näher war als wir dem Anschlußtor. Erst allmählich ließ die Kondition der Gastgeber nach und unsere Mannschaft kam stärker auf. Doch dauerte es bis zur 84. Minute, ehe der Widerstand der Plöner durch einen Platzverweis ihres Ausputzers Vogler wegen Tätlichkeit gebrochen wurde. In der 85. Minute konnte Hans-Peter Hansen den Anschlußtreffer und eine Minute vor dem Abpfiff Lutz Jorden den Ausgleich erzielen.


 

 

Husum 18 - SV Heikendorf

 

2:0

Wie in bisher allen Spielen dieser Saison, wurden auch in diesem Spiel von unserer Elf die punktebringenden Tore erst in den Schlußminuten der Begegnung erzielt.

Die unseren Spielern körperlich überlegenen Heikendorfer waren in der Abwehr sehr stark und von vornherein auf ein torloses Unentschieden bedacht. So blieb unsere Elf zwar während des gesamten Spielverlaufs feldüberlegen, da die Heikendorfer freiwillig das Mittelfeld freigaben. Doch rannten sich unsere Sturmspitzen zunächst immer wieder an der massiven Abwehrkette fest, weil immer in der Mitte der Durchbruch versucht wurde.

Die besten Leute standen in der Abwehr und in der Mittelfeldreihe, wo Eduard "Ede" Lehmbeck neben Reinhard "Bernie" Grünhoff den größten Aktionsradius aufzuweisen hatte. Auch Lutz Jorden enttäuschte nicht und konzentrierte sich diesmal voll auf seine Abwehraufgabe gegen Kempe. Im Abwehrblock kamen die Außenverteidiger Hans Uwe Kock und Ulrich Grabert bis auf wenige Ausnahmen mit ihren Gegenspielern Degenhardt und Haltenhof gut zurecht. Vorstopper Hans-Peter Thomsen mußte einige Male gegen Wasmund die "Notbremse" ziehen, um den Heikendorfer Angriffsführer nicht entwischen zu lassen. Seinen freien Raum nutzte Ausputzer Peter Rudolph nach dem Wechsel mehr als vor der Pause und brachte dadurch auch mehr Druck in die eigenen Angriffsaktionen. Jedoch konnte weder Ernst-August Schlichte sich gegen Petersen noch Claus-Hermann Walter gegen den körperlich starken Erdmann auf den Außenpositionen durchsetzen. Der als Mittelstürmer aufgebotene und später gegen Hans-Peter Hansen ausgewechselte Walter Kretschmar war figürlich schon gegen seinen Vorstopper Fischer im Nachteil, um eine Gefahr darzustellen. Auf der Außenposition gelang ihm später nach dem Wechsel dann wesentlich mehr, und auch Hans-Peter Hansen verstand es geschickt in der Schlußphase den nahezu 2 m großen gegnerischen Ausputzer Gotzian aus der Abwehr herauszulocken.

So dauerte es dann bis zur 78. Minute, ehe Reinhard "Bernie" Grünhoff die dichte Abwehr mit einem Schuß aus dem Hinterhalt überlisten konnte und den Ball zum 1:0 unter die Latte setzte. Daraufhin war der Widerstand der Gäste gebrochen und Ernst-August Schlichte konnte vier Minuten vor dem Spielende einen Schuß von Reinhard "Bernie" Grünhoff aufnehmen und aus 3 Metern Entfernung einschießen.


 

 

DGF Flensburg - Husum 18

 

1:2

Wenn auch kein Feldtor erzielt wurde, so kam unsere Elf in Flensburg doch zu einem leistungsgerechten 2:1-Sieg. Unserer Mannschaft wurden in dieser Begegnung nicht weniger als vier Elfmeter zugesprochen, von denen jedoch nur zwei verwandelt werden konnten, die jedoch zum Sieg ausreichten.

Es fing alles recht gut für die Platzherren an. Schon nach fünf Minuten hieß es durch Reichert 1:0 und man blieb weiter im Angriff. Bei uns lief zunächst nur wenig zusammen und man war froh, daß nicht noch mehr Tore einkassiert werden mußten. DGF ließ aber schon bald erkennen, daß die Elf auch nicht ihren besten Tag hatte und so lief die Partie ohne Höhepunkte dem Halbzeitpfiff entgegen. In der 23. Minute grätschte Thomas mit beiden Beinen in eine Aktion von Ernst-August Schlichte und der erste Elfmeter für uns war fällig. Hans-Uwe Kock schoß, Torwart Hansen hielt, hatte sich aber bereits vor dem Schuß "abgesetzt", so daß Claus-Hermann Walter diese Exekution wiederholen konnte. Gegen seinen Schuß war Hansen dann machtlos und die Partie stand 1:1. In der 44. Minute tauschte DGF den angeschlagenen Johannsen gegen Flock aus. In der 45. Minute brachte Thomas den auf Rechtsaußen durchgebrochenen Ernst-August Schlichte völlig unnötig zu Fall. Dieser Strafstoß, erneut von Claus-Hermann Walter getreten, wurde von Hansen gehalten, so daß man mit 1:1 in die Kabinen ging.

