Das geschah 1977

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zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 0:46

1977

Husum 18

1. Januar

Anstatt besonderer Einladungen!

Zu unserem

Vereinsfest

am Sonnabend, dem 12. Februar 1977, 20 Uhr, im Thomas Hotel

laden wir

alle Mitglieder, Freunde und Bekannte des Vereins

herzlich ein.

Es spielt für Sie eine bekannte Kapelle..

Eintrittspreis: 7,- D-Mark pro Person, an der Abendkasse 8,- D-Mark.

Tischbestellungen und Kartenvorverkauf im

Miedersalon Elfi, Husum, Norderstraße 19,
ab 24. Januar 1977.

leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. Januar

Bei Halbzeit: 12. Tabellenplatz

Nach Beendigung der Herbstserie nimmt unsere Liga einen 12. Tabellenplatz ein und konnte in den letzten Spielen einigen Boden wiedergutmachen. Auch konnte sie beweisen, daß sie durchaus wieder an die Leistungen der vergangenen Tage anknüpfen kann und daher in der Lage sein dürfte, sich in der Rückrunde Platz für Platz nach vorne zu arbeiten.

Daß dies nötig sein wird, aber auch möglich ist, zeigt schon die Tabelle. Vom letzten Tabellenplatz trennen uns ganze zwei Punkte, aber auch zum achten Tabellenplatz - also im sicheren Mittelfeld - sind es nur zwei Punkte.

Und hier die letzten Spiele in Kurzfassung:


 

 

Eckernförder SV - Husum 18

 

3:0

Wenig Chancen hatte unsere Elf gegen den neuen Tabellenführer. Bereits im ersten Durchgang wurde unsere Abwehr überrollt und es hieß durch Blinkler, Litzenroth und Ströh bereits 3:0 zur Pause. Nach dem Wechsel kam unsere Elf etwas besser auf, weil die Gastgeber es ruhiger angehen ließen. Dennoch blieb die Abwehr so stark, daß unseren Spielern auch der Ehrentreffer versagt blieb.


 

 

Husum 18 - TSV Bordesholm

 

6:0

In diesem Spiel fielen die Tore, die sonst immer zu einem Punktgewinn fehlten, in reichem Maße. Obwohl bis zur Pause nur eine 1:0-Führung heraussprang, als Ralf Pacholke in der siebten Minute aus spitzem Winkel einschoß, war an der ganzen Spielanlage zu erkennen, daß an diesem Tage einfach ein Sieg herausspringen mußte. Nach dem Wechsel gelang Lutz Jorden in der 58. Minute nach Eckball von Manfred Albertsen per Kopf die 2:0-Führung und wenig später (70. Minute) ebenfalls per Kopf auf Freistoßflanke von Hartmut Kock der entscheidend dritte Treffer.

Als die Gäste dann in den letzten zehn Minuten resignierten, erhöhten Hartmut Kock (81. und 85. Minute) und Ralf Pacholke (83. Minute) auf 6:0.


 

 

Husum 18 - DGF Flensburg

 

0:0

Im Nachholspiel gegen die "dänische" Elf aus Flensburg trennten sich bei 15 cm hohem Schnee beide Mannschaften leistungsgerecht mit einem Unentschieden. Nach anfänglichen vielen Fehlpässen lief das Spiel im zweiten Durchgang etwas besser und brachte für beide Mannschaften Möglichkeiten zum Sieg. So konnte in der 67. Minute nach einem Durcheinander im Strafraum Reinhard "Bernie" Grünhoff den Ball gerade noch von der Linie ins Feld schlagen. 5 Minuten später gelang es in dem Gästetorwart Hansen nur durch eine Reflexbewegung, einen von Ralf Pacholke getretenen indirekten, abgefälschten Freistoß vor dem Einschlag ins Netz aufzuhalten.


1.   Eckernförder SV   15     9   4   2     31:17     22:8
2.   FC BW Friedrichstadt   15     8   5   2     37;17     21:9
3.   Gut Heil Neumünster   15     7   7   1     27:13     21:9
4.   SV Friedrichsort   15     6   6   3     29:27     18:12
5.   TSV Nord Harrislee   15     7   3   5     34:24     17:13
6.   TuS Nortorf   14     6   3   5     23:24     15:13
7.   SV Heikendorf   15     6   3   6     28:31     15:15
8.   VfB Kiel   15     6   2   7     27:33     14:16
9.   DGF Flensburg   15     3   7   5     24:20     13:17
10.   TSV Kronshagen   15     3   7   5     16:18     13:17
11.   TSV Bordesholm   15     4   5   6     22:30     13:17
12.   Husum 18   15     4   4   7     20:20     12:18
13.   TSV Russee   15     5   2   8     18:26     12:18
14.   TSV Plön   14     4   3   7     25:29     11:17
15.   VfR Laboe   15     4   3   8     19:35     11:19
16.   TSV Nordmark Satrup   15     4   2   9     24:40     10:20

5. Platz gehalten

Unsere Reserve konnte sehr gut nach Abschluß der Herbstserie in der Kreisliga Süd abschneiden. Im letzten Spiel in St. Peter-Ording gab es eine recht unglücklichen Niederlage. Unsere Elf lieferte ein ausgeglichenes Spiel und hätte durchaus ein Unentschieden verdient gehabt. Doch in der 88. Minute gelang der Gastgeberelf durch Peters doch noch der Siegtreffer zum 1:0.

Mit 42:32 Toren und 15:13 Punkten wurde aber dennoch der 5. Platz gehalten.


Rückrunde beginnt am 9. Januar

Die Rückrunde in der Verbandsliga Nord beginnt bereits am 9. Januar 1977. Nachdem unsere Liga in der Hinserie nach einem guten Start erheblich am Boden verlor, heißt es nun in der Frühjahrsserie, alles daran zu setzen, um am Ende der Saison 1976/77 noch einen gesicherten Mittelplatz zu erhalten. Der Spielplan ist der gleiche wie bei der Hinrunde, nur daß statt zu Hause auswärts gespielt wird und umgekehrt.

In Klammern sind die Ergebnisse der Hinspiele angegeben.

Sonntag   11.01.77   14:00 h   Husum 18   -   TSV Nord Harrislee   (1:0)
Sonntag   16.01.77   14:00 h   Gut Heil Neumünster   -   Husum 18   (0:4)
Sonntag   23.01.77   14:00 h   Husum 18   -   TSV Russee   (0:2)
Samstag   29.01.77   14:15 h   TuS Nortorf   -   Husum 18   (2:1)
Sonntag   06.02.77   14:30 h   Husum 18   -   VfR Laboe   (1:1)
Samstag   13.02.77   14:30 h   FC BW Friedrichstadt   -   Husum 18   (2:0)
Sonntag   20.02.77   14:30 h   Husum 18   -   SV Friedrichsort   (1:1)
Sonntag   06.03.77   15:00 h   Husum 18   -   VfB Kiel   (1:3)
Sonntag   13.03.77   15:00 h   TSV Kronshagen   -   Husum 18   (0:1)
Sonntag   20.03.77   15:00 h   Husum 18   -   Heikendorfer SV   (0:2)
Samstag   26.03.77   15:00 h   TSV Plön   -   Husum 18   (1:1)
Sonntag   03.04.77   15:00 h   TSV Nordmark Satrup   -   Husum 18   (2:1)
Sonntag   17.04.77   15:00 h   Husum 18   -   Eckernförder SV   (0:3)
Samstag   23.04.77   16:00 h   DGF Flensburg   -   Husum 18   (0:0)
Samstag   30.04.77   Nachholspiele    
Sonntag   08.05.77   15:00 h   TSV Bordesholm   -   Husum 18   (0:6)
Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Januar

A- und B-Jugend in Hamburg zum Spiel HSV-Mönchengladbach

Ein langgehegter Wunsch unserer A- und B-Jugend ging in Erfüllung, wir fuhren zu einem Bundesligaspiel!

Großartige Stimmung herrschte, als wir am Samstag, dem 20. November 1976, mit einem sehr preiswerten Bus der Firma Grunert auf die Reise gingen. In Hamburg erlebten wir ein großes Spiel des HSV, er gewann 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Alles dies trug dazu bei, daß die Stimmung auf der Rückreise noch besser wurde.

In Kropp wurde Rast gemacht und die Hungrigen konnten einen Imbiß zu sich nehmen. Gegen 21:15 Uhr waren wir wieder in Husum. Einen Dank an unsere Jugendlichen, die sich wirklich großartig benommen habe. Aber auch denen, die uns diese Reise durch Spenden erst möglich machten, unseren Dank.

Hier seien sie einmal genannt:

Firma Grunert (Herr Jungclaus)   Egon Harms   Dieter Schleger
Max Sönnichsen   Edmund Schuch   Manfred Dohrn
    Gerhard Meier    

Nicht zu vergessen, auch der Verein trug sein Scherflein dazu bei. Alles in allem, eine runde Sache! Man sollte versuchen, dieses Unternehmen einmal zu wiederholen!!

Gerhard Meierr

leer  

1977

Husum 18 / Schwimmen

1. Januar

Vereinsschwimmfest mit Erfolg

Das Ende November gemeinsam mit dem TSV 1875 ausgetragene Schwimmturnier im Husumer Hallenschwimmbad war ein voller Erfolg. Es hatten zwar wider Erwarten einige Schwimmer kurzfristig abgesagt, doch konnten diese Absagen zum größten Teil dadurch wieder aufgefangen werden, daß kurz vor Startbeginn noch zahlreiche Nachmeldungen erfolgten. Allen Schwimmern beider Vereine - nicht nur den Siegern - sagen wir an dieser Stelle noch einmal unseren herzlichsten Dank für ihren Einsatz und auch Kurt Matthes und den mitwirkenden Funktionären beider Vereine ein Dankeschön für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Und hier die Sieger der einzelnen Klassen:

25-m-Freistil   Jungen   Jahrgang   1967 - 1968   Guido Carstensen
50-m-Freistil   Mädchen   Jahrgang   1965 - 1966   Martina Eisenheim
50-m-Freistil   Jungen   Jahrgang   1965 - 1966   Heiko Thomsen
100-m-Freistil   Mädchen   Jahrgang   1961 - 1962   Regina Andersen
100-m-Freistil   Jungen   Jahrgang   1961 - 1962   Hans Werner Bartels
100-m-Freistil   Jungen   Jahrgang   1959 - 1960   Torsten Jordan
25-m-Brust   Mädchen   Jahrgang   1969 - 1970   Maike Minna
25-m-Brust   Mädchen   Jahrgang   1967 - 1968   Gaby Ott
25-m-Brust   Jungen   Jahrgang   1967 - 1968   Guido Carstensen
50-m-Brust   Mädchen   Jahrgang   1965 - 1966   Gesche Jahn
50-m-Brust   Jungen   Jahrgang   1965 - 1966   Karsten Lulies
100-m-Brust   Mädchen   Jahrgang   1963 - 1964   Daniela Röttgen
100-m-Brust   Mädchen   Jahrgang   1961 - 1962   Regina Andersen
100-m-Brust   Jungen   Jahrgang   1961 - 1962   Hans Werner Bartels
100-m-Brust   Mädchen   Jahrgang   1959 - 1960   Angelika Feigel
100-m-Brust   Männer   Jahrgang   1934   und älter   Paul Jensen

Otto H. Krüger

leer  

1977

Husum 18

1. Januar

Herzlichen Glückwunsch

Am Sonnabend, dem 8. Januar 1977, wird unser Vereinsgründer und Ehrenvorsitzender Bernhard Petersen 81 Jahre alt. Wir alle sprechen ihm zu diesem Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche aus und hoffen, daß er auch weiterhin in alter Frische und bei bester Gesundheit die Geschicke des Vereins mit Interesse verfolgen kann.


Vielen Dank

Der SV Borbeck 1893/1909 e.V., mit dem wir in Freundschaft verbunden sind, sandte uns folgendes Schreiben:

Werte Sportfreunde,
wir wünschen allen aktiven und passiven Mitgliedern sowie allen Freunden und Gönnern Ihres Vereins ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr.
gez. Kindsgrad, Geschäftsführer

Wir danken dem SV Borbeck für diese freundlichen Grüßen und wünschen ihm, daß auch er ein Jahr voller sportlicher Erfolge erleben möge und seinen Mitgliedern ein erfolgreiches Jahr 1977 bei bester Gesundheit beschert werden wird.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18

1. Januar

Sportärztliche Untersuchungen

Der Kreissportverband Nordfriesland e.V. teilte uns mit Schreiben vom 2. Dezember 1976 unter anderem folgendes mit:

Betrifft: Sportärztliche Untersuchung
hier: Neuregelung im Verbandsgebiet des ehemaligen Kreises Husum.

Liebe Sportfreunde!
Nach Paragraph 31 der Satzung des LSV Schleswig-Holstein e.V. Kiel sind die Kreis-Sportverbände für die Durchführung der sportärztlichen Beratung und Betreuung zuständig.
Bisher wurden sportärztliche Untersuchungen speziell im Verbandsgebiet des ehemaligen Kreises Husum mangels einer zentralen Beratungsstelle von praktizierenden Ärzten auf unsere Kosten durchgeführt.
Wir konnten zwischenzeitlich unsere Verhandlungen mit dem Kreisgesundheitsamt Nordfriesland in Husum abschließen und erreichen, daß ab 1. Januar 1977 im Kreisgesundheitsamt Husum eine sportärztliche Beratungsstelle eingerichtet wird, wo notwendige Untersuchungen von aktiven Sportlern durchgeführt werden. Damit ist eine wesentliche Organisationslücke geschlossen worden.
Sportärztliche Untersuchungen werden ab 1. Januar 1977 einheitlich im gesamten Bereich unseres Verbandsgebietes von den Ärzten der nachfolgend aufgeführten Gesundheitsämter auf unsere Kosten durchgeführt, und zwar
Gesundheitsamt Husum, Telefon 04841 6048 oder 60 49
für den Bereich des ehemaligen Kreises Husum.
Untersuchungstermine bitten wir mit den Gesundheitsämtern vorher telefonisch oder schriftlich zu vereinbaren.

Der Vorstand bittet daher alles Spartenleiter, die aktiven Mitglieder bei anstehenden Untersuchungen darauf aufmerksam zu machen, daß diese Untersuchungen nur durch das Gesundheitsamt in Husum durchgeführt werden dürfen.

Norma Kersten

leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. Januar

Bericht der Kegelabteilung

Am 12. Dezember wurden die Punktkämpfe in der Vereinsliga der Damen fortgesetzt. Unsere dritte Damenmannschaft mußte dabei ihre erste Niederlage hinnehmen. Während gegen Friesland ein Sieg mit 4 Holz Vorsprung erkegelt wurde - beste Einzelgängerin Anita Borchert mit 724 Holz - wurde gegen Olympia II mit 12 Holz verloren. Beste Einzelkämpferin war wiederum Anita Borchert mit 730 Holz. Unsere Mannschaft kegelte in beiden Kämpfen mit den Damen

    Renate Denckmann
    Anita Borchert
    Marianne Christiansen
    Christel Grabert
und   Gudrun Grabert

Trotz der ersten Niederlage behielten unsere Damen aufgrund der besseren Holzzahl den ersten Tabellenplatz.

Eckhard Reckstadt

leer  

1977

Husum 18 / Fußball international

1. Januar

Tote "aus Versehen" beim Fußball

WM-Spiel Haiti - Kuba / Soldat hantierte mit MP

Die sechs Fußballfans, die am Wochenende in Port-au-Prince beim Fußball-Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel Haiti gegen Kuba (1:1) bei einer Panik starten, die in der 77. Minute ausgelöst wurde, als ein Soldat mit seiner Maschinenpistole spielte und sich Schüsse lösten, fielen "einem Versehen" zum Opfer. Diese Erklärung gaben offizielle Stellen in Haiti ab.

Ein Soldat, zur Sicherheit für die Gastmannschaft und das Schiedsrichtergespann abgestellt, war aller Wahrscheinlichkeit beim 1:1 der Kubaner so in Erregung geraten, daß er an seiner Maschinenpistole hantierte, worauf sich die Schüsse lösten. Sofort brach unter den Zuschauern eine Panik aus, bei der es nicht nur sechs Tote - darunter soll sich auch der Soldat befinden, der die Schüsse auslöste -, sondern auch Dutzende von Verletzten gab.

Die Zeitungen in Haiti "Le Martin" und "Le Nouvelliste" sprachen von einer "fatalen Tragik". Die Regierungsstellen haben eine eingehende Untersuchung angeordnet. Der frühere deutsche Nationalspieler Josef Piontek, der die Nationalmannschaft von Haiti trainiert, erklärte: "Es war minutenlang die Hölle. Es war in der 77. Minute. Kuba hatte das 1:1 geschossen. Da muß ein Soldat aus Wut seine Maschinenpistole in den Boden gerammt haben, worauf sich zwei Schüsse lösten. In dem total überfüllten Stadion kam es auf den Stehrängen hinter dem Tor meiner Mannschaft zum totalen Chaos. Alles drängte zu den Ausgängen. Menschen wurden rücksichtslos niedergetrampelt." In anderen Bereichen des Stadions hatte man von dem Vorfall kaum etwas mitbekommen. Und zu keine Minute wurde das Spiel unterbrochen. Josef Piontek nannte das grausame Drama einen "traurigen Unglücksfall".

Otto H. Krüger


Fußball-WM mit Übertragungsproblemen

Fernseh-Ä�è�¤��£rger droht: "Bilder-Salat" aus Argentinien?

Dem sportinteressierten Publikum in der Bundesrepublik Deutschland droht neuer Fernseher-Ä�è�¤��£rger. Nach den vielfach als unzureichend empfundenen Olympia-Bildern aus Montreal könnten zwei Jahre später auch die Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaftsspiele aus Argentinien auf heftige Kritik stoßen. Befürchtungen dieser Art äußern jedenfalls europäische Fernseh-Experten, die gegenwärtig mit Vertretern des Internationalen Fußballverbandes (FIFA) die sechs WM-Stadien in Buenos Aires (zwei), Cordoba, Rosario, Mendoza und Mar del Plata besichtigen.

"Es ist furchtbar. Die übertragen noch wie bei uns vor 25 Jahren. Ich befürchte das Schlimmste", sagte Samuel James Leitch, Sportchef der BBC in London, und der Programmchef von Eurovision, Horst Seifart (Hamburg), meint: "Wenn, wie bei den Olympischen Spielen, das typisch deutsche Denken einsetzt, dann wird es jede Menge Kritik geben."

Horst Seifart ist ein gebranntes Kind. In Montreal war er als "Weltregisseur" für die Zusammenstellung der Sendungen verantwortlich und mußte dafür daheim Prügel einstecken. Bei der WM 78 jedoch bleibt keine andere Wahl, als alle 38 Spielübertragungen so abzunehmen, wie sie von den Argentiniern angeboten werden. Die Gastgeber stellen nicht nur die gesamte Technik, sondern werden auch in alleiniger Regie produzieren. Und dies nun ist der Punkt, wo die Befürchtungen von Samuel James Leitch und seinen Kollegen einsetzen.

Zusätzliche Schwierigkeiten könnten dadurch auftreten, daß die Argentinier 1978 erstmals und ohne jede Generalprobe in Farbe übertragen. Samuel James Leitch: "Dies erfordert eine Umstellung, die man nicht von heute auf morgen vollziehen kann."

Otto H. Krüger

leer  

1977

Husum 18 / Fußball national

1. Januar

Mönchengladbach zum "Super-Cup" bereit

Für die stolze Gage von 200.000 D-Mark (die bisher höchste Summe für ein Freundschaftsspiel) wird der deutsche Fußball-Meister Borussia Mönchengladbach am 8. Januar im Hamburger Volksparkstadion zum deutschen "Super-Cup" (Meister contra Pokalsieger) gegen den Hamburger SV antreten. "Für uns geht es in diesem Spiel auch um das Prestige. Und das mußten wir uns hoch dotieren lassen", sagte Mönchengladbachs Manager Helmut Grashoff. HSV-Manager Dr. Peter Krohn hatte erst ein Angebot von 100.000 D-Mark unterbreitet, das die Borussen jedoch nicht annahm.

Dr. Peter Krohn glaubt, daß mindestens 30.000 Zuschauer kommen, womit alle Unkosten gedeckt wären und auch noch etwas für den HS V übrigbleiben würde. Außerdem will Dr. Peter Krohn versuchen, dem Deutschen Fußballbund (DFB) den "Super-Cup" - ähnlich wie zwischen den Europapokalsieger der Landesmeister und Pokalgewinner (den der SC Anderlecht gegen Bayern München gewann) offiziell schmackhaft zu machen. Bisher winkte der DFB allerdings ab, hat aber gegen den freundschaftlichen deutschen "Super-Cup" nichts einzuwenden.

Otto H. Krüger


Schlachtenbummler durch Messerstich verletzt

Ein 45-jähriger Frankfurter Fußball-Schlachtenbummler ist bei einem Bundesligaspiel zwischen der Frankfurter Eintracht und Fortuna Düsseldorf durch einen Messerstich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, fahndet sie nach Düsseldorfer Fußballfans, aus deren Gruppe auf den Frankfurter eingestochen worden sein soll. Wie es hieß, ist der Frankfurter auf dem Weg zum Stadion nach einem Wortgefecht von den Düsseldorfer Schlachtenbummlern angerempelt und fortgezerrt worden. Als er feststellte, daß aus seinem linken Arm Blut floß, wurde er ohnmächtig. Er mußte mit einer tiefen Schnittwunde im Unterarm in die Universitätsklinik gebracht werden.

Otto H. Krüger

leer  

1977

Husum 18 / Fußball regional

1. Januar

Aufstieg zur 2. Liga Nord neu geregelt

Vier Vereine der Amateuroberliga erhalten eine Chance

Die Verhandlungstaktik von Gustl Wenzel (Einbeck) hatte Erfolg. Der Vorsitzende des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) konnte für seine Vereine eine neue Aufstiegsregelung zur zweiten Liga Nord erreichen. Schon im nächsten Jahr werden die ersten vier Klubs der Norddeutschen Fußball-Amateur-Oberliga sich an den Aufstiegsspielen beteiligen können. Allerdings muss die viertplacierte Mannschaft ein Qualifikationsspiel gegen den vierten Vertreter des Westdeutschen Fußballverbandes (WFV) bestreiten.

Nach der neuen Regelung stellen der NFV und WFV zunächst je drei Teilnehmer, Berlin ist mit einer Mannschaft dabei. Der achte Club wird in dem Ausscheidungsspiel ermittelt. Anschließend spielen die Mannschaften in zwei Gruppen mit je vier Vereinen die Aufsteiger aus.

NFV-Vorsitzender Gustl Wenzel hatte vor einigen Wochen die Verhandlungen mit dem westdeutschen und Berliner Verband über einen neuen Aufstiegsmodus kurzfristig abgebrochen und den Deutschen Fußballbund (DFB) eingeschaltet. Im Juli sollen die Verträge zwischen den drei Verbänden erneuert werden.

Otto H. Krüger


Trainerlehrgänge

Mit Schreiben vom 20.Dezember 1976 teilt die Verbands-Sportschule in Malente und folgendes mit:

Betrifft: Ausbildung zum Fußballtrainer mit DFB-B-Lizenz

Die Ausbildung zum Fußballtrainer mit DFB-B-Lizenz (zuschußwürdig über Kreissportverband und Kommune) umfaßt folgende Lehrgänge:

B I   Grundlehrgang   (1 Woche = 50 Stunden)
B II   Aufbaulehrgang   (1 Woche = 50 Stunden)
B   Prüfung   (2 Tage = 20 Stunden)

Die Grundlehrgänge (jeweils 33 Teilnehmer, Beginn Montag 11 Uhr · Ende Freitag 12 Uhr) werden für das Jahr 1977 an folgenden Terminen durchgeführt:

27.06.-01.07.77            
04.07.-08.07.77            
11.07.-15.07.77            
18.07.-22.07.77            
31.10.-04.11.77   =   Jugendtrainer (bis 19 Jahre)    
07.11.-11.11.77            
14.11.-18.11.77            

Die Teilnehmer erhalten eine umfassende Ausbildung in Theorie und Praxis des Fußballspiels, abgestimmt auf den neuesten Entwicklungsstand der Trainingslehre.

Vom 31. Oktober bos 4. November 1977 findet ein Lehrgang für Jugendtrainer statt. Das Alter dieser Sportler soll zwischen 16 und 18/19 Jahren liegen, sie sollen charakterlich einwandfrei sein und möglichst Führungsqualitäten besitzen. Die Ausbildung konzentriert sich speziell auf den Bereich der 8- bis 10- und der 10- bis 12-Jährigen; diesem Alter entsprechend soll bereits systematische und methodische Trainingsarbeit geleistet werden

Meldeschluß für B-Trainer und Jugendtrainer: 1. Mai 1977.


Betr.: Trainerfortbildung

Die Trainerfortbildung für die im Jahre 1975 erworbene DFB-B-Trainerlizenz findet an folgenden Terminen statt; sie umfaßt 20 Stunden = 2 Tage:

28.11.-30.11.77       Beginn 11 Uhr    
30.11.-02.12.77       Beginn 15 Uhr    
05.12.-07.12.77       Beginn 11 Uhr    
07.12.-09.12.77       Beginn 15 Uhr    
12.12.-14.12.77       Beginn 11 Uhr    
14.12.-16.12.77       Beginn 15 Uhr    

Betr.: Damenfußball

Vom 20. bis 24. Juni 1977 findet wiederum ein Förderungslehrgang für Damenfußball statt.

Dieser Förderungslehrgang wird als Vorbereitung zum Erwerb der DFB-Trainerlizenz für Damen anerkannt.

Wir bitten die interessierten Damen sich bis zum 1. Mai 1977 bei der Sportschule zu melden.


Betr.: Ausbildungskosten

Bahnfahrt 2. Klasse (Rückfahrtkarte) wird erstattet. Kostenbeteiligung für jeden Lehrgang 30,- DM, Prüfungsgebühr zum Erwerb der DFB-B-Lizenz 30,- DM.


Betr.: Organisation

Die Sportschule verfügt über eine Kapazität von 33 Lehrgangsbetten. Um eine den wirtschaftlichen Erfordernissen entsprechende Belegung zu gewährleisten, bitten wir, die Meldungen für alle Lehrgänge bis 1. Mai 1977 der Sportschule einzureichen.

Wir würden uns freuen, wenn von unserem Angebot - besonders auch von kleineren Vereinen - reger Gebrauch gemacht würde und wünschen den Clubs in unserem Verbandsbereich viel Erfolg.


Wir bitten alle Trainer, Betreuer und Begleiter und sonstigen Funktionäre, interessierte Spieler, vor allem auch Jugendliche, auf die vorgenannten Möglichkeiten hinzuweisen. Meldungen nimmt jedes Vorstandsmitglied entgegen. Es wird um möglichst frühzeitige Anmeldung gebeten, damit die Sportschule Malente rechtzeitig unterrichtet werden kann.

Otto H. Krüger

leer  

1977

Husum 18

1. Februar

Anstatt besonderer Einladungen!

Zu unserem

Vereinsfest

am Sonnabend, dem 12. Februar 1977, 20 Uhr, im Thomas Hotel

laden wir

alle Mitglieder, Freunde und Bekannte des Vereins

herzlich ein.

Es spielt für Sie eine bekannte Kapelle..

Eintrittspreis: 7,- D-Mark pro Person, an der Abendkasse 8,- D-Mark.

Tischbestellungen und Kartenvorverkauf im Miedersalon Elfi, Husum, Norderstraße 19.

leer  

1977

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Februar

Problemanalyse eines Jugendtrainers

(B-Jugend)

Nach Abschluß der Herbstserie, kurz vor Beginn der Rückrunde, möchte ich als Trainer der Bezirksjugendelf von Husum 18 einige Informationen denjenigen Vereinsangehörigen vermitteln, die sich für die Jugendarbeit in unserem Verein interessieren.

Zur Halbzeitpause der laufenden Saison 1976/77 ist die vor Beginn der Punktrunde von unserem Jugendobmann mit einigen Vorschußlorbeeren bedachte B-Jugend mit einem Torverhältnis von 25:35 und 9:17 Punkten nur im unteren Drittel der Tabelle plaziert. Dieser nicht gerade zum Optimismus anregende Tabellenstand wurde erreicht, weil mehrere Gründe einer günstigen Plazierung, die den eigentlichen Fähigkeiten und dem Können der Elf entsprechen würde, entgegenstanden. Einige dieser Gründe sollen hier einmal kurz angesprochen werden. Nicht zur Rehabilitation des Trainers und der Mannschaft, sondern zum allgemein besseren Verständnis.

Die heutige B-Jugend, in der vorigen Saison noch in der Kreisschülerstaffel spielend, ist nicht als Meister ihrer Klasse aufgestiegen, sondern auf Grund dessen, daß die ehemalige Verbandsliga-Jugend in die Bezirksliga absteigen mußte. Im Klartext heißt das, daß bis auf drei Spieler der ehemaligen Verbandsliga, alle anderen Spieler zu Beginn der Punktspiele einer Doppelbelastung gegenüberstanden. Erstens in einer höheren Altersklasse zu spielen (Normalfall) und zweitens in einer höheren Spielklasse (Bezirksliga) zu spielen, in der in puncto Kondition, Schnelligkeit, Härte und Technik weit höhere Anforderungen an jeden einzelnen Spieler gestellt werden.

Ein weiterer Minuspunkt war und ist, daß mir für die Bezirksjugend nur ein sehr eng begrenzter Spielerstamm zur Verfügung steht, so daß, bedingt durch zwangsläufige Spielerausfälle (Verletzungen, Krankheit, Konfirmation und so weiter) vor jedem Punktspiel bei der Mannschaftsaufstellung kurzfristig umdisponiert werden mußte. In 13 Punktspielen gelang es nicht einmal, an zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen dieselbe Mannschaft auf das Feld zu bringen. Hinzu kam, daß ich fast Sonntag für Sonntag gezwungen war, zu den Punktspielen Spieler einzusetzen, die trotz guter Kondition nur Kraft für eine Halbzeit mitbrachten, weil sie ihre Konditionen zum Teil schon an den Samstagen, vor den Punktspielen anderweitig verpulvert hatten.

Außerdem muß auch einmal gesagt werden, daß es für unsere B-Jugend auf dem Sportplatz im Stadion keine optimalen Trainingsmöglichkeiten gab, da ich als Trainer mit fortwährenden Einschränkungen bei der Spielfeldbenutzung konfrontiert wurde.

Seit Anfang Dezember muß ich mit meiner Truppe in der Turnhalle der Osterhusumer Schule trainieren. Eine der kleinsten Hallen in Husum, und das bei einer durchschnittlichen Trainingsbeteiligung von 17 bis 18 Spielern (erste und zweite Jugend). Unter diesen mißlichen Umständen ist ein zielbewußtes Training, das auf Verbesserung des bisherigen Tabellenstandes ausgerichtet sein müßte, einfach unmöglich. Ein Aspekt, der bei dem Leistungsniveau der B-Jugend als Minusfaktor nicht zu unterschätzen ist. Hinzu kommt, daß das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft teilweise doch recht erheblich ist. Einige Spieler kann man z.B. bedenkenlos für Auswahlspiele empfehlen, während andere Spieler den Anforderungen dieser Klasse nur bedingt gewachsen sind. Daß die B-Jugend nicht gleichmäßig gut auf allen Positionen besetzt ist, ist meines Erachtens eines der Hauptprobleme überhaupt. Leider ist es mir als Trainer bisher noch nicht gelungen, dieses mißliche Leistungsgefälle, mit dem Schwerpunkt einer mangelhaften Technik und Spielverständnis, abzubauen. Die dafür notwendigen Voraussetzungen sind leider nicht gegeben. Um die leistungsschwächeren Spieler an die Anforderungen der Bezirksliga heranzuführen, wäre ein entsprechend abgestimmtes, ständiges Einzeltraining unerläßlich. Aus Zeitgründen sowie den gegebenen Trainingsbedingungen ist dies jedoch kaum zu realisieren.

Eine mangelhafte Technik auf ein gutes Niveau heranzuführen ist bekanntlich ein langfristiges Vorhaben. Mangelhafte Kondition und Schnelligkeit wesentlich zu verbessern ist dagegen bei entsprechenden Trainingsmethoden und dem guten Willen der Spieler vorausgesetzt, kein sonderlich großes Problem für einen erfahrenen Trainer. Da zwischen Kreis- und Bezirksliga in Sachen Kondition, Schnelligkeit und Härte (die Technik sei hierbei einmal ausgeklammert) doch ein erhebliches Leistungsgefälle besteht, habe ich bei der Übernahme der Bezirksjugend zu Beginn der Saison 1976/77 den Schwerpunkt meiner Trainingsarbeit auf diese Punkte gelegt. Der Nachholbedarf mußte ja schnellstens abgebaut werden, damit die Mannschaft den Anforderungen der höheren Klasse genügen konnte. Das spielerische Moment, das ja bekannterweise eine gewisse Technik im Fußball voraussetzt, mußte deshalb in den ersten zwei Monaten zwangsläufig in den Hintergrund treten.

Zur Zeit hat die Elf in konditioneller Hinsicht ihren Höhepunkt erreicht. Jetzt wäre es trainingsmäßig an der Zeit, die Technik einzelner Spieler durch gezieltes Einzeltraining mit den entsprechenden Übungen zu verbessern um dadurch das gesamte Leistungsniveau anzuheben. Aber hier liegt der Knüppel beim Hund, denn dieses Vorhaben ist unter den bereits erwähnten Umständen nur im begrenzten Umfang möglich, so daß bei der Verbesserung der Technik und Spielanlage einiger Spieler eine gewisse Stagnation zu verzeichnen ist. Unter diesen Umständen braucht man als Trainer schon einen gesunden Optimismus, will man nicht resignieren.

Vielleicht sollte an dieser Stelle auch einmal zum Ausdruck gebracht werden, daß es auch einer gehörigen Portion Idealismus bedarf, um als Jugendtrainer oder auch als Betreuer in einem Fußballverein wie Husum 18 tätig zu sein. Ohne Freude an der Jugendarbeit kann sich ein Trainer einfach nicht in dem Maße engagieren, wie es gerade als Jugendtrainer unbedingt notwendig ist, will er bei seiner Arbeit erfolgreich sein. Aus diesem Grunde bin ich auch der Auffassung, daß meine Mannschaft durch mich und ihren ständigen Begleiter, Sportfreund Eckhard Reckstadt, optimal betreut wird. Ich selbst habe mich, außer bei der ehemaligen Verbandsliga-Jugend, bei keiner anderen Jugendmannschaft so engagiert wie bei der heutigen B-Jugend. Das erfreuliche Fazit dabei ist, daß die Spieler mich bei meinen Bemühungen um Verbesserung des derzeitigen Spielniveaus und somit einer Verbesserung des Tabellenstandes unterstützen (z.B. durch eine ausgezeichnete Trainingsbeteiligung und eine gute Moral). Außerdem sind die Spieler gut zu motivieren. Insgesamt gesehen ist es eine disziplinierte Truppe, der aber in ihren Leistungen doch gewisse Grenzen gesetzt sind. Nach realistischer Einschätzung der Lage komme ich zu der Auffassung, daß meine Mannschaft trotz der Unkenrufe einiger Vereinsskeptiker, den Klassenerhalt schaffen wird.

Für unseren Verein Husum 18 halte ich es für eminent wichtig, daß wenigstens diese eine Jugendmannschaft auf Bezirksebene weiterspielen kann in der nächsten Saison. Nur hier werden diese jungen Spieler echt gefordert. Sie werden bis an die Grenze ihrer momentanen Leistungsfähigkeit beansprucht und eignen sich das gewisse Maß an Routine an, daß ihnen in einigen Jahren den Übergang in die Seniorenklasse erleichtern wird.

Deshalb ein wohlgemeinter Rat an die Adresse des Vorstandes unseres Vereins, in Zukunft doch finanziell etwas mehr als in der Vergangenheit in die Jugendaufbauarbeit zu investieren, weil sich das langfristig für den Verein mit Sicherheit positiv auszahlen wird. Eine qualifizierte Jugendarbeit ist neben einem ausreichenden und guten jungen Spielermaterial für einen Fußballverein wie Husum 18 Voraussetzung und Basis zugleich für eine spätere problemlose Integration von guten Jugendspielern in die Seniorenklasse.

In den 13 Punktspielen der Herbstserie wurden insgesamt 19 Spieler eingesetzt. Nachfolgend die Namen der B-Jugend-Spieler und die Anzahl ihrer Einsätze.


Udo Wolf   13   ǀ   Michael "Mieze" Niesalla   5
Kai-Uwe Reckstadt   13   ǀ   Jürgen Niesalla   5
Sönke Clausen   13   ǀ   Peter Hansen   5
Jürgen Bergener   13   ǀ   A. Jensen   5
Ralf Dziuballe   13   ǀ   Kay Iwers   5
Helmut Hempel   13   ǀ   Frank Schülke   5
Jörg Paulsen   12   ǀ   Bernd Marmulla   4
Michael Westphal   12   ǀ   Helge Zehlach   2
Thorsten Rathmann   10   ǀ   Peter Empen   1
Sven Weißhaar   9            

Unsere Bezirksjugendelf: A. Jensen · Michael Westphal · Kai-Uwe Reckstadt · Helmut Hempel · Frank Schülke · Thorsten Rathmann · Sönke Clausen · Udo Wolf — Jürgen Bergener · Jörg Paulsen · Sven Weißhaar.

H.D.
leer  

1977

Husum 18

1. Februar

Ehrenvorsitzender dankt

Unser Ehrenvorsitzender Bernhard Petersen ließ es sich nicht nehmen, allen Mitgliedern unseres Vereins für die ihm anläßlich seines 81. Geburtstages am 8. Januar 1977 entgegengebrachten Glückwünsche zu danken. An unseren ersten Vorsitzenden Werner Denckmann schrieb er folgende Zahlen:

Lieber Werner!
Für das schöne Schmuck-Telegramm und 18's Gratulation in den Vereinsnachrichten meinen allerherzlichsten Dank. Nun muß der Wiederanstieg in der Tabelle folgen, dann ist alles wieder o.k.! Ich war am Geburtstag mit meiner Frau und meinem Sohn zum Super-Cup-Spiel in Stellingen.
Beste Grüße
Immer Euer 18er Bernhard

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball regional

1. Februar

Beim NDR: Gerd Szepanski für Schleswig-Holstein

Zu den Bemühungen der Hauptabteilung Sport im Norddeutschen Rundfunk, auch das regionale Sportgeschehen intensiver in den Medien Fernsehen und Hörfunk zu erfassen, zählt sicher auch die Tatsache, daß seit November dieses Jahres Gerd Szepanski beauftragt worden ist, den Bereich Schleswig-Holstein intensiver zu betreuen. Gerd Szepanski wird sich bemühen - das teilte er uns in einem Gespräch mit -, den Themen und Problemen des Sports im nördlichsten Bundesland in den Sportsendungen des NDR den gebührenden Platz zu verschaffen. Unser "neuer Mann" ist der Meinung, daß zwischen Nord- und Ostsee genügend "Berichtenswertes" darauf wartet, einmal "angepackt" zu werden. Gerd Szepanski ist übrigens gebürtiger Holsteiner. Er stammt aus Malente. Die Vereine und Verbände bittet er herzlich, ihm alle ihre Probleme und Sorgen mitzuteilen. Er bittet auch darum, daß ihm die Vereins- und Verbandszeitschriften übersandt werden. Wichtig ist selbstverständlich auch, daß ihm Termine von Veranstaltungen mitgeteilt werden. Die Anschrift lautet: Gerd Szepanski, Norddeutscher Rundfunk, Hauptabteilung Sport, Rothenbaumchaussee 132 bis 134, 2000 Hamburg 13. Telefon (040) 4 13 27 51.

Aus: Sport in Schleswig-Holstein 12/76

leer  

1977

Husum 18 / Schwimmen

1. Februar

Jahresbericht der Schwimmabteilung

Beide Vereine, Husum 1875 und Husum 1918 hatten eine Schwimmabteilung ins Leben gerufen. Ende 1975 setzte man sich zusammen und beschloß eine Schwimmgemeinschaft zu gründen, und der Gedanke war gut. Man konnte sich jetzt etwas mehr bewegen, der finanzielle Druck war nicht mehr so stark vorhanden. Dieses kam auch der Schwimmabteilung zugute. Im Jahre 1976 konnte an mehreren Veranstaltungen teilgenommen werden.

1. Kreismeisterschaften am 22. Februar in Leck

Es nahmen 32 Jungen und Mädchen teil, die Leistungen wurden belohnt mit Urkunden. Der Erfolg war sehr gut, so gab es Placierungen im Brust und Kraul, mehrere dritte, vierte, fünfte Plätze und so weiter.


2. Grenzlandtreffen am 30. Mai in Leck

Von beiden Vereinen nahmen 12 Jungen und Mädchen teil. Es wurden hier im Brust und Kraul drei 1. Plätze, drei 2, Plätze und 4., 5., 7., 8. Plätze erreicht. Man konnte hier schon einen großen Aufschwung in der Leistung bei vielen Kindern erkennen. Die Leistungen wurden belohnt mit Urkunden.


3. Schwimmfest in Hennstedt am 13. Juni

Hier nahmen 13 Jungen und Mädchen teil. Wieder konnte die Schwimmgemeinschaft gute Placierungen erreichen. Im Brust und Kraul gab es 2., 3., 4., 5. und so weiter Plätze, Urkunden konnten erreicht werden. Die Leistung blieb bei allen Kindern bestehen, man konnte einen Trend nach oben verzeichnen.


4. Nord-Ostsee-Pokal in Niebüll am 31. Oktober

Es starteten 5 Jungen und Mädchen an diesem Schwimmfest. Wieder konnten ein erster Platz im 100-m-Brust und ein dritter Platz im 50-m-Brust und weitere Placierungen erreicht werden.


5. Erstes Vereinsschwimmfest in Husum am 28. November

Dieses war ein erster Versuch der Vereine und ein voller Erfolg. Es nahmen 87 Jungen, Mädchen und Erwachsene von beiden Vereinen teil. Es wurde in zwei Lagen geschwommen. Brust und Kraul. Die Leistungen waren von allen sehr gut, die dann auch durch Urkunden belohnt wurden.


6. Nikolausschwimmen in Elmshorn am 12. Dezember

5 Jungen nahmen teil, es war ein Schwimmfest für die jüngeren Mädchen und Jungen. Trotz starker Konkurrenz in den Jahrgängen, aus dem Land Schleswig-Holstein, konnten gute Placierungen erreicht werden.


Somit war das Schwimmengeschehen für das Jahr 1976 abgeschlossen. Es war ein sehr gutes Abschneiden der Schwimmgemeinschaft bei den Veranstaltungen, die besucht wurden. Ich selbst bin mit der Entwicklung der Schwimmabteilung sehr zufrieden. Trotz des guten Erfolges fehlt der nötige Wettkampf, der leider noch nicht erreicht werden konnte aus finanziellen Gründen.

