Das geschah 1993

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zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 13.07.2022 20:59

Jan 1993

Husum 18

Protokoll der JHV

Karl Krieger Ehrenvorsitzender, Ernst-Hermann Grund neuer Schiedsrichterobmann, anhaltend positiver Trend in der Jugendabteilung.

Jens Peter Jensen

Auf dem Weg zum Husumer Großverein?

HUSUM (fhf). Aus der alten Kamelle wird wieder eine heiße Kartoffel: Husum 18 und Frisia Husum wollen in den nächsten Monaten gemeinsam ein Konzept mit dem Ziel erarbeiten, beide Vereine zu fusionieren.

Wahrscheinlicher Stichtag der Zusammenführung ist laut Frisia-Vorstandsmitglied Bernd Laß der 1. Juli 1994. Der Rödemisser SV, der noch vor Wochen bei einer ersten Gesprächsrunde mit Vertretern von Frisia und Husum 18 eine Beteiligung nicht ausgeschlossen hatte, lehnt eine Ehe inzwischen entschieden ab: "Wir klinken uns aus. Wenn alle Vereine sich zusammentun, kann das nicht gutgehen", sagt Hartmut Ziebell, Fußballobmann der Rödemisser.

Das Vorhaben, sportliche und wirtschaftliche Kräfte in erster Linie zur Förderung des Fußballs zu bündeln, ist nicht neu. Bereits 1987 standen Husum 18 und Frisia Husum kurz vor dem Zusammenschluß. Damals scheiterte das Unternehmen am Unwillen der Frisianer.
In den sechs Jahren danach hat sich sportlich wenig getan. Die Versuche beider Vereine, ein Gegengewicht zum großen Nachbarn BW Friedrichstadt aufzubauen, sind bis jetzt gescheitert. Zwar hat Husum 18 noch Chancen auf einen vorderen Platz in der Bezirksliga, doch Frisia Husum steht als Tabellenletzter vor dem Sturz in die Bezirksklasse. Der eigene Anspruch allerdings geht sehr viel weiter. Bernd Laß: "Wir wollen in Husum Spitzen-Fußball bieten." Landesliga? "Nein, höher. Wir wollen in die Verbandsliga."

Auf Seiten Frisias waren zudem finanzielle Nöte ein Grund dafür, auf die anderen Vereine zuzugehen. "Alleine können wir die Jugendarbeit nicht mehr tragen", erklärt Frisia-Vorsitzender Friedrich Pingel. "Uns fehlen nach den Kürzungen seitens des KSV und durch erhöhte Abgaben an den LSV 6000 Mark im Jahr."

Für den 10. Januar 1993 hatte Frisia mehrere Vertreter der beiden Husumer Nachbar-Vereine eingeladen. "Zu einem Austausch von Gedankengut", wie Bernd Laß es nennt. Bereits dort wurde klar, daß der SV Rödemis einer Fusion eher abneigend gegenübersteht. Laß nennt das damalige Verhalten der Rödemisser heute "reserviert".

Offener zeigte sich dagegen Husum 18, deren Vorsitzender Wolfgang Grüner eine Fusion noch in diesem Jahr jedoch ausdrücklich ausschließt. "Es bestehen Kontakte zwischen den Vereinen, aber 1993 läuft in dieser Sache sowieso nichts. Unser Jubiläum steht im Vordergrund." In diesem Jahr feiert Husum 18 sein 75jähriges Bestehen.

Auf dem Weg zu Konkretem wollen sich die Parteien Ende Februar zu einem zweiten Gespräch treffen. Bis zum 1. April soll laut Laß ein Arbeitskreis gebildet sein, der den Zusammenschluß im Juli 1994 vorbereitet.

Am Sonnabend, 30. Januar, um 15 Uhr will der Vorstand von Frisia Husum seinen Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung im Jugendheim die Zukunftspläne erläutern.

Bei Husum 18 dagegen wird das Thema Fusion noch als Geheimsache gehandelt. Auf der Jahreshauptvesammlung heute abend um 20 Uhr im Husumer "Thomas-Hotel" soll die Fusion nach Angaben von Wolfgang Grüner nicht in die Tagesordnung aufgenommen werden.

shz-NordfrieslandSport, 27. Januat 1993

Besserer Fußball im Friesenstadion mit Hilfe eines Großvereins, gebildet aus Frisia, Husum 18 und vielleicht auch SV Rödemis? Schon 1987 wurde ein erster Versuch gemacht. Aus dieser Zeit stammt das eingeblockte Bild. Fotos: HN-Archiv

Vereint leistungsfähiger

Es wird wieder über einen Großverein nachgedacht

HUSUM (Willy-Peter Ström). Vor sechs Jahren scheiterte der Versuch, zumindestens die beiden Sportvereine Frisia und Husum 18 unter ein Dach zu bringen. Nachdem es dann eine ganze Zeit lang ziemlich ruhig um das Thema Großverein auf dem Sektor Fußball geworden war, gibt es jetzt wieder Ansätze, dieser Frage näherzutreten.

Und das hat auch Gründe, die zum Teil von außen aufgezwungen werden. So haben alle Sportvereine mehr oder weniger mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Mitgliederzahlen stagnieren, um es vorsichtig auszudrücken. Es ist nicht einfach, Nachwuchs heranzubekommen. Besonders im Jugendbereich kriselt es. Und wenn man sich ansieht, in welchen Klassen die 1. Männermannschaften der Husumer Vereine Fußball spielen, so kann nicht gerade gesagt werden, daß auf diesem Sektor in der Landesspitze mitgemischt wird.

Dritt- bis Viertklassigkeit herrscht hier vor. Seit 25 Jahren ist keine örtliche Männer-Fußball-Mannschaft mehr in der Verbandsliga vertreten (Landesebene). Erst zwei Klassen drunter (Bezirksliga) und noch weiter unten (Bezirksklasse) sind Husumer Namen zu finden.
Das alles hat wieder dazu geführt, sich Gedanken zu machen über einen Großsportverein, Arbeitstitel FC Husum, der ein Zusammenschluß der drei hier Fußball spielenden Verein Husum 18, Frisia und SV Rödemis sein könnte. Eine Fusion sollte, so die Überlegungen, den Fußball in der hiesigen Region für alle Beteiligten attraktiver gestalten.

Gesehen wird zwar, daß viele Mitglieder und Fans der Tradition "ihres" Vereins stark verbunden sind und Identifikationsprobleme mit einem FC Husum bekommen könnten. Dem steht aber gegenüber, daß jeder Verein für sich gestellt so nicht mehr weiterkommt. Bereits im Jugendbereich gibt es immer größere Schwierigkeiten, leistungsstarke Mannschaften zu formieren. Durch Zusammenfassung der Kräfte inklusive optimalerer Trainingszeiten, -bedingungen und -möglichkeiten könnte so verstärkt zum leistungsbezogenen Fußball animiert werden. Dies wiederum könnte bessere Grundlagen schaffen für leistungsfähigere Herrenmannschaften.
Anstatt wie bisher drei Teams nur auf Bezirks-Ebene zu haben, seien bei entsprechenden Umstrukturierungen bereits kurzfristig höhere Ziele ansteuerbar, und zwar miteinander und nicht gegeneinander.

Wenn erst einmal das Ziel erreicht ist, in höheren Klassen mitmischen zu können, dann wird auch eine größere Chance gesehen, gute Nachwuchskräfte zu halten, die es ansonsten zu Vereinen zöge, die weiter oben angesiedelt sind. Auch dem Zuschauer könne mehr geboten werden. Fußballhungrige seien eigentlich genügend vorhanden. Aber nur mit einem unterklassigen Angebot sei das Publikum nicht zufriedenzustellen.

Und ein weiterer Bereich spielt eine immer bedeutendere Rolle: das Geld. Je schwerer es der öffentlichen Hand fällt, Sportvereine zu unterstützen, desto wichtiger wird es, Sponsoren zu finden. Die sind aber leichter zu finden, wenn der Verein weit oben steht, als wenn seine Mannschaften irgendwo unten herumkrebsen. Und, nicht zu vergessen, auch für die Stadt könnten leistungsstarke Kicker eines FC Husum ein hervorragender Werbeträger sein. Verwiesen wird dabei auf etwa Blauweiß Friedrichstadt.

Die räumlichen Voraussetzungen für einen Zusammenschluß sind eigentlich heute schon vorhanden. Im Friesenstadion mit seinen zwei Plätzen sind Frisia und Husum 18 beheimatet. Eben südlich davon liegt der Platz des SV Rödemis und dazwischen die Übungsfelder.

Husumer Nachrichten, 27. Januat 1993
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Mär 1993

Husum 18 / Fußball

Bezirkspokalendspiel

Zum 6.ten Mal standen unsere Fußballdamen in einem Bezirkspokalendspiel. Drei Mal konnte im Laufe der letzten Jahre dieser Titel nach Husum geholt werden. Im Jahre 1987 gelang es unseren Damen, den Landespokal zu gewinnen.