Nach Wiederanpfiff machte sich unser besseres Spiel deutlich bemerkbar. DGF wurde mehr und mehr mit Abwehraufgaben beschäftigt, war aber auch im Mittelfeld zu schwach, um das Steuer herumzureißen. Ein Freistoß von Reinhard "Bernie" Grünhoff knallte gegen das Lattenkreuz und kurz darauf hielt Hansen wieder einen Schuß von Reinhard "Bernie" Grünhoff aus kurzer Entfernung. Ein indirekter Freistoß von Reinhard "Bernie" Grünhoff fand in der 53. Minute zwar den Weg ins DGF-Tor, doch hatte vorher niemand den Ball berührt, so daß dieser Treffer keine Anerkennung finden konnte. In der 68. Minute machte Hansen im DGF-Tor einen Alleingang von Ernst-August Schlichte in letzter Sekunde unschädlich. Er war auch in der Folgezeit der meistbeschäftigte Spieler bei DGF, der hechtend, springend, faustend und fangend sein Tor rein hielt. Er hielt in der 82. Minute auch den umstrittenen Handelfmeter, den Reinhard "Bernie" Grünhoff ausführte. Lediglich den vierten von Lutz Jorden in der 86. Minute getretenen Strafstoß mußte er passieren lassen, nachdem Reinhard "Bernie" Grünhoff von Möller und Reinberg gefoult worden war. Es reichte zum knappen 2:1-Sieg. Alles in allem war es kein begeisterndes Spiel. Bei DGF waren lediglich Torwart Hansen und Klinner hervorzuheben, bei uns gefielen besonders Hans-Peter Thomsen, Hans-Peter Hansen, Ernst-August Schlichte und Reinhard "Bernie" Grünhoff.


Die Tabelle

1.   Eckernförder SV   8   25:11   14:2
2.   Union Neumünster   9   17:10   11:7
3.   TuS Gaarden   9   14:12   11:7
4.   Gut Heil Neumünster   7   8:5   10:4
5.   Polizei Kiel   8   17:13   10:6
6.   Holsatia Kiel   9   16:16   10:8
7.   DGF Flensburg   8   17:14   9:7
8.   Husum 18   8   11:16   9:7
9.   TSV Russee   9   17:13   9:9
10.   SV Tungendorf   9   19:19   9:9
11.   SV Heikendorf   8   4:6   6:10
12.   TSB Flensburg   9   10:13   6:12
13.   Nordmark Satrup   9   11:20   6:12
14.   TSV Plön   8   10:16   5:11
15.   Union Teutonia Kiel   9   13:20   5:13
16.   Holstein Kiel Amateure   7   12:17   4:10

II. Tabellenführer

Obwohl der TSV Arlewatt/Olderup noch verlustpunktfrei ist, hat unsere Reserve in der ersten Kreisklasse Süd aufgrund eines mehr durchgeführten Spieles mit 11:1 Punkten die Tabellenführung übernommen.

Im Spiel in Hattstedt gegen die erste Mannschaft des TSV sah es jedoch lange Zeit nach der ersten Niederlage unserer Zweiten aus. Mit 1:0 durch Böttcher gingen die Gastgeber in Führung, ehe Dieter "Schorsch" Schleger ausgleichen konnte. Dann mußte eine durch Edsen erneut herausgeschossene Hattstedter Führung wieder ausgeglichen werden, diesmal durch Gerd Schröder, der dann auch das Siegtor zum 3:2 für uns erzielen konnte.


Ausgerechnet gegen den Rödemisser SV, der in der letzten Serie im letzten Punktspiel ein 1:1 gegen unsere Reserve erzielte und somit zum Stolperstein für den greifbar nahen Aufstieg wurde, erzielte die Mannschaft mit 8:0 Toren ihren bisher höchsten Saisonsieg. Bereits zur Pause lagen wir mit 4:0 vorn, so daß die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon die Hoffnung auf einen Punkt aufgaben. Je zwei Tore von Herbert Müller und Dieter "Schorsch" Schleger sowie je ein Treffer durch Henning Voigt, Höber, Walter Feddersen und Dieter Ehlert stellten das Endergebnis her.


Nicht leicht hatte es unsere Reserve auch im Auswärtsspiel gegen den TSV Nordstrand. Bis zur Pause konnten die Gastgeber noch ein 0:0 halten, ehe sich unsere bessere Spielweise durchsetzen konnte und Rainer "Toni" Goetz und Henning Voigt den 2:0-Sieg herausschossen.


1.   Husum 18 II   6   21:6   11:1
2.   TSV Arlewatt / Olderup   5   21:3   10:0
3.   Frisia Husum II   6   12:7   8:4
4.   FC Blau-Weiß Friedrichstadt II   6   16:13   8:4
5.   SV Blau-Weiß Löwenstedt   6   21:17   7:5
6.   TSV St. Peter-Ording   6   19:15   7:5
7.   TSV Tönning   6   12:10   6:6
8.   TSV Nordstrand   6   6:13   5:7
9.   TSV Rantrum III   5   9:13   4:6
10.   TSV Hattstedt   6   15:19   4:8
11.   TSV Garding   6   10:15   4:8
12.   Rödemisser SV   6   6:26   4:8
13.   IF Tönning II   6   12:21   2:10
14.   SG Stapelholm   6   10:20   2:10

Verlustpunktfreie Dritte

Die nach einjähriger Pause wieder gebildete dritte Mannschaft schlägt sich in der zweiten Kreisklasse Süd ebenso gut wie Zweite in der ersten Kreisklasse. So konnte sie an den Spieltagen, an denen die zweite Mannschaft gegen die erste Garnitur eines Vereins siegte, die zweite Elf des gleichen Vereins ebenfalls besiegen.

Dabei hatte sie jedoch auch gegen den TSV Hattstedt die gleiche Mühe wie die Reserve gegen die erste, ehe sie mit 2:1 knapp gewann. Dagegen mußte sich die Zweite des Rödemisser SV gegen unsere Dritte klar mit 4:0 geschlagen geben. Ebenfalls einen knappen Sieg gab es nur gegen die Zweite des TSV Nordstrand, wiederum 2:1.