Man trat am 1. Oktober 1976 in den Schwimmbezirk Nord ein, da von der Stadt die finanzielle Belastung zur Hälfte getragen wird. Für die Zukunft werden jetzt mehrere Wettkämpfe vom Kreis und Fachverband Nord im Jahr stattfinden. Somit steht dem Vorwärtskommen der Abteilung nichts mehr im Wege, es gibt genügend Jungen und Mädchen, die jetzt schon im Kreis Nordfriesland an vorderster Stelle stehen.

Es sind genügend Talente vorhanden und die Bereitschaft der Kinder ist da. Um für die Zukunft die Schwimmabteilung für die Vereine der Stadt interessant und groß zu machen, muß dann auch die Trainingszeit erweitert werden. Die Trainingszeit wird benötigt, um ein gezieltes Vorwärtskommen zu erreichen. Bei einer großen Beteiligung von Jungen und Mädchen beider Vereine kann für die Zukunft bei einem Training einmal in der Woche keine große Steigerung erreicht werden. Daher ist es erforderlich, unbedingt eine zusätzliche Trainingszeit zu schaffen.

Kurt Matthes
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. Februar

Drei Meister- und einen Vizemeistertitel für Husum 18

Walter Franke bei den Herren, Inge Jacobsen bei den Damen und Peter Schöning bei den Junioren wurden durch ihre hervorragenden Kegelleistungen Stadtmeister 1977 und machten Husum 18 wieder zum erfolgreichsten Kegelclub in Husum.

Bei den Damen wurde Renate Denckmann mit ihrer ausgezeichneten Leistung als Tagesbeste mit 718 Holz im letzten Durchgang, mit insgesamt 3614 Holz, und damit nur mit 4 Holz hinter Mariechen Geercken, Vizemeisterin. Christel Grabert erreichte hier den fünften Platz mit 3531 Holz.

Bei den Herren gab es wieder einmal eine der spannendsten Endrunden im Husumer Kegelsport. Alle hinter den Scheiben waren hell begeistert.

Walter Franke, Husum 18, ging mit 18 Holz Rückstand hinter Ewald Hansen als Zweiter der Rangliste in die Endrunde. Am Schluß der Endrunde hatte Walter Franke mit 1475 Holz sicher die Tagesbestleistung erkegelt und hatte Ewald Hansen, der 1450 Holz erkegelte, 25 Holz abgenommen und gewann die Stadtmeisterschaft mit insgesamt 7379 Holz vor Ewald Hansen mit insgesamt 7372 Holz.

In der Endrunde kegelte auch Hans-Hermann Hasche 1453 Holz und erreichte mit 7352 Holz den vierten Platz in der Stadtmeisterschaft. Walter Franke und Hans-Hermann Hasche werden in der ersten Stadtmannschaft der Husumer Kegler starten.

Peter Schöning als Juniorenmeister kegelte in der Endrunde 1472 Holz und mit insgesamt 7349 Holz erreichte er in der Herrenmannschaft den sechsten Platz in der Meisterschaft und startet somit noch in der ersten Stadtmannschaft der Husumer Kegler. Die weiteren Placierungen unserer Kegler von Husum 18 sind:

12.   Platz   Manfred Jacobsen   7322   Holz
16.   Platz   Horst Brauer   7315   Holz
18.   Platz   Karl-Heinz Lund   7291   Holz
23.   Platz   Gerd Schulz   7284   Holz
25.   Platz   Norbert Peters   7269   Holz
34.   Platz   Horst Weber   7208   Holz
39.   Platz   Eckhard Reckstadt   7100   Holz
44.   Platz   Jürgen Schulz   7015   Holz
45.   Platz   Wilhelm Franke   6999   Holz
48.   Platz   Anton Christiansen   6909   Holz

In der Junioren-Stadtmeisterschaft gewann Peter Schöning ganz souverän mit 217 Holz Vorsprung und insgesamt 3349 Holz die Meisterschaft.

Bei der Damenmeisterschaft konnte Inge Jacobsen mit einem beruhigenden Holz-Vorsprung in die Endrunde gehen. 723 Holz genügten in der Endrunde, um mit 3675 Holz souveräne Stadtmeisterin zu werden. Die Vizemeisterin Marilene Heigele erreichte 3646 Holz.

Die weiteren Plätze für unsere Damen sind der

5.   Platz für   Ulla Franke   3617   Holz
6.   Platz für   Anke Brauer   3613   Holz
7.   Platz für   Helgard "Hella" Peters   3613   Holz
8.   Platz für   Anita Borchert   3602   Holz
13.   Platz für   Inge Jahn   3579   Holz
21.   Platz für   Liselotte "Lotti" Zukrigl   3563   Holz
29.   Platz für   Marianne Christiansen   3541   Holz
34.   Platz für   Renate Weber   3526   Holz
35.   Platz für   Gerda Schulz   3525   Holz
36.   Platz für   Ursula "Uschi" Faßbender   3491   Holz
48.   Platz für   Gudrun Grabert   3472   Holz
49.   Platz für   Hildegard Schulz   3465   Holz
57.   Platz für   Uda Klena   3438   Holz
60.   Platz für   Renate Kockers   3371   Holz

Inge Jacobsen, Ulla Franke und Anke Brauer haben sich für die erste Stadtmannschaft qualifiziert, Helgard "Hella" Peters und Anita Borchert kegeln in der zweiten Stadtmannschaft.

Den Meistern und Platzierten sagen wir herzlichen Glückwunsch zu ihren großartigen Leistungen und den weiteren großen Erfolgen für unsere Kegelabteilung Husum 18.


Zu berichten ist noch, daß unsere erste Damenmannschaft noch erfolgreich im Wettbewerb der Clubspiele auf norddeutscher Ebene steht. In Lübeck wurden die letzten vier Mannschaften aus Schleswig-Holstein ermittelt. Unsere Mannschaft mit Inge Jacobsen, Traute Christiansen, Helgard "Hella" Peters, Inge Jahn und Anke Brauer gewannen das Spiel gegen Fortuna Glückstadt mit 3541 zu 3525 Holz. Das Spiel gegen DKC Flensburg wurde mit 3554 zu 3522 Holz gewonnen.

Da nur zwei Mannschaften Schleswig-Holstein auf norddeutscher Ebene vertreten, mußte unsere erste Damenmannschaft zum Entscheidungsspiel nach Dannewerk. Inge Jacobsen, Traute Christiansen, Ulla Franke, Inge Jahn und Helgard "Hella" Peters konnten dieses Spiel mit 3741 zu 3714 Holz gegen Fortuna Rendsburg gewinnen. Preetz und Husum 18 spielen in der Club-Vorrunde in Hamburg.

Wir wünschen "Gut Holz". Horst Weber.


Bei der Kegelstadtmeisterschaft 1976/77 war Husum 18 sehr erfolgreich. Inge Jacobsen · Walter Franke · Peter Schöning errangen in ihren Klassen den Meistertitel, während Renate Denckmann bei den Senioren-Frauen die Vize-Meisterschaft erringen konnte. Foto: Werner Knittel

Horst Weber
leer  

1977

Husum 18

1. März

Ein gelungenes Fest

Alle Jahre wieder ... findet im Thomas Hotel am 2. Sonnabend im Februar unser Vereinsfest statt. So auch diesmal. Während in den Vorjahren immer ein enormer Andrang zu diesem Fest war, lief der Vorverkauf trotz zweimaliger Ankündigung in den Vereinsnachrichten in diesem Jahr nur mühsam an. Das lag zum größten Teil daran, daß an diesem Wochenende ausgerechnet die Bezirksmeisterschaften im Kegeln angesetzt waren, an denen - wie könnte es auch anders sein - wieder zahlreiche Kegler unseres Vereins teilnahmen.

Immerhin kamen dann aber doch noch ca 160 Personen, also nur 20 weniger als auf den vorangegangenen Festen. Im Laufe des Abends erwies sich dann diese "Besetzung" als großer Vorteil. Der Saal war nicht übervoll mit Tischen belegt, sondern jeder hatte etwas mehr "Luft" und vor allen Dingen mehr Platz beim Tanzen. Dies schloß natürlich nicht aus, daß auch bei Bedarf eng getanzt werden durfte. Für diese Möglichkeit sorgte schon die aus Flensburg kommende Kapelle "Club 62", die ein großes Repertoire und somit für jeden Geschmack etwas parat hatte.

Einer der Höhepunkte war auch diesmal wieder die Tombola. Unter der Leitung von Jugendobmann Gerd Meier hatte die Jungmannenelf das diesjährige Fest ausgerichtet. Dabei hatten sie jedoch die Vorbereitungen nicht nur auf das Bestellen der Kapelle, Einkaufen der Geschenke und Ausschmücken des Saales beschränkt, sondern durch eine "Umfrage" bei den bekanntesten Husumer Firmen eine überdurchschnittlich große Anzahl von Präsenten erhalten. Für die geleistete Arbeit hier an dieser Stelle nochmals den herzlichsten Dank an unsere Jungmannen.

Um diese nicht gerade kleine Tombola zügig abzuwickeln, hatte die Jungmannenelf bereits vorher einen großen Teil der Gewinne ausgelost, so daß sich unser erster Vorsitzender Werner Denckmann im ersten Teil der Auslosung auf das Verlesen der Gewinnnummern beschränken konnte. Nachdem dann der "Kleinkram" weg war, ging es an die großen Preise. Jede gezogene Losnummer, deren Ziehung in diesem Jahr durch die Ehefrau unseres ersten Kassierers vorgenommen wurde, wurde von einem lauten Geschrei begleitet. Die Preise wurden vom Jugendobmann Gerd Meier und seinem Sohn Rüdiger - der in der Jungmannenelf spielt - feierlich an die Gewinner übergeben. Mit Spannung wurde dann der Gewinner des ersten Preises, einer zinnernen Petroleumlampe, erwartet. Kaum war die Nummer ausgesprochen, als auch schon die Ehefrau unseres Jugendobmannes laut aufschrie. Unter Buhrufen und "Schiebungsrufen" - die natürlich nicht ernst gemeint waren - konnten Vater und Sohn der eigenen Frau bzw Mutter den ersten Preis überreichen.

Als schließlich um 3 Uhr die Kapelle ihren letzten Tanz ansagte, waren immer noch fast alle Gäste im Saal. Nur zögernd fanden sie den Weg heimwärts. Viel zu schnell war wieder die Zeit vergangen.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. März

Punkte aufgeholt

Die Anfang des Jahres ausgefallenen Spiele gegen den TSV Nord Harrislee, Gut Heil Neumünster und TSV Russee haben unsere Elf nicht aus der Fassung bringen können. Im Auswärtsspiel gegen TuS Nortorf konnte ein wichtiger Sieg errungen werden, der unsere Elf ein Stück in Richtung Mittelfeld brachte. Nach einer weiteren Zwangspause durch den Ausfall der Spiele gegen VfR Laboe und den Nachbarverein Blau Weiß Friedrichstadt konnte ebenfalls ein 3:1-Sieg gegen den Favoriten und noch Meisterschaftsanwärter SV Friedrichsort errungen werden. Leider war dann gegen den TSV Nord Harrislee im heimischen Nachholspiel wegen Fehlens einiger Stammspieler ein Sieg nicht "drin", der den erwarteten Punkteausgleich bedeutet hätte. Dem TSV Nord glückte vielmehr mit einem nicht unverdienten 2:0-Sieg die Revanche für die im ersten Spiel der Herbstserie erlittene 1:0-Heimniederlage.

Dennoch hat inzwischen unsere Elf bewiesen, daß sie in der Lage ist, jeden Verein der Verbandsliga zu schlagen, wenn alle Stammspieler zur Verfügung stehen.

Und hier die Spiele in Kurzfassung:


 

 

TuS Nortorf - Husum 18

 

0:1

In diesem Auswärtsspiel gelang die Revanche für die im Herbst auf heimischem Boden erlittene unglückliche 2:1-Niederlage. Mit

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Hans Uwe Kock ǀ Reinhard Grünhoff ǀ Hans-Peter Thomsen

Hartmut Kock ǀ Ralf Pacholke ǀ Hans-Peter Hansen

Lutz Jorden ǀ Manfred Albertsen ǀ Peter Pauly

zeigte unsere Elf in diesem Spiel mehr "Biss" als der Gastgeber und gewann das Spiel durchaus verdient. Der im Hinspiel so gefährliche Stürmer Holm kam infolge der engen Bewachung durch Hans Peter Thomsen diesmal nicht zur Entfaltung. Eine sehr gute Leistung bot in diesem Spiel auch Hans-Peter Hansen, der die volle Breite und Tiefe des Spielfeldes nutzte und auch in der 14. Minute den entscheidenden Treffer einleitete. Mit einem langen Steilpaß schickte er Manfred Albertsen auf die Reise, der sich nicht mehr vom Berg trennen ließ und den spielentscheidenden Treffer erzielte. Bis 5 Minuten vor dem Spielende schien es so, als ob die Punkte mit nach Husum gingen. Dann mußten die Husumer Schlachtenbummler jedoch den Atem anhalten, als erstmals Holm sich von Hans Peter Thomsen lösen konnte und eine freie Einschußmöglichkeiten hatte. Doch die Konzentration reichte dann doch nicht mehr und er schoß das Leder zur Freude unserer Anhänger über die Latte.


 

 

Husum 18 - SV Friedrichsort

 

3:1

In einem spannungsgeladenen Spiel konnte der Meisterschaftsanwärter SV Friedrichsort mit 3:1 Toren bezwungen werden. Bis dieser Sieg herausgespielt wurde, mußten jedoch noch zahlreiche brenzlige Situationen überstanden werden. Mit

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Lutz Jorden ǀ Hans Uwe Kock ǀ Reinhard Grünhoff

Hans-Peter Hansen ǀ Ralf Pacholke ǀ Hartmut Kock

Peter Jasinski (75. Hartmut Thomsen) ǀ Manfred Albertsen ǀ Peter Pauly

mußte unsere Elf in der ersten halben Stunde höllisch aufpassen, um nicht in Rückstand zu geraten. In der vierten Minute mußte Reinhard "Bernie" Grünhoff auf der Linie retten, in der achten Minute prallte ein Schuß von Jacob vom Pfosten ab und in der 30 Minute rettete Ulrich Grabert noch einmal auf der Linie. Dann hatte unsere Elf den Gegner im Griff. In der letzten Viertelstunde vor der Pause wurde es gefährlich vor dem Kieler Tor. Ein geschickter Paß von Manfred Albertsen an den freistehenden Neuling Peter Jasinski brachte durch diesen in der 42. Minute den vielumjubelten Führungstreffer.

Nach dem Wechsel hatte unsere Elf einige hundertprozentige Chancen, die Führung auszubauen, doch nun hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite. Als in der 80. Minute Maier mit einem Sonntagsschuß aus 20 m der Ausgleich gelang, witterten die Gäste Morgenluft und setzten alles auf eine Karte. Dabei vernachlässigten sie jedoch ihre Deckung und so konnte bereits in der 82. Minute Ralf Pacholke nach Zuspiel von Peter Pauly den wichtigen 2:1-Treffer erzielen, als er am schnellsten schaltete und den Gästetorwart mit einem scharfen Schuß überwinden konnte.

Wenige Sekunden vor dem Abpfiff setzte dann Manfred Albertsen den Schlußpunkt. In der eigenen Hälfte konnte er den Ball annehmen, zwei Verteidiger aussteigen lassen und mit einem Schlenzer auch noch den Kieler Torsteher überwinden.


 

 

Husum 18 - TSV Nord Harrislee

 

0:2

 In diesem Spiel mußte unsere Elf mit

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Hans Uwe Kock ǀ Hans-Peter Thomsen ǀ Martin Dohrn

Hans-Peter Hansen ǀ Peter Pauly ǀ Hartmut Kock

Peter Jasinski (45. Rainer Stadel) ǀ Ralf Pacholke ǀ Volker Lund

antreten. So fehlten mit Manfred Albertsen, Reinhard „Bernie“ Grünhoff und Lutz Jorden drei wichtige Stammspieler, die unsere Mannschaft im Verlaufe des Spiels nicht verkraften konnte. Sie konnte in diesem Spiel nicht an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und mußte von Anfang an den Gästen das Spiel weitgehend überlassen. Lediglich in der 13. Minute hatte Peter Jasinski eine gute Möglichkeit zum Führungstreffer, doch er vergab überhastet.

Der in diesem Treffen sehr sichere Günter Hoff verhinderte zunächst einen Treffer der Harrisleer. Doch in der 60. Minute war auch er machtlos, als Reichert nach genauem Zuspiel einschoß. Nun mußte unsere Elf kommen und dabei die Deckung öffnen. Dieses nutzten die Gäste 3 Minuten vor dem Abpfiff zum zweiten Treffer.


1.   FC BW Friedrichstadt   18     10   6   2     46:22     26:10
2.   Eckernförder SV   19     10   6   3     40:26     26:12
3.   SV Friedrichsort   20     10   6   4     41:33     26:14
4.   TSV Nord Harrislee   19     10   4   5     44:27     24:14
5.   Gut Heil Neumünster   18     7   8   3     29:17     22:14
6.   SV Heikendorf   20     8   5   7     39:38     21:19
7.   VfB Kiel   17     7   3   7     30:35     17:17
8.   TuS Nortorf   17     6   4   7     27:33     16:18
9.   Husum 18   18     6   4   8     24:23     16:20
10.   TSV Kronshagen   18     4   8   6     19:21     16:20
11.   TSV Bordesholm   16     5   5   6     24:31     15:17
12.   VfR Laboe   19     5   5   9     26:42     15:23
13.   TSV Plön   18     6   3   9     31:36     15:21
14.   TSV Russee   20     6   3   11     24:32     15:25
15.   DGF Flensburg   19     3   8   8     27:30     14:24
16.   TSV Nordmark Satrup   18     4   2   12     26:51     10:26

Reserve mischt mit

In der Kreisliga Süd mischt unsere Reserve um die Vergabe der vorderen Plätze weiterhin kräftig mit.

Im Auswärtsspiel beim TSV Garding II stand es nicht nur zur Pause, sondern bis 20 Minuten vor dem Spielende noch 1:1. Dann unterlief den Gastgebern ein Eigentor und sie verloren das Konzept. Manfred Weidner konnte kurz darauf mit einem verwandelten Handelfmeter das 3:1 erzielen. Volker Lund stellte schließlich mit zwei Treffern den 5:1-Endstand für unsere Elf her.

Im Heimspiel gegen IF Tönning II gelang unserer Zweiten eine Revanche für die im Hinspiel erlittene 6:3-Niederlage. Zwar gingen die Gäste durch Müller in der 25. Minute in Führung, doch konnte Walter Wuttke 9 Minuten später zum 1:1-Halbzeitstand ausgleichen. Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Dieter "Schorsch" Schleger mit einem Freistoß die 2:1-Führung, die Manfred Weidner in der 70. Minute und Roland Erichsen in der 80. Minute auf den Endstand von 4:1 ausbauen konnten.

Leider mußte die nach den vorgenannten Spielen bis auf den vierten Platz vorgerückte Zweite dann einen Dämpfer in Arlewatt hinnehmen. Wegen Aufstellungsschwierigkeiten konnte sie gegen Arlewatt/Olderup nicht in stärkster Besetzung antreten und mußte durch drei Tore von Feddersen und je einen Treffer von Simnick, Stumpf und Clausen eine empfindliche 6:0-Niederlage hinnehmen, die sie dann wieder auf den fünften Tabellenplatz zurückdrängte.


1.   TSV Nordstrand   16     10   3   3     50:31     23:9
2.   Germania Breklum   16     10   2   4     47:24     22:10
3.   TSV Arlewatt/Olderup   17     8   6   3     42:23     22:12
4.   Frisia Husum II   17     9   2   6     35:25     20:14
5.   Husum 18 II   17     9   1   6     51:34     19:15
6.   IF Tönning II   16     9   1   6     43:34     19:13
7.   TSV Rantrum II   17     8   3   6     40:42     19:15
8.   SV BW Löwenstedt   16     6   5   5     30:25     17:15
9.   TSV Hattstedt   16     7   2   7     32:35     16:16
10.   Rödemisser SV   16     5   4   7     33:34     14:18
11.   TSV Seeth/Drage   19     5   4   10     20:35     14:24
12.   TSV St. Peter-Ording   16     5   3   8     27:30     13:19
13.   SG Stapelholm   18     4   5   9     32:48     13:23
14.   TSV Drelsdorf   15     3   4   8     24:41     10:20
15.   TSV Garding II   15     2   1   12     16:61     5:25

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neu zu unserem Verein gestoßenen Fußballspieler Peter Jasinski, geboren am 3. Mai 1956 in Hamburg? Peter Jasinski spielt bereits seit dem 6. Lebensjahr Fußball. Er trat in Stade dem VfL bei und spielte dort in allen Jugendklassen, bis er den Sprung in die erste Ligamannschaft schaffte. Danach wechselte er zur Elf von Güldenstern Stade, bis er aus beruflichen Gründen nach Kaufbeuren mußte und dort eine Zwangspause von einem Jahr einlegte. Als Soldat auf Zeit wurde er dann wiederum versetzt, diesmal nach Husum, wo er als Fluglotse tätig ist und unserem Verein beitrat, um wieder dem Fußball nachjagen zu können. Er wohnt ebenfalls in Husum, Kreuzerstraße und ist seit August vorigen Jahres verheiratet.

Doch in seiner Freizeit spielt er nicht nur Fußball, auch Handball und Gitarren spielen zählen zu seinen Hobbies.

Im Ligaspiel gegen den SV Friedrichsort konnte er bereits sein Debüt geben und mit einem Treffer wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff den Grundstein zum späteren 3:1-Sieg unserer Elf legen.

Durch die Zwangspause fehlt ihm noch etwas die Kondition, um über die volle Spielzeit "voll" da zu sein, doch wird er mit Sicherheit wie jeder andere Spieler mit der Zeit sicherlich in die Mannschaft hineinwachsen und zu einem wertvollen Spieler für unsere Elf werden. Wir wünschen ihm jedenfalls alles erdenklich Gute und einen guten Instinkt, sich bietende Chancen in Tore umzuwandeln.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. März

Glückstreffer

Der Ehepaar-Kegelclub, der jeden Montag auf den Kegelbahnen Dethlefsen sein Bestes gibt, konnte am Rosenmontag nicht nur diesen Tag, sondern auch noch etwas anderes feiern. Das Ehepaar Gerda und Hans A. Oppermann gab den Anlaß dazu. Denn wenige Tage vorher hatte es erfahren, daß einer der Hauptgewinne der diesjährigen Prämiensparauslosung in ihren Schoß gefallen war. Von der Höhe wurde natürlich nicht gesprochen. Wir konnten jedoch erfahren, daß der Gewinn so zwischen 4.999 und 5.001 D-Mark liegen muß. Auf alle Fälle hier an dieser Stelle nochmals die herzlichsten Glückwünsche aller Vereinsmitglieder und die Hoffnung, daß dieses Geld ausreicht, um einen sicherlich lang gehegten Wunsch - denn jeder hat ja Wünsche - zu erfüllen.

Otto H. Krüger
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1977

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. März

Hallenturnier der Bezirks-B-Jugend

Am 22. Februar 1977 nahm unsere B-Jugend an einem Vergleichskampf gegen den Arlewatter SV in der Dörfergemeinschaftshalle in Arlewatt teil. Beide Vereine stellten je drei Mannschaften mit je drei Spielern und einem Auswechselspieler, wobei unsere Mannschaften nur mit Spielern der B-Jugend besetzt waren, während Arlewatt eine Mannschaft aus A-Jugendspielern (Jungmannen) bildete. Insgesamt mußten von jeder Mannschaft 5 Spiele zu 7 Minuten bestritten werden. Es gab teilweise recht spannende Spiele. Dabei zeigte sich bereits nach den ersten Spielen, daß die Mannschaften Husum 18 I und Arlewatt II (Jungmannen) als Favoriten angesehen werden mußten. Beide Mannschaften gewannen ihre Spiele überzeugend. Husum 18 I durch eine hervorragende Technik sowie gutes Zusammenspiel und Arlewatt II dank ihrer großen körperlichen Überlegenheit. Der Terminplan war zufällig so gestaltet, daß Husum 18 I und Arlewatt II erst im letzten Spiel gegeneinander anzutreten hatten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren beide Mannschaften ungeschlagen. In einem spannenden Spiel siegte unsere Mannschaft dank ihrer hervorragenden Technik mit 4:3. Mit diesem Sieg wurde der Turniersieg mit 10:0 Punkten und 28:12 Toren errungen. Die siegreiche Mannschaft spielte in der Besetzung: Jörg Paulsen · Sönke Clausen · Jürgen Bergener und als Auswechselspieler Michael "Mieze" Nisalla.

Die Mannschaften Arlewatt II und III, die auf Kreisebene spielen, waren keine gleichwertigen Gegner. Ihnen fehlte vor allem das technische Können, um mit unseren Mannschaften mithalten zu können. Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen hat das Turnier allen Spielern viel Freude bereitet. Es war eine willkommene Abwechslung in dieser Jahreszeit, in der die letzten drei Punktspiele wegen Unbespielbarkeit der Plätze ausfallen mußten.

Anschließend der Endstand des Turniers:

1.   Husum 18 I    
2.   Arlewatt II   (Jungmannen)
3.   Husum 18 III    
4.   Husum 18 II    
5.   Arlewatt I    
6.   Arlewatt III    

. Ein besonderer Dank ist den Sportfreunden Horst Weber und Otto Krüger zu sagen, die mit ihren Privatwagen unsere Spieler nach Arlewatt fuhren.

Otto H. Krüger
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1977

Husum 18 / Fußball national

1. März

Beckenbauers Schutt soll zu Gold werden

Daß Ziegel als Bausteine hoch im Kurs stehen, weiß jedes Kind, daß sie jedoch - fein säuberlich poliert - in den Glasschränken von Souvenirjägern einen Ehrenplatz erhalten könnten, ist neu: So soll es nach Vorstellungen einer Münchner Baubetreuungsgesellschaft mit dem "wertvollen" Schutt der Beckenbauer-Villa in Grünwald bei München geschehen, die die Firma vor 4 Monaten für 1,6 Millionen Mark von "Kaiser" Franz erworben hat. Das Domizil des Bayern-Top-Stars soll nach seinem Auszug Ende April abgerissen werden. Der Gesamterlös aus dem Verkauf der Steine soll der Krebshilfe zukommen. "Wir wollen mit unserem Vorschlag eine Spendenaktion anregen. Ich rechne mit einer Summe zwischen 1.000 und 2.000 Mark", erklärte ein Sprecher der Firma. "Mit Herrn Beckenbauer haben wir darüber noch nicht gesprochen, aber wir hoffen, daß er sich daran beteiligen wird." Was die Nobelsteine die sammelhungrigen Beckenbauer-Fans kosten sollen, steht noch nicht fest.


Jupp Derwall sucht für Amateur-Auswahl dringend durchschlagskräftige Stürmer

Titelverteidigung bei Europameisterschaft in Frage gestellt

Ein Gerd Müller wird auch für die Amateur-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) händeringend gesucht. Auf dem Weg zum Europameisterschafts-Turnier im nächsten Jahr muß der Angriff erheblich verstärkt werden, sonst ist eine erfolgreiche Titelverteidigung in Frage gestellt. "Mir fehlen die Vollstrecker", stimmte DFB-Trainer Josef "Jupp" Derwall nach dem 3:0 durch Tore von Helmut Dietterle (2) und Ewald Hammes über eine norddeutsche Juniorenauswahl in Letter bei Hannover ein Klagelied an, das nicht nur von ihm gesungen wird.

Mit der Absicht, einen durchschlagskräftigen Stürmer in der Nationalmannschaft oder beim Nord-Nachwuchs, der sich achtbar aus der Affäre zog, zu finden, waren auch zwei holländische Spielervermittler und Trainer Hans Tilkowski von Werder Bremen, Talentsucher Kurt Krause vom Hamburger SV, Siegfried Melzig vom VfL Osnabrück und Helmut Kronsbein von Hannover 96 ins Leine-Stadion gekommen. Sie hatten sich von der Generalprobe der Amateur-Nationalmannschaft für das Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft am 9. März in Tongeren bei Lüttich gegen Belgien mehr versprochen.

"Für uns war es wichtig, einmal wieder zusammen gewesen zu sein. Neue Spieler kommen vorläufig nicht in unseren Kader, da sich niemand anbietet", nannte Jupp Derwall den Grund des Treffens aus seiner Sicht. Möglich aber, daß der Helmut Schön-Nachfolger im September im zweiten Ausscheidungskampf gegen Frankreich mit einer stark veränderten Mannschaft antreten muß, wenn einige seiner Stammkräfte bis dahin Profiverträge unterschrieben haben.

"Ich halte niemanden. Wer ans große Geld heran will, soll es tun", machte der Amateur-Bundestrainer deutlich, daß er um keinen Spieler kämpfen wird. Damit waren in erster Linie wohl Werner Schneider (MSV Duisburg), Matthias Herget (VfL Bochum), Karl-Heinz Geils (Werder Bremen), Helmut Dietterle (VfB Stuttgart) und Ewald Hammes (Wattenscheid 09) gemeint.

Otto H. Krüger
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1977

Husum 18 / Fußball international

1. März

Zehn Pesos für den Galgen des Trainers

Die ersten 10 Pesos (1,25 D-Mark) für einen Galgen, an dem der Trainer der chilenischen Fußball-Nationalelf, CaupolicÄ�è�¤��£n PeÄ�è�¤��£a Reyes, aufgehängt werden soll, sind bei der Zeitung "La Tercera" in Santiago eingegangen. Der Trainer hatte vor einigen Tagen erklärt, man möge der Nationalelf und ihm Vertrauen bei den Ausscheidungsspielen für die WM 78 schenken. "Wenn wir uns nicht qualifizieren, dann könnt ihr mich hängen", erklärte er selbstbewußt. Der Leser hat offenbar nicht so viel Vertrauen wie der Trainer und regte deshalb vorsorglich eine Sammlung an. "Das Holz für den Galgen kostet Geld, die Zimmerleute wollen bezahlt werden, und auch für den Strick muß Geld bereit sein", meinte er.

Otto H. Krüger
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1977

Husum 18

1. April

Alle Mitglieder unseres Vereins laden wir herzlich ein zur

Jahreshauptversammlung

am Freitag, dem 13. Mai 1977, um 20 Uhr im Thomas Hotel

Tagesordnung
1.   Begrüßung und Feststellung der Anwesenden
2.   Protokollverlesung der letzten Jahreshauptversammlung
3.   Ehrungen
4.   Tätigkeitsbericht des ersten Vorsitzenden
5.   Kassenberichte
6.   Berichte der Kassenrevisoren und Entlastung des Kassierers
7.   Berichte der Obmänner
8.   Entlastung des Gesamtvorstandes
9.   Neuwahlen
    a) 2. Vorsitzender
    b) 1. Kassierer
    c) 2. Schriftführer
    d) 2 Beisitzer
    e) 1 Kassenrevisor
10.   Bestätigung der in den Sportabteilungen gewählten Obmänner:
    a) Fußballobmann
    b) Schwimmobmann
    c) Gymnastikobmann
    d) Schiedsrichterobmann
11.   Bestätigung der Zusatzwahlen für die Ausschüsse
12.   Genehmigung des Haushaltsvoranschlages für 1977
13.   Erledigung der vorliegenden Anträge
14.   Verschiedenes

Anträge müssen mindestens eine Woche vorher beim ersten Vorsitzenden des Husumer Fußballvereins von 1918 e.V., 225 Husum, Postfach 1312, eingegangen sein.

    Der Vorstand
Werner Denckmann, 1. Vorsitzender
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. April

Im Mittelfeld

Nachdem unsere Liga in zwei Heimspielen und einem Auswärtskampf insgesamt 5:1 Punkte und 9:3 Tore holen konnte, liegt sie nach langer Zeit wieder mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis und einem positiven Torverhältnis im gesicherten Mittelfeld und kann zunächst einmal aufatmen.

In den letzten Spielen zeigte unsere Elf mehr Spielfluß und ein besseres Verständnis untereinander, die Aktionen waren besser angelegt und führten schließlich auch zum nötigen Erfolg. Bei anhaltender Spielstärke dürfte - obwohl noch mehr Auswärts- als Heimspiele ausgetragen werden müssen - am Saisonende ein guter Platz im oberen Tabellendrittel sicher sein.


 

 

Husum 18 - VfB Kiel

 

3:0

Gegen einen Gegner, der an diesem Tage sicherlich nicht seine Bestform hatte, wurde ein nie gefährdeter 3:0-Sieg errungen, der bei etwas besserer Ausnutzung der sich bietenden Torchancen höher hätte ausfallen können.

Bereits in der 15. Minute ging unsere Elf durch einen Kopfballtreffer von Peter Pauly mit 1:0 in Führung. Nachdem mehrere große Chancen vergeben worden, gelang Ralf Pacholke in der 25. Minute das 2:0, als er frei vor dem Torwart den Ball aufs lange Eck schob und das Leder mit etwas Glück vom Innenpfosten noch ins Netz sprang.

Nach dem Wechsel verflachte das spiel etwas durch den sicheren Torevorsprung und die Gäste kamen etwas auf, konnten unsere Abwehr jedoch in keiner Spielphase ernstlich in Gefahr bringen. Als die Gäste dann in den letzten Minuten resignierten, gelang Volker Lund in der 85. Minute der dritte Treffer. Seine Granate konnte vom Gästetorwart nicht festgehalten werden, als er im Nachfassen das Leder dann doch noch erwischte, hatte es eindeutig die Torlinie überschritten. Obwohl einige Kieler Schlachtenbummler meuterten, protestierten die Spieler in keiner Weise. Eine Minute vor dem Spielende hatte Lutz Jorden noch die Möglichkeit zur Resultatsverbesserung, als er einen an Ralf Pacholke verschuldeten Foulelfmeter ausführte. Der plaziert geschossenen Strafstoß war jedoch zu stark angeschnitten und streifte nur den Außenpfosten.


 

 

TSV Kronshagen - Husum 18

 

3:3

In der Aufstellung

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Hans Uwe Kock ǀ Hans-Peter Thomsen ǀ Reinhard Grünhoff

Hans-Peter Hansen ǀ Volker Lund ǀ Hartmut Kock

Manfred Albertsen ǀ Ralf Pacholke ǀ Peter Pauly

zeigte unsere Elf in diesem Auswärtsspiel eine überaus gute kämpferische Leistung und errang ein verdientes Unentschieden. Nach einer Viertelstunde hatte unsere Elf eine gute Chance, in Führung zu gehen, als zwei Verteidiger über den Ball schlugen und Hartmut Kock plötzlich allein vor dem Torwart stand. Aber er schoß noch den Torwart an und der dadurch langsamer auf das Tor fliegende Ball konnte in letzter Sekunde von einem Verteidiger von der Linie geschlagen werden.

Bereits im Gegenzug fiel dann die 1:0-Führung der Gastgeber. Günter Hoff stand zu weit vor dem Tor und konnte einen Weitschuß des Rechtsaußen Klein nicht aufhalten, der sich über ihn hinweg ins Netz senkte. Ein umstrittener Handelfmeter würde dann bereits drei Minuten später zum 2:0. Den Schuß von Biewald konnte Günter Hoff nur an den Innenpfosten lenken, von wo aus das Leder doch noch den Weg ins Tor fand. In der 32. Minute schloß Hans-Peter Hansen einen Alleingang mit einer 25-m-Granate ins obere linke Tordreieck ab. Wenig später lag bereits der Ausgleich in der Luft, doch Ralf Pacholke und Hartmut Kock verpaßten einen von Manfred Albertsen hereingegebenen Freistoß.

Nach dem Wechsel drängte unsere Mannschaft auf den Ausgleich, doch ein schneller Konter brachte in der 65. Minute durch Linksaußen Schmidt die überraschende 3:1-Führung. 3 Minuten später nahm Manfred Albertsen auf dem Elfmeterpunkt jedoch eine Flanke volley aus der Luft und knallte das Leder zum 3:2 in die Maschen. Nun war wieder alles offen. In der 88. Minute wurde Reinhard "Bernie" Grünhoff an der Strafraumgrenze gefoult. Er führte den Freistoß selbst aus und konnte über die Mauer hinweg das Leder unter die Latte schieben. Sekunden vor Spielende zeigte der ansonsten sehr unsichere Gästetorwart Lorenz seine beste Tat, als er eine Granate von Volker Lund, die den Sieg hätte bedeuten können, noch über die Latte lenkte.

 

 

Husum 18 - SV Heikendorf

 

3:0

Trotz der gleichen Besetzung wie am Vorsonntag wollte es in diesem Heimspiel zunächst nicht so richtig laufen. Die Aktionen waren zu umständlich angelegt, gute Chancen wurden vertändelt und gaben dem Gast des öfteren Gelegenheit, mit schnellen Kontern gefährlich zu werden. Obwohl optisch überlegen, hatte man als Zuschauer ständig das Gefühl, die Gäste würden durch einen Konter eher einen Treffer erzielen als die eigene Elf. Das wechselte sich jedoch grundlegend in der zweiten Hälfte. Jetzt wurde gespielt und kombiniert und durch Ausnutzung der Flügel die Abwehr der Gäste aufgerissen. So fiel denn auch bereits in der 48. Minute der Führungstreffer. Hartmut Kock hob von der Torauslinie einen Ball hoch vor das Gästetor, von wo er vom Hinterkopf des Heikendorfer Vorstoppers ins Netz sprang, so daß Peter Pauly , der dahinter stand, nicht mehr einzugreifen brauchte.

10 Minuten später nutzte dann Peter Pauly eine der vielen Unsicherheiten des Gästetorwarts aus. Wieder einmal ließ dieser einen Ball fallen, Peter Pauly war diesmal mitgelaufen und brauchte den Abpraller nur noch über die Linie zu schieben.

Das schönste Tor des Tages fiel dann bereits kurze Zeit später in der 60. Minute. Durch einen herrlichen Doppelpaß zwischen Peter Pauly und Hartmut Kock konnte die gesamte Abwehr ausgetrickst werden und Peter Pauly spitzelte das Leder aus der Luft zwischen einem Verteidiger und dem herauslaufenden Torwart hindurch ins Netz.

Etwas frischen Wind gab es noch, als in der 66. Minute der in der Vorwoche an Grippe erkrankte Lutz Jorden für Hans Uwe Kock eingewechselt wurde. Am Endstand änderte sich jedoch nichts mehr.


1.   Eckernförder SV   22     13   6   3     47:27     32:12
2.   FC BW Friedrichstadt   21     12   6   3     52:26     30:12
3.   SV Friedrichsort   23     11   7   5     45:36     29:17
4.   TSV Nord Harrislee   21     12   4   5     51:28     28:14
5.   Gut Heil Neumünster   21     7   8   6     30:26     22:20
6.   SV Heikendorf   23     8   6   9     40:45     22:24
7.   VfB Kiel   20     9   3   8     36:38     21:19
8.   Husum 18   21     8   5   8     33:26     21:21
9.   VfR Laboe   22     8   5   9     37:46     21:23
10.   TSV Bordesholm   18     6   6   6     25:31     18:18
11.   TuS Nortorf   20     7   4   9     30:39     18:22
12.   TSV Kronshagen   21     4   10   7     23:28     18:24
13.   DGF Flensburg   22     5   8   9     34:34     18:26
14.   TSV Plön   21     7   3   11     39:44     17:25
15.   TSV Russee   23     6   3   14     26:40     15:31
16.   TSV Nordmark Satrup   21     4   2   15     27:61     10:32

II. unverändert gut

Ebenfalls 5:1 Punkte errang unsere Reserve in den letzten drei Spielen und liegt damit weiterhin auf Platz vier.

Ein ungefährdeter 5:1-Sieg konnte im Heimspiel gegen den Ortsrivalen Rödemis erzielt werden. Hier erwies sich der Neuzugang, Sportfreund Peter Jasinski, der in der Liga wegen seiner langen Spielpause noch nicht so recht Fuß fassen konnte, als sehr wertvolle Spieler. Mit zwei Treffern brachte er unsere Elf in Front, ehe ein Scharfschuß von Henning Voigt - durch einen Rödemisser Spieler ins eigene Netz abgefälscht - den 3:0-Pausenstand markierte.
Nach dem Wechsel kamen die Gäste durch einen Foulelfmeter auf 3:1 heran. Doch wieder war es Peter Jasinski, der mit zwei weiteren Treffern das Ergebnis auf 51 schraubte.

Im Auswärtsspiel beim SV Blau-Weiß Löwenstedt sah es zunächst auch nach einem glatten Sieg unserer Reserve aus. Bis zum Wechsel hatten Manfred Weidner und Peter Jasinski - wiederum mit zwei Treffern - unsere Elf mit 3;0 in Führung gebracht. Doch nach Wiederanpfiff kamen die Gastgeber stark auf und setzten alles auf eine Karte. Durch Jessen und H. Petersen sowie ein halbes Eigentor unserer Elf gelang ihnen doch noch der Ausgleich.

Als der erwartet schwere Gegner erwies sich im folgenden Heimspiel der Tabellenführer TSV Nordstrand. Dem Spielverlauf entsprechend führte unsere Elf durch einen Kopfballtreffer von Peter Jasinski bis zum Seitenwechsel mit 1:0. In der 56. Minute gelang Dieter "Schorsch" Schleger das 2:0, als er in seiner ruhigen Art drei Verteidiger und den Torwart versetzte. Doch plötzlich wurde es noch einmal kritisch, als drei Minuten später unsere Abwehr den Ball nicht aus dem Strafraum bekam und Petersen aus dem Hinterhalt den Anschlußtreffer erzielte. Die Gäste kamen nun stark auf und hatten in der 78. Minute Glück, als der sehr schwache Schiedsrichter nach einer angeschossenen Hand auf den Elfmeterpunkt zeigte. Wiederum war es Petersen, der sich diese Chance zum Ausgleich nicht nehmen ließ.
Nun wurde die Partie noch einmal hektisch, jede Elf wollte unbedingt den Siegtreffer erringen. Nach einer turbulenten Szene vor dem Nordstrander Strafraum, die mit einem Freistoß für unsere Elf endete, konnte Dieter "Schorsch" Schleger den Ball nach dem schnell ausgeführten Freistoß mit dem Hinterkopf ins Netz lenken. In der Schlußminute mußte dann leider Peter Jasinski noch vom Platz, als er sich nach einem Foul nicht beherrschen konnte und ein Revanchefoul beging. Er wird in den nächsten Spielen sicherlich sehr fehlen.