Endspielgegnerinnen waren die Damen von der SG Thumby. Dieses Spiel fand am 7.3.93 im Friesenstadion statt, und die SG Thumby konnte dieses Spiel mit 3:0 fuer sich entscheiden. Auf dem Bild sehen wir die Endspielmannschaften. Wir wuenschen der SG Thumby fuer ihr Weiterkommen auf Landesebene alles Gute.

 
leer

Mai 1993

Husum 18 / 75 Jahre


Herausgegeben im Auftrag des Vorstandes
Bearbeitung Anton Christiansen

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Mai 1993

Husum 18 / 75 Jahre

Grußworte der Stadt Husum

Die Stadt Husum grüßt den Husumer Fußballverein von 1918 e.V. zum 75-jährigen Jubiläum.

75 Jahre Bestehen bedeutet nicht nur 75 Jahre Freude, sondern auch 75 Jahre Arbeit, die Mühe mit sich brachte.

Die Stadt Husum erkennt dankbar die geleistete Arbeit an und verspricht, wie bisher stets nach ihren Kräften zu helfen, auch wenn aufgrund der derzeitigen Haushaltslage der Kommunen die Zuschußmöglichkeiten immer mehr eingeschränkt sind.

Gerade in der heutigen Zeit in der viele Menschen Berufe ausüben, die mit Bewegungsarmut verbunden sind, ist sportliche Betätigung dringender denn je.

Da sich in dieser Zeit nur wenige Jugendliche dafür begeistern können, sich freiwillig in Vereinen zusammenzuschließen, um sich in der Freizeit sportlich zu betätigen, verdient die vorbildliche Jugendarbeit des Vereins einen besonderen Dank.

Er gilt in erster Linie den Mitgliedern, die ihre Freizeit dafür opfern.

Die Stadt Husum wünscht "Husum 18" alles Gute für die weitere Arbeit in der Zukunft und den Jubiläumsfeierlichkeiten einen guten Verlauf.

 

Lemor

 

Kneer

 

  stv. Bürgervorsteher   Bürgermeister  

Grußwort des Kreisfußballverbandes Nordfriesland

Der Husumer Fußballverein von 1918 e.V. kann in diesem Jahr auf eine 75-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Zu diesem stolzen Jubiläum übermittle ich dem Verein, seinen Mitgliedern und seinen vielen Freunden meine herzlichen Grüße und Glückwünsche.

75 Jahre Vereinsgeschichte bedeuten auch 75 Jahre nicht nur Sport-, sondern auch Stadtgeschichte, verbunden mit allen Höhen und Tiefen, die die Zeitläufe mit sich brachten. Wie in vielen anderen Vereinen unserer Landes, so hat es im Verein Husum 18 immer Frauen und Männer gegeben, die ihrem Verein auch in schwieriger Zeit die Treue gehalten und sich uneigennützig und voller Idealismus für ihn eingesetzt haben, die tagtäglich, Woche für Woche, Jahr für Jahr - von der breiten Öffentlichkeit häufig unbemerkt - für ihren Verein Husum 18 und damit für die Gemeinschaft gearbeitet haben. Ihnen allen gilt an dieser Stelle Dank und Anerkennung.

Der Kreisfußballverband wünscht Husum 18 für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Das Jubiläumsjahr 1993 wird geprägt sein von einigen Veranstaltungen, die sowohl aus gesellschaftlicher wie auch aus sportlicher Sicht einen würdigen Rahmen darstellen dürften. Der Verbend wünscht hierzu einen guten Verlauf.

 

Hans Christian Albertsen

 

 

  1. Vorsitzender    

Grußwort

Unter dem Kürzel "Husum 18" ist der Husumer Fußballverein in ganz Nordfriesland, in Schleswig-Holstein und darüber hinaus bekannt geworden. Die Zahl 18 bezeichnet das Gründungsjahr 1918, in dem der Verein gegründet wurde, so daß nunmehr das 75-jährige Jubiläum begangen werden kann. Hierzu übermitteln wir für den Kreis Nordfriesland herzliche Glückwünsche.

Dem Vereinssport, vor allem auch dem Breitensport Fußball, muß in heutiger Zeit große Bedeutung zugemessen werden. Dieses gilt nicht nur unter dem Aspekt körperlicher Gesundheit, um Alltags- und Berufsanforderungen gerecht zu werden, sondern auch im Hinblick darauf, sinnloses oder gar schädigendes Freizeitveihalten auszuschließen.

Die Geselligkeit in einer Sportgemeinschaft stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur innerhalb eines Vereines, sondern auch innerhalb einer Stadt oder einer Gemeinde.

Vor diesem Hintergrund gilt ein ganz besonderer Dank den Trainern, Helfern und Funktionären, die viele Stunden ihrer Freizeit für den Husumer Fußballverein von 1918 e. V. opfern, um den Übungsbetrieb in Fluß zu halten und den Spielbetrieb zu sichern.

Dem Verein insgesamt wünschen wir, daß sich seine wertvolle Vereins- und Jugendarbeit in den kommenden Jahren fortsetzen läßt und sich das Engagement auch in sportlichen Erfolgen wiederspiegelt.

 

 

 

Dr. Blatt

 

      Landrat  

Gruß des Kreissportverbandes Nordfriesland

Jubiläen sind willkommende Gelegenheiten, um Rückblick als auch Ausschau zu halten.

Als erstes möchte ich Ihnen allen, den Vorstandsmitgliedern, den Übungsleitern, den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Mitgliedern im Namen des Kreissportverbandes Nordfriesland einen herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum aussprechen.

Zum anderen kennzeichnet der 75.Geburtstag Ihres Vereins sicherlich nicht das Ende oder den Beginn eines in sich abschlossenen Zeitabschnitt. Er stellt vielmehr einen wichtigen Markierungspunkt dar, der zu einer kurzen Besinnung aufruft - zu einem Innehalten in unserem doch recht hektischen Alltag. Dieser Geburtstag soll aber auch vor allem ein Grund zur Freude und Dankbarkeit sein.

Der Husumer Fußballverein von 1918 hat sich über drei Generationen hinweg seine eigene und unverwechselbare Indentität bewahrt. Wichtige Voraussetzungen hierfür waren und sind noch immer Idealismus und Engagement der Mitglieder, die bereit waren, ihre Neigungen und Fähigkeiten und vor allem ihre Arbeitskraft in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.

Sie hatten und haben erkannt, daß der Verein als unverzichtbarer Bestandteil der sportlichen und geselligen Freizeit zum Lebensstil der Menschen unserer Zeit gehört. Deshalb wünscht der Kreissportverband Nordfriesland den Sportlerinnen und Sportlern im Husumer FV von 1918 auch in den nächsten Jahren über das Jahr 2000 hinaus, die Aufgaben der Zukunft mit Erfolg bewältigen zu können.

 

 

 

Klaus Meyer-Lovis

 

      Vorsitzender  

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband gratuliert dem Husumer Fußballverein von 1918 e.V. zum 75-jährigen Bestehen. In schwerer Zeit gegründet, hat sich "Husum 18" im Fußballsport nicht nur im Norden unseres Landes sondern weit darüberhinaus einen guten Namen gemacht.

Vorstand, Mitarbeiter und Aktive von Husum 18 haben für unseren Sport, insbesondere aber auch für unsere Gesellschaft durch Förderung des Gemeinschaftsinnes und Erziehung zu sozialem Verhalten unschätzbare Verdienste erworben. Nur wenn die Bereitschaft zu gemeinnützigem Handeln erhalten bleibt, werden Vereine wie Husum 18 ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen können. Heraufziehende große Finanzsorgen der Kommunen dürfen nie Anlaß geben, die Hand von diesen Vereinen zu ziehen. Nicht dem sog. "großen" Fußball. sondern vielmehr der stillen und wirkungsvollen Arbeit unserer Vereine abseits der spektakulären Sportarenen gebührt die Aufmerksamkeit.

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband wünscht dem Husumer Fußballverein von 1918 e.V. auf seinem weiteren Weg Harmonie im Innern und gute sportliche Erfolge. Alle Fußballfreunde im Lande werden sich diesem Wunsch anschließen.

 

 

 

Peter Ehlers

 

      1. Vorsitzender  

leer

Mai 1993

Historisches

Wir schreiben das Jahr 1912. Im Anschluss an die Gruendung des Fußballclubs "UNITAS" wird der Verein "ALLEMANNIA" gegruendet.

Der monatliche Beitrag betrug 0,40 Pfennig. Man spielte in der Weststaffel mit Lunden, Heide, Meldorf, Marne und Glueckstadt.

Bald danach wurden viele junge Spieler eingezogen, denn der erste Weltkrieg war ausgebrochen. Aber schon damals war es unser erster 1. Vorsitzende Bernhard.Petersen, der unverzagt den Spielbetrieb aufrecht erhielt. Als Spielplatz diente die "Freiheit", heute der oestliche Teil des Schlossparks vor dem Kreiskrankenhaus, gegenueber der Kongresshalle. Man spielte in weißen Hosen und blaugelb gestreiften Trikots.