Jedoch brauchte bisher noch kein Punkt abgegeben werden und hinter dem TSV Süderlügum und dem Tabellenführer TSV Seeth/Drage, gegen den das nächste Punktspiel erfolgt, wird der dritte Tabellenplatz eingenommen.


1.   TSV Seeth/Drage   6   26:9   12:0
2.   TSV Arlewatt / Olderup II   5   16:4   10:0
3.   Husum 18 III   5   14:3   10:0
4.   FC Blau-Weiß Friedrichstadt III   5   20:4   9:1
5.   TSV Arlewatt / Olderup III   6   17:14   7:5
6.   TSV Tönning   5   11:10   5:5
7.   SV Blau-Weiß Löwenstedt II   5   12:15   5:5
8.   TSV Hattstedt II   6   12:12   5:7
9.   SG Stapelholm II   6   5:26   4:8
10.   TSV Garding II   6   14:18   3:9
11.   Rödemisser SV II   6   11:21   0:10
12.   Frisia Husum III   5   7:19   0:10
13.   TSV Nordstrand II   6   5:15   0:12

Altliga verlor knapp

In einem Freundschaftsspiel, zu dem unsere Altliga-Mannschaft nach Brunsbüttel gefahren war, mußte sie eine knappe 2:3- Niederlage hinnehmen. In der ersten Halbzeit war der Gastgeber sehr stark und ging verdient mit 2:0 Toren in Führung. Erst nach dem Wechsel erholte sich unsere Mannschaft etwas und kam auf 2:1 durch Egon Harms heran. Sie war über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner und dem Ausgleich oft sehr nahe. Doch erst als die Brunsbütteler auf 3:1 erhöhten, gelang wiederum Egon Harms der zweite Treffer, der jedoch eine Wende nicht mehr herbeiführen konnte.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. November

B-Jugend schlägt sich gut

In der B-Jugend-Bezirksrunde schlägt sich unsere neue Elf überraschend gut. So konnte im Ortsderby bei Frisia Husum knapp mit 1:0 gewonnen werden. Im Heimspiel mußte sie sich dann jedoch - wenn auch nur knapp - dem Spitzenreiter Flensburg 08 mit 0:1 beugen. Im nächsten Heimspiel konnte dann wieder der Bredstedter TSV mit 2:0 geschlagen werden, hingegen mußte beim TSV Kropp eine knappe 2:1 Niederlage hingenommen werden. Dennoch ist das Tor- und Punkteverhältnis positiv und es wird ein guter fünfter Platz in der Tabelle eingenommen.


1.   Flensburg 08   6   20:3   11:1
2.   SV Adelby   5   29:8   10:0
3.   DGF Flensburg   6   37:6   10:2
4.   TSV Kropp   5   17:11   8:2
5.   Husum 18   6   9:7   7:5
6.   Bredstedter TSV   6   11:12   7:5

Guter Start für Husum 18 II Knaben

Die jetzige II. Knaben Mannschaft von Husum, die in der vergangenen Serie noch Bubi-Spieler waren und ihre Runde als Meister und Pokalsieger beenden konnten, knüpfen an ihrer alten Erfolge an.

Trainer Reimer Seifert bestand darauf, daß die von ihm aufgebaute Mannschaft geschlossen von den Bubies in die II. Knaben wechselte. Dieses stieß bei dem Jugendobmann auf einigen Widerstand, denn drei der Spieler könnten noch eine Serie in der Bubi-Mannschaft spielen.

Die Mannschaft der II. Knaben spielt in folgender Aufstellung (Auswechselspieler sind Jens Müller und Peter Reintje):

Peter Korth (27.05.63)

Hauke Lorenzen (25.07.63) ǀ Ulf Knittel (20.02.63)

Memet Beytut (01.01.63) ǀ Bernd Harms (17.08.62) ǀ Dirk Clausen (01.03.63)

Jürgen Sukow (23.11.63) ǀ Kai-Uwe Schladetzky (02.08.63) ǀ Hauke Hartmann (30.08.63) ǀ Peter Empen (20.11.63) ǀ Stefan Wagner (23.04.63)

Als linker Läufer spielt eigentlich Karl-Peter "Kalle" Harmsen, der zurzeit leider verhindert ist, aber hoffentlich bald wieder zur Mannschaft stößt.

Das erste Spiel der Serie gewannen die 18er gegen Leck II mit 0:11 Toren. Die Tore schossen: Hauke Hartmann (5), Bernd "Berni" Harms (3), Peter Empen (2) und Hauke Lorenzen (1). In diesem Spiel konnte ich es mir sogar leisten, den Torwart Peter Korth als Feldspieler einzusetzen.

Das zweite Spiel sollte gegen Bredstedt I stattfinden, fiel aber dem schlechten Wetter zum Opfer und wird nachgeholt.

Im dritten Spiel gab es ein Ortsderby. Frisia Husum I (die Favoriten der Gruppe) gegen Husum 18 II. Die 18er Jungs wuchsen in diesem Spiel über sich selbst hinaus und spielten die Frisianer in der ersten Halbzeit regelrecht aus. Sie führten durch Tore von Hauke Hartmann und Kai-Uwe Schladetzky 0:2. Das Spiel fand bei strömendem Regen Stadt und folglich ließen die Kräfte der jungen 18er merklich nach. Das Spielgeschehen in der zweiten Halbzeit spielte sich nur in der 18er-Hälfte ab und hier überragten dann der Torwart Peter Korth und der Mannschaftsführer Bernd "Berni" Harms. Trotzdem mußte Peter Korth zweimal den Ball aus dem eigenen Netz holen, aber mit vereinten Kräften schaffte die Mannschaft das 2:2 zu halten. Das war für die junge Mannschaft ein großartiger Erfolg.