1.   Germania Breklum   19     12   3   4     54:27     27:11
2.   TSV Arlewatt/Olderup   20     10   7   3     47:24     27:13
3.   TSV Nordstrand   19     11   4   4     56:36     26:12
4.   Husum 18 II   20     11   2   7     62:46     24:16
5.   Frisia Husum II   18     10   3   5     43:23     23:13
6.   TSV Rantrum II   19     9   4   6     47:47     22:16
7.   IF Tönning II   19     9   2   8     47:40     20:18
8.   SV BW Löwenstedt   19     7   6   6     35:30     20:18
9.   TSV Hattstedt   19     8   3   8     38:41     19:19
10.   TSV St. Peter-Ording   19     7   4   8     35:34     18:20
11.   TSV Seeth/Drage   22     6   5   11     28:43     17:27
12.   Rödemisser SV   19     5   5   9     36:43     15:23
13.   SG Stapelholm   21     4   6   11     36:58     14:28
14.   TSV Drelsdorf   18     3   5   10     30:51     11:25
15.   TSV Garding II   17     2   1   14     21:72     5:29

Überarbeiteter Spielplan

Durch die zahlreichen Spielausfälle verursacht, mußte ein neuer Spielplan für die restlichen Spiele dieser Saison erstellt werden. Er sieht jetzt wie folgt aus:

Ostersamstag   09.04.77   15:30 h   Gut Heil Neumünster   -   Husum 18   (0:4)
Sonntag   17.04.77   15:00 h   Husum 18   -   Eckernförder SV   (0:3)
Samstag   23.04.77   16:00 h   DGF Flensburg   -   Husum 18   (0:0)
Sonntag   01.05.77   15:00 h   Husum 18   -   TSV Russee   (0:2)
Sonntag   08.05.77   15:00 h   Husum 18   -   VfR Laboe   (1:1)
Sonntag   15.05.77   15:00 h   FC BW Friedrichstadt   -   Husum 18   (2:0)
Pfingsten, 28.-30.05.77       Nachholspiele    
Sonntag   05.06.77   15:00 h   TSV Bordesholm   -   Husum 18   (0:6)
Otto H. Krüger
leer  

1977

Nachruf

1. April

Wie wir kürzlich erfuhren, verstarb vor wenigen Wochen im 72. Lebensjahr unser Mitglied

Boy Jacobsen

Träger der goldenen Ehrennadel

   

Über 50 Jahre war er Mitglied unseres Vereins. In seiner Zeit als aktiver Spieler war er eine wertvolle Stütze der Mannschaft und hat ihr zu manchem Sieg verholfen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und ihn nicht vergessen.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18

1. April

Herzlichen Glückwunsch

Am 9. April wird unser Ehrenmitglied und jahrzehntelanger Exkassierer Sportfreund Hans Weinstein 73 Jahre alt. Von allen Mitgliedern an dieser Stelle die allerherzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag und viel Freude und Gesundheit im nächsten Lebensjahr.


Ehrung für Weinstein?

Eine Woche nach dem Geburtstag unseres Sportfreundes Hans Weinstein veranstaltet der Kreissportverband seine diesjährige Arbeitstagung im Hotel Großer Garten in Friedrichstadt. Hierzu wurde nicht nur unser Vorstand eingeladen, sondern auch unser Ehrenmitglied Hans Weinstein persönlich. Wir haben daher allen Grund zu der Annahme, daß die bereits im letzten Jahr beantragte Ehrung unseres Sportfreundes für seine jahrzehntelange Vereinstätigkeit nun auch beim Kreissportverband seine Anerkennung finden wird und er beim Tagesordnungspunkt 2 "Ehrungen" mit nach vorne gehen wird. Ob wir richtig getippt haben, wird in der nächsten Ausgabe verraten.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. April

Bericht der Kegelabteilung

Am 6. März 1977 mußte unsere dritte Damenmannschaft zum letzten Punktkampf der Vereinsliga gegen die zweite Damenmannschaft von Fortuna antreten. Mit den Damen Renate Denckmann, Anita Borchert, Marianne Christiansen, Sieglinde Krause und Gudrun Grabert wurde ein sicherer Sieg mit 32 Holz Vorsprung erzielt. Beste Einzelkeglerin war Renate Denckmann mit 735 Holz. Durch diesen Sieg wurde ein Entscheidungsspiel gegen die punktgleiche Mannschaft von Comet um die Meisterschaft in der Vereinsliga erforderlich.

Das Entscheidungsspiel fand ebenfalls am 6. März 1977 statt. Die Damen Renate Denckmann, Anita Borchert, Marianne Christiansen, Sieglinde Krause und Gudrun Grabert verloren diesen Kampf mit 82 Holz. Bester Einzelkeglerin war Anita Borchert mit 721 Holz.

Zur Vizemeisterschaft trotzdem herzlichen Glückwunsch.

Eckhard Reckstadt
leer  

1977

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. April

Rückblick Spielserie 1976/77 I. Schüler

Die erste Hälfte der Spielserie 1976/77 haben unsere Schüler gut hinter sich gebracht. Wenn sie aus eigener Kraft auch nicht mehr Meister werden können, so bleibt doch noch ein wenig Hoffnung, daß der Favorit, der TSV Rantrum, auch noch einige Spiele in den Sand setzt.

Von den zehn bisher ausgetragenen Punktspielen der Hinrunde wurden acht Spiele gewonnen. Ein Spiel ging unentschieden aus und ein Spiel wurde verloren. Die Abgänge von Kai-Uwe Schladetzky, Torwart Jürgen Sukow und Volker Petersen wurden durch die Zugänge von Axel Hansen, Torwart Harry Berger und Thomas "Grobi" Wolff wieder wettgemacht. Fast alle Spiele wurden in der gleichen Aufstellung durchgezogen:

Harry Berger

  ǀ Dirk Brauer ǀ Dethlef Haß ǀ  

Thomas Wolff ǀ Bernd Harms ǀ Ulf Knittel

Hauke Lorenzen ǀ Axel Hansen ǀ Hauke Hartmann ǀ Peter Empen ǀ Stefan Wagner

Ersatzspieler: Stefan Schütt

Es wurden bisher 31 Tore geschossen und acht Tore kassiert. Die Tore schossen: Peter Empen (10), Hauke Hartmann (9), Hauke Lorenzen (4), Axel Hansen (3), Bernd "Bernie" Harms (2), Thomas "Grobi"Wolff (2), Stefan Wagner (1).

Der Punktestand ist zur Zeit 17:3.

Harry Berger entwickelt sich immer mehr zu einem zuverlässigen, reaktionsschnellen Torwart. Dirk Brauer, als jüngster Spieler der Mannschaft, ist ein starker Verteidiger; wenn er seinen Gegenspieler jedoch hautnah deckt, etwas zu defensiv. Dethlef Haß spielt unauffällig, aber gut; er ist offensiver als Dirk, kommt aber nicht immer rechtzeitig zurück. Diese Fehler müssen dann Bernd "Bernie" Harms als letzter Mann oder Ulf Knittel als Vorstopper ausbügeln. Ulf ist ein Spielertyp wie Berti Vogts, sehr bissig und hart am Mann; während Bernd "Bernie" Harms ein kleiner Beckenbauer ist, ruhig und technisch gut, mit viel Übersicht. Thomas "Grobi" Wolff spielt manchmal sehr eigensinnig, technisch jedoch sehr gut. Gefürchtet sind seine Weitschüsse, taktische Aufgaben erfüllt er leider nicht immer. Hauke Lorenzen spielt als Rechtsaußen weitaus besser als früher als Verteidiger. Ihm fehlt noch der Spielwitz beim Torschuß. Axel Hansen hat sich nahtlos in die Mannschaft eingefügt und ist als Spielgestalter gar nicht mehr wegzudenken, technisch großartig, einmalig fleißig, hatte aber bisher etwas Pech im Abschluß. Hauke Hartmann bleibt als Mittelstürmer immer noch die Nummer 1, obwohl er nicht mehr ganz so torgefährlich wie früher ist. Er hat auch schon große Spiele als Libero geliefert. Peter Empen ist neben Hauke Hartmann die andere gefährliche Sturmspitze, er sprüht vor Spielwitz, technisch fast perfekt, spielt er sehr mannschaftsdienlich. Stefan Wagner konnte bisher an seine gute Form als Linksaußen noch nicht wieder anknüpfen, wenn er aber einmal explodiert, ist er brandgefährlich. Stefan Schütt wurde bisher in der Hintermannschaft eingesetzt und machte seine Sache recht gut.

Wenn diese zwölf Spieler ihre Rückrundenspiele alle gewinnen und Rantrum einige Spiele verliert, liegt noch alles drin. Nach der langen Winterpause muß der alte Spielrhythmus allerdings erst einmal wieder gefunden werden.

Reimer Seifert
leer  

1977

Husum 18

1. Mai

leer  

1977

Husum 18

1. Mai

25 Jahre Vereins-Nachrichten

Eine furchtbar lange Zeit ... werden sicherlich unsere jüngeren Vereinsmitglieder sagen. Waaaas ..., schon sooo lange, wie ist die Zeit doch vergangen ?? wird man als Antwort erhalten, wenn ältere 18'er gefragt werden, wo die Zeit von einem Vierteljahrhundert geblieben ist. Aber von welcher Seite dieses Jubiläum auch betrachtet wird, imme rhin erscheinen die Vereinsnachrichten seit einer Generation - gemessen an einem Menschenalter - und das ist schon einen kleinen Rückblick wert.

Wie alles begann, wer zuerst auf die Idee kam, für unseren Verein ein Nachrichtenorgan herauszugeben, läßt sich heute nicht mehr sagen. Fest steht, daß einer der wichtigsten Initiatoren Kurt Klawitter war, der auch in den ersten Jahren für das regelmäßige Erscheinen der Nachrichten sorgte und vielleicht auch heute noch als Pressewart tätig wäre, wenn er nicht überraschend am 9. Februar 1955 verstorben wäre. Bereits zu diesem Zeitpunkt drohte dann das "Aus" für die Vereinsnachrichten, weil sich zunächst kein Nachfolger fand. So machte sich dann der Vorstand selbst einige Monate an die Arbeit und stellte den Text zusammen. Im Juli 1955 übernahm der Primaner Wolf-Dieter Auslitz die Erstellung der Nachrichten. Doch nach seinem Abitur verschlug ihn sein begonnenes Studium in eine andere Stadt und Walter Lorenzen übernahm ab Mai 1957 die Aufgabe des Presserates. Nach zwei Jahren wurde er im Mai 1959 von Karl Bernhard Mölck abgelöst, der die Funktion des Pressewartes dann am 1. Oktober 1961 an Erich Wiegand abgab. Doch bereits ein Jahr später wurde wieder gewechselt., unser langjähriger Ligatorwart Eckhard Sers übernahm ab Oktober 1962 den Posten. Nach vierjähriger Tätigkeit wurde dann der damalige Jugendobmann Dieter Schladetzky zum Pressewart gewählt. Wegen Arbeitsüberlastung - Sportfreund Dieter Schladetzky ist in führender Funktion bei der Arbeiterwohlfahrt tätig - gab er im Juli 1969 den Posten und ich wurde überredet, für das Weiterbestehen der Vereinsnachrichten zu sorgen. Fast acht Jahre ist das nun her ... eigentlich viel zu lange ... aber was soll man machen, wenn sich kein anderer meldet?

Doch zurück zum Thema: zum Rückblick!

Dieser fällt umso leichter, da ich die von meinen Vorgängern übernommenen "Loseblattsammlungen" der Vereinsnachrichten mittlerweile zu sechs stattlichen Büchern habe binden lassen. Nach vielen Mühen gelang es mir, alle Ausgaben bis auf eine zusammenzuschnorren. Allen Mitgliedern, die zur Vervollständigung der Sammlung beitrugen, an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank. Beim Durchblättern fällt einem dann so richtig auf, wieviel Höhen und Tiefen in einem Verein durchgemacht werden. Da werden Abteilungen eingerichtet, wie z.B. die Badmintonabteilung, die sich dann jedoch nach einigen Jahren stillschweigend wieder auflöste. Auf der anderen Seite wurde in der Ausgabe Dezember 1964 so "ganz nebenbei" eine kleine Anzeige aufgegeben, daß die Einrichtung einer Kegelabteilung geplant sei. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, daß diese Abteilung sich mittlerweile zu einer der größten und auch erfolgreichsten Sparten unseres Vereins entwickeln würde?

Und wer weiß z.B. noch, daß unser jetziger erster Vorsitzender Werner Denckmann am 13. Mai 1964 zum ersten Mal zum Vorsitzender gewählt wurde? Auf unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung, die ebenfalls am 13. Mai stattfindet, wird er dann genau 13 Jahre erster Vorsitzender sein. So oft die 13, wenn das kein Glück bringt.

Oder wissen Sie noch, daß unsere Liga Anfang der 60er Jahre dreimal den Anlauf nahm, um in die damalige erste Amateurliga aufzusteigen. Beim dritten Male gelang es dann im Jahre 1965, als im entscheidenden Spiel bei Eutin 08 ein 4:2-Sieg erkämpft wurde. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer. Ein Jahr später erfolgte wieder der Abstieg in die zweite Amateurliga. Doch 1968 keimte neue Hoffnung auf. Die neu geschaffene Verbandsliga stand bevor. "Er erreichte den Hof mit Müh' und Not" kann man hier aus dem Erlkönig zitieren; denn im letzten Spiel wurden nach einem 3:1-Sieg in Schleswig gegen die Reserve von 06 die nötigen Punkte zur Erreichung des fünften Tabellenplatzes geholt, der für den Einzug in die Verbandsliga voraussetzung war.

Doch nach jedem Hoch folgt wieder ein Tief. Die Spielserie 1969/1970 brachte uns den Abstieg in die Bezirksliga; die nächste Serie hätte uns fast noch den nächsten Abstieg beschert, der eben noch verhindert werden konnte.

Dann war unsere Elf wieder wie umgewandelt. Nach einer Saison, in der unsere Mannschaft alle 30 Spiele ungeschlagen (!) blieb, folgte der Wiedereinzug in die Verbandsliga. Die Bezirksliga-Meisterschaft stand schon etliche Spieltage vor Beendigung der Serie fest, sie würde mit 54:6 Punkten und 95:32 Toren abgeschlossen. Auch in der Verbandsliga hielt sich unsere Elf wacker. Erst im letzten Spiel der Hinspielserie glückte in Husum der Elf vom damaligen Turnerbund Flensburg ein 3:1-Sieg gegen unsere Liga, die damit nach 44 Spielen das erste Mal wieder geschlagen wurde. Eine wahrhaft stolze Serie.

Es gäbe noch viel mehr zu erzielen, wenn man in den alten Vereinsnachrichten herumgeblättert hat. Nicht nur "Ernstes" über Fußball, auch viel Humorvolles und allerlei Kunterbuntes wurde verewigt. Auch Skatabende und "Gänseverspielen" wurden dort noch angekündigt. Leider werden diese geselligen Veranstaltungen zur Zeit nicht mehr durchgeführt, doch ist dieser Rückblick vielleicht ein Anstoß, künftig wieder solche Abende einzuführen.

Doch wenn Sie etwas Zeit haben - und die haben sie doch sicher -, dann lesen Sie auf den nächsten Seiten selbst, was so alles in den letzten 25 Jahren in unseren Vereinsnachrichten abgedruckt wurde.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / 25 Jahre Vereins-Nachrichten

1. Mai

Erinnern Sie sich?

Und hier nun die wahllos herausgegriffenen Artikel, die in den letzten 25 Jahren in unseren Vereinsnachrichten erschienen, wobei der Schwerpunkt selbstverständlich auf Artikel gerichtet wurde, die in den ersten 10 bis 15 Jahren veröffentlicht wurden. Sicher werden - soweit in den Artikeln unser Verein betroffen wurde - viele ältere 18er sich noch an das eine oder andere Ereignis erinnern

Otto H. Krüger

1. Ausgabe am 1. Mai 1952:

"Markstein im Vereinsleben"

Der Sport in Husum soll mit allen Mitteln gefördert werden. Das ist umso notwendiger, als im Sommer 1953 mit der provisorischen Fertigstellung des Stadions in Dreimühlen aus Anlaß des 350 jährigen Stadtjubiläums zu rechnen ist, bei dem auch die Leibesübungen gebührend zu Worte kommen. In unserem Verein hat es in jüngster Zeit nicht an Erwägungen gefehlt, wie eine neue Aufwärtsentwicklung am besten und gründlichsten erreicht werden kann. Wir glauben, daß für die Förderung der Kameradschaft Vorstand und Ausschüsse sichere Garanten sind und hoffen zuversichtlich, daß der HFV 1918 bald wieder stark genug ist, um in der Fußball-Spitzenklasse des Landes ein ernstes Wort mitreden zu können. Das Streben nach einer möglichst breiten Leistungsfront ist die Voraussetzung für einen neuen Aufstieg und eine bessere Zukunft, die wir alle sehnlichst herbeiwünschen.

Als ein vorzügliches Mittel zur Festigung der Zusammengehörigkeit betrachten wir unsere heute erstmalig erscheinenden "Vereinsnachrichten", die nun regelmäßig einmal im Monat unseren Mitgliedern und Freunden zugestellt werden. Mögen sie den Weg der Leistung weisen, neue Bahnen erschließen und den Idealen des Sports treu bleiben: "Wir müssen zum Höchsten streben, immer mit fairen Mitteln kämpfen und auch Niederlagen mit Anstand und Würde ertragen können."

Reifen und doch jung bleiben, ist die Aufgabe der Jugend. Rein in Gesinnung, treu in Gemeinschaft, verbunden mit Volk und Vaterland ist unser Hochziel. Denken wir immer daran, was der vor 15 Jahren verstorbene Gründer der Olympischen Spiele Baron Pierre de Coubertin einmal gesagt hat und wandeln es auf unsere Verhältnisse ab:

"Der Sinn der Olympischen Spiele liegt nicht im Siegen, sondern im Teilnehmen; nicht Erorbern, sondern ritterlich kämpfen ist das Wesentliche im Leben."

Kurt Klawitter

Ausgabe September 1952:

   

Was sagt die Öffentlichkeit?

   

Weitere Stimmen über unsere Vereins-Nachrichten

"Ihr Vereins-Nachrichten beweisen mir, daß Husum 18 auf dem rechten Weg ist. Mögen Gesundheit des Körpers, Sauberkeit des Charakters und eine gute Gesinnung stets die obersten Ziele der deutschen Jugend sein, die berufen ist Deutschland zu einem Hort des Friedens und der Freiheit zu machen. Immer wird es darauf ankommen, eine ideale Gemeinschaft zu prägen, die es unserem Volke ermöglicht, Schritt für Schritt eine geschlossene Einheit zu werden."
Christian Giencke, Kreispräsident und MdB

"Ich danke Ihnen für die Übersendung der Vereins-Nachrichten. Ich habe sie mit Interesse gelesen und ersehe daraus, daß im Husumer Fußballverein von 1918 versucht wird, echten Sportgeist zu fördern. Ich wünsche dem Verein weiterhin guten Erfolg bei der Erfüllung seiner Aufgaben und hoffe, daß die Vereins-Nachrichten zur Aufklärung der Mitglieder des Vereins wie aber auch der gesamten Bevölkerung wesentlich beitragen werden, um so die wertvolle Tätigkeit dieser Vereinigung besonders herauszustellen."
Reinhold Borzikowsky, Landrat

"Bei aller Problematik , die mit der Schaffung eines Vereins-Nachrichtenblattes verbunden ist, muß man doch offen seine Anerkennung aussprechen für die Energie und den Mut, die eine derartige Tat erfordert. Sie spricht für die Zielklarheit der Männer, die sich die Augabe gestellt haben, das gesamte Vereinsleben von höherer Warte aus zu durchleuchten, um alle mit den Freuden, aber auch mit den Sorgen des sportlichen Lebens, bis ins Einzelne vertraut zu machen. Daran wird und darf sich ihre Aufgabe nicht erschöpfen. Aus ihren Zielen spricht schon heute die Objektivität, die Voraussetzung ist zu einer Selbstkritik und damit Selbsterziehung als einzige Möglichkeit, um unserer Sportbewegung wieder das Ansehen und das Niveau vergangener Zeiten zu geben. Ich zweifele nicht, daß dies möglich sein wird, wenn in unseren Herzen wieder Idealismus und uneigennützige Hingabe die wirklichen Träger des sportlichen Denkens geworden sind. Mit unserer Jugend gemeinsam diese Aufgabe zu lösen, muß uns allen Verpflichtung sein. Aus ihren Zeilen möge deshalb immer gegen Freund und Feind als verbindende Brücke die Freundlichkeit und Herzlichkeit klingen, die allein in der Lage sind, die große umfassende Sportgemeinschaft zu bilden, um so mit einem weltweiten Blick alle noch schwebenden örtlichen Aufgaben im Interesse des Sports und unserer guten Stadt Husum zu lösen. Zur Lösung dieser Aufgaben wünsche ich Ihnen vollen Erfolg."
Fritz Carstens, Senator, Vorsitzender des städtischen Sportausschusses

"Immer freue ich mich aufrichtig, wenn die Vereins-Nachrichten auf meinen Tisch flattern. Ich kenne diese Einrichtung aus meinem Heimatverein Viktoria Kolberg. Es wäre nur zu wünschen, daß alle Vereine unseres Kreises sich in dieser Hinsicht Husum 18 zum Vorbild nehmen, hilft doch eine Vereinszeitung die Kameradschaft der Aktiven und Passiven zu fördern und die Sportdisziplin zu heben. Es wäre eine große Freude für mich, wenn die Liga von Husum 18 im nächsten Jahr in der Landesliga spielen würde."
Lothar Strehlow, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes

"Es ist mir ein Bedürfnis, den Verantwortlichen des Vereins für die Herausgabe der wunderschönen Vereins-Nachrichten zu danken. Das Blatt ist ein nicht zu unterschätzender Faktor zur Hebung der Kameradschaft, zu Werbung neuer Freunde und nicht zuletzt Bindeglied der Aktiven."
Hermann Lex, Rotburg i. Hann.
Kurt Klawitter

Endlich einer, der helfen will

Die mehrfach ergangenen Aufforderungen an unsere älteren Mitglieder, durch Beiträge über Geschehnisse vergangener Zeiten unsere Vereinsnachrichten noch interessanter zu gestalten, haben bisher wenig Widerhall gefunden. Gerade noch zur rechten Zeit meldete sich Hermann Lex aus Rotenburg.

Wie man am letzten Beitrag sieht, war es bereits in den Anfangsmonaten schwer, die Mitglieder unseres Vereins dazu zu bewegen, durch Beiträge den Inhalt der Vereins-Nachrichten zu beleben. Daß die Vereinsnachrichten dennoch nach 25 Jahren regelmäßig erscheinen, beweist letztlich, daß sich zu guter Letzt immer wieder welche fanden, die interessante oder auch langweilige Artikel beisteuerten.

Otto H. Krüger

Ausgabe April 1953:

Sensationelle Meldungen

Wie wir vom Sportförderungsausschuß zuverlässig erfahren, soll der Verein unseres Landes-Fußball-Verbandes, der den nachweislich sparsamsten Kassenwart hat, als Belohnung eine Sonderzuweisung in namhafter Höhe erhalten. Husum 18 hat die besten Aussichten.

Unser Fußball-Torwart der Liga, Karl Ernst Nehlsen, hat zufolge seiner "nicht mehr zu übertreffenden Leistungen" von einem der bekanntesten Vereine des benachbarten Auslandes ein Angebot erhalten, dorthin überzusiedeln. Geradezu bestechend sind bekanntlich seine Torabschläge.

Die am 31. Mai 1904 in Paris gegründete Fédération Internationale de Football Association (FIFA) hat unseren bewährten Schiedsrichter Hermann Bahnsen gebeten, eines der Vorrundenspiele um die bevorstehende Weltmeisterschaft in der Schweiz zu leiten.

Kurt Klawitter

Wie in der nächsten Ausgabe der Vereinsnachrichten dann jedoch zu lesen war, handelte es sich bei den vorliegenden Meldungen leider nur um Aprilscherze.
Otto H. Krüger

Ausgabe April 1955:

Alte 18er in Amerika

Aus New York erhielten wir zu unserer größten Freude folgenden Brief:

New York, 3.3.55

Meine lieben 18er!

Zu allererst seid alle vielmals gegrüßt von einem alten 18er aus Amerika. Da ich immer die Sportzeitung von meinem lieben Bruder Walter Ingwersen bekomme, bin ich von Husum 18 gut unterrichtet! Ich wünsche Euch viel Glück und hoffe, daß Ihr die Meisterschaft erringt; ich und noch ein paar Husumer verfolgen es mit großer Spannung (Simon Koch, Hermann Lorenzen, A. Thompson und Fritz Kühne). Fritz Kühne und sein Bruder vom ETV Hamburg spielen mit gutem Erfolg bei uns (Sportschule New York). Ich gehöre dem Verein seit 1930 an. Auch ich spielte lange in der ersten Mannschaft und wurde öfter für die New Yorker Auswahl berufen. Auch bekomme ich öfter Post von meinem alten guten Freund aus Hamburg, Bernhard Petersen, den ihr wohl alle kennt. In unserem Verein sind fast alles Deutsche. In letzter Zeit bekommen wir viele von Deutschland, einige spielen in der Ersten, andere in der Reserve. Die Reserve, in der ich gerne gespielt habe, hat die Meisterschaft seit 1925 achtzehnmal gewonnen, die Erste gewann nur einmal.

Auch möchte ich Euch 18er mitteilen, daß ich Eure Vereinsnadel mit Stolz trage. - Nun habe ich hier Eure vereinsnachrichten Nr. 10 vom Februar 1955 vor mir liegen und ich lese die Geschichte von meinem alten Freund Christoph Jensen, mit dem ich öfters zusammen gespielt habe. Es steht da geschrieben: ' Das Spiel wurde ausgetragen auf der Freiheit, als der Christoph aus der Gefangenschaft gekommen war.'

Meine lieben 18er! Ich glaube, es ist dort ein Fehler unterlaufen. Ich glaube mit Bestimmtheit, daß Christoph sein erstes Spiel auf dem 'Ochsenkamp' gegen Preußen Itzehoe spielte. Das Spiel endete 4:4 (3:0 für Husum). Christoph schoß und köpfte drei Tore. Torwart war Emil Pauls, Verteidiger Franz Sülau, K. Berndt und Henny Hansen, ich glaube Harry Trulsen Läufer, Rechtsaußen Rudolf Schubert, Halbrechter Adolf "Ogge" Classen, Hans-Dietrich Blunck Linksaußen, Christoph Jensen Mittelstürmer. Das sind die Namen, die ich behalten habe. Das war eine gute Mannschaft. Vielleicht kann Bernhard Petersen sich noch erinnern.

Nun meine lieben 18er, seid alle vielmals gegrüßt von Eurem alten Sportfreund und noch immer ein 18er

Willi Ingwersen

Grüßt bitte Hermann Lorenzen und alle Freunde!

Der Vorstand

Ausgabe Juli 1955:

Nun erst recht!

Die Mitglieder und die zahlreichen Anhänger von Husum 18 werden es bedauern, daß es unserer Liga nicht gelungen ist, den Aufstieg in die Landesliga zu erreichen. Diese Tatsache wiegt umso schwerer, als monatelange Vorbereitungen und härteste Arbeit vergeblich gewesen sind.

Dennoch liegt der Wert eines echten Sportlers in der Anerkennung der Leistung des besseren. Man muß eben auch mit Haltung verlieren können. Unserer Liga kann jedenfalls bescheinigt werden, daß sie mit vollem Einsatz und bestem Willen die Aufstiegsrunden durchgestanden und den Bezirk Nord würdig vertreten hat.

Ein volkstümliches französisches Sprichwort lautet: "Der König ist tot. Es lebe der König." Auch für uns und unsere Liga gilt die Devise, daß nach dem Mißlingen unseres Versuches, die Landesliga zu erreichen, kein Grund vorliegt, den Kopf hängen zu lassen. Die alte Serie ist vorüber, die neue steht bevor! Es gilt, alle Kräfte zu sammlen, um die neue Serie erfolgreich zu bestehen und den Aufstieg zur Landesliga ein Jahr später zu erreichen.

Der Beirat von Husum 18

Ausgabe August 1955:

Im Friesenstadion wird gebaut

Wer in letzter Zeit einmal einen Spaziergang in die Mauseberge gemacht hat, dem wird bestimmt die rege Arbeit, die im Stadion herrscht, aufgefallen sein. Die Arbeit geht ihrer Vollendung entgegen. 4 Kassenhäuschen stehen bereits an den Eingängen zum Stadion. Je zwei gehören dem HFV und Frisia. Ein großer Teil der Anlage ist mit hohem Maschendraht eingezäunt. An beiden Seiten wird Stacheldraht gespannt werden, wobei jedoch die Eisenbahnseite nicht eingezäunt werden kann, da das zu große Gelder beanspruchen würde. Auch das Haus für die Umkleide- und Duschräume steht vor der Vollendung. Dabei sind vier Umkleideräume, Abstellräume für die Geräte und ein Duschraum vorgesehen.

Wenn wir aber den Rasen näher betrachten, werden wir feststellen, daß dieser in einem sehr schlechten Zustand ist. Da er lange nicht gemäht worden ist, hat sich eine filzige und harte Schicht bilden können. Kinder haben mit ihrem Ballspiel teilweise die Grasdecke zertrampelt. Nach dem nächsten starken Regen wird man daran ging, die gesamte Rasenfläche mit Walzen zu ebnen, weil sich stellenweise die Decke gesenkt hat. Die Aschenbahn ist ebenfalls nicht mehr zu benutzen, da Gras überall durchwuchert. Wir wissen aber, daß dieser Missstand jetzt ein Ende hat, und hier eine ideale Sportplatz-Einrichtung für unsere Jugend geschaffen wird.

Wolf Dieter Auslitz

Ausgabe April 1956:

Grabert gewann Skatturnier

Herberger kommt nach Husum

Wie wir von unterrichteter Stelle erfahren haben, will der Bundestrainer Sepp Herberger im April nach Husum kommen, um sich ein Spiel unserer ersten Mannschaft anzusehen. Durch die dauernden Niederlagen unserer Nationalmannschaft sieht sich der Bundestrainer gezwungen, kleinere Städte zu bereisen, um hier den Nachwuchs für die Länderspielmannschaft zu suchen.


Leider stellte sich dann die letzte Meldung auch wieder als Aprilscherz heraus.

Im Anschluß an das Punktspiel gegen Schleswig 06, am 4. März hier in Husum, hatte der Spielausschuß für die aktiven Spieler ein kleines Skatturnier organisiert. Pünktlich um 7 Uhr nahmen die Spieler, die beweisen wollten, daß sie am Spieltisch genauso gut zu Hause sind wie auf dem grünen Rasen, ihre Plätze ein. Der Einsatz betrug eine D-Mark, und es wurde um 0,10 Pfennig gespielt. Leider aber war die Beteiligung an diesem kleinen Turnier nicht so, wie man es eigentlich von Seiten des Spielausschußes erwartet hatte. Um 10 Uhr stand dann der Sieger fest. Es stellte sich heraus, daß Arthur Grabert die Karten ebenso geschickt zu führen verstand wie den Ball. Ihm wurden als ersten Preis 8 D-Mark überreicht. Auf den nächsten Plätzen landeten Georg Schleger mit 6 D-Mark, Heinrich Golde mit vier D-Mark und schließlich Karl Etteldorf mit 2, 50 D-Mark.

Inzwischen waren auch die Angehörigen unserer eifrigen Skatspieler erschienen, um mit ihnen noch recht lange zu tanzen und ein paar frohe Stunden beieinander zu verbringen. Wieder einmal mehr zeigte uns diese kleine Veranstaltung, wie wichtig ist es, daß sich alle 18er mit ihren Angehörigen auch außerhalb ihres Wirkungskreises zusammenfinden. Gerade bei einem solch geselligen Abend lernt man sich kennen und schätzen; und wohl alle fühlten, daß Husum 18 eine große Familie ist.

Wolf Dieter Auslitz

Ausgabe Mai 1958:

Das halbe Dutzend ist voll

Zunächst mag diese Überschrift ein wenig komisch anmuten, aber wer etwas weiterliest, wird sehr bald merken, um was es geht, nämlich um unsere Vereinsnachrichten, die nunmehr sechs Jahre bestehen.

Blicken wir noch einmal kurz zurück und erinnern uns an die unendliche Kleinarbeit, die nötig war, um dieses Blatt zum ersten Male herauszubringen. Es ist das Verdienst unseres verstorbenen Sportfreundes Kurt Klawitter, daß unsere Vereinsnachrichten über die anfänglichen Schwierigkeiten hinwegkamen und trotz finanzieller Tiefstände weiterhin bestehen blieben. Als es zum ersten Male zwölf geschlagen hatte, d.h. die ersten zwölf Monate an jedem 1. pünktlich eine "Vereinsnachrichten" erschienen war und damit unsere Zeitung ihren ersten Geburtstag feiern konnte, hatte sie längst überall Anklang gefunden und war zu einem unentbehrlichen Bindeglied in unserem Vereinsleben geworden. Das ist sie auch in den nächsten fünf Jahren geblieben, und heute nun heißt es, ihren 6. Geburtstag zu begehen. Auch in den fünf Jahren nach den ersten 12 Ausgaben hat es immer Schwierigkeiten gegeben, die das Weiterbestehen unserer Zeitung bedohten. Als der Tod am 9. Februar unseren allseits beliebten Pressewart Kurt Klawitter für immer zu sich nahm, war wohl der schwärzeste Tag für unsere Vereinsnachrichten hereingebrochen. Unser Verein aber wollte unser Mitteilungsblatt auch weiterhin bestehen lassen und fand in Wolf Dieter Auslitz einen geeigneten Mann für die Weiterführung unserer Zeitung. Das Abitur als Ende seiner Schulzeit, setzte auch seiner Tätigkeit als Pressewart ein Ende.

Seit nun genau einem Jahr versuche ich die Arbeit meiner Vorgänger erfolgreich weiterzuführen, und die letzten 12 Ausgaben unserer Vereinsnachrichten sind aus meiner Feder geflossen. Aber wo wäre ich geblieben, wenn nicht immer wieder tatkräftige Helfer zur Seite gestanden hätten, die mir die Arbeit erleichtert haben. Ihnen an dieser Stelle zu danken, ist mir eine besondere Freude. Auch möchte ich nicht vergessen, unseren Geschäftsleuten zu danken, da sie durch ihre Annoncen wesentlich am Bestehen unserer Zeitung beteiligt sind. Für die Zukunft wünsche ich nicht nur den Vereinsnachrichten, sondern dem ganzen H.F.V. ein gedeihliches Fortbestehen.

Walter Lorenzen, Pressewart

Ausgabe Februar 1959:

Fußball im Jenseits

Die besten Fußballer kommen bekanntlich in den Himmel.
Bei Petrus läutet das Telefon. Die Hölle ist am Apparat: "Was ist, Petrus, machen wir ein Freundschaftsspiel im Fußball?"
Darauf Petrus: "Was wollt ihr denn? Wir haben doch die besten Fußballspieler!"
Des Höllensprechers Antwort: "Ja, das wissen wir. Aber alle Fußballschiedsrichter sind bei uns ...!"

Walter Lorenzen

Ausgabe Dezember 1959:

4. Dezember freihalten

An eine alte Tradition anknüpfend und damit dem Wunsch vieler 18er entsprechend lädt der Husumer Fußballverein alle Mitglieder und Freunde des Vereins am 4. Dezember

ZUM VERSPIELEN

im Altdeutschen Haus bei Ulli Lange ein. Halten Sie sich also für Freitag, den 4. Dezember, frei. Gäste sind herzlich willkommen.

Karl Bernhard Mölck

Ausgabe April 1960:

Auch hier natürlich wieder ein Aprilscherz:

Kein Elfmeter mehr

Wie die Internationale Schiedsrichterkommission bekannt gibt, soll mit Beginn der neuen Serie eine entscheidende Regeländerung in Kraft treten. Ähnlich wie beim Handball soll es zukünftig den Spielern verboten sein, den Strafraum zu betreten. Tore dürfen also nur von außerhalb des Strafraums geschossen werden. Diese Neuregelung bedingt gleichzeitig, daß der gefürchtete Strafstoß (Elfmeter) fortfällt.

Karl Bernhard Mölck

Ausgabe September 1960:

Richtfest bei Prägers

Je einen Richtkranz, geschmückt mit dem blau-weiß-roten Farben unseres Vereins, überreichten der Vorstand und die erste Mannschaft Gerhard "Gerd" Präger beim Richtfest seines Neubaus. Gerhard "Gerd" Präger, ihm wurde kürzlich die silberne Ehrennadel verliehen, baut sein Heim in Eigenarbeit. Wir wünschen ihm und seiner Familie, daß ihnen im neuen Haus ein zufriedenes Leben beschieden sein möge.

Karl Bernhard Mölck

Ausgabe Oktober 1961:

Der Elfmeter

Eine Aufklärung für Laien

Der Elfmeter ist die schwerste spielerische Strafe im Fußball. Mit ihr wird ein Spieler dafür bestraft, daß er foult, so daß man's sieht. Sie wird nur für schwere Vergehen ausgesprochen, beispielsweise dann, wenn ein Spieler seinem Gegner mit dem Messer ein Auge aussticht, vorausgesetzt, daß er dies in regelwidriger Weise besorgt. In Ermangelung eines Regelverstoßes wird der Elfmeter auch etwa dann verhängt, wenn dies ein Zuschauer verlangt, sofern er eine genügend laute und überzeugende Stimme besitzt.

Elfmeter! Welch ein inhaltsschweres Wort! Für die einen bedeutet es unverhoffte Rettung, für die anderen tiefste Verzweiflung und für den Schiedsrichter das Anfordern einer Polizeieskorte.

Zur Entstehung eines Elfmeters werden gewöhnlich mindestens vier Personen benötigt: 2 Spieler, von denen der eine fällt, weil ihn der andere fällt; ein Schiedsrichter, welcher pfeift, und ein Zuschauer, welcher pfeift, weil der Schiedsrichter pfeift. Die klassische Ausgangslage für einen Elfmeter ist etwa die folgende: Ein Spieler rennt mit dem Ball und ein anderer hintendrein, ohne den Ball. Der hintere denkt: "Wenn ich ihn nur nicht foule, ist alles verloren. Wenn ich ihn aber foule, haben wir wenigstens noch die Chance eines Elfmeters, der daneben geht." Der andere denkt: "Wenn er mich nicht bald foult, ist alles verloren, denn schießen kann ich ja noch nicht in dieser Lage. Wenn er mich aber foult, haben wir wenigstens noch die Chance, den Elfmeter zu verwandeln." Und so entsteht dann der Elfmeter, womit ja beiden geholfen ist.

Sobald das wohl geschehen ist, wälzt sich der Gefoulte am Boden, möglichst überzeugend und möglichst weit in den Strafraum hinein, während der Täter etwas hastig weiterspielt und so dreinzusehen versucht, als ob nichts geschehen wäre. Der Schiedsrichter aber, auf den sich nun alle Blicke konzentrieren, überlegt sich in Eile, ob er etwas gesehen hat oder nicht. Hat er etwas gesehen, so pfeift er; hat er nichts gesehen, so pfeift er auch, denn das Wälzen wirkt doch noch etwas überzeugender als daß unbeteiligte Gesicht des Täters. Außerdem pfeifen die Zuschauer ja auch. Hat er einmal A gepfiffen, so muß er auch B pfeifen - wie das schon die Tonleiter verlangt -: Daher setzt er sich in Richtung Elfmeterpunkt in Bewegung, unterwegs vorsichtshalber einmal kategorisch Hände und Kopf ununterbrochen schüttelnd und so alle Interventionsversuche im Keim erstickend. 17,35 cm vor dem ominösen Punkt bleibt er bockstill stehen, stützt eine Hand in die Hüfte und zeigt mit der anderen in majestätischer Bewegung auf das Sägemehl. Hierauf stürzen sich 22 Spieler auf ihn. Nachdem er unverletzt wieder aus dem Knäuel aufgetaucht ist, werden die Linienrichter befragt, deren heftiges Achselzucken weithin sichtbar ist. Und so schreitet der Schiedsrichter in granitener Entschlossenheit zur Exekution. Es wird der Ball geholt, den ein Kamerad des Täters inzwischen in respektabler Entfernung versteckt hat, und aus der Mannschaft des Gefoulten wird der Schütze gewählt, wobei in lobenswerter Höflichkeit jeder zugunsten aller anderen verzichten will. Ist der Unglückliche endlich erkoren, so begibt er sich gemessenen Schrittes zur Richtstätte, putzt sich den einen Anlauf und ... verschießt.

(Aus dem Cluborgan des FC Aarau)

Ausgabe Januar 1964:

Zum Jahreswechsel 1963/64

"Rummel, rummel, rutsche ..."

Ja, liebe Achtzehner, nun ist es wieder so weit! Bei der Abfassung dieses kleinen Artikels steht das Weihnachtsfest kurz vor der Tür und das bedeutet gleichzeitig, daß das Jahr 1963 mit Riesenschritten seinem Ende zugeht. Wir wünschen Euch, Euren Familien und allen uns nahestehenden Sportfreunden daher alles nur erdenklich Gute für das Jahr 1964!

In unserer alten kleinen und lieben Stadt feiern wir die Feste noch wesentlich bewußter und intimer im Kreise unserer Angehörigen als in den Großstädten mit ihrem Lärm und ihrer Hast. Hier gibt es noch verträumte und stille Straßen und vieles erinnert doch noch an geruhsame und zufriedene Zeiten.

"Rummel, rummel, rutsche,
Krieg ik nich een Futsche?
Krieg ik een, dann bliev ik stahn,
Krieg ik twee, dann will ik gahn,
Krieg ik dree, dann wünsch' ik Glück,
dat de Köksch mit de Futschens ut de Schosteen flüch!"

Bei diesen Worten kann man sich vorstellen, wie einst nach einem hilden 31. Dezember - vor ca. 100 Jahren, als das kleine Lied entstand, waren die Geschäfte auch an solchem Tage noch bis 8 oder 9 Uhr abends geöffnet - die Kinder die Rückkehr des Vaters ersehnten oder darauf warteten, daß er die Ladentür schloß, damit sie dann mit ihren Eltern "Altjahrsabend" feiern konnten. Der Silvesterpunsch und die Futschens standen meistens schon dampfend auf dem Tisch und harrten der frohen hungrigen Gesellschaft. Bei dem lustigen Geschmaus drang dann oft von der Straße her das Singen von Kindertrupps ins Zimmer "... rummel, rummel, rutsche ..." Aber das ist alles weniger geworden! Wer liest daher nicht gern in geruhsamen Stunden - insbesondere "zwischen den Tagen" von Weihnachten bis Neujahr - aus solch' vergangener schöner Zeit? So meine ich, daß diese Tage immer unserer Familie gehören müssen. Dabei sollten wir einmal den Alltag vergessen und gerade dann Kraft für das schöpfen, was vor uns liegt. Das wünschen wir all' denen, die diese kleine Schrift in die Hand nehmen, um dann mit neuem Mut und bester Zuversicht das neue Jahr zu beginnen.