Fuer ein Spiel, z. B in Flensburg, musste um 3.30 Uhr morgens aufgestanden werden, denn der Zug fuhr um 5.13 Uhr. Die Fahrt musste von den Spielern selbst bezahlt werden.

Der erste Weltkrieg ging zu Ende, und man wurde sich 1918 einig, aus den beiden Clubs einen Verein zu gruenden.

Abschrift

Gründungsversammlung des "Husumer Fußballvereins von 1918"

Am Sonnabend, dem 7. Dezember 1918, abends 8½ Uhr, fanden sich auf schriftliche
Einladung von Bernhard Petersen ehemalige Mitglieder der Husumer Fußballvereine "Unitas" und "Allemannia" die Sportfreunde in "Hohenzollern" zwecks Gründung eines Fußballvereins zusammen. Herr B. Petersen begrüßte die Anwesenden durch einige herzliche Worte, dankte für das zahlreiche Erscheinen und eröffnete sodann die Versammlung. In ehrenden Worten gedachte er zunächst der auf dem Felde der Ehre gefallenen Mitglieder und bat, sich im Andenken derer von den Plätzen zu erheben. Herr Petersen wünschte, daß in diesem neuen Verein stets Einheit herrschen möge und hat alsdann die folgende Tagesordnung zusammengestellt:
1. Aufnahme neuer Mitglieder
2. Name des Vereins
3. Wahl des Vorstandes
4. Tracht des Vereins
5. Beitragszahlung
6. Verschiedenes

Punkt 1: Es hatten sich folgende 35 Herren eingefunden bzw. erklärt, dem Verein beizutreten:
Hermann Kock · L. Hagemann · Johs. Thedsen · H. Nicolaysen · W. Lex · O. Classen · Peter Jessen · W. Schlüter · Karl Fetzer · Johs. Carstens · Friedr. Petersen · H. Blunk · Johs. Meyer · Ludwig Thoms · Joh. Brammer · Peter Mey · Hans Jensen · Hans Petersen · P. Michelsen · H. Carstens · H. Lex · Chr. Boessen · CarI Martens · Thomas Möller · Fr. Töllner · Johs. Höncke · W. Klußmann · Otto Schmidt · Georg Reimers · Hans Jacobs · B. Petersen · W. Wulff · H. Grell · Chr. Sierks · Otto. Struve

Da keiner etwas gegen diese Herren einzuwenden hatte, wurden sie sämtlich aufgenommen.

Punkt 2: Es wurden folgende Vereinsnamen vorgeschlagen:
"Husumer Sportverein von 1918" und
"Husumer Fußballverein von 1918".
Durch Abstimmung erhielt der Verein den letzteren Namen.

Punkt 3: Sodann wurde zur Wahl eines vorläufigen Vorstandes geschritten und beschlossen, die endgültige Wahl im Januar 1919 vorzunehmen in der Annahrne, daß bis dahin weitere Herren aus dem Felde zurückgekehrt und dem Verein beigetreten seien. Durch Stimmzettel wurden gewählt die Herren:
B. Petersen, 1. Vorsitzender
H. Kock, 2. Vorsitzender
J. Thedsen, 1. Schriftführer
J. Meyer, 2. Schriftführer
Th. Möller, Kassierer
P. Jessen, Ballwart
J. Höncke, 1. Spielführer
P. Mey, 2. Spielführer
Zu den Spielausschußmitgliedern wurden gewählt die Herren Carstens, Blunk und Kock und zu Kassenrevisoren H. Petersen und P. Mey. Um die Werbearbeit energisch in die Hand zu nehmen, und dadurch dem Verein einen wirksamen Rückhalt zu geben, wurden die Herren Carstens, Höncke und Reimers gewählt. Sämtliche Herren nahmen die Wahl an.

Punkt 4: Als Vereinstracht wurde nach anfänglicher Meinungsverschiedenheit die folgende angenommen: weiße Hose, schwarzer Dreß mit weißem Kragen und dem Husumer Wappen. In Anbetracht der jetzigen Verhältnisse wurde beschlossen, einstweilen von dem weißen Kragen und dem Husumer Wappen abzusehen. Die Herren, die im Besitz von Sweater sind, wurden gebeten, dieselben bis zum 11. Dezember bei Herrn Otto Schmidt abzugeben, der dann das weitere wegen Färben derselben in die Hand nimmt. Als Vereinsabzeichen wurden die Husumer Farben blaugelb gewählt.

Punkt 5: Als Eintrittsgeld sind 1 Mark und als monatlicher Beitrag ebenfalls 1 Mark zu zahlen.

Punkt 6: Als Versammlungstag wurde der 1. Sonnabend im Monat festgesetzt, der dann jedesmal noch durch eine kurze Zeitungsannonce bekanntgemacht werden soll. Zum Dienstag, den 10. 12. abends 8 Uhr, wurde eine Vorstandssitzung nach "Hohenzollern" einberufen. Dem Spielausschuß wurde die Vollmacht erteilt, die aktiven Spieler der Reihe nach zum Aufbauen der Tore usw. zu
bestimmen. Bei unentschuldigtem Fernbleiben sind 50 Pf. Strafe zu zahlen. Die Entschuldigung für ein am Sonntag stattfindendes Spiel ist spätestens bis Donnerstagabend bei einem der Spielausschußmitglieder anzubringen.
Die Spielzeit wurde auf jeden Sonntag nachmittag, 2 Uhr, auf der Freiheit festgesetzt.
Verschiedene kleinere Sachen wurden dem Spielausschuß zur weiteren Ausarbeitung pp. überlassen. Da weiter keine Anfragen oder Anträge gestellt wurden, wurde die Versammlung um ½11 Uhr geschlossen.
1. Vorsitzender
gez.: B. Petersen
Genehmigt:
1. Schriftführer
gez.: Thedsen


Die erste Jahreshauptversammlung, am 3. Januar 1919, erbrachte schon 44 weitere Neuaufnahmen, am 5. Februar weitere 28 Mitglieder.


In den ersten Jahren nach der Gruendung fanden die Veranstaltungen auf der Freiheit statt, oder man trug sogar Spiele im Watt aus:

Nicht immer hat es damals nur "Rasenplätze" gegeben. Diese Aufnahme wurde vor dem Spiel Husum 18 gegen Heide gemacht. Das Treffen wurde damals in Schobüll im Watt ausgetragen! Welch ein Wandel der Zeiten!?

Johannes "Hanne Bodder" Hansen - Adolf "Ogge" Classen - Hans Rister - Hans Bostedt - Peter ("Peter Schmied") Clausen - Ferdinand Petersen - Heinrich "Heini" Grell - Hans-Dietrich "Hanne-Diede" Blunck - Christoph Jensen - Hugo Huß - Harry Trulsen.

Anton Christiansen

Im Jahre 1924 pachtete der Verein das Sportgelaende"Marienhof". Hier eine Beschreibung aus dem
Husumer Tageblatt vom 12. Okt. 1925:

Der neue Sportplatz liegt zur Rechten des von Bäumen eingefriedigten Weges, der nach "Marienhof" führt und wird außer von dem Wegknick im Westen und den Gärten und Häusern im Süden nach Norden und Osten von freiem Feld eingeschlossen, so daß sich der Platz in freier, lichter Fläche präsentiert. Eine Pforte mit einem Kassenhaus zur Rechten stellt den Eingang dar. Eine dichte Rasenfläche bedeckt den ganzen Platz und wird einen besonderen Vorzug dieses Platzes darstellen, der vorher zum Spielgebrauch sorgfältig geebnet worden ist. Der eigentliche Fußballplatz ist ebenfalls eingefriedigt, so daß das Publikum von dem Spielfeld in angemessenem Abstand getrennt ist. Das Publikum findet rund herum Raum genug, das Spielfeld von jedem Punkte aus gut zu überblicken. Innerhalb des Feldes gewährt eine Bankreihe zu beiden Seiten des Platzes Sitzgelegenheit. Die Tore sind mit vorgeschriebenen Drahtgittern versehen. Den Eintretenden grüßt aus der südlichen Ecke des Platzes die an hoher Stange lustig flatternde große Vereinsfahne in den schleswig-holsteinischen Landesfarben mit dem Stadtwappen. So präsentiert. sich der Platz in vorbildlicher, zur Ausübung des schönen, blühenden Fußballsports und der mannigfaltigen Leibesübungen bestens getroffener Beschaffenheit, so daß er in seiner zweckdienlichen Bestimmung und Eigenschaft in der Provinz mit an erster Stelle marschieren wird.

1930 holte man den 1. Titel nach Husum

Bernhard Petersen (1. Vorsitzender) - Johannes "Hans" Rademacher - Christian Eckmann - Heinrich "Henny" Hansen - Karl "Kalli" Schladetzky - Peter ("Peter Schmied") Clausen /
Ferdinand Petersen - Karl "Kalli" Krieger - Hans "Hansi" Schöning /
Werner "Fritz" Lorenzen - Torwart Emil "Esche" Sönnichsen - Ernst "Mauschi" Mißfeldt
(es fehlen: Heinrich "Heini" Staack · Heinz Ockens).