Im vierten Spiel trafen die 18er auf die ersten Knaben von Breklum. Hier setzte sich wieder das spielerische Können der 18er durch, vor allem das von Hauke Hartmann, der seine Mannschaft mit zwei Toren in Führung brachte und somit zwei weitere wichtige Punkte sicherstellte. Peter Korth mußte nur zweimal ernstlich eingreifen, während Bernd "Berni" Harms in Gemeinschaft mit den Verteidigern Hauke Lorenzen und Ulf Knittel die Gefahr rechtzeitig beseitigten.

Zum Abschluß möchte ich sagen, daß wir, die II. Knaben und ich als Trainer, eine eingeschworene Truppe sind. Wir haben viel Spaß, arbeiten während des Trainings aber recht schwer. Es hat sich so eingebürgert, daß wir nach einem guten Spiel eine Cola oder einen Sprudel für die Jungs ausgeben. Wir, das sind Erika Harms, Alfred "Abbi"Lorenzen, Karl-Heinz Hartmann, Dieter Schladetzky und ich. Es wäre recht erfreulich, wenn auch andere Eltern ihren Kindern einmal einen kleinen Betrag mitgeben, damit die Kosten für uns nicht so groß werden, denn außerdem stellen jeden zweiten Sonntag die eben genannten Erwachsenen auch ihre Freizeit und ihre PKW zur Beförderung der II. Knaben zur Verfügung. Wenn man bedenkt, daß ein Sprudel auf den Sportplätzen 0,80 D-Mark und ein Liter Benzin ca 0,70 D-Mark kosten, kommt doch für die Beteiligten allerhand zusammen. Falls wir wider Erwarten einmal einen Überschuß haben sollten, kommt es in die Mannschaftskasse, die von Bernd "Berni" Harms verwaltet wird, und kommt somit irgendwann der gesamten Mannschaft zugute.

Reimer Seifert
leer  

1973

Husum 18 / Frauen-Fußball

1. November

Damen Bezirksmeister?

Im ersten Entscheidungsspiel um die Bezirksmeisterschaft im Damenfußball holten sich unsere Damen beim TSV Kappeln einen überzeugenden 6:1-Auswärtssieg und stehen mit "einem Bein" vor dem Titelgewinn. Im Rückspiel, das für den 21. Oktober angesetzt worden war, aber wegen Unbespielbarkeit des Platzes verschoben werden mußte, benötigen unsere Damen jetzt nur noch ein Unentschieden, um als Bezirksmeister im nächsten Jahr an den Spielen auf Landesebene teilzunehmen.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Kegeln

1. November

Unsere Frauen gewannen den Stadt-Pokal

Am letzten Wochenende im September fand in Husum das Kegeln um den begehrten Pokal der "Stadt Husum" auf den Kegelbahnen Brakemeyer statt. Der Verein Husumer Kegler führte in diesem Jahr die Pokalkämpfe einmal anders durch, und zwar im sogenannten KO-System.

Unsere Männermannschaft verlor schon gleich in der Vorrunde ihren Kampf gegen KSK Nordmark und schied aus. Die Frauen hingegen hatten das Glück auf ihrer Seite. In der ersten Runde gewannen sie gegen den Klub Flotte 7 mit 3567:3562 Holz. In der zweiten Runde (Halbfinale) traten sie gegen den Klub Goldene Kugel an und gewannen mit 3599:3543 Holz. Nun ging es ins Endspiel gegen den Klub Olympia. Und auch dieser Kampf wurde von unseren Frauen mit 3582:3539 Holz gewonnen.

In diesem Endspiel um den Pokal starteten:

Traute Christiansen   722   Holz
Helgard "Hella" Peters   716   Holz
Anke Brauer   711   Holz
Inge Jahn   715   Holz
Liselotte "Lotti" Zukrigl   718   Holz

Am Sonntag, den 30. September gegen 20 Uhr fand die Siegerehrung statt und Harry Krämer überreichte unseren Frauen den Pokal der Stadt Husum.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Fußball allgemein

1. November

Elfmeterpfiff führte zum tödlichen Herzinfarkt

Beim Fußball-Regionalligaspiel Jahn Regensburg gegen den FC Schweinfurt (0:2) regte sich ein über ein 60-jähriger Zuschauer aus dem Landkreis Regensburg über einen sehr umstrittenen Elfmeter gegen die Regensburger so auf, daß er auf der Tribüne einen Herzinfarkt erlitt. Obwohl sofort zwei Ärzte zur Stelle waren und Erste Hilfe leisteten, verstarb er wenige Stunden später im Krankenhaus. Der Elfmeter wurde übrigens von den Schweinfurtern verschossen.


Schiedsrichter k.o. geschlagen

Durch aufgebrachte Zuschauer k.o. geschlagen wurde der Schiedsrichter eines Fußballspiels zwischen dem TSV Donndorf und ATS Kulmbach/Bayern. Drei Minuten vor Schluß hatte er einen Foulelfmeter gegeben, durch den die Kulmbacher gewannen. Offenbar war dieser Foulelfmeter unbegründet, denn zahlreiche Zuschauer fielen nun über den Schiedsrichter her und schlugen ihn nieder.