Im übrigen - um das abschließend noch zu erwähnen -, wir waren mit der sportlichen Ausbeute, d.h. mit den Leistungen unserer Mannschaft, sehr zufrieden. Ob mit der Liga, unserer Reserve, den Jugend-, Schüler- und Knabenmannschaften oder mit der Tischtennisabteilung. Die Ergebnisse waren in diesem Jahr im allgemeinen besser als 1962. Unsere Ligamannschaft ist - soweit es die letzten Jahre betrifft - noch nie so gut wie heute gewesen. Das können wir auch dann sagen, wenn einige Spiele unerwartet verlorengingen. Auf Jeden Fall: "Wir vertrauen ihr!"

Wir danken allen, die dem HFV von 1918 die Treue hielten, die Sonntag für Sonntag seine Farben vertraten und jenen, die uneigennützig und selbstlos ein Ehrenamt im Interesse des Vereins ausübten.

Husum, im Dezember 1963

Karl Krieger, 1. Vorsitzender


Ausgabe Dezember 1964:

Wer hat Lust zum Kegeln?

Auf vielfachen Wunsch hat der Vorstand beschlossen, eine Kegelabteilung ins Leben zu rufen. Ob die Kegelabteilung nur für unsere Frauen oder nur für die Männer oder auch "gemischt" aufgebaut werden soll, wird die Beteiligung ergeben. Wir bitten alle Interessenten, auch solche, die nicht dem Verein angehören, sich beim ersten Vorsitzenden Werner Denckmann oder beim zweiten Vorsitzenden Hans Schöning zu melden. Sie werden dann über die Einzelheiten informiert.

Und nun "Gut Holz" für Husum 18!

Eckhard "Ecki" Sers

Ausgabe Mai 1965:

Fahrt nach Grenoble (Südfrankfreich)

Während unsere Vereinszeitung hier in Husum erscheint, befinden sich 38 Sportler unseres Vereins in Grenoble in Südfrankreich. Bereits im August vorigen Jahres wurde unsere Liga-Mannschaft und unsere Tischtennis-Mannschaften vom Football Club Sportive - FCS Grenoble - über unseren dritten Vorsitzenden Dr. Erwin "Pütten" Kraatz eingeladen. Durch die Förderung des Deutsch-Französischen Jugendwerks konnte die Fahrt ermöglicht werden. Aber aber auch die Stadt Husum, der Kreis Husum und der Grenzfriedensbund unterstützten unser Vorhaben.

Am 30. April um 20 Uhr wurde die Fahrt mit dem Bus angetreten, die über Hamburg - Freiburg - Basel - Lausanne - Genf - Chambery nach Grenoble führt.

Auf der Hinfahrt wird vom 1. auf den 2. Mai in einem Hotel in Offenburg übernachtet, bevor es dann in den frühen Morgenstunden des 2. Mai weitergeht. Hier wird wohl der schönste Teil der Fahrt zurückgelegt, die etwa 60 km lange Fahrt entlang am Genfer See. Dieser einmaliger Anblick wird wohl vielen unvergessen bleiben.

Mit Genehmigung des Deutschen Fußball-Bundes wird unsere Liga 2 Spiele im Raume Grenoble austragen. Die Tischtennisspieler werden in der Jugend- und Senioren-Klasse an den Start gehen. Außerdem ist vom FCS Grenoble ein umfangreiches Besichtigungsprogramm ausgearbeitet worden. Für unsere 18er Jungen wird diese Fahrt ein einmaliges großes Erlebnis werden. Wenn alles programmgemäß klappt, wird die Rückkehr am 8. Mai in Grenoble angetreten. Die Nacht vom 8. auf den 9. Mai wird in Schwetzingen verbracht, bevor dann die Heimreise am 9. Mai in den Abendstunden in Husum endet.

Eckhard "Ecki" Sers

Ausgabe Juli 1965:

Der Aufstieg gelang

Wir alle sind glücklich, denn nach einer langen Anlaufzeit ist es uns gelungen, den Aufstieg zur höchsten Amateurklasse in Schleswig-Holstein zu schaffen. Die vielen Glückwunschtelegramme, Schreiben, Karten, Blumen und Telefonanrufe aus allen Teilen Schleswig-Holsteins zeigen uns, daß wir viele Freunde haben, die sich mit uns über den Aufstieg gefreut haben.

Es ist der Erfolg einer Jahresarbeit, jedenfalls sieht es so aus. Die Punktspiele in der zweiten Amateurliga beginnen im August und enden im April/Mai des darauffolgenden Jahres. Die Vereine, die die ersten beiden Plätze einnehmen, dürfen im Mai und Juni an den Aufstiegsspielen teilnehmen. 12 Mannschaften nehmen daran teil und drei davon steigen in die erste Amateurliga auf. Es ist einfach gesagt, aber schwer getan. Wenn es dann endlich geschafft ist, so ist es ein Erfolg, der durch jahrelange Arbeit vorbereitet worden ist. Schon in der Jugendabteilung beginnt der Weg des späteren Ligaspielers. Die Verantwortlichen in den Spielausschüssen, im Vorstand und insbesondere auch die Aktiven müssen viel Idealismus und Vereinstreue aufbieten, um das große Vereinschiff durch die Klippen zu bringen, wenn mal nicht das gewünschte Ziel erreicht wird. Wir sind die Glücklichen, die den Erfolg errungen haben. Und alle unsere Freunde, die dabei waren in Eichholz und vor allem in Eutin, waren glücklich über die erkämpften Siege. Heute möchte ich allen danken, die durch ihre Vereinstreue dazu beigetragen haben, daß unsere erste Mannschaft nunmehr in der ersten Amateurliga spielt.

Wir wissen, daß die Arbeit es jetzt richtig losgeht. Eine höhere Spielklasse verlangt noch mehr Arbeit und Organisation. Die Fahrten für unsere Liga am Sonntag werden länger sein und das Training wird härter werden. Wir sind nicht aufgestiegen, um ein Gastspiel zu geben, sondern wir wollen alles tun, um in der Amateurliga bestehen zu können. Wir wissen, daß es schwer sein wird, und wir machen uns keine falschen Vorstellungen. Wenn das Husumer Sport Publikum und dabei unterstützt, sollte der gemeinsame Weg zum Erfolg führen.

Werner Denckmann, 1. Vorsitzender

Ausgabe August 1967:

Kurz berichtet:

Während des Clubkegelns schraubte unser Kegel-Obmann Karl-Heinz Lund den seit dem 20. März 1966 bestehenden Rekord von 756 Holz unseres Keglers Gerd Schulz auf die beachtliche Holzzahl von 763.

So leicht wird diese Holzzahl wohl vorerst nicht zu erreichen sein!

Dieter Schladetzky

Ausgabe November 1968:

Die 18er Familie feierte ihren "Jubiläumsball"

Höhepunkt und Schluß der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete der große Jubiläumsball des Husumer Fußballvereins von 1918 am 26. Oktober im Parkhotel Thordsen.

Das Jubiläumsjahr hatte mit sportlichen Wettkämpfen aller Sparten begonnen, die im Juni mit einem großen Festkommers ihren Fortgang nahmen. Der wirkliche Höhepunkt aber war der Jubiläumsball. Der Festausschuß hatte die große Kongreßhalle des Parkhotels Thordsen wunderbar hergerichtet. Von der Decke hingen Fußbälle herab, die einmal mehr demonstrierten, daß hier ein Fußballverein sein Fest feiert. Hübsch war auch der Einfall, die Decke optisch etwas herunterzuholen, indem man einige Wolken hervorgezaubert hatte.

Im Auftrage des Landessportverbandes übermittelte Oberstudienrat Sierwald unserem Vorsitzenden Werner Denckmann den Ehrenschild des Landessportverbandes. Er übergab ferner die mit dem Ehrenschild verbundene Urkunde und der Jugendabteilung einen Fußball mit der Bemerkung, daß sie den Ball oft ins andere Tor setzen, jedoch ihr eigenes Tor sauber halten möge.

Werner Denckmann dankte in seiner Begrüßungsansprache allen Spendern für die großzügigen Geschenke zur großen Tombola. Sie hätten das Fest mitfinanziert. Etwa 200 Firmen aus dem ganzen Bundesgebiet hätten an der Jubiläumsfeier teils mit Glückwünschen, zum großen Teil jedoch mit Spenden Anteil genommen.

Die Kapelle Kurt Wittig aus Hamburg übernahm dann das "Training" der Festteilnehmer und ganz besonders und unserer Liga-Mannschaft, die sich von einer ständigen "11-Meter-Qual" erholen mußte.

Die Stimmung war schon zu sehr früher Stunde auf Hochtouren. Ja, im Feiern war Husum 18 schon immer ganz groß!

Zum Schluß waren sich alle einig, einige sehr schöne Stunden bei Husum 18 verbracht zu haben.

Dieter Schladetzky

Ausgabe Januar 1970:

Der Weihnachtsmann kam zum Training

Das war eine Überraschung für die Knabenabteilung unseres Vereins. Mitten beim Training erschien der Weihnachtsmann, schwer beladen mit Fußbällen, Fußballhemden mit Abzeichen, Stutzen, Gesellschaftsspielen und sonstigen Sachen. Dabei hatte man bereits gehört, daß eine Weihnachtsfeier im üblichen Sinne nicht stattfinden sollte, da Weihnachten doch in erster Linie das Fest der Familie sei. Umsomehr war man erfreut, daß die beiden Betreuer der Knabenabteilung Gerhard Eckmann und Reimer Seifert kurzerhand den Weihnachtsmann zum Trainingsabend holten. Hier wurden nicht nur die Geschenke verteilt, sondern jeder mußte schon Leistung zeigen, um eines der schönen Geschenke zu erhalten. Im Tor stand der ehemalige Ligatorwart Eckhard "Ecki" Sers. Wer bei ihm einen Elfmeter unterbringen konnte, sammelte Pluspunkte für die Geschenk-Verteilung. Torwart Eckhard "Ecki" Sers erhielt für tolle Glanzparaden den Beifall der Knaben. Aber auch mit Korbballwerfen und Wettlaufen wurden Punkte errungen. Die Begeisterung war groß und wer zum Schluß noch einen Fußball mit der persönlichen Widmung von Fritz Walter erhielt, war glücklich für diese Weihnachtsüberraschung. Bei der abschließenden Geschenk-Verteilung überbrachte unser erster Vorsitzender, Werner Denckmann, die Grüße des Vorstandes und des Förderkreises und wünschte allen Knaben ein frohes Weihnachtsfest sowie für das kommende Jahr Gesundheit und viel Erfolg beim Fußballspielen.

Otto H. Krüger

So viel aus vergangenen Tagen. Und nun wieder zu aktuellen Themen.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Nachruf

1. Mai

Am 31. März 1977 ist mein Freund und Mitbegründer unseres Vereins Husum 18

Adolf "Ogge" Classen

Ehrenmitglied und Träger der silbernen und goldenen Ehrennadeln
 

für mich völlig überraschend verstorben.

Ein ganzes Lebensalter verband mich mit ihm. Während seiner Schulzeit war er der Freund meines leider schon 1953 verstorbenen Bruders Karl. Ogge kam oft zu uns in unser Elternhaus in der Großstraße. Wie strahlte er mich an, als er ab 1911 allwöchentlich von mir meine damals in Lübeck erscheinende Sportzeitung erhielt. Unsere gemeinsame Parole "Fußball ein Leben lang".

In Alemania Husum spielten Ogge und ich in der ersten Herrenmannschaft und wurden schon in der Serie 1916/17 Bezirks-Ostmeister mit der Mannschaft Helmut Pauls, Heinrich Nicolaysen, Albert Petersen, Hermann Lex, Karl Schümann, Hermann Lorenzen, Bernhard Petersen, Johannes Thomsen, Harry Trulsen, Paul Lundelius und Adolf "Ogge"Classen.

Alemania Husum Ost-Bezirksmeister 1916/17
Ein Jahr später gründere dieser Verein zusammen mit dem Husumer Sportverein Unitas unseren jetzigen Verein Husum 18. Vordere Reihe rechts kniend Adolf "Ogge" Classen.

Am 26. Januar 1919 startete Husum 18 zum allerersten Spiel gegen die schon länger bestehende und daher besser eingespielte erste Elf aus Heide. Wir verloren 1:7. Unsere Mannschaft Peter Mey, Johannes Hartmann, Friedrich "Fiete" Petersen, Adolf "Ogge" Classen, Bernhard Petersen, Paul Lundelius, Hermann Kock, Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck, Franz Sülau, Theodor und Adolf Kleeberg.

Drei Wochen später hatten wir uns wesentlich verstärkt und schlugen am 16 Februar 1919 Meldorf mit dem höchsten Resultat in der Vereinsgeschichte mit 19:0! Aufstellung: Theodor Kleeberg, Johannes Hartmann, Bernhard Petersen, Friedrich "Fiete" Petersen, Wilhelm Lorenzen, Karl Hoffmann, Franz Sülau, Thomas Ketelsen, Adolf "Ogge" Classen, W. Steffens und Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck.

Bußtag 1925 spielten Ogge und unser in englischer Kriegsgefangenschaft guten Fußball erlernter Freund Christoph Jensen - der leider jetzt in der gleichen Woche wie Ogge verstorben ist - in der Städtemannschaft Husum/Schleswig gegen die Städtemannschaft Flensburg. Bei uns spielte auch Johannes "Hans" Rademacher mit. Flensburg gewann 4:1. Das Ehrentor schoß unser Bubi Fischer.

Ich füge zwei Aufnahmen bei mit Ogge in der Mannschaft von SMS Markgraf im Ersten Weltkrieg. Ogges Sportoffizier Kapitänleutnant Braun schrieb mir: "Lieber Herr Petersen! Ihr Spieler Adolf 'Ogge' Classen gehört zu den besten Spielern unserer sehr starken Elf."

Die Elf des SMS Markgraf im Ersten Weltkrieg. Hintere Reihe zweiter von rechts: Adolf "Ogge" Classen.

Ich bin bis jetzt immer mit Ogge in schriftlicher Verbindung geblieben, habe ihn und seine liebe Paula auch einmal sonntags in der Hermann Tast Straße 1a besucht.

Mit Ogge hat Husum 18 seinen besten Spieler aus der Gründer- Elf und ich einen besten Freund verloren. Über sein Grab hinaus soll mein treues Andenken zu ihm währen. Mögen unsere lieben Ogge Classen und Christoph Jensen jetzt in Frieden ruhen!

Bernhard Petersen
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. Mai

Liga marschiert

Wohin? Ganz klar! In der Tabelle der Verbandsliga Nord unaufhaltsam nach vorne. So konnten aus den letzten drei Spielen 6:0 Punkte geholt werden bei 13:3 Toren! Leider fielen dazwischen wieder zwei Spiele den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer und müssen nun nachgeholt werden. Wir wollen jedoch hoffen, daß dadurch der Spielrhythmus unserer Elf nicht verloren gegangen ist und die nächsten Spiele in gleicher Form ausgetragen werden können.

Hier die Spiele in Kurzfassung:


 

 

TSV Plön - Husum 18

 

0:6

Im bisher besten Spiel der Saison waren die Gastgeber ohne jede Chance.

0:1   8. Minute, durch Hartmut Kock.
0:2   16. Minute, Hans Peter Hansen im Alleingang.
0:3   38. Minute, Hans Peter Hansen nach Freistoß von Ralf Pacholke.

Nach dem Wechsel erzielten bis zu 60. Minute Manfred Albertsen und Ralf Pacholke zwei weitere Treffer.

0:6   88. Minute, Torwart Günter Hoff durch Verwandlung eines Elfmeters..


 

 

Nordmark Satrup - Husum 18

 

3:6

Die Kondition der Gastgeber reichte nur für eine Halbzeit, so daß nach dem Wechsel unsere Elf den klaren Sieg sicherstellen konnte.

0:1   20. Minute, Peter Pauly nach Doppelpaß mit Hartmut Kock.
1:1   34. Minute, Kopfball von Bromberg.
2:1   43. Minute, Brink durch Foulelfmeter nach Foul von Ulrich Grabert an Bromberg.
2:2   53. Minute, Lutz Jorden nach Vorarbeit von Peter Pauly.
2:3   58. Minute, Peter Pauly nach Abwehrfehler.
Bis zur 85. Minute Erhöhung auf
2:4   durch Manfred Albertsen
2:5   durch Hans Uwe Kock
2:6   durch Hans Peter Hansen
3:6   89. Minute, Kopfball von Carstens.


 

 

Husum 18 - Eckernförder SV

 

1:0

 Der Tabellenführer und Favorit dieses Spiels wurde nur etwa eine Viertelstunde am Anfang des Spiels seiner Favoritenrolle gerecht. Als ihm ein schnelles Führungstor nicht glückte, wurde das Spiel nicht nur immer ausgeglichener, sondern unsere Elf wurde mit der Zeit technisch überlegen. Als eine Viertelstunde vor Spielende Hans-Uwe Kock eine Ballannahme vortäuschte und dadurch die Gästeabwehr narrte, war Peter Pauly plötzlich freigestellt und schoß überlegt über den sich werfenden Torwart den Ball ins Netz.


Die Tabellenspitze

1.   Eckernförder SV   27     17   6   4     61:29     40:14
2.   FC BW Friedrichstadt   24     15   6   3     63:27     36:12
3.   TSV Nord Harrislee   25     16   4   5     59:32     36:14
4.   SV Friedrichsort   25     12   8   5     47:37     32:18
5.   Husum 18   24     11   5   8     46:29     27:21

Reserve noch Chancen auf Vizemeister?

Nachdem unsere Reserve weitere vier Spiele gewinnen konnte und somit aus den letzten sieben Spielen 13:1 Punkte herausholte, kann sie mit etwas Schützenhilfe sogar noch Vizemeister der Kreisliga Süd werden. Theoretisch sogar noch Meister, doch dann müßte der Tabellenzweite Germania Breklum noch mindestens drei Spiele verlieren und wir alle Spiele gewinnen. So schön es auch wäre, doch daran wagt wohl kaum einer noch zu glauben.

Beim TSV Hattstedt hatte die Reserve einen schweren Stand. Vor der Pause glückte Andreas Wolff der einzige Treffer zum 1:0-Sieg unserer Elf. Dieser Vorsprung konnte nach dem Wechsel gehalten werden, weil Hattstedt insgesamt im Sturm zu drucklos war.

In Drelsdorf führte die Liga des TSV bis zum Wechsel mit 1:0. Doch nach der Pause gelangen unserer Elf.zwei Treffer zum 2:1-Sieg.

Im Auswärtsspiel nacheinander konnte die SG Stapelholm mit 4:0 bezwungen werden. Da die Liga spielfrei hatte, konnten Martin Dohrn, Peter Pauly und Günter Hoff als wertvolle Verstärkung eingesetzt werden. Von den vier Treffern erzielte Dieter "Schorsch" Schleger allein drei.

Das Heimspiel gegen Seeth/Drage fiel dann den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer und muß nachgeholt werden.

Knapp mit 4:3 konnte dann St. Peter-Ording bezwungen werden. Hier hatte es unsere Zweite zunächst sehr schwer, bis sich der Einsatz von Reinhard "Bernie" Grünhoff und Peter Pauly (die Erste war spielfrei) zum Schluß bemerkbar machte. Bis zur Pause lagen die Gäste durch einen von Burmeister verwandelten Handelfmeter vorn. Dann konnte Reinhard "Bernie" Grünhoff mit einer Bombe ausgleichen. Doch erneut schafften die Gäste - diesmal durch Feddersen - die Führung. Mit einem geschickten Freistoß konnte Bernd Hansen jedoch wieder ausgleichen. Doch dann erzielte Peter Pauly erstmalig die Führung für unsere Elf. Mit einem geschickten Heber gelang dann dem gleichen Spieler der endgültige Siegtreffer. Howe konnte für die Gäste lediglich noch auf 4:3 verkürzen.


Die Tabellenspitze

1.   TSV Arlewatt/Olderup   24     13   8   3     58:28     34:14
2.   SV Germania Breklum   22     15   3   4     68:31     33:31
3.   Husum 18 II   24     15   2   7     73:50     32:16
4.   TSV Nordstrand   24     13   5   6     67:46     31:17
5.   SV Blau-Weiß Löwenstedt   24     9   8   7     50:42     26:22

Unsere ALTEN begannen ihre Saison gut

Eine Minderheit in unserem Verein, nämlich unsere Altliga, kann von sich berichten, daß hier noch mit viel Eifer und Freude Fußball gespielt wird.

Nachdem im vorigen Jahr doch einige Mannschaftsschwierigkeiten vorhanden waren, scheint in diesem Jahr wieder etwas mehr Interesse vorhanden zu sein.

Im Januar wurde der "Präsident der Altliga" Wolfgang Grüner in seinem Amt bestätigt und mit einer überwältigenden Mehrheit (von elf Wahlberechtigten fielen auf den Kandidaten elf Stimmen) wiedergewählt. Er nahm sein Amt an; und das sei hier einmal gesagt, kein leichtes.

Im März begann die Serie der jährlichen Freundschaftsspiele. Die Altliga trägt in diesem Jahr 31 Spieler aus. Hier die Ergebnisse:

gegen   TSV Rantrum   5:0
gegen   TSV Büsum   1:1
gegen   Bredstedter TSV   3:2
gegen   TSV Rendsburg   1:0
gegen   Polizei Flensburg   3:2
         

Es läuft also gut an und wir hoffen, so weiter die Farben von Husum 18 zu vertreten.

Das wäre an sich, was zu berichten wäre. Zu gegebener Gelegenheit melden wir uns mal wieder die alten

"Die Alten"

 

leer  

1977

Husum 18

1. Mai

Ehrung für Hans Weinstein

Auf der Arbeitstagung des Kreissportverbandes Nordfriesland e.V. am 16. April 1977 im Hotel Großer Garten in Friedrichstadt wurde neben den Sportfreunden Tönnis und Jensen auch unser jahrzehntelanger Vereinskassierer und jetziger Sonderbeisitzer und Ehrenmitglied unseres Vereins, Hans Weinstein mit der

goldenen Ehrennadel des Kreissportverbandes

ausgezeichnet. Der erste Vorsitzende, Sportfreund Erich Wobser, überreichte in Anwesenheit führender Vereinsmitglieder vieler Vereine des Kreises Nordfriesland diese hohe Auszeichnung. Von allen Mitgliedern unseres Vereins hier an dieser Stelle die allerherzlichsten Glückwünsche für diese durch jahrzehntelange Vereinstätigkeit verdiente Auszeichnung.

Leider wurden die vom Pressewart Otto Krüger "geknipsten" Fotos nichts, da ausgerechnet an dem Tag die Zuleitungsschnur von der Kamera zum Blitzlichtgerät nach sechsjährigem Funktionieren ihren Geist infolge Wackelkontakts aufgab. Dies stellte sich dann aber erst später bei einer eingehenden Überprüfung heraus.

Otto H. Krüger
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1977

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. Mai

Osterfahrt der Jungmannen nach Pellworm

Am Gründonnerstag starteten unsere Jungmannen eine Osterreise nach Pellworm, wo sie gleichzeitig den Geburtstag von Hans-Heinrich "Hansi" Harrsen feierten, der auf Pellworm zu Hause ist. Vorbereitet und organisiert wurde diese Reise von Dieter "Schorsch" Schleger und Herbert Müller. Auf Pellworm hatte unser Hans-Heinrich "Hansi" Harrsen Quartier bei seinen Eltern besorgt, wo unsere Jungmannen großartig aufgenommen wurden. Als Begleiter stellte sich auch noch unser Ligaspieler Martin Dohrn zur Verfügung, so daß Dieter "Schorsch" Schleger erst am Abend mit seiner Ehefrau nachzufahren brauchte. Nach Aussagen aller Beteiligten war es eine runde Sache, einmal auf Pellworm zu sein und vor allem bei Hans-Heinrich "Hansi" Harrsen Geburtstag zu feiern.

Allen Organisatoren, der Familie Harrsen und vor allem Dieter "Schorsch" Schleger und seiner Ehefrau, die gleichzeitig Chefköchin gewesen sein soll, auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank.

Natürlich war für diese Fahrt - anders als bei Fahrten ins Blaue - alles vorher geplant: Am Donnerstag, dem 7. April 1977 trafen sich die Jungmannen um 12:30 Uhr am Parkplatz beim Finanzamt. Eine Stunde später ging es dann mit der Fähre von Strucklahnungshörn nach Pellworm, wobei Hans-Heinrich "Hansi" Harrsen Quartier bezogen wurde. Abends wurden dann noch das Schwimmbad besucht und viele unterhaltsame Spiele betrieben. Am Karfreitag wurden zur Vorbereitung auf ein Fußballspiel am Nachmittag dann Lockerungsübungen betrieben und eine Strandwanderung durchgeführt. Gegen eine Inselauswahl fand dann nachmittags ein Freundschaftsspiel statt. Der Sonnabend war dann einzig und allein der Geburtstagsfete für Hans-Heinrich "Hansi" Harrsen gewidmet. Nach einem gemeinsamen Ostereiersammeln am Ostersonntag besichtigten die Jungmannen noch einige Sehenswürdigkeiten der Insel, bevor am späten Nachmittag die Heimreise nach Husum angetreten wurde.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. Mai

Husum 18 Kegelmeister in der Verbandsliga

Der letzte Spieltag in der Kegler-Verbandsliga in Neumünster brachte für die erste Herrenmannschaft von Husum 18 den Meistertitel und damit den Aufstieg in die Landesliga. Durch beständige Leistungen wurde dieses gesteckte Ziel erreicht. Das letzte spannendes Spiel wurde gegen Elveshörn Elmshorn mit 33 Holz gewonnen.

Walter Franke   kegelte   742   Holz
Horst Brauer       736   Holz
Gerd Schulz       731   Holz
Norbert Peters       721   Holz
Peter Schöning       719   Holz
             

Hiernach standen die beiden Mannschaften von Blau-Gelb Schleswig und Husum 18 punktgleich, so daß ein Entscheidungsspiel über Meister und Aufstieg entscheiden mußte. Husum 18 gewann dieses Spiel sicher mit 61 Holz.

Horst Brauer   erreichte   754   Holz
Norbert Peters       750   Holz
Gerd Schulz       744   Holz
Walter Franke       739   Holz
Peter Schöning       737   Holz
             

Mit dem Aufstieg der ersten Herrenmannschaft von Husum 18 hat der Husumer Kegelverein wieder eine Mannschaft in der Landesliga vertreten.

Am selben Sonntag, Clubabend, überbrachte Günter Sunder, vom Vorstand des Vereins Husumer Kegler, die Glückwünsche für die erfolgreiche Mannschaft. Wir wünschen gute Erfolge in der Landesliga.

Das Bild zeigt die erfolgreiche Mannschaft (v.l.): Norbert Peters · Peter Schöning · Manfred Jacobsen · Walter Franke · Horst Brauer · Gerd Schulz. Foto: W. Knittel


In der Kreisliga mußte unsere zweite Herrenmannschaft das letzte Punktespiel in Glücksburg bestreiten, in der Hoffnung noch eine Platzverbesserung vom vierten Platz nach vorne zu erreichen, wenn die Mannschaften auf Platz eins bis drei verlieren.

Husum 18 II gewann das Spiel gegen Goldenen Neun Rendsburg II souveränen mit 90 Holz. Es erreichten

    Hans Hermann Hasche       724   Holz
    Adolf Klena       722   Holz
    Horst Weber       720   Holz
    Walter Zukrigl       709   Holz
und   Uwe Jahn       704   Holz
                 

Der Tabellenführer Bahnfrei Rendsburg III konnte mit viel Glück sein Spiel gewinnen und wurde Kreismeister.

Eintracht Rendsburg auf Platz 2 und Grün-Weiß Husum auf Platz 3 verloren tatsächlich ihre Spiele, so daß vier Mannschaften punktgleich folgten. Zu den Ausscheidungsspielen mußte Husum 18 II anschließend gleich nach Harrislee. In den Ausscheidungdspielen konnte sich Husum 18 II und Gut Holz Husum gleich von Grün-Weiß Husum und Eintracht Rendsburg weit absetzen.

Nach spannendem Kampf hatte Gut Holz Husum mit acht Holz knapp die Nase vorne und wurde Zweiter. Husum 18 II erreichte mit 3811 Holz wieder den dritten Platz in der Kreisliga. In diesem Spiel hatte sich aber wieder ein Pechvogel bei Husum 18 II eingeschlichen, denn auf diesen leicht laufenden Bahnen hätten wir bei konzentriertem Kegeln alles gewinnen können, zumal wir schon gut in Führung lagen. Hier kegelten

    Hans Hermann Hasche       778   Holz
    Horst Weber       778   Holz
    Walter Zukrigl       756   Holz
    Uwe Jahn       755   Holz
und   Adolf Klena       744   Holz

In der Bezirksliga der Damen konnte die erste Damenmannschaft von Husum 18 in Schuby das letzte Spiel gegen Olympia Husum mit 56 Holz gewinnen und erreichte sicher den zweiten Tabellenplatz mit 10:4 Punkten.

Mit dieser guten Leistung ist die erste Damenmannschaft in die neue Verbandsliga aufgestiegen. Wir wünschen weiterhin die guten Erfolge in der neuen Liga.

Den abschließenden Erfolg erreichte die Mannschaft mit

    Traute Christiansen       746   Holz
    Inge Jahn       745   Holz
    Inge Jacobsen       735   Holz
    Helgard "Hella" Peters       733   Holz
und   Ulla Franke       727   Holz

In der Kreisliga konnte die zweite Damenmannschaft die beiden letzten Punktspiele auch nicht gewinnen und konnte über den letzten Tabellenplatz nicht hinauskommen.

Der letzte Platz bedeutet dann leider den Abstieg in die Vereinsliga. Wir hoffen, daß die zweite Mannschaft hier wieder erfolgreicher kegelt, um die Kreisliga wieder zu schaffen.

Horst Weber

Es ging um Pokale und Preise

Zum ersten Mal veranstaltete unser Kegelclub BWR Husum 18 ein Kegelpaarturnier "Nordfriesland" für Zweiermannschaften Herren über 400 Wurf und Damen über 200 Wurf.

Da die favorisierten Kegler in den Schlußrunden starteten, war ein sehr spannendes und erfolgreiches Turnier abgelaufen.

Den Pokal der Damen gewann das Paar Elisabeth Vogel / Brigitte Görres, Flensburg, mit 1479 Holz gleich vor dem Paar Käthe Lühmann / Erika Reimers, Husum. Mit Maren Christensen / Ilse Stöhrmann (1477 Holz) und Traute Christiansen / Helgard "Hella" Peters (beide Husum 18, 1469 Holz) erreichten zwei weitere Husumer Paare Platz 3 und 4.

Bei den Herren siegte das Paar Hans-Peter May / Norbert Müller, Kiel, mit 2995 Holz und holte den Pokal, ganz knapp vor Max Ott / Uwe Mumm, Rendsburg (2995 Holz).

Als beste Husumer Mannschaft erreichten Peter Scheel / Volker Christensen mit 2982 Holz den sechsten Platz.

Bei den Herren konnten die ersten 17, bei den Damen die ersten 10 platzierten Paare wertvolle Preise aussuchen.

Volker Christensen als Vorsitzender des Vereins Husumer Kegler und Anton "Ratschi" Christiansen vom Gesamtvorstand Husum 18 überbrachten die Glückwünsche für die Sieger und Plazierten; ebenfalls sprachen sie große Anerkennung und Dank an den Kegelclub Husum 18 aus, der dieses erfolgreiche Turnier durchgeführt hat und damit eine weitere Belebung dem Kegelsport in Husum gegeben hat.

Nach den Siegerehrungen durch Horst Brauer und Manfred Jacobsen konnte man feststellen, daß dieses Turnier bei allen Teilnehmern großen Anklang gefunden hatte. Wir sagen herzlichen Dank an alle, die zum erfolgreichen Gelingen beigetragen haben.

Horst Weber
leer  

1977

Husum 18 / Fußball national

1. Mai

Fußballclub-"Mäzen" endete im Knast

Buchhalter wegen Unterschlagung von 402.000 Mark verurteilt

Weil er seinen Klub "groß herausbringen" wollte, hat der erste Vorsitzende eines niedersächsischen Fußballvereins 402.000 D-Mark unterschlagen. Ein Gericht in Bremen verurteilte den 54-jährigen Buchhalter aus Delmenhorst gestern wegen Veruntreuung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis. Die Große Strafkammer ließ in einer der ungewöhnlichsten Unterschlagungsaffären der Hansestadt wegen der "idealistischen" Ziele des Mannes allerdings Milde walten. Der ehemalige aktive Fußballspieler und fanatische Sportfunktionär habe das Geld nicht veruntreut, um ein aufwendiges Leben zu führen.

Einen großen Teil des Geldes hatte der Angeklagte auch dazu benutzt, durch Systemspiele im Lotto das Loch in der Kasse der Arbeitsgemeinschaft der "Bremer Lohnschlachter" zu stopfen. Dies war jedoch mißlungen. Nicht die "Lohnschlachter" wurden bei den Veruntreuungen in den Jahren 1968 und 1972 geschädigt, sondern der Fiskus.

Der 54-Jährige hatte vier Jahre lang nebenberuflich für die Lohnschlachter gearbeitet und dabei die Abgaben an das Finanzamt unterschlagen. Mit dem Geld finanzierte er die Anschaffung von Sportbekleidung und -geräten. In seiner Rolle als Mäzen fühlte er sich auch berufen, Mitglieder für den Klub zu "werben" und für ein volles Haus bei den Spielen zu sorgen.

Otto H. Krüger

Die Spielerpässe im Englischbuch

Wie ein Komödiengang mutet die Geschichte vom Verschwinden zweier Spielerpässe an, die bei einer Fußballtagung des Kreises Hof am Wochenende in Leupoldsgrün (Landkreis Hof) aufgeklärt wurde. Während der letzten Weihnachts- und Neujahrszeit waren die Sperren von Spielern der A-Klassenvereine FC Schwarzenbach/Saale und SV Sparneck sowie des B-Klassisten SG Regnitzlosau bereits abgelaufen. Doch die Clubs erhielten die Pässe trotz Aufforderung vom Kreissportgericht Hof nicht zurück. Sie waren verschwunden.

Die SG Regnitzlosau konnte in einem DFB-Pokal Kampf den Spieler Karlheinz Tröger nicht einsetzen, weil der Schiedsrichter es ablehnte, einen Aktiven ohne Paß mitwirken zu lassen. Regnitzlosau verlor mit 2:4 und erwägt nun einen Protest.

Auf der Tagung in Leupoldsgrün klärte Kreissportgerichtsvorsitzender Witt das Verschwinden der Spielerpässe auf: Seine Tochter sollte die Pässe zu Rücksendung auf die Post bringen, hatte diese aber in ihr Englischbuch gelegt und mit auf eine Studienreise nach Ä�è�¤��£gypten genommen. Nach ihrer Rückkehr fand man die Spielerpässe im Reisekoffer.

Nun befaßt sich die nächsthöhere Instanz, das Bezirkssportgericht Hof, mit diesem kuriosen Vorfall.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball regional

1. Mai

Fußball-Nachwichs aus den USA wird erwartet

12 Monate nach den 200-Jahrfeiern der Vereinigten Staaten steht in Schleswig-Holstein eine amerikanische Invasion bevor. 12 Fußball-Jugendmannschaften, darunter vier Mädchen-Teams, wollen in der Zeit vom 18. bis 25. Juli Schleswig-Holstein besuchen. Wie Kurt Marsmann (Niebüll) vom Verbandsjugendausschuß (SHFV) sagte, ist dieses Mammut-Freundschaftstreffen der Initiative von SHFV-Präsident Dr. Hans-Georg Skambraks (Kiel) zu verdanken. Man erwartet zu der internationalen Begegnung in einem hier noch nie erlebten Ausmaß immerhin mehr als 200 junge Amerikaner im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Die Unterbringung der Nachwuchskicker aus den Staaten soll bei Familien erfolgen. Vereinee in Kiel, Neumünster und Niebüll haben bereits spontan ihr Interesse an Aufnahme und Betreuung bekundet.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball international

1. Mai

Drei Vorschläge stehen zur Wahl

Die nächste Fußball-Europameisterschaft wird 1978/80 voraussichtlich nach einem neuen Modus ausgetragen. Wie das Organisationskomitee der Europameisterschaft in Zürich bekanntgab, gibt es drei alternative Möglichkeiten.

·

  Der Titel wird nach dem bisherigen Modus ausgespielt: Viertelfinale der Gruppensieger und eine Endrunde (Halbfinale und Finalspiele) in einem jener vier Länder, die sich für die Runde der letzten Vier qualifiziert haben.

·

  Gleiche Austragungs-Formel wie im UEFA-Cup mit Heim- und Auswärtsspielen im Viertelfinale, Halbfinale und Finale.

·

  Endrunde mit allen 8 Gruppensiegern in einem der Länder, die sich für die Runde der letzten Acht qualifiziert haben.
     

Eine endgültige Entscheidung über den künftigen Modus soll im Sommer auf einer Konferenz der Präsidenten und Generalsekretäre der europäischen Landesverbände fallen. Eine Vorentscheidung wird bereits im März von einer Sitzung des Exekutivkomitees des Europäischen Fußballverbandes (UEFA) erwartet.

Besonders der DFB drängt auf eine Ä�è�¤��£nderung des Austragungsmodus. Bei der letzten EM Runde in Jugoslawien hatte er etwa 250.000 Mark "draufgelegt" und auch 1972 in Belgien machte der damalige Europameister ein Minusgeschäft von über 300.000 D-Mark.

Otto H. Krüger

Feldverweis für ganze Nationalelf

Das dürfte auch für den Fußball in Südamerika, von dem man allerhand gewöhnt ist, ein Novum sein: Beim Länderspiel zwischen Uruguay und Ecuador (1:1) in Montevideo wurde vom Schiedsrichter die gesamte Nationalelf Ecuadors vom Platz gestellt. Der erste Sünder war der Gästetorhüter Carlos Delgado. Der Unparteiische Hector Rodriguez aus Uruguay schickte ihn wegen Spielverzögerung vom Platz. Dem Torhüter folgten die Spieler Luis Augusto Granda Villacis und GÄ�è�¤��£mez, nachdem sie den Schiedsrichter beschimpft hatten. Als der Rest der Mannschaft Ecuadors Anstalten machte, 15 Minuten vor Schluß aus Erbitterung über diese Feldverweise das Spiel abzubrechen, hatte der unerschrockene Schwarzrock genug: Auch die restlichen neuen mußten in die Kabine. Seine Begründung: Sie hätten in unannehmbarer Form gegen seine Entscheidung protestiert.

Otto H. Krüger

Fußballkrieg zwischen Barcelona und Madrid?

Barcelonas Fußballfans sind in Harnisch wegen eines von Madrid Sportfunktionären verhängten Platzverweises Ihres Lieblings Johan Cruyff, in dem sie mehr sehen als eine bloße Bestrafung für eine - von dem Kapitän ihrer Mannschaft bestrittene - Beleidigung eines Schiedsrichters.

Der Fußballklub der Blauweißen Barcelonas hatte schwere Geschütze aufgefahren. Zugleich mit seinem Protest gegen das ihrem holländischen Star auferlegte Spielverbot für insgesamt drei Ligatreffen veröffentlichte er einen ganzen Katalog von Forderungen. Zunächst soll der Schiedsrichter Ricardo Melero Guaza, der bei dem Spiel Barcelona - Malaga am 6. Februar 1977 den Unwillen des Publikums erregt hatte, der in Prügel für Ricardo Melero Guaza und Vandalismus ausgeartet war, lebenslängliches Berufsverbot erhalten. Zurücktreten sollen der Präsident des spanischen Fußballverbandes und der Präsident des nationalen Schiedsrichter-Komitees. Zudem weist er sieben Schiedsrichter auf immer zurück, die ihrerseits öffentlich erklärt hatten, nicht mehr über die Regeln von Spielen zu wachen, an denen Barceloneser Klubs teilnehmen. Johan Cruyff hatte den Schiedsrichter angeblich einen "Hurensohn" genannt.