Anton Christiansen

25 Jahre Husum 18

Der Husumer Fußballverein von 1918 hielt Anfang Dezember 1943 im festlich geschmückten Handwerkervereinshaus eine interne Erinnerungsjeier anläßlich seines 25jährigen Bestehens ab. Der Gründer des Vereins, Bernhard Petersen, begrüßte die Gäste, und gab einen Rückblick auf die Entwicklung des Vereins. Weiter verlas er eine Anzahl Glückwunschschreiben von Sportkameraden und -freunden in der Heimat und im Felde.

Ein hübsches und mannigfaltiges Programm war für den Abend zusammengestellt. Voll und ganz seiner Bedeutung angepaßt waren eine Schmalfilm-Vorführung und ein Vortrag des Sportkameraden Lex. Der Schmalfilm zeigte uns Bilder aus der Vergangenheit des Vereins und seiner beiden Vorgänger, die bis 1906 zurückgingen. Eine z. T. schon fast verschollene Welt tauchte da vor uns auf: Bekannte Fußballspieler, die damals fast noch Knaben waren und heute schon Enkel zur Ausübung des Sportes schicken, andere, die schon im ersten Weltkrieg gefallen oder nach seinem traurigen Abschluß nach Amerika ausgewandert sind, und wieder andere, die, nicht wenige im feldgrauen Rock, selbst gekommen waren, um den Tag mitzufeiern oder auch aus dem Felde schriftlich ihre Anhänglichkeit bekundeten.

Husum 18 Liga 1935/36

Ernst Gosch - Hermann Lex - Wilhelm "Tank" Büchel - Thomas "Höhnersupp" Christiansen - Hans-August "Audi" Nachtigall - Hans-Theodor Johannsen - Johannes "Hanni" Nielsen - Werner Rusbült - Hans "Hansi" Schöning - Otto "Otti" Degenkolbe - Heinz "Heine P" Petersen - Kraus - Martin "Martin P" Petersen - Bernhard Petersen - Adolf "Ogge" Classen.

Foto: Knittel

Anton Christiansen

Husum 18 Landesligamannschaft 1949

Husum 18 Landesligamannschaft 1949

Trainer Julius Huber - August "Aue" Carstens - Walter Dunse - Arthur Grabert - Kurt "Buba" Schmidt - Erwin Panten - Lothar "Muschi" Muschinski - Max "Magge" Nehlsen - "Mieze" Stapelfeldt - Heinz "Micha" Philipp - Kurt Klose - Herbert Möbius - Günter Hentzschel - Matthias Schmidt - Max "Magge" Sönnichsen - Karl "Kuddel" Etteldorf - Spielausschußvorsitzender Hermann Bahnsen


Husum 18 Jungmannen Landesmeister!

Adolf Wagner · Wilhelm "Willi" Carstens · Johann Hasche · Heinrich "Heini" Golde · Birger Hansen · Peter-Römer Peters · Gerhard "Gille" Eckmann · Rolf "Rolly" Fentzahn / Dieter Schladetzky · Claus Westerwiek · Jöns Otto Albertsen.
Auf dem Bild fehlen: Hans Werner Jürgensen · Hans "Hansi" Ziewitz.


29. Juni 1952

Am nächsten Tag berichtete die Presse über dieses Spiel

Husumer Jungmannen Landesmeister

Entscheidung erst in der Verlängerung

Kiel/Husum. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachten die Jungmannen von Husum 18. Vor dem Amateurländerspiel zwischen Deutschland und der Schweiz führten sie vor 30.000 Zuschauern das Endspiel um die Landesmeisterschaft gegen den TSV Heiligenhafen durch. In einem Treffen, an dem sich die Zuschauer immer wieder begeisterten, stand es bei Ablauf der regulären Spielzeit 4:4. In der darauffolgenden Verlängerung waren die Husumer die Mannschaft mit der besseren Kondition und den stärkeren Nerven, die am Ende mit 6:5 einen zwar knappen, aber verdienten Sieg davontragen.

In der Aufstellung

Claus Westerwiek

Dieter Schladetzky ǀ Jöns Otto Albertsen

Birger Hansen ǀ Peter-Römer Peters ǀ Hans Werner Jürgensen

Johann Hasche ǀ Wilhelm Carstens ǀ Hans Ziewitz ǀ Adolf Wagner ǀ Rolf Fentzahn

gewannen die Husumer den Kampf.


Bezirksmeister 1952/53

Peter Henningsen · Helmuth Dietze · Otto Köster · Hans "Hansi" Ziewitz · Arthur Grabert · Erwin Panten · Otto Roscher · Paul "Paule" Anders / Gerhard "Gerd" Präger · August "Aue" Carstens · Karl-Ernst Nehlsen · Johannes "Hanne" Wulff · Karl "Kuddel" Etteldorf.


Husums größtes sportliches Ereignis

Stadionweihe bei sengender Hitze - 4.000 Besucher

Mit der Einweihung des Stadions im Stadtteil Dreimühlen erlebte Husum am 28. Juni 1953 sein bisher größtes sportliches Ereignis. Die neue amphitheatralisch angelegte Sportstätte, überwiegend von den beiden Husumer Jugendaufbauwerken erstellt wurde, und die den Namen "Friesenstadion" erhielt, hatte zur Eröffnungsfeier ein sehr festliches Kleid erhalten. Die schmucke Anlage mit zwei Spielfeldern und zwei Laufbahnen ist das ausschließliche Werk der Stadt, für das die beiden Vereine Husum 18 und Frisia Husum, denen die Plätze übereignet wurden, der Verwaltung nicht dankbar genug sein können.

Etwa 4.000 Menschen umzäunten bei hochsommerlicher Hitze in dem weiten Rund das in Fahnenschmuck getauchte Frisia-Spielfeld, als Bürgermeister Dr. Georg Fiedler in einem feierlichen Akt die Übergabe vollzog. Nicht nur aus der Stadt und aus dem Kreis, sondern aus dem ganzen Landesteil Schleswig und darüber hinaus waren Gäste erschienen, die sich über das Stadion begeistert äußerten, wenn im Augenblick aus finanziellen Gründen auch noch Umzäunung und Umkleideräume fehlen, die einer späteren Zeit vorbehalten bleiben müssen.


Übergabe des Friesenstadions

Husum 18 und Frisia Husum im Besitz zweier schöner Spielfelder

Am 14. August wurde das herrliche Friesenstadion in den Mausebergen den Husumer Fußballvereinen Husum 18 und Frisia Husum übergeben. Bereits vor zwei Jahren war das Stadion eingeweiht worden und hat dann leider bis zum heutigen Tage brachgelegen. Jetzt aber ist dort eine Stätte geschaffen worden, die ihresgleichen sucht. Es wird zwar noch recht viel zu tun sein, bis die Anlage vorschriftsmäßig aufgebaut ist, aber es ist ein Projekt, für das es sich einzusetzen lohnt.


Husum 18 Ib endgültiger Gewinner des Pokals der Husumer Tageszeitung

Husum 18 IB, die in Langenhorn 1960 durch einen 6:0-Sieg den Pokal der "Husumer Tageszeitung zum vierten Mal gewann und ihn so endgültig in den Besitz ihres Vereins brachte.

Uwe "Jus Fontain" Jahn · Edlef Kniese · Carl-Anton "Ratschi" Christiansen · Heinrich "Heini" Golde · Deert Thomsen · Karl "Kalli" Clausen · Peter Bauer · Dieter Schladetzky · Uwe Hagen · Sönke Hansen · Dieter "Käpt'n" Eckholdt

Carl-Anton "Ratschi" Christiansen

1960, Olympiasieger Armin Hary bei Husum 18

Johannes "Haschi" Janssen · Gerhard "Gerd" Präger · Günther Bergmann · Karl "Kalli" Clausen · Manfred "Manne" Hoppe · Peter Goldschmidt · Armin Hary · Peter-Boyke Jacobs · Sönke Hansen · Lothar Lehmann · Günther Nommensen · Fred Lützen · Wilhelm Wichmann · Karl "Kuddel" Etteldorf · August "Aue" Carstens.


1958 Fußball-WM in Schweden

Unsere A-Jugend war dabei

Die Schwedenfahrer

Johannes "Haschi" Jannsen, Peter Glaser (Westerland), Günther Nommensen, Deert Thomsen, Helmuth Dietze, Horst Dithmers ("Langer"), Peter-Karl Deertz, Carl-Anton "Ratschi" Christiansen, Hartwig Siebke, Peter Bauer, Manfred Lange, Dr. Erwin "Pütten" Kraatz (verdeckt), Arthur Grabert, Hermann Bahnsen, Walter Lorenzen / Peter-Boyke Jacobs, Karl Heinrich Bahnsen, Dieter "Schorsch" Schleger. Foto: Golde

Dr. med. Erwin "Pütten" Kraatz

Die 18er Liga 1959 im Friesenstadion

Obmann Arfast Carstens · Manfred "Manni" Hoppe · Peter Römer Peters · Günther Nommensen · Johannes "Haschi" Jannsen · Adolf "Adi" Marquetant · Horst Groß · Peter-Boyke Jacobs · Wilhelm "Willi" Ziemek · Fred Lützen · Gerhard Bonneß · Trainer Karl Etteldorf / Gerhard "Gerd" Präger · Eckhard "Ecki" Sers · Manfred Heinrich

Karl Bernhard Mölck

20. Juni 1964 - Aufstieg in di erste Amateurliga

Die Aufnahme zeigt unsere Liga nach dem 4:2-Sieg über Eutin 08,
der ihnen den Aufstieg in die erste Amateurliga sicherte.