Was man lange kaum für möglich hielt, tritt jetzt doch ein: Langsam beginnt sich das europäische Fußballspiel in den USA durchzusetzen. In dieser Saison verzeichnen die amerikanischen Proficlubs einen 20prozentigen Anstieg der Zuschauerzahlen. Im Durchschnitt besuchen 2690 Fans jedes Spiel - eine beachtliche Menge für einen Sport, der hier früher überhaupt kein Ansehen genoß.


Neun WM-Städte bieten über 600.000 Zuschauerplätze

610.459 Zuschauerplätze werden in den neuen Stadien bei der Fußballweltmeisterschaft vom 13. Juni bis 7. Juli 1974 in der Bundesrepublik angeboten. Davon entfallen 188.996 auf überdachte Sitzplätze. Die vom WM-Organisationsteam veröffentlichten Zahlen wurden nach den endgültigen Bestuhlungsplänen aller WM-Stadien errechnet.

Das größte WM-Stadion ist das Berliner Olympiastadion mit einem Fassungsvermögen von 87.574 Plätzen. Die Anzahl der Sitzplätze (62.896, davon 28.218 überdachte) übertrifft sogar die Gesamtkapazität der Stadien in Dortmund, Hannover, Hamburg und Frankfurt.

Die Weltmeisterschaftsstadien und ihre Zuschauer-Kapazitäten.

Berlin   87.574     davon   62.896   Sitzplätze
München   75.334     davon   45.334   Sitzplätze
Stuttgart   73.058     davon   35.398   Sitzplätze
Gelsenkrichen   69.971     davon   35.887   Sitzplätze
Düsseldorf   67.861     davon   31.761   Sitzplätze
Frankfurt   62.480     davon   29.480   Sitzplätze
Hamburg   60.341     davon   27.541   Sitzplätze
Hannover   60.050     davon   40.328   Sitzplätze
Dortmund   53.790     davon   16.430   Sitzplätze
Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18

1. November

leer  

1973

Husum 18

1. Dezember

leer  

1973

Nachruf

1. Dezember

für

Hans Schöning

Erst vor sieben Wochen beging er seinen 65. Geburtstag. Urplötzlich überraschte uns die erschütternde Nachricht: Hans Schöning ist nach kurzer Krankheit am 3. November 1973 verstorben. Für unseren Verein Husum 18 hinterläßt er eine große Lücke, die fast nicht zu schließen ist.

50 Jahre lang - seit 1923 - war er Mitglied unseres Vereins. Er ist Träger der silbernen und goldenen Vereins-Ehrennadel und auch der silbernen Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes.

Als er mich anläßlich meines 75. Geburtstages am 8. Januar 1971 in Hamburg mit seiner lieben Frau besuchte, verabschiedete er sich mit den Worten: Bernhard, bleibe gesund, damit wir wie an Deinem 65., 70. und 75. Geburtstag zu Deinem 80. Geburtstag Dir erneut unsere Glückwünsche darbringen können.

Nun, lieber Hansi, das Schicksal schreitet schnell und wollte es - für Dich allzufrüh - leider anders.

Dein sportlicher Werdegang: Seit 1926 gehörtest Du zu den besten Fußballspielern in unserer ersten Mannschaft. 1930 errangst Du mit Husum 18 den Nordkreismeisterschaft. 1935 gingst Du beruflich nach Kiel und spieltest eine Serie in der ersten Mannschaft von Kilia Kiel und später wieder ununterbrochen für Husum 18.

In den Jahren 1945 und 1946 warst Du erster Vorsitzender und danach viele Jahre Mitglied des Spielausschusses und Obmann der Jugendabteilung.

Jetzt war Hans Schöning bis zuletzt zehn Jahre verdienstvoller 2. Vereinsvorsitzender - neben seiner Tätigkeit als Trainer und Betreuer der Schülermannschaft und in den letzten Jahren als aktiver Kegler.

Seine Zuverlässigkeit und immerwährende Treue zu Husum 18 sollen lobend erwähnt werden.

Mir war er stets ein lieber Freund. Da ich leider krankheitshalber nicht zur Beerdigung nach Husum fahren konnte, gelobe ich ihm über sein Grab hinaus dankbare Anerkennung und freundschaftliches ehrendes Gedenken.

Unser Hans Schöning hat sich für Husum 18 verdient gemacht!

Hamburg, im Dezember 1973

Bernhard Petersen, Ehrenvorsitzender

Als 20-Jähriger lieferte Hans Schöning (3. von rechts, stehend) beim Abschiedsspiel für Hans Tiedemann (mit Blumenstrauß) am Karfreitag, den 28. März 1929, gegen die lange unbesiegt gebliebene Ligamannschaft von Preußen Itzehoe - 4:3 für Husum 18 - ein großes Spiel.

leer  

1973

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Weiter vorn

Obwohl in Tungendorf eine unerwartet hohe Niederlage- teilweise durch ausgesprochenes Pech - hingenommen werden mußte, konnte unsere Ligamannschaft durch Siege der darauffolgenden beiden Heimspiele und ein wertvolles Unentschieden bei dem in diesem Jahr sehr starken PSV Kiel in der Anfangsphase der Saison verlorenen Boden gutmachen und nach Minuspunkten gerechnet weiter zu den führenden Mannschaften aufschließen. Teilweise begünstigt wurde sie durch überraschende Punktverluste, die die Vorplazierten hinnehmen mußten. Doch beweist dies letztlich nur, daß auch bei den Spitzenmannschaften der Verbandsliga nur "mit Wasser gekocht wird" und unsere Elf, bei gleichbleibender Stärke und besserer Ausnutzung der Torchancen, durchaus noch ein gewichtiges Wörtchen bei der Vergabe der oberen Tabellenplätze mitreden kann. Zur Zeit auf Platz 8, trennen unsere Mannschaft nur noch drei Punkte vom - nach Minuspunkten - bestplatzierten Gut Heil Neumünster. Nur das Torverhältnis muß noch aufgebessert werden, eine Folge der teilweise recht hohen Auswärtsniederlagen.