Otto H. Krüger

Rutenschläge für Fußballrüpel

Lümmelhafte britische Fußballfans sollen künftig mit Birkenruten amtlich verprügelt werden und in den Schlachtenbummlerzügen und -bussen auf jede alkoholischer Atzung verzichten. So jedenfalls wünscht es der Dachverband Football Association. Die sehr ernst gemeinten Vorschläge sind bereits im November dem Innenministerium in detaillierter Form vertraulich übermittelt worden. Innenminister Merlyn Rees versichert, er werde sich der Sache annehmen. Wie ein Sprecher mitteilte, ist Merlyn Rees wie der Fußballverband der Ansicht, daß exzessives Trinken die Hauptursache der häufigen Ausschreitungen auf englischen Plätzen ist. Vor einigen Wochen hat erst eine UPI-Umfrage ergeben, daß England das gewalttätigste Fußball-Publikum in Europa besitzt.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Medien

16./17. Mai

Auf der Jahreshauptversammlung von Husum 18 ehrte der 1. Vorsitzende Werner Denckmann mehrere Mitglieder mit Vereinsnadeln (v.l.n.r.): Johannes Michaelsen, Karl-Heinz Timm, Walter Petersen, Rolf Suhl, August Carstens, Svend Andresen, Dieter Schladetzky, E.A. Carstens, Hans Scholz. Foto. Nehm

Husum 18 hat Sorgen mit den Zuschauern

1976 erneut geringere Besucherzahl / Positivum: Extrem niedrige Zahl an Sportunfällen

HUSUM / hn �ô Auch im Berichtszeitraum 1976 hat Husum 18 erneut einen Rückgang der Zuschauerzahlen zu verzeichnen gehabt. Das ging aus dem Jahresbericht des ersten Vorsitzenden Werner Denckmann hervor, den dieser auf der letzten von nur 56 Mitgliedern besuchten Jahreshauptversammlung hielt. Trostpflaster für den Verbandsligisten Nord: nur neun Meldungen über Sportunfälle im Vorjahr.
Werner Denckmann ging in seinem Tätigkeitsbericht unter anderem auf den Bau des Jugendheims im Friesenstadion ein. Der erste Vorsitzende, der das Vorhaben anhand mitgebrachter und ausgehängter Pläne erläuterte, gab der Hoffnung Ausdruck, daß das neue Husum-18-Jugendheim zum 60. Vereinsjubiläum im Jahre 1978 fertiggestellt sein würde.
Der erste Vorsitzende sprach auch noch einmal "zur Klarstellung" den Bau der Trainingsplätze in Schockedahl an. Die seinerzeit aus Kreisen um den SV Rödemis angegriffenen Husumer Fußballvereine Husum 18 und Frisia hätten nicht �ô wie behauptet worden sei �ô den Bau von Tennisplätzen zu verhindern versucht, sondern lediglich zu bedenken gegeben, daß die Fußballer des Rödemisser Vereines nicht auf den für Husum 18 und Frisia zugedachten Schockedahler Plätzen mittrainieren könnten, wenn ihr eigener Verein auf der ihm vorhaltenen Fläche anstatt eines Fußballtrainingsfeldes Tennisplätze anlegen lasse.
"Erfreulich" ist nach den Worten Denckmanns, daß im letzten Jahr erstmalig beim Landessportverband eine Versicherung für diejenigen Mitglieder abgeschlossen habe werden können, die ihre Fahrzeuge für Fahrten zu Sportveranstaltungen dem Verein zur Verfügung stellen. Bei eigenem Verschulden im Falle eines Unglücks übernehme die Versicherung bis zu einer bestimmten Summe die Begleichung der Schäden am eigenen Fahrzeug. "Erfreulich" ist auch eine Nachricht für die Schwimmabteilung von Husum 18, die zusammen mit dem TSV 1875 betrieben wird. Nachdem schon im letzten Jahr die Stadt Husum einen Teil der Bahngeldkosten übernommen hatte, hat der Verein, Denckmann zufolge, in den letzten Tagen vom Kreis Nordfriesland ein gleichlautendes Schreiben erhalten. Dadurch sei der Verein der Sorge um die Aufbringung der Bahngelder jetzt völlig enthoben.
Ein "für einen Verein in der Größenordnung von Husum 18 seltenes Jubiläum", das in diesem Monat begangen wird, wurde vom 1. Vorsitzenden besonders hervorgehoben: 25 Jahre alt werden die Monat für Monat erscheinenden Vereinsnachrichten, deren 300. Herausgabe soeben fertig wurde. Der Pressewart und 1. Schriftführer von Husum 18, Otto Krüger, stellte eine Jubiläumsausgabe zusammen mit einem Rückblick. Der Initiator war seinerzeit Kurt Klawitter gewesen, der auch die ersten Jahre für das Erscheinen der "Vereinsnachrichten" verantwortlich zeichnete. Nach seinem überraschenden Tode drohte im Jahre 1955 bereits das "Aus" für das vereinsinterne Mitteilungsblatt. Doch dann fanden sich immer wieder Mitglieder bereit, die Erstellung zu übernehmen. Seit nunmehr acht Jahren �ô der längsten Zeit im Vergleich zu den Vorgängern �ô werden die Nachrichten vom Pressewart Krüger herausgegeben. Einen besonderen Dank übermittelte der 1. Vorsitzende den zahlreichen Husumer Firmen, die seit 1952 mit ihren Inseraten die Finanzierung der Vereinsnachrichten ermöglichten.
Im Anschluß an den Tätigkeitsbericht wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Die silberne Vereinsehrennadel erhielten Rolf Suhl, Johannes Michaelsen und (für mehr als fünf Jahre Spielen in der I. Tischtennismannschaft) Karl-Heinrich Timm. Mit der gleichen Auszeichnung wurden auch Joachim Articus, Karl-Wilhelm Möller, Heinz Mundt und Horst Wagner geehrt, die jedoch aus gesundheit- und beruflichen Gründen nicht erscheinen konnten. Die goldene Ehrennadel erhielten Svend Andresen, Walter Petersen, Hans Scholz, August Carstens und "Caschi" Carstens. Dieter Schladetzky wurde mit der gleichen Auszeichnung für langjährige Funktionärstätigkeit geehrt. Ebenfalls "Gold" wird den Mitgliedern Alfred Kissner, Johann Kratovil, Willi Orth, Erwin Panten, Johannes Wulff und Hugo Hansen zu einem späteren Zeitpunkt verliehen werden, sie hatten an der Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen können.
Dem Kassenbericht des 1. Kassierers [Anton] Christiansen war zu entnehmen, daß das letzte Rechnungsjahr mit einem �£berschuß von 700 DM abgeschlossen werden konnte, so daß die vorher eingeplante Entnahme aus der Rücklage nicht zu erfolgen brauchte
Die Berichte der Obmänner brachten durchweg Erfreuliches: Nach dem schlechten Start in der Hinrunde konnte sich die I. Fußballmannschaft bis ins obere Tabellendrittel der Verbandsliga Nord vorkämpfen. Die Reserve hat sogar noch Meisterschaftschancen, sie liegt zur Zeit auf dem 3. Tabellenplatz in der Kreisliga Süd.
Nicht ganz den Erwartungen entsprach das Abschneiden der Jugendmannschaften. Kamen im letzten Jahr noch einige Mannschaften zu Meisterehren, so hat kurz vor Saisonende in diesem Jahr keine Jugendelf mehr Aussichten, noch Meister zu werden. Andererseits braucht �ô wie so oft in den Vorjahren �ô auch mit keinem Abstieg gerechnet zu werden, so daß hier wieder eine Aufwärtstendenz zu verzeichnen ist.
Die größten Erfolge verzeichneten die Kegler. Nach einem spannenden Entscheidungskampf gegen Blaugelb Schleswig konnte die I. Herrenmannschaft Meister werden und damit in die Landesliga aufsteigen. Die I. Damenmannschaft wurde Vizemeister und steigt in die neugegründete Verbandsliga auf. Bis auf die II. Damenmannschaft, die in die Kreisliga absteigen muß, belegten die anderen Mannschaften ebenfalls vordere Plätze, die jedoch zu keinem weiteren Aufstieg berechtigen. Daneben holten sowohl die Damen als auch die Herren den Dethlefsen-Pokal. Erstmalig veranstaltete Husum 18 in diesem Jahr ein landesoffenes Paarturnier, das von Spitzensportlern aus ganz Schleswig-Holstein besucht wurde und große Resonanz fand. Die Stadtmeister kamen im letzten Jahr ebenfalls aus den 18er Reihen. Walter Franke bei den Herren, Inge Jacobsen zum vierten Male bei den Damen und Peter Schöning zum dritten Male bei den Junioren errangen die Meistertitel. Bei den Damen A wurde Renate Denckmann Vizemeisterin.
Einen starken Zuwachs kann die Gymnastikabteilung verzeichnung, der mehr als 40 Damen angehören, von denen regelmäßig mehr als 25 an den �£bungsabenden teilnehmen.
Nicht ganz so erfreulich war der Bericht des Tischtennisobmannes [Heinz] Senger. Durch berufliche Abwesenheit gab es teilweise Aufstellungsschwierigkeiten, die zu unnötigen Punktverlusten führten. Ein Klassenerhalt der I. Mannschaft wird in der 2. Bezirksklasse nur mit etwas Glück zu erreichen sein.
Auch die Damenfußballerinnen klagen zur Zeit über zu wenig Neuanmeldungen. Zwarkonnte ein guter Mittelplatz in der letzten Saison erreicht werden, doch fehlt der jüngere Nachwuchs, um die Mannschaft wieder aufzufrischen. Trainiert wird übrigens mittwochs in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr im Friesenstadion.
Eine Leistungssteigerung ist in der Schwimmabteilung zu verzeichnen. So konnten bei mehreren Wettbewerben vordere Plätze belegt werden. In der letzten Woche wurden bei den Kreismeisterschaften drei erste Plätze und mehrere zweite und dritte Plätze belegt.
Nachdem Wolf-Dieter Horst noch einen kurzen Bericht über die Nachwuchssorten der Schiedsrichter abgegeben hatte, wurde auf Vorschlag des Ehrenmitglieds Hans Weinstein dem Gesamtvorstand Entlastung erteilt, ehe zu den Neuwahlen geschritten wurde. Der 2. Vorsitzende Arfast Carstens wurde in seinem Amt bestätigt. Der im letzten Jahr kommissarisch eingesetzte 1. Kassierer Anton Christiansen wurde für zwei Jahre gewählt. Wiedergewählt wurde Eckhard Reckstadt als 2. Schriftführer. Nach vielen Jahren gab es bei der Besetzung von zwei neuen Beisitzern wieder einmal eine Stimmzettelwahl. Sowohl die bisherigen zwei Beisitzer Horst Weber und Walter Franke als auch der vorgeschlagene Dieter Schladetzky kandidierten. Von 50 gültigen Stimmen erhielt Horst Weber 49 Stimmen, gefolgt von Dieter Schladetzky mit 32 Stimmen. Beide wurden in den Vorstand aufgenommen. Neuer Kassenrevisor wurde Renate Reckstadt.
Für den nicht mehr kandidierenden Konrad Görsch wurde der bereits in der Fußballabteilung gewählte Fußballobmann Reinhard Grünhoff in seinem Amt bestätigt. Gründhoff beendet voraussichtlich am Ende der Saison seine aktive Fußballerlaufbahn. Die Betreuerin der Gymnastikabteilung, Norma Kersten, und der Schiedsrichterobmann Horst Kersten wurden ebenfalls in ihrem Amt bestätigt.
Nach der Genehmigung des Haushaltsvoranschlags appellierte unter Punkt Verschiedenes der Beisitzer Horst Weber an alle Mitglieder, sich für den Bau des neuen Jugendheims zur Verfügung zu stellen. Um die Kosten möglichst niedrig halten zu können, müsse der Verein nach der Erstellung des Rohbaus durch die Stadt den Innenausbau teilweise in Eigenhilfe vornehmen. Hier sei jede helfende Hand willkommen, die tatkräftig zupacken könne. In diesem Zusammenhang erwähnte der 1. Vorsitzende noch eine geplante Bausteinaktion, durch die ein Teil der Kosten zur Finanzierung aufgebracht werden solle. Ein entsprechender Ausschuß sei bereits gebildet worden und werde in Kürze seine Arbeit aufnehmen.

Husumer Nachrichten - 16./17.05.1977
leer  

1977

Husum 18

1. Juni

Jahreshauptversammlung gut besucht

Mit 53 Mitgliedern und vier Gästen war die Jahreshauptversammlung am 13. Mai 1977 im Thomas Hotel nicht nur sehr gut besucht, sondern konnte auch noch in gut zweieinhalb Stunden durchgezogen werden. Nach der Begrüßung durch unseren ersten Vorsitzenden Werner Denckmann wurde eine Gedenkminute für die im letzten Jahr Verstorbenen gehalten.

Der Tagesordnungspunkt "Ehrungen" mußte dann zurückgestellt werden, bis der Pressefotograf Nehm erschien. So erstattete der erste Vorsitzende zunächst seinen Tätigkeitsbericht. Anhand von ausgehängten Bauplänen erläuterte er den Anwesenden den geplanten Bau des Jugendheims im Friesenstadion. Weiterhin gab er offiziell die Verpflichtung unseres Ehrenspielführers Egon Harms als Trainer der Liga für die nächsten Jahre bekannt. Sportfreund Egon Harms hatte das Training bereits seit Herbst letzten Jahres für den erkrankten Trainer Hans Pacholke übernommen.

Eine erfreuliche Nachricht gab es für die Schwimmabteilung. Nachdem die Stadt Husum bereits im letzten Jahr die Hälfte der Bahngebühren im Hallenschwimmbad übernommen hatte, erklärte der Kreis Nordfriesland sich in einem Schreiben bereit, künftig die restlichen 50% der Kosten zu übernehmen.

Abschließend erwähnte er noch das 25-jährige Jubiläum unserer Vereinsnachrichten, ein Jubiläum - das nicht viele Vereine aufweisem könnten.

Nach dem Tätigkeitsbericht wurden wiederum zahlreiche Mitglieder unseres Vereins geehrt. Mit der silbernen Ehrennadel wurden für langjährige Mitgliedschaft die Sportfreunde Rolf Suhl und Johannes Michaelsen geehrt, die gleiche Auszeichnung erhielt Karl-Heinrich "Heiner" Timm für über fünfjähriges Spielen in der ersten Tischtennismannschaft.

Mit der goldenen Ehrennadel konnten für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden: Svend Andresen, Walter "Scharre" Petersen, Hans Scholz, August "Aue" Carstens und Ernst-August "Caschi" Carstens. Für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz als Jugendbetreuer, Schiedsrichter, ehemaliger Pressewart und anderer Funktionärstätigkeiten erhielt Dieter Schladetzky ebenfalls die Auszeichnung in Gold. Weiteren Mitglieder wird, da sie zur Jahreshauptversammlung nicht erscheinen konnten, die Ehrung in den nächsten Wochen ausgesprochen. Für langjährige Mitgliedschaft erhält Heinz Mundt die Ehrennadel in Silber, die Mitglieder Johann Kratochvil, Willi Orth, Erwin Panten, Johannes Wulff, Hugo Hansen und Alfred Kissner erhalten die Ehrennadel in Gold.

Der Kassenbericht des kommissarisch eingesetzten Kassierers Anton "Ratschi" Christiansen ergab, daß im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.4. bis 31.12.1976 noch ein Überschuß von knapp 700 D-Mark erzielt werden konnte. Aufgrund einer sparsamen Mittelbewirtschaftung brauchte die Rücklage nicht - wie am Jahresanfang befürchtet - angegriffen werden. Nach dem Bericht der Kassenrevisoren wurde dem Kassierer einstimmig Entlastung erteilt.

Die nachfolgendem Berichte der Obmänner ergaben ein durchweg erfreuliches Bild. Die Situation der Fußballabteilung, Jugendabteilung und Kegelabteilung ist allen Mitgliedern weitgehend aus den laufenden Berichterstattungen der Vereinsnachrichten bekannt. Über die Tischtennis-, Gymnastik- und Schiedsrichter-Abteilung wird weiter hinten in dieser Ausgabe berichtet.

Der Bericht der Schwimmabteilung wurde in den Vereinsnachrichten Februar 1977 bereits abgedruckt. Inzwischen konnten die Schwimmerinnen und Schwimmer auch an den Kreismeisterschaften teilnehmen, die Anfang Mai im Husumer Hallenschwimmbad stattfanden. Nach dem Bericht von Wandersportlehrer Kurt Matthes konnten dabei in drei Altersklassen erste Plätze errungen werden. Weiterhin kamen noch zahlreiche Mitglieder unter die weiteren ersten sechs Plätze.

Anschließend bat unser Ehrenvorsitzender Hans Weinstein die Mitgliederversammlung um die Entlastung des Gesamtvorstandes, die einstimmig erteilt wurde.

Bei den Neuwahlen gab es bis auf einen "Wahlkampf mit Stimmzetteln" durchweg Bestätigungen der bisherigen Funktionäre. So wurden der zweite Vorsitzende Arfast Carstens und der zweite Schriftführer Eckhard Reckstadt wiedergewählt. Der im letzten Jahr kommissarisch gewählte erste Kassierer Anton "Ratschi" Christiansen wurde ebenfalls für zwei Jahre wiedergewählt. Bei den Beisitzern gab es dann eine Umbesetzung. Nachdem die bisherigen Beisitzer Horst Weber und Jürgen Jordan sich zur Wiederwahl bereiterklärten und auf Vorschlag auch Dieter Schladetzky mit einer Wahl einverstanden wäre, gab es eine Stimmzettelwahl. Die Wahlhelfer Henri Grund, Wolf-Dieter Horst und Günter Präger zählten die Stimmen aus und teilten mit, daß 50 gültige Stimmzettel mit je 2 Stimmen abgegeben worden waren. Mit 49 Stimmen wurde Horst Weber und mit 32 Stimmen Dieter Schladetzky gewählt. Jürgen Jordan unterlag zwar mit 19 Stimmen, doch sei ihm an dieser Stelle für seine jahrelange gute Mitarbeit im Vorstand ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Neuer Fußballobmann wurde Reinhard "Bernie" Grünhoff, da Konrad Görsch für diesen Posten nicht mehr kandidiert hatte. Nachdem Sportfreund Reinhard "Bernie" Grünhoff bereits in der Fußballabteilung aufgrund der Satzungsänderung gewählt wurde, fand er auf der Jahreshauptversammlung bei drei Stimmenthaltungen seine Bestätigung.

Weiterhin wurden bestätigt: Norma Kersten als Betreuerin der Gymnastikabteilung (Gymnastikobmännin oder -obfrau hört sich nicht so gut an, oder?), Horst Kersten als Schiedsrichterobmann und Ursula "Uschi" Friedrichsen vom TSV 1875, die kommissarisch für Husum 18 als Betreuerin der Schwimmabteilung tätig wird. Wie unsere Mitglieder wissen, bilden die Schwimmabteilungen vom TSV 1875 und unserem Verein eine Schwimmgemeinschaft, die von Ursula "Uschi" Friedrichsen gemeinsam betreut wird.

Ebenso wurde die Zusammensetzung des Spielausschusses mit Heinrich "Heine P" Petersen, Edmund Schuch und Dieter Eckholdt bestätigt.

Anschließend wurde der Haushaltsvoranschlag mit 94.000 D-Mark in Einnahme und Ausgabe für das Jahr 1977 genehmigt. Kassierer Anton "Ratschi" Christiansen erläuterte den Mitgliedern kurz die wichtigsten und größten Positionen, wobei die Fahrtkosten wiederum an der Spitze stehen.

Unter Punkt Verschiedenes meldete sich der Beisitzer Horst Weber zu Wort und appellierte an alle Mitglieder, sich in der Freizeit verstärkt für den Bau im Friesenstadion zur Verfügung zu stellen. Wenn der Rohbau durch die Stadt Husum errichtet worden ist, wird ein Teil der Innenausstattung durch unseren Verein in Eigenleistung zu erbringen sein, damit die finanzielle Belastung des Vereins in tragbaren Grenzen gehalten wird.

Über den Fortgang des Baus wird in den Vereinsnachrichten zu gegebener Zeit berichtet werden, damit alle Mitglieder sich rechtzeitig darauf einstellen können, beim Innenausbau tatkräftig mitzuhelfen.

Der erste Vorsitzende unterrichtete daraufhin die Mitglieder, daß in nächster Zeit eine "Bausteinaktion" geplant sei, um einen Teil der entstehenden Baukosten aufzubringen. Auch hierrüber wird noch berichtet werden.

Bereits um 22.15 Uhr konnte die Jahreshauptversammlung geschlossen werden. Für viele war das natürlich noch kein Grund, nach Hause zu eilen. Es wurde sich noch angeregt unterhalten und einige Unverwüstliche trafen sich zuletzt noch in unserem Vereinslokal Jever Stube bei Rolf Wiesendanger, wo ab 0.00 Uhr der Geburtstag unseres Sportfreunde Edmund Schuch gebührend gefeiert wurde.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. Juni

Position gehalten

Obwohl unsere Liga in den letzten vier Spielen nur 3:5 Punkte holte, konnte der Platz im oberen Tabellendrittel gehalten werden, da auch gleichplazierte Mannschaften Punkte abgeben mußten.


 

 

Husum 18 - TSV Russee

 

1:3

Wie wenig man auch einen - oder gerade einen - abstiegsgefährdeten Gegner unterschätzen darf, erwies sich in diesem Spiel. Optisch überlegen, fehlte unseren Stürmern in dieser Partie der nötige Druck, um zum Erfolg zu kommen. Die Gäste dagegen warteten eiskalt auf ihre Konterchancen und wußten sich energisch durchzusetzen. In 28. und 35. Minute konnte der Russeer Pollex nach Abwehrfehlern die 2:0-Führung für seine Elf erzielen. Kurz nach dem Wechsel gelang Peter Pauly zwar der Anschlußtreffer, nachdem aber Ralf Pacholke eine sichere Torchance "versiebte", fand sich die Gästeabwehr wieder und hielt stand. Ein Konter in der 78. Minute brachte dann durch Todsen sogar das 3:1 für die Kieler.


 

 

Husum 18 - VfR Laboe

 

3:2

Eine wechselvolle Partie gab es im zweiten Nachholspiel auf eigenem Boden, der gegen Spielende wegen wolkenbruchartigen Regens immer glatter wurde und das Spiel in eine Rutschpartie verwandelte.

Nachdem in der ersten Viertelstunde dreimal auf der Linie ein Rückstand verhindert wurde, teils durch großartige Paraden von Günter Hoff und teils durch den immer richtig stehenden Reinhard "Bernie" Grünhoff, brachte die erste echte Chance für unsere Elf durch Manfred Albertsen nach Vorarbeit von Peter Pauly die 1:0-Führung. In der 32. Minute war wiederum Manfred Albertsen nach Vorlage von Hartmut Kock der Schütze zum 2:0.

Nach dem Wechsel vergab unsere Elf reihenweise Chancen für eine Resultatserhöhung. Dann wurde es in der letzten Viertelstunde wieder dramatisch. Zuerst vergab Günter Hoff, als er einen Elfmeter gegen die Latte setzte. Vier Minuten später verschoß der Kieler Janz ebenfalls einen Elfmeter. In der 84. Minute gelang diesem Spieler dann aber der Anschlußtreffer. Mitten in die Drangperiode der Gäste, die auf den Ausgleich drängten, gelang dann Hartmut Kock mit einem Konter die 3:1-Führung in der 88. Minute. Im Gegenzug erzielten die Gäste durch Wienlocha dann doch noch ihren zweiten Treffer, der dann aber zum Ausgleich nicht mehr reichte.


 

 

FC BW Friedrichstadt - Husum 18

 

4:1

Recht zuversichtlich war unsere Elf in dieses Spiel gegangen, mußte dann aber mehr in die Defensive gehen, um die stürmischen und schnellen Angriffe der Gastgeber abzufangen. Dies gelang jedoch nur eine Halbzeit.

Als in der 48. Minute Hans-Jürgen Steglich durch Ralf Pacholke im Strafraum zu Fall gebracht wurde, vollstreckte Peter Rudolph den Strafstoß zum 1:0. Bereits vier Minuten später hieß es durch Mumm 2:0, der eine gelungene Aktion der Gastgeber erfolgreich abschloß. Aus dem Hinterhalt erzielte dann Hans-Jürgen Steglich in der 75 Minute den dritten Treffer. In der 80. Minute mußte dann Ralf Pacholke wegen Nachschlagens noch das Feld verlassen und wird die restlichen Spiele ausfallen. Nachdem Möller in der 83. Minute der vierte Treffer gelang, erzielte Hans Uwe Kock im Gegenzug nach Vorlage von Manfred Albertsen den Ehrentreffer für unsere Elf.


 

 

Gut Heil Neumünster - Husum 18

 

3:3

Trotz einiger Ersatzleute konnte bei den heimstarken Neumünsteranern ein Unentschieden geholt werden. In einem offensiven Spiel erzielte Manfred Albertsen in der 20. Minute die Führung für unsere Elf. 5 Minuten vor der Pause glichen die Gastgeber durch Woida aus. In der 50. Minute schloß dann unser erster Kassierer Anton "Ratschi" Christiansen, der wegen fehlender Spieler in der zweiten Hälfte eingesprungen war, unsere Elf erneut in Führung. Durch einen Zwischenspurt gelang den Gastgebern dann in der 60. Minute (Woida) und 75. Minute (Horst) erstmals die Führung. Doch nach einem Foul an Manfred Albertsen konnte in der 82. Minute Hartmut Kock den Strafstoß zum 3:3 verwandeln.


Die Tabellenspitze:

1.   TSV Nord Harrislee   29     70:34     44:14
2.   FC BW Friedrichstadt   29     82:33     43:15
3.   Eckernförder SV   29     61:31     40:18
4.   SV Friedrichsort   28     49:49     33:23
5.   Husum 18   28     54:41     30:26

Auch nicht theoretisch ...

ist für unsere Reserve ein Aufstieg in die nächste Spielklasse mehr möglich. Der Tabellenführer Germania Breklum gab bisher keinen weiteren Punkt mehr ab und kann von unserer Elf nicht mehr eingeholt werden, theoretisch nur noch von Arlewatt/Olderup.

Dennoch warte unsere Elf die geringe Chance bis zuletzt. Mit einem Kantersieg wurde im Heimspiel die Reserve vom TSV Rantrum nach Hause geschickt. Bis zur Pause nur 2:0, fielen nach dem Wechsel die Treffer Schlag auf Schlag und erbrachten am Ende einen 11:0-Sieg. Je 4 Treffer erzielten Dieter "Schorsch" Schleger und der wieder spielberechtigte Peter Jasinski, drei Treffer steuerte Manfred Weidner bei.

Im folgenden Auswärtsspiel beim Ortsrivalen Frisia II gab es dann nur ein 0:0-Unentschieden, doch hätte ein Sieg zur Meisterschaft auch nicht mehr gereicht.


Die Tabellenspitze:

1.   Germania Breklum   27     80:38     41:13
2.   TSV Arlewatt/Olderup   27     67:31     39:15
3.   Husum 18 II   27     94:50     37:17
4.   TSV Nordstrand   27     77:53     35:19
5.   SV BW Löwenstedt   27     53:43     31:23

Trainingsspiel

Zu einem Trainingsspiel unter Flutlicht im Friesenstadion hatte unsere Liga eine Landesauswahl des Bundesgrenzschutzes eingeladen. Mit dem Amateur-Oberligaspieler Pape (SV Itzehoe), den Landesligaspielern Landsberg (VfL Schwartau), Knuth (Eutin 08), Krinke (Strand 08), Rücker (VfL Schwartau) und Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen (Union Neumünster) standen namhafter Akteure bei den Gästen zur Verfügung. Dennoch konnte der BGS nur einen knappen 1:0-Sieg erringen. Selbst dieser Treffer wäre unter Umständen bei etwas besseren Lichtverhältnissen verhindert worden.


Spiel gegen FC St. Pauli?

Mündlich ist zwar alles klar, doch fehlt vom Bundesliga Aufsteiger FC St. Pauli noch die schriftliche Bestätigung, dann kann auch in diesem Jahr wieder eine Begegnung unserer Liga gegen einen Bundesligisten stattfinden. Diese Begegnung würde dann am Sonntag, dem 24 Juli 1977, um 15 Uhr im Friesenstadion ausgetragen werden. Wenn alles klar geht, mehr davon in den nächsten Vereinsnachrichten.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Gymnastik

1. Juni

Bericht der Gymnastikabteilung

Die Gymnastikabteilung besteht aus ca. 40 Mitgliedern, von denen an den Gymnastikabenden in der Regel 25 bis 30 Personen teilnehmen.

Die Abende werden immer noch von Frau Neumann geleitet, die ihre Stunden sehr gut vorbereitet und nach modernen Ansprüchen der Gymnastik gestaltet. Sie beabsichtigt, die Übungen so zu gestalten, daß wir im Herbst das "Bronzene Gymnastikabzeichen" erringen können. Die Gymnastikabende finden jeden Donnerstag in der Realschule Süd von 19.30 bis 20.30 Uhr statt.

Mit der Halle sind wir zufrieden. Sportgeräte stehen uns zur Verfügung. Für die musikalische Untermalung sorgt Frau Neumann.

Als geselligen Abschluß des Jahres 1976 hatten wir für unsere Abteilung wieder eine Feier, die allgemein guten Anklang fand.

Wir würden uns freuen, wenn noch mehr neue Mitglieder unserer Abteilung beitreten würden.

Norma Kersten
leer  

1977

Husum 18 / Schiedsrichter

1. Juni

Bericht der Schiedsrichter

Im Spieljahr 1976/77 stellte Husum 18 dem Schiedsrichterausschuß Nordfriesland folgende Schiedsrichter zur Verfügung. Wolf-Dieter Horst, Horst Kersten, Karl-Adolf Kock, Rudolf Pahl, Heinz Schwarzer, Ernst-Hermann Grund und Rüdiger Meier. Sie wurden wie folgt eingesetzt: Einer in der Amateurliga, zwei in der Bezirksliga, einer in der Bezirksklasse und drei in der Kreisklasse.

Am Schiedsrichterlehrgang 1977 nahm von unserem Verein Sportfreund Hans Peter Thomsen teil.

Unser Verein muß für zwei Seniorenmannschaften, eine Damenmannschaft, eine Jungmannen- und eine Jugend(bezirks)-Mannschaft je einen Schiedsrichter stellen, insgesamt somit 5 Schiedsrichter. Damit aber möglichst alle Spieler mit geprüften Schiedsrichtern besetzt werden können, bitten die Schiedsrichter unseres Vereins und die Schiedsrichtervereinigung Nordfriesland jeden Sportfreund, der Interesse hat als aktiver Schiedsrichter tätig zu sein, sich für den Lehrgang 1978 anzumelden. Meldungen nimmt jeder unsere Schiedsrichter und jedes Vorstandsmitglied entgegen und leitet sie an die zuständige zuständige Stelle weiter.

Horst Kersten
leer  

1977

Husum 18 / Tischtennis

1. Juni

Bericht der Tischtennisabteilung

Die Tischtennisabteilung zählt zurzeit 24 Mitglieder, von denen 17 aktiv sind. Die erste Herrenmannschaft spielte in der abgelaufenen Saison in der zweiten Bezirksklasse, die jedoch nach einigen Spielerausfällen und unglücklich verlorenen Spielen nicht zu halten war, obwohl nach dem technischen Können der Klassenerhalt durchaus zu schaffen gewesen wäre.

Die zweite Mannschaft spielte in der ersten Kreisklasse. Hier wäre mit dem berühmten Quentchen Glück sogar der Aufstieg zu schaffen gewesen. Doch während die beiden jetzigen Aufsteiger Sylt-Ost und MTV Leck III jeweils mit 9:6 geschlagen wurden und die zweite Mannschaft bereits als Favoritenschreck eingestuft wurde, konnten Spiele gegen nachrangig plazierte Mannschaften bei Auswärtsspielen nicht gewonnen werden.

Beide Mannschaften könnten, optimistisch betrachtet, den Aufstieg im kommenden Spieljahr schaffen.

Durch die Beschaffung eines neuen Tischtennistisches und neuer Netzgarnituren ist die Abteilung zunächst zufriedenstellend ausgestattet. Dadurch können neben verbesserten Trainingsmöglichkeiten beide Mannschaften eventuelle Heimspiele zugleich austragen, ohne an qualitativ schlechten Tischen spielen zu müssen. An dieser Stelle nochmals besten Dank an den Vorstand.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde wie alljährlich die Vereinsmeisterschaft in unserer Sparte ausgetragen. Der alte und neue Vereinsmeister Gerd Hansen konnte den Pokal nach einem spannenden Endspiel gegen Günter Petersen zum dritten Mal verteidigen. Damit ging der "Pott" endgültig in seinen Besitz über.

Unbefriedigend ist in unserer Sparte noch die Jugendarbeit. Alle Bemühungen des Vorstandes, in der Theodor-Storm-Schule von der Stadt Husum Trainingszeiten für die Jugend genehmigt zu erhalten, blieben bisher ohne Erfolg. Aber gerade eine rege Jugendarbeit ist für die Lebensfähigkeit eines Vereins und damit seiner Sparten ungeheuer wichtig.

Es wäre schön, wenn auch die Tischtennisjugend, wie vor ein paar Jahren, wieder den Verein nach außen repräsentieren würde.

Heinz-Dieter Senger
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. Juni

Damen- und Herren-Kegler gewinnen Dethlefsen-Pokale

Zum diesjährigen Wettkampf um die beiden Dethlefsen-Pokale waren 11 Herren- und 9 Damen-Klubs der Husumer Kegler angetreten, um mit guten Holzzahlen sich in die 5er-Wertungsmannschaften ihres Klubs zu kegeln.

Sicher gingen die Keglerinnen und Kegler von Husum 18 als Favoriten in dieses Turnier, immerhin die Damen als Aufsteiger in die Verbandsliga, und die Herren als Aufsteiger in die Landesliga.

Durch gute vorgelegte Ergebnisse wurde das Dethlefsen-Pokalkegeln wieder ein sehr spannendes Turnier bis zur letzten Kugel. Nach einem spannenden Dreikampf zwischen Frisia Husum, Husumer Jungs und Husum 18 konnten die Männer von Husum 18 mit 3745 Holz vor Frisia (3740 Holz) den Pokal erfolgreich verteidigen und damit das zweite Mal den Pokal gewinnen.

Mit guten Ergebnissen kegelten sich die 5 Besten in die Siegermannschaft mit

    Gerd Schulz   742   Holz
    Horst Weber   746   Holz
    Hans-Hermann Hasche   748   Holz
    Manfred Jacobsen   753   Holz
und   Norbert Peters   756   Holz
             

Den erwarteten Zweikampf zwischen Fortuna Husum und Husum 18 bei den Damen konnten die Keglerinnen von Husum 18 mit 3696 Holz vor Fortuna mit 3673 Holz klar für sich entscheiden und gewannen damit den Dethlefsen Pokal zum sechsten Mal hintereinander.

    Inge Jahn   735   Holz
    Anita Borchert   736   Holz
    Anke Brauer   737   Holz
    Inge Jacobsen   742   Holz
und   Traute Christiansen   746   Holz

waren die besten fünf Damen, die mit ihren guten Ergebnissen die Siegermannschaft stellten.

Horst Weber
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. Juli

Husum 18

-

FC St. Pauli

(Verbandsliga)   (Bundesliga)
  am  

Sonntag, dem 24. Juni 1977
im Friesenstadion

Anstoß:   15.30 Uhr
     
Vorspiel:   Husum 18 Schüler (Vizemeister) - Rödemisser SV Schüler
    Anstoß 13:45 Uhr
     
Eintritt:   im Vorverkauf 6.- DM Erwachsene / 4,- DM Jugendliche unter 14 Jahre
    an der Kasse 7,- DM Erwachsene / 5,- DM Jugendliche unter 14 Jahre
Achtung: Frauen in Begleitung eines erwachsenen Herrn haben freien Eintritt
     
Kartenvorverkauf:   Sporthaus Friedr. Rothgordt, Großstraße 28
    Sport-Horst, Herzog-Adolf-Straße 30
    VIVO-Markt M. Jacobsen, Hermann-Tast-Straße 37
    Tabakwarengeschäft Nachtigall, Schiffbrücke 23

Vor dem Spiel und in der Pause spielt für Sie der Husumer Spielmannszug und Fanfarenzug zur Unterhaltung.


Neuer Bundesligist FC St. Pauli

Seit dem Gründungsjahr 1910 nimmt beim FC St. Pauli neben Handball, Rugby, Tischtennis und Schach der Fußball den ersten Rang ein. Von den rund 1.400 Mitgliedern haben daher die meisten sich der letztgenannten Sportart verschrieben. Seit rund einem halben Jahrhundert wird daher beim FC St. Pauli Spitzenfußball betrieben, der insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg einen enormen Aufschwung erlebte.

Viele Jahre hatte der Verein bis zu sechs Nationalspieler gleichzeitig in seinen Reihen, auch der heutige Bundestrainer Helmut Schön trug das Trikot dieses Vereins.

Obwohl spielerisch durchaus in der Lage, scheiterte der FC St. Pauli im Jahre 1963 bei der Einführung der heutigen Bundesliga "verwaltungsmäßig" am Aufstieg in diese höchste deutsche Spielklasse, da auch die Weltstadt Hamburg nur mit einem Club, dem HSV, in der Bundesliga vertreten sein durfte.

Der Verein ließ sich dadurch jedoch nicht unterkriegen. In den 30 Spiel-Saisons der Nachkriegszeit wurde der FC St. Pauli viermal Meister und dreimal Vizemeister der Regionalliga Nord und sechsmal Vizemeister der Oberliga Nord. Durch hohe finanzielle Investitionen von 1,5 Millionen D-Mark für die Saison 1976/77 und die Verpflichtung des hervorragenden Trainers Diethelm Ferner sowie sechs überdurchschnittlich begabten Spielern wurde in der letzten Saison der Aufstieg in die Bundesliga programmiert und erreicht.

Mit 22 Spielen in ununterbrochener Reihenfolge unbesiegt wurde dabei ein bisher nicht erreichter Rekord bezahlten Fußball erzielt.

Aus dem Kader der 18 Profis ragen dabei zwangsläufig durch ihre Leistungen einige Spieler heraus, obwohl in dem von Kameradschaft und gemeinsamem Willen getragenen Team Starallüren verpönt sind:

Jürgen Rynio, Torwart: Junioren- und B-Nationalspieler, phantastische Reaktion auf der Torlinie, Beherrschung des Strafraums, bester Torwart der zweiten Liga Nord.

Niels Tune-Hansen, Verteidiger: 14facher dänischer Nationalspieler, enorme Kondition, schaltet sich torgefährlich in den Angriff ein.

Walter Frosch, Verteidiger: Kam mit Bundesliga-Erfahrung vom 1.FC Kaiserslautern, verbissen und aggressiv im Zweikampf, jederzeit "gut für gelbe Karten", aber auch für Verteidiger-Tore.

Dietmar Demuth, Vorstopper: FC Eigengewächs, das zu großen Hoffnungen berechtigt. Bei ausgeprägt athletischen Fähigkeiten beeindruckt die Spieltechnik und bei schnellen Vorstößen die Torgefährlichkeit. Dietmar Demuths Ziel, in den Kreis der Nationalelf vorzustoßen, erscheint nicht unrealistisch.

Manfred Mannebach, Mittelfeld: St. Paulis Laufwunder mit spieltechnisch brillanten Fähigkeiten. Beeindruckend die Kondition, die ihm erlaubt, 90 Minuten ein hohes Tempo durchzustehen.

Rolf-Peter "Butje" Rosenfeld, Mittelfeld: Der 20-jährige Abiturient ist eines der Spitzen-Talente des Fußballs mit Befähigung zum Spielgestalter großen Zuschnitts. Eindrucksvoll ist seine Technik, Schnelligkeit und Spielübersicht.

Rolf Höfert, Libero und Mittelfeld: langjähriger Mannschaftskapitän, durch hervorragende Übersicht und ausgeprägte Kampfmoral universell einsetzbar, große Schußkraft. In der laufenden Saison der Spielmacher des FC im Mittelfeld.

Horst Neumann, Außenstürmer: Seine Stärken sind seine Schnelligkeit und beidfüßige Schußkraft. Großer Dribbler mit Mut zur Verantwortung. In der Vorsaison torerfolgreichster Außenstürmer im bezahlten deutschen Fußball.

Franz Gerber, Mittelstürmer: Kam von Bayern München über Wuppertal mit Bundesliga-Erfahrung zum FC St. Pauli. Zählt zu den besten deutschen Mittelstürmern. Schnell, ausgeprägte Spieltechnik, instinktsicher im Ausnutzen von Torchancen. Zur Zeit erfolgreichster Torschütze im deutschen Profifußball.

Trainer
Diethelm Ferner (35)
Tor
Jürgen Rynio (28)
Kapitän und Libero
Rolf Höfert (27)

Abwehr
Dietmar Demuth (21)
Mittelfeld
Manfred Mannebach (22)
Angriff
Franz Gerber (22)
Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Historisches

1. Juli

 

Rückblick und Erinnerung

Angeregt durch die Jubiläumsausgabe unserer Vereinsnachrichten und den darin abgedruckten "Stories aus alten Zeiten", die allerseits sehr viel Anklang fanden, meinte unser Sportfreund Dieter Schladetzky, daß unserer jetzigen Jugendabteilung - vielleicht als Ansporn? - der Tag in Erinnerung gebracht werden sollte, an dem unsere Jungmannen Landesmeister wurden. Auch dieser Jahrestag jährte sich am 29. Juni 1977 nun zum 25 Male. Auch ein kleines Jubiläum - oder finden sie nicht?

Hier nun der Bericht von "annodazumal":

Otto H. Krüger

Der 29. Juni 1952 wurde zum größten Tag der Vereinsgeschichte / Triumphaler Einzug

Husum 18-Jungmannen Landesmeister!

Gegen 16 Uhr rasselte das Telefon im Handwerkervereinshaus. "Mit 6:5 nach 2 x 10 Minuten Spielverlängerung haben wir die Landesmeisterschaft der Jungmannen gewonnen", verkündete freudestrahlend Walter Nelkert aus Kiel. In wenigen Minuten prangte unser Vereinslokal im Flaggenschmuck. Bürgermeister Dr. Georg Fiedler, Bürgervorsteher Wilhelm Laubach und die Mitglieder des Magistrats wurden verständigt, hatten sie doch im Falle eines Sieges unserer Jungmannen über TSV Heiligenhafen einen Empfang vor dem Rathaus gleich nach ihrer Rückkehr zugesagt. Radio Meyer stellte seinen Lautsprecherwagen zur Verfügung und verkündete überall den Sieg. Kein Wunder, daß tausende Menschen sich zum Empfang einstellten und ihm ein triumphales Gepräge gaben. Hans Weinstein entbot den wackeren Siegern an der Schleswiger Chaussee das erste Willkommen. Von der Treppe des flaggengeschmückten Rathauses begrüßte unser Vorsitzende den Magistrat und beglückwünschte die Sieger zu ihrem stolzen Erfolg. Bürgervorsteher Laubach übermittelte die Grüße der Stadt, er kündete eine Festsitzung des Magistrats mit den Spielern an und versprach den Verein nach besten Kräften zu unterstützen. Anhaltender Beifall dankte den Rednern. Dann wurden die jungen Sieger festlich bewirtet. Der 29. Juni wurde zum größten und denkwürdigten Tag in der Vereinsgeschichte.

Kurt Klawitter

V.l.: Adolf Wagner · Wilhelm "Willi" Carstens · Johann Hasche · Heinrich "Heini" Golde · Birger Hansen · Peter Römer Peters · Gerhard "Gille" Eckmann · Rold Fentzahn — Dieter Schladetzky · Claus Westerwiek · Otto Albertsen. Auf dem Bild fehlen Hans Jürgensen und Hans Ziewitz.


Am nächsten Tag berichtete die Presse über dieses Spiel:

Husumer Jungmannen Landesmeister

Entscheidung erst in der Verlängerung

Kiel/Husum. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachten die Jungmann von Husum 18. Vor dem Amateurländerspiel zwischen Deutschland und der Schweiz führten sie vor 30.000 Zuschauern das Endspiel um die Landesmeisterschaft gegen den TSV Heiligenhafen durch. In einem Treffen, an dem sich die Zuschauer immer wieder begeisterten, stand es bei Ablauf der regulären Spielzeit 4:4. In der darauffolgenden Verlängerung waren die Husumer die Mannschaft mit der besseren Kondition und den stärkeren Nerven, die am Ende mit 6:5 einen zwar knappen, aber verdienten Sieg davontragen.

In der Aufstellung

Claus Westerwiek

Dieter Schladetzky ǀ Otto Albertsen

Birger Hansen ǀ Peter Römer Peters ǀ Hans Jürgensen

Johann Hasche ǀ Wilhelm Carstens ǀ Hans Ziewitz ǀ Adolf Wagner ǀ Rolf Fentzahn

gewannen die Husumer den Kampf.

Husumer Nachrichten vom 30. Juni 1952

Ehrung vor dem Rathaus durch den Magistrat

Husum empfing die Fußball-Jungmannen

Den Jungmannen des Husumer Fußballverein von 1918, die am gestrigen Sonntag vor dem Wettkampf zwischen der deutschen Olympia-Fußballmannschaft und der Schweizer B-Mannschaft vor 25.000 Zuschauern das entscheidende Spiel um die Landesmeisterschaft ihrer Klasse gegen den TSV Heiligenhafen austrugen und nach Spielverlängerung mit 6:5 knapp, aber verdient gewannen, wurde gestern Abend vor dem Rathaus ein ehrenvoller Empfang durch den Magistrat und die Bevölkerung zuteil.