Ritter · Trainer Helmut Bregulla · Peter Goldschmidt · Dieter "Schorsch" Schleger · Johannes "Haschi" Jannsen · Benjamin Hager · Bernhard Kauffeld · Gerhard "Gille" Eckmann · Egon "Schnetje" Harms / Manfred "Manne" Hoppe · Edlef Kniese · Arthur Grabert · Detlef Bresa.
Auf der Aufnahme fehlen: Eckhard "Ecki" Sers und Dieter Eisenheim,
die ebenfalls in den Aufstiegsspielen eingesetzt wurden.


1968 - Die Verbandsliga wurde erreicht!

Kurz nach Spielschluß in Schleswig stellte sich unsere Liga freudestrahlend vor:
Spielausschußmitglied Karl "Kuddel" Etteldorf · Trainer Weinknecht · Heinz-Jürgen Thomaschewski · Martin "Malle" Dohrn · Peter Goldschmidt · Hans-Peter Kurtze · Rüdiger Schwigon · Dieter "Schorsch" Schleger · Gundolf Schrock · Spielausschußvorsitzender Arthur Grabert · Burkhard Schletter / Gerhard "Gerd" Meier · Karl-Heinz Starken · Wolfgang Täuber · Ulrich Arthur "Uli" Grabert · Spielausschußmitglied Eckhard "Ecki" Sers und Egon "Schnetje" Harms. Es fehlt Dieter Schmidt auf dem Bild.

Dieter Schladetzky

1972 - Meister Bezirksliga Nord

Unsere Mannschaft, Meister der Bezirksliga Nord:

Trainer Heinz Fielstette - Mannschaftskapitän Egon "Schnetje" Harms · Torwart Wolfgang Täuber · Walter Feddersen · Hans Uwe "Mühle" Kock · Eduard "Ede" Lehmbeck · Dieter "Schorsch" Schleger · Jens-Peter "Schlauch" Jensen · Birger Hansen · Karl-Heinz Starken · Manfred "Manny" Albertsen · Horst Schroeter · Reinhard "Bernie" Grünhoff · Walter Kretschmar · Fußballobmann Gerhard "Gille" Eckmann.

Otto Heinrich Krüger

20. Juli 1975: Husum 18 - Hamburger SV

1:4

V.l.: Hans-Peter "Hansi" Thomsen · Caspar Memering · Lutz Jorden · Hans Uwe "Mühle" Kock verfolgten gebannt den Torschuß Johann "Buffy" Ettmayers. Foto: Harald Denckmann

Otto Heinrich Krüger


Husum 18

-

Schalke 04

(Verbandsliga)   (Bundesliga)
  am  

Donnerstag, den 17. Juni 1976
im Friesenstadion

Anstoß:   16 Uhr
     
Vorspiel:   Prominentenelf Holsten-Brauerei - Altliga Husum 18
    danach Bubis I von Husum 18 (Meister) - Bubis von SV Adelby/Flensburg
     
Eintritt:   6.- DM Erwachsene
    4,- DM Frauen, Schwerbehinderte, Jugendliche (unter 14 Jahren)
     
Kartenvorverkauf:   Textilhaus C.J. Schmidt, Krämerstraße 1-7
    Sporthaus Friedr. Rothgordt, Großstraße 28
    Sporthaus Hettlage & Lampe, Markt 14-16
    Tabakwarengeschäft T. Nachtigall, Schiffbrücke 23

 

Beachten Sie bitte auch die Stadion-Zeitung, die Sie am Stadioneingang erhalten und in der alles Wissenswerte über die spielenden Mannschaften abgedruckt ist.

Am 16. Juni 1976 besteht ferner die Möglichkeit im Thomas-Hotel einen netten Abend mit den Schalker Spielern zu verbringen. Für Vereinsmitglieder besteht die Möglichkeit, im Miedersalon Elfi, 2250 Husum, Norderstraße 19, Eintrittskarten für 7,- DM zu erwerben (Beeilung ist angebracht, da nur 100 Karten zur Verfügung stehen).


Husum 18

-

FC St. Pauli

(Verbandsliga)   (Bundesliga)
  am  

Sonntag, dem 24. Juni 1977
im Friesenstadion

Anstoß:   15.30 Uhr
     
Vorspiel:   Husum 18 Schüler (Vizemeister) - Rödemisser SV Schüler
    Anstoß 13:45 Uhr
     
Eintritt:   im Vorverkauf 6.- DM Erwachsene / 4,- DM Jugendliche unter 14 Jahre
    an der Kasse 7,- DM Erwachsene / 5,- DM Jugendliche unter 14 Jahre
Achtung: Frauen in Begleitung eines erwachsenen Herrn haben freien Eintritt
     
Kartenvorverkauf:   Sporthaus Friedr. Rothgordt, Großstraße 28
    Sport-Horst, Herzog-Adolf-Straße 30
    VIVO-Markt M. Jacobsen, Hermann-Tast-Straße 37
    Tabakwarengeschäft Nachtigall, Schiffbrücke 23

Vor dem Spiel und in der Pause spielt für Sie der Husumer Spielmannszug und Fanfarenzug zur Unterhaltung.


Bundesliga Bundesliga
Wieder konnten zwei namhafte Bundesligamannschaften zu Freundschaftsspielen verpflichtet werden

 

Am Mittwoch, dem 5. Juli 1978, 19.15 Uhr  
 

Husum 18

-

VfL Bochum


Am Sonntag, dem 16. Juli 1978, 15.00 Uhr  
 

Husum 18

-

Hertha BSC Berlin

(ab 13.30 Uhr: Vorspiel zweier Jugendmannschaften)  

Beide Bundesligavereine treten mit allen Stars und Neuerwerbungen an.

 

Eintritt:   im Vorverkauf
6.00 DM Erwachsene
3,50 DM Jugendliche bis 18 Jahre, Schwerbehinderte, Frauen
    an der Kasse
7,00 DM Erwachsene
4,00 DM Jugendliche bis 18 Jahre, Schwerbehinderte, Frauen
     
Kartenvorverkauf:   Sporthaus Friedr. Rothgordt, Großstraße 28
    Sportabteilung der Fa. C.J. Schmidt, Husum, Krämerstraße
    Hettlage & Lampe, HELA-SPORT Husum, Markt 16

29. September 1978: Richtfest unseres Jugendheims

Otto Heinrich Krüger


25. August 1979: Einweihung unseres Jugendheims

Unser neues Jugendheim

Am 25. August 1979 konnte unser neues Jugendheim im Friesenstadion eingeweiht werden. Zahlreiche Ehrengäste und Mitglieder waren zur um 11 Uhr angesetzten Feierstunde erschienen. So konnte unser erster Vorsitzender Werner Denckmann Herrn Landrat Dr. Klaus Petersen, den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Husum, Karl Herbst, Senator Rudolf Böller, die Fraktionsvorsitzenden von SPD und FDP, Dieter Cornelissen und Siegfried Schulze, sowie die Vorsitzenden unsere Nachbarvereine Frisia Husum und Rödemisser SV, Lothar Muschinski und Hans-Hermann Lucht, unter den Ehrengästen begrüßen.

Für alle Mitglieder, die bisher noch nicht unser Jugendheim gesehen haben, veröffentlichen wir einige Bilder, die sich allerdings nicht nur auf den "fertigen" Bau beziehen, sondern auch zeigen, welche letzten Vorbereitungen erforderlich waren, um das Heim rechtzeitig zum Punktspielbeginn der Spielserie 1979/80 fertigzustellen.

Doch hier zunächst ein Ausschnitt aus den Husumer Nachrichten über die gelungene Einweihungsfeier.

"Nach der Begrüßung erinnerte der erste Vorsitzende von Husum 18, Werner Denckmann, daran, daß es lange Zeit gedauert habe, den Bau dieses Jugendheims zu verwirklichen. Schon 1955 hätten sich die beiden Sportvereine Husum 18 und Frisia Husum mit dem Gedanken getragen, eine Einrichtung dieser Art zu schaffen, da zwei Umkleideräume für die immer stärker anwachsende Sportlerzahl nicht ausreichten. Aus finanziellen Gründen sei 1960 ein Entwurf der Husumer Sportvereine von der Stadt "auf Eis gelegt" worden. Erst 1972, als man sich nicht mehr hätte bewegen können und die Sanitäranlagen nicht mehr ausgereicht hätten, sei eine Änderung eingetreten. Ein neuer Umkleideraum im Friesenstadion sei die erste Errungenschaft gewesen.