 

 

SV Tungendorf - Husum 18

 

4:0

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte konnte der Tungendorfer Mittelstürmer Lemke in der 25. Minute seine Mannschaft in Führung bringen, ohne daß dadurch zunächst der spätere klare Sieg hervorging. Im Gegenteil, unsere Elf hatte in der ersten Halbzeit mehrere Möglichkeiten zum Ausgleich, die sich bis weit in die zweite Halbzeit noch häuften, als unsere Spieler drückend überlegen wurden. Doch der Tungendorfer Schlußmann hatte an diesem Tage eine prächtige Form und vereitelte selbst die sichersten Chancen. Dagegen sah unsere Abwehr einschließlich Wolfgang Täuber bei den gelegentlichen Kontern der Gastgeber nicht sehr gut aus und mußte in der 70. und 75. Minute die Gastgeber durch Tore von Lemke und Burandt auf 3:0 davonziehen lassen. Dadurch war der Spielrhythmus unserer Elf gestört und die Zeit war zu knapp, um in den letzten Minuten noch eine Wende herbeizuführen. Im Gegenteil, die Tungendorfer kamen in der Schlußphase noch durch Dehmer zu einem weiteren Treffer, da sie an diesem Tage einfach mehr Glück bei ihren Aktionen aufzuweisen hatten.


 

 

Husum 18 - Union Teutonia Kiel

 

4:1

Das Glück, das unserer Elf am Vorsonntag fehlte, stand ihr an diesem Tage zur Seite. Sie hatte noch nicht ihr Spiel gefunden, als die Gäste bereits in der achten Minute mit 1:0 vorne lagen. Ein Freistoß von Greif war an die Latte geschossen worden und ehe unsere Abwehr den Ball aus der Gefahrenzone bringen konnte, hatte Enock ihn schon über die Linie geschoben.

Bereits eine Minute später vergab Hans-Peter Hansen freistehend in den möglichen Ausgleich.

In der elften Minute wurde zu Ehren unseres verstorbenen zweiten Vorsitzenden Hans Schöning eine Gedenkminute eingelegt.

Mit zunehmender Spieldauer wurde unsere Elf dann überlegen und kam in der 23. Minute zum verdienten Ausgleich. Ein Eckball von Reinhard "Bernie" Grünhoff wurde von Claus-Hermann Walter mit dem Kopf nach Dieter "Schorsch" Schleger verlängert. Da dieser jedoch mit dem Rücken zum Tor stand und die Abwehrspieler in unmittelbarer Nähe standen, gab er den Ball uneigennützig an dem bereits weiter aufgerückten Claus-Hermann Walter zurück, der aus 2 Metern den Ball ins Netz jagte.

In der zweiten Halbzeit verflachte jedoch das Spiel unsere Elf zusehends, da alles zu langsam lief und die Stürmer sich in der Abwehr "verhedderten". Dadurch kamen die Gäste immer wieder in den Ballbesitz und legten Mitte der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen in die 18er-Hälfte. Sie waren zu diesem Zeitpunkt einem weiteren Torerfolg näher als unsere Mannschaft. Bange Minuten mußten die Zuschauer überstehen, als Wolfgang Täüber einen Aufsetzer unterschätzte, der über ihn hinwegsprang und den er im Zurückwerfen gerade noch auf die Lattenoberkante lenken konnte, von wo er nach dreimaligem Tänzeln hinters Tor sprang.

Erst in der 83. Minute kam dann die Erlösung, als Peter Rudolph wieder einmal Dampf machte und nach vorne stürmte. Sein Gewaltschuß drehte gegen die Latte, den Abpraller nahm - wie die Gäste bei ihrer 1:0-Führung - Dieter "Schorsch" Schleger mit dem Kopf auf und lenkte ihn ins Netz. Nun lief plötzlich alles besser. Bereits eine Minute später wagte Reinhard "Bernie" Grünhoff einen Flachschuß aus gut 20 Metern, der im rechten Eck landete. Der Torwart zeigte eine zu späte Reaktion, da er offenbar nach dem bisherigen umständlichen Spiel diesen konsequenten Torschuß nicht erwartet hatte. In der letzten Minute zeigte sich, wie sehr Einsatz sich lohnen kann. Claus-Hermann Walter erlief kurz vor der Torauslinie einen bisher immer aufgegebenen Ball und paßte in den Strafraum. Hans-Peter Hansen verlängerte per Kopf zum freistehenden Dieter "Schorsch" Schleger, der aus kurzer Distanz den Ball geschickt mit dem Außenrist am Torwart vorbei ins Netz lenkte.


 

 

Husum 18 - Gut Heil Neumünster

 

2:0

Daß die Neumünsteraner ungeschlagen in dieses Spiel gingen, vermochte man nur ansatzweise zu erkennen. Unsere Elf war in allen Belangen überlegen und hätte nach den Torchancen weitaus höher gewinnen können. Bereits nach 30 Sekunden vergab Dieter "Schorsch" Schleger die mögliche Führung, als er freistehend knapp am Tor vorbeischoß. Die Gäste vermochten lediglich in den ersten 20 Minuten mitzuhalten. Doch Wolfgang Täuber war an diesem Tage sehr sicher und lenkte einen Schuß von Fölster durch eine tolle Parade an den Pfosten, von wo er ins Feld zurücksprang. Anschließend verpaßte dann Dieter "Schorsch" Schleger nur knapp eine Flanke von Peter Rudolph, Reinhard "Bernie" Grünhoff schoß um Zentimeter am Tor vorbei. Drei Minuten vor der Halbzeit fiel dann die hochverdiente Führung, als Dieter "Schorsch" Schleger einen Abpraller im Netz unterbringen konnte.