Nach der Rückfahrt von Kiel stieg die siegreiche Husumer Jungmannen-Mannschaft aus dem Omnibus und zog von hier kurz nach 2 Uhr unter Vorantritt von Vorstandsmitgliedern des HFV 18, des Trainers Felix Nowak und des Mannschaftsbetreuers Walter Nelkert unter den Klängen eines vorausfahrenden Lautsprecherwagens nach dem Rathaus, wo eine nach Hunderten zählende Menschenmenge ihre Ankunft erwartete. Auf der Rathaustreppe hatten sich mit dem Bürgervorsteher und dem Bürgermeister die Mitglieder des Magistrats versammelt.

Nachdem zunächst der Vorsitzende des Husumer Fußballvereins von 1918, Kaufmann Wilhelm Wanger, die siegreiche Fußballmannschaft begrüßt und dem Magistrat sowie der Bevölkerung für die begeisterte Anteilnahme an dem schönen Erfolg in Kiel gedankt hatte, entbot Bürgervorsteher Wilhelm Laubach der Mannschaft die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem wunderbaren Sieg. Stadtvertretung, Magistrat und Bürgermeister hätten es sich nicht nehmen lassen, den siegreichen Fußballspielern einen feierlichen Empfang zu bereiten. Husum wisse es zu schätzen und zu würdigen, daß sie die Fahne unserer Stadt siegreich verteidigt und die Landesmeisterschaft errungen hätten. Der Magistrat habe in einer vorausgegangenen kurzen Besprechung beschlossen, in der nächsten Sitzung auch nach außen hin die Ehrung für die Mannschaft Ausdruck zu verleihen. In einer besonderen Festsetzung werde es der Magistrat noch besonders würdigen, was die Jungmannen des HFV für die Stadt Husum geleistet hätten.

Im Namen der siegreichen Mannschaft dankte Spielführer Peter Römer Peters für den ihr in der Heimatstadt zuteil gewordenen ehrenden Empfang. Er gedachte dabei auch des außerhalb Husums krank darnieder liegenden Mittelstürmers Heinrich "Heini" Golde, dem es leider nicht vergönnt gewesen sei, an dem entscheidenden Spiel um die Landesmeisterschaft in Kiel teilzunehmen.

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe der Vereinsnachrichten
leer  

1977

Husum 18

1. Juli

Abschied für Reimer Seifert

Nach über 15jähriger Jugendarbeit für unseren Verein als langjähriger Jugendobmann, Trainer, Betreuer und Jung Jugendschiedsrichter zog sich Sportfreund Reimer Seifert von der aktiven Funktionärsarbeit in unserem Verein zurück. Aus diesem Anlaß und um die Erringung der Vizemeisterschaft unserer ersten Schülermannschaft zu feiern, wurde im Friesenstadion eine Würstchen-Grillparty veranstaltet. Nicht nur alle Mannschaftskameraden, auch zahlreiche Eltern sowie Mitglieder des Gesamt- und des engeren Vorstandes waren erschienen, um beide Anlässe gebührend zu feiern. Nachdem Platzwart Peter Hansen die ersten Würstchen gegrillt und verteilt hatte, dankte Gerd Meier Sportfreund Reimer Seifert für seine jahrelange Arbeit zum Wohle des Vereins. Schriftführer Otto Krüger schloß sich seinen Worten an und gab noch einmal einen kurzen Rückblick der letzten Jahre, in denen Sportfreund Reimer Seifert nicht weniger als 7 Meisterschaften mit seinen Jungs erringen konnte und überreichte ihm im Namen des Vorstandes eine Erinnerungsplakette mit der eingravierten Inschrift "Als Dank für Jugendarbeit. Husum 18". Als alle satt waren, erfolgte ein Preisschießen mit einem Luftgewehr. Als bester Schütze erwies sich dabei der auch im Spiel beste Torschütze Hauke Hartmann. Mit drei Schuß errang er 30 Punkte, einmal die 12 und zweimal die neun. Von den zur Auswahl aufgebauten Preisen griff er spontan zu einer vom Vater des Spielers Ulf Knittel gespendeten Pocketkamera (mit Sensorpunkt). Dichtauf folgte Harry Berger mit 29 Punkten. Letzter wurde Jürgen Sukow mit 3 Fehlschüssen, doch auch er ging nicht leer aus, da für jeden ein Preis vorhanden war.

Während die Schüler dann mit eintretender Dunkelheit nach Hause gingen, saßen die Erwachsenen noch gemütlich längere Zeit im aufgebauten Zelt zusammen und diskutierten über ... selbstverständlich Fußball.

Otto H. Krüger

Horst Wagner wurde geehrt

Wie bereits in der letzten Ausgabe der Vereinsnachrichten erwähnt, konnten nicht alle für eine Ehrung vorgesehenen Mitglieder auf der letzten Jahreshauptversammlung erscheinen. Zu ihnen gehört auch der seit 1941 unserem Verein angehörende "Butenhusumer" Horst Wagner.

Horst Wagner war im Jahre 1955 aus beruflichen Gründen nach Hamburg verzogen und ist dort Inhaber eines größeren Lebensmittelmarktes. Für seine nun schon 36jährige Vereinstreue wurde er am Sonnabend, dem 11. Juni 1977, im Pesel des Thomas Hotels im Beisein seiner Ehefrau sowie unseres 3. Vorsitzenden Harry Mölck, dem Jugendobmann Gerd Meier und unserem Mitglied Friedel Bahnsen - die ihn seit vielen Jahren kennt - vom Schriftführer Otto H. Krüger mit der silbernen Vereinsehrennadel ausgezeichnet. Wie sehr Sportfreund Horst Wagner unserem Verein noch verbunden ist, zeigte sich dadurch, daß er im Anschluß an die Ehrung unserem Jugendobmann zwei Jugendfußbälle überreichte, für die wir uns an dieser Stelle auch noch einmal recht herzlich bedanken möchten.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. August

Diese Mannschaft wird wie im Spiel gegen FC St. Pauli sicherlich nicht zum letzten Mal zusammengespielt haben (v.l.): Martin Dohrn · Hans-Peter Hansen · Heino Deckert (von Frisia Husum) · Andreas Wolff · Bernd Hansen · Hans Uwe Kock · Trainer Egon Harms — Ralf Pacholke · Günter Hoff · Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen (von Union Neumünster) · Manfred Albertsen · Otto (von Frisia Husum) · Reinhard „Bernie“ Grünhoff · Ulrich Grabert · Peter Pauly.


Knappes 2:0

Wie bereits in den Vorjahren gegen prominente Gegner, zog sich vor 2.200 Zuschauern unsere Ligaelf auch am 24. Juli in der Freundschaftsbegegnung gegen den Bundesliganeuling FC St. Pauli überraschend gut aus der Affäre und ließ lediglich einen knappen 2:0-Sieg der Gäste zu, der darüber hinaus bei etwas mehr Schußglück noch geringer hätte ausfallen oder gar in ein Unentschieden auslaufen können.

Nur in der ersten Viertelstunde wurde unsere Elf arg bedrängt und mußte mit allen Mitteln eine frühe Führung der Gäste verhindern. In dieser Phase wuchs Schlußmann Günter Hoff bereits über sich hinaus und brachte die St. Paulianer schier zur Verzweiflung. Lediglich in der 15. Minute konnte Franz Gerber nach Doppelpaß mit Walter Oswald einen Treffer erzielen. Wer jedoch nun an eine Torflut dachte, sah sich getäuscht. Nach dem Treffer kam entgegen der allgemeinen Erwartung unsere Elf stärker auf und vermochte gute Torchancen herauszuarbeiten. In der 29. Minute ließ Peter Pauly seinen Gegenspieler Rudolf Sturz aussteigen und hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Er traf jedoch lediglich den Pfosten. Kurz darauf hatte auch Manfred Albertsen eine Chance, doch sein Volleyschuß traf Torhüter Jürgen Rynio genau gegen die Stirn, der darauf benommen zu Boden ging und erst nach einer Minute weiterspielen konnte.

Glück hatte unsere Elf, als unmittelbar vor dem Pausenpfiff Franz Gerber einen Foulelfmeter an Günter Hoffs Tor vorbeisetzte.

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Unsere Elf war mehrfach dem Ausgleich nahe, so zum Beispiel, als Mitte der zweiten Halbzeit wiederum nur der Pfosten getroffen wurde, diesmal durch Manfred Albertsen. Als niemand damit rechnete, ... auch Günter Hoff nicht, konnte in der 78. Minute dann der zwischenzeitlich eingewechselte Jens-Peter Box mit einem verdeckten Weitschuß ins lange Eck den zweiten Treffer für St. Pauli erzielen, der zugleich den Endstand bedeutete.

St. Pauli setzte folgende Spieler ein:

Jürgen Rynio (45. Reinhard Rietzke)

Rudolf Sturz ǀ Dietmar Demuth
(45. Jens-Peter Box)
ǀ Rolf-Peter "Butje" Rosenfeld ǀ Niels Tune-Hansen

Horst Feilzer ǀ Walter Oswald ǀ Rolf Höfert

Horst Neumann ǀ Franz Gerber ǀ Søren Skov

Husum 18 trat wie folgt an:

Günter Hoff

Bernd Hansen
(46. Ulrich Grabert)
ǀ Hans-Uwe Kock
(55. Heino Deckert)
ǀ Reinhard "Bernie" Grünhoff ǀ Martin Dohrn

Ralf Pacholke ǀ Hans-Peter Hansen ǀ Otto (60. Andreas Wolff)

Hans Joachim Wilhelmsen ǀ Manfred Albertsen ǀ Peter Pauly

Geleitet wurde die Begegnung von Schiedsrichter Momsen vom TSB Flensburg, mit dessen Entscheidungen die Zuschauer nicht immer einverstanden waren; insbesondere pfiff er des öfteren Abseits, ohne daß der besser postierte Linienrichter die Fahne gehoben hatte.

Otto H. Krüger

Unmittelbar vor Spielanpfiff tauschten St.-Pauli-Kapitän Rolf Höfert und unser Mannschaftsführer Reinhard „Bernie“ Grünhoff die Vereinswimpel aus.


Spielplan der Hinspielserie

Zwei Wochen später als üblich beginnt in diesem Jahre die Fußballsaison 1977/78. Dennoch ist sie so gestaltet, daß die Hinspielserie - vorausgesetzt, es sind keine Spielausfälle zu verzeichnen - bereits Anfang Dezember beendet ist. Hier wie in jedem Jahr wieder der Spielplan zum Ausschneiden mit den Ergebnissen des letzten Jahres in Klammern.

Sonntag   04.09.1977   15.00 h   Husum 18   -   NDTSV Holsatia Kiel    
Samstag   10.09.1977   16.00 h   TuS Nortorf   -   Husum 18   (2:1, 0:1)
Sonntag   18.09.1977   15.00 h   Husum 18   -   Olympia Neumünster    
Sonntag   25.09.1977   15.00 h   Husum 18   -   TSV Bordesholm   (6:0, 2:1)
Sonntag   02.10.1977   15.00 h   Eckernförder SV   -   Husum 18   (3:0, 0:1)
Samstag   08.10.1977   15.00 h   VfR Laboe   -   Husum 18   (1:1, 2:3)
Sonntag   16.10.1977   15.00 h   Husum 18   -   TSV Lindewitt    
Samstag   22.10.1977   14:30 h   VfB Kiel   -   Husum 18   (3:1, 0:3)
Sonntag   30.10.1977   14.30 h   Husum 18   -   Heikendorfer SV   (2:3, 3:0)
Sonntag   06.11.1977   14.00 h   SpVg Friedrichsort   -   Husum 18   (1:1, 1:3)
Sonntag   13.11.1977   14.00 h   Husum 18   -   DGF Flensburg   (0:0, 1:1)
(in diesem Spiel wird nach 15 Minuten eine Gedenkminute eingelegt)
Sonntag   20.11.1977   14.00 h   TSV Kronshagen   -   Husum 18   (0:1, 3:3)
Sonntag   27.11.1977   14.00 h   Husum 18   -   TSV Raisdorf    
Sonntag   04.12.1977   14.00 h   Gut Heil Neumünster   -   Husum 18   (0:4, 3:3)
Sonntag   11.12.1977   14.00 h   Husum 18   -   TSV Russee   (0:2, 1:3)
17./18.12.1977   frei für Nachholspiele
07./08.01.1977   Beginn der Rückrunde (wenn noch Nachholspiele ausstehen, wird der Beginn um eine Woche verschoben)

Helmut Schön grüßt Husum 18

Wie viele unserer Mitglieder in den Husumer Nachrichten lesen konnten, hatte Bundestrainer Helmut Schön sein Kommen für das St.-Pauli-Spiel angesagt. Obwohl "echtes Fußballwetter" herrschte, konnte der Trainer wegen anderweitiger Verpflichtungen aber doch nicht von Westerland nach Husum reisen. Durch Dr. Erwin "Pütten" Kraatz ließ er daher allen Mitgliedern unseres Vereins und des FC St. Pauli folgende Grußworte übermitteln, für die wir uns recht herzlich bedanken:

"Allen Fußball Freundin darf ich einen Gruß sagen. Ich möchte allen ein gutes und faires Spiel wünschen, möge es zu einer echten Werbung für unseren Sport werden.
Husum 18 wünsche ich so kurz vor dem 60. Geburtstag zum neuen Spieljahr allen Erfolg.
Zugleich darf ich dem FC St. Pauli einen guten Erfolg in der Bundesliga wünschen.

Helmut Schön
Sylt, den 24. Juli 1977"

Otto H. Krüger

Rückblick der Spielserie 1976/77

Achtbarer 5. Tabellenplatz

Unsere Ligamannschaft schloß die Saison 1976/77 mit dem fünften Tabellenplatz der Verbandsliga Nord ab, der als achtbar angesehen werden muß, wenn man den gesamten Verlauf der Serie einschließlich der schwachen Hinrunde berücksichtigt. Die letzten zwei Spiele wurden dabei stark ersatzgeschwächt ausgetragen, da die ersten Spieler bereits ihren Urlaub angetreten hatten.

So gab es in Flensburg an einem Wochentag-Abend gegen DGF ein 1:1-Unentschieden. Obwohl die Flensburger überlegener spielten, versäumten sie es, einen Sieg herauszuschießen, der ihnen trotz des am letzten Spieltage gegen Russee verlorenen Spiels noch den Erhalt der Klasse beschert hätte, was ihnen durch den Aufstieg Friedrichstadts in die Landesliga dann letztlich doch noch glückte.

Mit zwei Treffern von Peter Pauly siegte im letzten Saisonspiel unsere Liga beim TSV Bordesholm mit 2:1. Bereits nach fünf Minuten waren die Platzherren in Führung gegangen, doch in der 40. Minute verlängerte Peter Pauly einen Freistoß von Hans Peter Thomsen ins Netz. In den letzten 25 Minuten kam unsere Elf dann noch einmal mächtig auf und errang den Siegtreffer, an dem ebenfalls wieder Hans Peter Thomsen und Peter Pauly Zusammenarbeit leisteten.


Reserve wurde Vizemeister

Im letzten Spiel der Kreisliga Süd gab es für unsere Reserve noch einmal ein Spitzentreffen gegen den Tabellenführer Germania Breklum. Über 150 Zuschauer waren ins Stadion gekommen, um den Aufstieg von Breklum in die Bezirksklasse mitzuerleben. Aber es kam zunächst anders. Nach einem 0:0-Pausenstand gingen die Gäste zwar durch Jensen in Führung, mit einem Handelfmeter glich Manfred Weidner jedoch wieder aus. 3 Minuten vor Schluß gelang dann Dieter "Schorsch" Schleger in überlegener Manier der Siegtreffer zum 2:1.

Die Breklumer mußten nun noch um ihren Titel sichern zittern, den ihnen Arlewatt/Olderup mit einem 7:0 oder höher über TSV Nordstrand hätte abnehmen können. Doch Arlewatt/Olderup verlor ebenfalls 2:1 und ermöglichte dadurch nicht nur Breklum den Aufstieg, sondern unserer Elf auch die Vizemeisterschaft, zu der wir herzlich gratulieren.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18

1. August

Trainer Spiegel geehrt

Nach Abschluß der Saison hielt unsere Damen-Fußballmannschaft im Vereinslokal Jever Stube ihre letzte Sitzung vor der Sommerpause ab, an der vom Vorstand auch unser 3. Vorsitzender Harry Mölck und der 1. Schriftführer Otto Krüger teilnahmen. Die Mannschaftsführerin Karin Brandt übergab im Namen der Mannschaft ihrem Trainer Wolfgang Spiegel einen Blumenstrauß und ein Präsent als Dank für die jahrelange Trainingszeit. Für sein nunmehr über 5-jähriges Training sprach der erster Schriftführer im Namen des Vorstandes ebenfalls seinen Dank aus und überreichte dem Trainer die silberne Ehrennadel des Vereins, die Sportfreund Wolfgang Spiegel überrascht und freudig entgegennahm.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Nachrufe

1. August

Im Juli verstarben unsere Sportfreunde

Rudolf Rister

Träger der goldenen Vereinsnadel
   

und

Bruno Christiansen

Träger der silbernen Vereinsnadel
   

Als Ligaspieler, Vorstandsmitglieder und passive Mitglieder haben sie über 50 Jahre unserem Verein die Treue gehalten. Dafür danken wir und werden ihr Andenken in Ehren halten.

Der Vorstand
leer  

1977

Husum 18 / Frauen-Fußball

1. August

4. Platz für Fußball-Damen

Unsere Damen, die aufgrund des vorletzten Tabellenplatzes in der nächsten Saison leider in der B-Staffel spielen müssen, erkämpften sich in einem Pokalturnier beim SV Hemme von sieben Mannschaften den vierten Platz. Während die aus Dänemark angereiste Damenelf des SK Sonderburg eindeutig die beste Mannschaft stellte und ungeschlagen mit 11:1 Punkten Turniersieger wurde, scheiterten unsere Damen durch das schlechtere Torverhältnis an einer besseren Platzierung. Mit je 7:5 Punkten belegten die Plätze zwei bis vier die Mannschaften des SV Hemme, Tura Meldorf und unseres Vereins. Auf die weiteren Plätze kamen die Damen des IF Tönning, TSV Heiligenstedten und TSV Garding.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. August

Noch einmal Dethlefsen-Pokal

Bei der Siegerehrung durch Volker Christensen nach der Erringung der Dethlefsen-Pokale überreichten Hannelore und Theo Dethlefsen die Pokale und Präsente an die Damen- und Herrenmannschaft von Husum 18.

Horst Weber

Unser Bild zeigt die Siegermannschaften (v.l.): Norbert Peters · Inge Jahn · Anita Borchert · Hans-Hermann Hasche · Anke Brauer · Horst Weber · Traute Christiansen · Gerd Schulz · Inge Jacobsen · Manfred Jacobsen. Foto: J. Schafflik

Horst Weber

Husum 18-Kegler gewannen beide Stadtpokale

Unsere Herrenmannschaft konnte in diesem Jahr zum ersten Mal den Stadtpokal gewinnen, nachdem bereits einige Male mit einem oder zwei Holz der Gewinn nur knapp verfehlt wurde. Dieser Pokalsieg hat die erfolgreichste Jahres-Leistungsbilanz unserer Herrenkegler abgeschlossen. Im Vorlauf konnte sich eine unserer beiden gleichstarken Mannschaften für den Endlauf qualifizieren. Im Endlauf sollten dann die fünf mit den besten Vorlaufergebnissen starten. Nach einem spannenden Endlauf hatte die Mannschaft von Husum 18 mit

    Gerd Schulz   761   Holz
    Walter Franke   745   Holz
    Horst Brauer   736   Holz
    Manfred Jacobsen   731   Holz
und   Norbert Peters   731   Holz

insgesamt 3704 Holz erreicht und wurde damit klar Pokalsieger vor Husumer Jungs 3689. Holz.

Unsere Damenkeglerinnen von Husum 18 konnten den Stadtpokal zum fünften Mal gewinnen. Im Verlauf konnte sich die erste Mannschaft für den Endlauf qualifizieren. Die Keglerinnen der zweiten und der dritten Mannschaften haben gut gekegelt, konnten sich aber nicht für den Endlauf durchsetzen.

Der Endlauf der Damen war noch spannender. Hier mußte Inge Jacobsen mit dem letzten Wurf eine "Acht" werfen, um den Sieg für Husum 18 mit einem Holz Vorsprung zu erreichen. Die Mannschaft mit

    Helgard "Hella" Peters   716   Holz
    Traute Christiansen   720   Holz
    Inge Jahn   729   Holz
    Ulla Franke   709   Holz
und   Inge Jacobsen   728   Holz

erreichte damit 3602 Holz vor Olympia Husum mit 3601 Holz.

Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der beiden Stadtpokale.

Horst Weber

Unser Bild zeigt die beiden Siegermannschaften und Gewinner des Stadtpokals (v.l.): Karl-Heinz Lund (als Ersatzkegler) · Norbert Peters · Horst Brauer · Manfred Jacobsen · Gerd Schulz · Walter Franke — Inge Jacobsen · Helgard "Hella" Peters · Inge Jahn · Traute Christiansen · Ulla Franke. Foto: J. Schafflik.

Horst Weber
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. September

Trainer Harms: Neue Konzeption.

Kurz vor Beginn der neuen Punktrunde hatte unser Pressewart Otto Krüger mit dem Trainer unserer Ligamannschaft, Sportfreund Egon Harms, ein längeres Gespräch über seine Ziele und Wünsche in Bezug auf das Abschneiden am Ende dieser und der nächsten Spielserie. Die wichtigsten, sicherlich alle Mitglieder unseres Vereins interessierenden Ä�è�¤��£ußerungen sollen hier wiedergegeben werden; zum einen, um über das Vereinsgeschehen auf dem Laufenden zu bleiben, zum anderen, um Verständnis zu wecken für die Arbeit der nächsten Jahre. Krüger.

Otto Krüger: Sportfreund Egon Harms, in den letzten Spiel der abgelaufenen Saison war bei unserer Ligamannschaft eine enorme Leistungssteigerung zu erkennen, die letztlich noch zur Erringung eines guten fünften Tabellenplatz führte. Haben Sie daher dieses Jahr vor, die Leistung noch weiter zu stabilisieren, um am Ende der Saison 1977/78 einen vorderen Tabellenplatz zu belegen, vielleicht sogar die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Landesliga zu erringen?

Egon Harms: Nein, ganz im Gegenteil! Die Leistung soll zwar im Laufe dieser Spielserie in etwa auf den Stand der letzten Frühjahrsserie stabilisiert werden, doch haben wir - und mit mir wir meine ich den Vorstand und den Spielausschuß im Zusammenwirken mit mir - in erster Linie vor, die Mannschaft, die ein relativ hohes Durchschnittsalter aufweist, erheblich zu verjüngen.

Otto Krüger: Können Sie dazu konkrete Angaben machen?

Egon Harms: Ja, wir haben einige jüngere Spieler aus der näheren Umgebung gewinnen können, und versuchen, sie im Laufe der Serie in die Mannschaft einzubauen. Inwieweit die Leistung ausreicht, um dieses Vorhaben durchzuführen, wissen wir noch nicht. Es steht deshalb jetzt schon fest, daß wir an einem häufigen Experimentieren nicht vorbeikommen.

Otto Krüger: Sie haben zwei Begriffe in den Raum gestellt: Relativ hohes Durchschnittsalter und experimentieren. Können Sie sagen, was Sie damit konkret meinen?

Egon Harms: Ja. Wenn man sich unsere Spieler betrachtet, dann kann man feststellen, daß speziell in der Hintermannschaft das Durchschnittsalter recht hoch liegt. Wir haben bislang mit einem Libero spielen müssen, der 35 Jahre alt ist. Wir hatten mit den Spielern Ulrich Grabert, Martin Dohrn, Hans-Peter Thomsen und Hans Uwe Kock, die zwischen 30 und 32 Jahre alt sind, eine Hintermannschaft, die in bezug auf Spritzigkeit und Schnelligkeit hie und da nicht mehr allen Anforderungen gerecht werden konnte, und ich glaube, daß wir da in erster Linie den Hebel ansetzen müssen. Wir haben zum Glück einen sehr sicheren, zuverlässigen Schlußmann, so daß wir einiges ausgleichen können.

Otto Krüger: Wollen sie nun rigoros verjüngen?

Egon Harms: Nein, auf keinen Fall. Wir wollen nicht von vornherein vier ältere Spieler aus der Mannschaft nehmen und für jüngere hineinbugsieren. Wir wollen versuchen, eine gute Mischung zu finden, das heißt ein routinierter Verteidiger bekommt einen jüngeren Spieler zur Seite gestellt. Desgleichen haben wir vor, auch im Mittelfeld talentierte Nachwuchsspieler einzubauen; ich denke da besonders an die Spieler Hans-Jörn Otto und auch Andreas Wolff, der ja bekanntlich aus unseren eigenen Reihen kommt, für diese Aufgabe zu motivieren.

Otto Krüger: Um auf das Stichwort experimentieren zurückzukommen. Wir sind da Ihre Vorstellungen?

Egon Harms: Unter experimentieren verstehe ich, die Mannschaft auf lange Sicht so aufzubauen, daß sie eine schlagkräftige Truppe wird und eine homogene Mischung zwischen jungen und alten Spielern. Wann dies ist Ziel erreicht wird, weiß ich nicht. Auf keinen Fall wird die Aufbauarbeit so forciert, daß der Klassenerhalt gefährdet ist, sondern daß trotz der Aufbauarbeit auch in diesem Jahr ein guter Mittelplatz in der Verbandsliga Nord belegt wird.

Otto Krüger: Wie verträgt sich die Aufbauarbeit mit dem letztlich angestrebten Erfolg?

Egon Harms: Diese Frage ist nicht gleich zu beantworten. Der Verein, für den ein Trainer nun einmal tätig ist, weiß, daß der Erfolg nicht um jeden Preis errungen werden kann, wenn Aufbauarbeit geleistet werden muß. Für das Publikum zählt aber leider heute nur noch der Erfolg. Das wird uns immer wieder in den höheren Fußball-Ligen und auch in der näheren Umgebung vorexerziert. Doch jeder, der einmal Fußball gespielt hat, weiß, daß Aufbauarbeit geleistet werden muß, um später Erfolg zu haben. Wir hoffen daher, daß das Publikum nicht ungeduldig wird, sondern uns im Gegenteil durch stärkeren Besuch bei unserer Aufbauarbeit unterstützt, die Nachwuchsspieler zu stärkerer Leistung durch seine Unterstützung in den Heimspielen motiviert und somit letztlich mit dazu beiträgt, daß das gesteckte Ziel bald erreicht wird.

Otto Krüger: Sportfreund Egon Harms, nun ist eine Leistungssteigerung nicht immer nur durch lautstarke Publikumsunterstützung zu erreichen. Haben Sie vor, darüber hinaus die Trainingsarbeit zu verstärken?

Egon Harms: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht daran gedacht, weil wir in dieser Beziehung auch einige Probleme haben. Wir haben Spieler, die in Kiel studieren, die bei der Bundeswehr außerhalb Husums beschäftigt sind, oder sogar Spieler wir unseren Torwart Günter Hoff, der in Holland seinen Wehrdienst geleistet und zu den Spielen nach Husum geholt werden muß. Dadurch ist die Trainingsbeteiligung nicht so stark, wie sie eigentlich sein müßte. Wenn aber die Serie läuft und alles einigermaßen in Gange gekommen ist, wird daran gedacht, daß wir unter Umständen dreimal wöchentlich trainieren, um eine Leistungsstabilität zu erreichen, die ohne ein drei- oder viermal wöchentliches Training einfach nicht erreicht werden kann.

Otto Krüger: Ist bei einem drei- oder gar viermal wöchentlichen Training nicht zu befürchten, daß die Leistungskapazität der jungen Nachwuchsspieler überfordert wird?

Egon Harms: Diese Frage ist natürlich berechtigt und die wenigsten Spieler sind auch heute bereit, sich im Training noch so zu quälen, wie es eigentlich notwendig wäre - auch bei Amateuren -, um wirklich Leistung zu erbringen. Wenn wir also drei- oder viermal in der Woche trainieren, so ist es dann nicht so, daß wir die Spieler scheuchen, sondern wir wollen versuchen, mehr das Spielerische in die Mannschaft hineinzubringen. Wir wollen leichte Trainingsabende bestreiten, in denen wir viel auf Taktik Wert legen, Spielzüge einüben und das technische Vermögen der einzelnen Spieler verbessern. Die Grundkondition muß vor Beginn einer Serie in der vier- bis sechswöchigen Vorbereitungszeit geholt werden. Mit Beginn der Serie müssen die Spieler mehr oder weniger topfit sein. Das Training während der Spielsaison soll den Spielrhythmus und die Technik verbessern und nicht an der Kraft zehren, die zu den Spielen gebraucht wird.

Otto Krüger: Sportfreund Egon Harms, ich danke für dieses Gespräch und hoffe daß Sie mit Ihrer Aufbauarbeit Erfolg haben werden und unsere Mitglieder Verständnis dafür zeigen, auch wenn durch Umbesetzungen die eine oder andere Niederlage nicht immer wird vermieden werden können. Letztlich wird sich sicher das Sprichwort bewahrheiten. Wer wagt - gewinnt.

Otto H. Krüger

Wegen Freundschaftsspiel Pokalaus

Eine Rückspielverpflichtung beim Dithmarscher Verein TSV Lehe ermöglichte es unserer Elf nicht, der kurzfristig angesetzten ersten Pokalrunde mit der Ligamannschaft Folge zu leisten. Der TSV Lehe weihte seinen neuen Platz ein und hatte dafür ein Spiel unserer Liga gegen den Landesligisten Heider SV arrangiert. Unsere Elf trumpfte dabei zunächst unerwartet gut auf und ging durch Manfred Albertsen in der elften Minute in Führung. Nach dem Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß konnte Manfred Albertsen bis zur Pause erneut eine 2:1-Führung herausschießen. Nach dem Wechsel brachte dann der Heider Mittelstürmer Hansen durch zwei schnelle Treffer zum 2:2 und 3:2 für seine Mannschaft die Wende. Sie kam stärker ins Spiel und konnte Minuten vor Spielende noch das Ergebnis durch Sticken auf 4:2 herausschrauben.

Zur gleichen Zeit trat dafür unsere Reserve zum Pokalspiel in Havetoft beim TuS an. Gegen den Meister der Kreisliga Schleswig und damit Aufsteiger in die Bezirksklasse hatte unsere eine Klasse tiefer spielende Elf wenig Chancen und verlor durch je drei Treffer der Havetofter Thiesen und H.H. Reimer sowie einen Treffer durch Koll klar mit 7:0 Toren.

Die Überraschung, wie die Husumer Nachrichten schrieben, war daher wohl kaum so groß, ebenfalls dürfte die Bemerkung, die Husumer Spieler spielten "vier" Klassen höher, von jemanden verfaßt worden sein, der überaus schlecht im Rechnen ist.

Otto H. Krüger

Georg Volkert gratulierte Dieter Schladetzky

Aus Anlaß seiner Wahl zum "Superstar" durch seine "Fans" veranstaltete der Linksaußen des HSV und der deutschen Fußballnationalmannschaft, Georg Volkert, eine Verlosung für seine Fans.

Unser Vorstandsmitglied Dieter Schladetzky, der seit über 30 Jahren HSV-Anhänger und Volkert-Fan ist, beteiligte sich auch an der Verlosung und gewann den zweiten Preis!

Es ist ein Fußball, auf dem sich die Autogramme alle HSV-Spieler befinden. Sogar die Neuerwerbungen Kevin Keegan und Ivan Buljan sind darauf.

Georg Volkert übermittelte den Glückwunsch telefonisch an Dieter Schladetzky, der sich mit seinem Sohn Kai-Uwe (ebenfalls ein HSV-Fan) zu diesem Geschenk freute.

Otto H. Krüger

Spielpläne der II. und III. Mannschaft

Während der Spielplan für die Ligamannschaft zu rechtzeitig herauskam, daß er in unserer letzten Ausgabe der Vereinsnachrichten auszugsweise abgedruckt werden konnte, trafen die Spielpläne der zweiten und dritten Mannschaft erst nach Redaktionsschluß ein.

Da sicherlich viele unserer Mitglieder auch diese spiele gerne besuchen, um insbesondere auch die Nachwuchstalente zu sehen, veröffentlichen wir nachstehend auch dieses Spielpläne. Da die Anstoßzeiten erst immer kurzfristig festgelegt werden, bitten wir, diese aus der Tagespresse zu entnehmen.


II. Mannschaft: Kreisliga Süd

Sonntag   04.09.1977       Husum 18 II   -   Bredstedter TSV II
Sonntag   11.09.1977       TSV Rantrum II   -   Husum 18 II
Sonntag   25.09.1977       Husum 18 II   -   TSV Nordstrand
Sonntag   02.10.1977       Germania Breklum   -   Husum 18 II
Sonntag   09.10.1977       TSV Seeth/Drage   -   Husum 18 II
Sonntag   16.10.1977       Husum 18 II   -   TSV Hattstedt
Sonntag   23.10.1977       Rödemisser SV   -   Husum 18 II
Sonntag   30.10.1977       Husum 18 II   -   TSV Arlewatt/Olderup
Sonntag   06.11.1977       Frisia Husum II   -   Husum 18 II
Sonntag   13.11.1977       Husum 18 II   -   TSV St. Peter-Ording
Sonntag   20.11.1977       SV BW Löwenstedt   -   Husum 18 II
Sonntag   27.11.1977       Husum 18 II   -   FC BW Friedrichstadt II
Sonntag   04.12.1977       IF Tönning II   -   Husum 18 II
Sonntag   11.12.1977       Husum 18 II   -   TSV Garding

Die nach einem Jahr Pause wieder für diese Saison gemeldete dritte Mannschaft muß wieder in der zweiten Kreisklasse Süd beginnen und in der Hinrunde gegen folgende Gegner antreten.

III. Mannschaft: 2. Kreisklasse Süd

Sonntag   04.09.1977       Husum 18 III   -   TSV Tönning II
Sonntag   11.09.1977       TSV Seeth/Drage III   -   Husum 18 III
Sonntag   02.10.1977       TSV Seeth/Drage II   -   Husum 18 III
Sonntag   16.10.1977       Husum 18 III   -   TSV Garding II
Sonntag   23.10.1977       Rödemisser SV II   -   Husum 18 III
Sonntag   06.11.1977       Frisia Husum III   -   Husum 18 III
Sonntag   13.11.1977       Husum 18 III   -   TSV Garding III
Sonntag   20.11.1977       Frisia Husum IV   -   Husum 18 III
Sonntag   27.11.1977       Husum 18 III   -   FC BW Friedrichstadt III
Sonntag   04.12.1977       TSV Tönning III   -   Husum 18 III
Sonntag   11.12.1977       Husum 18 III   -   IF Tönning III
Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Frauen-Fußball

1. September

Damenfußball

Nach 5jähriger Zugehörigkeit zur Staffel A des Bezirks Nord II mußte unsere Damenmannschaft am Ende der letzten Saison in den sauren Apfel beißen und in die B-Staffel absteigen. Doch trotz enormer Aufstellungsschwierigkeiten, die letztlich auch zum Abstieg führten, ließen sich unsere Damen nicht entmutigen und konnten durch zahlreiche Neuzugänge wiederum eine Mannschaft für diese Serie aufstellen und melden. Mit den jüngeren Neuzugängen soll in diesem Jahr versucht werden, eine schlagkräftige und technisch gute Mannschaft wieder aufzubauen, um somit am Ende dieser oder auch der nächsten Serie wieder in die A-Staffel aufzusteigen.

Doch wie wir alle wissen, genügt der Wille zur Leistung alleine nicht immer, um auch eine gute Leistung zu vollbringen. Es muß auch ein gewisser Ansporn von draußen durch eine mehr oder weniger große Zuschauerkulisse erfolgen.

Und um das Interesse unserer Mitglieder etwas mehr für den Damenfußball zu wecken, erfolgen an dieser Stelle neben einem Abdruck des Spielplans einige kurze Informationen über den Aufbau der Spielklassen.

Gespielt wird im Bezirk Nord in drei Klassen. Die höchste Klasse ist die Staffel A, in der 10 Mannschaften spielen. In der zweiten Klasse, der Staffel B, spielen ebenfalls zehn Mannschaften. 7 Mannschaften spielen in der untersten Klasse, der Staffel C. Erstmalig wurde in diesem Jahr eine Jungmädchenstaffel mit fünf Mannschaften eingerichtet.

Gespielt werden soll grundsätzlich sonnabends, es sei denn, beide Vereine einigen sich auf ein Sonntagsspiel. Die Jungmädchenstaffel trägt ihre Spiele grundsätzlich freitags aus.

Die Spiele sollen frühestens um 14.30 Uhr und spätestens um 17.30 Uhr angepfiffen werden. Gespielt wird zweimal 30 Minuten.

Die Festlegung der genauen Anstoßzeiten, die Anforderung der Schiedsrichter, Abgabe der Spielberichte und so weiter erfolgt in gleicher Weise wie beim Herrenfußball.

Auffallend ist beim Damenfußball, daß die Funktionärstätigkeiten mit Trainer und Betreuer überwiegend noch in den Händen des "starken Geschlechts" liegen. So ist zum Beispiel auch der Staffelleiter keine Dame, sondern das Bezirksspielausschußmitglied Sportfreund Heinrich Hansen aus Satrup. Aber vielleicht tritt hier im Laufe der Zeit auch noch mal eine Wandlung ein.

Und nun für alle, die einmal "hübsche Beine" in Aktion sehen wollen, der Spielplan für unsere Damenmannschaft:

Samstag   10.09.1977       Husum 18   -   Polizei SV Flensburg
Samstag   17.09.1977       TSV Jarplund   -   Husum 18
Samstag   24.09.1977       Husum 18   -   DJK Flensburg
Samstag   01.10.1977       VfR Schuby   -   Husum 18
Samstag   08.10.1977       Husum 18   -   TSV Friedrichsberg
Samstag   15.10.1977       Husum 18   -   IF Tönning
Samstag   22.10.1977       TSV Böklund   -   Husum 18
Samstag   29.10.1977       Husum 18   -   FC Langenhorn
Samstag   05.11.1977       MTV Gelting   -   Husum 18
Samstag   12.11.1977       Pokalspiele
Samstag   19.11.1977       Pokalspiele
Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Jugend-Fußball

1. September

Buben gewannen Pokalturnier

In einem Pokalturnier, das der TSV Rantrum veranstaltete, wurden unsere Buben von 15 Mannschaften Pokalsieger. Nachdem unsere Elf sowie die Mannschaften von Frisia Husum und des TSV Rantrum souverän Sieger ihrer Gruppe geworden waren, ging es in den Endspielen um den ersten bis dritten Platz des Turniers.

Nachdem unsere Buben die Rantrumer knapp mit 1:0 besiegen konnten, reichte gegen Frisia Husum ein 0:0, um mit 3:1 Punkten Pokalsieger zu werden, der Frisia gegen Rantrum 1:1 spielte und sich somit gegenseitig die Punkte abnahmen. Zweiter wurde daher Friese mit 2:2 und 3. Rantrum mit 1:3 Punkten.

Otto H. Krüger

Rückblick der Jugendmannschaften

Wegen unregelmäßiger und teilweise fehlender Spielberichtseinsendungen konnten die offiziellen Abschlußtabellen der Jugendmannschaften für die letzte Saison erst vor kurzem erstellt werden.

Für unsere Jugendmannschaften ergaben sich dabei folgende Endplatzierungen:

Die Jungmannenelf wurde in der Staffel Süd sechste von neun Teilnehmern und weist einen Punktestand von 14:18 bei 32:42 Touren auf.

Die Jugend konnte in der Staffel Süd von 13 Mannschaften den 9. Tabellenplatz belegen und weist 18:30 Punkte und 49:57 Tore auf.

Erfreulich war das Abschneiden der ersten Schülermannschaft. Sie errang in der Staffel Süd hinter dem TSV Rantrum die Vizemeisterschaft und konnte zur neugebildeten Schülerbezirksklasse aufsteigen (Punkteverhältnis 32:8, Torverhältnis 61:16).

Die zweite Schülermannschaft mußte in der B-Runde der Staffel Süd dagegen bei 5:27 Punkten und 10:57 Toren mit dem letzten Tabellenplatz vorlieb nehmen.

Die erste Knabenmannschaft errang in der Staffel Süd von elf Mannschaften einen sechsten Tabellenplatz mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 20:20 und 32:40 Toren.

Den sechsten Platz von zehn Mannschaften erreichte in der B-Runde die II. Knabenmannschaft mit 12:24 Punkten und 12:47 Toren.

Mit über 100 Toren (!!) erreichten die Buben von zwölf Mannschaften in der Staffel Süd den vierten Tabellenplatz (34:10 Punkte, 103:10 Tore), während die zweiten Buben sich in der gleichen Staffel mit dem zehnten Platz bei 8:36 Punkten und 18:124 Toren zufriedengeben mußten.

Otto H. Krüger

Trainingsplan der Jugendmannschaften

Beginn der Spielserie: 10./11. September.

Der Trainingsplan für unsere Jugendmannschaften wird wie folgt festgelegt:

A-Jugend (Jungmannen)   Di, 17.30-19.00 h   Friesenstadion   Wolfgang Grüner
  Do, 18.00-19.00 h   Friesenstadion   Wolfgang Grüner

B-Jugend
(Jugend)
  Mi, 18.30-20.00 h   Friesenstadion   Helmuth Dietze

C-Jugend
(Schüler I und II)
  Mi, 17.00-18.30 h   Friesenstadion   Reinhard "Bernie" Grünhoff / Wolfgang Spiegel

D-Jugend
(Knaben I)
  Mi,17.00-18.30 h   Osterhusumer Schule   Anton "Ratschi" Christiansen
  Fr, 15.00-17.00 h   Friesenstadion  

D-Jugend
(Knaben II)
  Mi, 15.30-17.00 h   Osterhusumer Schule   Rüdiger Meier

E-Jugend
(Buben I)
  Di, 16.30-18.00 h   Osterhusumer Schule   Peter Ohde

E-Jugend
(Buben II)
  Di, 15.00-16.30 h   Osterhusumer Schule   Kurt Matthes

Wir bitten alle Jugendlichen, pünktlich und regelmäßig zu den Trainingszeiten zu erscheinen.

Alfred "Abbi" Lorenzen, Jugendobmann
leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. September

"Puschenkegler" unterwegs

Der Montagsclub unserer Kegelabteilung, von den "Vereinsprofis" auch "Puschenkegler" genannt, hatte am 17. Juli seinen diesjährigen Kegelausflug. Von den Ehepaaren Steffensen und Krause hervorragend organisiert, ging die Fahrt frühmorgens um 8 Uhr ab ZOB "ins Blaue". Erwärmt durch eine Runde "Mümmelmann" ging es gen Osten. Am Westensee wurde dann ausgiebig mit falschem Hasen, Brötchen, Ei, Rollmops, Käse und natürlich Bier und Sprudel ausgiebig gefrühstückt. Als dann Fegetasche in Sicht kam, ahnten die meisten schon, was kommen würde: eine Fünf-Seen-Fahrt nach Malente. Obwohl die Fahrt durch stürmische Regengüsse getrübt wurde, konnte das die gut aufgelegten Gemüter nicht trüben.