Nachdem man mehrmals Anträge auf Erweiterungsbauten gestellt hatte, erläuterte Denckmann weiter, die alle dem Rotstift zum Opfer gefallen waren, wurde Juli 1976 ein Bauplan von der Stadt Husum vorgelegt, dem der Verein zustimmte. Die Baukosten teilte man auf: 49.000 Mark übernahm die Stadt, der Kreis beteiligte sich mit 37.000 Mark (Jugendamt), die Abteilung Schule und Sport mit 9.600 Mark, der Landessportverband mit 50.000 Mark, Husum 18 war mit einer Eigenleistung von 58.000 Mark beteiligt. Seinen Dank richtete Denckmann auch an Geschäftsführer Carl Anton Christiansen, der alle Hindernisse und Hürden finanzieller Art vom Verein fernhalten konnte.

Im Juni des vergangenen Jahres wurde schließlich mit dem Bau begonnen. Die Bauleitung geschah in Zusammenarbeit des Architekten Uwe Dunker vom Husumer Bauamt und dem Vereinsmitglied, Ingenieur Eckhard Reckstadt. Er wurde für diese ehrenamtliche Leistung von Werner Denckmann mit der silbernen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Der stellvertretende Bürgermeister Karl Herbst sowie Landrat Dr. Klaus Petersen zeigten sich beeindruckt von der Leistung des Vereins. Im Namen der SPD überreichte der Fraktionsvorsitzende Dieter Cornelissen Husum 18 einen Fußball; von der FDP wurde ein Geldbetrag zur Verfügung gestellt. Die Vorsitzenden von den Nachbarvereinen Frisia Husum, Lothar Muschinski, und vom Rödemisser Sportverein, Hans-Hermann Lucht, überbrachten ihre Glückwünsche.

Abschließend bemerkte Werner Denckmann, daß der Sport, insbesondere die Fußballsparte, einen Aufschwung benötige; es gäbe zur Zeit viel zu wenig Interessenten auf den Zuschauertribünen. Danach übergab man dem Geschäftsführer Carl Anton "Ratschi" Christiansen das Jugendheim.

Otto Heinrich Krüger

1981/82 Unsere Liga

Erstmalig in der Vereinsgeschichte präsentierten sich die Mannschaften von Husum 18 mit einem Werbeträger auf den Trikots. Der besondere Dank des Vereins geht an Ekkehard Bornhoff vom Teppichhaus Nordfriesland sowie an Dieter "Schorsch" Schleger für dessen Bemühen in dieser Angelegenheit.

Trainer Reinhard „Bernie“ Grünhoff - Ralf-W. Dziuballe - Gerd "Fritzi" Hansen - Andreas "Andy" Wolff - Ernst August "Johann" Schlichte - Heino Hinrichs - Klaus Brandt - Jörg Peter Carl - Peter Pauly - Fußballobmann Bahne Dieter WillUlf Knittel - Dieter Wölfert - Manfred "Manni" Roth - Thomas "Grobi" Wolff - Alfred "Ali" Thurow - Hauke Edsen. Es fehlt Frank Ziebell, der erst am 25. Oktober 1981 spielberechtigt ist.


Juni 1982

Unsere B-Jugend fuhr zur Fußball-WM nach Spanien.

Auf dem Foto ganz links der damalige 1. Vorsitzende Werner Denckmann verabschiedet die Spanientruppe.


1974: Das ist die 1. Knabenmannschaft

... von Husum 18, die sich gegen den MTV Leck mit 3:2 Toren nach Verlängerung den Kreismeistertitel holte: Peter Empen - Thomas "Grobi" Wolff - Kai-Uwe Schladetzky - Peter Hansen - Bernd "Benie" Harms - Stefan Wagner - Betreuer Reimer SeifertHauke Hartmann - Jürgen Suckow - Dirk Brauer - Hauke Lorenzen - Ralf Jacobsen - Ulf Knittel

Peter Korth (27.05.63)

Hauke Lorenzen (25.07.63) ǀ Ulf Knittel (20.02.63)

Memet Beytut (01.01.63) ǀ Bernd Harms (17.08.62) ǀ Dirk Clausen (01.03.63)

Jürgen Suckow (23.11.63) ǀ Kai-Uwe Schladetzky (02.08.63) ǀ Hauke Hartmann (30.08.63) ǀ Peter Empen (20.11.63) ǀ Stefan Wagner (23.04.63)

Auswechselspieler sind Jens Müller und Peter Reintje

Nachdem die Nostalgie-Welle bei Husum 18 Einzug gehalten hat, erinnert sich die Jugendabteilung gerne an vergangene Zeiten. Die von Reimer Seifert trainierte Mannschaft hatte von Anfang bis Mitte der 70er Jahre ihre goldene Zeit und wurde neben einigen Meistertiteln sogar im Jahre 1974 Kreismeister in der D-Jugend (Knaben), wie das Foto zeigt. Von den abgebildeten Spielern sind leider nur noch drei übrig geblieben: Ulf Knittel, Hauke Lorenzen und Thomas "Grobi" Wolff. Einige Spieler aus unserem damaligen Nachwuchs schießen heute bei anderen Vereinen die Tore.

Peter Pauly

April 1983

Neue Lampen im Stadion

Bei der Arbeit: Peter Hansen (Platzwart) · Thomas Rosin · Anton Christiansen · Hauke Schulz

Otto Heinrich Krüger

Juli 1985

Meisterschafts-Foto 1. D-Jugend: Unangefochten Meister der Kreisklasse Süd 1984/85 44:0 Punkte - 144:23 Tore

Jens Paulsen · André Carstens · Thorsten Martin · Axel Schwarzer · Arne Dehn · Tarkan Toker / Günther Barth · Jan Martin Feddersen · Carsten Stybalkowski · Olaf Clausen · Nikolaos Georgakis · Reimer Krüger · Sven Jakobs. Es fehlen: Gunnar Berndt · Ole Bergmann.


1. A- Jugend: Bezirksmeister 1984/85

Trainer Carl Anton "Ratschi" Christiansen · Roger König · Georg Ove Hansen · Sven Christiansen · Thomas Rosin · Peter Neupert · Rainer Kopittke / Kai "Mulle" Marmulla · Arne Iwersen · Heiko Stoß · Olaf Clausen · Jörg Gehrke · Alexander Spence. Es fehlt: Michael Klein.

Weiterhin wurden aus der zweiten Mannschaft eingesetzt: Rainer Schulz · Dirk Lembrecht · Michael Boysen · Andreas Jodehl · Kai Steingrüber.


Mai 1988: II. Mannschaft Kreisligameister

und Aufsteiger in die Bezirksklasse

Die siegreiche Mannschaft von Husum 18 II nach ihrem Sieg gegen den Rödemisser SV II als Aufsteiger in die Bezirksklasse

Thomas Rosin · Heino Hinrichs · Frank "Hülle" Hülsmeier · Ralf W. Dziuballe · Olaf Clausen · Jürgen Westphal · Holger Meyer · Klaus Dieter "Holmi" Holm · Maik "Hanson" Hansen · Alfred "Ali" Thurow · Trainer Rolf von Bartikowski · Ralf Hansen · Kai "Mulle" Marmulla · Kai Steingrüber · Hauke Lorenzen · Michael Stoß · Helmut "Helle" Hempel (es fehlt Kurt Schach).

Otto Heinrich Krüger

Juli 1987: I. Turnier um den Irene-Thordsen-Jugendpokal

Frau Irene Thordsen mit Hans Peter Wulff, Ehrenvorsitzendem Werner Denckmann, Carl Anton "Ratschi" Christiansen, Vorsitzendem Walter Lorenzen und D-Jugendlichen von Husum 18. Foto: Denckmann

Friedrich "Fiete" Pingel" jun.

 

leer

Mai 1993

Husum 18 / 75 Jahre

Der geschäftsführende Vorstand im Jubiläumsjahr:

Ehrenvorsitzende:   Werner Denckmann
    Karl Krieger
 
1. Vorsitzender   2. Vorsitzender
Wolfgang Grüner   Dieter Schleger
   
Schriftführer   Fußballobmann   Geschäftsführer
Jens-Peter Jensen   Hans Friedrich Nielsen   Anton Christiansen

Weitere Ereignisse

31. Juli 1993 im Friesenstadion  

Husum 18 - Borussia Dortmund


2. Oktober 1993 in der Kongresshalle  

Jubiläumsball


7. Dezember 1993 im Thomas Hotel  

Kommersabend

 

leer

12.06.1993

Husum 18

DFB-Pokalfinale in Berlin

Bayer Leverkusen - Hertha BSC II 1:0 (0:0)
Bernd "Baxi" Friedrichsen und Freundin · Helmut "Helle" Hempel und Frau Britta Hempel · Hans Peter Wulff und Frau · Rainer Schulz · Michael Mölck · Jan Martin Feddersen · Birger Schleemann · Thorsten Peters · Hans Friedrich "Fiede" Nielsen und Freundin · Carl Anton "Ratschi" Christiansen und Frau Traute ChristiansenOlaf Röhe · Jörg Bahnsen · Dirk "Radi" Raddant · Olaf Pauls auf dem Weg zum Pokalfinale in Berlin.