Wie in der ersten Hälfte, so hatte unsere Elf im zweiten Durchgang ebenfalls wenige Sekunden nach dem Anpfiff eine weitere Torchance. Ein ungeschickter Rückpaß der Gäste brachte Hans-Peter Hansen in den Ballbesitz, doch dieser zog den Ball wenige Meter vor dem Tor am Pfosten vorbei. Doch in der 53. Minute machte er diesen Fehler wieder gut. Eine Flanke von Eduard "Ede" Lehmbeck, der für Dieter "Schorsch" Schleger im zweiten Durchgang spielte, nahm er auf und schoß aus 20 Metern volley ins Netz. Der sehr gute Gästetorwart, der allerdings durch eine Beinverletzung etwas gehandicapt war, hatte keine Abwehrmöglichkeit.

Eine weitere Möglichkeit vergab Reinhard "Bernie" Grünhoff, als er einen Schuß gegen die Latte setzte und den Abpraller dann nicht genug nach unten drücken konnte, so daß er über die Latte zischte.

In den Schlußminuten kamen die Gäste stärker auf, vermochten Wolfgang Täuber jedoch nicht zu überwinden und mußten sich mit der ersten Saisonniederlage abfinden.


 

 

Polizei SV Kiel - Husum 18

 

1:1

Bei etwas mehr Konzentration im Abschluß hätte dieses Spiel eindeutig für unsere Mannschaft entschieden werden können. Sie war während der gesamten Spielzeit - besonders im Mittelfeld durch die an diesem Tage sehr gute Form von Ernst-August Schlichte - überlegen, ohne daß jedoch die Stürmer die nötigen Tore erzielen konnten. Nach torloser erster Halbzeit fiel dann in der 46. Minute durch Diedrichsen mit einem Überraschungstreffer die 1:0-Führung der Gäste, so daß unsere Elf wieder einmal einem Treffer nachlaufen mußte. Doch sie fing sich sehr schnell und hatte bald den Gegner wieder sicher im Griff. Es spricht für sich, daß der langverdiente Ausgleich in der 77. Minute dann durch Verteidiger Hans-Peter Thomsen fiel, nachdem dieser aufgerückt war und einen Eckball von Reinhard "Bernie" Grünhoff mit dem Kopf in den Winkel lenken konnte.


1.   Union Neumünster   14   25:16   18:10
2.   Eckernförder SV   13   29:17   17:9
3.   TSV Russee   14   25:18   16:12
4.   Gut Heil Neumünster   11   12:8   15:7
5.   Holsatia Kiel   11   20:17   14:8
6.   TuS Gaarden   13   22:21   15:11
7.   Polizei Kiel   12   23:17   14:10
8.   Husum 18   12   18:22   14:10
9.   SV Heikendorf   13   12:9   14:12
10.   SV Tungendorf   13   24:27   11:15
11.   Holstein Kiel Amateure   11   20:20   10:12
12.   DGF Flensburg   13   20:21   10:16
13.   TSB Flensburg   13   15:23   10:16
14.   TSV Plön   12   17:21   9:15
15.   Union Teutonia Kiel   12   17:27   7:17
16.   Nordmark Satrup   13   14:29   6:20
Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18

1. Dezember

Glückwünsche

Unser langjähriges Mitglied, der Vorsitzende des Beirates und Förderkreises der Alten 18er und Träger der goldenen Ehrennadel,

Dr. Herbert Mau,

feierte vor kurzem seinen 75. Geburtstag.

Seinen 60jährigen Geburtstag feierte unser 3. Vorsitzender und Träger der goldenen Ehrennadel,

Arfast Carstens.

Beiden auf diesem Wege von allen Vereinsmitgliedern und -freunden nachträglich die herzlichsten Glückwünsche und alles Gute für die weiteren Lebensjahre.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Frauen-Fußball

1. Dezember

Damenfußballerinnen Bezirksmeister

Das bereits in der November-Ausgabe der Vereinsnachrichten angekündigte Rückspiel unserer Damenfußballmannschaft gegen den TSV Kappeln um die Bezirksmeisterschaft im Nordbezirk fand inzwischen statt. Dabei gab es ein wahres Schützenfest. Mit 10:1 Toren wurde der TSV Kappeln bezwungen, nachdem er bereits zu Hause gegen unsere Damen eine 6:1-Niederlage hinnehmen mußte.

Von Beginn an bestimmten unsere Damen das Spielgeschehen und gingen bereits in den ersten Minuten durch Heinke Clausen in Führung. Durch 2 Treffer der besten Stürmerin und Torschützenkönigin, Silke Lorenzen, lag unsere Elf 3:0 vorn, ehe in der 21. Minute der einzige Gegentreffer für Kappeln fiel. In den zweiten 30 Minuten ging es dann Schlag auf Schlag. In der 35., 36., 39. und 42. Minute zogen wir durch vier Treffer von Silke Lorenzen auf 7:1 davon. Kaum hatten die Kappelner den Anstoß ausgeführt, als erneut Silke Lorenzen sich den Ball erkämpfte, sämtliche Mittelfeld- und Abwehrspieler austrickste und Sekunden nach dem 7. Treffer bereits den 8. Treffer für ihre Elf markierte. Martina Boller in der 51. Minute und erneut Silke Lorenzen in der 54. Minute stellten den 10:1-Endstand her.