In Malente angekommen, sollte im Hotel Am Kellersee das Mittagessen eingenommen werden. Trotz Vorbestellung und Bestätigung gab es dort beim Geschäftsführer ein erstauntes Gesicht, als nach dem bestellten Essen gefragt wurde. Am liebsten hätte der uns gleich wieder weggeschickt, als die Panne offenkundig wurde. Doch schließlich gab er klein bei und ließ uns mit einer Stunde Verspätung, die von einigen Kickern mit Tischtennisübungen überbrückt wurde, das bestellte Essen reichen.

Nach ausgiebigem Essen ging die Fahrt weiter zum Badeort Laboe, wo auf den Seeterrassen ein vorzüglicher Nachmittagskaffee "kredenzt" wurde. Danach hatte jeder Zeit zur freien Verfügung, die ausgiebig genutzt wurde. Während die einen das U-Boot besichtigten oder das Marineehrenmal erklommen, "lustwandelten" die anderen am Badestrand entlang. Vor dem Kurhaus spielte die Peter-Stuyvesant-Kapelle flotte Jazzrhythmen. Dort fand dann auch eine Verlosung statt, doch keiner von uns hatte Glück.

Für die Heimfahrt hatte sich das Ehepaar Krause - die männliche Hälfte ist Fahrschullehrer - etwas Besonderes ausgedacht. Es galt, die jetzt gültigen Fragebogen für die Fahrschulprüfung auszufüllen. Keiner hätte danach seinen Führerschein behalten dürfen, doch auf das Einsammeln derselben wurde dann doch verzichtet.

Als Rantrum in Sicht kam, war alles müde und dachte an zu Hause. Doch als es dann vor der Gaststätte Petersen hieß: alles aussteigen, es gibt schon wieder etwas zum Essen, waren alle wieder hellwach. Bei hervorragend garnierten kalten Platten und einigen kühlen Bieren fand dann ein schöner, anstrengender Tag sein würdevolles Ende.

Ein besonderer Dank auch an dieser Stelle noch einmal an die diese Fahrt ausrichtenden Ehepaare, die sicherlich einstimmig wiedergewählt werden würden, wenn es "satzungsmäßig" zulässig wäre.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Friesenstadion

1. September

Bausteinaktion

Wie bereits auf der Jahreshauptversammlung angekündigt, sollte als Mithilfe für die Finanzierung des neuen Jugendheims im Stadion eine Bausteinaktion ins Leben gerufen werden. Nun ist es soweit.

Bereits seit Juli können bei jedem Vorstandsmitglied und insbesondere beim Platzwart Peter Hansen Aufkleber zum Preis von einer D-Mark gekauft werden. Der Aufkleber zeigt einen schwarz-weißen Fußball mit der Inschrift H.F.V. 18 und ist von einem roten Rand mit der Inschrift Fußballverein Husum 18 umgeben. Er läßt sich auf Autoscheiben, Brieftaschen, Einkaufstaschen, Trainingstaschen, Fahrradschutzblechen oder auch auf Bieruntersatze, Kacheln und andere Gegenstände kleben (auch als Rostfleckenverdeckter auf alten PKWs) und ist wetterbeständig. Jedes Mitglied sollte eine dieser Plaketten erwerben. Nicht nur, um seine Zugehörigkeit zu unserem Verein nach außen hin zu zeigen und damit gleichzeitig zu werben, sondern auch, weil er dadurch mithilft, den Bau zu finanzieren.

Selbstverständlich ist diese Aktion nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da dadurch nur Pfennigbeträge erwirtschaftet werden.

Wir rufen daher alle Mitglieder auf, für den Bau des Jugendheims einen seinen finanziellen Verhältnissen entsprechenden Betrag zu spenden. Jede Betragshöhe ist selbstverständlich willkommen, es brauchen nicht gleich mehrere um das D-Mark zu sein ob, obwohl wir diese am liebsten nehmen.

Alle Spenden für den Bau unseres Jugendheim es im Friesenstadion sind ausnahmslos auf das von unserem Verein neu eingerichtete Baukonto Nummer 66761 bei der Sparkasse Nordfriesland in Husum einzuzahlen. Einen Verwendungszweck brauchen sie auch nicht mehr anzugeben, da alle auf dieses Konto eingezahlten Beiträge automatisch als Spende für den Bau unseres Heimes verwendet werden. Lediglich dann, wenn sie Steuer sparen wollen - und wer will das nicht -, ist die kurze Angabe Spendenbescheinigung erforderlich. Dann werden diese Beiträge kurz vor Jahresende an die Stadt Husum weitergeleitet und von dort wird Ihnen eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

Diese Überweisungen und das Ausstellen der Spendenbescheinigungen erfolgen gesammelt, so daß Sie, wenn Sie in den nächsten Tagen spenden, nicht ungeduldig zu werden brauchen, wenn in den nächsten Wochen keine Spendenbescheinigung bei Ihnen eingeht. Die Bescheinigung kommt mit Sicherheit am Ende des Jahres und so rechtzeitig, daß Sie die Spende noch im Lohnsteuerjahresausgleich mit absetzen können. Und nun, nachdem alle Unklarheiten beseitigt sind, frisch ans Werk und einen namhaften Betrag auf Kontonummer 66761 überweisen. Der Verein wird Ihnen dankbar sein und das Finanzamt wegen des Steuerrückganges sicherlich undankbar.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. Oktober

Rechnung geht auf

Nach den ersten vier Punktspielen müssen wir feststellen, daß die von unserem Trainer Egon Harms im letzten Interview geäußerte neue Konzeption aufgeht. Sogar sehr gut. Die jungen Nachwuchsspieler, die bisher eingesetzt wurden, konnten die an sie geknüpften Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern teilweise sogar übertreffen. Dadurch nimmt unsere Elf nicht nur einen gesicherten Platz im Mittelfeld, sondern sogar in der Tabellenspitze ein. Leider hat diese gute Tabellenposition unter den Zuschauern teilweise dazu geführt, daß sie mit zu hohen Erwartungen zu den Heimspielen oder die Schlachtenbummler zu den Auswärtsspielen gehen. Sie wollen nur Siege und gute Spiele sehen und schimpfen teilweise wie die Rohrspatzen, wenn ein junger Spieler mal ein Spiel "in den Sand setzt". Es ist daher gerade jetzt schon an der Zeit, nochmals auf die von unserem Trainer ausgearbeitete Konzeption hinzuweisen: Einbau jüngerer Spieler in die Mannschaft, damit sie am Ende der nächsten oder auch übernächsten Saison eventuell in der Lage ist, den Aufstieg in eine höhere Spielklasse zu schaffen und dort dann auch zu bestehen. Ein jetzt mit aller Macht und unter Verlust großer Kraftreserven am Ende dieser Saison errungener Aufstieg würde sicherlich dazu führen, daß dann im nächsten Jahr in der höheren Spielklasse "das dicke Ende" nachkommt; das heißt daß der Saft und die Kraft heraus sind und unsere Elf in der stärkeren Spielklasse mit Pauken und Trompeten untergeht.

Es sollte daher keiner unmutig werden, wenn nach den guten Anfangserfolgen weiter experimentiert wird und dadurch das eine oder andere Spiel verlorengeht. Insbesondere soll auch ein junger Spieler, wenn er mal einen schlechten Tag erwischt hat, nicht bereits während des Spiels durch einen älteren, routinierten Spieler ausgetauscht werden, nur um vielleicht einen knappen Torvorsprung zu halten. Gerade dadurch wird dem jungen Spieler die Chance genommen, sich im Laufe des Spieles doch noch zu steigern oder er wird im nächsten Spiel noch nervöser sein, weil er Angst hat, wieder zu versagen.

Und zum Schluß der Betrachtungen noch ein Wort an alle Mitglieder, Freunde und Bekannte unseres Vereins und an alle Fußballinteressierten: Bitte helft uns bei unserem neuen Konzept dadurch, daß ihr häufiger zu den Heimspielen ins Stadion kommt, unsere junge Mannschaft dadurch moralisch unterstützt und auch der Vereinsführung dadurch beweist, daß sie auf dem richtigen Wege ist. Es ist nicht gerade ermutigend, wenn man sieht, daß auf der einen Seite eine junge, technisch versierte und schlagkräftige Mannschaft aufgebaut wird, um den Husumer Fußballsport zu beleben, auf der anderen Seite aber trotzdem nur ganze 100 bis 150 Zuschauer daran interessiert sind, und das bei einer Stadt von 25.000 Einwohnern. Nur eine stärkere Zuschauerkulisse kann eine Mannschaft letztlich auch zu stärkeren Leistungen motivieren und das Verlangen wecken, später einmal "ganz oben mitzumischen".

Und hier in Kurzfassung der Verlauf der ersten Spiele:


 

 

Husum 18 - Holsatia Kiel

 

1:3

Gegen den Landesligaabsteiger erwischte unsere Elf einen schlechten Start. Die Kieler waren immer einen Tick schneller am Ball und nutzten ihre Chancen. Bereits in der 15. Minute gelang Stetzl die 1:0-Führung mit dem Kopf, als er in eine halbhoch geschlagene Flanke hineinflog, bevor Günter Hoff zugreifen konnte. Als unsere Elf dem Ausgleich nahe war, brachten zwei schnelle Konter in der 62. und 68. Minute den Kielern durch Patschinski und Steen die entscheidenden Tore. Den Ehrentreffer erzielte dann Bernd Hansen in der 81. Minute, als die Kieler nach einem Eckball das Leder nicht aus dem Strafraum bringen konnten.


 

 

TuS Nortorf - Husum 18

 

4:6

In dieser torreichen Begegnung spielte unsere Elf wie umgewandelt, mußte jedoch auch einige Abwehrschwächen offenbaren. Durch einen Freistoß von Ralf Pacholke und einen Treffer von Manfred Albertsen hieß es bereits nach sechs Minuten 2:0 für unsere Elf. Doch dann schlichen sich Abwehrfehler und Sorglosigkeit ein und brachten unsere Elf innerhalb von 10 Minuten in einen 3:2-Pausenrückstand. Die Wende kann dann unmittelbar nach Wiederanpfiff. Erneut gelang Manfred Albertsen in der 50. Minute ein Treffer, als er aus 16 Metern abzog. Nun gerieten die Nortorfer ins Wanken. Weitere fünf Minuten später gelang Andreas Wolff nach herrlichem Doppelpaß mit Heino Deckert die 4:3-Führung, die Hans-Peter Hansen nach einem Alleingang in der 70. Minute auf 5:3 ausbauen konnte. Zwar holten die Gastgeber im Gegenzug noch einmal zum 4:5 auf, jedoch Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen stellte den alten Abstand von zwei Treffern wieder her.


 

 

Husum 18 - Olympia Neumünster

 

4:0

Nach der Niederlage gegen Holsatia erwartete man den zweiten Landesligaabsteiger, Olympia Neumünster, mit gemischten Gefühlen. Doch mit einem kuriosen Start machte unsere Mannschaft bereits in der ersten Viertelstunde "alles klar". Bereits nach vier Minuten ging ein Schuß von Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen unhaltbar ins Netz, nachdem er von einem Verteidigerbein noch abgefälscht wurde. In der 13. Minute konnte der sichtlich nervöse Schlußmann Bublitz einen Schuß von Hans-Jörn Otto nicht festhalten, Hans-Peter Thomsen war zur Stelle und markierte den zweiten Treffer. Wegen "Meckern" wurde in der 33. Minuten dann unserer Elf im Strafraum des Gegners ein indirekter Freistoß zugesprochen. Nach kurzem Zuspiel von Ralf Pacholke setzte Manfred Albertsen mit einem Sonntagsschuß den Ball über die Mauer hinweg ins rechte obere Dreieck. Damit war die Partie gelaufen. Nach dem Wechsel tat sich dann nicht mehr viel. Lediglich in der 79. Minute konnten die weit aufgerückten Gäste mit einem Konter überlistet werden. Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen ließ zwei Verteidiger und den Schlußmann aussteigen und schoß "seelenruhig" zum 4:0 ein.


 

 

Husum 18 - TSV Bordesholm

 

1:0

Nach dem Papier hätte es nicht 1:0, sondern eher 10:0 heißen müssen; zum einen, weil in der letzten Saison Bordesholm in Husum mit 6:0 geschlagen wurde, zum anderen, weil die Gäste in dieser Saison zur Zeit den letzten Tabellenplatz einnehmen und zum dritten, weil selbst der Landesligaabsteiger Olympia Neumünster am Wochenende zuvor mit 4:0 geschlagen werden konnte.

Doch wieder einmal erwies sich, daß Tabellenplätze und Vorergebnisse nicht zählen. Überaus schwer tat sich unsere Elf gegen den aus einer verstärkten Abwehr spielenden Gegner. Während des Gesamtspielverlaufs hatte unsere Elf zwar Feldvorteile, doch die flüssigen Kombinationen fehlten, man lief sich zu wenig frei, so daß der Ball nicht zügig gespielt werden konnte. Langes Ballhalten und schließlich Ballverluste waren die Folge. So hatte man sich fast schon mit einem Unentschieden abgefunden, als in der 82. Minute die Gäste selbst für ihre Niederlage sorgten. Eine Flanke von Manfred Albertsen wurde vom Verteidiger Eggerts unhaltbar ins lange Eck abgefälscht. Zwar hatte kurz danach noch Ralf Pacholke das 2:0 auf den Füßen, doch seinen Fallrückzieher lenkte der gute Schlußmann gerade noch um den Pfosten.


1.   Eckernförder SV   4     3   0   1     8:1     6:2
2.   TSV Lindewitt   4     2   2   0     14:9     6:2
3.   Husum 18   4     3   0   1     12:7     6:2
4.   SV Friedrichsort   4     3   0   1     14:10     6:2
5.   VfB Kiel   4     3   0   1     6:6     6:2
6.   Raisdorfer TSV   4     2   1   1     9:7     5:3
7.   DGF Flensburg   4     2   1   1     6:5     5:3
8.   Olympia Neumünster   4     2   1   1     4:6     5:3
9.   Heikendorfer SV   4     1   1   2     5:4     3:5
10.   Holsatia Kiel   4     1   1   2     6:8     3:5
11.   TSV Kronshagen   4     1   1   2     5:7     3:5
12.   TSV Russee   4     1   1   2     3:9     3:5
13.   VfR Laboe   4     1   0   3     8:9     2:6
14.   Gut Heil Neumünster   4     1   0   3     4:6     2:6
15.   TuS Nortorf   4     1   0   3     6:10     2:6
16.   TSV Bordesholm   4     0   1   3     3:9     1:7

II. ausgeglichen

Zu sorglos war unsere Reserve zum Saisonauftakt gegen den Aufsteiger Bredstedter TSV II. Ehe unsere Elf richtig aufwachte, hatte sie im ersten Durchgang bereits durch Herrmann in der 20. Minute das 1:0 kassiert. Ein klassisches Eigentor von Reinhard "Bernie" Grünhoff, der eine gegnerische Flanke in der 28. Minute an Birger Brettl vorbei ins eigene Netz lenkte, erhöhte den Vorsprung der Gäste auf 2:0. Nach dem Wechsel konnte Manfred Weidner in der 66. Minute durch Foulelfmeter auf 2:1 ausschließen, doch ein schneller Konter 4 Minuten vor Spielende stellte durch Gödrich den Bredstedter Sieg zum 3:1 sicher.

Nachdem die Begegnung in Rantrum wegen schlechter Platzverhältnisse ausfallen mußte und das nächste Wochenende spielfrei war, stand die nächste Heimbegegnung gegen die Liga des TSV Nordstrand auf dem Programm. Nach überlegenem Spiel im ersten Durchgang hieß es immer noch 0:0, weil zahlreiche Torchancen ausgelassen wurden. Der Führungstreffer der Nordstrander Mitte der zweiten Halbzeit durch B. Johannsen stellte dann zunächst den Spielverlauf auf den Kopf, ehe Manfred Weidner mit einem Foulelfmeter (seine Spezialität) den Ausgleich errang. Praktisch mit dem Schlußpfiff gelang dann Herbert Müller der Siegtreffer zum 2:1, der zwar glücklich fiel, doch aufgrund des Spielverlaufs durchaus verdient war.


1.   SV BW Löwenstedt   4     4   0   0     16:8     8:0
2.   Bredstedter TSV II   4     3   0   1     16:5     6:2
3.   IF Tönning II   3     2   1   0     9:6     5:1
4.   TSV Seeth/Drage   3     1   2   0     12:5     4:2
5.   TSV Garding   3     2   0   1     5:5     4:2
6.   Germania Breklum II   4     2   0   2     7:12     4:4
7.   TSV St. Peter-Ording   3     1   1   1     10:10     3:3
8.   TSV Nordstrand   3     1   1   1     8:6     3:3
9.   Rödemisser SV   4     1   1   2     8:8     3:5
10.   TSV Hattstedt   4     1   1   2     5:6     3:5
11.   Husum 18 II   2     1   0   1     3:4     2:2
12.   TSV Arlewatt/Olderup   4     0   2   2     5:8     2:6
13.   FC BW Friedrichstadt II   3     0   1   2     6:11     1:5
14.   TSV Rantrum II   3     0   1   2     4:12     1:5
15.   Frisia Husum II   3     0   1   2     4:12     1:5

III. führt

Die neu ins Leben gerufene dritte Mannschaft nimmt in der Kreisklasse Süd zwar nicht den ersten Tabellenplatz ein, da sie in der nur mit 12 Mannschaften besetzten Staffel erst zwei Spiele austrug, doch liegt sie nach Minuspunkten und dem Torverhältnis gerechnet eindeutig vorne.

In der mit "alten Recken" wie Burkhard Schletter und Manfred "Flügge" Hansen und mit jungen Nachwuchsspielern besetzten Mannschaft läuft zur Zeit alles wie am Schnürchen.

Im ersten Heimspiel hielten die Gäste, die Reserve des TSV Tönning, bis zur 65. Minute dem Druck unserer Elf stand. Doch dann markierte Burkhard Schletter mit einem herrlichen Kopfball den Führungstreffer. Bereits fest Minuten später gelangt Manfred "Flügge" Hansen in alter Manier im Alleingang die 2:0-Führung, ehe M. Carstens in der 85. Minute das 3:0-Endergebnis herausschoß, nachdem die zu weit aufgerückte Abwehr durch einen schnellen Konter "matt" gesetzt worden war.

Ein wahres Schützenfest gab es dann im Auswärtsspiel gegen die Dritte von Seeth/Drage. Mit sage und schreibe 0:15 wurde der Gastgeber deklassiert, wobei allerdings "deklassiert" vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, da es eine niedrigere Spielklasse nicht mehr gibt. Leider konnten die Torschützen nicht ermittelt werden, aber wer kann bei einem solchen Ergebnis auch schon behalten, wer die Tore geschossen hat?


1.   Rödemisser SV   3     2   1   0     6:2     5:1
2.   Husum 18 III   2     2   0   0     18:0     4:0
3.   TSV Garding II   2     2   0   0     9:2     4:0
4.   TSV Tönning II   3     2   0   1     11:7     4:2
5.   TSV Tönning III   2     1   1   0     4:2     3:1
6.   FC BW Friedrichstadt III   1     1   0   0     6:1     2:0
7.   Frisia Husum III   2     1   0   1     3:2     2:2
8.   TSV Seeth/Drage II   3     0   2   1     5:8     2:4
9.   IF Tönning III   1     0   0   1     2:3     0:2
10.   TSV Garding II   2     0   0   2     0:8     0:4
11.   Frisia Husum IV   2     0   0   2     2:8     0:4
12.   TSV Seeth/Drage III   3     0   0   3     1:24     0:6

Kennen Sie den ...

unseren neuen Ligaspieler Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen,. Sportfreund Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen, am 22. August 1951 geboren, trat 1959 bereits mit acht Jahren seinem Heimatverein TSV Einfeld bei und spielte dort 14 Jahre Fußball, zuletzt in der Ligamannschaft im Bezirk. Danach wechselte er zu Union Neumünster in die Verbandsliga und errang mit dieser Elf die Meisterschaft am Ende der Saison 1973/74. Wer sich erinnert, errang Neumünster den Titel mit 42:18 Punkten vor TSV Russee (39:21), während unsere Elf in der gleichen Liga mit 30:30 Punkten den neunten Tabellenplatz belegte.

Nach drei Jahren Landesliga wechselte Sportfreund Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen zu unserem Verein über. Seinen Hauptwohnsitz hat er zwar nach wie vor in Neumünster, Baudenweg 11, doch ist er als Polizeimeister beim Bundesgrenzschutz in Bredstedt tätig und hat daher auch dort als Junggeselle seinen zweiten Wohnsitz genommen. Nach seinen sonstigen Hobbys gefragt, erhielt unser Pressewart die herzerfrischende Antwort: "Weiber und saufen". Für zartbesaitete Gemüter, die sich an diesen Kraftausdrücken vielleicht stören sollten, einigen sich dann beide auf die Übersetzung: "Tanzen und Geselligkeit". Wer sich also an den ersten Ausdrücken stören sollte, möge geflissentlich darüber hinweg lesen und sich die feineren Ausdrücke ins Gedächtnis einprägen, wobei von der praktischen Seite gesehen beides letztlich auf das gleiche hinausläuft.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Friesenstadion

1. Oktober

Bausteinaktion

Alle Spenden für den Bau unseres Jugendheims im Friesenstadion sind ausnahmslos auf das von unserem Verein neu eingerichtete Baukonto Nr. 66761bei der Sparkasse Nordfriesland in Husum einzuzahlen.

Einen Verwendungszweck brauchen Sie auch nicht mehr anzugeben, da alle auf dieses Konto eingezahlten Beträge automatisch als Spende für den Bau unseres Heimes verwendet werden. Lediglich dann, wenn Sie Steuern sparen wollen - und wer will das nicht - ist die Kurze Angabe "Spendenbescheinigung" erforderlich. Dann werden diese Beträge kurz vor Jahresende an die Stadt Husum weitergeleitet und von dort wird Ihnen eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

Dieses Überweisungen und das Ausstellen der Bescheinigungen erfolgen gesammelt, so daß Sie - wenn Sie in den nächsten Tagen spenden - nicht ungeduldig zu werden brauchen, wenn in den nächsten Wochen keine Spendenbescheinigung bei Ihnen eingeht. Die Bescheinigung kommt mit Sicherheit am Ende des Jahres und so rechtzeitig, daß Sie die Spende noch im Lohnsteuerjahresausgleich mit absetzen können.

Und nun - nachdm alle Unklarheiten beseitig sind - frisch ans Werk und einen namhaften Betrag aufs Konto Nr. 66761 überweisen. Der Verein wird Ihnen dankbar sein und das Finanzamt wegen des Steuerrückganges sicherlich undankbar.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball international

1. Oktober

Supercup-Termine zwischen HSV und Liverpool

Die beiden Europapokalsieger Hamburger SV und FC Liverpool werden am 29. November in Hamburg und am 6. Dezember in Liverpool ihre Spiele um den Supercup 1977 austragen. Mit dieser Terminfestsetzung entsprach das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf seiner Sitzung in Warschau den Wünschen beider Pokalsieger. Das Endspiel im Pokal der Meister wurde für den 10. Mai 1978 an den englischen Verband im Londoner Wembley-Stadion vergeben. Das Finale im Wettbewerb der Pokalsieger findet am 3. Mai in Paris Prinzenparkstadion statt, während die beiden Endspiele im UEFA-Cup nach wie vor von beiden Finalisten auf der Basis von Heim- und Auswärtsspielen durchgeführt werden.

Otto H. Krüger

32 Hinausstellungen

Nach einer Massenschlägerei in der 82. Minute im Meisterschaftsspiel America gegen ABC in Natal im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Norte hat der Schiedsrichter JosÄ�è�¤��£ Favile Neto aus Sao Paulp 32 (!) Hinausstellungen angeordnet und damit einen "Weltrekord" besonderer Art aufgestellt. Neben den 22 Spielern wurden auch die Ersatzspieler (je 5 pro Mannschaft), die Trainer und deren Assistentin in die Kabinen geschickt. Der Schiedsrichter konnte erst am Morgen aus seiner Kabine herausgeholt werden. Er wird seinen Bericht erst in Sao Paulo schreiben, wenn er sich wieder in Sicherheit fühlt.

Otto H. Krüger

Erst vier der 16 WM-Endrundenteilnehmer stehen fest

Helmut Schön gibt den Engländern für Argentinien keine Chance mehr

Polen, Italien, Holland, Schweden und Ungarn sind für Bundestrainer Helmut Schön von den europäischen Ländern die heißesten Anwärter für die Teilnahme an der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien. Seit dem 17. Juli stehen mit Veranstalter Argentinien Weltmeister Deutschland, dem dreimaligen Titelträger Brasilien und Peru erst vier der 16 Endrundenteilnehmer fest. Vom 31. August (Holland - Island) bis Anfang Dezember fallen die Entscheidungen, wer die weiteren 12 Plätze bei der WM 78 einnehmen wird.

Mit einem gewissen Anflug des Bedauerns sieht Helmut Schön die Engländer nicht in Argentinien: "England wird die Endrunde kaum noch erreichen. Selbst ein Sieg am 16. November gegen Italien würde dem Weltmeister von 1966 noch nicht helfen können. Die bessere Torquote könnte möglicherweise den Ausschlag für Italien geben."

Wenn der Bundestrainer die Gruppen in Europa Revue passieren lässt, besteht für ihn kein Zweifel, daß der WM-Dritte von 1974, Polen, bei 4:0 Punkten und den noch ausstehenden Heimspielen gegen Portugal (4:2) und Dänemark (4:4) nicht mehr gefährdet ist. Zypern hat 0:10 Punkte. In der Gruppe 2 sieht Helmut Schön Italien vor England. Helmut Schön: "Eigentlich sehr schade, wenn ein so starkes Fußball-Land wie England die Endrunde - wie 1974 - verpasst." Die Tabelle:

1.   Italien   6:0
2.   England   6:2
3.   Finnland   4:6
4.   Luxemburg   0:8
         

Als völlig offen bezeichnet der Bundestrainer in der Gruppe 3 den Zweikampf DDR - �è�¤��£ûsterreich: "Wenn �è�¤��£ûsterreich am 24. September in Wien die DDR schlägt, dann hat die Mannschaft eine reelle Chance. Das 1:1 der DDR gegen die Türkei kann der Mannschaft um Georg Buschner eines Tages noch sehr bitter aufstoßen." Helmut Schön warnt jedoch davor, die Türkei völlig zu unterschätzen, die bei 3:3 Punkten sowohl die DDR als auch �è�¤��£ûsterreich noch zu Heimspielen erwartet. �è�¤��£ûsterreich hat 6:0 Punkte, die DDR 3:1, Türkei 3:3 und Malta 0:8.

Daß Vize-Weltmeister Holland in Argentinien vertreten ist, darüber bestehen bei Helmut Schön keine Zweifel: "Das 2:0 der Holländer in Belgien war schon die Vorentscheidung. Belgien hat nur noch dann eine Chance, wenn das Rückspiel gewonnen wird und das auf britischem Boden nicht zu unterschätzende Nordirland Schützenhilfe leistet." Der jetzige Stand: Holland (5:1), Belgien (4:2), Island (2:4), Nordirland (1:5).

Als "Zünglein an der Waage" betrachtet Helmut Schön in der Gruppe 5 Irland (2:4): "Die Iren haben Frankreich geschlagen und können es auch gegen Bulgarien schaffen. Die Entscheidung fällt dann in Paris zwischen Frankreich (3:3 Punkte) und Bulgarien (3:1)."

Als WM-Teilnehmer Nummer 5 sieht der Bundestrainer Schweden (6:0), den Vize-Weltmeister von 1958: "Ein Unentschieden reicht den Schweden in Oslo gegen Norwegen (2:2) schon. Die Schweiz (0:6) hat ja schon längst ihre Chancen verspielt."

Als "tolle Gruppe" bezeichnet Helmut Schön die siebte, in der Wales, Europameister CSSR und Schottland nach je einem Heimspiel mit 2:2 Punkten Kopf an Kopf liegen. Helmut Schön: "Es wäre keine Sensation, wenn die Walliser das Rennen machen. Das 3:0 gegen die CSSR wiegt jedenfalls sehr schwer. So gesehen hat die CSSR von den drei Ländern die schlechteste Ausgangsposition."

Viel traut Helmut Schön seinem rumänischen Freund ╚ءtefan KovÄ�è�¤��£cs zu: "Das 2:0 in der Gruppe 8 in Zagreb gegen Jugoslawien (0:4 Punkte) war für den Außenseiter Rumänien (4:0) vielleicht schon der Schlüssel zum WM-Tor, zumal auch Spanien (2:2) in Bukarest bezwungen wurde. Jugoslawien ist schon außen vor. Spanien hat nur dann eine Chance, wenn in Belgrad Jugoslawien bezwungen wird."

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball national

1. Oktober

Strafverfahren gegen randalierende Fans

Mit Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und unbegründeten Auslösens eines Alarms müssen mehr als ein Dutzend Fußballfans rechnen, die nach dem Bundesligaspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Köln (0:3) am vergangenen Sonnabend die Münchner Innenstadt unsicher machten. Von den schlimmsten Randalierern hatte die Polizei die Personalien festgestellt und Blutproben abnehmen lassen. Gegen vier Kölner und 13 Münchner Vereinsanhänger wird polizeilich ermittelt. Bereits im vergangenen Jahr waren Ende September nach dem Spiel des 1.FC Köln in München 41 randalierende Schlachtenbummler aus dem Rheinland vorläufig festgenommen worden.

Otto H. Krüger
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1977

Husum 18

1. Oktober

Erreichbarkeit des Vorstandes

Viele unserer Mitglieder erleben auf jeder Jahreshauptversammlung die Neuwahlen des Vorstandes oder lesen zumindest in den Vereinsnachrichten darüber; können sich aber - da jedes Jahr nur einige Neuwahlen anstehen - kein gesamtes Bild über die Zusammensetzung des Vorstandes machen. Insbesondere wissen sie auch oft nicht, an wen sie sich wenden sollen, wenn sie ein Anliegen haben oder wie sie den Betreffenden erreichen können.

Damit nun nicht immer gleich der erste Vorsitzende angerufen wird, sondern jeder seine Sorgen und Nöte dem zuständigen "Funktionär" vortragen kann, folgt nachstehend eine Übersicht aller im Vorstand tätigen Mitglieder.


Geschäftsführender Vorstand:

1. Vorsitzender   Werner Denckmann   Husum, Schiffbrücke 22, Tel. priv. 3645, dienstl. 2083
2. Vorsitzender   Arfast Carstens   Husum, Brüggemannstraße 65, Tel. 64299
3. Vorsitzender   Harry Mölck   Husum, Brüggemannstraße 63, Tel. priv. 64638, dienstl. 61066
1. Kassierer   Anton Christiansen   Husum, Mittelheverstraße 3, Tel. priv. 5948, dienstl. 7041
1. Schriftführer (zugleich Pressewart)   Otto H. Krüger   Husum, Tunnelweg 4, Tel. priv. 3389, dienstl. 2083

Zusätzlich im Gesamtvorstand:

2. Kassierer (zugleich Jugendobmann)   Alfred Lorenzen   Husum, Schloßgang 6, Tel. priv. 61970, dienstl. 6081
2. Schriftführer   Eckhard Reckstadt   Husum, Osterhusumer Straße 66, Tel. priv. 71645, dienstl. 2083
Fußballobmann   Reinhard Grünhoff   Husum, Iven-Agßen-Straße 2, Tel. priv. 65810
Tischtennisobmann   Heinz Dieter Senger   Husum, Marienhofweg 45, Tel. priv. 71696, dienstl. 2083
Kegelobmann   Horst Brauer   Husum, Schillerstraße 26a, Tel. priv. 64228, dienstl. 6049
Schiedsrichterobmann   Horst Kersten   Husum, Matthias-Claudius-Straße 53, Tel. priv. 5281, dienstl. 71051, Apparat 408
Gymnastikbetreuerin   Norma Kersten   Husum, Matthias-Claudius-Straße 53, Tel. priv. 5281, dienstl. 2083
Beisitzer   Wilhelm Franke   Husum, Schönlanker Straße 47, Tel. priv. 5188
Beisitzer   Manfred Jacobsen   Husum, Hermann-Tast-Straße 77, Tel. 61727
Beisitzer   Dieter Schladetzky   Husum, Kurt-Pohle-Weg 9-11, Tel. priv. 72875
Beisitzer   Horst Weber   Husum, Goethestraße 52, Tel. priv. 2647
Sonderbeisitzer und Ehrenmitglied   Hans Weinstein   Husum, Poggenburgstraße 15, Tel. priv. 64423

Nicht im Vorstand:

Ligatrainer   Egon Harms   Husum, Eritstraße 34, Tel. 5390 und 662-218
Wandersportlehrer   Kurt Matthes   Bordelum, Tel. 04671 1217
Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Tischtennis

1. November

Hallo jugendliche Tischtennisfreunde!

Endlich ist es soweit! Nach langen Verhandlungen ist es unserem Vorstand gelungen, neben den Trainingszeiten für Seniorenspieler (jeden Mittwoch und Freitag von 20 bis 22 Uhr in der Theodor-Storm-Schule) auch wieder Trainingszeiten für jJugendliche Tischtennisspieler zu erhalten. Ab sofort können Jugendliche jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr in der Theodor-Storm-Schule in der Ludwig-Nissen-Straße trainieren. Das Ziel, auch jeden Mittwoch für die gleiche Zeit Trainingszeiten zu erhalten, wird weiterhin verfolgt.

Für alle interessierten Jugendlichen und Schüler besteht damit die Möglichkeit, in unserem Verein Tischtennis unter Anleitung zu erlernen oder bereits vorhandene Vorkenntnisse weiter auszubauen.

Wir bitten daher alle Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die Freude an dieser Sportart haben, sich am Freitag um 18 Uhr in der Theodor-Storm-Schule einzufinden. Jeder kann zunächst unverbindlich einige Abende am Training teilnehmen, um zu prüfen, ob er Freude an dieser Sportart findet.

Wer sich dann entschließt, dabei zu bleiben, kann unserem Verein für vier D-Mark Monatsbeitrag beitreten.

Je nach Trainingsfleiß und technischen Können erfolgen dann Aufstellungen für Schüler- und Jugendmannschaften, die an den Punktkämpfen auf Kreis- und Bezirksebene teilnehmen.

Weitere Auskünfte und Meldungen können schriftlich oder telefonisch an unseren Tischtennis- Obmann Heinz-Dieter Senger, Husum, Marienhofweg 45, Telefon 71696, dienstlich Telefon 2083, gerichtet werden.

Am besten ist es jedoch, sich persönlich - wie bereits erwähnt - am Trainingsabend in der Theodor-Storm-Schule einzufinden.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. November

Spitzenposition gehalten

Nachdem durch einen furiosen Start eine Position in der Tabellenspitze angenommen wurde, dachte wohl kaum einer, daß diese Position beibehalten werden könne, da schwere Auswärtsspiele bevorstanden. Doch durch hervorragende Leistungen konnten erstmals beim "Angstgegner" Eckernförder SV beide Punkte geholt werden und auch die am Tabellenende stehende Elf des VfR Laboe hatte trotz enormer Kampfkraft letztlich nicht die technischen Mittel, um einen Sieg unserer Elf und damit die Entführung von zwei Punkten nach Husum zu vermeiden.

In den dann folgenden zwei Spitzenbegegnungen gegen TSV Lindewitt und VfB Kiel gab es dann wechselnde Erfolge, wobei in beiden Fällen jeweils das Glück einer Mannschaft zur Seite stand.

Ausblickend auf die nächsten Spiele dürfte unsere Elf jedoch trotz der Niederlage beim VfB von allen Spitzenmannschaften die günstigste Ausgangsposition haben, da sie die nächsten Spiele gegen relativ leichtere Gegner - zumindest dem Tabellenstand nach - auszutragen hat als die Verfolgermannschaften, die teilweise schwere Auswärtsspiele auszutragen haben und auch gegeneinander spielen müssen und sich dabei notwendigerweise gegenseitig Punkte abjagen werden.


 

 

Eckernförder SV - Husum 18

 

1:2

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder Spieler über sich hinausragte, konnte der wertvolle Auswärtssieg errungen werden. Bereits in der zehnten Minute köpfte Manfred Albertsen nach einer maßgerechten Freistoßflanke von Andreas Wolff zum 1:0 für unsere Elf ein.

Nach verteiltem Spiel im ersten Durchgang kamen die Gastgeber nach dem Wechsel besser ins Spiel und konnten ebenfalls per Kopfball nach einem Freistoß den Ausgleich erzielen. Die "Morgenluft" witternden Eckernförder drängten nun gewaltig, um den Siegtreffer zu erringen. Doch unsere Abwehr ließ nichts anbrennen, sondern griff im Gegenteil weiterhin beherzt an. Ein Sonntagsschuß von Ralf Pacholke aus 25 Metern ins obere Tordreieck brachte dann in der 80. Minute den verdienten Sieg.


 

 

VfR Laboe - Husum 18

 

1:2

Wie schwer Spiele gegen Gegner sind, die am Tabellenende stehen und selbstverständlich mit aller Macht ins Mittelfeld wollen, erwies sich auch beim VfR Laboe. Bereits nach fünf Minuten mußte durch den Laboer Rückbrodt eine 1:0-Führung der Gastgeber hingenommen werden. Auch bis zum Wechsel blieben die Gastgeber tonangebend und konnten nur mit energischer Abwehr gebremst werden.

Im zweiten Durchgang war unsere Elf jedoch wie ausgewechselt und glänzte mit weiträumigen Aktionen. Nach glänzender Vorarbeit von Peter Pauly erzielte Manfred Albertsen in der 60. Minute den Ausgleich. 15 Minuten später brachte ein Alleingang von Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen, der drei Abwehrspieler aussteigen ließ und auch den Torwart noch "versetzte", den wertvollen 2:1-Sieg.


 

 

Husum 18 - TSV Lindewitt

 

2:1

Daß der Aufsteiger Lindewitt bereits in seiner ersten Verbandsliga-Saison nicht nur um den Klassenerhalt kämpft, sondern bereits in der Tabellenspitze ein gewichtiges Wort mitreden möchte, wurde in den ersten Minuten dieser Begegnung nur allzu deutlich. Bereits in der ersten Viertelstunde hatten die mit aller Kraft stürmenden Gäste mehrere "hundertprozentige" Einschußmöglichkeiten, die nur durch mehrere Rettungsaktionen auf der Linie mit Glück vereitelt werden konnten. Erst Mitte des ersten Durchgangs fing sich unsere Elf und erzielte durch geschickte Konter gefährlichere Torsituationen. Eine dieser Aktionen führte durch einen scharfen Kopfstoß von Peter Pauly, den der Torwart nur ins Netz unter die Latte lenken konnte, in der 26. Minute zur zu diesem Zeitpunkt glücklichen 1:0-Führung. Unbeeindruckt stürmten die Gäste jedoch weiter und erreichten 3 Minuten vor der Pause durch Kiehl den Ausgleich, als nach einem Freistoß unsere Abwehr den Ball nicht aus dem Strafraum bringen konnte.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel dann ausgeglichener und unsere Elf holte an guten Einschußmöglichkeiten auf. Als in der 64. Minute Peter Pauly nur durch ein Foul am erfolgreichen Einschuß gehindert werden konnte, nutzte Hans-Joachim "Achim" Wilhelmsen gekonnt die Chance und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:1, nachdem er den Torwart in die falsche Ecke gelockt hatte.

Danach kam unsere Elf noch stärker auf und hätte durch Peter Pauly und Heino Deckert die Führung noch ausbauen kann, doch nach im kraftraubenden Spiel fehlte in den Schlußminuten dann die Konzentration, so daß es beim knappen 2:1-Sieg blieb.


 

 

VfB Kiel - Husum 18

 

3:2

In diesem spannenden und hochklassigen Spiel erging es unserer Elf wie am Vorsonntag den Lindewittern. Bereits nach 20 Minuten hätte unsere Elf mit etwas Glück 3:0 in Führung liegen können. Viermal mußte mußte der Kieler Vorstopper Kurowski für seinen schon geschlagenen Torwart auf der Linie klären, um einen Rückstand zu verhindern. Selbst ein Foulelfmeter, an Peter Pauly verursacht, konnte vom sonst so sicheren Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen nicht zum Führungstreffer genutzt werden. Nachdem er erfolgreich den Torwart täuschte, setzte er das Leder knapp neben dem Pfosten ins Toraus.

In der 32. Minute dann die überraschende 1:0-Führung der Gastgeber. Nach einem Freistoß leitete Mannschaftskapitän Pinkert den Ball mit dem Kopf ins lange Eck, sowohl die Abwehrspieler als auch Günter Hoff zeigten keinerlei Reaktion.

Kurz nach dem Wechsel fiel dann die Vorentscheidung innerhalb von 3 Minuten. Nach einem Angriff unserer Elf folgte ein schneller Konter der Kieler, der eine Ecke einbrachte. Den Eckstoß leitete Pinkert mit dem Kopf über Günter Hoff hinweg ins Netz. Von dem Schock offensichtlich noch benommen, unterlief 3 Minuten später Günter Hoff ein Fehler, als er einen Ball nicht festhalten konnte und ihn Zimmermann zum 3:0 ins Tor drückte.

Nach einem Freistoßtor ins obere Eck durch Manfred Albertsen in der 65. Minuten schöpfte unsere Elf noch einmal Hoffnung und hatte auch gute Gelegenheiten, innerhalb kürzester Zeit noch den zweiten Treffer zu markieren. Doch dieser fiel erst in der 91. Minute durch den eingewechselten Heino Deckert, der in einem Gewühl vor dem gegnerischen Tor mit einem Gewaltschuß den Ball ins Netz setzte. Obwohl der Schiedsrichter danach noch eine weitere Minute nachspielen ließ, reichte diese kurze Zeit nicht mehr aus, um noch eine Wende herbeizuführen.