Wir von Husum 18 waren in Berlin.

Alle Jugendmannschaften aus Berlin stellten sich vor.

Bayer Leverkusen im Angriff.

Gesamtübersicht vom Olympia-Stadion

Das Spiel ist aus.
leer

31.07.1993

Husum 18 / Fußball

mehr Fotos gibt es per Klick hier!

Unsere Gäste aus Dortmund kamen in Schwesing mit dem Privat-Jet an und wurden von einer großen Delegation empfangen


Unser erster Vorsitzende Wolfgang Grüner im Gespräch mit Dortmunds Trainer Ottmar Hitzfeld

Unser erster Vorsitzende Wolfgang Grüner im Gespräch mit dem Trainer von Borussia Dortmund, Ottmar Hitzfeld, auf dem Flugplatz von Schwesing, wo Wolfgang Grüner und Dieter "Schorsch" Schleger die Mannschaft von Dortmund abholten.

Unsere Gäste aus Dortmund überreichen im Beisein von Wolfgang Grüner und Dieter "Schorsch" Schleger dem Busfahrer der Firma Rhode einen Wimpel zur Erinnerung.

Mit diesem Oldtimer-Bus der Firma Rohde wurde die Mannschaft von Borussia Dortmund vom Flughafen Schwesing zum Hotel gefahren.


Borussia Dortmund macht sich warm.


Carl Anton "Ratschi" Christiansen im Gespräch mit Bodo Schmidt

Bodo Schmidt

Matthias Sammer

Stefan Klos

Frank Mill

Stéphane Chapuisat

Ein Fachgespräch unter Freunden

Wolfgang Grüner · Carl Anton "Ratschi" Christiansen · Dieter "Schorsch" Schleger

Das Vorprogramm gestaltete der Rödemisser Spielmannszug




Es kamen über 6.000 Zuschauer zum Spiel Husum 18 gegen Borussia Dortmund

Die Schiedsrichter bitten zum Kampf

Schiedsrichter Hartmut Johstein (DGF Flensborg), Linienrichter Torben Hansen (TSV Nord) und Torben Schulz (TSV Oeversee) laufen mit den Spieler durch das von unseren Buben gebildete Spalier.

Husum 18 und Borussia Dortmund begrüßen die Zuschauer

Das Aufgebot unserer I. Mannschaft mit dem geschäftsführenden Vorstand

Gemeinschaftsfoto Husum 18 und Borussia Dortmund am 31. Juli 1993


Vor dem Anstoß tauschen die Mannschaftsführer Michael Zorc und Peter Wendt Wimpel aus

Stefan Reuter












1. Halbzeit: Günter Hoff in action

2. Halbzeit: Georg Ove Hansen in action


Es brennt im Strafraum von Husum 18

Ottmar Hitzfeld



Michael Zorc · Frank Mill




· Jan Boe

Sascha Behrens · Michael Schulz

Borussia Dortmund wirbelte unsere Mannschaft ganz schön durcheinander

Trainer Ottmar Hitzfeld




Die Autogrammjäger warten auf ihre Stars




Matthias Sammer gibt Autogramme











Maik "Hanson" Hansen · Frank "Franky" Wauer · Maik Ketelsen · Dirk Thomsen


Dieter "Schorsch" Schleger im Gespräch mit Ottmar Hitzfeld
Klaus Dieter "Holmi" Holm
leer

02.08.1993

Husum 18 / Fußball / Medien

Mit "großem Bahnhof" empfingen Vertreter von Husum 18 die Sportsfreunde von Borussia Dortmund auf dem Schwesinger Flugplatz. Foto: Voss

Ein großer Tag für Husum 18

Borussen kamen auf Luftweg

Dank Mithilfe verlief die Landung reibungslos

HUSUM / jv – Für den Fußballverein Husum 18 wird der vergangene Sonnabend noch lange in Erinnerung bleiben und in den Annalen einen würdigen Platz einnehmen. Der 75 Jahre alte Verein hatte keine geringeren Gäste als Borussia Dortmund.
Schon vor Monaten war Kontakt aufgenommen worden. Damit alles reibungslos verlaufen würde, waren große Anstrengungen hinsichtlich Vorbereitung und Organisation erforderlich. Wie viele geglaubt haben mögen, kamen die Dortmunder Borussen nicht mit dem Bus, nein, ganz fürstlich, mit einer Turboprop-Maschine ATR 42 angereist. In 50 Minuten von Dortmund nach Husum – eine Glanzleistung wie ein Feuerwehrmann später kommentierte. Für die Landung auf dem ehemaligen Militärflugplatz Schwesing war eine Sondergenehmigung erforderlich. Weil nun Husum 18 Geburtstag hatte und es sich somit um ein Jubiläumsspiel handelte, gab die FlaRakGrp 26, an der Spitze Oberstleutnant Städecke, grünes Licht, und auch das Verkehrsministerium in Kiel hatte gegen eine Landung nichts mehr einzuwenden.
Dennoch wäre ohne die Husumer Sportfluggruppe wohl nichts gelaufen. Sie stellte mit Klaus Bornholdt den Flugleiter. Und dann mußte auch noch die Freiwillige Feuerwehr Schwesing die Landung unterstützen – eine große Herausforderung für die Schwesinger. Pünktlich erschien Wehrführer Wolfgang Sokoll mit fünf Feuerwehrmännern und einem Fahrzeug auf dem Schwesinger Airport, wo früher die Flugplatzfeuerwehr zuständig war.
Die Männer von Husum 18 holten dann mit einem Oldtimerbus der Firma Rohde die Kameraden von Borussia Dortmund ab. Der 1. Vorsitzende von Husum 18, Wolfgang Grüner, und Dieter Schleger waren als Empfangskomitee eingeteilt worden. Sie begrüßten die einzelnen Spieler der Dortmunder Borussen. Alle freuten sich auf das Spiel.