Anschließend gab es Blumen durch einen Vertreter des Bezirksvorstandes, den ersten Vorsitzenden unseres Vereins, Werner Denckmann, sowie den Spielführer der ersten Mannschaft, Reinhard "Bernie" Grünhoff.

Auch auf diesem Wege noch einmal die herzlichsten Glückwünsche aller Vereinsmitglieder.

Wir alle hoffen, daß die geplante, erstmalige Klasseneinteilung auf Landesebene realisiert werden kann und in der nächsten Saison Punktspiele in dieser neuen Liga durchgeführt werden können.

Otto H. Krüger
leer  

1973

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Dezember

Husum 18 Knaben II

Nachdem die ersten Spiele dieser Serie gewonnen wurden, gab es am 14. Oktober in Langenhorn die erste Niederlage. Die Mannschaft konnte, bedingt durch die Herbstferien, nicht in stärkster Besetzung antreten. Obwohl Hauke Hartmann wieder zwei Tore erzielte, war eine Niederlage nicht zu vermeiden. Außerdem hatten die Jungs auch noch Pech. Bernd "Berni" Harms zielte mit seinen Schüssen zu ungenau und traf dreimal den Pfosten, genauso erging es Stefan Wagner und Peter Empen, die je zweimal gegen den Pfosten bzw. gegen die Latte schossen. Kai-Uwe Schladetzky, Hauke Lorenzen und Memet Beytut waren zudem weit von ihrer Bestform entfernt. Es lief in diesem Spiel nichts zusammen und so mußte Peter Korth drei dumme Tore einfangen.

Langenhorn hatte in diesem Spiel allerdings krasse Regelverstöße begangen und so besteht noch die Hoffnung, daß die Punkte am "grünen Tisch" errungen werden, denn wir haben nicht die Absicht, uns verschaukeln zu lassen.

Auf Nordstrand am 27 Oktober lief das Spiel dann wieder gewohnt. Durch zwei Tore von Hauke Hartmann und Peter Empen führten wir 0:2. Dann fuhr es uns durch die Glieder! Memet Beytut rutschte auf dem schweren Boden im Strafraum aus und fiel mit der Hand auf den Ball. Der Schiedsrichter gab einen Strafstoß. Der in diesem Spiel wieder überragende Peter Korth ahnte die Ecke, aber der Ball ging unerreichbar für ihn ins obere Eck. Das Spiel wurde dann aber doch mit 1:2 von uns gewonnen.

Am 3. November waren die Knaben von Tinnum zu Gast im Friesenstadion. Der kleinen Tinnumer entwickelten sich als unbequeme Gegner. Es war die ganze Spielzeit über ein Spiel auf das Tinnumer Tor. Gefährlich wurden dann immer die überraschenden Gegenstöße der Insulaner. Oft wurde unsere weit aufgerückte Abwehr überlaufen und Peter Korth mußte weit aus seinem Tor um den Ball wegzuschlagen. Das erste Tor für Husum 18 schoß dann allerdings ein Tinnumer. Er hob den Ball vor dem heranstürmenden Hauke Hartmann bei einer Rückgabe über seinen weit vor dem Tor stehenden Torwart ins eigene Netz. Das 2:0 besorgte dann wieder Hauke Hartmann mit einem direkt genommenen Schuß ins obere Toreck.

So konnten die jungen 18er wieder einmal mehr den Platz als Sieger verlassen.

Reimer Seifert
leer  

1973

Husum 18 / Fußball regional

1. Dezember

Der Kreisfußballverband Nordfriesland - Schiedsrichterausschuß - 225 Husum, Matthias-Claudius-straße 53, gibt folgendes bekannt:

Liebe Sportfreunde!

Für das Jahr 1974 plant der Schiedsrichterausschuß folgende Lehrgänge:

1. Schiedsrichteranwärterlehrgang

Beginn:   Mitte Januar
Dauer:   ca. 8 Doppelstunden
Teilnehmer:   Interessierte Sportfreunde, die 18 Jahre alt sind und nach bestandenem Lehrgang aktiv als Schiedsrichter tätig sein werden.
Ort:   Bei genügender Beteiligung werden zur gleichen Zeit zwei Lehrgänge laufen
a) in Niebüll und b) in Husum
Sollten sich jedoch aus dem gesamten Kreisgebiet nur 20 Kameraden melden, wird ein Lehrgang in Breklum durchgeführt.
Zeit:   wöchentlich zwei Doppelstunden von 20 bis 22 Uhr

2. Lehrgang für Jungschiedsrichter

Beginn:   Mitte Januar
Dauer:   ca. 8 Doppelstunden
Teilnehmer:   Interessierte Sportfreunde, die das 16 Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht 18 Jahre alt sind. Nach bestandenem Lehrgang können diese Sportfreunde dann mit Spielleitungen von Jugendspielen beauftragt werden.
Ort:   Bei genügender Beteiligung werden zur gleichen Zeit zwei Lehrgänge laufen
a) in Niebüll und b) in Husum
Sollten sich jedoch aus dem gesamten Kreisgebiet nur 20 Kameraden melden, wird ein Lehrgang in Breklum durchgeführt.
Zeit:   Sonnabendnachmittags. Meldung bis zum 3. Dezember 1973 an obige Anschrift.
    Im Auftrag: gez. Horst Kersten, Obmann.
leer  



zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 0:46

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