1.   VfB Kiel   8     6   1   1     15:10     13:3
2.   Husum 18   8     6   0   2     20:13     12:4
3.   Eckernförder SV   8     5   1   2     17:3     11:5
4.   Raisdorfer TSV   8     4   3   1     13:9     11:5
5.   Olympia Neumünster   8     4   3   1     11:10     11:5
6.   TSV Lindewitt   8     3   4   1     19:14     10:6
7.   DGF Flensburg   8     3   3   2     12:11     9:7
8.   TSV Kronshagen   8     4   1   3     12:11     9:7
9.   Heikendorfer SV   8     2   3   3     12:10     7:9
10.   Holsatia Kiel   8     3   1   4     13:12     7:9
11.   SV Friedrichsort   8     3   1   4     19:23     7:9
12.   TuS Nortorf   8     3   0   5     16:17     6:10
13.   VfR Laboe   8     2   0   6     13:19     4:12
14.   TSV Bordesholm   8     1   2   5     7:14     4:12
15.   Gut Heil Neumünster   8     2   0   6     6:15     4:12
16.   TSV Russee   8     1   1   6     5:19     3:13

Torschützenliste

Wer einen Blick auf die obenstehende Tabelle geworfen hat, wird schnell gemerkt haben, daß unsere Elf zwar punktemäßig "nur" auf dem zweiten Platz liegt, nach der Zahl der geschossenen Tore aber - wenn auch nur knapp vor Lindewitt und Friedrichsort - den ersten Platz einnehmen. Da lohnt es sich dann auch, eine Torschützenliste aufzustellen. Diese soll nur nicht dazu führen, daß jeder Spieler auf eigene Faust versucht, Tore zu schießen und dadurch die Mannschaftsdienlichkeit verloren geht, sondern sie soll anspornen, bei klaren Torchancen konzentrierter zu schießen und dadurch vielleicht manchen Treffer mehr im Netz des Gegners unterzubringen.

Noch eins zur Klarstellung für die ganz Schlauen: Eigentore werden nicht gezählt, im Gegenteil, wer ein Eigentor fabriziert, erhält einen Treffer abgezogen und muß dann eventuell sogar mit einem Minusstand ins Rennen um den besten Torschützen der Ligamannschaft gehen.

1.   Manfred Albertsen   6   Tore
2.   Hans Joachim Wilhelmsen   5   Tore
3.   Ralf Pacholke   2   Tore
4.   Bernd Hansen   1   Tore
5.   Andreas Wolff   1   Tore
6.   Hans Peter Hansen   1   Tore
7.   Hans Peter Thomsen   1   Tore
8.   Peter Pauly   1   Tore
9.   Heino Deckert   1   Tore
10.   Eigentor Gegner   1   Tore
     
.       20   Tore

Gemütlicher Abend

Unabhängig von dem Ausgang des Spieles gegen den TSV Lindewitt hatte der Vorstand die Ligamannschaft zu einem gemeinsamen Essen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein nach dem Spiel in die Fischgaststätte Carl eingeladen. Daß dieses Beisammensein nicht nur dazu benutzt wurde, den nach dem Spiel entstandenen Appetit mit Schnitzel oder Seemannsspieß zu stillen, sondern der Sieg und die erfolgreiche Verteidigung der Tabellenführung ausgiebig gefeiert wurde, verstand sich von selbst. Selbstverständlich waren auch die Spielerfrauen mit eingeladen worden, so daß die Angelegenheit nicht zu einem "trockenen Herrenabend" wurde, an dem nur über Fußball geredet wird.

Nachdem der erste Vorsitzende Werner Denckmann alle Spieler mit ihren Frauen sowie den Trainer mit seiner Frau, unseren Platzwart Peter Hansen mit Frau und einige Funktionäre begrüßt hatte und sich im Namen des Vorstandes für die bis zu diesem Zeitpunkt gezeigten hervorragenden Leistungen der Liga bedankt hatte, wurde das bereits eingangs erwähnte "Menü" aufgetischt und erst einmal kräftig zugelangt. Wie reichlich aufgetischt worden war, sah man nachher daran, daß selbst die hungrigsten Teilnehmer sich nach dem Essen zurücklehnten und den Magen hielten. Danach floß in reichlichem Maße das Bier, so daß bald eine lebhafte Unterhaltung im Gange war.

Doch wie es sich für eine disziplinierte Spitzenmannschaft gehört, blieb alles im Rahmen; keiner schlug über die Stränge oder torkelte gar aus dem Lokal. Es wurde wirklich ein netter, gemütlicher Abend, an dem die Spieler und Funktionäre sich menschlich näher kamen und auch die Standhaftesten, die gegen 22 Uhr das Lokal verließen, konnten noch geraden Schrittes nach Hause gehen.


Reserve im Mittelfeld

Nachdem unsere Reserve aus den letzten drei Spielen 4:2 Punkte holen konnte, weist sie erstmals ein positives Punktekonto auf und konnte sich im Mittelfeld nach oben schieben.

Beim Favoriten TSV Seeth/Drage mußte eine erwartete Auswärtsniederlage mit 4:2 hingenommen werden. Die Führung der Gastgeber konnte Manfred Weidner durch Elfmeter zwar noch einmal ausgleichen, doch dann zogen die Seether auf 3:1 davon. Vor der Pause gelang Dieter "Schorsch" Schleger lediglich noch der 3:2-Anschlußtreffer. Der einzige Treffer nach dem Wechsel stellte dann den Seether Sieg endgültig sicher.

Auf eigenem Platz hatte die Reserve die am Tabellenende stehen der Elf vom TSV Hattstedt jederzeit im Griff und konnte einen ungefährdeten 4:2-Sieg erringen. Manfred Weidner und Reinhard "Bernie" Grünhoff brachten unsere Elf in Führung, ehe die Gäste vor dem Wechsel auf 2:1 verkürzten. Im zweiten Durchgang erhöhten dann Reinhard "Bernie" Grünhoff und Dieter "Schorsch" Schleger auf 4:1, ehe den Gästen erneut eine Verkürzung auf 4:2 gelang.

Im kleinen Ortsderby gab es dann beim Rödemisser SV gegen die Erste einen klaren 4:1-Sieg, der nie gefährdet war. Erst beim Stande von 4:0 vermochten die Gastgeber den Ehrentreffer zu erzielen.


1.   Bredstedter TSV II   7     6   0   1     24:7     12:2
2.   SV BW Löwenstedt   6     5   0   1     19:12     10:2
3.   TSV Seeth/Drage   7     3   3   1     12:11     9:5
4.   TSV Garding   7     4   1   2     10:7     9:5
5.   TSV St. Peter-Ording   6     3   1   2     17:18     7:5
6.   Germania Breklum II   6     3   1   2     13:14     7:5
7.   Husum 18 II   5     3   0   2     13:11     6:4
8.   FC BW Friedrichstadt II   6     2   2   2     18:16     6:6
9.   TSV Arlewatt/Olderup   8     1   4   3     12:15     6:10
10.   IF Tönning II   6     2   1   3     13:22     5:7
11.   TSV Nordstrand   7     2   1   4     17:17     5:9
12.   TSV Rantrum II   6     1   2   3     13:19     4:8
13.   Rödemisser SV   8     1   2   5     12:19     4:12
14.   Frisia Husum II   5     1   1   3     9:17     3:7
15.   TSV Hattstedt   7     1   1   5     10:17     3:11

Dritte verlor Punkte

So ganz der einsame Favoritin der Kreisklasse Süd ist unsere dritte Mannschaft wohl doch nicht, obwohl es zunächst nach den hohen Anfangssiegen so aussah. Zunächst konnte im Auswärtsspiel bei der Reserve von Seeth/Drage noch ein ungefährdeter 4:1-Sieg errungen werden. Nachdem der Gastgeber durch Elfmeter mit 1:0 in Führung ging, stellten Harald Schuster, Günter Gerdsen und zweimal Egon Harms bis zur Pause bereits den Sieg sicher.

Am darauffolgenden Spieltag gelang auf eigenem Platz jedoch gegen TSV Garding II nur ein mühevolles 4:4-Unentschieden. Dabei muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Elf nicht in der gewohnten Aufstellung antrat und daher teilweise nicht die volle Leistung erreichte. Nach dem Führungstreffer der Gäste glich Gerd Hausmann aus, jedoch konnten die Gäste bis zur Pause nochmals auf 2:1 davonziehen. Nach Wiederanpfiff brachten zwei Treffer durch Günter Gerdsen nicht nur den Ausgleich, sondern die erstmalige Führung. Nachdem Garding wieder ausgeglichen hatte, gelang Gerd Hausmann erneut die Führung zum 4:3, jedoch konnte Garding durch einen weiteren Treffer einen Punkt aus Husum entführen.

Wenig Chancen hatte die Elf bei der Reserve des Rödemisser SV. In diesem Spiel konnte die Mannschaft keinen einzigen Treffer anbringen, sondern mußte sich am Ende mit einer 3:0-Niederlage zufrieden geben.

Dennoch ist selbstverständlich noch alles drin, obwohl nach Minuspunkten die Dritte von Blau Weiß Friedrichstadt bereits zwei Punkte besser steht.


1.   Rödemisser SV   6     4   1   1     14:5     9:3
2.   TSV Tönning II   5     4   0   1     16:7     8:2
3.   Husum 18 III   5     3   1   1     26:8     7:3
4.   TSV Garding II   5     3   1   1     18:11     7:3
5.   Frisia Husum III   4     3   0   1     9:3     6:2
6.   FC BW Friedrichstadt III   3     2   1   0     8:2     5:1
7.   IF Tönning III   3     1   2   0     4:2     4:2
8.   IF Tönning III   4     2   0   2     8:7     4:4
9.   TSV Seeth/Drage II   6     1   2   3     14:15     4:8
10.   TSV Garding III   5     1   0   4     3:17     2:8
11.   Frisia Husum IV   4     0   0   4     4:15     0:8
12.   TSV Seeth/Drage III   5     0   0   5     5:35     0:10

Preisskat der Liga

Wie jetzt erst bekannt wurde, fand im September in der Gaststätte Klabautermann ein Preisskat statt, an dem alle aktiven Fußballspieler teilnehmen konnten. Unter starker Beteiligung nicht nur der Ligaspieler, sondern auch der Akteure der zweiten, dritten und Altliga-Mannschaft wurden über zwei Runden die Karten gedroschen. Nach spannendem Kampf konnte Dieter „Schorsch“ Schleger den Sieg erringen. Zweiter wurde Burkhard Schletter, den dritten Platz errang unser Trainer Egon Harms.

Wie mir Sportfreund Egon Harms mitteilte, ist aufgrund der guten Beteiligung beabsichtigt, das Preisskatturnier zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen. Vielleicht sollte man sich dann überlegen, ob nicht einmal ein Turnier für alle interessierten Vereinsmitglieder abgehalten werden kann, damit die Beteiligung noch stärker wird.

Otto H. Krüger

leer  

1977

Husum 18 / Kegeln

1. November

Bericht der Kegelabteilung

In der Kegelabteilung ist die Sommerpause nunmehr beendet. Die zweite Damenmannschaft begann am 16. Oktober 1977 in der Nordmarkhalle in Flensburg mit den Punktkämpfen. Der erste wurde mit 83 Holz Vorsprung gegen Fidelia Rendsburg II gewonnen. Folgende Einzelergebnisse wurden erzielt:

    Gudrun Grabert   724   Holz
    Renate Denckmann   718   Holz
    Anita Borchert   715   Holz
    Eva-Maria "Evi" Kniese   705   Holz
und   Marianne Christiansen   704   Holz

Im zweiten Kampf mußten unsere Damen gegen Goldene Kugel Husum antreten. Auch dieser Kampf wurde souverän mit 104 Holz Vorsprung gewonnen. Dabei wurden folgende Einzelergebnisse erzielt:

    Anita Borchert   743   Holz
    Eva-Maria "Evi" Kniese   733   Holz
    Marianne Christiansen   724   Holz
    Renate Denckmann   719   Holz
und   Gudrun Grabert   708   Holz

Anzumerken ist noch, daß die jetzige zweite Damenmannschaft im vorigen Jahr als dritte Mannschaft in der Vereinsliga kegelte und nunmehr den Verein in der Kreisliga vertritt. Zu dieser Mannschaft gehören noch Christel Grabert und Sieglinde Krause.

Durch die beiden Siege führt diese Mannschaft die Tabelle mit +87 Holz und 4:0 Punkten an.


Auch die dritte Herrenmannschaft begann am 9. Oktober 1977 mit den Punktkämpfen in der Vereinsliga. Im ersten Kampf gegen Grün-Weiß II hatte die Mannschaft einen rabenschwarzen Tag erwischt und verlor mit 73 Holz. Über die Einzelergebnisse soll der Mantel des Schweigens gedeckt werden.


Im zweiten Kampf gegen Nordmark lief es dann wesentlich besser. Es wurde ein Sieg mit 24 Holz Vorsprung errungen. Folgende Einzelergebnisse wurden erzielt:

    Fred Steffensen   727   Holz
    Eckhard Reckstadt   727   Holz
    Werner Denckmann   726   Holz
    Harry Mölck   716   Holz
und   Hans A. Oppermann   707   Holz

Damit nimmt die dritte Mannschaft mit 2:2 Punkten einen Mittelplatz ein. Zur Mannschaft gehören noch die Kegler Bernd Mölck und Helmut Reimers.

Eckhard Reckstadt
leer  

1977

Husum 18

1. November

Neue Trainings- und Hallenbenutzungszeiten

ab 1. Oktober 1977

Tag   Trainingsort   Uhrzeit   Mannschaft   Trainer/Betreuer

Mo:   Hallenschwimmbad   17.00 - 19.00 h   Schwimmen / Jugend   Kurt Matthes
    Dethlefsen, Neustadt   20:00 - 23:00 h   Kegeln - Ehepaare   Werner Denckmann

Di   Osterhusumer Schule   15:00 - 16:30 h   II. Buben   Kurt Matthes
    Osterhusumer Schule   16:30 - 18:00 h   I. Buben   Peter Ohde

    Friesenstadion   18:00 - 19:30 h   II. Schüler   Wolfgang Spiegel
    Friesenstadion   18:00 - 19:00 h   Jungmannen   Wolfgang Grüner

    Friesenstadion oder   19:00 - 21:00 h   I.-III. Fußball-   Egon Harms
    Osterhusumer Schule   20:00 - 22:00 h   Senioren   Egon Harms

Mi   Osterhusumer Schule   16:00 - 17:30 h   II. Knaben   Rüdiger Meier
    Osterhusumer Schule   17:30 - 19:00 h   I. Knaben   Anton Christiansen

    Friesenstadion   17:00 - 18:00 h   I. Schüler   Reinhard Grünhoff

    Friesenstadion oder   18:00 - 20:00 h   Jugend   Helmuth Dietze
    Osterhusumer Schule   19:00 - 21:30 h   Jugend   Helmuth Dietze

    Friesenstadion oder   18:30 - 20:00 h   Fußball Damen   Wolfgang Spiegel
    Realschule Süd   18:00 - 19:30 h   Fußball Damen   Wolfgang Spiegel

    Theodor-Storm-Schule   20:00 - 22:00 h   Tischtennis   Heinz Dieter Senger

Do   Osterhusumer Schule   16:00 - 18:00 h   frei (bzw. I. Schüler)   Reinhard Grünhoff

    Friesenstadion oder   18:00 - 19:00 h   Jungmannen   Wolfgang Grüner
    Osterhusumer Schule   18:00 - 19:30 h   Jungmannen   Wolfgang Grüner

    Friesenstadion oder   19:00 - 21:30 h   I.-III. Fußball-   Egon Harms
    Kaserne   19:30 - 22:00 h   Senioren   Egon Harms

    Osterhusumer Schule   19:30 - 22:00 h   Altliga   Wolfgang Grüner

    Realschule Süd   19:30 - 22:00 h   Gymnastik   Frau Neumann

    geplant: Hallenschwimmbad   18.00 - 19.00 h   Leistungsschwimmen   Kurt Matthes

Fr   Theodor-Storm-Schule   18:00 - 20:00 h   Tischtennis / Jugend   Heinz Dieter Senger
    Theodor-Storm-Schule   20:00 - 22:00 h   Tischtennis / Senioren   Heinz Dieter Senger

    Osterhusumer Schule   19:00 - 21:30 h   frei (bzw. Jugend)   Helmut Dietze

    Kegelsporthalle   20:00 - 23:00 h   Kegeln - Frauen   Renate Denckmann

So   Dethlefsen / Kegelsporthalle   20:00 - 23:00 h   Kegeln - Ehepaare   Horst Brauer
leer  

1977

Husum 18 / Friesenstadion

1. November

Kennen Sie dieses Gebäude? Nein? Können Sie auch nicht, denn es steht noch nirgends. Aber bald wird dieses Jugendheim im Friesenstadion für unseren Verein gebaut werden. Ob es am Ende aber tatsächlich auch so schön aussieht wie auf der Zeichnung, hängt nicht zuletzt von der Sicherstellung der Finanzierung ab. Ein großes Stück dieses Finanzierungskuchens muß dabei auch von unserem Verein aufgebracht werden. Haben sie schon einige "Krümel" zu diesem Kuchen beigesteuert durch eine Spendeneinzahlung auf unser Baukonto Nummer 66761 bei der Sparkasse Nordfriesland in Husum? Vergessen Sie dabei nicht, daß Sie dadurch auch Steuern sparen! Wenn Sie bisher nichts eingezahlt haben, greifen Sie bitte sofort zu Bleistift und Papier (in diesem Falle: Überweisungsträger), ehe das Ihnen in den nächsten Tagen ausgezahlte Weihnachtsgeld gänzlich verplant ist.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18

1. Dezember

leer  

1977

Husum 18 / Fußball

1. Dezember

Liga zurückgefallen

Da aus den letzten 5 Spielen nur ein ausgeglichenes Punkteverhältnis von 5:5 errungen wurde, konnte die bis zum Spiel in Kronshagen gehaltene Tabellenführung nicht länger behauptet werden. Durch einen starken Leistungsabfall, der zum Teil auch auf den Nichteinsatz von Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen zurückzuführen sein dürfte, gingen die beiden letzten Spiele verloren und damit auch die Tabellenführung. Wenn auch innerhalb der Verfolgergruppe noch ein guter Platz eingenommen wird, so ist der jetzige Tabellenführer Olympia Neumünster doch bereits drei Punkte voran und dürfte die Herbstmeisterschaft zwei Spieltage vor Abschluß der Herbstserie wohl kaum noch abgeben.

Dennoch besteht selbstverständlich keinerlei Grund zur Traurigkeit, denn die am Anfang der Serie in die Mannschaft ein gesetzten Erwartungen wurden bisher bei weitem übertroffen. Es dürfte jetzt an der Zeit sein, die Mannschaft durch stärkeren Zuschauerbesuch wieder mehr zu unterstützen. Leider liegt nach wie vor in puncto "Zuschauerzahlen" noch vieles im Argen. Trotz vieler spannender Kämpfe um die Tabellenspitze liegt der bisherige Zuschauerschnitt bei ca 150 bis 200 Zuschauern, obwohl man bei Spielen einer Mannschaft, die in der Tabellenspitze steht, sicherlich 350 bis 400 Zuschauer pro Spiel erwarten dürfte.

Es bleibt zu hoffen, daß sich in der Rückserie diese Zahlen erheblich verbessern.


 

 

Husum 18 - Heikendorfer SV

 

2:1

Wohl selten sahen die Zuschauer ein so spannendes Spiel wie an diesem Sonntag. Mit

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Bernd Hansen ǀ Hans-Peter Hansen ǀ Hans-Peter Thomsen

Ralf Pacholke ǀ Hans Joachim Wilhelmsen ǀ Hans Uwe Kock

Heino Deckert (46. Peter Schöning) ǀ Manfred Albertsen ǀ Peter Pauly

mußte unsere Elf bis zum Schlußpfiff um den Sieg und damit die erneute Tabellenführung kämpfen. Die Gäste lieferten nur in der ersten Viertelstunde ein offenes Spiel und kamen durch eine Granate von Dahmke in der sechsten Minute auch prompt zum Führungstreffer. Danach wurden sie förmlich in ihrer Hälfte eingeschnürt, konnten aber bis zur 75. Minute ihren Vorsprung halten. Erst dann gelang Manfred Albertsen nach vorangegangenem Foul an Ralf Pacholke mit einem Elfmeter der Ausgleich. Mit einer Punkteteilung jedoch nicht zufrieden stürmte unsere Elf pausenlos weiter und erreichte in der 82. Minute durch einen überlegten Weitschuß von Peter Pauly den vielumjubelten Siegtreffer.


 

 

SV Friedensort - Husum 18

 

2:2

Was zunächst nach einem klaren Sieg unserer Mannschaft aussah, wurde immer mehr zu einer Zitterpartie, nach deren Ende man letztlich mit dem Unentschieden hoch zufrieden war. Unsere Elf spielte mit

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Hans-Peter Hansen ǀ Hans-Peter Thomsen ǀ Bernd Hansen

Hans Uwe Kock ǀ Hans Joachim Wilhelmsen ǀ Ralf Pacholke

Peter Pauly (46. Heino Deckert) ǀ Manfred Albertsen ǀ Andreas Wolff

und hatte einen glänzenden Start. Durch einen unhaltbaren Weitschuß von Hans-Peter Hansen und nach einem Alleingang von Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen, der außer mehreren Verteidigern auch noch den Friedrichsorter Schlußmann "versetzte", führte unsere Elf nach einer Viertelstunde mit 2:0. Doch dann kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel und erzielten kurze Zeit später den Anschlußtreffer. Nachdem Günter Hoff noch einen Elfmeter in glänzender Manier zunichte machte, gelang den Gastgebern 2 Minuten vor der Halbzeit doch noch der Ausgleich. Mit viel Glück überstand unsere Elf dann den zweiten Durchgang, in dem nur noch die Friedrichsorter zu ihrem Spiel fanden.


 

 

Husum 18 - DGF Flensburg

 

5:0

Nur eine Halbzeit hielten die Flensburger dem Druck unserer Elf, die mit

Günter Hoff

Ulrich Grabert ǀ Bernd Hansen ǀ Hans-Peter Thomsen ǀ Hans-Peter Hansen

Martin Dohrn ǀ Ralf Pacholke ǀ Hans Joachim Wilhelmsen (70. Hans Uwe Kock )

Heino Hinrichs (75. Heino Deckert) ǀ Dr. Manfred Albertsen ǀ Peter Pauly

spielte, stand und konnte ein 0:0 in die Pause retten. Doch dann fielen die Treffer wie reife Früchte. Bereits in der 47. Minute erzielte Dr. Manfred Albertsen im Nachschuß das 1:0, nachdem der DGF-Schlußmann eine Granate von Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen abprallen ließ. Eine Maßflanke von Heino Hinrichs nutzte in der 58. Minute Peter Pauly durch einen genau ins obere rechte Eck gezirkelten Kopfballtreffer, bei dem der Torwart keinerlei Abwehrreaktion zeigte, sondern dem Ball nur erstaunt nachsah. Den schönsten Treffer des Tages erzielte dann der erstmals spielberechtigte Heino Hinrichs in der 71. Minute. Einen mißglückten Torschuß von Bernd Hansen, der zu einer "Eierflanke" wurde, verwandelte Heino Hinrichs mit einem Fallrückzieher a la Klaus Fischer zum 3:0. Aus kürzester Distanz fiel in der 75. Minute wiederum durch Dr. Manfred Albertsen der vierte Treffer, als die Gäste nach einem Eckball das Leder nicht aus dem Torraum brachten. Ein herrliches Zuspiel von Heino Deckert in den freien Raum nutzte 3 Minuten vor Spielende Ralf Pacholke mit Direktschuß zum 5:0-Endergebnis.

Leider wurde in diesem Spiel Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen verletzt, mußte in der 70. Minute ausscheiden und konnte in den nächsten Spielen nicht eingesetzt werden.


 

 

TSV Kronshagen - Husum 18

 

3:0

Wenn auch zu hoch, so muß der Sieg des Gastgebers in diesem Spiel als verdient bezeichnet werden. Bereits in den ersten Minuten mußte unsere Elf, die ohne den verletzten Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen antrat, gefährliche Situationen überstehen. Erst nach gut einer halben Stunde hatte unsere Mannschaft sich gefangen, gerade in dieser Phase fiel dann jedoch durch Schwarz der Führungstreffer, als im Torraum der Ball nicht aus der Gefahrenzone geschlagen werden konnte. Die besten Chancen hatten wir dann im zweiten Durchgang. Nach einer starken Viertelstunde schien der Ausgleich in der Luft zu liegen, als der Kronshagener Vorstopper ein Handspiel im Strafraum beging. Doch den von Dr. Manfred Albertsen scharf, aber unplaziert geschossenen Strafstoß konnte der Schlußmann parieren. Dadurch gestärkt, übernahmen nun die Gastgeber wieder das Spielgeschehen. Ein wenige Meter vor dem Tor zuerkannter indirekter Freistoß brachte in der 65. Minute das 2:0. Hoffmann jagte das Leder über die Köpfe der Abwehrmauer hinweg unhaltbar unter die Latte.

Als drei Minuten vor dem Ende Günter Hoff einen scharfen Schuß von Hoffmann nicht festhalten konnte, erzielte Hipp im Nachschuß den dritten Treffer.


 

 

Husum 18 - Raisdorfer TSV

 

1:2

Eine unerwartete Niederlage gab es im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Raisdorf. In einer überlegenen ersten Halbzeit versäumte unsere Elf eine klare Führung, es langte lediglich zum 1:0 durch einen von Ralf Pacholke verwandelten Foulelfmeter, verursacht an Dr. Manfred Albertsen. Nach dem Wechsel kamen die Gäste auf dem harten gefrorenen Boden besser zurecht und erzielten bereits in der 52. Minute durch Bern den Ausgleich. 8 Minuten vor dem Spielende fiel dann durch den gleichen Spieler per Kopfball der Siegtreffer für den Aufsteiger.


1.   Olympia Neumünster   13     8   4   1     22:13     20:6
2.   Eckernförder SV   13     8   2   3     27:6     18:8
3.   Husum 18   13     8   1   4     30:21     17:9
4.   TSV Kronshagen   12     7   2   3     23:15     16:8
5.   Raisdorfer TSV   12     5   4   3     18:20     14:10
6.   Holsatia Kiel   13     5   4   4     23:19     14:12
7.   TuS Nortorf   13     6   1   6     27:21     13:13
8.   TSV Lindewitt   13     4   5   4     26:28     13:13
9.   DGF Flensburg   13     4   5   4     21:24     13:13
10.   VfB Kiel   13     6   1   6     15:24     13:13
11.   Heikendorfer SV   12     4   3   5     22:17     11:13
12.   SV Friedrichsort   12     3   4   5     25:31     10:14
13.   Gut Heil Neumünster   12     3   2   7     15:25     8:16
14.   TSV Bordesholm   13     2   4   7     12:22     8:18
15.   TSV Russee   12     2   3   7     13:26     7:17
16.   VfR Laboe   13     3   1   9     23:30     7:19

Spielplan der Rückrunde

Wenn unsere Elf - was wir nicht hoffen wollen - in den letzten noch ausstehenden Spielen der Herbstserie nicht noch weiteren Boden zur Spitze verlieren sollte, beginnt am 14. Januar 1978 die Rückrunde mit einem Spitzenspiel für unsere Elf: Sie muß beim jetzigen Tabellenführer Olympia Neumünster antreten. Bisher lag uns diese Mannschaft außerordentlich gut, wie nicht nur das Ergebnis von 4:0 der Herbstserie zeigt. Auch in dem Jahr des Aufstiegs von Olympia Neumünster zur Landesliga gab es für unsere Elf zwei eindeutige Siege: 4:1 in Husum, 5:2 in Neumünster. Ob dieses "Gesetz der Serie" jedoch auch weiterhin anhält, bleibt abzuwarten.

Hier der Spielplan auf einen Blick, wobei die Ergebnisse der Vorrunde in Klammern gesetzt sind, soweit sie bei Redaktionsschluß feststanden.

Samstag   14.01.78   14:00 h   Olympia Neumünster   -   Husum 18   (0:4)
Sonntag   22.01.78   14:00 h   Husum 18   -   VfR Laboe   (2:1)
Samstag   28.01.78   14:00 h   Holsatia Kiel   -   Husum 18   (3:1)
Samstag   04.02.78   14:00 h   Husum 18   -   TuS Nortorf   (6:4)
Sonntag   19.02.78   14:30 h   TSV Bordesholm   -   Husum 18   (0:1)
Sonntag   26.02.78   14:30 h   Husum 18   -   Eckernförder SV   (2:1)
Sonntag   12.03.78   15:00 h   TSV Lindewitt   -   Husum 18   (1:2)
Sonntag   19.03.78   15:00 h   Husum 18   -   VfB Kiel   (2:3)
Sonntag   02.04.78   15:00 h   Heikendorfer SV   -   Husum 18   (1:2)
Sonntag   09.04.78   15:00 h   Husum 18   -   SpVg Friedrichsort   (2:2)
Samstag   15.04.78   14:30 h   DGF Flensburg   -   Husum 18   (0:5)
Sonntag   23.04.78   15:00 h   Husum 18   -   Husum 18   (2:1)
Sonntag   17.04.78   15:00 h   Husum 18   -   Husum 18   (0:3)
Sonntag   23.04.78   15:00 h   Husum 18   -   TSV Kronshagen   (0:3)
Sonntag   30.04.78   15:00 h   Raisdorfer TSV   -   Husum 18   (2:1)
Sonntag   07.05.78   15:00 h   Husum 18   -   Gut Heil Neumünster    
Sonntag   21.05.78   15:00 h   TSV Russee   -   Husum 18    

Torschützenliste

Obwohl in den zwei letzten Spielen nur ein Treffer bei fünf Gegentoren erzielt wurde, steht unsere Elf mit 30 Treffern an der Spitze der Verbandsliga Nord, wenn auch dicht gefolgt von Eckernförde und Nortorf.

Während die Spitze der Torschützen unverändert blieb, konnte sich Peter Pauly um einige Plätze nach vorne schieben.

1.   Dr. Manfred Albertsen   9   Tore
2.   Hans Joachim Wilhelmsen   6   Tore
3.   Ralf Pacholke   4   Tore
4.   Peter Pauly   3   Tore
5.   Hans Peter Hansen   2   Tore
6.   Bernd Hansen   1   Tore
7.   Andreas Wolff   1   Tore
8.   Hans Peter Thomsen   1   Tore
9.   Heino Deckert   1   Tore
10.   Heino Hinrichs   1   Tore
    Eigentor Gegner   1   Tore
     
.       30   Tore

Reserve stößt vor

Durch ein Punkteverhältnis von 7:1 aus den letzten vier Spielen und einem Torverhältnis von 19:7 konnte unsere Reserve sich gewaltig verbessern und in die Tabellenspitze vorstoßen. Während Bredstedt II unangefochten mit zwei Minuspunkten die Tabelle anführt, liegt unsere Elf mit 5 Minuspunkten gleichauf mit TSV Seeth, die nur ein Spiel mehr ausgetragen haben, an zweiter Position.

Im Heimspiel gegen die Liga von Arlewatt/Olderup hatten die Gäste zwar während des gesamten Spiels ein optisches Übergewicht, doch nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte im zweiten Durchgang ein Konter durch Reinhard "Bernie" Grünhoff die 1:0 Führung und ein weiterer Alleingang von Reinhard "Bernie" Grünhoff den 2:0-Sieg.

Im "Auswärtsspiel" gegen die Reserve von Frisia gab es einen überraschend hohen Kantersieg. Nach einer beruhigenden 3:0-Halbzeitführung zog unsere Reserve nach dem Wechsel auf 6:0 davon, ehe den Gastgebern der erste Gegentreffer gelang. Am Ende der Partie hieß es dann gar 9:2 für unsere Elf. Dieter "Schorsch" Schleger und Reinhard "Bernie" Grünhoff waren je dreimal, Heino Hinrichs zweimal und Peter Schöning einmal erfolgreich.

Gegen die Liga von St. Peter-Ording sah es auf eigenem Platz zunächst gar nicht nach einem klaren Sieg unserer Elf aus. Nach dem Wechsel gingen die Gäste zunächst mit 1:0 in Führung. Nachdem Dieter "Schorsch" Schleger durch Elfmeter den Ausgleich schaffte, lief es jedoch besser in unseren Reihen. Der gleiche Spieler markierte auch das 2:1, dem Peter Schöning den dritten Treffer folgen ließ. Mit einer herrlichen Granate ins obere Eck erhöhte dann kurz vor Spielende wiederum Dieter "Schorsch" Schleger zum 4:1-Endstand.

Nach einem Spielausfall in Löwenstedt verlief dann die Heimbegegnung gegen die Reserve von Blauweiß Friedrichstadt sehr spannend. Obwohl wir bis zur Pause durch Reinhard "Bernie" Grünhoff und Manfred Weidner mit 2:0 führten, ließen die Gäste sich nicht entmutigen, sondern kamen nach dem Wechsel stark auf und konnten nicht nur ausgleichen, sondern sogar mit 3:2 in Führung gehen. 2 Treffer durch Manfred Weidner brachte dann unserer Elf wieder die Führung ein, die am Ende jedoch durch die Gäste zum 4:4-Unentschieden egalisiert werden konnte.


Die Tabellenspitze

1.   Bredstedter TSV II   9     8   0   1     32:8     16:2
2.   TSV Seeth/Drage   10     6   3   1     35:12     15:5
3.   TSV Garding   12     7   1   4     21:13     15:9
4.   Husum 18 II   9     6   1   2     34:18     13:5
5.   SV BW Löwenstedt   9     5   2   2     21:16     12:6
6.   FC BW Friedrichstadt II   9     4   3   2     34:25     11:7
7.   TSV St. Peter-Ording   9     4   2   3     24:25     10:8
8.   Germania Breklum II   11     4   2   5     20:41     10:12

III. ausgeglichen

Nach der zunächst eindeutigen Führung mußte unsere dritte Mannschaft weiteren Niederlagen hinnehmen und hat nun ein ausgeglichenes Punktekonto mit 7:7 bei 29:26 Treffern. So wurde nicht nur gegen die III. des Lokalrivalen Frisia mit 1:13 verloren (was als "Revanche" für die am gleichen Tage erlittene 9:2 Niederlage der Frisia-Reserve gegen unsere Reserve gewertet werden kann), sondern auch gegen die Dritte von Blau-Weiß Friedrichstadt mußte eine 2:5-Niederlage hingenommen werden.

Doch sollte man diese Niederlagen auf keinen Fall überbewerten, da diese neugegründete Elf sich insgesamt sehr gut schlägt und sie, wie allgemein in jedem Verein üblich, immer die besten Spieler an die nächsthöhere Mannschaft abgeben muß.


Nach kalter Dusche: kalte Platte

Nicht nur Vorstandsmitglieder und Funktionäre, sondern auch viele langjährige Vereinsmitglieder hatten in den vorangegangenen Wochen kleine und größere Geldbeträge gespendet, um unserer Ligamannschaft nach einem Heimspiel ein gemütliches Beisammensein - natürlich mit Essen - zu ermöglichen.

So hatte dann unsere Trainerfrau Margret "Meggi" Harms unter Mithilfe einiger Spielerfrauen ein vorzügliches kaltes Buffet angerichtet und in Partyraum ihres Hauses zu Tisch gebeten. Dies ließen sich die Ligaspieler nicht zweimal sagen. Nachdem sie den Gegner DGF Flensburg mit 5:0 eine kalte Dusche beschert hatten, taten sie sich selbst an kalter Platte gütlich. Und damit sie nicht ganz so einsam waren, waren selbstverständlich auch der Spielausschuß, der Platzwart, die Vorstandsmitglieder Arfast Carstens und Otto Krüger, einige Spielerfrauen und einige Vereinsmitglieder, die zum Gelingen dieses Essens beigetragen hatten, mit von der Partie.

Bevor der Hunger jedoch gestillt werden konnte, gratulierte Trainer Egon Harms im Namen der Mannschaft dem Spielführer Manfred Albertsen zu seiner errungenen Doktorwürde und überreichte ihm eine Flasche "Hansen Präsident".

Dann machten sich alle über die kalten Platten her, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, daß das Brot von einer namhaften Brotfabrik gespendet worden war. Welcher Fabrik, wollte Hans Uwe Kock uns nicht sagen, denn das wäre ja Schleichwerbung. Außerdem hatte eine Brauerei drei Kisten Bier zum Runterspülen gespendet, damit einem das Brot nicht im Hals stecken blieb.

Nachdem unser Spitzenspieler Hans Joachim "Achim" Wilhelmsen sich im Laufe des Abends auch als Spitzenesser einen Namen gemacht hatte, fungierte er anschließend als Barmixer und gab außer dem Freibier weitere alkoholische Getränke nur gegen "bare Kasse" aus der Hand. Diese Einnahmen bilden jetzt bereits den Grundstock für ein weiteres opulentes Mahl.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18

1. Dezember

Dr. "Money" Albertsen

Einige der Leser werden sicherlich bereits erstaunt die Augenbrauen hochgezogen haben, als sie im Spielbericht gegen DGF Flensburg plötzlich " Dr. Albertsen" lasen. Bevor aber einer denkt, das Spiel unserer Elf wäre zwischenzeitlich so hart geworden, daß jetzt ein Doktor mitspielen muß, der bei Verletzungen gleich helfend einschreiten kann, hier die Erklärung: Unser Mannschaftsführer Manfred Albertsen promovierte in Naturwissenschaften und erhielt den Titel "Dr. rer. nat.". Er ist damit kein Arzt, wohl aber ein Doktor geworden.

Dafür vom Vorstand und allen Vereinsmitgliedern an dieser Stelle die allerherzlichsten Glückwünsche. Es ist wohl das erste Mal, daß in der Fußballmannschaft unseres Vereins ein Doktor mitspielt. Wie wir zwischenzeitlich erfuhren, dürfen seine Mannschaftskameraden und Freunde aber weiterhin "Manny" zu ihm sagen. Wer's dennoch nicht über's Herz bringt, kann künftig "Dr. Money", pardon "Dr. Manny" sagen.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Friesenstadion

1. Dezember

Sicherlich kennen viele unserer Mitglieder und Freunde nicht nur diese blau-weiß-rote Plakette, sondern haben sie bereits schon zum Preis von einer D-Mark erworben und an die Heck- oder Windschutzscheibe ihres Fahrzeuges oder das Schutzblech ihres Mopeds oder Fahrrades geklebt. Damit aber nicht nur viele Mitglieder und Freunde des Vereins, sondern alle eine Plakette kaufen, fühlten wir uns veranlaßt, die Plakette hier noch einmal abzubilden.

Wer keinen fahrbaren Untersatz hat, kann die Plakette auf seine Trainingstasche, seine Brieftasche oder auch auf Wandkacheln oder Bieruntersätze kleben. Verwendungsmöglichkeiten gibt es genug. Übrigens ... der Reinerlös aus dem Verkauf dieser Plaketten wird selbstverständlich auch wiederum zum Bau unseres Jugendheims im nächsten Jahr verwendet.

Und nun noch ein Knüller für unsere aktiven Sportler: Die Plakette gibt es nicht nur als Aufkleber, sondern jetzt auch zum Preis von 2 D-Mark aus Satinstoff. Sie kann daher auch auf Trikots geklebt, oder noch besser, aufgenäht werden.

Wo es die Plaketten gibt? Beim Platzwart Peter Hansen, jeden zweiten Sonntag an der Kasse beim Kassierer und selbstverständlich auch bei den Vorstandsmitgliedern und beim Spielausschußmitglied Dieter Eckholdt.

Und nun frisch drauflos gekauft, damit im nächsten Jahr die Finanzierung unseres Jugendheims nicht gefährdet wird.

Haben Sie darüber hinaus eigentlich auch schon eine Spende, die Sie von der Steuer absetzen können, auf das Baukonto Nr. 66761 bei der Sparkasse Nordfriesland eingezahlt? Wenn nicht, wird es jetzt höchste Zeit, sonst ist das Jahr zu Ende, und die Steuerersparnis kann erst im nächsten Jahr berücksichtigt werden.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18 / Tischtennis

1. Dezember

Tischtennismannschaft vorn

Während die II. Tischtennismannschaft wegen Aufstellungsschwierigkeiten in der ersten Kreisklasse nicht mehr am Punktspielbetrieb teilnehmen konnte und zurückgemeldet wurde, läuft es bei der ersten Mannschaft zurzeit wie am Schnürchen. Bei 13:3 Punkten und noch zwei ausstehenden Spielen gegen MTV Leck II und TSV Stadum, die beide geschlagen werden könnten, hat die Sechsergruppe noch berechtigte Aussichten, in den Kampf um die Herbstmeisterschaft in der Tischtennis-Kreisliga mit einzugreifen. Lediglich Sylt-Ost und der TSV Mildstedt stehen mit je zwei Minuspunkten noch relativ günstiger da.

Die Punkte wurden wie folgt folgt erkämpft: Im ersten Spiel gab es auf eigener Platte gegen TV Friedrichstadt einen klaren 9:3-Sieg.

Noch besser als erwartet wurde bei Frisia Husum III mit 9:2 gewonnen.

Ebenfalls keine Schwierigkeiten bereitete die Mannschaft des MTV Risum-Lindholm, die im Heimspiel mit 9:3 bezwungen werden konnte.

Danach gab es den ersten Punktverlust. Beim TSV Garding mußte man sich mit einem 8:8 zufriedengeben. Da die Gardinger mit drei Minuspunkten aber ebenfalls zu den Favoriten dieser Klasse zählen, muß dieses Unentschieden auf fremder Platte denn noch als Erfolg gewertet werden.

Als zu stark erwies sich dann die Mannschaft der TTG Sylt-Ost, die trotz Heimvorteils nicht bezwungen werden konnte. Die Partie ging mit 9:5 an die Gäste.

Durch diese Niederlage war unsere Mannschaft jedoch keineswegs geschockt. In einem spannenden Kampf konnte in Mildstedt der Mannschaft des TSV mit 9:6 die erste Saisonniederlage beigebracht werden. Wie spannend das Treffen verlief, wird dadurch deutlich, daß von den 15 Spielen 9 Spiele erst im dritten Satz entschieden wurden. Mitentscheidend war außer der guten Gesamtleistung die hervorragende Tagesform von Karl-Heinrich "Heiner" Timm und Gerhard Hansen. In den Einzelnen errangen Harry Köppe und Gerhard Hansen je zwei, Karl-Heinrich "Heiner" Timm, Winfried Pfalzgraf und Walter Liepert je einen Punkt, während Karl-Heinrich "Heiner" Timm / Gerhard Hansen sowohl das Eingangsdoppel als auch das mit zum Sieg führende Schlußdoppel gewannen.

Zwei weitere Siege gegen den TSV in Bredstedt mit 9:5 sowie auf eigener Platte mit 9:1 gegen den Wyker TB brachten unsere Mannschaft auf den zweiten Tabellenplatz.

Otto H. Krüger
leer  

1977

Husum 18

1. Dezember

Kassenabschluß

Unser erster Kassierer, Anton Christiansen, bittet alle Funktionäre, Übungsleiter, Aktive und sonstigen Vereinsmitglieder, die noch ausstehende Forderungen für 1977 an den Verein haben (z.B. Fahrgelder, verauslagte Beträge), diese bis zum 20. Dezember 1977 mit ihm abzurechnen, damit der Jahresabschluß rechtzeitig und vollständig erstellt werden kann.

Otto H. Krüger
leer  



zuletzt aktualisiert am: Samstag, 23.02.2019 0:46

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