Husumer Nachrichten · 02.08.1993

Björn Scheel (l.) im Duell mit Stéphane Chapuisat. Fotos: Christensen

Dortmunder Rasenschach

Profis schlugen Bezirksligisten Husum 18 vor 4.036 Zuschauern mit 8:0

HUSUM / jw – Gnädige Borussia: "Nur" acht Tore schenkten Dortmunds Profis den braven Bezirksliga-Kickern von Husum 18 ein. Die Millionen-Truppe aus dem "Pott" demonstrierte im Freundschaftsspiel vor 4.036 Zuschauern weniger Athletik und Tempo, sondern vielmehr filigrane Fußball-Kunst. Statt des 8:0 (4:0) am Ende hätten die Gelb-Schwarzen gut und gerne ein doppelt so hohes Ergebnis erzielen können, doch eine Woche vor dem Bundesliga-Start wollte niemand mehr die teuren Knochen allzu hohem Risiko aussetzen.
Ein kurzer Regenschauer hatte kurz nach Spielbeginn das Geläuf in eine Rutschbahn verwandelt – ein Grund mehr, den Zweikampf zu vermeiden. Dafür war es faszinierend anzusehen, wie Dortmund im Husumer Stadion gepflegtes Rasenschach aufzog, mit präzisen kurzen Pässen die unermüdlich kämpfenden Amateure ein ums andere Mal ins Leere laufen ließ.
So genöß ein dankbares Publikum 90 Minuten erstklassige Unterhaltung, und die Gastgeber nahmen neben dem einmaligen Erlebnis einige Erkenntnisse mit. 18-Trainer Günter Klenz: "Dortmund war ein gutes Beispiel für meine Mannschaft. Im Training wird es leichter für mich, weil ich nun direkt auf einige Spielsituationen hinweisen kan. Viele Übungen werden den Spielern jetzt plausibler." Mittelfeldspieler Torben Weber hatte es schon begriffen: "Dortmund hat uns gezeigt, was man mit Kurzpaßspiel alles erreichen kann. Im Training will man es oft nicht wahrhaben."
Als die Husumer anfängliche Nervosität und Herzklopfen überwunden hatten, was rund 20 Minuten und drei Gegentore durch Stéphane Chapuisat, Knut Reinhardt und Matthias Sammer kostete, begannen sie, mehr Widerstand zu leisten. Torhüter Günter Hoff nahm jede Gelegenheit wahr, sich auszuzeichnen und Borussia-Stürmer Frank Mill zur Verzweiflung zu bringen. Manndecker Björn Scheel machte Superstar Stéphane Chapuisat das Leben schwer, der quirlige Sascha Behrens hatte Erfolg mit einigen Dribblings, und Peter Wendt hätte um ein Haar das spektakuärste Tor des Tages erzielt: Der 18-Routinier sah bei einem Konter den leicht abwesenden, weil unterbeschäftigten BVB-Keeper Stefan Klos zu weit vor seinem Tor stehen. Peter Wendt nahm Maß, doch sein Bogenschuß endete nach einem 35-m-Flug am Außennetz.
Mit dem 0:4 zur Pause – Frank Mill hatte es in der 42. Minute doch noch geschafft, einen Ball unterzubringen – hatte sich Husum achtbar geschlagen, zumal Dortmund bis auf die verletzten Karl-Heinz "Kalle" Riedle, Nedijeljko "Ned" Zelić und Flemming Povlsen seine Bestbesetzung aufgeboten hatte. Im zweiten Durchgang eröffnete ausgerechnet ein Husumer den Torreigen – auf der falschen Seite. Der ansonsten vorzügliche Liberp Jan Boe überlistete Günter Hoff aus einem Gewühl im Strafraum (49.).
Die weiteren Tore zum standesgemäßen Endstand steuerten Lothar Sippel (2) und Michael Rummenigge mit einem sehenswerten Freistoß aus 18 Metern bei. Die letzte Viertelstunde überstand Georg Ove Hansen, der für Günter Hoff gekommen war, dank einiger glänzender Reflexe ohne Gegentreffer.
Auch Bodo Schmidt kam zum ersten Einsatz seit Jahren in heimischer Umgebung. Der Niebüller, der in der vergangenen Saison seinen Durchbruch als Manndecker beim BVB feierte, mußte jedoch in der Erstaufstellung dem Ex-Schalker Steffen Freund seinen Platz überlassen. "Es wird eine verdammt schwere Saison für mich", meinte Bodo Schmidt, "aber im vergangenen Jahr war meine Ausgangssituation noch schwieriger." Der 25jährige hatte übrigens wenig Gelegenheit, sich nordfriesischen Wind um die Nase wegen zu lassen. Am Abend hob Bodo Schmidt im Dortmunder Charterflieger vom Flugplatz Schwesing ab, gestern morgen war schon wieder Training – Profi-Alltag.
Der sportliche Höhepunkt des 75jährigen Vereinsjubiläums von Husum 18 war eine runde Sache. Obwohl die Veranstalter insgeheim mit einer etwas größeren Kulisse gerechnet hatten, war Organisator Dieter Schleger zufrieden. "mit 4.000 Zuschauern sind wir aus dem Schneider. Die Organisation hat gut geklappt. Es hat allen viel Spaß gemacht", meinte der 2. Vorsitzende des Klubs.
Husum 18: Günter Hoff (70. Georg Ove Hansen) – Jan Boe (75. Bernd Friedrichsen) – Björn Scheel, Josef BartusHolmer Scheel (65. Jörg Horstmann), Sascha Behrens, Thomas Bielenberg (46. Rainer Clausen), Torben Weber (46. Rahsoul Delsous-Bahri), Peter WendtArne Matthiesen (59. Helge Horstmann), Björn Fleige.
Borussia Dortmund: Stefan KlosUwe Grauer (46. Steffen Karl) – Knut Reinhardt (46. Bodo Schmidt), Steffen Freund, Michael SchulzMatthias Sammer, Stefan Reuter (46. Günter Kutowski), Michael Zorc (46. Michael Rummenigge), Gerhard PoschnerStéphane Chapuisat (67. René Tretschok), Frank Mill (46. Lothar Sippel).
Schiedsrichter: Hartmut Johstein (DGF Flensburg).

Stimmen zum Spiel

Günther Klenz (Trainer Husum 18): Ich habe der Mannschaft für jedes Tor unter zehn eine Kiste Bier versprochen. Es sind nur zwei geworden, ich hätte aber auch gerne fünf bezahlt.

Björn Fleige (Stürmer): Schade, daß uns kein Tor gelungen ist. Mich wunderte die Empfindlichkeit einiger Dortmunder bei ganz normalen Kleinigkeiten, wie am Trikot festhalten. Wie halten die das in der Bundesliga aus?

Torben Weber (Mittelfeld): Es hat sehr viel Spaß gemacht. Negativ fiel mir Matthias Sammer auf, der recht arrogant war.

Sascha Behrens (Mittelfeld): Es war ein normaler Kontakt auf dem Spielfeld, wie sonst auch. Super war Michael Schulz. Ein echter Typ, der immer einen Spruch drauf hatte.

Josef Bartus (Abwehr): Das Spiel war so hart wie drei Trainingseinheiten. Die vielen schnellen Antritte waren sehr anstrengend. Man merkte, daß es Profis waren: durch und durch trainiert und immer blitzschnell.

Björn Scheel (Abwehr): Alles optimal. Begeistert bin ich von Michael Schulz, der völlig normal mit uns umging und immer was erzählte.

Bernd Friedrichsen (Abwehr): Da freut man sich drei Wochen lang auf so ein Spiel und dann rauscht es im Schnelltempo an einem vorbei.

Husumer Nachrichten · 02.08.1993

Bodo Schmidts Notbremse stoppte den Husumer Björn Fleige (l.).
leer

14.08.1993

Husum 18 / Fußball

14. August 1993: Husum 18 - TSV Lindewitt 1:1

Torschütze: Sascha Behrens
· Björn Fleige

· Arne Matthiesen
leer

04.10.1993

Husum 18 / Medien


Sie stießen auf 75 jahre Husum 18 an: Bürgermeister Cornelius Kohl, Ehrenmitglied und Ehrenbürgerin Irene Thordsen sowie 1. Vorsitzender Wolfgang Grüner (v.l.). Foto: Voss

Feier mit vielen Gästen

HUSUM / jv – Mit zahlreichen Gästen, unter ihnen Ehrenmitglied und Ehrenbürgerin der Stadt Husum, Irene Thordsen, Bürgermeister Cornelius Kohl, stellvertretender Bürgervorsteher Rudolf Böller sowie der langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Werner Denckmann, feierte Husum mit einem Ball in der Kongreßhalle das 75jährige Bestehen.
Der 1. Vorsitzende Wolfgang Grüner freute sich über die gute Beteiligung und natürlich über das Erscheinen der Ehrengäste. Der Husumer Fußballverein von 1918 wurde am 7. Dezember vor einem Dreivierteljahrhundert aufgrund einer Initiative von Bernhard Petersen gegründet. Zu Ehren des Gründungsmitglieds findet jedes Jahr ein Pokal-Wettkampf statt, der dessen Namen trägt.
Das größte Ereignis für Husum 18 in diesem Jubiläumsjahr war aber das Spiel am 31. Juli im Friesenstadion gegen Borussia Dortmund. Das wird, so Wolfgang Grüner, einen gebührenden Platz in der Vereinsgeschichte einnehmen. An dieser Stelle dankte der Vorsitzende von Husum 18 den zahlreichen Sponsoren, die dazu beigetragen haben, daß es möglich wurde, eine solche Mannschaft nach Husum zu holen.
Die "Empires" sorgten an diesem Abend für ein stets volles Tanzparkett. Das Programm, durch das Carl Anton Christiansen führte, war von einem Festausschuß zusammengestellt worden.

Husumer Nachrichten · 04.10.1993
leer

09.12.1993

Husum 18 / Medien

Beim Kommerzabend wurden auch Erinnerungen an alte 18-Zeiten wach. Fotos: pb

75 Jahre Husum 18

"Schön ist das Fußball-Leben"

Wolfgang Grüner, 1.Vorsitzender von Husum 18.

HUSUM / pb – Am 7. Dezember vor genau 75 Jahren fanden sich 35 Husumer zu einer Vereinsgründung im damaligen Café "Hohenzollern" ein und legten laut Gründungsprotokoll u.a. als Eintrittsgeld und Monatsbeitrag jeweils 1 Mark und als Strafbeitrag für unentschuldigtes Fehlen beim Training 50 Pfennig fest.
Das waren noch Zeiten, die der 1. Vorsitzende des H.F.V. 1918, Wolfgang Grüner, beim Kommerzabend im Thomas Hotel in seiner Ansprache vor Vereins- und Ehrenmitgliedern, Abordnungen vom Fußballverband und anderen VIP's Revue passieren ließ.
Auf viele Höhepunkte kann der Verein in diesen Jahren zurückblicken, nur einige seien erwähnt wie 1953 die Einweihung des Friesenstadions, Freundschaftsspiele gegen St. Pauli, Bochum, Hertha, HSV und im Sommer ´93 gegen Borussia Dortmund. 1972 Gründung einer Damenmannschaft, die 1990/91 sogar die Landesmeisterschaft gewann; 1979 Einweihung des dringend benötigten Jugendheimes.
Die Jugendarbeit bildet auch heute einen Schwerpunkt in der Vereinsarbeit, obwohl Fußball nicht mehr der König der Sportarten unter den Kids ist, wie es früher einmal war. Aber in Zeiten leerer Kassen und Kürzungen der Sportförderung durch die politischen Gremien sind die Vereine speziell auch in der Jugendarbeit immer mehr gefordert, so Wolfgang Grüner.

Nordfriesisches Tageblatt · 09.12.1993
leer

 



zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 13.07.2022 20:59

seit 25. Mai 2018
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